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Baltische Bestattungsrituale im Spiegel ihrer Bezeichnungen: litauisch „šermenys“ und „šarvójimas“, altpreußisch „sirmen“

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Baltische Bestattungsrituale im Spiegel ihrer Bezeichnungen: litauisch „šermenys“ und „šarvójimas“, altpreußisch „sirmen“

Author: Bernd Gliwa
Year: 2005
Source: https://journals.lki.lt/actalinguisticalithuanica/article/download/1099/1179
ACTA
LINGUISTICA
LITHUANICA
LIII
(C2005),
9-21
Bal ische
Bes a ungs i uale
im
Spiegel
ih e
Bezeichnungen:
li auisch
Se menys
und
Sa ojimas,
al p eu sisch
si men
BERND
GLIWA
Sa geliai
The common
e ymology
o
Li h.
Se menys
and
OP .
si men
‘ une al
i e,
une al
eas ’
ela es
hem
o
8é i
‘ eed’.
This
in e p e a ion
is
ejec ed
he e.
Li h.
Sé i
is
used
o
eeding
animals
and
only
me apho ically
o
child en,
old
o
sick
pe sons;
i s
use
in
a
i ual
con ex
is
no
a es ed
and
seems
unlikely.
Feas ing
he
gues s
is
no
he
essence
o
une al
and
o he
cus om.
The e
is
no
e idence
o
show
ha
Se menys
was
es ic ed
o
he
une al
eas .
New
e ymological
connec ions
a e
sugges ed
he e:
(1)
wi h
Li h.
Se muonélis,
Ge m.
He melin
‘e mine’,
Li h.
Si as,
Si mas
‘whi e,
whi ish’,
SA mas,
OP .
si mes
‘washing
lye
made
o
ashes’
acco ding
o he
colou
which
has
been
associa ed
wi h
dea h, (2)
wi h
La .
c ema e,
IE
*k emH-
‘ o
bu n,
c ema e’
and,
pe haps,
g .
k pay.os,
3.)
wi h IE
*ke H,-
‘bu s ’
>
‘decay’
and
g .
«ip
‘dea h;
goddess
o
dea h’.
Li h.
Sa ojimas
‘laying-ou
o
he
dead’
is
ela ed
o
Sa ai,
Sa as
‘(1a)
discha ge
(a e
bi h),
(1b)
mens ua ion,
(1c)
discha ge
( om
he
mou h
o
he
dead),
(2a)
a mamen ,
(2b)
soldie ’s
ou i ,
weapons
and
ammuni ion,
(2c)
ca apace,
(3a)
dow y,
(3b)
bu ial
objec ’,
OP .
sa wis
‘weapon’.
A
o me
meaning
*‘physical
sign
and
i ual
equipmen
in
a
i e
o
passage’
is
sugges ed.
1.
VORBEMERKUNGEN
De
Tod
und
die
F age
nach
dem
,,Danach*
beweg
die
Menschhei
on
jehe .
Jensei s o s ellungen
und
Bes a ungsze emonie
sind
eng
mi einande
e kniip ,
die
Bes a ung
is
das
Ri ual,
das
den
op imalen
Ube gang
in
den
nachs en
Abschni
de
Exis enz
ode
Nich exis enz
siche s ell .
Dabei
ksnnen
sowohl
die
In e essen
des
Ve s o benen
(z.
B.
eiches
Leben
im
Jensei s
ode
schnelle
Reinka na ion)
als
auch
de
Hin e bliebenen
(keine
Riickkeh des
Ve s o benen
als
Geis ,
keine
Belas igung
de
ode
ga
Rache
an
Lebenden)
im
Vo de g und
s ehen.
Um
unse
Ve s andnis
on
den
his o ischen
Jensei s o s ellungen
de
Li aue
und
de en
U ahnen
zu
e -
wei e n
sind
,,aus
eligionswissenscha liche
Sich
selbs
die
Bezeichnungen
de
Familien es e
(Tau e,
Hochzei ,
Beg abnis)
und
e schiedene
Ve wandscha sbe-
g i e
au schluss eich*
(Vélius
1996:
92).
Ande e sei s
kann
das
S udium
de
Lexik
nich
ohne
die
Kenn nis
de en
Inhal s
e olgen,
da
die
zugehé ige
Te minologie
mi
den
Handlungen
und
Dingen,
die
sie
10
|
Be nd
GLiwa
bezeichnen,
ko espondie en,
inso e n,
als
wesen liche
Eigenscha en
ode
ma kan e
Teile
Anlass
zu
Benennung
eines
Objek es
geben
konnen,
Eine
Ausnahme
bilden
hie
lediglich
Lehnwo e,
bei
denen
de
Bezug
zwischen
Zeichen
und
Bezeichne em
om
kul u ellen
Kon ex
ibe scha e
is .
Mi
dem
Impo
eines
Gegens andes,
eine
P lanze,
eine
Technologie
wi d
seh
hau ig
de
zugeho ige
Beg i
ibe nommen.
Dami
is
jedoch
die
U schép ung
des
Wo es
nich
ad
ac a
geleg ,
sonde n
nu
in
die
Spende sp ache
e schoben,
in
de
die
Mo i a ion
zu
suchen
is .
Ideale weise
s iinde
also
neben
de
Un e suchung
de
Lexik
auch
die
Un e su-
chung
des
jeweils
dami
Bezeichne en.
Mi
Lé i-S auss
(1997: 60)
bedaue
man,
nich
gleichzei ig
auch
E hnologe,
Mine aloge,
Bo anike ,
Zoologe
und
As onom
zu
sein. Und
da
die
Sp ache
alle
Be eiche
des
Lebens
in
Geschich e
und
Gegenwa
e ass ,
lieRe
sich
diese
Lis e
beliebig
e géinzen.
Denn
nu
g indliche
Sachkenn -
nis
e hinde ,
dass
nich
age
Vo s ellungen
zu
einem
Beg i
in
die
E ymologie
desselben
ein lieBen.
