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Vom Umgang mit Scham. Faktoren, die im Kindergarten im Umgang mit Scham bedeutsam sind und die Entwicklung der Kinder beeinflussen

Author: Aeschlimann, Lea
Publisher: Zenodo
DOI: 10.5281/zenodo.17294646
Source: https://zenodo.org/records/17294646/files/MA_2025_119.pdf
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
Lea Aeschlimann
1
In e kan onale Hochschule ü Heilpädagogik Zü ich
S udiengang Sonde pädagogik
Mas e a bei
Vom Umgang mi Scham
Fak o en, die im Kinde ga en im Umgang mi
Scham bedeu sam sind und die En wicklung de
Kinde beein lussen
Einge eich on: Lea Aeschlimann
Beglei ung: Ma kus Ma hys
Abgabeda um: 11. Mai 2025
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
Lea Aeschlimann
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Abs ac
Diese Mas e a bei be ass sich mi dem Thema Scham. Die wissenscha liche Li e a u zeig , dass sich
de Umgang mi Scham e heblich au das Ve hal en und die psychische Gesundhei eines Menschen
auswi k . Diese A bei un e such dahe , inwie e n die Ges al ung de Umwel im Kinde ga en den
Umgang mi Scham beim einzelnen Kind p äg , um die gewonnenen E kenn nisse im schulischen
Kon ex nu zen zu können. Ein aus üh liche Übe blick des ak uellen Fo schungs ands zeig au , dass
zum je zigen Zei punk noch wenig wissenscha lich undie e Fo schungsda en zu Fö de ung eines
angemessenen Umgangs mi Scham im schulischen Kon ex o liegen. Mi hil e des Ka ego iensys ems,
welches deduk i au de Basis on de ICF-CY en wickel wu de, können ele an e Umwel ak o en im
schulischen Kon ex he ausk is allisie we den. Anhand eine quali a i en Inhal sanalyse we den die
zen alen Umwel ak o en im Kinde ga en un e such . Die E gebnisse zeigen, dass die Beziehungen
eines Kindes und die Eins ellungen seine Umgebung ü die En wicklung eines angemessenen
Umgangs mi Scham zen al sind.
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Inhal s e zeichnis
1. EINLEITUNG ............................................................................................................................ 5
1.1. Ausgangslage und Mo i a ion de A bei ........................................................................................... 5
1.2. (Heil-)pädagogische Rele anz ............................................................................................................ 6
2. FRAGESTELLUNG, ZIELE UND AUFBAU DER ARBEIT ................................................................ 7
2.1. F ages ellung .................................................................................................................................... 7
2.2. Ziele de Li e a u analyse .................................................................................................................. 7
2.3. Ziele ü das P oduk ......................................................................................................................... 8
2.4. Au bau de A bei ............................................................................................................................. 8
3. THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN UND LITERATURBERICHT ................................................. 9
3.1. Scham ............................................................................................................................................... 9
3.1.1. Emo ionen und A ek e ..................................................................................................................... 9
3.1.2. Beg i Scham .................................................................................................................................. 11
3.1.3. Fo men on Scham .......................................................................................................................... 13
3.2. Nega i e Aspek e de Scham ........................................................................................................... 13
3.2.1. De ini ion on einem unangemessenen Umgang mi Scham ......................................................... 14
3.2.2. die Abweh de Scham .................................................................................................................... 14
3.3. posi i e Aspek e de Scham ............................................................................................................. 15
3.3.1. Angemessene Umgang mi Scham ................................................................................................. 16
3.4. Sozio-emo ionale En wicklung mi Fokus au das Kinde ga enal e ................................................. 17
3.4.1. Soziale Fähigkei en .......................................................................................................................... 19
3.4.2. Emo ionale Fähigkei en ................................................................................................................... 22
3.4.3. G undbedü nisse (Mo i a ion) ...................................................................................................... 25
3.5. Scham in de kindlichen En wicklung ............................................................................................... 25
4. METHODISCHES VORGEHEN ................................................................................................. 28
4.1. Li e a u eche che .......................................................................................................................... 29
4.2. Fo m de Analyse ............................................................................................................................ 30
4.3. ICF CY .............................................................................................................................................. 30
4.3.1. ICF CY und Scham ............................................................................................................................ 32
4.4. Anpassung on F ages ellung und de Ziele de A bei ..................................................................... 32
4.4.1. Haup ages ellung .......................................................................................................................... 33
4.4.2. E gänzende F ages ellungen ........................................................................................................... 33
4.4.3. Ziel ................................................................................................................................................... 33
4.5. Ka ego ienbildung ........................................................................................................................... 33
4.5.1. Ka ego iensys em ............................................................................................................................ 35
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4.5.2. Vo gehen beim Codie en ................................................................................................................ 39
4.5.3. Vo gehen de Analyse ..................................................................................................................... 40
5. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE .......................................................................................... 41
5.1. Zusammen assung de Resul a e einzelne Ka ego ien .................................................................... 42
5.1.1. Un e s ü zung und Beziehungen..................................................................................................... 42
5.1.2. Eins ellungen ................................................................................................................................... 48
5.1.3. Na ü liche om Menschen e ände e Umwel – Me hodik und Didak ik ..................................... 53
5.1.4. Zusä zliche Ka ego ien .................................................................................................................... 53
6. DISKUSSION .......................................................................................................................... 58
6.1. Bean wo ung de F ages ellungen .................................................................................................. 58
6.1.1. Haup ages ellung .......................................................................................................................... 58
6.1.2. E gänzende F ages ellungen ........................................................................................................... 60
6.2. Eino dnung in die Fo schung und Me hodendiskussion .................................................................... 62
7. AUSBLICK IN DIE PRAXIS ........................................................................................................ 63
7.1. P oduk und dessen En wicklung ..................................................................................................... 65
7.1.1. Idee des P oduk s ............................................................................................................................ 66
8. WEITERFÜHRENDE FORSCHUNG UND EIN PERSÖNLICHES FAZIT ......................................... 66
9. DANKSAGUNG ....................................................................................................................... 67
10. VERZEICHNISSE ................................................................................................................. 68
10.1. Abbildungs e zeichnis ..................................................................................................................... 68
10.2. Tabellen e zeichnis ......................................................................................................................... 68
10.3. Li e a u e zeichnis ......................................................................................................................... 68
11. ANHANG ............................................................................................................................ 71
11.1. Li e a u übe sich ............................................................................................................................ 71
11.2. Da s ellung de E gebnisse: K eisdiag amme 8.3 Beziehungen und 8.4 Eins ellungen ........................ 75
11.3. E s e Übe sich de E gebnisse: ........................................................................................................ 77
11.4. P oduk : Tischs ände ü e wachsene Bezugspe sonen ................................................................... 81
Zu Fö de ung eine geschlech e ge ech en Sp ache wi d in diese A bei de Gende -Doppelpunk
e wende (z. B. Schüle :innen, The apeu :innen). Diese Sch eibweise schliess alle Geschlech e ein
und soll zu sp achlichen Gleichbehandlung bei agen.
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1. Einlei ung
1.1. Ausgangslage und Mo i a ion de A bei
Welche Rolle spiel Scham in de heu igen Pädagogik de Schweiz, in welche das Bewuss sein ü die
Rele anz eine espek ollen Beziehung zwischen allen Ak eu en deu lich g össe zu sein schein als
o 50 Jah en? Diese A bei soll nich au das Fehl e hal en on einzelnen Be u sg uppen hinzielen,
sonde n ielmeh einen kons uk i en, klä enden Blick au die als ehe ung ei ba e Thema ik
bezeichne e Emo ion Scham we en. De enommie e Au o und klinische Psychologe U i Weinbla ,
auch als Inspi a o ü das Konzep de «Neuen Au o i ä » on Haim Ome bekann , sch eib passend
dazu: «Ta sächlich deck de Beg i Scham ga nich die Vielzahl de menschlichen E ah ungen ab, die
on de Emo ion Scham he o geb ach we den.» «S a dessen e wenden wi Beg i e wie e wa
Agg ession, Ve le z hei , Schme z, Ausagie en, Respek losigkei , Demü igung, Gleichgül igkei ,
Schüch e nhei , Mach kamp und ge inges Selbs we ge ühl, um Scham zu besch eiben.» (Weinbla ,
2016)
Mi diesem Zi a wi d auch die Rele anz de Auseinande se zung mi de Emo ion Scham ü die A bei
mi Kinde n und Jugendlichen deu lich. Scham ha o enba nich nu Auswi kungen au das inne e
E leben, sonde n auch au das Ve hal en eines Menschen, welche mögliche weise übe das
hinausgehen, was bei e s maligem Hö en des Beg i s angenommen wi d. Du ch die Klä ung des
Beg i s könn en E kenn nisse in Bezug au Scham in de äglichen A bei mi Menschen geschehen und
den All ag e leich e n. In diese A bei wi d das Ve s ändnis ü die He kun de Emo ion und die
Auswi kungen on Scham au den Menschen und sein soziales Um eld hema isie . Eine solche
Klä ung – da on geh die Au o in diese A bei aus – kann eine en schä ende Wi kung au
kon lik ha es ode unnahba es Ve hal en haben. Da Scham in de Beziehung zwischen Menschen ih en
U sp ung ha , sind alle Be eilig en eine G uppe, E wachsene wie Kinde , im bes en Fall be ei , sich mi
de Emo ion Scham zu beschä igen.
Das Wo Scham ha seine Wu zel in dem indoge manischen Ausd uck «skam/skem», so sch eib dies
Wu mse in seinem We k «Die Maske de Scham». De Beg i «skam» bedeu e : zudecken,
e schleie n, e be gen. Das o anges ell e s (s-kam) weis au eine e lexi e Bedeu ung des Beg i s
hin, also «sich e be gen» (Wu mse , 2017). Bes eh die subjek i wah genommene Ge ah ,
blossges ell ode gek änk zu we den, en s eh Scham. Scham lös in de Regel ein sich selbs
e be gendes ode sich selbs schü zendes Ve hal en aus. De be ei s e wähn e Au o und
Scham o sche Leon Wu mse nenn Scham wegen ih e schü zenden Funk ion «die Hü e in de
Menschenwü de». De Sozialwissenscha le S ephan Ma ks bezeichne Scham als «die abuisie e
Emo ion», da diese Emo ion nu sel en benann und besch ieben wi d. Ma ks be on , wie no wendig
es is , uns au die Scham zu besinnen, denn sie is das soziale Ge ühl, welches gelingende

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Zwischenmenschlichkei möglich mach . Scham kann also als Schu z dienen und noch meh : Sie kann
zu Wei e en wicklung e hel en. Scham ha im G unde kons uk i e Funk ionen, ü die En al ung
diese is jedoch eine pädagogische Umgebung no wendig, welche Schamge ühle beme k und de en
En wicklungsimpulse kons uk i beglei e . (Ma ks, 2007) Es e ö ne sich ein Spannungs eld: Eine sei s
bes eh die Ge ah eines un e g ündigen und selbs abwe enden Ge ühls des «Sich- e deckens»,
welches obe lächlich ze s ö e ische Ve hal ensweisen ö de , die on «aussen» be ach e nich als
Scham zu e kennen sind. Ande e sei s is da die immense Bedeu samkei de Scham ü ein
gelingendes Mi einande einzelne Pe sonen, ü einen e lexi en Umgang mi dem eigenen Handeln.
Dieses Spannungs eld is die Ausgangslage diese A bei . Es sind ge ade diese gegensä zlichen Pole,
welche au eine besonde e Rele anz des Themas ü die Heilpädagogik schliessen lassen. Denn mi
diesen Polen sind Höhepunk e und Tie gänge de menschlichen Beziehung e ein in einem Beg i . Die
Klä ung des Beg i s ü die P axis wi d de e s e Sch i sein au dem Weg zu eine p ak ischen
Anwendba kei im Kinde ga en.
1.2. (Heil-)pädagogische Rele anz
Ge ade ü die heilpädagogische Pe spek i e is das Bewuss sein de Exis enz dieses Ge ühls und
dessen Auswi kungen au das Ve hal en on elemen a e Bedeu ung. Denn de Fokus de
Heilpädagogik lieg au den Kinde n, welche on de No m abweichen und mi besonde en
Bedü nissen kon on ie sind. Die Exis enz on No men und S anda ds p o ozie Scham,
insbesonde e dann, wenn ein Mensch nich de No m en sp ich (Weinbla , 2016). Diese A bei
okussie alle Kinde mi ode ohne En wicklungsabweichungen, jedoch können ge ade Kinde mi
besonde en Bedü nissen besonde s on de Auseinande se zung mi Scham p o i ie en.
Die Schule is ein O , an dem ein angemessene Umgang mi Scham geüb we den kann. Denn du ch
die ielen Regeln und No men, welche in de Schule exis ie en, is Scham allgegenwä ig. Dazu komm ,
dass die Schule Leis ung de Schüle o de und somi die Mo i a ion de Kinde zu ö de n e such .
Man ed Holodynski ha im Jah 2006 eine S udie zu En wicklung de Leis ungsmo i a ion im
Vo schulal e he ausgegeben. Leis ungsmo i a ion g enz sich on pu e F eude an de Wi ksamkei
des Kindes ab (Holodynski, 2006). Die S udie e deu lich , dass die leis ungsmo i ie e Handlung eines
Kindes anhand seine Reak ionen au E olg und Misse olg beobach e we den kann. Wenn ein Kind
s olz au seine E olge ode mi Scham au seine Misse olge eagie , zeig dies seine
Leis ungsmo i a ion (ebd.). Scham wi d also mi de Mo i a ion, eine Leis ung zu e b ingen, in
Ve bindung geb ach . Bei Schüle :innen, die einen angemessenen Umgang mi Scham en wickeln
können, bes eh die g össe e Wah scheinlichkei , dass sie nach einem Misse olg nich übe o de sein
we den. Is das umgekeh e de Fall und ein Kind konn e noch keinen Umgang mi dem Ge ühl
en wickeln, üh dies zu Übe o de ung ü das Kind.
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Die emo ionale Übe o de ung du ch Scham ha en wicklungshemmende Konsequenzen, welche auch
im Schulall ag spü ba sind. Scham hemm und eduzie die Neugie und das In e esse an
Mi menschen. Ein bedeu same Dialog mi einem du ch Scham belas e en Kind is kaum meh möglich
(Weinbla , 2016). Ge ade Neugie wi d als eine essenzielle Quelle des Le nens bezeichne . Neugie -
und Spiel e hal en sind un ennba mi dem Le nen e bunden, das bes ä ig , neben di e sen ande en
Au o en, No be Sachse (Sachse , 2004). Scham e s ick ü den Momen ode länge is ig die
O enhei ü Neugie und Spiel eude bei den Schüle :innen. Le nen is in diesem Zus and nich meh
in insisch mo i ie und nu noch seh beschwe lich möglich. Dies kann länge is ig den
Le n o sch i nega i beein lussen. Geling es jedoch dem Menschen, die Scham anzue kennen und
einen Umgang dami zu inden, we den Misse olge e agba und können kons uk i genu z we den.
De Fokus diese A bei lieg au dem En wicklungsal e eines Kinde ga enkindes. De Kinde ga en
bie e eine bedeu same En wicklungszei ü die Kinde . Spielend und le nend s eh e am Eingangs o
de Schulzei und kann insbesonde e als Chance zu Ein üh ung in einen angemessenen Umgang mi
mo alischen Ge ühlen, somi auch mi Scham, genu z we den.
2. F ages ellung, Ziele und Au bau de A bei
Bei diese A bei handel es sich um eine En wicklungsa bei au g und eine sys ema ischen
Li e a u analyse. Dieses Kapi el soll als Übe sich de A bei dienen. Die F ages ellung ö ne das Feld
de Fo schung, die inhal lichen Ziele okussie en den Blick au die wesen lichen Inhal e. Zusammen
we den die Inhal e des Theo iebezugs geklä und die Fo schungsme hode bekomm Fo m. Am Ende
des Kapi els können auch die Ziele des P oduk s, das ü die p ak ische Anwendung en wickel wi d,
de inie we den.
2.1. F ages ellung
Die Haup ages ellung diese A bei lau e :
Welche Fak o en sind bei de Ges al ung de Umwel (nach ICF CY) insbesonde e bei de Beglei ung
on Kinde n im Kinde ga enal e zu be ücksich igen, um einen angemessenen Umgang mi Scham
beim Kind zu ö de n?
Die Zielg uppe diese A bei sind Kinde im Kinde ga enal e . Es wi d nich un e schieden, ob das Kind
einen heilpädagogischen Fö de beda mi b ing ode nich . Es bes eh die Annahme, dass alle Kinde
om o liegenden Fo schungs hema p o i ie en können.
