Vom Ni gends zum I gends: F anz Fühmann
als Nachdich e aus dem Tschechischen
Anne Hul sch– Ins i u ü Slawis ik, Uni e si ä Wien
ABSTRACT
F om Nowhe e o Anywhe e: F anz Fühmann as Poe -T ansla o om Czech in o
Ge man
F anz Fühmann, who conside ed ansla ing poe y a ull - ledged pa o his c ea i e
wo k, ansla ed aconside able numbe o Czech poems in o Ge man. A ough o e iew
is gi en o whose poems he ansla ed and how his iew o Czech poe y changed o e
he yea s; on wha basis hese ansla ions we e made; wha s ones had o be emo ed o
he publica ion o he an hology Die Glas äne (1964) and o Nez al’sAu T apezen (1978).
Finally, using h ee poems as examples, a ious aspec s o his app oach a e examined in
mo e de ail, which led o his ansla ions ac ually being poe ic en i ies in Ge man.
KEYWORDS
F anz Fühmann, Lud ík Kunde a, F an išek Halas, Ví ězsla Nez al, in e linea ans-
la ion, poe y ansla ion, poe ism, su ealism, an hology Die Glas äne
EINLEITUNG
F anz Fühmann (1922–1984) ha sich nich nu als Dich e , E zähle , Kinde buchau o ,
Essayis , Nache zähle an ike S offe einen ausgezeichne en Ru ‚e sch ieben‘, son-
de n auch als Nachdich e : aus dem Bulga ischen, Li auischen, Polnischen, Russischen,
Tschechischen, Unga ischen (s. Buckendahl 2019: 21–38) und wei e en Sp achen. Dabei
komm seine Auseinande se zung mi de Dich ung de alphabe isch le z en beiden
Sp achen nich nu un e quan i a i en Gesich spunk en ü sein Gesam we k be-
sonde e Bedeu ung zu. Die „Nachdich ung schechische Gedich e“ habe e „imme als
einen Teil [s]eines li e a ischen Lebenswe kes be ach e “.
1
Mein Augenme k ich e
sich im Folgenden au eben diese Nachdich ungen aus dem Tschechischen. Nach eine
ku zen Bes andsau nahme we de ich au die We kzeuge eingehen, die ihm ü seine
A bei zu Ve ügung s anden, seine Emanzipa ion on den Ideen Lud ík Kunde as
1 F anz Fühmann an Haus de Tschechoslowakischen Kul u /Milosla K ajný, 11.3.1975 (AdK FFA 1295).
Nachdich ungen seien an die S elle eigene Dich ung ge e en: „Und doch i& e zu ück om Ansp uch
au das eigene Gedich . Es is das Bewuss sein eine Schuld den Wo en gegenübe , das Einges ändnis,
sie selbs eine Zei lang ideologisch missb auch zuhaben [sic]. Die Nachdich ungen aus dem Tschechi-
schen und Unga ischen, denen e sich o an widme , sind meh als Su oga e: Diens am Dich e -Wo
ande e , Buße auch ü eigenes Ve sagen“ (Decke 2009: 324).
44 BRÜCKEN 30/2
nachzeichnen und schließlich an d ei konk e en Beispielen ku z sein Vo gehen beim
Nachdich en o s ellen.
BESTANDSAUFNAHME
In den zwei en Band seine We kausgabe, Gedich e und Nachdich ungen, nahm Füh-
mann nu die Nachdich ungen au , die aus seine Sich „als ly isches Gebilde deu -
sche Sp ache“ bes ehen (Fühmann 1993a: 14),2 wie es auch seinen allgemeinen Übe -
legungen zu diesem 'ema in de „Kleinen P axis des Übe se zens un e ungüns igen
Ums änden“ en sp ach:
Die Nachdich ung muß ein lesba es deu sches Gedich sein, das man gu en Gewis-
sens in einen Sammelband eigene Ve se au nehmen wü de. Keine Übe agung
is besse als eine dü (ige ode ga eine e ze e. Solche Su oga e sind doppel
schädlich:
Sie geben ein alsches Bild des O iginals und e hinde n ein Aus üllen de
du ch sie nich geschlossenen, sonde n nu kaschie en Lücke (Fühmann 1969: 9).
3
Das Aus wahlk i e i um wa mi hin nich die Quali ä de Ausgangs ex e, sonde n sein
k i ische Blick au das eigene Tun. Diesem hiel en Gedich e olgende schechi sche
Au o en s and: Kons an in Biebl, F an išek Halas, Vladimí Holan, F an i šek H ubín,
Ví ězsla Nez al, F an išek Xa e Šalda und Ja osla Sei e . De äl e s e is Šalda (Jg.
1876), de jüngs e H ubín (Jg. 1910), on diesen beiden s am men abe die wenigs en
Tex e. Die wei e en Au o en sind alle um 1900 gebo en und ge hö en zu de Gene a-
ion, die maßgeblich die schechische Dich ung de e s en Tschecho slo wakischen
Republik (1918–1938) gep äg ha . In ih em Ve hal en nach de Mach e g ei ung de
Kommunis en (1948) un e scheiden sie sich zwa , es is abe nich eine da un e ,
dessen zu Nachdichung ausgewähl e Gedich e nich bis heu e Bes and hä&en. Mi
diesem Siebene -Ges i n ha sich jedoch Fühmanns Nachdich ungsœu e längs nich
e schöp(. Zu meh e en de ge nann en Au o en keh e e meh ach zu ück, was on
seine in ensi en Ausein an de se zung mi de en Tex en zeug , die dann eben zu dem
ihn be iedi gen den E gebnis seine Nachdich ung üh e.
Das e s e mi bekann e schechische Gedich in Fühmanns deu sche Fassung
s amm je doch on keinem de oben genann en Au o en, sonde n on Jan Noha und
äg den ielsagenden Ti el „Eine dem Ande n“ („Jeden d uhé mu“). Fühmann dich e-
e es 1958 anlässlich de Woche de deu sch - sche cho slowakischen F eundscha( nach,
wie man seine handsch i(lichen Anme kung au dem Typosk ip en nehmen kann.4
2 Dem en sp ich auch, dass de Ve lag in dem en sp echenden Band de We kausgabe „au die Kom-
men ie ung on einzelnen Beg iffen und Sinnzusammenhängen in den Nachdich ungen, wie sie in
eine (deu schen) Ausgabe des be effenden Dich e s no wendig wä en“, e zich e . „Das K i e ium ü
einen Ve zich au E läu e ungen zu eine Nachdich ung wä e ü mich de Ums and, daß es nich s gib ,
was das Ve s ändnis diese Nachdich ung als ly isches Gebilde deu sche Sp ache e s ell “ (Ing id
P igni z an F anz Fühmann, 18.5.1976 [AdK FFA 935]).
3 In diese Hinsich schein es mi auch angeb ach , on An ang an die Beg iffe ‚Nachdich ung‘, ‚nach-
dich en‘, ‚Nachdich e ‘ zu e wenden, au die ich abschließend noch einmal zu ückkommen we de.
4 F anz Fühmann, Jan Noha, „Eine dem Ande n“, 1958 (PNP LA, ond Noha Jan, cizí ukopisy). Noha bedank e
sich a ig bei dem „Genossen Fühmann“ da ü (Jan Noha an F anz Fühmann, 12.9.1958 [AdK FFA 1286]).