2.
LIT.
Se menys
,TOTENMAHL,
TOTENWACHE‘
Neben
SeFmenys
(Gen.
Se meni {
/
Se meni{)
sind
die
Fo men
Se menés,
Se minés,
SeFminys
u.a.
(LKZ,.,,
657 .)
bezeug .
Die
Bedeu ung
eich
on
1.
,To enwache
mi
eligidsen
Liede n
(giesmés)
und
Wehklagen
( audos)‘
2.
,Bee digung‘,
3.
,To enmahl‘
bis
zu
4.
,heidnische
B auche,
die
Bes a ung
be e end‘
(LEZ,
657).
Szy wid
lis e
s ypd
/
Pa en alia
o um.
epulii
uneb e,
se menis
(SD*
427).
Das
anonyme
Lexicon
Li huanicum
(LEX
13a,
58)
nenn
sze menys
—
Beg abni s
und
sze menys
—
Leichbe-
gdingni .
Obwohl
LKZ,,,,
657
Se menys
als
Plu ale
an um
ausweis ,
inde
sich
die
zu
G un-
de
liegende
singuli e
Fo m
Se mué
(konsonan ische
Deklina ion,
n-S amm)
in
den
Bedeu ungen
1.
,To enwache‘
und
2.
,To enmahl‘
(LKZ,.,,,
660).
Das
homophone
Se mu6,
gehé ig
als
phone ische
Va ian e
zu Selmué
,Dach i s ‘,
in e essie
hie
nich
wei e .
De
d i en
Bedeu ung
Se mué
und
Se muonélis
,He melin,
Mus ela
e minea‘
bzw. ilpisys
,;Wildka ze,
Felis
sil es is‘
s ehen
die
Fo men
mi
Wu zel-e:
Se muonélis,
Se monis,
Se monys,
Se monélis,
Se munelis,
Se muonis
(LKZ,,,
658-660),
mi
i:
Si muonélis,
Si miinélis
(LKZ,,,,
904)
und
mi
a:
Sa muonelis,
Sa muonis
(LEZ,
524)
zu
Sei e,
alle
in
de
Bedeu ung
,He melin,
Mus ela
e minea‘;
gelegen lich
kénn e
auch
de
ahnliche
Zebenks is
Wiesel,
Mus ela
ni alis‘
dami
gemein
sein.
Ohne
zunichs
die
inhal liche
P oblema ik
zu
e o e n,
sei
die
These
au ges ell ,
dass
Se mué
,To enwache...
‘
und
Se mué
,He melin‘
nich
nu
homophon,
sonde n
auch
e ymologisch
e wand
sind.
Die
he kémmliche
E ymologie
e kniip
Se?menys
mi
Sé i
, iu e n‘,
gebilde
aus
bal isch
*Se -
,mas en‘
<
idg.
*ke
,dass.‘
mi
Su ix
*-men.
De
Ansa z
als
idg.
*ke -
ds.‘
(s a
Ke -) e olg ,
um
die
Ve bindung
mi
uss.
ko m
,Fu e ‘
au ech zu-
e hal en,
wah end
g .
copé uu
ich
sa ige'
diesbez iglich
indi e en
is
(Maziulis
1997:
114
und
Li .,
LEW
974).
Rix
e
al.
ekons uie en
die
Wu zel
als
ke h,-
,sa igen,
li e n’
(LIV
329).
Wie
man
den
Aus iih ungen
on
Sabaliauskas
(1994:
334)
unschwe
en nehmen
kann,
Li .
Je menys,
Sa ojimas,
aL pReuss.
si men
|
42
is
hie
pe
P ajus iz
die
Bedeu ung
Se menys
,To enmahl
als
u sp iinglich
angenom-
men
wu den.
De
semasiologische
Ve gleich,
dass
ande ssp achliche
Bezeichnungen
i
Leichenschmaus
sich
eben alls
au
Beg i e
des
Essens
beziehen,
is
abe
nich
meh
als
eine
Zi kelschluss,
denn
diese
Ve gleich
is
na ii lich
nu
zulassig,
wenn
die
Annahme
de
u sp iinglichen
Bedeu ung
ich ig
is .
Ap .
si men
be e end, so
is
die
gegebene
Bedeu ung
,Leichenschmaus‘
(Maiziulis
1997:
114
mi Quellenan-
gabe
Nesselmann
1873:
161 .)
e was
i e ih end.
De
O iginalbeleg:
I em
czu
de
si men,
die
die
P ewssen
p legen
czu
halden,
sal
u s
hoges e
nich
me,
denne
eyne
onne
bi
ge unken
we den...
(Landeso dnung
1427
in:
BRMS
488)
lass
sich,
da
o he -
gehend
on
Hochzei en
und
Kindelbie
die
Rede
wa ,
du chaus
au
die
Bes a ung
beziehen.
Nu
bes eh
auch
die
Hochzei
nich
nu
aus Essen
und
T inken,
womi
die
Einsch ankung
nu
au
das
To enmahl
hie
unge ech e ig
is .
Da ibe hinaus
da
man
keineswegs
gegenwa ige
Gewohnhei ,
ein
Leichenschmaus
e s
und
nu
nach
de
Bee digung,
in
die
Zei
e legen,
on
de
hie
die
Rede
is .
Es
is
eichlich
ibe lie e ,
dass
be ei s
o
de
eigen lichen
Bee digung/K ema ion
gezech
wu de.
Es
is
bei
den
Bezeichnungen
also
wede
gesiche ,
dass
es sich
um
ein
E eignis
nach
de
Bee digung
handel ,
noch
dass
dabei Essen
im
Vo de g und
s eh .
Wei e hin
wi d
also
on
de
allgemeine en
Bedeu ung
si men
,Bes a ung‘
ausgegangen.
