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Sparprozesse mit kollektivem Risikoausgleich

Abstract

Fondssparen ist dadurch gekennzeichnet, dass das Kapitalanlagerisiko des Fonds unmittelbar auf das Anteilsvermögen wirkt. Altersvorsorgesparer scheuen Kapitalmarktrisiken insbesondere kurz vor Rentenbeginn. Die Idee von With-Profit Policen (Lebensversicherungsverträgen mit Überschussbeteiligung) ist, dass die Kapitalerträge teilweise den Versicherten direkt gutgeschrieben werden und teilweise einer kollektiven Reserve zugeführt werden. Bei positiver Entwicklung am Kapitalmarkt kann so die Reserve aufgebaut werden; Verluste am Kapitalmarkt können andererseits durch Entnahmen aus der Reserve kompensiert werden. Der Auf- und Abbau der kollektiven Reserve bedeutet einen Risikotransfer zwischen den Sparergenerationen. Wir stellen hier ein zeitstetiges Modell zur Analyse dieses Risikotransformationsprozesses vor. Mit Hilfe stochastischer Prozesses können wir Aussagen über Grenzverteilungen, risikoneutrale Bewertungen und Ruinwahrscheinlichkeiten herleiten. Anhand von Rendite-Risikoprofilen kann nachgewiesen werden, dass der intergenerationale Risikotransfer tatsächlich einen Nutzeneffekt hat.

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Sparprozesse mit kollektivem Risikoausgleich

Author: Goecke, Oskar
Year: 2011
Source: https://cos.bibl.th-koeln.de/files/1/COS_Forschung_am_IVW_Koeln_1_2011_Goecke.pdf
Fo schung am IVW Köln, 1/2011
Ins i u ü Ve siche ungswesen
Spa p ozesse mi kollek i em
Risikoausgleich
Oska Goecke
Zusammen assung
Fondsspa en is dadu ch gekennzeichne , dass das Kapi alanlage isiko des
Fonds unmi elba au das An eils e mögen wi k . Al e s o so gespa e
scheuen Kapi alma k isiken insbesonde e ku z o Ren enbeginn. Die
Idee on Wi h-P o i
Policen (Lebens e siche ungs e ägen mi
Übe schussbe eiligung) is , dass die Kapi ale äge eilweise den
Ve siche en di ek gu gesch ieben we den und eilweise eine kollek i en
Rese e zuge üh we den. Bei posi i e En wicklung am Kapi alma k
kann so die Rese e au gebau we den; Ve lus e am Kapi alma k können
ande e sei s du ch En nahmen aus de Rese e kompensie we den. De
Au - und Abbau de kollek i en Rese e bedeu e einen Risiko ans e
zwischen den Spa e gene a ionen. Wi s ellen hie ein zei s e iges Modell
zu Analyse dieses Risiko ans o ma ionsp ozesses o . Mi Hil e
s ochas ische P ozesses können wi Aussagen übe G enz e eilungen,
isikoneu ale Bewe ungen und Ruinwah scheinlichkei en he lei en.
Anhand on Rendi e-Risikop o ilen kann nachgewiesen we den, dass de
in e gene a ionale Risiko ans e a sächlich einen Nu zene ek ha .
Abs ac
Mu ual und sa ing is cha ac e ized by he ac ha he und’s capi al
ma ke isk exposu e di ec ly a ec s he indi idual asse s o each sa e . A
pe son who sa es money o his/ he pension is pa icula ly conce ned
abou capi al ma ke isks when he/ she app oaches pension age. The idea
o wi h-p o i li e insu ance business is ha he e u ns o he asse s a e
pa ially dis ibu ed o he indi idual sa e s’ accoun s and o a collec i e
ese e (unalloca ed und). When capi al ma ke s a e pe o ming well he
collec i e ese e builds up while in imes o ill pe o mance he collec i e
ese e is educed in o de o subsidize he indi idual accoun s. Building
up and educing he collec i e ese e cons i u es an in e gene a ional
isk ans e wi h espec o capi al ma ke isks. We p esen a con inuous
ime model o analyze his isk ans o ma ion p ocess. We employ
s ochas ic p ocesses o de i e s a emen s abou e minal dis ibu ions, isk
neu al alua ion, and uin p obabili ies. By analyzing isk- e u n-p o iles
we can p o e ha in e gene a ional isk ans e ac ually has a posi i e
wel a e e ec .
-
I -
Inhal s e zeichnis
Inhal s e zeichnis ............................................................................ I
1
Mo i a ion ................................................................................ 1
2
Kollek i es Spa en ................................................................... 3
2.1
De Glä ungsmechanismus ............................................................. 3
2.2
Besch eibung des Kapi alma k es ................................................... 7
2.3
Besch eibung des Dekla a ionsp ozesse ....................................... 11
2.4
Zulässige Asse -Liabili y-Managemen S a egien ....................... 12
3
ALM-S a egien ü kollek i e Spa p ozesse ........................ 15
3.1
Das Basismodell ............................................................................ 15
3.1.1
Bes immung des Dekla a ionsp ozesses ..................................................... 15
3.1.2
Bes immung des Anlagep ozesses.............................................................. 18
3.1.3
De ini ion des linea en Modells ................................................................. 19
3.2
Elem a e Eigenscha en des linea en Modells .............................. 20
3.3
G enzp ozesse im linea en Modell ................................................ 31
3.4
Risikoneu ale Bewe ung im linea en Modell ............................. 41
3.5
Be echnung de Ruinwah scheinlichkei ...................................... 47
4
Glä ung des Anlage isikos .................................................... 60
4.1
Anlage isiko bezogen au das Endkapi al ..................................... 60
4.2
Anlege s ess wäh end de Ve agslau zei ................................. 69
Li e a u e zeichnis ..................................................................... 84
Abbildungs- und Tabellen e zeichnis ......................................... 88
-
1 -
S
PARPROZESSE MIT KOLLEKTIVEM
R
ISIKOAUSGLEICH
1 Mo i a ion
De Lebens e siche ungs e ag is die am wei es en e b ei e e Fo m de kapi alge-
deck en Al e s o so ge in Deu schland. Im Ve gleich zu Bank- und Fondsspa plänen
wi d in alle Regel au die Absiche ung biome ische Risiken als das wesen liche Un-
e scheidungsme kmal de Lebens e siche ung hinges ell . Hie bei wi d e nachlässig ,
dass die klassische Lebens e siche ung
1
einen lang is e Spa p ozess um ass , bei dem
übe die Übe schussbe eiligung eine Teilhabe am Anlagee olg des Ve siche e s s a -
inde .
Du ch diese A de Teilhabe am Anlagee olg des Anbie e s un e scheide sich die Le-
bens e siche ung undamen al on ande en Spa o men:
 Bei einem Bankspa plan komm es zu eine olls ändigen T ennung zwischen
dem Anlagee olg des Anbie e s und de Ve zinsung des Spa e ages. De
Spa zins wi d egelmäßig an die Ma k e häl nisse angepass ; die Di e enz
zwischen de Ve zinsung des Ak i geschä s und dem Spa zins (Re inanzie-
ungskos en) s eh de Bank uneingesch änk als E ag zu Ve ügung.
 Beim Fondsspa en is das gesam e Anlage e mögen zu jedem Zei punk oll-
s ändig au die Spa e e eil – es gil das s enge Indi idualp inzip. Au diese
weise pa izipie en die Spa e uneingesch änk am Anlagee olg (ode Anlage-
misse olg) des In es men onds. Fü den Be eibe des In es men onds s ellen
die Ve wal ungsgebüh en (managemen ees) die E äge da . Da sich die Ve -
wal ungsgebüh en in alle Regel am Anlage olumen o ien ie en, is die E ags-
lage des Be eibe s ela i unabhängig om Anlagee olg.
 Bei einem kapi albildenden Lebens e siche ungs e ag mi Übe schussbe eili-
gung deu sche P ägung s eh de Anlagee olg (nach Abzug eine E olgsbe ei-
ligung des Ak ionä s) ähnlich wie beim Fondsspa en de Gesam hei de Spa e
zu. Alle dings e olg die Ve eilung des Anlagee olgs nich nach dem s engen
Indi idualp inzip, sonde n dem G undsa z des kollek i en Risikoausgleichs.
Diese e olg in de Weise, dass ein Teil des Anlagee olgs eine kollek i en
Spa ese e zuge üh wi d. Dies e möglich eine „Glä ung“ de Ve zinsung de
1
Mi „klassische Lebens e siche ung“ sollen hie die Ve äge mi Übe schussbe eiligung gemein sein;
nich hie zu gehö en ondsgebundene Lebens e siche ungen.
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 2 -
Spa e . Die Zu üh ungen und En nahmen aus de kollek i en Rese e üh en zu
einem Gene a ionen-übe g ei enden kollek i en Risikoausgleich bezogen au die
Kapi alma k isiken.
Ziel diese Un e suchung is es, den Nu zen dieses kollek i en Risikoausgleichs aus
Sich de Spa e da zus ellen.
2
Die klassische deu sche kapi albildende Lebens e siche-
ung mi Übe schussbe eiligung is eine Fo m des kollek i en Spa ens; ähnliches gil ü
die sogenann en „Wi h-P o i -Policen“ wie sie insbesonde e in G oßb i annien angebo-
en we den. Um den Nu zen des kollek i en Risikoausgleichs in Bezug au das Kapi al-
anlage isiko un e suchen und da s ellen zu können, is es e o de lich, das Modell des
Lebens e siche ungsspa ens zu eduzie en au ein ein aches Modell des kollek i en
Spa en.
2
In de Li e a u inde man be ei s e einzel e Ansä ze; u.a. Gollie , Ch is ian : In e gene a ional isk
sha ing and isk aking in a pension und, Jou nal o Public Economics, ol. 92, n. 5-6, June 2008,
S.1463-1485; Go don, Roge H.; Va ian, Hal R.: In e gene a ional isk sha ing, Jou nal o Public Eco-
nomics 37 (1988), S.185-202; Thøge sen, Øys ein : In e gene a ional isk sha ing by means o pay-as-
you-go p og ams – an in es iga ion o al e na i e mechanisms; SNF-Repo No.12/ 06; SNF-p ojec no.
1345, Ins iu e o Resea ch in Economics and Business Adminis a ion Be gen, May 2006; Consiglio,
And ea; Cocco, Fla io; Zenions, S a os A.: Asse Liabili y Modeling o Pa ici a ing Plicies wi h Ga-
an ees, The Wha en School, Uni e si y o Pennsyl ania, Wo king Pape , Dec. 2000, e ised Feb.
2001;Gullién, Monse a ; Jø gensen, Pe e Løch e; Pe ch-Nielsen, Jens: Re u n Smoo hing Mechanism
in Li e and Pension Insu ance, Insu ance: Ma hema ics and Econommics, 2006; Vol 38, N . 2, S.229-252;
Jø gensen, Pe e Løch e: Logno mal App oxima ion o Complex Pa h Complex Pa h-Dependan Penion
Scheme Payo s, Eu opean Jou nal o Finance, 2007, Vol. 13, S.595-619.

Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 3 -
2 Kollek i es Spa en
2.1 De Glä ungsmechanismus
Um den E ek des kollek i en Risikoausgleichs in Bezug au das Kapi alma k isiko
da s ellen zu können, is es e o de lich, das Modell de Lebens e siche ung mi Übe -
schussbe eiligung bzw. das Modell de Wi h-P o i -Police zu eduzie en au ein ein a-
ches Modell des kollek i en Spa ens. Insbesonde e blenden wi die E ek e des Aus-
gleichs biome ische Risiken (insbesonde e Todes all- und Langlebigkei s isiko) aus.
Des Wei e en un e s ellen wi , dass de kollek i e Spa p ozess on einem Lebens e si-
che ungsun e nehmen (LVU) be eu wi d, das selbs kein Eigenkapi al s ell , keine
Kos en e heb und ausschließlich im Au age de Ve siche en (Kollek i de Spa e )
ä ig wi d. Ein Ve siche ungs e ein au Gegensei igkei komm diesem Modell ech
nahe. Die Annahme, dass keine Ve wal ungskos en/ T ansak ionkos en an allen, is ü
das Modell nich zwingend. Man könn e beispielsweise Ve wal ungskos en/
T ansak ionkos en sei ens des Be eibe s du ch eine passende educ ion in yield (Mana-
gemen ee au das Anlage e mögen) be ücksich igen. An den im Folgenden da geleg-
en Zusammenhängen ände dies wenig.
Die Annahme, dass de Be eibe (das LVU) kein Eigenkapi al be ei s ell bzw. be ei
s ellen muss, s ell eine deu liche Ve ein achung des Modells da . Is de Be eibe
du ch die Be ei s ellung on Eigenkapi al be eilig , so wi d e eine angemessene Eigen-
kapi al endi e e wa en. Dabei muss alle dings es geleg we den, welche Funk ion das
Eigenkapi al ha und welchen Risiken es ausgese z is . Angesich s de Eigenkapi alquo-
en
3
de deu schen Lebens e siche e (ca. 1%-2%) is abe auch kla , dass das Eigenka-
pi al nu in seh geg enz eingese z we den kann, um Kapi alma k isiken (um die geh
es ja hie ausschließlich) auszugleichen. Fü die Analyse des Nu zens des kollek i en
Spa ens is es dahe keine Einsch änkung de Aussagek a des Modells, wenn au den
Ansa z eine Eigenkapi alposi ion e zich e wi d.
Wi eduzie en dahe den Lebens e siche ungs e ag au einen Spa e ag mi einma-
ligen ode egelmäßigen Spa bei ägen, bei dem am Ende de Lau zei ein Ve so gungs-
kapi al ausgezahl wi d. Eine En spa phase wi d zunächs nich be ücksich ig .
Das LVU (als Be eibe des kollek i en Spa p ozesses) üh alle Spa bei äge zusam-
men und leg die Mi el am Kapi alma k an. In Abhängigkei on de Kapi alma k en -
wicklung leg das LVU es , welche Zins den Spa e n gu gesch ieben wi d. Bei de
3
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 4 -
Fes legung des Gu habenzinses („Dekla a ion“) kann das LVU bei Beda auch „kollek-
i e Mi el“ einse zen.
Die Bilanz des LVU habe olgende seh ein ache S uk u
A
BBILDUNG
2
-1: Ve ein ach es Bilanzschema eines Lebens e siche e s
Wi be ach en hie die Lebens e siche ung gewisse maßen als Selbs hil eein ich ung,
bei de das gesam e o handene Ve mögen den Spa e n gehö , wobei zu un e scheiden
is zwischen den Ve siche en-Gu haben – dies is die Summe de indi iduellen An-
sp üche alle Ve siche en – und dem Kollek i -Gu haben – dieses Kapi al gehö allen
Ve siche en gleiche maßen. Das LVU ungie hie bei als Agen des P inzipals „Ve si-
che ungskollek i “ und agie ausschließlich zum Nu zen des Ve siche enkollek i es.
Das LVU en scheide übe die Zusammense zung des Anlagepo olios und übe die
Au eilung des gesam en Ve mögens au die indi iduellen Ansp üche (Ve siche engu -
haben) und den kollek i en Ansp üchen (kollek i e Rese e). Die Spa e haben keine
indi iduellen Ansp üche au die in de kollek i en Rese e gebundenen Mi el, wohl
abe sind sie Teilhabe . Sie haben Ansp uch da au , dass die kollek i e Rese e bei Be-
da zu ih em Nu zen eingese z wi d. Eine Regel könn e beispielsweise lau en, dass je-
de Spa e einen Ansp uch da au ha , dass e bei Fälligkei des Ve ages (zu Beginn
des Ruhes andes) neben seinem indi iduellen Ve siche engu haben gg . einen Zusa z-
be ag aus de kollek i en Rese e e häl um siche zu s ellen, dass mindes ens die
Summe de on ihm eingezahl en Bei äge ausgezahl we den.
Das Beispiel mach kla , dass das LVU einen ai en In e essensausgleich zwischen den
Spa e gene a ionen ans eben muss. Die Spa e gene a ionen, die ku z o Fälligkei ih-
e Ve äge s ehen, haben ein In e esse da an, dass die kollek i e Rese e abgeschmol-
zen wi d, wäh end die „Jungspa e “ ehe an eine Au s ockung de Rese e in e essie
sind.
4
4
Wei e e Aus üh ungen hie zu in: [Goecke 2009] S. 291 .
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 5 -
Es wi d im Folgenden u.a. da um gehen, K i e ien ü angemessene En scheidungs e-
geln des LVU au s ellen. Ein Lei gedanke hie bei is , dass das LVU e such , die mög-
liche weise s a k schwankende We en wicklung de Ak i sei e (des Po olios) du ch
Zu üh ungen ode En nahmen aus de kollek i en Rese e so auszugleichen, dass die
Ve siche engu haben sich halbwegs s abil en wickeln können.
A
BBILDUNG
2 -2: P inzip de E gebnisglä ung
Die Abbildung 2-2 illus ie den Glä ungse ek in de Zei . Wäh end die We en wick-
lung des Po olios ( P
) e heblich schwank , s eigen die Ansp üche de Ve siche en
( V
) kon inuie lich. Das kollek i e Rese e ( R
) dien gewisse maßen als Schwan-
kungs ese e.
Beim kollek i en Spa en kann also die Ve zinsung de Ve siche en-Gu haben höhe
ode nied ige aus allen als die Po olio e zinsung. Es is somi denkba , dass eine Spa-
e gene a ion zuguns en de nach olgenden Spa e gene a ionen zum Au bau kollek i en
de Rese e bei äg bzw. zu Las en de nach olgenden Spa e gene a ion die kollek i e
Rese e abgebau ha .
Alb ech e.a.
5
haben in zahl eichen Ve ö en lichungen gezeig , dass die Lebens e si-
che e in de Ve gangenhei a sächlich eine seh s abile Ve zinsung de Ve siche en-
gu haben da s ellen konn en. Auch die Lebens e siche ungsun e nehmen e klä en eine
gleichmäßig (hohe) Übe schussbe eiligung als ein Ziel ih e Un e nehmenspoli ik.
Wi können diesen P ozess de E gebnisglä ung als Zins ans o ma ion bezeichnen,
denn de „Zins“, den das LVU mi seine Anlagepoli ik am Kapi alma k e ziel , wi d
5
Alb ech , Pe e ; Mau e , Raimond; Sch adin, Hein ich R.: Die Kapi alanlagepe o mance de Lebens-
e siche e im Ve gleich zu Fondsanlage un e Rendi e- und Risikoaspek en, Ka ls uhe 1999.; Alb ech ,
Pe e : Die Kapi alanlagepe o mance de deu schen Lebens e siche e 1980-2006, Mannheime Manu-
sk ip e zu Risiko heo ie, Po olio Managemen und Ve siche ungswi scha , N . 169, Mannheim 2007.
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 6 -
du ch Au - und Abbau de kollek i en Rese e ans o mie - sp ich geglä e (Abbil-
dung 2-3).
A
BBILDUNG
2 -3: Zins ans o ma ion beim Lebens e siche ungsspa en
Die Zins ans o ma ion beim Lebens e siche ungsspa en um ass also zwei En schei-
dungsebenen:
 En scheidung übe die Po oliozusammense zung
 En scheidung übe den Einsa z de kollek i en Rese e.
Diese beiden En scheidungsebenen können auch mi den Beg i en Asse -Managemen
und Liabili y-Managemen e ass we den. En sp echend können wi on Asse -
Liabili y-Managemen sp echen, wenn beide En scheidungsebenen au einande abge-
s imm we den. Die En scheidung übe den Einsa z de kollek i en Rese e en sp ich
im Wesen lichen de En scheidung des LVU übe die Fes legung de Dekla a ion. Mi
Fes legung de Dekla a ion wi d nämlich ein en sp echende Teil de R B gebunden, so
dass im Lau e des Geschä sjah es diese gebundene Teil de R B sukzessi e in das
Ve siche en-Gu haben umgebuch wi d.
Bezeichnungen:
P
: We des Po olios zum Zei punk
V
: We de Ve siche engu haben zum Zei punk
:
R P V
= −
: kollek i e Rese e zum Zei punk
: ln ln 1
P R
V P
ρ
   
= = − −
   
   
   
: (log.)Rese equo e zum Zei punk
.
De We ln ( P
/ V
) en sp ich nähe ungsweise de üblichen Rese equo e R
/P
. Im
Wei e en wi d sich zeigen, dass die au den e s en Blick e wa ums ändliche De ini ion
de Rese equo e a sächlich die Da s ellung wesen lich e ein ach .
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 13 -
Hie bei sei
1
u
α
−
das (1-
α
)-Quan il de S anda dno mal e eilung.
Die Bedingung (ALM ) können wi auch als Fundamen al-Bedingung des Asse -
Liabili y-Managemen s de Lebens e siche ung bezeichnen. Sie zeig nämlich den
unk ionalen Zusammenhang zwischen den zen alen S eue ungsg ößen des ALM-
P ozesses, de Risikoexposi ion
( )
σ
(S eue ungspa ame e de Ak i sei e) und de
Dekla a ion
( )
η
(S eue ungspa ame e de Passi sei e). Beide P ozesse sind op imal
au einande abzus immen.
Fü seh ku ze Zei abschni e
0
∆ →
is die Bedingung (ALM ) imme dann e üll ,
wenn zum Zei punk de Rese epu e
min
( ) 0
ρ ρ
− >
is .
Wi können
2
1
2
( ): ( ) ( ) ( )
neu al SR
η µ µ σ σ
= = + −
(Gl. 2-15)
auch als die isikoneu ale Dekla a ion bezeichnen, denn wegen
(
)
(
)
( ) ( ) ( ) ( )
ρ ρ µ η
+ ∆ − = ∆ −
E
en sp ich in diesem Fall die e wa e e de ak uellen Rese equo e.
In Hinblick au p ak ische Anwendungen kann es sinn oll sein zusä zlich o de n
max
( )
σ σ
≤
und
min
( )
η η
≥
ü o gegebene Pa ame e
max min
,
σ η
∈
R
.

Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 14 -
A
BBILDUNG
2 -5: Zulässige ALM-Posi ionen nach (Gl. 2-16) ü
1
∆ =
, 1-
α
=
99,5% und
min
( ) 12%
ρ ρ
− =
.
Die Abbildung 2-5 illus ie den Zusammenhang zwischen Risikoexposi ion und Dekla-
a ion. Jede Punk
(
)
,
σ η
in dem Diag amm ma kie eine ALM-Posi ion, also eine
En scheidung des LVU hinsich lich de Asse -Sei e (Risikoexposi ion
( )
σ
) und de
Liabili y-Sei e (Dekla a ion
( )
η
). Ausgehend on eine e ügba en Rese e on
min
( )
ρ ρ
−
= 10% und einem Siche hei sni eau on
1 99,5%
α
− =
zeig die Abbildung
den Be eich de zulässigen ALM-Posi ionen; e wi d beg enz du ch die
Sol abili ä sbedingung (
max
( )
η η
≤
) und die Mindes e zinsung (
min
( )
η η
≥
).
Nich alle zulässigen ALM-Posi ionen sind sinn oll, denn eine hohe Dekla a ion kann
zwa zulässig sein (d.h. die Sol abili ä sbedingung e üllen), abe dennoch zu einem
nich e e ba en Rese eabbau üh en. Wähl nämlich das LVU bei eine ALM-
Posi ion
(
)
,
σ η
obe halb de ese eneu alen Dekla a ion
( )
neu al
η µ
=
, so bedeu e
dies, dass im E wa ungswe die Rese e abgebau wi d und somi in de nächs en Pe-
iode das Ruin isiko s a k s eig .
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 15 -
3 ALM-S a egien ü kollek i e Spa p ozesse
3.1 Das Basismodell
Im Folgenden soll ein linea es Modell ü das ALM eines Spa e kollek i s mi kollek i-
em Risikoauagelich einge üh und elemen a e Eigenscha en he gelei e we den.
Allgemein wollen wi als ALM-S a egie einen (s ochas ischen) P ozess
(
)
0
( ), ( )
σ η
≥
e s ehen, de olgende Eigenscha en ha
1.
(
)
0
( ), ( )
σ η
≥
is ein
F
-messba e , p e isible P ozess
2.
(
)
0
( ), ( )
σ η
≥
is in jedem Zei in e all
[0, ]
T
.s. besch änk
3. Die P ade
(
)
0
( , )
σ ω
≥
und
(
)
0
( , )
η ω
≥
sind .s. ech ssei ig s e ig.
4.
( ) 0
σ
≥
.s. ü alle
0
≥
.
Eine ALM-S a egie is also eine Vo sch i , die zu jedem Zei punk
0
≥
un e Be-
ücksich igung de -Ve gangenhei die Risikoexposi ion de Kapi alanlagen
( )
σ
und
die Dekla a ion (Ve zinsung de Ve siche engu haben)
( )
η
ü die nächs e Pe iode
[ , [
+ ∆
es leg .
Da wi einen a bi age eien Kapi alma k un e s ellen, is du ch die Wahl des Risiko-
p ozesses
(
)
0
( )
σ
≥
de D i p ozess
(
)
0
( )
µ
≥
eindeu ig es geleg – gl. (Gl.2-8).
3.1.1 Bes immung des Dekla a ionsp ozesses
Die Bedingung (ALM ) in (Gl. 2-15) zeig , dass de Rese ep ozess
(
)
( )
ρ
eine zen ale
S eue ungsg öße des ALM-P ozesses is . Wi wollen im un e s ellen, dass das LVU be-
s eb is , eine bes imme s a egische Ziel ese e
min
Ziel
ρ ρ
≥
zu e eichen. Hie zu wähl
es in jede Pe iode die ALM-Posi ion
(
)
( ), ( )
σ η
so aus, dass (im E wa ungswe ) eine
bes ehende Abweichung on de Ziel ese e abgebau wi d. Die Angleichung an die
Ziel ese e kann das LVU übe die Dekla a ion
( )
η
s eue n: Wähl das LVU eine De-
kla a ion obe halb bzw. un e halb de e wa e en Po olio endi e, d.h.
( ) ( )
η µ
>
bzw.
( ) ( )
η µ
<
, so wi d im E wa ungswe die Rese e abgebau bzw. au gebau .
Wi konk e isie en die S a egie und de inie en
ˆ( ) : ( )
Ziel
ρ ρ ρ
= −
als Abweichung on
de Ziel ese e und e langen, dass die Abweichung on de Ziel ese e im E wa -
ungswe gleichmäßig eduzie wi d. Fü ein
0
θ
≥
soll dahe gel en:
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 16 -
(
)
ˆ ˆ
( ) ( )
d d
ρ θ ρ
= −
E
(Gl. 3-1)
Wi können
θ
als Anpassungsgeschwindigkei in e p e ie en.
Dies leg wegen (Gl. 2-12) den olgenden Zusammenhang zwischen Dekla a ion und
Rese e nahe:
ˆ
( ) ( ) ( )
η µ θ ρ
= +
. (Gl. 3-2)
Dami is alle dings die ALM-S a egie noch nich eindeu ig es geleg , denn (Gl. 3-2)
kann ü jede Risikoexposi ion
( )
σ
e üll we den. Man beach e, dass wegen (ALM 1)
de Rendi ep ozesse
( )
µ
olls ändig du ch
( )
σ
bes imm is .
P oposi ion 3-1
Wi d die Dekla a ion en sp echend (Gl. 3-2) an die jeweilige Rese esi ua ion ange-
pass , so is de Rese ep ozess
ˆ
( )
ρ
ein e allgemeine e mean- e e sion O ns ein-
Uhlenbeck-P ozess,
9
d.h. e üll die SDG :
ˆ( ) ( )
ˆ( )
d d dW
ρ σθ ρ
= − +
(Gl. 3-3)
mi de S a bedingung
0 0
ˆ ˆ
(0) :
Ziel
ρ ρ ρ ρ
= = −
mi de Lösung
0
[0, ]
ˆ( ) exp( ) ( )ex
ˆp( )
s
dW
s s
ρ θ σρ θ
 
