1883–1916 m. katekizmai ir jų religijos terminų reikšminės grupės
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Katechismen von 1883–1916 und semantische Gruppen ihrer religiösen Termini
AUŠRA RIMKUTĖ
Lietuvių kalbos institutas
Ein Katechismus (gr. katéchēsis – Unterweisung, Belehrung) ist eine knappe Darstellung der Grundlagen des Christentums (VLE IX 2006: 566; siehe auch RŽ 1991: 187; KEŽ 1997: 162; LLE 2001: 224) oder, wie es im Trumpas Katekizmas arba Vadovėlis į gerą Spaviednę ir šv. Komuniją (1904) von Pfarrer Kazimieras Skrodzkis heißt: „eine Unterweisung in Fragen und Antworten darüber, was dem Menschen obliegt: 1) Gott, 2) dem Nächsten und 3) dem eigenen Glück, insbesondere seiner Seele“ (TK 9)1. Im Katechismus werden gewöhnlich in Form von Fragen und einfachen Antworten Glaubenswahrheiten, die Sakramente, das Glaubensbekenntnis der Christen, die wichtigsten Gebete, die Zehn Gebote Gottes und anderes dargelegt. Der Inhalt des Katechismus hängt selbstverständlich von der Zeit seiner Veröffentlichung und seiner Zielgruppe ab. Er kann für Kinder, Jugendliche, Erwachsene, das heißt Laien, ebenso wie für Priester, Bischöfe und andere bestimmt sein (siehe auch VLE IX 2006: 566–567). Katechismen gab es in unterschiedlichem Umfang. Vor ihrer Weihe legten Priester das Gelübde ab und legen es weiterhin ab, sich an die Wahrheiten des Katechismus zu halten.
Schon zu Beginn des Christentums wurden die Glaubenslehren mithilfe des Katechismus vermittelt. Das erste Lehrbuch mit dem Titel Katechismus erschien Ende des dritten Jahrzehnts des 16. Jahrhunderts (1529). Es handelt sich um den protestantischen Katekizmas von Martin Luther (Großer Katechismus für Geistliche und Kleiner Katechismus für Gemeindemitglieder). Als erster Katechismus in litauischer Sprache (und zugleich als erstes gedrucktes litauisches Buch) gilt der Katekizmas von Martynas Mažvydas für evangelische Lutheraner (1547). Den ersten Katechismus für Katholiken verfasste Mikalojus Daukša (1595)2, den für evangelische Reformierte Merkelis Petkevičius (1598). Es sind besonders wertvolle Denkmäler der Sprach- und Religionsgeschichte.
Dieser Artikel gibt einen kurzen Überblick über Katechismen aus einer wichtigen Periode der Geschichte der litauischen Sprache – den letzten beiden Jahrzehnten des 19. und den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts
1 In den Zitaten wurde nichts geändert.
2 Es wird angenommen, dass der erste litauischsprachige Katechismus für Katholiken, der nach dem Katechismus des deutschen Jesuiten P. Kanizijus zusammengestellt wurde, 1585 veröffentlicht wurde; Exemplare davon sind jedoch nicht erhalten (LLE 2001: 225).
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… Jahren – Katechismen. Die Quellen wurden anhand der Arbeiten von Vaclovas Biržiška, der Bibliografien Litauens und der Litauischen SSR sowie des elektronischen Katalogs der Litauischen Nationalbibliothek Martynas Mažvydas zusammengetragen. Es ist darauf hinzuweisen, dass nicht alle Katechismen mit dem Wort katekizmas bezeichnet werden. Die in diesem Artikel besprochenen Katechismen wurden als Auslegung, Lehre, Handbuch, katechetische Unterweisung, Lehrbuch, Leitfaden, heilige Geschichte, erster Religionsunterricht oder Lehre, Erklärung des katholischen Glaubens und Ähnliches bezeichnet. Dass es sich um einen Katechismus handelt, wird gewöhnlich im Vorwort der Publikation angegeben. Außerdem gab es Publikationen, in deren Titel das Wort katekizmas vorkommt, die jedoch überhaupt keine Katechismen sind. Sie werden in diesem Artikel nicht behandelt; ein Beispiel ist der 1906 in Vilnius erschienene Elementorius su paveikslais, poteriais, katalikiškais katekizmais ir ministranturu kartu arba skyrioms be katekizmų, teip mažiems vaikeliams, kaip ir dideliems, trokštantiems išmokti skaityti ir rašyti des Priesters Juozas Ambraziejus³. Obwohl auf dem Titelblatt steht: „mit Gebeten, katholischen Katechismen und Ministrantendienst“, enthält die Publikation diese Dinge nicht (LB I 2006: 115).
Im Mittelpunkt des Artikels stehen alle Katechismen, die anhand der genannten Quellen gefunden wurden und zugänglich sind. Nicht behandelt werden lediglich Publikationen, die nur anhand von Quellen beschrieben werden konnten oder stark beschädigt sind, sowie der 1908 in Brooklyn erschienene Trumpas katekizmas: patvirtintas dėl Žemaičių ir Vilniaus vyskupysczu ir dėl Mohilovos4 archivyskupystės. 3-ias spaudimas su pridėjimu 8 palaiminimu ir ministranturos., der im Archiv für litauische Kultur Amerikas in Putnam aufbewahrt wird. Sie alle sind wichtig für die Untersuchung des Wandels der religiösen Terminologie vom Ende des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Ihr Wert ist natürlich nicht gleich: In manchen finden sich nur vereinzelt litauische Termini und zahlreiche fremdsprachige, in anderen ist es umgekehrt. Darüber hinaus lassen sich in einigen sogar Definitionen von Termini, Anmerkungen zu ihrem Gebrauch und Ähnliches finden. An der Fachsprachlichkeit der meisten Termini besteht kein Zweifel. Sie werden gesammelt, um zu zeigen, wie die religiöse Terminologie des untersuchten Zeitraums beschaffen war, wie sie sich wandelte und welche Merkmale sie aufwies. Auch der Umfang der Katechismen ist unterschiedlich – von einigen Dutzend bis zu mehreren Hundert Seiten. Meist sind sie kleinformatig.
Darüber hinaus wird in diesem Artikel anhand des aus einigen Katechismen (siehe Quellenverzeichnis) zusammengetragenen Materials versucht, die wichtigsten und häufigsten Bedeutungsgruppen religiöser Termini darzustellen und zu definieren, was ein religiöser Terminus ist.
Dieses Genre kirchlicher Literatur ist eine sehr wichtige Quelle der Terminologie (und allgemein der Sprache—
3 Elementorius buvo dvasinės vyresnybės uždraustas (LB I 2006: 115).
4 Heute: Mogiljow (PV 2006: 281).
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—). Für die sich herausbildende litauische Standardsprache waren Katechismen vom Ende des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts von außerordentlicher Bedeutung. In ihnen wurden in litauischer Sprache – wenn auch nicht immer in reiner Form – grundlegende Texte des Glaubens und der Kultur des Volkes sowie Texte des täglichen Lebens festgehalten. Gerade an ihnen lässt sich erkennen, wie Normen der Standardsprache geschaffen, verbreitet und sogar verankert wurden. Die Terminologie der Katechismen zeichnet sich sowohl durch Beständigkeit als auch durch Wandel aus. Und das war für jene Zeit vermutlich ganz normal.
KATECHISMEN DER JAHRE 1883–1916
Im Zeitraum von dreiunddreißig Jahren – von 1883 bis 1916 – erschienen 86 katholische und 11 protestantische Katechismen unterschiedlichen Umfangs sowie überarbeitete oder ergänzte Ausgaben (teilweise als Nachdrucke). Die meisten Katechismen wurden in Kleinlitauen gedruckt – in Königsberg, Tilsit und Bitėnai, außerdem in Klaipėda und Sejny (43 Katechismen). Denn nachdem die Regierung des Russischen Reiches vierzig Jahre lang den Druck litauischer Texte in lateinischer Schrift verboten hatte, war, wie Vytautas Merkys in seinem Buch Draudžiamosios lietuviškos spaudos kelias 1864–1904 schreibt, „das Zentrum des Verlagswesens litauischer Bücher in Vilnius aufgelöst worden. Dieses Verlagswesen konzentrierte sich jenseits der Grenze des Russischen Reiches, im von Litauern bewohnten Teil Preußens“ (Merkys 1994: 9)5. Offenbar schufen die günstige geografische Lage Litauens und die recht alten Traditionen des litauischen Buchdrucks die Voraussetzungen dafür, dass Kleinlitauen zum Zentrum des Verlagswesens dieser Bücher wurde. Viele davon erschienen dort auch nach 1904 (insgesamt 15).
In Großlitauen – in Vilnius und Kaunas – wurden 26 Katechismen herausgegeben. Fast alle erschienen nach Aufhebung des Druckverbots. Zwar steht auf den Umschlägen einiger fingierter Katechismen, ihr Erscheinungsort sei Vilnius, tatsächlich wurden sie jedoch in Kleinlitauen gedruckt (Abb. 1).
Ein beträchtlicher Teil (17 Katechismen) wurde außerhalb der Grenzen Klein- und Großlitauens gedruckt – in Russland (Sankt Petersburg (damals Petrograd) und Moskau) sowie in den Vereinigten Staaten (Chicago, Philadelphia, Brooklyn und Shenandoah (PV 2008: 399), Waukegan (Bundesstaat Illinois)). Bemerkenswert ist, dass diese Katechismen nach 1903 erschienen.
5 Vanda Stonienė schreibt in ihrem Buch Lietuvos knyga ir visuomenė: nuo spaudos draudimo iki nepriklausomybės atkūrimo (1864–1990), dass „Vilnius auch während der Jahre des Druckverbots ein wichtiges Verlagszentrum blieb. Den Angaben der Hauptverwaltung für Presseangelegenheiten zufolge erschienen 1869 in Vilnius 155 Publikationen, 1882 waren es 286, 1900 – 455 und 1903 – 690. Die meisten davon wurden auf Jiddisch, Russisch und Polnisch veröffentlicht; jedes Jahr erschienen einige Publikationen auf Latein, Deutsch und Französisch“ (Stonienė 2006: 21).
