ACTA
LINGUISTICA
LITHUANICA
LI
(2004),
81
-
112
G amma ische
Ke nbe eiche,
de en
Rekons uk ion
und
de en
Rele anz
ii
his o isch
beleg e
Sp achs u en
des
Bal ischen
und
Sla ischen
BJORN
WIEMER
Uni e si a
Kons anz
The
pape
o e s
a
c i ical
accoun
o
p ominen
heo e ical
app oaches
o
p ehis o ical
de elop-
men s
o
basic
mo phosyn ax
in
Bal ic
and
Sla ic:
oice,
alignmen
and
aspec uali y.
Fo
compa a-
i e
easons
he
ela ion
be ween
possessi e
BE-
and
HAVE-cons uc ions
is
discussed
as
well.
The
me hodological
p ac ice
in
econs uc ing
and
explaining
he
diach onic
e olu ion
o
ancien
Bal ic
and
Sla ic
is
assessed
c i ically,
i s
o
all
because
i
has
abided
by
‘in
i o’-app oaches
wi hou
an
accoun
o
language
con ac
and
ypological
e idence.
I
is
a gued
ha
an
adequa e
heo y
o
g amma ical
change
would
u he
ha e
o
y
o
be
mo e
accu a e
wi h
espec
o
he
ela i e
ch onology
o
‘laye s’
o
coding
echniques
and
hei
possible
in e sec ions
du ing
long
pe iods
o
diach onic
de elopmen .
This
includes
he
possibili y
o
he
cooccu ence
o
g amma ical
coding.
As
o
his
issue,
speake s
o
con ac
languages
could
igge
he
unc ional
epa i ion
o such
cooccu en
de ices
o
such
a
deg ee
ha
one
o
hese
de ices
would
become
p edominan ,
i ing
hei
own
language’s
o m: unc ion
dis ibu ion.
0.
EINLEITUNG
Diese
Bei ag da
in
gewissem
Sinne
als
k i ische
Hommage
an
zwei
Geleh e
e s an-
den
we den,
die
sich
insgesam
de
his o isch-sp ach e gleichenden
Bal is ik
und
Sla is-
ik
seh
e dien
gemach
haben:
Ju ij
Se gee i¢é
S epano
und
William
R.
Schmals ieg.
Zu
jedem
on
ihnen
soll
hie
eine
Se ie
an
meh
ode
minde
ein luB eichen
Ve 6 en li-
chungen
zum
AnlaB
genommen
we den,
um
in
e s e
Linie
zu
zeigen,
wie
seh
die
diach-
on
o ien ie e
Bal is ik
da un e
leide ,
dass
ch onologische
Ab olgen
de
Ve ande ung
g amma isch
ele an e
S uk u en
und
Analogiebildungen
zu
wenig
konk e
in
ih e
gegensei igen
Ve lech ung
in
nach olgenden
Pe ioden
be ach e
und
daB
dabei
auch
zu
wenig
unk ionale
Gesich spunk e
be iicksich ig
we den.
Dazu
kommen
o
eine
Ve -
nachlassigung
ypologisch
plausible
En wicklungsablau e
und
des
Fak o s
Sp achkon-
ak
sowie
eine
nich
sel en
ehlende
Bes immung
des
g amma ischen
s.
lexikalischen
S a uses
mo phologische
Un e scheidungen.
Die
Be eiche,
welche
hie
zu
Sp ache
kom-
men,
sind
zen al
ii
den
Sp achbau,
und
en sp echend
wich ig
sind
sie
ii
die
diach one
Mo phologie
und
Syn ax
sowie
auch
ii
mo phologische
und
syn ak ische
Rekons uk-
ionen.
Es
geh
um
Dia hese,
Ak ionali a
und
Alignmen .
De
Besp echung
de
Thesen
82
|
BJORN
WIEMER
und
des
Vo gehens
on
S epano
(Abschni
1)
und
Schmals ieg
(Abschni
2)
schlieBen
sich
Ube legungen
zu
einem
analogen
Fall
aus
de
Geschich e
des
Sla ischen
an
(Abs-
chni
3).
Zusammengenommen
sollen
diese
d ei
g ob
en wo enen
,,Falls udien“
his o-
isch- e gleichende
A gumen a ion
au
ypologischem
Hin e g und
zu
me hodischen
Pos ula en
iih en,
welche
zum
SchluB
o mulie
we den
(Abschni
4).
1.
STEPANOV:
VERBINDUNG
ZWISCHEN
AKTIONALITAT
UND
DIATHESE
BEI
DER
STAMMBILDUNG
Einen
beeind uckenden
Ve such,
aus
den
his o isch
bezeug en
Fak en
und
den
ekon-
s uie ba en
o his o ischen
Zus anden
des
Bal ischen
und
Sla ischen
au
dem
Gebie
de
Ve bmo phologie
einen
syn he ischen
Ab i8
de
En wicklung
im
Be eich
de
Ak ionali a
und
de
Dia hese
zu
e s ellen,
ha
S epano
(1976;
1977;
1978a,
b;
1989)
un e nommen.
S epano s
Thesen
be iih en
Vo -
ode
F iihphasen
de
G amma ikalisie-
ung,
sie
sind
alle dings
nach
de
,,in
i o-Me hode“
de
his o isch- e gleichenden
Sp ach-
wissenscha ,
d.i.
ohne
Bezugnahme
au
kon ak linguis ische
Fak o en,
o mulie
wo -
den.
Ich
e suche
hie
eine
k i ische
Zusammen assung
seines
S andpunk es
zu
diesem
Thema.
F agen,
die
ie e
ins
De ail
de
ide.
Lau -
und
Fo menleh e
gehen,
we de
ich
nich
besp echen;
ebenso
wenig
we de
ich
Aussagen
zu
Ko ek hei
de
Rekons uk ion
S epa-
no s
bei
diesen
F agen
p oblema isie en.
Vielmeh
komm
es
mi
au
eine
k i ische
Be-
ach ung
seine
Me hodik
und
de
In e p e a ion
de
so
gelie e en
Fak en
an.
S epano
geh
aus on
in
de
Indoeu opais ik
gelau igen
Fak en
de
S amm e ande ung
im
Ve bsys em
de
Al e en
ide.
Sp achen,
welche
nich
zule z
das
o his o ische
Bal i-
sche
und
Sla ische
be a en,
sowie
da on,
daB
es
in
de
i h-ide.
Syn ax
keine
kla en
Mi el
zu
Kennzeichnung
on
T ansi i i a
(als
eine
sa zseman ischen
G 6éBe)
gegeben
habe.
Zudem
gab
es
keine
spezielle
Mo phologie,
welche
am
Ve b
cine
E wei e ung
esp.
Ve minde ung
de
A gumen s uk u
angezeig
ha e,
noch
eine
solche,
die
eine
sys ema-
ische e
Un e scheidung
zwischen
e schiedenen
ak ionalen
Typen
(im
Sinne
aspek sen-
si i e
Klassen)
e mdglich
ha e.
Vielmeh
wa en
ak ionale
Ges al en
lexemimmanen
es geleg '
.
Ausgehend
on
diesen
auch
in
de
Indoeu opiis ik
allgemein
ane kann en
P amissen
bemi h
sich
S epano
da um,
,,Schich en“
on
ii
das
Sla ische
und
Bal ische
e ymologisch
gemeinsamen
Ve ande ungen
am
Ve bs amm
au zudecken,
welche
im
Zu-
ge
de
dialek alen
Ausdi e enzie ung
des
ide.
Sp achgebie s
im
o his o ischen
Bal i-
schen
und
Sla ischen
zu
sys ema ische en
mo phologischen
Ko ela ionen
ih en,
mi -
hil e
de e
T ansi i i a ,
A gumen e minde ung
bzw.
-e wei e ung
und
ak ionale
Typen
ma kie
wu den.
Die
Ausdi e enzie ung
des
Sla ischen
und
des
Bal ischen
gegeneinan-
de
be uh
dabei
in
de
e schiedenen
A ,
in
welche
diese
Ko ela ionen
unk ional
ausgebau
wu den.
Die
A igie ungs e ah en,
die
dem
Bal ischen
und
Sla ischen
om
Typ
he
und
(zumin-
des
an angs)
auch
e ymologisch
(d.i.
on
de
Fo m-Subs anz
he )
gemein
wa en,
bilde en
zue s ,
lau
S epano ,
unk ionale
Clus e
aus
ak ionalen,
d.i.
aspek ele an en
und
dia hese-
;
In
de
Fo schung
sind
diese
gelegen lich
als
,,lexical
aspec “
bezeichne
wo den.
REKONSTRUKTION
GRAMMATISCHER
KERNBEREICHE
|
83
bezogenen
Me kmalen.
Un e
‘Dia hese’
e s eh
S epano
den
,,Bezug
de
Handlung
au
ih
Subjek “
(1978a:
338).
Dies
en sp ich
de
‘basic
oice’
bei
Klaiman
(1991),
un e
welche
auch
das
Medium
de
his o isch- e gleichenden
Sp achwissenscha
all .
Ak io-
nale
Me kmale
sind
dagegen
ii
S epano
e binha en e
Me kmale,
die
es legen,
ob
ein
Bezug
au
eine
G enze
( uss.
‘mpegem’)
o lieg
ode
nich .
Es
geh
mi hin
ibe wiegend
um
eine
Un e scheidung
e mina i e
s.
a e mina i e
Ve bs amme.
S aémme
(und
ih e
e l.
wei e e
A igie ung)
lassen
sich
in
S epano s
Modell
au
d ei
Si ua ionsphasen
be-
zichen,
die
jeweils
un e schiedliche
Teile
eine
komplexen,
um
die
E eichung
eine
sol-
chen
G enze
angeo dne en
Si ua ion
okussie en.
Phase
(i)
bes eh
in
einem
P ozeB,
de
de
E eichung
eine
solchen
G enze
en gegens eb
(,,pollecc,
c peMauMiica
K
CBOeMYy
mipeyes y*),
Phase
(ii)
en sp ich
jene
G enze
selbs
(,,Hac ymieHue
mpezena“),
Phase
(iii)
schlieBlich
s ell
einen
Zus and
da ,
welche
aus
de
E eichung
jene
G enze
no -
wendig
olg .
Diese
is
selbs
a e mina i ,
da
e
zu
seinem
Ende
hin
o en
is
(,,mpouecc,
O paHWyeHHbI
B
Hayale,
UCXOLAWIMi
M3
paHee
JOCTM HyTO O
Mpe eswa
uM
He
O paHWyeHHbIii
KOHIIOM“);
gl.
S epano
(1977:
145).
Wich ig
is ,
daB
wi
es
hie
e s
einmal
nu
mi
eine
konzep uellen
Un e scheidung
ak ionale
S adien
zu
un
haben,
die
sich
um
eine
Zus ands e ande ung
g uppie en.
Ob-
wohl
S epano
imme
wiede
on
,,Aspek -Opposi ionen“
ode
ga
,,Aspek -Paa en“
(,,BAOBbIe
T1pOTHBOMOcTaBeHusA
/
Mapp)
sp ich ,
handel
es
sich
zunachs
nu
um
eine
G undlegung
aspek sensi i e
Klassen
on
Ve blexemen,
nich
jedoch
um
eine
g am-
ma ische
Aspek -Opposi ion
(s.u.).
Aspek e
wa en
au
diese
Si ua ionsphasen
komple-
men a
e eil *
—
wo on
in
dem
on
S epano
ekons uie en
Sp achzus and
(und
auch
in
spa e en
Pe ioden)
keines alls
ausgegangen
we den
kann.
Die
aus
den
Vo o men
des
Sla ischen
und
Bal ischen
s ammenden
s amm e ande n-
den
A ixe
(In ixe,
Su ixe
ode
Reduplika ion)
iih en
in
ielen
Fallen
zu
eine
Ve schie-
bung
de
S ammbedeu ung
on
Si ua ionsphase
(ii) zu
Si ua ionsphase
(i)
ode
(iii).
S an-
da dbeispiele
sind
Reduplika ionen
zu
Bildung
des
s a i en
Pe ek s
und
Al e na ionen
on
Posi ions e ben;
gl.
e wa
aus
de
ide.
Wu zel
*séd-
>
aks.
sédo.1.sG.ao
zu
sés- i
‘sich
se zen’
(=
Si ua ionsphase
(ii))
gegeniibe
séd-é- i
‘si zen’
(=
Si ua ionsphase
(iii)),
ana-
log
dazu
li .
séd-u.1.sG.pRs
zu
sés- i
‘sich
se zen’
gegen ibe
séd-é- i
‘si zen’
(1989:
221 .).
S epano
such
nun
im
Sys em
des
ide.
Ve bs
nach
dem,
wie
e
sag ,
,,diach onen
P o o-
yp“
de
mo phologischen
Ma kie ung
eine
solchen
d eiphasigen
Gliede ung
und
aB
ii
diese
Rolle
zwei
,,Fa o i en“
ins
Auge,
namlich
die
ide.
