scieee Science in your language
[de] (orig)

Vereinfachter Nat Cat Modellierungsansatz zur Rückversicherungsoptimierung

Abstract

Für eine angemessene Modellierung von Nat Cat Risiken (beispielsweise im Zusammenhang mit einer Rückversicherungsoptimierung) verwendet man üblicherweise Event Loss Tabellen, die von professionellen externen Anbietern mit regelmäßigen Aktualisierungen zur Verfügung gestellt werden. Diese Modelle sind i. d. R. sehr kostspielig, so dass sie oft nur von Rückversicherern oder Rückversicherungsmaklern für die Anwendung auf die eigenen Kundenportfolios lizenziert werden. Alternativ dazu kann mit öffentlich verfügbaren Informationen eine (wenn auch im Vergleich zu professionellen externen Modellen) vereinfachte Nat Cat Modellierung durchgeführt werden, die Erkenntnisse für eine Rückversicherungsoptimierung ermöglicht.

Read accessible full text

Vereinfachter Nat Cat Modellierungsansatz zur Rückversicherungsoptimierung

Author: Heep-Altiner, Maria,Hoos, Sebastian
Year: 2014
Source: https://cos.bibl.th-koeln.de/files/43/3_2014.pdf
Fo schung am IVW Köln, 3/2014
Ins i u ü Ve siche ungswesen
Ve ein ach e Na Ca
Modellie ungsansa z zu
Rück e siche ungsop imie ung
Ma ia Heep-Al ine , Sebas ian Hoos
Fo schung am IVW Köln 3/2014
Ma ia Heep-Al ine , Sebas ian Hoos
Ve ein ach e Na Ca Modellie ungsansa z zu
Rück e siche ungsop imie ung
Zusammen assung
Fü eine angemessene Modellie ung on Na Ca Risiken (beispielsweise im Zusammenhang mi eine
Rück e siche ungsop imie ung) e wende man übliche weise E en Loss Tabellen, die
on
p o essionellen ex e nen Anbie e n mi egelmäßigen Ak ualisie ungen zu Ve ügung ges ell
we den.
Diese Modelle sind i. d. R. seh kos spielig, so dass sie o nu on Rück e siche e n ode
Rück e siche ungsmakle n ü die Anwendung au die eigenen K
undenpo olios lizenzie we den.
Al e na i dazu kann mi ö en lich e ügba en In o ma ionen eine (wenn auch im Ve gleich
zu
p o essionellen ex e
nen Modellen) e ein ach e Na Ca Modellie ung du chge üh we den, die
E kenn nisse ü eine Rück e sich
e ungsop imie ung e möglich .
Abs ac
In o de o model Na Ca isks sui ably ( o example wi h espec o einsu ance op imiza ion), e en loss
ables p o ided and egula ly upda ed by ex e nal modelling companies a e usually applied.
Those models
a e no mally qui e expensi e such ha hey a e o en only licensed by einsu e s
o einsu ance b oke s o
applica ion o hei own clien po olios. Al e na i ely, a simpli ied
Na Ca modelling app oach (in con as
o p o essional ex e nal los
s e en ables) can be achie ed on he base o publicly a ailable in o ma ion ha
enables an analysis wi h espec o einsu ance
op imiza ion.
Schlagwö e :
Na Ca Modellie ung, Empi ische Ve eilung, Ve eilungsanpassung, Kollek i es Model
Keywo ds:
Na Ca Modelling, Cus omized Dis ibu ion, Dis ibuion Fi , F equency Se e i y Model
Inhal s e zeichnis
1VORBEMERKUNGEN ................................................................................................................................ 1
2PARAMETRISIERUNG ............................................................................................................................... 3
2.1SCHADENBEDARF RÜCKVERSICHERUNGSRELEVANTER EREIGNISSE ...................................................... 3
2.1.1Ve eilung de E en höhen ................................................................................................... 3
2.1.2Ve eilung de E en anzahl .................................................................................................. 7
2.2SCHADENBEDARF INSGESAMT ............................................................................................................... 9
3MODELLANSATZ ..................................................................................................................................... 10
3.1SIMULATIONSMODELL .......................................................................................................................... 10
3.1.1Ma k modell .......................................................................................................................... 10
3.1.2Un e nehmensspezi isches Modell ................................................................................... 11
3.1.3Un e nehmensspezi isches Vola ili ä smodell .............................................................. 14
3.2EVENT LOSS TABELLEN ......................................................................................................................... 17
4BERECHNUNGSBEISPIELE .................................................................................................................... 19
4.1INPUT & MODELLPARAMETER.............................................................................................................. 19
4.1.1Un e nehmen 1 ..................................................................................................................... 19
4.1.2Un e nehmen 2 ..................................................................................................................... 20
4.2GESAMTRECHNUNG INKL. RV OPTIMIERUNG ...................................................................................... 21
4.2.1Un e nehmen 1 ..................................................................................................................... 21
4.2.2Un e nehmen 2 ..................................................................................................................... 23
5FAZIT ........................................................................................................................................................... 25
LITERATURVERZEICHNIS .............................................................................................................................. 27
ABBILDUNGSVERZEICHNIS ......................................................................................................................... 28
- 1 -
1 Vo beme kungen
Fü eine angemessene Modellie ung on Na Ca Risiken (beispielsweise im Zusammenhang
mi eine Rück e siche ungsop imie ung) e wende man übliche weise E en Loss Tabel-
len, die on p o essionellen ex e nen Anbie e n mi egelmäßigen Ak ualisie ungen zu Ve -
ügung ges ell we den. Diese Modelle sind i. d. R. seh kos spielig, so dass sie o nu on
Rück e siche e n ode Rück e siche ungsmakle n ü die Anwendung au die eigenen Kun-
denpo olios lizenzie we den. Al e na i dazu kann mi ö en lich (ode eilweise ö en -
lich) e ügba en In o ma ionen eine (wenn auch im Ve gleich zu p o essionellen ex e nen
Modellen) e ein ach e Na Ca Modellie ung du chge üh we den, die E kenn nisse ü
eine Rück e siche ungsop imie ung e möglich .
