Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2)
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Straipsniai / Articles 195 HARALD BICHLMEIER Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig Arbeitsstelle Jena Forschungsrichtungen: Altiranistik, Mykenologie, altgermanische/altkeltische/alteuropäische Toponmastik, Indogermanistik. Was ist das? DOI-Bezeichnung Morphologische UND SEMANTISCHE ANALYSE DER GEWÄSSERNAMEN DES WESTLICHEN SÜDAUKŠTAITEN (TEIL 2) Morfologinė ir semantinė vakarinių pietų aukštaičių vandenvardžių analizė (2 dalis) ANNOTATION Der Artikel schließt inhaltlich und strukturell an den ersten Teil an und behandelt men) im die im ersten Teil nicht untersuchten Gewässernamen (Seenamen und FließgewässernaLandkreis/Rayon (lit. rajónas) Alytus auf dem Gebiet der Gemeinde (lit. seniūnija) Simnas (Si) und im Landkreis Simdijai auf dem Gebiet der Gemeinden Kapčiamiestis namen werden (Ka), Kučiūnai (Ku), Noragelis (No) und Šventežeris (Šv). Seenamen und Fließgewässerdabei getrennt untersucht, um mögliche Unterschiede in den Bildeweisen ist, aber bei den beider Arten von Namen herausarbeiten zu können. Insgesamt werden 120 Namenformen (75 Seenamen, 45 Fließgewässernamen) untersucht. Die Endauswertung der 423 Namen beider Teile ergibt, dass zwar die Hierarchie der verschiedenen Bildeweisen fast identisch Anteilhalbamen die Suffixableitungen einen etwa einein sehen so großen der Anteil von wie bei den Fließgewässernamen darstellen, während umgekehrt bei Fließgewässernamen malungsableitungen und Konversionen mehr als einein mal so groß wie bei den Anteilhalbamen. SCHLÜSSELWÖRTER: litauische Seenamen, litauische Fließgewässernamen, Morphologie der Hydronyme, baltische Hydronyme Flussnamen, während andererseits in Flussnamen
HARALD BICHLMEIER 196 Acta Linguistica Lithuanica LXXX ANNOTATION The article is contentwise and structurally the continuation of the first paper dealing with the hydronyms of Western South Aukštaitija (Dzūkija). It contains the analyses of 120 hydronyms (75 lake-names and 45 river-names) for the bodies of water in the county (Lith. rajónas) Alytus (municipality [Lith. seniūnija] Simnas [Si]) and in the county Lazdijai (municipalities Kapčiamiestis [Ka], Kučiūnai [Ku], Noragelis [No] and Šventežeris [Šv]). Lake-names and river-names are analyzed separately in order to find possible differences in their structures. The final analysis of the total of 423 names shows that, on the one hand, the hierarchies of the structural types are very similar, but there are also significant differences. In lake-names suffixal derivatives have a share, which is about 50 % bigger than in desinentielle Derivate und Konversions each have a share, which is more than 50 % bigger compared to their numbers in lake-names. KEYWORDS: Lithuanian lake-names, Lithuanian river-names, morphology of hydronyms, Baltic hydronyms 1. Einleitung In dem von Grasilda Blažienė und Laimutis Bilkis herausgegebenen Sammelband Litauische Orts-, Flurund Gewässernamen im europäischen Kontext wurden die verschiedensten Arten von Toponymen im weiteren Sinne in der Region westliches Südaukštaiten (Dzuken/Dzūkija) behandelt. Im Rahmen dieser Beiträge wurde auch die Gewässernamen behandelt (Bichlmeier 2019a). Jedoch konnte dies nur zum Teil geschehen, da eine vollständige Behandlung in den der dortigen Art und Weise jenen Beitrag etwa um ein Drittel verlängert und so Rahmen des Sammelbandes gesprengt hätte. Auch den anderen BeiträgerInnen des Sammelbandes war eine vollständige Behandlung der Vertreter der jeweiligen Namenart nicht durchweg möglich. Das Untersuchungsgebiet von Bichlmeier 2019a umfasst im Landkreis/Rayon (lit. rajonas) Alytus die Gemeinden (lit. seniūnija) Alytus (Al), Krokialaukis nicht behandelt wurden die (Kr) und Miroslavas (Mrs), im Landkreis Lazdijai die Gemeinden Lazdijai (Lz), Seirijai (Se), Šeštokiai (Še), Šlavantai (Šl), Teizai (Te) und Veisiejai (Ve) und im Landkreis Druskininkai die Gemeinde Leipalingis (Lp). In Bichlmeier 2019a Gewässernamen der Gemeinde Simnas im Rayon Alijai und die der Gemeinden Kapčiamiestis, Kučiūnai, Noragelis und Šventožeris im Rayon Lazd. Diese in jenem Beitrag fehlenden Gewässernamenbelege sollen nun im genden in paralleler Weise behandelt werden. Es handelt sich dabei um 120 Namenformen (75 Seenamen [SeeNN], 45 Fließgewässernamen [FließgewNN]).
Straipsniai Artikel 197 und Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) Von diesen wurde ein Teil (etwa ein Drittel) bereits im Rahmen der Auswertung der 332 Namenbelege (182 See[teil]NN, 150 FließgewNN) in Bichlmeier 2019a Folbehandelt. Es verbleiben mithin etwa 80 neue Namenformen. Artikel bereits behandelter Namen werden im Folgenden mit den notwendigen Ergänzungen und ggf. Verbesserungen wiederholt; noch nicht behandelte Namen werden im Stil jenes Beitrages dargestellt. Konsequent wird weiterhin eine getrennte Behandlung von FließgewNN und SeeNN vorgenommen. Bereits in Bichlmeier 2019a konnten deutliche Unterschiede in der Frequenz der verschiedenen Bildetypen für die beiden Namenklassen aufgezeigt werden. Es erfolgt am Ende dieses Abschnitts wieder eine tabellarische Auswertung der behandelten Namen. Um die Erstellung der Gesamtzusammenfassung zu erleichtern, werden im Folgenden auch mehrfach Bildemuster bei beiden Namenarten angeführt, die im vorliegenden Korpus bei keinem Namen vorliegen. Da das Gesamtkorpus hier mit 120 Namenformen nur etwas über ein Drittel des Korpus in Bichlmeier 2019a ausmacht, war nicht zu erwarten, dass sich Belege für alle der insgesamt über 60 differenzierten Bildearten würden finden lassen. der Den Abschluss dieses Beitrages bildet eine tabellarische Gesamtauswertung Namenbelege aus Bichlmeier 2019a und dem vorliegenden Beitrag. 1.1. Untersuchungsgebiet und Datenbasis Das Untersuchungsgebiet liegt im Dreiländereck larus-Polen. Dialektal wie ethnographisch gehört es zum westlichen südaukšLitauen-Weißrussland/Betaitischen (lit. vakarinių pietų aukštaičių) bzw. westdzūkischen (lit. vakarinių dzūkų) Gebiet. Es umfasst im Landkreis (Rayon; lit. rajonas) Alytus die Gemeinde (lit. seniūnija) Simnas (Si), im Landkreis Lazdijai die Gemeinden Kapčiamiestis (Ka), Kučiūnai (Ku), Noragelis (No) und Šventežeris (Šv). Die Gewässernamen der übrigen Gemeinden wurden in Bichlmeier 2019a behandelt. Das Untersuchungsgebiet befindet sich in einer ausgeprägten Kontaktzone und zwischen der ostbaltischen Sprache Litauisch, der westslawischen Sprache Polnisch und der ostslawischen Sprache Weißrussisch. Dies spiegelt sich in gewissem Maße auch in den GewNN wider, in denen vereinzelt slawische Basen slawische Suffixe bzw. aus einer slawischen Sprache übernommene Namen den begegnen. Zudem liegt das Untersuchungsgebiet auf nach allgemeiner Ansicht vormals jatwingischem (und damit sprachlich westbaltischem) Territorium, was mehrmals in der lautlichen Gestalt von Namen reflektiert sein dürfte, wenn diese statt standardlit. š, ž die Laute s, z aufweisen.
HARALD BICHLMEIER 198 Acta Linguistica Lituanica LXXX Die Daten der im Rahmen des Projekts ausgewerteten Geoinformationellen Ortsnamendatenbank Litauens (http: lkiis.lki. Lt. formacine-duomenu-baze)1 kann man grosso modo als synchron auffassen, das älteste Material für den hier untersuchten Teil Südwestlitauens beruht auf Erletuvosvietovardziugeoinhebungen der 1930er Jahre. Das Gesamtkorpus dieser Untersuchung umfasst 120 GewNN für gut 100 Gewässer; für einige Gewässer wurden neben dem offiziellen Namen auch ein, in Ausnahmefällen auch einmal zwei oder drei nichtoffizielle, umgangssprachliche Namen aufgezeichnet. 2. DIE GEWÄSSERNAMEN DES WESTLICHEN SÜDAUKŠTAITEN 2.1 Bildearten Die GewNN lassen sich hinsichtlich ihrer morphologischen Bildung in verschiedene Unterklassen einteilen: Es gibt grundsätzlich derivierte, komponierte und zusammengefügte/ syntagmatische Gewässernamen. Bei den derivierten Namen ist zwischen zwei Gruppen zu unterscheiden, deappellativischen und den deonymischen. Bei den deonymischen Bildungen handelt es sich in den seltensten Fällen um suffixlose (Quasi)Konversionen eines anderen Namens in einen Gewässernamen, in der Regel erfolgt die Bildung mittels Suffigierung, wobei die Abhängigkeit der Benennung der Ableitung vom Grundwort gewöhnlich entweder durch ein possessivisches oder ein diminutivisches Suffix zum Ausdruck kommt. Bei den derivierten deappellativischen Namen ist oft nicht zu entscheiden, ob der Derivationsvorgang (in der Regel eine Suffigierung) bereits auf der voronymischen appellativischen Stufe oder erst im Rahmen des Onymisierungsprozesses erfolgte. Dies ist etwa besonders der Fall, wenn mit gängigen Diminutivsuffixen abgeleitete Wörter sowohl appellativisch als auch onymisch verwendet werden (können). Wenn die Suffigierung bereits auf der Stufe des Appellativums erfolgte, hat bei der Onymisierung nur mehr der Übergang des Worts von der Klasse der Appellativa in die der Onyme stattgefunden. Dieselbe 1 Auf einen Verweis auf die Herkunft von Daten aus dieser Datenbank wird im Weiteren verzichtet; diese Herkunft ist vorauszusetzen.
Straipsniai / Articles 199 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) Situation ergibt sich auch in den Fällen, in denen Appellativa ohne erkenntliche zusätzliche Suffixe onymisiert werden. Mithin dürfte sich für die litauischen GewNN dieselbe Situation ergeben, Es gibt wie sie auch für die (freilich insgesamt eher fern stehende) Klasse der mit Suffixen abgeleiteten slawischen FamNN festgestellt wurde (vgl. Bichlmeier 2019b): wohl im Litauischen kein Suffix, das als echtes onymisches Suffix, auch wird, als Suffix, das ausschließlich zur Bildung von Namen (jedweder Art) verwendet bezeichnet werden könnte; es gibt allenfalls diverse Suffixe, die bevorzugt Eine bei der Bildung von Namen Verwendung finden. Besonderheit der litauischen Wortund Namenbildung stellen die soeinen genannten ‚Endungsableitungen‘ dar. Bei diesen handelt es sich synchron um Suffixtausch; aus diachroner Perspektive handelt es sich hingegen meist dieser um eine Suffigierung mit einem j-haltigen Suffix. Eine der ältesten Funktionen Suffixe, die sich auch schon für das Urindogermanische Nachweisen lässt und etwa auch in den archaischen Schichten slawischer Ortsnamen (ONN) gut Substantiv bezeugt ist, ist die Ableitung von Zugehörigkeitsbildungen: eine j-Ableitung vom Appellativum oder Onym XY bedeutet also ‚zu/dem XY gehörig‘. Komponierte Namen können nach den im Kompositum zusammengefügten Bestandteilen klassifiziert werden; dabei ist das Hinterglied in der Regel ein (Meist mit der Bedeutung ‚‘ wie lit. ẽžeras, Dimin. ežerlis oder ‚Teich‘ wie lit. prūdas usw.), das Vorglied kann ein Substantiv, Adjektiv oder selten auch ein Verbalstamm sein. Normalerweise findet im Zuge der Komposition dann auch noch eine Veränderung des Suffixes des Hinterglieds/ Grundworts statt. Zusammengefügte/ syntagmatische SeeNN lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen: die aus kongruierendem Adjektiv + Substantiv und die aus regiertem Substantiv im Genitiv + Substantiv. Letztere Gruppe kann nach der semantischen Zugehörigkeit des abhängigen Genitivs in Untergruppen eingeteilt werden; Der Genitiv kann ein PN, ein ON (im weiteren Sinne) oder ein anderes Substantiv sein. In der Darstellung werden im Weiteren bei den einzelnen Namen jeweils immer auch der Landkreis bzw. die Gemeinde, in dem bzw. der Name bezeugt ist, und der sogenannte (im Rahmen der ausgewerteten Datenbank vergebene) Geocode des Namens angegeben, um sicherzustellen, dass in zwei oder nach Landkreisen und mehr Landkreisen bzw. Gemeinden gleichzeitig liegende (und damit in der Gemeinden gegliederten Datenbank folglich zweider mehrfach angeführten) Gewässer samt ihren Namen nicht mehr angeführt bzw. gezählt werden. Umgekehrt bietet der Geocode die Gewähr, dass verschiedene gleichnamige Gewässer als solche erkannt werden.
