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Turnaround I: Das Konzept (Unternehmenskrisen, Teil 3/8)

Author: Fuchs, Marius
Publisher: Zenodo
DOI: 10.5281/zenodo.17552064
Source: https://zenodo.org/records/17552064/files/KMU-Magazin_Turnaround_I_Das_Konzept_Teil-3-8.pdf
S a egie & Managemen
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KMU-Magazin N . 4/5, Ap il/Mai 2025
Die Tu na oundanalyse zeig ein um as-
sendes Bild de P obleme und ha die
«Ho spo s» iden i izie . Dami is das Ge-
ühl de D inglichkei im Managemen
gescha en. Es gil nun – un e Hochd uck
– ein umse zba es Tu na oundkonzep zu
e a bei en. Das Tu na oundkonzep zeig
allen wich igen S akeholde n au , ob und
wie das k iselnde Un e nehmen aus dem
Schlamassel he ausge üh we den kann.
Die Umse zung beginn so o
Die wei gehend sequenziell da ges ell e
Ab olge on Tu na oundanalyse, -kon-
zep und -umse zung is de Themenab-
g enzung geschulde . In de P axis we -
den be ei s wäh end de E a bei ung de
Si ua ionsanalyse e s e So o massnah-
men e g i en. Beispiele da ü sind In-
es i ions- und Eins ellungss opps ode
Zahlungss opps ü nich k i ische Ve -
p lich ungen. Eben alls liessen un e -
züglich e s e Lösungsansä ze in das Tu n-
a oundkonzep ein.
Dazu gehö en Massnahmen zu Reduk-
ion des Ne Wo king Capi als, o ensich -
liche Po enziale ü Kos en eduk ionen
ode das Au gleisen des Ve kau sp o-
zesses ü nich be iebliche Ve mögens-
we e. Vo ausschauendes Planen is wich-
ig, denn die Tu na oundanalyse is wei -
gehend s ich agsbezogen und kann nach
wenigen Tagen in en scheidenden Punk-
en be ei s e al e sein kann.
Bei den So o massnahmen s ehen Li-
quidi ä und Kapi albeda im Mi el-
punk . E s e P io i ä lieg in de Gene-
ie ung und Bewah ung on Liquidi ä .
Die zwei e P io i ä ziel au die Reduk-
ion on no wendigem Kapi al ab. Es geh
da um, möglichs iele Quick Wins ein-
zu ah en, ohne dabei ope a i e und s a-
egische Lösungsop ionen e üh zu
schliessen. Das is eine seh schwie ige
und wide sp üchliche Au gabe. Typische
Knackpunk e inden sich beim S oppen
on En wicklungsp ojek en ode beim
Abs ossen on zukun s äch igen Ge-
schä seinhei en.
Ve läu de Tu na ound e olg eich,
kann das S oppen on P ojek en e o-
spek i als o eilige , un e zeihliche
s a egische Fehle einges u we den.
Missling de Tu na ound ode – ul ima
a io – de No e kau , spielen solche
En scheide eh keine Rolle meh . Hie
zeigen sich die Sachzwänge eines Tu n-
a ounds und die schwie ige Au gabe de
En scheidungs äge .
Wei e e Sachzwänge mi hohe Unsiche -
hei s ellen sich im Zusammenhang mi
de (Nich -)Kommunika ion mi Lie e-
an en, Kunden, Mi a bei e n ode an-
de en S akeholde n. Es s ell sich die
F age, was man wem sag und in welchen
Punk en man besse noch schweig . So-
wohl Schweigen wie auch «Zu- iel-Sa-
gen» kann das ühzei ige Ende de Un-
e nehmung bedeu en. Nich -Kommu-
nizie en hingegen kann zu einem nich
epa ablen Ve auens e lus üh en. Da-
bei is Ve auen o mals de le z e we -
hal ige Ve mögens eil, übe den die Un-
e nehmenslei ung noch e üg . En -
sp echend sach e is dami umzugehen.