Fo mal
is
gegen
den
Anschluss
an
Sé i
nich s
einzuwenden,
abe
inhal lich
is
diese
Anschluss
an
Sé i
, ui e n‘
agwii dig.
Denn
es
is
zu
beach en,
dass
Sé i
on
polyseman ische
Na u
is
-
wobei
hie
wohl
e schiedenen
En wicklungsli-
nien
zu
Homophonie
zusammenge allen
sind.
Die
Unmenge
an
Bedeu ungen,
die
Ly
667-677)
ii
Sé i
und
Ablei ungen
mi els
P a ixen
gib ,
méch e
ich
de a
zusammen assen:
(1.a)
om
Vieh
—
ii e n,
mas en,
ziich en,
(1.b)
om
Menschen
—
au pappeln
(nach
K ankhei ),
ui e n
(Kinde ,
Al e),
zu
essen
geben
(wide wil-
lig
ode
unzu eichend),
au ziehen,
2.
schlagen,
schneiden,
pei schen,
dazu
auch
he ig
egnen,
3.
mause n,
ede n,
haa en
( gl.
li .
Se iai
,Bo s en,
Haa e‘),
du ch
Pelzwechsel
die
Fa be
wechseln,
4.
allgemein
ab a ben,
ausbleichen
und
5.
S oh
zum
D eschen
ocknen
(du ch
Heizen
de
jauja
,Ge eideda e').
Be ach en
wi
also
zunachs
inwie e n
sich
die
Abs ammung
aus
*Ke h,-
, ii e n,
sa igen’
se-
man isch
beg iinden
lass .
O ensich lich
is
de
Hin e gedanke
dabei,
dass eine
g oe e
Menge
Gias e
bewi e
we den
muss,
und
dass
de
Leichenschmaus
schnell
in
ein
Gelage
ausa e
( gl.
BRMS
46).
Sé i
, ii e n,
mas en‘
inde
iibe wiegend
Ve wendung
in
de
Viehzuch .
Wenn
es
sich
au
den
Menschen
bezieh ,
s eh
es
im
Gegensa z
zu
li .
aisin i
,bewi en‘,
myluo i
,ds.‘
und
mai in i
zu
Essen
geben,
e nah en’,
inso e n
als
bei
Sé i
en wede
1.
die
Unselbs andigkei
des
Essenden
(Al e,
Kinde )
be on
wi d
ode
abe
2.
die
Handlung
wi d
als
ungeniigend
(aus
Mangel)
ode
wide willig
ge an
au ge ass
ode
3.
das
Au pappeln
eines
K anken
und
G o&ziehen
eines
Kindes,
mégliche weise
in
Anlehnung
an
die
Au zuch
on
Vieh,
lass
sich
abe
ob
de
Lang is igkei
de
Handlung
nich
mi
de
Bedeu ung
,Gas e bewi en‘, die
auch
sons
nich
o komm ,
in
Zusammenhang
b ingen.
De
Beleg
bei
Donelai is:
Nes
dos ungas
Die s
kiek ieng
Zino
paso in ;
Ale
su
pilnom
saujoms
mus
is
Se
neZadéjo,
den
Sabaliauskas
(1994:
334)
als
A gumen
ii
die
o malige
Ve wendung
on
Sé i
in
Bezug
au
menschliche
E nah ung
b ing ,
is
de a
nich
12
|
Be np Giiwa
anwendba .
Denn
e s ens
wi d
hie
in
dem
Ve hal nis
Go
-
Mensch
die
Dominanz
des
E s genann en
de
ela i en
Passi i a
des
Menschen
en gegenges ell ,
ganz
in
dem
o.g.
T end.
Da ibe hinaus
e schein
Sé i
in
eine
e neinenden
Aussage,
denn
Go
wi d
den
Menschen
ja
ge ade
nich
ii e n
wie
ein
Kleinkind
ode
Vieh
(das
is
du chaus
abwe end
gemein ),
sonde n
dem
Menschen
wu den
Méglichkei en
gegeben,
sich
selbs andig
zu
e nah en.
Hie
wu de
SeFmenys
*,Fii e ung
de
Gas e‘
also
du ch
die
Ve wendung
eines
Beg i es
aus de
Viehzuch
eine
abwe ende
Bedeu ung
mi
sich
iih en,
die
abe
nich
zu
Benennung
eine
eie lichen
Handlung
du ch
die
da an
eilnehmenden
Pe sonen
dienen
kann.
Balys
(1948:
188)
e kla
Se?menys
in
de
enge en
Bedeu ung
,Leichenschmaus
nach
de
Bes a ung*
eben alls
als
Fii e ung,
und zwa
nich
nu
de
Lebenden,
sonde n
auch
de
To en.
Ob
sich
die
Bewi ung
de
Seelen
Ve s o bene ,
die,
so
schein
es,
mindes ens
eine
gewisse
Eh u ch
o
selbigen
o ausse z
mi
dem
Beg i
de
Fii e ung
zusammenb ingen
lass ,
da
bezwei el
we den
—
auch,
wenn
hie die
ela i e
Unselbs andigkei
de Seelen
be iicksich ig
wi d.
Zwa
kénn e
man
das
eben alls
an
die
Viehzuch
angelehn e
Suje
on
Hi
(la .
pas o )
und
Scha he de,
die
zu
hi en
sei
( gl.
li .
iSganymas
,Weiden,
H en‘
und
,E lésung,
Seligkei ‘),
e gleichen.
Hie
ehl
auch
de
nega i e
Beigeschmack,
e mu lich,
da
es
eindeu ig
als
Me aphe
au ge ass
wi d;
alle dings
b ing
es
ibe wiegend
die
Sich
de
Hi en
und
nich
die
de
Scha e.
Se?menys
*,Fii e ung
de
Gas e*
kann
man
dahingegen
kaum
als
Me aphe
au assen.
