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Lernen ohne Noten aus Sicht der Sonderpädagogik. Chancen und Herausforderungen von alternativen Formen der Leistungsbeurteilung für Kinder mit besonderen Bedürfnissen im Zyklus 2

Author: Gysin, Carmen
Publisher: Zenodo
DOI: 10.5281/zenodo.17305323
Source: https://zenodo.org/records/17305323/files/MA_2025_139.pdf
In e kan onale Hochschule ü Heilpädagogik Zü ich
S udiengang Sonde pädagogik
Mas e a bei
Le nen ohne No en
aus Sich de Sonde pädagogik
Chancen und He aus o de ungen on al e na i en
Fo men de Leis ungsbeu eilung ü Kinde mi be-
sonde en Bedü nissen im Zyklus 2
Einge eich on: Ca men Gysin
Beglei ung: Sab ina Buchli
Da um de Abgabe: 09.05.2025
Abs ac
Die Beu eilung on Schüle :innen im inklusi en Un e ich is komplex. In diese Mas e a bei
wu den Chancen und He aus o de ungen des no en eien Un e ich s ü das Le nen on Kin-
de n mi besonde en Bedü nissen im Zyklus 2 un e such . Dazu wu den ie In e iews mi
Leh pe sonen und Schulischen Heilpädagoginnen aus Schulen mi al e na i en Beu eilungs-
ansä zen du chge üh und ausgewe e . Die E gebnisse zeigen, dass ein no en eie Un e -
ich übe das Weglassen on Zi e nno en hinausgeh . Im inklusi en Kon ex s ehen die ganz-
hei liche Beu eilung und die Flexibilisie ung on Le np ozessen im Vo de g und. Dies e mög-
lich Kinde n mi besonde en Bedü nissen E olgse lebnisse, indem indi iduelle Ziele okus-
sie und pe sönliche Fo sch i e we geschä z we den. Fü die Umse zung eine gemeinsa-
men Beu eilungsp axis wu den E olgs ak o en, wie ein gemeinsames Konzep , die Un e s ü -
zung de Schullei ung, Ve einhei lichung und die Be ei scha on Leh pe sonen iden i izie .
1
Inhal s e zeichnis
1. Einlei ung ....................................................................................................................... 5
1.1. P oblems ellung und Heilpädagogische Rele anz .................................................. 5
1.2. Pe sönliche Bezug ................................................................................................ 5
1.3. Zielse zung und F ages ellung ............................................................................... 6
1.4. Au bau de A bei ................................................................................................... 6
2. Theo e ische G undlagen ............................................................................................... 8
2.1. De ini ionen und Beg i e ........................................................................................ 8
2.1.1. Leis ung ......................................................................................................... 8
2.1.2. Leis ungse assung ........................................................................................ 8
2.1.3. Leis ungsbewe ung und Beu eilung.............................................................. 9
2.1.4. Fo ma i ......................................................................................................... 9
2.1.5. Summa i ....................................................................................................... 9
2.1.6. Selek ion ........................................................................................................ 9
2.1.7. Le nen ...........................................................................................................10
2.1.8. Kompe enz ....................................................................................................10
2.1.9. Mi eilungs o m .............................................................................................. 11
2.1.10. Chancengleichhei ......................................................................................... 11
2.1.11. Coachinggesp äch/Le ncoaching .................................................................. 11
2.1.12. Feedback ...................................................................................................... 11
2.1.13. Inklusion ........................................................................................................12
2.1.14. Kinde mi besonde en Bedü nissen: Eine Ka ego isie ung ..........................12
2.2. Leis ungsbeu eilung in de Schule .......................................................................12
2.2.1. Dimensionen de Beu eilung ........................................................................13
2.2.2. Bezugsno men ..............................................................................................13
2.2.3. Funk ionen de Leis ungsbeu eilung .............................................................14
2.2.4. Pe spek i e de Beu eilung ..........................................................................15
2.2.5. Gü ek i e ien ..................................................................................................16
2.2.6. Ziele de Beu eilung .....................................................................................16
2
2.2.7. Kompe enzo ien ie e Beu eilung .................................................................17
2.2.8. Gemeinsame Beu eilungsp axis im Team .....................................................18
2.3. Rech liche und bildungspoli ische Rahmenbedingungen .......................................18
2.3.1. Leis ungsbeu eilung und Gesellscha ..........................................................18
2.3.2. Rich linien und Regeln in de Schweiz ...........................................................19
2.3.3. Kan one Zü ich und Thu gau .........................................................................20
2.4. Leis ung in de inklusi en Schule ..........................................................................25
2.4.1. Leis ungsbewe ung aus inklusionspädagogische Sich ...............................25
2.4.2. S igma isie ung und Ausschluss ....................................................................25
2.4.3. Pe spek i en ü eine inklusi e Leis ungsbeu eilung .....................................26
2.5. A gumen e ü eine Beu eilung mi No en .............................................................28
2.5.1. O ien ie ungs unk ion und Kla hei ................................................................28
2.5.2. Vo be ei ung au die Gesellscha und die A bei swel ...................................28
2.5.3. Anspo n und Umgang mi D uck ....................................................................28
2.6. K i ik an de No engebung ....................................................................................29
2.6.1. No en und Fai ness .......................................................................................29
2.6.2. Rückmeldungen s a No en ..........................................................................30
2.6.3. Mo i a ion und F us a ion .............................................................................31
2.7. Le n ö de liche Umgang mi Leis ungen...............................................................32
2.7.1. Rahmenbedingungen ü ein Le nen ohne No en ..........................................32
2.7.2. Le n ö de liche Beu eilungskul u .................................................................32
2.7.3. Al e na i e Konzep e und neue Fo men de Leis ungsbeu eilung .................34
3. Fo schungsme hodisches Vo gehen..............................................................................41
3.1. Fo schungsdesign .................................................................................................41
3.1.1. Quali a i e Fo schung ...................................................................................41
3.1.2. Un e suchungsg uppe und Auswahl de Expe :innen ...................................41
3.1.3. Da ene hebung mi dem Lei adenin e iew...................................................42
3.2. Da enauswe ung ..................................................................................................43
3.2.1. Quali a i e Inhal sanalyse ..............................................................................43
4. Analyse de E gebnisse .................................................................................................45
3
4.1. No en eie Un e ich ............................................................................................46
4.1.1. De ini ion aus Sich de P axis .......................................................................46
4.1.2. Fo m de Rückmeldung ans elle on No en ...................................................47
4.1.3. Vo gehen ü das E s ellen de Zeugnisno en ................................................47
4.1.4. He aus o de ungen .......................................................................................48
4.2. Rich linien, Reglemen e und Gesellscha .............................................................49
4.2.1. Umgang mi sys emischen/poli ischen/kan onalen Vo gaben ........................49
4.2.2. Gesellscha liche Wandel und Akzep anz .....................................................50
4.3. Gemeinsame Beu eilungsp axis...........................................................................51
4.3.1. En wicklung und Umse zung eine Beu eilungsp axis ..................................51
4.3.2. Einbindung und Un e s ü zung de Schullei ung ............................................52
4.3.3. El e na bei und T anspa enz ........................................................................52
4.4. E ek e on No en .................................................................................................52
4.4.1. Scheingenauigkei und Aussagek a .............................................................52
4.4.2. (De)mo i ie ende Wi kung .............................................................................53
4.5. Al e na i e Beu eilungssys eme ...........................................................................54
4.5.1. Viel äl ige Beu eilungsme hoden ..................................................................54
4.5.2. Le nbeglei ung und Coachinggesp äche .......................................................55
4.6. Le nen und Leis ung im inklusi en Un e ich ........................................................55
4.6.1. Indi idualisie e Leis ungsbeu eilung ............................................................55
4.6.2. Flexibilisie ung des Le np ozesses ................................................................56
4.6.3. Inklusi e Le numgebung und Teilhabe ..........................................................57
4.6.4. Fö de ung de Le nmo i a ion bei Kinde n mi besonde en Bedü nissen ......59
5. Diskussion .....................................................................................................................60
5.1. In e p e a ion und Diskussion de E gebnisse .......................................................60
5.1.1. No en eie Un e ich ....................................................................................60
5.1.2. Rich linien, Reglemen e und Gesellscha .....................................................61
5.1.3. Gemeinsame Beu eilungsp axis ...................................................................62
5.1.4. E ek e on No en ..........................................................................................63
5.1.5. Al e na i e Beu eilungssys eme ...................................................................64

4
5.1.6. Le nen und Leis ung im inklusi en Un e ich ................................................66
6. Fazi ..............................................................................................................................69
6.1. Bean wo ung de F ages ellung ...........................................................................69
6.2. Implika ionen ü die P axis ...................................................................................71
6.3. G enzen und Ausblick ü die wei e üh ende Fo schung ......................................73
7. Ve zeichnisse ................................................................................................................74
7.1. Li e a u e zeichnis ...............................................................................................74
7.2. Abbildungs e zeichnis ..........................................................................................79
7.3. Tabellen e zeichnis ...............................................................................................79
8. Anhang ..........................................................................................................................80
8.1. Kompe enzo ien ie ung und S o o ien ie ung .......................................................80
8.2. Thesen ü eine gemeinsame Beu eilungsp axis ..................................................80
8.3. In e iewlei aden Expe :innenin e iew ...............................................................82
8.4. In e iewbe ich e ...................................................................................................86
8.5. T ansk ip e ............................................................................................................94
8.6. Ka ego iensys em ............................................................................................... 190
5
1. Einlei ung
Fü Leh pe sonen im Kan on Thu gau gib es ein Handbuch mi 22 B oschü en zu un e schied-
lichen Aspek en de Beu eilung (Monn, 2021). Auch ü Schulen im Kan on Zü ich gib es um-
assende B oschü en, welche übe das Thema Beu eilung aus üh lich in o mie en (Volks-
schulam , Kan on Zü ich, 2025). Dies allein zeig , dass die Beu eilung in de Schule ein wich-
iges und komplexes Thema is und es scheinba nich mi de Ve gabe on Zi e nno en ab-
gehandel we den kann. Vo allem im Bildungskon ex gib es imme wiede in ensi e Diskus-
sionen übe die Beu eilung on Schüle :innen. Du ch die Ein üh ung des Leh plan 21 und die
dami e bundene Kompe enzo ien ie ung wi d e neu s a k deba ie (Lö sche & Roos,
2021a, S. 13).
1.1. P oblems ellung und Heilpädagogische Rele anz
«Leis ungsbewe ung bedeu e ü mich, Ungleiche gleich behandeln zu müssen» (S eese &
U ban, 2021). Diese Aussage eine Leh pe son besch eib e end die He aus o de ung ode
Belas ung, de sich Leh pe sonen in inklusi en Schulen s ellen müssen, insbesonde e im Be-
eich de Leis ungsbewe ung. Die Diskussion übe die Fai ness on Leis ungsbewe ungen
is sei ielen Jah en p äsen und spiel insbesonde e im Zusammenhang mi de inklusi en
Schulen wicklung eine zen ale Rolle. Es wi d deshalb zunehmend bedeu sam, sich undie
mi diesem Thema zu beschä igen. T o z eilweise ansp uchs olle ech liche Rahmenbedin-
gungen soll e eine möglichs inklusi e Hal ung en wickel we den, wobei eine enge Zusam-
mena bei und gegensei ige Un e s ü zung im Kollegium essenziell sind (ebd.).
Mi de kon inuie lichen Umse zung on Inklusion im Schulbe eich gewinn die F age nach
e ek i en Massnahmen zu E assung und Fö de ung de indi iduellen Leis ungen on Kin-
de n mi und ohne besonde en Fö de beda an Bedeu ung. Al e na i e Ansä ze zu Leis ungs-
beu eilung ücken dabei zunehmend in den Fokus (Kopmann, Zeinz & Kaul, 2022, S. 368).
Im no en eien Un e ich geh es gemäss Nöl e und Wamp le (2021, S. 18) da um, dass Leh -
pe sonen den Schüle :innen Rückmeldungen da übe geben, ob sie die Kompe enzen e eich
haben, welche e eich we den soll en. Zudem nehmen sie den Fö de beda wah und bie en
den Kinde n Un e s ü zungsmöglichkei en an. Dies is ge ade ü Kinde mi besonde em Fö -
de beda on g osse Bedeu ung. Dahe sollen die Möglichkei en und Auswi kungen eines
Un e ich s mi al e na i em Beu eilungssys em im Be eich de Sonde pädagogik un e such
we den.
1.2. Pe sönliche Bezug
Als schulische Heilpädagogin begegne man egelmässig He aus o de ungen bei de Beu ei-
lung de Leis ungen on Kinde n mi besonde en Bedü nissen. Wenn Schüle :innen
6
Schwie igkei en haben, den An o de ungen des Leh plans ge ech zu we den, kann dies aus
E ah ung zu En äuschungen und Demo i a ion üh en, da sie o mals schlech e No en e hal-
en. Dahe s ell sich schnell die F age, ob eine Le nzielanpassung o genommen we den
soll e, um die Fö de ung au die indi iduellen Ziele s a au die de gesam en Klasse auszu-
ich en. Alle dings kann dies zu eine S igma isie ung üh en, da diese Kinde ungleich behan-
del we den. Deshalb is es de Au o in wich ig he auszu inden, wie eine inklusi e Le numge-
bung gescha en we den kann, in welche die Kinde wede du ch schlech e No en demo i ie
noch du ch ungleiche Behandlung e ike ie we den. Ziel is es, dass anschliessend Leh pe -
sonen be a en und Vo schläge ü ein al e na i es Beu eilungssys em en wickel we den kön-
nen.
1.3. Zielse zung und F ages ellung
Ziel de A bei is es, die Vo - und Nach eile eines Un e ich s mi einem al e na i en Beu ei-
lungssys em im Be eich de Sonde pädagogik zu analysie en. Dabei wi d un e such , wie
diese al e na i en Beu eilungssys eme ges al e we den können, um eine ai e und anspa-
en e Bewe ung zu gewäh leis en, die den indi iduellen Bedü nissen de Schüle :innen ge-
ech wi d. De Fokus lieg au dem 2. Zyklus, da in diese Al e sg uppe die No en e gabe
besonde s ele an wi d und de Ve gleichsd uck s eig . Diese Zyklus um ass ie Jah e de
P ima s u e (3. bis 6. Klasse). Au g und de obigen Aus üh ungen wu de dahe olgende F a-
ges ellung en wickel :
Welche Chancen und He aus o de ungen gib es im no en eien Un e ich ü das Le nen on
Kinde n mi besonde en Bedü nissen im Zyklus 2 in e schiedenen Regelschulen in de Os -
schweiz?
Un e agen:
• Welche al e na i en Beu eilungssys eme gib es und was sind die Vo eile de e ?
• Wie kann Leis ungsbewe ung ü das Le nen genu z we den?
• Wie sieh eine ai e Leis ungsbeu eilung aus?
• Inwie e n bie en al e na i e Beu eilungssys eme Chancen ü das Le nen und die En -
wicklung on Kinde n mi besonde en Bedü nissen?
• Welche Fak o en sind bei eine Ein üh ung in den no en eien Un e ich zen al?
1.4. Au bau de A bei
Diese Mas e a bei is in meh e e Kapi el un e eil , die sys ema isch die e schiedenen As-
pek e de Un e suchung da s ellen. Die Einlei ung gib einen Übe blick übe das Thema, die
Fo schungs age und die Zielse zung de A bei sowie de en Rele anz und S uk u . Im ol-
genden Kapi el we den die heo e ischen G undlagen da ges ell , einschliesslich
7
Beg i sde ini ionen, allgemeine Leis ungsbeu eilung in de Schule, ech liche und bildungs-
poli ische Rahmenbedingungen sowie de Leis ungsbeu eilung im inklusi en Kon ex . Es
wi d zudem au einen le n ö de lichen Umgang mi Leis ungen und die A gumen e ü und ge-
gen No en eingegangen. Das nach olgende Kapi el zum o schungsme hodischen Vo gehen
besch eib das Ve ah en ü die quali a i e E hebung, inklusi e de gewähl en Me hoden, Da-
ene hebung und -analyse sowie de Beg ündung ü die Wahl diese Me hoden. Anschlies-
send we den die E gebnisse sys ema isch da ges ell und analysie . Die Diskussion in e p e-
ie die E gebnisse im Kon ex des heo e ischen Hin e g unds. Das Fazi ass die wich igs en
E kenn nisse zusammen, bean wo e die F ages ellung und besch eib Implika ionen ü die
P axis. Zudem wi d ein Ausblick au wei e üh ende Fo schung gegeben. Zum Schluss we den
die Ve zeichnisse de A bei da ges ell . Im Anhang sind wei e e Abbildungen und Da s ellun-
gen aus de quali a i en Fo schung zu sehen.
14
• Sachliche Bezugsno m: Diese wi d Gemäss Good e al. (2020, S. 5) auch k i e ieno ien-
ie e Bezugsno m genann . Die Leis ung on Einzelnen wi d mi einem S anda d e gli-
chen, welche on aussen o gegeben wi d. Im Vo nhinein we den somi bes imm e K i-
e ien de inie , welche als Ve gleichsmasss ab gel en. Dies sind meis An o de ungen,
welche in Fo m on Le nzielen anspa en gemach we den.
Das De inie en anhand welche Bezugsno m beu eil wi d, is ü die Le nenden wich ig, da
die E gebnisse je nachdem seh un e schiedlich aus allen können (Bohl, 2022, S. 7). In de
Schule we den dabei haup sächlich die beiden zule z genann en Bezugsno men angewand .
Es gib alle dings nachgewiesen posi i e Auswi kungen au die Leis ungsmo i a ion, wenn die
Indi idualno m angewand wi d (Nöl e & Wamp le , 2021, S. 35–36). Auch Fause (2022, S.
33) be on , dass die indi iduelle und sachliche Bezugsno m im Vo de g und s ehen sollen,
dami die Le n eude und de Leis ungswille e hal en we den können und nich du ch s ändi-
gen Ve gleichsd uck beschädig we den.
2.2.3. Funk ionen de Leis ungsbeu eilung
Gemäss Good e al. (2020, S. 6) lassen sich d ei Funk ionen un e scheiden, o ma i e, sum-
ma i e und p ognos ische Beu eilung, welche nach olgend genaue e läu e we den.
Eine o ma i e Beu eilung dien dem Le nen und de Fö de ung und is au den P ozess
okussie . No en sind dahe ü diese Funk ion keine passende Mi eilungs o m. Im Sinne de
Un e s ü zung und Fö de ung we den Leis ungen indi iduell analysie , Fo sch i e dokumen-
ie und ü die wei e e Planung genu z . Dies e möglich es de Leh pe son, we olle Einbli-
cke in die Le nweise de Schüle :innen zu gewinnen. Gemeinsam können U sachen ü gu e
ode wenige zu iedens ellende Leis ungen besp ochen we den. Dadu ch wi d es de Leh -
pe son möglich, geziel e Un e s ü zungsmassnahmen ü die kün ige Le nbeglei ung zu pla-
nen (Good e al., 2020, S. 6).
Nach dem Abschluss eine Le neinhei kann eine summa i e Beu eilung eine Leis ung on
einzelnen Schüle :innen s a inden. Die abgeschlossene Leis ung wi d e lek ie und zusam-
men assend im Rahmen eine Übe p ü ung bewe e . Die Rückmeldung e olg in geeigne e
Fo m, sodass auch ande e Pe sonen nach ollziehen können, in welchem Masse das Le nziel
e eich wu de (Good e al., 2020, S. 7).
We den Aussagen übe die Zukun ü das wei e e Le nen ode die Schullau bahn ge o en,
sp ich man on eine p ognos ischen Beu eilung. Hie ü we den on de o ma i en und
de summa i en Beu eilung We e be ücksich ig . Es wi d eine Einschä zung übe das kün -
ige Le npo enzial gemach und inde dahe o allem bei Übe i en s a (ebd.).
Ea l (2003, zi ie nach Win e , 2018, S. 15) besch eib eine wei e e Funk ion de Leis ungsbe-
u eilung, welche «assessmen as lea ning» genann wi d. Dabei sollen Schüle :innen Fähig-
kei en zu Selbs beu eilung und S eue ung des eigenen Le nens en wickeln. Somi is es das

15
Ziel, dass sie e kennen, wie sie selbs wei e kommen können. Dabei is de Le np ozess und
die Beu eilung wei es gehend selbs ges eue .
Fo ma i e und summa i e Beu eilung im Ve gleich
Da No en meis keine In o ma ionen da übe lie e n, welche konk e en Massnahmen ü eine
zukün ige Leis ungss eige ung o zunehmen sind, we den sie o mals de summa i en Beu -
eilung zugeo dne (Black & Wiliam, 1998, zi ie nach Ma x, 2020, S. 60). Wi d eine Feed-
backkomponen e zu Zi e nno e e gänz , kann auch diese o ma i en Cha ak e e hal en. O -
mals we den in de Schule no en eie o ma i e Ve ah en mi eine summa i en Bewe ung
kombinie . Wäh end des Le np ozesses e olgen hie bei meh ach no en eie Bewe ungssi-
ua ionen, welche ü die P äsen a ion de Le ne gebnisse, die Re lexion übe den Le np ozess
und die Einschä zung de eigenen Leis ung dienen. Wi d am Ende eine Un e ich seinhei
eine No e e geben, wä e es hil eich, wenn dabei eben alls le n ö de liche Hinweise ü die
Wei e a bei gegeben we den. Wich ig is o allem die Be eiligung de Le nenden am Beu -
eilungsp ozess (Ma x, 2020, S. 61–62). «Um le nwi ksam we den zu können und die Le n-
mo i a ion sowie die Selbs e lexi i ä on Schüle innen und Schüle n zu ö de n, soll e Leis-
ungsbeu eilung dialogisch im Aus ausch mi den Le nenden e olgen und ges al e we den»
(Beu el, 2010, zi ie nach Ma x, 2020, S. 62).
2.2.4. Pe spek i e de Beu eilung
Du ch die Selbs -, Pee - und F emdbeu eilung gelangen Le nende zu eine um ang eichen
Einschä zung ih e Le nleis ungen und ih es Le n e hal ens, um selbs ändig wei e e Sch i e
zu planen. Zudem können du ch den Aus ausch und das Ve gleichen de d ei Pe spek i en
blinde Flecken au gedeck ode die eigene Sich weise bes ä ig we den (Good e al., 2020, S.
3–4).
Die Fähigkei zu ealis ischen Einschä zung des eigenen Le nwegs ode E gebnisses s eh
bei de Selbs beu eilung im Vo de g und. Ve gleiche mi Rückmeldungen on Leh pe sonen
sowie on Le npa ne :innen e möglichen es, Schluss olge ungen zu ziehen und diese ü zu-
kün ige Le nsch i e zu nu zen. Im kompe enzo ien ie en Un e ich spiel die Be ei scha ü
Selbs e lexion eine en scheidende Rolle. Lau Leh plan gehö diese Re lexions ähigkei zu
den pe sonalen Kompe enzen (Good e al., 2020, S. 3).
Die Pee beu eilung, welche die Mi schüle :innen o nehmen, bie e sich als al e na i e Be-
u eilungs o m zu Rückmeldung de Leh pe son an. Zudem is das mi - und oneinande Le -
nen ü das indi iduelle Le nen zen al. Dahe soll auch bei de Beu eilung ein gemeinsame
Aus ausch s a inden. Das E eilen on Pee eedback ö de die e ie e Auseinande se -
zung mi den Le ninhal en und die k i ische Be ach ung de eigenen Leis ung umso meh .
Somi kann auch die eigene Leis ung ges eige we den (Good e al., 2020, S. 4).
16
Die F emdbeu eilung du ch die Leh pe son kann in Fo m eines Dialogs, eines sch i lichen
ode mündlichen Kommen a s ode eine s uk u ie en Bewe ung e olgen. Da ü sind sowohl
achliches als auch pädagogisches Wissen sowie diagnos ische Fähigkei en de Leh pe son
essenziell, um ielsei ige Beu eilungsme hoden zu en wickeln und E gebnisse passend zu-
ückzumelden. Gemäss Leh plan is eine Feedbackkul u , die au Kompe enzziele ausge ich-
e is , ein wesen liche Bes and eil eines kompe enzo ien ie en Un e ich s (ebd.).
2.2.5. Gü ek i e ien
Fü eine Leis ungsbeu eilung b auch es K i e ien, da sie p o essionell und mi hohe Quali ä
du chge üh we den soll. Es we den dahe d ei zen ale K i e ien, die Validi ä , die Reliabili ä
und die Objek i i ä in de pädagogischen Diagnos ik e wende . Die Objek i i ä miss , in-
wie e n die E gebnisse unabhängig on de Pe son sind. Es müss en also zwei e schiedene
Pe sonen, welche eine Leis ung bewe en, zum selben E gebnis kommen. Die Objek i i ä
kann sich hie bei au die Du ch üh ung, die Auswe ung und die In e p e a ion beziehen. Das
Gegen eil on Objek i i ä wä e die Subjek i i ä , welche du ch die Ve einba ung on K i e ien
ode Massnahmen im Leh pe sonen eam, den egelmässigen Aus ausch on Ve ah en de
Leis ungsbewe ung ode de s ichp obena igen Ko ek u on Tes s du ch eine ande e Leh -
pe son, e inge we den kann. Die Reliabili ä ode Zu e lässigkei besch eib , wie genau
eine Leis ungsübe p ü ung is . Es wi d da au geach e , dass das E gebnis nich du ch Mess-
ehle e älsch wi d. Mi de Validi ä ode Gül igkei wi d geschau , ob wi klich das gemessen
wi d, was man o gib zu messen. Somi soll gesiche we den, dass genau diejenige Kompe-
enz übe p ü wi d, welche man messen will. Es s ell sich also die F age, ob im Tes genau
das Wissen und die Kompe enzen gep ü we den, welche zu o im Un e ich wi klich e wo -
ben we den konn en (Bohl, 2022, S. 8).
In den le z en Jah en wu den alle dings zu den d ei es heo e isch legi imie en Gü ek i e ien
al e na i e und ehe pädagogisch legi imie e Ve ah en en wickel . Es sollen hie bei gemäss
Win e (2015, zi ie nach, Bohl, 2022, S. 8) le ndienliche Leis ungsbeu eilungen gemach
we den, welche sich an den Quali ä en de Bei äge de Kinde o ien ie en.
2.2.6. Ziele de Beu eilung
Die schulische Leis ungsbeu eilung ha meh e e Ziele. Eine sei s geh es um die Übe p ü ung
des Le ne olgs de einzelnen Schüle :innen ü didak ische Zwecke und somi die Fes s ellung
des Leis ungss andes ü die Fö de ung. Ande e sei s ha die Schule als Ins i u ion die Au gabe
de Selek ion und P omo ion und muss somi En scheidungsg undlagen ü die Schullau bahn
eines Kindes bie en. Wi d eine Beu eilung ü didak ische Zwecke eingese z , s ecken e -
schiedene Absich en dahin e . Da un e gehö en die Ko ek u alsche Le ne gebnisse, de
Ausgleich on Le nde izi en ode die Bes ä igung e olg eiche Le nsch i e. Somi können
17
Beu eilungen in Fo m on P ü ungen zu Ve besse ung des Un e ich s bei agen (Rhyn &
Mose , 2002, S. 32–33).
2.2.7. Kompe enzo ien ie e Beu eilung
Bi i, Nänny und Monn (2021, S. 2) e läu e n, dass die im Leh plan ge o de e Kompe enzo i-
en ie ung neue Akzen e ü die Beu eilung on Le np ozessen und Leis ungen se z . Dabei
gewinn die p ozessbeglei ende und o ma i e Beu eilung an Bedeu ung. Zudem wi ken sich
kons uk i e Rückmeldungen, welche eben alls bedeu sam sind, posi i au das Le nen und
den Kompe enze we b aus. Soll am Ende eines Zei aums Bilanz gezogen und de Le ns and
es gehal en we den, eignen sich summa i e Fo men de Beu eilung. Alle dings sollen Leh -
pe sonen iel äl ige Kompe enznachweise du ch üh en und Beobach ungen und E ah ungen
aus de Le nbeglei ung in die Beu eilung mi einbeziehen.
Meye und Junghans (2021, S. 122–124) haben zehn Le nge üs e ü den Kompe enzo ien-
ie en Un e ich de inie , welche nach olgend gekü z da ges ell we den.
1. Themenpläne (Wochenpläne, Plana bei )
2. Le nlandka en au welchen S uk u en, P obleme und Pe spek i en des Un e ich s
da ges ell we den.
3. Fö de pläne, in welchen indi iduelle Ziele e einba und es gehal en we den.
4. Bilanzgesp äche, welche o ku z o de Zeugnis e gabe s a inden. Zudem we den
Le n o sch i e angeschau und neue Ziele e einba .
5. Kompe enz as e und Selbs beu eilungsbogen en hal en die wich igs en Inhal e in den
Be eichen Me hoden-, Fach-, und Sozialkompe enzen eine Un e ich seinhei .
6. Le n agebüche , wo in die Schüle :innen die eigenen Le nsch i e e lek ie en und do-
kumen ie en. Die Leh pe son kann Rückmeldungen zu Re lexion geben.
7. Feedbackkul u , welche das Un e ich sklima e besse n und zu einem höhe en Le n-
e olg üh en soll.
8. Rückmeldungen wäh end de Le na bei und nich e s am Schluss als Bilanz. Es sollen
p ozessbeglei ende Rückmeldungen e eil we den, welche mi einem indi iduellen Fö -
de n de Kinde e bunden we den.
9. T anspa en e Leis ungse wa ungen, welche den Le nenden kla kommunizie ode
soga mi ihnen e einba we den.
10. Po olio-A bei , bei welche die Schüle :innen in eine eigenen Mappe ih e Leis ungs-
nachweise und A bei se gebnisse dokumen a isch es hal en.
Viele diese Me hoden we den bei al e na i en Beu eilungs o men gleiche massen o ge-
schlagen und angewand . Eine aus üh liche e Da s ellung dazu inde sich in Kapi el 2.7.3.
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Ve gleich man s o - ode leh plano ien ie es Le nen mi dem kompe enzo ien ie en Le nen,
geh es da um, nich den Inpu o zugeben, sonde n die zu e eichenden Kompe enzziele.
Zudem soll es hie bei keine allgemeinen, sonde n indi idualisie e Leis ungsziele geben. Es
wi d emp ohlen, dass de Le np ozess kla on de Leis ungsbewe ung abgeg enz is (He old
& He old, 2017, S. 112–113). Eine anschauliche Abbildung, welche s o - und leh plano ien-
ie es Le nen mi dem kompe enzo ien ie en Le nen e gleich , is im Anhang im Kapi el 8.1
e sich lich.
2.2.8. Gemeinsame Beu eilungsp axis im Team
Die Beu eilung kann iel äl ig und le nun e s ü zend ges al e we den. Dabei spiel die Leh -
pe son eine zen ale Rolle. Möch e man eine kompe enzo ien ie e, di e si ä ssensible Beu -
eilung wei e en wickeln, soll e man sich in einem Team zusammenschliessen, um gemeinsam
die Wei e en wicklung de Beu eilungsp axis o anzu eiben. Widmen sich Schulen ak i de
Wei e en wicklung ih e Beu eilung, kann eine neue Kul u en s ehen, welche die Le nenden
s ä k und ö de , sie in den Bewe ungsp ozess einbinde und ih e Kompe enzen möglichs
ge ech beu eil . Eine solche Ve ände ung an de Beu eilungsp axis e o de , dass eine kla e
Kommunika ion gegenübe den El e n siche ges ell is . Da El e n o noch on ühe en, e -
al e en Vo s ellungen de Schulbeu eilung ausgehen, is es wich ig, dass die Schule sie geziel
übe ak uelle En wicklungen in o mie (Lö sche & Roos, 2021b, S. 392–393).
2.3. Rech liche und bildungspoli ische Rahmenbedingungen
2.3.1. Leis ungsbeu eilung und Gesellscha
Wi man einen Blick au die Geschich e des Schulsys ems in de Schweiz, geh es o auch
um die Demok a ie. Wäh end des 18. Jah hunde s en s anden o wäh end mode ne Gesell-
scha en, welche sich gegen die A is ok a ie und ki chliche Mach au lehn en und eine ö en -
lich- ech liche Schule o de en. Zum einen ging es damals um die F eihei , welche bedeu e e,
dass jede Pe son de Weg zu allen Be u en und Äm e n geö ne und die Teilhabe an S aa s-
agen e möglich we den soll e. Alle dings muss en ü diese F eihei die en sp echenden
Leis ungen e b ach we den können. In de s ändischen Gesellscha , welche es o de de-
mok a ischen gab, zähl en ü gesellscha liche Posi ionen die Me kmale de Gebu , Rasse
ode Religion, ode sie konn en soga gekau we den. Die demok a ische Gesellscha alle -
dings zeichne e sich dadu ch aus, dass ein Au s ieg in höhe e Posi ionen indi iduell e wo ben
und Leis ung e b ach we den muss e. Deshalb gewann die Beu eilung de Leis ung an hohe
Bedeu ung, welche alle dings übe die didak ische Absich hinaus ging. De zwei e wich ige
We im mode nen Schulsys em wa die Gleichhei , wonach nich nach Vo ech en, sonde n
Leis ung Posi ionen e geben we den soll en. Alle soll en Zugang zu Volksschule haben und
do pe sönliche Leis ungen und Fähigkei en e we ben können. Somi wu de de Schule die
19
Au gabe übe agen, Le nende zu beu eilen, um die Selek ion ü gesellscha liche und be u -
liche Posi ionen ollziehen zu können. Dahe en s and das P inzip de Leis ungsselek ion
du ch Leis ungsbeu eilung (Rhyn, 2002, S. 144–145).
Die Selek ions unk ion de Schule
Da nich alle alles leis en können und eine Gesellscha nu mi Ä z :innen ode Bäcke :innen
nich unk ionie en wü de, b auch es eine Selek ion und somi eine Leis ungsbeu eilung.
Denn imme wiede gib es Posi ionen ode Be u e ü welche, die Nach age höhe is als das
Angebo . Eine ai e Leis ungsselek ion is dahe no wendig (Rhyn, 2002, S. 149–150).
Im Zusammenhang mi de Selek ions unk ion de Schule gib es das P oblem, dass unse e
Gesellscha ein legi imes K i e ium benö ig , um die nachwachsende Gene a ion au die be-
u lichen und sozialen Posi ionen e eilen zu können. Diese Posi ionen sind no male weise
ungleich a ak i . Jedoch mach es die Selek ions unk ion nich e o de lich, dass Zensu en
om e s en Schuljah an ode in jedem Fach e eil we den. Fü das gesellscha liche Zuwei-
sungsp oblem is es dahe nich ele an , welche Bewe ungss a egien inne halb des Schul-
sys ems angewand we den. Wich ig is , dass es ein K i e ium ode einen Masss ab gib , mi
dem Un e schiede abgebilde we den (Wische , 2022, S. 17). Denn Wische (2022, S. 17) heb
he o : «Das me i ok a ische Leis ungs e sp echen se z o aus, dass Un e schiede nich nu
ma kie , sonde n als Pla zie ungsk i e ium on allen Be eilig en ane kann und akzep ie we -
den müssen.» Beim me i ok a ischen P inzip geh es da um, dass die e b ach e Leis ung in
de Schule das K i e ium ü die Ve eilung is mi dem Ansp uch au eine ge ech e Selek ion.
Dieses wi d iel ach k i isie . Me i ok a ie komm aus dem La einischen (me i um) und bedeu-
e Ve diens . (Wagene , 2022, S. 40).
Alle dings we den Zeugnisse, welche in Fo m on No en e eil we den und ü D i e einsehba
sind, im Rahmen on Selek ions e ah en als En scheidungsg undlage genu z . Dadu ch wi d
ihnen eine g osse indi iduelle und gesellscha liche Bedeu ung zugemessen. No en dienen
als Basis ü die En scheidung, ob Le nende Zugang zu wei e üh enden Schulen e hal en
ode nich . Sie beein lussen die Eins u ung in e schiedene Leis ungsni eaus de Sekunda -
schule sowie die Au nahme in Fö de p og amme ode Sonde pädagogische Ein ich ungen.
Dahe we den die No en im All ags e s ändnis häu ig mi Beu eilung und Selek ion gleichge-
se z . Beu eilung um ass jedoch meh als nu das «No en geben» und die «Selek ionsen -
scheide». Aus p o essionelle Sich soll iel meh die o ma i e Funk ion de Beu eilung im
Vo de g und s ehen (Lö sche & Roos, 2021a, S. 110–111).
2.3.2. Rich linien und Regeln in de Schweiz
Im F ühling/Somme 2024 wu de eine IDES-Kan onsum age du chge üh . Die IDES is eine
Fachagen u de EDK (Kon e enz de kan onalen E ziehungsdi ek o innen und -di ek o en).
Dabei wu de olgendes es ges ell : Schüle :innen in de Schweiz e hal en in allen Kan onen

