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Lietuviški blakių pobūrio vardai

Albina Auksoriūtė

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Litauische Namen der Wanzen-Unterordnung ALBINA AUKSORIŪTĖ Institut für Litauische Sprache SCHLÜSSELWÖRTER: Wanzen-Unterordnung, Name einer Wanzenfamilie, Name einer Wanzenart, Neubildungen, Komposita EINLEITUNG Im vergangenen Jahrzehnt erschienen mehrere entomologische Artikel und Publikationen, in denen entomologische Fachtermini und nomenklatorische Bezeichnungen normiert wurden (Stonis et al. 2009; Stonis et al. 2010; Stonis, Diškus 2011; Diškus, Stonis 2012a; Diškus, Stonis 2012b; Stonis, Remeikis, Baužys 2013; Stonis et al. 2015). 2013 erschien das Lehrbuch der drei Autoren Jonas Rimantas Stonis, Andrius Remeikis und Darius Baužys für Studierende, Lehrkräfte und alle Naturinteressierten Blakės. Įvairovė ir pavadinimai, in dem Wanzen beschrieben werden, die sowohl in Litauen als auch in anderen Ländern verbreitet sind. Die Publikation behandelt 45 Familien der Wanzen-Unterordnung und die ihnen zugeordneten 463 Arten, für die zahlreiche neue Namen geschaffen wurden. Gegenstand dieses Artikels sind somit die litauischen Namen von 45 Wanzenfamilien und 463 Arten; Ziel ist es, synchron die Verfahren zur Bildung der Namen von Familien und Arten der Wanzen-Unterordnung sowie die Wortbildungsweisen der Neubildungen zu untersuchen, die syntaktischen und semantischen Beziehungen zwischen den Haupt- und Nebenbestandteilen zweigliedriger Namen zu erörtern und die produktivsten Verfahren zur Bildung von Familien- und Artnamen zu bestimmen. Wie Entomologen schreiben, machen Insekten (lat. Insecta) den größten Teil der biologischen Vielfalt der Erde aus. Sie sind weltweit weit verbreitet und auch in der Fauna Litauens zahlreich, leben in unterschiedlichsten Lebensräumen, sind sehr vielfältig und sowohl aus wissenschaftlich-theoretischer als auch aus wirtschaftlich-praktischer Sicht von großer Bedeutung. Schätzungen zufolge entfallen auf Insekten etwa 65–67 Prozent der taxonomischen biologischen Vielfalt der Erde beziehungsweise 56–57 Prozent der bislang erkannten und beschriebenen Vielfalt (Stonis et al. 2015: 6). Wanzen kommen weltweit vor; derzeit sind in Litauen etwa 300 ihrer Arten bekannt, doch ein Teil davon wurde noch nicht nachgewiesen, und vermutlich leben in Litauen mehr als 400 Arten (Stonis, Remeikis, Bau- Terminologija | 2016 | 23 175 žys 2013: 5). Aptariame leidinyje laikomasi šiuolaikinės sistematinės sampratos – blakės (lot. Heteroptera) skiriamos straubliuočių būriui (lot. Hemiptera, sin. Rhynchota), kuriam priklauso labai įvairūs vabzdžiai, skirstomi į daugybę šeimų ir 4 pobūrius (Stonis, Remeikis, Baužys 2013: 25), vienas iš kurių ir yra blakės. Iš viso pasaulyje esančios apie 38 000 blakių pobūrio rūšys grupuojamos į daugybę šeimų. Entomologische Fachterminologie und Insektennamen wurden selbstverständlich auch schon früher im Litauischen geschaffen; es wurden Nachschlagewerke und Handbücher herausgegeben (Lešinskas, Pileckis 1967; Lešinskas, Pileckis 1968; Pileckis, Žuklys 1974; Pileckis 1976; Pileckis 1982; Jonaitis 1983; Pileckis et al. 1994; LF1 1995). Mit der entomologischen Terminologie befassten sich nicht nur Entomologen, sondern auch Sprachwissenschaftler. Der Terminologe Kazimieras Gaivenis veröffentlichte 1979 in Lietuvių kalbotyros klausimuose (Lietuvių kalbos specialioji leksika, t. 19) den Artikel „Neue litauische Insektennamen“, in dem er die Verfahren zur Bildung litauischer Neologismen und Neubildungen der entomologischen Systematik überblickte und ein Verzeichnis von 170 litauischen Neubildungen aus diesem Bereich vorlegte (Gaivenis (1979) 2014: 332–348). In diesem Verzeichnis findet sich nur eine Neubildung aus der Wanzen-Unterordnung: sietasparnė (2) – das Bestimmungswort des zweigliedrigen Familiennamens: sietasparnės blakės (lat. Tingidae) (Lešinskas, Pileckis 1967: 77; Gaivenis (1979) 2014: 345). Vadove Lietuvos vabzdžiams pažinti (1967) (toliau – Vadovas) išskirtas ir aprašytas būrys lot. Hemiptera – blakės (puskietasparniai) ir 10 jo šeimų (Lešinskas, Pileckis 1967: 74–86). Šiame leidinyje pateikti visų minėto būrio šeimų ir joms priskiriamų 22 rūšių lietuviški vardai, o genčių nurodyti tik lotyniški vardai, išskyrus skydablakių (lot. Pentatomidae) šeimos gentį lot. Eurydema – kryžmažiedinės blakės (Lešinskas, Pileckis 1967: 79). 176 Albina Auksoriūtė | Lietuviški blakių pobūrio vardai Bemerkenswert ist, dass die meisten Arten mit zweigliedrigen Namen bezeichnet werden, fünf Arten jedoch dreigliedrige Namen tragen: die beschriebene Luzernewanze (lat. Brachycoleus decolor), die gewöhnliche Wiesenwanze (lat. Lygus pratensis), die grüne Wiesenwanze (lat. Lygus pabulinus), die braune Rübenwanze (lat. Polymerus cognatus), die gelbe Rübenwanze (lat. Polymerus vulneratus). Bei der Bildung litauischer Namen in der betreffenden Publikation wird somit nicht immer die Vorgabe des Internationalen Codes für Zoologische Nomenklatur (ICZN) eingehalten – das Prinzip der binären Nomenklatur, wonach ein wissenschaftlicher Artname zweigliedrig ist und sich aus Gattungs- und Artbezeichnung zusammensetzt (siehe ICZN Article 5.1). 