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Mehrsprachige Germanistinnen im Beruf : Ergebnisse einer explorativen Verbleibstudie unter Germanistikalumnae der Universität Tampere

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Mehrsprachige Germanistinnen im Beruf : Ergebnisse einer explorativen Verbleibstudie unter Germanistikalumnae der Universität Tampere

Author: Aho, Sarianna,Lankinen, Jutta,Pekkola, Meeri,Rantanen, Pekka,Reuter, Ewald,Silvan, Stephanie,Ylönen, Katariina
Year: 2017
Source: https://trepo.tuni.fi/bitstream/10024/102477/1/mehrsprachige_germanistinnen.pdf
Zei sch i ü In e kul u ellen F emdsp achenun e ich
Didak ik und Me hodik im Be eich Deu sch als F emdsp ache
ISSN 1205-6545 Jah gang 22, Numme 2 (Ok obe 2017)
Meh sp achige Ge manis innen1 im Be u . E gebnisse eine explo a i en
Ve bleibs udie un e Ge manis ikalumnae de Uni e si ä Tampe e
Sa ianna Aho, Ju a Lankinen, Mee i Pekkola, Pekka Ran anen,
Ewald Reu e , S ephanie Sil an, Ka a iina Ylönen
Fakul ä ü Kommunika ionswissenscha en
Deu sche Sp ache und Kul u
Kansle in inne 1
FI-33104 Uni e si ä Tampe e
Tel.: +358-050-318 1241
E-Mail: [email p o ec ed]
Abs ac : In diesem Bei ag we den die zen alen E gebnisse eine im F ühjah 2016 du chge üh en Ve bleibs udie un e 36
Alumnae des Mas e p og amms Deu sche Sp ache und Kul u de Uni e si ä Tampe e o ges ell und e ö e . Nach de
Da s ellung des Fo schungsdesigns we den olgende Aspek e summa isch p äsen ie : a) S a is ik übe die on den Alumnae
e wo benen/ e wende en Sp achen, b) Meh sp achigkei in El e nhaus und Schule, c) Auslandsau en hal e, d) G ünde ü die
S udien ach-, S udieno - und Be u swahl, e) Meh sp achigkei im Be u sleben, ) hidden compe ences und g)
sp achenbezogene s uden ische Iden i ä sa bei . Ein Ausblick au die Rückkopplung de E gebnisse mi dem
S udienp og amm schließ den Bei ag ab.
This a icle epo s on he main indings o an alumni ace s udy ca ied ou in sp ing 2016 among 36 alumni o he mas e ’s
p og am o Ge man Language and Cul u e a he Uni e si y o Tampe e. A e a sho desc ip ion o he esea ch design, he
ollowing esul s a e commen ed upon b ie ly: a) s a is ics o he languages acqui ed/used by he alumni, b) mul ilingualism
a home and in school, c) pe iods spen ab oad, d) easons o choice o s udy ield, place o s udy and ca ee , e)
mul ilingualism in p o essional li e, ) hidden compe ences, and g) de elopmen o s uden s’ language based iden i ies. The
a icle inishes wi h an ou look on how he esul s may be linked back o he s udy p og am.
Schlagwö e : Meh sp achigkei , Ve bleibs udie, Deu sch in Finnland, S udium und Be u ; mul ilingualism, alumni ace
s udy, Ge man in Finland, s udies and ca ee
1. Ve bleibs udien als Elemen p o essionelle Alumnia bei
Im Zuge de Ha monisie ung des eu opäischen Hochschul aumes (= Bologna-P ozess) e wächs Hochschulen und
Uni e si ä en mi dem Au bau und de P lege on Alumni-Ne zwe ken eine neue Daue au gabe. Un e Ve weis au
Vo bilde in anglophonen Hochschul äumen sollen Alumni als We bebo scha e an ih e ehemaligen Hochschulen gebunden
we den und du ch Mund-zu-Mund-P opaganda ( i ales Ma ke ing) zum Image ans e bei agen, also zu S eige ung de
posi i en Sich ba kei ( isibili y) eine Hochschule und ih e S udiengänge. Diese Ma ke ings a egie zu olge we den
Alumni als po enzielle Sponso en, Gas e e en en und ein luss eiche En scheidungs äge gesehen, abe auch als po enzielle
Kunden, die Wei e bildungsangebo e nach agen ode Fo schung in Au ag geben. Gelei e wi d diese S a egie on de Idee
eine win-win-Si ua ion, in de Hochschulen und Uni e si ä en on ih en Alumni und Alumni als kün ige celeb i ies on de
Repu a ion ih e Hochschulen und Uni e si ä en p o i ie en. Gemäß diese Philosophie e mi eln Ve bleibs udien du ch
Be agungen on Alumni sich e ände nde An o de ungsp o ile de A bei swel , welche als Rich linien ü
Cu iculum e isionen he angezogen we den und dadu ch die Beschä igungs- ode A bei sma k ähigkei (employabili y)
kün ige Absol en en siche n sollen. In Finnland zeichne sich ab, dass die Alumnia bei nich meh dem Gu dünken
einzelne S udiengänge übe lassen bleib , sonde n du ch ek o a sges eue e Ra ionalisie ung s anda disie und
p o essionalisie wi d ( gl. Reu e 2016; Szu awi zki 2012). Vo diesem Hin e g und is es das Ziel de o liegenden
Ve bleibs udie, in einem e s en Zug i exempla isch zu e mi eln, welche konk e e Rolle Meh sp achigkei im Leben on
Tampe ense Ge manis ikalumnae spiel .
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Aho, Sa ianna; Lankinen, Ju a; Pekkola, Mee i; Ran anen, Pekka; Reu e , Ewald; Sil an, S ephanie & Ylönen, Ka a iina
(2017), Meh sp achige Ge manis innen im Be u . E gebnisse eine explo a i en Ve bleibs udie un e Ge manis ikalumnae
de Uni e si ä Tampe e. Zei sch i ü In e kul u ellen F emdsp achenun e ich 22: 2, 30-43. Ab u ba un e
h p:// ujou nals.ulb. u-da ms ad .de/index.php/zi /.
2. Bildungspoli ische Kon ex de o liegenden Ve bleibs udie
Solange die Faus egel gal , dass diejenigen, die eine F emdsp ache s udie en, au oma isch F emdsp achenleh e innen
we den, e lie die P lege eiwillige Alumnaekon ak e öllig unp oblema isch, denn an de Schni s elle on Schule und
Hochschule wa en E ah ungs- und Gedankenaus ausch unausweichlich. Doch diese P axis is mi sam den innischen
F emdsp achenphilologien in eine Exis enzk ise ge a en, welche du ch Rich ungswechsel in Schulsp achenpoli ik und
allgemeine Bildungspoli ik e u sach wu de. Un e dem D uck de EU-wei en Aus e i ä spoli ik e abschiede Finnland,
das sich o iziell als bilinguales Land mi den beiden Landessp achen Finnisch und Schwedisch e s eh , un e Bezug au das
Ba celona-P inzip de EU (= D eisp achigkei sp inzip, gl. K use 2012) insgeheim die Poli ik, in Schule und Hochschule
neben de Behe schung de beiden Landessp achen auch g ündliche Kenn nisse in wenigs ens zwei F emdsp achen zu
e langen. In den meis en innischen Gemeinscha sschulen wi d Englisch inzwischen als einzige P lich emdsp ache
angebo en, in de gymnasialen Obe s u e is de Sp achenkanon jedoch noch b ei ge äche . Im Einklang hie mi ha
Finnland auch in de Bildungspoli ik eine Keh wendung ollzogen und ziel nich länge au indi iduelle
Pe sönlichkei sbildung, sonde n au die Scha ung lexiblen Humankapi als. In Schule und Hochschule machen sich die
Folgen dieses Poli ikwechsels gegenwä ig als gnadenlose Ve d ängungswe bewe b beme kba . Sp achen wie Deu sch,
F anzösisch, Russisch ode Spanisch übe leben nu , wenn Leh e innen es scha en, den jeweils ge o de en Ou pu zu lie e n.