2.2. Ziele de Li e a u analyse
De Beg i Scham soll anhand wissenscha lich ak uelle Li e a u geklä we den.
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Aus den E kenn nissen de Fachli e a u sollen Schlüsse ü die Ges al ung de Umwel on Kinde n im
Kinde ga enal e gezogen we den, um die Fö de ung de En wicklung eines angemessenen Umgangs
mi Scham beim Kind zu gewäh leis en. Dabei wi d de Fokus au die Umwel ak o en nach ICF-CY
geleg . «ICF CY» is die «In e na ionale Klassi ika ion de Funk ions ähigkei , Behinde ung und
Gesundhei bei Kinde n und Jugendlichen» de Wel gesundhei so ganisa ion (WHO), meh dazu siehe
Kap. 4.2.
2.3. Ziele ü das P oduk
Fokus Leh - / Bezugspe sonen:
Da die F ages ellung den Fokus au die Beglei ung de Kinde und au die Umwel ak o en des ICF CY
leg , sind die Ad essa en des P oduk s diese A bei die e wachsenen Leh - ode Bezugspe sonen. Als
P oduk dien eine zusammen assende und übe sich liche B oschü e, ein aus üh liche Flye ode ein
Plaka . Diese sollen den Lese in seinem Wissen und seinem all äglichen Umgang mi Scham an egen
und Lei planken ü einen ö de nden Umgang mi Scham bie en. Es is das Ziel, dass de Lese , die
Lese in des P oduk s Inpu s e häl ü die Ges al ung de Umwel und die Beglei ung on Kinde n im
Re e enzal e (4–6 Jah e), um die Kinde in ih e En wicklung zu einem angemessenen Umgang mi
Scham möglichs adäqua un e s ü zen zu können.
2.4. Au bau de A bei
Abbildung 1 - Au bau de A bei (eigene Da s ellung
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Die Fo schungs age de o liegenden A bei beinhal e meh e e Face en. Sie nimm an, dass be ei s
wissenscha liche Fo schung bezüglich Scham o handen is . Im Theo iebezug wi d eine Annähe ung
an die Scham au de G undlage de ak uellen Fo schung da geleg . In einem zwei en Teil des
Theo iebezugs wi d das in de F ages ellung de inie e En wicklungsal e de Zielg uppe eben alls mi
ak uellen Quellen besch ieben. Im Folgenden wi d ausgewähl es sp achliches Ma e ial aus de
wissenscha lichen Fo schung quali a i analysie , mi Hil e eines, au G undlage de ICF‑CY gebilde en,
Ka ego iensys ems.
Die Ka ego ien we den noch einmal übe p ü und meh mals angepass . Es we den E kenn nisse ü
die Bean wo ung de F ages ellung abgelei e und ü die P axis in einem P oduk da ges ell . Die
Re lexion de Fo schung und ein Ausblick au wei e e Fo schungsmöglichkei en we den in de
Diskussion ange eg . Ein Fazi ü die eigene heilpädagogische A bei bilde den Abschluss diese A bei .
3. Theo e ische Bezugs ahmen und Li e a u be ich
Bei de E a bei ung des Theo iebezugs wu den pädagogische, psychologische, soziologische und
philosophische Quellen benu z , um ein um assende es Bild, insbesonde e de Scham, besch eiben zu
können.
3.1. Scham
Ziel dieses Kapi els is die Klä ung des Beg i s, die Da legung de un e schiedlichen Umgangs o men
sowie die Di e enzie ung zwischen angemessenem und unangemessenem Umgang mi Scham.
3.1.1. Emo ionen und A ek e
Um die De ini ionen und Auseinande se zungen mi Scham aus de wissenscha lichen Li e a u
bes möglich e s ehen zu können, be ass sich diese A bei zunächs mi den Beg i en Emo ion und
A ek . Die Un e scheidung diese Beg i e schein nich absolu ennscha möglich zu sein. «Die
beg i liche Abg enzung on Emo ion, A ek und Ge ühl is schwie ig und a iie in den e schiedenen
Theo ien.» (Sappok & Zeppe i z, 2019, S. 84) In de wissenscha lichen Li e a u wi d auch imme
wiede ü dieselbe Bedeu ung zwischen diesen Beg i en abgewechsel . Beispielsweise zum Thema
Scham: «Scham is abe nich nu ein „subjek i es“ Ge ühl, sonde n besi z auch wie kaum ein ande e
A ek eine „in e subjek i e“ Dimension» (Tiedemann, 2008, S. 246). Dennoch wi d eine Klä ung diese
Beg i e, sowei dies möglich is , anges eb .
Dabei wi d o allem au die Au o Innen Oska Jenni sowie Tanja Sappok und Sabine Zeppe i z
zu ückgeg i en. Diese Au o en bilden eben alls die Basis ü die E a bei ung «Sozio-emo ionale
En wicklung im Kinde ga enal e » im Kapi el 3.4. Die ak uellen und ü diese A bei hema isch
ele an en Tex e sind de G und ü die Wahl de Haup au o en im Be eich sozio-emo ionale
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besch eib Nie zsche die Scham habe eine Doppel-Na u , «sie e suche zu e be gen und e ä ge ade
dadu ch, was sie e bi g ; sie is eine A ungewoll e Eh lichkei ode ein lügenha es E kennen» (ebd.).
Du ch diesen plö zlich au auchenden A ek , de wie wei e oben besch ieben, lähmend wi ken kann,
schein sich also eine e bo gene E kenn nis zu zeigen, so die Annahme on F ied ich Nie zsche.
Lau Tiedemann ha F eud, ein Zei genosse on Nie zsche, Scham als ein Mo i ü Abweh de inie .
Als eine a ek i e E ah ung, welche mi Fu ch eng e bunden is und als Schu z abs ossende
Geheimnisse dien . Die Ve d ängung is , so F eud, Teil des Umgangs mi Scham. F eud ha jedoch, lau
Tiedemann, nie eine aus üh liche Theo ie zu Scham e ö en lich (Tiedemann, 2016, S. 14). De
zei genössische Philosoph Daniel Ty adellis sch eib Folgendes: «Die Scham b ing den Menschen an
den Rand des Denkens.» «Sie zwing ihn, die eigene Posi ion in de Wel in age zu s ellen» (Ty adellis,
2016, S. 27). De Philosoph sieh in de Scham zumindes zum einen Teil eine Chance, um eine noch
unbewuss e E kenn nis ins Bewuss sein ücken zu können. Léon Wu mse sch ieb lau Ma ks:
«No wendig is es, uns au die Scham zu besinnen, denn sie is das soziale Ge ühl, zus ändig ü
gelingende Zwischenmenschlichkei ; sie is die Wäch e in de Menschenwü de» (Ma ks, 2007, S. 10).
Aspek e de Scham in Bezug au die Menschenwü de könn en in dem Sinne die schü zenswe e
In imi ä des Menschen, abe auch die sich du ch E kenn nisse mögliche En wicklung des einzelnen
Menschen sein. Scham schein also zweie lei Nu zen ü den Menschen zu haben. Sie melde sich
plö zlich und mi de Au gabe, die on Ve le zung bed oh e In imi ä eines Menschen zu schü zen,
ande e sei s en la sie E kenn nisse übe die eigene Pe son und e möglich so En wicklung. Is diese
Nu zen e üll , handel es sich um eine kons uk i e ode auch gesunde Scham, lau Ma ks und di e sen
ande en Au o en (Ma ks, 2007).
3.3.1. Angemessene Umgang mi Scham
Das Ziel diese A bei is es, den Weg zu En wicklung eines angemessenen Umgangs mi Scham ü
Kinde im Kinde ga enal e zu un e s ü zen. Deshalb wi d in diesem Abschni au die Cha ak e is ik
eines angemessenen Umgangs mi Scham eingegangen. Was in diese A bei als angemessene
Umgang mi Scham de inie wi d, besch eib Ma ks beispielsweise als gesundes Schamge ühl, welches
uns die Zeichen unse e pe sönlichen G enzen o enba . Das Schamge ühl e inne uns da an, dass es
menschlich is , G enzen zu haben (Ma ks, 2007). Wenn die be o ene Pe son die Scham e kenn und
annimm , kann eine Re lexion en s ehen, welche en wicklungs ö de nd wi k . Ein angemessene
Umgang wi d o allem du ch das Wah nehmen, Annehmen und dann auch en sp echend bewuss en
Handelns ausgemach . Die Scham is im Fall eines kons uk i en Umgangs ku zlebig und sie
e schwinde wiede , wenn die be o ene Pe son einen Umgang dami ge unden ha , auch wenn die
Scham spä e , ausgelös du ch E inne ungen an eine Si ua ion, nochmals hochkommen kann (Bae &
F ick-Bae , 2018).

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Scham ha eine Schu z unk ion ü den Menschen. Es soll um ein Ve be gen gehen, das kein Ve leugnen
is , sag e Nie zsche (Van Toge en, 2007). Es schein sich dabei um den Schu z des e le zba en Selbs
zu handeln. Tiedemann sch eib dazu, dass Scham wie ein empo ä e Rückzug zu be ach en sei, um
eine e mu lich sozialen Si ua ion zu en kommen und um sich selbs eo ganisie en zu können
(Tiedemann, 2016).
Wi d angemessen mi Scham umgegangen, kann sich diese als en wicklungs ö de nd ü die be o ene
Pe son auswi ken. Fü das schulische, leis ungso ien ie e Um eld bedeu e dies, dass Scham
He anwachsende anspo nen kann, sich zu en wickeln, ielleich meh Einsa z zu geben ode ein
ande es Ve hal en zu zeigen (Ma ks, 2007). Tiedemann besch eib Scham als soziale Emo ion, welche
die be o ene Pe son dazu bewegen kann, eine Si ua ion zu hin e agen ode sich ih em Gegenübe
zu nähe n. Sie läss innehal en, um das eigene Handeln zu e lek ie en. Insbesonde e ü die sozio-
emo ionale En wicklung, welche die En wicklung de Scham selbs auch angehö , dien Scham, so e n
ein angemessene Umgang o handen is , als wich ige Lei planke und Re lexionshil e.
3.4. Sozio-emo ionale En wicklung mi Fokus au das Kinde ga enal e
Im kommenden Kapi el se z sich die A bei mi de sozio-emo ionalen En wicklung auseinande und
okussie dabei das Re e enzal e de F ages ellung, das Al e zwischen 4 und 6 Jah en. Ziel de
E läu e ung diese En wicklungszei is es, die ü die En wicklung de Scham ele an en Aspek e
au zuzeigen sowie mögliche Fak o en zu un e suchen, welche ü einen angemessenen Umgang mi
Scham e an wo lich sein können.
Bei de E a bei ung de sozio-emo ionalen En wicklung im Kinde ga enal e beziehe ich mich, wie
be ei s e wähn , haup sächlich au die Li e a u des En wicklungspädia e s Oska Jenni. E besch eib
ie En wicklungsal e de Kindhei . Das Neugebo enenal e , das Säuglingsal e , die ühe Kindhei , die
mi le e Kindhei und die Adoleszenz (Jenni, 2021).Diese A bei beschä ig sich mi dem zwei en Teil
de ühen Kindhei (ein- bis ie jäh ig) und dem Beginn de mi le en Kindhei ( ie - bis zwöl jäh ig).
Die ande en wich igen Quellen ü dieses Kapi el sind Tanja Sappok und Sabine Zeppe i z. Sie
besch eiben in de En wicklungsskala SEED sechs Phasen de kindlichen emo ionalen En wicklung.
Nach diese Skala beschä ig sich diese A bei o allem mi de Phase 4 (4. – 7. Lebensjah ). Da in de
sozio-emo ionalen En wicklung de Au bau au e olg eichen Zwischensch i en eine bedeu ende Rolle
spiel und die o he igen En wicklungsphasen dahe on g undlegende Bedeu ung ü den Fo sch i
de En wicklung sind, wi d eilweise auch die Zei o dem Re e enzal e be ach e , um die sozio-
emo ionale En wicklung zu e s ehen.
Fü die S uk u des Kapi els wi d die Abbildung 1 (siehe S. 17) beigezogen. Diese Abbildung dien als
G undge üs ü die E a bei ung de sozio-emo ionalen En wicklung, ih Inhal wu de aus
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un e schiedlichen en wicklungs heo e ischen Quellen zusammenges ell . Jenni ha diese Quellen
s uk u ie und übe sich lich zusammenge ass . Sie zeig un e ande em eine Un e scheidung de zwei
Fähigkei sbe eiche de sozio-emo ionalen En wicklung: die sozialen Fähigkei en und die emo ionalen
Fähigkei en. Diese beiden Komponen en de En wicklung s ehen in enge Ve bindung und sind in de
P axis eilweise kaum oneinande zu ennen (Jenni, 2021). «Mi den sozio-emo ionalen Fähigkei en
können Kinde und Jugendliche Beziehungen eingehen und sich sozial e hal en.» (Jenni, 2021, S. 139).
Es geh dabei um Fähigkei en wie Gesp äche beginnen, au ech e hal en und beenden ode das
Reagie en au K i ik, Nein-sagen-können, Sichen schuldigen können und ieles meh . Diese Abbildung
zeig au , dass neben den sozio-emo ionalen Fähigkei en des Kindes auch seine G undbedü nisse zu
den elemen a en Komponen en gehö en. Dabei spielen die Mo i a ion und das Bedü nis des Kindes,
in welchen auch die E wa ungen und An o de ungen on aussen zum T agen kommen, eine wich ige
Rolle. Das beobach ba e sozio-emo ionale Ve hal en en wickel sich du ch die Wechselwi kungen
diese un e schiedlichen Komponen en.
Im olgenden Kapi el we den die einzelnen Komponen en diese Abbildung genaue be ach e und
dadu ch wi d das Ve s ändnis ü sozio-emo ionale En wicklung au gebau .
Abbildung 2 - Sys ema ik de sozio-emo ionalen En wicklung, Jenni (2021), S. 140
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Be o die einzelnen Be eiche de En wicklung genaue un e such we den, wi d in diesem Abschni
de Un e schied zwischen En wicklungs- und Lebensal e eines Kindes beleuch e . Im Ve gleich zum
Lebensal e o ien ie sich die Zahl des En wicklungsal e s am S and des Kindes und nich an den
Lebensjah en. «Das En wicklungsal e gib Auskun übe den En wicklungss and eines Kindes, bezogen
au den du chschni lichen En wicklungss and gleichal ige Kinde » (Jenni, 2021, S. 12). Dies kann au
mo o ische , kogni i e und eben auch emo ionale Ebene bes imm we den, so Sappok und Zeppe i z.
Beispielsweise kann ein 7-jäh iges Kind mo o isch au dem S and eines 4-jäh igen sein. Das heiss , sein
En wicklungss and en sp ich dem Al e , in welchem on de Häl e alle Kinde de We eines
En wicklungs es s e eich wi d, so Jenni (2021). De Umgang und die An o de ungen, welche wi an
das be e ende 7-jäh ige Kind s ellen, e ände n sich mi diese E kenn nis. Das is de Sinn de
Un e scheidung eines En wicklungsal e s zum Lebensal e . De Beg i En wicklungsal e s amm om
Soziologen Paul Hanley Fu ey, welche diesen be ei s 1926 ein üh e. In de emo ionalen En wicklung
is diese E kenn nis bishe nich so al , jedoch in Bezug au die En wicklung eines Menschen nich
wenige ele an . Die Ve nachlässigung de emo ionalen En wicklung eines Menschen kann zu
Übe o de ungssi ua ionen üh en, die schwe wiegende Ve hal enss ö ungen ode soga psychische
E k ankungen wie beispielsweise Dep essionen auslösen können (Sappok & Zeppe i z, 2019).
Das Ziel des Kapi els is es, die du chschni liche sozio-emo ionale En wicklung im Be eich des
Kinde ga enal e s zu beleuch en und die zen alen Themen de En wicklung dieses Al e s
he o zuheben.
3.4.1. Soziale Fähigkei en
Un e dem Beg i soziale Fähigkei en we den das Selbs e s ändnis und das F emd e s ändnis ge ass .
Im olgenden Abschni wi d da au Bezug genommen.
Selbs e s ändnis
Die Inhal e dieses Abschni s s ammen alle aus de Li e a u on Oska Jenni. Die Quellen we den
da um nich alle einzeln angegeben.