20
Zeugnisse mi No en. Alle dings we den die No en in Zeugnissen zu un e schiedlichen Zei -
punk en e eil . In as allen Kan onen se zen die Zeugnisse mi No en in de 1. bis 4. Klasse
de P ima schule ein. Im Kinde ga en e olg die Beu eilung o mi els Beobach ungsbogen.
Zi e nno en we den in diese S u e keine e eil (IDES, 2024). Da es alle dings hie bei g osse
Un e schiede gib , wu de ein Fokus au die Kan one Zü ich und Thu gau geleg . Fü diese
beiden Kan one we den im Anschluss an die Aus üh ungen zu Geschich e de Beu eilung in
de Schweiz die Rich linien und Regeln genaue ausge üh .
Geschich e de Beu eilung in de Schweiz
Die Geschich e de schulischen Beu eilung, de Zeugnisse und Zensu en beginn gegen Ende
des 18. Jah hunde s. Die Ein üh ung de Zeugnisse und Zensu en wa alle dings nich päda-
gogisch mo i ie und nich ü s Le nen bes imm (Vögeli-Man o ani, 1999, S. 8).
Vögeli-Man o ani besch ieb 1999 die ak uelle Si ua ion in den e schiedenen Kan onen de
Schweiz. Schon länge wa damals bekann , dass ü eine zielo ien ie e Fö de ung und aus
Sich des pädagogischen Leis ungs e s ändnisses die indi iduelle und die k i e iale Bezugs-
no m eingese z we den sollen. Bei de sozialen Bezugsno m we den Leis ungsun e schiede
du ch No en deu lich gemach , wodu ch selek ionie we den kann. Obwohl die No en sei Jah-
en wissenscha lich k i isie we den, gel en sie als Ga an en ü die Leis ungso ien ie ung und
se zen sich wei e hin du ch. Die No en sind alle dings nich genügend objek i und eliabel.
Zudem geben No en keine kla en Aussagen und sind als Messins umen ü beispielsweise
K ea i i ä und O iginali ä ungeeigne (Vögeli-Man o ani, 1999, S. 10). Es liessen sich damals
zwei un e schiedliche Bedeu ungen on No en es s ellen. Manche o s wa en No en adi io-
nell und undi e enzie (4 = genügend) und an ande en O en ha en sie einen bes imm en
Bezug zu den Le nzielen ( 4 = Le nziele e eich ) (Vögeli-Man o ani, 1999, S. 11).
2.3.3. Kan one Zü ich und Thu gau
Geschich e
Schon im Jah 1989 gab es im Kan on Zü ich ein Zeugnis eglemen , in welchem die Beu ei-
lung de Gesam leis ungen he o gehoben wu de. 1995 wu de eine B oschü e mi dem Ti el
«Le nbeu eilung in Un e ich und Schule» e ass , in welche de G undsa z de Gesam be-
u eilung aus üh lich e klä wi d. Dabei sollen Beu eilungen un e den d ei oben besch iebe-
nen Funk ionen summa i , o ma i und p ognos isch geschehen. Im damals neuen Leh plan
s and dazu gemäss Vögeli-Man o ani (1999): «Die Schüle beu eilung soll om Kind als Un-
e s ü zung seines Le nens e leb we den können. Sie s eh im Diens de Fö de ung des Kin-
des und seine schulischen Leis ung» (S. 164) Alle dings ag e man sich schon damals, wie
nun die Gesam beu eilung au eine No e übe agen und eduzie we den kann. Es soll e
dabei au eine di e enzie e, au die Le nziele okussie e Beu eilung de Gesam leis ungen
21
geach e we den. Zudem soll en Selbs beu eilungen du ch Schüle :innen einbezogen und El-
e ngesp äche zu den Beu eilungen ge üh we den (ebd.).
Im Ve gleich zum Kan on Zü ich wa die Gemeindeau onomie im Kan on Thu gau o übe 20
Jah en seh hoch, wodu ch sich die Bes immungen zu Beu eilung in den Gemeinden un e -
schieden. Deshalb gab es auch keine s a is ischen E hebungen übe Beu eilungsgesp äche
ode die No engebung. Es is einzig es gehal en, dass sich die Gemeinden in Bezug au die
Beu eilung, Schullau bahnen scheide und Übe i s e ah en ehe in adi ionellen Bahnen
bewegen (Vögeli-Man o ani, 1999, S. 147–148). Es läss sich somi e mu en, dass Beu ei-
lungen meis in Fo m on eine Zi e nno e gemach wu den.
Übe sich zu den Kan onalen Rich linien
In de nach olgenden Tabelle we den Kan onale Rich linien und Regeln zusammen assend
aus meh e en Quellen (Reglemen übe die Beu eilung in de Volksschule, 2021, S. 2–3),
(Volksschulam , Bildungsdi ek ion Kan on Zü ich, 2022, S. 6–25), (Bi i e al., 2021, S. 4) da -
ges ell .
Tabelle 1: Übe sich zu den Kan onalen Rich linien
Zü ich
Thu gau
Zeugnisse mi
No en
• Ab de 2. Klasse (2.und 3.
Klasse: nu Ma he und
Deu sch)
• Ab de 3. Klasse
Zeugnispe iode
1 Zeugnis p o Semes e
1 Jah eszeugnis
P o essionelle
E messensen -
scheid de Leh -
pe son
• Einbezug on P oduk en, Vo -
ägen, Po olios, Beobach-
ungen ode E kenn nissen
aus Dialogen
• nich nu summa i e Le nkon-
ollen, sonde n Gesam leis-
ungen
• Gesam beu eilungen mi iel-
äl igen Kompe enznachweisen
• chancenge ech e und ai e Be-
u eilung
• keine Bewe ung nu au g und
des Du chschni s on No en
Übe i
• Selek ion nach de 6. Klasse in
2 ode 3 e schiedene Ab ei-
lungen de Sekunda schule
(A,B,C) ode Langzei gymna-
sium du ch bes andene P ü-
ung
• En scheidung mi dem Kind,
den E ziehungsbe ech ig en
und de Leh pe son
• Gesam beu eilung
• Selek ion nach de 6. Klasse
• Ein eilung in Typ E ode G
• Ni eaug uppen: e (e wei e ) m
(mi el) g (g undlegend)
Beu eilungen
wäh end des
Schuljah es
• Die kan onalen Rich linien gel en nu ü das Zeugnis.
• Ausse halb des Zeugnisses kann au die No engebung bei Beu ei-
lungen e zich e we den.
22
Funk ionen des Zeugnisses
Dem Zeugnis können ie e schiedene Funk ionen zugewiesen we den, welche nach olgend
da ges ell sind.
Das Zeugnis dien im Wesen lichen zu
• O ien ie ung: Schüle innen, Schüle und El e n/E ziehungsbe ech ig e sowie Leh pe -
sonen e hal en eine In o ma ion übe den Le ns and, welche in eine bes imm en Be-
obach ungspe iode e eich wu de.
• Mo i a ion: Die Aussich , gu e Leis ungen im Zeugnis abgebilde zu sehen, kann indi-
iduell mo i ie end wi ken, z. B. du ch die indi iduelle Bes ä igung «Ich bin au dem
ich igen Weg».
• Kon olle: De S aa kon ollie den Schulbesuch und die E üllung de Schulp lich .
Das Zeugnis bes ä ig den Schulbesuch.
• Selek ion: Beim Übe i insbesonde e au die Sekunda s u e II können die im Zeugnis
ausgewiesenen Leis ungen beigezogen we den, z. B. bei de Leh s ellensuche ode
beim Wechsel an ein Gymnasium.
(Volksschulam , Bildungsdi ek ion Kan on Zü ich, 2022, S. 18)
Beu eilung und Kompe enzo ien ie ung
Du ch den Leh plan 21 wi d ü den Kan on Zü ich gemäss Hollenwege , Leibundgu und Koch
(2021, S. 4) die o ma i e und somi ö de o ien ie e Beu eilung bedeu same . De kompe-
enzo ien ie e Un e ich o de dabei iel äl ige Beu eilungs o men. Dies bedeu e , dass e -
schiedene In o ma ionsquellen benö ig we den, um ein g undlegendes Ve s ändnis zum Le n-
s and on Schüle :innen zu e hal en. Zudem dienen egelmässige, indi iduell angepass e
Rückmeldungen als wich ige G undlage ü die Fö de ung, die Ges al ung des Un e ich s und
En scheidungen übe den Bildungsweg.
Guble (2021, S. 4–5) häl ü den Kan on Thu gau es , dass bei de Beu eilung anhand sum-
ma i e Leis ungsübe p ü ungen die Le nziele und somi die e wo benen Kompe enzen übe -
p ü we den sollen, wodu ch de Fokus au de k i e ialen Bezugsno m lieg . Die Kompe enz-
o ien ie ung ich e sich abe auch nach den einzelnen Le nenden, welche indi iduelle Le n-
wege gehen. Dadu ch wi d die indi iduelle Bezugsno m bedeu end. Somi wi d die soziale
Bezugsno m und eine O ien ie ung am Klassendu chschni nebensächliche . In einem kom-
pe enzo ien ie en Un e ich is es essenziell, das P oduk und gleichzei ig den P ozess zu
beach en. Zudem sind iel äl ige Fo men on Kompe enznachweisen wie P äsen a ionen, Be-
ich e, Auss ellungen und We ks ücke zusä zlich zu den o handenen P ü ungs o men einzu-
beziehen. Fü die Beu eilung on Le np ozessen können Po olios ode Dokumen a ionen
dienlich sein.
23
Schüle :innen mi besonde en pädagogischen Bedü nissen
Alle Schüle :innen mi besonde en pädagogischen Bedü nissen e hal en im Kan on Zü ich
das egulä e Zeugnis ih e S u e. Die Funk ionen des Zeugnisses, insbesonde e die O ien ie-
ungs- und Mo i a ions unk ion haben un e ande em auch ü Kinde mi besonde en päda-
gogischen Bedü nissen eine hohe Rele anz. Weichen die Leis ungen de Kinde wesen lich
on den im Leh plan es gehal enen G undansp üchen ab, können am S ando gesp äch an-
gepass e Le nziele es geleg we den. Da nu ü das Ende des Zyklus G undansp üche de i-
nie sind, geschieh eine p ognos ische Beu eilung ü die Le nzielanpassung. Wu de eine
solche e einba , wi d au die No engebung e zich e und ein Le nbe ich , in welchem die
angepass en Le nziele beu eil we den, obliga o isch e ass (Volksschulam , Bildungsdi ek-
ion Kan on Zü ich, 2022, S. 26).
Die G undansp üche des Leh plans sollen im Kan on Thu gau ü alle Schüle :innen e bind-
liche Bildungsziele sein. Indi iduelle Le nzielanpassungen beziehen sich au das Leis ungsni-
eau und nich e wa au das Bildungsangebo . Da aus läss sich schliessen, dass alle Le nen-
den das Rech haben, die im Leh plan besch iebenen Kompe enzen zu e langen. We den
selbs G undansp üche nich e eich , is es nich zulässig das Le nangebo zu eduzie en.
Indi iduelle Anpassungen müssen du ch Di e enzie ung o allem in de Komplexi ä und Abs-
ak ion und Sca olding geschehen. Die Pa izipa ion an gemeinsamen Le ngegens änden
und am Un e ich mi einande s eh dabei allen o en (Guble , 2021, S. 8).
Beu eilungsp axis im Team ZH
Da die Beu eilung seh komplex is und die indi iduellen Le np ozesse sowie die Zusammen-
a bei mi den El e n elemen a beein luss , sollen Schul eams sinn olle weise g undlegendes
zu Beu eilung zusammen e lek ie en und so eine gemeinsame Hal ung en wickeln (Volks-
schulam , Bildungsdi ek ion Kan on Zü ich, 2023, S. 5). Die Auseinande se zung mi de Be-
u eilung be i das ganze Schul eam. Dahe ha die Bildungsdi ek ion des Kan ons Zü ich
eine B oschü e mi Lei sä zen e s ell , um schulin e ne En wicklungsp ozesse zu Beu eilung
du chzu üh en. Die Lei sä ze o ien ie en sich da an, eine kompe enzo ien ie e und chancen-
ge ech e Beu eilung zu e möglichen und dienen als An egung und O ien ie ung, um im En -
wicklungsp ozess eigene Lei sä ze zu o mulie en (Volksschulam , Bildungsdi ek ion Kan on
Zü ich, 2023, S. 3 & 11). Nach olgend we den ausgewähl e Lei sä ze au gelis e .
• Wi gehen beim Beu eilen bewuss mi den Un e schieden zwischen Sach-, Indi idual- und
Sozialno m um.
• Unse e Schule leg bei de Beu eilung das Haup augenme k au de en o ma i e Funk ion,
das heiss au die Le n ö de ung.
• An unse e Schule e wenden wi ein b ei es Repe oi e an Fo men, um kompe enzo ien ie
und passend zum Le nbe eich zu beu eilen.
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au die Fai ness geh es nun alle dings da um, dass bei de No en e gabe gleiche ode ähnli-
che Handlungen (Leis ungen on Schüle :innen) nich gleich bewe e we den (Pan , 2020, S.
33). Bei de Leis ungs es s ellung und -beu eilung gib es eine hohe Komplexi ä und eilweise
In anspa enz. Dahe kann das No ensys em kein angemessenes ode ai es Abbildungs e -
ah en sein, weil die Leh pe sonen selbs das «Messins umen » sind und nich die No en
(Pan , 2020, S. 37). Nöl e und Wamp le (2021) hal en dabei es : «No ensys eme sind schein-
genau, und je di e enzie e sie angeleg sind, des o scheingenaue sind sie» (S. 39).
Bohl (2022, S. 9) besch eib , dass Schulno en o nich das a sächliche Wissen und Ve s änd-
nis eine Pe son in einem Fach e assen. Dies o allem auch, weil es bei de Beu eilung
einige Fehle quellen geben kann. Diese we den nach olgend au ge üh .
Tabelle 3: Fehle quellen de Beu eilung (in Anlehnung an Bohl, 2022, S. 9)
Fehle bezeichnung
Besch eibung
Logische Fehle
Eine Leh pe son zieh aus den Leis ungen eines Kindes in einem
Fachbe eich Rückschlüsse au dessen Fähigkei en in einem ande-
en Fachbe eich.
Reihungs ehle
Die Bewe ung wi d du ch die Reihen olge bes imm e Si ua ionen
beein luss .
Kon as - und Ähnlich-
kei se ek
Bei diesem Fehle übe äg eine Leh pe son bewuss ode unbe-
wuss ih e eigenen Kompe enzen au die E wa ungen bezüglich
de Leis ungen on Schüle :innen.
Milde- und S enge-
ehle
Leh pe sonen bewe en bei diesem Fehle Schüle :innen un e -
schiedlich s eng ode mild, je nach indi iduelle Be ach ung.
Halo-E ek
De Halo-E ek besch eib , dass Eigenscha en on Schüle :innen,
welche mi de achlichen Leis ung nich s zu un haben, sich au
die Beu eilung im Fach auswi ken.
Wissen-um-die-Fol-
gen-Fehle
Ein zukün iges E eignis beein luss die ak uelle Beu eilung.
Pygmalion-E ek
Diese E ek besch eib die Wechselwi kung zwischen den Annah-
men eine Leh pe son, die sich in bes imm en Handlungsweisen
mani es ie en und das Ve hal en de Le nenden beein lussen.
2.6.2. Rückmeldungen s a No en
Du ch Angs , F us a ion, Komplika ion, Ablenkung, S ö ung, Ve unsiche ung de Le nenden
können Le np ozesse behinde we den. Somi e schwe en No en den Fokus au den Le n-
p ozess und lenken die Au me ksamkei au die Bewe ung. De Sinn des Le nens wi d
dadu ch in de Bewe ung s a im Au bau on Kompe enz gesehen. No en scha en Abhän-
gigkei en und Mach e häl nisse. Dabei könn e du ch Gesp äche genaue K i ik geäusse we -
den, welche bei de Wei e en wicklung hel en kann. Die Ziele eichung soll im Vo de g und
s ehen. E eichen Le nende diese nich , we den sie e mu ig , neue Wege zu inden und wei-
e zua bei en. Dazu b auch es keine No en. Diese zeigen nu en wede eine Ziele eichung
an und übe lage n die F eude übe die eigene Leis ung, ode sie ma kie en einen

31
Le n ücks and. Somi wi d es schwie ige , De izi e anzupacken und au zuholen, zudem wi d
die F eude übe gu e Leis ungen du ch No en gemilde . Feedback zu den indi iduell e b ach-
en Leis ungen wi k e mu igend, d ück We schä zung aus und mach Ve besse ungs o -
schläge. Somi kann übe s Le nen und A bei en nachgedach und Eigen e an wo ung übe -
nommen we den. Wich ig bei Rückmeldungen sind dabei o ene Dialoge mi eine agenden
Hal ung und de Wah nehmung on S ä ken (Nöl e & Wamp le , 2021, S. 29–30).
2.6.3. Mo i a ion und F us a ion
Beu el (2012, zi ie nach Ma x, 2020, S. 59) heb he o , dass No en ü die Le nen wicklung
nich ö de lich sind, da sie nega i e Auswi kungen au die Mo i a ion haben können. Man geh
dabei o allem da on aus, dass s a au die Beu eilung on Le nwegen meh ein Fokus au
das Le ne gebnis geleg wi d.
Wü de zudem Chancengleichhei in Bezug au eine No e umgese z , müss en alle Le nenden
am An ang des Schuljah es dieselbe Chance au eine gu e No e haben. Jedoch beginnen sie
dann zu le nen und machen Fehle . Fü Fehle e hal en sie jedoch Abzüge bei den No en und
es wi d am Schluss eine Endno e gese z . Dieses P inzip is ü die Mo i a ion und das Le nen
wenig ö de lich. Du ch das «auslesende Bildungssys em» machen alle dings momen an iele
Pe sonen solch us ie ende E lebnisse. Somi konzen ie man sich au die Fes s ellung on
Fehle n und nich au Fo sch i e und E olge (He old & He old, 2017, S. 149).
No en üh en aus e schiedenen G ünden zu F us a ion. Eine sei s o ien ie en sie sich an
einsei igen K i e ien und können Fo sch i e und um assende Aspek e des Le np ozesses
nich abbilden. Die eale Ve besse ung on Schüle :innen kann du ch eine No e nich abgebil-
de we den, da die gele n en Au gaben nich ode nu eilweise abge ag wu den ode Flüch-
igkei s ehle gemach wu den. Ein wei e e G und ü die F us a ion is de Ve gleichscha ak-
e de No en. Dabei sind Menschen nu dann zu ieden, wenn sie noch besse sind als die
Pe sonen aus ih em Um eld. Man is also nu dann zu ieden, wenn die No e einem sag , dass
man besse is als die Ve gleichsg uppe. Alle dings können nu seh wenige besse sein als
alle ande en, was zu F us a ion üh . De d i e G und ü die F us a ion is , dass Bewe -
ungsp ozesse Auswi kungen au pädagogische Beziehungen haben. No engebung beding ,
dass Un e s ü zungspe sonen e le zen, selek ionie en und Fehle und De izi e ma kie en.
Das Ve auen in eine Leh pe son und die F eude am Le nen können du ch die e le zende
Bewe ung minimie we den (Nöl e & Wamp le , 2021, S. 11–12).
«We belohn , lob , bes ich , bed oh ode bes a kann ku z is ig E ek e e zeugen, die so
aussehen als wä en sie wi ksam, lang is ig un e g aben und ze s ö en sie jedoch Mo i a ion»
(Nöl e & Wamp le , 2021, S. 33). Be o Kinde in die Schule kommen, sind sie mo i ie zu
le nen, weil sie sich selbs als kompe en und au onom e leben und Fo sch i e machen (ebd.).
32
2.7. Le n ö de liche Umgang mi Leis ungen
Wie oben besch ieben, gib es bei de no enbasie en Leis ungsbeu eilung häu ig keine ob-
jek i en Aussagen übe die schulische Leis ung, da es bei de Ve gabe on No en o Fehle -
quellen gib und die Fai ness de No en e gabe nich gewäh leis e we den kann. Dahe
b auch es eine Leis ungse assung und -beu eilung, welche dem Le nen dienlich is . In die-
sem Kapi el we den deshalb zue s Rahmenbedingungen und Konzep e ü eine le n ö de li-
che Beu eilungskul u es gehal en und anschliessend einige Me hoden zu al e na i en Leis-
ungse assung und -beu eilung genaue ausge üh .
2.7.1. Rahmenbedingungen ü ein Le nen ohne No en
Al e na i e Ve ah en zu Leis ungsbeu eilung bie en um assendes, di ek le nbezogenes
Feedback und e möglichen ie e e Einblicke in den Le np ozess als No en. Sie binden die Le -
nenden ak i ein, wodu ch diese zu Expe :innen ih es eigenen Le nens we den. S udien zei-
gen, dass no en eie Ve ah en mo i a ions- und le n ö de lich sind, abe iel ach nich oll-
s ändig genu z we den, da Leh pe sonen o mals nich aus eichend geschul sind. Die Ein üh-
ung no en eie Leis ungsbeu eilung e o de alle dings meh als nu das E se zen on Zi -
e nno en. Es is ein ielschich ige P ozess, de pädagogische, diagnos ische und didak ische
Massnahmen beinhal e und eine um assende Quali izie ung de Leh k ä e e o de (Ma x,
2020, S. 88). Deshalb we den nach olgend konk e e Vo schläge gemach , um einen solchen
P ozess o an eiben zu können. Gemäss Beu el (2020, S. 104) sind konk e e Rahmenbedin-
gungen ü e olg eiches Le nen und Leis ung, welche s e ig wei e en wickel we den, on ho-
he Bedeu ung, wenn Le nen ohne No en an eine Schule e möglich we den soll. Folgende
Aspek e s ellen sich ü eine Schule als besonde s bedeu end he aus:
• Ein schulin e nes Leh p og amm, welches du ch seine S uk u en Hal gib
• Ein anspa en es Schüle :innenlogbuch, welches ü das selbs ändige und kompe enz-
bezogene Le nen geb auch wi d
• Fo ma i es und summa i es Feedback
• Handlungs- und Le nmo i e we den es gehal en
• Le nen und Leis ung wi d auch au soziale Ebene hema isie
• Leh pe sonen sollen s uk u ie e Ve ah en suchen, um die Kompe enz- und Leis-
ungsnachweise de Schüle :innen auszuwe en und zu dokumen ie en.
2.7.2. Le n ö de liche Beu eilungskul u
Im Konzep eine le n ö de lichen Leis ungsbeu eilung, wie es die Schule IGS F anzsches
Feld umse z , wi d eine e ände e Pe spek i e de Leis ungsbeu eilung anges eb . Beu ei-
lungen soll en sich wede ausschliesslich au No en noch lediglich au indi iduelle E gebnisse
konzen ie en, sonde n meh pe spek i isch angeleg und anspa en sein. Zudem geh es da-
um, dass Schüle :innen wäh end des Le np ozesses und all äglichen Au gabens ellungen
33
Rückmeldungen on Leh pe sonen sowie den Pee s e hal en, welche ihnen zu dem Zei punk
wei e hel en. Ein zen ale Bes and eil eine le n ö de lichen Leis ungsbeu eilung is de Dia-
log im Klassenzimme , bei dem die Le nenden ak i mi wi ken, ih e Ideen und Vo s ellungen
übe denken, Wissen übe Beu eilungen e we ben und selbs le n ö de liche Rückmeldungen
geben. Dadu ch können beispielsweise K i e ien ü eine Au gabens ellung gemeinsam e a -
bei e und es gehal en we den. Übe dies gib es eine P äsen a ionskul u , welche mi dem
Un e ich eng e bunden is , wodu ch die Le nenden seh selbs ändig, indi iduell ode in de
G uppe a bei en. Wäh end des A bei sp ozesses is auch hie wiede zen al, dass die Le -
nenden die Möglichkei haben, sich bei de Leh pe son ode den Mi schüle :innen Feedback
einzuholen. Neben de P äsen a ionskul u und dem Dialog im Klassenzimme we den an de
IGS Le nen wicklungsbe ich e ein Tu o en- und Schüle :innenbe ich sowie ein Fachbe ich
s a Zi e nno en e s ell . Denn Bewe ungen, welche au Konku enzdenken und Ve gleich
au bauen, können nich le ndienlich sein (Bock, 2022, S. 70–71).
William und Thompson (2008, zi ie nach Lö sche & Roos, 2021a, S. 32) hal en ün S a e-
gien de o ma i en Beu eilung es , welche ü eine ö de liche Le n- und Beu eilungskul u
als übe g ei endes Konzep gesehen we den. Diese wu den um o mulie und sind nach ol-
gend da ges ell .
Im Un e ich mi einem solchen Konzep geh es da um, dass die Schüle :innen on- und
mi einande le nen. Fehle dienen dazu, aus ihnen zu le nen. Zudem können die Le nenden
sich selbs Ziele se zen und an ihnen d anbleiben. Die eigenen S ä ken und S a egien im
Umgang mi den Schwie igkei en sind ihnen bekann . Die Leh pe sonen sollen dabei die Kin-
de au ih en Le nwegen un e s ü zen und e suchen sie zu e s ehen. Ausse dem sind sie
bemüh , möglichs o In o ma ionen zum Wissenss and und zum Können de Le nenden zu
e mi eln und sie in ih en indi iduellen Lebens- und Le nsi ua ionen zu e s ehen (Lö sche &
Roos, 2021a, S. 32).
Inne halb eine Que schni ss udie wu den Leh pe sonen zu al e na i en Fo men de Leis-
ungsbeu eilung und de en Akzep anz ü Schüle :innen mi sonde pädagogischem Fö de be-
da be ag (Kopmann e al., 2022, S. 368). Besonde s das Le npo olio wu de ü diese Le -
nenden als geeigne emp unden. Auch Kompe enz as e wu den als angemessen einge-
schä z . Selbs beu eilungen und G uppenbewe ungen wu den dabei e was wenige posi i
einges u . Dies wi d dadu ch beg ünde , dass Selbs einschä zungen o allem ü jünge e
1. Die Leh pe son e klä Le nziele und K i e ien, sodass die Le nenden sie e s ehen.
2. De Le ns and wi d du ch Au gaben, F agen ode Diskussionen e hoben.
3. Die Le nenden sollen dazu ange eg we den, eigen e an wo lich ih eigenes Le nen
zu ges al en.
4. Die Le nenden sollen sich gegensei ig als hil eiche Ressou cen un e s ü zen.
5. Die Leh pe son e eil le n ö de liches Feedback.
34
Le nende wenige aussagek ä ig und deshalb k i isch zu beu eilen sind. Zudem be uhen
G uppene gebnisse au iel meh Fak o en als nu de Indi idualleis ung (Kopmann e al.,
2022, S. 392).
Selbs einschä zungen im Un e ich
Du ch die Selbs einschä zung im Un e ich kann die Le nmo i a ion ges eige , me akogni i e
P ozesse ge ö de , die Bewe ungen de Leh pe son akzep ie , sowie die T anspa enz ge-
wäh leis e we den. De Un e ich soll so ausge ich e sein, dass ein selbs ges eue e , au o-
nome Le np ozess e möglich we den kann. Dabei sollen die Kinde möglichs selbs ändig
indi iduelle Sch i e planen, ih eigenes Le nen e lek ie en und beu eilen. Eine g osse Rolle
spiel die Selbs einschä zung des Le np ozesses, des Le np oduk s und de eigenen achli-
chen und übe achlichen Kompe enzen. Diese Selbs einschä zung muss alle dings gele n
we den und im Un e ich soll dahe übe Le nen an sich ausge ausch we den. Zen al is
hie bei die Re lexion übe das Le nen und die Auseinande se zung mi me akogni i en Le n-
s a egien (S adle -Al mann, 2022, S. 76).
Indi iduelles Le nen in einem di e enzie en Un e ich kann du ch eine ealis ische Selbs ein-
schä zung de Schüle :innen e möglich we den. Dahe is es essenziell, dass sie ih e Kom-
pe enzen ich ig einschä zen und undie e En scheidungen e en, um lang is ig ih Le nen
selbs s ändig zu s eue n und die Ve an wo ung da ü zu übe nehmen. Um ih Po enzial op i-
mal zu nu zen und wei e zuen wickeln, soll e ih e Fähigkei zu Selbs einschä zung und ih
Fo sch i , beispielsweise in pe sönlichen Gesp ächen, ane kann we den. Eine ealis ische
Selbs einschä zung s ä k das Ve auen in die eigenen Fe igkei en und ö de somi die Leis-
ungsen wicklung (S adle -Al mann, 2022, S. 77).
2.7.3. Al e na i e Konzep e und neue Fo men de Leis ungsbeu eilung
Fü die le n ö de liche Leis ungse assung und -beu eilung sind konk e e Me hoden ge ag .
Dahe we den die Me hoden zue s in einem Übe blick da ges ell und anschliessend solche
zu Leis ungse assung und -beu eilung genaue besch ieben.
Geh es da um, di e enzie e Le na angemen s le n ö de lich zu beu eilen, hel en Klassen-
a bei en und Zi e nno en wenig. In einem inklusi en Un e ich muss es das Ziel sein, dass
Le nende kon inuie lich Fo sch i e beim E we b on Kompe enzen und in ih e pe sönlichen
En wicklung e zielen. Dabei gib es e schiedene Möglichkei en zu Ve ände ung. Eine da on
is die o ma i e Beu eilung. Diese okussie den P ozess des Le nens und bezieh diesen
mi ein. Nun is eine pädagogische Diagnos ik ge ag . In diese sind die Kinde und die Leh -
pe sonen be eilig , die Leis ungen zu be ach en und zu bewe en. Zudem geh es da um, Ziele
ü die Zukun zu o mulie en. Somi ha die Leis ungsbeu eilung Folgen, ge ade wenn es
da um geh , zu bes immen, welche nächs en Sch i e ü das Kind ans ehen (Win e , 2017, S.
14–15).
35
Tabelle 4: Ve ah en im Kon ex eine ö de - und didak isch o ien ie en Pädagogischen Diagnos ik (in Anlehnung
an Win e 2017, S. 15–17)
Le n agebüche , Logbüche
• Le nende besch eiben, e lek ie en und bewe en ih e eigene A bei
• Einsa z wäh end des Le nens ode di ek danach
• Lösungswege besch eiben, achliche Gedanken e klä en
• Einsich en aus Le n agebüche n sollen in den Un e ich ein liessen
Po olioa bei
• We den in einem länge en P ozess selbs ändig e s ell
• Übe a bei en on P oduk en mi Hil en ode Ma e ial
• Au gabens ellungen, welche dem ealen Leben ähneln
• Ideal ü o ma i e Beu eilung: Feedback, F emd- und Selbs beu eilung
• Vo eile: Talen e sich ba machen, pe sönliche Bedeu samkei
Leis ungsp äsen a ionen
• A bei en di ek sich ba machen und ane kennen
• In e esse s eige sich und Le nende e hal en Rückmeldungen
• Mo i a ion du ch di ek e Rückmeldungen und neue Pe spek i en
Feedback, e lexi es Le nen, dialogische Beu eilung
• Le ndienliche Diagnos ik du ch Gesp äche
• Quali ä en de A bei en und S ä ken de Le nenden s ehen im Fokus
• Le ninhal e: Leis ungen beu eilen und Rückmeldungen geben
Beu eilungs as e und Kompe enz as e
• Meh e e K i e ien und Dimensionen können angewand we den, ans elle nu
de Gesam beu eilung
• Wich ige Teilleis ungen eine Kompe enz können gu besch ieben we den
• Es scha T anspa enz gegenübe den Le nenden
• Fü die Selbs beu eilung gu geeigne
Le nen wicklungsgesp äche
• Zusammena bei on Schule und El e nhaus ö de n
• Rückblick und Ausblick übe das Le nen und den S and des Kindes
• Fö de möglichkei en und Be eiligungen da an können besp ochen we den

