scieee Science in your language
[en] (orig)

Einige emendationen zu Quintilian, Inst. 10,1,35-41

Abstract

Gregor Böhm, Richard

Read accessible full text

Einige emendationen zu Quintilian, Inst. 10,1,35-41

Author: Gregor Böhm, Richard
Publisher: Dipòsit Digital de Documents de la UAB
Year: 1986
Source: https://ddd.uab.cat/pub/faventia/02107570v8n1/02107570v8n1p111.pdf
I
EINIGE EMENDATIONEN
ZU
QUINTILIAN
INST.
10,1,35-41
Richa d
G ego Bohm
A
philosophomm ue o lec ione u essen mul a nobis pe enda
UITIA
ac um
EST ORUMI (nu EST AL ORATORUM
NLI~
EST
ALIA ORATORUM),
qui quidem ili is op ima sui ope is pa e
CENSENTER (a CENSENTUR). NAM
e de ius is hones is u ili-
bus, iisque quae sin is is con a ia, e de ebus diuinis
MAXIME
d i c u n , e a gumen an u ac i e , e al e ca ionibus a que in-
e oga ionibus o a o em u u um op ime
SOCRATICI
p ae-
pa an .
Aus de Si ua ion he aus e gab sich ii den e s e en Sa z, dap
es Redne selbs wa en, die den Philosophen au dem edels en
Gebie den Pla z ge iium haben. Ein ande es Zei wo als
ces-
se im
wa dann wi klich nich zu e wa en. Wenn die Sch eibe
auch de bes en Handsch i en da ii
CENSENTER
sch ieben ode
noch schlech e , so is das ein isible Beweis da u , da 3 das
Die Handsch i
G
(=
Supplemen um des cod. Bambe gensis la . M. IV.
14
saecuii
X)
ha e u sp iinglich ORUM, die zwei e manus ha e da aus
ORATORUM
gemach , abe ORUM wa die Abku zung pe con ac ionem da ii , denn
OR
s and
ii o( a o) bzw. o( a o) (es). Dazu s. A.
CAPPELLI,
Lexicon abb e ia u a um.
Mailand
19616, 253:
OR
=
o a o , o a io,
254:
ORE
=
o a o e,
ORI
=
o a o i,
255:
ORUM
=
o a o um,
ORX
=
o a ix; Ul ich F ied ich
KOPP,
Lexicon Ti onianum.
Nachd uck aus Kopps apalaeog aphia c i ica, on
1817
mi Nachwo und einem
Alphabe um Ti onianum on Be nha d Bischo , Osnab iick
1965, 4:
A o
=
a a o ,
259:
P( ae) o
=
p ae o ,
2:
A o
=
auc o ,
5:
A(m) o
=
amo .
Zei wo in de Vo lage seh s a k abgeku z gesch ieben wa ,
und zudem so, dap Mip e s andnisse nich zu e meiden wa en.
Sch ieben sie
CEN
s a ces, dann sch ieb sich do wohl nu
c,
das u ces-2 abe auch u cen- s ehen konn e3, sch ieben sie
SENTER (ode SENTUR), dann s and hie ein einzige Buchs abe als
Abkii zung ma kie , abe de Buchs abe hiep nich
s
(das auch
u sen- ode sen - ode sen en- usw. s ehen konn e) sondem
R,
und zwa u -n n (sons auch u
- u n
ode - e usw4). Regius5
ha e die ich ige Sch eib o m e a en, wi miip en heu e abe so
sch eiben, dap sich allein aus unse e Sch eibweise de Fehle
de Pa adosis e kla .
...q ui quidem illis op ima sui ope is pa e c(es)se (un ).
Ein
ande e Fehle dieses e s en Sa zes is eben alls ela i iih
en deck und <<ko igie >, wo den, und zwa on dem Sch eibe
des cod. L(au en ianus
46.9
aus dem Jah e 1418), abe die
c<Ko ek u >, is alsch. Denn die Vo lage ha e wohl auch ii ihn
ein
UITIA.
Diese Lesa haben namlich auch die seh gu en codd.
G
(=
Supplemen um des cod. Bambe gensis la .
M.
IV.14
saeculi
X)
und H(a 1eianus la .
2664
saec.
X),
und diese Lesa is nich
meh ganz ich ig, abe de Sch eibe des Lau en ianus
46.9
ha e aus
UITIA
bekann lich
UITIO
gemach , und es wi d sich
zeigen, dap ge ade das
A
das as einzig Rich ige an dem
UITIA
wa und de im Lau en ianus ii einzig ich ig gehal ene
A
n ang
ganz alsch.
URIA
lesen auch ande e Handsch i en, so z.B. de T(u icensis
Zu den Abkii zungen ii -es s.
W.
SUDEMUND,
Gaii Ins i u ionum commen-
a ii qua uo .
Codicis Ve onensis
...
apog aphum, Leipzig 1874, 267 .: F
=
es,
R
=
es,
S
=
sess;
W.M.
LINDSAY,
No ae La inae,
Camb idge 1915, 160:
OMN
=
omnes, 273:
R
=
es,
442:
TT
=
es e; KoPP 61: CE@)
=
ces, 78: CP es
=
cespes, 51: C i
=
cessi , 172: IC um
=
inces um.
3
Zu den Abkii zungen
ii
-en s.
SUDEMUND,
259 .:
c
=
cen,
H
=
hen,
M
=
men, T
=
en,
U
=
uen; UNDSAY, 331:
c
=
cen,
G
=
gen;
D.
BAINS,
A Sup-
plemen o eNo ae La inae*,
Camb idge 1936, 53:
M
=
men; CAPPELLI, 66:
CT
=
cen um; Kopp, 87:
CT
=
Cen au us.
ZU
R
=
- un , - um
s.
SUDEMUND,
299,
LINDSAY,
358 und 369, BAINS, 60
und 61,
CAPPELLI,
334:
RR
=
e um;
A.
PELZER,
Ab é ia ions la ines médié ales,
Lou ain-Pa is 1966*, 28:
ER
=
e un , 33:
FUER
=
ue un ; KOPP, 313: R(u )
=
un ,
314:
R(u)
=
Nm.
S
Dazu s. die ed. Vene a on 1493.
288 saec. XI), de L(assbe gianus, nunc F ibu gensis saec.
XV
saec. XV) und de S(=A gen o a ensis, den Ob ech u seine
Ausgabe S assbu g 1698 benu z ha e), abe
...
sie lesen gleich-
zei ig und d.h. in demselben Sa z auch, so jeden alls LST und
F
(=
Lau en ianus 46.9),
EST
ALIA ORATORUM.
Die neues en
Ausgaben e schweigen das ih em Lese und nehmen das zudem
auch i gendwie nich zu Kenn nis und b ingen sich dami de en
Edi o en um den E olg bei de He s ellung de ganzen Lesa .