45ANNE HULTSCH
Am bedeu ends en sind sowohl aus zei genössische als auch aus heu ige Sich
d ei in o male Hinsich seh un e schiedliche Nachdich ungswe ke Fühmanns:
e s ens die An hologie Die Glas äne (1964, 2. Au l. 1966), zwei ens de Gedich band
Au T apezen on Nez al (1978), den Michael K üge ge ne ü den Mün chne Hanse -
Ve lag übe nommen hä&e (K üge 1978),
5
und d i&ens seine Nachdich ung „Ni gends“
on Halas’ Gedich „Nikde“, die e s mals 1978 im Rahmen de e s en Au lage de
We kaus gabe publizie wo den is .
Die Rezep ion schechische Ly ik wa in den 1950e - und zu Beginn de 1960e -
Jah e in Deu schland ehe spä lich, wenn man es euphemis isch ausd ück .
6
Doch
es se z e dann as ein We&lau zwischen Os - und Wes deu schland ein, de nich
zule z auch dank des Engagemen s Fühmanns nich zuunguns en Os deu sch lands
aus iel, wenngleich bei Suh kamp Halas be ei s 1965 (d . on Pe e De me z) und Nez-
al 1967 (d . on Johannes Sch öp e ) e schienen. Die Halas -Aus gabe nahm Fühmann
ielmeh als Wa nung, wie man mi dem Au o kei nes alls e ah en dü e, hiel sie
ü einen „Skandal“ und „zusammenges üm pe “, wie e an Lud ík Kunde a sch ieb.
7
Ganz wesen lich ug dazu, in Os deu schland den Boden ü schechische Dich ung
be ei e zu haben, die An hologie Die Glas äne bei, die Fühmann zusammen mi
Lud ík Kunde a im Ve lag Volk und Wel he ausgab:
Německý č enář dos á á ak e Skleněné slze opě po mnoha le ech dík spolup áci
českého aněmeckého básníka na ozeného Čechách do ukou op a du ep ezen-
a i ní ýbo , podá ající objek i ně podobu české ly iky 20. s ole í překladech,
k e é mají esměs ysokou uměleckou ú o eň (J. O. 1965).
[De deu sche Lese e häl so in de Glas äne nach ielen Jah en abe mals dank de
Zusammena bei eines schechischen und eines deu schen Dich e s, de in Böhmen
gebo en is , eine wah lich ep äsen a i e Auswahl in die Hand, die objek i die Ge-
s al de schechischen Ly ik des 20. Jah hunde s in Übe se zungen, die allesam
ein hohes küns le isches Ni eau au weisen, da bie e .]
Die Übe sch i( des Vo wo es on Kunde a, „Vielsei ig kei und Vielsai igkei “, zeig
gu an, was die Besonde hei diese Auswahl is : Sie bie e ein b ei es Spek um on
Au o en (und eines einsamen Gedich es eine Au o in) und Poe iken an, de en Aus-
wahl nich nach ideologischen K i e ien e olg e, denn die e s e Idee Fühmanns aus
5 Michael K üge an Reclam/Hans Ma qua d , 12.5.1978 (AdK FFA 1237/1).
6 Einen kleinen Übe blick übe An hologien schechische Ly ik, die nach 1945 in Os - und Wes deu sch-
land e schienen sind, lie e Jan O . Dabei äll au , dass die d ei in diesem Zei aum in Wes deu sch-
land he ausgeb ach en An hologien in keinen enommie en und au lagens a ken, sonde n kleinen
Ve lagen he auskamen: in de E emi en -P esse (1962;do ga übe den Umweg des F anzösischen),
bei Hohwach (1964) und bei Glock und Lu z (1964);zwei os deu sche An hologien sind im Die z Ve -
lag, also un e SED -poli ischem Vo zeichen (1951, 1961), zwei wei e e bei Volk und Wel (1961, 1964)
e schienen (O 1966).
7 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 14.5.1969 (AdK FFA 1120/2). Kunde a äuße e sich gleich nach
E scheinen des Buches zu diesem: „22 Gedich e, einige Gedich e sind auch in de Glas äne. Das Ve -
gleichen is seh au schluss eich. Ich glaube, dass wi [gespe ] besse sind“ (Lud ík Kunde a an F anz
Fühmann, 27.5.1965 [AdK FFA 1120/1]). Wenige zu ieden mi dem E gebnis des Duos Fühmann–Kun-
de a zeig e sich An onín B ousek, de mein e, dass die Halas -Nachdich ungen on Man ed Pe e Hein
jene sowohl on Deme z als auch on Fühmann „deu lich in den Scha&en s ellen“ (B ousek 1981: 20).
46 BRÜCKEN 30/2
dem Jah 1955 wu de, wie man heu e sagen muss, glückliche weise, nich umgese z .
Dann wü de de Band nämlich „un e dem Mo&o ‚Wie das schechoslowakische Volk
ü seine na io na le Exis enz und F eihei kämp(e und wie es in diesem Kamp sieg e‘“
s e hen.8 Die An hologie, die zunächs zusammen mi dem P age Ve lag A ia als sche-
choslowakische he ausgegeben we den soll e, wa sei 1958 in A bei . De slowakische
Teil wu de jedoch „ o al ze ümme “, um ihn „dann on G und aus neu bauen“ zu
können.9 Die Publika ion in de o liegenden Fo m, also als An hologie schechische
Gedich e des 20. Jah hunde s, wie de Un e i el lau e , o nehmen zu können, wa das
E gebnis eines zähen und langwie igen Mü hens, was nich an dem– lau Fühmann
„hochans ändigen“ –Ve lag, sonde n an poli ischen Que elen, e such en Ein luss-
nahmen und meh achen Zensu du chläu en lag,10 so dass Kunde a e ä ge an den
Ve band de schechoslowakischen Sch i(s elle sch ieb:
Oci áme se edy nyní si uaci, že by naše an ologie mohla bý ý ojem překonána
/übe hol /, že by šla skřížkem po unuse, že by zdaleka nebyla ak obje ná jak bý
mohla, kdyby…11
[Wi sind also je z in eine Si ua ion ge a en, dass unse e An hologie on de
En wicklung übe hol wo den sein, dass sie zu spä kommen könn e, dass sie bei
Wei em nich so bahnb echend wä e, wie sie sein könn e, wenn…].
Denn wes deu sche Ve lage „konečně ‚obje ili‘ naši poezii a[…] při ychlos i, sníž
p acují, nedají na sebe knížky dlouho čeka “ [haben endlich unse e Poesie ‚en deck ‘
und bei de Geschwindigkei , mi de sie a bei en, lassen die Büche nich lang au
sich wa en].12
8 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 27.6.1955 (AdK FFA 1120/1). Lud ík Kunde a e olg e jedoch da on
abweichende Absich en: „Ich will da aus keine kon en ionell -offiziell -diploma ische Angelegenhei
machen und dabei das Bild unse e Ly ik nich e ze en, nich zensu ie en“ (Lud ík Kunde a an F anz
Fühmann, 19.12.1958 [AdK FFA 1120/1]); deshalb möch e e auch keine neue en Au o en au nehmen,
denn dann wä en Konzessionen e o de lich: „Die Quali ä geh dann he un e , die Auswahl wi d
wenige ‚ ep äsen a i ‘– im gu en Sinne des Wo es“ (Lud ík Kunde a an F anz Fühmann, 3.9.1959
[AdK FFA 1120/1]). Eine konk e e Zumu ung du ch einen diploma ischen Ve e e bes and beispiels-
weise da in, Poe en au zunehmen, „die du ch die Dobřiše Schulung gegangen sind“ (F anz Fühmann
an Lud ík Kunde a, 30.9.1959 [AdK K4/1]), was Kunde a s ik ablehn e: „keine expo ähige Wa e.
