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Die WEG-Metaphorik in der deutschen Phraseologie: ein Typologisierungsversuch

Abstract

El capítulo analiza el uso de la metáfora del "camino" (Weg) en la fraseología alemana desde una perspectiva cognitiva. Se centra en cómo el esquema conceptual de "camino" se utiliza para estructurar metáforas y modelos conceptuales en el idioma, incluyendo expresiones idiomáticas con una connotación literal y figurativa. Se identifican elementos clave del esquema del "camino", como origen, trayecto y meta, los cuales sirven como base para diversas proyecciones metafóricas, como "la vida es un camino" o "los problemas son obstáculos en el camino". El análisis incluye 142 unidades fraseológicas tomadas de corpus y diccionarios, organizadas en categorías basadas en su estructura y grado de idiomaticidad. Estas incluyen frases como einen neuen Weg einschlagen (emprender un nuevo camino) o auf halbem Weg stehen bleiben (quedarse a mitad de camino). Además, el capítulo destaca cómo el "camino" se vincula a conceptos morales en la tradición judeocristiana, como en expresiones relacionadas con el "buen" o "mal" camino. La investigación enfatiza la importancia de los esquemas visuales (image schemas) en la cognición lingüística y cómo estas metáforas influyen en la conceptualización cultural y lingüística. También aborda procesos de gramaticalización en expresiones con "camino", como su uso en preposiciones complejas y perífrasis verbales.

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Die WEG-Metaphorik in der deutschen Phraseologie: ein Typologisierungsversuch

Author: Mellado Blanco, Carmen
Publisher: Stauffenburg Verlag
Year: 2014
Source: https://minerva.usc.es/bitstreams/8f5a801f-fb4b-4579-99db-915e3377695e/download
Ca men Mellado Blanco (San iago de Compos ela)
Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie:
ein Typologisie ungs e such
*
Abs ac
[.
. .] Die al e F au wa k ank, be inde sich nun abe wie-
de
au
dem
Weg
de Besse ung. Ro käppchen mach sich
mi dem Ko b olle Kös lichkei en
und
gu en Ra schlägen
de Mu e
au
den
Weg
zu G oßmu e . Die Mu e
mein , sie solle
au
dem
Weg
bleiben und nich mi F em-
den sp echen. Ro käppchen e sp ich
es.
Au
dem
Weg
du ch den Wald s eh plö zlich ein kleines Rehki z
schluchzend am Weges and.
Quelle: h p://de.wikipedia.o g/wiki/Ro k%C3%A4ppchen _( 1995)
Un e suchungsgegens and de o liegenden A bei is die Me aphe n- und Mo i a ionsanalyse
de
au
dem Weg-Schema basie en Ph aseme, die inne halb ih e Kons i uen en das Lexem
Weg
en hal en. Haup anliegen des im Rahmen de kogni i en Linguis ik konzipie en Bei ags
is die Au deckung und Sys ema isie sung de ele an es en konzep uellen Me aphe n und
Me aphe nmodelle, die den deu schen Weg-Ph asemen zug unde liegen, wobei als Typolo-
gisie ungsk i e ium in e s e Linie de Aspek de g aduellen Lexikalisie ung und G amma i-
kalisie ung de Weg-Komponen e be ücksich ig wi d. In den Vo de g und de S udie ück
e ne die Rolle de Bild-Nebenschema a und die Be eiligung des enzyklopädischen Wissens
an de Kons i uie ung de ph aseologischen Bedeu ung, sowie die Mo i a ionsa de Idiome
nach de Klassi izie ung on Dob o ol'skij/Pii ainen (2009).
1.
WEG
als Bild-Schema1
Nach de Me aphem heo ie on Lako /Johnson (1980) s ell de Beg i WEG (PATH)
ein „image schema" da , d.h. „a ecu ing, dynamic pa em
o
ou pe cep ual in e ac-
ions and mo o p og ams ha gi es cohe ence and s uc u e o ou expe ience"
(Johnson 1987: xi ). Bild-Schema a basie en g undsä zlich
au
de kö pe lichen E -
ah ung und In e ak ion mi unse e Umwel und sind lau Lako (1987: 267) „CON-
* Diese A bei is
im
Rahmen des on mi gelei e en Fo schungsp ojek s FFI2013-45769-P Combina-
ciones aseol6gicas
de!
aleman de es uc u a [PREP. + SUST.]: pa ones sin agma icos, desc ipci6n
lexicog a ica y co espondencias en espai'lol en s anden.
Fü den englischen Beg i „image schema" benu ze ich in diesem Bei ag den im Deu schen mi -
leiweile e ablie en Te minus „Bild-Schema" ode ein ach „Schema" in Übe eins immung mi de im
Duden
an
d i e S elle angegebenen De ini ion on Bild als 'Vo s ellung, Eind uck' (p äsen z.B. im
Idiom sich ein Bild on jdm./e w. machen). Demgegenübe be o zugen ande e Au o en wie Jäkel
(2003: 30) den Te minus „Vo s ellungs-Schema", weil „es sich ge ade nich um Bilde (im Sinne
on engl. pic u es) handel ", sonde n
um
unse e „imagina i e capaci y" ode „Vo s elh 1gsk a " im
Kan ischen Sinne.
60
Ca men Mellado Blanco
TA1NERS,
PATHS,
LINKS,
FORCES,
BALANCE,
and in a ious o ien a ions and ela ions:
UP-DOWN,
FRONT-BACK,
PART-WHOLE,
CENTER-PERIPHERY
e c." Das WEG-Schema
gehö au g und seine Reku enz
im
äglichen Leben
und
seine ein achen S uk u
Ausgangspunk
~
Wegs ecke/Rich ung
~
Ziel
zu den wich igs en Quellenbe eichen
de konzep uellen Me aphe n des Menschen.
