Schiemann, Jü gen
A icle
Wechselku ss abilisie ung du ch in e na ionale
geldpoli ische Koope a ion
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Schiemann, Jü gen (1986) : Wechselku ss abilisie ung du ch in e na ionale
geldpoli ische Koope a ion, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 19,
Iss. 4, pp. 569-582,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.19.4.569
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Be ich e
Wechselku ss abilisie ung du ch in e na ionale
geldpoli ische Koope a ion
K i ische Anme kungen zum McKinnon-Vo schlag
Von Jü gen Schiemann, Hambu g
I. P oblems ellung
Sei de Ein üh ung lexible Wechselku se wu den imme wiede Vo -
schläge zu eine S abilisie ung de Pa i ä en un e b ei e mi de Absich ,
zu einem neuen in e na ionalen Fes ku ssys em zu ückzukeh en. Einen
in e essan en neuen Ansa z hie zu ha McKinnon o ges ell 1.
Ausgangspunk seines Vo schlages is die Fo de ung nach eine an den
Wechselku sen o ien ie en Geldpoli ik zwischen den Lände n USA, Japan
und de Bundes epublik Deu schland mi dem Ziel, du ch symme ische
Wi kungen au die jeweilige na ionale Geldmenge zu S abilisie ung de
Wechselku se beizu agen.
Ziel de olgenden Übe legungen is es, zunächs die kons i u i en Ele-
men e des Vo schlages on McKinnon da zus ellen, sowie die in e sys ema-
en Funk ionsbedingungen au zuzeigen. Im Anschluß da an we den einige
wich ige Cha ak e is ika und P oblembe eiche un e such , die zu K i ik an
de on McKinnon o geschlagenen Wechselku ss abilisie ung du ch in e -
na ionale geldpoli ische Koope a ion Anlaß geben2.
IL Da s ellung des Vo schlages on McKinnon
De Vo schlag basie au de Annahme, daß die d ei wi scha lich wich-
igs en wes lichen Lände du ch die Koo dina ion ih e Geldmengenexpan-
sion eine in e na ionale Wechselku ss abili ä he bei üh en können. USA,
1 Vgl. McKinnon (1984). Siehe dazu auch McKinnon (1982) und de s. (1983).
2 Siehe dazu auch Spinelli (1983), Scha e (1985), Gu owski (1985), S. 326 .,
Bo ing e (1985), S. 184 .
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Japan und die Bundes epublik Deu schland e ügen übe ausgep äg e
Geldmä k e, haben un e einande einen eilweise seh um ang eichen Han-
dels» und Kapi al e keh , und ih e Wäh ungen ungie en in e na ional als
T ansak ions- und Rese emedium mi engen Subs i u ionsbeziehungen3.
"No o he subs an ial sou ces o 'wo ld' money o in oicing o eign ade o
in e na ional inancial ansac ions a e in p ospec ."4
Du ch eine Ve einba ung zwischen den d ei be eilig en Zen albanken
soll die jeweilige na ionale Geldmenge mi el is ig mi eine Ra e so ans ei-
gen, daß sie bei kons an em Wechselku s mi P eiss abili ä ü in e na io-
nal handelba e Gü e e einba is . Diese Ra e kann am G oßhandelsp eis-
index gemessen we den und is in den d ei Lände n au g und de jewei-
ligen wi scha lichen Bedingungen un e schiedlich hoch es zulegen. Die
Summe de gewich e en Geldmengenzuwächse de d ei Lände wi d als
Wachs ums a e des „Wel geld olumens" beg i en5. Die Geldmengenpoli ik
de d ei koope ie enden Zen albanken de e minie en dami in diesem
Modell das Wachs um des Wel geld olumens6.
In eine e s en S u e sollen nun die d ei Zen albanken e suchen, au den
De isenmä k en eine solche No ie ung de Wechselku se inne halb „so
a ge zones" he beizu üh en, die sich in e wa an den Kau k a pa i ä en
o ien ie 7. Um diese Ku s e häl nisse zu e eichen, müssen die deu sche
und japanische Zen albank du ch geeigne e Maßnahmen8 ih e mi el is i-
gen Geldmengenziele beispielsweise zunächs un e sch ei en, wenn de US-
Dolla im Ve gleich zu seinem anzus ebenden Ku s übe bewe e is .
