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Gabriela Veselá: Česko‑německá literární křižovatka. Kapitoly k dějinám literatury a překladu [Tschechisch‑deutsche literarische Kreuzwege. Kapitel zur Geschichte der Literatur und Übersetzung]. Praha: Karolinum, 2020

Abstract

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Gabriela Veselá: Česko‑německá literární křižovatka. Kapitoly k dějinám literatury a překladu [Tschechisch‑deutsche literarische Kreuzwege. Kapitel zur Geschichte der Literatur und Übersetzung]. Praha: Karolinum, 2020

Author: Smyčka, Václav
Publisher: Univerzita Karlova, Filozofická fakulta,Praha
Year: 2021
Source: https://dspace.cuni.cz/bitstream/20.500.11956/152492/1/Vaclav_Smycka_174-178.pdf
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au g und de wechselnden Regime und F emdhe scha en eine eigene schechische
„zei genössische Kuns und Kul u kaum möglich“ wa (S. 288), da man siche auch
in das Reich de Legende e weisen.
Es zeig sich, dass g undlegende kul u his o ische und wissenscha liche Kon ex ‑
kenn nisse zu Eino dnung de li e a ischen En wicklungen ehlen, siche ein G und
da ü , dass die In e p e a ion einzelne Tex e an ielen S ellen ehe un e bunden
nebeneinande ges ell e scheinen, ohne das de eingangs au ges ell kompa a is‑
ische Ansp uch e üll wi d. Le z lich e häl man eine meh ode wenige addi i e
Aneinande eihung on Tex en und de en Inhal sangaben, ohne dass in e ex uelle
Bezüge he ges ell bzw. de en jeweilige , kul u ‑ wie sozialhis o isch he lei ba e
S a us im Hinblick au die S ad P ag und ih Image des Magischen angemessen
e lek ie , geschweige denn e ass we den.
Au diese Weise kann dann de Abd uck eines ückblickenden Tex es on F anz
Haup mann aus dem Jah 1953 in das P age Tagbla e leg we den, das dami eine
e s aunliche Ve länge ung seine E scheinungsdaue e leb hä e. Ta sächlich is de
zi ie e Tex in den P age Nach ich en e schienen (S. 154).
Gab iela Veselá: Česko německá li e á ní křižo a ka. Kapi oly
kdějinám li e a u y apřekladu [Tschechisch ‑deu sche li e a ische
K euzwege. Kapi el zu Geschich e de Li e a u und Übe se zung].
P aha: Ka olinum, 2020, 647 Sei en.
Václa Smyčka– Akademie de Wissenscha en de Tschechischen
Republik/Ka ls ‑Uni e si ä P ag
Mi Česko ‑německá li e á ní křižo a ka e schein in ku ze Zei nach dem Handbuch
de deu schen Li e a u P ags und de Böhmischen Lände (Me zle 2017) die be ei s
zwei e um assende Publika ion, die die Geschich e de deu schen Li e a u in den
böhmischen Lände n o s ell . Die beiden A bei en un e scheiden sich alle dings
s a k in ih e Konzep ion. Wäh end an dem Handbuch meh als d eißig Au o en
gea bei e haben, äg de K euzweg den Namen eine einzigen Au o in, Gab iela
Veselá. Wi d das Handbuch in hema ische Kapi el mi dem Fokus au un e schiedliche
Fäche , Epochen, P oblema iken und Themen gegliede , o dne Veselá den K euzweg
s ik ch onologisch nach his o ischen Epochen. Wäh end sich das Handbuch als ein
wissenscha liches Nachschlagewe k p o ilie , wende sich de K euzweg als Leh ‑
buch an S udie ende (Ge manis en und T ansla ologen). Dies wi d zwa du ch den
Ti el und im Klappen ex de A bei on Veselá, wo sie übe „die E wei e ung unse e
Vo s ellungen übe den Um ang de deu schen Li e a u “ sch eib , nich ganz deu lich,
im Vo wo we den abe explizi S udie ende und Gymnasialleh e ad essie (S. 9).
Als Leh buch zeichne sich de K euzweg du ch einige posi i e Eigenscha en aus.