Fe ne ,
wenn
man
denn
das
Gelage
als
den
seman ischen
Angelpunk
de
Be-
g i s indung
es mach ,
bleib
doch
die
F age
nach
dem
Wesen lichen:
namlich
Bes a ung
und
Eh ung
des
Ve s o benen.
Zudem
ha en
wi
in
einem
solchen
Fall
allen
G und,
auch
ii
Hochzei
und
Tau e,
denen
beide
gleicha ige
Gelage
zu
eigen
sind
(BRMS
487),
ahnliche
Bezeichnungen
zu
e wa en.
Bezogen
au Seelen
muss
man
agen,
wa um
dann
nich
all
die
ande en
Fes e,
bei
denen
Seelen
Ve s o be-
ne
,ge ii e *
we den,
also
7
Tage,
40
Tage,
ein
Jah
nach
de
Bes a ung,
di e se
Kalende es e
u.a.,
en sp echend
benann
we den.
Wede
in
diesem
noch
jenem
Sinne
sind
Se menys
und
De i a e
anzu e en.
De
Einwand,
dass
es
sich
bei
dem
Bedeu ungswandel
des
Beg i es
Sé i
hin
zum
Fii e n
um
eine
bal ische
Sonde en wicklung
handeln
kénn e
und
dass
zum
Zei -
punk
de
Bildung
on
Se mué
,To enmahle e.‘
noch
die
ekons uie e
Bedeu ung
*Ke h,-
,Sa igen,
ui e n‘
als
*,bewi en‘
o handen
wa ,
is
dabei
na i lich
zu
beden-
ken.
Wenige
schwe
wieg
de
Ve gleich
mi
uss.
kopm
,Fu e ‘,
wozu
aksl.
kpuma
s pogn'
beleg
is
(REW,,
329).
Denn
auch
wenn
dies
mi
li .
Sé i
e glichen
wi d,
so
beda
doch
de
Ums and,
dass
die
bal ischen
Sp achen
Sa em-Re lexe
zeigen,
wah end
sich
die
Sla inen
als
Ken um-Sp achen
e hal en,
eine
soliden
Beg iindung.
Eine
Ve mu ung
,,in
he
case
o
Sla ic
*ke m»
we
a e
appa en ly
dealing
wi h
depa-
Ja aliza ion
o
he
ini ial
ela
be o e
a
syllabic
* *
(R.
H. De ksen,
pe s.
Mi eilung)
bedii e
analoge
Falle
und
eine
de aillie en
Ch onologie
als
E idenz.
Ahnliches
Ve hal en,
li .
§:
sl.
k,
lieg
bei
li .
Sei ikaulis
, ibia‘
s.
se b.-k .
cje nica
,ds.‘
<
sl.
*cé b
o ,
alle dings
un e
ande en
Bedingungen
und
eben alls
ungekla .
Li .
Se menys,
Sa ojimas,
aL eReuss.
si men
|
13
Da
eine
schliissige
Beg iindung
de weil
auss eh ,
is
eine
al e na i e
Deu ung
on
*ko mp,
namlich
de
Anschluss
an
idg.
“(s)ke -
sche en,
k a zen,
abschneiden‘
(zu
Wz.
gl.
LIV
556)
o zuziehen.
Es
wii de
sich
demnach
bei
sl.
*ko ma
um
eine
Be-
zeichnung
*,Abgeschni enes,
E n e
(Resul a )‘
de
gg .
ein
*,Mahd,
E n e
(P ozess)‘
o ausging.
Dies
is
anwendba
au
Fu e
ii
das
Vieh
-
Heu
—
wie
auch
au
das
Ge eide
zu
menschlichen
E nah ung.
Zu
e gleichen
wa e im
semasiologischen
Sinne,
und
auch
im
o malen,
da
*(s)ke -
,(ze )schneiden‘
als
E wei e ung
zu
0.g.
*(s)ke -
gil
(LIV
566),
li .
ki s i
, aillen,
Ge eide
e n en‘.
Eine
Ve wandscha
on
sl.
*ko ma
mi
li .
Sé i,
Se menys
wi d
auch
on
ESSJ,,,,
222
als
wenig
wah scheinlich
zu ickgewiesen.
Das
Su ix
*-m6én/-men-
is
wei e b ei e .
Wie
e hil
sich
dieses
zu
,Wu zel-
e wei e ung*
-m-?
Es
is
wah scheinlich,
dass
die
Fo men
mi
*Se m-
Ablei ungen
hie on
da s ellen,
mi
neu
du ch
Resegmen ie ung
neugebilde e
Wu zel
(eine
sinngema e
E kla ung
bie e
sich
ii
das
-m-
in
sl.
*ko ma
an).
Be ach en
wi
zunachs
Se mué
,To enmahl
e c.‘
und
Se mu6
,He melin,
Mus ela
e minea‘.
De
He -
melin
is ,
wenigs ens
im
Win e ,
wei
—
nu
die
Schwanzspi ze
bleib
dunkel.
Dahe
e wunde n
die
Wo e wandscha en
si muonélis
,He melin‘,
Si muonis
,Pelzmii ze
aus
He melin ell‘:
si mas,
si mas
,wei S,
g au
( om
Tie );
e g au
beim
Menschen‘,
Si mis
,wei ,
g au ( on
P e d
und
Kuh)‘,
si melys
,G aue ,
Schimmel!
(LKZ,,.
9026)
und
Sa muonelis
,He melin‘,
,He melin ell‘
(LKZ,,,,
524):
Sé mas
,Ascheau guss
zum
Wei en
und
Waschen;
Lauge,
Base‘,
Sa mas,
Sd mas,
Sa ma
,Rei ;
Schimmel’,
Sa mu6é
,Waschmi el
(aus
Asche)
‘
(LKZ,.,
520 .)
wenig.
Allen
gemeinsam
is
die
seman ische
Komponen e
,wei ,
g au‘,
so
dass
an
e ymologische
Ve wandscha
kaum
zu
zwei eln
is .