Die Selbs wah nehmung, als Teil des Selbs e s ändnisses, bilde eine wich ige G undlage ü die sozio-
emo ionalen Fähigkei en. Es d eh sich um die Wah nehmung des eigenen Kö pe s sowie on eigenen
geis igen und emo ionalen Vo gängen. Die Selbs wah nehmung bilde sich ab dem zwei en Lebensjah
wei e aus und das sich en wickelnde Selbs e s ändnis beinhal e zunehmend auch geis ige
Wah nehmungen wie Wünsche, Gedanken und Ge ühle. Wenn ein Kind sich selbs als Subjek
wah nehmen kann, wi d on einem «Ich-Bewuss sein» gesp ochen. Ha sich ein Ich-Bewuss sein
en wickel , wi d das «Du» spannende . Das Kind le n , das «Ich» und das «Du» zu di e enzie en. Diese
Momen is ein Meilens ein in de kindlichen sozio-emo ionalen En wicklung.
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Die en s ehende Selbs objek i ie ung e möglich es dem Kind, sich selbs on ande en zu
un e scheiden, und im Lau e de En wicklung wi d dem Kind auch bewuss , dass seine eigenen Ge ühle
nich dieselben sind wie die des Gegenübe s. Die Abbildung 3 «E appen de Selbs objek i ie ung» zeig
die Va iabili ä de kindlichen En wicklung am Beispiel de Selbs objek i ie ung au .
Zu Beginn de En wicklung sind die Un e schiede de Zei punk e des E we bs eine Fähigkei noch klein
im Ve gleich zu den da au au bauenden komplexe en Handlungen.
Da die En wicklung de Scham mi de kogni i en En wicklung, insbesonde e mi de sozio-emo ionalen
En wicklung, eng e bunden is , un e scheide sich de Zei punk des Au auchens de Scham on Kind
zu Kind in seine En wicklung seh .
Das Kind en wickel pa allel zu En wicklung de Selbs objek i ie ung ein zunehmend di e enzie e es
Selbs bild. Dieses sich selbs zugesch iebene Bild wi d Selbs konzep genann .
Selbs konzep
Die Umwel spiel ü die En wicklung des Selbs konzep s eine wich ige Rolle. Das Selbs konzep wi d
du ch E ah ungen mi de Umgebung gebilde und e neue . Diese En wicklung is ü die Au onomie
des Kindes seh ele an (Jenni, 2021). Du ch das en s ehende Selbs konzep le n das Kind, sich selbs
einzuschä zen und sich bes imm e Dinge zuzu auen – ode auch nich . Das ühe Selbs konzep zeig
sich unge äh ab dem Al e on ie Jah en. Beim Ein i in den Kinde ga en is ein noch
undi e enzie es Bild des Selbs bei den meis en Kinde n am En s ehen ode be ei s o handen. Das
Ge ühl S olz is ein e s es, on aussen sich ba es, Zeichen, des en s ehenden Selbs konzep s, so Jenni
(2021). Im Ve lau des Kinde ga ens und de e s en Schuljah e we den E ah ungen gesammel und
das zunehmende Ve gleichen üh zu di e enzie e en Vo s ellungen on sich selbs . So wi d das
Selbs konzep wei e ausgebau und is zumindes eilweise abhängig on de Umgebung, den
Rückmeldungen und dem Gelingen de An o de ungen. Im Kinde ga enal e sind die Vo s ellungen
und die Einschä zung on sich selbs in de Regel op imis isch, o auch ehe un ealis isch. Das In e esse
Abbildung 3 - E appen de Selbs objek i ie ung, Jenni (2021)
Besch i ung de Tabelle:
a) E kennen im Spiegel
b) E kennen au einem Bild
c) Benennen des Vo namens
d) Geb auch de Ich - Fo m
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an Gleichges ell en nimm zu, was zu e s ä k en sozialen Ve gleichen üh . Dies ha zu Folge, dass
das Selbs konzep ealis ische wi d und eilweise soga nega i e sein kann. Leis ungs ückmeldungen
sind on Bedeu ung ü die En wicklung des Selbs konzep s. Einen besonde en Ein luss haben die
Rückmeldungen on e wachsenen Bezugspe sonen wie Leh pe sonen und El e n. Lau Jenni is dabei
als Bezugspe son zu beach en, dass sich un e schiedliche Bezugsno men nega i ode posi i au das
Selbs konzep des Kindes auswi ken können. Wi d die Bezugsno m bei eine Rückmeldung au den
indi iduellen En wicklungs- und Le ns and bezogen, is dies ü ein posi i es Selbs konzep und das
Selbs we ge ühl des Kindes iel bedeu same , als wenn die Bezugsno m ausse halb, bspw. die Klasse,
lieg , insbesonde e dann, wenn das Kind im Ve gleich wenige gu abschneide (2021). Ein posi i es
Selbs konzep bes ä k einen Menschen in seine Handlungs ähigkei und seine Lebendigkei . So
e spü ein Kind e meh das Ve auen in die eigenen Fähigkei en, es wi d in seine
Selbs wi ksamkei ges ä k . Das Selbs konzep un e s ü z die En wicklung eines «au obiog aphischen
Gedäch nisses». Dies is eine Vo ausse zung da ü , dass ein Mensch sich an bes imm e E lebnisse noch
lange e inne n kann (ebd.). Die Fähigkei zu E inne ung e möglich in de En wicklung zunehmend die
Selbs e lexion (ebd.).
Selbs we
Die En s ehung eines Selbs we s is eng mi dem Selbs konzep e knüp . Beide Aspek e sind
en scheidend ü den Umgang mi Scham. «Un e dem Selbs we e s eh man die pe sönliche
Bewe ung und We schä zung de eigenen Pe son sowie die Ge ühle, die du ch diese eigene
Bewe ung en s ehen (Selbs we ge ühl)» (Jenni, 2021, S. 141). Das Kind beginn in de Zei des
Kinde ga ens meh und meh , sich selbs einen We zuzusch eiben. De Selbs we und das
Selbs we ge ühl we den du ch den Kon ak mi de Umwel , besonde s du ch die Quali ä de
Beziehungen, den Leis ungse olg (besonde s in de Schule) und du ch kö pe liche, geis ige und
sp achliche Fähigkei en gep äg , wobei das Ve gleichen eine Rolle spiel . Das soziale Um eld ha einen
beach lichen Ein luss au den Selbs we eines Kindes. Ha das Kind ein ehe schwäche es
Bezugsum eld, is sein Selbs we ehe höhe . Ve ände sich die Umgebung in ein ehe s ä ke es
Um eld, wi d de Selbs we sinken. Dieses Phänomen, welches in ielen Lände n nachgewiesen wu de,
wi d Fisch eich- ode Bezugsg uppene ek genann (ebd.). Es bes ä ig die e hebliche Beein lussung
des Subjek s du ch die Umgebung und es zeig auch die Ve ände ba kei des Selbs we s du ch neue
E ah ungen.
F emd e s ändnis
D eh sich die Auseinande se zung um die Theo y o Mind ode , ande s ausged ück , um die
«Pe spek i enübe nahme» (siehe nächs e Abschni ), be assen wi uns mi dem F emd e s ändnis. Es
handel sich um das Ve s ändnis des ande en und nich meh um das des Selbs . Das Kind e kenn

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zunehmend, dass es eigene Ge ühle ha und dass es auch Ge ühle gib , die dem Gegenübe gehö en.
Das Wel bild des Kindes im Kinde ga enal e bleib jedoch noch meis egozen isch, also au die
eigenen Bedü nisse bezogen (Sappok & Zeppe i z, 2019). Diese Fähigkei , die Wel noch egozen isch
zu sehen, hil dem Kind bei de Wei e en wicklung des Selbs e s ändnisses, welches mi seinen
einzelnen Komponen en die elemen a en Vo ausse zungen ü das Ve s ehen on ande en Menschen
sind (Jenni, 2021). Das Kind im Kinde ga enal e be inde sich in de En wicklung des Selbs bildes und
is gleichzei ig da an, die Menschen seine Umgebung meh und meh «zu en decken».
Theo y o Mind
Die Theo y o Mind (Theo ie des Geis es) is die subjek i e Einsich des Menschen in die men ale
Ve assung eines ande en Menschen ode on sich selbs (Jenni, 2021). «Da un e e s eh man die
Fähigkei , sich selbs ode ande en Meinungen, Gedanken ode Ge ühle zu sch eiben zu können»
(Sappok & Zeppe i z, 2019, S. 30). Ein Kind mi eine Theo y o Mind ealisie z. B., dass es e was weiss,
was ande e nich wissen können. Es le n so, das Ve hal en ande e zu e s ehen. Die Theo y o Mind
beginn sich mi ca. dem ie en Lebensjah zu en wickeln, wobei auch hie die Wissenscha jedoch
eine e hebliche Va iabili ä be on (Jenni, 2021). Das Einse zen eine Theo y o Mind kann beobach e
we den, da die Spielak i i ä en eines Kindes zunehmend sozial we den. Das Kind beginn sich nach den
Bedü nissen ande e Kinde auszu ich en (ebd.). Die Theo y o Mind is Vo ausse zung ü die
En wicklung on p osozialem Ve hal en und einem Mo al e s ändnis. Auch die Un e scheidung on
Fan asie und Reali ä kann e s mi dem E we b diese Fähigkei passie en. Deshalb können auch
ansp uchs olle soziale Si ua ionen wie Täuschung, Humo und I onie e s ab dem sechs en Lebensjah
angemessen e s anden we den. Denn die En wicklung zu eine um assenden Theo y o Mind inde
in de Regel wäh end des Kinde ga ens und de e s en Schuljah e s a , so Sappok und Zeppe i z
(2019). Ge ade weil die Möglichkei en, mi ande en zu in e agie en, sich e iel äl igen, wi d im
Kinde ga enal e das In e esse an Gleich angigen und die Zugehö igkei zu eine G uppe imme
wich ige . Pa allel dazu gewinn , die Angs , aus eine Gemeinscha ausgeschlossen zu we den ode
gegenübe eine wich igen Bezugspe son zu e sagen, an K a (ebd.). In diese En wicklungszei
be inde sich auch die En al ung eines angemessenen Umgangs mi Scham in ollem Gange. Um den
Umgang mi dem Ge ühl gewäh leis en zu können, b auch das Kind den Ausbau seine emo ionalen
Fähigkei en. Diese we den im kommenden Un e kapi el e anschaulich .
3.4.2. Emo ionale Fähigkei en
Un e dem Beg i emo ionale Fähigkei en we den in de Abbildung 2 (S.17) de Emo ionsausd uck, das
Emo ions e s ändnis und die Emo ions egula ion ge ass . Es geh dabei um das E eichen de
sogenann en emo ionalen Kompe enz. Das bedeu e die Fähigkei , e schiedene Ge ühle bei sich
selbs wah zunehmen und auszud ücken, bei ande en Menschen zu e kennen und zu e s ehen sowie
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das E eichen de Regula ion eigene Emo ionen (Jenni, 2021). Im olgenden Abschni wi d au diese
un e schiedlichen Aspek e des emo ionalen Le nens Bezug genommen. Dabei is wich ig zu e wähnen,
wie un e schiedlich Kinde und Jugendliche Ge ühle wah nehmen und ausd ücken im Ve gleich zu den
meis en e wachsenen Menschen. «E wachsene haben im Ve lau ih es Lebens gele n , ih e Ge ühle im
All ag zu kon ollie en und zu egulie en, wäh end sich jünge e Kinde noch as ausschliesslich du ch
die Emo ionen lei en lassen» (Jenni, 2021, S. 145). Kinde zeigen Emo ionen eilweise noch du ch
egel ech e Ausb üche in S immungshochs wie ‑ ie s. Dies is bei E wachsenen o kaum meh de Fall.
Sie haben im bes en Fall gele n , Ge ühle zu egulie en, ohne sie zu e d ängen.
Emo ionsausd uck und Emo ions e s ändnis
Lau Abbildung 2 geh es bei de Fähigkei zum Emo ionsausd uck o allem da um, Ge ühle ohne
Sp ache ausd ücken zu können ode eigene Ge ühle benennen zu können. Es kann lau Jenni in
sogenann e Basisemo ionen und komplexe Emo ionen un e eil we den. Als Basisemo ionen
bezeichne Jenni: F eude, Ä ge , Fu ch , T aue , Ekel, Übe aschung. Im Ve gleich zu den komplexen
Emo ionen wie Scham, Schuld und Neid können die Basisemo ionen on de Umwel wah genommen
we den, in Mimik und Hal ung de Pe son. Zudem können diese sechs Basisemo ionen in allen Kul u en
und be ei s im e s en Lebensjah on aussen beobach e , also ausged ück we den. Auch dies s eh im
Un e schied zu den komplexen Emo ionen, welche kul u abhängig gezeig we den und e s im Lau e
de ühen Kindhei au auchen (Jenni, 2021). So auchen lau Sappok und Zeppe i z im
Kinde ga enal e Ge ühle wie Schuld und Mi ge ühl au , welche e s in Abhängigkei mi de Theo y o
Mind möglich we den (2019). Scham ode Ve legenhei en s ehen, sobald ein Ve s ändnis ü
komplexe e soziale Si ua ionen möglich is (ebd.). Die En s ehung de Scham wi d im Kapi el 3.5
genaue be ach e .
Emo ionale Pe spek i enübe nahme
Sich in eine ande e Pe son hinein ühlen zu können, wi d als Empa hie bezeichne . Vo ausse zung ü
die Fähigkei zu Empa hie is die emo ionale Pe spek i enübe nahme. Die Pe spek i enübe nahme is
Teil des Men alisie ungsp ozesses, welche unge äh ab dem zwei en Lebensjah beginn und sich bis
in das mi le e Kindhei sal e hineinzieh . Men alisie ung bedeu e , dass ein Mensch eine Zusch eibung
und In e p e a ion men ale Zus ände ande e , also auch de en Emo ionen, au s ellen kann (Sappok &
Zeppe i z, 2019). Jenni un e scheide zwischen dem sozial-kogni i en und dem emo ionalen
Pe spek i enwechsel. De emo ionale Pe spek i enwechsel e möglich dem Menschen das Hinein- und
Mi ühlen mi einem ande en Menschen. De sozial-kogni i e Pe spek i enwechsel wü de das
Ve s ehen de Si ua ion ande e beinhal en (2021). Un e dem Kapi el 3.1.3 «Fo men de Scham»
wu de die empa hische Scham ku z besch ieben. Diese Fo m de Scham is mi de Fähigkei des
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emo ionalen Pe spek i enwechsels eng e bunden. Sie beinhal e das Po enzial, au soziale
Misss ände, welche ande e und nich die Pe son selbs be e en, hinzuweisen.
Fü die En wicklung des emo ionalen Pe spek i enwechsels is die Selbs objek i ie ung Vo ausse zung.
Die Kinde müssen g undsä zlich in de Lage sein das «Ich» und das «Du» oneinande zu
un e scheiden. (Jenni, 2021) E s dann haben sie auch die Möglichkei , die Fähigkei de emo ionalen
Pe spek i enübe nahme zu e le nen. Fü das emo ionale Le nen und die emo ionale Beglei ung des
Kindes is zudem die Fähigkei de Bezugspe sonen zu a ek i en Pe spek i enübe nahme on g osse
Rele anz, beispielsweise um T os spenden zu können (Jenni, 2021). Dies bedeu e , dass die
Bezugspe son sich in das e wa au ige Kind hinein e se z und diese T au igkei auch mi emp inde .
Das ein a ionale Ve s ehen (sozial-kogni i e Pe spek i enübe nahme) de Si ua ion e üg wenige
übe die Quali ä des T os spendens als die emo ionale Pe spek i enübe nahme.
Emo ions egula ion
Neben dem E kennen und Ve s ehen on eigenen und emden Ge ühlen le nen Kinde im
Kinde ga enal e du ch E ah ungen und du ch die neu onale Rei ung, ih e eigenen Emo ionen imme
besse zu egulie en. Es zeig sich, dass die Häu igkei on Emo ionen und die Sich ba kei on
Emo ionsausd uck in de o sch ei enden En wicklung abnehmen. Ein Kleinkind zeig mi
Gesich sausd uck, Ges ik und Ve hal en die zu ak uellen Si ua ion passenden eigenen Emo ionen. Es
kann also noch keine Emo ionen o äuschen, e be gen ode übe eiben (Sappok & Zeppe i z, 2019).
Be ei s in de ühen Kindhei e le nen Kinde jedoch, ih e Emo ionen zunehmend e ek i e zu
egulie en. Das heiss , sie können sich bei Wu ode Ä ge eilweise selbs wiede be uhigen ode ein
e was äl e es Kind weiss du ch E ah ung, dass nega i e Emo ionen sich wiede abschwächen we den.
