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Fe dinand I. und die Wiene S ad be es igung
Ma kus Jei le
FERDINAND I AND THE VIENNA CITY FORTIFICATIONS
The pape con ains an o e iew o he de elopmen and e ec ion o he Viennese own o i ica ions
du ing he eign o Fe dinand I, i s medie al equi emen s, di icul inancing and con empo a y in-
luences on he cons uc ion wo k. Fu he mo e, a b ie compa ison wi h o he esidences, namely
G az, Wiene Neus ad and P ague, is made.
KEYWORDS:
Fe dinand I; Vienna; Fo i ica ion; G az; Wiene Neus ad ; P ague; Johann Tsche e; Bas ion; Siege
o Vienna 1529; Financing; Bohemia; Hunga y; I alian a chi ec s
De Beginn de Regen scha Fe dinands I. in den ös e eichischen E blände n im
Jah 1521 wa zunächs nich nu on innenpoli ischen Schwie igkei en,1 sonde n
bald auch on g oßen außenpoli ischen P oblemen beglei e . Am 29. Augus 1526
wu de nämlich das Hee seines Schwage s König Ludwig II. on Böhmen und Un-
ga n on den T uppen Sul an Süleymans des P äch igen bei Mohács e nich end
geschlagen und Ludwig selbs kam au de Fluch ums Leben.2 Fe dinand e hob da-
au hin gemäß den habsbu gisch-jagiellonischen Hei a s e ägen on 1515 An-
sp uch au beide K onen, ge ie in Unga n jedoch in Kon lik mi dem Siebenbü ge
Fü s en Johann Zápolya, de sich seine sei s de Un e s ü zung des ü kischen Sul-
ans e siche e.3 Aus de da au hin bis 1538 andaue nden mili ä ischen Kon on-
a ion ging Fe dinand I. im Jah 1527 zunächs als Siege he o ,4 doch wa es bald
o ensich lich, dass sich das Augenme k des Sul ans nun au Wien ich en wü de,
was schließlich zu E s en Tü kenbelage ung Wiens zwischen dem 27. Sep embe
und dem 14. Ok obe 1529 üh e.5 Nach ih em ü die Ve eidige glücklichen Aus-
gang6 e kann e man die d ingende No wendigkei eine Ve besse ung de Wiene
1 Thomas WINKELBAUER, S ände eihei und Fü s enmach . Lände und Un e anen des Hauses
Habsbu g im kon essionellen Zei al e I (Ös e eichische Geschich e 1522–1699), Wien 2003,
S. 32–38.
2 Géza PÁLFFY, The Kingdom o Hunga y in he Habsbu g Mona chy in he six een h cen u y, New
Yo k 2009, S. 35–37.
3 Ebd., S. 37–51.
4 T. WINKELBAUER, S ände eihei , S. 125–126, hie S. 130.
5 Fe dinand STÖLLER, Soliman o Wien, Mi eilungen des Ve eins ü Geschich e de S ad
Wien 9–10, 1929/1930, S. 11–76; Wal e HUMMELBERGER, Wiens e s e Belage ung du ch die
Tü ken 1529 (Mili ä his o ische Sch i en eihe 33), Wien 1976.
6 T. WINKELBAUER, S ände eihei , S. 130.
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S ad be es igung, zumal die osmanische Bed ohung — wie e wa im Jah 15327 — wei-
e hin au ech blieb und lediglich eine A A empause e eich wa .8 Fe dinand I.
dü e dies ein g oßes Anliegen gewesen sein, denn e se z e sich ü die Planungen
und de en Du ch üh ung ini ia i ein. Im Folgenden soll nun eine sei s de Bau de
ühneuzei lichen Be es igung Wiens o ges ell , ande e sei s abe auch das Wi -
ken Fe dinands I. in diesem Zusammenhang beleuch e und de Fo sch i bis zu
seinem Lebensende skizzie we den. Ein e gleichende Blick au die Be es igun-
gen de gleich alls als Residenzo e dienenden S äd e G az, Wiene Neus ad und
P ag soll das Gesam bild ab unden.
