scieee Open visual document viewer

Die WEG-Metaphorik in der deutschen Phraseologie: ein Typologisierungsversuch

Mellado Blanco, Carmen

Abstract

El capítulo analiza el uso de la metáfora del "camino" (Weg) en la fraseología alemana desde una perspectiva cognitiva. Se centra en cómo el esquema conceptual de "camino" se utiliza para estructurar metáforas y modelos conceptuales en el idioma, incluyendo expresiones idiomáticas con una connotación literal y figurativa. Se identifican elementos clave del esquema del "camino", como origen, trayecto y meta, los cuales sirven como base para diversas proyecciones metafóricas, como "la vida es un camino" o "los problemas son obstáculos en el camino". El análisis incluye 142 unidades fraseológicas tomadas de corpus y diccionarios, organizadas en categorías basadas en su estructura y grado de idiomaticidad. Estas incluyen frases como einen neuen Weg einschlagen (emprender un nuevo camino) o auf halbem Weg stehen bleiben (quedarse a mitad de camino). Además, el capítulo destaca cómo el "camino" se vincula a conceptos morales en la tradición judeocristiana, como en expresiones relacionadas con el "buen" o "mal" camino. La investigación enfatiza la importancia de los esquemas visuales (image schemas) en la cognición lingüística y cómo estas metáforas influyen en la conceptualización cultural y lingüística. También aborda procesos de gramaticalización en expresiones con "camino", como su uso en preposiciones complejas y perífrasis verbales.

Full text

Ca men Mellado Blanco (San iago de Compos ela) Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie: ein Typologisie ungs e such * Abs ac [. . .] Die al e F au wa k ank, be inde sich nun abe wie- de au dem Weg de Besse ung. Ro käppchen mach sich mi dem Ko b olle Kös lichkei en und gu en Ra schlägen de Mu e au den Weg zu G oßmu e . Die Mu e mein , sie solle au dem Weg bleiben und nich mi F em- den sp echen. Ro käppchen e sp ich es. Au dem Weg du ch den Wald s eh plö zlich ein kleines Rehki z schluchzend am Weges and. Quelle: h p://de.wikipedia.o g/wiki/Ro k%C3%A4ppchen _( 1995) Un e suchungsgegens and de o liegenden A bei is die Me aphe n- und Mo i a ionsanalyse de au dem Weg-Schema basie en Ph aseme, die inne halb ih e Kons i uen en das Lexem Weg en hal en. Haup anliegen des im Rahmen de kogni i en Linguis ik konzipie en Bei ags is die Au deckung und Sys ema isie sung de ele an es en konzep uellen Me aphe n und Me aphe nmodelle, die den deu schen Weg-Ph asemen zug unde liegen, wobei als Typolo- gisie ungsk i e ium in e s e Linie de Aspek de g aduellen Lexikalisie ung und G amma i- kalisie ung de Weg-Komponen e be ücksich ig wi d. In den Vo de g und de S udie ück e ne die Rolle de Bild-Nebenschema a und die Be eiligung des enzyklopädischen Wissens an de Kons i uie ung de ph aseologischen Bedeu ung, sowie die Mo i a ionsa de Idiome nach de Klassi izie ung on Dob o ol'skij/Pii ainen (2009). 1. WEG als Bild-Schema1 Nach de Me aphem heo ie on Lako /Johnson (1980) s ell de Beg i WEG (PATH) ein „image schema" da , d.h. „a ecu ing, dynamic pa em o ou pe cep ual in e ac- ions and mo o p og ams ha gi es cohe ence and s uc u e o ou expe ience" (Johnson 1987: xi ). Bild-Schema a basie en g undsä zlich au de kö pe lichen E - ah ung und In e ak ion mi unse e Umwel und sind lau Lako (1987: 267) „CON- * Diese A bei is im Rahmen des on mi gelei e en Fo schungsp ojek s FFI2013-45769-P Combina- ciones aseol6gicas de! aleman de es uc u a [PREP. + SUST.]: pa ones sin agma icos, desc ipci6n lexicog a ica y co espondencias en espai'lol en s anden. Fü den englischen Beg i „image schema" benu ze ich in diesem Bei ag den im Deu schen mi - leiweile e ablie en Te minus „Bild-Schema" ode ein ach „Schema" in Übe eins immung mi de im Duden an d i e S elle angegebenen De ini ion on Bild als 'Vo s ellung, Eind uck' (p äsen z.B. im Idiom sich ein Bild on jdm./e w. machen). Demgegenübe be o zugen ande e Au o en wie Jäkel (2003: 30) den Te minus „Vo s ellungs-Schema", weil „es sich ge ade nich um Bilde (im Sinne on engl. pic u es) handel ", sonde n um unse e „imagina i e capaci y" ode „Vo s elh 1gsk a " im Kan ischen Sinne. 