Dadu ch kann es le nen, gelassene zu eagie en (ebd.). Jenni nenn dies «emo ionale
Selbs egula ion» (2021, S. 283), Sappok und Zeppe i z besch eiben dies als «in apsychische
Regula ion» (2019, S. 54). Die in apsychische Regula ion wi d o de in e psychischen en wickel
(ebd.). Ein Kind kann sich mi Hil e seine Bezugspe son be uhigen und ein Ge ühl egulie en, auch
wenn es allein noch Schwie igkei en dami ha . Bei de in apsychischen Regula ion ode lau Jenni
Selbs egula ion muss ein Kind seine Ge ühle manipulie en können. Beispielsweise kann dies bedeu en,
dass ein Kind an seinem Gebu s ag die F eude an einem Geschenk o äusch , um den Schenkenden
nich zu en äuschen. Das Kind le n , seine Emo ionen zu egulie en, um nach «aussen» eine bes imm e
Wi kung zu e zielen. Dazu b auch es eine Theo y o Mind. Dieses Phänomen auch e s ab dem 6.
Lebensjah , also ühes ens Ende Kinde ga en, au (2021).
Ein Aspek de Emo ions egula ion, welche ü den Umgang mi Scham besonde s en scheidend sein
könn e, is die emo ionale Objek pe manenz. Diese emo ionale Fähigkei e möglich es dem Kind, bei
K i ik du ch eine Bezugspe son o zdem das siche e Ge ühl zu behal en, dass es wei e gemoch wi d
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(Sappok & Zeppe i z, 2019). Diese emo ionale S abili ä e möglich die Findung on Lösungen in
Kon lik en und un e s ü z beim Einsehen on Fehl e hal en. Is eine emo ionale Objek pe manenz
o handen, kann Scham ein ache egulie we den, da eine inne e Siche hei bes ehen bleib .
Die emo ionale En wicklung wi d du ch die Pe sönlichkei , «das Tempe amen » und die kogni i en
Möglichkei en des Kindes gep äg (Jenni, 2021). Auch die Umgebung eines Kindes beein luss das
emo ionale Le nen eines Kindes inso e n, als sich das Familienklima und das insbesonde e el e liche
Vo bild in he aus o de nden Si ua ionen au die En wicklung des Kindes auswi ken (ebd.). Die
emo ionale Kompe enz ha einen g ossen Ein luss au das kindliche Sozial e hal en und auch au die
En wicklung des Selbs we s eines Kindes. De Umgang mi Scham is Teil de emo ionalen En wicklung.
3.4.3. G undbedü nisse (Mo i a ion)
Die G undbedü nisse scheinen de Mo o de En wicklung de sozio-emo ionalen Fähigkei en eines
Kindes zu sein. Auch in Bezug au die En wicklung de Scham übe nimm die Be iedigung de
G undbedü nisse eine wich ige Rolle. Da au wi d in de Diskussion de A bei genaue eingegangen.
Oska Jenni nu z zu Da s ellung de e schiedenen G undbedü nisse das Maslow-Modell. In diesem
we den die G undbedü nisse in eine Reihen olge, passend zu En wicklung, geb ach (Jenni, 2021). Es
handel sich um physiologische Bedü nisse, Siche hei , soziale Beziehungen/Ane kennung und
Selbs e wi klichung. Das Maslow-Modell unk ionie olgende massen: Eine Handlungsmo i a ion
en s eh , wenn ein Bedü nis nich e üll is . Die Mo i a ion zu Be iedigung dieses Bedü nisses wi d
nich nachlassen, bis das Bedü nis be iedig is . Dann wi d die Mo i a ion zu Handlung e schwinden
ode deu lich eduzie . Das Modell ha noch heu e eine wich ige Bedeu ung ü die p ak ische A bei
mi Kinde n, weil es die Bedü nisse de Kinde in den Vo de g und s ell und dami ele an e
E klä ungen ü soziales Ve hal en de Kinde bie e , so Jenni (2021). K i isie wi d dieses Modell
jedoch auch on e schiedenen Au o en. Vo allem da das Modell eine Hie a chisie ung de
Bedü nisse des Kindes o gib , so müssen zue s die physiologischen Bedü nisse be iedig we den,
be o das Bedü nis nach sozialen Beziehungen übe haup au auch . Diese Behaup ung sei zu wenig
beleg und we de eilweise wide leg ; beispielsweise kann die Aussage, dass im Säuglingsal e
physiologische Bedü nisse den sozialen Beziehungen o gezogen we den, heu e nich meh so
o mulie we den (ebd.).
3.5. Scham in de kindlichen En wicklung
Im olgenden Abschni wi d Scham in die kindliche En wicklung eingeo dne . Es we den da ü die
be ei s bekann en Quellen aus dem le z en Kapi el genu z und mi wei e en aus de
En wicklungspsychologie e gänz .
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4.3.1. ICF CY und Scham
Das Ge ühl Scham komm als Beg i in de Ka ego isie ung de ICF‑CY nich o . Jedoch können die
Auswi kungen on Scham au die Funk ions ähigkei des Menschen sowie die Auswi kungen de
Umwel ak o en insbesonde e au die sozio-emo ionale En wicklung (u. a. auch au die Scham) du ch
das Modell de Wechselwi kungen de Komponen e ICF CY wi d da ges ell (Hollenwege , 2017). Die
Abbildung 6 zeig mögliche Wechselwi kungen zwischen den Komponen en, ausgelös du ch
Schamge ühle.
Um he aus il e n zu können, welche Fak o en ü die Beglei ung on Kinde n in de En wicklung des
Umgangs mi Scham eine Rolle spielen, wu de ein Ka ego iensys em en wickel , basie end au den
Ka ego ien de Umwel ak o en de ICF-CY-Klassi ika ion. Die De ini ion de Umwel ak o en wi d wie
olg besch ieben: «Umwel ak o en bilden die ma e ielle, soziale und eins ellungsbezogene Umwel ,
in de Menschen leben und ih Dasein en al en» (Hollenwege , 2017, S. 205).
4.4. Anpassung on F ages ellung und de Ziele de A bei
Du ch die E a bei ung des Theo iebezuges und das e neu e Re lek ie en übe das Thema au de
G undlage des ICF CY wu de die F ages ellung e gänz . Zu de bes ehenden F ages ellung we den
zusä zlich p axiso ien ie e F agen mi Bezug au die En wicklung des Re e enzal e s o mulie . Die
Haup ages ellung wu de du ch das Wo «p ä en i » e wei e . Dieses Wo wu de in die
F ages ellung einge üg , um den Fokus nich spezi isch au Kinde zu ich en, welche be ei s eine
Schwie igkei im Be eich ih e Schamen wicklung mi b ingen, sonde n um möglichs alle Kinde
mi einzuschliessen.
Abbildung 6 - Wechselwi kungen zwischen Komponen en de ICF CY (eigene Da s ellung in Anlehnung an Abb. 5)

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4.4.1. Haup ages ellung
Welche Fak o en sind bei de Ges al ung de Umwel (nach ICF CY) insbesonde e bei de Beglei ung
on Kinde n im Kinde ga enal e zu be ücksich igen, um einen angemessenen Umgang mi Scham
beim Kind p ä en i zu ö de n?
4.4.2. E gänzende F ages ellungen
Diese beiden F ages ellungen wu den hinzuge üg , um de Analyse eine Fokussie ung au die P axis
abzugewinnen. Ziele in Fo m on Kompe enzen sind auch im Leh plan 21 de inie und so können die
E gebnisse mi diesem e glichen we den. Diese Analyse o ien ie sich an den übe achlichen
Kompe enzen, wie sie im Leh plan 21 besch ieben sind. Die E gebnisse sollen un e s ü zend ü die
E eichung eines Teils de Kompe enzen sein. Die zwei e F ages ellung wu de induk i nach dem e s en
Analysedu chgang angepass . Das un e such e wissenscha liche Ma e ial ha gezeig , dass die
Be ech igung und die Fo m de P ä en ion bei den Kinde n zu e lek ie en sind.
Welche Kompe enzen un e s ü zen das Kind bei de En wicklung eines gesunden Umgangs mi Scham
und sollen somi be ei s im Kinde ga enal e ge ö de we den?
Is die ak i e P ä en ion zu einem angemessenen Umgang mi Scham im Re e enzal e emp ohlen, und
wenn ja, welche Inhal e soll e die P ä en ion en hal en?
4.4.3. Ziel
De Fokus des Ziels diese Un e suchung lieg au de S ä kung de Leh - ode Bezugspe son und au
de Beglei ung de Kinde du ch eine en sp echende Umwel zu En wicklung eines angemessenen
Umgangs mi Scham.
4.5. Ka ego ienbildung
In de quali a i en Inhal sanalyse diese A bei wu de gewähl es sp achliches Ma e ial nach deduk i
und induk i en wickel en Ka ego ien s uk u ie . Das Ziel wa es he auszu il e n, ob bes imm e
Tex elemen e besonde s häu ig im gleichen Zusammenhang au e en. So soll e die Ve gleichba kei
de E gebnisse gewäh leis e we den und somi zu Reliabili ä de Analyse bei agen.
Im Ka ego iensys em dienen die Umwel ak o en de ICF‑CY als G undge üs . Basie end au
o angegangene Li e a u eche che zum Thema Scham wu den Subka ego ien aus dem ICF-CY-
Ka alog gewähl , welche ü die o mulie e F ages ellung eine Rolle spielen könn en. Die gese z en
Ka ego ien bes ehen aus Einhei en de ICF-CY-Klassi ika ion, sind abe speziell au das Thema de
F ages ellung zugeschni en. Einige Fak o en aus dem Be eich de Umwel ak o en de ICF-CY-Domäne
wu den geziel nich in das Ka ego iensys em au genommen. Die alphanume ische Kodie ung de ICF-
Klassi ika ionseinhei en (beispielsweise e310 engs e Familienk eis) wi d in diesem Ka ego iensys em
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
Lea Aeschlimann
34
beibehal en, um T anspa enz zu gewäh leis en. Die Umwel ak o en de ICF CY beinhal en olgende
Ka ego ien: P oduk e und Technologien, na ü liche und om Menschen e ände e Umwel ,
Un e s ü zung und Beziehungen, Eins ellungen, Diens e/Sys eme und Handlungsg undsä ze
(Hollenwege , 2017). Die Auseinande se zung im Theo iebezug ha gezeig , dass de Umgang mi
Scham eine Pe son insbesonde e du ch die e leb en Beziehungen mi ande en Menschen gep äg wi d.
Da um wu de die ICF-CY-Ka ego ie Un e s ü zung und Beziehungen in das Ka ego iensys em diese
A bei au genommen. Die Eins ellung de Bezugspe sonen, de Umgebung eines Kindes sowie des
Kindes selbs beein luss die Beziehungen, die es leben kann. Da um wu den auch die Eins ellungen
au genommen. Da diese A bei sich mi dem Kinde ga en auseinande se z und die Pädagogik eine
g osse Rolle spiel , wu de die ICF-CY-Un e ka ego ie Na ü liche und om Menschen e ände e
Umwel – ande s bezeichne – so o mulie , dass die didak ischen und me hodischen Hinweise aus
de Li e a u un e diese Ka ego ie eingeo dne we den konn en. Um die induk i gebilde en
zusä zlichen F ages ellungen bean wo en zu können, wu den zusä zlich zwei e gänzende Ka ego ien
o mulie :
Es en s eh eine Lis e on ün Obe ka ego ien, welche deduk i on den Umwel ak o en ICF-CY
abgelei e wu den:
• Un e s ü zung und Beziehungen
Un e diesem Kapi el besch eib ICF-CY die Umwel ak o en, welche p ak ische physische und auch
emo ionale Un e s ü zung, Fü so ge, Schu z, Hil e und Beziehungen zu ande en Pe sonen geben
(Hollenwege , 2017).
• Eins ellungen
Un e Eins ellungen in de ICF-CY-Klassi ika ion we den die beobach ba en Konsequenzen on Si en,
B äuchen, Wel anschauungen, We en, No men ode a sächlichen ode eligiösen Übe zeugungen
e s anden. Sie beein lussen indi iduelles Ve hal en und soziales Leben au allen Ebenen, on
zwischenmenschlichen Beziehungen und Kon ak en in de Gemeinde bis zu poli ischen,
wi scha lichen und ech lichen S uk u en. So können zum Beispiel indi iduelle ode gesellscha liche
Eins ellungen zu Ve auenswü digkei und We eine Pe son zu eh enha em ode nega i em und
disk iminie endem Umgang (z.B. S igma isie ung, S e eo ypisie ung und Ma ginalisie ung ode
Ve nachlässigung de Pe son) mo i ie en. Die klassi izie en Eins ellungen beziehen sich au Pe sonen
des Um eldes de zu besch eibenden Pe son und nich au die zu besch eibende Pe son selbs
(Hollenwege , 2017).
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
Lea Aeschlimann
35
• Na ü liche und om Menschen e ände e Umwel → (…) ande s bezeichne
Es handel sich bei diesem Kapi el des ICF‑CY‑Ka alogs um die beleb en ode unbeleb en Elemen e de
na ü lichen ode ma e iellen Umwel . Denn Menschen e ände n die Bes and eile diese Umwel und
es gib e schiedene Me kmale eine menschlichen Be ölke ung diese Umwel . (Hollenwege , 2017)
Die Ka ego ie «ande s bezeichne » wi d in diese A bei neu de inie . Mögliche Ein lüsse on Didak ik
und Me hodik we den un e diese Ka ego ie gesammel .
Induk i e E gänzungen:
• P ä en ion
Hie s eh eine sei s die Rele anz de P ä en ion im Kinde ga en zu F age und ande e sei s we den
Hinweise zu einem möglichen Inhal de P ä en ion eingeo dne .
• Le ninhal e
Un e Le ninhal en wi d nach den un e s ü zenden Kompe enzen ü den Umgang mi Scham gesuch
und E gebnisse zu hil eichen Le ninhal en we den diese Ka ego ie zugeo dne .
4.5.1. Ka ego iensys em
Name
Codie egel
Anke beispiel
Umwel ak o en
8.2 Na ü liche und om Menschen e ände e Umwel
E298
Na ü liche und om
Menschen
e ände e Umwel ,
ande s bezeichne –
Didak ik und
Me hodik
Aussagen, wie die on
Menschen e ände e Umwel
im Kinde ga en Didak ik und
Me hodik, die En wicklung
de Scham de Schüle scha
p äg .
«Im Ideal all analysie en Leh k ä e und Schüle in
de Klasse o handene Schampo enziale und
e inge n diese be ei s, be o Scham ein i .»
(Haas, S.114)
8.3 Un e s ü zung und Beziehungen
e310
enge Beziehungen
«engs e
Familienk eis»
Aussagen, wie die
Eigenscha en de
Beziehungen im «engs en
Familienk eis» die
En wicklung de Scham
p ägen können.
«Wenn El e n als Team gu zusammena bei en,
sich gegensei ig un e s ü zende Rückmeldungen
geben und einande ös en, nachdem sie einen
schme zlichen S ei mi dem Kind ha en, dann
lie e n sie sich gegensei ig die Nah ung, die die
Scham im Zaum häl » (Weinbla , S.120)
«Respek is dabei on zen ale Bedeu ung, weil
Scham in El e n – Kind – In e ak ionen o aus de
Beziehungse ah ung esul ie , nich espek ie
und nich we geschä z zu we den.» (Weinbla ,
S.123)
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
Lea Aeschlimann
36
e320
F eunde
Aussagen, wie die
Eigenscha en de
Beziehungen zu
F eunden/Spielkame aden die
En wicklung de Scham
p ägen können.
„Denn ein Be olgen de Pee g oup-No men is
zen al, um sich Anschluss und Zugehö igkei zu
siche n. In diesem Zusammenhang s ellen
Beschämungsak ionen ein mach olles soziales
Ins umen a ium da . Pe sonen, die den explizi en
ode implizi en S anda ds de G uppe nich
en sp echen, we den ö en lich blossges ell und
dadu ch ausgeg enz .“
(Ma in We enb uch · Bi gi Rö ge -Rössle , S.
245)
e330
Au o i ä spe sonen
(bspw. Leh pe sonen
und Füh ungss il)
Aussagen, wie die
Eigenscha en de Füh ung
eine G uppe, insbesonde e
de Kinde ga en-
leh pe sonen, die En wicklung
de Scham de Einzelnen
p ägen können.
