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Die Zeitschrift für den Tschechischunterricht als Indikator der deutsch‑tschechischen Konfliktgemeinschaft

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Die Zeitschrift für den Tschechischunterricht als Indikator der deutsch‑tschechischen Konfliktgemeinschaft

Author: Němec, Mirek
Publisher: Univerzita Karlova, Filozofická fakulta,Praha
Year: 2021
Source: https://dspace.cuni.cz/bitstream/20.500.11956/152479/1/Mirek_Nemec_65-82.pdf
Die Zei sch i ü den Tschechischun e ich
als Indika o de deu sch ‑ schechischen
Kon lik gemeinscha
Mi ek Němec– Jan ‑E angelis a ‑Pu kyně ‑Uni e si ä in Ús í nad Labem/
Akademie de Wissenscha en de Tschechischen Republik
ABSTRACT
Die 1937 on Eugen Lembe g he ausgegebene Zei sch i ü den Tschechischun e ich wi d
anhand des Konzep es de kul u ellen Übe agung on Vladimí Macu a analysie . Da‑
bei soll die Funk ion de Zei sch i in de deu sch ‑ schechischen „Kon lik gemeinscha “
e ö e und au die schöp e ischen Mechanismen, wie de deu sche Sch i lei e mi de
schechischsp achigen Kul u k ea i umging, hingewiesen we den. Le z endlich sollen
die G enzen de kul u ellen Ve mi lung un e dem na ionalen Vo zeichen ausgelo e
und disku ie we den.
SCHLÜSSELWÖRTER
Deu sch ‑ schechische Beziehungen, Zwischenk iegszei , Kul u e mi lung, Na ionalis‑
mus.
ABSTRACT
Die Zei sch i ü den Tschechischun e ich as an indica o o he Ge man ‑Czech
communi y o con lic
The Ge man jou nal o Czech class (Zei sch i ü den Tschechischun e ich ), published by
Eugen Lembe g in 1937, is analyzed using he concep o cul u al ansmission by Vladimí
Macu a. The pu pose o his is o discuss he unc ion o he jou nal in he Ge man ‑Czech
“communi y o con lic ” and o poin ou he c ea i e mechanisms o how he Ge man
edi o c ea i ely deal wi h he Czech ‑speaking cul u e. Ul ima ely, he limi s o cul u al
ans e s should be explo ed and discussed unde he na ional auspices.
KEY WORDS
Ge man ‑Czech Rela ions, The In e wa Pe iod, Cul u al T ans e , Na ionalism
EINLEITUNG
Wie es sich bei einem Nek olog an einen F eund und engen Mi a bei e ziem , heb
de damalige e s e Vo si zende des Collegium Ca olinum, Ka l Bosl, die Ve diens e
des zu Weihnach en 1976 e s o benen enommie en His o ike s, Soziologen und
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Pädagogen Eugen Lembe g he o . In seinem Tex s ell e ch onologisch die wich‑
igs en Lebenss a ionen des im böhmischen Pilsen 1903 gebo enen „ideen eichen
Fo sche s, Leh e s, Meinungsbildne s“ (Bosl 1977: 398) o . Einen Absa z seines ie ‑
sei igen Tex es widme e auch eine bis heu e e was e nachlässig en Ma ginalie
im We k des äuße s ielsei igen und a bei samen Wissenscha le s, de als eine
de e s en Na ionalismus heo e ike bekann wu de.
1
Die Ma ginalie is die on
ihm 1937 he ausgegebene Zei sch i ü den Tschechischun e ich . Bosl wü dig die
Leis ung des damals 34‑jäh igen Pädagogen, de neben be u lichen (e wa Leh e
an de koeduka i en P age Leh e bildungsans al ), amiliä en (zu Hause ha e e
einen ie jäh igen Sohn) und wissenscha lichen (1937 eich e e seine Habili a ion
ein und anschließend wu de ihm die enia legendi e liehen) Ve p lich ungen noch
die K a and, als „Haup äge de Zei sch i “ (Bosl 1977: 399) zu am ie en. Dabei
übe ieb Bosl keineswegs, die meis en Bei äge de Zei sch i e ass e Lembe g, wie
aus seinen spä e e ö en lich en Memoi en he o geh , a sächlich selbs (Lembe g
1986: 168). Auße dem schein es, dass e es auch wa , de die ande en Au o en, in de
Regel handel e es sich um Leh e kollegen, zu Ve ö en lichung einlud bzw. übe e‑
de e. Es wu de dami ein Fundamen eines Ne zwe ks deu schböhmische (ode doch
schon eine sude endeu schen) Eli e gescha en, das übe die Zei des E scheinens
de Zei sch i o wi k e.
Dem E scheinungsjah 1937 komm g oße Bedeu ung zu. Es handel sich um das
neunzehn e und zugleich le z e olle Kalende jah des gemeinsamen Zusammenle‑
bens de Tschechen, Deu schen und Juden in de demok a ischen Tschechoslowakei.
