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FaRis at ICA 2018 – Contributions to the International Congress of Actuaries 2018 in Berlin. Beiträge von FaRis Mitgliedern zum Weltkongress der Aktuare vom 4. bis zum 8. Juni 2018 in Berlin

Abstract

Die Forschungsstelle finanzielles & aktuarielles Risikomanagement (FaRis) organisiert Anfang Juni und Dezember eines Jahres gemeinsam mit der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) gemeinsame Symposien zu relevanten aktuariellen Themen. Wegen des Weltkongresses der Aktuare vom 4. bis zum 8. Juni in Berlin wurde das üblicherweise zeitgleich stattfindende FaRis & DAV Symposium als „FaRis at ICA“ veranstaltet – im Sinne einer Zusammenfassung aller Kongressbeiträge von FaRis-Mitgliedern als Überblick für die in FaRis abgedeckten Forschungsgebiete. Die Kurzversionen dieser Beiträge sind in diesem Tagungsband zusammengestellt. Der nur alle vier Jahre stattfindende Weltkongress der Aktuare ist der bedeutsamste Kongress zu allen aktuariellen Fragestellungen. Mit etwa 2.700 nationalen und internationalen Teilnehmern war der ICA 2018 in Berlin der teilnehmerstärkste Kongress seit dem ersten Weltkongress 1895 in Brüssel.

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FaRis at ICA 2018 – Contributions to the International Congress of Actuaries 2018 in Berlin. Beiträge von FaRis Mitgliedern zum Weltkongress der Aktuare vom 4. bis zum 8. Juni 2018 in Berlin

Author: Goecke, Oskar,Heep-Altiner, Maria,Schmidt, Jan-Philipp,Knobloch, Ralf,Schiegl, Magda
Year: 2018
Source: https://cos.bibl.th-koeln.de/files/720/05_2018_pub.pdf
Fo schung am i wKöln
Band 5/2018
FaRis a ICA 2018 – Con ibu ions o he
In e na ional Cong ess o Ac ua ies 2018 in Be lin
Bei äge on FaRis Mi gliede n zum Wel kong ess de Ak ua e
om 4. bis zum 8. Juni 2018 in Be lin
Oska Goecke, Ma ia Heep-Al ine , Ral Knobloch,
Magda Schiegl, Jan-Philipp Schmid (H sg.)
Fo schung am i wKöln, Band 5/2018
Oska Goecke, Ma ia Heep-Al ine , Ral Knobloch,
Magda Schiegl, Jan-Philipp Schmid (H sg.)
FaRis a ICA 2018 – Con ibu ions o he In e na ional Cong ess o Ac ua ies
2018 in Be lin1. Bei äge on FaRis Mi gliede n zum Wel kong ess de Ak ua e
om 4. bis zum 8. Juni 2018 in Be lin
Zusammen assung
Die Fo schungss elle inanzielles & ak ua ielles Risikomanagemen (FaRis) o ganisie An ang Juni
und Dezembe eines Jah es gemeinsam mi de Deu schen Ak ua e einigung (DAV) gemeinsame
Symposien zu ele an en ak ua iellen Themen. Wegen des Wel kong esses de Ak ua e om 4. bis
zum 8. Juni in Be lin wu de das übliche weise zei gleich s a indende FaRis & DAV Symposium als
„FaRis a ICA“ e ans al e – im Sinne eine Zusammen assung alle Kong essbei äge on FaRis-
Mi gliede n als Übe blick ü die in FaRis abgedeck en Fo schungsgebie e. Die Ku z e sionen diese
Bei äge sind in diesem Tagungsband zusammenges ell . De nu alle ie Jah e s a indende
Wel kong ess de Ak ua e is de bedeu sams e Kong ess zu allen ak ua iellen F ages ellungen. Mi
e wa 2.700 na ionalen und in e na ionalen Teilnehme n wa de ICA 2018 in Be lin de
eilnehme s ä ks e Kong ess sei dem e s en Wel kong ess 1895 in B üssel.
Abs ac
In June and Decembe o each yea , he esea ch g oup Financial & Ac ua ial Risk Managemen
(FaRis) o ganizes oge he wi h he Ge man Ac ua ial Associa ion (Deu sche Ak ua e einigung
DAV) join symposia co e ing ele an ac ua ial opics. Because o he In e na ional Cong ess o
Ac ua ies om he 4 h ill he 8 h o June 2018 in Be lin, he FaRis & DAV symposium in June had
been o ganized as “FaRis a ICA” – as a summa y o all con ibu ions o FaRis membe s gi ing an
o e iew o he esea ch opics co e ed by FaRis whe e hose con ibu ions a e summa ized in he
ollowing. The in e na ional cong ess o ac ua ies (ICA) akes place in ime pe iods o ou yea s and
is he mos impo an cong ess ela ing o ac ua ial opics. Wi h a abou 2.700 na ional and
in e na ional pa icipan s, he ICA 2018 in Be lin has been he mos success ul cong ess since he
i s in e na ional cong ess 1895 in B ussels.

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1 Nu zung des ICA 2018 Logos mi eundliche Genehmigung de DAV.
Vo wo
Die Fo schungsg uppe inanzielles & ak ua ielles Risikomanagemen (FaRis) o ganisie
An ang Juni und Dezembe eines Jah es gemeinsam mi de Deu schen Ak ua e eini-
gung (DAV) gemeinsame Symposien zu ele an en ak ua iellen Themen.
Wegen des Wel kong esses de Ak ua e om 4. bis zum 8. Juni in Be lin wu de das übli-
che weise zei gleich s a indende FaRis & DAV Symposium als „FaRis a ICA“ e ans al e
– im Sinne eine Zusammen assung de nach olgend au gelis e en Kong essbei äge on
FaRis Mi gliede n:
 Oska Goecke: In e gene a ional Fai ness in a CDC Pension Sys em. Vo ag beim ICA
2018, Be lin, 07.06.2018.
 Ma ia Heep-Al ine : Insu abili y o Non-Li e Risks. Vo ag beim ICA 2018, Be lin,
06.06.2018.
 Ma ia Heep-Al ine : Sol ency II and Risk Managemen on he Basis o an Ac ua ial
Non-li e Da a Model. Elek onische Vo ag im VICA 2018, Be lin, 04. – 08.06.2018.
 Magda Schiegl: E alua ion Repo o he ASTIN Wo king Pa y ANCRM. Vo ag beim
ICA 2018, Be lin, 06.06.2018.
 Jan-Philipp Schmid : P ojec ion Models o Heal h Expenses. Vo ag beim ICA 2018,
Be lin, 04.06.2018.
Diese Vo äge geben einen Übe blick übe die Viel al de in FaRis abgedeck en Fo -
schungsgebie e und basie en au meh e en Publika ionen de Au o en zu diesen Themen-
gebie en – in ielen Fällen auch au de Basis eine Zusammena bei mi na ionalen ode
in e na ionalen Koope a ionspa ne n.
Da übe hinaus wu den noch olgende Fachsi zungen on FaRis Mi gliede n als Si zungs-
lei e gelei e :
Pensions 3 ▪ Li e: In e gene a ional Fai ness (05/06/2018)
Session Chai : Oska Goecke (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
AFIR-ERM 11 ▪ Heal h Li e (06/06/2018)
Session Chai : Jan-Philipp Schmid (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
AFIR-ERM 14 (06/06/2018)
Session Chai : Oska Goecke (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
Heal h 4 ▪ Li e (06/06/2018)
Session Chai : Jan-Philipp Schmid (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
Pensions 15: Risk Managemen and Sus ainabili y (08/06/2018)
Session Chai : Ral Knobloch (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences
ASTIN 19 (08/06/2018)
Session Chai : Ma ia Heep-Al ine (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
Aus diesem G und sind In de o liegenden Publika ion alle Bei äge zu den Wel kong ess-
o ägen ode den gelei e en Si zungen de FaRis Mi gliede zusammenges ell – un e
Wü digung des jeweiligen Kon ex es, in dem diese en s anden sind.
Köln, Juli 2018
Die He ausgebe
FaRis a ICA 2018 – Ku zp o ile 2
Oska Goecke
P o . D . Goecke s udie e an den Uni e si ä en Müns e ,
Wa wick (England) und Bonn Ma hema ik und Volkswi -
scha sleh e und p omo ie e an de S aa swissenscha -
lichen Fakul ä de Uni e si ä Bonn.
P o . D . Goecke wa on 1986 bis 1995 Mi a bei e de
Ge ling-Konze n Lebens e siche ungs-AG. Sei 1995 is
e P o esso am Ins i u ü Ve siche ungswesen de TH
Köln. De zei is e s ell e e ende Di ek o des Ins i u s
ü Ve siche ungswesen und P odekan de Fakul ä ü
Wi scha swissenscha en de TH Köln.
P o . D . Goecke a bei e in Ausschüssen de Deu schen
Ak ua e einigung und des Ins i u s de Ve siche ungs-
ma hema ischen Sach e s ändigen ü Al e s e so gung
ak i mi .
Ma ia Heep-Al ine
P o . D . Heep-Al ine s udie e an de Uni e si ä Bonn
Ma hema ik und Volkswi scha sleh e und p omo ie e
do in Zahlen heo ie.
P o . D . Heep-Al ine wa on 1989 bis 2008 als Lebens-
und Schaden e siche ungsak ua in im Ge ling-Konze n
sowie im Talanx Konze n ä ig. Sei 2008 is sie als P o es-
so in am Ins i u ü Ve siche ungswesen de TH Köln
e an wo lich ü das Leh gebie „Finanzie ung im Ve -
siche ungsun e nehmen“.
P o . D . Ma ia Heep-Al ine is Mi glied des Vo s andes
de Deu schen Ak ua e einigung und des Schaden e -
siche ungsausschusses sowie Vo si zende des Wei e bil-
dungsausschusses. Sie wa on 2011 bis 2016 als Ve e-
e in de Wissenscha Mi glied des EIOPA Bei a s ü Ve -
siche ung und Rück e siche ung und is de zei Mi glied
im Bei a de BaFin.
2 So e n nich explizi angegeben liegen die Bild ech e bei den abgebilde en He ausgebe n.

Ral Knobloch
Ral Knobloch is P o esso am Schmalenbach Ins i u ü
Wi scha swissenscha en de Technischen Hochschule
Köln. E is Mi glied de Fo schungss elle inanzielles und
ak ua ielles Risikomanagemen (FaRis). Dabei beschä -
ig e sich übe wiegend mi Themen aus dem Be eich
Pensions e siche ungsma hema ik / be iebliche Al e s-
e so gung.
Vo seine Tä igkei an de Technischen Hochschule Köln
wa e ie Jah e bei einem Sach e s ändigen ü be-
iebliche Al e s e so gung ä ig. Ral Knobloch s u-
die e Ma hema ik an de Johannes Gu enbe g-Uni e -
si ä in Mainz und p omo ie e do im Be eich S ochas-
ik. E is Mi glied de DAV, de DGVFM und des IVS. Sei
Mä z 2014 is e im Bei a des IVS und sei 2015 eine de
Lei e de Fachg uppe PENSION bei de Jah es agung
de DAV.
Magda Schiegl
Nach ih e P omo ion am Max-Planck-Ins i u ü Plasma
Physik in Ga ching a bei e e P o . D . Magda Schiegl
zwöl Jah e als Ma hema ike in in den Be eichen Scha-
den e siche ung und Risikomanagemen .
Im Jah 2009 wu de sie als P o esso in an die TH Köln ü
das Fachgebie Schaden- und Risikomanagemen be u-
en. Sei 2012 is sie P o esso in an de Hochschule
Landshu ü Ma hema ik und Physik.
F au P o . D . Schiegl is assoziie es Mi glied de Fo -
schungss elle FaRis und lei e die IAA / ASTIN A bei s-
g uppe „Agen Based Models, Ne wo ks and Cellula Au-
oma a in Risk Managemen : Re iew and Pe spec i e“ (AN-
CRM).
Fo o: Ge ha d Rich e .
Jan-Philipp Schmid
P o . D . Jan-Philipp Schmid s udie e Wi scha sma-
hema ik an de Uni e si ä Ulm und Ma hema ik an de
Sy acuse Uni e si y in den USA. Im Jah 2013 schloss e
seine P omo ion in Wi scha swissenscha en an de
Uni e si ä Ulm ab. Von Ap il 2010 bis Sep embe 2016
wa Jan-Philipp Schmid ü das Ins i u ü Finanz- und
Ak ua wissenscha en (i a) in Ulm als Un e nehmensbe-
a e und Ak ua ä ig.
Zu den Schwe punk en seine Tä igkei gehö en F age-
s ellungen aus de Lebens e siche ung und aus de P i-
a en K anken e siche ung. Sei Ok obe 2016 is e P o-
esso ü Ak ua wissenscha en am Ins i u ü Ve siche-
ungswesen (i wKöln) an de Technischen Hochschule
Köln.
P o . D . Schmid is Ak ua DAV. Eh enam lich engagie
e sich u.a. im DAV-Ausschuss K anken e siche ung und
im Vo s and de DGVFM.
- 1 -
Inhal s e zeichnis
AUTORENVERZEICHNIS .................................................................................................................................. 3
FARIS AT ICA 2018 – 31. WELTKONGRESS DER AKTUARE ................................................................. 4
FARIS AT ICA 2018 – SUMMARY OF ALL CONTRIBUTIONS .............................................................. 8
HEALTH 2 ▪ LIFE (04/06/2018) ....................................................................................................................... 8
PENSIONS 3 ▪ LIFE (05/06/2018) ................................................................................................................... 9
AFIR-ERM 11 ▪ HEALTH LIFE (06/06/2018) .............................................................................................. 10
ASTIN 10 ▪ IACA (06/06/2018) ................................................................................................................. 11
AFIR-ERM 14 (06/06/2018) ....................................................................................................................... 13
HEALTH 4 ▪ LIFE (06/06/2018) ..................................................................................................................... 14
ASTIN 12 (06/06/2018) .............................................................................................................................. 15
PENSIONS ▪ IACA (07/06/2018) .................................................................................................................. 16
ASTIN 19 (08/06/2018) .............................................................................................................................. 17
PENSIONS 15 (08/06/2018) ......................................................................................................................... 18
VIRTUAL INTERNATIONAL ACTUARIAL CONGRESS (VICA) ............................................................................. 19
1VERTEILUNGSGERECHTIGKEIT ZWISCHEN DEN GENERATIONEN ........................................ 20
1.1ENTEIGNUNG DES INDIVIDUUMS ZUGUNSTEN DES KOLLEKTIVS? ....................................................... 20
1.2GENERATIONENGERECHTIGKEIT ALS FUNDAMENTALPRINZIP ............................................................. 21
1.3VORSCHLAG FÜR EIN GENERATIONENGERECHTES RESERVEMANAGEMENT ........................................ 21
1.4WARUM ZINSGARANTIEN NICHT GENERATIONENGERECHT SIND ....................................................... 22
1.5FAZIT ..................................................................................................................................................... 23
2VERSICHERBARKEIT VON RISIKEN IN DER SCHADENVERSICHERUNG ................................. 24
2.1RISIKO UND VERSICHERBARKEIT ........................................................................................................... 24
2.1.1Um eld- und Rahmenbedingungen beim Umgang mi Risiken ............................... 24
2.1.2Kollek i ie ungsmechanismen und Ve siche ba kei .................................................. 25
2.1.3Vo ausse zungen ü Ve siche ba kei ............................................................................ 29
2.2VERSICHERBARKEIT IN DER SCHADENVERSICHERUNG ......................................................................... 34
2.2.1Bewe ung on Risiken in de Schaden e siche ung ................................................... 35
2.2.2Ein lüsse au die Ve siche ba kei in de Schaden e siche ung ................................ 40
LITERATURHINWEISE ......................................................................................................................................... 48
3SOLVENCY II UND RISIKOMANAGEMENT ...................................................................................... 49
3.1EINLEITUNG ........................................................................................................................................... 49
3.2ANWENDUNG DES DATENMODELLS – SÄULE 1 ................................................................................. 50
3.2.1Bewe ung des e ügba en Kapi als .............................................................................. 50
3.2.2E mi lung des benö ig en Kapi als ................................................................................. 52
3.3ANWENDUNG DES DATENMODELLS – SÄULE 2 ................................................................................. 55
3.3.1ORSA und Sensi i ä sanalysen .......................................................................................... 56
3.3.2Eigenkapi alalloka ion ........................................................................................................ 57
- 2 -
3.3.3Planungs echnung und Pe o mancekon olle ............................................................ 58
3.4ANWENDUNG DES DATENMODELLS – SÄULE 3 ................................................................................. 59
3.4.1Quali a i e Be ich sp lich en ............................................................................................. 59
3.4.2Quan i a i e Be ich sp lich en .......................................................................................... 61
3.4.3Kennzahlenanalyse .............................................................................................................. 62
LITERATURHINWEISE ......................................................................................................................................... 63
4BERICHT ZUR INTERNATIONALEN ASTIN ARBEITSGRUPPE ANCRM .................................... 65
4.1ÜBERSICHT ÜBER DIE GESAMTLITERATUR ............................................................................................ 66
4.2KOMPLEXE NETZWERKE ....................................................................................................................... 67
4.3AGENTEN-BASIERTE MODELLE (ABM) ............................................................................................... 69
4.4MODELLIERUNG DES BEREICHS „HEALTH“.......................................................................................... 72
LITERATURHINWEISE ......................................................................................................................................... 73
Un e such e pee - e iewed Jou nale ............................................................................................... 73
Re iew Pape s ........................................................................................................................................ 74
5PROJECTION MODELS FOR HEALTH EXPENSES .......................................................................... 75
5.1ALLGEMEINER MODELLANSATZ........................................................................................................... 75
5.2UNTERSUCHTE MODELLE ..................................................................................................................... 76
LITERATURHINWEISE ......................................................................................................................................... 77
ABBILDUNGSVERZEICHNIS ......................................................................................................................... 78
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ........................................................................................................................ 79
- 9 -
Pensions 3 ▪ Li e (05/06/2018)
In e gene a ional Fai ness
Session Chai
Oska Goecke (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
Adam, Billig, Risku, Pe e sen. Fo os: DAV.
In o de o gi e an o e iew o e he session, pa s o he abs ac s p o ided by each
speake o hei p esen a ions a e ci ed below.
Coho Speci ic Measu es o Li e ime Pension Bene i s and Con ibu ions in Finland
Ismo Vesa An e o Risku (Finish Cen e o Pensions)
“Combining his o ical da a and esul s o long- e m p ojec ions, ou s udy explo es he li e ime pension
bene i s and con ibu ions unde he Finnish p i a e sec o ea nings- ela ed pension sys em. […]
Ou analysis shows ha he younges gene a ions' declining in e nal a es o e u n and nega i e ne
p esen alues a e due o he inc ease in he ea nings- ela ed pension con ibu ion a e. On he o he
hand, li e ime pension bene i s ela i e o li e ime ea nings a e ela i ely s able ac oss gene a ions. Sen-
si i i y analysis e eals ha lowe u u e in e es a es imply a smalle loss o younge gene a ions in
e ms o ne p esen alue. Fu he mo e, a as e decline in mo ali y would no ma e ially a ec coho
speci ic ne p esen alues. […]”
In e gene a ional Equi y: Me ics o Condi ional Indexa ion in Pension Plans
Louis Adam (La al Uni e si y, Quebec), Co-au ho s: Claudia Gagné, Ba ba a Sande s
“In e gene a ional equi y has been a ele an quali a i e concep in plan design, managemen and go -
e nance o public and p i a e pension plans. The e a e, howe e , challenges e en in de ining wha con-
s i u es equi y o an adequa e le el o in e gene a ional ans e o all in ol ed pa ies. An addi ional
challenge o he ac ua y is o design and use adequa e me ics, hus p o iding a quan i a i e dimension
o he con e sa ion which o en elies only on quali a i e assessmen s. […]
The p esen a ion will desc ibe he amewo k, de ine some me ics o cos and indexa ion, and show he
simula ion esul s o a ious indexa ion policies applicable o a ma u e plan. Me ics should cap u e he
alue o he plan e i ees o hese indexa ion policies o e he cou se o he simula ion ho izon, while cos
unding me ics should measu e he impac on ac i e membe s and plan sponso , wi hin he objec i e
se ou in he plan inancing Policy.”
Ac ua ial Pe spec i es on Inequali y
Assia Billig (IAA Popula ion Issues Wo king G oup)
“Inequali y is una oidable and may be na u al in many places in socie y, howe e , he e is a " ipping
poin " ha i a ained, he esul may be de imen al o socie al de elopmen . E idence sugges s ha he
inequali y gap is gene ally inc easing ac oss he globe. […]