Geschieh dies nich , we den en sp echende Fäche an Schulen und Uni e si ä en abgescha ( gl. Reu e 2014; Ylönen
2012, 2014; Ylönen & Heimonen 2017; gl. auch Wa d 2012).
Aus Sich de sogenann en kleinen F emdsp achenphilologien in Finnland (z.B. Ge manis ik, Romanis ik, Slawis ik) wa
be ei s Mi e de 1990e Jah e absehba , dass Schul äche und S udiengänge zwa schleichend, abe sys ema isch un e D uck
gese z we den, weshalb man p oak i we den muss e, woll e man de Exis enzbed ohung en gegenwi ken. Ein Ums and, de
ein solches Un e angen an de Uni e si ä Tampe e e leich e e und sich in Anlage und E gebnis de nach olgend
da ges ell en Ve bleibs udie spiegel , bezieh sich au das en scheidende Alleins ellungsme kmal de Uni e si ä Tampe e
un e den innischen Hochschulen: die eie Neben achwahl. S udie enden mi eine Sp ache als Haup ach s eh es olglich
ei, ande e Fäche wie Kommunika ionswissenscha en, in e na ionale Poli ik, Be iebswi scha sleh e ode Ma ke ing im
Neben ach zu s udie en, und umgekeh können S udie ende ande e Haup äche Sp achen im Neben ach belegen.
Im Sinne de e wähn en P oak i i ä wu de an de Uni e si ä Tampe e die Chance de eien Neben achwahl genu z , um
Ge manis ikabsol en innen auch auße schulische Be u smöglichkei en zu e schließen. Im Rückg i au z.B.
be iebswi scha swissenscha liches Vo wissen wu den neue Koope a ions o men mi Un e nehmen und ö en lichen
Ein ich ungen e p ob und sukzessi e neua ige Ve mi lungskonzep e e a bei e , welche in de in e na ionalen Ge manis ik
geziel zu Diskussion ges ell wu den ( gl. z.B. die Bei äge in Reu e & Pii ulainen 2003 und in Hess-Lü ich, Colliande &
Reu e 2009). In Fo schung und Leh e wu de induk i ein in e disziplinä es Vo gehen en wickel , das die In eg a ion on
ge manis ischem Fachwissen und dem Fachwissen benachba e Disziplinen wie Wi scha s- und
Kommunika ionswissenscha en e laub . Sei Ende de 1990e Jah e is es Tampe ense Ge manis iks uden innen dahe
möglich, Quali ika ionsa bei en nich meh nu in Koope a ion mi Schulen, sonde n auch mi Un e nehmen und ande en
O ganisa ionen anzu e igen. Bedingung is , dass die A bei en sowohl wissenscha lichen als auch p ak ischen
E kenn nisgewinn e zielen ( gl. Reu e 2007).
3. Fo schungsdesign
3.1. Hochschuldidak ische Ziele
Im Anschluss an eine Tampe ense Vo gänge s udie (Bodmann, Hakanen, Köhle , Reu e & Salo 2013) wu de die
Ve bleibs udie im F ühjah 2016 als Leh o schungsp ojek im Mas e p og amm Deu sche Sp ache und Kul u de
Uni e si ä Tampe e geplan , du chge üh und ausgewe e . Konk e bedeu e e dies, dass die be eilig en S uden innen on
de En wicklung de Fo schungs agen übe die Du ch üh ung de S udie bis zu ö en lichen P äsen a ion de E gebnisse
alle Phasen on Fo schung du chlie en und dadu ch be ei s wäh end des S udiums eigene P o essionalisie ungse ah ungen
machen konn en. Fe ne s eh es den S uden innen ei, die ö en lichen Au i e2 und die o liegende Publika ion in ih e CV
au zunehmen (z.B. bei LinkedIn), abe auch, die S udie zu Mas e a bei en auszubauen. Wei e e Ziele, übe die wei e un en
be ich e wi d, be e en die Rückkopplung de E gebnisse mi Cu iculum und Kommunika ionspoli ik des
S udienp og ammes.
3.2. Fo schungs agen
Nachdem ein E gebnis de e wähn en Vo gänge s udie besag e, dass man in de Ge manis ik e s ä k „ein- und
meh sp achige A bei skommunika ion e o schen le nen“ können soll e (Bodmann e al. 2013: 57), en s and die Idee, die
Rolle de Meh sp achigkei im Leben on Ge manis ikalumnae nähe zu un e suchen. Am Beispiel Tampe ense Alumnae
soll en olgende Fo schungs agen bean wo e we den:
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Aho, Sa ianna; Lankinen, Ju a; Pekkola, Mee i; Ran anen, Pekka; Reu e , Ewald; Sil an, S ephanie & Ylönen, Ka a iina
(2017), Meh sp achige Ge manis innen im Be u . E gebnisse eine explo a i en Ve bleibs udie un e Ge manis ikalumnae
de Uni e si ä Tampe e. Zei sch i ü In e kul u ellen F emdsp achenun e ich 22: 2, 30-43. Ab u ba un e
h p:// ujou nals.ulb. u-da ms ad .de/index.php/zi /.
- Wie sieh das sp achenbiog aphische P o il on Ge manis ikalumnae aus?
- Welche E ah ungen mi Meh sp achigkei haben Alumnae in Kindhei , Schule, S udium, Be u und F eizei
gemach ?
- Welche Rolle spiel Meh sp achigkei in de heu igen A bei swel de Alumnae?
- Welche Rückschlüsse e geben sich aus den Fo schungse gebnissen ü eine mögliche Leh plan e ision?
3.3. S and de Fo schung
Die Rolle on Meh sp achigkei und Mul ikul u ali ä in de innischen Gesellscha wi d on un e schiedlichs en Disziplinen
un e such , die hie nich alle e wähn we den können. Aus DaF-Pe spek i e is zunächs es zuhal en, dass die P axis des
innischen F emdsp achenun e ich s sei jehe sowohl in emdsp achenphilologischen Quali ika ionsa bei en als auch in
emdsp achenphilologische Beglei o schung un e such wi d, was die in diesem Be ich zi ie e Li e a u pa s p o o o
beleg . Im Rahmen de einphasigen Leh e ausbildung lieg es p ak isch au de Hand, dass sich Absol en innen in ih en
Quali ika ionsa bei en mi Aspek en des DaF-Un e ich s beschä igen und mi un e E gebnisse auch in Tempus, de
Zei sch i des Finnischen F emdsp achenleh e e bandes (SUKOL), e ö en lichen. Neu is hingegen, dass die Vo s ellung,
man müsse F emdsp achen jeweils öllig isolie oneinande e le nen, au gegeben und du ch meh sp achendidak ische
Vo s ellungen e se z wi d (z.B. Luoma 2012; Vidg en 2010). Dabei wi d auch de ak uellen innischen Schulsp achenpoli ik
und ih en Folgen e s ä k Au me ksamkei geschenk (z.B. Helenius 2011; Koskela & Helminen 2012; Helminen & Koskela
2013). Wei e is es zuhal en, dass auch die E o schung nich schulische meh sp achige A bei skommunika ion in
wi scha snahen Be u en e ablie is . Neben landeswei en und egionalspezi ischen Beda sanalysen (z.B. Bodmann e al.
