Baan, Jan Willem; Kleinheye , No be
A icle
Zu mone ä en Rele anz on F emdwäh ungsgu haben -
Eine E wide ung
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Baan, Jan Willem; Kleinheye , No be (1982) : Zu mone ä en Rele anz on
F emdwäh ungsgu haben - Eine E wide ung, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke &
Humblo , Be lin, Vol. 15, Iss. 1, pp. 138-143,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.15.1.138
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Zu mone ä en Rele anz on F emdwäh ungsgu haben
Eine E wide ung
Gene ell is de S ei um die „ ich ige" Abg enzung eines Geld olu-
menbeg i es müßig1. S e s muß man agen, zu welchem Zweck eine
Abg enzung genu z we den soll. Inso e n is kein abschließendes U eil
da übe möglich, welche Abg enzung — die on Maie ode die on
uns o ge agene — die „ ich ige" is . Gleichwohl hal en wi unse e
Abg enzung nich ü unzweckmäßig.
De Einwand Maie s, daß F emdwäh ungsgu haben T ansak ions-
kos en mi sich b ingen, is nich s ichhal ig, wenn die e wähn en
F emdwäh ungsgu haben nich umge ausch we den, sonde n zu Be-
zahlung on Gü e ansak ionen zwischen Inlände n am Eu oma k
e wende we den, wenn z. B. Baye on Siemens Gü e kau und in
Luxembu g mi US-Dolla bezahl . Dieses Beispiel zeig , daß es nich
ich ig is , da on auszugehen, daß F emdwäh ungsgu haben ausschließ-
lich e wende we den können, um Käu e im Ausland zu ä igen ode
um sie in inländische Wäh ung umzu auschen. Wenn man die Möglich-
kei e nachlässig , daß inländische Gü e ansak ionen du ch inan-
zielle T ansak ionen im Ausland bezahl we den, so un e s ell man
le z lich eine höhe e Umlau geschwindigkei des Geldes, als dies a -
sächlich zu i .
Ande e sei s ließe sich de Einwand Maie s auch gegen die he ge-
b ach e De ini ion on M2 und M3 an üh en, denn auch die Umwand-
lung on Bes and eilen des M2- bzw. M3-Geld olumens in Sich einlagen
zu Zwecken de Bezahlung on Gü e ansak ionen e u sach Kos en
(z. B. Spa einlagen un e ie Jah en ode Te mindeposi en we den in
Ba geld ode Sich einlagen umge o m ). Die mone ä e Rele anz on
Finanzak i a nimm g aduell ab mi de Zunahme de T ansak ions-
kos en. Wenn das Ku s isiko on Siemens-*Ak ien nich da wä e, wü de
die mone ä e Rele anz dieses Ak i ums s eigen. In den Niede landen
we den aus diesen G ünden F emdwäh ungsgu haben in Händen de
inländischen Nich banken zum Liquidi ä s olumen gezähl .
1 Vgl. z. B. Wieicke , Johannes, De Eu odolla ma k , Ta sächliche und e -
mein liche P obleme, in: Konjunk u poli ik, He 5, 1981, S. 279 ., S. 284.
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Be ich e 139
Nach Au assung on Maie üh die unk ionale Agg ega ions-
me hode zu e blü enden E gebnissen, wenn Inlände ausländisches
Ba geld, z. B. Dolla -No en, au ein F emdwäh ungskon o im Inland
einzahlen. Nehmen wi an, daß die Geldmenge eines Landes nach
Maie agg egie wi d, nämlich so, daß Dolla -No en in Deu schland
zu US-Geldmenge gezähl we den, wie auch DM-No en im Ausland
zu deu schen Geldmenge ge echne we den. Es zeig sich u. E. dann
ein e blü endes E gebnis, wenn Maie s Dolla -No en on Nich banken
au ein Sich kon o bei eine deu schen Bank angeleg we den: Die
Dolla -No en bleiben in Deu schland und bleiben deswegen in de
De ini ion de US-Geldmenge en hal en; das Dolla -Sich gu haben bei
de deu schen Bank müß e Maie eben alls zu US-Geldmenge hinzu-
echnen. Zwa sp ich Maie dieses Kon o nich wei e an. Wi müssen
abe annehmen, daß es mone ä e Rele anz ha , und zwa nach Maie s
A gumen a ion Rele anz ü die USA. Somi e wei e sich die US-
Geldmenge, ohne daß be ücksich ig wü de, daß die Dolla -No en in
eine Bankkasse e schwunden sind und somi keine mone ä e Rele-
anz haben können.