In
diesem Rahmen besch eib Jäkel
(2003: 264) im olgenden Zi a die Haup kons i uen en des WEG-Schemas, die dessen
Mapping
und
In e enzen mi ges al en und die
au
de lexikalischen Ebene die Quel-
lendomänen de im 2. Abschni besch iebenen konzep uellen Me aphe n bilden:
Diese simple G unds uk u implizie wei e e wich ige Vo s ellungen, wie YORW ARTS-
BEWEGUNG
in
eine bes imm e Rich ung (und dami FORTSCHRITT), zu ückgeleg e
ENTFERNUNG, und GESCHWINDIGKEIT de Bewegung. Die WEGSTRECKE bes eh
aus äumlichen PUNKTEN
in
linea e Reihen olge, da un e bisweilen salien e ORIEN-
TIERUNGSPUNKTE. Des wei e en kann die WEGSTRECKE auch KREUZUNGEN ode
WEGGABELN au weisen. Schließlich können dem Reisenden HINDERNISSE im Weg
s ehen, die umgangen we den müssen.
Obwohl das WEG-Schema
an
sich nich me apho isch, sonde n wie oben be ei s e -
wähn , ein e ah ungsbezogen is , me apho isie es dennoch in seine e izien en
„SOURCE-PATH-GOAL-S uk u " iele abs ak e Konzep e unse e Sp ache (z.B.
ZEIT,
HINDERNISSE
IM
LEBEN)
und
„wi d wie alle Image-Schema a du ch das me apho i-
sche Mapping zu
Quelle
de
me apho ischen S uk u ie ung iele Lebensbe eiche"
(Hube 2005: 39). Die e ah ungsbasie en Ko ela ionen bilden das na ü liche Map-
ping des WEG-Schemas, denn „[ ]he e is an expe ien ial co ela ion be ween he
sou ce domain (mo emen along a pa h o a physical loca ion) and he a ge domain
(achie emen
o
a pu pose). This co ela ion makes he mapping om he sou ce o
he a ge domain na u al"
(Lako
1987: 278). Das WEG-Schema ungie a sächlich
als Quellenbe eich zahl eiche Me aphe n, die abe nich isolie , sonde n inne halb
on Me aphemmodellen als Bündel
in
Fo m on Me aphemp ojek ionen o kom-
men.2 Fe ne sind die
au
Bild-Schema a basie en Me aphe n'
so
eich
und
p oduk-
i , weil sie nach Lako /Tu ne ( 1989: 62) au oma isch und unbewuss
au
de
G undlage des en sp echenden in de Sp achgemeinscha kon en ionalisie en Bild-
Schemas en s ehen:
Once
we
lea n a schema, we do no ha e o lea n i again o nakc
i
esh each ime
we
use
i .
I
becomes con en ionalized and as such
is
used au oma ically, c o lessly, and e en un-
consciously. Tha
is
pa
o
he powe
o
schemas: we can usc hese eady ools wi hou
„We ha c ound ha nc apho s allow
u~
o unde s and one domain o expe ience in e ms
o ano h-
e . This sugges s ha unde s1an<ling akcs placc
in
c ms
o
cn i e domains
o
expe ience and no
in
enns
o
isola ed conccp s." (Lako /Johnson 1980: l
J
7).
Ande s als bei Lako /Johnson (
1980)
we den bei Baldau (
1997)
die konzep uellen Me aphe n nich
in
on ologische, O icn ienmgs- und S uk u me aphe n, sonde n
in
,.A ibu s ne aphem·', „on ologi-
sche Me aphe n", „bildschcma ische Me aphe n'· und . .Kons ella ionsme aphem"" (die Le z e en sind
kul u beding und bilden eiche, mi zahl eichen Implika ionen e bundene Wissenskomplexe) un e -
eil . Fü die o liegende S udie e weis sich die d i e G uppe als besonde s in e essan , weil sie ex-
plizi
au
Bild-Schema a be uh .
Die
WEG-Me apho ik
in
de
deu schen
Ph aseologie
61
ha ing
o
pu any ene gy in o making o inding hem. Simila ly, once
we
lea n a concep u-
al me apho , i oo is jus he e, con en ionalized, a eady and powe ul concep ual ool-
au oma ic, e o less, and la gely unconscious.
Me aphe np ojek ionen
kommen
au
de
ex uellen
Ebene
ü
die
Tex kohä enz
eine
zen ale Rolle zu,
indem
sich
die
Ko ela ionen
zwischen
dem
Quellen-
und
dem
Zielbe eich
de
im
Tex
au e enden
Me aphe nmodelle
du ch
e schiedene
lexikali-
sche
Mi el
wiede holen,
wie
die empi isch basie en
A bei en
on
Ba ano /
Dob o-
ol'
skij (2003:
20-26)
4
und
Baldau
(1997:
139-149)
u.a.
belegen.
Besonde s
im
ö en lichen
Disku s
und in
de
P esse
is
die
WEG-Me apho ik
omnip äsen
und
wi -
kungs oll,
was
nach
Ba ano /Dob o ol'skij
(2003:
26)
speziell
dadu ch
zu
e klä en
is ,
dass
„es
eine
s a k
elabo ie e
und
gu
s uk u ie e
konzep uelle
Domäne
da s ell ,
die
mi
Me aphe n
aus ande en
Be eichen
in e agie ."
Die
In e ak ion
des
WEG-
und
wei e e
G undschema a
mi
sekundä en
Bild-
Schema a
bilde
den
Un e suchungsgegens and
de
S udie
de
spanischen
Linguis en
Pe ia
Ce el/Mendoza
Iba iez (2010).