Un e scheidung
(I)
on
P a-
sens-,
Ao is -
und
Pe ek s ammen
und
(II)
die
Gegeniibe s ellung
on
ac i a
an um,
media
an um
und
pe ec a
an um
(mi
je
eigene
S amms uk u );
gl.
S epano
(1977:
146 .;
1978a:
341).
Funk ionale
Clus e
on
ak ionalen
und
dia hesebezogenen
Eigenscha en
kann
man
u.a.
ii
das
U sla ische
ekons uie en,
in
welchem
Ablau bildungen
noch
p oduk i
2
No abene:
die
d ei
Phasen
S epano s
en sp echen
genau den
d ei
Komponen en,
aus
welchen
in
eine
Aspek heo ie,
die
Aspek e
als
Ope a o en
au
dem
lexeminha en en
ak ionalen
Gehal
(als
den
Ope anda)
behandel ,
die
komplexes e
Klasse
au gebau
is .
In
de
ILA-Theo ie
B eus
is
dies
die
INCO-Klasse
( gl.
B eu
1998);
zu
ih
geh6 en
o
allem
sog.
holis ische
Ve ben
wie
e wa
uss.
anoanumb
/
Hanoaxamp
‘(au ) iillen’,
sacaonume
/
3acaonamp
‘ e decken,
zudecken’,
cnpamameca
/
npamam ca
‘sich
e s ecken’.
Zu
diesen
Ve ben
speziell
gl.
Paduée a
/
Rozina
(1993).
84
|
BJORN
WIEMER
gewesen
sein
miissen,
so
daB
u.a.
Ablau bildung
mi
S amme wei e ung
eine
Wu zel
wie
*nes-
(>
uss.
nes- i,
li .
nes- i
‘ agen’)
zu
*nos-i- i
eine
Kausa i -
wie
auch
eine
I e a i bil-
dung
e u sach e?.
Diese
Typ
de
S amm-
bzw.
Wu zel e ande ung
ih e
spa e
im
Sla ischen
zu
Ausbildung
on
I e a i a
bzw.
,,Inde e mina i a“
(und
bilde e
dami
spa e
einen
de
o malen
G unds eine
ii
den
ip .
Aspek ),
wah end
e
im
(Os )Bal ischen
o
allem
auch
zu
einem
p oduk i en
Typ
de
Bildung
on
Kausa i a
und
Ku a i a
wu de
( gl.
S epano
1976:
420).
Ein
wei e es
Beispiel:
die
Opposi ion
zwischen
ku zem
und
langem
Wu zel okal
(+
S amme wei e ung
du ch
Su ix)
iih e
zu
p oduk i en
Gegeniibe s el-
lung
on
Ve ben,
die
punk uell
ode
in
eine
ande en
Weise
pe ek i
in e p e ie
wu den
(ku ze
Vokal),
s.
Ve ben,
die
einen
equen a i en,
i e ie en,
in ensi ie en
ode
in
i gendeine
ande en
Weise
als
p og essi
in e p e ie ba en
Sach e hal s yp
deno ie en
(lange
Vokal).
Vel.
e wa
aks.
wm é i
<>
wmi a i
‘s e ben’
(Dehnung
des
Wu zel okals
+
S amme wei e ung),
pog éba i
=
pog e i
‘ e g aben;
beg aben’
(é
<
*€
wegena
<
*din
de
S amme wei e ung)
sowie
auch
kombinie
mi
P a igie ung
ezbong i
‘au wachen’
©
bedé i
‘wach
sein’
(é
<
*é).
Analoge
,,Paa e“
gib
es
auch
noch im
heu igen
Li auis-
chen;
gl.
e wa
klup i
‘s olpe n’
=>
kliipo i
‘s olpe nd
gehen’,
kis i
‘(hinein)s ecken’
=
kySo i
‘(i gendwo)
s ecken,
es si zen’
(im
le z en
Fall
gekoppel
mi
de
Opposi ion
[+
ansi i ]).
Im
Gegensa z
zum
Sla ischen
wu de
im
(Os )Bal ischen
diese
mo phologische
Oppo-
si ion
abe
e s a k
auch
zu
un e schiedlichen
Ma kie ung
in ansi i e
und
ansi i e
S amme
e wende ;
el.
li .
kis i
‘sich
e ande n’
=
keis i
‘ e ande n’,
plis i
‘sich
e b ei-
en’
=
plés i
(sowie
plé o i)
‘ e b ei en’
(wobei
é
<
*é),
bus i
‘au wachen’
s.
=>
baus i
u sp iinglich
so
iel
wie
‘aus
dem
Schla
eiSen’
—
‘zu
e was
né igen’
ode
auch
‘mal e ie-
en,
schlagen’,
heu e
mi
de
Bedeu ung
‘bes a en’
( gl.
u.a.
S epano
1978a:
36,
342).
Fe ne
sind
im
Bal ischen
Nasal-In ixe
und
das
s -Su ix
zu
den
p oduk i s en
Mi eln
de
P asenss amm-Bildung
p ima
on
in ansi i en
Ve ben
gewo den
(S ang
1943:
131 .),
wah end
Nasal-In ixe
im
Sla ischen
abgebau
wu den’
.
Diese
In ansi i a
s ehen
egula
in
Opposi ion
zu
ansi i en
Ve ben
mi
ande e
S ammbildung
und
demen sp echend
ande e
Tempuss amm-Bildung
(zum
Teil
aus
spa e en
,,Schich en“,
so
z.B.
mi
dem
Su -
ix
-(d)y-
<
*7).
Vgl.
dazu
eine
Gegeniibe s ellung
on
ypischen
Rep asen an en
diese
Opposi ion:
(1a)
amp-a.3.PRs
Vs.
ap-0.3.PRT
(1b)
ap-o0.3.PRS
s.
ap-€.3.PRT
zu
ap- i
‘we den’
zu
ap-y- i
‘bemalen’.
(u sp iinglich
so
iel
wie
‘sich
anhe en,
ankleben’).
3
Vgl.
dazu
analog
im
Al g iech.
gégw
‘ich
age’
und
seine
i e a i e
Ablei ung
gogéw
im
Ve gleich
zu
po8éw
‘ich
e sch ecke
jmd.’,
welches
dasselbe
Su ix
und
denselben
o-Ablau
als
Kausa i
zum
medialen
géSoya
‘ich
ii ch e
mich’
au weis
(S epano
1978a:
359).
Vgl.
kiimme liche
Re lexe
in
Fo m
on
Nasal okalen
im
Polnischen
bzw.
de en
Wei e iih ung
im
Os sla ischen
wie
bei
ide.
*séd-
>
u sla .
*sé-n-d-
>
aks.
sed-
bzw.
poln.
sigdzie
‘e
/
sie
se z
sich’
bzw.
uss.
sjade
‘dass.’
( s.
P a e i um
poln.
siad ,
uss.
sel ‘e
se z e
sich’).
Im
Gegensa z
zu
Nasal-
In ixen
zu
P asenss amm-Bildung
e lang en
Nasal-Su ixe
in
Fo m
on
-ng-
(<
*na@?)
im
Sla ischen
als
S amme wei e ung,
welche
nich
au
ein
Tempus
besch ank
wa ,
eine
auBe o den lich
wich ige
Rolle
bei
de
En s ehung
des
Aspek sys ems
und
de
ak ionalen
Funk ionen
( gl.
Sadnik
1962).
REKONSTRUKTION
GRAMMATISCHER
KERNBEREICHE
|
85
(2a)
link-s -a.3.p s
s.
link-o.3.PRT
(2b)
lenk-ia.3.p s
s.
lenk-é.3.PRT
zu
link- i
‘sich
neigen;
Neigung
zeigen’.
zu
lenk- i
‘beugen,
biegen’.
(3a)
yk-s -a.3.PRs
s.
yk-0.3.PRT
(3b)
yk-d-o.3.p s
s.
yk-d-é.3.PRT
zu
yk- i
‘sich
e eignen’.
zu
yk-dy- i ‘aus iih en’.
Aus
diesen
und
eine
Reihe
wei e e
Fak en
laB
sich
gema8
S epano
olgende
SchluB
zichen:
im
Bal ischen
ibe wog
in
den
an anglichen
ka ego ialen
Clus e n
insgesam
die
Dia hese unk ion,
wah end
im
Sla ischen
die
ak ionale
Funk ion
die
Obe hand
gewann.
S epano s
Theo ie
beinhal e
also
in
allgemeine
Fo m
olgende
Aussagen?:
(a)
Die
A igie ungs ypen,
welche
es
in
das
Sys em
de
sla ischen
und
bal ischen
Ve bmo phologie
eingegangen
sind
(und
do
heu e
en wede
ossilisie
ode
wei-
e hin
zu
einem
gewissen
G ad
noch
sich ba
ode
ga
p oduk i
sind),
ep asen ie-
en
eine
iden ische
mo phologische
Technik.
(b)
Das
G os
diese
A ixe
weis
soga
eine
gemeinsame
e ymologische
He kun
au .
(c)
Sowohl
diese
A ixe
wie
auch
die
A igie ungs ypen
missen
aus
de
Zei
s ammen,
ii
welche
man
in ensi e
Kon ak e
zwischen
den
Vo o men
des
his o isch
beleg en
Sla ischen
und
Bal ischen
anse zen
da
(was
wiede um
wesen lich
zu
Hypo hese
on
eine
,,bal osla ischen
Sp achgemeinscha “
beige agen
ha ).
S epano
selbs
sp ich
hie
on
,,p o o-bal o-sla isch“.
(d)
Im
Zuge
de
Ausdi e enzie ung
zum
Sla ischen
und
Bal ischen
wu den
die
Clus e
5
aus
ak ionalen
und
dia hesebezogenen
Eigenscha en
allmahlich
au gelés ,
d.i.
es
wu de, wie
S epano
wohl
sagen
wii de,
en wede
die
ak ionale
ode
die
dia hesebe-
zogene
Komponen e
in
ihnen
,,un e d iick “,
wohingegen
die
ande e
in
de
wei e en
En wicklung
aus
unk ionale
Sich
im
Gesam sys em
de
Ve bmo phologie
in
den
Vo de g und
iick e
und
bes andig
ausgebau
wu de
bzw.
lange
e hal en
blieb.
Im
Bal ischen
sind
die
dia hesemaBigen
Ve ande ungen
besse
e hal en
(d.i.
a chai-
sche ),
im
Sla ischen
hingegen
die
ak ionalen,
und
zwa
so
s a k,
daB
sie
den
G und-
s ein
ii
das
spa e e
Aspek sys em
leg en.
Vgl.
seine
eigenen Wo e,
au
die ich
noch
zu iickkommen
we de:
,,[]peo6sazaioulMMu
MpoTHBO-
MOCTaBICHHAMH
B
Ma OMbHOM
JIeKCHKe
COBPEMEHHOPO
JIMTOBCKOTO
A3bIKa
ABIIAIOTCA TapHBbIe
OMMO3HUMUM
Npoc ok
mia om
BelicTBMa
WIM
CocTOsHMA
/
Kay3aTHBHbIi
WIM
cbaKTHTMBHbIM
Pa o
To o
x*e
KopHa.
Hanpumep:
bég i
‘Oexa e’
/
bégin i
‘3ac aBiATb
6exKaTb
(WIEMTb
MOJIOKO)’,
és i
‘ecTb
(o
2MBOTHEIX)’
/
édin i
“KOpMMTb
(XKMBOTHBIX)’,
sili i
‘u p’
/
si idin i
‘o qaBaTb
wImMTb,
ai e
coud e’,
kis i
‘mena ecs’
/
keis i
‘MeHa b’.
STOMy
THITy
MpOTHBOMOCTaBIeHHH
OTBeYaeT
MpOLYKTHBHAaA
paMMaTHyecKad
OMMO3MUMA
«MATKOe»
TepexOqHOe
c ipskKeHHe
/
«TBepoe»
HellepexoqHoe
CIps>KeHMe;
T.e.
THM
ja-mpe3seHc
é-mpeTepHT
MpoOTHB
THMa
a-lIpeseHc
o-mpeTepuT.
AHaO M4HO
3TOMY
TipeoOalaioulMMM
ONMO3HUHAMH
B
COBPEMCHHOM
PYCCKOM
A3bIKe
(cp.
TaKKe
py e
culaBAHCKMe)
ABJLAIOTCA
BUOBbIe
Mapbl
T1a OOB,
BKOUA
Mapbl
«c iocobos
yelic Busd,
Ak ionsa en».
(...)
Bowie
co acyoTcsl
OCHOBHbI€
OTHOWICHHA
B
KaTe opHu
MepexowHOCTH
/
HeTlepexXOZHOCTH
Hu
«ompedeieHHo o»
/
«Heompesye eHHo o»
Buga.
TleppwuHble
MpoTMBOMOCTaBIeHHble
Mapbl
MipeAcTaBIAIOT
ONHO
M
TO
Xe
WelicTBMe
C
ABYX
pa3sIMYHBIX
TOUeK
3peHHa
(...).
