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125–143) be ass sich mi einem Tex , de den U sachen des K ieges nachgeh , de
abe auch– an h oposophisch gedeu e – eine Pe spek i e zu geis igen E neue ung
Eu opas nach dem Wel k ieg en wickel .
Dem Band geling eine gu e Da s ellung de höchs di e gen en Auseinande se -
zungen mi dem Wel k ieg und scha , zumindes du ch Einbezug un e schiedliche
Tex e und Tex so en, auch eine in Ansä zen ep äsen a i e E assung de Thema ik.
Au diese Weise bilde e nich nu eine wich ige S imme im Feld de wissenscha -
lichen Bea bei ungen zum 100jäh igen Gedenken an das Ende des Wel k iegs, sonde n
e ö ne auch neue Fo schungs agen und - hemen um den Komplex E s e Wel k ieg
in Mi eleu opa.
Do een Densky: Li e a ische Fü sp ache bei F anz Ka ka. Rhe o ik
und Poe ik. Be lin, Bos on: de G uy e , 2020, 227 Sei en.
Jö g K appmann– Palacký ‑Uni e si ä Olomouc
In de o liegenden S udie, die au eine Disse a ionsa bei an de Johns Hopkins
Uni e si y zu ückgeh , e such die Ve asse in Fü sp ache nich nu als zen alen
Gegens and zu assen, de sich „wie ein o e Faden hema isch du ch zahl eiche Tex e
Ka kas“ (S. 2) zieh , sonde n ielmeh als Analyseka ego ie zu implemen ie en, die
„in Ka kas We k, […] in de li e a ischen Rezep ion und in den wissenscha lichen Dis-
kussionen seine Sch i en maßgeblich“ (S. 2) is . Sie a bei e dami den En wu eine
k i ischen Geschich e de Fü sp ache aus, den Rüdige Campe in dem Sammelband
on A ne Höcke und Oli e Simons (Ka kas Ins i u ionen. Biele eld 2007) zunächs in
Bezug au Ka ka (Ka kas Fü sp ache, 189–212) und spä e allgemein o mulie e (Syn-
ego ia und Ad oka u . En wu eine k i ischen Geschich e de Fü sp ache, e schienen bei
Claudia B ege und F i z B ei haup , Empa hie und E zählung. F eibu g 2010, 53–84).
Me hodologisch b ing sie ein Ve ah en zwischen wissenspoe ologische Rhe o ik
und „einem na a ologischen Close Reading“ (S. 5) in Anschlag, das o en genug is ,
um auch auße ex uelle Fak o en mi einzubeziehen, wohingegen eine O ien ie ung
an Be ine Menkes dekons uk i is ischem P osopopoiia- P ojek nu angekündig ,
abe kaum wei e e olg wi d.
Nach eine ku zen Einlei ung we den das heo e ische Ge üs und die enge e
F ages ellung de A bei anhand de Disku s elde (Ge ich , Gesellscha spoli ik,
Religion) wei e en wickel , die sich im Allgemeinen mi Fü sp achesi ua ionen
e binden. Die S uk u analogie zwischen diesen Disku sen und dem „Sys em des
E zählens“ (S. 10) wi d zunächs an Tex en wie De neue Ad oka ode Beim Bau de
Chinesischen Maue , o allem abe an den di e ie enden Fassungen on De Fü sp e-
che au gezeig und mi dem Rep äsen a ionsp oblem e bunden, das sich aus de i-
angulä en Kommunika ion de Fü sp ache als Sp echen o jemanden ü jemanden
e gib . Lese n, die die G undlagen ex e on Campe, Benno Wagne ode Joseph Vogl
nich kennen, wi d de Zugang zu A gumen a ion nich ge ade leich gemach , wozu
auch die ku zge ak e e Ano dnung de Kapi el bei äg , in denen de En al ung de
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Thesen kaum Raum gegeben wi d. Alle dings häl die Ve asse in den Fü sp eche -
ex im Ve lau des Buches s e s p äsen , wodu ch sich die T agwei e de an änglich
o mulie en Thesen im Nachhinein e schließ . Leide wu den die– zugegeben nu
spo adischen– Vo a bei en zum Fü sp eche , au die auch das Ka ka -Handbuch e -
weis , nich einmal eingesehen.