Die
on
Johnson
(1987: 126) und
Lako (l987:
27
l)
au
de selben
Ebene
undi e enzie
pos ulie en
,jmage-schema a"
(nämlich
CONTA1NER,
BALANCE,
COMPULS10N,
BLOCKAGE,
COUNTERFORCE,
RESTRAINT
RE-
: OVAL,
ENABLEMENT,
ATTRACT!ON,
MASS-COUNT,
PATH,
LINK,
CENTER-PERIPHERY,
CYCLE,
NEAR-FAR,
SCALE,
PART-WHOLE,
MERGING,
SPLITTING,
FULL-EMPTY,
MAT-
CHING,
SUPERIMPOSITION,
ITERATION,
CONTACT,
PROCESS,
SURFACE,
OBJECT,
COLL-
ECTION)
we den
on
den
spanischen
Au o en
in
„esquemas
basicos''
(„Haup schema-
a",
nämlich
(1)
BOUNDED
REG!O :
- on
dem
SURFACE
und
CONTAINER
abhängig
sind--,
(2)
PATH
und (3)
PART-WHOLE)
und
„esquemas
subsidia ios"
(,,Nebenschema-
a") hie a chisie
und
mi einande
in
Ve bindung
gese z . Das ü
uns
in F age
kom-
mende
WEG-Schema
wi d
on
Pe ia
Ce el/Mendoza
[ba iez (2010:
270)
in
Abbil-
dung
l da ges ell .
Au
kogni i e und
sp achliche
Ebene
inde die In e ak ion
des
WEG-Schemas in
de
komplexen
Me apho ik
de
Weg-Ph aseme ih e Wide spiegelung.
Lau
de
E -
gebnisse
unse e
Ko pusanalyse
sind
bei
den
TVeg-Ph asemen die olgenden die
ele-
an es en
Nebenschema a:
• FORCL 'Veg-Ph ascmc
de
Me aphcmp ojck ionen
JMDM.
PROBLEME
MACHEN
IST
HINDERNISSE
AUF
DESSEN
WEG
LEGEN;
JMDS.
PLANE
VERHINDERN
!ST
DESSEN
VEG
SPERREN
(G uppe
2.4.1.).
Sp achlich
zum
Ausd uck
komm
die
Vo s ellung
des
ABWEGES
(DEVIATION
e schein
au
de
Abbildung
l.
du ch
BLOCKAGE
und
COUNTER-FORCE
bes imm ,
gl.
au
de
sp achlichen
Ebene
sich nich om
Veg(e)/ on seinem
Weg
abb ingen lassen)
du ch die amebasic en
Ph aseme
Eimge de on Ba ano /Dob o o!'skij (2003: 22)
in
de P esse
zu
den poli ischen und wi scha li-
chen DDR-Re o men s ges cllien konzep uellen
WEG- 1e aphe n
sind z.B.: „Die „Re o men" we -
den als
DER
NEUE
WEG
in e p e ie , „al e Mach s uk u en" als
H NDERNlSSE
AUF
DIESEM
Wn;,
„op-
posi ionelle Demons an en" als
WEGBEREITER,
„die al e poli ische und ökonomische En wicklung'·
als eine
SACKGASSE,
„Ve zögemngcn
in
de Du ch üh ung de Re o men" als UNTERBRECHUNGEN
IN
DER
FORTBFWE(,UNG
AUF DEM
VEG
e c."
62
Ca men Mellado Blanco -
mi eligiösem Hin e g und de G uppe 2.5., wie z.B. om ( ech en) Weg abkom-
men (W A),
au
Abwege ge a en (DU)
• ENABLEMENT
( on
RESTRAINT REMOVAL
und seine sei s on
FORCE
be-
s imm ): Weg-Ph aseme de Me aphe np ojek ionen
PLÄNE VERWIRKLICHEN
IST EINEN GERÄUMTEN WEG HABEN; JMDN. FÖRDERN IST DESSEN WEG RÄU-
MEN
(G uppe 2.4.1.)
• FRONT-BACK
und
NEAR-FAR:
Weg-Ph aseme aus dem Zielbe eich
ZEIT
(G uppe 2.4.2.)
• PROCESS
(g amma ikalisie e Weg-Ph aseme de G uppe 2.6.).
PA.TB
1
1 1
1
1 1 1
Pl OCa8
l'01lCB
RONT-
RAR-
CYCLB
VDDCA-
8MS
l'All
u
1
1 1 1
1
COMPa .-
81.0CMOI
~„
~
CON'l'ACT
SIGN
Ol CB
lUlMCWAL
A~~/
~
TION&
~
1
""·~
1 DEVIATION
•
Abb. 1 Das WEG-Haup schema und seine Nebenschema a5
2.
Weg als Wo kons i uen e deu sche Ph aseme
2.1. Me hodologisches Vo gehen
Die Fo mulie ung bzw. Analyse de konzep uellen Me aphe n und Me aphemmodelle
e olg
au
de Basis on insgesam 142 den allgemeinen und idioma ischen Lexika
(s. Li e a u lis e) en nommenen Ph asemen mi eine Weg-Kons i uen e. Die Pe i-
nenz de seman ischen Besch eibung de in den Lexika angegebenen De ini ionen
we den gegebenen alls du ch Tex belege aus COSMAS II und WebCo p übe p ü .
Unse e induk i o ien ie e Me aphe ns udie olg inso e n eine bo om-up-Analyse,
als sp achliche Da en den Ausgangspunk de me apho ischen Analyse bilden ( gl.
5
Dieses Schema s ü z sich
au
den
au
Spanisch e ass en Klassi izie ungs o schlag on Pe ia Ce -
el/Mendoza lbä iez (2010: 270).
Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie
63
Mellado Blanco 2014: 82). Die
142
plu ilexema ischen Einhei en wu den bewuss
nich nu aus idioma ischen, sonde n auch aus allgemeinen Wö e büche n exze pie ,
da iele de ü die A bei ele an en Fügungen keine Idiome im enge en Sinne, son-
de n ein ach usuelle Wo e bindungen6 da s ellen.
Das Ko pus um ass subs an i ische
(s einige Weg)
und e bale Kolloka ionen
(einen Weg einschlagen),
Idiome mi doppel e Lesa
(jmdm. den
Weg
weisen),
Idi-
ome mi nu idioma ische Lesa
(mi e w. ha es noch gu e Wege),
Funk ions e bge-
üge
(e w. zuwege/zu
Vege
b ingen),
Ph asem-Kons uk ionen,
7
g amma ikalisie e
komplexe P äposi ionen
(im
TVege
+
Gen.), Sp ichwö e
(Wo ein Wille
is ,
da is
auch ein
Weg;
De
l·Veg
is das Ziel)
und Zwillings o meln
(Mi el und Wege inden
(DU),
Weg
und
S eg; wede Weg noch S eg
(DU)).
Was ih e S uk u angeh , zeigen Weg-Ph aseme eine ela i einhei liche Cha ak e-
is ik: An ih e u sp ünglich äumliche Domäne e innen eine sei s die häu ige E schei-
nung on lokalen P äposi ionen
( o , nach, hin e ),
die in den Ph asemen o eine
zei liche Dimension e hal en, und ande e sei s Fo bewegungs e ben wie
gehen.
lau-
en. abweichen.
Quali izie ende Adjek i e in a ibu i e Funk ion wie
s einig, gu ,
schlech . leich , k umm, schie ; neu
kommen in den Weg-Ph asemen besonde s häu ig
o und e weisen
au
seman ische Felde wie MORALISCHES VERHALTEN (Abschni
2.5.) und VORGEHENSWEISEN ode MÖGLICHKEITEN (Abschni 2.3. l.).
2.2. Kolloka ionen und usuelle Wo e bindungen mi eine Weg-Kons i uen e nn
wö lichen Sinne und die da au liegenden Idiome
In
diese G uppe be inden sich in e s e Linie nominale und e bale Kolloka ionen
sowie usuelle Wo e bindungen, bei denen de
Weg
ausschließlich komposi ionell
in
seinem konk e en lokalen Sinne au zu assen is . Ande s als z.B. beim Lexem
S aße8
is bei
Weg
be ei s in seine E ymologie implizi die Idee de Bewegung en hal en
( gl. nach P ei e 1993: 1544 aus dem Ge m.
*wega-
< idg.
yegh-:
'bewegen, ziehen,
ah en'), die die Seman ik de Fügungen diese G uppe im wei e en Sinne cha ak e i-
sie . Die hie bei okussie en seman ischen Me kmale des
1-Veges
sind: (S ecke/
Rou e], [Begegnung] und [Spe e/Hinde nis]. Die Fügungen de G nppen 2.2. sind
S eye
(2013: 23)
besch eib usuelle Wo e bindungen als „kon enllonalisie c 1 lus e des Sp ach··
gcb auchs. die du ch wiede keh enden Geb auch ge onnen
sind.~'
De De ini ion Dob o ol'skijs
(2011:
1J4) olgend sind Ph asem-Kons uk ionen plu ilexema ische
S nk u en mi lexikalische Bedeu ung, .,wobei bes imm e Posi ionen
in
ih e syn ak ischen S uk u
lexikalisch bese z sind, wäh end ande e Slo s da s ellen, die ge üll we den müssen, indem ih e Be-
se zung lexikalisch ei is und nu bes imm en seman i5chen Res iik ionen un e lieg ."
Nach Duden is eine S aße ein 'besonde s
in
S äd en, O scha en gewöhnlich aus Fah balm und
zwei Gehs eigen bes ehende ) be es ig e Ve keh sweg ü Fah zeuge und (besonde s
in
S äd en.
O scha en) Fußgänge '. In
de
Wo e ymologie ahd.
s a5(J)u
spä la eini~ch
s/ ala
( wi
=
'ge-
p las e (e
Weg)'
s eh somi die Bewegung nich im Vo de g und, was sich
au
die Ph aseologie
auswi k :
Im
Gegensa z zu den Weg-Ph nscmen gehö en die S aße-Ph aseme haup sächlich den
konzep uellen Be eichen ARBE TSLOSJGKE!T (z.B. jmdn.
au/die
S aße we en/se zen), PROSTJTUT!O:
(z.B.jmdn.
on de S aße au lesen) und
ÜFFENTUCHKE T
(z.B.
au
o/)ene S aße) an.

64 Ca men Mellado Blanco
zwa im wö lichen Sinne zu e s ehen, sie we den g öß en eils dennoch auch igu a-
i als Idiome benu z .
2.2.1. De Weg als 'S ecke', 'Rou e', 'Bahn': ein unbe es ig e , gescho e e ,
schlech e , s einige . s eile , holp ige , scha ige , s ille Weg (DU); jmdm. den Weg
[zum Bahnho ] zeigen (nach DU); jmdm. den Weg weisen (W A); sich
au
den Weg
machen (DUI 1
):
jmds. e s e Weg üh e ihn zu jmdm. (nach DU); einen schwe en,
unangenehmen Weg o sich haben (DU);
au
dem
Weg
bleiben (CM);
9
seinen Weg
o se zen (DU); einen
B ie
au
den
Weg
schicken (DU); al{ dem
Weg
zu einem O
sein (nach DU); jmdn.
au
dem Weg zu einem O e en (nach DU); jmdn.
au
dem
Weg beglei en; den ( ech en)
Weg
e ehlen, e lie en (DU); den selben
Weg
haben
(nach DU); wohin, wohe des Weg(e)s? (DU);jmdn. nach dem Wegjl-agen (DU);
au
halbem
Weg
umkeh en (DU); an jmd5. Weg/am Weg liegen (SCH); [im Nebel] om
Weg abkommen (DU); sich einen Weg bahnen (nach DU); den
Weg
abkü zen/ab-
schneiden (DU).
