Profesoriaus Povilo Brazdžiūno „Bendrosios fizikos“ vadovėlio (1960–1965) terminija
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Terminologie des Lehrbuchs Allgemeine Physik von Professor Povilas Brazdžiūnas (1960–1965)
ANGELĖ KAULAKIENĖ
Institut für Litauische Sprache
EINLEITENDE BEMERKUNGEN
Am 18. September 2007 waren 110 Jahre seit der Geburt des Akademikers und Professors Povilas Brazdžiūnas vergangen – des Pioniers der modernen experimentellen Physik in Litauen. Er war der erste Schüler von Prof. Vincas Čepinskis, richtete an der Universität Litauens die ersten physikalischen Laborarbeiten ein, verfasste als Erster eine Diplomarbeit in Physik und war der erste Absolvent dieser Universität, der ins Ausland ging, um seine Kenntnisse der experimentellen Physik zu vertiefen (Makariūnienė 1990: 6). An der Universität Zürich hörte er die Vorlesungen von Prof. Ervinas Šrödingeris, der soeben bedeutende Arbeiten zur Wellenmechanik veröffentlicht hatte, und tauschte sich in Seminaren mit den bedeutendsten Physikern des 20. Jahrhunderts aus, darunter Nils Bohr (Šiuolaikinė fizika 1997: 280). Nach Abschluss seines Studiums und Erlangung des Doktorgrades der Philosophie kehrte er nach Litauen zurück und nahm seine Arbeit an der Universität Litauens wieder auf. Seine herausragende Persönlichkeit und sein breit gefächertes Wirken als Wissenschaftler und Pädagoge wurden in zahlreichen in Litauen erschienenen Publikationen behandelt (Akademikas 1992; Blažienė 1987; Fizikos istorija 1988; LTE II 1977: 255; Makariūnienė 1990, 1994, 2001; MLTE I 1966: 262; Šenavičienė 1982; Šiuolaikinė fizika 1997).
Da P. Brazdžiūnas die Bedeutung der Wissenschaft für die Kultur eines Volkes sehr gut verstand, war er der Ansicht, dass zu ihrer Förderung eine litauische Wissenschaftssprache und insbesondere eine litauische Terminologie unerlässlich seien. Offenbar nicht ohne Grund veröffentlichte der Professor drei Viertel seiner Arbeiten auf Litauisch (Blažienė 1987). Fragen der Normierung und Vereinheitlichung der litauischen physikalischen Terminologie beschäftigten ihn sein ganzes Leben lang. Im Vorwort zum Wörterbuch der physikalischen Termini (im Folgenden F) schrieb er 1958: „Für präzise Begriffe ist eine genaue, strenge und einheitlich verwendete Terminologie erforderlich. Doch die von den Physikern unserer Republik gegenwärtig verwendeten Termini besitzen diese Eigenschaften nicht: Sehr häufig werden für ein und denselben Begriff zwei oder sogar drei Termini verwendet; es kommen misslungene Neubildungen vor, besonders in übersetzter populärwissenschaftlicher Physikliteratur; mitunter werden bereits etablierte, geläufige Termini ersetzt und dergleichen. Deshalb muss die physikalische Terminologie geordnet werden – dies ist eine wichtige und dringende Angelegenheit“ (F 1958:
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3). An diesen Grundsätzen einer präzisen, strengen und einheitlich verständlichen Terminologie hielt er sowohl beim Verfassen wissenschaftlicher Werke als auch populärwissenschaftlicher Artikel und Lehrbücher fest. Dies ist deutlich am Lehrbuch Allgemeine Physik von Prof. P. Brazdžiūnas zu erkennen, das für Hochschulen bestimmt war und etwa vierzig Jahre nach der Veröffentlichung des ersten litauischen Hochschulphysiklehrbuchs – V. Čepinskis’ Vorlesungen über Physik – erschien.
Das Lehrbuch besteht aus vier Teilen. Die ersten drei wurden vom Staatsverlag für politische und wissenschaftliche Literatur herausgegeben, der vierte vom Verlag „Mintis“. Der Umfang der einzelnen Teile ist ungefähr gleich: Teil 1: Mechanik und Molekularphysik, 1960, 416 S.; Teil 2: Elektrizität und Elektromagnetismus, 1961, 407 S.; Teil 3: Optik, 1963, 359 S.; Teil 4 (ohne Titel), 1965, 438 S. Jeder Teil wurde von Fachleuten begutachtet und positiv bewertet; besonders hervorgehoben wurde, dass das Lehrbuch in klarer, guter und korrekter Sprache verfasst war (Jonaitis 1962: 175; Puodžiukynas 1962: 37).
Wie Henrikas Horodničius feststellt, „schließt der IV. Teil der Allgemeinen Physik das große und für die Physiker Litauens sowie für Vertreter anderer exakter Wissenschaften sehr notwendige Werk von Prof. P. Brazdžiūnas ab. Nach V. Čepinskis’ Vorlesungen über Physik, die unter Zeitdruck verfasst waren, eine Reihe methodischer Mängel aufwiesen und heute eine bibliografische Rarität darstellen, ist es das erste physikalische Werk von solchem Umfang, das durchgehend auf hohem Niveau geschrieben wurde. Es umfasst alle Bereiche der modernen Physik und bietet, was besonders im letzten, dem IV. Band auffällt, auch Kenntnisse über die allerneuesten Errungenschaften der Physik“ (Horodničius 1967: 877).
Nach einer derart positiven Bewertung durch Fachleute möchte man nun sehen, wie die Terminologie in Prof. P. Brazdžiūnas’ Allgemeiner Physik aussieht und worin sie sich von der Terminologie in V. Čepinskis’ Vorlesungen über Physik unterscheidet. Diese Fragen werden im Artikel behandelt.
2. TERMINI DES LEHRBUCHS ALLGEMEINE PHYSIK. IHRE STRUKTUR UND HERKUNFT
2.1. Die Physik ist eng mit Elektronik, Elektrotechnik, Radiotechnik, Technik und anderen physikalischen sowie technologischen Wissenschaften verbunden; deshalb finden sich auch in P. Brazdžiūnas’ Allgemeiner Physik gemeinsame Fachbegriffe dieser Wissenschaften, zum Beispiel: Umgebung BF III 173, Wicklung BF II 314, Gewitter BF II 164, Größe BF I 30, Gitter BF IV 379, Eisen BF II 208, Kette BF II 72, Donner BF II 143, Anker BF II 318, Spannung BF II 145, Bewegung BF I 53, Band BF II 347, Schleife BF II 58, Ladung BF III 35, Grad BF II 116, Linse BF III 323, Legierung BF I 354, Spur BF II 272, Bündel BF II 271, Beimengung BF II 103, Bereich BF
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II 57, Kern BF II 190, Pfad BF II 272, Spalt BF II 150, Wasser BF I 131, Mittelwert BF II 41, Schwingung BF II 333, Zeichen BF I 189 usw.
Ein Teil der Begriffe der Allgemeinen Physik findet sich bereits in Keleivis (1849–1880), Aušra (1883–1886), Populariszkame rankvedyje fyzikos (1889), in K. Šakenis’ Fizikoje (1920), im handschriftlichen Fizikos vadovėlyje von J. Končius (1919) und im Glossar Terminai fizikos reikalams (1923–1924) sowie in V. Čepinskis’ Fizikos paskaitose (1923–1926). Demnach waren solche Termini bis zur zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bereits seit über 100 Jahren gebräuchlich; rechnet man bis heute, blicken sie auf eine Gebrauchstradition von 150 Jahren zurück, zum Beispiel: ašìs BF I 344, vgl. K 1851 25 981, PF 11, ŠF II 60, 726T2, FP I 93, aszis A 1884 5–6 209; aukštis BF I 134, vgl. ŠF I 88, augštis FP I 33, augsztis A 1884 5–6 167; būvis BF I 221, vgl. buvis A 1886 1 28; garai BF I 327, vgl. A 1884 5–6 171; kibirķštis BF II 145, vgl. K 1851 11 42–43, ŠF II 76, FP VII 114, kibirksztis A 1885 10–11 319; medžiaga BF II 42, vgl. KF 2, ŠF III 10–11, 108T, FP VII 13, medega A 1883 2 48, PF 3, medžgina KF 2; oras BF II 139, vgl. K 1850 6 24; saulė BF II 8, vgl. A 1886 6 177; spindulys BF III 35, vgl. K 1852 24 96, KF 159, ŠF III 14, 1417T, FP VI 6; srovė BF I 132, vgl. K 1851 11 43, A 1886 6 177, ŠF II 71, 544T, FP VI 7, srioė A 1885 10–11 319; stulpas BF II 7, vgl. K 1851 11 43; šiluma BF I 324, vgl. sziluma A 1883 6 173; šilima K 1851 11 42, KF 147, ŠF I 11, 1275T, FP III 3, szilima A 1884 5–6 171; šviesa BF III 71, vgl. PF 82, ŠF III 50, FP VI 6, szviesa A 1884 5–6 195; žaibas BF II 6, vgl. K 1856 27 107, PF 96, ŠF II 76, FP VII 122 usw.