Im Haup eil de A bei wi d die Fü sp ache als Analyseka ego ie dann jeweils
un e spezi ischen Aspek en anhand de am lichen Sch i en Ka kas (Kapi el 3), de
ins i u ionellen Fü sp achen in den Roman agmen en (4) und den in e enie enden
E zähle n und Fü sp eche n in den Tie geschich en (5) un e Beweis ges ell . Nun
liegen die Fü sp achesi ua ionen, e wa im Heize ode im P ozess au de Hand und
wu den auch be ei s meh ach es ges ell , abe de We de A bei bes eh da in,
diese bishe meis nu in S udien ode kü ze en Anschni en p äsen ie en „Fes s el-
lungen“ mi um assenden Tex analysen zu un e ü e n und dadu ch zu p äzisie en.
Das kann hie im Einzelnen nich disku ie we den, üh abe in allen d ei Roman-
agmen en zu nach ollziehba en Lesa en, die im De ail die bes ehenden Deu ungs-
modelle be eiche n. Insgesam zeig sich: „Pa allel zum Schwinden des Namens de
P o agonis en, on Ka l Roßmann übe Jose K. hin zum ein achen K., geh die an
Ein luss und Au o i ä gebundene Po enz on Fü sp ache e lo en– on und ü den
P o agonis en“ (S. 141). Wäh end die Fü sp ache on Ka l Roßmann ü den Heize
und des Onkels ü den P o agonis en in doppel e Weise inszenie we den kann,
wi d sie im Schloß du ch die panop ische Kon ollins anz „suspendie “ (S. 121) und
au (le z lich auch schei e nde) Ak e de Ve mi lung eduzie .
Diese „ iadische“ Gliede ungss uk u wi d auch im Kapi el VIn e enie ende
E zähle und Fü sp eche in den Tie geschich en wiede au geg i en. P äsen ie we -
den Fü sp achemodelle in den E zählungen De Riesenmaulwu , Ein Be ich ü eine
Akademie und Jose ine, die Sänge in ode Das Volk de Mäuse, die du ch den Einsa z ho-
modiege ische E zähle e bunden sind, welche als (Laien-)Fo sche zu „ ü sp ech-
enden Ve mi lungsins anz“ (S. 142) ü die Tie e we den. Übe die na a ologische
Gemeinsamkei hinaus e weisen sich die Tex e abe als dispa a , so dass konzise
Be unde wie in den Roman agmen en nich möglich e scheinen. Lobenswe is o
allem die aus üh liche Analyse zu De Riesenmaulwu , da das E zähl agmen on de
Fo schung bishe wei gehend e nachlässig wu de. Dabei is abe die Zuo dnung
zu den Tie geschich en zumindes agil, da die Exis enz des Maulwu s eben nich
empi isch nachgewiesen we den kann, so dass e – wie Densky auch he ausa bei e –
ehe als Me aphe ü die beiden sich in ih Thema einwühlenden Fo sche igu en
ungie . Doch wede die S udie des Do schulleh e s, die Fü sp ache ü die Exis enz
des Mons e maulwu s einleg , noch die ü die Exis enz de Do schulleh e -S udie
sp echende Publika ion eines Kau manns und Laien o sche s inden Resonanz. Nich
das Tie s eh in de E zählung im Zen um, sonde n ein g o esk übe zeichne e
Wissenscha sbe ieb als Näh boden ü ungewoll e und schei e nde Fü sp achen.
Somi könn e Ein Be ich ü eine Akademie du ch die Au o -Fü sp ache des mensch-
gewo denen A en Ro pe e als Gegens ück dazu inszenie we den, abe die Ve -
assse in konzen ie sich in diesem Abschni – im Anschluss an ih en Au sa z
Na a i e T ans o med. The F agmen ’sa ound F anz Ka ka’s‘ARepo o an Academy’,
e schienen in Humani ies 6/2 (2017),– meh au die di e en en Tex assungen in
den Ok a he en, die eine zunehmende Ve dich ung de zei genössischen Disku se
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im Monolog Ro pe e s dokumen ie en. Dabei ge ä leide aus dem Blick, dass Ka ka
mi diese E zählung selbs Fü sp ache ü einen Au o einleg , den e „p oduk i
ezipie “ ha , so Die e Lamping in Ka kas Lek ü en, e schienen im Ka ka Handbuch.
