Sanmann, Ho s (Ed.)
Book
Aspek e de F iedens o schung und
En scheidungsp obleme in de Sozialpoli ik
Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 64
P o ided in Coope a ion wi h:
Ve ein ü Socialpoli ik / Ge man Economic Associa ion
Sugges ed Ci a ion: Sanmann, Ho s (Ed.) (1971) : Aspek e de F iedens o schung und
En scheidungsp obleme in de Sozialpoli ik, Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik, No. 64, ISBN
978-3-428-42549-5, Duncke & Humblo , Be lin,
h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5
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Sch i en des Ve eins ü Socialpoli ik
Gesellscha ü Wi scha s-
und
Sozialwissenscha en
Neue Folge Band 64
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SCHRIFTEN
DES VEREINS
F JR
SOCIALPOLITIK
Gesellscha ü Wi scha s· und Sozialwissenscha en
Neue Folge Band
64
Aspek e de F iedens o schung
und
En sooeidungsp obleme
in
de Sozialpoli ik
VE
RLAG
VON
DUN
C K E R & H U M B
LOT
BE
R L
IN
1971
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
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Aspek e
de
F iedens o schung
und En scheidungsp obleme
in
de
Sozialpoli ik
Von
B uno
S.
F ey, Be nha d Külp,
Elisabe h Lie mann-Keil, J ü gen
Ze ehe
He ausgegeben on Ho s Sanmann
VERLAG VON
DUNCKER
&
HU~/iBLÖT
BERLIN1971
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Alle
Rech e
o behal en
@
1971
Duncke
&
Humblo ,
Be lln
41
Ged uck
1871
bei
Be line
Buchd ucke ei
Union
GmbH.,
Be lln
61
P ln ed
in
Ge many
ISBN
3
428
02549 0
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Vo wo
En scheidungsp obleme
im
Be eich
de
Sozialpoli ik
wa en
das
Haup -
hema,
mi
dem
sich
de
sozialpoli ische
Ausschuß
unse es
Ve eins
in
seine
Si zung
in
Innsb uck
im
He bs
197IJ
be aß e.
Die
dazu
o geleg-
en
und
disku ie en
Re e a e
on
F au
Kollegin
Lie mann-Keil
sowie
de
He en
Kollegen
Külp
und
Ze che
we den
hie mi
de
Ö en lich-
kei
übe geben.
He
Kollege
F ey
wa
gebe en
wo den,
in
Innsb uck
aus
seinem
Haup a bei sgebie ,
de
F iedens o schung,
zu
e e ie en.
Das
Re e a
be üh
die
Sozialpoli ik
scheinba
nu
am
Rande.
Ve gegenwä ig
man
sich
indessen,
daß
Sozialpoli ik
im
klassisch- adi ionellen
Sinn
s e s
sozialen
F ieden
im
na ionalen
Rahmen
in endie e,
so
kann
man
F iedens o schung
als
das
Bemühen
wissenscha liche
Sozialpoli ik
um
den
sozialen
F ieden
im
in e na ionalen
Rahmen
au assen;
Sozial-
poli ik
e häl
dami
gewisse maßen
eine
neue
Dimension.
Abe
auch
de jenige,
de
diese
Sich
de
Dinge
nich
eilen
mag
und
die
G enzen
de
Disziplin
Sozialpoli ik
enge
gezogen
sehen
möch e,
wi d,
so
ho e
ich,
das
Re e a
ü
hin eichend
in o ma i
und
an egend
hal en,
um
seine
Ve ö en lichung
in
Ges al
eine
Publika ion
des
Ausschusses
ü
Sozialpoli ik
zu
ole ie en.
Im
F ühjah
1971
De
He ausgebe
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Inhal s e zeichnis
De
Bei ag
de
Ökonomik
zu
F iedens o schung
Von
P o .
D .
B uno
S.
F ey,
Kons anz
u.
Basel.................
.......
9
Aspek e
de
En scheidungs heo ie
und
Anwendungsbeispiele
in
de
Sozialpoli ik
Von
P o .
D .
Jü gen
Ze che,
Be lin
..................................
37
Sozialpoli ische
En scheidungen,
Wahl-
und
Legisla u pe ioden.
Ein
Bei-
ag
zu
Wähle -
und
Rep äsen an ens a egie
Von
P o .
D .
Elisabe h
Lie mann-Keil,
Saa b ücken
..................
61
De
Ein luß
de
Schlich ung
au
den
En scheidungsp ozeß
de
Ta i -
e agspa eien
Von
P o .
D .
Be nha d
Külp,
Bochum
................................
77
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14
B uno
S.
F ey
es
wi d
nu
das
" echnische"
P oblem
be üh ,
wie
eine
(i gendwie
beschlossene)
Ab üs ung
die
Wi scha
beein luß .
(Au
die
En schei-
dungsp oblema ik
und
die
be üh en
In e essenlagen
wi d
wei e
un en
eingegangen.)
Hie
müssen
zwei
Gesich spunk e
un e schieden
we den:
das
Gleich-
gewich
eine
abge üs e en
Wi scha
und
de
Obe gangsp ozeß.
Die
g undlegenden
Un e suchungen
au
diesem
Gebie
sind
in
dem
on
Emile Benoi
und
Kenne h
Boulding
he ausgegebenen
Sammelband
"Disa mamen
and
he
Economy"l1
zu
inden:
Wassily
Leon ie
und
Ma in Ho enbe g
benü zen
die
Inpu -Ou pu -Analyse
und
Daniel Sui s
ein
öko
no
me isches
Modell,
um
die
Auswi kungen
eine
Abnahme
de
Rüs ungsauslagen
zu
un e suchen,
wäh end
Richa d Nelson sich
mi
de
F age
beschä ig ,
wie
de
echnische
Fo sch i
beein luß
wi d.
Ähn-'
liche
Un e suchungen
wu den
auch
du ch
ame ikanische
Behö den
un e nommen
12•
Sie
kommen
alle
zum
e wa
gleichen
E gebnis:
Du ch
die
Ab üs ung
we den
zwa
Pe sonen
eigese z ,
abe
es
bes eh
kein
G und
zu
Annahme,
daß
du ch
Fiskal-
und
Geldpoli ik
diese
Nach-
ageaus all
nich
kompensie
we den
kann
und
daß
im
Gleichgewich
die
A bei slosenquo e
zuzunehmen
b auch .
Die
P obleme
wäh end
de
übe gangszei
sind
zwa
schwie ig,
abe
nich
unübe windlich.
Eine
ande e
Meinung
wi d
wiede um
im
du chaus
e ns zunehmenden
"Repo
om
he
I on
Moun ain"
e e en
l3
•
Es
we den
zwei
Ausgaben-
ka ego ien
gesehen, die
als
Subs i u
ü
die
Rüs ungsau wendungen
dienen
können,
nämlich
soziale
Diens e
und
Raum o schung.
Nu
diese
beiden
e üllen
die
om
Repo
ges ell en
Bedingungen:
nämlich
(1)
e schwende isch
zu
sein
und
(2)
g oße
Summen
zu
e schlingen
l4
•
Die
übliche
A gumen a ion
wi d
umgekeh :
gewöhnlich
wi d
be-
echne ,
wie iele
Spi äle
und
Wohnungen
ans elle
z.
B.
eines
Bombe s
11 New Yo k
1963.
12
z.
B.
Council o Economic Ad iso s: Repo o
he
Commi ee on
he
Economic Impac o De ense and Disa mamen ; Washing on
D.
C.
1965.
Consequences o Disa mamen ; abged uck in:
H.
Hendlo i z (H sg.): Legal
and Poli ical P oblems o Wo ld O de ; New Yo k
1962.
Neue dings
S.
Melman (H sg.): The De ense Economy. Con e sion o Indus ies and
Occupa ions o Ci ilian Needs; New Yo k
1970.
