Missb auch und Schu z on So wa e
Eine heo e ische und empi ische Un e suchung aus Sich de Neuen
Ins i u ionenökonomik
Disse a ion
zu E langung des G ades eines Dok o s de Wi scha swissenscha en
de Rech s- und Wi scha swissenscha lichen Fakul ä
de Uni e si ä Bay eu h
Vo geleg
on
Diplom Volkswi (Uni .) Joachim Ma in Kelle
geb. am 15.12.1969 in Bay eu h
Dekan: P o . D . Ka l-Geo g Lo i z
E s be ich e s a e : P o . D . D . h.c. Pe e Obe ende
Zwei be ich e s a e : P o . D . Volke Ul ich
Tag de mündlichen P ü ung: 26.05.2008
I
Inhal s e zeichnis
Abbildungs e zeichnis V
1 Einlei ung 1
1.1 P oblems ellung 1
1.2 Gang de Un e suchung 3
2 Ökonomik als Wissenscha 6
2.1 Posi i e und no ma i e ökonomische Theo ie 6
2.2 An eize im Modell des Homo oeconomicus 6
2.3 G undzüge de Ins i u ionen heo ie 9
2.3.1 Ins i u ionen 10
2.3.2 Beg enz e Ra ionali ä und oppo unis isches Ve hal en 11
2.3.3 Wei e en wicklung des Homo oeconomicus 14
2.4 Ins i u ionen als Koo dina ions- und Mo i a ionsins umen e 15
2.5 An eizwi kung on Ins i u ionen im Modell des Homo oeconomicus 16
2.6 Beziehungen on Ins i u ionen 17
2.7 Ansä ze de Neuen Ins i u ionenökonomik 18
3 Re e enzsys em 21
3.1 De klassische libe ale S aa 21
3.2 Wi scha sgesellscha , Übe wachungs- und Du chse zungssys em 22
3.3 Ma k p ozess und We bewe b 23
3.4 Lösung de Koo dina ions- und Mo i a ionsp obleme im Re e enzsys em 25
3.4.1 S aa liche und p i a e Regeln 25
3.4.2 Ma k 26
3.4.3 Technische Zwang 26
3.4.4 Ve s ändigungs- und Le np ozesse 26
3.5 An eizanalyse im Re e enzsys em 27
4 Aussagen de Neuen Ins i u ionenökonomik 28
4.1 Un e suchungsobjek So wa e 28
4.1.1 De ini ion on So wa e 28
4.1.2 En wicklung on So wa e 30
4.1.3 Ve ieb on So wa e 30
4.1.3.1 En wicklung de Ma k s uk u 30
4.1.3.2 Eigen ums ech e 31
4.1.3.2.1 U hebe ech 31
4.1.3.2.2 Lizenz e ag und So wa eka ego ien 32
4.1.3.2.3 Raubkopien und So wa epi a e ie 34
4.1.4 So wa e als In o ma ionsgu 35
4.1.4.1 E ah ungsgu - und Ve auenseigenscha en 35
4.1.4.2 Kos ens uk u bei de So wa ep oduk ion 36
4.1.5 Hal ba kei on So wa e 37
4.1.6 T ansak ionskos en 37
4.1.6.1 Such-, In o ma ions- und Inspek ionskos en 38
4.1.6.2 Ve handlungs- und En scheidungskos en 39
4.1.6.3 Übe wachungs- und Du chse zungskos en 40
4.1.6.4 E assung und Zuo dnung on T ansak ionskos en 40
II
4.1.7 Ne zwe ke ek e 41
4.1.7.1 Di ek e Ne zwe ke ek e 42
4.1.7.2 Indi ek e Ne zwe ke ek e 43
4.1.7.3 S a p oblem und k i ische Masse 44
4.1.7.4 Sponso ing und Inkompa ibili ä als s a egische En scheidung 45
4.1.8 Ri ali ä s- und Exklusionsg ad on So wa e 49
4.1.8.1 Ri ali ä im Konsum 49
4.1.8.2 Ausschließba kei on So wa e 50
4.1.8.2.1 Kul u elle Schu z 50
4.1.8.2.2 S aa liche Schu z 50
4.1.8.2.3 P i a e Schu z 51
4.2 Koo dina ions- und Mo i a ionsp oblem 52
4.3 Eigen um an So wa e als Abweichung om Ideal yp 53
4.3.1 U hebe ech und komme zielle So wa e 53
4.3.2 Gemeindeeigen um und Open Sou ce-So wa e 54
4.3.3 K i ik 57
4.4 Aussagen de T ansak ionskos enökonomik 58
4.4.1 Dimensionen on So wa e ansak ionen 58
4.4.2 Fundamen ale T ans o ma ion 60
4.4.2.1 Ins i u ionelle A angemen s 61
4.4.2.2 Ablei ung al e na i e ins i u ionelle A angemen s 62
4.4.2.3 We bewe b de Go e nance-S uk u en 64
4.4.3 K i ik 65
4.5 Aussagen de P inzipal-Agen en-Theo ie 66
4.5.1 Typen on In o ma ionsasymme ien 68
4.5.2 Ve e ungskos en 68
4.5.3 Lösungen ü P inzipal-Agen en-P obleme 69
4.5.3.1 Reduk ion de In o ma ionsasymme ie 70
4.5.3.2 Au lösung de Zielkon lik e du ch An eiz e äge 71
4.5.3.3 Ve auensbildung als O ganisa ionsp inzip 72
4.5.3.3.1 Ve auen als P inzipal-Agen en-Beziehung 73
4.5.3.3.2 Wi kung on Ve auen 75
4.5.3.3.3 Vo ausse zung ü Ve auen 77
4.5.3.3.4 Ve auen e sus Miss auen 80
4.5.3.3.5 Ve auen im Ve hal ensmodell des Homo oeconomicus 81
4.5.4 K i ik 82
4.6 Zusammen assung 83
5 An eize au So wa ekonsumen en und So wa ehe s elle 85
5.1 Ziel de An eizanalyse 85
5.2 An eize zu Nu zung on So wa e ode Raubkopien 85
5.2.1 G undmodell mi oppo unis ische Ve hal ensweise 85
5.2.1.1 Annahmen 86
5.2.1.2 Kos en-Kalkül 86
5.2.1.3 Einkommens- und P eis a ia ionen 87
5.2.1.4 K i ik 88
5.2.2 Missb auchskos en, Sank ionskos en und beg enz e Ra ionali ä 89
5.2.2.1 Annahmen 89
5.2.2.2 Kos en de So wa e 90
5.2.2.3 Kos en de Raubkopie 91
III
5.2.2.4 Kos en-Kalkül des Konsumen en 93
5.2.2.5 Res ik ions- und Kos en a ia ionen 94
5.2.2.6 K i ik 95
5.2.3 T ansak ionskos en 97
5.2.3.1 Annahmen 97
5.2.3.2 Wi kung on T ansak ionskos en 97
5.2.3.3 Kos en-Kalkül des Konsumen en 98
5.2.3.4 Va ia ion de T ansak ionskos en 99
5.2.3.5 K i ik 101
5.2.4 Konku ie ende So wa e 102
5.2.4.1 Annahmen 102
5.2.4.2 So wa enu zen 102
5.2.4.3 Kos en-Nu zen-Kalkül des Konsumen en 103
5.2.4.4 Nu zen- und Kos en a ia ionen 104
5.2.4.4.1 U hebe ech und p i a e Schu z 104
5.2.4.4.2 P adabhängigkei und Wechselkos en 105
5.2.4.4.3 An eize aus P eis- und Einkommens a ia ion 107
5.2.4.5 K i ik 108
5.2.5 E ah ung und Le np ozesse 108
5.2.5.1 Le nen und Gewohnhei 110
5.2.5.2 In e nalisie ung on gegebenen Ins i u ionen du ch
Le np ozesse 111
5.2.5.3 Kon lik e zwischen Ins i u ionen und Gewohnhei en 111
5.2.6 En scheidung als Black-Box-Ve ah en 112
5.2.7 An eize zu Nu zung on So wa e ode Raubkopien: Eine
Synopsis 113
5.2.8 Zusammen assung 114
5.3 An eize zu Wei e gabe on Raubkopien 116
5.3.1 Posi i e An eize zu Wei e gabe on Raubkopien 116
5.3.1.1 Fehlende Ri ali ä im Konsum 116
5.3.1.2 Ne zwe ke ek e 116
5.3.1.3 Mone ä e Aspek e 117
5.3.1.4 Au me ksamkei sökonomische Aspek e und G uppenzwang 118
5.3.1.5 Gelegenhei s heo ie 118
5.3.2 Nega i e An eize zu Wei e gabe on Raubkopien 118
5.3.3 Technische Fo sch i als Ve s ä ke de Missb auchsan eize 119
5.3.4 An eize zu Wei e gabe on Raubkopien: Eine Synopsis 121
5.3.5 Zusammen assung und K i ik 122
5.4 An eize zu P oduk ion und zum Schu z on So wa e 123
5.4.1 Kos en, E löse, U hebe ech und echnische Eigen umsschu z 123
5.4.2 Scha ung on We bewe bs o eilen 125
5.4.2.1 Sponso ing du ch P oduk - und P eisdi e enzie ung 125
5.4.2.2 K i ische Masse und Ge angenendilemma des
Eigen umsschu zes 126
5.4.3 Ge ah de unin endie en Ma k spal ung du ch Schu z e zich 129
5.4.4 Maßnahmen de So wa ehe s elle zum Eigen umsschu z 131
5.4.4.1 Technische Schu z und Einsa zs a egien 131
5.4.4.2 Ka ellbildung 136
5.4.4.3 Ma k zu i ssch anken du ch Inkompa ibili ä 136
5.4.4.4 Ma ke ingpoli ische Maßnahmen 137
IV
5.4.4.4.1 P oduk - und P eispoli ik 138
5.4.4.4.2 Kommunika ionspoli ik 143
5.4.4.4.3 Dis ibu ionspoli ik 144
5.4.4.4.4 Ma k o schung 145
5.4.4.5 In o ma ionspoli ik und In e essen e bände 145
5.4.5 An eize zu P oduk ion und zum Schu z de So wa e: Eine
Synopsis 146
5.4.6 Zusammen assung und K i ik 146
6 Wi ksamkei on Schu zmaßnahmen 148
6.1 P i a e Schu zmaßnahmen 148
6.2 S aa liche Schu zmaßnahmen 148
6.2.1 U hebe ech 148
6.2.2 Zwangsgebüh en 150
6.3 Bildungspoli ik 151
6.4 Kul u elle Schu zmaßnahmen und In e nalisie ung 151
7 U hebe ech s e le zungen am Beispiel on So wa e 153
7.1 S udien zu So wa epi a e ie 153
7.2 S udien im Au ag de Business So wa e Alliance 153
7.2.1 E gebnisse 153
7.2.2 K i ik 156
7.3 S udie zu Digi alen Men ali ä 157
7.3.1 E gebnisse 157
7.3.2 K i ik 159
8 Zusammen assung und Ausblick 160
Li e a u e zeichnis 166
Zusammen assung 180
Abs ac 180
Lebenslau 182
Danksagung 183
V
Abbildungs e zeichnis
Abbildung 1: S uk u und Au bau de o liegenden A bei 5
Abbildung 2: Oppo unismus und beg enz e Ra ionali ä 13
Abbildung 3: Ansä ze de Neuen Ins i u ionenökonomik 20
Abbildung 4: So wa eka ego ien 33
Abbildung 5: Kompa ibili ä swahl in einem D eis u enspiel 47
Abbildung 6: T aue spiel de Allemende bei So wa e 55
Abbildung 7: Ve auensspiel 73
Abbildung 8: Mögliche Ein luss ak o en au X 74
Abbildung 9: Schu z on E wa ungen 81
Abbildung 10: En scheidungsma ix im G undmodell 87
Abbildung 11: Ve lau de Kos en unk ionen on So wa e und Raubkopie 93
Abbildung 12: En scheidungsma ix bei beg enz e Ra ionali ä und
Sank ionskos en 94
Abbildung 13: Wi kung on T ansak ionskos en au die Ausgabensumme 99
Abbildung 14: Nu zen e lau U in Abhängigkei on den T ansak ionskos en k 100
Abbildung 15: Synopsis de An eize zu Nu zung on So wa e ode
Raubkopien 113
Abbildung 16: Synopsis de An eize zu Wei e gabe on Raubkopien 121
Abbildung 17: So wa e und Raubkopien au dem he e ogenen Ma k 130
Abbildung 18: Zusammenhang zwischen Schu zin ensi ä So wa eumsa z 135
Abbildung 19: Synopsis de An eize zu P oduk ion und zum Schu z on
So wa e 146
Abbildung 20: En wicklung de So wa epi a e ie a e 154
Abbildung 21: Schäden du ch So wa epi a e ie 154
1
1 Einlei ung
1.1 P oblems ellung
De Beg i So wa e besch änk sich im Folgenden ausschließlich au S anda dso -
wa e. Nu diese is Gegens and de Un e suchung. T o z des u hebe ech lichen Schu -
zes kann man übe das In e ne nahezu jede So wa e beziehen, ohne den ge o de en
Kau p eis en ich en ode ech liche Konsequenzen ü ch en zu müssen. Illegal kopie e
und e wende e So wa e bezeichne man als Raubkopie, wäh end de Handel ode die
Wei e gabe on Raubkopien mi dem Beg i „So wa epi a e ie“ umsch ieben wi d.
Das zunehmende Aushebeln de Ve ügungs ech e an geis igen We ken e u sach ,
wenn man de So wa eindus ie Glauben schenk , Schäden in Millia denhöhe.
1
In die-
sem Zusammenhang wi d o die Fo de ung lau , das In e ne müsse besse übe wach
ode ga zensie we den, um gel endes Rech du chzuse zen und die zunehmende Ve -
b ei ung on Raubkopien einzudämmen. E gänzend e langen iele So wa ehe s elle ,
die Übe wachungs- und Du chse zungs egeln des gel enden U hebe ech s zu e schä -
en bzw. ein Online-U hebe ech einzu üh en.
2
Im di ek en Wide sp uch zu den Fo de ungen de So wa eindus ie s eh das Handeln
einzelne So wa ehe s elle , die au echnische Schu zmaßnahmen e zich en und die
Ve b ei ung ih e So wa e als Raubkopien zulassen. Das Dongle
3
schü z bei-
spielsweise auch heu e noch Jah zehn e nach seine E indung wi ksam o de Ve -
b ei ung on Raubkopien.
4
Die Exis enz des Dongles beleg auch, So wa epi a e ie wa
schon als P oblem iden i izie als das In e ne in seine heu igen Fo m noch nich exis-
ie e.
5
Wi ksame Schu z bedeu e nich , dass es unmöglich is , Raubkopien zu e zeugen ode
lau ähig zu ins allie en, sonde n dass die dami e bundenen Kos en ü den ode die
1
Vgl. Business So wa e Alliance (2004), S. 9. Die du ch So wa epi a e ie e u sach en Schäden lagen
lau de S udie de BSA in 2003 bei ca. 30 Millia den US-Dolla .
2
Vgl. Business So wa e Alliance (2004), S. 7.
3
Das Dongle wi d mi eine So wa e e knüp , sodass die Lau ähigkei de So wa e das
Vo handensein des Dongles o ausse z . Ein Ha dwa e-Dongle is beispielsweise kaum zu kopie en, ohne
g öße en echnischen Au wand zu be eiben.
4
Vgl. Hoppe, G. und P ieß, A. (2003), S. 65 . o. Kie e , J. (2007), S. 132.
5
Vgl. Ga es, B. (1995), S. 68 . Mic oso s BASIC wu de in den siebzige Jah en as ausschließlich
illegal kopie . Vgl. G asschmuck, V. (2002), S. 32 – 34.
2
meis en So wa ekonsumen en so hoch sind, dass es keinen Sinn mach , Raubkopien zu
nu zen.
Is es wi klich so abwegig, sein Eigen um zu schü zen? Ma e ielles Eigen um, wie Au o,
Mo o ad, Haus, e c. is g undsä zlich gegen Diebs ahl geschü z . Wenn die So wa e-
he s elle ih Eigen um op e n, dann kann dies nu da an liegen, dass sie echnischen
Schu zmaßnahmen keine g oße Wi ksamkei bescheinigen ode die Schu zkos en die
Schu zeinnahmen übe s eigen. Die U sachen ü die Ve le zung des U hebe ech s sind
im Ve hal en de So wa ekonsumen en und de So wa ep oduzen en zu suchen, da
e s genann e Raubkopien e wenden und le z e e dies in de Regel zulassen. Im Mi el-
punk de ins i u ionenökonomischen Un e suchung s ehen dahe die Iden i ika ion de
ü den Regelmissb auch e an wo lichen U sachen bzw. An eize und die Analyse de
Maßnahmen zu Lösung de Du chse zungsp oblema ik im Zusammenhang mi dem
U hebe ech . Folgende F agen we den dabei im Einzelnen bean wo e :
• Welche ech lichen, wi scha lichen und echnischen Me kmale cha ak e isie en
So wa e und den Ma k ü So wa e?
• Welche Emp ehlungen sp ich die Neue Ins i u ionenökonomik (P ope y-
Righ s-Theo ie, T ansak ionskos enökonomik und P inzipal-Agen en-Theo ie)
ü die So wa ehe s elle aus?
• Welche An eize wi ken au den So wa ekonsumen en bei de En scheidung ü
So wa e ode Raubkopien?
• Welche An eize agen zu E zeugung und Ve b ei ung on Raubkopien bei?
• Welche An eize ha de He s elle , seine So wa e zu e ma k en, zu schü zen
ode dies zu un e lassen?
• Welche ech lichen, wi scha lichen und echnischen Maßnahmen können ein-
gese z we den, um die U hebe ech sp oblema ik zu lösen und wie wi ken diese
Maßnahmen?
• Welche Emp ehlungen sp echen empi ische S udien ü die So wa ehe s elle
aus?
Ziel is es, zu belegen, dass es in de So wa eb anche ü die Un e nehmen um iel
meh geh , als „nu “ um den Schu z ih es Eigen ums o So wa epi a en. Eng e -
9
In de Ökonomik komm es wede au die E klä ung menschlichen Ve hal ens im Ein-
zel all noch au eine E klä ung indi iduellen Handelns im Allgemeinen an. D eh- und
Angelpunk de Analyse is das ep äsen a i e Ve hal en de En scheidungssubjek e
un e Knapphei s es ik ionen bzw. die Ve hal ensände ung de En scheidungssubjek e
bei Ve ände ung de Si ua ion.
20
Die F age is : welche An eize wi k en au die Ak eu e,
dami es zu den beobach e en Handlungs olgen bzw. zu de neuen Si ua ion kam?
Das Modell des Homo oeconomicus s ell ein in sich geschlossenes Modell da , welches
die P ozesse de menschlichen P ä e enzbildung und de kogni i en In o ma ions e a -
bei ung bewuss nich in die ökonomische Analyse einbezieh , um allein au die si ua i-
en An eize abs ellen zu können. De Homo oeconomicus is demnach nich als Men-
schenbild, sonde n als heo e isches Kons uk zu E klä ung menschlichen Handelns
un e bes imm en Rahmenbedingungen zu e s ehen.
21
2.3 G undzüge de Ins i u ionen heo ie
Sei Adam Smi h s ellen sich Ökonomen die F age, wie eali ä s e n ökonomische Mo-
delle sein dü en, wenn man aus ihnen wi scha spoli ische Handlungsemp ehlungen
ablei en möch e. Adam Smi h kann dabei als e s e Ins i u ionenökonom au ge ass
we den, da e die ökonomischen Implika ionen de Ins i u ionen Ma k und Regulie ung
mi einande e glichen ha .
22
Die Ins i u ionen heo ie e wei e den Anwendungsbe eich de neoklassischen Hand-
lungs heo ie, wobei sich das Fundamen in beiden Fällen ähnel . De Blickwinkel, un e
dem mik oökonomische E scheinungen be ach e we den, ha sich jedoch geände . Es
we den Ins i u ionen und de en Beglei ums ände bzw. Wi kungen au das menschliche
Ve hal en analysie . Die Neue Ins i u ionenökonomik un e such in diesem Zusam-
menhang posi i eal exis ie ende Ins i u ionen und no ma i solche, die wi uns wün-
schen, un e Anwendung des neoklassischen mik oökonomischen Ins umen a iums,
alle dings mi wei e gehenden Hypo hesen, als dies in de Neoklassik de Fall is .
23
20
Vgl. Homann, K. u. Suchanek, A. (2000), S. 58 . u. S. 391 . u. E lei, M., Leschke, M. u. Saue land,
D. (1999), S. 5 .
21
Vgl. Suchanek, A. (2001), S. 145 ., Homann, K. u. Suchanek, A. (2000), S. 426 . u. Göbel, E.
(2002), S. 25. Göbel geh in diesem Zusammenhang nähe au die Ge ah de Tau ologie ein.
22
Vgl. Ma iensen, J. (2000), S. 75 .
23
Vgl. Rich e , R. u. Bindseil, U. (1995), S. 317 .
10
2.3.1 Ins i u ionen
Ins i u ionen sind Regeln und Regelsys eme, einschließlich de Vo keh ungen zu de en
Du chse zung. Sie sind die Spiel egeln unse e Gesellscha bzw. die om Menschen
e dach en Besch änkungen menschliche In e ak ionen. Sie de inie en und limi ie en
den Be eich indi iduelle Wahlhandlungen bzw. scha en die Vo ausse zungen, un e
denen bes imm e Pe sonen gewisse Tä igkei en o nehmen dü en und um assen das,
was dem Einzelnen zu un un e sag is . Ein wesen liche Aspek bezüglich de Wi -
kungsweise on Ins i u ionen is die Kos spieligkei de Fes s ellung on Übe e ungen
und die Schwe e de S a e. Ins i u ionen lenken das menschliche Ve hal en in eine be-
s imm e Rich ung, wo un e in diese Un e suchung auch de Zweck ode das Ziel on
Ins i u ionen e s anden wi d. So e n diese Zweck ealisie wi d, b ingen Ins i u ionen
O dnung in das menschliche Mi einande und dienen de Reduk ion on Unsiche hei .
Ins i u ionen e üllen sowohl eine An eiz- als auch eine In o ma ions unk ion.
24
Regeln können o mgebundene bzw. o melle Besch änkungen da s ellen wie e wa on
Menschen e dach e sch i lich ixie e Gese ze ode sie sind o mlose bzw. in o melle
Na u , wie beispielsweise Kon en ionen, Gep logenhei en ode Ve hal enskodizes. Sie
en sp echen den Spiel egeln im Mannscha sspo . Die o mellen und in o mellen Re-
geln bes immen mi de A und Wi ksamkei ih e Anwendung den gesam en Cha ak e
des Spiels. Manche Mannscha en sind e olg eich, weil sie die Spiel egeln missach en.
Ob sich diese S a egie lohn , häng da on ab, wie e olg eich die Übe wachung unk-
ionie und wie schwe die S a e is . Ve hal enskodizes wie beispielsweise de G und-
sa z de Fai ness, besch änken die Spiele , obwohl diese bei Übe sch ei ungen unges -
a da on kommen können.
25
Ins i u ionen en s ehen du ch Einwi kung des Menschen. Im einen Ex em all en wi-
ckeln sie sich spon an aus dem Eigenin e esse de Indi iduen he aus bzw. im Sinne on
Hayek als Konsequenz eines P ozesses nich in endie e E gebnisse in en ionalen Han-
delns z. B. als in o melle Regeln ode Si en, die im Lau e de Zei kodi izie we den
können. Im ande en Ex em all bilden sie sich zielge ich e bzw. kons uk i is isch a-
ionalis isch als das in endie e E gebnis geplan e Ak i i ä en z. B. als o melle Regeln
du ch eine be ug e Ins anz. Im e s en Fall sp ich Williamson on spon ane und im
24
Vgl. Rich e , R. (1994), S. 1 ., No h, D. C. (1992), S. 3 ., Göbel, E. (2002), S. 5 . u. Homann, K.
u. Suchanek, A. (2000), S. 120 .
25
Vgl. No h, D. C. (1992), S. 4 .
11
zwei en Fall on o sä zliche Behe schung und Übe wachung. Im konk e en Einzel-
all is diese gedankliche T ennung schwie ig du chzu üh en. Spon an und o sä zlich
gescha ene Ins i u ionen exis ie en ielmeh nebeneinande .
26
2.3.2 Beg enz e Ra ionali ä und oppo unis isches Ve hal en
Das neoklassische Denken un e s ell Indi iduen mi übe menschlichen Fähigkei en, die
alle gewünsch en In o ma ionen so o , jede zei und kos enlos e hal en sowie e a bei-
en. Sie e assen Ve äge mi ollkommene Vo aussich , sodass diese p äzise kon -
ollie und du chgese z we den können. Das neoklassische Indi iduum leb e nab on
de Reali ä in eine Wel ohne F ik ionen und mi eindeu igen Lösungen. Un e diesen
Ums änden is es une heblich, ob dem Geschädig en ode de Pa ei, die ex e ne E ek e
e zeug , Rech sansp üche einge äum we den. Bezogen au die Nu zung on Raubko-
pien bedeu e dies, in eine solchen Wel is es gleichgül ig, ob de So wa ehe s elle
bei Au e en eines u hebe ech lichen Missb auchs en schädig wi d, ode de So -
wa ehe s elle gezwungen is , das Rech au Kopien abzukau en. De So wa ehe s elle
kenn in de Reali ä nich unbeding alle Nu ze seine So wa e und deshalb allen in
beiden Fällen un e schiedliche Kos en ü die Bescha ung de nö igen In o ma ionen
an. Die Kos en zu In o ma ionsbescha ung bezeichne man auch als T ansak ionskos-
en, die bei de Be ei s ellung, Nu zung, Au ech e hal ung und Umo ganisa ion on
Ins i u ionen an allen.
27
In eine Wel mi T ansak ionskos en is de E we b on Wissen eue und nu beg enz
möglich. Die En scheidungssubjek e können nich alle bes ehenden Al e na i en wah -
nehmen, alle Konsequenzen diese Al e na i en abschä zen ode ga eine olls ändige
Bewe ung mögliche E gebnisse o nehmen. Die Neue Ins i u ionenökonomik un e s-
ell deswegen beg enz e Ra ionali ä ; die En scheidungssubjek e e hal en sich nu
noch in en ional a ional. Ein und dieselbe Si ua ion kann dahe on den Ak eu en un-
e schiedlich bewe e we den, sodass sich am selben O zum selben Zei punk ü zwei
26
Vgl. Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 8 . u. S. 21, No h, D. C. (1992), S. 3 . und Hayek, F.
A. (1969), S. 101.
27
Vgl. Rich e , R. (1994), S. 5 ., Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 8 . und Coase, R. (1988),
S. 14.
12
e schiedene Ak eu e zwei un e schiedlich wah genommene Si ua ionen e geben kön-
nen.
28
Aus de beg enz en Ra ionali ä olg abe nich zwangsläu ig, dass de Homo oecono-
micus an E klä ungsk a e lie . E lang das Indi iduum beispielsweise neue Kenn-
nisse, ände sich die Si ua ion und un e Ums änden ce e is pa ibus auch sein Ve hal-
en. Un ollkommene In o ma ionen und T ansak ionskos en dü en dahe nich mi
sp ungha em Ve hal en ode ga I a ionali ä e wechsel we den, lediglich de öko-
nomische Ansa z ück nähe an die Reali ä .
29
Die Annahme de s abilen und kons an en P ä e enzen bleib bes ehen, wenn in dem
ökonomischen Modell geeigne e, p oblemgelei e e, ele an e Res ik ionen ge unden
we den, welche die beobach e en E scheinungen e klä en. E s wenn de ein ache öko-
nomische Op imie ungsansa z keine hin eichende E klä ung ü das menschliche Ve -
hal en lie e , is es no wendig, au psychologisch undie e Ansä ze zu ückzug ei en.
30
In eine Wel mi beg enz a ionalen Indi iduen sind die E gebnisse des in en ional
a ionalen Handelns de a ionalen Un olls ändigkei ausgese z . Nich nu die Regeln
und No men des Gese zgebe s, auch die Ve äge zwischen e schiedenen Pa eien sind
no wendige weise un olls ändig. Bei Ve ags e handlungen en s ehen hohe T ansak i-
onskos en, die alle be o enen En scheidungssubjek e angemessen be ücksich igen
müssen, gleichwohl nich alle mi einbezogen we den können. Bedeu ung gewinn da-
he die F age nach dem Ve ah en, mi dem zukün ige P obleme behandel we den
sollen. Man kann in jedem Fall annehmen, dass nich alle Ve agsp obleme o Ab-
schluss des Ve ages bekann sind und geklä we den können. De Fak o Zei spiel
somi in de Neuen Ins i u ionenökonomik eine wesen lich g öße e Rolle als in de
Neoklassik.
31
Den En scheidungssubjek en we den neben de beg enz en Ra ionali ä noch wei e e
Eigenscha en, sogenann e oppo unis ische Ve hal ensweisen, zugesp ochen. Sie sind
beispielsweise in de Lage, zu lügen, o sä zlich zu e wi en ode zu s ehlen, was nich
28
Vgl. Homann, K. u. Suchanek, A. (2000), S. 29 . Das Konzep de beg enz en Ra ionali ä inde sich
u. a. in Ma iensen, J. (2000), S. 181 ., E lei, M., Leschke, M. u. Saue land, D. (1999), S. 9 .,
Ki chgässne , G. (1991), S. 31 ., Rich e , R. (1994), S. 3 . ode Williamson, O. E. (1990), S. 50 .
29
Vgl. Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 3 ., Göbel, E. (2002), S. 32 . u. Homann, K. u.
Suchanek, A. (2000), S. 44 .
30
Vgl. E lei, M., Leschke, M. u. Saue land, D. (1999), S. 14 .
31
Vgl. Rich e , R. und Fu ubo n, E. (1999), S. 20 .
13
de Annahme de Ra ionali ä wide sp ich , denn ein En scheidungssubjek kann auch
un e Anwendung on Lis und Tücke seinen Nu zen mögliche weise e olg eiche ma-
ximie en. Oppo unismus s ell die Ex em o m de Ve olgung des Eigenin e esses
da .
32
Abbildung 2 e deu lich die ie Ex em älle de Kombina ion aus oppo unis ischem
Ve hal en und Ra ionali ä . In de Neoklassik he schen au g und de ollkommenen
Ve äge, de T anspa enz und dem ehlenden oppo unis ischen Ve hal en de Ak eu e
pa adiesische Zus ände o . Beg enz e Ra ionali ä in Kombina ion mi nich -
oppo unis ischem Ve hal en und Oppo unismus in Ve bindung mi a ionalem Ve hal-
en is eben alls unbedenklich. Im e s en Fall sind Ve äge mi Gene alklauseln zu e -
wa en, die o den Risiken un ollkommene Ve äge ode Ins i u ionen schü zen, und
im zwei en Fall wi d alles e schöp end bis ins le z e De ail du ch e agliche Regelun-
gen abgesiche .
33
Abbildung 2: Oppo unismus und beg enz e Ra ionali ä
Ve hal en
Ra ional Beg enz a ional
Nich oppo unis isch Pa adies ( ollkommene
Ve äge) Ve äge mi Gene alklau-
sel
Oppo unis isch E schöp ende e agliche
Regelungen E ns ha e Ve ags-
schwie igkei en
Quelle: Williamson, O. E. (1990), S. 76.
Die Kombina ion aus Oppo unismus und beg enz e Ra ionali ä dü e de Reali ä am
ehes en en sp echen und genau hie sind e ns ha e Ve agsschwie igkei en zu e wa -
en, denn das Ve sp echen, die Ve agslücken im „Geis e de Ve einba ung“ spä e
auszu üllen, eich bei oppo unis ischem Ve hal en nich aus, weil die Ak eu e nich
wissen, ob de Ve agspa ne genau diesen Ums and ausnu zen wi d.
34
32
Die P oblema ik des oppo unis ischen Ve hal ens is aus üh lich bei Williamson, O. E. (1990), S. 53
. und S. 73 . besch ieben.
33
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 54 . u. S. 76 u. B unne , K. u. Meckling, W. H. (1977), S. 71 .
34
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 76. o. E lei, M., Leschke, M. u. Saue land, D. (1999), S. 178 .
14
2.3.3 Wei e en wicklung des Homo oeconomicus
Die E kenn nis, Menschen endie en zu oppo unis ischem Ve hal en und müssen in
ih em Kalkül T ansak ionskos en be ücksich igen, münde e in de Wei e en wicklung
des Homo oeconomicus.
35
Im Folgenden wi d on eine In e p e a ion des Homo oeco-
nomicus, dem RREEMM ode es ic ed, esou ce ul, expec ing, e alua ing maximizing
man ausgegangen.
36
De Ak eu (man) beach e g undsä zlich die Bedingungen de konk e en Handlungssi-
ua ion ( es ic ed), weiß die en las ende und inso e n p oduk i e K a handlungslei en-
de Regeln zu schä zen, is abe nich au bes imme No men und Ins i u ionen es ge-
leg , sonde n kann die Möglichkei en de Ziel ealisie ung du ch die Gewinnung neue
In o ma ionen ak i beein lussen ( esou ce ul). E ha E wa ungen hinsich lich de
Möglichkei en zu Ziele eichung (expec ing) und bewe e dabei ühe e, je zige sowie
zukün ige Zus ände und E eignisse (e alua ing), um sich dann so zu en scheiden, dass
sein e wa e e Gesam nu zen maximal wi d (maximizing).