Als Begriffe mit etwas kürzerer Gebrauchstradition können beispielsweise folgende gelten: banga BF I 173, vgl. ŠF III 74, FP VI 113; branduolys BF IV 196, vgl. FP III 80; dalelė BF IV 196, vgl. PF 41, ŠF I 113, FP IV 34; darbas BF I 45, vgl. KF 160, ŠF III 91, 789T, FP VII 332; dėsnis BF I 364, vgl. FP I 25; dujos BF II 133, vgl. ŠF I 77, FP VII 385, duja KF 161; ypatybė BF II 62, vgl. PF 82, FP VII 263; jėga BF I 28, vgl. KF 39, ŠF I 24, 386T, FP II 48; kampas BF II 49, vgl. ŠF III 72, 1321T, FP I 87; kelias BF II 90, vgl. FP I 13; kiekis BF II 6, vgl. FP VII 34; kryptis BF II 13, vgl. FP I 9; krosnis BF II 87, vgl. FP VII 187; kūnas BF III 35, vgl. KF 157, ŠF III 35, 1377T, FP I 62; lankas BF II 149, vgl. ŠF II 51, FP VII 187; laukas BF II 6, vgl. ŠF II 56, FP VII 313; lygtis BF I 223, vgl. FP VI 55; paviršius BF III 130, vgl. ŠF II 17, 915T, FP VI 56; petys BF I 53, vgl. ŠF I 15, petis
1 Die ersten Ziffern geben die Erscheinungsjahre von Keleivis und Aušra an, die zweiten die Nummer und die dritten die Seite.
2 Die Zahl gibt die Nummer des Lemmas im Glossar Terminai fizikos reikalams (im Folgenden T) an.
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FP I 64; Plättchen BF II 25, vgl. ŠF II 31, FP IV 39; Ebene BF II 162, vgl. FP I 80; Gleichgewicht BF I 99, vgl. 1028T, FP I 63, Gleichgewicht ŠF I 40; Bedeutung BF I 9, vgl. FP I 35; Erscheinung BF II 5, vgl. FP I 3; Kugel BF II 25, vgl. ŠF III 90, FP I 66; Verhältnis BF II 153, vgl. FP VI 58; Zahl BF IV 79, vgl. FP VII 421; Schicht BF II 245, vgl. ŠF III 69, sluoksnys PF 65, sluogsnis FP II 3; Strom BF III 22, vgl. sriautas FP VII 59; Quelle BF II 6, vgl. FP VI 47; Regel BF II 102, vgl. FP VII 167; Punkt BF III 35, vgl. FP IV 37; Netz BF II 364, vgl. FP VII 192; Kranz BF II 146, vgl. FP VII 387; Rohr BF II 267, vgl. FP VII 385; Widerstand BF II 72, vgl. FP VII 167; Quelle BF II 14, vgl. FP VI 7; Einheit BF I 30, vgl. FP I 12; Erde BF II 21, vgl. FP I 39; Ring BF II 99, vgl. ŠF II 71, FP VII 283; Kerze BF III 22, vgl. FP VI 9 usw.
2.2. Ihrer Struktur nach sind die Termini der Allgemeinen Physik, wie die Termini jedes Wissenschaftsbereichs überhaupt, einwortig oder mehrgliedrig. Die meisten einwortigen Termini sind terminologisierte einfache litauische Wörter und Ableitungen. Unter den Ableitungen überwiegen Suffigierungen und Endungsableitungen; daneben gibt es einige Präfixableitungen und Zusammensetzungen.
2.2.1. Bei den Verben überwiegen Verbalabstrakta oder Bezeichnungen von Handlungen mit den Suffixen –imas/–ymas, zum Beispiel: Umkehrung BF IV 110, Umdrehung BF IV 240, Reflexion BF III 38, Abstoßung BF II 5, Ablesen BF I 40, Vergrößerung BF III 44, Verdopplung BF II 347, Zerfall BF II 145, Zerstreuung BF III 206, Befreiung BF III 244, Ausbreitung BF III 126, Degeneration BF I 297, Beharren BF I 49, Ausdehnung BF II 143, Auspressen BF II 5, Verbindung BF II 306, Fall BF II 151, Bruch BF I 186, Veränderung BF II 98, Verteilung BF I 293, Drehung BF I 193, Drehen BF I 349, Neigung BF II 162, Übertragung BF II 101, Durchschlag BF II 108, Verdünnung BF II 155, Aufhellung BF III 124, Sättigung BF I 332, Sehen BF III 95, Zerkleinerung BF IV 193, Spaltung BF II 115, Strahlung BF IV 269, Strömung BF II 330, Erstarrung BF I 337, Verdichtung BF II 23, Störung BF II 7, Leuchten BF II 146, Ansammlung BF II 111, Umwandlung BF II 98 usw.
Ein Teil der Ableitungen mit denselben Suffixen –imas/–ymas findet sich auch in V. Čepinskis’ Fizikos paskaitose (Kaulakienė 2006: 80–81).
Einige der semantisch konkretisierten Ableitungen mit dem Suffix –imas aus V. Čepinskis’ Fizikos paskaitų wie auch aus P. Brazdžiūnas’ Bendrosios fizikos können als Bezeichnungen für Handlungsergebnisse gelten, zum Beispiel: apsireiškimas „Erscheinung“: „Gegenstand und Aufgabe der heutigen Physik ist die Erforschung jener Natur-apsireiškimų, denen...
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… die Zusammensetzung der Körper, oder ihre Materie, sich überhaupt nicht verändert“ FP I 4; Krümmung „Biegung“: „Die Entstehung von Schatten beweist, dass sich das Licht in geraden Linien ausbreitet, ohne irgendwelche Krümmungen“ FP VI 4; Spannung „Spannung“: „Folglich wirkt die elektrische Spannung nur im Medium und endet an der Oberfläche des Leiters“ FP VII 55; Sättigung „Sättigung“: „Sie wird Sättigungs-kurve genannt“ BF I 332; Druck „Druck“: „Diese zusätzlichen Druckschwankungen werden Schall- oder akustischer Druck genannt“ BF I 193; Umwandlung „Phasenübergang“: „Als Phasenübergänge erster Art gelten solche <...>“ BF I 330; p-n-Übergang „Grenzfläche“: „Somit trennt der p-n-Übergang die vom Licht erzeugten Elektronen und Löcher <...>“ BF III 255.
Der Terminus Übergang bezeichnete sowohl in der Allgemeinen Physik als auch generell in den damaligen physikalischen Publikationen eine bestimmte Art von Kontakt in einem Stromkreis, bei dem zwei Materialien verbunden werden, die Zustandsänderung eines Elektrons (oder Positrons), etwa bei Absorption oder Emission von Licht, sowie eine bestimmte Veränderung eines Materials oder einer Energie. Somit wurden mehrere unterschiedliche Phänomene mit demselben Terminus bezeichnet. Aus terminologischer Sicht erschwert ein derart mehrdeutiger Terminus das Verständnis des Begriffs; andererseits erschwert die undifferenzierte Verwendung des Terminus auch die Kommunikation unter Fachleuten. Daher wurde im FTŽ auf den Terminus Übergang verzichtet und die genannten Begriffe mit litauischen Termini bezeichnet: Grenzfläche (asymmetrische, tiefe, Halbleiter-, pn-, lineare, gezogene usw.), Sprung (umgekehrter, Kern-, multiphotonischer, Elektronen-, einfacher usw.), Umwandlung (Kern-, Energie-, Phasen-, spontane usw.) (Kaulakienė 1982: 41–42).