HARALD BICHLMEIER 200 Acta Linguistica Lithuanica LXXX 2.2. Seenamen Der Begriff Seename wird in dieser Untersuchung im weiteren Sinne verstanden. Es werden hier alle im Untersuchungsgebiet angetroffenen Benennungen stehender Gewässer, die nicht als Sümpfe, Moore etc. klassifiziert worden Sind, untersucht. Es wird hinsichtlich der Gewässer selbst nicht unterschieden, ob es sich um natürliche oder künstliche handelt, da diese Unterscheidung aufgrund der Daten der Untersuchung der Zugrundeliegenden o.g. Datenbank ist nicht möglich. Davon unberührt bleibt die einer genaueren Untersuchung harrende Annahme, dass sich möglicherweise durchaus Unterschiede in der Frequenz der einzelnen Bildeweisen zwischen den Namen für natürliche und solche für künstliche Seen finden lassen. 2.2.1. Derivierte Seenamen Wie oben 2.1. schon ausgeführt, ist eine Unterscheidung zwischen bereits vor der Onymisierung erfolgter und erst im Rahmen der Onymisierung erfolgter Suffigierung oft nicht möglich. Diese Unterscheidung wird deshalb im FolGenden nicht vorgenommen. Die Namen werden nach den an der Deeine rivation beteiligten Suffixen dargestellt; innerhalb der jeweiligen Gruppe wird Unterteilung nach semantischen Kriterien vorgenommen sortiert. Dasselbe gilt für die Fälle, in denen der GewN ohne zusätzliches erkennbares Suffix aus einem Appellativum entstanden ist, also letztlich nur eine Art Konversion Appellativum > Onym vorliegt. Potentielle vor-/urbaltische Bildungen werden nicht gesondert behandelt, sondern im Rahmen ihrer jeweiligen morphologischen Strukturklasse. 2.2.1.1. Ableitungen ohne (zusätzliches) Suffix (Konversionen) Bei den Ableitungen ohne (zusätzliches) Suffix (Konversionen) lassen sich a) vier Typen unterscheiden: ‚Einfache‘ Konversionen, bei denen ein appellativisches Substantiv in ein onymisches Substantiv überführt wird, b) ‚doppelte‘ Konversionen, bei denen neben der Konversion Appellativum > Onym auch noch eine Konversion Adjektiv > Substantiv stattfindet, f. ‚Tiefe, tiefe Stelle‘, let. Gelb f. ‚Dass.‘3 Dass es c) ‚Pseudokonversionen‘, die wie einfache Konversionen aussehen, aber Rückbildungen o. ä. sind, d) ‚onymische Konversionen‘, Überführung eines Namens aus der einen in eine andere Namenklasse.
Straipsniai / Articles 201 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) 2.2.1.1.1. ‚Einfache‘ Konversionen Balañdis m. (2) Ku (40169): aus lit. balañdis m. ‚Taube (Columba)‘.2 Gálstas m. (1) Ku, Lz, Ve (43067): Etymologie letztlich unklar; der Name beruht vielleicht auf einer st-Erweiterung entweder zu der Wurzel in lit. gãlas m. ‚Ende, Rand‘ oder mit zusätzlichem Ablaut zu der in lit. gelm sich bei dem st-haltirechnen, da dieses Suffixkonglomerat in den baltischen gen Suffix um ein Überbleibsel des im Urindogermanischen zur Bildung von Superlativen verwendeten Suffixkonglomerats uridg. *-is-th2ohandelt, ist theoretisch möglich, wenngleich unwahrscheinlich. Sollte dies trotzdem der Fall sein, müsste man mit einer sehr archaischen Bildung Sprachen sonst nicht bewahrt ist. Anzusetzen wäre eine Bildung vorurbalt. *g()ol-st-h2o- ‚tiefst‘ oder ‚peripherst, dem Ende am nächsten‘. Der Akzent müsste aber dann noch erklärt werden. Gáustas m. (1) Ku, Lz, Ve (43067): dialektale Variante mit velarisiertem -ldes SeeNs Gálstas (s. o.).4 Lnamarka f. (1) Ka (40253): aus lit. lnamarka, linamarkà f. ‚Flachsröste, gehend vom Stelle, wo der Flachs eingeweicht wird‘.5 Der Name ist auffällig, da auszugrundeliegenden Appellativum wohl eher mit der Entwicklung zu einem Flurnamen oder Wiesennamen (so auch belegt, vgl. Mickienė 2019) als zu einem SeeN zu rechnen ist. Pastovs m. (3b) Ka (42941): aus lit. pastovs (3b) m. ‚Stehplatz, Stellplatz, Unterstand für Kühe an Tagen heißen‘; es wird erwogen, dass das Wort auffällig und eher die Verwendung als Flurname zu erwarten. 2 Vgl. LitEW 31; Savukynas 1961: 219; auch einmal stehendes Wasser bezeichnet haben könnte. Daneben hat der See den nichtoffiziellen SeeN Pastovlis (2) m. Ka (42941) (s. u. 2.2.1.3.10.2.).6 Auch bei diesem Namen ist die Verwendung als SeeN Savukynas/VanagasVitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 12; Vanagas 1970: 31; nicht in Vanagas 1981a; 1981 Vanagasb: 39, 77; ALEW 88; LVŽ 1: 322f. 3 Vgl. LitEW 130, 151; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 42, 44; Savukynas 1966a: 187; Vanagas 1981a: 105; Vanagas 1981b: 68; LEV 253; ALEW 284–286, 309, 324; LVŽ 3: 61. 4 Vgl. Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 42, 44; Savukynas 1966a: 187; nicht in Vanagas 1970; Vanagas 1981a: 105; LVŽ 3: 61. 5 Vgl. LitEW 373, 440; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 93; Vanagas 1970: 41; Vanagas 1981a: 192; Vanagas 1981b: 22; ALEW 589, 617f. 6 Vgl. LitEW 915f. ; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 119; Vanagas 1970: 41; Vanagas 1981a: 248; Vanagas 1981b: 37; ALEW 981f.
HARALD BICHLMEIER 202 Acta Linguistica Lithuanica LXXX Ragžė f. (2) Ku (40168): aus lit. ragožė ‚Typha latifolia‘ (daneben auch lit. ragažis m., ragažė f., ragožis m., alle entlehnt aus wruss. rahóz ‚dass.‘).7 Neben dem offiziellen Namen hat der See auch den Namen ist Ragžis m. (s. u.). Ragžis m. (2) Ku (40168): aus lit. ragožis m. ‚Typha latifolia‘ (daneben auch lit. ragažis m., ragažė f., ragožė f., alle entlehnt aus wruss. rahóz m. ‚dass.‘).8 Der offizielle Name des Sees ist Ragžė f. (s. o.). 2.2.1.1.2. ‚Doppelte‘ Konversionen Bedùgnis m. (2) Ka (40254, 42932), Ku (40174): zu lit. bedùgnis, -ė ‚sehr tief, bodenlos‘.9 Dubióji f. (?) Šv (134835), Te (127585, 127893): aus der bestimmten Form des Adjektivs lit. dubùs ‚tief‘.10 Giliojà f. (1) Si (42717, 131237): aus der dialektalen bestimmten Form des Adjektivs lit. gilùs ‚tief‘.11 Im Falle von Giliojà Si (42717) nichtoffizieller Name für Gilióji (s. u.). Gilióji f. (1) Si (42717): aus der dialektalen bestimmten Form des Adjektivs lit. gilùs ‚tief‘.12 Offizieller Name für Giliojà (s. o.). Ìlgis m. (1) Ka (40247), Ve (43046): zu lit. lgas ‚lang‘.13 Zum gleichlautenden FlN Ìlgis m. (1) Se (35930) s. Bichlmeier 2019a: 2.2.1.2.1. Veisiẽjis m. (2) Ka, Ku, Ve (43069): wohl umgebaute Form zu jat./wingsudau. * Veisija zu einem Adj. *veisija- ‚Sumpf‘, zu urbalt. *veisā f. ‚Sumpf‘, 7 Sgl. eLKŽ s.v. ragožė; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 131; Vanagas 9 Vgl. LitEW 38, 108; Savukynas 1961: 221; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė vukynas 1966a; nicht in 1970: 191; Vanagas 1981a: 271; Vanagas 1981b: 93. 8 Vgl. eLKŽ s.v. ragožis; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 131; Vanagas 1970: 191; Vanagas 1981a: 271; Vanagas 1981b: 93. Vanagas 1970; nicht in Vanagas 1981a; ALEW 324; LVŽ 3: 169f., bes. 1963: 16; Vanagas 1970: 44; Vanagas 1981a: 60f.; ALEW 101, 238; LVŽ 1: 414. – Vgl. auch den SeeN Bedùgnė f. (2) Al (42731) in Bichlmeier 2019a: 2.2.1.1.1. 10 Vgl. Savukynas 1962: 196; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 33; Vanagas 1970: 51, 108; Vanagas 1981a: 93; Vanagas 1981b: 67; LVŽ 2: 354f. 11 Vgl. LitEW 151; nicht in Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963; nicht in Sa169 (nur Form Giliója). 12 Vgl. LitEW 151; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 48; Savukynas 1966a: 189; Vanagas 1970: 51, 96, 145; Vanagas 1981a: 115; Vanagas 1981b: 109; ALEW 324; LVŽ 3: 169ff., bes. 169. 13 Vgl. LitEW 183f. ; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 56; Vanagas 1970: 64; Vanagas 1981a: 129; Vanagas 1981b: 108; ALEW 392f.
Straipsniai Artikel 203 und Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) das wiederum zu einer Wz. urbalt./uridg. *eis- ‚fließen‘ zu stellen sein dürfte.14 2.2.1.1.3. Pseudokonversionen Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.1.4. ‚Onymische‘ Konversionen Gadeikà f. (2) Šv (42799): identisch mit dem PN Gadéika.15 Die bisweilen erwogene Herleitung des Namens aus dem Urbaltischen erscheint demgegenüber sehr bemüht. 2.2.1.2. ‚Endungsableitungen‘ Bei den sogenannten ‚Endungsableitungen‘ handelt es sich synchron gesehen um Ableitungen mittels Suffixtausch. Grundwörter können dabei Appellativa (Adjektiv, Substantive) und Onyme (meist Ortsnamen, Hofnamen) sein. Hierher können auch die vergleichsweise seltenen Ableitungen gezählt werden, die direkt von einer Wurzel erfolgen und keine (nominalen) Bildungen mit der Wurzel in derselben Ablautsufe neben sich haben. Ánčia f. (1) Ka, Ve (43028): Der Name ist Einen Sonderfall der Endungsableitung stellen Bildungen dar, die unter gleichzeitigem Antritt einer Präposition bzw. eines Präfixes gebildet werden. In der litauischen Sprachwissenschaft werden solche Bildungen meist als Präfigierungen oder Präfixableitungen bezeichnet. Letztlich ist es aber wohl sinnvoller, sie als Zirkumfigierungen zu bezeichnen. Sie entsprechen strukturell genau dem zur Bildung von Kollektiva dienenden Typus nhd. Berg m. → Gebirge n. (urgerm. *ƀerǥ-a- → *ǥa-ƀerǥ-ia-) sowie strukturell und etymologisch genau dem slawischen Typ zur Bildung von Gebietsbzw. Örtlichkeitsbezeichnungen serb.-kroat. Dunav m. ‚Donau‘ → Podunavlje n. ‚Gebiet an/ entlang der Donau‘, tschech. břeh m. ‚Ufer‘ → po-břež- n. ‚Ufergebiet‘, ná-břež- n. ‚Lände, Uferpromenade‘ (< urslaw. *berg-a- : *pa-/nā-berg-ia). 2.2.1.2.1. Deappellativische ‚Endungsableitungen‘ sonst auch als FlN bezeugt: Juodóji/ Baltóji Ánčia (s. u. 2.3.3.1.). Wahrscheinlich handelt es sich hier um 14 Vgl. LitEW 1214; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 189; Savukynas 1966b: 170; Vanagas 1970: 143, 167; Vanagas 1981a: 369; ALEW 1208 (*eis- ‚sprießen gedeihen‘). 15 Vgl. Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 41; Savukynas 1966a: 185, 186; Vanagas 1970: 107, 108, 134; Vanagas 1981a: 102; Vanagas 1981b: 32; Zinkevičius 2008: 281; LVŽ 3: 7
HARALD BICHLMEIER 210 Acta Linguistica Lituanica LXXX 2.2.1.3.9. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ėlė sind bei SeeNN im UntersuChungsgebiet nicht belegt. 2.2.1.3.10. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ėlis Das Suffix lit. -ėlis leitet Diminutiva und Zugehörigkeitsbildungen ab.50 2.2.1.3.10.1. Deappellativische Ableitungen Ežerlis m. (2) Ka (40261), Ka (42935), Ka (122237), Ku (132391), Lp, Lz, Se (93756, 121499, 125251), Te (42759): diminutivische Ableitung von lit. ẽžeras m. ‚See‘.51 Der Name ist im Falle von Te (42759) auch eine andere Benennung des Bakši ẽžeras (s. Bichlmeier 2019a: § 2.1.3.2.1.). Im Falle von Ka (122237) liegt ein inoffizieller Name für Bliūdẽlis m. vor (siehe 2.2.1.3.7.1.2.) 2.2.1.3.10.2. Deonymische Ableitungen Pastovlis (2) m. Ka (42941): Ableitung vom SeeN Pastovs m. (3b) Ka (42941) (s. o. 2.2.1.1.1.) und nichtoffizieller Name desselben Sees.52 2.2.1.3.11. Ableitungen mit dem Suffix -ena Ableitungen mit dem Suffix -ena sind Konkreta oder Abstrakta.53 Solche 2.2.1.3.12. Die Kommission stellt fest, Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. dass die in Absatz 2 genannten Maßnahmen nicht in der Regel angewendet werden können. Ableitungen mit dem Suffix -ėnis Ableitungen mit dem Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. Suffix -ėnis sind gewöhnlich denominale Bildungen.54 2.2.1.3.13. Ableitungen mit dem Suffix -es sind im Untersuchungsgebiet bei SeeNN nicht bezeugt. 2.2.1.3.14. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ica sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht belegt. 50 Vgl. Skardžius 1943/1996: 178–181; Vanagas 1970: 124–130. 51 Vgl. LitEW 125; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 40; Savukynas 1966a: 184f. ; Vanagas 1970: 128; Vanagas 1981a: 101; ALEW 271; LVŽ 2: 498ff. Er ist ein Mitglied des Ausschusses für die Rechte der Bürger. 52 Vgl. Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 119; Vanagas 1970: 126; Vanagas 1981a: 248. Das ist eine gute Idee. 53 Vgl. Skardžius 1943/1996: 228[…]232; Vanagas 1970: 131f. Er war Mitglied des Europäischen Parlaments. 54 Vgl. Skardžius 1943/1996: 238f. Er wurde in den USA geboren. ; Vanagas 1970: 134 Jahre alt.