So ha beispielsweise de Gesam e band de Deu schen Ve siche ungswi scha (GDV) au
Basis o handene Schadenin o ma ionen den Na Ca Schadenbeda ü K a ah Kasko
modellie und in eine S udie ü die Mi gliedsun e nehmen (siehe [1] und [2]) e ö en -
lich . Da übe hinaus sind diese E gebnisse in ein EXCEL Modellie ungs ool eingegangen,
mi dem un e nehmensindi iduell eine Na Ca Schaden e eilung au Basis de indi iduel-
len Exposu es uk u ge echne we den kann.
Alle Be echnungen e olgen dabei in de We igkei on 2008. Fü alle da au olgenden
Jah e wi d im Tool de nach olgende Fo sch eibungsalgo i hmus
SB2008 + = SB2008 · (1 + 2,32% · ) · BIP2008 + / BIP2008
angese z , wobei SB den Schadenbeda und BIP das B u oinlandp oduk bezeichne . De
GDV Ansa z geh also on eine (addi i en) In la ionie ung on 2,32% p o Jah zusä zlich zu
(mul iplika i en) BIP In la ionie ung aus. Diese zusä zliche In la ions end wu de au Basis
de Da en aus de Ve gangenhei geschä z (siehe [1]).
Da dieses Tool au de Gesam schaden e eilung be uh , können B u o Schadenbeda e ü
die Ta i ie ung und Eigenkapi albeda e ge echne we den. Eine Ne obe ach ung hinge-
gen kann kaum sinn oll abgebilde we den, da eine Gesam schaden e eilung nu die Ab-
bildung eine Rück e siche ungsquo e e möglich . Dies en sp ich abe nich de klassi-
schen Rück e siche ungss uk u bei Na Ca Schäden wie beispielsweise Kumulschaden-
exzeden en.
GDV S udien wenden sich p imä an E s e siche ungsun e nehmen als Mi gliede des GDV;
Rück e siche ungsaspek e s ehen dahe auch nich im Fokus solche S udien.
Die Einsch änkung au einen Gesam e eilungsansa z (de eine geeigne e Rück e siche-
ungsmodellie ung e hinde ) wa bei diese S udie alle dings nich zwingend, da in diese
S udie du chaus auch Einzele eignisse mi de aillie en E en in o ma ionen eingegangen
sind, die den Mi gliede n zu Ve ügung ges ell wu den. Hie bei handel e es sich um (im
- 2 -
Hinblick au die Schadenhäu igkei ) „signi ikan e“ Hagele eignisse wie z. B. den sogenann-
en „Münchne Hagel“ on 1984.
Au Basis diese In o ma ionen wä e es möglich, nach en sp echende Au be ei ung zumin-
des ü die signi ikan en Hagele eignisse eine F equency / Se e i y Modellie ung (= kollek-
i es Modell, siehe dazu auch [3]) du chzu üh en. Dies wü de die Anwendung on Kumul-
schadenexzeden en e möglichen.
De e bleidende Schadenau wand (kleine e Hagele eignisse und alle ande en Na Ca E -
eignisse wie e wa Übe schwemmung) müss en nach wie o als Basisschadenau wand mi
eine Gesam schaden e eilung modellie we den, au die dann bes en alls nu eine Vo -
abquo e angewende we den könn e. De a ige – im Hinblick au die Schadenhäu igkei als
nich signi ikan dekla ie e E eignisse – soll en alle dings i. d. R. nich obe halb de P io i ä
eines Kumulschadenexzeden en liegen.
Fü eine Rück e siche ungsop imie ung muss man alle signi ikan en (d. h. alle ück e siche-
ungs ele an en) Schadene eignisse geeigne modellie en. Dazu gehö eine sei s eine Da-
enau be ei ung (Re alo isa ionen und Exposu eangleichungen), ande e sei s eine Aus-
wahl geeigne e Ve eilungsmodelle.
So e n man die Ve eilungen modellie ha , kann man einen Simula ionsansa z du ch üh-
en, bei dem beispielsweise eine o gegebene Rück e siche ungss uk u modellie wi d.
Fü einen de a igen Ansa z benö ig man nich no wendige weise eine p o essionelle Si-
mula ionsso wa e, da schon EXCEL einen Zu allszahlengene a o zu Ve ügung s ell , de
alle ding nich an die Quali ä komme zielle Zu allszahlengene a o en he ankomm und
de im Hinblick au das Lau zei e hal en nich imme op imal is .
Ein allgemeine Nach eil on Simula ionsansä zen bes eh alle dings da in, dass – so e n
man nich ixie e Zu allszahlen einlies – gleiche Inpu s nich gleiche, sonde n nu ähnliche
Ou pu s e zeugen. Dies kann man „heilen“, indem man die wich igs en E gebnisse eines es-
en Simula ionslau es ixie – im Sinne on „E en Loss Tabellen“, die alle dings nich mi
p o essionellen E en Loss Tabellen e wechsel we den dü en.
Diese Ansa z e besse nich nu das Lau zei e hal en, sonde n lie e auch im Sinne eines
Algo i hmus‘ exak gleiche Ou pu s bei gleichen Inpu s. Die „E en Loss Tabellen“ sind abe
nich ge ade klein. Da übe hinaus kos e die Fixie ung na ü lich auch Flexibili ä im Hinblick
au no wendige Modellanpassungen.