37
De RREEMM be ücksich ig Regeln, T ansak ionskos en und die Meinung e -
auenswü dige Expe en in seinem Ve hal en. E is abe meh als eine in elligen e
he zlose Maschine, denn e maximie mi Ein alls eich um und Oppo unismus. Du ch
die E wei e ung des Maximanden hin zum Nu zen im Sinne on „alles, was pe sönli-
chen Nu zen spende “ wi d eine o ene Ziel unk ion allgemeine Nu zena en de Wi -
scha ssubjek e angenommen, denn nu das Indi iduum weiß, was es maximie en will,
sei es Gü e e so gung, Gewinn, Geld, Al uismus, Liebe, Talen , Wissen ode ähnli-
ches.
38
Dieses Modell e laub somi ie e Einsich en in das ep äsen a i e menschliche Ve hal-
en un e un e schiedlichen ins i u ionellen Bedingungen bzw. Res ik ionen, wobei man
sich de Ge ah bewuss sein muss, dass diese Hypo hesen zu lee em Fo malismus e -
kommen können, wenn empi ische Beobach ungen ausschließlich au Besonde hei en
35
Vgl. Homann, K. u. Suchanek, A. (2000), S. 414 . u. Rich e , R. und Fu ubo n, E. (1999), S. 5.
36
Vgl. Lindenbe g, S. (1985), S. 99 - 114, Neumann, M. (1984), S. 207 ., Tie zel, M. (1981), S. 218 . u.
F ey, D. u. Gülke , G. (1988), S. 168 . u. Homann, K. u. Suchanek, A. (2000), S. 418 .
37
Vgl. Kunz, V. (1996), S.43 u. Esse , H. (1993), S. 236 .
38
Vgl. Ma iensen, J. (2000), S. 199 ., Pies, I. (1998), S. 15 . u. Tie zel, M. (1981), S. 218 .
15
eine ungenauen, ad hoc o genommenen Spezi izie ung de Nu zen unk ion zu ückge-
üh we den.
39
2.4 Ins i u ionen als Koo dina ions- und Mo i a ionsins umen e
Kennzeichen des mode nen Wi scha ens sind die A bei s eilung und die Spezialisie-
ung. Adam Smi h ha 1776 e kann , dass A bei s eilung die p oduk i en K ä e on
A bei meh als alles ande e ö de . A bei s eilung und Spezialisie ung e u sachen
jedoch Koo dina ions- und Mo i a ionsp obleme, die Ins i u ionen lösen können. Die
Si ua ion des Nich wissens kennzeichne das Koo dina ionsp oblem, welches in Fo m
eines Be ei s ellungs- ode Suchp oblems au i . Mangelnde Au a kie e u sach ein
Be ei s ellungsp oblem, das z. B. übe den Kau e ag gelös wi d. Bei diese Fo m de
Koo dina ion s immen Angebo und Nach age nich absolu übe ein, da de Anbie e
s anda disie e Gü e be ei s ell , ohne die P ä e enzen alle Nach age zu kennen. Da-
ü sind die G ößen o eile besonde s hoch und die P oduk ionskos en e eilen sich au
meh e e Nach age . Die Koo dina ion e olg hie bei übe den P eismechanismus. Ein
Suchp oblem en s eh , weil in eine a bei s eiligen Wi scha de Nach age T ansak i-
onskos en au wende , um beispielsweise nach geeigne en P oduk en, Diens leis ungen
ode Ve agspa ne n Ausschau zu hal en. Eine Fo m de Lösung des Suchp oblems
bes eh in de Nu zung on Sekundä mä k en.
40
Das Mo i a ionsp oblem e gib sich eine sei s au g und des oppo unis isch handelnden
Homo oeconomicus und ande e sei s aus den jeweils un e schiedlichen In e essen de
Tauschpa ne . An eizkompa ibili ä mo i ie das Indi iduum zu E b ingung de e -
wa e en Leis ung und zu Einhal ung de e einba en Spiel egeln. Aus den Annahmen
de Nu zenmaximie ung und de In e esseninkong uenz lassen sich ein Messp oblem
und ein Spezi i ä sp oblem ablei en. Beide s ellen die wesen lichen U sachen ü die
An eizp oblema ik in Tauschbeziehungen da . Die Be eilig en können sich nu siche
sein, einen ai en Tausch abzuschließen, wenn sie die ge ausch en Leis ungen genau
messen können. Vo Ve agsabschluss müssen geeigne e Ve agspa ne gesuch und
u. a. bezüglich ih e Zu e lässigkei beu eil we den. Nach Ve agsabschluss muss de
Ve agspa ne beobach ba sein, dami e keine oppo unis ischen Ve hal ensweisen an
den Tag leg . Das Spezi i ä sp oblem is U sache ü einen un ai en Tausch, wenn ü
39
Vgl. Tie zel, M. (1981), S. 220 u. Rich e , R. und Fu ubo n, E. (1999), S. 174.
40
Vgl. Göbel, E. (2002), S. 54 ., Homann, K. u. Suchanek, A. (2000), S. 90 . u. 237 . u. Pico , A.,
Die l, H. u. F anck, E. (2005), S. 5 - 21.
16
eine spezi ische Leis ung z. B. nu ein Ve agspa ne zu inden is , denn e e lang
mangels Al e na i en Mach , die e ü seine Zwecke ausnu zen kann.
41
Zu Bewäl igung de Koo dina ions- und Mo i a ionsp obleme se zen die Wi scha s-
subjek e eine Vielzahl on Ins umen en ode Ins i u ionen wie Eigen um, Wahl, Ge-
se zgebung, Delega ion, Ve ag, Geld, e c. ein. Reine Koo dina ionsp obleme we den
übe die In o ma ions unk ion on Ins i u ionen gelös . Hie e en keine Kon lik e zwi-
schen den be eilig en Indi iduen au , da es nu da um geh , einen einhei lichen S anda d
zu inden und zu e wenden. Lösungsansä ze ü eine Koo dina ionsp obleme sind
Maßnahmen wie Rech sch eib egeln ode das Rech s ah gebo . Diese Vo sch i en bzw.
S anda ds senken Kos en, indem sie In o ma ionen be ei s ellen. Ins i u ionen beinhal-
en neben en scheidungs ele an en In o ma ionen An eize, welche die Glaubwü digkei
bei dem Ve agspa ne he s ellen und dahe eich es, de Ins i u ion zu e auen, die
bes imm e Handlungen e laub und ande e e bie e sowie sank ionie .
42
2.5 An eizwi kung on Ins i u ionen im Modell des Homo oeconomicus
De Homo oeconomicus wähl in de gegebenen Si ua ion diejenige Al e na i e, die
seinen P ä e enzen am bes en en sp ich . Ände sich die Si ua ion, en scheide e an-
de s, so e n sich Kos en und Nu zen de Al e na i en e ände haben bzw. neue Al e -
na i en hinzugekommen und bes ehende wegge allen sind. Ins i u ionen lenken und
kanalisie en menschliches Ve hal en, da die Ve schä ung de S a en eine k iminellen
Handlung ode eine E höhung des Risikos, sank ionie zu we den, die k iminelle Hand-
lung e eue und dadu ch de An eiz sink , diese du chzu üh en. Ins i u ionen eduzie-
en demnach die Unsiche hei menschliche In e ak ionen du ch E ablie ung eine s abi-
len O dnung.
43
Die Menschen e inne lichen bzw. in e nalisie en im Rahmen ih e Sozialisa ion Regel-
sys eme, die ü sie zu Selbs e s ändlichkei we den. Dieses egelgelei e e Ve hal en
dien de En las ung des beg enz a ionalen Indi iduums du ch eiwillige Einsch än-
kung des Al e na i en aums. Solche Gep logenhei en, Gewohnhei en und Rou inen
bezeichne man als inne e Ins i u ionen, die sich auch da au beziehen, wie man mi
41
Vgl. Göbel, E. (2002), S. 57., Pico , A., Die l, H. u. F anck, E. (2005), S. 5 - 21 u. Milg om, P. u.
Robe s, J. (1992), S. 25.
42
Vgl. Homann, K. u. Suchanek, A. (2000), S. 120 ., Voig , S. (2002), S. 36 ., u. Pico , A., Die l, H. u.
F anck, E. (2005), S. 9 .
43
Vgl. No h, D. C. (1998), S. 6 . U. Homann, K. u. Suchanek, A. (2000), S. 116 .
17
ex e nen Regelbesch änkungen umgehen will. So könn e ein Mensch dem Mo o „eh -
lich wäh am längs en“ olgen und nu diejenigen Handlungsal e na i en in Be ach
ziehen, bei denen gel ende Gese ze imme eingehal en und Ve agspa ne nich übe -
o eil we den. Dieses Mo o e weis sich un e ande em auch als o eilha , weil e
sich ande en Wi scha ssubjek en gegenübe ex an e als e auens oll e weis und e
au g und de in ielen Kul u en o handen Rezip ozi ä sno m au eine ebensolche Be-
handlung ho en da .
44
Die G undsa zen scheidung, den Al e na i en aum ex an e eiwillig zu besch änken,
scha eine An eizschwelle, die e s übe wunden we den muss, be o de Mensch sein
Ve hal en ände und seinen Al e na i en aum e wei e , au den e sein Kos en-Nu zen-
Kalkül anwende . An eize wi ken dami nich au jedes Indi iduum gleich ode gleich
s a k. Das egelgelei e e Ve hal en wi d on de Annahme de beg enz en Ra ionali ä
ges ü z , weil man da on ausgeh , dass dadu ch de Au wand, alle Handlungsal e na i-
en de komplexen Reali ä zu bewe en, sich au ein ü den Homo oeconomicus de
Neuen Ins i u ionenökonomik übe schauba es Maß eduzie . De Mensch kann also
le nen, dass es ü ihn im Allgemeinen o eilha is , bes imm en Regeln zu olgen und
nich imme bei jede En scheidung alle denkba en Al e na i en übe p ü en zu müssen.
De Mensch nu z die In o ma ions unk ion on Regeln, weil es ihm o eilha e -
schein , dies zu un.
45
2.6 Beziehungen on Ins i u ionen
Aus de G undgesam hei an Ins i u ionen wi k au das jeweilige Indi iduum eine
wah genommene Teilmenge an Ins i u ionen, die sich zum einen zueinande neu al,
komplemen ä ode subs i u i e hal en ode zum ande en Kon lik e im Kos en-
Nu zen-Kalkül des Indi iduums e u sachen.
46
Eine kon lik eie An eizwi kung lieg o , wenn sich e schiedene Ins i u ionen e gän-
zen, gleich wi ken ode sich neu al zueinande e hal en. Das heiß , das Indi iduum
beweg sich im Al e na i en aum de Ins i u ionen, ohne dass die Regeleinhal ung eine
Ins i u ion zu einem Ve s oß bei eine ande en üh . Ve s öß das Indi iduum gegen
44
Vgl. Göbel, E. (2002), S. 32 . u. aus üh lich hie zu Heine , R. (1983), S. 560 ., Homann, K. u.
Suchanek, A. (2000), S. 124 ., No h, D. C. (1998), S. 87 ., Gouldne , A. W. (1960), S. 163 .,
Gehlen, A (1969), S. 95 . u. Gehlen, A.(1964), S. 23.
45
Vgl. Göbel, E. (2002), S. 32 . u. No h, D. C. (1998), S. 4.
46
Vgl. Voig , S. (2002), S. 76 .
18
bes ehende Regeln, üh dies bei neu alen Ins i u ionen zu keine lei Kon lik en. Bei
gleich wi kenden bzw. sich e gänzenden Ins i u ionen wi d das Indi iduum en wede
on beiden Ins i u ionen ode on eine de beiden sank ionie .
47
Kon ligie ende Ins i u ionen bewi ken En scheidungskon lik e bei den Indi iduen, da
sie sich zwischen de Einhal ung de einen und de Ve le zung de ande en Ins i u ion
bzw. ice e sa en scheiden müssen. De Kon lik all d ück sich dadu ch aus, dass sich
das Indi iduum im Zwei els all ü die Be olgung eine Ins i u ion en scheiden und die
un e legene Ins i u ion mi allen dami e bundenen Konsequenzen igno ie en muss.
Das Indi iduum se z sich wissen lich ode unwissen lich dem Risiko aus, du ch die
Nich -Be olgung eine Ins i u ion bes a zu we den. Je nachdem, bei welche Ins i u i-
on das Risiko bes a zu we den und die Schwe e de S a e am höchs en sind bzw. je
nachdem, bei welche Ins i u ion die s ä ks en Nu zen minde nden E ek e zu e wa en
sind, en scheide sich das Indi iduum, diese Ins i u ion zu be olgen und die ande e ode
alle ande en zu übe e en.
48
2.7 Ansä ze de Neuen Ins i u ionenökonomik
Un e den Haup ansä zen de Neuen Ins i u ionenökonomik e s eh man gewöhnlich
die P ope y-Righ s-Theo ie, die T ansak ionskos enökonomik und die P inzipal-
Agen en-Theo ie. Ums i en is in de Li e a u , wie sich die Ansä ze zueinande e -
hal en, wo sie sich ähneln und welche Ansa z übe - ode un e geo dne is . Dies häng
dami zusammen, dass iele de mi den Mi eln de Neuen Ins i u ionenökonomik ana-
lysie en P obleme zumeis alle d ei Ansä ze angie en. Bei jede wi scha lichen T an-
sak ion ände sich die Zuweisung de Ve ügungs ech e (P ope y-Righ s-Theo ie),
en s ehen T ansak ionskos en (T ansak ionskos enökonomik) und sind mindes ens zwei
Ve agspa ne in ol ie (P inzipal-Agen en-Theo ie).
49
Die P ope y-Righ s-Theo ie geh da on aus, dass sich indi iduelles Ve hal en du ch
die A de Ve eilung de Ve ügungs ech e kanalisie , da hie du ch ein Ge üge on
posi i en und nega i en Sank ionen es geleg wi d. Diese kann dahe als Basis ü die
ande en Teilansä ze e s anden we den, da sie das g undlegende Mo i a ionsp oblem,
47
Vgl. Voig , S. (2002), S. 76 .
48
Vgl. Voig , S. (2002), S. 77 .
49
Vgl. Feldmann, H. (1995), S. 44 - 46, Göbel, E. (2002), S. 60, Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999),
S. 33 . u. E lei, M., Leschke, M. u. Saue land, D. (1999), S. 44.
25
Wenn Anbie e um Tauschchancen mi Nach age n konku ie en, e hal en die Nach-
age meh Handlungs eihei en, da sie sich nich an einen Monopolis en binden müs-
sen. Die Anbie e we den s ä ke an die In e essen de Nach age gebunden, haben abe
die En scheidungs eihei , ob und mi welchen Leis ungen sie am We bewe b eilneh-
men wollen.
68
No wendige Bedingung ü We bewe b is die Rech so dnung des klassischen libe alen
S aa es. Sie ga an ie die p i a en Ve ügungs ech e übe Gü e und Diens e (p ope y
igh s), e möglich un e nehme isches Handeln, läss die eie Wahl des Tauschpa ne s
(Ve ags eihei ) zu und s ell siche , dass die Wi scha ssubjek e gemäß ih e e ag-
lichen Ve p lich ungen ha en (Einhei on Handlung und Ha ung).
69
Ein eie Leis ungswe bewe b gal den Ve e e n des klassischen Libe alismus als
wi ksames An eizsys em, das sich das Eigenin e esse des Einzelnen zunu ze mach .
Leis ungswe bewe b in ensi ie olglich den Zusammenhang on F eihei und Bin-
dungen mi wechselsei igen Abhängigkei en. Die Menschen haben g undsä zlich die
F eihei , Bindungen mi wechselsei igen Abhängigkei en einzugehen.
70
3.4 Lösung de Koo dina ions- und Mo i a ionsp obleme im Re e enzsys em
3.4.1 S aa liche und p i a e Regeln
S aa liche und p i a e Regeln können die au e enden Koo dina ions- und Mo i a ions-
p obleme lösen. Regeln in o mie en das Indi iduum zum einen da übe , was zu un op-
po un is , zum ande en bes a en sie une laub e Handlungen. Die Wi ksamkei on
Regeln häng im Wesen lichen on ih e Glaubwü digkei ab, die bei Ins i u ionen, bei
denen Regel e s öße nich nu egelmäßig e kann , sonde n auch du chgese z we den,
am g öß en is . Solche Regeln sind ühlba und we den on den Indi iduen wah ge-
nommen. In diese A bei sind insbesonde e die s aa lich o gegebene Regel „U hebe -
ech “ und die Ausges al ung p i a gescha ene Ve äge zu Ve ma k ung on So -
wa e on Bedeu ung. Es geh dahe u. a. da um, die geeigne e Go e nance-S uk u
bzw. Ve ags o m un e den gegebenen Ins i u ionen zu inden.
68
Vgl. Be g, H. (1992), S. 256 .
69
Vgl. Be g, H. (1992), S. 243 u. Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 12 .
70
Vgl. Suchanek, A. (2001), S. 58 . u S. Homann, K. u. Suchanek, A. (2000), S. 167 .
26
3.4.2 Ma k
De Ma k is eine Ins i u ion ode Behe schungss uk u , inne halb welche de We -
bewe b de E wa ungss abilisie ung und Beg enzung des Handlungsspiel aums dien .
In eine a bei s eiligen Wi scha schließen die einzelnen Pläne E wa ungen mi ein,
die sich au die Pläne ande e Wi scha ssubjek e beziehen. So e wa e jede Un e -
nehme , dass e genügend Käu e ü seine P oduk e inde . Weichen die E wa ungen
des Un e nehme s on den E wa ungen de Käu e ab, wi d de We bewe b die Du ch-
üh ung de Pläne des Un e nehme s e hinde n bzw. seinen Handlungsspiel aum be-
g enzen. Beispielsweise muss e den P eis ko igie en, wenn e im We bewe b zu eue
is .
71
3.4.3 Technische Zwang
Technische Zwang besch änk als Ins i u ion wi kungs oll den Handlungsspiel aum
de Wi scha ssubjek e, da man sich übe echnische Gegebenhei en nich ein ach hin-
wegse zen kann. Beispielsweise e lauben im Compu e be eich Kompa ibili ä ss an-
da ds, dass nu bes imm e So wa e mi bes imm e Ha dwa e unk ionie . Es kann ü
den einzelnen So wa ehe s elle nun ein ache sein, ü eine Ha dwa e und de en o -
gegebenen Kompa ibili ä ss anda d die So wa e zu en wickeln, als eine eigene Ha d-
wa e mi neuem Kompa ibili ä ss anda d au den Ma k zu b ingen, um den echnischen
Zwang zu umgehen. Technische Zwang sch änk Handlungsal e na i en wi kungs oll
ein und äg dazu bei, dass Koo dina ionsp obleme du ch Reduk ion de Handlungsun-
siche hei gelös we den. Wei e hin zwing e die Ve agspa ne , on e einba en
Handlungsmus e n nich abzuweichen, wie es beispielsweise bei Kopie schu zmaßnah-
men de Fall is , denn die So wa e kann nich meh une laub an D i e wei e gegeben
we den.
72
3.4.4 Ve s ändigungs- und Le np ozesse
Ve s ändigungs- und Le np ozesse olgen aus de Annahme des le n ähigen Homo oe-
conomicus de Neuen Ins i u ionenökonomik. In diesen Ve s ändigungsp ozessen geh
es um die Bildung de Ins i u ion Ve auen als no wendige Vo ausse zung zu Lösung
on Koo dina ions- und Mo i a ionsp oblemen. Ve auen is in eine a bei s eiligen
71
Vgl. Pico , A., Die l, H. u. F anck, E. (2005), S. 21 .
72
Vgl. Pico , A., Die l, H. u. F anck, E. (2005), S. 20.
27
spezialisie en Wi scha seh wich ig, da es o um lang is ige Beziehungen geh , in
denen nich alle zukün igen Kon ingenzen bekann und ins i u ionell ge egel we den
können. Ve auen um ass die indi iduellen E wa ungen hinsich lich des Ve hal ens
und de Handlungen ande e Wi scha ssubjek e und dien so als Wegweise bei de
Au s ellung des eigenen Handlungsplanes.
73
Ve auen sich die Ve agspa ne , inden sie im Beda s all in eine neuen Si ua ion
schnell eine Lösung. Haben die Ve agspa ne un olls ändige In o ma ionen (Koo di-
na ion) ode sind be ei s in de Ve gangenhei Kon lik e (Mo i a ion) au ge e en, is es
ehe schwie ig, eine schnelle Lösung he beizu üh en. Im le z en Fall haben die Ve -
agspa ne e le n , dass de Umgang mi einande nich imme zum gegensei igen Vo -
eil üh und e mu en dies auch ü die Zukun .
3.5 An eizanalyse im Re e enzsys em
Die An eize espek i e si ua ionsbeding en, handlungsbes immenden Vo eilse wa un-
gen, die au den e wei e en Homo oeconomicus de Neuen Ins i u ionenökonomik wi -
ken, sind sowohl mone ä e als auch nich -mone ä e Na u . Die mone ä en An eize
beziehen sich au P eise, Kos en, Budge es ik ionen, e c. und s ehen ü den quan i i-
zie ba en Be eich de An eize.
74
Die nich -mone ä en An eize sind nich zu quan i izie en, wi ken abe dennoch e hal-
ensbeein lussend. Hie zu zählen indi iduelle Nu zene wa ungen, die sich aus de Nu -
zung bzw. P oduk ion eines Gu es e geben, die sozialen, kul u ellen und ech lichen
No men, die be olg we den können, abe nich müssen, die Repu a ion, die man bei
bes imm en Handlungen gewinnen ode e lie en kann und z. B. die in insische Mo i-
a ion, weil es ein ach F eude be ei e , bes imm e Handlungen o zunehmen ode zu
un e lassen. Fü die An eizanalyse gil , dass Handlungen als das Resul a alle au das
Indi iduum einwi kenden und on ihm wah genommenen An eize zu be ach en sind.
Dami wi die Fokussie ung au einzelne das menschliche Handeln besch änkende Res -
ik ionen au gehoben. Le z lich wi d die Reali ä und we den nich Ausnahme a bes än-
de besch ieben.
75
73
Vgl. Pico , A., Die l, H. u. F anck, E. (2005), S. 20 .
74
Vgl. Homann, K. u. Suchanek, A. (2000), S. 61 .
75
Vgl. Homann, K. u. Suchanek, A. (2000), S. 61 .
28
4 Aussagen de Neuen Ins i u ionenökonomik
4.1 Un e suchungsobjek So wa e
4.1.1 De ini ion on So wa e
So wa e, eine Lis e mi Ins uk ionen zu Bea bei ung on Da en, s ell ein ielsei iges
Hil smi el da , das in den e schiedens en Be eichen des menschlichen Lebens Einzug
gehal en ha . Ob man einen B ie au dem Compu e sch eib , ele onie , mi dem Au o
äh ode die Waschmaschine bedien – übe all e wende man mi le weile So wa e.
De Beg i So wa e s eh im Rahmen diese A bei ü eine nich g ei ba e bzw. im-
ma e ielle Anwendung, die au eine geis igen Leis ung be uh und de S eue ung eine
elek onischen Da en e a bei ungsanlage bzw. eines Compu e s dien . Resul a de
Ve wendung on So wa e sind Da en, die e a bei e bzw. gespeiche we den. So -
wa e beinhal e somi o malisie alle A bei sanweisungen, die zum Be ieb eines
Compu e s no wendig sind, sodass diese Beg i lichkei auch Be iebssys eme, P og-
ammie sp achen und P og amme einschließ .
76
De ini ionsgemäß sind die Da en, die sich aus de Benu zung eines P og amms e geben
und nich de S eue ung eines Compu e s dienen, on dem Beg i So wa e zu ennen.
Nich Gegens and de Un e suchung sind somi z. B. Musik- ode Videoda eien.
77
Inne halb de So wa een wicklung di e enzie man zwischen Indi idual- und S an-
da dso wa e. Indi idualso wa e dien de Lösung eines bes imm en P oblems, das in
de Regel nu bei einem einzelnen Wi scha ssubjek , eine einzelnen O ganisa ion
ode einem einzelnen Un e nehmen au i . Hie en s eh eine pe sönliche e agliche
Beziehung zwischen dem So wa ehe s elle und seinem Kunden. Dahe is das En gel
ü die En wicklung de So wa e auch du chse zba , wobei de Kunde die Kos en de
So wa ehe s ellung allein äg .
78
Zudem e häl de Kunde o den Quellcode, sodass e
die Indi idualso wa e seinen Bedü nissen en sp echend wei e en wickeln kann. Da sie
76
Vgl. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 16 .
77
Das E gebnis de Anwendung eine P og ammie sp ache sind beispielsweise Da en die ih e sei s
wiede eine elek onische Da en e a bei ungsanlage s eue n. Vgl. hie zu Hansen, H. R. (1992), S. 13 .
De Beg i de So wa e wu de bewuss eng de inie , um die Un e suchung nich zu b ei anzulegen.
78
Vgl. Hansen, H. R. (1992), S. 396 . u. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 13 . u. S.
55.
29
einen Diens leis ungscha ak e annimm und ih die Du chse zungsp oblema ik ehl , is
sie nich Gegens and de Un e suchung.
Ande s sieh es bei S anda dso wa e aus. Hie en wickel de So wa ehe s elle ü
eine Vielzahl on Indi iduen, bei denen das gleiche ode ein ähnliches P oblem au i
eine einhei liche bzw. s anda disie e Lösung, sodass S anda dso wa e ehe einen P o-
duk cha ak e äg . Die T ennung on Indi idual- und S anda dso wa e ges al e sich
nich imme ein ach, da auch S anda dso wa e bis zu einem gewissen G ad an die indi-
iduellen Bedü nisse anpassba is . So gesehen wi d S anda dso wa e au dem So -
wa ema k in s anda disie e und digi ale Fo m e ieben und gg . om So wa enu -
ze selbs ode on Diens leis ungsun e nehmen au die indi iduellen Bedü nisse ange-
pass .
De Nu ze on S anda dso wa e kau abe nich die eigen liche So wa e, sonde n
lediglich das sogenann e Nu zungs ech . Diese e agliche Beziehung kann pe sönlich
sein, wenn sich So wa ehe s elle und Kunde kennen, wobei anzunehmen is , dass dies
den Ausnahme all da s ell . Die Beziehung is unpe sönliche Na u , wenn de Kunde
die So wa e z. B. im Geschä e wi b , sich nich beim So wa ehe s elle egis ie
und auch nich in Kon ak mi dem So wa ehe s elle i , um beispielsweise neue e
Upda es zu e langen. O mals sind dem So wa ehe s elle nich nu seine Kunden un-
bekann , sonde n sie sind häu ig im Ve bo genen wo - bzw. e agsb üchig und kön-
nen so seine So wa e nu zen, ohne ein En gel da ü zu en ich en.
79
Als Beispiel ü S anda dso wa e dienen e wa das Be iebssys em Windows, die P og-
ammie sp ache C++ und P og amme wie Compu e spiele, Tex e a bei ungen ode
Tabellenkalkula ionen. Es is zu beobach en, dass die Ve b ei ung on S anda dso wa e
imme meh zunimm . Das mag da an liegen, dass sie mi le weile ausge ei e und le-
xible gewo den is .
80
Das beleg gleichzei ig abe auch, dass die En wicklung und de
Ve ieb on S anda dso wa e ü den So wa ehe s elle nich an A ak i i ä e lo en
haben, obwohl ge ade hie das Risiko, o z hohem Absa z keinen Umsa z zu e zielen,
eine g oße Rolle spiel .
79
Vgl. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 17 .
80
Vgl. Hansen, H. R. (1992), S. 396 . u. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 16 .
30
4.1.2 En wicklung on So wa e
Die En wicklung on So wa e e olg in de Regel in d ei Sch i en. Au Basis de Be-
dü nisse, ü welche die So wa e en wickel we den soll, beginn die Fes legung ih es
Designs in Fo m eines Bauplanes. Im Anschluss e olg die eigen liche P og ammie ung
mi eine P og ammie sp ache au G undlage des o he es geleg en Bauplans. Die
Anweisungen in de P og ammie sp ache bilden den sogenann en Quellcode ode Sou -
ce Code. Im Quellcode is die Be ehlsab olge eine So wa e in eine ü den Menschen
ein ach zu e s ehenden A und Weise da ges ell . De Quellcode wi d im d i en
Sch i mi els Compile ode In e p e e in den ü den Compu e e s ändlichen Binä -
code übe se z . De Binä code kann in de Regel nich meh ode nu un e seh g oßem
Au wand in den Quellcode zu ückübe se z we den, sodass e den eigen lichen Schlüs-
sel zu Funk ionsweise eine So wa e da s ell .
81
Komme zielle So wa e wi d im Allgemeinen in binä e Fo m e ieben, um so das
geis ige Eigen um zu schü zen. Zwa is So wa e in de Regel du ch U hebe ech und
zum Teil pa en ech lich geschü z , eine Du chse zung diese Rech e ges al e sich abe
o als schwie ig. De Binä code e hinde bzw. e schwe zumindes das sogenann e
Re e se Enginee ing, mi dem e such wi d, eine Rückübe se zung des binä en Codes
o zunehmen. Une laub es Kopie en e hinde de ausschließliche Ve ieb des Binä -
codes jedoch nich .
82
4.1.3 Ve ieb on So wa e
4.1.3.1 En wicklung de Ma k s uk u
Bis Ende de 1950e Jah e exis ie e wei gehend Indi idualso wa e ü einige wenige
G oß echne , die in de Regel on den Ha dwa ehe s elle n selbs p og ammie wu de.
Die zunehmende Ve b ei ung on G oß echne n üh e dazu, dass de Beda an So -
wa e s e ig zunahm, imme meh unabhängige So wa ep oduzen en in den Ma k ein-
s iegen und dazu, dass in den 1960e Jah en e s e So wa epake e en s anden, die
meh malig e kau we den konn en.
83
81
Vgl. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 16 ., G asschmuck, V. (2002), S. 233 . und
G öhn, A. (1999), S. 4.
82
Vgl. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 18.
83
Vgl. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 18 u. www.so wa ehis o y.com.
31
In den olgenden zwei Jah zehn en ha die En scheidung on IBM, So wa e und Ha d-
wa e ge enn zu e ma k en, dazu ge üh , dass ein eichhal iges Angebo an be iebs-
wi scha lichen B anchenanwendungen en s and.
An ang de 1980e Jah e wa en ausschließlich G oß echne wei e b ei e und demge-
mäß wu de bis da o auch nu So wa e ü diese en wickel . Dies ände e sich 1981 mi
de Vo s ellung des IBM Pe sonal Compu e s und dem anschließenden und bis heu e
anhal enden Siegeszug de IBM-kompa iblen Pe sonal Compu e (PC). Au g und des
g oßen E olgs de Pe sonal Compu e ha sich ein eigens ändige Ma k ü Endbenu -
ze so wa e en wickel .
84
De So wa ema k en wickel e sich somi on eine e ikal
in eg ie en zu eine ho izon al desin eg ie en Ma k s uk u . Mi le weile ha sich ne-
ben de Ha d- und So wa eindus ie ein eigens ändige Diens leis ungsbe eich gebilde ,
in dem EDV-Diens leis e Be a ung, Implemen ie ung, Schulung, e c. sowie die E s el-
lung on Indi idualso wa e ode Anpassung on S anda dso wa e übe nehmen.
85
4.1.3.2 Eigen ums ech e
4.1.3.2.1 U hebe ech
Diese A bei se z das U hebe ech bzw. Copy igh , das zu den imma e iellen Ve ü-
gungs ech en zähl , als gegebene s aa liche Ins i u ion o aus.
86
Es wi d abe nich nach
gel endem Rech , sonde n de lege e enda analysie . Dies is no wendig, da jede S aa
bzw. jede S aa enbund sein eigenes U hebe ech ssys em gescha en ha . Diese Rech s-
sys eme ähneln sich sind zumindes in de wes lich o ien ie en Wel seh , sodass im
Folgenden ein ik i es abe eben einhei liches U hebe ech angenommen we den kann.
Das ik i e U hebe ech ga an ie die Möglichkei de Ve ma k ung geis ige We ke
und soll so eine en sp echende An eizwi kung au die Wi scha ssubjek e zu E zeu-
gung geis ige We ke en al en. Das ik i e U hebe ech wi d als gegebenes Rech o -
ausgese z , sodass de So wa ehe s elle bzw. Au o als uneingesch änk e Eigen üme
de on ihm en wickel en So wa e bezeichne we den kann. E e häl das Rech , seine
So wa e gegen En gel ande en zu Ve ügung zu s ellen ode ga D i e on de Nu -
zung seines Eigen ums ausschließen. De So wa ehe s elle kann das Nu zungs ech an
84
Die Un e suchung okussie sich au den Ma k ü So wa e ü IBM-kompa ible PCs.
85
Vgl. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 18 . u. www.so wa ehis o y.com.
86
Vgl. Schä e , H. u. O , C. (2000), S. 577 u. Sieg is , H. (2004), de die Geschich e des U hebe ech s
e läu e .
