Obe hause , Alois
A icle
Liquidi ä s heo ie des Geldes als Gegenkonzep zum
Mone a ismus
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Obe hause , Alois (1977) : Liquidi ä s heo ie des Geldes als Gegenkonzep zum
Mone a ismus, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 10, Iss. 2, pp.
207-232,
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Liquidi ä s heo ie des Geldes
als Gegenkonzep zum Mone a ismus
Von Alois Obe hause , F eibu g/B .
Die Bezeichnung „Liquidi ä s heo ie des Geldes" inde sich in de
geld heo e ischen Li e a u nu an wenigen S ellen. Die Auseinande -
se zung zwischen den Mone a is en und den Keynesiane n bes imm die
neue e Diskussion. Selbs die Au o en, bei denen Liquidi ä sübe le-
gungen s a k im Vo de g und s ehen, e wenden den Beg i de Li-
quidi ä s heo ie des Geldes nu sel en1'2. En scheidend is jedoch nich
de Beg i , sonde n das, was diese Rich ung de Geld heo ie zu E -
klä ung de mone ä en Zusammenhänge beizu agen e mag. Nach
meine Ansich sind einige wesen liche mone ä e E scheinungen ohne
die E kenn nisse diese Theo ie nich zulänglich e aßba . Sie s ell ,
wie noch zu zeigen sein wi d, zumindes in einigen Teilbe eichen eine
A Gegenkonzep zum Mone a ismus da .
Alle dings sei einlei end be on , daß bislang noch nich on einem
kla um issenen Gebäude de Liquidi ä s heo ie des Geldes gesp ochen
we den kann. Es gib lediglich einige G uppen on Au o en, die de
Liquidi ä neben dem Geld eine ausschlaggebende Bedeu ung im Wi -
scha sgeschehen beimessen, die Liquidi ä jedoch in un e schiedliche
Weise zu e assen und in die Geld heo ie einzubauen e suchen. Hie zu
gehö en in England die Ve asse des Kadcl /e-Repo s, in den USA
Gu ley und Shaw, in Deu schland Vei , Schmölde s und Köhle und
e schiedene au ihnen au bauende Au o en3. Die olgenden Aus üh-
1 Die Bezeichnung Liquidi ä s heo ie des Geldes dü e au Schmölde s
zu ückgehen. Sie soll beibehal en we den, obwohl sie wegen de sp achlichen
Nähe eine Ve wechslung mi de keynesschen Liquidi ä s heo ie des Zinses
be ü ch en läß . Vgl. G. Schmölde s: Von de Quan i ä s heo ie zu Liqui-
di ä s heo ie des Geldes, Mainz 1961.
2 Das Buch on A. Glöggle , das diesen Ti el äg (F eibu g 1972), is F a-
gen gewidme , die zumindes nich zum Ke n de Liquidi ä s heo ie des
Geldes gehö en.
3 Vgl. Repo o he Commi ee on he Wo king o he Mone a y Sys em,
London 1959. J. G. Gu ley und E. S. Shaw: Money in a Theo y o Finance,
Washing on 1960. O. Vei : Volkswi scha liche Theo ie de Liquidi ä ,
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208 Alois Obe hause
ungen beschä igen sich nich mi eine e gleichenden Gegenübe -
s ellung diese e schiedenen Ansä ze de Liquidi ä s heo ie. Es wi d
ielmeh e such , eine Ve sion da zus ellen, die nach meine Au as-
sung in de Lage is , die mone ä en Zusammenhänge zu e ende als
ande e Geld heo ien zu e klä en. Zugleich soll dadu ch ein Bei ag
zu Wei e en wicklung de Liquidi ä s heo ie und zu Fundie ung
eine da au au bauenden Geldpoli ik geleis e we den. In einigen
Punk en wi d nich unwesen lich on ande en liquidi ä s heo e ischen
Konzep ionen abgewichen.
Die Übe legungen sind seh s a k beein luß on den Beobach ungen
de empi ischen En wicklung des mone ä en Sek o s in de Bundes-
epublik und einigen ande en Lände n mi ähnlichen Geldsys emen in
den Jah zehn en de Nachk iegszei . Es soll dahe im wei e en auch
s e s on ins i u ionellen Vo ausse zungen ausgegangen we den, wie
sie in de Bundes epublik gel en. Auße dem we den meis es e Wech-
selku se un e s ell — wenige weil diese bis o einigen Jah en gege-
ben wa en, sonde n o allem auch weil un e diese Vo ausse zung
die g undlegende Bedeu ung de Liquidi ä am bes en au gezeig we -
den kann.
I. De Liquidi ä sbeg i de Liquidi ä s heo ie
Die Liquidi ä s heo ie des Geldes is dadu ch gekennzeichne , daß sie
neben dem Geld auch ande en Liquidi ä sposi ionen eine ausschlag-
gebende Bedeu ung ü den Wi scha sablau beimiß 4. Nach ih we -
den sowohl Geldangebo als auch Geldnach age und olglich auch die
En wicklung de Geldmenge du ch die Liquidi ä de Banken und de
Nich -Banken bes imm . Geldpoli ik muß dann, um zielge ich e einge-
se z we den zu können, Liquidi ä spoli ik und nich nu Geldmengen-
poli ik sein.
Zunächs is zu klä en, was dabei un e Liquidi ä zu e s ehen is .
Liquidi ä kann — je nach de F ages ellung — seh e schieden de i-
nie we den. Sie kann als Liquidi ä eines Ak i ums ode eine Pe son,
als Bes ands- ode S omg öße, als ak uelle ode po en ielle, als sub-
jek i e ode objek i e Liquidi ä ode auch nach ande en K i e ien
abgeg enz we den5. Im Sinne de Liquidi ä s heo ie is Liquidi ä die
F ank u 1948. G. Schmölde s: Geldpoli ik, Be lin 1968. C. Köhle : Geld-
wi scha , Be lin 1970.
4 Vgl. auch E. Dü : Wäh ungspoli ik, S u ga 1975, S. 25 . O. Issing:
Ein üh ung in die Geld heo ie, Heidelbe g 1974, S. 110 .
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Liquidi ä s heo ie des Geldes 209
ak uelle und ( a sächliche ode angenommene) po en ielle Ve ügungs-
mach übe Zahlungsmi el im Beda s all. Sie is keine s a ische G öße,
sonde n en häl du ch die „zei aumbezogenen inanziellen Disposi-
ionen auch eine Zei komponen e"6.
Zwischen Geld und Liquidi ä bes eh dahe ein wesen liche Un e -
schied. Liquidi ä is nich de Bes and an Zahlungsmi eln, sonde n
die Ve ügungsmach übe Zahlungsmi el dann, wenn sie ü Aus-
gaben benö ig we den. Alle G ößen, die da ü on Bedeu ung sind,
gehö en zu Liquidi ä .
