Ca men Mellado Blanco (San iago de Compos ela)
Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie:
ein Typologisie ungs e such
*
Abs ac
[.
. .] Die al e F au wa k ank, be inde sich nun abe wie-
de
au
dem
Weg
de Besse ung. Ro käppchen mach sich
mi dem Ko b olle Kös lichkei en
und
gu en Ra schlägen
de Mu e
au
den
Weg
zu G oßmu e . Die Mu e
mein , sie solle
au
dem
Weg
bleiben und nich mi F em-
den sp echen. Ro käppchen e sp ich
es.
Au
dem
Weg
du ch den Wald s eh plö zlich ein kleines Rehki z
schluchzend am Weges and.
Quelle: h p://de.wikipedia.o g/wiki/Ro k%C3%A4ppchen _( 1995)
Un e suchungsgegens and de o liegenden A bei is die Me aphe n- und Mo i a ionsanalyse
de
au
dem Weg-Schema basie en Ph aseme, die inne halb ih e Kons i uen en das Lexem
Weg
en hal en. Haup anliegen des im Rahmen de kogni i en Linguis ik konzipie en Bei ags
is die Au deckung und Sys ema isie sung de ele an es en konzep uellen Me aphe n und
Me aphe nmodelle, die den deu schen Weg-Ph asemen zug unde liegen, wobei als Typolo-
gisie ungsk i e ium in e s e Linie de Aspek de g aduellen Lexikalisie ung und G amma i-
kalisie ung de Weg-Komponen e be ücksich ig wi d. In den Vo de g und de S udie ück
e ne die Rolle de Bild-Nebenschema a und die Be eiligung des enzyklopädischen Wissens
an de Kons i uie ung de ph aseologischen Bedeu ung, sowie die Mo i a ionsa de Idiome
nach de Klassi izie ung on Dob o ol'skij/Pii ainen (2009).
1.
WEG
als Bild-Schema1
Nach de Me aphem heo ie on Lako /Johnson (1980) s ell de Beg i WEG (PATH)
ein „image schema" da , d.h. „a ecu ing, dynamic pa em
o
ou pe cep ual in e ac-
ions and mo o p og ams ha gi es cohe ence and s uc u e o ou expe ience"
(Johnson 1987: xi ). Bild-Schema a basie en g undsä zlich
au
de kö pe lichen E -
ah ung und In e ak ion mi unse e Umwel und sind lau Lako (1987: 267) „CON-
* Diese A bei is
im
Rahmen des on mi gelei e en Fo schungsp ojek s FFI2013-45769-P Combina-
ciones aseol6gicas
de!
aleman de es uc u a [PREP. + SUST.]: pa ones sin agma icos, desc ipci6n
lexicog a ica y co espondencias en espai'lol en s anden.
Fü den englischen Beg i „image schema" benu ze ich in diesem Bei ag den im Deu schen mi -
leiweile e ablie en Te minus „Bild-Schema" ode ein ach „Schema" in Übe eins immung mi de im
Duden
an
d i e S elle angegebenen De ini ion on Bild als 'Vo s ellung, Eind uck' (p äsen z.B. im
Idiom sich ein Bild on jdm./e w. machen). Demgegenübe be o zugen ande e Au o en wie Jäkel
(2003: 30) den Te minus „Vo s ellungs-Schema", weil „es sich ge ade nich um Bilde (im Sinne
on engl. pic u es) handel ", sonde n
um
unse e „imagina i e capaci y" ode „Vo s elh 1gsk a " im
Kan ischen Sinne.
60
Ca men Mellado Blanco
TA1NERS,
PATHS,
LINKS,
FORCES,
BALANCE,
and in a ious o ien a ions and ela ions:
UP-DOWN,
FRONT-BACK,
PART-WHOLE,
CENTER-PERIPHERY
e c." Das WEG-Schema
gehö au g und seine Reku enz
im
äglichen Leben
und
seine ein achen S uk u
Ausgangspunk
~
Wegs ecke/Rich ung
~
Ziel
zu den wich igs en Quellenbe eichen
de konzep uellen Me aphe n des Menschen.
In
diesem Rahmen besch eib Jäkel
(2003: 264) im olgenden Zi a die Haup kons i uen en des WEG-Schemas, die dessen
Mapping
und
In e enzen mi ges al en und die
au
de lexikalischen Ebene die Quel-
lendomänen de im 2. Abschni besch iebenen konzep uellen Me aphe n bilden:
Diese simple G unds uk u implizie wei e e wich ige Vo s ellungen, wie YORW ARTS-
BEWEGUNG
in
eine bes imm e Rich ung (und dami FORTSCHRITT), zu ückgeleg e
ENTFERNUNG, und GESCHWINDIGKEIT de Bewegung. Die WEGSTRECKE bes eh
aus äumlichen PUNKTEN
in
linea e Reihen olge, da un e bisweilen salien e ORIEN-
TIERUNGSPUNKTE. Des wei e en kann die WEGSTRECKE auch KREUZUNGEN ode
WEGGABELN au weisen. Schließlich können dem Reisenden HINDERNISSE im Weg
s ehen, die umgangen we den müssen.
Obwohl das WEG-Schema
an
sich nich me apho isch, sonde n wie oben be ei s e -
wähn , ein e ah ungsbezogen is , me apho isie es dennoch in seine e izien en
„SOURCE-PATH-GOAL-S uk u " iele abs ak e Konzep e unse e Sp ache (z.B.
