Daiktavardžio vardininkas ir įnagininkas finitiniuose askriptyviniuose „būti“ sakiniuose
Full text
LORETA VAIČIULYTĖ-SEMĖNIENĖ
Lietuvių kalbos institutas
Forschungsschwerpunkte: Morphosyntax der litauischen Sprache, typologische Morphosyntax, Valenz.
NOMINATIV UND INSTRUMENTAL DES SUBSTANTIVS IN FINITEN ASKRIPTIVEN BŪTI-SÄTZEN
Substantive im Nominativ und Instrumental in finiten askriptiven Sätzen mit būti (sein)
ZUSAMMENFASSUNG
Straipsnyje kalbama apie predikatyvu einančio daiktavardžio žymėjimo galimą sąsają su nuosakomis reiškiamu modalumu. Nagrinėjamą medžiagą sudaro iš Dabartinės lietuvių kalbos tekstyno (DLKT) rinkti askriptyviniai finitini jungties būti sakiniai, kuriuose teigiamas predikatas pasakomas skirtingų nuosakų formomis. Laikomasi nuomonės, kad vertinamojo ir irealaus modalumo atžvilgiu morfosintaksinis žymėjimas yra laipsniškas ir preliminariai galima kalbėti apie santykinį polinkį dažniau vartoti predikatyvu einančio daiktavardžio įnagininką skalių episteminis > deontinis (tiesioginė > liepiamoji nuosaka) ir realus > irealus (tiesioginė > tariamoji nuosaka) atžvilgiu.
ANNOTATION
Der Artikel behandelt den möglichen Zusammenhang zwischen der Markierung nominaler Prädikative und der durch Modi ausgedrückten Modalität. Das im Artikel analysierte Material besteht aus finiten askriptiven Sätzen mit der Kopula būti (to be), die aus dem Corpus of the Contemporary Lithuanian Language (CCLL) entnommen wurden und in denen das positive Prädikat durch Formen verschiedener Modi ausgedrückt wird. Es wird der Auffassung gefolgt, dass die morphosyntaktische Markierung hinsichtlich der evaluativen und irrealen Modalität graduell ist und vorläufig von einer relativen Tendenz gesprochen werden kann, das als Prädikativ verwendete Substantiv im Instrumental häufiger zu verwenden, bezogen auf die Skalen epistemisch > deontisch (Indikativ > Imperativ) und real > irreal (Indikativ > Konjunktiv).
SCHLÜSSELWÖRTER: Modalität, nominales Prädikativ, morphosyntaktische Markierung.
SCHLAGWÖRTER: Modalität, nominales Prädikativ, morphosyntaktische Markierung.
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LORETA SEMĖNIENĖ
0. EINLEITENDE BEMERKUNGEN
In klassischen Arbeiten zur litauischen Grammatik wird behauptet, dass die Markierung eines Substantivs, das als Prädikativum fungiert1, durch einen kongruierenden und/oder nicht kongruierenden Kasus in Kopulasätzen mit būti (engl. copular sentence, dt. Prädikativsatz2), beispielsweise Prisėsk, būsi svečias (vgl. svečiu), mit semantischen und formalen Kriterien zusammenhängt. Abgesehen von der inzwischen zum Gemeinplatz gewordenen Aussage, dass der Kasus des Substantivs durch den im Prädikativum ausgedrückten permanenten oder vorübergehenden Zustand des Gegenstands beeinflusst wird3, wird auch behauptet, dass die Realisierung des Prädikativums mit der flektierten Form der Kopula būti zusammenhängt. So wird etwa festgestellt, dass der Instrumental des Substantivs „mit būti im Futur viel häufiger“ ist, mit būti im Konjunktiv hingegen „nicht besonders häufig“, und mit der Kopula im Imperativ „ebenfalls nicht häufig“ (Kursivierung von mir. – L. V.-S.) (Šukys 1998: 245–247). Andernorts wird die Auffassung vertreten, dass „der Instrumental des Substantivs häufiger mit der Kopula im Futur oder Konjunktiv, seltener mit der Kopula in anderen Formen verwendet wird“ (Kursivierung von mir. – L. V.-S.) (Ambrazas, Hrsg., 2006: 505–506, vgl. Ulvydas, Hrsg., 1976: 364).
Diese Auffassungen sowie die Annahme, dass die flektierte Form der Kopula būti die morphosyntaktische Markierung des prädikativ verwendeten Substantivs stärker beeinflusst als der durch das Prädikativum selbst ausgedrückte permanente oder vorübergehende Zustand des Gegenstands4, sowie das vorliegende Material des Textkorpus der litauischen Gegenwartssprache5 (im Folgenden DLKT), veranlassten dazu, zu untersuchen, ob und wie der Kasus eines als Prädikativum fungierenden Substantivs in bejahten finiten būti-Sätzen mit dem durch die Modi ausgedrückten Modalitätswert korreliert.
Der Beitrag sucht unter Berücksichtigung der oben erwähnten Auffassungen Antworten auf folgende Fragen:
(i) Wenn der Instrumental des als Prädikativum fungierenden Substantivs beispielsweise häufiger mit der Kopula im Futur vorkommt (vgl. Šukys 1998), bedeutet das dann, dass seine Verwendung mög-
1Der Begriff des Prädikativs wird gemäß Artūras Judžentis (2012: 69) verwendet: Er bezeichnet ein syntaktisch vom Verb abhängiges, semantisch jedoch nicht nur mit diesem, sondern auch mit dem Subjekt oder Objekt verbundenes Wort. Die syntaktische Abhängigkeit eines solchen Wortes kann durch Modifikation oder Rektion ausgedrückt werden.
2 In der litauischen Linguistik werden solche Sätze gewöhnlich als nominale Sätze bezeichnet (Ambrazas, Hrsg., 2006: 612). Der Beitrag untersucht askriptyviniai Kopulasätze mit būti (engl. ascriptive) und lässt die sogenannten ekvatyviniai-Sätze (engl. equative) außer Betracht, die anhand der Einzigartigkeit des Referenten des als Prädikativum fungierenden Wortes unterschieden werden (engl. uniqueness), vgl.: Jonas yra mokytojas vs. Jonas yra mano geriausias draugas; Aš esu Loreta (ausführlicher Hengeveld 1992: 73–105). Prototypische askriptyviniai-Sätze haben ein definites (dt. definit) Subjekt und ein indefinites (dt. indefinit) Prädikativum. In equativen Sätzen sind prototypischerweise sowohl das Subjekt als auch das Prädikativum definit.
3 Näheres hierzu siehe Semėnienė 2004 und die dort besprochene Literatur.
4 Näheres hierzu siehe Semėnienė 2004 und die dort besprochene Literatur. Vgl. außerdem die weiter unten im Beitrag angeführten Beispiele.
5 Online verfügbar: http://donelaitis.vdu.lt.
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dieser Zusammenhang mit der Kategorie des Verbaltempus steht. Oder korreliert der häufiger verwendete Instrumental des Substantivs mit einer Form von būti im Futur nicht (nur) mit dem grammatischen Tempus, sondern (vielleicht auch) mit der Modalität (ähnlich wie im Fall des Konjunktivs) (vgl. Ambrazas 2006)6?