In diese Ausa bei ung sollen solche Vo gehensmodelle am Beispiel ik i e Da en e läu e
we den, die den e ügba en In o ma ionen aus [1] und [2] nachemp unden sind. Dies soll
den einzelnen E s e siche ungsun e nehmen e möglichen, die e ügba en In o ma ionen
in diesem und gg . auch ande en Fällen ie gehende e wenden zu können.

- 3 -
2 Pa ame isie ung
Um die Auswi kungen on Kumulschadenexzeden en es en zu können, benö ig man de-
aillie e In o ma ionen ü alle ück e siche ungs ele an en E en s, die on de Höhe he in
diesen Exzeden en allen können.
Fü einen Kumulschadenexzeden en nich ele an e E eignisse können e gänzend als Ge-
sam schadenbeda modellie we den, au den dann nu noch eine Quo e angewende
we den kann.
Im Folgenden we den am Beispiel de zu o einge üh en ik i en Da en zweckmäßige Pa-
ame isie ungen und Ve eilungsanpassungen e läu e .
2.1 Schadenbeda ück e siche ungs ele an e E eignisse
Fü ück e siche ungs ele an e E eignisse soll e in jedem Fall ein F equency / Se e i y Mo-
dell (kollek i es Modell gemäß [3]) angepass we den, bei dem sowohl die E en höhen als
auch die E en anzahlen p o Jah modellie we den, gg . mi einem Modell ü einen In la i-
onie ungs end, alls die In o ma ionen nich egelmäßig ak ualisie zu Ve ügung s ehen.
2.1.1 Ve eilung de E en höhen
Die Schadenau wendungen de ück e siche ungs ele an en E en s müssen zunächs ein-
mal au das ak uelle Bezugsjah in la ionie we den. Diese In la ionie ung kann addi i , mul-
iplika i ode in eine Kombina ion aus beiden Ansä zen e olgen.
Wei e hin muss eine Exposu eangleichung au das ak uelle Bezugsjah e olgen. Diese kann
e olgen, indem man bezogen au eine Exposu eeinhei echne ode die Exposu es de ein-
zelnen Jah e au das (gg . geschä z e) Exposu e des Bezugsjah es anpass .
In de nach olgenden Tabelle is ein Auszug aus den de a au be ei e en E en schadenhö-
hen ü die e wende en ik i en Beispielda en au gelis e .
- 4 -
Abbildung 1: Re alo isie e und Exposu eangepass e E en höhen in Mio. €.
Bei de Ve eilungsanpassung diese E en schadenhöhen wu de eine s e ige „cus omized“
Ve eilung (= His og amm) wie olg modellie :
xEs wu den 11 Quan ile übe eins immend mi den en sp echenden Quan ilen de dis-
k e en empi ischen Ve eilung gewähl .
xMinimum und Maximum de cus omized Ve eilung wu den anschließend (du ch
Zielwe suche) de a e mi el , dass Mi elwe und empi ische S anda dabwei-
chung de disk e en empi ischen Ve eilung ep oduzie wu den.
xDie Auswahl de 11 Quan ile e olg e de a , dass die obe en Quan ile gu ep odu-
zie wu den. Im un e en Be eich wu den die Quan ile de a gewähl , dass das Mini-
mum de empi ischen Ve eilung gu ep oduzie wu de.
Die Auswahl de 11 Quan ile ü den Ma k schadenbeda in Mio. € und den Schadenbeda
je einzelne Exposu eeinhei in € is in de nach olgenden Tabelle illus ie :
E en Quan il Schaden-
N . höhen
E w. 113,9
S d. 262,4
1 0,00% 11,8
8 5,00% 19,4
15 10,00% 23,1
36 25,00% 33,7
71 50,00% 55,0
106 75,00% 120,2
127 90,00% 213,8
134 95,00% 260,7
135 95,71% 260,7
136 96,43% 402,7
137 97,14% 413,3
138 97,86% 520,1
139 98,57% 533,7
140 99,29% 600,5
141 100,00% 2.973,5
- 5 -
Abbildung 2: Cus omized Ve eilungsanpassung.
Im Ve gleich zu empi ischen Ve eilung lie e diese Fo m eine cus omized Ve eilungsan-
passung noch einen „Auslau “ ü seh hohe E en s, die noch möglich sind, abe bishe noch
nich beobach e wu den – wenngleich diese dann na ü lich nu äuße s sel en modellie
we den. Im Un e schied zu eine klassischen Anpassung beispielsweise mi eine Pa e o e -
eilung is diese Ve eilungsauslau abe nach oben beg enz .
Da diese Fo m eine Ve eilungsanpassung ziemlich iele de empi ischen Quan ile ep o-
duzie , lie e sie na ü lich auch ela i gu e QQ-Plo s de empi ischen Quan ile gegen die
angepass en Quan ile, siehe dazu die nach olgenden Abbildungen:
Abbildung 3: QQ-Plo s de E en schadenhöhen (1).
Quan ile Schaden Schaden
Höhe Beda
E w. 113,9 2,65
S d. 262,4 6,11
0,00% 12,0 0,3
40,00% 45,6 1,1
50,00% 55,0 1,3
85,00% 163,9 3,8
90,00% 213,8 5,0
95,00% 260,7 6,1
95,71% 260,7 6,1
96,43% 402,7 9,4
97,14% 413,3 9,6
97,86% 520,1 12,1
98,57% 533,7 12,4
99,29% 600,5 14,0
100,00% 4.846,3 112,9
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
0 1.000 2.000 3.000
- 6 -
Aus eine globalen Sich weis die Anpassung eigen lich nu seh hohe Abweichungen beim
le z en „Beobach ungspunk “ au ; dies wa abe genau de gewünsch e „Auslau “ E ek die-
se Ve eilungsanpassung.