ZEIT,
HINDERNISSE
IM
LEBEN)
und
„wi d wie alle Image-Schema a du ch das me apho i-
sche Mapping zu
Quelle
de
me apho ischen S uk u ie ung iele Lebensbe eiche"
(Hube 2005: 39). Die e ah ungsbasie en Ko ela ionen bilden das na ü liche Map-
ping des WEG-Schemas, denn „[ ]he e is an expe ien ial co ela ion be ween he
sou ce domain (mo emen along a pa h o a physical loca ion) and he a ge domain
(achie emen
o
a pu pose). This co ela ion makes he mapping om he sou ce o
he a ge domain na u al"
(Lako
1987: 278). Das WEG-Schema ungie a sächlich
als Quellenbe eich zahl eiche Me aphe n, die abe nich isolie , sonde n inne halb
on Me aphemmodellen als Bündel
in
Fo m on Me aphemp ojek ionen o kom-
men.2 Fe ne sind die
au
Bild-Schema a basie en Me aphe n'
so
eich
und
p oduk-
i , weil sie nach Lako /Tu ne ( 1989: 62) au oma isch und unbewuss
au
de
G undlage des en sp echenden in de Sp achgemeinscha kon en ionalisie en Bild-
Schemas en s ehen:
Once
we
lea n a schema, we do no ha e o lea n i again o nakc
i
esh each ime
we
use
i .
I
becomes con en ionalized and as such
is
used au oma ically, c o lessly, and e en un-
consciously. Tha
is
pa
o
he powe
o
schemas: we can usc hese eady ools wi hou
„We ha c ound ha nc apho s allow
u~
o unde s and one domain o expe ience in e ms
o ano h-
e . This sugges s ha unde s1an<ling akcs placc
in
c ms
o
cn i e domains
o
expe ience and no
in
enns
o
isola ed conccp s." (Lako /Johnson 1980: l
J
7).
Ande s als bei Lako /Johnson (
1980)
we den bei Baldau (
1997)
die konzep uellen Me aphe n nich
in
on ologische, O icn ienmgs- und S uk u me aphe n, sonde n
in
,.A ibu s ne aphem·', „on ologi-
sche Me aphe n", „bildschcma ische Me aphe n'· und . .Kons ella ionsme aphem"" (die Le z e en sind
kul u beding und bilden eiche, mi zahl eichen Implika ionen e bundene Wissenskomplexe) un e -
eil . Fü die o liegende S udie e weis sich die d i e G uppe als besonde s in e essan , weil sie ex-
plizi
au
Bild-Schema a be uh .
Die
WEG-Me apho ik
in
de
deu schen
Ph aseologie
61
ha ing
o
pu any ene gy in o making o inding hem. Simila ly, once
we
lea n a concep u-
al me apho , i oo is jus he e, con en ionalized, a eady and powe ul concep ual ool-
au oma ic, e o less, and la gely unconscious.
Me aphe np ojek ionen
kommen
au
de
ex uellen
Ebene
ü
die
Tex kohä enz
eine
zen ale Rolle zu,
indem
sich
die
Ko ela ionen
zwischen
dem
Quellen-
und
dem
Zielbe eich
de
im
Tex
au e enden
Me aphe nmodelle
du ch
e schiedene
lexikali-
sche
Mi el
wiede holen,
wie
die empi isch basie en
A bei en
on
Ba ano /
Dob o-
ol'
skij (2003:
20-26)
4
und
Baldau
(1997:
139-149)
u.a.
belegen.
Besonde s
im
ö en lichen
Disku s
und in
de
P esse
is
die
WEG-Me apho ik
omnip äsen
und
wi -
kungs oll,
was
nach
Ba ano /Dob o ol'skij
(2003:
26)
speziell
dadu ch
zu
e klä en
is ,
dass
„es
eine
s a k
elabo ie e
und
gu
s uk u ie e
konzep uelle
Domäne
da s ell ,
die
mi
Me aphe n
aus ande en
Be eichen
in e agie ."
Die
In e ak ion
des
WEG-
und
wei e e
G undschema a
mi
sekundä en
Bild-
Schema a
bilde
den
Un e suchungsgegens and
de
S udie
de
spanischen
Linguis en
Pe ia
Ce el/Mendoza
Iba iez (2010).
Die
on
Johnson
(1987: 126) und
Lako (l987:
27
l)
au
de selben
Ebene
undi e enzie
pos ulie en
,jmage-schema a"
(nämlich
CONTA1NER,
BALANCE,
COMPULS10N,
BLOCKAGE,
COUNTERFORCE,
RESTRAINT
RE-
: OVAL,
ENABLEMENT,
ATTRACT!ON,
MASS-COUNT,
PATH,
LINK,
CENTER-PERIPHERY,
CYCLE,
NEAR-FAR,
SCALE,
PART-WHOLE,
MERGING,
SPLITTING,
FULL-EMPTY,
MAT-
CHING,
SUPERIMPOSITION,
ITERATION,
CONTACT,
PROCESS,
SURFACE,
OBJECT,
COLL-
ECTION)
we den
on
den
spanischen
Au o en
in
„esquemas
basicos''
(„Haup schema-
a",
nämlich
(1)
BOUNDED
REG!O :
- on
dem
SURFACE
und
CONTAINER
abhängig
sind--,
(2)
PATH
und (3)
PART-WHOLE)
und
„esquemas
subsidia ios"
(,,Nebenschema-
a") hie a chisie
und
mi einande
in
Ve bindung
gese z . Das ü
uns
in F age
kom-
mende
WEG-Schema
wi d
on
Pe ia
Ce el/Mendoza
[ba iez (2010:
270)
in
Abbil-
dung
l da ges ell .
