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Koordinations- und Willensbildungsprobleme bei einer direkten Investitionslenkung

Leipold, Helmut

Abstract

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Full text

Leipold, Helmu A icle Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme bei eine di ek en In es i ionslenkung Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Leipold, Helmu (1977) : Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme bei eine di ek en In es i ionslenkung, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 97, Iss. 1, pp. 3-30, h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291380 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. I he documen s ha e been made a ailable unde an Open Con en Licence (especially C ea i e Commons Licences), you may exe cise u he usage igh s as speci ied in he indica ed licence. h ps://c ea i ecommons.o g/licenses/by/4.0/ Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme bei eine di ek en In es i ionslenkung* Von Helmu Leipold Anlaß de Un e suchung is die F age, welche In o ma ionen bei eine zen- alen Lenkung und Koo dina ion de In es i ionen benö ig we den und welche poli ischen und bü ok a ischen Res ik ionen im Zuge de lenkungs- poli ischen Willensbildung zu e wa en sind. Ve anschaulich wi d diese P oblems ellung an einigen heo e ischen En wü en zu di ek en In es i- ionslenkung und am konk e en Fall de In es i ionspoli ik im unga ischen Wi scha ssys em. I. Ein üh ung Die In es i ionslenkungsdiskussion ha sich im Ke n an de Ausein- ande se zung en zünde , wie die Planungs- und Lenkungso dnung zu ges al en is . Speziell geh es dabei um die F age, wie die Planungs- und Koo dina ionskompe enzen au zen ale und dezen ale En schei- dungs äge zu e eilen sind. Es is wohl kein Zu all, daß die Fo de- ung nach eine wei gehend di ek en In es i ionslenkung o dem Hin- e g und eine wel wei en Diskussion übe Rohs o knapphei eine - sei s und eine wel wei en wi scha lichen Rezession ande e sei s au - kam und an Beach ung gewann. Diese äuße en Bedingungen wa en je- doch nu die Auslöse de Diskussion. Die eigen liche U sache und die gemeinsame Basis de Fo de ung eine In es i ionslenkung we den, wie Zinn mein , aus de „K i ik an den Mängeln spä kapi alis ische Ma k wi scha so dnungen"1 he gelei e . Die an ima k wi scha liche S oß ich ung de Be ü wo e eine di ek en In es i ionslenkung komm in den A gumen en zum Ausd uck, mi denen die No wendigkei eine Lenkung beg ünde wi d. Als Folge de sys emspezi ischen, au die O dnungsbedingungen de p i a wi scha lichen Ma k wi scha en wes liche P ägung ixie en Pe spek i e bleiben be ei s p ak izie e Lenkungskonzep ionen soziali- s ische P ägung und die do gemach en E ah ungen in den Bei ägen * Übe a bei e e Fassung eines Vo ages o dem Ausschuß zum Ve gleich on Wi scha ssys emen des Ve eins ü Socialpoli ik am 2. und 3. Ok obe 1975 in Hambu g. He n P o esso A. Schülle e danke ich we olle An- egungen. 1 Zinn (1973), S. 302. l* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 4 Helmu Leipold sowohl de Be ü wo e als auch de Gegne de In es i ionslenkung au- ße beiläu igen Hinweisen ausnahmslos unbe ücksich ig . Ge ade im le z en Jah zehn sind im Zuge on Wi scha s e o men in einigen sozialis ischen Lände n Os eu opas Planungssys eme konzipie und p ak izie wo den, die ih e lenkungs echnischen Ausges al ung nach seh iele Gemeinsamkei en mi den im Wes en o geschlagenen Kon- zep ionen eine di ek en In es i ionslenkung au weisen. Auch wenn einige Be ü wo e be onen, daß es in de ak uellen Lenkungsdiskussion im Wes en nich um die Übe nahme o indba e Modelle und E ah- ungen, z. B. sozialis ische P ägung, sonde n um die En wicklung neue Planungs o men gehe, kann du ch Au a bei ung und Auswe ung de in sozialis ischen Lände n o liegenden E ah ungen eine Reihe len- kungs heo e ische Einsich en gewonnen we den. Dies soll am Beispiel de unga ischen In es i ionslenkung geschehen. Die E gebnisse, die bei diese übe wiegend di ek en Lenkung bishe e ziel wu den, zeigen, daß das Vo haben, die In es i ionsen scheidungen zen al zu koo dinie- en, o ensich lich au eine Reihe on Schwie igkei en s öß , die es zu analysie en gil . Fe ne sollen P obleme de lenkungspoli ischen Wil- lensbildung un e such we den. Wie kommen die En scheidungsp ozesse übe Lenkungsziele und -mi el zus ande, welche Mo i a ionen de Len- kungsins anzen sind anzunehmen, welche In e essen we den sich du ch- se zen? Zu Bean wo ung diese F agen wi d au einige E klä ungs- ansä ze de poli ischen Theo ie und de Bü ok a ie heo ie zu ückgeg i - en. II. Zielkomplexe Die Ziele, die du ch di ek e In es i ionslenkung e eich we den sol- len, sind bei den einzelnen Be ü wo e n un e schiedlich und da übe hinaus iel äl ig. Sie e geben sich explizi ode implizi meis aus de Umkeh ung de Mängel, die un e dem S ichwo om „Ma k e sagen" au gelis e und de ma k wi scha lichen O dnung zugesch ieben we - den2. Hie bei können d ei Zielkomplexe un e schieden we den: 1. De alloka ionspoli ische Zielkomplex Den Zielen, die diesem Komplex zugeo dne we den, liegen e schie- dene Thesen om Ma k e sagen zug unde. Die Ma k koo dina ion e - sage bei de Ve eilung de knappen Ressou cen au e schiedene Ve - wendungs- ode Bedü nis ich ungen in meh ache Hinsich . Die P o i - o ien ie ung de p i a en P oduzen en e mögliche keine zu iedens el- lende ode wünschenswe e Bedü nisbe iedigung. Das P o i s eben 2 Einen Übe blick übe Ziele e mi eln Finking (1975), S. 26 ., Issing (1975), S. 28 ., Hamm (1976), S. 137 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 5 s imulie e einsei ig die P oduk ion on p i a en Gü e n mi einem zwei elha en Geb auchswe , weil Beda e mi els sub ile We bungs- me hoden und de s ändigen K ea ion neue P oduk e küns lich ge- scha en und be iedig wü den. Hand in Hand dami gehe eine Un e - e so gung de Bedü nisse an ö en lichen Gü e n einhe , ein Zusam- menhang, de mi de These on de ö en lichen A mu bei p i a em Reich um umsch ieben wi d. Fü eine