+



=
−


∫
(Gl. 3-4)
(
)
0
ˆ( ) exp
ˆ
( )
ρ θ
ρ
= −
E
(Gl. 3-5)
( )
( )
2
0
ˆ
Va ( ) exp( 2 ) ( ) exp(2 ) .
s s ds
ρ θ σ θ
= −
∫
E
(Gl. 3-6)
Beweis
(Gl. 3-3) olg unmi elba aus (Gl. 2-11) und (Gl. 3-2). Es handel sich um eine linea e
SDG mi de eindeu igen Lösung (Gl. 3-4) – gl. [Ka a zas/ Sh e e 1991] S. 360 . (Gl.
3-5) olg unmi elba aus (Gl. 3-4). Mi Hil e de I o-Isome ie ( gl. [Øksendal 2003] S.
29) e hal en wi schießlich
9
Es handel sich also um einen mean- e e ing O ns ein-Uhlenbeck-P ozess; gl. [Øksendal 2003] S. 75.
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 17 -
( )
( )
2
[0, ]
0
2
ˆ
Va ( ) exp( 2 ) ( )exp( )
exp( 2 ) ( ) exp(2 ) .
s
dW s s
s s ds
ρ θ σ θ
θ σ θ
 
 
 

= −
−

=
∫
∫
E
E

Fü den Zusammenhang on Dekla a ion und Risikoexposi ion olg aus P oposi ion 3-1
10
[0, ]
2
2
ˆ
( ) ( ) exp( ) ( )exp
( ) .
( )
s
SR
dW s s
σ σ θ σ θη µ θ ρ
 
= + +
 
 

+

− −
∫
(Gl. 3-7)
(Gl. 3-7) e binde die beiden P ozesse
( )
σ
und
( )
η
, also die S eue ung de Ak i -
und de Passi sei e. Alle dings gib (Gl. 3-7) keine Auskun da übe , wie
( )
σ
zu
wählen is , ohne die Sol abili ä sbedingung (ALM in Gl. 2-15) zu ge äh den.
Wi wollen noch zeigen, dass die obige S a egie de Anpassung an eine Ziel ese e ei-
ne ai e Be eiligung de Spa e am Anlagee gebnis da s ell . Hie zu e gleichen wi die
e wa e e Rendi e des Anlagepo olios mi de e wa e en Rendi e de Ve siche engu -
haben.
Die e wa e e Rendi e des Po olios be äg wegen (Gl. 2-2)
00
1 ( ) 1
ln ( )
P
s ds
P
µ
 
  =
 
 
 
 
 
∫
E
;
Fü die e wa e e Rendi e de Ve siche engu haben gil wegen (Gl. 2-11 und Gl. 3-7):
( )
0
00 0
1 ( ) 1 1 ˆ
ln ( ) ( ) exp( )
V
s ds s s ds
V
η µ θ ρ θ
 
  = = + −
 
 
 
 
 
∫ ∫
E E
0
0
1 1 exp( )
ˆ
( )
s ds
θ
µ ρ
− −
= +
∫
.
En sp ich die S a ese e de Ziel ese e (d.h.
0
ˆ
0
ρ
=
), so s immen die Rendi en übe -
ein. Die Spa e können also bei Beginn des Spa p ozesses die gleiche Rendi e e wa en,
die auch das LVU mi ih em Anlage e mögen e wi scha e . Eine an ängliche Rese e-
lücke (d.h.
0
Ziel
ρ ρ
<
) üh jedoch c.p. zu du chschni lich nied ige en Rendi en; dies
bedeu e , dass die neu hinkommende Spa e gene a ion die Rese elücke de bes ehen-
den Spa e gene a ion ausgleichen muss.
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 18 -
3.1.2 Bes immung des Anlagep ozesses
Die Managemen egel (Gl. 3-2) besch eib den ALM-P ozess nich olls ändig, da bis-
he nich es geleg wu den, nach welchen K i e ien die Risikoexposi ion de Kapi alan-
lagen
(
)
( )
σ
ges eue wi d.
Zu S eue ung on
(
)
( )
σ
wollen wi ein linea es Modell un e s ellen; wi se zen
ˆ
ˆ
(
)
)
(
a
σ σ
ρ
= +
mi Pa ame e n
ˆ
0
σ
>
und
a
∈
R
.
10
(Gl. 3-8)
ˆ
σ
bezeichnen wi als die s a egische Risikoexposi ion, und a die Anpassungsge-
schwindigkei de Risikoexposi ion. Wi wollen o ausse zen, dass die Pa ame e
ˆ
( , )
a
σ
so gewähl we den, dass
ˆ
(0) 0
ˆ
(0) a
ρ
σ σ
+
≥
=
.
Dieses Modell is mo i ie du ch die olgenden heu is ischen Übe legungen. Hie zu be-
ach en wi die Sol abili ä sbedingung (ALM ) in (Gl. 2-15) und die Dekla a ions egel
in (Gl. 3-2) und wählen jeweils eine maximal zulässige Dekla a ion.
Aus (Gl. 2-15) und (Gl. 3-2) olg
min
ˆ
( ) ( ) ( )
ˆ
( ),
ˆ ˆ
( )
( ) ( ( )
)) ˆ
( a
u
α
η µ θ ρ
ρ
ρ ρ ση σ
µσ

⇒=
= +
−
= + +
−


∆∆
(Gl. 3-9)
wobei
min min
ˆ:
Ziel
ρ ρ ρ
= −
,
min
min
ˆˆ
ˆ):
ˆ
( , , 0
u
α
σ σ α
ρ
ρ
== −
∆ >
∆
und
1
( , , ) :a a u
α
α θ θ
∆
 
= ∆ −
 
∆
 
=
.
Wi können
min
ˆ ˆ( ,
ˆ
)
,
α
ρ
σ σ
= ∆
als s a egische Risikoexposi ion bezeichnen, denn nach
(Gl. 3-9) schwank die ak ische Risikoexposi ion
( )
σ
en sp echend de ak uellen Re-
se eposi ion um diesen We .
Die Managemen egel (Gl. 3-8) olg also in na ü liche Weise aus den oben da ges ell-
en Rahmenbedingungen ü zulässige ALM-S a egien.
10
De Fall a < 0 is ökonomisch nich sinn oll, denn das wü de bedeu en, dass bei schwache Rese epo-
si ion die Risikoexposi ion ausgebau wi d.

Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 19 -
3.1.3 De ini ion des linea en Modells
Das linea e Modell des kollek i en Spa ens wi d du ch die olgenden Pa ame e und
Gleichungen bes imm :
:
µ
siche e Ma k zins
:
SR
Zusa z endi e p o Risikoeinhei
( ):
σ
Risikoexposi ion zum Zei punk
0
≥
2
1
2
( ): ( ) ( )
SR
µ µ σ σ
= + −
: Rendi e eine Po olios mi Risikoexposi ion
( ) 0
σ
≥
(
)
( ) ( ) ( ) ( )
d P P d dW
µ σ
= +
ɶ
: We p ozess des Anlage e mögens mi
0
(0)
P P
=
( ):
η
Dekla a ion zum Zei punk
0
≥
( ) ( ) ( )
dV V d
η
=
: We p ozess de Ve siche engu haben mi
0
(0)
V V
=
:
Ziel
ρ
Ziel ese equo e,
0
0
0
ˆ: ln
Ziel
P
V
ρ ρ
 
= −
 
 
: an ängliche Rese equo e
11
( )
ˆ( ) : ln ( )
Ziel
P
V
ρ ρ
 
= −
 
 
: Rese equo e zum Zei punk
0
≥
,
Managemen egeln:
ˆ
0:
σ
≥
s a egische Risikoexposi ion
:
a
Anpassungsgeschwindigkei de Risikoexposi ion an die Rese e
0:
θ
≥
Anpassungsgeschwindigkei de Dekla a ion an die Rese e
ˆ
ˆ
( ) ( )
a
σ σ ρ
= +
; hie bei müssen wi siche s ellen, dass
( ) 0
σ
≥
ü alle
0
≥
.
ˆ
( ) ( ) ( )
η µ θ ρ
= +
Beme kungen:
1. Wi lassen auch den Fall
0
a
<
zu, wenngleich dies bedeu e , dass man bei eine
schwachen Rese eposi ion das Anlage isiko e höh .
11
Wi e s ehen hie die Rese equo e als die Di e enz de Is -Rese e on de Ziel ese e.
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 20 -
2. Falls
0
a
=
, so wi d unabhängig on de ak uellen Rese eposi ion die Risikoex-
posi ion de Kapi alanlagen kons an gehal en, d.h.
ˆ
( )
σ σ
=
ü alle . Eine
solche S a egie können wi als eine LM-S a egie bezeichnen, da im Un e -
schied zum allgemeinen linea en Modell hie ausschließlich die Dekla a ion, also
die Passi sei e an die Rese eposi ion angepass wi d.
3. Wei e un en we den wi zeigen, dass
( ) 0
σ
≥
ü alle
0
≥
be ei s aus de S a -
bedingung
0
ˆ
ˆ
(0) 0
a
σ σ ρ
= + ≥
olg .
3.2 Elem a e Eigenscha en des linea en Modells
P oposi ion 3-2
Fü
a
∈
R
de inie en wi den P ozess
(
)
2
1
2
: exp
E aW a
= −
. Dann gil :
1.
(
)
0
E
≥
is ein (Expone ial-) Ma ingal mi de Da s ellung
[0, ]
1
s s
E a E dW
= +
∫
. und
dE aE dW
=
(Gl. 3-10)
2. Fü 0
s
≤ ≤
gil
[ , ]
1
u
u
s s
s
E E
a dW
E E
= +
∫
(Gl. 3-11)
3. Fü 0
u s
≤ ≤ ≤ ≤
gil
( )
2
exp ( )
s
u
E E
a s
E E
  = −
 
 
 
E
,
1
u s
E E
E E
 
=
 
 
 
E
. (Gl. 3-12)
Insbesonde e gil
( )
1
s
E
EE
 
= =
 
 
 
E E
,
( )
2 2 2
2
exp ( )
s s
E E
a s
E E
   
= = −
   
   
E E und
(
)
2
exp( )
s
E E a s
=
E
.
Beweis
Zu 1.: Folg mi Hil e de I o-Fo mel angewende au die Funk ion
2
1
2
( , ) : exp( )
x a x a
= +
; gl. [Ka a zas/ Sh e e 1991] S. 153 ..
Zu 2.: Die Zu alls a iable
(
)
2
1
2
exp
E aW a
= −
logno mal- e eil mi
( )
(
)
(
)
(
)
2 2
1 1 1
2 2 2
exp Va exp(0) 1
E aW a aW a
= − + − = =
E E
.
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 21 -
En sp echend olg ü
0
s
≤ ≤
1
s
E
E
 
=
 
 
E
.
Wi be ach en den P ozess
( ) ( )
( )
( )
( )
2 2
1 1
2 2
0
0
0
0
: exp exp ( )
s u
u u s u s
uu
u
su
E
E aW a u a W W a u
E
+
+
≥
≥
≥
≥
 
= = − = − −
 
 
 
ɶ ɶ
,
dann olg aus (Gl. 3-10)
[0, ] [ , ]
1 1
s u u
s s
s s
E E
E a E dW a dW
E E
−
−
= = + = +
∫ ∫
ɶ ɶ ɶ
.
Zu 3.: Da
2
2
s
s
u s u
E E E E
E
E E E E E
=
mi s ochas isch unabhängigen Fak o en, olg
( )
( )
( )
2 2
2 2
2 2
exp 2 ( ) ( ) exp ( ) ;
s
s s
u s u
s
E E E E
E E
E E E E E E
a W W a s a s
     
   
= =
     
   
     
   
     
= − − − = −
E E E E E
E
en sp echend olg
1
u s s u
E E E E
E E E E
     
= =
     
     
     
E E E
.

P oposi ion 3-3
We den die Dekla a ion und die Risikoexposi ion en sp echend dem linea en Modell
(Gl. 3-2) und (Gl. 3-8) an die jeweilige Rese esi ua ion angepass , und se zen wi o-
aus, dass 0
ˆ
ˆ
(0) 0
a
σ σ ρ
= + >
, so e üll de P ozess
(
)
0
( )
σ
≥
die olgende linea e
SDG
(
)
ˆ
( ) ( ) ( )
d
d
d a
W
σ θ σ σ σ
= − − +
(Gl. 3-13)
mi de S a bedingung
0
ˆ
ˆ
(0)
a
σ σ ρ
= +
und de eindeu igen Lösung
0
0
0
exp( )
ˆ
( ) exp( ) (0)
ˆexp( )
ˆ
exp( ) 1 ;
ˆ
s
s
s
E ds
E
as
E ds
E
θ
σ θ σ θσ
ρθ
σ θ θ
σ
 
= − +
 
 
 
 
= − + +
 
 
 
∫
∫
(Gl. 3-14)
insbesonde e is
( ) 0
σ
≥
ü alle
0
≥
.
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 22 -
Beweis
Aus (Gl. 3-4) in Ve bindung mi (Gl. 3-8) e häl man ü
( )
σ
die olgende In eg alda -
s ellung
[0, ]
ˆ
ˆ ˆ
( ) ( ) exp (( ) ( ) exp( )0)
s
a a s s
dW
σ σ ρ θ σ σ σ θ
− +
 
− = = −
 
 
 
∫
d.h.
( )
σ
e üll die SDG in (Gl. 3-13). Diese linea e SDG ha (Gl. 3-14) als eindeu ige
Lösung - gl. [Ka a zas/ Sh e e] S. 360 .
Da wi o ausgese z haben, dass
ˆ
0, (0) 0 und 0
θ σ σ
≥ ≥ ≥
, olg
( ) 0 ü alle 0
σ
≥ ≥
.