36
Po olios
Mi dem Po olio is eine s uk u ie e Sammlung on Le ne gebnissen gemein , welche ü die
Dokumen a ion des Le np ozesses und/ode de Le ne gebnisse hil eich is (Lissmann, 2000,
zi ie nach, Ma x, 2020, S. 62). Wich ig ü die A bei mi dem Po olio is , dass die Dokumen e
s uk u ie und plan oll ausgewähl und einso ie we den, dami Le np ozesse analysie
we den können und somi die Selbs e lexion de Le nenden ange eg we den kann (Mu phy
& Smi h, 1992, zi ie nach, Ma x, 2020, S. 62–63). Das Po olio soll genu z we den, um Le n-
wege und indi iduelle S ä ken und Schwächen au zuzeigen. Dabei is es on g osse Bedeu-
ung, dass die Schüle :innen in die Planung de Po olioa bei einbezogen we den. Das Ziel
is es, dass sie ih Le nen selbs e lek ie en und nich nu die Leh pe son einen diagnos ischen
Nu zen ha . Es gib dabei un e schiedliche A en on Po olios, welche ü e schiedene Ziele
eingese z we den können. Hie bei lassen sich g undsä zlich zwei Haup ka ego ien un e -
scheiden. Eine sei s gib es Po olios, welche de Da s ellung on Le np ozessen und Le n-
p o ilen dienen. Ande e sei s können Po olios auch ü die Beu eilung schulische Leis un-
gen nü zlich sein (Ma x, 2020, S. 63–64). Nach olgende Tabelle besch eib die e schiedenen
A en genaue .
Tabelle 5: A en on Po olios (in Anlehnung an Ma x, 2020, S. 63-65)
Da s ellung on Le np ozessen und Le np o ilen
En wick-
lungspo o-
lio
• Wachs um und Ve ände ung de Schüle :innen au zeigen
• Schüle :innen beobach en und analysie en Le np ozesse und e kennen
eigene Le n o sch i e
• Dokumen e aus allen Phasen des P ozesses, welche auch Schwächen
au zeigen
A bei spo -
olio
• Le ndiagnos ik mi ak uellen S ä ken und Schwächen de Kinde
• Die Leh pe son e häl einen ganzhei lichen Blick au den Le np ozess de
Kinde .
• Dienen de Planung des wei e en Un e ich s, de au den Le ns and und
die Bedü nisse de Schüle :innen ausge ich e is
• Dokumen e: Skizzen, No izen, Zeichnungen (Dokumen ie en den Le n-
p ozess)
Beu eilung e b ach e Leis ungen
Beu eilung-
spo olio
• Dokumen a ion de Le ne gebnisse und Da s ellung des Le ns ands
• Gemeinsam we den K i e ien ü Inhal und Fo m und Beu eilungsmass-
s äbe ü einzelne Teile es geleg
• Beu eilungsk i e ien we den im Vo nhinein anspa en gemach ode ge-
meinsam bes imm
Vo zeige-
po olio/Ta-
len po olio
• Da s ellung de bes en A bei en und spezi ische S ä ken ode In e esse-
gebie en
• A bei en aus un e schiedlichen Fäche n und einem länge en Zei aum
• Die Auswahl wi d e lek ie und sch i lich beg ünde .
Bewe bung-
spo olio
• Eignung ü die Übe nahme wei e üh ende /neue Au gaben wi d gep ü
• Da s ellung de e eich en Leis ungen ü die Basis ü das wei e e Le nen
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Le n agebüche
Bei Le n agebüche n se zen sich die Schüle :innen egelmässig mi dem Le ngegens and und
dem Le np ozess auseinande . Hie bei können konk e e ode ku z is ige Au gaben ode auch
komplexe e P ozesse einbezogen we den. Ziel is haup sächlich die An egung de Selbs e -
lexion und das He o b ingen on E lebnissen im Le np ozess. Sie sollen ein Ins umen ü
die Besch eibung und En wicklung des Le nens sein, welche den Leh pe sonen einsehba
gemach we den sollen (Ma x, 2020, S. 66). Le n agebüche können un e schiedlich s a k
s uk u ie sein, wobei s ä ke s uk u ie e mi de aillie en Vo gaben als Le njou nal bezeich-
ne we den (Jü gens & Lissmann, 2015, zi ie nach Ma x, 2020, S. 66). Wi d ein Le n agebuch
ehe o en ge üh , kann dies eine g osse Chance ü die Re lexionsa bei de Kinde sein
(Ma x, 2020, S. 66–67). Fü das Sch eiben on Le n agebüche n häl Win e (2004) hil eiche
Lei agen es , welche nach olgend au gelis e we den.
• Was habe ich/was haben wi gemach ?
• Wie bin ich/wie sind wi o gegangen?
• Was habe ich/was haben wi dabei e ah en und gele n ?
• Was habe ich dabei ge ühl ?
• Wie is das zu bewe en?
(zi ie nach Ma x, 2020, S. 66)
P äsen a ionen
Mi P äsen a ionen we den Si ua ionen gescha en, in welchen die Le nenden ö en lich zeigen
können, was sie geleis e haben. P äsen a ionen haben übe dies o mals posi i e Auswi kun-
gen au die Le n- und Leis ungskul u (Win e , 2018, S. 197). Viel ach we den Inhal e p äsen-
ie , mi welchen sich die Le nenden selbs s a k iden i izie en. Fü die Leis ungsbeu eilung
sind P äsen a ionen hil eich, da zu o geleis e e A bei en sich ba gemach we den und sich
somi ein Zugang zu In ensi ä und zu Quali ä im A bei sp ozess e ö ne . Zudem können
P äsen a ionen Ane kennung und soziale Eingebundenhei e mi eln, da sie in de Ö en lich-
kei s a inden (Win e , 2018, S. 199). Fü die Leis ungsbeu eilung kann on den Mi schü-
le :innen eben alls eine Rückmeldung eingehol we den. Somi kann die Leis ung nich nu
du ch die Leh pe son alleine beu eil we den. Alle dings soll da au geach e we den, dass die
K i e ien ü die Rückmeldungen kla sind, dami diese inhal lich sinn oll o mulie we den.
Zudem is es on g osse Bedeu ung, dass die Le nenden da au o be ei e we den, wie sie
eine P äsen a ion machen sollen. Dabei geh es beispielsweise um die O ganisa ion und den
Einsa z nü zliche Medien ode um den Umgang mi Nach agen om Publikum (Ma x, 2020,
S. 68).
38
Ve balbeu eilungen
Bei Ve balbeu eilungen gib es gemäss Ma x (2020, S. 68) als Rückmeldung keine Zi e nno-
en, sonde n Tex zeugnisse ode Le nbe ich e. Diese Fo m wu de schon üh einge üh , wobei
es o angig um die Ve minde ung des Leis ungsd ucks und des Konku enzdenkens un e
den Kinde n ging. Ausse dem soll e die Indi idualisie ung zu meh Chancengleichhei bei a-
gen (Ta nai, 2006, zi ie nach, Ma x, 2020, S. 68). Weil bei Ve balbeu eilungen die indi iduelle
Bezugsno m s ä ke als die k i e iale ode sachliche Bezugsno m in den Fokus genommen
we den kann, nehmen besonde s leis ungsschwäche e Kinde sie als mo i ie end wah . Denn
es können indi iduelle Le n o sch i e es gehal en we den, auch wenn die ge o de en Ziele
noch nich e eich we den konn en. Zudem können Rückmeldungen zu Le nen wicklung und
Tipps ü die Wei e a bei es gehal en we den (Beu el, 2016, zi ie nach, Ma x, 2020, S. 69).
Wich ig bei Ve balbeu eilungen ode Tex zeugnissen is , dass sie nich isolie on wei e en
Massnahmen be ach e we den und die Leh pe son sich um den Dialog mi den Schüle :innen
übe ih Le nen und ih e Leis ung bemüh (Win e , 2018, S. 210). Ve balbeu eilungen haben
einige Vo eile, welche du ch Win e (2018, S. 215) besch ieben wu den. Beispielsweise kön-
nen S ä ken und Schwächen angesp ochen we den. Zudem kann die Leh pe son Vo schläge
ü die wei e e Fö de ung machen, die Schüle :innen e mu igen und ausse den achlichen
wei e en Leis ungen, wie küns le ische ode soziale ansp echen. Eine Fo m on Ve balbeu -
eilungen sind Tex zeugnisse, welche den Le n- und Leis ungss and eines Kindes besch ei-
ben, wobei keine Zi e nno en sonde n Wo e ü das Zeugnis e wende we den. Alle dings
is das Sch eiben on Tex zeugnissen mi einem hohen Au wand ü die Leh pe sonen e bun-
den. Zudem sind sie an e schiedens e Rahmenbedingungen und Vo ausse zungen geknüp
(Win e , 2018, S. 221). Elemen e de Ve balbeu eilung we den ö e in e schiedenen Fo men
im Un e ich angewand . Beispielsweise gib es Leh k ä e, welche zu P ü ungen, Po olios,
ü Le nen wicklungsgesp äche ode ü Schüle ak en Beu eilungen in Tex o m e assen.
Zudem gib es eine Kombina ion zwischen Tex en und No en- ode Ras e zeugnissen (Win e ,
2018, S. 224).
Le n ö de liche Feedbacks
Fü Feedbackgesp äche kann gemäss Lö sche und Roos (2021a, S. 104) ein Modell ange-
wand we den, in welchem d ei Sch i e e olg we den.
1. Feed back: Die e gangene A bei s eh im Zen um und es wi d geklä , wo das Kind
ge ade s eh und wie es un e wegs is .
2. Feed up: Es wi d geschau , welches die Zielse zung is und wohin de Weg gehen soll.
3. Feed o wa d: Es we den konk e e Sch i e geplan , um die Au gabe e olg eich bewäl-
igen zu können.
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S udien zeigen gemäss William (2018, zi ie nach Lö sche & Roos, 2021a, S. 103), dass
Feedback e ek i e is , wenn…
• es nich zusammen mi No en gegeben wi d;
• im Un e ich Zei einge äum wi d, um au Basis des Feedbacks wei e zu üben und zu
le nen;
• es In o ma ionen übe das ko ek e E gebnis, wei e üh ende E klä ungen und e bind-
liche Fö de massnahmen en häl ;
• es sich da au konzen ie , was ge an we den muss, um sich zu e besse n.
Die e s e Aussage on de oben s ehenden Lis e, wi d du ch Ha ie und Cla ke (2019, zi ie
nach Lö sche & Roos, 2021a, S. 107) beleg . Denn sie meinen, dass wenn eine No e zusam-
men mi einem inhal lichen Feedback gegeben wi d, das Feedback o nich beach e ode
e a bei e wi d. Dies lieg da an, dass die Schüle :innen de No e meh Ve auen schenken
und das e bale Feedback als Aus ausch on F eundlichkei en wah nehmen.
Ras e zeugnisse/Beu eilungs as e
Beu eilungs as e we den im englischsp achigen Raum ö e s e wende und do auch als
« ub ics» bezeichne . Dahe lassen sich diese zwei Beg i e gleichse zen. De Vo eil on Be-
u eilungs as e n lieg da in, dass di e enzie bezüglich meh e e K i e ien und Ebenen eine
Rückmeldung gegeben we den kann. Jedoch müssen Ras e geziel und angemessen einge-
se z we den, dami le ndienliche Feedbacks gegeben we den können (Win e , 2018, S. 134).
In einem Beu eilungs as e können quali a i e Me kmale on P oduk en, Ve hal en ode Fä-
higkei en in Wo o m es gehal en we den, die ü die Le nziele eichung wich ig sind. Ans elle
de sp achlichen Besch eibung können auch Symbole wie K euze, Smileys ode Punk ewe e
e c. e wende we den. Jedoch kann die Bewe ung dann wenige di e enzie aus allen.
Du ch Ras e kann die Leis ungsbeu eilung nähe an das Le nen he ankommen. Es is hil -
eich, wenn Ras e eng au die Au gaben bezogen sind, da somi eine gemeinsame, di e en-
zie e und anspa en e Beu eilung s a inden kann (Win e , 2018, S. 151–152). Beu eilungs-
as e können Ansp üche, Ziele und Beu eilungsk i e ien anspa en machen, die Bewe ung
di e enzie da s ellen und die Selbs einschä zung un e s ü zen. Zudem kann mi ih e Hil e
ein Aus ausch übe die Leis ungsbeu eilung im Team s a inden und Rückmeldungen können
mi den Le nenden o engeleg we den. Beu eilungs as e b ingen alle dings auch die Ge ah
mi sich, dass sie einzig da ü benu z we den, eine Gesam no e zu gene ie en. Denn mi Hil e
on Symbolen ode K euzchen in den Ras e n lassen sich seh ein ach Punk e ü einzelne
K i e ien e geben und addie en, welche sich wiede um leich in eine No e um echnen lassen
(Win e , 2018, S. 156–157). Alle dings können sie hil eich sein, die Be eiligung de Le nenden
an den eigenen Bewe ungsk i e ien zu e höhen. Die Leh pe son könn e den Schüle :innen
hie bei eine Vo lage eine Bewe ungsma ix zeigen, übe welche im gemeinsamen Dialog
46
In ande en Fäche n wi d ein Le nen am gemeinsamen Gegens and
au indi iduellem Ni eau anges eb .
TG 2F
E = Emi-
lia
Im Schulhaus on Emilia wi d das Ziel e olg , imme meh on ei-
ne Beu eilung mi No en wegzukommen. Dabei haben sich die
Leh pe sonen, welche das Fach Englisch un e ich en en schieden,
in diesem Fach keine Zi e nno en meh zu e eilen. Emilia wende
al e na i e Beu eilungs o men abe auch in ande en Fäche n an
und gib den Kinde n o sch i liche ode mündliche Feedbacks.
ZH 2E
A = Anna
Anna a bei e als SHP in einem Schulhaus, in welchem zu Beu ei-
lung Fa bpunk e ans elle on Zi e nno en e wende we den. Diese
Fa bpunk e weisen aus, inwie e n das Kind die selbs gese z e Ziel-
no e e eich ha . Die Leh pe sonen ges al en dabei den Un e ich
e schieden.
4.1. No en eie Un e ich
4.1.1. De ini ion aus Sich de P axis
Die in e iew en Pe sonen wu den ge ag , wie sie einen no en eien Un e ich aus Sich de
P axis de inie en. Dabei konn e es ges ell we den, dass es gemäss den Be ag en da um
geh , im Lau e des Schuljah es keine No en zu e geben, sonde n s a dessen ande e Fo men
de Rückmeldung und Bewe ung anzuwenden (ZH 1Z, Pos. 22/ TG 2F, Pos. 20). Tanja d ück
dies olgende massen aus: «Ganz banal gesag , wü de ich das so de inie en, dass die Schü-
le innen und Schüle im Ve lau des Schuljah es keine No en bekommen. Fe ig. Was na ü lich
nich heiss , dass sie keine Bewe ungen bekommen ode keine Rückmeldungen on den
Leh pe sonen zu ih en Leis ungen, sonde n es geschieh in ande en Fo men als eben in Fo m
on No en» (TG 1B, Pos. 23). Es schein ü sie on g osse Bedeu ung zu sein, dass es keine
E sa zwäh ung ode skalie e Einschä zung ans elle de No en gib . Sie mein dabei eine ska-
lie e Einschä zung, welche di ek in No en übe agen we den kann. Übe dies is es ih wich-
ig, dass sich auch die Leh pe son hin e g ündig keine No en meh ein äg (TG 1B, Pos. 27 &
117).
Anna be on schon zu Beginn des In e iews, dass de Un e ich an ih e Schule nich no en-
ei is , die Leh pe sonen abe die Leis ungsbeu eilungen on den Zielen de Le nenden ab-
hängig machen und mi ihnen indi iduelle Zielno en se zen (ZH 2E, Pos. 6-10). Aus Sich on
Anna wä e ein no en eie Un e ich alle dings iel indi iduelle und selbs o ganisie e , wobei
Schüle :innen en lang ih e En wicklung beu eil wü den (ZH 2E, Pos. 27-28).

47
4.1.2. Fo m de Rückmeldung ans elle on No en
Die In e iew en be ich en on un e schiedlichen Fo men de Rückmeldung im no en eien
Un e ich . Tanja besch eib ih e P axis olgende massen: «Ja, eigen lich wi klich imme , wenn
sie eine Rückmeldung, eine Bewe ung on uns bekommen ode auch eine Selbs einschä -
zung machen, dann machen wi das mi le weile mi einem Balken. De wa mal […] d eis u ig,
de wa mal zweis u ig, de wa schon i gendwie alles, bis wi so unse e Me hode ha en. Mi -
le weile is das ein ach ein lange Balken. (..) Ganz links bedeu e eigen lich "noch nich e -
s anden" und dieses noch nich e s anden is mi wahnsinnig wich ig. Und ganz ech s is
" e s anden". Und je meh ech s dieses Pünk chen is , des o besse habe ich das e s anden.
Je meh links es is , des o wenige habe ich es, ode ielleich noch nich , e s anden» (TG
1B, Pos. 75). Ka ja beu eil mi Wo p ädika en. Bei ih gib es eine Vie eilung, wobei sie «un-
genügend», «genügend», «gu » und «seh gu » e wende . Das Ende gebnis wi d jedoch nich
mi einem Wo p ädika gesam ha beu eil . S a dessen we den die Kompe enzen, welche
sie zu Beginn es leg , einzeln bewe e (ZH 1Z, Pos. 43-48). Auch die Beu eilung im Eng-
lischun e ich on Emilia geschieh in Wo en. «Wi haben «no ye », das is ein ach Le nziele
noch nich e eich . Dann haben wi «achie ed, good, e y good» und «exzellen »» (TG 2F,
Pos. 24). Dabei wa es wich ig, neben dem «no ye » ie wei e e P ädika e zu haben, dami
die Wo e nich mi No en e glichen we den können und «good» nich au oma isch eine ün
ode «achie ed» au oma isch eine ie bedeu e (TG 2F, Pos. 26). Die Beu eilung mi den
Fa bpunk en in Annas Schulhaus läu so ab, dass sich die Kinde in einem Gesp äch mi de
Leh pe son indi iduell eine Zielno e se zen. Danach we den die Leis ungen anhand on d ei
Fa bpunk en, welche anzeigen, wie wei das Kind on de Zielno e en e n is , beu eil (ZH
Z1, Pos. 6).
4.1.3. Vo gehen ü das E s ellen de Zeugnisno en
Tanja besch eib , dass an ih e Schule bis zum o gängigen Schuljah die Zi e nno en zu den
Bewe ungsanlässen ins Leh e o ice, ein P og amm ü das E s ellen de Zeugnisse, einge-
agen wu den. Mi le weile wi d dies abe nich meh so gemach , da es einsch änk , wenn
aus jedem Bewe ungsanlass eine No e o mulie we den muss (TG 1B, Pos. 28-31). Bei Ka ja
sieh das Vo gehen so aus, dass sie ein Wo d-Dokumen ha , in welchem sie « ü jedes Kind
und ü jedes Fach ein ach eine Lis e mi seh gu , gu , genügend ungenügend [ha ] und […]
do S e nchen [se z ] und jedes S e nchen s eh ü ein Le nziel» (ZH 1Z, Pos. 50). Emilia
besch eib , dass sie ü sich selbs eilweise No en zu Bewe ungsanlässen no ie . Zudem
mein sie: «Ich habe abe geme k , beim Zeugnis machen, dass mi sch i liche No izen manch-
mal as meh b ingen» (TG 2F, Pos. 124). E was ande s is es bei Anna, welche dies olgen-
de massen aus üh : «Bei uns im Hin e g und is es abe so, dass wi also ganz no male Zehn-
elno en machen, […]. Wi müssen ja am Ende des Semes e s ein Zeugnis sch eiben im Zyklus
zwei und wi wollen das so se iös machen, dass wi wi klich die Leis ung de Kinde beu eilen
48
und uns nich i gende was zusammendenken. Ja, und deshalb machen wi das so» (ZH 2E,
Pos. 10).
4.1.4. He aus o de ungen
He aus o de ungen beim Übe gang in die Sekunda s u e
Fü alle ie Expe innen s ell de Übe i in die Sekunda s u e eine zen ale He aus o de ung
da , da die Le nenden nach de 6. Klasse au ge eil und somi nach ih en Leis ungen selek io-
nie we den (TG 1B, Pos. 57/ ZH 1Z, Pos. 121/ TG 2F, Pos. 128/ ZH 2E, Pos. 16). Vo allem
Ka ja und Emilia äusse n dazu, dass es ihnen seh schwe äll , die Kinde in die e schiedenen
Ni eaus de Sekunda s u e einzu eilen und es ein ache wä e, sie nu anhand eines No en-
du chschni s zuzuo dnen. Sobald man alle dings auch übe achliche Kompe enzen mi einbe-
zieh und das Kind ganzhei lich be ach e , was aus Sich de In e iew en als sinn oll e ach e
wi d, e weis sich die Ein eilung als seh schwie ig (ZH 1Z, Pos. 91/ TG 2F, Pos. 66, 106).
Zudem mein Emilia: «dass de Übe i ganz iel D uck ausüb » (TG 2F, Pos. 128). Ka ja
wü de die Selek ion ge ne abscha en, da sie sich nich mi de Inklusion e einba en läss und
es keinen Sinn mach , in de P ima s u e einen no en eien Un e ich zu ges al en, wenn am
Ende doch selek ionie we den muss (ZH 1Z, Pos. 63).
Ve unsiche ung du ch die Abwesenhei on No en
Ge ade bei de Ein üh ung in den no en eien Un e ich gib es o mals Unsiche hei en, da es
neu is und eine Umgewöhnung s a inden muss (TG 1B, Pos. 55). Die Abwesenhei on No-
en e unsiche gemäss Ka ja nich an sich, abe die Gesellscha , welche in Zahlen denk .
Sie e zähl dazu on eine Si ua ion, in welche ein Mädchen die sch i lichen und mündlichen
Rückmeldungen nich egis ie e und dadu ch das Ge ühl ha e, sie sei schlech . Ka jas Ve -
mu ung is , dass das Mädchen sich on de o he gehenden Schule Zi e nno en gewohn is
und sie sich nu dann als seh gu eins u , wenn sie eine sechs als Rückmeldung e häl . Ob
die Zi e nno en abe wi klich e was an de Wah nehmung des Mädchens geände hä en,
weiss Ka ja nich (ZH 1Z, Pos. 117). No en könn en ü die Einschä zung de Kinde , welche
die Gymi-P ü ung absol ie en, hil eich sein, um sich besse o be ei en zu können (ZH 1Z,
Pos. 100-101). Emilia inde es he aus o de nd, Rückmeldungen so zu o mulie en, dass die
Kinde sie wi klich e s ehen, da sie gewohn sind, No en zu e gleichen und zu in e p e ie en.
Sie be on , dass e bale Rückmeldungen o schwe e on den Kinde n in e p e ie we den
können. Fü die Ein eilung in die Obe s u e könn en No en den El e n eben alls eine besse e
Einschä zung e möglichen (TG 2F, Pos. 107-114, 120). Da die Zielno en an de Schule on
Anna ü die Le nenden anspa en sind und Punk zahlen sowie die G undan o de ungen aus-
gewiesen we den, könn en No en be echne we den, was o allem den El e n Siche hei ge-
ben kann. Fü die Kinde wü de die Beu eilung mi ode ohne No en Annas Ansich nach abe
49
e mu lich keinen g ossen Un e schied in Bezug au die Einschä zung machen (ZH 2E, Pos.
135-138).
Zei liche und o ganisa o ische He aus o de ungen
Ein Sys em zu inden, das ü die Kinde und die Leh pe sonen Sinn mach , is seh zei in ensi
und e o de iel Ene gie ü die Leh pe sonen (TG 1B, Pos. 56-57). Ka ja mein , dass ein
Sys em ohne No en bei de Ein üh ung meh Aus ausch b auche. Zudem is es zu Beginn
au wendig und nimm iel Zei in Ansp uch. Danach is de Aus ausch im Team jedoch nich
zei in ensi e als bei einem Un e ich mi No en (ZH 1Z, Pos. 69). Alle dings e o de eine
ganzhei liche Beu eilung deu lich meh Zei und Denkleis ung on Leh pe sonen als das Ve -
geben on No en. Denn No en wü den sich seh ein ach du ch beispielsweise das Zusammen-
zählen de Punk e be echnen lassen, was den Au wand on Leh pe sonen eduzie en könn e,
da sch i liche Rückmeldungen meh Zei b auchen. Viele Leh pe sonen sind jedoch au g und
hohe A bei sbelas ung übe o de , sich au diese Ums ellung einzulassen (TG 2F, Pos. 36,
134,138/ ZH 1Z, Pos. 125 & 127).
4.2. Rich linien, Reglemen e und Gesellscha
4.2.1. Umgang mi sys emischen/poli ischen/kan onalen Vo gaben
Tanja äusse den Wunsch, dass ih e Schule au Zeugnisse in No en o m e zich en wü de,
da de kompe enzo ien ie e Leh plan besse zu eine Bewe ung ohne No en pass . Auch
wenn die Zeugnis e gabe mi No en eine Vo gabe des Kan ons is , ho sie, dass ein solche
Sch i zu Ve ände ungen au kan onale Ebene üh en könn e (TG 1B, Pos. 107). Sie mein
übe dies, dass im Schulsys em genau es geleg is , was die Kinde zu einem bes imm en
Zei punk können müssen, was es nich b äuch e. Sie wünsch sich s a dessen eine Au lösung
mi meh F eihei en (TG 1B, Pos. 113). Ka ja be on , dass das Schulsys em nich da au aus-
ge ich e is , ohne No en zu a bei en und ohne Selek ion auszukommen, was sie als P oblem
emp inde . Sie wü de ge ne gemäss Leh plan 21 die Le nziele im Rahmen de G undansp ü-
che jeweils dem Kind anpassen. Nu leide läss sich dies nich e einba en mi den äusse en
S uk u en (ZH 1Z, Pos. 59 & 63). Da übe hinaus k i isie Anna das ak uelle Schulsys em, da
sie es als zu s a und un lexibel emp inde . Sie bemängel , dass de Un e ich im 45-Minu en-
Tak s a inde , ohne die indi iduellen Bedü nisse und In e essen de Schüle :innen zu be-
ücksich igen. Ih e Meinung nach soll e diese S uk u au gelös we den (ZH 2E, Pos. 150-
152).
Tanja, Ka ja sowie Emilia denken, dass au kan onale Ebene En scheidungen ge o en we -
den müss en. Dabei soll e eine Reduk ion au die Beu eilungsmasss äbe: «e eich » und
«nich e eich » in Bezug au die Kompe enzen des Leh plans geschehen. Somi könn e eine
ai e Beu eilung umgese z we den. Zudem wä e es ein poli ische Au ag, die Zeugnisse
abzuscha en ode in einem ande en Fo ma da zus ellen, um eine kompe enzo ien ie e
50
Beu eilung umse zen zu können, wobei nich in Zahlen übe se z we den müss e (TG 1B, Pos.
6 & 113/ ZH 1Z, Pos. 119,125,131/ TG 2F, Pos. 126-128). Emilia besch eib dies olgende -
massen: «Ein g osse Nach eil is ein ach die Ta sache, dass wi im Zeugnis auch imme noch
No en haben. Und ich glaube, das hinde auch so das Schulhaus eam, komple gänzlich au
No en zu e zich en. Weil wenn du nachhe alles wiede umwandeln muss in eine Zahl, die
dann ins Zeugnis pass , das ühl sich ganz me kwü dig an» (TG 2F, Pos. 58).
4.2.2. Gesellscha liche Wandel und Akzep anz
No en sind in de Gesellscha und den Köp en de El e n noch ie e wu zel , weshalb man
bei de Ein üh ung eines no en eien Un e ich s an angs häu ig Gegne :innen ha und No en
sich scheinba leich e in e p e ie en lassen (ZH 1Z, Pos. 125/ TG 2F, Pos. 108). Ka ja wü de
bei de Beu eilung ein Sys em mi nu zwei Ka ego ien «e eich » und «nich e eich » be o -
zugen, ans elle de üblichen No enskala. Alle dings e kenn sie, dass dies in de Gesellscha
noch nich wei e b ei e is und Schüle :innen dadu ch mögliche weise aus dem Rahmen
allen könn en, da beispielsweise G ossel e n nach eine Bewe ung in No en agen und sich
al e na i e Rückmeldungen nich gewohn sind (ZH 1Z, Pos. 46 & 117).
Tanja besch eib , dass Umgewöhnungen und Ve ände ungen o Unsiche hei en auslösen, sie
alle dings auch on posi i en Reak ionen be ich en kann. «Ge ade auch bei den El e n, die
nich s ande es kann en als No en. Wobei ich pe sönlich, also meine ganz pe sönliche Mei-
nung: Ich inde, das wi d ganz o auch als Aus ede benu z . "Ja, die El e n wollen hal No en.
Ja, sie kennen hal nich s ande es." Und ich glaube, wenn wi so o gehen, dann [..] wü de die
Schule noch ganz lange so bleiben, wie sie o 20 Jah en wa . Weil wi kennen ja nich s an-
de es. Und aus eigene E ah ung muss ich sagen, dass zumindes die El e n on unse en
Schüle innen und Schüle n haben seh posi i eagie , auch au den no en eien Un e ich »
(TG 1B, Pos. 55). Ka ja be ich e , dass an angs bei de Ein üh ung des no en eien Un e ich s
einige El e n dagegen wa en und sich s a k au gelehn haben, diese mi le weile abe «abso-
lu akzep ie is . Als Sys em, als e lässlich, als gu , als anspa en » (ZH 1Z, Pos. 67). Auch
Emilia mein , dass es zu Beginn ha wa , die El e n mi ins Boo zu holen und ihnen zu e klä-
en, dass No en o mals nich anspa en sind, weshalb ein no en eie Un e ich sinn oll wä e
(TG 2F, Pos. 60).
Es zeig sich zunehmend, dass Ve ände ungen on de Basis aus anges ossen we den soll-
en, da es mögliche weise lange daue n könn e, bis on oben he e was passie . Denn Tanja
ha es ges ell , dass nun auch Sekunda leh pe sonen in dieselbe Rich ung gehen und au
einen no en eien Un e ich ums ellen möch en (TG 1B, Pos. 57). Auch in Bezug au die Leh -
be iebe ha sie eine ähnliche Hal ung: «Und da gehe ich wiede den gleichen Weg. Wenn wi
wa en, bis die Leh meis e sagen: "Ja, ja, das is gu , wenn die ohne No en kommen." Dann
wa en wi noch ewig.» Es b auch Zei , bis die Gesellscha e s eh , dass es ü Jugendliche
51
wich ige is , ih e S ä ken und Schwächen zu kennen, ans a sich nu au ih e No en zu kon-
zen ie en, wenn sie die Schule e lassen (TG 1B, Pos. 103).
4.3. Gemeinsame Beu eilungsp axis
4.3.1. En wicklung und Umse zung eine Beu eilungsp axis
Ini ia i e ü Ve ände ungen
Es b auch Mu , die Beu eilungsp axis sch i weise zu e ände n. Tanja ha an ih e Schule
den P ozess anges ossen und o e wa zweieinhalb Jah en nach den Somme e ien dami
begonnen, den Kinde n ih e Klasse keine No en meh zu e eilen. Sei diesem Zei punk is
es eine s ändige Wei e en wicklung (TG 1B, Pos. 10-12). Bei Ka ja wa es die Pa allelklassen-
leh pe son, welche sie e mu ig e, den e s en Sch i in die Rich ung eines al e na i en Beu ei-
lungssys ems zu wagen. Anschliessend se z en sie es zusammen um (ZH 1Z, Pos. 14-16). Im
Schulhaus on Emilia hingegen bes eh schon länge die In en ion, imme meh on den No en
wegzukommen. Es wu de en schieden, sich sch i weise he anzu as en und im Fach Englisch
au die No en zu e zich en (TG 2F, Pos. 6). Dies o allem, weil die Englischleh k ä e be ei
wa en, sich da au einzulassen und den Impuls eine Kollegin im Team au zug ei en (TG 2F,
Pos. 76). Im Zuge de Ein üh ung des Leh plans 21 beschä ig en sich die Leh k ä e an Annas
Schule in ensi mi de Beu eilung, um das Zielno ensys em zu implemen ie en (ZH 2E, Pos.
11-16). Sie selbs is alle dings de Meinung, dass man sich an ih e Schule au einem unk i-
onie enden Sys em aus uh , s a die Beu eilungsp axis nochmals neu zu übe denken (ZH
2E, Pos. 52-54).
Gemeinsame P ozess
Aus Sich de In e iew en is die En wicklung und Umse zung eine gemeinsamen Beu ei-
lungsp axis im Leh pe sonen eam ein komplexe und he aus o de nde P ozess, de Zei und
Ene gie e o de (TG 1B, Pos. 33, 56-59). Alle dings e weis sich das A bei en im Team als
seh hil eich, da man nich alleine das eh und gemeinsam Ins umen e und Me hoden en wi-
ckeln kann. Insbesonde e zu Beginn wa das Team jeweils eine wich ige S ü ze, um das Sys-
em gegenübe den El e n zu e e en. Zudem gib eine gemeinsame Hal ung im Team den
Leh pe sonen Siche hei und Rückhal . Es schein , als sei es wich ig, gemeinsam un e wegs
zu sein und sich gegensei ig be a en zu können (TG 1B, Pos. 61/ ZH 1Z, Pos. 15-16, 67/ TG
2F, Pos. 70/ ZH 2E, Pos. 60-64). Die E ah ung on Anna zeig , dass Einzelkämp e :innen mi
diese Ums ellung ehe schei e n wü den, wäh end eine ganze Schule, welche die Umse zung
gemeinsam plan , deu lich besse e Chancen ha (ZH 2E, Pos. 60-64).
Abs immung und Ve einhei lichung
Tanja be on , dass hin e de Diskussion eines no en eien Un e ich s eine Hal ung s eh , bei
welche es um iel meh geh , als nu : «Ja, wi geben je z keine No en meh .» Dahe b auche