Im Gegensa z zu einigen, besonde s auch liquidi ä s heo e ischen
Bes ebungen in de Li e a u e schein es e o de lich, zwischen Geld
und Liquidi ä s ik zu ennen. Sieh man on dem in eine mode -
nen Volkswi scha as bedeu ungslosen Gü e ausch ab, so können
Käu e on Gü e n, Diens en und Ve mögensobjek en nu mi Geld
o genommen we den, wobei eine be is e e Wa enk edi gewäh ung
eingeschoben sein kann. Geld is dabei als umlau endes Geld im Sinne
on Mi zu e s ehen. Alle ande en Ak i a, mögen sie auch noch so
„geldnah" sein, müssen, um ü Käu e e wand zu we den, in (Ba -
ode Buch-)Geld umgewandel we den.
Es is dahe p oblema isch, wie es neue dings iel ach geschieh ,
du ch Einbeziehung on Te mineinlagen, Spa einlagen ode ande en
G ößen den Geldbeg i auszuwei en. Sowei dies geschieh , handel es
sich um ein Miß e s ändnis on Liquidi ä saspek en. Zwa kann ein
Teil de Te min- und Spa einlagen asch in Geld umgewandel we den,
doch is es ziemliche Willkü , wenn de a ige G ößen in die Geldmenge
einbezogen we den. Da Geld o allem deswegen in e essie , weil es
im Wi scha sablau nach agewi ksam eingese z we den kann, sind
K edi gewäh ungen ode o handene Übe ziehungsspiel äume de
Sich einlagenkon en wei ehe ele an als die Te min- und Spa ein-
lagen, die nu sel en zu Nach age e wand we den.
In olgedessen is es angeb ach , zwischen Geld im Sinne on Mi und
den Liquidi ä sg ößen zu un e scheiden, die im Beda s all in Geld um-
ge ausch we den können. Im P inzip gil dies ü alle Ak i a, doch sind
ü die lau enden Nach ageen scheidungen de Un e nehmen und
Haushal e o allem die Geld e mögensbes ände on Bedeu ung, die
ku z is ig und ohne e hebliche Kos en (ode Ve lus e) mone esie ba
5 Vgl. W. G aebne : Di ek e Kon ollen als Mi el de Geldpoli ik, Köln
1966, S. 14. W. S ü zel: Liquidi ä HdSW, Bd. 6, 1959, S. 622 .
6 Vgl. W. G aebne : Di ek e Kon ollen, a.a.O., S. 14.
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210 Alois Obe hause
sind7. Hinzu kommen ü die einzelnen Wi scha ssubjek e die Mög-
lichkei en, sich du ch K edi au nahme Zahlungsmi el zu e scha en.
Fü die E klä ung des Wi scha sp ozesses sind o allem diese G ößen
ele an . Sie können als Sekundä liquidi ä de Wi scha ssubjek e
bezeichne we den, de das Geld als P imä liquidi ä gegenübe s eh .
Die Liquidi ä de üb igen Ak i a, die man mi dem Beg i de Te -
iä » (usw.) Liquidi ä belegen könn e, in e essie geld heo e isch we-
nige .
Von de einzelwi scha lichen Sekundä liquidi ä is die gesam wi -
scha liche zu un e scheiden. Le z lich geh es um die Fähigkei des
p i a en Be eichs, un e den on de Zen albank gese z en Bedin-
gungen eine Auswei ung de Geldmenge o zunehmen. Ausschlagge-
bend da ü is das Geldschöp ungspo en ial de Geschä sbanken. Sieh
man on Umschich ungen on Te min- und Spa einlagen zu Sich ein-
lagen ab, so wi d das Geldschöp ungspo en ial bes imm du ch die Mög-
lichkei en des Bankensys ems, sich Zen albankgeld zu e scha en
(ode au ungenu z es Zen albankgeld zu ückzug ei en). Fü den Ban-
kensek o insgesam kann dahe das o handene Zen albankgeld als
P imä liquidi ä , das po en iell scha ba e Zen albankgeld als Sekun-
dä liquidi ä bezeichne we den. Aus de Sekundä liquidi ä des Ban-
kensys ems kann dann au die gesam wi scha liche Sekundä liquidi-
ä geschlossen we den8.
Diese Un e scheidung zwischen Geld und (den e schiedenen Fo men
de ) Sekundä liquidi ä e meide die willkü liche und sachlich nich
zu ech e igende Auswei ung des Geldbeg i es; sie bie e zudem ein
besse es Ins umen a ium zu Analyse mone ä e Zusammenhänge. Mi
ih e Hil e läß sich sowohl einzel- als auch gesam wi scha lich das
Geldangebo - und Geldnach age e hal en de Wi scha ssubjek e
besse e klä en als dies mi den he schenden Beg i sabg enzungen
möglich is .
Gegen die Besch änkung des Geldbeg i es au Mi wi d wohl ein-
gewand we den, daß au g und empi ische Un e suchungen um assen-
de e Geldmengenabg enzungen zumindes in einigen Fällen Vo eile
zu haben scheinen und häu ig eine besse e Übe eins immung mi de
7 Daß da übe hinaus das Gesam e mögen auch die Nach ageneigung
de Wi scha ssubjek e beein luß , kann in diesem Zusammenhang unbe-
ücksich ig bleiben.
8 Au Modi ika ionen du ch Einbeziehung des S aa es und de Ve schul-
densmöglichkei en de Nich -Banken im Ausland soll nich eingegangen
we den.
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Liquidi ä s heo ie des Geldes 211
En wicklung des Zen albankgeld olumens besi zen. Das le z e e -
s eh sich on selbs , da die Zen albankgeldmenge s a k on den
Mindes ese e e p lich ungen bes imm wi d, denen auch Te min-
und Spa einlagen un e liegen. Du ch de en Einbeziehung in die Geld-
menge (als M2 ode Ms) we den abe wich ige ökonomische Zusam-
menhänge e schleie wie die e heblichen konjunk u beding en Ve -
ände ungen de Umlau sgeschwindigkei on Mi, die Zinsabhängig-
kei de T ansak ionskasse ode die mangelnde Fähigkei de Zen al-
bank, übe Ve ände ungen de Zen albankgeldmenge die umlau ende
Geldmenge Mi ku z is ig zu s eue n. Die Reali ä is wesen lich in-
s abile und wei s ä ke du ch ökonomische und psychologische Ve -
ände ungen gep äg , als es die zudem meis s a isch konzipie en
Gleichgewich s o s ellungen insbesonde e de mone a is ischen Theo ie
e wa en lassen.
II. Das Geldangebo als Funk ion
de Liquidi ä des Geschä sbankensys ems
Die he schende Geldangebo s heo ie is dadu ch gekennzeichne , daß
sie on eine wei gehend du ch die Zen albank, das heiß exogen be-
s imm en Zen albankgeldmenge ausgeh , du ch die sich dann übe
den Geldschöp ungsmul iplika o die umlau ende Geldmenge e gib .
Auch die iel äl igen Modi ika ionen, die on de neue en Geldange-
bo s heo ie en wickel wu den9, lau en im wesen lichen nu au eine
Au locke ung de s a en Beziehungen des adi ionellen Geldschöp-
ungsmul iplika o s hinaus, ände n abe die G undaussage in ih em
Ke n nich .
