Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis „Lietuviški vardai“
Full text
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
Institut für Litauische Sprache
Forschungsschwerpunkte: Analyse der Dialekte schriftlicher Quellen, Dialektlexikografie und -lexikologie, Soziolinguistik.
Das handschriftliche Wörterbuch von Matas Slančiauskas
Litauische Namen
Handschriftliches Wörterbuch Litauische Namen von Matas Slančiauskas
Zusammenfassung
Der Artikel stellt der wissenschaftlichen Öffentlichkeit erstmals das handschriftliche Wörterbuch Litauische Namen von Matas Slančiauskas vor, das um 1911–1918 zusammengestellt wurde. Die Struktur des Manuskripts wird erörtert, seine Bestandteile werden beschrieben und sprachlich analysiert. Das Material des handschriftlichen Wörterbuchs Litauische Namen wird zusammenfassend dargestellt, wobei der bleibende Wert der Arbeit von M. Slančiauskas hervorgehoben wird. Das gesamte Manuskriptmaterial ist im Anhang des Artikels enthalten.
ANNOTATION
Der Artikel stellt das handschriftliche Wörterbuch Lithuanian Names von Matas Slančiauskas erstmals der wissenschaftlichen Gemeinschaft vor. Das Wörterbuch wurde von M. Slančiauskas um 1911–1918 zusammengestellt. Der Artikel erörtert die Struktur des Manuskripts, präsentiert und beschreibt die strukturellen Bestandteile des Wörterbuchs und unterzieht sie einer linguistischen Analyse. Das Material des handschriftlichen Wörterbuchs Lithuanian Names wird zusammenfassend dargestellt, wobei der bleibende Wert der Arbeit von M. Slančiauskas hervorgehoben wird. Das gesamte Material des Manuskripts ist in den Anhängen des Artikels enthalten.
EINLEITUNG
Das handschriftliche Vermächtnis von Matas Slančiauskas (1850 II 21–1924 III 11) zu sprachlichen Themen ist der wissenschaftlichen Gemeinschaft und der Öffentlichkeit noch nicht vollständig bekannt. In diesem Artikel wird das handschriftliche Wörterbuch von M. Slančiauskas Lietuviški vardai vorgestellt, das im Manuskriptarchiv des Instituts für litauische Literatur und Folklore aufbewahrt wird. Es ist mit zwei Signaturen versehen: derjenigen der Litauischen Wissenschaftlichen Gesellschaft und der des LLTI. Vollständige Signatur: LMD I 1060. 6 Hefte. 564.
SCHLÜSSELWÖRTER: Personennamen, Diminutive, Ethnonyme und Bezeichnungen ethnischer Gruppen, phonetische Schreibung, westaukštaitischer Dialekt von Šiauliai.
SCHLÜSSELWÖRTER: Personennamen, Diminutive, Ethnonyme und Bezeichnungen ethnischer Gruppen, phonetische Schreibung, westaukštaitischer Dialekt von Šiauliai.
124
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
nischen Literatur- und Folkloreinstituts. Es ist mit zwei Signaturen versehen: derjenigen der Litauischen Wissenschaftlichen Gesellschaft und der des LLTI. Vollständige Signatur: LMD I 1060. 6 Hefte. 564.
M. Slančiauskas selbst hat dieses Manuskript in keiner Weise betitelt. Die Autorin hält es für durchaus berechtigt, es Lietuviški vardai zu nennen, da der erste Teil mit dem Titel Lietuviški vardai beginnt und im weiteren Text nur noch die Zahl und das Wort vardai stehen, z. B.: 2 vardai, 3 vardai, 4 vardai [...] 12 vardai. Die beiden anderen Teile tragen die Titel Kas=Kits und Vardai=ir=vadinimai (nušaukimai), die bestimmte Realien bezeichnen; daher kann der Titel des ersten Teils, Lietuviški vardai, für das gesamte Manuskript verwendet werden. Das Manuskript von M. Slančiauskas wird als Wörterbüchlein bezeichnet, da es nicht nur litauische Wörter (Familiennamen, Dorfnamen, Koseformen usw.) enthält, sondern viele davon auch nach Tätigkeitsbereichen gruppiert sind und ein Teil durch verallgemeinernde Aussagen erläutert wird. Im Folgenden wird die Bezeichnung Wörterbüchlein Lietuviški vardai. verwendet.
Wann genau das Wörterbüchlein Lietuviški vardai verfasst wurde, hat M. Slančiauskas nicht angegeben. Es ist möglich, dass er im Alter versuchte, möglichst viele Arbeiten zu erledigen: Er schrieb seine Erinnerungen, sammelte Folklore und stellte Folklore-Sammlungen zusammen, ohne der Datierung Beachtung zu schenken. Nach Ansicht des Folkloristen Norbertas Vėlius wurde das Wörterbüchlein Lietuviški vardai im Zeitraum 1911–1915 erstellt1.
M. Slančiauskas nähte gern selbst Hefte aus Papierblättern zusammen, die für verschiedene Zwecke bestimmt waren2. Das Heft des Wörterbüchleins Lietuviški vardai ist aus Papier mit 24 linierten Seiten zusammengenäht. Die Seiten sind 11,5 cm breit und 17,5 cm hoch. Auf dem Papier sind acht längs gezogene Spalten gut lesbar und sichtbar, die auf Russisch wie folgt bezeichnet sind: Мѣсяцъ, Число, № Арт., Паръ (dieser Abschnitt ist in kleinere Spalten mit den Bezeichnungen 1, 2, 3 unterteilt). Всего паръ., Цѣна, Руб., Коп. Die Längsspalten sind quer durch 17 Zeilen unterteilt. In diese Spalten schrieb, nummerierte und markierte M. Slančiauskas auf jeder Seite die vardai (varðai). Die Nummerierung der ersten Wörterbuchsektion, Vardų, beginnt mit der Zahl 2 und endet bei 13. Wenn die vardai nicht auf eine Seite passen und auf die nächste übertragen werden, bleibt diese Seite unnummeriert3.
Die zweite Wörterbuchsektion, Kas=Kits, ist mit der Zahl 14 gekennzeichnet; die dritte Sektion mit dem Titel Vardai=ir=vadinimai (nušaukimai) ist mit der Zahl 15 versehen. Die folgenden sechs Seiten sind nicht nummeriert.
Was sind das für Wörter, die M. Slančiauskas als vardai, vadinimai ir nušaukimai? bezeichnete? Heute ließen sie sich in mehrere Gruppen einteilen: a) Eigennamen (Personennamen, Ortsnamen); b) Bezeichnungen für Familienmitglieder und soziale Schichten sowie ihre Ableitungen mit Verkleinerungsformen
1 Norbertas Vėlius bezeichnet das Manuskript schlicht als Sammlung; vgl.: „Er stellte auch eine Sammlung zu sprachlichen Themen zusammen, in die er litauische Familiennamen, Kose- und Verkleinerungsformen von Bezeichnungen für Familienmitglieder sowie litauische Bezeichnungen für Angehörige anderer Ethnien und für einzelne soziale Stände und Gruppen aufnahm.“ Ausführlicher siehe Vėlius 1974: 27.
2 Plačiau žr. Švambarytė-Valužienė 2011: 53–65.
3 Die Listen 6 vardai und 11 vardai⟧ werden auf den folgenden Seiten des Wörterbüchleins fortgesetzt.
Straipsniai / Articles
125
JANINA ŠVAMBAR YTĖ-VALUŽIENĖ
mit Suffixen; c) Ethnonyme (Bezeichnungen für Völker oder ethnische Gruppen und deren Erläuterungen); Bezeichnungen sozialer Gruppen, Benennungen nach der Religion, in der Folklore gebräuchliche Bezeichnungen sowie andere Bezeichnungen mit kurzen Beschreibungen. Insgesamt umfasst das Wörterverzeichnis Lietuviški vardai 382 Wörter, davon 274 im ersten Teil Vardai, 57 im zweiten Teil Kas=Kits und 51 im dritten Teil Vardai=ir=vadinimai (nušaukimai).
Das dreiteilige Wörterverzeichnis wird anhand der Struktur der Objektbenennung erörtert und mit aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen in Beziehung gesetzt; außerdem wird der terminologische Charakter des sprachlichen Ausdrucks im Wörterverzeichnis Lietuviški vardai dargestellt.
Ziel des Artikels ist es, die Struktur des handschriftlichen Wörterverzeichnisses zu beschreiben und es sprachlich zu analysieren. Dazu werden folgende Fragen gestellt: a) wann und wie wurde das Manuskript zusammengestellt, b) aus welchen Teilen besteht es, c) welches sprachliche Material wird darin wie präsentiert, d) wird es in Arbeiten und Karteien der litauischen Sprachwissenschaft berücksichtigt, e) wie ist das Material im Kontext heutiger Forschung zu bewerten?
Im Artikel kommen beschreibende, vergleichende und quantitative Methoden sowie Methoden zur Strukturierung des Materials zum Einsatz.
DES HANDSCHRIFTLICHEN WÖRTERVERZEICHNISSES
LITAUISCHE NAMEN: ÜBERBLICK
Namen4
M. Slančiauskas ordnet ihnen Eigennamen zu: Familiennamen und Ortsnamen aus der Gegend von Joniškis. Auf der mit der Nummer 13 gekennzeichneten Seite findet sich ein eingeklammerter Zusatz, dem zufolge die Familiennamen und Vardai sodžiu „Vardai sodžių“ aus der Pfarrei Saločiai (Rajon Pasvalys) stammen.
M. Slančiauskas gruppierte die Familiennamen nach wiederkehrenden Endungen; daher sind auf verschiedenen Seiten Namen unterschiedlicher Struktur aufgeführt vardai. Es fällt auf, dass der Autor nicht nur den Wortendungen (Suffixen), sondern auch dem Wortaufbau (Komposita) Beachtung schenkte, vermutlich auf der Suche nach möglichen Ursprüngen der Familiennamen.
Auf den Seiten 1–2 führt M. Slančiauskas die Familiennamen alphabetisch in Spalten auf und nennt dabei die zweisilbige Kurzform sowie die Variante mit dem Suffix –ūnas. M. Slančiauskas verbindet die beiden Familiennamen mit dem Zeichen =, zum Beispiel: Jankus = Jankunas, Mankus = Mankunas, Mickus = Mickunas, Mitkus = Mitkunas, Morkus = Morkunas, Norkus = Norkunas, Prankus = Prankunas, Ratkus = Ratkunas, Rimkus = Rimkunas, Stankus = Stankunas, Sutkus = Sutkunas, imkus = imkunas, Tautkus = Tautkunas, Vaitkus = Vaitkunas, Vaitiekus = Vaitiekunas, Vitkus = Vitkunas. Dort, wo das zweisilbige Wort
4 In diesem Abschnitt des Artikels werden die Familiennamen so wiedergegeben, wie Matas Slančiauskas sie niedergeschrieben hat. Die Autorin des Artikels gibt, soweit es das von M. Slančiauskas zusammengestellte Material zulässt, mögliche Bildungsverfahren der Familiennamen an.
126
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
Eine Variante wird nicht angegeben, es werden nur die Familiennamen aufgeführt, z. B.: Bratkunas, Laikunas, Petrikunas, Šaikunas, Tvaskunas. Auf diesen Seiten sind von Slančiauskas auch Familiennamen notiert: Kaunas, Kaunys, Kunas, Perkunas.
Auf S. 3, betitelt 2 Namen, hob M. Slančiauskas alte zweistämmige Personennamen hervor, deren Schlussglied -mantas lautet (dialektale Form -mantis), z. B.: Daumantas, Eišmantas, Jomantas, Kamantas, Lymantas, Skirmantas, Talmantas, Vidmantas, Vismantas, Žymantas und Normantis.