32
seine So wa e e kau en, sodass es dem Käu e e laub is , die So wa e zu nu zen und
die F üch e aus de A bei mi de So wa e zu e n en. U hebe ech lich geschü z e
So wa e da nich une laub e ände bzw. e iel äl ig und e äuße we den. Wi d
das Eigen ums ech des So wa ehe s elle s e le z , kann diese Schadene sa z e lan-
gen, wobei die s aa liche Sank ion in s a ech liche Hinsich hinzukomm . Die Bezie-
hung zwischen So wa ehe s elle und So wa ekonsumen en is dahe lang is ig ausge-
leg .
Nich nu das Rech au Eigen um, sonde n auch das Rech au Schadene sa z, kann de
So wa ehe s elle , gegebenen alls mi s a ech lichen bzw. ge ich lichen Mi eln,
du chse zen ode e so g p ä en i o , z. B. du ch den Einsa z on echnischen
Schu z o ich ungen, die einen Diebs ahl e hinde n sollen ode du ch die Ausges al-
ung on Ve ägen bzw. Scha ung on An eizen, dami e s ga nich de Wunsch bei
D i en au komm , seine So wa e zu nu zen, ohne da ü zu bezahlen.
87
Regeln sollen das Ve hal en de Indi iduen s eue n. Das U hebe ech in Ve bindung
mi Schuld- und S a ech is ein Beispiel da ü , wobei sie nich imme aus eichen, um
das indi iduelle Ve hal en mi genügend An eizen zu e sehen, die So wa e legal und
nich in Fo m eine Raubkopie zu nu zen. Das U hebe ech wi d o übe e en, weil die
S a a in de Regel unen deck bleib . De So wa ehe s elle muss dahe e suchen,
du ch eigene Regeln die Si ua ion zu seinen Guns en zu beein lussen.
88
4.1.3.2.2 Lizenz e ag und So wa eka ego ien
Das Nu zungs ech an So wa e wi d einem Wi scha ssubjek e gänzend zum U hebe -
ech übe einen Lizenz e ag einge äum . Pe Lizenz e ag können die Rech e aus
dem U hebe ech eingesch änk ode e wei e we den, indem de So wa ehe s elle
z. B. Kopie ech e ein äum ode beschneide . Gleichsam kann eine unen gel liche Nu -
zung be is e ode unbe is e zugelassen und die Ve ände ung des Quellcodes e laub
we den.
87
Vgl. Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 90 ., Bech hold, S. (2002), S. 328 . u. G asschmuck,
V. (2002), S. 31 - 37.
88
Vgl. Geh ke, N. u. a. (2002), S. 21 ., Linde, F. (2005), S. 82 . u. Dolde e , M. u. Wöbken, H. (2004),
S. 3 .
33
Je nach A de O enlegung des Codes und de en gel lichen bzw. unen gel lichen Wei-
e gabe de So wa e we den, wie in de nach olgenden Abbildung 4 besch ieben, ie
So wa eka ego ien un e schieden.
Abbildung 4: So wa eka ego ien
Technisches Me kmal:
O enlegung des
Quellcode Binä code
Ökonomisches Me kmal:
Wei e gabe e olg
Unen gel lich
Open Sou ce-So wa e
Beispiele: Linux, Apache
F eewa e, Public Domain
Beispiele: Adobe Ac oba Reade ,
Pegasus mail
En gel lich
Komme zielle Open Sou ce-
So wa e
Beispiele: Open Sou ce-
So wa edis ibu ion
Sha ewa e, Komme zielle So -
wa e
Beispiele: Windows, MacOS
Quelle: Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 33.
Bei Open Sou ce-So wa e is de Quellcode e ügba und die Lizenzbedingungen e -
lauben eine Modi ika ion des Quellcodes, wodu ch eine Komme zialisie ung de So -
wa e de ac o e hinde wi d, da P og amme, die den ö en lichen Quellcode e wen-
den, eben alls un e die Lizenzbedingungen des u sp ünglichen Quellcodes ges ell
we den müssen. Open Sou ce-So wa e äum dami dem Nu ze Ve we ungs ech e
un e bes imm en Bedingungen ein.
89
Komme zielle Open Sou ce-So wa e e laub de en komme zielle Ve we ung, die sich
jedoch in de Reali ä au Zusa zleis ungen bezieh , da de Ve ieb de Open Sou ce-
So wa e gegen Bezahlung nu beg enz möglich is , weil es g undsä zlich jedem ei
s eh , die So wa e unen gel lich wei e zugeben. In Open Sou ce-Geschä smodellen
allen Zusa zleis ungen an, bei denen die E löse übe komplemen ä e Ha dwa e, Diens e
ode So wa e e ziel we den.
90
F eewa e is binä codie e So wa e, die unen gel lich kopie und wei e gegeben we -
den da . Bei Public Domain-So wa e e zich e de Au o au seine Rech e und Ans-
p üche. De Nu ze kann die So wa e uneingesch änk e we en, wobei Public Do-
89
Vgl. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 33 . u. www.gnu.o g.
90
Vgl. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 34 u. S. 46 - 52.
34
main-So wa e o ohne Quellcode e ö en lich wi d, wodu ch sich die Ände ungs-
möglichkei en einsch änken.
91
Komme zielle So wa e wi d in alle Regel ohne ode nu mi eilweise o en geleg em
Quellcode in lizenzie e Fo m e ieben. Die Lizenz gib die Bedingungen o , un e
denen die So wa e e wende ode , so e n de Quellcode o en lieg , e ände we den
da . Wei e gabe und Meh ach e wendung we den o mals ausgeschlossen. Eine Zwi -
e lösung s ell die Sha ewa e da , die wie F eewa e wei e gegeben, abe nu ü einen
bes imm en Zei aum kos enlos und meis mi eingesch änk en Funk ionen genu z we -
den da .
92
Diese ie Ka ego ien besch eiben ideal ypische So wa eka ego ien, die in de Reali ä
nich imme leich zu inden sind, wie das die Zwi e lösung Sha ewa e e deu lich .
Fü die Themens ellung diese A bei is insbesonde e die komme zielle So wa e on
Bedeu ung, da hie die Eigen ums ech e des Au o s in en gel liche Hinsich du chge-
se z we den müssen.
93
Bei de komme ziellen Open Sou ce-So wa e sind es im Allgemeinen die Zusa zleis-
ungen, die en lohn bzw. bezahl we den müssen. Kennzeichen diese Leis ungen is
ih e wei gehende Indi idualisie ung, wodu ch sie einen Diens leis ungscha ak e ein-
nehmen ode sich au Ha dwa e beziehen, sodass hie on keine Du chse zungsp ob-
lema ik gesp ochen we den kann. Die komme zielle Open Sou ce-So wa e wi d in die-
se A bei als al e na i e S a egie zu Ve ma k ung on So wa e aus üh lich e ö e .
94
4.1.3.2.3 Raubkopien und So wa epi a e ie
Eine Raubkopie bezeichne im Rahmen diese A bei eine au einem Da en äge ge-
speiche e ode au einem Compu e ins allie e unlizenzie e So wa ekopie. So wa e-
pi a e ie um ass , die Wei e gabe bzw. den E we b und die Nu zung on Raubkopien.
Die Wei e gabe e olg dabei gg . un e Umgehung echnische Schu zmaßnahmen.
95
91
Vgl. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 34 .
92
Vgl. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 35.
93
Vgl. Gu sche, J. (2006), S. 21 .
94
Vgl. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 46 .
95
Vgl. Business So wa e Alliance (2004), S. 1.
41
T ansak ionskos en zuge echne we den, wenn man da on ausgeh , dass du ch die ge-
s iegene E ah ung Folge ansak ionen ande s bewe e we den. Bezogen au die e s e
T ansak ion handel es sich nich um T ansak ionskos en, abe ü die nächs e wä en sie
als solche ele an . So gesehen zählen die Kos en zu den T ansak ionskos en, die den
E ah ungsho izon des Indi iduums e höhen. F aglich is nu noch, ob das Indi iduum
diese Kos en auch als T ansak ionskos en kalkulie und bei seine En scheidung be-
ücksich ig . Die beg enz e Ra ionali ä ges a e es nich , g undsä zlich da on auszuge-
hen.
110
T ansak ionskos en sind dahe als Ins umen zu Ve deu lichung de Komplexi ä men-
schliche In e ak ionen zu e s ehen. Hohe, ühlba e T ansak ionskos en se zen An eize,
Dinge zu un ode zu un e lassen. Sie wi ken zum Teil au die Zahl de Al e na i en,
denn je meh T ansak ionskos en ein Indi iduum au wende , des o meh Al e na i en
können ihm zu Ve ügung s ehen. Zu hohe T ansak ionskos en e hinde n ex an e
T ansak ionen. Kein Wi scha ssubjek kann dahe beliebig iele T ansak ionskos en
au wenden, denn i gendwann is sein Budge ausgeschöp .
Beim So wa ekau spielen aus Sich des Konsumen en siche lich die Such-, In o ma i-
ons- und Inspek ionskos en eine en scheidende Rolle, wäh end dem So wa ehe s elle
im Rahmen de komme ziellen Ve ma k ung in e s e Linie Übe wachungs- und Du ch-
se zungskos en en s ehen.
111
4.1.7 Ne zwe ke ek e
Besonde es Kennzeichen on So wa e sind die o liegenden posi i en Ne zwe ke ek-
e, die en s ehen können, wenn meh e e Wi scha ssubjek e die gleiche So wa e nu -
zen. Gü e , bei denen de Konsum abhängig on den ande en Konsumen en e olg ,
nenn man Ne zwe kgü e . We ein solches Gu kau , in e essie sich nich nu da ü ,
wie seh es den eigenen An o de ungen genüg , sonde n auch da ü , wie iele ande e
Konsumen en dieses Gu nu zen. Diese Eigenscha bezeichne man auch als Ne zwe k-
e ek ode Ne zwe kex e nali ä , wenn die We schä zung eines Gu es posi i on de
110
Vgl. Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 45 - 61 u. Hummel, J. (2000), S. 23 .
111
Die Raubkopie a en liegen lau de S udie de BSA on 2004 wel wei bei übe 30 %, d. h., 30 % de
genu z en So wa e sind Raubkopien ( gl. Business So wa e Alliance (2004).
42
Zahl de üb igen Nu ze abhäng .
112
Man un e scheide in de Li e a u di ek e und indi-
ek e Ne zwe ke ek e.
113
4.1.7.1 Di ek e Ne zwe ke ek e
Bei di ek en Ne zwe ke ek en en s eh de Vo eil di ek aus de möglichs wei e -
b ei e en Nu zung des Gu es du ch ande e Wi scha ssubjek e. Solche In e dependen-
zen im Konsum dü en unmi elba einsich ig im S anda dso wa ebe eich an allen. Als
Einzige eine bes imm e So wa elösung zu benu zen, bewi k keine Ne zwe ke ek e
und de Nu zen en s eh allein aus den Eigenscha en de So wa e. E s wenn meh e e
Wi scha ssubjek e dieselbe So wa e e wenden, bes eh beispielsweise die Möglich-
kei , Da en un e einande auszu auschen ode au emden Rechne n mi de selben
So wa e zu a bei en.
114
Die En scheidung ü eine bes imm e So wa elösung ha meis auch Nu zene ek e ü
die ande en Anwende . Diese posi i en Auswi kungen ließen abe nich in das Kalkül
des En scheidungs äge s mi ein. In eine We bewe bssi ua ion hängen die einzelnen
Kau en scheidungen on de bes ehenden Anzahl de So wa enu ze bzw. dem Nu zen,
de sich aus de G öße des jeweiligen Ne zes e gib , ab. Bei jedem Kau s eig die Ne z-
g öße wei e an, was bei allen Anwende n de gleichen So wa e die Anwendungsmög-
lichkei en und dami den We de So wa e bzw. des ideellen Ne zes wei e e höh .
Du ch diesen Mechanismus we den wei e posi i e ex e ne E ek e gene ie .
115
Die Auswi kungen on di ek en Ne zwe ke ek en wu den empi isch un e such und
zwei Besonde hei en sind au ällig. Ne zwe ke ek e spielen eine signi ikan e Rolle bei
de Du chse zung on Ne zwe k echnologien, da de Ne znu zen mi jedem neuen Nu -
ze übe p opo ional anwächs . Fe ne wi ken sie sich in konku ie enden Ne zwe ken
au die P eise de Gü e des dominan en Ne zwe kes und dessen kompa ible und komp-
lemen ä e P oduk e aus, d. h., die Konsumen en sind be ei , eine signi ikan e P ämie ü
die Ne zwe keigenscha bzw. die Ne zg öße zu bezahlen.
116
112
Vgl. Ka z, M. L. u. Shapi o, C. (1986a), S. 146 u. Koo hs, S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003),
S. 23 .
113
Vgl. Thum, M. (1995), S. 5 - 12, Kno , H. (1993), S. 36 - 41. Eine Übe sich inde sich bei A hu ,
W. B. (1988), S. 591. Vgl. auch Woeckne , B. (1994), S. 235 - 237.
114
Vgl. Eh ha d , M. (2001), S. 25 .
115
Vgl. Thum, M. (1995), S. 5 .
116
Vgl. Thum, M. (1995), S. 5 .
43
4.1.7.2 Indi ek e Ne zwe ke ek e
Indi ek e Ne zwe ke ek e e wachsen aus de Exis enz on komplemen ä en Gü e n,
Le ne ek en und Unsiche hei . Übe die In e dependenzen im Konsum komplemen ä e
Gü e und übe den Sys emcha ak e eines Gu es bilden sich indi ek e Ne zwe ke ek e
he aus. So wa e is ein solches Komplemen ä gu , das ohne die Ha dwa e keinen Nu -
zen s i e . Diese Zusammenhang zwischen Ha dwa e und So wa e in de Compu e -
indus ie p äg e den Beg i des Ha dwa e-So wa e-Pa adigmas.
117
De Ma k e olg
eine Inno a ion häng le z lich wenige on den Eigenscha en des zen alen P oduk es
bzw. de Ha dwa e ab, sonde n ielmeh on de sachlichen, zei lichen und äumlichen
Ve ügba kei de Komplemen ä p oduk e bzw. de So wa e.
118
Da die Be ei s ellung
on komplemen ä en Gü e n ypische weise mi hohen Fixkos en e bunden is , wächs
die Menge de angebo enen Komplemen ä p oduk e mi de Zahl de po enziellen
Nach age . Jede , de sich einem Ne zwe k anschließ , e g öße das Ne z und e mög-
lich so eine g öße e Zahl on komplemen ä en P oduk en, die allen Nu ze n zugu e-
komm .
So wa e g ei gemäß dem Ha dwa e-So wa e-Pa adigma eben alls au komplemen ä-
e P oduk e wie Schulungen, So wa ewa ung ode In o ma ionsmä k e zu ück. Jede
Bei i in ein Ne z bzw. jede Kau eine So wa elösung üh übe die E wei e ung de
Nu ze basis zu eine Auswei ung des Angebo s an komplemen ä en Gü e n und indu-
zie wei e e Käu e. Aus dem höhe en Angebo e gib sich schließlich de ex e ne Zu-
sa znu zen alle Anwende .
119
Eine ande e Fo m de indi ek en Ne zwe ke ek e en s eh du ch Le ne ek e. So wa e
muss om Anwende e s e le n we den. Je meh Anwende dieselbe So wa e nu zen,
des o ehe p oduzie jede Anwende sogenann e in o ma ionelle Spillo e s. Diese E -
ek e kommen bei Ne zwe ken zum T agen, da jede Anwende somi ehe In o ma io-
nen om ande en e häl , leich e ausgebilde e A bei sk ä e ü die So wa e ge unden
we den und eine um assende Un e s ü zung e olg . Jede zusä zliche Anwende e höh
auch die Wah scheinlichkei , Fehle au zuspü en und diese om He s elle ko igie en
117
Vgl. Ka z, M. L. u. Shapi o, C. (1985), S. 424. Bill Ga es nenn diesen Zusammenhang posi i en
Rückkopplungse ek (Ga es, B. (1995), S. 81).
118
Vgl. Woeckne , B. (1993), S. 108 - 109. Das bedeu e auch, dass sich Komplemen ä p oduk e nu
dann am Ma k e ablie en können, wenn sie zum De- ac o-S anda d des zen alen Gu es kompa ibel sind.
119
Vgl. Kno , H. (1993), S. 40 .
44
zu lassen. Die Quali ä de So wa e e besse sich und das Su plus alle Ne z eilneh-
me s eig indi ek an.
120
4.1.7.3 S a p oblem und k i ische Masse
Allen Ne zwe kgü e n gemein is das Ka dinalp oblem, dass die e s en Nu ze bes en-
alls die gleichen Kos en wie die nach olgenden ealisie en, abe zumindes an angs
einen ge inge en Nu zengewinn wegen de ak isch inexis en en Ne zwe ke ek e e hal-
en. Diesen Aspek on Ne zwe kgü e n ha Allen un e such .
121
Se zen die po enziellen
e s en Nu ze wenig Ve auen in die Du chse zungs ähigkei eine neuen Ne z-
Technologie am Ma k , kann diese be ei s ühzei ig zum Schei e n e u eil sein. Das
S a p oblem bes eh also da in, bei de Neuein üh ung eine Technologie die so ge-
nann e k i ische Masse zu e eichen.
122
De indi iduelle B u onu zen eines Indi iduums U
i
aus einem Gu se z sich aus dem
Technologiee ek T und dem Ne zwe ke ek zusammen. Diese häng wiede um on
de G öße N des Ne zwe ks ab. Fo mal läss sich dies wie olg ausd ücken:
U
i
= U
i
(N, T) wobei gil :
U
i
(N, T) < U
i
(N', T) ü N < N'.
123
Zwei Ex em älle sind bei de Neuein üh ung eine Ne z-Technologie denkba . Zum
einen kann de Technologiee ek wesen lich g öße als Null sein (T > 0), zum ande en
kann e auch gleich Null sein (T = 0). Fü beide Fälle wi d un e s ell , dass de Ne z-
we ke ek zu Beginn Null is und mi jedem neuen Nu ze s e ig ans eig .
124
Im e s en Fall, in dem T hin eichend g oß is , kann man on einem ge ingen S a p ob-
lem ausgehen, da die po enziellen Nu ze schon je z die eine Technologie inhä en en
Spezi ika ionen, auch ohne mi ande en e ne z zu sein, nu zen können. Im zwei en
Fall is T Null und zu e wa en, dass die po enziellen Nu ze die Technologie nich an-
nehmen. De He s elle e wais da au hin mi seine Technologie wegen Nich e ei-
chung de k i ischen Masse.
120
Ein Übe blick de Nu zengewinne du ch Ne zwe ke ek e inde sich bei Glanz, A. (1993), S. 31 - 32.
121
Vgl. Allen, D. (1988), S. 257 - 271.
122
Vgl. Allen, D. (1988), S. 257, u. Shapi o, C. u. Va ian, H. R. (1999), S. 237 .
123
Diese Bedingung schließ S aue ek e und da aus en s ehende nega i e ex e ne E ek e bei ma e iellen
Ne zen aus. Vgl. Blanka , C. B. u. Knieps, G. (1991), S. 9.
124
Vgl. Blanka , C. B. u. Knieps, G. (1991), S. 11.
45
Das S a p oblem wi d bei meh e en, pa allel au den Ma k kommenden Ne zwe kgü-
e n ode bei dem Ve such, einen S anda dwechsel zu ealisie en, g öße .
125
Sind die
Technologien inkompa ibel, kann im Ex em all - selbs bei einem e häl nismäßig g o-
ßen Technologiee ek - keine de He s elle die k i ische Masse e eichen. Dies mag
da an liegen, dass sich die Indi iduen bei he e ogenen P ä e enzen im Konsum au un-
e schiedliche Technologien au spal en. Hie mi e kleine sich ü jeden He s elle bei
de P oduk ein üh ung na ü lich auch die Zahl de po enziellen Kunden, und es wi d
schwie ige ü ihn, die k i ische Masse zu e eichen. Zusä zlich hal en sich die Anbie-
e on Komplemen ä p oduk en wegen de kleinen Nu ze zahl mögliche weise zu ück,
und gemäß dem Ha dwa e-So wa e-Pa adigma s eig die Nach age nich an. Zudem is
die nich -koope a i e und pa allele En wicklung meh e e gleicha ige , abe inkompa-
ible Technologien eu e als gemeinsames En wickeln, wodu ch eine g öße e k i ische
Masse au g und de höhe en Kos en e eichba is .
4.1.7.4 Sponso ing und Inkompa ibili ä als s a egische En scheidung
Zu Lösung eines P oblems bzw. zu Be iedigung eines Bedü nisses exis ie en am
Ma k meis meh e e So wa e-Anwendungen nebeneinande . Das E gebnis eine jeden
So wa enu zung sind Da en, die g undsä zlich on jedem Anwende wei e e a bei e
we den können, de die gleiche So wa elösung e wende . Sobald Da en on un e -
schiedlichen So wa elösungen e a bei e we den sollen, müssen diese zueinande
kompa ibel sein. Dies bedeu e , dass die So wa elösungen un e einande subs i uie ba
sind. Kennzeichnend ü alle olls ändig ode eilweise subs i uie ba en Gü e is eine
posi i e K euzp eiselas izi ä . Eine P eise höhung bei einem solchen Gu üh zu höhe-
en Absä zen bei dessen Subs i u en.
126
Bei komplemen ä en Gü e n is die K euzp eiselas izi ä nega i . Auch hie spiel Kom-
pa ibili ä eine g oße Rolle, da im PC-Be eich eine ganze Ke e on komplemen ä en
Beziehungen o he sch . E eich ein He s elle inne halb de Ke e eine Vo mach s el-
lung, kann e diese Mach nu zen, um sie in den nach olgenden komplemen ä en Be ei-
125
Vgl. Knieps, G. (1994), S. 11 .
126
Vgl. P ei e , G. H. (1989), S. 23. u. Da id, P. A. u. Bunn, J. A. (1988), S. 171. Vgl. zu
Kompa ibili ä im enge en und im wei e en Sinne: G eens ein, S. (1989), S. 18 ., Economides, N.
(1989), S. 1165 . o. Be g, S. V. (1990), S. 105.
46
chen auszuwei en, indem e e such inkompa ible S anda ds zu se zen ode die e -
schiedenen P oduk e que zu sub en ionie en.
127
Im We bewe bsp ozess is Kompa ibili ä ein wich ige Ak ionspa ame e , weil du ch
Kompa ibili ä Ma k ein i sba ie en ü po enzielle Konku en en ga nich e s en -
s ehen. Im Umkeh schluss heiß dies, dass sich ein Un e nehmen o Konku enz schü -
zen kann, indem es e such , einen geschlossenen bzw. p op ie ä en De- ac o-S anda d
am Ma k zu e ablie en. Fü die So wa ekonsumen en en s eh Kompa ibili ä dadu ch,
dass sie sich dem S anda d bzw. Ne zwe k des Ma k üh e s anschließen.
128
Wähl ein So wa ehe s elle den Weg de Inkompa ibili ä , ha e eine Aussich au
g oße Gewinne, so e n e die k i ische Masse e eich und die Ne zwe ke ek e insge-
sam einen g oßen An eil am Gesam nu zen einnehmen.
129
Bei o liegenden inkompa-
iblen Technologien e schwe en Wechselkos en und P adabhängigkei en beim Konsu-
men en zusä zlich den Übe gang zu eine ande en Technologie. De He s elle muss
alle dings e s die Konsumen en om Nu zen seine Technologie übe zeugen, indem e
sie du ch Sponso ing-Maßnahmen möglichs a ak i ges al e . Solche Sponso ing-
Maßnahmen bes ehen z. B. aus P eis- und P oduk di e enzie ungen. Im Umkeh schluss
kann au Sponso ing-Maßnahmen e zich e we den, wenn de Technologiee ek den
Ne zwe ke ek s a k übe wieg .
130
Folgendes Modell on Ka z und Shapi o soll die ele an en An eize au zeigen, die au
die He s elle bei de En scheidung ü ode gegen Kompa ibili ä wi ken. Die Un e -
nehmen können sich in dem Modell en wede ü einen gemeinsamen Kompa ibili ä s-
s anda d en scheiden ode ein Un e nehmen bedien den Ma k mi seinem inkompa ib-
127
Vgl. zu K euzp eiselas izi ä on Subs i u en und komplemen ä en Gü e n: Obe ende , P. (1991), S.
69. Die Aussagen übe die K euzp eiselas izi ä en sind alle dings nich allgemein gül ig, da bes imm e
E ek e (z. B. Snobe ek ) das Nach age e hal en e ände n. Vgl. Fehl, U. u. Obe ende , P. (2004), S.
366 u. 421 .
128
Vgl. Kno , H. (1993), S. 64, Thum, M. (1995), S. 85. u. Fa ell, J. u. Shapi o, C. (1989), S. 51 - 68.
129
Vgl. He ge , M. (1987), S. 73 ., Thum, M. (1995), S. 8, G indley, P. u. McB yde, R. (1990), S. 233 .
u. Kno , H. (1993), S. S. 64.
130
Vgl. z. B. Ka z, M. L. u. Shapi o, C. (1985), S. 424 - 440, Besen, S. M. u. Johnson, L. L. (1986) o.
Ma u es, C. u. Regibeau, P. (1988), S. 221 - 234. Die P obleme de k i ischen Masse bei
Ne zwe ke ek en, de Inkompa ibili ä und des Sponso ings du ch P oduk - und P eisdi e enzie ung
ode ande e ma ke ingpoli ische Ins umen e we den in de Li e a u wei gehend spiel heo e isch
un e such . Im E gebnis weisen alle Modelle da au hin, dass sich die Un e nehme bei Vo liegen on
Ne zwe ke ek en s a egisch e hal en, indem sie e s die eigene Ma k - und We bewe bssi ua ion
beu eilen und dann e suchen, en wede einen gemeinsamen ode einen p op ie ä en S anda d
du chzuse zen. Eine aus üh liche Abhandlung de S a egien de He s elle on Gü e n mi
Ne zwe ke ek en inde sich bei E ha d , M. (2001).
len S anda d allein.
131
Zum Zei punk Null ( = 0) müssen die Un e nehmen X und Y
es legen, ob sie ih e homogenen P oduk e zueinande kompa ibel ges al en wollen. In
den olgenden Pe ioden Eins und Zwei ( = 1 und = 2) se z
P eise p
bzw. q
ü ih e P oduk e. Im Ma k be inden sich in jede Pe iode N
men en, wobei sich x
Konsumen en ü Gu X und y
den. In jede Pe iode muss x
P oduk kau . Abbildung
5
en des Modells ollzogen we den
Abbildung 5
: Kompa ibili ä swahl in einem D eis u enspiel
Quelle: Ka z, M. u. Shapi o, C. (1986
De B u onu zen is ü die homogenen Konsumen en als Funk ion de Ne zg öße z
de inie und wi d mi (z)
de jeweiligen P oduk e ü die Ne zwe kg öße in Pe iode Zwei, also jeweils (x
und (y
1
+ y
2
).
Bei Kompa ibili ä bilden beide P oduk e zusammen das Ne zwe k, und de Konsumen
e häl beim Kau
eines Gu es imme einen B u onu zen on (N
131
Vgl. Ka z,
M. L. u. Shapi o, C. (1986a), S. 146
841.
132
Vgl. Ka z, M. L. u. Shapi o, C. (1986a), S. 148 .
Zei punk 0
•
Technische Kompa ibili ä sen scheidung on
Un e nehmen X und Y
Pe iode 1
•
Un e nehmen X und Y se zen die P eise (p
•
Kau en scheidungen de Konsumen en (x
Pe iode 2
•
Un e nehmen X und Y se zen die P eise (p
•
Kau en scheidungen de Konsumen en (x
47
Zum Zei punk Null ( = 0) müssen die Un e nehmen X und Y
es legen, ob sie ih e homogenen P oduk e zueinande kompa ibel ges al en wollen. In
den olgenden Pe ioden Eins und Zwei ( = 1 und = 2) se z
en die Un e nehmen die
ü ih e P oduk e. Im Ma k be inden sich in jede Pe iode N
Konsumen en ü Gu X und y
Konsumen en ü Gu Y en sche
den. In jede Pe iode muss x
+ y
= N
gel en, dami sich kein Konsumen meh als ein
5
e anschaulich die einzelnen Sch i e, die in den d ei S
en des Modells ollzogen we den
.
132
: Kompa ibili ä swahl in einem D eis u enspiel
Quelle: Ka z, M. u. Shapi o, C. (1986
a), S. 149.
De B u onu zen is ü die homogenen Konsumen en als Funk ion de Ne zg öße z
de inie und wi d mi (z)
bezeichne . Die Konsumen en be echnen den B u onu zen
de jeweiligen P oduk e ü die Ne zwe kg öße in Pe iode Zwei, also jeweils (x
Bei Kompa ibili ä bilden beide P oduk e zusammen das Ne zwe k, und de Konsumen
eines Gu es imme einen B u onu zen on (N
1
+ N
2
M. L. u. Shapi o, C. (1986a), S. 146
- 165 u. Ka z, M. L. u. Shapi o, C.
(1986b), S. 822
Vgl. Ka z, M. L. u. Shapi o, C. (1986a), S. 148 .
Technische Kompa ibili ä sen scheidung on
Un e nehmen X und Y
Un e nehmen X und Y se zen die P eise (p
Kau en scheidungen de Konsumen en (x
Un e nehmen X und Y se zen die P eise (p
Kau en scheidungen de Konsumen en (x
Zum Zei punk Null ( = 0) müssen die Un e nehmen X und Y
es legen, ob sie ih e homogenen P oduk e zueinande kompa ibel ges al en wollen. In
en die Un e nehmen die
ü ih e P oduk e. Im Ma k be inden sich in jede Pe iode N
Konsu-
Konsumen en ü Gu Y en sche
i-
gel en, dami sich kein Konsumen meh als ein
e anschaulich die einzelnen Sch i e, die in den d ei S
u-
De B u onu zen is ü die homogenen Konsumen en als Funk ion de Ne zg öße z
bezeichne . Die Konsumen en be echnen den B u onu zen
de jeweiligen P oduk e ü die Ne zwe kg öße in Pe iode Zwei, also jeweils (x
1
+ x
2
)
Bei Kompa ibili ä bilden beide P oduk e zusammen das Ne zwe k, und de Konsumen
2
). Die Konsu-
(1986b), S. 822
-
Technische Kompa ibili ä sen scheidung on
Un e nehmen X und Y se zen die P eise (p
1, q1)
Kau en scheidungen de Konsumen en (x
1, y1)
Un e nehmen X und Y se zen die P eise (p
2, q2)
Kau en scheidungen de Konsumen en (x
2, y2)
48
men en we den dahe nu die P eise beide Gü e mi einande e gleichen, und das bil-
lige e e häl den Vo zug.
133
Wegen de Kompa ibili ä on Gu X und Y ha die Alloka-
ion beide Gü e in de e s en Pe iode keine lei Auswi kung au den Ou pu de zwei en
Pe iode und ice e sa. Die Un e nehmen haben olglich kein In e esse ih Ne zwe k
mi p eispoli ischen Maßnahmen zu e g öße n, da de Vo eil de g öße en Ne zwe k-
e ek e auch beim Konku en en en s eh . De P eiswe bewe b wi d zumindes in ü-
hen Ma k phasen gedämp , abe da ü in spä e en umso in ensi e .
134
Bei Inkompa ibili ä kau en die Konsumen en in eine Pe iode nu das P oduk , das ih-
nen den g öß en Ne onu zen bie e , indem sie (x
1
+ x
2
) - p
mi (y
1
+ y
2
) - q
e glei-
chen. Die Konsumen en un e scheiden sich in ih en P ä e enzen nich und e en in
jede Pe iode eine uni o me Kau en scheidung (x
= N
ode y
= N
).
Das Modell wi d eku si gelös , da zue s die En scheidungen de Konsumen en in de
zwei en Pe iode analysie we den. Das P oduk , welches in de e s en Pe iode sieg ,
besi z einen Vo eil, da es be ei s übe ein ins allie es Ne zwe k e üg . Fo mal läss
sich diese Vo sp ung, de Vo eil de ins allie en Basis genann wi d, mi (N
1
+ N
2
) -
(N
2
) ausd ücken. Analog dazu bezeichne man den absolu en Be ag aus de Di e enz
on p
2
und q
2
P eis o eil. Ha beispielsweise Un e nehmen X in de Pe iode Eins e -
lo en, muss es in Pe iode zwei wenigs ens einen P eis o eil haben, um den Vo eil de
ins allie en Basis on Y zu kompensie en.
135
Das Modell weis da au hin, dass Un e nehmen bei de inie en Eigen ums ech en an
ih en S anda ds ein g oßes In e esse an Inkompa ibili ä und an den Konsumen en de
e s en Pe iode haben. Dies lieg eine sei s an de g öße en Wah scheinlichkei , den
Ma k allein bedienen zu können und ande e sei s an den höhe en P eisen, die in Pe io-
de zwei ge o de we den können.
136
Obwohl das Su plus de Konsumen en du ch
Kompa ibili ä s eigen wü de, wählen die Un e nehmen p op ie ä e S anda ds, um den
Vo eil de ins allie en Basis in Zukun allein auszuschöp en.
137
Die Un e nehmen
133
Ein nega i e Ne onu zen is in diesem Modell gene ell ausgeschlossen, sodass die Indi iduen imme
kau en.
134
Vgl. Ka z, M. L. u. Shapi o, C. (1986a), S. 149 - 158.
