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Studien zur Evolutorischen Ökonomik I

Abstract

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Studien zur Evolutorischen Ökonomik I

Author: Witt, Ulrich
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1990
DOI: 10.3790/978-3-428-46928-4
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/285627/1/9783428469284.pdf
Wi , Ul ich (Ed.)
Book
S udien zu E olu o ischen Ökonomik I
Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 195/I
P o ided in Coope a ion wi h:
Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion
Sugges ed Ci a ion: Wi , Ul ich (Ed.) (1990) : S udien zu E olu o ischen Ökonomik I, Sch i en des
Ve eins ü Socialpoli ik, No. 195/I, ISBN 978-3-428-46928-4, Duncke & Humblo , Be lin,
h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46928-4
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46928-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:45:38
Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
Neue Folge Band 195/1
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46928-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:45:38
SCHRIFTEN
DES
VEREINS
FÜR
SOCIALPOLITIK
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en
Neue Folge Band 195/1
S udien zu
00
E olu o ischen Okonomik I
DUßcke
&
Humblo
0
Be liß
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S udien zu
00
E olu o ischen Okonomik I
Von
Ku
Dop e ,
F ank
C. Englmann, Geo g E dmann,
E ns Helms äd e , Gün e Hesse, Hans Moh ,
Die e Schmid chen, He mann Schnabi, Rena e Schube
He ausgegeben on
U1 ich
Wi
Duncke
&
Humblo
.
Be lin
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CIP-Ti elau nahme de Deu schen Biblio hek
S udien zu E olu o ischen Ökonomik / h sg. on Ul ich Wi .
-Be lin: Duncke u. Humblo
(Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, Gesellscha ü Wi scha s-
und Sozialwissenscha en; N. F., Bd. 195)
NE: Wi , Ul ich [H sg.]; Gesellscha ü Wi scha s- und
Sozialwissenscha en: Sch i en des Ve eins
...
1.
Von Ku Dop e
...
-1990
ISBN 3-428-06928-5
NE: Dop e , Ku [Mi e .]
Alle Rech e, auch die des auszugsweisen Nachd ucks, de o omechanischen
Wiede gabe und de Übe se zung, ü säm liche Bei äge o behal en
© 1990 Duncke & Humblo GmbH, Be lin
41
Fo op in : Colo -D uck Do i GmbH, Be lin 49
P in ed in Ge many
ISSN 0505-2777
ISBN 3-428-06928-5
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Vo wo
des
He ausgebe s
Mi diesem Band leg de
im
Somme des e gangenen
Jah
gebilde e
empo ä e A bei sk eis "E olu o ische Ökonomik"
im
Ve ein ü Socialpo-
li ik seine e s en Diskussionsbei äge o . De A bei sk eis is he o ge-
gangen aus eine G uppe on e wa ie zig Ökonomen, die sich e s mals
im
Somme 1988 in einem on de S i ung Volkswagenwe k ge o de em Sym-
posium in F eibu g zusammenge unden
ha en.
Wegen des übe aschend
g oßen In e esses wu de noch
im
selben
Jah
am
Rande de Jah es agung
des Ve eins in F eibu g ein wei e e Wo kshop o ganisie . Bei diesen
T e en
im
Jah e
1988 wa deu lich gewo den, daß sich im deu schsp a-
chigen
Raum
schon sei länge em eine be äch liche Zahl on Ökonomen
in ech un e schiedlichen Anwendungsgebie en
mi
einem Fo schungsan-
sa z beschä ig en, de e olu o ische Phänomene in de Ökonomik in den
Vo de g und ück . Was ehl e, wa ein Fo um,
um
Gedanken übe und
E ah ungen
mi
diesem Fo schungsansa z auszu auschen. Mi dem em-
po ä en A bei sk eis is ein solches Fo um nun gescha en wo den.
Nachdem die e s en T e en einen Einblick in die lau enden A bei en
gegeben
ha en,
lag es nahe, die kons i u ie ende Si zung im e gange-
nen
Jah
zu nu zen,
um
einige g undsä zliche Kla s ellungen anzus eben.
Es schien angezeig , he auszu inden, wo in die be eilig en Fachkollegen
die Gemeinsamkei en in ih en A bei en sehen
und
welche Me kmale eines
e olu o ischen Ansa zes in de Ökonomik sich aus diesen he ausdes illie-
en lassen könn en. Die Papie e und
Diskussion~~
de o angegangenen
T e en haben dabei na u gemäß Eingang in die Ube legungen ge unden.
In
einigen in diesem Band e e enen Bei ägen komm dies zum Aus-
d uck.
Fü
den in e essie en Lese is da übe hinaus
im
Anhang zum
le z en Bei ag dieses Bandes, dem Diskussions esümee, eine olls ändige
Lis e de Bei äge abged uck , die in den
Jah en
1988 und 1989 p äsen ie
wu den.
Es is eine angenehme he ausgebe ische P lich , allen jenen zu dan-
ken, die zum Zus andekommen dieses Bandes beige agen haben. Dies
sind zunächs einmal die Au o en selbs , die die Bü de des in de Mi -
gliede e sammlung des empo ä en A bei sk eises beschlossenen Begu -
ach ungs e ah ens
au
sich genommen und du ch zügige Übe a bei ung
ih e Manusk ip e das asche E scheinen dieses Bandes e möglich ha-
ben. Dank ü ih e hil eichen S ellungsnahmen zu den Manusk ip en ge-
büh
W.B andes, U.Fehl, A.Ge ybadze, B.Meye , W.Meye , M.E.S ei ,
H.U sp ung, R.Vei und P.Weise.
Zu
danken is e ne auch de Lei ung
des Ve lags Duncke & Humblo , die dem Wunsch des empo ä en A bei s-
k eises seh en gegen gekommen is , seine Diskussionsbei äge möglichs
schnell eine b ei en Lese scha zugänglich zu machen.
Fü
die Hil e bei
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6 Vo wo des He ausgebe s
de echnischen E s ellung des Bandes gil Dank schließlich den He en
cand. e .pol. K.-H.Lin
und
T.Hakenbe g.
Es bleib zu wünschen, daß de empo ä e A bei sk eis
mi
dem o lie-
genden Band hel en kann, in de au keimenden in e na ionalen Diskussion
übe e olu o ische Phänomene in de Ökonomik eine "k i ische Masse"
an
in e essie en Fo sche n
im
deu sch-sp achigen
Raum
zusammenzub in-
gen.
F eibu g,
im
Feb ua 1990
Ul ich
Wi
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Inhal s e zeichnis
Einlei ung: Wa um e olu o ische Ökonomik?
Von Ul ich Wi , F eibu g
..
..............
......................
.............
........
9
Elemen e eine E olu ionsökonomik: P ozeß, S uk u und Phasenübe gänge
Von Ku Dopje , S . Gallen
...............
..........
........................
...
....
19
E olu o ische Ökonomik ode K ea i i ä in de Theo ie
Von Gün e Hesse, Wü zbu g
.......................................................
49
P eise und spon ane O dnung -P inzipien eine Theo ie ökonomische E olu ion
Von Die e Schmid chen,
Saa b ücken...
........
....
..............
..........
....
...
75
Inno a ion als S a egie de beding en Risiko nini nie ung
Von Rena e Schube , Da ms ad
.......
.......
...
....
..........
...
...........
.......
115
E olu ionä e Ökonomik als Theo ie ungleichgewich ige Phasenübe gänge
Von Geo g E dmann, Zü ich
........................................................
135
Ein mak oökonomisches Rahmenmodell de E olu o ischen Ökonomik
Von E ns Helms äd e , Müns e
........
.....
............
....
.......................
163
E olu o ische Mak oökonomik: Di e en ialgewinn, Zei p ä e enz und Di usion
Von F ank
C.
Englmann, Tübingen
.................................................
183
Biologie und Ökonomik -Chancen
ü
eine In e disziplina i ä
Von Hans Moh , F eibu g
...........................................................
209
Biologische E olu ion s. E olu ion on Fi men und Mä k en -Ein Ve gleich
Von He mann Schnabl, S u ga
.....................
:..............................
221
Was sind die Essen ials eine E olu o ischen Ökonomik? Ein Diskussion 6sum6
Von Reine Hellb ück, Ba b o Rönsch, Geo g on Wangenheim, F eibu g
......
243
Anhang
................................................................................
253
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14 Ul ich Wi
das zen ale Elemen de e olu o ischen Ökonomik -
ha
in diesem Modell
keinen Pla z. Als G undbaus ein ü eine e olu o ische Ökonomik schläg
Hesse konsequen ein "P inzip de kogni i en K ea ion" o , das e , ne-
ben dem Ra ionalp inzip, in ein zei lich s uk u ie es Handlungsmodell
zu in eg ie en such .
Eine deu lich ande e Akzen uie ung komm
im
Au sa z on Die e
Schmid chen zum Ausd uck. Schmid chen iden i izie E olu ion
mi
Selbs o ganisa ion, die "spon ane O dnung" e zeug . Spon ane O dnung
is ü ihn ein Gleichgewich szus and und e olge deshalb, daß in eine
e o lu o ischen Ökonomik
au
ein Gleichgewich skonzep nich e zich e
we den könne. Sein Plädoye ich e sich wei e da au , das Zus ande kom-
men spon ane O dnung als einen simul anen
;~.npassungsp ozeß
de be ei-
lig en Agen en zu in e p e ie en, de sich als Ube gang zwischen Gleichge-
wich en (A ak o en) modellie en lasse. Folge ich ig ück Schmid chen
seinen Ansa z selbs nahe an die Au assung he an, die neue en Bei ä-
gen zu neoklassischen P eis heo ie zug undliegen. Eine ähnlich deu liche
Annähe ung an neoklassische Konzep e inde sich bezüglich des indi i-
duellen Handlungsmodells
im
Au sa z on Rena e Schube . Ih Bei ag
ha
das Ve diens , seh konk e zu modellie en, wie ein En scheide sich
in eine Si ua ion e hal en könn e, in de eine Inno a ion e ügba is .
Das analy ische Ins umen a ium, das o geschlagen wi d, is das eines
Ex emwe kalküls. Neu is die Kons uk ion subjek i e Risikomaße, die
als G undlage ü konsis en e En scheidungen einge üh we den.
De Ausgangspunk des Bei ags on Geo g
E dmann
is ähnlich dem
on Schmid chen.
E dmann
e such e olu ionä e P ozesse
mi
den Mi -
eln de nich -linea en Dynamik, genaue de Hakenschen Syne ge ik zu
e assen. Die analy ischen Konzep e we den dazu nähe e läu e . Dem
Au e en on Neue ungen und -als Folge -de O enhei on e olu-
ionä en En wicklungsp ozessen such E dmann du ch eine wah scheinlich-
kei s heo e ische Modellie ung Rechnung zu agen. Die Rele anz seines
Ansa zes sieh e insbesonde e
au
mak oökonomische Ebene gegeben.
Zu E läu e ung wi d ein ein aches Modell de Dynamik de agg egie en
In es i ionsnach age o ges ell . E dmann lei e
dami
be ei s
au
die ag-
g egie e Ebene übe ,
au
de sich ü die e olu o ische Ökonomik ebenso
Ansa zpunk e bie en, wie
au
de Ebene indi iduellen Ve hal ens (au de
jedoch die on de neoklassischen Ökonomik abweichenden Vo s ellungen
ih en U sp ung haben mögen).
Au
mak oökonomische Ebene sind Dynamik und Ungleichgewich die
naheliegenden Ansa zpunk e ü eine e olu o ische Modellie ung. Genau
da au
konzen ie sich auch de Bei ag on E ns Helms äd e . Es
ge-
ling
ihm
in einem ein achen s a ischen Modell mi dem Konzep des
ge-
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Wa um c olu o ischc Ökonomik?
15
sam wi scha lichen Ge ä.lles de Di e en ialgewinne gewisse maßen die
Momen au nahme eines ungleichgewich igen gesam wi scha lichen S uk-
u wandels wiede zugeben, de du ch Inno a ion
und
Di usion o ange-
ieben wi d. De s a ische Rahmen des Ausgangsmodellsmodells wi d
dann
mi
Hil e eine Sequenz be ach ung e wei e
und
es we den einige
in e essan e, wi scha spoli isch bedeu same Einsich en abgelei e . Di ek-
en Bezug
au
Helms äd e s u sp üngliches Papie nimm de
da an
an-
schließende Au sa z on F ank
C.
Englmann. Englmann geh es da um, die
Di usionsp ozesse, die Helms äd e o ausse z , explizi zu modellie en.
Au de Basis seines Modells können einige Ve mu ungen on Helms äd-
e nähe analysie we den. Englmanns Bei ag mach dabei exempla isch
deu lich, wie iel an zusä zlichen S uk u annahmen eine Un e suchung de
Di usionsdynamik gegenübe s a ischen Modellie ungen a sächlich e -
lang . Aus beiden Bei ägen e gib sich als wi scha spoli isch ele an e
Implika ion die Fo de ung, das gesam wi scha liche Gewinnge älle als In-
dika o de Inno a ions ä igkei in de Wi scha nich aus· dem Auge zu
e lie en.
Den Abschluß de o liegenden Au sa zsammlung bilden zwei Bei äge,
die sich
mi
de möglichen Analogie zwischen Ökonomik und Biologie nähe
beschä igen, die schon
im
Eingangszi a on Ma shall angesp ochen wo -
den is . De Au sa z on Hans Moh is aus de Pe spek i e des Biologen
~.esch ieben.
E
disku ie e schiedene mögliche Beziehungen zwischen
Okonomik und Biologie: Analogien, Isomo phien, di ek e Reduk ion öko-
nomischen Ve hal ens
au
(sozio-) biologische G undlagen, abe schließlich
auch die Hil s unk ion de Biologie in de Bes immung de Res ik ionen,
denen menschliches Wi scha en un e wo en is .
Fü
Moh sind die le z-
en d ei Möglichkei en e ns ha e in e disziplinä e A bei wü dig und
bedü ig. De Bei ag on He mann Schnabl konzen ie sich ganz
au
eine Ve olgung mögliche Analogien, wobei Schnabl - on de ge adezu
pa adigma ischen Rolle ausgehend, die die biologische E olu ions heo ie
heu e ü e olu o ische Ansä ze in den Wissenscha en spiel -zunächs
den
S and
diese Theo ie da s ell . Den do ange o enen Konzep en
s ell e in synop ische Fo m mögliche Analoga im ökonomischen Be eich
gegenübe . Dabei wi d nich
nu
deu lich, daß sich
au
diesem Wege keine
e olu o ische ökonomische Theo ie ablei en läß , sonde n daß solchen Ana-
logien gegenübe auch eine gehö ige Po ion Skepsis angeb ach is .
Am Ende dieses Bandes is -ans elle eines Diskussionsp o okolls -
ein Resümee de Diskussionen wäh end de kons i u ie enden Si zung des
empo ä en A bei sk eises "E olu o ische Ökonomik" in F eibu g im Juli
1989 ange Ug . De Vielschich igkei de P oblema ik en sp echend, is die
Diskussion keineswegs ge adlinig
au
kla um issene Resul a e zugelau en.
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16 Ul ich
Wi
Im Gegen eil wa gelegen lich das Ge uhl o handen, daß die kla s ellenden
Schluß olge ungen nich gezogen, die P obleme gewisse maßen im
Raum
s ehen gelassen wo den sind. Raine Hellb ück, Ba b o Rönsch und Geo g
on Wangenheim
haben
dennoch den Ve such un e nommen, u den in-
e essie en Lese die E gebnisse de Re e a e, Thesenpapie e und Diskus-
sionsäuße ungen zusammenzu assen, sowei dies möglich wa . Zumindes
eine wei e e Schluß olge ung wi d sich da übe hinaus ziehen lassen: de
Gesp ächss o übe die F agen, wie e olu o ische Ökonomik sich selbs
e s eh , und ob
und
gegebenen alls wie sie ih e Ziele e wi klichen kann,
wi d noch eine Weile nich ausgehen.
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o
Economic
Change,
Re iew
o
Economics
and
S a i-
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Vol. 17, 2-10.
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Socialism,
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Camb idge:
Camb idge
Uni e si y
P ess.
Win e ,
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Inno a ing
Remnan ,
Qua e ly
Jou nal
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Beme kungen
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Hayeks
Theo ie
sozioökonomische
E olu ion,
Wi -
scha spoli ische
Blä e ,
36.Jah g.,
140-148.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46928-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:45:38
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ELEMENTE EINER EVOLUTIONSÖKONOMIK:
PROZESS, STRUKTUR UND
PHASENÜBERGÄNGE
Von Ku Dop e , S . Gallen
A. E olu ionsme hodik
Die Einladung, übe "Essen ials" eine E olu ionsökonomik zu sp e-
chen, geh on de Vo s ellung aus,
dass
es ein allgemeines Sys em on
E olu ionsp inzipicn gib , wo on gül ige Aussagen übe den ökonomischen
P ozess he gelei e we den können. Ich will im olgenden die He aus o de-
ung diese Implika ion annehmen und e suchen, Axiome übe den E olu-
ionsp ozess zu o mulie en. Un e einem Axiom e s ehen wi hie eine
le z e Annahme übe den S a us de
Wi JcJichkei ,
die "we " (axio-) is , ü
den E kenn nisgegens and gewähl und nich meh in F age ges ell
zu
we den. Axiome sind also nich deshalb als Abs ak ionen "we oll", weil
sie eine Kons uk ion on konsis en en Sys emen e lauben, sonde n weil sie
das Wesen liche eines Ausschni s de Wi klichkei -empi ische Subs anz -
bezeichnen. Euklid ha seine Geome ie in Anschauung konk e e empi i-
sche Phänomene au gebau . Die olgende Analyse is om Bes eben be-
glei e , das Konzep des Axioms wiede jenem Be eich zuzu üh en, dem es
en s amm : de abs ahie enden empi ischen Anschauung.
De Rückg i au die Idee eines "Axiomensys ems" könn e die Ve -
mu ung nahelegen, dass es e kenn nismässig angeb ach wä e, axioma ische
Aussagen sozusagen uno ac u, on "oben" he ab,
zu
pos ulie en. Auch die
Ta sache, dass jedes Sys em on Ve allgemeine ungen le z lich die Konsi-
s enzbcdingungen eines Deduk ionssys ems e üllen muss (welche die He -
lei ung on Aussagen übe Einzele eignisse e s zulassen), mag zu Ve mu-
ung üh en, dass die Axiome doch - o z alle me hodische Ve gewis-
se ungen -un e ände ba e,
ap io i
he lei ba e Baus eine eines nich meh
hin e agba en ode alsi Izie ba en Theo iegebäudes sind. Eine igide
Abgeschlossenhei bezüglich de Vo s ellung on de Wel wü de indessen
nich nu in Wide sp uch zum E olu ionsgedanken ge a en, sonde n sie
s ell e auch die Gül igkei des E olu ionsgedankens
im
'Hinblick au die
menschlichen E kenn nis nÖglichkei en, insbesonde e auch mi Bezug au
den S a us des wissenscha lichen Beobach e s, in F age. Konsis enz zwi-
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20
Ku
Dop e
schen e kenn nis heo e ischen und heo e ischen Aussagen kann he ges ell
we den, indem de E olu ionsidee sowohl au de Sei e des Beobach e s als
auch au de Sei e de beobach e en Wi klichkei nachgeleb wi d, und
beide Be eiche in einen Gesam ahmen in eg ie we den.
E olu ionsme ho-
dik
is demen sp echend imme
in
i gendeine Fonn eine
e olu ionä e
E -
kenn nis heo ie.
G undlegende An o de ung
an
eine e olu ionä e E kennmisLheo ie is ,
dass E kennmis als ein P ozess e s anden wi d. P ozessuale E kennmis
heiss nich Anwendung eine Me hode, beispielsweise de Deduk ion (wo-
bei de P ozess
das
logische Deduzie en wä e) ode Anwendung eines
Induk ions e ah ens (wobei de P ozess das Lheo iege ich e e Auswe en
on Da en wä e), sonde n ein o ene und
andaue nde
P ozess
de
E -
kenn nis. De ame ikanische Philosoph Pei ce
ha
ü einen E kennmisp o-
zess, de Deduk ion und Induk ion als Elemen e eines zi kulä sich e s ä -
kenden P ozesses e s eh , den Beg i
AbduJe ion
o geschlagen·. Die An-
wendung de abduk i en Me hode leg nahe, die im olgenden o geschla-
genen E olu ionsaxiome als Zwischene gebnisse eines E kennmisp ozesses
zu be ach en und ih en o läu igen Cha ak e zu be onen.
B. Das Ganze
und
seine Teile: Eme genz eines Themas
Eine E olu ionsme hodik wi d sich, neben eine e olu ionä en E -
kennmis heo ie eine en sp echend koe olu i en P äkonzep ion des wissen-
scha lichen Fo sch i s bedienen. Wissenscha liche E kenn nisse we den in
einem sozialen Kon ex gene ie , und de Abduk ionsp ozess is imme
auch ein kommunika i e P ozess. Wi haben also eine Subjek -Objek -
Beziehung nich nu zwischen dem wissenscha lichen Beobach e und sei-
nem E kenn nisobjek , sonde n auch zwischen diesem und seine sozial-
kommunika i en Umwel , d.h. seinen Kollegen, de wissenscha lichen
Li e a u , den Diskussionen übe Pa adigmen, Fo schungsp og amme, Theo-
ien und Hypo hesen.
I
Vgl.
Pei ce
eh.,
1958, Selec ed W i ings. Values
in
a Uni e se
o
OJange, New Yo k,
S.
367. Pei ce haue
in
de Ökonomie o allem
au
die ame ikanischen Ins i u ionalis en, wie
Vllbilln,
Dewey
und Ay es, einco Ein luss. Übe die F age da übe , wie wei diese Ein luss
ging, bes ehen jedoch un e schiedliche
Au asslDlgco.
Im Sinne eines ie gehenden Ein lusses
gl. Bush Paul D., 1989, Ins i u ionalis Me hodology
and
He neneu ics: A Commen on
Mi owski,
in:
Jou nal
o
Economic Issues 23,
Dcc.
1989,
S.
1159
-
1172.
Fü eine k i ische
Au assung gl.
Mi owslci
Philip, 1987, The Philosophical Basis o Ins i u ional Economics,
in:
Jou nal
o
Economic Issues 21,
Sep
1987,
S.
1001
-1038.
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Elemen e
eine
E olulionsökonomik
21
Figu
1:
Eme genz des Ganzen als "Thema" esul ie end aus einem kommunika i en P ozess
In Figu 1 bedeu en die ün K eise A, B, C,
D,
E die Au assungen
on e schiedenen Teilnehme n übe die "Essen ials" eine E olu ionsök0-
nomik. De kommunika i e P ozess wi d du ch die ezip oken P eile, das
kommunika i e E gebnis du ch die sich übe schneidenden K eise da ges ell
Die kommunika i akzep ie en "Essen ials", sozusagen die objek i en Es-
sen ials eine E olu ionsökonomik, sind du ch die sch a ie e Fläche n
gegeben. n kann beispielsweise als das allgemein akzep ie e Thema eine
E olu ionsökonomik e s anden we den2• Die Schni menge des Venndia-
g amms ep äsen ie jenen Be eich unse e g undsä zlichen E olu ions-
o s ellungen, de
on
allen Teilnehme n als "we " emp unden wi d, nich
meh in F age ges ell zu we den. n ep äsen ie die au de G undlage UD-
se es gegenwä igen Wissenss andes akzep ie en Axiome eine E olu ions-
ökonomik.
Das Ganze gene ie sich also aus
dem
kommunika i en P ozess de
Teile, die ih e sei s du ch
das
Ganze beein luss we den. Eine konzep io-
nell analoge S uk u lieg ielen wi scha lichen P ozessen zug unde. So
kann beispielsweise de Ma k p eis als ein "Thema" beg i en we den, das
aus einem kommunika i en P ozess zwischen Wi scha ssubjek en esul-
ie . Analog können ande e Va iablen, die Gegens and eine ma klmässigen
Kommunika ion da s ellen, in das konzep ionelle Selbs o ganisa ionsschema
einge üh we den
und
zu einem "ökonomischen Thema" we den.
2 Fü einen analogen Ansa z siehe Schnabl
11.,
1988, Agenda-Di usion und E olu o ische
Oekonomik, Manusk ip , A bei s eC en de E olu o ischen Oekonomik, F eibu g. -
Sodann
zu
Analyse de Ganzhei seme genz /lUl e
M.,
1988, Die P oduk ion on RechL Eine Theo ie und
de Fall des A meimi el ech s, Tübingen.
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22
Ku
Dop c
An diesem Punk s ell sich eine ü die E olu ionsökonomik g und-
sä zliche F age: Sollen e olu ionsökonomische Konzep e p imä dazu die-
nen, bes ehenden Theo ien konzep ionell un e die A me zu g ei en, ihnen
me hodische Legi imi ä und on ologische Rückendeckung zu geben? So
lassen sich beispielsweise das neoklassische Ma k p eisbildungsmodell und
das allgemeine GleichgewichLSmodell Wal asschen U sp ungs
au
die skiz-
zie e analy ische S uk u p ojizie en, um ih en p ozessualen Cha ak e
(den sie au g und ih e mechanis ischen Sich weise nich haben) zu demon-
s ie en. Ode soll sich die junge E olu ionsökonomik nich mi ih e
Rech e igungs unk ion begnügen, sonde n ielmeh aus ih em pa adigma i-
schen Fundus he aus neue ökonomische Theo ien o mulie en, ökonomi-
sche E klä ungs a iablen übe p ü en und bes ehende Hypo hesen in F age
s ellen? Beide Wege sind gangba . Die in ellek uelle Dynamik, mi de
gegenwä ig in de ökonomischen Theo ie Pa adigmen agen disku ie
we den, läss die Ve mu ung zu, dass man on de E olu ionsökonomik
einen wesen lichen Bei ag zu den g undsä zlichen F agen e wa en und
ih e Bescheidung
au
den S a us quo on ielen als ehe en äuschend
be ach e we den dü e.
Eine in ellek uell o ene E olu ionsökonomik könn e einen wesen li-
chen Bei ag zu Re o muJie ung des endogenen Ke ns de Wi scha s heo-
ie leis en. All jene E klä ungs a iablen, die in de neoklassischen Theo ie
in den exogenen Be eich elegie wu den, und ih heo e isches Dasein als
ce e is-pa ibus-Annahmen is en, könn en selbs zum "ökonomischen 'The-
ma" we den, indem sie beispielsweise als endogene Va iablen in den skiz-
zie en Kon ex selbs o ganisie ende P ozesse einge üh we den. Die Fo -
ma ion
on
P ä e enzen ode die E olu ion on Ins i u ionen können bei-
spielsweise
au
de G undlage
de
skizzie en analy ischen S uk u disku-
ie we den.
Es
wä e dabei indessen zu bedenken, dass de neoklassische Theo ie-
ke n nich nu in sich konsis en und abgeschlossen is (eine en scheidende
Fo de ung an eine Theo ie), sonde n dass ihm auch eine "Vision" (wie es
Schumpe e nann e) und We u eile zug undeliegen. Die Ö nung des
Theo ie ahmens du ch den Einbezug on bishe als exogen behandel en Va-
iablen kann also mi un e auch wissenscha liche und ideologische Wellbil-
de in ages ellen und dadu ch im Disku s Gegenk ä e mobilisie en, die
nich in de S ingenz de heo e ischen A gumen a ion selbs beg ünde
sind.
Eine E olu ionsökonomik -die
au
die E assung de Komplexi ä
ökonomische P ozesse ge ich e is -wi d ein doppel es E keM nisziel
e olgen: E s ens, sie wi d Abläu e inne halb eine S uk u mi einem
empo ä -in a ian en O dnungspa ame e analysie en. Zwei ens, sie wi d sich
zum Ziel se zen, heo e ische Einsich en übe die Bewah ung und Ve än-
de ung solche S uk u en zu e mi eln. De e s e E kenn niskomplex, wie
e
einlei end skizzie wu de, um ass den Be eich de Selbs o ganisa ion
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Elemen e
eine
E olu ionsökonomik
23
on S uk u en und den in ihnen ablau enden P ozessen. De zwei e um-
ass den Aspek de E olu ionsdynamik, de Mu a ion und Re en ion on
S uk u en übe länge e Zei hinweg. Im olgenden sollen o e s die we-
sen lichen Aspek e eine sich selbs o ganisie enden S uk u e ie end
behandel we den. Sodann soll au gezeig we den, wie sich empo ä s uk-
u elle In a ianzen übe die Zei ände n und in Fo m on sukzessi en
Phasenübe gängen eine E olu ionsdynamik beg ilnden.
c.
P ozess
und
S uk u
8141
zen ale
e olu ions heo e ische Beg i e
Eine zen ale E kenn niseinsich , die aus de mode nen Physik he -
lei ba is , üh uns zu g undsä zlichen Annahme, dass zwischen S uk u
und P ozess eine un ennba e logische und eale Einhei bes eh . Eine
Diskussion s uk u elle und e olu ionsdynamische Aspek e ökonomische
Phänomene muss sich au dem Hin e g und diese P ämisse abspielen. Ich
schlage zwei Axiome o , welche diese Einhei be ücksich igen:
Axiom
1:
Axiom 2:
Exis enzen sind P ozesse.
Exis enzen haben
die
Neigung, sich
zusammenzuschliessen.