2010 wurde in der Zeitschrift Acta Zoologica Lituanica erstmals eine vollständige Liste litauischer Namen aller 324 in Litauen nachgewiesenen, 31 Familien zugeordneten Wanzenarten veröffentlicht (siehe Stonis et al. 2010: 262–272). Sie enthielt zahlreiche neu gebildete litauische Familien- und Artnamen. Wie die Autoren des Artikels anmerken, hatten die meisten bislang in unserem Land nachgewiesenen Wanzenarten und -familien keine litauischen Namen, oder die Artnamen waren nicht normiert; viele Insektenartnamen sind bis heute beschreibender Art. Das erschwert die Verwendung erheblich und entspricht nicht den Grundsätzen der internationalen binären Nomenklatur. Deshalb wurden Wanzennamen, die aus mehr als zwei Wörtern bestanden, durch kürzere ersetzt (Stonis et al. 2010: 265). In der Publikation Blakės. Įvairovė ir pavadinimai führten die Autoren nicht nur die bereits im genannten Artikel veröffentlichten Namen der in Litauen vorkommenden Arten an, sondern auch Namen von Wanzenarten, die in anderen Ländern vorkommen. Sie folgten der in der Entomologie bereits üblichen Praxis, Gattungen im Litauischen nicht zu benennen. Den Buchautoren zufolge sind sehr viele eng verwandte und schwer unterscheidbare Wanzengattungen bekannt. Würden die Arten im Litauischen Namen erhalten, deren erstes Wort die Gattung bezeichnet, wäre die terminologische Vielfalt so groß, dass die Verwendung der Namen (ihr Einprägen und die Orientierung im System) außerordentlich erschwert würde. Bei der Erstellung des Buches wurde der Grundsatz befolgt, Taxa höheren Ranges und größerer Bedeutung – den Familien – Vorrang einzuräumen. Man entschied, dass die Benennung von Wanzengattungen im Litauischen nicht von besonderer Bedeutung ist: 1) Die Taxonomie der Wanzengattungen verändert sich recht schnell und ist nicht allgemein anerkannt; 2) die äußeren morphologischen Unterschiede zwischen Wanzengattungen sind gering, und Laien könnten die Gattungen meist nur schwer oder gar nicht bestimmen; 3) aus praktischer Sicht (im Gebrauch) ist die klare Zuordnung der Arten zu bestimmten Familien wichtiger als ihre Zuordnung zu Gattungen (Stonis, Remeikis, Baužys 2013: 10). Terminologija | 2016 | 23 177 LIETUVIŠKI BLAKIŲ ŠEIMŲ IR AUKŠTESNIO RANGO TAKSONŲ VARDAI Namen der Wanzenfamilien Wie bereits erwähnt, werden in der Publikation Blakės. Įvairovė ir pavadinimai 45 Familien der Wanzen-Unterordnung unterschieden und behandelt. Nach Aussage der Autoren folgten sie bei der Normierung litauischer Familiennamen der Wanzen-Unterordnung dem Grundsatz, dass litauische Namen für Insektenfamilien und Taxa höheren Ranges entweder aus einem Wort oder aus zwei Wörtern bestehen sollten (Stonis, Remeikis, Baužys 2013: 9). Alle Familiennamen werden traditionell im Plural angegeben; die meisten sind einsilbig, 15 zweigliedrige Familiennamen sind aufgeführt, z. B.: großköpfige Urwanzen (lat. Enicocephaidae, engl. Gnat Bugs; Unique-headed Bugs; Enicocephalids) 301; seltene Urwanzen (lat. Aenictopecheidae, engl. Aenictopecheids) 30; unechte Zwergwanzen (lat. Ceratocombidae, engl. Ceratocombids) 31; echte Zwergwanzen (lat. Dipsocoridae, engl. Jumping Ground Bugs; Dip socorids) 31; unechte Wasserläufer (lat. Mesoveliidae, engl. Water Treaders; Pondweed Bugs, Ripple Bugs) 34; echte Wasserläufer (lat. Veliidae, engl. Water Striders; Broad-Shouldered Watter Striders; Ripple Bugs) 34; Riesenwasserwanzen (lat. Belostomatidea, engl. Giant Water Bugs; Electric Light Bugs; Toe-Biters; Alligator Ticks) 39; Breitwasserwanzen (lat. Naucoridae, engl. Saucer Bugs; Creeping Water Bugs) 41; echte Randwanzen (lat. Coreidae, engl. Squash Bugs; Leaf-Footed Bugs) 51; unechte Randwanzen (lat. Rhopalidae, engl. Scentless Plant Bugs) 53; pflanzenfressende Schildwanzen (lat. Acanthosomatidae, engl. Acanthosomatid Bugs; Shield Bugs) 75; Wasserläufer (lat. Gerridae, engl. Pond-Skaters; Water-Striders; Wherrymen; Jesus Bugs) 35. Letzterer Familienname wurde bereits im Handbuch verwendet; einige weitere zweigliedrige Familiennamen, die im genannten Handbuch verwendet wurden, sind im Buch Wanzen. Vielfalt und Bezeichnungen als Synonyme aufgeführt, während der Gattungsbestandteil der Artnamen bereits einwortig angegeben wird, z. B.: Rindenwanzen, Syn. Unterrindenwanzen (lat. Aradidae, engl. Bark Bugs; Flat Bugs; Flat Bark Bugs) 49; Weichwanzen, Syn. Pflanzenwanzen; Blindwanzen (lat. Miridae, engl. Plant Bugs; Leaf Bugs) 81; Netzwanzen, Syn. Gitterwanzen (lat. Tingidae, engl. Lace Bugs) 95; Parasitenwanzen, Syn. Blutwanzen (lat. Cimicidae, engl. Bed Bugs; Blood-sucking Bugs) 103; Raubwanzen, Syn. räuberische Wanzen (lat. Reduviidae, engl. 1 Bei den Beispielen steht zuerst der litauische Name, mit derselben Akzentuierung wie in der Quelle; in Klammern folgen die lateinische und, falls vorhanden, die englische Entsprechung, nach der Klammer die Seitenzahl der Quelle. 178 Albina Auksoriūtė | Lietuviški blakių pobūrio vardai Assassin Bugs; Conenose Bugs) 99. Bei den erwähnten eingliedrigen Familiennamen handelt es sich ebenso wie bei allen anderen eingliedrigen Familiennamen um Zusammensetzungen. Die bestimmenden Bestandteile zweigliedriger Familiennamen verweisen meist auf die Beziehungen der Familie zu anderen Familien: unechte Zwergwanzen 31; echte Zwergwanzen 31; unechte Wasserläufer 34; echte Wasserläufer 34; echte Randwanzen 51; unechte Randwanzen 53; unechte Bodenwanzen 56; echte Bodenwanzen 57; echte Schildwanzen 64. Nur die bestimmenden Bestandteile einiger weniger Familiennamen benennen ein charakteristisches Unterscheidungsmerkmal der Familie: großköpfige Urwanzen 30; netzartige Urwanzen 30; Riesenwasserwanzen 39; breite Wasserwanzen 41; Pflanzenfressende Schildwanzen 75; Wasserläufer 35. Die meisten untersuchten Wanzenfamiliennamen und entsprechend die gattungsbezeichnenden Bestandteile der Artnamen sind Neubildungen, die durch Zusammensetzung entstanden sind. Nur im Vadove wurden bereits Zusammensetzungen verwendet: Skorpionwanzen (lat. Nepidae, engl. Water Scorpions) 39, vgl. skorpionblakes V 85; Rückenschwimmer (lat. Notonectidae, engl. Back Swimmers; Backswimmers; Greater Water Boatmen) 45, vgl. nugarplaukos V 86; Rotwanzen (lat. Pyrrhocoridae, engl. Red Bugs; Fire Bugs; Stainers) 62, vgl. raudonblakės V 81; echte Schildwanzen, Syn. Schildwanzen (lat. Pentatomidae, engl. Shield Bugs; Stink Bugs) 64, vgl. Schildwanzen V 78. In der litauischen Terminologie ist die Zusammensetzung nach der Suffigierung das zweithäufigste Verfahren zur Bildung von Neologismen. Wie Stasys Keinys anmerkt, ermöglichen zusammengesetzte Termini, komplexe Begriffe mit einem Wort auszudrücken, und erfüllen gut die für fachsprachliche Bereiche wichtigen Anforderungen an Genauigkeit, Klarheit und Kürze (Keinys (1983) 2005: 177). Üblicherweise bilden das zweite Glied den logischen, grammatischen und semantischen Kern der Zusammensetzung; das erste Glied bestimmt das zweite. Zusammensetzungen dieses Typs werden als determinative Zusammensetzungen bezeichnet. Für sich genommen ist das zweite Glied in der Regel ein Hyperonym (Gattungsbezeichnung) im Verhältnis zur Zusammensetzung (dem Hyponym) oder zum Mehrwortterminus (der Artbezeichnung) (Gaivenis (1998) 2014: 243). Alle Neubildungen für Familien der Wanzen-Unterordnung sind determinative Zusammensetzungen. Etwa 92 Prozent der untersuchten Neubildungen sind Zusammensetzungen, deren zweites Glied wie bei den im Vadove aufgeführten Namen Wanzen lautet und ihre Zugehörigkeit zur Unterordnung anzeigt; das erste Glied bestimmt das zweite anhand der Unterscheidungsmerkmale der Familie. Danach, welches charakteristische Merkmal das erste Glied der Zusammensetzung bezeichnet, lassen sich mehrere Gruppen unterscheiden: a) Das substantivische Glied bezeichnet verschiedene Merkmale des Körpers oder eines Körperteils sowie Ähnlichkeiten mit etwas: Terminologija | 2016 | 23 179 Samtwasserwanzen (: Samt) (lat. Hebridae, engl. Velvet Watter Bugs) (der große, kräftige Körper ist mit zahlreichen wasserabweisenden Härchen bedeckt) 37, 2 Arten unterschieden; Ruderwanzen (: Ruder) (lat. Corixidae, engl. Water Boatman; Waterboatman; Lesser Water Boatmen) 42, 27 Arten aufgeführt; Kugelwanzen (: Kugel) (lat. Coptosomatidae (Syn. Plataspididae), engl. Coptosomatids) 80, 1 Art beschrieben; Stelzenwanzen (: Stab) (lat. Berytidae, engl. Stilt Bugs) 56, 4 Arten unterschieden; Dornwanzen (: Dorn) (lat. Alydidae, engl. Broad-headed Bugs; Broad-Headed Bugs; Ant Bugs) (die Beine, besonders die Hinterbeine, sind lang und tragen Dornen an den Schenkeln) 50, 2 Arten beschrieben; Krötenwanzen (: Kröte) (lat. Gelastocoridae, engl. Toad Bugs) 42, 1 Art aufgeführt; Netzwanzen (: Netz) (lat. Tingidae, engl. Lace Bugs) (die Membran der Vorderflügel weist dichte Gitterzellen auf und erinnert an Spitze; das Rückenschild ist verlängert und kann den Kopf teilweise bedecken) 95, 16 Arten unterschieden; Schildwanzen (: Schildkröte) (lat. Scutelleridae, engl. Shield-Backed Bugs; Shield-Back Bugs; Jewel Bugs; Tortoise Bugs; Scutellerids) (kennzeichnend ist ein besonders großes Rückenschild, das wie eine feste Rüstung fast den gesamten Hinterleib bedeckt) 78, 8 Arten beschrieben; Rindenwanzen (: Rinde) (lat. Aradidae, engl. Bark Bugs; Flat Bugs; Flat Bark Bugs) (Insekten, die die Farbe der Baumrinde nachahmen) 49, 10 Arten aufgeführt. Zu dieser Gruppe gehören auch die bereits im Vadove aufgeführten Schildwanzen (: Schild) – echte Schildwanzen (lat. Pentatomidae, engl. Shield Bugs; Stink Bugs) 64, 35 Arten beschrieben, sowie Pflanzenschildwanzen (lat. Acanthosomatidae, engl. Acanthosomatid Bugs; Shield Bugs) 75, 8 Arten aufgeführt (das Rückenschild ist sehr kräftig) 64, vgl. skydablakės V 78 sowie Skorpionswanzen (: Skorpion) (lat. Nepidae, engl. Water Scorpions) 39, 2 Arten beschrieben, vgl. Skorpionswanzen V 85; b) ein Substantivbestandteil, der den Lebens- oder Nahrungsraum bezeichnet: Bodenwanzen (: Boden) – unechte Bodenwanzen (lat. Stenocephalidae, engl. Spurgebugs; Spurge Bugs) 56 und echte Bodenwanzen (lat. Lygaeidae, engl. Ground Bugs; Seed Bugs) 57; in der Publikation ist 1 Art der unechten Bodenwanzen beschrieben, während es bei den echten Bodenwanzen 64 Arten sind; Grundwanzen (: Grund) (lat. Aphelocheiridae, engl. Benthic Watter Bugs) 41, 1 Art aufgeführt; Meerwanzen (: Meer) (lat. Aepophilidae, engl. Marine Bugs) 47, 1 Art aufgeführt; 180 Albina Auksoriūtė | Lietuviški blakių pobūrio vardai Fellwanzen (: Fell) (lat. Polyctenidae, engl. Bat Bugs; Polyctenids) (an das Leben im behaarten Fell des Wirts angepasst) 104, nur die Familie benannt; Flechtenwanzen (: Flechte) (lat. Microphysidae, engl. Minute Bugs; Minute Bladder Bugs; Lichen Bugs) 97, nur die Familie benannt; Höhlenwanzen (: Höhle) (lat. Cydnidae, engl. Burrowing Bugs; gelegentlich Negro Bugs) 77, 9 Arten beschrieben; Wasserwanzen (: Wasser) – Riesenwasserwanzen (lat. Belostomatidea, engl. Giant Water Bugs; Electric Light Bugs; Toe-Biters; Alligator Ticks) 39 und breite Wasserwanzen (lat. Naucoridae, engl. Saucer Bugs; Creeping Water Bugs) 41; 3 Arten der Riesenwasserwanzen und 1 Art der breiten Wasserwanzen beschrieben; Blütenwanzen (: Blüte) (lat. Anthocoridae, engl. Flower Bugs; Minute Pirate Bugs) 97, 13 Arten benannt; c) Der erste adjektivische Bestandteil bezeichnet typische Verhaltensmerkmale: Raubwanzen (: räuberisch) (lat. Reduviidae, engl. Assassin Bugs; Conenose Bugs) 99, 11 Arten aufgeführt; Springwanzen (: springfreudig) (lat. Saldidae, engl. Shore Bugs) 47, 7 Arten beschrieben; flinke Wanzen (: flink) – unechte flinke