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In e kan onale Hochschule ü Heilpädagogik
Selek i e Mu ismus als Nischen hema in de
Psychomo o ik The apie – O ien ie ungshil e und
Handlungsop ionen ü Psychomo o ik he apeu :innen
Win e hu 28.07.2025
Bachelo a bei
Beglei pe son: D . e . soc. I is B äuninge
Zwei e Fachpe son: Lic. Phil. Li ia Su e
Oli ia Dema mels
Weie höhe 9
8408 Win e hu
Tel: +41 79 946 49 62
Mail: [email p o ec ed]
2
ABSTRACT
Selek i e Mu ismus (SM) is eine sel ene, emo ionsbeding e Angs s ö ung, die sich du ch
si ua ionsspezi isches Schweigen in bes imm en sozialen Si ua ionen auszeichne , obwohl die
be o enen Kinde übe eine no male Sp ech ähigkei e ügen und in e au en
Umgebungen sp echen können. Dieses Ve hal en wi d nich als bewuss e En scheidung,
sonde n als unwillkü liche, in ui i e Bewäl igungss a egie e s anden und sch änk die
Pa izipa ion und Teilhabe de Kinde s a k ein. Die En s ehung des Selek i en Mu ismus is
polyä iologisch beding und geh häu ig mi komo biden S ö ungen wie Angs - ode
Sp achs ö ungen einhe . Obwohl Fachpe sonen in de psychomo o ischen P axis imme
wiede Kinde n mi Selek i em Mu ismus begegnen, wi d das Thema in de Ausbildung o nu
obe lächlich behandel und als Nischen hema angesehen. Dies beg ünde den Beda an
eine p ägnan en O ien ie ungshil e, die Psychomo o ik he apeu :innen, ande en
pädagogischen Fachpe sonen sowie El e n einen undie en Übe blick und p ak ische
Handlungsop ionen bie e . Die Psychomo o ik he apie (PMT) kann als in eg ale Bes and eil
eines mul imodalen und in e disziplinä en Behandlungsansa zes einen wich igen Bei ag
leis en. Ih e handlungs-, spiel- und bewegungso ien ie en Me hoden ad essie en die
Indi iduali ä des Kindes und ö de n den Ausd uck du ch Bewegung, Spiel und Ma e ial.
Dabei we den das Selbs we ge ühl und die Selbs wi ksamkei ges ä k , und die In e ak ion
sowie Handlungskompe enz ge ö de . Diese Ansä ze basie en au eine ag ähigen
he apeu ischen Beziehung. Ein zen ale Vo eil de PMT lieg in de Nu zung non- e bale
Kommunika ions o men, die einen siche en Rahmen ü Ve auensau bau scha en und die
Sp ache implizi mi Bewegung kombinie en. Essen iell ü den The apiee olg is zudem die
in e disziplinä e Ve ne zung, insbesonde e mi de Logopädie/Sp ach he apie.
Obwohl e s e S udien posi i e E ek e de PMT au zeigen, is die Fo schung zu spezi ischen
Wi ksamkei de PMT bei Selek i em Mu ismus bishe beg enz , was die No wendigkei
wei e e empi ische S udien un e s eich . Im Gegensa z dazu gel en
e hal ens he apeu ische Ansä ze als am bes en e o sch . Die o liegende A bei lie e
p axis ele an e, li e a u undie e Handlungsop ionen ü die psychomo o ische Behandlung
des Selek i en Mu ismus, zeig de en Rele anz au und soll Fachpe sonen im Umgang mi
diesem S ö ungsbild un e s ü zen.
Schlagwö e : Kinde , selek i e Mu ismus, Psychomo o ik, The apie, In e en ion
3
Danksagung
Die Fe igs ellung diese A bei e s eck e sich übe ein Jah und wu de on de Ve asse in
sowie wei e en Pe sonen beglei e . Besonde e Dank gil F au D . e . soc. I is B äuninge ü
ih e achkundige und un e s ü zende Beglei ung wäh end des gesam en P ozesses. Ih e
Expe ise und kons uk i e Zusammena bei haben massgeblich zu En wicklung diese A bei
beige agen. Ein wei e e Dank geh an F au Lic. phil. Li ia Su e ü ih e so g äl ige Du chsich
und die we ollen Rückmeldungen, die zu inhal lichen und sp achlichen Ve besse ung
beige agen haben. Abschliessend danke ich meinen F eunden, Mi s udie enden, meine
Familie und meinem Pa ne ü ih e kon inuie liche Un e s ü zung, E mu igung und die
ich ungsweisenden Ra schläge. Ih e Beglei ung wa on g ossem We und ha wesen lich
zu En s ehung diese A bei beige agen.
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Inhal s e zeichnis
1. Einlei ung ................................................................................................................................................... 5
1.1 Ausgangslage und P oblems ellung ..................................................................................................... 5
1.2 Fo schungs agen ................................................................................................................................. 6
1.3 Zielse zung de A bei ........................................................................................................................... 6
1.3 Au bau de A bei .......................................................................................................................... 7
2. Theo e ische Hin e g und ....................................................................................................................... 7
2.1 Selek i e Mu ismus .............................................................................................................................. 7
2.1.1 De ini ion & Klassi ika ion .............................................................................................................. 7
2.1.2 Au ech e hal ende Bedingungen des selek i en Mu ismus .......................................................... 8
2.1.3 Ä iologie & Risiko ak o en .............................................................................................................. 9
2.1.4 Epidemiologie .............................................................................................................................. 11
2.3 The apeu ische Landscha bei Selek i em Mu ismus ........................................................................ 11
2.4 Handlungsmöglichkei en de Psychomo o ik he apie bei selek i em Mu ismus ................................. 13
2.4.1 Fö de ung du ch Bewegung und Spiel ........................................................................................ 13
2.4.2 S ä kung des Selbs we ge ühls und de Selbs wi ksamkei ....................................................... 13
2.4.3 Fö de ung on In e ak ion und Handlungskompe enz ................................................................. 14
2.5 In eg a ions- und Handlungsmöglichkei en ü die Psychomo o ik he apie aus ande en Ansä zen ... 15
2.5.1 The apeu ische G undhal ung und Beziehungsges al ung .......................................................... 15
2.5.2 Nu zung on Bewegung, Spiel und Ma e ial zu Ausd ucks ö de ung .................................... 16
2.5.3 In eg a ion kogni i -beha io ale P inzipien ................................................................................. 18
2.5.4 Einbezug des Sys ems und in e disziplinä e Ve ne zung ............................................................ 20
2.5.5 Ende und Abschluss de The apie .............................................................................................. 20
2.5.6 He aus o de ungen und E olgs ak o en in de The apie ............................................................ 21
3. Me hode .................................................................................................................................................... 21
3.1 Vo gehen ............................................................................................................................................. 21
3.1.1 F ages ellungen und Un e suchungsgegens and ........................................................................ 22
3.1.2 Suchs a egie und Iden i izie ung ele an e Li e a u ................................................................. 22
3.1.3 Auswahl de Li e a u (Sc eening und Selek ion) ........................................................................ 24
3.1.4 Da enex ak ion und -syn hese .................................................................................................... 25
4. E gebnisse ............................................................................................................................................... 25
4.1 Zusammen üh ung de E gebnisse ..................................................................................................... 25
4.2 Bean wo ung de Fo schungs agen .................................................................................................. 27
5. Diskussion ............................................................................................................................................... 30
5.1 Analyse und In e p e a ion de E gebnisse ......................................................................................... 30
5.2 Rele anz ü die P axis ....................................................................................................................... 33
5.3 K i ische Re lexion .............................................................................................................................. 34
6. Fazi und Ausblick ................................................................................................................................... 35
7. Li e a u .................................................................................................................................................... 38
8. Abbildungs e zeichnis ........................................................................................................................... 41
9. Tabellen e zeichnis ................................................................................................................................ 41
10. Anhang ................................................................................................................................................... 42
10.1 Selbs ändigkei se klä ung ................................................................................................................. 42
10.2 P oduk (Handou ) ............................................................................................................................. 43
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1. Einlei ung
1.1 Ausgangslage und P oblems ellung
Reden is Silbe , Schweigen is Gold. Ein du chgehendes Schweigen on Kinde n in
e schiedenen Si ua ionen und gegenübe ielen Mi menschen wi d on le z e en jedoch nich
als ugendha , sonde n als sozial abweichend emp unden. Wenn besag e Kinde o z in ak e
Sp ach-, Sp ech- und Hö unk ionen in de Lage sind, zu sp echen, und sie dies auch
gegenübe einem engen Pe sonenk eis un, wäh end sie gegenübe ande en schweigen, so
wi d dieses Schweigen als „selek i e Mu ismus“ klassi izie (Bah , 2006). Ve s ummen,
Ein ie en, e s eine e Kö pe hal ung, ehlende Blickkon ak - Das alles kann no mal sein,
wenn ein Kind in den Kinde ga en komm . E s , wenn sich dies nich leg , dann soll e eagie
we den. Wenn sich das Ve hal en in bes imm en Si ua ionen seh s a k zeig und wenn es das
Kind zusä zlich beein äch ig , dann soll e dieses abgeklä we den (Ha mann, 2019).
O mals äll Mu ismus den El e n nich au und diese sind dann bei eine „Diagnose“ skep isch
und e s aun , da mu is ische Kinde zuhause o mals ganz mun e d au lossp echend sind,
wäh end sie in de G uppe nich sp echen und auch kaum Kon ak zu Gleichal igen
au nehmen in Kinde ga en und/ode Schule. Diese Doppelgesich igkei – d.h. einen o alen
Un e schied im kommunika i en und psychosozialen Ve hal en – hie das schweigende Kind
– do das edselige, gehö zu den De ini ionsme kmalen de S ö ung Mu ismus und e schwe
eine ech zei ige E kennung (Ha mann, 2019).
