Lietuvių kalbos deminutyvų darybos raida
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LITAUISCH KALBOTYROS Fragen, XXXIV (1994) LITAUISCH SPRACHEN ARTIKEL IR JŲ STUDIEN - | Saulius AMBRAZAS LITAUISCH SPRACHEN DEMINUTIVE TASYBOS RAIDA : “a Die litauische Sprache, ir wie die baltischen Sprachen im Allgemeinen, ist bekannt für ihren Deminutiv (ma biniy substantiv) Vielfalt der Fülle. ir Viele fallen in diese Kategorie. Viele verbundenen Aktionsarten haben Entsprechungen in anderen verwandten Sprachen. Andererseits sind sie ir in den baltischen Dialekten ungleich verteilt. Diese Unterschiede sind oft alt, sie stammen iš aus einer weit zurückliegenden Vergangenheit. Denn die Deminutivbildung in den indoeuropäischen Dialekten ų unterscheidet sich seit jeher stark. i Die meisten Sm deminutiven Adjektiven der Sprache stammen iš von determis natyvy *-k-, *-L, *-s-, *-t-, 4, der andere Teil kam von den Namen der Adjektive, iš Eigenschaften der Inhaber, Akteure. Einander aus slawischen jų Sprachen iš entlehnt. Vedische su Determinative *-k- | r -ikas, -ika, -ikė Deminutivsuffixe in der su litauischen Sprache -Zeit ist nur ein Rest. Ailtai J. Gerulis ir Ch.S. Stange (1933, 25) schrieb du Ableitungen dieser Art iš Kleine Die Dialekte der litauischen Fischer: potdikas "Pot", staldikas "kleiner Pferdestall- ", in den Wörterbüchern von Kleinlitauen finden wir noch vedische brolikas "Bruders Sohn? 295; N; [K] (Cousin) V. Kudir — LKZ I? 769), König "Vogelkriege lius, Zwerg" B 944; R; N; K II 367, Stirnikas "Stirninas" N, [K], Kiefer "Zange" N, plg. noch ein Diener "Tänzer" DP 160353. A F. Das Nesselmann-- Wörterbuch verwendet den Deminutiv su karvika mit dem Suffix ”karvelé” - Tka. : Jetzt in Dialekten deminutyai su -was auch sehr selten ist, wie z.B.: Bernik?” pusberni- = s“ Wolf (LKZ I? 769), Gallium * "schlechtes Ende" M1 (III. 66), Abschnitt) "ein Stück" Zr; RtZ (XV 105), Sunika "bj Ein böser, böser Hund" Pln; "Du Arschloch, du Schurke" J; K1 (XV 361). In der Szene wird ein schwerer su Schlaganfne all beobachtet. -ik-ut, z.B. bernikut „Junge“, fernseh- ’ "Ferkel" (Vidugiris, 1969, 151). Einst im westlichen Teil von Litauen su -iks könnte sein ir la - Ich bin da. Dies zeigt das Suffix - eine paradigmatische Variante - Okay. Su ju In einem großen Teil des samogitiscir hen Dialekts werden in einigen westlichen Hochland-Sprechwörtern Deminutive ziemlich häufig gemacht, z.B.: katikė "Katze", mergaitė p "Mädchen" lazdiė "Stab" (LKA Karte III. Nr. 116, p. 131). Diese Art von Ableitungen sind ir J. Das Lied von der Erde (siehe Abschnitt 4.4) 100 mg/ Tag (siehe Tabelle 1). Lettische Deminutive su * - ebenfalls selten. Jų kommt nur in ka 130
einigen westlichen Dialekten vor, z.B. pusika "Hälfte", aūnikis "kleines Lamm", ganikis "kleiner Hirte" (DL 297—298, 300—305). In preußischen Texten hingegen herrschen die Vedischen mit *-iko unter allen Deminutiven vor: acc. Singen. Gannikan "Frewlein" III 10525, Madlikan "Gebetlein" 7919, nom. Singen. malnijkiz "Kind" (Kindlein) 1135, stundiz "Stunde" (Stūndlein) 569, acc. Singen. vijrikan "Mädchen" (Menlein) 10524. Deminutyving-Bedeutung konnten einst auch die vedischen gunsiz "Knochen (vom Schlagen- )" (Bule) E 162 (vgl. lit. gūžis PKEZ I 422—423 mit lit.), geytko, d.h. geytiko "Brot" (Brot) GrG 12 (vgl. geits "Brot" (Brodt) III 539 —PKEŽ 1 342—344), instirs "Daumen" (Dume) E 114 (vgl. s.lit. inkštis BB 2 Mos 29,20; Teis 1,6, la. tkstis "Daumen- ", s. Eckert, 1974, 232; 1983, 83), kuliks "Beutel, Beutel" (Bitel) E 487 (vgl. lit. kulikas, kulis, la. kule "usw." PKEZ II 299—301) und möglicherweise menig "Mond" (Monde) E 8 haben, von V. Maziulio (1981, 288) als *meniks rekonstruiert und als Deminutiv aus ide. *menschen-, plg. lügen. Mond-Enkel "Mond" Prn; Gs; Ktč (LKZ VII 20): Monat. Demnach waren die Deminutiven mit *-iko-(< i + *-ko-) wahrscheinlich die charakteristischsten für die westbaltischen Dialekte, die seit jeher von den slawischen Sprachen beeinflusst waren. Diese Art von Vedischen ist in den slawischen (BomxkoBuy, 1984, 206—245) und scheinbar in den tocharischen (MBanos, 1958) Sprachen sehr verbreitet. Sie finden sich noch in altgriechischen, indoiranischen und anderen Sprachen (Chantraine, 1933, 385—386; 1966; Wackernagel, Debrunner, 1954, 311-318 und lit.). -etka Das Suffix *-iko hat die apophonische Variante *-eiko-. Anfangs wurden damit auch Deminutive gemacht, vgl. živeika "fisch" Zt (Būga, 1959, 140). Heute findet man das Suffix *-eiko am häufigsten in verschiedenen Eigennamen der baltischen Sprachen (DaiktvDrR 139 und lit.). -ykas(-a) Im Dialekt von Zietela sind Deminutive mit dem Suffix -yka verbreitet, z.B.: sesgka "Schwester", ausyka "Ohrchen", kaliyka "Hündin" usw. Es gibt auch männliche Ableitungen mit -ykas, z.B.: lieZuvykas "Zunge", brolykas "Bruder" (Vidugiris, 1969, 149—150). Diese Art von Ableitungen gibt es auch in einigen anderen südlichen Dialekten, zum Beispiel: sdulyka "Sonne" Arm; Žrm; "Sonnenwende" Rod (LKZ XII 200). Der Begriff brolykas mit der Bedeutung "Sohn des Bruders" ist im Lexicon Lithuanicum (401) aufgezeichnet. Deminutiv kann auch ein abgeleitetes Ding sein, das in alten Schriften die ältere Bedeutung "Teil" behalten hat. Der vedische Brolykas (siehe auch Ortsname Brotijkai "Mosėdžio valsčiaus kaimas" ŽD 131) und daljkas haben Entsprechungen in der preußischen Sprache: nom. pl. bratikai "Brüder" (Brūder) III 895, dellijks "Teil" (Artickel) 3916, acc. Singen. Dellikans (Stück) 655. 131
Im Lettisch gibt es zwei Ableitungen mit dem Suffix -ica/-ice: matica/matice "Schwiegermutter", masica/masice "die Schwester des Mannes; Schwester Tochter" (DL 298—300). In den slawischen (vor allem östlichen und westlichen) Sprachen sind Deminutive mit -iks produktiv (Bomxosuų, 1984, 229—231). Einige dieser Veden wurden für die praslavische Sprache rekonstruiert, vgl. lie. Bruder, Bruderin, Bruder und Schwester. *brat(r)iks (Slawski, 1974, Maprsruos, 91; 1973, 27). Es ist möglich, dass das Suffix *-iko in die baltischen Sprachen aus den slawischen Sprachen gelangt ist, wo einst die Substantive des Stammes £ verbreitet waren, später erweitert durch das Suffix *-ko- (aut., 1991, S. 29–30). -(i)ukas(-- €), -(i)uka Deminutive mit diesem Suffix sind heute fast im gesamten Sprachgebiet Litauens verbreitet, mit Ausnahme des nördlichsten Teils des samogitischen Dialekts (LKA III Karte Nr. 116, S. 130—131). In den durchgesehenen Schriften des 16.