Au
kogni i e und
sp achliche
Ebene
inde die In e ak ion
des
WEG-Schemas in
de
komplexen
Me apho ik
de
Weg-Ph aseme ih e Wide spiegelung.
Lau
de
E -
gebnisse
unse e
Ko pusanalyse
sind
bei
den
TVeg-Ph asemen die olgenden die
ele-
an es en
Nebenschema a:
• FORCL 'Veg-Ph ascmc
de
Me aphcmp ojck ionen
JMDM.
PROBLEME
MACHEN
IST
HINDERNISSE
AUF
DESSEN
WEG
LEGEN;
JMDS.
PLANE
VERHINDERN
!ST
DESSEN
VEG
SPERREN
(G uppe
2.4.1.).
Sp achlich
zum
Ausd uck
komm
die
Vo s ellung
des
ABWEGES
(DEVIATION
e schein
au
de
Abbildung
l.
du ch
BLOCKAGE
und
COUNTER-FORCE
bes imm ,
gl.
au
de
sp achlichen
Ebene
sich nich om
Veg(e)/ on seinem
Weg
abb ingen lassen)
du ch die amebasic en
Ph aseme
Eimge de on Ba ano /Dob o o!'skij (2003: 22)
in
de P esse
zu
den poli ischen und wi scha li-
chen DDR-Re o men s ges cllien konzep uellen
WEG- 1e aphe n
sind z.B.: „Die „Re o men" we -
den als
DER
NEUE
WEG
in e p e ie , „al e Mach s uk u en" als
H NDERNlSSE
AUF
DIESEM
Wn;,
„op-
posi ionelle Demons an en" als
WEGBEREITER,
„die al e poli ische und ökonomische En wicklung'·
als eine
SACKGASSE,
„Ve zögemngcn
in
de Du ch üh ung de Re o men" als UNTERBRECHUNGEN
IN
DER
FORTBFWE(,UNG
AUF DEM
VEG
e c."
62
Ca men Mellado Blanco -
mi eligiösem Hin e g und de G uppe 2.5., wie z.B. om ( ech en) Weg abkom-
men (W A),
au
Abwege ge a en (DU)
• ENABLEMENT
( on
RESTRAINT REMOVAL
und seine sei s on
FORCE
be-
s imm ): Weg-Ph aseme de Me aphe np ojek ionen
PLÄNE VERWIRKLICHEN
IST EINEN GERÄUMTEN WEG HABEN; JMDN. FÖRDERN IST DESSEN WEG RÄU-
MEN
(G uppe 2.4.1.)
• FRONT-BACK
und
NEAR-FAR:
Weg-Ph aseme aus dem Zielbe eich
ZEIT
(G uppe 2.4.2.)
• PROCESS
(g amma ikalisie e Weg-Ph aseme de G uppe 2.6.).
PA.TB
1
1 1
1
1 1 1
Pl OCa8
l'01lCB
RONT-
RAR-
CYCLB
VDDCA-
8MS
l'All
u
1
1 1 1
1
COMPa .-
81.0CMOI
~„
~
CON'l'ACT
SIGN
Ol CB
lUlMCWAL
A~~/
~
TION&
~
1
""·~
1 DEVIATION
•
Abb. 1 Das WEG-Haup schema und seine Nebenschema a5
2.
Weg als Wo kons i uen e deu sche Ph aseme
2.1. Me hodologisches Vo gehen
Die Fo mulie ung bzw. Analyse de konzep uellen Me aphe n und Me aphemmodelle
e olg
au
de Basis on insgesam 142 den allgemeinen und idioma ischen Lexika
(s. Li e a u lis e) en nommenen Ph asemen mi eine Weg-Kons i uen e. Die Pe i-
nenz de seman ischen Besch eibung de in den Lexika angegebenen De ini ionen
we den gegebenen alls du ch Tex belege aus COSMAS II und WebCo p übe p ü .
Unse e induk i o ien ie e Me aphe ns udie olg inso e n eine bo om-up-Analyse,
als sp achliche Da en den Ausgangspunk de me apho ischen Analyse bilden ( gl.
5
Dieses Schema s ü z sich
au
den
au
Spanisch e ass en Klassi izie ungs o schlag on Pe ia Ce -
el/Mendoza lbä iez (2010: 270).
Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie
63
Mellado Blanco 2014: 82). Die
142
plu ilexema ischen Einhei en wu den bewuss
nich nu aus idioma ischen, sonde n auch aus allgemeinen Wö e büche n exze pie ,
da iele de ü die A bei ele an en Fügungen keine Idiome im enge en Sinne, son-
de n ein ach usuelle Wo e bindungen6 da s ellen.
Das Ko pus um ass subs an i ische
(s einige Weg)
und e bale Kolloka ionen
(einen Weg einschlagen),
Idiome mi doppel e Lesa
(jmdm. den
Weg
weisen),
Idi-
ome mi nu idioma ische Lesa
(mi e w. ha es noch gu e Wege),
Funk ions e bge-
üge
(e w. zuwege/zu
Vege
b ingen),
Ph asem-Kons uk ionen,
7
g amma ikalisie e
komplexe P äposi ionen
(im
TVege
+
Gen.), Sp ichwö e
(Wo ein Wille
is ,
da is
auch ein
Weg;
De
l·Veg
is das Ziel)
und Zwillings o meln
(Mi el und Wege inden
(DU),
Weg
und
S eg; wede Weg noch S eg
(DU)).