- 10 -
This pape ocuses in pa icula on he ole ac ua ial assump ions play in measu ing he impac o ine-
quali y on global socie ies. Se e al case s udies a e p esen ed ha highligh speci ic aspec s o inequali y
in pa icula coun ies. […]”
Communica ing Longe i y Risk o he Public
Ted Goldman (Ame ican Academy o Ac ua ies), And ew Pe e sen (Socie y o Ac ua ies)
“As he e i emen sys em in he US has con inued o shi om a pa e nalis ic en i onmen o a pa ici-
pan - ocused en i onmen , indi iduals a e inc easingly being asked o unde s and and manage mul i-
ple isks in e i emen . One o he mos challenging isks o indi iduals o manage on hei own is lon-
ge i y isk. […] This p esen a ion will discuss key aspec s o unde s anding longe i y isk and p o ide
ideas and ools o helping indi iduals.
I will p esen he "Ac ua ies Longe i y Illus a o ," an online ool a ailable o he public c ea ed as a join
p ojec by he Ame ican Academy o Ac ua ies and he Socie y o Ac ua ies. […] Addi ionally, o he ools
and app oaches o helping he public unde s and longe i y isk will be discussed. […] See
h p://www.longe i yillus a o .o g/ and h ps://www.soa.o g/Resea ch/age-wise.aspx o esou ces.”
AFIR-ERM 11 ▪ Heal h Li e (06/06/2018)
Session Chai
J
an-Philipp Schmid (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
2018 S uden Resea ch Case S udy Challenge P esen a ions
Dale Hall (Socie y o Ac ua ies SOA)
SOA Resea ch was holding a S uden Resea ch Case S udy Challenge, which p o ided an
oppo uni y o eams o s uden s o apply hei ac ua ial skills on a eal wo ld p oblem.
O e he cou se o eigh weeks, eams o up o i e s uden s esea ched a case s udy si u-
a ion, conduc ed ac ua ial analysis, o mula ed solu ions, and p esen ed ecommenda-
ions. The wo k equi ed a eam app oach o iden i y issues and o ganize p io i ies. The
eam selec ed om po en ial da a sou ces, de eloped models wi h app op ia e accu acy
me ics, summa ized ele an esul s, and hen p esen ed ecommenda ions in a w i en
o ma .
Finalis s o he winning eams om he Cass Business School in London, he Saïd Busi-
ness School in Ox o d, he Uni e si y o Lausanne and he Uni e si y o Lisbon p e-
sen ed hei wo k a he ICA 2018. Suppo o a el and a endance a ICA 2018 was p o-
ided by he SOA.
- 11 -
ASTIN 10 ▪ IACA (06/06/2018)
E alua ion Repo o he ASTIN Wo king Pa y ANCRM
Magda Schiegl (Uni e si y o Applied Sciences Landshu )
Schiegl. Fo o: DAV.
The concluding epo o he ASTIN Wo king Pa y on "Agen Based Models, Ne wo ks and
Cellula Au oma a in Risk Managemen : Re iew and Pe spec i e" (ANCRM) has been p e-
sen ed: Na u al sciences de elop models and me hods o desc ibe and unde s and com-
plex sys ems. Some o he mos success ul de elopmen s o he las ew decades a e agen
based models, complex ne wo ks and cellula au oma a. They ha e also been applied o
socio-economic con ex s and ha e been documen ed in a huge amoun o scien i ic li e -
a u e.
Fo he P&C ( e)insu ance indus y hei applica ion is mos easonable in he case o isk
managemen , especially he isk e alua ion and he agg ega ion o isks.
Some examples ha can be examined and/o modelled wi h his kind o me hods a e isk
agg ega ion schemes as he Sol ency II ee s uc u e in he con ex o ne wo ks, c edi
isk, pandemia, supply chain and ope a ional isk.
Ou wo king pa y wan s o de elop a deepe unde s anding o and new ideas o appli-
ca ion in isk e alua ion and isk agg ega ion. Thus, ou epo gi es a s uc u ed o e iew
o ecen scien i ic con ibu ions in his subjec wi h a ocus on he P&C ( e)insu ance in-
dus y. I u he e alua es he applicabili y in insu ance business. On his basis, ideas and
p oposals o u he applied esea ch and de elopmen in his a ea a e gene a ed and
discussed.
The wo king pa y was sea ching o li e a u e in 25 speci ied pee - e iewed jou nals on
he h ee opics agen based models (ABM), ne wo ks (CN/NN o “complex ne wo ks” /
“neu onal ne wo ks”) and cellula au oma a (CA). Addi ionally, p oposals o he membe s
o he wo king pa y ha e been included o he lis o li e a u e. On eques , we also in-
cluded “Heal h” subjec s in ou ac i i ies. We excluded mac oeconomic models: This could
be an in e es ing opic o a u he wo king pa y. We inally analysed a abou 100 a icles
wi h he esul s as ollows:
In he classical ac ua ial li e a u e he h ee opics (ABM, CN/CC, CA) a e no o en ad-
d essed, especially in he con ex o isk managemen . I is e iden om he li e a u e ha
CA a e a special case o ABM. This seems o be he eason why CA pape s show dec easing
impo ance in inance li e a u e. They a e s ill used in heal h li e a u e.
- 12 -
We ind a lo o pape s dealing wi h sys emic isk and con agion mainly on he basis o
CN/NN in he banking and inance li e a u e. They a e highly connec ed wi h “Basel” and
/ o empi ical da a o inancial c ises. Many pape s using he me hods o ABM and CN/NN
a e w i en by ep esen a i es o he so called “socio-economic-physics”. These pape s a e
ypically ound in banking, inance o s a is ical physics jou nals. O he opics add essed
by CN/CC pape s a e supply chain ne wo ks, ERM, ope a ional isk, mo al haza d and he-
o e ical dependence analyses. We ind dynamic and s ochas ic me hods, (s ochas ic) sim-
ula ions as well as analy ic s udies mos ly o limi ing cases (la ge ne wo ks). Me hodologi-
cally e y impo an in his a ea is he de ini ion and analysis o isk measu es ha a e ad-
equa e o he ne wo k s uc u es and he speci ic subjec unde in es iga ion.
Conce ning he ABMs, we ind by a he mos a icles in he a ea o banking, inance and
ma ke . The subjec s can be g ouped in o h ee main opics: Tes ing s a egies in ola ile
en i onmen s o unde endogenous shocks, collec i e ma ke dynamics (he ding, bub-
bles, c ashes), s ylised ac s o ma ke s ( ola ili y clus e ing, a ails, au oco ela ion, e c.).
We ind only wo pape s conce ning classical ASTIN opics: One by Ing am, Tayle , Thomp-
son (2012, ASTIN Bulle in) and Hae , Bo zen, Moel, Ae s (2017, Risk Analysis), bo h imple-
men ing and discussing s a egic games.
The “Heal h” li e a u e is dealing wi h all h ee opics (CN/NN, ABM, CA). In ec ious dis-
eases a e one o he g ea es h ea s o he human popula ion wi h emendous impac s
on public heal h, economy and socie y. The ma hema ical models and hei simula ion e-
sul s a e used o s udy in ec ions disease dynamics, ansmission mechanisms and in e -
en ion s a egies. By he use o he me hods unde in es iga ion, he pape s in es iga e
o ins ance: He e ogenei y in disease ansmission (socio-demog aphic, indi idual beha -
iou , pa hways, high/low isk g oups), con ac and ansmission equency, and anspo -
a ion s uc u e (ai line ne wo ks).
The wo king pa y is discussing p oposals o u he applied esea ch and de elopmen
in he co e ed a ea.
- 13 -
AFIR-ERM 14 (06/06/2018)
Session Chai
Oska Goecke (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
Kalbe e , Baumga ne . Fo os: DAV.
In o de o gi e an o e iew o e he session, pa s o he abs ac s p o ided by each
speake o hei p esen a ions a e ci ed below.
A chi ec u e o In e nal Models
Tig an Kalbe e (Milliman)
“[…] In e nal models can e lec he isk p o ile o insu e s mo e adequa ely han he s anda d o mula
and allow o align he me ics used o manage he company and he me ics used o assess compliance
wi h egula o y equi emen s. […]
The ypical app oach o model hese componen s and hei popula i y will be desc ibed as well as he
P os and Cons o he main a chi ec u es obse ed.
As onishingly enough, some popula app oaches exhibi se e e weaknesses, which we also will discuss,
as we will ske ch some solu ions o add ess hese.”
Economic IRR and i s Applica ion
Naoki Sunamo o (Fukoku Mu ual Li e)
“In eg a ed managemen o capi al, isk and e u n is essen ial o he con empo a y ERM. The ela ion-
ships be ween h ee elemen s a e measu ed by h ee me ics: ESR, ROE and RORC. […]
In his pape , we in oduce a isk adjus ed e u n me ic called "Economic IRR" as a complemen o RORC.
Economic IRR is a o m o in e nal a e o e u n which includes ini ial equi ed capi al as pa o ini ial
in es men . A e de eloping he models o Economic IRR, we apply hem o li e insu ance and annui y.
[…] A e showing an example o p ac ical use in Fukoku Mu ual Li e, we conclude ha he in eg a ed
managemen o capi al, isk and e u n should be signi ican ly enhanced when Economic IRR is e ec-
i ely inco po a ed in o he decision making p ocess.”
Tempo al Clus e ing and Renewal P ocesses in Empi ical and Modelled Da a
Da id Baumga ne (Swiss Re), Co-au ho s: S e an Reimann, Ma c Wüs
“Tempo al clus e ing o e en s is a well-documen ed phenomenon o na u al disas e s such as win e
s o ms, ea hquakes, o loods. I cons i u es a oo p in o memo y in he a i al p ocess. […]
We p opose a no el and gene al simula ion me hod o he isk assessmen o phenomena exhibi ing
empo al clus e ing. I is based on he heo y o enewal- ewa d p ocesses: The ewa d unc ion o he
in e -a i al imes is de i ed om he dis ibu ion o empi ical in e -a i al imes a e adjus ing o pe i-
odic pa e ns such as seasonali y, El Nino o he A lan ic Mul idecadeal Oscilla ion.
The model allows a quan i a i e analysis o he deg ee o clus e ing in e en sequences. I can also be
applied o clima e models as a es and diagnosis ool. […]”
- 14 -
Heal h 4 ▪ Li e (06/06/2018)
Session Chai
J
an-Philipp Schmid (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
Mo gan, Beckman. Fo os: DAV.
An Uni e sal Ac ua ial Model o Imp o e Heal h and Lowe Cos s
Ken Beckman (Cen al S a es Indemni y)
Heal h Insu ance and P e en ion: Using Cus ome Beha io S udy and
Ta ge ing in o de o maximize he E ec i eness o P e en ion P og ams
Céline Bla ne (ACTUARIS), Jean-Louis Rulliè e (Claude Be na d Uni e si y, Lyon 1)
Heal h Sys em Designs: An in eg a ed App oach o achie ing UHC wi h mul iple
S akeholde s, ocusing on he wo king Poo in de eloping Coun ies
A
nne D ouin, Lisa Mo gan (In e na ional Labou O ganiza ion)
Role o medical Ad ances in Popula ion Longe i y Imp o emen
– A Case S udy on S a ins
Elena Kulinskaya (Uni e si y o Eas Anglia, No wich)
This HEALTH session was dedica ed o se e al opics om heal h insu ance: The p esen a-
ion by Ken Beckman discussed an ac ua ial model ha o e s di ec inancial incen i es
o heal h ca e p o ide s who help educe he p e alence o ch onic disease. In con as o
mos cu en heal h ca e inancing sys ems ha o e no mone a y ewa ds o imp o ed
pa ien heal h, he p esen ed model gi es p o ide s mo i a ion o assis pa ien s elimina e
ch onic condi ions.
Du ing he second p esen a ion, Céline Bla ne and Jean-Louis Rullie e discussed op-
ics o maximize he e ec i eness o p e en ion p og ams. Fi s , he imp o emen o acces-
sion - and adhe ence o e ime - o p e en ion p og ams was sugges ed, and, second, ma-
chine lea ning me hods we e p esen ed o pinpoin homogeneous policyholde g oups
(and hen o p o ide hem wi h speci ic p e en ion p og ams).
A e wa ds, Lisa Mo gan om he In e na ional Labou O ganiza ion p esen ed an in e-
g a ed app oach o achie ing UHC wi h mul iple s akeholde s. She ocused on he wo k-
ing poo in de eloping coun ies.
The las p esen a ion was gi en by Elena Kulinskaya. She discussed he ole o medical
ad ances in popula ion longe i y imp o emen .