-17. Jahrhunderts konnten diese Veden jedoch überhaupt nicht gefunden werden, mit Ausnahme des nicht ganz eindeutigen ežerukai (KreBe) Lex 56. Selten sind sie auch in der von L. Rėza zu Beginn des 19. Jahrhunderts erstellten Sammlung litauischer Volkslieder (siehe Tabelle) und in den Schriften von S. Daukanto (Subačius, 1993, 152—153). Offensichtlich waren nicht alle Dialekte der litauischen Sprache seit der Antike mit dieser Art von Veden vertreten. In der lettischen Sprache sind Vedische mit *-ukoproduktiv nur in einigen östlichen Dialekten, z.B.: suniks "Hund", deluks "Sohn", bgrnuks "Kind" (DL 276—286, Karte Nr. 3). In der preußischen Sprache hat das Suffix *-ukoder Ableitung wosuz „Ziege“ (Bok) E 675 (vgl. lie. ož(i)ūkas- ), das seine deminutive Bedeutung verloren hat. In den slawischen Sprachen unterscheiden sich die Deminutive mit *-ukonė deutlich von den anderen Veden mit *-ko-, z.B. * domsks "Haus", *synsks "Sohn" (Belič, 1901, 137; Slawski, 1974, 93—94; Vaillant, 1974, 352—355). Entsprechende altindische Ableitungen aus u-Stämmen (z.B. shishukah "Kleinkind": sshishus "Kind") werden den Ableitungen mit dem Suffix *-kozugeordnet, mit dem hier häufig Deminutive aus verschiedenen Stämmen gebildet werden (Edgerton, 1911; Wackernagel, Debrunner, 1954, 515—540 u.a.). Somit könnte *-uko-(< u + *-ko-) ein eigenständiges Suffix auf dem Boden der baltischen Sprachen geworden sein. Als Verbreitungsgebiet der Deminutive mit *-uko gilt Ostund Mittellitauen, wo es sehr viele Wassernamen mit *-uko gibt (vgl. Vanagas, 1970, 193—194, 418). Früher gab es in der litauischen Sprache neben den Vedischen mit -ukė weibliche Deminutive mit dem älteren Suffix -uka. Dies zeigt die Ableitung varnuka "junge Krähe" N, teilweise antuka "Vogel der Familie der Singvögel" MZ; B; N; [K] (plg. sl. *otska "anti"). Außerdem wurden in einigen Dialekten angenehme Mädchennamen mit -(i)uka beobachtet, z.B. : Mar(iJ)Juka, Onuka (Būga, 1958, 270; Senkus, 1972, 154). Sie sind bereits in der Grammatik von J. Čiulda (35) aufgezeichnet. Deminutive mit -uka gibt es auch in lettischen Dialekten, z.B.: kuluka "Beutel", Annuka (DL 286—287). In den litauischen Dialekten der Region Vilnius wurden Deminutive mit dem Suffix -uikas, -a beobachtet, z.B.: akmuikas, vanduikas, akmuika, sesuika, skyluika. P. Skardžius 132
(1937, 131—132) meint, dass dieses Suffix durch die Vermischung der Suffixe -ukas und -ykas entstanden ist (vgl. auch Vidugiris, 1969, 149—150). -tokas, -tokė In den östlichen und südlichen Hochdeutschen Dialekten der litauischen Sprache bezeichnen häufige Deminutive mit dem Suffix -iokas hauptsächlich mittelgroße Gegenstände, Personen, Tiere, z.B.: berniukas, anciokas, akmeniokas (ŽD 133—134; DaiktvDr 279—280). Ein weiterer Ableitungstyp dieser Art kommt auch im westlichen Teil Litauens vor. So hat J. Senkus (1972, 152) beispielsweise aus den Dialekten von Kapsa und Zanavika das vedische Ferkel "mittutinis parsas" geschrieben. In den östlichen Dialekten der lettischen Sprache gibt es auch die entsprechenden Suffixe -aks der vedischen Sprache, vgl. lie. Junge und la. Bernaks, Lüge. Der Stute und der La. Kumelax. Sie sind jedoch seltener als im östlichen Hochdeutschen (DL 289—294). In den slawischen Sprachen sind die *-(i)akodeminutiven der verbundenen Suffixe (poln. kočiak "Kätzchen", gud. xonusax "schlechtes Pferd", tschech. synak "Sohn", vgl. Brugmann, 1906, 501; Gaters, 1955, 47) relativ neu. In der polnischen Sprache zum Beispiel traten sie erst im 17. Jahrhundert auf, als die alten Veden mit -ę verschwanden (Rospond, 1979, 185). In den slawischen Sprachen hingegen wurden mit dem Suffix *-úkovon jeher üblicherweise Namen von Eigenschaftsinhabern und Personen gebildet (Vaillant, 1974, 326—329). In anderen indoeuropäischen Sprachen wurden in früheren Entwicklungsphasen mit dem Suffix *-uk Adjektive, manchmal Namen von Eigenschaftsträgern gemacht (Brugmann, 1906, 498—500). Es ist daher möglich, dass der Deminutiv mit dem Suffix *-ako-(< a + *-ko-) in der protobaltischen Sprache, vor allem in ihren östlichen Dialekten, entstanden ist. In den litauischen Dialekten wurde ein weiterer Deminutiv mit der Zusatzvariante -tokas -ioké beobachtet, z.B.: mergioké "kleines Mädchen" Grv; "Teenager" ts (LKZ VIII 29), Mädchen "kleines Mädchen" Sr (VIII 24), Kröte "kein Kind oder Tier" (Senkus, 1972, 152). -ėkas(-a), -ėkė Die Deminutive der litauischen Sprache mit dem Suffix -ėkas, -a werden nur in einigen Hochdeutschen Dialekten verwendet (ŽD 126; DaiktvDr 283) und haben Bedeutungen von Kleinheit, seltener von Kleinheit, Vergnügen, z.B.: arklėkas "geringes Pferd" Arm; Dv (LKŽ IP 302), bernékas "Kind, Junge, Junge" Ob; Asv; Bn; Arm; Lz; "Vaikėzas" Rds; Nmn (I? 768), kostuvekas "schlechter kleiner Kostewak" Arm (VI 382), bušmėkai "schlechte Büsche" Ob; Kp (VI 698), Fohlen "erwachsenes Fohlen" Dv; Rdm (VI 867—868), laukékas "geringes Feld" Dv (VII 179), meitelekas "Mädchen" Krsn (VII 1019), motinékd "Mutter" Rod (VIII 369), parsekas "Ferkel" Rdm; Vs; Druck; Rod; Lz; Mrj; Svno; Dv (IX 430; LZ 185), ponékas *" Herr (kleines R.)” Kp (X 427), sduleka "Sonne" Bn; Rod; Pls (XII 196), Welpe "Welpe" Rod; Pls; Dv; "mažas netikes suo” Ob (XV 357), žydelėkas "žydelis (menk.r.- )” Ob (LKZK). In den lettischen Dialekten (besonders in Latgale) 133
sind Deminutive mit -eks häufiger als die entsprechenden vedischen mit -ūks (DL 295—296). So unterscheiden sich Litauisch und Lettisch hier deutlich. Aber ein anderer Abkömmling su *--äko-- (< € + *.ko-) ist eine gemeinsame Domain für Litauisch und Lettisch, vgl. lie. Junge und la. berneks "Kind", lie. Du bist ir ein Hund. sunėks "schlechter Hund" Diese Art von Vedischen ist offenbar auch in der protobaltischen Sprache entstanden. r Der Begriff "schlechte Kuh" Pls (LKZ V 355) hat ein neueres Suffix! - Ja, das ist sie. -aka, -ekas(-a), -ek-šis(-ė) im Wörterbuch von F. Nesselmann aufgezeichnete Ableitung kalvaka "Hügelchen" mit Suffix - Aka. in In den lettischen Dialekten und in der lettischen Volksliteratur ist ein weiterer Deminutiv mit dem ähnlichen Suffix -aks beobachtet worden, z.B.: sunaks, telaks "grober, grausamer Mensch (in den Präpositionen)" (DL 124). Im südlichen Hochdeutschen der litauischen Sprache werden Deminutive manchmal mit dem erweiterten Suffix -ek-šis, -ė, (vgl. S. 141—142) gemacht, z. B.: bernėkšis "schlechter Ber-! nas”, axvėkšis "schlechte Axt", Zmonéksé "keine Frau" (DaiktvDr 285; | Grinavečikis, 1991, 230). Das entsprechende unerweiterte Suffix -ekas, -a hat die Ableitung lydėkas, pieka (vgl. lateinisch lidęka, lidaka, lidaks "Hecht" ME II 477, litauisch lydis), vgl. noch litauisch. melek-ēls "Geschwür im hinteren Teil des Gaumens, Zunge" und la. Äpfel (ME II 613—614). Deminutiv mit dem Suffix *-oko-/-eko-(< o/e + *-ko-) kommt auch in einigen anderen verwandten Sprachen vor, z.B.: s.ind. ašvakah "Pferdchen", gr. petoaf "Mädchen" (Gaters, 1955, 48). A | | Die