To al ausgeschlossen! […] So e was kann nu ein Diploma enkop e inden“ (Lud ík Kunde a an F anz
Fühmann, 2.11.1959 [AdK K4/1]).
9 Lud ík Kunde a an F anz Fühmann, 6.3.1963 (AdK FFA 1120/1). Das Haup p oblem bes and in de
schlech en Quali ä de Übe se zungen: „So geh es nun wi klich nich . Die Übe se zungen sind öllig
unb auchba , zusammengschlude , zum Teil oll un eiwillige Komik– es is keines da un e , dass
man auch nu im Sonn ag e öffen lichen könn e, geschweige denn in de An hologie.“;„Ich habe die
Ve öffen lichung de Be leffschen Übe se zungen abgelehn , weil sie dem Ansehen de slowakischen
Poesie schaden. Sie machen sie läche lich. Die Lek o en im Ve lag haben sich o Lachen gewälz , als
sie diese Gebilde gelesen haben. Das bes e Gedich kann du ch eine dumme Übe se zung e do ben
und ins Gegen eil e keh we den“ (F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 27.2.1963;1.5.1964 [AdK
K4/1;AdK FFA 1120/1]).
10 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 21.5.1965 (AdK K4).
11 Lud ík Kunde a an S az čs.spiso a elů, 17.11.1963 (AdK FFA 161/9).
12 Lud ík Kunde a an S az čs.spiso a elů, 17.11.1963 (AdK FFA 161/9).
47ANNE HULTSCH
Fühmann ha&e g oßen An eil an den Nachdich ungen ü Die Glas äne, on de-
nen e ca. 40% selbs beso g e und de en Quali ä e insgesam in engem, und nich
imme ein achem, Aus ausch mi den ande en Übe se ze n ( esp. de en Wi wen) wie
auch mi Kunde a übe wach e,13 was ein deu liche Hinweis da au is , dass es ihm
da um ging, dass die schechische Dich ung in Deu schland möglichs übe zeugend
p äsen ie we de.14 Es sind hie o allem Gedich e on So a, Biebl, Sei e , Nez al,
Halas, Vilém Zá ada, Ho lan, H ubín, die du ch ihn ih en Weg zum deu schsp achigen
Rezipien en an den. Von den knapp 20 Au o en, de en Tex e Fühmann nachdich e e,
en&äusch en ihn einige (z.B. S anisla Kos ka Neumann15), ande e s ell en sich ü
ihn als wich i ge En deckung he aus (z.B. Halas, wie ich un en noch zeigen we de).
Spä e wa Fühmann neben de Nez al -Ausgabe meh ode wenige in ensi eine -
sei s an Bänden in de sog. ‚Weißen Reihe‘(eben alls Ve lag Volk undWel ) on Ha las
(1970), Sei e (1985) und Zá ada (1986) sowie an den Poesiealben (Ve lag Neu es Leben)
on Biebl (1977), Holan (1985) und Zá ada (1981) be eilig und wi k e als Nachdich e
an wei e en An hologien mi (Wessen Wel … Poe isches Dokumen , 1967;Ve hangen
wa mi T änen auch. Gedich e gegen Faschismus und K ieg, 1981;Gesang de Liebe zum
Leben. Tschechische Ly ik de Gegenwa , 1983), auße dem beso g e e die Nachdich ung
de Gedich e ü den on Ka l -Heinz Jähn he ausgegebenen Nez al -Band De P age
Spazie gänge (1984).
WERKZEUGE
Fühmann, de in Roky nice nad Jize ou (d . Rochli z an de Ise ) gebo en wo den is ,
eigne e sich e s im Lau e de Zei einige passi e Tschechischkenn nis se an. Ganz we-
nige Tex e dich e e e ohne In e linea übe se zung nu mi Hil e eines Wö e buches
nach, nahm sie dann abe doch nich in die jeweiligen Bän de au , weil e mi seinen
„de maßen mangelha(en“
16
Sp achkenn nissen zu keinem ihn übe zeu gen den E geb-
nis kam.17 Um so meh wü dig e e die A bei de In e li nea übe se ze (Fühmann
1973: 53, 63). E s and mi hin nich in de T adi ion de zweisp achigen ode doch gu
des Tschechischen mäch igen deu schböhmischen Ve mi&le o allem in P ag, wie
S ebel und Maidl (2017: 348) behaup en, denn e is im wes lichen Riesen ge bi ge in
eine nahezu einsp achig -deu schsp achigen Umgebung sozialisie wo den. Das
13 Auße Fühmann wi k en an den Nachdich ungen ü Die Glas äne mi : O. F. Bable , Johannes Bob owski,
Gün he Deicke, Rudol Fuchs, Louis Fü nbe g, Pe e Hacks, Heinz Kahlau, Reine Kunze, E a Lippold,
O&o Pick, Pe e Pon , Vilém Reichmann, Hugo Siebenschein, Wilhelm Tkaczyk, F. C. Weiskop , Paul
Wiens. Wie die Namen diese Lis e e mu en lassen, wu den nich alle Nachdich ungen ü die An ho-
logie neu ange e ig , abe auch auch be ei s exis ie ende Nachdich ungen wu den noch einmal gep ü(
und gegebenen alls übe a bei e .
14 Auße dem ha&e e die schechische K i ik mi im Blick, o de das Buch bes ehen können soll e,
denn: „Die Tschechen habe eine ausse o den liche Nachdich e adi ion; sie übe se zen sch[ö]n und
ausse o den lich p ägnan ; sie hal en sich soga an Fo m a sachen, die wi – und ich meine mi Rech –
negie en; So übe se zen sie alle weiblichen Reime auch als weibliche usw. Die An hologie wi d eine
Rolle in de schechoslowakischen K i ik spielen, man wi d sie s udie en usw.“ (F anz Fühmann an
Heinz Kahlau, o. D. [AdK FFA 161/9]).
15 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, o. D. [1964] (AdK FFA 161/9).
16 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 1.11.1957 (AdK FFA 1120/1).
17 F anz Fühmann an Ka l -Heinz Jähn, o. D. (AdK FFA 199/9);F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 25.3.1957
(AdK FFA 1120/1).
48 BRÜCKEN 30/2
b ach e den Vo eil mi sich, dass e in seinen Nachdich ungen eie mi de All ags-
sp ache (also mi dem Tschechisch, „das on de Gasse he kam“) umgehen konn e,
die die schechische Li e a u de Zwischenk iegszei p äg e. Das „P age Deu sch
wa ‚Papie ‘“ (Deme z 1992).