Auf S. 4, von M. Slančiauskas betitelt 3 Namen, spiegelt sich der Wechsel zwischen den Stammendungen -as und -is in Familiennamen mit -tautis: Bertautis, Butautis, Gažtautis, Viltautis, aber Bytautas, Cirtautas, Goštautas, Kontautas. Die mit dem Wort tauta, „Volk“, in Verbindung zu bringenden Personennamen von M. Slančiauskas sind so aufgeführt, dass -tautis als zweites oder erstes Glied eines Kompositums verwendet wird, vgl.: Mintautas, Nutautas, Gintautas, Žutautas und Tautkus, Taučiunas, Tautginis, Tautkunas, Tautvaišas.
Auf S. 5, 4 Namen, führt M. Slančiauskas Personennamen mit -gėla, -gėla(i)s, -gaila(ius), -gilas, -gelaitis auf, die mit den Wörtern gėlti „schmerzen“, gėlà „Schmerz“, gailėti (gaili) „bedauern“, gailùs „erbarmenswert“ in Verbindung stehen, z. B.: Daugela, Jagela; Mingelas, Jaugelis, Mangelis; Skirgaila, Songaila, Svidrigaila; Vižgailius; Norgilas; Daugelaitis. Ein Familienname ist vermutlich lettisch – Kežgalins.
Auf S. 6, 5 Namen, trennt M. Slančiauskas mit zwei langen Gedankenstrichen Familiennamen ab, deren zusammengesetztes Glied akis lautet. Zuerst führt er jene Personennamen auf, bei denen dieses Glied am Anfang des Personennamens steht, z. B.: Akas, Akilaitis, Akunis, Akis, Akylius. Nach dem ersten Gedankenstrich folgen Familiennamen, bei denen das Glied -akis (-akas) am Ende des Personennamens steht, z. B.: Baltakas, Baltakis, Jautakis, Ylakis, Kaulakis, Ketrakis, Keturakis, Laurnakis, Mylakis, Pašakis, Plačakis, Plakis. Nach dem zweiten Gedankenstrich stehen folgende von Slančiauskas angeführte Familiennamen: Rudakis, Smalakis, Spirakis, Šakis, Taurakis, Žalakis.
Auf S. 7–8, 6 Namen, führt M. Slančiauskas Familiennamen mit -eikis auf, z. B.: Adeikis, Vijeikis, Brazdeikis, Dirbeikis, Dirmeikis, Kanteikis, Kiauleikis, Kušleikis, Lapeikis, Lydeikis, Maldeikis, Mišeikis, Petreikis, Rimeikis, Rupeikis, Rusteikis, Sereikis, Saveikis, Skabeikis, Šateikis, Šileikis. Bei einigen Familiennamen notiert M. Slančiauskas auch Kurzformen: Alseikis = Alsys, Budreikis = Budrys, Jauneikis = Jaunys, Juodeikis = Juodis, Noreikis = Noras, Rimeikis = Rimas. M. Slančiauskas hat zahlreiche Familiennamen dieses Typs notiert, weshalb sie nicht auf eine einzige Seite passten.
Auf S. 9, 7 Namen, notierte M. Slančiauskas in kleineren Buchstaben: Romas = Romutis = Romutaitis; Rimas = (Rimaitis). Einer der Familiennamen ist sogar so notiert: RimVydas. In den aufgeführten Personennamen stehen die Glieder ram-, rim-, rom- meist am Wortanfang oder (wie das Glied -rimas) am Wortende, z. B.: Ramonas, Ramačiūnas = Romančionis, Rimkus, Rimkunas, Rimeikis, Rimgaila; Mantrimas, Kantrimas, Putrimas.
Auf S. 10, 8 Namen, führt M. Slančiauskas vier Familiennamen mit -kantas, -kantis auf, die mit den Wörtern kančia „Leiden“, kęsti „ertragen“ in Verbindung stehen, z. B.: Viskantas, Daukantas, Girkantis, Žukantis.
Auf S. 11 führt M. Slančiauskas die Namen 9 und 10 an. Bei den 9 Namen sind Familiennamen mit dem Glied -gail(a) hervorgehoben, die mit den Wörtern gailà „Kummer“, gailėti „bedauern“ in Verbindung stehen; dieses wird als Bestandteil eines Personennamens verwendet.
Straipsniai / Articles
127
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
Anfangs- und Endbestandteile, z. B.: Gailis, Gailutis, Gailiūnas; Songaila, Rimgaila, Višgaila. 10 Vardai Die von Slančiauskas aufgezeichneten Personennamen mit den Bestandteilen gáudyti, gūdas, -ė, z. B.: Gudas, Gudaitis, Gudanis (vermutlich lettisch), Gelgaudas, Lygudas.
S. 12–13, 11 Vardai, von M. Slančiauskas aufgezeichnete Familiennamen mit –(i)ulis, z. B.: Bandžiulis, Bičiulis, Baciulis, Baltulis, Baliulis, Batulis, Beniulis, Braziulis, Bulys, Didžiulis, Gatulis, Jarulis, Jatulis, Jeniulis, Kaziulis, Keršulis, Kukulis, Liulis, Mačiulis, Matulis, Pakulis, Pečiulis, Pranciulis, Raziulis, Sabulis, Samulis, Spudulis, Staniulis, Stasiulis, Tamulis, Vaičiulis, Veniulis, Valiulis, Žigulis. In diese Liste wurden drei durch drei Sternchen abgetrennte Familiennamen mit dem Bestandteil –(i)uolis aufgenommen, z. B.: Skruolis, Šniuolis, Vijuolis.
S. 14 (12 Vardai): von M. Slančiauskas aufgezeichnete Familiennamen mit dem Bestandteil –(g)inis (as) und seiner dialektalen Form –(g)ins, die mit dem Wort gìnti in Verbindung steht und als zweiter Bestandteil eines zweistämmigen Personennamens verwendet wird, z. B.: Butgins, Dauginis, Metgins, Ogins, Tautgins, Vidginis, Virginis. Metgins und Ogins könnten lettische Familiennamen sein. Bei einem Familiennamen schrieb M. Slančiauskas in Klammern Folgendes hinzu: Longins (lateinisch).
S. 15 (13 Vardai): die von M. Slančiauskas notierten Familiennamen und Dorfnamen aus der Pfarrei Saločiai (Raj. Pasvalys); daher steht bei der Überschrift in Klammern der Verweis (saločių parapijoje pavardės „Familiennamen in der Pfarrei Saločiai“). M. Slančiauskas versuchte hier nicht, Personen- und Ortsnamen zu gruppieren, sondern schrieb einfach alles auf, was ihm irgendeine Person mitteilte, die vermutlich in Saločiai lebte oder aus der Pfarrei Saločiai stammte. Unter den Familiennamen sind zu nennen: Meldutis, Ožela, Mičiuks, Matulions, Dulmans, Mašals, Mašaliuks, Mikaliuns, Tijunas, Užkurs, Švežiks, Putelis, Če pulis, Kepuls, Žiedelis, Verkys, Kriaučiuns, Liesvenčiuns, Liudvigs, Šaučiuns, Strielčiuns. Ein Familienname ist nicht eindeutig geschrieben: Kulbokas? M. Slančiauskas schreibt die Endungen der Familiennamen, die auf –is enden, konsequent aus, während die übrigen Endungen abgekürzt werden. Unter den Vornamen sind zu nennen: Indre, Tuoms, Aleksandra, Liudvigs, Rapols, Vince. Die ersten beiden stehen bei den Familiennamen, die übrigen hinter Sternchen, dem von Slančiauskas verwendeten Trennzeichen. In der zweiten Spalte sind vardai sodžiu „Namen der Dörfer“ aufgeführt. Zu nennen sind: Bajorai, Baltpamušis, Dzietoniai (Dcietoniai?), Dzeltenpamušis, Gniaužei, Grybkelei, Kemenai, Kubiliunai, Sadogala, Šakarnei, Tervedenai, Žilpamušis.
Linguistische und statistische Übersicht über das Kapitel Vardai
Im ersten Teil des Wörterbuchs Lietuviški vardai sind 240 Familiennamen aus der Umgebung von Joniškis, 26 aus dem Raj. Pasvalys sowie Saločiai und die Namen von 12 Dörfern aus Saločiai aufgeführt. Insgesamt verzeichnete M. Slančiauskas 274 Personen- und Ortsnamen. M. Slančiauskas ordnete die Personennamen nach ihrer Struktur⁵. Zuerst wurden patronymische Namen zweistämmiger Herkunft aufgeführt
5 Die Autorin folgt der von Vitalija Maciejauskienė geäußerten Auffassung zur Bewertung von Familiennamen unter dem Gesichtspunkt der Ableitung. Näheres siehe Maciejauskienė 2001: 167–187.
128
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
abstammende Familiennamen, und nach dem Zeichen = werden ihre Varianten mit Suffixen angegeben (siehe Vardai). M. Slančiauskas verzeichnete Familiennamen, die sowohl mit Appellativa als auch mit Eigennamen in Verbindung stehen (akis, bičiulis, Rimas, Romas). Einige Familiennamen (Sutkunas, Ginkunas, Juodeikis, Tautinis u. a.) sind zu Ortsnamen geworden6.
Beim Vergleich der Familiennamen mit dem Wörterbuch litauischer Familiennamen (im Folgenden LPŽ) zeigte sich, dass 81 Familiennamen bis heute in der Umgebung von Joniškis, Skaistgiris, Žagarė und Kriukai bekannt sind (siehe Tabelle in Anhang 1). 88 Familiennamen sind ebenfalls im LPŽ verzeichnet, jedoch in der Umgebung von Joniškis nicht belegt, sondern aus der Umgebung von Šiauliai bekannt (bei Meškuičiai, Gruzdžiai und Šakyna) (siehe Tabelle in Anhang 2). 51 Familiennamen sind nicht im LPŽ enthalten, doch für viele Familiennamen (oder ihre Stämme) fanden sich Entsprechungen in der Kartei historischer Personennamen der Abteilung für Namenkunde des Instituts für Litauische Sprache (LKI VS IAK). Einige Familiennamen sind vermutlich lettisch7 (siehe Tabelle in Anhang 3).
Die 26 Familiennamen aus der Pfarrei Saločiai im Raj. Pasvalys verteilen sich wie folgt: 20 davon sind im LPŽ verzeichnet und in der Region Pasvalys bekannt, 2 Familiennamen finden sich in der Region Joniškis, und zu 4 Familiennamen gibt es Entsprechungen in der LKI VS IAK (siehe Tabelle in Anhang 4).
Die meisten von M. Slančiauskas aufgezeichneten Familiennamen weisen die Suffixe –(i)ulis und –eikis auf, und zwar 36 bzw. 328. Mit den Suffixen und ihren Varianten –ela, –elis und –(i)unas, –(i)unis wurden jeweils 6–7 Familiennamen verzeichnet9. Mit den Suffixen –aitis, –(i)uolis, –(i)ulis verzeichnete M. Slančiauskas jeweils 3 Familiennamen. Zwei Familiennamen weisen das Suffix –(i)uk(a)s auf, und jeweils ein Familienname die Suffixe –ylius, –(i)on(i)s, –an(a,i)s, –al(a)s, –ur(a, y, i)s, –ika(a)s, –okas, –ol(a)s (siehe Tabelle in Anhang 6)10. Insgesamt gibt es 148 Familiennamen mit Suffixen, wobei die Zahl der Suffixe und ihrer Varianten 17 beträgt. Neben den von Personennamenforschern am häufigsten angeführten Suffixen –aitis, –(i)ūnas und den Diminutivsuffixen –elis, –elė, –(i)ukas führt M. Slančiauskas Familiennamen mit patronymischen Suffixen auf: –eikis, –(i)unis, –(i)uolis, –ylius, –(i)on(i)s, –an(a,i)s, –al(a)s, –ur(a, y, i)s, –ika(a)s, –okas, –ol(a)s sowie mit dem Diminutivsuffix –(i)ulis (siehe Tabelle 1).