52
es eine gemeinsame Abs immung im Team (TG 1B, Pos. 69 & 117). Es läss sich abe aus
dem In e iew mi Tanja schliessen, dass es im Schulhaus un e schiedliche P ak iken gib , was
den Vo eil mi sich b ing , dass sie im Klassen eam en wickeln und ausp obie en können.
Alle dings gib es He aus o de ungen bei El e n mi Kinde n in e schiedenen Klassen und bei
de schulhausübe g ei enden Ve einhei lichung, wenn die Klassen eams un e schiedliche Hal-
ungen en wickel haben (TG 1B, Pos. 67- 69, 71). Im Ke n eam on Tanja gib es abe eine
gu unk ionie ende Zusammena bei und einen egelmässigen Aus ausch zu Beu eilungs a-
gen (TG 1B, Pos. 65- 67). Auch Emilia und Ka ja be ich en on gemeinsamen Absp achen im
Team und eine Hal ung, die on allen Leh k ä en un e s ü z wi d (TG 2F, Pos. 66/ ZH 1Z,
Pos. 65). Im Schulhaus on Anna inde sel en ein Aus ausch übe die Beu eilungsp axis s a ,
was ih e Meinung nach die Wei e en wicklung e schwe (ZH 2E, Pos. 51-54).
4.3.2. Einbindung und Un e s ü zung de Schullei ung
Tanja, Ka ja sowie Anna besch eiben, dass die Einbindung und Un e s ü zung de Schullei ung
en scheidend ü die e olg eiche Ein üh ung de gemeinsamen Beu eilungsp axis im Team
wa . Die Schullei ungen s anden oll und ganz hin e diese Idee und un e s ü z en die Leh -
k ä e ak i , beispielsweise du ch die Teilnahme an El e nabenden. Dies gab den Leh k ä en
die nö ige Siche hei und Rückendeckung, insbesonde e zu Beginn, als es eilweise Wide -
s and on gewissen El e n gab (TG 1B, Pos. 61 & 71/ ZH 1Z, Pos. 67/ ZH 2E, Pos. 55-58).
Anna besch eib übe dies, dass die Schullei ung in ih em Schulhaus die neue P axis o iziell
kommunizie und de en Bedeu ung ü die ganze Schule be on ha (ZH 2E, Pos. 55-58).
Emilia e zähl , dass in ih em Schulhaus schon lange eine Beu eilungskul u e olg wi d, in
welche es da um geh , sich on den No en zu lösen (TG 2F, Pos. 6). Dies implizie , dass
auch die Schullei ung dahin e s eh . Explizi e wähn wi d es alle dings nich .
4.3.3. El e na bei und T anspa enz
Aus allen In e iews geh he o , dass ein egelmässige In o ma ionsaus ausch und die Ein-
bindung de El e n in die Beu eilungsp axis en scheidend sind, wenn ein neue Beu eilungs-
ansa z einge üh we den soll. Dabei is es besonde s wich ig, die Beu eilungen ü die El e n
anspa en zu ges al en, um Ve s ändnis und Akzep anz zu ö de n (TG 1B, Pos. 61/ ZH 1Z,
Pos. 67/ TG 2F, Pos. 8/ ZH 2E, Pos. 22).
4.4. E ek e on No en
4.4.1. Scheingenauigkei und Aussagek a
Die In e iew en k i isie en, dass No en o keine aussagek ä ige Bewe ung de Fähigkei en
on Schüle :innen da s ellen (TG 1B, Pos. 10 & 29/ ZH 1Z, Pos. 18, 79). Eine Zahl zeig nich ,
welche Kompe enzen ode Teilbe eiche die Le nenden e s anden haben und welche nich .
Zudem können No en keine di e enzie en Rückmeldungen abbilden (TG 1B, Pos. 101/ ZH
53
1Z, Pos. 20 & 22/ TG 2F, Pos. 8). Ausse dem können zwei iden ische Zi e nno en on Le -
nenden aus un e schiedlichen Klassen ode Schulhäuse n öllig un e schiedliche Bedeu un-
gen haben (TG 1B, Pos. 103). Auch El e n und die Pe sonen aus de Gesellscha müss en
besse e s ehen, dass No en nich imme eindeu ig sind. Denn «in ielen Köp en is es so,
dass sie denken: "Ja, abe wenn mein Kind eine Fün ha , dann weiss ich genau, wo es s eh ."
Und ich glaube, das is ein T ugschluss» (TG 2F, Pos. 60 & 130). Dies wi d auch in Bezug au
die Auswi kungen de Zeugnisno en deu lich. Tanja e zähl on eine Schüle in, welche ih e
Meinung nach die Wi kung de Zeugnisse e end besch ieb: «Gäll, Sie je z komm dann wie-
de de Tag, da müssen Sie uns eine No e geben und dann heiss es ein ach: Du has eine
Vie , obwohl du dich das ganze Jah so anges eng has » (TG 1B, Pos. 105). Ka ja besch eib
den We des Zeugnisses ähnlich: «Ansons en ha mein Zeugnis, dass ich ja o zdem alle
halbe Jah e auss ellen muss, genau denselben nich -We wie alle ande en Zeugnisse auch.
Also wenn sie da auslau en, dann is die Fün wiede eine Fün und es weiss niemand, was
es bedeu e . Abe meine Kids wissen es und die El e n wissen es» (ZH 1Z, Pos. 18).
4.4.2. (De)mo i ie ende Wi kung
Lau den In e iews können No en manchmal eine mo i ie ende o mals abe demo i ie ende
Wi kung au das Le nen on Kinde n haben. No en können ü leis ungss a ke Kinde eine
posi i e Bes ä igung sein, doch ü iele ande e Kinde sind sie ehe kon ap oduk i , da sie
haup sächlich ih e Schwächen au zeigen (ZH 1Z, Pos. 77, 91, 103, 105/ TG 2F, Pos. 54 & 101-
104). Einige Leh pe sonen be ich en, dass Kinde No en seh s a k mi ih em Selbs bild e -
knüp en und o z g osse Ans engung schlech e No en e hal en, wodu ch sie demo i ie we -
den (TG 1B, Pos. 73/ TG 2F, Pos. 101-104). Das Le nen an sich soll e s a dessen im Fokus
s ehen, nich die Leis ung. No en ö de n o die ex insische Mo i a ion, ans a die in insische
zu s ä ken (TG 2F, Pos. 101-104/ ZH 2E, Pos. 132-134). Insbesonde e in de 5./6. Klasse,
wenn die No en ü den Übe i und die Selek ion ele an we den, is die Sche e zwischen
leis ungss a ken und -schwachen Kinde n am g öss en, wodu ch sie ein g osses Gewich be-
kommen und auch das Zeugnis eine g osse Rolle spiel (ZH 2E, Pos. 16). Die Kinde we den
dann gemäss Ka ja au die zwei «nich s aussagenden» No en in Ma hema ik und Deu sch
eduzie . Ansons en haben die Zeugnisse abe kein g osses Gewich bei den Kinde n (ZH 1Z,
Pos. 91 & 99). Tanja ha den Eind uck, dass Zeugnisse nu im Momen de Zeugnisabgabe
eine g osse Wich igkei ü die Kinde da s ellen. Ansons en habe es kein g össe es Gewich ,
als wenn de Un e ich mi No en s a inden wü de (TG 1B, Pos. 109).
D uck, um Leis ungen zu e b ingen
In den In e iews wi d be on , dass No en einen hohen D uck e zeugen können, um en sp e-
chende Leis ungen zu e b ingen. Emilia und Anna be ich en übe dies, dass No en on El e n
und dem Um eld o übe bewe e we den, was den D uck zusä zlich e höh (TG 1B, Pos. 101/
54
ZH 1Z, Pos. 103/ TG 2F, Pos. 8/ ZH 2E, Pos. 132). Rückmeldungen in Fo m on No en können
dazu benu z we den, den Schüle :innen au zuzeigen, dass sie gewisse Kompe enzen noch
nich e eich haben ode e was nich können und sie sich meh ans engen soll en. Tanja is
alle dings de Meinung, dass sie dazu keine No en b auch und sie die Kinde liebe du ch
Gesp äche au ih em Le nweg beglei e und ihnen hil wei e zukommen (TG 1B, Pos. 79).
4.5. Al e na i e Beu eilungssys eme
4.5.1. Viel äl ige Beu eilungsme hoden
Um eine ganzhei liche Beu eilung zu e möglichen, se zen die Leh pe sonen in den Schulen
e schiedene al e na i e Beu eilungssys eme ein, welche nach olgend besch ieben we den.
Tanja be ich e , dass sie mi le weile in as allen Fäche n mi Kompe enz- ode Jah esübe -
sich en a bei en. Diese bilden die En wicklung de Kinde in den e schiedenen Teilbe eichen
übe meh e e Schuljah e hinweg ab. Die Le nenden können sich dabei selbs einschä zen und
e hal en egelmässig Rückmeldungen on den Leh pe sonen (TG 1B, Pos. 35 & 41). Diese
Jah esübe sich en und die dazugehö igen Le nnachweise we den dabei jeweils in einem Po -
olio abgeleg und können dadu ch ü Re lexionen genu z we den (TG 1B, Pos. 37 & 47).
Auch Anna besch eib die A bei mi Po olios, bei welchen es da um geh , dass die Schüle-
innen sich gegensei ig A bei en p äsen ie en können, au welche sie besonde s s olz sind (ZH
2E, Pos. 32). Übe dies kommen Le n agebüche , Vo äge, K i e ien as e , S ando bes im-
mungen, sch i liche Rückmeldungen ode P oduk e, wie beispielsweise Lapbooks ode Pla-
ka e zum Zuge, wobei auch übe achliche Kompe enzen in die Bewe ung mi ein liessen kön-
nen (TG 1B, Pos. 50-51/ ZH 1Z, Pos. 31-38/ TG 2F, Pos. 4, 32-36, 96/ ZH 2E, Pos. 30 & 32).
Zusä zlich gib es Möglichkei en ü Pee -Feedback, bei denen die Kinde sich ih e A bei en
gegensei ig o s ellen und beu eilen, was zum En wicklungsp ozess dazu gehö . Sich da ü
bewuss Zei zu nehmen, bedeu e ü Tanja iel, da Rückmeldungen on Mi schüle :innen eine
ande e Bedeu ung haben, wie diese on den Leh pe sonen (TG 1B, Pos. 51/ ZH 1Z, Pos.
123). Ausse dem gehö en Selbs einschä zungen und egelmässiges Re lek ie en in e -
schiedens en Be eichen dazu. Denn du ch das Re lek ie en, können Le nende sich wei e en -
wickeln (TG 2F, Pos. 42 & 54).
Viele Bewe ungen we den zudem übe Beobach ungen gemach , denn gemäss Tanja b au-
che es keine P ü ung, um zu sehen, ob das Kind beispielsweise bis 100 addie en kann. Wich ig
dabei is es, die Beobach ungen es zuhal en (TG 1B, Pos. 67). Ka ja mein , dass die Le nen-
den in ih em Un e ich zwa s ändig un e Beobach ung s ehen, dies jedoch kein P oblem ü
die Kinde da s ell , da Ka ja da au ach e , sowohl nega i e als auch posi i e Aspek e zu se-
hen und zu bewe en (ZH 1Z, Pos. 30). Auch Emilia mach iele Beu eilungen übe Beobach-
ungen, indem sie beispielsweise Sä ze aus dem Englisch-He anschau und sich dazu No i-
zen mach (TG 2F, Pos. 43-49).
55
4.5.2. Le nbeglei ung und Coachinggesp äche
In Bezug au die Le nbeglei ung und Coachinggesp äche geh es o allem um kon inuie liche
Rückmeldungen und En wicklungsbeglei ung, indi iduelle Le nziel e einba ungen und die
Pa izipa ion de Schüle :innen.
Dem egelmässigen Aus ausch mi den Kinde n wi d eine hohe Bedeu ung zugemessen.
Dadu ch wissen sie, wo sie s ehen und Übe aschungen können e mieden we den. Somi
kann es e möglich we den, dass die Kinde o lau end aus üh liche Feedbacks zu ih en Fo -
sch i en e hal en. Am Ende eines Themas e olg eine aus üh liche Beu eilung, die den Le n-
s and de aillie abbilde und übe dies an die El e n wei e gegeben wi d. Zudem wi d be on ,
dass es wich ig is , ühzei ig he auszu inden, wo P obleme liegen, um gemeinsam im Ge-
sp äch Lösungen zu inden. Dadu ch können die Kinde in ih em Le np ozess eng beglei e
und be a en we den. Du ch diese enge Beglei ung is eine genaue Einschä zung des Leis-
ungs e mögens du ch die Leh pe son möglich. Auch mündliche Rückmeldungen wäh end
des A bei sp ozesses gehö en ü die Leh pe sonen zum Un e ich dazu (TG 1B, Pos. 44-45,
79, 85, 115/ ZH 1Z, Pos. 18, 24, 36, 61, 110-113, 117/ TG 2F, Pos. 28, 30, 37-40, 92, 94/ ZH
2E, Pos. 6, 22, 30, 36, 46). Die Zeugnisse we den jeweils o de en Abgabe mi den Kinde n
besp ochen, dami e klä we den kann, wie einzelne No en zus ande gekommen sind und
Unsiche hei en ode En äuschungen gemeinsam hema isie ode soga in einen En wick-
lungsp ozess umgewandel we den können (TG 1B, Pos. 105/ ZH 1Z, Pos. 99/ TG 2F, Pos.
116/ ZH 2E, Pos. 38). Tanja be on übe dies, dass es en scheidend is , die Beziehung zu den
Kinde n nich übe de en Leis ung zu de inie en (TG 1B, Pos. 109).
4.6. Le nen und Leis ung im inklusi en Un e ich
4.6.1. Indi idualisie e Leis ungsbeu eilung
O ene Au gaben o ma e und Umgang mi P ü ungen
Ans elle on P ü ungen e s ellen die Schüle :innen in de Le nlandscha on Tanja Le nnach-
weise, in denen sie ih e Kompe enzen anhand selbs gewähl e Beispiele da s ellen und diese
allen alls mi Bilde n ode Ma e ial e gänzen. Die Kinde können so ih en Le nweg da s ellen.
Dies e möglich es ih als Leh pe son, die Le nen wicklung de Kinde di e enzie e einzu-
schä zen als bei klassischen P ü ungen (TG 1B, Pos. 37). Auch die o enen Au gabens ellun-
gen in den P ü ungen on Ka ja lassen es zu, dass die Kinde indi iduelle An wo en au dem
eigenen Ni eau geben und gemäss ih em Le nweg un e wegs sein können (ZH 1Z, Pos. 85).
Beu eilungsp axis ü Kinde mi besonde en Bedü nissen (Le nzielanpassungen
ode Sonde schuls a us)
Fü Kinde mi indi iduellen Le nzielen ode Sonde schuls a us we den die Leis ungsan o de-
ungen und -nachweise en sp echend angepass , ohne dass dies ü die Mi schüle :innen
62
Gesellscha liche Wandel und Akzep anz
Aus dem Kapi el 2.3.2. geh he o , dass No en schon o übe 20 Jah en k i isie wu den,
jedoch bis heu e an ihnen es gehal en wi d. Vögeli-Man o ani (1999) besch ieb damals
schon, dass die Aussagek a de No en seh ge ing is . Aus den E gebnissen de In e iews
( gl. Kapi el 4.2.2) wi d deu lich, dass No en in de Gesellscha imme noch es e anke
sind, weshalb die Ein üh ung eines neuen Beu eilungssys ems mi He aus o de ungen e -
bunden is . Dahe is es gemäss d ei In e iewpa ne innen umso wich ige , dass man mu ig
is , um Ve ände ungen bewi ken zu können. Denn gesellscha liche Ve ände ungen können
o lange daue n. Zudem b auch es Zei , bis die Gesellscha e s eh , dass No en nich s aus-
sagen und es besse is , wenn Jugendliche ih e S ä ken und Schwächen kennen, s a nu
No enwe e. Dahe is es wich ig, dass Leh pe sonen und Schulen ak i Massnahmen e g ei-
en, um posi i e Ve ände ungen zu ö de n. An angs gib es gewiss Unsiche hei en, welche
übe wunden we den müssen, um posi i e E ah ungen beispielsweise in Bezug au Reak io-
nen de El e n machen zu können. Wenn ganze Schulen die Beu eilungskul u e ände n,
kann dies abe die Hal ung de El e n und dadu ch die de Gesellscha beein lussen. Dazu
b auch es Au klä ungsa bei , um ein Umdenken in de Gesellscha zu bewi ken. Das bedeu-
e , dass Ve ände ungen nich s a inden können, wenn man aus Angs o den Reak ionen
de El e n und de Gesellscha keine neuen Sch i e in Bezug au die Beu eilung wag . Dahe
is es no wendig, Wide s ände zu übe winden.
5.1.3. Gemeinsame Beu eilungsp axis
Wich ig e schein , dass bei einem no en eien Un e ich nich ein ach die No en weggelassen
we den können, wäh end alles ande e un e ände bleib . Vielmeh e o de es ein g undle-
gendes Umdenken im Un e ich , was wei übe die eine Abscha ung de No en hinausgeh
(TG 1B Pos. 117). S udien zeigen diesbezüglich gemäss Ma x (2020), dass Leh pe sonen o
nich aus eichend da au o be ei e sind, einen no en eien Un e ich umzuse zen, bei dem
nich ein ach nu die Zi e nno en e se z we den. Dahe müssen konk e e Rahmenbedingun-
gen gescha en we den ( gl. Kapi el 2.7.1). Die Ein üh ung e weis sich ausse dem als iel-
schich ige P ozess ( gl. Kapi el 2.7.1). Ein al e na i es Beu eilungssys em muss demzu olge
so g äl ig du chdach we den. Zudem schein es on hohe Bedeu ung zu sein, Schulungen
ü Leh pe sonen anzubie en und sie bei de En wicklung eine neune Beu eilungsp axis an-
gemessen zu un e s ü zen.
En wicklung, Umse zung und Einbindung de Schullei ung
Die Wich igkei nach eine Ve einhei lichung de Beu eilungsp axis im Team wi d du ch die
Fachpe sonen s a k be on . E s aunlich dabei is , dass Tanja allein mi de Ums ellung des
Sys ems s a e e. Alle dings geh aus den In e iews he o , dass sie, sowie die ande en d ei
Be ag en meinen, dass die gemeinsame En wicklung eine Beu eilungsp axis Siche hei gib ,

63
um sie gegen aussen zu e e en, wobei es eno m wich ig e schein , als Team eine einhei li-
che Hal ung zu haben ( gl. Kapi el 4.3.1). Auch Lö sche und Roos 2021 be onen, dass man
sich in einem Team zusammenschliessen soll, um die Wei e en wicklung eine kompe enzo i-
en ie en di e si ä ssensiblen Beu eilung gemeinsam o anzu eiben ( gl. Kapi el 2.2.8).
S eese (2022) heb he o , dass ein einhei liches Konzep zu Leis ungsbewe ung im inklu-
si en Un e ich Handlungssiche hei bie en und einen e lek ie en Umgang mi Leis ungen
e möglichen kann ( gl. Kapi el 2.4.3). Im Beu eilungs eglemen des Kan on Thu gau (2021)
wi d eben alls eine abges imm e Beu eilungskul u ge o de , wobei es das Ziel sein soll, dass
die Leh pe sonen sich angleichen. Alle dings b auch die E a bei ung eine solchen gemäss
Zwicke (2021) Zei ( gl. Kapi el 2.3.2). In den In e iews wi d dies eben alls deu lich. Denn es
wi d be on , dass die En wicklung de Beu eilungsp axis Ene gie e o de und zei in ensi is .
Es b auch deshalb Leh pe sonen, welche be ei sind, eine Ex ameile zu gehen, dami im
Team inno a i e Me hoden en s ehen können. Tanja und Anna meinen, dass es wich ig is ,
sich s ändig wei e zuen wickeln ( gl. Kapi el 4.3.1). Da aus läss sich schliessen, dass die Be-
u eilungsp axis an Schulen ein wiede keh endes Thema sein soll e. Um den Sch i zu wagen
und eine al e na i e Beu eilung ohne No en einzu üh en, b auch es scheinba iel Mu und
die Un e s ü zung de Schullei ung, welche hin e dem Team und de Umse zung s eh (siehe
Kapi el 4.3.2). Ausse dem schein es, als b auche es einzelne Pe sonen, welche o angehen
und eine Umse zung ini iie en, dami konk e ges a e we den kann.
El e na bei und T anspa enz
Die In e iew en heben he o , dass es wich ig is , die El e n ak i mi ins Boo zu holen und
einen egelmässigen In o ma ionsaus ausch zu gewäh leis en ( gl. Kapi el 4.3.3). Lö sche
und Roos (2021) be onen ebenso, dass die Schule eine kla e Kommunika ion übe die ak uelle
En wicklung nach aussen siche s ellen soll, da bei den El e n o noch e al e e Vo s ellungen
übe die Beu eilung o handen sind ( gl. Kapi el. 2.2.8). Da aus läss sich deu en, dass posi-
i e E ah ungen de El e n mi al e na i en Beu eilungssys emen ein Übe denken de Hal ung
und somi ein Umdenken allgemein bewi ken können.
5.1.4. E ek e on No en
Scheingenauigkei und Aussagek a
In Bezug au die Zeugnisse läss sich es hal en, dass sie gemäss de Bildungsdi ek ion des
Kan ons Zü ich (2022) ie e schiedene Funk ionen haben können. He o gehoben wi d in
diesem Abschni die O ien ie ungs- und im nächs en die Mo i a ions unk ion, denn diese bei-
den sollen on hohe Bedeu ung ü die Kinde mi besonde en Bedü nissen sein. Die O ien-
ie ungs unk ion mein , dass die Be eilig en übe den Le ns and de Schüle :innen inne halb
eine bes imm en Zei spanne in o mie we den ( gl. Kapi el 2.3.1). Die O ien ie ungs unk ion
und Kla hei de No en wi d eben alls in Kapi el 2.5.1 besch ieben, wobei No en als
64
egelmässige Rückmeldungen dienen und ühzei ig Hinweise au nega i e En wicklungen ge-
ben können. Dem wide sp echen d ei In e iewpa ne innen ( gl. Kapi el 4.4.1), da No en ih e
Meinung nach keine di e enzie en Rückmeldungen übe einzelne Teilbe eiche geben können
und die Schüle :innen du ch das Zeugnis somi nich übe den Le ns and, sonde n nu da übe
o ien ie we den, inwie e n sich ih e Leis ung on den ande en ih e Klassens u e in Fo m
eine No e un e scheide . Dabei wi d be on , dass die No en keine Aussagek a haben, da
eine Zahl nich anzeigen kann, inwie e n die einzelnen Kompe enzen e s anden wu den.
Dass No en scheingenau sind und o mals nich das a sächliche Wissen abbilden wi d in di-
e sen Quellen be on ( gl. Kapi el 2.6.1). Un e ande em we den dabei einige Fehle quellen
au ge üh , wodu ch No en ih e Aussagek a e lie en.
(De)mo i ie ende Wi kung
Bezüglich de Mo i a ions unk ion des Zeugnisses geh es da um, dass es anspo nen kann
gu e Leis ungen im Zeugnis abgebilde zu sehen ( gl. Kapi el 2.3.1). Zudem können No en die
Ans engungsbe ei scha de Schüle :innen e höhen und de en Umgang mi Misse olgen
schulen (siehe Kapi el 2.5.3). Alle dings wi d iele o s auch be on , dass No en nega i e Aus-
wi kungen au die Mo i a ion haben und ehe zu F us a ion üh en, da sie leich e glichen
we den können und dadu ch zu einem Konku enzdenken e lei en. Zudem können sie die
Fo sch i e und den Le np ozess nich aus eichend abbilden ( gl. Kapi el2.6.3). Die In e -
iewpa ne innen besch eiben dazu in Kapi el 4.4.2, dass No en ü leis ungss a ke Kinde po-
si i e Auswi kungen haben können. Fü alle ande n wi ken sie abe ehe demo i ie end, da sie
o an das Selbs bild de Kinde geknüp we den. Auch Lö sche und Roos meinen, dass lang-
sam le nende Kinde o mals Misse olgse lebnisse du ch No en machen ( gl. Kapi el 2.6).
Da übe hinaus we den die Le nenden lau Ka ja beim Übe i au ih e No en eduzie ,
wodu ch diesen eine g osse Bedeu ung zukomm . Anna schilde , dass die No en ückgabe bei
den Kinde n iel ach S ess auslös . Übe dies wi d besch ieben, dass No en D uck auslösen
können und o die ex insische s a in insische Mo i a ion ö de n (siehe Kapi el 4.4.2). Die
obigen Aus üh ungen e deu lichen, dass No en ehe nega i e Auswi kungen au das Le nen
on Kinde n mi besonde en Bedü nissen haben.
5.1.5. Al e na i e Beu eilungssys eme
Aus de heo e ischen Auseinande se zung geh he o , dass bei einem kompe enzo ien ie en
Un e ich , wie e im Leh plan 21 ge o de wi d, iel äl ige Beu eilungsme hoden zum Zuge
kommen sollen ( gl. Kapi el 2.3.3). Dabei machen de ak i e Dialog, eine P äsen a ionskul u
und egelmässiges Feedback zum A bei sp ozess du ch die Pee s und die Leh pe son eine
le n ö de liche Beu eilungskul u aus. Fü Schüle :innen mi besonde em Fö de beda eignen
sich besonde s das Po olio und Kompe enz as e ( gl. Kapi el 2.7.2). Win e (2017) be-
sch eib einige Me hoden zu Leis ungse assung und -beu eilung konk e (siehe Kapi el
65
2.7.3). Es zeig sich, dass diese Me hoden in den Schulen de In e iew en Pe sonen zum
Zuge kommen ( gl. Kapi el 5.4.1). Genann we den Po olios, Le n agebüche , Vo äge, K i-
e ien as e , S ando bes immungen, sch i liche und mündliche Rückmeldungen und P oduk e
wie beispielsweise Lapbooks ode Plaka e. Fü Tanja sind die Kompe enz- ode Jah esübe -
sich en die wich igs en Ins umen e zu Leis ungse assung, da sie eine Zusammen assung
de schulischen Leis ungen in den einzelnen Fäche n da s ellen. Sie e möglichen es, den
Le ns and des Kindes nachzu ollziehen und geziel an Ve besse ungen zu a bei en. Diese
Me hoden können ü die Selbs beu eilung und die Re lexion genu z we den. Emilia leg da-
bei g ossen We da au , dass die Kinde zum Re lek ie en ange eg we den, da sie sich
dadu ch wei e en wickeln können. Es läss sich deshalb schliessen, dass Re lexionen o ein-
gese z we den sollen. Ausse dem gib es Möglichkei en ü Pee -Feedback. Es wi d übe dies
deu lich, dass o allem die Beobach ung im Un e ich seh wich ig is , um als Leh pe son
wäh end des Le np ozesses In o ma ionen zum Le ns and de Kinde zu e hal en. Wich ig ü
die Schüle :innen e schein dabei gemäss Ka ja, dass nich nu au Nega i es, sonde n auch
Posi i es geach e we den soll ( gl. Kapi el 4.5.1).
In Bezug au die le n ö de liche Beu eilung schein die Selbs einschä zung eine besonde e
Bedeu ung zu haben. Denn dadu ch können die Schüle :innen das eigene Le nen s eue n,
e lek ie en und beu eilen. Alle dings is ü eine le n ö de liche Beu eilung die Un e s ü zung
de Leh pe son au dem indi iduellen Le nweg wich ig ( gl. Kapi el 2.7.2). Die Selbs einschä -
zung wi d auch an de Schule on Anna wich ig, da die Kinde sich jeweils selbs Zielno en ü
den nächs en Zei abschni se zen. Sie we den in diesem P ozess abe du ch die Leh pe so-
nen beglei e ( gl. Kapi el 4.5.2).
Insgesam zeig sich, dass egelmässige Gesp äche ü alle In e iew en on g osse Bedeu-
ung sind, dami die Kinde wissen, wo sie s ehen und es keine Übe aschungen gib . Zudem
sollen die Kinde eng im Le nen beglei e we den, wodu ch man als Leh pe son den Le ns and
de Kinde gu einschä zen kann, ohne die Kinde s ändig P ü ungen sch eiben zu lassen.
Ausse dem dien die enge Beglei ung dem ühzei igen E kennen on P oblemen, welche
dann gemeinsam angegangen we den können ( gl. Kapi el 4.5.2). Auch Ma x (2020) be on ,
dass ie e e Einblicke in den Le np ozess du ch al e na i e Ve ah en e möglich we den kön-
nen ( gl. Kapi el 2.7.1). Nöl e und Wamp le (2021) be onen zudem, dass du ch Gesp äche
geziel e K i ik geäusse we den kann, die zu Wei e en wicklung bei äg . Dabei wi k Feed-
back zu den indi iduell e b ach en Leis ungen e mu igend, d ück We schä zung aus und bie-
e Ve besse ungs o schläge. Es is wich ig, die S ä ken wah zunehmen und o ene Dialoge
zu üh en ( gl. Kapi el 2.6.2). Es wi d auch deu lich, dass Feedback nich zusammen mi eine
No e ückgemelde we den soll, denn so wi d es o nich beach e ode e a bei e , da die
Kinde sich iel meh au die No e okussie en ( gl. Kapi el 2.7.3).
66
5.1.6. Le nen und Leis ung im inklusi en Un e ich
Insgesam zeig sich, dass die indi idualisie e Leis ungsbeu eilung im inklusi en Un e ich
den Fokus weg on No en und hin zu eine ganzhei lichen Le nen wicklung e schieb . Dies
bie e o allem ü Kinde mi besonde en Bedü nissen g osse Vo eile.
Indi idualisie e Leis ungsbeu eilung
Aus dem heo e ischen Bezugs ahmen lassen sich ü die Leis ungsbeu eilung in de Inklusi-
en Schule e schiedene Punk e ablei en. Dabei soll de indi iduelle We eine Leis ung im
Mi elpunk s ehen, wodu ch ein Fokus au die P ozesso ien ie ung in e schiedens en Le n-
und Un e ich ssi ua ionen geleg wi d und nich nu das Ende gebnis im Zen um s eh . Zudem
sollen Leis ungen in eine e auens ollen Beziehungskul u ane kann und we geschä z
und eine T anspa enz du ch Feedback und kla e Bewe ungsk i e ien he ges ell we den ( gl.
Kapi el 2.4.3). Gemäss Hollenwege e al. (2021) wi d sei de Ein üh ung des Leh plan 21 iel
meh eine kompe enzo ien ie e Beu eilung ge o de , welche au den P ozess und die Fö -
de ung ausge ich e is . Dabei sollen egelmässige und indi iduelle Rückmeldungen gegeben
we den ( gl. Kapi el 2.3.3). Die Kompe enzo ien ie ung kann auch als ganzhei lich bezeichne
we den und wi d eben alls in den In e iews umsch ieben, wobei einzelne Kompe enzen und
Teilbe eiche ans elle eines Gesam e gebnisses beu eil we den sollen, um un e ande em
gu e Leis ungen ode übe achliche Kompe enzen he o heben zu können. Zudem kann
dadu ch eine anspa en e Beu eilung gewäh leis e we den, wobei die Schüle :innen an-
schliessend wissen, wo ih e S ä ken und En wicklungspo en iale liegen. Dies wi d o allem
du ch Tanja, Ka ja und Emilia be on ( gl. Kapi el 4.6.1). Auch Lö sche und Roos (2021) mei-
nen, dass die Schüle :innen ih e S ä ken und Schwächen kennen und S a egien ü den Um-
gang mi Schwie igkei en haben sollen. Wich ig bei eine ö de lichen Beu eilungskul u is
zudem, dass die Schüle :innen sich selbs Ziele se zen und an ihnen d anbleiben können ( gl.
Kapi el 2.7.2). Übe dies soll e gemäss Nöl e und Wamp le (2021) die Ziele eichung im Vo -
de g und s ehen. Wenn Ziele nich e eich we den, sollen Leh pe sonen die Schüle :innen
e mu igen, neue Wege zu inden und wei e zua bei en ( gl. Kapi el 2.6.2). In den In e iews
wi d meh ach be on , dass die K i e ien im Vo nhinein mi den Schüle :innen besp ochen we -
den sollen, dami die T anspa enz gewäh leis e we den kann. Zudem gib es die Möglichkei ,
die Le nziele den indi iduellen Fähigkei en de Kinde anzupassen (siehe Kapi el 4.6.1). Ka ja
besch eib , dass sie jeweils keine Punk e ü einzelne K i e ien e gib , sonde n selbs en -
scheide , wann ein Le nziel mi welchem P ädika beu eil wi d (ZH 1Z, Pos. 22). Dabei s ell
sich die F age, ob die Bewe ung noch anspa en is . Es läss sich abe e mu en, dass die
Schüle :innen ih du ch die enge Beglei ung e auen und deshalb on eine ai en Beu ei-
lung ausgehen. Demgegenübe s eh die Aussage on Anna, welche be on , dass sie als Leh -
pe sonen die Leis ungen im Zeugnis se iös abbilden möch en und deshalb im Hin e g und
Zehn elno en zu den Bewe ungsanlässen ü sich ein agen (ZH 2E, Pos. 10). Mögliche weise
67
is es genau diese Disk epanz, welche Leh pe sonen au dem Weg zu eine eigenen Beu ei-
lungsp axis spü en und aushandeln müssen.
Im Un e ich on Ka ja und Tanja wi d eine P ü ungsges al ung umgese z , die au Inklusion
und indi iduelle Fö de ung ausge ich e is . Dazu können beispielsweise a blich un e schied-
liche Au gaben e wende we den, um den Leis ungss and de Schüle :innen zu be ücksich i-
gen. Wenn Au gabens ellungen und F agen o en o mulie we den, können die Kinde ih
Wissen ei p äsen ie en, unabhängig om Leis ungsni eau. Das Ziel dabei is es, dass jedes
Kind zeigen kann, was es a sächlich gele n ha , auch wenn es nich dem Ni eau de Klas-
sens u e en sp ich ( gl. Kapi el 4.6.1).
Flexibilisie ung des Le np ozesses
Nöl e und Wamp le (2021) be onen, dass Kinde mo i ie sind zu le nen, be o sie in die
Schule kommen, da sie sich als kompe en und au onom e leben ( gl. Kapi el 2.6.3). Dies
implizie , dass ihnen du ch das Schulsys em die Mo i a ion weggenommen wi d. Dahe
b auch es scheinba eine o ene e kompe enzo ien ie e Ges al ung des Le nens, welche die
Le n eude de Kinde übe die Schuljah e hinweg e häl . Anna e zähl diesbezüglich, dass sie
den Eind uck ha , dass jünge e Kinde noch iel glückliche und olle Le n eude sind, es abe
schwie ige wi d, sobald sie abe äl e we den. Dem könne man en gegenwi ken, indem man
die Le nwege du ch die Selbs o ganisa ion o ene ges al e und somi die Selbs wi ksamkei
ge ö de we den kann (ZH 2E, Pos. 146). Deshalb is es so wich ig, den Le np ozess zu le-
xibilisie en und S uk u en zu ö nen. Dies kann beispielsweise du ch selbs o ganisie es Le -
nen geschehen, wodu ch das Le nen im Gleichsch i au gelös wi d. Tanja und Ka ja se zen
das selbs o ganisie e Le nen als Un e ich sbaus ein zunehmend um. An Annas Schule gib
es ein Le na elie , das eigen lich selbs o ganisie sein soll e, abe lau Anna is es das noch
nich aus eichend. Dennoch gib es an ih e Schule die Möglichkei indi iduelle Schwe punk e
beim Le nen zu se zen. Auch im Un e ich on Emilia gib es eine gewisse Flexibili ä , indem
beispielsweise P ü ungen übe a bei e we den können. Ka ja bie e ih en Schüle :innen zudem
die Möglichkei misslungene P ü ungen zu ze eissen. Tanja be on die No wendigkei eines
Umdenkens im Un e ich en, da das de zei ige Sys em mi einem Le nen im Gleichsch i nich
unk ionie e. Denn alle Kinde b ingen indi iduelle Vo ausse zungen mi , weshalb Schüle :in-
nen die Möglichkei haben soll en, in ih em eigenen Tempo zu le nen und sich au ih e indi i-
duellen In e essen und Bedü nisse zu konzen ie en ( gl. Kapi el 4.6.2).
Inklusi e Le numgebung und Teilhabe
Guble (2021) besch eib , dass alle Schüle :innen das Rech au dasselbe Bildungsangebo
haben, sich das Leis ungsni eau abe un e scheiden kann. Dabei s eh die Pa izipa ion an
gemeinsamen Le ngegens änden ü alle Le nenden im Fokus ( gl. Kapi el 2.3.3). Aus dem
In e iew mi Ka ja wi d diesbezüglich deu lich, dass sie denselben Fokus in ih em Un e ich
e olg . Das Le nen am gemeinsamen Gegens and schein ü sie zen al zu sein ( gl. Kapi el