13 De Repo a gumen ie (besonde s hinsich lich
de
soziologischen
und
sozialpsychologischen Aspek e) iel allgemeine
und
schließ auch die Ve -
häl nisse
in
den nich -kapi alis ischen (insbesonde e den kommunis ischen)
S aa en
ein. Auch einige Ma xis en, e wa
Faul
Ba an
und
Faul
Sweezy
in
ih em Monopoly Capi alism (New Yo k
1966,
S.153), glauben, daß eine
ab-
ge üs e e Gesellscha wi scha lich nich möglich is , wo ü
"de
Kapi a-
lismus" e an wo lich gemach wi d.
14 Als
d i e
Bedingung wi d e lang , daß sie wie die Rüs ungsausgaben
auße halb des P eissys ems sein müssen. Dies is jedoch om ökonomischen
S andpunk
gesehen
m.
E.
nich zwingend.
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De
Bei ag
de
ökonomik
zu
F iedens o schung
15
gebau
we den
könn en.
Es
wi d
abe
kaum
je
ge ag ,
ob
bei
eine
Ab üs ung
übe haup
genug
Beda
an
so
ielen
Spi äle n
und
W
ohnun-
gen
bes eh .
Gemäß
dem
Repo
sind
die
Kapi alauslagen
ü
alle
de -
a igen
Au wendungen
nu
ü
e wa
10-20
Jah e
aus eichend
g oß:
"As
an
economic
subs i u e
o
wa ,
i
is
inadequa e
because
i
would
be
a
oo cheap." (S. 60). Dieses
E gebnis
is
ech
übe aschend,
kann
abe
nich
ganz
übe zeugen, besonde s
wenn
auch
an
die
du ch
die
Besei igung
de
Slums
en s ehenden
Folgekos en
gedach
wi d.
G öße e
Chancen
äumen
die
Au o en
(de
Au o ?)
de
Nach agescha ung
du ch
die
-Raum o schung ein, besonde s
weil
ein
Kapazi ä se ek
as
öllig
ehl
und
de
Ve schleude ung
keine
G enzen
gese z
sind.
übe sehen
wi d
du ch
den
Repo
die
Möglichkei
de
Ve minde ung
de
A bei szei , die noch
übe
lange
Zei
hinweg
möglich is .
B.
Wi scha liche
K iegsg ünde
Die
Au assung
is
wei
e b ei e ,
daß
K iege
o
au
wi scha liche
G ünde
zu ückgehen. Ma xis ische
Impe ialismus heo ien
e wa
a
la
Rosa
Luxembu g
sehen
da in
soga
eine
de
Haup u sachen
ü
K iege,
wodu ch
sich
eine
Ve knüp ung
zwischen
Wi scha ssys em
und
(impe.:.
ialis ischen)
K iegen
e gib :
Die "kapi alis ische"
Wi scha
is
genö ig ,
sich
ih e
Rohs o quellen
zu
siche n
und
gleichzei ig
neue
Absa zmä k e
ü
ih e
Indus iep oduk e
zu
inden,
um
dem
Fall
de
P o i a e
en -
gegenzuwi ken.
Nich
nu
Ma xis en
haben
jedoch
wi scha liche
Impe ialismus-
heo ien
au ges ell ,
und
umgekeh
gib
es
nich
nu
im
"Kapi alismus"
Impe ialismus,
sonde n
e
is
eine
wei
äl e e
Ins i u ion,
die
mi
den
e schiedens en
Wi scha ssys emen
e einba
is 15•
Es
gib
nu
wenige
empi ische
Un e suchungen
au
diesem Gebie ,
die
eine Hil e
zu
Beu eilung
de a ige
Theo ien
leis en
könn en.
E ns ha e
Messungs e suche
sind
jedoch
we oll,
weil
sons
öllig
aus
de
Lu
geg i ene
"Schä zungen"
übe
die
Bedeu ung
de
wi -
scha lichen
K iegsu sachen
e wende
we den.
Ein
in e essan e
Ansa z
au
diesem
Gebie
s amm
on
Cha les
Wol l6.
E
such
die
G undlagen
zu
Messung
des
"We es"
eines
Landes
15 Vgl.
e wa
K.
E. BouZding:
The
O ganiza ional
Re olu ion;
Chicago
1968.
J.
A.
Schumpe e
be ach e
soga
den
Impe ialismus
als
ypisch
an i-kapi a-
lis isch
(Impe ialism
and
Social
Class;
Ox o d
.1951). R. WoZ
in e p e ie
den
mode nen
Impe ialismus
du ch
eine
übe agung
Galb ai hsche
Ge-
danken
(The
New
Indus ial
S a e;
New
Yo k
1967)
au
die
in e na ionale
Ebene
(Mode n
Impe ialism:
The
View
om
he
Me opolis;
in:
Ame ican
Ecnomic
Re iew,
Pape s
and
P oceedings,
May
1970).
Fü
die
ma xis ische
Sich gl.
e wa
T.
Kemp:
Theo ies
o
Impe ialism;
London
1967.
16
Some
Aspec s
o
he
"Value"
o
Less-De eloped
Coun ies
o
he
Uni ed
S a es;
in:
B. M.
Russe
(H sg.): Economic
Theo ies
o
In e na ional
Poli ics;
Chicago 1968, S.
279
.
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16
B uno
S.
F ey
ü
die
Ve einig en
S aa en
he auszua bei en.
Die
Kenn nis
diese
G öße
is
z.
B. wich ig,
wenn
en schieden
we den
soll, welche
Au wen-
dungen
die
USA
machen soll en,
um
ein
Land
in
ih em
Ein lußbe eich
zu
hal en.
Gemäß
Wol
e gib
sich
de
ein
wi scha liche
"We "
eines
Landes
als
Summe
de
diskon ie en
zukün igen
Gewinne
de
do
be indlichen ame ikanischen
In es i ionen
plus
de
Konsumen enquo e
aus
den
Impo en
aus
diesem
Land
plus
de
P oduzen en en e
aus
den
Expo en
nach
diesem
Land
(imme
im
Ve gleich
zu
den
nächs bes en
Möglichkei en).
Wenn
-
o z
den
heo e ischen
Vo behal en
-eine
solche Messung
als
akzep abel e schein ,
kann
wei e
un e such
we den,
welche (posi i e
ode
nega i e) "Rendi e"
e ziel
wi d,
wenn
zum
"Hal en"
eines
S aa es
bes imm e
wi scha liche
und
mili ä ische
Au wendungen
no wendig
sind.
Wenn
es
sich
z.
B. e weis ,
daß
diese
"wi scha liche"
Rendi e
seh
ge ing
ode
ga
nega i
is ,
kann
da aus
geschlossen
we den,
daß
en wede
(1)
nu
ein
Teil
de
Wi scha des
dominie enden
Landes
da on
p o i-
ie ,
abe
seinen
Willen
zum
"Hal en" des
ande en
Landes
poli isch
du chse zen
kann,
ode
(2)
neben
dem
"wi scha lichen"
We
auch
ganz
ande e
We e
(z.
B.
P es ige)
eine
Rolle spielen (de en
quan i a i e
Bedeu ung
dami
ab-
geschä z
we den
kann).
Un e suchungen
on
Kenne h
Boulding geben
nun
a sächlich einige
Hinweise
da au ,
daß
sich
K ieg
und
Impe ialismus
als
"In es i ionen"
wi scha lich nich
lohnen
l7
•
E
ag
danach, ob die
eale
Wachs ums-
a e
du ch
K ieg
und
E obe ung
emde
Te i o ien
e höh
ode
e -
minde
wi d.
In
eine
his o ischen
S udie
ü
Japan
18
inde
e ,
daß
das
Wi scha swachs um
du ch
die impe ialis ische
Poli ik
de
Ve gangen-
hei
geb ems
und
in
de
Gegenwa
du ch
den
Ve zich
da au
ein-
deu ig
ges eige
wu de.
Ähnliche
Un e suchungen
e wa
ü
die Schweiz,
Schweden
ode
F ank eich
wü den
wohl
die gleichen E gebnisse
b in-
gen.