Abbildung 4: QQ-Plo s de E en schadenhöhen (2).
Mi Ausnahme de Maxima beide Ve eilungen sind die obe s en Quan ile au g und de
Vo gehensweise bei de Ve eilungsanpassung exak ge o en; die meis en E en schaden-
höhen allen jedoch deu lich nied ige aus.
Abbildung 5: QQ-Plo s de E en schadenhöhen (3).
Auch die wei e en obe en Quan ile sind ech gu ge o en. Abweichungen (wenn auch
nich besonde s ma kan ) beobach e man ehe bei kleine en und mi le en Quan ilen, die
alle dings ü eine Rück e siche ungsop imie ung on ge inge em In e esse sind.
0
250
500
750
0 250 500 750
0
50
100
150
200
250
0 50 100 150 200 250
- 13 -
Y, Y* Basisschadenbeda des Ma k es bzw. VU spezi isch
Bezeichne man eben alls zu Ve ein achung mi P = PVU die VU indi iduelle T e e wah -
scheinlichkei , dann kann man mi diese No a ion ein VU spezi isches Modell wie olg kon-
zipie en:
N* = ∑ k ≤ N BP, k BP, k Binomial Ve eilungen, P die T e e wah scheinlichkei
X* = X · IX I
X de E en höhenindex
Y* = Y · IY Iy de Basisschadenbeda sindex
Die E en höhen- sowie die Basisschadenbeda smodellie ung e olg dabei p opo ional
en sp echend de de inie en Indizes. Bei de Modellie ung de (disk e en) E en anzahlen
is ein solch ein ache Ansa z nich möglich; hie muss bei jedem gezogenen E en gemäß
de indi iduellen T e e wah scheinlichkei noch modellie we den, ob ein Ma k e en
auch das Un e nehmen i . So e n dies jeweils unabhängig oneinande o genommen
wi d, gel en olgende Beziehungen:
E[N*] = E[N] · P
VAR[N*] = E[N] · P · (1 – P) + P2 · VAR[N]
CV[N*]2 = (1/P – 1) / E[N] + CV[N]2
So e n P ≠ 1 gil , is die Vola ili ä des VU spezifischen E en anzahlmodells höhe als dieje-
nige des Ma k modells – des o höhe , je kleine P is . Kombinie man das (nich p opo io-
nale) Modell ü die E en anzahl mi dem (p opo ionalen) E en höhenmodell, so e geben
sich ü den VU spezi ischen G oßschadenbeda olgende Pa ame e :
E[S*] = E[N*] · E[X*]
= E[N] · P · E[X] · IX
= E[S] · IS
VAR[S*] = E[N] · P · VAR[X] · IX2 + (E[X] · IX)2 · (E[N] · P · (1 – P) + P2 · VAR[N])
= (E[N] · (VAR[X] / P + E[X]2 · (1/P – 1)) + E[X]2 · VAR[N]) · IS2
= (E[N] · (VAR[X] + E[X]2) · (1/P – 1) + VAR[S]) · IS2
CV[S*]2 = (1/P – 1) · (CV[X]2 + 1) / E[N] + CV[S]2
Fü P ≠ 1 is die Vola ili ä des VU spezi ischen Schadenbeda s ü G oßschadene eignisse
höhe als die Vola ili ä des Ma k schadenbeda s.
Au g und des ein p opo ionalen Modellansa zes beim Basisschadenbeda ände sich hie
nich s an de Vola ili ä .
Insgesam e gib sich also, dass die VU spezi ische Vola ili ä ans eig , wenn die T e e wah -
scheinlichkei ungleich 100% is .
De VU spezi ische Modellansa z modellie VU spezi ische E wa ungswe e und S an-
da dabweichungen.

- 14 -
Ein Simula ionsansa z kann ela i ein ach e s ell we den und is dann auch seh lexibel im
Hinblick au die denkba en Anwendungen. Au de ande en Sei e is (z. B. bei EXCEL) das
Lau zei e hal en nich imme op imal. De g öß e „Nach eil“ eines Simula ionsanasa zes
lieg abe da in, dass bei gleichem Inpu keines alls gleiche, sonde n nu „ähnliche“ Ou pu s
he auskommen. Dies is – ge ade Nich ma hema ike n gegenübe – nich imme ein ach zu
kommunizie en.
Gleiche Ou pu s bei gleichen Inpu s e häl man beispielsweise, wenn man ein es es Se on
Zu allszahlen einlies und e a bei e . Dies ände abe nich s Wesen liches am Lau zei e -
hal en.
Eine ande e Al e na i e bes eh da in, die wich igs en Ou pu s eines Simula ionslau es zu
ixie en und da au die gewünsch en Funk ionali ä en anzuwenden. Diese Ansa z soll spä-
e noch skizzie we den.
3.1.3 Un e nehmensspezi isches Vola ili ä smodell
Typische weise e höh sich die Un e nehmensspezi ische Vola ili ä im Ve gleich zu Ma k -
ola ili ä au g und de ge inge en „Ausgleichsmöglichkei en“ (= Di e si izie ung, siehe
dazu auch [4]). Dabei gib es im Wesen lichen zwei Quellen ü eine E höhung de Vola ili ä
(beispielsweise ausged ück als Va ia ionskoe izien ):
1. Ge inge es Exposu e im Ve gleich zum Ma k exposu e und
2. höhe e Konzen a ion im Ve gleich zu Ma k konzen a ion.