60 Ca men Mellado Blanco TA1NERS, PATHS, LINKS, FORCES, BALANCE, and in a ious o ien a ions and ela ions: UP-DOWN, FRONT-BACK, PART-WHOLE, CENTER-PERIPHERY e c." Das WEG-Schema gehö au g und seine Reku enz im äglichen Leben und seine ein achen S uk u Ausgangspunk ~ Wegs ecke/Rich ung ~ Ziel zu den wich igs en Quellenbe eichen de konzep uellen Me aphe n des Menschen. In diesem Rahmen besch eib Jäkel (2003: 264) im olgenden Zi a die Haup kons i uen en des WEG-Schemas, die dessen Mapping und In e enzen mi ges al en und die au de lexikalischen Ebene die Quel- lendomänen de im 2. Abschni besch iebenen konzep uellen Me aphe n bilden: Diese simple G unds uk u implizie wei e e wich ige Vo s ellungen, wie YORW ARTS- BEWEGUNG in eine bes imm e Rich ung (und dami FORTSCHRITT), zu ückgeleg e ENTFERNUNG, und GESCHWINDIGKEIT de Bewegung. Die WEGSTRECKE bes eh aus äumlichen PUNKTEN in linea e Reihen olge, da un e bisweilen salien e ORIEN- TIERUNGSPUNKTE. Des wei e en kann die WEGSTRECKE auch KREUZUNGEN ode WEGGABELN au weisen. Schließlich können dem Reisenden HINDERNISSE im Weg s ehen, die umgangen we den müssen. Obwohl das WEG-Schema an sich nich me apho isch, sonde n wie oben be ei s e - wähn , ein e ah ungsbezogen is , me apho isie es dennoch in seine e izien en „SOURCE-PATH-GOAL-S uk u " iele abs ak e Konzep e unse e Sp ache (z.B. ZEIT, HINDERNISSE IM LEBEN) und „wi d wie alle Image-Schema a du ch das me apho i- sche Mapping zu Quelle de me apho ischen S uk u ie ung iele Lebensbe eiche" (Hube 2005: 39). Die e ah ungsbasie en Ko ela ionen bilden das na ü liche Map- ping des WEG-Schemas, denn „[ ]he e is an expe ien ial co ela ion be ween he sou ce domain (mo emen along a pa h o a physical loca ion) and he a ge domain (achie emen o a pu pose). This co ela ion makes he mapping om he sou ce o he a ge domain na u al" (Lako 1987: 278). Das WEG-Schema ungie a sächlich als Quellenbe eich zahl eiche Me aphe n, die abe nich isolie , sonde n inne halb on Me aphemmodellen als Bündel in Fo m on Me aphemp ojek ionen o kom- men.2 Fe ne sind die au Bild-Schema a basie en Me aphe n' so eich und p oduk- i , weil sie nach Lako /Tu ne ( 1989: 62) au oma isch und unbewuss au de G undlage des en sp echenden in de Sp achgemeinscha kon en ionalisie en Bild- Schemas en s ehen: Once we lea n a schema, we do no ha e o lea n i again o nakc i esh each ime we use i . I becomes con en ionalized and as such is used au oma ically, c o lessly, and e en un- consciously. Tha is pa o he powe o schemas: we can usc hese eady ools wi hou „We ha c ound ha nc apho s allow u~ o unde s and one domain o expe ience in e ms o ano h- e . This sugges s ha unde s1an<ling akcs placc in c ms o cn i e domains o expe ience and no in enns o isola ed conccp s." (Lako /Johnson 1980: l J 7). Ande s als bei Lako /Johnson ( 1980) we den bei Baldau ( 1997) die konzep uellen Me aphe n nich in on ologische, O icn ienmgs- und S uk u me aphe n, sonde n in ,.A ibu s ne aphem·', „on ologi- sche Me aphe n", „bildschcma ische Me aphe n'· und . .Kons ella ionsme aphem"" (die Le z e en sind kul u beding und bilden eiche, mi zahl eichen Implika ionen e bundene Wissenskomplexe) un e - eil . Fü die o liegende S udie e weis sich die d i e G uppe als besonde s in e essan , weil sie ex- plizi au Bild-Schema a be uh . Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie 61 ha ing o pu any ene gy in o making o inding hem. Simila ly, once we lea n a concep u- al me apho , i oo is jus he e, con en ionalized, a eady and powe ul concep ual ool- au oma ic, e o less, and la gely unconscious. Me aphe np ojek ionen kommen au de ex uellen Ebene ü die Tex kohä enz eine zen ale Rolle zu, indem sich die Ko ela ionen zwischen dem Quellen- und dem Zielbe eich de im Tex au e enden Me aphe nmodelle du ch e schiedene lexikali- sche Mi el wiede holen, wie die empi isch basie en A bei en on Ba ano / Dob o- ol' skij (2003: 20-26) 4 und Baldau (1997: 139-149) u.a. belegen. Besonde s im ö en lichen Disku s und in de P esse is die WEG-Me apho ik omnip äsen und wi - kungs oll, was nach Ba ano /Dob o ol'skij (2003: 26) speziell dadu ch zu e klä en is , dass „es eine s a k elabo ie e und gu s uk u ie e konzep uelle Domäne da s ell , die mi Me aphe n aus ande en Be eichen in e agie ." Die In e ak ion des WEG- und wei e e G undschema a mi sekundä en Bild- Schema a bilde den Un e suchungsgegens and de S udie de spanischen Linguis en Pe ia Ce el/Mendoza Iba iez (2010). Die on Johnson (1987: 126) und Lako (l987: 27 l) au de selben Ebene undi e enzie pos ulie en ,jmage-schema a" (nämlich CONTA1NER, BALANCE, COMPULS10N, BLOCKAGE, COUNTERFORCE, RESTRAINT RE- : OVAL, ENABLEMENT, ATTRACT!ON, MASS-COUNT, PATH, LINK, CENTER-PERIPHERY, CYCLE, NEAR-FAR, SCALE, PART-WHOLE, MERGING, SPLITTING, FULL-EMPTY, MAT- CHING, SUPERIMPOSITION, ITERATION, CONTACT, PROCESS, SURFACE, OBJECT, COLL- ECTION) we den on den spanischen Au o en in „esquemas basicos'' („Haup schema- a", nämlich (1) BOUNDED REG!O : - on dem SURFACE und CONTAINER abhängig sind--, (2) PATH und (3) PART-WHOLE) und „esquemas subsidia ios" (,,Nebenschema- a") hie a chisie und mi einande in Ve bindung gese z . Das ü uns in F age kom- mende WEG-Schema wi d on Pe ia Ce el/Mendoza [ba iez (2010: 270) in Abbil- dung l da ges ell . Au kogni i e und sp achliche Ebene inde die In e ak ion des WEG-Schemas in de komplexen Me apho ik de Weg-Ph