- 15 -
ASTIN 12 (06/06/2018)
Insu abili y o Non-Li e Risks
Ma ia Heep-Al ine (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
Heep-Al ine . Fo o: DAV.
All o e he wo ld, indi iduals and en i ies a e exposed o isk de ined as a nega i e de i-
a ion om hei “no mal” expec a ions – some imes wi h e y high economic impac s. In
his con ex , “insu abili y” implies ha he e exis s an e icien mechanism o c ea e a col-
lec i e o isk mi iga ion.
Because o he high ele ance, he Non-Li e Commi ee o he Ge man Ac ua ial Associa-
ion (DAV) has o med a ask o ce o deal wi h he insu abili y o non-li e isks in mo e
de ail. In his p esen a ion, he mos impo an esul s o he ask o ce will be p o ided.
Theo e ically, i can be dis inguished be ween (pu e) “p i a ely” o “publicly” o ganized
mechanisms. In p ac ice, he e exis e y o en “hyb id” solu ions. Ne e heless, he e a e
ci cums ances ha p omo e p i a e solu ions and o he s ha a he equi e public solu-
ions because (p o i -o ien ed) p i a e solu ions will p obably ail in hose cases.
Addi ional o a mo e gene al ea men o isk mi iga ion, pa icula ea u es o non-li e
insu ance will be p esen ed and discussed. Especially, gene al equi emen s, echniques,
and me hods a e ou lined. Fu he mo e, examples o ce ain lines o business and special
non-li e isks a e p esen ed. Addi ionally, wi h espec o non-li e isks, possible u u e de-
elopmen s will be discussed.
This p esen a ion is o high ele ance o all non-li e ac ua ies. Fu he mo e, he p esen a-
ion should p o ide cla i ica ion o all discussions wi h he public. The e a e e y o en
public equi emen s ha p o i -o ien ed p i a e solu ions won’ be able o ealize. A spec-
i ica ion o he condi ions o p i a e o public solu ions will be help ul o ha e he discus-
sions in a mo e a ional way. Thus, his p esen a ion is also o a high p ac ical ele ance.
- 16 -
Pensions ▪ IACA (07/06/2018)
In e gene a ional Fai ness in a CDC Pension Sys em
Oska Goecke (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
Goecke. Fo o: DAV
T adi ional De ined-Bene i (DB) pension plans a e in e ea wo ldwide. Mos ly hey a e
eplaced by De ined-Con ibu ion (DC) plans passing he bu den o he capi al ma ke and
longe i y isk on he employees. In he a e ma h o he inancial c isis 2007/ 2008, capi al
unded pensions we e doubly hi . The s ock ma ke c ash di ec ly hi DC-plans and he low
in e es a e en i onmen make exis ing DB-plans ex emely expensi e. Thus, hal way be-
ween Scylla and Cha ybdis, so-called Collec i e De ined Con ibu ion (CDC) plans became
popula .
Ac ually, Ge many will allow CDC-plans as o 2018. This comes nea a e olu ion since so
a he Ge man Company Pension Ac pe mi ed only DB- ype pensions plans.
F om he pe spec i e o an employe , a CDC-plan is a DC-plan, because he o she is only
obliged o pay con ibu ions (pay-and- o ge ). Howe e , om he pe spec i e o an em-
ployee, a CDC-plan o e s insu ance like p o ec ion in he sense ha capi al ma ke and
longe i y isks a e bu e ed by means o a collec i e ese e. The collec i e ese e com-
p ises unalloca ed asse s, which means ha hese asse s a e owned by he membe s col-
lec i ely bu no indi idually. Howe e , addi ions o and wi hd awals om he collec i e
ese e a ec he balance be ween he gene a ions. Thus in e gene a ional equi y is he
p edominan issue o he asse liabili y managemen (ALM) o CDC-pension unds. Based
on he ALM-model as se ou in Goecke (Ins Ma h Econ 53 (2013), 678) we p esen esul s
on he ollowing ques ions: How can we measu e in e gene a ional ai ness in a CDC-sys-
em? How esilien is a CDC-pension sys em, i.e. o wha deg ee can a CDC-sys em abso b
ex e nal shocks and adap o ex e nal shi s? How can we communica e he bene i s o a
CDC-pension plan?
As exp essed in A icle 7 o he IORP-Di ec i e (“As a gene al p inciple, IORPs shall, whe e
ele an , ha e ega d o he aim o ha ing an equi able sp ead o isks and bene i s be ween
gene a ions.”) in e gene a ional equi y is a undamen al challenge o ac ua ies, p ac i ion-
e s and esea che s. The au ho hopes o con ibu e o his issue.
- 17 -
ASTIN 19 (08/06/2018)
Session Chai
M
a ia Heep-Al ine (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
Schumann, Budzyn, Shan, Fe ie o, Soboll. Fo os: DAV.
Single Loss De elopmen Models o he P ojec ion o Indi idual
La ge Claims o Long Tail Non-P opo ional Reinsu ance P icings
S e en Schumann (SCOR)
E icien F on ie Technique o Po olio Op imiza ion in Non-Li e
Thomas Budzyn (Meye hole Siems Kohl uss)
Sol ency Capi al Es ima ion, Rese ing Cycle and Ul ima e Risk
A
lessand o Fe ie o (Uni e si y o Mad id and SCOR)
IAA Monog aph on IFRS 17 Risk Adjus men o Risk Unce ain y
Hui Shan, Thilo Soboll (B & W Deloi e GmbH)
This sec ion co e ed a wide ange o non-li e opics – om e y speci ic model ea men s
wi h espec o single loss de elopmen up o e y gene al aspec s ela ing he isk adjus -
men unde IFRS 17.
Common agg ega e models do no include he en i e in o ma ion being e y p oblema ic
o einsu ance applica ions. In con as o his, single loss de elopmen models i he
se e i y dis ibu ions acco ding o he indi idual ul ima e loss es ima ions. This enables o
p ice ceden s wi h spa se claim da a.
In o de o op imize po olios, he combined e ec o p ice inc eases and hei esul ing
p emium dec eases can be analysed wi h classical e icien on ie echniques whe e
e iciency can be de ined by sui able e iciency measu es.
The es ima ion o he ese es o a un o po olio unde conside a ion o he ese ing
cycle (conside ing yea s wi h p uden ese es ollowed by yea s wi h eleases) by a sui a-
ble s ochas ic model leads o e y obus es ima ions o he Sol ency Capi al Requi emen
espec i ely he Sol ency II isk ma gin.
Unde IFRS 17, he se lemen o a isk adjus men p o ision o isk & unce ain y is
equi ed ha can be compa ed wi h he Sol ency II isk ma gin al hough i is no iden ical
wi h ha concep . In o de o in o m hei membe s how o de e mine his adjus men ,
IAA has p oduced a monog aph co e ing hose opics.
- 18 -
Pensions 15 (08/06/2018)
Risk Managemen and Sus ainabili y
Session Chai
Ral Knobloch (TH Köln – Uni e si y o Applied Sciences)
Knobloch, Flici. Fo o: DAV
Re i emen – A New F on ie o he o e 80s Ma ke
Jules G ibble (In e na ional Associa ion o Insu ance Supe iso s)
Ca y Helenius (Equi y Risk Managemen )
Alone S age o Re i emen
Lo i Cu is (Uni e si y o Wa e loo)
Financial Sus ainabili y o he Alge ian Re i emen Sys em:
A Pe spec i e Analysis o he 50 Upcoming Yea s
Fa id Flici (Cen e o Resea ch in Applied Economics o De elopmen )
20 Yea s a e he Pension Re o m
Ca men Fe nandez (Mexican Social Secu i y Ins i u e)
In he con ex o “Risk Managemen and Sus ainabili y“, ou p esen a ions co e ing opics
wi h espec o e i emen and e i emen sys ems ha e been gi en in his special pension
session – whe e he speake s came om Swi ze land, Aus alia, Canada, Alge ia and Mex-
ico such ha ou con inen s ha e been ep esen ed.
The i s wo p esen a ions dealing wi h he o e 80s ma ke and he alone s age o e-
i emen (wi h espec o women in Canada) ocused on special aspec s o he e i emen
phase.
The las p esen a ions ela ing o he inancial sus ainabili y o he Alge ian e i emen
sys em and he pension e o m in Mexico deal wi h s uc u es and p oblems o e i e-
men sys ems in gene al.
The session was cha ac e ized by eally de ailed p esen a ions and e y i id discussions
o he highly in e na ional audi o y.
- 25 -
Bezahlba kei de P ämien, den e wa e en Nu zen de Ve siche ung ode de Rech mä-
ßigkei des Ve siche ungsschu zes.
Die mak oökonomische Sich weise um ass wei e gehende gesellscha spoli ische Ziel-
se zungen wie
 lächendeckende Absiche ung ele an e Risiken gg . du ch P lich e siche ungen
ü P i a pe sonen und Un e nehmen,
 gesellscha lich anges eb e Gleichbehandlung du ch Disk iminie ungs e bo e so-
wie
 Fö de ung de p i a en und un e nehme ischen In es i ionsbe ei scha zu Fö -
de ung de allgemeinen Wi scha ssi ua ion.
Flankie ende ech liche Rahmen
Sozialpoli isch wünschenswe e Zielse zungen im Hinblick au die Ve inge ung und Ve -
meidung on Risiken we den unabhängig da on, ob sie die mik o- ode mak oökonomi-
sche Sich weise be e en, an ielen S ellen du ch en sp echende ech liche Regelwe ke
lankie .
 In de Sozialgese zgebung we den Mechanismen de Risiko agung und Risiko-
bewäl igung ge egel , bei denen eine P lich eilnahme als wünschenswe angese-
hen wi d wie beispielsweise bei de gese zlichen Ren en e siche ung.
 E gänzend hie zu gib es aus G ünden des Op e schu zes in einigen Ha p lich e -
siche ungen auch Regelungen zu P lich e siche ung bei p i a ech lich o gani-
sie en Kollek i en wie e wa bei de K a ah zeugha p lich e siche ung.
 Im Ve siche ungs e agsgese z we den ü eine p i a ech lich o ganisie e Ri-
siko agung Rech e und P lich en on Ve siche ungsun e nehmen und Ve siche-
ungsnehme n ge egel .
 Im Au sich s ech we den die Regeln o gegeben, die eine (möglichs ) daue ha e
E üllung de Ve p lich ungen de Ve siche ungsun e nehmen gegenübe ih en
Ve siche ungsnehme n gewäh leis en sollen.
 Im S eue ech we den an ielen S ellen An eize ü eine p i a ech liche Risiko-
absiche ung gegeben beispielsweise im Rahmen de p i a en Al e s o so ge.
2.1.2 Kollek i ie ungsmechanismen und Ve siche ba kei
Ein ak i e , d. h. gemanag e Umgang mi Risiken (im Un e schied zum einen Igno ie en)
is gekennzeichne

- 26 -
 du ch eine Ve meidung bzw. Reduzie ung on Risiken, so dass sich kein ode abe
ein deu lich e inge e Risikoein i bzw. ein e inge es Risikoausmaß15 e gib ,
sowie
 du ch eine Bewäl igung on Risiken bei einem gg . ele an en Risikoein i .
Die Bewäl igung on Risiken kann echnisch e olgen, d. h. du ch Repa a u ode Neuau -
bau, ode du ch Be ei s ellung aus eichende inanzielle Mi el. Die Be ei s ellung inan-
zielle Mi el kann dabei
 p i a , d. h. du ch eigenes Anspa en ode eigene Bildung on Rücklagen, ode
 kollek i , d. h. du ch Anspa en ode Bildung on Rücklagen in einem Kollek i mi
eine aus eichend g oßen Anzahl on Risiken
e olgen, wobei hie auch Misch o men möglich sind, siehe dazu die nach olgende Abbil-
dung.
Abbildung 2: Mechanismen zu Bewäl igung on Risiken.
Ve siche ba kei (im wei e en Sinne) bedeu e , dass ü ein Risiko ein geeigne e Kol-
lek i ie ungsmechanismus zu inanziellen Bewäl igung eines Risikos ge unden we den
kann. P inzipiell kann eine Kollek i ie ung dabei du ch einen sozialpoli ischen ode du ch
einen indi idual ech lichen Mechanismus e olgen, wobei nach olgend diese Mechanis-
men in ih e „Rein o m“ e läu e we den. In de P axis e en häu ig Misch o men au , wo-
ü anschließend einige Beispiele au gelis e we den.16
15 Beispielsweise du ch die Ein üh ung on Sp inkle anlagen.
16 Zum Thema „Ve siche ba kei “ siehe auch Ka en: "Zum P oblem de Ve siche ba kei und zu Risikopoli ik
des Ve siche ungsun e nehmens - be iebswi scha liche Aspek e", in: ZVe sWiss 1972, S. 279-299.
Bewäl igen
Ve meiden/
Reduzie en
Technisch Finanziell
Kollek i
P i a
Ak i e Umgang
mi Risiken
Keinode 
eduzie e 
Risikoein i 
Gg s. ele an e 
Risikoein i 
Repa ie en/
Neuau bauen
FinanzielleMi el
be ei s ellen
EigenesAnspa en/
Rücklagenbilden
Ausgleichmi N
ähnlichenRisiken
- 27 -
Rein sozialpoli ische Kollek i ie ungsmechanismus
Bei einem ( ein) sozialpoli ischen Kollek i ie ungsmechanismus kann die Teilnahme am
Kollek i e zwungen we den; ein Ausgleich des Schadens im Kollek i und Ve eilung de
Schadenkos en abweichend on de pe sönlichen Risikosi ua ion is Ges al ungsp inzip.
Dies e möglich sozialpoli isch wünschenswe e Lösungen wie z. B. Bei äge abhängig on
de pe sönlichen Einkommenssi ua ion.
Da übe hinaus kann eine „Nach inanzie ung“17 du ch das Kollek i bei nich aus eichen-
den inanziellen Mi eln gg . e zwungen we den. Dies e möglich eine Absiche ung on
Risiken auch dann, alls eine s abile Bewe ung nich ode nu seh eingesch änk möglich
is .
Ein ypisches Beispiel ü einen sozialpoli ischen Kollek i ie ungsmechanismus is die ge-
se zliche Ren en e siche ung. Hie is ein ö en liche T äge de O ganisa o des Kollek-
i s.
Rein indi idual ech liche Kollek i ie ungsmechanismus
Bei einem ( ein) indi idual ech lichen Kollek i ie ungsmechanismus wi d die Teilnahme
am Kollek i i.d.R. nich e zwungen, sonde n e olg au de Basis eines indi idual ech li-
chen Ve ages zwischen den Mi gliede n des Kollek i s (z. B. den Ve siche ungsnehme n)
und einem i. d. R. gewinno ien ie en O ganisa o des Kollek i s (z. B. einem Ve siche ungs-
un e nehmen).18 Ein Ausgleich de Abweichung de Schäden im Kollek i bei di e enzie -
en E wa ungswe en is Ges al ungsp inzip. Bei äge sind dahe nu möglich in Abhän-
gigkei on de indi iduellen Risikosi ua ion. Dies ö de Schaden e hü ung und -minde-
ung, e hinde An iselek ionse ek e und is in hohem Maße Mo i a ion, sich zu eine
„ ai en P ämie“ eiwillig zu e siche n.
Eine Nach inanzie ung du ch das Kollek i bei nich aus eichenden inanziellen Mi eln
kann nich e zwungen we den, da die Bei agsleis ungen nu au Basis de o he e ag-
lich e einba en Bes immungen e olgen.19 Dies e möglich keine Absiche ung on Risi-
ken, bei denen eine s abile Bewe ung nich ode nu seh eingesch änk möglich is .
Insgesam lieg de wesen liche Un e schied zwischen sozialpoli ische und p i a ech li-
che Risiko agung in de A und Ve p lich ung de T äge scha : Im e s en Fall sind es
ö en liche T äge , die die Ve an wo ung ü die Finanzie ung übe nehmen, da ü seh
17 Bei sozialpoli ischen Kollek i en kann beispielsweise e gänzend zu eine einen Umlage inanzie ung eine
exogene Finanzie ung du ch Zuschüsse aus S eue mi eln e olgen; Bei äge und Leis ungen ü die Folge-
pe ioden können angepass we den.
18 Eine Ausnahme bilden diejenigen Ve siche ungs e eine au Gegensei igkei (VVaG), die Ve siche ungs-
nehme in eine Eigen üme unk ion – analog zu den Ak ionä en eine AG – zu Nachschüssen e p lich en.
19 In diesem Zusammenhang s ellen P ämienanpassungsklauseln keine Ausnahme da , da diese nu die P ä-
mienleis ungen de Zukun be e en.
- 28 -
g oße Eing i s ech e in Bei äge und Leis ungen e hal en und u. U. mi S eue mi eln ein-
g ei en können. Im ande en Fall sind es (i. d. R. p i a e) gewinno ien ie e T äge , die das
Risiko nega i e Abweichungen übe ih eingese z es Ve mögen ausgleichen müssen. Sie
haben keine Eing i s ech e in die Leis ungen und nu mäßige Eing i s ech e in die Bei-
äge kommende Pe ioden (z. B. du ch Bei agsanpassungsklauseln mi hohen ech li-
chen Hü den). Ve lus e e gangene ode lau ende Pe ioden müssen sie komple aus ih-
em Ve mögen begleichen.
Misch o men und Übe gänge zu sozialpoli ischen Lösungen
Aus gesellscha s- wie sozialpoli ischen G ünden können bei indi idual ech lichen Kollek-
i ie ungsmechanismen o Misch o men bzw. Übe gänge zu sozialpoli ischen Kollek i ie-
ungsmechanismen o liegen wie e wa:
• Obliga o ische Teilnahme an einem indi idual ech lich o ganisie en Kollek i wie
in de K a ah zeugha p lich e siche ung aus G ünden des Op e schu zes.
• Gese zliche Vo gaben zu Me kmalen wie ein Ve bo des Me kmals „Na ionali ä “
bzw. des Me kmals „Geschlech “ bei Unisex Ta i en.
• Gese zliche Vo gaben zu Rechnungszinsen.
• Obliga o ische Umlage de Kos en ü Gebu en e c. bei de p i a en K anken e si-
che ung.
Ve siche ba kei (im enge en Sinn) lieg o , wenn ein übe wiegend indi idual ech li-
che Kollek i ie ungsmechanismus (d. h. gegebenen alls auch als Misch o m) zu inan-
ziellen Bewäl igung on Risiken möglich is . Ve siche ba kei (i. e. S.) häng dabei nich on
i gendwelchen absolu en G enzen ab, sonde n un e lieg den wi scha lichen En schei-
dungen on Ve siche ungsnehme n und Ve siche ungsun e nehmen, d. h. das Ve siche-
ungsun e nehmen muss be ei sein, das Risiko zu übe nehmen, und de Ve siche ungs-
nehme muss be ei und wi scha lich in de Lage sein, eine P ämie in eine bes imm en
Höhe zu bezahlen.
Zu Ve ein achung soll de Beg i Ve siche ba kei im Folgenden nu au Ve siche ba kei
im enge en Sinn bezogen sein. So e n sich Aussagen au Ve siche ba kei im wei e en Sinn
beziehen, wi d dies gesonde e me k .
Kons uk ionsp inzipien indi idual ech liche Kollek i e
Au g und de genann en Eigenscha en unk ionie en indi idual ech lich o ganisie e Kol-
lek i e in den meis en Fällen nach olgenden ( e aglich es geleg en) Kons uk ionsp in-
zipien:
- 29 -
 De Eigenkapi algebe (im Sinne eine Rolle, beispielsweise ein Ve siche ungs-
un e nehmen) s ell zu (Nach-) Finanzie ung mögliche Abweichungen on den
E wa ungswe en aus eichend Kapi al zu Ve ügung.20 Zu Kompensa ion mögli-
che Eigenkapi al e lus e aus einem Nach inanzie ungsbeda kann im Sinne eine
ai en Regelung ü beide Sei en eine angemessene (d. h. dem Risiko en sp e-
chende) Übe endi e obe halb eine isiko eien Ve zinsung e lang we den.
 Die Mi gliede des Kollek i s (im Sinne eine Rolle, beispielsweise Ve siche-
ungsnehme ) inanzie en übe die Bei agszahlungen nu den indi iduell e wa -
e en Schadenbeda , nich abe den möglichen wei e en (Nach-) Finanzie ungs-
beda du ch Übe schadene eignisse. Bei Übe nahme dieses Risikos du ch einen
Eigenkapi algebe inanzie en die Teilnehme im Sinne eine ai en Lösung ü
beide Sei en die angemessene Übe endi e bezogen au die geleis e e Kapi als el-
lung. Wei e hin inanzie en die Mi gliede des Kollek i s als dessen Nu znieße die
Kos en de O ganisa ion und de Ve wal ung.
2.1.3 Vo ausse zungen ü Ve siche ba kei
Fü einen sozialpoli ischen Kollek i ie ungsmechanismus is im P inzip nu e o de lich,
dass ein (gesellscha s- und wi scha spoli isch ele an es) Risiko ein genügend g oßes
Kollek i be i , ü das eine Zwangsmi gliedscha sinn oll is , und dass ein Risiko nich
jeden inanziellen Rahmen sp eng , so dass bei eine nich s abilen Vo abeinschä zung zu-
mindes noch ein Nach inanzie ungsmechanismus g ei en kann.
Bewe ba kei on Risiken
Im Un e schied zu einem sozialpoli ischen Kollek i ie ungsmechanismus e geben sich bei
einem indi idual ech lichen Kollek i ie ungsmechanismus abe wei e e zusä zliche An-
o de ungen im Hinblick au die Bewe ba kei on Risiken, wobei man hie zwischen
neuen und schon sei länge em bes ehenden Risiken un e scheiden soll e.
Neue Risiken
Neue Risiken sind pe de ini ionem na ü lich nich ode nu seh eingesch änk einschä z-
ba , wo aus abe nich zwingend olg , dass deshalb ein indi idual ech lich Mechanismus
ausgeschlossen sein muss. Das E ö nen neue Handlungs elde un e Eingehung en sp e-
chende Risiken is ja ge ade eine de T eibe p i a en wi scha lichen Handelns.
Fü die Zeichnung neue Risiken is abe unbeding e o de lich, dass man du ch geeig-
ne e P oduk ges al ungen wie z. B. Deckungssummenbeg enzungen zumindes das Ge-
sam isiko und somi den möglichen Gesam e lus beg enzen kann, de du ch ein aus ei-
chend o handenes Eigenkapi al abgesiche we den muss.
20 Die Regelungen ü eine als aus eichend angesehene Kapi als ellung sind in de EU im Regelwe k Sol ency
II ge egel , das sei dem 1. Janua 2016 in K a ge e en is .
- 30 -
Dies se z eine angemessene Risikos euung o aus, d. h. die Exposu es ü neue Risiken
soll en eine bes imm e Risiko ag ähigkei nich übe s eigen, um bei eine ölligen Fehl-
einschä zung nich zu eine e heblichen wi scha lichen Schie lage bis hin zu Insol enz
zu üh en.
Bes ehende Risiken
Mi el- bis lang is ig soll en alle dings ü jedes indi idual ech lich abgesiche e Risiko die
Bei agsleis ungen s abil einschä zba sein, da eine Ve lus ausgleichsmechanismen ohne
Aussich au aus eichende Gewinne keine Maxime eines gewinno ien ie en wi scha li-
chen Handelns sind. Hie ü soll e in jedem Fall ü die eine Risiko agung21 mindes ens
eine s abile Einschä zung
1) ü das mi le e Schadensausmaß μ sowie
2) ü die Abweichung / S euung σ
eines Risikos gegeben sein, da es ja keine wei e e Nach inanzie ungsmöglichkei übe die
o ab e einba en Bei agsleis ungen hinaus gib .
Fü die Einschä zung diese Pa ame e s ehen e schiedene ma hema isch / s a is ische
Bewe ungs e ah en zu Ve ügung, die zusammen mi e ablie en Techniken de Risiko-
zeichnung ü eine möglichs p äzise Besch eibung de Risiken sowie ü eine En schei-
dungs indung übe die Ve siche ba kei und die P ämienhöhe angewende we den kön-
nen. Au diese Aspek e wi d spä e noch in ensi e eingegangen.
Ein nich zu e nachlässigendes P oblem bei eine Risikoeinschä zung is , dass au g und
de asymme ischen In o ma ionssi ua ion zwischen Ve siche ungsnehme und Ve si-
che ungsun e nehmen eine objek i e Risikoeinschä zung o e schwe wi d, d. h. es kann
a) eine sei s zu eine ad e sen Selek ion du ch alsche subjek i e Risikoangaben bei
Ve agsbeginn und
b) ande sei s zu isikoe höhendem Ve hal en (Mo al Haza d) au g und des Ve siche-
ungsschu zes wäh end de Ve agslau zei
kommen. Eine ein ma hema isch / s a is ische Risikoeinschä zung muss also du ch geeig-
ne e Bedingungswe ke und P oduk konzep ionen (wie Selbs be eiligungen ode Raba -
und An eizsys eme) lankie we den.
21 D. h. nu ü die Be ei s ellung on inanziellen Mi eln im Schaden- ode Leis ungs all wie e wa bei de
Schaden e siche ung ohne zusä zliche Anspa -, Übe schuss- ode Ga an iekomponen en wie e wa bei de
Lebens e siche ung.

