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Qualitative und quantitative Polymerase-Kette-Reaktion von Blut- und Alkoholproben von HIV-1-infizierten Patienten auf die Diagnose von HCMV-Enzephalitis

Nils Lynen

Dr. Med. Qualitative und quantitative Polymerkettenreaktion aus Blut- und Liquorproben von HIV-1 infizierten Patienten zur Diagnose von HCMV-Enzephalitis geboren am 06.08.1968 in Heidelberg Reifeprüfung am 16.05.1987 in Heidelberg Studiengang der Fakultät für Medizin von SS 1989 bis WS 1995 Physik am 15.03.1991 an der Universität Heidelberg Klinische Studie in Heidelberg Praxisjahr in Paris und Heidelberg-Prüfung am 08.11.1995 Promotion: Neurologie Doktor: Prof. Dr. W. Saiki

Es wurde von einem Patientenkollektiv von 17 Patienten im AIDS-Phasen untersucht.

12 immunkompetenten Patienten mit anderen neurologischen Erkrankungen

Wir untersuchten die Wirksamkeit der PCR bei der Diagnose von HCMV-Krankheiten.

Als Referenz dienten 5 AIDS-Patienten, die eine automatisierte HCMV-Behandlung erhielten.

Alle untersuchten Blut- und Alkoholproben wurden vor dem Tod gewonnen.

Es wurde gezeigt, dass die Nested-PCR HCMV sowohl im Blut als auch im Liquor sehr sensibel aufwies. In peripheren Blutmonocyten wurde HCMV-DNA in allen untersuchten Proben gefunden, während HCMV-DNA in dem Liquor aller AIDS-Patienten und in 5 von 12 immunfähigen Patienten nachgewiesen wurde. Die Häufigkeit der Nachweis von HCMV-DNA in immun gesunden oder latent infizierten Patienten zeigte, dass die rein qualitative Nachweis von HCMV-DNA keine eindeutige Erkrankung ergeben konnte.

Zur Unterscheidung zwischen latenter und manifester HCMV-Enzephalitis untersuchten wir

Die Proben werden erneut mit Hilfe eines semi-quantitativen PCR-Protokolls durchgeführt, bei dem

Es gab keine statistisch signifikanten Unterschiede in der durchschnittlichen Virusbelastung von Patienten mit HCMV-Enzephalitis zu Patienten ohne HCMV-ZNS-Krankheit, da nur wenige Blutproben von Patienten mit gesicherter HCMV-Enzephalitis untersucht wurden. Es konnte jedoch als Tendenz beobachtet werden, dass Patienten mit gesicherter HCMV-Enzephalitis mit einem durchschnittlich signifikanten HIV-Belastung von 105 Patienten ohne HCMV-ZNS-Krankheit hatten, während bei 105 Patienten ohne HCMV-Belastung eine durchschnittliche HIV-Belastung von 105 Leukozypten auf 105 und 105 Patienten ohne HCMV-Belastung von 105 Leukozypten festgestellt wurde.

In den Alkoholproben von Patienten mit autoptisch gesicherter HCMV-Enzephalitis lag

Die durchschnittliche Virusbelastung bei 3.558 pro 105 Zellen (1.667-5.333, Median = 3.333) lag damit signifikant über der Virusbelastung sowohl bei AIDS-Patienten ohne Verdacht auf HCMV-Enzephalitis, für die eine durchschnittliche Virusbelastung von 295/ 105 Zellen (9-1.000, Median = 281, p< 0.01) berechnet wurde, als auch bei immunkompetenten Patienten mit einer durchschnittlichen Virusbelastung von 52/ 105 Zellen (0-562, Median = 19, p< 0.01).

Zur Einführung eines schnellen und kontaminationssicheren Routine-Screening-Verfahrens

Wir untersuchten 14 Alkoholproben erneut mit einer modifizierten Single PCR, mit einem "Cut-off" der Nachweisgrenze bei 500 viralen Kopien pro 105 Zellen, was den Nachweis von latent infizierten Alkoholproben verhindern sollte. HCMV-DNA wurde in allen Alkoholproben von Patienten mit gesicherter HCMV-Enzephalitis gefunden. In fünf weiteren AIDS-Patienten, die untersucht wurden, wurde nur in zwei Proben ein positiver HCMV-Nachweis mit der Single PCR gefunden.

Beide hatten zuvor eine hohe Virusbelastung in der quantitativen PCR gezeigt. Keiner der 5 seronegativen Patienten konnte HCMV-DNA durch diese Methode ermitteln. Das Single PCR erwies sich somit in größeren Patientengruppen als geeignet für routinemäßige Screening und die Erfassung von Patienten mit einem erhöhten Risiko für HCMV-ZNS-Krankheit. Zur Bestätigung des Single PCR und zur Bestimmung des Ausmaßes einer HCMV-Krankheit sollte in jedem Fall ein quantitativer PCR angeschlossen werden. Während einer antiviralen Therapie kann die Virusbelastung als ein Ersatzmarker für die Behandlung der Therapie sowie für die frühzeitige Erkennung einer Resistenzentwicklung gegenüber antiviralen Medikamenten eingesetzt werden.