Häu ige Beglei e scheinungen zum selek i en Mu ismus sind Komo bidi ä en wie eine
dep essi e Symp oma ik, Regula ion on Schla , Essen und S ö ungen des Sozial e hal ens
mi opposi ionellem Ve hal en sowie Angs s ö ungen (Ka z-Be ns ein, 2023). E wa die Häl e
de Kinde mi selek i em Mu ismus zeigen eine ode meh e e Angs s ö ungen (Mu is &
Ollendick, 2015; Ka z-Be ns ein, 2015). Au g und de genann en Komo bidi ä en, welche mi
diesem S ö ungsbild einhe gehen sowie dem Leidensd uck, welche die Be o enen au weisen
(Ka z-Be ns ein, 2023; Ha mann, 2019), e ach e ich dieses Thema als seh ele an .
Auch die El e n eines mu is ischen Kindes, welche den Rückzug mi e olgen, spü en die
Ge äh dung eine gesam pe sonalen En wicklungshemmung (Ha mann, 2019).
Wäh end es Fachleu e gib , die bei Mu ismus au Zei se zen, bzw. das P inzip de
Gelassenhei p opagie en, sp ich de Au o da on, dass Mu ismus keine Zei ha . Denn
Schweigen bedeu e Isola ion, Einbussen in de Lebensquali ä be ei s im ühen Kindesal e
und wi d bei ausbleibende he apeu isch angemessene Un e s ü zung bzw. Ö nung mi eine
e höh en Wah scheinlichkei zu eine dep essi en ode angs induzie en Ge äh dung im
Jugend- und E wachsenenal e üh en. Jedoch is Leben mi Mu ismus kein Schicksal, es gib
e schiedene he apeu ische Zugänge, die be o enen Kinde n (und Familien) dabei hel en
können, sich kommunika i zu ö nen (Ha mann, 2019).
6
Selek i e Mu ismus is zwa ehe sel en anzu e en, so wi d die P ä alenz zwischen 0.5 % -
1.9 % geschä z (Ka z-Be ns ein, 2015). Im Rahmen de bishe igen P ak ika des Bachelo s in
Psychomo o ik an de In e kan onalen Hochschule ü Heilpädagogik (H h) bin ich einem Kind
begegne , welches diese Diagnose au wies und habe auch schon in de Vo lesung on
Psychomo o ik he apeu innen gehö , dass ihnen jene Kinde in de The apie begegnen.
Dahe is da on auszugehen, dass dieses Thema o z de ehe ge inge en
Au e enshäu igkei in de Psychomo o ik he apie o komm , womöglich jedoch ehe als
Nischen hema. Ge ade au g und de Sel enhei des Vo kommens und au g und meine noch
eigenen ehlenden undie en Kenn nisse bzw. da dieses Thema meines E ach ens in de
Ausbildung nu obe lächlich angie wu de, s ebe ich mi meine Bachelo a bei an, eine
O ien ie ungshil e ü Psychomo o ik he apeu :innen und auch ande e pädagogische
Fachpe sonen zu scha en, welche mi Kinde n mi Selek i em Mu ismus in Kon ak sind.
Diese O ien ie ungshil e soll in Fo m eines in o ma i en Handou s e a bei e we den. Zudem
inde ich es wich ig, (Fach)Pe sonen ü dieses Thema zu sensibilisie en.
Die Wahl dieses Themas basie au g ossem In e esse und eine pe sönlichen Faszina ion
gegenübe Kinde n mi selek i em Mu ismus. Ich ag e mich bei eine Begegnung mi einem
Kind mi selek i em Mu ismus im Rahmen des P ak ikums, was wohl die Hin e g ünde und
U sp ünge ü das gezeig e Ve hal en sind. Dem möch e ich in de o liegenden A bei au den
Zahn ühlen.
1.2 Fo schungs agen
Aus den o he gehenden Gedankengängen en wickeln sich olgende Fo schungs agen ü
die A bei :
Fo schungs age 1: Welche he apeu ischen Handlungsop ionen und Me hoden sind in de
(Psychomo o ik) he apie bei Kinde n mi Selek i em Mu ismus hil eich?
Fo schungs age 2: Welche al e na i en The apiemöglichkei en können in die
Psychomo o ik he apie in eg ie we den?
1.3 Zielse zung de A bei
Ziel de o liegenden Bachelo a bei is es, den Beg i des Selek i en Mu ismus genaue zu
e o schen und eine O ien ie ungshil e in Fo m eines Handou s sowohl ü
Psychomo o ik he apeu :innen als auch ande e pädagogische Fachpe sonen sowie ü El e n
zu lie e n, welche mi dem The ma selek i e Mu ismus in Kon ak kommen. G undlage is
dabei ein Zusammenzug an Hin e g undin o ma ionen aus eine um assenden
Li e a u eche che.
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1.3 Au bau de A bei
In de o liegenden A bei gehe ich zunächs au ele an e Hin e g undin o ma ionen des
Selek i en Mu ismus ein. Dies um ass die De ini ion und Klassi ika ion, au ech e hal ende
bedingungen sowie Ä iologie und Risiko ak o en und Epidemiologie. Anschliessend we de ich
mich de he apeu ischen Landscha bei selek i em Mu ismus widmen und In eg a ions- und
Handlungsmöglichkei en ü die Psychomo o ik he apie ablei en. Es olg eine Da s ellung de
Fo schungsme hodik und de E gebnis eil. De Ke n eil diese A bei bilde sich aus de
Diskussion und de abschliessenden Zusammen assung mi Ausblick ü die Zukun .
Das Handou soll Hin e g undin o ma ionen zu De ini ion, Ä iologie und Risiko ak o en,
P ä alenz, sowie au ech e hal ende Fak o en des selek i en Mu ismus beinhal en.
Eben alls sollen da in he apeu ische Handlungsop ionen in de Psychomo o ik he apie
en hal en sein, basie end au de e a bei e en Li e a u .
2. Theo e ische Hin e g und
2.1 Selek i e Mu ismus
2.1.1 De ini ion & Klassi ika ion
Selek i e Mu ismus (SM) is eine sel ene, emo ionale Angs s ö ung, die du ch
si ua ionsspezi isches Schweigen gekennzeichne is , obwohl die be o enen Pe sonen übe
eine no male Sp ech ähigkei e ügen (Ka z-Be ns ein, 2015). Dieses Ve hal en wi d o als
in ui i e Bewäl igungss a egie e s anden und sch änk die Pa izipa ion s a k ein (Ro h e al.,
2010). Die Bezeichnung „selek i e Mu ismus“ ha sich gegenübe dem äl e en „elek i en
Mu ismus“ du chgese z , da das Schweigen nich als bewuss e En scheidung, sonde n als
unwillkü liche Lösung angesehen wi d (Mel sen & Wa nke, 2007; Ro h e al., 2010).
Gemäss Diagnosek i e ien des ame ikanischen Klassi ika ionssys ems Diagnos ik and
S a is ical Manual o Men al Diso de s (DSM-V) (Ame ican Psychia ic Associa ion, 2013) is
Selek i e Mu ismus olgende massen de inie :
A) Andaue nde Un ähigkei , in bes imm en Si ua ionen zu sp echen (in denen Sp echen
e wa e wi d), bei no male Sp ech ähigkei in ande en Si ua ionen
B) Die S ö ung behinde schulische/be u liche Leis ungen ode die soziale
Kommunika ion
C) Daue on mindes ens einem Mona (ausse de e s e Mona nach Schulbeginn)
D) Die Sp echun ähigkei is nich du ch mangelnde Sp achkenn nisse ode Unwohlsein
mi de Sp ache beding
Die S ö ung kann nich besse du ch eine Kommunika ionss ö ung, eine ie g ei ende
En wicklungss ö ung, Schizoph enie ode eine ande e psycho ische S ö ung e klä we den.
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Obwohl Selek i e Mu ismus o im Al e on ie bis ün Jah en beginn , e olg die The apie
du chschni lich e s mi ach Jah en; e wa 40% de Kinde e hal en keine Behandlung
(Mel sen & Wali za, 2017). Die Klassi ika ion als Angs s ö ung wi d disku ie , da eine hohe
Komo bidi ä , ähnliche Tempe amen sme kmale und he apeu ische Massnahmen da ü
sp echen (Ca bone e al., 2010). Mu ismus im Kindesal e gil als en wicklungsbeding und o
o übe gehend, jedoch als e ns zunehmende Risiko ak o , dessen Gewich mi de Daue
zunimm (Ka z-Be ns ein, 2023). Es wi d zwischen F ühmu ismus (ab 3;4 - 4;1 Jah en) und
Spä -/Schulmu ismus (ab 5;5 Jah en) un e schieden, o in Ve bindung mi Übe gängen in
neue soziale G uppen (Ka z-Be ns ein, 2023).