Das Buch is übe sich lich. De au die „ha en Da en“ bio ‑bibliog aphischen Cha ak‑
e s konzen ie e Tex e leich e das Memo ie en und ( ielleich noch meh ) das
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P ü en. Den mnemo echnischen Cha ak e be onen auch die e ged uck en Namen
de Au o en und Übe se ze . Sie dienen de O ien ie ung im Buch und lenken die
Au me ksamkei au die ein ach assba en „Pe sönlichkei en“ de Li e a u geschich e
(s a au die Poe iken, In e p e a ionen, P og amme e c.). Ein Vo eil ü S udie ende
und Pädagogen bes eh auch da in, dass de K euzweg den Übe blick übe „die ganze
Geschich e“ sei de Ch is ianisie ung des Landes anbie e (das e wähn e Handbuch
konzen ie sich demgegenübe nu au die neue e Li e a u ). Die S ä ke de Publi‑
ka ion, die übe ih e didak ische Bes immung hinausgeh , is die Regis ie ung de
Übe se zungen und Übe se ze de deu sch gesch iebenen Tex e ins Tschechische
(und eilweise auch de schechischen Tex e ins Deu sche).
Besonde s b auchba ü didak ische Zwecke inde ich die Da s ellung des na io‑
nalen Kon lik s am An ang de Kapi el Rok 1848 anás up nacionalismu [Das Jah 1848
und de Au s ieg des Na ionalismus], Od absolu ismu do konce libe ální é y [Vom Absolu‑
ismus bis zum Ende de libe alen Epoche] und Období česko ‑německých ná odnos ních
s ře ů [Die Epoche de schechisch ‑deu schen na ionalen Kon lik e]. Veselá olg hie
in ui i dem „ agischen“ Na a i (im Sinne Hayden Whi es), in dem das Zusam‑
menleben de Deu schen und Tschechen schicksalha zu einem un e meidlichen
Kon lik üh . Das agische Ende übe scha e in diesem Na a i alle E eignisse
(abe auch die äs he ischen Themen) und e leih ihnen eine dynamische Spannung.
Beispielsweise schon in den e s en Wo en de Publika ion wi d „das Zusammenleben
de Tschechen und Deu schen au dem Gebie de heu igen Tschechischen Republik,
das ach Jah hunde e daue e und mi einem K ach ende e“ explizie (S. 9). T o z
diese Fa ali ä im G und on is es Veselá in diesen Passagen gelungen, den na ionalen
Kon lik wechselweise aus de schechischen und deu schen Pe spek i e lebendig
da zus ellen und die Mo i a ionen de Ak eu e au beiden Sei en plausibel zu machen.
So wich ig die Übe sich lichkei , de Fak en eich um und die Ausgeglichenhei
sind, ein geeigne es Leh buch machen sie abe noch nich aus. Neben diesen posi i en
Eigenscha en be ei e de K euzweg auch manche P obleme, die seine B auchba kei
deu lich besch änken. T o z de Ausgeglichenhei und des Pe spek i enwechsels is es
Veselá nich ganz gelungen, dem na ionalis ischen Disku s zu en gehen. Auch sie ak‑
ie ab und zu übe aschend a chaische Topoi und Redewendungen, die eine p im‑
o diale und du chaus biologis ische Au assung de Na ion implizie en. So behaup e
sie beispielsweise, dass U o Ho n „übe wiegend slawisches Blu ha e“ (S. 160). Wie
das Blu slawisch ode ge manisch wi d und wie dies gemessen we den kann, bleib
dem Rezensen en unkla . Sie un e scheide zwischen den böhmischen „Deu schen“
und „ge manisie en Tschechen“ (S. 64), was ohne die ü mich nich nach ollzieh‑
ba e p imo dialis ische und biologis ische Au assung de Ka ego ien kaum denkba
is . Auch die Behaup ung, dass „die Kenn nisse des Tschechischen un e den (P age )
Juden besse wa en als un e den P age Deu schen“ e scheinen mi p oblema isch