- 31 -
Indi iduelle T ag ähigkei de Bei äge
Bei einem indi idual ech lichen Kollek i ie ungsmechanismus e olg die Bei agsges al-
ung au Basis de indi iduellen Risikosi ua ion, d. h. es e olg e ein ach gesp ochen
nu ein Ausgleich de S euung im Kollek i , wobei hie beispielsweise nach dem soge-
nann en S anda dabweichungsp inzip22 de (Ne o) Bei ag23 in de Fo m
μ + λ · σ / √N
mi einem geeigne en Risiko ak o λ besch ieben we den kann. Die E mi lung des Risiko-
ak o s λ e gib sich dabei da aus, dass man bei einem anges eb en Siche hei sni eau24
on α den Eigenkapi albeda p o Risiko e was e ein ach als
EK α, N = (α) · σ / √N
da s ellen kann, wobei die Risikosch anke (α) on de zug unde liegenden Risiko e ei-
lung abhäng .25 Falls nun D die Kapi albindungsdaue (un e Be ücksich igung alle Zins-
e ek e) und Ü die angemessene Übe endi e in % ü die Risiko agung des Eigenkapi al-
gebe s bezeichne , dann olg app oxima i 26
λ = Ü · D · (α).
Aus de Finanzie ung de Übe endi e ü die Eigenkapi als ellung e gib sich bezogen au
den einen e wa e en Schadenbeda μ explizi ein Siche hei szuschlag in Höhe on
SZ = Ü · D · (α) · VK / √N,
wobei VK die ela i e S euung des (nich kollek i ie en) Einzel isikos bezeichne . Diese
Siche hei szuschlag is dann besonde s hoch, wenn
 de P ozen sa z Ü seh hoch is beispielsweise au Ve siche ungsmä k en mi ge-
ing ausgep äg em We bewe b,
 die Kapi albindungsdaue D seh hoch is beispielsweise bei langlau enden Ha -
p lich isiken,
22 Das S anda dabweichungsp inzip be uh au eine No mal e eilungsannahme, on de man au g und
des sogenann en „Gese zes de g oßen Zahlen“ in ielen Fällen app oxima i ausgehen kann. Falls die Vo-
ausse zungen ü das Gese z de g oßen Zahlen nich o liegen, können die skizzie en Fo meln nich ode
nu eingesch änk e wende we den.
23 D. h. de Schadenbeda inkl. Risikoma ge, abe o Kos enau schlägen und Ve siche ungss eue n.
24 Das Siche hei sni eau insgesam is du ch Sol enz- ode Ra ingan o de ungen o gegeben.
25 Bei eine No mal e eilung gil beispielsweise (99,5%) = 2,58 bzw. (99,9%) = 3,09.
26 Die Gleichung e gib sich app oxima i , wenn man bei eine au einen Zei punk konzen ie en Auszah-
lung den Zusa zdi idendenba we be echne .
- 32 -
 das Siche hei sni eau (α) seh hoch is beispielsweise du ch höhe e Ra ingan o -
de ungen im Ve gleich zu den gese zlichen An o de ungen,27
 die ela i e S euung VK seh hoch is beispielsweise bei einem ex emen Einzel i-
siko ode abe
 die Kollek i g öße N seh klein is beispielsweise bei „exo ischen“ Risiken, die nu
seh kleine Kollek i e be e en.
Da alle Ein lussg ößen mi Ausnahme de G öße des Kollek i s nich beein lussba sind,
wi d – so e n die Vola ili ä des Ausgangs isikos nich immens hoch is – bei en sp echen-
de Kollek i g öße de Siche hei szuschlag i. d. R. on de G ößeno dnung he übe schau-
ba .
Da bei einem indi idual ech lich o ganisie en Kollek i eine Mi gliedscha nich e zwun-
gen we den kann und de Ausgleich on E wa ungswe en (u. a. wegen An iselek ions-
e ek en) kein Ges al ungsp inzip is , kann es also passie en, dass selbs bei eine s abilen
Einschä zung eines Risikos gg . μ zu hoch und / ode N zu klein is , d. h. dass ein s abil
e mi el e (Ne o) Ta i bei ag indi iduell nich ag ähig is .28
Abbildung 3: Sozialpoli ische s. indi idual ech liche Lösungsmechanismen.
27 Die EU-wei en Sol ency II Regelungen sehen ein Siche hei sni eau on 99,5% o . Wenn beispielsweise
aus Ra ingan o de ungen ein höhe es Ni eau on 99,9% benö ig wi d, dann e gib sich dadu ch ü die
zu o skizzie e No mal e eilungsannahme ein um ca. 20% e höh e Zuschlag.
28 Bzgl. de eingesch änk en Schä zba kei bei neuen Risiken siehe den en sp echenden o he igen Ab-
schni .
Kollek i
S abil
bewe ba
Nich s abil
bewe ba
Sozialpoli ische
Lösung
Indi idual ech ‐
liche Lösung
Indi iduellnich 
ag ähig
Indi iduell
ag ähig
Ausgleichmi N
ähnlichenRisiken
μ+λ ∙ σ /√N
gu einschä zba
μnich zuhoch&
Nnich zuklein
Gg s.Mindes an‐
zahlNode Aus‐
gleich onμ nö ig
F eiwilligeMi gliedscha ,
keineNach inanzie ung,
keinAusgleich onμ
Gg s.Nach‐
inanzie ungs‐
beda
Zwangsmi gliedscha ,
Nach inanzie ungode 
Ausgleich onμ möglich
- 33 -
Eine (sozial)poli isch wünschenswe e Bei agsges al ung is in solchen Fällen nu
du ch einen Ausgleich de mi le en Schäden (E wa ungswe e μ) und / ode Zwangsmi -
gliedscha en mi en sp echenden lankie enden gese zlichen Maßnahmen möglich.
Ve besse ung on Ve siche ba kei
Bei indi idual ech lichen Lösungen is die Ke n age somi zunächs , ob Risiken mi el- bis
lang is ig p äzise besch eibba und bewe ba sind, dami die Un e nehmen zu Risiko-
agung be ei sind. Alle dings wi d es nu bei indi iduell ag ähigen Bei ägen auch zu
Nach age nach Ve siche ungen kommen.
Ve besse ung de Syne giee ek e
Bei eine indi idual ech lichen Lösung is (in de einen Ausges al ung) de Ausgleich de
S euung ohne zusä zlichen Ausgleich des E wa ungswe es Ges al ungsp inzip, da sich
die S euung on Risiken i. d. R. subaddi i e häl , wodu ch sich en sp echende Syne -
giee ek e e geben. Dadu ch en äll ein ge inge e S euungsan eil au ein einzelnes Ri-
siko.
De Syne giee ek du ch die Kollek i ie ung on N ähnlichen Risiken wu de be ei s zu o
e läu e . Syne gien e geben sich abe nich nu du ch Kollek i ie ung inne halb eine
Spa e, sonde n auch du ch Zusammen assung meh e e Spa en ode abe auch du ch
den Abschluss on Rück e siche ung. Nach olgend sind die wich igs en Syne giee ek e
bei Ve siche ungen in eine Top / Down Hie a chie zusammenges ell .
I. Syne gien au G uppenebene
1. Syne gien du ch e schiedene Spa en (Leben / Schaden / K anken)
2. Syne gien du ch e schiedene Einzelun e nehmen je Spa e
II. Syne gien au Un e nehmensebene:
1. Syne gien bei de Risikozeichnung (Liabili y Sei e)
a) Kollek i ie ung inne halb eine Spa e / eines Segmen es
b) Zeichnung meh e e Spa en / Segmen e
c) Kollek i ie ung de Spi zen isiken du ch Rück e siche ung
d) Risikoausgleich übe die Zei du ch
i. S ellung on Einzel- und Spä schaden ücks ellungen sowie
ii. Schwankungs ücks ellungen
- 34 -
2. Zusä zliche Syne gien du ch ( iskan e) Kapi alanlage (Asse sei e)
a) Klein eilige Asse s
b) Ve schiedene Asse klassen
Du ch diese Syne giee ek e kann de Siche hei szuschlag deu lich eduzie we den, so
dass diese i. d. R. kein P oblem im Hinblick au die indi iduelle T ag ähigkei de Bei äge
da s ell .
Flankie ende sozialpoli ische Maßnahmen
Ein seh hohe E wa ungswe und dami einhe gehend ein seh hohe Ta i bei ag kann
du ch e besse e Syne giee ek e nich ausgeglichen we den. Da bei eine einen indi i-
dual ech lichen Lösung ein Ausgleich on E wa ungswe en au g und on An iselek i-
onse ek en abe kein Ges al ungsp inzip is , müssen bei eine sozialpoli isch nich wün-
schenswe en Si ua ion gg . lankie ende gese zliche Maßnahmen eingelei e we den,
wobei e schiedene Beispiele ü Misch o men bzw. Übe gänge zu sozialpoli ischen Kol-
lek i ie ungsmechanismen in einem o he igen Abschni be ei s illus ie wu den.
In diesem Zusammenhang können Ve siche e als O ganisa o en indi idual ech liche
Kollek i ie ungsmechanismen g undsä zlich nu en scheiden, ob sie mi machen ode
nich .
Du ch solche lankie ende Maßnahmen können Hä e älle abgemilde und die Ve siche -
ba kei (i. e. S.) e besse we den. Insbesonde e kann eine sozialpoli ische Zielse zung mi
de E izienz eine p i a ech lichen Lösung kombinie we den, ge ade auch im Hinblick
au das A bi agep oblem, d. h. dass Indi iduen keine Vo so ge welche A auch imme
e en, wenn sie sich da au e lassen, dass de S aa sich da um schon i gendwie küm-
me n wi d.
2.2 Ve siche ba kei in de Schaden e siche ung
Die Schaden e siche ung is dadu ch cha ak e isie , dass nu die Be ei s ellung aus ei-
chende liquide Mi el im Falle eines o he de inie en Schaden alles abgedeck is .
Dahe lieg bei de Schaden e siche ung de Fokus wei es gehend au de einen Risi-
koeinschä zung; wei e e Fak o en wie e wa Kapi alma k komponen en spielen eine (im
Ve gleich zu Lebens e siche ung) ehe un e geo dne e Rolle. Die Risikoeinschä zung e -
olg dabei u. a. du ch Ak ua e als die hie ü quali izie en Expe en, die in den e -
schiedens en Rollen sich mi de F age auseinande se zen, ob Risiken e siche ba sind
bzw. wie Risiken bei eine eingesch änk en Ve siche ba kei du ch geeigne e Maßnahmen
e siche ba gemach we den können. Das Au gabengebie de Ak ua e in de Schaden-
e siche ung um ass dabei
 das E kennen on möglichs homogenen Teilkollek i en, die un e einande maxi-
mal inhomogen sind,
- 41 -
So we den Indus ie isiken beispielsweise in de Regel indi iduell isikobezogen abge-
schä z . Um Indus ie- und G oßschaden isiken e siche ba zu machen, we den dabei Ka-
pazi ä en meh e e Ve siche e / Rück e siche e zusammenge ass .
Bei Te o isiken be inde sich die Modellie ung o z de Zunahme on Te o ak en in
de le z en Zei noch am An ang. Te o isiken we den du ch o sä zliches menschliches
Handeln (Man Made Ka as ophen) ausgelös . Sie en s ehen aus Sich des Ve siche e s und
des Ve siche ungsnehme s zu ällig. De g öß e Schaden bishe wa de Anschlag au das
Wo ld T ade Cen e mi ca. 22 M d. USD Schadenau wand im Jah 2001.
Mi hil e on In o ma ionen zu e o is ischen Anschlägen mi le en Ausmaßes und du ch
die Analyse on poli ischen, kul u ellen und gesellscha lichen Ein luss ak o en können
Te o schaden e eilungen modellie we den. Die Te o ge ah on G oß isiken mi eine
Ve siche ungssumme on übe 25 Mio. € we den in Deu schland on de Ex emus AG
ge agen. Diese spezielle Ve siche e wu de im Ap il 2002 on 16 Ve siche ungsun e neh-
men geg ünde und besi z eine Kapazi ä on 2,5 M d. €. De S aa ga an ie noch wei-
e e 7,5 M d. €, um einem Ve siche ungsno s and o zuso gen.
Bei eine Mi e siche ung bzw. bei Pool-Lösungen be eiligen sich e schiedene Ve siche-
e quo enmäßig an einem Risiko und machen es somi agba . Ein Beispiel ü einen Pool
is die Deu sche Ke n eak o -Ve siche ungsgemeinscha . Da Risiken aus de iedli-
chen Nu zung de Ke nene gie in de Feue e siche ung ausgeschlossen sind, sp ing
diese Gesellscha bei Schäden bis zu 2,5 M d. € ein. Fü Schadenssummen übe diesem
Be ag ha e nach § 34 A omgese z de Bund.
Zusä zlich kann du ch Rück e siche ung die Schwankung s abilisie und de Du ch-
schni s- bzw. Höchs schaden ü den E s e siche e eduzie we den.
Kumul isiken bei Elemen a - und Cybe isiken
Sind gleichzei ig meh e e e siche e Risiken on einem Ve siche ungs all be o en,
sp ich man on einem Kumul isiko Die Gesam summe de e u sach en Schäden kann
die Kapazi ä sg enzen eines Ve siche e s um ein Viel aches übe sch ei en. Auch hie kann
de Ruin des Ve siche e s d ohen. Du ch P ä en ion und eine geeigne e Risiko eilung und
S euung (zu Ve besse ung de Risiko ag ähigkei ) kann das Kumul isiko geminde we -
den. Kumulschäden we den beispielsweise du ch Na u gewal en ausgelös . Diese sind o
au bes imm e exponie e Regionen bezogen und dami nu besch änk egional zu ällig.
Bei de Elemen a schaden e siche ung, eine Zusa zdeckung zu p i a en Haus a - und
Wohngebäude e siche ung, die u. a. Schäden du ch Übe schwemmung, Hochwasse und
S a k egen absiche , haben sich in den le z en Jah en zum Thema Ve siche ba kei iele
Ve besse ungen e geben. Du ch indi iduelle bauliche P ä en ionsmaßnahmen, mode ne
Risikoanalysen mi els Geo- In o ma ions-Sys emen (z. B. ZÜRS-Geo des GDV) und e bes-
se en Hochwasse schu z sind iele Risiko egionen e siche ba gewo den. Auch die eno -