Besse e so gung mi ö en li- chen Gü e n sei dahe das P o i p inzip zuguns en des Beda sdeckungs- p inzips zu ückzud ängen, wodu ch gleichzei ig die diagnos izie e Ab- hängigkei s aa liche Leis ungen on den Impe a i en de p i a en Ve ügungs- und In es i ionsau onomie geminde ode besei ig we de. Daneben sei das Ma k sys em in zunehmendem Maße ü eine gesell- scha lich wünschenswe e Alloka ion de Ressou cen in de ku zen, meh abe noch in de langen Sich ungeeigne . Ma k p eisen komme eine beg enz e Aussagek a zu, da sie ex e ne E ek e nich ode nu un olls ändig be ücksich igen wü den. Auße dem seien sie ex-pos -In- dika o en, die lediglich übe abgelau ene ode bes ehende Angebo s- und Nach agekons ella ionen in o mie en und deshalb zu Alloka ion de In es i i ions o haben aus ielen3. Au g und diese „p inzipiellen Beg enzungen" des Ma k sys ems wi d die s aa liche In es i ionspla- nung und -lenkung als Koo dina ionssubs i u ge o de , um eine plan- olle O ganisa ion de Wi scha sp ozesse zu e möglichen. 2. De s abili ä spoli ische Zielkomplex De ma k wi scha liche S eue ungsp ozeß lasse keine in la ions eie und kon inuie liche, d. h. zyklen eie En wicklung zu. Die U sache wi d p imä in de In es i ionsau onomie de p i a en P oduzen en gese- hen, welche die Möglichkei en eine e ek i e en S abili ä spoli ik be- g enze4. Zu Siche ung de Vollbeschä igung und de Geldwe s abili- ä sei dahe eine an lang is igen Zielen o ien ie e s aa liche Planung und Lenkung de In es i ions ä igkei no wendig, was eine en sp e- chende Beg enzung de p i a en In es i ionsen scheidungen o aus- se ze. 3. De mach poli ische Zielkomplex Neben den beiden genann en Zielkomplexen soll mi de In es i ions- lenkung eine g undlegende Ve ände ung de gesellscha lichen Mach - e häl nisse e eich we den. P i a wi scha liche Ma k wi scha en seien nach wie o du ch eine ungleiche Mach e eilung zwischen Ka- pi al und A bei gep äg . Die Ve ügungs ech e übe den Einsa z de 3 So o allem Meißne (1974b), S. 127 . 4 Vgl. Zinn (1973), S. 302, Meißne (1974a), S. 132. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 6 Helmu Leipold P oduk ionsmi el und de menschlichen A bei be änden sich dominie- end au de Kapi al- ode Eigen üme sei e, wo sie inne halb hie a chi- sche En scheidungss uk u en ausgeüb und wah genommen wü den6. Dieses P i ileg sei zuguns en eine demok a ischen En scheidungs in- dung und Kon olle abzubauen, wozu wiede um die In es i ionsplanung und -lenkung ins i u ionelle Möglichkei en zu Pa izipa ion b ei e Gesellscha sk eise e ö ne. Hie zu we den e schiedene, pa lamen a- isch und ä edemok a isch e aß e Be eiligungskonzep e o geschla- gen, de en o ganisa o ische Ausges al ung und P obleme jedoch nu andeu ungsweise au gezeig we den. De in knappe Fo m da ges ell e Zielka alog e mi el einen Ein- d uck, welche wei gehenden ökonomischen Ansp üche an die Ein üh ung eine In es i ionslenkung geknüp we den und welche gesellscha spo- li ischen Ve ände ungen dami he beige üh we den sollen. Das An- sp uchsni eau im Sinne eine möglichs olls ändigen Ziel ealisie ung s eig bei den einzelnen Be ü wo e n, je um assende , zwingende und di ek e die In es i ionslenkung konzipie is . Im olgenden we den zunächs einige in de Bundes epublik Deu sch- land o geschlagene und disku ie e Konzep ionen, anschließend die G undzüge de unga ischen In es i ionslenkung da ges ell . Die Kon- zep ion de indi ek en In es i ionslenkung wi d aus G ünden de Ab- g enzung o anges ell , ohne sie an spä e e S elle zu p oblema isie en. III. Al e na i e Lenkungskonzep ionen 1. En wü e Es is in de Li e a u üblich, die Konzep e in die beiden G und o - men de indi ek en und de di ek en In es i ionslenkung zu un e eilen, wobei jedoch s e s da au hingewiesen wi d, daß die G enzen ließend seien6. Das K i e ium de Un e scheidung bilde die Eing i sin ensi ä de Lenkungsins anzen in die dezen ale Plan- und Koo dina ionsau o- nomie. Gemäß den Konzep ionen eine indi ek en In es i ionslenkung sollen die p i a en ode dezen alen In es o en du ch ein inanzielles An eiz- und Belas ungssys em zu einem Ve hal en e anlaß we den, das zen- al gese z en nume ischen Zielen en sp ich . Als Mi el kommen z. B. In es i ionszulagen, Zinssub en ionen, S eue nachlässe ode S a - s eue n in F age. Gegenübe den bishe in Ma k wi scha en iel äl ig 5 Vgl. Zinn (1973), S. 302. 6 Vgl. S ege (1975), S. 80 ., Meißne (1974a), S. 73 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 7 p ak izie en Fo men eine indi ek en s aa lichen Lenkung we den in neue en Vo schlägen ein e s ä k e Einsa z und eine besse e Abs im- mung de o handenen Ins umen e, insbesonde e zwischen den kon- junk u - und s uk u poli ischen Mi eln, ge o de . E gänzend sollen ein Bundesen wicklungsplan au ges ell und Op imie ungsmodelle he - angezogen we den, um die In e dependenzen zwischen den Zielen und Mi eln du chschauba e zu ges al en7. Zusä zlich will man die s aa - lichen Resso s zu einem besse abges imm en Vo gehen e p lich en. Weil jedoch nach diese Konzep ion die En scheidungsau onomie de p i a en In es o en und die Ma k alloka ion p inzipiell e hal en blei- ben, we den Zwei el geäuße , ob die alloka ions- und s abili ä spoli i- schen Ziele de In es i ionslenkung e eich we den können. S a in- di ek e , ma k kon o me Lenkung wi d deshalb die di ek e ma k ko - igie ende ode ma k e se zende Lenkung ge o de . Einen e s en Sch i in diese Rich ung bedeu e de Vo schlag eine sek o alen In es i ionslenkung8. Hie bei is an die Ein ich ung sek o- ale B anchenausschüsse gedach , die d i elpa i ä isch on Ve e e n de A bei gebe , de A bei nehme und de ö en lichen Hand bese z und denen alle geplan en In es i ionen eines Sek o s ode eine B anche gemelde we den sollen. Die Ausschüsse haben P ognosen übe die zu e wa ende Nach ageen wicklung zu e a bei en. Zeichnen sich hie zu au g und de angemelde en In es i ions o haben Übe kapazi ä en und Angebo sübe hänge ab, wi d dies den po en iellen In es o en „wa nend" mi ge eil . Zeigen die Wa nungen keine Wi