Schlesinge , Helmu
A icle
Neue e E ah ungen de Geldpoli ik in de Bundes epublik
Deu schland
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Schlesinge , Helmu (1976) : Neue e E ah ungen de Geldpoli ik in de
Bundes epublik Deu schland, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
9, Iss. 4, pp. 433-454,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.9.4.433
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Neue e E ah ungen de Geldpoli ik
in de Bundes epublik Deu schland*
Von Helmu Schlesinge , F ank u /M.
Die Geldpoli ik is in den le z en Jah en s a k in den Vo de g und
des wi scha spoli ischen In e esses ge ück . Neben de Renaissance de
Geld heo ie ha hie zu o allem die wel wei e Beschleunigung de In-
la ions endenzen beige agen, de en Bekämp ung sich in allen wes lichen
Lände n im In e esse de Au ech e hal ung eines eihei lichen Wi -
scha s- und Gesellscha ssys ems imme d ingliche s ell e, wobei die
Anwendung ande e wi scha spoli ische Mi el (Fiskalpoli ik, P eis-
und Lohnpoli ik) imme wenige den ans ehenden Au gaben gewachsen
e schien. In de Bundes epublik kam hinzu, daß die Bundesbank sei
dem F ühjah 1973 einen neuen, g öße en Ak ions adius du ch den
Übe gang zum Floa ing o and. Man ha in diesem Zusammenhang o
on eine „neuen Geldpoli ik" gesp ochen. Ich hal e das alle dings ü
einen übe iebenen Ausd uck. Die Endziele und die Ins umen e de
Geldpoli ik sind die al en geblieben. Abe die Bundesbank is dazu übe -
gegangen, ein Zwischenziel ü ih e Poli ik zu o mulie en und de En -
wicklung de Zen albankgeldmenge s ä ke e Beach ung zu schenken.
Die besonde e S ellung de Geldpoli ik in de In la ionsbekämp ung,
abe auch ih e Ve an wo lichkei ü in la ionä e En wicklungen, be uh
o allem da au , daß sie an eine no wendigen, wenn auch nich hin-
eichenden Bedingung des In la ionsp ozesses anse z , nämlich eine ge-
messen an den ealen P oduk ionsmöglichkei en zu s a ken Auswei ung
de Geldmenge. Denn unabhängig da on, wohe ein Ans oß zu P eis-
s eige ungen auch komm , au mi le e F is kann sich die In la ion ohne
en sp echende Auswei ung de Geldbes ände nich o se zen, da die
Ausweichmöglichkei en de Wi scha au Geldsu oga e beg enz sind
und auch die Umlau geschwindigkei des Geldes mi el is ig nich s a k
a iie .
* Deu sche Fassung des dem „7. Kons anze Semina on Mone a y Theo y
and Mone a y Policy" im Juni 1976 o geleg en Papie s.
28 K edi und Kapi al 4/1976
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434 Helmu Schlesinge
Geld is in de Wi scha on heu e eine Ve bindlichkei de Banken,
de No enbank sowie de Geschä sbanken und dami le z lich das P o-
duk on K edi ak en. F eilich sind beide Fo men de Geldscha ung
wi scha spoli isch nich gleich angig: Eine Geldschöp ung de Ge-
schä sbanken is ohne Be ei s ellung on Zen albankgeld nich möglich,
da sie in alle Regel mi einem wachsenden Beda an Ba geld und mi
einem Ans ieg de bei de No enbank zu un e hal enden P lich einlagen
einhe geh . Das Monopol de Zen albankgeldscha ung, das de No en-
bank o behal en is , bes imm ih e dominie ende Rolle im Geldschöp-
ungsp ozeß. Sie kann eilich nu dann zum T agen kommen, wenn die
No enbank ih e eigene Geldschöp ung un e Kon olle ha , also nich
gegen ih en Willen gezwungen is , Zen albankgeld zu scha en, z. B.
dadu ch, daß sie s aa liche De izi e inanzie en muß, am De isenma k
zu in e enie en ha ode ein bes imm es Zinsni eau an den K edi mä k-
en au ech e hal en muß, um nu einige diese Neben unk ionen zu e -
wähnen, die ü iele No enbanken in de Wel leide zu Haup unk-
ionen gewo den sind.
I. Ve ände e Rahmenbedingungen
ü die Geldpoli ik sei F ühjah 1973
Die K edi gewäh ung an den S aa , de klassische Fall de un eiwil-
ligen Zen albankgeldschöp ung, ha in de Bundes epublik bishe keine
g oße Rolle gespiel . Gegen diesen Mißb auch de Geldschöp ungsmach
en häl unse e Geldo dnung wich ige Einsch änkungen, was o dem
Hin e g und zweie s aa s inanzie e In la ionen, die p ak isch zum
ollen Ve lus de Geld e mögen üh en, nu allzu e s ändlich is . Die
Bundesbank da Di ek k edi e an den Bund und die Lände nu in be-
g enz en Be ägen und nu ü ku ze Zei gewäh en. Eine indi ek e K e-
di gewäh ung könn e in einem Kau on S aa spapie en gesehen we -
den, jedoch is dies nu aus geldpoli ischen G ünden, d. h. zu Reguli-
ung de Bankenliquidi ä e laub , nich zum Zwecke de De izi inan-
zie ung, wenngleich die G enze hie nich imme ganz scha zu ziehen
is .
Das Haup hinde nis, das eine e izien en Geldpoli ik de Bundesbank
lange Zei im Wege s and, lag in de In e en ions Ve p lich ung zugun-
s en des US-$, die gleichbedeu end wa mi de Ve p lich ung zu Schöp-
ung jede beliebigen Menge an ak uellem ode po en iellem Zen al-
bankgeld, sobald de Dolla seinen un e en In e en ionspunk e eich
ha e. Die De isenzu lüsse nahmen zei weilig einen solchen Um ang an,
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Neue e E ah ungen de Geldpoli ik in de BRD 435
daß jede konsequen e K edi es ik ion, wie sie de konjunk u ellen
Lage bei sich beschleunigenden P eiss eige ungen angemessen gewesen
wä e, un e lau en we den konn e. Es wu de zwa iel ach e such , die
Auswei ung de Bankenliquidi ä zu kompensie en, abe die gleichzei ige
Zunahme des Geld olumens de Wi scha wa p ak isch nich meh
ückgängig zu machen.