DIE MITTELALTERLICHE STADTBEFESTIGUNG WIENS BIS ZUM JAHR 1529
Die ühneuzei liche S ad be es igung Wiens o ien ie e sich in g oben Zügen an de
damals bes ehenden mi elal e lichen Anlage, die im spä en 12. Jah hunde bzw. im
13. Jah hunde u. a. mi dem Lösegeld ü den on He zog Leopold V. ge angenge-
nommenen König Richa d I. („Löwenhe z“) on England e ich e wu de.9 Sie soll e
die sei de Mi e des 12. Jah hunde s asan gewachsene S ad 10 o i ika o isch um-
assen, weil die Übe es e des öme zei lichen Legionslage s Vindobona nich meh
aus eich en und sich auße halb de selben wich ige Siedlungszen en wie zum Bei-
spiel S . S ephan be anden.11 De mi Tü men und sechs Haup o en e sehene neue
hochmi elal e liche Maue ing, in den man auch die Wiene Ho bu g in eg ie e,12
wu de im 14. und 15. Jah hunde imme wiede e besse und eno ie ; die Vo -
s äd e e hiel en im 15. Jah hunde zudem eine eigene Be es igung. Sie bes and o
allem aus einem Palisadenzaun, de einzelne To ü me und auße halb de S ad ge-
legene Klös e mi einande e band.13 Diese Vo s ad be es igung e wies sich jedoch
7 Ge ude GERHARTL, Die Niede lage de Tü ken am S ein eld 1532 (Mili ä his o ische Sch i -
en eihe 26) Wien 1981.
8 T. WINKELBAUER, S ände eihei , S. 130–138.
9 Hein ich FICHTENAU, Akkon, Zype n und das Lösegeld ü Richa d Löwenhe z, in: de s., Bei-
äge zu Mediä is ik I, S u ga 1975, S. 239–258, hie S. 257; Fe dinand OPLL, Schu z und
Symbol. Zu S ad be es igung on Wien om hohen Mi elal e bis zu Mi e des 19. Jah hunde s,
Ös e eichische Zei sch i ü Kuns und Denkmalp lege 64, 2010, N . 1–2, S. 12–21, hie
S. 13–14.
10 Klaus LOHRMANN, Die Besi zgeschich e des Wiene Raumes om Ausgang des 11. bis zu Mi e
des 12. Jah hunde s, Jah buch des Ve eins ü Geschich e de S ad Wien 35, 1979, S. 38–77;
Pe e CSENDES, Das We den Wiens. Die siedlungs echnischen G undlagen, in: Fe dinand
Opll — Pe e Csendes (edd.), Wien. Geschich e eine S ad I: Von den An ängen bis zu
E s en Tü kenbelage ung (1529), Wien — Köln — Weima 2001, S. 55–94, hie S. 70–72.
11 Zu den jüngs en Fo schungse gebnissen zu Geschich e des S ephansdomes siehe Niko-
laus HOFER (ed.), A chäologie und Bau o schung im Wiene S ephansdom. Quellen zu Bauge-
schich e des Domes bis zum Ende des 13. Jah hunde s, Wien 2013.
12 Paul MITCHELL, Die Ho bu g als Fes ung (13.–16. Jah hunde ), Ös e eichische Zei sch i
ü Kuns und Denkmalp lege 64, 2010, N . 1–2, S. 35–44, hie S. 35.