aseme ih e Wide spiegelung. Lau de E - gebnisse unse e Ko pusanalyse sind bei den TVeg-Ph asemen die olgenden die ele- an es en Nebenschema a: • FORCL 'Veg-Ph ascmc de Me aphcmp ojck ionen JMDM. PROBLEME MACHEN IST HINDERNISSE AUF DESSEN WEG LEGEN; JMDS. PLANE VERHINDERN !ST DESSEN VEG SPERREN (G uppe 2.4.1.). Sp achlich zum Ausd uck komm die Vo s ellung des ABWEGES (DEVIATION e schein au de Abbildung l. du ch BLOCKAGE und COUNTER-FORCE bes imm , gl. au de sp achlichen Ebene sich nich om Veg(e)/ on seinem Weg abb ingen lassen) du ch die amebasic en Ph aseme Eimge de on Ba ano /Dob o o!'skij (2003: 22) in de P esse zu den poli ischen und wi scha li- chen DDR-Re o men s ges cllien konzep uellen WEG- 1e aphe n sind z.B.: „Die „Re o men" we - den als DER NEUE WEG in e p e ie , „al e Mach s uk u en" als H NDERNlSSE AUF DIESEM Wn;, „op- posi ionelle Demons an en" als WEGBEREITER, „die al e poli ische und ökonomische En wicklung'· als eine SACKGASSE, „Ve zögemngcn in de Du ch üh ung de Re o men" als UNTERBRECHUNGEN IN DER FORTBFWE(,UNG AUF DEM VEG e c." 62 Ca men Mellado Blanco - mi eligiösem Hin e g und de G uppe 2.5., wie z.B. om ( ech en) Weg abkom- men (W A), au Abwege ge a en (DU) • ENABLEMENT ( on RESTRAINT REMOVAL und seine sei s on FORCE be- s imm ): Weg-Ph aseme de Me aphe np ojek ionen PLÄNE VERWIRKLICHEN IST EINEN GERÄUMTEN WEG HABEN; JMDN. FÖRDERN IST DESSEN WEG RÄU- MEN (G uppe 2.4.1.) • FRONT-BACK und NEAR-FAR: Weg-Ph aseme aus dem Zielbe eich ZEIT (G uppe 2.4.2.) • PROCESS (g amma ikalisie e Weg-Ph aseme de G uppe 2.6.). PA.TB 1 1 1 1 1 1 1 Pl OCa8 l'01lCB RONT- RAR- CYCLB VDDCA- 8MS l'All u 1 1 1 1 1 COMPa .- 81.0CMOI ~„ ~ CON'l'ACT SIGN Ol CB lUlMCWAL A~~/ ~ TION& ~ 1 ""·~ 1 DEVIATION • Abb. 1 Das WEG-Haup schema und seine Nebenschema a5 2. Weg als Wo kons i uen e deu sche Ph aseme 2.1. Me hodologisches Vo gehen Die Fo mulie ung bzw. Analyse de konzep uellen Me aphe n und Me aphemmodelle e olg au de Basis on insgesam 142 den allgemeinen und idioma ischen Lexika (s. Li e a u lis e) en nommenen Ph asemen mi eine Weg-Kons i uen e. Die Pe i- nenz de seman ischen Besch eibung de in den Lexika angegebenen De ini ionen we den gegebenen alls du ch Tex belege aus COSMAS II und WebCo p übe p ü . Unse e induk i o ien ie e Me aphe ns udie olg inso e n eine bo om-up-Analyse, als sp achliche Da en den Ausgangspunk de me apho ischen Analyse bilden ( gl. 5 Dieses Schema s ü z sich au den au Spanisch e ass en Klassi izie ungs o schlag on Pe ia Ce - el/Mendoza lbä iez (2010: 270). Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie 63 Mellado Blanco 2014: 82). Die 142 plu ilexema ischen Einhei en wu den bewuss nich nu aus idioma ischen, sonde n auch aus allgemeinen Wö e büche n exze pie , da iele de ü die A bei ele an en Fügungen keine Idiome im enge en Sinne, son- de n ein ach usuelle Wo e bindungen6 da s ellen. Das Ko pus um ass subs an i ische (s einige Weg) und e bale Kolloka ionen (einen Weg einschlagen), Idiome mi doppel e Lesa (jmdm. den Weg weisen), Idi- ome mi nu idioma ische Lesa (mi e w. ha es noch gu e Wege), Funk ions e bge- üge (e w. zuwege/zu Vege b ingen), Ph asem-Kons uk ionen, 7 g amma ikalisie e komplexe P äposi ionen (im TVege + Gen.), Sp ichwö e (Wo ein Wille is , da is auch ein Weg; De l·Veg is das Ziel) und Zwillings o meln (Mi el und Wege inden (DU), Weg und S eg; wede Weg noch S eg (DU)). Was ih e S uk u angeh , zeigen Weg-Ph aseme eine ela i einhei liche Cha ak e- is ik: An ih e u sp ünglich äumliche Domäne e innen eine sei s die häu ige E schei- nung on lokalen P äposi ionen ( o , nach, hin e ), die in den Ph asemen o eine zei liche Dimension e hal en, und ande e sei s Fo bewegungs e ben wie gehen. lau- en. abweichen. Quali izie ende Adjek i e in a ibu i e Funk ion wie s einig, gu , schlech . leich , k umm, schie ; neu kommen in den Weg-Ph asemen besonde s häu ig o und e weisen au seman ische Felde wie MORALISCHES VERHALTEN (Abschni 2.5.) und VORGEHENSWEISEN ode MÖGLICHKEITEN (Abschni 2.3. l.). 2.2. Kolloka ionen und usuelle Wo e bindungen mi eine Weg-Kons i uen e nn wö lichen Sinne und die da au liegenden Idiome In diese G uppe be inden sich in e s e Linie nominale und e bale Kolloka ionen sowie usuelle Wo e bindungen, bei denen de Weg ausschließlich komposi ionell in seinem konk e en lokalen Sinne au zu assen is . Ande s als z.B. beim Lexem S aße8 is bei Weg be ei s in seine E ymologie implizi die Idee de Bewegung en hal en ( gl. nach P ei e 1993: 1544 aus dem Ge m. *wega- < idg. yegh-: 'bewegen, ziehen, ah en'), die die Seman ik de Fügungen diese G uppe im wei e en Sinne cha ak e i- sie . Die hie bei okussie en seman ischen Me kmale des 1-Veges sind: (S ecke/ Rou e], [Begegnung] und [Spe e/Hinde nis]. Die Fügungen de G nppen 2.2. sind S eye (2013: 23) besch eib usuelle Wo e bindungen als „kon enllonalisie c 1 lus e des Sp ach·· gcb auchs. die du ch wiede keh enden Geb auch ge onnen sind.