Welche We kzeuge s anden ihm ü seine Nachdich ungen zu Ve ügung? Es
wa en eine sei s (meis ) Absch i(en de Ausgangs ex e, de en Rohübe se zun gen,
hinzu kamen Wö e büche
18
und an e s e und le z e S elle die Zusammen a bei
mi Kunde a, dem Fühmann „DER F eund, de bes e aus Deu schland“ wa .19 Diese
schlug an angs nich nu die meis en Tex e o , sonde n e ig e auch ie le de In e -
linea e sionen an, s and mi Fühmann im s ändigen b ie lichen Aus ausch übe die
Tex e, o Abschluss zogen sie sich meis noch ein mal zusam men in eine meh ägige
Klausu zu ück, um an den le z en Feinhei en zu a bei en, was bedaue liche weise
na ü lich nich dokumen ie is (s. Kunde a 1993;Jähnichen 1996). Weil e wede mi
de schechischen Kul u au gewachsen is noch ande wei ig eine Möglich kei ha&e,
diese eingehende zu s udie en, i i ie en mi un e F agen, die Fühmann Kunde a
s ell e, s ellen muss e, z.B. was Holla sei.
20
Jede mi de böhmischen Kul u Ve au e
ha bei dem Namen so o den einen ode ande en Kup e s ich aus dem 17.Jah hunde
o dem inne en Auge, ha schon einmal e was om Holla eum in de Tschechischen
Na ionalgale ie gehö ode kenn mi A bei en Václa Holla s illus ie e Büche .
Genau diese Aspek mach das Nachdich en mi&els In e linea e sion so au wendig,
wenn de Nachdich e denn a sächlich in die Tex e eind ingen will: übe haup nu
zu wissen, ob e nach ‚Was‘ ode ‚We ‘ agen muss. Gedich e sch eiben sich ja in eine
kul u elle T adi ion ein, die man sich ohne Sp ach kenn nis se nu schwe e schließen
kann. Fü Fühmann gehö e auch imme dazu, die Landscha( zu kennen, in de die
O iginale gewachsen sind, um zu e s ehen, in welchem Boden sie wu zeln.21 Vielleich
is es auch kein Zu all, dass sowohl Halas als auch Nez al aus Mäh en s ammen, wo
sich Fühmann bei Kunde a seh wohl ühl e.
EMANZIPATION
De Weg, den Fühmann mi seinen Nachdich ungen ging, eich e on „Fleiß a bei “
an den Tex en, die man ihm nann e, ü die Glas äne22 übe die Mi a bei an Bänden
de ‚Weißen Reihe‘ und Poesiealben bis hin zu eine gewissen Eman zi pa ion auch on
Kunde a, dem e am Ende ü die He ausgabe de An hologie Die Son nenuh . Tsche-
18 In seine A bei sbiblio hek be inden sich das on Jose Beneš zusammenges ell e Bildwö e buch. Deu sch
und Tschechisch (Leipzig 1956);de on Jose Beneš und Adol Plachý he ausgegebene Německo - český
ačesko -německý kapesní slo ník [Deu sch - schechische und schechisch -deu sche Taschenwö e buch]
(P aha 1965);de zweibändige Česko - německý slo ník. Tschechisch - deu sches Wö e buch on Hugo Sieben-
schein (P aha 1968) sowie F anz Va oušeks Sp ach üh e Tschechisch. Mi Nach ag und ku ze Ein üh ung
ins Slowakische on Rudol Zasche (Be lin -Schönebe g 1914) (ZLB FühO 142 bis FühO 146).
19 Lud ík Kunde a an U sula Fühmann, 30.7.1984 (AdK FFA 1120/3).
20 „Holla – was is das? Eigenname? Ich ind ihn ni gends. Ode is das de Leichenkosme ike , de die
To engesich e balbie und isie ?“ (F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 7.10.1976 [AdK FFA 186/7]).
21 Zum Beispiel woll e e ge ne einmal die Landscha( Vilém Zá adas sehen ode möglichs alle Halas-
S ä&en au suchen ( gl. F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 22.12.1960;1.7.1969 [AdK FFA K4/1;AdK
FFA 185]).
22 F anz Fühmann an Monika Heinke , 15.12.1975 (AdK FFA 1237/1).
49ANNE HULTSCH
chische Ly ik aus 11 Jah hunde en (1987) kaum noch Nachdich ungsbi&en e üll e, so
dass Kunde a soga ü ch e e, Füh mann we de ihm sein Lebenswe k „ e pa zen“.23
Fühmann wuss e dann be ei s seh genau selbs , was e nachdich en woll e, wo ü
auch Kunde a ein Gespü e hiel 24 und e sp ach, ihm „ganz und ga wüs e Sachen“
auszusuchen ode ihn mi T aum ge dich en zu locken,25 ihm on Halas „Žena“ [F au]
zu übe lassen –„seh e o isch, ha: die [un e s ichen] Emp ehlung!, soll auch ein
Ama eu machen?!“26 –, wu de sich abe bei spä e en Zusendungen im me unsiche -
e , ob e ihn nich doch nu noch schlech kenne und wa ihm sche z ha( o , keine
ein ache Fleißa bei meh zu be eiben, sonde n „au die deu sche u oman ische
Endspü a ion /so!/“ zu wa en.
27
Abe Fühmann und Kunde a un e schieden sich
ein ach in ih e A bei sweise. Wie o( hiel Kunde a A bei en ü beende , an denen
Fühmann imme wei e eil e. Wenn e sich als Nachdich e als ausschließlich „Die-
nende am We ke des“ jeweiligen Dich e s sah,
28
ha&e das ü ihn nich minde einen
exis en iellen Sinn. Je meh e den Dich e schä z e, des o höhe wa die Ve an -
wo ung gegenübe dessen We k, die e dabei spü e und de e ohne Kom p omisse
ge ech we den woll e. Nu einen Aus b uchs e such aus de eige nen sk upulösen
Pe ek ion gab es hin sich lich H u bíns, dessen Nachdich ung ü die ‚Weiße Reihe‘
schließlich Jü gen Ren ne übe nahm. Übe seine A bei da an sch ieb Fühmann an
Kunde a, dass e imme meh eine Wollus da an e spü e, e was alsch zu lassen:
„Viele machen so iel Falsches; ich will auch.“29
Seh in e essan is zu e olgen, welche zunehmend kla en Pläne Fühmann hin-
sich lich schechische Dich ung ha&e: K eis en diese zu Beginn de 1960e -Jah e um
die Namen on ün Au o en (Sei e , Halas,H ubín,Holan, Nez al), blieben zehn
Jah e spä e da on nu Halas und Nez al üb ig, die Ende de 1970e -Jah e dann um
Biebl e wei e wu den, de nich un e den e s en ün wa . Diese Wandel ging
mi Fühmanns sich e s ä kendem In e esse an T äu men einhe , das sich pa allel zu
seinem In e esse am schechischen Su ealismus en al e e. Und als e 1973 wiede
begann, ü sich Gedich e zu sch eiben, die „komische Mischungen aus T aum und
s engen logischen Figu en“ da s ell en, be&e e e das olgende maßen ein: „ich neh-
me auch bewuß das E be on Nez al au , wozu bin ich denn aus Böhmen!“
30
Wenn das
Duo Fühmann–Kunde a hä&e seine Plä ne e wi klichen können, wä e schon damals
ein bis heu e o bes ehendes Deside a um behoben wo den: de ganze Halas, die
ganze Gedich sammlung Pan omima [Pan omi me] on Nez al, eine An hologie des
Poe ismus,31 eine Auswahl aus dem sche chischen Su ealismus.32
23 Lud ík Kunde a an F anz Fühmann, 29.10.1979 (AdK FFA 1120/3).
24 „Du has ‚das Melische‘“(Lud ík Kunde a an F anz Fühmann, 22.4.1971 [AdK FFA 1120/2]).