13 W. HUMMELBERGER, Wiens e s e Belage ung, S. 9–11.
MaRKuS JEITLER 73
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im Jah 1529 als öllig wi kungslos und wu de au gegeben, was inso e n zu P oble-
men üh e, als sie on den Belage e n als Deckung e wende wu de und man sie
nach de Belage ung le z lich schlei e.14 Die eigen liche S ad be es igung wu de be-
ei s nach de Schlach bei Mohács in g oße Eile ausgebesse , da man ein baldiges
Vo ücken de Osmanen be ü ch e e.15 Im Jah 1529 e olg en neue liche Ve besse-
ungen, indem man e schiedene „Bollwe ke“, d. h. in diesem Fall E dwe ke, e ich-
e e, gleichzei ig abe die an sich solide S ad maue ü den Einsa z on A ille ie
du chb echen muss e.16 Im Zuge de und zweieinhalbwöchigen Belage ung e hiel
die Wiene S ad be es igung o allem an den Haup ang i spunk en am Kä n ne -
o und dem olgenden Abschni zu Ho bu g du ch he igen A ille iebeschuss so-
wie insbesonde e dem Anlegen on Minen und den da aus en s andenen B eschen
schwe e Beschädigungen;17 noch im Jah 1538 en deck e man beispielsweise einen
ehemaligen Minens ollen, de langsam niede zugehen begann und an de Ho bu g
e hebliche s a ische P obleme e u sach e.18
PLANUNG UND BAU DER FRÜHNEUZEITLICHEN
STADTBEFESTIGUNG WIENS
Nach dem Ende de Belage ung se z e man die S ad be es igung zwa wiede in-
s and,19 doch wu de nun die G undsa z age ges ell , ob nich ein mode ne Ausbau
nach bas ionä em Sys em eine wi kungs olle e De ension b äch e und somi sinn-
olle sei. Das E gebnis de leide im O iginal nich meh e hal enen20 Be a ungen
de niede ös e eichischen Kamme ä e wa die E ich ung on neun „Bollwe ken“
bzw. Bas eien (Bas ionen),21 die zum Teil wohl die p o iso ischen E dwe ke e se -
14 Ludwig EBERLE, Wien als Fes ung (1530 bis 1740), in: Geschich e de S ad Wien IV, Wien
1909 (Sepa a um), S. 218–282, hie S. 218–220; W. HUMMELBERGER, Wiens e s e Belage-
ung, S. 10.
15 Ma kus JEITLER, Sch i quellen zu Bauo ganisa ion de Wiene S ad be es igung im 16. Jah -
hunde . Neue Übe legungen zum Bau de Bu g- und Löblbas ei, Ös e eichische Zei sch i ü
Kuns und Denkmalp lege 64, 2010, N . 1–2, S. 45–52, hie S. 45.
16 Obsidio V bis Vienennsis á Solymanno Tu ca e Impe : Anno 1529, Ös e eichische Na io-
nalbiblio hek [wei e nu ÖNB], Cod. 8019, ol. 111 –156 , hie ol. 141 –144 ; W. HUMMEL-
BERGER, Wiens e s e Belage ung, S. 9. Die S ad maue wa ca. 6 m hoch und bis zu 2 m b ei .
17 W. HUMMELBERGER, Wiens e s e Belage ung, S. 21–30.
18 Rena e HOLZSCHUH-HOFER, Die Al e Bu g (Schweize ho ) 1521–1619, in: He be Ka -
ne (ed.), Die Wiene Ho bu g 1521–1705. Baugeschich e, Funk ion und E ablie ung als
Kaise esidenz (Denksch i en de philosophisch-his o ischen Klasse 444), Wien 2014,
S. 80–143, hie S. 88.
19 M. JEITLER, Sch i quellen, S. 45.
20 L. EBERLE, Wien als Fes ung, S. 220; M. JEITLER, Sch i quellen, S. 45.
21 In Wien ha sich gleich nach Beginn de Ausbaua bei en die Bezeichnung „Bas ei“ ü
„Bas ion“ eingebü ge ; im 18. und 19. Jah hunde wu de da un e auch ein Be es igungs-
abschni e s anden. Beide Beg i e we den in diesem Au sa z synonym behandel .
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zen soll en.22 De Plan sah demnach also o , au G undlage des bes ehenden Mau-
e be ings und de To ü me bzw. Maue ü me an o i ika o isch signi ikan en Po-
si ionen jeweils Bas eien o anzus ellen und mi einem e b ei e en G aben zu
umgeben.23 Dies be a zunächs die Siche ung de Ho bu g, de S ad o e, länge e
Maue abschni e und spä e auch die Donausei e de S ad .