E s de Übe gang zum Floa en im Mä z 1973 e möglich e wiede
eine S eue ung de Geldmenge nach eigenen Bedü nissen. Es e wunde
dahe nich , daß dieses E eignis mi de oben e wähn en Zäsu in de
geldpoli ischen Linie zusammen äll . Die In e en ions Ve p lich ung zu-
guns en des US-$ is zwa nich oll en allen, sonde n on eine In e -
en ionsp lich im Rahmen des Eu opäischen Wechselku s e bundes ab-
gelös wo den. Die geldpoli ische Au onomie de Bundesbank is deshalb
in diese Hinsich auch je z alles ande e als ollkommen. Bishe beweg-
en sich die aus dem Block loa ing esul ie enden De isenzu lüsse jedoch
nich in G ößeno dnungen, die eine kompensa o ische Geldmengens eue-
ung nich hä e bewäl igen können. Die Wäh ungsun uhen on Feb u-
a und Mä z 1976, als die Bundesbank ü nahezu 9 M d. DM Schlan-
gen« Wäh ungen au nehmen muß e, zeigen ande e sei s, daß auch diese
In e en ionsgemeinscha leich zu einem Hinde nis ü die e izien e
Geldpoli ik we den kann.
II. Ins i u ionelle Rahmenbedingungen de Geldpoli ik
in de Bundes epublik Deu schland
Im Zuge de Res ik ionspoli ik 1973/74 schien es de Bundesbank e -
o de lich, die eien Liquidi ä s ese en de Banken, das sind liquide
Ak i a, die jede zei in Zen albankgeld umgewandel we den können —
z. B. Geldma k papie e und unausgenu z e Rediskon kon ingen e —,
wei gehend zu besei igen. F eie Liquidi ä s ese en geben den Banken
eine A „au onomen Expansionsspiel aum", ein quasi-au oma isches
Rückg i s ech au Zen albankgeld. Die Höhe de eien Liquidi ä s-
ese en signalisie dami gewisse maßen die Länge des Zügels, an dem
die Bundesbank die K edi ins i u e üh . Diese Zügel muß e in de Re-
s ik ion seh ku z gehal en we den, um die Poli ik de Bundesbank
du chzuse zen. Die Bundesbank ha e nämlich die E ah ung gemach ,
daß die Banken sei An ang de 70e Jah e, im Gegensa z zu ih em
ühe en Ve hal en, imme wenige au eine Einsch änkung ih e eien
Liquidi ä s ese en mi eine Ände ung ih e Ausleihepoli ik eagie en.
28*
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436 Helmu Schlesinge
Abbildung 1
Gesam wi scha liche und einzelwi scha lidie
Liquidi ä im deu schen Bankensys em*)
•) Jah esdu chschni e und Mona sends ände bzw.-im obe en Teil-ab s a . B uch Mona sdu ch-
schni e.- 1) Sich -»Te min -und Spa einlagen bis un e 4 Jah en on Nich banken und ausländischen
K edi ins i u en.- 2) Vo Mai 1971 hil sweise al e De ini ion (Lomba dk edi e als Vo belas ung de
Liquidi ä gegenge echne !) abzügl. Geldma k anlagen im Ausland.- 3) Kassenbes and, Schecks
und Inkassopapie e, BBk- ähige Wechsel, Fo de ungen an K edi ins i u e bis 1 Jah einschl..
Scha zwechsel und U - Schä ze.- 4) Einlagen on inländischen K edi ins i u en bis un e 4 Jah e.
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Neue e E ah ungen de Geldpoli ik in de BRD 437
Insbesonde e konn e sie sich nich meh da au e lassen, daß es die
Banken ü unumgänglich hiel en, einen bes imm en Mindes be ag an
eien Liquidi ä s ese en nich zu un e sch ei en, wie dies ühe zu
beobach en gewesen wa .
Die En scheidung eine Bank, zusä zliche K edi e zu gewäh en, häng
ja nich p imä on ih e Auss a ung mi „ eien Liquidi ä s ese en",
also on dem Bes and an ediskon ie ba en Wechseln und sons igen an
die Bundesbank jede zei ab e ba en Ak i a ab, sonde n on de Ein-
schä zung ih e be iebswi scha lichen Liquidi ä , die ein seh iel wei-
e es Spek um on liquiden Ak i a um aß ; u. a. echnen hie zu die
ku z is igen Fo de ungen an ande e K edi ins i u e im In- und Aus-
land, also Ak i a, die die K edi ins i u e au onom zu scha en e mögen
und de en Auswei ung auch nich du ch eine Rese ep lich ü die
Schuldne diese Ak i a beg enz is . Bezeichnende weise is diese einzel-
wi scha liche Liquidi ä schon on 1970 bis 1972, abe besonde s on
1973 bis 1975, seh iel s ä ke ausgewei e wo den als die „ eien Li-
quidi ä s ese en" ( gl. Schaubild 1). Das Liquidi ä sge ühl de Banken
— wie das jedes Wi scha ssubjek es — is abe nich nu on de Höhe
de liquiden Ak i a im Ve gleich zu ih en Ve bindlichkei en, sonde n
auch da on abhängig, inwiewei neben de Ve we ung de liquiden
Ak i a Liquidi ä im K edi wege bescha we den kann. Die Auswei-
ung des Bankengeldma k es im Inland und im Ausland — allein de
Eu o-Bankengeldma k wei e e on Ende 1970 bis Ende 1973 sein Volu-
men um das 2V2 ache aus1 — muß e die Vo s ellung e s ä ken, daß
Liquidi ä sp obleme kaum exis ie en. Um so d ingliche wa es, den in-
ländischen Banken die einzige G enze ih es Expansionsspiel aumes, die
sie le z lich nich selbs bes immen können, die Knapphei an Zen al-
bankgeld, o Augen zu üh en. Die Bundesbank wa sich dabei bewuß ,
daß sie dies nich allein du ch die Reduk ion de „ eien Liquidi ä s e-
se en" in Rich ung Null un konn e, sonde n daß es dazu insbesonde e
jenes Signals bedu e, das alle Banken — unabhängig on ih e eigenen
Liquidi ä seinschä zung — e s ehen, nämlich eine k ä ige Ve eue ung
des No enbankk edi s. Die Bundesbank wa zwa auch in diese Zei
be ei , Mi el au dem Wege des „Sonde lomba ds" und ku z is ige O -
enma k geschä e übe Wechsel mi Rückkau e einba ung be ei zus el-
len, eils abe nu zu Sä zen on 16% in de Spi ze. Vo ausse zung eine
solchen Poli ik wa , daß die eien Liquidi ä s ese en in die Nähe on
Null zu ückge üh wa en, was im Mä z 1973 p ak isch e eich wa .