Viele diese Kolloka ionen und usuellen Wo e bindungen we den idioma isch
im Rahmen de Me aphe
WEG
als
LEBENSWEG
(s.
Abschni 2.3.2.) benu z : jmdm.
den Weg weisen; den selben
Weg
haben; om
Weg
abkommen; jmdn.
au
dem Weg
beglei en: sich einen Weg bahnen.
2.2.2. De Weg als 'O de Begegnung': jmdm. übe /in den Weg lau en (DU); sich/
jmdm.
au
halbem Weg en gegenkommen (DU); des/seines Weg(e)s kommen (DU).
Die Au assung des WEGES als 'O de Begegnung' mo i ie die konzep uelle Me a-
phe
KOMPROMISSE
SJND
BEGEGNUNGEN,
bei de sich die konk e in e p e ie ba e
Begegnung
au
dem Weg abs ak un e de Fo m des bila e alen Komp omisses zwi-
schen zwei Pe sonen ode Pa eien deu en läss : sich
au
halbem Weg(e) e en (DU);
jmdm.
au
halbem Weg(e) en gegenkommen (DU).
2.2.3. De
Weg
als 'O de Spe e, de Hindc nisse':jmdm. den Wegß·eigeben (DU);
den
Weg
ei machen (Red. Index); jmdm.
im
Weg
s ehen/sein (DU); sich jmdm.
in
den Weg s ellen (DU); jmdm. den
Weg
e legen (DU); jmdm. den
Weg
e .spe en
(SCH); jmdm. den Weg abschneiden (DU
11
);
jmdm. den Weg e e en (DU
11
);
jmdm.
in
den
Weg
e en
(DU
11).
Wie die Kolloka ionen und usuellen Wo e bindungen de G uppen 2.2.1. und 2.2.2.
e ügen auch diese Fügungen übe eine me apho ische Lesa . Die
au
de Vo s el-
lung des Weges als 'O de Hinde nisse' basie en Me aphe nmodelle und Idiome
we den un e 2.4.1. ange üh .
CM s eh ü Ca men Mellado.
Es
bezieh sich
au
die Ph aseme, die zwa in den Lexika nich au ge-
üh sind, sich abe in den konsul ie en Ko po a als es e Wo e bindungen e weisen.
Die
WEG-Me apho ik
in
de
deu schen
Ph aseologie
65
2.3.
Au
konzep uellen Me aphe n basie e Ph aseme mi lexikalisie e
Weg-
Kons i uen e
Die
Ta sache,
dass
die Weg-Kons i uen e in diesen
Ph asemen
in
eine
ih e lexikali-
sie en
Bedeu ungen
o komm , weis
au
die Komposi ionali ä
de
Ph aseme
hin. In
den meis en
Fällen
bes eh
Teilidioma izi ä ,
denn
die e balen
Ph asemkomponen en
haben in
de
Regel keinen Mc apho isie ungsp ozess du chgemach .
2.3.
l.
WEGE als
VORGEHENSWEISEN,
MÖGLICHKEITEN
und
LÖSUNGEN zu
PROBLE-
i' !EN.
Bei den
Ph asemen
diese
G uppe
zeig
das
Wo
Weg
die
schon
lexikalisie e
Bedeu ung
'A
und
Weise, in
de
jemand
o geh ,
um
ein
bes imm es
Ziel zu e ei-
chen: Möglichkei ,
Me hode
zu
Lösung
on
e was'
( gl. DU).
Au g und
des
hohen
Lexikalisienmgsg ads
de
Weg-Kons i uen e e weisen sich die
Ph aseme
diese
G uppe
als hochkomposi ionell
und
in ih e Mo i a ion du chsich ig. Ein wesen li-
che
Bes and eil
de
Ph asem-Bedeu ung
komm
du ch
das
quali izie ende Adjek i
in a ibu i e Funk ion zus ande; das
Ve b
e schein
seman isch
un e ände
in
seine
ex e nen
Bedeu ung.
Die hie he
gehö enden
Weg-Ph aseme
können
in d ei
Me aphemmodelle
un e -
eil we den:
(a)
VORGEHE"iSWEISEN
SIND
WEGE: 10
de siche s e Weg zu e w.
(DU);
Das is de
einzig gangba e Weg
(DU);
e w.
au
sch i lichem, diploma ischem Weg(e) egeln;
einen S ei au/ iedlichem
l'Veg(e)
beilegen; sich
au
gü lichem Weg(e) einigen; neue
Wege weisen
(SCH);
e w.
aul
schnells em Weg(e)ldcm schnells en Weg e ledigen
(SCH):
al{ 'diesem Weg(e)
(DU);
e w.
au/kal em
Weg(e) e ledigen
(DU);
au/gese z-
lichem
Weg
e w. e eichen!
..
(SCH);
e w.
au
gü lichem
Weg
lösen/ egeln!
..
(SC l);
j ndn./jmd ·. Ein luss!
..
au/kal em
Weg
ausschal en/. .. unschädlich machen/.
..
(SCH);
au
k ummen Wegen e w. un/ e suchen/.
..
(SCH)).