besprochenen Daten lassen vermuten, dass in der protobaltischen Sprache die Deminutive weit verbreitet mit dem Suffix *-kogemacht wurden. Verschiedene Baumstämme haben schon lange begonnen, auf sie zu klettern. Daher sind in einigen protobaltischen Dialekten die Vedischen mit *-i-ko-, in anderen mit *-u-ko-, in dritten mit *-a-koir usw. verbreitet. Die Suffixe *-ko-/-kde sind sehr alt, sie sind in vielen indoeuropäischen Sprachen verbreitet (Ewald, 1924) und finden sich auch in anderen sogenannten nostratischen (borealen) Sprachen (Mnnuu-Cutery, 1971, 14). Es ist möglich, dass diese Art von Veden ursprünglich keine kleinliche, sondern eine breitere individualisierende Bedeutung hatten, vgl. s.sl. kamyks "ein bestimmter Stein": kamy "Stein", poln. kostka "Kern; Spielwürfel": kašti "Knochen", lie. Ožka, sl. Ziege "ožka": geht. *ag'-"Ziege", av. pasuka-"- Haustier- ": pasu-"Tier" (vgl. Knobloch, 1958; Otrebski, 1967, 219—220; Orpem6exun, 1968, 135—136). Das würde erklären, warum mit *-ko-/-knuo nicht nur Deminutive, sondern auch nominativ-substantive Vornamen und Namen von Eigenschaftsinhabern hergestellt wurden (aut., 1991, 27—28 ir lit. ). Der Begriff wird in der Litauischen Sprache mit dem Suffix *-i- -elis(-¢€) verwendet, das zu einem der wichtigsten Suffixe für Deminutiven geworden ist. 134
Mittel (Brender, 1925; DaiktvDr 254—265). Die vedischen Wörter mit ihr überwiegen in den Schriften des 16. bis 17. Jahrhunderts (siehe Tabelle), sie sind in allen Dialekten der heutigen litauischen Sprache vorhanden. Deminutive mit dem Suffix -elis, -ė werden meistens aus zweisilbigen Nomen gebildet, z.B. kalnélis: Berg, tėvėlis: Vater, vistele: Hündin usw. Aber in den Dialekten der Semiten und einiger östlicher Hochlatiner (in der Umgebung von Ignalina, Švenčionys, Breslau, Apso, Lazūnai) gibt es die Suffixe -elis, -ė, die aus den Veden und aus mehrstimmigen Substantiven stammen, z.B.: vainikélis "Kranz": Kranz, dobilėlis "Kleeblatt": Klee, siuvėjėlė "Siuvėjėlė": Schneiderin usw. (LKA III Karte Nr. 117; S. 131-132). In vielen Dialekten ist das -el, -ė-akzentuierte e verlängert. Im südöstlichen Teil des samogitischen Dialekts und in einigen Sprechweisen der Samogiter ist es jedoch kurz geblieben, z.B.: berž'ėlis "Berge", trob'ėlė "Hütte" (LKA II Karte Nr. 11, S. 30). Der Vokal e ist auch in einigen südlichen Hochdeutschen Dialekten kurz. Hier haben die vedischen Adjektive -ėlis jedoch nicht die Bedeutung der Kleinheit, sondern der Größe, z.B.: bernėlis "starker Junge", axvėlis "große Axt", svetėlis "großer Gast" (Grinaveckis, 1991, 230). Neben den letzteren werden in diesem Dialekt die kleineren Suffixe -ell mit dem langen, aber oft veränderten e verwendet. (S. 136). Es ist möglich, dass nicht in allen Dialekten die Suffixe -el, -ė seit alters her verbreitet sind. So sind beispielsweise in den Dialekten der Semiten und der westlichen Hochlatiner Wassernamen mit -elis, -ė sehr selten (Vanagas, 1970, 113—124, 396). In den lettischen Dialekten gibt es viel weniger Deminutive mit dem entsprechenden Suffix -elis, -e. Sie sind am typischsten für den westlichen und mittleren Teil von Kurland und Ziemgale. Darüber hinaus haben solche Verbformen hier oft einen erweicherten Konsonanten vor dem Adjektiv (z.B. s—š, z—žir usw.). So stimmen einige lettische Vedische Worte fast vollständig mit den litauischen überein, z.B.: maišelis: maiss "Beutel" (vgl. litauisch beutel), vistele: vista "Huhn" (vgl. litauisch derstélé- ), aZelis: azis "Ziege" (vgl. litauisch Ziege) usw. (S. 246–247). Aus diesem Grund glaubten A. Bielenstein (1863, 308—309) und A. Leskienas (1891, 481), dass die lettischen Deminutive mit -elis, -e durch den Einfluss der litauischen Sprache entstanden seien. J. Endzelynas (1909, 376; LVG 343) und V. Rūkė-Dravinia (DL 259—262) bezweifeln dies jedoch, da solche Veden nicht nur an der litauischen Grenze, sondern auch weit darüber hinaus verwendet werden. Außerdem haben nicht überall die Suffixe -el, -e Vedische einen weichgemachten Konsonanten, z.B. sunel "Hund", maisel "Beutel". Auf der anderen Seite ist kein Einfluss der litauischen Sprache in solchen Wörtern wie chaurumelis "skylutė", čučelis "karvuté" usw. erkennbar. In der preußischen Sprache mit dem Suffix *-eli entstand die Ableitung patoweli "Stiefvater" (Stiffater) E 179 mit konkretisierter nichtdeminutiver Bedeutung (vgl. litauisch patėvis) und die Personennamen Madelle, Jannel, Katell sowie die Ortsnamen Grubelle, Scadelle, Wirbelle (Gerullis, 1920, 250; Trautmann, 1925, 175; SV 48). Eine eindeutige Bedeutung ist hier nicht nachgewiesen. Dies lässt vermuten, dass die Deminutive mit dem Suffix *-elio nur in einigen baltischen Sprachen vorkommen. * 135
-elys Mit dem Suffix -elis wird die Variante -elys zum Kind "kiikpalaikis, vaikagalys" Graz; Kt; Kbr; Alkohol; Ldvn; Brb; Kv; Auk; (Hrsg.) -ėlis(-ė) In einem großen Gebiet des Hochdeutschen hat das Suffix -elis, -ė die Variante -élis, -ė. Mit ihm werden häufig Deminutive aus mehrsilbigen Substantiven gebildet, z.B.: vainikėlis: vainikas, ąžuolėlis: eglė, lelijėlė: lilija usw. (LKA Karte III. Nr. 117). In einigen südlichen Hochdeutschen Dialekten wurde mit der Verengung des Vokals e in Veden, die aus zweisilbigen Substantiven gebildet wurden, das Suffix -elis, -ė ebenso sehr ähnlich wie das Suffix -ėlis, -ė ausgesprochen, z.B.: dun'kt'ėl'- is "Deckel" (LKA II 30—31). In lettischen Dialekten sind Deminutive mit dem Suffix -elis, -e sehr selten und werden meist aus zweisilbigen Substantiven gebildet, z.B. sunelis "Hund", vistéle "Huhn" (DL 270—271). Möglicherweise ist das Suffix *-élio von *-eljo entstanden, indem der Vokal e in der verkürzten Position verlängert und verkürzt wurde. Außerdem kann man auch aus synchroner Sicht -elis erkennen: -Schatten der morphologischen Veränderung (Akelaitiené, 1993, 83-84). * -elius, -élius In einigen alten Schriften haben die Präfixe -elis, -ėlis zu Stammformen, z.B.: karalelus DP 35443-4; Ev 1312-13; SE 2267, litelus DP 39843, poterelus SD* 281 (Jonikas, 1952, 100; Palionis, 1967, 131). Die Deminutive mit -elius kommen auch heute noch im zemgaičių Dialekt vor. Zum Beispiel wird im nördlichen Teil des samogitischen Dialekts die Ableitung človekėlius ziemlich weit verbreitet verwendet (sie wurde bereits von S. Daukanto verwendet; außerdem ist noch Gl aufgezeichnet; Dv —LKŽK), vgl. die noch unverheirateten männlichen Nachnamen Butkėlius || Butkėlis, Intėlius || Intėlis, Ružėlius || Ružėlis Vkš, Bružėlius || Bružėlis Klk (LKA III 120). -alis(-ė) Deminutive mit diesem Suffix werden im westlichen Teil des samogitischen Dialekts gebildet, wo einst die Kurier lebten (LKA III Karte Nr. 117, S. 132). In einigen Sprachgebrauchen (z.B. in Pagramančio) haben diese Veden eine verkürzte Bedeutung (z.B.: krantalis "Ufer", miestalis "Stadt", pelkūlė "Sumpf", siehe Jonikas, 1939, 34), in anderen (z.B. in Švėkšnos, Salantų) — eine verkürzte Bedeutung (z.B.: staldlis "schlechter Tisch", mergdlé "großes Mädchen, ungeeignetes Mädchen- ", siehe 75, 337). Jonikas, 1939, 34). ŽD 175; Salys, 1992, Abwertende Bedeutung hat der preußische Ableitungsname "puodpalaikis" (Bosetop) E 351, der genau dem lie entspricht. Puoddlis. Mit dem Suffix *-ali entstanden auch die preußischen Personennamen Pretralle, Micalle, Waikale und andere (Trautmann, 1925, 176; SV 48). 136
