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Klimawanderweg auf der Landesgartenschau in Bamberg 2012

Author: Foken, Thomas
Year: 2012
Source: https://epub.uni-bayreuth.de/id/eprint/254/1/ARBERG050.pdf
UNIVERSITÄT BAYREUTH
Ab eilung Mik ome eo ologie
Klimawande weg
au de Landesga enschau in Bambe g 2012
on
Thomas Foken
A bei se gebnisse
N . 50
Bay eu h, Ap il 2012
2
A bei se gebnisse, Uni e si ä Bay eu h, Ab . Mik ome eo ologie, P in , ISSN 1614-8916
A bei se gebnisse, Uni e si ä Bay eu h, Ab . Mik ome eo ologie, In e ne , ISSN 1614-8924
h p://opus.ub.uni-bay eu h.de/sch i en eihen_ebene2.php?s _id=4&la=de
Eigen e lag: Uni e si ä Bay eu h, Ab . Mik ome eo ologie
Ve iel äl igung: D ucke ei de Uni e si ä Bay eu h
He ausgebe : P o . D . Thomas Foken
Uni e si ä Bay eu h, Ab eilung Mik ome eo ologie
D-95440 Bay eu h
Die Ve an wo ung übe den Inhal lieg beim Au o .
3
Klimawande weg
au de Landesga enschau in Bambe g 2012
on
Thomas Foken
Inhal
1. Einlei ung 4
2. En s ehung des Lokalklimas 6
3. De Klimawande weg 13
4. De e wei e e Klimawande weg zu Al s ad 32
Wei e üh ende Li e a u 34
Quellen 34
4
1. Einlei ung
Klima is heu e in alle Munde. De Beg i ha die S amm ische e eich und es
is so ein ach ü ode gegen die Klimae wä mung zu sein ode e was ü ode
nich ü den Schu z des Klimasys ems zu un. Nu wenige kennen das Klima-
sys em in all seine Komplizie hei und ge ade die Zwei le am Klimawandel
beleuch en nu kleine Teile und glauben dadu ch schon alles e kann zu haben.
Fü iele bleib Klima e was seh Abs ak es – zum We e kann man schon ehe
e was sagen. Und doch passie Klima be ei s o de eigenen Haus ü – ode im
Sp achgeb auch de Landesga enschau – im eigenen Ga en. Klima zum An as-
sen soll de Klimawande weg au de Landesga enschau e mi eln, dabei abe
nich den Blick ü das Klima de E de öllig ausblenden, abe ielleich du ch
Ve s ehen im Kleinen das g oße Menschhei sp oblem besse wah nehmen zu
können.
Dem Klimawande weg kann man sich au e schiedene Weise nähe n. Man be-
such im E ba-Gelände ein ach die 14 Schau a eln, wobei die Reihen olge soga
unwich ig is . Dami is ieles schon e s ändlich, sowei man das in wenigen
Wo en sagen kann. We meh e ah en will, besuch eine angebo ene Füh ung
ode e einba eine solche ü eine kleine G uppe on In e essen en. Au einem
e wa eins ündigen Rundweg kann man dann iel Wissenswe es hö en. Fü den
Indi idualis en ode den ganz Neugie igen is diese kleine B oschü e gemach .
Sie e such Hin e g undwissen zu e mi eln und die doch ech ein achen E -
klä ungen au den Schau a eln wissenscha lich zu e s ehen. Dies is nich nu
ü den Gä ne on Nu zen, de seinen Ga en möglichs op imal an die Le-
bensbedingungen de P lanzen anpassen will. Das He is abe auch ü den Ge-
og aphie- und Physikleh e gesch ieben, de An egungen e hal en soll, wie man
Na u beobach ungen zu We e - und Klima den Schüle n nachhal ig beib ingen
kann. Wenn es dann auch noch de S ad plane ode ga Poli ike lies , dann is
uns allen gehol en und manche Schaden kann e mieden we den.
Abe was is nun Klima und o allem was is Klimaände ung. De seh wa me
Dezembe 2011 und Janua 2012 sind kein Anzeichen de Klimae wä mung.
Auch die eisige e s e Feb ua häl e ha nich s mi eine Klimaabkühlung zu un.
Schon e was meh mag man an Klimae wä mung glauben, wenn man sich das
le z e Jah ansieh , in dem nu de Feb ua und Juli e was zu kühl wa en. In wei-
en Teilen Deu schlands wa soga nu de Juli zu kühl und 2011 wa das ün -
wä ms e Jah sei 1881 (in den Jah en da o wa es abe auch seh kühl, nu eh-
5
len die um assenden We e au zeichnungen). Leide is unse Klimagedäch nis
seh schlech . Die kühlen Somme age sind uns meh in E inne ung geblieben
als die wa men und sonnenschein eichen F ühjah s- und He bs wochen. Das
mach es ü uns schwie ig übe Klima zu eden, denn es is e was Lang is iges
und die Expe en be ach en imme Zei äume on 30 Jah en und e gleichen
solche, dami ku zzei iges We e geschehen zu keinen Fehlschlüssen üh . Die
Äl e en un e uns haben eine Chance. Wenn sie an kal e Win e age in de Kind-
hei zu ück denken, sind diese imme auch Tage mi Schnee, de kal e Feb ua
2012 b ach e mi 1-3 cm ü Bambe g nich einmal den Kinde n einen Rodel-
spaß. De A lan ik is heu e ein ach zu wa m und Regenwolken b ingen im
Flachland meis nu Regen und nu im Gebi ge Schnee, do o soga iel, denn
wä me e Wolken b ingen eben auch meh Wasse mi . Wi kommen hie und da
au den Klimawandel zu ück bei unse em Klimas ei zug du ch die Landesga -
enschau. Vo e s s eh die F age, was kann man da on au einem Klimawan-
de weg übe haup sich ba machen.