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Abb. 1. Ein in Tilsit 1901 gedruckter kontrafaktischer Katechismus
Während des Druckverbots veröffentlichte Katechismen sind kontrafaktisch6. Bei einigen sind die Autoren oder Herausgeber überhaupt nicht angegeben, offenbar aus Gründen der Geheimhaltung. Auch die Angaben zur Veröffentlichung wurden verschleiert. Auf dem Titelblatt wurden ein erfundener Erscheinungsort und ein erfundenes Jahr angegeben. Auf der Vortitelseite findet sich häufig eine Druckgenehmigung, zum Beispiel: Der Druck ist genehmigt. In Kaunas, am 8. Februar 1863. Bischof von Samogitien (Abb. 2) oder Der Druck wurde genehmigt. Vilnius, im Jahre 1863, am 8. Februar. Bischof von Samogitien: Motiejus Valancziauskas, oder Von der Zensur genehmigt. Wilna 1864 usw. Die Büchlein wurden recht häufig mit Pseudonymen unterzeichnet, zum Beispiel von Priester Žalvaris (Priester P. Legeckas), A. Kurietis (Priester A. Alekna), Petras Gražbylys (Priester P. Januševičius), Onkel Atanazas (Priester K. Pakalniškis), Ranka (Priester P. Statkauskas), mitunter sogar mit Initialen, zum Beispiel J. D. (Priester Juozas Danielius), J. K. (Priester Juozas Katilius), J. P. (Julė Pranaitytė), K. J. (Priester Kristupas Jurkšaitis).
Alle Katechismen sind Übersetzungen. Übersetzt wurde überwiegend aus dem Polnischen, aber auch aus dem Russischen, Deutschen, Französischen und Englischen. In diesem Artikel werden sie in katholische, evangelisch-reformierte und evangelisch-lutherische Katechismen eingeteilt.
KATHOLISCHE KATECHISMEN
In den Jahren 1883–1916 wurden mit 86 die meisten katholischen Katechismen veröffentlicht. Sie alle werden in diesem Artikel nach Erscheinungsort und -jahr sowie nach ihrer Bestimmung besprochen. Da nach dem Verbot des litauischen Drucks in lateinischer Schrift die meisten
6Eine Ausnahme bildet D. J. Deharbes Größerer römisch-katholischer Katechismus für litauische Schulen in Amerika, der 1904 in Chicago veröffentlicht wurde.
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Publikationen im Ausland erschienen, sind zunächst die außerhalb Großlitauens gedruckten Katechismen zu behandeln.
Außerhalb der Grenzen Litauens herausgegebene Katechismen
Mehr als ein Drittel der katholischen Katechismen wurde in Tilsit gedruckt, einem wichtigen Zentrum für die Veröffentlichung und Verbreitung verbotener litauischer Druckerzeugnisse (31 Katechismen). Sehr gefragt und beliebt war der Katechismus des Priesters Roch Filochowski (Roch Filochowski, 1838–1896); im betrachteten Zeitraum erschienen mehrere Übersetzungen davon. Ins Litauische aus dem Polnischen übersetzt wurde er von dem damals aktiven litauischen Buchverleger, Priester Aleksandras Vytartas (1837–1863?). Es handelt sich um Szviesibė tikejimo arba Trumpas iszguldimas reikalingiausiu Rimo-katalikiszko tikejimo daliku (Tilsit, 1888; mit der Druckgenehmigung von Bischof M. Valančius; außerdem ist auf dem Titelblatt angegeben, dass das Werk 1860 in Vilnius veröffentlicht wurde). V. Biržiška betrachtet den von A. Vytartas übersetzten Katechismus von R. Filochowski Trumpą katekizmą (1889, 1893, 1894, 1895, 1897) als eine weitere Ausgabe dieses Katechismus. Er enthält jedoch ein Elementarbuch, einen Ministrantendienst und weitere Beilagen; zudem unterscheiden sich die Katechismustexte. Daher sind diese Büchlein als unterschiedliche Werke zu behandeln.
Abb. 2. Druckgenehmigung eines kontrafaktischen Katechismus
Wie bereits erwähnt, übersetzte A. Vytartas also auch Trumpą katekizmą pagal kunigo Pilakauskio iszguldimo su nekureis naudingais pridėjimais (Tilsit, 1889; mit der Druckgenehmigung von Bischof M. Valančius; angegeben ist, dass es 1863 in Vilnius veröffentlicht wurde). Der Katechismus unterscheidet sich von der 1888 erschienenen Ausgabe dadurch, dass er ein Alphabet und Silbentrennung, eine kurze Unterweisung des heiligen Franz von Sales darüber, wie der heilige Rosenkranz zu beten ist, einen Ministrantendienst und weitere Beilagen enthält. 1897 in Tilsit
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veröffentlicht Trumpas katekizmas pagal įzguldymą kunigo Pilakauskio su nekureis naudingais pridėjimais (mit Approbation des Bischofs M. Valančius; als Erscheinungsjahr ist 1860 in Vilnius angegeben). In der Bibliographie der Litauischen SSR ist der Katechismus von 1893 anhand eines beschädigten Exemplars und von Quellen beschrieben. Er wird in diesem Artikel nicht untersucht. Derselbe Katechismus wurde 1894 in Tilsit gedruckt (mit Approbation des Bischofs M. Valančius; als Erscheinungsjahr ist 1860 angegeben). 1895 wurde Trumpas katekizmas pagal kunigo Filochowskio įsiguldimo su nekureis naudingais pridėjimais veröffentlicht (Tilsit; approbiert von Bischof M. Valančius, mit dem Hinweis, es sei 1860 in Vilnius erschienen). In den zwischen 1889 und 1897 veröffentlichten Katechismen ist die Ministrantur auf Latein. 1905 erschienen in Tilsit laut Angaben der litauischen Bibliographie zwei Katechismen (sie unterscheiden sich im Umfang).
Kun. R. Filochovskio katekizmą iš lenkų kalbos išvertė ir Vaižgantas (1869–1933). Pirmasis leidimas išėjo 1897 metais. Lietuvos TSR bibliografijoje jis aprašytas pagal 1898 m. leidimą Trumpasis Kun. Filochowskio katekizmas Vaiszganto verstas (yra Žemaičių vyskupo aprobata, antraštiniame puslapyje nurodyta, kad knygelė išleista Vilniuje) ir šaltinius. 1898 metų katekizmo pratarmėje Vaižgantas rašo, kad „Trumpasis kun. Filochowskio katekizmas bus už kitus panašius geresnis, ką patvirtina ir lenkų balsai, ir didelis jo išsiplatinimas terp lietuvių: pirmos laidos, nors buvo baisiai sudarkyta, jau išsiplatino 20.000“ (TFK 1898 4–5). Be to, šiame leidime išnašose yra pateikti kai kurių žodžių atitikmenys lenkų kalba. Lietuvos TSR bibliografijoje šis 1898 metų katekizmo leidimas laikomas antru (LTSRB 1985: 365).
1901, 1902, 1905 (diese Ausgabe ist ein Nachdruck des kontrafaktischen Katechismus von 1901), 1907 und 1913 erschien Trumpasis Kun. Filochowskio katekizmas Vaiszganto verstas. Wie auf dem Titelblatt vermerkt, handelt es sich um die zweite, verbesserte und ergänzte Ausgabe. In seinem Vorwort Lietuviai neapsigaukite!! Šita kningelė – tai „Katekizmas“, ne „Elementorius“!! schreibt Vaižgantas, ein Katechismus sei „eine kurze, leicht verständliche Glaubenslehre“ (TFK 1901 3). Vaižgantas nahm einige sprachliche Änderungen am Katechismus vor. Das zeigt sich in den Fußnoten, in denen er bis dahin in Gebeten verwendete Entsprechungen angibt, zum Beispiel die Begriffe malonė, tikėjimas, globėjas, pasaulis, paskutinioji vakarienė, aber nicht łoska, viera, apiekūnas, svietas, paskutinioji večerė und Ähnliches.
1904 erschien Trumpasis Katekizmas Kun. Filochowskio, Vaiszganto verstas. Treczią kartą išzleistas, pataisytas. Ein Katechismus wurde, wie auf dem Titelblatt angegeben, in Vilnius gedruckt (mit Approbation des Bischofs von Samogitien; als Erscheinungsjahr ist 1863 angegeben), der andere in Tilsit (ohne Approbation). Beide wurden jedoch veröffentlicht
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in Tilsit. In ihren Fußnoten werden polnische Entsprechungen für einige Wörter angegeben. In der Bibliographie der Litauischen SSR heißt es: „Auf dem Umschlag der meisten Exemplare ist über den Angaben zur fingierten Ausgabe ein leeres Etikett aufgeklebt. Die Titelblätter weisen unterschiedliche Vignetten und etwas abweichende Schriftarten auf“ (LTSRB 1985: 366).
Im Zeitraum 1883–1916 wurden deutlich weniger andere katholische Katechismen veröffentlicht. Unter den damaligen Katechismen zeichnet sich durch seinen großen Umfang (332 bis 440 Seiten) Mokslas Rimo kataliku aus (Tilsit, 1888, um 1900 (2 Katechismen; sie unterscheiden sich nur um 325–332 Seiten, praktisch handelt es sich um identische Ausgaben), 1905). Obwohl der Autor des Katechismus nicht genannt wird, ist bekannt, dass er von dem samogitischen Bischof Motiejus Valančius7 zusammengestellt wurde; redigiert wurde er von Pfarrer A. Vytartas, und die Orthographie korrigierte der Dichter Maironis (LTSRB 1985: 257). In seinem Vorwort schreibt der Autor, er habe sich bemüht, „damit jeder Litauer und Samogite leicht lesen und alles verstehen könne, was in diesem Büchlein geschrieben steht. Ich habe verschiedene und für die Mehrheit unverständliche Wörter entfernt und mich in der Rechtschreibung so weit wie möglich an die mir bekannten litauischen Sprachlehren gehalten“ (MRK 1888 5). Die Ausgabe von 1905 ist nicht die von A. Vytartas überarbeitete Ausgabe von 1888, sondern eine frühere.