In
diesem
Zusammenhang
is
on
In e esse,
dass al p euRisch
gaylux
E
661
,He mel‘
o ensich lich
zu
gaylis
E
459
,wei
gehé .
Wiede um
li .
gaili s
,a zend,
scha ;
s echend,
bi e ;
kal ;
zo nig‘
schlag
seman isch
den
Bogen
zu Sa mas
Rei ;
Lauge‘,
wie
man
auch
de
E lau e ung
zu
Sa mas
—
gailus
nusis ojes
peleny
plikinys
en nehmen
kann
(LKZ,,
y
521).
Nach
Kluge
(1999:
371):
d .
He melin
<
ahd.
ha mo
<
o einzelsp achlich
°
“Ke man
<
idg.
*ko mo-
Rei ,
Schnee,
Hagel‘
in
li .
Sa mas
,Rei ,
ge o ene
Tau‘.
De
Reduzie ung
au
,Rei ,
Schnee,
Hagel‘
kann
nich
ganz zuges imm
we den,
insbesonde e
da
das
Ve hil nis
und
die
Ch onologie
de
Fo man ien
-m-
s.
-men
diese
Bedeu ung
ehe
als
sekunda
quali izie .
E en uell
lieSe
sich
die
G undbe-
deu ung
,was
wei,
g ell,
kal
is ’
angeben.
Un e
Hinzu iigung
de
Bedeu ungen,
die
ESSJ,,
68
ii
idg.
*ke H-m-
,scha ,
s echend,
a zend‘
gib ,
e hiil
man
die
all-
gemeine e
Fo m
,g ell,
scha ,
a zend,
kal ;
was
die
Sinne
s a k
eiz ‘
(zu
solchen
semasiologischen
Ube agungen,
Zusammens ellungen
gl.
U bu is
1972:
57-61,
Gliwa
2004:
9-11).
In
diesem
Sinne
is
abe
be ei s
die
Wu zel
*Ke H-
au zu assen,
wenn
man
bal ische
Pa allelen wicklungen
Sa mas/Se ksnas
,Rei ',
Si mas/Si as
,wei ,
g au‘
nich
als
Folge
on
In e e enz
e schiedene
En wicklungslinien
be ach en
will.
Hie he
gehé en
wei e hin:
le .
sé ksna
,Schneek us e‘,
si ms
,g auhaa ig,
g au‘,
aksl.
s ens
,wei8‘,
a m.
sa n
,Eis‘
u.a.
(LEW
973 .).
Im
Wei e en
soll e
wegen
de
Aku ie ung
on
Sd mas
,Lauge’,
si mas
,wei ,
g au‘
eine
Se -Wu zel
*Ke H-
angese z
we den;
zi kum lek ie e
Va ian en
sind
sekunda
zu
e kla en,
XII

14
|
Be nd GLiwa
insbesonde s
du ch
Me a onie
bei
Subs an i ie ung
und
wei e e
Ve allgemeine ung
de a ige
Fo men.
Al p .
si men
,Bes a ung*
und
si mes
E
554
,Lauge‘
s ehen
o mell
eine
e ymo-
logischen
Ve wandscha
nich
im
Wege,
wiede um
au de
G undlage
on
*si -m-
,Asche;
was
weil, g au
is ’.
Mogliche weise
gab
es
einen
Un e schied
in
de
Bedeu ung on
pelenai
,Asche
und
Glu ‘
und
*si m-
, ollig
e b ann e
Asche‘,
wie
man
aus de
Bezeichnung
Po-
lengabia
,Gé in,
de das
An achen
des Feue s
an e au
is ‘,
die
Lasicki
(1969:
22,
42)
nenn ,
e mu en
kann.
Dabei
is
es
belanglos,
ob
es
sich
um
eine
Go in
ode
ein
Haushal sge a
handel
(1969:
80).
Die
Ta sache,
dass
sich
aus
Asche
Feue
an achen
lass ,
se z
die
Exis enz
on
Glu
o aus.
Ande e sei s
wa e
na ii lich
auch
eine
de a ige
In e p e a ion
méglich:
Polengabia
*,die
(die
Glu )
mi
Asche
zudeck *.
Und
Asche
is
bekann lich
ein
gu e
Wa meisola o ,
so
dass
die
Glu
lange
e hal en
bleib .
Ob
man
alle dings
gabija,
zu
gob i
/ gaub i
,zudecken‘,
in
so
p agma ische
Weise
au assen
kann
ode
ob
eine
ande e
Au assung
ange a ene
wi e,
sei
dahinges ell .
Aus
Biigas
(1961:
712)
Aus i h ungen
zu
li .
Sé mas,
le .
sa ms
,wei&e
Lauge
zum
Waschen‘
wi d
deu lich,
dass
e
Ve wandscha
mi
einem
unbeleg en
le ischen
Ve b
*se
,weien,
bleichen‘
annimm .
Dami
s iinde
Sd mas
*,Waschmi el,
Wei -
mache
oben
genann em
Sé i
,4.
ausbleichen,
*be ei en‘
e l.
auch
,3.
mause n,
ede n,
du ch
Pelzwechsel
die
Fa be
wechseln,
ab a ben‘
nahe.
Maiiulis
(1997:
114
und
Li e a u )
beme k ,
dass
Buga
mi
diese
Au assung
alleine
s eh
und
schlie &
sich
wei gehend
dem
iblichen
Ve gleich
on
al p .
si mes
mi
d .
Ha n
an.
De
Besch eibung
on
al p .
si mes
als
*,eine
dem
Ha n
ahnliche
Fhissigkei '
(Maziulis
1997:
115)
kann
jedoch
nich
zuges imm
we den.
Die
Fa -
be
s imm
nich
iibe ein,
si mes
,Lauge‘
is
im
Gegensa z
zu
Ha n
ge uchsneu al,
le z e e
wiede um
is
nich
a zend
und kann
auch
beim
bes en
Willen
nich
als
Wei Smache
bezeichne
we den.