Kinde mi Selek i em Mu ismus zeigen meis ie A en on mu is ischem Ve hal en: Sie
„ e s eine n“ ode „ ie en“ bei di ek e Ansp ache ein, e hal en sich
gehemm /zu ückgezogen, agie en „no mal“ ohne zu sp echen (o mi Ges en), ode zeigen
abweh endes/agg essi es Ve hal en mi ha näckigem Schweigen. Diese Ve hal ensweisen
sind si ua i und empo ä . Eine Abklä ung is a sam, wenn ein Kind länge als die e s en d ei
Mona e in eine neuen Umgebung nich sp ich und ixie e schein , ode wenn pädagogische
Fachpe sonen Beso gnis äusse n. Die sogenann e „Doppelgesich igkei “ – das Kind sp ich zu
Hause mun e , schweig abe in de G uppe – e schwe die F ühe kennung (Ha mann, 2019;
Ka z-Be ns ein, 2023). Au o de ungen zum Sp echen e s ä ken o die Angs , da das
Schweigen nich willen lich du chb ochen we den kann (Ka z-Be ns ein, 2023). Selek i e
Mu ismus is on de Sp echangs abzug enzen: le z e e is die Angs , mi jemandem zu
sp echen, wäh end Sp echangs das Reden o Publikum be i (Bah , 2015). Mu ismus is
dabei ehe ein unbewuss e Ak (Ka z-Be ns ein, 2023). Das E s a en und die mo o ische
Blockade in angs bese z en Si ua ionen dienen als Ve meidungss a egie, was die
En wicklung soziale Fähigkei en hemm (Schmid -T aub, 2019).
2.1.2 Au ech e hal ende Bedingungen des selek i en Mu ismus
Selek i e Mu ismus wi d massgeblich du ch Ve meidungs e hal en und dys unk ionale
Kogni ionen au ech e hal en. Das Ve meiden on Sp echsi ua ionen üh ku z is ig zu
Angs eduk ion, was das Schweigen nega i e s ä k (Schmid -T aub, 2019). Lang is ig
e hinde dies ko igie ende E ah ungen und e es ig die Sp echangs in einem
Teu elsk eis aus Angs und Ve meidung (Schmid -T aub, 2019). Abbildung 1 besch eib den
Teu elsk eis de Angs (Schmid -Taub, 2019). Diese bezieh sich au das
Ve meidungs e hal en als zen ale Au ech e hal ungs ak o .
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Nega i e Kogni ionen, wie übe s eige e
So gen o Blamage ode Ablehnung,
e s ä ken diese Angs und ö de n die
Ve meidung, was die soziale En wicklung
beein äch ig und zu Isola ion üh en kann
(Schmid -T aub, 2019).
2.1.3 Ä iologie & Risiko ak o en
Selek i e Mu ismus wi d als eine komplexe Angs s ö ung e s anden (Ca bone e al., 2010),
de en En s ehung polyä iologisch beding is (Bah , 2006; Ka z-Be ns ein, 2023) und nich
meh hei lich au ein ühes T auma zu ückge üh wi d. S a dessen wi d ein Zusammenwi ken
e schiedene , sich gegensei ig beein lussende Risiko ak o en angenommen, da un e auch
kindbezogene Aspek e (Mel sen & Wa nke, 2007).
Zu den disku ie en kindbezogenen Risiko ak o en zähl die angebo ene Disposi ion und
spezi ische Tempe amen sme kmale. Eine e bliche Vo belas ung wi d in de Li e a u
angenommen (Ka z-Be ns ein, 2023).
Das psychopa hologische Modell de
Ä iologie on Mu is & Ollendick (2015)
(Abbildung 2) nenn eben alls Gene ik,
amiliä e Häu ung und Tempe amen als
wesen liche Risiko ak o en. Wei e
we den soziale Umwel ein lüsse wie
ängs liche ode kon ollie ende El e n,
P obleme in de Schule ode ein
Immig an ens a us besch ieben.
Neu ologische Fak o en wie P obleme
ode Ve zöge ung de Sp ache ode
neu ologische Anomalien we den
eben alls als Risiko ak o be ach e . Die
genann en Risiko ak o en können dazu
üh en, dass Ängs lichkei en s eh , was wiede um einen Ein luss au die En wicklung des
selek i en Mu ismus haben kann. Disposi ionen wie Rückzug, Scheu, Ängs lichkei und
Schweigsamkei we den eben alls als Risiko ak o en angesehen (Ha mann, 2007).
Abbildung 1: Teu elsk eis de Angs (Schmid -T aub, 2019,
S.39)
Abbildung 1 (Schmid -T aub, 2019, S. 39)
Abbildung 2: Psychopa hologisches Modell de Ä iologie (Mu is
& Ollendick, 2015)
Abbildung 2: Mu is & Ollendick (2015).
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2.5.2 Nu zung on Bewegung, Spiel und Ma e ial zu Ausd ucks ö de ung
Ini ial wi d de Au bau non e bale kommunika i e Kompe enzen ge ö de , also ein
unk ionie endes Kommunika ions- und Beziehungssys em ohne Sp ache, das Mimik, Ges ik,
Bewegung, Spiel, Handeln und Sch i sp ache um ass (Mel sen & Wa nke, 2007; Ka z-
Be ns ein e al., 2024). Das Sp ech e hal en wi d bei Kinde n mi selek i em Mu ismus
sch i weise au gebau . Ein zen ales Elemen im Au bau kommunika i en Ve hal ens in de
The apie mi selek i mu is ischen Kinde n is das Üben on „Tu n- aking“, dem
wechselsei igen Aus ausch in einem Dialog. Da mu is ische Kinde o gehemm e non e bale
Signale zeigen, is de Au bau on Tu n- aking-Ges en und -Regeln ein wich iges The apieziel.
Dies kann du ch Ak i i ä en wie F agen/An wo en, Vo machen-Nachmachen, Füh en und
Ge üh -we den mi Rollen ausch sowie den spiele ischen Einsa z on Ma e ialien, Puppen
ode Ge äuschins umen en geüb we den, um e s e non e bale Dialoge zu e möglichen
(Ka z-Be ns ein, 2023). Dies liesse sich auch in de PMT seh gu umse zen. The apeu ische
Humo und P o oka ion sind eben alls bedeu sam, um Ve weige ungs-, Schweige- und
Ein ie -Ve hal en au zulocke n und symbolisie e Dialoge in Gang zu se zen. Dies kann dazu
bei agen, dass das Kind Blickkon ak au nimm , die Mimik au au und e s e Ges en ü Ja und
Nein einge üh we den können, was einen symbolisie en Dialog da s ell (Ka z-Be ns ein,
2023).
Das on Ka z-Be ns ein e al. (2024) en wickel e he apeu ische Konzep zu Behandlung on
Kinde n mi selek i em Mu ismus basie au de Idee, dass Sp ache nich spon an en s eh ,
sonde n du ch die sch i weise En wicklung o gelage e Kompe enzen au gebau wi d. Es
o ien ie sich an S e ns (1995) Modell de kindlichen Wi klichkei sen al ung in ün "Wel en",
die au einande au bauen:
1. Wel de Ge ühle: Das Kind e äh Wah nehmung und Akzep anz seine Ge ühle und
le n , diese zu egulie en. Ein Ge ühl de Gebo genhei und des "au auchenden
Selbs ge ühls" du ch das E kennen de eigenen Wi ksamkei im Ge ühlsaus ausch is
essenziell.
2. Wel de di ek en Kon ak e: Hie we den sozial-p agma ische Kompe enzen wie
Beg üssungs- und Abschieds loskeln, Blickkon ak und Small Talk au gebau , die ü
die Regulie ung zwischenmenschliche Beziehungen no wendig sind.
3. Wel de Gedanken: Das Kind e a bei e E leb es du ch symbolisches Spiel, s ell
Kausali ä en he und übe winde Ohnmach sge ühle.
4. Wel de Wö e : Au bauend au den o he igen Ebenen le n das Kind, Dinge, inne e
Bilde und Handlungen mi Wö e n zu e binden und zu benennen.
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5. Wel de Geschich en: In de inalen S u e üh das Kind einen inne en Dialog, s eue
sich selbs und eil E lebnisse mi ande en, wodu ch Sp ache in sein Handeln in eg ie
wi d.
Das Konzep be on , dass die En wicklung des Sp ech e hal ens ein sozial-kons i uie ende ,
in e ak i e P ozess is . Besonde s bei selek i em Mu ismus, de o mi zug unde liegenden
Sp achs ö ungen einhe geh , is diese Ansa z no wendig. Die The apie ziel da au ab, die
Selbs wi ksamkei des Kindes zu s ä ken, indem es als "soziale Ak eu " agie und
En scheidungs- sowie Mi ges al ungsmöglichkei en e häl .
Das Symbol- und Rollenspiel wi d als „Königsweg de kindlichen Psyche“ bezeichne , da es
Kinde n e möglich , Ängs e auszud ücken, sich wei e zuen wickeln und Lösungswege zu
inden (Zimme , 2019; Ka z-Be ns ein, 2023). De /dieThe apeu :in un e s ü z dies du ch das
Be ei s ellen on Medien/Ma e ialien, das Se zen des Rahmens, Spiegelung und Kommen a e
zu den E eignissen (Ka z-Be ns ein, 2023). Wich ig is auch das empa hische Spiegeln de
Ge ühle de Spiel igu en, um das emo ionale Geschehen deu lich zu machen und das Kind
zu Selbs e lexion anzu egen bzw. dem Kind das Ge ühl zu e mi eln, dass es e s anden
wi d. Auch das Un e s ellen on Wei e en wicklungen bei s agnie enden Spielsequenzen und
die Ein üh ung i uelle Übe lei ungen am Spielende sind on Bedeu ung (Ka z-Be ns ein,
2023). Le z e es könn e beispielsweise am Ende des Spiels du ch einen Ring einge üh
we den, du ch welchen das Kind s eigen muss, um die Real- und die Spielebene zu ennen,
und zu signalisie en, dass man sich wiede in de Realebene be inde . Das Symbol- und
Rollenspiel bie e auch eine gu e Pla o m, um non e bal zu kommunizie en im Übe gang zum
Ve balen.