B
970i
MBOMCTBEHHOCTH
TOYeK
3peHHA Ha
OJHO
M
TO
Xe
MelicTBHe
(XOTA
CAaMH
TOUKM
3peCHHA
pa3sIM4HBl)
COCTOHT
OOMIHOCTb
CHAaBAHCKOM
M
OaTHHCKOM
CHCTeM
M
OCHOBaHHe
eAMHCTBAa
MX
MpOTOTHMa
«BAL —
WMa e3a».
(...)
HapaliMBaeTca
MpeawnonoxeHHe,
uTO
GanTHiicKMe
MpOTHBOMOCTAaBIeCHUA
WHaTe3
H
CylaBAHCKHe
MPOTHBOMOCTaBeHHA
BAOB
BOSHHKaIOT
M3
OLHOFO
M
TOO
X%Ke
MCTOUHHKa
—
V3
HEKOTOPbIX
MOCTOAHHBIX
KOppesIALMi
MEY
BHOM
M
AMaTe3oii,
CyIeCTBOBaBLUMX
B
MpoTo-GaTo-
CylaBAHCKOM
HM
COCTABIABIUMX
TaM
9JIEMeHTbI
JOCTaTOYHO
yCTOHYMBON
CHCTeMbI
«BU
—
WMaTesa».*
(S epano
1978a:
335-337;
Spe ung
om
Au o
selbs ,
BW).
86
|
BJORN
WIEMER
Was
nun
die
Bildung
on
Clus e n
ak ionale
und
dia hesebezogene
Me kmale
angeh ,
so
p azisie
S epano
leide
nich ,
ob
die
jeweiligen
A en
de
S amm e ande ung
das
ak ionale
und
das
dia hesebezogene
Ve hal en
gleichzei ig
und
en
g os
be iih en
ode
on
Ve b yp
zu
Ve b yp
(ode
on
eine
lexikalischen
G uppe
zu
ande en)
einmal
nu
eine
ak ionale
Modi ika ion
he o u en,
ein
ande es
Mal
nu
eine
Ve ande ung
de
Dia he-
ses uk u .
Seine
Beispiel eihen
demons ie en
sowohl
das
eine
wie
das
ande e.
Und
sie
wide sp echen
sich
zum
Teil
auch,
indem
nich
imme
kla
wi d,
welche
A
die
A i-
ni a en
zwischen
ak ionalen
und
dia hesebezogenen
Me kmalen
es
sind,
die
zu
Clus e bil-
dungen
ih en.
So
i
z.B.
das
oben
schon
e wahn e
s -Su ix
nich
ausschlieBlich
in
in ansi i en
P asenss ammen
au ,
sonde n
S epano
(1976:
409)
sieh
in
ihm
auch
einen
T age
eine
ing essi en
Funk ion
(,,HaaMHaTesbHOCTE*
),
was
eigen lich
einen
pe ek i-
ie enden
E ek
mi
sich
b ingen
mi e.
Diese
Behaup ung
s ell
e
anhand
des
mode -
nen
Li auischen
au ®.
E
s ell
sich
dabei
jedoch
nich
die
F age,
ob
(a)
eine
ing essi e
Komponen e
nich
ein ach
ein
Resul a
de
In e ak ion
mi
dem
lexikalischen
ak ionalen
De aul
da s ellen
konn e
( gl.
e wa
bei
ding-s -a
‘ e schwinde ’)
und
(b)
ob
die
heu ige
Si ua ion
ohne
wei e es
au
das
o his o ische
(ode
jeden alls
i he e)
Bal ische
p oji-
zie
we den
kann.
Es
e gib sich
noch
ein
ande es
P oblem:
wie
is
de
behaup e e
pe ek-
i ie ende
E ek
mi de
ande no s
on
S epano
e e enen
Ansich
zu
e einen,
daB
P asenss émme
in
iihen
Phasen
o nehmlich
mi
P og essi i a
ko elie en’
?
Als
wei-
e es
Bedenken
komm
hinzu,
daB
-s -
dami
in
Opposi ion
zu
S amme wei e ung
du ch
*é
(>
aks.
é,
li .
é)
geb ach
wi d,
welches
seh
hau ig
nu
eine
ak ionale
Modi ika ion,
namlich
,,P og essi ie ung“
nach
sich
zog,
sich
abe
hinsich lich
de
Dia hese-Eigen-
scha en
des
S amms
neu al
e hiel
(d.i.
es
is
sowohl
ii
ansi i e
wie
ii
in ansi i e
S amme
nachgewiesen).
Sowohl
die
*é-Su igie ung
als
auch
die
Su igie ung
du ch
{s }
zahl
S ang
(1943:
118,
132)
zu
den
ela i
spa en
Ve ah en.
Wenn
dem
so
is
und
*é
nu
zu
eine
ak ionalen
Modi ika ion
des
S amms
iih e, lage
es
dami
que
zu
dem
on
S epano
pos ulie en
diach onen
T end;
diese
geh
ja
seine
Ansich
nach
im
Bal ischen
zu
Sei e
de
Dia hese
(s.o.).
Zu
*é-E wei e ungen
e en
dann
auch
in ansi i e
Ve ben
mi
nasalem
P asens-
s amm
in
ak ionale
Opposi ion,
indem
das
Ve b
mi
*é-Su ix
Si ua ionsphase
(iii),
das
Ve b
mi
Nasal
Si ua ionsphase
(i)
ode
(ii)
aus
dem
obigen
D eiphasen-Modell
bezeich-
ne ,
die
Dia hese
abe
unange as e
lassen;
dies
lie e
no abene
da au
hinaus,
daB
*é
als
Ma ke
de
A e mina i i a
zu
eine
e mina i en
Wu zel
(S amm)
ge e en
wa e.
Solche
on
S epano
pos ulie en
,,Paa e“
sind
ga
nich
einmal
so
sel en;
gl.
dazu
die
olgenden
ep asen a i en
Gegen ibe s ellungen®
(meh
dazu
in
Schmid
1963:
60 .):
(4a)
bu-n-d-a.3.p s
s.
budo.3.PRT
(4b)
budi
/
bud-é-ja.3.pRs
s.
bud-é-jo.3.PRT
zu
bus- i
(<
*bud- i)
‘au wachen’.
zu
bud-é- i
‘wach
sein’.
:
Sie
inde
sich
auch
schon
bei
S ang
(1943:
131).
,
Vgl.
e wa
S epano
(1989:
180,
186)
selbs
ode
auch
Kazlauskas
(1968:
289).
8
Diese
Fille
demons ie en
nich
nu
einen
Un e schied
in
de
Phasigkei ,
sonde n
auch
eine
lexi-
kalische
Un e scheidung
hinsich lich
de
Te mina i i a :
Ve ben
wie
in
den
(a)-Sa zen
p asupponie en
in
de
Regel
einen
e mina i en
Ve lau
(=
Phase
(i))
ode
ein
E eignis
(=
Phase
(ii)),
diejenigen
in
den
(b)-Sa zen
dagegen
nich ,
da
sie
au
S epano s
Phase
(iii)
okussie en.
REKONSTRUKTION
GRAMMATISCHER
KERNBEREICHE
|
87
(5a)
S i-n- a.3.PRS
s.
S i -0.3.PRT
(Sb)
S i -i
/
S i -é-ja.3.PRS
VS.
S i -é-jo.3.PRT
zu
S is- i
‘damme n,hell/Tag
we den’.
zu
S i -é- i
‘hell
leuch en,
schimme n’.
(6a)
k u-n- -a.3.PRs
s.
k u -o.3.PRT
(6b)
k u -a.3.p s
s.
k u -é-jo.3.PRT
zu
k us- i
‘in
Bewegung
ge a en’.
zu
k u -é- i
‘sich
bewegen,
ii eln,
zappeln’.
E was
ande s
gea e
is
das
nachs e
Beispiel:
eine sei s
wi d
die
T ansi i ie ung
on
S am-
men
im
Bal ischen
an
die
*é-E wei e ung
ide.
S amme
gekniip ,
welche
im
Li auischen
das
P a e i um
mi
pala alem
S ammauslau
e geben
haben
soll
(in
de
3.
Pe s.
au
-é
wie
e wa
bei
pies- i
‘zeichnen,
malen’:
pies-é
‘e /sie
zeichne e,
mal e’);
diesem
i
das
P a e i-
um
ohne
S amme weichung
(in
de
3.
Pe s.
au
-o)
gegen ibe
(wie
e wa
bei
bég- i
‘lau en’,
bég-o
‘e /sie
lie ’).
Auch
im
Sla ischen
seien
dieselben
S amme
au
eine
solche
Weise
ansi i ie
wo den
( gl.
aks.
pas-a- i
‘sch eiben’
=>
pis-e- e
‘e /sie
sch eib ’).
In
beiden
Fallen
seien diese
mi
dem
sog.
,,inde e minie en
Aspek “
(,,HeompeyesIeHHbIi
BUT“)
assoziie
gewesen
(S epano
1976:
409),
und
dami
po en ielle
Vo lau e
eines
ip .
As-
pek s
(zu
diese
F age
s.u.).
Nun
wi d
abe
an
ande en
S ellen
die
T ansi i ie ung
mi
Pe ek i ie ung,
e s anden
als
die
Se zung
eine
immanen en
G enze
(also
Te mina i ie-
ung),
assoziie
( gl.
u.a.
S epano
1977:
145 .
selbs ).
Dies
is
auch
das,
was
man
e wa -
en
wi de
und
sich
ypologisch
du chgangig
bes a ig
( gl.
e wa
Bybee,
Dahl
1989).
Ein
wei e es
Beispiel:
die
mo phologische
Opposi ion
on
i-
und
a-S ammen
in
spa e-
en
sla ischen
Aspek paa en
wie
uss.
ocmaeumb
/
ocmaeaamp
‘(da)lassen’
soll
au
eine
Opposi ion
on
Kausa i
(i-S amm)
und
I e a i
(ode
Du a i ,
a-S amm)
zu iickgehen.
S epano
e allgemeine
da au hin,
daB
es
im
,,P o o-Bal o-Sla ischen“
eine
Clus e -
Ko ela ion
on
‘in ansi i e
S amm
+
inde e minie e
Aspek
+
I e a i ’
s.
‘ ansi i-
e
S amm
+
de e minie e
Aspek
+
Kausa i ’
gegeben
habe
(S epano
1977:
149).
Hie mi
wide sp ich
e
jedoch
sich
selbs ,
s.
be ei s
oben
zu
E wei e ung
ide.
a hema i-
sche
S amme.
Denn
die
i-E wei e ung
is
im
Bal ischen
(und
nich
nu
do ;
gl.
S epano
1978a:
359 .
selbs )
zugleich
G undlage
sowohl
ii
Kausa i -
wie
ii
I e a i bildungen
(im
wei en
Sinne,
d.i.
inklusi e
In ensi a
und
F equen a i a)
gewesen;
el.
e wa
li .
ly-dy-
i
‘(in
eine
Fo m)
gieBen’
als
Kausa i bildung
zu
/y- i
‘gieBen,
egnen’
(s.
auch
Bsp.
3)
gegen ibe
g aib-y- i
‘(has ig)
um
sich g ei en’
als
I e a i um
zu
g ieb- i
‘e g ei en’.
Zudem
exis ie en
*i-s ammige
I e a i -Bildungen
auch
on
in ansi i en
Ve ben;
el.
z.B.
S is i
‘leuch en.INTR’
=>
S ai y i
‘ ech en’
(al li .),
b is i
‘wa en’
=
b aidy i
‘1.
imme
wiede
he -
o kommen
(z.B.
Sonne
hin e
den
Wolken),
2.
wa end
kleinkne en’.
Aus
solchen
Ve gleichen
e geben
sich
Wide sp iiche,
die
da in
beg iinde
sind,
daB
die
on
S epano
als
diach one
Ausgangspunk
genommenen
unk ionalen
Clus e
sich
in
e schiedene
Weise
au lésen
und
die
be eilig en
Me kmale
dann
in
e schiedenen
Pe ioden
wiede
un e schiedlich
zusammen e en
k6nnen.
So
kann
es
eben
kommen,
daB
Kausa i
und
I e a i /In ensi
in
eine
iihe en
Pe iode
einen
Clus e
bilde en,
zu
9
Vgl.
das
Zi a
in
Fn.
5.
Diese
Ansich
e a
im
ib igen
be ei s
S ang
(1943:
82 .).
Eine
ibe -
sich liche
Analyse
zu
Ve eilung
on
é/o
im
li auischen
P a e i um
lie e
Schmid
(1966).
Bedenken
melde
eilich
Michelini
an,
wenn
e
zum
Schlu8
komm ,
,,da8
mo phologische
Einhei en
e schie-
denen
U sp ungs
im
Su ix
-é-
de
bal ischen
P a e i a
zusammenge lossen
sind“
und
,,in
den
mei-
s en
Fallen
(...)