68
4.6.3). Gemäss Wagene (2022) s ehen Inklusion und schulische Leis ung alle dings in einem
Spannungs e häl nis, da Schüle :innen mi besonde en Bedü nissen häu ig als leis ungs-
schwach angesehen und somi s igma isie we den. Wenn jedoch S igma isie ung e mieden
und eine Pädagogik p ak izie wi d, die alle Kinde gleiche massen un e s ü z , kann ech e
Inklusion e eich we den ( gl. Kapi el 2.4.2). Dami dies umgese z we den kann, wi d in eine
inklusi en Le numgebung da au geach e , dass den Schüle :innen gleichwe ige Rückmel-
dungen gegeben we den. Dabei wi d deu lich, dass dies im Un e ich on Ka ja und Tanja
umgese z wi d und sie einen Fokus da au legen, dass jedes Kind es e dien , die eigenen
Fo sch i e zu sehen. Anna möch e zwa einen b ei e en No mali ä s ahmen scha en. Es läss
sich abe schliessen, dass diese do au hö , wo es um Kinde mi angepass en Le nzielen
im Zeugnis geh . Denn sie e hal en zwa jeweils P ü ungen, welche ähnlich aussehen, wie die
de ande en, jedoch un e scheiden sich die Rückmeldungssymbole o ensich lich, wodu ch sie
nich meh ganz in diesem Rahmen d in sind ( gl. Kapi el 4.6.3).
Fö de ung de Le nmo i a ion bei Kinde n mi besonde en Bedü nissen
Im Kon ex eine le n ö de lichen Beu eilungskul u zeig sich, dass al e na i e Bewe ungs-
sys eme indi iduelle Fo sch i e sich ba machen und die a sächlich e wo benen Fähigkei en
di e enzie da s ellen können ( gl. Kapi el 2.7.2). D ei In e iewpa ne innen be onen dabei
o allem, dass die indi iduelle Bezugsno m de sozialen be o zug we den soll. Zudem wi d
besch ieben, dass die K i e ien und Le nziele jeweils kla de inie sein sollen, um die Beu ei-
lung anschliessend anhand diese zu ollziehen ( gl. Kapi el 4.6.4). Dies wi d auch du ch die
heo e ische Auseinande se zung deu lich. Gemäss S eese (2022) soll e man sich on de
sozialen Bezugsno m dis anzie en, um den We eines Menschen nich on seine Leis ung
abhängig zu machen ( gl. Kapi el 2.4.1). Guble (2021) s ell dabei die k i e iale und indi idu-
elle Bezugsno m in den Vo de g und ( gl. Kapi el 2.3.3). Lö sche und Roos (2021) un e s ei-
chen eben alls, dass No en au de sozialen Bezugsno m basie en und an Bedeu ung e lie-
en, wenn die Klassen e e enzg össe en äll ( gl. Kapi el 2.6). Aus den In e iews läss sich
schliessen, dass wenn sich de Fokus weg om Ve gleich hin zu indi iduellen En wicklung
e schieb , die indi iduellen Fähigkei en in den Vo de g und ges ell we den können. Dadu ch
können E olgse lebnisse e möglich und die Le n eude beibehal en we den. Emilia mein zu-
dem, dass bei eine Übe o de ung de Kinde , die Mo i a ion asch sink und sie nich meh
ge ne in die Schule kommen (TG 1F Pos. 82). Dahe schein es eno m wich ig, indi iduell au
die Kinde einzugehen. Übe dies kann gemäss den Be ag en das Selbs we ge ühl insbeson-
de e on Kinde n mi besonde en Bedü nissen du ch Komplimen e und den Fokus au die
Begabungen und die Fo sch i e ges ä k we den ( gl. Kapi el 4.6.4). Dies wi d auch in de
Theo ie deu lich. Dami Le nende ih Po en ial zeigen und wei e en wickeln können, soll en
ih e Fo sch i e gewü dig we den. Zudem ö de eine ealis ische Selbs einschä zung das
Ve auen in die eigenen Fähigkei en ( gl. Kapi el 2.7.2).
69
6. Fazi
6.1. Bean wo ung de F ages ellung
Im Folgenden soll die F ages ellung, welche diese A bei zu G unde lieg , bean wo e we den.
Aus den obigen Aus üh ungen wi d dabei deu lich, dass es einige Chancen ü das Le nen on
Kinde n mi besonde en Bedü nissen im Zyklus 2 im no en eien Un e ich gib . He aus o de-
ungen gib es o allem bei de Ein üh ung und Umse zung eines solchen Un e ich s. Zudem
gib es im Schulsys em Vo gaben, welche in Bezug au den no en eien Un e ich g osse He -
aus o de ungen da s ellen. Ein no en eie Un e ich s ell sich als seh le n ö de lich ü alle
Schüle :innen he aus, wobei sich nu wenige He aus o de ungen e geben. Nach olgend we -
den die Chancen und He aus o de ungen abella isch da ges ell .
Tabelle 8: Chancen und He aus o de ungen im no en eien Un e ich (eigene Da s ellung)
Chancen
T anspa enz
• Wenn einzelne Le nziele ode Kompe enzen den Schüle :innen schon zu Beginn kom-
munizie we den, kann eine anspa en e Beu eilung umgese z we den, wodu ch die
Le nenden geziel a bei en können.
• Die Le nenden e hal en di e enzie e und aussagek ä ige Rückmeldungen übe den
G ad de E eichung einzelne Kompe enzen ode Teilbe eiche.
• Ans a nu au Zi e nwe e zu schauen, e kennen die Le nenden ih e S ä ken und
Schwächen.
• Wenn aus üh liche Feedbacks ohne Beu eilungen mi No en gegeben we den, kann de
Fokus au die de aillie e Rückmeldung s a de No e geleg we den, was wiede um hil ,
geziel wei e zu üben.
Vo eile al e na i e Beu eilungsme hoden
• Du ch iel äl ige Me hoden zu Leis ungse assung und -beu eilung wie Po olios, Le n-
agebüche , K i e ien as e , P oduk bewe ungen, P äsen a ionen, Le nen wicklungsge-
sp äche und un e ich sbezogene Beobach ungen kann ein Fokus au den Le np ozess
geleg we den.
• Mi Kompe enzübe sich en kann de Le ns and eines Kindes leich e ass we den, so-
dass geziel bei de Fö de ung angese z we den kann.
• Du ch al e na i e Beu eilungsme hoden und die Selbs einschä zung im Un e ich kön-
nen Le nende zu Re lexion ange eg we den und ih Le nen selbs o ganisie s eue n.
70
• Die Schüle :innen e hal en du ch egelmässige Le nen wicklungsgesp äche kon inuie li-
che Rückmeldungen wäh end des A bei sp ozesses und können somi übe ih Le nen
nachdenken und gemeinsam mi de Leh pe son die Wei e a bei geziel planen.
• Eine enge Beglei ung e möglich es, P obleme ühzei ig zu e kennen und zu bea bei en.
• Das Weglassen de No e ö de die in insische Mo i a ion, da sich Kinde nich wegen
de No e ans engen, sonde n weil sie e was dazule nen und Fo sch i e machen wollen.
Vo eile in einem inklusi en Un e ich
• E olgse lebnisse können du ch die O ien ie ung an Fo sch i en und S ä ken e möglich
we den, wodu ch F us a ion und Konku enzd uck, die bei de Ve gabe on No en häu ig
au e en, e minde we den. Dies is o allem ü leis ungsschwäche e Schüle :innen
ode Le nende mi besonde en Bedü nissen on hohe Bedeu ung.
• Im Un e ich kann eine ai e Leis ungsbeu eilung du ch gleichwe ige Rückmeldungen
an alle Schüle :innen und das Le nen au dem indi iduellen Ni eau e möglich we den.
• Du ch die Einzelbeu eilung e schiedene Kompe enzen können sowohl gu e als auch
übe achliche Leis ungen he o gehoben we den. Dies e hinde , dass nu das Gesam -
e gebnis, o eine ungenügende No e, zu ückgemelde wi d und die Kinde demo i ie .
• Die Le nziele können indi iduell angepass we den, sodass bei de Beu eilung s e s po-
si i e Rückmeldungen in einzelnen Be eichen gegeben we den können.
• Alle we den anhand ih e eigenen Fähigkei en und Fo sch i e beu eil und nich nach
o gegebenen An o de ungen de Klassens u e, was die Selbs wi ksamkei s ä k .
• We den Au gabens ellungen und F agen o en o mulie , können die Le nenden a säch-
lich Gele n es zeigen, unabhängig om Leis ungsni eau.
• Du ch die P ozess- und En wicklungso ien ie ung e schieb sich de Fokus weg om
Gesam e gebnis und ixen P ü ungs e minen. Dies e möglich es, Themen lexibel abzu-
schliessen ohne S ess ode D uck auszulösen.
• Wi d de Un e ich geö ne und das Le nen im Gleichsch i au gelös kann selbs o ga-
nisie es Le nen in indi iduellem Tempo und nach eigenen Bedü nissen e möglich we -
den.
Vo eile als Team
• Eine abges imm e Beu eilungsp axis im Team kann Siche hei bie en und einen e lek-
ie en Umgang mi Leis ungen e möglichen. Dabei kann man sich als Team beispiels-
weise bei Wide s änden du ch El e n gegensei ig un e s ü zen und Hal geben.
71
He aus o de ungen
He aus o de ungen ü die Schüle :innen
• Beim Übe i und de Selek ion we den die Kinde wiede au No en eduzie , welche
nich s aussagen, was o zu Misse olgse lebnissen üh . De Umgang mi dem Zeugnis
s ell sowohl ü die Kinde als auch ü die Leh pe sonen eine He aus o de ung da .
• Zeugnisse in No en o m müssen dennoch e s ell we den, wodu ch die Le nenden wie-
de um anhand de Sozialno m gemessen we den und die indi iduelle Ans engung nich
be ücksich ig we den kann.
• Weil die Gesellscha noch in No en denk , kann die Abwesenhei de e zu Unsiche hei-
en bei de Einschä zung üh en.
He aus o de ungen ü die Leh pe sonen
• Ein Sys em zu inden, welches ü alle Schüle :innen pass , is ü die Leh pe sonen an-
sp uchs oll und zei in ensi , da eine ganzhei liche Beu eilung mi meh Au wand e bun-
den is als die Ve gabe on Zi e nno en.
• Das Zeugnis o ma is nich au eine kompe enzo ien ie e Beu eilung ausge ich e , son-
de n au No en. Dies wi d als He aus o de ung gesehen, da Bewe ungen jeweils ü das
Zeugnis in eine No e umgewandel we den müssen.
• Das Schulsys em is mi de Selek ion und den momen anen Zeugnissen nich au eine
no en eie Beu eilung ausge ich e .
6.2. Implika ionen ü die P axis
Es schein , als b auche es ein Umdenken im Un e ich en, da jedes Kind in eine Klasse an
einem ande en O s eh und im Zyklus 2 die He e ogeni ä imme g össe wi d, be o selek i-
onie wi d, um eine scheinba homogene e Le ng uppe zu e möglichen. Kinde müssen dahe
au dem eigenen Ni eau le nen können. Da keine Ressou cen ü eine 2:1-Be euung o han-
den sind, muss das Le nen lexible ges al e we den können, wobei eine sei s ein selbs o ga-
nisie es Le nen und ande e sei s ein Le nen am gemeinsamen Gegens and mi un e schied-
lichen Ni eaus u en umgese z we den könn e.
Aus de heo e ischen und p ak ischen Auseinande se zung lassen sich einige Implika ionen
schliessen, welche nach olgend abella isch da ges ell we den.
Tabelle 9: Implika ionen ü die P axis (eigene Da s ellung)
No en eie Un e -
ich
• Beu eilungen anhand on Wo p ädika en
• Anzeige übe den G ad de Le nziele eichung
• Keine E sa zwäh ung
78
Volksschulam , Bildungsdi ek ion Kan on Zü ich (H sg.). (2022). Beu eilung und Schullau -
bahnen scheide—Übe das Fö de n, No engeben und Zu eilen (5. übe a bei e e Au -
lage). Leh mi el e lag Zü ich. h ps://www.zh.ch/de/bildung/in o ma ionen- ue -schu-
len/in o ma ionen- olksschule/ olksschule-schulin o-un e ich /schulin o-beu eilung-
zeugnis.h ml
Volksschulam , Bildungsdi ek ion Kan on Zü ich (H sg.). (2023). Mi Lei sä zen zu eine ge-
meinsamen Beu eilungskul u —Ein Ins umen ü Schullei ungen und Schul eams (2.
Au lage). h ps://www.zh.ch/de/bildung/in o ma ionen- ue -schulen/in o ma ionen-
olksschule/ olksschule-schulin o-un e ich /schulin o-beu eilung-zeugnis.h ml
Volksschulam , Kan on Zü ich. (2025). In o ma ionen zu Beu eilung und Zeugnis ü Schulen.
Kan on Zü ich. h ps://www.zh.ch/de/bildung/in o ma ionen- ue -schulen/in o ma io-
nen- olksschule/ olksschule-schulin o-un e ich /schulin o-beu eilung-zeugnis.h ml
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K. B äu, A. Feind , T. Häcke , & B. Wische (H sg.), Leis ung: E möglichen & beu eilen
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h ps://a . g.ch/angebo e-und-be a ung/angebo e-zu-un e ich s hemen/beu ei-
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7.2. Abbildungs e zeichnis
Abbildung 1: Kompe enzde ini ion (in Anlehnung an Meye und Junghans 2021, S. 99) .......10
Abbildung 2: Dimensionen de Beu eilung: Eigene Da s ellung in Anlehnung an (Be ne , Isle
& Weidinge , 2018, S. 243 zi ie nach Good e al., 2020, S. 3) ............................................13
Abbildung 3: Phasen de inhal lich s uk u ie enden Analyse (Kucka z & Rädike , 2024, S.
132) ......................................................................................................................................44
Abbildung 4: S o - ode leh plano ien ie es Le nen (He old & He old, 2017, S. 113) ...........80
Bild Ti elsei e: (Ma in, 2017)
7.3. Tabellen e zeichnis
Tabelle 1: Übe sich zu den Kan onalen Rich linien ..............................................................21
Tabelle 2: Quali ä sme kmale ü einen pädagogischen Leis ungsbewe ungsp ozess (in
Anlehnung an S eese & U ban, 2021) .................................................................................27
Tabelle 3: Fehle quellen de Beu eilung (in Anlehnung an Bohl, 2022, S. 9) ........................30
Tabelle 4: Ve ah en im Kon ex eine ö de - und didak isch o ien ie en Pädagogischen
Diagnos ik (in Anlehnung an Win e 2017, S. 15–17) ............................................................35
Tabelle 5: A en on Po olios (in Anlehnung an Ma x, 2020, S. 63-65) ................................36
Tabelle 6: T ansk ip ionszeichen (in Anlehnung an Kucka z & Rädike 2024, S.200) ...........43
Tabelle 7: Ku zbesch eibungen de Un e ich ssi ua ion de In e iewpa ne innen (eigene
Da s ellung) ..........................................................................................................................45
Tabelle 8: Chancen und He aus o de ungen im no en eien Un e ich (eigene Da s ellung) 69
Tabelle 9: Implika ionen ü die P axis (eigene Da s ellung) ..................................................71
Tabelle 10: Thesen ü eine gemeinsame Beu eilungsp axis (in Anlehnung an Guble 2021,
S. 9–10) ...............................................................................................................................80
80
8. Anhang
8.1. Kompe enzo ien ie ung und S o o ien ie ung
Abbildung 4: S o - ode leh plano ien ie es Le nen (He old & He old, 2017, S. 113)
8.2. Thesen ü eine gemeinsame Beu eilungsp axis
Tabelle 10: Thesen ü eine gemeinsame Beu eilungsp axis (in Anlehnung an Guble 2021, S. 9–10)
G undsa z:
Die Beu eilung o ien ie sich an Quali ä sme kmalen wie Kohä enz, T anspa enz und Kom-
pe enzo ien ie ung.
Kohä enz
Die Beu eilung wi d in unse e Schule au g und de gemeinsam abgesp ochenen G undla-
gen e s ell und es kann Besonde hei en in den einzelnen S u en geben.
Fö de o ien ie ung:
• Beu eilungen sollen Schüle :innen s ä ken, sie e mu igen und ih Selbs bewuss sein
au bauen.
• No en un e 3 we den nich e eil und eine 6 gil als seh gu e und nich als eine pe ek e
Leis ung.
O ien ie ung
• Die Le nenden und de en El e n we den übe den Le ne olg in o mie und Ve ände-
ungen in Leis ungen we den ühzei ig kommunizie .
Selbs beu eilung
• Die Kinde an unse e Schule le nen sich sys ema isch und en wicklungsge ech selbs
zu beu eilen.
Feedbackkul u
81
• Wi geben unse en Schüle :innen sachliche, e mu igende und kons uk i e Rückmel-
dungen, um sie in ih em Le nen zu ö de n.
• Le nkon ollen we den zei nah mi di e enzie en Rückmeldungen abgegeben
• Bis zu 6. Klasse e olg die Beu eilung ohne Zi e nno en; s a dessen geben wi Rück-
meldungen in sch i liche Fo m.
• Wi holen egelmässig Feedback on den Schüle :innen ein, um unse e P ü ungsp ak-
iken zu e besse n.
T anspa enz
• Die K i e ien we den im Vo aus so kommunizie , sodass die Schüle :innen wissen, wo-
au es o allem ankomm .
• Zei punk e summa i e Le nkon ollen we den ühzei ig bekann gegeben und die Le -
nenden können sich da au o be ei en.
• Ko ek u en, No en ode ande e Beu eilungen we den nach ollziehba ückgemelde .
• Du ch das Po olio wi d de indi iduelle Le nweg und die e wo benen Kompe enzen
dokumen ie .
Kompe enzo ien ie ung
• Die im Leh plan es gehal enen Kompe enzs u en gel en als G undlage ü das Fo mu-
lie en on K i e ien.
• Le nende mi besonde em Fö de beda haben ein Rech da au , in allen Kompe enzen
ge ö de zu we den, ohne dabei alle G undansp üche zu e eichen.
• Die Kompe enzs u en im Leh plan hel en, den Un e ich geziel an die indi iduellen
Bedü nisse de Schüle :innen anzupassen und de en Fo sch i e im E we b on Kom-
pe enzen nach ollziehba da zus ellen.
• E wei e e Beu eilungs o men wie Re e a e, Plaka e ode Po olios we den e wende ,
um den P ozess nach ollziehba da zus ellen.
• Du ch geziel e Beobach ungen on Spiel- und Le nak i i ä en gewinnen die Leh pe so-
nen Einblicke in den ak uellen En wicklungs- und Le ns and de Kinde .
82
8.3. In e iewlei aden Expe :innenin e iew
Vo dem In e iew
• Beg üssung und Dank ü die Be ei scha zu Teilnahme am In e iew
• Vo s ellen de eigenen Pe son
• In o ma ion übe den Kon ex und den Zweck de Be agung
• Rahmenbedingungen klä en (Ablau , Zei daue )
• Einwilligungse klä ung
• Hinweis au e aulichen Umgang mi den In o ma ionen und Möglichkei ü die Anonymisie ung
Eins ieg
Lei agen:
• Wie muss ich mi den All ag (an eine Schule)
mi no en eiem Un e ich o s ellen? E zähl
bi e ein ach mal…
Konk e e F agen
S eue ungs agen/Au ech e hal ungs agen
• Sei wann und inwie e n se z du no en eien
Un e ich in deine P axis um, und was wa-
en die Bewegg ünde, dies zu un? Ode :
Welche Rolle spiel «le nen ohne No en» in
deinem Un e ich ?
• LP: Has du in deine Klasse Kinde mi be-
sonde en Bedü nissen? (wie iele/Beglei-
ung du ch SHP, angepass e LZ)
• SHP: Wie iele Kinde mi besonde en Be-
dü nissen ö de s du ak uell im Zyklus 2?
Memos
83
Haup eil
Themenbe eich 1: De ini ion on no en eiem Un e ich
Lei age:
• Was e s ehs du un e "no en eiem Un e -
ich "? Wie de inie s du diesen Beg i aus dei-
ne be u lichen P axis?
Konk e e-F agen
• Wann is Un e ich no en ei bzw. nich no en-
ei? Gib es eine kla e Abg enzung?
• Inwie e n is dein Un e ich no en ei bzw.
nich no en ei?
Memo
Beg i sklä ung
Themenbe eich 2 : al e na i e Beu eilungssys eme
Lei agen:
• Es gib e schiedene Möglichkei en einen Un-
e ich mi al e na i en Beu eilungssys emen
zu ges al en. Kanns du mi e zählen, wie de
Un e ich ohne No en bei di konk e ges al e
wi d?
• Wie sieh eine no en eie Un e ich spla-
nung/Lek ions eihe bei di aus?
• Welche Vo eile/Nach eile ha de Un e ich
ohne No en aus deine Sich ?
• Welche Me hoden de Leis ungse assung und
-beu eilung haben sich in de P axis als hil -
eich e wiesen?
Konk e e F agen
• Wie ges al es du den P ozess de Leis ungs-
beu eilung konk e ?
• Welche al e na i en Fo men de Leis ungsbe-
u eilung wendes du an?
• Inwie e n we den Rückmeldungen gegeben?
• Inwie e n gib es ü die Le nenden Möglich-
kei en zu Selbs einschä zung/ Selbs e le-
xion?
• Wie wi d de Abschluss on Lek ions eihen
ges al e ?
S eue ungs age:
(zu e ie es Eingehen au einzelne Me hoden)
Kanns du mi on wei e en Fo men be ich en?
• Fäche bezogen?
• Po olio
• Le n agebüche
• P äsen a ionen
• Ve balbeu eilungen
• Beu eilungs as e
• Le nen wicklungsge-
sp äche (Coachingge-
sp äche)
• Feedback
• Beziehung

84
Themenbe eich 3: gemeinsame Beu eilungsp axis im Team
Lei age:
• Wie ausch ih euch im Team un e einande
übe die Leis ungen de Schüle :innen und die
Beu eilungsp axis aus?
Konk e e F agen:
• Inwie e n hil di eine gemeinsame Hal ung
zu Beu eilungsp axis?
• Benö ig ein no en eie Un e ich meh Aus-
ausch im Team? Wenn ja, wa um? Wenn
nein, wa um nich ?
• Inwie e n hal e ih Feedback und Zwischen-
s ände gemeinsam es ?
Gemeinsame Beu ei-
lungsp axis
Aus ausch im Team
Hal ung gegenübe El e n
Themenbe eich 4: Le nen und Leis ung im inklusi en Un e ich
Lei agen:
• Welche posi i en E ah ungen has du in Bezug
au das Le nen on Kinde n mi besonde en
Bedü nissen im no en eien Un e ich ge-
mach ?
• Inwie e n siehs du auch He aus o de ungen im
no en eien Un e ich ü das Le nen on Kin-
de n mi besonde en Bedü nissen?
• Wie sieh bei di die Beu eilungsp axis ü Kin-
de mi ALZ/ILZ im Zeugnis aus?
• Inwie e n di e enzie s du Leis ungsnachweise
(Tes s) ü SuS mi besonde en Bedü nissen?
• Wie könn e eine ai e Leis ungsbeu eilung dei-
ne Meinung nach aussehen?
Konk e e Nach agen:
• Kanns du on einem konk e en Beispiel in Be-
zug au posi i e E ah ungen be ich en?
• Wie gehs du mi diesen He aus o de ungen
um?
• Gib es bei Übe i en He aus o de ungen?
• E hal en sie Rückmeldungen in ähnliche Fo m
wie die ande en Kinde ?
• Inwie e n wi d die Leis ung danach indi iduell
beu eil ?
• Gib es in deinem Un e ich Raum ü ein
selbs bes imm es Le nen?
• Können P ü ungen zu un e schiedlichen Zei -
punk en gesch ieben we den?
• Kanns du on einem Beispiel be ich en, in
welchem ein Kind meh Chancengleichhei
au g und eines al e na i en Beu eilungssys-
ems e ah en konn e? (nu e l. s ellen)
Fö de n, E ike ie ung und
Zusch eibungen als nich
gu , Ve gleich
wenige D uck, in insische
Mo i a ion/Ve gleichsd uck
(Bezugsno m)
bei de Mo i a ion, de
Selbs wah nehmung ode
de Kommunika ion mi El-
e n)
Meh Zei , schwie ige Au g.
abdecken
Un e schiedliches Le n-
empo
Chancenge ech igkei ,
ai e Leis ungsbewe ung
85
Themenbe eich 5: E ek e on No en
Lei agen:
• Welche E ek e haben deine Ansich nach No-
en au das Le nen on Kinde n?
• Has du Si ua ionen e leb , in denen die Abwe-
senhei on No en zu Unsiche hei en ode
Schwie igkei en ge üh ha ?
• Welchen Umgang hab ih im Schulhaus/has
du in de Klasse mi de Ve gabe on Zeugnis-
no en?
Konk e e Nach agen:
• Welche Nach eile/Vo eile gib es bei de
Ve gabe on Zi e nno en?
• Weshalb siehs du dies als ein Vo eil/Nach-
eil an?
• Inwie e n haben No en (Zeugnisno en) in ei-
nem no en eien Un e ich ü die SuS (mi
besonde en Bedü nissen) eine ande e Be-
deu ung?
• We den sie on den Kinde n ehe weni-
ge /meh gewich e ? Haben sie ehe
meh /wenige Angs o dem Zeugnis?
• Welche Auswi kungen siehs du, wenn Kinde
die Beu eilung ALZ/ILZ im Zeugnis e hal en?
E ek e on No en/ K i ik
an den No en
El e n, El e n übe agen
es au die Kinde
Gib es Vo eile on No-
en??
Abschluss
• Welchen Handlungsbeda siehs du an Schulen im Zyklus 2 in Bezug au das Le nen ohne No en?
• Was wü des du di wünschen?
• Gib es on deine Sei e noch wich ige Aspek e, übe die wi noch nich gesp ochen haben und du noch e gänzen möch es ?
Dank!
He zlichen Dank ü deine in e essan en Gedanken und deine eh lichen An wo en. Es wa seh spannend ü mich.
86
8.4. In e iewbe ich e
In e iewbe ich TG 1B
• Da um: 12.02.2025
• Daue des In e iews: 16:15 – 17:30
• O des In e iews: P ima schulhaus TG
• In e iewe in: Ca men Gysin
• Expe in: SHP und Leh pe son Tanja (Name geände )
A des Kennenle nens
Tanja wu de übe eine Mi s udie ende de H H aus indig gemach . Sie a bei en gemeinsam in
de selben Schule und die Mi s udie ende mein e, dass Tanja bei de Ein üh ung des no en-
eien Un e ich s im Schulhaus dabei wa . Sie an wo e e seh asch au die An age pe Mail
und ein passendes Da um konn e schnell e einba we den.
Gesp äch o dem Einschal en des Au nahmege ä es
Vo dem In e iew wu de Tanja beg üss und die In e iewe in s ell e sich ku z o . Zudem and
ein ku ze , locke e Aus ausch s a . Anschliessend olg e ein ku ze Um iss zum Thema no-
en eie Un e ich und In o ma ionen zum Zweck des In e iews wu den e eil . Ebenso wu de
Tanja da au hingewiesen, dass das In e iew au gezeichne we de, dami keine In o ma ionen
e lo en gehen. Sie wa dami ein e s anden. Zudem wu de die sch i liche Ein e s ändnise -
klä ung eingehol und sie wu de übe die Anonymisie ung au geklä . Danach wu den die Rah-
menbedingungen (Daue , Ablau ) des In e iews e wähn . Die in e iew e Pe son wu de aus-
se dem e neu in o mie , dass das In e iew au Hochdeu sch du chge üh we de. Sie wa
schon im Vo nhinein dami ein e s anden.
Gesp äch nach de Au zeichnung
Nach dem In e iew e zähl e Tanja noch wei e es on ih em Be u als SHP und Klassenleh -
pe son an ih e Schule. Sie ag e übe dies die in e iewende Pe son, ob sie auch an eine
Schule a bei e, welche das Ziel habe, ohne No en zu a bei en. Es and ein ku zes Gesp äch
übe die A bei als SHP allgemein s a . Danach ging es e neu um den Un e ich ohne No en
und Tanja be on e, dass es ü sie eine F age de Hal ung sei, ohne No en zu a bei en. Sie
mein e, dass man nich nu ein ach die Zi e nno en weglassen könne, um einen no en eien
Un e ich gewinnb ingend zu ges al en. Es sei ausse dem nich sinn oll, nu eine E sa zwäh-
ung ü die No en zu haben. Übe dies e zähl e sie, dass sie als Team in ih e Le nlandscha
Vo ei e :innen in Bezug au das Thema seien. Zudem äusse e sie Bedenken, dass sie als
Team in ih e Le nlandscha Rücksch i e machen müss en, wenn sie eine gemeinsame
87
Beu eilungsp axis im Team en wickeln wü den. Sie wü de nich wiede zu ück wollen und ih
Sys em, so wie sie es als Le nlandscha s-Team e a bei e haben, beibehal en wollen. Zum
Schluss zeig e Tanja einen O dne mi einem Po olio, in welchem die Le nnachweise de
Kinde abgeleg we den. Es wa zu sehen, dass die Kinde jeweils in den un e schiedlichen
Themenbe eichen de Ma hema ik e schiedene Übe sich en ha en, welche belegen, welche
Kompe enzen die Kinde be ei s e wo ben haben. Diese we den als Jah es- ode Kompe enz-
übe sich en bezeichne . Zudem gab es e schiedene Kompe enzübe sich en im Fach
Deu sch. Ausse dem gab es wei e e Regis e zu den F emdsp achen, NMG und Spo , in wel-
chen jeweils Kompe enz as e mi den Balken zu Bewe ung e sich lich wa en. Die Balken
zeig en mi einem Punk an, inwie e n das Kind das jeweilige Ziel ode die jeweilige Kompe-
enzs u e e s anden ha . Je wei e ech s die Leh pe son den Punk se z e, des o höhe wa
die Einschä zung zum Ve s ändnis. Tanja mein e, dass sie mi dem Po olio des Kindes eine
hil eiche Einschä zung habe, um eine Emp ehlung ü den Übe i in die Sekunda s u e ma-
chen zu können. Sie gewinne anhand de Balken mi den e sehenen Punk en seh asch eine
Einschä zung zum Leis ungss and des jeweiligen Kindes.
Gesp ächs e lau / (E zählbe ei scha )
Die Gesp ächspa ne in e zähl e on sich aus seh iel, wodu ch nich o nachge ag we den
muss e. Die E zählbe ei scha wa dahe seh hoch. Die Un e hal ung wa seh na ü lich und
es konn e ein locke es Gesp äch s a inden. Tanja gab sich g osse Mühe, die F agen mög-
lichs um assend zu bean wo en.
Zen ale E kenn nisse
Wich ig e schien o allem, dass ein Un e ich ohne No en so g äl ig o be ei e we den soll
und es eine ande e Hal ung b auche, um einen Un e ich ohne No en umzuse zen. Wich ig
dabei schein , dass de Un e ich sinhal nich im Gleichsch i on allen Kinde n bea bei e
wi d, sonde n sie indi iduell in ih em Tempo a bei en können. Zudem seien P ü ungen im he -
kömmlichen Sinne nich ziel üh end. Sie könne die Le ns ände de Kinde auch wäh end de
Le n- und T ainingsphasen beobach en.
Non e bale Reak ionen
Tanja e zähl e seh ei und o en. Dabei lächel e sie o und sie wi k e on ih em Un e ich s-
konzep übe zeug und eu e sich scheinba , da übe be ich en zu dü en.
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8.5. T ansk ip e
1
T ansk ip In e iew TG 1B
2
I = In e iewe in
T= Tanja
3
I: Gu . Wi haben heu e Mi woch, den 12. Feb ua und ich danke di ielmals ü die Teilnahme
am In e iew und dass du meine F agen bean wo es .
4
T: Seh ge ne.
5
I: Wi we den ge ade eins eigen mi eine F age und nachhe geh es dann zu den Haup agen
übe . Genau. Meine Eins iegs age wä e: Wie muss ich mi den All ag an eine Schule mi no-
en eiem Un e ich o s ellen? E zähl doch bi e ein ach mal! (..)
6
T: G undsä zlich wü de ich behaup en nich g oss ande s als an eine Schule mi No en. Wi ha-
ben e schiedene Bewe ungs o men und Beu eilungs o men, die im Ve lau des Jah es imme
wiede s a inden. Teilweise is das in Fo m on meh ode wenige klassischen Tes s ode P ü-
ungen, wobei das mi le weile de sel ene e Fall is und wi beglei en bzw bewe en die Schüle-
innen und Schüle kompe enzo ien ie . Und zwa nich , ode was siche auch ein g osse Un-
e schied is zu Schulen mi No en ode mi P ü ungen: Es is bei uns sel en bis as nie meh de
Fall, dass alle Schüle innen und Schüle zum gleichen Zei punk i gend ein Thema abschlies-
sen, sonde n sie machen das dann, wenn sie me ken ode wi me ken, sie sind be ei ü den
Abschluss, um eben zu nächs en Kompe enzs u e wei e zugehen. Und diese Bewe ungs o -
men ode . (..) Bewe ungs o men/ Beu eilungs o men, die sind anspa en ü die Kinde , ü
die El e n. Die gehen auch egelmässig mi nach Hause, sodass die El e n Einblick haben und
auch wissen ode einschä zen können, wo das Kind s eh . Was wi leide imme noch machen
müssen, is einmal im Jah die Zeugnisse, die leide nach wie o in Fo m on adi ionellen No-
en s a inden.
7
I: Da kommen wi nachhe dann auch noch genaue d au zu sp echen. Genau. Supe . Danke
ielmals. Sei wann und inwie e n se z du no en eien Un e ich um? (...)