Fokus au We po enziale
Ein gu es Tu na oundkonzep ich e den
Blick – neben den So o massnahmen –
au we gene ie ende Po enziale des Un-
e nehmens. Wich ige In e esseng up-
pen wie Banken ode ande e Gläubige
›D . Ma ius Fuchs
Un e nehmensk isen, Teil 3/8
Tu na ound I:
Das Konzep
In de Si ua ionsanalyse wu de das Ausmass de Un e nehmensk ise e ass . Nun geh es
um die E a bei ung on Lösungsmöglichkei en – un e Be ücksich igung de knappen Zei
und Ressou cen. De d i e Teil unse e ach eiligen Se ie zu Un e nehmensk isen zeig das
Vo gehen bei de En wicklung eines E olg e sp echenden Tu na oundkonzep es au .
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Abb. 1: A en on Un e nehmensk isen
P ä en ion
E kennung
Bewäl igung
1 Jah 5 Jah e 3 Jah e
Un e nehmense olg
(Cash low, Gewinn)
Jah e bis
zu Insol enz
S a egiek ise E agsk ise Liquidi ä sk ise
Quelle: Fuchs, e schiedene Publika ionen
Konku s
Handlungs eihei en/Op ionen
D inglichkei des Handlungsbeda s
 Handlungsmach de Gesellscha
Weg in die K ise
Weg aus de K ise
Abnehmende Handlungsmach , das Ru schen in die K ise und de beschwe liche Weg aus de K ise
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bewe en die Quali ä des Tu na ound-
konzep es au g und de op imalen We -
e hal ung aus ih e Pe spek i e. Ih e zen-
ale Mo i a ion bes eh zue s da in, die
Beziehung mi dem be o enen Un e -
nehmen nach Übe windung de K ise
p o i abel wei e üh en zu können. Somi
kann on eine gewissen Be ei scha
ü Sanie ungsbei äge sei ens diese
Pa ne ausgegangen we den. Bedingung
da ü is abe , dass das Konzep eine
umse zba e Wei e üh ung glaubwü dig
au zeigen kann.
Im Umkeh schluss heiss das: Kann diese
Zukun nich g ei ba au gezeig we -
den, ode wu de diese Zukun be ei s
o eilig au Kos en on Quick Wins e -
bau , konzen ie en sich die Gläubige
au die Minimie ung ih es inanziel -
len Schadens. Sie we den ehe in eine
schnelle Abwicklung einschwenken und
au hoch iskan e Expe imen e e zich en
wollen. Dami zeig sich, wie e olgsen -
scheidend ein p o essionelles und schnel
-
les Handeln beim E a bei en des Tu n-
a oundkonzep s is : Je länge gewa e
wi d, des o kleine wi d de mögliche
Lösungs aum. Es gib sel en eine zwei e
Chance.
Abb. 2: Massnahmen, Te min- und Ve an wo lichkei splan (Übe sich )
P ojek pake
Quan i izie ung Zei plan (Mona e) Ve an wo lich
Lau endes
Jah
Nächs es
Jah Nachhal ig In e n Ex e n
1 Bescha ung
Deckungsbei agss eige ung
Kos ensenkung
Reduk ion Kapi albindung
Liquidi ä se ek
4500
1200
2000
7700
5700
2800
500
3300
6100
3000
0
600
A.B. C.K.
2 Sales und Ma ke ing
Deckungsbei agss eige ung
Kos ensenkung
Reduk ion Kapi albindung
Liquidi ä se ek
2800
0
600
0
4800
1200
0
2600
6000
1200
0
1200
D.W. M.J.
3 P oduk ion
Deckungsbei agss eige ung
Kos ensenkung
Reduk ion Kapi albindung
Liquidi ä se ek
3400
1200
1100
1900
4200
4200
3200
500
5600
4500
0
0
300
K.V. M.K.
4 Logis ik
Deckungsbei agss eige ung
Kos ensenkung
Reduk ion Kapi albindung
Liquidi ä se ek
0
800
1000
1800
0
1900
1100
3300
0
1900
0
0
W.A. P. P.