(ii) Modalität wird durch die Modi des Verbs ausgedrückt. Möglicherweise besteht eine gewisse Tendenz, sie zusätzlich (engl. redundant) auch durch den Kasus zu kennzeichnen. Anders gesagt: Wird Modalität vielleicht nicht nur durch grammatische Kategorien des Verbs, sondern auch des Substantivs ausgedrückt7?
Um diese Fragen zu beantworten, wird im Folgenden zunächst kurz auf Modus und Modalität eingegangen (siehe 1), danach auf Tempus und Modalität (siehe 2). Schließlich wird der Zusammenhang zwischen Modalität und dem Ausdruck des prädikativ verwendeten Substantivs untersucht (siehe 3–4), und es werden Schlussfolgerungen gezogen (siehe 5).
1. MODUS UND MODALITÄT
In litauischen Grammatikwerken wird die Moduskategorie gewöhnlich als Modalität definiert, die durch grammatische Mittel des Verbs ausgedrückt wird, d. h. als Verhältnis des Sprechers zur Situation im Hinblick auf Gewissheit, Möglichkeit, Notwendigkeit, Bedingung usw. (vgl. Jablonskis 1922/1957: 258; Ulvydas, Hrsg., 1971: 55–56; Paulauskienė 1979: 141; Ambrazas, Hrsg., 2006: 304; Valeckienė 1998: 73; Holvoet, Judžentis 2004: 77–78; Judžentis 2012: 165). Hinsichtlich Bedeutung und Ausdruck wird der Modus unterschiedlich eingeteilt. Manchmal werden ihm fünf (Ulvydas, Hrsg., 1971: 65; Valeckienė 1998: 73), andernorts vier (Jablonskis 1922/1957: 257; Ambrazas, Hrsg., 2006: 304–305) oder drei (Paulauskienė 1979: 165–166; 1983: 252–253; 1994: 310–311; Holvoet, Judžentis 2004: 80–82; Holvoet 2010; Judžentis 2012: 172–177) Glieder zugeordnet. Die größte Zahl – fünf Modi – unterschieden Pranas Gailiūnas in der akademischen Lietuvių kalbos gramatikoje und Adelė Valeckienė in der Funkcinėje lietuvių kalbos gramatikoje. In ersterer werden Indikativ, indirekter Modus, Imperativ, Konjunktiv und Optativ behandelt, in letzterer Indikativ, indirekter Modus, Imperativ, Konjunktiv und Fragemodus. Jonas Jablonskis Lietuvių
6 „Eines der Ergebnisse, über die er [d. h. Ultan (1978)] berichtet, ist, dass Futurmarker häufig in atemporalen Funktionen verwendet werden, insbesondere in Funktionen, die mit Modus und Modalität verbunden sind. [...] In mehreren Sprachen wurden Marker gefunden, deren primäre Funktion offenbar darin bestand, mood auszudrücken, die aber auch zum Ausdruck von future time verwendet werden konnten“ (Bybee 1985: 156; vgl. auch ebenda: 157–159). Vgl. „Zudem überschneiden sich zumindest im Hauptbereich, dem der Irrealis-Modalität, epistemische und evaluative Modi in erheblichem Maße und weisen oft eine gemeinsame grammatische Kodierung auf“ (Givón 2001: 300–301, vgl. auch 358–361).
7 Zum Beispiel wird in der Sprachfamilie der tangick-Sprachen im nördlichen Australien Modalität auch durch den Substantivkasus markiert (ausführlicher siehe de Haan 2006: 40–41; zu dieser Frage vgl. auch ebenda: 43).
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kalbos gramatikoje behandelt Indikativ, Konjunktiv, Imperativ und Optativ, während Vytautas Ambrazas in der Dabartinės lietuvių kalbos gramatikoje neben Indikativ, Konjunktiv und Imperativ auch den indirekten Modus behandelt. In den Arbeiten von Aldona Paulauskienė, Aksel Holvoet und Artūras Judžentis wird eine dreigliedrige Moduskategorie angesetzt, die aus Indikativ, Konjunktiv und Imperativ besteht (vgl. Holvoet 2010). Der indirekte Modus wird hier der Evidentialitätskategorie zugeordnet (Holvoet, Judžentis 2004; Judžentis 2012) oder als „formal ausgedrückte Variante des Indikativs“ bezeichnet (Paulauskienė 1979: 158; 165), der Optativ (vgl. tegul būna, tebūnie) dagegen dem Indikativ (Paulauskienė 1979: 160, 165; Holvoet 2010: 426).
Es gibt verschiedene Klassifikationen der Modalitätsbedeutungen (vgl. inter alia Palmer 2001; Frawley (Hrsg.) 2006; Bybee 1985: 165–189; Bybbe, Perkins, Pagliuca 1994: 176–242; Paulauskienė 1979: 137–141; Holvoet, Judžentis 2004: 82–85; Holvoet 2007: 16–22; Plungian 2011: 189–215; Judžentis 2012: 166–169 sowie die dort behandelte Literatur). In jüngeren Arbeiten zur litauischen Linguistik (Judžentis 2012: 166; Holvoet 2007; 2010; Holvoet, Judžentis 2004: 82–85) werden, gestützt auf die Auffassungen ausländischer Linguisten, danach, wie der Sprecher die Situation beurteilt und welches Verhältnis er zu ihr hat, zwei Typen evaluativer Modalität unterschieden (engl. speakers attitude nach Givón 2001: 300; vgl. Plungian 2011: 189–190, 198): epistemische und deontische⁸. Epistemische Modalität drückt eine auf der Erfahrung oder Weltwahrnehmung des Sprechers beruhende Bewertung einer Aussage oder Situation hinsichtlich ihrer Gewissheit (oder Wahrscheinlichkeit) aus; deontische Modalität bezeichnet verschiedene Willensakte des Subjekts der besprochenen Situation (Wünsche, Erlaubnis, Forderung, Notwendigkeit usw.) (Judžentis 2012: 166–167; Holvoet 2007: 16–17; Holvoet, Judžentis 2004: 82–83).
Sätze mit einem Modaladverb oder Modalverb, das epistemische oder deontische Modalität ausdrückt, lassen sich paraphrasieren, indem man sie in einen von einem übergeordneten Prädikat mit epistemischer oder deontischer Bedeutung regierten nominalen Nebensatz umformt, z. B.: Jonas tikrai buvo mokytojas, vgl. Tiesa, kad Jonas buvo mokytojas; Tu turi būti mokytojas, vgl. Reikia, kad būtum mokytojas (Holvoet, Judžentis 2004: 83; vgl. Holvoet 2007: 16–17).
Epistemische Modalität wird gewöhnlich durch bejahende Aussagesätze im Indikativ ausgedrückt (Jonas yra mokytojas). Den Kern der deontischen Modalität bilden Imperativformen (Jonai, būk mokytojas9). Sie wird beispielsweise auch in Fällen ausgedrückt, in denen ein Verb im Indikativ verwendet wird
8 „Die epistemisch-deontische Unterscheidung scheint in gewisser Weise für den Modus relevant zu sein. [...] Wenn dynamische Modalität kein Gegenstück im Bereich des Modus hat, liegt das vielleicht daran, dass sie an der Peripherie der Modalität angesiedelt ist“ (Holvoet 2007: 18).