Ein
Que schni s e gleich zwischen "impe ialis ischen"
und
"nich -
impe ialis ischen"
Lände n
ü
e schiedene
Pe ioden
19
gib
de
Hypo-
hese
übe
einen
nega i en
Zusammenhang
wei e e
Un e s ü zung.
Diese Que schni sanalyse
is
ech
obe lächlich; sie
is
auch
nu
als
Ans oß
zu
wei e gehenden
s a is ischen
Un e suchungen
gemein . Boul-
ding
bilde
ein ach zwei
G uppen
on
Lände n
("impe ialis ische"
und
"nich -impe ialis ische")
und
e gleich
de en
Wachs ums a e
mi ein-
17 Zum gleichen E gebnis komm
K.
Kno : On he
Use
o Mili a y Powe
in he Nuclea Age; P ince on
1966.
18
K.
Boulding
and
A.
Gleason: Wa as an In es men : The S ange Case
o Japan;
in:
Peace Resea ch Socie y (In e na ional) Pape s,
Vol.
VIII,
1965.
19
K.
Boulding:
The Role o Wa Indus y in In e na ional Con lic ; in:
Jou nal o Social Issues, 23, Jan.
1967.
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De
Bei ag
de
Ökonomik
zu
F iedens o schung 17
ande .
Wich ig
wä e
jedoch,
alle
ande en
Ein lüsse
auszuschal en,
die
nich s
mi
de
ges ell en
F age
zu
un
haben.
Zu
denken
is
insbesonde e
an
den
Ein luß
des
Auslas ungsg ades
de
In as uk u
au
die
W
achs ums a
e
20•
Fü
eine
sinn olle
s a is ische
Un e suchung
is
o
allem
auch
ein
heo e isches
Modell
no wendig,
in
dem
de
T ansmissionsmechanismus
des
"Impe ialismus"
au
die
Wachs ums a e
de
Wi scha
genau
analy-
sie
und
in
meßba e
Va iablen
ans o mie
wi d.
Vo sich
is
auch
no wendig
bei
de
In e p e a ion
eines
es ges ell en
Zusammenhanges:
es
is
ebenso
gu
denkba ,
daß
die
G öße
de
Wachs ums a e
den
"Impe-
ialismus",
wie
umgekeh ,
daß
de
"Impe ialismus"
die
Wachs ums-
a e
bes imm .
Fü
den
e s en
Fall
könn e
z. B.
olgende maßen
a gu-
men ie
we den:
Je
kleine
die
Wachs ums a e
de
Wi scha
eines
Landes,
des o
meh
inne e
Kon lik e
bleiben
ungelös
und
en s ehen,
besonde s
wenn
die
E wa ungen
sich
nich
en sp echend
anpassen
21 •
Bei
niede e
Wachs ums a e
e wandel
sich
das
Kon lik smodell
en-
denziell
on
einem
Posi i -Summen-
zu
einem
Null-Summen-Spiel,
d.
h.
zu
eine
Si ua ion
des
einen
Kon lik s.
Dadu ch
wi d
die
"Lösung"
bes ehende
Kon lik e
schwie ige ;
Ansp üche
an
das
Sozialp oduk ,
die
bei
schnelle
s eigendem
Ni eau
ü
alle
G uppen
gleichzei ig
be iedig
we den
konn en,
e weisen
sich
nun
als
inkompa ibel,
d.
h.
neue
in e ne
Kon lik e
en s ehen
22•
Empi ische
Un e suchungen
-
insbesonde e
in
den
be ei s
zi ie en
A bei en
on
Michael
Haas
und
Rudolph
Rummel
-
bes ä igen
da übe
hinaus
einen
Zusammenhang
zwischen
in e nen
und
ex e nen
Kon lik en
23,
so
daß
sich
ein
gene elle
20 Diese
Hypo hese
wi d
e wa
e e en
bei
B.
S.
F ey:
Eine
poli ische
Theo ied es wi scha lichen Wachs ums; in: Kyklos,
21,
1968.
Vgl. auch
das
Modell bei R.
L.
F ey:
In as uk u :
G undlagen
de
Planung
ö en liche
In es i ionen;
Tübingen
1970,
Kapi el
4.
21 Dies
wi d
wiede um
in
meinem
Kyklos-Au sa z
(1968)
un e s ell ,
wobei
abe
angenommen
wi d,
daß
ein
Regie ungswechsel die
Vo ausse zungen
zu
Besei igung
de
Kon lik e (du ch
In as uk u in es i ionen
und
nach-
olgende
E höhung
de
Wachs ums a e) scha .
Eine
in e essan e
empi ische
Un e suchung dieses
Zusammenhangs
in
ex eme
Ve sion inde sich
bei
R.
Tan e
and
M.
Midla sky:
Re olu ions. A
quan i a i e
Analysis;
in:
Jou nal
o Con lic Resolu ion,
11,
1967.
Sie
inden die
Hypo hese
eine
posi i en
Ko ela ion
zwischen Re olu ionspo en ial (als Di e enz zwischen
Leis ung
und
Ansp üchen)
und
inne s aa liche
Gewal samkei
(d.
h.
gewal -
ä ige
Kon lik e)
mi
Ausnahme
on
Südame ika
bes ä ig .
22 Die
Nich e einba kei
de
Ansp üche
en sp ich
de
De ini ion des
Kon lik s bei
K.
Boulding:
Con lic
and
De ense. A
Gene al
Theo y;
Ann
A bo
1962.
23 Die
neues e
S udie
on
J.
Wilkenjeld
kann
jedoch
nu
einen
ge ingen
Teil
de
Ko a ianz
äuße e
Kon lik e du ch
inne e
Kon lik e (ode
umge-
keh )
"e klä en"
(Some
Fu he
Findings
Rega ding
he
Domes ic
and
Fo eign Con lic
Beha io
o Na ions; in:
Jou nal
o
Peace
Resea ch,
1969,
S.147-156).
Einige heo e ische
übe legungen
übe
das
Ausmaß
und
die
Ve eilung
de
Ressou cen zwischen
in e ne
und
ex e ne
Kon lik egelung
we den
im
Sinne
d. "ökonomischen Theo ie
de
Poli ik"
e such
bei B. S.
2
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
64
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
18
B uno
S.
F ey
(nega i e )
Zusammenhang
zwischen
de
Wachs ums a e
eine
Wi -
scha
und
Agg essionen
nach
außen
("Impe ialismus")
kons uie en
läß .
Diese
Hypo hese
is
zwa
nich
unplausibel,
kann
abe
keineswegs
als
gesiche
angenommen
we den.
Nu
un o eingenommene
und
e ns ha e
heo e ische
und
s a is ische
Fo schungen
können
hie
wei e e
Klä ung
b ingen.
C.
Wi scha
als
poli isches
Ins umen
Imme
wiede
wi d
e such ,du ch
wi scha liche
Sank ionen
Län-
de
zu
einem
gewünsch en
Ve hal en
zu
zwingen.
Dies
wi d
nich
nu
du ch
einzelne
Na ionen
e such ,
sonde n
gehö
auch
zu
"F iedens-
s a egie"
des
Völke bundes
und
de
Ve ein en
Na ionen.
Wiede um
handel
es
sich
um
ein
seh
wei es
Gebie ,
bei
dem
abe
wenig
gesiche e
E kenn nisse
bes ehen.
Die
Theo ie
de
wi s~ha lichen
Sank ionen
is
im
P inzip
ech
ein ach. Die
Wi kung
des
pa iellen
ode
o alen
Boyko s
bes imm e
Impo e
und
Expo e
kann
mi
Hil e
eine
Inpu -
Ou pu -Ma ix
des
be o enen
Landes
be echne
we den.
Ap io i
kann
e wa e
we den,
daß
de
Wi kungsg ad
maßgeblich
on
de
Konzen-
a ion
de
Wi scha
in
bezug
au
(1)
die
be o enen
P oduk e
und
(2)
die
Lie e -
und
Abnehme lände
abhäng .