Auch
ALIA
lnl p nich ganz ich ig sein, abe das is schon das
zwei e Wo , das mi einem
n
ende und somi hochs wah -
scheinlich eminini gene is is , ein wich ige Wink u den En zi -
e e und Edi o , dap auch bei
UITIA
nich an ein Wo in de
A on l i io gedach we den da . Nun lesen alle ged uck en
Edi ionen und somi schon meh als ün hunde Jah e lang
l i io
, c c l m es o c on m. Diese Lesa mup a limine abgelehn we -
den, weil sie den An o de ungen an eine wissenscha liche, k i-
ische Ausgabe nich genüg .
Ve schweigen wesen liche Teile de Pa adosis nü z den
le z en He ausgebe n nich s, wenn die he liche al e Ausgabe
Hal ns ni ih em as pe ek en Appa a imme noch e iigba is .
Da aus e gib sich nun bekann lich, dap die bes en Handsch i en
(G
und H) zwa so o ode nach eine Ko ek u UITIA, c c. l ~n es
lesen abe auch
ALIA
(ode
AL)
ORATORUM.
De ehlende ode
agliche Ausd uck bes and dann mogliche weise aus z w e i Wo -
em, und beide Wo e wa en moglichen eise eminini gene is!
Dann wa na ü lich nu eines diese Wo e
S
u
b
s an
i
, und
zwa , nach Lage de Dinge, das zwei e, und das e s e e wa
dann wohl ein dazu passendes A d
j e k i . Un e diesen Ums an-
den wenden wi uns zue s na ü lich dem Haup wo zu und somi
dem zunachs aglichen Ausd uck
ALIA
(bzw.
AL
als Abkü zung)
und
ORATORUM
.
Nach Lage de Dinge wa es eine D u
m
m h e
i
,
den Philosophen au dem edels en Gebie , das zum Wi ken de
Redne geho (so übe se z Helmu Rahn), den Pla z zu aumen.
Begann das agliche Wo mi c , ganz siche is das nich , denn
das o
ALIA
(ode AL) s ehende
EST
konn e (au
E)
abgekü z
we den6, dann wissen wi be ei s, wie diese Dummhei sich
sch ieb. Bei einem Wo , das mi
s -
begann wa e es die s ~ l i i ,
Zu
E
=
es s. SUDEMUND,
265,
UNDSAY,
69,
BAINS, 13, CAPPELLI, 113
und
452,
KOPP,
114:
E(s)
=
es .
abe wi glauben nich , dap de eine ode ande e Sch eibe
unse e Handsch i en so schnell
u
u ein
A
genommen ha e.
Diese Buchs aben sind nu in de omischen Ku si e einande
iihnlich. Hal en wi A u den ich igen An ang des gesuch en
Haup wo s, dann wa das Wo abgekü z gesch ieben und diese
Abb e ia u üh e zu Mip e s indnissen, zu Ve lesungen. Denn
A
wa dann Abkü zung u zunachs a n-', dann abe auch u
amen-, denn
M
wa au alle Falle Abkü zung u men. Die noch
in ak e Vo lage unse e Handsch i en ha e also wohl
ATIA^,
abe
ein Lib a ius, au den de Fehle zu iickgeh , las soeben UITIA, e
m# e
ATIA
je z u einen Fehle hal en und akonigie en. Aus
ATIA wu de so
ALIA.
Ein ande e Lib a ius ha e dieses quasi
ausgesch iebene Wo noch abgeku z , aus ALIA, das schon
schlech genug wa , wu de das noch schlech e e, weil i e iih en-
de
AL
( u alia, alias, alibi usw.). Das on uns ge undene Wo
wa , wenn schon abgekü z , lege a is als Abb e ia u ma kie .
Abe ge ade die Ma kie ungen iih en o zu Ve lesungen, weil
sie je nach Sys em de Abb e ia u en in e schiedene Rich ung
zeig en. Bei
OM
u om(ni~)~ z.B. mup de Lib a ius e s hin e
Me ganzen, wenn e alles und ich ig lesen will, bei
EM
ii
e(ni)m dagegen1° o M. Un e diesen Ums inden dü en wi
uns nich wunde n, wenn z.B.
AL
ein Lib a ius ii a(nima)l las
und ein ande e ii al(ius)ll.
Lesen wi nun das H a up w o des aglichen Ausd uckes mi
a(men) ia ich ing, dann is auch schon kla , wie das in de
Buchs abeng uppe
UITIA
s eckende A dj e k i u sp iinglich
gesch ieben wa . An dem
A
hal en wi es , denn es wa eines on
den wei gehend un e kennba en Buchs aben, abe de Res
bes eh aus lau e senk ech en S ichen, die das Lesen e schwe en
und zu Ve lesungen üh en. Abe wi wissen, wie man die amen-
ZU den Abku zungen ii -m s.
~EMUND,
255:
A
1
=
a n,
265:
E
=
em,
271:
1
=
im, 310:
U
=
um; ~JNDSAY, 342:
AEN
=
amen; BAINS, 56;
CAPPELLI,
1:
A
=
amen, 429:
A
=
amen; PELZER, 2:
A
k
=
amicus; KOPP, 4: A(m)
=
am, 22:
AM
=
amen, amens, 101: D(e)M(e)
=
demens.
.
Zu eine ande en Abku zung s.
CAPPELLI,
16:
AMTIE
=
amen iae.
Zu
OM
=
omnis s.
~EMUND,
283:
OMB
=
omnibus; LINDsAY,
160;
BAINS,
27;
CWELLI,
249.
l0
Zu
EM
=
enim s. CAPPELLI, 120. Dies is die egula e Abkü zung in den
Handsch i en Quin ilians.
11
Dazu s.
CAPPELLI,
12.
i
(ode
s ul i ic )
damals bezeichne e, wenn de Ausd uck imme
noch salon ahig bleiben soll e:
mi a
12.
Unse e 'Lesa :
A
philosopho um ue o lec ione u essen mul a nobis pe enda
mi a ac um es a(men) ia o a o um, qui quidem illis op ima sui
ope is pa e c(es)se (un ).
Unse e He ausgebe lesen je z ~Nam e de ius is hones is u i-
libus, iisque quae sin is is con a ia, e de ebus diuinis maxime
dicun ,, abe : we is dami gemein ? Zule z iel das Wo
cesse-
un
und das wa en die
o a o es.
Die konnen hie und je z na u -
lich nich meh gemein sein. Sehen das unse e Edi o en nich ?
Wenn abe ande e je z , und d.h. bei
dicun
gemein sind,
dann mup e sie Quin ilian au s d ü c k 1 i c h genann haben. De
Sa z is also auch alsch übe lie e , in e s e Linie abe schlech
edie . Gemein sind je z die Philosophen, abe Quin ilian da
ihnen e was bose sein, also nann e e sie schon einmal
illi
und
so wi d e sie auch hie bezeichne haben. Da
nam
au
NA
abgeku z we den konn eI3, also hal en wi das aus d ei S ichen
bes ehende
M
( on
NAM)
u eine Ve lesung aus dem eben alls
d ei S iche b ei en
ILL
als Abkü zung u
illiI4.