Empi isch schein die Gül igkei diese Theo ie dadu ch belegba zu
sein, daß die Banken — on wenigen Ausnahmesi ua ionen abgesehen
— übe keine nennenswe en Übe schuß ese en e ügen. Auße ge-
ingen Ba geldbes änden sind ih e gesam en Gu haben an Zen al-
bankgeld du ch Mindes ese e e p lich ungen gebunden. Hie aus
wi d ge olge , daß Ve ände ungen de Zen albankgeldmenge zu en -
sp echenden Ve ände ungen de umlau enden Geldmenge üh en —
mi den möglichen Modi ika ionen, die die Geldangebo s heo ie he aus-
gea bei e ha . Du ch die Zen albankgeldmenge we de dahe die um-
lau ende Geldmenge und du ch diese übe die T ansmissionsmechanis-
men die Nach age ges eue . Au diesen Kausali ä sannahmen basie-
en die meis en Vo schläge zu Ges al ung de Geldpoli ik.
9 Vgl. M. Neidne : Die Bes immungsg ünde des olkswi scha lichen
Geldangebo s, Be lin 1976.
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212 Alois Obe hause
Eine Beobach ung de Reali ä zeig jedoch, daß diese Kausali ä s-
beziehungen unzu e end sind. Das läß sich am bes en ü die Pe iode
es e Wechselku se zeigen. De G und ü die Fehldeu ungen, die o
allem, abe nich nu on mone a is ische Sei e s ammen, lieg in de
mangelnden Be ücksich igung de Sekundä liquidi ä de Banken. Wie
komm es, so muß man agen, daß bei minimalen Übe schuß ese en
Zen albankgeldmenge und umlau ende Geldmenge in den einzelnen
Lände n so s a k s iegen, daß e hebliche P eiss eige ungen möglich
wa en? Haben die Zen albanken die Auswei ung de Zen albankgeld-
menge selbs bewi k ode wa en die Banken zu diese Auswei ung
au g und on Sekundä liquidi ä in de Lage?
Gesam wi scha lich is nich die Sekundä liquidi ä de einzelnen
Banken, sonde n nu die de Geschä sbanken insgesam ele an . De-
en Sekundä liquidi ä se z sich — un e de Vo ausse zung es e
Wechselku se — aus olgenden ün G ößen zusammen:
a) den (quan i a i meis unbedeu enden) Übe schuß ese en an
Zen albankgeld10;
b) dem eien Spiel aum ü die Au nahme on Rediskon - und
Lomba dk edi en. De Spiel aum kann wie in de Bundes epublik
du ch Kon ingen e ode du ch Usancen beg enz sein;
c) dem Bes and an Geldma k papie en (Scha zwechseln, Scha z-
anweisungen, Kassenobliga ionen usw.), sowei diese in die Geld-
ma k egulie ung de Zen albank einbezogen sind, das heiß an
die Zen albank übe agen we den können;
d) den ku z is ig liquidisie ba en Gu haben im Ausland in Fo m
on Sich einlagen, Te mineinlagen, ausländischen Scha zwechseln
und e l. auch es e zinslichen We papie en;
e) den Möglichkei en de Banken (und de Nich -Banken), sich im
Ausland zu e schulden.
Die Sekundä liquidi ä de Banken geh übe die on de Bundes-
bank lau end e mi el en eien Liquidi ä s ese en hinaus. Diese um-
aß en bis zum Übe gang zu lexiblen Wechselku sen11 nu die e s en
10 De a ige Ube schuß ese en sind zumindes un e den deu schen Ve -
häl nissen im allgemeinen nu eine Folge ungenügende Vo aussich und
können als a ional bes imm e G ößen höchs ens im Sinne eine s e s unzu-
länglichen Planung un e Unsiche hei e s anden we den. Vgl. Zen al-
bankgeldmenge und eie Liquidi ä s ese en de Banken. Mona sbe ich e
de Deu schen Bundesbank, N . 7, 1974, S. 17 .
11 Sei he bleiben auch die Auslandsgu haben de Banken auße Ansa z.
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Liquidi ä s heo ie des Geldes 213
ie Posi ionen, da die Rückg i smöglichkei en au Auslandsk edi e
quan i a i nich e mi el we den können, obwohl sie, wie die E ah-
ungen zeigen, eine e hebliche Rolle spiel en und selbs auch je z noch
inne halb de Wäh ungsschlange on Bedeu ung sind.
Eine Analyse de empi ischen En wicklung zeig , daß die Banken in
de Zei de es en Wechselku se meis übe e hebliche Bes ände an
eien Liquidi ä s ese en und dami an Sekundä liquidi ä e üg en.
Das heiß , sie besaßen übe lange Jah e die Fähigkei , bei Beda on
sich aus und somi endogen eine wesen liche E höhung de Zen al-
bankgeldmenge he beizu üh en. Bei eine Auswei ung de umlau en-
den Geldmenge du ch K edi gewäh ung konn en sie die zusä zlich
e o de liche Zen albankgeldmenge du ch Umwandlung on Sekun-
dä liquidi ä selbs scha en.
Die ela i e Bedeu ung de Sekundä liquidi ä de Banken läß sich
am bes en aus dem Ve häl nis de ei e ügba en Liquidi ä s ese en
zum jeweiligen Bes and an Zen albankgeld e sehen, da zumindes eine
ih e wesen lichen Funk ionen aus de Sich de Banken in ih em
Cha ak e als po en ielles Zen albankgeld bes eh . De Bezug de
eien Liquidi ä s ese en au das Einlage olumen, den die Bundes-
bank bei de E mi lung de Quo e de eien Liquidi ä s ese en o -
nimm , e deck e was den wi klichen Um ang de Sekundä liquidi ä .
Wie Schaubild 1 zeig — de Ve asse ha an ande e S elle die
empi ische En wicklung nähe da geleg 12 —, ha en die Banken in de
Pe iode es e Wechselku se s e s die Möglichkei , die Geldmenge e -
heblich auszudehnen. Die Quo e de eien Liquidi ä s ese en (bezo-
gen au die Zen albankgeldmenge) schwank e in diese Pe iode zwi-
schen 70 (!) und e wa 25 P ozen . Wäh end man lange Jah e den Ein-
d uck haben konn e, daß eine bes imm e Quo e an eien Liquidi ä s-
ese en — e wa 25 P ozen — on den Banken nich un e sch i en
wü de13, haben die E ah ungen des Jah es 1973 nach Ube gang zu den
lexiblen Wechselku sen und de dadu ch beding en Ve minde ung de
eien Liquidi ä s ese en gezeig , daß selbs eine Sekundä liquidi ä
12 Vgl. A. Obe haus e : Geld- und K edi poli ik bei wei gehende Vollbe-
schä igung und mäßigem P eisans ieg (1958 - 1968). In: Wäh ung und Wi -
scha in Deu schland 1876 - 1975, F ank u 1976, S. 632 . Siehe auch V.