Etwas kleinere Gruppen von Suffixableitungen bilden Bezeichnungen für Handlungsergebnisse, die mit den Suffixen -inys und -tis gebildet werden, z. B.: Junginys BF II 157, Lydinys BF I 354, Reiškinys BF IV 409, Sprendinys BF I 159, Sukinys BF I 59, Šovinys BF I 139; Grūitis BF II 144, Sudėtis BF II 106, Šlytis BF I 111, Trintis BF I 104 usw.; Bezeichnungen für Werkzeuge oder Mittel zur Ausführung einer Handlung, die mit den Suffixen -iklis, -yklė, -uoklis, -uoklė und -tuvas gebildet werden, z. B.: Degiklis BF I 142, Ėmiklis BF II 60, Maišiklis BF II 349, Rodiklis BF II 93, Skaitiklis BF IV 212, Tirpiklis BF I 337, Variklis BF I 302; Svarstyklės BF I 310; Sąruoklė BF I 95; Daugintuvas BF II 254, Garsintuvas BF IV 215, Greitintuvas BF IV 217, Imtuvas BF I 209, Lygintuvas BF II 244, Purkštuvas BF I 137, Siųstuvas BF II 344, Stiprintuvas BF IV 420; Bezeichnungen für Handelnde und Träger verbaler Eigenschaften, gebildet mit den Suffixen -ėjas und -tojas, z. B.: [Ladungs-]Nešėjas BF II 47, [Massen-]Spinduliuotojas BF II 348: „Die Injektion von Ladungsträgern aus einem Metall in einen Halbleiter wurde zur Signalverstärkung genutzt“ BF IV 14; „Die Wellenlänge der vom Massenspinduliuotojas ausgestrahlten Wellen schwankte zwischen
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50–0,082 mm“ BF II 349. Wie aus dem Kontext hervorgeht, bezeichnen diese Termini bestimmte Gegenstände. Später wurden dafür geeignete Ersatzformen vorgeschlagen, Kruvininkas (Klimavičius 2005: 210–214) und Spinduolis, die von Physikern bis heute verwendet werden, vgl. FTŽ und RTŽ.
2.2.2. Unter den Suffixableitungen, die von Nomina und Partizipien abgeleitet sind, gibt es vor allem Bezeichnungen für Eigenschaften mit dem Suffix -umas, z. B.: Apgręžiamumas BF III 36, Apšviestumas BF III 23, Aptakumas BF I 150, Atsparumas BF I 107, Daugialypumas BF IV 106, Dažnumas BF IV 74, Dėmėtumas BF II 164, Galingumas BF I 47, Įspūdingumas BF II 193, Jautrumas BF II 107, Judrumas BF II 117, Kietumas BF I 108, Klampumas BF I 139, Kreivumas BF I 24, Laidumas BF II 105, Lyginumas BF IV 241, Našumas BF III 33, Neapibrėžtumas BF IV 173, Nevienalytiškumas BF IV 239, Pajėgumas BF III 294, Pralaidumas BF II 199, Ryškumas BF III 24, Spūdumas BF I 114, Statumas BF II 275, Stiprumas BF I 86, Šviesingumas BF III 96, Talpumas BF II 131 usw.
Ein Teil davon stimmt mit den Ableitungen auf -umas in V. Čepinskis Fizikos paskaitų überein (Kaulakienė 2006: 81).
Wie die Beispiele zeigen, sind bis auf wenige Ausnahmen die meisten Ableitungen auf -umas in der Allgemeinen Physik von Adjektiven mit einem einfachen, morphologisch unkomplizierten Stamm gebildet. In der Allgemeinen Physik findet man vereinzelt bereits in früheren physikalischen Publikationen von Substantiven mit den Suffixen -ininkas und -ynas gebildete Termini, z. B.: Laidininkas BF II 24, Varžynas BF II 73.
Am zahlreichsten sind offenbar die von Substantiven gebildeten Diminutive mit spezialisierter oder übertragener Bedeutung. So viele Diminutive wurden im II. Teil der Allgemeinen Physik gefunden: Eilutė BF II 18, Gardelė BF II 103, Juostelė BF II 34, Kamštelis BF II 9, Kilpelė BF II 176, Lankelis BF II 37, Lapelis BF II 9, Narvelis BF II 111, Pertvarėlė BF II 123, Plokštelė BF II 25, Rodyklėlė BF II 5, Rutulėlis BF II 26, Siūlelis BF II 86, Skylutė BF II 25, Stiebelis BF II 9, Šepetėlis BF II 65, Tarpelis BF II 336, Tilttelis BF II 82, Tinklelis BF II 25, Veidrodėlis BF II 176, Vilkelis BF II 197, Zuikelis BF II 176, Žiedelis BF II 69 usw. Zweifellos gäbe es auch in den anderen Teilen dieses Lehrbuchs nicht weniger Diminutive. Offenbar lässt sich daraus schließen, dass die damalige Wissenschaftssprache dazu neigte, kleine Dinge mit Diminutivtermini zu bezeichnen und ihnen eine spezialisierte oder sogar übertragene Bedeutung zu verleihen.
2.2.3. Die meisten suffixlosen Ableitungen werden von Verben mit der Endung -a gebildet, z. B.: Iškyla BF I 174, Įtampa BF II 145, Padala BF II 36, Pakaita BF I 355, Priemaiša BF II 103, Sąveika BF II 7, sowie mit den Endungen -is und -ys, z. B.: Apybegis BF I 82, Būvis BF I 216, Iššvytis BF IV 419, Nuotolis BF II 13, Piūvis BF I 313,
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pokrypis BF IV 239, poslinkis BF II 41, pošvytis BF IV 418, ryšys BF II 13, smūgis BF II 142 usw. bezeichnen das Ergebnis einer Handlung.
2.2.4. Suffixableitungen von Substantiven mit der Endung -is, z. B.: aukštis BF I 134, dydis BF II 156, ilgis BF I 175, finden sich auch im Lehrbuch Fizikos paskaitų von V. Čepinskis (Kaulakienė 2006: 82).
2.2.5. Unter den häufiger vorkommenden Komposita in P. Brazdžiūnas’ Lehrbuch seien folgende genannt: garsakalbis BF II 343, gretasienis BF II 18, laikrodis BF II 64, pusamžis BF IV 188, pusašė BF I 81, pusbangė BF IV 384, pusiaušvyra BF I 99, puslaidininkis BF I 357, pusšešėlis BF III 36, skerspjūvis BF I 138, tarpmazgis BF II 103, vandentiekis BF I 138, žaibolaidis BF II 68, žemėlapis BF II 162 usw.
2.3. Neben den einwortigen litauischen Termini besteht eine weitere Schicht der Terminologie der Bendrosios fizikos aus internationalen Termini und hybriden Bildungen.