kungen, können die Aus- schüsse in einem zwei en Sch i b emsend einwi ken, indem sie z. B. die S eichung s aa liche In es i ionshil en o schlagen und ealisie en. Schließlich is da an gedach , den Ausschüssen das Rech zuzuges ehen, In es i ions e bo e auszusp echen ode die Inbe iebnahme on Kapa- zi ä en au zuschieben, womi die Schwelle zu di ek en Lenkung be- sch i en wi d. De di ek en In es i ionslenkung is eine Reihe on Vo schlägen ein- deu ig zuzu echnen, on denen das Modell on Zinn im Mi elpunk de Diskussion s and9. Nach diesem Vo schlag soll en Planung und Lenkung de In es i ionen in e schiedenen E appen ablau en: Die Planung be- ginn mi de Fo mulie ung eine lang is igen P ojek ion, in de die zukün igen P oduk ionsmöglichkei en e aß und die Beda sen wick- lung in Fo m on Komplemen ä gü e komplexen geschä z we den. Au - g und diese P ojek ion e geben sich nach Beda sg uppen disagg egie - e Komponen en de mak oökonomischen Nach ageg ößen, bei denen besonde s die komplemen ä en Beziehungen zwischen p i a en und ö - 7 Vgl. Thoss (1975), S. 125 . 8 Vgl. K üpe (1975), S. 16 . 9 Vgl. Zinn (1973), S. 301 ., gl. auch Meißne (1974a), S. 119 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 8 Helmu Leipold en lichen Gü e n be ücksich ig we den. Im nächs en Sch i we den die Beda e übe einen demok a ischen Abs immungsp ozeß angmäßig geo dne , wobei gemäß einem ühe en Vo schlag an eine Beda so d- nung in indi iduelle und ö en liche G undbeda , gehobene Indi i- dualbeda , ö en liche Zusa zbeda , p i a e Luxus und Leis ungsbi- lanzübe schüsse gedach wa 10. An diese Beda s angsskala sollen die Ressou cen e wendungen, speziell die In es i ionsen scheidungen, o ien ie we den. Wei e wi d die Au s ellung eines Na ionalbudge s und die Ve wendung on Inpu -Ou pu -Modellen ge o de , die eine be- da sge ech e Alloka ion de knappen Mi el e möglichen sollen. Um die Aus ich ung an de Beda s angskala siche zus ellen, sind die ge- plan en In es i ionen einem In es i ionskon ollam zu melden. K i e- ien ü die Melde- und Genehmigungsp lich können z. B. de Kapi al- au wand, die Inansp uchnahme pe sonelle und ma e ielle In as uk- u , die Belas ung de Umwel du ch Schads o e ode de Beda an knappen Rohs o en sein. Die genehmigungsp lich igen Vo haben we den gemäß diesen K i e- ien und gemäß de Übe eins immung mi de Beda s angskala be- we e . Das Am kann also einzelne In es i ionsan äge je nach Kon- o mi ä mi den Lenkungszielen (Beda en) und den Lenkungsk i e ien genehmigen ode ablehnen, also die Du ch üh ung auch e bie en. Nach Zinn e sp ich dieses Lenkungskonzep nich nu eine beda s- und umwel ge ech e Alloka ion, sonde n au g und de mi de In es i ions- e assung e bundenen Übe sich übe die Kapazi ä enen wicklung in einzelnen Sek o en auch einen aus eichenden In o ma ionss and übe Angebo s- und Nach ageen wicklungen, um eine k isen eie gleichge- wich ige En wicklung de ökonomischen P ozesse siche s ellen zu kön- nen. Gegen den Vo schlag on Zinn können e schiedene Einwände e - hoben we den11, on denen nu eine he ausgeg i en wi d. Diese Ein- wand wi d hie deshalb he o gehoben, weil e an spä e e S elle als wesen liche Schwachs elle alle di ek en In es i ionslenkungskonzep e de aillie e behandel we den soll und weil dessen E kenn nis S ege , eben alls ein Be ü wo e de In es i ionslenkung, o ensich lich dazu ange eg ha , eine eigene Konzep ion zu en wickeln. De Einwand be- zieh sich au die mangelha e Ve bindung on Beda s-, P oduk ions- und In es i ionsplanung, die Ausd uck de Un e schä zung de In e - dependenz de ökonomischen P ozesse is . Die Beda s angskala g ei zu ku z, um die Kon o mi ä einzelne In es i ions o haben au kon- 10 Vgl. Meißne , Wieczo ek, Zinn (1973), S. 58. 11 Vgl. zu K i ik Gu mann (1975), S. 71 ., Issing (1975), S. 40 ., Voig - lände (1975), S. 41 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 9 sum e nen P oduk ionss u en bewe en zu können. Bei einzelnen Vo - haben au Gü e s u en höhe e O dnung is nich o he sehba , in wel- che Konsumgü e komplexe die nach Fe igs ellung de In es i ion p o- duzie en Leis ungen schließlich eingehen. Ein Beispiel soll diesen Zu- sammenhang e deu lichen. Mi Holz e a bei ungsmaschinen, de en Kau beim In es i ionsbundesam bean ag wi d, kann z. B. sowohl ein Sch eib isch, de spä e in einem ö en lichen Am benu z wi d und dahe nach Maßgabe de Beda s angskala als ö en liche G undbe- da einzuo dnen wä e, als auch eine b ei e und luxu iöse Be liege he - ges ell we den, die spä e in einem E os-Cen e lande und die nach de mu maßlichen Eino dnung du ch die Lenkungsbeam en als p i a e Luxus zu dekla ie en wä e. Beda s angskala und In es i ionskon olle sind deshalb „nich in eg ie e Lenkungsmechanismen"12. Um eine beda sge ech e In es i ionskon olle e eichen zu können, schläg dahe S ege o , die In es i ionsplanung in eine alle Be eiche de Volkswi scha um assende und mi el is ig o ien ie e olkswi - scha liche Pe spek i planung einzube en13. Die In es i ionslenkung will e au eine Ke nplanung eduzie en, die en wede eine zen ale Planung de Mi el ü E sa z-, Ra ionalisie ungs- und E wei e ungsin- es i ionen ü jeden Sek o , nich also ü jedes Un e nehmen, ode abe eine zen ale Lenkung ü die 500 g öß en Un e nehmen de Volks- wi scha sein könn e, wobei im le z e en Fall die In es i ionen de klei- ne en und mi le en Be iebe mi els eine selek i en s aa lichen K e- di poli ik zu lenken wä en. Mi diese Konzep ion soll nach S ege de ange üh e Mangel des Zinnschen Modells au gehoben we den. Wi we - den sogleich am Beispiel de unga ischen In es i ionslenkung zeigen, welche Folgen bei diese Konzep ion zu e wa en sind. Einen Sch i übe die zule z da ges ell e Konzep ion hinaus geh de Vo schlag de Jungsozialis en, wie e in den Beschlüssen ü eine demo- k a ische Planung und Lenkung o gesehen is 14. Als Mindes bedingung eine di ek en Lenkung wi d die Ve gesellscha ung de Schlüsselindu- s ien und des K edi wesens ge o de . Fe ne soll ein e bindliche ge- sam wi scha liche In es i ionsplan e s ell we den, de alle ö en li- chen und p i a en In es i ions o haben in sek o ale Au gliede ung zu um assen ha . Mi Ausnahme de G oßp ojek e wi d eine dezen ale Du ch üh ung de In es i ionen konzedie , de en Lenkung übe eine selek i e s aa liche K edi poli ik e olgen soll. Die In es i ionsplanung und -lenkung wi d hie bei als Bes and eil eine gesam wi scha lichen Rahmenplanung gedach , die on Selbs e wal ungs-Planungs-Kom- 12 S ege (1973), S. 509. 