Alexande und H. E. Loe : Die Kon olle de Geldbais und ih e Kompo-
nen en. Eine empi ische Analyse ü die BRD. In: K edi und Kapi al, Bd. 7,
1974, S. 508 .
13 Vgl. A. Obe hause : Geldpoli ik als Liquidi ä spoli ik. K edi und
Kapi al, 5. Jg. (1972) S. 381 .
14 K edi und Kapi al 2/1977
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214 Alois Obe hause
nahe Null möglich is , bis es ik i e geldpoli ische Maßnahmen oll
g ei en14.
Diese empi ischen Ta bes ände e o de n eine E klä ung und Be-
ücksich igung in de Geld heo ie. Wa um, so is zu agen, nu zen die
Banken die e ügba e Sekundä liquidi ä nich zu eine Auswei ung
de Geldmenge? Wie kommen die s a ken Ve ände ungen de Quo e
de eien Liquidi ä s ese en zus ande? Wodu ch wi d übe haup die
umlau ende Geldmenge und die hin e ih s ehende Zen albankgeld-
menge bes imm ?
Aus dem Schaubild e gib sich, daß die Banken die o handene
Sekundä liquidi ä häu ig übe Jah e nich zu eine zusä zlichen Buch-
geldschöp ung e wand en. De G und muß in eine ehlenden Nach-
age nach Geld bei den gegebenen Zinssä zen gesehen we den. Aus
dem Bes eben de Banken, eine Ve schlech e ung ih e Liquidi ä s-
si ua ion zu e meiden, können höchs ens einige Tie punk e wie zum
Beispiel im Jah e 1966 e klä we den.
Daß es au g und de o handenen Sekundä liquidi ä nich zu einem
Sinken de Zinssä ze kam15, is da au zu ückzu üh en, daß Sekundä -
liquidi ä sanlagen selbs zinsb ingend sind. Die Banken sind nich
gezwungen, Zu lüsse an Zen albankgeld als K edi e an Nich -Banken
wei e zulei en, um E äge zu e zielen. Sie g ei en o ensich lich au
Sekundä liquidi ä sanlagen zu ück, so e n eine en sp echende K edi -
nach age (Geldnach age) ehl ode wenn ihnen bei konjunk u ellen
Rückschlägen die K edi nach age nich die nö ige Siche hei zu bie-
en scheinen. Daß da übe hinaus auch das Bes eben nach Ve besse-
ung ih es Liquidi ä ss a us — o allem in Pe ioden g öße e Unsi-
che hei — eine Rolle spiel , kann aus dem Bank e hal en in den Re-
zessionen geschlossen we den; denn nach einem s ä ke en Abbau de
Sekundä liquidi ä s ese en in de Hochkonjunk u e wenden die
Banken einen g oßen Teil de ihnen bei expansi e Geldpoli ik in de
Rezession zu ließenden Mi el, um neue Pols e au zubauen. So s ieg
beispielsweise die Zen albankgeldmenge in de Bundes epublik im
Jah e 1975 lediglich um 9,2 M d. DM, obwohl den Banken 25,7 M d. DM
an Zen albankgeld — on Köhle als Zen albankgeld e so gung
14 Vgl. H. Bockelmann: Die Rolle de Banken in de Geldpoli ik. In: K e-
di und Kapi al, Bd. 7, 1974, S. 150 .
15 Die Zinssä ze e ände en sich bis zum Ube gang zu lexiblen Wechsel-
ku sen nu wenig, was sich wiede aus de o handenen Sekundä liquidi ä
e klä en läß . Vgl. die im Schaubild 1 als Anhal spunk ü die Zinsen -
wicklung eingezeichne e Ku e de Emissions endi e.
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Liquidi ä s heo ie des Geldes 221
gensanlage au g und des Spekula ionsmo i s gehal en24. Das Spekula-
ionsmo i basie au Vo ausse zungen, die in de Reali ä zumindes
nich meh gegeben sind. Seine Bedeu ung ü die Wi klichkei is
dahe ge ing; man soll e es wei gehend e gessen. Dami is nich be-
s i en, daß in einigen Fällen Geld o übe gehend bis zu (nächs en)
Geld e mögensanlage gehal en wi d, doch dü e da au quan i a i
nu ein e schwindend ge inge P ozen sa z de Geldmenge en allen25.
Spekula ionsaspek e sind alle dings on e hebliche Bedeu ung ü die
Anlage in und den Wechsel zwischen den e schiedenen A en des
Geld e mögens, was im Rahmen de Po olio heo ie Be ücksich igung
inde 26. In eine Wel mi s ändigen P eiss eige ungen dien abe Geld
nich meh zu We au bewah ung ode Anlage on Ve mögen. Es wi d
lediglich aus ande en G ünden nachge ag .
Von de adi ionellen Geldnach age heo ie bleib nu das T ans-
ak ionsmo i in Ve bindung mi dem Vo sich smo i als E klä ung de
Geldhal ung. Geld wi d im wesen lichen nu gehal en, um dami Käu e
zu ä igen bzw. ä igen zu können, wobei die Unsiche hei übe den
Geldbeda und die an allenden Zahlungsein- und -ausgänge mi spiel .
Auch die Unbequemlichkei de Umwandlung in Geld e mögensanla-
gen und mangelnde E agso ien ie ung de Wi scha ssubjek e beein-
lussen die Geldhal ung.
Fü die Höhe de Kassenhal ung de Un e nehmen, zunehmend abe
auch de üb igen p i a en Wi scha ssubjek e, is e ne on Bedeu-
ung, daß und zu welchen Kos en sie im Beda s all au K edi e zu ück-
g ei en können. Die Möglichkei , Übe ziehungsk edi e (und e l. auch
sons ige K edi e) in Ansp uch nehmen zu können, minde den Beda
an Kasse — o allem sowei e aus dem Vo sich smo i e wächs .
Du ch die Übe ziehungsk edi e is ein elas ische Pu e eingebau , de
es den Wi scha ssubjek en e laub , o z meh ode wenige e heb-
24 Vgl. zum Beispiel W. L. Smi h: On Some Cu en Issues in Mone a y
Economics. In: Jou nal o Economic Li e a u e, Bd. 8, 1970, S. 774 . 17. Wes -
phal: Theo e ische und empi ische Un e suchungen zu Geldnach age und
zum Geldangebo , Tübingen 1970, S. 23. G. Honeck: F iedman-Plan und
po en ialo ien ie e K edi poli ik, Be lin 1975, S. 84 . G. Lind e s: De inan-
zie ung s aa liche Ausgaben und Geldpoli ik im Konjunk u ablau , Diss.
F eibu g 1971, S. 17 .
25 Vgl. auch Siebke und Willms: Theo ie de Geldpoli ik, Be lin 1974,
S. 83.
26 Vgl. zum Beispiel J. Tobin: Money, Capi al and O he S o es o Value.
In: Ame ican Economic Re iew, Pap. and P oc., Bd. 51, 1961, S. 26 . H. G.