Wie
man
au
kogni i e Basis
zu
konzep uellen
Me aphe
VORGEHENSWEISE
SIND
WEGE
komm , e klä 1
Baldau
( l 997:
l40)
im
olgenden Zi a ,
in
dem
de
Weg
auch
als
FVahl
und
Möglichkei
da ges ell
wi d:
So wie wi einen O übe Lands aße, Au obahn ode Waldweg e eichen können,
so
kön-
nen
'> i
auch abs ak e Ziele. Handlungsziele ode Absich en,
an
un e schiedliche Weise
ealisie en. Diese möglichen, unic schiedlichen Vo gehensweisen we den me apho isch als
un e schiedliche, zu Wahl s ehende Wege konzep ualisie . Die Cha ak e isie ung des
je-
weils eingeschlagenen Weges s eh
im
Vo de g und des olgenden Me aphemsys ems.
(b)
MÖGUCHKE!TEN
SIND
WEGE:
Wo
ein Wille is . da is auch ein Weg
(DUl
I
);jmdm.
hleih kein ande e
Weg
(o en) als e w. zu un
(SC l);
jmdm. s ehen alle Wege o/ i:n
(DUI l
).
JO
Vgl. einen ähnlichen Bedeu ungswandel beim sinn e wand en Lexem Tuu (DU: e w.
au
die san -
e/nai elgemü liche Tou machen), lexikalisie als
'A
und Weise, mi T icks, Täuschungsmanö-
e n
o.A.
e w. zu e eichen'.
66
Ca men Mellado Blanco
(c)
LÖSUNGEN
ZU
PROBLEMEN
SIND
WEGE:
Mi el und Wege suchen/ inden
(DUl
l
);
einen ande en/besse en Weg suchen (DU); nu einen Weg sehen (nach DU); keinen
ande en Weg sehen, als
...
(nach DU).
2.3.2.
De
WEG
als
LEBENSWEG.
De Gemeinpla z om
LEBEN
als
REISE
is in de
kogni i en Linguis ik ela i aus üh lich un e such wo den ( gl. u.a. Lako /Tume
1989:
60-65;
Jäkel 2003:
261-283;
Kispal 2013). Lexikalisie wi d diese Me aphe
au
sp achliche Ebene du ch Ph aseme aus iel äl igen seman ischen Felde n, die mi
de
Lebensen wicklung zusammenhängen.
n
unse em Ko pus zeigen die Weg-Idiome
diese G uppe au g und de Lexikalisie ung on Weg als
'Lebensweg'
eine ela i
anspa en e Mo i a ion sowie einen hohen Komposi ionali ä sg ad in ih e Idioma i-
sienmg
au . Ih Idioma isie ungsg ad is alle dings höhe als bei
23.
l.,
weil das Ve b
in de Regel nich im konk e en, sonde n im me apho ischen Sinne zu deu en is .
Das Me aphemmodell
DAS LEBEN
IST
EIN WEG
um ass die P ojek ionen des
REI-
SENDEN
als
PERSON,
DIE
DAS
LEBEN
FÜHRT
und
des
WEGES
als
LEBEN
mi einem
AN-
FANG,
eine
LAUFBAHN
und
einem
ENDE,
die die Lebense appen signalisie en. Die
Me aphe o n
HOMO
VIATOR
is nach wie o eine Kons an e
in
de Wel li e a u und
Philosophie ( gl. Dan e und seine Di ina Commedia) und bilde die Basis ü das
jüdisch-ch is lich gep äg e Gedankengu des ich igen und alschen Weges (s. Ab-
schni 2.5.).
Die Me aphe n de Weg-Ph ase ne, die das Me aphemmodell
DAS
LEBEN
IST EIN
WEG
ausmachen, lassen sich nach ih e Mo i a ion eilweise als amebasie e Me a-
phe n mi kul u gebundenem Wissen -sie inde ih en Ausd uck in den ch is lich
gep äg en Ph asemen
de
G uppe 2.5. -und eilweise als konzep uelle
WEG-
schemabasie e Me aphe n besch eiben, wie es bei seinen Weg gehen (DU l l ); den
eingeschlagenen Weg o se zen (CM); seinen Weg machen
(DUI
l); seinen Weg. o -
se zen (DU); am K euzweg s ehen (DU); an einen K euzweg gekommen sein (DU);
au
dem Weg bleiben (CM); seines Weges/seine Wege gehen (DU) de Fall is . Die
In e ak ion beide Mo i a ions ypen soga
in
ein und demselbem Ph asem wi d beim
Idiom jmdm. gu e Leh en, Ra schläge mi
au
den Weg ( ü sein wei e es Leben) ge-
ben (DU) e sich lich. Da Li e a u und Philosophie ( gl. De Weg is das Ziel, Kon u-
zius) zu He ausbildung
und
Ve b ei ung iele Weg-Ph aseme mi de Me aphe
LEBEN
als
LEBENSWEG
beige agen haben. s eh bei diesen Ph asemen manchmal
auch die in e ex ueUe Mo i a ion im Hin e g und. Die symbolische Mo i a ion ( gl.
Dob o ol 'skij/Pii ainen 1997) e schein wei e z.B. bei jmdm. Rosen
au
den
Weg
s euen nach
dem
Symbol de
ROSE
als
VERWÖHNUNG
(schon in de An ike p äsen ,
gl. iace e
in
osa,
'au
Rosen uhen').
In
nich wenigen Weg-Ph asemen de Me aphe
DAS LEBEN JST EIN
WEG
komm
ein ex e ne Ak an in E scheinung, nämlich die Pe son, die on außen den Reisenden
au
den ich igen
ode
alschen Weg b ing und somi
au
den Reisenden einen gu en
bzw. schlech en Ein luss ausüb ( gl. jmdn.
aul
den ech en/ ich igen Weg (zu-
ück)b ingen (Red. Index); jmdn. om ech en Weg abb ingen (Red. Index)) ( gl.
Abschni 2.5.).
De
ex e ne Ak an kann ebenso Hinde nisse
au
jemandes
Weg
legen
ode
den Weg ü einen ande en äumen (s. Abschni 2.4. l .).
