Webe , Adol
A icle
Die Sowje wi scha – heu e
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Webe , Adol (1960) : Die Sowje wi scha – heu e, Schmolle s Jah buch ü
Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
80, Iss. 5, pp. 23-52,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.80.5.23
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535] 23
Die Sowje wi scha — heu e
Eine An ik i ik
Von
Adol Webe - München
Kü zlich ha sich Geo ge F. Kennan, eine de bes en ame ikani-
schen Diploma en, de sowohl o wie nach dem zwei en Wel k ieg
eine maßgebende S elle bei de ame ikanischen Bo scha in Moskau
inneha e, übe die Aussich en eine iedlichen Koexis enz zwischen
dem Wes en und de Sowje union geäuße (Fo eign A ai s 1960,
S. 171 .). E weis mi alle En schiedenhei die Redensa zu ück,
die Sowje union habe on allem An ang an die iedliche Koexis enz
als G undp inzip ih e Außenpoli ik p oklamie . Die E ah ungen
belas e en die Beg i e „F iede" und „ iedlich", wie sie on den
Kommunis en so häu ig geb auch wü den, ganz e heblich. „Ein
F iede, de dem allgemeinen Siche hei s e langen en sp echen soll,
muß au dem G undsa z de unan as ba en F eihei de Völke au -
gebau sein. Es gib eilich auch einen ande en F ieden — den
Ki chho s ieden un e eine Zwangshe scha . So wie die Sowje s mi
dem Wo „F iede" um sich we en, gehen sie da an o bei, daß man
Völke auch ohne sich ba e Gewal anwendung un e d ücken kann —
un e Ums änden schon du ch bloße D ohungen." Kennan häl abe
o zdem ü die Zukun eine iedliche Koexis enz nich ü aus-
geschlossen, wenn die S a smänne hüben und d üben die gemeinsame
Ve an wo ung ü die e ah ene geschich liche Si ua ion und ih e
No malisie ung ohne Hin e gedanken zu übe nehmen be ei sind. Da-
zu sei o allem e o de lich, daß die Sowje s sich unbe angen ein de
objek i en Wah hei en sp echendes Bild on de Sachlage mach en
und un e Ve zich au P opaganda ü ih e Ideologie ech e F iedens-
poli ik be ieben.
In meinem Buche „Sowje wi scha und Wel wi scha " (Be lin
1959) habe ich au einem eng beg enz en Gebie e die „objek i e
Wah hei " zu Gel ung zu b ingen e such . Ich äuße e mich zu de
im Ti el angedeu e en P oblema ik lediglich als Ve e e de Volks-
wi scha s leh e, also eine de ielen In e essenbe eiche und
Tä igkei sk eise, die das Gesam leben eines Volkes ausmachen; die
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Volks wi scha sleh e da bei ih en Übe legungen die olks-
wi scha lichen E wägungen nich auße Ach lassen, abe
ih E kenn nisobjek is iel um assende , und ohne We u eil is sie
ü diie Volkswi scha spoli ik sinnlos. Von dem S andpunk de
Volks Wi scha aus habe ich zu den Wachs umsbedingungen de
Sowje wi scha ebenso unbe angen S ellung zu nehmen, wie de
Bo anike zu den Wachs umsbedingungen eine in e essan en P lanze.
Gewiß we den dabei hüben und d üben Vo u eile eine Rolle spielen,
abe „ a nen es laudanda olun as", de gu e Wille is jeden alls dann
zu loben, wenn man sich bemüh , in de Diskussion auch einem Geg-
ne ge ech zu we den.
E euliche weise ha zu meinen Aus üh ungen J. K on od, de -
zei eine de angesehens en Sozialökonomen in de Sowje union, in
einem Au sa z in de üh enden Zei sch i Wop osy Ekonomiki
(1960, He 2), un e de Übe sch i „Adol Webe s k i ische Feld-
zug" in einem länge en Au sa z S ellung genommen. Wenn ich nich
i e, is es sei ielen Jah en das e s e Mal, daß in eine sowje -
ussischen Zei sch i ein nich ma xis ische Ve e e de Sozialöko-
nomie eingehend k i isie wi d. K on od schließ seinen Au sa z mi
dem Sa z: „Die Scheuklappen de kapi alis ischen Gesellscha hinde n
P o esso Webe da an, den g oßen Sch i de neuen Gesellscha zu
sehen." Nun habe ich abe ge ade in den le z en Jah en die Volks-
wi scha diese „kapi alis ischen Gesellscha ", die sich üb i-
gens in den e schiedenen „kapi alis ischen" Lände n ßeh e schieden
ges al e , ha k i isie , z. T. mi ähnlichen A gumen en, wie ich sie
de de zei igen Sowje wi scha gegenübe glaube an üh en zu
müssen1. Ich habe in dem on K on od k i isie en Buche wede
i gendeine Ideologie e eidig ode angeklag , ich habe auch nich
als Poli ike , e s ga nich als Pa eipoli ike das WoT genommen.
Dagegen ede ich eine ma k wi scha lichen O ien ie ung das
Wo , die ich seh wohl on eine olkswi scha lichen O d-
nung zu un e scheiden weiß, ü die insbesonde e eine ausgleichende
Ge ech igkei ü die am gemeinsamen Scha en Be eilig en das Ke n-
s ück sein muß.
Sei dem XX. Pa ei ag ha sich deu lich sich ba eine Wandlung in
dem Wesen de Sowje wi scha ollzogen. Vo be ei e ha sich diese
Wandlung un e dem Zwang de En wicklung schon Jah e o he ,
also be ei s un e S alin. Sei Lenin au dem X. Pa ei ag (1921) die
Nep-Poli ik und dami eine gewisse Rückkeh zu „kapi alis ischen"
Me hoden e eidig e, un e dem Mo o „Leide wa des Übels zu
1 Vgl. meine jüngs en Publika ionen: Wolken am Konjunk u himmel 1. Au l. Juni
1959, 2. Au l. Ok . 1959. — Unse e gegenwä ige Konjunk u in: Die Aussp ache,
A bei sgemeinscha selbs ändige Un e nehme , Mai 1960, S. 109 .
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iel und des Gu en zu wenig" wu den au keinem Pa ei ag die
sozialökonomischen Leis ungen de e gangenen Zei so e ba mungs-
los k i isie , wie das Ch usch schow au dem XX. Pa ei ag ge an
ha . Gewiß geschah das nich zule z deshalb, weil dem He oenkul ,
de mi S alin be ieben wu de, ein Ende gemach we den soll e,
abe Ch usch schow wa und is doch zu seh P agma ike , um zu
e kennen, daß ü Rußland eine neue Zei gekommen is , die ü
neue Au gaben neue Wege e o de lich mach ; ohne Ve zich au
das Endziel: E obe ung de Wel ü den Kommunismus.
Das ü die Sozialökonomie en scheidend Wich ige schein mi zu
sein, daß die Leh e S alins: „Fü die Ve besse ung dieses ode jenes
P oduk ionsins umen s, dieses ode jenes Elemen s de p oduk i en
K ä e dü en nich maßgebend sein die All agsin e essen, nich i -
gendein unmi elba g ei ba e Vo eil, sonde n die gesellscha -
lichen Resul a e de a ige Ve besse ungen", p eisgegeben wo -
den is . Diese P eisgabe schließ d eie lei in sich: 1. In de Ge-
genwa muß de Lebenss anda d alle Volksschich en du ch die
echnischen Fo sch i e nachhal ig e besse we den; 2. die Fesseln,
in die de dialek ische und his o ische Ma e ialismus das S eben nach
unmi elba en ma e iellen Fo sch i en ü die lebende Be ölke ung
leg e, we den gelocke ; 3. de auswä ige Handel wi d ge ö -
de , nich um hie und da ehlende De isen zu bescha en, sonde n
bewuß , um an den Vo eilen de in e na ionalen A bei s eilung
— meh Gü e a en, g öße e Gü e mengen, besse e Ausgleich des
olkswi scha lichen Soll und Haben — eilzunehmen.