Weiterhin können diese Deminutive mit sehr seltenen lettischen Ableitungen mit dem Suffix -ala/-ala in Verbindung gebracht werden, z.B.: mdmaja "Mutter- ", naktal-ina "Nachtfrau", žūrkal-ęns "junge Ratte" (DL 276). Die Verbreitung von Wassernamen und Ortsnamen mit *-oli lässt vermuten, dass die Vedischen dieses Suffixes die charakteristischsten für die kurische Sprache waren (vgl. Būga, 1963, 244; Endzelin, 1934, 134; Vanagas, 1970, 84—90, 392). Deminutive mit dem Suffix *-olo-/-elo-(< o/e + *-lo-) gibt es auch in slawischen (vgl. litau. brolélis, broterėlis und sl. *bratel’s "Bruderchen", siehe Slawski, 1974, 108), germanischen, italischen (vgl. litau. feršėlis und s.deutsch.hochdeutsch. farheli, lo. porculus "Parzelle", siehe Brugmann, 1906, 366; Meid, 1967, 87), möglicherweise auch in tocharischen Sprachen (UBanoB, 1958, 59—60). Dass diese Art von Vedischen später verbreitet wurde als die Deminutive mit *-ko-, zeigen die italienischen Vedischen mit dem Suffix -culus (< *-ko-+ *-lo-), vgl. lo. homullus, homunculus und homuncio "Armer Mann", oviculus "Hase" usw. Schafe, Sie. Schaf "Schaf" (Hofmann, Leumann, 1928, 216; Tuttle, 1975 und lit.). -(i)ulis(-ė) Im südlichen Hochdeutschen werden Deminutive mit diesem Suffix ziemlich oft aus verschiedenen zweisilbigen Substantiven gebildet, z.B.: alūlis, arklūlis, dukrūlė, katūlė, saulūlė (Grinaveckis, 1991, 228). Ein anderer Ableitungstyp wird auch in anderen Dialekten verwendet. Zum Beispiel hat J. Otrebskis (1934, 153—154) aus dem Dialekt von Tverėčiai die Worte sesūlė, cetulé „Tante“, Agniulé, Katriūlė, Krisiūlė, Mariūlė, Rožūlė, A. Vidugiris (1969, 151) aus Zietela —bočiūlis „Vater“, Dievūlis, E. Grinaveckienė (1961, 240) aus dem Dialekt des Flusses Mituvė —motūlė, sesūlė, J. Senkus (1972, 159) aus den Dialekten von Kapsai und Zanavykai —dėdūlis, Dievūlis, pačiūlė, svočtūlė, tetule. In L. Rēzas Liederbuch ist nur der Ableitungsname Dievulis aufgeführt. In der lettischen Sprache sind Deminutive mit -ulis, -e selten, meist werden sie aus Personennamen (z.B. Jūnulis, Ližulis) und aus Tiernamen (z.B. žyrulis "Lamm", kazulis "Ziege") gebildet. Ein anderer Ableitungstyp dieser Art, der aus Verwandtschaftsbegriffen gebildet wird, hat Entsprechungen in der litauischen Sprache, vgl. lie. Papa und la. Tante "Vater" (DL 271-275). Personennamen wie Mattule (vgl. litauisch Matulis: Matas) deuten darauf hin, dass diese Art von Vedischen auch in der preußischen Sprache vorkommen konnte (Trautmann, 1925, 176; SV 48). Deminutiv mit *-ulo-(< u + *-lo-) wird auch in anderen verwandten Sprachen gemacht, vgl. go. magula "kleiner Junge" (Meid, 1967, 87), gr. doxr0A06 "kleiner Teddybär" (Schwyzer, 1939, 485). -uila Im Semitischen Dialekt finden wir den Deminutiv mergūila "kleines Mädchen, Mädchen" J; Als: Ms (LKZ VIII 32), raguilas "Schlitten, Schlitten" J; Gd (XI 39), skrabūila ”verheiratete alter Mann" Kal (XII 1026). Sie sind einerseits mit den Deminutiven der Suffixe -ulis, -¢ verbunden, andererseits —mit solchen Personennamen wie kramuila (DaiktvDrR didelis: didis, gr. 137
123). Deminutiv su determinativ *-Wahrscheinlich sind solche augmentativen iš Ableitungen wie lie entstanden. - Du : musst gehen. Michaels, s. Ind. bahula- "groß" (Schulze, 1966, 75—79; Schwyzer, 1939, 484—485; Wackernagel, Debrunner, 1954, 862—864). Letztere ihrerseits könnten Formen der heteroklitischen iš Verzweigung hervorgebracht haben, wie das Vorhandensein von gr. perydAVerhältnis su lo. Magnus, s. ind. Mahant- "groß", het. haštai su haštal "Knochen" (Benveniste, 1935; Otrebski, 1939, 102; HBanos, 1965, 49). Vielleicht ist das eine erklärbare Lüge. Alif-Lam-- Ra. Name. pl. Erli, Frau Arelie (Are) E 709, sl. *orsls "Adler" Verhältnsu is zu het. Gen. Singen. Haranas "erelio", gr. Opvis "Vogel" (Bd. LEW 122; TI A-D 101-102; PKEZ I 90 ir lit. ). Der Determinativ *- wurde in den indoeuropäischen Sprachen in unterschiedlichem Ausmaß verwendet, um Deminutiven zu bilden. Auch in den baltischen Sprachen ist die Produktion dieser Art von Veden unterschiedlich. In der meisten deminutiven Bedeutung haben sie sich in der litauischen Sprache, möglicherweise schon in der Zeit ihrer unabhängigen Entwicklung, verbreitet. ki Vedische su Determinative *-g'- -verschluckt A In den litauischen Volksliedern sind su Deminutiven dieses Suffixes ziemlich verbreitet. Antai | L. Im Liedbuch von Rēza bilden sie etwa den Deminutiv 15% aller dort aufgezeichneten Namen, | z.B.: tėvužis, vainikužis, pjūrgužis, žodužis, mėnužis, anytužė, alyvužė, vargužė, žemužė, lelijužė usw. ir (siehe Abschnitt 4.4) 100 mg/ Tag (siehe Tabelle 1). | Kleinbuchstsu aben-Suffix -Schmer- -¢ zen, charakteristisch ir Der Dialekt der Region Klaipėda (Grinaveckis, 1991, 240). Mehrere Ableitungen dieser Art J. Senkus (1972, 184) stellte iš vor. Kapsy-Zir anawik-Dialekte. E. Grinaveckienė (1961, 240) iš Im Flussdialekt von Mituva wird der vedische Fürst als "evangelischer Pastor" bezeichnet, der seine Bedeutung verloren hat. | Der Begriff Meerjungfrau hat in der preußischen Sprache das Äquivalent merguff (Mayth) GrG 88. Priedą -die vielleicht im Mai (Schmid, ir 1975, 326; PKEZ I 337—338), mit Entsprechungen in Lettisch, Preußisch (Bd. Alif-Lam-Ra. Dzeguze, pr. ausgewählt "Großer Schwanz" (Kuckuck) E 731), iš Teil der ir slawischen Sprachen (Bd. s. Russisch. Mce2s3-yn "Großer Schwanz" ). “i -uzas F. Im Nesselmann-- Wörterbuch ist der Ableitungswort vaikūžas su „vaikakalys“ mit älterem Suffix aufgezeichnet - Oh, ja. In lettischen Dialekten kommt das Suffix su deminutyvy vor - Ja, das ist es. Sie werden meistens von Personennamen gemacht iš (z. B. : Annuža, Karluža) ir nur sehr selten — iš Allgemeinwörter, z.B.: pirtuža "Badewanne", matuža "schlechte (DL 313—315). 138