Im zu o besch iebenen Modellansa z wi d eine Vola ili ä se höhung nu beim E en anzahl-
modell abgebilde , nich abe im E en höhenmodell; die G öße des Exposu es spiel keine
Rolle. So e n ü die T e e quo e P = 1 gil , e gib sich kein Vola ili ä se ek . Dies is nich in
jedem Fall ealis isch, da sich auch un e schiedliche E en höhene ek e aus eine seh a y-
pischen Konzen a ion de Exposu eeinhei en e geben können.
In diesem Abschni soll skizzie we den, wie man ein sinn olles Modell ü Vola ili ä se -
ek e beim E en höhenmodell konzipie en kann (in Anlehnung an [5]). Dazu be ach e man
den Ma k schadenbeda ü G oßschadene eignisse übe alle Regionalbezi ke / Dis ik e D:
S = ∑ wD · SD
=: ∑ wD · IS, D · S°D =: ∑ D · S°D
mi ∑ wD = ∑ D = 1. Die egionalen Schadenbeda e sind also bis au den Regionalindex IS, D
Realisa ionen eines du chschni lichen Schadenbeda s S°. Falls man also da on ausgeh ,
dass die Du chschni sbeda e S°D unabhängig und iden isch e eil sind mi den Pa ame-
e n μ und σ2, dann is die Gewich ung S e eil mi den Pa ame e n μ und ∑ ( D)2 · σ2, wobei
1/n ≤ ∑ ( D)2 ≤ 1 gil . De kleins e We e wi d bei eine Gleich e eilung und de g öß e We
bei eine ex emen Konzen a ion angenommen.
Bei eine abweichenden Konzen a ion S* = ∑ w*D · SD = ∑ w*D · IS, D · S°D e geben sich olgende
Beziehungen:
E[S*] = IS · μ mi IS = ∑ w*D · IS, D
- 15 -
VAR[S*] = IS2 · ∑ ( *D)2 · σ2 mi *D = w*D · IS, D / IS
Se z man dies in Bezug zum Ma k schadenbeda S, so e geben sich olgende Beziehungen:
E[S*] = IS · E[S]
VAR[S*] = IS2 · VAR[S] · (1 + k)
mi (1 + k) = ∑ ( *D)2 / ∑ ( D)2 de Vola ili ä se ek beding du ch un e schiedliche Konzen a-
ionen. Um nich pe manen die exak e Ma k e eilung nachka en zu müssen, wi d im Fol-
genden e ein ach da on ausgegangen, dass die Ma k e eilung in de Regel ela i
gleich ö mig is und somi ∑ ( D)2 nahe bei 1/n lieg , so dass app oxima i k = n · ∑ ( *D)2 – 1
angenommen we den kann. Dadu ch wi d k gegebenen alls e was übe schä z ; die Fo meln
sind dann abe ein ache .
De Pa ame e k häng nu on de Ve eilung des Exposu es ab und nich on de E en -
e e quo e, wobei abe ela i einleuch end is , dass bei eine hohen Konzen a ion das
Un e nehmen auch sel ene on signi ikan en E eignissen ge o en wi d. Ex em biza e
Ve eilungen (beispielweise alle Exposu eeinhei en in einem Bezi k bis au jeweils eine ein-
zige Exposu eeinhei in den ande en Zulassungsbezi ken und somi P = 1) kann diese An-
sa z alle dings nich pe ek ab angen; hie komm jedoch so ziemlich jedes e ein ach e
Modell an seine na ü lichen G enzen.
Bei eine Schadensummen e eilung e gib sich de Gesam ola ili ä se ek aus einem
Vola ili ä se ek bei de E en anzahl (welche ü eine T e e quo e P < 1 be ei s modellie
wu de) und einem Vola ili ä se ek bei de E en höhe.
Das zu o besch iebene Modell ü die E en höhen kann man je z e wei e n, indem man
beispielsweise X* = X · IX · I* se z , I* Logno mal e eil mi den Pa ame e n 1 und τ 2 sowie
unabhängig zu X, so dass man
VAR[X*] = IX2 · (VAR[X] · (1 + τ 2) + E[X]2 · τ2)
= I
X2 · VAR[X] · (1 + τ 2 · (1 + CV[X]-2))
= I
X2 · VAR[X] · (1 + δ)
e häl , wobei δ > 0 sowie δ = δP, k gil . Fü τ = 0 und dami auch δ = 0 e gib sich die be ei s
e läu e e Mul iplika ion mi dem E en höhenindex IX ohne zusä zlichen Vola ili ä se ek
bei den E en höhen.
Im Folgenden sollen die Beziehungen zwischen δ, k und P illus ie we den. Zunächs ein-
mal gil wie zu o IS = IX · P. Wei e hin gil ü die un e nehmensindi iduelle E en anzahl
E[N*] = P · E[N]
VAR[N*] = P2 · VAR[N] · (1 + λ)
mi λ = λP = (1/P – 1) · E[N] / VAR[N]. Säm liche Übe legungen kann man je z wie olg zu-
sammen assen:
E[S*] = IS · E[N] · E[X]
VAR[S*] = P2 · IX2 · (1 + k) · (E[N] · VAR[X] + E[X]2 · VAR[N])
- 16 -
= E[N*] · VAR[X*] + E[X*]2 · VAR[N*]
= P · IX2 · (1 + δ) · E[N] · VAR[X] + P2 · IX2 · (1 + λ) · E[X]2 · VAR[N]
Diesen Ausd uck kann man nun wie olg nach dem Vola ili ä se ek δ ü die E en höhen
au lösen:
(1 + δ) = P · ((1+ k) + (k – λ) · E[X]2 · VAR[N] / (E[N] · VAR[X]),
wobei P · λ · E[X]2 · VAR[N] / (E[N] · VAR[X]) = (1 – P) / CV[X]2 gil . Somi kann man wie olg
zusammen assen:
δ = P – 1 + P · k · (1 + E[N] · (CV[N]2 / CV[X])2) – (1 – P) / CV[X]2
= P · k · (1 + E[N] · CV[N]2 / CV[X]2) – (1 – P) · (1 + 1/CV[X]2)
= P · k · (1 + a) – (1 – P) · (1 + b)
De e s e Te m in diese Gleichung is imme posi i , de zwei e Te m is imme nega i , wo-
bei die Pa ame e a und b nu on den Ve eilungspa ame e n de E en anzahl und de
E en höhe abhängen. Insgesam soll δ ≥ 0 gel en.