-é-
au
*i@
zu iickzu iih en*
sei
(Michelini
1990:
845).
88
|
BJORN
WIEMER
spa e e
Zei
abe
oneinande
ge enn
wa en
und
dadu ch
mi einande
in
Opposi ion
e en
konn en.
Die
Gegeniibe s ellung
de
oben
zi ie en
i-
und
a-S amme
im
Sla i-
schen
is
indes
be ei s
ein
e gleichsweise
spa es
En wicklungsp oduk .
DaB
dagegen
im
Li auischen
i-S amme
sowohl
ii
Kausa i a
wie
ii
I e a i a
e wende
wu den,
kann
au
zwei
Weisen
gedeu e
we den:
en wede
en s anden
beide
A en
on
Ve ben
au
eine
ihe en
S u e,
als
diese
Funk ionen
noch
,,gepaa “
wa en,
und
s ell en
dann
e schiedene
,,Au lésungen“
des
Clus e s
da ;
ode
sie
en s anden
in
e schiedenen
Pe ioden,
als
Kausa i i a
und
I e a i i a
keine
Clus e
(meh )
bilde en.
S epano
b ing
die
on
ihm
de aillie
besp ochenen
mo phologischen
Opposi ionen
zwa
zum
Teil
in
eine
g obe
zei liche
Reihen olge
(s.
die
Au s ellung
im
Anhang),
doch
e zahn en
sich
o enba
die
Pe ioden,
in
denen
sie
jeweils
p oduk i
wa en,
so
da
es
zu
eine
o
seh
undu chsich igen
Ve lech ung
e schiedene
Schich en
und
de
mi
ihnen
e bundenen
Funk ionen
kam.
Ein
o enes
P oblem
s ell
also
die
ch onologische
Ab olge
de
e -
schiedenen
mo phologischen
Opposi ions ypen
und
die
Lange
ih e
Ube lappung
in
eale
Zei
da ’.
Ein
dami
zusammenhangendes,
on
S epano
nich
angesp ochenes
P oblem
lieg
in
de
F age
nach
analogischen
Ausgleichen,
welche
ein
eines
Bild
de
konsequen en
Ab-
olge
de
Schich en
bei
den
S amm e ande ungen
iiben.
Um
nun
eine
wah e
Ma e ial-
schlach
zu
e meiden,
e zich e
ich
hie
au
eine
Beispieldiskussion
zu
diesem
Thema.
Man
k6nn e
bei
eine
au me ksamen
Lek ii e
de
A bei en
S epano s
en sp echende
Falle
zusammens ellen,
und
das
heu ige
Li auische
zeig
ge ade
bei
den
im
P asens
nasal-in i-
gie en
Ve ben
und
bei
den
Wei e bildungen
de
*i-S amme
(d.i.
-(d)in-
und
-(d)y-)
ein
seh
bun gescheck es
Bild,
da
ge ade
diese
A ixe
sowohl
ak ionale
wie
auch
dia hesebe-
zogene
Modi ika ionen
nach
sich
ziehen.
Wei e
wa en
einige
Anme kungen
zu
S epano s
Beg i sappa a
und
seinem
da au
au bauenden
Vo gehen
am
Pla z.
Hie
is
zu
be onen,
daB
S epano
keine
Aussagen
zu
dem
G amma ikalisie ungsg ad
de
jeweiligen
A igie ungs e ah en
mach
(und
dies
auch
nich
eigen lich
seine
Absich
wa ).
Man
kann
jedoch
indi ek
e schlieBen,
da
ih e
P oduk i i a
und
die
RegelmaBigkei
de
Bildung
im
jeweiligen
unk ionalen
Be eich
(Dia hese
ode
Ak ionali a )
den
Ausschlag
ii
eine
S u ung
des
G amma ikalisie ungs-
g ades
da s ellen
kénn e,
wenn
man
einen
solchen
bes immen
woll e.
Wich ige
is
abe
de
Ums and,
da8
S epano
Aspek
(Buz)
und
lexikalische
Modi ika ionen
wie
die
Ak-
ionsa en
(cnoco6pi
”e cTBus),
die
u.a.
eine
ak ionale
(und
dami
aspek ele an e)
Ve ande ung
de
Bedeu ung
he o u en,
ela i
undi e enzie
un e
eine
globale
Ka e-
go ie
de
Ak ionali a
(acmek yambHoc Ts)
eih .
Sein
d eiphasiges
Modell
e s eh
e
demgeméaB
als
eine
schema ische
Da s ellung
on
AsPEKT ypen,
obwohl
es
a sachlich
pe
se
e s
einmal
nu
einen
Ausschni
aspek sensi i e
LExik
ep asen ie
(s.o.).
In
ahnli-
che
Weise
be ach e
S epano
das
genus
e bi
und
das
Passi
(zusammenge aB
als
‘sano ’)
in
einem
A emzug
mi
Ve ande ungen
de
lexikalischen
Dia hese
(d.i.
de
A gumen -
s uk u )
un e
de einen
Ka ego ie
de
‘sano osoc y’.
Dies
is
legi im,
so e n
es,
wie
©
Vo
allem
in
S epano
(1977)
wi d
nich
deu lich,
wie
seine
synch one
Klassi izie ung
de
T ansi i i a s-Typen
und
das
ak ionale
D eiphasen-Modell
sich
zu
de
Ab olge
de
mo phologischen
Opposi ionen
e hal .
REKONSTRUKTION
GRAMMATISCHER
KERNBEREICHE
|
89
S epano
bekunde ,
p ima
um
den
Au weis
de
sys ema ischen
konzep uellen
Beziehun-
gen
zwischen
g amma ischen
Ka ego ien wie
Aspek
ode
Passi
und
den
sie
mo i ie en-
den
unk ionalen
(konzep uellen)
Be eichen
geh .
Eine
gemeinsame
Be ach ung
wi d
abe
dann
p eka ,
wenn
man
dami
den
S a usun e schied
de
in ol ie en
ka ego ialen
Opposi ionen
(ehe
g amma isch
s.
ehe
lexikalisch)
e wisch
ode
ihn
ga
ii
i ele-
an
e kla .
S epano
is
sich
dieses
Ums ands
im
G unde
bewuB ,
zumindes
im
Be eich
de
Dia-
hese.
Denn
e
e weis
zum
einen
da au ,
da
eine
A igie ung,
die
e wa
explizi
ansi i e
S amme
ma kie
(d.i.
aus
in ansi i en
ode
dia hesema Big
labilen
S ammen
ablei e ),
auch
dazu
iih ,
da
dem
de i ie enden
und
dem
de i ie en
S amm
(Ve b)
jeweils
e -
schiedene
lexikalische
Explika ionen
zukommen
( gl.
u.a.
S epano
1977:
140).
Ebenso
is
e
des
Ums ands
gewah ,
da
ein
und
dieselbe
A igie ungs echnik
einmal
eine
ein
syn ak ische
Funk ion
(Ma kie ung
des
Passi s),
ein
ande es
Mal
eine
lexikalisch
de i ie-
ende
Funk ion
haben
kann
(z.B.
Bildung
on
dekausa i en
Ve ben);
so
e wa
das
schon
gelau ige
Beispiel
des
ussischen
Pos ixes
{sja}
(S epano
1978a:
339).
Und
schlieBlich
zeig
e
an
de selben
S elle,
daB
die
Opposi ion Ak i
s.
Passi
und
eine
Opposi ion
lexikalische
Dia hese-Un e scheidungen
ganz
un e schiedliche,
zum
Teil
soga
un e -
einba e
Folgen
i
die
In e p e a ion
des
gemein en
Sach e hal s
nach
sich
ziehen
k6nnen.
So
1aB
sich
dem
Ak i -Sa z
(7a)
de
deno a i
aqui alen e
(d.i.
synonyme)
Passi -Sa z
(7b)
gegeniibe s ellen:
(Ja)
Jla6opanm
pacmanaueaem
eewecmeo
“De
Labo assis en
b ing
die
Subs anz
zum
Schmelzen’.
(7b)
Bewecméo
pacmanaueaemca
(aabopanmom)
‘Die
Subs anz
wi d
( om
Labo assis en en)
zum
Schmelzen
geb ach ’.
Aus
keinem
de
beiden
Sa ze
e gib
sich
zwingend,
daB
die
bea bei e e
Subs anz
a -
sachlich
auch
schmilz .
Genau
das
abe
wi d
bezeichne
(asse ie ),
wenn
man
dem
an-
si i en
Ve b
pacmanaueame
‘schmelzen
lassen,
zum
Schmelzen
b ingen’
sein
in ansi i-
es
lexikalisches
Aqui alen
maamp
‘schmelzen.inTR’
gegeniibe s ell ;
gl.:
(8)
Bewecmeo
maem.
‘Die
Subs anz
schmilz ’,
d.i.
hinsich lich
de
e mina i en
Komponen e
implizie
(7b)
nich
no wendig
(8).
Um-
gekeh
implizie
(8)
nich
(7b),
wenn
es
um
die
Agens-P asupposi ion
geh :
nu
(7b)
se z
einen
ex e nen
Ve u sache
o aus
(genau
diese
Komponen e
mach
7b
zu
eine
deno a i en
Pe iph ase
on
7a),
(8)
dagegen
schlie8
ihn
aus.
Dasselbe
gil
p inzipiell
auch
ii
das
Li auische,
in
dem
diese
Opposi ion
abe
imme
noch
seh
egelmaBig
(wenn
auch
nich
meh
p oduk i )
du ch
das
Ve hil nis
zwischen
ein achem
und
e wei e em
S amm
zum
Ausd uck
geb ach
wi d;
gl.
K osnis
kais a
‘De
Kamin
wi d
hei’
=>
Seimininkas
kai ina
k osnj
‘De
Haushe
heiz
den
Kamin
an/ein’.
S epano
pe iph asie end
kann
man
da aus
den
SchluB
ziehen,
da
bei
eine
lexikalischen
Dia hese-Opposi ion de
A ,
wie
sie
im
Rahmen
de
sog.
‘inchoa i e—causa i e
al e na-
96
|
BJORN
WIEMER
Wie
lau e
also
die
These,
zu
de en
Fi sp eche n
auch
Schmals ieg
zahl ?
So e n
es
ein
Ak i :Inak i -Sys em
gegeben
ha ,
soll
es
einem
E ga i sys em
o ausgegangen
sein”.
Fe ne
wi d
die
Un e scheidung
zwischen
S ammen
de
ak i en
s.
inak i en
Klassen
als
G undlage
ii
das
Au kommen
sowohl
eine
Genus-Opposi ion
nach
‘genus
commune’
s.
‘genus
neu um’
als
auch
ii
die
Dicho omie
on
Ao is /P asens-
s.
Pe ek s ammen”
be ach e .
Wenn
die
G undlage
ii
diese
be ei s
4uBe s
al en
(um
ca.
2000
.
Ch .)
mo phologischen
Un e scheidungen
das
pos ulie e
Ak i :Inak i -Sys em
da ges ell
ha-
ben
soll,
dann
e kenn
man
allein
hie an
schon,
wie
wei
zu iick
in
de
Zei
das
le z e e
bes anden
haben
miiB e.
Fe ne
soll
die
ak i e
Klasse
die
G undlage
ii
den
E ga i
und
diese
wiede um
ii
den
Nomina i
ausgemach
haben
sowie,
komplemen a
dazu,
die
inak i e
Klasse
die
G undlage
ii
den
‘casus
inde ini us’
(=
Absolu i )
und
diese
seine -
sei s
ii
den
Akkusa i
(s.u.).
Nach
diese
Hypo hese
e gabe
sich
dami
die
olgende
Ab olge
de
Alignmen -Sys eme:
Ak i :Inak i
>
E g:Abs
(‘inde ini us’)
>
Nom:Akk
( gl.
Schmid
1980:
103;
1983:
9 .);
gl.
jedoch
Dixon
(1994:
185 .,
Fn.
2)
ii
eine
K i ik
an
diese
Ab olge.
Konzen ie en
wollen
wi
uns
nun
au
die
Diskussion
um
e ga i e
Syn ax
bzw.
e mein -
liche
Res e
eines
aus
ide.
Vo gange idiomen
ibe nommenen
E ga i sys ems.
Ich
méch e
dazu
be onen,
dai
mi
‘E ga i o m’
0.4.
nich
ein ach
eine
hau ige
Kennzeichnung
des
Agens
in
einem
obliquen
Kasus
ode
eine
PP
gemein
sein
kann”
.
Eine
solche
Gleichse -
zung
ha
auch
in
de
sla is ischen
Li e a u
mi un e
zu
Miss e s andnissen
ge iih ,
wenn
einige
Au o en
on
,,e ga i e
Syn ax
(Kons uk ion
e c.)“
eden.