Als eibende K a hin e diesen gewal igen Ans engungen is zwei ellos Fe di-
nand I. zu e mu en, dessen Absich es wa , Wien zu „einem de es es en Plä ze on
ganz Eu opa“ ausbauen zu lassen.24 Insbesonde e in de An angsphase de A bei en
is eine bes ändige Ein lussnahme und In o ma ion des Regen en — u. a. du ch Vo -
lage on Plänen und Konzep en — nachweisba , die sich o allem au Planungen und
Finanzie ungen bezogen.25 Dabei zeig e sich be ei s in diesem S adium, dass dieses
äuße s ambi ionie e P ojek mi ielen o ganisa o ischen Schwie igkei en beha e
wa , die es eno m e eue en und zei lich in die Länge zogen, sodass ein olls än-
dige Ausbau e s in den 1670e Jah en, also und 140 Jah e nach dem Baubeginn,
e eich wa .26
Die eigen lichen Baua bei en begannen nach den oben be ei s e wähn en Planun-
gen zu olge an zwei Posi ionen ab dem 1. Mä z 1531 mi de E ich ung de Bu g bas ei
o de Ho bu g27 sowie ab dem 1. Juni 1531 mi de Scho enbas ei beim Scho en o .28
Doch be ei s beim Bau de Bu gbas ei zeig e sich bald, dass man speziell den inanzi-
ellen Au wand s a k un e schä z ha e, denn ans a de u sp ünglich e anschlag-
en Baukos en on 3 000 Gulden muss e man das Budge schon nach de e s en Bau-
woche au 5 000 Gulden au s ocken,29 und auch die Finanzie ung selbs wa höchs
unkla . Aus diesem G und wand e sich Fe dinand I. an die böhmischen S ände, die
mi els eine S eue die Bau ä igkei en un e s ü zen soll en.30 Im Win e 1531/1532
a en o enba a sächlich en sp echende Gelde ein, wenngleich eilich un e e li-
chen Anmahnungen.31 Abe auch in de Bauaus üh ung sind massi e böhmisch-mäh-
ische Be eiligungen es s ellba , denn de ü die Koo dina ion maßgeblich e -
an wo liche Baumeis e de Niede ös e eichischen Lande, Johann Tsche e,
22 L. EBERLE, Wien als Fes ung, S. 220.
23 Ebd., S. 220.
24 R. HOLZSCHUH-HOFER, Die Al e Bu g, S. 85.
25 Dies is aus den e hal enen Sch i dokumen en insbesonde e im Finanz- und Ho kamme -
a chi Wien sowie dem K iegsa chi Wien e sich lich, die eine pe manen e Einbindung
Fe dinands I. in die jeweiligen En scheidungsp ozesse zeigen.
26 Heike KRAUSE — Ge ha d REICHHALTER, De Ausbau de S ad be es igung Wiens, in: Hei-
ke K ause (ed.), Maue n um Wien. Die S ad be es igung 1529–1857, Wien 2014, S. 33–41,
hie 33–38.
27 M. JEITLER, Sch i quellen, S. 45–46; DERS., Die Bu gbas ei, in: H. Ka ne (ed.), Die Wiene
Ho bu g, S. 176–183, hie S. 176–177.
28 M. JEITLER, Sch i quellen, S. 45.
29 DERS., Bu gbas ei, S. 176.
30 Diese S eue wu de o enba im Ve lau des He bs es 1531 disku ie und e o dne ; Na i-
onala chi , P ag [Ná odní a chi , P aha, wei e nu NA], Regis e (RG), Vol. 9, S. 92n (1531
Dezembe 19).