Die meisten internationalen einwortigen Termini sind lateinischen und griechischen Ursprungs, z. B.: absorbcija BF IV 384 (lat. absorb tio „Absorption“), akumuliatorius BF II 132 (lat. accumulator „Sammler“), anodas BF II 268 (gr. anodos „Weg nach oben“), anizotropija BF I 343 (gr. anisos „ungleich“ + gr. tropos „Richtung; Eigenschaft“), deformacija BF I 106 (lat. deformatio „Formveränderung“), dispersija BF III 198 (lat. dispersio „Zerstreuung“), efektas BF II 110 (lat. effectus „Wirkung; Ergebnis“), emisija BF III 295 (lat. emissio „Ausstrahlung“), fononas BF IV 385 (gr. phōné „Laut“), generatorius BF II 66 (lat. generator „Erzeuger“), indikatorius BF II 60 (lat. indicator „Anzeiger“), katodas BF II 114 (gr. kathodos „Weg nach unten“), metodas BF II 236 (gr. methodos „Weg der Forschung“), momentas BF II 53 (lat. momentum < moveo „ich bewege“), neutronas BF II 8 (lat. neutrum „keines von beiden“), protonas BF II 8 (gr. prōtos „erster“), rotacija BF IV 352 (lat. rotatio „Drehung“), sistema BF I 329 (gr. systēma „Gefüge“), struktūra BF IV 49 (lat. structura), teorija BF II 106 (gr. theōria „Untersuchung“), termodinamika BF I 279 (gr. thermos „warm“ + gr. dynamikos „Kraft“), vektorius BF I 30 (lat. vector „Träger“) usw.
Nur etwa ein Dutzend internationaler Termini stammt direkt oder über Vermittlersprachen aus dem Englischen, z. B.: strimeris BF II 144 (engl. stream „fließen“), trekas BF II 272 (engl. track „Spur“) usw.; oder sie stammen aus dem Englischen, sind aber lateinischen Ursprungs, z. B.: impedansas BF II 291 (engl. impedance < lat. impedio „ich hindere“), kohereris BF II 337 (engl. coherer < lat. cohaerere); aus dem Französischen, z. B.: barjeras BF II 249 (frz. barrière), biuretė BF II 114 (frz. burette), izoliatorius BF II 24 (frz. isolateur), kontūras BF II 333 (frz. contour), relė BF II 208 (frz. relais), oder lateinischen bzw. griechischen Ursprungs über das Französische
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Sprache, z. B.: kondensatorius BF II 30 (frz. condensateur < lat. condenco „ich verdichte“), poliarizacija BF III 168 (frz. polarisation < gr. polos „Pol“), rezonansas BF I 164 (frz. résonance < lat. resonans „widerhallend“), statistika BF IV 205 (frz. statistique < lat. status „Zustand“); aus dem Deutschen oder Niederländischen, z. B.: dreifas BF II 94 (niederl. drifen „treiben“), droselis BF II 293 (dt. drosseln „drosseln“), konduktansas BF II 293 (dt. Konduktanz), lempa BF II 273 (dt. Lampe) usw.
Einige internationale Termini aus P. Brazdžiūnas’ Lehrbuch Bendroji fizika, die bis heute fortbestehen, finden sich bereits in früheren Physikpublikationen, z. B.: centras BF I 41, vgl. ŠF I 40, FP I 87; dina BF I 30, vgl. F III 84, FP I 56; elektra BF II 8, vgl. A 1883 8–10 281, PF 94, F II 29, FP VII 385; elektrolitas BF II 117, vgl. F II 44, FP VII 204; energija BF IV 388, vgl. F III 91, FP I 56; fizika BF I 7, vgl. F I 3, FP I Prakalba, kvizika A 1884 1–3 35; gramas BF I 30, vgl. F I 3, FP I 11; konstanta BF II 41, vgl. FP VII 82; linija BF II 160, vgl. PF 5, FP VI 3; magnetas BF II 157, vgl. K 1851 11 42, F II 11, FP VII 3, magnasas A 1885 10–11 319; magnetizmas BF II 200, vgl. FP VII 3, magnetismas A 1886 6 170, magnetystė K 1851 12 46; masė BF IV 25, vgl. ŠF III 84, FP I 24; mašina BF I 100, vgl. FP I 61, maszina A 1884 5–6 168, maszyna A 1885 9 288; materija BF II 13, vgl. A 1886 5 140, FP VII 385; mechanika BF I 13, vgl. FP I 69, mekanika ŠF III 84, mēkanika A 1883 7 207; motoras BF II 306, vgl. ŠF II 75, FP VII 313; pol(i)us BF II 138, vgl. A 1885 10–11 320, ŠF II 6, polis A 1884 5–6 209, FP VII 249; spektras BF III 125, vgl. PF 89, ŠF II 6, FP VII 3 usw.
Die genannten internationalen Termini werden in der litauischen physikalischen Terminologie also schon lange verwendet – einige seit 120–150 Jahren. Außerdem wurde bei einem Teil davon in der Bendrojoje fizikoje die heute übliche und unstrittige phonetische oder morphologische Form etabliert, z. B.: amplitudė BF I 173, anijonas BF II 115, baterija BF II 138, cilindras BF II 171, formulė BF I 129, grammolekulė BF I 220, hipotezė BF I 7, jonas BF II 110, molekulė BF IV 26, osmosas BF I 337, skalė BF I 223 usw.
Zur Bezeichnung von Kurven mit gleichen Werten wählte P. Brazdžiūnas folgende morphologische Form: izodinama (Kurve gleicher Stärke), izogona (Kurve gleicher Abweichung), izoklina (Kurve gleicher Neigung) BF II 164; vgl. auch izobara, izochora, izogona, izoklina, izoterma, izotropa F 1958: 38–39, die einige Jahrzehnte später durch folgende Formen ersetzt wurden: izobarė, izobatė, izochorė, izochromatė, izochronė, izodinama, izogonė, izotačė, izotermė FTŽ 1979. Im neu erarbeiteten Fizikos terminų žodyne (2007) wurde jedoch wieder auf die morphologischen Formen der Kurvenbezeichnungen zurückgegriffen, die P. Brazdžiūnas’ Lehrbuch verwendet.
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Im Lehrbuch Bendrosios fizikos werden hybride Termini verwendet, die aus Bestandteilen und Affixen unterschiedlicher Herkunft gebildet sind. Folgende Beispiele seien genannt: 1) ein internationales Grundwort mit einem litauischen Affix, genauer dem Suffix -imas, z. B.: autofazavimas BF IV 218 (: autofazavo), įelektrinimas BF II 5 (: įelektri-no), išsielektrinimas BF II 7 (: išsielektrino), persielektrinimas BF II 141 (: per-sielektrino), įmagnetėjimas BF II 190 (: įmagnetėjo), įmagnetinimas BF II 202 (: įmagnetino), jonizavimas BF IV 210 (: jonizavo); -umas, z. B.: elastingumas BF I 115 (: elastingas), intensyvumas BF IV 366 (: intensyvus), koherentiš-kumas BF III 106 (: koherentiškas), multipletumas BF IV 107 (: multipletus), poliarizuojamumas BF III 174 (: poliarizuojamas), proporcingumas BF I 107 (: proporcingas), radioaktyvumas BF IV 195 (: radioaktyvus), reliatyvumas BF III 286 (: reliatyvus), stabilumas BF IV 258 (: stabilus) u. a.; 2) ein litauisches Grundwort mit einem internationalen Bestandteil, z. B.: ampervalanda BF II 71, ampervija BF II 185, antidalelė BF IV 200, antimagzis BF I 174, an-timedžiaga BF IV 336, bilėšis BF III 109, elektrovara BF II 90, fotodaugintu-vas BF II 255, fotolaidumas BF III 248, fotoplokštelė BF IV 206, fotosluoksnis BF IV 208, fotosrovė BF III 240, fotovarža BF III 248, hiperbranduolys BF IV 330, kilovatvalanda BF II 86, magnetovara BF II 183, ortovandenilis BF IV 367, paravandenilis BF IV 367, piezoašis BF II 63, piezogarsikal-bis BF II 60, superlaidininkis BF II 98, superlaidumas BF II 97, supertakumas BF II 100, termoelektrovara BF II 256, termokryžius BF II 258, ultragarsas BF I 207 u. a.
Auf diese Weise gebildet sind auch einige Adjektive oder Partizipien, die als untergeordnete Bestandteile zusammengesetzter Termini fungieren, z. B.: antiužtveriamasis [Schicht] BF II 245, autosvyruojanti [System] BF I 170, elektroneigiamos [Gase] BF I 217, hipersmulkioji [Struktur] BF IV 139, ultraprarėtintas [Zustand] BF I 257, ul-tratrumpoji [Radiowelle] BF II 348 u. a.