M. Slančiauskas verzeichnete auch alte Familiennamen, deren Grundlage zweistämmige Personennamen bilden (siehe Tabelle in Anhang 7)11. Im ersten Teil des Wörterbuchs Lietuviški vardai werden die alten zweistämmigen Familiennamen im Kapitel Vardai aus 9 Stämmen gebildet, die an erster Stelle stehen-
6 Sutkūnai (Raj. Šiauliai), Ginkūnai (Raj. Šiauliai), Juodeikiai (Raj. Joniškis), Tautiniai (Raj. Šiauliai)
7 Näheres siehe ЛАФ 187–191.
8 Namenforscher unterscheiden patronymische Familiennamen mit den Suffixen –aitis, –ėnas, –(i)onis, –(i)ūnas, –elė, –elis, –ėlis, –ikas, –(i)ukas, –utis, –užis, –iška, –iškis. Näheres siehe LPŽ 14; Maciejauskienė 1991: 230; 1994: 5, 84; Ragauskaitė 2005: 34, 37.
9 Apie pavardžių variantus plačiau žr.: Lietuvių pavardžių žodynas 1985: 17–18; Maciejauskienė 1991: 118–119; 1994: 53–63; Ragauskaitė 2005: 92.
10 Apie pavardes su mažybinėmis priesagomis plačiau žr.: Maciejauskienė 1991: 240; 1994: 12–13; Ragauskaitė 2005: 100, 103, 104.
11 Apie dvikamienes pavardes plačiau žr. Maciejauskienė 1994: 83, 91–92; Maciejauskienė 2001: 178.
Straipsniai / Articles
129
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
ihnen oder als zweiter Bestandteil eines zweistämmigen Familiennamens (insgesamt sind 118 Familiennamen angegeben). Bei 25 Familiennamen ist der Bestandteil das Etymon -kūnas; bei 22 Taut-, -tautas; bei 17 -akas, -akis; bei 14 Gail-, -gaila, -gailin(a)s, -gilas; bei 12 Ram-, Rom-, Rim-, -rimas; bei 11 -mantas, -mantis; bei 8 -ginis, -gins; bei 5 Gud-, -gudas (siehe Tabelle in Anhang 7).
Von den vor mehr als hundert Jahren von Slančiauskas aufgezeichneten Familiennamen sind bis heute 71,1% in Litauen gebräuchlich. Historisch belegte, von M. Slančiauskas aufgezeichnete Familiennamen machen 28,9% aus (siehe LKI VS IAK).
1 TABELLE. Von M. Slančiauskas zusammengestellte Familiennamen mit Suffixen und zweistämmige Familiennamen
Familiennamen mit Suffix
Anzahl der Familiennamen
Zweistämmige Familiennamen
Anzahl der Familiennamen
–(i)ulis
36
-kūnas
25
-eikis
32
Taut-, -tautas
22
-ela, -elis
Jeweils 6
-akas, -akis
17
–(i)unas, –(i)unis
Jeweils 7
Gail-, -gaila, -gailin(a)s, -gilas
14
-aitis, –(i)uolis, –(i)ulis
Nach 3
Ram-, Rom-, Rim-, -rimas
12
–(i)uk(a)s
2
-mantas, -mantis
11
-ylius, –(i)on(i)s, –an(a, i)s, –al(a)s, –ur(a, y, i)s, –ik(a)s, –okas, –ol(a)s
Nach 1
-ginis, -gins
8
Gud-, -gudas
5
Die im Wörterverzeichnis von M. Slančiauskas verzeichneten Namen von 12 Dörfern der Pfarrei Saločiai im Kreis Pasvalys wurden mit dem Ortsnamenwörterbuch (im Folgenden VŽ), dem Verzeichnis der administrativ-territorialen Gliederung der Litauischen SSR (im Folgenden Ž I, Ž II) sowie der beim LKI aufbewahrten maschinenschriftlichen Liste der Wohnorte (im Folgenden LKI GVS) verglichen. Die meisten Ortsnamen sind in die Teile Ž I und II aufgenommen worden, insgesamt 8. 3 davon sind in das VŽ aufgenommen. 1 ist in der beim LKI GVS aufbewahrten maschinenschriftlichen Ortsnamensammlung erwähnt (siehe Tabelle in Anhang 5)12.
12 Näheres zu den Ortsnamensammlungen siehe LVŽ XVII–XVIII.
130
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
Zusammenfassend lässt sich zu diesem Teil des Wörterverzeichnisses Lietuviški vardai sagen, dass sich Personen- und Ortsnamen in mehr als hundert Jahren nicht sehr stark verändert haben; dies weist auf die stabile Verwendung von Personen- und Ortsnamen hin.
Was=sonst noch
Auf Seite 16 sind in dem von M. Slančiauskas mit Was=sonst noch betitelten Abschnitt in drei Spalten Ableitungen mit verschiedenen Verkleinerungssuffixen der Wörter Vater, Sohn, Kind; Mutter, Tochter, Schwester; Herr, Mensch aufgeführt. M. Slančiauskas merkt an, dass zur Bezeichnung von Tochter und Schwester jeweils zwei Wörter verwendet werden; deshalb werden diese und ihre Ableitungen mit Bindestrich oder getrennt geschrieben, vgl.: Dukte – dukra, Sesuo – sesuva, Motina, Moče. Unter den Suffixen sind zu nennen: a) -aitis, -aitė (tevaitis, sunaitis, vaikaitis, Motinaite, Dukraite, Dukraite, sesaite, seseraite, ponaitis, žmogaitis)13; b) -elis, -ela | -(i)ala, z. B.: tevelis, Motinela, sunelis, Duktiala – dukriala, Vaikelis, seserela, ponelis, žmogelis; c) -ytis, z. B.: tevytis, sunytis, Vaikytis, Motinyte, sesyte – seseryte, žmogytis; d) -utis, z. B.: tevutis, sunutis, Vaikutis, žmogutis; e) -utis, -(i)utė, z. B.: močiutė, dukrute, žmogutis; f) -(i)ukas, z. B.: poniukas.
M. Slančiauskas führt auch Ableitungen der genannten Wörter mit zwei Suffixen (zweistufige Ableitungen) an: -elaitis (tevelaitis, sunelaitis, ponelaitis), -utelis, -utela (tevutelis, sunutelis, Vaikute-lis, močiutela), -uželis, -užela (tevuželis, sunuželis, Vaikuželis, dukružela, ponuželis, žmoguželis), -uty tis (sunutytis), -elytis (Vaikelytis, žmogelytis), -elaitis, -elaitė (seselaitė, žmog elaitis), -eliukas (poneliukas), -utėlis (ponutelis, žmogutelis). Die meisten zweistufigen Suffixableitungen beruhen auf den genannten Formen maskuliner Wörter.
Linguistische und statistische
Was=sonst noch – Überblick über das Kapitel
Im zweiten Teil des Wörterverzeichnisses Lietuviški vardai, dem Abschnitt Was=sonst noch, hat M. Slančiauskas, genauer gesagt auf einer einzigen Seite, in drei Spalten 57 Wörter aufgelistet. Es handelt sich um Ableitungen aus 8 einfachen (primären) Substantiven. 6 davon bezeichnen Verwandtschaftsbeziehungen und sind Verwandtschaftsbegriffe, während 2 eine Person benennen und deren soziale Schicht angeben. Aus den primären Substantiven der Verwandtschaftsbegriffe Vater, Sohn, Kind, močia, Mutter, Tochter, dukra, Schwester, seserys werden 43 suffixale Ableitungen aufgeführt: davon sind 34 Ableitungen mit einem Suffix und 23 mit zwei Suffixen (siehe Tabellen 11 und 13 im Anhang). 14 einstufige und zweistufige suffixale Ableitungen werden aus den Wörtern Mensch und Herr gebildet (siehe Tabelle 12 im Anhang). Warum Slančiaus-
13 Auf dieser ganzen Seite werden nur die ersten Wörter großgeschrieben; alle Ableitungen der Wörter Motina, Duktė und Vaikas beginnen beim Autor jedoch mit einem Großbuchstaben. Im Artikel wird die Rechtschreibung von M. Slančiauskas beibehalten.
Straipsniai / Articles
131
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
Warum gerade diese Wörter ausgewählt wurden, lässt sich heute schwer sagen. Eines ist jedoch klar: Sie wurden in der Sprache am häufigsten verwendet, und Wörter mit Diminutivformen sowie die Vielfalt ihrer Bildung und ihr Gebrauch sind ein Merkmal der dialektalen Sprechweise, das bis heute in allen litauischen Dialekten bewahrt geblieben ist; auch die Mundart von Joniškis bildet keine Ausnahme. Die dort gehörten Wörter schrieb M. Slančiauskas in seinem Wörterverzeichnis nieder14.
Die von M. Slančiauskas aufgezeichneten Ableitungen mit den häufigsten und beliebtesten diminutiven Suffixen im Litauischen sind -aitis, -aitė; -elis, -(ia)ela; -ytis, -ytė; -utis, -(i)ute15. Diminutivische Ableitungen werden mit Kombinationen der genannten Suffixe gebildet: -elaitis, -elaite; -elytis; -utelis, -utela; -utyis; -uželis, -užela16. Die Ableitung mit dem Suffix -ina, motina, hat ihre diminutive Bedeutung bereits seit dem 16.–17. Jahrhundert verloren (Ambrazas 2000: 106–107, 195). Bei den zweistufigen Ableitungen dieses Wortes mit -inaite, -inela, -inyte ist die diminutive Bedeutung offensichtlich. Auch die Ableitung mit dem Suffix -uva, sesuva, lässt sich morphologisch analysieren und bezeichnet ein Kollektiv oder eine Gruppe von Personen, die eine bestimmte Eigenschaft besitzen (Ambrazas 2000: 51, 181).
Wörter mit einem einzigen Diminutivsuffix machen 59,6% aller von M. Slančiauskas aufgezeichneten Wörter aus. Ableitungen mit den Suffixen -aitis, -aite und -elis, -ela machen 15,8% aus, mit den Suffixen -utis, -(i)ute – 12,3% und mit -ytis, -yte – 10,5% aller Ableitungen (siehe Tabelle 2).
Der Anteil zweistufiger Diminutive Kas=kits beträgt 40,4%. Mit den Suffixen -utelis und -uželis, -užela machen sie 10,5% aus, mit dem Suffix -elaitis, -elaite – 8,8% und mit -elytis, -elyte – 3,5%.
Ein Diminutivsuffix als wortbildendes Element wird nicht immer zur Kennzeichnung einer Verkleinerungsbedeutung verwendet, vgl. močiute und močiutela oder ponelis, poniukas, poneliukas (Macienė 2005: 35–41).
2 TABELLE. Von Slančiauskas aufgezeichnete ein- und zweistufige Diminutive.
Grundwörter | Einstufige Suffixe | Zweistufige Suffixe Tochter, | -aitė, | -elaite, Töchterchen, | -aitis, | -elaitis, Mutter, | -(ia)ela, | -elytis, Herr, | -elis, | -inaite, Schwestern, | -ina, | -inela, Schwester, | -yte, | -inyte, Sohn, | -ytis, | -utela, Vater, | -(i)ute, | -utelis, Kind, | -utis, | -utyis, Mensch | -uva | -užela, -uželis
14 Plačiau žr. Joniškio šnektų pratimai ir tekstai 2001: 35.
15 Näheres zur Vielfalt der Diminutive im Litauischen und zu den Diminutivsuffixen siehe DLKG 87–93; Ambrazas 2000: 93, 97, 103, 108, 109, 127.
16 Näheres zu Ableitungen mit zwei Suffixen siehe DLKG 93–94.
132
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
Im zweiten Teil fällt Kas=kits die Verwendung von Großbuchstaben durch M. Slančiauskas ins Auge. Jedes Grundwort beginnt mit einem Großbuchstaben, Ableitungen dagegen mit einem Kleinbuchstaben. Nur bei drei Wörtern – Motina, Duktė, Vaikas – und ihren Ableitungen wird der Anfangsbuchstabe konsequent großgeschrieben. Warum M. Slančiauskas Großbuchstaben verwendete, lässt sich nur vermuten. Vielleicht deshalb, weil in der Familie Slančiauskas vier Töchter aufwuchsen, vielleicht deshalb, weil die beiden geborenen Söhne bald starben, vielleicht deshalb, weil M. Slančiauskas nach dem Tod seiner ersten Frau Barbora Čepulytė seine zweite Frau Ona Zalogaitė heiratete... Wie auch immer man es betrachtet: Der Großbuchstabe war sicher kein Zufall.