Fü P = 1 e gib sich de Vola ili ä se ek bei de E en höhe ausschließlich aus de Konzen -
a ion de Exposu eeinhei en und den Ve eilungspa ame e n de E en anzahl und de
E en höhe. Fü P < 1 muss au g und de De ini ion in jedem Fall k > 0 gel en, d. h. es muss
P · k · (1 + a) ≥ (1 – P) · (1 + b)
gel en. Mi den Pa ame isie ungen des o liegend Modells e geben sich ü olgende
We e:
E[N] = 5,52
CV[N] = 43,1%
CV[X] =230,4%
1 + a = 1 + 5,52 · (43,1% / 230,4%)2 = 1,194
1 + b = 1 + 1 / 230,4%2 = 1,188
Au Basis diese We e e geben sich die nach olgenden Ungleichungen:
k ≥ (1/P – 1) · (1 + b) / (1 + a)
≥ (1/P – 1) · 0,996
P ≥ (1 + 1,004 · k)-1
Bei insgesam n Regionalbezi ken / Dis ik en gil k ≤ n – 1, wo aus dann eine Mindes ab-
schä zung ü P esul ie . Geh man da on aus, dass jede Bezi k on mindes ens einem
E en ge o en wi d, so gil im o liegenden Fall P ≥ 1/141 und man muss nu übe p ü en,
ob die Ungleichung
1/141 ≥ (1 + 1,004 · k)-1 bzw.
140 ≤ 1,004 · k ≤ 1,004 · (n – 1) bzw.
n ≥ 0,996 · 140 – 1
- 17 -
e üll is , was bei meh als 139 Regionalbezi ken imme de Fall is . Bei wenige Regional-
bezi ken kann man in jedem Fall
δ = max (P · k · (1 + a) – (1 – P) · (1 + b); 0)
se zen. Fü δ = 0 wi d dann nu die im o he igen Abschni besch iebene Vola ili ä sanpas-
sung ü die E en anzahl du chge üh . Die zu o ge echne en Ungleichungen zeigen, dass
es bei aus eichend ielen Regionalbezi ken / Dis ik en n einen hie zu zulässigen Konzen -
a ionspa ame e k* ≥ k mi k* ≤ kmax = n – 1 gib .
De hie besch iebene Vola ili ä sansa z ü die E en höhen is in den Beispiel echnungen
im nächs en Kapi el nich abgebilde .
3.2 E en Loss Tabellen
Um alle Funk ionali ä en und Modelle so wie zu o skizzie echnen zu können, muss man
ü einen (aus eichend g oßen!) Simula ionslau p o Simula ion i mi N(i) simulie en Ma k e-
en s olgende We e es hal en:
xE en schadenhöhen X(i, j) p o Exposu eeinhei ü alle j ≤ N(i),
xZu allszahlen Z(i, j) ü alle j ≤ N(i) ü die Anwendungen de Binomial e eilungen
xBasisschadenbeda e Y(i).
Fü jedes indi iduelle Un e nehmen mi T e e wah scheinlichkei P kann man dann ol-
gende VU spezi ischen We e p o Simula ion i (im Sinne eine es en Fo mel) echnen:
B
P(i, j) = (Z(i, j) ≥ 1 – P) · 1 Indika o , ob das E en j das VU ge o en ha .
S*(i, j) = X(i, j) · IX · BP(i, j) · EXP VU spezi ische E en höhe ü das E en j.
S*(i) = ∑ S*(i, j) VU spezi ische G oßschadenbeda
Y*(i) = Y(i) · IY · EXP VU spezi ische Basisschadenbeda .
So e n man also die benö ig en E gebnisse in eine es en Da ei abgespeiche ha , kann
man eine Rück e siche ungss uk u als eine es e Fo mel anwenden und bekomm bei glei-
chen Inpu s auch imme gleiche Ou pu s. Da man aus eichend iele Simula ionen (z. B.
20.000) ü aussagek ä ige E gebnisse b auch , sind die Ou pu da eien mi den E en Loss
Tabellen u. U. seh g oß. Aus diesem G und wu den bei de E en modellie ung die Poisson
Ve eilung de a modi izie , dass die E en anzahl au 15 beg enz wu de. Un e Modellie-
ungsgesich spunk en wa dies une heblich, e inge e abe die G öße de Ou pu da ei
signi ikan .
So e n man mi eine es en E gebnisda ei a bei e , beg enz man ande e sei s auch die Fle-
xibili ä de Anwendungen. G öße e Modellände ungen sind hie nich ohne wei e es
du ch üh ba . Hie benö ig man gg . wiede einen neuen Simula ionslau mi eine geän-
de en Ou pu s uk u .
In de olgenden Tabelle sind die Vo - und Nach eile un e schiedliche Lösungsansä ze noch
einmal zusammenge ass .