In Kleinlitauen wurden zwei Katechismen des Pfarrers, Buchautors und Übersetzers Petras Legeckas (1844–1934) Katekizmai katalikiški, visureikalingiausi dėl vaikų ir žmonių praszciokų, su lementoriu ir ministranturu. Parasziti kunigo Žalvario veröffentlicht (1892 (2 Katechismen); beide erschienen in Tilsit, obwohl auf dem Titelblatt Vilnius angegeben ist; die Katechismen unterscheiden sich in der Orthographie geringfügig, doch gilt dies bei der Erörterung religiöser Termini als unerheblich, sodass sie als eine Ausgabe behandelt werden). 1903 erschien in Bitėnai8 Katekizmai katalikiški. Visureikalingiausi dėl vaikų ir žmonių praszciokų su Lementoriu ir Ministranturu. Das Material wurde den 1892 in Tilsit und 1903 in Bitėnai erschienenen Katechismen entnommen, deren Inhalt völlig identisch ist, die sich jedoch im Erscheinungsort und in einigen orthographischen Aspekten unterscheiden. Ein weiterer Katechismus von 1892 wurde in Vilnius veröffentlicht. Seine Seitenzahl und Orthographie stimmen mit denen des in Bitėnai erschienenen Katechismus überein, weshalb er nicht untersucht wird. Ein Teil des Textes in allen Katechismen ist auf Latein.
1898 wurde in Tilsit ein Katechismus des Pfarrers Martynas Sederavičius (1829–1907)9 veröffentlicht
7 Vysk. M. Valančius (1801–1875) – vienas pirmųjų „nelegalios spaudos organizatorių Mažojoje Lietuvoje <...>. Jau 1867 m., iš savo lėšų sudaręs specialų fondą knygoms spausdinti (8000 rb.), jis per Tilžės katalikų kunigą J. Zabermanną (J. Cabermaną) susisiekė su tenykščiais spaustuvininkais ir pradėjo sistemingai leisti lietuviškas knygas“ (Stonienė 2006: 23). Į knygų leidybą vyskupas įtraukė ir kitus kunigus, ir pasauliečius.
8 In Bitėnai wurde nur ein Katechismus veröffentlicht.
9 Pfarrer M. Sederavičius nahm, wie V. Stonienė schreibt, die von M. Valančius begonnene Arbeit als Organisator der Herausgabe und Verbreitung illegaler litauischer Druckschriften auf“ (Stonienė 2006: 30). In Suvalkija zog er den Adligen
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Katechismus Gebete, Akte und andere notwendige Dinge, die ein Christ römisch-katholischen Glaubens kennen muss. Verfasst von Priester M. S. Ein Teil des Buchtextes ist in lateinischer Sprache. In den Fußnoten sind Synonyme der Termini angegeben. Es ist zu erkennen, dass einheimischen litauischen Religionsbegriffen der Vorzug gegeben wird, z. B.: nuodėmklausys, ypata, kančia, yščius, und nicht spaviedninkas, asaba, muka, gyvatas und dergleichen.
1902 erschien in Tilsit eine Publikation mit dem Titel Kurze römisch-katholische Katechismen. Klar erläutert zur Unterweisung der Kinder vor der ersten Beichte und der heiligen Kommunion (erster Teil)10. Auf dem Titelblatt des Katechismus ist kein Verfasser angegeben. Es handelt sich um eine Übersetzung des Katechismus von Graciano Marcin Żewuski (Rzewuski, 1827–1897) mit dem Titel Mały katechizm rzymsko katolicki. Wer die Übersetzung angefertigt hat, ist nicht angegeben. Im Vorwort heißt es, dass das Büchlein für Kinder bestimmt ist, die sich auf den Empfang der ersten Kommunion vorbereiten, sowie für Jugendliche.
1903 erschien in Tilsit der Erste Katechismusunterricht oder Kurze Zusammenfassung aller notwendigsten Lehren des heiligen katholischen Glaubens. Verfasst von A. Kurietis. des Priesters, Historikers, Verfassers religiöser Schriften und Übersetzers Antanas Alekna (1872–1930). Das Büchlein ist sehr kurz – nur 16 Seiten. Ein Vorwort fehlt. Es enthält Gebete sowie die wichtigsten Glaubensfragen und Antworten. Außerdem fehlt die Approbation.
1904 erschien ebenfalls in Tilsit der Kurze Katechismus oder Leitfaden zur guten Beichte und heiligen Kommunion. von Priester Kazimieras Skrodzkis. K. Skrodzkis (1798–1874) war Pfarrer in Kuliai. Die erste Ausgabe des Katechismus war 1850 verfasst worden. Dies ist die zweite Ausgabe, die nach dem Tod des Priesters vorbereitet wurde. Am Anfang des Büchleins stehen das Wort des Herausgebers und das Vorwort des Verfassers, in dem es heißt, dass die kurze Unterweisung „über den heilsamen Empfang des für den Menschen notwendigsten Sakraments der Buße und die würdige Annahme des Leibes und Blutes Jesu Christi“ für „die katholische Jugend Samogitiens“ bestimmt ist (TK 1904 8). Im selben Jahr wurde in Tilsit in der Druckerei von J. Schenkė der Kurze Leitfaden für Katecheten und Prediger. Erster und zweiter Teil der geistlichen Beredsamkeit: Katechetik und Homiletik. Ein Geschenk für Priesterbrüder und Katecheten. des Sprachwissenschaftlers, Publizisten, gesellschaftlichen Aktivisten und Priesters Povilas Januševičius (1866–1948) gedruckt. Vor dem Titel steht das Pseudonym des Verfassers – Petras Gražblys. Im Vorwort des Büchleins heißt es, es sei für Seminaristen, Pfarrer und alle „Katecheten und Prediger“ bestimmt (S. 3).
S. Kušel iauska, die Truppe J. Antanavičiųs und vertrauenswürdige Bauern aus der Umgebung. „Die Gruppe von M. Sederavičius gab Bücher religiösen Inhalts heraus und verbreitete sie. Der Priester selbst transportierte die Druckschriften in dunklen Nächten mit dem Wagen nicht nur durch seine eigene Pfarrei, sondern auch in entlegene Gegenden Samogitiens und nach Seinai; seine Helfer verbreiteten sie unter den Einwohnern vor Ort“ (Stonienė 2006: 31).
10 Zur zweiten Katechismusteil gibt es in der Bibliografie keine Angaben.
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1905 erschien in Tilsit Katechismus oder Gebete und ihre Auslegung sowie der Rosenkranz mit Morgen- und Abendgebeten. Verfasser und Übersetzer sind nicht angegeben.
Fast ein Zehntel der katholischen Katechismen erschien in einem weiteren bedeutenden litauischen Kulturzentrum zu Beginn des 20. Jahrhunderts – in Seinai (8 Katechismen). 1899 wurde vermutlich in Seinai der von Antanas Baranauskas (1835–1902) aus dem Lateinischen übersetzte Katechismus aus dem Dekret des Konzils der Tridentiner Kirche für die Pfarrer, auf Anordnung Pius’ V., des Papstes, 1566 in Rom herausgegeben und gedruckt. Ein Exemplar dieses Katechismus wird im A.-Baranauskas- und A.-Vienuolis-Žukauskas-Gedenkmuseum in Anykščiai aufbewahrt; der Mikrofilm befindet sich in der Bibliothek der Litauischen Akademie der Wissenschaften.
1908 erschien in Seinai der Katechismus Ein kleines Geschenk für die litauische Jugend. Verfasst hat ihn Priester S. Narkevičia. Es handelt sich um eine zweite Ausgabe, die der Priester „ermutigt durch die guten Ergebnisse, nach Berichtigung der Druckfehler und Hinzufügung zahlreicher sehr nützlicher Ermahnungen“ vorbereitete (S. 9). Das Material für die erste Ausgabe wurde, wie es in der Vorrede zur zweiten Ausgabe heißt, aus den Werken der Priester A. Marcinskis, F. Birkauckis, Chaignon, Krulickis, Arnatas, Osmalauckis und anderer zusammengetragen (S. 9).
1910 erschienen in Seinai die Gebete, Gebote und Katechismus nach der römisch-katholischen Lehre. von Priester Jurgis Feliksas Sragis. V. Biržiška zufolge wurde die Sprache der Publikation von K. Būga korrigiert (Biržiška 1939: 2545). Der Katechismus ist für jene bestimmt, die sich auf den Empfang der ersten Kommunion vorbereiten. Im Vorwort schreibt der Verfasser: „Da ich nicht im von den Menschen gebrauchten Jargon schreiben konnte, ohne mich der Verunreinigung und Lächerlichmachung der litauischen Sprache schuldig zu machen, musste ich viele Wörter verwenden, die die Menschen nicht verstehen; doch scheint mir, dass dies für die Leser keine große Mühe bedeuten wird, denn nach Wiederaufnahme des Druckens werden sich die Menschen rasch an ihre vergessenen Wörter erinnern und sich viel leichter an die neuen, dem Geist ihrer Sprache entsprechenden gewöhnen, als sie sich an fremde gewöhnen mussten, etwa an ‚ščešlyvas, macnus, loska, prijemnus‘ anstelle der einheimischen Wörter ‚laimingas, stiprus, malonė, malonus‘ (S. 1). Damit alle die im Katechismus verwendeten Wörter verstehen, fügt der Verfasser am Ende der Publikation ein kleines Wörterbuch bei, in dem er unverständliche Wörter erklärt.