9 „Wenn wir den Imperativ als Modus anerkennen, ist es offensichtlich sinnvoll, unabhängig davon, ob wir seine Bedeutung semantisch als auf Volition beruhend oder pragmatisch als Ausdruck von Direktiven formulieren, im Bereich der Modalität die deontische Modalität als entsprechenden volitionalen Typ anzusetzen“ (Holvoet 2007: 17; vgl. auch ebenda: 22–23).
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mit der hortativen Partikel te(gu(l)) oder dem Proklitikon te−10 (Tegul būna Jonas mokytojas). Der Indikativ ist das unmarkierte Mitglied des Modussystems; er steht nicht nur mit epistemischen, sondern auch mit deontischen Modalitätsbedeutungen in Zusammenhang (Holvoet, Judžentis 2004: 86–87, 102–103; Holvoet 2007: 23–24; vgl. Jablonskis 1922/1957: 258). Die Formen des Konjunktivs werden wie die des Indikativs ebenfalls in Sätzen verwendet, die sowohl epistemische als auch deontische Modalität ausdrücken (z. B. Jonai, būtum mokytojas, kita kalba būtų; Geriau jau būtum mokytojas). Er steht jedoch sowohl dem Indikativ als auch dem Imperativ hinsichtlich eines anderen Merkmals gegenüber – der Irrealität (Nichtfaktizität) (Holvoet, Judžentis 2004: 88; Holvoet 2007: 25; Judžentis 2012: 172–175).
Reale und irreale Modalität werden nach der Einstellung des Sprechers zur Realität der besprochenen Sachverhalte unterschieden. Die Situationen realer Modalität existieren unabhängig vom Menschen und sind faktisch. Typischerweise werden sie durch Sätze ausgedrückt, in denen die Präsens- und Präteritumsformen des Indikativs verwendet werden. Situationen irreale Modalität sind nicht faktisch, sondern vorgestellt; ihre Realität lässt sich zumindest zum Sprechzeitpunkt nicht überprüfen. Solche Situationen können durch das Futur¹¹ des Indikativs, den Imperativ und den Konjunktiv ausgedrückt werden (Judžentis 2012: 168–169; vgl. Holvoet, Judžentis 2004: 96–97, 104; Paulauskienė 1979: 141; 153; Plungian 2011: 124, 213–214). Darüber hinaus können irreale Situationen auch durch die bereits erwähnten Präsens- und Futurformen des Indikativs mit tegu(l)12 ausgedrückt werden.
Das Modussystem wird also anhand zweier voneinander unabhängiger Kriterien unterschieden. Hinsichtlich der Faktizität ist die Opposition zwischen realer und irrealer Modalität (Indikativ vs. Konjunktiv) maßgeblich; ihr markiertes Mitglied (irrealis), das durch Konjunktivformen ausgedrückt wird, steht für betonte Nichtfaktizität (Irrealität). Hinsichtlich des Typs der bewertenden Modalität (epistemisch vs. deontisch) stehen die Indikativformen den Imperativformen gegenüber. Wenn man anerkennt, dass die Opposition zwischen realer und irrealer Modalität die Grundlage des Modussystems bildet (Paulauskienė 1979: 141; 1994: 310–311; Holvoet, Judžentis 2004: 103; Holvoet 2007: 26, 59–60; Holvoet 2010: 441–442), dann ist der Imperativ der realen Modalität zuzuordnen (Holvoet, Judžentis 2004: 103; Holvoet
10 Čia laikomasi panašios nuomonės kaip in Holvoet 2007: 39, Judžentis 2012: 172. Plg. „We will therefore describe teateina as an indicative and teateinie as a residual separate mood“ (Holvoet 2007: 39).
11 Vgl.: „Es lässt sich argumentieren, dass das Futur eine prototypische Irrealis-Kategorie ist, weil es sich auf Ereignisse bezieht, die noch nicht eingetreten sind und daher irreal sind“ (de Haan 2006: 41). „Obwohl das Futur als Irrealis-Kategorie betrachtet werden kann, da es sich auf Ereignisse bezieht, die (noch) nicht stattgefunden haben, wird es im Lateinischen mit dem Indikativ ausgedrückt“ (de Haan 2006: 44).
12 „Die Hauptopposition der Modi wird hier danach bestimmt, ob der Sprecher eine Handlung als real (Indikativ) oder als nicht real – befohlen, erwünscht, vorgestellt – konstatiert (Imperativ und Konjunktiv)“ (Paulauskienė 1979: 141). Vgl. (ebd.: 165): „Konjunktiv und Imperativ haben eigene morphologische Indikatoren, die die Irrealität der Handlung kennzeichnen, während der Indikativ keinen speziellen Indikator hat; deshalb können seine Formen sowohl eine reale als auch eine nicht reale Handlung ausdrücken.“
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2007: 6013; Judžentis 2012: 173; eine abweichende Auffassung vgl. Paulauskienė 1979: 141, 153–154). Genauer gesagt läge der Imperativ hinsichtlich (Ir)realität in der Mitte der Skala real (Indikativ) > nicht real (Konjunktiv), ähnlich wie der Konjunktiv hinsichtlich der Skala epistemisch (Indikativ) > deontisch (Imperativ) bezüglich der Modalität einzuordnen wäre.
2.
TEMPUS UND MODALITÄT
Die grammatische Zeit als deiktische Kategorie lokalisiert Ereignisse aus der Perspektive des Sprechzeitpunkts auf der Zeitachse. Die einfachen Verbtempora (Präsens, Präteritum, Futur) drücken deiktische Zeitoppositionen (Gegenwart, Vergangenheit, Zukunft) aus. Anders als Aussagen im Präsens und Präteritum sind Aussagen im Futur zum Sprechzeitpunkt nicht verifizierbar; sie sind weniger kategorisch, weil der Sprecher keine Garantie für ihre Wahrheit geben kann (ausführlicher siehe Holvoet, Pajėdienė 2004: 121–124). Wie bereits erwähnt, sind Aussagen, die im Litauischen durch das Futur ausgedrückt werden, also mit irrealer Modalität verbunden, während das Futur hinsichtlich der Beziehung des Sprechers zur Wirklichkeit mit epistemischer und deontischer Modalität verbunden ist. Es stellt sich die Frage, mit welchen Modalitätsmerkmalen (neben der grammatischen Zeit) der relativ häufigere prädikative Gebrauch des Substantivs im Instrumental in Verbindung gebracht werden könnte (vgl. de Haan 2006: 49–50).
Die Formen des Imperativs und des Konjunktivs verfügen über keine morphologischen Marker für den Ausdruck einer Tempuskategorie und zeigen keine genauer bestimmten Zeitverhältnisse an. Die durch diese einfachen Formen ausgedrückte Handlung findet zum Sprechzeitpunkt noch nicht statt und hat auch vorher nicht stattgefunden. Bei Verwendung der Imperativformen muss die Handlung ausgeführt werden; bei Verwendung der Konjunktivformen ist sie (un)möglich, lediglich vorgestellt oder angenommen (d. h. irreal); auf diese Weise kann die Handlung bereits zum Sprechzeitpunkt selbst (in der Gegenwart) oder danach (in der Zukunft) beginnen und realisiert werden (Ulvydas, Hrsg., 1971: 59).