95
8
T: Ich glaube, das is je z sei zweieinhalb Jah en, wo wi wi klich komple no en ei zumindes
wäh end dem Schuljah a bei en.
9
I: Und was wa en die Bewegg ünde, dies zu un?
10
T: Das is , um eh lich zu sein, ziemlich schnell passie . I gendwann is ü mich de Momen ge-
kommen, da ühl e es sich ü mich pe sönlich ein ach alsch an No en zu se zen und die Kinde
anhand eine Zahl, die übe haup nich s aussag , zu bewe en. Und ich ha e damals den Mu ,
mögliche weise auch ziemlich blauäugig ein ach on einem Tag au den ande en bzw is das
ge ade übe die Somme e ien en s anden keine No en meh zu geben. Um eh lich zu sein,
ohne mi so ech bewuss zu sein, was das alles bedeu e .
11
I: Okay. (..) Das heiss du has dami begonnen in de ganzen Schule.
12
T: Ja im Zyklus eins haben sie ja sowieso noch keine No en und ich habe dann eigen lich im
Zyklus zwei begonnen. Wobei ich ich un e ich e ja d i e bis sechs e Klasse in einem Team und
ha e dann den Fokus damals noch o allem au die 3./4. Klasse und habe dann eigen lich be-
gonnen, den D i - Vie klässle n ein ach keine No en zu geben. Und ja, das wa eigen lich on
mi so de Ans oss und ja, ha sich zum Glück mi le weile ziemlich e ablie übe die ganze
Schule. Ode is noch d an in de En wicklung. Ja.
13
I: Okay. Du a bei es als SHP. Wie iele Kinde mi besonde en Bedü nissen ö de s du ak u-
ell?
14
T: Also, ich a bei e als Klassenleh pe son und als SHP. Das heiss , in unse e Le nlandscha
haben wi 34 Schüle innen und Schüle . (...) Geh es da um, allgemein Kinde mi besonde en
Bedü nissen ode explizi nu solche, die ausgewiesenen Fö de beda haben?
15
I: Nein, alle Kinde mi besonde en Bedü nissen. (6)
96
16
T: Hm, gu e F age. (...) Ich we de übe den Daumen (..) sagen es sind 8 bis 10.
17
I: Okay. (...)
18
T: Ja, ach , siche . (lachen)
19
I: Na ja, is schwie ig, das einzuschä zen.
20
I: Ja, kla . Und wie iele has du mi ausgewiesenem Sonde schuls a us ode angepass en Le n-
zielen Vielleich auch? (4)
21
T: D ei sind es im Momen . Wobei wi üb igens als Folge aus dem no en eien Se ing auch ge-
me k haben, dass wi imme wenige Le nzielanpassungen o nehmen. Sonde n, so wie sich
unse Un e ich en wickel ha , me ken wi , dass sowieso alle au ih em Ni eau a bei en und
deshalb die Le nzielanpassungen imme meh auch ü uns ein bisschen übe lüssig e scheinen.
(..)
22
I: Danke. (lachen)(...) Dann wü den wi zu den Haup agen übe gehen. Und da zue s eigen lich
eine De ini ion on no en eiem Un e ich . Da wä e ü mich zue s die F age: Was e s ehs du
un e no en eiem Un e ich ode wie de inie s du den Beg i aus deine be u lichen P axis?
(...)
23
T: Ganz banal gesag wü de ich das so de inie en, dass die Schüle innen und Schüle im Ve -
lau des Schuljah es keine No en bekommen. Fe ig. Was na ü lich nich heiss , dass sie keine
Bewe ungen bekommen ode keine Rückmeldungen on den Leh pe sonen zu ih en Leis un-
gen, sonde n es geschieh in ande en Fo men als eben in Fo m on No en. (5)
97
24
I: Hhm. Das heiss , du wü des sagen, dein Un e ich is no en ei? Nach deine De ini ion
auch?
25
T: Ja.
26
I: Okay. Gu .
27
T: Da ich noch ganz ku z e gänzen? (..) Fü mich is e dann no en ei, wenn ich keine, ich sag
dem E sa zwäh ung, habe ü die No en. Das heiss , wenn ich s a No en dann ein ach habe:
Seh gu , gu , genügend ungenügend, dann is das ü mich eine E sa zwäh ung und ich kann
ge ade so gu bei den No en bleiben. (..) Genau. Und somi is ü mich dann no en ei, wenn ich
wede on No en noch on i gendwelchen Skalen ausgehe, die sich in No en ablei en lassen.
Und eben alls is ü mich no en ei e s dann e üll , wenn ich nich i gendwo hin e geschlosse-
nem Vo hang doch noch meine No en mache und alles so be echne, sonde n das gehö ü
mich wie auch weg. (..)
28
I: Also ih ag demnach auch die No en nich ins Lehe o ice ein, nehme ich an?
29
T: Mi le weile nich meh . Ja, wi haben das bis zum le z en Schuljah ode soga noch an angs
dieses Schuljah gemach . Und wi me ken wie, das sch änk uns wahnsinnig ein in de A bei .
Wenn wi dann doch aus jedem Bewe ungsanlass noch eine No e o mulie en müssen, die ei-
gen lich dann schlussendlich wiede nich s aussag . Deshalb, also ich lasse es je z komple
bleiben. Im Team is es manchmal schon noch so, dass einige agen die No en ein, ande e
nich .
30
I: Okay. Abe du ü dich sch eibs wi klich keine Zi e nno en meh zu i gendwelchen Bewe -
ungsanlässen i gendwo au .
31
T: Nein, mache ich nich .
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32
I: Okay,
33
T: Wobei, das is auch so ein P ozess ode eine En wicklung, in de wi noch d in sind ode
wah scheinlich noch lange d in sein we den. (..)
34
I: Okay, gu . Kommen wi zum Themenbe eich de al e na i en Beu eilungssys eme. Da gib es
ja e schiedene Möglichkei en, im Un e ich mi al e na i en Beu eilungssys emen zu a bei en.
Kanns du mi e zählen, wie de Un e ich ohne No en je z bei di konk e ges al e wi d? (..)
35
T: Es sieh on Fach zu Fach ein bisschen un e schiedlich aus. Abe g undsä zlich a bei en wi
mi le weile in as allen Fäche n mi Kompe enzübe sich en ode allgemein Jah esübe sich en,
die nich nu ü ein Schuljah sind, sonde n eigen lich ü ie Schuljah e, nämlich die Zei , die
sie in unse e Le nlandscha e b ingen. Das heiss , sie haben beispielsweise ü Deu sch, Be-
eich Sch eiben ode Teilbe eich Rech sch eibung, haben sie eine eine Kompe enzübe sich , die
sie on de d i en Klasse bis zu sechs en Klasse beglei e . Und da schä zen sie sich imme
wiede selbe ein. Und ich mache eben alls imme wiede eine Einschä zung. In de Ma hema ik
zum Beispiel, da sind wi so un e wegs, dass wi komple al e sdu chmisch a bei en. Das
heiss , wi haben ein Tool en wickel , mi dem alle Schüle innen und Schüle on de d i en bis
zu sechs en Klasse bzw., wenn wi eh lich sind, haben wi on den Ni eaus he ehe so Ende
e s e Klasse bis sieb e Klasse in unse e Le nlandscha .
36
I: (lach )
37
T: Ja, und wi haben die Ma hema ik so au be ei e , dass alle Schüle innen und Schüle sich da-
in bewegen und da in a bei en können und sie imme wiede , wenn sie ein Thema abschliessen
ode eine Kompe enz eben in dem Sinne e wo ben haben, zeigen sie das in Fo m eines Le n-
nachweises. Das is eigen lich nich s ande es als ein lee es Bla , da sch eiben sie Thema und
das Ziel hin, welches sie kennen. Was ich üb igens ü no en eien Un e ich auch ode allge-
mein ü Un e ich mega wich ig inde, dass die Schüle innen und Schüle auch wissen, an wel-
chem Ziel a bei e ich ge ade. Dann s eh da zum Beispiel plus bis 1000: Ich kann Addi ions-
e me bis 1000 aus echnen, ode wie auch imme das o mulie is . Und dann zeigen sie das
anhand on eigenen Beispielen. Das heiss , sie üllen dieses lee e Bla mi Au gaben ypen, die
sie kennengele n haben, mi Ma e ial, das sie benu z haben, um das auszu echnen, sie
99
machen eilweise Fo os da on, wenn sie i gendwie eine Rechnung legen und s ellen so eigen -
lich ih en Le nweg da . Und diese Le nnachweis, dazu mach das Kind dann eine Selbs ein-
schä zung: "Wie gu is mi das gelungen?", und ich mache dasselbe. Und da, das wa so ein
augenö nende Momen ü uns, weil da haben wi geme k , anhand on so einem Le nnach-
weis sehe ich iel meh als anhand on eine P ü ung. Weil wenn ich zum Beispiel einen Le n-
nachweis zum Thema B üche mache und ein Kind komm zu mi mi seinem Le nnachweis und
da sind nu Vie el und Zwei el d innen in allen Beispielen, dann sag mi das ela i iel aus
ode meh aus, als wenn ich eine P ü ung habe und das Kind die Häl e ode D ei ie el nich lö-
sen konn e, weil es hal um ach el, zwöl el, zehn el usw geh . Und wenn ein ande es Kind
komm und Beispiele b ing mi zwei el, d i el, sechs el, ach el usw, dann sehe ich ela i - ode
ich wü de behaup en sehe ich ech ein ach au welche Kompe enzs u e sind sie un e wegs.
Also ode s ehen sie ehe noch am An ang ode sind sie ehe o gesch i en un e wegs.
38
I: Ja kla ,
39
T: Was wa die F age? Ich weiss nich , ob ich abgeschwei bin.
40
I: Nein, is is supe . (..) (lachen) Mich wü de da dann noch wunde nehmen: Beim Deu sch has
du gesag , do gib es Kompe enzübe sich en. Also in Ma he has du je z gesag gib es wie in
dem Sinn keine P ü ungen ode Tes s. Wie sieh es im Deu sch aus? Ode in den ande en Fä-
che n?
41
T: Genau das Deu sch haben wi so au gegliede : Rech sch eibung is ein Thema, dann de
Be eich G amma ik ode Wo a en. Da a bei en wi mi dem Wo a enmä chen nach Mon es-
so i. Da gib es auch so ein Kompe enz as e . Dann das ganze Sch eiben, also Tex e sch eiben.
Auch da sind wi imme länge e Zei , übe ein paa Wochen an eine Tex so e d an und schlies-
sen dann i gendwann diese Tex so e ab. Und da k iegen sie auch wiede eine Rückmeldung
anhand on o gegebenen Kompe enzen, die wi einschä zen und den Kinde n ode eben auch
den El e n als Rückmeldung geben. Und (..)
42
I: Also da ich schnell nachhaken?

100
43
T: Ja siche .
44
I: Da gib es dann wie eine Abschlussau gabe in dem Sinne?
45
T: Bei den Tex en is es eigen lich imme so, dass wi , keine Ahnung e wa ach Wochen ode
unge äh ein Qua al lang die gleiche Tex so e üben und dann eigen lich/ sie k iegen auch jede
Woche eine Rückmeldung on uns, zu ih en gesch iebenen Tex en. Und dann schlussendlich
komm de le z gesch iebene Tex eigen lich on diese Tex so e. Dazu k iegen sie eine aus-
üh liche e Rückmeldung und die geh auch nach Hause zu den El e n. Ja, genau. (..) Ja, ü
den Be eich Hö en je z im Deu sch, da sind wi noch im Au bau on so einem Kompe enz as e
eben alls, da sind wi im Momen ge ade in En wicklung. Zum Lesen, das heiss wi ha en/ auch
du ch das ganze Schuljah a bei en wi an e schiedenen Lesebe eichen, also Lese lüssigkei ,
Lese e s ehen usw und eigen lich is da unse Ziel ode an dem wi je z ge ade d an sind, is
auch so ein Kompe enz as e übe die e schiedenen Teilbe eiche im Lesen und übe die ie
Jah e, die sie eigen lich bei uns du chlau en. Ja, genau, da sind wi noch d an. (lachen)
46
I: Okay, und die Kinde schä zen sich da/ also ma kie en sich die Kompe enzs u e ode ih ma -
kie die auch, ode ?
47
T: Also wi haben geme k , dass diese Jah esübe sich en wahnsinnig we oll sind. Und wi
me ken, es is im Momen noch so, die sind ein ach als Papie o m bei ihnen im Po olio o -
handen. Und da is es nich bei allen Fo men gleich. In de Ma he beispielsweise, da ma kie
das Kind die Selbs einschä zung zu eine Kompe enz und ich in dem Sinne die F emdeinschä -
zung ode hal die Einschä zung aus Sich de Leh pe son und die wi d dann im Po olio abge-
leg . Und wi haben geme k , dass das eigen lich ü unse en Un e ich sind das die wich igs en
Ins umen e, diese Jah esübe sich en. Ja, weil wenn da eine Übe sich e lo en geh , dann müs-
sen wi hal wie in einem nächs en Jah wiede he aus inden, wo s eh das Kind, wo geh es wei-
e . Und eigen lich is die Idee, dass wi das jedes Jah auch ein ach wiede zücken können.
Und sie sehen: "Hie das und das habe ich gemach ", ode "da habe ich zwa ein Thema abge-
schlossen, abe die Einschä zungen wa en noch nich so gu , die Rückmeldung pass mi noch
nich ." Dann gehe ich ielleich da nochmals in die A bei ein.
101
48
I: Ja, ja, okay, je z has du gesag , das is wie das Wich igs e, also die Jah esübe sich en ü
dich. Gib es sons noch e was, was du je z on den Me hoden de Leis ungse assung, die du
je z als besonde s hil eich emp indes ? (..)
49
T: Eigen lich sind es schon p imä diese Jah esübe sich en ode Kompe enzübe sich en. Weil
das is eigen lich schlussendlich auch die Zusammen assung on den schulischen Leis ungen in
den einzelnen Fäche n. Und da, wenn ich da genaue hinschauen möch e, dann sind das na ü -
lich schon die (.) die P oduk e in dem Sinne, die dazu ge üh / zu diese Einschä zung ge üh
haben. Eben zum Beispiel diese Le nnachweise in de Ma he ode die Tex e im Sch eiben. Abe
eigen lich haben wi das dann in Fo m on diesem Kompe enz as e schon zusammenge ass .
50
I: Ja. (..) Gib es auch die Möglichkei ü ein Pee -Feedback?
51
T: Ja, machen wi auch. Bzw. Also ja, machen wi . Nich ganz so o . Vo allem, wo es iel Pla z
einnimm is wie o hin schon gesag , wi a bei en in dem Sinne Po olio-basie und alle Schü-
le innen und Schüle haben ein eigenes Po olio. Und einmal p o Qua al wählen sie aus dem
Po olio, wi nennen das ih e K önchen-A bei , aus. Das is so die, die eben eine goldene K one
e dien ha , weil sie aus welchen G ünden auch imme ganz speziell wich ig is : "Weil es mich
selbe übe asch ha , wie gu mi das gelungen is , weil ich mi mega Mühe gegeben habe, weil
ich dach e, ich kann das übe haup nich und es is doch mi doch gelungen." Das wähl de
Schüle / die Schüle in selbe aus und sch eib auch eine en sp echend/ eigen lich wie eine eine
Rückmeldung ode eine Beg ündung: Wa um genau is das meine K önchen-A bei ? Und dann
gib es, wi sagen dem ein Po olio-Ma k pla z: So e schiedene Du chgänge, wo sich die Schü-
le innen und Schüle gegensei ig diese K önchena bei en o s ellen. Und da gib es/ ode da
nehmen wi uns bewuss und auch ela i iel Zei , um einande wi klich auch Rückmeldungen
zu geben, also Feedbacks in dem Sinne zu geben, auch sch i lich. Und das komm auch in ih
Po olio. Und das inde ich üb igens noch schön, wenn sie dann diese Rückmeldungen wiede
en decken, die Reak ionen auch zu sehen. Weil ich glaube, eine Rückmeldung on einem gu en
F eund ode eine gu en F eundin ha nochmals eine ande e Bedeu ung ode Gewich ung.
52
I: Ja, genau deshalb habe ich ge ag , weil du has gesag eben die Selbs einschä zung is iel
in dem Sinn gekommen. Und die Rückmeldung on euch Leh pe sonen ja auch.
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53
T: Ja, genau.
54
I: Okay. (..) Siehs du Nach eile bei einem Un e ich ohne No en? (...)
55
T: Also g undsä zlich bin ich zu 100 % übe zeug da on. Es gib He aus o de ungen, die ich
abe nich als Nach eile bezeichnen wü de. Also es is eine Umgewöhnung und alles was i -
gendwie neu is , e ans al e o an angs mal Chaos und Unsiche hei en. Ge ade auch bei den
El e n, die nich s ande es kann en als No en. Wobei ich pe sönlich, also meine ganz pe sönliche
Meinung: Ich inde, das wi d ganz o auch als Aus ede benu z . "Ja, die El e n wollen hal No-
en. Ja, sie kennen hal nich s ande es." Und ich glaube, wenn wi so o gehen, dann bleib die
Schule/ ode wü de die Schule noch ganz lange so bleiben, wie sie o 20 Jah en wa . Weil wi
kennen ja nich s ande es. Und aus eigene E ah ung muss ich sagen, dass zumindes die El-
e n on unse en Schüle innen und Schüle n haben seh posi i eagie , auch au den no en-
eien Un e ich . Ja und sons , Nein, ich sehe eigen lich ech keine Nach eile.
56
I: Gib es wei e e He aus o de ungen? (..) Ode gab es die bei de Ein üh ung?
57
T: Ja, na ü lich. Ich habe am An ang on diese E sa zwäh ung gesp ochen und es ha bei uns,
ich wü de sagen, eigen lich zwei Jah e geb auch , bei uns im Team, bis wi so eine Fo m ge un-
den haben, wie sie uns allen pass . Die auch essou cen echnisch ode au wands echnisch i -
gendwie so ja im Mass is , die, die Schüle innen und Schüle e s ehen und die eben nich so
is , dass ich ein ach eigen lich auch ge ade so gu ein ach No en machen könn e. Das, wa si-
che in dem Sinne eine eine g osse He aus o de ung, die auch mega iel Zei , Ene gie ge es-
sen ha . Und was ich schon so als wei e e He aus o de ung sehe, is de Übe i in die Sekun-
da schule. Das wa manchmal auch die Rückmeldung on El e n, so a la "ja, schön, k iegen sie
bei euch keine No en bis zu sechs en, abe nachhe komm dann so quasi wie die Faus ins
Gesich ." und ich bin ein ach,- Ode wi haben das schon ela i üh ange angen, den El e n
auch kla zu machen, dass wi mi unse en Sekunda -Leh pe sonen ganz es d an sind, dass
sie auch in diese Rich ung ziehen. Und ich bin da ein ach de Meinung, wenn wi imme wa en
bis on oben he eine Ände ung komm , dann wa en wi noch lange. Und wenn wi mal das än-
de n on un en he gedach , dann ziehen glaube ich, ehe ande e Leh pe sonen mi . Und das is
üb igens je z bei uns auch geschehen, dass also alle Schüle innen und Schüle , die wi in de
sechs e Klasse abgeben, die k iegen/ da is wie so also die Sekunda schule a bei e auslau end
noch mi No en. Das heiss , imme wenn ein neue Jah gang in de sieb en Klasse beginn ,
103
s a en die je z auch ohne No en. Und das inde ich schon eine E leich e ung, zu wissen und
auch den El e n zu sagen: "Hey, nein, auch in de sieb en Klasse gib es keine No en."
58
I: Ja, okay.
59
T: Abe das wa und is nach wie o ein lange Weg. Und da e lebe ich, um eh lich zu sein, Se-
kunda -Leh pe sonen nochmals ein bisschen zu ückhal ende ode gehemm e . Ode ich habe
das Ge ühl, sie hal en sich noch meh es an diesen No en als P ima leh pe sonen. Und auch
bei den P ima leh pe sonen is es nich nu ein ach. Ja,
60
I: Ja, kann ich mi o s ellen. Was hil ,/ ode wie gehs du um mi diesen He aus o de ungen?
61
T: Was mi übe die ganze Zei na ü lich wahnsinnig gehol en ha , is : Wi a bei en in einem
Team. Das heiss , ich bin in dem Sinne nie alleine, ich s ehe nie alleine da. Also ausse ganz
am An ang, weil ich es ein ach alleine ges a e habe. Und so en s ehen na ü lich auch wahnsin-
nig, ü mich mega olle Ins umen e, olle Me hoden, weil wi die/ weil ich die nich alle alleine
aus dem Boden s amp en muss. Und manchmal komm eine Idee on mi , dann sag de Kol-
lege: "Ja, schau mal, wi könn en doch." Und so en s ehen wie ü mich gu e Me hoden. Das ha
siche gehol en. Was mi auch gehol en ha , is eine Schullei ung, die zu 100 % hin e diese
Idee s eh und das nie in F age ges ell ha . (..) Und was na ü lich auch gehol en ha , sind El e n,
die uns e auen und das wie auch mi gemach haben. Wobei ich wie gesag / also ich habe das
o hin schon mal e wähn , ich glaube, wi können schon nich das Ge ühl haben, "je z machen
wi keine No en meh , die El e n haben nie meh Einblick in i gendwas, was wi machen in de
Schule". Dann unk ionie es nich . Und das wa uns on An ang an seh wich ig, dass die
T anspa enz gegenübe den El e n übe die schulischen Leis ungen ih es Kindes nach wie o
gegeben is . Und ich glaube, da on haben wi wahnsinnig p o i ie en können.
62
I: Schön, Ja. (4) Wi gehen ge ade au den Aus ausch im Team ein, in dem Sinn ü die gemein-
same Beu eilungsp axis. Wie ausch ih euch im Team un e einande aus übe die Leis ungen
de Kinde ? (..) Und auch übe die Beu eilungsp axis selbe .
63
T: Du meins im Team, im gesam en Schulhaus eam ode nu / Bei uns is hal wi a bei en im
Ke n eam in unse e Le nlandscha . Da sind wi d ei bzw im Momen soga ie Leh pe sonen
110
Wie wissen die Kinde nachhe , dass sie die Vokabeln auch können? Also wi d das i gendwie
abge ag , ode ? (..)
89
T: Also übe F emdsp achenun e ich haben wi o hin ga nich wi klich gesp ochen. Das is
das Einzige, was wi noch, zumindes meh ode wenige klassisch in den Jah gangss u en ma-
chen. Das heiss , ich mache Englisch mi den D i -/Vie klässle n. Mein Kollege mach Englisch
und F anzösisch mi dem Fün -/Sechs klässle n. Wobei diese Doppelklassen we den wie ge-
misch ode machen wi zu gleichen Zei . Und ich bin elsen es da on übe zeug , dass ich in
de d i en/ ie en Klasse im Englisch keine Vokabelp ü ungen machen muss, geschweige denn,
Vokabeln wi klich zu üben. Also Sie haben diese Wo dca ds. Sie üben dami auch egelmässig
in de Un e ich szei . Also da sind wi auch ech es weggekommen da on, dass das nu zu
Hause s a inde , weil wa um auch? Ich inde, das soll auch in de Schule s a inden dü en. In
de ün en/sechs en Klasse, da haben sie noch egelmässig so Wochenpo ionen, die sie üben
sollen und die auch imme wiede gep ü we den du ch Wochen-Wö e es s. Wobei da je z
ge ade die Schüle innen und Schüle auch mi einem neuen Vo schlag gekommen sind, dass
sie diese ge ne ande s ode neu ge es e haben möch en. Und da haben sie je z ge ade diese
ode le z e Woche einen neuen Ve such ges a e . Genau.
90
I: Also das heiss , die Kinde dü en auch mi bes immen, wie die Beu eilung schlussendlich
aussieh ?,
91
T: Ja, ode zumindes , wie die Bewe ungsanlässe aussehen. Abe schon ge ade in den F emd-
sp achen da/ Also wi a bei en zum Beispiel im Englisch mi dem Young Wo ld und da gib es ja
imme nach jede Uni auch so Le nkon ollen, die ich auch hil eich inde, ge ade mi den Hö -
ex en, die b auchen wi auch o . Wobei auch da is es so, dass die Schüle innen und Schüle
meh ode wenige zumindes im Ve lau eine Woche en scheiden dü en: "Wann möch e ich
diese Le nkon olle machen?" Also das ganze Lis ening nich , weil das müssen wi mi einande
hö en. Abe wann sie je z den Be eich zum W i ing machen ode zum Reading, das spiel mi
eigen lich keine Rolle. Und das machen sie dann, wenn sie sich be ei ühlen und einen gu en
Tag haben, ode wie auch imme . Also einige sind da: "Augen zu und du ch ode ich b inge es
di ek hin e mich." Ande e inden: "Ich wa e mal au den ich igen Momen ." Das is mega un-
e schiedlich.