Johnson: Bei äge zu Geld heo ie und Geldpoli ik, Be lin 1969, S. 103 .
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222 Alois Obe hause
liche Unsiche hei übe den Zahlungsbeda und die Zahlungseingänge
die Kassenhal ung ela i s a k zu beg enzen27.
Auch ohne Spekula ionsmo i bleib eine ela i s a ke Zinselas izi-
ä de Kassenhal ung. Sie läß sich aus dem Vo sich smo i , de Be-
quemlichkei und dem T ans o ma ionsau wand ablei en, au die Zins-
ände ungen nich une heblich einwi ken. Hie in is auch eine de
G ünde ü die ins Gewich allenden Schwankungen de Umlau s-
geschwindigkei des Geldes zu sehen. Diese Ve ände ungen sind in
manchen Jah en p ozen ual s ä ke als die Ve ände ungen des Geld-
olumens.
Ein e hebliche Mangel de Geldnach age heo ie bes eh alle dings
da in, daß sie sich iel ach in eine Theo ie de Kassenhal ung e -
schöp . Fü eine wachsende Wi scha und ü die Geldpoli ik in de
wachsenden Wi scha is es iel wenige bedeu sam, wa um Geld
gehal en, sonde n weshalb zusä zliches Geld nachge ag wi d. Die
Kassenhal ungs heo ie leg die Be onung zu seh au den Ta bes and
des Hal ens on Geld, obwohl Geld nu deswegen gehal en wi d, um es
nich zu hal en, das heiß um es auszugeben. Das T ansak ionsmo i
soll dies zwa zum Ausd uck b ingen, doch kann es in seine adi io-
nellen Fo m nu schwe e klä en, wa um die Geldnach age im Zei -
ablau s ändig s eig .
Zusä zliche Finanzie ungsmi el gelangen meis au dem Weg eine
K edi nahme in den Wi scha sp ozeß. In de K edi nahme kann eine
Nach age nach Geld gesehen we den. Zusä zliches Geld wi d — on
wenigen Ausnahme ällen abgesehen — abe nich nachge ag , um die
Kassenhal ung zu e höhen, sonde n um es ü Käu e zu e wenden.
Hin e de K edi nach age s ecken Ausgabemo i e — in de Regel
ü eine Ausgabe ü Gü e und Diens e.
In de heu igen Wi scha sind die G ünde ü die e meh e Nach-
age nach Finanzie ungsmi eln meis in s eigenden Kos en de P o-
duk ions ak o en (Lohne höhungen und Impo p eiss eige ungen) ode
in In es i ionschancen zu suchen. So e o de n beispielsweise Lohne -
höhungen ode eine e höh e In es i ionsneigung gesam wi scha lich
(bei kons an e Umlau sgeschwindigkei ) eine Auswei ung de Geld-
menge, wenn das bishe ige Beschä igungsni eau nich un e sch i en
we den soll. Hie aus e gib sich, wa um in de heu igen Wi scha mi
eine s ändigen Ve lage ung de Geldnach ageku e nach ech s ge-
27 Vgl. C. Köhle : Po en ialo ien ie e K edi poli ik, Be lin 1971, S. 11.
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Liquidi ä s heo ie des Geldes 223
echne we den muß, wie dies in Schaubild 2 be ei s zum Ausd uck
geb ach wu de.
Ob und inwiewei die e höh e Geldnach age be iedig wi d, häng
auße on de Geldpoli ik on de Elas izi ä des Geldangebo es du ch
die Geschä sbanken ab. Diese Elas izi ä wi d, wie gezeig , du ch die
e ügba e Sekundä liquidi ä bes imm 28.
Die mi de zusä zlichen K edi nach age e bundene Auswei ung
de Geldmenge is also nich U sache, sonde n Folge eine anges eb-
en Nach agee höhung29. Sie e olg nich , weil das nominelle Sozial-
p oduk ges iegen is ode weil de Zins sink , sonde n weil die Un e -
nehmen und zum Teil auch p i a e Haushal e zusä zliche Nach age
en al en wollen. De Ans ieg des nominellen Sozialp oduk es is e s
eine Folge da on.
Aus diesem G und is es aglich, ob die zusä zliche Nach age nach
Finanzie ungsmi eln un e das T ansak ionsmo i subsumie we den
soll e, das no male weise in Abhängigkei zum Sozialp oduk gesehen
wi d. Selbs e s ändlich kann man den Inhal des T ansak ionsmo i s
auswei en und es au jede Geldnach age ü T ansak ionszwecke be-
ziehen. Alle dings is dann die T ansak ionskasse nich meh aus dem
Sozialp oduk e klä ba ; die Geldnach age aus dem T ansak ionsmo i
äll mi de Geldnach age insgesam zusammen.
Es e schein dahe insbesonde e ü wachsende Wi scha en ange-
b ach zu sein, die Fak o en, die eine Meh nach age nach Geld bedin-
gen, du ch ein eigenes Mo i om T ansak ionsmo i abzuheben. Es
soll in Anlehnung an Keynes als Finanzie ungsmo i bezeichne we -
den. Keynes ha in de Diskussion mi Ohlin ein zusä zliches Mo i de
Geldnach age selbs o geschlagen, das e „ inance mo i e" nann e;
doch is dieses in de Li e a u as öllig unbe ücksich ig geblieben30.
Auch hie geh es wenige um den Beg i als um den Ta bes and, daß
die Auswei ung de Geldnach age und de Geldmenge au diese Weise
besse e klä we den kann.
Daß auch mone ä e Fak o en wie Zinshöhe und Ku sen wicklung au
die anges eb e Nach agee höhung einwi ken, is nich zu bes ei en,
28 Vgl. Duwendag u. a.: Geld heo ie und Geldpoli ik, a.a.O., S. 166 .
29 Vgl. auch W. G aebne : Di ek e Kon ollen als Mi el de Geldpoli ik,
a.a.O., S. 11.
30 Vgl. J. M. Keynes: Al e na i e Theo ies o he Ra e o In e es . In:
Economic Jou nal, Bd. 47, 1937, S. 246 . R Da idson: Keynes*s Finance
Mo i e. In: Ox o d Economic Pape s, Bd. 17, 1965, S. 47 .
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224 Alois Obe hause
doch sind sie quan i a i meis nu on un e geo dne e Bedeu ung.
Es sp ich einiges da ü , daß die Zinselas izi ä de Geldnach age in
einem gegebenen Zei punk ela i ge ing is , das heiß , daß die Geld-
nach ageku en ziemlich s eil e lau en; jedoch soll da au nich nähe
eingegangen we den. Fü die En wicklung de Geldnach age im Zei -
ablau is dies nämlich wenige bedeu sam als die Ve lage ung de
Geldnach ageku en, die sich aus den genann en G ünden e gib .
Wenn dies zu i , so is da aus zu olge n, daß es äuße s bedenklich
is , aus den Zei eihen die Zinselas izi ä en ü Geldnach age und
Geldangebo abzulei en, wie dies iel ach in de Li e a u geschieh .