Dami du ch diese Wechselku ss abilisie ung au Kau k a pa i ä enni eau
die Wel geldmenge nich kon ahie wi d, muß die US-No enbank gleich-
zei ig eine symme ische Geldmengenexpansion be eiben. Du ch das en -
sp echend e minde e Angebo on Yen und D-Ma k und das e g öße e
Dolla -Angebo wi d es möglich, die anges eb en Zielku se zu ealisie en.
Is dies geschehen, o ien ie en sich die d ei Zen albanken allmählich wiede
an ih en e einba en Wachs ums a en de Geldmenge un e Beibehal ung
de neuen Wechselku spa i ä en inne halb de a ge zones. Es handel sich
3 Vgl. McKinnon (1984), S. 64.
4 Ebenda, S. 66.
5 "In p ac ice he exac weigh ing sys em would be nego ia ed by he h ee cen al
banks, aking inancial impo ance and he ela i e size o GNPs in o accoun ".
(Ebenda, S. 67).
6 Ähnliche Vo schläge hie zu machen Miles (1978) und B i ain (1981).
7 McKinnon nenn als Beispiel Ma gen on 210 bis 220 Yen und 2,00 bis 2,10 DM
p o Dolla . Seine Kalkula ion be uh au agg egie en A bei skos en mi dem Basis-
jah 1975. Vgl. McKinnon (1984), S. 71 und Appendix A, S. 81 - 88.
8 Genann we den hie ü O enma k poli ik und nich -s e ilisie e De isenma k -
in e en ionen. Vgl. ebenda, S. 72.
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bei diesen De isenma k in e en ionen also um nich - ansi o ische In e -
en ionen, die inne halb eines ela i ku zen Zei aumes im gleichen
Um ang nich du ch gegenläu ige In e en ionen ückgängig gemach
we den.
Die neuen Wechselku se we den inne halb eine ela i wei en Schwan-
kungsb ei e egelmäßig dadu ch s abilisie , daß das Angebo on in Au -
we ung be indlichen Wäh ungen e g öße und das on abwe enden
Wäh ungen symme isch dazu e inge wi d. Wenn diese Wechselku ss a-
bilisie ung du ch koo dinie e Geldpoli ik übe meh e e Jah e bei nied i-
gem P eisni eau e olg eich p ak izie wo den is 9, soll in eine zwei en
S u e zwischen den d ei Lände n ein Sys em es e Wechselku se mi engen
Bandb ei en einge üh we den.
Dieses Sys em es e , wohl abe e ände ba e Wechselku se mi Band-
b ei en zwischen ein und zwei P ozen 10 soll du ch obliga o ische De isen-
ma k in e en ionen zwischen den be eilig en Zen albanken abgesiche
we den. Technisch wi d die koo dinie e Geldpoli ik olgende maßen
ablau en:
Be inde sich beispielsweise de US-Dolla am un e en In e en ions-
punk de Bandb ei e, s ü zen die Zen albanken on Japan und de Bun-
des epublik Deu schland den Dolla , indem sie Dolla nach agen und
zugleich un e Ve zich au S e ilisie ungsmaßnahmen ih e na ionale Geld-
menge en sp echend expandie en lassen. Diese Ankau e g öße ih e
Dolla -Wäh ungs ese en. We den diese Rese en - wie bislang üblich - als
US-Bonds gehal en, haben die De isenma k in e en ionen nich den
gewünsch en kon ak i en Ein luß au die ame ikanische Geldbasis, da
le z lich du ch den Kau (wie auch du ch den Ve kau ) on US-Bonds nu
ein Besi ze wechsel s a inde , also ein Ak i a ausch im Po oliobes and
de Käu e und Ve käu e . Die Geldmengenexpansion in Japan und Deu sch-
land wi d dann nich du ch eine en sp echend g oße Kon ak ion in den
USA ausgeglichen. Es en s ehen olglich asymme ische Anpassungsp o-
zesse bei s eigende Wel geldmenge und ins abilen Wechselku sen11.
