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Frühe Bronzezeit und Stufe Br A3. Brauchen wir diese Stufe?

Abstract

116

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Frühe Bronzezeit und Stufe Br A3. Brauchen wir diese Stufe?

Author: Rožnovský, David
Publisher: Univerzita Karlova, Filozofická fakulta,Praha
Year: 2019
Source: https://dspace.cuni.cz/bitstream/20.500.11956/123054/1/David_Roznovsky_116-123.pdf
STUDIA HERCYNIA XXIII/2, 116–123
F ühe B onzezei und S u e B A3. B auchen wi diese S u e?
Da id Rožno ský
ABSTRACT
Wi h espec o he di e se de elopmen h oughou he Ea ly B onze Age, a ew pe iodiza ion sys ems
ha e been p oposed and used. These sys ems use he p ima y classi ica ion by P.Reinecke and hey a e pe ‑
manen ly inno a ed. The e o e, ala ge numbe o pe iodiza ion ables ha e been c ea ed, which ha e he
same goal bu adi e en esul . We can see his si ua ion in he example o he B A3 pe iod. Is i necessa y
o sepa a e anew pe iod, o would i be be e o imp o e he con en s o he exis ing pe iods? How should
we app oach he B A3 pe iod in Mo a ia and how a e we o de ine i ? In my opinion, we ough o keep using
he B A2 pe iod o he end o he Ea ly B onze Age. The o e lapping phases o he cul u es may be ma ched
o he u n o B A2/B B11 o o he beginning o B B1.
KEYWORDS
Ea ly B onze Age; pe iodiza ion sys ems; Reinecke; B A3 phase.
EINFÜHRUNG
Vo meh als hunde Jah en gliede e Paul Reinecke die B onzezei in ie Zei s u en ela i e
Ch onologie B A–D (Reinecke 1911, 360). Sei de Bildung on Reineckes Sys em gelang es uns
neues a chäologisches Ma e ial und Kenn nisse zu e sammeln. Dank dem g oßen Zuwachs
an Funden de ma e iellen Kul u haben wi je z die Möglichkei die inne e En wicklung
de einzelnen Kul u en besse zu e o schen und sie wei e in Phasen und S u en zu gliede n.
Neben de Bemühung um möglichs p äzise E assung de inne en Ch onologie de a chäo‑
logischen Kul u en, egis ie man auch Ve suche um die P äzisie ung und E gänzung de
Reineckes Pe iodisie ung de B onzezei , beziehungsweise auch de Pe iodisie ungen, die
au sie basie en.
Die E appe de ühen B onzezei s ell einen ela i langen Zei abschni da , wo sich
eine Unzahl on Ve ände ungen e eigne e, in denen man wenigs ens einen Teil in den Ve ‑
ände ungen om ma e iellen Inhal de a chäologischen Kul u en e olgen kann. Diese
Ve ände ungen wa sich auch P.Reinecke selbs bewuss und au g und neue E kenn nisse
p äzisie e seine Pe iodisie ung de B onzezei in Süddeu schland und ih e ühe en Phasen
gliede e in die S u en A1 und A2 (Reinecke 1924, 43).
1 De Au o beg ei den gewöhnlich benu z en Te min B A2/B1 als Bezeichnung des Übe gangs
zwischen eine endenden und beginnenden Epoche, zugleich e s eh e den Te min als Hil smi el,
wie das Ende B A2 und den An ang B B1 zum Ausd uck zu b ingen.
117DAVID ROŽNOVSKÝ
KURZE ENTSTEHUNGSGESCHICHTE DER STUFE BR A3 UND IHR GEBRAUCH
IM MITTELEUROPÄISCHEN GEBIET
Die En s ehungsgeschich e de S u e B A3 häng eng mi de P oblema ik des Übe gangs
zwischen de ühen und mi le en B onzezei zusammen. Die Gliede ung des Ausklangs
de ühe en und des An angs de mi le en B onzezei mi hil e de ela i en Ch onologie
s ell eine de meis disku ie en F agen de mi eleu opäischen A chäologie da (Fu mánek–
Veliačik– Vladá 1991, 23). Das Pe iodisie ungssys em on Reinecke p äzisie e wei e z. B.