Im He bs 1938 wu de die mul ina ionale Republik du ch die Expansionspoli ik des
na ionalsozialis ischen Deu schlands ze schlagen, na ionale Auseinande se zungen
dabei ins umen alisie end. Das baldige Ze b echen de adi ionellen böhmischen,
meh sp achigen und mul ikul u ellen Kon lik gemeinscha (Jan Křen) konn e schon
1937 deu lich wah genommen we den. Die Zei sch i ü den Tschechischun e ich
wu de zu einem Zei punk he ausgegeben, als eine um assende, abe poli isie e,
sude endeu sche Gesam iden i ä de Deu schen in den böhmischen Lände n an
Bedeu ung gewann und die bishe igen egionalen und lokalen Iden i ä en in ih
au gingen. Mi dem ge ade angelau enen P ozess de E indung und E wecken de
Sude endeu schen soll e nach Lembe g die Epoche des d ei achen na ionalen E wa‑
chens in den böhmischen Lände n beende we den. Sie hä e in de schechischen
na ionalen Wiede gebu um die e s e Häl e des 19. Jah hunde s ih en o läu igen
Höhepunk ge unden (Lembe g 1931: 146 .). Ge ade an diesem e olg eichen Beispiel
de schechischen Emanzipa ion e a Vladimí Macu a „eine eise ne Gese zmäßig‑
kei ü Wiede gebu s ‑P ozesse in allen Kul u en kleine e eu opäische Na ionen“
(Macu a 1977: 78). Zen al is das on ihm es ges ell e Pa adoxon de „abhängigen
Unabhängigkei “ ode „unabhängigen Abhängigkei “ (Macu a 1977: 71), das die Eman‑
zipa ion de schechischen Kul u in scheinba kon ä e lau enden P ozessen, de
1 Lembe gs Ve diens e au diesem Feld sind unbes i en. 2004, anlässlich seines 100. Gebu s ages,
wu den sein Lebenswe k und Fo schungse gebnisse in de Bohemia, de Zei sch i des on ihm mi ‑
beg ünde en Collegium Ca olinums, k i isch gewü dig (H och 2004; Loewens ein 2004; Pohl 2004).
Daselbs e schien ein Kommen a seines Sohnes Hans Lembe g (1933–2009), de als His o ike sich in
meh e en deu sch‑ schechischen G emien einb ach e (Lembe g 2004). Im Kon ex de deu sch‑ sche‑
chischen Beziehungen be ass en sich mi Lembe gs Leben und We k Hahno á/Hahn (2002: 103–110).
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eine Abscho ung als abe auch eine Aneignung deu sche Kul u , e klä en läss .
In meine olgenden S udie möch e diese These on Macu a p oduk i umwandeln
und dabei anhand de Analyse de Zei sch i ü den Tschechischun e ich die F age
s ellen, ob und welche Rolle die schechische Nachba kul u bei de Suche nach de
kollek i en sude endeu schen Iden i ä de Deu schen in den böhmischen Lände n in
de zwei en Häl e de 1930e Jah e spielen konn e? Wenngleich die Zei sch i kaum
das poli ische und kul u elle Geschehen de olgenschwe en Jah e 1937 und 1938 zu
beein lussen e moch e, is es un e den gegebenen Zei ums änden doch au schluss‑
eich, die in de Zei sch i e e enen Ansich en un e die Lupe zu nehmen, weil die
einzelnen Bei äge ohne Zwei el als eine Men ali ä ssonde in die Gedankenwel ih e
P o agonis en ku z o Ze schlagung de Republik be ach e we den können. Ih e
Analyse wi d im Folgenden un e dem Aspek de kul u ellen Übe se zba kei und
des Ideen ans e s du chge üh . Besonde s au schluss eich wä e es zus ellen, ob es
solche kul u elle Übe se zungs‑ und Aneignungsp ozesse aus de schechischen geis‑
igen Wel auch bei de sog. „sude endeu schen Wiede gebu “ gegeben ha e? Kann
und soll die Zei sch i als ein mögliche Ma ks ein des gemeinsamen koope a i en
Mi einande s in einem S aa be ach e we den? S eck e in ih zumindes ein Lö‑
sungsansa z manche deu sch ‑ schechischen P obleme, de au de Übe windung de
gegensei igen Igno anz gegenübe de Kul u des jeweils Ande ssp achigen be uh e?
Ode ga umgekeh , könn e man anhand de Zei sch i , eilich ex pos , au einige
de möglichen G ünde schließen, weshalb sich die Desin eg a ion de böhmischen
Gesellscha e ie e und de endgül ige Ze all de adi ionellen, meh sp achigen
Kul u nich abgewende we den konn e?
SUDETENDEUTSCHE WIEDERGEBURT?