13 S ege (1973), S. 510 . 14 Beschlüsse de Jungsozialis en (1974), S. 226 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 10 Helmu Leipold missionen zu e s ellen sei. Mi eine de a ig demok a isie en Planung we de das „kapi alis ische Ve we ungsp inzip" übe wunden. Die bishe da ges ell en Konzep ionen sind o ensich lich meh ode wenige un olls ändige En wü e und Absich se klä ungen, in denen o allem die O ganisa ions o m de Lenkung unkla bleib . Dies e - schwe eine Beu eilung, weil gegen jede k i ische Analyse de Vo - wu e hoben we den kann, sie be ücksich ige nich die wesen lichen on den Be ü wo e n gewoll en Ziele und Fo men, und sie analysie e und u eile deshalb einsei ig. Um solche po en iellen Vo wü e zu en k ä - en, lieg es nahe, sich an Ta sachen zu hal en. Deshalb soll im olgenden am unga ischen Beispiel eine be ei s sei einigen Jah en p ak izie e In es i ionslenkungskonzep ion da ges ell und analysie we den. Das unga ische Modell bie e sich an, weil es on allen p ak izie en Model- len in Os und Wes diejenige Lösung ep äsen ie , die dem in de bun- des epublikanischen Lenkungsdiskussion o geschlagenen di ek en Len- kungs e ah en bezüglich des Au baus und des Ablau s de Planung am nächs en komm . Fe ne wi d es on einigen Be ü wo e n als mögli- ches Al e na i modell ausd ücklich emp ohlen und o ges ell 15. Auch wenn die ande s gea e en Ausgangs e häl nisse und o dnungs- poli ischen Rahmenbedingungen in Unga n zu be ücksich igen sind, die einen Ve gleich mi den soeben da ges ell en, on den Bedingungen p i- a wi scha liche Ma k wi scha en ausgehenden In es i ionslen- kungsmodellen nu in engen G enzen zulassen, lieg es dennoch nahe, die hie gemach en E ah ungen auszuwe en und mi den Zielkom- plexen zu kon on ie en, die in den Lenkungskonzep ionen zug unde geleg we den. 2. In es i ionslenkung in Unga n In Unga n wu de 1968 nach langjäh ige Vo be ei ung de „Neue Wi scha smechanismus" einge üh , de eine T ans o ma ion de bis dahin p ak izie en zen alen Wi scha splanung in ein dezen alisie - es Planungs- und Lenkungssys em bedeu e e. Im Zuge diese einschnei- denden Wi scha s e o m, die in ih en G undzügen heu e noch bes eh , wu de auch die In es i ionslenkung e o mie . Wie Jä o ka be on , wa die ökonomisch e izien e Alloka ion de In es i ionsmi el eines de Haup ziele de Wi scha s e o m: „Im In e esse dieses Zieles muß e man die planmäßige Lenkung de In es i ionen elas ische machen, sie on bü ok a ischen Zügen be eien und dem Gewinn und Ma k impulsen eine g öße e Holle siche n18." 15 So bei S ege (1973), S. 510 und (1975), S. 97 ., K üpe (1975), S. 14 . 16 Jä o ka (1972), S. 138. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 17 eiche e s ecken, olls ändig zu e kennen. Sie können sich dabei auch nu besch änk au bishe ige und bekann e Ve lech ungswe e s ü zen, da neue In es i ionen jeweils neue Ve lech ungen implizie en28. Neben den komplemen ä en Beziehungen is das zei liche Ineinande - g ei en de In es i ionen zu be ücksich igen. Zu Du ch üh ung on In- es i ionen we den Ressou cen benö ig , de en Zulie e ung siche zu- s ellen is . Deshalb sind zunächs die In es i ionsbeda e on Zulie e- ungsbe ieben zu e assen. Reichen die o handenen Kapazi ä en die- se Be iebe nich aus, um die Beda e bei den P imä in es i ionen zu be iedigen, sind hie zunächs Neuin es i ionen einzuplanen. Die Fe - igs ellung neue Kapazi ä en und dami die Siche ung on Zulie e un- gen beansp uchen eine bes imm e Aus ei ungszei , die wiede um en - sp echende zei liche Ve schiebungen bei de In es i ionsplanung de emp angenden P oduk ionss u en bedingen. Abe selbs wenn es gelin- gen soll e, die ü geplan e In es i ions o haben benö ig en Beda e an Ressou cen exak zu e mi eln und de en P oduk ion siche zus ellen, wä e dies noch keine Gewäh ü die Besei igung on Engpässen, denn in de Regel konku ie en auch lau ende, nich als In es i ionen einge- s u e ode angemelde e P oduk ionszwecke um die knappen Ressou - cen. Da in den Vo schlägen eine di ek en In es i ionslenkung keine oll- s ändige zen ale Planung und Bilanzie ung de gesam en Wi scha s- p ozesse anges eb wi d, kann das zen ale Planungs- ode Lenkungs- am auch keine olls ändigen und lückenlosen In o ma ionen übe solche konku ie enden Nach agen haben. Sein In o ma ionss and is also selbs bei eine E assung säm liche geplan e In es i ions o haben un- olls ändig und unsiche , weil die Konku enz de lau enden, nich als In es i ion einges u en P oduk ionszwecke unbeach e bleib . Au g und dieses Sach e hal es wi d man die mi de In es i ionslenkung e bun- dene E wa ung übe einen besse en In o ma ionss and zu ela i ie en haben. So e wa e Zinn, daß die mi de „In es i ionse assung e bun- dene Ube sich übe die In es i ions- und Kapazi ä sen wicklung de Wi scha auch eine asche e In o ma ion übe (d ohende) Übe kapazi- ä en und Engpässe als de Ma k (e möglich ), dessen Da en e s nach Aus ei ung de In es i ionen Fehlen wicklungen indizie en"29. Diese Ho nung könn e nu dann e üll we den, wenn die Lenkungs- ins anzen einen olls ändigen Übe blick übe säm liche In es i ions o - haben und de en Ve lech ungen, übe säm liche o handenen Kapazi- 28 De hohe Agg ega ionsg ad de In o ma ionen in den Ve lech ungsmo- dellen sch änk hie bei de en Anwendung ein. Zu Planungsp oblemen und -me hoden in Unga n gl. Gdncze (1973), S. 43 . 29 Zinn (1973), S. 305. 