Je
meh
ein
Land
in
diesem
Sinne
wi scha lich
konzen ie
is ,
des o
an ällige
is
es
gegenübe
wi scha lichen
Sank ionen.
Mi
Hil e
de
Inpu -Ou pu -Theo ie
läß
sich
abe
nu
ein
ge inge
Teil
selbs
de
ökonomischen
Auswi kungen
e assen.
Zwei ellos
we den
du ch
Boyko e
wesen liche
Ve ände ungen
de
Wi scha ss uk u
(d. h.
de
Inpu -Ou pu -Koe izien en)
und
des
Ve hal ens
induzie ,
die
mi be ücksich ig
we den
müssen.
Noch
schwie ige
is
die
E assung
de
gesam gesellscha lichen
Auswi kungen.
Einen
möglichen
Ansa z-
punk
geben
die
on
Kenne h
Boulding
en wickel en
ideal ypischen
Sys eme
soziale
Beziehungen,
die
e
als
g undlegendes
Denkge üs
in
as
allen
Au sä zen
e wende
24•
(a)
Im
Tauschsys em
we den die indi iduellen Beziehungen du ch die
Zu-
siche ung ge egel : "Wenn du
ü
mich e was Angenehmes us ,
dann
we de ich
di
eben alls e was Angenehmes un."
(b)
Im
D ohsys em
he sch die Beziehung: "Tu e was Angenehmes
ü
mich, ode ich we de
di
e was Unangenehmes an un."
F ey: A Gene al Model o Resou ce Alloca ion in a Democ acy; in: Gene al
Sys ems, 23, 1968.
24
z.
B.
in den Sammelbänden: Beyond Economics, Essays on Socie y,
Religion,
and
E hics; Ann A bo 1968, Economics as a Science; New Yo k
1970. Leide inden sich ni gendwo genaue e Aus üh ungen
übe
diese
Klassi ika ion.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
De
Bei ag
de
Ökonomik
zu
F iedens o schung
19
(c)
Das
In eg a i sys em
25
wi d
cha ak e isie
du ch:
"Falls
du
e was
wünsches ,
eu
es
mich,
wenn
du
es
e eichs ."
Wi scha liche
Sank ionen
gehö en
as
ausschließlich
dem
D oh-
sys em
an. Dieses
ha
nun
abe
die
gegenübe
den
ande en
Sys emen
he o s echende
Eigenscha ,
daß
es
zu
einem
Nega i -Summenspiel
zu
degene ie en
endie ,
bei
dem
alle
be eilig en
Pa eien
e lie en.
De
Haup g und
lieg
da in,
daß
D ohungen
nu
so
lange
wi ken,
wie
sie
glaubha
sind
und
dadu ch
den
Bed oh en
auch
wi klich
beein-
lussen.
De
D ohende
muß
also
e suchen,
du ch
die
gelegen liche
Aus üh ung
on
solchen
D ohungen
Glaubwü digkei
au zubauen.
Dies
is
nu
wi ksam,
wenn
diese
"kleine"
D ohung
als
Vo s u e
zu
wei e en
Sank ionen
da ges ell
wi d.
Dabei
muß
demons ie
we den,
daß
de
Übe gang
zu
den
imme
schwe e en
Sank ionen
mindes ens
eil-
weise
dem
eigenen
E messen
en zogen
is .
Dieses
P inzip
de
S ä kung
de
eigenen
Posi ion
du ch
"Selbs bindung"
wi d
du ch
Thomas
Schelling
an
ielen
a sächlichen
Beispielen
gezeig
26
•
Neben
de
Glaubwü digkei
spiel
auch
die
In o ma ion
eine
g oße
Rolle
zu
E ek i i ä
eine
D ohung
27
•
D ohsys eme
haben
also
die
Tendenz,
beiden
Pa eien
Schaden
zu-
zu ügen
und
sind
in
diesem
Falle
siche lich gesellscha lich
une wünsch .
Diese
Folge ung
läß
sich
(zumindes
mangels
gesiche e
E kenn nisse
übe
das
Gegen eil)
auch
au
wi scha liche
Sank ionen
übe agen.
Ge ade
die
Ve ein en
Na ionen
soll en
wegen
de
au gezeig en
G und-
endenz
des
D ohsys ems
g öß e
Vo sich
in
dessen
Un e s ü zung
wal en
lassen.
Au g und
ande e
Übe legungen
komm
Johan
Gal ung
in
eine
seh
in e essan en
S udie
anhand
de
wi scha lichen
Sank ionen
gegen
Rhodesien
zu
ähnlichen
Schluß olge ungen
28•
Wegen
de
nega i en
Wi kung
schläg
e
ande e
Maßnahmen
o ,
da un e
auch
posi i e
wi scha liche
Sank ionen,
mi
ande en
Wo en:
die
Ve wendung
des
In eg a i sys ems
zu
Beein lussung
de
Poli ik
eines
Landes.
25
Das
S udium
dieses
Sys ems,
das
in
den
eichen
Volkswi scha en
z. B.
du ch
die
Sozial e siche ung
und
ande e
Um e eilungsmechanismen
e-
p äsen ie
wi d,
is
Gegens and
eines
neuen
Zweiges
de
Ökonomik,
de
"economy
o
g an s".
26
S a egy
and
Con lic ;
New
Yo k
1963,
A ms
and
In luence;
New
Ha en
and
London
1966,
insbesonde e
chap e
2:
The
A
o
Commi men .
27 Wie
ScheUing
ich ig
sag ,
is
ein
Kidnappe
öllig
hil los,
wenn
e
mi
de
Familie
des
En üh en
keinen
(di ek en
ode
indi ek en)
Kon ak
au -
nehmen
kann,
weil
seine
D ohung
nu
wi ken
kann,
wenn
sie
e hal en
(und
geglaub )
wi d.
28
On
he
E ec s
o
In e na ional
Economic
Sanc ions.
Wi h
Examples
om
he
Case
o
Rhodesia;
in:
Wo ld
Poli ics,
1967.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
20
B unn
S.
F ey
D. De e minan en de Rüs ungsausgaben
In
heo e ischen
und
besonde s
öko no
me ischen
Modellen
we den
die
Rüs ungsausgaben
(m. W.)
imme
als
exogene
G öße
behandel .
Wegen
de
quan i a i en
Bedeu ung
diese
Nach agekomponen e
29
is
dieses
Vü gehen
jedüch
höchs
mangelha ;
denn
es
is
ge ade
ü
P ognüsen
wenig
sinn oll,
wei
kleine e
Komponen en
du ch
kümpli-
zie e
Gleichungen
zu schä zen,
bei
eine
so.
en scheidenden
G öße
abe
keine
wissenscha lich
undie en
E klä ungen
zu
e suchen.
Diese
K i ik
gil
in
as
allen
Fällen
auch
ü
die
Gesam hei
de
S aa sausgaben.
Im
Gegensa z
zu
ande en
Ausgaben
können
die
Au wendungen
ü
das
"K iegssys em"
eines
Landes
nu
im
Ve häl nis
zu
den
en sp echen-
den
Auslagen
ande e
Lände
e klä
we den,
da
sie
allein
genommen
ja
sinnlos
sind. Dies
üh
zu
de
pa adoxen
Si ua ion,
daß
zwa
die
"K iegssys eme"
de
e schiedenen
Lände
den
Au ag
haben,
sich
gegensei ig
zu
bekämp en,
ü
ih e
Exis enz
jedoch
au einande
ange-
wiesen
sind:
in
diesem
Sinne
bes eh
eine
In e essengemeinscha .
Diese
In e dependenz
de
Rüs ungsauslagen
wi d
du ch
das
bekann e
Richa d-
son-Müdell
o e lich
illus ie
30
•
Diese
Zusammenhang
da
jedoch
auch
wiede
nich
e absolu ie
we den.
Wenigs ens
ku z is ig
be ach e
lassen
sich die
Rüs ungsau -
wendungen
auch
du ch
ande e
Fak o en
e klä en.