Abe de je z e o e e Sa z en hal noch meh Fehle . Denn
wi beg ei en nich , wie Quin ilian, de
de ius is hones is ~ ilibus
1
asynde isch und somi quasi in e ine m A em ug he sagen kann,
u das doch dazu geho ende, hema isch ganz passende
de ebus
di~ inis
ge enn au uh und dazu noch mi dem hie bes imm
nich zu alligen
e (de ebus diuinis)
quasi wie eine a s emde
Ma e ie ein iih . Wenn dies e was dami zusammen ha , dap
Quin ilian e was wide E wa en
dicun
sag und dann quasi ex a
...
p oepo an ,
so lieg das wohl da an, dap hie nich alle alles zu
un ha en, dap
de ius is hones is u ilibus
ande e zu eden haben
und
de ebus diuinis
wiede um ande e, im e s e en Fall also die
philosophi
sensu s ic o und sons eine ande e Menscheng uppe.
Mi
e de ebus
usw. wa en dann schon die ande en gemein .
Quin ilian ha e die . . . ande en ausd ücklich genann , ielleich
l2
Zum Ausdmck gl.
CICERO,
(~d
F(/ n.
XII,
14,
3,
4
(Len ulus an Cice o)
mi as eo um amen ia.
l3
Dazu s. CAPPELLI, 231; PELZER,
50:
NA
=
namque.
l4
Zu diese Abkii zung s. UNDSAY, 428; CAPPELLI,
177:
ILL
=
illis; PELZER,
38:
le
=
ille,
1s
=
illis.

soga noch p azise als die e s e en, denn
philosopho iim
is bei
den damals schon so ielen Schulen ode Rich ungen keine ge-
naue Bezeichnung. Abe unse e Handsch i en lesen
-
leide
ube eins immend
-
o a o em i u l n op ime
SOCRATICI
p aepa-
c n .
Den iihe en Edi o en mach e es o enba nich s aus, so zu
lesen, und noch Ca 1 Halm wi d in seine Edi ion (Leipzig 1868-9)
lesen:
o a o em u u um op ime Soc a ici p aepa an ,
obwohl sei
Jah en bekann wa , dap
F.
Meis e den
Soc a ici
nich alles
geben woll e und deshalb
e a gu nen an i ac i e [S oicd
e gan-
zen woll e. Abe dann kam die Ausgabe des zehn en Buches on
W.
Pe e son mi de Lesa :
e a gi men an i ac i e
S oici,
e
al e ca ionibi s a que in e oga ionibus o a o em u i um op i-
me Soc a ici p aepa an .
Danach sind abe be ei s d ei Men-
scheng uppen hie in Ak ion. Ande s wi d die Si ua ion H.E.
Bu le sehen, de in seine Edi ion zwa so lies wie Meis e es
o geschlagen ha e, iibe se z abe : aThe S oics mo e especially
discou se and a gue wi h g ea keenness on wha is jus , honou -
able, expedien and he e e se, as well as on he p oblems o
heology, w h i
1
e he Soc a ics gi e he u u e o a o a i s - a e
p epa a ion o o ensic deba es and he examina ion o wi nes-
ses,,. Nich alles da man hie on e ns nehmen, denn schon
Pe e son, de wup e, dap die E ganzung in unse e Zei und on
F.
Meis e o geschlagen wu de, nenn sie dennoch (genauso
wie das in allen Handsch i en iibe lie e e
SOCRATICI)
eine
(...)
Glosse. Meh noch: de selbe Pe e son, de in seine e s en Ausga-
be beide diese <<Glossen,, in seinen Tex au genommen ha e,
schliep bald wiede nich nu
STOICI,
das wa ich ig, aus sondem
auch
SOCRATICI.
Die Diskussion e lie je z also an Ni eau,
denn unse e Edi o en nehmen je z wich ige philologische Dinge
ehe au die leich e Schul e . Bu le z.B. übe se z <<while he
Soc a ics gi en usw., ha abe nich s dagegen, dap sein Tex das
<<while, ga nich ha . Und müp e eigen lich haben, dü e nich
ein ach
e c ,ol nen c n u
haben, denn die zu ielen
e
dieses
ganzen Sa zes, abe eben nu wegen dieses
e (a gl nen an u )
uh en hie zu einem Chaos. Man da sich als Lese also agen,
ob Quin ilian hie so sch ieb.
ET
kann namlich au
CT
zu iickgehen
und dies wa die imme bekann e Abkü zung u
con ai5,
sons
IS
Zu
CT
=
con a
s.
LINDSAY,
31;
BAINS,
7;
CAPPELLI,
66,
KOPP,
88:
C(on)T
=
con a.
u
ce e um
usw. Abe bleiben wi noch eine Weile bei den
Soc a ici
unse e Handsch i en.
Rade mache , dessen Ausgabe (des zwei en Bandes) zue s
1935
e schien, ha e das hie nich unbeding unwich ige ode
en beh liche Gebilde ein ach un e Be u ung au Pe e son aus dem
Tex e bann und las <mam e de ius is, hones is, u ilibus
(...)
e
de ebus diuinis maxime dicun e a gumen an u ac i e , e al e -
ca ionibus
(...)
o a o em u u um op ime [Soc a icil p aepa an ,,,
und d.h. so, dap sich alldas au diejenigen als Subje k des
'
ganzen Sa zes bezieh , die in
...
cesse e
bzw.
cesse un
gemein
wa en, d. h.
. . .
die
o a o es!
E s aunliche weise ube nimm diesen
Tex und somi auch die unmogliche Deu ung je z auch
M.
Win e bo om. Dap e die Konsequenzen eine solchen Lesa
e en uell ga nich sieh , in e essie den Lese seine Ausgabe
ga nich . Diese Lesa is nich zu e an wo en.
Helmu Rahn, de die na ü lichs en Konsequenzen aus de
Lesa <<qui quidem illis op ima sui ope is pa e cesse e. nam
.. .
dicun e a gumen an u ac i e n, die e zum Teil blindlings
iibemimm , ga nich sieh , iibe se z gegen seinen Tex : c<denn
sowohl ube das Ge ech e, Eh enha e, Nii zliche und das dem
En gegengese z e als auc h übe das Go liche eden o
al
1 em die Ph i
1
o s op he n und üh en scha sinnige Beweise, und
du ch ih e Wechsel eden und F agen be ei en die Sch i en de
Junge des Sok a es den kun igen Redne au s bes e o -,. Rich ig
is hie nu , dap nach Rahn z wei G uppen on Leh e n in
Ak ion sind.
Auch J. Cousin lehn die Konjek u
S oici
ab, ube se z abe :
<<En e e , les s o i c
i
e n s ai en du jus e, de I'honne e, de l'u ile
e de leu s con ai es, ainsi su ou que des choses di ines, e
ils a gumen en su ces suje s a ec péné a ion. d'au e pa ,
les Soc a iques p épa en ema quablemen le u u o a eu aux
deba s e aux in e oga oi es de émoinsn. E sieh bei
de eblis
diuinis
eine un e kennba e
S
e i g e u n g ode Ela i ie ung, die
sein Tex abe nich ha . Abe
ET
wa auch Abkü zung u
e im
16.