2 Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en 1977/1 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 18 Helmu Leipold ä en und übe alle geplan en P oduk ionsziele alle nich -in es ie en- den Be iebe de gesam en Volkswi scha hä en. Es is o ensich lich, daß diese T anspa enz in lenkungs heo e ische Hinsich nu dann be- s ehen kann, wenn die gesam en Wi scha sp ozesse zen al du chge- plan und bilanzie wü den. Zu de gleichen Folge ung komm Wel e au g und seine Analysen de Fehllenkungen in de deu schen K iegs- wi scha : „Abe ohne Vo liegen eine Ube sich übe alle P og amme is eine undie e In es i ionsplanung übe haup nich möglich. Ohne Kenn nis säm liche Endp oduk e, die e zeug we den sollen, und ohne Kenn nis alle konku ie enden P og amme ü Endp oduk e und säm liche P oduk ionsmi el alle S u en bleib insbesonde e jede In- es i ionsplanung, die iele ü eine selbs ändige Spezialau gabe hal en, leich e iges P uschwe k80." Du ch die jah zehn elangen E ah ungen in den sozialis ischen Län- de n is hin eichend beleg , daß es ü die Lenkungsins anzen selbs bei zen ale Planung de Wi scha sp ozesse unmöglich is , eine de a ige Ube sich zu bekommen, weshalb Fehllenkungen und un o he gesehene Engpässe in P oduk ionsp ozessen an de Tageso dnung sind31. Solche Fehlen scheidungen sind deshalb auch bei eine di ek en In es i ions- lenkung zu e wa en, die au einem e gleichsweise un olls ändige en In o ma ionss and basie . In den bishe igen Aus üh ungen wu de un e s ell , daß es sich bei de E assung de geplan en In es i ions o haben um bekann es und zu- gängliches Wissen handele, das zudem a sachenge ech an die zen alen Lenkungsins anzen wei e gegeben we de. Mi diese P ämisse wu de das Koo dina ionsp oblem in meh ache Hinsich e ein ach : Denn einmal müssen die In e essen de dezen alen En scheidungs äge be- ücksich ig we den. Es is anzunehmen, daß die In o ma ionen bei de zen alen E assung und Agg ega ion gemäß den In e essen de jewei- ligen In es o en manipulie und e älsch we den, wo au wi an spä- e e S elle noch zu ückkommen we den. Ande e sei s ep äsen ie en In es i ions o haben iel ach neues inno- a i es Wissen, das zum Zei punk de In es i ionsplanung nu un oll- s ändig ode noch nich e ügba is . Das zu Du ch üh ung de In es i- ionen und zu Abs immung mi Zulie e e n und Abnehme n no wendige Wissen e gib sich eilweise e s in de Realisie ungsphase, also im Zuge on Fehlschlägen und Le np ozessen, on lau enden Ums ellungen und neuen Ve ah ensweisen, die als Reak ion au nich o he sehba e P o- bleme e a bei e we den32. Solche Anpassungen bei einzelnen In es i io- 80 Wel e (1954), S. 60. 31 Vgl. Soós (1975), Hahn (1967), S. 201 . 82 Vgl. Röpke (1976), S. 232 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 19 nen an neue P obleme e o de n jedoch auch Ums ellungen bei den Zu- lie e e n, die wiede um au ande e Wi scha seinhei en und S u en wei e wi ken, bedingen also lau ende En äuschungen ühe e Pläne und lau ende Ve ände ungen geplan e Ve lech ungen. Die spon anen S ö ungen sind in de Phase de Planung ode de o wegzunehmenden Koo dina ion nich absehba , weil das Wissen sowohl übe die sich s el- lenden P obleme als auch übe die P oblemlösungen noch nich o han- den is . Die zen ale Koo dina ion muß deshalb S ückwe k bleiben, und es is wah scheinlich, daß sie on spon anen dezen alen Anpassungen un e lau en und s ändig übe hol wi d. Woll e man diese spon anen Ab- s immungen und Anpassungen e hinde n und die dezen al e a bei e- en P oblemlösungen zen al e assen, e we en und planmäßig ab- s immen, wü de das eine lau ende Ko ek u de zen alen Pläne mi en sp echenden Anpassungs e ände ungen e o de n. Die spon anen Anpassungen wü den also dann lediglich eine S u e höhe au die Ebene de zen alen Ins anzen e lage . De Ansp uch de Planmäßigkei be- s ünde nu noch in e bale Fo m. Fü eine di ek e In es i ionslenkung gil deshalb im selben Maße jene Besch änkung, die auch das Vo haben eine zen alkoo dinie en Ein üh ung on Neue ungen cha ak e isie : „Die zen ale Koo dina ion de P oduk ion neuen Wissens und de Ein üh ung und Du chse zung dieses Wissens im Wi scha ssys em in Fo m on P oduk - und Ve ah ensneue ungen schein be ei s an de Lösung des In o ma ionsp oblems zu schei e n. Im Um ang de Zen a- lisie ung ökonomische Ak i i ä en sinken die Möglichkei en, wi - scha liche En wicklung du ch P oduk ion und Ausb ei ung neue Ideen zu e eichen83." V. P obleme de lenkungspoli ischen Willensbildung Die bishe igen Aus üh ungen bezogen sich au planungs- und len- kungs echnische P obleme und gehö en inso e n in den Be eich eine Theo ie de a ionalen Lenkung on Wi scha s-, speziell on In es i- ionsp ozessen. Neben eine p imä en scheidungslogisch o ien ie en Theo ie de a ionalen Lenkung, in de en Au gabenbe eich z. B. die En wicklung on Op imie ungsmodellen gehö , is jedoch eine Theo ie de p ak ischen Lenkung no wendig. Hie bei geh es nich um den Nach- weis, was lenkungs echnisch a ional ode wünschenswe wä e, sonde n was p ak isch möglich is . Es is also danach zu agen, wie En scheidun- gen übe Lenkungsziele und den Einsa z on Mi eln zus ande kommen, welche In e essen in den En scheidungsp ozessen wi ksam und welche du chgese z we den, wie In o ma ionen gesammel , e a bei e und wei e gelei e we den. Lenkungsins anzen e en ih e En scheidungen 88 Röpke (1976), S. 234. 2* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 20 Helmu Leipold nich in einem in e essen eien Raum, sonde n imme inne halb eines poli ischen K ä e eldes und inne halb eines Ne zes ins i u ionelle Be- dingungen und soziale Beziehungen, die wiede um die Möglichkei en a ionalen Handelns besch änken. Diese E kenn nis inde abe in de Meh zahl de planungs- und lenkungs heo e ischen Ansä ze und Kon- zep ionen au g und de en scheidungslogischen Pe spek i e nich die no wendige Beach ung, wo aus sich de echnok a ische Op imismus e - klä , dem auch die Be ü wo e de In es i ionslenkung au si zen. De- en Op imismus wi d zusä zlich on de in den Vo schlägen imme wie- de du chschimme nden Ho nung ge agen, daß mi de Eindämmung de p i a en Kapi alin e essen und de beklag en P o i o ien ie ung so- wie mi de s ä ke en Be eiligung gesellscha liche G uppen an den En scheidungsp ozessen auch die O ien ie ung an „gesellscha lichen" In e essen ode Bedü nissen sukzessi e die Obe hand gewinnen wü de. De ge inge Reali ä sbezug solche Vo s ellungen wi d o ensich lich, wenn e kann und be ücksich ig wi d, daß de im Rahmen eine In e- s i ionsplanung und -lenkung ablau ende Willensbildungs- und Kon- ollp ozeß poli ischen Cha ak e ha . Diese P ozesse un e liegen deshalb den Eigena en poli ische En - scheidungsp ozesse, weil mi dem Übe gang on de Ma k alloka ion zu eine „demok a ischen Planung und Lenkung", wie e in den Konzep io- nen o gesehen is , die Willensbildung übe die Ressou cenalloka ion om wi scha lichen in das poli ische Teilsys em e lage wi d. Sobald die En scheidungskompe enzen übe die Lenkung de Ressou cen on den dezen alen En scheidungs äge n, also den jeweiligen Anbie e n und Nach age n, losgelös und an zen ale Lenkungsins anzen — seien es pa lamen a isch legi imie e G emien, Wi scha s- und Sozial ä e ode Planungs unk ionä e — delegie we den, olgen die so zus ande kommenden En scheidungen den spezi ischen Me kmalen und Eigena - en poli ische En scheidungsp ozesse, die on jenen de Ma k p ozesse abweichen. Die Analyse de In es i ionslenkung wi d deshalb auch au E klä ungsansä ze de poli ischen Theo ie zu ückg ei en müssen. Im olgenden wi d das Modell eines poli ischen Sys ems zug unde ge- leg , wie es on Eas on en wickel wo den is . Nach Eas on bes eh das besonde e Me kmal poli ischen Handelns in de au o i a i en Alloka ion on We en ü die Gesellscha 84. Die Ve eilung on We en is au o i- a i , weil sie du ch den Rückg i au legi ime physische Gewal du ch- gese z we den kann. Die den poli ischen En scheidungsins anzen zus e- hende Kompe enz, bindende und gebie ssou e äne En scheidungen zu e en, wodu ch die Ou pu sei e des poli ischen Sys ems cha ak e isie wi d, ga an ie eine eibungslose Du ch üh ung de En scheidungen. 34 Vgl. Eas on (1965), S. 21. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 21 Dami is das poli ische Sys em noch nich olls ändig besch ieben, denn die Ou pu -En scheidungen ep äsen ie en in alle Regel einen Komp o- miß zwischen e schiedenen In e essen. Die P ozesse de Kon lik hand- habung und de Konsensbildung sind deshalb cha ak e is ische Me k- male de Phase de poli ischen Willensbildung und En scheidungs in- dung. An die poli ischen En scheidungs äge we den mi einande i a- lisie ende Fo de ungen in Ve bindung mi e schiedenen Fo men de Un e s ü zung ge ich e , womi Eas on die beiden Va iablen de Inpu - sei e des poli ischen Sys ems besch eib . Fo de ungen sind Ausd uck on In e essen enwünschen bezüglich de Ou pu leis ungen. Sie we den zusammen mi Un e s ü zungen, wie z. B. Wahls immen, Geldzahlun- gen ode sons igen Ve güns igungen, an poli ische Ins anzen he ange- agen und im Zuge poli ische Auseinande se zungen zu einem Ou pu , zu au o i a i en Alloka ion on We en, e a bei e . Dieses Funk ionsmodell des poli ischen Sys ems soll im olgenden de Analyse de Willensbildungsp ozesse übe Lenkungsziele und -mi el zug unde geleg we den. De au o i a i en Ve eilung on We en en - sp ich in den di ek en Lenkungskonzep ionen die Alloka ion de In e- s i ionsmi el au e schiedene Ve wendungs ich ungen. Da die Vo - schläge zu O ganisa ions o m in den einzelnen Lenkungskonzep ionen un e schiedlich aus allen und zudem jeweils unkla bleiben, sei un e - s ell , daß sowohl die Auswahl de Lenkungsins anzen als auch die Fo m de Willensbildung übe Ziele und Mi el de Lenkung demok a isch- plu alis ischen Spiel egeln und Ve ah en olgen sollen. Es wi d also da on ausgegangen, daß die In e essen übe gewähl e, ohne bindenden Au ag handelnde Rep äsen an en wah genommen we den und daß p inzipiell alle Indi iduen ode G uppen de Gesellscha Zugang zum poli ischen Willensbildungsp ozeß haben, hie ih e In e essen und Be- dü nisse a ikulie en, e e en und in Konku enz mi einande eali- sie en können. Die gene elle Annahme, daß e schiedene In e essen um die Lenkung de In es i ionen konku ie en, beda keine de aillie en Beg ündung. In es i ionsen scheidungen p ä o mie en die zukün ige S uk u und E ek i i ä de Wi scha sp ozesse, sie bes immen also zukün ige Ein- kommens-, A bei s- und Lebenschancen on Indi iduen ode G uppen. Es is deshalb da on auszugehen, daß Teilin e essen, seien sie egionale , sek o ale , b anchen-, be u s- ode schich enspezi ische A , in den Willensbildungsp ozeß ein ließen. Viel al , Di e genz und D inglichkei de Teilin e essen sind nich an eine bes imm e O dnung de ökonomischen Ve häl nisse gebunden. Auch in sozialis ischen Sys emen mi übe wiegend s aa lichem ode ge- sellscha lichem Eigen um an P oduk ionsmi eln muß mi de Exis enz OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 22 Helmu Leipold iel äl ige und di e gie ende In e essen ge echne we den. Nach Shil- ling, de die E gebnisse de e gleichenden G uppen heo ie esümie , gib es keinen Zwei el, „daß die kommunis ische Gesellscha , o z de monoli hischen und homogenen Fassade, in Wi klichkei ebenso komplex und s a i izie is wie jede ande e und in Klassen und ande e Ka ego- ien ze äll ... Jede G uppe ha ih e eigenen We e und In e essen, jede ih e scha en Un e schiede, und alle sind un e meidlich in Kon lik e mi ande en G uppen e wickel "35. Es is o ensich lich, daß die G uppen- ä igkei in s a zen alisie en Gesellscha ssys emen, in denen eie Wahlen und au onome G uppen- und Ve bandsbildungen un e sag sind, besonde e Fo men annimm . In e essen we den hie in Fo m lok- ke e und in o melle G uppie ungen o ganisie und übe e schiedene nich ins i u ionalisie e Me hoden de Ein lußnahme du chzuse zen e - such . Diese Besonde hei en liegen in de zen alisie en O ganisa ion de poli ischen Sys eme in sozialis ischen Lände n beg ünde , in denen die Mindes bedingungen des Plu alismus nich e üll sind. Wü den diese Bedingungen zugelassen, z. B. in den Fo men, die bei den Konzep en de In es i ionslenkung o gesehen sind, so wä e auch bei sozialis ischen Eigen ums e häl nissen mi analogen Ve lau seigen- a en und Besonde hei