Evaluation des Acridine-Orange Leucocyte Cytospin Tests (AOLC) als in-situ Methode zur Diagnose von katheter-assoziierten Infektionen.
Pascale Philippi
Dr. med. dent. Evaluierung des Acridine-Orange Leucocyten-Cytospin-Tests (AOLC) als in-situ-Methode zur Diagnose von katheterisch-assoziierten Infektionen. Geboren am 06.05.71 in Saarbrücken Reifeprüfung am 23.5.89 in Saarbrücken Studiengang des Fachbereichs Zahnmedizin von WS 1989 bis SS 1995 Physik am 30.09.92 an der Universität Heidelberg Klinische Prüfung an der Universität Heidelberg am 11.09.95 an der Universität Heidelberg Promotion: Hygiene Doktor: Prof. Dr. med. H.-K. Geiss In der vorliegenden Arbeit wurde der AOLC-Test als diagnostisches Verfahren für die in-situ-diagnose von katheterischen Infektionen bei Erwachsenen evaluiert.
In dieser Methode werden 0,5 ml Heparin-Blut mit Hilfe eines Cytospin-Leukozyten-Monolagers auf einen Objektträger aufgetragen, der mit Acridin-Orange gefärbt und dann mikroskopisch untersucht wird.
Es wurden 38 Katheterspitzen mit koordinierten Blutproben und 177 routinemäßig untersucht.
Aus den Katheterspitzen konnten 24 sterile, 6 besetzt und 8 infiziert sein, wobei koagulase-negative Staphylococcus am häufigsten (78,5%) festgestellt wurde. Weitere kolonisierende Mikroorganismen waren Enterobacter cloacae, Enterococcus faecalis und Candida. In 2 Fällen konnte der AOLC-Test die katheterisch assoziierte Infektion bestätigen, insbesondere bei Patienten, die das klinische Bild einer Sepsis zeigten.
Da keine der routinemäßigen Proben eine später bestätigte, katheterisch assoziierte Infektion
Die Studie, die ursprünglich mit 1000 Patienten durchgeführt wurde, wurde vorzeitig abgeschlossen, da sie keine Vorhersagen hatte und die Sensitivitäts- und Spezifitätswerte von 25% und 66% weit unter den in der Literatur für ein pädiatrisches Kollektiv veröffentlichten Ergebnissen lagen.
In Anbetracht der vorliegenden Ergebnisse kann der AOLC-Test zwar als schnell und praktikabel bewertet werden, aber seine routinemäßige Anwendung bei der in-situ Diagnose von katheterisch-assoziierten Infektionen in Erwachsenen ist nicht zu empfehlen. In Ausnahmefällen kann der AOLC-Test jedoch einen Beitrag zu einer schnellen therapeutischen Entscheidung leisten, insbesondere wenn die Erhalt des gelegenen Katheters bei Patienten mit kritischen Gefäßverhältnissen oder bei Patienten mit implantierten Kathetern (z. B. Hickman-Kathetern) unbedingt notwendig ist.