Straipsniai / Articles 211 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) 2.2.1.3.15. Ableitungen mit dem Suffix lit. -yčia sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht belegt. 2.2.1.3.16. Ableitungen mit dem Suffix lit. -(i)ekas Das Suffix -(i)ekas bildet gewöhnlich Konkreta.55 Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.17. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ietis Das Suffix -ietis bildet gewöhnlich Einwohnernamen bzw. Nomina agentis.56 2.2.1.3.18. Die Kommission erläutert ihre Auffassung, dass Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. die Ableitungen mit dem Suffix lit. -ija men u. ä.57 Das Suffix -ija bildet gewöhnlich Abstrakta, Kollektiva, Länder/ GebietsnaObelijà (2) No, Mrs, Se (43012): zu lit. obels m., obel f. ‚Apfelbaum‘.58 2.2.1.3.19. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ijis Das Suffix -ijis bildet nur sehr wenige Ableitungen, meist Toponyme.59 Soldie Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. Das Suffix -ylis bildet 2.2.1.3.20. Ableitungen mit dem Suffix -ylis Substantive und war wenig produktiv.60 Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. Ableitungen mit dem Suffix -yna sind denominal und 2.2.1.3.21. Ableitungen mit dem Suffix -yna bringen in der Regel 55 Vgl. Skardžius 1943/1996: 125f. Er ist ein Mitglied des SPD. ; Vanagas 1970: zum Ausdruck, dass das von dem als Ableitungsbasis dienenden Wort Bezeichnete in größerer Menge vorhanden ist.61 Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 144 Jahre alt. 57 Vgl. Skardžius 1943/1996: 80[…]83; Vanagas 1970: 145[…]148. Er war Mitglied des 56 Vgl. Skardžius 1943/1996: 360f.; Vanagas 1970: 144f. Europäischen Parlaments. 58 Vgl. LitEW 515; Savukynas/Vanagas Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 111; Vanagas 1970: 146; Vanagas 1981a: 233f. ; 1981 Vanagasb: 92; ALEW 719f. (Veröffentlicht im März 1981). 59 Vgl. Skardžius 1943/1996: 80; Vanagas 1970: 148. 60 Vgl. Skardžius 1943/1996: 183; nicht in Vanagas 1970. 61 Vgl. Skardžius 1943/1996: 268–270; Vanagas 1970: 166.
HARALD BICHLMEIER 212 Acta Linguistica Lithuanica LXXX 2.2.1.3.22. Ableitungen mit dem Suffix -ýnas Ableitungen mit dem Suffix -ýnas sind denominal und bringen in der Regel zum Ausdruck, dass das von dem als Ableitungsbasis dienenden Wort Bezeichnete in größerer Menge vorhanden ist.62 Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.23. Ableitungen mit dem Suffix -inė Das Suffix -inė bildet gewöhnlich desubstantivische Ableitungen, meist Stoffadjektive und Zugehörigkeitsbildungen, substantivische Bildungen sind oft Ortsangaben.63 - Zuinė gehört als maskuline Form -inis (s. u.). Stoffadjektive und Kemsnė f. (2) Šv (134837): zu lit. kémsas m. ‚moosbewachsener Hügel‘.64 Mešknė f. (2) Šv (42795): zu lit. meškà m. ‚Bär‘.65 2.2.1.3.24. Ableitungen mit dem Suffix -inis Das Suffix -inis bildet gewöhnlich desubstantivische Ableitungen, meist Zugehörigkeitsbildungen.66 - Zuinis gehört als feminie Form -inė (s. o. 2.2.1.3.23.) Dumblinis67 m. (?) Ka (42945): Ableitung von lit. dumblas m. ‚Schlamm, Moor auf dem Grund eines Teichs‘.68 Gudnis m. (2) Ka (42947): wohl aus dem Ethnonym lit. gùdas m. ‚Weißrusse‘ (selten auch ‚Pole, Russe‘).69 Kraknis m. (2) Ka (40233): aus lit. krãkė f. ‚Schwarzspecht; Karausche (Carassius carassius)‘.70 62 Vgl. Skardžius 1943/1996: 266[…]268; Vanagas 1970: 166f. Er war Mitglied des Europäischen Parlaments. ; 1981b: Vanagas, 96 Jahre alt. 63 Vgl. Skardžius 1943/1996: 263266; Vanagas 1970: 156164; Vanagas 1981b: 46, 96. 64 Vgl. LitEW 239; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 72; Vanagas 1970: 159; Vanagas 1981a: 152; Vanagas 1981b: 69. 65 Vgl. LitEW 443; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 102; Vanagas 1970: 68 Vgl. LitEW 108; nicht in Savukynas 1962; 158; Vanagas 1981a: 212; Vanagas 1981b: 80; ALEW 641. 66 Vgl. Skardžius 1943/1996: 245ff.; Vanagas 1970: 156–164; Vanagas 1981b: 47. 67 Der Name ist in der Datenbank unakzentuiert. Savukynas/Vanagas Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 35 (Dumblnis, Dumblinis); Vanagas 1970: 54, 160; Vanagas 1981a: 96; Vanagas 1981b: 65; ALEW 243; LVŽ 2: 386[…]388, bes. 387. 69 Vgl. LitEW 174; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 54; Savukynas 70 1966a: 193; Vanagas 1970: 163; Vanagas 1981a: 125; Vanagas 1981b: 115; LVŽ 3: 331–337, bes. 331; zu weiteren etymologischen Vorschlägen s. 334f. Vgl. LitEW 287; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 77; Vanagas 1970: 103, 131, 152, 158; Vanagas 1981a: 163; Vanagas 1981b: 79.
Straipsniai / Articles 213 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) Seliovnis m. (2) Ku (40192): aus lit. sẽliova, sẽliava f. ‚Fisch aus der lie der Lachsartigen (Coregonus albula)‘. Dazu gehört als Ableitung der SeeN Seliovináitis m. (1) Ku (40194; s. o. 2.2.1.3.2.3.).71 Vadnis m. (2) Ka (40258): zu lit. vãdė f. ‚austrocknender Fluss, von Wasser überschwemmter Ort‘, vadà f. ‚Lichtung‘.72 2.2.1.3.25. Ableitungen mit dem Suffix lit. -(i)nyčia Das Suffix lit. (i)nýčia ist entweder aus poln. nica bzw. wruss. nyca entlehnt oder es ist ererbt und setzt dann urbalt. *-inītia/āfort. Es bildet meist Örtlichkeitsbezeichnungen und Kollektiva.73 Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.26. Ableitungen mit dem Suffix -iškė Das Suffix -iškė f. bildet gewöhnlich desubstantivische Ableitungen, meist Zugehörigkeitsbildungen u. ä.,74 bisweilen aber auch deadjektivische. Bei den desubstantivischen kann zwischen deappellativischen und deonymischen unFamiterschieden werden. Die maskuline Form dazu lautet -iškis (s. u. 2.2.1.3.27.). 2.2.1.3.26.1. Desubstantivische Bildungen von Appellativen Bedañtiškė f. (1) Šv (133997): von lit. bedañtis ‚zahnlos‘ wohl metaphorisch in Bezug auf ein harmonische geformtes Ufer o. ä.75 2.2.1.3.26.2. Desubstantivische Bildungen von Onymen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.27. Ableitungen mit dem Suffix -iškis Das Suffix -iškis bildet gewöhnlich desubstantivische Ableitungen, meist Zugehörigkeitsbildungen u. recte,76 bisweilen aber auch deadjektivische. Bei 71 Vgl. LitEW 774; Savukynas/ Vanagas Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 143; Vanagas 1970: 158; Vanagas 1981a: 295; Vanagas 1981b: 81. 72 Vgl. eLKŽ s.vv. vadà2, vãdė1; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 182; 75 Vgl. LitEW 38, 82; nicht in Savukynas 1961; Savukynas/ Vanagas Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermaden desubstantivischen kann Vanagas 1970: 107, 129, 161; Vanagas 1981a: 357. 73 Vgl. Skardžius 1943/1996: 357f.; Vanagas 1970: 142f.; Vanagas 1981b: 96. 74 Skardžius 1943/1996: 150–158; Vanagas 1970: 172–178; Vanagas 1981b: 47. zwischen deappellativischen und deonymischen nytė 1963: 16; Vanagas 1970: 176; Vanagas 1981a: 60; Vanagas 1981b: 54; ALEW 101, 174f.; LVŽ 1: 412. 76 Skardžius 1943/1996: 150–158; Vanagas 1970: 172–178; Vanagas 1981b: 47.
HARALD BICHLMEIER 214 Acta Linguistica Lithuanica LXXX unterschieden werden. Die weibliche Form dazu lautet -iškė (s. o. 2.2.1.3.26.). 2.2.1.3.27.1. Desubstantivische Bildungen von Appellativen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.27.2. Desubstantivische Bildungen von Onymen Kãviškis m. (1) Ka (43037): wohl zum PN lit. Kálvis m. oder einem ON Kálviai oder zum Appellativum lit. kálvis m. ‚Schmied‘, kálvė f. ‚Schmiede‘ mit Dialektalem Schwund von velarem l vor v.77 2.2.1.3.27.3. Deadjektivische Bildungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.28. Ableitungen mit dem Suffix -ytė sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.29. Ableitungen mit dem Suffix -ka sind bei SeeNN im Untersuonymische als chungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.30. Ableitungen mit dem Suffix -lys sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.31. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ntas Das Suffix bildet wenige substantivische Ableitungen, darunter häufiger appellativische.78 Žùvintas m. (3b) Si (42635): zu lit. žùvis f. ‚Fisch‘.79 Daneben hat der See den nichtoffiziellen Namen Žuvint ẽžeras (s. u. 2.2.3.2.1.). 2.2.1.3.32. Ableitungen mit dem Suffix lit. -oris80 Die Stellung der nachfolgenden Bildung ist hinsichtlich der Suffixgestalt unklar. Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 77 Vgl. LitEW 211f. ; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 71; Vanagas 1970: tersuchungsgebiet nicht bezeugt. 177; Vanagas 1981a: 150; ALEW 443f.; Zinkevičius 2008: 543, 618. 78 Vgl. Skardžius 1943/1996: 374; Vanagas 1970: 93. 79 Vgl. LitEW 1323; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 207; Skardžius 1973: 39, 43, 47; Vanagas 1970: 93, 155; Vanagas 1981a: 406; Vanagas 1981b: 83; ALEW 1331f. 80 Nicht bei Skardžius 1943/1996; dort nur 307 das Lehnsuffix lit. -orius; Vanagas 1970: 189.
Straipsniai / Articles 215 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) 2.2.1.3.33. Ableitungen mit dem Suffix lit. -orius Ableitungen mit dem aus gemeinslaw. *-arjь entlehnten Suffix lit. -orius sind meist Nomina agentis.81 Die Stellung der nachfolgenden Bildung ist hinsichtlich der Suffixgestalt unklar. Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Un2.2.1.3.34. Ableitungen mit dem Suffix -otis Das seltene Suffix lit. -otis dient v. a zur Bildung von desubstantivischen und deverbalen Substantiven.82 Dabótis m. (1) Ku (40183): vielleicht zu lit. dobà f., dobas m., dobė f. ‚Grube (mit Dach), um Flachs zu trocknen, Grube‘ bzw. daburs m. ‚Kreisel, Wasserstrudel‘.83 2.2.1.3.35. Ableitungen mit dem Suffix -tė Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.36. Ableitungen mit dem Suffix -uišis Das sehr seltene Suffix lit. -uišis dient v. a zur Bildung von Diminutiva bzw. Pejorativa und Onymen.84 Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.37. Ableitungen mit dem Suffix -uitis Das sehr seltene Suffix lit. -uitis ist eine v.a. ostaukštaitische Variante des 82 Vgl. Skardžius 1943/1996: 351f. Er wurde in den USA geboren. ; Suffixes -uotas und dient wie dieses v. a zur Bildung von desubstantivischen und deadjektivischen Adjektiven.85 Gilùitis m. (1) Si (43044): zu lit. gilùs ‚tief‘.86 81 Vgl. Skardžius 1943/1996: 307; Vanagas 1970: 189. Vanagas 1970: 190f. Er ist der Präsident der Kommission. 83 Vgl. LŽ 2: 599; Savukynas/ Vanagas Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 26 (Dabtis); Savukynas 1966a: 192 (Dab[…]tis); Vanagas 1970: 190; Vanagas 1981a: 78; Vanagas 1981b: 67; LVŽ 2: 90. 84 Vgl. Skardžius 1943/1996: 319; Vanagas 1970: 193. Er war Mitglied des Europäischen Parlaments. 85 Vgl. Skardžius 1943/1996: 349; Vanagas 1970: 51, 193. 86 Vgl. LitEW 151; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 48; Savukynas 1966a: 189; Vanagas 1970: 51; Vanagas 1981a: 115; Vanagas 1981b: 109; ALEW 324; LVŽ 3: 176[…]178, bes. 176.
HARALD BICHLMEIER 216 Acta Linguistica Lithuanica LXXX 2.2.1.3.38. Ableitungen mit dem Suffix -ukas Das Suffix lit. -ukas dient v. a zur Bildung von Diminutiva und Hypokoristika.87 Die Diminutiva können dabei grundsätzlich deappellativisch oder deonymisch sein. 2.2.1.3.38.1. Deappellativische Bildungen Dėliùkas m. (2) Si (132433): Ableitung von der Tierbezeichnung lit. dėl f. ‚Blutegel (Hirudo medicinalis)‘.88 2.2.1.3.38.2. Deonymische Bildungen Sperniùkas m. (2) Si (133685): Ableitung vom FlN Spernià f. (4) Si (38103)89 (s. u. 2.3.1.3.45.) Die Kommission wird die Prüfung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten. 2.2.1.3.39. Ableitungen mit dem Suffix -ulis Das Suffix lit. -ulis dient v. a zur Bildung von Nomina agentis, seltener auch von Diminutiva.90 Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.40. Ableitungen mit dem Suffix -uonis Das Suffix lit. -uonis dient v. a zur Bildung von Nomina agentis.91 Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.41. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ūtas Das seltene Suffix lit. -ūtas bildet Konkreta.92 Mekšrūtas m. (1) Ka (40249): zu lit. mẽkšras m. ‚karpfenartiger Fisch, Plötze (Leuciscus rutilus)‘.93 2.2.1.3.42. Ableitungen mit dem Suffix -utė sind bei SeeN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 87 Vgl. Skardžius 1943/1996: 136–139; Vanagas 1970: 193–197; Vanagas 1981b: 47, 96. 88 Vgl. LitEW 87; Savukynas 1962: 194; Savukynas/ Vanagas Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 89 29; Vanagas 1970: 193, 195; Vanagas 1981a: 84; Vanagas 1981b: 78; ALEW 191; LVŽ 2: 198f. Vgl. Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 153; Vanagas 1970: 194; Vanagas 1981a: 311 Jahre. 90 Vgl. Skardžius 1943/1996: 186[…]188; Vanagas 1970: 200. Er war Mitglied des Europäischen Parlaments. 91 Vgl. Skardžius 1943/1996: 284f. Er wurde in den USA geboren. ; Vanagas 1970: 205 Jahre 92 Vgl. Skardžius 1943/1996: 364; Vanagas 1970: 211. 93 Vgl. LitEW 425; Skardžius 1943/1996: 364; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 100; Vanagas 1970: 211; Vanagas 1981a: 209; Vanagas 1981b: 80; ALEW 631.