135
Vgl. Ka z, M. L. u. Shapi o, C. (1986a), S. 149 .
136
Vgl. G indley, P. u. McB yde, R. (1990), S. 229 . Die Au o en e anschaulichen, dass in de PC-
Indus ie dieses „ he-winne - akes i -all-Ve hal en“ häu ig anzu e en is .
137
Dies geschieh o allem dann, wenn ein Un e nehmen weiß, dass seine Technologie in Zukun ,
au g und on Kos en o eilen den ande en Technologien wei übe legen is . Skalene ek e in de
P oduk ion e s ä ken somi den D ang zu Inkompa ibili ä .
49
we den in de e s en Pe iode mi p eispoli ischen Maßnahmen e suchen, die A ak i i-
ä des eigenen S anda ds zu e höhen und in die ins allie e Basis in es ie en. De S an-
da d mi den nied igs en P eisen ha den sogenann en „ i s -mo e ad an age“.
138
Das
S a p oblem on Ne zwe kgü e n kann eben alls du ch In es i ionen de zukün igen
Gewinne in die ins allie e Basis e inge we den.
139
4.1.8 Ri ali ä s- und Exklusionsg ad on So wa e
4.1.8.1 Ri ali ä im Konsum
Am Ma k angebo ene ma e ielle Gü e zeichnen sich in de Regel du ch Ri ali ä im
Konsum aus. Ein Eigen üme eines Gu es ühl sich in dessen Nu zung meh ode weni-
ge eingesch änk , wenn e das Gu bzw. dessen Nu zen aus usus, usus uc us, abusus
und endi io (dem Rech au Wei e e äuße ung) mi einem D i en eilen muss. Bei
digi alen Gü e n is dies ande s. Jede kann eine Raubkopie bzw. illegale So wa ekopie
e wenden, ohne dabei den Nu zen eines ande en Wi scha ssubjek s, das mi de glei-
chen So wa e a bei e , einzusch änken. Im Gegen eil – auch die illegalen So wa enu -
ze s eige n den Nu zen de legalen Konsumen en wegen de oben besch iebenen Ne z-
we ke ek e.
140
Dennoch kann nich pe se on eine ehlenden Ri ali ä ode ga on einem nega i en
Ri ali ä sg ad gesp ochen we den, denn wenn sich de So wa ehe s elle au g und de
du ch Raubkopien e u sach en mangelnden Gewinne gezwungen sieh , die Wei e en -
wicklung de So wa e einzus ellen ode die P eise anheb , um zu e suchen, bei de
zahlungsbe ei en Kundscha die ehlenden Einnahmen zu kompensie en, i zumin-
des indi ek eine Ri ali ä zwischen legalen Nu ze n und den Nu ze n on Raubkopien
au . Kalkulie de So wa ehe s elle in seinem P oduk p eis den An eil de o aussich-
lich genu z en Raubkopien mi ein, sub en ionie de eh liche So wa ekonsumen den
uneh lichen So wa ekonsumen en. Es is jedoch aglich, ob ein So wa enu ze die
An eize aus de Ri ali ä aus eichend s a k wah nimm , um die An eize aus den Ne z-
we ke ek en zu kompensie en und die Wei e gabe eine Raubkopie aus eigenem An-
ieb zu un e lassen.
138
Vgl. Ka z, M. L. u. Shapi o, C. (1986b), S. 825.
139
Vgl. Ka z, M. L. u. Shapi o, C. (1986b), S. 824 .
140
Vgl. El-Shagi, M. (2004), S. 39, Linde, F. (2005), S. 16 ., Hachenbe ge , J. (2003), S. 35 ., Koo hs,
S., Langen u h, M. u. Kalwey, N. (2003), S. 24 - 27 u. Pasche, M. u. Engelha d , S. on (2004), S. 6.
50
Des wei e en kann de So wa ehe s elle du ch den Einsa z on Schu zmaßnahmen
küns lich Ri ali ä e zeugen, indem e die So wa e z. B. mi einem Dongle so exklu-
die , dass imme nu de Besi ze des Dongles diese nu zen kann. Ausschließba kei
bedeu e demnach nich nu , dass ein Eigen üme eines Gu es D i e on dessen Kon-
sum ausschließen kann, sonde n auch, dass zugleich Ri ali ä im Konsum en s eh .
4.1.8.2 Ausschließba kei on So wa e
De G ad de Wi ksamkei des Nu zungsausschlusses D i e is g undlegend on den
kul u ellen und ech lichen Rahmenbedingungen sowie den echnischen Eigenscha en
des Gu es abhängig.
141
4.1.8.2.1 Kul u elle Schu z
In jede Gesellscha en wickeln sich kul u elle No men und We e, die als Schu zme-
chanismen ü Eigen um ungie en. Un e kul u ellen No men e s eh man Vo s ellun-
gen da übe , welches Ve hal en de Gesellscha smi gliede als angeb ach e schein .
We e sind Übe zeugungen, die om Einzelnen ode inne halb bes imm e soziale Sys-
eme espek ie und geach e we den.
Kul u elle No men und We e beein lussen das Handeln de Wi scha ssubjek e in
konk e en Si ua ionen. E kann es Fehl e hal en wi d übe soziale Sank ionen bes a .
Im Allgemeinen wi d auch Diebs ahl gesellscha lich sank ionie und geäch e , wobei
S udien da au hinweisen, dass die Vo s ellungen in de Be ölke ung hinsich lich de
Ve le zung des U hebe ech es on den in e nalisie en Vo s ellungen übe Eigen ums-
e le zungen an ma e iellen Dingen abweichen.
142
4.1.8.2.2 S aa liche Schu z
In Gese zen sind es ik i e Regelungen e anke , die exklusi e Ve ügungs ech e an
den E gebnissen geis ige A bei siche n. De S aa gib Rahmenbedingungen ü die
Ausübung on Ve ügungs ech en o und bes imm Sank ionen ü die du ch Miss-
b auch en s andenen Schäden. S aa liche Ins i u ionen kon ollie en das gese zeskon-
o me Ve hal en und ahnden Übe e ungen.
141
Vgl. El-Shagi, M. (2004), S. 34 . u. Linde, F. (2005), 16 .
142
Vgl. Hachenbe ge , J. (2003), S. 21 .
57
En gel o genommen we den können ode dass Se ice und Suppo nich meh nö ig
is , s eh ein Ve waisen des Kollek i s zumindes zu be ü ch en.
163
4.3.3 K i ik
Die o he schende Li e a u bescheinig dem P ope y-Righ s-Ansa z eine hohe E klä-
ungsk a und einen hohen empi ischen Bewäh ungsg ad, wenngleich es sich bei den
meis en empi ischen Un e suchungen um Falls udien handel . Basie end au den neok-
lassischen Annahmen und e wei e um die T ansak ionskos en mach e au die Bedeu-
ung de Ausges al ung on Ins i u ionen au me ksam. So wi ken beim P i a eigen um
die An eize ek e und die In e nalisie ung de Kos en und Nu zen beim Eigen üme
posi i au dessen ökonomisches Kalkül. Die Tendenz zu Ve schwendung bzw. Übe -
nu zung knappe Ressou cen wi d e mieden. Dami beleg de P ope y-Righ s-Ansa z
die Bedeu ung on Ins i u ionen und de en Ausges al ung. E be on die Komplexi ä
eale eigen ums ech liche Regelungen, indem e die Ausges al ung, Zuo dnung und
Besch änkung on Eigen ums ech en, einschließlich de T ansak ionskos en ih e Nu -
zung, Siche ung und Übe agung, he ausa bei e .
164
Insbesonde e bei imma e iellem Eigen um und komme zielle So wa e wi d deu lich,
dass de Siche ung de Ausschließba kei eine s a ke Bedeu ung zukomm , weil die
So wa ekonsumen en g oße An eize haben, die So wa e illegal zu nu zen und wei e -
zugeben. Die Ausschließba kei wi d du ch das U hebe ech de ju e gewäh leis e , de
ac o abe nich du chgese z , weil die So wa ehe s elle o da au e zich en, Aus-
schlussmaßnahmen zu e g ei en.
Im E gebnis bedeu e dies, dass So wa een wicklung und - e ieb en wede übe die
Behe schungss uk u Ma k ode übe die Behe schungss uk u O ganisa ion abge-
wickel we den können. De Ma k beinhal e We bewe b und das Op e n de So wa e
s ell einen möglichen Ak ionspa ame e da , wenn die Ausschließlichkei skos en zu
hoch gegenübe den Kos en des Schu z e zich es we den.
So wa een wicklung und - e ieb in eine O ganisa ion e lauben es, au die Du chse -
zung de Eigen ums ech e zu e zich en. Im Gegenzug müssen abe ins i u ionelle Vo -
ausse zungen zu Behe schung diese Ins i u ion gescha en we den und ande e Fo -
163
Vgl. Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 112 .
164
Vgl. Feldmann, H. (1995), S. 80 .
58
men de En lohnung de So wa eau o en, da Open Sou ce-So wa e selbs unen gel lich
is .
Die P ope y-Righ s-Theo ie zeig die S ä ken und Schwächen de un e schiedlichen
Behe schungss uk u en au , e mag jedoch keine Aussage da übe zu e en, welche
Behe schungss uk u die ich ige bzw. ökonomisch sinn olle is . Le z lich muss de
eie We bewe b übe E olg ode Misse olg de un e schiedlichen Behe schungs-
s uk u en en scheiden.
4.4 Aussagen de T ansak ionskos enökonomik
4.4.1 Dimensionen on So wa e ansak ionen
Die Dimensionen eine T ansak ion un e scheide Williamson hinsich lich Spezi i ä ,
Häu igkei und Unsiche hei .
165
Fixe Kos en basie en au spezi ischen In es i ionen, die bei de Ein ich ung ode Be-
ei s ellung eines ins i u ionellen A angemen s en s ehen. Hie zu zählen insbesonde e
die Sach- und Humankapi alspezi i ä sowie die S ando - und Widmungsspezi i ä .
Le z e e en s eh , wenn In es i ionen ge ä ig we den, die sich nu au die Nach age
eines Abnehme s s ü zen.
166
S anda dso wa e ziel au die Be iedigung de Bedü nis-
se eine Vielzahl on Nach age n ab, sodass die Widmungsspezi i ä weg äll . Jedoch
is sie o mi Ne zwe ke ek en beha e und wi d e s bei E eichen de k i ischen Mas-
se am Ma k e olg eich. De So wa ehe s elle sieh sich mögliche weise gezwungen
in seine So wa e z. B. du ch Sponso ing zu in es ie en und wi d, wenn die So wa e
sich am Ma k nich du chse z , die spezi ischen Kos en de En wicklung, die le z en
Endes Sach- und Humankapi alkos en da s ellen, nich meh amo isie en können.
Au de Konsumen ensei e en s ehen eine sei s spezi ische Kos en hinsich lich de Hu-
mankapi albildung. Jede So wa enu ze muss sich in eine So wa e eina bei en, bis e
sie e wenden kann. Mi zunehmende Spezi i ä e höh sich die Abhängigkei de Kon-
sumen en om So wa ehe s elle . Im Ex em all en s ehen sogenann e Einspe ungse -
ek e
167
, wenn au de Konsumen ensei e g oße spezi ische In es i ionen ge ä ig wu -
den und de Konsumen diesen nu du ch e neu e In es i ion in Humankapi al z. B.
165
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 59 . u. Feldmann, H. (1995), S. 51 .
166
Vgl. E lei, M., Leschke, M. u. Saue land, D. (1999), S. 180 . u. Fische , M. (1994), S. 582 .
167
Vgl. dazu Da id, P. A. (1985), S. 332 - 337, A hu , W. B. (1989), S. 126 u. A ow, K. J. (1962).
59
du ch Teilnahme an Schulungen ü eine So wa eal e na i e, ausweichen kann. So ge-
sehen e ö ne So wa e eine Kundenbindung an den So wa ehe s elle , die de So -
wa ehe s elle ü seine Zwecke nu zen und ausnu zen kann.
168
Ande e sei s wi d S anda dso wa e s ändig wei e en wickel und nach eine gewissen
Zei bes eh o Inkompa ibili ä zwischen de e wende en So wa e e sion und den
neue en So wa e e sionen. Sachkapi alspezi i ä lieg au Konsumen ensei e o , wenn
die Konsumen en gezwungen sind, imme die neues e So wa e e sion des He s elle s
zu kau en, weil sie nu du ch Kompa ibili ä wei e in den Genuss on Ne zwe ke ek-
en gelangen. De So wa ehe s elle schöp dahe nach E eichen de k i ischen Masse
und geschü z du ch Ne zwe ke ek e die Konsumen en en e lang is ig ab.
Va iable Kos en hängen on de Häu igkei und dem We um ang on T ansak ionen
ab. Du ch eine g öße e Anzahl gleiche ode ähnliche T ansak ionen amo isie en sich
die Ein ich ungskos en de gewähl en Koo dina ions o m schnelle . Hie zu zählen Fix-
kos endeg ession, Le nku en- und Skalene ek e. S anda dso wa e, die pe manen
wei e en wickel wi d, e laub es dem So wa ehe s elle , eine lang is ige Kundenbe-
ziehung au zubauen und die hohen Fixkos en de So wa een wicklung übe den Ma k
zu amo isie en.
169
Unsiche hei kann au eine asymme ische In o ma ions e eilung zu ückgehen ode au
Ve hal ensunsiche hei en bzw. oppo unis ischem Ve hal en be uhen.
170
In de Reali ä
exis ie je nach A de T ansak ion imme ein gewisses Maß an Unsiche hei übe die
ele an en bzw. zukün igen E eignisse. Die Unsiche hei bes eh ü den So wa ehe s-
elle da in, dass e nich die So wa e, sonde n lediglich das Nu zungs ech e äuße .
E weiß nich , ob de So wa enu ze e agsgemäß mi de So wa e umgeh ode die-
se unbe ech ig wei e gib bzw. au meh e en Compu e sys emen ins allie , ohne da ü
e agsgemäß zu bezahlen. De So wa ekonsumen is sich diese In o ma ionsasym-
me ie bewuss . E kann den Sach e hal ausnu zen und den So wa ehe s elle ausbeu-
en, indem e au Raubkopien ausweich . Diese Fo m de Unsiche hei , die au s a egi-
168
Vgl. auch A hu , W. B. (1988), S. 594 u. Knieps, G. (1994), S. 7. Aus de Humankapi alspezi i ä
kann die P adabhängigkei olgen.
169
Vgl. Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 146 .
170
Vgl. Hummel, J. (2002), S. 14 .
60
sches Ve hal en de Ve agspa ne zu ückzu üh en is , bezeichne Williamson als
Ve hal ensunsiche hei .
171
Aus diesen Übe legungen lei e Williamson un e schiedliche ins i u ionelle A ange-
men s ab, in de en Rahmen un e Unsiche hei T ansak ionen ge ä ig we den bzw. sich
das Ve hal en de Be eilig en kanalisie .
4.4.2 Fundamen ale T ans o ma ion
Williamson besch eib die undamen ale T ans o ma ion als einem P ozess, inne halb
dessen sich in eine Ve handlungssi ua ion eine an angs g oße Anzahl on Konku en-
en im Ve lau e de Ve agse üllung ode bei Ve länge ung des Ve ages au eine
kleine Zahl eduzie .
172
Die Bedingungen, zu denen ein Tausch e ag geschlossen wi d, hängen da on ab, ob
on meh als einem quali izie en Anbie e nich abgesp ochene Angebo e abgegeben
we den. De an ängliche Bie e p ozess se z abe nu die Ve ags e handlungen in
Gang. Zu eine olls ändigen Beu eilung de Si ua ion müssen sowohl die Ve agse -
üllung als auch die We bewe bssi ua ion nach eine Ve ags e länge ung mi analy-
sie we den. Eine g oße Zahl an Bie e n ex an e besag nich , dass dies auch ex pos de
Fall sein wi d. Wenn die angebo enen Leis ungen hochspezi ische A sind, e ziel de
e olg eiche Bie e gegenübe den Mi konku en en einen Vo eil, weil seine Leis ungen
du ch daue ha e spezi ische In es i ionen ges ü z we den. Diese undamen ale T ans-
o ma ion ha wei eichende Folgen ü den Ve ag.
173
Bei Beendigung de bes ehenden Ve so gungsbeziehung zwischen dem e olg eichen
Bie e und dem Abnehme wü den wi scha liche We e au sei en des e olg eichen
Bie e s e lo en gehen. E kann seine ansak ionsspezi ischen Kos en nich meh e lö-
sen, was die Ge ah de oppo unis ische Ve hal ensweise au de Ma k gegensei e bzw.
des sogenann en Raubübe alls nach Ve agsschluss beinhal e .
174
Das P oblem des Raubübe alls minde sich, wenn z. B. de Käu e den Anbie e dazu
beweg , eine spezi ische Leis ung meh mals ü ihn zu e s ellen. In solchen Fällen p o i-
171
Vgl. Ma iensen, J. (2000), S. 283 . u. Williamson, O. E. (1990), S. 64 .
172
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 14.
173
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 70 .
174
Vgl. Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 92 .
61
ie en beide gleiche maßen on de Beziehung, da de Käu e nich au ande e Anbie e
ausweichen kann. Denn diese könn en nu zu höhe en Kos en e igen und de Anbie e
de spezi ischen Leis ung kann keine übe zogenen P eis o de ungen s ellen, weil e
be ü ch en müss e, seinen Kunden zu e lie en, was dazu üh , dass e seine spezi i-
schen Kos en nich meh am Ma k e lösen könn e. Bes eh die Ve agsbeziehung län-
ge , müssen die Ve äge egelmäßig an die ak uellen Gegebenhei en und En wicklun-
gen angepass we den, was bei den Ak eu en eine Ve au hei im Umgang mi einande
zu Folge haben kann, die o Oppo unismus schü z . Fehl das Ve auens e häl nis,
is da on auszugehen, dass bei jede no wendigen Ve agsanpassung, obwohl beide
Ve agspa ne am Fo bes ehen de Ve agsbeziehung In e esse haben, sich dennoch
g oße Ve agsschwie igkei en eins ellen, weil beide Ve agspa ne auch eigene In e -
essen e olgen und z. B. un e schiedliche Vo s ellungen übe die Gewinn e eilung
haben. Liegen keine symme ischen In o ma ionen o , e s ä k sich die P oblema ik
und es beda zu En schä ung Go e nance-S uk u en, die den Oppo unismus min-
de n und Ve auen scha en.
175
Im So wa ema k üh en Ne zwe ke ek e zu undamen alen T ans o ma ion. An angs
kämp en iele inkompa ible Technologien um die Kundscha und le z endlich bleiben
nu wenige ode eine üb ig. Das P oblem des Raubübe alls is im So wa ebe eich dann
geminde , wenn die Ve agsbeziehung länge is ig angeleg is . Compu e spiele ha-
ben einen ku zen P oduk lebenszyklus, de es nich e laub , on eine länge is igen
Ve agsbeziehung auszugehen. So is es auch nich e wunde lich, das Compu e spiele
am bes en gegen Raubübe älle geschü z sind.
4.4.2.1 Ins i u ionelle A angemen s
Mi zunehmende Spezi i ä de In es i ion ode Leis ung s eig das Bedü nis nach
Kon olle und Du chse zung. Die Unsiche hei häng eng mi de Spezi i ä zusammen,
denn je höhe le z e e is , des o ehemen e wi ken die Konsequenzen de Unsiche hei
au die Ve agspa ne . Je häu ige die T ansak ion s a inde , des o endenziell ge in-
ge de An eiz, au wendige Kon oll- und Du chse zungsmechanismen einzuse zen, o
allem wenn un e schiedliche po enzielle Ve agspa ne exis ie en. Bei S anda dso -
wa e inden die T ansak ionen au g und on no wendigen Upg ades egelmäßig s a .
Die P oduk e sind s anda disie , de So wa ehe s elle s eh eine g oßen Zahl po en-
175
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 70 . u. Voig , S. (2002), S. 105 .
62
zielle Kunden gegenübe , die wiede um den T ansak ionspa ne wechseln können,
weil selbs in Mä k en mi dominie enden Ne zwe ke ek en und einem De- ac o-
Monopolis en al e na i e So wa elösungen angebo en we den.
Die e schiedenen A en on e aglichen Schuld e häl nissen sind im Ideal all oll-
s ändig o mulie und alle möglichen Kon ingenzen lassen sich nachp ü en. Diese oll-
s ändigen ode klassischen e aglichen Schuld e häl nisse bilden das ju is ische Ge-
gens ück zum ollkommenen Ma k , de keine pe sönlichen P ä e enzen und keine
sachlichen äumlichen und zei lichen Un e schiede kenn . Klassische Ve äge lassen
sich demnach als explizi e einba e Ve äge mi symme isch e eil e In o ma ion
besch eiben. Sie sind ech s e bindlich und mi Hil e on Ge ich en du chse zba , d. h.,
alle ele an en In o ma ionen sind D i en bekann . Hie spiel es keine Rolle, ob die ex
an e o mell ode in o mell es geleg en Ve einba ungen s anda disie e ode komple-
xe Na u , ob sie ku z- ode lang is ig ausgeleg sind. Genauso i ele an is , ob es sich
um Indi idual- ode Kollek i e äge handel , die om P inzipal ode auch om Agen-
en abgeschlossen we den können. Mi ande en Wo en: Gleichgül ig welche Ausp ä-
gung diese Ve äge annehmen und un e welchen Ums änden sie abgeschlossen we -
den, ih e E üllung is imme ollkommen und ein Schu z o Oppo unismus nach Ve -
agsschluss du ch die Ve agspa ne is übe lüssig. De T ansak ionskos enansa z
beleg , dass diese ypische weise in de neoklassischen Mik oökonomie angenommene
Ve ag die Reali ä nu ungenügend besch eib . Im wi klichen Leben liegen meh ode
wenige ela ionale Ve äge o , die un olls ändig o mulie sind und nich alle Kon-
ingenzen be ücksich igen. Je g öße de G ad de Rela ionali ä , des o schwäche is die
Rech s e bindlichkei de Ve äge und des o wich ige wi d die Bedeu ung on in e -
nen Du chse zungsmechanismen. Nu T ansak ionen, die keine spezi ischen In es i io-
nen e o de n, bei denen eine aus eichend g oße Anzahl on po enziellen Tauschpa -
ne n o oppo unis ischem Ve hal en schü z und bei denen die Ve agsges al ung und
Du chse zba kei um ang eich möglich is , können endenziell übe den klassischen
Ma k bzw. mi klassischen Ve ägen abgewickel we den.
176
4.4.2.2 Ablei ung al e na i e ins i u ionelle A angemen s
Williamson a gumen ie , dass sich aus den Dimensionen Spezi i ä und Häu igkei ei-
ne T ansak ion Übe wachungs- und Du chse zungssys eme bzw. Go e nance-
176
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 89.
63
S uk u en ablei en lassen. Die d i e Dimension, die Unsiche hei , e nachlässig e ,
weil e annimm , dass sie in genügendem Maße o handen sei.
177
Williamson schläg je nach Kons ella ion de zwei Dimensionen Spezi i ä und Häu ig-
kei Ma k , d eisei ige Übe wachung, zweisei ige Übe wachung und die e einhei lich e
Kon olle als e izien e Behe schungs- und Übe wachungssys eme o .
178
De Ma k
egel nich spezi ische T ansak ionen, die sowohl gelegen liche als auch häu ige Na u
sind. Mä k e sind dann besonde s leis ungs ähig, wenn es um wiede keh ende T ansak-
ionen geh , da beide Ve agspa ne nu ih e E ah ungen einse zen müssen, um zu
en scheiden, ob sie die T ansak ion wiede holen möch en ode nich . De Ma k so g in
Ve bindung mi We bewe b ü P oduk iel al und dami ü Ausweichmöglichkei en.
Die Beziehung zu dem Ve agspa ne s ell an sich keinen We da , sodass keine Ans-
engungen un e nommen we den, diese au ech zu e hal en.
179
Fü diese T ansak ionen
is ein ins i u ionelle Rahmen no wendig, wie e im klassischen libe alen S aa auch
gegeben is .
180
Fü den So wa ema k gil , dass S anda dso wa e als s anda disie es
Gu in jedem Fall übe den Ma k angebo en wi d, abe die Beziehung zwischen So -
wa ehe s elle und So wa enu ze du chaus eine lang is ige is , die nich ohne wei e es
bei dominie enden Ne zwe ke ek en wegen mögliche Einspe ungse ek e au gegeben
we den kann.
D eisei ige Übe wachung en sp ich dem neoklassischen Ve ags yp, de dann Anwen-
dung inde , wenn gemisch - ode hochspezi ische In es i ionen gelegen lich an allen.
Nach Williamson is es hie no wendig, sich D i e zu bedienen, die im Zwei els all
Ve agsschwie igkei en schlich en, weil die Ein ich ung eines speziellen ins i u ionel-
len A angemen s ü gelegen liche T ansak ionen o mals zu eue is . Im Hinblick au
die So wa ep oblema ik lös dieses Übe wachungs- und Behe schungssys em nich
das eigen liche P oblem, de In o ma ionsasymme ie und de Du chse zungsp oblema-
ik.
181
177
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 89 .
178
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 81 .
179
Hie sei als K i ik angeme k , dass alleine die Exis enz on Ma ke ing die Aussage on Williamson
wide leg , dass Beziehungen kein g oße We beigemessen wi d.
180
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 83 .
181
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 84 .
64
Ve einigung ode e ikale In eg a ion is die eue s e Fo m de Behe schungs- und
Übe wachungssys eme, die o allem bei hohe Spezi i ä lohnenswe sein kann. Bei
diese Fo m wi d die T ansak ion ollends dem Ma k en zogen.
182
Zweisei ige Übe wachung bie e sich bei häu ig an allenden gemisch - und hochspezi i-
schen T ansak ionen an. Au g und de T ansak ionshäu igkei lohnen sich diese au -
wendigen Behe schungs- und Übe wachungssys eme, die du ch zweisei ige Kon olle,
bei de die ech liche Selbs s ändigkei de Ve agspa ne gewäh leis e bleib , gebilde
we den. Man is beim Konzep de ela ionalen Ve äge angelang , die du ch p i a e
Regelungen e gänz we den müssen und Ve auen scha en.
183
Eine in e essan e O ganisa ionsal e na i e bie e das Ne zwe k als Hyb id o m zwischen
Ma k und Hie a chie.
184
Le z lich s ell Open Sou ce genau eine solche Go e nance-
S uk u da . Diese Va ian e lohn sich, weil sich du ch sie die T ansak ionskos en so
s a k senken lassen, dass eine So wa e wie z. B. Linux im ha en We bewe b mi Mic-
oso bes eh . Das P oduk Linux wi d p eislich alimen ie und die Humankapi al es-
sou cen alle So wa enu ze bzw. Mi eigen üme we den genu z , um das P oduk Li-
nux echnisch wei e zuen wickeln.
4.4.2.3 We bewe b de Go e nance-S uk u en
De We bewe b Open Sou ce gegen p op ie ä e So wa e en sp ich im Sinne on
No h einem We bewe b un e schiedliche ins i u ionelle Ansä ze bzw. A ange-
men s.
185
P op ie ä e So wa e se z au das U hebe ech und s ell dem Un e nehme
hohe Gewinne in Aussich . Sie muss, um am Ma k e olg eich zu sein, imme bis zu
einem gewissen G ad ausschließlich sein, denn die P og ammie ung de So wa e e -
u sach hohe Kos en. Im Falle on dominie enden Ne zwe ke ek en muss sich de
So wa ehe s elle übe legen, welche Schu zmaßnahmen am bes en einzuse zen sind
und läu Ge ah bei eine zu hohen Schu zin ensi ä , seine k i ische Masse zu e lie en.
Open Sou ce mach die So wa enu ze zu Mi eigen üme n und e zich e somi au
hohe T ansak ionskos en bezüglich de Du chse zung des U hebe ech es. Open Sou ce
is ei e ügba , wodu ch die k i ische Masse schnelle e eich we den kann, abe um
den P eis de ehlenden Einnahmen du ch den So wa e e kau . Open Sou ce weis
182
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 88.
183
Vgl. Williamson, O. E. (1990), S. 85 .
184
Vgl. Hummel, J. (2002), S. 21 .
185
Vgl. No h, D. C. (1992), S. 109 .
65
demnach im Ve gleich zu p op ie ä e So wa e nied ige e Kos en, abe auch nied ige e
Einnahmen au . P og ammie e , die sich an Open Sou ce be eiligen, e hal en als einzige
Einnahmequelle die Ach ung de Ande en im Kollek i , gewinnen also an Repu a ion.
Sie müssen diese Repu a ion gewinnb ingend einse zen, mi Sekundä leis ungen ih
Einkommen bes ei en ode sie sehen ih en Einsa z nu als Hobby, e olgen ielleich
i gendwelche Ideale bzw. pe sönlichen Ziele.
186
O enba is Open Sou ce eine güns ige Va ian e, um in en wickel e Mä k e mi domi-
nie endem De- ac o-Monopolis en einzud ingen. Man s elle sich o , ein Un e nehmen
müss e ein neues Be iebssys em analog zu Windows p og ammie en, au den Ma k
b ingen, mi un e schiedlichen Maßnahmen sponse n und übe meh e e Jah e ohne Aus-
sich au Gewinne ausha en. So is es nich e wunde lich, dass sich zunehmend auch
Un e nehmen an Open-Sou ce-P ojek en be eiligen.
187
Spannend is , welche ins i u io-
nelle Lösung sich am Ma k du chse z .
4.4.3 K i ik
Ökonomische Au gaben müssen nich zwingend mi bes imm en Koo dina ions o men
gelös we den, es bes ehen ielmeh konku ie ende Al e na i en, was die Ins i u ion
selbs zu Va iablen inne halb des En scheidungsp ozesses mach . Bei de Scha ung,
Nu zung und Au ech e hal ung on Ins i u ionen en s ehen wiede um T ansak ionskos-
en und Ins i u ionen beein lussen selbs ex an e die Höhe de T ansak ionskos en. Em-
pi ische Analysen bes ä igen wei gehend die Hypo hesen des Ansa zes.
188
De T ansak-
ionskos enansa z s ü z hinsich lich de möglichen O ganisa ions o men le z lich die
Aussagen de P ope y-Righ s-Theo ie hinsich lich Ma k ode Ne zwe k.
189
De T ansak ionskos enansa z kann somi als eine wesen liche Wei e en wicklung de
ökonomischen Theo ie angesehen we den, da dami F agen hinsich lich de Ve agsge-
s al ung und Wahl de O ganisa ions o m e klä we den können.
190
186
Vgl. wei e üh end Gu sche, J. (2006), S. 73 . Gu sche besch eib Mo i e ü En wickle und
Un e nehmen, sich an einem Open-Sou ce-P ojek zu be eiligen.
187
Vgl. Gu sche, J. (2006), S. 79 .
188
Vgl. Löchel, H. (1995), S. 26 .
189
Vgl. Williamson, (1990), S. 89.
190
Vgl. Feldmann, H. (1995), S. 83 .
66
4.5 Aussagen de P inzipal-Agen en-Theo ie
Ve äge we den ü den Ökonomen zum P oblem, wenn T ansak ionskos en, asymme -
ische In o ma ion und In e esseninkong uenz bzw. An eizp obleme zusammen kom-
men. In de Neuen Ins i u ionenökonomik spiel nich nu das Denken in Ve ägen im
Rech ssinne, sonde n auch on Ve ägen im nich - ech lichen Sinne eine zen ale Rol-
le. Ve äge im nich - ech lichen Sinne en s ehen du ch die Beziehung on zwei ode
meh e en Wi scha ssubjek en, die mi einande agie en und so in einem Ve häl nis
zueinande s ehen. Ziel de P inzipal-Agen en-Theo ie is es, die Vielzahl an e agli-
chen Beziehungen und Ve häl nissen, die es in eine Wel mi T ansak ionskos en gib ,
a ional zu e klä en.
191
Jensen und Meckling haben 1976 einen Au sa z zu Theo ie de Fi ma e ö en lich ,
de als G undlage de P inzipal-Agen en-Theo ie gil .
192
Die P inzipal-Agen en-Theo ie
be ass sich mi a bei s eiligen Beziehungen, in denen de P inzipal (Au aggebe )
Au gaben an den Agen en (Au agnehme ) delegie , d. h., dem Agen en wi d bei de
E üllung eines Au ags om P inzipal ein En scheidungsspiel aum zugesp ochen und
dabei i de Agen En scheidungen, die sein eigenes Nu zenni eau abe auch das des
P inzipals e ände n.
193
Die Beziehung zwischen P inzipal und Agen wi d dabei als e agliches Ve häl nis
e s anden, inne halb dessen de Agen die Handlungen bewe e und aus üh . Da ü
e häl e om P inzipal eine o he nach es en K i e ien e einba e Ve gü ung und de
P inzipal selbs komm in den Genuss des E gebnisses, das du ch die Handlungen des
Agen en en s anden is .
194
Den in de Reali ä beobach e en ins i u ionellen A angemen s we den E klä ungsan-
sä ze zug unde geleg , wobei on de Hypo hese ausgegangen wi d, dass sich le z lich
diejenigen ins i u ionellen A angemen s du chse zen, die die ge ings en Ve e ungs-
ode Agen u kos en inne halb de P inzipal-Agen en-Beziehung e u sachen. Die wich-
igs en heo e ischen Ins umen a ien zu Lösung des P inzipal-Agen en-P oblems s el-
191
Vgl. Rich e , R. (1994), S. 16 . u. Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 163 .