(S. 182), da hie die Ka ego ie „P age Deu sche“ wiede als eine e hnische und nich
p imä sp achsoziologische und sozial kons uie e Ka ego ie e schein . Bedeu e das,
dass P age Juden (beispielsweise die Deu schlibe alen Hein ich Teweles ode Al ed
Klaa ) nich zu den P age Deu schen gezähl we den sollen? Kann man a sächlich
diese Ka ego ien als nebeneinande s ehende Schach eln be ach en, in die man die
Au o en ein ach eino dnen kann? P oblema isch inde ich auch die Behaup ung, dass
die Au klä ung keine Spu en in de schechischen Kul u hin e lassen ha , weil dami
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die ganze Li e a u de Au klä ung, de im Buch ela i iel Raum gewidme wi d,
o ensich lich nu den Deu schen zugesp ochen wi d. Kann man die Iden i ä en im
le z en D i el des 18. Jah hunde s so scha oneinande ennen? Veselá lob zwa
den die Na ionen übe g ei enden Bohemismus, sie so ie abe alle Au o en ka e‑
go isch in Deu sche ode Tschechen, was in manchen Fällen ech agwü dig is . So
wi d beispielsweise de mäh ische Li e a u his o ike Julius Fei alik, de sowohl au
Deu sch als auch au Tschechisch publizie e, ausd ücklich als Deu sche bezeichne ,
wäh end Ka l Angelus Schneide , de die Meh hei seines Lebens deu sch dich e e,
eindeu ig als „Tscheche“ igu ie . Wenn auch die Da s ellung des na ionalen Kon lik s
ausgeglichen is , bleib sie in diesen Ka ego ien und Un e scheidungen noch dem
na ionalis ischen Essenzialismus un e schwellig e ha e .
So e sp ießlich die Bemühung on Veselá is , ‚die ganze‘ Geschich e de deu ‑
schen Li e a u in den böhmischen Lände n da zus ellen, so unbe iedigend is die
Abwesenhei einige Au o enk eise in dem Buch. In de aus üh lichen Da s ellung
de Au klä ung, in de ich die Regis ie ung de Au o en de T i ialli e a u schä ze,
e misse ich die mäh ischen Au o en (die einzige Ausnahme is de e s 1801 gebo ene
Johann Schön). Wede de Au o des in meh e e Sp achen übe se z en um ang eichen
Romans Geschich e eines Geis e sehe s Caje an Tschink noch de p oduk i e Au o de
Lus ‑, T aue ‑ und Singspiele Ludwig Zehnma k we den hie e wähn . Auch keine
de mäh ischen li e a ischen Zei sch i en, in denen sich das damalige li e a ische
Leben und die äs he ischen Diskussionen konzen ie en (P osaische und Poe ische
Bei äge zum Nu zen und Ve gnügen, Wöchen liche E inne ungen eines F eundes on B ünn,
T oppaue Kleinigkei en, Allgemeines eu opäisches Jou nal, Mäh isches Magazin), wi d
hie genann . An P ag o ien ie sich deu lich auch die Da s ellung spä e e Epochen.
Ve geblich such man auch nach den e s en Au o innen aus den böhmischen
Lände n. Wede die Romane on Ma ie Anna Saga , denen Li e a u his o ike in den
le z en Jah zehn en iel Au me ksamkei schenk en, noch die in Buch o m e schiene‑
nen Lus ‑ und T aue spiele on Vic o ia Rupp (Raudni zky) inden hie E wähnung.
Unausgeglichen inde ich auch den Anhang und die Pa a ex e de Publika ion. In
de siche sons seh e eulichen Lis e de a chi a ischen Dokumen e e scheinen
nu Nachlässe (zumal nu in Auswahl) zu den Au o en des spä en 19. und 20. Jah ‑
hunde s, ohne dass das Fehlen de Angaben zu den Au o en de ühe en Epochen
beg ünde wü de.
Unzu eichend e schein manchmal auch die ak og a ische Rich igkei , die die
S ä ke de an ‚ha en Da en‘ o ien ie en A bei hä e sein sollen: Den Roman Libussa.