Kon usion
en s eh ,
weil
hie bei
nich
beach e
wi d,
daB
ein
mo phosyn ak isch
ma kie e
Ausd uck
des
anghéchs en
A gumen s
pe
se
noch
nich
ein
E ga i schema
beg iinde .
Zum
einen
muB
namlich
dieses
A gumen
im
Sa z
einem
komplemen a en
A gumen
gegeniibe s ehen
(welches
dem
Absolu i
en sp ache),
und
zum
ande en
muB
im
Gegensa z
zum
Passi
die
oblique
Ma kie ung
des
anghéchs en
A gumen s
als
das
mo phosyn ak isch
unma kie -
e
Mus e
quali izie
we den
kénnen.
Da au
komme
ich
gleich
zu iick.
Fi
das
Bal ische,
speziell
das
Li auische
is
on
E ga i syn ax
im
Zusammenhang
mi
Sa zen
om
Typ
(9)
Cia
Zmoni-y
gy en- -a
/
gy ena-m-a
hie
Mensch.GEN.PL
leben.PTC.NEUT
‘Hie
haben
(wohl)
Menschen
gewohn
/
wohnen
(wohl)
Menschen’.
(10)
Sen-y
misk-ai
myle- -a
al e.GEN.PL
Wald.NoM.PL
lieben.pTC.NEUT
‘Von
den
Al en
wu den
die
Walde
gelieb ’
die
Rede
gewesen.
An
solchen
Sa zen
all
au ,
daB
(a)
das
p adika i e
Pa izip
mi
keine
2
Vegi.
dazu
die
seh
k i ische
Besp echung
on
S epano
(1989)
du ch
K asuchin
(1990,
insbes.
S.
73
und
78)
und
neue dings
auch
Com ie
(2001:
24-27).
Zu
diesen
und
de en
Ve koppelung
mi
dem
Medium
gl.
insbesonde e
S epano
(1989:
24 .);
s.
Abschni
1.
% So
e s eh es
z.B.
Rosén
(1979:
165).
B
REKONSTRUKTION
GRAMMATISCHER
KERNBEREICHE
|
97
NP
kong uie ,
obwohl
eine
nomina i ische
NP
s ehen
kann
(s.
Bsp.
10),
und
daB
(b)
das
jeweils
anghoéchs e
(u.U.
einzige)
A gumen
des
das
Pa izip
de i ie enden
Ve bs
im
Geni i
ausged iick
wi d.
Zu
En s ehung
diese
Kons uk ion
gib
es
mindes ens
zwei
Hypo hesen,
on
denen
die
eine
au de
Annahme
eine
o his o ischen
E ga i syn ax
basie .
De
Haup e ech e
diese
Hypo hese
is
nun
Schmals ieg
(1982; 1988;
1993;
1994),
und
ich
we de
sie
deshalb
ku z
‘E ga i -’
ode
‘Schmals ieg-Hypo hese’
nennen®.
Schmals ieg
e kenn
die
e ymologische
Ve wand scha
zwischen
dem
* o-Su ix
des
-
Pa izips
und
de
3.
Pe s.
Sg.
des
ide.
Mediumao is s
(z.B.
im
Vedischen
und
G iechi-
schen)**.
AuBe
diese
Vo annahme
geh
e
da on
aus,
da
es
im
iihen
Ide.
keine
Kon-
g uenz
zwischen
Sa zgliede n
gegeben
habe,
daB
keine
T ansi i i a s-Opposi ion
exis ie
habe
und
demen sp echend
S amme
hinsich lich
de
Dia hese
indi e en
(bzw.
di us)
gewesen
seien.
Deshalb
seien
Sa ze
de
A
wie
(10)
auch
in
diach one
Analogie
zu
ande en
nominalen
Sa zen
zu
sehen
(Schmals ieg
1982:
132 .);
gl.
e wa
(11)
Més-a
s eik-a
algy- i
Fleisch.NoM.sG.F
gesund.NEUT
essen.INF
‘Fleisch
zu
essen
is
gesund’.
Dies
en sp ache
jedoch
einem
neu alen
Alignmen ,
da
sich
wede
hinsich lich
des
Me k-
mals
[+
ak i ]
noch
bei
de
Un e scheidung
[+
ansi i ]
ein
kla es
Mus e
de
Kasuswahl
ode
de
Kennzeichnung
on
Kong uenz
e kennen
laB
( gl.
dazu
Plank
1995:
1185).
SchlieBlich
gab
es
beides
— auch
Schmals iegs
Ube legung
zu olge
—
am
An ang
ja
noch
nich .
Nun
sei
beim
Au kommen
de
T ansi i i a s-Un e scheidung,
welche
sich
auch
in
Fo m
on
Kasusma kie ungen
mani es ie e,
in
in ansi i en
Sa zmus e n
de
u sp iingli-
che
‘inde ini e
Kasus’
zue s
zum
Absolu i ,
dann
zum
Nomina i
um unk ionie
wo -
den,
wah end
bei
ansi i en
P adika en
ii
das
anghéchs e
A gumen
ein
spezielle
Kasus
e wende
wo den
sei.
Au
diese
Weise
sei
zunachs
ein
E ga i -Mus e
en s anden.
De
ehemalige
E ga i -Kasus
habe
sich
dann
zum
heu igen
Geni i
gewandel ””
(Schmal-
s ieg
1982:
121).
Nun
is
zwa
die
En wicklung
eines
E ga i -Mus e s
aus
einem
neu alen
Alignmen
au g und
ansi i e
Sa z ypen
ypologisch
du chaus
beleg
(Plank
1995:
1194).
Zum
eins igen
ide.
E ga i
lass
sich
jedoch
ehe
e mu en,
da8
diese
du ch
Expansion
au
A gumen e
in ansi i e
P adika e
zum
Nomina i
ein e p e ie
wo den
is ;
diese
RB
Ande e
Anhange
diese
These wa en
Ma an
(1973)
und
Palmai is
(1977).
Diese
Annahme
s ii z
sich
au
Hi s
S udien
zu
ide.
Syn ax;
gl.
Schmals ieg
(1988:
36 .).
Schmals ieg
(1982:
121)
nimm
hie
ekons uie e
Sa ze
an
wie
*pa é bh - 6
i -os
~
‘Va e
ge agen
des
Mannes
/
du ch
den
Mann’
mi
pa e
als
u sp iinglichem
Inde ini kasus,
bh o
als
Ve balnomen
und
i os
als
e ga i isch
zu
e s ehendem
Kasus
(spa e
Geni i ).
Leide
gib
e
nich
an,
wohe
diese
Rekons uk ion
s amm und
wie
gesiche
sie
du ch
his o isch- e gleichende
Da en
is .
Ahnlich
wenig
gesiche
is
seine
Behaup ung,
da
de
Geni i
in
Sa zen wie
li .
Kamba ys.
NOM.SG
p ibégo
andens.GEN.sG
‘Das
Zimme
lie
mi
Wasse
oll’,
Zemé.NOM.SG
p imi ko
lie aus.GEN.SG
‘Die
E de
sog
sich
mi
Regen
oll’
au
einen
E ga i
zu iickgehe
(Schmals ieg
1984).
Heu e
wi d
hie
de
Geni i
zu
Angabe
eine
gewissen
Menge
eine
Subs anz
bei
zweis elligen,
abe
in ansi i en
Ve ben
e wende
(s.
die
ge ade
zi ie en
Beispiele).
Ein
solche
,,e ga i ische
Zusa z*
zu
in ansi i en
Sa zen
wa e
logische weise
nu
ii
die
Zei
denkba ,
als
es
noch
keine
einige maBen
deu liche
T ansi i i a s-Opposi ion
gab
(s.
dazu
auch
S epano s
Hypo hesen
in
Abschni
1).
&8
98
|
BJORN
WIEMER
En wicklung
inde
u.a.
in
kaukasischen
Sp achen
Pa allelen
( gl.
Schmid
1980:
103 .).
Somi
s ell
sich
die
F age,
ob
es
sich
bei
Sa zen
om
Typ
(9-10),
welche
Ziel
de
E kla-
ung
Schmals iegs
sind,
wi klich
um
ein
e ga i es
Alignmen
handel .
Dazu
so o
meh .
Die
Schmals ieg-Hypo hese
se z
indes
noch
meh
o aus.
So
muB
es
bei
de
u sp iinglich
anzunehmenden
Jux aposi ion
de
Sa zgliede
ein
Modell
gegeben
haben,
in
welchem
de
Nomina i
(bzw.,
ii
Schmals ieg,
de
Absolu i )
neben
einem
nich
kong uie enden
-
Pa izip
(bzw.
Ve balnomen)
in ansi i e
S amme
ges anden
ha e;
dies
en sp ache
im
Li auischen
eine
S uk u
wie
(12)
* é -as
gulé- -a**
Va e .NOM
liegen.PTC.NEUT
=
‘Va e
gelegen’
=
‘De
Va e
lag’.
Fe ne
se z
diese
Hypo hese
wegen
de
ii
das
iihe
Ide.
angenommenen
ehlenden
Subjek -Objek -Un e scheidung
auch
o aus,
daB
Fo men
wie
pasnig- -a
‘geschnei ’,
paly-
-a
‘ge egne ’,
d.i.
on
nulls elligen
Ve ben
(pasnig i
‘schneien’,
paly i
‘ egnen’),
zu
den
u sp iinglichen
Pa izipien
geho
haben
(Schmals ieg
1982:
119),
nich
abe
dai
diese
e s
spa e
du ch
lexikalische
Expansion
eines
mo phologischen
Ma kie ungsmus e s
en s anden
wa en.
Dami
im
Zusammenhang
miiB e
auch
das
kong uenzlose
Sa zmus e
aus
(10)
diach on
o
einem
kong uie enden
(dem
Passi
en sp echenden)
Mus e
(10’)
Sen-y
misk-ai
myle- -i
al e.GEN.PL
Wald.NoM.PL.M_
lieben.PTC.NOM.PL.M
‘Von
den
Al en
wu den
die
Walde
gelieb ’
exis ie
haben
(Schmals ieg
1982:
119 .).
Den
Ve such
eine
glaubwii digen
Rekons uk-
ion,
welche
diese
Annahme
s ii zen
wii de,
un e nimm
Schmals ieg
alle dings
nich
(genauso
wenig
un
dies
im
ib igen
Ma hews
1955
ode
Amb azas,
die
sich
in
diesem
Punk
mi
Schmals ieg
decken;
zu
Amb azas
s.u.).
Abgesehen
da on
wi e
es
ii
seine
Hypo hese
eine
en scheidende
F age,
in
welche
( o his o ischen)
ch onologischen
Rela-
ion
sich
de
on
ihm
pos ulie e
Kasuswandel
und
die
En s ehung
des
* o-Fo mans
be in-
den
( gl.
Amb azas
1994:
9).
Auch
da au
an wo e
Schmals ieg
nich .
Ube
das
* o-Fo mans
kénnen
wi
mi
einige
Siche hei
sagen,
da
es
sich
im
Bal i-
schen
(und
Sla ischen)
ela i
spa ,
woméglich
ga
e s
mi
Einse zen
de
Sch i lichkei
(beim
Bal ischen
also
e s
in
den
le z en
300-400
Jah e),
dia hesemaBig
kon u ie
ha ,
d.i.
eine
kla e
Fes legung
au
eines
de
A gumen e
des
ablei enden
Ve bs
e olg
is ”
.
Die
2%
Dies
illus ie
in ansi i e
S amme
mi
einem
inak i en
A gumen .
Da
E ga i syn ax
abe
nich
zwischen
ak i en
und
inak i en
P adika en
un e scheide ,
miB en
hypo he isch
auch
Sa ze
wie
*Té as.NOM.SG.M
ei a.NEUT
~
‘Va e
gegangen’ bes anden
haben
( gl.
die
Besp echung
in
Amb azas
1994:
8).
®
—
De
Vo gang
de
Kon u ie ung
bes eh
in
de
Au lésung
eines
un e de e minie en
(=
di usen)
P o o yps;
diese
kann
du ch
ein
‘g am’
(im Sinne
on
Bybee,
Dahl
1989)
ep asen ie
sein.
Vo
de
Au lésung
(Kon u ie ung)
exis ie
aus
logische
Sich
zwischen
den
Va ian en
des
P o o yps
eine
‘und/ode ’-Rela ion,
welche
nu
un e
Einwi kung
des
Kon ex s
en schieden
(ode
auch
o en
gelas-
sen)
we den
kann.
Einen
ypischen
Fall
eines
di usen
(d.i.
nu
du ch
den
Kon ex
kon u ie ba en)
REKONSTRUKTION
GRAMMATISCHER
KERNBEREICHE
|
99
mo phologischen
Kasus
ide.
Sp achen
sind
dagegen
bekann lich
iel
al e e
He kun .