K on od sieh in meinem Buch deshalb einen Fo sch i , weil es
die „ heo e ische K i ik des sozialis ischen Wi scha ssys ems mi de
konk e en Analyse" e binde. Vom S andpunk diese „syn he ischen
Posi ion", wie K on od sich ausd ück , mache ich gegen die übe -
schwenglichen Ho nungen de Sowje s ie Bedenken gel end:
1. Beein äch igung de P oduk i i ä des eien En schlusses du ch
ungenügende Ach ung de F eihei und de Wü de des nach Go es
Ebenbild gescha enen Menschen; 2. Unp opo ionali ä des olks-
wi scha lichen K ä eeinsa zes; 3. e schwe e und ungenügende Neu-
bildung sowie Ve schwendung des olkswi scha lichen P oduk i -
kapi als; 4. im Sys em liegende Ve zich au die wesen lichen Vo -
eile eine du ch die Ma k p eisbildung geo dne en in e na ionalen
A bei s eilung.
K on od e such S ellung zu nehmen. Sehen wi , mi welchem
E olg. Ich benu ze bei meine An ik i ik Ma e ial aus de jüngs en
Ve gangenhei , das ich in meinem Buche noch nich be ücksich igen
konn e.
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26 Adol Webe [538
1.
Das, was K on od zu meine e s en These zu sagen ha , is au -
allend wenig. Es is eigen lich nu die Ve siche ung, daß in de sozia-
lis isch-kommunis ischen Wi scha das No mensys em da ü so ge,
daß jede nach seine Leis ung un e Ve zich au jede Ausbeu ung
en lohn we de. In jüngs e Zei meh en sich jedoch in de Sowje -
wi scha die Anzeichen, daß dies nich genüg , um den einzelnen
zu bes möglichen Leis ungen anzuspo nen. Au dem XI. Pa ei ag 1922
mein e Lenin: „De Kommunis , de die g öß e Re olu ion gemach
ha , au den ie zig eu opäische Lände mi de Ho nung au E -
lösung om Kapi alismus blicken, muß on einem simplen Handlungs-
gehil en le nen, de zehn Jah e in eine Mehlbude he umgelau en
is , wäh end e , de e an wo liche Kommunis das nich nu nich
e s eh , sonde n nich einmal e s eh , daß e es nich e s eh ."
Das, was Lenin dami mein e, wa gewiß nich das echnische Können
des Handlungsgehil en in de kapi alis ischen Wel , sonde n die En -
al ung de menschlichen Wi ksamkei en, wie sie bei dem Leis ungs-
we bewe b eie Menschen, die zu gemeinsame A bei mi einande
sich e bunden ühlen, zu Selbs e s ändlichkei wi d. Die Volks-
wi scha P eußens wa nach den Niede lagen im Kamp e gegen Napo-
leon in eine schlimme en Lage als in de Gegenwa iele „unen -
wickel e Lände ", denen heu e unse Mi leid und unse e Hil sbe ei -
scha gil . Ganz aus eigene K a ha e das gedemü ig e und au s
äuße s e ausgebeu e e Land sich im Lau e einige Jah zehn e empo -
gea bei e . Die G undgedanken de Wi scha spoli ik, die dies ohne
jede emde Hil e e möglich ha en, wu den om F eihe n om
S ein in seine Nassaue Denksch i (1807) olgende maßen gekenn-
zeichne : „Das zud ingliche Eing ei en de S aa sbehö den in p i a e
Angelegenhei en muß au hö en, und dessen S elle ha die Tä igkei
des Bü ge s einzunehmen, de nich in Fo men und Papie leb , son-
de n k ä ig handel ." Wi wissen, wie e olg eich S ein und die
S aa smänne , die mi ihm a bei e en, au diese G undlage den
Wiede au bau des zusammengeb ochenen P eußens in die Wege zu
lei en e moch en. Ein Jah hunde spä e mein e Gus a Schmolle
ückschauend: „Die g oßen Männe , die den p eußischen S aa 1808
bis 1840 wiede au ich e en, konn en das nu , indem sie eine eie
,comme cial socie y4 schu en." Das, was den g oßa igen Au schwung
P eußen-Deu schlands im 19. Jah hunde he o b ach e, wa nich
nu de Leis ungslohn, de ma e ielle An eiz, sonde n Fleiß, Eh -
lichkei , O dnungssinn, Solida i ä de Menschen, die sich als Kinde
eines Va e s, de nich on diese Wel is , e bunden und e p lich e
ühl en. Da aus e gab sich on selbs das Ve an wo ungsge ühl jedes
einzelnen, als eie Bü ge im Diens e des Ganzen selbs ändig zu
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handeln. Alle dings o läu ig noch ohne da an gehinde zu we den
du ch Monopole de Un e nehme und de o ganisie en A bei e .
Die ch is liche Wel anschauung ug dazu bei, die Wü de des
Menschen übe alles zu se zen, weil die Au assung o he sch e, ein
jede sei ohne Un e schied des S andes und de Rasse nach Go es
Ebenbild gescha en. Die da aus sich e gebenden Folgen zog eilich die
Gese zgebung e s in den le z en Jah zehn en des 19. Jah hunde s im
Sinne des S ebens nach ausgleichende Ge ech igkei . Als Ve e e
de Volks wi scha s leh e habe ich nich zu un e suchen, wie-
iel on diesem Glauben in den heu igen „kapi alis ischen" Lände n
noch o handen is , sonde n lediglich es zus ellen, daß diese Glaube,
sowei e lebendig bleib , wesen lich dazu bei äg , auch ein Op imum
des gemeinsamen Scha ens und de sozialen Zu iedenhei zu e zielen.
Mon esquieu sag in seinem „Esp i des lois": „Wunde ba ! Die ch is -
liche Religion, die nu die Glückseligkei des kün igen Lebens zum
Gegens and zu haben schein , beg ünde auch das Glück des gegen-
wä igen Lebens." Die in meinem Buche ges ell e F age, was de
Sozialismus-Kommunismus, de au seinen A heismus ß olz is , als
E sa z ü dieses Ak i um zu bie en e mag, bean wo e K on od
nich .