1 Vgl. 46. Jah esbe ich de BIZ, S. 84.
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438 Helmu Schlesinge
Als sich die Bundesbank spä e um eine S imulie ung des Geldschöp-
ungsp ozesses bemüh e, ha sie wiede eie Liquidi ä s ese en zuge-
lassen, ja bewuß gescha en, um das mone ä e Wachs um zu beschleu-
nigen. Diese Pe iode in de Bundesbankpoli ik — die bis zum F ühjah
1976 eich e — gab alle dings in heo e ische Hinsich G und zu Miß-
e s ändnissen. Zwischen diese Poli ik de Liquidi ä s ese enbildung
und de „Liquidi ä squo e nahe Null" bes eh kein Wide sp uch. F eie
Liquidi ä s ese en sind ü das eibungslose Funk ionie en des K edi -
wesens g undsä zlich nich e o de lich. Daß es eie Liquidi ä s ese en
in de Bundes epublik gib , häng zu einem gu en Teil mi ins i u ionel-
len Rahmenbedingungen zusammen, die his o isch gewachsen und ü
unse Geldwesen cha ak e is isch sind. Es gib zwa ande e Lände , die
beweisen, daß man ohne eie Liquidi ä s ese en die Geldschöp ung de
Banken ela i gu kon ollie en kann (USA, Schweiz). Abe es gib
noch meh Lände die zeigen, daß man auch ohne eie Liquidi ä s ese -
en de in la o ischen Geldauswei ung eie Bahn lassen kann; in diesen
Fällen deck die No enbank unmi elba jeden au kommenden Beda an
Zen albankgeld.
Es is na ü lich e s ändlich, daß manche , de Geld heo ie o allem
au G und de US-ame ikanischen Li e a u s udie , mi dem deu schen
Konzep de eien Liquidi ä s ese en nich ganz zu Rande komm .
Dabei wi d beispielsweise übe sehen, daß bei uns die De isen ansak io-
nen de No enbank auch heu e noch eine wei g öße e Rolle als Bes im-
mungs ak o de Zen albankgu haben de Banken spielen als in den
USA. Die Zunahme de Zen albankgu haben, die mi solchen T ans-
ak ionen bei In e en ionsp lich e bunden is , übe sch ei e u. U. wei
das Maß dessen, was sich in unse em Land mi Mi eln de Feins eue-
ung du ch O enma k poli ik mi Nich banken — und bei lang is igen
Ti eln auch mi Banken — ko igie en ließe. Wi b auchen deshalb nach
wie o Mi el de G obs eue ung — o allem Ände ungen de Min-
des ese esä ze und de Rediskon kon ingen e —, um no alls s a k
angewachsene Zen albankgu haben de Banken binden zu können, ode
auch um umgekeh den Banken — bei s a ken De isenab lüssen — zu-
sä zliche Mi el zu Ve ügung zu s ellen. Bis solche „g oben" Mi el ein-
gese z we den können, e geh abe Zei . In diese Zei spanne üben die
eien Liquidi ä s ese en gleichsam eine Pu e unk ion aus; sie nehmen
o übe gehend zu ode ab, ohne daß diese ku z is igen Bewegungen
seh g oße Bedeu ung haben müssen. S a egisch on Wich igkei is ei-
lich die F age, welche Höhe die eien Liquidi ä s ese en länge is ig
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Neue e E ah ungen de Geldpoli ik in de BRD 439
haben. Man kann die Bundesbankpoli ik au diesem Gebie sei 1972
wohl dahingehend cha ak e isie en, daß sie den Spiel aum ü die e was
länge is ig e e ba e Höhe de eien Liquidi ä s ese en iel ge in-
ge einschä z als ühe .
III. Fes legung und Bekann gabe eines mone ä en Wachs umszieles
Im Dezembe 1974 ha die Bundesbank e s mals ein quan i a i es
geldpoli isches Ziel, die Zunahme de Zen albankgeldmenge im Jah es-
e lau 1975 um e wa 8%, es geleg und ö en lich bekann gegeben.