192
Vgl. Voig , S. (2002), S. 102.
193
Vgl. Rich e , R. (1994), S. 16 .
194
Vgl. Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 163 .
73
Die Ausnu zung de Abhängigkei zum Schaden des Ve auensgebe s nenn man op-
po unis isches Ve hal en.
212
4.5.3.3.1 Ve auen als P inzipal-Agen en-Beziehung
Ve auensbildende Maßnahmen spielen in de ökonomischen Ve ags heo ie eine g o-
ße Rolle und sollen dahe gesonde aus Sich eine P inzipal-Agen en-Beziehung be-
ach e we den, da auch Ve auensbeziehungen Mo i a ions- und In o ma ionsp oble-
me innewohnen. Au g und diese Gemeinsamkei en on P inzipal-Agen en- und Ve -
auensbeziehungen läss sich die Pla zie ung und Hono ie ung on Ve auen als An-
eizp oblem da s ellen.
213
In Abbildung 7 is die Si ua ion de P inzipal-Agen en-Beziehung in Fo m eine Aus-
zahlungsma ix da ges ell :
Abbildung 7: Ve auensspiel
Quelle: Schmid chen, D. (2000), S. 7.
212
Vgl. Schmid chen, D. (2000), S. 1 .
213
Vgl. Ke el, C. W. (2002), S. 1 . u. S. 11. Vgl. zum ak uellen S and de Ve auens o schung Bohn, U.
(2007) S. 7 .
A
A e au B
A e au B nich
B
B missb auch Ve -
auen B hono ie Ve -
auen
Auszahlung A: 0
Auszahlung B: 0 Auszahlung A: -1
Auszahlung B: 2 Auszahlung A: 2
Auszahlung B: 1 + X
74
De So wa ehe s elle A kann dem So wa ekonsumen en B g undsä zlich miss auen
ode ihm Ve auen schenken. Miss au de So wa ehe s elle dem So wa ekonsu-
men en inde keine Koope a ion s a . De So wa ehe s elle könn e zwa echnische
Schu zmaßnahmen einse zen, die oppo unis isches Ve hal en ausschließen, abe die
Ma k si ua ion e laub dies au g und o liegende Ne zwe ke ek e und dem Kamp
meh e e Konku en en mi inkompa ible So wa e um die k i ische Masse nich . Den
So wa ehe s elle e bleib in diese Si ua ion nu , Ve auen als iskan e Vo leis ung
zu e b ingen. E muss sich ein Bild da on machen, wie B en scheiden wi d und ob es
sich lohn , un e diesen Bedingungen Ve auen zu schenken. Die En scheidung on B
häng da on ab, wie hoch X is . Sobald X g öße als Eins is , wi d de So wa ekonsu-
men das Ve auen hono ie en und wenn X kleine Eins is wi d e das Ve auen miss-
b auchen.
In Abbildung 8 sind die wich igs en Fak o en, die einen Ein luss au X ausüben, inklu-
si e Vo zeichen gelis e :
Abbildung 8: Mögliche Ein luss ak o en au X
Mögliche Ein luss ak o en au X Vo zeichen
Gewissen, Mo al, inne e Regel, E ah ung (eh lich wäh am läng-
s en)
Posi i
Gesellscha liche No m (Angs o Äch ung) Posi i
G uppenzwang, inne e Regel, E ah ung (So wa e une laub zu
kopie en wi d nich bes a )
Nega i
Schaden eude (F eude, ande en einen Schaden zuzu ügen) Nega i
Sank ion pe Gese z (U hebe ech , S a ech ) Posi i
Repu a ion on B (Ve auensb uch sp ich sich he um) Posi i
Wiede hol e In e ak ion mi dem Ve agspa ne (Ge ah , dass A
die Beziehung abb ich )
Posi i
Quelle: Eigene Da s ellung in Anlehnung an Schmid chen, D. (2000), S. 10 .
75
De So wa ekonsumen B schä z die Si ua ion ein bzw. bewe e X, um eine a ionale
En scheidung he beizu üh en. Aus obige Abbildung geh he o , dass einiges da ü
sp ich , dass nich jede So wa ekonsumen die Si ua ion ausnu z und das Ve auen
des So wa ehe s elle s missb auch .
De Ka alog de X beein lussenden Fak o en en häl Fak o en, die in de Pe son des
Ve auensnehme s liegen, und si ua i e Fak o en. S ü z sich das Ve auen au die
Einschä zung des Cha ak e s, so gil die Pe son als inhä en e auenswü dig, weil sie
in jede En scheidungssi ua ion niemals ausbeu e , auch dann nich , wenn es die En -
scheidungssi ua ion nahelegen soll e. Eine inne e B emse e hinde dies. Ve auens-
wü digkei esul ie aus den P ä e enzen eine Pe son.
Die ande e A on Ve auen be uh au den si ua i en Fak o en. De Ve auensgebe
schä z die Si ua ion hinsich lich ih e Mo i a ionsk a , den Ve auensnehme zum
koope a i en Ve hal en zu bewegen. Si ua i e Fak o en sind beispielsweise das Rech
au Schadene sa z, die Anzahl de In e ak ionen ode die Ge ah des Repu a ions e lus-
es. Wäh end Fak o en, die in dem Cha ak e de Pe son beg ünde sind, an de en Quali-
ä de Pe son als in insisch e auenswü dig anse zen, bau si ua i es Ve auen au
die An eize de Si ua ion. We den die ich igen An eizen gese z , e hal en sich selbs
Teu el koope a i . Es is jedoch zu be ücksich igen, dass sich En scheidungssi ua ionen
au g und on geände en Umwel e ände ungen, die nu schwe o auszusagen sind,
schnell ü den So wa ehe s elle e schlech e n können. Si ua i es Ve auen is dahe
nu in s a ischen Si ua ionen obus und Ziel muss es sein, die Quali ä de Pe son des
So wa ekonsumen en in Rich ung Ve auenswü digkei zu e besse n.
214
4.5.3.3.2 Wi kung on Ve auen
Mi dem Au bau eines Ve auens e häl nisses s ell man in F age, ob de Agen wi k-
lich jede Gelegenhei zu Vo eilse zielung au Kos en des P inzipals wah nimm . In
diese Si ua ion en scheide sich de P inzipal zu Koope a ion un e gänzlichem ode
eilweisem Ve zich au Siche ungs- und Kon ollmaßnahmen. E pla zie Ve auen,
d. h., e e wa e , dass de Agen die Si ua ion nich zu seinen Guns en ausnu z . De
Agen , de un e diesen Bedingungen koope ie , nimm das Ve auensangebo an und
schließ so mi dem P inzipal einen implizi en Ve ag. E signalisie dem P inzipal,
214
Vgl. zum sys emischen und pe sonellen Ve auen auch Schwee , M. u. Thies, B. (2003), S. 43 . Vgl.
Schmid chen, D. (2000), S. 1 - 12 u. Ke el, C. W. (2002), S. 21 .
76
dass e dessen E wa ungen e üllen und sich e auenswü dig e weisen will.
215
De
Beda an Ve auen kann dabei du ch explizi e Ve äge, also du ch Risiko eduk ion,
gesenk we den. Explizi e Ve äge e zeugen jedoch Zu e sich und kein Ve auen.
216
Ve auen schü z o allem gegen Ve hal ens isiken, wenn diese au g und de beg enz-
en Ra ionali ä ode du ch explizi e Ve äge in Ve bindung mi p ohibi i hohen T an-
sak ionskos en nich in den G i zu bekommen sind. Ve auen senk die Agen u kos en
du ch Ve zich au explizi e S eue ungsmechanismen und das eine P inzipal-Agen en-
Beziehung immanen e Mo i a ionsp oblem en schä sich du ch die S eige ung de
in insischen Mo i a ion des Agen en.
217
Ve auen subs i uie explizi e S eue ungsmechanismen abe nu bis zu einem gewissen
G ad. Se z de Agen das Ve auen des P inzipals ü die Einhal ung des implizi en
Ve ages o aus, kann de une wa e e Einsa z explizi e S eue ungsmechanismen als
Ve auensb uch gewe e we den und sich kon ap oduk i au die Mo i a ion des
Agen en auswi ken.
218
Beispielsweise könn e de eh liche So wa ekonsumen den
plö zlichen Einsa z on echnischen Schu zmaßnahmen als Ve auensb uch bewe en.
Ve auen is in eine a bei s eiligen Wi scha mi In o ma ionsasymme ie seh wich-
ig, da iele P oduk e Eigenscha en au weisen, die ein Kunde wede du ch Inspek ion
noch du ch E ah ung e i izie en kann. Ve auen is in de Regel eine e gänzende
Maßnahme zu Schließung de Lücken zwischen nich lückenlose Kon olle und nich
olls ändig behebba e In o ma ionsasymme ie.
219
Am So wa ema k we den iele P oduk e ohne echnische Schu z o ich ung ode mi
eine leich zu umgehenden echnischen Schu z o ich ung angebo en. De So wa e-
he s elle is da au angewiesen, dass möglichs iele So wa ekonsumen en sich eh lich
e hal en und die So wa e bezahlen bzw. legal nu zen. Es kann zumindes ü die g oße
Masse de So wa ehe s elle nich beleg we den, dass de Schu z e zich bewuss als
e auensbildende Maßnahme im We bewe b eingese z wi d. Dennoch gib es Anzei-
chen da ü , dass einige So wa ehe s elle Ve auen pla zie en. Beispielsweise gib es
215
Vgl. Ke el, C. W. (2002), S. 9 ., Göbel, E. (2002), S. 118, Niede , P. (1997), S. 25, Luhmann, N.
(1989), S. 23 . u. Pla zkös e , M. (1989), S. 44.
216
Vgl. Rippe ge , T. (1998), S. 49 . Explizi e Ve äge sind imme un olls ändig und besei igen somi
Ve hal ens isiken nie olls ändig.
217
Vgl. Ke el, C. W. (2002), S. 10 ., Rippe ge , T. (1998), S. 68 . u. Walgenbach, P. (2000), S. 708.
218
Vgl. Niede , P. (1997), S. 27 .
219
Vgl. A ow, K. J. (1973), S. 24, Rippe ge , T. (1998), S. 35 . u. Schmid chen, D. (2000), S. 18.
77
So wa e, die so e ieben wi d, dass de Konsumen die So wa e nu zen und au ei-
willige Basis einen Obolus in beliebige Höhe an den So wa ehe s elle en ich en
kann.
220
De So wa ehe s elle e au da au , dass de So wa enu ze im Rahmen
seine inanziellen Ve häl nisse einen Be ag en ich e , de in e wa seine We ein-
schä zung de So wa e en sp ich . Die So wa eindus ie schä z , die Raubkopie a e
lieg bei ca. 30 P ozen , d. h., nich , dass ca. 70 % de So wa ekonsumen en e -
auenswü dig sind, sonde n nu , dass bei 100 T ansak ionen ca. 70 mal das Ve auen
des So wa ehe s elle s hono ie wi d.
De P inzipal kann auch nach e auensscha enden Signalen des Agen en Ausschau
hal en. Ein Agen , de sich z. B. eiwillig bei einem P inzipal egis ie , signalisie mi
de Ve ö en lichung seine Ad essda en nich nu , dass e eine legale So wa e e wo -
ben ha , sonde n auch, dass e ein eh liche Kunde is . De P inzipal kann dieses Ve hal-
en ö de n, indem e dem egis ie en Agen en güns ige Angebo e o e ie ode be-
sonde e In o ma ionen zu Ve ügung s ell . Ge ade de Einsa z on So wa e üh o
zu eine lang is igen Geschä sbeziehung zwischen So wa ehe s elle und Konsumen-
en. Eine lang is ige Geschä sbeziehung e nab de Anonymi ä kann den G unds ein
ü einen e auens ollen eh lichen Umgang zwischen So wa ehe s elle und Konsu-
men en legen.
221
4.5.3.3.3 Vo ausse zung ü Ve auen
Die Vo ausse zung ü Ve auensbildung bes eh da in, dass de P inzipal zumindes in
de Lage is , die Ve auenswü digkei des Agen en einzuschä zen, d. h., Maßnahmen
zu Senkung de In o ma ionsasymme ie s ü zen das Ve auen. So können echnische
Maßnahmen hel en, die In o ma ionsasymme ie zu eduzie en, abe eben auch Ve -
auen ze s ö en, wenn diese om Agen en alsch in e p e ie we den. Eine kla e
Kommunika ion de Wünsche de So wa ehe s elle is dahe wich ig, wenn Sie z. B.
e s ä k Maßnahmen einse zen, die die In o ma ionsasymme ie besei igen.
Es is auch denkba , ganz au Kon ollen zu e zich en und dem Agen en einen Ve -
auens o schuss zu geben, de nu bei nega i en E ah ungen au gehoben wi d. In die-
sen Fällen muss man dann on den E gebnissen des Agen en Rückschlüsse au dessen
Ve hal en ziehen können. Im So wa ema k e lauben es S udien de In e essen e bän-
220
Als Beispiel sei hie die So wa e „Spybo - Sea ch & Des oy 1.3“ e wähn .
221
Vgl. Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 171 .
78
de, einen Rückschluss au die Eh lichkei de So wa ekonsumen en zu ziehen. Ve hal-
en sich die So wa ekonsumen en e s ä k uneh lich, muss de So wa ehe s elle je-
doch handeln, dami sich das Raubkopie en nich als Gewohnhei e ablie .
222
Annahmegemäß e häl sich de So wa ekonsumen s eng nu zenmaximie end, d. h.,
e is nu dann eh lich, wenn Eh lichkei ode de Anschein on Eh lichkei lohnende
e schein als Uneh lichkei .
223
Ve auen s ü z sich also au In e essenkong uenz. Ein
e auens olle P inzipal geh bewuss ein Ve hal ens isiko ein. E e zich e ganz ode
eilweise au Siche ungsmechanismen und An eizsys eme. Ein solches Ve auen wi d
ges ü z du ch die Übe legung, dass es ü den Agen en iele An eize geben kann, auch
ohne ma e ielle En schädigung, im In e esse des P inzipals zu handeln. De Agen , de
au oppo unis isches Ve hal en e zich e , e weis sich als e auenswü dig und ge-
winn häu ig meh als e e lie . E kann eine Repu a ion e we ben. Is das Ve auen
e s ge es ig , e wi b e Handlungs ei äume und bau soziales Kapi al au . Au g und
de in allen Kul u en e anke en Rezip ozi ä sno m
224
mach sich de Agen be ech ig e
Ho nungen, dass sein e auenswü diges Ve hal en eben alls mi e auenswü digem
Ve hal en bean wo e wi d.
225
Le z lich e ziel de Agen noch einen psychischen Nu -
zen aus e auenswü digem Ve hal en, denn ein gu es Gewissen, Zuneigung, Ane ken-
nung und F eude des P inzipals ode D i e sind auch Belohnung ü e auenswü di-
ges Ve hal en. In diesem Zusammenhang sei e wähn , dass in ielen Kul u en auch de
Neid eine g oße Rolle spiel . So is es ielleich ü iele So wa ekonsumen en schwe
nach ollziehba , dass manch ein So wa ehe s elle ein millionen- ode ga millia den-
schwe es Impe ium au gebau ha und sich dennoch übe die hohen Ve lus e du ch
Raubkopien beklag . Die Lösung kann siche lich nich da in bes ehen, dass sich jede
e olg eiche So wa ehe s elle ü seinen wi scha lichen E olg ech e igen muss,
abe Aussagen wie die de Business So wa e Alliance, dass du ch Raubkopie en meh-
e e ausend A bei splä ze nich en s ehen können, geben dem uneh lichen Konsumen-
en zumindes zu e s ehen, welchen Schaden e eigen lich an ich e .
226
Genauso kann
z. B. ein schnelle unbü ok a ische und quali a i hochwe ige Se ice und Suppo bei
egis ie e So wa e dem End e b auche signalisie en, dass de So wa ehe s elle
sich bemüh , im In e esse des Agen en zu handeln.
222
Vgl. Göbel, E. (2002), S. 121.
223
Vgl. Rich e , R. und Fu ubo n, E. G. (1999), S. 171.
224
Das Sp ichwo „die eine Hand wäsch die ande e“ beleg die Exis enz de Rezip ozi ä sno m.
225
Vgl. Schwee , M. u. Thies, B. (2003), S. 45.
226
Vgl. Business So wa e Alliance (2004), S. 4 .
79
De In e essengegensa z on P inzipal und Agen is dahe o nich so g oß, wie man
au den e s en Blick e mu en wü de. Fü beide Sei en is es wich ig, sich da übe im
Kla en zu sein, inwiewei ha monische In e essen bes ehen und diese auch dem ande en
zu signalisie en.
Nach Ve agsschluss kann das Ve auen ges ä k we den, indem P inzipal und Agen
imme wiede einen Ve auens o schuss leis en. De Agen , de sich e auens oll
e häl , genieß das Ve auen des P inzipals, indem e spezi isches Humankapi al au -
bau und dami eine Ve einba ung eingeh . Sein Ve hal en nu z dem P inzipal, e mach
sich abe auch e le zlich gegenübe Ausbeu ung. De P inzipal wiede um bes ä k das
Ve auen, indem e au die Möglichkei de Ausbeu ung e zich e . Jedes Mal, wenn
sich Ve auen als ge ech e ig e weis , wi d ansak ionsspezi isches Sozialkapi al
angehäu . Die Angs o dem Ve lus des Kapi als schü z o Oppo unismus.
227
De
So wa ehe s elle , de au echnischen Eigen umsschu z e zich e , weil e um seine
k i ische Masse ü ch e , kann beispielsweise signalisie en, dass seine So wa e nich zu
übe höh en P eisen angebo en wi d. E e deu lich dem Konsumen en, dass Monopole
nich pe se die Nach age ausbeu en und übe höh e P eise o de n, sonde n bei o lie-
genden Ne zwe ke ek en güns ige Al e na i en zu Reduk ion on T ansak ionskos en
sind. Imme dann, wenn s a ke Ne zwe ke ek e wi ken, is eine gewisse T end zu
Monopolisie ung zu e zeichnen, weil dies unnö ige T ansak ionskos en spa , da mi
einem einhei lichen S anda d gea bei e we den kann.
228
Ve auensbildende Maßnahmen se zen dahe o aus, dass So wa e nich als anonymes
P oduk mi ku ze Halbwe szei am Ma k gehandel wi d, sonde n dass So wa ehe s-
elle und Konsumen gegensei ig in eine lang is ige Geschä sbeziehung in es ie en
können, weil beide Ve agspa ne da on ausgehen ode soga wissen, dass sie au ei-
nande angewiesen sind. De So wa ehe s elle muss dahe e suchen, das Ve auen
de uneh lichen So wa ekonsumen en zu gewinnen.
227
Vgl. Göbel, E. (2002), S. 123 .
228
Mic oso ha z. B. eine S udie om TÜV an e igen lassen, dass de Be ieb on Windows 2000-
Se e n güns ige als de on Linux-Se e n is . Ande e S udien belegen, dass die P eisen wicklung in
Mä k en mi Mic oso als We bewe be güns ige als ohne is . Vgl. E be , G. u. Koo hs, S. (2007), S. 81
.
80
4.5.3.3.4 Ve auen e sus Miss auen
Miss auen bedeu e nich Abwesenhei on Ve auen, sonde n s ell als Gegen eil on
Ve auen ein unk ionales Äqui alen ü Ve auen da , weil das Wi scha ssubjek
zwischen Ve auen und Miss auen wählen muss.
229
Die Wahl zwischen Ve auen
ode Miss auen en sp ich eine In es i ionsen scheidung. E wa e de Ve auensge-
be kein oppo unis isches Ve hal en om Ve auensnehme , en scheide e sich ü
Ve auen und nimm ein hohes Risiko bei de E wa ung hohe Rendi en in Kau .
Wähl de Ve auensgebe hingegen Miss auen, e wa e e Oppo unismus und in es-
ie e s ä k in explizi e Siche ungs- und Kon ollmechanismen. De hohe Ressou -
ceneinsa z mach Miss auen zu siche en Al e na i e, binde jedoch Kapi al. Es wu de
empi isch nachgewiesen, dass Ak eu en, denen Miss auen en gegen geb ach wi d,
Abweh - und Ve weige ungss a egien en wickeln, um sich dem Miss auen ode de
Kon olle zu en ziehen.
230
De Einsa z echnische Schu zmaßnahmen is Ausd uck on Miss auen. Solche Maß-
nahmen e u sachen T ansak ionskos en und wi ken wie eine A S eue , da das Aus-
maß an Koope a ionen bei Miss auen kleine is , als es bei Vo handensein on Ve -
auen wä e. Se z ein So wa ehe s elle e ek i e Schu zmaßnahmen ein, be aub e
sich beispielsweise po enzielle Kunden und se z seine k i ische Masse au s Spiel,
wenn sein So wa ep oduk eine lange Halbwe szei au weis . Schließlich kann aus
einem uneh lichen Schüle und S uden en ein e auenswü dige und eh liche Anwen-
de we den, de um die Vo züge de on ihm e wende en So wa e weiß. Folgende
Abbildung zeig den Zusammenhang on Ve auen und Anzahl on Koope a ionen
( gl. Abbildung 9). De Sp uch „Ve auen is gu , abe Kon olle is besse “ gil dahe
nich uni e sell au alle Beziehungen.
229
Vgl. Luhmann, N. (1989), S. 78.
230
Dies en sp ich wiede um de Annahme, dass mi explizi en Maßnahmen Ve auen nich beliebig
subs i uie we den kann. Vgl. Luhmann, N. (1989), S. 78 ., Schneide , H. (1992), S. 27 u. Niede , P.
(1997), S. 92 .
Abbildung 9
: Schu z on E wa ungen
Obige
Abbildung zeig alle T ansak ionen, die zum Schu z de E wa ungen au den
Maßnahmen Rech , auße ech liche Regelungen, Ve auen ode au eine Kombina ion
zweie ode d eie diese Maßnahmen be uhen. Die Schni mengen um assen diejenigen
Koope a ionen, d
ie zweie ode d eie Maßnahmen bedü en, be o sie s a inden kö
nen. Die Abbildung e deu lich , dass de Ve zich au Ve auen die Anzahl mögliche
Koope a ionen eduzie .
Wenn man un e s ell , dass das So wa eangebo on de Ve auenswü digkei de
So wa ekonsumen en abhäng , dann komm de E ziehung und Bildung on Menschen
eine besonde e Rolle zu, da Ve auen nich pe se o handen is , sonde n e s gescha
en we den muss.
231
4.5.3.3.5
Ve auen im Ve hal ensmodell des Homo oeconomicus
Ve auen im Mensche
nbild des Homo oeconomicus üh zwangsläu ig zu de im zwe
en Kapi el diese A bei o genommen E wei e ungen des Homo oeconomicus. De
Nu zenbeg i des Homo oeconomicus un e s ell lediglich Nu zenmaximie ung, ohne
den Nu zen inhal lich zu p äzisie en.
un e diesen Bedingungen nich meh p äzise o he sagen.
231
Vgl. Schmid chen, D. (2000), S. 19 .
auße ech liche
Regelungen
81
: Schu z on E wa ungen
Quelle: Schmid chen, D. (2000), S. 20.
Abbildung zeig alle T ansak ionen, die zum Schu z de E wa ungen au den
Maßnahmen Rech , auße ech liche Regelungen, Ve auen ode au eine Kombina ion
zweie ode d eie diese Maßnahmen be uhen. Die Schni mengen um assen diejenigen
ie zweie ode d eie Maßnahmen bedü en, be o sie s a inden kö
nen. Die Abbildung e deu lich , dass de Ve zich au Ve auen die Anzahl mögliche
Wenn man un e s ell , dass das So wa eangebo on de Ve auenswü digkei de
So wa ekonsumen en abhäng , dann komm de E ziehung und Bildung on Menschen
eine besonde e Rolle zu, da Ve auen nich pe se o handen is , sonde n e s gescha
Ve auen im Ve hal ensmodell des Homo oeconomicus
nbild des Homo oeconomicus üh zwangsläu ig zu de im zwe
en Kapi el diese A bei o genommen E wei e ungen des Homo oeconomicus. De
Nu zenbeg i des Homo oeconomicus un e s ell lediglich Nu zenmaximie ung, ohne
den Nu zen inhal lich zu p äzisie en.
Die Reak ion au bes imm e An eize läss sich
un e diesen Bedingungen nich meh p äzise o he sagen.
Vgl. Schmid chen, D. (2000), S. 19 .
u. Engel, C. (1999), S. 18.
Ve auen
Rech
auße ech liche
Regelungen
Abbildung zeig alle T ansak ionen, die zum Schu z de E wa ungen au den
Maßnahmen Rech , auße ech liche Regelungen, Ve auen ode au eine Kombina ion
zweie ode d eie diese Maßnahmen be uhen. Die Schni mengen um assen diejenigen
ie zweie ode d eie Maßnahmen bedü en, be o sie s a inden kö
n-
nen. Die Abbildung e deu lich , dass de Ve zich au Ve auen die Anzahl mögliche
Wenn man un e s ell , dass das So wa eangebo on de Ve auenswü digkei de
So wa ekonsumen en abhäng , dann komm de E ziehung und Bildung on Menschen
eine besonde e Rolle zu, da Ve auen nich pe se o handen is , sonde n e s gescha
-
nbild des Homo oeconomicus üh zwangsläu ig zu de im zwe
i-
en Kapi el diese A bei o genommen E wei e ungen des Homo oeconomicus. De
Nu zenbeg i des Homo oeconomicus un e s ell lediglich Nu zenmaximie ung, ohne
Die Reak ion au bes imm e An eize läss sich
82
Die Möglichkei des egelgelei e en Handelns zeig sich am Beispiel de gegensei igen
In es i ion in Ve auen, die zu Bildung eine in o mellen Ins i u ion üh . Regelgelei-
e es Ve hal en wide sp ich dabei nich dem G undsa z de Ra ionali ä . Beide Ak eu e
können sich die Kos en si ua i e En scheidungen spa en. In eine Wel mi T ansak i-
onskos en sp ich dieses A gumen ü egelgelei e es Ve hal en, weil es Nu zen s i end
sein kann, in o mellen Regeln zu olgen und sich die Kos en de Regelübe e ung zu
spa en.
Bei e auenswü digem Ve hal en e zich e de Agen bewuss au Oppo unismus,
wenn de indi iduelle Nu zen die Oppo uni ä skos en ü e auenswü diges Ve hal en
übe wieg .
232
Die Pla zie ung on Ve auen se z im Ve hal ensmodell des Homo Oeconomicus die
no wendigen An eize, dami de Ve auensgebe nich om Ve auensnehme ausge-
beu e wi d.
4.5.4 K i ik
Die P inzipal-Agen en-Theo ie s ell die Zusammenhänge zwischen P inzipal und
Agen en da . Die Beziehung is gekennzeichne on In o ma ionsasymme ie und In e -
esseninkong uenz, wo aus sich e ns ha e Ve agsschwie igkei en ablei en lassen. Die-
se These wi d auch du ch die o angegangenen Ansä ze de Neuen Ins i u ionenöko-
nomik ges ü z .
Als Lösung bie e de P inzipal-Agen -Ansa z olgende d ei Maßnahmen: Besei igung
de In o ma ionsasymme ie, He s ellung de In e essenkong uenz du ch An eiz e äge
ode Au bau on Ve auen zwischen P inzipal und Agen en. Besonde e Bedeu ung
nimm die Bildung on Ve auen ein, die im P ope y-Righ s-Ansa z keine und in de
T ansak ionskos enökonomik eine ge inge Rolle spiel . Das Mo i a ionsp oblem des
So wa ehe s elle s wi d du ch den P inzipal-Agen en-Ansa z e was ela i ie , weil de
Ve zich au den Einsa z echnische Schu zmaßnahmen nich nu als oppo unis ische
Ve hal ensweise zum Au bau de k i ischen Masse in e p e ie we den kann, sonde n
eben auch eine Maßnahme zu Bildung on Ve auen da s ell . De So wa ehe s elle
e au da au , dass de So wa ekonsumen den Nu zen de So wa e e kenn und die
So wa e legal e wende . So wa e, die als Sha ewa e e ma k e wi d, nu z explizi
232
Vgl. Göbel, E. (2002), S. 123 .
89
gen Komplemen ä gü e wie ein Compu e sys em, um Nu zen s i en zu können. Fü
den Konsumen en mach es keinen Sinn, das Kos en-Kalkül öllig isolie on de An-
zahl de o handenen Compu e sys eme zu be ach en. Sein Budge wi d somi zum
einen on seine Ausgabensumme und zum ande en on de Menge de zu Ve ügung
s ehenden Ha dwa e, au de die So wa e ode Raubkopie ins allie we den kann, de-
e minie .
236
De Nu zen on So wa e und Raubkopie muss nich wie oben angenommen iden isch
sein. Mi de So wa e we den gelegen lich zusä zliche exklusi e Diens leis ungen wie
z. B. kos enlose Tele onho line, hochwe ige Handbüche ode zu So wa enu zung
no wendige Ha dwa e, die nu zusammen mi de So wa e im Bundle e äuße wi d,
zu Ve ügung ges ell . Hie kann jedoch un e s ell we den, dass So wa e und Raub-
kopie g undsä zlich ollkommen subs i uie ba sind und dass es nu eine F age des
Au wandes is , die Subs i uie ba kei he zus ellen.
237
De le z e K i ikpunk bezieh sich au den Fak o Zei . Das Modell is s a isch und be-
zieh un e schiedliche E ah ungss ände und Le ne ek e bei den Konsumen en nich
mi ein.
Aus den genann en G ünden kann das obige Modell nich pauschal au alle En schei-
dungs älle angewende we den. Die K i ikpunk e inden dahe in den nächs en En -
scheidungsmodellen sukzessi e Be ücksich igung.
5.2.2 Missb auchskos en, Sank ionskos en und beg enz e Ra ionali ä
5.2.2.1 Annahmen
Die o malen Ins i u ionen des U hebe ech s und des Lizenz e ages we den in den
Kos en ü Raubkopien mi modellie . U hebe ech und Lizenz e ag e gänzen sich,
das heiß , sie wi ken in ähnliche Weise und e lauben dem Konsumen en, das au eine
Lizenz besch änk e Nu zungs ech an eine So wa e zu e we ben und zu e äuße n
(usus und endi io) und die F üch e aus de A bei mi de So wa e bezogen au die
lizenzie e So wa e zu e einnahmen (usus uc us). Ausgeschlossen is das Rech , die
So wa e zu e ände n (abusus) bzw. die So wa e une laub zu e iel äl igen und die
236
Vgl. hie zu auch Linde, F. (2005), S. 72 .
237
Vgl. El-Shagi, M. (2004), S. 40.
90
Kopien wei e zugeben. Übe i de Konsumen die gegebenen Regeln, muss e bei
Au deckung de S a a dami echnen, om S aa und om So wa ehe s elle sank io-
nie zu we den. Die Au deckung de S a a is ungewiss, sodass de beg enz a ionale
Homo oeconomicus de Neuen Ins i u ionenökonomik gezwungen is , das Sank ions i-
siko abzuschä zen. Die Ins i u ion U hebe ech ha de Konsumen demnach noch nich
zu Gewohnhei in e nalisie .
Von T ansak ionskos en wi d in diesem Modell noch abgesehen, das heiß , dass z. B.
ü das Abschä zen des Sank ions isikos ode ü das Suchen nach Raubkopien keine
Kos en an allen.
De Konsumen kann sich in de gegebenen Si ua ion ausschließlich ü So wa e ode
Raubkopien en scheiden, wobei e seine gegebenen Res ik ionen nich übe sch ei en
da . Die e s e Res ik ion s ell die schon aus dem o angegangenen Modell bekann e
zu Ve ügung s ehende Ausgabensumme Y da , die om Einkommen abhäng . Die
zwei e Res ik ion bezieh sich au die Anzahl de o handenen Compu e sys eme C. Es
mach keinen ökonomischen Sinn, meh So wa e ode Raubkopien nachzu agen als
Compu e sys eme o handen sind. Sobald eine Einhei an So wa e ode Raubkopien
meh nachge ag wi d, als Compu e sys eme o handen sind, geh de G enznu zen
gegen Null. Diese Res ik ion s ell siche , dass de Konsumen o z Une sä lichkei
de Bedü nisse nich unendlich iele Raubkopien nach ag , wenn diese nich s kos en.
Die Si ua ion, in de die Ausgabensumme Y noch nich e schöp is und dadu ch de
Kau eines wei e en Compu e sys ems in E wägung gezogen we den kann, wi d aus
Ve ein achungsg ünden ausgeblende .
De Konsumen en scheide sich zwischen den gegebenen P oduk en un e Beach ung
de gegebenen Res ik ion ü das P oduk mi den nied igs en Gesam kos en, da So -
wa e und Raubkopie nach wie o ollkommen subs i uie ba e Gü e sind. Die Annah-
me de Une sä lichkei de Bedü nisse is du ch die o gegebenen Res ik ionen Aus-
gabensumme Y und Compu e sys eme C de e minie . De Konsumen wi d also so iel
So wa e ode Raubkopien konsumie en, wie es seine Res ik ionen zulassen.
5.2.2.2 Kos en de So wa e
Die Gesam kos en de So wa e K hängen on de en Kau p eis und de Menge de kon-
sumie en So wa e ab. De Kau p eis p
S
is dem Konsumen en bekann .