K. Will onsede (1937), de als e s e die S u e B B in die S u en B1 und B2 gliede e. Die Will‑
onsede s S u en wichen on unse e Au assung einige maßen ab (Fu mánek– Veliačik–
Vladá 1991, 22) und ih e heu ige Fo m konk e isie e F. Hols e, de die e s e S u e Ho izon
Lochham nann e (Hols e 1938) und spä e als S u e B B1 bezeichne e (Hols e 1953). Au die
p oblema ische Pe iode am Ende de ühen B onzezei eagie e in seinem A ikelV. Miloj‑
čić (1959), de au g und de Funde aus Unga n und de Slowakei den einzelnen S u en on
Reinecke, Hols e und Will onsede ausgewähl e Fundeinhei en zuo dne e. Zugleich gliede e
e die S u e A2 in A2‑ üh (Lanquaid) und A2‑spä (Bühl) (Milojčić 1959, 73).
Mi de p oblema ischen F age des Ausklangs de ühe en B onzezei und des Übe gangs
zu den Hügelg äbe kul u en be ass e sich in seine Kandida en ‑Disse a ionsa bei Juho‑
západné Slo ensko s a šej as ednej dobe b onzo ej [= Die Südwes slowakei in de äl e en und
mi le en B onzezei ] auch A. Točík (1960). Točík akzep ie e die S u e A2‑spä on Milojčić
mi dem Un e schied, dass e sie du ch die Bezeichnung B A3 e se z e. In die neu en s an‑
dene S u e B A3 eih e e die klassische und pos klassische Phase de Maďa o ce ‑Kul u
2
und den Vo hügelg äbe ho izon ein und zugleich e s eh e die S u e B A3 als Übe gangs‑
s u e zwischen B A2 und B B1 (Točík 1960, 247). E ass e seine E kenn nisse ku z im Jah e
1964 zusammen, wo e die jüngs e Phase de Maďa o ce ‑Kul u in den An ang de mi le en
B onzezei (B B1) leg und die e als e wähn e B A3 S u e bezeichne und mi de S u e B
B1 iden i izie (Točík 1964, 53). Auch wenn A. Točík den ma e iellen Inhal de S u e B A3
nich genau de inie e, wi d diese S u e, wenigs ens in de Slowakei und in Niede ös e eich,
ü eine gewisse Zei angenommen. In de Fachli e a u komm die S u e B A3 auch in de
A bei übe den Fo schungss and übe die B onzezei in de Slowakei zwischen den Jah en
1953–1970 o . Die Au o en diese S udie eihen in die B A3 S u e auch einen Teil des Inhal s
de O omány ‑Kul u ein (Točík– Vladá 1971, 380), sie de inie en jedoch wiede nich , um
welchen Teil des In en a s es sich handel . In den 70e Jah en des 20. Jah hunde s benu z
man die S u e B A3 auch im Zusammenhang mi de ühe en B onzezei in Ös e eich
(Neugebaue 1974‑1975, 74; Neugebaue 1977, 88) und in Mäh en (Podbo ský 1979, 126–130,
135, 137). Am An ang de 80e Jah e des o igen Jah hunde s e wah e sich mi de sach‑
lichen K i ik gegen die S u e B A3 Zoja Benko sky ‑Pi o a o á (1982). Sie wies nach eine
so g äl igen Analyse da au hin, dass de ma e ielle Inhal diese G uppe nie genau de inie
wu de. Daneben wies sie auch da au hin, dass die de S u e B A3 zugeo dne en Nadeln mi
halbkugeligem Kop , Nadeln mi doppelkonischem Kop , ie kan igem Scha und Sei enöse,
ich e ö mige Anhänge , sowie nich nähe besch iebene Dolche mi Mi el ippe sowohl am
Ende de S u e B A2, als auch im Ve lau de S u e B B1 au e en (Benko sky ‑Pi o a o á
1982, 11–12). Eine ausgesp ochen kons uk i e K i ik wi d in eine syn he ischen A bei
übe die B onzezei au dem Gebie de Slowakei angenommen und die Au o en lehnen die
2 Wenn ich den Beg i Maďa o ce ‑Kul u benu ze, s eh das im Zusammenhang mi den damaligen
Realien, sons hal e ich mich an de Bezeichnung Maďa o ce ‑G uppe, Maďa o ce ‑Vě eřo ‑Kul u ,
so wie es S. S uchlík (1984, 173–174) o schlug.