Was ih e S uk u angeh , zeigen Weg-Ph aseme eine ela i einhei liche Cha ak e-
is ik: An ih e u sp ünglich äumliche Domäne e innen eine sei s die häu ige E schei-
nung on lokalen P äposi ionen
( o , nach, hin e ),
die in den Ph asemen o eine
zei liche Dimension e hal en, und ande e sei s Fo bewegungs e ben wie
gehen.
lau-
en. abweichen.
Quali izie ende Adjek i e in a ibu i e Funk ion wie
s einig, gu ,
schlech . leich , k umm, schie ; neu
kommen in den Weg-Ph asemen besonde s häu ig
o und e weisen
au
seman ische Felde wie MORALISCHES VERHALTEN (Abschni
2.5.) und VORGEHENSWEISEN ode MÖGLICHKEITEN (Abschni 2.3. l.).
2.2. Kolloka ionen und usuelle Wo e bindungen mi eine Weg-Kons i uen e nn
wö lichen Sinne und die da au liegenden Idiome
In
diese G uppe be inden sich in e s e Linie nominale und e bale Kolloka ionen
sowie usuelle Wo e bindungen, bei denen de
Weg
ausschließlich komposi ionell
in
seinem konk e en lokalen Sinne au zu assen is . Ande s als z.B. beim Lexem
S aße8
is bei
Weg
be ei s in seine E ymologie implizi die Idee de Bewegung en hal en
( gl. nach P ei e 1993: 1544 aus dem Ge m.
*wega-
< idg.
yegh-:
'bewegen, ziehen,
ah en'), die die Seman ik de Fügungen diese G uppe im wei e en Sinne cha ak e i-
sie . Die hie bei okussie en seman ischen Me kmale des
1-Veges
sind: (S ecke/
Rou e], [Begegnung] und [Spe e/Hinde nis]. Die Fügungen de G nppen 2.2. sind
S eye
(2013: 23)
besch eib usuelle Wo e bindungen als „kon enllonalisie c 1 lus e des Sp ach··
gcb auchs. die du ch wiede keh enden Geb auch ge onnen
sind.~'
De De ini ion Dob o ol'skijs
(2011:
1J4) olgend sind Ph asem-Kons uk ionen plu ilexema ische
S nk u en mi lexikalische Bedeu ung, .,wobei bes imm e Posi ionen
in
ih e syn ak ischen S uk u
lexikalisch bese z sind, wäh end ande e Slo s da s ellen, die ge üll we den müssen, indem ih e Be-
se zung lexikalisch ei is und nu bes imm en seman i5chen Res iik ionen un e lieg ."
Nach Duden is eine S aße ein 'besonde s
in
S äd en, O scha en gewöhnlich aus Fah balm und
zwei Gehs eigen bes ehende ) be es ig e Ve keh sweg ü Fah zeuge und (besonde s
in
S äd en.
O scha en) Fußgänge '. In
de
Wo e ymologie ahd.
s a5(J)u
spä la eini~ch
s/ ala
( wi
=
'ge-
p las e (e
Weg)'
s eh somi die Bewegung nich im Vo de g und, was sich
au
die Ph aseologie
auswi k :
Im
Gegensa z zu den Weg-Ph nscmen gehö en die S aße-Ph aseme haup sächlich den
konzep uellen Be eichen ARBE TSLOSJGKE!T (z.B. jmdn.
au/die
S aße we en/se zen), PROSTJTUT!O:
(z.B.jmdn.
on de S aße au lesen) und
ÜFFENTUCHKE T
(z.B.
au
o/)ene S aße) an.
64 Ca men Mellado Blanco
zwa im wö lichen Sinne zu e s ehen, sie we den g öß en eils dennoch auch igu a-
i als Idiome benu z .
2.2.1. De Weg als 'S ecke', 'Rou e', 'Bahn': ein unbe es ig e , gescho e e ,
schlech e , s einige . s eile , holp ige , scha ige , s ille Weg (DU); jmdm. den Weg
[zum Bahnho ] zeigen (nach DU); jmdm. den Weg weisen (W A); sich
au
den Weg
machen (DUI 1
):
jmds. e s e Weg üh e ihn zu jmdm. (nach DU); einen schwe en,
unangenehmen Weg o sich haben (DU);
au
dem
Weg
bleiben (CM);
9
seinen Weg
o se zen (DU); einen
B ie
au
den
Weg
schicken (DU); al{ dem
Weg
zu einem O
sein (nach DU); jmdn.
au
dem Weg zu einem O e en (nach DU); jmdn.
au
dem
Weg beglei en; den ( ech en)
Weg
e ehlen, e lie en (DU); den selben
Weg
haben
(nach DU); wohin, wohe des Weg(e)s? (DU);jmdn. nach dem Wegjl-agen (DU);
au
halbem
Weg
umkeh en (DU); an jmd5. Weg/am Weg liegen (SCH); [im Nebel] om
Weg abkommen (DU); sich einen Weg bahnen (nach DU); den
Weg
abkü zen/ab-
schneiden (DU).
Viele diese Kolloka ionen und usuellen Wo e bindungen we den idioma isch
im Rahmen de Me aphe
WEG
als
LEBENSWEG
(s.
Abschni 2.3.2.) benu z : jmdm.
den Weg weisen; den selben
Weg
haben; om
Weg
abkommen; jmdn.
au
dem Weg
beglei en: sich einen Weg bahnen.
2.2.2. De Weg als 'O de Begegnung': jmdm. übe /in den Weg lau en (DU); sich/
jmdm.
au
halbem Weg en gegenkommen (DU); des/seines Weg(e)s kommen (DU).