2013; B eckle & Rinne 2016; G asz & Schlabach 2011; Kan anen 2011; Reu e & Minkkinen 2003) we den sowohl
equen e be u liche Tex - und Gesp ächsso en und die be u liche Nu zung neue Medien als auch das Übe se zen on
Fach ex en un e such (z.B. Minkkinen 2006 sowie en sp echende Bei äge in Bonne & Reu e 2011 und in Hy ä inen,
Rich e -Vapaa alo & Ros ila 2014; Lind oos 2015).
Deu lich wenige un e such we den dagegen das subjek i e E leben und die subjek i e Bedeu ung on Meh sp achigkei
und Mul ikul u ali ä . Diesbezüglich in e essan is eine biog aphieanaly ische S udie, die am Beispiel on 16 innischen
Mig an innen, die on den 1970e bis in die1990e Jah e nach Deu schland auswande en, nachweis , dass weibliches
„Begeh en“ des Ausländischen und F emden be ei s in de Kindhei e wachen kann. Folglich kann weibliche
Selbs bes immung da in bes ehen, sich du ch schulischen E we b eine F emdsp ache wie Deu sch und anschließende
Mig a ion aus de e leb en Enge on El e nhaus ode lokale und na ionale Gesellscha zu be eien. Zugleich e weis de
in e gene a ionelle Ve gleich, dass innische F auen, die heu e nach Deu schland mig ie en, nich meh wie ühe au ein
Haus auendasein eduzie we den, sonde n auch zu Ka ie e auen au s eigen und in Deu schland mul ilingual-
mul ikul u elle Viel al in Be u und F eizei gleichbe ech ig ges al en und genießen können ( gl. Ruokonen-Engle 2012).
Au e gleichba e Weise demons ie eine wei e e S udie, wie schöp e isch an de Uni e si ä Mainz-Ge me sheim
ausgebilde e innische Übe se ze innen und Dolme sche innen Familie und Be u e einba en, indem sie im Ka ie e e lau
lexibel zwischen Lohna bei , F eelance ä igkei und Un e nehme um wechseln und bei Beda zwischen He kun s- und
Gas land pendeln ( gl. Takanen-Kö pe ich 2008). Die Be ücksich igung solch sel ene S udien is wich ig, da die E ah ung
leh , dass S udienlandwechsel z.B. on Finnland ins deu schsp achige Ausland und aus dem deu schsp achigen Ausland
nach Finnland an den jeweiligen He kun suni e si ä en leich als Ve lus du ch S udienabb uch egis ie we den, obwohl
dies de Sache nach nich s imm : Die G undlagen ü den e olg eichen S udienlandwechsel wu den an den
He kun suni e si ä en geleg .
Aus de Gegenpe spek i e zeigen be ei s s uden ische In e iews mi Mig an innen aus dem deu schen Sp ach aum, dass
man in Finnland ohne solide Finnischkenn nisse in Wo und Sch i kaum be u lich Ka ie e machen kann ( gl. Hiekkalah i,
Koskela, Linds öm, Luoma, Nislin, O aska, Veikkola & Reu e 2007). Aus ande en In e iews geh wei e he o , dass
deu sche F auen bewuss au eine Ka ie e im Heima land e zich en ode diese soga au geben, um du ch Mig a ion nach
Finnland ein öllig ande es Leben nach eigenen Vo s ellungen üh en zu können, wobei de Umgang mi Meh sp achigkei
s e s eine zen ale Rolle spiel ( gl. Schi mann & Rich e -Vapaa alo 2014)3. Selbs wenn innische A bei gebe quali izie e
ausländische A bei sk ä e gewinnen und zei weise in den A bei sall ag in eg ie en, s ell sich ih länge is ige Ve bleib in
Finnland als p oblema isch he aus. In eine ka ie ebezogenen Su ey-S udie weisen Raunio & Fo sande (2009) am Beispiel
ausländische ICT- und Biowiss-Expe en nämlich nach, dass ausländische Expa ia en nu dann länge in Finnland
e weilen, wenn sie ein siche es und s abiles Kleins ad leben schä zen und ih e Lebensge äh innen eine be u liche
Daue beschä igung inden. Im Gegenzug be ich en innische expa s wiede um, dass sie im Ausland mi un e einen seh
k i ischen Blick au das en wickeln, was man sich in Finnland selbs lobend übe die innische A bei skul u und das
Ve häl nis on Finnen zu A bei e zähl ( gl. Kolehmainen 2008).
Die Du chsich de ele an en Fo schungsli e a u e gib , dass die DaF-disziplinä e Wah nehmung on Meh sp achigkei und
Mul ikul u ali ä bislang seh s a k on den E o de nissen de Un e ich sp axis in Schule und Hochschule gep äg is .
Fe ne deu e sich an, dass Meh sp achigkei sdidak ik und Gesam sp achencu icula neua ige He aus o de ungen an Schule,
Leh ende und Le nende s ellen ( gl. Allgäue -Hackl, B ogan, Henning, Hu eisen & Schlabach 2015; Linde oos 2016). Aus
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Aho, Sa ianna; Lankinen, Ju a; Pekkola, Mee i; Ran anen, Pekka; Reu e , Ewald; Sil an, S ephanie & Ylönen, Ka a iina
(2017), Meh sp achige Ge manis innen im Be u . E gebnisse eine explo a i en Ve bleibs udie un e Ge manis ikalumnae
de Uni e si ä Tampe e. Zei sch i ü In e kul u ellen F emdsp achenun e ich 22: 2, 30-43. Ab u ba un e
h p:// ujou nals.ulb. u-da ms ad .de/index.php/zi /.
DaF-Sich is jedoch auch zu kons a ie en, dass Einblicke in die auße schulische subjek i e Wah nehmung on
Meh sp achigkei und Mul ikul u ali ä ein Fo schungsdeside a da s ellen. Ve bleibs udien können dazu bei agen, diese
Lücke zu schließen.
4. Da ene hebung und Inhal sanalyse
Aus de Ta sache, dass an innischen Hochschulen und Uni e si ä en die Alumnia bei e s p o essionalisie wi d, olg , dass
p o essionelle Ve bleibs udien e s e p ob und ausgebau we den. Übe die uni e si ä en Ka ie ezen en ( gl. Uni e si ä
Tampe e 2017) sind be ei s wich ige, jedoch nich imme ak uelle Kennzi e n e häl lich. In Tampe e belegen en sp echende
Angaben ü den Zei aum 2000-2008, dass 1 Jah nach S udienabschluss und 50 % de Absol en innen des
Mas e p og amms Deu sche Sp ache und Kul u im Schulbe eich und und 50 % in de Wi scha ode in wi scha snahen
Be u en be is e ode unbe is e beschä ig wa en. Lau Um age gaben zudem 90 % an, dass ih S udium öllig ode doch
g oßen eils dem be u lichen Ansp uchsni eau en sp ach ( gl. Uni e si ä Tampe e 2012). Diese Zahlen sind eilweise
e al e , da es in olge de oben besch iebenen Schulsp achenpoli ik inzwischen a bei slose Deu schleh e innen gib .