Aus dem bisher kurz Gesagten könnte man schließen, dass die Modalität im Litauischen nicht nur mit den grammatischen Kategorien des Verbs, sondern möglicherweise auch mit denen des Substantivs korreliert14. Betrachtet man Modalität als zusammengesetzte Verbkategorie – die sogenannte TAM (engl. time–aspect–modality; vgl. Givón 2001: 285, 303–305,
13 Vgl.: „Der Imperativ kann für sich genommen a priori weder als realis noch als irrealis quantifiziert werden. [...] Mit seiner expliziten deontischen Bedeutung steht der Imperativ sowohl dem Indikativ als auch dem Konditional gegenüber. Betrachtet man die Unterscheidung realis: irrealis als Kern des Modussystems, dann gehört der Imperativ nur teilweise zum Modus: Seine Funktionen lassen sich pragmatisch definieren und sind den modalen Bedeutungen tatsächlich überlagert“ (Holvoet 2007: 26; vgl. ebd.: 60).
14 Vgl.: „Die grammatischen Marker der Modalität sind sehr vielfältig. [...] Grundsätzlich gibt es drei Typen von Markern: (i) einzelne Suffixe, Klitika und Partizipien, (ii) Flexion und (iii) Modalverben“ (Palmer 2001: 19; vgl. de Haan 2006: 40–41).
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337 usw.) – einen Teil (wobei natürlich anerkannt wird, dass Modalität und Satzprädikation nicht nur durch ein Verb ausgedrückt werden können) – sucht der Beitrag nach einer Antwort darauf, ob bzw. wie die durch verschiedene Verbmodi ausgedrückte Modalität möglicherweise die Tendenzen bei der Kasusmarkierung des als Prädikativ verwendeten Substantivs beeinflusst. Lässt sich beim Vergleich der Ausdruckstendenzen des als Prädikativ verwendeten Substantivs überhaupt von einer Tendenz sprechen, einzelne Modalitätstypen unterschiedlich zu markieren? Der Beitrag behandelt Modalität in askriptiven Sätzen mit der Kopula 15 būti und einem als Prädikativ verwendeten Substantiv; untersucht werden finite Sätze mit būti, deren bejahendes Prädikat durch Formen des Indikativs, des Imperativs und des Konjunktivs ausgedrückt wird. Zunächst wird die mögliche Korrelation zwischen evaluativer Modalität und der Kasusmarkierung des als Prädikativ verwendeten Substantivs untersucht (siehe 3); anschließend wird das Verhältnis zwischen (ir)realer Modalität und dem Ausdruck des prädikativ verwendeten Substantivs erörtert (siehe 4), und schließlich werden Schlussfolgerungen gezogen (siehe 5).
Der Ausdruck des als Prädikativ verwendeten Substantivs wird anhand des im DLKT gefundenen empirischen Materials untersucht. Insgesamt wurden 1462 finite askriptive Sätze mit būti gesammelt und im Beitrag analysiert; davon stehen 639 in Formen des Indikativs, 351 im Imperativ und 472 im Konjunktiv. Das vorliegende Material wird statistisch zusammengefasst.
3. EVALUATIVE MODALITÄT (EPISTEMISCH VS. DEONTISCH) UND DER AUSDRUCK DES ALS PRÄDIKATIV VERWENDETEN SUBSTANTIVS
Den Kern der epistemischen Modalität bilden Feststellungen, die durch Formen des Indikativs ausgedrückt werden, den der deontischen Modalität hingegen Direktive, die im Imperativ stehen. Stellen wir die Feststellungssätze mit bejahenden Formen des Futurs von būti im Indikativ aus den zuvor genannten Gründen vorerst zurück und vergleichen wir zunächst Sätze mit Formen des Präsens und Präteritums von būti im Indikativ mit Sätzen, in denen der Imperativ verwendet wird, zum Beispiel:
(1) Zehn Jahre älter als ich. Na, und hier kamen schon die Deutschen, dann waren die Russen da, dann die Deutschen und danach wieder die Russen. Vater war Bauarbeiter, wenn er Häuser baute. DLKT
(2) Wir gingen zum Tanz, und dieser Romas aus einem anderen Kolchos kam angefahren. Zu den Ablassfeiern in Labūnava kam er immer zu Onos. Er kam mit einem Lastwagen, mit vielen Leuten an Bord. Er war Fahrer. Er kam an, brachte sie dorthin. Na ja, so ein Treffen war es, und irgendwie waren wir dann wohl befreundet. Später nachts... am Abend kehrten wir frühmorgens zu meiner Cousine zurück. DLKT
15 Vgl. Fußnote 2.
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(3) Die VU hat in ihrer langen Geschichte eine besondere Rolle im kulturellen Leben unseres Staates und darüber hinaus gespielt. Jahrhundertelang war sie eine Universität europäischen Ranges Universität, an der Vertreter verschiedener Länder studierten und lehrten. DLKT
(4) Der Pädagoge und Akademiker Juozas Brazaitis war, so der erwähnte Stasys Yla, ein Kämpfer Mensch – feinfühlig, würdevoll, standhaft, treffsicher und tiefgründig. Wenn wir anderswo nach Beispielen suchen würden, die ihm in dieser Nachkriegszeit nahekommen, fänden wir vielleicht drei. DLKT
(5) Herrsche oder gehorche! – das ist das Motto, das einer solchen Haltung zugrunde liegt; oder sei ein großer Mensch, ein Heroe, der sich furchtlos mit dem Schicksal misst und Ruhm erwirbt („je größer der Fall, desto größer der Ruhm“; so sagt Heraklit). DLKT
(6) Am Ende des Briefes stehen drei kleine Zeilen in der Handschrift Aleksandras Stulginskis: „Liebe Aldute, schließe dein Studium erfolgreich ab, sei ein guter Mensch, auch wenn ich weit weg wohne, bin ich in Gedanken immer bei dir. Ich freue mich über dich und bin stolz auf dich. Ich segne dich, der Höchste segne dich. Papa. DLKT
(7) Wir hören Worte von V. Krėvė, die Vydūnas nahestehen: „Wenn du dir selbst ein Mensch bist, sei dir selbst ein Mensch und suche deinen eigenen Weg, ohne dich auf die Hand eines anderen zu stützen.“ DLKT
(8) Vor ein paar Tagen hat die Litauischlehrerin Eugenija diese bestellt. – Petrai, sei ein Mensch, mach es schneller, gib dir Mühe; nächste Woche erwarten wir die Visitation. Beeil dich, ich werde es dir nicht schuldig bleiben. – Aber Frau Lehrerin, was sagen Sie denn. DLKT
(9) „Begleite sie!“, sagt er. „Wenigstens bis nach Hause, weißt du.“ „Na, sage ich, soll ich sie dann vielleicht auch noch ins Bett bringen?“ „Wenigstens bis nach Hause, weißt du.“ „Nein, nein“, sage ich, „ich begleite sie nicht.“ „Nein.“ „Andriau, sei ein Freund, begleite mich, ich habe Angst.“ „Ach geh, ich bin überzeugt!“ „Ach geh, er sagt, ich... verdammt, wir haben uns da was eingebrockt. Jetzt, Männer, sind Geister im Haus. Du wirst einen Priester bestellen müssen.“ DLKT
(10) „Ich kann dein Opfer nicht annehmen! Es reicht, wenn du für das Vieh bezahlst.“ Dann, nachdem er eine Weile geschwiegen hatte, sagte er: „Auch ich würde gern etwas anbieten. Sei mein Freund.“ Im Namen ewiger Freundschaft reichten sich die Männer wortlos die rechte Hand. DLKT
Aus den Sätzen (1)–(10) geht hervor, dass das als Prädikativ verwendete Substantiv in ihnen grundsätzlich sowohl im Nominativ als auch im Instrumental stehen kann. Wie hängen die durch die jeweiligen Modi ausgedrückten Modalitätsunterschiede mit den Ausdruckstendenzen des als Prädikativ verwendeten Substantivs zusammen? Wenn wir anerkennen, dass in Feststellungssätzen mit der Kopula und Formen des Präsens von būti der Nominativ des Substantivs üblich ist, während er bei Formen des Präteritums etwas seltener ist, müssen wir feststellen, dass in Sätzen mit Imperativformen von būti der Instrumental des Substantivs häufiger gewählt wird. Genauer gesagt zeigt sich, dass in Sätzen des Typs (5)–(10) der Instrumental des als Prädikativ verwendeten Substantivs in 23,1% der vorliegenden Fälle gewählt wird (oder in 81 von 351 Sätzen), in Sätzen des Typs (1)–(4) hingegen in 7% aller Fälle (oder in 10 von 146 Sätzen) (dazu vgl. auch Semėnienė 2004).