«So ha Scham im G unde kons uk i e Funk ionen;
diese können sich jedoch e s in einem
en sp echenden Kon ex en al en: In eine
pädagogischen Umgebung, in de Schamge ühle
beme k und de en En wicklungsimpulse
kons uk i beglei e we den.» (Ma ks, S. 38)
«Du ch beschämende E ziehungsp ak iken we den
die E wa ungen und No men de Umwel mi
in ensi en Schamge ühlen e knüp und dadu ch
in besonde s in ensi e Weise in de Ge ühlswel
de He anwachsenden e anke . Dies mag
e s ebenswe sein, wenn man Kon o mi a als
höchs es E ziehungsziel be ach e , wenn
Menschen zwangha angepass we den sollen.»
(Ma ks, S. 71)
e330
Au o i ä spe sonen
und Beziehung
Aussagen, wie die
Eigenscha en de Beziehung
zu eine Au o i ä spe son,
insbesonde e zu den
Kinde ga enleh pe sonen die
En wicklung de Scham de
Einzelnen p ägen können.
«E leb eine Pe son ein übe wäl igendes
„Zu iel“ an Schamge ühlen, dann können sich
de en kons uk i e En wicklungsimpulse nich
en al en. In diesem Fall wi d das Ich on
Schama ek en übe wäl ig und ge ä in einen
Zus and exis enzielle Angs . Dadu ch we den
ande e, p imi i e e Gehi n egionen ak i ie ; die
höhe en Gehi n unk ionen we den du ch das
sogenann e „Rep ilienhi n“ in den Hin e g und
ged äng . Das ganze Ve hal en is nu noch da au
eduzie , on de Angs quelle – de Scham-
auslösenden pe son ode Si ua ion –
wegzukommen: Ang ei en, Ve eidigen ode
Ve s ecken (de Wunsch, „im Boden zu
e sinken“).» (Ma ks, S.39)
«Signale eines Kindes ein ühlig wah zunehmen
und espek oll da au zu eagie en, is ein
wesen liche Bei ag zu En wicklung on gesunde
(angemessene ) Scham.» (Ma ks, S.63)
e330
Au o i ä spe son als
Le nbeglei e :in
Aussagen, wie die Beglei ung
beim Le nen die En wicklung
de Scham eines Kindes
p ägen kann.
«In de Galilei Schule am häu igs en e gebene
Schulno e wa die Sechs (deu sches Sys em). (…)
Daue ha e und ex eme Abwe ung bed ohen
massi die He ausbildung eines posi i en
Selbs bildes. Sie üh en bei den be o enen
Jugendlichen zu Scham- und
Minde we igkei sge ühlen, die sie in Schule und
All ag au e schiedens e Weise a ikulie en,
e d äng en ode übe spiel en.» (Wellg a , S.167)
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
Lea Aeschlimann
37
«E ziehen bedeu e imme auch Rückmeldung
geben, Regeln au s ellen, «S opp!» sagen. Dies
kann bei den He anwachsenden Schamge ühle
auslösen; dies müssen E ziehende aushal en und
zumu en. Abe wenn diese Rückmeldungen in
nich beschämende Weise e olgen, in einem
Raum de Wü de, dann können sie ganz wich ige
Le nimpulse ü ein Kind sein.» (Ma ks, S.68)
e330
Au o i ä spe sonen
und allgemeine
Ein luss
Allgemeine Aussagen, wie
Au o i ä spe sonen wie
Kinde ga enleh pe sonen
den Umgang mi Scham ih e
Schüle p ägen können.
«Aus in e subjek i e Sich weis de pa hologene
Schama ek au die ühen Beziehungen des
Kindes zu den wich igs en Bezugspe sonen hin und
wi die F age au , welche a ek i e Resonanz das
Kind e hal en ha , wie es selbs psychologisch
ausged ück – in seinen Selbs -Objek -Bedü nissen
gespiegel wu de und inwiewei sich ein s abiles
Selbs we ge ühl en wickeln konn e. Konn e das
sich in de En wicklung be indliche Indi iduum mi
seinen kindlichen Insu izienzge ühlen und seinen
«nega i en» A ek en angenommen ühlen? (…)
Aus eine in e subjek i o ien ie en Psychoanalyse
he aus be i dies die ehemals us ie en
kindlichen Selbs objek bedü nisse nach
Ane kennung, Exis enzbe ech igung, empa hische
emo ionale Spiegelung und Bewunde ung – und
die schamha e Abweh dagegen.» (Tiedemann,
S.33)
8.4 Eins ellungen
e465
Gesellscha liche
No men,
Kon en ionen,
Wel anschauungen
Aussagen, wie sich
gesellscha liche No men,
Kon en ionen,
Wel anschauungen au die
En wicklung de Scham
einzelne Menschen
auswi ken können,
insbesonde e au die Kinde .
«Jede Familie, G uppe ode Gesellscha is da au
angewiesen, dass ih e No men on ih en
Mi gliede n mi ge agen we den. Das E le nen on
No men is mi Schamge ühlen e bunden, die
be ei s als Emp inden on Peinlichkei ode
Ausg enzung-Scham besch ieben wu de.» (Ma ks,
S.71)
e460
Gesellscha liche
Eins ellung
Aussagen, zu Auswi kungen
spezi ische gesellscha liche
Eins ellungen au die
En wicklung de Scham
einzelne Menschen
«Das Menschenbild de El e n und de
umgebenden Kul u ha wesen liche Auswi kungen
au die Schamen wicklung des / de
He anwachsenden. En scheidend sind die
Bo scha en, die das Kind e äh :
- G undsä zlich als wü diges Kind ane kann und
gelieb wi d
- Ode ob es als g undsä zlich e ach enswe es
Geschöp be ach e wi d.»
(Ma ks, S. 77)
e466
Eins ellung .
ande en Fachleu en
Ins i u ion Schule,
Schulpoli ik
Aussagen zu Auswi kung de
Eins ellung in de Schulpoli ik
au die Schüle :innen und
Schüle
«Die In e iew Aussagen zeugen on einem
massi en Abhängigkei sge ühl des Schüle s. E
sp ich da on, dass „i gendein ganz wich iges
Ins i u “ seinen Schulwechsel „beschlossen“ habe.
Seinem Emp inden nach wu de übe ihn e üg
und „niemand“ konn e e was dagegen un: wede

Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
Lea Aeschlimann
38
e selbs , noch seine El e n, noch
Ve auenspe sonen aus de al en Schule.» (…)
«Diese Ums ände begüns igen im hohen Masse
Abhängigkei sscham.»
(Haas, 2011)
e425
Eins ellungen on
Seinesgleichen – de
Schüle scha
Aussagen zu Auswi kung on
den Eins ellungen on
Schulkame adInnen au die
Schüle :innen
„Am Religionsun e ich eilzunehmen und in
ihm ak i zu we den kann jedoch aus
e schiedenen G ünden schambese z sein.“
(Haas, 2011)
e498
Indi iduelle
Eins ellung ande s
bezeichne - de
be o enen Pe son
selbs
Aussagen zu Auswi kungen
on indi iduellen
Eins ellungen eine Pe son au
die En wicklung dessen Scham
«Schama bei (angelehn an T aue a bei ) beginn
dami , dass wi dieses Ge ühl übe haup
wah nehmen.» (Ma ks, S. 182)
«Unbewuss e Scham mach einsam. Umso
wich ige is es, dass wi uns heu e selbs das
geben, was wi damals – on El e n, Geschwis e n,
F eundesk eis, Leh enden, Seelso genden ode
ande en – ielleich nich bekommen haben:
Beis and, Ve s ändnis, T os , Solida i ä ,
Un e s ü zung. Dass wi uns selbs «hal en» und
ös en: dass wi mi uns selbs in Beziehung
bleiben ode wiede in Beziehung e en.» (Ma ks,
S.186)
e410 und e 420
Indi iduelle
Eins ellung des
engs en
Familienk eises / und
de F eunde
Aussagen zu Auswi kungen
de indi iduellen Eins ellung
zu Scham des engs en
Familien- /F eundesk eises
au die En wicklung de
Scham de Mi gliede
«Das Menschenbild de El e n und de
umgebenden Kul u ha wesen liche Auswi kungen
au die Schamen wicklung des / de
He anwachsenden. En scheidend sind die
Bo scha en, die das Kind e äh :
- G undsä zlich als wü diges Kind ane kann und
gelieb wi d
- Ode ob es als g undsä zlich e ach enswe es
Geschöp be ach e wi d.»
(Ma ks, S. 77)
e 430
Indi iduelle
Eins ellung de
Au o i ä spe son /
Leh pe son
Aussagen, welche Auswi kung
die Eins ellung zu Scham de
Au o i ä s- / Leh pe sonen au
die En wicklung de Scham
de «Un e gebenen»/
Schüle :innen haben
«Wich ig is dahe o allem, dass sich die
The apeu :innen mi ih e eigenen
Schamgeschich e auseinande gese z haben.»
(Becke , S. 351)
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39
Tabelle 3 - Ka ego iensys em (eigene E a bei ung au de G undlage de ICF CY - Klassi izie ung)
4.5.2. Vo gehen beim Codie en
Du ch die E a bei ung des gesam en Ka ego iensys ems inklusi e Codie egeln und Anke beispielen
konn en die Ziele de Analyse geschä we den. Im olgenden Abschni wi d besch ieben, wie bei de
Du chsuchung de Li e a u nach ele an en Tex s ellen, dem sogenann en Codie en, o gegangen
wu de (Roos & Leu wyle , 2022). Die So wa e MAXQDA (MAXQDA plus 24), ein P og amm zu
quali a i en Da en- und Tex analyse, dien e bei de Umse zung de Codie ung als Ins umen . Die
Ka ego ien und die ausgewähl e Li e a u konn en in die So wa e einge üg we den, den
un e schiedlichen Ka ego ien wu den e schiedene Fa ben zuge eil . Tex ü Tex wu de du chgelesen,
ele an e Tex s ellen he ausge il e und mi de en sp echenden Fa be de zugehö igen Ka ego ie
einge ä b . So konn e die Codie ung einzelne Tex s ellen o genommen (siehe Abbildung 7) und
in e essan e E gebnisse ü die Bean wo ung de F ages ellung au bewah we den. Zusä zlich
wu den No izen im P og amm, sogenann e Memos, o genommen. Sie dienen dem Deponie en on
eigenen, passenden Gedanken ode Ve knüp ungen mi ande en Codes ode Zi a en. In einem Wo d-
Ka ego ien zu den e gänzenden F ages ellungen: Au klä ung / P ä en ion und Le ninhal e
P ä en ion
P ä en ion zu Scham
im Kinde ga enal e
Aussagen dazu, ob die
Au klä ung ode P ä en ion
zum Thema Scham emp ohlen
is .
«Die wich igs e Hil e gegen Beschämung bes eh
da in, Beschämung als Beschämung zu
iden i izie en. Nu wenn Beschämung als e was
e kann wi d, das on aussen komm und
abwe end is , kann die Beschämung on de
na ü lichen Scham un e schieden we den.»
(Bae /F ick – Bae , S.30)
Inhal e de
P ä en ion
Aussagen zu den Inhal en de
P ä en ion ode Au klä ung
zum Thema Scham.
«We du ch die Scham hindu chgeh , üb und le n
dabei, sich die Scham zu eigen zu machen, die
na ü liche Scham zu akzep ie en als e was, das sich
on e ach ende Beschämung un e scheide .»
(Bae /F ick-Bae , S. 132)
Le ninhal e
S ä kende
Kompe enzen
Kompe enzen, welche das
Kind dabei un e s ü zen einen
angemessenen Umgang mi
Scham zu en wickeln.
«En scheidend da ü , dass die Scham ih e
na ü liche Funk ion an de G enze des in imen
Raums wah nehmen kann, is , ob die Menschen
eine Wahlmöglichkei im Handeln und Reagie en
haben ode nich .» (Bae /F ick-Bae , S. 22)
Le nbe eiche im
Re e enzal e
Aussagen zu Le nbe eichen
welche die p ä en i e
Fö de ung eines
angemessenen Umgangs mi
Scham ö de n.
«He anwachsende jedoch müssen e s noch
le nen, die genann en G undbedü nisse
wah zunehmen und auszubalancie en, mi
ande en Wo en und aus Schampsychologische
Sich be ach e : ü ih e Wü de zu so gen.»
(Ma ks, S.45)
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
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Dokumen wu den zusä zlich eigene Gedanken und Ideen, welche in Ve bindung zu ande en Kapi eln
de A bei s anden, no ie . Diese No izen wa en spä e in de Analyse de E gebnisse hil eich.
Abbildung 7 - Sc eensho des Codie ungsp ozesses mi Hil e de So wa e MAXQDA
Wäh end des Codie ungsp ozesses wu den noch kleine e Anpassungen in de Fo mulie ung de
einzelnen Ka ego ien o genommen. Diese induk i en Anpassungen einzelne Ka ego ien wu den o
allem zu Ve deu lichung de Ka ego isie ung o genommen. Denn wie Roos und Leu wyle sch eiben,
müssen einzelne Ka ego ien möglichs ennscha oneinande o mulie we den, um eine möglichs
eindeu ige Zuo dnung eine Tex s elle zu eine Ka ego ie gewäh leis en zu können (2022). Und doch
kann es auch sinn oll sein, lau de selben Au o en eine bes imm e Aussage e schiedenen Ka ego ien
zuzuo dnen. Auch dies wa meh mals de Fall, da einige Tex s ellen ü un e schiedliche Ka ego ien
ele an wa en.
4.5.3. Vo gehen de Analyse
Nachdem Sammeln und Übe p ü en de Da en wu den sie zue s aus dem P og amm expo ie und
übe sich lich da ges ell . Im Anhang un e dem Dokumen «e s e Übe sich de E gebnisse» wi d ein
Einblick in die E gebnisse inklusi e einige Memos möglich. May ing besch eib den nächs en Sch i
de Analyse olgende massen: «Die einzelnen Codie einhei en we den nun in eine knappe, nu au den
Inhal besch änk e, besch eibende Fo m umgesch ieben (Pa aph asie ung)» (May ing, 2022, S. 70).
Dies wu de manuell umgese z . Au «Pos -i s» wu den ku ze Me ksä ze no ie . Diese dien en als ku ze
Zusammen assungen, welche meis ens meh e e Zi a e e binden konn en. Nun wa es möglich, die
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
Lea Aeschlimann
41
Me ksä ze in eine neuen S uk u anzuo dnen. Au g und de Anpassungs ähigkei de „Pos -
i s“ konn en e schiedene S uk u en ausp obie we den, be o abschliessend die E gebnisse un e
jede Ka ego ie o mulie wu den. Die Abbildung 8 gib einen Eind uck dieses Vo gangs. Die
e o sch en Da en wu den so au das ü die F ages ellung Wesen liche eduzie , wie dies May ing
(2022) besch ieb.
Abbildung 8 - Pos -I -O dnung "Au o i ä und Beziehung"
5. Da s ellung de E gebnisse
Die E gebnisse wu den in einem e s en Sch i un e den Ka ego ien zusammenge ass . Es en s anden
Zusammen assungen un e schiedliche Länge zu jede Ka ego ie. Aus den O dnungen und
G uppie ungen de ausgewähl en Tex abschni e konn e eine quan i a i e Übe sich zu den
e schiedenen Ka ego ien da ges ell we den. Im un ens ehenden K eisdiag amm is zu sehen, welche
Ka ego ieng uppe des Ka ego iensys ems am meis en Tex s ellen zugeo dne we den konn e. Zwei
wei e e K eis- und Balkendiag amme de E gebnisse un e «Eins ellungen» und «Un e s ü zung und
Beziehungen» sind im Anhang un e «Quan i a i e Da s ellung de E gebnisse» zu inden.
Abbildung 9 - K eisdiag amm zu den einzelnen Ka ego ieng uppen
212, 41%
295, 56%
14; 3%
G a ische Da s ellung de ICF Domänen - Haup ages ellung
8.4 Eins ellungen
8.3 Beziehungen
8.2 Na ü liche om Menschen
e ände e Umwel
Legende We angaben:
Menge; P ozen
100% = 521 Tex s ellen
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
Lea Aeschlimann
48
«now momen s», die zu «Momen en de Begegnung» üh en können. Diese Momen e, in welchen
beispielsweise die Leh pe son und das Kind mi dem Fokus au ein gemeinsames Thema p äsen sind,
wi ken beziehungs ö de nd. Sie beinhal en eine bedeu ende Funk ion ü die En wicklung des
Umgangs mi Scham beim Kind (Tiedemann, 2008). An eine ande en S elle dieses A ikels besch eib
Tiedemann die Umkeh ung diese «now momen s». Es sind Momen e, in denen jemand indi iduelle,
pe sönliche Ane kennung e wa e , jedoch dann wie ein Gegens and behandel wi d. Solche
En äuschungen können beim be o enen Menschen eine in ensi e Fo m on Scham auslösen, so
Tiedemann (ebd.). Im All ag mi Kinde n, insbesonde e auch im Kinde ga en, mi seinen
ielschich igen Si ua ionen, sind solche Momen e im Kleinen imme wiede anzu e en. E leb ein Kind
solche Si ua ionen de En äuschung gelegen lich, äll dies, so e n sie im Gleichgewich zu E ah ungen
de Bes ä igung s ehen, nich unbeding ins Gewich (siehe Ka ego ie «enge Beziehungen»). Tauchen
solche E ah ungen des Nich -beach e -We dens jedoch häu ige au als bes ä igende E ah ungen wie
das Gesehen-We den, kann dies eine nega i e Wi kung au die En wicklung eines angemessenen
Umgangs mi Scham haben.