2.4. Das Lehrbuch enthält wohl die meisten zusammengesetzten, zwei- und dreiwortigen Termini. Nach ihrem Grundbestandteil können sie bestimmte Wortnester und Untergruppen bilden, z. B.:
Achse: elektrische A. BF II 10, Ruheachse BF II 36, magnetische A. BF II 158, nichtpolare A. BF II 61, optische A. BF II 61, polare A. BF II 61, segnetoelektrische A. BF II 57;
Welle: elastische W. BF II 63, elektromagnetische W. BF II 331, Elektronenwelle BF III 315, Phasenwelle BF III 313, Longitudinalwelle BF I 175, abgestrahlte Radiowelle BF II 345, kohärente W. BF III 107, Mikroradiowelle BF II 358, ungedämpfte Radiowelle BF II 340, ebene W. BF I 183, Radiowelle BF III 19, sphärische W. BF I
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183, Transversalwelle BF I 175, fortschreitende W. BF I 173, Stoßwelle BF I 150, stehende W. BF I 181, dagegen stehende W. BF III 127, stehende elektromagnetische W. BF II 336, Lichtwelle BF III 128, Ultraschallwelle BF II 63, ultrakurze Radiowelle BF II 348;
Gesetz: Amperesches G. BF II 172, verallgemeinertes Coulombsches G. BF II 54, Bio-Savart-Gesetz BF II 168, Gesetz der elektromagnetischen Induktion BF II 6, Faradaysches G. BF II 120, Faradaysches Elektrolysegesetz BF II 110, Faradaysches Induktionsgesetz BF II 324, Fermisches Verteilungsgesetz BF II 91, Keplersches G. BF II 12, Curiesches G. BF II 194, klassisches (Maxwellsches) Verteilungsgesetz BF II 91, Coulombsches G. BF II 11, Lenzsches G. BF II 226, Maxwellsches Verteilungsgesetz BF II 91, Ohmsches G. BF II 109, Verdünnungsgesetz BF II 117, Poissonsches G. BF II 108;
Energie: Aktivierungsenergie BF II 109, Atomenergie BF I 48, chemische E. BF I 48, elektrische E. BF I 48, Energie des elektrischen Feldes BF II 34, elektrokinetische E. BF II 230, elektromagnetische E. BF I 48, kinetische Energie des Elektrons BF II 142, Energie des elektrischen Stroms BF II 85, Energie des elektrisierten Leiters BF II 34, Ionisierungsenergie BF II 142, Aktivierungsenergie der Ionen BF II 110, kinetische E. BF I 46, freie E. BF I 297, magnetische E. BF I 48, mechanische E. BF I 48, Nullenergie BF I 361, Oberflächenenergie BF I 308, potentielle E. BF I 47, Energie der Potentialbarriere BF II 249, Bindungsenergie BF I 359, Strahlungsenergie BF I 48, gespeicherte E. BF II 34, gebundene E. BF I 297, Anregungsenergie BF II 106, Wärmeenergie BF I 48;
Geschwindigkeit: Elektronengeschwindigkeit BF II 142, Winkelgeschwindigkeit BF I 26, Geschwindigkeit der Kathodenteilchen BF II 153, kritische G. BF II 187, Momentangeschwindigkeit BF I 20, konstante G. BF II 139, relative G. BF I 36, Lichtgeschwindigkeit BF II 187, Führungsgeschwindigkeit BF I 36, mittlere G. BF I 20;
Kraft: Atomkraft BF II 42, Abstoßungskraft BF II 158, elektrische K. BF II 13, elektrostatische K. BF II 117, elektromotorische K. BF II 79, Gravitationskraft BF II 12, Trägheitskraft BF II 89, veränderliche ponderomotorische K. BF II 177, lenkende K. BF II 43, Coulombkraft BF II 13, dagegen Coulomb-Abstoßungskraft BF II 24, magnetomotorische K. BF II 183, Molekularkraft BF II 42, ponderomotorische K. BF II 173, intermolekulare K. BF II 133, thermoelektromotorische K. BF II 256, Anziehungskraft BF II 158, Valenzkraft BF II 117;
Kristall: Dielektrikumkristall BF II 110, zweiachsiger K. BF I 344, Ionenkristall BF II 42, Molekülkristall BF I 357, segnetoelektrischer K. BF II 57, Flüssigkristall BF I 344, Valenzkristall BF I 357, einachsiger K. BF I 344;
Ladung: elektrische L. BF II 8: elektrische Ladung eines Teilchens BF II 40, Elementarladung BF II 38, räumliche elektrische³ Ladung BF II 9, induzierte elektrische L. BF II 27, a-
3Für diesen und andere zusammengesetzte Termini, deren Grundbestandteil der Terminus krūvis oder srovė ist (siehe unten), ist das untergeordnete
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oberflächliche elektrische Ladung BF II 10, spezifische elektrische Ladung BF II 89, gebundene elektrische Ladung BF II 45, Punktladung BF II 9, Volumenladung BF II 71, induzierte Ladung BF II 26, negative Dipolladung BF II 55, Oberflächenladung BF II 45, positive Dipolladung BF II 55, aber positive Raumladung BF II 144;
Leitfähigkeit: Defektleitfähigkeit BF II 105, Gasentladungsleitfähigkeit BF II 133, elektrische Leitfähigkeit BF II 72, elektronische Leitfähigkeit BF IV 389, selbständige Gasentladung BF II 135, Luftleitfähigkeit BF II 68, Störstellenleitung im Halbleiter BF II 104, Eigenleitung des Halbleiters BF II 104, Löcherleitung BF IV 389, spezifische Leitfähigkeit BF II 73, Wärmeleitfähigkeit BF II 101;
Feld: elektrisches Feld BF II 6, elektrisches Kraftfeld BF II 13, elektromagnetisches Feld BF II 324, kritisches Magnetfeld BF II 210, magnetisches Feld BF II 6, magnetisches Kraftfeld BF II 159, destruktives elektrisches Feld BF II 59, polarisierendes äußeres Feld BF II 27, Potentialfeld BF II 22, solenoidales Kraftfeld BF II 183, rotierendes Magnetfeld BF II 307, wirbelfreies Feld BF II 183, Wirbel-Elektrizitätsfeld BF II 325, homogenes Magnetfeld BF II 99, elektrisches Erdmagnetfeld BF II 66, magnetisches Erdmagnetfeld BF II 162;
Strahlen: Elektronenstrahlen BF II 106, Gammastrahlen BF II 106, Kanalstrahlen BF II 154, Kathodenstrahlen BF II 153, kosmische Strahlen BF II 135, Neutronenstrahlen BF II 106, Röntgenstrahlen BF II 153, harte Röntgenstrahlen BF II 155, weiche Röntgenstrahlen BF II 155, Lichtstrahlen BF III 35;
Strom: elektrischer Strom ohne Träger BF II 301, extrastrom BF II 229, elektrischer Strom BF II 70: zweiphasiger elektrischer Strom BF II 304, Foucaultscher Strom BF II 232, Ladestrom BF II 131, Entladestrom BF II 131, Wechselstrom BF II 286, Konvektionsstrom BF II 170, quasistationärer Strom BF II 287, molekularer Strom BF II 159, Gleichstrom BF II 69, nichtstationärer Strom BF II 286, Verschiebungsstrom BF II 325, stationärer Strom BF II 286, dreiphasiger elektrischer Strom BF II 305; Strömung idealer Flüssigkeiten BF I 132, Ionisationsstrom BF II 135, Konzentrationsstrom BF I 346, Konvektionsströmung BF II 68, Leitungsstrom BF II 325, laminare Strömung BF I 131, gesättigter Ionisationsstrom BF II 138, Flüssigkeitsströmung BF I 131, stationäre Strömung BF I 132, ruhende Luftströmung BF II 68, turbulente Strömung BF I 131 usw.