~' De De ini ion Dob o ol'skijs (2011: 1J4) olgend sind Ph asem-Kons uk ionen plu ilexema ische S nk u en mi lexikalische Bedeu ung, .,wobei bes imm e Posi ionen in ih e syn ak ischen S uk u lexikalisch bese z sind, wäh end ande e Slo s da s ellen, die ge üll we den müssen, indem ih e Be- se zung lexikalisch ei is und nu bes imm en seman i5chen Res iik ionen un e lieg ." Nach Duden is eine S aße ein 'besonde s in S äd en, O scha en gewöhnlich aus Fah balm und zwei Gehs eigen bes ehende ) be es ig e Ve keh sweg ü Fah zeuge und (besonde s in S äd en. O scha en) Fußgänge '. In de Wo e ymologie ahd. s a5(J)u spä la eini~ch s/ ala ( wi = 'ge- p las e (e Weg)' s eh somi die Bewegung nich im Vo de g und, was sich au die Ph aseologie auswi k : Im Gegensa z zu den Weg-Ph nscmen gehö en die S aße-Ph aseme haup sächlich den konzep uellen Be eichen ARBE TSLOSJGKE!T (z.B. jmdn. au/die S aße we en/se zen), PROSTJTUT!O: (z.B.jmdn. on de S aße au lesen) und ÜFFENTUCHKE T (z.B. au o/)ene S aße) an. 64 Ca men Mellado Blanco zwa im wö lichen Sinne zu e s ehen, sie we den g öß en eils dennoch auch igu a- i als Idiome benu z . 2.2.1. De Weg als 'S ecke', 'Rou e', 'Bahn': ein unbe es ig e , gescho e e , schlech e , s einige . s eile , holp ige , scha ige , s ille Weg (DU); jmdm. den Weg [zum Bahnho ] zeigen (nach DU); jmdm. den Weg weisen (W A); sich au den Weg machen (DUI 1 ): jmds. e s e Weg üh e ihn zu jmdm. (nach DU); einen schwe en, unangenehmen Weg o sich haben (DU); au dem Weg bleiben (CM); 9 seinen Weg o se zen (DU); einen B ie au den Weg schicken (DU); al{ dem Weg zu einem O sein (nach DU); jmdn. au dem Weg zu einem O e en (nach DU); jmdn. au dem Weg beglei en; den ( ech en) Weg e ehlen, e lie en (DU); den selben Weg haben (nach DU); wohin, wohe des Weg(e)s? (DU);jmdn. nach dem Wegjl-agen (DU); au halbem Weg umkeh en (DU); an jmd5. Weg/am Weg liegen (SCH); [im Nebel] om Weg abkommen (DU); sich einen Weg bahnen (nach DU); den Weg abkü zen/ab- schneiden (DU). Viele diese Kolloka ionen und usuellen Wo e bindungen we den idioma isch im Rahmen de Me aphe WEG als LEBENSWEG (s. Abschni 2.3.2.) benu z : jmdm. den Weg weisen; den selben Weg haben; om Weg abkommen; jmdn. au dem Weg beglei en: sich einen Weg bahnen. 2.2.2. De Weg als 'O de Begegnung': jmdm. übe /in den Weg lau en (DU); sich/ jmdm. au halbem Weg en gegenkommen (DU); des/seines Weg(e)s kommen (DU). Die Au assung des WEGES als 'O de Begegnung' mo i ie die konzep uelle Me a- phe KOMPROMISSE SJND BEGEGNUNGEN, bei de sich die konk e in e p e ie ba e Begegnung au dem Weg abs ak un e de Fo m des bila e alen Komp omisses zwi- schen zwei Pe sonen ode Pa eien deu en läss : sich au halbem Weg(e) e en (DU); jmdm. au halbem Weg(e) en gegenkommen (DU). 2.2.3. De Weg als 'O de Spe e, de Hindc nisse':jmdm. den Wegß·eigeben (DU); den Weg ei machen (Red. Index); jmdm. im Weg s ehen/sein (DU); sich jmdm. in den Weg s ellen (DU); jmdm. den Weg e legen (DU); jmdm. den Weg e .spe en (SCH); jmdm. den Weg abschneiden (DU 11 ); jmdm. den Weg e e en (DU 11 ); jmdm. in den Weg e en (DU 11). Wie die Kolloka ionen und usuellen Wo e bindungen de G uppen 2.2.1. und 2.2.2. e ügen auch diese Fügungen übe eine me apho ische Lesa . Die au de Vo s el- lung des Weges als 'O de Hinde nisse' basie en Me aphe nmodelle und Idiome we den un e 2.4.1. ange üh . CM s eh ü Ca men Mellado. Es bezieh sich au die Ph aseme, die zwa in den Lexika nich au ge- üh sind, sich abe in den konsul ie en Ko po a als es e Wo e bindungen e weisen. Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie 65 2.3. Au konzep uellen Me aphe n basie e Ph aseme mi lexikalisie e Weg- Kons i uen e Die Ta sache, dass die Weg-Kons i uen e in diesen Ph asemen in eine ih e lexikali- sie en Bedeu ungen o komm , weis au die Komposi ionali ä de Ph aseme hin. In den meis en Fällen bes eh Teilidioma izi ä , denn die e balen Ph asemkomponen en haben in de Regel keinen Mc apho isie ungsp ozess du chgemach . 