De Einsa z on Puppen und Übe gangsobjek en ha eine lange T adi ion in de Spiel he apie
(Winnico , 2002). Puppen e möglichen eine Ablenkung und können als Ve mi le dienen, um
die Sp echg enzen zu emden Pe son zu übe winden (Ta K üge , 1995). Eine di ek e
Beziehung zum Kind kann so en las e we den und iel äl ige Beziehungs- und
Ve hal ensangebo e e möglich we den. Ein Beispiel aus de he apeu ischen P axis on Ka z-
Be ns ein (2023) e anschaulich dies: Ein Mädchen zieh sich mi dem S o bä in die
Bä enhöhle zu ück. De S o bä kann als in e mediä es Objek zwischen Reali ä und
Phan asie ungie en, de es e möglich , das Sp echen zu p oben. E kann dann auch ein
Ve mi le sein, welche dabei un e s ü z , die G enzen des Schweigens mi de emden
Pe son zu übe winden. Die The apeu in spiel im Rollenspiel eine G ossmu e , welche zum
Ma k geh und ag , ob sie den beiden ische Bee en mi b ingen soll, z.B. S achelbee en.
Das Kind e wide ein „Buaah“. The apeu in: „Aha, also S achelbee en ehe nich , es gib au
dem Ma k auch E dbee en.“ Das Kind en gegne : „Eeeben!“. So kann sch i weise eine
Annähe ung an einen e balen Dialog geschehen.
18
De Einsa z eines Mä chenhe es mi Sp echblasen scha eine kommunika i e
Zwischenebene. Hie bei we den Spielsequenzen ode Handlungen, die in de S unde
s a anden, sch i lich ode zeichne isch mi Sp echblasen es gehal en. Dies e möglich dem
Kind, sich hin e Figu en zu „ e s ecken“ und Handlungen p obeweise auszu üh en. Es ha
auch eine desensibilisie ende Funk ion und ö de sp ach he apeu isch die E zähl ähigkei
sowie dialogische Kompe enzen. So können e bale Kompe enzen (ode De izi e) sich ba
we den und es können gemeinsam Dialoge kons uie we den (Ka z-Be ns ein, 2023).
Die A bei mi dem Tonband kann eben alls eine B ücke zu Sp ache bilden. Manchen Kinde n
äll es leich e , Sp echp oben on zuhause mi zub ingen ode Tonau nahmen in de The apie
zu machen, da die indi ek e A des Vo sp echens als dis anzie e e leb wi d. Es können auch
spiele isch Lä m ode Melodien au genommen we den .
Elemen e de Musik he apie könn en in die PMT ein liessen. Musik e möglich Kommunika ion
und Dialog ohne e bale Sp ache und kann das Selbs konzep , sozio-emo ionale
Kompe enzen und die exeku i e Funk ionen s ä ken (Salla , 2017). Gemeinsames Musizie en
kann inne e Sch anken locke n und zu S immäusse ungen ode Sp echen an egen, indem
sich die Kinde selbe als ein "lä me zeugenden Wesens" e leben. Ins umen e wie T ommel,
Rasseln ode Flö e könn en genu z we den, um gemeinsame „Lä mumzüge“ zu ges al en,
abe auch um «Tu n-Taking» (siehe Kapi el 2.5.2), also den wechselsei igen Aus ausch in
einem (hie musikalischen) Dialog zu üben. S o y elling mi beglei enden T ommeln, kann das
In e esse des Kindes wecken (Ka z-Be ns ein, 2023).
2.5.3 In eg a ion kogni i -beha io ale P inzipien
P inzipien aus kogni i -beha io alen Behandlungsansä zen könn en in de PMT in eg ie
we den, da diese e wiesene massen wi ksam sind (Cohan e al., 2006).
Ein Ke np inzip bei de kogni i en Ve hal ens he apie is die sch i weise Kon on a ion mi de
Angs . Sogenann e Exposi ions e ah en sind bedeu sam, indem das Kind sch i weise an
angs bese z e Sp echsi ua ionen he ange üh wi d. Hie ü wi d eine Hie a chie schwie ige
Si ua ionen e s ell , die sich nach Sp echan o de ung, Kommunika ionsinhal , O ode
be eilig en Pe sonen un e scheiden kann. Beispiele ü solche Techniken sind:
• S imulus-Fading (Reizübe blendung): Dies bedeu e , Elemen e eine e au en,
angs eien Sp echsi ua ion sch i weise in eine angs bese z e Si ua ion zu übe üh en.
In de PMT könn e dies umgese z we den, indem zunächs nu das Kind und de /die
e au e The apeu :in in einem Spiel kommunizie en und dann sch i weise wei e e
Pe sonen (z.B. El e n eil, ande es Kind, eine Puppe als „neue“ Pe son) in das Spiel
in eg ie we den, ode Hin e g undge äusche (wie Musik) langsam ausgeblende
we den, wäh end das Kind sich äusse .
19
• De okussie e Kommunika ion: S a di ek e Ansp ache wi d die Au me ksamkei au
ein gemeinsames Spiel ode eine Ak i i ä gelenk . Die PMT is hie ideal, da sie s a k
au Bewegung und Spiel basie . De /die The apeu :in kann neben dem Kind si zen
s a ihm gegenübe und die Kommunika ion beiläu ig in das Spiel in eg ie en, indem
e wa gemeinsame Ge äusche ode Handlungen e bal kommen ie we den, ohne das
Kind di ek zum Sp echen au zu o de n (Mel sen & Wa nke, 2007; Mel sen & Wali za,
2017).
• Scha ensp echen und A bei mi dem Tonband: Die S imme des Kindes wi d du ch
ande e S immen, Ge äusche ode Musik kaschie , um das Ge ühl de Exposi ion zu
minimie en (Ka z-Be ns ein, 2023). In de PMT können gemeinsame „Lä mumzüge“
mi Ins umen en (T ommeln, Rasseln, Flö en) e ans al e we den, bei denen das Kind
sich als „lä me zeugendes Wesen“ e leb und S immäusse ungen an egen kann
(Salla , 2017). Auch das Au nehmen on Ge äuschen ode Melodien mi einem
Tonband ode das Mi b ingen on Sp echp oben on zu Hause bie e eine dis anzie e
Möglichkei zum Üben (Ka z-Be ns ein, 2023).
• Modellle nen/Sel -Modeling: Das Kind kann on e olg eichem Sp ech e hal en
ande e p o i ie en. In de PMT könn e dies bedeu en, dass de /die The apeu :in
Sp ech e hal en in Rollenspielen ode beim Kommen ie en on Handlungen
modellie , ode , alls o handen, ku ze Video- ode Audioau nahmen des Kindes in
sp ech ähigen Si ua ionen (z.B. zu Hause) abgespiel we den, um das Selbs bild
posi i zu beein lussen (Mel sen & Wa nke, 2007; Mel sen & Wali za, 2017).
• Shaping (Allmähliche Au bau des Sp ech e hal ens): Dies is ein zen ale Bes and eil
in de The apie bei selek i mu is ischen Kinde n. Komplexe Ve hal ensmus e we den
in kleinen Sch i en e a bei e . In de PMT kann dies om Au bau on Blickkon ak im
Spiel, übe die Imi a ion mundmo o ische Bewegungen ode Tie lau e (z.B. im Tie -
Rollenspiel), bis hin zu einzelnen Wö e n wie "Ja" und "Nein" und schliesslich ganzen
Sä zen gehen. De Fokus soll e dabei au dem Inhal des Gesag en liegen, um Angs
o übe mässige Au me ksamkei zu minde n (Mel sen & Wa nke, 2007; Mel sen &
Wali za, 2017).
De Fokus au Selbs wi ksamkei se leben wi d du ch das bewuss e E leben on E olgen bei
kleinen Kon on a ionssch i en ges ä k (Ka z-Be ns ein, 2023). Wich ig is , das Kind nich zu
übe o de n ode zu s a k zu d ängen, sonde n einen san en, abe bes imm en „D uck nach
o n“ zu e möglichen, de dem Kind e laub , in seinem Tempo o anzukommen, abe nich im
Ve meidungs e hal en s ecken zu bleiben (Schmid -T aub, 2019). Hohe Au o de ungs- und
E wa ungsd uck e schwe das Sp echen (Mel sen & Wali za, 2017). PMT-The apeu :innen
könn en Kinde n hel en, nega i e Kogni ionen wie die Fu ch o Blamage zu e kennen und in
20
ealis ische e Gedanken umzuwandeln (kogni i e Ums uk u ie ung). Posi i e "Mu -Sä ze" wie
"ich kann sp echen" können dabei die Zu e sich s ä ken. Auch En spannungs echniken, wie
die Baucha mung, können hel en, kö pe liche Anspannung zu eduzie en (Schmid -T aub,
2019).
2.5.4 Einbezug des Sys ems und in e disziplinä e Ve ne zung
De Einbezug de Bezugspe sonen und die Ve ne zung de e schiedenen Lebenskon ex e
sind zen ale Elemen e de Behandlung (Rogoll e al., 2018). Eine enge in e disziplinä e
Zusammena bei zwischen The apeu en, El e n, Leh e n und ande en Fachpe sonen is
essenziell ü den The apiee olg und den T ans e in den All ag (Mel sen & Wali za, 2017).