Die unk ionale Be ach ungsweise dagegen üh zu einem öllig
logischen E gebnis: Die Dolla -No en in Händen de deu schen Nich -
banken gehö en zu deu schen Geldmenge; das Einzahlen bei eine Bank
gegen Ein äumung eines Sich gu habens ände an diese Geldmenge
nich s. Da übe hinaus wu de die on uns o geschlagene „ unk ionale
Be ach ungsweise" zu aussagek ä ige en De ini ionen de mone ä en
Agg ega e üh en; in ih e de zei igen De ini ion sind die inländischen
mone ä en Agg ega e du ch die Nich be ücksich igung de Eu omä k e
e heblich in ih e Aussage ähigkei beein äch ig 2; auch Poniachek
schläg eine Neuabg enzung de Geldmengenagg ega e ü die o ene
Volkswi scha o 3.
Die Eu ogu haben in Händen inländische Nich banken sind wie ein
Damoklesschwe ü die Geldpoli ik des Landes de jeweiligen Inhabe
diese Gu haben: Im EWS is die Zen albank e p lich e , die du ch
2 Du ey, Gun e J Issing, O ma , Mindes ese epoli ik, Geldmengens eue-
ung und Eu omä k e, in: Banken und Ve siche ungen, Bei äge zum
1. Symposium Geld, Banken und Ve siche ungen an de Uni e si ä Ka ls-
uhe om 11. - 13. Dezembe 1980, Bd. I, h sg. on Göppi, He mann / Henn,
Rudol , Königs ein/Ts. 1981, S. 100 ., S. 106.
3 Poniachek, Ha ey A.y Al e na i e De ini ions o Money in an Open
Economy: The Case o Wes Ge many, in: K edi und Kapi al, He 1, 1980,
S.
1
.
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140 Be ich e
Inlände beim Bankensys em abgegebenen Auslandspassi a gegen
neues Zen albankgeld einzu auschen. Da übe hinaus kann die jewei-
lige Zen albank ein In e esse haben, daß ein bes imm e Wechselku s
zum US-Dolla nich un e sch i en wi d. Im olgenden wollen wi
eine Abschä zung de mone ä en Rele anz de Eu owäh ungsgu haben
in Händen on Nich banken ü die Niede lande und ü die Bundes-
epublik Deu schland o nehmen, d. h. jene Ve mögensbes ände, die
nach de unk ionalen Be ach ungsweise in die Geldmengenabg enzung
mi einbezogen we den muß. Ausgangspunk diese Schä zung sind die
Zahlen de BIZ ü die Ve bindlichkei en de Banken des Be ich sge-
bie es einschließlich bes imm e O sho e-Niede lassungen on US-
Banken gegenübe den Niede landen bzw. gegenübe de Bundes epu-
blik4. In diesen Zahlen sind zum einen In e bankposi ionen zwischen
Eu obanken en hal en, zum zwei en um assen die Fo de ungen sowohl
Posi ionen on na ionalen Geschä sbanken als auch Nich banken und
schließlich um assen die Zahlen alle e schiedenen F is igkei en.
Um die In e bankbeziehungen am Eu oma k auszuschal en, bilde
man aus den Gesam summen de Tabellen 5 und 7 de BIZ-Qua als-
be ich e einen Koe izien en, mi dem die Ve bindlichkei en de Banken
im Be ich gebie gegenübe de Bundes epublik bzw. den Niede landen
zu mul iplizie en sind. Zu Ausschal ung de Bank e bindlichkei en
kann man aus Tabelle 5 de BIZ-Qua alsbe ich e einen Koe izien en
aus den Spal en (1) und (2) bilden, de die nähe ungsweise E mi lung
de Nich bankeneinlagen e möglich . Schließlich kann man aus den
Angaben de Bank o England die Rela ion de Passi a eine bes imm-
en F is (z. B. bis zu d ei Jah en) zu den Gesam passi a e mi eln5,
denn nu ku z is ige Bankpassi a haben eine mone ä e Rele anz.