De
ehemalige
ame i-
kanische
"Di ec o
ü
he
Budge ",
Cha les Schul ze,
weis
soga
da au
hin,
daß
spezi ische Ausgaben,
die
als
An wo
au
D ohungen
de
Gegensei e
(UdSSR
und
China) als
nü wendig
hinges ell
wu den,
o zdem
zunehmen,
auch
wenn
sich diese
D ohung
als
un ich ig
e -
wiEsen
ha .
Schul zes
A ikel
31
is
eine
Fundg ube
ü
die
E o schung
wei e e
De e minan en
de
Ve eidigungsausgaben.
IV. De Bei ag de Ökonomik
als
Denkme hode
Die
Ökonomik
e wende
iele lei
Denkme hoden,
die
au
die
F ie-
dens o schung
angewende
we den
können.
Au
de
einen
Sei e
lassen
29
Eine
Schä zung
de
G ößeno dnung
ü
einzelne
Lände
und
die
ge-
sam e
E de
inde
sich
z.
B.
bei
E. Benoi
and
H.
LubeH:
The
Wo ld
Bu den
ü
Na iünal
De ense;
in:
E.
Benüi
(H sg.):
Disa mamen
and
Wü ld
Ecünümic
In e dependence;
Oslü
1967.
Die
"Ne ü"-Ve eidigungsauslagen
(bei
Be ück-
sich igung
minimale
inne e
und
äuße e
Siche hei se ü de nisse)
be agen
nach
diesen
Au ü en
e wa
10
Millia den
Dülla ,
sind
also
unge äh
neunmal
so.
g üß
wie
de
Kapi als üm
ün
den
" eichen"
in
die
"a men"
Lände .
30
Diese
wich ige
Ansa z
wi d
üm
Au ü
an
ande e
S elle
disku ie :
B. S. F ey:
Beme kungen
zu
F iedens heo ie;
in:
Schweize ische
Zei sch i
ü
Vülkswi scha
und
S a is ik,
106, 1970.
Die
Bei äge
ün
L.
F.
Richa dsün
sind
gesammel
in:
A ms
and
Insecu i y;
Pi sbu gh
1960,
und:
S a is ics
ü
Deadly
Qua els;
1960.
De
Au sa z
"Eine
ma hema ische
Theü ie
des
We -
üs ens"
is
abged uck
bei
W.
Zap
(H sg.):
Theo ien
des
süzialen
Wandels;
"Neue
Wissenscha liche
Bibliü hek",
Köln
und
Be lin
1969.
31
Reexamining
he
Mili a y
Budge ;
in:
The
Public
In e es ,
18, 1970, S. 14.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
De Bei ag
de
Ökonomik
zu
F iedens o schung
21
sich
die
E kenn nisse
gewisse
Theo iezweige
übe agen,
au
de
ande en
Sei e
die
noch
abs ak e en
Analyseins umen e.
A.
De
Bei ag
einige
Theo iezweige
An
diese
S elle
kann
nu
eine
Auswahl
genann
we den;
Übe -
agungen
aus
ande en
Gebie en
lassen
sich jedoch
eben alls
o s ellen.
1.
Ma k o men-,
insbesonde e die Oligopol heo ie
Die
Analogie
zwischen
dem
We bewe b
oligopolis ische
Fi men
und
demjenigen
on
Na ionen
sind
ech
o ensich lich.
Ans elle
des
P eis-
und
Mengenwe bewe bs
in
de
Wi scha
i
die
Rüs ung
als
In-
s umen
im
Mach kamp
de
Na ionen.
Neben
diesen
" echnologischen"
Annahmen
übe
die
zu
Ve ügung
s ehenden
Ins umen e
e en
die
P ä e enzen
de
En scheidungs äge ,
aus
denen
sich
dann
die
gegen-
sei igen
Reak ionen
de
beiden
Pa eien
ablei en
lassen.
Es
sind
o
allem
diese
Reak ionsmechanismen,
die
aus
de
Oligopol heo ie
in
die
F iedens o schung
übe nommen
wu den.
Eine
de a ige
Besch eibung
des
Rüs ungswe lau s
inde
sich
e wa
bei
Ma in
McGui e32,
de
de
Reihe
nach
einige
bekann e
Duopollösungen
anwende :
Das
Cou no -
Modell,
die
Pa e oop imale
Lösung
e c.
De
Ein luß
des
In o ma ions-
g ades
de
beiden
Pa eien
wi d
dabei
explizi
be ücksich ig .
2.
Lohn-
und
Ve eilungs heo ie
Auch
de
Zusammenhang
zwischen
dem
Ve eilungs-"Kamp "
und
den
Beziehungen
zwischen
Na ionen
is
o ensich lich:
Es
bes ehen
s a ke
Analogien
zwischen
einem
Kon lik
zwischen
"A bei "
und
"Kapi al"
um
das
Sozialp oduk
und
e wa
zwei
Lände n
um
ein
gemeinsam
bean-
sp uch es
Rech
(z.
B.
um
ein
S ück
Land
ode
ein
Fische eigewässe ).
In e essan
wä e
o
allem,
die
Regelmäßigkei en
im
Kon lik sablau
kennenzule nen,
die
Bedingungen
ü
einen
Zusammenb uch
de
Ve -
handlungen
(S eik,
Ausspe ung,
esp.
K ieg)
zu
isolie en
und
die
Möglichkei en
ex e ne
Beein lussung
kennenzule nen.
E.
R.
Li e nashs
Un e suchung
kollek i e
Lohn e handlungen
33
zum
Beispiel
üh
u. a.
zu
einem
E gebnis,
das
di ek
auch
ü
die
F iedens o schung
ele an
is :
die
Be ei scha
ex e ne
In e en ion
in
einen
S ei
kann
die
Zahl
o ene
Kon lik e
e höhen,
weil
die
schwäche e
Pa ei
weiß,
daß
ein
ü
sie
nach eilige
langdaue nde
S eik
e mieden
wi d.
Es
is
32 Sec ecy and
he
A ms Race; Camb idge (Mass.)
1965.
33
The Rela ion o
Powe
o he
S uc u e
and
P ocess o Collec i e
Ba gaining; in:
Jou nal
o
Law
and
Economics,
6,
1965,
wiede abged uck
in:
M.
Russe (H sg.): Economic Theo ies o
In e na ional
Poli ics; a.a.O.,
S.
416
.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
22
B uno
S.
F ey
nich
auszuschließen,
daß
die
g oße
Zahl
de
"kleinen"
K iege
nach
1945
wenigs ens
eilweise
au
die
Eing i sbe ei scha
de
Ve ein en
Na ionen
zu ückzu üh en
is .
3.
Beme kungen
zu
Kon li1c s heo ie
Die
Ve eilungs heo ie
-
wie
auch
die
Ma k o men heo ie
-
kann
in
wesen lichen
Teilen
als
zu
Kon lik s heo ie
gehö ig
be ach e
we -
den.
Genau
das
gleiche
gil
ü
die
F iedens o schung,
die
ja
o
auch
als
"Kon lik s o schung"
bezeichne
wi d.
Meis ens
wi d
dabei
un e s ell ,
daß
de
kausale
und
zei liche
Ablau
om
Kon lik
zum
K ieg
geh :
Ein
bes ehende
Kon lik
kann
sich
e schä en,
was
mögliche weise
zu
eine
übe beansp uchung
des
bes ehenden
Sys ems
und
zu
dessen
Zusammenb uch
üh ,
was
gleichbedeu end
mi
K ieg
is .
Eine
ab-
weichende
Ansich
wi d
jedoch
im
"Repo
om
he
I on
Moun ain"34
e e en:
K iege
we den
nich
du ch
zwischens aa liche
Kon lik e
aus-
gelös ,
sonde n
k iege ische
Gesellscha en
benö igen
Kon lik e
und
üh en
sie
dahe
he bei.
De
zei liche
Ve lau
on
Kon lik en
is
zu
de en
Ve s ändnis
und
übe windung
on
g oße
Bedeu ung.