Dort wurde 1911 auch der von Priester Juozas Širvys zusammengestellte Kurzer Katechismus für Kinder: ein kleines Geschenk beim Sternsingen, 1912 der von Povilas Stakauskas (Pseudonym Ranka) verfasste Kannst du den Katechismus? Ein kleines Geschenk für Kinder sowie der von Priester Juozas Danielius11 Kurze Katechismus: bestimmt für Kinder, die sich vorbereiten gedruckt.
11 Juozas Danielius (1885–1968) – pedagogas, kunigas, baigiantis Antrajam pasauliniam karui pasitraukęs į Vakarus, vėliau apsigyvenęs Kanadoje. Rašė Lietuvos mokykloje pedagoginiais ir katekhetiniais klausimais (LB I 2006: 269).
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zur ersten Beichte und heiligen Kommunion. 1913 erschien die zweite Auflage des Katechismus von Priester J. Danielius. 1914 wurde in Sejny Ein zweiter Katechismus für Kinder veröffentlicht, verfasst von Priester Juozapas Lesauskas, ebenso wie der von dem Pfarrer von Kvėdarna, Antanas Tirylis, verfasste Neue kurze Katechismus, leicht für Kinder zur Vorbereitung auf die erste heilige Kommunion.
In der inoffiziellen Hauptstadt Kleinlitauens, Königsberg, wurde 1913 das aus dem Deutschen von Kristupas Jurkšaitis übersetzte Religionslehrbuch Wieros dalykai ant išz galwõs iszsimokinimo sziulems Rytprusu prowincō. gedruckt.
Das Memelland gehörte ebenfalls zu Kleinlitauen. 1883 veröffentlichte Priester Augustinas Švarkas (A. Schwark, 1824–nach 1886) in Klaipėda den Katholischen Katechismus mit einem kurzen Überblick über die Begebenheiten des Alten und Neuen Testaments der Heiligen Schrift und einige notwendige Gebete. Dies ist die zweite, überarbeitete und ergänzte Auflage. Die erste Auflage erschien 1863. Hier erschien 1903 auch der zweite Teil des Katechismus der römischen Katholiken und 1904 die Katechetik oder die Wissenschaft der geistlichen Beredsamkeit.
Wie aus den besprochenen katholischen Katechismen hervorgeht, wurde die Hälfte von ihnen in Kleinlitauen veröffentlicht (43 Katechismen), etwas weniger als ein Viertel (17 Katechismen) weder in Großlitauen noch in Kleinlitauen. In den Vereinigten Staaten von Amerika, in Chicago, erschienen nicht weniger als sieben katholische Katechismen: D. Josefo Deharbės Größerer römisch-katholischer Katechismus für litauische Schulen in Amerika (1904), Roderick Aloysius Eachens Einführungskatechismus (1910), den Mykolas Leonas Krušas aus dem Englischen übersetzte. 1914 erschien die zweite Auflage von R. A. Eachens Katechismus für kleine Kinder. Im selben Jahr wurde der Katechismus der vollständigen Abstinenz. gedruckt. Die dritte Auflage von R. A. Eachens Katechismus für kleine Kinder erschien 1915. Priester F. B. Serafinas übersetzte aus dem Englischen und veröffentlichte 1915 den zweiteiligen Katechismus der christlichen Lehre. Zusammengestellt und gebilligt vom dritten Konzil von Baltimore12. 1916 wurde in Chicago der Katechismus von Priester Pranciškus Gugis der Öffentlichkeit vorgestellt: Kurze Erläuterung der Wahrheiten des katholischen Glaubens. Der Katechismus ist „in Erzählform verfasst, damit alle leichter verstehen können“ (S. 1).
In Philadelphia wurden drei Katechismen gedruckt: 1911 der Katechismus von Priester P. Saurusaitis Katechismus für Kinder zur Erstkommunion: Auszüge aus dem Dekret der Heiligen Kongregation S.S. über die erste Kommunion, 1912 und 1913 der Kurze Katechismus: bestätigt für die Bistümer Žemaičiai und Vilnius sowie für das Erzbistum Mohilew (dritte Auflage).
12 Obwohl der Bibliothek laut Katalog der Nationalbibliothek Martynas Mažvydas von Litauen beide Teile des Katechismus vorliegen sollten, wurde nur der zweite gefunden.
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In Shenandoah (USA) wurde 1906 der Katechismus über Alkohol13 verfasst. Aus dem Französischen übersetzte ihn die Publizistin, Übersetzerin und Buchverlegerin Julė Pranaitytė (1881–1944). Ebenfalls dort wurde 1907 und 1910 der Kurze Katechismus: bestätigt für die Bistümer Žemaičiai und Vilnius sowie für das Erzbistum Mohilew (dritte Auflage) gedruckt.
In Brooklyn erschien 1908 der Kurze Katechismus: bestätigt für die Bistümer Žemaičiai und Vilnius sowie für das Erzbistum Mohilew (dritte Auflage). Er wird im Archiv für litauische Kultur in Amerika in Putnam aufbewahrt.
In Sankt Petersburg (1914–1924 Petrograd, im Litauen der Vorkriegszeit auch Petrapilis genannt, 1924–1991 Leningrad) erschien 1916 der 14 Religionsunterricht (Heilige Geschichte und Katechismus) von Priester Kazimieras Paltarokas. Das Buch besteht aus drei Teilen: I. Gebete; II. Heilige Geschichte; III. Katechismus. Der Autor schreibt im Vorwort: „Im Religionsunterricht ist der Katechismus eng mit der heiligen Geschichte verbunden. Die Erzählung der heiligen Geschichte erläutert den Katechismus, der Katechismus erläutert, was in der heiligen Geschichte nicht vollständig dargestellt ist. Deshalb habe ich in diesem Religionsunterricht beide Gegenstände in einem Büchlein zusammengefasst“ (S. 3). Den Religionsunterricht kritisierte 1917 in der Zeitschrift Santara der Sprachwissenschaftler Jonas Jablonskis: „Der Katechismus von Priester Paltarokas ist für die Schule von heute und die künftige Schule völlig ungeeignet“ (Jablonskis 1933: 97–113). Die religiösen Fachbegriffe werden in der Rezension übrigens nicht erwähnt. A. Jakštas zufolge ist „die heilige Geschichte von Priester Paltarokas von allen am besten geordnet. Außerdem zeichnet sie sich durch eine wirklich schöne, klare Sprache aus. Wenn sie für Grundschulen nicht ganz geeignet ist, dann allenfalls aus zwei Gründen: erstens ist sie zu umfangreich, zweitens zu teuer“ (Jakštas 1923: 239).
1916 erschien in Sankt Petersburg ein neuer, überarbeiteter Kurzer Katechismus nach der Auslegung von Priester Piliakauskis. Vermutlich handelt es sich um eine Übersetzung von A. Vytartas. Auch Antanas Skinderis übersetzte den Katechismus von R. Filochovskis ins Litauische. Den von ihm bearbeiteten Katechismus Kurzer Katechismus des Priesters Piliakauskis veröffentlichte E. Paukštė 1916 in Moskau.
Insgesamt wurden von 1883 bis 1916 außerhalb der Grenzen Großlitauens nicht weniger als 60 katholische Katechismen veröffentlicht, davon fast die Hälfte während der Zeit des Druckverbots. Dies ist ein offenkundiger Beleg dafür, dass sich das litauische Volk dem Druckverbot widersetzte, im Ausland illegale Druckerzeugnisse herausgab und sie in Großlitauen verbreitete. Die meisten Katechismen waren für den Unterricht von Kindern bestimmt. Neben ihrem unmittelbaren Zweck – der Erläuterung des Glaubens – wurden sie somit auch weithin als Lehrbücher verwendet.
13 Offenbar wurde damals in den Vereinigten Staaten von Amerika die Idee der Abstinenz propagiert. Es wurde sogar ein Katechismus gedruckt: Denn Trunksucht ist eine Sünde.
14 K. Paltarokas (1875–1958) – Lietuvos Katalikų Bažnyčios veikėjas, nuo 1926 metų vyskupas. Parengė ir išleido religijos knygų, tikybos vadovėlių (plačiau žr. LTE 1981).
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In Großlitauen veröffentlichte Katechismen
Von 1883 bis 1916 wurden in Litauen – in Vilnius und Kaunas – 26 katholische Katechismen veröffentlicht. Während der Zeit des Druckverbots wurden sie in Kleinlitauen gedruckt. Die meisten dieser Bücher religiösen Inhalts erschienen in Vilnius, Vilniaus žinių, in den Druckereien von J. Zavadzkis, M. Kuka oder anderen (19 Katechismen).
Für die Untersuchung der religiösen Terminologie sind die Katechismen des gesellschaftlich engagierten Geistlichen Juozas Laukaitis (1873–1952) von großer Bedeutung: Er war ein aktiver Normierer der litauischen liturgischen Terminologie und Mitarbeiter der katholischen Presse (ausführlicher siehe VLE XI 2007: 610). 1904 wurde in Vilnius (auf dem Umschlag ist 1905 angegeben) der Kleine Katechismus für Kinder, die sich auf die erste Beichte und die heilige Kommunion vorbereiten. veröffentlicht. Die zweite Auflage erschien 1907 in Sejny, die dritte 1914 ebendort. Die Katechismen waren approbiert. Der Herausgeber ist nicht angegeben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Geistlicher J. Laukaitis einer der wichtigsten Förderer der litauischen Sprache in der Kirche. Als Erster nahm er sich ernsthaft der Reform der Gebete an: 1909 gründete er in Sejny die sogenannte Gebetskommission, der die Geistlichen A. Dambrauskas-Jakštas und A. Petrulis sowie die Sprachwissenschaftler J. Jablonskis, K. Būga, J. Balčikonis und J. Šlapelis angehörten15.