31 NA, RG, Vol. 9, S. 92 . (1531 Dezembe 19), S. 121 . (1532 Feb ua 16), S. 145 (1532 Mä z 12).
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s amm e aus B ünn/B no,32 wohe e im F ühjah 1531 eigens „böhmische“ A bei e
„angeding “ ha e.33 Sie e u sach en zwa wöchen liche Meh kos en on 100 Gul-
den, leis e en abe ge ade im Win e 1531/1532 o z de kal en Wi e ung wich ige
Räuma bei en an den G äben de im Bau be indlichen Bu g- und Scho enbas ei.34
Die Baumeis e beide Anlagen kamen jedoch aus I alien, wohin sie übe den Win e
auch zu ückkeh en;35 aus spä e en Sch i quellen kann man e schließen, dass an
de Scho enbas ei Gio anni Ma ia Olgia i be eilig wa ,36 an de Bu gbas ei mögli-
che weise de zu diese Zei u. a. in Wiene Neus ad nachweisba e Jö g de Spa io.37
Sowohl die Bu gbas ei, als auch die Scho enbas ei wa en bis zum Somme 1532 e -
igges ell ,38 als Sul an Süleyman einen neue lichen Feldzug gegen Wien un e nahm,
de abe mals schei e e.39 Beide Bas eien wa en in al i alienische Manie e ich e
wo den, ebenso auch die sogenann e Bibe bas ei um 1536/1537,40 doch e wiesen sie
sich wenige Jah e spä e be ei s als e al e und wä en zu mode nisie en gewesen.41
Dies woll e man wäh end de Ausbauphase de 1540e Jah e du ch üh en, e eich e
jedoch lediglich einen Umbau de Scho enbas ei, indem de bes ehende gemaue e
Ke n mi els E dau schü ungen e g öße und mi O illons e sehen wu de.42 Im
Gegensa z dazu begannen nach dem Vo bild dieses mode ne en Typus in den Jah en
1543/1544 bzw. 1548 die Baua bei en an de spä e sogenann en Löbl bas ei43 bzw. de
Kä n ne bas ei;44 die mögliche weise noch in den spä en 1530e Jah en begonnene
P edige - bzw. Dominikane bas ei wu de 1545 e igges ell .45 Aus diese Zei s am-
men auch die beiden wich igen Wiene S ad pläne on Augus in Hi sch ogel und
Boni az Wohlmu h, die sowohl den damaligen Bes and, als auch den geplan en End-
ausbau de S ad be es igung zeigen.46
32 Zu Pe son Tsche es siehe Julius LEISCHING, Johann Tsche e, königliche Baumeis e
de niede ös e eichischen Lande, ges . 1552, Zei sch i des deu schen Ve eines ü die Ge-
schich e Mäh ens und Schlesiens 4, 1900, S. 279–302, S. 331–346.
33 Finanz- und Ho kamme a chi Wien [wei e nu FHKA], Gedenkbuch 35, ol. 56 bzw.
FHKA, Niede ös e eichische He scha sak en [wei e nu NÖHA] W 61/C 3, ol. 143 .
34 M. JEITLER, Sch i quellen, S. 46.
35 FHKA, NÖHA W 61/C 3, ol. 90 , ol. 153 .
36 M. JEITLER, Bu gbas ei, S. 176–177; zu seine Pe son siehe Sil io LEYDI, Le ca alca e dell’in-
gegne o. L’ope a di Gianma ia Olgia i ingegne e mili a e di Ca lo V, Fe a a — Modena 1989.
37 M. JEITLER, Bu gbas ei, S. 176–177.
38 DERS., Sch i quellen, S. 46.
39 G. GERHARTL, Die Niede lage, S. 1–19.
40 L. EBERLE, Wien als Fes ung, S. 230.
41 Das P oblem wa ih e e gleichsweise ge inge G öße und Höhe; M. JEITLER, Sch i quel-
len, S. 46–47.
42 An de Bu gbas ei ha e man z. B. au g und de Kasema e einige s a ische Bedenken be-
züglich eine E dau schü ung; ebd., S. 47.