2.3. l. WEGE als VORGEHENSWEISEN, MÖGLICHKEITEN und LÖSUNGEN zu PROBLE- i' !EN. Bei den Ph asemen diese G uppe zeig das Wo Weg die schon lexikalisie e Bedeu ung 'A und Weise, in de jemand o geh , um ein bes imm es Ziel zu e ei- chen: Möglichkei , Me hode zu Lösung on e was' ( gl. DU). Au g und des hohen Lexikalisienmgsg ads de Weg-Kons i uen e e weisen sich die Ph aseme diese G uppe als hochkomposi ionell und in ih e Mo i a ion du chsich ig. Ein wesen li- che Bes and eil de Ph asem-Bedeu ung komm du ch das quali izie ende Adjek i in a ibu i e Funk ion zus ande; das Ve b e schein seman isch un e ände in seine ex e nen Bedeu ung. Die hie he gehö enden Weg-Ph aseme können in d ei Me aphemmodelle un e - eil we den: (a) VORGEHE"iSWEISEN SIND WEGE: 10 de siche s e Weg zu e w. (DU); Das is de einzig gangba e Weg (DU); e w. au sch i lichem, diploma ischem Weg(e) egeln; einen S ei au/ iedlichem l'Veg(e) beilegen; sich au gü lichem Weg(e) einigen; neue Wege weisen (SCH); e w. aul schnells em Weg(e)ldcm schnells en Weg e ledigen (SCH): al{ 'diesem Weg(e) (DU); e w. au/kal em Weg(e) e ledigen (DU); au/gese z- lichem Weg e w. e eichen! .. (SCH); e w. au gü lichem Weg lösen/ egeln! .. (SC l); j ndn./jmd ·. Ein luss! .. au/kal em Weg ausschal en/. .. unschädlich machen/. .. (SCH); au k ummen Wegen e w. un/ e suchen/. .. (SCH)). Wie man au kogni i e Basis zu konzep uellen Me aphe VORGEHENSWEISE SIND WEGE komm , e klä 1 Baldau ( l 997: l40) im olgenden Zi a , in dem de Weg auch als FVahl und Möglichkei da ges ell wi d: So wie wi einen O übe Lands aße, Au obahn ode Waldweg e eichen können, so kön- nen '> i auch abs ak e Ziele. Handlungsziele ode Absich en, an un e schiedliche Weise ealisie en. Diese möglichen, unic schiedlichen Vo gehensweisen we den me apho isch als un e schiedliche, zu Wahl s ehende Wege konzep ualisie . Die Cha ak e isie ung des je- weils eingeschlagenen Weges s eh im Vo de g und des olgenden Me aphemsys ems. (b) MÖGUCHKE!TEN SIND WEGE: Wo ein Wille is . da is auch ein Weg (DUl I );jmdm. hleih kein ande e Weg (o en) als e w. zu un (SC l); jmdm. s ehen alle Wege o/ i:n (DUI l ). JO Vgl. einen ähnlichen Bedeu ungswandel beim sinn e wand en Lexem Tuu (DU: e w. au die san - e/nai elgemü liche Tou machen), lexikalisie als 'A und Weise, mi T icks, Täuschungsmanö- e n o.A. e w. zu e eichen'. 66 Ca men Mellado Blanco (c) LÖSUNGEN ZU PROBLEMEN SIND WEGE: Mi el und Wege suchen/ inden (DUl l ); einen ande en/besse en Weg suchen (DU); nu einen Weg sehen (nach DU); keinen ande en Weg sehen, als ... (nach DU). 2.3.2. De WEG als LEBENSWEG. De Gemeinpla z om LEBEN als REISE is in de kogni i en Linguis ik ela i aus üh lich un e such wo den ( gl. u.a. Lako /Tume 1989: 60-65; Jäkel 2003: 261-283; Kispal 2013). Lexikalisie wi d diese Me aphe au sp achliche Ebene du ch Ph aseme aus iel äl igen seman ischen Felde n, die mi de Lebensen wicklung zusammenhängen. n unse em Ko pus zeigen die Weg-Idiome diese G uppe au g und de Lexikalisie ung on Weg als 'Lebensweg' eine ela i anspa en e Mo i a ion sowie einen hohen Komposi ionali ä sg ad in ih e Idioma i- sienmg au . Ih Idioma isie ungsg ad is alle dings höhe als bei 23. l., weil das Ve b in de Regel nich im konk e en, sonde n im me apho ischen Sinne zu deu en is . Das Me aphemmodell DAS LEBEN IST EIN WEG um ass die P ojek ionen des REI- SENDEN als PERSON, DIE DAS LEBEN FÜHRT und des WEGES als LEBEN mi einem AN- FANG, eine LAUFBAHN und einem ENDE, die die Lebense appen signalisie en. Die Me aphe o n HOMO VIATOR is nach wie o eine Kons an e in de Wel li e a u und Philosophie ( gl. Dan e und seine Di ina Commedia) und bilde die Basis ü das jüdisch-ch is lich gep äg e Gedankengu des ich igen und alschen Weges (s. Ab- schni 2.5.). Die Me aphe n de Weg-Ph ase ne, die das Me aphemmodell DAS LEBEN IST EIN WEG ausmachen, lassen sich nach ih e Mo i a ion eilweise als amebasie e Me a- phe n mi kul u gebundenem Wissen -sie inde ih en Ausd uck in den ch is lich gep äg en Ph asemen de G uppe 2.5. -und eilweise als konzep uelle WEG- schemabasie e Me aphe n besch eiben, wie es bei seinen Weg gehen (DU l l ); den eingeschlagenen Weg o se zen (CM); seinen Weg machen (DUI l); seinen Weg. o - se zen (DU); am K euzweg s ehen (DU); an einen K euzweg gekommen sein (DU); au dem Weg bleiben (CM); seines Weges/seine Wege gehen (DU) de Fall is . Die In e ak ion beide Mo i a ions ypen soga in ein und demselbem Ph asem wi d beim Idiom jmdm. gu e Leh en, Ra schläge mi au den Weg ( ü sein wei e es Leben) ge- ben (DU) e sich lich. Da Li e a u und Philosophie ( gl. De Weg is das Ziel, Kon u- zius) zu He ausbildung und Ve b ei ung iele Weg-Ph aseme mi de Me aphe LEBEN als LEBENSWEG beige agen haben. s eh bei diesen Ph asemen manchmal auch die in e ex ueUe Mo i a ion im Hin e g und. Die symbolische Mo i a ion ( gl. Dob o ol 'skij/Pii ainen 1997) e schein wei e z.B. bei jmdm. Rosen au den Weg s euen nach dem Symbol de ROSE als VERWÖHNUNG (schon in de An ike p äsen , gl. iace e in osa, 'au Rosen uhen'). In nich wenigen Weg-Ph asemen de Me aphe DAS LEBEN JST EIN WEG komm ein ex e ne Ak an in E scheinung, nämlich die Pe son, die on außen den Reisenden au den ich igen ode alschen Weg b ing und somi au den Reisenden einen gu en bzw. schlech en Ein luss ausüb ( gl. jmdn. aul den ech en/ ich igen Weg (zu- ück)b ingen (Red. Index); jmdn. om ech en Weg abb ingen (Red. Index)) ( gl. Abschni 2.5.). De ex e ne Ak an kann ebenso Hinde nisse au jemandes Weg legen ode den Weg ü einen ande en äumen (s. Abschni 2.4. l .). Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie 67 De Reisende is also häu ig nich allein un e wegs: Ein G undaspek des Gehens du ch einen Weg is e ne die Möglichkei de BEGLEITUNG, des ZUSAMMENGEHENS. Die MITREISENDEN sind LEBENSGE ÄHRTEN, 11 FREUNDE ode MITARBEITER, die sich i gendwann (an einem K euzweg) e en, eine Weile den Weg gemeinsam gehen und sich ennen können: unse e/ih e/ ... Wege ennen sich (SCH); ge enn e Wege gehen (SCH); jmd,·. Wege scheiden sich (CM); unse e/ih e! .. Vege k euzen sich (SCH); jmdn. au dem Weg beglei en; 12 den selben Weg gehen (CM). Wäh end bei den Weg-Ph asemen de G uppe 2.3. l. (b, c) das Ende des Weges das Ziel und da um e was E s ebenwe es is , p ojizie sich in einigen Weg-Idiomen des Me aphe nmodells DAS LEBEN IST EIN WEG das ENDE DES WEGES als de TOD, als das un e meidliche Ende, das jeden Reisenden i . ln die Me aphe STERBEN IST DAS ENDE DES WEGES ERREICHEN ( gl. Mellado Blanco 2013a: 119) allen die Ph aseme den Weg allen/alles Fleisches gehen (DU 11 ); den Weg alles I dischen gehen (DU 11 ); den Weg gehen, den wi alle gehen müssen (SCH); den le z en Weg gehen (Red. ln- dex). Wie in ande en A bei en be ei s e läu e ( gl. Mellado Blanco/lglesias lglesias 201 i ), läss sich aus p agma ische Sich ein Tex so enwandel diese und ähnliche [diome -bei ih e Ve wendung mi einem Subj [-humj -aus de eligiösen Domäne in die Jugend- und Umgangssp ache und somi eine Ände ung ih e S ilma kie ung sche zha s a gehoben: z.B. ein Compu e kann den Weg alles I dischen gehen) es s ellen. Die Rolle des MITREISENDEJ i als BEGLEITER inde sich auch in diesem seman ischen Feld TOD beim Idiom jmdn. au dem/seinem le z en Weg beglei en (DU! 1) un e de Me aphe TOD IST ABSCHIED ( gl. Fußno e 12). 2.3.3. De WEG als WEGSTRECKE/ENTFERNUl iG. In den Wö e büche n e scheinen un e dem Lemma Weg u.a. die De ini ionen 'S ecke', die zu ückzulegen is , um an ein bes imm es Ziel zu kommen (DU) und 'En e nung' (W A), die z.B. in de Weg- Komponen e de usuellen Vo 1 e bindungen noch einen Weg on X-Kilome e n o sich haben (nach DU 11 ); noch X-Kilome e Weg o sich haben (nach DU 11 ); einen wei en/langen/ku zen Veg zu einem O haben (nach DU) zu e kennen sind. 2.4. Au konzep uellen Me aphe n basie e ollidioma ische Ph asemc Bei den 1-'Veg-Ph ase nen diese G uppe e scheinen alle Ph asemkons i uen en im übe agenen Sinne, eshalb die Ph aseme als ollidioma isch zu klassi izie en sind. 2.4. l. PROßLEME SIND OBJEKTE/PERSONEN AUF DEM WEG. Das sich in unse em Weg- Ko pus als hochp oduk i e wiesene Me aphemmodell PROBLEME SIND OBJEKTEi PERSONEN AUF DEM WEG beinhal e die P ojek ionen JMDM. PROBLEME MACHEN !ST J-1!]'.;DERi':ISSE ACF DESSEN WEG LEGEN; JMDS. PLANE VERH!NDER1 IST DESSEN WEG 11 Vgl die E ymologie on Ge dh e: ahd, ('Fah genosse'). Ahd. Zu~ammc öe zung aus dem gi-P ä ix ('zusammen mi 'l ~ j(Y o (Sub~ an i zu (1 , 'Fah ') ( gl. P öi o 1993: 408), 12 Das Idiom jmdn. (bei e w) au dem Weg heg!ci en wi d im Be eich des Lebensweges in ielen und mannig al igen Kon ex c:n geb auch , soga in Anspielung au den le z en Weg, au den Tod (jmdn. au demheinem le z en Weg beglei en (DU) in de Bedeu ung ·an jmds. Bee digung eilnehmen'). 74 Ca men Mellado Blanco Ebenso e schein die Fügung au dem Weg2 3 +Gen. im DU als komplexe P äposi ion (z.B. e w. au dem Weg(e) eines Ve gleichs (du ch einen Ve gleich) en scheiden). Sie ha in den Ko pusbelegen als Kooku enzpa ne o die Ve ben e olgen/geschehen: Nach de auch mi Blick au außenpoli ische Kons ella ionen ge o enen En scheidung ü eine schnells mögliche Ve einigung d eh e sich die Deba e um die F age nach dem „bes- en" Weg zu Einhei : Soll e diese au dem Weg eines Bei i s nach dem damaligen A . 23 GG e olgen ode wa die Ve einigung übe den P ozess de gesam deu schen V e as- sungsgebung nach A . 146 GG anzus eben? h p://www.bpb.de/ hemen/ WB3 l C2,0,0, l 990%3A _G undgese z_ ode _ neue_ Ve assung.h ml In den Ko pusbelegen konn en e ne die p äposi ionalen Fügungen au dem Weg zu + Da . ( inale/ esul a i e Bedeu ung) und au dem Weg in + Akk. ( ans o ma i e Be- deu ung) es ges ell we den, die allem Anschein nach dem Mus e de lokal- di ek i en p äposi ionalen Fügungen wie au dem Weg zum Bahnho ,: au dem Weg in die Schweiz olgen. Angaben übe die G amma ikalisiemng de p äposi ionalen Fü- gungen au dem Weg zu/in als komplexe P äposi ionen konn en wede in den G am- ma iken noch in den Lexika au ge unden we den. Belegbeispiele: Die Na o bie e da in ih e Hil e au dem Weg zu 24 meh Demok a ie und Ma k wi scha an. Die Völke de Sowjc lmion müß en sich übe ih e kün ügen Beziehungen au iedli- chem Weg einigen und dabei inne e und äuße e G enzen allen alls au dem Ve hand- lungsweg ände n. (COSMAS II, Die P esse, 08.11.1991) Fü iele on ihnen is es de Tü kei au einziga ige Weise gelungen, Mode ni ä und kul- u elle Iden i ä im Gleichgewich zu en wickeln. Sie sehen dieses Land au dem Weg in die Demok a ie, wäh end es gleichzei ig seine islamischen Wu zeln und T adi ionen nich e leugne . www.be elsmanns i ung.de/cps/ de/xchg/bs /hs.xsl/nach ich en _ l J 2436.h m De komplexen P äposi ion au dem Weg in + Akk. komm in den Ko pusbelegen eine ans o ma i e Ak ionsa zu, die au Zus ands e ände ung hindeu e . Typische subs an i ische Kooku enzpa ne (in de Regel im Singula ) weisen eine empo ale und abs ak e Bedeu ung 'neue E appe' au . 