Die anges eb e zusä zliche nominelle Nach age nach P oduk ions-
ak o en und Gü e n wi d zwa mi Geld inanzie . Die Finanzie ungs-
möglichkei en sind abe nich abhängig om Geldbes and, sonde n on
de Liquidi ä 81 de nach agewilligen Wi scha ssubjek e. Besonde s
deu lich wi d dies bei In es i ionsen scheidungen. Die In es i ionen
eines Un e nehmens we den kaum on seinem ak uellen Geldbes and
beein luß . En scheidend is ielmeh , daß es im Zei punk de Zah-
lungs e p lich ung übe en sp echende Gelde zu e ügen e mag.
Bis zu diesem Zei punk wi d es o handene Geldbe äge in e ag-
b ingenden Geld o de ungen anlegen. Zu diesen komm die (e ek i e
ode e mein liche) Ve ügba kei übe K edi e als Teil de einzel-
wi scha lichen Sekundä liquidi ä 32 hinzu.
Gesam wi scha lich häng die Be iedigung eine zusä zlichen Geld-
nach age o allem on de Sekundä liquidi ä des Bankensys ems ab.
Wenn, wie gezeig , die Pe ioden ela i e P eiss abili ä in den 50e
und 60e Jah en du ch hohe Sekundä liquidi ä gekennzeichne wa en,
so kann die damalige ela i e P eiss abili ä nich au mone ä e U -
sachen, au die Knapphei des Geldes, zu ückge üh we den.
Das is eine geldpoli isch äuße s wich ige E kenn nis. O ensich lich
ha sich in diesen Jah en die Nach age nu in einem Um ang ausge-
dehn , de de Auswei ung des Gü e olumens wei gehend en sp ach,
ohne daß dies du ch eine Besch änkung de (po en iellen) Geldmengen-
expansion e zwungen wu de und ih e übe haup bedu e. Es wa en
ealwi scha liche Fak o en, die den Ans ieg des Nach age- und Geld-
31 Vgl. W. Neubaue : S a egien, Techniken und Wi kungen de Geld- und
K edi poli ik, Gö ingen 1972, S. 48 .
32 Vgl. E. K euzale : De konjunk u poli ische Handlungsspiel aum de
Deu schen Bundesbank und seine Ausnu zung im Wachs umszyklus 1963/67,
Diss. F eibu g 1969, S. 19 .
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Liquidi ä s heo ie des Geldes 225
olumens in G enzen hiel en und nich das Geldangebo . Das läß sich
mi Hil e on K eislau - und Ve eilungszusammenhängen auch du ch-
aus e klä en, wo au hie alle dings nich nähe eingegangen we den
kann. Die Nach age de p i a en Haushal e kann im allgemeinen nich
übe ih Einkommen hinausgehen, so daß on diese Sei e he keine
P eiss eige ungen au e en können, wenn sich die Expansion de p i-
a en Einkommen, insbesonde e de Lohneinkommen, in den gü e -
wi scha lich gese z en G enzen beweg .
Die In es i ionen de Un e nehmen ich en sich auch nich nach den
po en iellen Möglichkei en de Auswei ung de Geldmenge übe K e-
di e, sonde n nach den Absa zchancen, dem echnischen Fo sch i und
de beg enz en Ve schuldens ähigkei de einzelnen In es o en. P eis-
s eige ungen, die au Nach ageübe hängen be uhen, e höhen alle -
dings iel ach die Absa zchancen, so daß die In es i ionsbe ei scha
selbs dann wächs , wenn die Zinsen s eigen. Dabei is zu be ücksich-
igen, daß de Realzins nich mi dem Nominalzins s eig , un e Um-
s änden soga absolu sink ode nega i wi d. Auch dami is wiede
e einba , daß die Zinselas izi ä de In es i ionen in einem gegebe-
nen Zei punk , wie e schiedene Un e suchungen zeigen, ela i ge ing
is .
Insgesam e gib sich mi hin, daß ein s abiles P eisni eau nich unbe-
ding eine Besch änkung des (po en iellen) Geld- und K edi angebo es
beda und daß S abili ä spoli ik mindes ebenso Nach agepoli ik wie
Geldmengenpoli ik sein muß.
IV. Folge ungen ü die Geldpoli ik
Dami sind be ei s e s e Folge ungen ü die Geldpoli ik gezogen.
Ohne wei e es sind Geldsys eme kons uie ba , in denen die Zen al-
bank die olls ändige Kon olle übe die Zen albankgeldmenge be-
si z . Die heu igen Geldsys eme weichen abe o z des Übe gangs zu
lexiblen Wechselku sen noch ela i s a k on solchen Sys emen ab —
in den USA alle dings wenige als in den meis en eu opäischen Län-
de n. Ob nich Sys eme eine olls ändigen Zen albankgeldkon olle
du ch eine s a ke Inelas izi ä gekennzeichne wä en und übe haup
die Vo ausse zungen ü ih Funk ionie en im ealwi scha lichen
Be eich in de Wi klichkei gescha en we den könn en, sei dahin-
ges ell .
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226 Alois Obe hause
Un e den de zei zumindes in Eu opa gel enden Bedingungen s e-
hen die Zen albanken o de No wendigkei , nich nu Geldmengen-
poli ik, sonde n auch Liquidi ä spoli ik be eiben zu müssen, wenn sie
e olg eich sein wollen. Un e Liquidi ä spoli ik is dabei eine Poli ik
zu Beein lussung und S eue ung de Sekundä liquidi ä de Banken
zu e s ehen.
Es is ein I um, wenn behaup e wi d, daß sich die Bundesbank in
den le z en Jah en on de ühe en Liquidi ä spoli ik abgewand habe
und zu Geldmengenpoli ik übe gegangen sei. Die Bundesbank ha
höchs ens gewisse Gewich s e lage ungen o genommen; denn Geld-
poli ik is und bleib s e s Liquidi ä spoli ik33, selbs wenn sie sich an
den Ve ände ungen de Zen albankgeldmenge als eine Zwischenziel-
a iablen o ien ie . Eine Mindes ese ee höhung ha zum Beispiel
nich die Au gabe, die Zen albankgeldmenge zu e minde n, sonde n
einen po en iellen, nich e wünsch en Ans ieg diese Geldmenge au -
g und o handene zu s a ke Sekundä liquidi ä zu un e binden. Eine
Mindes ese esenkung e höh nich die Zen albankgeldmenge, son-
de n die Sekundä liquidi ä ; sie gib den Banken lediglich die Möglich-
kei , die Geldmenge übe zusä zliche K edi gewäh ung auszudehnen.
Ob es dazu (in ollem Um ang) komm , is keineswegs siche , wie die
E ah ungen mi den expansi en Maßnahmen o allem in Rezessions-
zei en zeigen. Ähnliches gil ü die ande en Ins umen e de Geld-
poli ik.
Das Vo handensein on Sekundä liquidi ä e o de , daß die Geld-
poli ik s e s ih Augenme k auch au sie konzen ie en muß34, da sie
ein Maß is ü die po en ielle Auswei ung de Zen albankgeldmenge.