Wi e hal en dami die olgende Da s ellung des Rese ep ozesses
ˆ
( )
ρ
:
0
[0,
0
]
0
ˆ
ˆ ˆ
exp( )
exp( ) 1 ( 0)
ˆ
ˆ( )
exp( ) exp( ) ( 0)
ˆˆ
s
s
as
E ds a
a E a
adW
s
ρ
σ θ σ
θ θ
σ
ρ
θ θρ σ
 
+
 
 

 
− + + − ≠
 
 
 

=

− =



∫
∫
(Gl. 3-15)
Zu ein ache en Da s ellung de inie en die s ochas ischen P ozesse
(
)
X
und
(
)
U
:
0
exp( )
: 1
s
s
X E ds
E
θ
τ θ
 
= + +
 
 
 
∫
, hie bei sei
τ
∈
R
(Gl. 3-16)
[0, ]
:
s s
U X dW
=
∫
(Gl. 3-17)
P oposi ion 3-4
1.
(
)
U
is ein Ma ingal mi quad a ische Va ian ion
2
0
[ ]
s
U X ds
=∫
.
2. Es gil :
exp( )
X aU
τ θ
= + +
,
exp( )
dX a X dW d
θ θ
= + ,
(
)
[0, ]
1
exp( ) 0
exp( ) 0
s
a
X alls a
Us dW alls a
τ θ
τ θ

− − ≠

=
+ =


∫ (Gl. 3-18)
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 29 -
(
)
(
)
2 3 2 2 2 2 2 3
0 0 0
ˆ ˆ ˆ ˆ ˆ
ˆ ˆ ˆ
( ) ( ) exp( ( 2 )) ( ) 2 ( ) ( )
s s
s s U U U U
ρ ρ θ σ σ ρ σ ρ ρ
= − + + + +
E E E E
( )
(
)
( )
4 2 2 3 2 3
0
2 2
2 2 2 2 4
0 0
ˆ
ˆ ˆ
( ) 2 ( ) ( )
ˆ ˆ
( ) ( ) exp( 2 ( )) ˆ ˆ
ˆ5 ( ) ( )
s s s
s
U U U U U
s s U U
σ σ ρ
ρ ρ θ σ ρ ρ
 
+ +
 
= − +
 
+ + +
 
E E E
E
E E
(
)
0
ˆ
ˆ
( ) exp( )
a
σ σ ρ θ
= + −
E
( )
(
)
( )
(
)
2
2 2
ˆ ˆ
Va ( ) ( ) ( )
a
σ ρ ρ
= −E E
Fü
2 2
1
2
ˆ
( ): exp( 2 )
a
σ θ
= − −
und
(
)
20
ˆ
ˆ ˆ
( ): exp( ) ( ) exp( )
SR
g a a
σ θ θ σ ρ θ
= − + − − −
gil :
(
)
(
)
2 2 2
1 1
0 0
2 2
ˆ ˆ
ˆ ˆ ˆ
( ) exp( 2 ) ( ) exp( ) exp( )
SR
a U a a
η µ σ θ ρ θ σ ρ θ
= − − + − − − −
E E
(
)
(
)
2 2
( ) ( ) ( ) ( ) ( )
U U g U
η η
− = − +
 E E
(
)
2 4 2 2 3 2 2
Va ( ) ( ) ( ) ( ( )) 2 ( ) ( ) ( ) ( ) ( )
U U g U g U
η
 
= − + +
 
 E E E E

Beme kungen
1. Fü
0
ˆ
0
ρ
=
gil :
(
)
2 2 2
exp( 2 ) 1 ( 2 )
X a J a
θ θ
− = + −
E
(Gl. 3-32)
Beg ündung hie ü :
Aus P oposi ion 3-4 e hal en wi
( ) ( )
2
2 2 2
2 exp( ) exp( )
X a U a U
τ θ τ θ
= + + + +
.
Da
( ) 0
U
=
E
olg
(
)
(
)
( )
2
2 2 2
exp( )
X a U
τ θ
= + +
E E
; aus (Gl. 3-25) olg dann
(Gl. 3-32).
2.
( )
(
)
2 2
1
2
2
1
lim exp( 2 ) alls
2
U a
a
θ θ
θ
→∞
− = >
−
E (Gl. 3-33)
( )
(
)
3 2
2 2
2
lim exp( 3 ) alls
(2 )( )
a
U a
a a
θ θ
θ θ
→∞
− = >
− −
E (Gl. 3-34)
( )
( )
2
4 2
3
2
2 2 2
3(3 )
lim exp( 4 ) alls
(2 )( )(2 3 )
a
U a
a a a
θ
θ θ
θ θ θ
→∞
+
− = >
− − −
E
(Gl. 3-35)
3.
( )
2
2
2
2
alls 2
2
lim Va exp( )
alls 2 .
a
a
a
X
a
θ
θ
θ
θ
→∞
>
−
− = 
+∞ ≤

(Gl. 3-36)

Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 30 -
4.
( )
2 2
2
2
2
ˆ alls 2
2
lim Va ( )
alls 2
a
a
a
a
σθ
θ
σ
θ
→∞
>
−
=
+∞ ≤

(Gl. 3-37)
5.
( )
( )
2
2
2
2
2
ˆ alls 2
ˆ ˆ 2
lim Va ( ) lim ( )
alls 2
a
a
a
σθ
θ
ρ ρ
θ
→∞ →∞
>
−
= = 
+∞ ≤

E
(Gl. 3-38)
6.
( )
2 2
2
2
2
ˆ
ˆ alls 2
2(2 )
lim ( )
alls 2
a
a
a
a
σ
µ θ
θ
η
θ
→∞
− >
−
=
−∞ ≤

E
(Gl. 3-39)
7.
( )
2
2
2 2 3 2
2 2 2 2 2 2
lim Va ˆ ˆ ˆ
2 ( 2 (2
) ( )
3
( ) )
SR
a a
a a a a
a a
σ θσ θ θ σ
θ θ θ θ θ
η
→∞
 
 
− + +
 
 
 
− − − −


=−


2
2
a
θ
≤
bedeu e also eine „S op-and-go“-S a egie: Die Anpassung de Dekla a ion an
die Rese eposi ion is nich schnell genug, um die Rese e au zu üllen; dies ha zu
Folge, dass die Risikoexposi ion imme he ige gegenges eue we den muss.
Die olgende Abbildung 3-1 illus ie den E ek . Ausgehend on einem s a ken Un-
gleichgewich , nämlich
0
ˆ
1
ρ
= +
bzw.
0
ˆ
1
ρ
= −
komm es bei Wahl de S eue ungspa a-
me e
(
)
0.5, 0.4
a
θ
= =
zu eine S abilisie ung de Rese eposi ion. Is jedoch die De-
kla a ionsanpassung gegenübe de Anpassung de Risikoexponie ung zu schwach
(
)
0.5, 0.05
a
θ
= =
, so komm es e a ischen Schwankungen de Rese eposi ion.
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 31 -
A
BBILDUNG
3 -1: Simula ionsp ades des Rese ep ozesses
(
)
ˆ
( ) :0 30
ρ
≤ ≤
.
Da ges ell we den jeweils 20 T ajek o ien des Rese ep ozesses, hie on je 10
mi dem S a we
0
ˆ
1
ρ
= +
und
0
ˆ
1
ρ
= −
. Beim obe en Diag amm wu den olgen-
de Pa ame e zug unde geleg :
ˆ
0.1, 0.5, 0.4
a
σ θ
= = =
(obe e G a ik) bzw.
ˆ
0.1, 0.5, 0.05
a
σ θ
= = =
(un e e G a ik).
3.3 G enzp ozesse im linea en Modell
Die obigen Gleichungen zeigen, dass die P ozesse
0
( )
X
≥
bzw.
0
( )
U
≥
die wesen li-
chen T eibe de ALM-P ozesse
(
)
( )
σ
,
(
)
ˆ
( )
ρ
und
(
)
( )
η
sind. De P ozess
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 32 -
0 0
ˆ
( exp( ) )
E
ρ θ
≥
−
is ein Residualp ozess, de den im Zei ablau e schwindenen E -
ek de An angs ese e
0
ˆ
ρ
da s ell .
Es gil :
exp( ) 0
E
θ
− →
( .s.), jedoch wegen
(
)
(
)
2 2
(exp( ) ) exp (2 )
E a
θ θ
− = − −
E
2
exp( ) 0 (in )
E L
θ
− →
2
2 0
a
θ
⇔ − >
.
Eine Zu alls a iable
0
X
>
heiß in e s-Gamma
( , )
α β
- e eil mi den Pa ame e n
0
α
>
,
0
β
>
, wenn die Zu alls a iable
1
X
−
Gamma-
1
( , )
α β
−
- e eil is . Bezeichne
( , )
( )
i
x
α β
Γ die Dich e unk ion de in e sen Gamma-Ve eilung, dann gil :
( )
1
1
( , ) ]0, [
( ) 1 ( ) ( ) exp
i
x x x x
α
α β
β β
β α
+
−
Γ +∞
  
= Γ −
  
  
Is
X
in e s-Gamma
( , )
α β
- e eil , so exis ie das k- e Momen de Ve eilung genau
dann wenn
k
α
>
; in diesem Falle gil :
( )
( 1)( 2) ... ( )
k
k
X
k
β
α α α
=
− − ⋅ ⋅ −
E
.
P oposi ion 3-8
Is 2
0 2
a
θ
< <
so kon e gie en
ˆ
( ), ( ), ( )
σ ρ µ
bzw.
( )
η
in Ve eilung gegen die Zu-
alls a iablen
ˆ
, ,
σ ρ µ
∞ ∞ ∞
bzw.
η
∞
mi den Dich e unk ionen
( , )
( , ) ( )
i
x x
α β
σ
∞ Γ
=
( , )
ˆ
ˆ
( , ) ( )
i
x a ax
α β
ρ σ
∞ Γ
= +
(
)
(
)
1
( , ) 1 1 ( , ) 1 1
] , [
1
2( ) 2( )
( , ) 1 ( ) 2( )
i i
A
B A x B A x
x x A x
α β α β
µ
Γ Γ
∞ −∞
+ − + − −
=−
,
bzw.
(
)
(
)
2
( , ) 2 2 ( , ) 2 2
] , [
2
2( ) 2( )
( , ) 1 ( ) 2( )
i i
A
B A x B A x
x x A x
α β α β
η
Γ Γ
∞ −∞
+ − + − −
=−
;
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 33 -
hie bei is ( , )
( )
z z
α β
Γ
֏
die Dich e unk ion de in e sen Gamma-Ve eilung mi Pa-
ame e n
2
2
1
a
θ
α
= + und
2
ˆ
2
a
θσ
β
=; e ne sei
2
1
1 1
2
: , :
SR SR
A B
µ
= + =
bzw.
2
1
2 2
2
ˆ
: , :
SR SR
A B
a a a
θ θσ θ
µ
 
= + + − = +
 
 
.
Beweis
Nach (Gl. 3-16) gil
( )
0
0
ˆ
exp( ) exp( ) 1 exp ( )
ˆ
s
E
a
X E s ds
E
ρ
θ θ θ θ
σ
 
− = − + + − −
 
 
∫
Wi zeigen, dass
( )
0
: exp ( )
s
E
H s ds
E
θ
= − −
∫
in Ve eilung
gegen eine
in e s-Gamma-
e eil e
Zu alls a iable kon e gie .
Es gil :
( )
( )
( )
2
1
2
0
2
1
2
0
exp ( ) exp ( )( )
exp ( ) exp( ) .
s
s s
H a W W a s ds
a W W a s ds
θ
θ
−
= − − + −
= − − −
∫
∫
Fü es es
is
(
)
0
s
s
W W
−
≤ ≤
−
ein S anda d-Wiene -P ozess.
Sei nun
(
)
0
W
≥
ein S anda d-Wiene -P ozess; wi de inie en die P ozesse
(
)
2
1
2
: exp
s
E aW a
= −
und
0
: exp( )
s
Y E s ds
θ
= −
∫
,
so sind ü alle
0
≥
H
und
Y
iden isch e eil .
De P ozess
(
)
0
Y
≥
kon e gie
as siche
gegen
0
: exp( )
Y E d
θ
∞
∞
= −
∫
.
13
Falls
0
θ
>
, so kon e gie
Y Y
∞
→
(in
1
L
). Um dies zu zeigen, be ach en wi ü
0
s
< ≤
:
13
Die .s. Kon e genz is gegeben sobald
2
1
2
0
a
θ
+ >
- gl. [Ma sumo o/ Yo 2005a], S. 314.
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 34 -
exp( ) exp( )
s x s s
s
Y Y E x dx s E Y
θ θ
−
− = − = −
∫
mi
0
: exp( )
x
Y E x dx
θ
= −
∫
und
(
)
2
1
2
: exp ( )
x s x s
E a W W a x
+
= − −
. Hie bei sind
s
E
und
s
Y
−
s ochas isch unabhängig. Somi e hal en wi
( )
( ) ( )
1 exp( ( ))
exp( ) exp( )
s s s
s
Y Y s E Y s
θ
θ θ θ
−
− − −
− = − = −E E E
(
)
lim sup 0
s
s s
Y Y
→∞ ≥
⇒− =
E
ü
0
θ
>
.
Falls
2
0 2
a
θ
< <
, so gil kon e gie
Y Y
∞
→
(in
2
L
), denn
( )
(
)
(
)
(
)
( )
( )
( )
22 2
2
0 0
2 2
0 0
exp( 2 )
2exp (2 ) exp( ( ))
2exp (2 ) exp( ) exp( ( ))
s s s
y
s
x y
y
s
Y Y s E Y
a s E E x y dxdy
a s a x x y dxdy
θ
θ θ
θ θ
−
−
−
− = −
= − − − +
= − − − +
∫ ∫
∫ ∫
E E E
E

( )
( )( )
( )
2
2
2 2 2
2
2
2
2exp (2 ) alls
)exp ( ) alls
1 exp( ( )) 1 exp( (2 )( ))
( ) (2 )( )
2exp( 1 1 ( )
s a s
a a a
s
a s a
s s a
θ θ
θ θ
θ
θ
θθ
θ θ
θ
θ
θ
 
− − − − − − −
−
 
−
 
− − ≠
 
 
=
 
 
− − =

− −
 
−− + −

 
Das Doppelin eg al is ü alle
s
≥
nach oben besch änk ; somi olg ü
2
2
a
θ
<
:
(
)
2
lim sup ( ) 0
s
s s
Y Y
→∞ ≥
− =
E
Nach einem E gebnis on Mile sky
14
is die Zu alls a iable
Y
∞
in e s-Gamma- e eil
mi Pa ame e
2
2
1
a
θ
α
= + und
2
2
a
β
′=. Fü die Dich e unk ion
( , )
Y x
∞
de Ve eilung
on
Y
∞
gil also
( )
1
1
]0, [
( , ) 1 ( ) ( ) exp Y x x x x
α
β β
β α
+
−
∞ ∞
′ ′
  
′
= Γ −
  
  
.
14
Vgl. [Mile sky 1999], S. 150.

Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 35 -
Nach (Gl.3-20) gil ü
0
a
≠
,
( )
0
: exp ( )
s
E
H s ds
E
θ
= − −
∫
(
)
0
ˆ
ˆ
( ) exp( ) ,
H a E
σ θσ θ ρ θ
= + + −
ˆ
( )
ˆ
( ) ,
a
σ σ
ρ
−
=
und ü
2
2
a
θ
<
kon e gie
exp( ) 0
E
θ
− →
in
2
L
.
Se zen wi
(
)
0
ˆ
ˆ
( ): exp( )
S Y a E
θσ θ ρ θ
= + + −
,
ˆ
( )
( ): S
R
a
σ
−
=
so gil :
2
ˆ
( ) :
L
S Y
σ θ σ
∞ ∞
→ =
und
2
ˆ
ˆ
( ) :
L
R
a
σ σ
ρ
∞
∞
−
→ = ,
und ü alle
0
≥
sind
( )
σ
und
( )
S
bzw.
ˆ
( )
ρ
und
( )
R
iden isch e eil .
σ
∞
is in-
e s-Gamma- e eil mi den Pa ame e n
2
2
1
a
θ
α
= + und
2
ˆ
2
ˆ
:
a
θσ
β θσ β
′
= = .
Fü die Dich e unk ion
( , )
x
σ
∞
bzw.
ˆ
( , )
x
ρ
∞
gil dann:
]0, [ ( , )
( , ) 1 ( ) ( )
i
x x x
α β
σ
∞ ∞ Γ
=
und
ˆ
] 0[ ( , )
ˆ
ˆ
( , ) 1 ( ) ( )
a x i
x x a ax
σ α β
ρ σ
∞ + > Γ
= +
.
Wi be ach en nun die G enz e eilungen on
( )
µ
und
( )
η
. Es gil :
( )
(
)
2
2
2
1 1 1
1 1
2 2 2
( ) ( ) ( )
SR SR
A B
µ µ σ σ
= + − − = − −
und
( )
2
2
2
1 1 1
2 2
2 2 2
ˆ
( ) ( ) ( )
SR SR
A B
a a a
θ θ σ θ
η µ σ σ
 
   
= + + − − − + = − −
 
   
   
 
Somi is
( )
µ
bzw.
( )
η
iden isch e eil wie
(
)
2
1
1 1
2
( )
A S B
− −
bzw.
(
)
2
1
2 2
2
( )
A S B
− −
.
Da
2
2
( ) ( )
S in L
σ
∞
→
kon e gie
( )
µ
in Ve eilung gegen
(
)
2
1
1 1
2
:
A B
µ σ
∞ ∞
= − −
und
( )
η
gegen
(
)
2
1
2 2
2
:
A B
η σ
∞ ∞
= − −
.
mi den Dich e unk ionen
(
)
(
)
1
( , ) 1 1 ( , ) 1 1
] , [
1
2( ) 2( )
( , ) 1 ( ) 2( )
i i
A
B A x B A x
x x A x
α β α β
µ
Γ Γ
∞ −∞
+ − + − −
=−
.
bzw.
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 36 -
(
)
(
)
2
( , ) 2 2 ( , ) 2 2
] , [
2
2( ) 2( )
( , ) 1 ( ) 2( )
i i
A
B A x B A x
x x A x
α β α β
η
Γ Γ
∞ −∞
+ − + − −
=−
.

Beme kungen
1. Fü
0
a
=
is
ˆ
( )
ρ
ü alle
0
≥
no mal e eil mi
(
)
0
ˆ( ) exp
ˆ
( )
ρ θ
ρ
= −
E
und
( )
2
1 exp( 2 )
ˆˆ
Va ( ) 2
θ
ρ σ θ
− −
=
. Somi kon e gie
ˆ
( )
ρ
in Ve eilung gegen eine
no mal e eil e Zu alls a iable mi E wa ungswe 0 und S anda dabweichung
ˆ
2
σ
θ
. Man kann sich da on übe zeugen, dass
2
2
0
ˆ
lim ( , ) exp
ˆ
ˆ
a
x
x
ρσ
σ
θ θ
π
∞
→
= −
 
 
 
.
En sp echend
2
0
2
lim ( , ) exp ˆ
( )
ˆ
ˆ
a
x x
ησ
θ θ
σ π
µ
∞
→
−
−
 
=
 
 
.
2. Wegen (Gl. 3-34) bzw. (Gl. 3-35) kon e gie en die P ozesse (auße in i ialen Fäl-
len) nich punk weise.
3. Es gil :
( )
ˆ
1
β
σ σ
α
∞
= =
−
E
,
( )
2
2 2
2
2
ˆ
( 1)( 2) 2
a
β θ
σ σ
α α θ
∞
= =
− − −
E
,
( )
2
2
2
ˆ
Va
2
a
a
σ σ
θ
∞
=
−
(
)
ˆ
0
ρ
∞
=
E
,
( )
2
2
2
ˆ
ˆ
2
a
σ
ρ
θ
∞
=
−
E
,
( ) ( )
2
2
1
2
2
ˆ ˆ 2
a
a
µθ
µ η σ
∞ ∞
== −
−
E E
( )
( ) ( )( )
2
2 2 2 3 2
2
2 2 2 2 2
Vˆ ˆ ˆ
22
a 2 3
SR
a a
a a a a a
σ θσ θ
θ θ
µσ
θ θ θ
∞=
 
 
 
− +
 
 
− −
  − − −
 
( )
( )
2
2 2 3 2
2
22
2
22 2
Va ˆ ˆ ˆ
22 2 3
( )( )
SR
a a
a a a a a a
σ θσ θ
ηθ σ
θ θ θ θ θ
∞
 
 
 
− + +
 
 
− −
  − − −

=

Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 37 -
4. Da
(
)
2
1
1 1
2
( ) ( )
A B
µ σ
= − −
gil
2
1
12
( )
SR
A
µ µ
≤ = +
ü alle
0.
≥
Somi is
( , ) 0
x
µ
∞
=
ü
1
x A
≥
; alle dings gil
1
lim ( , )
x A
x
µ
∞
→
= +∞
.
En sp echend gil
( , ) 0
x
η
∞
=
ü
2
x A
≥
; alle dings gil
2
lim ( , )
x A
x
η
∞
→
= +∞
.
5. Da s ellung de Dich e unk ionen
a)
σ
∞
A
BBILDUNG
3-2: Dich e unk ion de Ve eilung on
σ
∞
ü
ˆ
0.03; 0.25; 0.1; 0.4
SR
µ σ θ
= = = =
und
{0.1, 0.2, ... ,1.0}
a
∈
.
0.00
0.05
0.10
0.15
0.20
5
10
15
20
0.2
0.3
a = 0.1
a = 1.0
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 38 -
A
BBILDUNG
3-3: Dich e unk ion de Ve eilung on
σ
∞
ü
ˆ
0.03; 0.25; 0.1; 0.2
SR
a
µ σ
= = = =
und
{0.1, 0.2, ... ,1.0}
θ
∈
.
b)
ˆ
ρ
∞
A
BBILDUNG
3-4: Dich e unk ion de Ve eilung on
ˆ
ρ
∞
ü
ˆ
0.03; 0.25; 0.1; 0.4
SR
µ σ θ
= = = =
und
{ 0.2, 0.0, 0.2, 0.4, 0.6,0.8}
a
∈ −
.
0.00
0.05
0.10
0.15
0.20
5
10
15
20
25

0.3

0.2

0.1
0.1
0.2
0.3
2
4
6
8
10
a = -0.2
0.0
a = 0.8
0.6
0.4
0.2
θ = 0.1
0.2
0.3
0.4
θ = 1.0
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 45 -
(
)
2
1
2
00
( )
1
ˆ ˆ
lim ln
SR
T
V T
T V
π
σ σ
→
  = −
 
 
(Gl. 3-43)
Dies bedeu e , dass zum Ende de Ve agslau zei de Spa e die olle Zusa z endi e
aus dem Risiko
ˆ
σ
de Kapi alanlagen isiko ei e einnahmen kann, so e n die Re-
se esi ua ion des Spa e kollek i s ausgeglichen is .
Is
0
a
>
, so is
ˆ
( )
T
ρ
un e P bzw. Q´ nich no mal e eil . Somi läss sich auch nich
ohne wei e es eine ein ache Fo mel ü
(
)
( )
V T
π
he lei en. Die Da s ellung in (Gl. 3-
36) e möglich abe ein ein aches Mon e-Ca lo-Simula ions e ah en zu (nähe ungs-
weisen) Be echnung on
(
)
( )
V T
π
.
Es gil ( gl. Gl. 3-3)
( )
( ) ( )
( )
( )
( )
2 2 2
ˆ
( ) ( )
( ) ( ) ( )
ˆ ˆ ˆ
ˆ
ˆ
( )
ˆ( )
ˆ ˆ ˆ ˆ
( ) ( ) ( ) ( )
ˆ
ˆ ˆ ˆ
ˆ ˆ
( ) 2 ( ) ( )
SR
SR
SR SR
d
a a
d dW
d dW d
d a dW a a d
a d a dW
θ ρ
θ
ρ σ
σ σ σ
σ σ σ
σ σ σ
ρ
θ ρ ρ ρ ρ
ρ θ ρ ρσ
= − +
′
= − + + −
′
= − + + + + + −
 
′
= − + − − + ++
 
Somi e üll
ˆ
( )
ρ
bzgl.
W
′
die (nich linea e) SDG
(
)
(
)
12 2
2
ˆ ˆ ˆ
( )
ˆˆ
( ( )) ( )
ad b b d
d
a W
ρ ρρ ρσ
+
′
= + + +
(Gl. 3-44)
mi 1
ˆ ˆ
: ( )
SR
b
σ σ
= −
und
2
(ˆ
: 2
)
SR
ab
σ θ
−=
−
.
Da wi im allgemeinen linea en Modell mi a > 0 keine explizi e Fo mel ü den ai en
P eis
(
)
exp( ) ( )
V
µ
−
Q
֏
E
zu Ve ügung haben, wollen wi zumindes mi Hil e
on Mon e-Ca lo-Simula ionen die We e nähe ungsweise bes immen.
Aus de SDG lei e sich in naheliegende Weise ein disk e es Ve ah en zu Simula ion
on
(
)
(
)
0 0
ˆ ˆ
( ) exp( ) exp( ( )
V T V T
π ρ ρ
′
= −
Q
E
ab. Wi un e suchen den Ein luss den An-
passungspa ame e s a au den We on
(
)
( )
V T
π
.
Fü
0 0
ˆˆ
0,25; 0; 1; 10; 0,05und 0,2/ 0,4/ 0,6
SR
V T
ρ σ θ
= = = = = =
e geben sich bei
jeweils 10.000 Simula ion mi eine Sch i wei e on
1000
T
∆ = olgende We e:

Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 46 -
A
BBILDUNG
3-11: Hedgekos en des Glä ungse ek s; Da s ellung des G aphen
on
(
)
exp( ) ( )
a V
µ
−
Q
֏
E
ü 0 0
ˆˆ
10, 1, 0, 5%
V
ρ σ
= = = =
,
0,2 / 0,4 / 0,6
θ
=
.
Fü a = 0 könn e wi die Nähe ungswe e aus de Simula ion mi den exak en We en
unmi elba e gleichen:
Nähe ung exak e We ela i e
Fehle
The a = 0,2 1,04740219 1,04738963 1,20E-05
The a = 0,4 1,02644852 1,02644778 7,22E-07
The a = 0,6 1,01782464 1,01782400 6,33E-07
De e nachlässigba e ela i e Fehle ü a = 0 is alle dings keine Gewäh ü die Gü e
de App oxima ionen ü a > 0! Au g und des quad a ischen Te ms ( ü a > 0) in de
SDG (Gl. 3-40) können sich nämlich auch bei kleinen Sch i wei en ∆ ins abile Simula-
ionen e geben.
16
16
Füh man ü die obige Fallkons ella ionen die Simula ionen mi eine Sch i wei e on 1/1000 du ch,
so e geben sich keine wesen lich ande en We e. Bei den Simula ions echnungen wu den a ianzmini-
mie ende Techniken e wende ( gl. [Seydel] S.99 .).
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 47 -
3.5 Be echnung de Ruinwah scheinlichkei
Ruinwah scheinlichkei
Wi wollen on Ruin sp echen, wenn
ˆ
0 ( ) 0 ( )
Ziel
R P V
ρ ρ ρ
= − < ⇔ < ⇔ < −
.
Ruin bedeu e also, dass bei so o ige Liquida ion das o handene Ve mögen nich aus-
eich , um alle indi iduellen Ansp üche zu be iedigen. Ruin in diesem Sinne bedeu e
also nich das Ende des kollek i en Spa p ozeses; wegen (Gl. 3-5) wi d lediglich die
Dekla a ion he abgese z - gg . komm es zu eine nega i en Dekla a ion – d.h. die Ve -
siche enansp üche we den eduzie .
Wi wollen on einem „Beinahe-Ruin“ sp echen, wenn
min
( )
ρ ρ
<
, d.h.
min
ˆ( )
Ziel
ρ ρ ρ
< −
.
Wi be ach en zunächs den Fall
0
a
=
, d.h.
ˆ
( )
σ σ
=
ü alle
[0, ]
T
∈
. Dann haben
wi ü den Rese ep ozess olgende Da s ellung ( gl. P oposi ion 3-4):
(
)
0
ˆ ˆ ˆ
exp( )
M
ρ θ ρ σ
= − +
mi
[0, ]
: exp( )
s
dW
M s
θ
=
∫
;
das Ma ingal
(
)
M
ha die quad a ische Va ia ion
[ ]
0
exp(2 ) 1
exp(2 ) 2
M s ds
θ
θθ
−
= =
∫
.
Wi de inie en zwei Kenng ößen, nämlich
0 0
0
ˆ
:ˆ ˆ
Ziel
c
ρ ρ ρ
σ σ
−
= = : ela i e Rese eübe schuss zu Beginn
:ˆ
Ziel min
b
ρ ρ
σ
−
=: s a egischen Rese epu e .
P oposi ion 3-10
Sei a = 0 und T > 0, dann gil ü die Ruinwah scheinlichkei im Zei aum
[0, ]
T
:
(
)
(
)
0
min ( ) 1 ( ) ü alle [0, ]
min s T
T
W
g s s S
ρ ρ
≤ ≤
< = − ≤ ∈P P
, (Gl. 3-45)
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 48 -
hie bei is
0
( ): 1 2c
g s
bs
θ
+= +
,
exp(2 )
:
1
2
T
T
S
θ
θ
=
−
und
(
)
s
W
is ein S anda d-
Wiene -P ozess.
Beweis
Es gil :
(
)
(
)
0 0
ˆ
min ( ) min ( ) ( )
min Ziel min
T T
ρ ρ ρ ρ ρ
≤ ≤ ≤ ≤
< = < − −P P
(
)
ˆ
1 ( ) ( ) ü alle [0, ]
Ziel min
T
ρ ρ ρ
= − ≥ − − ∈
P
(
)
(
)
( )
( )
0
0
1 ( ) ü alle [0, ]
1 ü
ˆˆ
alle [0,
ex
]
p( )
exp( )
Ziel mi n
T
M
M c b T
ρ σ ρ ρθ
θ
−= − ≥ − − ∈
= − ≥ − ∈
+
+
P
P
Du ch eine Ände ung de „Ablau geschwindigkei “ kann wi d das Ma igal
(
)
M
zu ei-
nem S anda d-Wiene -P ozess:
17
Se z man
(
)
ln 1 2
( ): 2
s
s
θ
θ
+
=
, so gil
[
]
( ) s
M s
=
und
( )
:
s s
W M=
is ein S anda d-Wiene -P ozess bzgl. de Fil a ion
( )
:
s s
=
G F
.
Hie aus e gib sich ü
1
exp(
2
(
)
)
2 1
T
S T T
θ
θ
−
−
= =
:
(
)
( )
(
)
( )
( )
( )
( )
0
( ) 0
0
exp( )
exp( (
min ( ) 1 ü alle [0, ]
1 ü alle [0, ]
1 ü alle [0, ]
1 ü alle [0, ]
))
( )
( )
min
s
s
T
T
s
T
T
T
s S
s S
s S
M c b
M c b s
W g s
W g s
θ
θ
ρ ρ
≤ ≤
< = − ≥ − ∈
= − ≥ − ∈
= −
+
≥ − ∈
= − ≤ ∈
+
P P
P
P
P
Hie bei haben wi ausgenu z , dass
s
W
und
s
W
−
iden isch e eil sind. Wi können an-
nehmen, dass 0
0
b c+
≥
, da ande n alls 0
min
ρ ρ
<
.