111
92
I: Okay, do geh ih abe je z wei e nach den Uni s ode Uni és, je z im F anzösisch, und es
gib dann doch einen Zei punk , wo dann alle wei e gehen müssen, ode wie is das?
93
T: Has du mich e app . (lachen) Ja, das is so. Und also das Englisch is imme wiede bei uns
auch Thema. So "hey, das müss en wi eigen lich d ingend auch au b echen." Weil/ Also ich
glaube, dadu ch, dass wi ganz iele ande e S uk u en und so die klassischen Klassens u en in
ielen Un e ich seinhei en au geb ochen haben, me ke ich je z ge ade umso meh , wie es
mich das eineng , ge ade im Englisch. Weil auch da habe ich ja Schüle innen und Schüle , die
kommen mi einem wahnsinnigen Vo wissen und bei ande en hape es schon nach dem e s en
halben Jah . Die Aussp ache is schwie ig ode was auch imme is schwie ig. Und dann is es
eilweise schon so, dass z.b. ein Fün -klass-Kind nochmal bei de ie en Klasse mi a bei e
ode so. Abe ja, da unk ionie es noch seh klassisch und i gendwie./ (...) Den Mu glaube ich,
haben wi das au zub echen, abe da is es in unse e Vo s ellung im Momen ein ach noch
schwie ig: "Welchen Weg gehen wi dami es da i gendwie auch Sinn mach ?" Abe es s eh au
meine Pendenzenlis e. (lachen) Ja, da is dann eigen lich schon seh es auch dieses Le nen
im Gleichsch i . Weil i gendwann is es so, dass Momen X komm und wi diese Uni abschlies-
sen, wi machen diese Le nkon ollen. Und das Le nen im Gleichsch i , das unk ionie nich
meh , das ha nie unk ionie ode unk ionie imme wenige , was auch imme . Und das me -
ken wi do schon auch ech es . Ja. (..)
94
I: Gib es ge ade eben ü Kinde mi besonde en Bedü nissen/ Siehs du da auch in dem Sinn
Einsch änkungen ü sie ode Auswi kungen, sage ich mal?
95
T: Ich glaube, do me ken sie es, eben genau deshalb, weil wi in diesem Gleichsch i a bei en
am ex ems en. "Ich bin ande s und ich kann das nich ." Und wi gehen seh o en mi F anzö-
sisch-Dispensa ionen o , weil wenn wi me ken, in de d i en/ ie en Klasse is es schon so
schwie ig mi dem Deu sch und Englisch o de es sie schon he aus. Dann sind wi de Mei-
nung, da muss nich noch F anzösisch dazukommen. Und na ü lich haben wi dann das Glück,
auch weil wi meh e e Leh pe sonen und meh e e Klassen sind, wenn dann mein Kollege F an-
zösisch mach , dann nehme ich die zwei, d ei ode wie iele Schüle und Schüle innen auch im-
me das sind, die kein F anzösisch haben. Und die a bei en dann mi uns mi und haben iel-
leich noch meh Deu sch, dami sie da noch meh üben können. Ode sie können in de Ma he
wei e a bei en, ode je nachdem auch an dem, was sie Lus haben. Weil ich inde imme nu in
den Le n elde n und Baus ellen he um ampeln, das mach uns allen keine F eude. (..) Ja, und
ich glaube das b ing schon so eine En las ung. Und eilweise auch, dass sie im Englisch noch-
mals ein Jah mi eine ie e en Klassens u e mi a bei en können. Abe ja, da is so de Momen ,
112
da me ken sie auch: "Okay, ich kann es nich , alle ande en können es. Ich muss noch mal mi
den ande en mi a bei en." Ein ach aus dem G und, weil wi da seh es in diesem Ko se sind: "
In de d i en Klasse is je z das, in de ie en Klasse das." Und da ha diese Au lösung wenige
s a ge unden.
96
I: Ja, hal auch s a k nach dem Leh mi el, ode ?
97
T: Genau. Ja, absolu .
98
I: (...) Wi wü den noch au die E ek e on No en eingehen. (..) Du has schon ein bisschen e -
was geschilde , in dem Sinne, dass es ü dich mi No en o so is : "Ich kann es nich . Ich bin
noch nich so wei ." Gib es noch wei e e E ek e on No en ü das Le nen on Kinde n?
99
T: Also egal ob posi i ode nega i ?
100
I: Ja,
101
T: Ich glaube, No en e zeugen einen gewissen D uck. Den kann man als posi i ode als nega i
gewich en. Was mich schon auch ex em s ö an den No en is . (..) Es sag hal ein ach nich s
aus. Also diese ün in de Ma hema ik zum Thema Symme ien, sag mi übe haup ga nich s.
Und wenn ich abe Teilbe eiche da aus beu eilen kann ode keine Ahnung, wenn ich im Eng-
lisch nich ein ach die ün habe, sonde n es s eh : "Ich e s ehe We e o he sagen au Eng-
lisch." Und ja, das kann ich, sag mi das iel, iel meh aus, als wenn da ein ach eine ün s eh .
Vo allem habe ich die E ah ung gemach , dass o ganz iele Teilbe eiche in einem bewe e
we den. Das heiss eben zum Beispiel Englisch Uni zwei, da komm lesen, sch eiben, hö en,
sp echen alles ein und am Schluss komm diese 4.5. Dass abe ielleich das Sp echen eine
sechs wa , abe das Sch eiben eine d ei, das sieh man nich anhand de No e und das inde ich
eine mega He aus o/ also ein ach ein mega Unding eigen lich.
113
102
I: Ja. (5) Du has o hin ku z ange ön , dass es Unsiche hei en gib bei de Abwesenhei on
No en, o allem bei den El e n. Gib es sons noch Unsiche hei en?
103
T: Also was na ü lich imme wiede ganz es disku ie wi d, is wie gehen die Leh be iebe dann
dami um, wenn Schüle innen und Schüle ohne No en sich bewe ben. Da hö e ich abe schon
auch imme wiede on Sekunda leh pe sonen, dass es doch zum Glück ja auch Leh meis e
ode Leh be iebe gib , die schon geme k haben, dass No en nich s aussagen, weil je nachdem
aus welchem Schulhaus ein Kind komm is ja eine ün eine ganz ande e ün als aus dem
nächs en Schulhaus. Und deshalb/ es gib ja auch G ünde, wa um sie dann mi Mul i-Checks
ode S ellwe k es s ode so a bei en, die hal i gendwie no mie sind. (..) Und da gehe ich wie-
de den gleichen Weg. Wenn wi wa en, bis die Leh meis e sagen: "Ja, ja, das is gu , wenn
die ohne No en kommen." Dann wa en wi noch ewig. Und ich glaube, es b auch Zei bis, eben
hal auch in de A bei swel , die Menschen me ken/ Also ich bin übe zeug , dass unse e Schüle-
innen und Schüle , wenn ich ein ach den Ve lau je z anschaue, sei wi nich meh mi No en
a bei en, habe ich das Ge ühl, können die iel, iel besse sagen: "Hey, das kann ich, das mach
mi noch Schwie igkei en. Und schlussendlich glaube ich, dass es ü jeden Leh meis e , jede
Leh meis e in, ja iel wich ige is , wenn die Leh linge sagen können, wo sie ih e Schwie igkei-
en haben, was ihnen Mühe be ei e und was sie gu können. Als wenn ich ein ach weiss, ich
habe eine ün in Ma he. Und das is hal ein ach ein Weg, de Zei b auch . Abe . ja (.)
104
I: Okay. Was ü einen Umgang hab ih mi de Ve gabe on Zeugnisno en? Weil die müss ih
ja eben o zdem machen. (lachen)
105
T: Also bei mi wissen die Schüle innen und Schüle mi le weile seh gu , dass ich es hasse
und übe haup nich ge ne mache. Und sie wissen mi le weile auch seh genau wa um. Weil,
das ha mi le z ens eine Schüle in so gu gesag , so a la: "Gäll, Sie je z komm dann wiede de
Tag, da müssen Sie uns eine No e geben und dann heiss es ein ach: Du has eine Vie , obwohl
du dich das ganze Jah so anges eng has ." Da inde ich: "Ja wunde ba . Da has du schon
meh e s anden als ganz iele ande e." (..) Ich bin eh lich gesag auch hin und he ge issen.
Manchmal habe ich so das Ge ühl, ich wü de am liebs en das Zeugnis ein ach geschlossen mi
nach Hause geben, im Sinne on: "Hey, schau , ich muss euch das geben, das gehö leide zu
meinem Au ag dazu." Es mach nich s mi de Beziehung zwischen di und mi . Das inde ich
imme noch so eine Ge ah . Und gleichzei ig inde ich es ja gu , wenn sie dann zu Hause dieses
Zeugnis ö nen und dann inden: "Ooh, das is ja so schlimm." Dann wü de ich es liebe ja in de
Schule schon au angen. (..) Im Momen machen wi es nach wie o so, dass wi mi jedem
Schüle , mi jede Schüle in das Zeugnis ku z besp echen in einem ün -minü igen, zehn-
114
minü igen Gesp äch. Das inde ich au de einen Sei e schön, weil sie können ge ade auch a-
gen: "Hä, abe wa um is es hie so und wa um is das K euz so? Und wa um nu die ie ein-
halb?" ode was auch imme . Ode : "Die ün einhalb übe asch mich", ode so. Und gleichzei ig
habe ich dann manchmal das Ge ühl, ich gebe diesem Zeugnis so eine ex a Gewich ung, weil
wi se zen uns gemeinsam hin, wi schauen das Mi einande du ch und das möch e ich eigen -
lich auch nich . (..) Und deshalb so ich ig einen Weg ge unden haben wi nich . Ausse , dass es
ech nich mein Lieblingsmomen is . (lachen) Und sie wissen das auch. (4)
106
I: Gib es einen Un e schied, wiede bei den Kinde n, wo je z eben in einem Fach keine No e
d ins eh , weil sie eben angepass e Le nziele ode einen Sonde schuls a us haben? (...)
107
T: Dadu ch, dass das ech eigen lich schon das ganze Jah du ch es Thema is , is das wie
okay dann, wenn das Zeugnis komm . Das is auch keine Übe aschung. Sie wissen das in dem
Sinne schon. Und (.) also o komm ja auch noch so das A gumen : "Es b auch No en, weil es
is auch gu , wenn sich die Kinde e gleichen und das möch en sie. Und so We bewe b und
eben also sich mi einande e gleichen, das sei so wich ig." Und also ich bin nich diese Mei-
nung und ich me ke schon manchmal, beim Zeugnis passie das dann wiede und das ä ge
mich, weil ich denke, so das ganze Jah a bei en wi da an: "Hey, wi legen den Fokus au dich
und dein Können und au deine Fo sch i e." Und dann komm de Momen : Mi eine Zahl kann
ich wunde ba e gleichen. Unse e Punk e könn en sie eigen lich auch wunde ba e gleichen,
abe das machen sie iel wenige . Und ja, also um eh lich zu sein, manchmal eiz es/ ode
wü de es mich schon seh eizen, um als Schule ode als Team ein ach i gendwann den S ecke
zu ziehen und zu sagen: "Hey, wi machen das nich meh . Wi geben diese Zeugnisse in Fo m
on No en nich meh aus." Dann heiss es na ü lich on undhe um: "Ja, was, das muss du,
das is eine Vo gabe om Kan on. Dann inde ich, ja kla , das is ja auch mein P oblem. Abe ,
ich glaube, wenn wi ein ach sagen wü den, wi machen das nich meh , weil de Leh plan is
kompe enzo ien ie und dann komm dieses blöde Zeugnis o ma . Wenn wi ein ach mal sagen
wü den: "Machen wi nich ." dann hä e ich zumindes die Ho nung, es wü de nochmals e was
gehen, eben auch au kan onale Ebene.
108
I: Has du den Eind uck, dass die Zeugnisno en dennoch meh ode wenige gewich e we den
on den Kinde n, als wenn es je z im Un e ich auch schon No en gäbe? (..)
109
T: Also ich habe den Eind uck, je z ein ach übe die le z en zwei Jah e gesehen, dieses Zeug-
nis ode auch die No en im Zeugnis, die haben kein g osses Gewich . Also es is im Momen
115
na ü lich, on diese Zeugnisabgabe: Ja, und dann is es wiede weg, wenn sie nach den Som-
me e ien wiede kommen. Und ich glaube es könn e ja den Eind uck wecken, wenn sie das
ganze Jah du ch keine No en haben, is die Zeugnisno e umso wich ige . Das glaube ich nich .
Abe auch da wiede denke ich wiede , das ha na ü lich ex em iel mi meine Hal ung als
Leh pe son zu un. Ich de inie e mich nich , die Schüle nich und die Beziehung zwischen uns
de inie e ich nich übe ih e Leis ungen. Und ich glaube, das spü en sie, ode ja es is auch mein
Ziel, dass sie das me ken. (..)
110
I: Gu , dann wä en wi so in dem Sinn mi dem Haup eil du ch. Je z ü den Abschluss: Wel-
chen Handlungsbeda siehs du an Schulen im Zyklus 2 in Bezug au das Le nen ohne No en?
(...)
111
T: Ich habe ein ach,/ auch wenn ich so im Aus ausch bin mi ande en Leh pe sonen, auch aus
ande en Schulgemeinden, dann glaube ich, muss zue s , (..) ielleich zue s , ielleich auch
nich zue s , abe es muss wie ein Umdenken im Un e ich en s a inden. Und das ha es bei
uns auch geb auch . Weil e s da haben wi geme k , was das alles bedeu e ode wie wi das
auch machen können. Und solange ich de Meinung bin: "Je z Ma hebuch: Sei e 16, Numme 2,
A bis F", und dann ä ge e ich mich ja noch da übe , dass die einen schon e ig sind, bis die an-
de en übe haup e s ehen, was sie zu un haben. Das is eigen lich die Bes ä igung, dass es
eben nich unk ionie . (..) Also da sehe ich iesigen Handlungsbeda . Ein ach dieses Le nen
neu zu ges al en ode umzudenken. So weg on: "Je z alle und zu gleichen Zei alle genau
das." Weil es is ja schon auch so, es gib Phasen, da in e essie mich i gendwas wahnsinnig
und da kann ich auch so die Kno en au machen und in einem ande en Momen is hal übe -
haup nich so meine Ma hezei ode was auch imme . Ja, und ich denke auch, wenn wi weg-
kommen on diesem Le nen im Gleichsch i und so ganz es in diesem Klassens u endenken
sind, wenn wi da on wegkommen, glaube ich, gib es auch ein ach so eine En las ung auch ü
die Schüle innen und Schüle , um in ih em eigenen Tempo (..) zu a bei en und eben zu le nen.
Und dann, glaube ich, dann is ja auch logisch, dass ich ga keine No en meh machen kann,
weil alle indi iduell un e wegs sind. Und ich glaube, da müss en wi hin ode das müss e zumin-
des so das Ziel sein ode die Rich ung sein, wo es hingeh .
112
I: Seh schön. Ja, Gib es e was, was du di noch wünschen wü des ?
113
T: Also mal abgesehen on de Abscha ung om Zeugnis, also was heiss Abscha ung des
Zeugnis?, Ode ein ach in diese Fo m. (...) Das wä e wah scheinlich so im Momen de g öss e

116
Wunsch. Und eben schon so die Sachen, die ich o hin angesp ochen habe. Dass wi wegkom-
men, i gendwie auch on diesem D uckausüben. Und eine Klamme beme kung: Ich meine, bis
zum Kinde ga en, da wi d nie gemessen: "Okay, 10 Mona e al , du soll es je z das und das
und das können." und "Was du bis , keine Ahnung, 17 Mona e al und kanns imme noch nich
gehen." Da ag niemand. Und dann plö zlich sind sie in diesem Schulsys em d innen, wo es is :
"E s e Klasse is plus und Minus echnen bis 20, zwei e Klasse bis 100, d i e Klasse bis 1000."
Das b auch es meine Meinung nach hal ein ach nich ode b äuch e es nich . Und ich glaube,
wenn wi das au lösen, das gib mega iel F eihei ode auch Möglichkei en und zwa ja nich
nu ü Schüle innen und Schüle mi besonde em Fö de beda , sonde n auch ü alle ande en.
Es is schlussendlich, glaube ich, nu ein Gewinn, wenn wi so in diese Rich ung gehen.
114
I: Also dass sie sich indi iduell en wickeln können.
115
T: Ja, genau. (..) Und ich glaube, schlussendlich b auch es dann eine Beu eilung und Bewe -
ung on ih en Leis ungen ga nich . Ob je z das gu is ode schlech is ode übe o en is
ode was auch imme is . Sonde n sie sind am Le nen d an. Und wenn es i gendwo s agnie ,
ode wi das Ge ühl haben: Schüle X lehn sich nu zu ück, das habe ich o hin schon mal ge-
sag , dann muss ich auch da hinschauen und nich e s , wenn ich dann me ke: "Ui le z es Jah
im Zeugnis ha e e noch eine Fün , je z sind wi bei de d eieinhalb. Dann is ja schon ganz iel
e pass wo den."
116
I: Ja kla . (..) Gib es noch wich ige Aspek e on deine Sei e, die du noch e gänzen möch es ?
(7)
117
T: Ich glaube e gänzen nich meh . Mi is nu wich ig, nochmals zu be onen. (..) Wi können nu
weggehen on den No en im Un e ich en, wenn wi da ü nich ein ach eine skalie e ande e
Einschä zung haben. Also ich habe schon ein paa Mal on diese E sa zwäh ung gesp ochen.
Und das ha en wi an de Schule auch und das is wunde ba , das wa ein Sieb klässle , de
mal bei uns wa und dann is e also je z im Somme in die Sekunda schule gekommen und da
ha e je z Fa ben bekommen, so ein Regenbogen. So eben, sie geben je z auch keine No en
meh . Und dann s ahl e mich an und sag : " Ja es is wunde ba . Wissen Sie, ich weiss genau
das is eine 4,75." "Hä,wa um? Es is ja nu diese und diese Fa be." Dann sag e : "Nein.
Schauen Sie mal den Regenbogen an. Diese Fa be bedeu e , das hie , diese Fa be das hie ,
diese Fa be das hie ." Und da muss ich sagen, dann lassen wi es bi e ein ach sein. Weil dann
können wi bei den No en bleiben. Das inde ich mega wich ig. Und eben schon, dass nu
117
ein ach ohne No en zu a bei en, das eich ü mich wie nich . Also es sind so iele Hal ungen
dahin e , die eben auch den Un e ich , das Un e ich sgeschehen be e en. Und ich glaube, an
denen müssen wi unbeding d anbleiben und dann is eigen lich nu die logische Konsequenz,
so is es auch bei uns im Team ode mi meinen Teammi gliede n passie , dann wa es nu
noch logisch, dass wi keine No en meh geben. Und wenn ich ein ach sage, es gib je z keine
No en meh , abe alles ande e bleib . Ich glaube, das is wie e keh he um ode alsch ange-
gangen. Ja, genau.
118
I: Supe , dann wä en wi am Ende. Danke di ielmals ü die aus üh liche Bean wo ung de
F agen.
119
T: Danke auch ielmals. Seh ge ne geschehen.
118
1
T ansk ip In e iew ZH 1Z
2
I= In e iewe in
K= Ka ja
3
I: Es is heu e, Donne s ag, de 13. Feb ua , und wi sind beim In e iew mi Ka ja und ich wü de
ge ne ge ade beginnen mi de Eins iegs age. Und zwa is die: Wie muss ich mi den All ag an
eine Schule ode mi no en eiem Un e ich o s ellen? Da bin ich oh, wenn du ein ach mal
e zähls . (..)
4
K: Also ich glaube, de Un e ich un e scheide sich nich g undsä zlich on ande em Un e ich .
Ich glaube, de Haup un e schied is , dass ich/ bzw ich kann auch on wi sp echen, also mi de
Pa allelleh e in zusammen. Was wi wi klich bei jedem Thema machen, is dass wi o gängig die
Kompe enzen ode wi nennen es Le nziele abgeben, an welchen wi uns o ien ie en. Und die
Le nziele we den auch jeweils zum Ende des Themas danach beu eil . Ich glaube, das is de
g osse Un e schied, dass die Kinde wi klich wissen, was sie e wa e . Wo au ich ach e, wo au
sie ach en können, was sie le nen. Vo eil is auch, dass ich da schon anpassen kann, je nachdem,
ob ich ein in eg ie es Kind habe ode ein Kind mi Deu sch als Zwei sp ache, kann ich schon die
Le nziele anpassen. Auch, dass da keine Be ge en s ehen on: "Ui, das kann ich, das scha e ich
nich ." Ich glaube, das is de g osse Un e schied. Ansons en ielleich ganz ku z zu meinem Un-
e ich . Ich habe zwei Baus eine. De eine is das SOL, das is de ypische Name, das selbs o -
ganisie e Le nen in Ma he und Deu sch. Da is wi klich jedes Kind au seinem Le nweg un e -
wegs, mi Umwegen und Pausen und in seinem Tempo. Und de ande e Baus ein is das A bei en
an einem gemeinsamen Gegens and auch ü alle, d i e bis sechs e Klasse a bei en alle am Glei-
chen, ein ach mi un e schiedlich ni ellie en Kompe enzen. Ich weiss nich , ob das so schon
eich .
5
I: Ja, Supe . Genau. Vielleich eine ku ze Nach age dazu. Du has im Momen d i e bis sechs e
Klasse, nich ie e bis sechs e?
6
K: Ja. Genau. Leide nu ü dieses eine Jah .
7
I: Okay.
119
8
K: Leh e innenmangel sei Dank ü mich je z pe sönlich. Weil ich inde es g ossa ig, den zwei en
Zyklus zu haben. Is ein bisschen gemein, abe ich ho e as , sie inden niemanden ab dem kom-
menden Somme . Abe es sind 28 Kinde , sind ein bisschen iele. Das me ke ich schon auch. Das
is ein bisschen so im G enzbe eich. Abe ansons en is die d i e bis sechs e Klasse das, was ich
inde. Wa um mache ich das nich schon lange so?
9
I: Ja. Spannend. Okay. Ja. (..) Wenn wi ge ade da bei den Kinde n ode bei den Kinde zahlen
sind. Wie iele Kinde mi besonde en Bedü nissen ö de s du ge ade ode sind in deine Klasse
ak uell? (...)
10
K: Ich müss e du chzählen, wenn schnell, weil es. G undsä zlich b ing jede seinen Rucksack
mi , abe na ü lich nich so, wie du meins . (7) Zähl Deu sch als Zwei sp ache schon als beson-
de es Bedü nis schon?
11
I: Ich wü de schon sagen ja.
12
K: Dann wü de ich sagen sechs. Unge äh .
13
I: Okay. (..) Okay. Sei wann und inwie e n se z du no en eien Un e ich in de P axis um?
14
K: Es is je z e s das sechs e Jah . Wi haben o ün Jah en, als meine Pa allellehe ein neu
dazukam, neu ins Team s ieg, als wi uns kennenle n en beim Vo s ellungsgesp äch, haben wi
da übe gesp ochen und gesag , das wä e doch/ ha sie mich mo i ie und gesag : Wenn du das
schon lange wills , wa um machs du es dann nich ? Und dann is sie da hingekommen und sei
da haben wi es umgese z .
15
I: Okay, eigen lich ha sie das wie so ein bisschen noch anges ossen.
126
48
K: Und es is ja noch ein Un e schied, ob sie/ Also es ag sich auch, ob sie nachhe denken:
E eich heiss so um die ie , ode heiss es eine ün ode soga eine sechs. Ich glaube ü die
Schüle innen is es wich ig zu wissen: Ich bin gu , ode Ich bin seh gu . Und ü einen Teil, ge ade
de Mädchen, is es seh , seh wich ig, dass sie selbe wissen: Ich bin seh gu und ich kann das
seh gu . Das muss man denen manchmal wi klich so ein bisschen einp ägen. Und wenn dann
nu e eich is , is es ielleich zu wenig? Das weiss ich abe nich . Also das is ein neue Punk
ü mich, wo ich noch nich so siche bin. Abe im Momen inde ich die Vie eilung eigen lich gu .
Und so wi d nachhe am Schluss auch beu eil , also am Schluss om Thema. Und das sind dann
je nach Thema sind es/ Also es gib Themen, da gib es ie Kompe enzen ode ie Le nziele und
es gib Themen, da gib es i gendwie 12 ode 13 Kompe enzen. Und da um komm es am Schluss
auch nich so da au an, we wie iele P ü ungen gesch ieben ha , weil wenn ich dann die No en
machen muss, p o Fach i gendwie 40 ode 50 Kompe enzen habe. Und da komm es nich so
ganz da au an, ob je z beim einen 30 ode bei eine ande en 60 sind. Das is egal.
49
I: Ja, okay. T ägs du di die Beu eilung dann i gendwo ein? Ja.
50
K: In einem selbs gebas el en Wo d-Dokumen . Ich hä e da seh ge ne e was P o essionelle es.
(lachen) Also ich habe ü jedes Kind und ü jedes Fach ein ach eine Lis e mi seh gu , gu ,
genügend ungenügend und se ze do S e nchen und jedes S e nchen s eh ü ein Le nziel.
51
I: Ja.
52
K: Das heiss , ich habe zwa au dem Papie ode i gendwo bei den Ak en habe ich dann also
eben was s eh hin e diesem Le nziel. Abe au dem Compi habe ich dann nu noch ein S e n-
chen. Und es wä e na ü lich mega cool, ich könn e dann au ein S e nchen klicken und dann p all
au : "Ich kann lexibel echnen", zum Beispiel. Das wä e mega cool, abe das habe ich leide nich .
Und ich bin IT-mässig nich so s a k, dass ich das machen könn e.
53
K: Da wa e ich noch au Hil e on i gendwo he .

127
54
I: Das heiss abe , du gibs eigen lich, egal ob je z das Kind eine P ü ung sch eib , am Ende on
einem Thema ode ob es keine sch eib , du e eils so ode so eine Beu eilung: ungenügend,
genügend. (.)
55
K: Ja.
56
I: Okay, also die is in dem Sinne gleich.
57
K: Ja, genau.
58
I: Okay. Ja, okay. (...) Welche Vo - ode ielleich auch Nach eile ha de Un e ich ohne No en
aus deine Sich ?
59
K: Nu Vo eile. (...) (lachen) Nein. E ./ (..) E ha e Nach eile, weil unse Schulsys em nich da au
ausge ich e is , ohne No en zu le nen. Das heiss eine sei s./ Also wenn ich in den Leh plan 21
anschaue, dann wä e ohne No en beu eilen ja übe haup kein P oblem. Die G undansp üche
wä en so, das e eich ode nich e eich , noch nich e eich . Also hä e ich da übe haup kein
P oblem. Und wenn ich nich selek ionie en müss e nach de sechs en Klasse, wie es de Leh -
plan auch nich o sieh , dann hä e ich ga kein P oblem. Dann wä e das eigen lich die einzige
ich ige Beu eilungs o m, die wi b auchen. Nun is es leide so, dass es nich so is . Das heiss ,
ich muss o zdem und das besp eche ich mi den Kinde n abe auch egelmässig,/ Wenn sie zum
Beispiel weil sie Mühe haben im Sch eiben und eine sei s so ein bisschen auch dem Thema aus-
weichen und o allem: mündlich hö en, sp echen, so e was machen, wo sie gu sind. Dann muss
ich o zdem sagen: "Solange de Sch eibbe eich ehl , kann ich die nich ein ach nu die gu en
Kompe enzen geben und di eine 5 ode eine 5-6 geben im Zeugnis. Kann ich nich , sonde n ich
muss wie mi be echnen, dass du noch nich s gesch ieben has ." Das gib spannende Gesp äche.
Und das is ja so, dass zum Beispiel je z nach den Fe ien ha de eine Schüle gesag : "Also gu ,
ich se ze mich d an, ich e suche das je z mal mi dem Sch eiben." Und da s a en wi . Und ich
denke, diese Umweg wa ü ihn op imal, dass e je z ein halbes Jah p ak isch nich sch eiben
muss e. Abe eben ich kann ihm/ und e ha wi klich wunde ba e Beu eilungen e hal en, weil e
sp ich wunde ba . E mach mi , e disku ie mi , is alles phänomenal, e kann o lesen, e kann
lesen und e hä e on dem he gesehen wi klich eine seh gu e No e, eigen lich (..) e dien . Abe
eben ich kann sie ihm nich geben, weil es sons auch nich ai is den ande en gegenübe . (4)
128
Wenn je z das Schlusszeug/ beim Schlusszeugnis im Somme habe ich ja einzelne Teilbe eiche.
Do hä e ich je z beim Sch eiben ein ungenügend se zen können und dann hä en wi den Res
genauso lassen können wie je z . Abe da dass ich je z nu eine blöde Zahl habe, konn e ich das
nich mi mi e einba en ode mi / ich denke auch mi seinen Kollegen wä e das schwie ig gewe-
sen. Also es is siche ein Nach eil, dass ich zum Teil solche Beu eilungen anpassen muss ode
auch wenn beispielsweise ein Kind abe seh , seh langsam un e wegs is , abe supe ablie e ,
dann muss ich auch da wie in einen Rahmen se zen. (..) Also je z komme ich ein bisschen iel-
leich zu ück: Also wenn es 30 Kompe enzen sind, is gu , abe wenn es au einmal nu noch zwei
ode d ei Kompe enzen sind in einem Fach, die abgeschlossen wu den, dann und alle d ei seh
gu , dann kann ich o zdem keine sechs se zen.
60
I: Ja kla .
61
K: Das is so das was, was/ und das gib Gesp äche. Das heiss abe auch, da wissen sie auch
imme , wo an sie a bei en müssen. Dieses Kind muss wi klich e suchen, am Tempo zu a bei en.
Handkeh um, denke ich abe das Kind is so glücklich und zu ieden und is ein ach so un e wegs.
Auch nich nu in de Schule, auch sons is das ja e äum ode gemü lich, langsam, seh genau.
Und ich habe eigen lich null Bock, da i gendwie mi S ess au das Kind einzuwi ken.
62
I: Ja.
63
K: Das is so de Nach eil. Wenn ich, wenn ich ein ach so wei e machen könn e und die Selek ion
nich da wä e, wä e es na ü lich supe . Dann sehe ich wi klich keine Nach eile. Ich kann die Le n-
ziele anpassen und solange sie im Rahmen de G undkompe enzen/ G undansp üche sind, b au-
che ich da übe haup keine Abklä ung, sonde n kann sie ein ach dem Kind anpassen. Und dann
sehe ich wi klich ga keine Nach eile. Abe die äusse en S uk u en machen es schwie ig. Und
eigen lich das Schlimms e is ja so./ Also das is so mein Thema zu zei sowieso. Ich habe am
le z en F ei ag eine Ini ia i e lancie zu Abscha ung de Selek ion. Weil die Inklusion, die wi au
de P ima s u e ag äglich umse zen, läss sich mi de Selek ion nich e einba en. Und das is ja
ü mich übe haup das Haup p oblem. Ich kann noch so au No en e zich en und mi dem Leh -
plan und den Kompe enzen a bei en. Abe dann komm das Schulsys em und mach mi einen
S ich du ch die Rechnung.
129
64
I: Ja, ja. (..) Ve s ehe ich ja. (..) Ich wü de ge n noch au die gemeinsame Beu eilungsp axis im
Team eingehen. Wie ausch ih euch im Team un e einande übe die Beu eilungsp axis aus?
65
K: Unse Team is seh , seh klein. Wi sind zwei./ Also wi sind d ei P ima klassen, eine 1./2. und
zwei 3.- 6. Und also 1./2. mach auch keine No en un e m Jah . Abe sie sind beide neu, sie a -
bei en auch ohne Kompe enzen. Ich weiss noch nich / Ich weiss nich so genau wie sie es ma-
chen. Abe ü uns Mi els u e: Wi machen es genau gleich. Unse e Fachleh e :innen, die müssen
es auch so machen. Sie sind abe zum Glück alle oll dabei. Und is auch wi klich unp oblema isch
zum Umse zen. Wi haben Themen, die wi gemeinsam bea bei en, zum Beispiel das F anzösisch
und das Englisch. Das heiss , da haben wi auch die gleichen Kompe enzen und besp echen uns
je nachdem auch bei de Beu eilung dann. gib es was/ Also man zeig sich die Sachen: "Was
gibs du da an? Genügend? Ode is es schon gu ?" dass wi diese Sachen besp echen. Ode
auch sons wenn wi uns selbe nich ganz siche sind, dann können wi das p oblemlos einande
zeigen und besp echen. (..) Ja, wi wissen, wie was, passend wä e. Abe wi sind ein seh kleines
Team, das heiss , es is auch ein ach, diese Absp achen einzuhal en ode diese Absp achen zu
machen.
66
I: Inwie e n hil di die gemeinsame Hal ung?
67
K: Also ich hä e es alleine nich gemach . Also ich weiss nich , wie es heu e wä e. Vielleich hä e
ich es heu e auch alleine gemach . Abe es gib Siche hei . Un e dessen b auchen wi sie eigen -
lich nich meh . Das wa am An ang, da wa de Au s and gewisse El e n, also nie on allen El e n,
ech g oss und he ig, weil wi da o zdem auch ein S ück wei zu Region (O scha anonymi-
sie ) gehö en, die so Gymi-o ien ie is . Also wi haben eine op imale Mischung. Also wi haben
wi klich on ETH-P o esso innen och e bis zu Sans-Papie , alles in de Klasse, was ich supe
inde. Abe wi haben diejenigen, die ans Gymi d ängen, und die haben schon ein bisschen Radau
gemach und das geh ga nich . Von dahe gesehen wa ich dazumal seh , seh oh. Es wa auch
eine Mu e , ha es de Zei ung ges eck , da muss en wi noch ü ein In e iew he hal en. Da wa
ich seh oh um das Team. Und ich wa seh oh um den damaligen Schullei e , de ein ach zu
100 % hin e uns s and und am El e nabend on/, meine Kollegin is einige Jah e jünge , an ih em
El e nabend dabei wa . Wi haben es pa allel gemach , also zu gleichen Zei . Abe je in unse em
Zimme . Wa e do dabei und ha ein ach auch do oll ü sie gesp ochen. Das inde ich g oss-
a ig. Also es is / Zum Team gehö bei uns auch die Schullei ung. Wi haben je z sei dem Som-
me eine neue Schullei e in. Auch die s eh oll hin e uns, is abe im Momen ga nich meh
nö ig, weil es bei den El e n absolu akzep ie is . Als Sys em, als e lässlich, als gu , als ans-
pa en . (..) Wi haben nach ande halb Jah en, nach de Ein üh ung haben wi eine Um age
130
gemach , auch bei den El e n. Inwie e n pass das Zeugnis zusammen mi dem, was sie e wa e
haben? Das wa gu bis seh gu on dem he gesehen, also es e hebe / es pass . (..) (lachen)
Ja, abe un e dessen. (..) könn e ich es abe auch alleine. Abe als Team is es ein ach schöne .
G undsä zlich is es schöne , das Team un e wegs zu sein.
68
I: Ve s ehe ich ja. Benö ig eine no en eie Un e ich , meh Aus ausch im Team? (9)
69
K: Ich glaube nich . Vielleich / Vielleich zu Beginn, Ode ./ Ode ü ge ade Fachleh pe sonen zum
Beispiel/ (...) Es ha e ja einen neuen Spo leh e im Somme . (..) Man muss ja wie zue s le nen:
"Wie komme ich zu den Kompe enzen? Wie kann ich die o mulie en, dass die Schüle innen und
Schüle sie e s ehen?" Dass es wie bei de Umse zung am An ang so einen Anschub b auch
und sich da meh Un e s ü zung und meh Aus ausch. Ich glaube abe , nachhe is es./ Wenn man
sich mal dami auseinande gese z ha , b auch es unge äh gleich iel Absp achen wie sons .
70
I: Okay, Ja. Ja. Du has gesag , du has eine eigene Wo d-Lis e ü deine Beu eilungen. Also wie
hal e ih da Zwischens ände es , je z gemeinsam im Team ode b auch es das ga nich ? Has
du wie eigen lich den Übe blick?
71
K: Ähm, meins du also im Team, ich habe bei meinen Schüle innen: Ich habe also die Lis e ü
meine Schüle innen und meine Fachleh e innen, ü meine Schüle innen und ih Fach. Und wi
agen das nachhe am Schluss./ Also je z o den Spo e ien haben wi es zusammenge agen.
Meine Kollegin is da einen Sch i wei e : Sie ha das Ganze au One-No e heiss das, glaube ich,
wah scheinlich kenns du das. (lachen) Ein Ding, das ich eben noch nich kenne. Sie ha es do
d au . Und do , so iel ich weiss, haben die Fachleh e innen auch Zug i dazu und können do
di ek ih e S e nchen/ Was sie auch noch nich ha is das mi dem e linken mi dem: Welche
Kompe enz s eck dahin e . Abe das kann sie eilen mi ih en Fachleh e n und sie können das
do di ek ein agen. Sowei bin ich noch nich .
72
I: Ja, okay, also das heiss , ih ausch euch eigen lich o dem Zeugnis, indem Sinne aus.
73
K: Ja, wenn es je z da um geh . Genau. Ja.
131
74
I: Ja. Ja. Okay.
75
K: Also. Also, wi haben sie ja meh ode wenige zusammen gesch ieben. Auch zum./ Ja, wie
auch Nach agen: "Wie schä z du das ein?" Ge ade auch als Fachleh e in is das zum Teil auch
noch schwie ig. Wenn sie je nachdem das Kind i gendwie zweimal p o Woche sehen ode einmal
p o Woche. (..)
76
I: Ja, kla (..) Wü den noch zu Le nen und Leis ung im inklusi en Un e ich kommen. Welche
posi i en E ah ungen has du in Bezug au das Le nen on Kinde n mi besonde en Bedü nissen
im no en eien Un e ich gemach ? (4)
77
K: Sie haben ih e E olgse lebnisse und ich glaube, das is ü mich das Wich igs e. Weil schluss-
endlich le n jedes Kind eben un e schiedlich schnell ode in un e schiedlichen Teilbe eichen. Abe
sie alle haben es e dien , ih e Fo sch i e zu sehen. Und wenn ich an ühe denke, also ich habe
schon lange mi Kompe enzen gea bei e , abe dann am Schluss o zdem die No e hingesch ie-
ben und dann wa es hal ein ach meis ens eine d eieinhalb. (Ich gehe nich wei e un e .) Und
dann kann egal,/ dann s eh da oben beim, ich weiss doch auch nich , beim Rechenweg da s ellen
s eh ein seh gu , abe das Kind sieh un en d eieinhalb, die El e n sehen die d eieinhalb. Die
G ossmu e ag danach und dann sage ich is eine d eieinhalb. Dann is das Ganze wiede
kapu , was, was ich sons noch alles Posi i e/ alles posi i e wähn habe. Von dem he gesehen
inde ich es ü diese Kinde , also schlussendlich ü alle, abe ü diese Kinde na ü lich ganz
eno m einen iesigen Vo eil. Weil ich die Fo sch i e beu eilen kann, weil ich die übe achlichen
Kompe enzen, die ja ge ade auch mi dem Leh plan 21 einen unglaublichen We , eine We e hö-
hung e ah en haben, und ich kann diese egelmässig beu eilen. Und das is doch bei den meis-
en inkludie en Kinde n, sind die meis ens gu . Und das heiss sie haben E olgse lebnisse, sie
haben F eude, sie haben/ auch, sie können mal eine Beu eilung zeigen: "Schau mal, ich habe
einen Smiley." ode : "Ich habe ein seh gu ." Und ich inde es unglaublich wich ig, um die Le n-
eude beizubehal en. Das is also ielleich das Wich igs e am Ganzen, das Ja./ Die kommen so
mo i ie und neugie ig in die Schule und wi k iegen es leide hin, ihnen das wiede wegzuneh-
men, bis am Ende de sechs e Klasse, wenn die Selek ion komm . Und mein Job is es ja eigen -
lich nu , diese Le n eude am Leben zu hal en. Und da hil mi diese A on Beu eilung eno m,
weil ja, alles zähl . Ja mindes ens bis zum Punk de Selek ion. Abe o he zähl alles und das
hil allen, abe ganz besonde s den inkludie en Kinde n, die diese E olgse lebnisse wah schein-
lich noch meh b auchen als alle ande en. (...)