Mutter" finden wir in diesen Verwandtschaftsbegriffen ramsas "Bruder der Mutter" MT 223; RB Tob 7,1; B; R; MZ (vgl. Pgg; Vlkš —LKŽ I? 527), brolynas "Sohn des Bruders? B; A 1885,150, Schwester "Sohn der Schwester" Lex 78; C II 527; Q 474; Krz 184; NdZ; "Sohn der Tante" N, Schwestern "Kinder der Schwestern" [K]. Vedini métyna "Mutter- ?" hat sowohl östliche als auch westliche Hochdeutsche Dialekte (Būga, 1959, 147). In den lettischen Dialekten werden Deminutive mit dem Suffix -ins, -a auch in zwei nicht miteinander verbundenen Gebieten verwendet: in der südwestlichen Ecke an der Grenze zu Litauen und in einem beträchtlichen nordöstlichen Gebiet an der Grenze zu Estland (DL 198—199, Karte 1). Nr. 1). Adjektive mit dem Suffix *-i-no (z. B. lie. Blau, la. Taalns "fern", z.B. alkins "hungrig" (nūchtern) III 873), aus denen die erwähnten mazybischen Vedischen hervorgegangen sind, sind in den baltischen Sprachen sehr selten (SV 45; LVG 319; BKGF 79). Auf der anderen Seite sind Deminutive mit *-ino noch in slawischen, germanischen, italischen, keltischen und griechischen Sprachen vorhanden (Brugmann, 1906, 275). Dies zeigt die Antike dieser Art von Handwerk. Auf dem Boden der baltischen Sprachen begannen neben den alten Veden mit *-i-no auch Deminutiven mit dem anderen Adjektivsuffix *-i-nozu entstehen. Im Fischerdialekt von Kleinlitauen wurden die Deminutive mit beiden Präfixen gemacht: -yna und -inas. Nur die mit -in abgeschlossenen Vedische bezeichneten etwas größere Gegenstände oder Lebewesen als die entsprechenden Vedischen mit -ynas (vgl. S.), z.B.: vištinas "eine ausgewachsene Henne, die noch keine Eier legt", gansinas "eine junge Gans mit Federn", vaikinas "Junge", langinas "ein kleines Kästchen" (Gerullis, Stang'as, 1933, 26—27). Diese Art von Ableitungen gibt es auch im litauisch-deutschen Wörterbuch von F. Kuršaitis: dnginas "große Schlange" (verzeichnet bereits in Mz 19611), arklinas "mittelgroßes Pferd", jautinas "guter Ochse", kirminas "großer Wurm, Schlange", mergina "unverheiratete Mädchen; großes, starkes Mädchen", müsina "Zweig, Mistfliege- ", Kerl "Junge, Teenager; Ein großer, hässlicher junger Mann." Heute werden Deminutive mit dem Suffix -inas am häufigsten im südwestlichen Teil des samogitischen Dialekts etwa zwischen Klaipėda und Šilutė verwendet (Salys, 1992, 337; LKA III Karte. Nr. 119, S. 135). Gelegentlich kommen sie auch weit außerhalb dieses Verbreitungsgebietes vor, z.B.: Müsina "große Fliege" Ds; Sb (LKZ VIII 438), fertiges "erwachsenes Ferkel" nicht nur Grš; Plk; Vn, aber auch Akm; Sts; Ldvn; Plv; 432 (S. 432). In vielen Dialekten sind auch die vedischen Mädchen "unverheiratete Frau", Junge "Junge" bekannt; ein Jugendlicher; das Kind; Sohn“. In lettischen Dialekten werden Deminutive mit dem Suffix -ins, -a an denselben Stellen verwendet wie entsprechende Vedische mit -ins, -a. Nur Vedische mit -ins, -a sind seltener, z.B.: liépin "kleines Liepelé", darzinc "kleiner Kindergarten" (DL 200—201, Karte 1). Nr. 1). Möglicherweise sind aus Deminutiven männliche Namen mit dem Suffix -in abgeleitet (Schulz, 1966, 77; DL 201—204). Sie sind in der litauischen Sprache recht verbreitet (DaiktvDr 418), haben Entsprechungen in der lettischen und preußischen Sprache, vgl. lie. 'Ain la. Weine, Duns, z. B. Weine "Avins" (Ster) E 679, lie. Katze und la. Katze "Katze145
nas“, Lüge. Zgsinas und la. zūosins "zhainas- ", lügen. Pylin und La. Tropfen "antinas- *" (LVG 310; BKGF 77). Das zeigt, dass die Deminutive mit *-ino in der protobaltischen Sprache entstanden sind. -inis(-ė) Im Litauischen mit dem Suffix -inis, -ė (< *-inio-< *-ino-+ *-i0-, siehe aut., 1991, 16) werden weit verbreitete Adjektive gebildet, während Deminutive mit diesem Suffix sehr selten vorkommen, z.B.: bdbinė "schlechte Frau" Tvr; Aps (LKŽ I? 962), kuvinė "Kuh" (Salys, 1992, 338), lazdinė "Stab", glostininė "Handschuh" Grdm (LKA III 135), mergelinė "kleine Mädchen" Sv, mergelinė "Dienerin" Pnd; Kp; Sb; SI (LKZ VIII 26, 28), männlich "Mann" K. Donel (Kabelka, 1964, 249). Im Lettisch ist das entsprechende Suffix -inš, -a heute das wichtigste Mittel zur Bildung von Deminutiven, z.B.: dėlinš "Sohn", berzinš "Junge", zvaigznina "Sternchen" (DL 168—169). Die Adjektive mit *-injočia dagegen sind sehr selten, z.B. geležinis und lat. dzelzinis "Eisen", d.h. Blatt und la. lapinvon "aus Blättern gemacht" (LVG 312—313). So zeigen die Daten aus der litauischen Sprache den Anfang der Bildung von Deminutiven mit *-ing, während in der lettischen Sprache das Ende dieses Prozesses festgestellt wurde. Es ist möglich, dass Deminutive mit *-ing 0 nicht einfach aus Adjektiven entstanden sind, sondern aus Namen von Eigenschaftsträgern. Denn in der litauischen Sprache erhalten substantivale Adjektive mit -inis, -ė, wenn sie mit einem Substantiv verbunden werden, meist die Bedeutung des Eigentümers. Diese Richtung der Substantivierung ist alt, vgl. lie. kdiminis "Dorfmann" Alk; 56 (1956) und op. kaiminš "Nachbar" (LVG 313), lie. Dräuning. "hölzernes Fass für Fett" Pkr (LKZ II? 692) und vor drawine "(hölzerner) Badewanne" (Bote) E 393 (PKEZ I 223—226). Aus der Kategorie der Eigenschaftsnamen stammen auch einige andere Affixe für die Bildung von Deminutiven in baltischen Sprachen. | Vedisch mit den Affixen der Namen der Eigenschaftsträger (nomina attributiva) -18 In baltischen, slawischen und germanischen Sprachen mit dem bionomenischen Aphix *-ioimta werden Namen von Eigenschaftsinhabern gebildet (aut., 1991, 17). In den Dialekten der litauischen Sprache hat jedoch eine andere Ableitung der Endung -is auch eine deminutive Bedeutung erhalten, z.B.: befnis "Knabe" Prk (LKŽ 12 769), vaikis "Knabe, Junge; ein Junge; Sohn“ (verbreitet im zemgaler Dialekt). Wesentlich häufiger werden die Deminutive der baltischen Sprachen mit den zusammengesetzten Eigenschaften | Suffixen gebildet, die für die Namen der Besitzer charakteristisch sind und durch die Verbindung des Affix *-10 mit anderen uffixen entstanden sind. -ytis(-ė) ai Im Litauischen sind Deminutive mit dem Suffix -ytis, -ė weit verbreitet 146 ci tt T Adjektivs- |