Straipsniai / Articles 217 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) 2.2.1.3.43. Ableitungen mit dem Suffix -utis Das Suffix lit. -utis dient v. a zur Bildung von Nomina agentis, seltener von Diminutiva.94 Die Diminutiva können dabei grundsätzlich deappellativisch oder deonymisch sein. Senkùtis m. (2) Šv (42805): entweder abgeleitet vom PN lit. Senkà, Señkus oder zu lit. sèkti, señka ‚weniger werden (vom Wasser)‘.95 2.3.1.3.44. Ableitungen mit dem slawischen Suffix -ika sind im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.1.3.45. Nicht klar kategorisierbare suffixale Ableitungen Akunučias m. (2) Ka (40265): Die Bildung des SeeNs bleibt letztlich sowohl hinsichtlich der Wurzel als auch hinsichtlich des Suffixes unklar. Das Suffix ist kaum zu greifen.96 Die Wurzel hat offenbar im Litauischen bzw. im Baltischen keine Anschlussmöglichkeiten. Vielleicht liegt eine frühe und nur dialektale Entlehnung von aruss. okъno ‚Fenster‘ zugrunde? Oder eine bereits im Altrussischen erfolgte Ableitung *okъnatъjь ‚mit einem Fenster versehen, fensterartig‘, die in einer Verwendung in übertragener Bedeutung als SeeN genutzt wurde? 2.2.2. Komponierte Seenamen Komponierte SeeNN lassen sich hinsichtlich ihrer morphologischen Strukin mehreren Typen unterteilen. Am häufigsten sind dabei solche aus Substantiv + Substantiv mit zusätzlicher Stammklassenänderung. Diese lassen sich weiter unterteilen, in solche aus Appellativum + Appellativum und solche aus Onym + Appellativum. 2.2.2.1. Appellativum + Appellativum 2.2.2.1.1. Substantiv + Substantiv Buzežeris m. (1) Ku (40175): aus lit. buizà ‚dünnflüssiger Brei, Mehlbrei, matschiger Sumpf‘ und ẽžeras ‚See‘.97 94 Vgl. Skardžius 1943/1996: 362f. Er wurde in den USA geboren. ; Vanagas 1970: 209 […] 211; Vanagas 1981b: 96 Jahre alt. 95 Vgl. LitEW 772f. ; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 144; Vanagas 1970: 48; Vanagas 1981a: 295f. ; ALEW 899f. 96 Vgl. Skardžius 1943/1996: 353f. Er wurde in den USA geboren. ; nicht in 1963; Otrębski 1965: 265; nicht in LVŽ 1? 97 Vgl. LitEW 63, 125; nicht in Savukynas 1961; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/ErmaSavukynas/Vanagas/Vitkaukas Vosylvytė/Ermanytė nytė 1963: 23; Vanagas 1970: 238; Vanagas 1981a: 73; Vanagas 1981b: 67; ALEW 271.
HARALD BICHLMEIER 218 Acta Linguistica Lithuanica LXXX 2.2.2.1.2. Adjektiv + Substantiv Báltabalė f. (1) Šv (42792): aus lit. báltas ‚weiß, glänzend‘ und lit. balà f. ‚Sumpf‘.98 Šventadunis m. (2) Ka (42930): aus lit. šveñtas ‚heilig‘ und duna f. ‚Brot‘.99 2.2.2.1.3. Adjektiv + Adjektiv Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.2.1.4. Verb + Substantiv Solche Ableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.2.2.1.5. Onym + Appellativum Cijūnamiškis m. (1) Ku (132343): Erster Bestandteil ist wahrscheinlich ein PN lit. *Cijūnas, man vgl. den FamN Cijūnáitis etc. das Hinterglied beruht auf lit. mškas m. ‚Wald‘.100 2.2.3. Zusammengefügte/syntagmatische Seenamen 2.2.3.1. Kongruierende Namen aus Adjektiv + Substantiv Báltas Kaũknoris m. Ka (40205): aus lit. báltas ‚weiß‘ + ein Substantiv lit. kaũknoris m., das im Vorderglied entweder aus lit. kaũkas m. ‚Kobold‘ oder kaũkti ‚rufen, kreischen‘ und im Hinterglied aus einem Nomen agentis zu lit. narnti ‚untertauchen, versenken‘ oder zu lit. norėti ‚wollen‘ besteht.101 Júodas Kaũknoris m. Ka (40217): aus lit. júodas ‚schwarz‘ + Substantiv lit. Kaũknoris m. (s. o. Báltas Kaũknoris).102 2.2.3.2. Rektionale Seenamen 98 Vgl. LitEW 30f., 32; nicht in Savukynas 1961; Savukynas Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 13; Vanagas 1970: 251, 252, 254; Vanagas 1981a: 56; ALEW 87, 89f. ; LVŽ 1:338 (nachstehend "LVŽ" genannt) 99 Vgl. LitEW 111, 1041f. Das ist nicht richtig. ; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 169; Vanagas 1970: 252, 256; Vanagas 1981a: 337; Vanagas 1981b: 111; ALEW 245f., 1060[…]1062. 100 Vgl. LitEW 460f. ; nicht in Savukynas/Vanagas/Vitkaukas Vosylvytė/Ermanytė 1963; nicht in Vanagas 1970; nicht in Vanagas 101 Vgl. LitEW 230, 495, 507; nicht in Savukynas 1961; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/ Ermanytė 1963: 71; Vanagas 1970: 275 (im Register S. 298 Druckfehler Kaũknosis); Vanagas 1981a: 56, 150; Vanagas 1981b: 118; ALEW 467, 697, 709–711; nicht in LVŽ 1?. 1981a; Vanagas 1985: 391; ALEW 663. 102 Vgl. LitEW; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ 275; Vanagas 1981a: 150; Vanagas 1981b: 118; ALEW 419f.
Straipsniai / Articles 219 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) 2.2.3.2.1. Rektionale Seenamen mit onymischem Erstglied Akmẽnių ẽžeras m. Ku, Lz (43055): aus dem ON Akmenia (2) und lit. ẽžeras des m. ‚See‘.103 Bei diesem ON handelt es sich um die kollektive Pluralform FamNs Akmẽnis.104 Ableitungsgrundlage ist lit. akmu (3b) ‚Stein‘.105 Ángininkų ẽžeras m. Si (42698): aus dem ON Ángininai und lit. ẽžeras m. ‚See‘.106 Daneben hat der See den nicht offiziellen Namen Ángė f. (1) (s. auch 2.2.1.2.1.) Arãdninkų ẽžeras m. Ku (40179): aus dem ON Arãdninkai und lit. ẽžeras m. Siehe ‚107. Atesniñkų ẽžeras m. Si (42705): aus dem ON Atesniñkai und lit. ẽžeras m. ‚See‘.108 Daneben hat der See den offiziellen Namen Atess m. (3b) Al, Mrs, Si (s. o. 2.2.1.2.2.). Babr ẽžeras m. Šv (43065): aus dem ON Babra und lit. ẽžeras m. ‚See‘.109 Vosylvytė-Ermanytė 1963: 71; Vanagas 1970: Černiùkiškės ẽžeras m. Si ‘133683): aus dem ON m. ‚See‘.110 Simno ẽžeras m. Si (42693): aus dem ON Simnas m. (der selbst auf einem ursprünglichen SeeN *Simnas beruhen dürfte, der wiederum als jatwingisch einzustufen ist, wenn er etymologisch mit lit. šimšà f. ‚feuchte Wiese, Sumpf‘ zu verbinden sein sollte) und lit. ẽžeras m. ‚See‘.111 Černiùkiškė und lit. ẽžeras Šveñtežerio ẽžeras m. Šv (42786): aus dem ON Šveñtežeris m. (der selbst auf einem SeeN beruht) und lit. ẽžeras 103 m. 1312 Vgl. LitEW 125; Savukynas 1960: 293; Savukynas/ Vanagas Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 3; Vanagas 1970: 260; Vanagas 1981a: 37; Pupkis 2002: 14; ALEW 271; LVŽ 1: 44. 104 Vgl. Vanagas 1985: 72 Jahre 105 Vgl. LitEW 5; SEJL 7f. ; ALEW 28f. ; IEW 19; NIL 287; LVŽ 1: 37ff. 106 Vgl. LitEW 125; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 6; Vanagas 1970: che Ableitungen sind bei FlNN im 260; Vanagas 1981a: 42; ALEW 271; LVŽ 1: 99. 107 Vgl. LitEW 125; nicht in Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963; nicht in Vanagas 1970; nicht in Vanagas 1981a; ALEW 271; LVŽ 1: 169. 108 Vgl. LitEW 125; nicht in Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963; Vanagas 1970: 260; Vanagas 1981a: 42; ALEW 271; LVŽ 1: 99. 109 Vgl. LitEW 125; Savukynas 1961: 219; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 11; Vanagas 1981a: 55; ALEW 271; LVŽ 1: 288. 110 Vgl. LitEW 125; Savukynas 1962: 191; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 25; Vanagas 1970: 261; Vanagas 1981a: 77; ALEW 271; LVŽ 2: 54. 111 Vgl. eLKŽ s.vv. šimšà, šimšė; LitEW 125; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 146; Vanagas 1970: 265; Vanagas 1981a: 299; ALEW 271. 112 Vgl. LitEW 125; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 169; Vanagas 1970: 265; Vanagas 1981a: 337f. Sie werden in den folgenden Abschnitten erläutert. ; ALEW 271 (nachstehend "ALEW" genannt)
HARALD BICHLMEIER 226 Acta Linguistica Lituanica LXXX 2.3.1.3.9. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ėlė Das Suffix lit. -ėlė leitet Diminutiva und Zugehörigkeitsbildungen ab.141 SolUntersuchungsgebiet nicht bezeugt. Das Suffix lit. -ėlis leitet Diminutiva und 2.3.1.3.10. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ėlis Zugehörigkeitsbildungen ab.142 2.3.1.3.11. Ableitungen mit dem Suffix -ena anwachsen, dick Solche Ableitungen sind bei FlNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. werden‘, bamba f. ‚Kugel, Ball, Schlägel‘ oder bambėti noch den nichtoffiziellen Namen pė f. (2) Bambenà f. (3b) Si (35062): Der Name ist abgeleitet von lit. bambti ‚herSi (35062; s. o. 2.3.1.1.1.). 2.3.1.3.12. Ableitungen mit dem Suffix -ėnis in weiteren europäischen ‚murren, brummen‘.143 Neben dieser offiziellen Benennung hat der Fluss Zusammenhängen und wird gewöhnlich (mehr noch als für Ates gilt dies aber für den SeeN Atess! [s. o. 2.2.1.2.2.]) mit dem antiken Namen der Etsch zusammengestellt bzw. mit deren antik Solche Bildungen sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht bezeugt. 2.3.1.3.13. Ableitungen mit dem Suffix -es Ates f. (3b) Si (34967): Der FlN lit. Ates kann auf eine Vorform urbalt. *ates-iiāzurückgeführt werden. Der Name steht nach verbreiteter Ansicht überlieferter Form At(h)esis gleichgesetzt.144 Weiter angeschlossen wird gewöhnlich thrak. (*)at(u)- ‚Wasserströmung‘,145 wobei es sich bei der Beleglage des Thrakischen hierbei um kaum mehr als eine Vermutung hinichtlich der Bedeutung des trakischen Worts handeln dürfte. gestellt werden. Eine Verbindung mit der theoretisch ebenfalls in Frage kommenden, aber nur im Anatolischen fortgesetzten Wurzel uridg. 142 Siehe Vgl. Skardžius 1943/1996: 180; Vanagas 1970: 124[…]130. 143 Vgl. LitEW 33f. ; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 14; Vanagas 1970: 131, 219; Vanagas 1981a: 57f. ; 1981b: 54 von Vanagas. 144 Vgl. Die GewNN können zur Wurzel uridg. *h2et(h2)- ‚gehen, wandern‘146 Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 9; Vanagas 1970: 137, 205; bacher 1995: 65f. ; Pupkis 2002: 29; LVŽ 1: 201, 204. 141 Vgl. Skardžius 1943/1996: 180f.; Vanagas 1970: 124–130; Vanagas 1981b: 47. Schmid 1971: 41f. mit Anm. 20; Schmid 1972: 7; Vanagas 1981a: 50; Vanagas 1981b: 74; Kühe145 Vgl. Duridanov 1969: 90 Jahre alt. Siehe 146. LIV2 273; IEW 69 ist der wichtigste Teil des Programms.