25 Lud ík Kunde a an F anz Fühmann, 31.10.1973 (AdK FFA 1120/2).
26 Lud ík Kunde a an F anz Fühmann, 13.11.1980 (AdK FFA 186/6).
27 Lud ík Kunde a an F anz Fühmann, 18.9. und 13.11.1980 (AdK FFA 186/6).
28 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, o. D. (AdK FFA 219/6).
29 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 22.11.1975 (AdK FFA 1120/2).
30 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 2.6.1973 (AdK K4/2).
31 Dem Insel -Ve lag ha&en sie ü die au 300 Sei en geplan e Poe ismus -An hologie eine Konzep ion
o geleg (Lud ík Kunde a an Insel -Ve lag/Ma ga E b, 4.6.1979 [AdK FFA 1120/3]) und Kunde a ha&e
da übe mi dem Ve lag be ei s einen Ve ag abgeschlossen (Lud ík Kunde a an F anz Fühmann,
26.4.;13.11.1980 [AdK FFA 1120/3;186/6]).
32 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 11.1.1978 (AdK FFA 304).
50 BRÜCKEN 30/2
Was a sächlich e schien, is de e wähn e Band mi Gedich en on Nez al bei
Reclam, Au T apezen (1978), dessen e zöge es E scheinen– das e s e Gu ach en
zu Auswahl s amm e on 1967,
33
de Ve lag ba Fühmann be ei s 1968, nich seine
„übe menschliche Geduld zu e lie en, obwohl [e ] allen G und dazu hä&e,“34 und
eil e ihm 1971 mi , dass das Buch in den Plan 1973 es au genommen we de35– bei-
spiel ha( ü Fühmanns zunehmende Komp omisslosigkei gegenübe Vo gaben de
Zen su s eh . Wäh end Kunde a schon be ei wa , au die Nennung seines Na mens
zu e zich en, dami das Buch e scheinen könne, wa Fühmann zu de a i gen Zu ge-
s änd nissen längs nich meh gewill . E behiel mi seine Konse quenz ech . Das
ging mi d as ischen Beu eilungen des Ve lages einhe :
Rec lam de Obe lek o ein A schloch, F iedensgesang
36
keines alls, sons alles
ande e auch zum Ko zen, da daue nd hin und he . […] Fü diesen Scheiß e lag
a bei en wi nich meh wiede .37
Und auch Kunde a wu de deu lich: „Nun bin ich abe wü end [gespe ]. Oh jemanden
oh eigen zu können … 10 Jah e umk eisen wi diesen Nez al -Band …“.38 Das Buch
e schien zwa spä , abe es e schien mi dem Namen und de Ein lei ung Kunde as,39
und es en hiel nu Gedich e de poe is ischen und su eali s i schen Schaffensphase
Nez als, womi es e s mals ü das os deu sche Publikum die Möglichkei gab, die S ö-
mung des „he lich konk e e[n] sche chische[n] Poe ismus“, so Fühmann (1972: 40),
33 Jü gen Telle /Ma ga E b, Ein eichung, 1973 (BA DR 1/2211a).
34 Reclam/Hans Ma qua d an F anz Fühmann, 16.5.1968 (AdK FFA 1237/1).
35 Reclam/Ma ga E b an F anz Fühmann, 16.7.1971 (AdK FFA 177/3).
36 Dami is Nez als ideologisch -s alinis isches Gedich „Zpě mí u“ on 1950 gemein .
37 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 7.5.1973 (AdK K4/2). In ande em Zusammenhang läss e seinem
Ä ge übe den Papie mangel eien Lau : „PS Ve aglich bin ich, wie ich ge ade lese, e p lich e , 4
Aus e igungen des Manusk ip s abzulie e n. Da ich das abe nich kann, weil es kein Du chschlag-
papie zu kau en gib , bi&e ich, die ehlenden Exempla e absch eiben zu lassen und die Rechnung
demjenigen He n zuzus ellen, de ü diesen Ums and e an wo lich is . In Zukun( we de ich
im Ve ag es hal en, daß das Papie om Ve lag gelie e we den muß. Es is ein Skandal“ (F anz
Fühmann an Ka l -Heinz Jähn, 4.8.1969 [AdK FFA 199/9]). Ode e en schuldig sich mi olgenden
Wo en übe die mise able Sch i(: „Ich habe, da es ja keine Sch eibmaschinen zu kau en gib , eine
u al e Con inen al, bei de ich nich selbs das Fa bband auswechseln kann, weil de Schli&en da-
ü abmon ie we den muß. Wenn das Mädchen, die das mach , die Chole a ha , muß ich hal bis
zu ih e Genesung wei e sch eiben“ (F anz Fühmann an Reclam/Ma ga E b, 3.12.1972 [AdK FFA
1237/1]).
38 Lud ík Kunde a an F anz Fühmann, 29.3.1974 (AdK FFA 614).
39 An diese Einlei ung (zunächs als Nachwo geplan ), in de Kunde a Nez als Schaffen in den Kuns -
ismen de 1920e - und 1930e -Jah e kon ex ualisie , wu de bemängel , dass e kaum au die (s a-
linis isch gep äg en) We ke aus den 1950e -Jah en eingeh (Ka l -Heinz Jähn, Gu ach en. Lud ík
Kunde a, Nachwo zu Nez al -Ausgabe „Au T apezen“, 1.8.1973 [AdK VuW 2719]). In einem wei e en
Gu ach en o de Jähn dann noch das Anp ange n on Ka el Teige: „Kunde a nenn meh mals den
P age 'eo e ike des Poe ismus Ka el Teige, alle dings ohne jede We ung. Es wä e ü den Lese
alle dings nich unwich ig, zu e ah en, daß Teige zwa g oßen (und du ch seine adikale Ablehnung
de adi ionellen und offiziellen Kuns eilweise soga posi i en) Ein luß au die a an ga dis ischen
Küns le de zwanzige Jah e ausgeüb , in den d eißige Jah en abe du ch seine kul u poli ischen
und poli ischen Anschauungen, die au die Loslösung de äs he ischen F agen on de gesellscha(-
lichen P oblema ik hinziel en, in die Isolie ung ge ie “ (Ka l -Heinz Jähn, Gu ach en [zum Nachwo ],
11.11.1976 [BA DR 1/2211a]).
51ANNE HULTSCH
Abb. 1 Tagebuchein ag F anz Fühmanns om 14. Feb ua 1976 (AdK FFA 1335).