5 Zen ale Diens e
Deckungsbei agss eige ung
Kos ensenkung
Reduk ion Kapi albindung
Liquidi ä se ek
0
1400
300
1700
0
2900
500
2000
0
2900
0
0
R.B. C.G.
(1–5) To al
Deckungsbei agss eige ung
Kos ensenkung
Reduk ion Kapi albindung
Liquidi ä se ek
8500
5100
5200
18 800
1470
1200
3700
16 800
1660
1220
0
2100
6 7 8 9 10 11 12 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12
Tu na oundkonzep mi konk e en Massnahmen und quan i izie en Po enzialen
in Anlehnung an Jö g Mülle -Ganz; Tu na ound, S. 69
FH Zen alschweiz
CAS Klimas a egien en wickeln
und umse zen
Ne o-Null in Un e nehmen
S a : 19. Augus 2025
MAS Klimamanagemen
und -Leade ship
Klimaziele e olg eich umse zen
S a : 19. Augus 2025
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CAS Sus ainable Managemen
(Nachhal igkei /CSR/ESG)
P ak isches Know-How ü die
Umse zung in de P axis
S a : Mä z 2026
Wei e e
In o ma ionen
Be ei ü Ne o-Null?
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S a egie & Managemen 13
Abbildung 1 zeig , wie die Handlungs-
mach de Gesellscha mi zunehmende
K ise sch ump . Gleichzei ig nimm die
Dynamik de Nega i en wicklungen zu.
Typische weise beginn die Ge üch ekü-
che zu b odeln. Das e unsiche die Be-
legscha , Kunden wie Lie e an en. Wich-
ige Lie e an en beschliessen Lie e s opps
und e langen Vo kasse; Kunden wa en
mi Bes ellungen zu ode wande n zu
Mi bewe be n ab. Solche E eignisse be-
schleunigen den K isen e lau zusä zlich.
Abbildung 1 zeig diese En wicklung il-
lus a i mi dem s eile we denden Ve -
lau de Ku e. Das Un e nehmen und
dessen Handlungsmach komm zuneh-
mend ins Ru schen, bis es kein Hal en
meh gib : die Fi ma kann sich nich meh
aus eigene K a e en. Es is Hil e und
«Wohlwollen» on aussen no wendig.
Schwie ige Weg aus de K ise
Wie de o e P eil in Abbildung 1 zeig , is
de Weg in die K ise ein ach. De Weg aus
de K ise hingegen – da ges ell du ch die
g ünen P eile – e weis sich als mühselig,
langwie ig und wei gehend ungewiss.
Wi gehen in den olgenden Aus üh un-
gen on eine exis enzbed ohenden, aku-
en Un e nehmensk ise aus. Fü ein E -
olg e sp echendes Tu na oundkonzep
sind d ei wich ige F agen zu klä en:
1. Inhal : was is nun zu un?
2. Managemen : we is willig und ähig,
den Tu na ound du chzuziehen?
3. Gläubige : Ziehen die wich igs en
Pa ne mi ?
Jede diese d ei Ke naspek e muss e -
üll sein. Sie s ehen zudem in g osse
gegen sei ige Abhängigkei und können
sich dadu ch auch begüns igen. Die Kuns
bes eh nun da in, Einzellösungen zu ei-
nem Gesam we k zusammense zen zu
können.
Inhal : Wo an angen?
Das E s ellen des Tu na oundkonzep s
muss sys ema isch du chgezogen we -
den. Au g und des hohen Zei d ucks be-
ding de P ozess gleichzei ig iel P ag-
ma ismus. De P agma ismus da hemds-
ä melig sein – abe nich willkü lich!
Dami is gemein , dass blinde Flecken
und schwie ige ode abuisie e Themen
au keinen Fall ausgeschlossen we den
dü en. Alles komm au den Tisch und
wi d iagie . Au g und de allgemein
he schenden Be iebsblindhei und Ei-
genin e essen bie e sich die Hil e eine
ex e nen Fachpe son an.