De Beg i „sude endeu sche Wiede gebu “ auch e wohl zum e s en Mal im Au sa z
Die d ei Wiede gebu en in Böhmen. Vo s udien zu eine Kul u g enz o schung (Lembe g
1931: 143–152) au , de on Eugen Lembe g in de P age Rundschau 1931 e ö en lich
wu de. De Au o , mi einem S ipendium des Deu schen Ins i u s ü Auslandskunde
in Müns e ausges a e , begann sich ge ade mi seinem Lebens hema, dem Na ional‑
bewuss sein de Tschechen, zu beschä igen (Lembe g 1986: 164). Dabei knüp e e an
das Konzep seines akademischen Leh e s Augus Saue an, de in seine bekann en
Rek o a s ede Li e a u geschich e und Volkskunde nach de E kenn nis gewisse e‑
gelmäßige ypische E scheinungen such e, die in de En wicklung e schiedene
Li e a u en un e gleichen ode ähnlichen Bedingungen wiede keh en. Anhand
diese sollen No men und Gese ze iden i izie we den, un e de en He scha das
li e a ische Leben de Völke e lau e. Diese hä en es nach Saue e möglich , eine
wissenscha liche Da s ellung na ionale Li e a u en zu s ü zen (Lembe g 1931: 144 .).
Nun, mi dem Hinweis au Saue , nähe sich Lembe g auch dem eingangs zi ie en
Pos ula Macu as an und be on , dass sich o z de es ges ell en Un e schiede in
Böhmen doch zwei wesensgleiche na ionale Lebensp ozesse gegenübe s ehen. Ob‑
wohl Lembe g in seinem Au sa z anno 1931 das Anlau en sowohl de schechischen wie
auch de sude endeu schen Na ionalbildung noch mi dem Re olu ionsjah on 1848
da ie e, um die Pa alleli ä de beiden Na ionalbildungsp ozesse zu akzen uie en,
zeig die heu ige His o iog aphie die Plu ali ä on möglichen Iden i ä skonzep en
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un e den Deu schen in den böhmischen Lände n wäh end de zwei en Häl e des
19. Jah hunde s au (Schmid 2008). Somi bes eh heu e kein Zwei el, dass eine all‑
um assende mode ne kul u elle Iden i ä de Deu schen in den böhmischen Lände n,
also eine ‚sude endeu sche‘ Iden i ä de deu schsp achigen Be ölke ung Böhmens,
Mäh ens und Schlesiens, ih e Ges al e s nach dem Ze all de Mona chie sch i weise
zu en wickeln begann (B aun 1996), die sich schließlich nach den E eignissen on
1938 und o allem nach de Ve eibung und Zwangsaussiedlung nach dem Zwei en
Wel k ieg in Wes deu schland gänzlich du chse zen soll e (Němec 2013).
DIE ZIELE DER ZEITSCHRIFT
In de Re ospek i e wü dig e Ka l Bosl, wie üb igens auch Eugen Lembe g in seinen
Memoi en, die Rolle de Zei sch i im deu sch ‑ schechischen Kon ex du chaus
posi i (Lembe g 1986: 166). Sie hä e sich „ ü die Ve mi lung de schechischen
kul u ellen T adi ionen, ü die Be ei scha zum Tschechischle nen und Besse ung
des Tschechischun e ich es“ (Bosl 1977: 399) eingese z . Die wich igs en Au sä ze aus
de Fede Lembe gs leis e en nach Ansich on Bosl „ausgesp ochene Mi le diens e“
(Bosl 1977: 399). Bosl sind jedoch in de A gumen a ion zwei Ungenauigkei en un e ‑
lau en. Die Zei sch i wu de nich e s in de angespann en A mosphä e des Jah es
1938 einges ell , ih e le z e Doppelnumme e schien be ei s im Dezembe 1937.2 Und
auch de on ihm als He ausgebe e wähn e, poli isch ak i e O dina ius de deu ‑
schen Slawis ik in P ag, F anz Spina (Höhne/Udolph 2011), wu de als solche in de
Zei sch i nich genann , zudem inde sich om Doyen de deu schen ak i is ischen
Poli ik in de ČSR auch kein Bei ag in de Zei sch i .
Die genann en Fehlangaben ände n jedoch an de on Bosl e e enen These, die
Zei sch i wü de sich als ein Ve mi le p ojek bewäh en, zunächs wenig. Denn es
s imm : Die Zei sch i wa ein P oduk des Ve eins deu sche Slawis en in P ag, s and
somi mi de P age deu schen Slawis ik in Ve bindung und ha e sich a sächlich
om Geis des deu schen poli ischen als auch kul u ellen Ak i ismus beein lussen
lassen.3 Neben Lembe g als Sch i lei e wa en wei e e d ei Namen im Ti el de
Zei sch i als He ausgebe ange üh . Zwei on ihnen, Eugen Rippl und Fe dinand
Lieweh , wa en als Dozen en an de P age deu schen Slawis ik ä ig. De le z ge‑
nann e He ausgebe , Go ied P eißle , wa zwa ein p omo ie e Ge manis und
Al philologe, jedoch e le n e e in de K iegsge angenscha Russisch und Tschechisch.