Ube
die
Rolle
mo phologische
Kasus
bei
einem
Wandel
on
einem
E ga i -
zu
einem
Akkusa i sys em
kann
aus
ypologische
Sich
so
iel
gesag
we den,
daB
ein
solche
Wan-
del
in
de
Auswei ung
de
Anwendung
des
an anglichen
E ga i -Kasus
(nu
e wende
zu
Ma kie ung
des
anghéchs en
A gumen s
ansi i e
P adika e!)
au
A gumen e
in ansi i-
e
P adika e
bes eh .
Du ch
eine
solche
Expansion
hé
de
E ga i
au ,
ein
E ga i
zu
sein,
und
wi d
zu
dem,
was
gemeinhin
als
‘Nomina i ’
bezeichne
wi d.
Es
inde
also
o
allem
eine
Umkeh ung
de
Ma kie hei s e hal nisse
im
Alignmen
s a ®
.
Und
genau
das
i
ja
im
obigen
Fall
(9-10)
nich
ein:
de
Geni i
bleib
ein
oblique
Kasus,
das
Sa zmus e
in
(9-10)
bleib
,,non-basic“
au
dem
Hin e g und
eine
ansons en
akkusa i ischen
Syn ax’'.
Man
beach e
auBe dem,
da
sich
Schmals iegs
Rekons uk ion
p ima
acie
nu
au
kong uenzlose
Kons uk ionen
mi
-Pa izipien
bezieh .
Will
man
e kla en,
weshalb
auch
m-Pa izipien
in
inkong uen en
Sa zmus e n
des
Typs
(10-11)
o kommen,
muB
man
no ged ungen
annehmen,
da
nach
dem
Mus e
on
“ o
eine
seh
du chg ei ende
Analogie
s a ge unden
habe*
,
und
man
miiB e
diese
Analogie
au
ande e
ele an e
Vo -
gange
in
de
diach onen
Ch onologie
de
Alignmen -Sys eme
und
be eilig e
g amma is-
che
E scheinungen
bezichen.
Ebenso
miiB e
die
inkong uen e
Ve wendung
de
heu e
genusneu alen
-Pa izipien
on
in ansi i en
Ve ben
(wie
in
Bsp.
9)
du ch
Analogie
e kla
we den.
Denn
Schmals iegs
These
be uh
ja
da au ,
daB
zue s
nu
in
ansi i en
Sa zmus e n
ein
E ga i -Kasus
en s anden
sei.
Abe
wiede :
selbs
wenn
nun
du ch
Ana-
logie
diese
Kasus
auch
zu
Kennzeichnung
des
einzigen
A gumen s
in ansi i e
P adi-
ka e
e wende
wo den
wa e,
ha e
eine
solche
Analogie
zu
einem
Ma kie ungsmus e
ge iih ,
welches
ge ade
nich
als
E ga i -,
sonde n
als
Akkusa i -Alignmen
zu
klassi i-
zie en
wa e*.
Vgl.
(9-10):
do
s eh
das
einzige
A gumen
des
in ansi i en
Ve bs
gy en i
Mo phenss
s ell
im
Li auischen
das
P onomen
kas
,we
und/ode
was’
da .
Zum
Beg i
de
Kon u ie ung
g].
Lehmann
(1996; 1999:
234),
Wieme
(2001:
47 .).
Zu
Dia hese-Aus ich ung
dieses
und
e gleichba e
de e bale
Fo man es
gl.
Wieme
(2004:
288-293)
mi
den
einschlagigen
Li e a u angaben.
Vgl.
Plank
(1995:
1186 .,
1991),
de
in
einem
Wechsel
des
Alignmen
u.a.
,,consequences
o
e alua ions
o
non-basic
cons uc ions
as
basic
and
ice
e sa“
sieh ,
sowie
auch
Dixon
(1994:
182-206,
passim).
3|
Nu
als
Ku iosum
sei
noch
olgendes
e me k :
Schmals ieg
(1982:
122)
sp ich
en gegen
seine
eigenen
Hypo hese —
die
ja
den
E ga i
zum
Geni i
we den
1a$
— noch den
S andpunk
ande e
Ve ech e
de
These
on
eine
e ga i ischen
Ve gangenhei
des
Ide. an,
wonach
nich
de
Geni i ,
sonde n
de
Nomina i
als
Nach olge
des
E ga i s
anzusehen
wa e
(dies
en sp ache
de
ge ade
da -
geleg en,
ypologisch
beleg en
En wicklungs olge).
Diese
Annahme
sieh
Schmals ieg
als
comple ely
unnecessa y“
an
(in
Schmals ieg
1993:
41
eilich
zieh
e
sie
schlieBlich
wiede
in
E -
wagung!).
Seine
E kla ung
ende
dann
abe
in
einem
Akkusa i sys em
—
ohne
die
,,Zwischens u e*
des
E ga i sys ems.
Man
kann
sich
bei
eine
solchen
A gumen a ionsweise
nich
des
Eind ucks
e weh en,
daB
es
sich
um
inkoha en e
ad
hoc-Ve suche
handel .
8
Dasselbe
be a e
sla ische
n-Pa izipien,
so e n
de en
inkong uen e
Sa zmus e
genauso
mi
S uk u en
wie
in
(10-11)
in
Zusammenhang
geb ach
we den
kénnen.
Deshalb
ha
S epano
(1978b:
348)
da au
hingewiesen,
daB
die
komplemen a e
mo phonologische
Ve eilung
on
n-
und
-Su ix
le z lich
gegen
eine
Hypo hese
wie
de
Schmals iegs
sp eche.
Dies
un e scheide
den
li auischen
Fall
ge ade
om
o
zu
Ve gleichszwecken
ange iih en
Indoi anischen
( gl.
Ch is en
1998:
58).
Zu
den
g undlegenden
Ma kie ungsmus e n
gl.
auch
Com ie
(1975:
114 .).
DemgemaB
s iinde
das
sich
aus
Bsp.
(9-10)
e gebende
Kasus-Mus e
einem
An ie ga i -Sys em
nahe,
wie
man
es
z.B.
im
mode nen
Finnischen
o inde .
100
|
BJORN
WIEMER
‘leben’
(Zmoniy)
in
demselben
Kasus
wie
das
anghéchs e
A gumen
des
ansi i en
Ve bs
mylé i
‘lieben’
(seny);
syn ak isch
en sp ich
dies
einem
Akkusa i -Pa e n,
in
welchem
eilich
die
mo phologische
Ma kie ungs ela ion
,, e ausch “
wa e.
Wede
dies
jedoch
noch
eine
ide.
Vo s u e
mi
Jux aposi ion
de A
* é -as.NOM.SG.M
di b- -a
/
gulé- -a.NEUT
kann
au
i gendeine
Weise
glaubha
ekons uie
we den
(Amb azas
1990:
213).
SchlieBlich
implizie
die
Schmals ieg-Hypo hese,
daB
das
heu ige
Passi
und
das
Sub-
jek -Impe sonal
im
Li auischen
(mi
den
genusneu alen
a/ma-Pa izipien)
sich
aus
ei-
nem
E ga i sys em
en wickel
ha en.
Dies
wa e
dami
alle dings
de
in
de
Typologie
bislang
einzige
Fall,
in
dem
ein
Passi -
aus
einem
E ga i sys em
en s anden
wa e.
Es
sind
namlich
ansons en
un e
ealen
(nich
ekons uie en)
Fallen
nu
solche
bekann ,
in
denen
ein
Passi -
zu
einem
E ga i ma ke
um unk ionie
wo den
is
( gl.
Es i al/Myhill
1988
sowie
#1142
aus
dem
Kons anze
,,Uni e sals
A chi e“).
Einen
nu
zum
Teil
gegensa zlichen
S andpunk
zu
Schmals iegs
Annahmen
ha e
be ei s
S epano
(1978a:
355 .;
1978b:
348 .)
e e en,
indem
e
die
En s ehung
de
Sa z ypen
(9-10)
nich
un e
de
Annahme
eine
e ga i ischen
Kasusma kie ung
be-
sp ach,
sonde n
implizi
an
ein
Ak i :Inak i -Alignmen
kniip e,
welches
auch
seine
Ansich
nach
die
Vo s u en
des
Bal ischen
und
Sla ischen
(e
sp ich
on
,,P o o-Bal o-
Sla isch“)
om
iihen
Ide.
ibe nommen
haben
sollen.
Demnach
wa e
die
oblique
Ma -
kie ung
des
A gumen s
in
(9)
als
u sp iinglich
anzusehen,
weil
ein
anima e
Re e en
in
eine
i
ihn
,,un ypischen“
Rolle,
namlich
inak i ,
e schien;
demgem4®
sei
e
auch
mo phologisch
und
syn ak isch
(in
Fo m
ehlende
Kong uenz)
ma kie
wo den.
Zum
ande en
sieh
S epano
in
Sa zen
om
Typ
(9)
eine
Ve bindung
zu
dem
im
Bal ischen
und
Sla ischen
un e gegangenen
ide.
Pe ek .
Dieses
gil
allgemein
als
eine
Zus andska ego-
ie
(und
wi d
u.a.
deshalb
mi
dem
Medium
in
Zusammenhang
geb ach
bzw.
bilde e
mi
diesem
Fo m:Funk ions-Clus e ).
Nach
dem
Un e gang
des
Pe ek s
im
Bal ischen
und
Sla ischen
sei
in
diesen
gewisse maBen
eine
lee e
Sys ems elle
en s anden,
welche,
so
S epano ,
du chin ini e
Fo men
des
Ve bs
und
oblique
A gumen -Ma kie ung
au ge-
angen
wo den
sei*.
Die
Ausbildung
eines
analy ischen
Passi s
sei
dami
diach on
se-
kunda
gewesen
gegeniibe
de
,,pe ek ischen“
(besse
wohl:
s a ischen)
Seman ik
des
Sa z yps
(9).
Gegen
diese
These
is
einzuwenden,
daB
sie
genauso
wie
diejenige
Schmals iegs
F agen
nach
de
Ve i izie ba kei
de
ch onologischen
Ab olge
au wi :
in
welche
zei lichen
Rela ion
s ehen
die
Funk ion
als
Pe ek ,
die
Funk ion
im
Passi
und
die
Funk ion
im
(in e en i en)
E iden ialis®
?
Zudem
s ell
S epano
nich
die
F age,
ob
de
Sa z yp
(9)
wi klich
einem
S a i
en sp ach
ode
nich
ehe
einem
‘expe ien ial’
(welches
de
e i-
*
Dabei
s ell
e
pauschal
auch
eine
di ek e
Beziehung
zu
in ansi i en
Sa zen
mi
nominalem
P a-
dika
und
oblique
A gumen -Ma kie ung
im
heu igen
Russischen
und
Li auischen
he ;
so
o
allem
mi
dem
Da i -Expe ience
( gl.
uss.
Mue
xoaoduo,
li .
Man
Sal a
‘Mi
is
kal ’)
ode
einem
ex e -
nen
Da i -Possesso
mi
dem
AkK
des
angnied igs en
A gumen s
wie
in
uss.
(dial.)
Mue.DAT
Hozy.AKK
6oaexo
wo l.
‘Mi
is
das
Bein.aKkK
schme zlich’
ode
li .
Man.pa
skauda
gal g.AKk
wo l.
‘Mi
schme z
den
Kop ’.
S epano
ibe sieh
jedoch,
daB
iele
diese
Sa zmus e
sich
o enba
e s
ela-
i
spa ,
namlich
in
his o ische
Zei
ausgebilde
haben
( gl.
dazu
allgemein
in
Galkina-Fedo uk
1958).
*
Ge ade
ii
diese
Funk ion
sind
Sa ze
des
Typs
(9-10)
ja
im
mode nen
Li auischen
gu
beleg .
REKONSTRUKTION
GRAMMATISCHER
KERNBEREICHE
|
101
den ialen
Funk ion
nahe s iinde).
Da iibe
hinaus
g iinden
sich
seine
Annahmen
(genau-
so
wie
die
Schmals iegs)
au
Hypo hesen
ibe
einen
Wechsel
des
Alignmen s,
welche
ihm
au g und
de
ypologischen
Gegen-E idenz
die
Beweislas
ibe lassen
(s.0.).
SchlieBlich
be uhen
sie
au
eine
ein
sys emimmanen en
Rekons uk ion,
bei
welche
mégliche
Ein-
liisse
du ch
Sp achkon ak e
ollkommen
ausgeklamme
we den.
So
komm
es
ge ade
in
Schmals iegs
Aus iih ungen
zu
ollkommen
unnd igen
ad
hoc-
Deu ungen,
welche
auch
du ch
Fak en,
die
ii
die
Rekons uk ion
ele an
wa en,
nich
gedeck
sind.
So
z.B.
dann,
wenn
e
ad
libi um
Sa ze
des
Typs
(13)
An
Sakel-iy
an
—Zal-iyjy
ainik-us
kabin- -a
au
AS .GEN.pL
au
g iin.GEN.PL
K anz.AKK.PL.M
au hangen.PTC.NEUT
‘Au
den
As en
au
den
g iinen
sind
(es)
K ainze.akk
au gehang ’
in e p e ie ,
in
denen
das
angnied igs e
A gumen
als
Akkusa i -Objek
ma kie
wi d.