Die PMT kann sys emische Aspek e du ch Schulbesuche ode El e nbe a ung in eg ie en. Ein
Fallmanagemen im in e disziplinä en Team kann die Zusammena bei s uk u ie en (Ka z-
Be ns ein, 2023; Ka z-Be ns ein e al., 2024). Es is on g osse Bedeu ung, die G enzen de
eigenen Fachdisziplin zu e kennen und zu wissen, wann ande e The apie o men sinn olle
sind (Ka z-Be ns ein, 2023). Tie e liegende emo ionale und sys emische Fak o en müssen
ad essie we den, o du ch symbolisches Spiel (Ka z-Be ns ein e al., 2024).
De Einbezug on Logopädie/Sp ach he apie is besonde s wich ig, da S udien sp achliche
Au älligkei en und De izi e bei Selek i em Mu ismus belegen (Ba -Haim e al., 2004;
Cunnigham e al., 2004; Henkin/Ba -Haim, 2015; McInnes e al., 2004; Ka z-Be ns ein, 2023).
2.5.5 Ende und Abschluss de The apie
De The apieabschluss soll e gemeinsam geplan we den, sobald das Kind in as allen
Kon ex en sp ich , sich mi eilen kann und sozial in eg ie is (Ka z-Be ns ein, 2023).
The apieziele in de Psychomo o ik he apie (PMT) können lexibel sein und mögliche weise
ehe da au abzielen, dass das Kind Mu ü Neues ass , das Selbs we ge ühl und
Selbs e auen ges ä k wi d, ans a p imä au das Sp echen ixie zu sein. Dies
un e s eich die Rolle de PMT als Teil eines mul imodalen Behandlungsansa zes.
Es is ealis isch, dass eine gewisse Scheu und Schweigsamkei bes ehen bleiben können und
dass mi Rück ällen bei schwie igen Lebense eignissen ode Übe gängen zu echnen is . Fü
den The apieabschluss können Übe gangsobjek e eingese z we den. Dies kann e wa ein
S ein, ein Tie (bei kleinen Kinde n) ode eine Muschel (bei äl e en Kinde n) sein. Das Kind
nimm dieses Objek mi nach Hause und b ing es zu nächs en Si zung mi . Das Objek wi d
symbolisch „au geladen“ (z. B. mi e mu igenden Wo en), um als inne e K a quelle zu dienen
in schwie igen Momen en wie T au igkei ode Mu losigkei ode auch um S abili ä bei
belas enden amiliä en ode schulischen Si ua ionen zu geben. Solche Objek e eduzie en die
Abhängigkei on de The apeu in, ö de n die In e nalisie ung he apeu ische Fo sch i e und
e leich e n den Abschied – so wi k das The apieende wenige wie ein B uch.
21
2.5.6 He aus o de ungen und E olgs ak o en in de The apie
The apie bei selek i em Mu ismus soll e so üh wie möglich beginnen, um zu e hinde n, dass
das Kind sich selbs ode du ch sein Um eld als „s umm“ e leb (Ka z-Be ns ein, 2023; S a ke
& Subellok, 2015). Ku ze Si zungen (30–60 Min.), ideale weise meh mals p o Woche, haben
sich als e ek i e wiesen. Ein zu ühe Abb uch kann dazu üh en, dass emo ionale P obleme
länge bes ehen bleiben als das e besse e Sp ech e hal en (Mel sen & Wa nke, 2007).
K isen und Wide s ände sind na ü liche Bes and eile des he apeu ischen P ozesses (Ka z-
Be ns ein, 2023). Es is nich hil eich, K isen „du chb echen“ zu wollen. The apeu :innen
müssen Phasen mi einsei ige Beziehung aushal en und eine kons an e Hal ung aus
espek ie ende Nähe, k ea i en Angebo en und s uk u gebende Siche hei wah en (Ka z-
Be ns ein, 2023). De he apeu ische Fo sch i is sel en linea . Hohe psychische und
p o essionelle Wide s ands ähigkei wi d sei ens The apeu :in benö ig und Selbs e lexion und
Supe ision soll en genu z we den (Ka z-Be ns ein e al., 2024). Das P inzip „angemessen zu
o de n, abe nich zu übe o de n“ is g undlegend (Mel sen & Wali za, 2017; Mel sen &
Wa nke, 2007). Lob soll e behu sam eingese z we den, ohne dass zu iel Au me ksamkei
au dem Sp echak lieg (Mel sen & Wa nke, 2007). De en scheidende E olgs ak o is de
T ans e des Sp echens aus de The apiesi ua ion in den All ag (Ka z-Be ns ein e al., 2024;
Mel sen & Wali za, 2017). Diese kann zum du ch eine enge in e disziplinä e Zusammena bei ,
abe auch du ch den Einsa z oben e wähn e Übe gangsobjek e ge ö de we den. Die
The apie soll e nich zu üh beende we den, da emo ionale P obleme länge anhal en können
(Ka z-Be ns ein e al., 2024; Mel sen & Wali za, 2017).
3. Me hode
Im olgenden Teil wi d die e wende e Me hodik da ges ell und das Vo gehen de
Li e a u eche che besch ieben, das einem explo a i en Ansa z zu E assung des ak uellen
Wissenss ands im Be eich Selek i e Mu ismus (in de Psychomo o ik he apie) en sp ich .
3.1 Vo gehen
De o liegenden A bei lieg eine um assende Li e a u eche che zug unde. Diese wa
essenziell, um den ak uellen S and de Fo schung zu e assen und die E kenn nis agen diese
A bei zu bean wo en. Das Vo gehen o ien ie e sich an den d ei Phasen de
Li e a u eche che nach Kleibel & Maye (2011):
• Phase 1: Bes immung des Un e suchungsgegens andes
• Phase 2: Reche che
• Phase 3: Lek ü e, Bewe ung und K i ik
22
Dieses sys ema ische Vo gehen zu Iden i izie ung, Auswahl und Zusammen assung on
ele an e Li e a u übe Selek i en Mu ismus e olg e das Ziel, einen Übe blick übe das
Thema zu gewinnen und he apeu ische Handlungsmöglichkei en zu iden i izie en.
3.1.1 F ages ellungen und Un e suchungsgegens and
In Phase 1 wu de mi eine G ob eche che in den Be eichen selek i e Mu ismus, Mu ismus
und Psychomo o ik he apie und Mu ismus begonnen, um den Un e suchungsgegens and de
A bei auszuwählen und eine e s e heo e ische G undlage zu scha en. Da au au bauend
wu den die zen alen F ages ellungen ü die wei e e Reche che und die E s ellung de
O ien ie ungshil e es geleg . Diese lei e en sich aus dem E kenn nisin e esse ab, ein
in o ma i es Handou sowohl ü Psychomo o ik he apeu :innen und ande e pädagogische
Fachpe sonen, als auch El e n zu en wickeln, welche Kinde mi selek i em Mu ismus
beglei en. Die lei enden Fo schungs agen lau e en:
• Fo schungs age 1: Welche he apeu ischen Handlungsop ionen und Me hoden sind
in de Psychomo o ik he apie bei Kinde n mi Selek i em Mu ismus hil eich?
• Fo schungs age 2: Welche The apiemöglichkei en aus ande en Ansä zen könn en in
die Psychomo o ik he apie in eg ie we den?
3.1.2 Suchs a egie und Iden i izie ung ele an e Li e a u
Die Phase 2 um ass e die sys ema ische Reche che un e Ve wendung geeigne e Suchhil en
und passende Suchbeg i e. Es wu den elek onische Medien genu z , da un e die
Da enbanken H H Swissco e y, Google Schola und Pubmed. Die Nu zung diese
Da enbanken soll e die Einbeziehung on Li e a u mi wissenscha liche Quali ä
siche s ellen. H H Swissco e y is das spezi ische Reche chepo al de Biblio hek de
In e kan onalen Hochschule ü Heilpädagogik (H H), das Zugang zu einem um ang eichen
Bes and an heilpädagogische Fachli e a u bie e . E gänzend zu Online-Suche wu den auch
Biblio heken besuch (H H, Zen albiblio hek Zü ich). H H Swissco e y is Teil de na ionalen
Pla o m swissco e y, die wissenscha liche In o ma ionen aus und 500 Biblio heken de
Schweiz zusammen üh . Übe H H swissco e y können Nu ze innen und Nu ze au den
gesam en Medienbes and de H H-Biblio hek zug ei en, de sowohl ged uck e als auch
elek onische Ressou cen um ass , da un e Büche , Zei sch i en, E-Jou nals, E-Books,
Fachda enbanken, DVDs, Tes ma e ialien und spezielle Bes ände wie die E zähl e
Heilpädagogik ode das Schweize ische A chi zu Gehö losigkei (SAG). H H swissco e y
bie e somi einen zen alen Zugang zu einem um ang eichen Bes and an heilpädagogische
Fachli e a u und un e s ü z S udie ende, Fo schende und Fachpe sonen bei ih e
wissenscha lichen A bei .
23
Die Suche um ass e wissenscha liche Publika ionen, Leh büche , Fachbüche und
Fachzei sch i en. Fü eine e ie e Reche che wu de ein Schneeballsys em angewende , das
heiss , dass zudem die Li e a u e zeichnisse ele an e Publika ionen sowie o geschlagene
ähnliche A ikel gesich e wu den, um wei e e po enzielle Quellen zu iden i izie en, die in de
an änglichen Suche nich ge unden wu den. Diese P ozess hal , neue ele an e Suchbeg i e
und Li e a u zi a e ü die wei e e Auswei ung de Reche che zu en decken.