Wi be ach en au de Landesga enschau das lokale Klima, nich das Klima
on Bambe g, sonde n das Klima in ielen kleinen Ecken au de Landesga en-
schau und in de S ad Bambe g, an S ellen, die sich on ande en un e scheiden
und imme wiede ypische Ve häl nisse zeigen. Lu empe a u - und Lu euch-
e sind meis ga nich so einhei lich wie wi glauben. Es gib zwa an einem
no malen Tag in de üblichen Messhöhe on 2 m Höhe kaum Tempe a u un e -
schiede in Bambe g. Wü de man abe e was nähe am Boden messen, wo in un-
se en Gä en die P lanzen wachsen ode un e einem Blä e dach ode an einem
Wasse lau , dann können doch beach liche Un e schiede au e en. Und diese
sind so ypisch, dass man diese imme wiede inde und on einem lokalem
ode Kleinklima sp ich . Diesem wollen wi au de Landesga enschau nach-
spü en. Das sich so e was ausbilden kann is ein komplizie es Wechselspiel on
S ahlung, E wä mung, Ve duns ung und Wind – leide seh komplex mi einan-
de e knüp , so dass man wie beim Klimasys em nich imme ganz ein ache
E klä ungen ha , wie das au den Schau a eln e such wu de. Das zwei e Kapi-
el is deshalb nich ganz leich zu e s ehen, denn es wi d e such , das kompli-
zie e Wechselspiel e kennba zu machen.

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2. En s ehung des Lokalklimas
G und o ausse zung ü die En s ehung des Klimas übe haup is die Ene gie,
die die E de on de Sonne du ch S ahlung emp äng . Du ch die Neigung de
E dachse um ca. 23° gegenübe de Bahnebene de E de um die Sonne (Eklip-
ik) en s eh zumindes in den mi le en B ei en das ypische Jah eszei enklima
(Abbildung 1) mi hohen Sonnens änden und s a ke Sonneneins ahlung im
Somme und nied igen Sonnens änden im Win e . Die Exponie ung zu Sonne
kann auch du ch geneig e Flächen e ände we den, was beim Lokalklima eine
besonde e Rolle spiel .
Abbildung 1: Posi ion de E de zu Sonne am (No d-)Somme an ang (oben) und am (No d-)
Win e an ang (un en)
Ein G oß eil de S ahlungsene gie de Sonne wi d im sich ba en Lich ausge-
sand au G und de hohen Tempe a u de Sonne on ca. 6000 K. Daneben gib
es An eile im ul a iole en und in a o en Lich . Hochene ge ische ul a iole e
S ahlungen mi seh kleinen Wellenlängen we den glückliche weise du ch die
Ozonschich on de E de e ngehal en, ansons en wü de hohe K ebsge ah be-
s ehen. Die E de e eichen S ahlen mi Wellenlängen on 0,29 bis 5 µm, die als
sola e ode ex a e es ische ku zwellige S ahlung bezeichne we den.
Jede Kö pe ha die Eigenscha S ahlung in Abhängigkei on seine Obe lä-
chen empe a u in einem bes imm en Wellenlängenbe eich auszus ahlen. Das
gil auch ü die E de und alles, was sich au ih be inde . Bei den ypischen
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Tempe a u en e gib sich dann eine e es ische langwellige S ahlung in einem
Wellenlängenbe eich on ca. 3 bis 100 µm. Diese is wah scheinlich Wenigen
bewuss und doch is sie maßgeblich ü unse Wä meemp inden und auch das
Lokalklima e an wo lich.
Die ku zwellige Sonnens ahlung (Globals ahlung) e eich nu zu e wa 50 %
die E dobe läche. De Res wi d in Wolken abso bie ode an diesen und an
de E dobe läche e lek ie (Re lexs ahlung). Die o z Wolken noch an die
E dobe läche gelangende S ahlung wi d als Himmelss ahlung bezeichne . Die
an de E dobe läche abso bie e S ahlung wä m die Un e lage au , wobei
Wasse und euch e Obe lächen du ch die hohe Wä mekapazi ä besonde s iel
Ene gie speiche n können. Ande e Obe lächen wie u. a. Sand we den zwa
deu lich heiße , doch is die Wä mekapazi ä und Wä melei ung ge ing, so dass
schon eine ge inge S ahlungsmenge aus eich , um die dünne Obe lächen-
schich k ä ig au zuheizen. Ein Teil de ku zwelligen S ahlung wi d auch e-
lek ie , und zwa um so meh , je helle die Obe läche is , so dass bei isch
ge allenem Schnee as 100 % e eich we den, Sand lächen liegen bei 30-40%
und Wasse is mi deu lich un e 10 % am ge ings en. Die meis en p lanzlichen
Obe lächen liegen bei e wa 15-20 %. Das Ve häl nis aus e lek ie e und ein-
allende ku zwellige S ahlung wi d als Albedo bezeichne und in de Regel in
P ozen angegeben. An de Obe g enze de A mosphä e e eichen uns im Som-
me im Tagesmi el as 500 W m-2 (1 W m-2 = 1 J m-2 s-1) ku zwellige S ah-
lung, im Win e nu 100 W m-2. Am Boden sind es du ch Lu übung und Ab-
so p ion du ch Wolken im Mi el nu ca. 50 % da on.