Namen= und =Bezeichnungen (Benennungen)
Auf den Seiten 17 bis 23 hat M. Slančiauskas in alphabetischer Reihenfolge Ethnonyme, Bezeichnungen ethnischer Gruppen sowie verschiedene in der Folklore vorkommende Wesen kurz beschrieben. Alle hervorgehobenen Wörter sind vom Autor unterstrichen; in Klammern werden Synonyme angegeben. Jedes Stichwort erläutert M. Slančiauskas mit einem oder mehreren Sätzen. Die erklärten Wörter des dritten Teils Namen= und =Bezeichnungen (Benennungen) lassen sich in mehrere Gruppen einteilen und in folgender Reihenfolge behandeln: Ethnonyme (Bezeichnungen von Völkern oder ethnischen Gruppen und deren Erklärungen); Bezeichnungen sozialer Gruppen, religiöse Bezeichnungen, sonstige Bezeichnungen und in der Folklore verwendete Bezeichnungen. Zu ihrer Betrachtung eignet sich das wertende Kriterium der Opposition eigen | zugehörig (oder erkennbar), eigen | eigenartig. Für Bezeichnungen von Völkern oder ethnischen Gruppen eignet sich die Opposition eigen | zugehörig. Slančiauskas verwendet die Bezeichnung lietuvi̇ninkai und versteht unter einem lietuvininkas einen Litauer bzw. eine Litauerin aus Groß- oder Kleinlitauen und teilweise auch einen Preußen, zum Beispiel: Girenai oder Giruzei, das waren wohl einst Litauer unter diesem Namen; Herulei sind dieselben wie Girulei.; Es gibt viele Preußen und Litauer.17 Von den ethnischen Gruppen Litauens erwähnt M. Slančiauskas nur zwei – die Dzūken und die Žemaiten: Džiukai: In einem Gebiet des Gouvernements Suwałki nennt man die Litauer Džiukai; Žemaitėi: Das sind dieselben Litauer, nur sprechen sie beim Reden žemaitisch und leben in jenem Teil Litauens, der am Meer im niedriger gelegenen Gebiet liegt. Als zugehörig gelten die Gudai, vgl.: Gudai: Früher wurden Polen und Russen so genannt; heute nennen die Žemaiten damit dieselben Litauer, die auf der Seite von Vilnius leben. M. Slančiauskas erwähnt auch historische Stämme: Jatvežei, Jatvingai, Juodvyžei: Das waren Menschen des litauischen Volkes, doch wegen der zu großen Zahl an Kriegen wurden sie getötet; Scitai oder Skitai: Das war eine alte Bezeichnung für die Litauer, solange sie noch nicht in Litauen lebten (unvollständig); Trakai: Das ist unser litauischer Stamm. Somit ist ein Zugehöriger ein Mensch, der etwas anders spricht und in verschiedenen Gebieten Litauens oder in benachbarten Ländern lebt.
Die Opposition eigen | leicht erkennbar bezeichnet bei M. Slančiauskas Völker, die historische Beziehungen zu Litauen hatten und deshalb, so M. Slančiauskas, keiner näheren Erläuterung bedürfen.
17 M. Slančiauskas setzt am Ende der erläuternden Sätze uneinheitlich einen Punkt.
Straipsniai / Articles
133
JANINA ŠVAMBARytĖ-VALUŽIENĖ
einer ausführlicheren Erklärung, vgl.: Graikai – (Grekai – Grekonys), seit alters her überall erwähnte Menschen; Prancūzai, alle Žemaiten kennen sie; Švedai, seit alters her erwähnt und uns allen bekannt; Turkai, Menschen, von denen man gehört hat und die die meisten gesehen haben; Vokėčei, unsere bekanntesten Nachbarn seit ältester Zeit; Žuivedai oder Švedai, nicht weit von uns jenseits des Meeres; Žydai, ein Volk, das uns ebenso seit alters her und überall auf der Welt bekannt ist.
Völker, die gut (oder etwas weniger gut) bekannt sind, beschreibt M. Slančiauskas ebenfalls sehr knapp, vgl.: Danai, (Dakai): In Dänemark ist uns dieses Land wenig bekannt, obwohl es nicht weit entfernt liegt; Estai: Das sind dieselben wie die Čiuknai; Finnai: ebenso ein Zweig der Čiuknai, der jenseits von Petersburg lebt; Zaksai oder Saksai: die Deutschen aus Sachsen; Igaunei: auf Lettisch dieselben wie die Čiuknai; Ingelčikai: das sind die Anglikai, Anglikonen; Kaklai: Menschen aus dem Moskauer Reich; Valakai: heute werden die Italiener bei Rom (– Roma) so genannt; Rusai (– Ruskei): das sind die Moskowiter unseres Königreichs – Slawen; Rusynai: Menschen des slawischen Volkes, die unter österreichischer Herrschaft leben.
M. Slančiauskas benennt Völker auch anhand der Opposition eigen | eigenartig. Als Besonderheit wird die kämpferische oder militärische Eigenart eines Volkes angeführt, zum Beispiel: Tutorei oder Tatarai waren den Litauern früher vor allem als Kriegskämpfer bekannt. M. Slančiauskas weist auch auf ein Merkmal eines Volkes wie Anpassungsfähigkeit hin, zum Beispiel: Vokžydžei: Das sind Juden, die sich deutsch kleiden und ihre Sprache an den deutschen Klang anpassen. In den Erklärungen zu Ländernamen spiegelt sich eine in Litauen bekannte und geschätzte wirtschaftliche Besonderheit wider, vgl.: Anglikai (Anglikonai, Angeliškai): Sie sind uns seit uralten Zeiten bekannt; aus Kohle gewinnt man vielerlei Eisenwaren und vor allem Gegenstände aus Stahl; Holendai – (Olandai) beim Kauf sind holländische Leinenstoffe besser. M. Slančiauskas hebt kulturelle Eigenheiten eines Landes hervor und beschreibt den Lebensstandard der Menschen, zum Beispiel: Gotai: Das waren deutsche Leute; die Schrift war gotisch, die Kirchen im gotischen Stil; Čiuknai: Sie leben jenseits von Riga, arme Leute. Hinsichtlich besonderer Lebensweisen eines Volkes (etwa eines Verhaltens, das für Litauer untypisch ist) erwähnt M. Slančiauskas nur einige wenige Völker: Cigonai: überall bei uns wohlbekannte dunkelhäutige Menschen, Pferdehändler, Diebe, Betrüger, Gauner; Kalmukai (Kalmikai) sind Menschen aus dem Geschlecht der Tutorei; früher waren sie anders, doch inzwischen hat man sie davon abgebracht.
Von den Bezeichnungen sozialer Gruppen erwähnt M. Slančiauskas nur Adlige, Bauern und Einlieger und beschreibt sie nach ihrem Besitz und ihrer hierarchischen Stellung, vgl.: Bajorai: die allen bekannte höhere gesellschaftliche Schicht bei uns; Ūkininkai: unsere Landbesitzer; Ynamei: unsere Grintelninkai, Dorfbewohner und diejenigen am Rand der Städtchen, die ein eigenes kleines Häuschen oder ein wenig Land besitzen.
Im dritten Teil des Wörterhefts Lietuviški vardai, Namen= und =Bezeichnungen (Benennungen), werden Menschengruppen auch nach religiösen Kriterien unterschieden. Zu nennen sind Žiniai und Bambizai, vgl.: Žinei: das sind die alten litauischen Priester – žinei, žiniūnai, die Wissenden; Bambizai: so nennen wir Katholiken auch die Calvinisten und Lutheraner.
Zu den sonstigen Bezeichnungen gehören solche für Menschen oder Menschengruppen, die auf eine Besonderheit einer Person hinsichtlich ihres Aussehens, Verhaltens, ihrer Lebensweise oder Ähnlichem hinweisen. Die von M. Slančiauskas aufgezeichneten Wörter Anarchistai, Bačkyras, Burliokas,
134
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
eidukas, šunburnis, vingras, žygūnas werden folgendermaßen erklärt: Anarchistai, asą dabar kilę labai schlechte Menschen, sie verbrennen und zerstören Königreiche, schlagen Herrscher und Obrigkeiten; Bačkyr<...>
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
Bezeichnungen – 7 (siehe Tabelle in Anlage 9). Benennungen nach sozialem Status u. a. – 9 (siehe Tabelle in Anlage 10).
M. Slančiauskas beginnt die Beschreibung mit Wörtern, die Nähe, Bekanntheit und alte Kontakte mit dem litauischen Volk bezeichnen, vgl.: lebt, jene (asą, selbst), (alle) allen bekannt (wissen), (Könige) unsere, die zu uns kommen, in alter Zeit gewesen, das (jene, gewesen, Menschen, buk, unser, Juden,), gehört, einst, am besten bekannt. So bezeichnet M. Slančiauskas die Oppositionen eigen|zugehörig, eigenartig. Am häufigsten verwendet werden die Wörter asą, das, jene, gewesen.
Die Beschreibung erfolgt gewöhnlich in einem einfachen erweiterten Satz (manchmal mit gleichrangigen Satzgliedern), z. B.: Girenai oder Giruzei, das müssen einst Lietuvninkai dieses Namens gewesen sein; Zigeuner, bei uns und überall wohlbekannte schwarze Menschen, Pferdehändler, Diebe, Betrüger, Schwindler.
M. Slančiauskas vermeidet auch keine ausführlicheren Beschreibungen in einfachen Sätzen, zwischen die ein Komma gesetzt wird; daher sind sie als zusammengesetzte, unverbundene Satzreihen zu betrachten, vgl.: Anglikai (Anglikonai, Ilgeliškai): seit Urzeiten sind sie uns bekannt; aus Kohle gewinnt man allerlei Eisen- und Gegenstände aus bestem Stahl. Kalmukai (Kalmikai), jene sind Menschen aus dem Geschlecht der Tutoriu; einst seien sie andere Menschen gewesen, doch habe man sie inzwischen davon entwöhnt18.
Verwendet wird auch ein zusammengesetzter Satz mit Nebensatz, vgl.: Scitai oder Skitai, das sei der alte Name der Litauer gewesen, als sie noch nicht in Litauen leb (unvollendetes Wort von M. Slančiauskas).
Einen komplexeren Text verfasst der Autor, wenn mythologische oder märchenhafte Figuren beschrieben werden. So entsteht beispielsweise der Text über Hexen und Zauberer aus einfachen und zusammengesetzten Sätzen, sodass eine passende Beschreibung des erklärten Wortes entsteht (siehe Namen=und=Bezeichnungen (Benennungen)).
Im behandelten Abschnitt Namen=und=Bezeichnungen (Benennungen) beträgt das Verhältnis einfacher zu zusammengesetzten Sätzen 39:17. Insgesamt gibt es 56 Sätze. In den Beschreibungen machen einfache erweiterte Sätze 69,4% aus, zusammengesetzte Satzreihen und Satzgefüge dagegen 30,4% aller Sätze.