Axiom 1 besag , dass sich alle ma e ielle Exis enz ene ge isch selbs
e häl . Sie e häl sich als Selbs bewegung, Selbs ak i i ä und Selbs e -
u sachung. Diese P ozess o s ellung de Ma e ie s eh in de philosophi-
schen T adi ion on B uno, Spinoza, Leibniz, und o allem Whi ehead und
Be gson'. Das P ozessaxiom äg insbesonde e den E gebnissen de mode -
nen Physik
Rechnun(.
Fü die Ökonomie e gib sich die Konsequenz, dass
Bewegung und Ve ände ung nich als exogen angenommen we den, sonde n
aus dem ökonomischen P ozess selbs e klä we den müssen. Das gil
sowohl ü den ökologisch-en opischen Aspek , bei dem das ökonomische
Sys em als o enes Sys em gegenübe dem ökologischen in e p e ie we -
den muss, als auch bezüglich de endogenen Ve hal enskomponen .en des
ökonomischen Sys ems. Ich we de
au
le z e en Aspek nähe eingehen.
Axiom 2 bedeu e , dass P ozesse die Neigung haben, sich zu g össe-
en P ozessen zusammenzuschliessen. A ome haben beispielsweise die
Neigung, ko alen e Bindungen in Fo m on Molekülen einzugehen. Mole-
, De in diese A bei en wickel e P ozessgedanke wu de inspi ie on Whilehud A. N.,
1978, P ocess and Reslily, New Yo l /London, und
Be gson
H.,
1911, C ea i e E olu ion,
New Yo l . -ManclunaI wi d de P ozessbeg i
mi
einem "pos mode nen" Wissenscha s e -
s ändnis in Zusammenhang geb achL
Zmn
Beispiel G ijJill D.
R.
(H sg.), 1985, Physics and
he In ima e Signi icance
o
Tune. Bohm, P igogine, and P ocess Philosophy, New
Yo .
• Fü einen Übe blick übe die En wicklung de Kausali ä skonzep ionen z.B.
BlUIge
M.,
1959, CausaIi y and Modem Science, New Yo k.
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30
Ku
Dop c
einem neuen Gleichgewich hinlI. Mi diese Fixie ung des Gleichgewich s-
beg i s au An angs- und Endzus and wi d das Gleichgewich zu eine
bIossen Sys emzus andsbesch eibung analog de Neoklassik. Dami wi d die
analy ische Chance e geben, den Gleichgewich sbeg i als P ozessde e mi-
name zu uk i Izie en und die Gleichgewich igkei bzw. Ungleichgewich-
igkei des P ozesses selbs als Kausal ak o zu in e p e ie en. Die p ozes-
sual in e essan e F age lau e , wie sich ein Sys em jensei s des Gleichge-
wich s e häl , und wie es sein Ve hal en ände , wenn es au ein Gleich-
gewich hin endie
Schumpe e s Analyse ha indessen den Vo zug, dass sie den Wi -
scha sp ozess als einen diskon inuie lichen P ozess e s eh Sodann wi d
die Diskon inui ä nich nu als mechanis ische S ö ung, sonde n als Ve hal-
ensände ung ode "Impuls" de be eilig en Ak eu e in e p e ie , womi
neben den Ressou cenbewegungen auch de ideell-geis ige Aspek in die
Analyse gelang . Eine e besse e diach one P ozessanalyse mach sich
diese Vo züge zunu ze und is zusä zlich
um
eine endogene Kausalanalyse
des ökonomischen P ozesses bemüh
G. Po en ial
und
Ak ualisie ung als Kons i uan en
des E olu ionsp ozesses
De nach olgende Ve such eine endogenen E klä ung diach one
Wi scha sp ozesse be ücksich ig Ideen und ma e ielle Fak o en als zwei
in eg ale P ozesskons i uan en. Wi ein e p e ie en e s e e als ein Po en ial
und le z e e als Ak ualisie ung dieses Po en ials. Diese Rein e p e a ion en -
sp ich eine Anwendung de P ozessphilosophie on Whi ehead, de den
P ozess de Ak ualisie ung als "conc escence", und das esul ie ende Phäno-
men als "ac ual en i y" ode "ac ual occasion" bezeichne '2•
De
diach one
Wi scha sp ozess bes eh also in de Ak ualisie ung eines Po en ials, d.h.
de Übe gang on einem synch onen Regime zu einem ande en en sp ich
dem Übe gang on einem Po en ial zu einem ande en du ch Ak ualisie-
ung und dami einem Au b auchen des an änglichen Po en ials. Ein Po-
en ial kann in einem ökonomischen P ozess sowohl e was Ma e ielles,
Ressou cenbezogenes, als auch Ideelles, au Neuhei bezogenes, beinhal en.
Wi sp echen on einem Po en ial beispielsweise, wenn ein neues S ück
Land bebau ode eine Inno a ion ge ä ig wi d. Wi we den
im
olgenden
11
Hie zu elwa auch Sche old B., Schumpe e as a Wal asian Aus ian and Keynes as a
CIassica1
Ma sballian, und Kalmbach P
JKun
H.
D., Economic Dynamies and Inno a ion:
Rica do, Ma x and Schumpe e
on
Teclmica1
Oiange
and
Unemploymen , heide in: H . .J.
Wage,..e
U1Id
J.
W.
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o
Mo ion o Modem Socie y: A
Ma x-Keynes-Schumpe e Cen ennial, Camb idge, England.
12
Whilehead A. N.,
op.CiL,
S.
208 .
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Elemen e
eine
E olu ionsökonomik 31
den Beg i des Po en ials spezi ische , im Sinne eine Idee, den de Ak-
ualisie ung im Sinne eine konk e en aum-zei lichen Ma e ialisie ung
diese Idee e wenden.
Das olgende E olu ionskonzep geh on zwei zen alen Theo emen
im Hinblick
au
die Beg i e Po en ial und Ak ualisie ung aus. Die Theo e-
me sind ökonomische Spezi IZie ungen des eingangs e wähn en P ozessaxi-
oms.
Theo em
1:
Po en iale sind endlich.
Theo em
2:
Die Summe de P obleme eines Subjek s is kons an .
Theo em 1 besag ,
dass
de diach one P ozess eine Ak ualisie ung
disk e e und e schöp ba e Po en iale da s ell . Die Sequenz Sh
S2
... s eh
iü
spezi ische Po en iale einzelne synch one Regimes. Das Cha ak e i-
s ische eines Po en ials, beispielsweise eine E Indung, is ,
dass
es Mög-
lichkei en zu seine En wicklung bzw. zu seine Va ia ion
bie e
Wi kön-
nen
also
ein synch ones Po en ial als Va ia ions pool, de eine endliche
Menge on nich -wiede holba en Ak i i ä en zuläss , de mie en.
Figu
2:
D ei ach ak ualisie es
POIe1l ial
Ein wissenscha liches Pa adigma en häl beispielsweise eine beg enz e
Menge in e essan e heo e ische Aussagen. Jedes Phänomen, beispielsweise
auch ein wissenscha liches E kenn nisziel, e laub e schiedene Beobach-
e s andpunk e und bie e in diese Eigenscha einen Va ia ionspool, de
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32
Ku
Dop c
du ch geeigne e Beobach ungen ak ualisie we den kann. Zu Illus a ion
diene Ho s ad e s " ip-Ie ". welches die d ei An angsbuchs aben des Ti els
seines Buches "Gödel. Esche . Bach" en häl
13
• Be ach en wi . un e An-
wendung eine Lich p ojek ion. den Gegens and on ech s. so sehen wi
ein
G.
Die Va ia ion des Po en ials bes eh also in de Ak ualisie ung
on
G.
Analog können wi unse en Beobach e s andpunk ände n und en wede
E ode B beobach en. d.h. das " ip-Ie "-Po en ial ak ualisie en. Die Menge
de ak ualisie ba en Va ia ionen is endlich und
in
diesem Falle genau
de inie .
Fü eine E olu ionsökonomik s ell sich die zen ale F age. wie Po en-
iale gene ie we den. Die En wicklung on Po en ialen implizie . dass ein
e olu ionä e ökonomische Wandel nu dann s aU mde . wenn lau end neue
Po en iale zu Kompensa ion de degene ie enden gescha en we den. De
on ische O de Ak i i ä en lieg bei jedem ealen P ozess bei den Teilen;
das Ganze bilde einen O dnungspa ame e . de diese Ak i i ä en koo di-
nie . Eine quan i a i e ode quali a i e Ve llnde ung diese Ak i i ä en is
dahe au die Teile zu ückzu üh en. De In e ak ionsp ozess zwischen den
Teilen gewinn mi wachsende Au onomie de Teile
an
Komplexi äL Aus
de Logik diese on ologischen S uk u olg : Ein heo e isches Ve s ändnis
eines ökonomischen Gesam phänomens kann nu aus einem Ve s ändnis des
wi scha enden Menschen selbs gewonnen we den.
Es
gib e schiedene Fähigkei en. die de Mensch bei seinen wi -
scha lichen Ak i i ä en einse z . Im Kon ex de skizzie en E olu ions-
dynamik sind zwei Fähigkei en besonde s ele an :
1.
Scha en on Neuem
2. Le nen. und dami die Ko ek u eines Ve hal ens.
Fü eine E olu ions heo ie. die ökonomischen Wandel als Ab olge neu
gescha ene und ak ualisie e Po en iale in e p e ie . is die k ea i e Fä-
higkei des Menschen. Neues zu scha en. on besonde e Bedeu ung.
De adi ionelle homo oeconomicus is in seinem Ve hal en au weni-
ge. spezi ische kogni i e Fähigkei en beansp uchende. Aspek e eduzie ; e
besi z he o agende ma hema ische und kalkula o ische Fähigkei en.
wenn
es
um
die Wahl zwischen zwei ode meh e en be ei s bes ehenden Al e -
na i en beziehungsweise Po en ialen geh . Doch e sag seine K ea i i ä
bei de Scha ung solche Po en iale selbs .
Es
is hie nich de
O .
ein
um assendes Bild des schöp e isch-kons uk i en Wi scha smenschen
zu
U lIo s ad e
D.
R., 1979, Gödel-Esche -Bach, New Yo k.
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Ele nen .c
eine
E olu ionsökono nik 33
zeichnen
'4
• Mi Siche hei wi d ein "subjek i is ische " E kennbliszweig de
Ökonomie in e disziplinä angeleg sein, d.h. Gebie e wie K ea i i ä s o -
schung, Neu ophysiologie und -psychologie, Vemal ens heo ie e c. be ück-
sich igen müssen. Wi ha en in diese A bei die E gebnisse solche Analy-
sen in eine einzigen These zusammenge ass , wonach das schöp e ische
Po en ial zu s ändigen En al ung d äng .
Da
de wi scha ende Mensch
ypische weise P obleme lös , kann da on ausgegangen we den, dass
e
sein
k ea i es Po en ial beim Lösen wi scha liche P obleme ausleb . Dem-
en sp echend we den die P obleme des Wi scha smenschen, ausgehend
on seinem k ea i en Impe us, nie abnehmen, auch wenn die D inglichkei
de Bedü nisse, zu de en Be iedigung P oblemlösungen eingese z we den,
abzunehmen schein
Fü eine E olu ionsökonomik s ell sich die F age, wie s a k sie im
Hinblick
au
ökonomische Ve hal ensannahmen abs ahie en da und soll.
Von eine In a ianz des Subjek s zu sp echen, mag als con adic o in ad-
jec o emp unden we den, zumal wenn die heo e isch-me hodische Rich ung
des Subjek i ismus als In e p e a ionsg undlage gewähl wi d.
Es
e s eh
sich, dass wissenscha liche Aussagen
in
i gendeine Fonn imme Ve allge-
meine ungen bedeu en, und dass dahe Subjek i ismus keineswegs mi
me hodische Willkü gleichgese z we den kann. Im Falle on Theo em 2
lassen sich ku.l u ell-phäno ypische Aspek e, und Akkul u a ions- und Le n-
p ozesse als quali izie ende Va iablen des Ve hal ens de Wi scha ssub-
jek e eine Popula ion be ücksich igen. Das Ve hal ens heo em kann
sodann
spezi izie we den, indem geno ypische Di e en iale be ücksich ig we den.
Es
schein , dass solche heo e ische Spezi izie ungen spä e em E kenn nis-
bemühen eine E olu ionsökonomik o behal en sein dü en. Diese Schluss
lieg nahe, wenn wi uns o Augen üh en, dass die adi ionelle Ökono-
mie bei den Ex ensionen ih es Ra ionali ä sp inzips, beispielsweise de
"bounded a ionali y", "selec i e a ionali y", e c. noch keine Di e en iale,
wede geno- noch phäno ypische, zwischen den Wi scha ssubjek en be-
ücksich ig Es schein in diese Phase des E kennblisbemühens zweckmäs-
sig zu sein, mi "globalen" VeIbal ensannahmen zu ope ie en, um so die
14
Die No wendigkei eines neuen Menschenbildes ü die Ökonomie wi d du ch die
Ta sache bewuss , dass Ve e e i alisie ende Dok inen gleiche massen ein solches o de n.
So schläg beispielsweise 10M Fosle , de eine polilÖkonomischen ode ins i u ionellen Rich-
ung zuge echne we den kann, o , den "k ea i en Wi scha smenschen" in die Ökonomie
einzu üh en. Fosle , I., 1987, E olu iona y Mac oeconomics,
London.
T adi ionelle weise
o dem auch Ökonomen, die sich on de ös e cichischen Schule inspi ie en lassen, ein neues
Menschenbild und Ve hal ensannahmen, die die K el i i ä des Menschen be ücksich igen.
Z.B. Will,
U.,
1989, Eme gence and Dissemina ion
o
Inno a ions. Some P oblems
and
P in-
ciples
o
E olu ion& y Economics, Bei ag zu Tagung des A bei sk eises "E olu o ische Öko-
nomik" im Ve ein ü Socialpoli ik, F eibu g. Ich habe den Ve such un e nommen, den homo
oeconomicus o dem Hin e g und mode ne neu ophysiologische E kenn nisse zu in e p e-
ie en und neu m deu en. (Das om Schweize ischen Na ional ond zu Fö de ung on Wissen-
scha und Fo schung 1979 -1982 gesponse e P ojek blieb ein 250 Sei en um assendes
To so.)
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34
Ku
Dop e
Diskussion übe haup einmal e s om adi ionellen Menschenbild weg und
in eine ande e, de E olu ionsökonomik besse en sp echende Rich ung zu
lenken.
Im olgenden sei ku z die B auchba kei de beiden Theo eme ü die
Gene ie ung on ökonomischen Hypo hesen demons ie Endlichkei des
Po en ials bedeu e ,
dass
es mi seine Ak ualisie ung abnimm und sich
e schöp . Eine E mdung üh beispielsweise zu eine un e nehme ischen
Inno a ion, die jedoch ih e sei s Nachahme inde , die das Inno a ions-
po en ial zum E schöp en b ingen. Diese Degene ie ungsp ozess en sp ich
essou cenmässig einem sinkenden P eis ode eine sinkenden Su plus a e
li das en sp echende Gu . Die knappe we denden Ressou cen üh en
indessen jedoch auch zu einem spezi ischen ökonomischen Ve hal en. Im
s a ischen Kon ex de adi ionellen Ökonomie gelangen wi zu Aussage,
dass
die Ak o en bis zum Zei punk de E schöp ung de Ressou cen die
bes e ela i e Wahl zwischen den e ügba en Ressou cen, bzw. Va ia ions-
möglichkei en dieses Po en ials e en we den.
Be ach en wi nun den Pool nich nu als eine zusehends knappe
we dende Ressou ce, sonde n als ein Po en ial,
das
schöp e ische En al-
ung z.B. im Sinne Schumpe e s, zuläss , so olg da aus,
dass
die schöp-
e ische Fähigkei des Menschen, sich in P oblemen anhal end auszuleben -
die Summe seine zu Ak ualisie ung d ängenden P obleme is kons an in
Anbe ach seines gegebenen k ea i -ene ge ischen Po en ials -imme weni-
ge ealisie we den kann. De P ozess de E schöp ung eines Va ia ions-
po en ials wi d also on einem P ozess de Suche nach und de Gene ie-
ung on neuen Va ia ions po en ialen beglei e .
Theo e ische Regelmässigkei als Ak ualisie ungsd uck au g und
sch ump ende Po en iale lei e sich nich aus einem "Gese z" he , wie es
li
Ressou cenbewegungen de ökonomischen Dynamik ypisch is . sonde n
aus eine Annahme übe ein subjek i is isches Elemen des Wi scha s-
menschen: seine K ea i i ä . Die Annahme de K ea i i ä als heo e ische
Va iable üh also nich
ap io i
zu willkü lichen und öllig un o he sag-
ba en ökonomischen Abläu en, sonde n läss heo e isch explizie ba e Ab-
lau mus e übe die Zei e kennen und e ö ne sich so de wissenscha li-
chen Analyse.
H.
Ökonomische P ozesse jensei s des Gleichgewich s
Die Be ücksich igung de in Theo em 1 und 2 besch iebenen P ozess-
eigenscha en üh zu einem neuen diach onen P ozess e s ändnis, das
mi els eines Diag amms ku z e läu en we den soll.
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Elemen e eine E olu ionsökonomik
35
Figu
3:
Ak ualisie ung eines Po en ials mi Bi u ka ionen ü P ozesse jenseiu des Gleichge-
wichu
a = An angsbedinglDlgen
a'
= Bi u ka ion; neue An angsbedinglDlgen, a '> 0
o = Gleichgewich
De K eis ep äsen ie ein Va ia ionspo en ial, dessen E schöp ung
du ch eine spi al önnig zu Mi e ge ich e e Linie besch ieben wi d.
Die An angsbcdingungen a sind nich du ch den Nullpunk . sonde n
du ch die Asymp o e de Spi ale de mie . De P ozess de In olu ion eines
Po en ials wi d du ch den P ozess eine zunehmenden Ve engung de Spi a-
le da ges ell De absolu e Endzus and des synch onen Regimes is du ch
den Nullpunk . beispielsweise das Schumpe ecsche s a ische Gleichgewich .
gegeben.
Nehmen wi als Beispiel eines Va ia ionspo en ials ein ökonomisches
Pa adigma. Das neoklassische Pa adigma ha bei all seinen Vo zügen den
Nach eil. dass es ein seh e schöp es Va ia ionspo en ial da s ell und dahe
die Ak ualisie ung wei e e wissenscha liche E gebnisse schwie ig mach .
D ei P ozessop ionen sind möglich. Eine e s e bes eh
in
de analy ischen
Di e enzie ung und Anwendung bes ehende heo e ische Konzep e au
neue P oblems ellungen. Eine zwei e und g osse Domäne de neoklassi-
schen Analyse begnüg sich mi Wiede holungen. Diese Fonn de Re en ion
ha
Vo eile
in
Fonn e besse e Kommunika ionsmöglichkei en und eine
e ie en Du chd ingung des bes ehenden Wissens. Das neoldassische Pa a-
digma is auch eine Ve hal ensno m. welche wissenscha liches A bei en
sozial belohn ode bes a . T o z diese Vo züge s eh daue nde Wiede -
holung die Ta sache gegenübe , dass Wiede holung langweilig und dami -
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36
Ku
Dop c
Whi ehead olgend -de Feind allen Lebens is : ein Ko ola ium zu Theo-
em 2. Mi zunehmende In olu ion des neoklassischen Pa adigmas nimm
dahe auch de k ea i e Impe us zu En wicklung eines neuen Pa adigmas
im
Sinne eine Ak ualisie ung de d i en P ozessop ion zu. K ea i i lJ lieg
jensei s de Wiede holung. Da das Po en ial des neoklassischen Pa adigmas
endlich is
und
Theo em 2
on
de Annahme de anhal enden schöp e i-
schen K a des Menschen ausgeh , is de P ozess des Übe gangs
zu
einem
neuen Pa adigma unausweichlich. Un e de Anwendung de beiden Theo-
eme wi d de P ozess nich bis
zum
absolu en en opischen Endzus and
(Nullpunk de Spi ale) e lau en, sonde n die Annähe ung dieses Zus andes
wi d K ä e auslösen, welche den P ozess jensei s des Gleichgewich s ab-
lau en lassen.
Es
beda
also keine exogenen S ö ung des Gleichgewich s,
um
einen P ozess jensei s des Gleichgewich s au ech zu e hal en.
I. Zum Un e schied zwischen E olu ionspo en ialen
und nich -linea en Po en ial unk ionen
Die skizzie e heo e ische Vo s ellung is konsis en mi de Theo ie
dissipa i e S uk W'en, die heu e in de Biophysik als ein akzep ie e
G undp eile ü die In e p e a ion lebende Sys eme gil I'. Bei de ( o wie-
gend p äbio ischen) Theo ie dissipa i e S uk u en bes eh ein endliches
Va ia ionspo en ial
in
Fo m
on
in
die Umwel dissipie ba e Ene gie; ein
o enes Sys em kann sich nu e hal en,
wenn
es genügend K ea i i ä be-
si z , den P ozess zum en opischen Gleichgewich hin au ech zuhal en.
De
au unse e In olu ionsspi ale skizzie e P ozess wi d also nich bis zum
absolu en cn opischen GleiChgewich e lau en, sonde n es wi d eine o -
zei ige Bi u ka ion, eine T ansi ion, einen diach onen Phasenübe gang zu
einem neuen s uk u ellen Regime geben.
Die Theo ie dissipa i e S uk u en is abe auch geeigne , die G en-
zen on Analogien ode Isomo phien on na u wissenscha lichen Konzep-
en ü die Ökonomie au zuzeigen. Eine sei s e laub die nich -linea e
Dynamik -mi de Theo ie dissipa i e S uk u en als Spezial all -Ein-
sich en in wesen liche Eigenscha en ökonomische P ozesse, wie [ e e si-
bili ä , His o izi ä , P ozesse hallUng du ch Su plusgene ie ung
Gensei s
des
Gleichgewich s) sowie Biju ka ionskons ella ionen und diskon inuie liche
Phasenübe gänge als Kons i uan en des e olu ionä en P ozesses. Ande e -
sei s is die nich -linea e Dynamik eben imme noch eine Dynamik, die
u -
sp ünglich zu heo e ischen Besch eibung in a ian e physikalische Phä-
nomene konzipie wu de. De Beg i des "Gese zes" und dami zusam-
menhängend die wissenscha s heo e ische Konzep ion des De e minismus
sind aus de Disziplin de Dynamik nich wegzudenken. Es is also zu
IS
VgL
hie zu die A bei en on P igogi lll
/.,
z.B.
1980, F om Being
10
Becoming, San
F ancisco.
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Elemen e eine E olu ionsökonomik 37
un e scheiden zwischen einem De enninismus linea e Gleichungen und
einem De enninismus nich -linea e Gleichungen (z.B. "de enninis isches
Chaos"). Eines de wesen lichen Cha ak e is ika linea e Gleichungen de
Dynamik is , dass nich nu gleiche, sonde n auch ähnliche An angsbedin-
gungen zu nich nu gleichen, sonde n auch ähnlichen de e minis ischen
Abläu en üh en. Bei nich -linea en Gleichungen kann schon bei ein achs en
Gleichungen du ch geeigne e Pa ame e wahl ein Ablau mus e gene ie
we den, bei dem kleins e (in mi esimale) Un e schiede in den An angsbe-
dingungen zu einem öllig un o he sagba en Ablau Uh en, also on Tole-
anz bezüglich den An angsbedingungen keine Rede sein kann. Diese
dynamische Ablau ha wegen de implizie en Ei.genscha en, wie I e e si-
bili ä und Nich -Vo he sagba kei , bei manchen Okonomen zu Vo s ellung
ge üh , dass auch die de e minis ische Ke nannahme de Dynamik el quel
in die ökonomische Analyse mi übe nommen we den kann. Demgegen-
übe dü e de en scheidende Vo zug eine E olu iOllSÖkonomik on ielen
Ökonomen ge ade da in gesehen we den, dass sie die aus dem 18. und 19.
Jah hunde s ammenden Konzep e des De e minismus und des Gese zesbe-
g i es übe winde und den -menschlichen In en ionen und k ea i e En al-
ung immanen en -F eihei sg aden bei de Fo mulie ung ökonomische
P ozesse Rechnung äg .
Wenn nich be ei s am An ang eine pa adigma ischen Diskussion die
konzep ionellen und wel anschaulichen Wu zeln de e schiedenen Ansä ze
o engeleg we den, bes eh die Ge ah , dass Beg i e und Denkka ego ien,
die den Sozialwissenscha le und Ökonomen in ui i ansp echen, unk i isch
übe nommen we den, und dami die gesam e E bscha inadäqua e Konzep-
e in die "neue" Ökonomie gelang und du ch sp achliche Gewöhnung
einen es en Pla z im wei e en Disku s e hälL
Die olgende Klä ung des Beg i s "Po en ial", wie
e
in de nich -
linea en Dynamik und in
de
skizzie en E olu ionsökonomik e wende
wi d, soll nich nu dazu dienen, das e olu ionll e Po en ial-Konzep on
jenem de ökonomischen Dynamik abzug enzen, sonde n auch beispielha
das e wähn e Sp achp oblem zu demons ie en. In de nich -linea en Dyna-
mik sp ich man on eine "Po en ial unk ion". Man kann sich diese als
eine "mechanische Landscha " o s ellen, wobei zwischen einem kon exen
und nich kon exen Typ un e schieden wi d. Die Kon exi ä bzw. die Nich -
kon exi ä is nu ü die An angsbedingungen, nich jedoch ü den T ajek-
o e lau ele an (diese is ja bei gegebenem Bewegungsgese z ein de-
e minis isches E gebnis de An angsbedingungen). Haben wi eine Po en i-
al unk ion kon exen Typs, so is de Endzus and des Sys ems eindeu ig
de inie . Die ökonomische Gleichgewich s heo ie kenn beispielsweise einen
(einzigen) Gleichgewich sp eis, de , analog de klassischen Mechanik, den
Ruhezus and des Sys ems de inie . In nich -linea e Re o mulie ung kann
de Endzus and des T ajek o s bei kon exen Po en ial unk ionen als Fix-
punk a ak o besch ieben we den. Is die Po en ial unk ion nich kon ex,
so haben wi zwei ode meh e e (de e minis ische) Abläu e und de Endzu-
s and des Sys ems kann p inzipiell nich o he gesag we den. Kleins e
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38
Ku
Dop c
Un e schiede bei den An angsbedingungen we den zu e schiedenen Endzu-
s änden des Sys ems, z.B. zu quali a i neuen s uk u ellen Regimes bei
einem Phasenübe gang, üh en. Die nich kon exe Po en ial unk ion kann als
eine Fo malisie ung de ealen Bi u ka ionsp oblema ik beg i en we den.
(Die P oblema ik wi d kla , wenn man beispielsweise die i a ionale Zahl 1
in de Funk ionsgleichung be ücksich ig ) Die kon exe und nich kon exe
Po en ial unk ion un e scheide sich lediglich
dW'Ch
die un e schiedliche
Na u de An angsbedingungen und die schwe wiegenden Konsequenzen im
Hinblick au die Einmaligkei und Vo he sagba kei de Abläu e". Wu de
jedoch beim Sys em die in ini esimal kleine An angsu sache zu Wi kung
geb ach , die als "his o ische Zu all" eine Rolle spielen kann, so e häl
sich
das
Sys em wäh end seines gesam en Ablau es bis zum Endzus and
öllig de e minis isch 17.
De in diese A bei o geschlagene Po en ialbeg i nimm eine sei s
Po en iale nich als gegeben an, sonde n läd zu heo e ischen Explizie-
ung solche Po en iale ein. Wie in Theo em 2 zum Ausd uck geb ach , is
die une schöp liche K ea i i ä des Menschen ein Cha ak e is ikum des wi -
scha lichen HandeIns,
das
zu Scha ung imme neue K ea i i ä spo en ia-
le, z.B. in Fo m e besse e P oblemlösungen, üh Dabei wi d angenom-
men, dass de ene ge ische Impe us nich nu om Menschen ausgeh (als
"in e nes Mo i a ionszen um" im Ko ex), sonde n
dass
auch die Ak uali-.
sie ung eines bes ehenden Po en ials zu Knapphei s e häl nissen üh , die
au wi scha ende Menschen einen D uck zu En al ung ih e K ea i i ä
zu Scha ung neue Po en iale ausüben. Bei all diesen P ozessen spiel die
K ea i i ä und die ih immanen e En scheidungs eihei -F eihei zu Neu-
em
-eine zen ale Rolle. Aus diese Ve hal ensannahme esul ie ein Kon-
zep on Po en ialen, die du ch ein daue ndes "S i b und We de" cha ak-
e isie sind. Das En s ehen und
das
Ve gehen sind kons i u i e Me kmale
eines e olu ionä en Po en ialbeg i es. E un e scheide sich wesen lich om
Beg i eines "mechanis ischen Po en ials", bei dem
das
Po en ial du ch eine
ad hoc-Annahme übe die Fo m eine Gleichung bzw. du ch eine "einge-
o ene Landscha ", die de e minis ische Ve läu e o gib , de inie
is
16
Fü eine wei e üh ende Diskussion z.B. Dop e K., The Complexi y
c
Economic
Phenomena, Reply o Tmbe gen and Beyond, in: Jou nal
c
Ecomxnic Issues, e schein
SepLI990.
11
Zu Rolle des his o ischen Zu alls und de kumula i en Ve engung de Op ionen z.B.