118 STUDIA HERCYNIA XXIII/2
Ve wendung de S u e B A3 ab, de en We nu du ch his o ische S uk u gegeben wi d
(Fu mánek– Veliačik– Vladá 1991, 24).
Zu einem ähnlichen E gebnis komm man auch au dem Gebie Niede ös e eichs, wo
de Geb auch diese S u e e schwinde , was o allem an den S udien on J.W. Neugebaue
beme kba is (Neugebaue 1987, 28, Abb. 1; Neugebaue 1994, 121, Abb. 4). Eine ähnliche
Si ua ion wie in Niede ös e eich he sch e auch in Mäh en, wo ih Geb auch beim Ve such
um die Ein üh ung de S u e B A3 ü den Ausklang de ühe en B onzezei in g öße em
Maße keine Wu zeln schlug und diese S u e wu de nu spo adisch und uneinig benu z (z.B.
Be ko ec– Peška 2005, 62; Palá o á– Salaš 2002, 62; Peška 1989, 198; Peška 2012).
Auch o z obene wähn en ablehnenden S ellungen e en wi die S u e B A3 auch
in einem um assenden de ühe en B onzezei in de Südslowakei gewidme en A ikel
(Licha dus– Vladá 1997, 289), abe auch in de neues en Syn hese übe die B onzezei in
de Slowakei (Fu máneke al. 2015). Im Fall on diese Publika ion zeig sich ein absolu es
Miss e häl nis im Geb auch de S u e B A3 und es komm hie soga zu eine schizoph enen
Si ua ion. Beispielsweise im Kapi el 1.3 Ch onológia ape iodizácia wi d mi dem Te min B A3
nich gea bei e (Abb. 1). Am Ende des Kapi els gib es soga eine S elle, wo man behaup e ,
dass sich die Bemühungen um Inno a ionen ode E se zung des bishe igen Sys ems de e‑
la i en Ch onologie de B onzezei in de Südwes slowakei zeig en, abe mi dem E gebnis,
dass diese Inno a ionen, in denen man auch mi dem Te minus B A3 a bei e , nich üblich
wu den (Fu máneke al. 2015, 16). Es is abe pa adox, dass gleich nach de oben e wähn en
Kons a ie ung eine Zei ‑ und Synch onisie ungs abelle olg , wo die S u e B A3 abgeg enz
wi d (Fu máneke al. 2015, Abb. 2). Die S u e B A3 inde man auch o z ih e Ablehnung
im Un e kapi el 2.2.10 O omanská kul ú a (Abb.1), wo die jünge e Phase diese Kul u in die
S u e B A3 einges u wi d (Fu máneke al. 2015, 41), wobei man ih en Geb auch bei de
Maďa o ce ‑Kul u , ü die diese S u e eigen lich gebilde wu de, kaum i . Ih e Aunje i z‑
‑Maďa o ce ‑Übe gangsphase wi d in die Häl e de S u e B A2, die klassische Phase in das
Ende de B A2‑S u e und die pos klassische Phase dann ge ade in die B B1‑S u e geleg
(Fu máneke al. 2015, 37).