2.6.2. Weg-Ph aseme als Bes and eil on Ve balpe iph asen: Die komplexen P äposi- ionen au dem Weg+ Gen. au dem Weg zu+ Da . sind Bes and eile de Ve bal- pe iph asen sich au dem Weg zu/+ Gen. be inden/sein und sich au dem /!Veg be in- den/sein, e w. zu un! e denl .. 25 Es handel sich um S uk u en, die den G amma- 23 Die Fügungen au dem Weg und au den Weg sind sowohl diach on als auch synch on äuße s p o- duk i e S uk u en, die die Basis zahl eiche 1diomc e schiedenen !dioma isic ungs- und Abs ak i- onsg ads bilden (s. z.B. Abschni e 2.2.2. und 2.5 ). Das lokale Ad e b weg is on mhd. in wec ('au den Veg'), wie bei in wec gän (' o gehcn·), abgelei e ( gl. P ei e 1993). 24 In den Ko pusbelegen is die E scheinung des Chunks au dem Veg zu meh signi ikan hoch, z.B. „N.:uc Wege au dem Vcg zu meh Na1u 1ssemcba lc mne11 und komm-mach-mi .dc/P csse-'P e;,semi eilungcn/mch -' a u wisscnscha lc inncn--und-Ingen1eun men. 25 Belegbeispiel: „De () wa au ' dem Weg, zu e]ncn1 Geis e do zu we den.H (Nü nbe ge Nach- ich en, 20.07.2001, S. 30; Vom Geis e do zum Kuns zen um). Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie 75 ikalisie ungsp ozess 26 noch nich ollzogen haben, da de Bedeu ungsinhal des Wo - es Weg noch „mi schwing ", d.h. das Lexem noch nich öllig deseman isie is . Wi s ehen o eine we denden syn a k ischen Ve balpe iph ase, 27 die eine mu a i e, ans o ma i e ode p ozessuale Ak ionsa -d.h. das 'Im-Beg i -Sein on e w.' - ausd ück . In diesen kogni i en Rahmen äll ebenso das Ph asem au dem bes en Weg(e) (zu e w.) sein (DU), das au eine ans o ma i e Ak ionsa hindeu e . Nach DU wi d dieses Idiom o i onisch e wende , in de Bedeu ung 'du ch sein Ve hal en einen bes imm en [nich wünschenswe en] Zus and bald e eich haben' (z.B. E is au dem bes en Weg, sich zu uinie en). In diesem und ähnlichen Beispielen zeig sich ein zwei e G amma ikalisie ungsp ozess on de p ozessualen Ak ionsa zu eine epis emischen modalen Bedeu ung, die die i onische Absich und die KRITIK- lmplika u des Sp eche s zum Ausd uck b ing . Li e a u P imä li e a u und Ko po a Biblia online, 2006, h p://www.bibliaonline.ne / COSMAS II = Co pus Sea ch, Managemen and Analysis Sys em. Mannheime Ins i u ü Deu sche Sp ache h p://www.ids-mannheim.de/k /cosmas.sh ml DU =Duden online www.duden.de Miede , Wol gang (1987): Die biblischen Sp ichwö e de deu schen Sp ache. Be lin: Pe e Lang. P ei e , Wol gang ( 1993): E ymologisches Wö e buch des Deu schen. Leipzig: Akademie. Red. Index= Redensa en-Index h p://www. edensa en-index.de RÖ = Röh ich, Lu z (2004): Lexikon de sp ichwö lichen Redensa en. F eibu g i. B .: He - de . Schä e , Heinz (2004): Biblische Redensa en und Sp ichwö e . S u ga : Deu sche Bibelge- sellscha . SCH = Schemann, Hans (2011 ): Deu sche Idioma ik. Wö e buch de deu schen Redewendun- gen im Kon ex . Be lin: de G uy e . Schemann, Hans (2012): Synonymwö e buch de deu schen Redensa en. Be lin: de G uy e . WA = Wah ig, Ge ha d (H sg.) (2001): Wö e buch de deu schen Sp ache. München: d . WebCo p h p://www.webco p.o g.uk/li e 26 Vgl. das Ph asem au dem Weg de Besse ung (sein/sich be inden) (WA) mi de ans o ma i en Bedeu ung 'wiede gesund we den'. 27 Hie bei we den die Bedingungen ü eine G amma ikalisie ung und somi die He ausbildung eine g amma ischen (Zei -)S uk u e üll : Das Basissubs an i Weg is hoch equen , ha eine lokale Be- deu ung, was die RAUM-ZEIT-Me apho ik begüns ig ( gl. Meibaue 1995: 59), und das Ve b ha kaum In ensionali ä ( gl. Lami oy 2004). De p agma ische Meh we de S uk u bes eh in de Angabe eines augen älligen P ozesses, de o en on jedem Beobach e be ach e we den kann. 76 Ca men Mellado Blanco Sekundä li e a u Baldau , Ch is a (1997): Me aphe und Kogni ion. G undlage eine neuen Theo ie de All agsme aphe . F ank u a. M.: Pe e Lang. Ba ano , Ana olij/Dob o ol'skij, Dmi ij (2003): Me aphe n im deu schen und ussischen ö en lichen Disku s. In: Ge manis isches Jah buch de GUS „Das Wo " 2003, 11-44. Dob o ol'skij, Dmi ij (2011): Ph aseologie und Kons uk ionsg amma ik. In: Lasch, Alexan- de ; Ziem, Alexande (H sg.): Kons uk ionsg amma ik III. Ak uelle F agen und Lö- sungsansä