P eißle gehö e in de E s en Republik zu den ak i s en deu schen Mi elschulpäda‑
gogen.4 Mi ih e Quali ika ion und ih en wissenscha lichen als auch pädagogischen
E ah ungen bü g en sie gewiss ü eine hohe Quali ä de Bei äge und konn en sich
2 Es handel e sich um die Doppelnumme 5 und 6, die im Dezembe 1937 e schien, ohne alle dings das
Ende de Zei sch i anzukündigen.
3 Zu P age deu schen Slawis ik in de Zwischenk iegszei gl. Kon ád (2011: 177–193) u. Ehle s (1997).
4 E mach e sich als He ausgebe on Leh büche n einen Namen, gab das O gan de deu schen Mi ‑
elschulleh e he aus. Auße dem wa e in de Schulpoli ik seh ak i . Regelmäßig äuße e e sich
zu e schiedenen Maßnahmen de schechischen (Mi el‑)Schulpoli ik und a bei e e eng mi dem
Minis e ium an de damaligen Re o m des Sekundä schulwesens. T o z seine zahl eichen Ak i i‑
ä en und seines Engagemen s konn e e in de Republik wede einen Di ek o enpos en noch eine
akademische S elle e langen. Den Ka ie esp ung gelang ihm e s im Reichsgau Sude enland, wo e
lei ende Schul e wal ungsbeam e wu de, nach seine Ve eibung bilde e e in Kassel Leh e aus, e
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de ‚Mi le diens e‘ de Zei sch i annehmen. Auch de Sch i lei e Eugen Lembe g,
de Slawis ik, Ge manis ik und Geschich e in P ag s udie ha e, konn e diesen
Au ag ohne wei e es e üllen. In seinen Memoi en u eil e e im Hinblick au die
Schicksalsjah e on 1937 und 1938, dass es ihm da an gelegen hä e, „den Deu schen ein
Ve s ändnis ü dieses [ schechische, M.N.] Volk, sein Wel ‑ und Geschich sbild, seine
Denkweise, Fu ch und Ho nung, seine Sozials uk u zu e mi eln“ (Lembe g 1986:
166). Bosl hob in seinem Nek olog wei e he o , dass diese sich in den 1920e und
1930e Jah en den kul u wissenscha lichen Themen de schechischen na ionalen
Wiede gebu , den G undlagen des na ionalen E wachens in Böhmen, den F agen des
Na ionalbewuss seins und den his o ischen Ideologien de Tschechen on Palacký bis
Masa yk und de en Bedeu ung ü die Mode ne mi E olg widme e (Bosl 1977: 399).
Le z endlich u eil Ka ina Hoření in ih e 2009 e eidig en Bachelo a bei , dass die
Zei sch i im Ve gleich zu ande en damaligen P esseo ganen dem Sch i lei e meh
„Raum ü un o eingenommene Fo schung“ (Hoření 2009: 33) gewäh leis e e. Lembe g
habe in seinen hie e ö en lich en A ikeln wenige seine ölkische [ná odo ecké]
Ve anke ung p äsen ie , ielmeh habe e sein „ ie es analy isches In e esse an de
schechischen Kul u “ da geleg (Hoření 2009: 33).
Be o ich meine Au me ksamkei au einige de ausgewähl en Au sä ze lenke, um
die ‚Mi le diens e‘ de Zei sch i zu hin e agen, möch e ich noch au die Ziele de
Zei sch i , wie sie on de Redak ion (ode ehe on Eugen Lembe g selbs ) in de
d eisei igen p og amma ischen Ein üh ung ku z und bündig o ges ell wu den, ein‑
gehen (Anonym, wohl E. Lembe g 1937: 1–3). Die En s ehungsg ünde ü die Zei sch i
sah die Redak ion als his o isch beding : Zum einen gebe es so gu wie keine T adi ion
des Tschechischun e ich s an deu schen Schulen. Da aus e gaben sich meh e e
P obleme: Es he sche Mangel an Pädagogen, ih e Ausbildung lie e nich gu und de
Un e ich sei me hodisch nich zu iedens ellend. Es gebe dahe die No wendigkei
eine o lau enden Ve ollkommnung. Den He aus o de ungen, o denen de sei
dem Schuljah 1923/24 an deu schen Mi elschulen obliga e Tschechischun e ich
s and, soll e die Zei sch i abhel en. Zum ande en sei die schechische Kul u zu jung,
e s sei 50 Jah en im P ozess de allmählichen S abilisie ung. De asche Wandel
und die asan e En wicklung de Sp ache und de Kul u des Nachba olkes soll en
deshalb in den Bei ägen de Zei sch i beobach e und an die deu schen Tschechisch‑
leh e e mi el we den. Aus diesen Übe legungen we den sechs konk e e Ziele de
Zei sch i o mulie . Die einzelnen Bei äge soll en
1. sich mi me hodischen und didak ischen F agen auseinande se zen,
2. ak uelle P obleme und En wicklungslinien de schechischen Sp ache au ‑
zeichnen,
3. sich mi de schechischen Kul u kunde beschä igen,
4. die Fo schungse gebnisse de deu schen Slawis ik o s ellen,
5. schechische li e a ische Neue scheinungen und Zei sch i en e lek ie en,
6. einzelne F agen zum p ak ischen Schulun e ich im Tschechischen behandeln.