"Unde such a egime ..., any au onomous money g ow h by he Uni ed
S a es ... will o ce an e en g ea e expansion in wo ld money ... i o he
coun ies in e ene o o es all hei cu encies om app ecia ing
unduly."12
9 Vgl. ebenda, S. 76.
10 Vgl. ebenda, S.
75 .
11 Vgl. ebenda, S.
49 .
12 Ebenda, S. 50.
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Wenn jedoch - wie McKinnon o schläg - die an die deu sche und japani-
sche Zen albank in e en ionsbeding zu ließenden Dolla ese en nich
meh in US-Geldma k i eln, sonde n in einem Depo bei de ame ikani-
schen Zen albank zu ma k übliche Ve zinsung hin e leg we den, wü den
diese Depo zu lüsse die ame ikanische Geldmenge en sp echend e inge n.
Das Fede al Rese e Sys em üh seine sei s De isenma k in e en ionen
nich du ch, e p lich e sich alle dings, eine im Um ang de Depo zu lüsse
en s ehende Kon ak ion seine na ionalen mone ä en Basis hinzunehmen.
Au diese Weise könn en nach Ansich McKinnons bei eine asymme i-
schen De isenma k -In e en ionsp lich de be eilig en No enbanken und
kons a ie ende US-Geldpoli ik die Wechselku se s abilisie und zugleich
bei symme isch wi kenden Geldmengene ek en in den jeweiligen Lände n
das Wel geld olumen kons an gehal en we den13.
III. Cha ak e is ika und P oblembe eiche eine Wechselku s-
s abilisie ung du ch geldpoli ische Koope a ion
1. Regelgebundene Geldmengens eue ung
Das on McKinnon o geschlagene Wechselku ssys em kann gewisse
Ähnlichkei en mi den Funk ionsbedingungen des klassischen Golds an-
da ds nich leugnen14, denn du ch den Zwang zu S abilisie ung de Wech-
selku se können a sächlich symme ische Ve ände ungen de na ionalen
Geldmengen en s ehen. Lenk e im klassischen Golds anda d15 de in p axi
nie ollkommen wi ksame Goldau oma ismus als „in isible hand" und spä-
e , zu Zei des Goldde isens anda ds on 1924 bis zu Wel wi scha s-
k ise16, de modi izie e Au oma ismus die außenwi scha liche Anpassung
de Binnenwi scha , soll diese Au gabe nach dem Vo schlag McKinnons
nun in Fo m eine Regelbindung ü die koo dinie e Geldmengens eue ung
den an de Wechselku ss abilisie ung be eilig en Zen albanken übe agen
we den. Die Wel geldmenge als Summe de na ionalen Geldangebo e wi d
olglich nich du ch einen exogen gegebenen Wel goldbes and, sonde n
du ch die lexibel handhabba e Koo dinie ung eine s abili ä so ien ie en
13 Vgl. ebenda, S.
77 .
Auch B unne sieh in seinem Vo schlag, zu einem Fes -
ku ssys em zu ückzukeh en, die In e en ions e p lich ung ü die USA nich o .
Vgl. B unne (1984), S. 205.
14 Zu den Funk ionsbedingungen des klassischen Golds anda ds gl. g undlegend
Lu z (1935), S. 224 .
is Vgl. Bloom ield (1959), T i in (1969), S. 38 ., Linde (1969), S. 27 .
16 Vgl. dazu beispielsweise Schiemann (1980), S. 25 - 56.
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Geldpoli ik in den USA, Japan und de Bundes epublik Deu schland de e -
minie .
Als ein olgenschwe es E gebnis diese Regelbindung müß en diese d ei
Lände gegensei ig ih e geldpoli ische Au onomie au geben. Das gil insbe-
sonde e auch ü die USA, die nun, eingebunden in dieses Koo dina ions-
sys em, nich meh die Möglichkei e hal en, eine Poli ik des benign neglec
„ä la B e on Woods" zu be eiben.