M. Slančiauskas verwendet folgende Satzzeichen: Gedankenstrich, Klammern, Komma, Punkt und Doppelpunkt. Der Punkt als Satzschlusszeichen steht am Satzende, jedoch uneinheitlich: Bei acht Sätzen fehlt der Punkt. Mit einem Doppelpunkt trennt M. Slančiauskas manchmal Erklärungen ab, z. B.: Abrinakei: leben irgendwo weit jenseits des Meeres auf Inseln. Mit einem Gedankenstrich trennt M. Slančiauskas Synonyme, die gewöhnlich in Klammern, durch Gedankenstriche oder mit einem Gleichheitszeichen angegeben werden, z. B.: abrine – (vogone – skučiula); Graikai – (Grekai – Grekonys); Holendai – (Olandai); Litauische Könige – žinei, žiniūnai – žinotojei; Žygunai (= Žygunotai). Mit einem Gedankenstrich wird das Präfix ne- vom Verb oder von Verbformen getrennt (ne – nustovėdavę) oder feste Wortverbindungen
18 Plačiau žr. Labutis 1998: 172–177.
136
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
Wortverbindungen (šioke – toke)19. Das von M. Slančiauskas hauptsächlich verwendete Satzzeichen ist der Gedankenstrich; damit werden voneinander abgetrennt: a) ein erläuterndes Wort; b) gleichartige Satzglieder; c) zusammengesetzte Satzgefüge mit nebengeordneten, unverbundenen Sätzen; d) zusammengesetzte Satzgefüge mit untergeordneten Sätzen, z. B.: Anarchistai, asą dabar kilę labai nedori žmonys, jie deginą ir partiją karalystes, mušą valdonus ir vyresnybę; Cigonai, pas mums ir visur gerai žinomi juodi žmonys, arklių mainininkai, vagys, sukčei, šalbierei; Kalmukai (Kalmikai) tie asą iš Tutoriu kartos žmonys, jie esdavę kita karta žmonis, tiktai dabar juos atpratin; Danai, (Dakai) Danije mums mažai ta žeme pažystama, kad ir netoli.
Das Semikolon hat M. Slančiauskas nur einmal in einem zusammengesetzten Satzgefüge mit nebengeordneten, unverbundenen Sätzen verwendet, z. B.: Anglikai, (Anglikonai, Ingeliškai): tie nuo senų senoves mums žinomi; iš anglijos visokius geležies ir geriause pliena daiktus gaunama.
M. Slančiauskas stützt seine Erläuterungen auf folgende Bewertungskriterien: a) die Beziehungen zu Litauen; b) Produktion und Produktqualität; c) Krieg und Kampfgeist; d) Religion und ihre Verbreitung; e) Lebensweise und Verhalten; f) für die Menschlichkeit unannehmbare Eigenschaften; g) Besonderheiten des Charakters und der Ausdauer; h) Besonderheiten der Sprache und Kleidung.
Die Erläuterungen zu dem Abschnitt Namen=und=Bezeichnungen (Benennungen) spiegeln die wertbezogenen, kulturellen, historischen und gemeinschaftlichen Erfahrungen sowie die natürlichen Einstellungen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts wider.
SCHREIBWEISE UND DIALEKTALMERKMALE DES HANDSCHRIFTLICHEN GLOSSARS LIETUVIŠKI VARDAI
Schreibweise und dialektale Merkmale
Alle von M. Slančiauskas verwendeten Buchstaben entsprechen denen der Standardsprache. In den Stichwörtern findet sich gelegentlich der Buchstabe Ž, vgl.: Žygunai, Žygunotai, Žinei, Žemaičėj20. Diese Schreibweise ist uneinheitlich, denn bei der Erläuterung des Stichworts wird der Buchstabe ž verwendet, z. B.: žinei, žiniunai, žinotojei, žygiuotojei, žiniu.
M. Slančiauskas verwendet eine phonetische Schreibweise, d. h., er schreibt so, wie er selbst spricht21. Die phonetische Schreibweise zeigt sich am deutlichsten in den Wortendungen, beispielsweise in den Formen des Nominativs oder Instrumentals Plural, deren Endung nach einem palatalisierenden Vokal –(i)ai lautet,
19 Apie stabiliausius žodžių junginius plačiau žr. Marcinkevičienė 2001: 81–98; Švambarytė-Valužienė 2013.
20 Großbuchstaben werden dort beibehalten, wo M. Slančiauskas sie gesetzt hat.
21 Zur Zeichensetzung siehe ausführlicher S. 11–12 im Abschnitt „Namen=und=Bezeichnungen (Benennungen)“.“
Straipsniai / Articles
137
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
geschrieben werden: Abrinakei, keleivei, Igaunei, Jatvežei, Juodvyžei, sukčei, šalbierei, žmonel ei, Giruzei, žemaičei, Herulei, žmonel ei, Raganei, Ruskei, Maskolei, Šunburnei, Tutorei, žemturei, Vienakei, Vokečei, Vokžydžei, Ynamei, sodiečei, Žinei, žinotojei, žygiuotojei, nešiotojei, marškineis. Sogar die Adverbform labiausei ist mit -ei geschrieben.
Zu den charakteristischen Merkmalen des nördlichen Teils des westaukštaitischen Šiauliai-Dialekts, der den Rajon Joniškis umfasst, gehören: a) Kürzung unbetonter Langvokale, b) Umwandlung des wortinitialen e, ei in a, ai, c) Kürzung der Endungen, d) Verhärtung von l vor den Vokalen e, ę, ei, ė, e) sowie Šlekiavimas22. Diese Merkmale sind im Wörterbüchlein Lietuviški vardai des westaukštaitischen Šiauliai-Sprechers M. Slančiauskas gut widergespiegelt. Der Vokal -a der Endung -as entfällt im Nominativ Singular von Nomina und in unveränderlichen Verbformen, z. B.: uiltaks, „sveiks“, gerdams, Driuts, Bačkyrs, Kriaučiūns „Kriaučiūnas“, Liudvigs „Liudvikas“, Butgins „Butginas“.
Die Endungen -ė, -ės im Nominativ und Akkusativ Singular sowie im Nominativ und Lokativ Plural von Nomina schreibt M. Slančiauskas als -e, -es, das heißt verkürzt; vgl.: Vince „Vincė“, Indre „Indrė“, abrine „abrinė“, žeme, žemes „žemė, žemės“, už mares „už marės, už marių“, gadynes „gadynės“, karalystes „karalystės“, senoves „senovės“, pavardes „pavardės“, drobes „drobės“, kares karese „karės, karėsė, karai, karuose“.
Bei Personennamen wird die Nominativ-Singular-Endung -ys meist (aber nicht immer) verkürzt und als -is geschrieben, vgl.: Plakis „Plakys“, Šakis „Šakys“, Liulis „Liulys“, aber auch Kaunys, Verkys.
Die Kürzung der Endungen zeigt sich in der Schreibweise der Substantivformen im Singular Genitiv und Plural Akkusativ, vgl.: šioke „diese“, toke „solche“, grintele „kleine Stufe“, koki „welchen“, mažuma „eine Minderheit“, žinogu „einen Menschen“, gimine „eine Verwandtschaft“, Ryma „Rymą“, Roma „Rom“, liga „eine Krankheit“, kalba „eine Sprache“, samti „eine Schöpfkelle“, je „sie“, kita karta „ein anderes Mal“, nakti „eine Nacht“, mariu „der Meere“, saliu „der Länder, Inseln“, Suvalku „Suwałki“, Tutoriu „Tataren“, Slavonu „Slawonier“, miesteliu „kleiner Städte“, žiniu „Wissen“, sodžiu „Dörfer“, saločiu „Saločiai“. Allerdings werden diese Kasus nicht immer ohne Nasalzeichen geschrieben. Im Wörterbuch von M. Slančiauskas finden sich Formen, die eine morphologische Schreibweise widerspiegeln, vgl.: vyresnybe, vandeni, karta, arkliu, Lietuviu, karviu, apšaku, musu, žmoniu, pakraščių.
Der Lokativ Singular von Nomina und Pronomen wird auf zwei Weisen verkürzt: Es wird entweder die kürzeste, auf -o oder -y endende Form verwendet oder eine etwas längere Form auf -i; vgl.: kakto „kaktoje“, gubernijo „gubernijoje“, pasviet y „pasvietyje“, žemesniojo vietoj „žemesniojoje vietoje“, senovej „senovėje“, rankoj „rankoje“, toj „toje“, pusej „pusėje“, Lietuvoj „Lietuvoje“.
Die Vokale -(i)a, -o(s) in den Endungen des Nominativs und Akkusativs Singular sowie des Nominativs und Genitivs Plural von Nomina, flektierten Verbformen – Partizipien – und den sie vertretenden Personalpronomen jis, ji und Possessivpronomen savas, -a gibt M. Slančiauskas mit den Vokalen -e oder -a wieder; vgl.:
22 Siehe ausführlicher LKTCH 60–65.
138
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
Danije „Dänemark“, valdze „Gewalt, Herrschaft“, geriause „die beste“, anglije „Englands“, pliena „Stahls“, maskolijes „Russlands“, Saksonijes „Sachsens“, pajure „der Küste“, olendriškas „holländisch“, lenderskas „holländisch“, Rygas „Rigas“, gotiška „gotisch“, sava „seines“, senoses „der alten“, bažnyčias „Kirchen“, laksty davuses „umhergestreift waren“, atimdavusias „weggenommen hatten“, pagadindavusias „beschädigt hatten“, jes „sie“.
Ausschließlich mit Nasalzeichen werden flektierte Verbformen geschrieben – verschiedene Tempora und Partizipien im Singular und Plural, vgl.: sakydavęs, atsakydavęs, paklysta, sugavę, kilę, degina, mušą, buvę, nešiodavę, išžudę, apiburdavę, pagadindavę, nutverdavę, mesdavę, sudegindavę, varę, pamatę, čypdavę, pavirsdavę, pasiversdavę, galedavę, apsirėdę. Nur wenige Partizipien (atiduodavęs „atiduodavęs“, buvo „buvę“, asa „asą, esą“) hat M. Slančiauskas in Dialektform geschrieben.
Abgekürzt werden nicht nur nominale Formen, sondern auch Verb-Infinitive und finite Verbformen, z. B.: užduot, užgert, vaikščioj, tur, gyven, vadin, aber girdeti „hören“.
Eine Kürzung der Endungen ist auch in der heutigen Sprache der Bewohner von Joniškis festzustellen23.
In den Wortstämmen hat M. Slančiauskas die Langvokale ē, ū als e, u notiert; die Kürzung der Langvokale bleibt also als dialektales Merkmal erhalten, vgl.: sueda „suėda“, driuti „driūti“, musu „mūsų“, dziukais „dz(i)ūkais“, Girenai „Girėnai“, buk „būk“, esdavę „esdavę“, Prusai „Prūsai“, turedavus „turėdavus“, edą „ėdą“, girdeti „girdėti“, galeda ve „galėdavę“, „deku“ „dėkų“, apsiredę „apsirėdę“, begdavę „bėgdavę“, nustovedavę „nustovėdavę“, apželus „apželus“, Ukininkai „Ūkininkai“, kalbedami „kalbėdami“, pajure „pajūrio“, Tevas „tėvas“, sunaitis „sunaitis“, aber Prancūzai.
Die Langvokale y, ē, ū werden auch in den Wortaffixen gekürzt, vgl.: išpjaustitais „išpjaustytais“, apgargażejus „apgargažėjus, apdegusi“, skambėjimu „skambėjimu“, Jankunas „Jankūnas“, Gailiunas „Gailiūnas“, Kubiliunai „Kubiliūnai“, žmogutelis „žmogutėlis“.
Auch andere Wörter schreibt M. Slančiauskas so, wie sie ausgesprochen werden, z. B.: minavojemi „minavojami, minimi“, teip „taip“, teipat „taip pat“.
Der breite Vokal e wird mit ia wiedergegeben, z. B.: liadais „ledais“, neprigardavus „neprigerdavus“, sesiala „seselė, sesuo“, duktiala „duktelė, duktė“, dukri a la „dukrelė“.
Der Diphthong ie wird dialektal notiert, d. h. durch e oder i(y) wiedergegeben, z. B.: vokėčių „vokiečių“, toki „tokie“, pryžodis „priežodis“.
Das kurze i wird als y geschrieben, was die Dehnung kurzer Vokale anzeigt – ein Merkmal, das für die westaukštaitischen Šiauliai-Dialektsprecher typisch ist, z. B.: styliaus „stiliaus“, kalvynas „kalvinas“.