43 M. JEITLER, Sch i quellen, S. 47–51.
44 L. EBERLE, Wien als Fes ung, S. 236.
45 Ebd., S. 231; de Ka alie wu de e s im olgenden Jah ollende .
46 Wien Museum, In . N . 31.021; Wien Museum, In . N . 31.022.
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Von besonde em bauhis o ischem In e esse is die E ich ung de Löblbas ei, da sie
om Niede ös e eichischen Vizedomam inanzie wu de und ih Bau o sch i
seh de aillie dokumen ie is .47 Dies is den kopial in die sogenann en Vizedom-
am shaup echnungen übe agenen Wochenpa ikula en zu e danken, de en Ab-
echnungen säm liche Ma e iallie e ungen und A bei ssch i e en hal en. Mi Aus-
nahme des Jah es 1546, dessen Band e schollen is , kann au diese Weise de Bau
eine Bas ion jene Zei gu ekons uie we den. Fü die Planung und Aus üh ung
diese Anlage wa neben Johann Tsche e de i alienische Baumeis e Sigmund de
Pisa de P a o Ve e i e an wo lich,48 die Handwe ke un e schieden sich als „wel-
sche“ und „ eu sche“, die en wede mona lich ode wöchen lich en lohn wu den. Zu
ihnen zähl e u. a. de auch als Mau e und Male ä ige spä e e Baumeis e Pie o
Fe abosco, de am 4. Dezembe 1547 seine En lohnung ü die Ve goldung und „Aus-
s eichung“ des g oßen Wappenschildes e hiel , de an de Spi ze de Bas ei ange-
b ach wa .49 Um diese Zei wa die Bas ei o enba e igges ell , wenngleich in den
olgenden Jah en noch einige Baumängel behoben we den muss en.50
47 M. JEITLER, Sch i quellen, S. 47–51.
48 Ebd., S. 48.
49 FHKA, Vizedomam shaup echnungen, Vol. 581, ol. 291 .
50 M. JEITLER, Sch i quellen, S. 51.
abb. 1: S ad plan on Wien on Boni az Wohlmu h, 1547 (© Wienmuseum, In . N . 31.021).
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Die E ich ung diese Bas ei wi nun die wich ige F age nach de Bauo gani-
sa ion und Bau inanzie ung au . Von den 1530e Jah en an bis 1546 schein Johann
Tsche e in seine Funk ion als Baumeis e de Niede ös e eichischen Lande eine
A Obe au sich wah genommen zu haben,51 ehe in diesem Jah de o malige P o-
ian meis e He mes Schallau ze on Fe dinand I. mi dem neu gescha enen Am
des Bausupe in enden en be au wu de, dessen Haup au gabe die Koo dina ion und
Adminis a ion de landes ü s lichen Bau ä igkei en in und um Wien wa , wozu die
S ad be es igung in besonde em Maße zähl e.52 Mi de p ak ischen Aus üh ung de
Bau en wa eine je nach Maßgabe de A bei en abhängige Anzahl on Baumeis e n,
zumeis I aliene n, beschä ig , die übliche weise an einem Baulos a bei e en.53 Zu
den wei e en adminis a i en Funk ionen de Bau e wal ung gehö en de Bau-
sch eibe und de Reichsbauzahlmeis e , wobei e s e e übliche weise spä e zum
Bausupe in enden en au s ieg,54 wäh end le z e e ü die Ab echnung und den Ein-
51 DERS., Die Geschich e de Bau e wal ung an de Ho bu g, in: H. Ka ne (ed.), Die Wiene Ho -
bu g 2, S. 448–454, hie S. 450.
52 Zu seine Pe son siehe Felix CZEIKE, He mes Schallau ze , Jah buch des Ve eines ü Ge-
schich e de S ad Wien 15/16, 1961, S. 70–81.
53 M. JEITLER, Sch i quellen, S. 51.
54 DERS., Die Geschich e de Bau e wal ung, S. 453.
abb. 2: S ad plan on Wien on Augus in Hi sch ogel 1547 (© Wienmuseum, In . N . 31.022).