A /hUT
W.
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Dynamies
c
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Elemen e
eine
E olu .ionsökonomik
J. Schluss olge ungen bezüglich
eine
zukün igen
E olu ioDSÖkonomik
39
Eine E olu ionsökonomik ha zwei zen ale E kennblisbe eiche. Sie
analysie zum einen ökonomische S uk u en, die sie nich lediglich als
Agg ega einzelne En scheide, sonde n als ein E gebnis eines kommunika-
i -in e ak i en P ozesses e s ehL Im Zuge dieses P ozesses en s eh S uk-
u un e de Annahme, dass die Teile eine Klasse on Phänomenen, z.B.
Wi scha ssubjek e ode ins i u ionelle Einhei en wie Fi men ode Haushal-
e, eine p inzipielle Assozia ionsneigung haben, und dass diese im Zuge des
S uk u ie ungsp ozesses zu einem O dnungs pa ame e üh , in dem mini-
male kommunika i -in e ak i e Inhal e akzep ie und konsensual es geleg
sind. Es wu de eine ökonomische Spezi IZie ung dieses Selbso ganisa ions-
modelles o geschlagen, die wenige die ausschliessliche Rele anz
des
P eises als "Thema" des ökonomischen P ozesses be on (beispielsweise
deshalb, weil dies Ökonomen sei de "ma ginalis ischen Re olu ion" un);
ielmeh wu de in eine e olu ionsökonomischen Diskussion auch die
Chance gesehen, bishe e nachlässig e, abe ü
das
Ve s ändnis de
Ma k p ozesse wesen liche Aspek e de ma k mässigen 'Themenbildung",
welche T ansak ionen, Aus ausch und Koope a ion bes immen, zu be ück-
sich igen.
De zwei e E kenn nisbe eich eine E olu ionsökonomik - heo iege-
schich lich wohl ih anges amm e Ke nbe eich -is die Analyse des e olu-
ionä en Wandels. En scheidend schein das Ve s ändnis ökonomische P 0-
zesse als diskon inuie liche En wicklung, als Phasenübe gänge on einem
quali a i en Zus and zu einem ande en. Die wesen lichen Cha ak e is ika
eines ökonomischen P ozesses als diskon inuie liche Phasenübe gänge wu -
den mi dem Konzep des Po en ials heo e isch zu e assen e such . Wäh-
end bei de synch onen Analyse de Selbs o ganisa ion und S uk u eme -
genz die Assozia ionsneigung de Teile, de Wi scha ssubjek e, he ausge-
s ell wu de, spiel e bei de Analyse e olu ions-dynamische P ozesse die
K ea i i ä des Wi scha smenschen die en scheidende Rolle. Gene ie ung
und Ak ualisie ung sind gleichennassen E gebnis subjek i en Handelns, in
dem sich K ea i i ä (in einem wei es en Sinne) en al el Eine "de ennini-
s ische" Komponen e bekomm diese sich selbs -e hal ende P ozess du ch
die Annahme, dass Po en iale endlich sind und dass die K ea i i ä sen al-
ung des Menschen (inne halb eine phäno ypisch-kul u ell spezi izie en
Popula ion und un e Nich be ücksich igung on gene ischen Di e en ialen
zwischen Wi scha ssubjek en) kons an is . Die pa adigma isch-analy ische
S uk u des skizzie en Wi scha lsp ozesses un e scheide sich indessen
on de des de enninis isch-deduk i is ischen Ansa zes, wie
e
in de linea-
en und nich -linea en ökonomischen Dynamik zu Anwendung komm .
Wi scha liche E olu ion wi d als eine diskon inuie liche Ab olge on -sich
in K ea i i ä auslebenden Wi scha ssubjek en gescha enen -Po en ialen
und ih e aum-zei lichen Ak ualisie ung de inie . Ein E kennblis o sch i
wi d in de heo e ischen Spezi IZie ung dieses als Fo schungsp og amm
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Elemen e eine E olu ionsökonomik
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46928-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:45:38
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EVOLUTORISCHE ÖKONOMIK
ode
KREATIVITÄT
IN
DER
THEORIE 1
on Gün e Hesse, Wü z bu g
Diese Bei ag handel übe eine bes imm e Vo s ellung on de "eigen -
lichen" Bescha enhei (On ologie) des Gegens andes de Volkswi scha s-
leh e und de dami konsis en en allgemeinen Me hode de Theo iebil-
dung. E beweg sich au de Ebene de "Wel bilde ", die die Ökonomen
bei de Bea bei ung konk e e P oblems ellungen im "Hin e kop ' haben.
Diese Wel bilde beein lussen nich nu die A de P oblems ellung und
die Bewe ung o geschlagene Lösungen, sonde n auch die Auswahl de
behandel en P obleme.
Es wi d zum einen ku z angedeu e , daß sich die Vo s ellung, nach de
K ea i i ä ode endogene Wandel kons i u i es Me kmal des o ges ell-
en Gegens andes de Volkswi scha sleh e is , zwanglos aus de Ve än-
de ung de Vo s ellungen on de eigen lichen Bescha enhei de Wel e -
gib , wie sie e wa om Ende des
18.
bis zu Mi e unse es Jah hunde s
s a ge unden haben - on Adam Smi h bis Wal e Eucken z.B.. Zum
ande en wi d gezeig , daß schon die analy ische Basiseinhei de ökonomi-
schen Theo ie, die e lek ie e Handlung eines Subjek s, nich ohne k ea-
i es Elemen gedach we den kann. Dami wi d auch de "logische O "
bes imm ,
an
dem die K ea i i ä in die ökonomische Wel komm . Diese
aus dem Gegens and nich meh wegdenkba e K ea i i ä
ha
zu Folge,
daß die e olu o ische Ökonomik zu angemessenen allgemeinen Me hode
de Theo iebildung wi d.
Die Ände ung de Vo s ellungen on de "eigen lichen" Bescha enhei
des Gegens andes de Theo ie und die da aus olgende Ände ung de A
1
Diese
Bei ag
is
aus
den
beiden
Papie en
"Handeln
in
de
Zei
als
analy ische
Ba-
siseinhei
de
e olu o ischen
Ökonomik"
und
"Zmn
P oblem
de
Neuhei
in
de
ökono-
mischen
Theo ie"
en s anden,
die
am
30.6.1988
und
Am
8.7.1989
in
F eibu g
o ge agen
wu den.
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50
GOn e Hesse
de wissenscha lichen E assung
d ',s
o ges ell en Gegens andes, lieg au
eine ande en Ebene de "in e nen S uk u " de Wissenscha 2 als die
Ände ung on Theo ienaussagen
wie
z.B. bei de Re o mulie ung des "Ge-
se zes" de (indi iduellen) Konsumgü e nach age als Reak ion au den
Gi en-Fall. Zum Ve s ändnis de G ünde und Folgen solche Ände ungen
au
den höhe en Ebenen de in e nen
S uk u
de Wissenscha is ein
Maß
an
Re lexion übe die Bedingungen und Möglichkei en de eigenen
wissenscha lichen A bei e o de lich, das wäh end de no malen wissen-
scha lichen A bei nu sel en e wo ben wi d. We z.B. die F age, "Sind
Sie de Ansich , daß Modelle die Reali ä in e ein ach e Fo m abbil-
den?"
mi
"Ja" bean wo e , dü e mi wei e en S udien
au
dem Gebie
de E kenn nis heo ie3 hohe G enze äge e zielen können.
A.
Zu
Gegens ands o s ellung
e olu o ische
Theo ie
Das en scheidende Me kmal e olu o ische Theo ie is , daß sie ih en
Gegens and nich als "Maschine" kons i uie .
Als "Maschine" kann man in Anlehnung an
H.
.
Fö s e 4 einen Zu-
sammenhang zwischen einem bes imm en besch eibba en5 Ou pu zus and
Y( )
zu Zei , einem e mi elnden "in e nen Zus and" Z( ) zu Zei
und einem Inpu zus and
X( )
zu Zei bezeichnen, bei dem
Zen wede
in a ian gese z ode au eine o gegebene Weise e ände wi d.
Im
e s en Fall (" i iale" Maschine) bleib die "Vo sch i ", nach de
Inpu zus ände in Ou pu zus ände ans o mie we den, un e ände . Wi
ho en in de Regel, daß die meis en ealen Maschinen,
mi
denen wi
uns umgeben -wie z.B. Au os, Uh en, Lo ozahlen-Ziehmaschinen
-,
i iale Maschinen bleiben mögen. Als Beispiel ü o male, d.h. lediglich
aus Rechen o sch i en bes ehende, i iale Maschinen seien Mul iplika o -
Akzele a o -Konjunk u -Modelle genann .
Im
zwei en Fall (nich - i iale Maschine) wi d die Ou pu sequenz nich
nu
on de Inpu sequenz und de T ans o ma ions o sch i /y(x
-+
y)
bes imm , sonde n auch on de Vo sch i (/z), nach de die T ans o ma-
ions unk ion (/y) e ände wi d. Als Beispiel können "le nende" Wesen
ange üh we den, bei denen die Reak ion
au
Reiz a ia ionen sys ema isch
mi
z.B. de Zei ode de Zahl be ei s e olg e Reiz-Reak ions o gänge
2
g
l.
Heue
G. (1979), S. 187.
3 Als
Eins ieg
in
die
jünge e
Diskussion gl. z.B.
die
Bei äge
in: Schmid S.J. (H sg.)
(1987); Riedl
R.
und
Wuke i , F.M. (H sg.) (1987); Oe,e
E.
und
BOße E.M. (H sg.)
(1988).
4
Fö , e
H.
.
(1985), S. 177
H,
S.12
H.
5Die
Zus ände
können
z.B.
in
We en
on Va iablen
angegeben
we den.
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K eaü i ll
in
dc TI1CO iC
51
a iie . Eine nich - i iale Maschine könn e z.B. aus eine P oduk ions-
unk ion
und
eine Vo sch i zu Ände ung de P oduk ions unk ion, z.B.
Ände ung des E izienzpa ame e s in Abhängigkei on de Zei (" echni-
sche Fo sch i "), bes ehen. Na ü lich kann man auch ande e Me kmale
on T ans o ma ions o sch i en sys ema isch ände n und
au
diese Weise
iel äl ige "En wicklungsgese ze" gewinnen.
Man kann sich leich o s ellen, daß insbesonde e
mi
nich - i ialen
Maschinen (auch höhe e O dnung) äuBe s komplizie e und iel äl ige
(einschließlich i e e sible ) Inpu -Ou pu -Sequenzen modellie ba sind.
Das alles ände nich s
an
de Vo s ellung om so e aß en Gegens and
als eine Maschine, in de , das is das en scheidende Me kmal, endogene
Wandel nich zugelassen is .6 Als endogene Wandel we den Ände un-
gen des in e nen Zus andes bezeichne , die nich du ch exogene Va ia ion
de T ans o ma ions o sch i en beding sind. Endogene Wandel en s eh
"spon an" ode "un e u sach " (Shackle).
In einem als Maschine gedach en Gegens and is also endogene Wandel,
ode e was ande s o mulie K ea i i ä , nich zugelassen. K ea i i ä is
hie exogenisie und bei dem "Schöp e " de T ans o ma ions o sch i en
und Inpu zus ände angesiedel . E olu o ische Theo ie zeichne sich ge ade
dadu ch aus, daß in den on ih un e such en e olu o ischen P ozessen
K ea i i ä zugelassen is ; hie is K ea i i ä endogenisie .
B.
Benö igen
wi
eine
Theo ie
e olu o ische
P ozesse?,
ode :
Zu
E olu ion
e olu o ische
Theo ie
Diese F age is nich du ch die Diskussion echnische De ails einzelne
Theo ien zu lösen. Sie ziel
au
die g undlegenden Vo e s ändnisse ode
"Wel bilde " , inne halb de e Theo ien en wo en und k i isie we den.
7
Nähe n wi uns eine An wo au einem Umweg, agen wi zunächs :
Un e welchen Bedingungen benö igen wi keine e olu o ische Theo ie?
O ensich lich benö ig man keine Theo ie e olu o ische P ozesse, wenn
man "die" Wel als eine Maschine be ach e , die aus eine Schöp ung
eines übe g ei enden Wesens he o gegangen is . Die Vo s ellung eine
6Mi diese allgemeinen
Fo mulie ung
wi d
die
iel äl ige
K i ik
an
"s a ischen"
ode
"pseudo-dynamischen"
Theo ieansä zen
au
einen
Nenne
geb am. .
Vgl.
neben
A bei-
en
on Shad:le
G.L.S.
zum
Beispiel
K iuelbe g
H.G. (1969),
Rö,ke
J. (1977),
Heue
G. (1979), Kühne K. (1982)
und
Wi
U.
(1987).
7
Zu
in e nen
S uk u
de
Wissenscha
und
zu
"Technik"
de
K i ik
on
g undle-
genden
Vo s uk u ie ungen
gl.
Heue
G.
(1979), S.
187,
S. 121-199.
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52
Gün c
Hesse
"gegebenen"··Wel hiel sich als e lek ie e WeI sich in de eu opäischen
Wissenscha ,
seh
g ob gesp ochen, bis zum Ende des 19. Jah hunde s.s
Fü
Adam
Smi h
9 zum Beispiel wa das Uni e sum einschließlich de da in
lebenden Menschen eine Maschine, e scha en du ch ein allweises Wesen,
das alle Bewegungen du ch "Na u gese ze"10 lenk .
Die Menschen sind Teil de Na u und ih e in ellek uelle, mo i a i0-
nale usw.
Auss a ung
is so gewähl , daß sie, wenn sie ih en T ieben -
z.B. ih em "na ü lichen" Egoismus - olgen, die "Pläne de Vo sehung
de Ve wi klichung nähe b ingen".l1 Die Menschen mögen den Eind uck
haben, ei nach eigenen Zwecken zu handeln, objek i sind sie "Räde in
eine Uh "
,12
die on einem gö lichen Handwe ke gescha en wo den is .
Die g undlegende, auch
im
Weal h o Na ions angewand e Me hode be-
s eh
in de Ablei ung des zu E klä enden -de his o ischen Ab olge de
Handlungsg undlagen de Menschen -aus dem
"Plan
de Na u "
.13
Fü
den o ausgese z en ollkommenen und allmäch igen Baumeis e
gib es keine Übe aschungen
im
(his o ischen) Ablau seine Uh ,
es
gib
nich s p inzipiell Neues
im
so o ges ell en Gegens and -und in de
Theo ie des Gegens andes. Wenn die Wissenscha die on
Go
"gege-
benen" Na u -Gese ze
und
An angsbedingungen au gedeck ha , kann sie
den his o ischen Ablau logisch gül ig deduzie en, d.h.
mi
einem Maschi-
nenmodell abbilden.
De Wissenscha le e such dann
au
i gendeine Weise (die in den
Passagen seines We kes e läu e wi d, die de E kenn nis heo ie gewid-
me sind), Einsich in die Schöp ung zu nehmen -was na ü lich die E -
laubnis ode soga Mi wi kung des Schöp e s o ausse z , womi sich die
Wissenscha als
Ins umen
de O enba ung e s ehen kann. Das gib
de olgende Ve s, de wohl auch Adam Smi hs Übe zeugung ausd ück ,14
au
einp ägsame Weise wiede :
"Na u e
and
Na u e's Laws laid hid in Nigh -
God said
'Le
New on Be' and All was Ligh "
15
Diese Vo s ellungswel mag uns heu e zwa e was sel sam e scheinen,
8 gl di e enzie e
Heue
G.
(1979), S. 55-121, S. 201 , S. 261-378.
9 gl. Smi h
A.
(1790), S. 250
,
S.
398
und
Smi h
A.
(1811),S. 226.
10
gl.
zu
Vo s ellung
on
Gese zen,
denen
die
Na u
geho chen
muß,
neben
Smi h A.
(1790), z.B. S. 250 ,
besonde s
die
Un e suchungen
on
Zililei E. (1942), S. 66-97.
11
Smi h A. (1759), S.
25l.
12Ebenda,
S.
129/130.
13
g
l.
S ewa D.
(1811/12),
S. 490/491.
14
g
l.
Smi h
A.
(1811), S. 196, S. 206, S. 208,
S.I87
i.V.m.
S. 74 .
15Zi a
nach
Tenb uck F. (1975).
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K ea i i A
in
de Theo ie 53
imme hin e häl man sich
au
diese Weise - e bunden
mi
de Übe zeu-
gung, daß Nich wissenscha ie im allgemeinen nu b uchs ückha ("un-
ollkommen") übe die wah en Zusammenhänge de "gegebenen" Wel
in o mie sind -die Möglichkei , die eigene Exis enz als Wissenscha le
konsis en zu denken.
16
Die "Annahme" , alle Ak eu e
hä en
" olls ändige
In o ma ion" übe die "gegebene" Wel , wü de die Rolle des Wissenscha -
le s e schwinden lassen.
Mi dem "Abb uch de me aphysischen T adi ion"17 gegen Ende des·
19. Jh .
iel
ü die Wissenscha ein solche exogene K ea o ode zu-
mindes ein in e subjek i e bindlich zu machende e kenn nis heo e i-
sche Zugang zu dessen Baus einen und Bauplänen weg.
Fü
Teile de
Na u wissenscha en wie z.B. die klassische Mechanik schien das nich iel
zu ände n. Zwa e lie die Vo s ellung, das ganze "Uni e sum, einsch-
ließlich de da in lebenden Menschen, ih e Gedanken und Handlungen
sei eine"Maschine (de physikalische De e minismus
18
is eine Va ian e
diese Vo s ellung) an A ak i i ä , nachdem die Denkmöglichkei eines
S andpunk es auße halb de einen Maschine wegge allen is -sie wi d
z.B. ü die wissenscha liche A gumen a ion olgenlos,
da
sowohl die An-
nahme als auch die Ablehnung diese Vo s ellung du ch Wissenscha le
physikalisch de e minie sein mag ode auch nich
-,
abe aus diese Än-
de ung e gib sich noch nich die Folge ung, daß es in de ganzen Wel
keine Maschinen gebe. So kann man das schwe zu k i isie ende A gu-
men o b ingen, daß
es
zumindes Teile de Reali ä (z.B. äumlich, zei -
lich ode g ößeno dnungsmäßig bes imm ) geben mag, die als i iale ode
nich - i iale Maschine e aß we den können,
und
man
kann sich
mi
dem
e was wenige ansp uchs ollen Ziel begnügen, nu solche Gegens ände un-
e suchen zu wollen. Nach
H.
. Fö s e wa das die S a egie de soge-
nann en "ha d sciences". Sie haben sich o wiegend
mi
"so p oblems"
beschä ig ,19 d.h.
mi
Gegens änden, die als Maschinen modellie we den
konn en ode wu den.
20
Mi de Figu 1 soll de Un e schied diese Vo s ellungen e deu lich
we den. Figu
1.1
symbolisie die Vo s ellung on "de " Wel als eine
Maschine "M" (die wiede um aus beliebig ielen Sub-Maschinen bes ehen
kann), die das Resul a eines k ea i en Ak es "K" is . Du ch diesen Ak
wu den e s e Inpu , T ans o ma ions o sch i en und Ände ungen on T -
16
Auße dem
wi d
deu lich,
daß
die
Endogenisie ung
on
Va iablen,
die
on
K i ike n
de
"Da enlc anzme hode"
ge o de
wi d,
nich
no wendige weise
zu
e olu o ischen
Theo ie
üh .
17
gl. Sckulz W. (1972).
18
g
l.
Poppe
K.R.
(1973).
19
9l.
Fö , e H.". (1985), S.
17
.
20Ein Beispiel.
ü
die
Anwendung
des
Maschinenpa adigmas
in
de
Mak oökonomie
disku ie
Wulwick N.J. (1987), S. 836, S. 838, S. 841/842.
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54 GOn .c Hesse
(0
I
[;]-Q-[;]-0
I I
Q Q
(0-Q
-Q-Q.-0-G-
I I
Q Q
I I
[;]-Q-GJ-Q
Figu
1.1
Figu
1.2
an o ma ions o sch i en es geleg . Danach wi d das P og amm ealisie :
Die We e de Va iablen,
mi
denen wi Ou pu zus ände zu i gendwel.chen
Zei punk en besch eiben, ände n sich.
Figu 1.2 symbolisie die Vo s ellung, nach de zwa nich "die" Wel
eine Maschine is , nach de sie abe auch aus Maschinen bes eh . Diese
sind eingebe e in Vo gänge, die nich als Maschinen besch ieben we den
können. De in de Zei ablau ende "Wel p ozeß" is zwa ein e olu o-
ische P ozeß -
es
gib
endogenen Wandel ode K ea i i ä in de so
o ges ell en Wel
-,
doch is de Gegens and de Theo ie kein e olu o i-
sche P ozeß. Sie beschä ig sich
nu
mi den als Maschine besch eibba en
Teilen bzw. g enz ih Objek so ab, daß
es
als Maschine modellie ba is .
Das is de Weg, den Wal e Eucken, de in iele Hinsich
au
de Höhe
de philosophischen Re lexion seine Zei s and, bewuß ( ielleich im Ge-
gensa z zu manchen heu igen Theo e ike n, die "es so machen, weil
es
alle
so machen") wähl e,
um
in de Na ionalökonomie -eine Wissenscha ,
in de menschliche Wissenscha le (und nich Laplace'sche Dämonen) das
Handeln on Menschen un e suchen -das Maschinenmodell ("exak e"
Theo ie) anwenden zu können.
Seine Lösung is die sogenann e "Da enme hode" . Diese Me hode be-
s eh
da in, aus dem Gesam zusammenhang de Ve ände ung de Hand-
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K ea i i ä
in
de
Theo ie
55
lungsg undlagen de Wi scha ssubjek e in de his o ischen Zei -dem
Explanandum de Volkswi scha sleh e -gen
au
die Teile
zu
isolie en,
au
die das "Maschinenmodell" angewand we den kann (die de "exak-
en" Theo ie zugänglich sind) und den Res als "une klä ba " bzw. zum
Au gabenbe eich ande e "Wissenscha en" (mi en sp echend minde em
S a us) gehö end21
zu
e klä en.
Die Eigenscha en des zu analysie enden Gegens andes und die "A -
bei s eilung"
mi
ande en (Sozial-)Wissenscha en esul ie en aus de ge-
wünsch en Me hode de Analyse.
Es is wich ig es zuhal en, daß nich on o nhe ein es s eh , wel-
che Sach e hal
Da um
is und welche nich . Auch dü en die Da en
nich ein ach "gese z " we den. "Alle Willkü
ha
bei ih e Gewinnung
auszuscheiden"
.22
Da um is , was nich du ch "exak e" Theo ie e klä
we den kann. Was exak e klä we den kann, is kein Da um. "Zu e as-
sen, was Da en sind,
wo
die Da eng enze e läu , und die Fähigkei
mi
Da en zu a bei en, is eine wesen liche Vo ausse zung ü den E olg alle
heo e ischen Fo schung".
23
Das is eine legi ime Ve ah ensweise, solange man sich de engen G en-
zen de Gül igkei de so gewonnenen Einsich en bewuß bleib -also
E schleichungen e meide -und solange de Un e suchungsgegens and
ak isch (in einem Labo expe imen , eine Appa a u ode einem Compu-
e p og amm) ode wenigs ens gedanklich als Maschine kons i uie we -
den kann. Es wi d abe zu zeigen sein, daß -genaugesehen -
mi
de
Da enme hode ode dem Maschinenmodell lediglich ein Teil eine Hand-
lung (das si ua ionslogische Elemen ) zu e end e aß we den kann, nich
die ganze "Handlung in de Zei ".
Be ach e
man
die Handlung eines Subjek es als analy ische Basisein-
hei de Volkswi scha sleh e -als "Elemen a eilchen" ih e On olo-
gie
-,
so
ha
die ökonomische Theo ie demnach, so e n sie on ealen
Menschen be ieben wi d und das Ve hal en eale Menschen un e such ,
K ea i i ä ode endogenen Wandel im Un e suchungsgegens and. Es gib
keine in ellek uell edliche Weise meh , diese K ea i i ä zu exogenisie en.
Ande s o mulie : Nach dem Abb uch de me aphysischen T adi ion kann
die ökonomische Theo ie, so e n sie sich als heo e ische Realwissenscha
e s eh ,
nu
noch als e olu o ische Ökonomik be ieben we den.
Modelle de ökonomischen Theo ie können Maschinenelemen e en hal-
en, die Analyse des o ges ell en Gegens andes is , abe nich
au
diese
Elemen e eduzie ba ode lückenlos aus diesen au zubauen. Die analy i-
21
g
L
Schneide
E. (1948), S.
27l.
22
Eucken
W. (1939), S. 156.
23
e
benda,
S.
156.
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62
GÜn .c
Hesse
on Immanuel
Kan
ab, dann kann man -seh g ob -sagen, daß diese
Vo s ellung sich bis gegen Ende des 19. Jah hunde s hiel .
Füh ende Ökonomen diese Zei Uh en nich ein ach pe "Annahme"
eine "gegebene" Wel ein,36 die
U
den beobach enden Theo e ike und
die handelnden Ak eu e iden isch is , sonde n bo en "E kenn nis heo ien"
an, in denen da geleg wu de, wie die Einsich in diese "gegebene" Wel
möglich is . Das kann hie nich im De ail beleg we den.
37
Hie sei ledig-
lich
au
Vil edo Pa e o hingewiesen. Mi
ihm
b ich diese Phase ab. Von
g öß e Bedeu ung ü seine Theo ie wa die Un e scheidung eines "subjek-
i en Phänomens" (die Vo s ellung eines Subjek es übe einen Gegens and
ode ein E eignis) und eines "objek i en Phänomens" (das wi kliche Ding
ode E eignis).38 Als junge Mann glaub e e ,
es
sei möglich, die Vo s el-
lung app oxima i mi dem objek i en Phänomen deckungsgleich we den
zu lassen.
39
Die ökonomische Analyse se z
dann
in dem Momen ein, in
dem diese E kenn nisp ozeß zum Abschluß gekommen is und die Sub-
jek e wah e E kenn nis e lang haben.
4o
Als
Pa e o
äl e wu de, kam e
zu
de Einsich , daß diese E kenn nis- ode Le n heo ie alsch is und daß
es
deshalb ein schwe e Fehle wa , die ökonomische Analyse mi de An-
nahme de Koinzidenz des subjek i en und objek i en Phänomens ( wah-
e E kenn nis ode olls ändige In o ma ion ) o zu üh en. E sch ieb
dann ein neues Buch übe "poli ische Ökonomie", in dem e e such e,
diesen schwe en Fehle zu e meiden und gleichzei ig die Me hoden de
on ihm hoch geschä z en Na u wissenscha le anzuwenden. Unglückli-
che weise
nann e
e dieses Buch "Ve such übe Soziologie".41 Das mag
mi
dazu beige agen haben, daß die heu ige "pa e ianische Wohl ah sökon0-
mik" keine Spu en de Ideen und P obleme zeig ,
mi
denen sich Pa e o
als ei e Mann in den le z en beiden Jah zehn en seines Lebens in ensi
beschä ig e.
Pa e o
schein de le z e "g oße" Ökonom gewesen zu sein, de expli-
zi die F age de E kennba kei de objek i en Wah hei ( Wah nehmung
de "gegebenen"
Wel )
au gewo en
ha
und als ei e Mann zu einem
ne-
ga i en E gebnis kam. Ohne e kenn nis- und wah nehmungs heo e ische
Beg ündung ein ach "anzunehmen", daß Wi scha ssubjek e wah e E -
kenn nis ("zu e ende In o ma ion") übe eine gegebene Reali ä haben,
is so sinn oll wie die "Annahme" on Engeln zum Plane enschieben du ch
36
Deb e.
G.
(1959).
37
gl.
abe
Heue
G.
(1979).
38
g
l.
Po. e o
V.
(1975), S. 239.
39
g
l.
Po. e o
V.
(1896), S. 18, Po. e o
V.
(1906), S. 11.
4o
g
l. Po. e o
V.
(1896), S. 146.
41 gl.
zu
Pa e os
We degang
und
zu
den
Ideen,
die
e
mi
diesem
Buch
e olg e,
Pa-
e os
Vo ag
anläßlid
des 25.
Jah es ages
seine
Be u ung
nach
Lausanne,
in: Po. e o
V.
(1975), S. 247-254.
Diese
Vo ag
soll e
P iich lek ü e
iü
Ökonomen
sein.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46928-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:45:38

K ea i i ä
in
de Theo ie 63
As onomen, die nich meh
an
Go
glauben.
Nach Abb uch de me aphysischen T adi ion is diese Vo s ellung om
passi en Ve hal en des wah nehmenden Menschen, dessen Vo s ellungen
an eine gegebene
S uk u
de Wel angenähe we den, eine Vo s ellung,
die auch allen induk i is ischen E kenn nis heo ien zug unde lieg , meh
und meh e se z wo den du ch die Einsich , daß Menschen eine seh ak i e
Rolle bei de Bildung ih e Wah nehmungen und Theo ien spielen.
Max:
Webe
ha
das -in neukan ianische T adi ion s ehend -
um
die Jah hunde wende ü Theo iensys eme be on .
42
Ka l
R.
Poppe
ha
die Theo iengelei e hei de Wah nehmung sei langem
und
je
länge umso
he ige be on und sp ich heu e da on, daß "alles Wissen seinem Inhal
nach
ap io i"
sei.