Vielleich ha e Quin ilian also gesch ieben:
'6
ZU
ET
=
e iam
s.
~UDEMUND,
267;
LINDSAY,
77;
BAINS,
15;
CAPPELLI,
124
und
454.
Na(m) ill(i) e de ius is, hones is, u ilibus, iisque quae sin
is is con a ia, e (iam) de ebus diuinis
(...)
dicun e a gumen-
an u ac i e .
Abe diese Sa z kling unna u lich du ch das
maxime dicun .
Sa peI7 s ie i sich o enba nu an
maxime.
Denn e schlug o zu
lesen
de ebus diuinis magni ice dicun e a gumen an u ac i e .
Eine Ve lesung diese A is abe wenig wah scheinlich, weil
magni ice
auch in Abb e ia u ande s aussieh als
maxime.
Es
komm hinzu, dap auch
dicun
hie alsch kling . Und an
maxime
da uns eigen lich nu die Endung s o en, denn an einem
maxima
wa e wohl nich s auszuse zen. Vielleich íieg bei
MAXIME
DICUNT
also ein Fehle de Ab ennung o . Allein
MAXIM
s and dann u
ma~ima'~
und es olg e diesem au dem Fua
EDICUNT
ode
CDICUNT
ii
c(on)dicun
19.
In dem le z en Teil des je z disku ie en Sa zes (<<e al e ca-
ionibus a que in e oga ionibus o a o em u u um op ime Soc a-
ici p aepa an *) sieh Cousin mi Rech eine Si ua ion, wo man
on einem <<d'au e pa >> ausgehen mup. Fu uns wa das ein
G und,
das
e
als eine Ve lesung aus
CT
ii
c(on) ( a)
anzusehen.
Abe , wie mans auch nimm , die handelnden Pe sonen sind dann
ni c h meh Philosophen, e go auch ni c h
Soc a ici.
Dann is die Buchs abeng uppe P oduk eine Ve lesung ode
eine mi ilungenen Ko ek u , so ode so also eine lec io acilio .
Die noch in ak e Vo lage ha e hie e was, was u den Lib a ius
eine ech e lec io di icilio wa . Nich alles wi d je z an de
aglichen Buchs abeng uppe alsch sein, ech dii e au jeden
Fall noch die absolu e Lange des Gebildes sein, denn de Lib a-
ius wi d ge ade dann, wenn e nich s meh e s and, die Fo m
und die Zahl de Buchs aben genau be ach e haben. Obwohl das
o
SOCRATICI
s ehende
op ime
abgeku z we den konn e,
neh nen wi an, dap on dem aglichen Wo nich s du ch Ve le-
sung e lo en ging und da i das Wo wi klich e s do begann,
wo unse e codd.
so-
lesen.
l7
Zu
G.
Sa pe s. die Li e a u bei Win e bo om ode im 6. Band de Ausgabe
on Jean Cousin,
66.
l8
ZU de Abku zung gl.
CAPPELLI,
228:
MXM
=
maximum, 214:
MAX
a
=
maxima;
KOPP,
217: (x)M p
=
maxima pa e, (x)M
=
maximus.
19
Zu
c
=,
con s.
SUDEMUND
,
260;
~JNDSAY
,
31
;
BAINS
,
52;
CAPPELLI,
68;
PELZER,
15;
KOPP,
52.
Aóe
-ATICI
sp ich u eine Be u sbezeichnung, u
Be u sleh e also, eine Menscheng uppe, die aupe halb de G up-
pe F'hilosophen s and. Und wenn ge ade diese den kiin igen
Redne au s bes e o zube ei en ims ande wa en, dann wa en es
Leh e , die in de
O
e n
1
i
c h k e i Un e ich gaben. In e p e-
ie en wi ich ig, dann begann das gesuch e Wo mi
AC.
Ein
Lib a ius, dem ein solches Wo , weil aus dem G iechischen
s ammend, nich bekann wa , e such e es mi ihm bekann en
Wo e n
und kam au die, wenn man an unse e Edi o en denken
da , nich ganz wilde Idee, hie Soc a ici zu lesen, denn da u
sp ach ihm au alle Falle die be uhigende Endung
-
cl ici. E ha e
aus
AC
also zue s wohl
AO
und dann
so
gemach ,
RO
dann das
ccpassendeu
CR,
denn e nahm den ganzen Wo an ang u einen
Sch eib ehle . Die Vo lage ha e abe
ACROATICI.
Unse e Lesa :
Na(m) ill(i) e de ius is, hones is, u ilibus, iisque quae sin
is is con a ia, e (iam)
(au?
con a (ia) ia(m) e (iam)) de ebus
diuinis maxim(a) edicun e a gumen an u ac i e , C(on) ( a)
al e ca ionibus a que in e oga ionibus o a o em u u um op ime
c. oa ici p aepa an .
36.
Sed hi s quoque adhibendum es simile iudicium, u e iam
cum in ebus ue semu isdem, non amen eandem esse condi-
cionem sciamus li ium ac dispu a ionum, o i e audi o ii,
p aecep o u n e
PERICULORUM.
Rahn, de zule z ccund du ch ih e Wechsel eden und F agen
be ei en die Sch i en de Junge de s S o
k
a e s den kiin igen
Redne au s bes e
a ,,
las, iibe se z den Plu al his je z mi
<cabe auch bei d i e s em gil es, en sp echend k i isch o zu-
gehenn. Bu le wiede um, de zule z (co a o em u u um op ime
Soc a ici p aepa an ~ las, übe se z die his-S elle des neuen Sa -
zes wie olg : c<Bu we mus use he same c i ica1 cau ion
in
s udying he philosophe s ha we equi e in eading his o y o
20
Dazu s.
GELLIUS
XX
5,7
KEOS lib os gene is "ac oa ici" cu n in uulgus ab
eo edi os ex Alexande cognouisse
(...)
li e as ad A is o elem misi , non eum
ec e ecisse, quod disciplinas ac oa icas, quibus ab eo ipse e udi us o e , lib is
o as edi is inuolgasse .
(...)
Resc ipsi ei A is o eles ad hanc sen en iam: <<Ac oa-
icos lib os, quos edi os que e is e non p oinde u a cana abscondi os, neque
edi os sci o esse neque non edi os, quoniam his solis cognobiles e un , qui nos
audiue un ".~
ging iel zu wei und s eck e
e philosophos
in eckige Klamme n,
was eine e sa zlosen S eichung gleich und in eine Si ua ion,
wo dem Tex doch so ieles ehl , om S andpunk de Me hode
nich e laub wa . Einige Tex k i iken on J.D.D. Claussen zum
Anlq nehmend33 ha e G.T. A. K iige den Tex ehe e heblich
e ganz , denn e las (<si e illos e qui pos ea ue un e G aecos
omnes pe sequamu e poe as e his o icos e philosophos?~ Auch
M.C. Ge ~~~ woll e mi seinem Vo schlag ((e G aecos omnes
pe sequi uelis nec o a o es an um, sed e iam poe as e his o icos
e philosophosu (Übe mapig) e ganzen und s eichen woll e e
nich einmal die
philosophos,
bei denen nach Quin ilian u den
angehenden Redne nic h s zu holen wa . M. Kide~-lin~~ ging on
einem noch g ope en Fehle aus und woll e lesen (nach
pe se-
ql cnnl ,
das e o zog)
e p ae e hos o a o es e iam o nnes
poe c s e his o icos e philosophos.