Bei P. Brazdžiūnas gibt es wesentlich mehr Artbegriffe in Allgemeine Physik als in V. Čepinskis Physikvorlesungen. Außerdem unterscheiden sich bei einem Teil der Gattungs- und Artbegriffe beider Lehrbücher, die dieselben Begriffe benennen, die Bezeichnungen, zum Beispiel:
Das Element elektra scheint überflüssig zu sein, vgl. FTŽ: Raumladung, spezifische Ladung, Punktladung, Volumenladung; Zweiphasenstrom, Foucaultscher Strom, Wechselstrom, Konvektionsstrom, quasistationärer Strom, nichtstationärer Strom, Gleichstrom, stationärer Strom.
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Welle: Transversalwelle BF I 175 und Querwelle FP I 56;
Zustand BF I 221 und Lage FP VII 206;
Element: Konzentrationselement BF II 123 und Konzentrationszelle FP VII 223;
Energie: chemische Energie BF I 48 und chemische Energie FP I 60, elektrische Energie BF I 48 und Elektrizitätsenergie FP I 60, potenzielle Energie BF I 47 und Potentialenergie FP I 59, Wärmeenergie BF I 48 und Wärme FP I 60;
Geschwindigkeit BF I 26: Winkelgeschwindigkeit BF I 26, gleichförmige Geschwindigkeit BF I 19–20, mittlere Geschwindigkeit BF I 26 und Schnelligkeit FP I 85: Winkelgeschwindigkeit FP I 85, gleichförmiges Tempo FP I 52, mittlere Geschwindigkeit FP I 17;
Kraft: elektromotorische Kraft BF II 79 und elektromotorische Kraft FP VII 167, Reibungskraft BF I 103 und Reibungskraft, Reibung FP I 27;
Erscheinung BF II 6: piezoelektrische Erscheinung BF II 61 und Phänomen FP VII 1: Piezoelektrizitätsphänomen FP VII 118;
Strom: zweiphasiger elektrischer Strom BF II 304 und Zweiphasenstrom FP VII 334, dreiphasiger elektrischer Strom BF II 305 und Dreiphasenstrom FP VII 334;
Pendel BF I 95 und Schwinger FP I 90 usw.
Es gibt jedoch zahlreiche sortenweise übereinstimmende Termini in beiden Lehrbüchern (Kaulakienė 2006: 87). Dies zeigt, dass sich ein Teil der damaligen physikalischen Termini bereits etabliert hatte. Besonders viele bis heute erhaltene Termini aus der Allgemeinen Physik sind zu finden, vgl.:
elektrische, magnetische, optische Achse;
elektromagnetische, elektronische, longitudinale, ebene4 (FTŽ ebene), Radio-, sphärische, transversale, sich ausbreitende (FTŽ sich ausbreitende), Licht-, Ultraschallwelle;
Ampère-, Biot-Savart (FTŽ Biot und Savart), Faradaysches Induktionsgesetz, Keplersches, Curiesches, Coulombsches, Ohmsches Gesetz;
Aktivierungs-, Atom-, chemische, Feld-, elektrokinetische, elektromagnetische, kinetische, freie, magnetische Feld-, Null-, Bindungs-, Strahlungs-, gespeicherte (FTŽ gespeicherte), gebundene, Anregungs-, Wärmeenergie;
Winkel-, Momentan-, konstante (FTŽ konstante), Licht-, mittlere Geschwindigkeit;
Atom-, elektrische, elektrostatische, elektromotorische, Gravitations-, Trägheits-, magnetomotorische, ponderomotorische, intermolekulare, thermoelektromotorische, Anziehungskraft;
zweiachsiger, ionischer, molekularer, ferroelektrischer, Flüssigkristall;
elektrischer, elementarer (FTŽ elementarer) elektrischer, induzierter (FTŽ induzierter) elektrischer, gebundener elektrischer Ladung;
elektrische, elektronische, Eigenleitfähigkeit eines Halbleiters, Loch-, spezifische Leitfähigkeit;
4 Die Nebenbestandteile der meisten zusammengesetzten Termini in der Allgemeinen Physik, die aus Adjektiven oder Partizipien bestehen, stehen in unflektierten Formen.
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elektrisches, elektromagnetisches, magnetisches, potenzielles, solenoidales Feld; Gamma-, Kanal-, Kathoden-, harte Röntgenstrahlen (FTŽ Rentgeno), weiche Röntgenstrahlen (FTŽ Rentgeno), Röntgenstrahlen (FTŽ Rentgeno), kosmische Strahlung usw.
Die Fülle der bis heute verwendeten Termini im Lehrbuch der Allgemeinen Physik zeigt, dass sowohl der Lehrbuchautor als auch die Herausgeber umfangreiche normierende Arbeit geleistet haben. Nur einige zusammengesetzte Zwei- oder Dreiworttermini, die offenbar nach Ansicht des Autors fragwürdig sind, stehen in Anführungszeichen, z. B.: „Magnetismusmenge“ BF II 157, Modell des „materiellen Punktes“ BF II 91, „Reibungskraft“ BF II 89, obwohl einige davon bis heute verwendet werden: materieller Punkt, Reibungskraft (FTŽ).
Im Lehrbuch gibt es auch zusammengesetzte Vier- oder sogar Fünfworttermini, die meist als Überschriften von Unterkapiteln auftreten oder im Text kursiv hervorgehoben sind, z. B.:
Komponente5: Komponente der elektrischen Feldstärke BF II 18; Energie: magnetische Energie der elektrischen Ströme BF II 231; Generator: magnetronischer Ultrakurzwellen-Generator BF II 352, Generator ungedämpfter Radiowellen BF II 340, Generator des bremsenden elektrischen Feldes BF II 349, Generator des rotierenden elektrischen Stroms BF II 318, Generator ultrakurzer Radiowellen BF II 348; Geschwindigkeit: Winkelgeschwindigkeit der Elektronenbewegung BF II 195; Trägheit: Trägheit der Träger elektrischer Ladungen BF II 90; Kraft: Kraft der Wechselwirkung magnetischer Pole BF II 157, ponderomotorische Kraft des Magnetfeldes BF II 172; Koeffizient: Koeffizient der inneren Reibung von Gasen BF II 41, Ausdehnungskoeffizient idealer Gase BF II 96, Temperaturkoeffizient des elektrischen Widerstands von Metallen BF II 95, Absorptionskoeffizient der Röntgenstrahlen BF II 156, spezifischer elektrischer Polarisationskoeffizient BF II 53; Ladung: elektrische Ladung entgegengesetzten Vorzeichens BF II 35; Leitfähigkeit: selbstständige elektrische Leitfähigkeit von Gasen BF II 133, aber unselbstständige elektrische Leitfähigkeit von Gasen BF II 133; System: absolutes Gaußsches magnetisches Einheitensystem BF II 160, absolutes praktisches MKSA-Einheitensystem BF II 188; Strahlung: radioaktive Strahlung von Wasserquellen BF II 135; Strom: elektrischer Strom hörbarer Frequenz BF II 177, sinusförmiger Wechselstrom BF II 287, dreiphasiger Wechselstrom BF II 304; Kapazität: elektrische Kapazität der Erdkugel BF II 31;
5Von solchen Termini, die aus substantivierten Partizipien oder Adjektiven bestehen, gibt es in P. Brazdžiūnos Allgemeiner Physik einige wenige, z. B.: Resultierende: Resultierende der Komponenten BF II 225, Resultierende der Anziehungskräfte BF II 308; Komponente: horizontale Komponente BF II 49, Tangentialkomponente BF II 149, Komponente des magnetischen Moments BF II 198, Normalkomponente BF II 46, senkrechte Komponente BF II 49; Vielfaches: Vielfaches der elementaren elektrischen Ladung BF II 40; Tangente: Tangente des Rings BF II 90.
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Dichte: Energiedichte des elektrischen Feldes BF II 35;
Widerstand: Impedanz eines Wechselstromkreises BF II 288;
Einheit: Stärke eines magnetischen Pols BF II 158;
Übergang: Phasenübergang zweiter Art BF II 98, Phasenübergang erster Art BF II 98.