Schmals ieg
(1982:
121 .,
129)
spekulie
hie ,
daB
das
Ve b
kabin i
‘au hangen’
e s
spa e
(im
Zuge
de
T ansi i i a s-Opposi ion)
kla
als
ansi i
umgedeu e
wo den
sei
und
daB
dadu ch
auch
das
on
ihm
gebilde e
-Pa izip
kabin a
(heu e
genusneu al)
ansi i
(m.a.W.:
am
anghéchs en
A gumen
ausge ich e )
e s anden
wo den
sei.
Eine
solche
,,E kla ung“
igno ie
die
Ta sache,
dass
sich
in
de
diach onen
En wicklung
de
Pa izipien
mi
-Fo mans
die
O ien ie ung
am
angnied igs en
A gumen
du chgese z
ha
(s.
Fn.
29).
Wenn
sie
in
Einzel allen
bei
ansi i en
Basis e ben
eine
O ien ie ung
am
anghéchs en
A gumen
au weisen
und
ansons en
auch
on
in ansi i en
und
ga
nulls elligen
Ve ben
gebilde
we den
kénnen
(und
somi
,,ak i isch“
e wende
we -
den),
so
kénn e
dies
in
g 6Be em
MaBe
als
das
E gebnis
eine
wei eichenden
Expansion
dieses
de e balen
Su ixes
auch
au
ande e
als
ansi i e
S amme
gesehen
we den
und
in
kleine em
MaBe
als
das
Resul a
eine
syn ak ischen
Reanalyse
(so
beim
polnischen
Impe sonal
mi
dem
no/ o-Pa izip).
Ob
im
Falle
li auische
Pa izipien
au
- a
(ebenso
wie
au
-ma)
on
ansi i en
Ve ben
mi
Objek -Rek ion
polnische
Ein lu8
angenom-
men
we den
kann,
s eh
noch
o en*
.
Abgesehen
da on
abe
is
es
iel
plausible
da on
auszugehen,
da
die
Expansion
des
de e balen
-Fo man s
nich
on
ansi i en
au
in ansi i e,
sonde n
ehe
on
in ansi i en
au
ansi i e
Ve bs amme
e olg e
—
also
ge ade
in
de
umgekeh en
Rich ung
als
die,
welche
de
Schmals ieg-Hypo hese
en -
sp ache.
Die
le z genann e
Annahme
ech e igen
ein
paa
A gumen e,
welche
Amb azas
(1990:
200-214;
1994;
2004)
gegen
die
Schmals ieg-Hypo hese
o geb ach
ha .
Dabei
geh
auch
e
on
de
Annahme
aus,
daB
de
i he
ide.
Sa zbau
in
e s e
Linie
du ch
Jux aposi-
ion
nominale
Sa zgliede
mi
nu
schwach
ausgep ag e
Wo klassen-Di e enzie ung
gep ag
gewesen
sei.
De
Geni i
in
Sa zen
wie
(9-10)
gehe
alle dings
nich
au
einen
E ga i -Kasus
zu ick;
diesen
habe
es
seh
wah scheinlich
nie
gegeben.
Vielmeh
sei
de
Geni i
in
Sa zen
om
Typ
(9-10)
als
Fo se zung
eines
seh
al en
gene i us
subiec i
anzusehen,
wie
e
auch
in
ande en
al e en
ide.
Sp achen
du chweg
bei
Ve balnomina
*
Zu
de
diach onen
En wicklung
des
sog.
,,impe sonalen“
Passi s
im
bal isch-sla ischen
Sp ach-
aum
gl.
Wieme
(im
D uck
2).
102
|
BJORN
WIEMER
(nomina
ac ionis)
beobach e
we den
kann*’.
Gema
diese
Rekons uk ion
gehen
die
heu igen
genusneu alen
a-Pa izipien
au
*o-s ammige
Ve balnomina
zu iick,
bei
denen
zue s
A gumen e
im
Nomina i
s anden,
welche
mi
dem
Pa izip
au
- a
(<
* o)
nich
kong uie en.
Eine
solche
S uk u
sei
bis
heu e
im
Sa zmus e
de
A
(14)
ug-iai
séja-m-a
|
sé- -a
Roggen.NoM.PL_
SdeN..PTC.NEUT
‘De
Roggen
wi d
/
is
gesa ’
e lek ie .
Zu
Ve balnomina
mi
-
ode
m-Su ix
konn e
de
,,
T age “
de
jeweiligen
Eigenscha
im
Geni i
(als
gene i us
subiec i)
angegeben
we den,
und
das
sowohl
bei
ansi i en
S ammen
( als iecio.GEN.SG.M
séjama
/
sé a
u sp iinglich
‘des
Baue n
Gesa es’,
d.i.
‘ om
Baue n
gesa ’)
als
auch
bei
in ansi i en
( als iecio.GEN.sG.m
gulima
/
gulé a
u sp iinglich
‘des
Baue n
Liegendes
/
Gelegenes’,
d.i.
‘ om
Baue n
wi d
/
wu de
gele-
gen’).
Diese
Rekons uk ion
bie e
den
Vo eil,
(a)
dass
sie
wesen lich
du chschauba e
is
und
(b)
dass
sie
o
allem
wede
einen
Un e schied
zwischen
-
und
m-Pa izipien
noch
einen
zwischen
ansi i en
und
in ansi i en
S ammen
mach .
Dadu ch
ge a
diese
An-
sa z
im
Gegensa z
zu
Schmals ieg-Hypo hese
nich
in
einen
E kla ungszwang,
de
zu
zusa zlichen
hypo he ischen
Annahmen
ibe
du chg ei ende
analogische
Angleichungen
nd ig .
Mi
de
g 6Be en
Du chschauba kei
hang
zusammen,
da
de
Sa zs uk u
in
(9-
10)
eine
ausgesp ochen
lange
diach one
Kon inui a
zugesp ochen
we den
kann,
bei
de
sich
allen alls
de
syn ak ische
S a us
de
geni i ischen
NP
geande
ha e
(und auch
dies
e en uell
e s
in
den
le z en
Jah hunde en).
Le z lich
e laub
Amb azas’
Ansa z
auch,
die
These
on
de
possessi en
He kun
des
du ch
den
Geni i
ma kie en
anghéchs en
A gumen s
zu
in eg ie en
(s.
Fn.
37).
Au g und
des
auBe s
spekula i en
Cha ak e s
de
E ga i -Hypo hese*’,
de
in
de
Re-
gel
ad
hoc
ge o enen
En scheidungen
Schmals iegs
( gl.
o
allem
Schmals ieg
1988:
30 .),
die
sich
in
de
Regel
nich
du ch
Fak en
solide
s ii zen
lassen,
sowie
de
oben
da geleg en
Unge eim hei en
und
au g und
de
Ta sache,
daB
Schmals iegs
Ansa z
dazu
iih en
miB e,
ein
Passi
aus
einem
E ga i -Sys em
en s ehen
zu
lassen
(was
dem
eindeu-
igen
Bild
ypologisch
bezeug e
Falle
genau
en gegenlau en
wii de),
wa e
dem
E kla ung-
sansa z
on
Amb azas
eindeu ig
de
Vo zug
zu
geben.
*
Diese
S andpunk
is
in
so
kla e
Fo m
e s
in
Amb azas
(2004)
o mulie .
F iihe
schien
auch
e
de
These
Hol oe s
nich
abgeneig
gewesen
zu
sein,
dass
de
Geni i
in
diesen
Sa z ypen
au
einen
possessi en,
zue s
nu
adnominalen
Kasus
zu iickgehe,
welche
spa e
zu
einem
Adjunk
umgedeu e
wo den
sei.
Auch
S epano
nahm
an,
da
de
Geni i
in
(9)
zue s
possessi
zu
in e p e-
ie en
wa .
E
sah
dies
alle dings
als
eine
Wei e en wicklung
des
i h-bal ischen
und
iih-sla ischen
»Pe ek -E sa zes“
an
( gl.
1978b:
347 .).
*
Beme kenswe
is
in
diesem
Zusammenhang,
da
in
den
li auischen
Dialek en
de
Geni i
bei
a-
und
ma-Pa izipien
in ansi i e
S amme
soga
hau ige
s eh
als
bei
solchen
Pa izipien
on
ansi-
i en
S ammen
(Amb azas
1994:
9).
Zu
ande en
Einwanden
gegen
die
These
on
de
,,e ga i ischen
Ve gangenhei “
des
Ide.
mi
wei e-
en
Li e a u angaben
gl.
Com ie
(2001:
24 .)
und
Ma aso ié
(2000:
330 .).
S
REKONSTRUKTION
GRAMMATISCHER
KERNBEREICHE
|
103
3.
EIN
ANALOGER
FALL
IM
SLAVISCHEN:
‘ESSE’
UND
‘HABERE’
IN
POSSESSIV-KONSTRUKTIONEN
Neben
Schmals ieg
bauen
bis
in
die
le z e
Zei
auch
ande e
Fo sche
ih e
Rekons uk-
ionen
au
kaum
hal ba em
Boden.
Mi un e
we den
soga
Ziige
eine
e mein lich
a -
chaischen,
noch
aus
dem
P o o-Ide.
s ammenden
Mo phosyn ax
ans elle
on
Inno a io-
nen
gese z ,
welche
sich
un e
Ums anden
in
einzelnen
ide.
Sp achen
e s
du ch
Sp achkon ak
(u.a.
mi
nich -ide.
Sp achen)
du chgese z
haben.
Einen
seh
deu lichen
Fall
s ell
z.B.
Baue
(2000:
10,
151)
da ,
die
die
ussische
possessi e
Kons uk ion
om
Typ
u
+
GEN
(y
mena
Kuuea
‘ich
habe
ein
Buch’
e c.)
als
Beispiel
ii
Zige
an iih ,
die
,inhe i ed
om
he
p o olanguage“
seien.
Es
d ang
sich
die
F age
au ,
ob
hie
nich
in
gewisse
Weise
die
Ch onologie
au
den
Kop
ges ell
wo den
is .
Da
sich
diese possessi e
Kons uk ion
zudem
in
einen
engen
Zusammenhang
mi
de
F age
nach
dem
Alignmen
b ingen
laB
(s.
Abschni
2),
lohn
es
sich,
au
das
sich
s ellende
me hodische
P oblem
noch
e was
nahe
einzugehen.
Nehmen
wi
also
zu
These
S ellung,
nach
welche
die
possessi e
Kons uk ion
u
+
GEN
(+
ESSE,
mi
dem
Possessee
im
Nomina i )
im
Russischen
ein
innoug isches
Subs a
da s ell .
Diese
These
wu de
on
Veenke
(1967:
117-119)
disku ie
und
eigen lich
auch
akzep ie ,
Panze
(1982:
330 .)
und
Vasile
(1973)
hingegen
haben
sie
in
Zwei el
gezo-
gen.
Panze s
Skepsis
be uh
jedoch
de
ac o
allein
au de
(e was
dogma ischen)
Annah-
me,
da
sla ische
Sp achen
ja
eigen lich
,,BE-languages“
und
nich
,,
HA E-languages“
seien
(im
Ge olge
on
Isaéenko
1974)
und
daB
es
deshalb
wah scheinliche
sei,
das
das
Russi-
sche
lediglich
einen
e e b en
Zus and
des
U sla ischen
o iih e;
wenn
die
iib igen
sla i-
schen
Sp achen
ii
den
possessi en
Ausd uck
eine
HABERE-Kons uk ionen
e wenden
(aks.
imé i
und
dessen
En sp echungen),
so
sei
dies
au
eine
s ii zende
Wi kung
des
G ie-
chischen
(bzw.,
e mi elnd,
des
Aks.),
des
La einischen
ode
spa e e
wes eu opaische
Sp achen
zu ickzu iih en.
Wenn
Panze
hinsich lich
de
s ii zenden
Wi kung
e mu lich
Rech
ha ,
wii de
dies
hingegen
p asupponie en,
daB
das
HABERE-Ve b
doch
sla isches
Gemeingu
aus
dem
U sla ischen
wa e.
Auch
das
Ma e ial
de
e ymologischen
Wo e biiche
sp ich
ela i
eindeu ig
ii
eine solche
Annahme
( gl.
Vasme
1953:
479
und
Walde
1930:
124).
Panze s
Skepsis
an
innoug ischem
Ein luB
is
also
nich
beson-
de s
solide
beg iinde ,
und
sie
wi d
wede
wide leg
noch
bes a ig .
Vielmeh
soll e
man
e wagen,
dass
beide
A en
possessi e
Kons uk ionen
schon
in
o his o ische
Zei pa-
allel
zueinande
exis ie
haben
und
die
Rolle
eines
inno-ug ischen
Subs a s
da in
be-
s anden
habe
dii e,
eine
Repa i ion
diese
konku ie enden
Kons uk ionen
zuguns en
de
adessi en
(mi
EssE)
zu
un e s ii zen.