Daß es nich genüg , an die S elle on Go , de on allen Men-
schen, die an ihn glauben, als Va e e eh wi d, den Gö zen Technik
zu se zen, emp inden auch in de Sowje union, wenn nich alles
äusch , in neues e Zei die denkenden Philosophen und Sozial-
ökonomen imme meh . Im Juni 1958 and in Moskau eine Tagung
de gesellscha swissenscha lichen Ab eilung de Akademie de Wis-
senscha en s a , die de Theo ie des Au baus des Kommunismus ge-
widme wa . Bei diese Gelegenhei k i isie e K on od die in de
Li e a u e b ei e e De ini ion de sozialis ischen P oduk ions e -
häl nisse als Beziehungen de eundscha lichen Zusammena bei und
de sozialis ischen gegensei igen Un e s ü zung on Menschen, die ei
on Ausbeu ung sind. Die Ausd ücke „Zusammena bei " und „gegen-
sei ige Un e s ü zung" besäßen einen mo alisch-e hischen Cha ak e
und d ück en keine wi scha lichen Ka ego ien aus. E schlug olgende
De ini ion o : „Sozialis ische P oduk ions e häl nisse sind Beziehun-
gen zwischen Menschen bei de ma e iellen P oduk ion und de en
Aus ausch, die au dem gesellscha lichen Eigen um an den P oduk-
ionsmi eln, au de Ve eilung nach de Leis ung und au de An-
eignung des Meh p oduk s einzig und allein du ch die We k ä igen
basie en." Das schein mi om S andpunk des Leninismus ich ig
zu sein, abe es genüg o enba nich , wenn das Op imum des gesell-
scha lichen E olges und de Ve d ängung des „Ichs" du ch das „Wi "
e ziel we den soll. Das wu de auch in de Diskussion e schieden -
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28 Adol Webe [540
lieh deu lich. De Kamp zwischen Technok a en und Theok a en wi d
ge ade auch im In e esse des nachhal igen wi scha lichen E olges
in de Sowje union nich zu Ruhe kommen.
Am deu lichs en wi d das Ve sagen de Technok a en, o z alle
Ve suche, gemach e Fehle du ch e was Besse es zu e se zen, in de
Landwi scha . Am An ang des 19. Jah hunde s p ies Sismondi, de
e s e „Ka hede -Sozialis ", den Baue , „de mi seinen Kinde n die
ganze A bei au seinem E b eil e ich e , de wede seinen Pach -
zins an jemanden übe ihm noch einen Lohn an jemanden un e ihm
bezahl ".
Um die Jah hunde wende e klä e Ka l Kau sky in seine „Ag a -
age", die die ma xis ische Anschauung zu e eidigen bemüh wa ,
das, was Sismondi sage, sei kein e undenes, sonde n on einem scha -
en Beobach e nach de Na u gemal es Bild. Die geis ige K a , die
on Sismondi so eind ucks oll geschilde wu de, suchen die bolsche-
wis ischen Mach habe du ch Technik und O ganisa ion zu e se zen.
De Miße olg is im Lau e de Jah zehn e imme wiede deu lich
gewo den. Kennzeichnend is abe , daß jüngs de Ag ame Uni e si-
ä sp o esso Mi ko ic in seine „Ein üh ung in die Wi scha Jugo-
slawiens" mein : „Sei 1945 ha sich die P oduk ion in de Landwi -
scha nich e g öße . Die neuen P oduk ions e häl nisse haben nich
zu eine E höhung de F uch ba kei des Bodens beige agen. In ielen
Fällen wa soga ein Rückgang zu beobach en in olge Mangels an
ich ige P lege." Und au G und de E ah ungen, die in Polen ins-
besonde e au dem Lande gemach wu den, mein e Zenon Kliszko,
ein F eund Gomulkas, de ma e ielle An eiz sei ein schlech e Mo o .
E dü e zwa nich un e schä z we den, abe de wah e Mensch
be ach e nich als einziges Ziel seines Lebens und A bei ens den
ma e iellen Vo eil. Es gel e, die geis igen K ä e zu mobilisie en.
Ch usch schow such e das e ah ene landwi scha liche P oblem
zu meis e n du ch Abscha ung de Maschinen-T ak o en-S a ion (MTS)
und du ch Ve ände ung de Besi z e häl nisse zwecks beschleunig en
Übe ganges zum G oßbe ieb un e Ve d ängung des Res es eine
bäue lichen Eigenwi scha . Dabei dien en zunächs die Sowchosen
als Vo bild. Nun zeig e sich abe , daß die im Sinne des Kommunis-
mus höhe e Wi scha s o m des S aa sgu es wenige e olg eich wa
als die niede e Wi scha s o m de genossenscha lichen Cholchosen.
Es wi d be ich e , daß in olge des Übe ganges de Cholchose-Baue n
zu Sowchosena bei e n die Leis ungen zu ückgingen. Im Dezembe
1959 sag e de damalige Landwi scha sminis e in eine Rede, die
sich mi den neugescha enen Sowchosen beschä ig e: „In den Sow-
chosen mangel es an Wohn aum und an Ge eidespeiche n. Die Ve -
so gung des Viehs mi S ällen ha sich e schlech e . Die Index-
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541] Die Sowje wi sclia — heu e 29
Zi e n de P oduk ion in den landwi scha lichen Haup e zeugnissen
sind p o ha je z bei den Sowchosen nied ige als bei den Cholchosen."
Unzwei elha sind im Leben de Sowje union einige Ansä ze es -
zus ellen, an die S elle des s aa lichen Zwanges gesellscha liche Selbs -
e wal ung zu se zen. Im Ap il 1958 ha Ch usch schow in eine
Rede o dem Konsomolkong eß da au hinauslau ende An egungen
gegeben. Als O gane de „gesellscha lichen Selbs e wal ung" we den
genann das Do ge ich , das Kame adscha sge ich in Fab iken und
bei Behö den, die Wohnungsgenossenscha en, die P oduk ionskon e-
enzen in den Be ieben. Im Diens e des ö en lichen O dnungs-
diens es be eiligen sich die „Volksd us inen" de A bei e und An-
ges ell en; sie sind u. a. bemüh , daß de Ans and bei Volks e -
gnügen gewah wi d. Es wä e e eulich, wenn diese „Selbs e -
wal ung64 meh wä e als ein O namen zu dem pa eiam lichen Zwang.
Ein Beweis dagegen b auchen noch nich allgemeine Ve siche ungen
zu sein, wie jüngs (Mai 1959) eine E klä ung de „Iswes ija": „Es
e s eh sich on selbs , daß de Übe gang einzelne Funk ionen
on den S aa so ganen au gesellscha liche O ganisa ionen du chaus
keine Minde ung de Rolle des sozialis ischen S aa es und seine O -
gane beim Au bau des Kommunismus bedeu e ."
Fü die zunehmende K i ik an dem Kollek i p inzip zuguns en
eine gewissen Selbs e wal ung sp echen auch die Ansä ze zu eine
Wiede belebung des gewe kscha lichen Eigenlebens. In de Zei S a-
lins wa en die Gewe kscha en im wesen lichen nu aus üh ende O -
gane im Diens e de zen alen Planwi scha . In einem Au sa z,
den das Gewe kscha so gan „T ud" im Dezembe 1957 e ö en -
lich e, wi d da übe geklag , daß es in de Füh ung des sozialis ischen
We bewe bs noch iel Fo malismus gäbe. Die Gewe kscha en müß-
en e s ä k die schöp e ische Ini ia i e de A bei e , Ingenieu e
und Technike zu En al ung b ingen. Die lei enden Gewe kscha s-
unk ionä e soll en einen g oßen Teil ih e Zei in Be ieben und
au Baus ellen un e den A bei e n und Anges ell en e b ingen, um
so ein Maximum on Ini ia i e bei de Ve besse ung de O ganisa-
ion, de P oduk ion, de A bei s- und Lebensbedingungen de A -
bei e zu e eichen. F eilich wi d gleichzei ig nachd ücklich be on :
„Die Gewe kscha en können ih e Au gabe nu un e Füh ung de
Pa ei, mi ih e Hil e und Un e s ü zung lösen." Is jedoch die
Wa nung T o zkijs o eine „ungezügel en Oliga chie de Pa ei-
bonzen'6 unge ech e ig ? Wenn diese F age e nein we den muß,
is dann „Einsich in die No wendigkei ", die an die S elle eine
eh lich gemein en pe sönlichen F eihei e en soll, ein ag ähiges
Fundamen ü den Au bau eines nachhal igen Volkswohls andes?