- 42 -
men Ans engungen de Ve siche ungswi scha im lächendeckenden Ve kau on Ele-
men a schaden e siche ungen haben du ch die deu lich höhe e bundeswei e Ve siche-
ungsdich e zu einem besse en Ausgleich im Kollek i und dami zu eine e besse en
T ag ähigkei beige agen.
Lag de An eil de als p oblema isch einges u en Risikogebie e beim Augus hochwasse
2002 noch bei und 10 P ozen , so is heu e gemäß mode ne Geo-In o ma ions-Sys eme
nu noch bei und 0,5 P ozen de Ad essen die No wendigkei eine indi iduellen Risi-
koeinschä zung gg . e bunden mi zusä zlichen P ä en ionsmaßnahmen angezeig .
Ve siche ungsun e nehmen modellie en neben his o ischem Da enma e ial auch T ends
und Vo he sagen in ih en Risikomodellen. Eine obus e Schä zung e laub beiden Ve -
agspa ne n eine lang is ige Zusammena bei und häl Schwankungen de P ämien im
Zei ablau so ge ing wie möglich.
Kumul isiken in einem e heblichen Ausmaß e en auch bei de Cybe e siche ung au ,
wenn beispielsweise du ch einen Vi us ode einen Wu m ein lächendeckende Schaden
e u sach wi d.
Risikoausgleich übe die Zei und modi izie e Ta i ie ungskonzep e
Bei G oß- und Ka as ophen isiken kann de Ausgleich on P ämien und Ve siche ungs-
leis ungen im G unde nu übe die Zei e olgen, d. h. P ämien müssen übe einen be-
s imm en Zei aum als Rücks ellung zu Glä ung on Schwankungen im Lau e de Zei
angesammel we den. In Deu schland gib es neben den Vo sch i en zu Bildung und
dem Vo hal en on Eigenkapi al gese zlich e anke die sogenann e Schwankungs ück-
s ellung, die den Ve siche e in Zei en mi gu en E gebnissen dazu b ing , Rücks ellungen
ü Jah e mi auße gewöhnlich hohe Schadenbelas ung zu bilden. Die Be echnungs o -
sch i en sind in de Ve o dnung übe die Rechnungslegung de Ve siche ungsun e neh-
men im HGB es geleg . De Beobach ungszei aum be äg je nach Spa e 15 bzw. 30
Jah e. Be iebswi scha lich gesehen e üll die Schwankungs ücks ellung die Funk ion
on Eigenmi eln. In Lände n ohne ein de a iges Ins umen a ium wi d die Funk ion
du ch zusä zliches (z. T. s eue ei gebilde es) Eigenkapi al au de Ak i sei e de Bilanz e -
üll .
Wenn ein Ve siche ungsnehme seine Risiken nich ode nu eilweise au den Ve siche e
ans e ie en kann, muss e selbs zumindes in Teilen eine geeigne e Vo so ge e en.
Selbs behal e und Eigenbe eiligungen eduzie en in diesem Zusammenhang das mo-
alische Risiko ü das Ve siche ungsun e nehmen. Fü g öße e Konze ne bie e sich die
Selbs e siche ung in Fo m eine sogenann en Cap i e an. Eine Cap i e besi z alle no -
wendigen In o ma ionen selbs und kann indi iduell au g und de ausgezeichne en In o -
ma ionslage besse e Kondi ionen e wi ken. Als eine Ve siche ungsgesellscha ha eine
Cap i e Zugang zum Rück e siche ungsma k .
- 43 -
Fü schwe zu e siche nde Risiken bie en sich da übe hinaus Ve b ie ungen an. Dabei
handel es sich um klassische Finanzma k p oduk e, welche die Kapazi ä on Ve siche-
ungsun e nehmen bzw. einem komple en Ve siche ungsma k e wei e n können. De
Ve siche e übe äg ein Po olio ausgewähl e Risiken au ein speziell ü diesen Zweck
geg ünde es Rück e siche ungsun e nehmen (Special Pu pose Vehicle). Dieses e häl
eine P ämie und emi ie e zinsliche We papie e, wobei die In es o en du ch den Kau
de We papie e das Eigenkapi al zu Siche ung de Ansp üche s ellen.
G enzen eines Ausgleichs im Kollek i
In den o angegangenen Abschni en und Beispielen sind be ei s an meh e en S ellen die
G enzen eine Kollek i ie ung e kennba gewo den, die an diese S elle noch einmal (ohne
jeden Ansp uch au Volls ändigkei ) zusammenge ass we den sollen.
G enzen eine Kollek i ie ung e geben sich zunächs einmal aus den ma hema isch / s a-
is ischen An o de ungen, beispielsweise im Hinblick au die Validi ä de P ämissen wie
Ve eilungs- und Unabhängigkei sannahmen bei eine Modellie ung. Auch Annahmen,
welche Risikopa ame e einen signi ikan en Ein luss nehmen ode nich , soll en p inzipiell
übe p ü ba sein. Du ch eine zu s a ke G anula isie ung bei den Me kmalen können P ob-
leme bei de Zei s abili ä de be echne en E wa ungswe e au e en, die dann zu einem
Akzep anzp oblem de da aus gebilde en Bei äge üh en können.
Da übe hinaus können gg . bei einem einzelnen Ex em isiko (z. B. die Ve seuchung des
Gol s on Mexiko du ch Ölboh ungen mi einem Schadenau wand on übe 100 M d. $)
nich nu die Ve siche ungsmä k e, sonde n auch gene ell die Finanzmä k e insgesam an
ih e G enzen ge a en.
Bei einem indi idual ech lich o ganisie en Kollek i können sich G enzen de Kollek i ie-
ung auch aus Wi scha lichkei sübe legungen e geben.
De eigen lich sinn olle Ansa z, jedem (!) Risiko seinen möglichs exak en E wa ungswe
zuzuo dnen, dami ein maximale An eiz zu Risikominimie ung sei ens des Ve siche-
ungsnehme s gegeben und eine maximale T ag ähigkei sei ens des Ve siche ungsun e -
nehmen gewäh leis e is , kann an G enzen s oßen, wenn die E wa ungswe e die öko-
nomische T ag ähigkei de Ve siche ungsnehme zu übe s eigen d ohen. Wie be ei s zu-
o skizzie können de a ige P obleme zumindes eilweise du ch al e na i e Konzep e
in Bezug au Risiko ans e , Risiko eilung und Finanzie ungsansä ze gelös we den wie bei-
spielsweise
 ART – Pools,
 P i a e Public Pa ne ship,
 Fonds ode
 C owd Funding.
- 44 -
Du ch neue me hodische Ansä ze wie simul anes E heben und P icing anhand neue
Me kmale und i e a i e Risiko eedbackp ozesse (un e Be ücksich igung ele an e An-
o de ungen wie z. B. Zei s abili ä e c.) können ele an e und p äzise Indi idualda en zu
Risikobemessung eingese z we den.
Bei allen al e na i en Konzep en soll e jedoch s e s so g äl ig gep ü we den, ob ein E -
sa z ode eine Op imie ung de zei ige Modelle zweckmäßige is . Aspek e de IT, des
Da enschu zes und de Da ensiche hei sowie F agen nach de Robus hei neua ige Ri-
sikomodelle sind dabei in die Übe legungen mi einzubeziehen.
Exogene Ein luss ak o en
Auch Rahmenbedingungen auße halb de Sphä e de Ve siche e können die F age de
Ve siche ba kei posi i wie nega i beein lussen. Hie un e äll eine Vielzahl on egula-
o ischen (z. B. Eigenkapi al-An o de ungen), o dnungspoli ischen (z. B. P lich e siche-
ungen), wi scha spoli ischen (z. B. S eue e güns igungen im Schaden all) ode auch
e hischen (z. B. Scha ia-kon o me Ve siche ungen) Vo gaben an die Ve siche e zu Aus-
ges al ung on Risikoschu z.
Nach olgend sind einige Beispiele (ohne Ansp uch au Volls ändigkei ) ü exogene Risi-
koein lüsse au gelis e .
Weg all isikodi e enzie ende Me kmale
G undsä zlich e inge jede exogene Vo gabe mi dem Ziel, eine objek i signi ikan e Ri-
sikodi e enzie ung zu e hinde n, die Quali ä de Abbildung de Risiken in ein Ta i mo-
dell, indem un e schiedliche Risiken a i lich gleichbehandel we den müssen. Beispiele
hie ü sind die Na ionali ä ode das Geschlech des Ve siche en in de K a ah e si-
che ung.
Eine Lösung hie bei kann sein, ande e Risikoclus e zu suchen und einzuse zen, die als E -
sa z dienen können, um die Signi ikanz de Ta i di e enzie ung zu gewäh leis en. We be-
we bs ele anz können solche Eing i e dann e langen, wenn spezi ische Ta i e bes imm-
en Risikog uppen o behal en sind.
Umgekeh behinde eine eingesch änk e Umse zba kei de a i lichen Di e enzie ung
( on E wa ungswe en) die Mo i a ion zu Schadenminde ung und Schaden e meidung
im Teilkollek i (z. B. Risiko e hal en männliche und weibliche Fah an änge ). Im Ex em-
all kann dadu ch ein schadenä me es Risiko nich e siche ba we den, weil es im Kollek-
i mi isikoa ine en be ach e we den muss.
Ein üh ung (pa iell-) obliga o ische F anchisen
Jede Ein üh ung eines Selbs behal es ha Ein luss au die Schadenhöhen e eilung und
dami au die Ve eilungs unk ion des Risikos. Eine sei s kann dadu ch die Ve siche ba kei
- 45 -
ge ö de we den (z. B. Weg all massenha an allende Kleinschäden), wodu ch höhe e Ri-
siken e siche ba we den. Ande e sei s kann die No wendigkei , signi ikan e Risiken im
Eigenbehal inanzie en zu müssen, die Nach age e heblich beein äch igen und dami
die Ve siche ba kei des Kollek i s ge äh den.
Deckungs- und Ha ungsg enzen
Du ch Gese z, Rech sp echung ode sons ige Vo gaben gegebene En schädigungsg en-
zen haben e heblichen Ein luss au die Ve eilungs unk ion und dami au die Ve siche -
ba kei . So sind nahezu unlimi ie e En schädigungsansp üche im Ha ungs ech häu ig
ein besch änkendes Elemen ü die Risikoübe nahme und das Angebo on Ve siche-
ungsschu z. Ande e sei s können Mindes ha ungs o gaben ein G admesse ü die ge-
sellscha liche Rele anz des Op e schu zes in e schiedenen Mä k en sein, was un e ak-
ua iellem Blickwinkel solche Risiken e siche ba mach (z. B. Mik o e siche ungen).
Sozialisie ung on Risiken du ch Kompensa ionsleis ungen
Nich zule z auch aus wahlpoli ischen Übe legungen sind bisweilen Tendenzen es zu-
s ellen, nach g öße en Flächenschäden (z. B. Übe schwemmungen) du ch s aa liche So-
o hil ezahlungen, S eue en las ungen ode die Gewäh ung s aa lich begüns ig e K e-
di e die Schäden ü die Be o enen zu minimie en, wobei o handene Selbs absiche un-
gen bei de Kompensa ion ange echne we den. Dies ha Ein luss au die p i a wi scha -
liche Ve siche ba kei on Risiken. Insbesonde e sink die Nach age nach Ve siche ungs-
schu z, da po en iell Be o ene au kün ige Hil szahlungen de ö en lichen Hand se zen.
Hie beda es eine kla en Posi ionie ung de Poli ik gegenübe den Bü ge n, um diese
Tendenzen umzukeh en.
P lich e siche ungen und egula o ische Eing i e
In Deu schland wa de Op e schu z Ausgangspunk ü die P lich e siche ung on Schä-
den an D i en (K a ah zeugha p lich , Ve keh sop e hil e, Be u sha p lich ) bzw. ü die
hohe Akzep anz ü die Absiche ungen en sp echende Risiken in ande en Be eichen (p i-
a e Ha p lich , Tie hal e , Indus ie, Umwel e c.).
P lich e siche ungen können sich eine sei s posi i au die Ve siche ba kei auswi ken,
weil dadu ch gg . hin eichend g oße Kollek i e e möglich we den. Ande sei s können
P lich e siche ungen ode ande e egula o ische Eing i e Ve siche ba kei auch nega i
beein lussen, wenn eine (p i a wi scha liche!) Kollek i ie ung on nich ode nu seh
schwe einschä zba en ode inhomogenen Risiken e zwungen we den soll – ohne die e -
gänzenden Nach inanzie ungsmöglichkei en eine ein sozialpoli ischen Lösung.
Denkba e En wicklungen bei den Ein luss ak o en
Im Hinblick au mögliche zukün ige En wicklungen bei den Ein luss ak o en au die Ve si-
che ba kei (im enge en Sinn) können an diese S elle na ü lich keine belas ba en Aussa-
gen ge o en we den. Dennoch gib es – auch aus den E ah ungen de Ve gangenhei
- 46 -
he aus – zumindes einige plausible Szena ien, die denkba sind und dahe an diese S elle
ku z skizzie we den sollen.
Neue Risikoein lüsse (Eme ging Risks)
S eigende ode neue Risikoein lüsse wie Klimawandel ode ex ensi e Bebauung (an da ü
ehe ungeeigne en S ellen) können bei einigen Ve siche ungsspa en in de Schaden e -
siche ung wie beispielsweise de Wohngebäude e siche ung dazu üh en, dass die ü
eine s abile Ta i kalkula ion benö ig en G undlagen schlech e einschä zba we den ode
dass selbs bei eine s abilen Einschä zung de Bei agsbeda s a k ans eig .
Zukün ig besonde s ausgep äg e neue Risikoein lüsse sind im Be eich on Digi alisie ung
und Big Da a zu e wa en, insbesonde e im Zusammenhang mi Cybe isiken. Dies be i
alle dings nich nu die Einschä zung on Schadenbeda en on neuen und in de Ve gan-
genhei kaum bekann en Risikoein lüssen. Ge ade in diesem Be eich is es no wendig,
dass ein Zug i au Da en zu neuen Risikoein lüssen allen Be eilig en möglich is – bei-
spielsweise au die Da en de K z-He s elle be e end de K z-gene ie en Da en.
Solche En wicklungen we den dann besonde s g a ie end sein, wenn du ch Kumule –
e wa du ch Cybe isiken beein luss e Umwel isiken – meh e e diese neuen Risikoein-
lüsse gemeinsam au e en.
Gesellscha liche T ends
Nich nu ex e ne Risikoein lüsse, sonde n auch gesellscha liche T ends beispielsweise im
Hinblick au ein geände es Ansp uchs e hal en können zu einem s a ken Ans ieg de
Schadenbeda e üh en.
Dies wa in de Ve gangenhei besonde s ma kan in de Heilwesen-Ha p lich e siche-
ung zu beobach en. Bei kö pe lichen ode men alen Einsch änkungen, die o Jah zehn-
en noch als „pe sönliches Schicksal“ au ge ass wo den wä en, wi d au g und des heu i-
gen Ansp uchs e hal ens as egelmäßig de Ve such un e nommen, dies kausal au Fehl-
e hal en des medizinischen Pe sonals wäh end de Schwange scha ode des Gebu s-
o gangs zu ückzu üh en.
Dies ha e einen e höhenden Ein luss au die Schadenein i swah scheinlichkei en zu
Folge, de dem du chaus e olg eichen Bemühen de Ins i u ionen im Gesundhei swesen
en gegen gewi k ha , mi els höhe e Quali ä sno men Schäden zu e hinde n.
Viel g a ie ende wa hie abe de Ans ieg de Schadenhöhen ausgelös du ch pe ek io-
nie e Reg esse de Sozial e siche ungs äge gegenübe den Ha p lich e siche e n,
s eigende Lebense wa ung de Geschädig en mi dami e bundenen länge en P lege-
und Einkommensaus allzei en sowie deu lich höhe en Schme zensgelde n und den höhe-
en Ansp üchen de Geschädig en, eine möglichs hohe Pa izipa ion an einem „no malen
Leben“ zu e hal en.