Wanzen (lat. Ceratocombidae, engl. Ceratocombids) 31, so werden 3 Arten bezeichnet, und echte flinke Wanzen (lat. Dipsocoridae, engl. Jumping Ground Bugs; Dipsocorids) 31, 2 Arten benannt. Hier ist noch ein weiterer Familienname zu erwähnen, dessen erster Bestandteil ein Verb ist, das ein aus einer Handlung hervorgehendes Merkmal bezeichnet: Schlachtwanzen (: schlachten, schlachtete) (lat. Nabidae, engl. Nabids; Damsel Bugs) (dies sind besonders aktive Räuber, die sich von anderen, kleineren Gliederfüßern ernähren; gelegentlich ist auch Kannibalismus typisch. Diese Wanzen halten ihre gefangene Beute oft mit den Vorderbeinen fest) 102, 11 Arten beschrieben; d) Der adjektivische Bestandteil bezeichnet die Körperform oder -größe: Eckwanzen (: eckig) – echte Eckwanzen (lat. Coreidae, engl. Squash Bugs; Leaf-Footed Bugs) 51 und unechte Eckwanzen (lat. Rhopalidae, engl. Scentless Plant Bugs) 53; für beide Familien sind je 11 Arten aufgeführt; Kleinwanzen (: klein) (lat. Schizopteridae, engl. Schizopterids; Jumping Ground Bugs) 32, nur die Familie benannt; Flachwanzen (: flach) (lat. Hypsipterygidae, engl. Hypsipterygidae) 32, Arten nicht gesondert aufgeführt; Terminologija | 2016 | 23 181 e) Die Körperfarbe wird durch das erste adjektivische Kompositionsglied bestimmt: Schwarzwanzen (: schwarz) (lat. Thyreocoridae, engl. Negro Bugs; Black Bugs; Ebony Bugs) 80, eine Art benannt; Grauwanzen (: grau) (lat. Piesmatidae, engl. Beet Bugs; Ash-Gray Leaf Bugs) 64, zwei Arten aufgeführt. Neben diesen Namen sollte auch die im Handbuch benannte Familie Rotwanzen erwähnt werden (: rot) (lat. Pyrrhocoridae, engl. Red Bugs; Fire Bugs; Stainers) 62, eine Art beschrieben, vgl. Rotwanzen V 81; f) Das Nahrungsobjekt wird durch ein substantivisches Kompositionsglied bezeichnet: Blutwanzen (: Blut) (lat. Cimicidae, engl. Bed Bugs; Bloodsucking Bugs) (sie ernähren sich vom Blut des Menschen, anderer Säugetiere oder von Vögeln) 103, sieben Arten benannt; Graswanzen (: Gras) (lat. Miridae, engl. Plant Bugs; Leaf Bugs) (sie saugen Pflanzensäfte, viele sind Schädlinge an Kulturpflanzen) 81, die artenreichste Familie – 158 Arten beschrieben. Gesondert zu erwähnen sind die zweigliedrigen Namen zweier sehr alter Familien, deren erster adjektivischer Bestandteil im Grundglied Altwanz dieses Merkmal anzeigt: a) Altwanz (: alt) – Großkopf-Altwanz (lat. Enicocephaidae, engl. Gnat Bugs; Unique-headed Bugs; Enicocephalids) und seltene Altwanz (lat. Aenictopecheidae, engl. Aenictopecheids) (sehr archaische Familien) 30, Arten nicht unterschieden; b) die kürzlich entdeckten und beschriebenen Weichwanzen (: weich) (lat. Stemmocryptidae, engl. Stemmocryptids) 33, deren erstes adjektivisches Kompositionsglied darauf hinweist, dass ihr Körper weich und ohne Schildchen ist; nur die Familie ist benannt. Bei den zusammengesetzten Familiennamen mit dem zweiten Bestandteil -wanzen sind die ersten Bestandteile Substantive, Adjektive und Verben; ihre Verteilung ist in Tabelle 1 dargestellt. Tabelle 1. Erste Bestandteile von Zusammensetzungen mit dem zweiten Bestandteil -wanzen Substantivisches Kompositionsglied Adjektivisches Kompositionsglied Verbales Kompositionsglied Erd- Schwarz- Schlächter- Boden- eckig- länglich- klein- Ruder- weich- Meer- grau- 182 Albina Auksoriūtė | Lietuviški blakių pobūrio vardai Substantivischer Bestandteil Adjektivischer Bestandteil Verbaler Bestandteil Fell– räuber– Kugel– flach– Scher– rot– Blut– sen– Stab– Spring– Stachel– flink– Kröten– siet– skyd– skorpion– urv– vanden– vežl– žied– žiev– žol– Insgesamt 21 Insgesamt 11 Insgesamt 1 Die besprochenen zusammengesetzten Namen von Wanzenfamilien mit dem Zweitglied –blakės bilden eine Gruppe von Komposita mit demselben Grundglied. Bemerkenswert ist, dass in der entomologischen Terminologie auch größere Gruppen solcher Komposita gebildet wurden. Das akademische Werk Lietuvos fauna (1996), das den Käfern gewidmet ist, führt nicht weniger als 77 zusammengesetzte Familiennamen an, deren Zweitglied –vabalai lautet (: vabalas) (Gaivenis (1998) 2014: 246). St. Keinys, der die Bildung litauischer zusammengesetzter Termini untersuchte, erörterte auch Gruppen dieses Typs aus anderen Fachgebieten (ausführlicher siehe Keinys (1983) 2005: 129–182). Zwei weitere Komposita, die zur Benennung von Familien verwendet werden und auf die Schwimmweise der Insekten hinweisen, unterscheiden sich von der besprochenen Terminusgruppe, da ihr Zweitglied verbal ist, während das Erstglied auf dem Substantiv vanduo beruht: vandėnmatės (: vanduo, matuoti) (lat. Hydrometridae, engl. Water-Measurers; Marsh-Treaders) 37, zwei Arten beschrieben; vandėnskrodės (: vanduo, skrosti, skrodė) – netikrosios vandėnskrodės (lat. Mesoveliidae, engl. Watter Treaders; Pondweed Bugs; Ripple Bugs), vermutlich– Terminologija | 2016 | 23 183 … eine Art beschrieben, und echte Wasserläufer (lat. Veliidae, engl. Watter Striders; Broad-Shouldered Watter Striders; Ripple Bugs 34, wurden 4 Arten beschrieben. Zu den letztgenannten Neuschöpfungen kann man auch die bereits im Handbuch angeführte Rückenschwimmer (: Rücken, schwimmen) (lat. Notonectidae, engl. Back Swimmers; Backswimmers; Greater Water Boatmen 45, wurden 4 Arten beschrieben, vgl. Rückenschwimmer V 86 (siehe Tabelle 2). Dieser Familienname diente als Grundlage für die Bildung des einzigen suffigierten Familiennamens der Wanzenunterordnung: Rückenschwimmerchen (: Rückenschwimmer + -chen) (lat. Pleidae, engl. Pigmy Backswimmer) 46; 1 Art ist benannt. Tabelle 2. Zusammensetzungen mit einem verbalen Zweitglied I. nominales Erstglied