„Siche kann die No enbank neben de Bankenliquidi ä auch die
Zen albankgeldmenge als mone ä en Indika o he anziehen. Die Ban-
kenliquidi ä als Indika o ü den mone ä en Expansionsspiel aum
(zukun sbezogene Be ach ung) und die Zen albankgeldmenge als
Indika o ü die gewesene Expansion ( e gangenhei sbezogene Be-
ach ung). ... En scheidende als S eue g öße bleib alle dings die
Bankenliquidi ä 36."
83 Vgl. K. Klasen: G enzen de Geldpoli ik. In: Auszüge aus P essea ikeln,
N . 69, 1975, S. 1. C. Köhle : P obleme de Zen albankgeldmengens eue ung,
a.a.O., S.
22
.
34 Vgl. Zen albankgeldmenge und eie Liquidi ä s ese en de Banken,
a.a.O., S. 19.
35 Rüdige Pohl: Die d i e Phase de Geldpoli ik. Diskussionspapie e de
Fakul ä ü Wi scha swissenscha en, Hanno e 1976, S.
15
. Siehe auch:
de s.: G undzüge eine liquidi ä s heo e ischen Konzep ion ü die Zen al-
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Liquidi ä s heo ie des Geldes 227
Ein ache Regeln wie bei de Geldmenge lassen sich alle dings ü die
Beein lussung de Sekundä liquidi ä nich au s ellen. Das häng dami
zusammen, daß die Sekundä liquidi ä de Banken das elas ische Au -
angbecken übe schüssigen (po en iellen) Zen albankgeldes, zugleich
abe auch das Rese oi zu Be iedigung zusä zliche Geldnach age
is . Eine Ve kennung dieses Wesens de Sekundä liquidi ä lieg bei-
spielsweise o 36, wenn aus de Quo e de eien Liquidi ä s ese en
und den Ve ände ungen diese Quo e in ähnlich mechanis ische Weise
ein Indika o kons uie wi d wie bei de (be einig en) Geldbasis. Die
Indika o eigenscha en de eien Liquidi ä s ese en müssen öllig
ande s gesehen we den37. Dabei muß auch be ücksich ig we den, daß
o ensich lich in s a kem Maße psychologisch beding e Ve hal ens-
schwankungen de Banken da au einwi ken, welches Sekundä liqui-
di ä s olumen im Konjunk u ablau als ü eine po en ielle Geldmen-
genexpansion ei e ügba angesehen wi d.
Gene ell kann man sagen, daß es Au gabe de Zen albank sein
soll e, die Sekundä liquidi ä de Banken nich übe einen Um ang
hinaus s eigen zu lassen, de en sp echend den jeweiligen konjunk u el-
len Gegebenhei en als bedenklich angesehen we den muß38. Das is zu-
mindes bei es en Wechselku sen nich s e s e eichba . Abe auch bei
lexiblen Wechselku sen is , wie die E ah ungen zeigen, die Sekun-
dä liquidi ä eine G öße, die nich e nachlässig we den kann. Die
geldpoli ischen Ins umen e sind so zu ges al en, daß sie auch dem
liquidi ä spoli ischen Ziel en sp echen39.
Von besonde e Bedeu ung ü die Geldpoli ik und ih en Wi kungs-
be eich is de be ei s e wähn e Ums and, daß die Beg enzung de
Geldmenge ü P eiss abili ä nich no wendige, und daß eine expansi e
Geldpoli ik in eine Rezession keine hin eichende Bedingung zu Ziel-
e eichung is . Hie aus olg , daß eine Nach agepoli ik neben de Geld-
bankpoli ik. Und: Geldbasis e sus Liquidi ä sbasis. In: Geldpoli ik kon o-
e s, Köln 1973, S.
21
. und S. 94 .
36 Vgl. M. J. M. Neumann: Bank Liquidi y and he Ex ended Mone a y
Base as Indica o s o Ge man Mone a y Policy. P oceedings o he Fi s
Kons anze Semina . K edi und Kapi al, Beihe 1, Be lin 1972, S. 189 .
37 Zu ih e P oblema ik gl. auch H. H. F ancke: Bankenliquidi ä und
Zins als O ien ie ungs a iable de Geldpoli ik, Be lin 1975, S. 27 .
38 Ein Beispiel is die Mindes ese ee höhung im Jah e 1976, die ledig-
lich dazu dien e, einen Teil de als zu hoch e ach e en eien Liquidi ä s-
ese en de Banken abzuschöp en. Vgl. Mona sbe ich e de Deu schen Bun-
desbank, Mai 1976, S.
5
.
39 Au diese F agen is de Ve asse an ande e S elle eingegangen. Vgl.
Geldpoli ik als Liquidi ä spoli ik, a.a.O., S. 373 .
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228 Alois Obe hause
Poli ik be ieben we den muß, so e n man nich den T aum on de
immanen en S abili ä des p i a en Sek o s ü die Reali ä häl .
Finanz- und Einkommenspoli ik sind dahe wenigs ens genauso wich-
ig wie die Geldpoli ik. Es is äuße s ge äh lich, de Geldpoli ik die
s abili ä spoli ische Au gabe allein zu übe lassen. Res ik i e Geld-
poli ik kann zwa , wenn sie du ch Abbau de Sekundä liquidi ä die
Zen albankgeldmenge in die Hand bekomm , einen wei e en expan-
si en P ozeß un e binden, abe un e den in de Reali ä heu e gege-
benen Bedingungen nu mi den hohen sozialen Kos en eine Rezes-
sion. Expansi e Geldpoli ik is ohne die nach agewi ksame Un e s ü -
zung du ch die Finanzpoli ik wei gehend mach los. Die Po olio heo ie
ha keineswegs das Gegen eil bewiesen, sonde n lediglich Modi ika-
ionen zu den Wi kungszusammenhängen beige agen.
V. Zusammen assung de E gebnisse
Die Liquidi ä s heo ie des Geldes e such , au bauend au empi i-
schen Beobach ungen die g oße Bedeu ung de Sekundä liquidi ä in
de Geld heo ie zu be ücksich igen und da aus Schluß olge ungen ü
die Geldpoli ik abzulei en. Die olgenden Aspek e e scheinen besonde s
bedeu sam:
1. Es e weis sich als no wendig, zwischen Geld in de Abg enzung
on Mi und Sekundä liquidi ä s ik zu un e scheiden. Un e Sekun-
dä liquidi ä sind dabei die Ak i a und K edi au nahmemöglichkei en
zusammenge aß , die ku z is ig und ohne wesen liche Kos en (Ve -
lus e) zu Ve ügba kei übe Geld üh en.