Bei einigen zusammengesetzten Drei- oder Vierworttermini ist die Wortstellung etwas ungewöhnlich, z. B.: elektrische Leitfähigkeit der Gase BF II 133, elektrinis laidumas BF II 133, elektrodų elektrolitinė poliarizacija BF II 119, elektrono kinetinė energija BF II 142, elektronų laisvasis kelias BF II 90, elektros diskretinė struktūra BF II 38, elektros srovių magnetinė energija BF II 230, gramatomo magnetinis momentas BF II 193, jonų laisvasis kelias BF II 135, katodo termoioninė emisija BF II 148, laidininkų elektrinė poliarizacija BF II 27, medžiagos dielektrinė poliarizacija BF II 43, metalų varžos temperatūrinis koeficientas BF II 95, srovės elektrinis rezonansas BF II 295, varžos temperatūrinis koeficientas BF II 96 usw.
Zu den wenigen zusammengesetzten gekoppelten Termini zählen: Elektrode–Kollektor BF II 253, Elektrode–Gitter BF II 274, Tröpfchen–Teilchen BF II 39, Solenoid–Toroid BF II 168, Quelle–Normal BF III 21 usw.
3. SYNONYMISCHE UND VARIANTENREICHE AUSDRUCKSWEISE DER BEGRIFFE DER ALLGEMEINEN PHYSIK
In P. Brazdžiūnas Lehrbuch Allgemeine Physik gibt es im Vergleich zu V. Čepinskis Lehrbuch Vorlesungen über Physik nur sehr wenige Fälle synonymischer und variantenreicher terminologischer Ausdrucksweise.
3.1. Es finden sich jeweils einige synonyme einwortige Termini, die durch die ausschließende Konjunktion arba verbunden sind, vor der ein Komma stehen kann oder auch nicht; oder einer der synonymen einwortigen Termini steht in Klammern, z. B.: Vielheit oder Multiplett BF IV 106, Defekt oder Aufnahme BF II 103, Dielektrikum oder Isolator BF II 24, Emulsion oder Suspension BF I 333, Coulomb oder Ampere-Sekunde BF II 12, Spin oder Drehimpuls BF II 204, Drehung oder Rotation BF I 243, Widerstandsregler oder Rheostat BF II 76, Wattsekunde oder Kilowattstunde BF II 85;
Masse (oder Gewicht) BF I 44, aber Massen- oder Gewichtsschwerpunkt BF I 41, Schwebung (Pulsation) BF I 179, Haftung (Kohäsion) BF I 216.
Einige wenige Begriffe werden mit einem zusammengesetzten und einem einwortigen Terminus oder mit zwei beziehungsweise mehreren zusammengesetzten Termini gleicher Bedeutung bezeichnet. Auch solche synonymen Termini werden durch die ausschließende Konjunktion arba verbunden oder einer von ihnen steht in Klammern, z. B.: Zweielektronenröhre oder Diode BF II 273, Schallstreuung oder Dispersion BF I 201, Magnetisierung, oder
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magnetische Polarisation BF II 190, induktiver Widerstand oder Induktanz BF II 293, Ionenrekombination oder Molisation BF II 116, aber Molisation oder Rekombinationskoeffizient BF II 116, erste Anode oder Beschleunigungselektrode BF II 268, Selbstinduktionskoeffizient oder Selbstinduktion BF II 229, kapazitiver Widerstand oder Konduktanz BF II 293, schwingender elektrischer Dipol oder Oszillator BF II 334; Multiplettzustand (Multiplett) BF IV 108 u. a.
3.2. Etwas zahlreicher sind zusammengesetzte Termini, die sich durch synonyme untergeordnete Bestandteile unterscheiden. Solche Termini werden durch arba verbunden oder einer von ihnen steht in Klammern, z. B.:
Bewegungs- oder kinetische Energie BF I 46, Funken- oder Durchschlagspotential BF II 144, Kondensations- oder Wilson-Kammer BF II 271, kubischer oder volumetrischer Ausdehnungskoeffizient BF I 358, Lageenergie oder potentielle Energie BF I 47, Leucht- oder Tageslichtlampen BF II 152, kleinste oder elementare elektrische Ladung BF II 40, Molekülanziehungs- oder Kohäsionsdruck BF I 308, inhomogenes oder nichthomogenes Feld BF II 55, Anregungs- oder Aktivierungsenergie der Halbleiter BF II 106, Regenerativempfänger oder Rückkopplungsempfänger BF II 346, Selbstinduktions- oder Extrastrom BF II 229, Loch- oder p-Halbleiter BF II 105, Flüssigkeits- oder Elektrolytwiderstand BF II 77, Kompressibilität oder Kompressionskoeffizient BF I 114, Oberflächen- oder Skineffekt des Stroms BF II 234, Faden- oder Fadenelektrometer BF II 37, Erstarrungs- oder Gefriertemperatur BF I 337, Schub- oder Torsionsmodul BF I 111, Valenz- oder optisches Elektron BF II 90, homogenes Feld oder Äquipotentialfläche BF II 22;
Induktions- (oder Verschiebungs-)vektor BF II 28, langsam veränderlicher (quasistationärer) elektrischer Strom BF II 183, molekulare (molare) Wärme BF I 243, thermische (ungeordnete) Bewegungsgeschwindigkeit BF II 94.
So werden gewöhnlich Termini bei ihrer ersten Erwähnung angegeben; im weiteren Text wird dann nur einer von ihnen verwendet, z. B.:
„Eine solche Drehung des Elektrons nennen wir Spin oder Drehimpuls. Bei der Drehung des Elektrons entsteht ein zusätzliches magnetisches Spinmoment. Die magnetischen Spinmomente zweier benachbarter Atome sind im Ferromagnetikum parallel ausgerichtet <...>“ BF II 204.
„<...> gewöhnlich schalten wir Widerstandsregler oder Rheostaten in den Stromkreis. Zu diesem Zweck ändern wir den Widerstand des Stromkreises Widerstandsreglers <...>. <...> im Labor werden am häufigsten Schiebewiderstände mit Schleifkontakt verwendet Widerstandsregler“ BF II 76, vgl. auch: Dekaden-, Graphit-, Platin- und Drahtwiderstand BF II 77.
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„Die Energie, die ein bewegter Körper besitzt, nennen wir Bewegungs- oder kinetische Energie. Differenzieren wir den Ausdruck für die kinetische Energie <...>.“ BF I 46. „Die Ableitung der kinetischen Energie nach der Geschwindigkeit drückt den Bewegungsimpuls des bewegten Körpers aus“ BF I 47.
„Ein elektrisches Feld, dessen Stärke <...> überall gleich ist, nennen wir ein homogenes oder gleichförmiges Feld“ BF II 55. „In einem homogenen elektrischen Feld wirkt auf den Körper ein Drehmoment <...> im homogenen Feld richtet sich der dielektrische Körper in Richtung des elektrischen Feldes aus <...>“ BF II 56 u. a.
Es gibt nur noch einen weiteren Fall, in dem zusammengesetzte Termini, die sich durch synonymische Nebenbestandteile unterscheiden, durchgehend beide im gesamten Lehrbuch angeführt werden, z. B.: „Diese Art der Deformation nennen wir Schub. Sie wird durch den Schub- oder Torsionsmodul <...> bezeichnet. G ist der Schub- oder Torsionsmodul, der nur von den elastischen Eigenschaften des Materials abhängt. <...> Für diesen Fall können wir G durch den Schub- oder Torsionsmodul wie folgt ausdrücken <...>“ BF I 111.
3.3. Abgesehen von den angeführten Fällen synonymischer Ausdrucksweisen bei Nebenbestandteilen zusammengesetzter Termini gibt es in P. Brazdžiūnas Allgemeiner Physik nur noch einige Fälle variierender Ausdrucksweise bei Nebenbestandteilen zusammengesetzter Termini, z. B.: Joulesche Wärme BF II 87 und Joules Wärme BF II 202, Ätherhypothese BF II 6 und Hypothese des Äthers BF II 52, Coulombsche Kraft BF II 13 und Coulombsche Abstoßungskraft, positive Dipolladung BF II 55 und positive Raumladung BF II 144 u. a.