Nu J. Jee~~~ such e einen
E sa z u das hie he nich passende
e philosophos
und e -
such e da~,
ollkommen ich ig, au dem Weg übe die Palaog a-
phie. E las da ü
e. plico nouos.
Au die Idee
PHILOSOPHOS
u
eine Ve lesung aus
HIsTORICOs
zu nehmen, kam niemand. Nie-
mand kam auch au die naheliegende Idee, do zu e ganzen, wo
die Übe lie e ung eine Ve unsiche ung de Lib a ii e a , d.h. bei
FUERUNT,
u das auch
FUERINT
gelesen wo den is , ein Beweis
da ü , dap das Zei wo wohl au
FUER
abgekü z wa 3'. In den
wei e en S ichen, die dem Lib a ius nich ma kan genug wa en,
so d$ die Neigung bes and, sie ein ach dem Zei wo zuzuschie-
ben, s eck dann wohl das
...
gesuch e Zei wo , das dann abe
wede
e. e ~ c
hiep noch
pe seql a n ,
da ü sind die hie gege-
benen Buchs aben einmal zu ma kan und zum ande n e heblich
ande s.
Nach de Ausgabe Halms
(quis c i nodl s, si e illos e qui
pos e jiie ~in e G c ecos o nnis [e philosophos]?)
komm Pe-
e son mi seine Lesa
quis e i nod s si e illos e qui pos ea
, i e im e G c ec-os o nnes
pe sequamu
[e philosophos]?,
dem
Bu le sich o al angeschlossen ha . Nich s on de au egungs-
33
Zu Diskussion s.
PETERSON,
193.
34
Genaue e Angaben bei Win e bo om,
I,
XIX
und Cousin,
VI,
65.
35
Zu
M.
Kide lin s.
COUSIN,
VI,
65,
VOT
allem abe Win e bo om, I,
XI%
36
ZU
J.
Jeep
s.
COUSIN,
VI,
65
und
WINTERBOTTOM, I, XIX.
37
ZU
R
=
-mn s.
SUDEMUND,
299:
PUGNAUER, ACCEPER,
HABUER,
EXISTI-
MAUER.
DEDER

ollen Diskussion me ken wi dagegen bei Rade mache , dem es
nich s ausmach e zu lesen
quis e i modus, si e illos e qui pos ea
i e l n e G aecos o nnis e philosophos?
Nich s gegen die Mise e
de Übe lie e ung ha e auch Win e bo om un e nommen, nich s
na ii lich auch Rahn, de sich hie ga nich en scheiden konn e.
Denn e lies zwa
e G aecos o nnis e philosophos,
glaub dann
abe ube se zen zu du en: ccund noch alle G iechen [auch die
~hilosophen]>>. Unse e le z e Ho nung wa also Cousin, abe
auch diese sieh ehe uckwa s und lies
e G aecos o nnis e
philosophos e-uequa ?
Diese
Lesa mup abe wie alle ande en
abgelehn we den. Denn in eine Si ua ion, wie an
FUERUNT
gezeig , wo auch de ela i kleine Fehle de Ve lesung, de
alschen En zi e ung in F age kommen kann, du en wi nich a
p io i on dem g oben Fehle de A u s
1
a s s u n g ausgehen. Wi
miissen ucksich s oll handeln und zwa nich nu dem an iken
Lib a ius zuliebe, dem wi doch unse e Handsch i en e d a n-
ken, sondem aus pu e Ve nun ode Egoismus. Bei Auslas-
sungen geh das Fehlende namlich ins U e lose, so dap wi eine
du ch Auslassung en s andene Tex lucke, hie jeden alls, nu noch
u einen locus despe a us e kla en konn en, und das in alle
Ewigkei .
Die bishe igen Lesa en mussen abe na ii lich auch deshalb
abgelehn we den, weil sie alle meis die Wo g uppe
e G aecos
o nnis e philosophos
mi agen, abe diese Ausd uck is unsin-
nig. Dap dies noch ga nich gesehen wo den is , mach den Lese
den bishe igen Lesa en gegeniibe nich e sohnliche . De
Ausd uck is abe unsinnig, denn Quin ilian kann die Menschen-
g uppe
G aecos omnis
ga nich komple und somi
omnis
ma-
chen, wenn die Philosophen ni c h be iicksich ig wu den und
e s zud zlich genann we den miissen, und au de ande en Sei e
kann e die Philosophen nich quasi komple genann haben,
wenn die g iechischen da on nu und e s un e de Bezeichnung
G aecos o nnis
zu suchen wa en. Man konn e o ah en, wei e e
Sei en des Unsinns de bishe igen Lesa en au zuzeigen.
Mi Auslassungen is ub igens am ehes en do zu echnen, wo
gleich ode ahnlich klingende Silben ode ganze Wo e nebenein-
ande s ehen, d.h. in unse em Fall do , wo wi ccquis e (go)
e (i ) modus, si e illos e qui pos ea ue un ~ en a en. Ein
Lib a ius, au den diese e en uelle Fehle zu uckgeh , kann das
e s e e
ER
u einen Fehle de Di og aphie gehal en und ges i-
chen haben. Es is eine ande e F age, da$
IT
au ein aus zwei
S ichen bes ehendes
E
de omischen Ku si e zu iickgehen kann,
das Abkü zung u e( i )38 sein konn e.
E iden is abe e s de Fehle de Pa adosis, bei dem aus
FUER
ii ue (un ), je z abe ehe du ch den kleinen Fehle de
Ve lesung, das
FUERINT
bzw.
FUERUNT
unse e Handsch i en
wu de. Hie du en wi das ehlende Zei wo e wa en, on
dem de Akkusa i e G aecos usw. abhang . Abe das ehlende
Zei wo mup e dann wohl wie
INT
ode
UNT
ausgesehen haben,
denn e wechsel we den nu ahnlich aussehende Buchs aben-
g uppen, in diesem Falle also S iche mi S ichen (und nich mi
unden Buchs aben). Wa de e s e Buchs abe des gesuch en
Zei wo es ein
U,
denn auch die G uppe
INT
sp ich ni c h gegen
eine solche Ve mu ung, dann sch ieb sich das Zei wo wohl
UEL
als Abkü zung ii ~el(is)~~ ode uel(im). Die Vo lage de Hand-
sch i en, die
FUERINT
haben, ha e dann
UIS
ALS Abkü zung ii
u(el)is40. Aus dem ku si en s, das wie
I
ode
T
aussehen kann,
wu de du ch Ve lesung ode du ch alsche Kombina ionen das
T
on
FUERINT.