43
F ied ich Augus on Hayek
ha
wohl als e s e Ök<
nom diese ak i e Rolle des menschlichen Wah nehmungsappa a es auch
au de elemen a en Ebene de sinnlichen Wah nehmung nachgewiesen.
Es gib keine bewuß e Wah nehmung ohne ak i e In e p e a ion.
44
Die menschliche Wah nehmung is demnach Resul a ak i e kogni i e
Sys embildung: Kons i u ion on kogni i en Elemen en und Rela ionen.
Und diese P ozeß de Sys embildung inde nach dem Ende de me a-
physischeI On ologie nich meh ein quasi na ü liches Ende in de do
o ausgese z en einen
S uk u
de Wel . Ande s o mulie : Nach dem
Abb uch de me aphysischen T adi ion
ha
de Ausd uck " ollkommmene
In o ma ion" übe eine i gendwie " o gegebene" Menge on (al e na i en)
Handlungsmöglichkei en keinen Kon ex meh in dem sein Sinn eindeu ig
es geleg we den könn e. Mi de Vo s ellba kei de Möglichkei diese
" ollkommmenen In o ma ion" äll genau genommen auch de Sinn des
Ausd ucks "un ollkommene In o ma ion" -die
nu
zum Teil bekann e
ollkommene In o ma ion -
weg
( Wie soll e sie iden i izie we den? ).
Man kann lediglich on un e schiedliche In o ma ion e schiedene Indi-
iduen
und
des gleichen Subjek es
zu
e schiedenen Zei punk en sp echen,
d.h. angebba bleib die Ve ände ung on In o ma ion.
Nach E gebnissen de jünge en Wah nehmungsphysiologie
45
können wi
neben de Sys embildung noch zwei wei e e Me kmale des menschlichen
Wah nehmungsappa a es angeben:
-De Appa a schein in einem zei lichen
Rhy hmus
zu
a bei en. Das Gehi n in eg ie physiologische E eignisse, die
42
g
l. aus iih lidJ.
Heue
G.
(1979), S. 79-105.
43
gl.
Poppe
K.R.
(1987), S. 30.
u gl.
. Hayek
F.A.,
(1952), S. 42.
45
gl.
de aillie
Pöppel
E.
(1985), S. 57
i
gl.
da übe
hinaus
Oe6e
E.
(1987),
Riede!
R.
(1987).
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46928-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:45:38
Gün c Hesse
wäh end eines Zei aumes geschehen, zu eine bewuß en Wah -
nehmung und e se z diese dann du ch eine ande e. Dabei
schein es Un e - und Obe g enzen ü die Daue eine bewuß-
en Wah nehmung zu geben.
46
-Es gib eine
A
au onome ode spon ane Tä igkei des
Gehi ns, die sich da in äuße , daß de Inhal de olgenden
Wah nehmung auch dann geände wi d, wenn in den Sinnes-
da en keine Ände ung ein i . Wah nehmungsphysiologen e -
deu lichen diese spon ane Tä igkei
des
Gehi ns ge n anhand
sogenann e Kipp-Figu en
wie
dem Necke schen
Wü e1.
47
Wi können zusammen assen:
Wah nehmung bes eh aus Sys embildung. Wah nehmungen sind
Ve -
mu ungen übe Zusammenhänge -Poppe nenn Wah nehmungen
"Mo-
men anhypo hesen"
_,48
und das menschliche Gehi n bie e selbs ä ig
al e na i e Sys embildungen an. Es gib in diesem Sinne eine K ea i i ä
des menschlichen Gehi ns. Das is das, was mi dem P inzip de kogni i en
K ea i i ä angedeu e we den soll.
Diese elemen a e K ea i i ä is die Quelle al e na i e Handlungsmö-
glichkei en. Diese Al e na i en sind nich i gend
wie
in de Wel , sonde n
esul ie en aus Vo s ellungen übe Möglichkei en. Al e na i en we den in
diesem Sinne k eie du ch das wählende Subjek - was u.a. on F.A. on
Hayek, L.M. Lachmann und besonde s G.L.S. Shackle be on wu de.
Diese K ea i i ä is die Quelle endogenen Wandels, und das P inzip de
kogni i en K ea ion gib , wie schon e wähn , gewisse maßen den logischen
O an, an dem die K ea i i ä in die ökonomische Wel komm .
Es is
zu
be onen, daß die analy ische Basiseinhei
zwei
P inzipien
en häl : Kogni i e K ea ion und Ra ionalp inzip (Schöp ung und Aus-
wahl). Das Ra ionalp inzip -Wahl eines maximalen Elemen es aus eine
gegebenen Al e na i enmenge -is de Ke n de Alloka ion. Wi kön-
nen deshalb sagen, daß diese analy ische Basiseinhei beide Beine en häl ,
die die ökonomische En wicklung zum Lau en benö ig : kogni i e K ea ion
und Alloka ion.
Wi können auch sagen, daß in jedem ökonomischen Sys em, in dem
eale Menschen handeln, beide Elemen e en hal en sind und wi ksam sind
und daß ein Sys em, in dem nu Alloka ion zugelassen is , nach dem Ab-
b uch de me aphysischen T adi ion zu einem ein gedanklichen G enz all
wi d. Ande s o mulie : Die sogenann e " eine" ökonomische Theo ie, die
6
g
l.
Poppel E. (1985), S. 63.
H gl.
ebenda,
S.
57
.
8
gl. Poppe
K.R.
(1987), S. 40;
Poppel
E. (1985),
S.
67.
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K ea i i A
in
de
'nlCO iC
65
inne halb ih e Modelle lediglich Alloka ion (Subjek e o dnen, gegebene
Ziel unk ionen maximie end, knappe gegebene Ressou cen bekann en
ge-
genwä igen und zukün igen Ve wendungen zu; zwischen Subjek en gib
es
lediglich wohlde inie e Tauschak e) zuläß (Ände ung de modellexo-
genen Da en kann auch du ch ande e Mechanismen e olgen), behandel
demnach nich einen empi isch isolie ba en Teil des Handeins eale Men-
schen, sonde n
nu
einen Teil des Modells, das zu Analyse des Handeins
eale Menschen eingese z wi d49•
Das is zum Beispiel ein Un e schied
zu
Joseph Schumpe e , de zwa
die gedach e ökonomische Reali ä als P ozeß kon inuie lichen Wandels
sieh ,SO
in seine heo e ischen E assung abe einen diskon inuie lichen
Wechsel on s a ischen
und
dynamischen Phasen kons uie .
Es is noch eine Beme kung zu
Folge
disk e e Handlungen anzu-
schließen, d.h. zu F age: Wa um wi d on eine "Handlung in de Zei "
in n gesp ochen, de eine wei e e "Handlung in de Zei " in n
+1
olg
und
de eine ande e in n
-l
o anging? Wa um wi d nich alles in eine
Handlung zusammenge aß , die den Zei aum
n-m
bis n+m übe spann ?
Das is keine müßige F age.
In
Ge a d Deb eus ''Theo ie des We es" zum
Beispiel üh en alle Wi scha ssubjek e in einem Zei aum, de sich übe
beliebig (abzählba unendlich) iele '.'elemen a e Zei in e alle ode Pe i-
oden" e s eck ,
nu
eine Ak ion du ch. Diese Ak ion wi d "zu Beginn"
ü den gesam en Zei aum es geleg . 51 Das is möglich, weil sich hie
die "Si ua ion" ü das o eilsmaximie ende Subjek auch übe eine ab-
zählba unendliche Zahl on "Pe ioden" nich ände .
52
Ande s o mulie :
K ea i i ä is hie öllig exogenisie und beim Wel - ode Modellschöp e
angesiedel .
Endogene Wandel im Modell und disk e au einande olgende "Hand-
lungen in de Zei " en s ehen du ch disk e e k ea i e
Ak e
bei de Si ua-
ionskons i u ion, d.h. le z lich du ch die hy hmische Tä igkei des Wah -
nehmungsappa a es -In eg a ion on physiologischen E eignissen zu ei-
ne
bewuß en Walllnehmung, beg enz e Daue de Wah nehmung, E se -
zung eine Wah nehmung du ch eine ande e.
Wenn
man
on disk e au einande olgenden "Handlungen in de Zei "
49Ve schiedene Sozialwissenscha en beschä igen
sich
nich
mi
e schiedenen Teilen
de
gedach en
Reali ä ,
sonde n
mi
e schiedenen Teilen
de
Modelle
(Theo ien)
zu
ih e
Analyse.
50
gl.
Schumpe e
(1961), S. 23711'.
51
g
l. Deb eu
G.
(1976), S. 91, S. 121.
521m
"Unsiche hei smodell" ( gl.
ebd.,
Kap.
7)
is
das
E eignis eld ixie ,
nich
das
Ein e en
eines
bes imm en
E eignisses. Un o he gesehene E eignisse
sind
nich
zugelassen.
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66
Gün c
Hesse
sp ich , muß man auch e was übe die Daue 53 eine solchen Handlung sa-
gen -ode soll e
es
zumindes e suchen. Als Un e g enze ü die Daue
kann man die Zei anse zen, die u die Bildung eines Bewuß seinsinhal es
-aus ex e nen ode in e nen (Gedäch nis-) Quellen -benö ig wi d.
Hinzu komm die Zei , die benö ig wi d, die bewuß gewo dene Möglich-
kei in
Ziel
-Mi el- Hie a chien einzuo dnen und e gleichend zu bewe -
en. Als Obe g enze e gib sich die Daue , u die die Möglichkei , sich
ande s
zu
e hal en54 ( als au g und de o angehenden "Handlung in de
Zei " es geleg wu de ), aus G ünden de Physiologie de Wah nehmung
ode "In o ma ions e a bei ung" ode eines unbeein lußba en echnischen
Ablau es nich gegeben is .
Die F age de Daue de "Handlung in de Zei " muß hie nich wei e
disku ie we den.55
Es
kam hie lediglich da au an, diesen Punk anzu-
sp echen und einen Eind uck on de G ößeno dnung de Daue ( i. d.
R.
höchs ens einige Sekunden) zu e mi eln.
G öße e "Ak ionen"
wie
die En scheidungs indung übe den Bau
ei-
ne Fab ikanlage ( In es i ionsen scheidung ) ode die Niede sch i eines
Buches
56
sind dann ein Resul a eine langen Ke e on "Handlungen in
de Zei ".
Schließlich is da an zu e inne n, daß mi jedem Bewuß seinsinhal (und
jede Handlung) nu ein kleine Teil dessen e balisie ( o sich geb ach )
wi d,
was
aus ande e (Zei punk e, Indi iduen) Sich hema isie we den
könn e. Die Au me ksamkei is un e meidba e weise beg enz und da-
mi
selek i . Selek i i ä und Daue de bewuß en En scheidung haben
zu Folge , daß in jedem Momen ein g oße Teil des Ve hal ens in de
Zei übe Rou inen un e schiedliche Ni eaus ges eue wi d. Mi de Ein-
uh ung on Rou inen wi d die oben angesp ochene ein ache Zwei eilung
de Handlungen in e lek ie e und e lexa ige p ak isch in ein Kon inuum
e wandel . Am obe en Ende s ehen die e lek ie en "Handlungen in de
Zei ". Da un e liegen Rou inen, die ela i leich hema isie und ande s
53hn
Rahmen
eine
heo e ischen
Realwissenscha soll e diese
Daue
in
Zei einhei en
angegeben
we den,
die
mi
eine
Uh
meßba
sind.
Bei Deb eu z.
B.
is
die Pe ioden-
länge
nich
in
meßba en
Zei einhei en
angegeben, so
daß
o en bleib ,
ob
die
abzählba
unendlich
ielen
Pe ioden
zusammen
ge ade
eine
Nanosekunde
e geben
ode
die
Zei
om
U knall
bis
zum
Wä me od
des
Uni e sums um assen.
54Vgl.
als
Eins ieg
in
die
Did:uuion
Chi6holm
R.M.
(1978). Die
Handlungs heo ien
on
Lenk
um assen
mi le weile 6
Bände
und
können
als
gene elle
Hin e g und
diese
Übe legungen
gelesen we den.
55Hie zu
müß en
E gebnisse
de
kogni i en Psychologie
und
de
empi ischen
En -
scheidungs o schung he angezogen we den. .
56
Die
hie
o ge agene
Handlungs heo ie
is
au
sich
selbs ,
genaue :
den
P ozeß
de
Theo iebildung,
anwendba .
Bei
Deb eu
is
das
nich
de
Fall.
Fü
ihn
wa
-
nach
seine
Theo ie
-alles, was
e
jemals
denken
und
sch eiben wü de, " on
An ang
an"
bekann .
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K ca i i ä
in
de
'111CO iC 67
en schieden we den können. Es olgen ela i es einge ah ene Rou inen.
Den Sockel diese Hie a chie on Ve hal ens egulie ungen wü den biolo-
gisch beding e Ve hal ens epe oi es und Re lexe bilden.
57
D.
Ke en
ode
Ne ze
on
"Handlungen
in
de
Zei "
Wenden wi uns nun Ke en on "Handlungen in de Zei " zu und da-
bei zunächs de F age nach de wechselsei igen Abhängigkei de
in
de
Zei au einande olgenden "Handlungen in de Zei ". In welchem Ausmaß
sind Ve ände ungen de "Handlungsg undlagen" (Teil I in Fig. 3 ) eines
Subjek es, also Ve ände ungen seines Ve mögens, seines Wissens, seine
Theo ien, seine P ä e enzen und de angewand en O dnungs echniken on
e lek ie en Handlungen des Subjek es abhängig?
Die ex emen Posi ionen sind sei lange Zei bekann -und i ele an .
Das absolu sou e äne Subjek ( gl. J.G. Fich e (1800» is -abgesehen
on seine biologischen Exis enz und de An angsauss a ung mi "Gü-
e n" und ( bei Ga y Becke
58
) gewissen undamen alen P ä e enzen -
gewisse maßen sein eigene Schöp e . Seine Beziehungen zu ande en Sub-
jek en sind du ch wohlde inie e Tauschbeziehungen ge egel ( es gib keine
ungewoll en Ein lüsse ande e Menschen)
und
seine Beziehungen zu sich
selbs du ch olls ändige Kon olle,
es
gib keine unwillkü lichen Vo gänge
bei de Ausdi e enzie ung de P ä e enzen ode bei de Wissensände ung.
Im ande en Ex em
ha
das Subjek ga keinen Ein luß
au
die Ve ände-
ung seine Handlungsg undlagen,
es
is dann gewisse maßen de Spielball
gesellscha liche ode psychische Mechanismen.
Bei de E klä ung de Ve ände ung de Handlungsg undlagen we den
hie zwei Ein lußg uppen be ücksich ig .
Die e s e G uppe bes eh aus in endie en Konsequenzen de e lek ie -
en Handlungen des Subjek s. Hie sind zum einen Handlungen
zu
nennen,
die das Wissen und die ak ischen Handlungsmöglichkei en des Subjek es
in de Zukun ges al en sollen -z.B. In es i ionen in Human- ode Sach-
kapi al. Die Au me ksamkei " ein ökonomische " Theo ien is i.d.R.
au
diese Handlungen besch änk . Zum ande en gib
es
Handlungen, die die
(e wa e en) ech lichen Handlungsmöglichkei en in de Zukun beein lus-
sen sollen (Rech e igungen).
Die zwei e G uppe on Ein luß ak o en lös Ve ände ungen de Hand-
lungsg undlagen aus, die nich als in endie e Konsequenzen e lek ie e
Handlungen des Subjek es au ge aß we den können.
57Vgl. als
Hin e g und
We. meye
H. Wld
Lenk
H. (1981).
58
Becke G.S. (1982).
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68
Gün e
Hesse
Be ach en wi zunächs einige in a pe sonale Vo gänge. Man kann,
wenn man sein Wissen und seine Theo ien e ände n ( e besse n) will,
nach ei liche Übe legung einen Teil de beg enz en Zei z.B.
U
die
Lek ü e eines bes imm en Buches ode die Realisie ung eine bes imm-
en Reise au wenden (In es i ionen in Humankapi al). Die da aus esul-
ie ende Ände ung des Wissens
und/ode
de Theo ie is dami nich de-
e minie . Die Eigens ändigkei des kogni i en Appa a es läß keine ein-
deu ige Beziehung zwischen de Wah nehmung (bewuß e Ak ) und den
Sinnes eizen (denen
man
sich ausse zen kann) zu. Diese spon ane Tä ig-
kei des kogni i en
Appam es
ände Wissen und Theo ien des denken-
den und e kennenden Subjek es in eine Weise, die wede on
ihm
selbs
noch on seinen Mi menschen olls ändig an izipie
59
und
geplan we den
kann. Auch die Bewe ung on Al e na i en is spon anen ode unwillkü -
lichen Ve ände ungen un e wo en. Zunächs is an Folgen de Wissens-
ode Theo ieände ung zu e inne n. Neue Handlungsmöglichkei en ände n
die bishe igen ela i en Bewe ungen. Ve ände ungen on Theo ien übe
Wi kungen
und
Zusammenhänge ände n
Ziel-
Mi el-
Hie a chien (ab-
gelei e e Bewe ungen). Ein wei e e E ek is die anscheinend spon an
e olgende ela i e Abwe ung des E eich en,60 die dazu üh , daß die
Bewe ungs unk ion, die de Handlung
Hl
zug unde lag, unwillkü lich e -
ände wi d, wenn Hl zum Ziel Uh .
6l
Auch Ziel e ehlungen üh en
zu
Ände ungen on Zielse zungen.
62
Meh sozialpsychologischen Cha ak e
ha
die Ve ände ung de Bewe -
ung
des eigenen ökonomischen Ve mögens du ch Ve ände ungen de ela-
i en Posi ion (Ve besse ung -Ve schlech e ung) in eine sozialen Hie -
a chie ("Rankhappiness").
63
Wei e e nich in endie e Ände ungen de eigenen wah genommenen
Handlungsmöglichkei en können e olgen du ch nich an izipie e Folgen
eigene und emde e gangene Handlungen, die nun in de Gegenwa
die eigenen Handlungsg undlagen mi ges aI en.
64
59Die
dadu ch
en s ehende
p inzipielle
Möglidlkei
des
"Vo s oßens"
beding
die eine
Sei e
des
"Wechselspiels
on
Vo s oßen
und
Nachziehen" ,
das
die
"Essenz
des
We be-
we bs"
ausmach .
Vgl. Heup E. (1980), S. 681.
60
Sie
esul ie en
mögliche weise
aus
eine
sys ema ischen
Disk epanz
zwischen
de
An izipa ion
eines
Zus andes
im
Bewuß sein
und
den
Wah nehmungen
nach
dem
Ein-
e en
on
Ums änden,
du ch
die
e
-
pa iell
-de inie
wu de.
61
Das
is
e was
ande es
als
das
Sinken
des
G enzIDl zens
de
konsumie en
Gü e ein-
hei
bei
zunehmende
Zahl
de
konsumie en
Einhei en
bei "gegebene "
Nu zen unk ion,
die
übe
einen
gegebenen,
in
jede
Hinsich
bekann en
Gü e aum
de inie
is .
62Zu
Ansp uchs heo ien,
gl.
Wi
U.
(1987).
63
Zu
Rankhappiness,
gl. S oe6e W.
'!md
F ey
B.S.
(1981).
64
Handlungen
haben
p inzipiell
auch
nich -an izipie e
Folgen, weil
die
nach
dem
Kausalschema
in e p e ie e
Wi klichkei
on
unendliche
Komplexi ä
is
und
jede
He o hebung
bes imm e
Wi kungen
selek i
is
und
i gendwo
abb echen
muß.
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K ea i i ä
in
de
Theo ie
69
Es sind auch Ände ungen de eigenen Handlungsg undlagen
zu
nennen,
die du ch an izipie es Ve hal en ande e ausgelös we den. Dabei können
auch,
da
wi uns nich meh im einen Tauschmodell bewegen, e hebliche
nega i e, unabwendba e Beein äch igungen de Handlungsmöglichkei en
des be ach e en Subjek es o kommen.65
Schließlich is an die schon e wähn en Rou inen zu e inne n, die den je-
weils nich hema isie en (und nich biologisch beding en) Teil des Ve hal-
ens mi ges al en. Sie sind in Fig. 3 als un e b ochene Linie einge agen,
gewisse maßen als Hin e g und de Ke e e lek ie e Handlungen.
Zule z sind die Ve ände ungen
on
Handlungsg undlagen zu nennen,
die du ch exogene Fak o en wie z.B. E dbeben ode du ch e ände e Son-
nen lecken ä igkei he o ge u enen Klimaände ungen ode exogen e u -
sach e Epidemien usw. en s ehen. Diese exogenen, du ch "die Na u "
e u sach en Ve ände ungen de Handlungsmöglichkei en spielen ü die
Sys ema ik de e olu o ischen Ökonomik keine Rolle, sie sind alle dings
bei de E klä ung de konk e en his o ischen En wicklung mi zu beden-
ken.
Die aus eine Ke e bzw. aus einem Ne z on "Handlungen in de
Zei " esul ie enden jeweiligen Handlungsg undlagen de Ak eu e sind
dann "Resul a menschlichen Handeins, abe nich menschlichen En -
wu s" (F.A. . Hayek).
Es is noch eine ku ze Beme kung zum P oblem Wah nehmung de
"Handlungsg undlagen des Subjek es A du ch ande e Subjek e" anzu ügen,
u.a. weil un e den ande en Subjek en auch Sozialwissenscha le sein
können, die e suchen, Handlungen on A
zu
e klä en.
N ach allem,
was
übe kogni i e K ea i i ä gesag wu de, is nich zu
e wa en, daß Handlungsg undlagen, die on einem d i en Subjek C als
iden isch eingeschä z we den, on A und B als iden ische wah genommen
we den.
Dami sind auch de E klä ung ode P ognose on Handlungen eines
Subjek es A du ch ande e Subjek e p inzipielle G enzen gese z .
Au de ande en Sei e gib
es
abe die Möglichkei de K ommunika-
ion zwischen den Subjek en. In diese Kommunika ion kann man e was
übe die Wah nehmungen ande e e ah en,66 und
man
kann dann E wa -
650as
kann
Folge
de
Ausübung
on Handlungs ech en sein, kann
abe
auch
aus
o e-
nen
ode
e deck en
Rech sb üchen
esul ie en
ode
aus
neuen
Handlungsmöglichkei en,
die ech lich
noch
nich
hemA isie sind; gl.
zu
diesen
"ex e nen
E ek en"
Heue
G.
(1983), S. 93.
66Z
u
Bedeu ung
de
Kommunika ion
im
Rahmen
de
Fixie ung
on "Handlungs-
ech en" gl.
Heue
G. (1983).
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70
Gün c
Hcssc
ungen übe die Si ua ionskons i u ion und da aus olgende Handlungen
bilden. Du ch Kommunika ion we den beg ünde e EnJ.Ia ungen möglich,
abe Kommunika ion üh nich zu Exogenisie ung on K ea i i ä du ch
T i ialisie ung de Zusammenhänge. Kommunika ion scha eine pa iell
übe lappende "gemeinsame Wi klichkei " de Kommunizie enden,67 abe
keine "gegebene Wel " .
E. Ausblick
Nach dem Abb uch de me aphysischen T adi ion bes eh ü Sozialwis-
senscha le , die sich als eale Menschen e s ehen und das Ve hal en eale
"Menschen un e suchen, keine in ellek uell edliche Möglichkei meh , ih en
Gegens and gedanklich so zu kons i uie en, daß K ea i i ä ode endoge-
ne Wandel ausgeschlossen is . Es uh -mi ande en Wo en -kein
Weg
an e olu o ische Ökonomik o bei.
Wenn dennoch iele Theo e ike meinen, nach einem solchen
Weg
su-
chen zu müssen, dann geschieh das o aus de Be ü ch ung he aus, mi
de Übe nahme des e olu o ischen Ansa zes die Möglichkei de gehal ol-
len -Denkmöglichkei ausschließenden -E klä ung zu e lie en. Diese
Be ü ch ung bes eh zu Rech , wenn die in das E klä ungsmodell zu
·en-
dogenisie ende K ea i i ä als auße o den lich wi ksam gedach wi d -
manchmal g enz das,
was
man ih zu au , an Zaube ei
68
-und wenn
man glaub , keine Bedingungen angeben
zu
können, un e denen K ea-
i i ä au i . Beide Vo behal e können ausge äum we den: Die hie
einge üh e K ea i i ä is beg enz au kogni i e K ea i i ä , d.h. au die
Schöp ung on Wah nehmungsinhal en ode elemen a gesp ochen on ko-
gni i en
Sys emen.
Subs anzschöp ung is ausgeschlossen, und dami gib
es
p inzipiell Res ik ionen, die Denkmöglichkei en ausschließen und so
eine Vo ausse zung ü gehal olle E klä ungen scha en.
69
Als Bedingung
ü das Au e en diese kogni i en K ea i i ä genüg ein homo sapiens
sapiens, d.h. diese K ea i i ä is eine "an h opologische
Kons an e".
Ko-
gni i e K ea i i ä is e was ganz All ägliches,7o und eine ande e gib
es
nich .
Gehal olle E klä ung wi scha liche En wicklung mi dem Ansa z
e olu o ische Ökonomik is möglich. Wie das mi Hil e
des
aus kogni-
i e K ea i i ä und Res ik ionen esul ie enden P ozesses de "inno a-
61
gl. Be ge
P.L.
und
Luckmann
Th. (1966);
Heue
G. (1979), Heil
P.M.
(1987).
68
g
l.
zum
"wunde ba en"
echnischen
Fo sch i
He.,e
G. (1986), S.
86
.
69
g
l. aus üh lich
Heue
G.
(1987).
10
"Wi
müssen" ,
sch eib
Schumpe e
(1961), S. 99, " e suchen, on
de
Vo s ellung
loszukommen,
daß
Inno a ion
no wendig
e was
au sehene egend Wich iges
is ."
.
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K oa i i A
in
de
Theo ie
71
i en Anpassung" geschieh , kann hie alle dings nich meh demons ie
we den.
71
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Fes sch i
ü
E ns
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71
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78
Dic .c Schmid .chcn
B.
Was is eine spon ane O dnung?
De Ausd uck "spon ane O dnung" bezeichne nich nu einen Zus and,
in
dem
sich
die Elemen e eines Sys ems be mden, sonde n e be on die A und
Weise,
wie diese O dnungszus and e eich
wi d.
Zu okussie en is also de
P ozeß
des
O dnens. Spon anes O dnen wi d auch als Selbs o ganisa ion
on
Elemen en eines
Sys ems bezeichne Ge ha d Ro h
ha
solche selbs o ganisie enden P ozesse
beg i llich
seh
schön besch ieben: Selbs o ganisie ende P ozesse "sind solche ...
P ozesse, die inne halb eines meh ode wenige b ei en Be eiches
on
An angs-
und Randbedingungen einen ganz bes imm en geo dne en Zus and ode eine
geo dne e Zus ands olge (G enzzyklus) einnehmen. Ein solche Zus and
bzw.
eine
solche Zus ands olge läß sich als A ak o
im
ma hema ischen Sinne e s ehen.
Das
E eichen des bes imm en O dnungszus ands wi d dabei nich ode nich
wesen lich
on
außen au gezwungen, sonde n esul ie aus den spezi Ischen
Eigenscha en de
an
dem
P ozeß be eilig en Komponen en. De O dnungszus and
wi d
'spon an' e eich ." (Ro h (1986):
154)
Es gib eine Fülle on Beispielen
aus
dem
sozialen Be eich, die Ro hs De mi-
ion
genügen. Schelling (1978) ha sich
in
seinem Buch "Mic omo i es
and
Mac obeha io " aus üh lich mi solchen Fällen be aß Die Agglome a ion
on
Weißen
und
Schwa zen in bes imm en Wohngebie en, de P ozeß, in
dem
sich
ein
lee e Hö saal üll , de P ozeß,
in
dem
in
de Dämme ung Au o ah e das Lich
anschal en -all dies sind Fälle spon anen O dnens. Wi we den spä e bei de
Behandlung de Koo dina ions unk ion
on
P eisen sehen, daß auch die Allgemei-
ne
Gleichgewich s heo ie sich mi eine spon anen O dnung be aß
Das
im Zi a Gemein e läß sich (un e Rückg i au Fabe /P oops
(1989»
g aphisch wie olg e deu lichen.
Das
Sys em bes ehe aus den
Va iablen
1,2.
Abb.
1 zeig ,
wie
bei gegebenen An angs-
und
Randbedingungen "ein ganz
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P inzipien
eine
Theo ie ökonomische E olu ion 79
bes imm e geo dne e
Zus and"
e eich
wi d
(hie bezeichne als
Punk
A).
Im
Konzep
des K ä epo en ials en sp ich
diese
Punk
dem
Minimwn
de
Po en i-
al unk ion (siehe
E dmann
(l989a),
(1989b».1
Abb.
2 zeig ,
wie
sich
bei
gegebe-
nen
An angs-
und
Randbedinungungen
eine
"geo dne e Zus ands olge
(G enzzy-
klus)" eins ell
Abb.
1
Va iable
1 "
'"
/
.:J...,J<.-
/'K
D
71)..."
/ I
....
I I
Va iable
2
lE dmann (1989a), (1989b) sieh im Konzep des K i epo en ial ein besonde s gu geeigne es
Ins nunen e olu o ische Ökonomik. Das Konzep aelbs is abe ein Me a-Konzep und keine
ma e ielle ökoncxnische Theo ie.