Wobei
abe
die
a zende
Eigenscha
de
Aschel-
auge
ech
mode a
bleib ,
denn
adi ionell
wu de
Sd mas
auch
im
Badehaus
zum
Haa ewaschen
genu z .
Die
Ahnlichkei
besch ank
sich
also
au
die
Eigenscha
, lussig‘
und
dann
soll e
es
e laub
sein,
auch
beispielsweise
,Wasse ‘
und
,Blu ‘
als
al p .
si mes
baw.
li .
Sd mas
zu
ak ie en.
Das
is
mi nich en
de
Fall.
Zu iick
zu
Se menys.
Gema
a cheologischen
Un e suchungen
wa
die
Feue be-
s a ung
im
Te i o ium
de
bal ischen
Vélke
im
Zei aum
on
1200
.
Ch .-0
und
dann
e wa
ab
500-1400
n.
Ch .
iiblich,
eilweise
in
Koexis enz
mi
ande en
Bes a ungs o men
(die
Zei angaben
sind
als
g obe
O ien ie ung zu
e s ehen,
genaue
siche:
G igala iciené
1995:
65,
95;
Topo o
2000:
206),
einschlieBlich
ode
o gese z
on
Ve b ennungen
k iegsge angene
K euz i e
(BRMS
42,
450).
Auch
in
de
Zwischenzei ,
in
de
die
Feue bes a ung
on
de
Bee digung
abgelds
wu de,
spiel e
Feue
eine
wich ige
Rolle
bei
den
Kul handlungen
zu
Bes a ung:
in
ielen
G abe n
sind
Spu en
on
Asche
und
e kohl em Holz
zu
inden,
die
anscheinend
au
die
Sa ge
geschii e
wu den
(S ankus
1984:
64).
Im
heu igen
Li auen
sind
b ennende
Ke zen
un e zich ba e
Bes and eil
on
To enwache
und
-messe.
Li .
Se menys,
Sa ojimas,
ALTPREUSS.
si men
|
2s
Bei
Ve b ennung
en s eh
Asche.
So
wie
Sd mas
au
de
G undlage
on
Asche
zu
Bezeichnung
de
Waschlauge
wi d,
kénn e
Se?menys,
gleich alls
au de
Basis
on
Asche,
u sp iinglich
die
Einasche ung,
also
die
Leichen e b ennung
bezeichne
haben.
Bal . *Se m6n
,Eindsche ung‘
en sp ache
in
de
Wo bildung
e wa
li .
a mué
,P liigen,
Gep liig es‘,
émud
,Sodb ennen‘,
sémud
,Saa ,
Saa gu ‘,
pjiimud
,Schni ,
E n e‘,
gelmud
,Kal e‘
als
Nomina
ac ionis
(Ska dzius
1996:
293-295,
Amb azas
1993:
55).
Die
unmi elba
dami
e bundenen
i uellen
Handlungen
wie
Gebe ,
Gesang,
Ve zeh
on
Speisen
und
be auschenden
Ge anken
e ben
diese
Benen-
nung.
Dass
die
Bezeichnung
de
Leichen e b ennung
wede
die
Sememe
,Feue ‘
noch
,b ennen‘
be iicksich ig ,
inde
Pa allelen
in
d .
Eindsche ung
,zu
Asche
ma-
chen‘,
sowie
in
la .
c emd e
,einasche n,
e b ennen‘:
ignis
,Feue ‘.
La .
c emd e
is
singula
inne halb
de
Indoge mania
k() emH-
, e b ennen‘
(LIV
368)
und
wi d
mi
ande ssp achlichem
Ma e ial
nu
un e
Vo behal
e glichen,
so
e wa
mi
g .
k¢paog
,Tép e e de,
Ziegel,
K ug...‘
(Walde
1910:
199).
Das
g .
Wo
wiede um
wi d
o sich ig
mi
li .
kd s as
,hei&‘,
ahd.
he d
e glichen,
nich
ohne
da au
zu
e weisen,
dass
ein
Wo
mi
-(a)mo-
und
aus
dem
seman ischen
Gebie
de Tech-
nologie
seh
wohl
ein
en lehn es Kul u wo
sein
kénn e
(GEW
823 .
und
Li .).
Semasiologisch
lage hie
eine
En wicklung
,wei s
>
,wei&machend*
>
,ein-
asche n‘
>
, e b ennen‘
o . In
gewisse
Weise
lass
sich dies
mi
al indischen
me apho ischen
Bezeichnungen
i
das
Feue
e gleichen
k sna a man,
k snaga i
,Feue ‘
wo lich
,schwa ze
Spu
habend*,
k snaja has
,mi
dunkle
Bahn
(Feue )*
(Mylius
2001:
121).
Bekann
is ,
dass
in
de
li auischen
T adi ion
die
Fa be
Wei
das
Symbol
des
Todes
noch
bis
ins
20. Jh.
hinein
wa
und
de
To e
gemeinhin
in
wei&es
Leinen
gekleide
wu de.
Im
Todes alle
on
Un e hei a e en
wu den
diese
zu
Bes a ung
gekleide
wie
i
die
Hochzei
und
mi
dem
ublichen
Hochzei sschmuck
e sehen
(Dunduliené
1999:
248,
262).
Wie
Gimbu iené
beme k ,
is
die
Fa be
de
éllig
on
Gewebe
be ei en
und
ausgeblichenen
Knochen
die
Fa be des
Todes
(1996:
202).
Exka na ion
und
Eindsche ung
iih en
zu
wei en
Ube es en.
Dagegen
is
es
nich
e wunde lich,
dass
mi
de
Bee digung
die
zu-E de-We dung
mi
schwa ze
E de,
mi
Humus
assoziie
wi d
und
Schwa z
zu
Symbol a be
des
Todes
wi d,
mi
de
Symbolen
eigenen
T aghei .