Un e Anwendung dieses Ve ah ens und nach Um echnung de so e -
mi el en Dolla -Be äge in de jeweiligen Landeswäh ung kommen
die Ve asse zu olgenden E gebnissen, die na ü lich wegen de Zu-
hil enahme de di e sen Koe izien en nu einen Anhal spunk ü das
Ausmaß de Nich banken o de ungen bie en können:
4 BIZ, Das in e na ionale Bankgeschä , Qua alsbe ich e, lau ende Aus-
gaben, Tabelle 7.
5 Zi ie bei Baan
J
Kleinhey e , Zu mone ä en Rele anz de Eu omä k e,
in: K edi und Kapi al, He 3, 1981, S. 423 ., S. 429.
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Be ich e 141
Eu odeposi en on Nich banken in den Niede landen und M2
Jah Eu oeinlagen
in M d h l M2 in M d h l
1976 10 90,6
1977 12 92,3
1978 14 95,7
1979 17 102,9
1980 25 106,7
1981 (Juni) 30
Eu odeposi en on Nich banken in de Bundes epublik und M2
Jah Eu oeinlagen
in M d DM M2 in M d DM
1976 12 298,2
1977 12 331,8
1978 12 375,4
1979 13 406,5
1980 17 440,6
1981 (Juni) 20 443,8
Quelle: Eigene Be echnung aus Angaben de BIZ-Qua alsbe ich e.
Die Zahlenangaben ü die Bundes epublik decken sich in e wa mi
den Be echnungen on Du ey und Issing, die ü Dezembe 1979 au
eine Rela ion on 12,5 bis 18,75 M d. DM Eu o-DM-Einlagen mi Fäl-
ligkei on wenige als 30 Tagen in Rela ion zu einem M2-Volumen
on 406 M d. DM kommen6. Ein Blick in Tabelle 7 de BIZ-Qua als-
be ich e leg die Ve mu ung nahe, daß die ela i nied igen Zahlen, die
sich ü die Bundes epublik Deu schland im Ve häl nis zu den Niede -
landen e geben, aus s a is ischen Abg enzungsp oblemen gegenübe
Belgien/Luxembu g esul ie en. Da aus wä e zu schließen, daß die
Eu oeinlagen de Nich banken in de Bundes epublik in de o. a. Tabelle
ehe un e zeichne sind.
Jan Willem Baan, Ka wijk an See
und No be Kleinheye , Bonn
6 Du ey, Gun e 1 Issing, O ma , Mindes ese epoli ik, Geldmengens eue-
ung und Eu omä k e, a.a.O., S. 112.
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Be ich e
Zusammen assung
Zu mone ä en Rele anz on F emdwäh ungsgu haben
Eine E wide ung
Nach de „ unk ionalen Be ach ungsweise" sind die ku z is igen Eu o-
deposi en in de Hand on inländischen Nich banken in die E assung de
Geldmenge eines Landes einzubeziehen. Mi diese Me hode ließe sich die
E izienz de Geldpoli ik des be e enden Landes e höhen. Die Ve asse
hal en ih en Vo schlag auch nach de obens ehenden K i ik on Ge ha d
Maie au ech .
De Einwand, daß T ansak ionen no wendig seien, um Eu odeposi en zu
Zahlungen zu e wenden, geh inso e n ehl, als a) auch ande e — in Geld-
mengenabg enzungen en hal ene — Ak i a nu un e Au wendung on
T ansak ionskos en zu Zahlungszwecken benu z we den können und b) bei
Eu odeposi en un e Ums änden in einem au onomen in e na ionalen Zah-
lungsk eislau zu Zahlung e wende we den können, ohne das T ansak-
ionskos en en s ehen.