en plu alis ische En scheidungsp ozesse zu echnen, wie sie bishe im Rahmen wes lich-ma k wi scha liche Ge- sellscha en bekann sind. Das p ägende Me kmal plu alis isch e aß e poli ische Sys eme be- s eh in de eien O ganisa ion, A ikula ion und Du chse zung on Teilin e essen. Die Chancen eine e olg eichen Wah nehmung we den g öße , wenn In e essen e bandsmäßig o ganisie we den. Auch wenn die bloße Exis enz on Ve bänden und die Ve bandsa bei noch keine Ga an ie da ü sind, poli ische En scheidungsp ozesse gemäß den Teil- in e essen beein lussen zu können, deu en doch eine Vielzahl heo e i- sche und empi ische Un e suchungen da au hin, daß plu alis isch e - aß e poli ische Sys eme die Inpu s o ganisie e gegenübe jenen de nich o ganisie en In e essen be o zug au nehmen und in e n e a - bei en36. O ganisie ba sind o allem die ma e iellen In e essen deu lich abg enzba e , homogene G uppen, de en Mi gliede au g und ih e e gleichba en sozialen Posi ion an de Ve e ung ih e speziellen Be- dü nisse in e essie sind37. Dagegen sind allgemeine Bedü nisse, die bes imm e S a usg uppen nich unmi elba be e en und nich di ek zuzuo dnen sind, nu schwe ode übe haup nich o ganisie ba . Hie zu sind o allem jene Bedü nisse zu echnen, die im Beda sg uppensche- 85 Shilling (1974), S. 20 . 86 Dies beleg Scha p (1970), S. 29 . 87 Vgl. O e (1972), S. 135 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 23 ma on Meißne , Wieczo ek und Zinn in den Rub iken „ö en liche G undbeda " und „ö en liche Zusa zbeda " einzuo dnen wä en. O - ganisie e In e essen können in pa lamen a ischen Demok a ien e - gleichsweise besse e e en we den, weil Ve bände Wähle s immen, Geldzuwendungen und ande e Un e s ü zungen mobilisie en, weil sie übe eigene Kommunika ionsmedien die ö en liche Meinung beein lus- sen und weil sie übe eigene Ve e e in den Pa eien und legisla i en sowie exeku i en Zen en di ek ep äsen ie we den können. Die spezi ische Selek i i ä des poli ischen Sys ems zuguns en de o - ganisie en In e essen is eindeu ige , je länge is ige die poli ische Planung o ien ie is . Diese Zusammenhang, de on Scha p als „de- mok a isches Dilemma"38 de poli ischen Planung bezeichne wi d, e - gib sich aus olgenden G ünden: Bei eine meh jäh ig ausge ich e en Planung e lie en die wich igs en poli ischen Ein lußnahmen de nich - o ganisie en In e essen, z. B. das Wahl e hal en und spon ane P o es e, an Bedeu ung und Du chse zungsk a . Gleichzei ig e besse n sich die Chancen eine e olg eichen Wah nehmung de o ganisie en In e essen, weil anzunehmen is , daß sie au g und des Ve bandsappa a es In o - ma ions o eile und eine länge is ige Zukun ssiche ung besi zen, zu- mal sie sich au spezialisie e Funk ionä skade und planungs echnische Me hoden s ü zen können. Die bei de länge is ig o ien ie en In es i ionsplanung zu e wa - ende übe legene Du chse zungspo enz de o ganisie en In e essen schließ nich aus, daß bei eine Konku enz de Pa eien um Wähle - s immen auch die In e essen nich o ganisie e Wähle in Einzel ällen gleichgewich ig ode soga o angig beach e we den. Auch dann abe we den En scheidungen übe Lenkungsziele und -mi el das E gebnis on Kon lik lösungs- und Konsensbildungsp ozessen sein. Diese, die po- li ischen Willensbildungsp ozesse p ägenden Me kmale gil es im Zu- sammenhang mi den anges eb en Zielkomplexen zu beach en. Es is anzunehmen, daß die im Zuge eine „demok a ischen Planung und Len- kung" zus ande kommenden En scheidungen übe die Ve wendung on Ressou cen keine i gendwie als op imal e ach e en, den En scheidungs- echnungen eine Planungseli e en sp echenden Lösungen, sonde n ielmeh den Que schni on Teilin e essen ep äsen ie en, die im ein- zelnen übe un e schiedliche Mach po en iale e ügen. Deshalb is es auch aglich, ob das on den Be ü wo e n eine di ek- en Lenkung in Aussich ges ell e jeweilige Ansp uchsni eau bezüglich de alloka ions-, s abili ä s- und mach poli ischen Zielkomplexe a - sächlich e eich we den kann. Realis ische e schein uns die Annah- 88 Scha p (1970), S. 85, de selbe (1973), S. 46 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 24 Helmu Leipold me, sowohl beim alloka ionspoli ischen Ziel de o angigen Be ück- sich igung gesellscha liche Bedü nisse als auch beim s abili ä spoli- ischen Ziel eine gleichgewich igen En wicklung und schließlich beim mach poli ischen Ziel de Pa izipa ion b ei e Be ölke ungsk eise an den Planungs- und Lenkungsp ozessen Abs iche zu machen und je- weils ein Ansp uchsni eau o auszuse zen, das Ausd uck eine „be- g enz en poli ischen Ra ionali ä " is . VI. Bü ok a ische Res ik ionen Inne halb des poli isch gese z en Rahmens eine In es i ionslenkung, de neben de Fes legung on Lenkungszielen und -k i e ien de In- es i ionen auch —wie oben gezeig wu de — die Fes legung on P o- duk ionszielen de nich in es ie enden Be iebe, somi eine um assen- de olkswi scha liche Rahmenplanung e o de n wü de, sind de aillie- ende Lenkungsen scheidungen no wendig, die in den Kompe enzbe- eich de einzu ich enden Planungs- ode In es i ionskon olläm e ge- hö en. Diese Äm e haben die o gesehenen In es i ionen zu e assen, die Kon o mi ä mi den poli isch o gegebenen Lenkungsk i e ien zu übe p ü en, zu en scheiden und die genehmig en Vo haben zu koo di- nie en. Es is zu agen, welchen in o ma ionellen und bü ok a ischen Res ik ionen de en Handeln un e lieg . Da be ei s au planungs echnische An o de ungen de In es i ions- lenkung hingewiesen wu de, soll hie das In o ma ionsp oblem in all- gemeine Weise e ö e we den. Gemäß dem „Gese z de e o de li- chen Va ie ä " ha die Va ie ä de Planungsins anzen de Va ie ä de ealen ökonomischen P ozesse zu en sp echen, d. h. die ealen G ößen und In e dependenzen sind on den Lenkungsbehö den in Fo m kogni- i e Ve knüp ungsmus e zu ep oduzie en39. Bei dezen ale und ma k koo dinie e Planung is die Einlösung diese Fo de ung e gleichsweise p oblemlos. Die Be iebe können sich au die Ve häl nisse einzelne Mä k e und dami olkswi scha liche Teilbe eiche konzen ie en. De In o ma ionss