58 BRÜCKEN 30/2
1936: 28–38) bzw. „Ni gends“ (Fühmann 1993b: 288–290) du ch zieh Fühmanns Ko e-
spondenz und seine Tagebüche , es dien e ihm 1976 zu eine lan gen g undsä zlichen
Ein las sung ü Kunde a übe Pallàs A hḗnē s. Mine a, also übe g iechische s.
la inisie e My ho logie,52 1980 als Me a phe ü die E eignisse in Polen,53 ein eigenes
E in ne ungsge dich an einen F ied ho sbesuch in Kunš á , wo Halas beg aben lieg ,
al lu die an „Nikde“
54
usw.: Fühmann nahm diese selbs e klä e Lebensau gabe an, ja,
se z e sich ih aus. Ein Biog aph, Gunna Decke , sp ich übe diese Nachdich ung als
einem „Exe zi ium“ (Decke 2009: 235). Václa Če ný sch ieb übe dieses ü Fühmann
so schicksalsha(e Gedich :
Báseň, na níž dlouho –jako na příkladu– budou básníci měři op a do os ap o-
nika os zkušenos í s ých ži o ů, hloubku a zle s ého myšlení a ý aznos icha-
ak e nos s ých yjadřo acích možnos í (Če ný 1946: o. p.).
[Ein Gedich , an dem Dich e lange– wie an einem Vo bild –die Wah ha(igkei
und Du chd inglichkei ih e Lebense ah ungen, die Tie e und den Schwung
ih es Denkens und die Eind ücklichkei wie auch Cha ak e k a( ih e Ausd ucks-
möglichkei en messen we den.]
Genau das a Fühmann im Vollzug des Nachdich ens. E konn e dieses Gedich au
eine wesen lich aus üh -li che en Basis in An g iff nehmen als die sons igen Tex e,
was hie o allem deshalb e wähn sei, weil die on Kunde a ange e ig e Vo lage55
in dem Essay mi abged uck is (Fühmann 1993b: 281–287) und dami ielleich de
Eind uck e mi&el wi d, alle Ge dich e, die Fühmann nachgedich e ha , wä en so
aus üh lich kommen ie wo den. De No mal all wa jedoch ehe das, was oben zu
„P aze“ zu lesen is . Hie lie e e ihm nun Kunde a neben Anme kungen zu In e -
punk ion, zum Me um, zu den Reimen, zu Ve wendung des Voka i s, E klä ungen
einzelne Fo men und al e na i e Wo bedeu ungen mi , e klä e Neologismen
und ihm au ge allene Allusionen. Kunde a be ücksich ig e da ü neben de e s en
Fassung on 1936 auch die on Halas ü die Ausgabe 1946 o genommenen E gän-
zungen und Ve sionen: „abe nu , dami Du alles weiß “ (Fühmann 1993b: 281). E
wa in diesem Fall ohne jeden Zwei el bemüh , Fühmann möglichs iele In o ma-
ionen zu lie e n.56
Von „Ni gends“ gab es im Lau e de Jah e ungezähl e Va ian en zu jedem ein zel nen
Ve s,57 de en g ündliche Un e suchung leide noch auss eh (und die hie auch nich
geleis e we den kann), gleiches gil ü den be ei s e wähn en Essay, in dem Fühmann
beeind uckend Einblick in seine Gedanken bie e , die ihm beim Nachdich en lei e en
52 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 30.8.1976 (AdK FFA 186/7).
53 „Ich schaue oll so gende Bewunde ung au ein Nachba land. Alles was da geschieh is doch eigen lich
eine S ophe on nikde, nich ? Is doch alles u opisch, muß wohl so sein“ (F anz Fühmann an Lud ík
Kunde a, 28.8.1980 [AdK FFA 186/6]).
54 F anz Fühmann, „F an išek Halas, beg aben zu Kunš á “, o.D. (AdK FFA 424).
55 Lud ík Kunde a, [O iginal und Rohübe se zung on „Nikde“], 1976, 1978 (AdK K27).
56 Was wede Kunde a noch Fühmann bekann gewesen zu sein schein , is , dass be ei s 1957 eine deu sche
Nachdich ung dieses Tex es aus de Fede on Cha lo&a Hey hum e schienen is (Halas 1957).
57 F anz Fühmann, [Ma e ialien zu Nachdich ung on „Nikde“], 1976–1980 (AdK FFA 186).
59ANNE HULTSCH
(Fühmann 1993b: 278–301), und den Kunde a mi den Wo en kommen ie e: „Ganz
ausse o den lich und bei uns un o s ellba de Anhang übe Nikde!“58
Nachdem Kunde a be ei s im Mä z 1971 angekündig ha&e, es mi „Nikde“ zu p o-
bie en, also die Rohübe se zung des Gedich s, das Fühmann im Juni 1970 zu seine
Lebensau gabe e klä ha&e, anzu e igen,59 en wa Fühmann doch e s im Augus
1976 „wie im T aum & Rausch“ die e s en ach S ophen seine Nachdich ung, dann
wa abe de Wu e s wiede einmal „ausgewo en, de Schwung ausgeschwungen“,
dennoch e klä e e zu Jah esbeginn 1977 die A bei zum e s en Mal ü e ig (mi eine
Einsch änkung: „Die o le z e Zeile is noch schlech , abe das wa die F uch eines
Vie eljah g übelns“).60 Ein Jah spä e sch ieb Füh mann jedoch wiede , dass e die
A bei an diesem Tex in das neue Jah mi ge nom men habe.
61
Le z malig heiß es am 19.
Janua 1981 in einem Tagebuchein ag, dass „NIKDE“ e ig sei.62 Es wa en zwöl Jah e
e gangen, sei Kunde a das Gedich 1969 ü den Halas -Band o geschlagen ha&e.63
Es a en ü Fühmann beim Nachdich en dieses Tex es schlussendlich exak e
Sinn und poe ische Fo m in Wide s ei , wobei e seine eigenen Aussage zu ol ge zwa
e s em schließlich das P ima gab,64 wo on auch sein in ensi es Auslo en einzelne
Wo bedeu ungen mi Kunde a zeug , dennoch gelang es ihm, den Reim, einen o-
chäischen Rhy hmus und die Klanggewal des O iginals beizube hal en, auch uns mi
Neologismen, A chaismen und neuen Komposi a zu übe a schen. Ein Aspek , du ch
den ihn diese Tex so ansp ach, dü (en ge ade die Un e s ändlichkei en gewesen
sein, die seine Vo liebe ü Sp ach(spiel)e en gegenkamen. Die lange g ündliche
A bei an diesem We k e möglich e es, dass de Wide s ei e appenweise ausge och-
en wu de, sich Fühmann e s au die Fo m, dann den Wo sinn konzen ie e, so dass
das E gebnis eine kongeniale Syn hese beide Tex ebenen da s ell . In de Suche nach
dem adäqua en „Ni gends“ and Füh mann in den des illusionie enden 1970e -Jah en
nachdich end das/sein „I gends“– in de deu schen Sp ache.65
VÍTĚZSLAV NEZVAL, „CO DĚLÁ POLEDNÍ SLUNCE SPRAHOU“
(1936)
Nez als „Co dělá polední slunce sP ahou“ [Was die Mi&agssonne mi P ag mach /
u ] ha wie „Nikde“ das En s ehungsjah 1936 und is in seinem su ealis isch ge-
p äg en Band P aha sp s y deš ě [P ag mi Regen inge n] e schienen (Nez al 1936:
181 .). Fühmann gib den Ti el exp essi e wiede mi „Was die Mi&agssonne mi
58 Lud ík Kunde a an F anz Fühmann, 1.7.1984 (AdK FFA 1120/3).
59 Lud ík Kunde a an F anz Fühmann, 19.3.1971 (AdK FFA 1120/2). Lau Fühmanns Tagebuch schick e
ihm Kunde a „Nikde“ alle dings e s am 4. Mai 1976 (AdK FFA 1335).