DISKUSSION
Wie aus dem o igen Tex e sich lich is , is das Ende de ühe en B onzezei ein disku ie es
Thema sei Jah zehn en. De Übe gang zu den Hügelg äbe kul u en wa doch ein kompli‑
zie e P ozess, wo sich iele Ve ände ungen allmählich und s e ig e eigne en. Be es ig e
Siedlungen gingen un e , Kon ak e mi den Kul u en des ös lichen Mi elmee aums wu den
un e b ochen, neue Kul u en o m en sich (Fu mánek– Veliačik– Vladá 1991, 24). Deshalb
wu de anscheinend eine neue S u e de ela i en Ch onologie in den obengenann en A bei en
gesuch , die diesen Zei abschni kla ein ahmen und den ma e iellen Inhal , de ihn deu lich
de inie , um assen wü de. Das gelang leide nich olls ändig. Eine sei s wu de de ma e ielle
Inhal de S u e B A3 nich genau es gese z , ande e sei s können iele Gegens ände, o
allem aus B onze, aus de S u e B A2 bis in den Ve lau de S u e B B1 allen (Benko sky‑
‑Pi o a o á 1982, 11–12). Diese Zus and häng eng mi de P oblema ik de En s ehung, des
Ve lau s und des Un e gangs de a chäologischen Kul u en selbs . Ich e suche es am Beispiel
de Vě eřo ‑G uppe, beziehungsweise am ganzen Komplex de Maďa o ce ‑Vě ěřo ‑Kul u zu
e anschaulichen. Heu e wi d allgemein angenommen, dass die Vě eřo ‑G uppe du ch eine
s e ige En wicklung aus de Aunje i ze Kul u un e dem südös lichen Ein luss (S uchlík
2006, 29) in de S u e B A2 en s and und am An ang de S u e B B1 un e ging, wo da aus
119DAVID ROŽNOVSKÝ
Mäh en Mäh en –
Slowakei Slowakei
S u e S uchlík
1993
Salaš
1996
Podbo ský
2001 Rožno ský K aus
2006
Točík
1964
Benko sky‑
‑Pi o a o‑
á 1976; 1981
Fu mánek
– Veliačik
1980
Fu mánek
– Veliačik –
Vladá 1991
Licha dus –
Vladá
1997
Fu mánek – Bá o a – Vladá
2015
Sei en 15, 37 Sei en 16, 41
A0 nich
benu zen
nich
benu zen
nich
benu zen
nich
benu zen
nich
benu zen
nich
benu zen
nich
benu zen
nich
benu zen
nich
benu zen
Chlopice‑Ve‑
selé Ni a
Kul u
nich benu zen 
A1 AK AK AK AK AK AK AK AK AK Ni a Kul u
AK AK 
A2 AK
VG
AK
VG AK AK
VG AK AK
AK/Maď
AK
Maď
AK
AK/Maď
AK
Maď Maď
AK
AK/Maď
Maď

A3 nich
benu zen
nich
benu zen VG nich
benu zen
Maď‑VG/
HDMK Maď nich
benu zen Maď nich
benu zen Maď nich
benu zen
nu O omány‑
Füzsesabon
Komplex
B0 nich
benu zen
nich
benu zen
nich
benu zen
nich
benu zen
Maď‑VG/
HDMK
nich
benu zen
nich
benu zen
nich
benu zen
nich
benu zen Maď/HDMK nich
benu zen 
B1 VG/HDMK
HDMK
VG/HDMK
HDMK HDMK VG/HDMK
HDMK HDMK
Maď/
HDMK
HDMK
Maď/
HDMK
HDMK
Maď/
HDMK
HDMK
Maď/
HDMK
HDMK
HDMK Maď/HDMK
HDMK 
Abb. 1: Ch onologische Gliede ung de ausgehenden ühen und beginnenden mi le en B onzezei in Mäh en und de Südslowakei nach
e schiedenen Au o en (AK = Aunje i ze Kul u , Maď = Maďa o ce ‑G uppe, MDHK = Mi eldanubische Hügelg äbe kul u , VG = Vě eřo ‑
‑G uppe).