Wäh end ku zwellige S ahlung (abgesehen on de Ozonschich in 20 km
Höhe) nich zu E wä mung de Lu bei äg , is dies bei de langwelligen
S ahlung nich de Fall. Ih e Wellenlängen können on nich symme ischen
Molekülen wie die des Wasse damp es, des Kohlendioxids, des Me hans, des
Lachgases, des oposphä ischen Ozons u.a., den sogenann en T eibhausgasen,
abso bie we den. Die Gase e wä men sich dabei ge ing ügig. Sie we den du ch
ih e Eigen empe a u selbs wiede zu einem langwelligen S ahle , de in alle
Rich ungen s ahl . Wäh end die langwellige S ahlung, die on un en komm ,
als a mosphä ische Auss ahlung bezeichne wi d, wi d die nach un en ge ich e e
langwellige S ahlung als Gegens ahlung bezeichne . Die na ü lich in de A -
mosphä e o handenen T eibhausgase üh en dazu, dass die E de um 33 G ad
wä me is , als sie es ohne T eibhausgase wä e. De na ü liche T eibhause ek
is also G und o ausse zung da ü , dass au de E de in äqua o e nen Gebie en
übe haup Leben o handen is . Ve an wo lich is die on den Gasmolekülen
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wiede zu E de zu ückemi ie e langwellige S ahlung. De du ch an h opoge-
ne T eibhausgase (du ch menschliche Ak i i ä en e zeug e T eibhausgase) e -
u sach e T eibhause ek on gegenwä ig 1 bis 2 G ad is demgegenübe ela i
ge ing, abe eben g oß genug, um deu liche E ek e im Klimasys em wie Gle -
sche schmelze, Pola eisschmelze, Mee esspiegelans ieg, ex eme We e lagen
u.a. he o zu u en.
Abbildung 2: Schema ische Da s ellung wa me (T+) und kal e (T-) Tu bulenzelemen e.
Du ch die Ve bindung mi eine au wä sge ich e en e ikalen Windkomponen e (W+) ode
eine abwä sge ich e en e ikalen Windkomponen e (W-) en s eh im u bulen en Wind eld
de ühlba e Wä mes om
Die Konzen a ion an T eibhausgasen eich abe nich aus, um die ägliche E -
wä mung de Lu nach Sonnenau gang he o zu u en. Diese E wä mungsp o-
zess e olg du ch den sogenann en ühlba en Wä mes om. Die du ch die ku z-
wellige S ahlung e wä m e Un e lage übe äg ih e Wä me im un e s en Mil-
lime e zue s on Molekül zu Molekül (molekula e Lei ung) abe schon unmi -
elba da übe zu Lu kö pe n, wobei die kleins en eine G öße on Zen ime e n
haben. Diese Lu kö pe we den als Tu bulenzelemen e ode u bulen e Wi bel
bezeichne . Kleine e Wi bel e einigen sich zu g öße en, in g öße en sind abe
wei e hin auch kleine e o handen. Die Wi bel können sich ela i schnell be-
wegen und machen den „ u bulen en“ Aus ausch deu lich e ek i e als die mo-
lekula e Lei ung unmi elba übe de Un e lage. In Kop höhe sind meh e e De-
zime e be ei s die ypische G öße und mi zunehmende Höhe we den die Wi -
bel imme g öße . Die g öß en sind dann Hoch- und Tie d uckgebie e. Fü die
Au - und Abwä sbewegung is im Wesen lichen die Dich e des jeweiligen
Lu kö pe s e an wo lich und die e ikale Windgeschwindigkei , die das u -
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bulen e, d.h. das sich un egelmäßig und schnell e ände nde, Wind eld au den
jeweiligen Wi bel ausüb . Diese in Abbildung 2 schema isch skizzie e Au -
und Abwä s luss wi d als ühlba e Wä mes om bezeichne , de im Tagesgang
ü die E wä mung de Lu bis zu meh e en 100 m Höhe e an wo lich is .
Ähnlich e häl es sich mi de Ve duns ung, das heiß dem Wasse damp luss.
Auch hie wi d übe Boden und Blä e n im e s en Millime e de Wasse damp
du ch molekula e Di usion anspo ie . Da übe bilden sich Tu bulenzelemen-
e mi meh ode wenige Gehal an Wasse damp , d. h. sie sind leich e ode
schwe e als ih e Umgebung (Anme kung: Feuch e Lu is bei gleiche Tempe-
a u leich e als ockene, da Wasse damp das ge inge e Molekula gewich on
18 g mol-1 gegenübe ockene Lu on 29 g mol-1 ha ). Auch hie wi d de
T anspo zusammen mi de Ve ikalkomponen e des Windes seh e ek i . Die
Ve duns ung wi d auch als la en e Wä mes om bezeichne , da ü den Übe -
gang on Wasse in Wasse damp iel Ene gie geb auch wi d, die e s bei de
Kondensa ion des Wasse damp es in de Wolke wiede ei wi d. Wasse damp
üb somi einen la en en Ene gie anspo aus. Völlig analog e häl es sich bei
T anspo on ande en Gasen und S o en in de A mosphä e.
Dami is nun das ene ge ische Bild de A mosphä e komple . Die ein allende
ku zwellige S ahlung de Sonne lie e im jäh lichen Mi el übe die gesam e
E de 342 Wm-2. Nich alles komm bis zu E dobe läche. Ein Teil wi d e lek-
ie , ein ande e du ch Duns und Wolken abso bie . Sowohl die E dobe läche
als auch T eibhausgase, Wolken und Duns geben en sp echend ih e Tempe a-
u langwellige S ahlung ab. Schau man sich die Bilanz alle S ahlungss öme
an de E dobe läche an, so e häl die E dobe läche e wa 100 W m-2 meh
S ahlungsene gie als sie wiede abgib . Diese 100 W m-2 we den du ch die u -
bulen en Flüsse des ühlba en und la en en Wä mes oms in die E da mosphä e
wiede abgegeben und dami wi d de K eislau geschlossen (Abbildung 3). Die
Au eilung diese 100 W m-2 in ühlba en und la en en Wä mes om is je nach
Klimazone seh un e schiedlich. In Wüs en und a iden Zonen übe wieg de
ühlba e Wä mes om. In unse en B ei en is in de Regel de la en e Wä me-
s om e wa doppel so g oß wie de ühlba e. Abe auch die Un e lagen beein-
lussen das Ve häl nis aus ühlba em und la en em Wä mes om, welches Bo-
wen-Ve häl nis genann wi d. Und wie beein lussen die zusä zlichen an h opo-
genen T eibhausgase diesen K eislau ?