- 47 -
Bei eine e gangenhei sbezogenen Einschä zung de Ta i bei äge s ellen solche kaum
einzuschä zenden zukün igen T ends ein hohes Kalkula ions isiko im Sinne on zu e läs-
sig abschä zba en E wa ungswe en da . Da übe hinaus e gib sich auch bei seh saube
e mi el en „ ai en“ Risikop ämien ab gewissen G ößeno dnungen ein e hebliches Akzep-
anzp oblem, wie bei den Diskussionen um Ha p lich bei äge im Gesundhei ssek o zu
beobach en wa .
Ein wei e e gesellscha liche T end sind du ch die Möglichkei en de Digi alisie ung aus-
gelös e Selbs e siche ungs-Ansä ze, die heu e im Wesen lichen Kleinschäden bzw.
Selbs behal e be e en, wobei die übe s eigenden Schäden du ch den p o essionellen
Ve siche ungsma k abgedeck sind. Eine Auswei ung diese Konzep e bis hin zu eine
olls ändigen Übe nahme on Ve siche ungs isiken du ch im In e ne sich ei bildende
Kollek i e (pee - o-pee Kons uk ionen) ha Besch änkungen du ch die No wendigkei
so g äl igen Unde w i ings bei g öße en Risiken, eine p o essionellen Schadenabwick-
lung bei komplexe en Schäden, e heblichen inanziellen Vo so gee o de nissen à p io i
ü g öße e Schäden (G oßschäden, Kumule eignisse) und nich zule z in den No wendig-
kei en des Da enschu zes und im Au sich s ech .
Alle dings kann eine lächendeckende Übe nahme on Selbs behal en und Kleinschäden
du chaus zu g öße en Ve ände ungen im Ve siche ungsma k üh en, da eine Reduk ion
de p o essionellen Anbie e au G oß- und Kumulschäden e hebliche Auswi kungen au
Kos en- und Eigenkapi als uk u en hä e. K i isch zu hin e agen wä e dann eine P i ile-
gie ung solche Selbs hil eo ganisa ionen gegenübe p o essionellen Anbie e n bzgl. Da-
enschu z, Au sich s- und S eue ech (Ve siche ungss eue ).
Neue ech liche Rahmenbedingungen
Nich nu gesellscha liche T ends, sonde n auch geände e ech liche Rahmenbedingun-
gen können zu e höh en ode schlech einschä zba en Schadenbeda en insbesonde e im
Be eich de Ha p lich e siche ungen üh en, beispielsweise wenn es im Rahmen de
Rech sp echung imme meh zu hohen En schädigungsleis ungen komm .
Besonde s ma kan is dies in den USA zu beobach en, wo im Rahmen de Rech sp echung
eilweise e hebliche Schadense sa zleis ungen du ch Ve siche ungen ge ä ig we den
müssen – eilweise auch als E sa zleis ungen ü ehlende ode nu ge ing ausgep äg e
Sozial e siche ungsleis ungen.
Auch wenn die Rech sp echung in Deu schland on de a igen En wicklungen noch wei
en e n is (insbesonde e auch weil es hie kein Ju ysys em und auch kein Case Law gib ),
so beobach e man abe auch hie , dass imme häu ige En schädigungsleis ungen nu im
Rahmen eines e aglichen Mindes maßes als unangemessen be ach e we den.
- 48 -
Da übe hinaus haben auch in Deu schland geände e Regelungen ode ande e Handha-
bungen im Sozial e siche ungs ech Auswi kungen au Ve siche ungsun e nehmen – bei-
spielsweise wenn Sozial e siche ungs äge nach Vo leis ung imme häu ige Ve siche-
ungsun e nehmen in Reg ess nehmen.
Ein lüsse du ch Kapi almä k e
Die zu o au gelis e en Aspek e skizzie en ak uelle und zukün ig noch s ä ke denkba e
En wicklungen, die einen nega i en Ein luss au die Kalkulie ba kei und Ve agsges al-
ung und somi au die Ve siche ba kei im enge en Sinn haben. Es gib abe auch denk-
ba e posi i e Ein lüsse:
Au g und wachsende Ins abili ä bei den Kapi almä k en könn en Ve siche ungen (gg .
bei en sp echend e besse en ech lichen Rahmenbedingungen) ü Kapi alanlege a -
ak i e we den. Bei eine höhe en Kapi albasis könn en abe meh Risiken abgedeck
we den, die bei de de zei igen Kapi albasis au g und de Höhe als unkalkulie ba einge-
schä z we den müssen.
Li e a u hinweise
Alb ech , P.: Bed oh Big Da a G undp inzipien de Ve siche ung? Zei sch i ü Ve siche-
ungswesen, 05/2017, S. 157 – 162 (Teil I) und 06/2017, S. 189 – 192 (Teil II).
B aeß, P.; Fa ny, D.; Schmid , R. (H sg.): P axis und Theo ie de Ve siche ungsbe iebsleh e.
Fes ausgabe ü H.L. Mülle -Lu z, Ka ls uhe 1972.
E gebnisbe ich Ausschuss Schaden e siche ung (H sg.): Ve siche ba kei on Risiken in
de Schaden e siche ung. h ps://ak ua .de/unse e- hemen/ achg undsae ze-oe en -
lich/2017-09-18_DAV-E gebnisbe ich -Ve siche ba kei - on-Risiken.pd (Zug i am
02.02.2018) – O iginal assung des o liegenden Bei ages.
DAV A bei sg uppe Ta i ie ungsme hodik (H sg.): Ak ua ielle Me hoden de Ta i ges al-
ung in de Schaden-/Un all e siche ung. Ve lag Ve siche ungswi scha , Ka ls uhe, 2011.
Ka en, W.: Zum P oblem de Ve siche ba kei und zu Risikopoli ik des Ve siche ungsun-
e nehmens - be iebswi scha liche Aspek e", in: ZVe sWiss 1972, S. 279-299.
- 49 -
3 Sol ency II und Risikomanagemen
au de Basis eines ak ua iellen Da enmodells ü die SV
Ma ia Heep-Al ine , TH Köln 32
Sei dem 1.1.2016 is Sol ency II als EU-wei es Regelwe k in K a ge e en. Um dieses seh
komplexe Regelwe k am Beispiel eines Schaden e siche e s zu illus ie en, wi d es im Fol-
genden so um änglich wie möglich mi Hil e eines ü diese Zwecke e s ell en Da enmo-
dells e läu e .
3.1 Einlei ung
Analog zu dem en sp echenden Basel II Regelwe k ü Banken, basie Sol ency II au ins-
gesam d ei Säulen, die olgende Aspek e beinhal en:
Säule 1:
Quan i a i e
An o de ungen
, insbesonde e Bewe ung des e ügba en
und E mi lung des benö ig en Kapi als.
Säule 2:
Quali a i e An o de ungen
, insbesonde e An o de ungen an Go e nance
und Risikomanagemen sowie Spezi ika ion des Übe wachungsp ozesses
du ch die Au sich .
Säule 3:
O enlegung & T anspa enz
, insbesonde e quali a i e An o de ungen
du ch die E s ellung on Be ich en sowie quan i a i e An o de ung du ch
die Be üllung on o gesch iebenen Meldebögen.
Die wich igs en Aspek e diese d ei Säulen sollen nach olgend mi dem Da enmodell de
sogenann en IVW P i a AG e läu e we den, die sowohl Geschä in Deu schland als auch
in I land zeichne . In de nach olgenden Abbildung is die Geschä ss uk u des Un e neh-
mens zusammen mi den An eilen des Inlandsgeschä es au gelis e , wobei in diese wie
auch in allen olgenden Abbildungen alle We e in T€ angegeben sind.33
32 De hie o liegende Bei ag und alle da in e wende en G a iken sowie de Vo ag au dem ICA 2018
basie en au einem gemeinsam om Ins i u ü Ve siche ungswesen de TH Köln und de Uni e si ä Lime-
ick du chge üh en Publika ionsp ojek „Sol ency II in he Insu ance Indus y. Applica ion o a Non-Li e Da a
Model“ mi Ma in Mullins und To s en Rohl s als Mi he ausgebe n. Geplan es E scheinungsda um des
Bandes im Sp inge Ve lag is 2018. Da die Publika ion noch nich e schienen is , is eine genaue Re e enzie-
ung de G a iken zum ak uellen Zei punk nich möglich.
33 Das Da enmodell de IVW P i a AG wu de in eine meh jäh igen P ojek a bei am Ins i u ü Ve siche-
ungswesen de TH en wickel , wobei einzelne Teile be ei s in e schiedenen Publika ionen e ö en lich
wu den. Siehe dazu auch die Li e a u angeben am Schluss dieses Teils.
- 50 -
Abbildung 4: Geschä ss uk u .
Ausgangspunk ü alle wei e en Be echnungen in de e s en Säule is die HGB Bilanz des
Un e nehmens, die in de nach olgenden Abbildung in e ein ach e da ges ell is .
Abbildung 5: HGB Bilanz im Bilanzjah .
Die HGB Bewe ung e olg au Basis des Vo sich sp inzips, wobei die echnischen Rese -
en (TR) als Ne owe e da ges ell sind, d. h. es gil :
TR HGB, Ne o = TR HGB, B u o – TR HGB, zedie = 10.754 – 3.226 = 7.528 T€.
Da Sol ency II konsequen au eine Ma k we sich (Fai Value Sich ) basie , muss die HGB
Bilanz ü Sol ency II Zwecke ökonomisch umbewe e we den.
3.2 Anwendung des Da enmodells – Säule 1
Wie be ei s zu o skizzie e ass die e s e Säule die Bewe ung des e ügba en Kapi als
sowie die E mi lung des SCR (Sol ency Capi al Requi emen s) als benö ig es Kapi al, was
am Beispiel de IVW P i a AG e läu e we den soll.
3.2.1 Bewe ung des e ügba en Kapi als
Die Sol ency II kon o me ökonomische Umbewe ung de Asse sei e e olg in ielen Fäl-
len kon o m zu eine Umbewe ung nach IFRS – alle dings ohne Anwendung gg . o han-
dene Wahl ech e. Inso e n soll an diese S elle hie nich wei e da au eingegangen we -
den.
LoB HC
Sha e G oss Ceded Ne G oss
C
eded Ne
Mo o liabili y 94.7% 4,484 1,969 2,515 2,689 968 1,721
O he mo o 88.8% 2,708 281 2,426 1,613 323 1,291
Fi e & p ope y 88.8% 3,610 1,125 2,485 1,613 484 1,129
Gene al liabili y 72.3% 5,444 1,688 3,757 3,764 1,129 2,635
To al non-li e 16,246 5,064 11,183 9,679 2,904 6,775
Medical expenses 88.8% 1,805 563 1,243 1,075 323 753
To al 18,051 5,626 12,425 10,754 3,226 7,528
Ea ned p emiums Local GAAP p o isions
In angible Asse s 50 7,628 Balance shee equi y
P ope y (no o own use) 1,867
Equi ies 984
Bonds 9,808
Loans and mo gages 2,000
8,080 Technical p o isions
7,528 Ne claims p o isions
In e media ies ecei ables 1,000 552 O he p o isions
Asse s Liabili ies
To al 15,708 15,708 To al
- 57 -
Soll en abe g a ie ende Auswi kungen und somi ein hohe Risiko eibe o liegen bzw.
Resul a e nich plausibel beg ündba sein, dann müssen de a ige Risikoein lüsse im Rah-
men des ORSA in jedem Fall besonde s in ensi analysie we den.
Fes e Ände ungen des Ou pu s
Eine Analyse, inwiewei Inpu s e ände we den können, ohne dabei eine o gegebene
ole ie ba e Ou pu ände ung zu übe sch ei en, kann neben ande en Aspek en ü die De-
ini ion on Limi sys emen mi he angezogen we den – insbesonde e wenn die beobach-
e en Auswi kungen plausibel sind.
3.3.2 Eigenkapi alalloka ion
Wei e e Beispiele ü die Einbeziehung de quan i a i en E gebnisse aus de e s en Säule
e geben sich im Rahmen de Un e nehmenss eue ung. Eine klassische Anwendung in die-
sem Zusammenhang is die Alloka ion des gesam en EK-Beda s au die einzelnen Un e -
isiken, wobei es hie un e schiedliche Me hoden gib wie e wa
 eine p opo ionale Alloka ion,
 eine Alloka ion nach dem Ko a ianzp inzip bzw.
 eine Alloka ion du ch Adjus ie ung de Risikoni eaus.
In de nach olgenden Abbildung sind ü das in e ne Modell de IVW P i a AG die E geb-
nisse ü diese Me hoden au gelis e .
Abbildung 13: Kapi alalloka ion – In e nes Modell.
Bei de (quad a ischen) Alloka ion nach dem Ko a ianzp inzip wi d dem e siche ungs-
echnischen Risiko (als dem g öß en Einzel isiko) ein deu lich höhe e An eil zugeo dne
als bei de (linea en) p opo ionalen Alloka ion.
Ma ke De aul UW In ang. Ope a . Tax To al
Risk Risk Risk Risk Risk P & L
Expec ed 715 -13 161 -1 -22 -283 556
VaR 0.5% -386 -841 -4,173 -80 -478 511 -4,037
Requi ed Capi al 1,102 828 4,333 78 455 -794 4,593
P opo ional alloca ion 843 633 3,316 60 348 -607 4,593
in % 18.4% 13.8% 72.2% 1.3% 7.6% -13.2% 100.0%
mod. In % 16.2% 12.2% 63.8% 1.2% 6.7%
Co a iance p inciple 586 50 4,754 9 315 -1,121 4,593
in % 12.8% 1.1% 103.5% 0.2% 6.8% -24.4% 100.0%
mod. In % 10.3% 0.9% 83.2% 0.2% 5.5%
Adj. Le el 1.0% 1,009 341 3,699 65 268 -789 4,593
in % 22.0% 7.4% 80.5% 1.4% 5.8% -17.2% 100.0%
mod. In % 18.7% 6.3% 68.7% 1.2% 5.0%