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sa z de Hil sgelde aus dem Heiligen Römischen Reich ü den Wiene Fes ungsbau
e an wo lich wa .55
Die Finanzie ung de Bau ä igkei en wu de an sich g oß eils on de S ad Wien
bes i en,56 wozu die genann en Reichshil sgelde 57 wie auch Geldmi el aus dem
landes ü s lichen Vizedomam 58 ode on den S änden kamen.59 Aus diesem G und
ug die oben o ges ell e spä e e Löblbas ei u sp ünglich den Namen „Römische
Königliche Majes ä Bas ei“60 und ih e E ich ung wu de im „Lobsp uch de S ad
Wien“ on Wol gang Schmel zl demen sp echend panegy isch gewü dig : „Wölche
de Künig ku ze zei , Zu os e ung de Edlen S a , Mi g ossen cos en e pawe
ha .“61 Diese „g ossen cos en“ be ugen im konk e en Fall imme hin mindes ens
67000 Gulden!62
Die Baua bei en an de Wiene S ad be es igung wu den nach de zwei en Aus-
bauphase de 1540e Jah e nach ku zen Ve zöge ungen o gese z , da man e s e Bau-
mängel an be ei s bes ehenden ode kü zlich e igges ell en Anlagen, wie e wa im
Jah 1551 im Be eich de Kasema e bei de Kä n ne bas ei, o nehmen muss e.63 Im
selben Jah ollende e man auch die sogenann e Wasse kuns bas ei,64 1552 schließlich
die Kä n ne bas ei65 und 1555 die B aunbas ei,66 womi de Abschni zwischen dem
1529 besonde s he ig umkämp en Kä n ne o und de 1545 e igges ell en P edi-
ge - bzw. Dominikane bas ei en lang des Wien lusses geschlossen we den konn e.
Dennoch wa ein g oße Teil de S ad be es igung zu diesem Zei punk noch nich
ausgebau , was ab 1557 zum Gegens and de Planungen wu de. Eine zen ale Rolle
spiel e dabei das sogenann e A senal, eine A We und mi Depo s ausges a e e
S ü zpunk eine kleinen Donau lo ille, die im Fall eine Belage ung de S ad die
Ang ei e om Wasse aus bekämp en und de en Nachschub übe den S om un e -
55 Sei 1551 is in den Sch i dokumen en des Finanz- und Ho kamme a chi Wiens Paul
Schobinge in diese Funk ion es s ellba , sein Nach olge wa ab 1555 de o malige Ge-
genhandle und königliche Sek e ä And e Hie sch.
56 L. EBERLE, Wien als Fes ung, S. 272–275. Die ü diese F ages ellungen wich igen Un e -
kamme am s echnungen im Wiene S ad - und Landesa chi sind ü den be e enden
Zei aum leide nich meh e hal en geblieben.
57 Ebd., S. 275.
58 Dies i beispielsweise au die Löblbas ei zu; M. JEITLER, Sch i quellen, S. 45–52.
59 L. EBERLE, Wien als Fes ung, S. 276.
60 Dies bezieh sich au die Bezeichnung am Wiene S ad plan on Augus in Hi sch ogel aus
dem Jah 1547.
61 E[lla] TRIEBNIGG, Wol gang Schmel zl. De Wiene Hans Sachs, Wien 1915, S. 68, Z. 1245–1255.
L. EBERLE, Wien als Fes ung, S. 276, gib aus e schiedenen Quellen die Höhe de Ge-
sam ausgaben ü die Wiene S ad be es igung bis zum Jah 1567 mi 1 021 000 Gulden
bzw. 1 553 381 Gulden an.