Die WEG-Me apho ik in de deu schen Ph aseologie 67
De Reisende is also häu ig nich allein un e wegs: Ein G undaspek des Gehens
du ch einen Weg is e ne die Möglichkei de
BEGLEITUNG,
des
ZUSAMMENGEHENS.
Die
MITREISENDEN
sind
LEBENSGE ÄHRTEN,
11
FREUNDE
ode
MITARBEITER,
die sich
i gendwann (an einem K euzweg) e en, eine Weile den Weg gemeinsam gehen und
sich ennen können:
unse e/ih e/
...
Wege ennen sich
(SCH);
ge enn e Wege gehen
(SCH);
jmd,·. Wege scheiden sich
(CM);
unse e/ih e!
..
Vege
k euzen sich
(SCH);
jmdn.
au
dem Weg beglei en;
12
den selben Weg gehen
(CM).
Wäh end bei den Weg-Ph asemen de G uppe 2.3.
l.
(b, c) das Ende des Weges das
Ziel und da um e was E s ebenwe es is , p ojizie sich
in
einigen Weg-Idiomen des
Me aphe nmodells
DAS LEBEN IST
EIN
WEG
das
ENDE DES WEGES
als de
TOD,
als das
un e meidliche Ende, das jeden Reisenden i . ln die Me aphe
STERBEN IST
DAS
ENDE DES WEGES ERREICHEN
( gl. Mellado Blanco 2013a: 119) allen die Ph aseme
den
Weg
allen/alles Fleisches gehen
(DU
11
);
den Weg alles I dischen gehen
(DU
11
);
den
Weg
gehen, den wi alle gehen müssen
(SCH);
den le z en Weg gehen
(Red. ln-
dex). Wie in ande en A bei en be ei s e läu e ( gl. Mellado Blanco/lglesias lglesias
201
i ), läss sich aus p agma ische Sich ein Tex so enwandel diese und ähnliche
[diome -bei ih e Ve wendung mi einem Subj [-humj -aus de eligiösen Domäne
in
die Jugend- und Umgangssp ache und somi eine Ände ung ih e S ilma kie ung
sche zha
s a
gehoben:
z.B. ein Compu e kann
den
Weg
alles I dischen gehen)
es s ellen. Die Rolle des
MITREISENDEJ i
als
BEGLEITER
inde sich auch in diesem
seman ischen Feld
TOD
beim Idiom
jmdn.
au
dem/seinem le z en Weg beglei en
(DU!
1)
un e de Me aphe
TOD IST ABSCHIED
( gl. Fußno e 12).
2.3.3. De
WEG
als
WEGSTRECKE/ENTFERNUl iG.
In
den Wö e büche n e scheinen
un e dem Lemma
Weg
u.a. die De ini ionen 'S ecke', die zu ückzulegen is , um an
ein bes imm es Ziel zu kommen (DU) und 'En e nung' (W A), die z.B.
in
de
Weg-
Komponen e de usuellen Vo 1 e bindungen
noch einen Weg on X-Kilome e n o
sich haben
(nach DU
11
);
noch X-Kilome e Weg o sich haben
(nach DU
11
);
einen
wei en/langen/ku zen
Veg
zu einem O haben
(nach DU)
zu
e kennen sind.
2.4.
Au
konzep uellen Me aphe n basie e ollidioma ische Ph asemc
Bei den
1-'Veg-Ph ase nen
diese G uppe e scheinen alle Ph asemkons i uen en im
übe agenen Sinne, eshalb die Ph aseme als ollidioma isch zu klassi izie en sind.
2.4. l.
PROßLEME SIND OBJEKTE/PERSONEN
AUF
DEM
WEG.
Das sich
in
unse em
Weg-
Ko pus als hochp oduk i e wiesene Me aphemmodell
PROBLEME SIND OBJEKTEi
PERSONEN AUF DEM
WEG
beinhal e die P ojek ionen
JMDM. PROBLEME MACHEN !ST
J-1!]'.;DERi':ISSE
ACF DESSEN WEG LEGEN; JMDS. PLANE VERH!NDER1 IST DESSEN
WEG
11
Vgl die E ymologie on
Ge dh e:
ahd,
('Fah genosse').
Ahd.
Zu~ammc öe zung
aus
dem
gi-P ä ix
('zusammen
mi 'l
~
j(Y o
(Sub~ an i
zu (1 ,
'Fah ')
( gl. P öi o 1993: 408),
12
Das Idiom
jmdn. (bei
e w)
au
dem
Weg
heg!ci en
wi d im Be eich des Lebensweges
in
ielen
und
mannig al igen Kon ex c:n geb auch , soga in Anspielung
au
den
le z en Weg,
au
den Tod
(jmdn.
au demheinem
le z en
Weg
beglei en
(DU)
in
de
Bedeu ung
·an
jmds. Bee digung eilnehmen').
74
Ca men Mellado Blanco
Ebenso e schein die Fügung
au
dem
Weg2
3
+Gen.
im
DU als komplexe P äposi ion
(z.B. e w.
au dem
Weg(e) eines Ve gleichs (du ch einen Ve gleich) en scheiden). Sie
ha in den Ko pusbelegen als Kooku enzpa ne o die Ve ben e olgen/geschehen:
Nach de auch mi Blick
au
außenpoli ische Kons ella ionen ge o enen En scheidung ü
eine schnells mögliche Ve einigung d eh e sich die Deba e um die F age nach dem „bes-
en" Weg zu Einhei : Soll e diese au dem Weg eines Bei i s nach dem damaligen A .