Wenn also der Instrumental eines als Prädikativ fungierenden Substantivs in Sätzen mit Imperativform häufiger ist, könnte er folglich ähnlich auch in Sätzen mit te(gu(l)), te- und Indikativformen verwendet werden. Vergleichen wir:
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(11) – Auf den mit den Rosetten! – Auf Ralph! Ralph! – Der mit der Trompete soll Anführer sein. Ralph hob die Hand, damit alle still wurden. – Gut. Wer will, dass Jack Anführer wird? Die Chorknaben blickten finster, hoben aber die Hände. – Und wer will mich? DLKT
(12) Eine der besten Möglichkeiten, Kindern den Begriff Respekt zu vermitteln, besteht darin, ihnen respektvoll zu begegnen. Lasst sie beim Lernen eure Partner sein. Ermutigt die Kinder, ihre Vorschläge zu äußern, bezieht ihre Vorschläge in eure Pläne ein und schätzt ihre Ideen. Hört ihnen zu. DLKT
(13) Lasst euch auch nicht Lehrer nennen, denn euer einziger Lehrer ist Christus. Wer von euch der Größte ist, der sei euer Diener. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. DLKT
(14) Die farbenfrohe Diskografie der Gruppe bietet deutlich mehr magische Entdeckungen und Momente des Rock’n’Roll-Rauschs. Diese Doppel-CD sei daher lediglich ein Schlüssel, der jedem Interessierten die Welt des modernen Heavy Metal erschließt. Eine Welt, deren ungekrönte Könige Judas Priest wurden. DLKT
(15) Savanoriai tebūna mums pavyzdys. Partinius ir asmeninius ginčus atidėsime iki tos dienos, kada būsime visai laisvi ir tautiškai subrendę. Savanoriai ėjo mirti vardan Lietuvos. DLKT
(16) Eine gegen die Nation, ihre Solidarität und ihr Leben gerichtete Intrige. Deshalb kann kein anständiger Litauer Teilnehmer dieser Konferenz sein. Wird er dazu gezwungen, darf er nicht hinfahren. Mögen uns die beiden litauischen Männer Dr. K. Grinius und Prof. J. Aleksa Vorbild sein. DLKT
(17) Hör, Lehrer, ich soll ein Blumenbukett sein, damit du seinen Duft einatmest! Lass mich eine frische, köstliche Frucht sein, damit du mich kostest! Lass mich eine ewige Umarmung sein, und du versinkst in mir!.. DLKT
(18) Aš pats nenoriu (ir negaliu) būti liudytoju savųjų nesąmoningųjų potyrių. Tegu kitam aš tokių nesąmonės šaltinių būsiu. Jis įsižiūrėjo į savo atvaizdą veidrody, kabėjusiam čia pat, ant sienos. Dievė, iš veidrodžio į jį žvelgė nepažįstamas barzdotas vyras. DLKT
(19) Ich bitte dich, hör mich an. Aurimas soll hier Zeuge sein. Er wird nicht zulassen, dass gelogen wird. DLKT
(20) A. Roslanas, der das Brot der sowjetischen Lager gekostet hatte, antwortete: „Wenn ich nach Moskau fahren würde, würde ich nicht über ihn herfallen, um ihn zu verurteilen oder zu tadeln. Nicht ich, sondern Gott wird sein Richter sein.“ DLKT
(21) Diese Sendung von uns sei ihnen ein kleines Erinnerungslicht.Kerze. DLKT
Obwohl es im DLKT vergleichsweise wenige Sätze des Typs (11)–(21) gibt, lassen sich Tendenzen bei der Form des als Prädikativ fungierenden Substantivs erkennen. In Sätzen, in denen zusammen mit der Präsens- oder Futurform des Indikativs von būti das Partikel te(gu(l)) verwendet wird (vgl. Sätze (11)–(12); (17)–(18)), ist der Nominativ des als Prädikativ fungierenden Substantivs üblich: Im ersten Fall tritt er in 93,75% aller Belege auf (bzw. in 15 von 16 Sätzen), im zweiten in 87,5% (in 7 von 8 Sätzen). Der Nominativ ist auch bei der älteren Form tebūnie recht häufig¹⁶: Er wird in 87,2% der Sätze gewählt (bzw. in 34 von 39 Sätzen) (vgl. Sätze (13)–(14)). In Sätzen mit tebūna (vgl. Sätze (15)–(16)) macht der Kongruenzkasus des als Prädikativ fungierenden Substantivs 66,7% der Fälle aus (22 Sätze
16 Vgl. „Der permissive Modus (historisch die Fortsetzung des indogermanischen Optativs) ist heute ausgestorben und durch Indikativformen ersetzt worden: Das heutige Äquivalent von te-būnie wäre te-būna oder tegul būna“ (Holvoet 2010: 426; vgl. Paulauskienė 1994: 311–312).
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von 33), und mit tebus (vgl. Sätze (19)–(21)) – 93% aller Sätze (oder 40 von 43)17. Es scheint, dass im vorliegenden Fall die Wahl des Kasus des Prädikativs weniger vom deontischen Modalitätstyp selbst beeinflusst wird als vielmehr von der Verbform: Bei te- zur Kennzeichnung der Deontizität besteht zusätzlich eine Tendenz, den instrumentalen Kasus des Substantivs zu wählen.