Uns e ilisie e In e en ionen17 könn en un e de p inzipiellen Bedin-
gung, daß De isen ese en bei Zen albanken gehal en we den18, zu spie-
gelbildlichen Geldmengene ek en und zu en sp echenden (annähe nd)
symme ischen In la ions- bzw. De la ionswi kungen üh en, so e n P eise
und Löhne hin eichend lexibel sind und die Zinselas izi ä in e na ionale
Kapi albewegungen mi s eigende In la ions a e nich abnimm . Nu un e
diesen un ealis ischen Annahmen wü de das McKinnon-Sys em die S abili-
ä de Wel geldmenge wie auch die P eisni eaus abili ä de Wel wi -
scha im ganzen nich ge äh den19.
2. Asymme ische In e en ionsp lich
Wäh end jedoch in diesem Wechselku s e bund die deu sche und japani-
sche Zen albank zu wechselku ss ü zenden De isenma k in e en ionen
e p lich e we den, bleib das Fede al Rese e Sys em hie on e schon .
Es soll lediglich die Geldmengenwi kungen diese In e en ionen ole ie en,
d. h.
keine s e ilisie enden Maßnahmen du ch üh en, die die in e en ions-
beding en Geldmengene ek e au die heimische Geldbasis eilweise ode
ganz au heben.
Die Las eine ech zei igen und adäqua en De isenma k in e en ion
e lage McKinnon mi seinem Vo schlag au die Zen albanken Deu sch-
lands und Japans. Wü de diese asymme ische In e en ionsp lich akzep-
ie , könn e ein mögliches Schei e n des Sys ems zumindes du ch die Pas-
si i ä de ame ikanischen Zen albank au dem De isenma k nich e u -
sach we den. Allein die deu sche und die japanische In e en ionspoli ik
könn en dann ü Fehlen wicklungen au dem De isenma k e an wo lich
gemach we den.
17 Zu Wi ksamkei uns e ilisie e In e en ionen gl. Ju gensen (1984), S.
99
.
sowie g undsä zlich Hende son (1982) und Do nbusch (1983).
« Vgl. dazu auch Hasse (1984), S. 231.
19 Im Gegensa z hie zu, gl. Bo inge (1985), S. 180. Vgl. auch Gu owski (1985),
S. 328.
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Angesich s enge Zielzonen ü Wechselku se un e den Bedingungen
hohe Kapi almobili ä is ein siche e Wei blick ü die S abilisie ung des
„ ich igen" Wechselku ses e o de lich. Zu Fixie ung des Ku ses inne halb
de Zielzone we den neben den obliga o ischen zusä zlich auch in ama gi-
nale In e en ionen du chge üh , die nach dem E messen de Zen albank
ge äuschlos und glä end zu Ku sp lege bei agen sollen, ohne sich jedoch
gegen den Wechselku s end zu s emmen. Diese De isenma k poli ik „ e -
lang Genies ü das In e enie en, genaue : Expe en, die das Übe schießen
nich e s hin e he me ken, sonde n o he "20.
Im üb igen lassen sich Zielzonen auch du ch eine glaubwü dige In e en-
ionspoli ik mi Signalwi kung nich e eidigen, wenn de Ma k es nich
will21. Angesich s des in e na ionalen De isenhandels on äglich 200 bis
300 M d. US-Dolla können Zen albankin e en ionen, auch wenn sie
koo dinie we den, nu solche Wechselku sen wicklungen ö de n, die de
Ma k zu ole ie en be ei is .