17
Time-Change o Ma igales- Theo em, gl. [Ka a zas/ Sh e e] S. 174
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 49 -
Die Ruinwah scheinlichkei häng also (bei gegebenem Zei ho izon T und Anpas-
sungsgeschwindigkei
θ
) om ela i en Rese eübe schuss zu Beginn
0
c
und dem s a-
egischen Rese epu e
b
ab.
In de Abbildung 3-12 sind beispielha zwei S anda d-Wiene -P ozesse da ges ell , mi
de Ba ie e unk ion
0
2( 1)
g s b c
s
θ
+ +
=
mi
0.5, 2
b
θ
= =
und
0
0
c
=
. Dem In-
e all
[0; 2]
s
∈
en sp ich das Zei in e all ln(3) 1,[0
0 6
; ]
98
≈
∈
. Um den Ruin all in
de Abbildung illus ie en zu können, wu de ein ela i nied ige We ü b gewähl .
A
BBILDUNG
3-12: Zwei P ade eines S anda d-Wiene -P ozesses mi Ba ie e
g(s)
Nume ische Be echnung de Ruinwah scheinlichkei
P oposi ion 3-10 e laub es nun, die Ruinwah scheinlichkei zumindes nähe ungsweise
zu bes immen. S a de speziellen Funk ion
0
2( 1)
g s b c
s
θ
+ +
=
können wi das
P oblem e was allgemeine da s ellen.
Sei
:g
+ +
→
R R
eine 2-mal di e enzie ba e Funk ion mi
(0) 0, ( ) 0 ( ) 0g g x und g x ü alle x
+
′ ′′
> > < ∈
R
.
Fü
0
s
≥
sei
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 50 -
(
)
( ): ( ) ( ) ( ) ( ) ( )
s
g g s g s s g s sg s g s
′ ′ ′
= + − = − +
die Tangen e an die Funk ion
( )
x g x
֏
an de S elle s.
In Abhängigkei on de Funk ion g(x) de inie en wi S oppzei en:
in { : ( ) ( )}
W g
τ
= =
und ü
0 : in { : ( ) ( )}
s s
s W g
τ
≥ = =
.
τ
is de Zei punk , in dem de Wiene -P ozess e s malig den G aphen
( )
x g x
֏
i
und
τ
s
is de Zei punk , in dem de Wiene -P ozess e s malig den G aphen de Tangen-
en
( )
s
x g x
֏
i ; gl. Abb. 3-13.
Lemma 3-11
Is
c b
+
֏
eine Ge ade und is
(
)
(
)
0 0
( ) ( )
z
W z W
≥ ≥
= +
ein Wiene -P ozess, de
on
z
∈
R
aus s a e , so gil ü die Ve eilung de S oppzei
{
}
( )
: in : ( )
zz
W c b
τ
= = + :
( )
( )
2
3
( ) 2
exp 2
2
z
c z c z by
dy y dy
y
τπ
−
 
− − +
∈ = −
 
 
 
P. (Gl. 3-46)
Beweis ( gl. [Ka a zas/ Sh e e] S. 196 .) 
A
BBILDUNG
3-13: Illus ua ion zum Lemma 3-10

Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 51 -
Beme kungen
1.
( )
2
3
2
0
lim exp 0
2
2
y
c z c z by
yy
π
−
→
 
− − +
− =
 
 
 
.
2.
(
)
(
)
( ) ( )
( ) ü alle [0, ] 1
z z
W c b S S
τ
≤ + ∈ = − ≤
P P
( )
2
3
2
0
1 exp 2
2
S
c z c z bx
x dx
x
π
−
 
− − +
= − −
 
 
 
∫
(Gl. 3-47)
3. Wende man das obige Lemma ü
( ) ( ), ( ) 0
c g s s g s b g s und z
′ ′
= − = =
an, so
e häl man:
( ) ( )
2
3
2
( ) ( )( )
( ) ( ) exp 2
2
s
g s g s s y
g s s g s
dy y dy
y
τπ
−
 
′
− −
′
−
∈ = −
 
 
 
P (Gl. 3-48)
Zu Vo be ei ung au die nächs e P opos ion sei
:g
+ +
→
R R
eine 2-mal di e enzie ba-
e Funk ion mi
(0) 0, ( ) 0 ( ) 0g g x und g x ü alle x
+
′ ′′
> > < ∈
R
und ü
0
s
≥
sei
(
)
( ): ( ) ( )
s
g g s g s s
′
= + −
֏
die Tangen e an den G aph de Funk i-
on
( )
x g x
֏
an de S elle s. Fe ne se zen wi
( ): ( ) ( )
s
c x g x g s x
′
= −
.
( )
s
c x
können wi geome isch deu en als den den Schni punk mi de O dina en-Achse
de Ge aden, die pa allel zu Tangen e e läu und du ch den Punk
(
)
, ( )
x g x
e läu .
Insbesonde e gil
( ) (
)
)
(
s s
c s
g g s
+
′
=
.
Wie oben bezeichne
in { : ( ) ( )}
W g
τ
= =
den Zei punk des e s ens T e ens des
Wiene -P ozesses au die Funk ion g( ). Schließlich bezeichne
( )
u
ψ
die Dich e de Ve -
eilung de de S oppzei
τ
, also
( ) ( )
0 0
( )
x x
x du u du
τ τ ψ
≤ = ∈ =
∫ ∫
P P
.
Eine explizi e Fo mel ü die Dich e können wi nich he lei en, jedoch eine cha ak e i-
sie ende In e g algleichung.
P oposi ion 3-12
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 52 -
De inie e die Funkionen
:[0, ]
s
F s →
R
und
{
}
2
: ( , ) :0
s
G x y x y s∈ ≤ < ≤ →
R R
( ) ( )
2 2
3 3
2 2
( ) ( ) ( ) ( )( )
( ): exp exp
2 2
s
s
c s y g s g s g s s y
F y y y
y y
− −
   
′ ′
+ − −
= − = −
   
   
   
und
( )
( )
2
3
2
2
3
2
( ) ( ) ( )( )
( ) ( )
( , ): ( ) exp
( ) 2( )
( ) ( ) ( )( )
( ) ( ) ( ) exp
( ) ( ) 2( )
s s
s s
s
s
s
s
c s c x g s y x
c s c x
G x y y x
c s y x
g x g x g s y x
g x g x y x
g s g s s y x
−
−
 
′
− + −
−
= − −
 
 
−
 
 
′
− + −
−
= − −
 
 
′
− −
 
.
Dann e üll
( )
x
ψ
die olgende Vol e asche In eg algleichung e s e A mi Ke n
( , )
s
G x y
:
0
( ) ( ) ( , )
y
s s
F y x G x y dx
ψ
=
∫
ü alle 0
y s
< ≤
(Gl. 3-49)
Beweis on P oposi ion 3.12
Wie oben de inie en wi die S oppzei en
in { : ( ) ( )}
W g
τ
= =
und ü
in { : ( ) ( )}
s s
W g
τ
= =
.
Da ü 0
y s
< ≤
( ) ( )
s
g y g y
≤
, olg
{ } { } { }
s s
y y y
τ τ τ
≤ = ≤ ∩ ≤
und somi
( ) ( ) ( )
0
, ( )
y
s s s
y y y y x x dx
τ τ τ τ τ ψ
≤ = ≤ ≤ = ≤ =
∫
P P P
.
Bezeichne
( )
( )
g x
W
einen in
( )
g x
s a enden Wiene -P ozess; wi be ach en die S opp-
zei
{
}
( )
ˆ
: in : ( ) ( )
g x s
W g x
τ
= = +
; dies is de Zei punk , zu dem ein Wiene -P ozess,
de im Punk g(x) s a e , die Ge ade
( )
s
g x
+
֏
i – gl. Abbildung 3-14.
Au g und de s a ken Ma ko -Eigenscha des Wiene -P ozesses gil ü 0
x y s
< ≤ ≤
(
)
(
)
ˆ
s
y x y x
τ τ τ
≤ = = ≤ −
P P
,
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 53 -
A
BBILDUNG
3-14: Die S oppzei en
ˆ
,
s
und
τ τ τ
.
Fü
( ) ( ) ( )
s
c x g x g s x
′
= −
olg mi Hil e on Lemma 3-10:
(
)
(
)
( )
2
3
2
0
ˆ
( ) ( ) ( )
( ) ( ) exp 2
2
s
y x
s
s
y x y x
g x g x g s u
g x g x
u du
u
τ τ τ
π
−−
≤ = = ≤ −
 
′
− +
−
= −
 
 
 
∫
P P
( )
2
3
2
0
( ) ( ) ( )
( ) ( ) exp 2
2
y x
s s
s s
c s c x g s u
c s c x
u du
u
π
−−
 
′
− +
−
= −
 
 
 
∫
Somi olg :
( ) ( ) ( )
0
, ( )
y
s s s
y y y y x x dx
τ τ τ τ τ ψ
≤ = ≤ ≤ = ≤ =
∫
P P P
.
( )
2
3
2
0 0
( ) ( ) ( )
( ) ( )
( ) exp 2
2
y y x
s s
s s
c s c x g s u
c s c x
x u du dx
u
ψπ
−−
 
′
− +
−
= − 
 
 
∫ ∫
Ande e sei s gil :
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 54 -
( )
( )
2
3
2
0
( ) ( )
( ) exp 2
2
y
s
s
s
c s u g s
c s
y u du
u
τπ
−
 
′
+
≤ = − 
 
 
∫
P
.
Somi e üll die Funk ion
( )
x
ψ
ü alle 0
y s
≤ ≤
die In eg algleichung:
( )
( )
2
3
2
0 0
2
3
2
0
( ) ( ) ( )
( ) ( )
( ) exp 2
2
( ) ( )
( ) exp 2
2
y y x
s s
s s
y
s
s
c s c x g s u
c s c x
x u du dx
u
c s u g s
c s u du
u
ψπ
π
−−
−
 
′
− +
−−
 
 
 
 
′
+
= − 
 
 
∫ ∫
∫
Di e enzie man beide Sei en nach
y
, so e häl man:
( )
2
3
2
0 0
( ) ( ) ( )
( ) ( )
( ) exp 2
2
y y x
s s
s s
c s c x g s
d c s c x
x d dx
dy
ψπ
−−
 
 
′
− +
−
 
− 
 
 
 
 
 
∫ ∫
( )
( )
2
3
2
0
2
3
2
0
( ) ( ) ( )( )
( ) ( )
( ) ( ) exp 2( )
2
( ) ( ) ( )
( ) ( )
( ) lim exp 2
2
y
s s
s s
s s
s s
h
c s c x g s y x
c s c x
x y x dx
y x
c s c x g s h
c s c y
y h h
ψπ
ψπ
−
−
→
 
′
− + −
−
= − −
 
 
−
 
 
′
− +
−
+ ⋅ − 
 
 
∫
( )
2
3
2
0
( ) ( ) ( )( )
( ) ( )
( ) ( ) exp 2( )
2
y
s s
s s
c s c x g s y x
c s c x
x y x dx
y x
ψπ
−
 
′
− + −
−
= − −
 
 
−
 
∫
und
( ) ( )
2 2
3 3
2 2
0
( ) ( ) ( ) ( )
( ) ( )
exp exp
2 2
2 2
y
s s
s s
c s u g s c s y g s
d c s c s
u du y
dy u y
π π
− −
 
   
′ ′
+ +
 
− = −
   
 
   
 
   
 
∫
Hie aus olg die Behaup ung.

Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 61 -
( )
[
0
0, ]
exp( )
ˆ1 exp(
1
ˆ)
ˆ( )
s
T
TT
T
s dW
T
θ
ρ θ
σ
µ
−
= + − − −
−
+
∫
.
Insbesonde e is
( )
D
T
η
no mal e eil mi
( )
0
exp( )
1
ˆ
( ) ˆ
D
T
T
T
θ
η µ ρ
−
−
= +E und
( ) ( )
(
)
(
)
2
20
2 2
1 exp( ) 3 exp( )
ˆ
Va ( ) 1 exp( ( )) 1 .
ˆ
2
T
D
T T
T T s
T T T
σ σ θ θ
η θ θ
− − − −
 
= − − − = −
 
 
∫
Wi bes immen nun ü den Fall
0
a
≠
E wa ungswe und Va inaz on
( )
D
T
η
.
Mi den Bezeichnungen aus Abschni 3.2
[0, ]
:
s s
U X dW
=
∫
und
0
exp( )
: 1
s
s
X E ds
E
θ
τ θ
 
= + +
 
 
 
∫
ü
0
ˆ
:
ˆ
a
ρ
τ
σ
=
gil nach P oposi ion 3-4
(
)
0
ˆ ˆ
ˆ
( ) exp( )
U
ρ θ σ ρ
= − +
2 2
1
2
ˆ ˆ
ˆ
( ) ( ) ( ) ( )
b a
µ µ θ ρ ρ
= + − −
,
2 2
1
2
ˆ ˆ
ˆ
( ) ( ) ( )
b a
η µ ρ ρ
= + −
mi
2
1
2
ˆ ˆ ˆ
:
SR
µ µ σ σ
= + −
und
ˆ
: ( )
SR
b a
θ σ
= + −
.
Wi se zen abkü zend
0
exp( ) 1
ü 0
( ): exp( )
ü 0
J s ds
αα
α α α
α
−

≠

= = 

=

∫
und
2
2
1
02
exp( ) 1
alls 0
( ): ( )
alls 0
s
J J ds
α α α
α
α α
α
− −

≠

= = 

=

∫ .
P oposi ion 4-1
( )
2 2 20
ˆˆ
ˆ
( ) ( 2 )
2
D T
a
T J a Res e m
T
σ
η µ θ ρ
= − − +E
(Gl. 4-4)

Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 62 -
mi
2
2 2
0
2
2 2
0
2
2
:
a
ˆ ˆ
( ) ( 2 ) 2 ˆ
2
ˆ
2 1 exp( )
ˆexp( ) 1 2
lls
ˆ
alls .
SR
R
T
S
T
Res e m
a
J a a J a a
a
T a T a
a T
a a T a
a
T
θ θσ θ σ
θ ρ
θ θ
σ
σ
θ
ρθ
− −
   
+ + − +
   
− −
   
− − −
 
− + + −
 
=
≠



 
=


Beweis
Mi Hil e de Da s ellung aus P oposi ion 3-7 e hal en wi
(
)
(
)
2 2 2
10
2
ˆ
ˆ ˆ
( ) exp( 2 ) ( ) ...
a U
η µ σ θ ρ
= − − +
E E
Wegen
(
)
(
)
20
2
exp(2 ) 2 ...
ˆ
( )
U J a
θ θ ρ
+−=
E
olg
( ) ( )
2 2 2
0
0
0
ˆ
1ˆ
( ) ( ) ( 2 )
2ˆ
T T
D
Res
a
T J a
T
m
T
e
σ
η η µ θ ρ
= = − − +
∫ ∫
E E
Die Be echnung des Res e ms is ein ach, abe e was mühsam; es e gib sich
2 2
0
2 2
ˆ ˆ
( ) ( 2 ) 2
ˆ
2
T T
SR
J a a J a a
Res e m a a
T a T
θ θσ θ σ
θ ρ
θ θ
− −
   
= + + − +
   
− −
   

Beme kung:
Die e wa e en Rendi en s immen also bei ausgeglichene An angs ese e (d.h.
0
ˆ
0
ρ
=
)
übe ein; weich die An angs ese e alle dings on de Ziel ese e ab, so e gib sich bei
eine In es i ion in das Ve siche engu haben eine Zusa z endi e ( alls
0
ˆ
0
ρ
>
) bzw.
ein Minde endi e ( alls
0
ˆ
0
ρ
<
).
Falls
2
2
a
θ
>
, so gil
( )
2
2 2
ˆ
ˆ
lim (
)
2
)(2
D
T
a
T
a
σ
η µ θ
→∞
= − −
E
Wi d also die Risikoexposi ion jeweils an die Rese eposi ion (Ak ienquo e) angepass ,
so e gib ein eine ge inge e e wa e e Rendi e als bei eine einen LM-S a egie, bei de
nu die Dekla a ion an die Rese e angepass wi d. Hie bei is zu beach en, dass die
G enz e eilung on
(
)
( )
η
→∞
ü
0
a
≠
schie is .
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 63 -
P oposi ion 4-2
Is
0
a
=
, so gil
( )
(
)
(
)
2
1 exp( ) 3 exp( )
Va ( ) ˆ
1 .
2
D
T T
TT T
θ θ
ησ
θ
 
− − − −
= −
 
 
(Gl. 4-5)
Is
0
a
≠
, so gil
( )
4 4 2 2
2 2
0 0
ˆ
2
Va ( ) ( , ) ( 2 )
4
T
D
a
T h s dsd J a
T T
σ
η θ
= − −
∫∫
(Gl. 4-6)
mi
(
)
(
)
(
)
(
)
(
)
( ) ( )
2 2 2 2 3
2 2
( ) ( ) ( ) ( )
( , ): ( ) ( ) ( ) ( )
s s s
s s
s U U U U s g U
h s g s U U g s g U
− +

=+ +


E E E E
E E
und
(
)
2 2 2
10
2
ˆ
ˆ ˆ
( ) exp( 2 ) und ( ) exp( ) exp( )
a g b a
σ θ σ θ ρ θ
= − − = − − −
.
Beweis
Wi se zen
(
)
( ): ( ) ( )
η η η
= −
E
,
(
)
2 2
:
U U U
= −
E
, dann gil ( gl. P oposi ion 3-7):
( ) ( ) ( )
U g U
η
= +
( ) ( )
( )
(
)
( )
2
2
2 2
0 0 0
Va ( ) ( ) ( )
1 2
( ) ( ) ( )
D D D
T T
T T T
d s dsd
T T
η η η
η η η
= −
 
 
 
= =
 
 
 
 
∫ ∫∫
E E
E E
Fü
s
≤
olg dann
(
)
(
)
(
)
( )
( )
( ) ( ) ( ) ( ) ( ) ( )
( ) ( ) ( ) ( )
s s
s s
s s U U s g U U
g s U U g s g U U
η η
= +
+ +
E E E
E E
(
)
(
)
(
)
(
)
(
)
( ) ( )
2 2 2 2 3
2 2
( ) ( ) ( ) ( )
( ) ( ) ( ) ( )
s s s
s s
s U U U U s g U
g s U U g s g U
= − +
+ +
E E E E
E E

Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 64 -
Mi Hil e de Gleichungen in P äposi ion 4-2 läss sich somi
(
)
Va ( )
D
T
η
explizi da -
s ellen. Das Doppelin eg al kann explizi ausge echne we den, da
( , )
h s
als Polynom
de A gumen e
exp( )
s
und
exp( )
da ges ell we den kann.
Das Rendi e-Risiko-P o il
Wi wollen nun das Anlage isiko und die zu e wa ende Rendi e mi einande in Bezie-
hung se zen.
In unse em ein achen Kapi alanlagemodell ( gl. Abschni 2.2) e gib sich bei eine
Cons an -Mix-S a egie bei eine Anlage om Be age 1 und eine Lau zei on T ein
End e mögen on
ˆ ˆ
( ) exp( )
T
P T T W
µ σ
= +
, wobei
2
1
2
ˆ ˆ ˆ
:
SR
µ µ σ σ
= + −
.
Hie bei is
ˆ
0
σ
≥
die gewähl e Risikoexposi ion. Die e wa e e (Jah es-)Rendi e be äg
dann
( )
2
1
2
1
ˆ ˆ ˆ
ln ( )
SR
P T
T
µ µ σ σ
  = = + −
 
 
E
,
und die annualisie e Vola i ä de Rendi e be äg
( )
1
ˆ
Va ln ( )T P T
T
σ
 
=
 
 
.
Die e wa e e Rendi e und die annualisie e Vola ili ä s ehen also unabhängig on de
Lau zei in einem es en unk ionalen Zusammenhang ( gl. Abb 2-5).
Wi e gleichen nun die Cons an - Mix- S a egie mi eine Anlage in das Ve siche en-
gu haben. Hie bei wollen wi in unse em linea en Modell zunächs eine eine LM-
S a egie (d.h.
0
a
=
) be ach en.
Die e wa e e Rendi e bei eine Anlage on 1 be äg dann
( ) ( )
0
1 1 exp( )
ˆ
ˆ
ln ( ) ( )
D
T
V T T
T T
θ
η µ ρ
− −
  = = +
 
 
E E
,
und die annualisie e Vola ili ä
( ) ( )
1ˆ
Va ln ( ) Va ( ) ( , )
D
T V T T T g T
T
η σ θ
  = =
 
 
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 65 -
mi
( )( )
1 exp( ) 3 exp( )
( , ): 1 2
T T
g T T
θ θ
θθ
− − − −
= −
ü
0
T
θ
≠
und
( , ): 0
g T
θ
=
ü
0
T
θ
=
.
( , )
g T
θ
können wi als Dämp ung ak o in e p e ie en, denn e gib an, in welchem
Ve häl nis die Vola ili ä de Ablau endi e du ch die Zwischenschal ung de kollek i-
en Rese e geminde wi d. Zu Beginn de Ve agslau zei (d.h. bei hohe Res lau -
zei T ) is de Dämp ungse ek ge ing, denn es gil ü
0
θ
>
:
lim ( , ) 1
T
g T
θ
→∞
=
. Mi
o sch ei ende Ve agsdaue bzw. sinkende Res lau zei nimm de Dämp ungse ek
zu, denn es gil
0
lim ( , ) 0
T
g T
θ
→
=
. Aus Sich eines Al e s o so gespa e s is dies ein seh
e wünsch e E ek , da mi nähe ückendem Ren enbeginn das Siche hei sbedü nis zu-
nimm .
A
BBILDUNG
4 -1: Dämp ungse ek bezogen au die Ablau endi e in Abhängig-
kei on de Res lau zei des Ve ages; a=0,
ˆ
10%
σ
=
,
0
ˆ
0
ρ
=
,
{0.1,0.2,...,0.5}
θ
∈
In den olgenden Abbildungen wollen wi das Rendi e-Risiko-P o il im
( , )
σ µ
-
Diag amm illus ie en:
σ
s eh hie bei ü das Risiko de Anlage, gemessen als
annualie e Vola ili ä und
µ
s eh ü die e wa e e Rendi e, gemessen als s e ige Jah-
eszins. Als Re e enzku e dien die a bi age eie Kapi alma k ku e ( gl. Abschni
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 66 -
2.2); sie en sp ich dem Rendi e-Risiko-P o il des In es men s mi eine Cons an -Mix-
S a egie, bei de zu jedem Zei punk die Ak ienquo e (bezogen au die ak uellen
Ma k we e) kons an sind.
Wenn wi eine eine LM-S a egie un e s ellen (a = 0; das Po olio isiko wi d nich an-
gepass ), so is
( )
D
T
η
no mal e eil ; dies bedeu e , dass wi die Risikop o ile mi ei-
nande e gleichen können.
Die Abbildung 4.2. zeig die Wi kung des Glä ungs ak o s
θ
au das Rendi e-Risiko-
P o il; bei einem nied igen We ü
θ
ände sich die Dekla a ion nu seh äge. Al-
le dings is zu beach en, dass ü nied ige We e o
θ
auch die Ruinwah scheinlichkei
zunimm .
A
BBILDUNG
4 -2: Rendi e-Risiko-P o il, LM-S a egie (a = 0), T = 5 und
{0.1, 0.2, 0.3, 0.4, 0.5}
θ
∈
.

Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 67 -
A
BBILDUNG
4 -3: Rendi e-Risiko-P o il, LM-S a egie (a= 0)
0.4
θ
=
und
{1, 2,5,10,30}
T
∈
.
In Abbildung 4.3 is die Abhängigkei des Rendi e-Risiko-P o ils om Anlageho izon T
da ges ell ; ü einen langen Anlageho zion is de Glä ungse ek bezogen au die
Rendi e schwach.
In den obigen Da s ellungen wu de un e s ell , dass
0
a
=
und
0
ˆ
0
ρ
=
. Wi un e suchen
nun den E ek de Pa ame e
a
und
0
ˆ
ρ
au das Rendi e-Risikop o il. Fü
0
a
≠
is al-
le dings zu beach en, dass die
( )
D
T
η
nich no mal e eil is und somi das hie da ge-
s ell e Rendi -Risiko-P o il nu beding geeigne is , den Zusammenhang on Rendi e
und Risiko zu e gleichen.
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 68 -
A
BBILDUNG
4 -4: Rendi e-Risiko-P o il,
0.4
θ
=
,
5
T
=
,
0
ˆ
0
ρ
=
und
{0, 0.1, 0.2, 0.3, 0.4}
a
∈
.
A
BBILDUNG
4 -5: Rendi e-Risiko-P o il,
0.4
θ
=
,
20
T
=
,
0
a
=
und
0
ˆ
{ 0.1, 0.05, 0, 0.05, 0.1}
ρ
∈ − −
.
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 69 -
4.2 Anlege s ess wäh end de Ve agslau zei
Im le z en Abschni haben wi das Anlage isiko au die Rendi e bei Ablau des Ve a-
ges (d.h. zu Beginn de Ren enbezugs) un e such . Implizi wi d also un e s ell , dass
de Al e s o so gespa e ausschließlich au den Zei punk des Ablau s des Ve ages
okussie is .
Wi wollen nun den Anlege s ess wäh end de Ve agslau zei analysie en. Hie zu
e gleichen wi die Cons an -Mix-S a egie mi de Vola ili ä eine Anlage in das Ve -
siche enpo olio
(
)
0
( )
T
V
≤ ≤
.
De We p ozess
(
)
(
)
0 0
ˆ
( ) ( , )
P P
σ
≥ ≥
=
eine Cons an -Mix-S a egie mi de gleich-
bleibenden Risikoexposi ion
ˆ
σ
wi d im Black-Scholes-Modell du ch die olgende
SDG besch ieben:
(
)
ˆ ˆ
( ) ( )
dP P d dW
µ σ
= +
(mi D i
2
1
2
ˆ ˆ ˆ
:
SR
µ µ σ σ
= + −
).
ˆ
σ
können wi also als den (gleichbleibenden) Anlege s ess in e p e ie en.
Im Ve gleich hie zu is de We p ozess
(
)
0
( )
T
V
≤ ≤
lokal siche , also s ess ei, denn
( ) ( ) ( )
dV V d
η
=
.
Gleichwohl handel es sich lang is ig nich um eine siche e Anlage, denn wegen
ˆ
( ) ( ) ( )
η µ θρ
= +
üh eine schwankende Rese e zu schwankenden Dekla a ionen.
Die olgende Abbildung 4-6 soll zunächs den „Glä ungsp ozess“ illus ie en: Be ach-
e wi d die We en wicklung eine Einmalanlage om Be ag 1. Is de Spa e unmi el-
ba am Anlagee olg be eilig , so üh en We schwankungen am Kapi alma k unmi el-
ba zu gleichge ich e en We ände ungen des Spa kapi als. In es ie de Spa e hinge-
gen in das Ve siche engu haben, so we den We schwankungen du ch Einschal ung de
kollek i en Rese e dedämp – die We en wickung e olg dahe gleichmäßig.
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 70 -
A
BBILDUNG
4 -6: Illus a ion des Glä ungse ek s; un e s ell wi d das linea e
Modell mi
0
ˆ
ˆ
3%, 0.25, 0.4, 0, 0.2, 0
SR
a
µ θ σ ρ
= = = = = =
Wi wollen zunächs ein sinn olles Schwankungsmaß ü den Dekla a ionsp ozess
(
)
( )
η
de inie en.
Wi se zen
( )
( ) ( )
22 2
0 0
1 1
( ): ( ) ( ) ( ) ( )
T T
D D
S ess T T d d T
T T
η η η η η
 