Bezüglich des aue we denden Schulall ags beleg eine ak uelle S udie, dass es anges ell e Leh e innen be is e anges ell e
DaF-Be u san änge innen inzwischen nich meh au die gewohn ü so gliche A und Weise be euen und ins Kollegium
in eg ie en, sonde n sie sich o selbs übe lassen ( gl. Veijanen 2013).
Vo dem Hin e g und diese Auskün e wu den im Zei aum Janua bis Ap il 2016 insgesam 36 Ge manis ikalumnae de
Uni e si ä Tampe e im Rückg i au halbs uk u ie e sp achenbiog aphische In e iews be ag . Konk e bedeu e e dies,
dass die Be ag en zunächs die Gelegenhei e hiel en, die E ah ungen, die sie in ih em gesam en Leben mi
Meh sp achigkei mach en und machen, e zähle isch da zus ellen ( gl. Lucius-Hoene & Deppe mann 2002). Meis am Ende
solche Da s ellungen wu den bei Beda p äzisie ende Nach agen ges ell . Die Ansch i en de Alumnae wu den eils übe
die Alumnilis e de Uni e si ä Tampe e ( gl. Uni e si ä Tampe e 2017), eils du ch die Ve asse namen on im In e ne
zugänglichen Mas e a bei en übe Facebook und eils du ch eigene Kon ak e, also im sogenann en Schneeball e ah en,
e mi el . Von den 36 Alumnae de Gebu sjah gänge 1964-1992 wa en 31 weiblich und 5 männlich. 3 Be ag e ha en
Deu sch im Neben ach s udie , 5 Pe sonen das Haup ach gewechsel ode das S udium abgeb ochen. 16 Be ag e wa en als
Leh e innen ä ig, 15 Pe sonen gingen ande en Beschä igungen nach. Un e den Be ag en be anden sich 3 Mig an innen aus
dem deu schen Sp ach aum. Die In e iews wu den au Deu sch ode Finnisch ge üh und digi al gespeiche . Die
Gesam daue beläu sich au 25,6 S unden Tonma e ial, was eine du chschni liche In e iewdaue on und 43 Min.
ausmach .
Im Zuge eine ansa zweisen quali a i en Inhal sanalyse ( gl. Hi sjä i & Hu me 2008; May ing 2015) wu den on den
einzelnen In e iews zunächs hema isch geo dne e Ve lau sp o okolle e s ell . In einem zwei en Sch i wu den die
hema ischen O dnungen de Gesp äche mi einande e glichen, um Thema isie ungsmus e und die dami e bundenen
Rele anzsys eme au zudecken. Es geh bei de Analyse de In e iews also s e s da um, Ka ego ien aus dem Ma e ial zu
en wickeln.
5. E gebnisse
Im o liegenden Be ich we den die zen alen E gebnisse de quali a i en Inhal sanalyse summa isch da ges ell und nich
du ch ansk ibie e Auszüge aus dem um ang eichen In e iewma e ial beleg . Fe ne we den die E gebnisse diese
Ve bleibs udie o allem im Rückbezug au E gebnisse einschlägige Tampe ense Mas e a bei en4 kommen ie .
5.1. S a is ische Resul a e
Aus Abb. 1 geh das Lokalkolo i de du chge üh en Ve bleibs udie inso e n he o , als nu eine Be ag e Schwedisch als
Mu e sp ache angib . An Uni e si ä en in den dominan schwedischsp achigen Landes eilen Finnlands (z.B. Åbo, Vasa)
dü en en sp echende Zahlen ande s aus allen. Die S a is ik deu e auch nu indi ek an, dass Be ag e mi Finnisch als
Mu e sp ache mi un e aus bina ionalen Familien s ammen und Deu sch gleichsam als Zwei sp ache e wo ben haben.
Ähnliches gil ü solche Be ag e, die wäh end ih e Kindhei im Rahmen on Auslandseinsä zen ih e El e n im deu schen
Sp ach aum Deu sch e wa ben. Fe ne äll au , dass die be ag en Alumnae bis au Rumänisch und Russisch o enba in
keine lei Kon ak kamen mi den Sp achen heu ige Immig an innen wie A ghanisch, A abisch ode Somali ( gl. La omaa
2012), die sei Finnlands EU-Bei i im Jah e 1995 zunehmend häu ige zu hö en sind. Ansons en bes ä ig Abb. 1 den
sp achenbiog aphischen No mal e lau on S udie enden de F emdsp achenphilologien: Das In e esse an eine bes imm en
F emdsp ache e wach spä es ens in de Schule und wi d du ch die gesam e Schul- und S udienzei hindu ch bis ins
Be u sleben au ech e hal en. Deu lich ablesba is auch die Anglophonisie ung des Be u slebens, was im Falle de
Leh e innen bedeu e , dass sie o meh Englisch als Deu sch un e ich en, obwohl sie Englisch „nu “ im Neben ach s udie
haben.
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Aho, Sa ianna; Lankinen, Ju a; Pekkola, Mee i; Ran anen, Pekka; Reu e , Ewald; Sil an, S ephanie & Ylönen, Ka a iina
(2017), Meh sp achige Ge manis innen im Be u . E gebnisse eine explo a i en Ve bleibs udie un e Ge manis ikalumnae
de Uni e si ä Tampe e. Zei sch i ü In e kul u ellen F emdsp achenun e ich 22: 2, 30-43. Ab u ba un e
h p:// ujou nals.ulb. u-da ms ad .de/index.php/zi /.
Abb. 1: S a is ik übe die on den Alumni e wo benen/ e wende en Sp achen
5.2. Meh sp achigkei in El e nhaus und Schule
Alumnae, die o nehmlich in Tampe e und Umgebung au wuchsen, können sich nich da an e inne n, in ih e ühen
Kindhei Kon ak e mi emden Sp achen gehab zu haben. Es wi d zwa e mu e , dass man als Kind zwangsläu ig
Nach ich en au Finnisch und au Schwedisch ha hö en müssen, doch keine de Be ag en is in E inne ung geblieben, dass
sie die un e s ändliche Sp ache bewuss wah genommen hä e. In de Kommunika ion mi Bekann en und Ve wand en, die
beispielsweise nach Schweden ode in ande e Lände ausgewande sind, wu de und wi d am Tele on ode neue dings auch
pe Skype Finnisch e wende . Eine bewuss e Wah nehmung ande e Sp achen als des Finnischen e olg e in de Kindhei in
de Regel nu du ch Reisen in die dominan schwedischsp achigen Landes eile ode nach Schweden. Obwohl es auch in
Tampe e eine schwedischsp achige Minde hei , einen schwedischen Kinde ga en, eine schwedische Schule und schwedische
Go esdiens e gib ( gl. Lönn o h 2009), kamen die Be ag en als Kinde de innischen Meh hei sgesellscha in Tampe e
nu sel en mi dem Schwedischen in Kon ak . E wähn wi d dagegen, dass man sei ühes e Kindhei du ch Kon ak e zu
innischen Ve wand en und Bekann en im deu schen Sp ach aum ode in den USA Deu sch und Englisch hö en konn e.