Da die Gasmoleküle die on un en nach oben ge ich e e langwellige S ahlung
(Auss ahlung) abso bie en und anschließend wiede S ahlung en sp echend
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3.3 S einga enklima
Im S einga en we den gleich meh e e Klimaphänomene ausgenu z , um ein
besonde s wa mes und ockenes Klima zu e zeugen. Die S eine dienen dabei
als Wä mespeiche , da sie sich bei Sonneneins ahlung s a k e wä men und in
de Nach lange die Wä me speiche n und somi eine zu s a ke Auskühlung
e hinde n. Eine geneig e Anlage un e s ü z diese P ozesse noch. De S einga -
en soll nach Süden bis Südwes en o en sein, um olle Sonneneins ahlung zu
e möglichen abe auch Schu z gegen kal e Win e winde aus No dos en bie en.
Ganz windgeschü z soll e e nich sein, dami aus eichend Wasse e duns en
kann und de S einga en sein ocken-wa mes Lokalklima e häl .
De S einga en is ein seh schönes Beispiel, wie lokales Klima op imal ausge-
nu z we den kann, um Wä me und T ockenhei liebenden P lanzen auch in un-
se en B ei en op imale Lebensbedingungen zu geben. Dabei komm den S einen
in Fo m eine kleinen Wand eine besonde e Bedeu ung zu. Diese soll e mög-
lichs ganz ägig on de Sonne beschienen we den. Die S eine speiche n so iel
Ene gie, dass sie ags wie nach s als langwellige S ahle dienen. Am Tag is
dies ielleich nu in den Übe gangsjah eszei en on Bedeu ung – abe in de
Nach on e heblichem Nu zen. Die Abkühlung des S einga enbee es du ch
langwellige Auss ahlung inde nu in einem Halb aum zu o enen Sei e s a ,
wäh end in de den S einen zugewand en Rich ung die langwellige S ahlungs-
bilanz nahezu ausgeglichen is . Diese Reduk ion de Abkühlung du ch Auss ah-
lung bei gleichzei ig o handene Wä mequelle kann zu einigen G ad höhe en
bodennahen Tempe a u en üh en. En gegen den E wa ungen in einem wa men
S einga en sind ühlba e Wä mes om und Ve duns ung soga ela i nied ig,
da die S eine das Wind eld abschi men und somi die Vo ausse zung ü u bu-
len e Ene gie lüsse. Diese Windschu z is gegen kal e No dos winde im Win e
siche sinn oll, im Somme soll e abe eine aus eichende Belü ung gewäh leis-
e sein, dami das lokale Klima auch ocken is , denn Wä me ohne Wind
scha noch keine aus eichende Ve duns ung.
Die Nu zung on S einwällen zu Ve ände ung des lokalen Klimas is den Men-
schen sei al e s he bekann . Abbildung 5 zeig S einwälle au Lanza o e. Diese
schü zen gegen den No dos passa , nich weil e zu kühl is , sonde n weil e eine
zu hohe Ve duns ung in diese wasse a men Gegend e u sachen wü de. Auße -
dem bie e e de P lanze du ch die S eine noch aus eichend Wä me analog dem
S einga en.

17
Abbildung 5: Ap ikosenbaum au Lanza o e geschü z o zu s a ke Ve duns ung in olge des
No dos passa s du ch einen nach Südwes en geö ne en S einwall.
3.4 S ahlungsklima
Au geneig e und nach Süden ausge ich e e Flächen schein in unse en B ei en
die Sonne zei weise soga senk ech , so dass seh iel Wä me an P lanzen und
Boden übe agen wi d. Dahe we den de a ige S ando e ü wä meliebende
P lanzen – wie in F anken ü den Wein – besonde s be o zug . In de Nach
können diese Flächen du ch ih e o ene Lage s a k auskühlen. Hie is es wich-
ig, dass die obe halb de Anp lanzungen en s ehende Kal lu gu in die Täle
ab ließen kann und S ando e im Tal nich mi os ge äh de en P lanzen be-
s ück we den. Wich ig is abe auch ein Schu z o kal en Winden aus No d-
wes bis Os , so dass Südhänge an geschü z en Talhängen besonde s be o zug e
S ando e sind.
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Die In ensi ä de ein allenden ku zwelligen S ahlung is imme dann besonde s
g oß, wenn die Lich s ahlen senk ech au eine Fläche allen. Abbildung 6
zeig , dass ein gleiches S ahlenbündel bei senk ech em Ein all eine deu lich
kleine e Fläche bes ahl als das gleiche Bündel bei sch ägem Ein all. Die Flä-
chen mi senk ech em Ein all, wie beispielsweise die Py amidensei en au de
Landesga enschau, bekommen also meh Ene gie ab und können sich s ä ke
e wä men. Diese Ta sache wi d bei de Au s ellung on Sola anlagen genu z .
De Au s ellungswinkel häng on de geog aphischen B ei e und de Sonnen-
höhe in Jah eszei en ab, in denen ein besonde s hohes Ene giepo en ial e wa e
wi d. Au wendige e Anlagen d ehen die Kollek o en imme so in die Sonne,
dass s ändig nu ein senk ech e Ein all de S ahlen o handen is .
Abbildung 6: Schema ische Da s ellung on senk ech em ( ech s) und sch ägem (links) Ein-
all de Sonnens ahlen au eine Fläche.