91
Es gil die Kos en unk ion:
SSS
xpxK
=
)(
.
Je nied ige de Kau p eis de So wa e, des o lache e läu die Kos en unk ion ü
So wa e.
5.2.2.3 Kos en de Raubkopie
Die Kos en de Raubkopie bes ehen aus ixen und a iablen Missb auchskos en sowie
den e wa e en Sank ionskos en bei Au deckung de S a e. Die ixen Missb auchskos-
en beinhal en diejenigen Kos en, die an allen, um in den Besi z eine Raubkopie zu
gelangen. Dazu zählen beispielsweise die Kos en ü den Kau eine Kopie o ich ung,
eine So wa e zu Umgehung des Kopie schu zes ode die Kos en des Downloads de
Raubkopie aus dem In e ne , abe auch de P eis, den man ü eine Raubkopie zu en -
ich en ha , wenn man diese bei einem Hehle e wi b . Diese ixen Missb auchskos en
allen nich no wendige weise bei jede T ansak ion an, da z. B. eine Kopie o ich ung
meh ach e wende we den kann.
Die a iablen Missb auchskos en s ehen im Zusammenhang mi de Ve iel äl igung
de e s en Kopie. Benö ig de Konsumen meh e e Raubkopien, so muss e diese gege-
benen alls au meh e en Da en äge n speiche n. Bei den sinkenden Da en äge p eisen
bie e es sich an, im Folgenden on de Modellie ung de a iablen Missb auchskos en
abzusehen und nu au die ixen Missb auchskos en de e s en Kopie abzus ellen.
Die e wa e en Sank ionskos en s ellen a iable Kos en da , die on de Anzahl de
e wende en Raubkopien abhängen, d. h., die Sank ionshöhe e läu p opo ional zu
Menge de e wende en Raubkopien. Die Sank ionskos en en s ehen nu , wenn das
Ve b echen au gedeck wi d. Das Modell a ionalen Ve b echens on Ga y Becke bil-
de die G undlage de nach olgenden Übe legungen, in denen alle dings nich de Nu -
zen, sonde n die Kos en modellie we den.
238
Seien sk die Kos en aus de Sank ion bei Au deckung des Ve b echens, die om e u -
sach en Schaden des Ve b echens abhängen, also on de Höhe des Ma k p eises p
S
de
aubkopie en So wa e sowie de Menge de Raubkopien x
R
. Es gil :
238
Vgl. Wiese, H. (2002), S. 28 .
92
R
x
s
psk
=
.
Wi d das Ve b echen nich en deck , en s ehen dem Konsumen en nu die ixen Miss-
b auchskos en mk
R
. Wi d das Ve b echen en deck , ha de Ve b eche die Sank ions-
kos en sk
R
und die ixen Missb auchskos en mk
R
zu agen. Die ixen Missb auchskos-
en allen pe De ini ion nu einmal an, sodass die S ückkos en endenziell mi de An-
zahl de nachge ag en Raubkopien sinken. Die Kos en aus de Nu zung de Raubkopie
be agen bei Au deckung des Ve b echens
RSRR
xpmk)K(x
+
=
.
Die e wa e en Kos en ü die Raubkopie be agen also
RR
xwmk
SRE
p)(xK
+
=
,
wobei w die Wah scheinlichkei de Au deckung und Bes a ung des Ve b echens wie-
de gib . De Ausd uck K
E
(x
R
) s eh da ü , dass de Konsumen die Kos en de Raubko-
pienu zung als E wa ungswe abschä zen muss. Je ge inge das Indi iduum die Wah -
scheinlichkei einschä z , dass sein Ve b echen au gedeck und auch bes a wi d, des o
g öße is de An eiz, das Ve b echen du chzu üh en espek i e die So wa e als Raub-
kopie zu nu zen. Die Wah scheinlichkei de Sank ion häng on de Eins ellung des
Indi iduums und de Anzahl de genu z en Raubkopien ab, da z. B. ein D i e die ille-
gale Nu zung ehe beme k und zu Anzeige b ingen kann, wenn iele Raubkopien e -
wende we den. Fü die Wah scheinlichkei gil demnach:
))(,( eRx w
R
=
,
wobei R(e) die Risikoeins ellung des Konsumen en in Abhängigkei on dessen E ah-
ung bezeichne . Die Risikoeins ellung häng e wa on in de Ve gangenhei gesammel-
en In o ma ionen bezüglich de Nu zung on Raubkopien im Bekann enk eis und de
danach e olg en bzw. nich e olg en Sank ion ab. Wu den in de Ve gangenhei iele
Wi scha ssubjek e im Um eld des En scheide s sank ionie ode schä z de En schei-
de die Nu zung on Raubkopien gene ell als leich au deckba es Ve b echen ein, weil
z. B. D i e egelmäßig mi seinem Compu e a bei en und e den Ve a seine S a a
be ü ch e , so gil e als isikoa e s. Ein isikoa e se En scheide wi d das Sank ions i-
siko als seh hoch einschä zen. Ha de En scheide in de Ve gangenhei keine Sank io-
93
nen beobach e und weiß e , dass e de einzige is , de seinen Compu e nu z , gil e als
isiko eudig. Ein isiko eudige En scheide wi d das Sank ions isiko als ge ing ein-
schä zen ode e nachlässigen. Es gil also die Kos en unk ion:
RRSRE
mkxpwxK
+
=
)(
.
5.2.2.4 Kos en-Kalkül des Konsumen en
Die Kos en eine Raubkopie sind dem beg enz a ionalen Konsumen en nich bis ins
le z e De ail bekann , sodass e diese ü sein Kalkül abschä zen muss, indem e in de
ak uellen En scheidungssi ua ion einen E wa ungswe bilde , de an de Reali ä übe -
p ü und gegebenen alls nach de En scheidung zu einem spä e en Zei punk in eine
neuen Si ua ion ko igie we den kann. De Konsumen kann je z un e Beach ung
seine Res ik ionen es s ellen, ob die Ve wendung on Raubkopien ode on So wa e
ge inge e Kos en e u sachen.
Demnach müssen meh e e Bedingungen e üll sein, dami sich de Konsumen in eine
Si ua ion ausschließlich ü Raubkopien en scheide . Die e wa e en Raubkopiekos en
K
E
(x
R
) dü en die Ausgaben es ik ion Y nich übe sch ei en, dami de Konsumen
Raubkopien konsumie en kann, die Raubkopiekos en müssen kleine als die So wa e-
kos en sein, wenn die Res ik ion wi k , die die maximale Anzahl an So wa e ode
Raubkopien zuläss .
De Indi e enz all besch änk sich au die Si ua ion, in de die Kos en ü So wa e und
Raubkopien iden isch sind (Punk I in Abbildung 11).
Abbildung 11: Ve lau de Kos en unk ionen on So wa e und Raubkopie
KE(x
R
)
C
K(x
S
)
K(x
S
)
K
E
(x
R
)
Y Y
mk
R
I
x
S
, x
R
94
In Abbildung 11 wi d sich das Indi iduum ü die Nu zung on Raubkopien en schei-
den, da zum einen mi de Nu zung on Raubkopien au allen o handenen Compu e -
sys emen eben alls wei e e Raubkopien ins allie we den können und zum ande en das
e ügba e Einkommen nich öllig au geb auch wi d.
5.2.2.5 Res ik ions- und Kos en a ia ionen
De Konsumen en scheide sich bei Einkommens- und P eis a ia ionen nach dem in
Abbildung 12 besch iebenem Mus e :
Abbildung 12: En scheidungsma ix bei beg enz e Ra ionali ä und Sank ionskos-
en
En scheidung ü Bedingung 1 Bedingung 2 Bedingung 3
So wa e
)()(
RES
xKxK
<
YxK
S
≤
)(
Cx
S
≤
Raubkopie
)()(
RES
xKxK
>
YxK
RE
≤)(
Cx
R
≤
Indi e enz
(Raubkopien und/ode
So wa e)
)()(
RES
xKxK
=
YxKxK
SRE
<
+
)()(
Cxx
SR
≤
+
Die So wa ekos en sind om Kau p eis und de Menge abhängig. Wenn de P eis ü
So wa e s eig , wi d ce e is pa ibus wenige So wa e nachge ag , weil de An eiz,
So wa e du ch Raubkopien zu subs i uie en, ges iegen is . Obe halb de Ausgaben-
summe Y is es dann dem Konsumen en unmöglich, So wa e legal zu e we ben. Dies
heiß dem Gese z de allenden Nach ageku e en sp echend, dass eine gewisse Anzahl
on po enziellen So wa ekonsumen en bei einem So wa ep eis g öße Null imme
gezwungen is , au die legale So wa enu zung zu e zich en und ande e Al e na i en
zu inden. Wi d de So wa ep eis angehoben, müssen endenziell meh Konsumen en
au legale So wa e e zich en. In de Li e a u wi d da on ausgegangen, dass die So -
wa ekonsumen en sich bei s eigendem So wa ep eis legale So wa e nich ode nich
meh leis en können und diese dahe du ch Raubkopien subs i uie en.
239
239
Vgl. Linde, F. (2005), S. 97 .
95
S eigende ixe Missb auchskos en üh en dazu, dass sich die In es i ion in Raubkopien
im Ve gleich zu So wa e endenziell e s du ch die Nu zung eine höhe en Anzahl an
Raubkopien echne , da die Fixkos en dann au meh e e Raubkopien e eil we den. In
de En scheidungssi ua ion können alle dings du ch hohe ixe Missb auchskos en be-
ding wenige Raubkopien nachge ag we den. Hohe ixe Missb auchskos en bewi ken
also, dass de An eiz sink , Raubkopien nachzu agen.
Höhe e Sank ionskos en üh en eben alls dazu, dass in de Summe endenziell wenige
Raubkopien nachge ag we den. Die e wa e en Sank ionskos en können abe auch
gegen Null gehen und so den An eiz e s ä ken, Raubkopien zu nu zen. Beispielsweise
gib es Hinweise da ü , dass ge ade jünge e Wi scha ssubjek e eine g oße Unkenn nis
übe die be e enden ech lichen Regelungen au weisen und es als ex em unwah -
scheinlich einschä zen, dass die E s ellung und Ve wendung on Raubkopien en deck
und sank ionie wi d.
240
Nimm de Konsumen an, die S a a bleib unen deck und sieh e on eine Kalkula-
ion de ixen Missb auchskos en ab, weil diese ü ihn e sunkene Kos en da s ellen,
da das zu E zeugung eine Raubkopie no wendige Gu be ei s in eine o angegangen
T ansak ion e wo ben wu de, is de Punk e eich , an dem de Konsumen Raubkopien
als kos enloses Gu be ach e . In einem solchen Fall is e wohl kaum da on zu übe -
zeugen, legale So wa e zu e wenden.
Ein Anheben de Einkommens- und Compu e sys em es ik ion e laub es, meh So -
wa e ode Raubkopien zu konsumie en. Gleichzei ig e laub eine E höhung beide Res -
ik ionen, die ixen Missb auchskos en au meh Raubkopien zu e eilen, sodass de
An eiz, au Raubkopien auszuweichen, s eigen kann. Einkommens- und Subs i u ionse -
ek e können je z sowohl du ch Kos en-, als auch du ch Res ik ionsände ungen en s e-
hen.
5.2.2.6 K i ik
Das Modell wende die Me hodik de linea en Op imie ung an.
241
Diese komplexe Me-
hode zu Op imie ung un e Nebenbedingungen bilde abe bei wei em nich die oll-
s ändige Si ua ion ab, in de das Wi scha ssubjek en scheide , und is schon je z hin-
240
Vgl. Chiang, E. u. Assame, D. (2002), S. 161 .
241
Vgl. Clausen, M. u. Ke be , A. (1990), S. 60 . u. B ons ein, I. u. Semendjajew, K. (1991), S. 695 .
96
eichend komplex. Das Modell is dahe nich so zu e s ehen, dass die Wi scha ssub-
jek e genau so, wie un e s ell , kalkulie en, sonde n es dien dazu, diejenigen An eize
abzulei en, denen die Indi iduen in de gegebenen Si ua ion olgen. Es is geeigne , das
allgemeine Mus e im Sinne on Hayek zu e klä en, dem de Konsumen olg . Un e
den gegebenen Bedingungen en scheide sich de Konsumen ü die kos engüns igs e
Al e na i e und e such dabei, un e Beach ung seine Res ik ionen (Budge Y und
o handene Compu e sys eme C) au g und de Une sä lichkei seine Bedü nisse die
maximale Anzahl an So wa e, Raubkopien ode beidem zu e we ben.
Die beg enz e Ra ionali ä e wisch die kla e ein ache Linie de Neoklassik, da au den
Konsumen en hinsich lich de Sank ionskos en An eize einwi ken, die e nich ode nu
beg enz e assen kann. E is gezwungen, ohne olls ändiges Wissen En scheidungen
zu e en und sein o angegangenes Kos en-Nu zen-Kalkül an de Reali ä zu übe p ü-
en, um dann mi dem e besse en Wissenss and e neu mögliche weise ande s gea e e
En scheidungen zu e en. En scheidungsände ungen sind dabei nich au P ä e enzän-
de ungen zu ückzu üh en, sonde n lediglich au den ges iegenen Wissenss and, de es
je z gebie e , un e den e ände en Bedingungen de neuen Si ua ion (beg enz ) a io-
nal zu en scheiden.
Die Annahme de Sank ionshöhe als P oduk aus So wa ep eis und Menge an Raubko-
pien i in de Reali ä siche lich nich öllig zu und kann nich bedingungslos s ehen
bleiben. Die Annahme is abe dennoch ü die An eizanalyse eali ä snah genug, da die
Bes a ung on Ve b echen imme om e u sach en Schaden abhäng , wenngleich o
Ge ich auch ande e Punk e Be ücksich igung inden.
Die E ah ung des Konsumen en wächs mi jede neuen Si ua ion. Mi dem E we b on
So wa e ode eine Raubkopie en s eh ü den Konsumen en eine neue Si ua ion, die
zu einem geände en E ah ungss and üh , de sich wiede um au die Risikoeins ellung
auswi ken kann. Diese is ebenso wie de en Ände ung in diese eins u igen s a ischen
Analyse nich modellie ba .
97
5.2.3 T ansak ionskos en
5.2.3.1 Annahmen
Es gel en die gleichen G undannahmen bezüglich Res ik ionen, Missb auchskos en,
So wa ep eis, Sank ionshöhe, Nu zen on So wa e bzw. Raubkopie und Sank ions isi-
ko wie in de o angegangenen Analyse. Hinzu kommen die T ansak ionskos en. Wäh-
end im ge ade besch iebenen Modell de Konsumen allein die Sank ions- und Miss-
b auchskos en abschä zen muss e, ließen je z T ansak ions- bzw. Such, In o ma ions-
und Inspek ionskos en in sein Kalkül mi ein. T ansak ionskos en en s ehen demzu olge
be ei s o de Kau en scheidung.
Es wi d un e s ell , dass in das Kalkül nu diejenigen Kos en eingehen, die bis zu En -
scheidungs indung noch nich au gewende wo den sind. Be ei s im Rahmen ande e
T ansak ionen e ausgab e Kos en we den ausgeblende . Die zukün igen Kos en sind
dem beg enz a ionalen Konsumen en nich imme bis ins le z e De ail bekann , sodass
e diese Kos en abschä zen muss. E bilde in de ak uellen En scheidungssi ua ion ei-
nen E wa ungswe . Diese E wa ungswe kann an de Reali ä übe p ü und muss
gegebenen alls nach de Kau en scheidung zu eine spä e en Si ua ion ko igie we -
den.
5.2.3.2 Wi kung on T ansak ionskos en
T ansak ionskos en sind in e s e Linie die Such- und In o ma ionskos en, die an allen,
um geeigne e Ve agspa ne zu inden, welche die So wa e ode Raubkopie zu einem
güns igen P eis zu Ve ügung s ellen. Die T ansak ionskos en a iie en mi Siche hei
bei So wa e und Raubkopien und können den P eis on So wa e und Raubkopien be-
ein lussen. Da diese Kos en o de eigen lichen T ansak ion ele an we den, wi ken
sie beide gemeinsam au die Ausgaben es ik ion unabhängig da on, ob die En schei-
dung zuguns en on So wa e ode Raubkopien äll . Sie s ellen Fixkos en da , die ge-
meinsam ü So wa e und Raubkopien an allen. Hin e diese Annahme s eck die Vo -
s ellung, dass T ansak ionskos en Kos en des Al e na i en aums sind. Je meh T ansak-
ionskos en de Konsumen au wende , des o g öße sein Al e na i en aum und des o
g öße die Wah scheinlichkei ü ihn, die güns igs e Al e na i e zu inden. Wü de man
die Res ik ion bezüglich de zulässigen En scheidung zwischen So wa e und de
98
Raubkopie au heben, wü de de En scheide mi els T ansak ionskos en seinen Al e na-
i en aum au ande e So wa ep oduk e en sp echend auswei en können.
T ansak ionskos en dienen dazu, den In o ma ionss and des Haushal s zu e höhen. Ge-
ade bei une ah enen Konsumen en komm bei de En scheidung zwischen un e -
schiedlichen So wa eal e na i en die E ah ungsgu eigenscha on So wa e zum T a-
gen. Will man die bes e Al e na i e ü sich inden, muss man sich au D i e, wie z. B.
F eunde, Bekann e, Expe en, e c. e lassen ode Fachli e a u zu a e ziehen. Ein ache
wä e es, wenn de Haushal in den Genuss eine kos enlosen So wa ep obe gelang ,
anhand de e e dann beu eil , ob die So wa e seine Bedü nisse be iedig ode nich .
Raubkopien aus dem In e ne , on F eunden ode Bekann en sind solche So wa ep o-
ben, die hel en, T ansak ionskos en möglichs ge ing zu hal en. Raubkopien können
demzu olge als illegale In o ma ionsp oben e s anden. De So wa ekonsumen wen-
de beispielsweise T ansak ionskos en ü die Suche nach Raubkopien au , weil e die
Eigenscha en de So wa e nich kenn und o e s on einem Kau absieh .
Es gil :
kYY
k
−
=
.
Die aus den obigen Modellen bekann e Ausgaben es ik ion Y wi d um die T ansak i-
onskos en k e minde und es en s eh die neue Ausgaben es ik ion Y
k
. Hin e de
Funk ion s eh die Annahme, T ansak ionskos en seien du chgehend in Geldeinhei en
messba ( gl. Abbildung 13).
5.2.3.3 Kos en-Kalkül des Konsumen en
De Konsumen kann je z un e Beach ung seine Res ik ionen es s ellen, ob die Ve -
wendung on Raubkopien ode on So wa e die g öße e Auszahlung e sp ich .
An dem Kalkül des Konsumen en ha sich geände , dass sich sein Budge Y
k
du ch die
Suche nach Al e na i en minde . Je meh T ansak ionskos en e au wende , des o g ö-
ße is eine sei s die Wah scheinlichkei , dass e die güns igs e Al e na i e inde , was
implizie , dass sich du ch die Au wendung on T ansak ionskos en auch die Kos enan-
nahmen des Konsumen en ü Raubkopie und So wa e ände n können. Ande e sei s
minde n T ansak ionskos en sein Budge .
105
5.2.4.4.2 P adabhängigkei und Wechselkos en
Nahezu jede So wa e is mi di ek en ode indi ek en Ne zwe ke ek en beha e . Diese
Ne zwe ke ek e we den bei neuen P oduk en abe nich ex an e on den So wa ekon-
sumen en kalkulie , sonde n e s ex pos e ah en. Das Ve hal en de Konsumen en bei
Vo liegen on Ne zwe ke ek en und konku ie enden inkompa iblen Technologien ha
A hu in einem Modell un e such .
244
E nimm an, dass zwei konku ie ende und in-
kompa ible Technologien A und B am Ma k exis ie en. Beide Technologien sind mi
Ne zwe ke ek en e bunden. Technologie A bie e on An ang an einen höhe en Nu -
zen als Technologie B, da ü s eig abe das Su plus au g und de Ne zwe ke ek e bei
B mi jedem Anwende – im Gegensa z zu A – übe p opo ional an. Des Wei e en sind
die Konsumen en beim Kau indi e en bezüglich beide Technologien, beziehen je-
doch den Nu zengewinn du ch die Ne zwe ke ek e in ih Kos en-Nu zen-Kalkül mi
ein. Nach e olg e Auswahl soll kein Wechsel meh möglich sein. De e s e Anwende
wi d sich un e diesen Bedingungen ü Technologie A en scheiden, da diese den g öße-
en Nu zen ha . Auch die olgenden Anwende we den wegen de Ne zwe ke ek e
Technologie A konsumie en. Es ha on Beginn an ein Einschließungsp ozess zuguns-
en on A s a ge unden, obwohl B ab eine gewissen G öße de ins allie en Basis ein
höhe es Su plus ü die Indi iduen e b ach hä e. Da die Indi iduen einen einmal ein-
geschlagenen P ad olgen, nann e A hu dieses Phänomen P adabhängigkei .
245
S eh
de Konsumen o de Wahl zwischen zwei So wa eal e na i en und ih en Raubko-
pien, we den die An eize aus dem Ne zwe knu zen de Al e na i en umso s ä ke sein,
je e b ei e e diese jeweils sind. Mi Zunahme des Ne zwe knu zens wi d es ü den
Haushal wich ige , in den Genuss de So wa e ode Raubkopie mi dem g öß en
Ne zwe k zu gelangen.
A hu ha das Modell um eine ealis ische Annahme e wei e . Un e sons gleichen
Bedingungen sollen sich die Indi iduen nunmeh in ih en P ä e enzen hinsich lich de
Technologien un e scheiden, wobei beide G uppen in e wa gleich g oß sind. Die Kau -
en scheidungen de Indi iduen inden in empo ä e Hinsich ein zu ällig s a . Wie
sich die Indi iduen en scheiden, kann dann nich meh p ognos izie we den. Es is
abe anzunehmen, dass, sobald eine Anhäu ung zuguns en eine Technologie en s eh ,
244
Vgl. A hu , W. B. (1989), S. 116 -131, A hu , W. B. (1988), S. 590 - 607 u. A hu , W. B., u. a.
(1987), S. 294 - 303.
245
Vgl. A hu , W. B. (1989), S. 116, A hu , W. B. (1988), S. 594 u. Knieps, G. (1994), S. 7, de diesen
E ek mi de o allem aus den Na u wissenscha en bekann en Hys e esis in Ve bindung b ing .
106
diese wegen de Ne zwe ke ek e einen Vo sp ung gegenübe de ande en gewinn . Is
ih e A ak i i ä hin eichend g oß und heb man die Res ik ion bezüglich des Techno-
logiewechsels au , wi d sich die ins allie e Basis de un e legenen Technologie im Fal-
le on nied igen Wechselkos en zuguns en de a ak i e en Technologie au lösen, weil
die Indi iduen im allgemeinen o z ih e di e gie enden echnologiespezi ischen P ä e-
enzen au die Ne zwe ke ek e nich e zich en wollen.
246
Es kling i ial, abe Konku enz zwischen e schiedenen inkompa iblen Technologien
bei Vo liegen on Ne zwe ke ek en wi d es nu solange geben, bis de Ma k sich ü
eine en schieden ha . Danach is eine Umkeh au g und on P adabhängigkei kaum
meh möglich. Au g und de eben gewonnenen E kenn nisse wi d deu lich, dass die
e s en Nach age eine Technologie einen wesen lichen Ein luss da au ausüben, wel-
che Technologie zukün ig dominie .
247
Auch im So wa e-Ma k gib es P adabhängigkei en, welche in Einspe ungse ek en
münden. Die Bedienung eine So wa e muss au g und de en Komplexi ä nach und
nach e le n we den, wodu ch dem Indi iduum die So wa e imme e au e wi d.
I gendwann is das Indi iduum so s a k in ol ie , dass es nu nach langwie igen und
eu en Umschulungen in de Lage is , den Wechsel zu eine So wa e eines ande en
He s elle s zu ollziehen.
248
Zudem e schwe en o liegende Ne zwe ke ek e den
Wechsel zu eine ande en So wa e. P adabhängigkei en üh en dahe imme zu eine
gewissen T äghei am Ma k , weil sie den Wechsel zu ande en Technologien e schwe-
en.
249
Ha de Haushal sich dann ü eine Al e na i e en schieden, wi d e au g und de hohen
Wechselkos en e suchen, diese wei e hin zu nu zen. Hie bei is es une heblich, ob e
die So wa e ode die Raubkopie a o isie . P obleme können nu dann en s ehen,
wenn ein Konsumen z. B. eine eins ohne Schu z ausges a e e So wa e als Raubkopie
nu z und je z eine ak uelle Ve sion de So wa e am Ma k angebo en wi d, die alle -
246
Vgl. A hu , W. B. (1989), S. 117 ., Kno , H. (1993), S. 66 - 69, He ge , M. (1987), S. 70. u.
B auns ein, Y. M. u. Whi e, L. J. (1985), S. 340.
247
Vgl. A hu , W. B. (1988), S. 595 o. Macken od , M. (2005), S. 211 – 214.
248
Vgl. zum So wa e Lock-in: Fa ell, J. u. Shapi o, C. (1989), S. 51. Ein ande es Beispiel is die
ex eme Langlebigkei de P og ammie sp ache FORTRAN (Siehe Knieps, G. (1994), S. 7 und Ga es, B.
(1995), S. 416 .
249
Vgl. Fa ell, J. u. Shapi o, C. (1989), S. 51.
107
dings mi echnischem Schu z ausges a e is . De Haushal wi d dadu ch o die Wahl
ges ell ,
• die al e So wa e e sion wei e als Raubkopie zu nu zen,
• zu e suchen, den echnischen Schu z zu umgehen,
• zu wa en, bis jemand die Raubkopie im In e ne be ei s ell ,
• die neue So wa e e sion legal zu e we ben
• ode au eine konku ie ende So wa eal e na i e auszuweichen.
Im le z en Fall s ell sich ü den Haushal die F age, ob sich de Wechsel, au g und de
dann ge inge en Ne zwe ke ek e, lohn .
5.2.4.4.3 An eize aus P eis- und Einkommens a ia ion
De So wa ehe s elle kann e suchen, seine So wa e zu schü zen, indem e z. B. die
Kos en de Raubkopiee s ellung e höh ode die Kos en ü die So wa e senk . Wäh-
end de echnische Schu z An eize ü die So wa ekonsumen en se z , au ande e
So wa eal e na i en auszuweichen, e lei en P eissenkungen bei de So wa e den
Haushal endenziell dazu, au g und de Einkommens- und Subs i u ionse ek e e -
s ä k die legale So wa e nachzu agen. De Subs i u ionse ek bewi k , dass om ela-
i billige gewo denen Gu meh konsumie wi d, wäh end de Einkommense ek
da au be uh , dass eine P eisände ung das Realeinkommen angie und sich dadu ch
die Konsumen scheidung e ände n kann.
Wie diese E ek e im Einzel all wi ken, häng on den un e schiedlichen So wa enu -
zen und den un e schiedlichen P eisen bzw. Kos en de So wa eal e na i en und de en
Raubkopien ab. So kann beispielsweise eine P eissenkung bei de So wa e bewi ken,
dass nich nu ih e Nach age s eig , sonde n auch die de Komplemen ä p oduk e. Is
die P eisände ung zu ge ing und übe s eigen die So wa ekos en imme noch die Raub-
kopiekos en, wi d de Konsumen nich au die legale So wa e umschwenken, abe
mögliche weise we den ande e So wa ekonsumen en die bishe genu z en Konku -
enzp oduk e in olgedessen subs i uie en. Eine wi ksame P eissenkung üh dazu, dass
die So wa e in den Augen alle Konsumen en güns ige wi d und mi eine e s ä k en
108
legalen Nach age zu echnen is . Schließlich is noch zu bedenken, wie iele Al e na i-
en am Ma k o liegen, ob Ne zwe ke ek e exis ie en und in welche Ma k si ua ion
sich die We bewe be ge ade be inden.
5.2.4.5 K i ik
Die An eize, die bei Vo liegen on We bewe b au den Konsumen en einwi ken, wu -
den da ges ell . Es is es zus ellen, dass p i a e Eigen umsschu z bei Vo liegen on
So wa eal e na i en und Ne zwe ke ek en die An eize bei den Konsumen en aus Sich
des So wa ehe s elle s in ungewünsch e Bahnen lenken kann, weil das eigene P oduk
e minde nachge ag wi d.
Das Modell be ücksich ig e s mals he e ogene P oduk e, wodu ch die Annahme de
ollkommenen Subs i uie ba kei nich meh zu hal en is . Die un e schiedlichen Vo -
s ellungen de Konsumen en übe den Nu zen on So wa e, de en Raubkopie und Al-
e na i angebo en b ingen die Annahmen, die diesem Modell zug unde liegen, nähe an
die Reali ä , was die o male Analyse des Kos en-Nu zen-Kalküls de Konsumen en
e schwe . De Konsumen muss je z Kos en und Nu zen mi einande e gleichen und
abwägen, welche En scheidung in seine E wa ung die g öß e Auszahlung b ing bzw.
seine Bedü nisse am bes en be iedig . In de An eizanalyse komm es abe nich da -
au an, das konk e e Kalkül o malisie in den Vo de g und zu s ellen, sonde n es in e -
essie en diejenigen An eize, die in de konk e en Si ua ion au das Indi iduum einwi -
ken und die zu un e suchende Handlung auslösen.
5.2.5 E ah ung und Le np ozesse
Le np ozesse e lauben es, wei e e E kenn nisse hinsich lich des Ve hal ens on So -
wa ekonsumen en zu gewinnen. Beispielsweise kann dami e klä en we den, wa um ein
So wa ekonsumen eine legale So wa e kau und diese dann illegal au meh e en ei-
genen Compu e sys emen ins allie . Es handel sich hie bei um ein zweis u iges dyna-
misches Modell. Im e s en Sch i en scheide sich de Konsumen ü eine legale So -
wa e, da diese ü ihn billige zu beziehen is , als eine Raubkopie. Im zwei en Sch i
e kenn de Konsumen in eine neuen Si ua ion, dass es ohne g oßen Au wand möglich
is , diese So wa e au meh e en Compu e sys emen als Raubkopie zu ins allie en. Le n
de Konsumen und zieh e da aus den Schluss, dass dies eine ein ache, kos engüns ige
und mögliche weise soga isikoa me Va ian e is , seinen Nu zen zu maximie en, kann
109
e in eine ande en Si ua ion den zwei en Sch i o wegnehmen und wiede eins u ig
nach olgendem Schema handeln. De Konsumen be ach e je z die Kos en de e s en
So wa e als Missb auchskos en. E benö ig eine legale So wa e, um da aus die Raub-
kopien zu e zeugen, weil die Missb auchskos en de e s en Raubkopie höhe sind als die
Kos en de legalen So wa e. Dami sink zugleich das Sank ions isiko, weil de oppo -
unis ische So wa ekonsumen zumindes dem Anschein nach eh lich handel , denn e
ha eine legale So wa e e wo ben.
Schließlich kann de Konsumen le nen, wei e e Kos en in die Missb auchskos en mi
einzubeziehen wie Se ice- und Suppo kos en, die in e heblichem Um ang und in un-
e schiedliche Höhe bei So wa e und Raubkopien an allen können. Gewäh de So -
wa ehe s elle beispielsweise nu den Konsumen en Suppo , die nachweisen können,
dass sie eine legale So wa e e wenden, müssen diejenigen au Suppo e zich en
ode sich ande wei ig nach Un e s ü zung umsehen, die Raubkopien nu zen möch en.
Die Kos en mögen einem beg enz a ionalen Konsumen en ex an e nich bekann ode
pe se bewuss sein, sodass e s eine gewisse Dynamik zu Le np ozessen, einem e wei-
e en Kos en-Nu zen-Kalkül und mögliche weise einem geände en Ve hal en üh .
Wei e hin kann de Konsumen le nen, dass es nich oppo un is , neue e So wa e e -
sionen, die mi echnischen Schu zmaßnahmen e sehen sind, so o zu kau en, sonde n
abzuwa en und die Vo gänge e sion zu benu zen. Ein Konsumen kann dahe du ch-
aus mi de äl e en So wa e e sion a bei en, so e n die neue e So wa e e sion nich
Funk ionen en häl , die einen so o igen Ums ieg e o de lich machen und abwa en, bis
die neue So wa e e sion als Raubkopie zu Ve ügung s eh .
250
Poppe besch eib den Le np ozess als einen Vo gang, bei dem en äusch e E wa ungen
aus de Ve gangenhei die Wi scha ssubjek e zwingen, ih e zukün igen E wa ungen
zu ko igie en. So kann beispielsweise die En deckung und anschließende Sank ion ei-
ne S a a die zukün igen E wa ungen des Wi scha ssubjek es hinsich lich des
Sank ions isikos beein lussen.
251
In jede Si ua ion wi ken An eize au den Konsumen-
en, die eine Handlung auslösen, die ih e sei s Handlungs olgen zu Konsequenz ha ,
wodu ch de Konsumen einen neuen In o ma ionss a us in eine neuen Si ua ion mi
neuen An eizen e eich .
250
Vgl. Hachenbe ge , J. (2003), S. 77 .
251
Vgl. Geue, H. (1997), S. 124 . u. Poppe , K. R. (1995), S. 357.