II. verbales Zweitglied Wasser- -schwimmer Wasser- -läufer Rücken- -schwimmer Namen der Zweige und Überfamilien der Wanzen In der hier besprochenen Publikation werden sieben Zweige der Wanzen untergeordneten Gruppe unterschieden; der sechste Zweig, skydblakiniai, ist zudem in fünf Überfamilien unterteilt. Wie die Autoren anmerken, wurde beschlossen, konsequent den Traditionen zu folgen, die sich bereits in der Terminologie der Käferordnung herausgebildet haben, und im Litauischen einwortige Taxa im Rang einer Wanzen-Überfamilie nur mit dem Suffix -inis zu verwenden. Um taxonomische Mehrdeutigkeiten zu vermeiden, wurde bei den Familiennamen auf die Verwendung dieses Suffixes verzichtet (Stonis, Remeikis, Baužys 2013: 10). Die Namen der Überfamilien stehen im Plural; als Grundwörter dienen die Familiennamen: žieviblakiniai (: žieviblakės) (lat. Aradoidea) 49; kampuotblakiniai (: kampuotblakės) (lat. Coreoidea) 50; dirvablakiniai (: dirvablakės) (lat. Lygeoidea) 56; pilkablakiniai (: pilkablakės) (lat. Piesmatoidea) 64; skydblakiniai (: skydblakės) (lat. Pentatomoidea) 64. Die Namen der Zweige der untergeordneten Gruppe sind nach demselben Muster wie die Namen der Überfamilien gebildet: senablakiniai (: senablakės) (lat. Enicocephalomorpha) 30; vikriablakiniai (: vikriablakės) (lat. Dipsocoromorpha) 31; čiuožikiniai (: čiuožikai) (lat. Gerromorpha) 34; skorpionblakiniai (: skorpionblakės) (lat. Nepomorpha) 39; šokliablakiniai (: šokliablakės) (lat. Leptopodomorpha) 47; skydblakiniai (: skydblakės) (lat. Pentatomorpha) 49; kraujablakiniai (: kraujablakės) (lat. Cimicomorpha) 81. 184 Albina Auksoriūtė | Lietuviški blakių pobūrio vardai LITAUISCHE ARTNAMEN DER WANZEN Bei den meisten Familien werden mehrere Arten aufgeführt; lediglich für die Miridae werden 158 Arten, für die echten Bodenwanzen 64, für die echten Schildwanzen 35 und für die Ruderwanzen 27 Arten genannt. Alle litauischen Artnamen der Wanzen untergeordneten Gruppe sind zweigliedrige zusammengesetzte Termini, die aus einem Hauptglied, das heißt der Singularform des Grundworts des ein- oder zweigliedrigen Familiennamens, und einem Neben- oder Artglied bestehen. Syntaktischer Aspekt Nach den Typen syntaktischer Beziehungen unterscheidet man koordinierende, subordinierende und verbindende Wortgruppen; nach der Ausdrucksweise der subordinierenden Beziehung gibt es drei Arten der Unterordnung: Kongruenz, Rektion und Anfügung (DLKG 2006: 480–484). Wie K. Gaivenis anmerkt, lassen sich zusammengesetzte Termini nach den syntaktischen Beziehungen zwischen Haupt- und Nebengliedern in drei Gruppen einteilen: 1) mit kongruierendem Attribut; 2) mit regiertem Attribut und 3) mit angefügtem Attribut (Gaivenis (1975) 2014: 65). Die Nebenbestandteile aller untersuchten Wanzenartnamen sind kongruierende Attribute, mit Ausnahme von drei Artnamen, die regierte Attribute enthalten: Linėjaus irklablakė (lat. Hesperocorixa linnaei) 43; Tōmsono dirvablakė (lat. Scolopostethus thomsoni) 62; Vagnerio žolblakė (lat. Capsus wagneri) 83. Die Nebenbestandteile dieser Artnamen stehen im Genitiv des Namens des Forschers, der die Art beschrieben hat, die durch das attributive Glied des zusammengesetzten Terminus bezeichnet wird. Diese Nebenbestandteile wurden in Anlehnung an den lateinischen Terminus gewählt. Die meisten Nebenbestandteile mit kongruierendem Attribut werden durch verschiedene Adjektive ausgedrückt; dabei lassen sich vier Gruppen unterscheiden: 1) ein relationales Adjektiv mit dem Suffix -inis, z. B.: eurōpinė vikriablakė (lat. Cryptostemma (Pachycoleus) waltli) 32; kryžinė irklablakė (lat. Sigara (Microsigara) hellensii) 44; atlantinė jūrblakė (lat. Aepophilus bonnairei, engl. Marine Bug) 47 (siehe Abb. 2); smėlinė šokliablakė (lat. Saldula orthochila) 48; beržinė žieviiablakė (lat. Aradus betulae) 49; miškinė dirvablakė (lat. Drymus (Sylvadrymus) sylvaticus) 58; pietinė skydblakė (lat. Carpocoris (Carpocoris) pudicus) 68; ganyklinė žolblakė (lat. Chlamydatus (Euattus) pulicarius) 84; 2) ein zusammengesetztes Adjektiv, z. B.: balsvadėmė vandėnskrodė (lat. Microvelia (Microvelia) reticulata) 34; juodagalvė gaurablakė (lat. Hebrus (Hebrus) pusillus) 38; tamsianãgė irklablakė (lat. Callicorixa praeusta) 42; raudonkrãštė kampūotblakė (lat. Boisea trivittata, engl. Box Elder Bug; Maple Bug) 53 (siehe Abb. 3); rudakõjė dirvablakė (lat. Acompus rufipes, engl. Ground Bug) 57; dvitaškė skydblakė (lat. Aelia rostrata, engl. Wheat Terminologija | 2016 | 23 185 Stink Bug) 66; blass gestreifte Graswanze (lat. Acetropis gimmerthalii) 81; leuchtflügelige Blumenwanze (lat. Anthocoris limbatus) 98; 3) gewöhnliches qualitatives pronominales Adjektiv, z. B.: grauer Wasserläufer (lat. Aquarius najas, engl. Water Strider) 35; bewegliche Ruderwanze (lat. Hesperocorixa moesta) 43; helle Rückenschwimmerwanze (lat. Notonecta (Notonecta) lutea, engl. Yellow Greater Water-Boatman) 45; dunkle Eckwanze (lat. Spathocera laticornis) 53; schwarze Bodenwanze (lat. Geocoris (Geocoris) ater) 58; flache Schildwanze (lat. Sciocoris (Aposciocoris) microphthalmus) 74; gewöhnliche Schildkrötenwanze (lat. Odontoscelis (Odontoscelis) fuliginosa) 79; weißliche Graswanze (lat. Amblytylus albidus) 82; 4) abgeleitetes pronominales oder nichtpronominales Adjektiv, z. B.: bärtige Bodenwanze (lat. Scolopostethus puberulus) 61; gefleckte Netzwanze (lat. Piesma maculatum) 64; gepanzerten Schildwanze (lat. Podops (Podops) inuncta, engl. Turtle Bug) 73; farblose Graswanze (lat. Lopus decolor, engl. Plant Bug or Grass Bug) 88; gedulinge Graswanze (lat. Monosynamma bohemanni) 