(S. 272–274). Diese Art von Veden finden wir bereits in den alten Schriften, z.B.: Esel SP I 24521; II 14321, Lamm Lex 57, Esel Mž 4629, Taube SP I 21622, Taube 369958, Mädchen DP 25424, Ziege Ch! Lukas 15,29 VInE 546; BP I 27814; SD! 122. In den lettischen Dialekten sind diese Arten von Veden heute fast verschwunden, aber sie werden immer noch häufig im Volksmund verwendet, z.B.: bralitis "kleiner Bruder", krūmėitis "kleiner Käfer" (DL 232—239). Es ist schwer zu sagen, welche Bedeutung das Suffix *-itiovediniai in der preußischen Sprache hatte, da dieses Suffix fast ausschließlich in Personennamen (z.B. Moldite, Bludit, Waikitte, s. Trautmann, 1925, 182) und Ortsnamen (z.B. Laukiten, Pelite, Pelkiten, s. Gerullis, 1923, 257) verzeichnet ist. V. Mažiulis (PKEŽ II 105) korrigiert pr. kampnit "Pferd" (Pferd) GrG 6 in *kamanitis und meint, dass es die Bedeutung "Pferdchen, Pferdchen" gehabt hat. Es gibt aber auch andere Auslegungen dieses Wortes (vgl. III I-K 191-192). Das Suffix *-itio-(< *-ito-+ *-io-) ist eine Neuerung der baltischen, slawischen und germanischen Sprachen. Mit ihr wurden zunächst die Namen der Eigenschaftsinhaber gebildet (z.B. litauisch eglytis "mit Tannen gewebtes Tuch", lateinisch lenitis "warmer Südwind", südslawisch golit's "nackter, armer Mensch") und nur auf baltischem Boden begann man mit *-itioimta auch Deminutive zu bilden, die aufgrund der alten baltischen und slawischen Kontakte später in die südslawischen Sprachen gelangten, vgl. litauisch Ziehen Sie und essen Sie. sl. leit’ » "kleiner Wolf” (siehe weiter au., 1991, 18—20 mit Lit.). -aitis(-€), -aicé Deminutyvy mit diesem Suffix sind ziemlich viele (DaiktvDr 271-272). Einige von ihnen werden auch in den alten Schriften verwendet, insbesondere in der Übersetzung des Neuen Testaments von S.B. Chilinski (siehe Tabelle). Neben den vedischen Worten asilaitis, jaunikitis, mermaid, servant, die auch in anderen Schriften des 16. bis 17. Jahrhunderts aufgezeichnet sind, finden wir hier noch folgende: die Göttin Apg 19,27; 19,35; 19,37, die Tochter Mr 5,41, der Bergmann Luk 3,5, die Taube 41439 (in den am Ende beigefügten Erläuterungen), die Lehrerin Apg 9,36, der Sperling Mt 10,29; 10,31. Diese Art von Veden ist sehr verbreitet in L. Rēzas Liederbuch (siehe Tabelle), in den Schriften von S. Daukanto (Subačius, 1993, 153). Die deminutive Funktion von -aitis, -ė ist jedoch nicht die älteste. Mit diesem Suffix werden in der litauischen Sprache manchmal auch die Namen der Eigenschaftsinhaber gemacht, z.B.: giminditis, kalvditis "Schmiedsohn", jaunditis "Junge", laukinditis "Feldbewohner" und so weiter (ŽD 359—360). Sie haben eine Entsprechung in der lettischen Sprache tautaitis "Junge" (BKGF 98). Noch häufiger werden Namen von Eigenschaftsinhabern, die gewöhnlich eine Zugehörigkeitsbedeutung haben, mit einem anderen verwandtschaftlichen Suffix -tetis, -ė gebildet, z.B.: kauniétis, -ė, sodiétis, -ė, vokietis, -ė usw. (DaiktvDr 411—412; Lenkevičiūtė-Norkaitienė, 1983; LKA III Karte Nr. 10, 110, S. 27, 115). Sie haben Entsprechungen im Lettisch, z.B. vaciėtis "Deutscher", rauniétis "Einwohner von Rauna", savieté "Frau" (BKGF 98). Die Suffixe -aitis, -ietis und -ytis sind Varianten des gleichen Suffixes *-itio-/-eitio- -/ -oitiobalis (vgl. lit. vokietis, lat. vacietis und lit. vdkytis, lat. vūcitis "Deutscher"), und mit ihm wurden ursprünglich die Namen der Eigenschaftsträger gebildet. So wurden die Deminutiven mit dem Suffix -aitis, -ė in der Zeit der unabhängigen Entwicklung der litauischen Sprache, aber lange vor dem Erscheinen der ersten Schriften, eingeführt. Das Suffix -aitė hat die sehr seltene Variante -aičė: mergdičė "Mädchen" Vdk (LKŽ VIII 23). Er entstand wahrscheinlich unter dem Einfluss des Suffixes -aička (vgl. S. 151). 147
- Einmal. Zu den Deminutiven kann man teilweise auch das im 16.—17. Jh. recht verbreite vedische tarneité "Dienerin" zählen, das mit dem sehr seltenen Suffix -eile gebildet wurde, das ebenfalls von dem erwähnten Suffix *-zti 0-/-eiti 0-/-otti oabgeleitet ist, vgl. die Namen der Inhaber der ynatybės pasaleitis "zu der Hochzeit gekommener ungebetener Gast", prasaleitis "Fremder", treineitis "Dreieck" (zD 361). -tote, -1i0Čė, -10Ččius Im östlichen Hochdeutschen werden mit dem Suffix -10tė viele Deminutiven gemacht, z.B.: mergiotė "erwachsenes Mädchen, Lohnarbeiterin", kumeliotė "nicht zu kleine, nicht zu große Kumelaite", kojoté "nicht zu kleine Beine" (ZD 352: DaiktvDr 280—281). Im Lettisch mit dem entsprechenden Suffix -ate scheint nur ein einziger dialektaler Ableitung von kuéate gemacht worden zu sein: kuce "Hündin" (DL 244). Diese Deminutiven sind mit solchen Namen von Besitzern der Eigenschaft der litauischen Sprache verbunden, wie ąsotis: ąsotas "mit Asa", barzdotis "wer mit Birze" barzdotas, gyslotis "Trachblatt": gysliotas (ŽD 351—352), vgl. auch die Wassernamen Ilgotis Sl, Margate Srj u.a. (Vanagas, 1970, 190). Das Suffix -otis, -ė entstand an das Substantivsuffix *-ato-Ws für *-1i0-. Te Das Suffix -totė hat sehr seltene Varianten -toce, -i0éius: mergioée ”Mädchen” Vrn; Wolf; "erwachsenes unverheiratete Mädchen" Vrn; Rds, mergiééius "Mädchen, erwachsenes unverheiratetes Mädchen" Arm, vgl. noch mergtočiotė "Halbjungfrau" Trgn, mergiočgalė Dr, mergiočgalijs "kleines Mädchen" Dbk (LKŽ VIII 29). Auf ihre Entstehung könnte das Suffix -očius Einfluss 175—178). gehabt haben, z.B.: barzdočius, balvočius, kuprécius usw. (über diese Vedischen siehe. S. 352–353, 1991, S. 354–355, 1991, S. 356. Mit dem Suffix -étis (< *-éto-+ *-io-) werden die Deminutiven vaikutis ”vaikiscias” Kb (LKZK), varnétis "varniukas" KN 2345. Sie beziehen sich auf die Namen der Eigenschaftsträger, wie beispielsweise: eglétis "ein mit Tannen gewebtes Tuch": eglétas "die Form von Tannennadeln haben", šukėtis "gekämmt, mit Durchbohrungen": šukėtas "mit Durchbohrungen, iSmuytos, zerbrochenen Stellen". 148
-uolis(-ė) Neben den Namen der Eigenschaftsträger jaunikis, gudruolis, snieguolė usw. (DaiktvDr 346) wurden mit diesem Suffix auch einige Deminutive gemacht: bernučks * erwachsener Junge" Lš; Nmn; Grv; Rod (LKZ I? 771), eine "erwachsene, aber unverheiratete Frau" ire Rdm; Nmn; Alif Lam Mim Uns; Frau; Svno; Trgn; Rod; ”Halbjungfrau, Teenager (menki r.)” Frau; Zž; In: Nein; 32 (1932) Op. - Eins. Deminutive mit dem Suffix -énas werden nur in einigen (hauptsächlich östlichen) Hochdeutschen Dialekten verwendet und bezeichnen meist junge Tiere oder haben eine herabsetzende Bedeutung, z.B.: arklénas "mittelgroßes Pferd", bernénas "halbgroßes Pferd" Ds (LKZ I? 303, 768), botagénas "kleine Peitsche" Trgn (I? 977), gyvatenas ’ "Schlangenkind, Schlangenkinderchen" OG 116, katėnas "kleines Kätzchen" Ds (LKZ V 407), kiaulėnas "Schweinchen" Ds; Akm; "Schädling, neklauzada" Trgn (V 691), Puppy "unfähiger Hund" Ds; „ „junger Hund“ K (XV 358), „Blüte“ Ds; Dglš; Tvr, der Mann "der Mann (menk. r.)“ Ds; Schweinefleisch; (Hrsg.) Im Lettisch sind Deminutive mit -ęns, -a häufiger. Sie werden in vielen Dialekten verwendet und bezeichnen meist junge Tiere, z.B. piléns "junge Ente", kakėns "junge Katze". In einigen Dialekten (besonders im westlichen Teil von Kurland) haben sie aber auch andere Bedeutungen, z.B.: putkeris "kleiner Junge", ūzoleris "kleiner Azuolis", matėna "Mutter" (DL 217—230). Diese Deminutiven stammen ebenfalls von den Namen der Eigenschaftsinhaber ab. Zum Beispiel sind die in der litauischen Sprache (besonders im östlichen Hochdeutschen Dialekt) verbreiteten Suffixe -ėnas vedisch, sie bezeichnen den Ort des Lebens und der Herkunft der Menschen, z.B.: anykštėnas, kupiškėnas usw. (LKA III Karte Nr. 110, S. 116). Diese Bedeutung haben sie bereits in Schriften des 16.