Spä es ens mi dem Ein i in die Schule ände sich die Wah nehmung on Meh sp achigkei . Im Zuge de o schon
o schulischen Alphabe isie ung wi d de Sinn ü emdsp achige Phänomene geweck und geschä , wobei an angs die
Rezep ion dominie . E s ens wi d als he aus agendes Beispiel e wähn , dass Kinde üh mi de Ta sache Bekann scha
machen, dass ausländische Fe nsehsendungen in Finnland nich wie ande swo synch onisie , sonde n nu un e i el we den.
Hie in sehen jünge e Be ag e auch einen G und ü das gu e Abschneiden Finnlands bei den Leseleis ungen in PISA-Tes s:
Von klein au is man mo i ie , lesen zu le nen, dami man e nsehen kann. Ein zwei e meh sp achige Ums and, mi dem
alle Schüle innen üh kon on ie we den, is das e p lich ende E le nen de zwei en Landessp ache, was in den
innischsp achigen Landes eilen o als „Zwangsschwedisch“ ( inn. pakko uo si) e sch ien is . D i ens wi d e wähn , dass
das Aneignen englischsp achige Ausd ücke be ei s zu Bildung o pube ä e Geschlech e iden i ä en gehö . Äl e e
be ich en, dass es be ei s ühe so wa , dass man, wenn man dazugehö en und „cool“ sein woll e, „englischsp achige
B ocken“ behe schen muss e. Heu e sei Englisch die Sp ache de sozialen Medien und de Digi alisie ung im Allgemeinen;
manche zi ie en auch die Au assung, lau de Englisch die „heimliche Landessp ache“ Finnlands is . Im Rückblick wi d die
eigene ühe auße schulische p oduk i e Meh sp achigkei als ehe ge ing eingeschä z , da man höchs ens au Auslands eisen
Gelegenhei gehab hä e, emde Sp achen in ech en Begegnungssi ua ionen zu hö en und zu sp echen. Ve mi el du ch die
englischsp achig dominie e Jugend- und Medienkul u wu de im Lau e de Schulka ie e meh hei lich allein das Englische
zu eine uch ba en Schni s elle zwischen Schule und F eizei : Den meis en Be ag en wu de i gendwann bewuss , dass sie
Englisch einmal meh ode wenige glänzend behe schen können soll en ode woll en. Mögliche Zielkon lik e zwischen
Sollen und Wollen wu den nich nähe e ö e .
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Mu e sp ache Kindhei Schule S udium Be u
Achsen i el
Ande e Sp achen: Russisch, Spanisch, F anzösisch, Holländisch, I alienisch, Japanisch,
Rumänisch, Polnisch, A ikaans, Es nisch, La ein, Po ugiesisch
Finnisch
Englisch
Deu sch
Schwedisch
Ande e Sp achen

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Aho, Sa ianna; Lankinen, Ju a; Pekkola, Mee i; Ran anen, Pekka; Reu e , Ewald; Sil an, S ephanie & Ylönen, Ka a iina
(2017), Meh sp achige Ge manis innen im Be u . E gebnisse eine explo a i en Ve bleibs udie un e Ge manis ikalumnae
de Uni e si ä Tampe e. Zei sch i ü In e kul u ellen F emdsp achenun e ich 22: 2, 30-43. Ab u ba un e
h p:// ujou nals.ulb. u-da ms ad .de/index.php/zi /.
Bezüglich de schulischen Sp achenwahl geben die Be ag en an, dass sie on den ei wählba en Sp achen, die in de Schule
angebo en wu den, die F emdsp ache Deu sch allein und selbs e an wo lich ausgewähl hä en. Bei de
En scheidungs indung hal en in e s e Linie jedoch El e n, Geschwis e und F eunde. O wi d e wähn , dass in de Familie
auch die kleine Schwes e ode de kleine B ude Deu sch als Wahlp lich ach nahm, wenn die äl e e Schwes e gu e
E ah ungen im Deu schun e ich gemach ha e und ih en jünge en Geschwis e n bei den Hausau gaben und
P ü ungs o be ei ungen hel en konn e. Eine ebenso wich ige Rolle spielen Schulkame adinnen. Wenn die bes en
F eundinnen Deu sch wählen, dann wähl man selbs auch Deu sch. Da übe hinaus spiel de Ru de
F emdsp achenleh e innen eine kaum zu un e schä zende Rolle bei de Sp achenwahl. Wie inzwischen auch eine ak uelle
S udie ( gl. Koskela & Helminen 2012) beleg , wählen Schüle innen Deu sch ge n als wei e e F emdsp ache, wenn sie mi
de kün igen Deu schleh e in be ei s als Schwedisch- ode Englischleh e in gu e E ah ungen gemach haben. Im E gebnis
kann dies dazu üh en, dass Schulen sich den Ru eine Schule mi exzellen em Sp achenun e ich e we ben, weshalb es
Schüle innen imme häu ige do hin zieh . Im Rahmen de schulischen Ganz agsbe euung spiel auch das clubpädagogische
Nachmi agsangebo eine wich ige Rolle. We Deu sch in in o melle Umgebung au spiele ische A und Weise kennen
le n , endie dazu, Deu sch auch als Schul ach zu wählen und beizubehal en ( gl. He ell 2015). Im Zusammenhang mi de
schulischen F emdsp achenwahl weisen die Be ag en auch au einen Zielkon lik hin, de da in bes and und bes eh zu
en scheiden, ob man eine ode zwei Sp achen g ündlich ode d ei ode ie Sp achen nu in den An ängen e le nen will.
Als Fazi is es zuhal en, dass die be ag en Ge manis ikalumnae de Gebu sjah gänge 1964-1992 wäh end ih e p imä en
und sekundä en Sozialisa ion d ei zen ale Dimensionen on Meh sp achigkei kennen le n en, nämlich e s ens
„gesellscha liche Meh sp achigkei “ in den meh sp achigen ö en lichen Medien des o iziell zweisp achigen Finnland,
zwei ens „ins i u ionelle Meh sp achigkei “ in Schule und Behö de und d i ens „indi iduelle Meh sp achigkei “ in Familie
und F eizei (Riehl 2014: 11-17, s. auch Busch 2013: 13-79). Kün ige Ve bleibs udien müssen e weisen, inwie e n sich die
inhal liche Füllung diese d ei Dimensionen in olge de mi dem EU-Bei i Finnlands e bundenen Einwande ungs- und
Flüch lingspoli ik ände .
5.3. Auslandsau en hal e
Vo S udienbeginn haben 32 de 36 Be ag en eine länge e Zei im Ausland e b ach , da on 27 im deu schen Sp ach aum.
Bei diesen Au en hal en handel e es sich um Schüle innenaus auschp ojek e, P i a eisen ode Au-pai -Jobs. Wäh end des
S udiums nahmen el de 36 Be ag en an einem S udie endenaus ausch (= E asmus) eil, da on 8 an eine deu schsp achigen
Uni e si ä . 16 Be ag e absol ie en wäh end des S udiums en wede das obliga o ische Sp achp ak ikum (Mindes daue :
d ei Mona e) ode einen Fe ienjob (Regeldaue : 3-4 Mona e) in einem de Zielsp achenlände . Sieben Be ag e e b ach en
insgesam wenige als sechs Mona e bzw. übe haup keine Zei im deu schen Sp ach aum. Nu wenige Be ag e gaben
sowohl einen S udienau en hal als auch einen Fe ienjob im Zielsp achen aum an.