90; körnige Graswanze (lat. Pantilus (Pantilus) tunicatus) 91; gestreifte Sichelwanze (lat. Nabis (Limnonabis) lineatus, engl. Reed Damsel Bug) 102; behaarte Bettwanze (lat. Cimex pilosellus) 104. Die meisten Nebenglieder der Namen von Wanzenarten werden durch Adjektive mit dem Suffix -inis ausgedrückt – 33,7 Prozent aller Artnamen; die übrigen Gruppen sind weniger umfangreich (siehe Abb. 1). Abb. 1. Prozentualer Anteil der Nebenglieder in den Namen der Wanzenarten 186 Albina Auksoriūtė | Lietuviški blakių pobūrio vardai Zu den Nebengliedern mit kongruierendem Attribut zählen außerdem die Namen von vier Arten, deren Nebenglied durch ein pronominales Partizip Perfekt Passiv oder ein Partizip Präsens Aktiv ausgedrückt wird: bunt gefärbte Schildwanze (lat. Holcostethus strictus vernalis) 71; gezeichnete Graswanze (lat. Blepharidopterus angulatus, engl. Black Knead Capsid) 83; glänzende Bodenwanze (lat. Megalonotus antennatus, engl. Ground Bug) 59; wandernde Graswanze (lat. Notostira erratica) 90. Gesondert zu erwähnen ist der bereits im Vadovas verwendete Artname Wanze Soldat (lat. Pyrrhocoris apterus, engl. Fire Bug) 62, dessen nicht kongruierendes Attribut ein im übertragenen Sinn verwendetes Substantiv ist (siehe Abb. 4). Abb. 2. Atlantische Meereswanze (Zeichnung von L. Jasiukonytė und J. R. Stonis) Abb. 3. Rotrandige Eckwanze (Zeichnung von L. Jasiukonytė und J. R. Stonis) Abb. 4. Soldatenwanze (Foto von D. Baužys) Terminologija | 2016 | 23 187 Semantischer Aspekt K. Gaivenis zufolge sind zusammengesetzte Termini nicht nur grammatisch (syntaktisch), sondern auch hinsichtlich des ausgedrückten Gedankens gliederbar. Ihre Attribute können das Grundglied unter verschiedenen Gesichtspunkten charakterisieren (Gaivenis (1975) 2014: 70). Die Namen der Wanzenarten lassen sich anhand der semantischen Funktionen ihrer Nebenglieder in mehrere Gruppen einteilen (siehe Abb. 8). Die Nebenglieder der Wanzennamen geben Folgendes an: 1. Ein äußeres Merkmal: Dies ist die größte semantische Gruppe von Nebengliedern; sie umfasst etwa 57 Prozent aller Wanzennamen. Daher lassen sich vier semantische Untergruppen unterscheiden: a) Das Nebenglied des Wanzennamens bezeichnet Mustermerkmale des ganzen Körpers oder eines Körperteils: Querbinden-Wassersänger (lat. Micronecta (Micronecta) poweri, engl. Water Singer) 43; gebänderte Wasserwanze (lat. Cymatia coleoptrata, engl. Water Boatman) 43; zweifleckige Uferwanze (lat. Saldula saltatoria, engl. Common Shore Bug) 48; gestreifte Rhopalus-Wanze (lat. Rhopalus (Rhopalus) subrufus) 55; schwarzgefleckte Bodenwanze (lat. Eremocoris abietis) 58; gepunktete Bodenwanze (lat. Ortholomus punctipennis) 60; zweifarbige Schildwanze (lat. Piezodorus lituratus, engl. Gorse Shield Bug) 73; dreistriemige Wacholder-Schildwanze (lat. Cyphostethus tristriatus, engl. Juniper Shield Bug) 75; gelbgefleckte Graswanze (lat. Alloeotomus gothicus) 82; achtstreifige Graswanze (lat. Pilophorus clavatus) 92; gestreifte Graswanze (lat. Trigonotylus caelestialium) 95; gepunktete Raubwanze (lat. Nabis (Nabis) punctatus) 103; b) Das Attribut bezeichnet die Farbe des Körpers oder seiner Teile, z. B.: rotköpfige Zwergwasserläuferwanze (lat. Hebrus (Hebrusella) ruficeps) 31; rötlicher Wasserläufer (lat. Limnoporus rufoscutellatus) 37; graue Skorpionwanze (lat. Nepa cinerea, engl. Water Scorpion) 39; dunkle Ruderwanze (lat. Hesperocorixa sahlbergi) 43; grüne Rückenschwimmerwanze (lat. Notonecta (Notonecta) viridis, engl. Green Water Boatman) 45; schwarze Rindenwanze (lat. Aneurus (Aneurodes) avenius, engl. Flat Bark Bug) 49; rote Rhopalus-Wanze (lat. Sticto-pleurus crassicoris) 55; braunrückige Stabwanze (lat. Berytinus (Berytinus) clavipes) 56; hellköpfige Bodenwanze (lat. Cymus claviculus, engl. Seed Bug) 57; rotbraune Bodenwanze (lat. Eremocoris plebejus) 58; blaue Schildwanze (lat. Zicrona caerulea, engl. Blue Stink Bug) 74 (siehe Abb. 5); gelbrückige Erdwanze (lat. Cydnus aterrimus) 77; dunkle Raubwanze (lat. Reduvius personatus, engl. Masked Hunter) 101; 188 Albina Auksoriūtė | Lietuviški blakių pobūrio vardai c) Das Nebenglied bezeichnet Größe oder Form des Körpers beziehungsweise eines Körperteils, z. B.: kurzflügelige Zwergwanze (lat. Ceratocombus (Xylonannus) brevipennis) 31; kleine Zwergwanze (lat. Cryptostemma (Pachycoleus) pusilimum) 32; große Wasserläuferwanze (lat. Hydrometra stagnorum, engl. Greater Water Measurer) 37; langgestreckte Skorpionwanze (lat. Ranatra linearis, engl. Water Stick Insect) 39; Riesen-Wasserkäferwanze (lat. Lethocerus grandis, engl. Giant Water Bug; Colossus Water Bug) 40; langbeinige Ruderwanze (lat. Sigara (Subsigara) longipalis) 44; schlanke Uferwanze (lat. Chartoscirta elegantula) 47; blattfüßige Rhopalus-Wanze (lat. Diactor bilineatus, engl. Amazonian Leaf-footed Bug) 51; großköpfige Bodenwanze (lat. Geocoris (Geocoris) megacephalus) 58; schmale Bodenwanze (lat. Ischnocoris angustulus) 58; gewölbtrückige Schildwanze (lat. Sciocoris (Sciocoris) cursitans) 74; runde Netzwanze (lat. Acalypta nigrina) 96; d) Das Attribut bezeichnet Oberflächenmerkmale des ganzen Körpers oder seiner Teile, z. B.: behaarte Wasserläuferwanze (lat. Mesovelia furcata, engl. Pondweed Bug) 34; borstige Rhopalus-Wanze (lat. Coriomeris denticulatus) 51; runzlige Bodenwanze (lat. Pachybrachius fracticollis) 60; behaarte Graswanze (lat. Amblytylus nasutus) 82; raue Graswanze (lat. Phytocoris (Phytocoris) hirsutulus) 92; glatte Blütenwanze (lat. Orius (Heterorius) laticollis) 99. Die meisten Nebenglieder der Wanzennamen lassen sich den beiden ersten Untergruppen zuordnen; die beiden anderen Untergruppen sind deutlich kleiner. Außerdem ist zu beachten, dass alle Nebenglieder in Wanzennamen, deren Attribut das Muster, die Farbe, die Größe oder die Form eines bestimmten Körperteils beschreibt, durch zusammengesetzte Adjektive ausgedrückt werden. 