60 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 30.8., 7.10.1976 und 1.1.1977 (AdK FFA 186/7).
61 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 11.1.1978 (AdK FFA 304).
62 F anz Fühmann, [Tagebuchein ag], 19.1.1981 (AdK FFA 1340).
63 Lud ík Kunde a, [Anme kung in Typosk ip ] [28.9.]1969 (AdK K29).
64 „[M]i geh es je z eigen lich doch p imä um den exak en Sinn (ich weiß, kann man nich ennen,
hab ich d übe gesch ieben, bei diese Scheißübe se ze ei muß man doch ennen!)“ (F anz Fühmann
an Lud ík Kunde a, 28.8.1980 [AdK FFA 186/6]).
65 „[…] au das IRGENDS bin ich als meinen Neologismus s olz“ (F anz Fühmann an Lud ík Kunde a,
30.8.1976 [AdK FFA 186/7])
60 BRÜCKEN 30/2
P ag eib “ (Kunde a/Fühmann 1964, 21966: 166 .;Nez al 1978: 133 .). Hans Schön ho
e zich e e bei de Übe se zung des Ti els au ein Ve b: „P ag und die Mi&agssonne“
(Nez al 1938:27 .). Das en sp ich gu seine ela i eien Vo gehensweise, du ch die
e den Tex e ein ach e. Sch öp e o mulie e mi seine Lösung „Wie die Mi&ags-
sonne P ag e ände “ (Nez al 1967: 112 .) be ei s eine 'ese, die im O iginal nich
en hal en is .
Auch dieses Gedich du chwande e bei Fühmann meh e e S adien.66 Es lieg so-
ga ged uck in d ei oneinande abweichenden Va ian en o (1964, 1966, 1978). Fü
iele Tex e ü Die Glas äne, so auch ü diesen, e ig e die In e linea e sion nich
Kunde a, sonde n Kla a Bach acho á an (Kunde a/Fühmann 1964: 271).67 Die Vo lage
ü dieses Gedich is leide nich a chi ie . Es wi d jedoch deu lich, dass Fühmann
seinen Tex zunächs nich mi dem O iginal e gleichen konn e, denn e nahm als
Leh e aus seine A bei mi , dass e o an bei wei e en Nachdich ungen s e s da au
ach e e, die O iginal ex e mi anzu o de n (Fühmann 1969: 8),68 zudem schläg es sich
in dem E gebnis niede . In de e s en Va ian e seine Nachdich ung inden sich S ellen,
die ande s nu schwe zu e klä en wä en. In Nez als O iginal wi d das Geheimnis de
Poesie mi Assozia ionske&en be sch ieben, de en Einzelwo e nich poe isch ma kie
sind, sonde n es sieh de Dich e ge ade im All ägli chen das Su eale. Da e wunde
es, wenn man bei Fühmann au eine as ki schig anmu en de Wendung wie „mag
mi den Schwalben nich zwi sche n“ i (1964, 1966), die spä e ( olge) ich ig zu
„ich will mi den Vögeln nich singen“ ‚neu ali sie ‘ wu de (1978).69 Fü Au T apezen
übe a bei e e Fühmann den Tex noch einmal seh g ündlich, so dass die edi o i sche
No iz, dass diese aus de 2. Au lage on Die Glas äne (1966) übe nommen wo den sei
(Nez al 1978: [184]), sich als unzu e lässig e weis .70 Bei diese Übe a bei ung ging
es wie bei de on „P aze“ um die Ve knap pung des Ausd ucks und o allem um die
kon se quen e e Nachbildung de Ve san änge in de e s en S ophe. Eine g undle gen-
de En scheidung iel jedoch be ei s o ab, ü die Fühmann sich das Ein e s ändnis
Kunde as einhol e. Es ging um den Beginn de Ve se in de zwei en S o phe, die im
O iginal anapho isch lau en: „Vidím ji jak(o)“ [Ich sehe sie (= P aha/P ag) als/wie].
Fühmann woll e dies nachdich en mi „Es is […]“, wa jedoch im Zwei el, ob e sich
66 F anz Fühmann, [A bei s assungen de Nachdich ung on Nez als „Was die Mi&agssonne“] (AdK FFA
161/2;161/7; 177/2;K4/2).
67 Fühmann dank e ih – mi e wa zweideu igen Wo en – ü die In e linea übe se zungen: „Sie wa en
höchs b auchba , o allem deshalb, weil sie de Ve suchung wide s anden, selbs dich e ische Lösun-
gen o zuschlagen. So wa ein öllig ex& eues, he o agend b auchba es A bei sma e ial o handen,
das wei e zu o men eine F eude wa “. Gleichzei ig lehn e e jedoch ih e eigenen Sei e -Übe se zungen
ab, die ihm offenba eben alls keine „dich e ischen Lösungen“ zu en hal en schienen (F anz Fühmann
an Kla a Bach acho á, 28.8.1962 [AdK FFA 161/9]) und die „beim Böhmischen Deu sch on 1939 s ehen
geblieben“ wa en (F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, o. D. [AdK FFA 161/9]).
68 Als Fazi aus seinen au wendigen A bei en ü Die Glas äne zieh Fühmann un e ande em: „Aus
de A bei e geben sich– ich komme nun zum didak ischen Teil– einige Leh en: 1.) Niemeh e was
übe se zen, on dem wi nich säm liche [un e s ichen]O iginale und säm liche [un e s ichen]
Rohübe se zungen haben. Was zue s als E spa nis e schein , en pupp sich hin e he als sp udelnde
Quell on Meh kos en […]“ (F anz Fühmann an Geo gina Baum, 25.8.1962 [AdK FFA 161/9]).
69 Im O iginal heiß diese S elle: „nechci zpí a sp áky“ [ich will nich mi den Vögeln singen].
70 Fühmann sch ieb es auch ande s an E b: „Wi haben auch die Gedich e aus de ‚Glas äne‘ du chgesehen
und sie säm lich übe a bei e , zum Teil liegen sie in neuen Fassungen o “ (F anz Fühmann an Reclam/
Ma ga E b, 3.12.1972 [AdK FFA 1237/1]).
61ANNE HULTSCH
diese F eihei nehmen dü e. In seine Beg ündung nann e e eine sei s, dass e dami
besse den s e eo ypen Rhy hmus des O iginals nachbilden, ande e sei s abe , dass e
dami an T akls „Psalm“ (1912) allu die en könn e, denn e emp inde „Nez als Gedich
als einen ebenbü igen An i -T akl, in de S im mung, in de bewuss en Absage on
de Exo ik, im Bejahen de S ad und des Lebens,“ so dass e sich siche wa , dass das
Gedich als bewuss es Gegens ück zu T akl ü die deu sche Li e a u ein E eignis da -
s ellen wü de, sich jedoch unsiche wa , ob man das so machen dü e.71 Kunde a wa
offensich lich ein e s an den, denn in allen publizie en Ve sionen des Tex es is es
nun so zu inden. Fühmann ließ den Tex Nez als du ch seine Nachdich ung in einen
Dia log mi einem ihm selbs besonde s nahen deu schsp achigen Dich e e en, in
dem das O iginal ga nich s and, ließ es dadu ch– e was zugespi z o mulie – Teil
de deu schen Li e a u we den.