110
5.2.5.1 Le nen und Gewohnhei
Poppe di e enzie „Le nen“ nach En decken, Nachahmen und zu Gewohnhei ma-
chen bzw. Einüben. Nachahmen und Einüben sind Fo men des En deckens. Wi -
scha ssubjek e le nen demnach, indem sie z. B. e olg eiche Ve hal ensweisen na-
chahmen und zu Gewohnhei machen.
252
Beg enz e Ra ionali ä heiß , de Konsumen kenn zum Zei punk de En scheidung
nich alle en scheidungs ele an en Aspek e. E is au g und seines un ollkommenen
Wissenss andes gezwungen, in de En scheidungssi ua ion Ve mu ungen übe den Nu -
zen und die Kos en de Handlungsal e na i en anzus ellen, was abe nich heiß , dass
de G ad de beg enz en Ra ionali ä ein un e ände liche Zus and is . Mi jede En -
scheidung sammel de Konsumen E ah ungen, die e speiche n und aus denen e neue
E kenn nisse gewinnen kann. Beispielsweise kann e die E ah ung machen, dass seine
E wa ung bezüglich de Sank ionshöhe und des Sank ions isikos bei de Nu zung on
Raubkopien in de Ve gangenhei zu hoch ode zu nied ig wa . Be ücksich ig de Kon-
sumen diese E kenn nis bei eine zukün igen En scheidung zwischen So wa e und
Raubkopie, wi d e sich au g und de geände en si ua i en Bedingungen ande s e hal-
en.
Ve hal ensände ungen sind also nich au eine e ände e P ä e enzs uk u zu ückzu-
üh en, sonde n au eine neue Si ua ion mi ande en Res ik ionen. Le z lich kann sich
aus de E ah ung, dass bes imm e Handlungen sich in de Ve gangenhei g undsä zlich
als o eilha e wiesen haben, eine Gewohnhei he ausbilden, die als eine A inne e
Ins i u ion bezeichne we den kann. Gewohnhei en s ellen nich s ande es als du ch E -
wa ungen e es ig e Handlungsmus e da , welche man auch als egelgelei e es Ve -
hal en bezeichnen kann. Sie e leich e n es dem Konsumen en, mi de beg enz en Ra-
ionali ä umzugehen, weil nich meh jede En scheidung bis ins le z e De ail übe dach
we den muss. De Au wand de En scheidungs indung eduzie sich olglich au ein
übe schauba es Maß. Dies bi g abe auch das Risiko, Fehle zu machen und zu e ken-
nen, dass e gangene En scheidungen nich den e wa e en Nu zen e b ach ode höhe e
Kos en als e wa e e u sach haben. E s wenn das E gebnis de Handlungen ande s
aus äll als e wa e ode neue E kenn nisse bezüglich de Einhal ung und Du chse zung
de gegebenen Ins i u ionen gewonnen we den, lohn es sich ü den Konsumen en, sei-
252
Vgl. Geue, H. (1997), S. 120 . u. Poppe , K. R. (1995), S. 154.
111
ne Gewohnhei en bzw. sein egelgelei e es Ve hal en zu übe denken und gegebenen alls
in neue Handlungsmus e zu e allen.
5.2.5.2 In e nalisie ung on gegebenen Ins i u ionen du ch Le np ozesse
Ins i u ionen e lauben ode e bie en als Spiel egeln bes imm e Handlungen. Dami die
Menschen Ins i u ionen auch ach en, beinhal en diese einen Du chse zungsmechanis-
mus, de ein Übe e en de Spiel egeln sank ionie . Im Ideal all ha de Konsumen die
gegebenen Ins i u ionen zu Gewohnhei in e nalisie , d. h., e blende in seinem Kos-
en-Nu zen-Kalkül die Möglichkei aus, bes imm e Ins i u ionen zu übe e en.
P oblema isch is in diesem Zusammenhang de echnische Fo sch i , de die Übe e-
ungskos en on Ins i u ionen au ein Minimum eduzie en kann, so wie es bei So wa e
de Fall is . De Mensch, de bis zu diesem Zei punk dem Mo o „eh lich wäh am
längs en“ ge olg is , muss es s ellen, dass dieses Mo o bei So wa e nu beding zu-
i . Raubkopien bekomm man zu ge ingen Kos en, o mals on F eunden und Be-
kann en und kann diese as ohne Risiko e wenden. Ein Indi iduum das e kenn , dass
Raubkopien meh ode minde om gesam en bekann en Um eld genu z we den, wi d
sein Mo o übe denken und es dann mögliche weise nich meh au So wa e anwenden.
Wenn das Indi iduum nun nich meh diesem Mo o olg , heiß das zwangsläu ig, dass
es in seinem Kos en-Nu zen-Kalkül au g und de geände en Si ua ion ande s en schei-
den kann und mögliche weise auch e s ä k Raubkopien nu zen wi d, was sich wiede-
um zu eine neuen Gewohnhei ode einem neuen Mo o „Raubkopien sind güns ige
und können ohne Risiko e wende we den“ e es igen kann. De Konsumen wi d
un e solchen Bedingungen nich meh nach de legalen So wa e suchen, sonde n
gleich die Raubkopie im In e ne he un e laden. De Ve zich au Eigen umsschu z
komm eine Einladung gleich, den So wa ediebs ahl zu es en. Fehl übe dies eine
wi ksame Ins i u ion kul u elle ode s aa liche A , wi d es imme eine gewisse Anzahl
on Indi iduen geben, die sich au diese Einladung einlassen.
5.2.5.3 Kon lik e zwischen Ins i u ionen und Gewohnhei en
Dem gegebenen U hebe ech bzw. dem gegebenen Lizenz e ag des So wa ehe s el-
le s s eh au de einen Sei e das in e nalisie e Mo o „eh lich wäh am längs en“ und
au de ande en Sei e das Mo o „Raubkopien sind güns ige und können ohne Risiko
e wende we den“ gegenübe . Es handel sich im zwei en Fall um einen Kon lik aus
112
Ins i u ion und Gewohnhei , de nu au gelös we den kann, wenn die Ins i u ionen U -
hebe ech und Lizenz e ag mi eine wi ksamen Du chse zungs unk ion ausges al e
sind. Je nied ige die Wi ksamkei de Du chse zungs unk ion eingeschä z wi d, des o
we lose sind die Ge- und Ve bo e des U hebe ech s und es inde keine ode kaum
Beach ung.
P i a e Eigen umsschu z du ch den Einsa z echnische Schu zmaßnahmen wü de si-
che lich auch dazu bei agen, die So wa ekonsumen en zu mo i ie en, g undsä zlich
legale So wa e nachzu agen. Leide haben echnische Schu zmaßnahmen abe ü den
So wa ehe s elle unangenehme Nebenwi kungen, denn Schu zmaßnahmen kos en
Geld und können die So wa ekonsumen en dazu e lei en, sich nach Al e na i en um-
zusehen.
5.2.6 En scheidung als Black-Box-Ve ah en
En scheiden So wa ekonsumen en wi klich so, wie es in den obigen Modellen be-
sch ieben is ? In de Li e a u sind iele konku ie ende, o allem spiel heo e ische
Modelle besch ieben, die das Handeln on Menschen un e bes imm en Bedingungen
e klä en.
253
Alle diese Modelle basie en au de Handlungsmaxime des Homo oeconomicus und
dennoch gib es ü jeden Ansa z genügend K i ikpunk e. Diese P ozess de schöp e i-
schen Ze s ö ung kann ges opp we den, wenn man zu Einsich gelang , dass wi nich
wissen, wie das Kos en-Nu zen-Kalkül beim wi klichen Menschen im Einzel all unk-
ionie und welche Aspek e bzw. Res ik ionen e dabei be ücksich ig . Wi wissen abe
seh wohl, dass im Allgemeinen in eine Si ua ion An eize au den Konsumen en wi -
ken, die ihn nach einem meh ode minde beg enz a ionalen Kos en-Nu zen-Kalkül
zu eine Handlung e anlassen. Im Falle de Raubkopienu zung heiß dies, egal welche
An eize den Konsumen dazu e anlass haben, eine Raubkopie zu nu zen, sie wa en in
jedem Fall s ä ke ausgep äg als die An eize zu So wa enu zung. Soll de Geb auch
on Raubkopien e hinde we den, müssen alle ü die Raubkopienu zung posi i en
An eize und alle ü die So wa enu zung nega i en An eize e schwinden ode zumin-
des so umges al e we den, dass on de Raubkopienu zung endenziell nega i e und
on de So wa enu zung endenziell posi i e An eize ausgehen.
253
Vgl. Hachenbe ge , J. (2003), S. 47 u. Ress, L. (2004), S.18 - 34. Hie sind iele solche Modelle in
einem ku zen Um iss zusammenge ass da ges ell .
113
5.2.7 An eize zu Nu zung on So wa e ode Raubkopien: Eine Synopsis
Im Folgenden sind die wich igs en An eize zusammenge ass , die au den Konsumen en
bei de En scheidung zwischen So wa e und Raubkopie wi ken:
Abbildung 15: Synopsis de An eize zu Nu zung on So wa e ode Raubkopien
An eiz Wi kung
Einkommen Ände sich das Einkommen, s eig in de neuen Si ua i-
on de An eiz, das al e Kalkül zu übe denken und e neu
nach de bes en Al e na i e (So wa e, Al e na i so -
wa e ode de en Raubkopie) Ausschau zu hal en.
Compu e sys eme Je meh Compu e sys eme genu z we den und je güns-
ige Raubkopien dadu ch im Ve gleich zu So wa e-
nu zung e scheinen, des o g öße wi d de An eiz,
Raubkopien zu nu zen.
Oppo uni ä skos en de
Ve wendung on Zei
Je zei au wendige die Suche und E s ellung on Raub-
kopien, des o ge inge de An eiz, Raubkopien zu e -
wenden und des o g öße is e , nach geeigne en Al e -
na i en zu suchen.
U hebe ech und e wa -
e es Sank ions isiko
Wi d das U hebe ech im Allgemeinen du chgese z ,
s eig das Sank ions isiko und sink de An eiz, Raub-
kopien zu e wenden.
U hebe ech und Sank-
ionshöhe
Bei gegebenem Sank ions isiko sink de An eiz, Raub-
kopien zu e wenden, wenn die Sank ionshöhe s eig .
Risikoeins ellung Je höhe die Risikoeins ellung eines Wi scha ssubjek-
es, des o g öße is de An eiz, Raubkopien de So -
wa e o zuziehen.
114
So wa ep eis S eig de So wa ep eis, s eig de An eiz, die Raubko-
pie zu e wenden ode au Al e na i p oduk e auszu-
weichen und ice e sa.
Missb auchskos en Je höhe die Missb auchskos en zu E zeugung bzw.
Aneignung eine Raubkopie, des o ge inge de An eiz,
die Raubkopie zu e wenden.
T ansak ionskos en Du ch die E ah ungsgu eigenscha on So wa e s eig
de An eiz, T ansak ionskos en au zuwenden und So -
wa e als Raubkopie zu es en.
Technologie- und Ne z-
we knu zen
Je g öße de Technologie- und Ne zwe knu zen eine
So wa e im Ve gleich zu al e na i en P oduk en, des o
g öße de An eiz, diese So wa e, ih e Raubkopie ode
eine äl e e Ve sion de So wa e zu e wenden.
Technische Schu z Technische Schu z e s ä k den An eiz, nach al e na i-
en P oduk en zu suchen.
In e nalisie e Ins i u io-
nen
In e nalisie e Ins i u ionen kanalisie en und lenken das
menschliche Ve hal en. We de inne en Regel „eh lich
wäh am längs en olg “, wi d keine An eize haben,
Raubkopien zu e wenden, weil e die Raubkopie nich
als Al e na i e in Be ach zieh .
Oppo unismus Oppo unis en haben den An eiz, in ih em Kos en-
Nu zen-Kalkül g undsä zlich So wa e und Raubkopie
mi einzubeziehen, weil sie da on ausgehen, ih en Nu -
zen so besse maximie en zu können.
5.2.8 Zusammen assung
Die Annahmen bezüglich de in das Kalkül des Konsumen en ein ließenden Kos en
ließen sich beliebig e wei e n, abe das P inzip bleib gleich. De Konsumen wäg die
121
hohem Au wand umgangen we den kann. Das heiß , Schu zmaßnahmen müssen un e
diesen Ums änden s ändig übe dach und wei e en wickel we den.
5.3.4 An eize zu Wei e gabe on Raubkopien: Eine Synopsis
In de nach olgenden Abbildung sind die wesen lichen An eize, die zu Wei e gabe on
Raubkopien üh en, da ges ell .
Abbildung 16: Synopsis de An eize zu Wei e gabe on Raubkopien
An eiz Wi kung
Nich -Ri ali ä im Konsum
Du ch die ehlende Ri ali ä im Konsum s eig de An-
eiz, So wa e illegal wei e zugeben, weil eine sei s die
So wa e wei e e wende we den kann und ande e sei s
zusä zliche Nu zen zu e wa en is , weil man z. B. auch
eine Raubkopie bekomm (Tauschhandel).
Ne zwe ke ek e Du ch Ne zwe ke ek e s eig de An eiz, die So wa e
D i en zu Ve ügung zu s ellen, weil sich dadu ch auch
de eigene Nu zen e höh .
G uppenzwang Fü Mi gliede eine G uppe inne halb de Raubkopien
ge ausch we den, s eig de An eiz, eben alls Raubko-
pien wei e zugeben, wenn inne halb de G uppe dieses
Ve hal en bes ä k wi d und die Ve weige ung, Raub-
kopien wei e zugeben sank ionie wi d.
Kos en und E löse Die Aussich , mi ela i ge ingem Au wand einen ho-
hen E lös zu e zielen, e s ä k den An eiz, Raubkopien
zu e äuße n.
Sank ions isiko und
Tauschbeziehungen
Je meh Tauschbeziehungen ein Wi scha ssubjek zum
Tausch on Raubkopien eingeh , des o g öße das Sank-
ions isiko. De An eiz, Raubkopien mi jedem Wi -
scha ssubjek zu auschen, wi d du ch das s eigende
Sank ions isiko beg enz .
122
Anonymi ä und Sank i-
ons isiko
Mode ne Kommunika ions echnologien e höhen die
Anonymi ä , machen das ge inge Sank ions isiko o en-
kundig und e höhen so den An eiz, Raubkopien mi
D i en zu auschen.
Ve zich au echnische
Schu zmaßnahmen
De Ve zich au echnische Schu zmaßnahmen e höh
den An eiz, Raubkopien zu e s ellen und wei e zugeben.
Einsa z echnische
Schu zmaßnahmen
Neue und ansp uchs olle Kopie schu z echnologien
können den An eiz s eige n, diese zu umgehen, wenn
das be e ende Indi iduum es als He aus o de ung an-
sieh , den He s elle n solche Technologien einen
Sch i o aus zu sein.
5.3.5 Zusammen assung und K i ik
Raubkopien we den wei e gegeben, um e s ens ganz ein ach höhe e Gewinne zu e zie-
len. Die An eize hie zu kommen aus de Kos ensi ua ion. Zwei ens b ing ih e Wei e -
gabe einen Nu zengewinn au g und au me ksamkei sökonomische Aspek e, d i ens
e höh sich mögliche weise de eigene Nu zen au g und de mi de Wei e gabe mögli-
che weise e bundenen Ne zwe ke ek e sowie de ehlenden Ri ali ä im Konsum.
Vie ens kann die Wei e gabe de Raubkopien au einem Tausch basie en. De Nu zen-
gewinn esul ie dann aus den gespa en Kos en ü den Kau de So wa e. De echni-
sche Fo sch i kann in diesem Zusammenhang Missb auchsan eize e s ä ken.
Dieses Kapi el um ass die wesen lichen An eize, die Wi scha ssubjek e zu Wei e -
gabe on Raubkopien e lei en. Au die Analyse wei e e Si ua ionen, wie sie bei-
spielsweise bei Online-Tauschbö sen au die Wi scha ssubjek e wi ken, ode au die
Da s ellung aus üh liche o male Modelle wu de e zich e , weil das G undp inzip zu
Wei e gabe on So wa e dadu ch keine Ve ände ung e äh .
268
268
Hie sei au die Li e a u e wiesen, in de aus üh lich und o mal die Wei e gabe on Raubkopien
analysie wi d. Vgl. z. B. Hachenbe ge , J. (2003), S. 47 .
123
5.4 An eize zu P oduk ion und zum Schu z on So wa e
Ziel de An eizanalyse is es, die An eize he auszua bei en, die au einen So wa ehe s-
elle wi ken, um eine sei s So wa e zu p oduzie en und ande e sei s diese gegen
Raubkopie en zu schü zen ode au den Einsa z on Schu zmaßnahmen zu e zich en.
In de bishe igen An eizanalyse wu de be ei s au gezeig , dass de Einsa z wi ksame
echnische Schu zmaßnahmen eine Ausweich eak ion beim So wa ekonsumen en hin
zu Konku enzp oduk en auslösen kann, un e de P ämisse, dass e O iginalso wa e
und Raubkopie als ollkommen subs i uie ba ansieh .
De So wa ehe s elle geh g undsä zlich nach dem Gewinnmaximie ungsp inzip o ,
d. h., die P oduk ion on So wa e, de Einsa z on Maßnahmen zum Eigen umsschu z
ode de Ve zich da au nehmen in de Vo s ellung des Un e nehme s Ein luss au sei-
nen Gewinn. E is dahe s e s mo i ie , in eine gegebenen Si ua ion diejenigen Hand-
lungen o zunehmen, die ihm We bewe bs o eile e sp echen.
5.4.1 Kos en, E löse, U hebe ech und echnische Eigen umsschu z
Die Kos en unk ion is im Allgemeinen un e linea , weil bei de So wa ep oduk ion
hohe spezi ische Fixkos en du ch den Einsa z on P og ammie e n en s ehen, denen
abe nu ge inge Ausb ingungskos en au g und de e nachlässigba en Da en äge kos-
en gegenübe s ehen.
269
De So wa ehe s elle muss olglich mindes ens die hohen spezi ischen Kos en de
So wa ep og ammie ung e lösen, um die Gewinnzone zu e eichen. Das U hebe ech
bie e ihm die Möglichkei , die F üch e seine A bei meh ach zu e n en, da e nich
sein gesam es We k an einen einzigen Konsumen en e kau , sonde n jeweils eine Ko-
pie de So wa e inklusi e Nu zungs ech an eine Vielzahl on Konsumen en e äuße .
Dies e se z ihn in die Lage, So wa e zu en wickeln, die gleichsam die Bedü nisse
iele po enzielle Konsumen en be iedig . Zugleich kann e die hohen En wicklungs-
kos en decken. Je au wendige die So wa eauss a ung bzw. de Funk ionsum ang de
So wa e, des o g öße is die Wah scheinlichkei , möglichs iele So wa ekonsumen-
en zu e eichen und de en Bedü nisse be iedigen zu können. Dabei kann de So -
wa ehe s elle abe nich allein au das gel ende U hebe ech e auen, da es ak isch
nich olls ändig wi ksam is , sonde n e muss sich übe legen, ob e seine So wa e
269
Es wi d hie on komme zielle So wa e ausgegangen und on Open Sou ce abgesehen.
124
bzw. spezi ische In es i ion schü zen möch e. De Schu z ha Auswi kungen au die
Missb auchskos en de Raubkopie, mögliche weise auch au den P eis de So wa e
au g und on Umwälzung de höhe en Kos en au den So wa ep eis und beein luss die
Nach age nach Raubkopien und So wa e, sodass dies den Un e nehme im Ende ek
zwing , die Ma k si ua ion hinsich lich des Einsa zes on echnischen Schu zmaßnah-
men zu beu eilen.
270
De So wa ehe s elle s eh mi seinem P oblem hinsich lich des echnischen Schu zes
nich alleine da. Jedes Wi scha ssubjek muss Maßnahmen zum Ausschluss D i e
on de Nu zung seines Eigen ums e g ei en, möch e es sein Eigen um nich unen gel -
lich de Allgemeinhei zu Ve ügung s ellen. Ve zich e ein Wi scha ssubjek au den
Schu z, muss es mi Diebs ahl echnen und hie zeig sich de Un e schied zwischen
Ha dwa e und So wa e deu lich. Ges ohlene Ha dwa e geh in de Regel unwiede b-
inglich e lo en, wäh end dies bei So wa e nich de Fall is . De So wa ehe s elle
bleib Eigen üme de So wa e und kann wei e hin e suchen, legale Abnehme ü
sein P oduk zu inden. Na ü lich sch änken Raubkopien endenziell das „ e we ba e“
Ma k olumen ein, da jede Nu ze eine Raubkopie keine legale So wa e – zumindes
bis zum nächs en Upg ade – benö ig .
De Ve lus on Ha dwa e äuße sich au P oduzen ensei e in Fo m on a iablen Kos-
en, d. h., je meh Ha dwa e ein So wa ehe s elle du ch Diebs ahl e lie , des o g ö-
ße is sein Ve lus .
271
Raubkopien e u sachen hingegen keine a iablen Kos en. Sie
sind kos enneu al und allen alls e bunden mi Umsa z- und dami Gewinneinbußen.
Aus Kos ensich e ö ne dies dem So wa ehe s elle ganz ande e Pe spek i en bezüg-
lich des P eisdi e enzie ungsspiel aums, weil e übe die Fes legung de Schu zin ensi-
ä den An eil de kos enlosen Raubkopie s eue n und sich so We bewe bs o eile e -
scha en kann.
270
Vgl. Shapi o, C. u. Va ian, H. R. (1999), S. 14 u. S. 37 .
271
Es wi d un e s ell , de P oduzen is nich e siche .
125
5.4.2 Scha ung on We bewe bs o eilen
5.4.2.1 Sponso ing du ch P oduk - und P eisdi e enzie ung
Die So wa ehe s elle bedienen sich eine Vielzahl on Sponso ing-Maßnahmen, um
die eigene Technologie zu s ü zen, sodass diese Punk nich als abschließende Abhand-
lung alle Sponso ing-Maßnahmen au ge ass we den da .
272
Eine wei e b ei e e S a egie s ell die P eis- und P oduk di e enzie ung da , bei de
das P oduk di e enzie und zu un e schiedlichen P eisen angebo en wi d. Beispiele
ü P eisdi e enzie ung sind spezielle Haushal s-, Schüle - und S uden enlizenzen ode
güns ige Upda es bzw. Upg ades. Bei de P oduk di e enzie ung wi d das P oduk z. B.
als Voll- und als güns ige e Ligh -Ve sion mi eingesch änk em Funk ionsum ang an-
gebo en.
Auch das Op e n de So wa e du ch Ve zich au echnischen Eigen umsschu z is eine
wi ksame S a egie zu Siche ung eines p op ie ä en S anda ds. Es handel sich um eine
A de pe sonenbezogenen P eisdi e enzie ung, die nich au bes imm en Vo gaben
des So wa ehe s elle s be uh , sonde n au de Duldung des k iminellen Ve hal ens
eines Teils de So wa enu ze du ch den So wa ehe s elle .
273
De Ve zich au echnischen Eigen umsschu z kann du chaus den eigenen inkompa ib-
len S anda d schü zen, denn zum einen wächs das eigene Ne zwe k auch du ch Raub-
kopienu ze und zum ande en we den die Raubkopienu ze nich au inkompa ible Kon-
ku enzlösungen ausweichen, selbs wenn diese kos enlos zu haben sind, da die Wech-
selkos en, beein luss du ch die E ah ungsgu eigenscha en und o liegenden Ne z-
we ke ek e, einen Wechsel ehe e schwe en. De Raubkopienu ze eduzie demnach
aus Sich des So wa ehe s elle s das Kundenpo enzial de Anbie e al e na i e So -
wa ep oduk e und e höh zusä zlich den eigenen Ne zwe knu zen du ch das g öße e
Ne zwe k. Es schein möglich, du ch das Op e n de eigenen So wa elösung, schnelle
272
Un e schiedliche Va ian en s a egischen Ve hal ens sind bei Buxmann, P. (2002) da ges ell . E
komm zu dem Schluss, dass So wa e le z en Endes nich daue ha „ e schenk “ wi d, sonde n dass
le z lich die e eich e Ne zg öße ü den P eis ausschlaggebend is .
273
Vgl. Conne , K. u. Rumel , R. P. (1991), S. 125 - 139, G asschmuck, V. (2002), S. 403, Gi on, M.,
Mahajan, V. u. Mulle , E. (1995), S. 29 - 37, Linde, F. (2005), S. 110 o. Ki kpa ick, Da id (2007). Bill
Ga es, Mi beg ünde on Mic oso , ha in einem In e iew mi Ki kpa ick bes ä ig , dass de E olg on
Windows u. a. mi dem hohen An eil an Raubkopien on Windows in China zusammenhäng . Es is
demzu olge in China billige , Windows als Raubkopie zu e wenden, als mi Linux zu a bei en.
126
die k i ische Masse zu e eichen und seine So wa elösung dadu ch o Konku enz zu
schü zen. P eis diese S a egie sind Umsa zeinbußen. Diese sind wiede um ela i zu
be ach en, da du ch das Zulassen on Raubkopien de Gesam nu zen aus Technologie-
und Ne zwe knu zen s eig . Diese höhe e Nu zen e laub es un e Ums änden, den eh -
lichen So wa ekonsumen en höhe e P eise ü die So wa e abzu e langen.
274
Einen wei e en Vo eil des Schu z e zich es ü den P oduzen en bilde die Kos ene s-
pa nis du ch den Weg all de echnischen Schu z o ich ung, da keine En wicklungs-
kos en hie ü an allen. Ge ade junge So wa eun e nehmen mi dünne Kapi aldecke
können sich die An angsin es i ionen e spa en, indem sie au echnische Schu zmaß-
nahmen e zich en. Auße dem e b ei e sich die So wa elösung bei o liegenden
Ne zwe ke ek en schnelle als mi Einsa z echnische Schu zmaßnahmen.
275
5.4.2.2 K i ische Masse und Ge angenendilemma des Eigen umsschu zes
S a egisches Ve hal en bei Vo liegen on Ne zwe ke ek en bedeu e nich au oma-
isch, dass de He s elle au echnischen Eigen umsschu z e zich e . Es geh ihm iel-
meh um die Beein lussung de Raubkopie a e du ch Va ia ion des Ak ionspa ame e s
Schu zin ensi ä zum Zweck de Gewinnmaximie ung.
Typische Beispiele ü So wa e mi Ne zwe ke ek en s ellen Be iebssys eme, Web-
B owse , E-Mail-Clien s, Da enbanken, e c. da , sodass man da on ausgehen kann, dass
wohl kaum S anda dso wa e ohne Ne zwe ke ek e exis ie . Diese Ne zwe ke ek e
können nun on meh e en He s elle n gemeinsam genu z we den, indem sie ih e So -
wa e zueinande kompa ibel ges al en ode eine e such , einen inkompa iblen De-
ac o-S anda d zu se zen, um den Ma k ü sich alleine beansp uchen zu können. Selbs
wenn die So wa ehe s elle gemeinsam ü Kompa ibili ä so gen, eich dies ielleich
aus, einen o enen S anda d am Ma k du chzuse zen, abe die So wa eal e na i en
sind dennoch un e schiedlich in Um ang, Benu ze eundlichkei , e c. Auch hie kom-
men wiede Ne zwe ke ek e zum T agen, weil eine g oße ins allie e Basis Vo eile ü
ande e Un e nehme bie e , z. B. Schulungen anzubie en, Handbüche zu sch eiben ode
ande e komplemen ä e So wa e zu e eiben. Die Anwende können sich eben alls
besse gegensei ig un e s ü zen, wenn sie die gleiche So wa e nu zen. Hie komm das
274
Vgl. E ha d , M. (2001), S. 177 . u. Ress, L. (2004), S.21.
275
Vgl. Pleschak, F., Sabisch, H. u. Wuppe eld, U. (1994), S. 91. Sie e e en die Posi ion, dass ge ade
junge So wa eun e nehmen ih e So wa e mi echnischen Schu zmaßnahmen e sehen soll en.
127
Phänomen de P adabhängigkei zum T agen. Fü den So wa ehe s elle is es dahe
wich ig, eine S a egie zu e olgen, bei de seine So wa e möglichs schnell eine
möglichs g oßen Klien el zugänglich gemach wi d, um au g und de Ne zwe ke ek e
ex pos o Konku enz geschü z zu sein. Ne zwe ke ek e u en pe se monopolis i-
sche Tendenzen he o , weil sie Einhei lichkei bzw. Kompa ibili ä e langen.
Aus diese Pe spek i e schein es sinn oll, on eine e zwungenen Mengenpoli ik zu
sp echen, weil de He s elle die k i ische Masse e eichen und hal en muss, wenn e an
den Ne zwe ke ek en in Fo m on hohen Gewinnen pa izipie en möch e. Die k i ische
Masse s ell ü ihn dabei selbs kein o gegebenes bekann es Da um, sonde n eine ima-
ginä e G öße da , die e nich ein ach bes immen kann, denn sie häng on ielen Fak o-
en, wie z. B. on Ma k olumen, Ma k an eile und Anzahl on Konku enzp oduk en,
Schu zmaßnahmen, Technologienu zen und Ne zwe ke ek de So wa e, e c. ab. De
So wa ehe s elle leide un e Unwissenhei und wi d dahe o sich ig sein, Maßnah-
men zu e g ei en, die seine je zigen ode zukün igen ins allie en Basis schaden. Zu-
dem muss e imme den We bewe b im Auge behal en, denn selbs bei Schu z e zich
könn en al e na i e P oduk e on de Konku enz – du ch Sponso ing-Maßnahmen un-
e s ü z und mi einem höhe en Technologienu zen als die eigene So wa e ausges a e
– jede zei die Nach age zu einem Ne zwechsel bewegen.
Ein Beispiel ü eine solche Si ua ion is de ak uelle Kamp zwischen de on Mic o-
so dominie en Windows-Wel und de Linux-Wel . Mic oso se z als Ma k üh e
wei gehend De- ac o-S anda ds, e sieh sein Be iebssys em Windows und seine O i-
ce-So wa e mi ela i ein achen Schu zmaßnahmen, is de Konku enz du ch die
g öß en eils kos enlosen Linux-P oduk e ausgese z und s eh übe dies noch eine hohen
Raubkopie a e gegenübe .
276
Im Gegensa z zu So wa ep oduk en, die ohne echnischen Schu z auskommen ode mi
ela i ein achen Schu zmaßnahmen is in ande e So wa ep oduk e ein zum Teil hoch-
wi ksame Schu zmechanismus in eg ie .
277
S eh de So wa ehe s elle in ha em
We bewe b mi Konku en en, muss e dami echnen, dass echnische Schu zlösungen
ein Abwande n de illegalen Nach age zu Folge haben.
278
Schlimms en alls wi d e
276
Vgl. König, W. (2000), S. 295 - 296.
277
Beispielsweise is Mic oso s Windows XP ode Vis a mi echnischen Schu zmaßnahmen
ausges a e .
278
Vgl. Shy, O. (2005), S. 28.
128
e kennen, dass sich sein E lös du ch den Einsa z echnische Schu zmaßnahmen nich
wesen lich e ände , da de An eil de genu z en Raubkopien zwa abnimm , abe die
Konku en en meh So wa e e kau en ode illegal als Raubkopie „ e schenken“, weil
diese au echnische Schu zmaßnahmen e zich en.
Das Dilemma ü die So wa ehe s elle bes eh olglich da in, dass ein gemeinsames
Vo gehen gegen U hebe ech smissb auch Vo eile ü alle du ch höhe e Gewinnchan-
cen mi sich b ing . Sobald jedoch ein Un e nehmen aussche und au Schu zmaßnah-
men e zich e , bes eh die Ge ah , dass ein Teil de Nach age so o abwande . Dies
is umso wah scheinliche , je meh de Ma k on Ne zwe ke ek en abhäng und die
k i ische Masse an Bedeu ung gewinn . Im Falle on s a ken Ne zwe ke ek en lieg bei
de p i a en Du chse zung de Eigen ums ech e ein Mo i a ionsp oblem o , das ohne
Ne zwe ke ek e ode bei dominie endem Technologienu zen einem einen Koo dina i-
onsp oblem weich .
Be ach e man die ak uelle Si ua ion au dem So wa ema k , s ell man es , dass iele
So wa ehe s elle on S anda dso wa e wie eine Tex e a bei ung, zum Teil keine
ode nu ein ache Schu zmaßnahmen einse zen und die Wi kungse ek i i ä de
Schu zmaßnahme im Zei ablau a iie en. Das Dilemma kann sich au lösen, wenn die
So wa ehe s elle es scha en, gemeinsam einen P ozess zu ini iie en, bei dem die
So wa ekonsumen en das U hebe ech allmählich in e nalisie en.
He s elle on Compu e spielen se zen ge ade egelmäßig Kopie schu z echnologien
mi eine zum Teil seh hohen Schu zin ensi ä ein. Bei Compu e spielen sind Ne z-
we ke ek e o handen, da iele Spiele on meh e en Spiele n e ne z gespiel we den.