23 Näheres siehe Joniškio šnektų pratimai ir tekstai 2001 oder CD, 2005.
Straipsniai / Articles
139
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
Anstelle des langen Vokals y (i) schreibt M. Slančiauskas in, oder umgekehrt, vgl.: grintelė „grytelė“, kuningas „kunigas“, surakytus „surakintus“.
Unter den dialektalen Merkmalen ist der Gebrauch des Vokals a am Wortanfang erwähnenswert, wo die Standardsprache e hat, vgl.: asa „esą“, asąs „esąs“.
Die Verhärtung des Konsonanten l vor Lauten vom Typ e, ė, ei wird von M. Slančiauskas ebenfalls wiedergegeben, vgl.: skučiula „skučiulė, ein aus Holz ausgehöhltes Gefäß mit Deckel zum Aufbewahren von Butter, Quark, Sahne oder Schmalz“, veislas „veis lės“, Motinela „motinėle“, močiutela „močiutėla“, Dukterela „dukterėlė“, dukružela „dukružėlė“, Duktiala „duktelė, duktė“, dukriala „dukrelė“, seserela „seserėlė“, sesiala „seselė, sesuo“.
Als Fälle des šlekiavimas können folgende Wörter angeführt werden: Giružei „Giružiai“, valadze „valdžia“, zmonys „žmonys, žmonės“ (anderswo – žmonys), Žemaitei „Žemaičiai“, Džiukai „Džiūkai“, dziukais „džiukais, džiūkais“.
Unter den morphologischen Dialektformen sind zu erwähnen:
a) die Vermischung der Stämme, d. h. die Flexion der Pluralformen von i- und e-Stämmen nach der a-Stamm-Deklination, vgl.: raumenai, raumenais „raumenys, raumenimis“, žmonys, žmonis „žmonės, žmonės“;
b) der Gebrauch von Formen des Femininums (in der Standardsprache steht das Maskulinum), vgl.: už mares „už marių, marės“, saliu „salų, salės“, kares, kariu (karės, karių);
c) der Gebrauch kürzerer Wortformen, vgl.: gelžies „geležis“, Liuterus „liuteronus“;
d) der Gebrauch ungekürzter Adverbformen seniaus „seniau“, labjaus „labiau“;
e) der Gebrauch bestimmter Formen, vgl.: geresnėses „geresnės“, žemesniojo „žemesnėje“.
In M. Slančiauskas’ Wörterverzeichnis Lietuviški vardai finden wir auch den dialektalen Gebrauch der Präposition par (par daug „per daug“), ferner ant su u. a. zur Angabe des Ortes (given ant Vilniaus toj pusej „gyvena ant Vilniaus toje pusėje, gyvena Vilniaus pusėje“), sowie su su mit dem Instrumental zur Angabe des Mittels (su vandeniu užduot „su vandeniu užduoti, vandeniu pagirdyti“).
Zum dialektalen Wortschatz gehören Substantive, die bei den Einwohnern von Joniškis bis heute gebraucht werden, z. B.: kelinių „kelnių“, abrine „abrinė, ein aus Holz ausgehöhltes Gefäß mit Deckel zum Aufbewahren von Butter, Quark, Sahne oder Schmalz“, vogone „vogonė, siehe abrinė“, skučiula „skubiulė, siehe abrinė“.
Erwähnenswert sind auch weitere Substantive, die in der Standardsprache seltener oder gar nicht gebraucht werden: žemturei „žemturiai, wer Land besitzt“, Žygunai „Žygūnai, wer umherzieht und Nachrichten verkündet“, Žygunotai „Žygunotai, siehe Žygūnai“, Žuivedai „Žuivėdai, žuvėdai, Schweden“, vald onas „valdovas, wer herrscht“.
Unter den bildhafteren Verben oder Verbformen seien genannt: apgargažėjus „apgargažėjus, klumpenweise verbrannt“, partijį „niokoją“.
140
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
Wie aus den zuvor dargelegten Aussagen hervorgeht, sind im Wörterverzeichnis von M. Slančiauskas Lietuviški vardai verschiedene phonetische, morphologische und lexikalische Merkmale der westaukštaitischen Šiauliai-Unterdialekte nur deshalb widergespiegelt, weil der Autor eine phonetische Schreibweise verwendete.
SCHLUSSFOLGERUNGEN
Das handschriftliche Wörterverzeichnis von M. Slančiauskas Lietuviški vardai, das aus drei vom Autor abgegrenzten Teilen besteht: Vardai, Kas=kits, Vardai=ir=vadinimai (nušaukimai), wird der litauistischen Fachgemeinschaft und der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt. Das handschriftliche Wörterverzeichnis ist in erster Linie als Denkmal der Sprachgeschichte zu würdigen. Darüber hinaus ist es aus mehreren linguistischen Gründen beachtenswert: wegen des fortgesetzten Gebrauchs von Personennamen als sprachlichem Phänomen; wegen des Gebrauchs morphologischer, genauer gesagt wortbildungsmorphologischer Formanten vor mehr als hundertsechzig Jahren. Auch aus psychologischer Sicht ist es bedeutsam – sowohl wegen der axiologischen Einstellungen und des Weltverständnisses von M. Slančiauskas selbst als auch wegen seiner Fähigkeit, die Besonderheiten von Erscheinungen der Welt zu verallgemeinern.
Im ersten Teil des Wörterverzeichnisses Lietuviški vardai, Vardai, sind 274 Personen- und Ortsnamen aufgeführt: 240 Familiennamen aus der Umgebung von Joniškis, 26 aus dem Rajon Pasvalys sowie die Namen von 12 Dörfern aus der Gegend von Saločiai. Von den Familiennamen, die M. Slančiauskas vor mehr als hundertsechzig Jahren aufgezeichnet hat, sind bis heute 71,1% in Litauen gebräuchlich, während 28,9% historisch belegt sind.
Im zweiten Teil Kas=kits hat M. Slančiauskas 57 Ableitungen mit Suffixen verzeichnet. Sie sind mit den Diminutivsuffixen -aitis, -aitė; -elis, -(ia)ela; -ytis, -ytė; -utis, -(i)ute gebildet. Wörter mit einem Diminutivsuffix machen 59,6% aus. Die Suffixe -aitis, -aitė und -elis, -ela machen 15,8% aus, die Suffixe -utis, -(i)ute – 12,3%, und -ytis, yte – 10,5% aller Ableitungen. Zweistufige Diminutive machen 40,4% der Ableitungen aus. Mit den Suffixen -utelis und -uželis, -užėla werden 10,5% gebildet, mit dem Suffix -elaitis, -elaite 8,8% und mit -elytis, -elyte 3,5% der Ableitungen.
Im dritten Teil des Manuskripts Vardai=ir=(vadinimai (nušaukimai) sind die von M. Slančiauskas beschriebenen Ethnonyme (Bezeichnungen von Völkern oder ethnischen Gruppen und deren Erläuterungen), Bezeichnungen sozialer Gruppen, religiöse Bezeichnungen, sonstige Bezeichnungen und in der Folklore verwendete Benennungen ausgesprochen einfallsreich und spiegeln die Sichtweise des Autors auf das beschriebene Objekt wider. Sie werden anhand der Oppositionen eigen | zugehörig, eigen | eigentümlich bewertet, wobei bestimmte Verhaltensweisen, Lebensweisen, die Herkunft, die Kampfeslust von Menschen und Völkern und Ähnliches hervorgehoben werden.
Im Wörterverzeichnis von M. Slančiauskas Lietuviški vardai sind die wichtigsten Merkmale der westaukštaitischen Šiauliai-Unterdialekte widergespiegelt: l wird vor den Vokalen e, ė und dem Diphthong ei verhärtet; kurze Vokale werden gedehnt; kurze Vokale werden in Endungen ausgelassen; bestimmte morphologische Formen werden verwendet; Eigenheiten des Wortschatzes und des syntaktischen Ausdrucks. Alle genannten dialektalen Merkmale sind so gut widergespiegelt, weil M. Slančiauskas den Prinzipien der phonetischen Schreibweise folgte.
Straipsniai / Articles
141
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
LITERATŪRA
Ambrazas Saulius 2000: Daiktavardžių darybos raida II. Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidybos institutas.
DLKG – Dabartinės lietuvių kalbos gramatika, red. Vytautas Ambrazas. Autoriai: V. Ambrazas, K. Garšva, A. Girdenis, E. Jasaitienė, P. Kniūkšta, S. Krinickaitė, V. Labutis, A. Laigonaitė, E. Oginskienė, J. Pikčilingis, A. Ružė, N. Sližienė, K. Alvydas, V. Urbutis, A. Valeckienė, E. Valiulytė. Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidykla, 1994.
Joniškio šnektų pratimai ir tekstai 2001: Ats. red. Janina Švambarytė, sud. Nerija Bartkutė, Rasa Dumčiūtė, Aušra Kaikarytė, Lina Kazlauskaitė. Šiauliai: J. K. Vasiliausko įmonė [arba: Joniškio šnektų pratimai ir tekstai, elektroninis išteklius. Šiauliai: Dipolis, 2005].
Labutis Vitas 1998: Lietuvių kalbos sintaksė. Vilnius: Vilniaus universiteto leidykla.
LKI GVS – Gyvenamųjų vietų sąrašai (Vietovardžių bylos). Mašinraštis. 2 knyga.
LKI VS IAK – Lietuvių kalbos instituto Vardyno skyriaus Istorinių asmenvardžių kartoteka.
LKTCH – Lietuvių kalbos tarmių chrestomatija. Mokslinė redaktorė Laima Grumadienė, sud. Rima Bacevičiūtė, Audra Ivanauskienė, Asta Leskauskaitė, Edmundas Trumpa. Vilnius: Lietuvių kalbos instituto leidykla, 2004.
LPŽ – Lietuvių pavardžių žodynas 1–2, ats. red. Aleksandras Vanagas. Vilnius: Mokslas, 1985–1989.
LVŽ – Lietuvos vietovardžių žodynas I A–B, red. kolegija: Laimutė Baluodė, Grasil da Blažienė, Vytautas Kardelis, Alma Ragauskaitė, Sergejus Temčinas, Jürgen Udolph; autoriai: Laimutis Bilkis, Marija Razmukaitė, Vitalija Maciejauskienė. Vilnius: Lietuvių kalbos institutas, 2008.
Maciejauskienė Vitalija 1991: Lietuvių pavardžių susidarymas. Vilnius: Mokslas.
Maciejauskienė Vitalija 1994: Lietuvių pavardės: raida ir kilmė. Habilitacinis darbas. Vilnius: Lietuvos informacijos institutas.
Maciejauskienė Vitalija 2001: Dėl lietuvių pavardžių vertinimo darbų požiūriu. – Acta Linguistica Lithuanica 44, 167–187.
Macienė Jurgita 2005: Deminutyvų stilistika. Šiauliai: VšĮ Šiaulių universiteto leidykla.
Marcinkevičienė Rūta 2001: Tradicinė frazeologija ir kiti stabilūs žodžių junginiai. – Lituanistica 4, 81–98.
Ragauskaitė Alma 2005: XVI–XVIII a. kauniečių asmenvardžiai. Vilnius: Lietuvių kalbos instituto leidykla.
Švambarytė-Valužienė Janina 2011: Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Liuberiszka arba senų ubagų kalba (1892). – Baltu filologija 20(2), 53–65.
142
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
Švambarytė-Valužienė Janina 2013: Frazeologijos pateikimo principai Mato Slančiausko žodyne. – Acta Linguistica Lithuanica 69, 81–89.
Vėlius Norbertas 1974: M. Slančiauskas – folkloro rinkėjas. – Šiaurės Lietuvos pasakos. Vilnius: Vaga, 22–30.
VŽ – Vietovardžių žodynas, vyr. red. Aldonas Pupkis, sud. Marytė Razmukaitė, Rita Miliūnaitė. Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidybos institutas, 2002.