-17. Jh., z.B.: gsruténis C II 36, nazarénis DP 7X; S. 152, 155. Auch die Verwandtschaftsbegriffe Bruder/Brudersohn, Schwestersohn, Onkel/Onkelin, Ehemann/Ehefrau der Tante usw. werden seit langem verwendet (ZD 238). Diese Art von Veden hat klare Entsprechungen im Lettisch und in den slawischen Sprachen, vgl. s. la. bralėns "Sohn des Bruders", wählen Sie. músėns "Schwesterkind", ptebaldzėni "Bewohner von Priebalga" (LVG 303—304; DL 226, 228—229); sl. *bratrēns "Sohn des Bruders", *sestréns "Sohn der Schwester" (Slawski, 1974, 128—129). In baltischen und slawischen Sprachen haben Namen von Eigenschaftsträgern mit *-enokarten auch andere Bedeutungen, z.B.: lie. Wal "Baumfurche", Heuschrecke "Mausschwanz", Krähe, la. raibėns „„gestreiftes junges Kalb“, S. *moldéns "Junge". Das Suffix *-ēno stammt wahrscheinlich vom Vokal nom ab. Singen. Konjugationsformen mit *-ėn-, erweiterte o Stammformen, vgl. lie. Kelėnas, sl. *koléno (< *kolę) "Knie" und gr. xwArjv "Schulterknochen" (Tpy6aues, 1959, 161), S. 161. Slowenisch "Slawen" (Vondrak, 1924, 660). 149
Vedische mit den Suffixen -yklē, -ukli mit diesen Suffixen, die Su aus iš *-tlo-, deminutiv gemacht beržūklys "schlechter Berziek" Sug, bobijklé "Bobsche" Dr (LKZ I? 778, 962). Mit dem Suffix *-tlonuo wurden in den alten baltischen Sprachen Werkzeugnamen gemacht. Später begann man aufgrund der genetischen und semantischen Verwandtschaft der Werkzeugund Personennamen, Personennamen mit einer herabsetzenden Bedeutung zu bilden (z.B.: baidįklė, miegūklis * "schlafen", siehe DaikivDrR 153—156, 171—178), Letztere haben wahrscheinlich auch die genannten Deminutive, die ebenfalls eine herabsetzende Bedeutung haben, angeregt. Darüber hinaus werden mit einigen sekundären Präfixen, die von *-tlostammen, in der litauischen Landschaft gelegentlich auch Namen von Eigenschaftsinhabern gemacht (z.B. jauniklis, -ė, jaunėklis, -ė "junger, unreifer Mensch oder Tier", šykštuoklis "hässlicher Mensch" usw. DaiktvDr 357, 358), mit denen auch Deminutive eng verbunden sind. Vedisch mit slawischen Suffixen -ka, -elka, -ilka, -kė Das slawische Suffix -ka hat den Deminutiv kumėlka "armes Stutfohlen" K; LC 1883,45; BsP III 126; IV 170; Žem; Pgr (ŽD 161; LKŽ VI 870; auch noch in den südlichen und einigen westlichen Hochdeutschen Dialekten, siehe Senkus, 1972, 150; Grinaveckis, 1991, 230), piemėnka * "Hirte, Hirtin, Hirtin" Ske (LKZ IX 911), vgl. das noch alte Leihwort motka "Mutter" (aus poln. matka, gud. mamxa, siehe Skardžius, 1931, 135). Durch die Verbindung dieses Suffixes mit dem litauischen Suffix -elis, -ė entstand das hybride Suffix -elka, mit dem im südlichen Hochlanddialekt häufig Deminutive mit herabsetzender Bedeutung gebildet werden, z.B.: avélka "keine, faule Schafe", bobėlka "schlechte Frau", karvėlka "schlechte Kuh", mergėlka "schlechte Jungfrau", trobėlka "schlechte Hütte", žmončėlka "schlechte Frau" usw. (Grinaveckis, 1991, 230—231). J. Senkus (1972, 150) schrieb die vedischen Bobelka und Mergelka aus dem Dialekt der Kapsa und der Zanavika auf. Diese Art von Ableitungen gibt es auch in einigen anderen Dialekten, z.B. bobélka "Boba unterstützte" Ds (LKZ I? 961), mergėlka "zu einem Mädchen herangewachsen" Grg; 100 mg/m2 27 (1927) Klavierkonzert Nr. 1 in C-Dur op. Ein anderes hybrides Suffix -ilka hat die Deminutiven vagilka "Diebin" (weit verbreitet), mergilka "unseriöses Mädchen" Zt (Vidugiris, 1969, 152). i A Mit dem Suffix -ka werden Deminutive manchmal auch im Lettisch gemacht, z.B. : Janka = "Jönchen", činka "Kupstel" (DL 309—311). 1 ah Mit dem Suffix -ka in der paradigmatischen Variante -ké werden die Deminutiven bobské "bobšė" Srv (LKZ I“ 964), piodké "menka hlava" Gs (X 923). TE of -(h)uška, -uskas, -uškė, -ūška "I Mit dem Suffix -(’ i)uška werden Deminutive dainiuškė "unernst, schlechtes Lied" Lz; Jzm; 230, 231, 232, 233, 234, 235, 236, 237, 238, 239, 240, 241, 242, 243, 244, 245, 246, 247, 248, 249, 250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 257, 258, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268, 269, 270, 271, 272, 273, 274, 275, 276, 277, 278, 279, 280, 281, 282, 283, 284, 285, 286, 287, 288, 289). LzP; Vikv; Lnkvį 150
westliches "Jugendfest, Vergnügen", eichhörnchen, vgl. noch letztere Varianten eichhörnchen Gar, eichhörnchen Gdl; Krm; Rš; - Ja, ja, ja, ja. (Hrsg.): LKS. In lettischen Dialekten werden Deminutive mit dem Suffix -uška viel häufiger gemacht, z.B.: suniska "Hund", meituska "Mädchen" (DL 306—308). Das Suffix -uška (< *-uch-»ka) ist eine Entlehnung aus den ostslawischen Sprachen, z.B. russisch cmapywxa, aseywxa usw. (Kiparsky, 1975, 264—265). -ica, -1čka, -yčka, -ičkė, -aička, -učka, -ečkas Mit dem in den slawischen Sprachen sehr verbreiteten Suffix -ica (vgl. *dävica "Göttin; Mädchen- ", *babica "alte Babe" usw., siehe Bomkosuu, 1984, 215—228; Slawski, 1974, 98—99) wurde der Deminutiv mergica/- mergica "erwachsenes Mädchen" J; Rs; Rdd; Zp; Prn; Zgn; Vv; Vrd; "kleines Mädchen" Oder; Srd; VI (LKŽ VIII) 27). Ein anderes Suffix ähnlicher Herkunft -ička (< -ica + -»ka, z.B.: russ. soduuxa, tschech. vodička, siehe Kiparsky, 1975, 2214) hat den Deminutiv mergička "erwachsenes Mädchen" Rz; Zml; Sb; Ds; Vlkv; "kleines Mädchen" BsP II 72, vgl. auch seine Varianten mergyčka "erwachsenes Mädchen" Gs, mergičkė "kleines Mädchen" Pš (LKŽ VIII 27; Senkus, 1972, 150). Aufgrund der Vermischung des slawischen Suffixes -ička mit dem litauischen Suffix -attis, -ė entstand das hybride Suffix -aička, das in einigen östlichen Hochdeutschen Sprachgebrauchen verbreitet ist, z.B.: avaička "Awe, Avioté", kalaicka "Hündin", kiaulaička "Schwein", mergaička "junges Mädchen" (DaiktvDr 285). Die Vermischung des Suffixes -tčka mit einem anderen litauischen Suffix -utis, -e ergibt das Suffix -učka, mit dem der Ableitungssatz mergucka ’ erate’ erstellt wurde. Rs (LKZ) VIII 32). Im Dialekt von Zietela ist der Ableitungswort eZeréckas "geringer See" mit dem slawischen Suffix -ečkas (Vidugiris, 1969, 152) aufgezeichnet. -usis(-ė) Im Dialekt von Zietela finden wir mehrere Deminutive mit diesem Suffix, z.B.: mamause "Mutter- ", tatūsis "Vater", Bolusis " Baliukas ", Kastūsis " Kastukas ", Maruse "Marytė " (Vidugiris, 1969, 152). In den slawischen Sprachen (insbesondere im Polnischen, Gudischen und Ukrainischen) werden mit dem Suffix - verschiedene Substantivund Verbableitungen gebildet, die oft eine ausdrucksvolle Bedeutung haben, z.B.: poln. Wählen. lentus "Fauler", rabus "Knecht", sigus "unruhiges Kind" usw. (Slawski, 1976, 34—35). -izna, -yzna, -zna, -žna, -inzė Leitfaden bobizna Skr mit Varianten bobyznd Rm, bobzna "schlechte Bob?" ZIn (LKZ 1? 963, 965) ist eine Entlehnung aus dem altslawischen Wort babizna (über seine Entstehung siehe Slawski, 1974, 123—124). Nach dem Beispiel des Fremdwortes bobizna entstand die Ableitung karviznė "schlanke, magere Kuh" Vlk; Vrn; Eis, die varianta pytvy 151