Uelis woll e schon Ge z lesen, abe hin e einem
nich übe lie e en (und übe lüssigen) pe sequi und in eine Weise
und
an
eine S elle, wo sich das nich ech e igen lie i.
Viele Au o en wa en de Meinung, da$ Quin ilian in diesem
Sa z auch die Poe en und die His o ike e wahn haben mu i,
dagegen die Philosophen ehe nich . Wi e wa en die e s e
Au o eng uppe hin e G aecos und das p ak isch an de S elle, wo
unse e Handsch i en
OMNIS
lesen. Dies mu$ nich heipen, da$
Quin ilian hie ohne das übe eibende omnis auska n, denn e ha
hie einen G und zu Übe eibungen schon gehab , abe G aecos
wa dann wohl au
GRAEC
abgekÜ z 4l und das dazu gelesene
os
wa hie Abku zung u das quasi obliga e omnes41. Da poe a
un e S enog aphen jeden alls au
P
a abgekü z we den konn e
38
ZU
E
=
e i s. CAPPELLI, 452 und 114:
E'
=
e i ; PELZER, 25:
E'
=
e i .
39
Zu den Abkii zungen u -is s. CAPPELLI, 371:
TAL
=
alis, 388:
UEL
=
uelis,
212:
MAL
=
ma enalis; KOPP, 207: L(is)
=
lis, 377: TL(is)
=
alis, zu L
=
lim 216:
L(i)X
=
limax, 213: L(e)P um
=
limiidum, Lymphaeum?
ZU
U
=
uel s. STUDEMUND,
309;
LINDSAY, 310; BAINS, 49; CAPPELLI, 383.
41
ZU
C
=
COS
S. KOPP, 74: CO(s).
84:
C(c)S
=
Coscus, Cosconius, cosca,
90:
C( )U is
=
Cos u gis Zu
c
=
cus s. LINDSAY, 381; BAINS,
64,
CAPPELLI, 67:
CTOS
=
cus os; KOPP, 53: C(u) os
=
cus os, 78: C(u)P is
=
cuspis.
42
ZU
OS
=
omnis s. LINDSAY, 160; BAINS, 27; CAPPELLI, 255.
und
P
nie wie
o
aussieh , nehmen wi an, d# de absolu e ~n a*~
de G uppe
OMNIS
einem ande en Wo gal , dem
ET,
denn
E
sieh
wie
O
aus. S a
IINIS
ha e die Vo lage dann wohl
PTAs
u
p(~e) as~~.
Geh
GRAECOS
abe , wegen Ve iesung, au
GRAECOR
zu iick, das ein Lib a ius seh wohl ü einen Sch eib ehle hal en
konn e und auch hiel , dann wa
OR
Abkü zung u
o( a o) (es).
Hie schweb uns in summa also die olgende Lesa o :
quis e i (NLII e (go) e( i ) au e (go) Aue i) ) modus si e illos
e qui pos ea ue (un ) u(el)is (au uel(is)) e G aec(os) o( a-
o) (es) e p(oe) as e his o icos?
39.
FUIT
igi u b eui as
ILLA TUTISSIMA QUAE
apud Liuium
in epis uia ad iiium
SCRIPTA,
1
e g e n d o s
DEMOSTHENE
a que
Cice onem, um i a u quisque esse Demos heni e Cice oni
simillimus.
Da
U
ii
ue
s ehen kann4 und zwa auch in
FUIT
u
u(e )i ,
mussen wi dami echnen, da$ das auch in diesem Sa zan ang de
Fall wa . Unse e Edi o en ha en das imme übe sehen, weil
sie
hie ande e So gen ha en. Sie e mip en in de Fo se zung des
e s en Sa zes namlich ein
es
und glaub en schlieplich, dieses
Wo e s e ganzen zu mussen, ausge echne an eine S elle,
wo
...
es übe lie e is !
De edi o ische Fehle is eilich schon u al . Denn
quae es
las
be ei s die ed. Vene a on
1493.
T o zdem is eine solche Lesa
na ü lich - om S andpunk de Me hode gesehen- alsch.
Falsch wa es namlich auch zu behaup en, die gu en codd.
G
und
H,
abe auch L(assbe gianus) und S
(=
A gen o a ensis), die alle
hin e
QUAE
so o
apud Liuium
lesen, hl en das e o de liche
es
nich . Denn allein
E
konn e auch schon (als Abkü zung) u
e(s )
s ehen, dieses
E
haben abe alle Handsch i en, die den ganzen
Sa z hie ube haup haben.
QUAE
is also nich s wei e als ein
mode ne ode an ike Fehle de Ab ennung. Es komm hinzu,
43
Dazu
s.
KOPP,
298
und
269:
PC
=
poe icus.
ZU den Abkii zungen ii -e
s.
SUDEMUND,
258 .:
B
=
be ,
H
=
he ,
P
=
pe ,
T
=
e ,
U
=
ue ;
UNDSAY,
333;
BAINS,
53;
CAPPELLI,
386:
UBA
=
ue ba,
146:
FUT
=
üe i ,
FUIT
=
~e i ;
SUDEMUND,
269:
FUIT
=
~e i .
da$ wenn wi
QUAE
ii
qua
und
e(s )
lesen, de ganze Sa z soga
iel besse wi d und ii den ech en Philologen auch in e essan e .
Denn
qua
bezieh sich zwa nach wie o au die zu o ge-
nann e
epis ula,
abe ande s. Denn wi sind je z ccgezwungenn
zu lesen, wie de ganze Sa z on Quin ilian gemein wa :
Fui (au Fu(e )i ) igi u b eui as illa
(...)
-u issima, qua e(s )
(.
.
.)
legendos Demos henen a que Cice onem.
De ganze Sa z mu J on Quin ilian -ande s als sich das unse e
Edi o en bishe imme gedach haben- so o mulie gewesen
sein, da/3 de A k k
u
s a i cclegendos Demos henen a que Cice o-
ne n>> ni c h unmo i ie das and, wie e in unse en Edi ionen
das eh , was de au me ksame Philologe als einen as un e -
zeihlichen Fehle emp inden mu J. Das is e s dann ande s, wenn
wi den Akkusa i als on diesem unse en
es
abhiingig e s ehen.
Das
es
ha dann eilich mi ccin epis ula ad dium sc ip a,, unse e
Ausgaben nich s zu un! Hie müssen wi also lesen:
b eui as
(...),
qua e(s ) apud Liuiu n, in epis ula ad
ilium
sc ip a, legendos (au qua e(s ), apud Liuium in epis ula
ad
dium, sc ip u(m)), legendos Demos henen a que Cice onem.