Straipsniai / Articles 227 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) *h2et- ‚ein Loch machen‘147 ist auch aus semantischen Erwägungen zunächst unwahrscheinlich(er). Es handelt sich dann bei den GewNN um Weiterbildungen vom s-Stamm uridg. *h2et(h2)-es- ‚Gehen, Wandern, Wanderung‘. Zusammen mit Thrak. (*)at(u)- und lat. annus ‚Jahr‘ < uridg. *h2et(h2)-nowird hier der Teil einer Gruppe von Derivaten mit dem Caland-Wackernagelschen Suffixsystem sichtbar.148 Auszuschließen ist die in älterer Literatur (Schmid 1971 41, Anm. 20, Schmid 1972: 7 und mit im Gefolge davon Vanagas 1981a: 50 und LVŽ 1: 201 [in beiden Fällen Übernahme des Tippers av. aəu- ‘Bach‘ aus Schmid für Bichlmeier 2014b) korrektes jav. aδu- ‚Bach, Kanal‘ [zur Etymologie von Letzterem vgl. angesetzte Verbindung mit. aδu- ‚Bach, Kanal‘ dieses Namens durchaus ? (und nicht erwähntem apers. adu-), da es den für eine solche Verknüpfung notwenigen und auch in Anschlag gebrachten „d/t-Wechsel“ nie gegeben haben dürfte. – Es erscheint eine innerlitauische Bildung wahrscheinlich: Neben dem FlN Ates < urSeeN wohl eine innerlitauische balt. *at-es-iiāgibt es auch den SeeN Atess (s. o. 2.2.1.2.2.), wobei der ‚Endungsableitung‘ vom FlN darstellt, da aufgrund der o.a. Etymologie wohl nur die Bildung eines Flussnaden ‚Wandernden, Fließenden‘ bezeichnen, es mens primär gewesen sein kann. Einen See würde man wohl kaum als sei denn, er besäße tatische bzw. außerbaltische Bezüge auf und sind sächlich eine auffällige Strömung (zwischen Zuund Abfluss). – In Litauen finden sich offenbar keine anderen GewNN mit dem Suffix -esė, nur wenige zeigen das Suffix -esys. Letztere weisen keinerlei außerlitauaufgrund der Zugrundelit. Egless (zu lit. ẽglė ‚Fichte‘), Žaless (zu lit. žãlias liegenden Ableitungsgrundlagen klar innerbaltische Bildungen, wie etwa ‚grün‘) usw.149 Litauische GewNN mit dem Suffixalen Element -essind v. a. in Ostlitauen verbreitet.150 Die ebenfalls erwogene Herleitung des SeeNs von lit. ats ‚Scholle, Steinbutt; Rhombus maximus‘ (als Variante von tas m. ‚dass.‘)151 scheitert an der fehlenden dialektalen Verbreitung des Fischnamens abenso wie noch mehr daran, dass der Steinbutt ein Meerfisch ist. – Oder sollte die Form des Fisches ausschlaggebend gewesen sein? 147 Vgl. LIV² 274. 148 Vgl. dazu Bichlmeier 2014a mit weiterer Literatur. 149 Vgl. Vanagas 1970: 137f.; Vanagas 1981a: 99, 397; Vanagas 1981b: 91. 150 Vgl. Skardžius 1943/1996: 311–313; Vanagas 1970: 136–138. 151 Vgl. LitEW 21, 518.
HARALD BICHLMEIER 228 Acta Linguistica Lithuanica LXXX 2.3.1.3.14. Ableitungen mit dem Suffix -ica sind bei FlNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.3.1.3.15. Ableitungen mit dem Suffix lit. -yčia Das Suffix lit. -yčia leitet in der Regel Konkreta ab.152 Die Bildungen können selten auch deonymisch sein. 2.3.1.3.15.1 Deappellativische Bildungen Kiaũlyčia f. (1) und Kiaulyčià (3b) Si, Še (36305): zu lit. kiaũlė f. ‚Schwein‘.153 Ylyčià f. (4) Si (39287): zu nicht bezeugtem lit. *ýlas, das genau lett. dunkel, schwarz, schwärzlich entspricht bzw. zu vom lett. Wort vorausgesetztem urbalt. * La -154 Siehe auch o. 2.2.1.3.7.1.1. Siehe den Ylẽlis m. (2) Sie (42694). 2.3.1.3.15.2 Deonymische Bildungen Atesýčia f. (1) Si (34967): Ableitung vom FlN Ates f. (3b) Si (34967) und zugleich anderer Name für diesen.155 und zugleich anderer Name für Gluosnyčià f. (4) Si (35785): Ableitung vom FlN Glúosnė f. (1) Si (35785) diesen.156 Simnyčià f. (2) Si (37951): Ableitung vom SeeN Simno ẽžeras m. Si (42693) bzw. dem diesem wohl letztlich zugrunde liegenden ursprünglichen Siehe *Simnas (s. 2.2.3.2.1.).157 2.3.1.3.16. Ableitungen mit dem Suffix lit. -(i)ekas sind bei FlNN im Untersuchungsgebiet nicht belegt. 2.3.1.3.17. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ietis sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht bezeugt. 152 Vgl. Skardžius 1943/1996: 357; Vanagas 1970: 141f. Er wurde in den letzten Jahren von der Regierung der Ukraine verurteilt. 153 Vgl. LitEW 249; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 73; Vanagas 1970: 131, 142; Vanagas 1981a: 155; Vanagas 1981b: 79; ALEW 485. Siehe 154. Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 57; Vanagas 1970: 114, 117; Vanagas 1981a: 129; Vanagas 1981b: 68; LEV 341. 155 Vgl. Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 9; Vanagas 1970: 141; nicht in Vanagas 1981a; 1981 Vanagasb: 96; LVŽ 1: 204. 156 Vgl. Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 50; Vanagas 1970: 142; Vanagas 1981a: 119; LVŽ 3: 228. 157 Vgl. Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 146; Vanagas 1970: 141; Vanagas 1981a: 299.
Straipsniai Artikel 229 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) 2.3.1.3.18. Ableitungen mit dem Suffix -ija sind bei FlNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.3.1.3.19. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ijis sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht bezeugt. 2.3.1.3.20. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ylis sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht bezeugt. 2.3.1.3.21. Ableitungen mit dem Suffix lit. -yna sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht bezeugt. 2.3.1.3.22. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ýnas Ableitungen mit dem Suffix -ýnas sind denominal und bringen in der Regel zum Ausdruck, dass das von dem als Ableitungsbasis dienenden Wort Bezeichin nete größerer Menge vorhanden ist.158 Solche Ableitungen sind bei FlNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.3.1.3.23. Ableitungen mit dem Suffix lit. -inė Stoffadjektive und Das Suffix -inė bildet gewöhnlich desubstantivische Ableitungen, meist Zugehörigkeitsbildungen, substantivische Bildungen sind Dóvinė f. (1) Šv (35433): oft Ortsangaben.159 Zu -inė gehört als maskuline Form -inis (s. u. 2.3.1.3.24.). ein innerlitauischer oder innerbaltischer Anschluss erscheint nicht möglich; es könnte eine sehr archaische Bildung bzw. eine sekundäre Ableitung zu einer sehr archaischen Bildung vorliegen. Der Name wird gewöhnlich zu einer Wurzel uridg. *dhe- ‚laufen eilen‘, ai. Dhavati, jünger durchweg dhāvati ‚eilt, läuft, strömt‘, gr. θοός ‚Fluss(lauf)‘ gestellt.160 Allerdings bleibt dabei der Vokalismus problematisch: Lit. ton?). Eine Bildung zu der sekundär zu lit. dúoti Dóvinė setzt urbalt *dā- voraus, das nicht direkt ausgehend von uridg. *dhe- (→uridg. *dhō- > urbalt. *dō- > lit. **duov-) entstanden sein kann. Zusatzannahmen sind hier nötig (ggf. urbalt. *ō > ā im Neben- ‚geben‘ entstandenen Form dóvana f. ‚Geschenk, Gabe‘161 scheidet aus semantischen Gründen 158 Vgl. Skardžius 1943/1996: 266–268; Vanagas 1970: 166f.; Vanagas 1981b: 96. 159 Vgl. Skardžius 1943/1996: 263–266; Vanagas 1970: 156–164; Vanagas 1981b: 47, 96. 160 Vgl. Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 31; Vanagas 1970: 162; Vanagas 1981a: 89; Vanagas 1981b: 84; LIV² 147f.; EWAia 1: 789f.; GEW 1: 668f.; EDG 544f. 161 Vgl. LitEW 112; ALEW 218f. Sie werden von der Kommission auf die Grundlage der vorliegenden Verordnung erlassen.
HARALD BICHLMEIER 230 Acta Linguistica Lithuanica LXXX en hier zwei weitere Vorschläge aus. – Da bereits bei der traditionellen Herleitung damit gerechnet wurde, dass der Name nicht mit baltischem Material zu verbinden ist, seiunterbreitet, die ebenfalls unabhängig von baltischem Matrial argumentieren, dafür aber lautlich unproblematisch sind: Vorliegen könnte 1) eine Ableitung von der Wurzel uridg. ger wahrscheinlich) 2) eine Ableitung *deh2(i)- ‚teilen‘: uridg./vorurbalt. *déh2-o- ‚geteilt, mit Teilung versehen, Teilung‘, vielleicht auch > uridg./vorurbalt. *deh2-ó- ‚teilend, Teiler‘ (> urbalt. *dāa- > lit. *dóva-), womit der Fluss vielleicht in seiner Funktion als eine Art Grenze bezeichnet wurde; oder (deutlich wenivon der Wurzel uridg. *deh2- ‚in lästigen‘, lit. dvytis ‚ausgelassen sein, Brand geraten‘: uridg./vorurbalt. *deh2-o- ‚brennend‘ (> urbalt. *dāa- > lit. *dóva-) entweder metonymisch in der Bedeutung ‚glänzend‘ oder als Übertragung eines Flurnamens auf eine Fließgewässer oder man fasst Dóvinė als deonymische als Ableitung von einem Flurnamen lit. *dovaauf. Hingewiesen sei hier auch noch auf lit. dvyti ‚plagen, quälen, beherumtollen, sich balgen‘, wobei es sich wahrscheinlich um ein slaw. Lehnwort handelt (vgl. russ. davt ‚drücken, drängen, pressen, zerquetschen, würgen‘), aber eine Herkunft aus uridg./vorurbalt. *deh2wohl trotz des ‚falschen‘ Akzents nicht völlig ausgeschlossen werden kann‘.162 Lydẽkinė f. (1) Nein, Se (36796): zu lit. lydekà f. ‚Hecht (Esox lucius)‘.163 Siūklnė f. (2) Si (131533): zu lit. siūklis, siūkls ‚Schachtelhalm (Equisetum)‘.164 2.3.1.3.24. Ableitungen mit dem Suffix lit. -inis Das Suffix -inis bildet gewöhnlich desubstantivische Ableitungen, meist Stoffadjektive und Zugehörigkeitsbildungen.165 Zu -inis gehört als feminie Form -inė (s. o. 2.3.1.3.23.). Ableitungen mit diesem Suffix sind bei FlNN im Untersuchungsgebiet nicht belegt. 2.3.1.3.25. Ableitungen mit dem Suffix -(i)nyčia Das Suffix lit. -(i)nýčia ist entweder aus poln. nica bzw. wruss. -nyca entlehnt oder es ist ererbt und setzt dann urbalt. *-inītia/āfort. Es bildet meist 162 Vgl. LitEW 100. 163 Vgl. LitEW 364; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 91; Vanagas 1970: 158; Vanagas 1981a: 188; Vanagas 1981b: 80; ALEW 577. 164 Vgl. eLKŽ s.v. siūklis; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 146; Vanagas 1970: 157; Vanagas 1981a: 299. Die Zahl der Arbeitsplätze in der Bundesrepublik Deutschland beträgt 165 Vgl. Skardžius 1943/1996: 245ff.; Vanagas 1970: 156–164.
Straipsniai Artikel 231 und Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) Örtlichkeitsbezeichnungen bzw. Kollektiva.166 Das ist Solche Ableitungen FlNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. sind bei 2.3.1.3.26. Ableitungen mit dem Suffix lit. -iškė sind bei FlNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.3.1.3.27. Ableitungen mit dem Suffix -iškis sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht bezeugt. 2.3.1.3.28. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ytė sind bei Das Suffix lit. -ytė bildet Diminutiva und Patronyme.167 Solche Ableitungen FlNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.3.1.3.29. Ableitungen mit dem Suffix lit. -ka Das Suffix lit. -ka ist bildet Konkreta und Nomina agentis und ist im modernen Litauischen weitgehend unproduktiv.168 Nemajùnka f. (1) Lz, Šv (37117): wohl zum ON Nemajūnai m. Pl.169 Daneben existiert die künstliche standardsprachliche Form Nemajūnė (s. o. 2.3.1.2.2.). Spernénka f. (1) Si (38103): Ableitung vom FlN Spernià f. (4) Si (38103; s. u. 2.3.1.3.45.), zu dem der Name eine nichtoffizielle Variante darstellt.170 Möglicherweise erfolgte die Ableitung über eine nicht belegte Zwischenstufe *Spernenė/is. 2.3.1.3.30. Ableitungen mit dem Suffix lit. -lys Das Suffix lit. -lys bildet in erster Linie Nomina agentis.171 Solche Ableitun2.3.1.3.31. Solche Ableitun2.3.1.3.31. Solche Ableitun2.3.1.3.31. Solche gen sind bei FlNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. Ableitun2.3.1.3.31. Solche Ableitun2.3.3.3. Ableitungen mit dem Suffix -ntas 166 Vgl. Skardžius 1943/1996: 357f. Er wurde in den USA geboren. ; Vanagas 1970: 142f. Er ist der Präsident der 167 Vgl. Skardžius 1943/1996: 355f.; Vanagas 1970: 179f.; Vanagas 1981b: 96. Kommission. ; 1981b: Vanagas, 96 Jahre alt. 168 Vgl. Skardžius 1943/1996: 121123; Vanagas 1970: 180182; Vanagas 1981b: 47f. Er war ein Mitglied des Ausschusses für die Rechte der Bürger. 169 Nicht in Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963; vgl. Vanagas 1970: 181; 1981a: 226, Vanagas 1981b: 47. Vanagas 1981a: 226, Vanagas 1981b: 47 und Vanagas 1981b: 47 sind in der Regel von der gleichen Art und Weise geschrieben. 170 Nicht in Savukynas/Vanagas/Vitkaukas Vosylvytė/Ermanytė 1963; nicht in Vanagas 1970; nicht in Vanagas 1981a. Siehe 171. Skardžius 1943/1996: 166[…]168; Vanagas 1970: 182f. Er war Mitglied des Europäischen Parlaments.
HARALD BICHLMEIER 232 Acta Linguistica Lithuanica LXXX 2.3.1.3.31.1. Ableitungen mit dem Suffix -antas Das Suffix bildet wenige substantivische Ableitungen, häufiger liegen onymische als appellativische Bildungen vor.172 Für das Untersuchungsgebiet sind solche FlNN nicht bezeugt, sonst begegnen sie in Litauen durchaus (ebenso wie Bergnamen, siehe NN). 2.3.1.3.31.2. Ableitungen mit dem Suffix lit. -entas Das Suffix bildet wenige substantivische Ableitungen, häufiger liegen onymische als appellativische Bildungen vor.173 Solche Ableitungen sind bei FlNN 2.3.1.3.32. Ableitungen mit im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. dem Suffix -oris sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht belegt. 2.3.1.3.33. Ableitungen mit dem Suffix -orius sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht belegt. 2.3.1.3.34. Ableitungen mit dem Suffix -otis sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht belegt. 2.3.1.3.35. Ableitungen mit dem Suffix lit. -tė leitungen sind bei FlNN im Das Suffix lit. -tė leitet meist Konkreta, seltener Abstrakta ab.174 Solche AbUntersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.3.1.3.36. Ableitungen mit dem Suffix -uišis sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht belegt. 2.3.1.3.37. Ableitungen mit dem Suffix -uitis sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht belegt. 2.3.1.3.38. Ableitungen mit dem Suffix -ukas sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht belegt. 2.3.1.3.39. Ableitungen mit dem Suffix -ulis sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht belegt. 172 Vgl. Skardžius 1943/1996: 374; Vanagas 1970: 93. Er war Mitglied des Europäischen Parlaments. 173 Vgl. Skardžius 1943/1996: 374f. Er wurde in den USA geboren. ; Vanagas 1970: 135 Jahre alt. Siehe 174 vgl. Skardžius 1943/1996: 38f. Er wurde in den USA geboren. ; nicht in Vanagas 1970.