He zogin on Böhmen ha Ludwig Alb ech Schuba (nich Schube , S. 152) e ass ;
de Roman G a on Rosenbe g ode das en hüll e Ve b echen is eine eue Übe se zung
de englischen Vo lage on Ann Hildi ch und kein O iginalwe k Benedik e Naube s
(S. 74); Joseph Geo g Meine wa mi Anselm Feue bach (nich mi seinem Sohn,
dem neuhegelianischen Philosophen Ludwig Feue bach, S. 163) be eunde ; Angelo
Neumann is in S amp en / S upa a (nich in Wien, S. 225) gebo en; das allgemeine
Wahl ech ü Männe wu de in de Ös e eichisch ‑Unga ischen Mona chie e s
1907 (nich 1905, S. 256) einge üh ; das T aue spiel Mej ima on Robe Michel wu ‑
de e s 1910 (nich 1909, S. 396) in P ag inszenie und es hema isie (zumindes in
de ged uck en Fo m) keine Liebesbeziehung eine muslimischen Tü kin mi einem
Ch is en (S. 260), da alle Figu en Muslime sind; F anz G illpa ze konn e kaum
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F ied ich Adle zu gelungenen Übe agung de Gedich e on Ja osla V chlický
im Jah 1899 g a ulie en (S. 294), da e 1872 s a b (im Regis e s eh alle dings als
S e beda um 1782) e c.
F agen u en auch die In e p e a ionen einige Tex e he o . Die No elle Die un‑
heimlichen Gäs e on Wilhelm Ma ia Ma sano e ä meine Meinung nach haup ‑
sächlich die Inspi a ion on E. T. A. Ho mann, nich die on Wal e Sco (S. 140).
De böhmische Mägdek ieg on Ca l F anz an de Velde konn e kaum Ebe s Wlas a
inspi ie en (S. 171), da Velde den Kon lik de F auen und Männe in einem na ionalen
Kon lik au lös (die au s ändischen F auen ziehen die Obe he scha de „s a ken
deu schen Ri e “ ih en „ eigen böhmischen Männe n“ o ), was Ebe s Wlas a du ch‑
aus emd is . Die A bei De Kamp um die Sp ache on Hein ich Teweles wü de ich ehe
als einen poli ischen Tex in Diens en des na ionalen Kon lik s und nich als S udie
übe das P age Deu sch (S. 259) bezeichnen. Doch dies sind ehe kleine Fehle , die
sich wohl zwangsläu ig in jede um ang eiche e A bei einschleichen.
P oblema isch is abe die Ta sache, dass in de Li e a u lis e keine Tex e nach
2008 e scheinen und de o ges ell e Fo schungss and ak isch de Jah ausendwende
ode den 1990e Jah en en sp ich . Au die Ta sache, dass das Manusk ip schon 2008
abgeschlossen wu de, wi d zwa de Lese im Vo wo au me ksam gemach , was
de G und da ü is , e äh man abe nich . Wenn auch die Ge manis ik siche kein
auße o den lich dynamisches Fo schungs eld da s ell , is solch eine An iquie hei
eines neu he ausgegebenen Leh buchs kaum beg ei lich. Sie deg adie die sons so
üch ige A bei on Veselá. Das Leh buch egis ie keine de wich igs en A bei en
de le z en zwei Jah zehn e. Die An iquie hei des hie p äsen ie en Wissens d ück
sich un e ande em auch in de ü die ma xis ische Ge manis ik cha ak e is ischen
allzu scha en T ennung de P age deu schen on de sude endeu schen Li e a u
aus. Sie be i abe auch manche De ails, wie e wa die In o ma ion, dass Wol gang
Adol Ge le de anonyme Ve asse des be ühm en und ü den Roman ismus pa a‑
digma ischen Romans Die Nach wachen on Bona en u a sei. Nachdem 1987 im Nachlass
on Augus Klingemann die No iz übe Klingemanns Au o scha des Romans ge un‑
den wu de, gil diese als Au o des Romans und so wi d e auch in allen mi bekann en
Li e a u geschich en bezeichne . Veselá e wähn abe Klingemann ga nich . Da sie
keinen ich igen bibliog aphischen Hinweis ü ih e Behaup ung an üh , läss sich
ih e In o ma ion kaum übe p ü en und es bleib o en, ob die „neue e Fo schung“,
au die sie hie unbes imm hinweis , den Fund on 1987 übe haup egis ie ha .
Dami komme ich zu eine allgemeinen Eigenscha de A bei , die die meis en
oben ange üh en P obleme mi einande e binde . Es is de Mangel an Dialog. Ich
meine dami sowohl den ehlenden Dialog mi ande en Fo sche n und A bei en als
auch den mi dem Lese . Ihm übe läss das Buch keinen Raum im E kenn nisp ozess.