Diese T iagie ung kann mi hil e eine
Eisenhowe -Ma ix (d inglich/wich ig)
gemach we den. Im G undsa z inden
nu Massnahmen Eingang in das Tu n-
a oundkonzep , die einen assba en, kla
de inie ba en Nu zen in Fo m on Liqui-
di ä (Zu luss ode Ve meidung Ab luss),
in Fo m eine zei nahen E agss eige-
ung, eine Kos ensenkung ode eine
Reduk ion des Kapi albeda s b ingen.
Ideen ü die Neubescha ung on Kapi-
al können auch einbezogen we den. Alle
Be eilig en müssen sich abe im Kla en
sein, dass das In e esse on e ns ha en
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In es o en nu mi einem gu en Tu n-
a oundkonzep ge unden we den kann.
An diese S elle soll dahe explizi o
scheinba in e essie en In es o en ge-
wa n we den, die aus dem Nich s kom-
men und Geld ü Re ung in Aussich
s ellen. Die E ah ung leh , dass das
«Bewi en» on solchen o zwielich igen
G uppen sich als pu e Zei e schwen-
dung en pupp . Es lohn sich, alle K a
au die E a bei ung und anschliessen -
de Umse zung eines ealis ischen Tu n-
a oundkonzep es zu okussie en. Ein sol-
ches E gebnis lock p o essionelle und
se iöse Geldgebe au den Plan.
Massnahmen mi Nu zen
Nu konk e e und ealisie ba e Liqui-
di ä s- und E agspo enziale sind wei-
e zu e olgen. Abbildung 2 zeig eine
beispielha e Da s ellung. Es gil , kon-
k e e Bei äge aus jedem Un e neh-
mensbe eich und jede Funk ion einzu-
sammeln. Niemand wi d e schon ! Im
No mal all we den Mindes ziele e üg
ode zu mindes eine Lei planke o ge-
geben. Nu Massnahmen mi unmi el-
ba en, bewe ba en Ve besse ungen sind
ele an . Diese sind bezüglich Höhe,
Daue und benö ig e Zei zu Realisie-
ung einzuschä zen.
P oblema isch sind Vo schläge, die zue s
eine Anschub inanzie ung bedingen. Sol-
che Bedingungen müssen gep ü we
-
den; abe nu wenige e hal en einen mi-
nimalen Bei ag. Massnahmen, die e s
in Wochen ode Mona en g ei en, kom-
men womöglich zu spä und können so-
mi o e s igno ie we den. Es gil die
80:20-Regel und das einzige Man a lau-
e : «so o und signi ikan ».
Spa o de ungen kommen na u gemäss
bei Mi a bei enden und Managemen
nich gu an. Übliche weise wu den in
de Ve gangenhei schon wiede hol «ein-
schneidende» Spa unden und Kos en-
p og amme du chge üh . Bedaue ns-
we e weise abe mi wenig E olg. Im
Fall de aku en K ise is de G und ü
den Au u o ensich lich: Das Un e -
nehmen be inde sich im Übe lebens-
kamp und b auch d ingend «Saue s o »
in Fo m on lüssigen Mi eln. Flüssige
Mi el können du ch den Ve kau on
Vo ä en, das o cie e He einholen on
o enen Fo de ungen ode das He aus-
zöge n on Zahlungen (S undungen,
Ausse zen on Amo isa ionen und Zins-
zahlungen) e besse we den. Diese
Quellen sind abe nich une schöp lich.
Es is zwingend, dass neue Liquidi ä squel-
len in Fo m on neuen Fo de ungen du ch
Lie e ung und Leis ungen (FLL) gescha -
en we den. Das wiede um beding , dass
das Un e nehmen ope a i unk ionie
und seine E agsk a in Fo m on höhe-
em Umsa z (meis ens he aus o de nd)
und ie e en Kos en (zwingend no wen-
dig) s eige . Einkäu e on Ma e ialien
und de en Bezahlung sind möglichs ie
zu hal en und Geldab lüsse ü In es i-
ionen (so e n nich au g und on gese z-
lichen Vo gaben zwingend; zum Beispiel
A bei sschu z) sind zu e meiden.