2. Die Geldmenge wi d — wenigs ens un e ins i u ionellen Vo aus-
se zungen, wie sie in de Bundes epublik und in ande en eu opäischen
Lände n gegeben sind — in de Regel nich du ch das Geldangebo ,
sonde n du ch die Geldnach age bes imm . Hie aus olg , daß die Geld-
menge nich , wie on mone a is ische Sei e behaup e wi d, de das
P eisni eau und die Nach age de e minie ende Fak o is . Das schließ
nich aus, daß du ch eine Beg enzung des Geldangebo es übe eine
wei gehende Besei igung de Sekundä liquidi ä auch de Nach agean-
s ieg beg enz we den kann. Die Geldangebo s heo ie muß zu eine
Liquidi ä s heo ie in dem Sinne ausgebau we den, daß neben dem
Geld die Sekundä liquidi ä als zen ale Bes immungs ak o be ück-
sich ig wi d.
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Liquidi ä s heo ie des Geldes 229
3. Die Sekundä liquidi ä ssä ze bilden die Zinsun e g enze. Die Ve -
ügba kei on Sekundä liquidi ä gib den Banken jedoch die Mög-
lichkei , die Geldmenge an die Geldnach age elas isch anzupassen, so-
wei die Geldnach age be ei sind, die en sp echenden Zinssä ze zu
zahlen.
4. Die Geldnach age läß sich nich zu eichend mi den adi ionel-
len keynesschen Mo i en e klä en. Da in mode nen Volkswi scha en
eine b ei e Skala on ku z is igen, zinse agb ingenden Geldanlage-
o men zu Ve ügung s eh , die kein Ku s isiko einschließen und
elas isch dem indi iduellen Geldbeda angepaß we den können, be-
si z das Spekula ionsmo i ü die Geldnach age ak isch keine Be-
deu ung. Es e schein angeb ach , neben dem T ansak ionsmo i ein
wei e es Mo i zu be ücksich igen, das den Zuwachs de Geldnach age
aus de beabsich ig en meis ealwi scha lich beding en E höhung de
Nach age au den Gü e - und Fak o mä k en ablei e . Es wi d als
Finanzie ungsmo i bezeichne .
5. An die S elle de keynesschen i eine neue A on Liquidi ä s-
alle. Nach un en paß sich die Geldmenge übe das Ausweichen de
Banken in Sekundä liquidi ä und die Tilgung on K edi en du ch die
Nich -Banken an den Geldbeda an.
6. Fü die Geldpoli ik e gib sich, daß sie übe die Geldmengenpoli ik
hinaus Liquidi ä spoli ik sein muß.
Zusammen assung
Liquidi ä s heo ie des Geldes als Gegenkonzep zum Mone a ismus
Die Liquidi ä s heo ie des Geldes e such , au bauend au empi ischen Be-
obach ungen die g oße Bedeu ung de Sekundä liquidi ä in de Geld heo ie
zu be ücksich igen und da aus Schluß olge ungen ü die Geldpoli ik abzu-
lei en. Die olgenden Aspek e e scheinen besonde s bedeu sam:
Es e weis sich als no wendig, zwischen Geld in de Abg enzung on M^
und de Sekundä liquidi ä s ik zu un e scheiden. Un e Sekundä liquidi-
ä sind dabei die Ak i a und K edi au nahmemöglichkei en zusammenge aß ,
die ku z is ig und ohne wesen liche Kos en (Ve lus e) zu Ve ügba kei
übe Geld üh en.
Die Geldmenge wi d — wenigs ens un e ins i u ionellen Vo ausse zungen,
wie sie in de Bundes epublik und in ande en eu opäischen Lände n gege-
ben sind — in de Regel nich du ch das Geldangebo , sonde n du ch die
Geldnach age bes imm . Hie aus olg , daß die Geldmenge nich , wie on
mone a is ische Sei e behaup e wi d, de das P eisni eau und die Nach age
15 K edi und Kapi al 2/1977
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230 Alois Obe hause
de e minie ende Fak o is . Das schließ nich aus, daß du ch eine Beg enzung
des Geldangebo es übe eine wei gehende Besei igung de Sekundä liquidi ä
auch de Nach ageans ieg beg enz we den kann. Die Geldangebo s heo ie
muß zu eine Liquidi ä s heo ie in dem Sinne ausgebau we den, daß neben
dem Geld die Sekundä liquidi ä als zen ale Bes immungs ak o be ück-
sich ig wi d.
Die Sekundä liquidi ä ssä ze bilden die Zinsun e g enze. Die Ve ügba -
kei on Sekundä liquidi ä gib den Banken jedoch die Möglichkei , die
Geldmenge an die Geldnach age elas isch anzupassen, sowei die Geldnach-
age be ei sind, die en sp echenden Zinssä ze zu zahlen.
Die Geldnach age läß sich nich zu eichend mi den adi ionellen key-
nesschen Mo i en e klä en. Da in mode nen Volkswi scha en eine b ei e
Skala on ku z is igen, zinse agb ingenden Geldanlage o men zu Ve -
ügung s eh , die kein Ku s isiko einschließen und elas isch dem indi iduel-
len Geldbeda angepaß we den können, besi z das Spekula ionsmo i ü
die Geldnach age ak isch keine Bedeu ung. Es e schein angeb ach , neben
dem T ansak ionsmo i ein wei e es Mo i zu be ücksich igen, das den Zu-
wachs de Geldnach age aus de beabsich ig en meis ealwi scha lich
beding en E höhung de Nach age au den Gü e - und Fak o mä k en ab-
lei e . Es wi d als Finanzie ungsmo i bezeichne .
An die S elle de keynesschen i eine neue A on Liquidi ä s alle.
Nach un en paß sich die Geldmenge übe das Ausweichen de Banken in
Sekundä liquidi ä und die Tilgung on K edi en du ch die Nich -Banken
an den Geldbeda an.
Fü die Geldpoli ik e gib sich, daß sie übe die Geldmengenpoli ik hinaus
Liquidi ä spoli ik sein muß.
Summa y
The Liquidi y Theo y o Money as an Al e na i e o Mone a ism
The liquidi y heo y o money se s ou , on he basis o empi ical obse -
a ions, o make allowances o he g ea impo ance o seconda y liquidi y
in mone a y heo y and o de i e conclusions o mone a y policy. The
ollowing aspec s appea o be pa icula ly signi ican :
I is shown o be necessa y o d aw a sha p dis inc ion be ween money
as de ined by M and seconda y liquidi y, whe e seconda y liquidi y em-
b aces asse s and bo owing po en ial capable o leading o a ailabili y o
money a sho no ice and wi hou signi ican cos s (losses).
The quan i y o money is de e mined — a leas wi h ins i u ional a ange-
men s such as hose p e ailing in he Fede al Republic o Ge many and
o he Eu opean coun ies — as a ule, no by he supply o money, bu by
he demand o money. F om his ollows ha , con a y o he asse ions
o he mone a is s, he quan i y o money is no he de e mining ac o o
he p ice le el and demand. This does no p eclude he possibili y ha by
limi ing he supply o money he ise in demand can likewise be limi ed ia
a - eaching elimina ion o seconda y liquidi y. The money supply heo y
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/ccm.10.2.207 | Gene a ed on 2023-01-16 12:41:49