(Zu Ein üh ung 1937: 2 .)
wu de zudem soga Eh enmi glied de Deu schen Gesellscha ü E ziehungswissenscha . Vgl. seine
Memoi en (P eissle 1979, e ände e seinen Nachnamen nach 1945 on P eißle zu P eissle ).

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Alle sechs Punk e des on de Redak ion skizzie en P og amms de Zei sch i
sind siche im deu sch ‑ schechischen Kon ex des Jah es 1937 als Ve mi lungss a‑
egien zu bezeichnen. Doch dass die Ve besse ung des Sp achun e ich s zu Annä‑
he ung de Deu schen und Tschechen hel en könn e, wu de hingegen explizi nich
geäuße .
Dies e s aun , denn de Hinweis au die Ve quickung zwischen Sp ache, Schule
und komplexe Na ionali ä enpoli ik gehö e sei Bolzanos E bauungs eden an die
akademische Jugend zum Lei mo i de Lösung ode zumindes Besän igung de
deu sch ‑ schechischen Kon lik e (Mo sche /Neumaie 1996: 41–43). Im Geis e des
landespa io isch ausge ich e en Neobohemismus und sp achlichen U aquismus plä‑
die e Paul/Pa el Eisne spä es ens sei 1924 ü das ezip oke deu sch ‑ schechische
Sp achenle nen, das dazu e hel en soll e, dass die Tschechen und Deu schen ih e
Kul u und Ansich en gegensei ig kennen und e s ehen le nen (Němec 2011). Im
In e esse de Ve besse ung de p ak ischen Sp achkenn nisse ging es dem bekann en
P age In ellek uellen jüdische He kun um gegensei ige Aushil e de schechischen
und deu schen Sp achleh e .5 Im P og amm de Zei sch i wi d die Möglichkei , dass
sich die schechischen und deu schen Pädagogen im Un e ich abwechseln und sie
sich übe Me hoden und Leh angebo e aus auschen, alle dings nich e wogen. Das
Desin e esse übe asch , denn zum Zei punk des E scheinens de Zei sch i wu den
Eisne s Gedanken on de schechoslowakischen Poli ik au geg i en und einige Vo ‑
s öße, die diesem Ziel e p lich e wa en, wu den om schechoslowakischen S aa
soga inanziell un e s ü z .6
Die Bei äge in de Zei sch i sind om Um ang und Fo m seh un e schiedlich,
sie eichen on ku zen Tex en wie Rezensionen schechischsp achige wissenscha ‑
liche ode belle is ische Neue scheinungen, Zusammen assungen und Be ich e
übe schechischsp achige Kong esse und populä e Ve ans al ungen bis hin zu länge‑
en A ikeln mi me hodischen ode didak ischen Inhal en. Diese be a en o allem
den obliga en Tschechischun e ich an den deu schen Mi elschulen ode abe den
akul a i en Schulun e ich im elemen a en Schulwesen. Es wu den auch konk e e
Un e ich s o schläge un e b ei e , iele da on be e en das Thema de schechischen
Li e a u und Kul u im Tschechischun e ich an deu schen Schulen. De Ansp uch
de Zei sch i , übe Ak uelles aus de schechischen Gesellscha zu in o mie en,
wu de somi e üll .
5 Dies muss e auch die Redak ion de Zei sch i ü den Tschechischun e ich e zeichnen, denn in de
Rub ik „Aus Zei sch i en“ e wies sie au den A ikel Eisne s in de schechischsp achigen Zei sch i
Čin [Die Ta ] om Juli 1936, wo Eisne sich übe die Mängel des Deu schun e ich s an schechischen
Schulen mokie e. (Aus Zei sch i en, Z TU 1, 1937: 30)
6 Das Schulminis e ium un e s ü z e sei 1934 z.B. Fo bildungsku se ü deu sche Slawis en in sche‑
chischen Sp achgebie en und umgekeh solche, ü schechische Ge manis en in deu schsp achigen
Gebie en. (Němec 2009: 161 .) ‑ Dazu auch de seh o zi ie e Appell des damaligen P äsiden en Ed a d
Beneš: „Le n einande kennen, such das, was Euch e binde , bemüh Euch, Euch in allem zu e ‑
s ehen, le n die Sp ache des Ande en, scha und un e hal e un e einande b ie liche Beziehungen
und hab Euch gegensei ig ge n. Das is demok a isch und wah ha menschlich.“ (Zi nach Beneš
1938: o.S.)