Alle dings wi d du ch de a ige Hinweise das Wo Adlai S e en-
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30 Adol Webe [542
8on nich wide leg : „Fü iele in de eien Wel bedeu e F eihei
die F eihei on poli ische Ve an wo ung."
2.
In einem Au sa z übe die gegenwä ige Konjunk u lage, den
ich unge äh gleichzei ig ü die „Aussp ache", das O gan de A -
bei sgemeinscha selbs ändige Un e nehme , e igges ell habe, gab
ich einem Abschni die Übe sch i : „S a is ische Illusionen". Es is
e s aunlich, wie leich e ig globale Zi e n übe Sozialp oduk ,
Volkseinkommen, Index de Lebenshal ungskos en, A bei sp oduk-
i i ä , Gesam p oduk i i ä , benu z we den, um den nachhal igen
olkswi scha lichen Fo sch i ins ech e Lich zu ücken. Man soll e
doch s u zig we den, wenn man es s ellen muß, daß das Sozialp o-
duk wäh end des K ieges haup sächlich in olge s eigende Ausgaben
ü Ve nich ungen und ü Ve nich ungsins umen e s a is isch eine
Reko dhöhe e ziel e. Wenn nach Schä zungen im Jah e 1957 das
Volkseinkommen in den USA und 452 Millia den Dolla gegenübe
und 179 Millia den Dolla in de UdSSR be ug, so kann dami
wenig bewiesen we den, solange man nich weiß, was hüben und
d üben olkswi scha lich zu S ä kung de Leis ungsk a ge an
wu de, ode ob soga die ges iegenen Einkommen im Diens e de
Ve nich ung wi scha liche We e, de Fehlin es i ion, de Ve -
schwendung, des Raubbaues usw. e ziel wu den. Es is ü E mi -
lung de zukün igen Leis ungsk a nich eine lei, ob Millia den, die
ü Rüs ungsins umen e, die schon nach ih e He s ellung e -
sch o e we den müssen, weil sie e al e sind, dadu ch au geb ach
we den, daß „gespa " wi d an Ausgaben ü Ve keh sein ich ungen,
ü die imme wich ige we dende Wasse wi scha , ü Fo schung
und Un e ich , ü das Gesundhei swesen usw.
Man wi d insbesonde e abe , alls im Rahmen de Volkswi scha
mi gegebenen Mi eln au lange Sich möglichs iel e eich we -
den soll, eine Wah hei im Auge behal en müssen, au die schon
P oudhon ein Haup gewich leg e, „De Reich um eines Volkes häng
on de P opo ionali ä de P oduk ionselemen e ab". K on od
zi ie olgende S elle aus meinem Buch: „Im sozialis isch-kommu-
nis ischen Sys em is die bes mögliche Kombina ion de P oduk ions-
elemen e inne halb de Gesam wi scha unmöglich, weil dazu ein
spon an sich bildende P eis ü jede Wa e und ü jedes P oduk-
ionselemen , besonde s abe ü das den olkswi scha lichen Fo -
sch i e möglichende P oduk ionskapi al unen beh lich is . Eine de -
a ige P eisbildung is jedoch nu au G und des P i a eigen ums an
den P oduk ionsgü e n un e eiem Leis ungswe bewe b möglich."
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549] Die Sowje wi scha — heu e 37
s eh , um P odnk ionswege einzuschlagen. Die Wich igkei dieses
Nu ze ek es wu de schon 1934 on S alin e kann , als e in eine
Ansp ache an die Me alla bei e mein e: „Das We olls e, das ü
die Lösung de Au gabe eine schnellen Indus ialisie ung gewonnen
we den müsse, is — Zei ." In meinem hie in Be ach kommenden
Buche habe ich au Äuße ungen on Ch usch schow und Mikojan hin-
gewiesen, die im G unde genommen dasselbe besagen. Tsche nomo dik
mein in seine e wähn en Sch i : „Ein Zei gewinn e o de Be-
schleunigung de Rep oduk ion, dami ein Minimum an gesellscha -
lichen Mi eln und gesellscha liche A bei in un ollende en P oduk-
ionen s eck , die noch keinen Nu ze ek haben, d. h. nich p odu-
zie en" . . . „Das Ausmaß des Au baus und, was die Haup sache is ,
die Rich ung de Me hode seine Du ch üh ung muß in e s e Linie
du ch den Zei gewinn bes imm we den." Und in ande em Zusammen-
hang mein de selbe Au o : „Bei de F age de Ren abili ä spiel
de Zei ak o eine wich ige, o soga eine en scheidende Rolle. Lei-
de wi d in unse e Wi scha sli e a u diese Zei ak o g öß en-
eils nich be ücksich ig ." Das könn e abe nu dadu ch geschehen,
daß die Sowje wi scha einen E sa z bie en könn e ü die Zins unk-
ion am Kapi alma k . Das is nich de Fall. Schon in meinem
Akademie o ag „Dogma und Wi klichkei ssinn in de Sowje wi -
scha " (Mä z 1950) mein e ich: „Da es in de Sowje wi scha nich
gelungen is , die Zins unk ion de kapi alis ischen Wi scha du ch
i gend e was ande es gleich Gu es ode Besse es zu e se zen, so is
dami schon gesag , daß sie die Wich igkei eine olkswi scha lich
zweckmäßigen Kombina ion de P oduk ionselemen e zwa e kenn ,
abe ih nich Rechnung zu agen ähig is ."
De a ige Übe legungen sind ü die heu ige Sowje wi scha um
so wich ige , als de Kapi albeda eno m ges iegen is , und zwa so-
wohl in de Konsum ions- wie auch in de P oduk ionssphä e. Schon
1956 sch ieb Ch usch schow in de P awda: „Die P oduk ion iele
wich ige Lebensmi el und Indus iewa en bleib bei uns imme noch
hin e de wachsenden Nach age zu ück. . . Die Au gabe bes eh
da in, ges ü z au die o angige En wicklung de Schwe indus ie,
einen apiden Au schwung de Landwi scha he beizu üh en und die
Leich - und Lebensmi elindus ie schnelle o anzu eiben." De
Lebenss anda d des ussischen Volkes wa damals seh nied ig. Das
soll nun iel besse we den. Abe die Konsumen en e langen auch
He abse zung de P eise. Dazu nahm Ch usch schow im Ok obe 1959
S ellung mi den beschwich igenden Wo en: „Es wä e möglich, abe
un e nün ig, die Wa enp eise he abzuse zen. Denn wohe soll en wi
sons die Mi el zu wei e en En wicklung de Volkswi scha
nehmen?"