1905 erschienen in der Druckerei von Vilniaus žinių gleich vier von Julijonas Jasinskas aus dem Polnischen übersetzte Werke des Geistlichen Dionizas Bončkovskis (Dionizy Bączkowski, 1868–1953) für Kinder und Jugendliche: Gebete und Katechismus für kleine Kinder oder eine kurze Erläuterung dessen, was ein katholisches Kind wissen muss. Ein Hilfsmittel zum elementaren Unterricht im Glauben der Römisch-Katholischen Kirche; Kurzer Katechismus oder Anleitung zur Vorbereitung auf die Beichte und zum Empfang der heiligen Kommunion. Handbuch zur Erläuterung des Glaubens der Römisch-Katholischen Kirche; Mittlerer dogmatisch-moralischer Katechismus: Handbuch zur Erläuterung des Glaubens der Römisch-Katholischen Kirche und Handbuch zur Erläuterung des Glaubens an mittleren Schulen.
Im selben Jahr wurde in Vilnius der Kurze Katechismus: bestätigt für die Bistümer Samogitien und Vilnius sowie für das Erzbistum Mohilev. gedruckt. Es handelt sich um einen von Antanas Karosas (1849–1947), dem Bischof von Sejny, verfassten Katechismus.
1905 erschien außerdem der nur 16 Seiten umfassende Kurze Katechismus für die Jugend. Autor und/oder Übersetzer sowie Herausgeber sind nicht angegeben.
1906 wurde in der Druckerei von Vilniaus žinių der Kurze römisch-katholische Katechismus des Geistlichen Juozas Ambraziejus (1855–1915), zur Vorbereitung der Kinder auf die Beichte, veröffentlicht. 1907 schrieb Jurgis Baltrušaitis in Šaltinis (Nr. 19)16,
15 Ausführlicher über J. Laukaitis und die Gebetsreform wurde im Artikel Ordnung der religiösen Terminologie in der Zeitschrift Draugija geschrieben (Rimkutė 2006: 150).
16 J. Baltrušaitis (1882–1915) – religinių knygų autorius, kunigas, bendradarbiavęs Nedėldienio skaityme, Spindulyje, Vadove, Vilniaus žiniose ir kituose periodiniuose leidiniuose (LB I 2006: 171).
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dass der Katechismus von der geistlichen Obrigkeit verboten worden sei. J. Ambraziejus veröffentlichte im selben Jahr in Vienybė Lietuvos (Nr. 25) eine Antwort, wonach er die Approbation Roms besitze. In Šaltinis (Nr. 23) wurde jedoch ein Dekret veröffentlicht, dem zufolge dieser Druck „am 12.04.1907 in den Index librorum prohibitorum aufgenommen“ worden sei.
1906 erschien in Vilnius der von Jurgis Baltrušaitis verfasste kurze Leitfaden auf dem Weg des Glaubens und der Tugend zum ewigen Glück, oder ein kurzer erklärender Katechismus (nachgedruckt aus dem Schlüssel des Himmels). Der von J. Baltrušaitis zusammengestellte Kurze römisch-katholische Katechismus=Krótki rzymsko-katolicki katechizm erschien 1907. Titel und Text sind zweisprachig, auf Litauisch und Polnisch.
Der erste Teil von Pater Juozapas Rymeikis’ Katechetischen Unterweisungen erschien 1906 in Vilnius, der zweite 1907 in Tilsit. Wie der Autor selbst im Vorwort des Werkes schreibt, handelt es sich um einen ausführlicheren Katechismus: „Bei dieser Arbeit habe ich bekannte polnische Handbücher von Stagračinskis, Zollner, Možejauskis und anderen verwendet und dabei überall den Katechismus des Priesters Jokūbas Rozvodovskis zugrunde gelegt“ (S. 5). Der erste Teil der Katechetischen Unterweisungen behandelt ausführlicher die Gebete „Vater unser“, „Gegrüßet seist du, Maria“ und „Ich glaube an Gott, den Vater“. Im zweiten Teil werden die zehn Gebote Gottes und die fünf Gebote der Kirche ausführlich erörtert, ebenso die Sünden: die sieben Hauptsünden, die sechs Sünden wider den Heiligen Geist, die vier himmelschreienden Rachsünden und die neun fremden Sünden.
1909 erschien in Vilnius das Kinderlehrbuch Heilige Geschichte und Katechismus. Aus dem Polnischen übersetzte es Liudas Gira (1884–1946)17; der polnische Text stammte von dem Erzbischof von Mogiljow, Pater S. Kozłowski (Szymon Marcin Kozłowski, 1819–1899).
1915 erschien in der Druckerei von Martynas Kukta in Vilnius der Katechismus über das Sakrament der Firmung: mit Gebeten und Riten in lateinischer und litauischer Sprache. Aus dem Französischen übersetzte ihn Pater V. Zacharevyčė.
In Kaunas wurden im untersuchten Zeitraum insgesamt sieben katholische Katechismen veröffentlicht. 1906 erschienen zwei: Onkel Atanazos’ Kleiner Katechismus oder kurze Darlegung der Glaubenswahrheiten: für Kinder bestimmt, die sich auf ihre erste heilige Kommunion vorbereiten, und Erste Beichte und erste heilige Kommunion: ein Lehrbuch für diejenigen, die sich zum ersten Mal darauf vorbereiten, das A. Vytartas aus dem Polnischen übersetzte. 1908 wurde der von Pater Juozas Skvireckas verfasste und von Antanas Baranauskas aus dem Polnischen übersetzte Ausführlichere Katechismus oder Darlegung der Lehre der Heiligen Römisch-Katholischen Kirche, bestätigt für die Diözesen Žemaičių und Vilnius gedruckt. Ebendort erschien 1913 der sehr schmale Für die Kleinen des Paters Juozapas Lesauskas.
17 L. Gira war Dichter, Kritiker, Dramatiker, Publizist und Übersetzer. Von 1901 bis 1905 studierte er am Priesterseminar in Vilnius, wurde jedoch nach dessen Abschluss kein Priester. Er arbeitete für die Zeitungen Vilniaus žinios, Lietuvos ūkininkas, Viltis (LLE 2001: 155).
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Kinderkatechismus. 1915 erschien in Kaunas das Elementarbuch und die neu überarbeiteten Gebete, bestätigt vom Bischof von Žemaičių sowie eine leicht überarbeitete Ausgabe desselben Büchleins für Kinder.
1916 druckte M. Diršė in der Druckerei von Saliamonas Banaitis in Kaunas den Ersten Religionsunterricht, bestätigt für das Bistum Žemaičių. Der Verfasser des Katechismus wird nicht genannt. Adomas Jakštas-Dambrauskas18 schrieb, dass man den Katechismus zwar im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts an Schulen nach den Werken von „Bischof Karosas, Pilakauskis, Laukaitis, Sragis, Rankas, Širvys, Lesauskis, Bončkauskas usw.“ unterrichtete, ihnen jedoch leider so manches vorwerfen könne. Die Sprache des Ersten Religionsunterrichts ist schön und klar, rein, die Gebete sind verbessert. „Wer nicht herauszufinden vermag, wodurch die neuen Begriffe und Wendungen ersetzt wurden, mag vielleicht bedauern, dass man sich nicht an den alten Text gehalten hat. <…>. Was heute neu ist, wird morgen ganz selbstverständlich und übermorgen schon alt sein“ (Jakštas 1923: 241–242).
EVANGELISCH-LUTHERISCHE KATECHISMEN
In den Jahren 1883–1916 wurden nur 9 evangelisch-lutherische (protestantische) Katechismen und deren überarbeitete Ausgaben veröffentlicht19. Sie alle erschienen außerhalb Großlitauens. Außerdem lässt sich in allen Katechismen das grundlegende Prinzip des Luthertums erkennen – die Glaubenswahrheiten in der Muttersprache zu verbreiten.
1886 wurde in Tilsit, wie auf der Titelseite vermerkt, zum elften Mal die überarbeitete Ausgabe von Dr. Mertino Luteraus mažasis katgismas, trumpay išguldytas. Iš wokiškos kalbos lietuviškai perstatytas per K. W. O. Glogau, Tilžės Vyskupą20 (Abb. 3) veröffentlicht. Die zwölfte, durchgesehene Ausgabe dieses Katechismus erschien 1905 und erneut 1911. Der von Karl Wilhelm Otto Glogau (1805–1875), Superintendent der Diözese Tilsit, Übersetzer, Sammler litauischer Folklore und Mitarbeiter von G. Nesselmann und A. Schleicher, übersetzte Katechismus wurde zwischen 1855 und 1918 nicht weniger als sechzehnmal nachgedruckt und, wie D. Kaunas bemerkt, „setzte sich in den Schulen durch. Die Auflage der ersten Ausgabe war innerhalb weniger Monate ausverkauft“ (Kaunas 1996: 386).
Wer das Buch Dr. Mertino Luteraus mažasis katgismas draug su trumpu išguldymu21 (1883, 1898, 1913) übersetzt hat, ist bis heute unbekannt. Es wird vermutet, dass
18 A. Jakštas-Dambrauskas (1860–1938) – kunigas, teologas, mokslininkas, rašytojas, kritikas, spaudos leidėjas, įvairių visuomeninių draugijų narys, „vienas žymiausių XX a. pradžios ir Lietuvos Respublikos tautinės kultūros veikėjų“ (Stonienė 2006: 113).
19 Die Titel sind im Artikel mit litauischen Buchstaben wiedergegeben.
20 Dies ist eine Übersetzung des von G. B. Weiss, einem Ratsherrn der Königsberger Konsistoriums und Hofprediger sowie einem aktiven Mitarbeiter der deutschen Presse, verfassten Katechismus Dr. Martyno Lutherio mažasis katekizmas su trumpu komentaru (Dr. Martin Luthers Kleiner Katechismus nebst kurzer Auslegung). Gerade dieser Katechismus übte „den größten Einfluss auf die Lehrbücher des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts“ aus (Kaunas 1996: 386).
