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Vulnerabilität

Abstract

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Vulnerabilität

Author: Greiving, Stefan
Publisher: Hannover: ARL,Hannover: ARL - Akademie für Raumforschung und Landesplanung
Year: 2018
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/225931/1/HWB-SRE-2857-2863.pdf
G ei ing, S e an
Book Pa
Vulne abili ä
P o ided in Coope a ion wi h:
ARL – Akademie ü Raumen wicklung in de Leibniz-Gemeinscha
Sugges ed Ci a ion: G ei ing, S e an (2018) : Vulne abili ä , In: ARL – Akademie ü Raum o schung
und Landesplanung (Ed.): Handwö e buch de S ad - und Raumen wicklung, ISBN
978-3-88838-559-9, ARL - Akademie ü Raum o schung und Landesplanung, Hanno e , pp.
2857-2863,
h ps://nbn- esol ing.de/u n:nbn:de:0156-55992703
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S e anG ei ing
Vulne abili ä 
S.2857bis2863
URN:u n:nbn:de:0156‐55992703
CC‐Lizenz:BY‐ND3.0Deu schland
In:
ARL–Akademie ü Raum o schungundLandesplanung(H sg.):
Handwö e buchde S ad ‐undRaumen wicklung
Hanno e 2018
ISBN978‐3‐88838‐559‐9(PDF‐Ve sion)
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Im Bei ag we den Un e schiede bzw. Gemeinsamkei en des
Beg i s e s ändnisses on Vulne abili ä in den Disku sen um
Klimawandel und Na u isiken he ausgea bei e , die empo ale
Dimension on Vulne abili ä he ausges ell und die Bezüge des
Vulne abili ä skonzep s zu Umwel p ü ung e läu e .
Vulne abili ä
S e an G ei ing
Gliede ung
1 Beg i sklä ung
2 Vulne abili ä als Komponen e des Risikokonzep s
3 Vulne abili ä als P oduk eine Abschä zung de Folgen des Klimawandels
4 Schluss olge ungen
Li e a u
Vulne abili ä
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1 Beg i sklä ung
De Beg i Vulne abili ä (Ve wundba kei ) wu de on Chambe s (1989: 1) aus dem Kon ex de
En wicklungs o schung he aus om A mu sbeg i wie olg gelös : „Vulne abili y […] is no he
same as po e y. I means no lack o wan , bu de encelessness, insecu i y, and exposu e o isk,
shocks and s ess […]. Vulne abili y he e e e s o exposu e o con ingencies and s ess, and di -
icul y in coping wi h hem.“
Heu e wi d de Beg i Vulne abili ä nich meh nu zu Analyse de Funk ionsweise bes imm-
e Ökosys eme und als Pa ame e bei de Bes immung on Risiken e wende ( gl. Bi kmann
2006; Schmid -Thomé/G ei ing 2008; G ei ing/Zebisch/Schneide baue e al. 2012). Vielmeh
nimm e da übe hinaus Bezug au ein b ei es Spek um on sozialen, wi scha lichen, ins i u i-
onellen und ökologischen Ge äh dungen sowie de en Wechselwi kungen und besch eib eilwei-
se soga eine gene ische Vulne abili ä on sozialen G uppen bzw. Gesellscha en (Ch is mann/
Ibe /Kilpe e al. 2011; Young 2010).
Im aumplane ischen Kon ex we den Vulne abili ä skonzep e in e s e Linie zu Abschä zung
on Folgen des Klimawandels (▷ Klima, Klimawandel) und zu Analyse on aumplanungs ele-
an en Risiken, die sich aus na u - und echnikbeding en Ge ah en e geben, e wende . Dabei
un e scheide sich das Beg i s e s ändnis on Vulne abili ä wesen lich.
2 Vulne abili ä als Komponen e des Risikokonzep s
Risiko is als Funk ion on F equenz und Magni ude eines E eignisses (Ge äh dung) und dessen
Konsequenz anzusehen ( gl. Abb. 1). Die Konsequenz eines E eignisses wi d du ch die Vulne -
abili ä de Schu zgü e bes imm , die gegenübe de Ge äh dung exponie sind und die eine
bes imm e Emp indlichkei au weisen. Zusammen mi de Reak ionskapazi ä (u. a. Fähigkei zu
Selbs hil e sowie Ressou cen des Ka as ophenschu zes) bes immen diese Komponen en die Vul-
ne abili ä eine Pe son ode eines Raumes gegenübe eine Ge äh dung.
Dabei s eh bei de Risikoabschä zung egelmäßig ein s a is isch in F equenz und Magni ude
bes immba es E eignis im Vo de g und. Die In o ma ionen zu Ge äh dung s ammen dabei übli-
che weise aus Beobach ungen e gangene E eignisse. Die Emp indlichkei de Schu zgü e wi d
en wede empi isch bes imm (eben alls gewonnen aus übliche weise au e enden Schäden e -
gangene E eignisse) ode abe modellie (e wa übe Expe imen e ode Simula ionen).