ze. Tübingen: S au enbu g, 111-130. Dob o ol'skij, Dmi ij/Pii ainen, Elisabe h (1997): Symbole in Sp ache und Kul u . S udien zu Ph aseologie aus kul u semio ische Pe spek i e. Bochum: B ockmeye . Dob o ol'skij, Dmi ij/Pii ainen, Elisabe h (2009): Zu Theo ie de Ph aseologie. Kogni i e und kul u elle Aspek e. Tübingen: S au enbu g. Heine, Be nd; Claudi, Ul ike; Hünnemeye , F iede ike ( 1991 ): F om cogni ion o g amma : E idence om A ican languages. In: T augo , Elizabe h Closs; Heine, Be nd (H sg.): App oaches o G amma icaliza ion. Vol 1: Focus on heo e ical and Me hodological Is- sues. Ams e dam/Philadelphia: John Benjamins, 149-187. Hube , And eas (2005): Me apho ik und Handeln: me apho isches P iming am Beispiel de Vo gese z en-Kommunika ion. Diss. Uni e si ä Duisbu g-Essen. h p:// duepublico.uni- duisbu g-essen.de/se le s/Documen Se le ?id=5681 Jäkel, Ola (2003): Wie Me aphe n Wissen scha en. Die kogni i e Me aphe n heo ie und ih e Anwendung in Modell-Analysen de Discu sbe eiche Geis es ä igkei , Wi scha , Wis- senscha und Religion. Hambu g: D . Ko ac. Johnson, Ma k (l 987): The Body in he Mind: The Bodily Basis o Meaning. Reason and Ima- gina ion. Chicago/London: The Chicago Uni e si y P ess. KispaI, Tamas (2013): Me hodenkombina ion in de Me aphe n o schung. Me apho ische Idiome des Lebens. F ank u a.M.: Pe e Lang. Lako , Geo ge (1987): Women, Fi e and Dange ous Things. Wha Ca ego ies Re eal abou he Mind. Chicago: Uni e si y o Chicago P ess. Lako , Geo ge (1993): The con empo a y heo y o me apho . In: O ony, And ew (H sg.): Me apho and Though . Camb idge: Camb idge Uni e si y P ess, 202-251. Lako , Geo ge; Johnson, Ma k (1980): Me apho s we li e by. Chicago: Uni e si y o Chicago P ess. Lako , Geo ge; Tu ne , Max (l 989): Mo e han Cool Reason: A Field Guide o Poe ic Me a- pho . Chicago/London: Uni e si y o Chicago P ess. Lami oy, Bea ice (2004): La eo ia de la g ama icalizaci6n y sus aplicaciones en las lenguas omanicas. In: ELUA. Es udios de Lingüis ica. Anexo 2 (2004), 245-266. Lehmann, Ch is ian (ohne Da um) „Komplexe P äposi ionen im Deu schen". h p://www. ch is ianlehmann. eu/ undus/Deu sch/D _ komplexe_ P aeposi ion.h ml Lehmann, Ch is ian; S olz, Ch is el (1992): Bildung on Adposi ionen im Deu schen. In: ASSidUE 6, 1-44. Meibaue , Jö g ( 1995): Komplexe P äposi ionen -G amma ikalisie ung, Me aphe , Implika u und di ision o p agma ic labou . In: Lied ke, F ank (H sg.): Implika u en: G amma i- sche und p agma ische Analysen. Tübingen: Niemeye , 47-74. Mellado Blanco, Ca men (2007): La Biblia como uen e de idioma icidad. P e ex os y con ex- os en aleman y espaiiol. In: Luque Du an, Juan de D.; Pamies Be an, An onio (H sg.): ln e cul u alidad y lenguaje. EI signi icado como co ola io cul u al. G anada: Edi o ial Me odo, 99-108. Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie Mellado Blanco, Ca men (2012): La concep ualizaci6n del iempo a a es de! espacio en la aseologia alemana y cspa iola. In: Taba es, Encama; Mon o o, Es cban (H sg.): La ex- p esüh1 de iempo y espacio )' las elaciones espacio- empo ales en !a Faseologia pa- emiologia espanolas. München: Peniope. 34-49. Mellado Blanco, Ca men (2013a): El campo concep ual TOD/MUERTE en aleman y espanol: eu emismos y dis e nismos. In: Re is a de Filologia Alemana 21, l 05·-125. Mellado Blanco, Ca men (2013b): Tipologia de Ja mo i aci6n aseol6gica en un co pus ono- masiol6gico aleman-espa iol. [n: Mogo 6n Hue11a, Ped o ; Mogo 6n Hue a, Ped o: Gallego Hemandez, Daniel; Masseau, Paola: Tolosa Igualada, Miguel (H sg.): F aseo- logia. Opacidady T aduccü)n. Be lin: Pe e Lang, 39-65. Mellado Blanco, Ca men (2014): Das idioma ische Cn e beg i s eld ' iel eden' im Deu - schen und im Spanischen. In: Mellado Blanco, Ca men (H sg.): Kon as i e Ph aseologie Deu sch-Spanisch. Tübingen: Julius G oos, 8 l-98. Mellado Blanco, Ca men; Iglesias Iglesias, Nely (2011 ): Signi icado y amilisis de co pus en Ja aseog a ia bilingüe espa iol-aleman. In: Roiss, Sil ia; Fo ea Gil, Ca los; Recio A iza, Angdes; San ana L6pez. Belcn; Zimme mann, Pe a; Holl, I is (H sg.): En las e ien es de la aducci6n e in e p ewci6n del/al alemän. Be lin: F ank & Timme, 119-133. Peii.a Ce el, M. Sand a; Ruiz de Mcndoza Jbanez, F ancisco .1. (2010): Los modelos coe,>ni- i os idealizados. In: Mai al, Rica do e . al. (H sg.): Teo ia lingüis ica: me odos, he a- mien as pa adigmas. Mad id: Ram6n A eces, 231-285. Pii ainen, Elisabe h (2012): Widesp ead Idioms in E11 ope and Beyond. Tmm d a Lexicon o Common Figu a i e Uni s. New Yo k e al.: Pe e Lang. S eyc , Ka h in (2013): U nelle Wo e hindungen. Zen ale A1us e des Sp achgeb auchs aus ko pusanal ische Sich . Tübingen: Na . Szczepaniak, Rena a (2009): G amma ikalisie ung im Deu schen. Eine Ein üh ung. Tübingen: Na .