Diese
Aspek
e häl
jedoch
in
de
wissenscha lichen
Li e a u
nu
ela i
ge inge
Au me ksamkei ,
e mu lich,
weil
die
o male
Spiel heo ie
die
zei liche
Dimension
(noch)
nich
e assen
kann.
Dies
zeig
sich
auch
da an,
daß
Spiele
kaum
je
in
de
ex ensi en
Fo m
analysie
we den,
sonde n
daß
so o
zu
no malisie en
Ma ix
übe gegangen
wi d
35
.
In
den
meis en
Kon lik en
bes eh
eine
Tendenz
zu
Ve hä ung.
De
G und
lieg
da in,
daß
es
ü
eine
einzelne
Pa ei
o eilha
is , sich
selbs
zu
binden.
Da au
wu de
schon
im
Zusammenhang
mi
dem
D ahsys em
au me ksam
gemach .
Diese
Selbs bindung
üh
abe
dazu,
daß
eine
Kon lik si ua ion
on
den
Be eilig en
so
eng
de inie
wi d,
daß
de
Kon lik
unlösba
zu
we den
endie :
Jede
Pa ei
e heb
An-
sp üche,
die
unmöglich
gleichzei ig
e üll
we den
können.
Wie
bei
dem
(im
nächs en
Abschni
disku ie en)
"P isone s
Dilemma"-Modell
de
Spiel heo ie
handel
es
sich
um
eine
Si ua ion,
bei
de
indi iduell
a ionales
Ve hal en
zu
einem
gesellscha lich
allgemein
une wünsch en
E gebnis
üh .
Die
Bedeu ung
de
Phase
de
Kon lik sde ini ion
wi d
auch
in
einem
ande en
spiel heo e ischen
Modell
deu lich:
Im
"Game
o
Chicken"
,
34
a.a.O.,
S.
30.
35
Eine Ausnahme mach W. K elle,
de
bei ex ensi en Spielen
Le n-
unk ionen ein üh , die die Le n ähigkei beim Spielablau e assen sollen
(P ä e enz-
und
En scheidungs heo ie; Tübingen 1968).
De
zei liche Aspek
des Kon lik s
wi d
auch on
J.
C oss: The Economics o Ba gaining; New
Yo k 1969, he o gehoben.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
De
Bei ag
de
Ökonomik
zu
F iedens o schung
23
das
-
wie
Thomas
Schilling
übe zeugend
zeig 36 -
nich
nu
on
Teenage n,
sonde n
auch
on
Na ionen
gespiel
wi d,
komm
es
da au
an,
we
bei
eine
on alen
Gegenübe s ellung
(e wa
in
Fo m
zweie
di ek
au einande
zu ah ende
Au os)
zue s
ausweichen
und
sich
dami
als
Feigling
geschlagen
geben
muß.
Bei
diesem
Spiel
is
de jenige
im
Vo eil,
de
glaubha
machen
kann,
daß
e
unmöglich
ausweichen
kann
(z. B.
indem
e
das
S eue
des
Wagens
unau lösba
es binde ).
In
diese
Si ua ion
muß
de
ande e
sich
geschlagen
geben,
wenn
e
nich
einen
ü
beide
ödlichen
Ausgang
iskie en
will.
Diese
Übe -
legungen
gel en
jedoch
öllig
symme isch
ü
beide
Spiele ,
so
daß
diese
S a egie
on
beiden
angewende
zu
we den
d oh .
Die
Tendenz
zu
Ve hä ung
des
Kon lik s
du ch
Selbs bindung,
d.
h.
eine
gewoll e
Einengung
des
Kon lik s aumes,
üh
dahe
nich
sel en
zu
e hee en-
den
Folgen
37
.
Is
abe
be ei s
eine
De ini ion
des
Kon lik s
du ch
die
be eilig en
Pa eien
es geleg ,
so
bes ehen
imme
noch
zwei
e olg e sp echende
Möglichkei en:
De
Kon lik s aum
kann
e wei e
we den,
indem
neue
Spiele
in
den
Kon lik
einge üh
we den
(im
in e na ionalen
Sys em
z.
B.
du ch
Beizug
de
UNO
ode ,
noch
abs ak e ,
des
"Wel gewissens")
und/ode
du ch
zusä zliche
Va iablen.
Dadu ch
bes eh
die
Chance,
daß
de
du ch
die
an änglich
Be eilig en
als
unlösba
de inie e
Kon-
lik
eine
ande e
Fo m
annimm
und
ielleich
soga
zu
einem
Posi i -
Summen
Spiel
wi d,
das
ein ache
"lösba "
wi d: i.
Nach
diesen
Übe legungen
soll e
also
die
Haup au gabe
de
F iedens-
o schung
nich
da in
bes ehen,
analog
zu
Spiel heo ie
es
de inie e
Kon lik e
zu
lösen.
Sie
müß e
ielmeh
danach
ach en:
(a)
Kon lik seinengende
Selbs bindungen
de
be eilig en
Na ionen
nach
Möglichkei
zu
e hinde n,
36
Vo allem in:
A ms
and
In luence; a.a.O.
37
Diese Kon lik s e hä ung
wi d
z.
B.
im
in e na ionalen
Sys em
he bei-
ge üh ,
indem
die Regie ung beim eigenen Volk ein
bes imm es
Bild
("Image") des Gegenspiele s e zeug . Mil on Rosenbe g zeig ,
daß
nich
sel en
die Regie ungen dabei die Ge angenen
ih e
eigenen
P opaganda
we den
(Images
in
Rela ion
o
he
Policy P ocess; in: H.
Kelman
(H sg.):
In e -
na ional Beha io ; New Yo k 1965).
38
Die Wi scha sgeschich e
bie e
da ü
ein
he o agendes
Beispiel:
de
Kon lik zwischen "A bei "
und
"Kapi al"
hä e
im
u sp ünglichen
Raum
kaum
"gelös " (ode zumindes gemilde )
we den
können, weil die bei
den
Pa eien
wei
meh
als
das
o handene
eale
Sozialp oduk beansp uch en.
Eine en scheidende En schä ung des Gegensa zes
wu de
du ch
die
Ein üh-
ung
eine
zusä zlichen
Va iablen
möglich, nämlich des echnischen
Fo -
sch i s,
de
eine
E wei e ung
des Kon lik aumes
mi
sich b ach e.
Sobald
jedoch
de
Kon lik
in
Fo m
on
An eilen
es de inie wi d,
kann
de
Kon iik s aum du ch
den
echnischen
Fo sch i
nich
meh
ausgewei e
we den.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
30
B uno
S.
F ey
im
in e na ionalen
Sys em
noch
wenige
Raum
ü
mo alische
und
e hische
We e
on
einzelnen
Pe sonen
o handen
is
und
daß
noch
wenige
Ro ung
au
Ve hal ens
ände ung
on
Na ionen
57
bes eh :
Ein
Poli ike ,
de
sich
du ch
einen
F iedensplan
zwa
zu
eine
wel -gesell-
scha lich
höchs
e wünsch en,
den
Vo eil
de
eigenen
Na ion
abe
nich
maximie enden
Ak ion
en schließ ,
läu
Ge ah ,
die
Wahlen
zu
e lie en,
weil
dann
ein
Opponen
den
Wähle n
im
Inland
du ch
ein
al e na i es
P og amm
meh
e sp echen
und
(annahmegemäß)
auch
meh
e üllen
kann.
Eine
ealis ische
F iedenspoli ik
da
keineswegs
nu
da au
ausge ich e
sein,
die
maßgebenden
Poli ike
" ü
den
F ieden"
zu
gewinnen;
einem
Vo :gehen
au
diploma ische
Ebene
sind
ge ade
in
demok a ischen
Lände n
deu liche
G enzen
gese z .
Pe e
Be nholz
ha
die
Theo ie
de
S immenmaximie ung
in
eine
Demok a ie
au
die
E klä ung
des
"Wi scha simpe ialismus"
ange-
wende
58•
So
lei e
e
ab,
daß
die
Regie ung
S immen
gewinn ,
wenn
sie
die
Gü e -
und
Kapi alexpo e
ö de
und
die
Impo e
on
Gü e n
(die
auch
im
Inland
p oduzie
we den)
hemm .