5.1.2. Eins ellungen
e465 Gesellscha liche No men, Kon en ionen, Wel anschauungen
Codie egel: Aussagen, wie sich gesellscha liche No men, Kon en ionen und Wel anschauungen au die
En wicklung de Scham einzelne Menschen auswi ken können.
Die Kul u sch eib o und kons uie das Ausleben on Scham. He schende, e inne lich e
E wa ungen und No men o men die Auslöse ü Scham-Reak ionen. Dies besch eiben e schiedene
Au o en, da un e Wild (2011), Dö (2014) und We enb uch & Rö ge -Rössle (2011).
F ick – Bae und Bae besch eiben in ih em We k Ande ssein allein nich als beschämend, sonde n de
Umgang de Umgebung dami kann beschämend wi ken. Die Benennung und die Nu zung des
Ande sseins, um die einen au - und die ande en abzuwe en, wi ken beschämend (Bae & F ick-Bae ,
2018). Beschämung sei „wohl eine de pe ides en Auswi kungen des Rassismus“, sch eib Linnemann
(2023). Da sie dazu üh , dass die be o ene Pe son sich in ih e eigenen Hau nich meh wohl ühl .
Ein wei e e Auslöse on Scham is das Ge ühl des «Nich -mi hal en-könnens». Du ch dieses Ge ühl
ausgelös e Scham ha die K a , dem Einzelnen glaubha zu machen, ü das Schei e n seines ode ih es
Lebens allein e an wo lich zu sein (Dö , 2014). Die Au o in des A ikels «Hü e in des Selbs s.
Kon oll unk ion», Ma g e Dö , is als P o esso in ü soziale A bei in Mainz ä ig. «Nich -mi hal en-
können» bedeu e lau Dö , den ak uellen S anda ds, gesellscha lichen No men, Kon en ionen und
Idealbilde n nich genügen zu können ode das zu glauben. Im Folgenden we den diese
gesellscha lichen S uk u en genaue be ach e . Passend dazu sch eib Linnemann (Linnemann,

Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
Lea Aeschlimann
49
2023), dass du ch den Habi us eine Dominanzkul u Nich ane kennung, Nich zugehö igkei ,
Nich wü digung anspo ie we den, was zu Beschämung de un e geo dne en Mi gliede eine
Gesellscha ode G uppe üh . Die Umkeh ung diese Aussage könn e lau en, so die Au o in diese
A bei , die Begegnung au Augenhöhe und ein o he schende Respek alle Mi gliede eine
Gesellscha wü den Ane kennung, Zugehö igkei und Wü de ö de n. Können diese d ei Beg i e
e ah en we den, ö de n sie wiede um einen angemessenen Umgang mi Scham beim einzelnen
Menschen (siehe Kapi el 5.1.1). Die Zugehö igkei on einzelnen G uppen zu Gesellscha wi d nich
nu du ch eine o ensich liche Dominanzkul u gehemm , sonde n auch du ch de en ma e ielle
Möglichkei en, einen selbs e schulde en ode nich selbs e schulde en Mangel ode Makel (Wild ,
2011).
Da nun die gesellscha liche Ebene beleuch e wi d, soll e die Schamangs (siehe Kapi el 3.2) nochmals
e wähn we den. Menschen die s a k on Scham be o en sind, kennen dieses Ge ühl. Wie be ei s im
Kapi el E 330 Au o i ä spe sonen und Füh ungss il/Le nbeglei e :in besch ieben, wi d du ch die Angs
o eine wei e en Beschämung eine Handlungsblockade p o ozie . Menschen, welche un e
«Schamangs » leiden, se zen sich sel ene gegen Unge ech igkei en zu Weh (Linnemann, 2023). Dies
üh zu eine la en wi kenden Ein lussnahme de Beschämung und de Scham. Diese Mach kann im
engs en Familienk eis, in de Schule ode auch au gesellscha liche Ebene ausgeüb we den.
Linnemann (2023) be on : «Scham als Handlungs egula i dien de Au ech e hal ung de sozialen
O dnung.» Beinhal e die soziale O dnung au gesellscha liche Ebene soziale Ungleichhei ode
Ausg enzung einzelne G uppen on Menschen, kann dies zu einem K eislau üh en, de die
Wiede holung on Beschämung ö de . Dies wu de be ei s ähnlich im Kapi el Beziehungen e 330
Au o i ä spe sonen und Füh ungss il/Le nbeglei e :in au zwischenmenschliche Ebene besch ieben.
De heu igen wes lichen Gesellscha wi d eine Ideologie de Op imie ung zugesch ieben (Dö , 2010).
Die Möglichkei zu Op imie ung üh schnell zu hohen Idealen. Diese können eine Disk epanz
zwischen dem ak uellen Zus and und dem idealen Selbs bild he o u en, was zu Ge ühlen de Scham
üh en kann (Haas, 2011). Ande s o mulie : «Das Schei e n de Übe eins immung on Handeln und
no ma i en O ien ie ungsmasss äben» (Linnemann, 2023, S. 101) üh zu Scham. Denn e inne lich e
No m- und We o ien ie ungen bilden die G undlage ü Ideale (ebd.). Ein besonde es Me kmal ü die
schamauslösende Wi kung de No men und We e sei zudem die Uneindeu igkei de als
selbs e s ändlich gel enden Regeln, welche als wich ige Vo ausse zung ü das Au e en on Scham
he o gehoben we den (Linnemann, 2023).
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
Lea Aeschlimann
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e460 Gesellscha liche Eins ellung
Codie egel: Aussagen zu Auswi kungen spezi ische gesellscha liche Eins ellungen au die En wicklung de
Scham einzelne Menschen
K eisläu e und Wiede holungen on Beschämung ode Scham wu den be ei s e meh genann . Eine
wei e e Ge ah ü das Wiede keh en on Scham is das Ve uschen und Ve schweigen on Schuld- und
Schamge ühlen, so sch eiben dies F ick/Bae (2018). In de wes lichen Kul u sei dies s ä ke e b ei e
als eine Kul u de Reue ode des En schuldigens. In de jünge en Geschich e Eu opas konn e
beobach e we den, wie wich ig die Bekenn nisse zum Abg und de Geschich e des
Na ionalsozialismus wa en, dami Schuld und Scham nich länge e leugne wu den (ebd.). Wenn die
Meinung gewinn , dass Fehle in eine Gesellscha e usch we den müssen, wiede holen sich
Schamge ühle und üh en zu unbeg ünde en Schamge ühlen sowie zu Übe o de ung bei den
Be o enen. Aus dem Theo iebezug (Kap. 3.2.2) kann en nommen we den, dass in einem solchen Fall
die Ge ah on Schamabweh d oh und beispielsweise agg essi es Ve hal en neuen Näh boden inde .
e466 Eins ellung on ande en Fachleu en (Ins i u ion Schule, Schulpoli ik)
Codie egel: Aussagen zu Auswi kung de Eins ellung in de Schulpoli ik au die Schüle :innen und Schüle
Viele o s (in Deu schland) we den Schulen und de en Leis ung on de Be ölke ung abgewe e . Dies
könn e Scham bei den Leh k ä en e u sachen, so Ma ks (2013), insbesonde e dann, wenn die diese
nich hin e de Schulpoli ik s ehen können. Schamge ühle bei den Leh pe sonen, ähnlich wie in Kapi el
e310 «enge Beziehungen» besch ieben, können bei den Schüle :innen eben alls zu Schamge ühlen
üh en, ohne dass sie diese eino dnen können. Wenn es de Schule jedoch geling ,
Rahmenbedingungen zu scha en, in denen alle Be eilig en Ane kennung (mögliche weise du ch
Gehö -we den), Schu z, Zugehö igkei und In eg i ä e ah en, so Ma ks, dann we den die Mi a bei e
s olz sein au ih Wi ken, und die En wicklung de Scham alle Be eilig en, insbesonde e auch die de
Schüle :innen, wi d posi i ge ö de (ebd.).
Die Eins ellung, welche an Schulen he sch , p äg die Kinde in ih em Umgang mi Scham, indem sie
bes imm e Ideale o gib und auch on de Schüle scha ein o de . Lau Linnemann sind ideale
Selbs bilde nich ein ach gegeben, sonde n sie en wickeln sich in Beziehungen und im Ve gleich mi
den Selbs bilde n ande e (Linnemann, 2023). Une eichba e Ideale we en das Subjek ab und das
Wissen, zen alen S anda ds nich genügen zu können, lös Scham aus. (We enb uch & Rö ge -Rössle ,
2011) Auch de Sonde schuls a us kann Scham auslösen (Haas, 2011). Insbesonde e das Ge ühl, nich
Teil de En scheidung zum Besuch de Sonde schule sein zu können, lös Scham au G und on
Abhängigkei sge ühlen beim be o enen Kind und seinen El e n aus (ebd.). P leg eine Schule die
Eins ellung, die eine enge Zusammena bei mi den Kinde n und de en El e n we schä z , üh dies
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
Lea Aeschlimann
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bei allen Be eilig en eine sei s dazu, wenige on Scham be o en zu sein, ande e sei s auch dazu,
einen angemessenen Umgang mi dem Ge ühl zu üben. Denn es ö de die Ane kennung und In eg i ä
de be o enen Pe sonen. Dies läss sie selbs bewuss e mi he aus o de nden Si ua ionen umgehen.
Wie be ei s in diese A bei e wähn , da es nich passie en, dass aus Angs o Beschämung
Kon lik ha es nich angesp ochen wi d. In eine solchen kon lik beha e en Si ua ion soll e da au
geach e we den, dass die be o enen Schüle :innen nich gezwungen we den, ih e eigenen We e zu
e le zen (ebd.). Eine Schule benö ig eine Hal ung, die sich ü e schiedene We e und Ansich en
ö ne , gleichzei ig die eigenen We e e s ändlich kommunizie und deu lich e i (siehe un e e
465 Eins ellungen: gesellscha liche No men, Kon en ionen und Wel anschauungen).
e498 indi iduelle Eins ellung ande s bezeichne – de be o enen Pe son selbs
Codie egel: Aussagen zu Auswi kungen on indi iduellen Eins ellungen eine Pe son au die En wicklung dessen
Scham
Ein Schei e n, bspw. an einem selbs au e leg en Idealbild, kann dazu üh en, dass ein Indi iduum
seinen Schwachs ellen e kenn . Das kann Scham auslösen (F ick/Bae , 2018). O komm in eine
solchen Si ua ion als E s es de Impuls au , dieses Schei e n ungeschehen machen zu wollen (ebd.).
«Denn die kleinen ode g ossen, wi klichen ode e mein lichen Schwächen koppeln sich sozusagen an
die Scham an und diese wi d als Ve sagen e leb , egal ob es da ü objek i e G ünde gib ode nich »
(Bae & F ick-Bae , 2018, S. 2). Scham wi d dann als eigenes Ungenügen e leb , ungenügend dem Ideal
gegenübe , welches ü das Indi iduum als e bindlich gil (Linnemann, 2023). Diese En wicklungen
se zen eine Eins ellung o aus, dass Schwächen nich akzep ie we den. Gehen wi on eine
Eins ellung aus, welche die eigenen Idealbilde nich g undsä zlich als e bindlich und die eigenen
Schwächen nich als abzuwe ende Eigenscha en sieh , müss en demzu olge Ve sagensge ühle
abgeschwäch we den und de Weg ü einen kons uk i en Umgang mi Scham müss e geö ne
we den.
Eine Eins ellung, welche de eigenen Scham e laub , als pe sönliches Schu zge ühl (Tiedemann, 2008),
als Po enzial ü An egung zu Re lexion (Linnemann, 2023), soga als Impuls ü eine
En scheidungs indung (ebd.) zu exis ie en, ö de einen angemessenen Umgang mi Scham.
Linnemann se z sich in seinem be ei s o e wähn en A ikel mi Rassismus auseinande . Scham kann
im Kamp gegen soziale Unge ech igkei ein wesen liches Mo i a ions- und Wa nsignal ü
Unge ech igkei en sein. Dies dann, wenn einem Menschen die Eins ellung geling , Scham in diese Rolle
angemessen zu be ücksich igen und de Be o ene nich de eigenen Abwe ung e äll (ebd.).
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
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De Blick des ande en als Auslöse ü Scham wu de be ei s aus de Pe spek i e de Bezugspe sonen
e wähn . Aus Sich de Be o enen komm es da au an, ob es eine e wachsenen Pe son geling , den
Blick eines ande en mi eine gewissen Unabhängigkei zu in e p e ie en (ebd.). Is dies de Fall, kann
de Umgang mi einem au kommenden Schamge ühl angemessene aus allen. Das au onome Subjek
schein lau Linnemann meh o übe lu ende Scham geschü z zu sein als ein Subjek , welches in
Abhängigkei en e s ick is . Eine sich selbs gegenübe abwe ende Eins ellung ö de zudem einen
unangemessenen Umgang mi Scham.
e410 indi iduelle Eins ellung des engs en Familienk eises
Codie egel: Aussagen zu Auswi kungen de indi iduellen Eins ellung zu Scham des engs en Familien-
/F eundesk eises au die En wicklung de Scham de Mi gliede
Vieles, was auch hie e wähn we den könn e, wu de be ei s un e de Ka ego ie «enge Beziehungen»
e310 Beziehung («engs e Familienk eis») besch ieben. Auch inne halb de spezi ischen Ka ego ien
inne halb des Obe beg i s "Eins ellungen" gab es zahl eiche Übe schneidungen, die dann wäh end de
Übe p ü ung neu zugeo dne wu den. Was un e diese Ka ego ie codie wu de, kann nun
olgende massen zusammenge ass we den: Das Menschenbild de El e n (und de umgebenden
Kul u ) ha wesen liche Auswi kungen au die Schamen wicklung de he anwachsenden Kinde . Das
Kind b auch ü eine angemessene Schamen wicklung, die Bo scha de El e n, g undsä zlich ein
wü diges, gelieb es, willkommenes Kind zu sein (Ma ks, 2007). Insbesonde e is hie au die
Übe agung on Scham au das Kind au me ksam zu machen, wie sie un e de Ka ego ie e310
besch ieben wu de. Die Eins ellung, welche die El e n zu sich selbs haben, beziehungsweise de
Umgang, welchen die El e n mi Scham p legen, könn e sich demnach au das Kind übe agen.
Bezüglich de Schule bezeug dies auch Daniela Haas mi de Aussage, dass sich iele El e n
beispielsweise au g und de Schulzuweisung ode de schlech en Bewe ung de Leis ungen ih es
Kindes schämen. «Die G uppenscham de El e n e schwe dabei die kindliche Scham e a bei ung»
(2011, S. 112).
e430 indi iduelle Eins ellung de Au o i ä spe sonen (Leh pe sonen)
Codie egel: Aussagen, welche Auswi kung die Eins ellung zu Scham de Au o i ä s- / Leh pe sonen au die
En wicklung de Scham de «Un e gebenen»/ Schüle :innen haben
Ähnlich wie un e de Ka ego ie e410 wi d auch de Inhal diese Ka ego ie au das Spezi ische eduzie ,
um Wiede holungen zu e meiden. Seh in e essan ü diese Ka ego ie besch eib Tiedemann die
Scham- und Schuldge ühle on The apeu :innen, wenn die The apie mi einem Pa ien en s agnie
(Tiedemann, 2008). Da The apeu :innen wie Pädagoginnen und Pädagogen un e eine ähnlichen
Ve an wo ung eines gelingenden The apie- ode Bildungsp ozesses s ehen, wi d hie de Beg i
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The apeu :in du ch den Beg i Pädagog:in e se z . Welche Eins ellung die Leh pe son zu schei e nden
Si ua ionen, misslingenden Schuls unden ode s ockenden Le np ozessen ha und wie sie sich selbs
dabei bewe e , ha Ein luss au die Scham ih e Schüle scha . Kann die Leh pe son eine ane kennende
Eins ellung unabhängig on ih en Leis ungen au ech e hal en, wi d dies den Umgang mi Scham bei
den Le nenden posi i beein lussen.