Aus diesen wenigen Fällen synonymischer und variierender Ausdrucksweise sowohl bei einfachen als auch bei zusammengesetzten Termini lässt sich schließen, dass die meisten Termini in P. Brazdžiūnas Allgemeiner Physik bereits normiert waren. Darauf stützten sich sowohl die späteren Autoren physikalischer Veröffentlichungen als auch die Verfasser physikalischer Terminologiewörterbücher.
4. SCHLUSSFOLGERUNGEN
P. Brazdžiūnas Allgemeine Physik war das zweite litauischsprachige, vierteilige Physiklehrbuch für Hochschulen, das etwa vierzig Jahre nach dem ersten Physiklehrbuch für Hochschulen – V. Čepinskis Vorlesungen über Physik – erschien.
Die Terminologie sowohl der Allgemeinen Physik als auch der Vorlesungen über Physik umfasst nicht nur Termini der reinen Physik, sondern auch allgemeine Termini sowie physikalische Termini, die mit anderen Gebieten der Natur- und Technikwissenschaften verbunden sind.
2. Die Terminologie der Allgemeinen Physik umfasst terminologisierte einfache Wörter der litauischen Sprache, Ableitungen und internationale Termini. Bei den Ableitungen kommen am häufigsten die Suffixe -imas/-ymas, -umas, -ybė, -inys, -iklis, -yklė, -tuvas und die Endungen -a, -is vor.
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Ableitungen und Zusammensetzungen. Unter den Zusammensetzungen sind Bildungen mit einem verbalen Zweitglied häufiger.
Die meisten internationalen Termini sind lateinischen oder griechischen Ursprungs oder gelangten aus dem Lateinischen oder Griechischen über das Englische oder Französische zu uns.
3. Sowohl im Lehrbuch Bendrosios fizikos als auch in Fizikos paskaitų finden sich besonders viele zusammengesetzte zwei- und dreigliedrige Termini, die sich nach ihrem Grundglied in bestimmte Reihen einteilen lassen. Im Lehrbuch Bendrosios fizikos gibt es ungleich mehr solcher Reihen als in Fizikos paskaitose. Die meisten zusammengesetzten Termini der Reihen in Bendrosios fizikos sind bis heute gebräuchlich. Dies zeigt, dass sowohl der Lehrbuchautor als auch die Redakteure bedeutende normative Arbeit geleistet haben.
4. Die geringe synonyme und variantische Ausdrucksvielfalt sowohl bei Einworttermini als auch bei zusammengesetzten Termini in Bendrosios fizikos zeigt, dass die meisten der von P. Brazdžiūnas in seinem Lehrbuch verwendeten Termini zu jener Zeit bereits normiert waren und zur Grundlage späterer terminografischer Physikpublikationen wurden.
LITERATŪRA
Akademikas 1992: Akademikas Povilas Brazdžiūnas. Sudarytojai E. Balnytė, V. Kalesinskas, E. Makariūnienė, Vilnius.
Blažienė I. 1987: Povilas Brazdžiūnas. Literatūros rodyklė, Vilnius.
Fizikos istorija 1988: Fizikos istorija Lietuvoje. I (1579–1940). Autorių kolektyvas: P. Brazdžiūnas, H. Horodničius, H. Jonaitis, A. Puodžiukynas, I. Šenavičienė, Vilnius.
Horodničius H. 1967: Bibliografija, – Lietuvos fizikos rinkinys 7(4), 877–879.
Jonaitis H. 1962: Bibliografija. – Lietuvos fizikos rinkinys 2 (1/2), 175.
Kaulakienė A. 1982: Dėl kelių sudėtinių verstinių terminų. – Kalbos kultūra 43, 39–43.
Kaulakienė A. 2003: Lietuviškų fizikos vadovėlių elektros ir magnetizmo terminai. – Terminologija 10, 107–116.
Kaulakienė A. 2006: Pirmojo lietuviško aukštosios mokyklos fizikos vadovėlio terminija. – Terminologija 13, 76–96.
Klimavičius J. 2005: Leksikologijos ir terminologijos darbai: norma ir istorija, Vilnius.
LTE II 1977: Lietuviškoji tarybinė enciklopedija 2, Vilnius.
Makariūnienė E. 1990: Povilas Brazdžiūnas. Kaunas.
Makariūnienė E., Klimka L. 1994: Lietuvos fizikų ir astronomų sąvadas, Vilnius.
Makariūnienė E., Klimka L. 2001: Lietuvos fizikų ir astronomų sąvadas, Vilnius.
MLTE I 1966: Mažoji lietuviškoji tarybinė enciklopedija 1, Vilnius.
Puodžiukynas A. 1962: Bendroji fizika. – Mokslas ir technika 3, 37.
Šenavičienė I. 1982: Fizikos raida Lietuvoje (1579–1940), Kaunas.
Šiuolaikinė fizika 1997: Šiuolaikinė fizika Lietuvoje. Sudarytojai: E. Makariūnienė, E. Rupšlaukis, D. Usorytė, Vilnius.
ŠALTINIAI
A – Aušra. Laikraštis, išleidžiamas per Dra. Bassanavičių (1883–1886).
BF – Brazdžiūnas P. Bendroji fizika. 1–4 d., Vilnius, 1960–1965.
F – Fizikos terminų žodynas. Red. P. Brazdžiūnas, Vilnius, 1958.
FP – Čepinskis V. Fizikos paskaitos. I–VII sk., Kaunas, 1923–1926.
FTŽ – Fizikos terminų žodynas. Vyr. red. P. Brazdžiūnas, Vilnius, 1979.
108 Angelė Kaulakienė | Profesoriaus Povilo Brazdžiūno Bendrosios fizikos…
K – Keleivis iš Karaliaučiaus broliams lietuvininkams žinias parnešąs (1849–1879).
KF – Končius I. Fizika: Fizikos vadovėlis gimnazijoms [Rankraštis] (VUBR. F1. F1039), 1919.
PF – Neris P. Populiariskas rankvedis fyzikos, Šenandoras, 1889.
RTŽ – Radioelektronikos terminų žodynas. Vyr. red. V. Palenskis, Vilnius, 2000.
ŠF – Šakenis K. Fizika, Tilžė, 1920.
T – Terminai fizikos reikalams. – Lietuva, 1923–1924.
TERMINOLOGY OF THE TEXTBOOK BENDROJI FIZIKA BY POVILAS BRAZDŽIŪNAS
Bendroji fizika (General physics) by Povilas Brazdžiūnas was the second original textbook of physics for universities in four parts written in Lithuanian. It was published approximately forty years after the first Lithuanian textbook of physics for higher schools Fizikos paskaitos (Lectures on physics) by V. Čepinskis.
The terminology of Bendroji fizika and Fizikos paskaitos consists not only of pure terms of physics, but also of general terms and terms of physics related to other fields of physical and technological sciences. In Bendroji fizika terms are terminologized common words, word formations and international terms.
Among the word formations the most frequent are derivatives with suffixes -imas/-ymas, -umas, -ybė, -inys, -iklis, -yklė, -tuvas, -alas and with endings -as and -is and compounds. Among the later more frequent are compounds with a verbal second element.
The majority of international terms are of Latin or Greek origin or have come from Latin or Greek through English or French.
In both textbooks Bendroji fizika and Fizikos paskaitos the majority of terms are two or three word complex terms, which could be separated into a few families of words according to their main element. In Bendroji fizika there are lots more of such families than in Fizikos paskaitos. The majority of complex terms from Bendroji fizika are still in use. This demonstrates how successful was the normalization performed by both the author and the editor of the textbook.
All surnames of foreign scientists, which make subordinate elements of complex terms in Bendroji fizika have adapted forms with Lithuanian endings according to their approximate pronunciation. It can be concluded that foreign surnames in the language of science from the middle of the 20th century have an adapted form according to the pronunciation.
Sparing usage of synonyms and variants of simple or complex terms shows that the majority of terminology of Povilas Brazdžiūnas’ textbook was already normalized and became the basis for the subsequent terminographical publications of physics.
Gauta 2007-09-19
Angelė Kaulakienė, Lietuvių kalbos institutas, P. Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius, E. paštas [email protected]
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