In
allen
diesen
Fällen
we den
nämlich
die
di ek
begüns ig en
Wähle
-
insbesonde e
die
Un e nehme
und
A bei nehme
in
de
Expo indus ie
-
die
Regie-
ung
un e s ü zen,
wäh end
die
dadu ch
(ce . pa .)
e olgende
ge inge -
we ige
Ve so gung
mi
Konsumgü e n,
d.
h.
zu
höhe en
P eisen,
wegen
de
indi ek en
Ve u sachung
kaum
de
Regie ung
angelas e
wi d.
Besonde s
bei schlech
in o mie en
Wähle n
wi d
also
de
Ne oe ek
diese
Maßnahmen
in
einem
S immengewinn
de
Regie ung
bes ehen.
Es soll
nu
e wähn
we den,
daß
die
ökonomische
Theo ie
de
Poli-
ik
au
zwei
wei e en
Gebie en
ü
die
F iedens o schung
unen beh -
liche
Baus eine
lie e n
kann:
(a)
Die
Theo ie
de
G uppen:
Das
In e esse
eine
einzelnen
G uppe
an
F iedlosigkei
und
K ieg
kann
mögliche weise
ganz
ande s
gelage
sein
als
das
eine
ganzen
Na ion.
Es
is
zu
un e suchen,
in
welchem
Um ang
de a ige
Pa ikula in e essen
zum
Du chb uch
kommen
können
(z.
B.
du ch
"Log olling").
Neben
de
"O ganisa ions ähig-
kei "
-
de en
Bedingungen
o
allem
Mancu
Olson
un e such
57
Einige
Un e suchungen
deu en
da au
hin,
daß
die
Au assungen
("Images"
ode
P ä e enzen)
de
Be ölke ung
übe
das
in e na ionale
Sys em
auße o den lich
ha näckig
sind:
40
P ozen
de
Menschen
alle
Lände
können
du ch
as
keine lei
Einwi kung
zu
eine
Re ision
ih e
Eins ellung
inne halb
on
eine
ode
zwei
Dekaden
geb ach
we den.
Bei
den
es lichen
60
P ozen
können
Ände ungen
nu
du ch
Kumula ion
on
spek akulä en
Impulsen
e eich
we den.
Lang is ig
(d. h.
übe
Gene a ionen
hinweg)
bie en
sich
die
bes en
Ansa zpunk e
beim
Sozialisie ungsp ozeß
de
Jugend-
lichen.
Vgl.
K.
Deu sch
and
R.
Me i :
E ec s
o
E en s
on
Na ional
and
In e na ional
Images,
in:
H.
Kelman
(H sg.):
In e na ional
Beha io ,
a.a.O.
58
Außenpoli ik
und
In e na ionale
Wi scha sbeziehungen;
S u ga
1966,
p.176-185.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
De Bei ag
de
Ökonomik zu F iedens o schung 31
ha
59 -
is
dabei
auch
die
"Kon lik ähigkei "
(Claus
O e)60
zu
beach en,
d. h.
die
Möglichkei en
eine
G uppe,
nö igen alls
ih en
S andpunk
du ch
Ve weige ung
eine
Leis ung
(z.
B.
du ch
S eiks)
du ch:zuse z.en.
An
diese
S elle
wä e
auch
das
besonde e
In e esse
de
Rüs ungsindus ie
(inc1usi e
de
do
Beschä ig en)
am
K iegs-
sys em
zu
behandeln.
(b)
Die
Theo ie de
Bü ok a ie.
Nich
umsons
sp ich
man
heu e
o
neben
den
d ei
adi ionellen
on
eine
ie en
Gewal
im
S aa ,
de
Ve wal ung.
Solange
e wa
die
s aa liche
Bü ok a ie
sich
einem
F iedensplan
en gegense z
-
und
sei
es
auch
nu
in
passi e
Fo m
-
bes eh
wenig
Aussich
au
dessen
Ve wi klichung.
Die
Un e -
suchung
de
In e essenlage
und
Reak ion
de
s aa lichen
Ve wal ung
(inc1usi e
de
A mee)
is
ein
wich iges
E o de nis
de
F iedens-
o schung.
Hie
inden
sich
Pa allelen
zu
mode nen
Theo ie
de
"Manage -Un e nehmung"61.
B. De Bei ag de abs ak en Analysewe kzeuge
Neben
den
Übe agungen
on
Gedankengängen
aus
bes imm en
Theo iez,weigen
kann
de
Ökonom
abe
auch
deswegen
einen
Bei ag
zu
F iedens o schung
lie e n,
weil
e
seine
Ausbildung
nach
gewöhn
is ,
ein
bes imm es
Ins umen a ium
au
gesellscha liche
Zusammen-
hänge
anzuwenden.
Einige
diese
Analysewe kzeuge
wu den
be ei s
in
o s ehenden
Abschni en
e wähn ,
insbesonde e
die
Spiel heo ie.
N
eben
de
allgemeinen
Denkweise
und
Te minologie
sind
ü
die
F ie-
dens o schung
auch
ganz
bes imm e
ypische
Spiele
wich ig,
insbeson-
de e
das
"P isone s
Dilemma"
und
das
"Game
o
Chicken".
Neben
die
o malen
ma hema ischen
Lösungen
e en
die
psychologischen
Expe i-
men e,
die
bei
o sich ige
In e p e a ion
du chaus
auch
Hinweise
au
gesellscha liche
Kon lik si ua ionen
geben
können.
1.
Modelle de
Gesellscha
De
wich igs e
Bei ag
des
den
Ökonomen
geläu igen
Ins umen-
a iums
bes eh
siche lich
in
de
Anwendung
gesellscha liche
Modelle.
Es
geh
da um,
diejenigen
Aspek e
de
Wi klichkei
zu
e ein achen,
die
ü
die
F ages ellung
unwesen lich
sind,
dami
die
wich igs en
Beziehungen
in
" eine "
Fo m
un e such
we den
können.
Beg i s-
59 The Logic o Collec i e Ac ion. Public Goods
and
he
Theo y o G oups;
a.a.O.
60
Poli ische He scha
und
Klassens uk u en; in: K ess
und
D.
Seng-
haas (H sg.): Poli ikwissenscha ; F ank u /M. 1969.
61
z.
B.
R. J.
Monsen
j .,
and
A.
Downs:
A Theo y o La ge Manage ial
Fi ms; in:
Jou nal
o Poli ical Economy,
73,
Juni
1965.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
32
B uno
S.
F ey
paa e
wie
s a isch-dynamisch,
s a ionä -wachsend,
mik o-mak o,
pa -
ial- o al,
s abil-labil,
de e minis isch-s ochas isch
hel en
o
schon
wesen lich
zu
kla e en
E assung
eine
bes imm en
Si ua ion.
Diese
Beg i e
s ammen
zwa
aus
den
Na u wissenscha en,
abe
sie
können
in
gesellscha lichen
Zusammenhängen
o
eine
ganz
ande e
Bedeu ung
haben
62
(ode
sind
manchmal
auch
übe haup
nich
anwendba ).
Die
Ökonomen
haben
in
diese
Hinsich
siche lich
einen
S a N'o eil
in
de
F iedens o schung,
wobei
Ausnahmen
nu
die
Regel
bes ä igen
63•
Neue -
dings
e ö nen
sich
auch
du ch
die
besonde s
in
de
Poli ologie
e -
wende e
Sys em heo ie
64
uch ba e
Möglichkei en.
2.
Quan i a i e
Un e suchungen
G oße
E ah ung
besi zen
die
Ökonomen
auch
in
de
quan i a i en
E assung
de
Gesellscha .
Hie
könn e
insbesonde e
an
d ei
Be eiche
gedach
we den:
(1)
Volkswi scha liche
Gesam echnung
Die
Ökonomen
haben
au
diesem
Gebie
schon
sei
einige
Zei
einen
Rahmen
ge unden
und
e ügen
nun
übe
länge e
Zahlen-
eihen.