Offenbar ist es an der Zeit, zu den bejahten būti-Sätzen mit der Form des Futurs im Indikativ zurückzukehren. Zum Beispiel:
(22) Also weiß ich: Ich werde Schriftsteller. Kein Lehrer, kein Bildungsinspektor und nicht einmal Dozent oder Literaturwissenschaftler (schrecklich, sich das vorzustellen!), sondern ein schreibender Literat. DLKT
(23) Es ist traurig. Ein einziger Abend. Bald werde ich ein Schatten. Bald. Ich möchte dir sagen, was du mir warst und was du bist. Du warst nie nur ein Schatten. Du schenkst mir die Ewigkeit, ohne es zu wissen. DLKT
(24) Als Andrius, der im dritten Jahr den Flechtkurs besucht, gefragt wurde, ob Flechten schwierig sei, antwortete der Junge nachdenklich: „Nein. Vielleicht werde ich, wenn ich groß bin, Flechter.“ Als die Schüler gefragt wurden, wozu die alten Litauer geflochtene Gegenstände verwendeten, lächelte die Leiterin und freute sich: „Wie viel sie doch wissen …“ DLKT
(25) Wie stellst du dir deine Zukunft vor? – Wie es nach der Mutation sein wird, ist ungewiss. Wenn alles gut geht, werde ich Gott danken und vielleicht Sänger. – Das wünsche ich dir von Herzen, Dima. DLKT
(26) In der Soziologie hält sich ein solcher Aberglaube, der deutlich zeigt, dass es keinen kurzen Weg aus dem Sumpf unserer Ideologien gibt. (Wenn du Hegelianer geworden bist, wirst du immer Hegelianer sein.) Selbstreflexion kann jene praktischen Handlungen nicht ersetzen, die zur Gründung demokratischer Institutionen erforderlich sind. DLKT
(27) Ich spiele erst zum zweiten Mal: Beim ersten Mal habe ich einen Wurf auf der einen Seite der Kegelbahn vorbeigesetzt, beim zweiten auf der anderen. Ich dachte, ich würde für meine Kinder ein Anker sein, und jetzt habe ich gegen meine Männer besser abgeschnitten. Wir planen fest, den dritten Platz zu belegen“, sagte die Klaipėdaerin Inga Briažalova der Zeitung „Kauno diena“. DLKT
(28) Johansen, verstehst du etwas von der Seefahrt? – Nein, Sir. – Nun, das macht nichts! Du wirst jetzt trotzdem Navigator sein. Bring deinen Kram in die Kajüte, auf seine Koje. – Zu Befehl, Sir, antwortete Johansen vergnügt und ging in den Vorschiffraum. DLKT
(29) „Gott, ich bin verdammt“, stöhnte Aichas. „Rette mich!“ Und der Herr erhörte ihn und erbarmte sich seiner. „Mensch, du wirst mein Prophet sein!“, sagte der Herr. „Siehst du die Stadt? Sie heißt Regabu. Ihre Bewohner haben den Boden unter ihren Füßen besudelt, denn sie haben die Gesetze übertreten.“ DLKT
(30) Vergiss nicht, dass ich ein Kaufmann bin, der in Ägypten bleiben und reich werden will. Die Hethiter werden uns die nötige Stabilität geben. – Du wirst mein Finanz-minister sein, Raja. – So Gott will, werden wir reich. Der Krieg ist eine vorübergehende Angelegenheit; das Wichtigste ist, sich herauszuhalten. DLKT
(31) Kommt zu mir – ich werde euch segnen und euch einen Beruf geben. Beim Segnen wies er jedem einen Beruf zu. Er sagte: „Du wirst Lehrer sein, du wirst Priester sein, du wirst Arzt sein, und du – Wissenschaftler.“ Dem einen – Soldat, einem anderen – Künstler … Die Bewohner der Kammer erbarmten sich der Eingeschlossenen. DLKT
(32) Wusstest du es im Voraus? – Man hat es mir befohlen … – Kennst du „Ereliukas“? – Nein, ich schwöre bei Gott! Ich habe nur gehört, dass er manchmal so tut, als wäre er lahm. – Und du wirst stumm sein! Solange dieser Lahme noch herumläuft!“, sagte Antosė und schloss das Holster der „Colt“. Der Sekretär zitterte vor unbeherrschtem nervösem Lachen. „Frettchen!“ DLKT
17 Vgl. „Diese Konstruktion [d. h. te būna] ist heute bildungssprachlich und wurde in der gesprochenen Sprache durch Konstruktionen mit tegu(l) verdrängt“ (Holvoet 2010: 427).
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(33) Es wimmelte von Fischen. Bald hatten sie so viele davon gefangen, dass sie das Netz kaum herausziehen konnten. Da sagte Jesus zu Simon, der später Petrus wurde: Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du Menschen fischen! Die Fische waren groß, und durch die Lupe wirkten sie noch größer. Die Augen waren weiß und verdreht; vergeblich glaubten sie, sich sicher verstecken zu können. DLKT
(34) Grausam wird nun Mein Urteil sein: Doch Du wirst nicht ohne Mich leben können! In allen anderen Fällen wirst du zu einem Menschen ohne Fee – Beschützerin!! Du wirst ein gewöhnlicher Litauer... Aber, lieber Linas! Ich will dir doch überhaupt keine Angst machen! DLKT
Wie aus den Sätzen (22)–(34) ersichtlich ist, drücken sie epistemische Modalität (vgl. die Sätze (22)–(27)) oder deontische Modalität (vgl. die Sätze (28)–(34)) aus. Sowohl in Sätzen mit epistemischer als auch mit deontischer Modalität können beide Arten der Kasusmarkierung des als Prädikativ fungierenden Substantivs nebeneinander verwendet werden – die kongruente und die nichtkongruente. Allerdings zeigt sich in Sätzen mit deontischer Modalität die Tendenz, etwas häufiger den Instrumental zu wählen: In Sätzen mit einer Futurverbindung, die deontische Modalität ausdrücken, wird der Instrumental in 26% aller vorliegenden Fälle verwendet (oder in 27 von 104 Sätzen), in Sätzen mit epistemischer Modalität hingegen in 12,4% (oder in 31 von 250 Sätzen).