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38 Adol Webe [550
Bei all dem muß in Rechnung gese z we den, daß de Nachhol-
beda in de Sowje union un e häl nismäßig g öße is als in den
wes lichen Kul u lände n, insbesonde e abe in den USA. Die gleiche
P o-Kop -E zeugung is dahe keineswegs gleich dem Lebenss anda d
p o Kop . Mi s eigende Be iedigung des Kosumgü e beda s we -
den die Konsumen en wähle ische ; die Ansp üche an die E näh ung
s eigen, inne halb de nächs en sechs Jah e soll die Fleischp oduk ion
beispielsweise um 140 % ges eige we den. Das se z abe nich nu
Ve g öße ung de Viehbes ände, sonde n auch e hebliche S eige ung
de Ge eidee n e o aus. E s aunlich asch e meh sich die Nach-
age nach daue ha en Konsumgü e n: 1959 s ieg de Absa z an
Kühlsch änken um 23 %, an Waschmaschinen um 35 °/o und an S aub-
sauge n um 55 °/o. Un o s ellba g oß is de Wohn aumbeda , und
zwa sowohl in den S äd en wie au dem Lande; die Zahl de G oß-
s äd e is in d ei Jah en um 14 au insgesam 148 ges iegen (1956 in
Deu schland 61 G oßs äd e). Die Wohnungsno bekomm dadu ch ih
besonde es Gewich , daß ü die in den le z en Jah en en lassenen
250 000 O izie e — da on en allen 70 000 au den Weh bezi k Mos-
kau — Wohnungen bescha we den müssen.
Das alles muß be ücksich ig we den, wenn man sich eine Vo -
s ellung machen will on de ela i en Knapphei des ü die P o-
duk ion zu Ve ügung s ehenden olkswi scha lichen Kapi als.
Technisch komm dabei de Sowje wi scha zugu e, daß de g oße
Mangel an e kokba e Kohle du ch die Ums ellung on Kohle au
öl und Gas wenigs ens ü die nächs absehba e Zei einige maßen
übe wunden zu sein schein . Au dem XX. Pa ei ag klag e Bulganin:
„Im ün en Planjah ün blieb die Kohle ö de ung hin e dem Be-
da de Volkswi scha zu ück. Das schu Schwie igkei en in de
B enns o e so gung de Be iebe und des Ve keh swesens. Die Dis-
k epanz zwischen dem Kohlebeda und de Kohle ö de ung mach e
sich o allem im eu opäischen Teil de UdSSR beme kba ." Noch
deu liche wu de im Sep embe 1959 die Zei sch i Wop osi Ekono-
miki. Sie s ell e olgendes es : „Das sys ema isch ge ö de e Übe -
gewich de hocha bei sin ensi en und eu en S einkohle in de B enn-
s o bilanz de Sowje union is de Haup g und ü die auße o den -
liche Höhe de Selbs kos en. Dadu ch we den nich nu die He s el-
lungskos en de Indus iep oduk e, sonde n auch de Eisenbahn ans-
po e eue . Die Kos en de Eisenbahn anspo e e eue n die
P oduk ionsmi el und Fe igp oduk e de Indus ie." Dami e -
gleiche man die auße o den lich op imis ischen Be ich e wäh end de
S alinzei übe den g oßen Kohle eich um de Sowje union.
Nun haben E dgas und öl den Mangel an Kohle de zei kompensie
und übe kompensie : De An eil des Öls und des Gases am Gesam -
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551] Die Sowje wi scha — heu e 39
um ang de B enns o p oduk ion soll on 31 Vo im Jah e 1958 au
51
%>
im Jah e 1965 s eigen, de An eil de Kohle on 59 % au
43 % zu ückgehen. Das bedeu e ü den Be gbau das Zuges ändnis
on Fehlin es i ionen g oßen Um anges und ü die öl- und Gasgewin-
nung eno men Kapi albeda ü ech kos spielige In es i ionen. Da-
bei is es wenig wah scheinlich, daß diese Kapi alanlagen au lange
Sich wenige Risiko in sich be gen als in de Ve gangenhei die
In es i ionen im Kohlenbe gbau. Ich habe in meinem Buche Zahlen
da ü ange üh , wie übe aus schwankend in de Ve gangenhei die
E dölgewinnung in Sowje ußland wa . Haben wi G und anzuneh-
men, daß dies in Zukun ande s sein wi d? Schon melde Buka es ,
daß die Gesam p oduk ion de umänischen E döl ö de ung, die im
Plan ü das Jah 1965 mi 13,5 Millionen Tonnen o gesehen wa ,
au 12,5 Millionen Tonnen eduzie we den muß.
Rußland bau abe nich nu das apide S eigen seine heimischen
P oduk ion wei gehend au de E dölbasis au , es mach neue dings
auch E döl zu einem seine wich igs en Expo gü e . De Expo on
Rohöl und E dölp oduk en ha sich sei 1953 e sechs ach . De
Expo konn e zum Teil nu zu P eisen e olgen, die — zum Teil
wohl auch aus poli ischen G ünden — um 15 bis 20 % un e dem
Wel ma k ni eau lagen, was wah scheinlich mach , daß die Lie e un-
gen un e den olkswi scha lichen Kos en, also zum Nach eil de
Kapi albildung e olg en.
Wie bei de Ene giebilanz we den auch bei de asch o ansch ei-
enden Technisie ung die olkswi scha lichen Kos en, namen lich die
Kos en des Kapi aleinsa zes e nachlässig . Zwa haben üh ende Pe -
sönlichkei en de Sowje wi scha , wie ich schon in meinem Buch
es s ellen konn e, eingesehen, daß die g oßen Ho nungen, die au
die A omwi scha gese z wu den, ü den und wäh end des Sieben-
jah esplanes nich e wi klich we den können. Um so meh wi d
je z Gewich geleg au die Au oma isie ung. 1959 sch ieb de „Kom-
munis " (N . 10): „Man kann sich on de P oduk ion de Au oma i-
sie ung einen maximalen E ek nu bei ih e komplexen Ve wi k-
lichung und a ionellen Anwendung im gesam en P oduk ionszyklus
— om Eingang des Rohs o es bis zum Auss oß de Fe igp oduk e
e ho en. Eine solche Ein üh ung de Au oma ion is nu bei eine
P oduk ionsgesam planung im Maßs ab de ganzen Volkswi scha
möglich, un e den Bedingungen des Kapi alismus jedoch ganz aus-
geschlossen. Die Au oma isie ung is nu bei eine P oduk ionsweise
in g oßen Se ien ü einen au nahme ähigen und bes ändigen Ma k
en abel . . Ich ü ch e, hie lieg eine a ge Ve wi ung o , he o -
ge u en du ch s a is ische Illusionen, wobei die s a is ische „Wachs-
ums a e" eine ih nich zukommende Rolle spiel . Abe mag dem
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40 Adol Webe [552
sein, wie es will, de Ma k is um so au nahme ähige und um so be-
s ändige , je g öße e is . Die Enge des „Os blocks" eich in keine
Weise aus, um die wel wi scha liche Wei e zu e se zen. Dahe we -
den Kapi al ehllei ungen um so wah scheinliche we den, je enge de
Raum is , au dem die Vollau oma isie ung du chge üh we den soll.
Fü die beschleunig e Au oma isie ung wu de ein S aa sk edi on
100 Millia den Rubel bewillig ; im Gosplan sollen in den nächs en
sechs Jah en 27 Be iebe ih e P oduk ion olls ändig au oma isie en,
bis dahin we den allein Moskau übe 1000 oll- und halbau oma ische
Fe igungss aßen, übe 500 mechanisie e Fließbände und und
14 000 Au oma en, Halbau oma en und ande e hochp oduk i e
mode ne Appa a u en in Be ieb genommen.