Die Au assung des WEGES als 'O de Begegnung' mo i ie die konzep uelle Me a-
phe
KOMPROMISSE
SJND
BEGEGNUNGEN,
bei de sich die konk e in e p e ie ba e
Begegnung
au
dem Weg abs ak un e de Fo m des bila e alen Komp omisses zwi-
schen zwei Pe sonen ode Pa eien deu en läss : sich
au
halbem Weg(e) e en (DU);
jmdm.
au
halbem Weg(e) en gegenkommen (DU).
2.2.3. De
Weg
als 'O de Spe e, de Hindc nisse':jmdm. den Wegß·eigeben (DU);
den
Weg
ei machen (Red. Index); jmdm.
im
Weg
s ehen/sein (DU); sich jmdm.
in
den Weg s ellen (DU); jmdm. den
Weg
e legen (DU); jmdm. den
Weg
e .spe en
(SCH); jmdm. den Weg abschneiden (DU
11
);
jmdm. den Weg e e en (DU
11
);
jmdm.
in
den
Weg
e en
(DU
11).
Wie die Kolloka ionen und usuellen Wo e bindungen de G uppen 2.2.1. und 2.2.2.
e ügen auch diese Fügungen übe eine me apho ische Lesa . Die
au
de Vo s el-
lung des Weges als 'O de Hinde nisse' basie en Me aphe nmodelle und Idiome
we den un e 2.4.1. ange üh .
CM s eh ü Ca men Mellado.
Es
bezieh sich
au
die Ph aseme, die zwa in den Lexika nich au ge-
üh sind, sich abe in den konsul ie en Ko po a als es e Wo e bindungen e weisen.
Die
WEG-Me apho ik
in
de
deu schen
Ph aseologie
65
2.3.
Au
konzep uellen Me aphe n basie e Ph aseme mi lexikalisie e
Weg-
Kons i uen e
Die
Ta sache,
dass
die Weg-Kons i uen e in diesen
Ph asemen
in
eine
ih e lexikali-
sie en
Bedeu ungen
o komm , weis
au
die Komposi ionali ä
de
Ph aseme
hin. In
den meis en
Fällen
bes eh
Teilidioma izi ä ,
denn
die e balen
Ph asemkomponen en
haben in
de
Regel keinen Mc apho isie ungsp ozess du chgemach .
2.3.
l.
WEGE als
VORGEHENSWEISEN,
MÖGLICHKEITEN
und
LÖSUNGEN zu
PROBLE-
i' !EN.
Bei den
Ph asemen
diese
G uppe
zeig
das
Wo
Weg
die
schon
lexikalisie e
Bedeu ung
'A
und
Weise, in
de
jemand
o geh ,
um
ein
bes imm es
Ziel zu e ei-
chen: Möglichkei ,
Me hode
zu
Lösung
on
e was'
( gl. DU).
Au g und
des
hohen
Lexikalisienmgsg ads
de
Weg-Kons i uen e e weisen sich die
Ph aseme
diese
G uppe
als hochkomposi ionell
und
in ih e Mo i a ion du chsich ig. Ein wesen li-
che
Bes and eil
de
Ph asem-Bedeu ung
komm
du ch
das
quali izie ende Adjek i
in a ibu i e Funk ion zus ande; das
Ve b
e schein
seman isch
un e ände
in
seine
ex e nen
Bedeu ung.
Die hie he
gehö enden
Weg-Ph aseme
können
in d ei
Me aphemmodelle
un e -
eil we den:
(a)
VORGEHE"iSWEISEN
SIND
WEGE: 10
de siche s e Weg zu e w.
(DU);
Das is de
einzig gangba e Weg
(DU);
e w.
au
sch i lichem, diploma ischem Weg(e) egeln;
einen S ei au/ iedlichem
l'Veg(e)
beilegen; sich
au
gü lichem Weg(e) einigen; neue
Wege weisen
(SCH);
e w.
aul
schnells em Weg(e)ldcm schnells en Weg e ledigen
(SCH):
al{ 'diesem Weg(e)
(DU);
e w.
au/kal em
Weg(e) e ledigen
(DU);
au/gese z-
lichem
Weg
e w. e eichen!
..
(SCH);
e w.
au
gü lichem
Weg
lösen/ egeln!
..
(SC l);
j ndn./jmd ·. Ein luss!
..
au/kal em
Weg
ausschal en/. .. unschädlich machen/.
..
(SCH);
au
k ummen Wegen e w. un/ e suchen/.
..
(SCH)).
Wie
man
au
kogni i e Basis
zu
konzep uellen
Me aphe
VORGEHENSWEISE
SIND
WEGE
komm , e klä 1
Baldau
( l 997:
l40)
im
olgenden Zi a ,
in
dem
de
Weg
auch
als
FVahl
und
Möglichkei
da ges ell
wi d:
So wie wi einen O übe Lands aße, Au obahn ode Waldweg e eichen können,
so
kön-
nen
'> i
auch abs ak e Ziele. Handlungsziele ode Absich en,
an
un e schiedliche Weise
ealisie en. Diese möglichen, unic schiedlichen Vo gehensweisen we den me apho isch als
un e schiedliche, zu Wahl s ehende Wege konzep ualisie . Die Cha ak e isie ung des
je-
weils eingeschlagenen Weges s eh
im
Vo de g und des olgenden Me aphemsys ems.