Mi dem is auch gesag , dass das k ude
«He ausschneiden on Kos en» nich
nachhal ig is und dahe auch nich den
Ansp üchen eines zukun so ien ie en
Tu na oundkonzep s genüg . Das Un e -
nehmen muss wei e hin unk ionie en
können.
Managemen : We mach ’s?
Eine en scheidende F age im Zusammen-
hang mi de Sanie ungs ähigkei und
-wü digkei bezieh sich au die Quali ä
des Managemen s. Ak ionä e, Ve wal-
ungs ä e und die wich igs en Gläubige
müssen ühzei ig kla s ellen, ob sie die
bes ehende Geschä slei ung als ähig
ü den Tu na ound einschä zen – ode
nich . Gleichzei ig müssen die be o -
enen Pe sonen ih en Willen äusse n
können, ob sie übe haup zu Ve ügung
s ehen. Häu ig sind Kade mi a bei en-
de du ch o gängiges Ankämp en gegen
die K ise e schöp . Müdigkei und E -
nüch e ung sind im ganzen Un e neh-
men e b ei e , insbesonde e bei den ge-
schä slei enden und inanz e an wo -
lichen Pe sonen.
Ein umse zba es Tu na oundkonzep be-
ding ein leis ungs ähiges Team. En sp e-
chend müssen allsei s Gesp äche ge üh
we den, welche Pe sonen in age kom-
men. Neben dem Leis ungswillen geh es
auch um die Einschä zung de achlichen
Fähigkei en. Füh ungspe sonen sind im
No mal all keine K isenmanage . Selbs -
übe schä zung inde sich in dem Zu-
sammenhang häu ig.
Üb igens gil auch de Umkeh schluss,
nämlich dass K isenmanage in den meis-
en Fällen keine gu en Wachs umsma-
nage sind. Ein häu ig gewähl e Weg
bes eh da in, dass dem Managemen
empo ä ein Res uk u ie ungsexpe e
ode eine Res uk u ie ungsexpe in
(CRO; Chie Res uc u ing O ice ) zu
Sei e ges ell wi d. Das Managemen üh
das Tagesgeschä wei e , wäh end de
CRO die Massnahmen umse z . Komm
man zum Schluss, dass die bishe ige Ge-
schä slei ung als unzu eichend ü den
Tu na ound eingeschä z wi d, e kom-
plizie sich de P ozess wesen lich.
Gläubige : Pa ne gewinnen
Eine exis enzbed ohende Un e nehmens-
k ise is so de inie , dass sich das Un e -
nehmen nu mi hil e on ex e nen S ake-
holde n e en kann. Das sind Banken,
Lie e an en, Kunden, Rech sanwäl e und
ande e Fachexpe en. Wie oben ange-
sp ochen, kann da on ausgegangen we -
den, dass be o ene Geschä spa ne
nach ih en ökonomischen In e essen
handeln. Sie un e s ü zen also die Lö-
sung, bei de sie in eine schlech en Si-
ua ion am bes en ah en. Dami wi d
de en Ve hal en zu einem gewissen G ad
einschä zba . Das sind äusse s we olle
Inpu s ü das Tu na oundkonzep .
Diese Ausgangslage is zwingend mi -
hil e on e auensbildenden Massnah-

S a egie & Managemen 15
men und dem hochquali a i en Tu n-
a oundkonzep in die Rich ung zu b in-
gen, bei de die wesen lichen Pa ne
eingebunden we den können. In diesem
P ozess sind nich Pol e e , sonde n ziel-
und lösungso ien ie e Kommunika o en
mi kla en Posi ionen ge ag .
Gangba e Lösungen müssen mi den e -
schiedenen Pa ne n disku ie we den.