E s au geziel e Nach age leg en die Be ag en den genaue en Sinn und Zweck ih e Auslandsau en hal e o en. Au s Ganze
be ach e zeichnen sich dabei ie Tendenzen ab:
a) Alumnae, die be ei s o ode spä es ens wäh end des S udiums wuss en, dass sie als Deu schleh e innen a bei en woll en,
geben an, du ch einen länge en Au en hal im Zielsp achen aum in e s e Linie ih e Kenn nisse des All agsdeu schen
e besse n zu wollen. Dies s eh im Einklang mi de in meh e en Tampe ense Mas e a bei en e mi el en Übe zeugung on
Deu schleh e innen, dass seh gu e Deu schkenn nisse im Klassen aum eine „na ü liche Au o i ä “ e leihen: We das
gesam e Un e ich sgeschehen spielend au Deu sch ges al en kann, gewinn den nachhal igen Respek de Schüle innen.
Diese Übe zeugung gil als de zen ale G und da ü , dass das E le nen de (deu schen) Wissenscha ssp ache un e
Leh am ss udie enden nich imme seh belieb is und mi un e soga als kon ap oduk i ü das Leh am ss udium
angesehen wi d ( gl. z.B. Luoma 2016).
b) Die meis en Leh e innen un e den be ag en Alumnae geben an, dass sie wegen de aus ih e Sich unkla en Rele anz on
Wissenscha ü den Leh be u au ein Aus auschs udium an eine deu schsp achigen Uni e si ä e zich e en. Die Zwänge
de Regels udienzei e leich e n eine solche En scheidung.
c) Alumnae, die sich o ode wäh end des S udiums ü auße schulische be u liche Tä igkei en en schieden ha en, wähl en
Auslandsau en hal e und Aus auschs udien geziel ü die eigene be u liche P o ilbildung aus. Solche Alumnae geben an,
dass sie sowohl die All ags- als auch die e wissenscha lich e Be u ssp ache e le nen woll en und auch kün ig
au ech e hal en wollen.
d) Nu e einzel wi d e wähn , dass das S udium selbs zweckha ohne konk e es Be u sziel abgeschlossen wu de. Deshalb
we den Auslandsau en hal e wäh end des S udiums nu noch sel en als Bildungs eise im adi ionellen Sinn ange e en.
Insbesonde e die Einschä zungen de Auslandsau en hal e deu en inso e n einen g a ie enden Funk ionswandel des
akademischen S udiums an, als die Meh hei de Alumnae das S udium in e s e Linie als be u squali izie end ansah, was
zumindes bis in die jüngs e Ve gangenhei hinein mi dem Konzep on „Bildung du ch Wissenscha “ konku ie e, das im
deu schen Sp ach aum mi dem Namen Humbold und in Finnland mi dem Namen Snellman e bunden is . Un e „Bildung
du ch Wissenscha “ wi d gemeinhin e s anden, dass man sich gleichsam in klös e liche Abgeschiedenhei in
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Aho, Sa ianna; Lankinen, Ju a; Pekkola, Mee i; Ran anen, Pekka; Reu e , Ewald; Sil an, S ephanie & Ylönen, Ka a iina
(2017), Meh sp achige Ge manis innen im Be u . E gebnisse eine explo a i en Ve bleibs udie un e Ge manis ikalumnae
de Uni e si ä Tampe e. Zei sch i ü In e kul u ellen F emdsp achenun e ich 22: 2, 30-43. Ab u ba un e
h p:// ujou nals.ulb. u-da ms ad .de/index.php/zi /.
E kenn nis agen e senk , ohne sich um de en mögliche Be u s ele anz ode Ve we ba kei zu sche en ( gl. Schelsky
1960: 18, 23, 25; gl. on Humbold 1810/1971; Snellman 1840; gl. Teno h 2017). Den Alumnae zu olge s udie man
heu e dagegen umso ziel üh ende , je ühe man sich im S udium ü bes imm e Be u s elde en scheide und sich
demen sp echend in S udium und F eizei auch eigenini ia i p o ilie . Diesbezüglich is in Finnland inzwischen allgemein
bekann , dass S udiengänge mangels Auskun übe ih e P axis- ode Be u s ele anz in die K ise ge a en, was man
gegenwä ig seh gu am Beispiel de Geis eswissenscha en, insbesonde e am Rückgang li e a u wissenscha liche
S udienan eile in den F emdsp achenphilologien, e olgen kann ( gl. die Bei äge in Me e oja, Isomaa, Lyy ikäinen &
Malmio 2015). Hinsich lich des Leh am ss udiums s ehen zus ändiges Minis e ium und Uni e si ä en au de einen Sei e und
die Leh e scha au de ande en Sei e o enba o einem gewal igen Kommunika ionsp oblem: Wäh end o izielle
Ve lau ba ungen das e wissenscha lich e Leh am ss udium imme wiede als en scheidenden Fak o ü die PISA-E olge
he auss eichen ( gl. Sahlbe g 2011), ücken die be ag en Leh e innen dagegen die geduldige bodens ändige Sp acha bei
im Klassen aum in den Vo de g und ( gl. Ke s an 2017; Reu e 2014). Jeden alls geh aus den Aussagen de be ag en
Leh e innen he o , dass auch die p ak ische Leh e ausbildung die Klu zwischen Wissenscha und Un e ich sp axis
deshalb nich zu übe b ücken e mag, weil sie allzu o wegen wel emde Theo ielas igkei die Hek ik, Wide sp üchlichkei
und Kon lik äch igkei des heu igen Schulall ags übe sieh .
5.4. G ünde ü die S udien ach-, S udieno - und Be u swahl
Die G ünde ü die Au nahme eines Ge manis iks udiums sind iel äl ig. Wäh end iele schon wäh end de Schulzei
wuss en, dass sie Deu sch und ande e F emdsp achen s udie en woll en, hä en einige ge n auch ande e S udien äche
gewähl , schei e en abe in den en sp echenden Au nahmep ü ungen. S udien achwechsle innen geben an, dass sie wäh end
des S udiums du ch en sp echende Vo leis ungen ein ande es Fach zum Haup ach machen konn en und Ge manis ik danach
im Neben ach s udie en.
Von den 36 Be ag en absol ie en 15 Alumnae die Leh e ausbildung und 19 Alumnae s udie en eine wei e e F emdsp ache.
Die d ei meis genann en Neben äche de be ag en Leh e innen wa en Schwedisch, Englisch und Psychologie. Die d ei
meis genann en Neben äche de Nich -Leh e innen wa en Be iebswi scha sleh e, Tou ismus und
Kommunika ionswissenscha en.
