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Familiäre Hypertrophische Kardiomyopathie und Thalassaämie Minor: Eine Familie mit A-Tropomyosingen-Defekt?

Tanja Hildegard Köbel

Dr. med. Familiäre Hypertrophische Kardiomyopathie und Thalassaemia minor: Eine Familie mit -Tropomyosingen-Defekt? Geboren am 05.01.1971 in Malsch, Kreis Karlsruhe Reifeprüfung am 17.05.1990 in Karlsruhe Studiengang der Fachrichtung Medizin von WS 1990/91 bis WS 1997/98 Physik am 07.09.1992 an der Universität Heidelberg Klinische Studie in Heidelberg Praxisjahr an der Universität Karlsruhe-Tropomyosingen-Prüfung am 10.11.1997 an der Universität Freiburg Promotion: Innere Medizin Doktor: Prof. Dr. med. H. Katus In dieser Arbeit wurde eine Studie durchgeführt, bei der vier Familienmitglieder gleichzeitig an einer Familie von HCM und an einer Familie von HCM sind assoziiert.

Die klinische Untersuchung wurde bei 26 der 92 Familienmitglieder durchgeführt, die hauptsächlich in der Türkei lebten. Bei allen untersuchten Familienmitgliedern wurden eine ausführliche körperliche Untersuchung, eine Ruhe-EKG und eine Echokardiographie durchgeführt. Bei den Familienmitgliedern mit V.a. HCM wurde eine linke Herzkatheteruntersuchung mit LV-Biopsie und bei klinischer Indikation ein elektrophysiologischer Test durchgeführt. Bei der Diagnose von Thalassaemia minor wurden eine Blutbild- und Hb-Elektrophorese diagnostiziert.

Die direkte Sequenzierung der

-Hemoglobinien für die molekulare genetische Analyse von

Thalassaemia minor wurde von Frau Dr. Aulehla-Scholz vom Olgahospital Stuttgart

In der klinischen Untersuchung wurden zwei von insgesamt fünf (II/9, III/19, III/21, III/23, III/24) Personen mit einer HCM-Krankheit neu diagnostiziert. In zwei weiteren Familienmitgliedern, die bei einem plötzlichen Herztod oder einer fortschreitenden Decompensation des linken Herzens starben, war HCM-Krankheit vermutet. In einem (IV/18) von fünf Familienmitgliedern (II/9, III/21, III/23, III/24, IV/18) wurde die Erkrankung im Rahmen der Untersuchung neu diagnostiziert. Vier Familienmitglieder (II/9, III/21, III/23, III/24) waren daher sowohl bei einer HCM als auch bei einer Thalassa-Krankheit erkrankt. Zwei Personen hatten entweder eine HCM (III/19) oder eine Thalassa-Krankheit (IV/18).

Die Kopplungsanalyse mit Markern, die für HCM bekannt sind, zeigte in den fünf Betroffenen identische Allein-Konstellationen für zwei Marker auf Chromosome 15. In diesen Fällen betrug der LOD-Score +0,9 bei einem maximal erreichbaren Wert von +1,2. Bei einem negativen LOD-Score für die Marker auf Chromosomen 1, 11 und 14 wurde dies als Hinweis auf Kopplung in der Tropomyosenge beurteilt.

In der direkten Sequenzierung der

Dr. Aulehla-Scholz von Olgahospital Stuttgart konnte eine Mutation identifizieren, die zur alternativen Splicing und zur Bildung anderer Hämoglobine mit der Erkrankung Thalassaemia minor führt. Die klinischen und molekulargenetischen Untersuchungen zeigten daher keinen Hinweis auf eine gemeinsame Vererbung beider Erkrankungen in dieser Familie und vermuten, dass sie zufällig auftreten.