Sein
Vo eil lieg
in
eine p izisen
Fo mulienmg dessen, was in
de
G aphik abgebilde is . Abe
wddle
E kennblisse lie en
es
übe
die a sächlichen ökonomischen
Zusammenhinge? E s wenn
eine
ande e
Sp ache zu besse en E kennblissen iihn, als es bei
de
adi ione1len Sp ache de Fall is , soß e man uneingesch änk zu neuen Sp ache übe wechseln.
In
E dmann (1989b) wi d im G unde gezeig , daß man in
de
NeokJassik behandel e
und
handhabban:
Dinge in das Konzep des K i epo en ials abbilden kann.
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80
Die e Schmid .chen
Abb. 2
Va iable 2
Das
spon ane
E eichen des O dnungszus andes
kann
-je
nach
E kennblisin e -
esse -au zweie lei
Weise
modellien
we den:
a)
Als
P ozeß,
de
in
de Zei abläu
(siehe die Zei p ade de
We e
de beiden
Va iablen,
die
alle
zu
Punk A
üh en).
b)
Is
man
meh
am
E gebnis des P ozesses in e essie ,
kann
die Zei dimension
e nachlässig
we den.
De P ozeß ilhngleichsam "so on"
den
O dnungszus and
he bei.
Nu
wenn
de P ozeß
des
E eichens
des
O dnungszus andes
als zei - e -
b auchend modellien wi d, is e
mi
Wandel
e bunden.
Es is diese Fall,
an
den
Fabe /P oops
denken,
wenn
sie
das
Phänomen
de
E olu ion
olgende maßen
besch eiben:
"In ou
iew
he
key
cha ac e is ics o e olu ion a e (1) change, and
(2)
ime;
we
conside
hem
also
o
su ice
as
elemen s
o
he
ollowing
s a ing
poin :
E olu ion
is
he
changing
o
some hing
in o
some hing
eise
o e
ime."
(Fabe /P OOps
(1989): 3; siehe auch die
d ei
K i e ien
e olu o ische Theo ie
in
Wi
(1987):9.)
Vom
S andpunk eines
Konzep s
de Selbs o ganisa ion alle dings e schein
diese
Sehweise
zu
eng. Selbs o ganisa ion
um aß
sowohl
das
on
Fabe /P oops
Gemein e als
auch
-mögliche weise als G enz all
aus
de
Sich
on
Fabe /P OOps
-den Fall,
in
dem
die Elemen e
des
Sys ems
"so on"
den
O dnungszus and
e eichen.
Ob
man
das E eichen eines Cou no -Gleichgewich s im Oligopol als
I umslösung modellien ode als Nash-Gleichgewich -
beide
Male modellien
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P inzipien eine Theo ie ökonomische E olu ion
81
man
eine spon ane O dnung.
Es
wi d hie also die Au assung e e en,
daß
man
P ozesse de Selbs o ganisa ion auch mi Gleichgewich skonzep en de Theo ie
simul ane
Spiele modellie en kann.
Das
is
in
ollkommene Übe eins immung
mi de Posi ion, die Hi shlei e
in
seinem
A ikel ''E olu iona y Models
in
Economics and
Law:
Coope a ion
Ve sus
Con lic S a egies" (Hi shlei e (1982»
e i (siehe auch Sugden (1986».
Aus ökonomische Sich e o de
Ro hs
oben zi ie e De ini ion eine spon a-
nen
O dnung
noch
einige E läu e ungen:
l.
Die Behaup ung, daß ein Zus and de O dnung sich spon an eins ell , is
. gleichbedeu end mi de Aussage, daß diese Zus and wede Ziel eines Planes eines
de
am
Zus andekommen be eilig en Elemen e is noch E gebnis eines Planes
eines "mas e mind". Diese Zus and is E gebnis des Handelns
on
Menschen,
abe nich E gebnis menschlichen En wm s. Es
sei
noch einmal be on ,
daß
auch
de Zus and eines Nash-Gleichgewich s (e wa
in
einem "one-sho p isone 's-di-
lemma-game")
spon an
en s eh Gleiches gil
ü
Supe spiele.
2.
Die
spezi ISChe
Eigenscha de
am
P ozeß des O dnens be eilig en
Kompo-
nen en (Elemen e), au die es in de Ökonomie ankomm , is die Fähigkei
zum
zielsuchenden
Ve hal en
(Handeln
im
Sinne
on
Mises').
In
de Ökonomie
wi d
dieses Handeln als das
Bes eben
eines Wi scha ssubjek s bezeichne , das ü
sich Bes e aus eine gegebenen Si ua ion
zu
machen. Man nenn dies
auch
Eigennu zs eben,
wobei
Gewinne zielung als eine Fo m des Eigennu zs ebens
angesehen wi d
Modellie
wi d
die indi iduelle Handlungssi ua ion übe wiegend als
Maximie-
ungsp oblem un e Nebenbedingungen.
Dem
lieg die -unzwei elha ich ige -
Idee zug unde,
daß
jede En scheidung eines Wu scha ssubjek es zweie lei e o -
de :
l.
Die Au s ellung eines En scheidungsmodells, in
dem
sich die
WeI sich
des
En scheidungs äge s niede schläg
und
dami auch die
on
ihm
selbs als
ele an e ach e e Menge an Handelnsbesch änkungen.
2.
Die Lösung des Modells
-die (End-) En scheidung. Die
Aus llh ung
de
En scheidlDlg
s ell demgemäß
zielo ien ie es an das en wo ene
Wel bild
angepaß es
Handeln
da .
In
diesem
Zusammenhang spiel
das
on
Hesse
(1988)
e e ene Konzep
om
"Handeln
in
de Zei " eine besonde e Rolle (siehe
auch
Holland (1988».
3. Die
Ve knüp ung
de De ini ion
on
Ro h mi de Lei idee eine Gleichse -
zung
on
"Theo ie eine spon anen
O dnung
= Selbs o ganisa ions heo ie =
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82
Die e Schmid chen
e olu o ische Ökonomik" üh -
wie
ein K i ike mi Rech sch eib -zu einem
einen Anpassungs-
und
Kon e genzdenken.
Im
G enz all de G enzzyklen
habe
man
soga einen ha monischen Oszilla o , also einen Fall, in
dem
die Rich ung
des
Zei ek o s keine Rolle spiele. Und de K i ike äh
o :
"Ich glaube kaum,
daß
i gendein E olu ions heo e ike be ei wä e, einen solchen P ozeß mi e e -
sible Zei mi
dem
Gedanken de E olu ion in
Ve bindung
zu b ingen."
Hie zu is olgendes zu sagen: a) Wo au es
in
diesem Zusammenhang ankomm
is ,
daß
zwa eine Tendenz zu Annähe ung an
den
A ak o exis ie , abe
keine
weg
om
A Iak o ,
wenn
diese einmal e eich is . De P ozeß is a sächlich nich
meh umkeh ba , und zwa weil
dem
die In e essen de Ak eu e en gegens ehen.
b)
Ein
und de selbe G enzzyklus kann
on
e schiedenen "S a punk en" e eich
we den. "Beweg " sich das Sys em abe einmal in
Fo m
eines G enzzyklus', kann
dem
G enzzyklus als solchem de S a punk nich meh en nommen we den.
Diese Gedanke zeig ,
daß
auch bei einem ha monischen Oszilla o die
Vo ge-
schich e
und
dami das P oblem de Zei i e e sibili ä eine Rolle spiel Zu
agen
wä e,
nach
welchem K i e ium die Zei pe iode de Be ach ung bes imm we den
soll. c) De
P ozeß
de
Anpassung
ode
Kon e genz
muß
keineswegs als ein
P ozeß mi e e sible Zei in e p e ie we den.
Man
kann das Konzep de
spon anen O dnung
um
p adabhängige
Au ak o en e wei e n, womi das
Phäno-
men
des
endogenen
Wandels
on
A ak o en e aß
wä e.
(Die Idee,
daß
in
de
Anpassung an ein Gleichgewich die U sache de Ve schiebung desselben liegen
kann ("Hund-Ka ze-In e ak ion"), inde
man
be ei s bei Amd
(1986):
28.) d)
Auße dem muß de A Iak o kein ha monische Oszilla o sein.
Man
kann sich
ganz ande e Sequenzen als A Iak o en o s ellen. Beispielsweise solche, die zwa
dynamisch lokal ins abil, abe gleichwohl
global
s abil sind, und die
du ch
eine
"i egula ,
almos -pe iodic,
chao ic
sequence"
(Goodwin/Punzo (1987): 62 .)
gekennzeichne sind. Auße dem wä e an sogenann e "s ange a ac o s" zu den-
ken. (Siehe Ruelle (1988).)
Die zi ie e K i ik gib gleichwohl Anlaß, das Konzep de spon anen O dnung
um
die Idee de Ve ände ung
on
A ak o en in de Zei
zu
e wei e n.
Aus
de
Sich de Ro hschen De ini ion könn e
man
das eine supe -spon ane O dnung ode
eine "spon ane O dnung" höhe e O dnung nennen. De Beg i
des
"Zus ands de
O dnung" e äh dadu ch eine E wei e ung. E bezieh sich nich meh nu au
das Beziehungsge lech de Sys emelemen e
in
einem A ak o , sonde n au den
P ozeß de Ände ung
on
A ak o en selbs , de mi eine Ände ung des Bezie-
hungsge lech s (de S uk u ) zwischen Elemen en e bunden is (so auch die
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P inzipien
eine
Theo ie ökonomische E olu ion 83
De ini ion
on
E olu ion bei Wagne
(1989a):
1).
Zu
agen wä e, ob diese P ozeß
selbs eine O dnung au weis , und
wie
man
diese wissenscha lich e kennen kann
(siehe dazu Schmid chen (1978),
Kap.
C:
Zu p ak ischen Rele anz de Theo ie
komplexe Phänomene).2 In de Ta is
es
genau das,
was
wi anhand
on
Abb.
1
spä e e läu e n we den.
4.
Was
als
Zus and
de
O dnung
zu
e s ehen
is , häng
on
de
wissenscha lichen
F ages ellung
ab.
In
de
Ökonomie
geh
es
in
e s e Linie
um
die
Kompa ibili ä
on
einzelwi scha lichen
Plänen,
und
zwa
nich
nu bei
gegebenen
ode
e. lill<b en
An angs-
und
Randbedingungen,
sonde n
ganz
wesen lich
auch
um
die
Kompa ibili ä
de jenigen Pläne, die
sich
au die
Ände ung
de
An angs-
und
Randbedingungen
selbs ,
also
Neue ungen,
beziehen
(Me a-Kompabbili ä ).
Kompabbili ä is
dabei
de mie
als
Abwesenhei
on
En scheidungsi ümem,
die
sich
ex pos
en wede
als
En äuschung
(nich e üll e
E wa ungen)
ode
als
Bedaue n (nich genu z e
besse e
Gelegenhei en)
on
En scheidungen
niedem:hlagen.
De Zus and kompa ible einzel wi scha liche Pläne wi d auch als Gleichge-
wich szus and bezeichne .
Da
die Theo ie de Selbs o ganisa ion ohne die Idee
eines Zus ands de O dnung nich sinn oll be ieben we den kann, olg ii
die
Theo ie de Selbs o ganisa ion ökonomische Sys eme, daß diese aus heo e i-
schen G ünden au ein Gleichgewich skonzep niehl e zich en kann.3
2zu
Ve deu lichung des Gemein en sei au ein
ualoges
P oblem in
de
Na u wissenscha om
Menschen hingewiesen.
Zu
jedem ZeilpUllk müssen alle Ak i i i en
eines
menschlichen Kö pe s
geo dne
au einude
abges imm ) ablau en, wenn sein Gesundhei sms and nich leiden soll
S(S a ische Sich ). Abe es muß auch
de
WachSlUmsp ozeß
geo dne
sein
(dynamische Sich ).
"Unbalanced g ow h" (nich p opo ionales
WachslUm
de
Gliede ) kann das
Leben
ze s Öl'al.
ÖkOllomen in emlsie en sich ü das O dnungsp og a nm eine Gesellscha in s a ische wie in
dynamische Sieb .
3Diese Schluß olge ung e gib sich auch aus
dem
Konzep des K i epo en ia1s (siehe
E dmann
(1989a) (1989b). Gleiche Ansich is auch Amd : "In eine Reali ä , in de alles e gänglich und dami
ela i is , kann ein Gleichgewich sp eis nich
meh
als ein heo e isches Hil smi el sein -ein
Kuns p oduk menschlichen Geis es." (Amd (1986): 28.) Es sei ausd ücklich
danu
hingewiesen,
daß das Plädoye
ü die heo e ische No wendigkei eine Gleichgewich skonzep ion "ichl implizie ,
daß
die E gebnisse de Gleicbgewich s heo ie au ökOllomische P ozesse angewende we denkÖllll en.
Das wä e unzulässig (siehe auch Amd (1986): 49). In de Einschä zung
de
Mo e iscM"
No wendigkei de Gleichgewich sidee liegen auch die Un e schiede zu de
VOll
Wi (1987)
e e enen Konzep ion e olu o ische ÖkOllomik. Wi schein
mi
in
de
Ablehnung he kömmliche
Konzep e e was zu wei zu gehen. Abe wi soll en nich e gessen,
daß
auch de Fo schungsp ozeß
als e olu o ische P ozeß beg ei ba is . Vielleich bilde sich ein e olu iooä s abiles Gleichgewich
he aus.
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84 Die e Schmid chen
c.
Das E kenn nisp og amm eine ökonomischen
Theo ie spon ane O dnung
Die
ökonomische Theo ie spon ane O dnung,
sie
kann E olu ions heo ie
im
wei e en Sinne genann we den, läß sich in d ei Ab eilungen un e gliede n: die
Theo ie
des
Zus andes ökonomische O dnung, die P ozeß heo ie (Theo ie de
Anpassung
an
den Zus and ökonomische O dnung)
und
die Theo ie supe -spon-
ane O dnungen. Alle d ei Ab eilungen sollen
im
olgenden hinsich lich ih es
E kenn nisgegens andes, ih e Lei agen
und
Me hoden besch ieben
we den.
I.
E kenn nisgegens and, Lei agen, Me hode
E kenn nisgegens and
AbL
I:
AbL
11:
AbL
III:
Lei agen
AbL
I:
AbL
11:
Zus and de O dnung (A ak o )
Anpassungsp ade
an
den
Zus and de O dnung
Anpassungsp ade
an
den
Zus and de O dnung bei "gleichzei ige "
Ve ände ung desselben
Exis ie ein Zus and de O dnung (Gleichgewich )?
Wie sieh e aus?
Wie is e zu bewe en?
Exis ie en Anpassungsp ade,
und
wie sehen sie aus?
Welche Bedeu ung
haben
inne e Ins i u ionen ü
den
Anpassungs-
p ozeß,
und
wie sind sie
zu
bewe en?
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Ab
III:
Me hode
Ab
I:
Ab
11:
Ab
III:
P inzipien eine Theo ie ökonomische E olu ion
Wie
komm es
zu
Ände ungen
des
Zus andes de
O dnung?
Is de P ozeß de
Ände ung
geo dne ?
Wi d
jemals
ein
A ale o
e eich ?
Suwoc,kompm3 i eSuwoc
Linea e ode nich -linea e
Dynamik
Nich -linea e
Dynamik;
allgemeine Sys em heo ie
85
Au
die
jeweiligen Un e ab eilungen
und
die
Rolle de P eise
in
ihnen
sei im
olgenden
e was aus üh liche
eingegangen.
ll.
Die Funk ion
de
P eise
1.
Theo ie
des
O dnungszus andes
Diese
Ab eilung
I
in
de Theo ie spon ane O dnung ope ie
mi
de
Annahme
gegebene
An angs-
und
Randbedingungen.
In ih lassen sich d ei Un e ab eilun-
gen
un e scheiden:
die allgemeine Gleichgewich s heo ie, die Theo ie asymme-
ische In o ma ion
und
die Neue Ins i u ionenökonomik.
In
de
Allgemeinen
Gleichgewich s heo ie gel en als
An angs-
und
Randbedin-
gungen -
und
dami ökonomische
E kU ung
nich wei e bedü ig : Zahl de
Haushal e
und
Un e nehmen;
Zahl de Gü e
und
Ressou cen; P ä e enzen; Tech-
nologien;
Gewinnan eile; An angsauss a ungen
und
ex e ne Ins i u ionen
in
Fo m
eine elemen a en Rech so dnung (bes ehend aus Eigen ums-
und
Ve uags ech ).
Implizi wi d e ne
angenommen,
daß
die
T ansak ionskos en Null sind. Als
Bewe ungsk i e ium dien übe wiegend das Pa e o-K i e ium.
Wenn
in
diese Ab eilung
nach
de
Rolle
de P eise ge ag wi d, dann we den
jene lediglich
in
ih e Eigenscha als Koo dina ionsins umen un e such Die
F age
lau e :
Exis ie ein P eis ek o ,
dessen
Au nahme
in
die Randbedingungen
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86
Die e
SchmidLchen
no wendig
und
hin eichend is ,
um
die Exis enz eines A ak o s
wie
z.
B.
A
zu
e zeugen?
Daneben
ha
sich
eine Un e ab eilung de Gleichgewich s heo ie e ablie ,
die
eben alls P eise
als
Koo dina ionsins umen
un e such ,
abe
die
es ik i en
Annahmen
de
A ow/Deb eu-
Wel
e meide . Zugelassen
we den
hie
insbeson-
de e asymme ische In o ma ion
und
T ansak ionskos en on g öße Null (als
S ichwo e seien
lediglich
genann : empo ä e Gleichgewich s heo ie (sequen ial
economies),
Such heo ie;
Konzep de "agg ega e- ela i e con usion"
und
de
"pe manen - an
si
o y
con usion").
Schließlich zähl
zu
diese Gleichgewich sb anche als d i e Un e ab eilung die
Neue
Ins i u ionenökonomik, die sich
mi
de F age be aß ,
wann
und
wa um
P eise als Koo dina ionsins umen e sagen,
und
welche
al e na i en
Koo dina-
ionsins umen e, sogenann e in e ne Ins i u ionen, exis ie en. Un e such
we den
Hie a chien, ela ionale
Ve äge,
P inzipal-Agen -Beziehungen
usw.
De S il is
gleichgewich sökonomisch: Ge ag
wi d,
ob
ü in e ne Ins i u ionen
ein
Gleich-
gewich exis ie ,
wie
es aussieh ,
und
wie
es
zu
bewe en
is
Daneben
komm
es
zum
Ins i u ionen e gleich. P eise e en hie als Koo dina ionsins umen
in
den
Hin e g und.
Ih e wesen liche
Rolle
is die eines Au eilungsschlüssels de
Ko-
ope a ions en e,
m.
a.
W.:
Sie
e lek ie en die "Lösung"
des
Kon lik es,
de
mi
jede
Koope a ion
e bunden
is ,
wenn
le z e e nich
anonym
übe den P eis ek o
ges eue
wi d,
sonde n
Gegens and
on
Ve handlungen
is
4
Zum
ins i u ionenökonomischen Fo schungsp og amm zähl schließlich
auch
noch
das
S udium
on
Auk ionen
(siehe
McA ee/McMillan,
(1987». Dieses
ha
sich insbesonde e als seh nü zlich bei de P ü ung de
Behaup ung
e wiesen,
daß
das P eissys em
ein
e IZien es
In o ma ionsübe mi lungssys em ("su icien
s a-
is ic") sei.
Wenn
man
an
Ake lo -P ozesse denk ,
wi d
man
dem
insbesonde e
on
.
Hayek
e e enen diesbezüglichen Op imismus
mi
Vo behal en
begegnen.
4m
einem gewissen Sinne koo dinie de Au ei1ungsschlüssel abe auch das Ve hal en de
Koope a ionspanne .
Denn
es häng on
ihm
ab,
ob
a)
die Koope a ion übe haup zus andekomm und
ob
b) die Koope a ionspanne a sächlich das un, was sie wechselsei ig oneinande e wa en. De
Ve eihmgsschlüsse1 muß also sowohl dem "pa icipa ion cons ain " als auch dem "incen i e
compa ibili y cons ain "
lilenülilen.
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P inzipien
eine
Theo ie ökonomische E olu ion 87
2.
P ozeß heo ie
Die
zwei e
Ab eilung
de
Theo ie de
spon anen
O dnung
be aß sich mi
dem
(den)
Anpassungsp ad(en)
an
den
Zus and
de
O dnung
(siehe
z.
B.
Wi
(1980».
Die
An angs-
und
Randbedingungen
lau en
wie in Ab eilung I. Ge ag
wi d
nun
abe nich
nach
de
Möglichkei ,
un e
gegebenen
An angs-
und
Randbedingungen
den
Zus and
de
O dnung
du ch
Rückg i au P eise als Koo dina ionsins umen
he zus ellen,
sonde n
ob
und
wie
es
dazu
komm ,
daß
aus
de
Menge
mögliche
P eis ek o en
im
Zei ablau de " ich ige" sich
he ausbildeL
Mi
ande en
Wo en:
Es
wi d
on
einem
Zus and de
Ökonomie
ausgegangen,
in
dem
das
Koo dina i-
onsins umen P eis ek o schlech jus ie
is
Dies
läß sich anband
on
Abb.
1
e läu e n.
In
Abb.
1
be mde
sich
das
Sys em
au
einem
de Zei p ade
in
Rich ung
A.
Man
un e such je z
den
Wandel
des
Sys ems
im
Zei ablau (P eis-
und
Mengendyna-
mik).
Die
P eise
kOnnen
hie
in
eine gegenübe de e s en Ab eilung neuen
Pe spek i e be ach e
we den,
nämlich
als En deckungsins umen
U
En schei-
dungsiI Ume
(Koo dina ionsmängel).
Auch
hie e üllen
zu
jedem Zei punk die
P eise die Rolle
eines
Koo dina ionsins umen s.
Sie
im
Wandel
des
Sys e ns
als
En deckungsins umen
un e suchen
zu
wollen,
bedeu e die F age
zu
s ellen,
ob
und
wie
man
dem
P eissys em
selbs
en nehmen
kann,
wie gu ode schlech es
seine
Koo dina ions unk ion
e üll ,
und
wie
man
sich
die
Ko ek u
eines ehle -
ha en
Koo dina ionsins umen s
o s ellen
kann. Gleichgewich sökonomik kann
au diese
F agen
keine
be iedigenden
An wo en
lie e n.
Au ge u en
is die
Ma lc p ozeß heo ie.
S
Auch
wi d
man
on
de Un e suchung de P eise allein
keine
be iedigende
An wo en
e wa en
dü en.
Zumindes zwei
wei e e
Ins i u-
ionen
müssen
in
die
Un e suchung
einbezogen
we den.
Es
sind dies de dynami-
sche
We bewe b
eine sei s
und
das
Un e nehme um ande e sei s. Als Beispiele
ü die
Un e suchung
solche
Ma lc p ozesse
seien genann : die Ma k p ozeß heo-
ie
de
Neo-Aus ians
(siehe e wa Ki zne ,(1973»
und
die Theo ie de koope a i-
en
Spiele (siehe e wa
Teise ,
(1989),
Hildenb and/Ki man, (1989».
Die
Lei a-
gen
diese
Ab eilung
sind:
Wie
we den
En scheidungsi üme (nich kompa ible
Pläne)
en deck ?
Was
bewi k die En deckung
on
En scheidungsi üme n?
Wie
we den
sie ko igie ?
Ve ände
im
We bewe b
s ehendes Un e nehme um die
SAu das ü solche F agen on G osseke le en wickel e "Koo dina ionsminge1konzcp "
sei
hie
nachd ücklich hingewiesen (siehe G ossekewe (1985), (1989».
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94 Die e Schmid chen
enables indi idual p oduce s
10
wa ch
me ely
he
mo emen o a
ew
poin e s,
as
an
enginee migh
wa ch
he hands o a
ew
dials,
in
o de
10
adjus hei ac i i ies
10 changes o which
hey
may
ne e
know
mo e
han
is
e lec ed
in
he p ice
mo emen " (p.
A.
.
Hayek
(1945):
524.)
Man
kann
die These, daß die
Kennblis
on
P eisen allein aus eiche,
um
au onom
en scheidende Wi scha ssubjek e
zu
Handlungen
zu
e anlassen,
aus
denen
sich
eine koo dina ionse Izien e Handelnso dnung bilde , die These de
pe ek en In onna ionsmäch igkei des P eissys ems ("su icien s a is ic")
nen-
nen.
Diese Ansich s ell jedoch solange ein Glaubensbekenn nis da , als
kein
Beweis
gelie e is -
und
Hayek ha keinen
gelie e !
-,
de nach
den
heu e
gel enden
Regeln de Kuns als solche ane kann
wi d.
Es
wa
die allgemeine Gleichge-
wich s heo ie, die diesen Beweis lie e e
und
dami zeig e,
daß
in
eine "abs ak en
Ökonomie" die Benu zung
on
P eisen alsSignalsys em nich
zum
Chaos,
wie
die
Ma xis en glaub en, sonde n zu
einem
Zus and de O dnung üh
Es
wa en
A ow
und
Deb eu, die im Jah e
1954
mi Hil e
des
Konzep s des Nash-Gleichgewich s
ü nich koope a i e n-Pe sonen-Spiele diesen
Beweis
üh en (siehe
A owlDe-
b eu (1954».
An
das
ü eine Beweis üh ung
zu
bildende
Modell
lassen
sich
aus
dem
an änglich de inie en Konzep de
spon anen
O dnung die olgenden ie
An o -
de ungen
ablei en:
• F ak ionie ung des Wissensbes andes (P i a hei des
Wissens),
d.
h.
Ve ei-
lung
des
ü eine koo dina ionse Izien e Handelnso dnung
zu
nu zenden
Wissens
au Millionen
on
Köp en.
Dieses
Wissen
is nich nu wissenscha -
liches Wissen, sonde n auch
Wissen
übe P oduk ionsmöglichkei en
und
P ä e enzen,
das
Pe sonen an bes imm en
O en
und
zu
bes imm en Zei en
eigen ümlich
is
Dieses einziga ige, idiosynk a ische
WISSen,
das
jede
Pe son besi z ,
und
das
sich
on
Pe son
zu
Pe son un e scheide ,
um aß
Wissen
übe die G enz a en de T ans o ma ion -sowei wi P oduzen en
be ach en
-,
übe die G enz a en de Subs i u ion und die E s auss a ungen
-sowei
wi
Konsumen en be ach en.
• Abwesenhei exogene
Au p ägung
de
O dnung.
Diese An o de ung
an
das
Modell
esul ie aus
dem
an änglich da ges ell en Konzep de
Selbs1o ga-
nisa ion (spon ane O dnung). Bekann gewo den is sie auch als P inzip
des
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P inzipien eine Theo ie ökonomische E olu ion 95
me hodologischen Indi idualismus. Die O dnung bilde sich dmch au ono-
me
En scheidungen de Wi scha ssubjek e.
• Pa ame ische
Vo gabe
des P eissys ems ü alle Wi scha ssubjek e.
Wenn
man
die Funk ions ähigkei eines Signalsys ems beweisen will,
muß
man
die
Möglichkei de Manipula ion desselben dmch die Teilnehme
am
dW'Ch
dieses Signalsys em ges eue en Spiel, nämlich P eisse ze e hal en, aus-
schließen.
• Zusammen assung
allen
Wissens
im
P eissys em. Dami wi d ge o de , daß
sich das
gesam e
ak ionie e
WISSen
de Wi scha ssubjek e
im
P eissy-
s em
wide spiegel ,
und
daß die
Kenn nis
des P eissys ems allein genüg ,
um
eine koo dina ionse l-'zien e Handelnso dnung zu e zeugen.
Wie
an
ande e
S eDe
gezeig wu de (siehe Schmid chen (1989b» und sich
leich dmch einen Blick
in
A ow/Deb eu
(1954)
e i izie en läß , genüg das
Vo gehen
de allgemeinen Gleichgewich s heo ie diesen ie An o de ungen. Die
allgemeine Gleichgewich s heo ie weis deshalb die Cha ak e is ika eine Theo ie
eine spon anen O dnung au .
Wem
diese Schluß nich
ge iUl ,
is au ge u en zu zeigen, daß die
Wel
des
A owlDeb eu-ModeDs
dem Konzep de Selbs o ganisa ion
und
den
da aus ab-
gelei e en ie Pos ula en nich genüg
Au
keinen Fall wä e de Beweis dadmch
ge üh , daß
man
da au
e weis ,
daß
de implizie e Gleichgewich sbeg i de
de Mechanik sei.
Das
is e nämlich nich , weil sich de Zus and de O dnung
dadmch eins ell , daß sich die Spiele -einschließlich des "ma ke pa icipan ",
de seine"pay o s" aus dem Se zen de
P eis ele o en
bezieh -den Spiel egeln
gemäß e hal en. De Beweis is auch nich dadmch ge üh , daß behaup e
wi d,
de P eisbildungsp ozeß selbs sei modellexogen. Das is e nämlich nich
Und
im
üb igen
is zu be onen, daß angesich s des
meT
he ausges ell en E kenn nis-
zieles de allgemeinen Gleichgewich s heo ie die En wicklung eine Theo ie de
P eisbildung nich e o de lich
is
Es geh nämlich
um
die Möglichkei de
He bei üh ung eines Zus ands de O dnung dmch alleinige O ien ie ung
an
pa a-
me isch o gegebenen P eisen. Dazu b auch nich die ins i u ionenökonomische
F age bean wo e
zu
we den,
wie
diese P eis ek o en s eh . Im üb igen
wä e
au
die Theo ie de koope a i en Spiele hinzuweisen, die die Annahme de pa ame-
isch o gegebenen P eise nich meh
mach .