Straipsniai Artikel 233 und Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) 2.3.1.3.40. Ableitungen mit dem Suffix -uonis sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht belegt. 2.3.1.3.41. Ableitungen mit dem Suffix lit. -utas Das Suffix lit. -utas leitet Diminutiva ab.175 Solche Ableitungen sind bei FlNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.3.1.3.42. Ableitungen mit dem Suffix lit. -utė Das Suffix lit. -utė leitet Diminutiva ab.176 Solche Ableitungen sind bei FlNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.3.1.3.43. Ableitungen mit dem Suffix -utis sind im Untersuchungsgebiet bei FlNN nicht belegt. 2.3.1.3.44. Ableitungen mit dem slawischen Suffix -ika Marikà f. (2) Ka (36857): deonymische (und slawisierende) Ableitung vom GewNN lit. Marà177 (s.o. 2.3.1.2.1.). 2.3.1.3.45. Nicht klar kategorisierbare suffixale Ableitungen Zwei FlNN lassen keine eindeutige Kategorisierung in die o. g. Gruppen zu, weshalb sie gesondert aufgeführt werden. Alnà f. (4) Ku, Ve (34884): Andernorts gibt es noch die GewNN lit. Alnas, Alnė.178 Es existieren zwei grundsätzlich verschiedene etymologische Vorschläge: Der erste verbindet die GewNN mit der Tierbezeichnung lit. élnias, álnis ‚Hirsch‘,179 was aber angesichts des Akzents ein eher fragwürdiger Vorschlag muss bleiben; die andere rechnet mit einer Bildung von einer ‚Gewässerwurzel‘ lit. *albzw. Uridg. (Nachfolgende Bezeichnung) (in veralteter Schreilich für bung) *el-/ * ol- ‚fließen‘.180 Eine Wurzel mit dieser Bedeutung kann freidas Urindogermanische nicht angesetzt werden, da es schlicht keinen einzigen Fortsetzer einer Wurzel der Struktur (in heute üblicher Schreibung) uridg. *Hel(H)- in einer indogermanischen Einzelspra175 Vgl. Skardžius 1943/1996: 361[…]363; Vanagas 1970: 209. 176 Vgl. Skardžius 1943/1996: 364; Vanagas 1970: 209f. Er ist Mitglied des Europäischen Parlaments. 177 Nicht in Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963; nicht in Vanagas 1970; nicht in Vanagas 1981a. 178 Vgl. Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 5; Savukynas 1966b: 167f.; 1981 Vanagasa: 40; Vanagas 1981b: 84; Pupkis 2002: 18; LVŽ 1: 76. 179, vgl. Gerullis 1922: 9; Jonikas 1950/51: 16; Otrębski 1959: 25; Savukynas 1960: 294; Vanagas 1970: 31 [zu Álnis], 62 [zu Alnė]; 1981 Vanagasb: 77 [Álnis]. 180 Vgl. Krahe 1964: 36; Savukynas 1966b: 168; Kuzavinis 1966; Skardžius 1973: 12f.
HARALD BICHLMEIER 234 Acta Linguistica Lithuanica LXXX gibt, der diese Bedeutung notwendig erfordern würde.181 In Frage kommen hingegen die Wurzeln uridg. *h2elh2- ‚ziellos gehen‘182 in der eoder der o-Stufe und *h1elh2- ‚wohin treiben (trans.)‘183 in der o-Stufe. Im Falle des Ansatzes einer o-Stufe *h1/2olh2-no/eh2ist der Schwund des mittleren Laryngals nach der de Saussureschen Regel und damit die Entstehung der zirkumflektierten Wurzelform in Alnà (4), Akk. Alną lautgesetzlich. Welche der beiden Wurzeln dem GewN zugrunde liegt, kann nicht sicher entschieden werden, uridg. *h2elh2- ‚ziellos gehen‘ erscheint als Grundlage wahrscheinlicher, zumal Flüsse in flacheren Gebieten zur Ausbildung von Mäandern neigen. Letztlich können aber Ableitungen von den Wurzeln uridg. *h1el- ‚rotbraun‘ oder *Hel- ‚bitter‘ nicht definitiv ausgeschlossen bleiben. Spernià f. (4) Si (38103) ist hinsichtlich seiner Bildung nicht eindeutig geklärt. Semantisch am überzeugendsten erscheint eine Erklärung als Ableitung von der auch apr. sparyus ‚Wiese, Weide‘ (auch im ON apr. Sparroth) zugrundeliegenden Wurzel. In diesem Falle länge wohl eine Jatwingismus vor. Nicht auszuschließen ist auch eine Verbindung mit lit. spėrus, spėrùs ‚schnell gehend, rasch fliegend, eilend, rasch‘. Nichtoffizielle Namenformen für den Fluss sind Spernẽlė f. (2) Si (38103; s. o. 2.3.1.3.6.4.) und Spernénka f. (1) Si (38103; s. o. 2.3.1.3.29.), die zugleich auch Ableitungen vom FlN Spernià sind.184 2.3.2. Komponierte Flussnamen Komponierte FlNN lassen sich hinsichtlich ihrer morphologischen Struktur in mehreren Typen unterteilen. Am häufigsten sind dabei solche aus Substantiv + Substantiv mit zusätzliStammklassenänderung. Diese lassen sich weiter unterteilen, in solche aus Appellativum + Appellativum und solche aus Onym + Appellativum. 2.3.2.1. Appellativum + Appellativum 2.3.2.1.1. Substantiv + Substantiv 181 Zu den inhaltlich abwegigen Einlassungen Udolphs (2011) vgl. Bichlmeier 2013 182 Vgl. LIV2 264 und IEW 27f. 183 Vgl. LIV² 235; IEW 306f. 184 Vgl. LitEW 865; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 153; nicht in Vanagas 1970; Vanagas 1981a: 311; Vanagas 1981b: 71, 135; PKEŽ 4: 142; PKE޲ 873.
Straipsniai Artikel 235 und Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) Pečiagrinda185 f. (?) Šv (37415): Das Erstglied ist entweder der PN lit. Pẽčis m. oder das slawische Lehnwort lit. pẽčius m. ‚Ofen‘, das Hinterglied gehört zu lit. grinds f. ‚Pflaster, Estrich‘, grindà f. ‚Steinpflaster, Streu‘.186 2.3.2.1.2. Adjektiv + Substantiv Senãupis m. (1) Si (133679): aus lit. sẽnas ‚alt‘ und lit. ùpė f. ‚Fluss‘.187 2.3.2.1.3. Adjektiv + Adjektiv Solche Bildungen sind bei FlNN im Untersuchungsgebiet nicht belegt. 2.3.2.1.4. Verb + Substantiv Zùrzaupė f. (1) Si (133303): entweder aus lit. zurzti ‚summen, surren, brummen, knarren, wimmern‘ oder dem PN Zùrza und lit. ùpė f. ‚Fluss‘.188 Anderer Name für Zùrzaupis (s. u.). Zùrzaupis m. (1) Si (133303): entweder aus lit. zurzti ‚summen, surren, brummen, knarren, wimmern‘ oder dem PN Zùrza und lit. ùpė f. ‚Fluss‘.189Anderer Name für Zùrzaupė (s. o.). Zùrzupė f. (1) Si, Te (39310): entweder aus lit. zurzti ‚summen, surren, brummen, knarren, wimmern‘ oder dem PN Zùrza und lit. ùpė f. ‚Fluss‘.190 pronominalisierte Form 2.3.2.1.5. Onym + Appellativum Solche Ableitungen sind bei FlNN im Untersuchungsgebiet nicht bezeugt. 2.3.3. Zusammengefügte/syntagmatische Flussnamen 2.3.3.1. Kongruierende Namen aus Adjektiv + Substantiv Baltóji Ánčia f. (1) Ka, Lp, Ve (35048): Der erste Teil des Namens ist die des Adjektivs lit. báltasweiß ‚‘191 der zweite Teil 185 Der Name ist in der Datenbank unakzentuiert. 186 Vgl. LitEW 170f. ; nicht in Savukynas/Vanagas/Vitkaukas Vosylvytė/Ermanytė 1963; nicht in Vanagas 1970; nicht in Vanagas 1981a; ALEW 367f. ; Zinkevičius 2008: 416. 187 Vgl. LitEW 775, 1169; Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963: 144; Vanagas 1970: 248, 252; Vanagas 1981a: 296 (s.v. Senùtė); 1981 Vanagasb: 71; ALEW 901f., 1155f. 188 Vgl. LitEW 1169, 1280f. Sie sind nicht bekannt. ; nicht in Savukynas/Vanagas/Vitkaukas/Vosylvytė/Ermanytė 1963; mit lit. 1 2.2.1.3.26. 02.3.1.3.26. Vanagas 1970: 240; Vanagas 1981a: 395; ALEW 1155f.; Zinkevičius 2008: 582. 189 Vgl. LitEW 1169, 1280f.; nicht in Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963; nicht in Vanagas 1970; nicht in Vanagas 1981a; ALEW 1155f.; Zinkevičius 2008: 582. 190 Vgl. LitEW 1169, 1280f.; Savukynas/ Vanagas/ Vitkaukas/ Vosylvytė/Ermanytė 1963: 201; Vanagas 1970: 240; Vanagas 1981a: 395; ALEW 1155f.; Zinkevičius 2008: 582. 191 Vgl. LitEW 32; ALEW 89f.
HARALD BICHLMEIER 242 Acta Linguistica Lithuanica LXXX Typ Untertyp Anzahl (Anteil) Seenamen Anzahl (Anteil) Fließgewässernamen mit lit. - (6,67 %) 5 Dumblini2.2.1.3.24. s, Gudnis, Kraknis, Seliovnis, Vadnis 02.3.1.3.24. mit Licht. -(i)nyčia 02.2.1.3.25. – 02.3.1.3.25. – -iškė (1,33 %) Bedañtiškė – Mit -iškis erleucht- (1,33 %) et. 1 Kãviškis 2.2.1.3.27. 02.3.1.3.27. – Mit -ytė erleucht- – et. 02.2.1.3.28. 02.3.1.3.28. – Mit - ka […] erleucht- (4,44 %) et. Nemajùn02.2.1.3.29. 2 2.3.1.3.29. ka, Spernénka mit lit. -lys 02.2.1.3.30. – 02.3.1.3.30. – mit lit. -ntas 1 (1,33 %) 2.2.1.3.31. Žùvintas 02.3.1.3.31. […] mit lit. 02.2.1.3.32. - mit oris 02.3.1.3.32. lit. 02.2.1.3.33. 02.3.1.3.33. - mit litorius. 1 2.2.1.3.34. 02.3.1.3.34. -otis (1,33 %) Dabótis […] mit lit. -tė […] 02.2.1.3.35. mit lit. 02.3.1.3.35. 02.2.1.3.36. 02.3.1.3.36. -uišis – – Mit -uitis (1,33 erleucht- %) Gilùitis et. 1 […] mit lit. 2.2.1.3.37. 02.3.1.3.37. 2 2.2.1.3.38. 02.3.1.3.38. -ukas67 % (2, Dėliùkas, niùkas Spermit lit. - Ulysses. 02.2.1.3.39. 02.3.1.3.39.