Diese Beschluß bedeu e e in de gegebenen Ausgangslage, daß die Bank
au eine gewisse Beschleunigung de mone ä en Expansion hinwi ken
wü de, denn bis dahin wa das Wachs um de Zen albankgeldmenge
ge inge . Ande e sei s abe soll e dami deu lich gemach we den, daß
wei e e Fo sch i e in de In la ionsbekämp ung anges eb we den. Die
Basis ü diese Zielse zung bilde e die E kenn nis, daß mi el is ig ein
enge Zusammenhang zwischen de mone ä en Expansion und de En -
wicklung de gesam wi scha lichen Ausgaben bes eh und daß die Geld-
poli ik in de Lage is bzw. alles un müß e, um in die Lage e se z zu
we den, das gese z e Ziel zu e eichen. Wi haben da au hingewiesen,
daß die Fes legung eines mone ä en Wachs umsziels ü die Zen albank-
geldmenge ein Expe imen sei. Wi e wähn en, daß die Geldmenge, zu-
mal ku z is ig, nich eng au einem o genommenen Rich ku s ge üh
we den kann. Die Nennung eines geldpoli ischen Mengenziels e schien
uns jedoch ein wich iges Hil smi el, allen am Wi scha sp ozeß Be ei-
lig en den s abili ä spoli isch beg enz en Rahmen ü die Geldschöp ung
de No enbank o Augen zu üh en, um meh Ra ionali ä in die wi -
scha spoli ischen En scheidungen zu b ingen. Le z lich geh es dabei da -
um, die En scheidungen de Wi scha sg uppen besse zu koo dinie en,
besse au eine s e ige Wi scha sen wicklung hinzulenken und den Zwang
zu e minde n, sich abzeichnende Fehlen wicklungen du ch massi e Ge-
genmaßnahmen ko igie en zu müssen, wobei dann leich die Ge ah
eine Ube dosie ung bes eh . Na ü lich ha die Geldpoli ik le z lich kei-
nen bes immenden Ein luß da au , ob und inwiewei de on ih ge-
s eck e mone ä e Rahmen ü eine Auswei ung de P oduk ion ode ü
P eis- und Kos ene höhungen genu z wi d. Ob die Expansion eine Men-
gen» ode eine P eiskonjunk u sein wi d ode eine Mischung aus beiden,
lieg zu einem gu en Teil am Ve hal en des S aa es und an den sozialen
G uppen. De Zwang zu Kos en- und P eisdisziplin dü e abe du ch
den O ien ie ungscha ak e des Geldmengenzieles zunehmen; ja die E -
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440 Helmu Schlesinge
ah ung e laub soga zu sagen, daß diese Ziel o mulie ung mi dazu
bei ug, einen wei gehenden „sozialen Konsens" un e allen G uppen zu
e eichen, auch wenn hie ü ande e Ein lüsse wich ige gewesen sein
mögen.
In de Ö en lichkei is die Fes legung und Bekann gabe eines mone-
ä en Wachs umsziels wie auch die geldpoli ische Linie, wie sie in dem
Beschluß om Dezembe 1974 zum Ausd uck komm , jeden alls wei -
gehend au Zus immung ges oßen. De Beschluß wu de im g oßen und
ganzen in dem geschilde en Sinne e s anden und espek ie . Diese Zu-
s immung und die E ah ungen des Jah es 1975 e mu ig en die Bundes-
bank, auch ü 1976 ein Wachs umsziel ü die Zen albankgeldmenge
es zulegen. Im Gegensa z zu 1975 is das Ziel dieses Mal als Ans ieg im
Jah esdu chschni o mulie . Da die Ve ände ung de Zen albankgeld-
menge on Mona zu Mona zu allsbeding en Schwankungen un e lieg ,
können bei einem Ve lau sziel o übe gehende Ein lüsse — die ü sich
genommen wenig besagen — das E gebnis s ä ke angie en, als das bei
einem Du chschni sziel zu e wa en is . So hing die Ta sache, daß die
Zen albankgeldmenge on Ende 1974 bis Ende 1975 um 10% s ieg,
und nich wie anges eb um
8
%, wei gehend mi de hohen — ja, wie
sich spä e he auss ell e, gemessen am Finanzbeda e heblich zu hohen
— K edi au nahme des S aa es bei den Banken gegen Ende des Jah es
zusammen. Da diese und dami auch die mone ä e Expansion spä e
deu lich nachließen, übe zeichne de Dezembe -Ve gleich die G und-
endenz de mone ä en En wicklung im abgelau enen Jah . 1976 soll
nach den Vo s ellungen de Bundesbank die Zen albankgeldmenge im
Jah esdu chschni um 8% höhe sein als im Jah esdu chschni 1975;
da sie den le z genann en S and im Dezembe 1975 be ei s um 5,4%
übe sch i en ha , muß sich ih Wachs um im Ve lau dieses Jah es in
engen G enzen hal en, um nich wie im Vo jah wiede übe das Ziel
hinauszuschießen. Die En wicklungs ich ung konn e bishe annähe nd
eingehal en we den.
IV. Quan i izie ung des Geldmengenzieles
In de Diskussion übe Geldmengenziele spiel die F age eine Rolle,
au welchen wi scha lichen Ta bes and sich die Fes se zung eine mo-
ne ä en Wachs ums a e s ü zen soll. Unse e An wo au diese F age is
p agma isch, d. h. sie wi d on de im Zei punk de Fo mulie ung ge-
gebenen und ü das be o s ehende Jah zu e wa enden wi scha lichen
Lage bes imm sowie on den dami e bundenen allgemeinen wi -
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Neue e E ah ungen de Geldpoli ik in de BRD 447
die Zen albankgeldmenge auge ü den angebo s heo e ischen Ansa z
nich , inso e n ins Lee e geh 5.
Die un e schiedliche Indika o -Funk ion, die bei den gegensä zlichen
heo e ischen Ansich en de Zen albankgeldmenge eine sei s und de
Geldbasis ande e sei s zugedach is , ha Konsequenzen bezüglich de
geldpoli ischen E olgskon olle und de F age de S eue ba kei dieses
mone ä en Agg ega s. Am Bundesbankagg ega wi d de E olg ex de i-
ni ione di ek abgelesen, es is — wie e wähn — ein Geld olumenbe-
g i , de Re lex de Kassenhal ung de Nich banken in de No enbank-
bilanz. Im Poli ik-Indika o „Geldbasis" dagegen wi d e such , den
Impuls de Geldpoli ik au zuzeigen. De E olg de Poli ik muß abe
an ande en Agg ega en kon ollie we den, an Mi, M2 ode
M%.