21 Dies ist die zweite Übersetzung des erwähnten Katechismus von G. B. Weiss.
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Der Übersetzer war F. Kurschat, denn die Sprache des Katechismus ist wesentlich besser als die des Katechismus von K. W. O. Glogau. Außerdem wurde er in Königsberg gedruckt. Dieser Katechismus erschien zwischen 1863 und 1917 nicht weniger als achtmal, obwohl der Inhalt beider Katechismen nahezu identisch ist (ausführlicher siehe Kaunas 1996: 387). 1903 wurde Mažasis katgismas draug su trumpu išguldymu in Bitėnai gedruckt.
1899 erschien in Tilsit in litauischer Sprache M. Luthers Didysis katgismas. Aus dem Deutschen übersetzte ihn eine unbekannte Frau, die im Kreis Ragnit lebte. Vom Mažojo katgismo unterscheidet er sich dadurch, dass er für die Lektüre zu Hause durch Erwachsene bestimmt war. Außerdem werden die Glaubensinhalte nicht wie üblich in Form von Fragen und Antworten, sondern in der Form logischer Beweisführung dargelegt.
Besonders zu erwähnen ist der 1916 in Petersburg erschienene D. Martyno Liuterio Mažas katekizmas ir D. Jono Jokūbo Rambako Pamokslas apie išganymą dadą pirma 24 klausimuose trumpai suglaustas potam 237 klausimuose plačiaus išgul̃dytas. Dies ist ein „kombinierter Katechismus von M. Luther und J. J. Rambach“, der sich durch seine Volkstümlichkeit auszeichnete (Kaunas 1996: 387). Er wurde aus den Schulen entfernt, verbreitete sich jedoch unter den Versammlungsbesuchern – Bauern, in deren Häusern Gottesdienste für die gesamte Umgebung stattfanden. J. Jablonskis schrieb 1917 in Santaroje (Nr. 7), dass „ein solcher Katechismus wie dieser für die Schule und die kulturellen Belange schlicht schädlich ist: Hier sind sowohl Sprache als auch Rechtschreibung abscheulich, hier gibt es nur sehr wenig geistige Nahrung, die für ein Kind geeignet wäre, und hier wird völlig hirnlos gedacht!...“ (Jablonskis 1933: 68). Dem Sprachwissenschaftler zufolge wurde der Katechismus von einem engstirnigen deutschen Pfarrer übersetzt, der kein Litauisch konnte, „und er übersetzte auf abscheuliche Weise“ (ebd.). Seiner Ansicht nach eignet sich dieser Katechismus überhaupt nicht für die Schule, denn Lehrbücher für Religion und Sittenlehre müssen in einer schönen, verständlichen und für Kinder geeigneten Sprache erscheinen (Jablonskis 1933: 69).
Abb. 3. Katechismus von M. Luther aus dem Jahr 1886
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KATECHISMEN DER EVANGELISCH-REFORMIERTEN
Von den litauischen Katechismen der Evangelisch-Reformierten, die im im Artikel betrachteten Zeitraum veröffentlicht wurden, gibt es nur zwei. Im gesamten 19. Jahrhundert wurden drei herausgegeben (1803, 1857 und 1861).
Nach der Wiedererlangung der Pressefreiheit wurde 190922 in Vilnius, in der Druckerei von M. Kukta, der Katechismus des evangelisch-reformierten Glaubens für Kinder gedruckt (Abb. 4). Er wurde von dem Pfarrer Jonas Šepetys23 zusammengestellt. Es handelt sich um eine erweiterte Ausgabe des Heidelberger Katechismus. Arūnas Baublys zufolge war „dieser Katechismus zugleich das erste kompakt erschienene Religionslehrbuch und der erste Katechismus, den ein litauischer Pfarrer bäuerlicher Herkunft verfasst hatte“ (Baublys 1998: 35). Er ist in vergleichsweise schöner, korrekter und reiner litauischer Sprache verfasst. Es gibt nur wenige Barbarismen, z. B.: kielikas, gercogienė, pėtnyčia u. a.
Abb. 4. Katechismus des evangelisch-reformierten Glaubens für Kinder, 1909
1916 wurde in Petrograd der zweite Katechismus der Evangelisch-Reformierten gedruckt – der Katechismus des evangelisch-reformierten Glaubens für Kinder. Dies ist eine offizielle Kriegsausgabe, die von der militärischen Zensur Petrograds mit Beschluss vom 13. September 1916 genehmigt wurde. Obwohl kein Verfasser angegeben ist, wird angenommen, dass es sich um eine Ausgabe des Katechismus von J. Šepetys handelt. Die Struktur dieser kleinen Schrift unterscheidet sich kaum von der 1910 veröffentlichten. „Das Erscheinen dieses Katechismus war ein bedeutendes Ereignis, das zeigte, dass die litauischen Evangelischen auch unter ungünstigen Bedingungen, fern der Heimat, nicht ver-
22 Auf dem Umschlag des Katechismus ist das Jahr 1910 angegeben, auf dem Titelblatt das Jahr 1909 (siehe Abb. 4).
23 Jonas Šepetys (1867–1941) – evangelikų reformatų kunigas, Vilniaus parapijos superintendentas, aušrininkas, rūpinęsis lietuvių kalbos reikalais, redagavęs ir savo lėšomis leidęs pirmą reformatų religinį laikraštį Pasiuntinys (1907–1913 m.), taip pat reformatų žurnalą Mūsų Žodis (Kregždė 1978: 165, 177–179).
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gesen, ihre wichtigste Aufgabe zu erfüllen, und widmeten Mittel und Zeit der Bildung von Kindern und Jugendlichen“ (Baublys 1998: 43).
Erwähnenswert ist, dass 1936 der von Pfarrer J. Šepetys verfasste Katechismus erneut herausgegeben wurde, ebenso wie 1943 der von A. Šernas zusammengestellte Heidelberger Katechismus (Auszug: evangelisch-reformierter Religionsunterricht für Kinder).
BEDEUTUNGSGRUPPEN RELIGIÖSER TERMINI IN KATECHISMEN
In diesem Abschnitt werden die in Katechismen verwendeten religiösen Termini nach ihrer Bedeutung behandelt. Die Beispiele stammen aus den Büchlein: Trumpasis Kun. Filochowskio katekizmas. Vaiszganto verstas (1901), Katekizmai katalikiški. Visureikalingiausi dėl vaikų ir žmonių prasczciokų su Lementoriu ir Ministranturu (1903), des Priesters Kazimieras Skrodzkis Trumpas Katekizmas arba Vadovėlis į gerą Spaviednę ir šv. Komuniją (1904), des Priesters J. Laukaitis Mažasis Katekizmas vaikeliams, prisiruošiantiems į pirmą išpažintį ir šventą Komuniją (1904), Rankvedys Išguldymui Tikėjimo vidutinėse mokyklose (1905)24, des Priesters J. Šepetys Katekizmo evangelikų-reformatų tikėjimo vaikams (1909 und 1916), des Bischofs K. Paltarokas Tikybos mokslas (Šv. Istorija ir Katekizmas) (1916). Dieser Artikel beansprucht keine umfassende Analyse. Es sollen lediglich allgemeinere Beobachtungen und die wichtigsten Bedeutungskategorien der in Katechismen verwendeten Termini vorgestellt werden. Berücksichtigt werden ein- und mehrgliedrige Termini unterschiedlicher Herkunft: genuin litauische, internationale und der litauischen Sprache fremde. Die Herkunft nichtlitauischer Termini ist in Klammern angegeben. Bei einigen internationalen Termini ist die Vermittlersprache nicht genannt. Auch bei älteren Lehnwörtern wird die Herkunft nicht angegeben. Bei der Bestimmung der Herkunft wurde das Lietuvių kalbos žodynas herangezogen, in dem fast alle im Artikel erwähnten nichtlitauischen religiösen Termini verzeichnet sind, mit Ausnahme einiger internationaler Wörter25, sowie die neuesten Wörterbücher der Internationalismen.
Insgesamt werden 13 Bedeutungskategorien religiöser Termini unterschieden. Selbstverständlich lässt sich jede davon eingehender behandeln. Außerdem stehen sie in verschiedener Weise miteinander in Beziehung.
Grundlegende Wahrheiten des christlichen Glaubens, z. B.: amžinasis gyvenimas26 KERTV¹ 3, KERTV² 3, TM 6 (vgl. gyvenimas amžinas TFK 8); atpirkimas TM 82 (vgl. žmonių atpirkimas TM 81); atsikėlimas iš numiru-
24 Dies ist kein gewöhnlicher Katechismus. Wie in der Prakalboje geschrieben steht, handelt es sich um ein Handbuch, aus dem man „die Kinder auf die erste Kommunion vorbereiten“ sollte (S. 5).
25 Die meisten nichtlitauischen religiösen Termini sind im Lietuvių kalbos žodynas mit dem Zeichen „x“ markiert und gelten in der Standardsprache als nicht gebräuchlich.
26 Die Beispiele sind in authentischer Schreibweise wiedergegeben. Einige Termini fremder Herkunft sind heute nicht mehr gebräuchlich. Sie haben litauische Entsprechungen.
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siujų TM 85, Auferstehung TFK 8, Auferstehung Christi von den Toten KERTV1 20, Auferstehung der Toten KERTV1 7; Kristaus kūnas KERTV1 26, KERTV2 26 (gr. Christos), der wahre Leib Jesu Christi TM 122 (gr. Iēsous < hebr. Ješūa < Jehōšūa; gr. Christos), das wahre [Blut] Jesu Christi TM 122, Das Blut des Herrn Jesus Christus TFK 26, [Das Blut] Christi TM 122, Das heiligste Blut TM 124; Vergebung der Sünden KERTV1 6, KERTV2 6, TM 6 (auch atleidimas griekų KK 28 (poln. grzech, russ. грех)); Erlösung KERTV1 6, išganymas duszios TFK 11; Offenbarung TM 71, Offenbarung Gottes TM 71, Erscheinung Gottes KERTV1 4, KERTV2 4, Vorsehung Gottes TM 76, Gnade Gottes KERTV1 23, KERTV2 23, Zorn Gottes KERTV1 14, KERTV2 14, [Strafe Gottes] KERTV1 14, KERTV2 14; Glaube TFK 11, KERTV1 6, KERTV2 6, TM 8, frommer Glaube KERTV1 4, KERTV2 4 usw.