Fü den Spiele is abe bei de Auswahl eines neuen Spieles nich nu de Ne zwe ke -
ek on Bedeu ung, sonde n insbesonde e de Technologiee ek , weil die Spiele seh
e schieden au gebau bzw. ausges a e sind und somi au die Bedü nisse de Spiele
au un e schiedliche A und Weise eingehen. Wei e hin is de P oduk lebenszyklus
on Spielen gegenübe dem on S anda dso wa e wie z. B. eine Tex e a bei ung
279
e gleichsweise ku z, sodass die Nachp og ammie ung eines Spieles du ch den We -
bewe b ehe am Ende des P oduk lebenszyklus möglich is . De He s elle eines neua -
279
Tex e a bei ung können p oblemlos übe meh e e Jah e genu z we den, ohne dabei egelmäßig au
die neues e So wa e e sion zu wechseln. Diese A bei is z. B. mi eine 10 Jah e al en Tex e a bei ung
e s ell wo den. Bei Compu e spielen üh de echnische Fo sch i egelmäßig zu imme
um ang eiche en und ealis ische en Spielen.
129
igen Compu e spiels genieß au g und des Technologiee ek es und des ela i ku zen
P oduk lebenszyklus einen gewissen Schu z o Konku enz im Gegensa z zum He s el-
le on Tex e a bei ungen. Je besse de Schu z o unmi elba e Nachahmung, des o
g öße is de An eiz, echnische Schu zmaßnahmen einzuse zen. Auße dem muss de
He s elle eines Compu e spiels seine En wicklungskos en in ela i ku ze Zei e lösen.
Noch o einigen Jah en wu den Kopie schu zmaßnahmen in den Medien he ig disku-
ie . Teilweise wu de im In e ne soga zum Boyko on He s elle n au ge u en, die
Kopie schu zmaßnahmen einse zen.
280
In de ak uellen Si ua ion äll es den He s elle n
on Compu e spielen leich e , echnische Schu zmaßnahmen einzuse zen, da es die
Konku en en in de Regel auch un. Das Dilemma is abe nich nu aus diesem G und
au gelös , sonde n auch, weil keine lang is ige Beziehung zwischen So wa ehe s elle
und So wa enu ze au g und de ku zen Halbwe szei on Compu e spielen bes eh
und Ne zwe ke ek e ehe eine un e geo dne e Rolle spielen.
5.4.3 Ge ah de unin endie en Ma k spal ung du ch Schu z e zich
Das Op e n de So wa e münde in eine hohen Raubkopie-Ra e, die wel wei geschä z
bei übe 30 P ozen lieg .
281
P oblema isch am Schu z e zich bzw. am Ve zich au
echnische Schu zmaßnahmen is , dass sich de Ma k in den eh lichen und uneh lichen
So wa ekonsumen en au eilen kann. Wie be ei s gezeig , kann die Nu zung on Raub-
kopien zu eine Gewohnhei we den, in de de So wa ekonsumen eiwillig den Al-
e na i en aum au die Al e na i e Raubkopie einsch änk . Geh man da on aus, dass
de So wa ekonsumen Sank ionen nich e wa e , nü z es nich s, dass ihm bekann is ,
dass sein Handeln eine S a a da s ell . E s wenn e das U hebe ech in e nalisie ,
wi d e e auens oll So wa e legal kau en.
280
Vgl. h p://de.wikipedia.o g/wiki/S a o ce.
281
Vgl. Business So wa e Alliance (2004).
130
Abbildung 17: So wa e und Raubkopien au dem he e ogenen Ma k
Quelle: Fehl, U. u. Obe ende , P. (2004), S. 420.
Die Ma k spal ung üh zu nich -in endie en He e ogenisie ung des Ma k es und die
So wa eindus ie s eh zwei Mä k en, dem So wa ema k und dem „Scha enma k “
gegenübe . Abbildung 17 besch eib den Zusammenhang de Nach age zwischen lega-
le und illegale So wa e. Die Ke nnach age nach Raubkopien bezeichne die Nach-
age nach ausschließlich aubkopie e illegale So wa e, wäh end die Ke nnach age
nach legale So wa e diejenigen Nach age um ass , die ausschließlich legale So wa e
kau en. Die Konku enzzone bilde nich s ande es als den Subs i u ionse ek ab, de
zwischen Raubkopien und legale So wa e s a inde . Demnach exis ie en d ei Typen
on Nach age n:
• Nach age , die de inne en Gewohnhei des Raubkopie ens olgen.
• Nach age , die ausschließlich legale So wa e be o zugen.
• Nach age , die indi e en zwischen beiden Al e na i en sind und imme noch
ein Kos en-Nu zen-Kalkül au beide Al e na i en anwenden.
Die Summe aus Ke nnach age nach legale So wa e und Konku enzzone e gib die
O iginä nach age ü legale So wa e. Analoges gil ü die O iginä nach age nach
Raubkopien. Die O iginä nach age bilde die Nach age ab, bei de de Absa z des
Subs i u es bei null lieg . In obige Abbildung is die Ke n- und O iginä nach age nach
legale So wa e g öße als die Ke n- und O iginä nach age nach Raubkopien. Diese
Annahmen müssen in de Reali ä so nich zu e en. Es handel sich lediglich um eine
Ke nnach-
age nach
Raubkopien
Konku enz-
zone
Ke nnach-
age nach
legale So -
wa e
Ge ah de
zunehmenden
Ma k spal ung
137
bes ei ba e Ma k o , zwing dies den Monopolis en, seine So wa e zu einem nied i-
ge en P eis als dem Monopolp eis zu e äuße n, um einen Ma k ein i po enzielle
Konku en en zu e hinde n.
296
Vo ausse zung ü einen bes ei ba en Ma k is jedoch,
dass ge inge Ma k ein i s- und Aus i sba ie en exis ie en und ge inge Wechselkos-
en dem Nach age einen Anbie e wechsel jede zei e möglichen. Je wenige dies zu-
i , d. h., je g öße die Ne zwe ke ek e und die Wechselkos en sind, des o g öße is
de Spiel aum des Monopolis en.
Im Falle on Windows konku ie Mic oso mi dem Be iebssys em Linux, das als
kos enlose Open-Sou ce-So wa e wede P eis- noch Schu zspiel äume besi z . Jede
kann dieses Be iebssys em kos enlos nu zen. De G und da ü , dass Linux Windows
nich om Ma k e d äng ha , lieg nich nu in den Ne zwe ke ek en beg ünde und
in de Ta sache, dass Windows imme noch als Raubkopie au dem PC ins allie we -
den kann. Fü den So wa enu ze allen zudem Wechselkos en an, wenn e on Win-
dows au Linux ums eigen möch e. Diese Wechselkos en e lauben es Mic oso , inne -
halb eines gewissen Rahmens die Ak ionspa ame e P eis und echnischen Schu z ein-
zuse zen, ohne ein Abwande n zu Konku enz zu be ü ch en.
297
We eigene Da en e s-
ell , möch e diese bei einem So wa ewechsel wei e e wenden können. Je au wendi-
ge die Anpassung de P og amme ode Da en an eine neue Technologie ons a engeh ,
des o eu e ollzieh sich de Wechsel, und des o wich ige we den S anda ds.
298
Ve -
wende ein uneh liche So wa ekonsumen eine Raubkopie übe einen länge en Zei -
aum, en s ehen so Einspe ungse ek e, die ihn zwingen, die So wa e zu kau en, wenn
sich de en Schu zin ensi ä e höh und e au ein Upg ade wechseln muss.
5.4.4.4 Ma ke ingpoli ische Maßnahmen
Neben den ha en echnischen Schu zmaßnahmen exis ie en auch weiche Maßnahmen,
die übe die Ausges al ung de P eise, P oduk e ode Absa zkanäle den Konsumen en
dazu bewegen können, So wa e den Raubkopien o zuziehen.
Bewe ks elligen sollen dies P eisminde ungen bzw. -di e enzie ungen, T ansak ions-
kos ensenkungen und Beein lussung des Nu zens du ch z. B. P oduk di e enzie ungen.
296
Vgl. Siebke, J. (1992), S. 93 .
297
Vgl. Mankiw, G. (2001), S. 364 o. Linde, F. (2002), S. 66 . Die güns igs e Windows-Vis a-Ve sion
kos e ca. 30 Eu o meh als eine Linux-Dis ibu ion.
298
Vgl. B auns ein, Y. M. u. Whi e, L. J. (1985), S. 340.
138
Diese weichen Maßnahmen können e gänzend zu den echnischen Schu zlösungen ein-
gese z we den.
5.4.4.4.1 P oduk - und P eispoli ik
Die Poli ik de P eisdi e enzie ung is das klassische Ins umen de Mik ökonomik,
um die Konsumen en en e geziel abzuschöp en.
299
P eisdi e enzie ung wi d dabei als Abs u ung de P eise bei einem P oduk e s anden.
P eisdi e enzie ung e s en G ades bezeichne die olls ändige Abschöp ung de Kon-
sumen en en e. Dies se z o aus, dass de So wa ehe s elle die jeweiligen Rese a i-
onsp eise de einzelnen Konsumen en kenn . Diese Va ian e ha den Cha me, dass
Raubkopien hie du ch gänzlich e mieden we den, da de So wa ehe s elle on jedem
Konsumen en den P eis e lang , den e be ei is , zu zahlen. P eisdi e enzie ung e s en
G ades ha jedoch keine p ak ische Rele anz ü den So wa ehe s elle , da sie olls än-
dige In o ma ion o ausse z .
300
Geling es einem So wa ehe s elle nich , on jedem Kunden den Rese a ionsp eis zu
e langen, kann e e suchen die P eisdi e enzie ung zwei en G ades anzuwenden,
indem e die Kunden in G uppen segmen ie . Hie bei en s ehen Ma k spal ungskos en
zu denen In o ma ionskos en zählen, die au gewende we den müssen, um he auszu in-
den, welche Nach age g uppe welche Zahlungsbe ei scha au weis und Isolie ungs-
kos en, die an allen, weil die Nach agesei e so o e such , übe A bi agep ozesse in
den Genuss de güns igs en Al e na i e zu gelangen.
301
Die Isolie ungskos en können
wesen lich gesenk we den, wenn es dem So wa ehe s elle geling , übe eine P oduk -
di e enzie ung den An eiz des Wei e e kau s zu eduzie en.
Die P eisdi e enzie ung d i en G ades se z o aus, dass ein Un e nehmen in de Lage
is , den Ma k in meh e e Teilmä k e mi un e schiedlichen P eis-Absa z-Funk ionen
au zuspal en. Diese Fo m de P eisdi e enzie ung nach Teilmä k en lohn sich dann,
wenn jede Teilma k un e schiedliche P eiselas izi ä en au weis ,
302
sodass mi de
Kons i u ion de Teilmä k e die Phase de Degloma a ion ende und die P inzipien de
agglome a i en P eisdi e enzie ung zum T agen kommen, die im G unde nu besagen,
299
Vgl. allgemein zu P eisdi e enzie ung Helmedag, F. (2001), S. 10 - 16.
300
Vgl. Wied-Nebbeling, S. (1994), S. 40 .
301
Vgl. Fehl, U. u. Obe ende , P. (2004), S. 408 .
302
Vgl. Wied-Nebbeling, S. (1994), S. 45 .
139
dass die T ennung de Teilmä k e bei de Gewinnmaximie ung mi be ücksich ig we -
den muss.
303
Die ak ische agglome a i e P eisdi e enzie ung e ö ne ih e sei s wiede
dem Un e nehme Möglichkei en, die Teilmä k e deglome a i wei e zu bea bei en.
Die A de P eisdi e enzie ung kann nach zei lichen, äumlichen, pe sonellen ode
p oduk spezi ischen bzw. sachlichen K i e ien e olgen.
304
Diese K i e ien sind no wen-
dig, um den Ma k au spal en zu können und, wenn möglich, A bi agep ozesse zu un-
e binden.
In de Li e a u wi d die P eisdi e enzie ung klassische weise dem Monopol zuge-
sch ieben, weil die Nach age mangels Al e na i en nich ausweichen können.
305
Im
Falle de So wa ehe s elle wi d die P eisdi e enzie ung eingese z , um die Al e na i-
en übe An eize einzusch änken. Es geh nich meh alleine da um, die Konsumen en-
en e olls ändig ode eilweise abzuschöp en, sonde n da um, den Spaga zwischen
Gewinnmaximie ung und Un e bindung de Fluch de So wa ekonsumen en in die
al e na i en Konku enzp oduk e ode Raubkopien zu e wi klichen.
Fü die In e p e a ion de Vo s ellungen bzw. In en ionen de So wa ehe s elle hin-
sich lich de angebo enen legalen So wa e gil nun, dass es ü einen Außens ehenden
seh schwie ig is , on de A de Anwendung de P eisdi e enzie ung di ek au den
G ad zu schließen. Somi wi d im Folgenden de e s e G ad in E mangelung olls ändi-
ge In o ma ionen des So wa ehe s elle s übe die indi iduellen Rese a ionsp eise
ausgeschlossen. De zwei e und d i e G ad de P eisdi e enzie ung kann Anwendung
inden, es wi d jedoch au eine nähe e Di e enzie ung zwischen ihnen e zich e , da
beide A en ohne nähe e In o ma ionen übe die Vo s ellungen de Un e nehme gleich
aussehen können, denn in beiden Fällen wi d ü ein nach i gendwelchen K i e ien di -
e enzie es P oduk zu un e schiedlichen P eisen angebo en. So kann es sein, dass eine
in endie e P eisdi e enzie ung zwei en G ades un e de Hand zu eine P eisdi e en-
zie ung d i en G ades wi d, weil ein Nach age on de Belie e ung ausgeschlossen
303
Vgl. Fehl, U. u. Obe ende , P. (2004), S. 408 . o. He be g, H. (1994), S. 295 .
304
Vgl. Woll, A. (1993), S. 201 o. Bes e , H. (2004), S. 59 - 70. Woll und Bes e e wenden den
no ma i en Beg i de P eisdisk iminie ung. Vgl. He be g, H. (1994), S. 293 . o. O , A. (1970), S. 189
.
305
Vgl. Fehl, U. u. Obe ende , P. (2004), S. 415.
140
wi d, obwohl seine Zahlungsbe ei scha höhe is als de au einem ande en Teilma k
e lang e P eis.
306
Fü den So wa ehe s elle gil , wenn man on un e schiedlichen Teilmä k en bezüglich
de un e nehme isch in endie en ode unin endie en T ennung on O iginalso wa e
und Raubkopien sp echen kann, dass e e suchen muss, diese Teilmä k e wiede zu
e einen, will e sein Ma k po enzial ü legale So wa e e g öße n. Die Vo s ellung,
dass es sich um un e schiedliche Mä k e handel , is in diesem Zusammenhang zulässig,
da Raubkopien mi g öß e anzunehmende Wah scheinlichkei on einigen So wa e-
konsumen en zu einem P eis e wo ben we den, de wei un e halb des indi iduellen
Rese a ionsp eises lieg . Die Ta sache, dass diese So wa ekonsumen en nich au le-
gale So wa e ausweichen, e gib sich aus de mangelnden kul u ellen, s aa lichen und
p i a en Du chse zung des U hebe ech es, die ak isch den legalen Ma k und den
„Scha enma k “ als Teilmä k e beg ünde .
De einen P eisdi e enzie ung wi d in de Li e a u eine ge inge Wi kung zugesch ie-
ben, wenn es da um geh , die Nach age g undsä zlich da on abzuhal en, Raubkopien
zu nu zen.
307
Du ch den Einsa z p eispoli ische Maßnahmen kann de So wa ehe s el-
le siche lich nich alle Wi scha ssubjek e on de Nu zung on Raubkopien abhal en.
Dies is inso e n nach ollziehba , da Raubkopien zu einem seh ge ingen P eis e üg-
ba sind und de So wa ehe s elle seinen So wa ep eis kaum au das nied ige P eisni-
eau de Raubkopie absenken kann. Dennoch sehen iele Wi scha ssubjek e die ille-
gale Raubkopie nich als pe ek es Subs i u zu legalen O iginalso wa e an und akzep-
ie en es, ü Legali ä einen P eis zu en ich en. Diese Wi scha ssubjek e könn en bei
eine P eissenkung un e halb des indi iduellen Rese a ionsp eises die So wa e zu-
kün ig legal e we ben.
308
P oduk di e enzie ung e laub es, den Ma k au zuspal en und geziel au die Bedü -
nisse e schiedene Nach age einzugehen. Neue P oduk e scha en somi einen he e-
ogenen Ma k , au dem P oduk e mi einande konku ie en, die im Wesen lichen den
gleichen Zweck e üllen, sich abe dennoch so s a k un e scheiden, dass es Nach age
306
Vgl. Fehl, U. u. Obe ende , P. (2004), S. 412.
307
Vgl. Holm, H. (2000). Holm ha eine S udie bei schwedischen S uden en du chge üh und komm zu
dem Schluss, dass kleine P eissenkungen kein geeigne es Mi el da s ellen, um So wa ekonsumen en
da on abzuhal en, Raubkopien zu nu zen.
308
Vgl. Hachenbe ge , J. (2003), S. 168 . u. S einmuelle , W. (1992), S. 173 - 194.
141
gib , die diese neuen P oduk e nich nach agen we den, wäh end ande e Nach age die
al en du ch die neuen P oduk e subs i uie en und die le z e Ka ego ie de Nach age
ausschließlich die neuen P oduk e be o zug . Neue P oduk e üh en neben dem Subs i-
u ionse ek auch zu einem Nach agek ea ionse ek , de besag , dass Nach age , die
das neue P oduk kau en, bislang om Kau des al en P oduk es Abs and genommen
haben. Diese Nach age wi d auch als au onome Nach age ode Ke nnach age be-
zeichne .
309
Eine Maßnahme de kombinie en P eis- und P oduk di e enzie ung bei Compu e -
so wa e s ell das sogenann e Ve sioning da , bei dem das spezi ische Angebo an die
indi iduellen Kundenbedü nisse angepass wi d, sodass z. B. e schiedene P og amm-
e sionen zu un e schiedlichen P eisen angebo en we den. Meis wi d neben eine Voll-
e sion noch eine nu im Bundle e häl liche güns ige OEM-Ve sion e ieben. Abe
auch güns ige e Ligh -Ve sionen mi einem eingesch änk en Funk ionsum ang we den
o e ie . Mic oso bie e beispielsweise sein O ice-P oduk in un e schiedlich um ang-
eichen Pake en zu e schiedenen P eisen an, wobei die Lizenzen zusä zlich nach Voll-,
OEM-, Schüle -, Haushal slizenz, e c. p eislich di e enzie we den. Diese indi iduali-
sie e P eis- und P oduk poli ik se z An eize au das Kos en-Nu zen-Kalkül de So -
wa ekonsumen en, legale So wa e zu be o zugen.
310
Das Bundling be uh ebenso wie das Ve sioning au einem di e enzie en So wa ean-
gebo , das an die Kundenbedü nisse angepass wi d bzw. das Kos en-Nu zen-Kalkül
de So wa ekonsumen en beein luss . Bundling s eh da ü , dass die So wa e zum
Zei punk de T ansak ion ode zu einem spä e en Zei punk um wei e e komplemen ä e
ode nich -komplemen ä e Leis ungen e gänz wi d und die P eise je nach Leis ungs-
spek um di e ie en. Diese Zusa zleis ungen s eige n den We de So wa e gemäß
dem Ha dwa e-So wa e-Pa adigma.
Ein ande e Weg bes eh da in, komplexe So wa e gemeinsam mi Diens leis ungen zu
e eiben. So e kau en Mic oso und SAP ih e kau männischen So wa elösungen
Na ision ode SAP/R3 als S anda dso wa e, die in de Regel indi iduell au die Kun-
denbedü nisse zugeschni en wi d. Das kau ende Un e nehmen is kaum in de Lage,
diese Leis ungen inne halb des eigenen Un e nehmens selbs zu e s ellen, sodass de
309
Vgl. Fehl, U. u. Obe ende , P. (2004), S. 419 .
310
Vgl. Hachenbe ge , J. (2003), S. 157 .
142
di ek e Kon ak zu Mic oso , SAP ode de en Pa ne n Missb auchsan eize dämp .
311
Diese komplemen ä en Diens leis ungen können als Bundling-Maßnahme in e p e ie
we den.
Eine wei e e Va ian e is das Bundling on Ha dwa e mi eine So wa e. Mic oso
se z diese Al e na i e bei seinem Be iebssys em Windows e olg eich ein. Ve zich e
de Konsumen beim Kau eines Compu e sys ems au das komplemen ä e Windows
ode bau e sich sein Compu e sys em aus einzelnen Komponen en selbs zusammen,
ealisie e so keinen nennenswe en Kos en o eil. Des Wei e en e kau Mic oso
seine nich -komplemen ä en So wa e-P oduk e, wie Wo d, Excel ode Powe poin als
O ice-Pake im Bundle, das wiede güns ige is als die Summe de Einzelp oduk e. In
Ve bindung mi dem Kau eines Compu e sys ems e häl de Käu e das Bundle zu ei-
nem noch güns ige en P eis.
312
Wei e hin bes eh die Op ion, eine In o ma ionsp obe zu einem güns igen P eis ode
umsons zu Ve ügung zu s ellen, wäh end die Voll e sion zu einem höhe en P eis
e kau wi d. Syman ec e lang beispielsweise ü eine zei lich beg enz nu zba e
Ve sion seine So wa e PCAnywhe e einen ge ingen Obolus als ü die zei lich unlimi-
ie e Voll e sion. Ähnliches gil ü die So wa e An iVi , de en Basis e sion nu im
p i a en Be eich kos enlos is . Zum Teil e langen Un e nehmen gene ell kein Geld ü
Ih e So wa e, sonde n bi en um eiwillige Spenden, wie dies bei de So wa e „XP-
An ispy“ ode bei de Open Sou ce-Lösung „Open O ice“ de Fall is .
313
Auch die Upda epoli ik sei hie e wähn . Nahezu jede So wa ehe s elle e kau
neue e So wa e e sionen mi e wei e en Funk ionen als güns iges Upda e, sodass es
sich lohn , die neue So wa e zu kau en. Dies en sp ich einem zei lichen Ve sioning.
Le z endlich kann Bundling auch bei komplemen ä en Diens leis ungen wie e wa Se i-
ce und Suppo e olgen. In e essan e weise e olgen iele Open Sou ce He s elle
diesen Ansa z, indem sie egelmäßig neue Ve sionen au den Ma k we en. Diese Ve -
sionen sind g undsä zlich kos enp lich ig, wie es bei de Linux Dis ibu ion Suse de
Fall is . Da ü e häl de So wa ekonsumen einen zei lich limi ie en Suppo . Benö ig
311
Vgl. Hachenbe ge , J. (2003), S. 161.
312
Vgl. Hachenbe ge , J. (2003), S. 161.
313
Vgl. h p://www.xp-an ispy.o g/ ode h p://de.openo ice.o g/.
143
de Konsumen diese Diens leis ung nich , kann e sich die So wa e auch legal z. B.
on F eunden ode Bekann en kopie en.
Die P eis indung spiel neben de P oduk poli ik g undsä zlich dann eine Rolle, wenn
de So wa ehe s elle seine eigene So wa e schü zen möch e. Wi d die So wa e übe
dem Rese a ionsp eis de meis en So wa ekonsumen en angebo en, so muss sich de
Anbie e übe eine hohe Raubkopie a e nich wunde n. Mic oso ha in Lände n, in
denen eine hohe Raubkopie a e es zus ellen wa , z. B. mi P eissenkungen in Ve bin-
dung mi eine P oduk di e enzie ung eagie .
314
Eine F age, die sich s ell , is , welche P eis ü welche Leis ung en ich e we den soll.
Eine So wa e kann zei lich beg enz lau ähig, wie es beispielsweise beim Applica ion
Se ice P o iding de Fall is ode unbeg enz lau ähig angebo en we den, sodass sich
im e s en Fall Gebüh en anbie en und im zwei en Fall Fes p eise.
315
Eine wei e e Fo m
de P eispoli ik bes eh in de P eisdi e enzie ung nach Lizenzie ungshäu igkei . Hie
äum de So wa ehe s elle G oßkunden güns ige e Kondi ionen ein.
Am Beispiel de echnischen Schu zmaßnahmen wu de e läu e , dass de en Einsa z e -
zich in ökonomische Hinsich nich s ande es als eine A de P eisdi e enzie ung da -
s ell . Technische Schu z is somi eine Va ian e de P eisdi e enzie ung im We be-
we b, mi dem E gebnis, dass Raubkopien e eue we den.
5.4.4.4.2 Kommunika ionspoli ik
Die Kommunika ionspoli ik um ass alle Maßnahmen zu Beein lussung on In o ma-
ionen, mi dem Zweck de bewuss en Ve hal enss eue ung de Un e nehmensum-
wel .
316
Um das Ve hal en de uneh lichen So wa ekonsumen en ode Händle zu beein lussen,
sind beispielsweise We bemaßnahmen denkba , die übe Eigenscha en, P eis und Qua-
li ä de So wa e sachlich in o mie en ode ehe sugges i wi ken und zumindes im
e s en Fall T ansak ionskos en senken können. Wei e e kommunika ionspoli ische In-
s umen e wie e wa Ve kau s ö de ung ode In o ma ionsp oben wi ken in die gleiche
314
Mic oso ha ü En wicklungslände ü sein Be iebssys em Windows eine kos engüns ige S a e -
Ve sion en wickel , um do den An eiz zu eduzie en, Raubkopien zu e wenden.
315
Vgl. Dolde e , M. u. Wöbken, H. (2004), S. 30 .
316
Vgl. Me e , H. (1991), S. 443.
144
Rich ung. Le z genann e Maßnahme s ell siche , dass die So wa e nich zunächs ge-
kau we den muss, um de en Eigenscha en zu e ah en. En scheidend is , dass In o -
ma ionsp oben e hinde n können, dass die So wa e zum „Tes en“ als Raubkopie ein-
gese z wi d. Denn b ing die So wa e einen Nu zengewinn und is sie be ei s au dem
Compu e sys em ins allie , schwinde de An eiz, Geld da ü au zuwenden.
317
Neben de ein p oduk - ode un e nehmensbezogenen We bung wi d e such , du ch
die Ve b ei ung de Bo scha , dass Raubkopie en illegal is und mi hohen S a en
geahnde wi d, den So wa ekonsumen en da on zu übe zeugen, legale So wa e zu
kau en. Diese Maßnahme des Signalling schein inso e n ge inge Bedeu ung zuzumes-
sen zu sein, als in den Medien kaum übe p i a e Pe sonen be ich e wi d, die au g und
de Nu zung on Raubkopien bes a wu den. Das Indi iduum schä z das Sank ions i-
siko bei gegebenem In o ma ionss and ein. Ha es keine In o ma ion übe e olg eiche
Sank ionen, wi d es im Ex em all das Sank ions isiko mi Null bewe en.
318
5.4.4.4.3 Dis ibu ionspoli ik
Dis ibu i e Maßnahmen um assen alle Handlungen, welche die Übe mi lung on ma-
e iellen und imma e iellen Leis ungen om He s elle zum Endkunden be e en.
319
Die Wahl de ich igen Dis ibu ionskanäle scha übe das Absenken de T ansak i-
onskos en eben alls missb auchshemmende An eize. De So wa ekonsumen kann in
ielen Fällen schnell und ein ach übe das In e ne di ek mi dem So wa ehe s elle in
Kon ak e en und die So wa e online kau en. Sind wenig Absa zmi le an de T an-
sak ion be eilig , senk dies Kos en, die de He s elle in Fo m on P eisminde ungen
wei e geben kann. Das In e ne muss dahe nich unbeding als Missb auchsmul iplika-
o in Ve bindung mi dem Eigen umsmissb auch geb ach we den. Hie in kann auch
die g oße Chance bes ehen, de Lage He zu we den. Applica ion Se ice P o iding
wä e ein solche an eizwi ksame Dis ibu ionsweg, de de zei au g und des imme
noch ela i ge ingen Da endu chsa zes und de We bewe bssi ua ion manche So -
wa ehe s elle noch keine g oße Rolle spiel . Die Kos en age wa o nich allzu lange
Zei ein wesen liche Aspek , is mi le weile nu noch ein un e geo dne es P oblem, da
iele In e ne p o ide sogenann e Fla a es anbie en. Auch de Da endu chsa z ha sich
317
Vgl. Hachenbe ge , J. (2003), S. 165.
318
Vgl. Hachenbe ge , J. (2003), S. 164 . o. Linde, F. (2005), S. 103 .
319
Vgl. Me e , H. (1991), S. 421.
145
e iel ach , sei dem pe DSL ein eno me Da endu chsa z e zeug we den kann. Es
bleib dahe eine spannende F age, wie So wa ehe s elle sich die gegebenen Möglich-
kei en zunu ze machen und wie sich die So wa edis ibu ionskanäle wei e en wi-
ckeln.
320
5.4.4.4.4 Ma k o schung
Ma k o schung hil , E kenn nisse übe seine Klien el und die a sächliche Konku enz
zu gewinnen. So is es sinn oll, im Sinne eines Benchma king die Handlungen de
Konku enz zu e olgen. Auch die Analyse de P ä e enzs uk u en de Kunden un e s-
ü z dabei, En scheidungen au eine e nün ige Da enbasis zu s ellen. Alle un e dem
Punk de p i a en Schu zmechanismen o ges ell en Ins umen e bedü en le z lich
eine g ündlichen Analyse de Ma k si ua ion. Dadu ch en s ehen Kos en, die als T an-
sak ionskos en zu besse en Ma k bea bei ung au ge ass we den können.
Beispiele ü Ma k o schung sind S udien zum So wa emissb auch ode übe die digi-
ale Men ali ä de So wa ekonsumen en, die zu einem spä e en Zei punk o ges ell
we den.
321
5.4.4.5 In o ma ionspoli ik und In e essen e bände
Die Business So wa e Alliance (BSA) is eine Ve einigung namha e So wa ehe s el-
le , die e such du ch Lobbya bei die In e essen de So wa ehe s elle hinsich lich de
Raubkopiep oblema ik du chzuse zen. Die BSA weis s aa liche Ins anzen au die U -
hebe ech sp oblema ik hin und o de on den En scheidungs äge n schä e e Gese ze
und Sank ionen gegen Raubkopie e . Zudem in o mie sie die Ve b auche übe das
U hebe ech und übe die Konsequenzen im Falle eines Ve s oßes gegen dasselbe. Des
Wei e en geh die BSA gegen Un e nehmen o , die nich lizenzie e So wa e einse -
zen. Le z lich soll dami in de Be ölke ung ein en sp echendes Bewuss sein ü die
Illegali ä on Raubkopien e zeug we den.
322
320
Vgl. Hachenbe ge , J. (2003), S. 164 .
321
Ve gleiche die S udien im empi ischen Teil de A bei .
322
Ak uelle In o ma ionen zu BSA sind un e h p://www.bsa.o g zu inden. Die BSA und ande e
O ganisa ionen bemühen sich, dem Wachs um de Pi a e ie wi ksam en gegenzuwi ken. Hie zu we den
eine sei s E ziehungsp og amme implemen ie und ande e sei s Ini ia i en in de Poli ik e g i en, um
Copy igh -Gese ze zu e schä en und de en Du chse zung siche zus ellen. Wi ksame Maßnahmen zu
Ve hinde ung on Raubkopien sind aus Sich de IDC Bildung und wi ksame U hebe ech sgese ze in
Ve bindung mi hohen S a en.
146
Ande e In e essen e bände wie die In e na ional In ellec ual P ope y Alliance (IIPA)
ode die Gesellscha zu Ve olgung on U hebe ech s e le zungen e.V. (GVU) wi -
ken eben alls als In e essen e bände au Anwende und Poli ik ein.
323
5.4.5 An eize zu P oduk ion und zum Schu z de So wa e: Eine Synopsis
In Abbildung 19 sind die An eize abgebilde , die den He s elle zu P oduk ion on
So wa e und zum Einsa z ode Ve zich on Schu zmaßnahmen bewegen:
Abbildung 19: Synopsis de An eize zu P oduk ion und zum Schu z on So wa e
An eiz Wi kung
Kos en de So wa ep o-
duk ion, Ne zwe ke ek e
und k i ische Masse
Ne zwe ke ek e se zen An eize beim So wa ehe s el-
le , So wa e o z de hohen spezi ischen Kos en zu
p oduzie en, da bei E eichen de k i ischen Masse hohe
Gewinnchancen in Aussich s ehen.
We bewe b und Ne z-
we ke ek e
Liegen s a ke Ne zwe ke ek e o , sind die An eize
beim So wa ehe s elle s a k, echnische Schu zmaß-
nahmen behu sam einzuse zen, um die k i ische Masse
nich zu ge äh den.
Technologienu zen domi-
nie den Ne zwe knu zen
Sobald de Ne zwe ke ek bei den So wa ekonsumen-
en eine un e geo dne e Rolle spiel , is de An eiz ü
den So wa ehe s elle g oß, wi ksame echnische
Schu zmaßnahmen zu implemen ie en.
5.4.6 Zusammen assung und K i ik
Im Gegensa z zu ma e iellen Gü e n en s ehen bei So wa e du ch Diebs ahl keine Kos-
en, sonde n bes en alls Umsa zeinbußen. Dies e ö ne einem So wa ehe s elle den
Weg, au echnische Schu zmaßnahmen zu e zich en, so e n e dami sein eigenes
Ne zwe k schnelle au bauen ode gegen Konku enz schü zen kann und e genügend
eh liche So wa ekonsumen en inde , die die So wa e legal e we ben. In diese Si ua-
323
Vgl. auch Hachenbe ge , J. (2003), S. 67 .