2. Nahrungsobjekt, z. B.: Fichten-Rindenwanze (lat. Aradus obtectus, engl. Flat Bark Bug) 50; Reis-Spornwanze (lat. Leptocorisa oratorius) 51; Luzerne-Rhopalus-Wanze (lat. Bathysolen nubilus, engl. Squashbug) 51; Brennnessel-Bodenwanze (lat. Heterogaster urticae, engl. Nettle Ground Bug) 58; Wacholder-Schildwanze (lat. Chlorochroa (Rhytidolomia) juniperina) 68; Vergissmeinnicht-Erdwanze (lat. Sehirus luctuosus, engl. Shield Bug) 77; Kartoffel-Graswanze (lat. Closterotomus norwegicus, engl. Potato Capsid; Potato Bug) 84; Fledermausblutwanze (lat. Cimex pipistrelli) 104; Schwalbenblutwanze (lat. Oeciacus hirundinis, engl. Swallow Bug) 104. Die meisten Artbezeichnungen dieses Typs werden mit Adjektiven auf -inis ausgedrückt, deren Wortbildungsgrundlage die Namen von Pflanzen oder Tieren sind, von denen sich die Wanzen ernähren. Terminologija | 2016 | 23 189 Es fanden sich zwei Artennamen von Wanzen, deren Bestimmungswort ein zusammengesetztes Adjektiv ist: blütenliebende Graswanze (lat. Phytocoris (Ktenocoris) insignis) 92; vielseitig fressende Graswanze (lat. Phytocoris (Ktenocoris) ulmi) 92. Diese semantische Gruppe macht 17 Prozent aller Wanzenartennamen aus. 3. Lebensraum, z. B.: Teichwasserläufer (lat. Gerris (Gerris) lacustris, engl. Common Pondskater) 36; Grundwasser-Ruderwanze (lat. Sigara (Subsigara) fossarum) 44; Ameisenhügel-Spornwanze (lat. Alydus calcaratus, engl. Ant Bug) 50 (siehe Abb. 6); schattenliebende Bodenwanze (lat. Cymus glandicolor, engl. Seed Bug) 57; Wiesen-Schildwanze (lat. Rubiconia intermedia) 74; Steppen-Graswanze (lat. Leptopterna ferrugata) 87; Obstbaum-Blumenwanze (lat. Anthocoris nemorum) 98; Feld-Raubwanze (lat. Nabis (Nabis) ferus, engl. Field Damsel Bug) 102. Bei den Wanzenartennamen mit dieser Bedeutung wird das Bestimmungswort durch Adjektive mit dem Suffix -inis ausgedrückt. Diese Gruppe ist halb so groß wie die zuvor behandelte. 4. Wertende Eigenschaft des Subjekts, z. B.: unscheinbare Schnellwanze (lat. Ceratocombus (Xylonannus) corticalis) 31; gewöhnlicher Wasserläufer (lat. Gerris (Gerriselloides) lateralis) 36; zierliche Wassermesswanze (lat. Hydrometra gracilenta, engl. Lesser Water Measurer) 37; gewöhnliche Wasserwanze (lat. Ilyocoris cimicoides, engl. Saucer Bug; Common Water Creeper) 41; gewöhnliche Rindenwanze (lat. Aradus corticalis, engl. Flat Bark Bug) 49; echte Stelzenwanze (lat. Neides tipularius) 57; rätselhafte Bodenwanze (lat. Peritrechus convivus) 60; traurige Bodenwanze (lat. Stygnocoris fuligineus) 62; wunderbare Graswanze (lat. Miris striatus) 89. Die Artnamen dieser semantischen Gruppe machen etwa 6,5 Prozent aller Artnamen aus. 5. Herkunfts- oder Verbreitungsgebiet, z. B.: Alpen-Wasserläufer (lat. Velia (Plesiovelia) currens) 35; amerikanische Riesenwasserwanze (lat. Lethocerus americanus, engl. American Giant Water Bug) 40; europäische Ruderwanze (lat. Arctocorisa germari) 42; südliche Bodenwanze (lat. Eremocoris podagricus) 58; australische Schildwanze (lat. Calliphara imperialis, engl. Jewel Bug) 78; deutsche Graswanze (lat. Alloeotomus germanicus) 82; mexikanische Raubwanze (lat. Paratriatoma hirsute, engl. Mexican Bed Bug) 100; tropische Bettwanze (lat. Cimex hemipterus, engl. Tropical Bedbug) 103. Herkunfts- oder Verbreitungsgebiet wird ebenso wie der Lebensraum durch Adjektive mit dem Suffix -inis ausgedrückt; diese Gruppe macht nur 5 Prozent aller Wanzenartennamen aus. 6. Charakteristisches Merkmal des Verhaltens, z. B.: räuberischer Wasserläufer (lat. Gerris (Gerriselloides) asper 36; grausame Riesenwasserwanze (lat. Lethocerus 190 Albina Auksoriūtė | Lietuviški blakių pobūrio vardai (Lethocerus) patruelis, engl. European Giant Water Bug) 40; flinke Bodenwanze (lat. Dicranocephalus agilis) 56 (siehe Abb. 7); kiefernkletternde Graswanze (lat. Camptozugum aequale) 83; baumkletternde Graswanze (lat. Neoly gus viridis) 90. Die Artnamen, deren Bestimmungswörter charakteristische Verhaltensmerkmale bezeichnen, machen nur etwa 3 Prozent aller Artnamen aus; dies ist die kleinste semantische Gruppe. Abb. 5 Blaue Schildwanze (Foto: D. Baužys) Abb. 6 Ameisenhügel-Spornwanze (Zeichnung: L. Jasiukonytė und J. R. Stonis) Abb. 7 Flinke Bodenwanze (Zeichnung: L. Jasiukonytė und J. R. Stonis) Abb. 8. Prozentuale Verteilung der Wanzenartennamen nach den semantischen Funktionen ihrer Bestimmungswörter Terminologija | 2016 | 23 191 SCHLUSSFOLGERUNGEN 1. Die Namen der Familien der Wanzen-Unterordnung innerhalb der Rüsselkerfe sind ein- oder zweigliedrig und werden, wie in der Entomologie üblich, im Plural angegeben. Zweigliedrige Namen machen ein Drittel aller Familiennamen dieser Unterordnung aus. 2. Die Grundglieder der meisten ein- und zweigliedrigen Familiennamen sind Komposita; nur eine Neubildung (nugarplaukėlės) und das Grundglied eines früher verwendeten zweigliedrigen Familiennamens (čiuožikas) sind Suffigierungen. Somit ist die Komposition das vorherrschende Wortbildungsverfahren bei den Familiennamen der Wanzen-Unterordnung. Die zusammengesetzten Familiennamen der Wanzen-Unterordnung sind determinative Komposita. 3. Etwa 92 Prozent der zusammengesetzten Wanzennamen bilden eine Gruppe von Komposita mit demselben zweiten Glied –blakės, deren Erstglieder das zweite Glied anhand charakteristischer Familienmerkmale näher bestimmen. Die Erstglieder von zwei Dritteln dieser Komposita sind Substantive, die Merkmale des Körpers oder eines Körperteils, Ähnlichkeit mit etwas oder den Lebensraum beziehungsweise die Nahrungsquelle bezeichnen. 