Unter dem Gesichtspunkt der evaluativen Modalität bleibt noch, sein-Sätze im Konjunktiv zu erörtern. In solchen Sätzen ist der ausgedrückte Grad epistemischer Gewissheit und deontischer Manipulation geringer (vgl. Holvoet, Judžentis 2004: 88; Givón 2001: 313 Anm. lower certainty; weaker manipulation). Vergleichen wir:
(35) Schließlich würde mir keine Vollkommenheit fehlen, denn ich würde mir alle Vollkommenheiten verleihen, deren Ideen ich habe, und wäre deshalb Gott. Man darf nicht annehmen, dass es schwieriger ist, Dinge zu erwerben, die mir fehlen, als solche, die ich bereits besitze. DLKT
(36) Gagarin, der erste Mensch, stieg in die Höhen auf und fand Gott nicht. Auch die Schüler redeten. Nur die Mädchen. Unter den Mädchen aus Dievažėnai wäre ich untergegangen, wäre ein stiller Zeisig unter den singenden Pirolen und Nachtigallen. DLKT
(37) Ich hoffe, dass irgendwann in einer ungewissen Zukunft andere, bessere Übersetzer und tiefgründigere Denker die begonnene Arbeit fortsetzen werden. Doch ich wäre ein Heuchler, wenn ich mich mit dem Verweis allein auf die Zukunft tröstete. Ich hoffe, dass auch meine Übersetzung nicht hoffnungslos schlecht ist. DLKT
(38) – Siehst du, Bruder, auch ich hätte dank seiner Protektion unter der Sowjetherrschaft eine ganz ordentliche Stellung bekommen können. Jetzt wäre ich irgendein Vernehmungsbeamter, irgendein MGB-Hauptmann Jonaitis. Dieser Titel passt zu meinem Nachnamen, nicht wahr? Ich würde dich jetzt bis auf die Knochen durchleuchten. DLKT
(39) Nein, natürlich nicht, und auch nicht, weil sie schwanger ist – obwohl ich nicht verstehe, warum sie mit dem langweiligen B retu Nachkommen haben will... Sondern weil sie möchte, dass ich ihre Brautjungfer bin. Bifė kicherte leise. – Ich finde das verdammt mutig. Und du willst nicht? – Ich? In einem Kleid in mädchenhaften Farben, das wie ein Gebäckstück aussieht? Auf keinen Fall! DLKT
(40) Auch ich hegte diesen Traum, besonders mein Vater wollte, dass ich Kapitän eines U-Boots werde, und am Frauenstrand bei der Palanga-Brücke würde ich groß herauskommen... DLKT
(41) Interessant, wie sind Sie Universitätsdozent geworden? – In diesem Slawenklub lernte ich den Linguisten Prof. Rozvadowski kennen, der wollte, dass ich an seinem Lehrstuhl Lektor für die litauische Sprache werde. DLKT
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(42) Sie dreht sich elegant auf einem Bein und hüpft bis zu der kleinen Schachtel. Mit ebenso großer Liebe nimmt sie einen weiteren Pilz. Wenn ich doch wenigstens in diesem Augenblick Pilz wäre... Schnell! Schneller, vorwärts, in einer Stunde muss alles abgeerntet sein. Wir mähen auch. Keine Zärtlichkeit. Wir haben weder Macheten noch Sensen. DLKT
(43) An der Kurischen Nehrung, in einem kleinen Fischerdorf, lebte ein kleines Fischerboot, das unbedingt ein großes Schiff werden und das Meer sehen wollte. „Ach, wäre ich doch ein großes Schiff, dann würde ich auf das tosende Meer hinausfahren“, dachte es und seufzte. DLKT
(44) Einen kürzeren Arbeitstag oder eine kürzere Arbeitswoche gesetzlich festlegen, einige freie Tage pro Monat gewähren, sie von Überstunden oder Wochenendarbeit „befreien“. Besser wäre ich schon arbeitslos. Als es mir schließlich gelang, eine Arbeit zu finden, wurde mir so viel „aufgeladen“, wie der Chef mir aufbürdete. Ich schweige, obwohl ich bis spätabends bei der Arbeit bleiben und freie Tage opfern muss. DLKT
(45) Als Jakov die blutunterlaufenen Augen des Soldaten sah und seinen Blick auf sie heftete, sagte er in Gedanken hastig: Wenn du doch ein Schakal wärst und Wölfe und wilde Hunde dich anfielen und zerbissen, damit du dich vor Menschen fürchtest und nur von Aas lebtest! Dann verstummte er und wartete. DLKT
In den Sätzen (35)–(38) wird epistemische, in (39)–(45) deontische Modalität ausgedrückt. Das verfügbare DLKT-Material erlaubt die Feststellung, dass in Sätzen mit deontischer Modalität und dem Konjunktiv von būti häufiger der Instrumental des als Prädikativ fungierenden Substantivs gewählt wird: Er kommt in 31,6% aller Fälle vor (oder in 24 von 76 Sätzen). In Sätzen des Typs (35)–(38) macht der Substantiv-Instrumental 4,5% aller Sätze aus (d. h., er wird in 18 von 396 Sätzen verwendet).
Somit wird aus dem Gesagten deutlich, dass die relative Neigung, häufiger den Instrumental des als Prädikativ fungierenden Substantivs zu verwenden, nicht nur mit der finiten Form des Verbs selbst, sondern auch mit deontischer Modalität korreliert (vgl. auch unten). Wenn man andererseits den Gegensatz real / unreal als Grundlage des Modussystems betrachtet und davon ausgeht, dass der Konjunktiv weder mit epistemischer noch mit deontischer Modalität in irgendeiner besonderen Beziehung steht und seine Funktion in Sätzen des Typs (35)–(45) im Wesentlichen dieselbe ist (vgl. Holvoet, Judžentis 2004: 88–95, 101–103; Holvoet 2010: 431–432; Judžentis 2012: 174–175) – er drückt Irreales (ausdrücklich Nichtfaktisches) aus –, wird im Folgenden das Verhältnis der (Ir)realität der Modalität zu den Ausdruckstendenzen des als Prädikativ fungierenden Substantivs behandelt.
4. (IR)REALE MODALITÄT UND DER AUSDRUCK DES ALS PRÄDIKATIV FUNGIERENDEN SUBSTANTIVS
Wie bereits gesagt, ist der typische Ausdruck realer Modalität der Indikativ des Verbs, vor allem die Präsens- und Präteritumsformen. Der Sprecher behauptet die Handlung als realen (tatsächlichen) Sachverhalt der Gegenwart oder Vergangenheit18. Irreale Modalität wird typischerweise durch den Konjunktiv ausgedrückt
18 „Indem man eine Handlung als tatsächlich feststellt, gibt man zugleich ihre zeitliche Verortung an – in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft“ (Paulauskienė 1979: 153).
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Modus. Mit allen anderen Modusformen ist ein geringerer Grad an Realität verbunden. Ob bzw. wie korreliert dies mit der Kasusmarkierung des als Prädikativ verwendeten Substantivs?
Zusätzlich zu dem, was zuvor über die Kasusmarkierung des als Prädikativ verwendeten Substantivs bei den verschiedenen Tempusformen des Indikativs gesagt wurde, ist noch zu erwähnen, dass in Sätzen mit der Futurform von būti der Instrumental des als Prädikativ verwendeten Substantivs in 16,4% aller erfassten Fälle verwendet wird (bzw. in 58 von 354 Sätzen). In Sätzen mit Konjunktivformen wird der Instrumental in 8,9% aller erfassten Fälle gewählt (in 42 von 472 Sätzen). Somit zeigt sich, dass in Sätzen mit dem Konjunktiv als Marker für betonte Nichtfaktizität (d. h. Irrealität) der Instrumental des Substantivs seltener verwendet wird als bei Formen, die nicht in dieser Weise markiert sind, d. h. bei denen ein höherer Grad an Realität ausgedrückt wird (z. B. bei Formen des Indikativ Futur oder des Imperativs).