Das Fehlen on Hinweisen au die Li e a u e hinde die Übe p ü ung de angege‑
benen In o ma ionen und eg zu keine eigens ändigen (und übe haup wei e en)
Lek ü e an. Die In o ma ionen we den dem Lese lediglich zum Memo ie en und dem
Leh enden zum P ü en o geleg . Fü die Übe sich lichkei des da ges ell en S o es
bezahl die Publika ion also einen hohen P eis de Monologizi ä .
Das Buch on Veselá s ell die Leh enden o ein Dilemma: Sind die Übe sich ‑
lichkei , Memo ie ba kei und Übe p ü ba kei de bio ‑bibliog a ischen Angaben
wich ige als die Wissbegie de und Eigens ändigkei de S udie enden? Kann die
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deu sche Li e a u de böhmischen Lände keinen ande en Bezug zu unse e Gegen‑
wa e langen als du ch den na ionalen Kon lik ? Sind wi klich die Au o en und ih e
bio ‑bibliog aphischen Da en (und nich e wa die Tex e selbs ) de geeigne e Baus ein
de Li e a u geschich e? En wickel sich das Fach so wenig, dass das un e ich e e
Wissen au dem S and on 2008 bleiben kann? Diese F agen soll en sich die Ge ma‑
nis en und T ansla ologen s ellen, be o sie diese Publika ion ih en S uden en als
Lek ü e o sch eiben.
Robe G ünbaum, Jens Schöne und Heike Tuchschee e (Hgg.):
Das doppel e 1968. Ho nung, Au b uch, P o es . Be lin: Me opol,
2019, 264 Sei en.
S e en Höhne– H M Weima /F ied ich ‑Schille ‑Uni e si ä Jena
He o gegangen aus eine Kon e enz zu 1968 als wel poli ische Zäsu nebs eine
sieben eiligen Diskussions eihe zum Thema Das doppel e 1968. Ho nung, Au b uch,
P o es lieg nun die Dokumen a ion o , die sich dem als doppel bezeichne en Phä‑
nomen zu nähe n e such , wobei eine o wi kende Sepa ie ung de Pe spek i en
imme wiede in den Bei ägen du chschein , die sich zudem häu ig inne halb des
bes ehenden Fo schungss andes bewegen und nich da übe hinausg ei en. Man ha
es insgesam mi e inne nden Rückschauen au das E eignis 68 zu un, wobei das
wes liche 68 eindeu ig dominie .
Ein inno a i e Ansa z s amm on Jü gen Danyel (Die Ach undsechzige des Os‑
ens, S. 79–101), de au die Re e enz unk ion des P age F ühlings (S. 83), au den
spezi ischen Re e enz‑ und Wah nehmungs ahmen (S. 82) e weis und sich ü die
Konzep ion eine doppel en Ve lech ungsgeschich e aussp ich , „die den inne en
Zusammenhal des gesellscha lichen Wandels im Os en ekons uie , die neben den
poli ischen Ak eu en und Ak eu innen die gesam e Gesellscha in den Blick nimm
und dabei die synch onen En wicklungen wie auch die T ans e p ozesse zwischen
den En wicklungen in Os und Wes in eg ie .“ (S. 84) Bei Danyel e olgen zudem
Hinweise au den P age F ühling als Gene a ionenkon lik , als Ausd uck soziale
Di e enzie ung und Indi idualisie ung sowie als E neue ung de Zi ilgesellscha ,
schließlich als Emanzipa ion de Medien sowie eine al e na i en Jugendkul u . Au
diese wi d de Blick ü wei e e Analysen zum P age F ühling e ö ne , die bishe
noch nich im Zen um de Fo schung s anden.
Au das Miss e häl nis zwischen eine wes lichen und eine ös lichen Pe spek‑
i e weis auch Hein ich Obe eu e (1968 als eu opäische E inne ungso , 122–135).
Angesich s eines T e ens on SDS ‑Ve e e n mi S uden en in P ag wu de schnell
deu lich, das e s e e den Wunsch „nach F eihei und Rech ss aa ü bü ge lich o ma‑
lis isch“ di amie en, wäh end die P age Kommili onen „in ih en Gesp ächspa ne n
Hedonis en [sahen], die ih eigenes Sys em und seine Vo züge wede kann en noch
schä z en und keinen Sensus ü den Kamp gegen den Sowje impe ialismus besaßen,