Abe de ganze Sa z ha wei e e Fehle de Übe lie e ung und
de Edi ion. Denn unse e Ausgaben lesen nach
legendos D. e C.
noch
um i a u quisque esse Demos heni e Cice oni simillimus
und Bu le übe se z ccwhe e he w i es ha he should ead Cice o
and Demos henes and hen suc h o a o s as mos esembled
hem,. Abe dies en sp ich dem la einischen Tex mi nich en! Zu
dem was Bu le dem Au o un e s ell , ha e diese wohl
um alios
o a o es
usw. gesch ieben. Denselben Fehle mach nun auch
Rahn.
Auch diese lies nhlich: <<Gelesen zu we den e dienen
Demos henes und Cice o, danach dann jede um so ehe , je
iihnliche e Demos henes und Cice o is s. Den Fehle mach je z
auch Cousin: ccTi e Li e, qui, dans une le e
a
son ils, éc i
ccqu'il au li e Démos hkne e Cicé on, puis les au e s, dans la
mesu e ou ils essemblen le plus
i
Démos hkne e Cicé on*. Das
is abe schon To alaus e kau de klassischen Philologie ode
noch genaue ein es honium paupe a is philologicae!
Denn
i a u
bedeu e un e keinen Ums iinden ccpuis les au es,,
und selbs wenn hie so e was gemein gewesen wa e, ha e
Quin ilian keinen G und, hie mi dem Konjun k i
esse
zu
kommen. 1s abe ccu quisque esse Demos heni e Cice oni
simillimus>> nu ein pium deside ium, mi dem jede Adep de
Rhe o ik sein S udium begann, und da ii sp ich de Supe la-
i
simillimus,
dann ha e es cdes au es, dans la mesu e ou ils
essemblen le plus
a
Démos hkne e Cicé onn ga nich gegeben.
Au jeden Fall ging es hie da um ga nich ! Sons wüp en wi
nich , wa um Quin ilian in bezug au die on Liuius dem Sohn
gegebene Lis e on We ken, die diese zu lesen ha e, on eine
b eui as
sp ich , und zwa on eine
b eui ns
(wiede einmal) im
S
upe l a
i
. Quin ilian ha e abe , als e ecu quisque esse
.. .
simillimus>> sch ieb, noch nich e gessen, dap die Lis e de
legendi
alle Reko de de Ku ze schlug. Allein aus diesen Rela-
ionen zeig es sich, dap aupe Demos henes und Cice o kein
ande e Au o zu lesen wa . Und das wa bei einem Au o , de
Cice o e go e e, eigen lich selbs e s andlich, d.h. auch dann,
wenn wi das Wo
simillimus
hie nich ha en. Haben wi es im
Tex , dann wa u Quin ilian (wie zu o u Liuius) nu Cice o
Demos heni simillimus, Cice oni simillim s
wa dann ni em a n d.
Nun ha unse Sa z einen wei e en Fehle , diesmal auch Fehle
de ~be lie e un~. Denn alle Ausgaben lesen, den Handsch i en
blindlings olgend, cc ui igi u b eui as illa u issima,,. Bu le and
im Englischen nich den genau passenden Ausd uck und las also
seh ungenau <<No, i was a sa e cou se ha Li y adop ed in
his le e o his son>>, e s bei Rahn lesen wi also ceso wa e also
die ku ze Regel am siche s en, wie sie Li ius in einem B ie
an
seinen Sohn gib >>. Auch Cousin lies je z ccLa oie la plus sii e
dans sa b ik e é u donc celle de Ti e Li e,. Abe ge ade je z
sehen wi , dap
u issimn
zu
b eui as
nich pap .
Tu issimn
pap
zu einem Fluch weg, zu einem A bei spla z im
...
S aa sdiens
ode zu Chancen eines Helden odes an einem besonde s ge-
ah lichen Abschni k iege ische Aupeinande se zungen. Die
b eui ns
hie wa dagegen ehe in de Fo mulie ung übe spi z ,
ex em scha ode besonde s geis eich. In e p e ie en wi
ich ig, dann lieg bei
TUTISSIMA
ein Ab ennungs ehle o . Die
noch in ak e Vo lage ha e namlich wohl CUTISSIMA.
Ein
Lib a ius,
au den de Fehle zu iickgeh , las es u
TUTIssIMA
und enn e
en sp echend ab. Aus ILLAA, das e u einen Sch eib ehle hiel ,
wu de dann du ch eine kleine Ko ek u
ILLA.
Ode die Vo lage
ha e u
illa
nu die Abku zung
ILL
(ode IA). De Lib a ius las

das e s e e Wo als ganz ausgesch ieben und das au Kos en des
nachs en Wo es. Aus
ILL
(ode
IA)
und
ACUTISSIMA
wu de so
ILLA CUTISSIMA
.
Unse e Lesa :
Fui (au Fu(e )i ) igi u b eui as ill(a) acu issima, qua e(s )
apud Liuium in epis ula ad ilium sc ip a (au sc ip u(m)), legen-
dos Demos henen a que Cice onem, um i a u quisque esse
Demos heni e Cice oni simillimus.
40.
Non
EST
dissimulanda nos i quoque iudicii summa: pau-
cos enim uel po ius uix ullum ex
HIS
qui ue us a em pe ule un
exis imo posse epe i i
QUI
iudicium adhiben ibus alla u us
SUNT
u ili a is aliquid, cum se Cice o ab illis quoque ue us issi-
mis auc o ibus, ingeniosis quidem sed a e ca en ibus, plu imum
a ea u adiu um.
An eine S elle, wo nu
quin
ich ig sein kann, lesen alle codd.
QUI,
nu de Ko ek o des P(a isinus
7723)
las dann
quin,
e we -
e ha e die E kenn nis abe e s Ob ech in seine Ausgabe
(S $bu g
1698).
Unse e Edi o en, die i n ne noch Ob ech zi ie en
und eigen lich nich die Handsch i en selbs , scheinen nich zu
wissen, dap
I
Abku zung u
-in
~a ~~,
QUI
also eine solche u
cll in.
Einen Fehle ha e uns die Übe ~ie e un~ e s do besche , wo
die add.
G
und
H
HIS
lesen. Die iihe en Ausgaben lasen dann
zwa ccpaucos enim uel po ius uix ullum ex his, qui ue us a em
pe ule un , exis imo posse epe i i*, abe Win e bo om und je z
Cousin lesen eex iis qui,,, dies siche in de E kenn nis, dap
diejenigen, die cue us a em pe ule un ,,, einige Jah hunde e
spa e u Quin ilian nich meh so p asen wa en, dap ein
hi
angeb ach wa e. Abe
11s
en sp ich nich de Palaog aphie.
HIS
mag Fehle sein, geh abe ehe au ein Wo zu uck, das o
S
d ei S iche ha e. De Fall lieg o , wenn wi eine leich e
Ve lesung annehmen und
HIS
u
NIS
lesen, das Abkü zung u
45
ZU
I
=
in
s.