Als zu-
sä zliches P oblem e gib sich somi das des Mul iplika o s.
Von In e esse is m. E. p imä die Messung des E olgs de Poli ik,
wie e sich in den mone ä en Agg ega en, und dami auch in de Zen-
albankgeldmenge, niede schläg . Konsequen e weise komm dahe ü
die geldpoli ische Ziel o mulie ung nu eines diese Agg ega e in F age.
Selbs e s ändlich in e essie daneben de den Banken belassene au o-
nome Expansionsspiel aum und dami die F age nach den Impulsen, die
hie aus au den mone ä en Expansionsp ozeß wi ken können.
Fü die Bundes epublik komm hie , wie schon ühe angedeu e , eine
besonde e Ka ego ie ins Spiel, nämlich das „po en ielle" Zen albank-
geld ode die „ eien Liquidi ä s ese en", d. h. die Summe jene Ak i a
de Banken, die jede zei und ohne g öße en Ve lus di ek an die Bun-
desbank e kau we den können. Zu diesen „ eien Liquidi ä s ese en"
echnen o allem Bes ände de K edi ins i u e an Handelswechseln, die
inne halb de unausgenu z en Rediskon kon ingen e jede zei an die
Bundesbank gegeben we den können, sowie Geldma k papie e mi je-
de zei igem Rückgabe ech an die Bundesbank. Auße dem zählen zu
den eien Liquidi ä s ese en die Übe schuß ese en, also Zen albank-
gu haben, die übe das Rese ee o de nis hinausgehen, inso e n also ak-
uelles Zen albankgeld sind. Die „ eien Liquidi ä s ese en" umsch ei-
ben das au onome Geldschöp ungspo en ial de Banken, im Gegensa z
5 Selbs e s ändlich kann, ja muß ein ande e heo e ische Ansa z zu eine
ande en Abg enzung on Zen albankgeldmenge bzw. Geldbasis kommen. Die
Einbeziehung ode Nich einbeziehung de Ube schuß ese en in die De ini ion
is dahe auch nich eduzie au die F age de Zweckmäßigkei , sonde n sie
is Aus luß un e schiedliche heo e ische G undposi ionen. Vgl. Sach e s än-
digen a , a.a.O., Zi . 382.
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448 Helmu Schlesinge
zu Zen albankgeldmenge in unse e De ini ion, die im Zuge eine e -
olg en Geldschöp ung be ei s „abso bie " wu de6. Diese Un e schei-
dung ha sich auch deshalb bewäh , weil sie deu lich mach , daß sich
T ansak ionen de Bundesbank nich unmi elba au die Zen albank-
geldmenge auswi ken, sonde n — e wa bei De isenankäu en — im e -
s en Sch i nu die Zen albank gu haben de K edi ins i u e e höhen.
Sowei diese nich zu Deckung de Ba geldan o de ungen de Wi -
scha und zu E üllung de Rese ep lich ü neu en s andene In-
lands e bindlichkei en de Banken benö ig we den, e höh sich dadu ch
ü s e s e abe nich die Zen albankgeldmenge. Die K edi ins i u e,
adi ionell bei de Bundesbank e schulde , e minde n ielmeh ih e
Ve schuldung und e höhen dami ih e Rediskon möglichkei en ode e -
we ben Ak i a, die sie no alls wiede an die Bundesbank e äuße n
können, e höhen also die „ eien Liquidi ä s ese en".
VII. Theo ie und P axis de Geldmengens eue ung
So wie sich die Zen albankgeldmenge in unse e De ini ion on de
„Geldbasis" un e scheide — nämlich als die Ve wendung des No en-
bankgeldes an S elle seines Angebo s —, so sind auch Vo s ellungen ü
die Geldbasiss eue ung nich ohne wei e es au die Zen albankgeld-
s eue ung übe agba . Die Ve e e de Geldbasis-Theo ie leh en, die
Geldbasis sei, da Teil de No enbankbilanz, on de No enbank unmi -
elba zu s eue n. Soll e die No enbank hinsich lich einzelne Geschä e
un e Handlungszwang s ehen, so ließe sich dies du ch kompensa o ische
Ve ände ung ande e Bilanzposi ionen, insbesonde e mi Hil e on O -
enma k ope a ionen, ausgleichen.
In diese Behaup ung s eck die Annahme, die No enbank wä e bei
de S eue ung de Geldbasis jede zei ei on äuße en Zwängen. Man
da bei eine Theo ie ü eine No enbank jedoch nich da on abs a-
hie en, daß sie No enbank is und ih eine besonde e Ve an wo ung
ü das Geld- und Bankwesen des be e enden Landes übe agen is ,
de sie auch dann genügen muß, wenn sie gleichzei ig die In la ion zu
bekämp en ha . Das A gumen , die No enbank sei pe Saldo in de
Lage, das gewünsch e E gebnis bei de Geldbasis sozusagen imme und
jede zei zu e eichen, wi d deshalb dem eigen lichen P oblem nich ge-
6 Ein Sonde p oblem s ell de Lomba dk edi da . Is de Lomba dk edi
wede quan i a i noch übe den Zins — z. B. du ch eine mi de Inansp uch-
nahme wachsende Zinshöhe — beg enz , is hie eine zusä zliche, quan i a i
abe nich nähe abg enzba e jede zei ige Zug i smöglichkei au Zen al-
bankgeld e ö ne .