E gänzend zu Da enbanksuche wu de eine manuelle Reche che du chge üh . Be ei s im
Feb ua 2024 e olg e eine e s e, b ei angeleg e Suche übe Google, um po enzielle "g aue
Li e a u " zu en decken. Diese Google-Suche wu de im Mä z 2025 wiede hol und in die
manuelle Reche che in eg ie .
Fü eine p äzise Li e a u suche wu den zielge ich e e Suchs a egien en wickel . Zunächs
wu den aus den Fo schungs agen Schlüsselwö e und zen ale Beg i e abgelei e und
passende Synonyme iden i izie . Diese deu schen Beg i e wu den anschliessend ins
Englische übe se z , um eine um assende in e na ionale Suche zu e möglichen.
Zu Op imie ung de Suche wu den Boolesche Ope a o en wie 'AND' (zu Ve knüp ung on
Beg i en), 'OR' (zu Einbeziehung on Synonymen) und 'NOT' (zum Ausschluss
une wünsch e Themen) e wende . Zudem wu den T unkie ungen mi dem S e nchen-
Symbol ('*') eingese z , um e schiedene Wo o men abzudecken (z.B. Psychomo *).
Insgesam wu den sieben e schiedene Suchs ings o mulie , die in deu sche und
englische Sp ache angewende wu den:
Tabelle 1: Suchs ings de Da enbank eche che
Suchs ings Deu sch
Suchs ings Englisch
Psychomo * AND selek i e Mu ismus
Psychomo * AND selec i e mu ism
Psychomo * AND Mu ismus
Psychomo * AND mu ism
Psychomo * AND Schweigen
Psychomo * AND silence
Psychomo * AND Angs
Psychomo * AND anxie y OR ea
Spiel AND Mu ismus
Mu ism AND play OR game
The apie AND Mu ismus
Mu ism AND he apy
Musismus AND The apie OR Behandlung
Mu ism AND he apy OR in e en ion
Die Suchbeg i e wu den insgesam also wei e ge ass und beinhal e en nich nu
Psychomo o ik im Kon ex des selek i en Mu ismus, sonde n auch ande e Be eiche und
The apie o men in diesem Kon ex wie den Be eich de Spiel he apie, Psycho he apie sowie
Logopädie.
24
Um die Suche gebnisse zu e eine n, wu den Beg i e wie ADHS/ADHD, Au ismus/Au ism,
Ka a onie/Ca a onia, Kleinhi n beding /Ce ebella und Medika ion/Medica ion mi els des
Ope a o s 'NOT' ausgeschlossen, wenn sie in den Suche gebnissen au auch en.
Pa allel zu En wicklung de Suchs a egien wu den p äzise Ein- und Ausschlussk i e ien
es geleg :
Tabelle 2: Übe sich de de inie en Ein- und Ausschlussk i e ien
Ka ego ien
Ein- und Ausschlussk i e ium
Popula ion
Mensch
Al e
4-12 Jah e
Sp ache
Deu sch, Englisch
Publika ions yp
Alle
Se ing
Psychomo o ik he apie, Spiel he apie,
Psycho he apie, Logopädie
Diese A bei be ass sich mi de Psychomo o ik he apie bei Kinde n, die on selek i em
Mu ismus be o en sind. Die Al e sg enze o ien ie sich dabei an de ypischen Klien el de
Psychomo o ik he apie sowie dem üblichen Au e en de Symp ome. Um ele an e
wissenscha liche Li e a u zu be ücksich igen und de beg enz en Anzahl e ügba e S udien
Rechnung zu agen, wi d de Suchzei aum au die Fo schungspe iode ab 1998 besch änk .
Sowohl deu sch- als auch englischsp achige S udien we den in die Analyse einbezogen.
Zudem we den alle Publika ions ypen und Suchbeg i e ü die Reche che be ücksich ig .
3.1.3 Auswahl de Li e a u (Sc eening und Selek ion)
In de Phase 3 nach Kleibel & Maye (2011) wu de die ge undene Li e a u gesich e , bewe e
und k i isch gep ü . Zunächs e olg e eine g obe Sich ung anhand on Ti eln und Abs ac s,
um einen e s en Übe blick übe die Rele anz de Publika ionen zu e hal en. Passende
Li e a u wu de anschliessend olls ändig gelesen und k i isch da au hin beu eil , ob sie ü
die Bean wo ung de Fo schungs agen geeigne wa . Diese geziel e Selek ion s ell e siche ,
dass nu die ele an es en und quali a i hochwe igs en Quellen in die wei e e Bea bei ung
ein lossen. Die Beu eilungsk i e ien um ass en dabei insbesonde e den Inhal de Li e a u
und den enge en Kon ex (Au o :in, Ak uali ä , Quellen). Du ch die Anwendung diese K i e ien
soll e die Zu e lässigkei und Eignung de ausgewähl en Li e a u ü die E a bei ung de
O ien ie ungshil e gewäh leis e we den.
25
3.1.4 Da enex ak ion und -syn hese
In einem le z en Sch i nach Kleibel & Maye (2011) wu den die aus de ausgewähl en
Li e a u gewonnenen In o ma ionen syn he isie . Dies beinhal e e die Zusammen üh ung de
e schiedenen Fo schungse gebnisse, um die o mulie en F ages ellungen zu bean wo en
und die no wendigen Hin e g undin o ma ionen sowie he apeu ischen Handlungsop ionen zu
iden i izie en. Konk e wu den ele an e Da en zu De ini ion, Ä iologie und Risiko ak o en,
Epidemiologie/P ä alenz sowie au ech e hal enden Bedingungen ex ahie und
sys ema isie . Da übe hinaus wu den In o ma ionen zu e schiedenen he apeu ischen
Ansä zen und spezi ische Handlungsop ionen ü die Psychomo o ik he apie, einschliesslich
he apeu ische G undhal ung, Nu zung on Medien (Bewegung, Spiel, Ma e ial, Musik,
Symbolspiel), Fö de ung on Selbs we ge ühl und In e ak ion sowie sys emische Einbezug
ex ahie . Die Syn hese dien e als G undlage ü die E s ellung des Endp oduk s de A bei ,
de O ien ie ungshil e in Fo m eines Handou s.
4. E gebnisse
Dieses Kapi el p äsen ie die E gebnisse de Li e a u a bei , die da au abziel , he apeu ische
Handlungsop ionen ü Kinde mi selek i em Mu ismus in de Psychomo o ik he apie (PMT)
zu iden i izie en und die Rolle de PMT im Gesam kon ex de Mu ismusbehandlung zu
beleuch en. Zunächs e olg eine Zusammen üh ung de allgemeinen und de aillie en
E kenn nisse, ge olg on de Bean wo ung de spezi ischen Fo schungs agen.
4.1 Zusammen üh ung de E gebnisse
Die Li e a u eche che zeig , dass es keine einzelne, allgemein ane kann e The apieme hode
ü selek i en Mu ismus gib (Mel sen e al., 2021). Dies üh zu einem b ei en, o indi iduell
angepass en The apieangebo (Cohan e al., 2006; Ga bani Ballnik, 2009; S einhausen,
2019). Mul imodale und in e disziplinä e The apiein e en ionen we den als besonde s
e olg e sp echend e ach e , wobei ein mul ip o essionelle Aus ausch essenziell is (Cohan
e al., 2006; Schmid -T aub, 2019).
Die ge inge P ä alenz on Selek i em Mu ismus mi 0,5 %–1,9 % (Ka z-Be ns ein, 2015)
beding , dass iele S udien au Einzel ällen ode kleinen S ichp oben basie en, was die
Gene alisie ba kei einsch änk , jedoch die no wendige Indi iduali ä in de Behandlung
un e s eich (Schmid , T aub, 2019). Unabhängig om Ansa z wi d be on , dass jegliche
The apie o m besse is als keine Behandlung, und iele In e en ionen üh en zu spü ba en
Ve besse ungen (Esposi o e al., 2017; Ha mann, 2019).
Die Psychomo o ik he apie (PMT) wi d in meh e en S udien als geeigne e Ansa z ü Kinde
mi selek i em Mu ismus besch ieben (Ga bani Ballnik, 2009; Voss, 2011). Sie kombinie
bewegungs-, spiel- und kö pe o ien ie e Me hoden, die au die Pe sönlichkei und die
32
A bei s ell li e a u undie e und p axis ele an e Handlungsop ionen o , die mi den
Me hoden de PMT (Spiel, Kö pe , Bewegung, Raum, k ea i e Medien, non e bale
Kommunika ion) kompa ibel sind. Dies be eiche die psychomo o ische P axis.
Die Be onung de No wendigkei eine engen Ve ne zung mi ande en Fachdisziplinen und des
Einbezugs des Sys ems is angesich s de Komplexi ä on Selek i em Mu ismus on
en scheidende Bedeu ung ü den The apiee olg. Ich denke, es is wei e wich ig, die
Gesellscha und die Fachwel ü selek i en Mu ismus zu sensibilisie en. Die A bei äg hie
einen Teil dazu bei, eine sei s zu sensibilisie en und ande e sei s das Bewuss sein ü das
S ö ungsbild des selek i en Mu ismus im Kon ex de PMT zu schä en und somi eine
undie e e und ühe e In e en ion zu e möglichen.