71MIREK NĚMEC
KULTURELLE KONTEXTE
Be ei s ein Jah o dem E scheinen des e s en He es äuße e sich de schon e ‑
wähn e P age Kul u e mi le 7 Pa el Eisne nochmals, diesmal k i isch, zum obli‑
ga en Tschechischun e ich an deu schen Mi elschulen. Seine Posi ion en sp ach
in ielen haa genau denen de quasi Ein ‑Mann ‑Redak ion de Zei sch i on 1937.
E o de e be ei s meh Gegenwa sbezug in den Tschechischs unden, keine al e ‑
ümliche Sp ache meh im Un e ich und eine e s ä k e Auseinande se zung mi
de ak uellen Kul u und Li e a u de Tschechen (O [Eisne ] 1936: Ti elsei e; gl.
auch Eisne 1938: 6). Fü Eisne wa de Ak uali ä sbezug nich nu eine Ga an ie
da ü , dass die Schüle die gegenwä ige Umgangssp ache und mode ne Kul u des
Nachba n wäh end des Un e ich s kennenle nen wü den, sonde n auch, dass de
Un e ich sich om na ionalen Pa hos des 19. Jah hunde s be eien läss . Seine
Ansich nach wa die mode ne schechische Li e a u und Kul u on einem Huma‑
ni ä sideal ge agen und dahe iel meh geeigne , a sächlich zu Übe windung de
Klu zwischen den sich du ch die Sp ache un e scheidenden Be ölke ungsg uppen
im S aa bei agen zu können.
Eisne s pädagogisches Ziel is du chaus mi dem bekann en Mani es de sche‑
chischen Mode ne (Macha /Šalda 1896) zu e einba en. Die un e zeichne en Au o en
des Mani es s, junge schechische Dich e und In ellek uelle, dis anzie en sich aus‑
d ücklich da in om na ional mo i ie en P og amm de o he igen Gene a ionen
de schechischen Sch i s elle . Sie i onisie en das ‚Hejslowanisie en‘ [hejslo ans í]
und ‚Kdedomo ie en‘ [kdedomo ání]8, dies soll e nun zuguns en des Indi iduellen
und zugleich Allgemeinmenschlichen au gegeben we den. „Neakcen ujeme nik e ak
českos : buď s ým abudeš český. […] Neznáme ná odnos ních map.“ [Wi akzen uie‑
en keineswegs i gendwelches Tschechen um: Sei dein eigene He , und du wi s
Tscheche sein. […] Wi kennen keine Landka e de Na ionali ä en.] (Macha / Šalda
1895/6: 1), heiß es im Tex des beme kenswe en Mani es s. Wenn es um die Kuns , die
Poli ik, die soziale F age, abe auch um das Na ionale ging, wu de hie de G undsa z
e hoben: „Chceme bý i poli ice přede ším lidmi plném smyslu slo a“ „[Wi wollen
in de Poli ik o allem Menschen sein].“ (Macha / Šalda 1895/6: 2) Diese Ansp uch
woll e das Fundamen eine Zukun sein, das die Na ionali ä ens ei igkei en hin e
sich geb ach ha e. „My budeme hleda do ozumění snašimi k ajany německými: ne
uzelených s olů, ne diploma ické spojo ání se pa lamen ech– ale do ozumění na
poli humani y a‑ ‑ ‑ žaludku.“ [„Wi we den nach Ve s ändnis mi unse en deu schen
Landsleu en suchen: nich an g ünen Tischen, keine diploma ischen Ve bindungen in
den Pa lamen en– abe Ve s ändnis au dem Feld de Humani ä und ‑‑‑ des Magens.“],
(Macha / Šalda 1895/6: 3) heiß es in ih em kul u poli isch ausge ich e en P og amm.
Neben dem sozialen Engagemen , de Menschlichkei und dem Indi idualismus wi d
noch de äs he ische Geschmack he o gehoben. Dami en sp ach dieses P og amm
7 Zu Dekons uk ion de Ka ego ie on Kul u e mi le n au dem Te i o ium de böhmischen Lände
siehe Budňák (2019: 104–133).
8 Beide Ausd ücke beziehen sich au das lau e Singen on na ional schechisch konno ie en Liede n
bei Fes lichkei en, die die schechische na ionale Iden i ä ö en lich zu Schau s ell en. Es handel e
sich um die als panslawis ische Hymne wah genommene „Hej Slo ané“ [Hej Slawen] und die spä e e
schechische S aa shymne „Kde domo můj“ [Wo is mein Heim?].
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den Zielen des Tschechischun e ich s, wie ihn wohl Eisne o Augen ha e. In einem
mul ina ionalen S aa und eine on na ionalen Kon lik en ze ü e en Gesellscha
an die ölke e bindenden ode zumindes uni e sellen We e zu appellie en, and
auch im poli ischen Kon ex de Republik Zusp uch (Němec 2009: 111 . u. 225).