Ž I–II – Lietuvos TSR administracinio-teritorinio suskirstymo žinynas 1–2, rengė Zigmundas Noreika, Vincentas Stravinskas. Vilnius: Mintis, 1974–1976.
ЛАФ – Сталтмане Велта Эрнестовна. Латышская антропонимия. Фамилии. Москва: Наука, 1981.
PRIEDAS
1 LENTELĖ. Pavardės, fiksuotos Lietuvių pavardžių žodyne Joniškio krašte
Pavardės Slančiausko žodynėlyje, psl.
Lokalizacija Joniškio krašte
Adeikis 6
Jnš, Žg
Alsys 6
Sk
Bačiulis 11
Jnš, Sk
Balakas 5
Jnš, Sk, Žg
Bijėikis 6
Sk
Bytautas 4
Jnš
Braziulis 11
Jnš
Budrys 6
Jnš
Bulys 11
Jnš
Butautis 4
Jnš, Sk, Žg
Dapkus 1
Jnš
Dauginis 12
Jnš, Žg
Daukantas 8
Žg
Didžiulis 11
Kri
Gailiunas 10
Jnš
Gatautis 4
Jnš
Gintautas 4
Jnš
Ginkus 1
Jnš
Goštautas 4
Jnš, Sk, Žg
Jarulis 11
Jnš, Žg
Pavardės Slančiausko žodynėlyje, psl.
Lokalizacija Joniškio krašte
Jatulis 11
Jnš, Kri
Jautakis 5
Žg
Juodeikis 6
Žg
Juodis 6
Jnš, Kri, Sk
Kaunas 1
Jnš
Kaziulis 11
Jnš, Žg
Keturakis 5
Jnš, Žg,
Kontautas 4
Žg
Kukulis 11
Žg
Laikunas 1
Žg
Lydeikis 6
Žg
Liulis 11
Žg
Mačiulis 12
Jnš, Žg
Mandeikis 6
Sk
Mankus 1
Jnš
Matulis 12
Žg
Mickus 1
Jnš, Žg
Morkunas 1
Jnš, Sk
Norkunas 1
Jnš
Norkus 1
Jnš
Straipsniai / Articles
143
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
Pavardės Slančiausko žodynėlyje, psl. | Lokalizacija Joniškio krašte Pakulis 12 | Jnš Pečiulis 12 | Jnš Pranciulis 12 | Sk, Žg Pranckus 1 | Sk, Žg Ramonas 8 | Jnš, Sk, Žg Ratkus 1 | Jnš Rimaitis 8 | Jnš Pavardė parašyta skliaustuose. Rimgaila 8, 10 | Kri Rimkunas 1, 8 | Jnš Rimkus 1, 8 | Jnš, Žg Romutis 8 | Jnš Sabulis 12 | Jnš Samulis 12 | Jnš Staniulis 12 | Jnš Stasiulis 12 | Jnš, Žg Stankunas 1 | Jnš, Žg Stankus 1 | Žg, Jnš, Sk Sutkus 1 | Jnš Šimkunas 2 | Jnš
Pavardės Slančiausko žodynėlyje, psl. | Lokalizacija Joniškio krašte Šimkus 2 | Jnš, Sk, Žg Tamulis 12 | Jnš Tautkus 2, 4 | Jnš, Sk, Žg Tautvaišas 4 | Jnš, Sk, Žg Udrakis 5 | Žg Vaičiulis 12 | Žg Vaitkus 2 | Jnš, Žg Valiulis 12 | Jnš, Žg Vatiekunas 2 | Jnš, Sk Vatiekus 2 | Sk Vaitkunas 2 | Jnš Veniulis 12 | Sk Vitkunas 2 | Jnš Vitkus 2 | Jnš, Žg Žalakis 5 | Jnš Žygmantas 3 | Jnš, žodyne nuoroda į Zigmantas. Šlėkiavimo pavyzdys Žigulis 12 | Jnš, Sk, Žg
2 LENTELĖ. Pavardės, surašytos Slančiausko žodynėlyje, fiksuotos ir lokalizuotos Lietuvių pavardžių žodyne Šiaulių apylinkėse. Prie pavardės pažymėtas žodynėlio puslapis
Alseikis 6 Akis 5 Akunis 5 Baliulis 11 Baltakis 5 Baltulis 11 Bandžiulis 11 Bartkunas 1 Batulis 11 Beniulis 11 Bičiulis 11
Brazdeikis 6 Budreikis 6 Cirtautas 4 Daumantas 3 Deikis 6 Dirmeikis 6 Eišmantas 3 Gailis 10 Gelgudas 10 Girkantas 9 Gudaitis 10
Gudanis 10 Gudas 10 Jankunas 1 Jeniulis 11 Jomantas 3 Ylakis 5 Kanteikis 6 Kantrimas 8 Kaulakis 5 Keršulis 11 Ketrakis 5
Kiauleikis 6 Kunas 1 Lapeikis 6 Laumakis 5 Lygeikis 6 Lymantas 3 Mačys 1 Mantrimas 8 Mažeikis 6 Mintautas 4 Mišeikis 6
144
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
Mitkus 1
Morkus 1
Noras 6
Noreikis 6
Nutautas 4
Perkūnas 1
Petreikis 6
Pranckunas 1
Putrimas 8
Razulis 12
Rimdeikis 6
Rimas 6, 8
Rimeikis 6, 8
RimVydas 8
Romas 8
Rudakis 5
Rupeikis 6
Rusteikis 6
Saveikis 6
Sereikis 6
Skabeikis 6
Skirmantas 3
Skruolis 12
Smalakis 5
Spirakis 5
Spudulis 12
Sudeikis 7
Sungaila 10
Šaikunas 2
Šakis 5
Šateikis 7
Šileikis 7
Šniuolis 12
Talmantas 3
Taurakis 5
Tvaskunas 2
Vidginis 13
Vidmantas 3
Virginis 13
Viskantas 9
Vismantas 3
Žutautas 4
3 LENTELĖ. Pavardės, nepatekusios į Lietuvių pavardžių žodyną, bet paliudytos LKI VS IAK ar ЛАФ
Pavardė Slančiausko žodynėlyje, psl.
Atitikmenys LKI VS IAK ir ЛАФ
Akas 5
LKI VS IAK Akatis
Aklailaitis 5
LKI VS IAK Akelaycia
Akylius 5
Po šia pavarde įterptos pavardės Aukštakis, Ankštakis.
Bartkus 1
LKI VS IAK Bartkienė
Bertautis 4
Bratkunas 1
LKI VS IAK Bratkus
Butgins 13
Dapkunas 1
LKI VS IAK Dapkunas
Dirbeikis 6
LKI VS IAK Дырба
Gailutis 10
LKI VS IAK Gaylis, Gailus
Gatulis 11
LKI VS IAK Gatulis
Gažtantis 4
LKI VS IAK Gažutis
Ginkunas 1
LKI VS IAK Ginkunas
Jankus 1
LKI VS IAK Jankus
Jauneikis 6
LKI VS IAK Jawniškis
Jaunys 6
LKI VS IAK Jawnis
Kamantas 3
LKI VS IAK Kaman
Kaunys 1
Straipsniai / Articles
145
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
Pavardė Slančiausko žodynėlyje, psl.
Atitikmenys LKI VS IAK ir ЛАФ
Kušleikis 6
LKI VS IAK Kulis, Kuфlene
Lygudas 10
LKI VS IAK Ligučka
Longins 13
ЛАФ Logins (191), Lontāns (187), Lodēns (189) Sk liausteliuose Slančiauskas prirašė: (lotynu)
Mačekunas 1
Mankunas 1
LKI VS IAK Mankunas
Metgins 13
LKI VS IAK Medginis; ЛАФ Metens (189)
Mickunas 1
LKI VS IAK Mickunas
Mylakis 5
LKI VS IAK Miǰlachicia
Mitkunas 1
LKI VS IAK Mitkunas
Normantis 3
LKI VS IAK
Nortautis 4
LKI VS IAK Nortowt
Ogins 13
ЛАФ Ogrēns (190)
Pašakis 5
Petrikunas 1
LKI VS IAK Petrikucia
Plačakis 5
Plakis 5
LKI VS IAK Plakis
Rimigailis 10
LKI VS IAK Rymgayīa
Romutaitis 8
LKI VS IAK Помутайтис
Stirpeikis 7
LKI VS IAK Stypeyko Jnš yra žinoma pavardė Stripeikis
Striupeikis 7
LKI VS IAK Strypeyko
Sutkunas 1
LKI VS IAK Sutkunas
Tautavilis 4
Taučiunas 4
LKI VS IAK Tautckunas
Tautinis 4
Tautginis 4
LKI VS IAK Tawtgin
Tautgins 13
LKI VS IAK Tawtgin
Tautkunas 2, 4
LKI VS IAK Tawtkus
Viltautis 4
LKI VS IAK Wiłtowt, Wiłtutaitis
Vijuolis 12
LKI VS IAK Wijuckas, Wypuk, Wijunaycie
Višgaila 10
LKI VS IAK Wisginajicia
Vytautas 4
LKI VS IAK Vitautis
Žukantis 9
LKI VS IAK Zukas
146
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato S lančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
4 LENTELĖ. Saločių (Pasvalio r.) pavardės
Pavardė S lančiausko žodynėlyje, psl.
Atitikmuo LPŽ
Nėra atitikmens LPŽ
Lokalizacija
Aleksandra 14
+
Nežinoma apie Saločius
Čepuls 14
+
Žinoma Jnš, Žg
Dulmans 14
+
Indre 14
+
Vardas?
Kepuls 14
+
Kraučiūns 14
+
Jnš, Žg
Kulbokas 14
+
Liesvenčiuns 14
+
Liudvigs 14
+
Nežinoma apie Saločius
Mašaliuks 14
Mašals 14
+
Matulionis 14
+
Meldutis 14
+
Mičiuks 14
+
Mikaliuns 14
+
Nežinoma apie Saločius
Ožela 14
+
LPŽ Oželas apie Saločius
Putelis 14
+
Žinoma Saločiuose ir Sk
Rapols 14
+
Nežinoma apie Saločius
Strielčiuns 14
+
Nežinoma apie Saločius
Šaučiuns 14
+
Nežinoma apie Saločius
Švežiks 14
+
Žinoma Jnš
Tijunas 14
+
Nežinoma apie Saločius
Tuoms 14
Užkurs 14
+
Nežinoma apie Saločius
Verkys 14
+
Nežinoma apie Saločius
Vince 14
+
LKŽ Vinca, Vincius. Nežinoma apie Saločius
Žiedelis 14
+
Straipsniai / Articles
147
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
5 LENTELĖ. Kaimų vardai (Pasvalio r., Saločiai)
Kaimo (sodžiaus) vardas
Atitikmo VŽ
Atitikmuo Ž I, Ž II
Atitikmo LKI GVS
Bajorai
Baltpamušis
Ž II 85
Džietoniai (Džieto-nei?)