Leben, We k, Wi kung (S u ga , Weima 2010, 29–37, 33). Is doch die An angspassage
nahezu deckungsgleich mi F anz G illpa ze s Selbs biog aphie, die diese eben alls
au Au o de ung de Akademie e ass e.
Eine Auseinande se zung mi G illpa ze s Fü sp ache in eigene Sache hä e
gu zum abschließenden 6. Kapi el gepass , in dem Ka ka in eine Kon igu a ion
de ezep i en Fü sp ache mi Nie zsche und Elias Cane i ges ell wi d, als de en
„konzise da s ellende Fo m“ (S. 179) ‚de ‘ Apho ismus bes imm wi d. Dami soll die
Reichwei e de Analyseka ego ie Fü sp ache au Rezep ionsak e e wei e we den.
Als Ausgangs- und Angelpunk ungie eine apho is ische poe ologische Beme kung
on Elias Cane i: „Die bescheidene Au gabe des Dich e s is am Ende ielleich die
wich igs e: das Wei e agen des Gelesenen“ (zi . n. Densky, S. 179). Wie ielen Apho-
ismen, denen die sp achlich zugespi z e Bündelung on (allzu) Bekann em kons-
i u i is , is auch diesem kaum zu wide sp echen. Dass de Komplex Fü sp ache
sich auch au Rezep ionsphänomene e s eck is selbs e s ändlich, und o allem
die Zwiesp ache zwischen Ka ka und Cane i is du chaus lesenswe (wobei sie de
Cane i -Fo schung zu ägliche sein dü e). Nu soll en diese Fü sp acheak e– seien
es essayis ische ode apho is ische Äuße ungen– heo e isch genaue ge ass und
en schiedene on denjenigen na a i en Fü sp achesi ua ionen gesonde we den,
die in den o angehenden Abschni en diese A bei so gewinnb ingend he aus-
gea bei e we den.
Nun wu de zule z meh ach an A bei en zu Ka ka k i isie , dass sie ih en
hema isch - heo e ischen Zugang als passenden Schlüssel zu de endgül igen Ö nung
on Ka kas Tex en p äsen ie en wü den. Die zahl eichen Belegs ellen inne halb des
Scha ens on Ka ka und ih e eilweise ex kons i u i e Funk ion wü den in Denskys
S udie mi mögliche weise g öße e Be ech igung als ande swo eine Schlüssel olle
de Fü sp ache ech e igen. Doch die Ve asse in beläss es in den ex analy ischen
Kapi eln dabei on Fü sp ache als ‚eine ‘ und nich ‚de ‘ en scheidenden Analyse-
ka ego ie zu sp echen. Die Schwelle zwischen Ubiqui ä und Beg enz hei on Fü -
sp ache mach sie da on abhängig, ob man Fü sp eche als „Hyb ide aus lebenden
Kö pe n und Rollen“ (Campe 2007: 197) au ass ode ihnen (nu ) „den S a us […]
als ein luss eiche Pe sonen zue kenn , die ü einen Pa ei und zu ih en Guns en
das Wo e g ei en“, wodu ch „die G enzen diese Kommunika ionssi ua ion“ (S.
125) e kennba wü den. Wi d an diese S elle die Gene alisie ung e mieden, so
machen sich de a ige Tendenzen im Abschlusskapi el deu liche beme kba , wenn
e wa die spezi ische Fü sp ache zum Synonym ü jede iangulä e Kommunika-
ionssi ua ion (S. 182, 195, be ei s auch 143) e hoben wi d. Das üh le z lich in de
Schlussbeme kung dazu, dass im Zeichen de aglos e giebigen Analyseka ego ie
Fü sp ache ein Ansp uch e hoben wi d, de du ch die Analysen kaum gedeck is :
„Die beiden, häu ig als diame al p o ilie en Sei en de philologischen S ingenz und
de kul u wissenscha lich -disku si en Ö nung können übe die Fü sp ache in ein
wechselsei iges Ve häl nis geb ach we den und in diesem Sinne ü einande sp e-
chen“ (S. 215). Die iel achen Ge ah en, die au Fü sp achen im Fo schungsbe ieb
laue n, sind in Ka kas Riesenmaulwu nachzulesen.