Die E gebnisse de A bei s ehen im Einklang mi de ak uellen Fachli e a u , die selek i en
Mu ismus als komplexe Angs s ö ung mi polyä iologische Beding hei und hohen
Komo bidi ä s a en besch eib (Ka z-Be ns ein, 2023). De Konsens übe die No wendigkei
mul imodale und in e disziplinä e The apiein e en ionen wi d du ch zahl eiche Quellen
un e maue (Cohan e al., 2006; Voss, 2011; S a ke & Subellok, 2015; Schmid -T aub, 2019).
Die Rolle de Ve hal ens he apie als den am bes en e o sch en Ansa z mi nachgewiesene
Wi ksamkei , insbesonde e du ch Exposi ions e ah en, wi d bes ä ig (S einhausen, 2019).
Die PMT wi d als ein geeigne e , essou ceno ien ie e und kindge ech en Ansa z posi ionie ,
de Ähnlichkei en zu spiel he apeu ischen In e en ionen au weis (Zimme , 2019). T o z e s e
posi i e S udien (z.B. Esposi o e al., 2017) mangel es jedoch an eine b ei en empi ischen
E idenz ü die spezi ische Wi ksamkei de PMT bei selek i em Mu ismus. Dies is eine
zen ale Lücke im Ve gleich zu ande en The apie o men.
Die E gebnisse haben meh e e Implika ionen. Sie bie en Psychomo o ik he apeu :innen einen
p ak ischen und undie en Rahmen ü den E s kon ak und die In e en ion bei Kinde n mi
selek i em Mu ismus. Sie e mu igen zu In eg a ion bewäh e Me hoden aus ande en
The apiedisziplinen in die PMT und be onen die No wendigkei eine engen Zusammena bei
im in e disziplinä en Team, um den T ans e on The apiee olgen in den All ag zu
gewäh leis en. Sie un e s eichen, dass die PMT einen wich igen Bei ag leis en kann,
insbesonde e du ch ih en spiele ischen und kö pe o ien ie en Zugang, de non e bale
Ausd ucks o men ö de und Ängs e eduzie (Bah , 2012; Voss, 2011).
Die obe lächliche Behandlung des Themas in de PMT-Ausbildung deu e au die
No wendigkei hin, Leh pläne anzupassen und eine e ie e Auseinande se zung mi
selek i em Mu ismus und seinen Behandlungsmöglichkei en in de psychomo o ischen
Ausbildung zu e anke n.
33
Die Haup implika ion ü die Fo schung is de d ingende Beda an wei e en empi ischen
S udien zu spezi ischen Wi ksamkei de PMT bei selek i em Mu ismus. De zei basie en
iele Beg ündungen au heo e ischen Annahmen und eigenen E ah ungen, was die
Gene alisie ba kei und den Nachweis de E ek i i ä e schwe (Schmid -T aub, 2019).
Zukün ige Fo schung könn e auch e ie ende In e iews mi e ah enen
Psychomo o ik he apeu :innen um assen, um p axisnahe Einblicke zu gewinnen.
Fü das Fach e s ändnis implizie en die E gebnisse, dass die PMT als ein
en wicklungs ö de nde und essou ceno ien ie e Ansa z im Rahmen eines bio-psycho-
sozialen und mul idimensionalen Behandlungsansa zes gesehen we den kann (S a ke &
Subellok, 2015).
5.2 Rele anz ü die P axis
Die o liegende A bei is di ek ele an ü die psychomo o ische P axis. Obwohl Selek i e
Mu ismus mi eine geschä z en P ä alenz un e 1% ehe sel en au i (Ka z-Be ns ein, 2015;
S einhausen, 2000), komm es in de Psychomo o ik he apie o , o als Nischen hema.
Ein zen ales E gebnis de A bei is die Iden i izie ung he apeu ische Handlungsop ionen
und In eg a ionsmöglichkei en ü die Psychomo o ik he apie (PMT) im Umgang mi Kinde n
mi Selek i em Mu ismus.
Die A bei lie e konk e e We kzeuge und An egungen ü die psychomo o ische P axis, indem
sie he apeu ische Handlungsop ionen au zeig , die mi den Me hoden de PMT kompa ibel
sind, wie die A bei mi Spiel, Kö pe , Bewegung, Raum, k ea i en Medien und non e bale
Kommunika ion. He o gehoben wi d die Bedeu ung eine ag ähigen he apeu ischen
Beziehung, die als essenziell ü posi i e Ve ände ungen gil (Flückige e al., 2020; Ka z-
Be ns ein, 2023; Mille e al., 2000; Wampold e al., 2018). Die PMT soll e dabei einen Mix aus
behu samem, empa hischem Vo gehen und einem "san en D uck nach o n" beinhal en, um
die Angs s ö ung zu übe winden (Ka z-Be ns ein, 2023). Eine we schä zende und
essou cenak i ie ende Hal ung sowie das Beisei eschieben eigene Ängs e im Umgang mi
dem Schweigen sind dabei wich ig (Ka z-Be ns ein, 2019, 2023; Zimme , 2019).
Ein wei e e wich ige Aspek is die Be onung de in e disziplinä en Zusammena bei (S a ke
& Subellok, 2015). Selek i e Mu ismus i o in Wechselwi kung mi ande en S ö ungen und
Ve hal ensau älligkei en au , was eine in e disziplinä e Hal ung und die Ve ne zung de
e schiedenen Lebenskon ex e des Kindes e o de (Ka z-Be ns ein, 2023). Besonde s
he o gehoben wi d die No wendigkei des Einbezugs on Logopädie/Sp ach he apie, da
S udien sp achliche Au älligkei en und De izi e bei Kinde n mi Selek i em Mu ismus belegen
(Cunningham e al., 2006; McInnes e al., 2004; Ba -Haim e al., 2004).
Des Wei e en ö de die A bei ein ealis isches Ve s ändnis de Rolle de PMT als Teil eines
mul imodalen Behandlungsansa zes und eg dazu an, The apieziele lexibel zu ges al en,
34
mögliche weise auch mi Fokus au allgemeine en wicklungs ö de nde Aspek e und al e na i e
Kommunika ionss a egien ans a ausschliesslich au das Sp echen.
Psychomo o ik he apeu :innen soll en die G enzen ih e eigenen Fachdisziplin e kennen und
wissen, wann ande e The apie o men, wie Ve hal ens he apie ode Kinde psycho he apie,
sinn olle sind.
5.3 K i ische Re lexion
Eine zen ale G enze de Psychomo o ik he apie im Zusammenhang mi selek i em Mu ismus
lieg im unzu eichenden Fo schungss and und den noch in den An ängen s eckenden
e idenzbasie en E kenn nissen (Voss, 2011). Es gib einen Mangel an ep äsen a i en
S udien, und selbs S udien mi g össe en S ichp oben, wie die on Esposi o e al. (2017),
gel en au g und ehlende un e s ü zende S udien im Be eich de Psychomo o ik he apie als
wenige aussagek ä ig als jene de Ve hal ens he apie. G ünde hie ü sind die ge inge
P ä alenz on Selek i em Mu ismus sowie das noch junge Be u s eld de
Psychomo o ik he apie (Zakszeski & DuPaul, 2017).
Diese Fo schungsmangel üh dazu, dass die PMT, obwohl sie als denkba e
Behandlungsme hode gil (Voss, 2011), nich als alleinige Lösung angesehen we den kann.
Die Wi ksamkei o geschlagene Me hoden bleib o unkla , und Beg ündungen basie en
ehe au heo e ischen Annahmen ode eigenen E ah ungen, da kaum S udien zu e ek i en
Wi ksamkei exis ie en. Es bes eh d ingende Beda an empi ischen S udien, um die
Wi ksamkei on The apiemöglichkei en wei e zu e o schen.
Die Haup g enze de PMT im Kon ex on Selek i em Mu ismus lieg somi in de limi ie en
wissenscha lichen E idenz ü ih e Wi ksamkei , was ih e Posi ionie ung als eine on ielen
möglichen The apie o men, abe nich als alleinige Lösung, beding . Wei e e Fo schung is
d ingend no wendig.
Die o liegenden Auszüge de A bei lie e n zwa wich ige E kenn nisse aus de Li e a u ,
jedoch keine ie e en Einblicke in die p ak ische Umse zung, was die Einschä zung konk e e
E gebnisse e schwe . Eine zusä zliche Be eiche ung wä e die Einbeziehung on S immen
aus dem p ak ischen Feld du ch e ie ende In e iews mi e ah enen
Psychomo o ik he apeu :innen, dem sich kün ige S ududie ende widmen könn en. Zudem
könn e die spezi ische psychomo o ische Ausges al ung de besch iebenen Me hoden,
jensei s de Kompa ibili ä mi den PMT- ypischen Medien wie Bewegung, Spiel und Ma e ial,
noch s ä ke akzen uie we den.
Die A bei wi die wich ige F age au , ob das p imä e Ziel psychomo o ische In e en ionen
bei Kinde n mi Selek i em Mu ismus s e s da in bes ehen muss, das Kind zum Sp echen zu
bewegen ode den Mu ismus als Symp om di ek zu " he apie en". Ein al e na i e ode
e gänzende Ansa z könn e da in liegen, PMT-Ziele da au auszu ich en, dass das Kind Mu
35
ü Neues ass , aus sich he auskomm und auch ande e S a egien zu Kommunika ion inde .
Die PMT könn e allen alls ehe en wicklungs ö de nd und essou ceno ien ie o gehen,
mögliche weise pa allel ode e gänzend zu symp omzen ie e en Behandlungsansä zen.