= − = −
 
 
∫ ∫
E E E
. (Gl. 4-7)
( )
S ess T
η
is das s e ige Analogon zu S anda dabweichung eine s ochas ischen Zei -
eihe;
( ) 0
S ess T
η
=
genau dann wenn
( )
η
.s. kons an is .
( )
S ess T
η
is also ein
sinn olles Schwankungsmaß ü den Dekla a ionsp ozess.
Beme kung:
Dieses Schwankungsmaß kann nich ohne wei e es au die Anlage in ein Cons an -Mix-
Po olio übe agen we den, da man nich sinn oll eine momen ane Ve zinsung de inie-
en, sonde n jeweils nu ü einen Zei abschni
0
∆>
die (annualisie e) Rendi e be-
s immen kann:
( )
ˆ
1 ( ) ˆ
( ) ln ( )
P
x W W
P
σ
µ
∆ −∆
 
= = + −
 
∆ − ∆ ∆
 
, (Gl. 4-8)
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 77 -
( )
( )
( )
2
2
0
2
2
2
2
3 2 (1 2 ) exp( ) 1 3 2 2
4exp( ) 4exp( ( ))
( )
ˆ
2 1 e exp( 2 ) 1
exp (2 ) 1 2exp( )
1 exp(
1 exp
p( )
ˆ( )
x
T T T
T T T
T
T T T
T T
T
T
T
VS ess T
T
θ θ
σ
θ θ
θ θ θ θ θ
θ θ
ρθ
∆
  
− + + − ∆ − − +
  
∆ ∆ ∆
  
 
=
 
 
 
 
 
+ ∆
 
 
 
− − − − − ∆ + − −
 
∆
 
 
 
 
+ − − ∆ + + −∆
 
∆ ∆
 
+ −
− −
+
( )( )
( )
) exp( ) 1 1 exp( )
1 exp( )
TT
T
θ θ θ
θ
 
∆ − − −
−
 
 
∆ + ∆
 
(Gl. 4-14)
( )
( )
22
2
0
ˆ1 exp( ) 1 exp( 2 )
2 1 1 1
2 2
1 exp( ) 1 exp( )
ˆ2
2
( ) T T
T
T T T
T T
T
S ess T
T T
σ θ θ θ
θ θ
θ θ
ρ θ
η
θ
 
   
=
 
   
   
− − − −
 
− − −
 
+
 
 
− − − −
 
− + −
 
 
(Gl. 4-15)
( )
2
2
ˆ
lim ( )
1 exp( )
1
T
VS ess T
σ
θ
θ
∆
→∞
=∆
− −∆
 
−
 
∆
 
(Gl. 4-16)
( )
2
2
l m
2
i
ˆ
( )
T
S ess T
θ
ησ
→∞
= (Gl. 4-17)

Be echnung des Glä ungse ek s
Geh man da on aus, dass de Anlege nu einmal jäh lich die Pe o mance seine Kapi-
alanlage übe p ü , so we den wi
1
∆=
se zen.
Wi se zen
( ) ( )
2 2
0
0
( ) 1 1
ˆ
( , , , ): ( ) ( )
ˆ
( )
T
D
S ess T T
g a T d T
PS ess T T T
η
θ ρ η η
σ
∆
∆
∆
= = −
− ∆
∫
E E
; (Gl. 4-18)

Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 78 -
24 3 2
2 2 2 2 2 2
ˆ ˆ
.
2 ( ) (2
( )
ˆ
( , , ): li
) 3
m(
2 )
)
(
T
SR
a
S ess T
g a P
a
a
a a a a
S es T
a
s
θσ θ σ
θ
θ θ
η
θ
θ
θ
σ
θ
∆→∞ ∆
 
∆ 
+ − +
 
 
 
− − −

=−
=
−
 

(Gl. 4-19)
Hie bei is zu beach en, dass
0
ˆ
( , , , )
g a T
θ ρ
∆
im Allgemeinen auch on de Sha pe-Ra io
SR
abhäng . Im Fall a=0 gil :
( )
0
2 2
2
0
exp( 2 )(2 ) 8exp(
ˆ
( 0
) 6 5 2
ˆ
4 (
,
)
, , )g
T T T
a T
T T
A
T T
θ θ θ θ
θ
θρ
θ
ρ
∆
∆ − + − − + +
− ∆
=
− +
=
; (Gl. 4-20)
wobei
(
)
(
)
2
1 exp( ) exp( )(2 ) 2
:ˆ2 ( )
T T T T
AT T
θ θ θ θ
σ
− − − + + −
∆
=− ∆
Wi können
ˆ
( , , , , )
SR
g a T
θ ρ
∆
bzw.
( , , )
SR
g a
θ
∆
als S ess eduk ions-Fak o in e p e ie-
en; de Fak o gib an, um wie iel P ozen de S ess du ch den kollek i en Risikoaus-
gleich geminde wi d.
Hie bei is zu beach en, dass die a sächliche S ess eduk ion du ch den Glä ungsme-
chanismus noch e was s ä ke is , denn es gil ü
T
∆ <
.
0
( ) ( ) ˆ
( , , , )
( ) ( )
VS ess T S ess T
g a T
PS ess T PS ess T
η
θ ρ
∆∆
∆ ∆
< =
; (Gl. 4-21)
Fü die nume ische Auswe ung wollen wi nunmeh s e s
1
∆ =
un e s ellen.
Als Re e enzmodell wählen wi :
0
ˆ
0.25, 0, 0, 0.4, 30
SR
a T
ρ θ
= = = = =
; dann gil
( )( )
1
12
0
1 exp( ) 3 exp( ) exp( 2 ) 5
ˆ
( 0, , 0, 2
2( 1) 2 1
)( )
T T
T T
T
gT
TT
a
θ
θ ρ θ
θ θ
θ
− − − − − − +
−
= = + −
=
und
1 0
ˆ
( 0, , 0)
2
g a
θ ρ
θ
= ==
Wi be ach en zunächs die Abhängigkei on de Lau zei T des Ve ages – gl.
Abb. 4-8. Bei ku zen Ve agsdaue n is de s ess eduzie ende E ek besonde s ausge-
p äg
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 79 -
A
BBILDUNG
4 -8: S ess eduk ion im linea e Modell: S ess eduk ion in Abhän-
gigkei on T (
0
ˆ
0; 0.4; 0
a
θ ρ
= = =
).
Abbildung 4 -9: S ess eduk ion im linea e Modell: S ess eduk ion in Abhängig-
kei on
θ
(
0
ˆ
0; 0; 30 .a T bzw T
ρ
= = = = ∞
)
0
ˆ
( , , , )
g a T
θ ρ
=∞
0
ˆ
( , , , )
g a T
θ ρ
Lau zei
T
0
ˆ
( , , , )
g a T
θ ρ
=∞
0
ˆ
( , , , )
g a T
θ ρ
Anpassungsgeschwindikei
θ
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 80 -
A
BBILDUNG
4 -10: S ess eduk ion im linea e Modell: S ess eduk ion in Abhän-
gigkei on a ü
0.25
SR
=
bzw.
0.35
SR
=
(
0
ˆ
0.4; 0; 30 .T bzw T
θ ρ
= = = = ∞
)
Rendi e-Risiko-P o il
Wi wollen abschließend noch das Risikop o il eine Cons an -Mix-Anlage mi de An-
lage in einen kollek i en Spa p ozess e gleichen. Als Risikokennzahl wählen wi hie
den oben de inie en Anlege s ess, wobei wi als Beobach ungsin e all
1
∆ =
wählen.
Dies bedeu e , dass de Anlege einmal p o Jah seine Kapi alanlage übe p ü .
Im Folgenden gehen wi on eine Einmalanlage om Be age 1 und einem es en An-
lageho izon T aus. Dann e gib sich ü eine Cons an -Mix-Anlage mi gleichbleibende
Risikoexposi ion
ˆ
0
σ
>
ein End e mögen on
( )
P T
und eine e wa e e Rendi e on
( )
2
1
2
1
ˆ ˆ ˆ
ln ( )
SR
P T
T
µ µ σ σ
  = = + −
 
 
E
,
und ein einen Anlege s ess on
1
1 1 1
ˆ ˆ
( ) T
PS ess T
T T
σ σ
∆=
−
 
= − =
 
∆
 
.
Du chläu nun
ˆ
σ
das In e all
[0, ]
M
σ
, so können wi
0
ˆ
( , , , 30), 0.25
SR
g a T
θ ρ
= =
0
ˆ
( , , , ), 0.25
SR
g a T
θ ρ
= ∞ =
0
ˆ
( , , , ), 0.35
SR
g a T
θ ρ
= ∞ =
0
ˆ
( , , , 30), 0.35
SR
g a T
θ ρ
= =
a
Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 81 -
2
1
2
ˆ
0
1
ˆ ˆ ˆ
,
M
SR
T
T
σ σ
σ µ σ σ
≤ ≤
 
−+ −
 
 
 
als das Rendi e-Risiko-P o il eine Cons an -Mix-Anlage in e p e ie en. Bis au den
Fak o
1
T
T
−
en sp ich das Rendi e-Risiko-P o il dem „Anlageuni e sum“ im hie
un e s ellen ein achen Kapi alma k modell ( gl. Abbildung 2-4). Be ach e man die
Kapi alma k pa ame e
µ
(siche e Zins) und
SR
(Sha pe-Ra io) als gegeben, so häng
das Rendi e-Risikop o il lediglich on
ˆ
σ
und T ab.
Bei eine Anlage in ein kollek i es Spa e mögen e gib sich im linea en Modell eine
e wa e e Rendi e on ( gl. P oposi ion 4-1)
( )
(
)
2 2
2 2
0
2
exp ( 2 ) 1 ( 2 )
ˆˆ
ˆ
( ) 2 2
D
a a
a
T Res e m
T a
θ θ
σ
η µ ρ
θ
− − − −
= − + ⋅
−
E
und einen Anlege s ess on
( )
2
0
1
( ) ( ) ( )
T
D
S ess T T d
T
η η η
 
= −
 
 
∫
E
. (Gl. 4-22)
Das Rendi e-Risiko-P o il
(
)
(
)
ˆ
0
( ), ( )
M
D
S ess T T
σ σ
η η
≤ ≤
E
on Kapi alma k pa ame e n
siche e Zins (
µ
) und de Sha pe-Ra io (
SR
), dem Anlageho izon (T), de Risikoex-
posi ion
ˆ
σ
, dem Rese epu e zu Beginn (
0
ˆ
ρ
) und den S eue ungspa ame e n
a
und
θ
ab.
Bei unse en Ve gleichs echnungen un e s ellen wi olgendes Basisszena io:
µ
= 0.03
SR
= 0.25
M
σ
= 0.2
T
= 30
∆
= 1
0
ˆ
ρ
= 0
θ
= 0.4
a
= 0
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
- 82 -
A
BBILDUNG
4 -11: Rendi e-Risiko-P o il: Ve gleich Cons an -Mix-Po olio s.
Kollek i -Spa en; Basisszena io (
0
a
=
) mi e schiedenen
θ
-We en.
A
BBILDUNG
4 -12: Rendi e-Risiko-P o il: Ve gleich Cons an -Mix-Po olio s.
Kollek i -Spa en; Basisszena io (
0.4
θ
=
) mi e schiedenen a-We en.
Risiko: PS ess/
S ess
η
Cons an -Mix
0.6
θ
=
0.4
θ
=
0.2
θ
=
Risiko: PS ess/
S ess
η
Cons an -Mix
a
= 0.4
a
= 0.2
a
= 0

Lebens e siche ung als kollek i e Spa p ozess Oska Goecke
- 83 -
A
BBILDUNG
4 -13: Rendi e-Risiko-P o il: Ve gleich Cons an -Mix-Po olio s.
Kollek i -Spa en; Basisszena io (
0, 0.4
a
θ
= =
) mi e schiedenen We e ü den
an änglichen Rese epu e
0
ˆ
ρ
.
Die obigen Abbildungen e deu lichen nochmals den Nu zen eines kollek i en Spa p o-
zesses in Bezug au das Rendi e-Risiko-Ve häl nis. S ell man wie hie au den Anlege -
s ess ab, so wi d de Vo eil des kollek i en Spa ens noch deu liche als wenn man wie
in Abschni 4.1 lediglich au die Vola ili ä de Ablau endi e abs ell .
Risiko: PS ess/
S ess
η
Cons an -Mix
0
ˆ
ρ
= + 0.1
0
ˆ
ρ
= 0
0
ˆ
ρ
= - 0.1
Oska Goecke: Spa p ozesse mi kollek i em Risikoausgleich
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