Genau
diese
Annahme
un e s ii z
die
Un e su-
chung
on
Sa a ewiczowa
(1964,
insbes.
S.
17,
55 .).
Es
muB
somi
die
wich ige
Beme kung
Veenke s,
da8
die
adessi e
EssE-Kons uk ion
sich
nu
im
Russischen,
d.i.
in
de
no dés lichen
Pe iphe ie
des
sla ischsp achigen
Ge-
bie s,
als
o wiegende
Possessi -Kons uk ion
(mi
allen
ih en
unk ionalen
Fo bildun-
gen)
gegen ibe
de
HABERE-Kons uk ion
du chgese z
habe,
gegen
den
Au weis
Vasile s
e wogen
we den,
daB
die
adessi e
Kons uk ion
be ei s
in
iihen
dokumen ie en
S u en
di e se
sla ische ,
da un e
auch
s idsla ische ,
Sp achen
beleg
sei,
und
zwa
neben
de
possessi en
Funk ion
im
engen
Sinne
auch
in
pa i i e
Funk ion
(bei
Inalienablia),
de
Funk ion
des
Besi zes
und
de jenigen
de
e wand scha lichen
AngehG6 igkei .
Vasile
104
|
BJORN
WIEMER
(1973:
363)
weis
auBe dem
zu
Rech
da au
hin,
daB
man
au g und
de
Kenn nis
iibe
die
Siedlungsbewegung
de
di ek en
Vo ah en
de
Os sla en
o ausse zen
miisse,
daB
ein
unmi elba e
Kon ak
zwischen
diesen
und
innoug ischen
S ammen
e s
im
5.
Jh.
n.
Ch .
begonnen
haben
kénne.
Da
be ei s
in
den
iihes en e hal enen
os sla ischen
Tex en
die
Kons uk ion
‘u
+
GEN
+
ESSE’
o komm
( gl.
Sa a ewiczowa
1964),
konnen
als
,,
Vi u-
lenzzei “
ii
ih e
E ablie ung
also
as
500
Jah e
angese z
we den.
Das
dii e,
so
soll e
man
denken,
aus eichen
ii
eine
Calquie ung
un e
innoug ischen
Subs a bedingungen,
ii
welche
im
Russischen
sei
jene
Zei
eichlich
Vo ausse zungen
bes anden
haben
( gl.
dazu
u.a.
Veenke
1967:
17-21).
Dies
wa e
ein
wei e e
G und,
Panze s
und
Vasile s
Skepsis
zu
damp en.
Denn
de
einse zende
Ze all
des
U sla ischen
(ca.
500
n.
Ch .)
all
mi
dem
Beginn
de
sla ischen
Siedlungsbewegung
nach
No dos en
meh
ode
minde
zusammen.
Wenig
aussagek a ig
sind
dann
Beobach ungen
da iibe ,
daB
in
de
his o isch
doku-
men ie en
Zei
‘u
+
GEN
+
ESSE’
p ak isch
in
de
gesam en
Sla ia
o kam.
Vasile
selbs
weis
(neben
Sa a ewiczowa
1964
zum
Gemeinos sla ischen
und
al e en
Russischen)
au
die
Fluk ua ion
in
de
Geb auchshau igkei
diese
Kons uk ion
und
de
HABERE-Kon-
s uk ion
hin.
DaB
sie
sich
nu
im
Russischen
au
Daue
in
de
No m
gehal en
ha ,
is
deshalb
am
plausibels en
au
den
o gese z en
Subs a -Ein luB8
innoug ische
Sp eche
zu iickzu iih en.
Die
e s a k e
Ve wendung
diese
Kons uk ion
in
possessi e
(und
se-
man isch
nahes ehenden)
Funk ionen
is
auch
in
neue e
Zei
leich
du ch
Kon ak
zu
Idiomen
zu
e kla en,
welche
sie
be ei s
ausschlieBlich
ode
o wiegend
in
diese
A
e wende en.
Das
zeig
u.a.
das
deu lich
hau ige e
Au e en
on
u
+
GEN
in
possessi e
Funk ion
in
de
né dlichen
‘polszczyzna
k esowa’
( s.
S anda dpolnisch)
sowie
de
li aui-
schen
Umgangssp ache
und
denjenigen
li auischen
Munda en,
welche
in
engem
Kon ak
mi
os sla ischen
Va ie a en
ges anden
haben.
Gene ell
we den
diese
Ube legungen
ges ii z
du ch
einen
Ve gleich
mi
dem
Bal i-
schen.
Auch
in
diesem
da
ein
HABERE-Ve b
zum
E bwo scha z
gezahl
we den:
li .
u é i
is
als
allgemein-bal ische
Ablau bildung
zu Wu zel
* e
zu
e s ehen
( gl.
die
e ymolo-
gische
Ve wand scha
mi
e i
‘(ein) assen’;
F aenkel
1965:
1142 .;
Poko ny
1959:
1101).
Im
Le ischen
gib
es
nun
bekann lich
kein
HABERE-Ve b
meh ;
das
zu
li .
u é i
kogna e
Ve b
u é
ha
die
Bedeu ung
‘hal en’
e wo ben
und
wi d
o nehmlich
in
diese
konk e en
Bedeu ung
e wende .
Man
da
also
da on
ausgehen,
da8
auch
im
Bal ischen
ein
HABERE-
Ve b
an
de
Bildung
g undlegende
Sa z ypen
eilha e
und
somi
das
Alignmen
bes im-
m e
(so
wie
dies
bis
heu e
im
Li auischen
de
Fall
is ).
Es
is
e ne
da on
auszugehen,
daB
das
Le ische
wesen lich
wei eichende e
Sp achkon ak e
mi
os see innischen
Sp achen
gehab
ha
und
in
ielem
du ch
ein
en sp echendes
Subs a
iel
s a ke
gep ag
is
als
das
Li auische.
Die
Zu iickd angung
des
HABERE-Ve bs
im
Le ischen
kénn e
also
analog
zu
einem
iden ischen
P oze&
im
Russischen
be ach e
we den
—
und
dies
mach
sowohl
a eallinguis isch
wie
auch
hinsich lich
de
bekann en
siedlungsgeschich lichen
Fak en
meh
als
Sinn.
Vo e s
kann
man
nu
sagen,
dass
diese
F age
in
ih en
De ails
noch
genau
nachzugehen
wa e.
Allein
die
o angegangene
Besp echung
de
ESsE-HABERE-P oblema ik
sozusagen
lm
Vogel lug“
zeig
olgendes:
wenn
man
on
,,a chaische
Syn ax“
sp echen
will,
soll e
man
zue s
kla en,
wie
das
Konku enz-Ve hil nis
de
aglichen
Kons uk ionen
zu
an-
REKONSTRUKTION
GRAMMATISCHER
KERNBEREICHE
|
105
de en
mo phosyn ak ischen
Kons uk ionen
(Ma kie ungs e ah en
e c.)
ausgesehen
ha-
ben
dii e
und
wie
sich
ih
ch onologisches
Ve hal nis
zueinande
ges al e e.
Dabei
kon-
n e
sich
du chaus
e weisen,
dass
ein
aus
heu ige
Sich
a chaisch
anmu endes
Kodie ungs-
mus e
nich
unun e b ochen
und
unange och en
sei
den
Zei en
eine
(wie
auch
imme
anzuse zenden)
P o osp ache
exis ie e,
sonde n
zei weise
zu iickged ang
we den
kon-
n e,
um
e s
spa e
als
p ima es
Ve ah en
wiede
ak i ie
zu
we den.
Als
Auslése
ii
eine
solche
Wiede belebung
komm
dann
o
allem
Sp achkon ak
(insbesonde e
Sub-
s a -Ein lu8)
in
F age,
so
dass
man
nich
bei
sys emimmanen en
E kla ungs e suchen
s ehen
bleiben
soll e.
4.
EIN
PAAR
ABSCHLIESSENDE
POSTULATE
Bei
de
obigen
Besp echung on
Fallbeispielen
zen ale
mo phosyn ak ische
Kodie ungs e ah en
und
ih en
e mu e en
diach onen
Ve ande ungen
kann
le z endlich
kaum
e was
bewiesen,
sonde n
allen alls
plausibel
gemach
we den.
Die
Plausibili a
on
E kla ungsansa zen
wi d
jedoch
in
dem
MaBe
s eigen,
wie
man
A gumen e
aus
Be eichen
he anziehen
kann,
die
ibe
eine
sys emin e ne
Rekons uk ion
hinausgehen.
Sys emin-
e ne
A gumen a ion
da
als
eine
no wendige
Bedingung
de
E kla ung
angesehen
we -
den,
sie
is
indes
keine
hin eichende
Bedingung
—
o
allem
dann
nich ,
wenn
es
al e na i-
e
Ansa ze
gib .
Nich s
ande es
soll e
in
diesem
Bei ag
demons ie
we den.
Die
Du chleuch ung
de
A gumen e,
welche
den
heo e ischen
Ansa zen
S epano s
und
Schmals iegs
zug unde
liegen,
soll e
dabei
s ell e e end
ii
iele
ande e
Falle
zeigen,
wie
gebo en
de
Abgleich
de
his o isch- e gleichenden
Rekons uk ion
mi
ypologi-
schen
Fak en
und
mi
kon ak linguis ischen
E kenn nissen
e schein
und
was
on
diese
Rekons uk ion
ib igbleiben
kann,
wenn
man
sich
um
einen
solchen
Abgleich
nich
bemiih .
Indem
hie
also
zu
ide.
Vo geschich e
des
his o isch
dokumen ie en
Bal ischen
(wie
auch
Sla ischen)
keine
kompe en en
U eile
abgegeben
we den
sollen,
kann
doch
in
be-
zug
au
sie
eine
Reihe
on
Schluss olge ungen
und
Pos ula en
o mulie
we den:
1.
Spekula i e
Annahmen
ibe
umwilzende
Ve ande ungen
im
Alignmen
sind
alles
ande e
als
ibe zeugend,
sie
iih en
zu
in e nen
Unschlissigkei en
und
zum
g éB en
Teil
wide sp echen
sie
soga
ypologischen
Ve gleichsda en.
Au
jeden
Fall
iih en
sie
die
Anhange
de
Theo ie
eine
e ga i ischen
Syn ax
in
E kla ungsno .
2.
Vo
allem
bei
p ima
syn ak ischen
P oblemen
b ing
die
Be iicksich igung
a eal-
linguis ische
Fak o en
(Sp achkon ak ,
Subs a -Bildung)
die
E kla ung
wei e ,
mach
sie
wesen lich
plausible
und
ein ache .
Zudem
e laub
sie
eine
Einscha zung
de
pos u-
lie en
En wicklungen
un e
den
Bedingungen
eale
Zei
und
eale
Kommunika ion
sowie
un e
de
Annahme
eine
be ei s
exis ie enden
Va ia ion
unk ional
aqui alen e
Mi el.
SchlieBlich
ges a e
sie
eine
besse e
Abscha zung
dessen,
was
a chaisch,
was
hin-
gegen
inno a i
is .
Hie bei
wa e
genau
zwischen
de
Fo m
(e ymologischen
,,Subs anz‘)
und
den
Funk ionen
zu
un e scheiden:
es
sind
o enba
ge ade
die
le z e en,
die
du ch
Sp achkon ak
e ande
we den
k6nnen.
Insbesonde e
kénnen
la en e
ode
i he
schon
im Vo de g und
ges andene
Funk ionen
du ch
Sp achkon ak
(wiede )
ak i ie
we den.
112
|
BJORN
WIEMER
Bisang,
W.,
Himmelmann,
N.
P.,
Wieme ,
B.,
eds.,
Wha
makes
G amma icaliza ion?
A
Look
om
i s
F inges
and
i s
Componen s.
Be lin-New
Yo k:
Mou on
de
G uy e ,
271-331.
—im
D uck
1:
O
azg aniéenii
g amma i¢eskich
i
leksiéeskich
p o i opos a lenij
glagol’nom
slo oob azo anii,
ili:
emu
mogu
nau¢i ’sja
aspek ologi
na
p ime e
sja-glagolo ?
E schein
in:
Lehmann,
V.,
ed.,
Seman ika
i
s uk u a
sla janskogo
ida
1V.
Miinchen:
Sagne .
—im
D uck
2:
On
he
diach onic
and
a eal
backg ound
o
cons uc ions
called
‘impe sonal’
in
Polish,
Eas
Sla ic
and
Bal ic.
E schein
in:
Manninen,
S.,
Hiie am,
K.,
Kaise ,
E.,
Vihman,
V.,
eds.,
Passi es
and
Impe sonals
in
Eu opean
Languages.
Ams e dam,
Philadelphia:
Benjamins.
Bj6 n
Wieme
Gau a
2004
11
19
Uni e si a
Kons anz
Fachbe eich
Sp achwissenscha
Uni e si a ss asse
10,
78457
Kons anz
[email p o ec ed]