- 58 -
Die signi ikan en Un e schiede zwischen de p opo ionalen und de Alloka ion du ch Ri-
sikoadjus ie ung deu en da au hin, dass die EK- Ve eilung nach einem Jah signi ikan
on eine No mal e eilung abweich .
3.3.3 Planungs echnung und Pe o mancekon olle
Die P ojek ion de e wa e en Gewinn- und Ve lus echnung im Rahmen de Un e neh-
mensplanung is ein klassische Baus ein eine in eg ie en Un e nehmenss eue ung, wo-
bei im Rahmen de zwei en Säule on Sol ency II dies du ch en sp echende Fai Value P o-
jek ionen e gänz we den muss (z. B. zusä zlich zu den klassischen HGB P ojek ionen).
In de nach olgenden Abbildung is ü die IVW P i a AG die p ognos izie e Ma k we -
bilanz zum Ende des dem Bilanzjah olgenden Jah es da ges ell .
Abbildung 14: Ökonomische Bilanz im P ognosejah .
E gänzend dazu muss auch eine P ojek ion des Sol enzkapi albeda s du chge üh we -
den, siehe dazu die nach olgende Abbildung mi den E gebnissen ü die IVW P i a AG.
In angible Asse s 99 9,486 Balance shee equi y
P ope y (no o own use) 1,993 8,887 BS equi y p e ious yea
Equi ies 1,102 599 P o i & loss
Bonds 10,543
Loans and mo gages 2,202
RI eco e ables 2,946 9,871 Technical p o isions
In e media ies ecei ables 1,034 23 Bad deb p o isions
Cash and cash equi . 257
De e ed ax asse s 0 796 De e ed ax liabili ies
To alTo al 20,176 20,176
Asse s Liabili ies
- 59 -
Abbildung 15: Sol ency Capi al Requi emen im P ognosejah .
Au de Basis diese Benchma k P ognose kann dann ü die a sächliche Geschä sen -
wicklung eine Pe o mancekon olle du chge üh we den – beispielsweise du ch Imple-
men ie ung eine Ampelsys ema ik.
3.4 Anwendung des Da enmodells – Säule 3
Die d i e Säule beinhal e die E s ellung on quali a i en Be ich en als auch die Be üllung
on Meldebögen mi ele an en quan i a i en In o ma ionen.
3.4.1 Quali a i e Be ich sp lich en
Die quali a i en Be ich sp lich en diese Säule um assen die E s ellung de nach olgend
nähe e läu e en Be ich e:
Sol ency and Financial Condi ions Repo (SFCR)
De SCFCR muss einmal jäh lich e s ell we den, wobei die In o ma ion ö en lich e üg-
ba is , wobei die nach olgende inhal liche S uk u e bindlich o gegeben is .
Change
Ac ual BY Fo ecas in%
Ma ke isk 1,089 1,118 2.6%
De aul isk 389 409 5.1%
Li e isk 0 0 0.0%
Heal h isk 371 390 5.3%
Non-li e isk 4,247 4,439 4.5%
BSCR di e s. 4,896 5,109 4.4%
In angible isk 80 79 -1.3%
BSCR 4,976 5,188 4.3%
Ope a ional Risk 542 569 5.0%
BSCR incl. OR 5,517 5,757 4.3%
Adjus men s -668 -1,170 75.1%
SCR 4,849 4,587 -5.4%
Values
- 60 -
Die einzelnen Abschni e sollen insbesonde e die quan i a i en Meldebögen du ch die
nö igen quali a i en E läu e ungen e gänzen, wobei die ö en lich zugängigen Meldebö-
gen Teil des Anhangs sind. Dadu ch wi d eine nich une hebliche Menge an quan i a i en
In o ma ionen ö en lich zugängig.
Regula Supe iso y Repo ing (RSR)
Das RSR muss mindes ens alle d ei Jah e du chge üh we den, wobei abe u. U. einmal
p o Jah Ände ungen gegenübe dem Vo jah gemelde we den müssen.
Von de inhal lichen S uk u un e scheide sich das RSR nich om SFCR, es ich e sich
alle dings ausschließlich an die Au sich sbehö den und soll dahe um assende und de-
aillie e sein. Aus diesem G und kann sich die Da s ellung des Be ich es an ein Fachpub-
likum ich en.
Summa y O e iew o he ma e ial changes
A Business and
Pe o mance
A.1 Business
A.2 Unde w i ing pe o mance
A.3 In es men pe o mance
A.4 Pe o mance o o he ac i i ies
A.5 Any o he in o ma ion
B Sys em o
Go e nance
B.1 Gene al in o ma ion on he sys em o go e nance
B.2 Fi and p ope equi emen s
B.3 Risk managemen sys em including ORSA
B.4 In e nal con ol sys em
B.5 In e nal audi unc ion
B.6 Ac ua ial unc ion
B.7 Ou sou cing
B.8 Any o he in o ma ion
C Risk p o ile C.1 Unde w i ing isk
C.2 Ma ke isk
C.3 C edi isk
C.4 Liquidi y isk
C.5 Ope a ional isk
C.6 O he ma e ial isk
C.7 Any o he in o ma ion
D Valua ion o
Sol ency
Pu poses
D.1 Asse s
D.2 Technical p o isions
D.3 O he liabili ies
D.4 Al e na i e me hods o alua ion
D.5 Any o he in o ma ion
E Capi al
Managemen
E.1 Own unds
E.2 SCR and MCR
E.3 Use o he du a ion-based equi y isk sub-module
E.4 Di e ences be ween s anda d o mula and in e nal model
E.5 Non-compliance wi h he MCR and he SCR
E.6 Any o he in o ma ion
- 61 -
ORSA Be ich
Im ORSA Be ich muss einmal p o Jah die un e nehmensindi iduelle Risikoeinschä zung
e läu e we den, wobei es keine s engen Vo gaben zum inhal lichen Au bau gib . In de
nach olgenden Übe sich is da ges ell , wie eine mögliche Gliede ung dieses Be ich s
aussehen könn e.
Ande s als beispielsweise beim SFCR gib es beim ORSA Be ich keine s engen Vo gaben
zum Abgabe e min.
3.4.2 Quan i a i e Be ich sp lich en
Die quan i a i en In o ma ionen e olgen übe spezi izie e Meldebögen, den sogenann-
en Quan i a i e Repo ing Templa es (QRT), die jäh lich bzw. in ielen Fällen auch ie el-
jäh lich den Au sich sbehö den gemelde we den können. Einige diese Meldebögen sind
ö en lich e ügba , so dass Ma k wei eine Fülle e gleichba e quan i a i e In o ma io-
nen zu Ve ügung s eh .
In de nach olgenden Abbildung is da ges ell , welche Bes andsin o ma ionen p o Spa e
ü die IVW P i a AG ö en lich zu Ve ügung s ehen und somi allgemein auswe ba sind.
Managemen
Summa y

Speci ically add essed o he supe iso y
au ho i ies
 Summa y o he esul s and signi ican changes
in compa ison o he las epo ing pe iod
A ORSA-p ocess

Iden i iying, assessing, and moni o ing he isks
o which he insu ance unde aking is exposed
 De e mina ion o he isk p o ile o e he pe iod o
business o ecas
B Own assessmen o
he unde aking’s
isk p o ile

Summa y o ma e ial isks
 Unde w i ing isk
 Ma ke isk, c edi isk, and liqudi iy isk
 Ope a ional isk
 O he ma e ial isk
C Capi al Managemen

Capi al managamen p ocess
 Technical p o isions
 S uc u e and quali y o own unds
 Analysis o he SCR
D In e nal model

Role o he in e nal model
 Resul s o he in e nal model
 Compa ison o he s anda d o mula and he
in e nal model
- 62 -
Abbildung 16: Ö en liche e ügba e Spa enin o ma ionen.
Die da ges ell en In o ma ionen p o Spa e sind da übe hinaus auch ü die wich igs en
Lände e ügba , in denen ein Un e nehmen Geschä zeichne .
3.4.3 Kennzahlenanalyse
Aus den ö en lich e ügba en In o ma ionen kann eine Vielzahl an Un e nehmenskenn-
zahlen abgelei e we den wie beispielsweise Konzen a ionsindizes ü Geschä ss uk u ,
die dann ü den ganzen Ma k e gleichba o liegen. Dies e möglich Benchma k Ve -
gleiche mi Ma k du chschni en.
In de nach olgenden Tabelle is ü den Sol enzkapi albeda de IVW P i a AG ein Bench-
ma k Ve gleich mi den deu schen QIS 5 E gebnissen du chge üh .
S.05.01.02
P emiums, claims and expenses by line o business
…
Medical
expense
Mo o
ehicle
O he
mo o
Fi e and
o he
Gene al
liabili y
…
C0010 C0040 C0050 C0070 C0080
…
C0200
P emiums w i en
R0110 1,805 4,484 2,708 3,610 5,444 18,051
Reinsu e s' sha e R0140 563 1,969 281 1,125 1,688 5,626
Ne R0200 1,243 2,515 2,426 2,485 3,757 12,425
P emiums ea ned 0
R0210 1,805 4,484 2,708 3,610 5,444 18,051
Reinsu e s' sha e R0240 563 1,969 281 1,125 1,688 5,626
Ne R0300 1,243 2,515 2,426 2,485 3,757 12,425
Claims incu ed 0
R0310 1,164 2,896 1,746 2,196 3,640 11,643
Reinsu e s' sha e R0340 349 1,183 214 659 1,088 3,493
Ne R0400 815 1,713 1,532 1,537 2,552 8,150
To al
Line o Business o : non-li e insu ance and
einsu ance obliga ions (di ec business and
G oss - Di ec Business
G oss - Di ec Business
G oss - Di ec Business

- 63 -
Abbildung 17: Benchma k Ve gleich ü das Sol ency Capi al Requi emen .
Aus diesem Ve gleich können Rückschlüsse au die Risikos uk u de IVW P i a AG gezo-
gen we den, bei de en In e p e a ion man abe eine gewisse Vo sich an den Tag legen
soll e. De hohe An eil ü das e siche ungs echnische Risiko lieg hie meh an einem
ge ingen Ma k isiko au g und eine isikoa men Kapi alanlage als an einem hoch iskan-
en Ve siche ungsgeschä .
Neben einjäh igen Ve gleichen we den zukün ig auch meh jäh ige Ve gleiche an Bedeu-
ung gewinnen, beispielsweise Zei eihenanalysen.
Li e a u hinweise
Di ec i e 2009/138/EC o he Eu opean Pa liamen and o he Council, 17.12.2009,
h p://eu -lex.eu opa.eu/LexU iSe /LexU iSe .do?u i=OJ:L:2009:335:0001:0155:en:PDF
(Zug i 20.02.2017).
Eu opean Commission (Edi o ): QIS 5 Technical Speci ica ions, B ussels, 05.07.2010.
h p://www.ba in.de/Sha edDocs/Downloads/DE/Ve siche e _Pen-
sions onds/QIS/dl_adap ed_ echnical_speci ica ions.pd ;jses-
sionid=A92F65FB9540E5315DB337B3BD17970E.1_cid372?__blob=publica ionFile& =6
(Zug i 20.02.2017).
Heep-Al ine , D ahs, Mölle , Webe (H sg.): Finanzie ung im (Schaden-) Ve siche ungsun-
e nehmen. Sch i ü Sch i zu den Finanzie ungsan o de ungen eines (Schaden-) Ve si-
che ungsun e nehmens. Ve lag Ve siche ungswi scha , Ka ls uhe, 2015.
Heep-Al ine , E emuk: In e nes Modell am Beispiel des du chgängigen Da enmodells de
„IVW P i a AG“. Fo schung am IVW Köln, Band 7/2016, h ps://cos.bibl. h-koeln.de/ on -
doo /index/index/docId/371 (Zug i 20.02.2017).
Posi ion in % o Bench- in % o Bench-
BSCR ma k SCR ma k
Ma ke isk 21.9% 48.0% 22.5% 58.5%
Coun e pa y de aul isk 7.8% 5.0% 8.0% 6.1%
Li e unde w i ing isk 0.0% 1.0% 0.0% 1.2%
Heal h unde w i ing isk 7.5% 7.0% 7.7% 8.5%
Non-li e unde w i ing isk 85.4% 69.5% 87.6% 84.8%
Di e si ica ion -24.1% -31.5% -24.8% -38.4%
In angible asse isk 1.6% 1.0% 1.6% 1.2%
BSCR 100.0% 100.0% 102.6% 122.0%
Ope a ional isk 10.9% 7.0% 11.2% 8.5%
Loss-abso bing capaci y o DT -13.4% -25.0% -13.8% -30.5%
SCR be o e capi al add-on 97.5% 82.0% 100.0% 100.0%
- 64 -
Heep-Al ine , Hein ichs, Hoos, Huesmann, Schi li z, Schou en, Twieg (H sg.): Value-Based-
Managemen in Non-Li e Insu ance. Fo schung am IVW Köln, 5/2013, h ps://cos.bibl. h-
koeln.de/ on doo /index/index/docId/31 (Zug i 20.02.2017).
Heep-Al ine , Meh ing, Rohl s: Bewe ung des e ügba en Kapi als am Beispiel des Da en-
modells de „IVW P i a AG“. Fo schung am IVW Köln, 4/2017. h ps://cos.bibl. h-
koeln.de/ on doo /index/index/docId/473 (Zug i 01.06.2017).
Heep-Al ine , Rohl s: S anda d o mel und wei e e Anwendungen am Beispiel des du ch-
gängigen Da enmodells de „IVW P i a AG“. Fo schung am IVW Köln, 6/2015,
h ps://cos.bibl. h-koeln.de/ on doo /index/index/docId/65 (Zug i 20.02.2017).
Heep-Al ine , Rohl s: S anda d o mel und wei e e Anwendungen am Beispiel des du ch-
gängigen Da enmodells de „IVW P i a AG“ – Teil 2. Fo schung am IVW Köln, 10/2015,
h ps://cos.bibl. h-koeln.de/ on doo /index/index/docId/156 (Zug i 20.02.2017).
Heep-Al ine , Rohl s, Dağoğlu, Ga cia-Pulido, Ven e : Be ich sp lich en und P ozessan o -
de ungen nach Sol ency II. Fo schung am IVW Köln, 6 /2016, h ps://cos.bibl. h-
koeln.de/ on doo /index/index/docId/345 (Zug i 20.02.2017).
Heep-Al ine , Rohl s, Jannusch, Ku lu, Lassen, Sampson (H sg.): Quan i a i e Sol ency II Be-
ich e s a ung ü die Ö en lichkei . Ve lag Ve siche ungswi scha , Ka ls uhe, 2017.
Rohl s, B andes, Kaise , Pü z (H sg.): Risikomanagemen im Ve siche ungsun e nehmen.
Iden i izie ung, Bewe ung und S eue ung. Ve lag Ve siche ungswi scha , Ka ls uhe,
2016.
- 65 -
4 Be ich zu in e na ionalen ASTIN A bei sg uppe ANCRM
Agen Based Models, Ne wo ks and Cellula Au oma a
in Risk Managemen : Re iew and Pe spec i e 35
Magda Schiegl, Hochschule Landshu 36
Die in e na ionale ASTIN A bei sg uppe „Agen Based Models, Ne wo ks and Cellula Au-
oma a in Risk Managemen : Re iew and Pe spec i e (ANCRM)“ wu de im He bs 2017 ge-
g ünde , um den Einsa z de olgenden Me hoden und Modelle im Nich -Leben Rück-/
Ve siche ungsbe eich zu un e suchen:
 Agen enbasie e Modelle (ABMs),
 komplexe Ne zwe ke (CN ü „complex ne wo ks“) sowie
 zellulä e Au oma en (CA ü „cellula au oma a“).
De Fokus lieg au dem Be eich Risikomanagemen , insbesonde e Modellie ung und Be-
we ung on Risiken sowie de Risikoagg ega ion. Au An age wu de de Be eich „Heal h“
in die Un e suchungen in eg ie . Die A bei sg uppe e olg dabei die olgenden Ziele:
1. Die E s ellung eines s uk u ie en Übe blicks übe die neue e wissenscha liche Li-
e a u bezüglich de o.g. Me hoden und Modelle im Rück-/ E s -Ve siche ungsbe-
eich.
2. Die En wicklung eines g undsä zlichen Ve s ändnisses ü neue Ideen und de en
Anwendung im Be eich Risikomanagemen .
3. Da übe hinaus wi d die Anwendba kei in de Ve siche ungsindus ie e aluie
und es we den Vo schläge ü wei e e A bei en im Be eich de angewand en Fo -
schung und En wicklung un e b ei e und disku ie . Einige Anwendungsbeispiele
sind dabei
a. K edi isiken,
b. Pandemien,
c. „supply chain“ Risiken (Aus älle ode Ve zöge ungen in indus iellen Lie e -
ke en, die sich lawinena ig e s ä ken) ode
d. ganz allgemeine ope a i e Risiken.
35 Mi gliede de A bei sg uppe ANCRM in alphabe ische Reihen olge: Rocco Robe o Ce chia a, Ali Ishaq,
Ca hine Lam, LiLi Lin, Ni a Madha , Ana J. Ma a, Magda Schiegl und Rasa Va anka McKean.
36 Alle G a iken in diesem Bei ag sind selbs e s ell .
- 66 -
Ein Beispiel ü eine Ne zwe ks uk u zu Risikoagg ega ion is die Baums uk u un e
Sol ency II. Die E gebnisse de A bei sg uppe ANCRM sollen in einem Re iew-A ikel e -
ö en lich we den.
Die Na u wissenscha en en wickeln Modelle und Me hoden zu Besch eibung und zum
besse en Ve s ändnis komplexe Sys eme. ABMs, CN und CA gehö en zu den e olg eichs-
en En wicklungen in den le z en Dekaden. Diese sind auch im sozio-ökonomischen Kon-
ex angewende wo den und wu den in eine Fülle on wissenscha lichen Ve ö en li-
chungen dokumen ie und disku ie . Die A bei sg uppe ANCRM soll den B ückenschlag
zwischen diesem heo e ischen Wissen und de Anwendung in de Ve siche ungswi -
scha he bei üh en.
4.1
Übe sich übe die Gesam li e a u
In 25 ausgewähl en, pee - e iewed Jou nalen wu de nach Li e a u zu den o. g. Me hoden
(ABMs, CN, CA) im Be eich Risikomanagemen / Ve siche ungswesen gesuch . Die ausge-
wähl en Jou nale sind im Anhang au gelis e . Da übe hinaus wu den einzelne, ele an e
A ikel au Emp ehlung de A bei sk eismi gliede in die Un e suchung au genommen.
Alle ü die Un e suchung ausgewähl en A ikel wu den in pee - e iewed Jou nalen e -
ö en lich . De Zei aum de Ve ö en lichungen be i die Jah e 2005 bis Ende 2017.
Mak oökonomische Ma k modelle wu den aus de Un e suchung ausgeschlossen.
Als Resul a de Un e suchung e gaben sich ca. 100 ele an e Publika ionen. Die Ve ei-
lung de A ikel au die Themenbe eiche is in de nach olgenden Abbildung da ges ell .
Abbildung 18: Au eilung de A ikel au die einzelnen Themenbe eiche.
37
83% de Ve ö en lichungen sind dem Be eich Nich -Leben zuzu echnen, 17% dem Be-
eich „Heal h“. Im Be eich Nich -Leben beschä igen sich wei übe die Häl e de Publika-
ionen (58%) mi komplexen Ne zwe ken, knapp 18% sowohl mi ABMs als auch mi Ne z-
37
G ün = ABM, blau = CN, gelb = Heal h. Die Abbildung is E gebnis de Reche chen de A bei sg uppe.
- 73 -
In ek ions isiko. Seh wich ig is auch die eali ä snahe Abbildung on S uk u en des ö -
en lichen T anspo s, z. B. Fluglinien-Ne zwe ke. Au diese Weise geling eine aussagek ä -
ige P ognose übe die Ausb ei ung on In ek ionsk ankhei en, wo aus sich geeigne e Ge-
genmaßnahmen ablei en ablassen.
Li e a u hinweise
Un e such e pee - e iewed Jou nale
1. Annals o Ac ua ial Science
2. As in Bulle in
3. B i ish Ac ua ial Jou nal
4. CAS Monog aph Se ies
5. Econome ica
6. Eu opean Ac ua ial Jou nal
7. Finance and S ochas ics
8. IEEE T ansac ions on E olu iona y compu a ion
9. Insu ance: Ma hema ics and Economics
10. In e na ional Jou nal o Theo e ical and Applied Finance
11. Jou nal o Banking and Finance
12. Jou nal o Economic Theo y
13. Jou nal o Risk
14. Jou nal o Risk and Insu ance
15. Jou nal o he Ame ican S a is ical Associa ion
16. Jou nal o he Royal S a is ical Socie y: Se ies C
17. Ma hema ical Finance
18. No h Ame ican Ac ua ial Jou nal
19. Phys. Re . E
20. Physica A
21. Quan i a i e Finance
22. Risk