23
GG e olgen ode wa die Ve einigung übe den P ozess de gesam deu schen V e as-
sungsgebung nach A . 146
GG
anzus eben? h p://www.bpb.de/ hemen/
WB3
l
C2,0,0, l 990%3A _G undgese z_ ode _ neue_ Ve assung.h ml
In
den Ko pusbelegen konn en e ne die p äposi ionalen Fügungen
au
dem Weg zu
+
Da . ( inale/ esul a i e Bedeu ung) und
au
dem Weg in
+
Akk. ( ans o ma i e Be-
deu ung) es ges ell we den, die allem Anschein nach dem Mus e de lokal-
di ek i en p äposi ionalen Fügungen wie
au
dem Weg zum Bahnho ,:
au
dem Weg in
die Schweiz olgen. Angaben übe die G amma ikalisiemng de p äposi ionalen Fü-
gungen
au
dem Weg zu/in als komplexe P äposi ionen konn en wede
in
den G am-
ma iken noch
in
den Lexika au ge unden we den. Belegbeispiele:
Die Na o bie e da in ih e Hil e
au
dem Weg zu
24
meh Demok a ie und Ma k wi scha
an. Die Völke de Sowjc lmion müß en sich übe ih e kün ügen Beziehungen
au
iedli-
chem Weg einigen und dabei inne e und äuße e G enzen allen alls
au
dem Ve hand-
lungsweg ände n. (COSMAS II, Die P esse, 08.11.1991)
Fü iele on ihnen is es de Tü kei
au
einziga ige Weise gelungen, Mode ni ä und kul-
u elle Iden i ä im Gleichgewich
zu
en wickeln. Sie sehen dieses Land au dem Weg
in
die Demok a ie, wäh end es gleichzei ig seine islamischen Wu zeln und T adi ionen nich
e leugne . www.be elsmanns i ung.de/cps/ de/xchg/bs /hs.xsl/nach ich en _ l J
2436.h m
De komplexen P äposi ion
au
dem Weg in
+
Akk. komm
in
den Ko pusbelegen
eine ans o ma i e Ak ionsa
zu,
die au Zus ands e ände ung hindeu e . Typische
subs an i ische Kooku enzpa ne (in de Regel
im
Singula ) weisen eine empo ale
und abs ak e Bedeu ung 'neue E appe' au .
2.6.2. Weg-Ph aseme als Bes and eil on Ve balpe iph asen: Die komplexen P äposi-
ionen
au
dem
Weg+
Gen.
au
dem Weg
zu+
Da . sind Bes and eile de Ve bal-
pe iph asen sich
au
dem Weg zu/+ Gen. be inden/sein und sich
au
dem
/!Veg
be in-
den/sein, e w. zu un! e denl
..
25
Es handel sich
um
S uk u en, die den G amma-
23
Die Fügungen
au
dem Weg und
au
den Weg sind sowohl diach on als auch synch on äuße s p o-
duk i e S uk u en, die die Basis zahl eiche 1diomc e schiedenen !dioma isic ungs- und Abs ak i-
onsg ads bilden
(s.
z.B. Abschni e
2.2.2.
und
2.5
).
Das lokale Ad e b weg
is
on mhd. in wec
('au
den Veg'), wie bei in wec gän (' o gehcn·), abgelei e ( gl. P ei e 1993).
24
In
den Ko pusbelegen
is
die E scheinung des Chunks
au
dem
Veg
zu meh signi ikan hoch, z.B.
„N.:uc Wege
au
dem
Vcg zu
meh
Na1u 1ssemcba lc mne11 und
komm-mach-mi .dc/P csse-'P e;,semi eilungcn/mch -' a u wisscnscha lc inncn--und-Ingen1eun men.
25
Belegbeispiel: „De
()
wa
au '
dem Weg,
zu
e]ncn1
Geis e do zu
we den.H
(Nü nbe ge Nach-
ich en, 20.07.2001,
S.
30; Vom Geis e do zum Kuns zen um).

Die WEG-Me apho ik
in
de deu schen Ph aseologie
75
ikalisie ungsp ozess
26
noch nich ollzogen haben, da de Bedeu ungsinhal des Wo -
es
Weg
noch „mi schwing ", d.h. das Lexem noch nich öllig deseman isie is . Wi
s ehen o eine we denden syn a k ischen Ve balpe iph ase,
27
die eine mu a i e,
ans o ma i e ode p ozessuale Ak ionsa -d.h. das 'Im-Beg i -Sein on e w.' -
ausd ück .
In
diesen kogni i en Rahmen äll ebenso das Ph asem
au
dem bes en
Weg(e)
(zu
e w.) sein (DU), das
au
eine ans o ma i e Ak ionsa hindeu e . Nach
DU wi d dieses Idiom o i onisch e wende , in de Bedeu ung 'du ch sein Ve hal en
einen bes imm en [nich wünschenswe en] Zus and bald e eich haben' (z.B.
E
is
au
dem bes en
Weg,
sich zu uinie en).
In
diesem und ähnlichen Beispielen zeig sich
ein zwei e G amma ikalisie ungsp ozess on de p ozessualen Ak ionsa zu eine
epis emischen modalen Bedeu ung, die die i onische Absich und die
KRITIK-
lmplika u des Sp eche s zum Ausd uck b ing .
Li e a u
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WebCo p h p://www.webco p.o g.uk/li e
26
Vgl. das Ph asem
au
dem
Weg
de Besse ung (sein/sich be inden) (WA) mi de ans o ma i en
Bedeu ung 'wiede gesund we den'.
27
Hie bei we den die Bedingungen ü eine G amma ikalisie ung und somi die He ausbildung eine
g amma ischen (Zei -)S uk u e üll : Das Basissubs an i
Weg
is hoch equen , ha eine lokale Be-
deu ung, was die
RAUM-ZEIT-Me apho ik
begüns ig ( gl. Meibaue 1995: 59), und das Ve b ha
kaum In ensionali ä ( gl. Lami oy 2004). De p agma ische Meh we de S uk u bes eh in de
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