- 18 -
Lösungsansa z Vo eile Nach eile
F eie Simula ionsansa z xHohe Flexibili ä
xEin ache P og ammie-
ung
xLau zei e hal en
xKeine E gebnisiden i ä
Fes e Zu allszahleninpu xFlexibili ä
xE gebnisiden i ä
xLau zei e hal en
xZusa zp og ammie ung
Fes e Ou pu abelle xBesse e Lau zei en
xE gebnisiden i ä
xWenige Flexibili ä
xZusa zp og ammie ung
xDa eig öße
Ein eie Simula ionsansa z kann am schnells en umgese z we den und e o de keine zu-
sä zlichen P og ammkomponen en. Da nich s ixie is , is die Flexibili ä na ü lich auch am
bes en.

- 19 -
4 Be echnungsbeispiele
In diesem Abschni soll anhand on zwei Be echnungsbeispielen das zu o e läu e e un-
e nehmensspezi ische Modell illus ie we den
4.1 Inpu & Modellpa ame e
Um die Wi kungsweise zu besch eiben, sollen zwei Un e nehmen mi jeweils einem Expo-
su e on 250,0 Tsd. be ach e we den, wobei VU 1 eine kleine Kopie des Gesam ma k es
und VU 2 ein egional s a k in einigen seh isikoexponie en Bezi ken konzen ie es Un e -
nehmen sein soll. Fü diese beiden Beispielun e nehmen wu den olgende Indizes e mi el :
VU 1 VU 2
VU E en s in % de Gesam e en s 100,00% 20,00%
VU E en höhenindex 100,00% 500,00%
VU Basisschadenbeda sindex 100,00% 100,00%
Alle Be echnungen sollen ausgehend on den We en des Basisjah es mi eine In la ions-
anpassung on 119,4% au das ak uelle Jah e olgen.
Fü beide Un e nehmen is de G oßschadenbeda sindex 100%, wobei sich im e s en Fall
diese We aus ielen E en s mi du chschni liche Belas ung (bezogen au die insgesam
gleich ö mig e eil en Exposu eeinhei en) und im zwei en Fall aus wenigen E en s mi ex -
eme Belas ung (bezogen au die in seh s a k isikoexponie en Gebie en konzen ie en
Exposu eeinhei en) zusammense z .
Somi soll en ü beide Un e nehmen die E wa ungswe e, nich abe die S anda dabwei-
chungen gleich sein, siehe dazu die nach olgenden Be echnungen.
4.1.1 Un e nehmen 1
Fü das e s e Un e nehmen e geben sich alle Ve eilungspa ame e p opo ional zu den
Ma k e häl nissen, insbesonde e gil ü die VU E en s:
E[N*] = 5,52 · 100% = 5,52
STD[N*] = (5,52 · 100% · (1 – 100%) + 100%2 · 2,382)1/2 = 2,38
Fü die E en schadenhöhen in T€ bei einem Exposu e on 250,0 Tsd. e geben sich die nach-
olgenden Pa ame e in de ak uellen We igkei :
E[X*] = 2,65 · 119,4% · 100% · 250,0 = 792,3
STD[X*] = 6,11 · 119,4% · 100% · 250,0 = 1.825,3
- 20 -
Gemäß de Fo meln ü das kollek i e Modell e geben sich die nach olgenden Pa ame e ü
den G oßschadenbeda on Un e nehmen 1 in T€:
E[S*] = 5,52 · 792,3 = 4.376,7
STD[S*] = (5,52 · 1.825,32 + 792,32 · 2,382)1/2 = 4.686,9
Beim Basisschadenbeda un e scheiden sich die beiden Un e nehmen nich . Fü den Va ia-
ionskoe izien en des G oßschadenbeda s e gib sich ganz allgemein aus den Fo meln ü
das kollek i e Modell
CV[S*]2 = CV[X*]2 / E[N*] + CV[N*]2.
Au g und des p opo ionalen Ansa zes s imm de Va ia ionskoe izien on X* imme mi
dem Va ia ionskoe izien en des Ma k es übe ein. De Va ia ionskoe izien des G oßscha-
denbeda s wi d also nu on den Modelleigenscha en on N* beein luss ; die Un e neh-
mensg öße spiel keine Rolle.
Bei Einbeziehung des zu o e läu e en Vola ili ä s ak o s ü die VU spezi ische Exposu e-
konzen a ion wü de sich gg . auch ü dieses Un e nehmen ein e ände e Va ia ionskoe -
izien e geben.
4.1.2 Un e nehmen 2
Fü das zwei e Un e nehmen is insbesonde e das E en anzahlmodell nich p opo ional,
wobei sich hie olgende Pa ame e e geben:
E[N*] = 5,52 · 20% = 1,10
STD[N*] = (5,52 · 20% · (1 – 20%) + 20%2 · 2,382)1/2 = 1,05
De Va ia ionskoe izien ü die E en anzahl is deu lich höhe als beim e s en Un e neh-
men. Fü die E en höhen gel en olgende Pa ame e :
E[X*] = 2,65 · 119,4% · 500% · 250,0 = 3.961,7
STD[X*] = 6,11 · 119,4% · 500% · 250,0 = 9.126,4
Aus den Fo meln ü das kollek i e Modell e geben sich olgende Pa ame e ü den G oß-
schadenbeda :
E[S*] = 1,10 · 3.961,7 = 4.376,7
STD[S*] = (1,10 · 9.126,42 + 3.961,72 · 1,052)1/2 = 10.462,0
Zum Ve gleich sind in de nach olgenden Tabelle noch einmal die ge echne en Pa ame e
ü beide Un e nehmen gegenübe ges ell .