- 74 -
23. Risk Analysis
24. Scandina ian ac ua ial jou nal
25. Va iance
Re iew Pape s
Allan, N., Can le, N., God ey, P., Yin, Y. (2013) A Re iew O The Use O Complex Sys ems
Applied To Risk Appe i e And Eme ging Risks In ERM P ac ice: Recommenda ions Fo P ac-
ical Tools To Help Risk P o essionals Tackle The P oblems O Risk Appe i e And Eme ging
Risk. B i ish Ac ua ial Jou nal, 18(1), 163-234.
Pa odi, P. (2012) Compu a ional In elligence wi h Applica ions o Gene al Insu ance: A Re-
iew: I – The Role o S a is ical Lea ning. Annals o Ac ua ial Science, 6(2), 307-343.
Pa odi, P. (2012) Compu a ional In elligence wi h Applica ions o Gene al Insu ance: A Re-
iew: II. Dealing Wi h Unce ain Knowledge. Annals o Ac ua ial Science, 6(2), 344-380.
Willem, L., Ve els , F., Bilcke, J., Hens, N., Beu els, P. (2017) Lessons om A Decade o Indi-
idual-Based Models o In ec ious Disease T ansmission: A Sys ema ic Re iew (2006-
2015). BMC In ec ious Diseases, 11(17), 612.
- 75 -
5 P ojec ion Models o Heal h Expenses
– Zusammen assung des Vo ags 39
Jan-Philipp Schmid , TH Köln
Fü Un e nehmen de P i a en K anken e siche ung (PKV) is im Rahmen de P ämienkal-
kula ion sowie bei wei e en Themen (z.B. im Risikomanagemen ) eine P ojek ion on Leis-
ungsausgaben / K ankhei skos en e o de lich. Im Rahmen des Vo ags wu de ku z die
Me hode on Rusam (S anda d o gehen in Deu schland) p äsen ie . Da übe hinaus wu -
den al e na i e Modelle (Modelle mi eine bilinea en S uk u ) o ges ell und ak ua iell
bewe e . Dabei zeig sich, dass bilinea e Modelle eine nü zliche und sinn olle Al e na i e
zum S anda d o gehen bilden.
5.1 Allgemeine Modellansa z
In de deu schen P i a en K anken e siche ung we den a i lich e einba e Leis ungen
du ch sogenann e Kop schäden modellie . Kop schäden s ellen die in Abhängigkei om
Al e zu e wa e en K ankhei skos en inne halb eines Jah es da . Im Rahmen de Kalkula-
ion (Neukalkula ion sowie Nachkalkula ion z.B. bei eine Bei agsanpassung) wi d die
Höhe de Kop schäden benö ig . Sie bilde einen wesen lichen Teil de Rechnungsg und-
lagen. Hie bei we den die zule z beobach e en Kop schäden übe einen ku zen Zei ho i-
zon (1,5 bis 3 Jah e) in die Zukun p ojizie .
Die Bundesans al ü Finanzdiens -
leis ungsau sich (BaFin) e ö en lich
au ih e Websei e jäh lich Kop schä-
den ü un e schiedliche Leis ungs e -
sp echen (agg egie ü den deu -
schen PKV-Ma k ). Fü s a ionä e Leis-
ungen (loga i hmie ) zeig sich die in
de Abbildung da ges ell e Fläche in
Abhängigkei om Al e (Age) und de
Kalende zei (Time). E kennba is ein
„Hügel“ in jungen Jah en (Al e 20 bis
30), ein linea e Ans ieg on Al e 40
bis 70 und im hohen Al e ein konka e
Ve lau . Hie sind die We e ü Männe
abgebilde .
39 De Vo ag basie au eine Ve ö en lichung im Jou nal Annals o Ac ua ial Science, die in Ko-Au o en-
scha mi Ma cus C. Ch is iansen (Uni e si ä Oldenbu g), Michel Denui (Uni e si é ca holique de Lou ain)
und Na halie Lucas (Uni e si é ca holique de Lou ain) e olg e. Alle Abbildungen sind aus diese Publika ion
en nommen.
Abbildung 22: BaFin Da en zu Kop schäden.
- 76 -
Die Fläche de Kop schäden in Abhängigkei on Al e und Kalende zei is in ih e S uk u
e gleichba mi de Fläche loga i hmie e S e bewah scheinlichkei en in Abhängigkei
on Al e und Kalende zei . Im Un e schied zu S e bewah scheinlichkei en s eigen die be-
obach e en Kop schäden jedoch ü jede Al e sklasse im Zei e lau . Als U sache wi d hie -
ü o de medizinische Fo sch i ange üh , de u.a. auch u sächlich ü sinkende S e -
bewah scheinlichkei en is . Die Ähnlichkei de Flächen im Aussehen mo i ie nun das
Vo gehen, bei de Modellie ung on Kop schäden eine Modells uk u zu wählen, die in
de demog aphischen Fo schung und Modellie ung on S e bewah scheinlichkei en o -
mals zu Anwendung komm .
Bezeichne man den jäh lichen Kop schaden eines -Jäh igen im Jah  mi 
󰇛󰇜, dann
lassen sich Kop schäden du ch olgende bilinea e Modelle da s ellen:
󰇛
󰇛󰇜󰇜  
∙
 bzw. 󰇛
󰇛󰇜󰇜  exp󰇛
∙
󰇜
Diese Modelle o ien ie en sich an de Modells uk u ü S e bein ensi ä en gemäß Lee-
Ca e -Modell ( gl. Lee, Ca e (1992)).
Bei de Me hode on Rusam wi d ein P o il 
 e wende (z.B. du ch No mie ung de al-
e sabhängigen Kop schäden 󰇛
󰇛󰇜󰇜 mi dem G undkop schaden ∶ 󰇛
󰇛󰇜󰇜)
und de G undkop schaden au Basis on Ve gangenhei swe en mi eine (linea en) Re-
g ession ex apolie . Zukün ige Kop schäden e geben sich dann aus dem P oduk des
ixie en P o ils und dem ex apolie en G undkop schaden:
󰇛
󰇛󰇜󰇜  
∙
 ü 
.
Die oben o ges ell e bilinea e Modells uk u e allgemeine diese Vo gehensweise. Die
Modells uk u is ein gene alisie es nich linea es Modell.
5.2 Un e such e Modelle
Insgesam wu den ie Modelle nähe un e such , de en Eigenscha en in de nach olgen-
den Übe sich zusammenge ass sind.
Link-Funk ion P ädik o Ve eilungsannahme
M0 Iden i ä ∙
 No mal e eilung
M1 Iden i ä 
∙
 No mal e eilung
M2 Loga i hmus exp󰇛
∙
󰇜 Gamma e eilung
M3 Loga i hmus exp󰇛
∙
󰇜 In e se No mal e eilung
In de nach olgenden Abbildung sind die geschä z en Pa ame e ü das Modell M1 da -
ges ell :
- 77 -
Abbildung 23: Pa ame e ü das Modell M1.
Au Basis e schiedene K i e ien wu den die Modelle mi einande e glichen. Es zeig sich
im E gebnis, dass das Modell M1 on allen be ach e en Modellen am bes en abschneide .
Die be ach e en K i e ien lassen sich wie olg zusammen assen:
 G aphische Analysen
(Plo de Residuen in e schiedenen Va ian en)
 Nume ische Analysen
(Mi le e absolu e Fehle sowie Wu zel aus mi le em quad a ischem Fehle )
 Ökonomische Analysen
(Auswi kungen au einen Ba we an Ve siche ungsleis ungen im hohen Al e )
Fü die Analysen wu de u.a. de Da ensa z in einen T ainingsda ensa z (1995 bis 2008) und
in einen Tes da ensa z (2009 bis 2011) un e eil . Das e laub einen Ve gleich de p ojizie -
en We e mi den a sächlich beobach e en We en ü die Jah e im Tes da ensa z (P o-
jek ion au Basis de Jah e 1995 bis 2008 im T ainingsda ensa z). Die Analyse lie e in die-
sem Fall eine genaue e Schä zung des Ba we s zukün ige Ve siche ungsleis ungen (im
Ve gleich zum S anda d o gehen).
Insgesam läss sich beobach en, dass die o geschlagenen Modelle eine sinn olle Ve all-
gemeine ung des S anda d o gehens da s ellen und dami die ak uellen Modelle de Ak-
ua e in de deu schen K anken e siche ung e gänzen. Fü die olls ändigen Analysen
und Quellenangaben wi d au die Vo ags olien sowie au den e ö en lich en A ikel in
den Annals o Ac ua ial Science (siehe nach olgende Li e a u hinweise) e wiesen.
Li e a u hinweise
Ch is iansen, M.; Denui , M.; Lucas, N.; Schmid , J. P. (2018). P ojec ion models o heal h
expenses. Annals o Ac ua ial Science, 12(1), 185-203.
Lee, R. D.; Ca e , L. (1992). Modeling and Fo ecas ing he Time Se ies o US Mo ali y. Jou -
nal o he Ame ican S a is ical Associa ion 87, 659-671.
- 78 -
Abbildungs e zeichnis
Abbildung 1: Rese eau bau und -abbau in Abhängigkei on de a sächl. Rendi e. ....... 22
Abbildung 2: Mechanismen zu Bewäl igung on Risiken. ............................................................ 26
Abbildung 3: Sozialpoli ische s. indi idual ech liche Lösungsmechanismen. ..................... 32
Abbildung 4: Geschä ss uk u . ............................................................................................................... 50
Abbildung 5: HGB Bilanz im Bilanzjah . ................................................................................................. 50
Abbildung 6: Fai Value Rese e B u o. ................................................................................................ 51
Abbildung 7: Ökonomische Bilanz im Bilanzjah . .............................................................................. 51
Abbildung 8: Ma k isiken. .......................................................................................................................... 52
Abbildung 9: Basissol enz isiken. ............................................................................................................ 53
Abbildung 10: Sol ency Capi al Requi emen – S anda d o mel. ............................................... 54
Abbildung 11: Sol ency Capi al Requi emen – In e nes Modell. ............................................... 55
Abbildung 12: Ope a ionelle Risiken – Pa ialmodell. ..................................................................... 56
Abbildung 13: Kapi alalloka ion – In e nes Modell. .......................................................................... 57
Abbildung 14: Ökonomische Bilanz im P ognosejah . .................................................................... 58
Abbildung 15: Sol ency Capi al Requi emen im P ognosejah . ................................................. 59
Abbildung 16: Ö en liche e ügba e Spa enin o ma ionen. .................................................... 62
Abbildung 17: Benchma k Ve gleich ü das Sol ency Capi al Requi emen . ........................ 63
Abbildung 18: Au eilung de A ikel au die einzelnen Themenbe eiche. ............................. 66
Abbildung 19: Small-wo ld e sus Scale- ee Ne zwe ke. .............................................................. 67
Abbildung 20: Ne zwe ks uk u eines neu onalen Ne zes aus dem Be eich de KI. ........... 68
Abbildung 21: Zusammenwi ken on Mik o- und Mak oebene bei einem ABM. ................. 70
Abbildung 22: BaFin Da en zu Kop schäden. ...................................................................................... 75
Abbildung 23: Pa ame e ü das Modell M1. ...................................................................................... 77

- 79 -
Abkü zungs e zeichnis
ABM Agen based Models, Agen enbasie e Modelle
Abs. Absa z
Adj., Adjus m. Adjus men
AFIR Ac ua ial App oach o Financial Risks
AG Ak iengesellscha
AG A bei sg uppe
ANCRM Agen Based Models, Ne wo ks and Cellula Au oma a in Risk Manage-
men
ART Al e na i e Risiko T ans e , al e na i e isk ans e
ASTIN Ac ua ial S udies in Non-Li e Insu ance
BaFin Bundesans al ü Finanzdiens leis ungsau sich
BE Bes Es ima e
Be AVG Be iebs en engese z
BS Balance shee
BSCR Basis Sol ency Capi al Requi emen
BT-D s. Bundes agsd ucksache
B&W Bacon & Wood ow
BY Balance yea
Bzgl. Bezüglich
Bzw. Beziehungsweise
CA Cellula Au oma a
CAS Casual y Ac ua ial Socie y
CC Closeness Cen ali y
CDC Collec i e De ined Con ibu ion
CIA Cong ès in e na ional des ac uai es
CN Complex Ne wo k
CoC Cos o Capi al
COV, Co a . Co a iance
D Du a ion
DAV Deu sche Ak ua e einigung
DB De ined Bene i
DC De ined Con ibu ion
- 80 -
DGVFM Deu sche Gesellscha ü Ve siche ungs- und Finanzma hema ik
d. h. Das heiß
Disk. diskon ie
Di ., Di e s.,
Di e si ic.
Di e si ica ion
D . Dok o
DT De e ed axes
€ Eu o
EbAV Ein ich ungen de be ieblichen Al e s e so gung
EC Eu opean Communi y
e. g. Exempli g a ia
EIOPA Eu opean Insu ance and Occupa ional Pensions Au ho i y
Engl. englisch
Equi . equi alen
ERM En e p ise Risk Managemen
ESR En e p ise Shock Resis ance
E c. E ce e a – und so wei e
Expec . Expec ed
FaRis Fo schungss elle inanzielles & ak ua ielles Risikomanagemen
FRA Financial Regula o y Au ho i y
FV Fai alue
GAAP Gene ally accep ed accoun ing p inciples
GDP G oss Domes ic P oduc
GDV Gesam e band de deu schen Ve siche ungswi scha
GEO Geog aphie, geog aphisch
Gg ., gg s. Gegebenen alls
GLM Gene alized linea model
GmbH Gesellscha mi besch änk e Ha ung
HC Home coun y
HGB Handelsgese zbuch
H sg. He ausgebe
IAA In e na ional Ac ua ial Associa ion
IAAHS In e na ional Ac ua ial Associa ion Heal h Sec ion
IACA In e na ional Associa ion o Consul ing Ac ua ies
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ICA In e na ional Cong ess o Ac ua ies
i. d. R. In de Regel
i. e. Id es
IEEE Ins i u e o Elec ical and Elec onics Enginee s
i. e. S. Im enge en Sinn
i a Ins i u ü Finanz- und Ak ua swissenscha en
IFRS In e na ion Financial Repo ing S anda ds
Incl. inclusi e
In . In e es
In ang. In angible
IORP Ins i u ions o Occupa ional Re i emen P o ision
IRR In e nal Ra e o Re u n
IT In o ma ions echnologie, in o ma ion echnology
IVS Ins i u ü e siche ungsma hema ische Sach e s ändige
IVW Ins i u ü Ve siche ungswesen
i wKöln Ins i u ü Ve siche ungswesen Köln
K z K a ah zeug
K.I. Küns liche In elligenz
LoB Line o business
Max. maximal
MCEV Ma ke Consis en Embedded Value
MCR Minimum Sol ency Requi emen
Mk . Ma ke
Mod. Modi ied
M d. Millia de(n)
N Anzahl
ND No mal dis ibu ion
NL Non-li e
NN Neu onal Ne wo ks
No. Numbe
o. g. Oben genann
Op., Ope a . Ope a ionell
OR Ope a ionelle Risiken
ORSA Own Risk and Sol ency Assessmen
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PBSS Pension Bene i s & Social Secu i y
P&C P ope y and casual y
PFAV Pensions onds-Au sich s e o dnung
Phys. Re . Physical Re iew
PKV P i a e K anken e siche ung
P&L P o i and loss
P em. P emium
P o . P o esso
P op. P ope y
QIS Quan i a i e Impac S udy
QRT Quan i a i e Repo ing Templa e
RI Re-insu ance
RC Requi ed capi al
Res. Rese e
ROE Re u n on Equi y
RORC Re u n on Risk Capi al
RSR Regula Supe iso y Repo ing
S. Sei e
SCOR Socié é Comme ciale de Réassu ance
SCR Sol ency Capi al Requi emen
SD S anda d de ia ion
SFCR Sol ency Financial Condi ions Repo
SOA Socie y o Ac ua ies
Sp . Sp ead
SV Schaden e siche ung
T€ Tausend Eu o
TH Technische Hochschule
TR Technische Rese en
u. a. Un e ande em
Ü Übe endi e
UHC Uni e sal Heal hca e
Undi . Undi e si ied
US Uni ed S a es
USA Uni ed S a es o Ame ica