132
78
I: Du has gesag , du gehs nich un e eine D eieinhalb, ode du bis nich gegangen. (lachen) (...)
Je z : Gib es einen Un e schied ü die Beu eilungsp axis on Kinde n, die je z im Zeugnis keine
Beno ung haben also ALZ, angepass e Le nziele haben?
79
K: Nein, ich mache mi allen dasselbe. Also auch die D i klässle innen, die haben eigen lich nu
Ma he und Deu sch als No e. Abe die bekommen genau dieselben Rückmeldungen in allen Fä-
che n, in allen Be eichen, weil sie ja auch do , ich inde, sie haben es genauso e dien , die
Beu eilung zu e hal en und sich euen zu können übe e was E eich es, übe e was E olg ei-
ches. Egal was nachhe am Schluss im Zeugnis s eh , ob eine No e s eh , ob keine No e s eh , ob
ein Le nbe ich komm . Wobei ein Le nbe ich ja meis ens noch ein ache is zu sch eiben als eine
No e, weil de doch auch ein bisschen aussagek ä ige is . (..)
80
I: Ja, is zu e gleichen je z mi den Kompe enzen.
81
K: Ja, Genau.
82
I: Ja.
83
K: Ein ach eduzie om Pla zangebo he . (...) (lachen)
84
I: Ja, ja, Okay. Inwie e n di e enzie s du da Tes s ode P ü ungen ü Kinde mi angepass en
Le nzielen? (..)
85
K: Ähm, so, die o iziellen Tes s. Die, die ich wi klich mache mi allen Kinde n, die haben sowieso/
g undsä zlich sind die a blich un e schiedlich. Also es ha Au gaben, die g au hin e leg sind und
Au gaben, die au no mal weiss ged uck sind. Und die Weissen sind ü alle, die g au hin e leg
sind ü diejenigen, die ein bisschen s ä ke sind. Und je nachdem gib es dann hal ein ach noch
einzelne P ü ungen, die sehen zwa genau gleich aus, abe sind dann hal ü das einzelne Kind.
Also dann sch eibe ich wie./ (...) In de Ma he ode so muss ich ja wie so e was abgeben, da
sch eibe ich ande e Au gaben. Und in de P ü ung zum Beispiel bei NMG: Das sind o ene F agen,
133
wie zum Beispiel: "E klä e mi , wie eine Ke ze b enn . Mach noch eine Zeichnung dazu." Und da
kann ich dann eine Abhandlung bekommen on einem 6.-Klasskind: (..) "Ich zünde den Doch an,
de e hi z den Wachs, de Wachsdamp s eig en lang des Daches au , de Saue s o , bla bla bla
bla bla." Und ein 3.-Klasskind ode ein in eg ie es Kind: "Ich nehme das Zündhölzchen und hal e
es an den Doch ." Das sind dann die e schiedenen Ou pu s. Abe sie beide sind supe . Ja, sie
s immen beide. Also, das heiss , en wede is die P ü ung inhal lich so angepass , dass es e -
schiedene P ü ungen gib , ode die Au gaben sind so ges ell , dass de Ou pu ganz o en is ode
möglichs o en is . Nich imme ganz o en, abe möglichs o en. Ode ge ade NMG sowieso:
"E zähle, was du gele n has ." Also: "E zähl, was du je z weiss , übe den Dachs ode die A k is
ode was auch imme ." Und dass dann jedes Kind b ingen kann, was es weiss. Vielleich auch
Sachen, die es ga nich bei mi gele n ha , sonde n zu Hause e ah en ha ode i gendwo au ge-
schnapp ha . So, das wä en so klassische P ü ungen.
86
I: Dass das Kind eigen lich zeigen kann, was es wi klich gele n ha ode was es wi klich weiss.
87
K: Ja. Das sage ich auch imme . Im F anzösisch sage ich auch imme : "Ih müss nich möglichs
komplizie sein, sonde n ih müss mi zeigen, was ih alles könn ." (..) (lachen)
88
I: Ja, Okay. (..) Inwie e n siehs du auch He aus o de ungen, ge ade ü das Le nen on Kinde n
mi besonde en Bedü nissen? (...)
89
K: Es ha nich iel mi de Beu eilung zu un. Es is ein ach/ es is au wendige . Abe ich glaube,
das is kla . (...) Doch, ielleich schon auch mi de Beu eilung. Ich passe die Le nziele an, mi
dem Kind ode ü das Kind, je nachdem. Ich e suche es imme mi dem Kind zu machen. Ich
passe die P ü ungen an ode ich passe die Au gaben an. Das heiss , es gib da ein ach ein biss-
chen meh zu un. (4) Abe , also was ich hal seh schä ze, is du ch die 3. - 6. Klasse, es is also
nu schon op isch kla , dass alle ande s sind, weil es da wi klich noch 8-jäh ige bis 13-jäh ige ha ,
also ein on dem he . Das heiss , es le nen auch alle ande s. Wi sind alle ande s. Und es is
eigen lich o al egal, ob je z ein 6.-Klasskind mal ein D i -Klass-O dne hol und do sich an ei-
nem A bei sbla bedien . Ode ein Vie klässle bei de ün en Klasse. Es is wie seh o en und
das nimm ganz iele He aus o de ungen weg, weil wi haben keinen g ossen Konku enzd uck
ode übe haup eigen lich ga keinen Konku enzd uck. Es machen ein ach alle ih Bes es, abe
es is eigen lich egal, wo. Und dadu ch, dass sie im selbs s ändigen Teil sowieso au ih em eige-
nen Weg un e wegs sind, äll es auch nich au . Das heiss ,/ ode wenn je z ein Schüle ode
eine Schüle in nie sch eib , sonde n nu mi dem Table un e wegs is ode sp ich , auch das äll
134
ga nich g oss au . Weil es ha auch ande e Kinde , die Geschich en e zählen ode was auch
imme , weil imme alle e was ande es machen. Und das is zwa eine He aus o de ung im Bezug
au das Vo be ei en ode au s Ma e ial da haben ode be ei s ellen. Abe es en las e im Un e ich
selbe eno m und es mach eine Inklusion wi klich möglich. (..)
90
I: Okay, den Übe i has du schon ein bisschen angesp ochen, dass das eine He aus o de ung
is . Ja. Wie gehs du dami um? (..)
91
K: Ähm, ja. Schlech ? Nein. Also ich muss es ja jedes Jah machen und ich glaube da um./ Also
mi ein G und, dass ich je z die Ini ia i e endlich lancie habe is , ich inde, es geh nich meh .
Ich habe gesag , am Mon ag habe ich/ mi eine Zei ung wa ich am Tisch ü ein In e iew. Es is
genau das, ich habe je z Zeugnisse e eil , o zwei Wochen unge äh . Und ich habe zwei in de
sechs en Klasse. (..) Nich inkludie e, abe ein ach zwei Jungs, die kogni i nich wahnsinnig s a k
sind. Das is alles. Sie sind phänomenale Menschen. Ich wü de beide so o adop ie en und nach
Hause nehmen, wi klich sie sind g ossa ig, was sie ü unse e Klasse leis en. Es is unglaublich,
wie sie auch mi den inkludie en Kinde n umgehen, wie sie sich um sie kümme n. Also sozial sind
sie eno m s a k. Je z haben sie das Zeugnis bekommen und das einzige, was ich je z habe, is ,/
Sie sind je z sei zweieinhalb Jah en bei mi und kennen ih e S ä ken und Schwächen. Sie wis-
sen, dass sie kogni i nich s a k sind. Sie kennen abe alle ande en S ä ken. Abe im Momen
des Zeugnisses sehen sie die obe en beiden No en. Das is zue s die Ma he und dann das
Deu sch und dann sind sie zwei Häu chen Elend. Und ein ach nu : "Das eich nich , ode ?" Und
das u ein ach weh. Das inde ich ganz, ganz schlimm, weil es eben das is ./ Dann we den die
beiden eduzie au die beiden Zahlen, die nich ssagenden Zahlen. Und sie müssen in die Sek B
und die Sek B wä e ga nich g undsä zlich schlimm ode schlech , wenn es nich gesellscha lich
so schlech is , dass man in die Sek B muss. G undsä zlich inde ich eben, die haben kleine e
Klassen, die haben meh Un e s ü zung in den B-Klassen. Das inde ich g undsä zlich gu . Abe
wa um übe haup selek ionie en? Wa um nich so wei e machen wie also bei uns in de P ima -
s u e: Alle do ö de n und o de n, wo sie s ehen und so wei beglei en, wie es geh . Und nich
wegselek ionie en, we nich pass . Also das inde ich unglaublich schwie ig und das is es hal
ein ach./ Es u ein ach weh. Weil das sind je z geb ochene Jungs und die haben/ ja sind zwöl
Jah e al und haben e ah en, dass sie de Gesellscha nich eichen, so wie sie sind. Und ich
inde, das da man keinem Kind an un. Und bei den inkludie en Kinde n is es genauso, dass sie
ja meh ode wenige in de S ad ins B ode au dem Lande dann wah scheinlich ins C kommen.
Es sind auch die Übe i sgesp äche, die ich dann üh e mi den abnehmenden Leh pe sonen.
Und das le z e Mal ü diese Schüle haben beide Sek-Leh e innen als e s es ge ag : Was ü
was ü . (..) Wie heiss das? (..) Wenn man so Tes s gemach ha . Und dann? Ah, je z äll mi das
Wo ein.
135
92
I: Also meins du einen o iziellen Tes ?
93
K: Ja, Also, wenn ja, welche Diagnosen? So. Welche Diagnosen ha e ? Also is e Legas henike ?
Is e . Ha e sie so eine.
94
I: Abklä ung?
95
K: Eine Abklä ung dann und dann bekomm man so einen./ Also es gib dann i gendwann gib es
noch den Nach eilsausgleich. Und sie haben wi klich ge ag : "Was ü Diagnosen ha e ?" Und
ich habe gesag : "Keine, e is ein ach kogni i nich so s a k." "Ja, abe Deu sch als Zwei sp a-
che?" "Nein, es is ein Schweize -Kind." "Abe ha e wenigs ens ein ADHS?" "Nein, ha e auch
nich " Und wenn, dann die Sek B nu noch das Au angbecken is ü alle, die mi eine Diagnose,
dann, dann läu bei uns de ini i was alsch.
96
I: Ja. (..) Ja.
97
K: Ha ü mich zu Folge, dass ich wah scheinlich nu noch A ausmale. Also das kann nich sein.
(..)
98
I: Das kann ich mi o s ellen. Ja. (..) Je z möch e ich da ge ade noch ku z anhängen. Inwie e n
haben/ also eben Zeugnisno en muss du ja o zdem machen in dem Sinn. Inwie e n haben die
eine ande e Bedeu ung ü die Kinde ? We den sie meh ode wenige gewich e je z , weil du den
Un e ich selbe ohne No en machs ?
99
K: Ich glaube nich . Ich glaube, das Einzige, was je z wi klich wa , bei diesen zwei Jungs, da sind
wi ja schon sei ande halb Jah en im Gesp äch: "Sek A ode Sek B? Und was müss e noch alles
kommen, dami es eich ?" Fü diese beiden haben die zwei No en ein Wahnsinnsgewich . Fü
alle ande en is es kla au egend, weil sie das e s e Mal/ ge ade die Un e s u e, also die 3./4.
Klasse, das e s e Mal so iele Zahlen ha . Das inden sie au egend und spannend. (..) Sie sch ei-
ben sich jeweils selbe imme zue s noch das Zeugnis. Das heiss sie sch eiben ein Zeugnis mi
142
128
I: Ja. (..) Is das gleichzei ig ein bisschen auch das, was du di wünschen wü des . Ode gib es
noch e was?
129
K: So ganz allgemein? (4) (lachen)
130
I: Schon in Bezug au das Thema. (...)
131
K: Also ein kompe enzo ien ie es Zeugnis ände ich d ingend no wendig. Auch das ge ade nach
de Sekunda s u e, dass man keine Mul i-Checks meh machen muss, sonde n dass die abneh-
menden Schulen und abnehmenden Leh meis e innen wissen, was die Schüle innen mi b ingen,
wenn sie das Zeugnis anschauen und nich so, wie es heu e is . Das wä e ü mich so ein eno m
wich ige Sch i , de ganz ieles mi sich zieh , weil man ielleich schon dann ein bisschen ande s
un e ich e . Und je z komme ich au den An ang zu ück. Da habe ich gesag , ich un e ich e nich
ande s, abe das lieg ielleich an mi . Ich un e ich e schon lange so, auch mi No en. Abe ich
glaube, das wü de ielleich ü einige bedeu en: (..) Dass man da sich au das einzelne Kind
einlassen, dass man seine Ziele anpassen da und dass man in dem Fall den Un e ich anpass
und meh indi iduelle Le nwege zuläss . Das wü de ielleich / hä e schon so einen Ra en-
schwanz de g undsä zlich ü unse e Schule supe wä e, wenn sie sich da mal ein bisschen be-
wegen wü de. (...)
132
I: Ja, ön schön. (..) (lachen)
133
K: Ein Lebenswe k, Nein. (lachen)
134
I: Ja. Gib es on deine Sei e noch wich ige Aspek e, übe die wi noch nich gesp ochen haben,
die du noch e gänzen möch es ? (6)
135
K: Nein, ich glaube das, ich glaube, das wa das Wich igs e. Ja.

143
136
I: Gu , dann bedanke ich mich nochmals ielmals ü die Bean wo ung all meine F agen. Ja,
dann wä en wi somi am Ende. Danke.
137
K: Wa spannend. (lachen)
144
1
T ansk ip In e iew TG 2F
2
I= In e iewe in
E= Emilia
3
I: Gu . Wi haben heu e, Donne s ag, den 20. Feb ua , und ich bin hie ü ein In e iew mi Emilia.
Und zue s möch e ich ge ade eins eigen mi de F age: Wie muss ich mi den All ag mi no en-
eiem Un e ich o s ellen? Da bi e ich dich, ein ach mal zue s zu e zählen. (..)
4
E: Ich weiss ga nich , ob es so ein/ ob es im Schulall ag an sich so einen g ossen Un e schied
je z ü mein Un e ich mach , ob ich No en gebe ode nich . Was siche meh de Fall is , is ,
dass wi ,/ also ich gebe noch o Rückmeldungen mi so K i e ien as e . Also das äll hal ehe an,
dass man so da die K i e ien zum Beispiel besp echen muss, wenn ich eine neue A bei ein üh e.
(..) Schon auch den Kinde n so ein bisschen die Wich igkei e suche mi zugeben, on No en sind
nich imme das A und O und dass ich schon auch im Un e ich e suche, so mi diesem Rück-
meldungsp inzip zu a bei en, dass ich mal,/ also dass ich Komplimen e mache, dass ich Ve bes-
se ungs o schläge gebe. Ja, ich glaube, das is so das Wich igs e. (..)
5
I: Gu , danke. Sei wann und inwie e n se z du no en eien Un e ich in deine P axis um und
was wa en so die Bewegg ünde?
6
E: Also ich bin ja je z sei zweieinhalb Jah en hie und ich bin ja on/ also ich habe nach de PH
gleich hie ges a e . Und im Schulhaus, g undsä zlich is diese Beu eilungskul u , is das schon
lange ein Thema, dass sie eigen lich bei uns im Schulhaus e suchen, on den No en imme ein
bisschen meh wegzukommen. Und deswegen bin ich wie schon ein bisschen in diese Kul u
eingekommen, was mich na ü lich beein luss ha , so isch nach de PH, dass ich/ ja, dass das
so die e s e Eins ellung gewesen is , die ich so o ge unden habe. Und o / da habe ich ein Jah
un e ich e . Und also o eineinhalb Jah en, haben wi dann auch en schieden, dass wi in Eng-
lisch wi klich ganz ohne No en machen. Sons haben wi ja eilweise, also in Ma he gib es mal
noch No en ode in Deu sch, abe im Englisch haben wi dann en schieden, wi lassen es ganz
weg, weil wi das Ge ühl ha en, wi haben es ja/ wi haben uns so sch i weise he ange as e .
7
I: Ja, ja, okay. Weiss du was om Schulhaus he so die Bewegg ünde wa en, so sch i weise on
den No en wegzukommen?
145
8
E: Ich glaube schon die Meinung, dass/ ode die Eins ellung, dass No en nich imme anspa en
sind. Also eine ün on Max is nich die gleiche ün , also is nich das gleiche wie eine ün on
Mo i z. (..) Selbs wenn es je z einige massen gleichs a ke Schüle wä en, könn e ja sein, dass
Mo i z den einen Themenbe eich gu e s anden ha und Max einen ande en, abe sie haben
nachhe die gleiche No e. Also ich glaube, es ging schon es um diese T anspa enz. Und ein ach,
dass bei uns schon, ich sag mal iele Akademike kinde sind, und ein ach de D uck auch g oss
is , also de D uck on den El e n und diese,/ das me k man auch bei den Kinde n, die Eins ellung
on: "Ich b auche unbeding eine gu e No e." Und manchmal auch wenn ich im Gesp äch mi den
Kinde n bin, dass sie dann mi sagen: "Mein Ziel is , dass ich in de ün en Klasse in jedem Fach
mal eine Sechs sch eibe." Ode dass sie mich./ Und ich glaube, es is auch, das, diese Eins ellung
om Qua ie , wo das Schulhaus and das wä e sinn oll, auch au ande e Beu eilungsa en zu
se zen.
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I: Ja, ja, okay. (..) Has du in deine Klasse Kinde mi besonde en Bedü nissen?
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E: Diagnos izie ode nich diagnos izie ?
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I: Muss nich diagnos izie sein. Also ich de inie e es wie ein bisschen so, das heiss ein ach,
wenn sie in dem Sinn ja, sonde pädagogische Massnahmen, sage ich mal, e hal en ode zusä z-
liche Un e s ü zung, zusä zliche Fö de ung ielleich auch.
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E: Also. (..) Ja. (...) Siche . Zwei. Also, bei einem Jungen is es diagnos izie , dass ADS beim
ande en Jungen is es, was auch imme . Und also de Junge mi ADS ha auch Medikamen e, is
sons im Umgang seh seh angenehm, is angenehm angenehm zu un e ich en. E ag ein ach
seh iel und e b auch / Also wi machen zum Beispiel ge ade so Vo äge und wenn e so selbs -
s ändig eche chie en muss, e weiss ga nich wo an angen. Dann s ell e mi ganz ielen F agen
und da muss ich ihm wie ein bisschen/ Also muss ich ihm siche meh Tipps geben, als je z einem
ande en Kind. Ja, und beim ande en Jungen: E ha keine Diagnose. E is ein ach seh / also im
Umgang mi den ande en Kinde n seh au ällig. S öss sie ein ach, ülps sie an, sch ei manchmal
mi en im Un e ich , p ei mi en im Un e ich , mach manchmal Tie ge äusche mi en im Un e -
ich . Also e is seh zei in ensi .
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I: Kann ich mi o s ellen.
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E: Und bei ihm is . Also das is ein Thema, an dem wi schon. Also an dem wi je z in diesem
halben Jah es d an gea bei e haben. Und das ande e Thema is so schon die Konzen a ion.
Also e b ing / e kann ieles gu , wenn e konzen ie is . Die Konzen a ion häl ein ach, e wa
bis ich sage mal, in den e s en zwei Wochen nach den Fe ien/ (..) häl sie siche am Vo mi ag an
und dann/ Und nachhe , die es lichen Schulwochen häl sie ielleich ge ade mal so die e s en
d ei Lek ionen bis zu Pause. Und nachhe , kann e wi klich 45 Minu en da si zen und nich s ma-
chen ode s ö en. Ode i gendwie.
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I: Ja. Ja. Has du Kinde mi eine Le nzielanpassung?
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E: Nein, habe ich nich . Ah (.) und mi is noch mal e was einge allen. Ich habe noch einen Jungen,
de au dem ASS-spek um is . Ja, also, e is nich kla / (..) E wa nich hunde p ozen ig eindeu-
ig, abe e ha schon bes imm e Tendenzen. Da me k man auch eben Übe gänge, muss ich
manchmal schauen, dass ich ihn nich e lie e ode dass e es mi k ieg . Bei E klä ungen e -
sch i liche ich ganz iel. Und so alles, was ausse halb des Schulzimme s passie ,/ also zum
Beispiel: Wi müssen imme so blockweise schwimmen gehen, das is ü ihn o al s essig. Fah -
ad ah en is s essig, e weiss ga nich , wie soll ich meine Schul asche und die Schwimm asche
o ganisie en und dann is das Wasse iel zu kal im Hallenbad ü ihn. Genau.
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I: Ja, okay.
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E: Is mi ge ade noch einge allen.
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I: Spannend. Kommen wi nachhe siche noch konk e e da au , wie es dann au die Beu eilung
auswi k . Je z zue s abe zu De ini ion on no en eiem Un e ich . Was e s ehs du je z un e
no en eien Un e ich ode wie de inie s du den Beg i aus deine P axis? (4)
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E: Ganz ein ach gesag is es de Un e ich ./ Also wenn ich keine Zahl au die P ü ung sch eibe.
Und ich glaube, ü mich heiss no en eie Un e ich schon auch, dass ich mi ielleich manchmal
meh Zei nehme ü die Rückmeldung. Also dass ich mi spezi isch,/ dass ich iel e sch i liche.
Also s a eine ün zu sch eiben, sch eibe ich dann ielleich : "Du has das und das mega gu
gemach . Ich me ke do , bei diesem ande en Thema b auchs du noch Übung." (...) Genau. (4)
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I: Inwie e n is dein Un e ich je z No en ei ode eben nich No en ei kanns du dann noch ein
bisschen genaue aus üh en? (..)
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E: Also wi haben es ja gegliede / Eben wi haben es je nach Fach ein bisschen ande s. Do , wo
wi wi klich ollkommen no en ei sind, is im Englisch.
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I: Wie sieh da die Beu eilung konk e aus?
24
E: Also ü die Uni -P ü ungen gib es keine Punk zahl meh . Also wi machen wi klich./ Ich mache
es mi den Kinde n imme so, wenn es wi klich s imm , is ein Haken, wenn ich inde, he, ja, is in
O dnung, abe ich hä e noch e was e gänz ode so, mache ich einen Haken im Klamme n und
ein Punk wä e dann es s imm nich . Und dann machen wi eine Wo bewe ung also ode Beu -
eilung. Wi haben no ye , das is ein ach Le nziele noch nich e eich . Dann haben wi achie ed,
good, e y good und exzellen .
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I: Ja.
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E: Ex a ein bisschen/ ex a ie ge eil , dami die Kinde dann nich denken: Ah, good heiss , je z
is es is eine ün , weil das machen sie, ode achie ed is eine ie , sonde n dass es eben nich
in d ei S u en gegliede is sonde n in ie .
27
I: Okay. Ja.

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E: Und das machen wi ein ach im Englisch. Es mach schon e was aus, dass man keine No e
meh d au sch eiben muss, weil ich me ke, eben ich bin iel meh dazu e lei e , auch mal ganze
Sä ze au eine P ü ung zu sch eiben. Ode wenn ich me ke: Ui, Also bei einem Kind lie es je z
ga nich , dass ich mich eie ühle. Einmal habe ich zum Beispiel bei einem Jungen/ ihm dann
einen Teil de P ü ung eine Woche spä e nochmal hingeleg , weil ich das Ge ühl ha e, i gendwie
konzen a ionsmässig ode so, eigen lich könn e e es besse . Und ich habe wie das Ge ühl, das
mache ich ehe im Englisch, wo es keine No en gib , als je z bei einem ande en Fach. Ja.
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I: Ja. Weshalb?
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E: Ich weiss nich . Ich weiss es nich . Ja. (..) Ode (4) Ich glaube, weil, bei einem ande en Fach
is dann imme die F age, beziehe ich es je z noch in die Schluss/, also in die No e, die au de
P ü ung s eh mi ein ode nich ? Wie iele on den Punk en, die noch gemach we den konn en,
echne ich je z dazu? Und ich habe das Ge ühl, beim Englisch kann ich dann das sch eiben, dann
kann ich sch eiben: "Hey, ich habe es di noch mal gegeben. Ich habe dann geme k , du kanns
den Inhal an sich. Und ich kann es dann mi diese sch i lichen Rückmeldung auch den El e n
nach Hause geben. Und es is ielleich nach ollziehba e , weil ich mich besse e klä en kann.
Weil die F age, zähl es je z bei den Punk en dazu, gib es je z eine besse e No e ode nich ?,
ga nich au auch .
31
I: Ja. Ja, also in dem Sinne nachhe ein ache und nach ollziehba e . Ja. Mhm. Wie is es in den
ande en Fäche n? Du has gesag , da gib es manchmal noch No en, manchmal abe auch nich .
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E: Also g undsä zlich is es so, dass es zum Beispiel bei so S anda d NMG-P ü ungen, Ma hep ü-
ung und Deu schp ü ungen gib es im No mal all No en. In Deu sch machen wi es manchmal
auch so, dass wi je z bei kleinen Themen, zum Beispiel bei de di ek en Rede, manchmal ma-
chen wi da ga keine he kömmliche P ü ung, sonde n wenn wi wie das Ge ühl haben, die Kinde
ha en in de Schule wi klich genügend Zei ü die Vo be ei ung es is ein kleines Thema. Dann
gib es manchmal DKIs, die sind wie S ando e assungen, die geben auch keine No e und die
Kinde k iegen abe auch keine Le nziele. Es is abe auch keine Übe aschungsp ü ung. Das
kling imme so, so gemein ein bisschen nein. Und dann an einem Tag sage ich dann ein ach: "Ja,
je z machen wi eine S ando e assung. Wo s eh ih unge äh beim Thema." Und dann is es
abe schon so, dass ich wi klich schaue, dass sie alleine a bei en und dann üllen sie es aus. Und
da geben wi auch meis ens, en wede machen wi es mi K euzen, also e eich ode noch nich
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e eich ode so ode ich gebe eben, ich sch eibe zwei, d ei Sä ze au die P ü ung und ode au
das DKI und sage: "Hey, die/ da diesen Teilbe eich behe sch du schon mega gu . Do has du
o diesen und diesen Fehle gemach ." Und manchmal lege ich dann auch gleich noch mal
Übungsma e ial dazu ode mach noch mal eine Un e ich ssequenz. Wenn ich je z me ke, es
häu sich bei meh e en Kinde n an de gleichen S elle.
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I: Okay, das heiss , dann machs du je nachdem dann do nich eine P ü ung. Und on den DKIs
gib es also zu denen gib es auch keine No en. Habe ich das ich ig e s anden?
34
E: Ja. Und bei uns sons in NMG a bei en wi noch o mi Ras e , also so K i e ien as e bei
Vo ägen. Vo ku zem haben die Kinde ein Lapbook e s ell . Da gib es dann auch keine No en.
Und im Deu sch mache ich bei so Geschich en sch eiben und so o , also meis ens auch keine
No en. Da gebe ich auch Rückmeldung, also sch i lich Rückmeldung. Und ich glaube das Fach,
was wi klich noch am meis en so no enlas ig is , is die Ma hema ik. (..)
35
I: Ja. (..) Seid ih da das am En wickeln ode wieso ge ade Ma hema ik?
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E: Ja, das habe ich mich auch ge ade ge ag . Also ich glaube, wi sind uns schon am En wickeln.
Ich weiss auch, dass sie mal einen Ve such ges a e haben. Wi haben ja das Ma hwel und da
gib es so P oduk bewe ungen, die man machen kann. Und ich weiss eine Zei lang, also be o
ich gekommen bin, haben sie das gemach . Es is ein ach./ Ich glaube, das P oblem do is ein
bisschen de Wo kload, den man ha als Leh pe son, weil sie haben gesag : Also diese P oduk -
bewe ungen sind cool, abe wiede mega au wendig, dass manchmal ein ach auch die Zei ehl .
Also jedem Kind noch ein,/ noch d ei Sä ze zu sch eiben und dann i gendwie zu übe legen: wo
is es je z ? e eich , nich e eich , is manchmal as ans engende , als ein ach zu sagen: das
s imm das nich . Ich zähle die Punk e zusammen und dann habe ich die No e. (..)
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I: Ja, kann ich mi o s ellen. Ja. (..) Du has gesag , du gibs Rückmeldungen o sch i lich. Gib
es auch ande e Rückmeldungen?
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E: Vo allem so im Un e ich selbe . Also im Tun gebe ich iel mündliche Rückmeldungen.
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39
I: Ja.
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E: Was ich auch mache, manchmal, wenn ich eben das Ge ühl habe i gendwo wa da./ Also wenn
ich je z die DKI ode die P ü ung ode was auch imme anschaue und das Ge ühl habe, ein Kind
konn e sein Po enzial nich zeigen ode im Un e ich selbe konn e es das ganze besse als je z .
Da suche ich meis ens auch das Gesp äch. (..) Ein ach um nochmal zu agen: "Hey, wie ging es
di ? Was wa los? Ich ha e den Eind uck, eigen lich kanns du das." und dass ich dann auch
zusammen mi dem Kind eine Lösung suche. Also: "Wills du die Au gabe nochmal p obie en ode
pass es ü dich?" Ja ode das ich wie mi ihm schaue. Vielleich habe ich auch eine alsche
Einschä zung. Vielleich konn e das Kind das auch wi klich nich . Und dann is es auch gu , wenn
ich mi ihm da übe sp eche und dann noch mal e klä en kann.
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I: Gib es da auch Möglichkei en zu Selbs einschä zung ode Selbs e lexion ü die Kinde ?
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E: Also sie haben am Ende on allen P ü ungen imme so einen kleinen Balken, wo sie einschä -
zen können, wa die P ü ung ein ach, ich weiss ga nich , was das mi le e is , ode schwie ig
i gendwas. Ich glaube, zwei K euze dazwischen gib es auch noch. Das können sie machen. Was
ich auch imme mal wiede mache is , wenn ich so K i e ien as e habe, dass es do auch noch
en wede ein sepa a es gib ü die Selbs einschä zung, ein sepa a e K i e ien as e ode dass
wi , be o sie es mi abgeben, dass sie zum Beispiel mi einem Fa bs i noch ih e K euze se zen
müssen. Im Spo ha en wi ge ade Ring- und Boden u nen, da muss en sie auch beim Ras e
selbe ank euzen. Also muss en sie en scheiden, was sie mi zeigen wollen. Is ja auch eine Fo m
de Selbs einschä zung, dass sie en scheiden muss en: Was kann ich, was kann ich nich , so au
die A Ja.
43
I: Okay, je z du has iel on Ras e n ode auch eben den sch i lichen Rückmeldungen gesp o-
chen. Gib es noch ande e Fo men, wie du beu eils ?
44
E: Ich glaube, ich mache auch noch iel./ Manchmal beu eile ich, glaube ich auch, ohne dass ich
den Kinde n nachhe e was ückmelde, also ieles aus de Beobach ung.
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45
I: Okay. Ja. Und also inwie e n beu eils du dann?
46
E: Zum Beispiel, dass ich mal eine Sei e im A bei she , zum Beispiel im Englisch, wo sie ün
Sä ze sch eiben muss en, dass ich mi das genau anschaue und mi dazu No izen mache.
47
I: Okay, das no ie s du di dann wie ü dich im Leh e o ice.
48
E: Genau.
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I: Fü dann auch die Zeugnisno e in dem Sinne.
50
E: Ja.
51
I: Ja. Okay. (..) Du has je z gesag , de Abschluss on Lek ions eihen, ode ja/ Du has o P ü-
ungen. Gib es noch ande e Va ian en, wie du einen Abschluss on Lek ions eihen ges al es ?
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E: Manchmal ges al e ich ihn auch, zum Beispiel mi gegensei igem Feedback ode mi einem
Rückblick. Also wi ha en zum Beispiel mal im Deu sch so ein Buch. Also eine gemeinsame Klas-
senlek ü e. Dann haben die Kinde eine Rückmeldung zum Buch gesch ieben, ein ach wie sie es
anden. Was wa am spannends en, was wa nich so spannend. Ja, manchmal mache ich auch
solche kleine en Dinge. (...)
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I: Welche Me hoden de Leis ungse assung ode Beu eilung auch haben sich ü dich als hil eich
e wiesen? Ode was indes du so besonde s hil eich? (9)
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E: Ich glaube alles, wo ich das Ge ühl habe, ich kann dem Kind i gendwie ganzhei lich ge ech
we den. Ode es le n e was da aus. Ich habe manchmal das Ge ühl, wenn sie eine d eieinhalb
sehen, au de P ü ung zum Beispiel, dann is es ü sie ein ach e buch un e : Es is keine gu e