EW STD VK
Anzahl de E en s
VU 1
VU 2
5,52
1,10
2,38
1,05
43,1%
95,4%
- 21 -
EW STD VK
E en schadenhöhe
VU 1
VU 2
792,3
3.961,7
1.825,3
9.126,4
230,4%
230,4%
G oßschadenbeda
VU 1
VU 2
4.376,7
4.376,7
4.686,9
10.462,0
107,1%
239,0%
Beim zwei en Un e nehmen beobach e man wenige E eignisse, die das Un e nehmen (be-
zogen au die gesam en Exposu eeinhei en) abe s ä ke e en. Die Vola i il ä des G oß-
schadenbeda s is deu lich höhe als beim e s en Un e nehmen. Dies ha insbesonde e
Auswi kungen bei Rück e siche ungslösungen, da beim zwei en Un e nehmen – o z ins-
gesam gleichen E wa ungswe en wie beim e s en Un e nehmen – Rück e siche ungs-
laye ehe ge o en we den als im e s en Fall. De a ige Auswi kungen kann man abe nu
mi Simula ionsansä zen einschä zen.
4.2 Gesam echnung inkl. RV Op imie ung
Beide Un e nehmen haben einen e wa e en G oßschadenbeda on 4.376,7 T€, abe ein
un e schiedliches F equency / Se e i y P o il. Da das zwei e Un e nehmen im Schni nu
e was meh als ein E en p o Jah mi eine mi le en Schadenhöhe on e was un e 4 Mio. €
beobach e , wi d ein Kumulschadenexzeden 25 Mio. xs 5 Mio. in diesem Fall du chaus
häu ige ge o en.
Dies soll im Folgenden am Beispiel eine einzelnen Simula ion de B u o und de Ne oau -
wände illus ie we den:
4.2.1 Un e nehmen 1
Zunächs einmal muss de B u o G oßschadenau wand simulie we den, insbesonde e die
Anzahl de E en s und die jeweilige E en schadenhöhen.
- 22 -
Abbildung 9: Simulie e Anzahl de E en s ü VU 1.
Fü die E en anzahl wu de die ( ela i hohe) Zu allszahl 95,00% gezogen, so dass in einem
solchen Jah 10 E en s an allen. Das e s e Un e nehmen wi d on allen diesen Un e nehmen
genauso ge o en wie auch de gesam e Ma k .
Fü diese E en s müssen nun (bezogen au den E en höhenindex des Un e nehmens) die
jeweiligen E en höhen gezogen we den.
Abbildung 10: Simulie e E en schadenhöhen ü VU 1.
Gezogene Zu allszahl 95,00%
EW VU 5,52
STD VU 2,38
NP(XN) P(X=N) Gesam
E en s
00,4% 0,4%
12,6% 2,2% 1
28,7% 6,1% 1
320,0% 11,2% 1
435,5% 15,5% 1
552,6% 17,1% 1
668,4% 15,8% 1
780,9% 12,5% 1
889,5% 8,6% 1
994,7% 5,3% 1
10 97,7% 2,9% 1
E en anzahl
In la ion. 119,4%
EW Gesam 4.376,75
STD Gesam 4.686,91
Gezogene Schadenhöhe
Zu allszahl B u o
91,2% 1.568,1
53,6% 461,4
62,6% 654,5
82,4% 1.084,4
85,4% 1.167,8
93,2% 1.695,8
55,8% 507,0
66,4% 736,5
76,9% 965,7
77,9% 986,8
E en höhe
Imp essum
Diese Ve ö en lichung e schein im Rahmen de Online-Publika ions eihe „Fo schung am IVW Köln“. Alle
Ve ö en lichungen diese Reihe können un e
www.i w-koeln.de ode hie abge u en we den.
Fo schung am IVW Köln,
3/2014
Heep
-Al ine , Hoos: Ve ein ach e Na Ca Modellie ungsansa z zu Rück e siche ungsop imie ung
Köln,
Mai 2014
ISSN (online) 2192
-8479
He ausgebe de Sch i en eihe /
Se ies Edi o ship:
P o . D . Lu z Reime s
-Rawcli e
P o . D . Pe e
Schimikowski
P o . D . Jü gen S obel
Ins i u ü Ve siche ungswesen /
Ins i u e o Insu ance S udies
Fakul ä ü Wi scha s
- und Rech swissenscha en /
Facul y o Business, Economics and Law
Fachhochschule Köln / Cologne Uni e si y o Applied Sci
ences
Web
www.i w-koeln.de
Sch i lei ung /
Con ac edi o ’s o ice:
P o . D . Jü gen S obel
Tel. +49 221 8275
-3270
Fax +49 221 8275
-3277
Mail
jue gen.s obel@ h-koeln.de
Ins i u ü Ve siche ungswesen /
Ins i u e o Insu ance S udies
Fakul ä ü Wi scha s
- und Rech swissenscha en /
Facul y o Business, Economics and Law
Fachhochschule Köln / Cologne Uni e si y o Applied Sciences
Gus a Heinemann
-U e 54
50968 Köln
Kon ak Au o / Con ac au ho :
P
o . D . Ma ia Heep-Al ine
Ins i u ü Ve siche ungswesen /
Ins i u e o Insu ance S udies
Fakul ä ü Wi scha s
- und Rech swissenscha en /
Facul y o Business, Economics and Law
Fachhochschule Köln / Cologne Uni e si y o Applied Sciences
Gus a Heinemann
-U e 54
50968
Köln
Tel. +49 221 8275
-3449
Fax +49 221 8275
-3277
Mail
ma ia.heep-al ine @ h-koeln.de