Straipsniai / Articles 243 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) Typ Untertyp Anzahl (Anteil) Seenamen Anzahl (Anteil) Fließgewässernamen Mit - Uonis […] erleuchtmit Licht. et. 02.2.1.3.40. 02.3.1.3.40. 1 2.2.1.3.41. 02.3.1.3.41. -ūtas (1,33 %) Mekšrūtas mit lit. - Aus […] 02.2.1.3.42. 02.3.1.3.42. mit lit. -utis (1,33 1 %) 2.2.1.3.43. Senkùtis 02.3.1.3.43. Kategorimit slaw. -ika 02.2.1.3.44. – 1 (2,22 %) 2.3.1.3.44. Marikà nicht klar e- (1,33 %) sierbar 1 Akunuči2.2.1.3.45. as (4,44 %) 2 Alnà, 2.3.1.3.45. Spernià gesamt: (41,33 %) 31 18 (40,0 %) Kompov situm + AppellatiAp- (1,33 pellativum 1 %) 2.2.2.1.1. SubstanSubstantiv Buzežeris 1 tiv + (2,22 2.3.2.1.1. %) Substantiv + Substantiv Pečiagrinda 2 (2,67 %) 2.2.2.1.2. Adjektiv + stantiv Báltabalė, pis tadunis 1 Sub- (2,22 %) 2.3.2.1.2. Adjektiv + Substantiv Šven-Senãu02.2.2.1.3. Adjektiv + jektiv – 02.3.2.1.3. Ad-Adjektiv + jektiv – 02.2.2.1.4. Verb + Substantiv – 3 (6,67 %) 2.3.2.1.4. Verb + Substantiv Zùrzaupė, Zùrzaupis, Zùrzupis Onym + Appellativum 1 (1,33 %) 2.2.2.1.5. Cijūnamiškis 02.3.2.1.5. – gesamt: 4 (5,33 %) 5 (11,11 %)
HARALD BICHLMEIER 244 Acta Linguistica Lituanica LXXX Typ Untertyp Anzahl (Anteil) Seenamen Anzahl (Anteil) Fließgewässernamen synAdtagmarenJuotische Namen Kongruiede Na- (2,67 %) menodas Júji 2 Báltas 2.2.3.1. Kaũknoris, Ánčia Kaũknoris 2 (4,44 %) Baltóji 2.3.3.1. Ánčia, RektionaNamen (12,0 % ony-Ángininkų mischem Erstglied le 9 Akmẽnių 2.2.3.2.1. 4 ẽžeras, (8,89 % ẽžeras, Rūdinių Arãdninkų Atesniñkų ẽžeras, Babr ẽžeras, Černiùkiškės ẽžeras, Simno ẽžeras, Schweiztežerio ẽžeras, Žuvint žeras 2.3.3.2.1. Bagdononi upẽlis, mit revas, ẽžeras, Srguškės upẽlis, Šaltinabalės revas Rektionale Namen appellativischem Erstglied 1 mit (1,33 2.2.3.2.2. %) Kùnigo 02.3.3.2.2. valkà gesamt: 12 (16,0 %) 6 (13,33 %) Lehnna-1 men? 2.2.3.2.3. (1,33 %) Das ist Mūčélninkas nicht der (2,22 %) Fall. 1 2.3.3.2.3. Nodavélta Gesamt: 75 45 Aufgrund der teils sehr geringen Belegzahlen für manche Erscheinungen sind über weite Strecken keine sicheren Aussagen möglich. Recht eindeutig sind jedoch für das Untersuchungsgebiet folgende Erscheinungen: sind nur Beide Namentypen weisen einen gleich großen Anteil an Konversionen von knapp 18,67 % bzw. 17,78 % des Gesamtkorpus auf. Die ‚Endungsableitungen‘ sind unter den SeeNN mit 17,33 % geringfügig stärker vertreten als bei den FlNN mit 15,56 %, wobei in beiden Fällen die deappellativischen Bildungen jeweils gut 2/3 ausmachen. Auch die Suffixableitungen sind bei SeeNN im Untersuchungsgebiet nur geringfügig häufiger als bei den FließgewNN (41,33 % : 40,0 %), und es werden um die Hälfte mehr verschiedene Suffixe verwendet als bei den FließgewNN (15 : 10). Insgesamt sind in der Untersuchung 24 verschiedene Suffixe bei der
Straipsniai / Articles 245 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) Bildung von GewNN nachweisbar (3 davon mit unklarem Status). 12 Suffixe bei den SeeNN bezeugt, 6 Suffixe nur bei den FließgewNN, 3 Suffixe bei beiden Namenarten. Komponierte Namen sind bei den FließgewNN gut doppelt so häufig wie bei den SeeNN (11,11 % : 5,33 %). Bei den syntagmatischen Namen weichen die beiden Namenarten kaum voneinander ab. Erstellt man eine Häufigkeitshierarchie für beide Namenarten, so ergibt sich für die SeeNN: Suffixableitungen (41,33 %) > Konversionen (18,67 %) Endungsableitungen (17,33 %) > syntagmatische Namen (16,0 %) > Komposita (5,33 %) und für die FließgewNN: Suffixableitungen (40,0 %) > Konversionen (17,78 %) > Endungsableitungen (15,56 %) > syntagmatische Namen (13,33 %) > Komposita (11,11 %) Für SeeNN und FließgewNN sind in dem hier vorgestellten Teil des Untersuchungsgebiets die Suffixableitungen die häufigste Bildeweise, während Konversionen, Endungsableitungen und syntagmatische Namen beinahe gleich häufig sind. Lediglich die Komposita fallen in beiden Namenarten demgegenüber ab. Fasst man die traditionell in der litauischen Sprachwissenschaft als eigene Kategorie begriffenen Endungsableitungen indes als Sonderfall der Suffixableitungen (was sie aus sprachgeschichtlicher Perspektive zweifelsohne sind), ergibt sich folgendes Bild für die SeeNN: Suffixableitungen incl. Endungsableitungen (58,66 %) > Konversionen (18,67 %) > syntagmatische Namen (16,0 %) > Komposita (5,33 %) und für die FließgewNN: Suffixableitungen inkl. Endungsableitungen (57,78 %) > Konversionen (17,78 %) > syntagmatische Namen (13,33 %) > Komposita (11,11 %)
HARALD BICHLMEIER 246 Acta Linguistica Lithuanica LXXX Die Hierarchien sind recht gleichartig, wenngleich natürlich die prozentualen Anteile durchaus verschieden sein können. Hauptunterschied sind die Anteile der Komposita. Fasst man schließlich noch die Konversionen letztlich als im Rahmen der Onymisierung erfolgte Null-Ableitungen auf, ergibt sich folgendes Ergebnis für die SeeNN: Suffixableitungen inkl. Endungsableitungen und Konversionen (77,33 %) gesamten > syntagmatische Namen (16,00 %) > Komposita (5,33 %) und für die FließgewNN: Suffixableitungen incl. Endungsableitungen und Konversionen (75,56 %) > syntagmatische Namen (13,33 %) > Komposita (11,11 %) Die Hierarchien sind dann noch gleichartiger, nur die Anteile noch unterschiedlich hoch. Größter Unterschied ist der etwa doppelt so große Anteil an Komposita (11,11 %) bei den FließgewNN gegenüber dem bei den SeeNN (5,33 %). 3.3. Gegenüberstellende Zusammenfassung der Bildeweisen der Seeund Fließgewässernamen des westlichen Südaukštaiten lang in dieser Weise nicht erfolgt ist, kann hier keine Da eine Auszählung des gesamten litauischen Gewässernamenschatzes bisAussage darüber gemacht In der nachfolgenden Tabelle werden sämtliche SeeNN werden, in wieweit die im Untersuchungsgebiet angetroffenen Verhältnisse ‚normal‘ sind oder aber vom litauischen Durchschnitt abweichen. und Fließgewäsdie Daten aus Bichlmeier 2019a und dem vorliegenden Beitrag serNN des westlichen Südaukštaiten einander gegenübergestellt, es werden also zusammengetikeln zu nennen waren, handelt es sich bei den Zahlen der fasst. Da aufgrund der geografischen Verteilung manche Namen in beiden Arnachfolgenden Zubeiden Beiträgen, sondern um eine Anzahl etwas geringere. und sammenfassung nicht einfach um die Summe der Belegzahlen der Namen aus namen 183 (150 vs. 45) Fließgewässernamen: Das Gesamtkorpus beträgt 422 (332 vs. 120) Namen, 240 (182 vs. 75) See-
Straipsniai Artikel 247 und Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) Typ Untertyp Anzahl (Anteil) Seenamen Anzahl (Anteil) Fließgewässernamen Konver-(10,00%) Aks, Brastà, Brast Apýdemė, Arielýnas, Balavà, sion Azãgis, Kirmýnas, Krau, Avris, (19,57%) Dubñdis, Dvšiau, Grãbė, Bedùgnė, Įvodas, Klónis, Krúši, Lt, K, Sálnia, Sánika, Vilta, Stira, Stira, Upistas, Sutra, Trõk, Vilkas, Skėčia, Vácka, Lapūkas, Pastovs, Strtos, Teirùs, Brãdas, Beñdrė, Dublià, Grovà, bė, Gálstas, Gáustas, Krúši, Rava, Krá, Ln, Salnia, Ragnar, Vilta, Põlk, Põk, Põk, Trõž, põk, Vilta, Vácka, Skardžiai, Spartas, Upsnis, Varputs, Doppel-12 4 te‘ Dubióji, Dùlgas, (2,19 version Kon-(5,00 %) Bal %) Išilgnis, Kreivóji, Nẽmunas, Rùdė Giliojà, Giljóji, Spartas, Veisiẽjis ‚ tajis, Bedùgnis, Glujis, Ìlgis, Skáistis, Skuñdis, Pseudo-1 %) Šauls 0 konver-(0,42 sion Onny-6 1 Aukštãkalnis, Konver-Dailsion mische‘ (2,50%) 0,55 % Gailiūniškė dė, Gadeikà, Vidùgašlis, Antòkolis, Zuokas (17,92 %) gesamt: 43 32 (17,49 %) En-Deap-16 25 (13,66 %) Avrė, Blsa, Niiràdis, Ručijus, Sùtrė, Trùmpė, id, dungspellati-(7,50 %) Degùtė, Glúosnė, Sakied, dungs-Nùs, tungen, Samėnius, Zap, Zap, Zap, Žėri, Zebri, Zebri Ánčia, Ángė, Angs, Gumbrė, ableivische Kavals, Krùglis, Zem, S, Zem, Se, Sid, Tabãlis, Zap, , Vard, Žėri, Zem, Zem, Dumblis, Dumbls, Ìlgis, Marà, Niedà, tungen ‚En-Lkis, Ab-Saknius, Samnis, Vard, Vs, Vs, Vs, Zem, Zem, Zem,
HARALD BICHLMEIER 248 Acta Linguistica Lithuanica LXXX Typ Untertyp Anzahl (Anteil) Seenamen Anzahl (Anteil) Fließgewässernamen Deonymische ‚Endungsableitungen‘ 3 (1,25 %) Atess, Daunóris, Liškiavis 4 (2,19 %) Igarà, Mikasà, Nemajūnė, Senkonė ZirKumfi-(0,83 %) gierunPãgeležnyčė, gen 2 Pamelnyčs, Prapùntas (2,19 4 %) Nevedis, Paežerlė, Pakrokšl Deradikale BildunGenetisch 4 (1,67 %) Dusià, Pluvijà, Skirziùs, Straũzdis 0 – gesamt: 25 (10,42 %) 33 (18,03 %) Sufmit fixabgen lit. 0 […] 1 -aitė Leitun- (0,55 %) Dumbláitė mit lit. -aitis 6 (2,50%) Juodáitis, Seliovináitis, SidabrináiDas ist Varnėnáitis, VilkáiSkirzáitis, das 0 – ist mit lit. 1 -alis (0,42 %) Drapãlis 0 mit lit. 2 -avas (0,83 %) Mrkavas, Sãgavas 0 – mit lit. -ėkė 0 – 1 (0,55 %) Perškė mit lit. -elė 3 (1,25 %) Duobelė, Dubẽlė, Dusẽlė 4 (2,19 %) Dulgẽlė, Rynẽlė, Rudẽlė, Spernẽlė
Straipsniai / Articles 249 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) Typ Untertyp Anzahl (Anteil) Seenamen Anzahl (Anteil) Fließgewässernamen mit lit. -elis 23 (9,58 %) Aklẽlis, Bliūdẽlis, Bonẽlis, Dubẽlis, Dumblẽlis, Ylẽlis, Ilgẽlis, Juodẽlis, Kiepẽlis, Krugẽlis, Liubẽlis, Liūnẽlis, Lukštẽlis, Lu(o)bẽlis, Markẽlis, Mašnẽlis, Maušẽlis, Mažẽlis, Plaskẽlis, Prūdẽlis, Šūrẽlis, Varẽlis, Zapsẽlis mit lit. 1 3 (1,64 %) Bradẽlis, Krokšlẽlis, Varẽlis -el[…]s (0,42 %) Metel[…]s 0 […] mit lit. - (0,55 % 0 – 1 Dubenlė mit lit. 7 1 -isėl (2,92%) Drapallis, Ešerinlis, Ežeryn[…]lis, Pastov[…]lis, Šlavantlis, Taballis, Ežerlis, (0,55%) Malūnlis mit lit. -ena 0 – 1 (0,55%) Bambenà -enis (0,42 %) mit lit. 1 Luksnẽnis 0 mit lit. 1 -ėnis (0,42 %) Luksnnis 0 – mit lit. -esė (1,09 0 – 1 %) mit lit. -ess 1 (0,42 %) Atess ? 0 – mit lit. -ica 0 – 1 (0,55 %) Metẽlica Ates[…] -yčia mit. angezeigt 0 […] 5 (2,73 %) Atesýčia, Kiaũ lyčia, Gluosnyčià, Ylyčià, Simnyčià mit lit. -(i)ekas 1 (0,42 %) Gáiliekas 0 –
HARALD BICHLMEIER 250 Acta Linguistica Lithuanica LXXX Typ Untertyp Anzahl (Anteil) Seenamen Anzahl (Anteil) Fließgewässernamen mit lit. -ietis 1 (0,42 %) Rmietis 0 – mit lit. -ija 1 (0,42 %) Obelijà 2 (1,09 %) Kirmijà, Uosijà mit lit. -ijis (1,25 %) 3 Pãlazdijis, Seirjis, Vernjis 0 – mit lit. - ist (0,42 %) 1 Zervýlis 0 mit lit. -yna (0,83 %) 2 Ežerýnos, Zervna 0 mit lit. -ýnas (1,25 %) 3 Ežerýnas, Snaigýnas, 1 Zervýnas (0,55 %) Snaigýnas -inė (1,67 %) mit lit. 4 6 Kemsnė, Mekšrnė, Mešknė, Pálšinė (3,28 %) Balnė, Dóvinė, Gervinė, Kárvinė, Lydẽkinė, Siūklnė mit lit. 14 0 -inis (5,83 %) Dėlnis, Dielnis, Dumblinis, Gervnis, Vadnis, Gudnis, Kraknis, Pálšinis, Purvnis, Salnis, Seliovnis, Vidutnis, Vilkinia, Vilkins mit lit. -(i)nyčia 1 (0,42 %) Anglinyčia 2 (1,09 %) Avernyčia, Bil sinyčia mit lit. -iškė 3 (1,25 %) Bedañtiškė, Melešiškė, Melešiškės 3 (1,64 %) Baliūniškės, Dauknškė, Manẽliškė mit lit. -iškis (1,67 %) 4 Juodškis, Kãviškis, nči(u)škis, Purvškis, 0 – mit lit. -ytė (0,55 0 – 1 %) Metelýtė - (3,28 %) mit lit. 0 6 Dubénka, Nemajùnka, Saltonkà, Smenčionkà, Spernénka, Zizélka mit lit. -lys 0 – 2 (1,09 %) Kriokšls, Krokšls
Straipsniai Artikel 251 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) Typ Untertyp Anzahl (Anteil) Seenamen Anzahl (Anteil) Fließgewässernamen mit lit. -ntas (1,25 %) 3 Šlavañtas, Térmentas, 1 Žùvintas (0,55 %) Térmentas mit - 0,42 % lit. 1 Naudoris […]ris 0 […] - (0,42 %) mit lit. 1 Naudorius […]rius 0 […] -otis (0,42 mit lit. 1 %) Dabótis 0 mit lit. -tė 0 – 1 (0,55 %) Lakštė mit -uišis 1 (0,42 %) Gilùišis 0 – mit lit. -uitis 1 (0,42 %) Gilùitis 0 – mit lit. -ukas 7 (2,92 %) Dėliùkas, Dėlinùkas, Gervinùkas, Maušiùkas, Pirčiùkas, Šauliùkas, Sperniùkas 0 – mit lit. -ulis (0,42 %) 1 Naujùlis 0 mit lit. -uonis (0,42 1 %) Veliunis 0 mit lit. -ūtas 1 (0,42 %) Mekšrūtas 0 – mit lit. 2 -utis (0,83 %) Menkùtis, Senkùtis 0 – Mit Slaw. -ika 0 – 1 (0,55 %) Marikà nicht 1 klar kasamt: 105 sierbar Tegorige- (0,42 %) Akunučias 2 (1,09 %) Alnà, Spernià 48 (43,75 %) (26,23 %)
HARALD BICHLMEIER 258 Acta Linguistica Lithuanica LXXX Bichlmeier Harald 2019b: Die häufigsten Suffixe in Familiennamen slawischer Herkunft: ein etymologischer Überblick. – Namenkundliche Informtionen 2018 [2019] (im Druck). Bilkis Laimutis 2008: Lietuvių helonimų daryba. (Bild von Bilkis Laimutis 2008: Lietuvių helonimų daryba.) Priesaginiai und Priesagėtieji helonimai. Vilnius: Litauische Sprachinstitute. Būga Kazimieras 1961: Rinktiniai raštai 3. Erstmals veröffentlicht Vilnius: Valstybinė politinės ir mokslinės literatūros leidykla. Duridanov Ivan 1969: Thrakisch-dakische Studien. Erster Teil: Die thrakischund dakisch-baltischen Sprachbeziehungen. Sofia: Verlag der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften. EDG […] Beekes Robert mit Hilfe von Lucien van Beek 2010: Etymologisches Wörterbuch des Griechischen (Leiden Indo-Europäische Etymologische Wörterbuchserie 10). in Leiden, Boston: Brill. EDPG […] Kroonen Guus 2013: Etymologisches Wörterbuch des Proto-Germanischen (Leiden Indo-Europäische Etymologische Wörterbuch Serie 11). Leiden, Boston: Brill. EDLIL […] de Vaan Michiel 2008: Etymologisches Wörterbuch des Lateinischen und der anderen kursiven Sprachen (Leiden Indo-Europäische Etymologische Brill. Wörterbuchserie 7). Leiden, Boston: eLKŽ […] Lietuvių kalbos žodynas. I[…]XX, 1941 bis 2002. Antrasis elektroninis leidimas. (Antrasis elektronis leidimas) Das ist eine sehr schwere Krankheit. Vilnius: Litauische Sprachinstitute 2013. EWAia […] Mayrhofer Manfred 1992[…]2001: Etymologisches Wörterbuch des Altindoarischen. 3 Bde. Heidelberg: Carl Winter Universitätsverlag. Gerullis Georg 1922: Die altpreußischen Ortsnamen. Berlin, Leipzig: Walter de Gruyter und Co. GEW […] Frisk Hjalmar 1960[…]1972: Griechisches etymologisches Wörterbuch. 3 Bde. Heidelberg: Carl Winter Universitätsverlag. IEW […] Pokorny Julius 1959: Indogermanisches etymologisches Wörterbuch. Ich. Band. München, Basel: Francke. Jonikas Petras 1950/51: Zu den litauischen Ortsnamen. Beiträge zur Namenforschung 2, 132. Krahe Hans 1964: Unsere ältesten Flußnamen. Wiesbaden: Harrassowitz. Kühebacher Egon 1995: Die geschichtlich gewachsenen Namen der Täler, Flüsse, Bäche und Seen (Die Ortsnamen Südtirols und ihre Geschichte 2). Bozen, das ist Athesia. Kuzavinis Kazimieras 1966: Etymlogika. Er wurde in den letzten Jahren von der Partei verfolgt. […] Baltistica 1, 2, 177 […] 184.