Die A ak i i ä on S ad und Uni e si ä Tampe e spiel e eine en scheidende Rolle bei de S udieno wahl. E wähn wi d,
dass Tampe e zwa „wei genug om eigenen El e nhaus“ en e n wa , dass man abe o z Wegzug om Heima o den
Kon ak zu El e n und o allem zu F eundinnen nich abb echen muss e. Auch die Ta sache, dass die S ad Tampe e wegen
e gleichsweise p eiswe en Diens leis ungen als besonde s s udie enden- und amilien eundlich gil , wi d häu ig als
gewich iges K i e ium genann . Da übe hinaus gil Tampe e adi ionell als eine emdsp achen eundliche S ad , die
inzwischen auch als einzige innische Kommune eine eigene Sp achens a egie lancie und explizi emp iehl , in den
Schulen eine ande e Sp ache als Englisch als e s e F emdsp ache zu wählen.
Die oben (s. Kap. 2) be ei s e wähn e „ eie Neben achwahl“ mach lau den Alumnae die besonde e A ak i i ä de
Uni e si ä und ih e Leh angebo e aus. Hinsich lich de Tampe ense Ge manis ik wi d o allem de S udienschwe punk
„In e kul u elle Wi scha skommunika ion“ genann , de auch S udieno wechsle innen dazu bewog, ih en S udieno aus
dem In- ode Ausland nach Tampe e zu e legen. Meh ach e wähnen Alumnae, dass sie e s im Zusammenhang mi diesem
S udienschwe punk e ah en hä en, dass man nich au oma isch Deu schleh e in we den müsse, wenn man Ge manis ik
s udie e. Manche bekunden soga , dass sich ih e gesam e Lebens- und Be u spe spek i e du ch die Teilnahme am
Schwe punk „In e kul u elle Wi scha skommunika ion“ geände hä e. So habe man beispielsweise gele n , die eigenen
Somme jobs wissenscha lich zu e lek ie en ode in Mas e a bei en undie e An wo en au P obleme des eigenen
A bei slebens zu suchen und zu inden.
E wähnenswe is schließlich, dass das gesam e S udium meh sp achig e läu . In den F emdsp achenphilologien dominie
zwa die Zielsp ache als Un e ich ssp ache, daneben gib es abe auch imme häu ige englischsp achige Ve ans al ungen in
benachba en S udien äche n. F emdsp achenphilologische Mas e a bei en we den in de Zielsp ache abge ass . In
ge manis ischen Mas e a bei en de Uni e si ä Tampe e we den am häu igs en deu sche, englische, innische und
schwedische Quellen zi ie . In Sp ach- und Be u sp ak ika he schen Deu sch, Finnisch und Englisch als Ve keh s- bzw.
A bei ssp achen o .
5.5. Meh sp achigkei im Be u sleben
Die Ge manis ikalumnae üb en zum Zei punk de Be agung eine Leh ä igkei aus ode wa en im Handels- und
Diens leis ungsbe eich ä ig. Die oben (s. Kap. 2) e wähn e Schulsp achenpoli ik e schwe es Leh e innen zunehmend, eine
Fes ans ellung zu inden. Zudem beklagen sie, dass sie imme häu ige ausschließlich Englisch ode Schwedisch un e ich en
müss en, obwohl sie Deu sch im Haup ach s udie hä en. Die Meh hei de Nich -Leh e innen gib an, dass sie an
meh sp achigen A bei splä zen ä ig sind, an denen wechselnd Englisch ode Finnisch dominie e, Deu sch abe dennoch
wich ig sei. G i ig wi d dies on einzelnen Be ag en wie olg au den Punk geb ach : „Deu sche Fi men e kau en ge n
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Aho, Sa ianna; Lankinen, Ju a; Pekkola, Mee i; Ran anen, Pekka; Reu e , Ewald; Sil an, S ephanie & Ylönen, Ka a iina
(2017), Meh sp achige Ge manis innen im Be u . E gebnisse eine explo a i en Ve bleibs udie un e Ge manis ikalumnae
de Uni e si ä Tampe e. Zei sch i ü In e kul u ellen F emdsp achenun e ich 22: 2, 30-43. Ab u ba un e
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au Englisch, abe kau en un die nu au Deu sch.“ Das Sp achen egime innische Un e nehmen esümie en einzelne
Alumnae ebenso ku z und bündig: „Englisch is ein Muss, jede wei e e F emdsp ache is ein Plus“, wobei „Plus“ bedeu e,
dass man jede wei e e Sp ache in Wo und Sch i seh gu behe schen müsse. In diesem Zusammenhang ha e be ei s die
Vo gänge s udie ( gl. Bodmann e al. 2013) e geben, dass o zugsweise deu schkundige innische Mi a bei e bei P oblemen
als ouble kille zu Pa ne n und Kunden in den deu schen Sp ach aum geschick we den.
Die be ag en Nich -Leh e innen s ellen wiede hol he aus, wie übe aus wich ig die Kombina ion on Sp ach- und ande en
Fachs udien sei, da im A bei sleben allein die e olg eiche be u liche In e ak ion zähle. Aus diesem G unde sei es seh
wich ig, sich be ei s wäh end des S udiums be u s eldbezogene Inhal e anzueignen, die alle dings meis jensei s de
adi ionellen G enzen de innischen Ge manis ik lägen.
Alle Alumnae be onen, dass im heu igen A bei sleben die Be u se ah ung meh zähle als de S udiene olg. So wü den
beispielsweise solche Be u san änge innen, die sich be ei s wäh end des S udiums im Ve e ungsun e ich bewäh hä en,
on Schulen be o zug ek u ie . Ähnliches gil ü den Wi scha sbe eich. Lau den Alumnae e höhen sich die Chancen au
eine Ans ellung d as isch, wenn man nachweisen kann, dass man be ei s wäh end des S udiums länge is ige be u liche
Tä igkei en e olg eich e ledigen konn e. Im Ve lau e de In e iews kommen iele zu dem Schluss, dass man sich du ch
S udien und P ak ika umso geziel e au be u s eldspezi ische Tä igkei en o be ei en könne, je ehe man eine
Be u s eldwahl e e. Das P oblem sei, dass iele diesen Zusammenhang o e s im Mas e s udium einsehen le n en.
In E gänzung ih e Aussagen zu Auslandsau en hal en (s. Kap. 5.3) weisen einige Alumnae da au hin, dass aus
A bei gebe sich Auslandsp ak ikum und Auslandss udium soga ebenbü ig seien. In beiden Fällen hä e „man sich nämlich
e olg eich in eine emden Umgebung mi eine F emdsp ache du chgeschlagen“ und Deu sch übe die ansons en
bekann en innischen Ve häl nisse hinaus benu z . Aus A bei gebe sich gäl en länge e Auslandsau en hal e p ak isch als
Nachweis in e kul u elle Kompe enz.
Möch e man diese Aussagen ü mögliche Cu iculum e isionen nu zen, zeichne sich ein cu icula e
Ve d ängungsmechanismus ab, da ohne E höhung des Leh pe sonals die In eg a ion neue be u skommunika i e Inhal e nu
du ch Reduk ion de adi ionell dominie enden sp achpädagogischen Leh angebo e e olgen kann. Aus diesem G unde
beklagen Tampe ense Leh am ss udie ende inzwischen, dass sie om Leh angebo längs nich meh so gu bedach we den
wie ühe e Gene a ionen ( gl. Luoma 2016).