4. Die Namen der Überfamilien und der Unterordnungszweige werden konsequent durch Anfügen des Suffixes –iniai an die Familiennamen gebildet. 5. Fast alle Nebenbestandteile der Wanzennamen für Arten sind kongruierende Attribute und werden durch verschiedene Adjektive ausgedrückt. Mehr als ein Drittel davon wird mit Adjektiven mit dem Suffix –inis wiedergegeben; knapp ein Drittel der Nebenbestandteile sind zusammengesetzte Adjektive, etwas mehr als ein Fünftel attributive einfache Adjektive. 6. Die Nebenbestandteile der Wanzennamen für Arten sind nach ihrer semantischen Funktion nicht einheitlich. Die größte Gruppe, die etwa 57 Prozent aller Artnamen ausmacht, bezeichnet äußere Merkmale; die zweitgrößte Gruppe, die das Nahrungsobjekt angibt, macht etwa 17 Prozent aus. Am wenigsten Arten werden anhand charakteristischer Verhaltensmerkmale beschrieben – nur etwa 3 Prozent aller Wanzenarten. 7. Die Verwendung zusammengesetzter Substantive bei der Benennung von Familien und die Bildung zusammengesetzter Adjektive für die Nebenbestandteile von Artnamen sind charakteristische Merkmale der Namensbildung bei der Wanzen-Unterordnung, die wahrscheinlich durch das Bedürfnis bedingt sind, ein Taxon möglichst präzise zu benennen und von einem anderen abzugrenzen. 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Metodinė priemonė / Lietuvos edukologijos universitetas, Baltijos–Amerikos biotaksonomijos institutas, Vilnius: Lietuvos edukologijos universiteto leidykla. LITHUANIAN NAMES OF THE SUBORDER OF HETEROPTERA 2013 erschien ein Lehrbuch für Studierende mit dem Titel Blakės. Įvairovė ir pavadinimai (Heteroptera. Vielfalt und Namen) von Jonas Rimantas Stonis, Andrius Remeikis und Darius Baužys. Es beschreibt in Litauen und anderen Ländern verbreitete Heteroptera. Gegenstand dieser Arbeit sind die litauischen Namen von 45 Familien und 463 Arten der Heteroptera. Ziel ist es, synchronisch die Bildungsweisen der Namen der Familien und Arten dieser Unterordnung zu untersuchen, die syntaktischen und semantischen Beziehungen zwischen den Haupt- und Unterelementen zweigliedriger Namen zu beschreiben und die produktivsten Verfahren der Namenschöpfung zu ermitteln. Für die Benennung von Familien in der Unterordnung Heteroptera der Ordnung Hemiptera werden, wie in der Entomologie üblich, ein- oder zweigliedrige Namen im Plural verwendet. Ein Drittel aller Familiennamen dieser Unterordnung sind zweigliedrig. Die meisten Hauptelemente ein- oder zweigliedriger Namen sind Zusammensetzungen (irklāblakės, Lat. Corixidae, Eng. Water Boatmen; Lesser Water Boatmen; rupūžblakės, Lat. Gelastocoridae, Eng. Toad Bugs; žiedblakės, Lat. Anthocoridae, Eng. Flower Bugs; Minute Pirate Bugs; žōlblakės, Lat. Miridae, Eng. Plant Bugs; Leaf Bugs), nur eine Neubildung (nugarplaukėlės, Lat. Pleidae, Eng. Pigmy Backswimmer) und das Hauptelement des Familiennamens, das bereits gebräuchlich war (čiuožikas, Lat. Gerridae, Eng. Pond-Skater) sind suffixale Ableitungen. Terminologija | 2016 | 23 193 Die vorherrschende Art der Bildung von Familiennamen in der Unterordnung Heteroptera ist die Zusammensetzung. Diese Zusammensetzungen sind subordinative Komposita. Etwa 92 Prozent der Familiennamen der Unterordnung Heteroptera gehören zur Gruppe der Namen mit dem Zweitglied -blakės, dessen Erstglied sie anhand eines charakteristischen Merkmals der jeweiligen Familie näher bestimmt. Zwei Drittel dieser Zusammensetzungen haben ein Substantiv als Erstglied, das Merkmale des Körpers oder eines Körperteils, Ähnlichkeit mit etwas oder den Lebens- oder Nahrungsraum beschreibt (pilkblakės, Lat. Piesmatidae, Eng. Beet Bugs; Ash-Gray Leaf Bugs; vėžliablakės, Lat. Scutelleridae, Eng. Shield-Backed Bugs; Shield-Back Bugs; Jewel Bugs; Tortoise Bugs; Scutellerids; urvāblakės, Lat. Cydnidae, Eng. Burrowing Bugs). Namen von Überfamilien und Zweigen der Unterordnungen werden einheitlich aus Familiennamen mit dem Suffix -inai (žiēviablakìniai (Aradoidea), dirvablakìniai (Lygeoidea), skorpionblakìniai (Nepomorpha), šokliablakìniai (Leptopodomorpha)) gebildet. Fast alle untergeordneten Bestandteile der Namen von Heteroptera-Arten sind kongruierende Attribute und werden durch Adjektive ausgedrückt. Mehr als ein Drittel sind Adjektive mit dem Suffix -inis, knapp ein Drittel sind zusammengesetzte Adjektive, und mehr als ein Fünftel sind nicht abgeleitete bestimmte Adjektive. Die untergeordneten Bestandteile der Namen von Heteroptera-Arten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer semantischen Funktion. Die größte Gruppe von Namen, die etwa 57 Prozent aller Artnamen umfasst, bezeichnet äußere Merkmale; die zweitgrößte Gruppe, etwa 17 Prozent, bezeichnet die Nahrung, und nur 3 Prozent der Heteroptera-Arten werden nach ihrem charakteristischen Verhalten benannt. Die Verwendung zusammengesetzter Substantive zur Benennung von Familien und zusammengesetzter Adjektive für die untergeordneten Bestandteile von Artnamen ist ein charakteristisches Merkmal der Wortbildung bei Namen der Unterordnung Heteroptera. Dies ist vermutlich durch das Erfordernis bedingt, Taxa möglichst präzise zu benennen und voneinander zu unterscheiden. Eingegangen am 2016-11-09 Albina Auksoriūtė Lietuvių kalbos institutas P. Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius E. paštas [email protected] 194 Albina Auksoriūtė | Lietuviški blakių pobūrio vardai