Straipsniai / Articles 259 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) LEV – Karulis Konstantīns 1992: Latviešu etimoloģijas vārdnīca. I: A-O. II: P-Ž. Rīga: Avots. [²2001; unveränderter Nachdruck mit durchgehender Paginierung] LitEW – Fraenkel Ernst 1962–1965: Litauisches etymologisches Wörterbuch. 2 Bän- (Indogermanische Bibliothek: 2. Reihe Wörterbücher). Heidelberg: Carl Winter Universitätsverlag. LIV2 Rix Helmut et al. 2001: Lexikon der indogermanischen Verben. Die Wurzeln und ihre Primärstammbildungen. Zweite, das Verb. u. erw. Aufl. Wiesbaden: Reichert. LV LKŽ – Lietuvių kalbos žodynas. 20 Bde. Vilnius, 1941–2002. 1 Balode Laimutė et al. 2008: Lietuvos vietovardžių žodynas. Ich bin Thomas. A[…]B. Das ist... nius: Lietuvių kalbos institutas. LV 2 Bilkis Laimutis (Hrsg.) 2014: Lietuvos vietovardžių žodynas. Ich bin Thomas. C[…]F. Das ist... nius: Lietuvių kalbos institutas. LVŽ 3 – Bilkis Laimutis (Hrsg.) 2018: Lietuvos vietovardžių žodynas. III tomas. G–H. Vilnius: Lietuvių kalbos institutas. Mickienė Ilona 2019: Die Onyme der Region Südwest[…]Aukštaitija: Überblick über Männer im Ursprung und Bildung der Wiesennamen. – Litauische Orts-, Flurund Gewässernaeuropäischen Kontext (Schriftenreihe der Gesellschaft für baltische Studien 2), Blažienė Grasilda, Bilkis Laimutis (Hrsgg.). Hamburg: Baar. [im] Druck germanischen Lexikon. NIL – Wodtko Dagmar S., Irslinger, Britta, Schneider, Carolin 2008: Nomina im IndoHeidelberg: Der Winter. Namenforschung, Neue Folge 2, 148f. Namenforschung, Neue Folge Otrębski Jan 1959: Tiernamen als Gewässernamen in Litauen. – Beiträge zur Namenforschung, Neue Folge 1, 24–27. Otrębski Jan 1962a: Beiträge zur baltisch-slawischen Namenkunde. – Beiträge zur 3, 265267. Otrębski Jan 1965: Grammatik der litauischen Sprache. Tom II: Nauka o budowie Otrębski Jan 1962b: Beiträge zur baltisch-slawischen Namenkunde. – Beiträge zur wyrazów. Ich bin ein Wissenschaftler. Warschau: Staatsveröffentlichung naukowe. PKEŽ […] Mažiulis Vytautas 1988[…]1997: Prūsų kalbos etimologijos žodynas. PKEŽ […] Mažiulis Vytautas 1988[…]1997: Prūsų kalbos etimologijos žodynas. 4 Bde. Vilnius: Mokslas. PKE޲ – Mažiulis Vytautas 2013: Prūsų kalbos etimologijos žodynas. Antrasis pataisytas ir papildytas leidimas. Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidybos centras. (online unter: http:// www. prusistika.flf.vu.lt [ohne die Paginierung der Druckversion]).
HARALD BICHLMEIER 260 Acta Linguistica Lithuanica LXXX Pupkis Aldonas (Hg.) 2002: Vietovardžių žodynas. Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidyklos institutas. Savukynas Bronys 1960: Ežerų vardai [A]. – Lietuvių kalbotyros klausimai 3, 289–299. Savukynas Bronys 1961: Ežerų vardai [B]. – Lietuvių kalbotyros klausimai 4, 216–226. Savukynas Bronys 1962: Ežerų vardai [ČD]. Lietuvių kalbotyros klausimai 5, 191–198. Savukynas Bronys 1966a: Ežerų vardai [E–G]. – Lietuvių kalbotyros klausimai 8, 183–194. Savukynas Bronys 1966b: K probleme zapadnobaltijskogo substrata v jugozapadnoj Das ist Litauen. […] Baltistica 1,2, 165[…]176 Savukynas Bronys, Vanagas Aleksandras, Vitkaukas Vytautas, Vosylytė Klementina, Ermanytė Irena 1963: Lietuvos TSR upių ir ežerų vardynas. Vilnius: Valstybinė politinės ir mokslinės literatūros leidykla. Wolfgang Schmid P. 1971: Zum litauischen Flussnamen Aitra. Baltistica 7/1, Schmid Wolfgang P. 1972: Baltische Gewässernamen und die 37–42. Vorgeschichte EuSchmid Wolfgang P. 1973: Aura und Aurajoki. […] Baltistica 9/2, ropas. – Indogermanische Forschungen 77/1, 1–18. 189[…]194 SEJL […] Smoczyński Wojciech 2007: Słownik etymologiczny języka litewskiego. (Slownisch: etymologisch: litauische Sprache) Wilno: Wydawnictwo Uniwersytetu Wileńskiego. (Wilno: Wydawnictwo Uniwersytetu Wileńskiego) ist eine Hochschule in der Stadt Wilno. Skardžius Pranas 1943 1996: Lietuvių kalbos žodžių daryba Die Wortbildung im Litauischen. Vilnius Wilna: Lietuvos mokslų akademija, Lietuvių kalbos institutas (Litauische Wissenschaftsakademie, Litauische Sprachinstitute) Litauische Akdemie der Wissenschaften, Institut für litauische Sprachforschung 1943. [Reprint: Rosinas Albertas (Hrsg.): Skardžius Pranas: Rinktiniai Raštai 1. Lietuvių kalbos žodžių daryba. Fotografuotinis leidinys. Vilnius: Mokslo ir enciklopedijų leidykla 1996.] Skardžius Pranas 1973: Lietuvių vandenvardžiai su -nt. (Lietuwischer Vandenvardschi) 9–72. […] Lituanistikos darbai 3, Smoczyński Wojciech 2018: Słownik etymologiczny języka elektronische Version Februar 2018]. Toporov Vladimir Nikolaevič 1973: Iz istorii balto-slavjanskich jazykovych svlitewskiego. […] Lituanistikos darbai 3, Smoczyński Wojciech 2018: Słownik etymologiczny języka litewskiego. […] Lituanistikos darbai 3, Smoczyński Wojciech 2018: Słownik etymologiczny języka litewskiego. [erweiterte jazej. […] Baltistica 9/1, 29[…]44.
Straipsniai / Articles 261 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) Udolph Jürgen 2011: Alteuropa, Iller, Alster, Elster und alėti. – Acta Linguistica LitHuanica 62 bis 63, 161 bis 176. Vanagas Aleksandras 1970: Lietuvos TSR hidronimų daryba. Vilnius: Mintis. Vanagas Aleksandras 1981a: Lietuvių hidronimų etimologinis žodynas. Vilnius: Mokslas. Vanagas Aleksandras 1981b: Lietuvių hidronimų semantika. – Lietuvių onomastikos tyrinėjimai (= Lietuvių kalbos klausimai XXI). Vilnius: Lietuvos TSR mokslų akademija, Lietuvių kalbos ir literatūros institutas, 4–153. Vanagas Aleksandras (Hrsg.) 1985: Lietuvių pavardžių žodynas. A–K. Vilnius: Mokslas. Vanagas Aleksandras 1988: Lietuvių vandenvardžiai. Vilnius: Mokslas. Vanagas Aleksandras (Hrsg.) 1989: Lietuvių pavardžių žodynas. L–Ž. Vilnius: Mokslas. Vanagas Aleksandras 2002: Lietuvių vandenvardžiai. Antrasis, pataisytas leidimas. Vilnius: Lietuvių kalbos instituto leidykla. Zinkevičius Zigmas 2008: Lietuvių asmenvardžiai (Lietuwische Persönlichkeitsverträge). Vilnius: Lietuvių kalbos (Lietuawische Sprache) institutas. ABKÜRZUNGEN Adj. – Adjektiv Al […] Alytaus seniūnija dial. – dialektal Das ist Dimin. […] Diminutiv f. […] weiblich FamN(N) Familienname(n) FließgewN(N) Fließgewässername(n) Keim. deutsches Polen. Polnisch GewN Gewässername Ka – Kapčiamiestis (Rayon Lazdijai) No – Noragelis (Rayon Lazdijai)
HARALD BICHLMEIER 262 Acta Linguistica Lituanica LXXX Kr – Krokialaukis (Rayon Alytus) Ku – Kučiūnai (Rayon Lazdijai) Lp – Leipalingi (Rayon Druskininkai) Lz – Lazdijai (Rayon Lazdijai) m. – maskulin Frau Miroslavas (Rayon Alytus) ON(N) – Ortsname(n) Pl. – Plural PN(N) – Personenname(n) Russ, was ist los? Russisch Se […] Seirijai (Rayon Lazdijai) Si […] Simnas (Rayon Alytus) slaw. – slawisch Še – Šeštokiai (Rayon Lazdijai) Šl – Šlavantai (Rayon Lazdijai) Šv – Šventežeris (Rayon Lazdijai) Te […] Teizai (Rayon Lazdijai) Ve – Veisiejai (Rayon Lazdijai) ukr. – ukrainisch wruss. – weißrussisch Morfologinė ir semantinė vakarinių pietų aukštaičių vandenvardžių analizė (2 dalis) SANTRAUKA Dieser Artikel savo turiniu ir Struktur siejasi su autoriaus jau aptartais vakarinių pietų aukštaičių vandenvardžiais. 2019 m. bus išleistas kolektyvinis rinkinys, bestimmt kalbamojo regiono onimijai. Pateiktame artikel behandeltami dar autoriaus netyrinėti Alytaus rajono Simno seniūnijos ir Lazdijų savivaldybės Kapčiamiesčio, Kučiūnų, Noragėlių ir Šventežerio seniūnijų vandenvardžiai (ežerų vardai ir upėvardžiai). Pastarieji vandenvardžiai aptariami atskirai, versuchen atskleisti ihren darybos skirtumus. aus viso morfologiniu ir semantiniu aspektais aptariama 120 vardų (75 ežerų vardai ir 45 upėvardžiai). Atlikus išsamią
Straipsniai / Articles 263 Morphologische und semantische Analyse der Gewässernamen des westlichen Südaukštaiten (Teil 2) jau kolektyviniame rinkinyje aptartų 303 vandenvardžių ir šiame straipsnyje pateiktų dar 120 vandenvardžių (iš viso 423 vandenvardžių) analizę, paaiškėjo, kad skirtingų darybos būdų hierarchija yra beveik identiška. Tačiau pabrėžtina, kad ežerų vardų priesaginiai vediniai beveik 50 procentų dažnesni nei upėvardžių, o galūninių ir konversinių upėvardžių vediniai 50 procentų dažnesni nei ežerų vardų vediniai. Nagrinėjant kalbamojo regiono vandenvardžius pasitelkiami ir kitų baltų kalbų bei indoeuropeistikos faktai. Įteikta 2019 m. kovo 6 d. HARALD BICHLMEIER Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Orientalisches Institut Seminar für Indogermanistik und Allgemeine Sprachwissenschaft Ludwig-Wucherer-Str. 2 D-06099 Halle (Saale) [email protected] Arbeitsstelle Jena: Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen Zwätzengasse 12a D-07743 Jena [email protected]