De zwei e Einwand Maie s, de au eine unkla e Abg enzung on Eu o-
deposi en, F emdwäh ungsdeposi en und So enbes änden abheb , is ge ade
bei ande en Agg ega ionsme hoden als de „ unk ionalen Be ach ungsweise"
es zus ellen. Hingegen wü de die „ unk ionale Be ach ungsweise" zu eine
aussagek ä igen De ini ion de mone ä en Agg ega e üh en, da sie exak
die Kau k a in de Hand inländische Nich banken e aß .
Abschließend un e nehmen die Ve asse den Ve such, das Volumen de
in Rede s ehenden Eu odeposi en in de Hand on Nich banken am Beispiel
de Niede lande und de Bundes epublik abzuschä zen.
Summa y
On he Mone a y Rele ance o Fo eign Exchange
C edi Balances — A Reply
Acco ding o he " unc ional app oach", sho - e m eu o-deposi s in he
hands o domes ic non-banke s should be included in he quan i y o money
o he coun y conce ned. Wi h his me hod he e iciency o he mone a y
policy o ha coun y can be imp o ed. The au ho s uphold hei p oposal
despi e he abo e c i icism by Ge ha d Maie .
The objec ion ha ansac ions a e necessa y in o de o use eu o-deposi s
o paymen s misses he ma k in ha (a) o he asse s — also alling wi hin
he de ined limi s o he quan i y o money — can likewise be used o
paymen s pu poses only by incu ing ansac ion cos s, and (b) unde ce ain
ci cums ances eu o-deposi s can be used o paymen s in an au onomous
in e na ional paymen s sys em wi hou ansac ion cos s acc uing.
Maie 's second objec ion, which is based on an unclea de ini ion o eu o-
deposi s, o eign exchange deposi s and holdings o no es and coins, is
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Ëe ich e 143
applicable p ecisely o agg ega ion me hods o he han he " unc ional
app oach". In con as , he " unc ional app oach" would lead o a highly
signi ican de ini ion o he mone a y agg ega es, as i akes exac accoun
o he pu chasing powe in he hands o domes ic non-banke s.
In conclusion, he au ho s make en a i e es ima es o he eu odeposi s
held by non-banke s, using he examples o he Ne he lands and he Fede al
Republic o Ge many.
Résumé
De l'impo ance moné ai e des a oi s en de ises
Une éplique
Dans une "p ise en considé a ion onc ionnelle", les eu o-dépô s à cou
e me aux mains de ésiden s non-banquie s doi en ê e englobés dans la
masse moné ai e d'un pays. Ce e mé hode pe me d'acc oî e l'e icience de
la poli ique moné ai e de ce pays. Les au eu s main iennen leu p oposi ion
en dépi de la c i ique ci-dessus o mulée pa Ge ha d Maie .
L'objec ion selon laquelle des ansac ions son indispensables pou u ilise
les eu o-dépô s comme moyens de paiemen es i ece able dans la mesu e
où a) d'au es ac i s — inclus dans le olume moné ai e — ne peu en égale-
men se i à des ins de paiemen qu'en exposan des ais de ansac ion
e où b) les eu o-dépô s peu en le cas échéan se i de moyens de paiemen
dans un ci cui in e na ional au onome sans engend e de coû s opé a ion-
nels.
La seconde objec ion de Maie , qui s'appuie su une délimi a ion con use
des eu o-dépô s, des dépô s en de ises e des encaisses en bille s, se é i ie
p écisémen dans d'au es mé hodes d'ag éga ion que dans la "p ise en con-
sidé a ion onc ionnelle". En e anche, la "p ise en considé a ion onc ion-
nelle" au ai condui à une dé ini ion ep ésen a i e des ag éga s moné ai es,
puisqu'elle dé e mine exac emen le pou oi d'acha des ésiden s non-
banquie s.
Pou e mine , les au eu s en ep ennen d'é alue le olume des eu o-
dépô s en ques ion se ou an aux mains de non-banquie s en p enan
comme exemples les Pays-Bas e l'Allemagne édé ale.
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