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96 Die e Schmid cheD
Be o
an
einige Einsch änkungen bezüglich de pe ek en In onna ionsmäch-
igkei des P eissys ems e inne wi d, soll noch au ein wei e b ei e es Miß e -
s ändnis hingewiesen we den, das bei sys em heo e isch a gumen ie enden Theo-
e ike n häu ig anzu e en is (siehe z.
B.
Weissmah (1988), (1989».
Man
mein ,
die allgemeine Gleichgewich s heo ie sei eine Theo ie geschlossene Sys eme.
Abe das
kann
man auch ande s sehen, wo ü allein schon de Ums and sp ich ,
daß ein allgemeines Gleichgewich -sys em heo e isch gesp ochen -ein äuße s
unwah scheinliche Zus and is (und nich e wa de ''Tod" eines Sys ems).
DaßdieallgemeineGleichgewich slheo ie
sich
du chausals
TheOOeo ooe
Sys eme
beg ei en
läß ,zeig olgende
A gmnen a ioo:
Die
blkswi scha impcx ie In onna ion
in
Fo m
de
P ä e mzen
und
Technologioo
sowie
des
P eis ek o s,
lIDd
sie
imp< ie
Ene gie/Ma e ie
in
Foon
dez
E s auss a bmgen.
Und
die
VoJ.kswi g;ha
expcx iez
(umgewandel e)
Ene gie/Ma e ie
in
Fonn
on
Gü e n.
Aus
de Sich
au opoie ische
Sys eme
alle oings
s ell die blkswi scha ein unk ional
geschlO&'leßes
Sys em
da .
Funk ionie en P eise s e s als pe ek es Koo dina ionsins umen ? Wi haben
es bei de allgemeinen Gleichgewich s heo ie mi eine Theo ie zu un, die
ich ige weise behaup e , daß auch bei "ze spli e e " In o ma ion P eise ein
pe ek es Koo dina ionsins umen sein können. Ob P eise eine "su icien s a i-
s ic" sind. häng
on
den Ums änden ab. In ielen Fällen he e ogene P oduk e
haben Käu e und Ve käu e un e schiedliche In onna ionen -und
P eise
allein
e sagen als Koo dina ionsins umen
Das
gil
u.
a. ü A bei sleis ungen,
Ve si-
che ungen
und
K edi geschä e, abe auch ü ma e ielle Gü e , wie Ake lo (1970)
gezeig
ha
Es is heu e unbes i en, daß Hayeks Ansich bezüglich de
E TlZienz
des P eissys ems als In onna ions e mi le zu op imis isch wa (siehe
u.
a.
McA ee{McMillan, (1987): 700, 733). Abe genau diese E kenn nis s ell e den
Ausgangspunk ü die ins i u ionenökonomische Wei e en wicklung de Theo ie
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P inzipien
eine
Theo ie ökonomische E olu ion
97
spon ane
O dnung
da ?
Hingewiesen sei au Li e a u zu den S ichwo en "sig-
naling"
und
"sc eening" (siehe Cukie man (1984):
14
.).
Auch
die Li e a u , die
sich mi An eizmechanismen be aß , die bewi ken,
daß
p i a e In o ma ionen
ö en lich zugänglich
wexden,
gehö hie zu. (Siehe McA ee/McMillan; G oss-
man,(
1976),
(1977), (1981), Cukie man
(1985):
20
.)
ll.
P eise als En deckungsins umen
Was
man
un ex
P eisen als Koo dina ionsins umen zu e s ehen ha , weiß
jede .
Was
soll
man
sich abe un e P eisen als einem En deckungsins umen
o s ellen?
Zum
Zwecke
dex
E läu e ung s elle
man
sich eine Wel
o ,
in de ein Signal-
sys em
alsch
jus ie is (siehe Ki zne (1985».
Man
un eLs elle
nun,
daß
das
Signalsys em -na ü lich übe das 'ßl igwe den
on
Kon olleu en -die Eigenscha
besi ze, au de G undlage seine Koo dina ionse gebnisse
in
dex
Ve gangenhei
die
Jus iexung
zu
e besse n. WI
haben
es
dann mi einem Signalsys em
zu
un,
das
nach
dem P inzip de (nega i en) Rückkoppelung a bei e Dami abe wi d
de P oze8 de Selbs o ganisa ion seh
iel
komplexex
als de o he behandel e.
Nich nu
passen
sich je z die
Ma lc eilnehme
an
die P eise an, sonde n das
P eissys em paß sich je z auch an seine eigene Koo dina ionsleis ung
in
de
Ve gangenhei
an. "Wandel"
und
"Zei " spielen
nun
eine bedeu ende Rolle: Es
geh
um
die P eis-
und
Mengendynamik
und
um
die Exis enz
on
Anpassungsp a-
den
zum
Zus and
dex
O dnung.
Es is nü zlich, meh e e Szena ien zu un e scheiden, in denen die En deckungs-
unk ion
on
P eisen
ins
Spiel komm
Die
Szena ien seien olgende maßen
7Man soll e abe nich e gessen, daßdas P eissys em selbs eineIns i u iooda s ellL Die allgemeine
Gleichgewich s heo ie gehö inso e n selbs zu Ins i u iooenökooomik (siehe Sch nid chen,
(1989».
Das P eissys em
als
Ins i u ioo zu be ach en, bedeu e , einem G undgedanken
de
Syne gc ik zu
olgen: nach diese n en wickeln sich Ins i u ionen
wie
Sp ache, Mä k e, P eise,
Geld,
Finnen,
Quali ä sga an ien usw. im Ve olg oo Eigennu z -sie sind E gebnis menschlichen Handelns
(endogene Va iable). Nach einige
Zei
e es igen sich diese
uB iuche"und
bilden
da m
den Rahmen,
in dem die Wi scha ssubjelc e handeln (Wechsel zu exogenen Va iablen). Es
ü
zen ale Ed enn nis
de Syne ge ik,
daß
das
Ve hahen
de
Sys eme1emen e Sys emeigenscha en e zeug , die dann
die
Elemen e Kye skla en" (siehe Schlich , (1986».
Gcnau
in diesem
Sime
Kye skla " das P eissys em
die Wi scha ssubjek e, wenn
und
inso e n sie
den
Ma k benu zen
und
sich dessen Regeln
gemiß
c: bal en müssen, wenn sie
ihm
Ziele e olgen wollen.
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98
Die e Schmid chen
bezeichne : de Ma k mache als
Auk iona o ;
de
Ma k mache ,
de nich
Auk-
iona o
is ;
P eisanpassung
ohne
eine Ma kunache (pos ed
p ices);
die
Theo ie
des
Ke ns.
Aus
Pla zg ünden
können
diese
Szena ien
nu
in
g oben
Zügen
behan-
del we den (eine aus üh liche e Da s ellung mde
man
bei Schmid chen
(1989b».
1.
De
Ma kbDache
als
Auk iona o
Das
Thema
ine IZien es
Signalsys em
und
Le nen
is
in
de
Ökonomie
nich
öllig
unbekannL
Es
wi d behandel beispielsweise im
A ow/Deb eu-Modell
als
In e ak ion
z~ischen
den
Haushal en
und
Un e nehmen
(jeweils
mi
dem
Ak ions-
pa ame e
Menge)
au de
einen
Sei e
und
dem
"ma ke pa icipan "
mi
dem
Ak ionspa ame e P eis au de
ande en.
Es
gib
Wandel
in
de Zei ,
und
diese
läß sich da s ellen als sequen ielles
Spiel
(siehe
auch
Wein aub
(1989):
153):
P eis ek o -+ Angebo -
Nach age
-+
neue
P eis ek o -+
Angebo
-
Nach age.
Füh diese P ozeß
einmal
zu
dem
E gebnis:
P eis ek o -+
Angebo
-Nach age
-+ de selbe P eis ek o , dann is ein Gleichgewich
e eichL
De P eis ek o
wi d
zum
En deck mgsins umen
ü
den
Ma k mache .
Wenn
e
den
P eis ek o
ge unden
ha ,
de
dmch
die ückgemelde en
Mengen
bes ä ig
wi d,
dann
weiß
e , daß un e
den
gegebenen
Ums änden
seine
Auszahlung
maximie
is
Im
ande en
Fall
wi d
e
da übe
in o mie , daß e
sein
Op imum
noch
nich
ge unden
ha
De
ac o
haben
wi
es
hie
mi
eine
Auk ion
zu
un.
Daß
P eise
in
diesem
Zusammenhang
ein
En deckungsins umen da s ellen
können,
is wohlbekann .
Wenige
gu
bekann
und
auch
wenige
gu
un e such
is ,
wo
P eise sons
noch
als
En deckungsins umen
dienen.
Das
is
ein
übe a-
schende
Be und,
denn
eine
Ökonomik,
die
sich
als E ah ungswissenscha
e s eh ,
also
Reali ä
e klä en
will, hä e sich längs einmal
agen
müssen,
welche
Rolle P eise
in
dynamischen
Anpassungsp ozessen
spielen, bei
denen
kein
Auk-
iona o
mi Wi kL
2.
De
Ma k mache ,
de
nich Auk iona o is
Mi Ma kunache n,
die
nich
Auk iona o en
sind,
ha
sich
Ki zne
in ensi
beschä ig (siehe Ki zne (1973),
siehe
auch
Clowe /F iedman
(1986». E nenn
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P inzipien
eine
Theo ie ökonomische E olu ion
99
sie
Un e nehme .
Un e nehme
sind
Leu e, die die Fähigkei (Findigkei ) besi zen,
Koo dina ionsmängel
zu
en decken
und
zu
ko igie en.
Von
diesen
Un e nehme n
wi d
im
le z en
Abschni
noch
im
einzelnen
zu
eden
sein.
Hie gil
es,
ih e Rolle
in
demjenigen
Rückkoppelungsp ozeß
da zus ellen,
in
dem
die
Koo dina ions-
mängel
des
P eissys ems ko igie
we den.
Um
das Ope ie en
des
Un e nehme ums
in
eine
Fo m
da zus ellen,
muß
man
den
P eisbildungsp ozeß
in
eine
Volkswi scha
als
be ei s
i gendwie
ollzogen
un e s ellen. Fe ne
mögen
sich
die
Wi scha ssubjek e
auch
be ei s
an
die
ihnen
bekann en
P eis ek o en
op imal
angepaß
haben.
Wenn
un ollkommene
In o -
ma ion
he sch ,
sind
die
P eis ek o en (Rela i p eise), mi
denen
die
einzelnen
En scheidungseinhei en kon on ie
sind,
un e schiedlich. Op imale
Anpassung
un e s ell ,implizie dies,
daß
z.
B.
die
G enz a en de Subs i u ion zweie
Haus-
hal e
nich gleich sind
Ähnliches
gil ü die G enz a en de T ans onna ion.
Ein
solche Zus and is
Ausd uck
eines Koo dina ionsmangels -die Möglichkei en
wechselsei ig o eilha en
Tauschs
sind noch nich e schöp
(was
die
Wi -
scha ssubjek e abe
nich
wissen).
Diese Koo dina ionsmangel
wi d
e lek ie
in
nich
übe eins immenden
P eis ek o en.
Imme dann jedoch,
wenn
P eis ek o-
en
nich übe eins immen, exis ie en Gewinnmöglichkei en.
We
diese
ehlende
Übe eins immung
en deck , en deck
nich
nu diese Gewinnmöglichkei en, son-
de n
implizi auch
den
Koo dina ionsmangel
Und
we
diese Gewinnmöglichkei-
en
nu z ,
d.
h.
die
Gewinne
ealisie , besei ig zugleich
den
Koo dina ionsmangel.
Dies
können
selbs ändige
Ma k mache
sein, die einen A bi ageu e.
Das
können
abe
auch
die Haushal e ode
Un e nehmen
selbs sein. Ki zne un e s ell -
ohne
dies ü die gesam e
Volkswi scha
gezeig
zu
haben
-,
daß
die
TIl igkei
des
Un e nehme ums die
Dispe sion
de P eis ek o en eduzie
und
le z endlich zu
He ausbildung
eines ü alle
gemeinsamen
Gleichgewich sp eis ek o s üh .
(Zu
eine k i ischen
Diskussion
diese
Idee
Ki zne s
siehe Schmid chen, (l988b).)
P eise
ungie en
in
diesem
Zusammenhang
in
olgende
Weise
als
ein En -
deckungsins umenc
Man
kann
dem
P eissys em
(niemals alle dings einem ein-
zelnen
P eis)
sowohl
en nehmen,
wie
gu
es
als Signalsys em
unk ionie ,
als
auch
e kennen,
in
welche
Weise
es
umges al e
we den
muß,
dami es
seine
Koo dina-
ionsleis ung e besse .
Als
solches
nü z e
dies
jedoch
wenig,
wenn
nich zugleich
das un e nehme ische Elemen au
den
Plan
ä e -
und
die
Folgen
eine gewissen
Fo m
de
In o ma ionsasymmel ie
besei ig e.
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100 Die e Schmid .chcn
3.
Pos ed p ices
Wie
bilde sich de Ma k gleichgewich sp eis au
einem
nich
o ganisie en
Konku enzma k ,
einem
Ma k ,
au
dem
es
keine spezialisie en
Ma k mache
gib ?
1972
sch ieb
Schmidbaue ,
daß bis
in
die jüngs e Zei die
Theo ie
das
P oblem
nahezu
öllig igno ie habe
(siehe
Schmidbaue
(1972):
315 .
und
die
do igen Nachweise).
Da an
ha
sich
bis
heu e
nich
iel
geände .
8
Nachwie o
gil -
man
schaue
in
die einschlägigen Leh büche
-,
daß
"( )he
in isible
band
is
a
H le
100 in isible
in
us,
he cen e o
i s
ac i i ies."
(Fishe ,
F.
M.
(1970):
196.)
Im
olgenden
soll die En deckungs unk ion
on
P eisen
in
eine
Wel
un e such
we den,
die
a)
nich
im
Gleichgewich is
und
die
b)
keine
Ma k mache -Spezia-
lis en
kenn .
Wäh end
in
den
bishe igen
Be ach ungen
die P eise
den
Wi scha s-
subjek en
pa ame isch
o gegeben
wa en,
se z jedes
Wl11SCha ssubjek
in
de
Rolle,
in
de
es
be ach e
wi d,
nunmeh
die P eise
selbs .
WIC
haben
ein
Sys em
on
"pos ed p ices" o
uns
(siehe
de
Vany,
(1987».
Zu
Beginn
eines
Ma k ages
se zen
z.
B.
die Anbie e jeweils
unabhängig
oneinande
ih en
P eis
es ,
zu
dem
sie be ei
sind
zu
auschen.
In
diesen
P eisen
mani es ie en sich die jeweiligen
subjek i en Wel sich en übe die
e ügba en
TauschmögHchkei en,
d.
h.:
Sie
we den
so
gese z ,
wie
man
es
zu Realisie ung
de
indi iduellen
Pläne
e wa e .
Am
Ende
des Ma k ages
weiß
jede ,
ob
seine E wa ungen ich ig
wa en
ode
alsch.
Am
Beginn
des
nächs en
Ma k ages
we den
wiede P eise
gese z ,
in
denen
sich
wiede E wa ungen niede schlagen -
und
zwa gebilde
un e
Be ück-
sich igung de E ah ungen
des
e gangenen
Ma k ages.
Man
beach e,
daß
hie
nich
an
Modelle
de
empo ä en
Gleichgewich s heo ie gedach
wi d,
bei
denen
es
an
jedem Ma k ag
zu
einem Ma k gleichgewich
komm
(da ü
so g
do
de
Ma lc mache )
-wenngleich dami E wa ungsen äuschungen
e bunden
sind.
Wie
P eise als En deckungsins umen
in
diesem
Zusammenhang
unk ionie-
en, is wissenscha lich
noch
wenig
un e such
wo den.
In
de
Diskussion
um
das
8Siehe
z.
B.
die Äuße ungen on
E1iasson
(1986):
484:
"on1y
wben
indi iduals, inns o I aden ...
se
Ibe
p ices IIld he quan i ies indi idually IIld
on
Ibe
basis
o
an
indi idually pe cei ed ma l e
sima ion ha is egula ly w ong, can we alk abou a heo y
o
ma l e s. S mda d mic oeconomic
Ibeo y has li le o say on Ibis."
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P inzipien
eine
Theo ie ökonomische E olu ion 101
sogenann e Anpassungsp oblem (siehe
Schmidbaue ,
(1972»
sind jedoch be ei s
die zen alen Punk e zu
inden.
Beim
Anpassungsp oblem
geh
es
um
die spon ane
Anpassung
de endogenen
Va iablen,
in
Sonde hei de P eise,
an
e ände e
Umwel bedingungen.
Ge ag wi d,
in
welche
Fo m
de Anpassungsp ozeß (als
spon ane
P ozeß!) e läu (siehe
z.
B.
A ow,
(1959);
Wi ,
(1980);
Fehl/Obe-
ende , (1989», ob e s abil is ,
und
wie iel
Zei e
in
Ansp uch
nimm
Diese
F agen
können
hie im einzelnen nich behandel we den.9
Welche
Funk ion e üll de P eis
in
diesem
Szena io? Be ach e sei de
P eisanpassungsp ozeß
nach
eine
E höhung
de Nach age au
einem
polypoli-
s isch s uk u ie en nich o ganisie en Ma k (siehe Schmidbaue
(1972):
316 .,
de au
A ow
(1959)
au bau ).
De P eis is ein Fühle , de ausges eck wi d,
um
die E wa blßg übe die
zu
diesem
P eis
abse zba e Menge zu
es en.
He sch
Obe -
bzw.
Un emach iage,
dann
wi d
de Anbie e Anlaß haben,
seine
E wa ungen zu e idie en.
Es
läß sich
zeigen, daß bei
un e ände en
P eisen de ande en Anbie e ein Anbie e
nach
einem
'' ial and e o " P ozeß einen
P eis
se z , bei
dem
seine E wa ungen
bezüglich de Absa zmenge bes ä ig
we den.
Die
P eisände ungen
hö en
au .
De
Gewinn
is maximal. Die Kapazi ä is
oll
ausgelas e P eise e üllen
in
diesem
Szena io eine Funk ion, die
im
Gleichgewich obsole wi d
Im
Gleichgewich
kenn jede P oduzen seine indi iduelle P eis-Absa z-Funk ion, im Ungleichge-
wich
abe
nich Da
muß
sie e s en deck , e o sch we den. "Pos ed p ices"
we den
dazu als Ma k ühle eingese z ; ge es e weIden Angebo spläne,
in
denen
sich die
in
En scheidungsmodellen
ge onnenen
Wel sich en
unse es
Anbie e s
niede schlagen. In de Anpassung des En scheidungsmodells an die "wah e"
Wel
ollzieh
sich
ein Aspek des Un e nehme ums
im
Sinne Ki zne s.
Unse Anbie e wa ein aus de
Menge
alle Anbie e beliebig he ausgeg i e-
ne .
Was
ü
ihn
gil , gil ü alle,
d.
h.
die
Annahme,
daß die jeweils
üb igen
Anbie e
ih en
P eis un e ände lassen, e weis
sich
als alsch. Das ha
nun
abe
schwe wiegende Konsequenzen.
Wäh end
jede einzelne dabei is , seine P eis-
Absa z-Funk ion zu en decken, e schieb
sich
diese. Die En scheidungsin eIde-
9Übe Anpassungsp ozesse
au
ku ze und lange Sich siehe aus üh liche Schmidbaue
(I
m):
313 .; Hayek und
Ki me
haben
dazu
einige
Geschichlen
e zähl ;
Li lechild/Owen, (1980) haben
ein
Modell
en wiclcel ,
das
abe ma hema isch
seh
au wendig is ; Okun. (1980),
ha
eben alls einige
Aspek e -in ihnliche Weise wie
Anow,
(1959), -disku ien; auch Helms id e , (1989), ha sich in
le z e Zei mi diese F age bei&&. Siehe auch G ossel e le (I98S), (1989).
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102
Die e Schmid chen
pendenz, die
es
nich nu
im
Oligopol, sonde n auch
im
Polypol gib , bewi k einen
ma k mäßigen ex e nen E ek , übe dessen konk e e
Ausp ägung
sich
allgemein
nich s sagen läß
Eine sys ema ische Schä zung de indi iduellen Nach age unk ion be uh au
E wa ungen
und
le z e e au In o ma ionen. Die hie ele an en In onna ionen
beziehen sich au die Gesam nach age unk ion sowie au
die
geplan e P eispoli ik
de Konku en en
und
dami au E wa ungen, die jene übe die Gesam nach a-
ge unk ion und die P eispoli ik de ande en hegen. W
haben
es
mi
einem
Ma k p ozeß
zu
un,
in
dem alle au g und ih e
Teilnahme
am
Ma k
le nen.
Rich iges Le nen se z o aus,
daß
man
weiß,
was
ande e gele n
haben.
Daß
de
Übe gangsp ozeß
on
einem Ma k gleichgewich
zu
einem
ande en
eibungslos
e läu , können nu Op imis en glauben. Zwei elha is auch, ob
man
s e s
im
neuen
Gleichgewich lande
Dieses
E gebnis
wi d
dwch
die
Un e suchung
on
Wiu bes ä ig ,
nach
de
man
bes en alls mi de Möglichkei eine Mus e o aus-
sage de A echnen
kann,
daß
eine
Tendenz
zum
Gleichgewich bes eh . 10
4. Theo ie des Ke ns
In
o ganisie en Mä k en
we den
P eise
on
einem " einen" Ma k mache
gese z ;
die
üb igen
Wi scha ssubjek e
passen
sich
an
diese
an.
In
nich o gani-
sie en Mä k en gib
es
keine einen Ma k mache ; die P eisbildung is
den
einzelnen Wi scha ssubjek en übe lassen. Wi ha en gesehen,
wie
de
Anpas-
sungsp ozeß e läu ,
wenn
eine Ma k sei e
den
P eis se z . Die Möglichkei ,
daß
wede
ein o ganisie e Ma k exis ie ,
noch
eine
Ma k sei e
den
P eis se z , bleib
noch
zu un e suchen.
Wenn
ein P eis
wede
exogen gese z ,
noch
on
eine
Ma k sei e "endogen"
gese z
wi d
(pos ed p ices), dann
kann
e nu dwch
Ve handlung
zus andekom-
men.
Wie
man
sich
dies o s ellen kann, ha Edgewo h
o
übe
100
Jah en
gezeig , als e die
Idee
des
"con ac ing"
und
" econ ac ing" en wickel e.
lOSiebe Will (1980): 7, 10, 246: "S a de s a ken Aussagen bleiben nu ela i unscha e
Theo eme (Mus e hypo hesen) übe die Besch ink hei mögliche Ma klp ozcs$C im
P eis-Menl en-Raum."
(S.
246.)
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P inzipien eine Theo ie ökonomische E olu ion
103
In de Spiel heo ie en sp ich
dem
das Bilden und
Au lösen
on Koali ionen.
Vo ausse zungen,
Ablau undE gebnisse dieses P ozesses
sind
Gegens and
dez
Theo-
ie
des
Ke ns
(siehe
Telse ,
(1989);
Hildenb and/Ki man,
(1989);
Rasmusen,
(1988».
Auch in de Theo ie des Ke ns haben
P eise
eine En deckungs unk ion (neben
de , Ve eilungsschlüssel ü die Koope a ions en e zu sein). Die P eise, die in den
Ve handlungs unden de Ve gangenhei gebilde wu den, lie e n In onna ionen
ü ih e eigene Ve ände ung, bis schließlich -un e gewissen Vo ausse zungen -
ih e We e s a ionä we den.
Die Anwendungsb ei e und die heo e ische F uch ba kei de Theo ie des
Ke ns kann hie nich
im
einzelnen e ö e we den. Vielmeh soll de Zusammen-
hang zu Theo ie spon ane O dnung okussie we den:
a) De P ozeß des Bildens und Au lösens on Tauschkoali ionen s ell einen
P ozeß spon anen O dnens da , wenn de Ke n nich lee
is
b)
Im
P ozeß des Bildens und Au lösens
on
Tauschkoali ionen zeig sich We -
bewe b als Ma k p ozeß. Ein ü die We bewe bspoli ik wich iges E gebnis
bes eh da in, daß die dem Konzep de We bewe bs eihei eigen ümliche
Vo s ellung om We bewe b als Ma k p ozeß (siehe Schmid chen, (1989a»
genau die is , die auch in de Theo ie des Ke ns implizie wi d.
c) We bewe b als Ma k p ozeß daue solange, wie diesez P ozeß andaue .
E
is das,
was
man
in de We bewe bs he< ie Pa allelp ozeß nenn
Wenn
diese
e lisch , ha de Ma k einen Ke n.
Wenn
de Pa allelp ozeß e lisch , is de
endgül ige Aus auschp ozeß e einba . Es e geben sich die jeweiligen End-
Alloka ionen. Modi IZie
man
das Modell und läß nach jede Ve handlungs-
unde auch Tausch zu, dann e gib sich das, was man " alse ading"
nennL
d) De P ozeß des Bildens und Au lösens on Koali ionen is e olu o isch. Die
E olu ion zeig sich in de s ändigen Ve ände ung de Zahl, G öße und
Zusammense zung de Koali ionen.
e)
P eise,
undzwa
die
in
Kooli ionen
gel enden
P eise.
e illlen eineEn deckungs unk-
ion
i jedeneinzelnen. E en deck im
~ gleichdiese P eise,
welches
die
aus
seinel'
Sich
güns igs e
Koali ion
is .
Indem
jede
dieses
WISSen
nUlZ ,
e ände n
sich
die
P eise
inden
Koali ionen.
Un ezbes imm en
bI'ausselZUßgengil diließlichinallen
Koali ionen
ein
einhei liche
P eis.
Die
P eisbildung
im
Schni punk
on
Angebo
und
Nach age
kann
als
Spezial all
de
Theo ie
des
Ke ns
in e p e ie weIden.
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Inno a ion als S a egie de beding en Risikominimie ung
Von Rena e Schuhe , Da ns ad
A.
Einlei ung
Wesen liches Kennzeichen de E olu ionsdynamik ma k wi scha liche
Sys eme is
das
Vo handensein on Inno a ionen.l Die E olu ionsdynamik
eines Wi scha ssys ems is als P ozeß de inie , de "zei lich nich
umkeh ba e" En wicklungen en häl , und
zwa
insbesonde e
En wicklungen, die "Neue ungen"2 im Sinne on Inno a ionen
einschließen.
3
In
diesem Bei ag we den Inno a ionen als echnische Neue ungen, die
neue P ozesse und neue P oduk e um assen, e s anden.4 Ande s als bei
Schumpe e soll de Beg i de Inno a ion so wei
ge a{J
sein,
daß
e
die
En s ehung ode Konzep ion on Neue ungen, auch als In en ion
bezeichne , und de en Realisa ion um aPl Ande e sei s soll de Beg i de
Inno a ion abe auch so eng
ge a{J
sein,
daß
e
nich den P ozeß de
Ausb ei ung on Neue ungen
um aP ,
sonde n lediglich die e s malige
Konzep ion und Realisie ung on Neue ungen.
De o liegende Bei ag beschä ig sich mi Bedingungen ü
das
e s malige Zus andekommen on Neue ungen. Die bishe ige Analyse
solche Bedingungen lie e -im Un e schied zu Analyse on
Bedingungen ü die Ausb ei ung on Neue ungen ela i
unbe iedigende E gebnisse.5 Es
mu{J
dahe nich nu als eiz olle
sonde n auch als wich ige angesehen we den, sich mi den
"Anomalien"~
e s malige Neue ungen zu beschä igen, die on de no malen
1 Vgl. e wa Spmnann, 1976;
Ramse ,
1986;
K ompha d (l'eschne ,
1986.
2
Wu ,
1987, S.19.
3
Cye /Ma ch,
1963, S.287
C.;
Kau e ,
1980, S.158-174, 594-600;
Nelson/Wl1IIe ,
1982,
S.I28
C.;
Els e , 1983, S.145
C.
4
K ompha d (l'eschne ,
1986, S.236.
5 Vgl. dazu Kuhn, 1976, S.49-56;
Wu ,
1987, S.17-21.
6 Kuhn, 1976, S.65-89.
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116 Rcna c
Schuben
Wissenscha
im
Sinne des o he schenden neoklassischen Pa adigmas
nich e klä we den können.
Ein wesen liche G und ü den un e schiedlichen "Nonnali ä sg ad" de
beiden zu o genann en Phänomene lieg da in,
daß
das
Ausmaß de
Unsiche hei , die mi dem e s maligen Zus andekommen on Neue ungen
und mi de Imi a ion solche Neue ungen e bunden is , en scheidend
ande s aus äll
G undsä zlich sind beide Phänomene,
dh.
e s malige Neue ungen und
Imi a ionen, mi Unsiche hei beha e
7 Dami is gemein ,
daß
die
kün igen E gebnisse, also e wa die kün igen Un e nehmensgewinne, die
mi e s maligen Neue ungen ode Neue ungs-Imi a ionen e bunden sind,
nich mi Siche hei bekann sind
Kün ige E gebnisse esul ie en aus dem Zusammen e en on eine
Handlungsal e na i e und dem kün ig ele an en Umwel zus and
Im
Fall
e s malige Neue ungen sind nun kün ige E gebnisse nich mi Siche hei
bekann ,
weil
wede die genaue Ausp ägung de e g i enen Al e na i e
noch de kün ige Umwel zus and mi Siche hei bekann
is .