Dzeltenpamušis
Gniaužei
LKI
Grybkelei
Gripkeliai Ž I 179
Kemenai
VŽ 170
Ž II 133
Kubiliunai
VŽ 184
Ž I 179, Ž II 143
Sadogala
Saudogala Ž I 179, Ž II 273
Šakarnei
VŽ 360
Ž I 179, Ž II 297
Tervedenai
Žilpamušis
Ž I 180, Ž II 361
6 LENTELĖ. Slandžiausko sugrupuotos vienkamienės pavardės
Priesagos
Pavyzdžiai
-aitis, -elaitis
Akilaitis, Romutaitis, Daugelaitis
-al(a)s
Mašals
-an(a, i)s
Dulmans
-eikis
Adeikis, Alseikis, Vijeikis, Budreikis, Brazdenkis, Dirmeikis, Jauneikis, Juodeikis, Kantrikis, Kiauleikis, Kušleikis, Lapeikis, Lydeikis, Lygeikis, Maldeikis, Mažeikis, Mišeikis, Noreikis, Petreikis, Rimdeikis, Rimeikis, Rupeikis, Rusteikis, Sereikis, Saveikis, Skaben kis, Striupeikis, Sudeikis, Stirpeikis, Šateikis, Šileikis
-ela | -elis, -elaitis
Daugela, Jagela, Mangelis, Ožela, Putelis, Žiedelis
-ik(a)s
Švežiks
-ylius
Akylius
-okas
Kulbokas
-ol(a)s
Rapols
-(i)on(i)s
Matulions
-(i)uk(a)s
Mičiuks, Mašaliuks
148
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
Priesagos
Pavyzdžiai
–(i)ulis
Bandžiulis, Bičiulis, Bačiulis, Baltulis, Baliulis, Batulis, Beniulis, Braziulis, Bulys, Didžiulis, Gatulis, Jarulis, Jatulis, Jeniulis, Kaziulis, Keršulis, Kukulis, Liulis, Mačiulis, Matulis, Pakulis, Pečiulis, Pranciulis, Raziulis, Sabulis, Samulis, Spudulis, Staniulis, Stasiulis, Tamulis, Vaičiulis, Veniulis, Valiulis, Žigulis, Čepuls, Kepuls,
–(i)unas | –(i)unis
Akunis, Mikaliuns, Tijuns, Kriaučiūns, Liesvenčiūns, Šaučiuns, Strielčiūns
–(i)uolis
Skruolis, Šniuolis, Vijuolis
–ur(a, y, i)s
Užkurs
–utis
Meldutis, Romutis, Gailutis
7 L E N T E L Ė. Slančiausko sugrupuotos dvikamienės pavardės
Kamienas
Pavyzdžiai
–akas (–akis)
Balakas, Baltakis, Jautakis, Ylakis, Kaulakis, Ketrakis, Keturakis, Laumakis, Mylakis, Pašakis, Plačakis, Rudakis, Smalakis, Spirakis, Taurakis, Udrakis, Žalakis
Gail- | –gaila, –gailius, –gailin(a)s, –gilas
Gailis, Gailutis, Gailiunas, Songaila, Rimgaila, Višgaila, Jagaila, Kaišgaila, Kežgailins, Skirgaila, Songaila, Svidrigaila, Višgailius, Norgilas
–ginis (–gins)
Butgins, Dauginis, Lingins, Mergins, Ogins, Tautgins, Vidginis, Virginis
Gud- | –gudas
Gudas, Gudaitis, Gudanis, Gelgudas, Lygudas
–kantas (–kantis)
Viskantas, Daukantas, Girkantas, Žukantis
–kunas (kūnas)
Bartkunas, Bratkunas, Dapkunas, Ginkunas, Jankunas, Laikunas, Mankunas, Mačekunas, Mickunas, Mitkunas, Morkunas, Norkunas, Prankunas, Petrikunas, Ratkunas, Rimkunas, Stankunas, Sutkunas, Šaikunas, Šimkunas, Tautkunas, Tvaskunas, Vaitkunas, Vaitiekunas, Vitkunas
–mantas (–mantis)
Daumantas, Eišmantas, Jomantas, Kamantas, Lymantas, Normantis, Skirmantas, Talmantas, Vidmantas, Vismantas, Žygmantas
Ram-, Rom-, Rim- | –rimas
Ramonas, Ramačiunas, Romančionis, Rimaitis, Kantrimas, Mantrimas, Putrimas, Rimkus, Rimkūnas, Rimeikis, RimVydas, Rimgaila
Taut- | –tautas (is)
Bertautis, Bytautas, Butautis, Cirtautas, Gatavუტis, Gažtantis, Goštautas, Gintautas, Kontautas, Mintautas, Nortautis, Nutautas, Tautkus, Taučiūnas, Tautginis, Tautkunas, Tautinis, Tautvaišas, Tautavilis, Viltautis, Vytautas, Žutautas
Straipsniai / Articles
149
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
8 LENTELĖ. Tautų, etninių grupių pavadinimai Słančiausko žodynėlyje
Tautų, etninių grupių pavadinimai, psl.
Aiškinimas
Anglikai (Anglikonai, Ingeliškai) 17
Anglai, žymūs plieno gaminiais
Cigonai 18
Juodi žmonės, vagys, sukčiai, šalbieriai, arklių mainininkai
Čiuknas 18
Prasni žmogeliai, gyvenantys už Rygos
Danai (Dakai) 18
Danija
Džiukai 18
Džūkai, Suvalkų gubernijoje gyvena
Estai 18
Tie patys, kas čiuknos
Finnai 18
Čiuknų veislės, gyvena anapus Peterburgo
Girenai ar Giruzei 18
Lietuvininkai
Herulei 19
Tie patys, kas Girulei
Gotai 18
Vokiški žmonės
Gudai 19
Lietuviai, kas gyvena ant Vilniaus toj pusėj
Graikai – (Grekai – Grekonys) 19
Seniai minavojami žmonės
Holendai – (Olandai) 19
Olandiškos drobės gerosios perkant
Igaunei 19
Latviškai tie patys Čiuknos
Ingelčikai 19
Anglikai, anglikonai
Jatvėžei, Jotvingai, Juodvyžei 19
Lietuvių tautos žmogeliai
Kaklai 19
Maskolių kartos žmonės
Kalmukai (Kalmikai) 19
Totorių kartos žmonės
Prancūzai 20
Visi Žemaičiai žino
Prusai 20
Daug lietuvininkų yra
Rusai (- Ruskei) 20
Maskoliai, Slavonai
Rusynai 20
Po Austrijos valdžia Slavonų tautos žmonės gyvena
Saksai arba Zaksai 20
Vokiečių žmonės
Scitai arba Skitai 20
Lietuvių senovės vardas, kol dar Lietuvoje jie negyveno
Švedai 21
Nuo senovės minavojami ir mūsų visiems žinomi
Trakai 21
Lietuvių giminė
Turkai 21
Girdėti ir daugumai matyti žmonės
Tutorei arba Tatarai 21
Lietuviams pažįstami karuose
Valakai 21
Italais vadinas apie Romą
Vokėčei 22
Kaimynai iš gilios senovės
Vokžydžiai 22
Žydai, vokiškai apsirėdę
150
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato S lančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
Tautų, etninių grupių pavadinimai, psl.
Aiškinimas
Zaksai arba Saksai 22
Saksonijos vokiečiai
Žemaičei 22
Lietuvninkai, gyvenantys žemesnėje vietoje ant pajūrio
Žuivedai arba Švedai 23
Netoli nuo mūsų, už marių
Žydai 23
Nuo senų laikų mums ir visame pasaulyje pažįstama tauta
9 LENTELĖ. Tautosakiniai, mitologiniai įvardijimai Slančiausko žodynėlyje
Tautosakiniai, mitologiniai pavadinimai, psl.
Aiškinimas
Abrin akiai 17
Vienaa kai, jūrose gyvenantys
Eidukai 18
Žmonės, išpjautais raumenimis kojose, greiti, nešiodavę gromatas
Raganas ir Raganei 20
Burtininkai
Šunburnei 21
Apžėlę žmonės
Vienakei 21
Kas Abrin akiai
Vilktakai 21
Iš žmonių vilkais pavirsdavę
Žinei 22
Senovės Lietuvių kuningai
10 LENTELĖ. Socialinių sluoksnių, žmonių profesinės ir socialinės veiklos įvardijimai Slančiausko žodynėlyje
Socialinių sluoksnių, profesinės ir socialinės veiklos ir kt. pavadinimai, psl.
Aiškinimas
Anarchistai 17
Labai nedori žmonės, naikina karalystes, muša valdinkus ir vyresnybę
Bačkyrai 17
Driūti žmonės, ėdą arklius, šunis, kates
Bajorai 17
Aukštesnioji žmonių karta
Bambizai 17
Kalvinai arba liuterai
Burliokai 17
Raudonais iš kelnių išlindusiais marškiniais žmonės, ateinantys iš maskolijos
Ukininkai 21
Žemturiai
Vingrai 22
Žmonės, kasmet vaikščiojantys su vaistais
Ynamei 22
Grintelniņkai sodiečiai ir prie miestelių pakraščių gyvenantys žmonės
Žygunai (= Žygunotai) 22
Kuningai žygiuotojai, žinių nešiotojai
Straipsniai / Articles
151
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
11 LENTELĖ. Giminystės terminai (vienos priesagos vediniai, vienpakopiai) Slანčiausko žodynėlio dalyje Kas=Kits
Priesagos ir kamienai | –aitis, –aite | –elis, –ela (–(i)ala) | –ytis, –yte | –utis, –(i)ute | –ina | –uva Tev– | + | + | + | + | | Sun– | + | + | + | + | | Vaik– | + | + | + | + | | Moč– | | | | + | | Mot– | | | | | + | Dukt– | + | + | | | | Dukr– | + | + | | + | | Ses– | + | + | + | + | | + Seser– | + | + | + | | | Iš viso: | 7 | 7 | 5 | 6 | 1 | 1
12 LENTELĖ. Ponas ir Žmogus vediniai Slანčiausko žodynėlio dalyje Kas=Kits
Priesagos ir kamienai | –aitis | –elis | –ytis | –utis | –elaitis | –elytis | –utelis | –užėlis | Iš viso: Pon– | + | + | | + | + | | + | + | 6 Žmog– | + | + | + | + | + | + | + | + | 8
13 LENTELĖ. Giminystės terminai (dviejų priesagų vediniai, dvipakopiai) Slანčiausko žodynėlio dalyje Kas=Kits
Kamienai ir priesagos | Tev– | Sun– | Vaik– | Moč–, Mot– | Dukt–, Dukr– | Ses– –elaitis, –elaite | + | + | | | | + –elytis | | | + | | | –utelis, –utela | + | + | + | + | | –užėlis, –užėla | + | + | + | | + | –utytis | | + | | | | –inaite | | | | + | | –inela | | | | + | | –inyte | | | | + | | Iš viso | 3 | 4 | 3 | 4 | 1 | 1
152
Acta Linguistica Lithuanica LXX
Mato Slančiausko rankraštinis žodynėlis Lietuviški vardai
Manuscript Dictionary Lithuanian Names by Matas Slančiauskas
S U M M A R Y
The manuscript legacy of Matas Slančiauskas (21st Feb. 1850–11th Mar. 1924), dedicated to the matters of language, is not yet known to the academic community and society. This article aims to present the manuscript dictionary Lithuanian Names by Matas Slančiauskas held in the manuscript collection of the Institute of Lithuanian Literature and Folklore and marked by two signatures: Lithuanian Scientific Society (Lith. LMD) and Institute of Lithuanian Literature and Folklore (Lith. LLTI) (Full signature: LMD I 1060. 6 sąs. 564).
According to the folklorist Norbertas Vėlius, Slančiauskas compiled the dictionary Lithuanian Names around 1911–1915.
Slančiauskas used to bind books from the sheets of paper of different uses. The book of the dictionary Lithuanian Names is made of 24 pages of columnar paper. Page width – 11.5 cm, height – 17.5 cm. 8 longitudinal columns can well be seen on the paper; they bear the following Russian titles: Мѣсяцъ, Число, № Арт., Паръ (this part is subdivided into smaller parts marked as 1. 2. 3.), Всего паръ., Цѣна, Руб., Коп. Longitudinal columns are drawn crosswise, each with 17 lines. In each page the columns bear the names (Lith. vardai (vardài)), which are numbered and written in winding characters. The numbering of the first part of the dictionary, Names, starts with number 2 and ends with 13. If the names do not fit in a single page and are moved into the next page, this page is left unnumbered.
The second part of the dictionary Kas–Kits is marked by number 14, while the third part, Vardai=ir=vadinimai (nušaukimai) (Names=and=Callings), bears number 15. The following six pages are not numbered.
Įteikta 2013 m. rugpjūčio 30 d.
JANINA ŠVAMBARYTĖ-VALUŽIENĖ
Lietuvių kalbos institutas
Petro Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius, Lietuva
[email protected]
Straipsniai / Articles
153