Am Schu zgü e bezug wi d deu lich, dass das Konzep de Vulne abili ä imme auch eine
no ma i e und dami ech liche Komponen e au weis . Die ( ulne ablen) Schu zgü e lassen sich
im Sinne de ▷ Umwel p ü ung (Anhang II de Rich linie 2001/42/EG om 27. Juni 2001 übe die
P ü ung de Umwel auswi kungen bes imm e Pläne und P og amme (SUP-Rich linie)) e s ehen:
• Menschen, einschließlich de menschlichen Gesundhei ,
• Tie e, P lanzen und die biologische Viel al ,
• Boden,
• Wasse ,
Vulne abili ä
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• Lu ,
• Klima,
• Landscha ,
• Kul u gü e und sons ige Sachgü e sowie
• die Wechselwi kung zwischen den o genann en Schu zgü e n.
Abbildung 1: Vulne abili ä als Komponen e des Risikokonzep s
Quelle: Eigene Da s ellung
Die Rich linie übe die Umwel e äglichkei sp ü ung (UVP-Rich linie) heb mi ih e jüngs-
en No elle nunmeh das E o de nis eine Be ücksich igung de Ve wundba kei gegenübe Ri-
siken auch explizi he o (Eu opäische Kommission 2014). So heiß es je z un e Punk 15 de
Beg ündung: „Um ü ein hohes Umwel schu zni eau zu so gen, soll en ü bes imm e P ojek e,
bei denen au g und ih e An älligkei ü schwe e Un älle und/ode Na u ka as ophen (beispiels-
weise Übe schwemmungen, Ans ieg des Mee esspiegels ode E dbeben) mi e heblichen nach-
eiligen Auswi kungen au die Umwel zu echnen is , Vo so gemaßnahmen ge o en we den. Es
is wich ig, die An älligkei (Ge äh dung und Wide s ands ähigkei ) diese P ojek e ü schwe e
Un älle und/ode Ka as ophen, das Risiko des Ein e ens solche Un älle und/ode Ka as ophen
und de en Auswi kungen in Bezug au die Wah scheinlichkei e hebliche nach eilige Folgen
ü die Umwel zu be ücksich igen“ (Rich linie 2014/52/EU om 16. Ap il 2014 zu Ände ung de
Rich linie 2011/92/EU übe die Umwel e äglichkei sp ü ung bei bes imm en ö en lichen und
p i a en P ojek en (UVP-ÄndRL)). Eine analoge Anpassung de Rich linie übe die S a egische
Umwel p ü ung (SUP-Rich linie) is zu e wa en. Diese Bezüge ha e G ei ing (2004) be ei s als
ele an he ausges ell .

Vulne abili ä
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3 Vulne abili ä als P oduk eine Abschä zung de Folgen
des Klimawandels
Demgegenübe de inie de In e go e nmen al Panel on Clima e Change (IPCC) im 4. Assessmen
Repo Vulne abiliä als Ende gebnis eines Abschä zungsp ozesses de Folgen des Klimawandels:
„Vulne abili y is a unc ion o he cha ac e , magni ude, and a e o clima e change and a ia ion
o which a sys em is exposed, i s sensi i i y, and i s adap i e capaci y” (IPCC 2007: 883).
Die Zusammenhänge zwischen den Sys emkomponen en dieses Vulne abili ä skonzep s e -
deu lich die Abbildung 2.
Abbildung 2: Das Vulne abili ä skonzep in de Klima olgenabschä zung
Quelle: Füssel/Klein 2006: 54
De Special Repo „Managing he Risks o Ex eme E en s and Disas e s o Ad ance Clima e
Change Adap a ion“ (IPCC 2012) s ell die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Ex eme -
eignissen sowie die Komplemen a i ä on Risikomanagemen und Anpassung an den Klimawan-
del he aus: “Vulne abili y is de ined gene ically in his epo as he p opensi y o p edisposi ion
o be ad e sely a ec ed. Such p edisposi ion cons i u es an in e nal cha ac e is ic o he a ec ed
elemen . In he ield o disas e isk, his includes he cha ac e is ics o a pe son o g oup and
hei si ua ion ha in luences hei capaci y o an icipa e, cope wi h, esis , and eco e om he
ad e se e ec s o physical e en s” (IPCC 2012: 32).
Es wi d im SREX-Repo abe nich de Ve such un e nommen, die Abschä zung de Vulne-
abili ä gegenübe dem Klimawandel mi dem me hodischen Vo gehen eine Risikoabschä -
zung zu e knüp en, sonde n ielmeh wi d de Fokus au die Abs immung on ganzhei lichen
Vulne abili ä
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Managemen s a egien geleg : „O e all, he disas e isk managemen and adap a ion o clima e
change li e a u es bo h now emphasize he alue o a mo e holis ic, in eg a ed, ans-disciplina y
app oach o isk managemen “ (IPCC 2012: 50).