Eine op imale Ausnu zung des S ahlungsklimas e olg in F anken an den
Weinbe gen. Hie we den Südhänge mi maximale S ahlungsausbeu e be o -
zug (Abbildung 7). De neu e ich e e Weinbe g am Michelsbe g is ein Bei-
spiel da ü (siehe Abschni 4). In wä me en Gegenden Deu schlands, wie in
Rheinhessen, kann man Wein auch au ebenen Felde n anbauen, was im Bam-
be ge Raum unmöglich is ; imme hin gehö das änkische Anbaugebie neben
den noch nö dliche gelegenen Gebie en an Elbe und Saale-Uns u ehe zu den
kühle en deu schen Anbaugebie en. Hangige Weinbe ge haben wei e hin den
g oßen Vo eil, dass Kal lu gu ab ließen kann. Man da die P lanzungen nu
nich bis an den ie en Talboden ausdehnen und muss du ch Wege und Maue n
e hinde n, dass Kal lu on höhe gelegenen Flächen ode aus Büschen und
Wälde n au den Kuppen in den Weinbe g ließen kann. Die his o ischen Wein-
be ge bei S einbach o den To en Bambe g haben eine ischg ä ena ige S uk-
u , die ein gu es Ab ließen und Sammeln de Kal lu e möglich .
19
Abbildung 7: F änkische Weinbaulandscha bei Zeil-Ziegelange
3.5 Kleinga enklima
Bei de Anlage eine Laube mi Te asse im Kleinga en soll e man sich o ab
übe legen, ob man liebe in de Mo gensonne ühs ücken möch e ode ehe
lange Somme abende noch bei Sonnenschein genießen will. Danach soll e die
Te asse ehe nach Südos en ode Südwes en ausge ich e we den. Beim Dach
de Laube soll e man an ein Süddach denken, um die Sonnenene gie nu zen zu
können. Windschu z du ch Hecken on No dwes bis No dos is ü ein ange-
nehmes Ga enklima eben alls güns ig. Bäume als Scha enspende sind wich-
ig, soll en abe nich im Süden s ehen und den ganzen Ga en bescha en. Beim
Hausbau gil dies ebenso, wobei hie de Sich schu z gg . noch s ä ke beach e
we den soll e.
Die Ges al ung eines Kleinga ens is o du ch Vo sch i en eingesch änk . Dies
be i sowohl den S ando de Laube als auch Anp lanzungen wie Bäume und
Hecken. Wich ig is , dass man dennoch an einige wich ige F agen bei de Ga -
20
enges al ung denk . De Ga en soll e aus eichend ku zwellige S ahlung on
de Sonne e hal en, ohne dass scha ige S ellen öllig e mieden we den. An
den s ä ke on de Sonne beschienenen Flächen wi d man in de Regel wä me-
liebende P lanzen anbauen. O sind diese dann abe auch os ge äh de – da
ela i o en. Hecken, Büsche und S äuche in angemessenem Abs and können
in de Nach die zu g oße Wä meabs ahlung du ch langwellige S ahlung e -
minde n und un e s ü zen eine ausgeglichene langwellige S ahlungsbilanz zwi-
schen ihnen und den Anp lanzungen. Sinn oll is es, den Ga en du ch Hecken
ode Büsche o on auße halb ein ließende Kal lu speziell an hangigen La-
gen ode bei g oßen o enen Flächen in de unmi elba en Nähe, zu schü zen.
T o z allem Schu z o F os und Wunsch nach Scha en soll e man au eine an-
gemessene Du chlü ung ach en. Dies e möglich nich nu den Lu aus ausch,
sonde n un e s ü z die Ve duns ung, denn ge ade in Busch- ode Heckennähe
is diese du ch die ehlende Lu bewegung ge ing und es kann z. B bei lehmigen
Böden zu Ve nässung üh en. De Windschu z is au alle Fälle sinn oll on
No dwes übe No d bis Os , um o kal en Winden im Win e zu schü zen.
3.6 Heckenklima
Hecken s ellen nich nu einen Sich - und Windschu z he . In winds illen Näch-
en kann sich die Lu in unmi elba e Heckennähe nich so s a k abkühlen wie
au eien Flächen. G und is die Wä mes ahlung de Hecke, die zumindes on
eine Sei e eine s ä ke e Auskühlung e hinde und dami die F os ge äh dung
minde . Du ch die ge ingen Windgeschwindigkei en in Heckennähe wi d auch
die Ve duns ung eduzie . Dami is es in Heckennähe in de Regel euch e ,
insbesonde e an de Scha ensei e mi dem Nach eil eine s ä ke en Moosbil-
dung. Hecken in de Landscha haben du ch ih e Minde ung de Windge-
schwindigkei einen posi i en Ein luss au die Ve meidung on Bodene osion
und s ä ke e Aus ocknung.
Zu Hecken is schon manches gesag , was nochmals zusammenge ass we den
kann (siehe auch Abschni 3.13): Sie bie en einen gu en Windschu z, soll en
Flächen abe nich zu eng umschließen, um aus eichend Du chlü ung und Ve -
duns ung zuzulassen. Sie sind ein wi ksame Schu z gegen zu g oße näch liche
Abkühlung. Da ih e Tempe a u e wa de de Un e lage en sp ich , is zwischen
Anp lanzungen und de Hecke imme eine ausgeglichene langwellige S ah-
lungsbilanz. Fü Anp lanzungen is meis nu die heckenabgewand e Sei e o en
und kann sich du ch langwellige Auss ahlung abkühlen. In de Summe beide
21
E ek e is es in Heckennähe e was wä me in de Nach und die F os ge äh -
dung is geminde .