5.6. Hidden compe ences
„Hidden compe ences“ is die einzige Ka ego ienbezeichnung, die nich on den be ag en Alumnae e wende wu de, un e
de sich jedoch eine Reihe ih e An egungen und Wünsche zusammen assen lassen. Mi dem Ausd uck „hidden
compe ences“ (CIMO 2014) wi d da au au me ksam gemach , dass zahl eiche Fe igkei en und Fähigkei en, die man du ch
in e na ionale E ah ungen en wickel , am A bei sma k nich e kann we den. Folglich is es das Ziel, die aus neua igen
in e na ionalen Mobili ä se ah ungen esul ie enden „ e s eck en Kompe enzen“ zu de inie en und als ele an es
Rek u ie ungsme kmal sich ba und kommunikabel zu machen. Wie Tab. 1 e anschaulich , geh es im Ke n da um, das
„enge“ Konzep on in e na ionale E ah ung du ch ein „e wei e es“ Ve s ändnis auszudehnen.
Tab. 1: Enges und e wei e es Ve s ändnis on in e na ionale E ah ung (nach CIMO 2014: 21)
T adi ional unde s anding o
in e na ional expe ience
Ex ended unde s anding o
in e na ional expe ience
• Language skills
• Abili y o hink ou side one’s sphe e o
expe ience
• Wide ne wo ks wi hin one’s ield
• B oad ne wo ks also in di e en ields
• Unde s anding o in e na ional business
• New abili ies and skills du ing ee ime
• Abili y o wo k wi h mul iple people
• Wo ks wi h di e se g oups o people ega dless
o language o loca ion
• Ha ing li ed o s udied ab oad
• Follows global media
Das „e wei e e“ Konzep on in e na ionale E ah ung deck sich mi solchen Alumnaeaussagen, welche beklagen, dass
ih e du ch in e na ionale E ah ung gewonnenen neua igen Kenn nisse und Fe igkei en bei Bewe bungen ode
Eins ellungsgesp ächen o „un e den Tisch allen“. Sie o de n dahe , dass man spä es ens im S udium da au au me ksam
gemach we den müsse, wie wich ig de Nachweis on „Mu “, „Empa hie“, „Imp o isa ions ähigkei “, „Vo u eilslosigkei “,
„Du chse zungs ähigkei “, „Neugie “ und „Koope a ions ähigkei “ du ch länge e Auslandsau en hal e und ak i en
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Aho, Sa ianna; Lankinen, Ju a; Pekkola, Mee i; Ran anen, Pekka; Reu e , Ewald; Sil an, S ephanie & Ylönen, Ka a iina
(2017), Meh sp achige Ge manis innen im Be u . E gebnisse eine explo a i en Ve bleibs udie un e Ge manis ikalumnae
de Uni e si ä Tampe e. Zei sch i ü In e kul u ellen F emdsp achenun e ich 22: 2, 30-43. Ab u ba un e
h p:// ujou nals.ulb. u-da ms ad .de/index.php/zi /.
F emdsp achengeb auch sei. Diese nachgewiesenen Kompe enzen müsse man o ensi da s ellen, auch wenn sie on
A bei gebe n im Bewe bungsgesp äch (noch) nich e ag wü den. Deshalb müsse es im S udium auch Ve ans al ungen
geben, in denen man sys ema isch die p o essionelle posi i e Selbs da s ellung e le nen könne, und dies möglichs in allen an
de Uni e si ä geleh en Sp achen.
Einzelne be u lich besonde s e olg eiche Alumnae a en ak uellen S udie enden d ingend zu einem Iden i ä swechsel: Man
soll e das adie e Bildungsdenken (s. Kap. 5.3) nich meh so seh be onen und s a de al en Selbs genügsamkei „den Mu
haben, sich du chzuse zen“ und „die eigenen In e essen o ensi zu e e en“, besonde s dann, „wenn es um
Gehal s o s ellungen geh “. Die „Bescheidenhei “ und „Zu ückhal ung“, die man ühe im Ge manis iks udium unbeme k
übe nommen habe, zahl en sich im A bei sleben nich aus. Besonde s he o gehoben wi d, dass man solche Eins ellungen
und Handlungsweisen ühe „ehe im Ausland als in Finnland“ e we ben konn e, besonde s „in Deu schland“. Dami ein
solche Iden i ä swechsel gelingen kann, muss man den Be ag en zu olge be u lich imme au dem Lau enden bleiben und
na ionale und in e na ionale T ends des Be u slebens im Auge behal en. In diesem Sinne soll en S udium und Be u swel
nich meh als öllig oneinande ge enn e, sonde n als mi einande e ne z e Wel en e s anden we den. Im E gebnis
bek ä igen diese Aussagen Fo de ungen, die zumindes Tampe ense Ge manis iks udie ende schon sei Langem e heben
( gl. Ellala & Lau ala 2003).
5.7. Sp achenbezogene s uden ische Iden i ä sa bei
Bezüglich de sp achenbezogenen s uden ischen Iden i ä sa bei is als ein wei e es Resul a de Ve bleibs udie es zuhal en,
dass die Be ag en bis zum Abi u alle übe ein meh ode wenige einhei liches Meh sp achigkei sp o il e ügen, das sich
e s mi Au nahme des S udiums s udien achspezi isch ausdi e enzie . Konk e bedeu e dies, dass spä es ens das S udium
in den beiden Tampe ense Mas e p og ammen Meh sp achige Kommunika ion und T ansla ion Deu sch/Finnisch und
Deu sche Sp ache und Kul u achliche und be u liche s uden ische Iden i ä en und Loyali ä en p äg . E s ens speisen sich
diese sp achenbezogenen Iden i ä en aus den schulischen und auße schulischen E ah ungen, die zu S udien achwahl
üh en, zwei ens aus den je ak uellen S udiene ah ungen wäh end des S udiums und d i ens aus den E wa ungen an die
eigene kün ige be u liche Tä igkei . Im Blick au das gesam e Da enma e ial zeig sich, dass die s uden ische
sp achenbezogene Iden i ä sbildung p ozessha e läu und inso e n on Schwe punk e lage ungen gekennzeichne is , als
bei S udienbeginn die E wa ungen an das Deu schs udium noch s a k om eigenen Deu schun e ich in de Schule gelei e
we den, wäh end gegen S udienende E wa ungen an das Be u sleben s a k an Bedeu ung gewinnen. Die s udie e
Haup sp ache dominie die s uden ische Iden i ä soga so s a k, dass Alumni in den In e iews o e gessen anzugeben,
welche Sp ache(n) sie u.U. am uni e si ä en Sp achenzen um gleichsam nebenhe e le n haben.
Insgesam konn en d ei mi einande konku ie ende s uden ische Iden i ä en e mi el we den, wobei zunächs die g obe
Un e scheidung zwischen ansla ologische und philologische Iden i ä zu beach en is . Diese Un e scheidung geh au jene
S udienzei en de Be ag en zu ück, als „Dolme schen und Übe se zen“ und „Ge manis ik“ noch eigens ändige S udiengänge
wa en, welche gegenwä ig jedoch meh und meh usionie we den. Die zwei e Un e scheidung bezieh sich au die
Au spal ung de adi ionellen philologischen Iden i ä in eine Leh e innen-Iden i ä und eine neua ige Nich -Leh e innen-
Iden i ä . Zieh man die Themen on Mas e a bei en als en scheidendes K i e ium he an, dann bedien das heu ige
Mas e p og amm Deu sche Sp ache und Kul u auch aus Sich de Be ag en zwei meh sp achige Klien elen mi je eigenem
S udienp o il ( gl. Tab. 2).
!