Sobald die In e en ionsp lich ü eine bes imm e Zielzone e einba
wi d, e minde sich das Spekula ions isiko de Ma k eilnehme . Anlage-
en scheidungen wü den dann bei ela i siche en Wechselku se wa ungen
noch meh du ch Zinsni eaudi e enzen beein luß we den. E gäben sich
jedoch beg ünde e Anlässe und E wa ungen, daß Lei ku sände ungen
unumgänglich we den, en s ünde wiede das in Fes ku ssys emen (mi
es en, jedoch anpassungs ähigen Pa i ä en) bekann e P oblem eines ech -
zei igen und im Ausmaß angemessenen Realignmen s spä es ens dann, wenn
die Wäh ungsspekula ion einse z .
Die Wi kungen on De isenma k in e en ionen zu Au ech e hal ung
de Lei ku se we den in diesem Zusammenhang on McKinnon nach he -
schende Au assung als Geldmengen-Wechselku smechanismus un e -
s ell 22. Diese Wi kungszusammenhang wi d alle dings de ak uellen wi -
scha lichen Kons ella ion in den USA nich ge ech ; denn die Leh buch-
Vo sch i , nach de De isenma k in e en ionen gegen die eigene, in Au -
we ung be indliche Wäh ung zu eine Expansion de heimischen Geld-
menge üh en sollen, is ü den Fall eines Landes mi Leis ungsbilanzübe -
schüssen und s eigende Pa i ä konzipie . Die beabsich ig e mone ä e
Locke ung kann hie zu einem Abbau des außenwi scha lichen Übe -
schusses bei agen, weil die mi de Geldmengenexpansion einhe gehende
Zinsni eausenkung sowohl die Nach age nach heimischen als auch nach
20
Gie sch (1983), S. 30.
21 Vgl. Ju gensen (1984), Mülle (1984). Zu Zielzonenp oblema ik gl. auch Roosa
(1984).
22 Vgl. McKinnon (1984), S. 73 .
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ausländischen Gü e n und Leis ungen e höhen wü de. De zinsinduzie e
Abbau des Leis ungsbilanzübe schusses e billig e die au we ende heimi-
sche Wäh ung ebenso wie die in ih e Wi kung gleichge ich e en De isen-
ma k in e en ionen. Ebenso wü de de Geldmengen-Zinse ek übe die
Kapi al e keh sbilanz zu Dämp ung de Au we ungs endenz bei agen.
Soll nun - im Gegensa z zum zu o angenommenen Fall - eine Pa i ä ssen-
kung eine Wäh ung o genommen we den, die - wie de US-Dolla - s a k
nachge ag wi d, obwohl das be e ende Land hohe Leis ungsbilanzde i-
zi e au weis , muß die zu o en wickel e Wi kungsanalyse ela i ie we -
den; denn bei eine Expansion de ame ikanischen Geldbasis (Zinsni eau-
senkung) au g und uns e ilisie e De isenma k in e en ionen wü de ia
Nach ages eige ung eine E höhung des außenwi scha lichen De izi s en -
s ehen. De zinsinduzie e Kapi al e keh sbilanze ek wü de die Passi ie-
ungs endenz in de Zahlungsbilanz e s ä ken. Wäh end on eine wech-
selku so ien ie en Geldpoli ik im No mal all eine gewünsch e Tendenz
zum außenwi scha lichen Gleichgewich ausgeh , bewi k die gleiche
Geldmengenpoli ik in den USA genau das Gegen eil; das Ungleichgewich
wi d g öße s a kleine . De Wechselku s wi d nich du ch den Abbau o -
handene Leis ungsbilanzübe schüsse s abilisie , sonde n du ch die E hö-
hung des Leis ungsbilanzde izi s des abilisie mi de möglichen Ge ah
eines aschen und nachhal igen Wechselku ss u zes.
Die Konzep ion on McKinnon, eine Wechselku ss abilisie ung allein
übe geldmengenwi ksame In e en ionen o zunehmen, e weis sich dami
ü die bes ehenden wi scha lichen Bedingungen insbesonde e in den USA
als ech p oblema isch. Eine Rückkeh zu s abilen Wechselku spa i ä en
e o de deshalb nich nu eine geldpoli ische Koope a ion zwischen den
wich igs en Indus ielände n, sonde n zugleich auch die Kon e genz de
wi scha lichen En wicklungen in Rich ung au anhal endes, nich -in la-
ionä es Wachs um und eine Budge konsolidie ung.