Diese Andeu ungen mögen genügen, um den iesenha en Beda
de Sowje wi scha an olkswi scha lichem Kapi al auch ü die
mode nisie e Indus ie zu illus ie en. Dazu kommen eine mi de
Reduzie ung de Solda enzahl e bundene e hebliche Ve meh ung des
Au wandes ü die echnische Rüs ung sowie die hohen Kos en, die
ü die Be iedigung de wissenscha lichen Neugie du ch die Wel -
aum o schung au gewende we den müssen. So s eh man o einem
olkswi scha lichen Au wand an o ge ane A bei , dessen Kühn-
hei Bewunde ung e dien ? Ode is nich diese Kühnhei ein olks-
wi scha liche Leich sinn?
K on od möch e de a ige Bedenken ze s euen du ch Hinweis au
die En wicklungsgeschich e de Wi scha de UdSSR: „Zu Zei de
Vo k iegs ün jah espläne wäh end des K ieges und auch wäh end de
Zei des Wiede au baus in de Nachk iegszei hiel die Gesellscha
planmäßig die Be iedigung des In e esses am Beda wesen lich zu-
ück; ebenso d äng e sie auch eine Reihe on Indus iezweigen zu ück
zuguns en de Fö de ung de Schwe indus ie und de F on e so -
gung." Abe nun soll und will man alles au einmal: S uk u ände ung
in de Landwi scha , S uk u ände ungen in de Ene gie e so gung,
einen Riesenanlau zu Au oma isie ung de Indus ie, kos spielige
Wel aum o schung, asch sich en wickelnde Technik ü die Rüs ung
und — asche Ve besse ung des Lebenss anda ds. Das alles is nu
möglich du ch eine Kapi albildung, die das bishe ige Ausmaß wei
übe s eig . Daß diese Ta sachen du ch die o geb ach en s a is ischen
Zi e n e dunkel , abe nich besei ig we den können, geh aus den
ühe en Da legungen he o .
Man se z sich — nich nu in de Sowje wi scha — übe die
olkswi scha lichen Schwie igkei en, die eine asche Ve meh ung
de ixen Kos en du ch Technisie ung bewi ken, du ch die Redensa
hinweg: Technisie ung is Ra ionalisie ung. Das wi d sie abe im
olkswi scha lichen Sinne nu dann sein, wenn die P opo ionali ä
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553] Die Sowje wi sdia — heu e 41
in de Ve wendung de o de P oduk ion zu Ve ügung s ehenden
P oduk ions ak o en gewah bleib . Auch is dies nu nach Übe win-
dung eine meh ode minde langen Zwischenzei möglich; denn
L de Gegenwe de In es i ion wi d e s ge aume Zei nach de In-
es i ion du ch die an den Ma k kommenden p oduzie en Gü e
sukzessi e ziel ; 2. die Absa zgeschwindigkei de neup oduzie en
Wa en is langsame als die Umlau sgeschwindigkei des Geldes, das
in Fo m on Löhnen, Ma e ialkos en usw. in die Volkswi scha
s öm . Daß dadu ch auch in den kapi alis ischen Lände n e ns e An-
passungsschwie igkei en en s ehen können, e leben wi zu Zei in de
Bundes epublik. Die Ge ah is abe in de Sowje wi sdia noch
g öße , weil die P eise als olkswi scha liche Rich ungsweise , die
sie au G und ma k wi scha liche O ien ie ung e hal en, in de
Sowje wi scha ih e Diens e e sagen.
Das sind Schwie igkei en, übe die die Sowje wi scha nich hin-
wegkomm du ch Hinweis au das ma xis ische We gese z. Wosnessen-
sky mein in seine Sch i „Die K iegswi scha in de Zei des
a e ländischen K ieges (deu sche Übe se zung 1948)": „De s aa -
liche Plan nü z das We gese z au«, um die gesellscha liche A bei
au die e schiedenen Zweige de Wi scha zu e eilen, wie es das
In e esse des Sozialismus e o de ." Wosnessensky wu de zwa spä e
on S alin liquidie , abe de zi ie e Sa z gib doch wohl die Mei-
nung des ma xis ischen Sozialismus-Kommunismus wiede .
Ma x wiede hol , indem e seine Ve eilungsleh e aus de We -
leh e ablei e , zunächs eine E kenn nis, die schon Adam Smi h mi
alle Kla hei im 8. Kapi el des e s en Bandes seines Haup we kes
olgende maßen aussp ach: „Das P oduk de A bei is de en na ü -
liches En gel . Im „Na u zus and" — ohne Bodenokkupa ion und
Kapi alakkumula ion — „gehö das P oduk de A bei dem A bei-
e ." ... „Sobald de Boden abe P i a eigen um wi d, o de de
Landlo d eine Quo e alle de P oduk e, welche de A bei e au
seinem Boden he o b ingen kann, die, des Landlo ds Ren e, bilde
den e s en Abzug om P oduk des A bei e s. Da nun wei e de
A bei e sel en so iel Lebensmi el ha , um sich bis zu nächs en
E n e zu e hal en; da ihm diese o geschossen we den müssen on
dem Kapi alis en, ... so bilde dieses Plus, de P o i , den zwei en
Abzug om P oduk des A bei e s . . . Das E zeugnis as alle an-
de en A bei is dem gleichen Gewinnabzug un e wo en." Au diese
einwand eie Übe legung bau en Ma x seine „Meh we heo ie" und
La&salle sein „ehe nes Lohngese z" au . Die ma xis ischen Planwi -
scha le behaup en nun, „Ma x ha in e ends e Weise das P oblem
de We bildung mi de F age nach de Einkommensquelle de ge-
sellscha lichen G uppen e bunden." Wenn dem so wä e, dann müß e
man als Folge hinnehmen, daß in de sozialis ischen Planwi scha
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42 Adol Webe [554
a bei slose Einkommen nich besei ig , sonde n nu e schoben we -
den: De zu ällig au p oduk i e en Boden und mi p oduk i e em
Kapi al ä ige A bei e wü de bei gleiche A bei ein g öße es P o-
duk ü sich in Ansp uch nehmen.
Da aus e gib sich, daß die Planwi scha im G unde genommen
wede au die G und en e noch au den Zins als Einkommensquellen
e zich en kann, wenn sie es e ns nimm mi dem Kamp gegen
a bei slose Einkommen. Sie kann abe diese Einkommenska ego ien
ü den S aa einkassie en. Dami is abe nich die F age bean -
wo e , was ü den nachhal igen olkswi scha lichen E olg zweck-
mäßig is : G und en e und Zins im eien Leis ungswe bewe b ode
de en Un e schlup im Zi e we k de s aa lichen Funk ionä e?
Die Ma xis en an wo en mi dem Hinweis au die o handenen
monopolis ischen Tendenzen im Sys em des eien We bewe bs. Daß
de a ige Tendenzen o handen sind, kann nich bes i en we den. Abe
diese Tendenzen sind am Ma k e de Bodenp oduk e, wenigs ens so-
wei es sich um landwi scha liche E zeugnisse handel , ohne Nach-
hel en de Gese zgebung kaum o handen; am Kapi alma k und e s
ech an dessen Vo ho am Geldma k weh die scha e Lu de in e -
na ionalen Konku enz. Von den d ei P oduk ions ak o en (-elemen-
en) is eine monopolis ische Tendenz am ehes en am A bei sma k
es zus ellen: je kos spielige und ku zlebige die echnische Appa a-
u is , um so meh is de A bei gebe au den A bei e angewiesen,
zumal wenn de A bei e du ch die Mach de Gewe kscha en und die
Fü so ge de Gese zgebung wei gehend om Ma k isiko be ei wi d.