62 M. JEITLER, Sch i quellen, S. 52.
63 FHKA, NÖHA W 61/C 3, ol. 392 — ol. 421 .
64 Au ih wa spä e ein Wasse hebewe k pos ie ; L. EBERLE, Wien als Fes ung, S. 234.
65 Ebd., S. 236.
66 Ebd., S. 233.
MaRKuS JEITLER 79
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binden soll e.67 Das A senal lag zue s im sogenann en Un e en We d, einem Teil des
heu igen 2. Wiene Gemeindebezi kes,68 ehe es 1546 an den Obe en We d im Be eich
de heu igen Rossaue Kase ne e leg wu de.69 Die Donau lo ille exis ie e eben alls
be ei s im Jah 1529, ha e jedoch au g und de ehlenden Schi sbesa zungen keine
mili ä ische Bedeu ung und wu de nach dem Beginn de Belage ung on den Ve -
eidige n soga in B and ges eck und ze s ö , weil man eine eindliche Übe nahme
be ü ch e e.70 Im Zuge de Planungen zum Ausbau de S ad be es igung s ell e sich
hie nun speziell die F age nach eine Einbindung des A senals, weil dessen A eal
deu lich auße halb de bes ehenden S ad maue lag. Fe dinand I. en schied sich da-
he im Jah 1557, das A senal als Neubau in die neue Be es igung zu in eg ie en und
mi els eines küns lichen Kanals mi de Donau zu e binden.71 Als schü zende Be-
es igungswe ke ungie en die an de Ecke zu Donau si uie e Neu o bas ei72 und
au de ande en Sei e die sogenann e Elendbas ei,73 die an diese S elle eine im Jah
1529 on den spanischen Hil s uppen eilig aus E dma e ial e ich e e und danach
67 Richa d PERGER, S aßen, Tü me und Bas eien. Das S aßenne z de Wiene Ci y in seine En -
wicklung und seinen Namen. Ein Handbuch (Fo schungen und Bei äge zu Wiene S ad ge-
schich e 22), Wien 1991, S. 14.
68 Albe CAMESINA, U kundliche Bei äge zu Geschich e Wiens im XVI. Jah hunde , Wien 1881,
S. 60–62, N . XI; Alois VELTZÉ, Das K iegswesen, in: Geschich e de S ad Wien IV, Wien 1909
(Sepa a um), S. 159–217, hie S. 209–212.
69 Diese Be eich gehö zum heu igen 9. Wiene Gemeindebezi k.
70 Da au bezieh sich eine No iz am Rundplan de Belage ung Wiens on Niclas Meldemann
aus dem Jah 1530: „hie sind e liche welsche Schi e senck wo den dz sie die u cki-
schen nasse n ni be kömen;“ Wien Museum, In . N . 48.068. Paul Peßl sch eib da ü-
be in seinem Be ich : „Vnnd wiewol die Khö: M : Zu gegenwöh de selben Tü ckhischen
Nassadis en bei 28 Wellische schü g oß nnd clain, samb e lich Hunde Nassadis en
nd annde n schü en mi g osse ncos en e zeug , nnd Zei liche ue sehung ge hann,
auch dieselben nach no u mi geschu z nd alle Zuegehö ung genuegsamblich e -
sehen, Abe das olckh da zue gehö ig, alß Gallia ien nd annde de sachen e ah en,
be welliche he Niclaß Raube ob is e Sche mais e e o dne wo den, nd die be-
s el en sollen, da an auch daß mais e gelegen, is ni e hannden gewess , ob dieselben
Zei lich ankhumen we en, alß man dan e liche Tag lanng au sy gehö e , He man on al-
len Zwei el die P uggen nnd den Paß au dem wasse leich lich e hal en, da du ch de
S a Hil Re ung nnd P o iannd Zuekhumben mögen, dos du ch lanngsambhai Vil-
leich e weille , olso [sic!] is me benan s Kh iegs olckh on allen o en einge hann,
nnd alle Päß au wasse nd lannd , e leg wo den. Dami abe solch g osse ncoss en
nd be ai ung de sche den Veinden ni Zu haill wo den, sein die wellischen schi e -
sennckh nd die annde n Ze hackh nnd e p enn wo den;“ Obsidio V bis Vienennsis
á Solymanno Tu ca e Impe : Anno 1529, ÖNB, Cod. 8019, ol. 147 .
71 K iegsa chi Wien [wei e nu KA], Ho k iegs a s-Ak en [wei e nu HKR-Ak en], Expe-
di 18, 1561 Ok obe , ol. 1 .
72 Sie wu de im Lau de Zei auch als A senal- ode Münichbas ei bezeichne ; L. EBERLE,
Wien als Fes ung, S. 250.
73 Diese Anlage ug zei weilig auch die Bezeichnung „Eckbas ei“; L. EBERLE, Wien als Fes-
ung, S. 247.