and be uh au eigenen Ma k o schungen. Je wei e jedoch die En scheidungen in die Zukun ge ich e sind, des o g öße wi d de Unsiche hei sg ad de In o ma io- nen, so daß das Risikomomen selbs bei einem abg enzba en und übe - schauba en En scheidungs eld ela i g oß is . Die In e dependenzen au dem olkswi scha lichen Feld in e essie en hie bei einzelne Be iebe nich , da die Koo dina ion übe den Ma k mechanismus abläu . Auch die s aa lichen Ins anzen b auchen sich übe die In e dependenzen nich 59 Vgl. Ashby (1956), S. 202 ., Scha p (1973), S. 73 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 Koo dina ions- und Willensbildungsp obleme 25 den Kop zu ze b echen, so e n ih e Eing i e indi ek e ode ma k - kon o me A sind. Dies ände sich bei de di ek en In es i ionslenkung, die — soll sie nich ein un e bindliches Rahmenwe k bleiben — in eine gesam wi - scha liche P oduk ionsplanung zu in eg ie en is und gesam wi scha - liche In e dependenzen zu beach en ha . Bei de In o ma ionse assung übe geplan e In es i ions o haben sind die zen alen Ins anzen au die Mi a bei de Be iebe angewiesen. In den Modellen zu In es i ions- lenkung wi d die E assung in de Hegel in Fo m eines An agswesens o ges ell . In den In es i ionsan ägen sind Angaben e o de lich übe Zweck, Um ang, A , Zei punk de Du ch üh ung, Nachweis de No - wendigkei , de Wi scha lichkei de geplan en Vo haben, e ne , soll die In o ma ionse assung einige maßen aus eichend sein, Angaben übe den benö ig en Fak o einsa z und übe Finanzie ungsmi el. Diese Angaben sind Mindes bedingungen sowohl ü die Beu eilung de Kon- o mi ä mi den Lenkungsk i e ien als auch ü die Abs immung zwi- schen den In es i ions o haben. Die Vo ausse zungen ü eine mög- lichs olls ändige und siche e Wissensbasis de Lenkungsins anzen sind nich güns ig. Es is dami zu echnen, daß die Be iebe die In o ma ionen im Sinne ih e Eigenin e essen manipulie en. Dieses S eben dü e au g und de ielen De ailin o ma ionen und de ge ingen bü ok a ischen Kon oll- möglichkei auch p oblemlos gelingen. Die Planungsp axis in den so- zialis ischen Wi scha ssys emen, speziell die sys emimmanen e P axis de „weichen Pläne", lie e eiches Anschauungsma e ial ü eine se- lek i e In o ma ionspoli ik. Daneben is die eigen ümliche Ökonomie de Bü ok a ie zu beach en. Die einzu ich enden In es i ionskon olläm e we den mi g oße Si- che hei ein bü ok a isches Eigenleben en wickeln. Das p ägende In- e esse on bü ok a ischen Am sinhabe n bes eh in de Siche ung und de Ve besse ung de eigenen Posi ion in Ve bindung mi eine Auswei ung de e wal e en Budge s. Mangels ou pu -o ien ie e Lei- s ungsbewe ungsk i e ien s eigen Ansehen und Au s iegschancen, je g öße Budge , Kompe enzbe eich und un e s ell e Mi a bei e s ab sind. Au g und de in de Bü ok a ie heo ie allgemein o ausgese z en und iel ach empi isch bes ä ig en inpu -o ien ie en Mo i a ion de Am sinhabe neigen Bü ok a ien zu Selbs e meh ung, zu un a io- nellen A bei sweise und zu mangelha en bü ok a iein e nen Abs im- mung de einzelnen Ak i i ä en40. 40 Vgl. Downs (1967), Niskanen (1971), e ne die Bei äge im Sammelband Mayn z (1971), hie o allem S. 265 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53 26 Helmu Leipold Das Bes eben, zusä zliche Kompe enzbe eiche zu scha en, e höh die Au gaben e eilung, dami abe auch die Unübe sehba kei bü ok a i- sche P ozesse. Die Konsequenzen einzelne En scheidungen au ande e Ab eilungen ode Resso s können selbs inne halb des Appa a es nu un olls ändig übe sehen und abges imm we den, ode eine Koo dina- ion schei e an egois ischen Resso in e essen. Das Handeln inne halb enge Resso in e essen is aus de Sich einzelne bü ok a ische En - scheidungs äge nu e s ändlich und e nün ig. Da in keine de o - geschlagenen In es i ionslenkungskonzep ionen o gesehen is , daß die Konsequenzen ode nega i en Folgen de zen alen Lenkungsen schei- dungen di ek den jeweiligen bü ok a ischen En scheidungs äge n zu- ge echne we den, was auch eine inanzielle Ha ung ode Ve an wo - ung ü Fehllenkungen implizie en wü de, kann auch kein ausgep äg- es ökonomisches Ve an wo ungsbewuß sein sei ens de Lenkungsbü- ok a ie un e s ell we den. De en e an wo liches Ve hal en wi d sich ielmeh au die ko ek e Be olgung de jeweiligen Diens o dnung kon- zen ie en. Bei de Übe p ü ung de Kon o mi ä de In es i ions o - haben mi den o gegebenen Lenkungsk i e ien is ein schema isches und bü ok a isch-ko ek es Abhaken wah scheinlich, ohne die Quali ä de be ieblichen In o ma ionen anzuzwei eln und die gesam wi scha - lichen Folgewi kungen zu beach en. Wie soll e ein Am sinhabe auch die be ieblichen Ve häl nisse und die En wicklung au eine Vielzahl on Mä k en übe sehen können? Seine Au me ksamkei konzen ie sich ielmeh no wendige weise au den eigenen, engen Zus ändigkei sbe- eich. Die ealen P ozesse nehmen jedoch au die pe Diens o dnung gezogenen G enzen keine Rücksich . Wegen de wah scheinlichen, mangelha en En sp echung de bü o- k a ischen Ve knüp ungsmus e mi den ealen in e dependen en Ve - knüp ungen wi d bei eine di ek en In es i ionslenkung das Au e en unbeabsich ig e Folgewi kungen und Fehllenkungen ge adezu o p o- g ammie . Die nega i en Folgen de Lenkungsen scheidungen zeigen sich in de Realisa ionsphase, also nach Inbe iebnahme de In es i ions- objek e. Hie bei soll — wie es die Lenkungskonzep ionen o sehen — die Ane kennungs unk ion des Ma k es e hal en bleiben. Die Chancen, daß die du ch zen ale Lenkung induzie en P oduk ions- und In es i- ionss uk u en den Beda ss uk u en en sp echen we den, sind we- gen de au gezeig en Besonde hei en de poli ischen Willensbildungs- p ozesse und au g und des unsiche en und un olls ändigen In o ma- ionss andes de bü ok a ischen Lenkungsins anzen nu ge ing, wo aus olg , daß die Ge ah en de Fehllenkungen in Fo m on In es uinen, Engpässen, Ladenhü e n, übe langen Aus üh ungszei en und somi auch on be ieblichen Ve lus en seh g oß sind. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.97.1.3 | Gene a ed on 2023-04-04 11:53:53