(b)
MÖGUCHKE!TEN
SIND
WEGE:
Wo
ein Wille is . da is auch ein Weg
(DUl
I
);jmdm.
hleih kein ande e
Weg
(o en) als e w. zu un
(SC l);
jmdm. s ehen alle Wege o/ i:n
(DUI l
).
JO
Vgl. einen ähnlichen Bedeu ungswandel beim sinn e wand en Lexem Tuu (DU: e w.
au
die san -
e/nai elgemü liche Tou machen), lexikalisie als
'A
und Weise, mi T icks, Täuschungsmanö-
e n
o.A.
e w. zu e eichen'.
66
Ca men Mellado Blanco
(c)
LÖSUNGEN
ZU
PROBLEMEN
SIND
WEGE:
Mi el und Wege suchen/ inden
(DUl
l
);
einen ande en/besse en Weg suchen (DU); nu einen Weg sehen (nach DU); keinen
ande en Weg sehen, als
...
(nach DU).
2.3.2.
De
WEG
als
LEBENSWEG.
De Gemeinpla z om
LEBEN
als
REISE
is in de
kogni i en Linguis ik ela i aus üh lich un e such wo den ( gl. u.a. Lako /Tume
1989:
60-65;
Jäkel 2003:
261-283;
Kispal 2013). Lexikalisie wi d diese Me aphe
au
sp achliche Ebene du ch Ph aseme aus iel äl igen seman ischen Felde n, die mi
de
Lebensen wicklung zusammenhängen.
n
unse em Ko pus zeigen die Weg-Idiome
diese G uppe au g und de Lexikalisie ung on Weg als
'Lebensweg'
eine ela i
anspa en e Mo i a ion sowie einen hohen Komposi ionali ä sg ad in ih e Idioma i-
sienmg
au . Ih Idioma isie ungsg ad is alle dings höhe als bei
23.
l.,
weil das Ve b
in de Regel nich im konk e en, sonde n im me apho ischen Sinne zu deu en is .
Das Me aphemmodell
DAS LEBEN
IST
EIN WEG
um ass die P ojek ionen des
REI-
SENDEN
als
PERSON,
DIE
DAS
LEBEN
FÜHRT
und
des
WEGES
als
LEBEN
mi einem
AN-
FANG,
eine
LAUFBAHN
und
einem
ENDE,
die die Lebense appen signalisie en. Die
Me aphe o n
HOMO
VIATOR
is nach wie o eine Kons an e
in
de Wel li e a u und
Philosophie ( gl. Dan e und seine Di ina Commedia) und bilde die Basis ü das
jüdisch-ch is lich gep äg e Gedankengu des ich igen und alschen Weges (s. Ab-
schni 2.5.).
Die Me aphe n de Weg-Ph ase ne, die das Me aphemmodell
DAS
LEBEN
IST EIN
WEG
ausmachen, lassen sich nach ih e Mo i a ion eilweise als amebasie e Me a-
phe n mi kul u gebundenem Wissen -sie inde ih en Ausd uck in den ch is lich
gep äg en Ph asemen
de
G uppe 2.5. -und eilweise als konzep uelle
WEG-
schemabasie e Me aphe n besch eiben, wie es bei seinen Weg gehen (DU l l ); den
eingeschlagenen Weg o se zen (CM); seinen Weg machen
(DUI
l); seinen Weg. o -
se zen (DU); am K euzweg s ehen (DU); an einen K euzweg gekommen sein (DU);
au
dem Weg bleiben (CM); seines Weges/seine Wege gehen (DU) de Fall is . Die
In e ak ion beide Mo i a ions ypen soga
in
ein und demselbem Ph asem wi d beim
Idiom jmdm. gu e Leh en, Ra schläge mi
au
den Weg ( ü sein wei e es Leben) ge-
ben (DU) e sich lich. Da Li e a u und Philosophie ( gl. De Weg is das Ziel, Kon u-
zius) zu He ausbildung
und
Ve b ei ung iele Weg-Ph aseme mi de Me aphe
LEBEN
als
LEBENSWEG
beige agen haben. s eh bei diesen Ph asemen manchmal
auch die in e ex ueUe Mo i a ion im Hin e g und. Die symbolische Mo i a ion ( gl.
Dob o ol 'skij/Pii ainen 1997) e schein wei e z.B. bei jmdm. Rosen
au
den
Weg
s euen nach
dem
Symbol de
ROSE
als
VERWÖHNUNG
(schon in de An ike p äsen ,
gl. iace e
in
osa,
'au
Rosen uhen').
In
nich wenigen Weg-Ph asemen de Me aphe
DAS LEBEN JST EIN
WEG
komm
ein ex e ne Ak an in E scheinung, nämlich die Pe son, die on außen den Reisenden
au
den ich igen
ode
alschen Weg b ing und somi
au
den Reisenden einen gu en
bzw. schlech en Ein luss ausüb ( gl. jmdn.
aul
den ech en/ ich igen Weg (zu-
ück)b ingen (Red. Index); jmdn. om ech en Weg abb ingen (Red. Index)) ( gl.
Abschni 2.5.).
De
ex e ne Ak an kann ebenso Hinde nisse
au
jemandes
Weg
legen
ode
den Weg ü einen ande en äumen (s. Abschni 2.4. l .).
Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie 67
De Reisende is also häu ig nich allein un e wegs: Ein G undaspek des Gehens
du ch einen Weg is e ne die Möglichkei de
BEGLEITUNG,
des
ZUSAMMENGEHENS.
Die
MITREISENDEN
sind
LEBENSGE ÄHRTEN,
11
FREUNDE
ode
MITARBEITER,
die sich
i gendwann (an einem K euzweg) e en, eine Weile den Weg gemeinsam gehen und
sich ennen können:
unse e/ih e/
...