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Neue e E ah ungen de Geldpoli ik in de BRD 449
ech . Dieses bes eh da in, daß die No enbank das nich in jedem Zei -
punk kann, weil sons u. U. die Finanzmä k e de ou ie en. Wenn ich
hie on den deu schen Ve häl nissen ausgehe, so muß s eng zwischen
den Zusammenhängen au ku ze und au länge e Sich un e schieden
we den. Ku z is ig is de einmal en s andene Zen albankgeldbeda
de Banken unelas isch, und die Banken müssen in de Lage sein, ihn zu
be iedigen. Die No enbank komm u. U. nich umhin, o übe gehend
meh Geldbasis zu scha en, als ih en Ziel o s ellungen en sp ich . Die
No enbank da — insbesonde e solange sie an eine hunde p ozen-
igen E üllung des Mindes ese e-Solls s eng es häl — die Anpas-
sungs ähigkei de Wi scha nich übe o de n und muß wü digen,
daß die Banken ja selbs nu In e mediä e sind, die Anpassung also
nich nu on ihnen, sonde n auch au Sei en ih e Kundscha e olgen
muß. Ganz ku z is ig gesehen muß die No enbank also das De izi an
No enbankgeld decken, abe es is na ü lich im höchs en G ade eine
F age de Geldpoli ik, au welchem Wege und insbesonde e zu welchen
Kos en sie das e möglich .
Audi in expansi e Rich ung s öß die ku z is ige S eue ung de Zen-
albankgeldmenge an G enzen. Soll die inne e Geldschöp ung ange-
eg we den, weil die mone ä e Expansion zu schwach e schein , können
meh Zen albankgu haben be ei ges ell we den als augenblicklich be-
nö ig wi d. Konk e bedeu e dies im übe kommenen deu schen Sy-
s em in alle Regel Scha ung eie Liquidi ä s ese en, nich dagegen
Scha ung on un e zinslichen Ube schuß ese en im Bankensys em,
was uns in Ve kennung ins i u ionelle Un e schiede zum US-Sys em
gelegen lich emp ohlen wi d. Wi haben m. E. keinen G und, dies be-
sonde s nega i zu sehen. Ube schuß ese en scha en eine pe manen e
Geldma k schwemme; die ma ginalen Re inanzie ungskos en de Ban-
ken sinken in Rich ung au null P ozen . Es läß sich nich bes ei en,
daß hie on s a ke mone ä e Impulse ausgehen — s ä ke e sind in de
Ta kaum denkba —, und sie können sich leich als zu s a k e weisen,
mi de Folge eine alsbaldigen Ko ek u nach de ande en Sei e; s ä -
ke e Ausschläge de ku z is igen Zinssä ze als an sich nö ig, un e Um-
s änden auch k ä ige e Schwankungen in de Masse de mone ä en Ba-
sis, scheinen mi möglich und sind in solchen Lände n beobach ba . Im
deu schen Sys em wi ken die eien Liquidi ä s ese en als ein Pols e .
Umgekeh eilich: Je g öße das Pols e , um so meh e pu eine
kon ak i e Maßnahme, um so länge e Zei b auch ein Ans oß und
insbesonde e ein beabsich ig e B emse ek ; man wi d dahe on o n-
29 K edi und Kapi al 4/1976
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450 Helmu Schlesinge
he ein bes eb sein, dieses Pols e knapp zu hal en. Im Fall ohne eie
Liquidi ä s ese en — z. B. in den USA — wie in unse em Fall mi
solchen Rese en zeig sich, daß die Geldbasis ganz ku z is ig nich be-
liebig s eue ba is , daß ganz ku z is ig die besch iebenen Sachzwänge
zu beach en sind. Dies es zus ellen bedeu e eilich nich , die Chancen
de Geldpoli ik zu Ko ek u on Fehlen wicklungen in de Wi scha
und dami zu Ve s e igung des Wi scha swachs ums ge ing zu ach en.
Die Chancen de S eue ba kei de Geldmenge bes ehen zwa nich
au ganz ku ze Sich , wohl abe ü einen e was länge en Zei aum. De
Zen albankgeldbeda de Wi scha und de Banken is hie de An-
gelpunk ; seine Beein lussung e olg abe nich du ch ganz ku z is iges
Au - und Zud ehen des Geldhahnes, sonde n dadu ch, daß diese Be-
da übe den Geldscha ungsp ozeß selbs beein luß wi d. Konk e be-
deu e dies, daß die Nach age de Nich banken nach K edi und Geld-
bes änden übe den Zinsmechanismus ges ä k ode abgeschwäch und
daß das Angebo an K edi übe die Ve ände ung des po en iellen Zen-
albankgeldes und die Kos en de Bescha ung ak uellen Zen albank-
geldes ges eue wi d. Zu bedenken is eilich, daß de Rückkoppelungs-
e ek on de Ve ände ung diese Bedingung au die Zen albankgeld-
menge selbs und schließlich die Wi kung au den gü e wi scha lichen
P ozeß Zei b auchen. Die Ve kü zung de „ ime-lags" is dahe eine
Daue au gabe de Geldpoli ik, abe auch dieses Ziel b auch nich mi
hek ischen Ku sände ungen e olg zu we den. Ich möch e es bei diesen
Beme kungen zum Geldangebo s- ode -nach agekonzep und de en
Anwendung in de P axis bewenden lassen. Ich sehe jeden alls om
S andpunk de Bundesbank und den hie gegebenen ins i u ionellen
Gegebenhei en keine ande e Möglichkei als diese: als No enbank die
Bedingungen zu se zen und zu e ände n, zu denen de Zen albank-
geldbeda de Banken ku z is ig be iedig , abe gleichzei ig die mone-
ä e Expansion au einem mi el is ig geplan en Wachs umsp ad gehal-
en we den kann. Diese Bedingungen de e minie en die Zinsen am
Geldma k und s ahlen on da au die Zinsen im Einlagen- und K e-
di geschä de Banken und au die ande en Finanzmä k e aus. Zins-
sä ze und sie e ek i machende liquidi ä spoli ische Maßnahmen sind
die Ins umen a iablen, mi de en Hil e die No enbank au Banken
und Nich banken einwi k , um den Geldschöp ungsp ozeß mi den o -
weg o mulie en — abe auch lau end zu übe p ü enden — Vo s el-
lungen übe die „ ich ige" Expansion de Geldmenge im Einklang zu
hal en.