3.7 F os ge äh dung
G oße eie Flächen sind in kla en winds illen Näch en – speziell im F ühling –
besonde s s a k os ge äh de . U sache is die ungehinde e Wä meabs ahlung
des Bodens. Hie kühl sich die Lu s ä ke ab als un e Bäumen ode in bebau-
en Gebie en. Kann noch Kal lu on benachba en Hängen ein ließen, wi d de
E ek zusä zlich e s ä k . Besonde s hoch is die Nach os ge ah , wenn o-
ckene Kal lu aus dem hohen No den einges öm is (Eisheilige). Da hil
kaum ein Schu z. Emp indliche Kul u en kann man ku z o F os beginn mi
Wasse einsp ühen, dann ge ie e s de Wasse ilm, be o Blü en und Blä e
e ie en können. Leide sind die Eisheilgen nich du ch den Klimawandel ab-
geschwäch .
Die F os ge ah (insbesonde e die Ge ah on Spä ös en) is imme die Kom-
bina ion eine speziellen We e lage mi eine lokalklima ologischen Ve s ä -
kung. An de Rücksei e eines nach Os en abziehenden Tie d uckgebie es bei
gleichzei ig hohem Lu d uck übe England kann on No den seh kal e und
du ch den di ek en Weg übe Skandina ien meis auch ockene Lu ein ließen.
Diese komm in dem sich nach Os en ausdehnenden Hochd uckkeil zu Ruhe,
d.h. Windgeschwindigkei und Wolken nehmen ab. In diese seh kal en, ocke-
nen und saube en Lu is die langwellige Gegens ahlung des Himmels seh ge-
ing und wü de Tempe a u en on -50 bis -60 °C en sp echen, also deu lich käl-
e als die bodennahen Tempe a u en nahe dem Ge ie punk . Die langwellige
Auss ahlung am Boden is somi seh g oß und die Lu kann sich zum Teil e -
heblich abkühlen. Insbesonde e o ene und ie gelegene Flächen sind hie seh
os ge äh de .
Gene elle Maßnahmen gegen Spä ös e sind in den ande en Kapi eln du ch ge-
eigne e Anp lanzungen schon e ö e wo den. Wenn das E eignis abe seh
s a k is ode man beispielsweise S euobs wiesen nich e ek i schü zen kann,
dann hil in den Abend- und Nach s unden o dem e wa e en F os e eignis
das Einsp ühen on Blü en und emp indlichen P lanzen mi Wasse . Dami
Wasse ge ie en kann, muss ihm Ene gie du ch Abkühlung en zogen we den.
Diese P ozess, bei de die Tempe a u nich un e 0 °C äll , kann einige Zei
daue n und eich o schon, um die s ä ks e Auskühlung zu e hinde n. E ek-

22
i , abe bei den Nachba n siche nich belieb , is das E zeugen on Rauch. In
de näch lichen s abilen Lu schich ung (am Boden käl e als in de Höhe) ehl
jegliche u bulen e Aus ausch, d.h. die Lu ha eine geschich e e blä e eig-
ähnliche S uk u . De Rauch wü de in eine Schich übe den Büschen sich an-
eiche n und sich an de Obe g enze abkühlen. Do e en nun die nied igs en
Tempe a u en au und un e halb des Rauches wi d die Bilanz de langwelligen
S ahlung du ch die Tempe a u des Rauches und de Un e lage bes imm . Da
diese wei gehend ausgeglichen is , komm es zu keine wei e en Abkühlung am
Boden. In Niede ungen kann man in de a igen Näch en dieses Phänomen am
Nebel beobach en. Zue s bilde sich diese an de käl es en S elle unmi elba
am Boden. Es daue nich lange und de Nebel heb sich und bilde dünne
Schich en, die oben wei e abkühlen, da un e abe eine wei e e Abkühlung e -
hinde n.
3.8 Pa kklima
Ein Pa k soll zwei Funk ionen haben, e soll kühle Lu an die umgebenden
S ad gebie e abgeben und an heißen Tagen angenehme Tempe a u en au wei-
sen. Dazu müssen Pa ks ela i g oß sein (Ausdehnung in alle Rich ungen min-
des ens 500 m und keine Bebauungen) und iele o ene Flächen besi zen, die
sich in de Nach abkühlen und dann Kal lu spenden an die ang enzenden
S ad gebie e abgeben können. In ockenen Pe ioden muss alle dings gewäh -
leis e sein, dass Pa ks bewässe we den können, denn euch e Flächen bleiben
kühl, wäh end sich ockene s a k e hi zen. Daneben soll en Baumg uppen aus-
eichend Scha en spenden. De Typ des Englischen Ga ens komm diesem
idealen Pa kklima am nächs en.
Kleine Pa ks in Häuse lücken und an S aßen- ode Fluss ände n sind im S ad -
bild seh belieb und als Scha enspende an heißen Somme agen auch will-
kommen. O is ih e näch liche Auskühlung nich g oß genug, um die Maxima
de Lu empe a u am Tage deu lich zu minde n. Flächen, die auch als Kal lu -
spende ü umliegende Gebie e dienen können, müssen sich mindes ens 500 m
in alle Rich ungen e s ecken, um genügend Lu in de Nach p oduzie en zu
können, die dann auch in die Umgebung ab ließen kann. Besonde s gu is es,
wenn die Pa klandscha genügend o ene S ellen ha , die sich s ä ke abkühlen
als die Baumg uppen (Englische Ga en). Im Bambe g en sp ich de Hain
wei gehend diesem Idealbild. Das E ba-Gelände de Landesga enschau zusam-
23
men mi dem ang enzenden Main-Donau-Kanal kann auch eine de a ige Funk-
ion ü den S ad eil Gaus ad en wickeln.