5. ABSCHLIESSENDE SCHLUSSFOLGERUNGEN
Wird das Modussystem als bipolares System betrachtet und anhand zweier voneinander unabhängiger Kriterien untergliedert – des evaluativen Kriteriums (des Verhältnisses des Sprechers zur Situation) und des Irrealitätskriteriums (der Sicht des Sprechers auf die Realität der besprochenen Sachverhalte) –, ergibt sich eine Skala der Formen epistemischer und deontischer Modalität sowie der Formen betonter Nichtfaktizität und der nicht entsprechend markierten Formen (Indikativ > Imperativ und Indikativ > Konjunktiv).
Das Verhältnis zwischen Indikativ und Imperativ ist asymmetrisch: Den Kern der deontischen Modalität bildet der Imperativ, den der epistemischen der Indikativ, dessen Formen auch deontisch verwendet werden. Grundsätzlich weisen Modi, die unterschiedlichen Modalitätstypen angehören, relativ unterschiedliche Tendenzen bei der Kasusmarkierung des prädikativ verwendeten Substantivs auf. Der unmarkierte (grundlegende) Ausdruck der deontischen Modalität ist der Imperativ: In solchen bejahten Sätzen mit der Kopula būti zeigt sich eine relative Tendenz, den Instrumental des als Prädikativ verwendeten Substantivs häufiger zu verwenden. Entsprechende relative Tendenzen, d. h. eine Neigung zur Wahl des Instrumentals des Substantivs, zeigen sich auch bei anderen deontisch verwendeten Modusformen; hier wird der Instrumental sogar häufiger gewählt als bei den Imperativformen. Bei der deontischen Verwendung atypischer Modusformen (d. h. nicht des Imperativs, sondern des Indikativs oder Konjunktivs) besteht eine Neigung, die betreffende Modalität häufiger durch den Instrumental des als Prädikativ verwendeten Substantivs zu markieren (vgl. Holvoet 2007: 68). Umgekehrt wird der Indikativ, der den Kern der epistemischen Modalität bildet und für den die (kongruierende) Kasusmarkierung des als Prädikativ verwendeten Substantivs charakteristisch ist, relativ auch in Sätzen mit anderen epistemisch verwendeten Modusformen widergespiegelt (vgl. den Konjunktiv). Betrachtet man also den Ausdruck des als Prädikativ verwendeten Substantivs in finiten askriptiven būti-Sätzen, so zeigt sich, dass die Tendenzen beim Gebrauch des Prädikativkasus mit der evaluativen Modalität zusammenhängen. Ein relativ häufigerer Gebrauch des Instrumentals des als Prädikativ verwendeten Substantivs ist auf der Skala epistemische > deontische Modalität zu erwarten oder, anders ausgedrückt, in Hinblick auf die bewertende Modalität …
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Ausgehend von den Präsensformen des Indikativs, die epistemische Modalität ausdrücken, und sie im Hinblick auf die bewertende Modalität relativ den Imperativformen der deontischen Modalität gegenüberstellend, könnte man von einer abgestuften Skala (Hierarchie) Indikativ > Imperativ sprechen, innerhalb derer aus Sicht des Ausdrucks des Substantivs die übrigen Modusformen liegen.
Im Hinblick auf die Irrealität liegen zwischen Indikativ und Konjunktiv, die asymmetrisch unterschieden werden, andere finite Formen von būti, die einen geringeren Irrealitätsgrad als der Konjunktiv selbst aufweisen, nämlich tegul mit Präsens und Futur, Futurformen sowie der Imperativ19. Hinsichtlich einer möglichen Korrelation des Ausdrucks des als Prädikativ verwendeten Substantivs mit Irrealität zeigt sich, dass der Instrumental des Substantivs eher nicht beim typischerweise Irrealität ausdrückenden Konjunktiv, sondern bei anderen Modusformen (d. h. Indikativ und Imperativ) gewählt wird, mit denen weniger realistische Sachverhalte ausgedrückt werden. Typische Irrealität wird gewöhnlich durch den verbalen Konjunktiv markiert. Der Ausdruck eines geringeren Irrealitätsgrads korreliert offenbar nicht nur mit dem Modus, sondern auch mit den Ausdruckstendenzen des als Prädikativ verwendeten Substantivs.
Somit ließe sich einerseits offenbar von einer grundsätzlichen relativen Korrelation zwischen dem Ausdruck des als Prädikativ verwendeten Substantivs und der Modalität innerhalb der asymmetrisch unterschiedenen Skalenmitglieder epistemisch > deontisch und real > irreal sprechen; andererseits zeigt sich in den Fällen, in denen Modalität atypisch ausgedrückt wird, eine Neigung, sie zusätzlich zu markieren – indem auch der Instrumental des als Prädikativ verwendeten Substantivs gebraucht wird.
ŠALTINIAI
DLKT – Dabartinės lietuvių kalbos tekstynas, sud. Kauno Vytauto Didžiojo universiteto Kompiuterinės lingvistikos centras (prieiga internete http://donelaitis.vdu.lt).
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19 Plg. „..Kalbant apie realaus / nerealaus veiksmo priešpriešą, būtina pažymėti, kad ji yra pačios tiesioginės nuosakos viduje: tai, kas įvyko praeityje, realiau ir konkrečiau negu tai, kas bus po kalbamojo momento. Todėl nereal(a)us veiksmo modaliniuose kontekstuose būtojo laiko formos nevartojamos. Čia tinka tik į ateitį projektuojamos esamojo ir būsimojo laiko formos“ (Paulauskienė 1994: 311).
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Noun in the Nominative and Instrumental Case in Finite and Ascriptive Sentences of būti (to be)
SUMMARY
The article deals with the possible connection between the marking of noun predicatives and the modality expressed by moods. The material analysed in the article consists of ascriptive finite sentences of the copula būti (to be) collected from the Corpus of the Contemporary Lithuanian Language (CCLL) where a positive predicate is expressed in the forms of different moods.
When the system of mood is considered bipolar and divided under two independent criteria – evaluative (speaker’s relationship with the situation) and irreality (speaker’s approach towards the reality of the subject of speaking), the scale of epistemic and deontic forms of modality and the forms of highlighted non-fact as well as the forms not marked like that (indicative > imperative mood and indicative > subjunctive mood) are singled out.
In principle, the moods belonging to different modality types can be characterised by a relatively different marking of the noun used as a predicative. The opinion is followed that in terms of evaluative and irreal modality, morphosyntactic marking is gradual and we can speak about the relative tendency to use the instrumental of the noun used as a predicative in respect of the scales epistemic > deontic (indicative > imperative mood) and real > irreal (indicative > subjunctive mood). On the other hand, in cases when the expression of modality by moods is less typical, a relative tendency can be observed to use the instrumental of the noun used as a predicative in a redundant manner and to use it even more often. The more atypical modality is expressed by the forms of verbal moods, the more the instrumental of the noun used as a predicative is likely.
Įteikta 2013 m. gruodžio 3 d.
LORETA VAIČIULYTĖ-SEMĖNIENĖ
Lietuvių kalbos institutas
Petro Vileišio g. 5, LT-10308 Vilnius, Lietuva
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