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Neue e E ah ungen de Geldpoli ik in de BRD 451
Diese Einsch änkungen mögen ü manche Geld heo e ike , die eine
igo ose e Geldmengens eue ung ans eben, eine gewisse En äuschung
beinhal en, abe sie soll en sich nich en mu ig ühlen. Die neue e Geld-
heo ie ha de p ak ischen Geldpoli ik en scheidende Impulse e mi -
el . Ih e Thesen übe die Rolle des Geldes in de In la ion und die
S ellung de No enbank im Geldschöp ungsp ozeß müssen als eine He -
aus o de ung an die geldpoli ischen Ins anzen e s anden we den, und
in eine Reihe on Lände n sind sie als solche akzep ie wo den. Sie
bes eh o allem da in, daß die geldpoli ischen Ins anzen be ei sind,
ih en Teil de Ve an wo ung ü Fehlen wicklungen in de Wi scha
— na ional und in e na ional — au sich zu nehmen. Nach dem heu-
igen S and de wissenscha lichen Diskussion is es m. E. gu gläubig
nich meh möglich, die U sachen ü die In la ion nu bei den ande en,
dem S aa , den Sozialpa ne n und dem „Ausland" zu suchen. Geld-
poli ik wi d eilich nich im bak e ien eien Raum heo e ische Mo-
delle gemach . Auch wenn sie au allgemein gül igen heo e ischen E -
kenn nissen basie , hängen ih Konzep und ih e p ak ische Ausges al-
ung doch s a k on den ins i u ionellen Vo ausse zungen ab, die eine
No enbank in ih em Land o inde , in einem Lebens aum also, in dem
es on Bazillen alle A wimmeln kann: poli ische Ve sp echungen
ohne ealen Hin e g und, Ve eilungskämp e na ionale und in e na-
ionale A , Konzen a ion wi scha liche Mach , Besch änkung des
We bewe bs, alsche Wechselku se, Umgehung de na ionalen Kon-
olle de Geldschöp ung du ch Nu zung des unkon ollie en in e -
na ionalen Geldma k es u. a. m. De Übe gang de Bundesbank on
einem meh liquidi ä so ien ie en Konzep zu Zen albankgelds eue-
ung is auch nich nu o dem Hin e g und de geld heo e ischen Dis-
kussion zu sehen, die schon Jah e o he einse z e, sonde n auch als
Reak ion au Ve ände ungen in den ins i u ionellen Gegebenhei en,
insbesonde e de Au gabe des Sys ems es e Wechselku se, zu e s ehen.
Fü die E olgsbedingungen de Geldpoli ik is schließlich en scheidend,
daß sie auch poli isch in die Lage e se z wi d, heo e ische E kenn -
nisse in p ak ische Poli ik umzuse zen, daß mi ande en Wo en ein ge-
wisse Konsens un e den poli ischen G uppie ungen in einem Land e -
eich wi d. Dazu gehö insbesonde e ein k i isches ö en liches Be-
wuß sein, das es allmählich unmöglich mach , wi scha liche P obleme
nach dem so o benu z en Rezep John
Law's
im wesen lichen du ch
Geldschöp ung lösen zu wollen.
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452 Helmu Schlesinge
Zusammen assung
Neue e E ah ungen de Geldpoli ik in de Bundes epublik Deu schland
Die „Renaissance" de Geld heo ie und die sich beschleunigenden In la ions-
endenzen, die die eihei liche Gesellscha so dnung selbs bed ohen, haben die
Geldpoli ik wiede in den Vo de g und des wi scha spoli ischen In e esses ge-
ück . De Übe gang zum „Floa ing" gab de Bundesbank sei dem F ühjah
1973 einen g öße en Ak ions adius. Sie is bei diese Poli ik zum Teil neue
Wege gegangen. Von eine „neuen" Poli ik zu sp echen, wä e abe zwei ellos
übe ieben, denn Endziele und Ins umen e de Poli ik sind die al en ge-
blieben.
Un e den geände en Bedingungen mi dem Übe gang zum Floa ing konn e
die Bundesbank die eien Liquidi ä s ese en de Banken in die Nähe on
Null eduzie en. Das wa nö ig, um den Banken, die ih e Liquidi ä o allem
un e be iebswi scha lichem Blickwinkel einschä zen, die gesam wi scha -
lichen G enzen ih es Expansionsspiel aums deu lich zu machen. Danach ha die
Bundesbank jedoch zu S imulie ung des Geldschöp ungsp ozesses wiede eie
Liquidi ä s ese en en s ehen lassen.
Ein Expe imen , mi dem Neuland be e en wu de, is die Fo mulie ung
eines Geldmengenziels, das e s mals im Dezembe 1974 publizie wu de. Die
Ziel o gäbe soll den s abili ä spoli isch beg enz en Rahmen de Geldschöp ung
au zeigen und meh Ra ionali ä in die wi scha spoli ischen En scheidungen
b ingen. Auch bei eine Ziel o mulienung diese A kann die Geldpoli ik die
zyklische Si ua ion nich auße ach lassen, sie miß jedoch nun auch dem mi -
el is igen Aspek meh Gewich bei und beabsich ig dami die wi scha liche
En wicklung besse zu e s e igen.
Die Wahl de Zen albankgeldmenge als Zielg öße e olg e nach analy ische
und empi ische Zweckmäßigkei und lag nich zule z deshalb nahe, weil sich
in ih Geldschöp ung de No enbank und Geldschöp ung de Banken e en.