Wich ig is es abe , dass in Pa ks das Bowen-Ve häl nis imme deu lich un e
Eins bleib , d.h. die Ve duns ung muss g öße als de ühlba e Wä mes om
sein. Dies bedeu e , dass g öße e o ene Flächen, die no wendig sind ü das
Pa kklima, abe du ch die besse e Du chlü ung auch s ä ke aus ocknen, im-
me euch bleiben müssen, was du ch den Einbau on Bewässe ungsanlagen
bei de Pa kanlage be ücksich ig we den soll e. Ande en alls übe wieg de
ühlba e Wä mes om und die Lu e wä m sich deu lich und Pa ks können
dann unangenehm heiß we den. Die zu s a ke Aus ocknung kann dann soga
noch die E osion on Boden un e s ü zen.
3.9 S ad klima
Das S ad klima wi d du ch den Klimawandel am ehes en ungüns ig beein luss .
S äd e heizen sich du ch die hohe Wä mekapazi ä on S einen und Gebäuden
besonde s s a k au , wobei auch die Nach du ch die nu langsame Wä meabga-
be deu lich milde als im Umland is . In Hi zepe ioden beginn die ägliche E -
wä mung somi au einem höhe en Ni eau als in de Umgebung, womi am Ta-
ge seh hohe Tempe a u en au e en können. Um dem en gegen wi ken zu
können, soll en g öße e Pa ks angeleg we den und Kal lu ab lüsse aus de
Umgebung ungehinde in die S ad gelangen können. Bambe g ha mi dem
Regni z al und dem Hain sowie mi eilweise nich zugebau en Kal lu schnei-
sen on den Hügeln ech gu e Bedingungen.
S äd e sind im Zei al e de Klimae wä mung die g öß en So genkinde . Die ho-
he Ve bauungsdich e und die Vielzahl e siegel e Flächen üh en zu eine e -
heblichen Wä mespeiche ung am Tag. Bowen-Ve häl nisse deu lich übe Eins
e u sachen g oße ühlba e Wä mes öme und e höhen die E wä mung de Lu .
An heißen Somme agen is dies ü die Be ölke ung seh belas end. Auch wenn
die Abends unden in eine S ad noch angenehm wa m sein können, so sind es
ge ade diese hohen Nach empe a u en, die dann bei de äglichen E wä mung
diese on einem höhe en Ni eau s a en lassen als im Umland, so dass S äd e
deu lich wä me sein können.
Es is in Zei en des Klimawandels eine o d ingliche Au gabe on S äd epla-
ne n, eine s ä ke e näch liche Auskühlung du ch die Anlage g öße e zusam-
menhängende Pa klandscha en und die E möglichung eine F ischlu zu uh
24
aus dem Umland zu gewäh leis en. Ge ade au diesem Gebie is in ielen deu -
schen S äd en in den le z en Jah en gesündig wo den. Bambe g ha u.a. mi de
Waldwiese in Gaus ad (siehe Abschni 4) eine Möglichkei de F ischlu zu-
uh . Es is abe s ändig da au zu ach en, dass diese Kal lu auch ungehinde
in das Zielgebie ab ließen kann und de a ige Kal lu assen nich du ch Ve -
keh swege ze schni en we den. De Kal lu s om wü de sons die Abgase in
die zu schü zenden Gebie e anspo ie en und de ganze E ek wä e kon ap o-
duk i . Auch wenn wi heu e Lu e schmu zung nich meh sehen und iechen
können, so is die Lu in Innens äd en und an Ve keh swegen häu ig übe das
zulässige Maß mi S icks o oxiden und Feinpa ikeln ange eiche , so dass ein
Aus ausch mi F ischlu wei e hin ange a en is .
3.10 Waldklima
Wald ha nich nu du ch sein Wasse speiche e mögen und die hohe Au nah-
me on Kohlendioxid eine wich ige Rolle im Klimasys em. Ge ade das Wald-
klima emp inden wi als besonde s angenehm an heißen Somme agen. Die
Lu e wä m sich nu im obe en K onenbe eich und kann kaum in den Wald
eind ingen, da un e den Bäumen die kühle e und schwe e e Lu aus den Mo -
gens unden nich e d äng wi d und ein angenehmes Tempe a u ni eau
scha . In de Nach kühl sich auch zue s de obe e K onenbe eich ab. Diese
schwe e e kühle e Lu sink abe bis in den S amm aum ab. T o zdem emp in-
den wi es noch als angenehm mild, da die Bäume im Gegensa z zu o enen
Landscha die Wä meabs ahlung om Boden e hinde n.
Wald is ehe un ypisch im E ba-Gelände, doch is Bambe g on Wälde n einge-
schlossen und sie sind das Ziel iele Wande eunde, nich zule z wegen des
angenehmen Waldklimas. Am Tag e wä m sich o allem de K onen aum.
Diese wa me und leich e Lu kann nu in seh ge ingem Maße in den S amm-
aum absinken, meis nu im Zusammenhang mi kleinen Windböen. Somi
bleib es im S amm aum und au Waldwegen angenehm kühl, meis einige G ad
gegenübe dem Wald and, also ideale Bedingungen an heißen Somme agen
(Abbildung 8). In de Nach inde die Abkühlung du ch langwellige Auss ah-
lung auch im K onen aum s a . Diese kühle und schwe e e Lu sink nun abe
in den S amm aum und mi nu ge inge Ve zöge ung gleichen sich die Tempe-
a u en an, so dass wei gehende Iso he mie im Wald he sch . Dennoch emp in-
den wi in de Nach den Wald gegenübe dem Wald and als angenehm wa m.
U sache is die langwellige S ahlungsbilanz im Wald. Da Waldboden und K o-
25
nen aum nahezu die gleiche Tempe a u haben, inde keine zusä zliche Abküh-
lung s a und auch die langwellige S ahlungsbilanz gegenübe unse e Kö pe -
obe lächen empe a u is ge ing, so dass wi keinen Abkühlungse ek e spü-
en. Die nahezu o handene Winds ille un e s ü z dieses Emp inden.
Abbildung 8: Tempe a u e lau in und übe dem Wald am Tag und in de Nach .