Bezeichnungen religiöser Akteure, z. B.: Gott27 KERTV¹ 3, KERTV² 3, Gott Vater TFK 7, TM 5, Gott Vater, der Allmächtige TM 5 (vgl. allmächtiger Gott Vater KERTV¹ 7, KERTV² 7), Herrgott TM 7, Allmächtiger Gott TM 12, Gott Sohn TFK 11, TM 6, Gott in der Dreifaltigkeit TM 142; Traicė (Trejybė) KERTV¹ 40, KERTV² 39 (poln. trójca); Hirt KERTV¹ 3, KERTV² 3, Erlöser KERTV¹ 17, KERTV² 16, Erlöser Jesus Christus KERTV¹ 15, KERTV² 15; Frau Maria KERTV¹ 7, KERTV² 7 usw. Zu dieser Gruppe lassen sich auch Bezeichnungen für Gläubige, Verbreiter des Glaubens oder Ungläubige und andere Personen zählen, z. B.: Apostel TFK 42, KK 23, KERTV¹ 27, KERTV² 26, TM 72 (poln. apostol < gr. apostolos), Kind Gottes KERTV¹ 3, KERTV² 3, Ketzer KK 22 (lat. haereticus < gr. hairetikos), Kardinal TM 87 (lat. cardinalis), Pfarrer TFK 24, KK 24 (poln. pleban < lat. plebanus < plebs), Kleriker TM 135 (lat. clericus), Beichtvater TM 132, Papst KK 22 (poln. papież < papa < gr. pappas), Prophet KERTV¹ 27, KERTV² 26, Gläubige KERTV¹ 26, KERTV² 26, Bischof KK 29 (poln. biskup, wiskup < gr. episkopos) usw.
Gesondert zu erwähnen sind Bezeichnungen übernatürlicher Wesen, z. B.: Gott Heiliger Geist TM 6 (vgl. Gott Geist KK 11, Dievas Dvasia Szventa TFK 11), Heiliger Geist KERTV¹ 7, KERTV² 7, Engel KERTV¹ 46, KERTV² 45, TM 12 (altkirchenslaw. russ. < gr. angelos, außerdem aniotas TFK 15 (poln.
27 Die Termini Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist können auch der Gruppe der grundlegenden Wahrheiten des christlichen Glaubens zugeordnet werden, denn die erste und wichtigste Glaubenswahrheit, die man „um das Heil der Seele willen“ kennen muss, lautet: Ich glaube, dass es einen Gott in drei Personen gibt: Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist (TFK 11).
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Engel < lat. < angelus < gr. angelos), Schutzengel TM 77, Erzengel TM 11 (auch arkaniuolas KK 10 (poln. archaniol < lat. archangelus < gr. archangelos), der Teufel KERTV1 45, KERTV2 44, der Satan KERTV1 47, KERTV2 46 usw.
Bezeichnungen religiöser Bücher und Texte, z. B.: Biblia KERTV1 5, KERTV2 5 (lat. biblia < gr. biblion), Breviorius LRKB 12 (lat. breviarium), Evangelium KERTV2 18, TM 83 (poln. ewangelia < gr. euangelion), Evangelium Jesu Christi KERTV2 8, Katechismus KK 7 (lat. catechismus < gr. katēchismos), Messbuch LRKB 12 (poln. mszał < lat. missale), Buch des Neuen Testaments TM 71, Pontifikale LRKB 12 (lat. pontificale), Buch des Alten Testaments TM 71, Heilige Schrift KERTV2 5 (vgl. Szwentrazstis TFK 16) usw.
Bezeichnungen von Handlungen und Erscheinungen im Zusammenhang mit dem Glauben, z. B.: Almosen KK 29 (poln. jałmużna), Fürsorge KK 10 (weißruss. aneka, poln. opieka), Reue TM 10, vgl. Buße MKV 7 (poln. pokuta), Vollzug der Buße TM 133, Gottes Gericht TFK 17 (weißruss. cyд), zur Beichte gehen TK 31 (poln. spowiedź), die Sünden bereuen TFK 29, Tilgung der Erbsünde KK 28, Beichte TM 131 (vgl. Bekenntnis TM 108, auch spaviednė KK 25), an die Brust schlagen TM 97, beten TM 97, Sünden bekennen TM 130, gegen ein Gebot verstoßen TM 110, Empfang der Letzten Ölung TM 134, Gebete sprechen TK 61 (vgl. poln. pacierz), Strafe TFK 35 (poln. karanie), sorgfältiges Gedenken an die Sünden TFK 30, Empfang des Sakraments TM 127, Führung des Menschen zum Heil TM 86 usw.
Bezeichnungen der Sakramente, z. B.: Bußsakrament TM 127, Firmung KK 29 (poln. bierzmowanie; vgl. Firmung oder Stärkung im heiligen Glauben MKV 7), Sakrament der Taufe TFK 28 (lat. sacramentum), Taufe MKV 7, Priestertum KK 27, Sakrament von Leib und Blut TFK 37, Ehe LRKB 99, MKV 7, Bußsakrament TFK 31, Letzte Ölung KK 38, Sakrament der Firmung KK 29, Sakrament der Letzten Ölung KK 38, Sakrament der Beichte KK 32, Sakrament der Firmung TM 120, Heiligstes Sakrament TFK 24, Allerheiligstes Altarsakrament TM 11 (poln. ołtarz < lat. altar < altus, ferner vgl. lat. alta ara, altaria), heilige Taufe KERTV1 30, KERTV2 29 usw.
Bezeichnungen von Sünden und Lastern, z. B.: Betrug KERTV1 42, KERTV2 41, Völlerei TFK 10, sündhafte Unzucht KERTV1 41, KERTV2 40, Habgier KERTV1 34, KERTV2 34, MKV 8, Erbsünde KK 12, Rachsucht KERTV1 41, KERTV2 40, Hass KERTV1 41, KERTV2 40, Unreinheit MKV 8 (vgl. poln. czystota), Unzucht KERTV1 41, KERTV2 40,
174 Aušra Rimkutė │ 1883–1916 m. katekizmai ir jų religijos terminų…
Neid KERTV¹ 34, KERTV² 34, MKV 8, Lästern KERTV¹ 42, KERTV² 41, Zorn KERTV¹ 41, KERTV² 40, Hochmut MKV 8, Unzucht MKV 8, Schwäche KERTV¹ 14, KERTV² 13, Geiz KERTV¹ 42, KERTV² 41, Faulheit MKV 8, Trägheit KERTV¹ 14, KERTV² 13, Totschlag KERTV¹ 41, KERTV² 40, Diebstahl KERTV¹ 42, KERTV² 41, Mord KERTV¹ 42, KERTV² 41 usw.
Bezeichnungen von Tugenden, z. B.: Tugend (cnata) TFK 11, Weisheit TFK 11, Glaube KERTV¹ 6, KERTV² 6, Hoffnung MKV 8, TFK 11, Liebe MKV 8, Liebe zu Gott TFK 11, Geistesreinheit TM 117, Reinheit des Körpers TM 117, Gerechtigkeit TFK 11, Stärke TFK 11, Mäßigung TFK 11 usw.
Bezeichnungen religiöser Zeremonien, z. B.: Opfer der heiligen Messe KK 24 (poln. ofiera; poln. msza < lat. missa), Darbringung TM 124, Riten (oder Zeremonien) der Kirche TFK 40 (lat. caerimonia), Kommunion KK 30, KERTV¹ 33, KERTV² 32 (lat. communio), Opfer von Christi Leib und Blut KERTV¹ 32, KERTV² 32, Heilige Messe KK 24, Messe TM 7, Beerdigung LRKB 41, Predigt KK 24, KERTV¹ 5, KERTV² 5, Prozession LRKB 41 (lat. processio) usw.
Bezeichnungen liturgischer Gegenstände, z. B.: Lamm Gottes KERTV¹ 19, KERTV² 19, Tisch Gottes TM 109, Brot TFK 7, KK 30, KERTV¹ 31, KERTV² 31, TM 122, Grab KK 15 (weißruss. эпоб, poln. grób), Kelch LRKB 48, KERTV¹ 31, KERTV² 31 (vgl. poln. kielich, dt. Kelch), Weihwassersprenger LRKB 50 (poln. kropidło, weißruss. крапіло), [geweihtes] Kreuzchen TM 137, Kreuz KERTV¹ 19, KERTV² 19, Kelch LRKB 49 (Hybridbildung, vgl. weißruss. кубок, poln. kubek), Monstranz LRKB 49 (lat. monstrantia < monstrare), Hostie KK 30 (lat. hostia), Patene LRKB 48 (lat. patena), Weihrauchgefäß LRKB 51, sogenanntes Öl TM 134, Wein KERTV¹ 33, KERTV² 32 usw.
Bezeichnungen von Festen, Feiertagen und anderen mit Religion verbundenen Zeitbegriffen, z. B.: Advent LRKB 105, KERTV¹ 39, KERTV² 38, TM 109 (poln. adwent, lat. adventus), Christi-Himmelfahrts-Tag KERTV¹ 40, KERTV² 39, Gründonnerstag KERTV¹ 40, KERTV² 39 (weißruss. чацверг), Karfreitag KERTV¹ 40, KERTV² 39 (weißruss. пятніца), Fastenzeit KERTV¹ 39, KERTV² 39 (weißruss. гавенне), Lichtmess LRKB 108 (poln. gromnica), Weihnachten KERTV¹ 39, KERTV² 38, Zeit der Firmung KK 29 (poln. bierzmowanie), Fest der Unbefleckten Empfängnis TM 81, Fest der Verstorbenen KERTV¹ 40, KERTV² 39, Pfingsten KERTV¹ 40, KERTV² 39, Tag der heiligen Kommunion TM 127 (lat. communio), Ostern KK 25, KERTV¹ 40, KERTV² 39 (weißruss. вялік (дзень)), Palmsonntag KERTV¹ 39–40, KERTV² 39 (weißruss. нядзеля) usw.