Als Indika o signalisie sie demnach nich die Impulse de Geldpoli ik (wie
das on ande en S ellen mi de „Geldbasis" e such wi d), sonde n die e -
olg e mone ä e Expansion. Vo s ellungen des Geldbasiskonzep s lassen sidi
au die Zen albankgelds eue ung nich ohne wei e es übe agen, da sie die
besonde e Ve an wo ung de No enbank ü das Geld- und Bankwesen je-
den alls un e den gegebenen Bedingungen in de Bundes epublik nich ich ig
zum Ausd uck b ingen.
Summa y
Recen Expe ience wi h Mone a y Policy in he Fede al Republic o Ge many
The " enaissance" o mone a y heo y and he accele a ing end o in la-
ion, which is a h ea o ou libe al social o de i sel , ha e b ough mone a y
policy back in o he o e on o in e es in he sphe e o economic policy.
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Neue e E ah ungen de Geldpoli ik in de BRD 453
Since sp ing 1973, he change-o e o loa ing has gi en he Bundesbank a
b oade ange a ac ion. In pu suing his policy, he Bundesbank has gone
new ways o some ex en . Bu i would undoub edly be going oo a o speak
o a "new" policy, o he ul ima e goals and he ins umen s o i s policy
ha e emained he same.
Unde he changed condi ions b ough by loa ing, he Bundesbank was able
o educe he ee liquidi y ese es o he banks o a poin app oaching ze o.
This was neccessa y in o de o make i clea o he banks, who assess hei
liquidi y p ima ily om he business s andpoin , whe e he mac oeconomic
limi s o hei la i ude o expansion lie. The ea e , howe e , he Bundesbank
allowed he e o ma ion o ee liquidi y ese es o s imula e he p ocess o
money c ea ion.
An expe imen en u ing in o e a no a is he o mula ion o a a ge o
he quan i y o money, which was published o he i s ime in Decembe
1974. The objec o se ing a a ge is o de ine he limi s se by s abiliza ion
policy o c ea ion o money and induce mo e a ionali y in economic policy
decisions. E en wi h his so o a ge o mula ion, mone a y policy canno
igno e he cyclical si ua ion, bu now i a aches mo e weigh o he medium-
un aspec wi h he in en ion o achie ing g ea e cons ancy o economic de el-
opmen in his way.
The choice o he quan i y o cen al bank money as he a ge magni ude
was made in acco dance wi h analy ical and empi ical expedience, and no
he leas o he easons ha made ha choice seem ob ious was he ac ha
is he poin whe e money c ea ion by he cen al bank and money c ea ion
by he banks mee . As an indica o , he e o e, i signals no he impulses o
mone a y policy (as is a emp ed elsewhe e wi h he mone a y base), bu he
e ec ed mone a y expansion. No ions o he mone a y base concep ion canno
eadily be applied o he con ol o cen al bank money, because hey do no
e lec accu a ely he special esponsibili y o he cen al bank o he
mone a y and banking sys em, a leas unde he p e ailing condi ions in he
Fede al Republik o Ge many.
Résumé
Expé iences écen es de la poli ique moné ai e en République Fédé ale
d'Allemagne
La «Renaisance» de la héo ie moné ai e e l'accélé a ion des endances
in la ionis es, qui on jusqu'à menace l'o ganisa ion des démoc a ies occiden-
ales, on amené à l'a an -scène des milieux économiques la poli ique moné-
ai e. Le passage au « lo emen » moné ai e a donné à la Bundesbank depuis
le p in emps de 1973 une plus la ge ma ge de manoeu e. Dans le cad e de
ce e poli ique, la banque cen ale a pa ois emp un é des oies nou elles.
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454 Helmu Schlesinge
Pa le d'une poli ique «nou elle» se ai ou e ois sans nul dou e excessi ca
les objec i s inaux e les ins umen s de la poli ique son demeu és ce qu'il
é aien .
Sous les condi ions modi iées pa le passage au
«
lo emen », la Bundesbank
a pu édui e à plus ou moins zé o les ése es lib es de liquidi és des banques.
Cela s'a é ai nécessai e pou p écise aux banques, qui app écien leu s moy-
ens liquides su ou dans l'op ique de leu s a ai es, les limi es économiques
globales de leu s possibili és d'expansion. Pa la sui e, la Bundesbank a au o-
isé la econs i u ion de ése es lib es de liquidi és en ue de s imule le p o-
cessus de c éa ion de monnaie.
Une expé ience, pa laquelle ou péné ai dans un monde inconnu, u la
o mula ion d'un objec i de masse moné ai e qui u publié pou la p emiè e
ois en décemb e 1974. La dé ini ion de l'objec i de ai dessine le cad e li-
mi é pou des aisons de s abilisa ion de la c éa ion de monnaie e appo e
plus de a ionalisa ion dans les décisions de poli ique économique. Malg é la
o mula ion d'un objec i de ce gen e, la poli ique moné ai e ne peu igno e
la si ua ion cyclique; elle doi a ibue plus d'impo ance à l'aspec « moyen
e me » e en isage pa conséquen de i i ie le dé eloppemen économique.
Le choix de la masse moné ai e de la banque cen ale comme objec i ésul e
d'oppo uni és analy iques e empi iques e es d'au an plus in é essan qu'on
e ou e en ce e masse la c éa ion de monnaie de la banque cen ale e celle
des banques comme ciales. En an qu'indica eu , ce e masse ne signale pas
les impulsions de la poli ique moné ai e (ce que d'au es en en au moyen de
la «base moné ai e»), mais l'expansion moné ai e éalisée. Les idées po an
su le concep de la base moné ai e ne peu en sans plus ê e epo ées su la
maî ise moné ai e de la banque cen ale, ca elles n'exp imen pas co ec e-
men la esponsabili é pa iculiè e de celle-ci pou le sec eu bancai e e moné-
ai e, à ou le moins dans les condi ions données en République Fédé ale.
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