Wege ennen sich
(SCH);
ge enn e Wege gehen
(SCH);
jmd,·. Wege scheiden sich
(CM);
unse e/ih e!
..
Vege
k euzen sich
(SCH);
jmdn.
au
dem Weg beglei en;
12
den selben Weg gehen
(CM).
Wäh end bei den Weg-Ph asemen de G uppe 2.3.
l.
(b, c) das Ende des Weges das
Ziel und da um e was E s ebenwe es is , p ojizie sich
in
einigen Weg-Idiomen des
Me aphe nmodells
DAS LEBEN IST
EIN
WEG
das
ENDE DES WEGES
als de
TOD,
als das
un e meidliche Ende, das jeden Reisenden i . ln die Me aphe
STERBEN IST
DAS
ENDE DES WEGES ERREICHEN
( gl. Mellado Blanco 2013a: 119) allen die Ph aseme
den
Weg
allen/alles Fleisches gehen
(DU
11
);
den Weg alles I dischen gehen
(DU
11
);
den
Weg
gehen, den wi alle gehen müssen
(SCH);
den le z en Weg gehen
(Red. ln-
dex). Wie in ande en A bei en be ei s e läu e ( gl. Mellado Blanco/lglesias lglesias
201
i ), läss sich aus p agma ische Sich ein Tex so enwandel diese und ähnliche
[diome -bei ih e Ve wendung mi einem Subj [-humj -aus de eligiösen Domäne
in
die Jugend- und Umgangssp ache und somi eine Ände ung ih e S ilma kie ung
sche zha
s a
gehoben:
z.B. ein Compu e kann
den
Weg
alles I dischen gehen)
es s ellen. Die Rolle des
MITREISENDEJ i
als
BEGLEITER
inde sich auch in diesem
seman ischen Feld
TOD
beim Idiom
jmdn.
au
dem/seinem le z en Weg beglei en
(DU!
1)
un e de Me aphe
TOD IST ABSCHIED
( gl. Fußno e 12).
2.3.3. De
WEG
als
WEGSTRECKE/ENTFERNUl iG.
In
den Wö e büche n e scheinen
un e dem Lemma
Weg
u.a. die De ini ionen 'S ecke', die zu ückzulegen is , um an
ein bes imm es Ziel zu kommen (DU) und 'En e nung' (W A), die z.B.
in
de
Weg-
Komponen e de usuellen Vo 1 e bindungen
noch einen Weg on X-Kilome e n o
sich haben
(nach DU
11
);
noch X-Kilome e Weg o sich haben
(nach DU
11
);
einen
wei en/langen/ku zen
Veg
zu einem O haben
(nach DU)
zu
e kennen sind.
2.4.
Au
konzep uellen Me aphe n basie e ollidioma ische Ph asemc
Bei den
1-'Veg-Ph ase nen
diese G uppe e scheinen alle Ph asemkons i uen en im
übe agenen Sinne, eshalb die Ph aseme als ollidioma isch zu klassi izie en sind.
2.4. l.
PROßLEME SIND OBJEKTE/PERSONEN
AUF
DEM
WEG.
Das sich
in
unse em
Weg-
Ko pus als hochp oduk i e wiesene Me aphemmodell
PROBLEME SIND OBJEKTEi
PERSONEN AUF DEM
WEG
beinhal e die P ojek ionen
JMDM. PROBLEME MACHEN !ST
J-1!]'.;DERi':ISSE
ACF DESSEN WEG LEGEN; JMDS. PLANE VERH!NDER1 IST DESSEN
WEG
11
Vgl die E ymologie on
Ge dh e:
ahd,
('Fah genosse').
Ahd.
Zu~ammc öe zung
aus
dem
gi-P ä ix
('zusammen
mi 'l
~
j(Y o
(Sub~ an i
zu (1 ,
'Fah ')
( gl. P öi o 1993: 408),
12
Das Idiom
jmdn. (bei
e w)
au
dem
Weg
heg!ci en
wi d im Be eich des Lebensweges
in
ielen
und
mannig al igen Kon ex c:n geb auch , soga in Anspielung
au
den
le z en Weg,
au
den Tod
(jmdn.
au demheinem
le z en
Weg
beglei en
(DU)
in
de
Bedeu ung
·an
jmds. Bee digung eilnehmen').
74
Ca men Mellado Blanco
Ebenso e schein die Fügung
au
dem
Weg2
3
+Gen.
im
DU als komplexe P äposi ion
(z.B. e w.
au dem
Weg(e) eines Ve gleichs (du ch einen Ve gleich) en scheiden). Sie
ha in den Ko pusbelegen als Kooku enzpa ne o die Ve ben e olgen/geschehen:
Nach de auch mi Blick
au
außenpoli ische Kons ella ionen ge o enen En scheidung ü
eine schnells mögliche Ve einigung d eh e sich die Deba e um die F age nach dem „bes-
en" Weg zu Einhei : Soll e diese au dem Weg eines Bei i s nach dem damaligen A .