5.1.3. Na ü liche om Menschen e ände e Umwel – Me hodik und Didak ik
Codie egel: Aussagen, wie die on Menschen e ände e Umwel im Kinde ga en Didak ik und Me hodik, die
En wicklung de Scham de Schüle scha p äg .
E was komm ans Lich , das liebe nich ans Lich gekommen wä e. Das lös Scham aus (Bae & F ick-
Bae , 2018). In de äglichen pädagogischen A bei soll e dieses Bewuss sein imme be ücksich ig
we den, sowohl hinsich lich on Schuldzuweisungen als auch in Bezug au Blosss ellungen du ch
bes imm e me hodische ode didak ische Sch i e. Momen e des Misse olgs ode des Schei e ns
beispielsweise können solche Si ua ionen sein. Schei e n schme z und es u auch Scham he o
(ebd.). Die Emp indlichkei on Kinde n is o eine U sache ü Beschämung (ebd.). Fü eine möglichs
schamsensible Didak ik müss en die Leh pe sonen die o handenen Schampo enziale analysie en. Im
bes en Fall könn en sie diese be ei s e inge n, be o sie ein e en (Haas, 2011). Dami Schüle :innen
angemessen mi Schamge ühlen umgehen können, is es e o de lich, dass sie sich bewuss sind,
welche Bedü nisse sie haben und wie sie diese kommunizie en können (ebd.). Dies soll e in
didak ischen und me hodischen Übe legungen einbezogen we den. Wahlmöglichkei en in
schambese z en Si ua ionen hel en dabei, den Umgang mi de Scham zu meis e n und zu üben (Bae
& F ick-Bae , 2018).
5.1.4. Zusä zliche Ka ego ien
P ä en ion
Un e dem Ti el P ä en ion we den die Ka ego ien «P ä en ion im Kinde ga en» und «Inhal e de
P ä en ion» zusammenge ass .
Die beiden Codie egeln:
– Aussagen dazu, ob die Au klä ung ode P ä en ion zum Thema Scham emp ohlen is
– Aussagen zu den Inhal en de P ä en ion ode Au klä ung zum Thema Scham
In de wissenscha lichen Li e a u wi d be on , dass de Aus ausch übe das Ge ühl on Scham als
ö de lich ü einen angemessenen Umgang dami angesehen wi d und ein lebendige Kon ak zu
ande en einen angemessenen Umgang mi dem Ge ühl ö de . Bae /F ick – Bae sch eiben dazu: «Mi
dem Ve schweigen de Scham wi d Ene gie es gehal en, die beim Mi eilen und beim Teilen mi

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ande en Menschen eigese z we den kann» (2018, S.129). Denn nich die Scham sei pa hologisch,
sch eiben dieselben Au o en, sonde n die alsche Reak ion da au (ebd.). Scham soll e als ein Signal
e mi el we den, das anzeig , dass das in ime Selbs d oh , e le z zu we den, so Tiedemann (2008).
Es soll en also p ä en i die posi i en Aspek e de Scham e mi el we den. Die Indi iduali ä in Bezug
au die Si ua ionen, in denen sich Menschen schämen, soll e auch be on we den (Haas, 2011). Wie
be ei s meh mals e wähn , is es die Beschämung, welche au gehal en we den soll e, nich p imä die
Scham. Die en scheidends e Hil e gegen die Beschämung sei die Iden i izie ung de selben.
Insbesonde e wi d die Rele anz de P ä en ion un e den e wachsenen Bezugspe sonen
he o gehoben. Sa a Blumen hal be ü wo e einen o enen Disku s übe Beschämung und Scham in
de E ziehung und de en Auswi kungen au das Kind (2023). Es b auch die Übe nahme on soziale
und be u liche Ve an wo ung alle Be u sg uppen, so Bea ix Wild (2011), und ein ie es Ve s ändnis
de Mechanismen on Scham und Beschämung, um einen angemessenen Umgang mi Scham ö de n
zu können. «Es b auch die Vo bild unk ion und es sind S a egien nö ig, um die En wicklung de Scham
an Schulen posi i zu ö de n», so Wild wei e . Die S a egien müssen und können gele n we den. Es
beda dazu de Zusammena bei on Leh e pe sonen, Schüle scha , El e n und
Schulsoziala bei e Innen (ec .).
Le ninhal e
Die Quellen aus de Ka ego ie «S ä kende Kompe enzen (…)» und aus de Ka ego ie «Le nbe eiche im
Re e enzal e (…)» we den in diesem Abschni un e dem Fokus de Fö de ungsmöglichkei en im
Re e enzal e zusammenge ass . Die Analyse bezieh sich eilweise au die im Theo iebezug
ausge üh e sozioemo ionale En wicklung.
Codie egeln:
-Kompe enzen, welche das Kind dabei un e s ü zen, einen angemessenen Umgang mi Scham zu en wickeln.
-Aussagen zu Le nbe eichen, welche die p ä en i e Fö de ung eines angemessenen Umgangs mi Scham ö de n.
Un e de Ka ego ie «s ä kende Kompe enzen» konn e eine Viel al an Kompe enzen
zusammenge agen we den. Diese wi d in de e s en de olgenden G a iken, Abbildung 10, gezeig .
In olgedessen wu den diese einzelnen Kompe enzen neu g uppie und schlussendlich zu d ei
Kompe enzbe eichen zusammenge ass , siehe Abbildung 11.
Es blieben die Kompe enzbe eiche:
– Fö de ung soziale Fähigkei en
– Fö de ung de pe sönlichen En wicklung
– Umgang mi Ge ühlen, insbesonde e de Scham
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
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Ein in e essan es De ail is , dass den d ei Kompe enzbe eichen übe aschende weise gleich iele
ausgewähl e Tex s ellen zuge eil wu den. Die beiden Abbildungen 10 und 11 zeigen den An ang und
das Ende dieses zusammen assenden P ozesses. Im Folgenden we den die Tex s ellen de einzelnen
Kompe enzbe eiche zusammenge ass .
Abbildung 10 - Kompe enzen, welche einen en wicklungs ö de nden Umgang mi Scham ö de n (eigene G a ik)
Abbildung 11 - Kompe enzbe eiche, welche einen en wicklungs ö de nden Umgang mi Scham ö de n (eigene G a ik)
2; 4%
3; 7%
3; 7%
3; 7%
5; 11%
2; 4%
3; 7%
2; 4%
6; 13%
4; 9%
4; 9%
2; 4%
4; 9%
3; 7%
lebendige Kon ak p äsen ie en K ea i i ä
Ve söhnung /Reue Scham e leben Scham pos. konno ie en
S a egie mi Scham A ek egula ion Selbs ü so ge
F eunde wählen Scham di e enzie en Iden i ä sen wicklung
Empowe men Zusammengehö igkei s ä ken
15; 34%
15; 33%
15; 33%
Soziale Fähigkei en ö de n
Fö de ung de pe sönlichen
En wicklung
Umgang mi Ge ühlen / Scham
Legende We angaben:
Menge; P ozen
100% = 46 Tex s ellen
Legende We angaben:
Menge; P ozen
100% = 45 Tex s ellen
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Kompe enz im Umgang mi Ge ühlen, insbesonde e de Scham
Zu Beginn, wenn Scham au i , so sch eiben dies Gab iele F ick – Bae und Udo Bae , s ehen
Iden i izie ung und Di e enzie ung de Scham (Bae & F ick – Bae , 2018). Es handel sich dabei um die
Fö de ung de emo ionalen Kompe enz, wie sie im Theo iebezug besch ieben wi d. Emo ionale
Kompe enz bedeu e lau Jenni, die eigenen Ge ühle wah zunehmen und ausd ücken zu können,
Ge ühle ande e zu e kennen und zu e s ehen und Ge ühle egulie en zu können (Jenni, 2021).
Menschen soll en ein Bewuss sein da ü en wickeln, Scham bei sich e kennen zu können, um dann
einen Umgang mi Scham zu le nen, so bes ä ig dies Claude Helène Maye (2019). Die Kompe enz
eines angemessenen Umgangs mi Scham beginn mi de Di e enzie ung zwischen on innen
kommende Scham und on aussen kommende Beschämung (Bae & F ick-Bae , 2018). Dies e inne
an die Selbs subjek i ie ung ode die En wicklung eine Theo y o Mind, welche im Theo ie eil (Kap.
3.4.1.2) besch ieben wi d. Du ch die E kennung de Scham können S a egien im Umgang mi dem
Ge ühl en wickel we den. Wie diese aussehen, is un e schiedlich. Es kann ein inne e Umgang dami
sein (bspw. Selbs e lexion), Kommunika ionss a egien (bspw. da übe eden), ein kö pe liche
Ausd uck (bspw. weinen, anzen) ode eine S a egie de Ve ände ung (bspw. sich aus dem Kon ex
en e nen). Ausse dem kann es die En wicklung on zukün igen Ve hal ensweisen beinhal en, um die
scham olle Si ua ion zu e meiden (Claude-Hélène Maye , 2019). E s wenn die Kompe enz e eich is ,
posi i e Aspek e on Scham e kennen zu können und ih diese Quali ä zugesch ieben wi d, kann aus
Scham schü zendes und En wicklung ö de ndes Ve hal en en s ehen (Bae & F ick-Bae , 2018). In
einem wei e en Sch i e o de ein angemessene Umgang mi Scham die E ah ung, Scham
aushal en zu können. Es b auch die Fähigkei , «du ch die Scham hindu chgehen zu können» (Bae &
F ick-Bae , 2018, S. 132). Um Scham aushal en zu le nen, dien dem Kind die im Theo ie eil
besch iebene Ge ühls egula ion (Kap. 3.4.2). Wei e sch eib das Au o enpaa , es b auch un e
Ums änden die Sich ba machung de Scham. Können diese Sch i e geschehen, üb und le n die
Pe son dabei, «die na ü liche Scham zu akzep ie en als e was, das sich on e ach ende Beschämung
un e scheide » (ebd.). Ma ks bes ä ig dies und e gänz , dass es in de pädagogischen A bei da um
gehen müsse, die En wicklungsimpulse on Scham‑E ah ungen kons uk i zu beglei en (Ma ks, 2013).
Die En wicklung de Ge ühls- ode A ek egula ion gehö zu emo ionalen En wicklung dazu und sie
is Teil des angemessenen Umgangs mi Scham. Dies wi d un e s ü z du ch die En wicklung und
Fö de ung de Selbs akzep anz (Tiedemann, 2008).
Fö de ung de pe sönlichen En wicklung
Es b auch die Fö de ung de Akzep anz de u eigens en Ge ühle, Gedanken und Impulse, so
Tiedemann (2008). Es is wich ig, dass das Kind die Möglichkei ha , sich selbs kennenle nen, auch im
Hinblick au die eigenen G enzen (Ma ks, 2013). Das Kind muss seinen in imen Raum, welche du ch
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
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die Scham geschü z wi d, als e was Schü zenswe es en decken und en wickeln (Bae & F ick-Bae ,
2018). Jede Mensch benö ig das Rech , sich als eigens ändig wah nehmen zu können, um sich somi
möglichs ei in seine Lebenswel bewegen zu können (ebd.). Die Kompe enz, sich selbs zu kennen
und ü sich eins ehen zu können, ö de einen angemessenen Umgang mi Scham. Bea ix Wild
b auch das Wo «Empowe men » ode E mäch igung zum eigenen Leben, um diese Kompe enz
mi sam dem Se ing, das es b auch , zu besch eiben (Wild , 2011). Dies beinhal e auch die
Kompe enz, en scheiden zu können. Dazu b auch es die Möglichkei , wählen zu können, um
übe haup e s ü sich selbs en scheiden le nen zu können (Bae & F ick-Bae , 2018). K ea i i ä ,
welche dem eigens ändigen Wählen und En scheiden seh nahes eh , ö de den angemessenen
Umgang mi Scham (ebd.). Das k ea i e, eie, schöp e ische A bei en beinhal e Kompe enzen, welche
es anzu egen gil , um einen angemessenen Umgang mi Scham zu ö de n. Dazu komm de Momen
des P äsen ie ens eines eigens ändig e s ell en ode e a bei e en P oduk s. Häu ig sind dies
Si ua ionen, in denen Kinde mi Scham kon on ie we den (Ma ks, 2013). Da um sind es
Le ngelegenhei en, um die Kompe enz des P äsen ie ens und des Zu-sich-selbe -S ehens zu üben. Es
sind auch Momen e, in denen die Kinde Ane kennung e n en können und gesehen we den.
Ande e sei s sind es Momen e, in welchen die Kinde Beglei ung b auchen. Ge ade bei Kinde n, welche
ehe schnell on Scham be o en sind, kann es bedeu sam sein, dass sie bspw. wählen können, wem
sie ih We k zeigen wollen und wem nich (ebd.).
Fö de ung soziale Fähigkei en
Bei e wachsenen Menschen, welche s a k un e Scham leiden und du ch das Ge ühl im All ag
eingesch änk we den, also einen unangemessenen Umgang mi dem Ge ühl haben, is häu ig das
Gesehen-we den als Pe son eine g osse He aus o de ung (Bae & F ick-Bae , 2018). Da um is es in de
The apie häu ig ein Ziel, die cha ak e is ische Geheimhal ung de on s a ke Scham be o enen
Menschen zu un e b echen (Tiedemann, 2008). Elemen a im P ozess zu Milde ung de Scham is die
ko igie ende E ah ung, die o mals e eich wi d, wenn sich jemand seine Umgebung meh zu ö nen
beginn . Eine ko igie ende E ah ung wü de bedeu en, dass de Mensch du ch seine O enhei keine
Zu ückweisung e leb (ebd.). Dieses Vo gehen läss sich au den Kinde ga en übe agen. Gib es
Kinde , die be ei s on übe o de nde Scham be o en sind, is es on g ossem We , wenn sie du ch
den Au bau on Ve auen solche ko igie enden E ah ungen machen können. Sie können so die
Kompe enz des Sich-zeigens und des Zu-sich-selbs -s ehen wei e ausbauen. Wie be ei s meh mals
e wähn , is das E kennen und Annehmen on Scham, genauso wie on allen Ge ühlen, seh hil eich
ü den Umgang mi Scham. Dies mi ande en zu eilen, sich in einen Aus ausch mi ande en zu begeben,
ohne sich e s ecken zu müssen, is eben alls wi ksam gegen die Scham. Is eine Si ua ion hingegen
übe o de nd und üh zu in ensi en Ge ühlen on Scham, i die be ei s e wähn e Möglichkei de
Wahlmöglichkei bei de Handlung in K a . Da sch eiben dieselben Au o en, dass de Rückzug aus eine
Mas e a bei : Vom Umgang mi Scham
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Resul a e zeigen, seh ele an ü die En wicklung eines angemessenen Umgangs mi Scham. Wie wi d
eine ane kennende Hal ung im Kinde ga en in die P axis umgese z ? Es gib S immen aus de
Wissenscha und aus E ziehungs a gebe n, welche e wa den Nu zen om Lob des Kindes hin e agen.
Zu iel ode übe iebenes Lob schade de Selbs ändigkei und dem Selbs we des Kindes. Die Analyse
diese A bei besch eib Ane kennung nich p imä als Aussp ache on Lob. Sonde n dami , dass die
Wi ksamkei des Kindes he o gehoben we den soll e. Das Kind b auch das Ge ühl in seinem Dasein
und in seinem Wi ken, egal ob geling , was es u ode nich , gesehen zu we den.
Als wei e es Bedü nis, welches ausschlaggebend ü die En wicklung eines angemessenen Umgangs
mi Scham is , wi d das Ge ühl de Zugehö igkei ü den Einzelnen genann . Deshalb kann das
Klassenklima so ele an sein ü die En wicklung des Umgangs mi Scham. Im Theo iebezug wi d auch
die G uppenscham besch ieben (siehe Kap. 3.1.3), eine Fo m on Scham, welche au g und de
Zugehö igkei e s en s eh . Dies weis da au hin, dass de Umgang mi G uppen e lek ie we den
soll e Daniela Haas be on in ih em A ikel "Ro e Kop , gesenk e Blick", dass bei de Ve wendung
e allgemeine e Bezeichnungen ü G uppen wie beispielsweise Klassen Vo sich gebo en is .
Einzelne Mi gliede könn en sich sons ausgeschlossen ühlen und es könn e zu G uppenscham als
ennendes Phänomen kommen (Haas, 2011). Ein Zusammenhal in eine G uppe soll e demnach nich
du ch Gleichmachung de einzelnen Mi gliede ge ö de we den. Die Fö de ung de
Ve schiedena igkei de Mi gliede könn e dazu bei agen, dass keine G uppenscham en s ehen kann.