De In o ma ionss and des En scheidungs äge s kann hie sinn oll
du ch die Annahme quali a i e Wab scheinlichkei sin o ma ion
besch ieben we den. Mi quali a i e Wah scheinlichkei sin o ma ion is
olgendes gemein :8 Sie lieg o , wenn de En scheidungs äge übe die
e g i ene Handlungsal e na i e
bzw.
übe den kün ig ele an en
Umwel zus and wede ollkommene Siche hei ," noch ollkommene
Unsiche hei , noch die Kenn nis eine eindeu igen, p äzisen, on de [0,1]-
Ve eilung (Fall de ollkommenen Siche hei )
bzw.
Gleich e eilung (Fall
de ollkommenen Unsiche hei ) abweichenden Wah scheinlichkei s-
e eilung
ha
S a dessen is de En scheidungs äge abe in de Lage,
ü je
zwei
Al e na i en
bzw.
Umwel zus ände anzugeben, welche
Al e na i e
bzw.
welchen Umwel zus and
e
ü wah scheinliche als die
ande e
bzw.
den ande en häl . Solche paa weisen Ve gleiche können ü
alle om En scheidungs äge ü ele an gehal enen Al e na i en
bzw.
Umwel zus ände gemach we den, so
daß
eine Wah scheinlichkei s ang-
o dnung de Al e na i en
bzw.
Umwel zus ände esul ie . De a ige
Wah scheinlichkei s ango dnungen, die jeweils mi eine Menge p äzise
7 Vgl. hie zu e wa auch
Fn:emann,
1982, S.148-150;
Gc ybadze,
1982, S.43-49.
8 Vgl.
B achinge ,
1989.
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Inno a ion als S a egie de beding en Risikominimie ung 117
Wah scheinlichkei s e eilungen konsis en sind, können als quali a i e
Wah scheinlichkei sin o ma ion bezeichne we den.
Im
Falle de Imi a ion e s malige Neue ungen is die Unsiche hei des
En scheidungs äge s en scheidend kleine als im Fall de e s maligen
Neue ungen selbs Zum einen is nämlich die e g i ene Al e na i e,
dh.
die zu imi ie ende Neue ung bekann Zum ande en is die Mäch igkei de
Menge on Wah scheinlichkei s e eilungen, die mi de quali a i en
Wah scheinlichkei sin o ma ion übe
die
Umwel zus ände e einba sind,
deu lich kleine als im Fall de e s maligen Neue ungen.
De
imi ie ende
En scheidungs äge kann nämlich aus den E ah ungen des inno ie enden
En scheidungs äge s le nen und somi die Wah scheinlichkei sin o ma ion
übe
das
Ein e en kün ige Umwel zus ände wesen lich p äzise machen.
Im
Ex em all kann man soga
das
Vo handensein eindeu ige quan i a i e
Wah scheinlichkei sin o ma ion un e s ellen.
Ökonomische Modelle, die mi einem solchen In o ma ionss and de
En scheidungs äge a bei en, haben sich -im Un e schied zu Modellen
mi quali a i e Wah scheinlichkei sin o ma ion -in de Ökonomie
inzwischen als "no mal" du chgese z Somi wi d de oben e wähn e
un e schiedliche "No mali ä sg ad" e s malige und imi ie ende
Neue ungen e s ändlich.
Im olgenden geh es nun um die E klä ung des e s maligen
Zus andekommens on Neue ungen. Folgende F agen s ehen dabei im
Mi elpunk :
i)
Wa um sind -un e Be ücksich igung de oben da ges ell en
Unsiche hei -e s malige Neue ungen ü Un e nehmen übe haup
a ak i ?
ü) Un e welchen Bedingungen is diese A ak i i ä gegeben?
ili)
Welche Möglichkei en zu Beein lußung des Au e ens e s malige
Neue ungen sind o handen?
De
E ö e ung diese d ei F agen sind die olgenden Abschni e
B.
bis
D. gewidme
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118 Rena e Schube
B. K i e ium ü die A ak i i ä on Inno a ionen
Die A ak i i ä on Inno a ionen wi d ypische weise anhand
desjenigen K i e iums beu eil , das de En scheidungs äge p inzipiell bei
seine Al e na i enwahl anwende .
Im
olgenden wi d dieses K i e ium
nähe analysie . Dabei wi d au eine Analyse des Zus andekommens on
En scheidungen in O ganisa ionen e zich e .9
Aus de Li e a u sind En scheidungsk i e ien ü den Fall bekann ,
daß
de En scheidungs äge seine Wahl bei Siche hei ode bei Vo liegen
quan i a i e Wah scheinlichkei sin o ma ion i .lO Beispiele sind das
K i e ium de Maximie ung des Gewinns ode des Gewinne wa ungswe s.
Fü den in diesem Bei ag be ach e en Fall quali a i e
Wah scheinlichkei sin o ma ion sind diese K i e ien nich anwendba . Ein
En scheidungsk i e ium ü quali a i e Wah scheinlichkei sin o ma ion
kann abe au de G undlage des P inzips de obus en En scheidungen
en wickel we den.
1 1
Das P inzip de obus en En scheidungen is als Al e na i e zum on
Neumann-Mo gens e nschen P inzip de E wa ungsnu zenmaximie ung
au zu assen. Eine Rech e igung ü die Ve wendung eines solchen
al e na i en En scheidungsp inzips e gib sich au g und olgende
Übe legung: Es sind sogenann e "Anomalien" im beobach ba en
En scheidungs e hal en de Indi iduen es s ellba }2 Von Anomalien is
dann zu sp echen, wenn die a sächlichen En scheidungen on
Wi scha ssubjek en im Wide sp uch zu denjenigen En scheidungen
s ehen, die die E wa ungsnu zenmaximie ung lie e n wü de. Eine
mögliche Fo m des modellmäßigen Umgangs
mi
de a igen Anomalien
bes eh da in, zu un e s ellen, das P inzip de E wa ungs-
nu zenmaximie ung sei
im
Hinblick au das a sächliche,
zu
e klä ende
Ve hal en de Indi iduen ein " alsches" En scheidungsp inzip. Ein
al e na i es En scheidungsp inzip, das zu E klä ung on En scheidungen
geeigne is , die au de Basis de " einen" E wa ungsnu zenmaximie ung
"anomal" sind, is das P inzip de obus en En scheidungen.
13
Das P inzip
de obus en En scheidungen is olgende maßen zu e läu e n:
9 Vgl. dazu e wa
Cym/Ma ch,
1963, S.I25
C .
10
Vgl. e wa Schneeweiß, 1967; Sinn, 1980.
11
B achinge ,
1982.
12
F ey/Eichenbe ge ,
1989.
13
Fü
wei e e al e na i e En scheidungsp inzipien
gl.
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Inno a ion als S a egie
de
beding en Risikominimie ung 119
Man kann zunächs da on ausgehen,
daß
de En scheidungs äge mi
seine Al e na i enwahl ein gewisses Mindes ansp uchsni eau hinsich lich
des E gebnisses ode Auszahlung de gewähl en Al e na i e, also e wa
hinsich lich des Gewinns, e eichen möch e.
14
Beim Ve such, dieses, hie
als exogen bes imm angenommene Mindes ansp uchsni eau zu e eichen,
wi d de En scheidungs äge die Menge de ü ihn ele an en
Al e na i en in zwei G uppen au eilen. Eine G uppe en häl alle
Al e na i en, die geeigne sind, das Ansp uchsni eau zu e üllen. Die
zwei e G uppe
um aIJ
die es lichen Al e na i en, die das
Ansp uchsni eau nich e üllen können.
Wei e wi d de En scheidungs äge sogenann e quasi-siche e
Umwel zus ände als Hil smi el he anziehen, um o z de Unsiche hei
übe die kün igen E gebnisse eine de a ige Au eilung o nehmen zu
können. Mi quasi-siche en sind solche Umwel zus ände gemein , die de
En scheidungs äge un e allen kün igen Umwel zus änden ü die jeweils
höchs wah scheinlichen
häl
Ein En scheidungs äge wi d sinn olle weise
eine Al e na i e wählen, die im quasi-siche en Umwel zus and die
Mindes an o de ungen
an
das E gebnis e üll Alle Al e na i en, ü die
dies zu i , können als zulilssige Al e na i en bezeichne we den. Aus de
Menge alle zulässigen Al e na i en kann dann diejenige Al e na i e
ausgewähl we den, die mi dem ge ings en Risiko e bunden
is
Was is dabei un e "Risiko" zu e s ehen? Ausgangspunk ü das
Vo handen sein on Risiko is das oben e wähn e Fehlen on Siche hei
übe die kün igen E gebnisse on Al e na i en.
15
Au bauend au diese
G undlage is de Beg i des Risikos in de Ökonomie nich
unums i en.
16
Die P äzisie ung on Risiken als mögliche kün ige
Ve lus e im Sinne on Abweichungen kün ige E gebnisse on e wa e en
ode e wünsch en E gebnissen nach un en is alle dings on besonde e
Bedeu ung.
17
Im olgenden is Risiko s e s im Sinne diese P äzisie ung
au zu assen.
18
Als Re e enze gebnis ü E gebnisabweichungen nach un en
14
Vgl.
hie zu e wa
Nelson/WlIIIe ,
~982,
S.211;
Els e ,
1983,
S.139 .;
K ompha dJ l'eschM ,
1986,
S.241; Rahmeye ,
1989,
S.277
.;
und speziell
zu
Bedeu ung
on Ansp uchsni eaus Simon,
1986,
S.58-60.
15
K elle,
1968,
S.119,
Fn
2;
Sinn,
1986,
S.557.
16
Vgl. e wa Knigh ,
1921,
S.233; Bo ch,
1969,
S.41; Röpl«, 1977, S.128-13O.
17
Vgl.
zu diese Risikop äzisie ung e wa
K elle,
1957,
S.632-633;
Schneide ,
1980,
S.65.
18
Im o liegenden Bei ag we den nu indi iduelle, bei einzelnen En scheidungs ägem
o iginä an allende, nich jedoch soziale Risiken be ach e ;
gl.
hie zu e wa, im
Zusammenhang
mi
Inno a ionen, S iglilz,
1986,
S.405.
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126 Rena e Schube
Fehlschläge e mieden we den können. Es is dahe sinn oll, on eine
ela i kleinen Wah scheinlichkei ü hohe Ve lus e auszugehen.
Neben de Risikowahmehmung beein luß die Risikoinzidenz,
dh.
die
Au eilung des mi En scheidungen e bundenen, insgesam zu agenden
Risikos au e schiedene Wi scha ssubjek e
bzw.
Ins i u ionen die
Risikoabschä zung.
29
Je nied ige de An eil des
om
En scheidungs äge ,
hie also
om
Un e nehme , selbs zu agenden Risikos seine
En scheidungen is ,
je
besse und um assende also die Risikoabwälzung
au ande e geling , des o nied ige wi d das Risiko sein, das ein
En -
scheidungs äge de ge ade be ach e en Handlungsal e na i e zuo dne
Je nied ige das zugeo dne e Risiko, des o höhe we den die Chancen sein,
daß
die
be ach e e Handlungsal e na i e als beding isikominimie ende
ausgewähl wi d
Im
Zusammenhang mi dem Risiko on Inno a ionen is
nun zu klä en, welche Möglichkei en de Risikoabwälzung ü
inno ie ende Un e nehmen bes ehen. G undsä zlich kann eine solche
Übe wälzung "nach o ne",
dh.
e wa du ch P eise höhungen au
Konsumen en, "nach hin en",
d.h.
e wa du ch P eissenkungen au
Lie e an en ode allgemein au "D i e" e olgen. Die
Übe wälzungsmöglichkei en ü Risiken scheinen bei g öße en
Inno a ionen ande s ausgep äg zu sein als bei kleine en Inno a ionen
ode beim Inno a ions e zich
Bei de Al e na i e "Nich -Inno a ion"
wi d,
angesich s de oben
genann en Risikou sachen, bei eine d ohenden Ve lus ge ah
im
oben
besch iebenen Sinn, die ökonomische Mach posi ion ypische weise
so
schwach sein,
daß
in ielen Fällen
die
Übe wälzung nach o ne ode nach
hin en nich möglich
is
Dami bleib o allem die Übe wälzung au
D i e, beispielsweise in Fo m de Nu zung s aa liche Sub en ionen. Bei
Inno a ionen is eine solche Übe wälzungsmöglichkei p inzipiell eben alls
gegeben. Man kann hie e wa an G ündungsda lehen,
Fo schungszuschüsse, Ve güns igungen
im
Rahmen on Technologie-
Pa ks
u.ä.
denken. Wei e hin kann man abe da on ausgehen,
daß
Inno a ionskos en in ielen Fällen (man denke e wa an den
Pha mabe eich) zumindes eilweise nach o ne abgewälz we den können.
Dies kann du ch unmi elba e P eise höhungen ü neue P oduk e, du ch
spä e e übe p opo ionale P eise höhungen ü diese P oduk e
im
Rahmen
eines Repu a ionsau baus, ode du ch die Nich -Wei e gabe on du ch die
echnischen Neue ungen e u sach en güns ige en P oduk ionskos en in
nied ige en P eisen geschehen. Schließlich is auch eine Abwälzung nach
29 Vgl. dazu
KamienISchwanz,
1982, S.25
.
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Inno a ion
als
S a egie
de
beding en Risikominimie ung 127
hin en, angesich s de mi ielen echnischen Neue ungen e bundenen
Möglichkei en de Reduk ion de Nach age nach gewissen
P oduk ions ak o en nich gene ell auszuschließen.
Je
g öße nun eine Inno a ion is , des o höhe is de Beda
an
Risiko-
Übe wälzung. Geh man da on aus,
daß
g öße e Inno a ionen
haup sächlich on "g oßen" Un e nehmen ge ä ig we den, so is zu
e mu en,
daß
de Übe wälzungs-Beda bei diesem Inno a ions yp
besonde s gu gedeck we den kann, weil nämlich die
Übe wälzungsmöglichkei en g oße Un e nehmen besonde s s a k
aus allen.
c.m.
Konsequenzen
de
Risikoabschä zung
Aus den Aus üh ungen de le z en beiden Abschni e läß sich olgendes
Fazi ziehen:
Angenommen, e schiedene Inno a ions-Al e na i en, inklusi e de
Nich -Inno a ion, wü den als gleich iskan wah genommen. Dann is
un e Beach ung des Aspek s de Inzidenz
das
Risiko on Inno a ionen
ypische weise kleine als
das
Risiko de Nich -Inno a ion. Beim Ve gleich
on Inno a ion und Nich -Inno a ion esul ie also die Innno a ion als
beding isikominimie ende und dami als die on Un e nehmen be o zug e
S a egie. Dieses E gebnis bleib e hal en, wenn man dem
Wahmehmungsaspek explizi Rechnung
äg
Oben wu de nämlich
gezeig ,
daß
de Ve zich au Inno a ion als besonde s iskan
wah genommen we den kann.
Wei e is bei kleinen und mi le en Fi men
im
Hinblick au die
Risikoinzidenz
das
Risiko kleine Inno a ionen ypische weise kleine als
das
Risiko g öße e Inno a ionen. Auch diese Tendenz kann un e
Beach ung de Risikowah nehmung bek ä ig we den. We den nämlich
kleine e Inno a ionen als besonde s ein ach s uk u ie wah genommen,
kann ihnen -wie oben e läu e -ein kleine es Risiko zugeo dne we den.
Schließlich lassen die gu en Möglichkei en de Übe wälzung des Riskikos
g öße e Inno a ionen bei g oßen Un e nehmen da au
SChließen,
daß
ü
diese Un e nehmen g öße e Inno a ionen beding isikominimie end und
dahe besonde s a ak i sind Aus de oben e wähn en Möglichkei ,
daß
Risiken g öße e Inno a ionen als klein wah genommen we den, weil sie
nämlich mi seh kleine Wah scheinlichkei zu seh hohen Ve lus en
üh en, e gib sich eine Bek ä igung diese Ve mu ung.
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128 Rena e Schube
Konsequenz de A ak i i ä on Inno a ionen ganz allgemein is ,
daß
die E olu ionsdynamik eines ma k wi scha lichen Sys ems
als
e gleichsweise hoch eingeschä z we den kann. Wei e is abe zu
beach en,
daß
das Inno a ions empo ge inge
als
gesam wi scha lich
e wünsch aus allen kann,
weil
nämlich zu
wenig
g oße Inno a ionen
du chge üh we den.
In
diesem Zusammenhang können
Fusionen
einen
posi i en Ein luß au das Inno a ionspo en ial eine Volkswi scha haben.
Sie können nämlich die wah genommenen Risiken on g öße en
Inno a ionen e inge n und die Risiken kleine e Inno a ionen
sowie
die
Möglichkei en de Risikoübe wälzung e höhen.
Eine Ve inge ung de wah genommenen Risiken g öße e Inno a ionen
kann e wa zus andekommen,
weil
de inanzielle Spiel aum usionie e
Un e nehmen g öße is ,
weil
e s ä k e Möglichkei en de G undlagen-
und Ma k o schung in solchen Un e nehmen o handen sind ode
weil
eine g öße e Di e si izie ung de P oduk e in solchen Un e nehmen
exis ie Eine E höhung de wah genommenen Risiken kleine e
Inno a ionen könn e e wa deswegen zus andekommen,
weil
die
Inno a ionskonku enz zwischen wenigen g oßen Un e nehmen
mögliche weise besonde s hoch
is
Auße dem können die Nach age on
g öße en Un e nehmen ganz besonde e inno a o ische Leis ungen
e langen und bei de en Ausbleiben auch ande e P oduk e de
be ach e en Fi ma wenige a ak i inden.
Besse e Möglichkei en de Risikoübe wälzung bei g öße en Fi men
könn en im Hinblick au g öße e Inno a ionen deswegen bes ehen,
weil
die
Mach posi ion usionie e Fi men gegenübe Banken, Kunden,
Lie e an en und dem S aa endenziell s ä ke is
als
die Posi ion kleine e
Un e nehmen.
Es is alle dings zu beach en,
daß
die Möglichkei eine E höhung de
Riskan hei g oße Inno a ionen in usionie en Un e nehmen nich
g undsä zlich ausgeschlossen we den kann. Man kann beispielsweise da an
denken,
daß
du ch s ä ke e T ennungen e schiedene
Un e nehmensbe eiche in g öße en Un e nehmungen und du ch
die
Vo gabe ku z is ige Umsa z-Solls in diesen Be eichen Inno a ionen
iskan e e scheinen mögen als de Ve zich au Inno a ion
bzw.
g öße e
Inno a ionen iskan e e scheinen mögen als kleine e. Wei e können
g oße Fi men eine Tendenz au weisen, übe du chschni lich iele
A bei nehme
zu
beschä igen, ü die das A bei en in einge ah enen
Wegen on besonde e Bedeu ung is und deswegen das Ve lassen diese
Wege,
e wa im Zuge g oße Inno a ionen
als
besonde s iskan
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Inno a ion
als
S a egie de beding en Risikominimie ung 129
wah genommen wi d Du ch geeigne e o ganisa o ische Ma,8nahmen
könn e diesen E ek en jedoch en gegengewi k we den.
An
diese S elle schließ sich die F age an, ob
bzw.
in welche Weise
nich nu du ch i menin e ne Ges al ungsma,8nahmen, sonde n auch
du ch eine ex e ne,
dh.
s aa liche Poli ik eine Beein lussung on
Inno a ionen möglich
is
Diese F age wi d
im
olgenden Abschni
behandel
D.
Ansa zpunk e
zu
Beein lussung on Inno a ionen
Es we den hie Möglichkei en zu Beein lussung des Ausmaßes on
Inno a ionen, nich jedoch de S uk u ,
d.h.
de inhal lichen Aus ich ung
on Inno a ionen un e such
30 Ausgangspunk eine Beein lussung des
Ausma,8es
de Inno a ion is das wi scha spoli ische Bedü nis danach,
dh.
de Wille nach S eige ung ode Abschwächung des Inno a ions empos
des be ach e en Wi scha ssys ems.
31
In einem Land wie de
Bundes epublik Deu schland s eh die S eige ung des Inno a ions empos
du ch eine S eige ung de Anzahl g oße Inno a ionen
im
Vo de g und
Im
olgenden wi d diese Aspek nähe be ach e , ohne
daß
au G ünde,
die hin e de Fo de ung nach höhe em Inno a ions empo s ehen, nähe
eingegangen wi d
32
Die Fo de ung nach eine S eige ung des Inno a ions empos implizie ,
daß
das a sächliche Inno a ions empo als zu ge ing emp unden wi d
Fü
ein nied iges Inno a ions empo können o allem
zwei
G ünde
ausschlaggebend sein. Zum einen kann das Inno a ions empo nied ig sein,
weil Un e nehmen Inno a ionen
zwa
als o eilha ansehen, kleine e
Inno a ionen jedoch gegenübe g öße en Inno a ionen be o zugen. Eine
Anzahl kleine e Inno a ionen wi d nun abe ein ge inge es
In-
no a ions empo he o b ingen als dieselbe Anzahl g öße e Inno a ionen.
Zum ande en kann ein nied iges Inno a ions empo auch esul ie en, weil
manche Un e nehmen Inno a ionen als un o eilha e S a egie ansehen.
30 Vgl. dazu e wa Beclau s,
1986.
31
Vgl. hie zu und zUm olgenden auch
Rahmeye ,
1989, 5.290 .
32
Vgl. dazu e wa
K ompluudJ eschne ,
1986.
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130
Rena e
Schube
Un e s ellen wi wei e hin.
daß
En scheidungs äge beding
isikominimie ende S a egien auswählen. Dann liegen die U sachen ü
die Be o zugung kleine e Inno a ionen ode ü das Fehlen on
Inno a ionen, und dami die U sachen ü ein nied iges Inno a ions empo
bei de Risikowah nehmung
bzw.
bei de Risikoinzidenz. Eine Fö de ung
des Inno a ions empos muß dahe an diesen beiden Phänomenen anse zen.
Im Hinblick au die Risikowahmehmung ließe sich eine S eige ung des
Inno a ions empos beispielsweise dadu ch e eichen.
daß
das Risiko
g öße e Inno a ionen auch on kleine en Un e nehmen als
e gleichsweise klein wah genommen
wi d.
Dies könn e e wa dadu ch
gelingen.
daß
on s aa liche Sei e zusä zliche Kapazi ä en zu
Un e s ü zung de Fo schung übe
bzw.
Umse zung on Inno a ionen
be ei ges ell we den. Wei e könn e eine Ve s ä kung de In o ma ion on
Un e nehmen
sowie
eine Ve s ä kung de Kommunika ionsbeziehungen
zwischen Un e nehmen eine sei s und zwischen Un e nehmen und
Fo schungsins i u en ande e sei s in die e wünsch e Rich ung wi ken.
Im Hinblick au die Risikoinzidenz könn e eine Fö de ung g öße e
Inno a ionen dadu ch bewi k we den.
daß
die Möglichkei en zu
Risikoabwälzung nach o ne ode nach hin en e besse we den.
An
diese S elle schein alle dings eine di ek e s aa liche Ein lußnahme kaum
möglich
zu
sein. Die di ek e s aa liche Be ei s ellung on isiko agenden
Ins i u ionen
wie
e wa Fonds ode Sub en ionen wü de jedoch die
Möglichkei en de Risikoabwälzung au "D i e" e besse n. Dami
könn en g öße e Inno a ionen auch ü kleine e Un e nehmen wenige
iskan und dami o eilha e we den.
Schließlich is eine wei e e Möglichkei zu S eige ung des
Inno a ions empos als Folge de e s ä k en Du ch üh ung g öße e
Inno a ionen
zu
beach en. Diese Möglichkei bes eh da in,
dß{3
die
Wah nehmung höhe e Risiken bei g öße en Inno a ionen du ch eine
geeigne e Ve schiebung
in
de Risikoinzidenz kompensie ode
übe kompensie
wi d.
Auch kleine e Un e nehmen könn en dann g öße e
Inno a ionen ü o eilha hal en. Die Zahl g öße e Inno a ionen und
dami das Inno a ions empo könn en
olglich
s eigen. Die e wähn e
Kompensa ion kann dabei dann besonde s gu gelingen. wenn die zu o
besch iebenen Ansä ze zu Ve ände ung de Risikowah nehmung ode zu
Ve ände ung de Risikoinzidenz e olg we den. Es schein in diesem
Zusammenhang auße dem angemessen zu sein. ex e nes Un e neh-
menswachs um nich ausd ücklich zu e bie en. Wie oben ausge üh
wu de. kann nämlich dami ge echne we den.
daß
g öße e Inno a ionen
besonde s on g öße en Un e nehmen be o zug we den. Eine höhe e
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Inno a ion
als
S a egie
de
beding en Risikominimie ung
131
Zahl g öße e Un e nehmen könn e also das Inno a ions empo eine
Volkswi scha beschleunigen.
E. Zusammen assung
En scheidungen übe Inno a ionen
im
Sinne on E s -Inno a ionen sind
ypische weise un e Unsiche hei zu e en.
Im
Fall on Unsiche hei ,
modellie du ch quali a i e Wah scheinlichkei sin o ma ion, we den
En scheidungs äge beding isikominimie ende Al e na i en be o zugen.
E s -
Inno a ionen we den also dann besonde s a ak i sein, wenn sie
beding isikominimie end sind. Die Risiken on Inno a ionen we den
maßgeblich du ch die Wah nehmung und du ch die Inzidenz on Risiken
de e minie . Risikowah nehmung und Risikoinzidenz allen ü g öße e
und kleine e Inno a ionen
sowie
ü den Ve zich au Inno a ion
un e schiedlich aus. Risikowah nehmung und Risikoinzidenz hängen dabei
un e ande em on de Un e nehmensg öße
ab.
Will
man das Inno a ions empo in eine Volkswi scha s eige n, so is
o allem die Anzahl g öße e Inno a ionen zu e höhen. Dies kann
gelingen, wenn ü g öße e Inno a ionen das wah genommene Risiko
e inge wi d, wenn die Möglichkei zu Risikoübe wälzung e höh wi d
ode wenn die Wah nehmung hohe Risiken du ch e besse e
Möglichkei en de Risikoübe wälzung übe kompensie
wi d.
Konk e e
Ansa zpunk e eine de a igen Beein lussung on Inno a ionen sind
o handen. Ein Ve zich au das Ve bo on Fusionen könn e in die
anges eb e Rich ung wi ken.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-46928-4 | Gene a ed on 2023-01-16 12:45:38
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E olu ionä e Ökonomik als Theo ie
ungleichgewich ige Phasenübe gänge
Von
Geo g
E dmann*
1. Ein üh ung
Das Wesen e olu ionä e P ozesse bes eh in
de
O enhei on En wick-
lungen, d.h. in
de
Eigenscha , dass aus
de
olls ändigen Kenn nis on
An angsbedingungen, Bewegungsgese zen, ex e nen Va iablen und Pa ame-
e n
eines Sys ems he aus dessen Zukun nich einmal
im
G oben o ausbe-
echne we den kann. Diese mi dem Konzep
de
spon anen
O c!.nung
e -
wand e Cha ake isie ung i zwei ellos
ü
iele P ozesse in
de
Okonomie
zu, insbesonde e ü die im Rahmen
de
Inno a ions heo ie un e such en
Sach e hal e. Man sp ich in diesem Zusammenhang häu ig on o ene
Zukun ode , gleichbedeu end, on s uk u elle Ungewisshei .
Ausgehend on
de
Konzep ion o ene En wicklungen inde sich in
de
Li e a u gelegen lich die Behaup ung, man könne den Inno a ionsp ozess
und ande e, ih em Wesen nach o ene En wicklungen nich mi els o male
Modelle abbilden, ode ,
wie
Wi
(1987,
S.
27) es o mulie : "Eine sinn olle
o male Da s ellung des Gesam p ozesses kann sich
un e
diesen Bedingun-
gen
nu
au das endliche Zei in e all bis zum Ein i eine Neue ung bezie-
hen." Diese Aussage möch en wi mi
de
o liegenden S udie wide sp e-
chen, und zwa du ch die Da s ellung eines en sp echenden (Gegen-) Bei-
spiels. Demnach soll e es du chaus
mögli<:p-
sein, e olu ionä e, d.h. ih em
Wesen nach inde e minie e P ozesse
de
Okonomie (und ande swo) du ch
ein ma hema isches Modell da zus ellen, alle dings nich mi dem adi io-
nellen Me hoden zu Fo malisie ung dynamische P ozesse:
Es
e weis sich
als no wendig, nich linea e s ochas ische Di e en ialgleichungen he anzu-
ziehen.
Die S udie o mulie eine pa adigma ische Analogie zwischen
de
p inzi-
piellen O enhei eines P ozesses -da s ellba übe T ajek o ien, die um
meh als den Ein luss on ex e nen S ö a iablen und Rausch e men inde-
e minie sind
-,
und
de
Möglichkei des Au e ens on
Phasenübe gängen.