Hie he gehG ige
bal ische
Beg i e,
die
au
die
Fa be
Bezug
nehmen,
sind
ins
Os see innische
en lehn .
Zu
nennen
sind
inn.
ha maa
,g au‘,
hd md
,Rei ,
duinne
Schneeschich ,
Bie schaum‘
und
he mo
,Ne ‘
(Liukkonen
1999:
37-39,
44).
Fii
das
le z genann e
Wo
méch e
ich
einen
e was
ande en
semasiologischen
Weg
o schlagen,
nich
iibe
,g aue
Muskel ase ,
Sehne‘
wie
Liukkonen,
sonde n
i be
g aues
Ne engewebe
,Riickenma k,
Hi nmasse‘.
Wenn
Se menys
p ima
die
Eindsche ung
bezeichne e,
lage
de
Ve gleich
mi
c emd e aus
k emH-
seman isch
seh
nahe.
P oblema isch
is
dabei
e s ens die
Me a hese
- e-
;
-e -
und
die
Na u
des
-m-.
Handel
es sich
bei
c ema e
um
eine
denominale
Bildung,
diese
Moglichkei
aum
Kimmel
explizi
ein
(LIV
369),
so
wi e
*ke -H-m6n-
zu
e wiigen,
mi
ollzogene
Me a hese
im
La einischen
—
dies
insbesonde e,
alls
man
ca bo
,Kohle‘
hie he
s ellen
méch e
(Walde
1910:
199;
IEW
16
|
BERND
GLIWA
571 .)
( gl.
z.B.
die
un e schiedlichen
Re lexe
de
Ablau s u en
in
la .
c é i
pe .
zu
ce no
,ich
nehme
wah ‘;
c emd e
wa e dann
als
Wo
mi
neue
Wu zel
ausgehend
on
de
Schwunds u e
au zu assen.
Ande s
Sch ij e
(1991:
207 .),
de
ein
schwund-
s u iges
*k -em-
ii
c ema e
anse z
und
mi
li .
kii i
e gleich ,
abe
eine
Sich
als
nich idg.
Lehnwo
be o zug ).
Ande e sei s
wu de
k-
in
p ima em
*k e-H-mon,
da
li .
s -
im
Anlau
ausschlie@lich
in
neue en
Lehnwo en,
o zugsweise
Ge manismen,
e schein ,
den
Wandel
zu
S-
nu
in
de
Schwunds u e
du ch iih en
>
si -m-.
Da au
kénn e
eine
neue
Ablau eihe
mi
Si mas
>
Se menys,
Sd mas
au bauen.
Ob
da iibe
hinaus
dann
Fo men
mi
nich
pala alem
*k e-m-
bes ehen
kénn en,
gg .
mi
abwei-
chende
Bedeu ung,
is
eine
o ene
F age.
Belege
da ii
gib
es
keine.
Man
kénn e
e wagen,
hie
li .
Sé i
in
de
Bedeu ung
,T ocknen
des
Ge eides,
du ch
Heizen
de
Da e‘
anzuschlieSen
—
dann
mi
eine
Bedeu ung
*,Feue
machen,
b ennen‘.
Ein
al e na i e
Ansa z
is
Ke (h,)-mén-
*
die
Au bah ung
des
Ve s o benen
un-
mi elba
o de
Bee digung
ode
K ema ion;
Au bah ung
des
To en
in
Baumbe-
s a ung,
Exka na ion‘.
Diese
Au bah ung(li .
Sa ojimas)
kann
sich
dem
Be ich
des
Wul s an
(um
890)
zu olge
bis
zu
einem
halben
Jah
hinziehen,
je
nach
Rang
des
Ve s o benen
(BMRS
164-169;
Topo o
2000:
222-234).
De
Ve gleich
mi
idg.
“Ke h,-
sb echen,
ze b echen
(in .)‘
(LIV
327 .)
und
dann
wohl
,ze allen,
e wesen‘
is
dann
naheliegend,
zumal
wi
hie
e l.
mi
g .
kjo
,Tod,
Ve de ben;
Todesgé in‘
e gleichen
kénnen
(IEW
578,
GEW
842-843).
In
diesem
Fall
muss
abe
de
Ve gleich
mi
den
Bezeichnungen
on
Rei ,
Lauge
und
en sp echenden
Fa ben
au gegeben
we den.
3.
EINIGE
KULTURGESCHICHTLICHE
UND
TECHNISCHE
ASPEKTE
DER
KREMATION
Na ii lich
inde
die
Au bah ung
und
Eh ung
des
Ve s o benen
auch
o
de
Bee digung
s a .
Die
olgenden
Aus iih ungen
besch ianken
sich
abe au
die
Ein-
asche ung.
Die
Au bah ung
de
Leiche
o
de
Ve b ennung
ha
neben
de
i uellen
auch
eine
héchs
p ak ische
Funk ion.
Die
Ve b ennung
wi d
eno m
e leich e ,
da
de To e
e ockne ,
denn
imme hin
bes eh
de
menschliche
Ké pe
zu
60%
aus
Wasse
(Schenck,
Kolb
1990:
456).
Das
kann
wich ig
sein
bei
Mangel
an
B enn-
ma e ial.
Abe
auch
aus
i uelle
Sich
wa e
dies
é de lich,
da
die
olls andige
Ve b ennung
somi
ga an ie
is .
Die
einzusammelnden
Knochen
mussen
ei
on
Gewebe es en
sein
(Gimbu iené
1996:
202).
Gamk elidze
und
I ano
un e s eichen
die
No wendigkei
eines
gewissen
S andes
de
Technik,
wie
sie
mi
de
Ein iih ung
de
Ke amik
e eich
is ,
um
die
K ema-
ion
zu
e méglichen
(1984:
830).
Die
Leichen e b ennung
se z
bei
den
He hi e n
e wa
om
17.
bis
14. Jh.
.