Die es ges ell en Übe eins immungen und Un e schiede zwischen dem P og amm
de Zei sch i ü den Tschechischun e ich eine sei s, den Ansich en des e dien en
Sp ach‑ und Kul u e mi le s Eisne und de in diesem Sinne gewandel en schecho
‑
slowakischen Schulpoli ik ande e sei s, mach en au die an angs au gewo ene F age
neugie ig, ob und wie sich das Ve mi lungspo en ial de Zei sch i in den einzelnen
Bei ägen niede schlug? Welche mode ne schechische Li e a u bzw. Kul u wu de
ausgewähl , wie in e p e ie und wie ü den Un e ich au be ei e ?
PROBLEMATIK DES SPRACHENLERNENS
Das gegensei ige Ve s ehen und die Zusammena bei de Deu schen und Tschechen
wi d di ek nach de Einlei ung in einem Au sa z on Eugen Lembe g angesp ochen.
Von seine Bedeu ung he kann ge ade diese Bei ag mi dem Ti el Die Be ei scha zum
Tschechischle nen als ein p og amma ische genann we den (Lembe g 1937a). Lembe g
mach sich Gedanken da übe , wie die beach liche Abneigung de Deu schen gegen die
Sp ache des na ionalen ‚E b eindes‘ übe wunden we den konn e. Das Tschechische
und die schechische Kul u seien on ielen nega i en S e eo ypen belas e und e s
1924den deu schen Mi elschüle n pe Gese z au gezwungen wo den. Obwohl die
deu sche Gesellscha die p agma ischen G ünde akzep ie e und Tschechisch nach
1918 le n e, blieben die adi ionellen nega i en S e eo ype gegenübe de ‚kleinen‘
Sp ache und Kul u de Nachba e hal en. Sie be uh en au allgemeingül ige A ‑
oganz eines ‚g oßen‘ Volkes, die sich zudem mi den Ressen imen s gegenübe dem
na ionalen Konku en en e band. Hie se z Lembe g bei seine Suche nach dem
Sinn des Tschechischun e ich s an, denn e sieh die mangelnde Be ei scha zu
E le nung des Tschechischen o allem in de Angs de Deu schen o ih e mög‑
lichen En na ionalisie ung du ch den Sp achun e ich :
Es is die Fu ch o „homo bilinguis“, de mi de Sp ache des Nachba olkes auch
e was on dessen geis ige Eigena annimm , dem es gleichgül ig wi d, in welche
Sp ache e sich ausd ück , de zwischen den Völke n s eh und in keinem ich ig
zu Hause is . (Lembe g 1937a: 8)
Die gleichen Ängs e spü e seine Meinung nach ühe eben auch die schechische
Gesellscha , die in de Hochphase de na ionalen Wiede gebu in de zwei en Häl e
des 19. Jah hunde s die deu sch ‑ schechischen Zweisp achigkei au gab und die
schechische Einsp achigkei be o zug e. Doch habe die schechische Gesellscha
nach dem E eichen ih es poli ischen Ziels, dem unabhängigen S aa , ih Sp ach‑
e hal en adikal e ände . Lembe g, de damals als junge Va e in P ag wohn e,
mach e da au au me ksam, wie die deu schsp achigen Kinde gä en de S ad
in zunehmendem Maße on schechischen Kinde n besuch we den wü den. Den
Wandel e klä e e sich mi dem ges eige en Na ionalbewuss sein de Tschechen,
das mi de e olg eichen En wicklung mode ne Kul u und mode ne Li e a u sei
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de Jah hunde wende zusammenhing (Lembe g 1937a: 7). Lembe gs Nachdenken
en sp ich somi dem G undsa z de schechischen Kul u scha enden aus dem be‑
ühm en Mani es de schechischen Mode ne: „Nemáme s achu os ůj jazyk. Jsme
ná odnos ně ak daleko, že nám jej žádná moc na s ě ě ne y e.“ [Wi haben keine
Angs meh um unse e Sp ache. Wi sind in de Sache de Na ionali ä schon so wei
o gesch i en, dass uns keine Mach au diese Wel die Sp ache en eißen kann.“]
(Macha /Šalda 1895/6: 3)
Dieses nach seine Au assung e olg eiche Rezep e sch eib e nun in seine
Zei sch i auch seinen deu schsp achigen Landsleu en. Die Heilung o de En na‑
ionalisie ungsangs müss e „in eine gesunden und om Ge ühl de Siche hei de
eigenen Na ionali ä ge agenen Eins ellung dem schechischen Volke gegenübe
[liegen], annähe nd so, wie sie dem englischen ode anzösischen Volke gegenübe
ohne wei e es möglich is .“ (Lembe g 1937a: 8)
De Gedanke is ü die Zei sch i on immense Bedeu ung und wi d sowohl im