120 STUDIA HERCYNIA XXIII/2
die mi eldanubische Hügelg äbe kul u s e ig en s and (Abb. 2; S uchlík 2006). Eine ähn‑
liche En wicklung e lie auch au dem Gebie de slowakischen Maďa o ce ‑G uppe. Wenn
man sich au den Zei aum de Vě eřo ‑Kul u g uppe, espek i e de Maďa o ce ‑Vě eřo ‑
‑Kul u , konzen ie , s ell man es , dass die ühe o geleg e Meinung übe das nu an das
16. Jah hunde . Ch . eingesch änk e Vo kommen (z.B. Podbo ský 2001, 127) heu e nich
meh bes eh . Dank dem neu gewonnenen eichen Ma e ial de ma e iellen Kul u und o
allem dank eine g oßen Anzahl de publizie en 14C Da en (z.B. Ba a 2001, ab.1; Bá o a
2000, 57, 70, 127, 146; Oli a 2005, 174, ab.1; Oli a 2010, 80, g a 5b; Peška 2012; S adle e al.
2001, 46, ab.12, p.3) wissen wi , dass wi die En s ehung de Vě eřo ‑G uppe und de ganzen
Maďa o ce ‑Vě eřo ‑Kul u be ei s zu Häl e de Daue de ühe en B onzezei legen müssen
und ih Vo kommen kann ci ca in die Jah e 1750/1700–1500/1450 . Ch . allen (Abb. 2). Falls
wi die Daue de Vě eřo ‑G uppe und ih Ve b ei ungsgebie in Be ach nehmen, kommen
wi be ech ig zu Schluss olge ung, dass auch wenn sie sich aus de Aunje i ze Kul u en wi‑
ckel e, koexis ie sie mi ih . Aus Mäh en und dem ang enzenden Teil de Wes slowakei (die
G enze zwischen de Vě eřo ‑ und Maďa o ce ‑G uppe bilden die Ka pa en) wi d sie du ch die
Vě eřo ‑G uppe e d äng und au dem Gebie Böhmens se z e sie sich nie öllig du ch und
komm hie nu im besch änk en Maß, o allem in Wes ‑ und Südböhmen, o (Ji áň 2008,
17). Und ge ade hie auchen F agen au , welche Eins ellung man zu de S u e B A3 beziehen
kann. Wie soll ih Inhal sein und was alles soll e sie um assen? Kann man sie s ik nach den
Kul u phasen ode du ch Kul u en selbs beg enzen? Falls wi diese F agen neu al bean ‑
wo en soll en, müssen wi kons a ie en, dass man die S u e B A3 nich nu au g und de
einzelnen Kul u en beg enzen kann, und zwa mi Rücksich au die un e schiedliche Daue
diese Kul u en in den einzelnen Regionen. Falls wi die zwischen 1750/1700–1550 da ie e
S u e B A3, wo in die Maďa o ce ‑Vě eřo ‑Kul u äll , auße ih e pos klassischen Phase,
Abb. 2: Ch onologische Gliede ung de ausgehenden ühen und beginnenden mi le en B onze‑
zei in Mäh en (AK = Aunje i ze Kul u , MDHK = Mi eldanubische Hügelg äbe kul u , PAK =
P o o ‑Aunje i ze Kul u , VG = Vě eřo ‑G uppe).