~UDEMUND,
271:
[DE
=
inde,
ISTITUTUS,
IIUNGIT
=
iniungi u ;
UNDSAY,
11 1
;
BAINS,
57;
CAPPELLI,
168:
I
=
in,
3
17:
QUlYO
=
quinimo;
KOPP,
303:
Q(i) us
=
Quin us.
n(os )is ~a ~~. Denn Quin ilian mein e wie Cice o nu omische
Au o en.
Auch den Nu zen aus eine solchen Lek ü e sollen die Rome
haben, om S andpunk eines Quin ilian aus gesehen (ccalla u us
si nobis ). Wenn die codd.
G
H
und
T
nich
SIT
lesen sondem
SUNT,
SO
is das nu zu beg üssen, und zwa als Beweis da ü ,
dap die Vo lage meh las als nu das Zei wo si , um d ei S iche
meh , wenn si ausgesch ieben wa , um ie S iche meh , wenn
u si nu
ST
gesch ieben s and4'. Bes and das zusa zliche Wo
g undsa zlich aus senk ech en S ichen, dann sch ieb es sich
NB
und wa Abkü zung u n(~)b(is)~~.
De je z disku ie e Sa z is dem o angehenden schlech ange-
hang . Bu le lies namlich d ill,
I
mus no conceal my own
pe sonal con ic ions on his subjec ~, und das mi Rech . Mi
Rech übe se z auch Rahn (~Dennoch da ich nich e heim-
lichen, was u mein eigenes U eil hie en scheidend isb, mi
Rech auch Cousin {Cependan , je n'ai pas
a
dissimule non plus
mon opinion en gené al,,. Abe die en sp echende (ad e sa i e)
Pa ikel wi d dann auch Quin ilian selbs schon angewand haben.
Wi miissen sie do e wa en, wo ein ausgesch iebenes Wo
s eh , das o abgekü z wo den is , und zwa hin e
EST.
Wa es
abgekü z , dann mup die Pa ikel einem
ST
seh ahnlich gewesen
sein, und p ak isch eben alls abgekü z . Seh ahnlich is eigen lich
nu
AT
als Abkü zung u n(~) (em)~~. Wie
s
kann auch die Sigle
u con- aussehensO, abe ein c(on) ( a) en a e hie niemand, es
is auch noch nich en iesen, dap diese Sigle in Quin ilians
Handsch i en o kam ode do anzunehmen wa e. Unse e
Lesa :
Non
e(s )
c (u) (e n)
dissimulanda
nos i
quoque
iudicii
summa:
46
ZU de Abku zung s.
QUDEMUND,
282:
N~
=
nos a;
LINDSAY,
146:
NA.
NO
=
nos a, nos o,
NI
=
nos i;
BAINS,
25:
NI
=
nos i,
NM
=
nos um,
NIS
=
nos is;
CAPPELLI,
235:
NI
=
nos i,
NIS
=
nos is.
47
ZU
S
=
si S.
QUDEMUND,
301:
SP
=
si pa e ,
SNP
=
si non pa e ;
LINDSAY,
286:
SC
=
sicu , 290:
SM
=
simul, 291:
SN
=
sine,
su
=
siue;
BAINS,
46:
SN,
su
=
sine, siue;
CAPPELLI,
338: S
=
si ;
KOPP,
330: S(¡) i
=
si , 331: S(¡) a
=
si a.
48
Zu
NB
=
nobis s.
~JNDSAY,
134;
BAINS,
24;
CAPPELLI,
232 und 483;
PELZER,
50;
KOPP,
239: N(o)B.
49
ZU
AT
=
au em s.
%UDEMUND,
257;
~NDSAY,
13;
BAINS,
3;
CAPPELLI,
25 .
Dazu s.
QUDEMUND,
260.
paucos enim uel po ius uix ullum ex n(os )is qui ue us a em
pe ule un exis imo posse epe i i qui@) iudicium adhiben ibus
alla u us s(i) n(o)h(is) u ili a is aliquid, cum se Cice o ab illis
quoque ue us issimis auc o ibus, ingeniosis quidem sed a e ca-
en ibus, plu imum a ea u adiu um.
41.
Nec mul o aliud de nouis sen io:
QUOT
enim quisque
inueni i am demens po es qui ne minima quidem alicuius
CAE-
TERI
(
CETERE)
i d u c
i
a pa is memo iam pos e i a is spe-
aue i ? Qui si quis es , in a p imos s a im ue sus dep ehen-
de u , e ci ius nos dimi e quam
ET
eius nobis magno empo is
de imen 0 cons e expe imen um.
Eine seh spa en Handsch i (dem Pa . la .
7723)
olgend lesen
alle Ausgaben <<e ci ius nos dimi e quam u , das gu übe lie-
e e
ET
sp ich abe ehe u
e (inm)
ode u
CT
=
c(on) ( a).
Do wo unse e codd. (nu )
QUOT
lesen, las die ed. Colon. on
1527
be ei s
ql o l s.
Wenn unse e Edi ionen abe diese Ausgabe
zi ie en und nich die bes en codd., so scheinen die He ausgebe
nich geme k zu haben, dap
T
Abkü zung u
- l s5'
wa und
QUOT
also eine solche u
quo us.
Einen wi klichen Fehle de Pa adosis ha unse Sa z e s do ,
wo de
G
CAETERI
lies . Campano ha e s a dessen in seine
Ausgabe (Rome
1470)
ce e
gelesen. Ihm olgend lesen sei dem
alle Ausgaben qui ne minima quidem alicuius ce e iducia pa is
memo iam pos e i a is spe aue i und das is je z ein Fehle de
Edi ion. Denn die Edi o en haben nie e kla , wie aus dem angeb-
lich ich igen
ce e
das
CAETERI
ode
CETERE
unse e Hand-
sch i en we den konn e. Und es komm hinzu, dap
ce e
hie he
ga nich pap .
Was
de Tex hie noch b auch is eigen lich eine Cha ak e i-
sie ung de
idl c.i .
De Op imismus is bei den alle meis en
Au o en o e
i
1
i
g, e is schnell ü@ig. In e p e ie en wi ich ig,
so glaub e de Lib a ius, au den de Fehle zu ückzu üh en is ,
in de Vo lage ein
CETERI
sehen zu konnen und ha e c<ko igie ,,.
Abe die Vo lage ha e CELERI. Unse e Lesa :
ZU
den
Abku zungen
u
-us
s.
S~UDEMUND,
258 .:
B
=
bus,
I
=
ius,
M
=
mus,
P
=
pus, pos,
U
=
uus;
UNDSAY,
381:
T
=
us;
BAINS,
64;
T
=
us;
CAPPELLI,
315:
QW =
qhaes us,
190:
IT
=
ius us;
KOPP,
237:
N( )
=
na us.
Nec mul o aliud de nouis sen io: quo (us) enim quisque inue-
ni i am demens po es qui ne minima quide n alicuius celen
iducia pa is memo iam pos e i a is spe aue i ? Qui si quis es ,
in a p imos s a im ue sus dep ehende u , e ci ius nos dimi e
quam e (iam) eius nobis nagno empo is de imen 0 cons e
expe i nen um.