Lembe gs Au sa z wei e heo e isch ausgebau und in ielen Bei ägen mi p ak i‑
schen Un e ich sbeispielen wei e e olg . Lembe g lehn „die Ve wischung de
G enzen zwischen den beiden Volks üme n“ (Lembe g 1937a: 9) eindeu ig ab, dagegen
plädie e ü die He o hebung de Un e schiede de Völke im Un e ich und da‑
du ch ü „das Ve s ändnis ü die Eigena und Eigenwe igkei des Nachba olkes“
(Zu Ein üh ung 1937: 2). Die hie bei beansp uch e kon as i e Me hode ha in den
linguis ischen Disziplinen beim Sp ache we b einen Sinn, doch Lembe g e such
diese auch im kul u kundlichen Li e a u un e ich anzuwenden.9 Dies geschah in
meh e en didak isch o ien ie en A ikeln, wie z.B. zu Jiří Wolke s Gedich „Balada
oočích opičo ých“ [Ballade übe die Augen eines Heize s]. E e mun e die deu ‑
schen Tschechischleh e dazu, diese mi den kanonisie en und in Schule o du ch‑
genommenen Balladen on Ka el Ja omí E ben zu e gleichen:
Das We k des kommunis isch gesinn en Wolke ha iel meh om schechischen
Leben de Gegenwa und on eigen ümlich schechische Be ach ung de Din‑
ge als die oman isch olks ümliche Na u sagenbea bei ung on E ben, die uns
ge adezu in e na ional e schein , weil sie bei allen Völke n in ähnliche Weise
o kommen könn e und o komm . (Lembe g 1937b: 48)
Nich das, was die e schiedenen sp achlich und na ional de inie en Kul u en e ‑
binde , is ü Lembe g im F emdsp achenun e ich in e essan genug, sonde n das
Abweichende. Das Ziel des Un e ich s sei doch, die Spezi ika de ande en Kul u
kennen zu le nen. Den Gedanken d ück e noch explizi e aus:
Das Wesen liche is , dass de Schüle aus dem kul u kundlichen Tschechischun e ‑
ich ein eine gewisse Ach ung und Sympa hie e zwingendes Bild om schechi‑
schen Volk mi nimm . Dass e ahn , was ü ein heiliges, eigengese zliches, on Pe ‑
sönlichkei scha ak e e üll es Ding so ein Volk is . Daß e e kenn , wie gleicha ig
doch die T iebk ä e und Lebensgese ze in den e schiedenen Völke n sind und
9 Dies s ell e auch Pa el T os 1938 be ei s es , als e sich in seinen Aus üh ungen übe die Ve s ypen
k i isch mi Lembe gs Au sa z „Zu Behandlung schechische Dich ungen im Un e ich “ auseinan‑
de se z e (T os 1938: 51–53).
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Dami bes ä ig das Zei sch i enp ojek pa adoxe weise die pe o ma i e Funk ion
bei de kul u ellen Übe agung, die ü das Konzep on Macu a g undlegend is .
Ohne Zwei el besaß Lembe g ein Gespü ü die Quali ä und Äs he ik de mo‑
de nen schechischen We ke und bewies auch ein Ve s ändnis ü den Einsa z und
das (Lebens‑)We k manche schechischen In ellek uellen, doch e eng e und e ‑
blende e le z endlich die na ionale Akzen uie ung seinen Blick und lenk e sein U eil.
E un e schä z e die Ge ah , dass die G enze zwischen dem wie auch imme posi i
eingeschä z en Na ionalismus und dem ölkischen Denken ode ga Chau inismus
äuße s leich zu übe sch ei en is . Eindeu ig zeig sich, dass de on ihm posi i ge‑
sehene Na ionalismus mi einem Ko ek i e gänz we den müss e, um symbio isch
wi ken zu können. Dieses Ko ek i wi d on Lembe g auße Ach gelassen, on
Eisne jedoch akzen uie : De Na ionalismus beda zugleich auch einen Humanis‑
mus, de im Bekenne zu eine ande en Na ion auch ode ielleich zunächs einen
Menschen sieh . Diese kosmopoli ische Gedanke– zumindes in de Rhe o ik on
manchen schechischen In ellek uellen be on – wu de on Lembe g un e schä z .
Abschließend zeig sich, dass Lembe gs Ansich en und die A und Weise, wie e
die schechische Li e a u und Kul u e klä , kaum mi xenologischen Ka ego ien
e o sch we den können. Es geh nich meh um ein ache S e eo ype, wie sie nich
nu im li e a ischen Be ieb des langen 19. Jah hunde s p oduzie wu den, sonde n
um eine neue Quali ä , die das ideologische Pa adigma be on . Zugleich zeig sich, dass
das in e kul u elle In e esse auch un e au o i ä en ode ga o ali ä en Regimen ge‑
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