Die Ge ah ü die egulie ende Wi kung de G und en e und des
Kapi alzinses d oh in de g undsä zlich eien Wi scha nich om
„Monopol", sonde n om „Di igismus", de un e Ein luß poli ische
Mach Sonde in e essen diens ba gemach wi d.
In de neues en Sowje wi scha sind un e kennba Ansä ze o -
handen, das G und en enp inzip ü die sozialökonomische O dnung
nu zba zu machen. Ch usch schow mein e im Dezembe 1958 (nach
einem Be ich de P awda): „Wi müssen die Bezahlung de A bei
in den Kolchosen so o dnen, daß zu hohe, du ch nich s ge ech e ig e
Ve diens e ausgeschlossen we den, daß abe de ma e ielle An eiz
nich e lo en geh . ... Man wi d meh Gelde in die un eilba en
Fonds ab üh en. ..Nach einem E sa z ü die Selek ionsau gabe des
Zinses sieh man sich abe e gebens um. De agwü dige Di igismus
au G und meh ode minde subjek i e E wägungen de maßgeben-
den Funk ionä e behe sch hinsich lich de Kapi albildung und de
bes möglichen Kapi al e wendung das Feld.
Die Zen ale is sich übe die Wich igkei de Kapi albildung und
de Ve meidung unzweckmäßige Kapi al e wendung du chaus im
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555] Die Sowje wi scha — heu e 48
Kla en. An die S elle de ma k wi scha lichen O ien ie ung, insbe-
sonde e de Zins unk ion e en die Mahnungen in Fo m s enge
E lasse. Die P awda be ich e e im No embe 1959, daß Gosplan-Che
Kosygin au eine Si zung des Minis e a es de UdSSR übe „Maß-
nahmen zu beschleunig en Inbe iebnahme on P oduk ionskapazi-
ä en" und „die F age de a ionells en Ve wendung de zuge eil en
Gelde und Ma e ialien ü Kapi alin es i ionen im Jah e 1960, E -
wägungen anges ell habe". Wie o s anden de a ige E ö e ungen
au de Tageso dnung! Die Klagen hiel en und hal en un e minde
an. Ein Kapi el ü sich is die ech zei ige E s ellung on E sa z-
in/ es i ionen, die imme wiede zu ückges ell wu den, zuguns en de
Neuin es i ionen. Die Ve nachlässigung des ech zei igen E sa zes
schläg um so meh zu Buch, weil man annehmen kann, daß die o -
handenen Kapazi ä en ücksich slose ausgenü z we den als in den
„kapi alis ischen" Lände n.
Die Meis e ung des olkswi scha lichen Kos enp oblems als
G undlage ü Kapi albildung und Ve meidung on Kapi al e schwen-
dung wi d noch wesen lich dadu ch e schwe , daß das S ando -
p oblem in de Sowje wi scha in seine olkswi scha lichen Be-
deu ung kaum ich ig e kann is und daß in Ve bindung dami die
T anspo kos en in ungenügende Weise Be ücksich igung inden.
Da au soll hie abe nich nähe eingegangen we den.
Die P oblema ik de ungenügenden Kapi albildung wi d p ak isch
besonde s e ns , weil die beiden ande en P oduk ions ak o en A bei
und Bodenk a , die eins übe eichlich zu Ve ügung s anden, nun
angesich s des s eigenden Beda s knapp gewo den sind. Jah zehn e
hindu ch ha de ussische Sozialismus E s aunliches geleis e in de
Au deckung und Nu zba machung neue K ä e, die de Boden in sich
bi g , zule z du ch die Fo sch i e in de E döl- und Gasgewinnung
unid -Ve wendung. Abe nun schein hie eine G enze e eich zu sein,
die nich dadu ch besei ig wi d, daß lediglich bishe iges B achland
un e den P lug genommen wi d. Das gil auch ü ein Lieblingsp o-
jek Ch usch schows, die Gewinnung on neuen g oßen Acke bau-
lächen in Sibi ien. T ockenhei , Sands ü me, de Ge eidewu m sind
Mahnungen, daß die ex ensi e Landwi scha du ch eine hochquali-
izie e in ensi e Bewi scha ung e se z we den muß, „die eine
maximale P oduk ion p o Hek a und p o A bei s ag e b ing ", so
äuße e sich Ch usch schow selbs . Das bedeu e abe Subs i u ion de
Na u k a du ch Kapi alk a .
Imme wiede ha sich bes ä ig , daß dann, wenn das olkswi -
scha liche Kapi al, also die o ge ane A bei , knapp wi d, zunächs
Aushil e zu scha en e such wi d du ch e meh en Einsa z on
Gegenwa sa bei , also Subs i u ionen du ch menschliche Wi ksam-
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44 Adol Webe [556
kei en. Wi wissen aus den jüngs en E ah ungen in de Bundes-
epublik, daß dies nu in seh besch änk em Um ange möglich is . Die
G enzen des E sa zes on Kapi al du ch menschliche A bei sk a
wa en lange Zei in Sowje ußland e häl nismäßig wei ges eck in-
olge eines Übe lusses an Menschen. Da on kann je z keine Rede
meh sein: de gewal ige Ade laß in olge des Wel k ieges is noch
nich übe wunden, de ela i e Gebu enübe schuß e minde sich,
die S e bezi e wi d in olge des s a k ges iegenen Du chschni sal e s
abnehmende Tendenz haben. Nach den am lichen ussischen Angaben
wa be ei s wäh end de Jah e 1951 bis 1955 eine me kliche Ab-
nahme de Zuwachs a e de e we bs ä igen Be ölke ung es zus ellen,
ü die Jah e 1955 bis 1960 is die Zuwachs a e noch wesen lich ge-
inge . Seh beme kenswe is , daß die ü 1955/60 e wa e e S eige-
ung de wi scha lichen Expansion zu 85
°/o
du ch S eige ung de
A bei sp oduk i i ä e ziel wu de gegenübe nu e wa 65 % in dem
o angegangenen Jah ün .
Zwei g oße Rese oi e, aus denen die Indus ie Jah zehn e hin-
du ch zusä zliche A bei sk ä e en nehmen konn e, scheinen de E -
schöp ung seh nahe gekommen zu sein: Land luch und F auena bei .
Die Land luch wi d imme meh zu einem e ns en P oblem ü die
Sowje wi scha namen lich dann, wenn sich die Lebenshal ung de
s äd ischen Be ölke ung wei e e besse . Auch die F auena bei wi d
du ch s eigende Realeinkommen nega i beein luß , sie is zu Zei
besonde s in Be u en, die sich ih e A nach wenig ü die F auen
eignen — Bau, Be gbau — un e häl nismäßig g öße als in wes lichen
Kul u lände n. Die beg üßenswe e Fö de ung, die in de Sowje -
union dem Familienleben zu eil wi d, muß dem Bes eben, die F au
ü das Haus zu ückzugewinnen, e s ä k en An ieb geben. Dem
wide sp ich alle dings, daß ü die Kolchos-A bei o enba Bes e-
bungen o handen sind, den F auen die häusliche A bei und die
Kinde e ziehung zu nehmen, dami sie ih e K a meh de A bei
auße halb des Hauses widmen können. Das is zugleich ein Beweis
ü die Rich igkei eine Fes s ellung, die gelegen lich die Iswes ija
(No . 1959) mach e: „In den Kolchosen is die F au — das kann
ohne Übe eibung gesag we den — die wich igs e K a ." Man kann
hinzu ügen, auch die billigs e K a , ü die eine kos spielige ech-
nische Appa a u manchmal kaum meh is als ein agwü diges
Su oga .