In dem Typosk ip ü eine Radiosendung (1962) inde sich zudem ein in e es san-
e Hinweis au den Beginn de d i&en S ophe, in de P ag „Jak pos á ný noso ožec
jehož klecí je nebe“ wache. Fühmann dich e e das Bild zwa wo ge eu mi „wie ein
heili ges Nasho n dessen Kä ig de Himmel is “ nach, hiel es jedoch ü zu o cie ,
ü geküns el , bis e in P ag am Ende de Ná odní řída s and, zu Bu g und Vei sdom
hinübe blick e und plö zlich in de Zinke des spi zen Ki chen u ms ein Nasho n
sah und im s ei igen Himmel dessen Kä ig: „und ein so eingegi&e es Nasho n wi d
wohl ein heiliges sein“.72 Obwohl e das Bild zunächs nich e s and, dich e e e es
dem O iginal ge eu ‚ein ach‘ eins zu eins nach (wie im Üb igen auch Schönho und
Sch öp e ). Dass spä e die Poesie du ch die Reali ä be s ä ig wu de (nich umge-
keh ), gab ihm da in ech , ü den deu schsp achi gen Lese keinen E klä ungs- ode
Abschwächungs e such un e nommen zu ha ben.
ZUSAMMENFASSUNG
Wenn man abschließend e such , eine allgemeine e Aussage übe Fühmanns Übe -
se zungskonzep ion zu effen, dann muss he o gehoben we den, dass es sich um
Nachdich ungen handel und zwa nich in dem Sinne, dass diese o( als die eies e
Fo m des Hinübe b ingens eines Tex es on de einen Sp ache in die ande e e -
s anden we den („küns le isch, abe unzu e lässig“;Dedecius 1986: 61), sonde n
in dem Sinne, dass es sich auch bei de on ihm e s ell en deu schen Fas sung um
Dich ung, um poe ische Gebilde handel .
73
Inso e n kann Ludwig Ha igs K i ik nich
zu ges imm we den, dass Fühmanns Übe se zun gen in Die Glas äne als seman i-
sche In o ma ionen au Ve s ändnis des gewoll en Sinns in e p e ie en wü den
(Ha ig 1967). Fühmanns Meis e scha( bilde e sich e s im Lau e de Jah e pa allel
zu seine wachsenden Sp achmäch igkei und -p äzision in de deu schen Sp ache,
die sich alle dings nich in neuen eigenen Gedich en niede schlug, he aus. Seine
71 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 10.1. o. J. (AdK K4/1).
72 F anz Fühmann, [Typosk ip ü Radiosendung], 26.11.1962 (AdK FFA 940).
73 Diese deu schsp achigen poe ischen Gebilde können mi un e auch besse sein als das O iginal: „Aus
Lysoho ský has Du einen Dich e gemach . Ich g a ulie e! Abe doch: wie komisch kann das Bild
unse e Poesie in einem ande en Land e ze sein. […] ge ade diese He Genosse!“ (Lud ík Kun-
de a an F anz Fühmann, 31.12.1960 [AdK FFA 1120/1]). Fühmann wa an den Nachdich ungen aus dem
Lachischen ü den Band Ónd a Łysoho sky, Gedich e (Be lin 1960) be eilig .
62 BRÜCKEN 30/2
En wicklung kann man beim Ve gleich e schiedene on ihm e s ell e Fassun-
gen ein und desselben Tex es gu nach e olgen. Desungeach e wa ihm jedoch
on Beginn an kla , dass die schechische und die deu sche Dich ung au g und de
Un e schiede zwischen den Sp achen und T adi ionen hy hmisch und klanglich je
ande en ‚Gese zen‘ olgen, die es zu be ücksich igen gil ,74 eben weil es ihm da um
ging, dass die Gedich e in deu sche Sp ache als Ge dich e bes ehen und die deu sche
Li e a u be eiche n, wie besonde s das Bei spiel de T akl -Allusion un e s eich .
Hans Rich e sp ich zu Rech on Fühmanns Nachdich ungen als de „Höchs s u e
des schöp e ischen Lesens. Sie sind das leis ungs ö de nde P üffeld, au dem P o-
duk ion und Rezep ion, einande po enzie end, wunde ba eins we den“ (Rich e
1992: 386). Die Tex e wu den im Fühmann’schen Deu sch imme e knapp e , e lös e
sich zusehends on den in e linea en Vo la gen, obgleich e s e s, seinem eigenen
P og amm eu olgend, seh ex - und o mgenau o ging. Unkla hei en und Meh -
deu igkei en in den Ausgangs ex en hiel e aus und mu e e sie auch dem deu sch-
sp achigen Lese zu, den e mi hin nich um die He aus o de ungen und das da mi
einhe gehende Ve gnü gen de Lek ü e b ing , was keineswegs selbs e s ändlich
is , denn Nachdich un gen sind nun einmal In e p e a ionen, was die Ge ah mi sich
b ing , Dunk les zu seh zu e hellen. Vo ‚zu iel‘ Deu ung be wah e ihn ielleich
in einigen Fällen auch, dass e sich wede in de schechi schen Sp ache noch Kul u
ganz ei beweg e, wodu ch e sich um so in ensi e au die Ges al des jeweiligen
Tex es selbs konzen ie en konn e. In seine En wick lung als Nachdich e aus dem
Tsche chi schen kann Die Glas äne ü Fühmann als eine A Übungsbuch be ach e
we den, anhand dessen e sich kla übe das Wie und Was seines Nach dich ens aus
dem Tschechischen wu de. Sie en häl nich die le z gül igen Fassungen, weil e noch
e schiedene Nach dich ungsa en ausp o bie e–„Kommen ie en des Gedich s, Ve -
besse n du ch ‚Poe isie en‘ und ähnli chen Un ug meh “, wie e an E b sch ieb
75
–und
e wid me e sich in ih Dich e n, zu denen e nie zu ück keh en soll e. Wäh end de
A bei da an e kann e Füh mann abe , wessen Tex e ihm liegen, ihn he aus o de n
und bis ans Lebensende beglei en we den.
ARCHIVALIEN
Akademie de Küns e, Be lin, F anz -Fühmann -A chi (AdK FFA).
Akademie de Küns e, Be lin, Lud ík -Kunde a -Sammlung (AdK K).
Akademie de Küns e, Be lin, Ve lagsa chi Volk und Wel (AdK VuW).
Bundesa chi , Be lin, D uckgenehmigungs o gänge (BA DR).
Deu sches Li e a u a chi , Ma bach, Vo lass Hein (DLA).
Pamá ník ná odního písemnic í/Muzeum li e a u y, P aha, Li e á ní a chi [Museum de Tsche-
chischen Li e a u , P ag, Li e a u a chi ](PNP LA).
Zen al- und Landesbiblio hek Be lin, Be lin -Sammlungen, Sammlung Fühmann (ZLB Füh).
74 F anz Fühmann an Lud ík Kunde a, 22.12.1960 (AdK K4).
75 F anz Fühmann an Reclam/Ma ga E b, 3.12.1972 (AdK FFA 1237/1).
63ANNE HULTSCH
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