Mi dem Konzep de Mas e gleichung läss sich dann die O enhei ökono-
•
Fü
Hinweise und An egungen bin ich den
He en
P o . D . Schmid chen, P o :
D . Wi sowie einem anonymen Re e ee
zu
Dank
e p lich e
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142
Geo g
E dmann
mi jeweils un e schiedlichen
Pa ame e n
a
und
b:
Is
de
Quo ien
alb>
0,
so
e gib sich die linke Figu , ande n alls die ech e.
Die
Di e en ialgleichung
des dazugehö enden dynamischen Sys ems lau e :
(2.4)
dX
d =
-2aX
-
4b~
Im
Bild links gib
es
nu
ein
einziges Gleichgewich . Wie auch
imme
die
exogenen Impulse
au
die olkswi scha liche Va iable sich ges al en, sie
keh
de
Thndenz nach
imme
wiede zum u sp ünglichen Gleichgewich
zu ück. Rech s hingegen weis die Po en ialku e
meh e e
Gleichgewich e
au , zwischen
denen
die Va iable wechseln kann. Als Kugel
in
einem
Po en-
ialgebi ge da ges ell ,
be inde
sich die Va iable im A ak ionsgebie des
Gleichgewich sxl
und
wü de gegen diesen
Punk
kon e gie en, alls sie nich
du ch
einen
(exogenen) Impuls
übe
die Po en ialschwelle Xo beweg wi d
und
anschliessend nachx2 zus eb .
Ein
solches Umsp ingen zwischen meh-
e en
A ak o en
läss sich
en sp echend
de
o s ehenden Aus üh ungen
in e p e ie en
als
eine
Neue ung.
Aus Abb. 1 is auch e sich lich,
au
welche Weise die Va iable in die
Nähe
de
Po en ialschwelle
Xo
gelangen kann.
En wede
is dies
au
en sp echend
k ä ige (exogen zu allsbeding e ) Impulse zu ückzu üh en,
ode
abe
da au ,
dass sich das Ve häl nis
de
beiden
Pa ame e
a
und
b on alb> 0 nach alb< 0
ände . Dies
kann
e wa
du ch die Ve ände ung
de
ökonomischen Rahmen-
bedingungen
ode
du ch
s uk u elle Ve hal ensände ungen
de
Ak eu e
he o ge u en sein.
De
dami e bundene Wechsel
de
S uk u
de
Po en-
ialku en is ma hema isch isomo ph zu
einem
Phasenübe gang.
In
dessen
Ve lau wi d das u sp üngliche Ma k gleichgewich
Xo
ins abil. S a dessen
gib
es
d ei
Fixpunk e, on
denen
zwe~
nämlich
Xl
und
X2' A ak o en sind.
De
Ma k
du chläu
eine
ech e
Ve zweigungssi ua ion:
Es
bes ehen
meh e e
Al e na i en
ü
die wei e e En wicklungs ich ung
und
es is nich an izipie -
ba , welche
de
Al e na i en eingeschlagen wi d. Dies en sp ich
de
um-
gangssp achlichen
Bedeu ung
de
O enhei
eine
En wicklung.'
d) Selbs o ganisa ion und spon ane O dnung
Es gib
meh e e
In e p e a ionsmöglichkei en des Beg i s o ene En wick-
lungen,
die das
Spek um
e olu ions heo e ische Ansä ze wei e e deu li-
chen
können. So is
es
beispielsweise naheliegend, das P inzip
o ene
En -
,. Das wohlklingende
und
in den Sozialwissenscha en o geb auch e Wo spiel
E olu ion s a Re olu ion is unangemessen. E olu ionä e En wicklungen können
sowohl kon inuie lich als auch diskon inuie lich e lau en.
In
ähnliche Weise miss-
e s ändlich is
de
bekann e Sp uch
na u a
non aci saI um, den
Ma shaIl,
eine
de
Mi begTÜnde de neoklassischen Wi scha s heo ie, seinem Leh buch
(Ma slzaIl
1890) o ans ell
E
s imm wede ü die Na u noch ü die Gesellscha
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Phasenübe gänge
143
wicklungen in o ma ions heo e isch zu o mulie en: Die Beobach ung eine
Neue ung bedeu e ü
den
Ma k beobach e einen ech en Zugewinn
an
In o ma ion. Folglich kann man auch da on sp echen, du ch das (gelegen li-
che) Au e en on Neue ungen we de on Ma k In o ma ion
e zeug ,
und
zwa spon an, selbs o ganisie , d.h. ohne die Einwi kung en sp echend
s uk u ie ende Impulse on aussen
( gl.
Haken
1988,
S.
23).
Dami ha man
das Wesen e olu ionä e Neue ungen implizi als
Selbs o ganisa ion
im Sinne
de
De ini ion des Physike s Haken cha ak e isie :
"a
sys em
is
sel -o gani-
zing i i acqui es a spa ial, empo al
o
unc ional s uc u e wi hou speci ic
in e e ence om he ou side.
By
'speci ic'
we
mean
ha
he
s uc u e
o
unc ioning
is
no imp essed on he sys em, bu
ha
he sys em
is
ac ed upon
om he ou side in a nonspeci ic ashion." (Haken
1988,
S.
11).
Bezieh man
s ~ egisches
Ve hal en mi ein, so lieg ein Gesich spunk
de e olu ionä en Okonomik in den "unbeabsich ig en sozialen Rückwi kun-
gen absich liche menschliche Handlungen" (Poppe
1973,
S.
121),
de en
Analyse nach Poppe die Haup au gabe alle Sozialwissenscha en sein soll-
e. Schon
1942
o mulie e Hayek diese Au gabe olgende massen:
"I
social
phenomena showed no o de excep in so a as hey we e consciously
designed, he e would
be
no oom o heo e ical sciences
o
socie y [
...
].
I
is
only in so a as some o de a ises as a esul
o
indi idual ac ion
bu
wi hou
being designed
by
any indi idual ha a p oblem
is
aised which demands a
heo e ical explana ion" ( on Hayek
1942,
S.60).
pieses
Zi a besch eib den
Ke n dessen,
was
im Rahmen
de
e olu ionä en Okonomik un e mak oöko-
nomischen Neue ungen ode , besse , o ene En wicklung esp. Selbs o ga-
nisa ion, zu e s ehen is : Es is inhal lich deckungsgleich mi Hayek's Kon-
zep ion de spon anen O dnung.
e) O ene En wicklungen
und
o ene Sys eme
Eine wei e e Klä ung e gib sich bei Gegenübe s ellung
de
Beg i e
o ene
En wicklung und
o enes
Sys em.
Bekann lich is ein Sys em im Be eich
de
Na u wissenscha en geschlossen, wenn es keine lei Aus auschbeziehungen
(Ma e ie und Ene gie) mi de Umgebung un e lieg , ande n alls is es o en.
Geschlossene Sys eme endie en als Folge des zwei en Haup sa zes de
The modynamik dazu, ih e in e ne S uk u (O dnung) so wei zu ni ellie-
en, bis ein Gleichgewich szus and e eich is , das he modynamische
Gleichgewich .
De
P ozess
de
Kon e genz gegen einen A ak o wi d auch
als
Dissipa ion
bezeichne . Eine dynamische Theo ie geschlossene Sys eme
besch änk sich au eine Theo ie
de
Dissipa ion.
Dami ein Sys em aus dem Be eich de Na u wissenscha en zwischen
meh e en A ak o en (Gleichgewich en) wechseln kann, muss Ene gie zu-
ge üh we den, d.h. dieses Sys em muss im physischen Sinne o en sein, es
muss nich - e schwindenen Flüssen mi seine Umgebung ausgese z sein.
In diese geläu igen In e p e a ion häng die O enhei on
de
A
de
G enzziehung zwischen dem Sys em selbs und seine Umwel ab.
Fü
physi-
kalische und chemische Sys eme is sie du ch die Ve suchsano dnung
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144 Geo g E d nann
beding . Auch ü biologische Sys eme be ei e diese G enzziehung keine
Schwie igkei en, denn sie is in
F<~ m
on
Memb anen
gewisse massen objek-
i o gegeben.8 Im Be eich
de
Okonomik gib es keine ähnlich zwingende
G enzziehung zwischen Binnenwel und Aussenwel . Die
A
de G enzzie-
hung häng ab on
de
jeweiligen F ages ellung und e lek ie his o isch en -
s andene Denkmus e , z.B. die wissenscha sgeschich lich beding e Ausdi -
e enzie ung in die Thildisziplinen. Sie be uh dami
au
le z lich willkü -
lichen Annahmen. Bei
de
o malen Modellbildung e olg die G enzzie-
hung zu Aussenwel du ch die Auswahl
de
endogenen Modell a iablen.
Welche Beziehung bes eh nun zwischen den Vo s ellungen
de
o enen
Zukun im Sinne eine nich -an izipie ba en De e minis ik sowie
de
Vo -
s ellung eines o enen Sys ems? Be ach en wi dazu das Di e en ialglei-
chungssys em:
(2.5) dX
d = l1X, Y = a( ),
]
Hie
s eh o:=o:( ) ü die Pa ame e des Di e en ialgleichungsmodells. Mi
de
Fes legung des Vek o s X - X( )
de
endogenen Va iablen is die G enz-
ziehung zu Aussenwel implizie . Wenn
o:( )
kons an gehal en wi d,
besch eib (2.5) ein geschlossenes Sys em, ande n alls handel es sich um das
Modell ü ein o enes Sys em.
Ob
ein solche a o enes Sys em auch o en
is
im.
Sinne
de
Inde e minie hei
de
Zukun , häng ab on de inne en
S uk u des zu un e suchenden Sys ems ode , gleichbedeu end, on
de
ma hema ischen S uk u des Di e en ialgleichungssys ems (2.5): Es muss
sich um ein nich linea es Modell handeln.
Bekann lich besi z das Phasenpo ai eines homogenen linea en Di e-
en ialgleichungssys ems mi kons an en Koe izien en einen einzigen Fix-
punk ( gl. Hi sch und Smale
1974,
S.
74
).
Handel es sich
um
einen A ak-
o (s abiles Gleichgewich ), d.h. sind die Real eile alle Eigenwe e
de
zugehö enden Jacobi-Ma ix nega i , so kon e gie
de
en sp echende
Ma k im Lau e
de
Zei gegen diesen einen Fixpunk . Wi d Rauschen (s o-
chas ische Fluk ua ionen) zugelassen, kann man diese Kon e genz
nu
wah -
scheinlichkei s heo e isch besch eiben. Das s ochas ische Gleichgewich is
eine eingip lige Wah scheinlichkei s e eilung, die ih Maximum im Gleich-
gewich X() annimm und de en Va ianz on de S ä ke
de
exogen au den
Ma k einwi kenden Fluk ua ionen und Schocks abhäng .9
Ve ände man (exogen) die Pa ame e des Ma k modells (2.5), d.h. simu-
lie man den Ma k als ein o enes Sys em, könn e
de
Fixpunk (Gleichge-
a.
Memb anen haben die (chemische) Eigenscha , selek i Aus ausch o gänge
zwischen de Zelle selbs
und
ih e Umgebung zu e möglichen.
9.
Fü
inhomogene
linea e Di e en ialgleichungen lau en die Aussagen öllig ana-
log, so e n man
an
die S elle des Gleichgewich spunk es die Gleichgewich s ajek 0-
ie
se z
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Phasenübe gänge
145
wich s ajek o ie ) die Eigenscha eines A ak o s e lie en und ein Sa el-
punk
ode
ein Repelle we den, womi sich das Lösungs e hal en des
Modells s uk u ell ände . Doch is dieses bei linea en Modellen nach wie
o eindeu ig on
de
Höhe
de
Pa ame e bes imm . Neue ungen, also
E ek e, die au die O enhei
de
Ma k en wicklung hinauslau en, lassen
sich mi einem linea en Di e en ialgleichungssys em nich ep oduzie en.
3.
Ein
Modellkonzep e olu ionä e _ P ozesse
Nach olgend wi d da ges ell , dass sich die mak oökonomischen E ek e
on Neue ungen pa adigma isch du ch nich linea e s ochas ische Di e en-
ialgleichungssys eme abbilden lassen. Die Aus üh ungen s ü zen sich
au
einen im Rahmen de Theo ie
de
Syne ge ik
en wickel en Fo malismus. Syn-
e ge ik is ein ela i junge Zweig de dynamischen Sys em heo ie ( gl.
Haken
1978,
1983,
Weidlich und Haag 1983) und basie
au
de
Beobach-
ung, dass das dynamische Ve hal en e olu ionä e esp. selbs o ganisie en-
de Sys eme on de Dynamik wenige O dnungspa ame e behe sch wi d.
De
sys ema ische G und da ü is das on Haken als
Ve skla ung
(sla ing
p inciple,
gl.
Haken
1983,
S.
187 ) bezeichne e P inzip. Demnach wi d die
Dynamik
de
ielen mik oökonomischen F eihei sg ade on Vielkomponen-
enmodellen schon du ch einige wenige Pa ame e es geleg . Die Mik o-
a iablen können deshalb eliminie we den, sodass eine abgeschlossene
Dynamik
de
Pa ame e en s eh . Diese kann als ein nich linea es Di e en-
ialgleichungssys em o mulie we den, wobei die Pa ame e du ch ex e ne
Randbedingungen es geleg sind.
Die wesen liche Eigenscha solche Gleichungssys eme bes eh da in,
dass sich die on ihnen besch iebene Dynamik global ände n kann, wenn
~.inzelne
Pa ame e gewisse k i ische We e übe sch ei en. Solche globalen
Ande ungen des Cha ak e s
de
Dynamik we den als Phasenübe gang be-
zeichne .
Da
die Na u
de
Lösungen jedoch nich du ch äusse e Vo gaben
e zwungen wi d, sonde n sich au g und de inne en (nich linea en) S uk u
des Sys ems e gib , ha man dami ein pa adigma isches Modell o ene En -
wicklungen ode , wenn man will, ü "das zei liche Ve hal en on Sys emen,
in denen Neue ungen au e en und sich ausb ei en" (Wi
1987,
S.
9).
a) S ochas ische Di e en ialgleichungen (Mas e gleichung)
Wi beziehen uns im olgenden au eine Da s ellung, die on Weidlich und
Haag (1988) gegeben wu de. Dazu sei X
= (X 1,
X2,
...
,
XIJ
ein Vek o endoge-
ne
ökonomische Va iable
Xi
i =
1,
...
,L, also e wa das T ansak ions olumen
au e schiedenen Thilmä k en eine Volkswi scha . Nach olgend is jedoch
nich diese Vek o
X,
sonde n die Wah scheinlichkei :
(3.1) P(X, ) =
P(X
b
•••
, Xb )
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146 Geo g
E dmann
zum
Zei punk
die Kon igu a ion X anzu e en, die massgebende Va iable
ü
den
mak oökonomischen
Zus and
in
einem
s ochas ischen Sys em.10
Einen
Zugang
zu
Dynamik de a ige s ochas ische Va iablen
e häl
man
mi els
de
beding en Wah scheinlichkei :
(3.2)
P(X',
+
MIX, )
Diese
G össe b ing die Wah scheinlichkei zum Ausd uck, zum
Zei punk
+
I::.
den
Zus and
X' anzu e en
un e
de
Bedingung, dass zum
Zei punk
die Kon igu a ion X gegeben is .
De
An angswe
de
beding en Wah -
scheinlichkei (3.2)
ü
I::. =O is
eine
{O,l}- Ve eilung:
.1:.;'.
__
{ 1 alls x' = X
(3.3)
p(x',
I
X,
) =
6ji
mi u,. o alls
x'
;IO!
X
und
es
gil die No malisie ungseigenscha
ü
alle I::. >O:
(3.4) I
P(X',
+
MIX, )
= 1
x
Aussage (3.3) implizie , dass
es
sich
um
ein ech es dynamisches Modell
handel ,
in
dem
de
Zei ak o ei!le explizi e Rolle spiel :
In
einem
Zei in e -
all on Null kann
es
zu keinen
Ande ungen
de
Mä k e
kommen.
Die
No -
malisie ungseigenscha (3.4) besag , dass sich das Sys em im
Lau e
de
Zei
nich in
Lu
au lös , sonde n sich i gendwohin wei e en wickeln muss, wobei
dies
auch
die Beibehal ung des
bes ehenden
Zus andes sein kann.
Gemäss
(3.5)
P(X',
+
M,
X, ) =
P(X',
+
MIX, )
P(X, )
läss sich die Wah scheinlichkei s e eilung
P(X, +
I::. )
wie olg au eilen:
(3.6)
P(X,
+ M) = I
P(X,
+ M,
X', )
x'
10.
De
olglich als Zu alls a iable de inie e Vek o X( ) is hie als disk e e Va ia-
ble au zu assen, da ansons en die ma hema ische Ablei ung de Mas e gleichung
nich gel en wü de. Handel es sich beim Vek o X( ) um eine kon inuie liche
Zu-
alls a iable, läu die Ablei ung nich
au
die Mas e gleichung
(4.12~
sonde n die
inhal lich äqui alen e Fokke -Planck-Gleichung hinaus.
Vgl.
Weidlich
und
Haag
1983,
S.
62 .
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Phasenübe gAnge
147
I
P(X,
+
~IX', )
P(X', )
X·
=
P(X,
+
~1X, )P(X, )
+ I
p(X,
+
~IX', )P(X', )
wobei
übe
alle Kon igu a ionen X'
zu
summie en
is .
Wegen
de
No malisie ungsbedingung (3.4) is die beding e Wah schein-
lichkei , zum
Zei punk
+
A
die Kon igu a ion X o zu inden
un e
de
Bedingung, dass zum
Zei punk
die gleiche Kon igu a ion X o lieg , de i-
nie als:
(3.7)
P(x,
+
~IX, )
= 1 - I
p(X',
+
~IX, )
X·
..
X
Wi d diese Beziehung
in
Gleichung (3.6) eingese z ,
so
e gib sich
eine
dyna-
mische Beziehung, die
man
auch als
Mas e gleichung
bezeichne :
(3.8) P(X,
+~)
= P(X, ) -I P(X', +
~
I
x,
)p(X, )
x·
..
x
+ I
P(X,
+
~IX', )P(X', )
x·
..
x
Gleichung (3.8) is wie olg zu in e p e ie en: Ausgehend on
de
Kon igu a-
ion X, die
zum
Zei punk mi
de
Wah scheinlichkei P(X, ) o lieg , en -
häl
de
e s e
Summen
e m
au
de
ech en
Sei e all diejenigen Fak o en,
welche das
E eichen
de
mak oökonomischen
S uk u
X im Zei in e all
A
unwah scheinlich e scheinen lassen,
wäh end
de
zwei e
Summen e m
diejenigen E ek e um ass , welche das
E eichen
dieses
Zus andes
X im
gleichen Zei in e all wah scheinlich machen.
Um
on
de
Mas e gleichung (3.8)
ü
disk e e Zei sch i e
A
zu
eine
analogen Fo mulie ung im Zei kon inuum
zu
gelangen, muss
de
G enz-
übe gang
A -+O
ollzogen we den. Fo mal geschieh dies du ch die Thylo -
En wicklung
de
beding en Wah scheinlichkei en (3.2) in Bezug
au
die
Va iable A :
(3.9) dP(X ' I X' )
p(
x +
~IX'
) = F(X
lX'
) +
A
' , +
O(~2)
, , " d '
(zl
ÖXX'
+
~
dP(X, ' I X', ) +
O(A 2)
d '
(-I
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148
Gco g
E dmann
d"". is das e allgemeine e K onecke -Symbol,
eine
G össe mi
dem
We
Eins,
wenn
X = X' is , ansons en mi
dem
We Null.
Geh
man
analog
in
Gleichung (3.8) zum
G enzwe
.l.
__
O übe , so e gib
sich
un e
Be ücksich igung on Gleichung (3.9)
bei
Ve nachlässigung
de
Th me
höhe e
O dnung
O( .l. 2) olgendes Resul a :
(3.10)
dP~,
)
lim
p(x,
+
!l
I
X,
) -P(X, )
bl-O
!l
= _
""
dP(X',
'
I
x,
)
p(X
) +
""
dP(X, ' I X',
)
F(X
)
L d '
(-I'
L d '
I-I
'
.x .x
= - I
w,(X'
-
X)
P(X, ) + I
w,(X
-X')
P(X',
)
Bei
de
le z en
Iden i ä
wu de
zu
Abkü zung
(3.11) ,(X' _ X)
.=
dP(X', '
IX, )
w" . d '
(-I
e wende .
Bei
diesen
G össen
handel
es sich
um
die
momen anen
Ve än-
de ungen
de
beding en Wah scheinlichkei (3.2), die
man
auch als
Ra en
mak oökonomische Wah scheinlichkei sübe gänge (con igu a ional p obabi-
li y ansi ion
a es,
gl. Weidlich
und
Haag
1988, S. 14) bezeichne . Unabhän-
gige Va iable mak oökonomische Modelle sind
in
de
Regel gesam wi -
scha liche
G össen
wie e wa das a sächliche
ode
e wa e e
' ansak ions o-
lumen
au
e schiedenen Thilmä k en
eine
Volkswi scha . Beim Übe gang
zum
dualen P oblem sind
es
P eise, Löhne, Zinssä ze
und
Wechselku se.
Die
G össen
w,(x' -X) sagen
dann
e was aus
übe
die Ve ände ung
de
Wah -
scheinlichkei , zum
Zei punk
eine
bes imm e Kon igu a ion diese G ös-
sen
zu beobach en.
Die
Ablei ung
de
Mas e gleichung läss
e kennen,
dass -abgesehen on
de
De ini ion des Va iablen ek o s
~( )
- o läu ig noch keine inhal liche
P äzisie ung
de
zu
modellie enden Okonomie o genommen wu de.
Die
Mas e gleichung s ell inso e n ein uni e selles ma hema isches Konzep
da , dessen Anwendung sich
imme
dann
au d äng , wenn es
um
die
Besch eibung dynamische
S uk u en
bei
eine
nu
besch änk en Kenn nis
indi iduelle Ve hal ensmus e geh .
Es
wi d in
den
Na u wissenscha en
en sp echend
übe all
do
eingese z , wo das Ve hal en
de
indi iduellen
Einhei en
eines Sys ems (z.B. die Moleküle in einem gas ö migen Medium)
nu
s a is isch besch ieben we den kann (wegen
de
hohen
Zahl
de
ma he-
ma ischen F eihei sg ade eines solchen Sys ems). Dies is
ein
Gesich spunk ,
de
ü
die Anwendung dieses Konzep s auch in
den
Wi scha swissenscha -
en
sp ich ,
und
zwa o allem do , wo
man
sich
ü
das Wechselspiel zwi-
schen
de
Mik oebene
und
de
Mak oebene in e essie .
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Phasenübe gänge
149
b) Lösung s ochas ische Di e en ialgleichungen bei Phasenübe gängen
Soll ein linea es Di e en ialgleichungssys em
un e
dem
Ein luss on
Rauschen (s ochas ische Fluk ua ionen) simulie we den, so is die Mas e -
gleichung
(4.12)11
de
adäqua e Ansa z.
De en
Lösung -es handel sich
um
die zei liche En wicklung on Wah scheinlichkei s e eilungen -kon e gie
un e
ela i allgemeinen Bedingungen
( gl.
Haken
1983,
S.
97
,
Weidlich
und Haag
1983,
S.
64)
gegen eine s a ionä e, eingip lige Ve eilungs unk ion.
P(X, )
/
Zei
10;.......:;:;;..
_________
--.,;:_--';..-...
___
•
X( )
Abb.
2:
E olu ion
de
Wah scheinlichkei sdich e P(X, )
ohne
Phasenübe gang
Abb. 2 zeig einen zei lichen Ausschni dieses Kon e genzp ozesses. Die
Zei achse e läu dabei on hin en nach o ne. Au
de
ho izon alen Achse
is die Zus ands a iable X( ) abge agen, wäh end in Rich ung
de
Ve ikalen
11.
im
Falle disk e e Zu alls a iable X(I), ansons en muss zu Fokke -Planck-
Gleichung übe gegangen we den,
wie
dies in den nach olgenden Abbildungen ge-
schehen
is .
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150 Gco g E dmann
die Wah scheinlichkei P(X,I) au ge üh is , den jeweiligen Zus and X( )
zum Zei punk anzu e en.
Ein analoges Bild e gib die Simula ion eines nich linea en s ochas ischen
Modells, dessen zei liche En wicklung keine Ve zweigungssi ua ion du ch-
läu . S eh jedoch ein nich linea es Modell nach einem Phasenübe gang o
eine Ve zweigungssi ua ion, zeig die ko espondie ende Lösung
de
Ma-
s e gleichung
(4.12)
ein s uk u ell ande es zei liches Mus e .
Da
in diese
Si ua ion nich an izipie ba is , welche de En wicklungsal e na i en (Meh -
achlösungen) eingeschlagen wi d
( gl.
Abb. 1) wi d die zugehö ige Wah -
scheinlichkei s e eilung meh gip lig. Man e kenn
an
de
Da s ellung in
Abb.
3,
wie
die u sp ünglich eingip lige Ve eilungs unk ion P(X, ) sich au
ku ze F is meh und
meh
ab lach ,
was
eine Zunahme
de
Va ianz und
dami
de
Unsiche hei bedeu e , den konk e en Ve lau
de
be e enden
Va iablen zu p ognos izie en. Lang is ig kon e gie die Wah scheinlich-
kei s e eilungP(X, ) gegen eine zweigip lige Ve eilung, de en Maxima den
Punk en
Xl
undX2 in Abb. 1 en sp echen. Dies is die o male Isomo phie
de
Meh we igkei
de
zukün igen En wicklung on diesem Zei punk an.
P(X, )
Zei
/
I
I
L....
____________
-'-
___
....
X( )
Abb.
3:
E olu ion
de
Wah scheinlichkei s e eilung P(X, )
im Ve lau eines Phasenübe gangs
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Phasenübe gänge 151
Abb. 3 e anschaulich noch einen wei e en Aspek . Bei
de
Be ach ung
des Mi elwe es de Wah scheinlichkei s e eilung P(X, ) s ell man es ,
dass diese G össe on
de
Ve zweigungssi ua ion an nich einmal
meh
app oxima i den wei e en Ve lau
de
Va iable X( ) besch eib . Solange die
Wah scheinlichkei s e eilung eingip lig bleib , so is
de
Mi elwe eine
ech b auchba e App oxima ion ü die E olu ion X( ). Wi d abe ein Pha-
senübe gang du chlau en, so wi d die Va ianz zunächs so g oss, dass
de
Mi elwe keine Rele anz meh besi z . Im wei e en Ve lau en sp ich
de
Mi elwe eine öllig unwah scheinlichen En wicklung, die e mu lich
nich meh ein i .
De
Mi elwe is somi keine geeigne e G össe zu
Besch eibung on Sys emen, die Ve zweigungen und Phasenübe gänge
du chlau en.
Dies Beispiel zeig , dass de e minis ische und s ochas ische Modelle zu
öllig e schiedenen Lösungsmus e n üh en können, wenn die zug undelie-
gende Modells uk u nich linea is . Es is die ma hema isch- o male Kon-
sequenz
de
O enhei
eine
En wicklung:
In bes imm en Si ua ionen is es o -
ab nich möglich anzugeben, wohin eine En wicklung nach dem Au e en
eine g undlegenden Neue ung konk e übe gehen wi d. Die Zukun is
allen alls du ch Aussagen nega i e
A
(was wi d e mu lich nich
ode
seh
unwah scheinlich passie en) eing enzba . So e n man also bei einem ökono-
mischen P ozess be ech ig en Anlass ha , die Annahme
de
Linea i ä allen
zu lassen, is es no wendig, die s ochas ische Modell e sion als G undlage ü
dessen Analyse zu wählen, da man ande n alls
de
Ge ah
g a ie ende Fehl-
u eile und Fehlschlüsse e lieg .
4.
Mik o-Mak o-Modellie ung
Mi dem Konzep
de
spon anen O dnung esp. Selbs o ganisa ion is die
Un e scheidung meh e e Agg ega ionsebenen e bunden, ein Vo gehen,
welches
de
gewohn en Abg enzung zwischen Mik o- und Mak oökonomik
en sp ich . Neben dem Ma k als Ganzes um ass
de
e olu ions heo e ische
Ansa z-so
wie
wi ihn hie e s ehen -die Be ach ung
de
sich selbs o gani-
sie enden indi iduellen Ak eu e.
Es bes eh die Vo s ellung, dass jedes Handeln im sozialen Ve bund einen
Ein luss sowohl au die P ä e enzen
wie
die Res ik ionen
de
Ma k ak eu e
ausüb . Das Zus andekommen eine spon anen O dnung is somi das E geb-
nis des Zusammenwi kens de wie in einem Ne zwe k e knüp en Ak eu e,
die -e wa als Reak ion au eine exogene Ve ände ung -nach geeigne en Ve -
hal ensmus e n suchen, de en gesam wi scha liches E gebnis sich nach
de
E ablie ung eine gleichgewich igen S uk u au mak oökonomische Ebe-
ne
zeig . Bisweilen sind meh e e oneinande abweichende mak oökonomi-
sche S uk u en (Gleichgewich slösungen esp. A ak o en) möglich, die
mak oökonomische Zukun is o en. Sobald einmal eine Al e na i e du ch
einen Symme ieb uch o gezeichne is , beginn ein i e e sible P ozess:
Ande e Gleichgewich s ajek o ien können
un e
e e ba em Au wand
kaum meh e eich we den.
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