Neben diesen g undsä zlichen P oblemen de In e en ionen und de Ve -
eidigung on Wechselku s-Zielzonen wä e in diesem Zusammenhang wei-
e zu übe legen, ob nich du ch eine olls ändige Einbeziehung de ame i-
kanischen Zen albank in ein symme isches In e en ionssys em eine
gleichmäßige e Las en e eilung bei den obliga o ischen De isenma k ope-
a ionen en s ünde. Dazu könn en - ebenso wie bei de ame ikanischen
Zen albank - auch bei de japanischen und deu schen No enbank e zins-
liche gegensei ige Wäh ungs ese en im Depo gehal en we den als Folge
eine jeweils bila e alen In e en ion au den De isenmä k en. Die S abili-
sie ung de Wechselku se wü de dann nich meh du ch einsei ig o genom-
mene In e en ionen, sonde n du ch eine olls ändig koo dinie e De isen-
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ma k in e en ion e eich we den. Zudem hä e eine symme ische In e -
en ionsp lich den sich ba en Vo eil, daß die USA in dem on McKinnon
o geschlagenen „In e na ional S anda d o Mone a y S abiliza ion" nich
einen Sonde olle als quasi „Lei wäh ungsland" spielen und keine P i i-
legien genießen, die ande en Zen albanken e weh wü den.
3. Wi ksame Sank ionsmechanismus
Bei jede obliga o ischen ode no wendig e scheinenden In e en ion, die
nach eilige Goldmengene ek e ü die heimische Wi scha en s ehen läß ,
bes eh die Ge ah , daß die Zen albank en gegen ih en Ve ab edungen
unbequeme ode schädliche wechselku sbeding e Wi kungen zu s e ilisie-
en such . Zum einen is die jeweilige Zen albank soga dazu e p lich e ,
wenn die geldpoli ische Koope a ion zu eine Ge ah ü die binnenwi -
scha liche S abili ä wi d. Zum ande en kann dieses Handeln e s ändlich
sein, wenn bei symme ischen Geldmengene ek en nach De isenma k in-
e en ionen asymme ische P eisni eauände ungen zwischen den be eilig-
en Lände n en s änden. Au g und un e schiedliche Rigidi ä en de P eise
und Löhne in den be eilig en Lände n sind asymme ische In la ions- und
De la ionswi kungen wah scheinlich. Ebenso könn en diese P eise ek e zu
seh un e schiedlichen gesam wi scha lichen Folgewi kungen üh en, die
es eine Zen albank ge a en e scheinen lassen, diese Wi kungen on De i-
senma k in e en ionen abzuschwächen. Be ü ch e we den muß deshalb,
daß das on McKinnon konzipie e Sys em dazu einläd , Rech e igungs-
g ünde ü die Abweh eine na ional une wünsch en Geldmengenexpan-
sion ode -kon ak ion zu suchen23.
Da diese konjunk u ell expansi en ode kon ak i en Wi kungen eine
In e en ion sys embeding beabsich ig sind, um die Wechselku ss abili-
sie ung he beizu üh en, müß en geeigne e und wi ksame Sank ionsmecha-
nismen zu Anwendung gelangen, dami in jedem be eilig en Land unab-
hängig on binnenwi scha lichen Übe legungen und Rücksich nahmen
die symme ischen Geldmengene ek e sich wi ksam ausb ei en könn en.
Solange kein zwingende Sank ionsmechanismus g ei , de im wi scha s-
poli ischen Kon lik all auch die Kompe enz de be eilig en No enbanken
bei sys emwid ige Handlungsweise auße K a se z und solange ande e
Maßnahmen, wie Handels- und Kapi al e keh skon ollen als Abwe ungs-
su oga e e wende we den können, bleib de on McKinnon o geschla-
gene Wechselku ss anda d meh ein „Schönwe e sys em".
23 Vgl. dazu Bo inge (1985), S. 185.
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