gSp — 2€ L 6€ ZL RP 61 0€ OšIA §] = = = Alles m —- i i — Ho — 9%" I a T CIEE £6'ze cor gg'or - y hat ET 99'C gg'e 1 i, £e'g į 1892 8 01 £ (3-)su(1)e89er 92 6844, €£ oL'e 1 -— —i1, 681 I Ly z 92's 1 gefe-| T (3-)sn4- =— == =— = žm —- = ee — = — = = — Ich bin 1 alleine. L8'0 i = — — =— Bis zum I Ende = v =— a — (g-)snyngZ'ST 99‘0 0L — —_— — — — — —i ——- — —== —_ SR —— — — — — _——m _ —- — Sie sind... gg'p € — — —- =— — — — — —„arts SE 1- —= zz'o =— — i — i —2.60*'1 I = — m S- = sey1- —- [£4 — — —- = — = — — — | (g-)seyn(r)- 1 — _— —- _ —- _ —- —_ —- — — simnze'0 1 — — — = — —_ — — —_— — — sipeosf6ep LTT a0'18 ' It In: Pr. | 18967 JC. o 19'16 “99 ZT*62 RCC OT''CY CT 508 ve (3-)su3- % "ys % ys % "ys % "ys % "ys Y% ys % We 0967 138 so3eso2114 ay ds [40 DIS da dd UIA ZIN asonjsya) asonuareal siya fiafynuiws(g auflurep sozay ‘7 JI asonjsed asonisonuas seuwrįīfded NA A3nurua(g 152
kalviūzė "kleine Kuh" Wlk; Rdm; Sn (LKŽ V 358), und unter dem Einfluss derselben abgeleiteten Abkürzung bobznd entstand die Ableitung mergzna mit der Variante mergžnė "Mädchen" Lz (VIII 33). Die 1. Klasse wurde aufgrund der Veränderung der 1. Klasse in die 1. Klasse umgewandelt. (siehe dazu S. 133). Schlussfolgerungen Die diskutierten Daten erlauben die Unterscheidung der folgenden chronologischen Schichten der Deminutiven der litauischen Sprache: | 1. Die ältesten sind die Vedischen mit dem Determinativ *-k-, die die Basis der Deminutiv-Gegenstandskategorie der indoeuropäischen Sprachen bildeten. 2. In einzelnen indoeuropäischen Dialekten und Gruppen wurden in den frühesten Perioden der Entwicklung Deminutive mit den Determinanten *-I-, *.9-/-g'-, *-und mit dem Adjektivsuffix *-inogebildet. 3. In der protobaltischen Sprache wurden für die Bildung von Deminutiven folgende Formanten verwendet: Determinativ *-t-, Adjektivsuffix *-inoir, Namenssuffix für Eigenschaftsträger *-itio-(< *-ito-+ *-i0-). In Litauisch und Lettisch werden Deminutive auch mit den Präfixen *-eno-(< *-én-+ *-0-), *-inio-(< *-ino-+ *-i0-), *-atio-(< *-ato-+ *-10-) gebildet, die wahrscheinlich von den Namen der Eigenschaftsträger stammen, sowie mit den slawischen Präfixen -ka, -uška. 4. In der Zeit der unabhängigen Entwicklung der litauischen Sprache wurden Deminutive mit den Affixen -aitis(-ė), -eité, -uolis(-ė), -is, die für Eigenschaftsnamen charakteristisch sind, mit den Präfixen -ykle, -uklis, die wahrscheinlich aus der Kategorie der Personennamen stammen, und mit verschiedenen slawischen Präfixen, die hauptsächlich von *-ikostammen, gebildet. Darüber hinaus sind in der litauischen Sprache sehr verbreitet Deminutive mit den Suffixen -elis (-ė), -ukas (-ė), die in anderen baltischen Sprachen eher selten sind. Abkürzungen BKGF = Endzelynas J. Laute und Formen der baltischen Sprachen. V., 1957. BP —Postilla tatai e/ti Trumpas ir Pra [tas Išguldimas Euangeliu Ę Per JANA BRETKUNA [..] +] 1591. In: Litauische Bibel. Das Neue Testament. Band 2 — Text. Poznan, 1958. 5. Auflage, 2. Auflage. —Grammatik der litauischen Sprache. V., 1965. S. 1. S. 251–473. Die Entwicklung des Substantivs. Litauische Sprache. V., 1993. DL —Rūke-Dravina V. Diminutiven im Lettischen. Lund, dt. Postilla Catholicka [...] Durch die Körper MIKOLAIV DA VK S Z A Kanoniką Mediniku /i} Lekiško pergūldita [...] 1959. Wien 1599. 1995: Das Wörterbuch der nordöstlichen Dünensprache. V., 1976. GrG-S. Ein Exemplar der preußischen Sprache von Zodynélis (ca. 1517–1526), das sich in der Universitätsbibliothek Göttingen befindet (zitiert nach Mažiulis, 1981). Andere preußische Texte werden gekürzt wie in den Werken von Prof. V. Mažiulis. 153
KZ = Zeitschrift fūr vergleichende Sprachforschung auf dem Gebiete der indogermanischen Sprachen, begrūndet von A. Kuhn. B. usw. LEW —Fraenkel E. Litauisches etymologisches Worterbuch. " Heidelberg und Göttingen, 1962. Atlas der deutschen Sprache. Rot. Hr. Herr Morkūnas. V., 1977— 1991. T. 1—3. Deutsch-- Litauische Sprachwissenschaftliche Gesellschaft e.V. V. Wörterbuch der deutschen Sprache. V., 1956–1991. S. 1–15. Wörterbuch der deutschen Sprache. IVG —Endzelins J. Grammatik der lettischen Sprache. Riga, 1951. LŽ = Petrauskas J., Vidugiris A. Lazūnų tarmės žodynas, V., 1985. ME —Mūlenbachs K., Endzelins J. Die lettische Sprache. Riga 1923–1932. S. 1–4. J. J. Klein (Hrsg.). Die ältesten Erwähnungen der litauischen Sprache bis 1570. K., 1922. PRKEZ1-- 11 —Mažiulis V. Etymologisches Wörterbuch der preußischen Sprache. V., 1988—1993, T. 1—2: Pks = Pakšteliai, Siauliai raj. : In: Bd. 2 (Bd. 2). Lieder von Ludwig van Beethoven 3. Auflage. 1935 bis 1937. S. 1–2. SIG — Lebedys J. (par.) S. M. Slavoéinskis, Lieder für den katholischen Glauben, 1646. V., 1958. In: Specht F. (Hrsg.). Der Sack des Syrwids Punktay [...]. Göttingen 1929. SV —Endzelins J. Die altpreußische Sprache. Riga, 1943. Wein — B. Vilente Widgets (ohne Seitenlink); Enchiridion Catechi fmas maBas [...] i/ch wok [chka lieBuwia an lietuwi Jchka vollständig und wahrheitsgemäß übersetzt durch Baltramius Willenta [...] Ifch fpau [das Karalaucjui [...] 1575 (mit Seiten i he ZD sr Skardžius P. Die Bildung der litauischen Wörter. 1943, S. 13. H. H. B.: Die österreichische Sozialdemokratie. Cnosaps. M., 1975. Andere Abkürzungen sind die gleichen wie in der großen Litauischen Sprache Zodyne. Literatur Akelaitienė G. Morphologische Veränderungen der Vokale in der modernen litauischen Sprache: Doktorarbeit. V., 1993 (Handschrift). Ambrazas S. Die Bildung der Substantive der baltischen und slawischen Sprachen (alte Gemeinsamkeiten und Unterschiede). —Baltistica, 1991. S. 27(1). S. 15–34. ; Belié A. Zur Entwicklungsgeschichte des slavischen Deminutivund Amplificativsuffixe. —Archiv für slavische Philologie, 1901. Bd.23. S. 134–206. i enveniste E. Ursprünge der Namensbildung im Indoeuropäischen. Paris, Bielenstein A. Die lettische Sprache nach ihren Formen erkiirend und vergleichend dargestelt. B., 1863. Bd. 1. Brender F. Die 1935. Verwendung der sog. Diminutiva im Litauischen. —Das Volk und Zodis, 1925. 3. Aufl. S. 76–111. Brugmann K. Grundriš der gi nenden Grammatik der indogermanischen Sprachen. Wien 1906. Bd.2. In: Ausgewählte Schriften. Zs. V.;.1958—1961. S. 1–3. Burrow T. Die Sanskrit- -Sprache. L., 1950. In: P. Chantraine: Die Bildung der Namen im alten Griechischen. Bd., 1933. - 154