Ziele sind dabei a) ein S illhal eabkom-
men zu e langen, um sich Zei zu e -
scha en, und b) sich die Aussich au eine
Übe b ückungs inanzie ung zu e a bei-
en. Diese Ziele müssen zwischen den
Pa ne n gu aus a ie we den. Kein
Pa ne will das Ge ühl haben, dass sich
ein ande e au seine Kos en besse s ell .
Wenn es zu spä is
Wi sind om Fall ausgegangen, dass au -
g und de Si ua ionsanalyse eine p ü -
ba e Chance au Re ung des Un e neh-
mens bes eh . E weis sich ein Tu n-
a ound wäh end de E a bei ung des
Tu na oundkonzep s als illuso isch, kon-
zen ie en sich alle Ak i i ä en au das
Übe leben des lau enden Mona s und die
baldmöglichs e Ve we ung in Fo m ei-
nes (Teil-)Ve kau s.
Fazi und Ausblick
Die Quali ä des Tu na oundkonzep s
zeig sich in de Glaubwü digkei , welche
ihm on Gläubige n – o nehmlich Lie-
e an en und Banken – zugesp ochen
wi d. De Glaube de Machba kei is
de Schlüssel ü einen e olg eichen
Tu n a ound. E olgs ak o en sind eine -
sei s das absolu e Commi men de Ei-
gen üme , des Ve wal ungs a es und de
Füh ungsk ä e und ande e sei s die
kon sequen e Umse zung.
Risiken inden sich o allem in Fo m
on Wide s änden im Un e nehmen, Fehl-
einschä zungen de Ma k chancen und
un zu eichende Übe b ückungs inan-
zie ung. Im nächs en A ikel (Ausgabe
N . 6/2025) we den wi e ie au die
Umse zung eingehen.
Im ak uellen Bei ag haben wi das Vo -
gehen ü das E s ellen eines Tu na ound-
konzep es au gezeig . Es gib Si ua io-
nen, bei denen keine Lösung meh mög-
lich is ode die Umse zung schei e . Im
Teil 5 (Ausgabe N . 7–8/2025) schauen
wi an, was ein Konku s bedeu e , ob ein
Nachlass e ah en doch noch e was e -
en kann und was ein «P e-Pack» is . «
Quellenhinweis
Mülle -Ganz, Jö g: Tu na ound – Res uk u ie ung und Sanie ung
on Un e nehmen; Schul hess Ve lag, 2. neu übe a bei e e Au lage 2019)
Se ie: Un e nehmensk isen
01–02/25 Auslegeo dnung:
U sachen und Symp ome eine Un e nehmensk ise
03/25 Si ua ionsanalyse:
In es ie en, liquidie en ode au lösen?
04–05/25 Tu na ound I: Das Konzep
06/25 Tu na ound II: E olgs ak o en zu Umse zung
07–08/25 Konku s, Nachlass e ah en (P e-Pack):
Die wich igs en Aspek e
09/25 Cen e Playe : De Mensch im Mi elpunk
10/25 S a egische Neuo ien ie ung: De Blick nach o n
11–12/25 Co po a e Go e nance und Risikomanagemen :
Regeln und G undsä ze
Po ä
D . Ma ius Fuchs
Dozen , Ins i u ü Finanzdiens leis ungen Zug IFZ an
de Hochschule Luze n
D . oec. HSG Ma ius Fuchs is Dozen ü Tu na ound
Managemen am Ins i u ü Finanzdiens leis ungen Zug
(IFZ) de Hochschule Luze n. E ha an de Uni e si ä
S . Gallen und de Indiana Uni e si y (USA) s udie und
am Ins i u ü Be iebswi scha (I B-HSG) sowie am Ins i u ü Technologie-
managemen (ITEM-HSG) p omo ie . De diplomie e Wi scha sp ü e lei e
den CAS Tu n a ound Managemen am IFZ und is in e schiedenen Bei ä en
sowie als Ve wal ungs a ä ig.
Kon ak
[email p o ec ed], www.hslu.ch