23
GG e olgen ode wa die Ve einigung übe den P ozess de gesam deu schen V e as-
sungsgebung nach A . 146
GG
anzus eben? h p://www.bpb.de/ hemen/
WB3
l
C2,0,0, l 990%3A _G undgese z_ ode _ neue_ Ve assung.h ml
In
den Ko pusbelegen konn en e ne die p äposi ionalen Fügungen
au
dem Weg zu
+
Da . ( inale/ esul a i e Bedeu ung) und
au
dem Weg in
+
Akk. ( ans o ma i e Be-
deu ung) es ges ell we den, die allem Anschein nach dem Mus e de lokal-
di ek i en p äposi ionalen Fügungen wie
au
dem Weg zum Bahnho ,:
au
dem Weg in
die Schweiz olgen. Angaben übe die G amma ikalisiemng de p äposi ionalen Fü-
gungen
au
dem Weg zu/in als komplexe P äposi ionen konn en wede
in
den G am-
ma iken noch
in
den Lexika au ge unden we den. Belegbeispiele:
Die Na o bie e da in ih e Hil e
au
dem Weg zu
24
meh Demok a ie und Ma k wi scha
an. Die Völke de Sowjc lmion müß en sich übe ih e kün ügen Beziehungen
au
iedli-
chem Weg einigen und dabei inne e und äuße e G enzen allen alls
au
dem Ve hand-
lungsweg ände n. (COSMAS II, Die P esse, 08.11.1991)
Fü iele on ihnen is es de Tü kei
au
einziga ige Weise gelungen, Mode ni ä und kul-
u elle Iden i ä im Gleichgewich
zu
en wickeln. Sie sehen dieses Land au dem Weg
in
die Demok a ie, wäh end es gleichzei ig seine islamischen Wu zeln und T adi ionen nich
e leugne . www.be elsmanns i ung.de/cps/ de/xchg/bs /hs.xsl/nach ich en _ l J
2436.h m
De komplexen P äposi ion
au
dem Weg in
+
Akk. komm
in
den Ko pusbelegen
eine ans o ma i e Ak ionsa
zu,
die au Zus ands e ände ung hindeu e . Typische
subs an i ische Kooku enzpa ne (in de Regel
im
Singula ) weisen eine empo ale
und abs ak e Bedeu ung 'neue E appe' au .
2.6.2. Weg-Ph aseme als Bes and eil on Ve balpe iph asen: Die komplexen P äposi-
ionen
au
dem
Weg+
Gen.
au
dem Weg
zu+
Da . sind Bes and eile de Ve bal-
pe iph asen sich
au
dem Weg zu/+ Gen. be inden/sein und sich
au
dem
/!Veg
be in-
den/sein, e w. zu un! e denl
..
25
Es handel sich
um
S uk u en, die den G amma-
23
Die Fügungen
au
dem Weg und
au
den Weg sind sowohl diach on als auch synch on äuße s p o-
duk i e S uk u en, die die Basis zahl eiche 1diomc e schiedenen !dioma isic ungs- und Abs ak i-
onsg ads bilden
(s.
z.B. Abschni e
2.2.2.
und
2.5
).
Das lokale Ad e b weg
is
on mhd. in wec
('au
den Veg'), wie bei in wec gän (' o gehcn·), abgelei e ( gl. P ei e 1993).
24
In
den Ko pusbelegen
is
die E scheinung des Chunks
au
dem
Veg
zu meh signi ikan hoch, z.B.
„N.:uc Wege
au
dem
Vcg zu
meh
Na1u 1ssemcba lc mne11 und
komm-mach-mi .dc/P csse-'P e;,semi eilungcn/mch -' a u wisscnscha lc inncn--und-Ingen1eun men.
25
Belegbeispiel: „De
()
wa
au '
dem Weg,
zu
e]ncn1
Geis e do zu
we den.H
(Nü nbe ge Nach-
ich en, 20.07.2001,
S.
30; Vom Geis e do zum Kuns zen um).
Die WEG-Me apho ik
in
de deu schen Ph aseologie
75
ikalisie ungsp ozess
26
noch nich ollzogen haben, da de Bedeu ungsinhal des Wo -
es
Weg
noch „mi schwing ", d.h. das Lexem noch nich öllig deseman isie is . Wi
s ehen o eine we denden syn a k ischen Ve balpe iph ase,
27
die eine mu a i e,
ans o ma i e ode p ozessuale Ak ionsa -d.h. das 'Im-Beg i -Sein on e w.' -
ausd ück .
In
diesen kogni i en Rahmen äll ebenso das Ph asem
au
dem bes en
Weg(e)
(zu
e w.) sein (DU), das
au
eine ans o ma i e Ak ionsa hindeu e . Nach
DU wi d dieses Idiom o i onisch e wende , in de Bedeu ung 'du ch sein Ve hal en
einen bes imm en [nich wünschenswe en] Zus and bald e eich haben' (z.B.
E
is
au
dem bes en
Weg,
sich zu uinie en).
In
diesem und ähnlichen Beispielen zeig sich
ein zwei e G amma ikalisie ungsp ozess on de p ozessualen Ak ionsa zu eine
epis emischen modalen Bedeu ung, die die i onische Absich und die
KRITIK-
lmplika u des Sp eche s zum Ausd uck b ing .
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26
Vgl. das Ph asem
au
dem
Weg
de Besse ung (sein/sich be inden) (WA) mi de ans o ma i en
Bedeu ung 'wiede gesund we den'.
27
Hie bei we den die Bedingungen ü eine G amma ikalisie ung und somi die He ausbildung eine
g amma ischen (Zei -)S uk u e üll : Das Basissubs an i
Weg
is hoch equen , ha eine lokale Be-
deu ung, was die
RAUM-ZEIT-Me apho ik
begüns ig ( gl. Meibaue 1995: 59), und das Ve b ha
kaum In ensionali ä ( gl. Lami oy 2004). De p agma ische Meh we de S uk u bes eh in de
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76 Ca men Mellado Blanco
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