Ob un e diesen Ums änden die on Ch usch schow e lang e und
zum Teil auch schon du chge üh e A bei szei e künzung nich zu
eine zusä zlichen Ve knappung de A bei sleis ungen üh , muß die
Zukun leh en. De Vo si zende des Ausschusses ü A bei s- und
Lohn agen, Volko , gab in einem Be ich An ang Mai 1960 zu, daß
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557] Die Sowje wi scha — heu e 45
es in olge de A bei szei e kü zungen zu manche lei Schwie igkei en
gekommen sei, indessen Ra ionalisie ung des A bei s e ah ens, Me-
chanisie ung und Au oma isie ung des A bei sp ozesses wü den den
e wünsch en Ausgleich scha en. Mi ande en Wo en, e meh e Ka-
pi albildung is no wendig, wenn die A bei szei e kü zung olks-
wi scha lich nich zwecklos sein soll.
Na ü lich sind sich die selbs ändig denkenden Köp e in de Sowje -
wi scha übe die zen ale Bedeu ung de Kapi albildung im kla en.
Abe das, was o geschlagen wi d zu Bekämp ung de Kapi alknapp-
hei , läu in de Haup sache au zweie lei hinaus: noch meh Tech-
nisie ung und Belas ung de Landwi scha du ch e s ä k e In-
ansp uchnahme de „un eilba en Fonds". Im Mai 1959 e klä e
Ch usch schow: „Viele o gesch i ene Kolchosen bemühen sich, so iel
Geld wie möglich ü die Bezahlung de No m age zu e wenden. Ich
bin nich ü die Ausgabe eine g oßen Menge Geld und Na u alien
ü No m age. .. . Wi s eben danach, daß die Menschen nich an
pe sönlichem Reich um eich sind, de in T uhen und Spa büchsen
e s eck wi d. Man muß au jede Weise dazu an eizen, daß die Kol-
chosen meh Geld in die un eilba en Fonds ab üh en." Die Mi el
diese Fonds we den jedoch du ch Bau on Wohnungen au dem
Lande, du ch Wegebau, du ch Boden e besse ung und du ch kul u-
elle Ein ich ungen in den Dö e n schon so gu wie es los ü das
Land und die Landbe ölke ung nu zba gemach we den müssen, ü
die Indus ie und die S äd e kommen die zusä zlichen Leis ungen
de Landwi scha kaum in Be ach .
Da auch lang is ige K edi e sei ens de kapi alis ischen Lände in
dem e o de lichen Um ang nich gewäh we den und auch angesich s
des zunehmenden Kapi almangels in den meis en Lände n de eien
Wel nich gewäh we den können, bleib nu ein Ausweg üb ig:
möglichs baldige allgemeine kon ollie e Ab üs ung. Das gil nich
nu ü die Sowje wi scha , sonde n auch ü die wes liche Wel ,
wenn auch ielleich mi e was ande e Beg ündung. Dabei wi d in
diese Abhandlung, bei de nu die Rede is on unmi elba en wi -
scha lichen Zusammenhängen, ganz abgesehen on de poli ischen
En spannung, die on de kon ollie en allgemeinen Ab üs ung mi
Rech e wa e wi d und die indi ek auch ih e g oße sozial-ökono-
misch Bedeu ung ha . Fü die eie Wel is die Vo be ei ung de
Ve eidigung un e poli ischem Gesich spunk die no wendigs e Aus-
gabe, die sich denken läß , deshalb bleib sie abe olkswi scha lich
unp oduk i . Geling in nächs absehba e Zei die kon ollie e Ab-
üs ung nich , we den diese unp oduk i en Ausgaben wei e absolu
und unheimlich s eigen; da un e leide de wi scha liche Fo sch i
de ganzen Wel mi Einschluß des Sowje blocks.
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46 Adol Webe [558
4.
Mi K on od bin ich da in einig, daß Eingliede ung de Sowje -
wi scha in eine eie, d. h. un e Ausschal ung monopolis ische
Mach o sich gehende in e na ionale A bei s eilung sowohl ü Ruß-
land wie ü die üb ige Wel on g oßem Vo eil sein wü de. Abe
e wi d mi kaum zus immen, wenn ich meine, daß sich de Sowje -
block iel leich e als die ma k wi scha lich o ien ie en Lände
beim wel wi scha lichen Gü e aus ausch eine Monopols ellung siche n
kann. Ich komme da au noch zu ück. Ein g undsä zliches Bekenn nis
zu in e na ionalen A bei s eilung leg e auch Mikojan in einem län-
ge en Au sa z ab, den das Düsseldo e Handelsbla im Mai 1960 e -
ö en lich e. E mein : „Unse e Übe zeugung nach gil es, Mi el zu
E leich e ung und zum Ausbau des in e na ionalen Handels nich au
dem Wege de Au spal ung de Wel in einzelne Handelsblöcke zu
suchen ... das P inzip de Koexis enz, das on den sozialis ischen und
ielen ande en Lände n angenommen wu de, se z ausgedehn e Wi -
scha sbeziehungen zwischen den Lände n o aus. Deshalb müssen Be-
dingungen zu E leich e ung des gegensei igen o eilha en Aus au-
sches on Wa en und Diens leis ungen zwischen allen Lände n un e
Anpassung an die Bedü nisse de in e na ionalen A bei s eilung als
objek i e No wendigkei gescha en we den ..Dann olg in seinem
Au sa z eine Beme kung, die mi besonde s wich ig und ich ig zu
sein schein : „Die in e na ionale A bei s eilung is nich als e was
S a isches, E s a es anzusehen, sie muß die Dynamik des Wi scha s-
lebens wide spiegeln." Da is nun die F age, ob das sowje ussische
P eissys em elas isch genug is ode elas isch genug we den kann, um
sich de in s e e Bewegung be indlichen A bei s eilung und dem
dami e bundenen Ma k geschehen anzupassen. Mikojan mein selbs
in ande em Zusammenhang, „obwohl in de Sowje union seh kla die
Vo züge de A bei s eilung e kann we den, olg ih e Handelspoli ik
noch imme s ik dem P inzip des bila e alen Ausgleichs on Wa en-
aus uh und Wa enein uh ". De Wel handel muß abe seinem Wesen
nach mul ila e al sein, wenn ein wel wi scha liches Op imum an-
ges eb wi d. Die Ve e e de Sowje wi scha , die sich no ged un-
gen mi einem bila e alen Gü e aus ausch begnügen müssen, schwächen
dadu ch ih e Wi scha und die Wel wi scha .
K on od wi mi o , ich be ach e den kapi alis ischen Kon-
ku enzkamp au dem Wel ma k als eine A Wohl ä igkei s e -
ans al ung. Nich s lieg mi e ne , abe ich bin de Ansich , daß des-
halb, weil diese Konku enzkamp ücksich slos ge üh wi d und
wohl auch ge üh we den muß, nu diejenigen den Kamp mi E olg
du ch üh en können, die sich so elas isch wie möglich den jeweiligen
Ma k bedingungen anzupassen e mögen. Das se z abe eine ma k -
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