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Bezeichnungen für verschiedene religiöse Orte (einschließlich der administrativen Gliederung der Kirche), z. B.: atklanė KK 15 (poln. otchłań), Bazilika LRKB 15 (lat. basilica < gr. basilikē), Bažnyčia TFK 25, KK 19, TM 7, čyščius KK 37 (poln. czyściec), dangaus karalystė TFK 12, TM 139, dangus KK 7, KERTV1 7, KERTV2 7, Dievo karalystė KERTV1 12, KERTV2 11, Katedra LRKB 15 (gr. kathedra), klausykla TM 132, koplyčia LRKB 17 (poln. kaplica < lat. capella), pragaras KERTV1 7, KERTV2 7, presbiterija LRKB 18 (gr. presbyterion), skaistykla TM 92, svietas KERTV1 3, KERTV2 3 (weißruss. свет) usw.
Bezeichnungen für kirchliche Gewänder und ihre Bestandteile, z. B.: alba LRKB 40 (lat. alba), arnotas LRKB 41 (poln. ornat < lat. ornatus), dalmatika LRKB 42 (lat. dalmatica (vestis)), humerola arba antpetinė LRKB 40 (lat. humerale; heute – humerolas), kapa LRKB 41 (poln. kapa < lat. cappa), komža LRKB 41 (poln. komża < lat. camisia), stula LRKB 41 (poln. stula < lat. stola < gr. stolē), sutonas LRKB 40 (frz. soutane < ital. sottana; heute – sutana), tijara LRKB 46 (lat. tiara < gr. tiara; heute – tiara), tunika LRKB 42 (lat. tunica) usw.
Wie aus den Beispielen hervorgeht, sind R e l i g i o n s t e r m i n i Wörter und Wortverbindungen, die die grundlegenden Wahrheiten des christlichen Glaubens, die Akteure der Religion sowie übernatürliche Wesen, religiöse Bücher und Texte, mit dem Glauben verbundene Handlungen und Erscheinungen, Sakramente, Sünden, Laster, Tugenden, religiöse Zeremonien, liturgische Gegenstände, kirchliche (religiöse) Feste, Feiertage und andere mit Religion verbundene Zeitbegriffe, verschiedene religiöse Orte, die administrative Gliederung der Kirche sowie kirchliche Gewänder, ihre Bestandteile usw. bezeichnen. Es handelt sich um Begriffe, die mit der geistigen (religiösen, konfessionellen) Sphäre verbunden sind.
SCHLUSSFOLGERUNGEN
1. Der Katechismus ist ein besonders wichtiges Genre der kirchlichen Literatur. Er lehrt, die Grundlagen des Christentums und seine moralischen und ethischen Normen zu verstehen, auf denen das christliche Leben selbst beruht. Innerhalb eines Zeitraums von dreiunddreißig Jahren (1883–1916) wurden 86 katholische und 11 protestantische Katechismen (9 evangelisch-lutherische und 2 evangelisch-reformierte) veröffentlicht. Während der Zeit des Druckverbots erschienen sie außerhalb des Gebiets Großlitauens. Die meisten Katechismen waren für den Unterricht von Kindern und Jugendlichen bestimmt. Damit kam ihnen eine wichtige Rolle als litauischem Elementarbuch und als Mittel zur Förderung der Muttersprache zu. A. Jakštas zufolge kümmerte sich „fast jeder bedeutendere Katechet darum, einen eigenen Katechismus zu erstellen. Auf diese Weise nahm die Zahl der Katechismen jedes Jahr zu; sie wurden in großer Zahl verfasst und veröffentlicht, jeder mit einer eigenen Methode, einer eigenen Terminologie und einem eigenen Aufbau“
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(Jakštas 1923: 239). Außerdem ist offensichtlich, dass die Verfasser der Katechismen es für notwendig hielten, nichtlitauische Termini (insbesondere Internationalismen) zu erklären. Meistens erklärten sie sie mithilfe eines litauischen Äquivalents – manchmal eines passenden, manchmal eines unpassenden. Es gibt zahlreiche Terminvarianten.
2. Religionstermini sind Wörter und Wortverbindungen, die die grundlegenden Wahrheiten des christlichen Glaubens (amžinasis gyvenimas, išganymas, tikėjimas), die Akteure der Religion (apaštalas, eretikas, išganytojas, popiežius, vyskupas) sowie übernatürliche Wesen (angelas, Dievas, Dvasia, velnias usw.), religiöse Bücher und Texte (Biblija, Evangelija, Šventas Raštas), mit dem Glauben verbundene Handlungen und Erscheinungen (almūžna, atgaila, išpažintis, poterius kalbėti), Sakramente (Krikštas, Kunigystė, Moterystė, Paskutinis Patepimas), Sünden (apsirijimas, paleistuvystė, žmogžudystė), Laster (puikybė, rūstybė, tingėjimas), Tugenden (dorybė, išmintis, viltis, meilė), religiöse Zeremonien (atnašavimas, mišios, pamaldos, pamokslas, procesija), liturgische Gegenstände (duona, ostija, smilkytuvė, vynas), kirchliche (religiöse) Feste, Feiertage und andere mit Religion verbundene Zeitbegriffe (adventas, gavėnia, Sekminės, Velykos), verschiedene religiöse Orte (dangus, čiūstis, pragaras, skaistykla), die administrative Gliederung der Kirche (bazilika, bažnyčia), kirchliche Gewänder und ihre Bestandteile (alba, arnotas, sutonas, tunika) usw. bezeichnen.
ŠALTINIAI
TFK – Trumpasis Kun. Filochovskio katekizmas. Vaiszganto verstas. Antrą kartą išleistas, pataisytas, Vilnius, 1863 (įrašas pieštuku – Tilžė, 1901, trečia laida).
KK – Katekizmai katalikiški. Visureikalingiausi dėl vaikų ir žmonių prasczoių su Lementoriu ir Ministranturu, Bitėnai, 1903.
TK – K. Skrodzkis. Trumpas Katekizmas arba Vadovėlis į gerą Spaoviednę ír šv. Komuniją, Tilžė, 1904.
MKV – J. Laukaitis. Mažasis Katekizmas vaikeliams, prisiruošiantiems į pirmą išpažintį ir šventą Komuniją, Vilnius, 1904.
LRKB – Rankvedys Išguldymui Tikėjimo vidutinėse mokyklose. D. 3: Liturgika arba Išguldymas Apeigų Rymo-Katalikų Bažnyčios. Sudėjo Mag. Šv. Theologijos Kn. D. Bončkovskis. Lietuviškai išvertė Kn. Julijonas Jasienskis, Vilnius, 1905.
KERTV¹ – J. Šepetys. Katekizmas evangelikų-reformatų tikėjimo vaikams: su priedais, Vilnius, 1909 (ant viršelio –1910).
KERTV² – J. Šepetys. Katekizmas evangelikų-reformatų tikėjimo vaikams, Petrapilis, 1916.
TM – K. Paltarokas. Tikybos mokslas (Šv. Istorija ir Katekizmas), Petrapilis, 1916.
LITERATŪRA
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CATECHISMS FROM 1883–1916 AND SEMANTIC GROUPS OF TERMS OF RELIGION FOUND IN THEM
The catechism is a very important literary form of the Church. It teaches the basics of Christianity, its moral and ethic norms, which make the foundation for the life of a Christian. During the period of thirty three years (between 1883 and 1916) there were 86 Catholic and 11 Protestant (9 Lutheran and 2 Calvinist) catechisms published. During the period when printing in Lithuanian was prohibited catechisms were published outside the borders of Lithuania Major. Catechisms are mainly aimed at teaching children and youth, therefore they had an important role as primers in Lithuanian and as educators of the native language. According to A. Jakštas, “nearly every well-known catechist took care to prepare his own catechism. Thus the number of catechisms grew with every year; there were a lot of them written and published – each one in its own particular method, particular terminology and particular plan” (Jakštas 1923: 239). Furthermore it is obvious that compilers of catechisms had a need to explain terms of non Lithuanian origin (mostly international words). Most frequently such terms were explained using the Lithuanian equivalent – sometimes more, sometimes less successful. Variants of terms were abundant.
In this article terms of religion are considered to be words and combinations of words, which name the supernatural (angelas (angel), Dievas (God), Dvasia (Spirit),
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velnias (devil)), rites (atnašavimas (sacrifice), mišios (Mass), pamaldos (service), pamokslas (sermon), procesija (procession)), actions related to religion (atgaila (penance), išganymas (salvation), išpažintis (confession)), Church celebrations (Sekminės (Whit Sunday), Velykos (Easter)), names of objects (grabas (coffin), kielikas (chalice), ostija (host), patena (paten)), moral principles of the Christian life, behaviour to be avoided or to be followed (atgailos atlikimas (execution of repentance of sins), gailestis už griekus (repentance of sins), išmalda (pittance), malda (prayer), tikėjimas (faith)), religious books and texts (Biblija (Bible), Evangelija (Gospel)), sacraments (Krikštas (Baptism), Kunigystė (Holy Orders), Moterystė (Matrimony), Paskutinis Patepimas (Anointing of the Sick)), sins and their kinds (apsirijimas (gluttony), godulystė (greed), vagystė (stealing), žmogžudystė (killing)) and names of persons (apaštalas (apostle), eretikas (heretic), išganytojas (Saviour), popiežius (Pope), vyskupas (bishop)) and other.
Gauta 2008-12-01
Aušra Rimkutė Lietuvių kalbos institutas P. Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius E. paštas: [email protected]
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