Zei adap ie e Reinecke Kul u Kul u phase
BC
(du chschni ‑
lich nach de
Li e a u
Ende de Kup e s einzei PAK and Chlopice‑Veselé 2300–2100
ühe B onzezei A
1 AK äl e
üh
2300–1900
o ‑klassisch
2
AK jünge
klassisch 1900
–
1750/1700
nach‑klassisch
AK Úně ice‑Vě eřo Ho izon 1750/1700
–
1500
VG
üh
klassisch
An ang
de mi le en
B onzezei
B 1 VG nach‑klassisch 1550–1500
MDHK üh 1500–1450
Ni a g uppe
üh
spä

121DAVID ROŽNOVSKÝ
in Be ach nehmen wü den (K aus 2006, 41–51, Abb. 1; Licha dus– Vladá 1997, Abb. 11),
wohin wü den wi dann die pos klassische Phase de Aunje i ze Kul u ode ih e gleichzei‑
igen Kul u en mi dem Maďa o ce ‑Vě eřo ‑Kul u komplex s ellen? Welche S ellung wü den
wi zu den Vě eřo ‑Eing i en in Böhmen beziehen? Wü den in diese S u e nu „ause wähl e
Kul u en“ allen, als es bishe de Fall wa ? Es is doch nich möglich in die S u e B A3 nu die
Maďa o ce ‑Vě eřo ‑Kul u (K aus 2006, 41–51, Abb. 1; Podbo ský 2001, 127), beziehungsweise
die O omány ‑Kul u einzus u en (Fu máneke al. 2015, 41; Olexa– No áček 2013, 11–12)
und üb ige Kul u einhei en aus dem gleichen Zei aum in eine ande e S u e zu s ellen. Falls
wi die S u e B A3 in Be ach nehmen wü den, dann müss en wi sie komplex assen und
in ih en Inhal auch üb ige Kul u en ode ih e en sp echenden Phasen einzus u en.
ZUSAMMENFASSUNG
Es is unzwei elha , dass de Ausklang de ühe en und An ang de mi le en B onzezei zu
den meis disku ie en Epochen de mi eleu opäischen U geschich e gehö en. Obwohl sich
de Übe gang zu den Hügelg äbe kul u en du ch eine kon inuie liche En wicklung e eigne e,
is e mindes ens zum Teil mi Unkla hei en e hüll . Neben den allmählichen Ve ände ungen
de ma e iellen Kul u kam es siche zu den gesellscha lichen Ve ände ungen, Kon ak e mi
de Zi ilisa ion des ös lichen Mi elmee aumes wu den un e b ochen (Fu mánek– Veli‑
ačik– Vladá 1991, 24). Diese T ans o ma ion geh am Ende de mi le en B onzezei in die
U nen elde kul u übe .
Auch o z oben angedeu e e P oblema ik des Übe gangs on de ühe en bis zu mi ‑
le en B onzezei bin ich nich übe zeug , dass es akzep abel wä e, die S u e B A3 in solche
Fo m zu benu zen, wie sie heu zu age o geleg wi d und zwa aus den olgenden G ünden:
1. Es wu de keine genaue Cha ak e is ik und Inhal de S u e B A3 gegeben, diese Ta sache
disquali izie diese S u e aus dem üblichen Geb auch.
2. Die S u e B A3 wu de meh mals k i isie und ih Geb auch in konk e e Fo m allgemein
abgelehn (Benko sky ‑Pi o a o á 1982; Da id 2002, 37–38; Fu mánek– Veliačik–
Vladá 1991, 24).
3. Jede Fo sche beg ei die S u e B A3 äuße s un e schiedlich, es he sch ein absolu es
Miss e häl nis in ih em Geb auch (Abb. 1).
4. Die S u e B A3 wi d o nu nach gegenwä igen E o de nissen des Fo sche s applizie .
Viele Ve suche um die P äzisie ung sind E gebnisse einzelne Au o en und zwa ohne eine
b ei e e Diskussion und Konzep ion, die den Rahmen einzelne Regionen abe auch g öße ‑
en Gebie en übe g ei en können. Viele Pe iodisie ungssys eme en s ehen nach Maß nu ü
einzelne Kul u en ode nu ü ih e lokale Ges al und es mangel ihnen an eine b ei e en
zu iedens ellenden Lösung. So en s eh eine une schöp liche Menge on Tabellen mi ela‑
i e Ch onologie, und man muss die Tabellen komplizie kombinie en und e gleichen um
es zus ellen, welche Kul u en au den einzelnen Gebie en pa allel e lie en. Es is doch nö ig,
ein solches e hebliches P oblem, das die Pe iodisie ung da s ell , komplex und konzep ionell
zu lösen und lebha zu disku ie en.
122 STUDIA HERCYNIA XXIII/2
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