Wald is ein na ü liche Speiche on Kohlendioxid, indem e meh au nimm
als e du ch die Ze se zung u.a. on abges o bene Biomasse wiede ei se z .
De Schu z de Wälde is somi gleichzei ig Klimaschu z und ein hohe Wald-
an eil in eine Region is ein e ek i e Bei ag zum E hal des E dklimas. Bei
de Waldnu zung is zu beach en, dass diese du ch Ausdünnung on bis zu ei-
nem D i el de Bäume und Wiede au o s ung geschehen soll e. Nu so bleib
die Speiche wi kung des Waldes e hal en, denn bei einem Kahlschlag wü de
e s einmal 10-20 Jah e de Kohlens o aus dem Boden und B uchholz eige-
se z . Beim Waldumbau du ch Ausdünnung wi d das eigese z e Kohlendioxid
gleich wiede assimilie . Es i also ein Recycling ein.
Demgegenübe sind Acke kul u en und in ensi genu z e Wiesen in de Regel
Kohlendioxidquellen. Nu ex ensi genu z e Wiesen in den Höhenlagen unse e
Mi elgebi ge mi nu 1-2 Mahden p o Jah können auch Kohlendioxid spei-
che n.
32
4. De e wei e e Klimawande weg zu Al s ad
We noch nich genug ha an Lokalklima und auch noch e was die be gige Sei e
on Bambe g kennen le nen will, de soll e nich gedankenlos einen de angebo-
enen Wege Rich ung Al s ad wählen. De e wei e e Klimawande weg (ohne
Auszeichnungen) is mi Siche hei ein E lebnis (Abbildung 11).
Abbildung 11: S a ionen des e wei e en Klimawande weges bis zum Michelsbe g.
De Weg beginn unwei des Eingangs zu Landesga enschau an de K euzung
Schwein u e S aße / Regensbu ge Ring. Sie olgen dem Fußweg neben de
Caspe smeye s aße. De geh schnell in einen Hohlweg übe . Insbesonde e an
Somme abenden is es do noch ech wa m. Die Auskühlung du ch langwellige
Auss ahlung is ge ing, da nahezu on allen Sei en die Böschung und Büsche
den Weg umschließen. Komm man dann nach wenigen 100 m au de Höhe aus

33
dem Hohlweg wi d es schon me klich kühle . De Hohlweg is abe auch zu eng,
um als e ek i e Kal lu ab lussschneise geeigne zu sein.
In Höhe des REWE-Ma k es übe que man die S aße und Rich ung Süden das
ökologische Wohngebie Che bonho (Ra le s aße). Ab dem Kinde ga en
olg man imme dem Bambe ge Weg, de im No den en lang eine g oßen
Waldwiese un e halb des Michelsbe ge Waldes üh . Dies is das e ek i s e
Kal lu quellgebie de S ad Bambe g. Nich nu die g oße eie Wiese kann
sich du ch langwellige Auss ahlung seh gu abkühlen. Gleiches gil auch ü
die Baumk onen. Die en s ehende Kal lu sink in den S amm aum und du ch
die Hanglage gelang sie au die Wiese. Nich alle Ab luss assen sind wün-
schenswe ei, dami die Lu auch gu Rich ung S ad ab ließen kann. Die wa-
be nde Kal lu masse (man s elle sich g oße Lu ballons o ) wi d häu ig schon
an Baumg uppen und Häuse n au gehal en und muss schon eine g öße e Mäch-
igkei e eichen, um diese zu übe winden. Diese F ischlu zu uh is ge ade an
heißen Somme agen, die du ch Klimawandel noch e s ä k sein können, on
hohe Wich igkei , denn die ägliche E wä mung du ch den ühlba en Wä me-
s om beginn dann au einem nied ige en Tempe a u ni eau und die Maxima
können eduzie we den. Heu e hö man kaum noch das A gumen des E se -
zens de s aub- und schmu zbeladenen s äd ischen Lu . Dabei is es heu e ge-
nauso wich ig, denn die Lu nahe den Ve keh swegen is mi S ickoxiden und
Feins aub belas e , obwohl man diese nich minde ge äh liche Belas ung heu e
nich meh sieh . Den ie s en Punk e eichen wi am O ob unnen.
Nun s eigen wi wiede be gan zum „Michelsbe g“, du chque en die Klos e an-
lage, genießen den schönen Blick au Bambe g und inden an de Südsei e den
zu Landesga enschau wiede neu angeleg en Weinbe g und die his o ische
O ange ie. Die E baue des Klos e s wuss en lokalklima ologisch seh genau,
wo de bes e Pla z an de ganzen Klos e anlage ü die O ange ie is , und de
Weinbe g is ein op imal gelegene Südhang in Bambe g, on denen es nich so
iele gib . Umsons beginn das änkische Weinanbaugebie nich e s o den
To en de S ad in Un e haid, obwohl die Regni z-Niede ung bei Bambe g das
wä ms e Gebie Obe ankens is . Am Tage äll au dem Weinbe g die Sonne
nahezu senk ech au den Hang ein, dies besonde s im F ühjah und He bs ,
wenn schon bzw. noch iel Wä me benö ig wi d. Beg enzungsmaue n schü zen
den Weinbe g o on oben ein ließende Kal lu , wäh end nach un en Kal lu
gu ab ließen kann. Von hie sind es nun nu noch wenige Minu en übe den Be-
nedik ine weg zum Dombe g ode in die Al s ad .
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Abbildung 3: Königliches Niede ländisches Me eo ologisches Ins i u (KNMI),
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Abbildung 4: Ka eng undlage Landesga enschau Bambe g 2012
Abbildung 9: Foken, T.; Lüe s, J.; Laue e , M.; Aas, G.: Im Ökologisch-
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Abbildung 11: Ka eng undlage Landesga enschau Bambe g 2012
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