Denn G uppenscham kann zu ausschliessendem Ve hal en üh en was dem Zusammenhal de G uppe
schaden könn e.
Ob sich ein Kind im Kinde ga en zugehö ig ühl , kann auch mi dem kon on ie en Le ninhal zu un
haben. Dabei spiel die dem Kind en sp echende Fö de ung, die sogenann e Passung on Le ninhal
und En wicklungss and des Kindes, die agende Rolle. Ein dazu passendes Konzep is das Fi -Konzep
on Remo La go, welches on Oska Jenni um assend besch ieben wi d. Das Fi -Konzep be ass sich
mi de Ane kennung de Ve schiedenhei de Kinde und de Be iedigung on de en indi iduellen
Bedü nissen. Be ei s im Theo iebezug im Kapi el 3.4.3 wu de au die Rele anz de Be iedigung de
G undbedü nisse ü die En wicklung eines angemessenen Umgangs mi Scham hingewiesen. Nun
wi d das Fi -Konzep o ges ell , um einen Bogen zu P axis zu machen. Im Fi -Konzep we den d ei
Bedü nis elde o ges ell : Gebo genhei und Zuwendung (Be euung), soziale Akzep anz
(Ane kennung), En wicklung und Leis ung (E olg). Jedes Kind und jedes En wicklungsal e gewich en
die Bedü nisse ande s, siehe dazu die Abbildung 10 und die Abbildung 11. Die Bedü nisse, so Jenny,
können so besonde s sein, dass sich die Umwel schwe u , angemessen dami umzugehen. Dann kann
ein sogenann e Mis i zwischen Kind und Umwel en s ehen. Au älligkei en im Ve hal en,
Leis ungsab älle ode psychosoma ische Symp ome können Auswi kungen eine solchen Si ua ion sein

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Lea Aeschlimann
65
(Jenni, 2021). In diesem Fall is es wich ig, eine genaue Analyse de indi iduellen Bedü nisse und
Fähigkei en des Kindes du chzu üh en und die Mis i -Si ua ion zu iden i izie en (ebd.). Finde ein
solche Mis i übe länge e Zei s a , kann dies dem Selbs we des Kindes schaden, denn es kann sein,
dass das Kind den U sp ung diese unbe iedigenden Si ua ion bei sich such . Dies könn e auch die
En wicklung seines Umgangs mi Scham nega i beein lussen. Die Suche nach den Mis i -Si ua ionen
is un e ande em die Au gabe de schulischen Heilpädagoginnen und Heilpädagogen. Geling die
Anwendung dieses Konzep s, we den zen ale An eile de Fak o en ü die En wicklung eines
angemessenen Umgangs mi Scham beim Kind be ei s be ücksich ig .
7.1. P oduk und dessen En wicklung
Die zen ale O ien ie ungshil e ü die En wicklung des P oduk s, wa die E ah ung, dass ich, als ich
mich mi dem Thema zu be assen begann, be ei s einige g undlegende E kenn nisse ü mich und
meine P o essionali ä als Heilpädagogin gewinnen konn e. De Gedanke, dass dies auch ande en so
gehen könn e, wa de Auslöse ü den En scheid, ein in o ma i es P oduk ü die e wachsenen
Bezugspe sonen zu e s ellen, welches au den Resul a en de Analyse undie en soll e. Die E gebnisse
aus de Analyse selbs bes ä ig en mein Vo haben, indem sie au zeig en, dass die P ä en ion nich nu
die Kinde als Zielpublikum, sonde n imme auch die e wachsenen Bezugspe sonen als Ad essa en
okussie en soll e.
Abbildung 13 - Bedü nisse in e schiedenen En wicklungsphasen, nach La go (2019), (Jenni, 2021)
Abbildung 12 - Bedü nisse bei d ei e schiedenen Kinde n gleichen Al e s, nach La go (2019), (Jenni, 2021)
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7.1.1. Idee des P oduk s
Das P oduk soll einen ku zen, jedoch o zdem gehal ollen Inpu zum Thema bie en. Das Zielpublikum
sind Leh pe sonen und ande e Bezugspe sonen on Kinde n unge äh im Kinde ga enal e . Das
P oduk soll e leich e s ändlich sein und beispielsweise au dem Tisch des Leh e zimme s pla zie
we den können. Ein Pos e wa neben einem kleinen Büchlein ode Tischs ände eine Idee. Die
En scheidung iel jedoch au den umklappba en Tischs ände (siehe Anhang). Das Pos e dien ehe zu
aschen Übe sich . Das Ziel des P oduk s wa es, neben de Übe sich lichkei die E kenn nisse aus de
Analyse e s ändlich und somi auch genügend um assend da zus ellen. De Tischs ände bie e die
Quali ä eines Büchleins, in dem sich In e essen en e ie en können, und e e möglich es, eine Sei e
o en zu lassen, um sie so jede Zei zu E inne ung und Re lexion nu zen zu können.
De Inhal des P oduk s wu de, wie be ei s e wähn , aus de Analyse abgelei e . E um ass eine
Besch eibung des Ge ühls, inklusi e de Abg enzung de Scham on ande en Beg i en. Ausse dem
we den posi i e und nega i e Aspek e on Scham in Bezug au die psychische En wicklung und au das
Ve hal en des Kindes behandel . Zudem we den E kenn nisse aus de Analyse zu den Umwel ak o en
und den Kompe enzen des Kindes, welche das Kind in eine En wicklung zu einem angemessenen
Umgang mi Scham un e s ü zen können, da ges ell . Bei de Umse zung des P oduk s wu de au die
übe sich liche Ges al ung de einzelnen Sei e sowie au die einhei liche Ges al ung des gesam en
Büchleins geach e . Ziel is es, dass die Lese scha möglichs schnell die wich igs en Aspek e de Scham
und de Beglei ung de Kinde zu einem angemessenen Umgang dami e assen kann. Als le z e Sei e
des umklappba en Tischs ände s wu de eine ku ze Re lexionshil e de eigenen pädagogischen P axis
au g und on F ages ellungen einge üg . Diese Re lexion ha nich das Ziel um assend die pädagogische
Handlung eine Pe son zu analysie en. Ziel is es meh einen Ans oss zu bie en, in welche Rich ung eine
kons uk i e und pe sönliche Auseinande se zung mi Scham in de P axis on Leh pe sonen und
Heilpädagogen gehen könn e. Dabei wu de de Fokus e was weg om Kinde ga en hin zu ganzen
Schule geleg , da die Eins ellung zu Schule auch die Eins ellung zum Kinde ga en zu p ägen schein .
Das P oduk wu de bishe nich übe p ü . Bei eine Übe p ü ung wä e es sinn oll, eine Leh e scha
zu wählen, welche noch nich mi mi ode meine Mas e a bei e au is , um zu p ü en, ob ohne
Vo ahnung ode Vo wa nung e was aus dem P oduk gewonnen we den kann. Das gesam e P oduk
be inde sich in digi ale Fo m im Anhang diese A bei .
8. Wei e üh ende Fo schung und ein pe sönliches Fazi
In diesem abschliessenden Abschni de A bei wi d zunächs ein Ausblick au zukün ige
Möglichkei en gegeben, ge olg on eine Rückbesinnung und einem pe sönlichen Fazi zu gesam en
A bei .
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Ein mögliches wei e es Fo schungsp ojek , welches an diese A bei anschliessen könn e, wü de die
Auseinande se zung mi Bilde büche n bie en. Eine Un e suchung on bes ehenden Bilde büche n,
welche sich mi Scham beschä igen, wä e in Bezug au das En wicklungsal e spannend. Aus eine
solchen Un e suchung könn e ein eigenes Bilde buch als P oduk esul ie en ode eine Emp ehlung
eine Reihe Bilde büche , welche zu P ä en ion genu z we den könn en. Im Allgemeinen könn e de
Fokus eine wei e üh enden Fo schung au de p ak ischen Ve mi lung, au möglichen
Le np og ammen zu P ä en ion on Scham liegen.
Eine wei e e spannende und p axis ele an e Fo schungs hema ik wä e die Fokussie ung au Kinde mi
En wicklungss ö ungen und ih Umgang mi Scham. Diese E kenn nisse könn en spezi isch zu
P ä en ion on Kinde n mi besonde en He aus o de ungen ode de en Bezugspe sonen genu z
we den. Ein wei e es in e essan es Fo schungsgebie wä e de Zusammenhang on
Ve hal ensau älligkei en, wie e wa Hype ak i i ä und Scham bei Kinde n.
Die Rele anz des Themas ha ü mich auch nach diese langen und in ensi en Auseinande se zung mi
dem Thema noch nich abgenommen. Das Wich igs e lieg jedoch auch noch o mi . Da ich nach eine
Be u spause im kommenden Somme wiede in die Be u sp axis eins eige, bin ich gespann , ob die
gewonnenen E kenn nisse mein pädagogisches Handeln und Re lek ie en ak i beein lussen. Ich eue
mich au die Ve bindung de Thema ik in de Theo ie mi de be u lichen P axis. Ich habe iel Neues
le nen können wäh end dem Sch eiben diese Mas e a bei ü mich selbs , meine Familie und ü die
A bei mi Kinde n. Und doch scheinen die bedeu ends en E kenn nisse aus de Analyse seh nahe an
de menschlichen Exis enz zu liegen. Dami Scham ih schü zendes und en wicklungs ö de ndes
Po enzial en al en kann, b auchen wi einen Schlüssel, den Schlüssel de Selbs akzep anz. Wenn wi
uns selbs bewuss e, ak i e, le n eudige, inno a i e und soziale, empa hische, glückliche Menschen
wünschen, welche aus de Schule ins Be u sleben e en, komm es plö zlich nich meh so da au an,
welche Leis ung ein Kind e b ing . Vielmeh spielen die Hal ung, mi welche wi dem Kind begegnen,
und die Hal ung, welche das Kind sich selbs gegenübe au bauen ode bewah en konn e, die agende
Rolle.
9. Danksagung
Ich möch e mich an diese S elle bei meine Beglei pe son wäh end de Mas e a bei , Ma kus
Ma hys, bedanken. E ha mich wäh end de eineinhalb Jah e Mas e a bei szei o en, lexibel und
imme wiede mo i ie end und wegweisend beglei e . Auch mein Um eld, insbesonde e meine
Familie und enge F eunde, haben mich imme wiede e s ändnis oll mo i ie , wenn de
A bei sp ozess ins S ocken ge ie und mi als Mu e den Rücken ei gehal en ü die nö ige Zei zum
Sch eiben. Ein besonde e Dank geh an Ma kus Aeschlimann und And ea on Moos, welche die
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Lea Aeschlimann
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A bei gegengelesen haben und mich au un e s ändliche S ellen ode ande e S olpe s eine
au me ksam gemach haben.
10. Ve zeichnisse
10.1. Abbildungs e zeichnis
Abbildung 1 - Au bau de A bei (eigene Da s ellung ............................................................................. 8
Abbildung 2 - Sys ema ik de sozio-emo ionalen En wicklung, Jenni (2021), S. 140 ............................ 18
Abbildung 3 - E appen de Selbs objek i ie ung, Jenni (2021) ............................................................. 20
Abbildung 4 - Au bau des Analysep ozesses (eigene Da s ellung) ........................................................ 28
Abbildung 5 - Wechselwi kungen de einzelnen ICF CY - Be eiche (Hollenwege , 2017)...................... 31
Abbildung 6 - Wechselwi kungen zwischen Komponen en de ICF CY (eigene Da s ellung in
Anlehnung an Abb. 5) ............................................................................................................................ 32
Abbildung 7 - Sc eensho des Codie ungsp ozesses mi Hil e de So wa e MAXQDA ......................... 40
Abbildung 8 - Pos -I -O dnung "Au o i ä und Beziehung" ................................................................... 41
Abbildung 9 - K eisdiag amm zu den einzelnen Ka ego ieng uppen .................................................... 41
Abbildung 10 - Kompe enzen, welche einen en wicklungs ö de nden Umgang mi Scham ö de n
(eigene G a ik) ....................................................................................................................................... 55
Abbildung 11 - Kompe enzbe eiche, welche einen en wicklungs ö de nden Umgang mi Scham
ö de n (eigene G a ik) .......................................................................................................................... 55
Abbildung 12 - Bedü nisse bei d ei e schiedenen Kinde n gleichen Al e s, nach La go (2019), (Jenni,
2021) ...................................................................................................................................................... 65
Abbildung 13 - Bedü nisse in e schiedenen En wicklungsphasen, nach La go (2019), (Jenni, 2021) 65
10.2. Tabellen e zeichnis
Tabelle 1 - Fo men de Scham, Ma ks (2007) ........................................................................................ 13
Tabelle 2 - Ausschni aus dem En wicklungsmodell on E ik E ikson (Boe ee, 1997) ......................... 27
Tabelle 3 - Ka ego iensys em (eigene E a bei ung au de G undlage de ICF CY - Klassi izie ung) ..... 39
10.3. Li e a u e zeichnis
Bae , U & F ick - Bae , G. (2018). Vom Schämen und Beschäm we den (Biblio hek de Ge ühle) (6.
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11. Anhang
11.1. Li e a u übe sich
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11.4. P oduk : Tischs ände ü e wachsene Bezugspe sonen
Skizze des Tischs ände s Bsp. E s e Sei e:
Skizze des Tischs ände s Bsp. 6. Sei e:
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Alle Sei en des Tischs ände s:
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VON DER SCHAM UND DEM
UMGANG DAMIT
Scham - Was is das ü ein Ge ühl?
Inwie e n spiel sie in de Pädagogik eine Rolle?
Eine Re lexionshil e ü pädagogisches Handeln
—> Alle e wende en Quellen sind au de le z en Sei e au ge üh
on 110
Scham is ein Teil des emo ionalen E lebens des Menschen, de
Umgang mi dem Ge ühl is on Mensch zu Mensch un e schiedlich.
Kul u und E ziehung p ägen das E leben on Scham. De Umgang mi
dem Ge ühl, kann en wede die En wicklung eines Menschen ö de n
ode e hemm sie.
Scham is imme eine Reak ion au einen Impuls on Aussen. Sie
en s eh plö zlich und übe aschend. Scham geh mi kö pe lichen
Symp omen wie o e Kop , schnelle e He z equenz,
Bewegungshemmung einhe .
O mals wi d Scham on aussen, manchmal auch on de be o enen
Pe son selbs , nich e kann . Sie e s eck sich hin e ande en,
du ch die Scham ausgelös en Emo ionen und Ve hal ensmus e n.
Scham wi d häu ig e wechsel :
on 210
Scham = Schüch e nhei
Schüch e nhei kann wie die Scham den Menschen hemmen und ein
unangemessenes Ve hal en kann au auchen. Scham i plö zlich
au und sie p o ozie die Selbs abwe ung, das is bei
Schüch e nhei nich g undsä zlich de Fall.
on 310
Scham = Schuld
Schuld o de die So ge um Ande e. Scham is eine Reak ion zum
Schu z ü sich selbs ode seine Bezugsg uppe (Familie,
Ve wand scha , F eunde, Land ec .
Scham = Beschämung
Die Beschämung en s eh im Um eld de beschäm en Pe son, sie wi d
also, du ch Beschimp ung, Blosss ellung, Disk iminie ung on
aussen an die be o ene Pe son he ange agen. Scham hingegen is
ein Ge ühl und gehö zu Pe son sie en s eh im „inne en“ eine
Pe son. Da um heiss es, nich p imä die Scham soll e möglichs
e hinde we den, sonde n die Beschämung.
Quellen:
Wild ,B.(2011). Schule de Beschämung und Scham - zu Bedeu ung
psychod ama ische E ah ungen on Leh enden ü eine Ve ände ung
de Schulkul u .Zei sch i ü Psychod ama und
Soziome ie.10:57-68
We enb uch,M.Rö ge -Rössle ,B.(2011)Emo ionse hnologische
Un e suchungen zu Scham und Beschämung in de Schule.Zei sch i
ü E ziehungswissenscha en.14:241-257
Ma ks,S .(2019). Scham - die abuisie e Emo ion. Os ilde n:
Pa mos Ve lag
Linnemann,T.(2023).Bilde Scham?Zusammenhänge on Scham und
Bildungsp ozessen on weiss-meh hei sdeu sch Posi ionie en
bezüglich ih e In ol ie ung in assis ische Ve häl nisse.Be lin:
Logos Ve lag GmbH
Tiedemann, J.(2016). Scham. Giessen:Psychosozial Ve lag
on 10 10