Mi hin sind die Anpassung an den Klimawandel sowie Risiko- und Ka as ophenmanagemen
(▷Risikomanagemen ) on Ex eme eignissen als komplemen ä e Ansä ze zum Umgang mi dem
Klimawandel anzusehen. Sie e gänzen sich, um die Klima e ände ungen und die Sensi i i ä zu
e inge n und die Anpassungs ähigkei on Mensch und Umwel zu e höhen.
4 Schluss olge ungen
T o z de un e schiedlichen S ellung de Sys emkomponen e Vulne abili ä in den e läu e en
Konzep en bes ehen du chaus Gemeinsamkei en. So en sp ich die Komponen e Vulne abili ä
im Risikokonzep wei gehend dem Sensi i i ä s e s ändnis bei de Vulne abili ä sabschä zung
gegenübe dem Klimawandel (Cos a/K opp 2012). Fundamen al un e scheiden sich jedoch die
zei lichen Bezüge: Wäh end sich Risikoabschä zungen (sowohl in Bezug au die Ge äh dung als
auch au die Vulne abili ä ih gegenübe ) au die Gegenwa beziehen, nimm das Vulne abili-
ä s e s ändnis in de Klima olgenabschä zung hinsich lich des Klimasignals imme Bezug au
die Zukun .
Dahingegen is de Zei bezug de ande en Elemen e nich de inie . In exis ie enden S u-
dien wi d meis de gegenwä ige Zus and als Re e enz ange üh (Adge 2006; Füssel/Klein
2006; Schmid -Thomé/G ei ing 2013). Das be i die Sensi i i ä , die sich au den S a us quo
des Sys ems bezieh und zukün ige Ände ungen (z. B. Siedlungsen wicklung, demog a ische
Wandel, Landnu zungswandel) o nich be ücksich ig (Black/Kni e on/Skeldon e al. 2008).
Das is inso e n besonde s k i isch zu sehen, da sich bes imm e Vulne abili ä en e s aus eine
Ve ände ung de Sensi i i ä e geben. Beispielsweise s eig e mu lich das Risiko on Schäden
du ch Na u ge ah en in Zukun e s du ch die Kombina ion de Zunahme on Siedlungs läche
in po enziell ge äh de en Be eichen und de po enziellen Zunahme on Na u ge ah en du ch
den Klimawandel. Ebenso wenig is de Zei bezug de Anpassungskapazi ä de inie . Aus dem
Beg i Kapazi ä läss sich zwa schluss olge n, dass hie de Handlungs aum mögliche zukün -
ige Maßnahmen gemein is . Somi weis Anpassungskapazi ä zwa au die Zukun , bezieh
sich abe au den Handlungs aum aus heu ige Sich , d. h., dass sich mi den gegenwä ig o -
handenen Mi eln in Zukun bes imm e Maßnahmen umse zen lassen. Auch diese Handlungs-
aum wi d sich in Zukun ände n. Da aus lei e sich ab, dass auch die Vulne abili ä keinen de-
inie en Zei bezug ha . Im G unde genommen wi d in exis ie enden Vulne abili ä ss udien das
Mensch-Umwel -Sys em in seinem gegenwä igen Zus and mi einem zukün igen Zus and des
Klimas (Klimawandel) kon on ie , als wü de de Klimawandel beispielsweise bis zum Jah 2050
be ei s in de Gegenwa ein e en (G ei ing/Zebisch/Schneide baue e al. 2015). Deshalb is es
sinn oll, wo imme möglich, auch ü die Abschä zung on Sensi i i ä und Anpassungskapazi ä
P ojek ionen zu e wenden. Da diese ehe noch g öße en Unsiche hei en un e liegen als Kli-
map ojek ionen, wi d ange eg , hie on Vulne abili ä sszena ien zu sp echen. Diese Au assung
eil auch die EU-Kommission: „In addi ion o clima e scena ios, i is impo an o conside so-
cio-economic scena ios as his will help assess u u e ulne abili y o clima e change“ (Eu opean
Commission 2013: 39).
Vulne abili ä
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Will man also Vulne abili ä nich nu ü die Gegenwa , sonde n auch ü die Zukun bes im-
men, ha dies ü jede Zei ebene (Gegenwa , Zukun ) ge enn zu e olgen, wobei konsequen e -
weise en wede nu ezen e Da en ode nu P ojek ionen e wende we den (G ei ing/Zebisch/
Schneide baue e al. 2015).
Au diese Weise wi d deu lich, welche Bedeu ung be ei s die bes ehenden Sensi i i ä en
besi zen, und he ausgea bei e , welche Fak o en übe haup maßgeblich sind ü die zukün ige
Vulne abili ä , die sowohl du ch klima ische Ve ände ungen als auch du ch Ve ände ungen de
sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen de e minie we den kann (z. B. den demog a ischen
Wandel ode Landnu zungs e ände ungen).
Li e a u
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