Ch .
ein
(1984:
830),
in
de
Ilias
des
Home
is
on
i uellen
Leichen e b ennungen
die
Rede.
Zeus
pe sénlich
zwang
Achilles,
den
Leichnam
des
Hec o
dessen
Va e
zu
iibe geben,
dami
diese ,
Konig
P iamos
on
T oja,
ihn
koniglich
einasche n
kénne.
Gimbu iené
(1996:
286)
e wahn
G abe
mi
eingedische en
Ube es en
ii
die
Zei
um
4500
.
Ch .
im
heu igen
Unga n
(1996:
240)
sowie
ii
e wa
2500
.
Ch .
in
de
Slo akei.
Li .
Se menys,
Sa ojimas,
a p euss.
si men
|
ae
Holz,
das
in
wald eichen
Gegenden
zu
Geniige
o handen
is ,
und
die
Behe -
schung
des
Feue s
sind
die
einzigen
echnischen
Vo ausse zungen.
In
de
Ta
lass
sich
au
diese
Basis
ein ache
Ke amik
b ennen.
Wie
e wahn
lie e
sich
ge .
g .
képauos
,Ke amik,
Geb ann es‘
daneben
,Tép e on‘
zu
be ach e en
Sippe
um
*ke H-m-
s ellen,
Man
beach e,
dass
de
Tép e ma k
Kepayeixds
auch
sei
spa e-
s ens
491
.
Ch .
6 en liche
Beg abnispla z
und
K ema ionss a e
A hens
ii
die
im
Kamp e
ge allenen
K iege
wa
(Bensele
1990:
431;
Schnau e
1970:
51-57,
177).
E s
die
Ve wendung
on
Kohle
und
O en
e méglich
eine olls andige
Ein-
asche ung,
einschlie@lich
de
Knochen.
Zu
lange en
Au bah ung
de
Leiche
is
aue dem
noch
Wissen
ube
die
Konse ie ung
und
Mumi izie ung
e o de lich.
Dass
die
Bal en
i be
solche
Kenn nisse
e iig en,
bezeug
schon
Wul s an
um
890
(dazu
Topo o
2000:
223 .).
4.
LIT.
Sa éjimas
,AUFBAHRUNG‘
Sa éjimas
is
eine
Abs ak bildung
zu
Sa o i
,1.
den
Ve s o benen
eh en,
2.
ii-
s en‘,
daneben
Sa o i
,ungeschick ,
schlech
mahen‘
(LEZ,
532).
Die
Eh ung
des
Ve s o benen
schlie
ein:
ihn
zu
waschen,
ge . asie en,
isie en,
in
seine
bes e
Kleidung
zu
kleiden
und
au zubah en
(LKZ,,,
532) ode
ga
den
so
behandel en
Leichnam
mi
an
den
Tisch
zu
se zen
(Lasicki
1969:
32,
50).
Sa o i
seine sei s
is
zu
Sd as,
Sa as
/
Sa ai
zu
s ellen,
als
sekunda es
Ve b.
Sa ai
,(1.a)
Aus luss
(nach
de
Gebu ),
(1.b)
Mona sblu ung,
(1.c)
Speichel
de
dem
Ve s o benen
aus
dem
Mund
lie& ,
(2.a)
gepanze e
Bekleidung
de
K iege ,
(2.b)
Aus iis ung
de
K iege
einschlieSlich
Bekleidung,
Wa en
und
Muni ion,
(2.c) Panze
on
Insek en,
K ebsen
e c.,
(3.a)
Mi gi ,
Hei a sauss eue ,
(3.b)
G abbeigabe,
(3.c)
Wagen
ohne
Rangen
und
Wagenlei e n;
Bodenb e ‘
(LKZ,,,,
528-530).
Bei
de
Wagenbezeichnung
han-
del
es
sich
mégliche weise
um
eine
En lehnung
aus
pl.
sza aban
,al e iimliche
Wagen‘
>
li .
Sa abanai
(LKA
90)
und
bei
de
E lau e ung:
paSa oja
numi élj,
y.
paguldé
an
Sa o
man
bah
den
Leichnam
au ,
d.h. leg
ihn
au
das
Bodenb e
des
Wagens‘
(LKZ,,,,
530)
ielleich
um
eine
olkse ymologische
Umdeu ung.
F aenkel
neig
zu de
Annahme,
dass
li .
Sd as
,Ha nisch,
Panze ,
Riis ung‘
und
al p .
sa wis
,Wa en‘
wegen
des
li .
§
einheimisch
und
mi
g .
cops
,Helm‘,
kop ooew
,wappnen‘
u e wand
sind
(LEW
965).
Den
Ve gleich
de
bal ischen
mi
den
g iechischen
Wo e n
weis
F isk
zu iick
(GEW
826 ,
921,
925 .).
Das
Ve hal nis
on
mhd.
ha nas,
(<)
al anz.
ha nais
und
go .
sa wa
,Wa en‘
nebs
ge manischem
Kon ex
ahd.
sa o,
gisa awi,
ae.
sie wan
,planen,
s en
u.a.‘,
al ies.
se a
, iis en‘
zueinande
und
zu
den
bal ischen
hie
disku ie en
Beg i en
bleib
unkla
( gl.
LEW
966).
Die
Aku ie ung
on
li .
Sd as
,Ha nisch,
Panze ,
Riis ung‘
(AP3)
deu e
jedoch
au
ein
E bwo .
Zu
G undbedeu ung
,auss a en,
iis en‘
s ell
F aenkel
auch
Sd as
,Auss eue ,
Mi gi ‘
sowie
Sa o i
,einen
To en
au bah en,
ihn
zum
Beg ibnis
schmiicken‘.
End-
lich
e kla
F aenkel
auch
Sd as
,Placen a,
Mens ua ion‘
aus
de
sons igen
Bedeu-
ung
,Panze ‘
bzw.
Schmuck‘
und
iih
hie bei
insbesonde e
Ruhigs
Wiede gabe