T o z de genann en G enzen lie e die A bei jedoch meine Ansich nach we olle
E kenn nisse und p ak ische An egungen. Sie äg dazu bei, das Bewuss sein ü das
S ö ungsbild im Kon ex de PMT zu schä en und zeig konk e e Handlungsop ionen au , die
mi den Me hoden de Psychomo o ik kompa ibel sind. Das e a bei e e P oduk , das Handou ,
is ein di ek es, p axis augliches E gebnis diese A bei , das Psychomo o ik he apeu :innen
und ande en pädagogischen Fachpe sonen im E s kon ak eine we olle O ien ie ungshil e
bie e .
6. Fazi und Ausblick
Selek i e Mu ismus is eine emo ionsbeding e En wicklungss ö ung, die du ch
si ua ionsspezi isches Schweigen bei ansons en no male Sp ech ähigkei in spezi ischen
sozialen Kon ex en gekennzeichne is (Ka z-Be ns ein, 2015). Dieses Ve hal en wi d o als
in ui i e Bewäl igungss a egie e s anden und sch änk die Pa izipa ion de be o enen
Kinde e heblich ein (Ka z-Be ns ein, 2023; Ro h e al., 2010) Mi eine geschä z en P ä alenz
zwischen 0,5 % und 1,9 % (Ka z-Be ns ein, 2015) is Selek i e Mu ismus in de
psychomo o ischen P axis ele an , auch wenn es ehe als Nischen hema o zukommen
schein . Die o liegende Bachelo a bei en s and aus dem Beda an eine um assenden
O ien ie ungshil e ü Psychomo o ik he apeu :innen (PMT) und ande e pädagogische
Fachpe sonen, die e s mals mi selek i mu is ischen Kinde n in Kon ak e en, da das Thema
in de Ausbildung an de In e kan onalen Hochschule ü Heilpädagogik (H H) nu obe lächlich
behandel wi d.
Die En s ehung des Selek i en Mu ismus is polyä iologisch beding (Bah , 2006; Ka z-
Be ns ein, 2023) und esul ie aus einem komplexen Zusammenspiel kindbezogene
Fak o en, wie angebo ene Disposi ion und spezi ische Tempe amen sme kmale (Ka z-
Be ns ein, 2023; Mu is & Ollendick, 2015), Schwie igkei en in de Sp achen wicklung und
sp achliche Kompe enz (Ka z-Be ns ein, 2023; Mel sen & Wa nke, 2007; Wi chen e al.,
1999), sowie de Nu zung des Schweigens als Bewäl igungss a egie (Bah , 2006; Mel sen &
Wa nke, 2007; Ro h e al., 2010). Hinzu kommen um eld- und sys embezogene Aspek e (Bah ,
2006). Häu ige Beglei e scheinungen (Komo bidi ä en) sind Angs s ö ungen, insbesonde e
soziale Ängs e und T ennungsängs e, dep essi e Symp oma iken, Regula ionss ö ungen
sowie Sp achau älligkei en und Rede lusss ö ungen (Cunningham e al., 2006; Ka z-
Be ns ein, 2023; McInnes e al., 2004; Mu is & Ollendick, 2015). Die hohe Komo bidi ä mi
Angs s ö ungen und ähnliche Tempe amen sme kmale un e s ü zen die Klassi ika ion on
Selek i em Mu ismus als Angs s ö ung (Ca bone e al., 2010). Mu ismus im Kindesal e ,
36
insbesonde e de F ühmu ismus, wi d als en wicklungsbeding be ach e und diagnos isch
om Mu ismus im E wachsenenal e un e schieden (Ka z-Be ns ein, 2015).
Die o liegende A bei analysie anhand eine um assenden Li e a u eche che, inwie e n die
Psychomo o ik he apie (PMT) einen wich igen Bei ag zu Behandlung des Selek i en
Mu ismus leis en kann. Es wu den iel äl ige In eg a ionsmöglichkei en und
Handlungsop ionen ü die PMT abgelei e , die au de Nu zung on Bewegung, Spiel und
Ma e ial zu Ausd ucks ö de ung, de S ä kung des Selbs we ge ühls und de
Selbs wi ksamkei , de Fö de ung on In e ak ion und Handlungskompe enz, dem Einbezug
des Sys ems und de in e disziplinä en Ve ne zung, sowie de Adap ion on P inzipien aus
ande en The apieansä zen basie en. Eine ag ähige, empa hische und we schä zende
he apeu ische Beziehung is dabei on zen ale Bedeu ung (Ka z-Be ns ein, 2023; Flückige
e al., 2020; Mille e al., 2000; Wampold e al., 2018). Dies beinhal e das Ane kennen on
Wide s and und das O ien ie en an de Zone des nächs en En wicklungss andes
("Sca olding"), welches ein behu sames, kindge ech es Vo gehen mi geziel em "san em
D uck" kombinie (Ka z-Be ns ein, 2023). Sca olding beinhal e eine in ui i e, el e lich-
didak ische Hal ung, die dem Kind soziale Regeln e mi el und kindliche Emo ionen egulie
(Ka z-Be ns ein, 2023). Fü die Ausd ucks ö de ung und Anbahnung on Kommunika ion in
de PMT we den k ea i e und spiele ische Me hoden als iel e sp echend iden i izie . Dazu
gehö en das Symbol- und Rollenspiel ("Königsweg de kindlichen Psyche") (Zimme , 2019;
Ka z-Be ns ein, 2023), de Einsa z on Puppen und Übe gangsobjek en zu Übe windung on
Sp echg enzen und zu Ve anke ung he apeu ische Fo sch i e (Ka z-Be ns ein, 2023; Ta -
K üge , 1995) sowie Mä chenhe e mi Sp echblasen zu Fö de ung dialogische
Kompe enzen und E zähl ähigkei (Ka z-Be ns ein, 2023). Das gemeinsame E zeugen on
Lä m und Musik zu Locke ung inne e Sch anken und An egung on S immäusse ungen
(Salla , 2017), die A bei mi dem Tonband ü dis anzie e e Sp echp oben sowie das
Scha ensp echen, das die Kinde s imme kaschie und so Hemmungen eduzie sind s ellen
wei e e mögliche Me hoden da . Das Üben on "Tu n- aking" (wechselsei ige Aus ausch) und
de Einsa z on he apeu ischem Humo und leich e P o oka ion zu Au locke ung on
Ve weige ungs e hal en sind eben alls wich ige Elemen e (Ka z-Be ns ein, 2023).
T o z de Iden i izie ung po enziell p o i able Handlungsop ionen ü die PMT bei Selek i em
Mu ismus is die Fo schung in diesem spezi ischen Be eich bishe a (Salla , 2017). Die
ge inge P ä alenz on Selek i em Mu ismus äg zu spä lichen Fo schung in Kombina ion
mi PMT bei. E s e S udien, die Bewegung als zen ales Medium nu zen (z.B. Esposi o e al.,
2017), deu en zwa au ein Ve blassen de Symp ome hin, jedoch ehl eine b ei e empi ische
E idenzbasis. Im Gegensa z dazu gel en e hal ens he apeu ische Ansä ze als am bes en
e o sch , basie end au le n heo e ischen G undlagen, die o allem Exposi ions e ah en zu
Reduk ion sp ech e meidenden Ve hal ens nu zen (S einhausen, 2019). Diese
37
Fo schungsmangel üh dazu, dass die Wi ksamkei o geschlagene PMT-Me hoden o
unkla bleib und Beg ündungen ehe au heo e ischen Annahmen ode eigenen E ah ungen
basie en, da kaum S udien zu e ek i en Wi ksamkei exis ie en. Dies is eine zen ale G enze
de PMT in diesem Kon ex .
Um den S ellenwe de PMT in de Behandlung on Selek i em Mu ismus zu un e maue n, is
ein Zuwachs an empi ische E idenz on besonde e Wich igkei . Zukün ige empi ische
S udien zu Wi ksamkei de PMT bei Selek i em Mu ismus ode Be agungen on
Psychomo o ik he apeu :innen zu ih en E ah ungen und In e en ionsideen könn en hie zu
bei agen. Eine Be eiche ung ü die o liegende A bei wä e die Einbeziehung on S immen
aus dem p ak ischen Feld, um die P axis ele anz wei e zu s ä ken und de A bei eine
we olle, pe sönliche e No e zu e leihen. Insgesam lie e die A bei we olle E kenn nisse
und p ak ische An egungen, die Psychomo o ik he apeu :innen hel en können, Kinde mi
Selek i em Mu ismus kompe en e zu beglei en und ih en Bei ag im Rahmen des
no wendigen mul imodalen und in e disziplinä en Behandlungsansa zes zu leis en. Das
e a bei e e P oduk (Handou ) dien dabei als di ek es We kzeug zu Umse zung diese
E kenn nisse in de P axis. Die PMT soll e sich mi de Diagnose Selek i e Mu ismus e au
machen und ih e Rolle im Kon ex eines no wendigen bio-psycho-sozialen und
mul idimensionalen Ansa zes sowie de in e disziplinä en Zusammena bei wei e en wickeln
und ih en S ellenwe behaup en (S a ke & Subellok, 2015).
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8. Abbildungs e zeichnis
Abbildung 1: Teu elsk eis de Angs (Schmid -T aub, 2019, S.39) .............................. 9
Abbildung 2: Psychopa hologisches Modell de Ä iologie (Mu is & Ollendick, 2015) .. 9
9. Tabellen e zeichnis
Tabelle 1: Suchs ings de Da enbank eche che ...................................................... 23
Tabelle 2: Übe sich de de inie en Ein- und Ausschlussk i e ien ............................ 24