Auch
wenn
die
wohlbekann en
Unzulänglichkei en
dieses
Sys ems
be ücksich ig
we den,
so
bes eh
doch
im
Ve gleich
zu
ande en
Gebie en
de
Sozialwissenscha en
ein
g oße
Vo sp ung.
E s
in
jüngs e
Zei
e such en
Poli ologen,
en sp echende
Da en
ü
ih en
Be eich
zu
sammeln
65
•
Ein
ähnlich
beme kenswe e
Ve -
such
is
die
Kons uk ion
on
"gesellscha lichen
Kennzi e n"
(So-
cial
Indica o s),
die
eine
sys ema ische,
e gleichba e
und
egel-
mäßige
E assung
all
de jenigen
( ele an en)
gesellscha lichen
Da en
ans eb ,
die
nich
schon
in
de
olkswi scha lichen
Gesam -
echnung
en hal en
sind
66•
Im
enge en
Be eich
de
F iedens o schung
62 Vgl. dazu
e wa
Ana ol
Rapopo s
Ein üh ung
zu
Clausewi zens
"On
Wa ", a.a.O.
63 Die
bedeu ends e
Ausnahme
is
wohl
L.
Richa dson,
de
als Me eo ologe
mi
Di e en ialgleichungssys emen
e au
wa . Typisch is
abe
imme hin,
daß es sich bei
de
Me eo ologie
um
einen ( o de hand) eben alls nich
exak
e aßba en
und
p ognos izie ba en Be eich handel .
64
G undlegend
is
D.
Eas on:
A Sys em Analysis o Poli ical Li e; New
Yo k
1965.
Vgl. auch F.
Naschold:
Sys ems eue ung;
S u ga
1969.
65
Vgl.
B.
Russe
e
al.: Wo ld Handbook o Poli ical
and
Social Indica o s;
New
Ha en
1964,
D.
J.
Singe (H sg.):
Quan i a i e
In e na ional
Poli ics:
Insigh s
and
E idence; New Yo k
1966.
66
R.
A.
Baue
(H sg.): Social Indica o s; Camb idge (Mass.)
and
London
1966,
M.
Olson
j .:
The
Plan
and
Pu pose
o a Social Repo ; in: Public
In e es ,
15,
1969.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
De
Bei ag
de
Ökonomik
zu
F iedens o schung
33
bes ehen
einige
Vo a bei en
67
,
die
jedoch
ehe
eine
Sammlung
unzu-
sammenhängende
S a is iken
als
eine
sys ema ische
E assung
da s ellen.
(2)
Ökonome ische
Me hoden
und
Gesam modelle
In
de
F iedens o schung
wi d
siche lich
die
Fo mulie ung
on
ma hema ischen
Modellen
und
die
Schä zung
de
da in
en hal enen
Pa ame e
eine
g oße
Rolle
spielen.
Ökonomen
könn en
dazu
aus
ih e
E ah ung
mi
ökonome ischen
Modellen
we olle
Bei äge
lie e n.
Wiede um
e weis
sich
Lewis
Richa dson68
als
Pionie
bei
de
F ie-
dens o schung:
e
es e e
sein
aus
zwei
Di e en ialgleichungen
be-
s ehendes
Modell
des
Rüs ungswe lau s
ü
die
Zei
o
dem
e s en
Wel k ieg.
Es
gelang
ihm,
die
Rüs ungsau wendungen
de
be ei-
lig en
Blöcke
zu
p ognos izie en.
Das
gleiche
Modell
wu de
kü zlich
auch
au
den
Vie nam-K ieg
angewende jJ9.
Im
Ve gleich
zu
gän-
gigen
ökonome ischen
Modellen
sind
diese
Ansä ze
jedoch
noch
imme
ech
p imi i .
(3)
Simula ionsme hoden
Auch
au
diesem
Gebie
besi zen
die
Ökonomen
schon
be äch liche
E ah ung
70,
die
ü
die
F iedens o schung
nü zlich
gemach
we -
den
könn e.
Wiede um
bie e
jedoch
auch
die
Poli ikwissenscha
einige
Ansa zpunk e
71 •
(4)
Nu zen-Kos en
Analyse
Diese
Me hode
wu de
be ei s
im
Zusammenhang
mi
de
Diskussion
de
Rolle
wi scha liche
Fak o en
des
"Impe ialismus"
ges ei .
In
ielen
ande en
Be eichen
des
in e na ionalen
Sys ems
sind
jedoch
eben alls
Ve gleiche
on
nich
ein ach
meßba en
E ägen
und
Kos en
no wendig,
e wa
um
die
Ve hal ensannahme
eines
Nu zen-
maximie e s
p ak isch
anwenden
zu
können.
Dabei
e en
die
genau
gleichen
(ode
zumindes
ähnliche)
P obleme
au
wie
e wa
bei
de
Nu zen-Kos en-Analyse
im
Be eich
de
s aa lichen
Ve wal ung.
67
Insbesonde e
L.
Richa dson:
S a is ics
o
Deadly
Qua els,
a.a.O.,
Qu.
W igh :
A
S udy
o
Wa ;
2nd
ed.
Chicago
1965,
J.
D.
Singe
and
M.
Small:
In e na ional
Wa
1815-1965:
A
S a is ical
Handbook;
New
Yo k
1969.
68
A ms
and
Insecu i y;
a.a.O.
69 N. Z.
Alcock
and
K.
Lowe:
The
Vie nam
Wa
as
a
Richa dson-P ocess;
in:
Jou nal
o
Peace
Resea ch,
1969.
E s
nach
Fe igs ellung
dieses
Manu-
sk ip es
wu de
ich
au
das
ökonome ische
Modell
on
J.
C.
Lambele :
A
Dynamic
Model
o
he
A ms
Race
in
he
Middle
Eas ,
1953-1965
(e schein
in
Gene al
Sys ems,
1971)
au me ksam.
70
Zu
übe sich
gl.
e wa
W.
Meissne :
Zu
Me hodologie
de
Simula ion;
in:
Zei sch i
ü
die
gesam e
S aa swissenscha ,
126, 1970.
71 H.
Gue zkow
e
al.:
Simula ion
in
In e na ional
Rela ions;
New
Yo k
1963.
3
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
64
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
34
B uno
S.
F ey
c.
De a sächliche Bei ag de Ökonomen
Nach
eine
Übe sich
on
Johan
Gal ung
72
spielen
die
Wi scha s-
wissenscha le
in
de
F iedens o schung
schon
je z
eine
bedeu ende
Rolle;
nebs
den
Poli ologen
und
Soziologen
sind
sie
am
häu igs en
an
Fo schungsp ojek en
au
diesem
Gebie
be eilig .
Wohl
noch
wich-
ige
als
die
quan i a i e
Bedeu ung
is
die
Quali ä
de
be eilig en
Ökonomen:
zu
den
wich igs en
F iedens o sche n
zählen
zwei
be ühm e
Ökonomen,
nämlich
Kenne h
Boulding,
de
Mi beg ünde
des
"Cen e
o
Resea ch
on
Con lic
Resolu ion"
in
Ann
A bo
(Michigan)
und
des
dazugehö enden
"Jou nal
o
Con ic
Resolu ion",
und
Wal eT Isa d,
de
wohl
üh ende
Regionalwissenscha le
73,
de
die
"Peace
Resea ch
Socie y
(In e na ional)"
und
die
dazugehö enden
"Pape s"
geg ünde
ha .
Die
Mi wi kung
on
Wassily
Leon ie
an
de
maßgebenden
S udie
übe
die
ökonomischen
Auswi kungen
de
Ab üs ung
wu de
be ei s
e wähn .
.
Sozialpoli ik und F iedens o schung
Wi d
"F iede"
als
,Absenz
on
Gewal anwendung'
e s anden,
is
die
Übe windung
de
gesellscha lichen F iedlosi,gkei
Au gabe
de
Sozial-
poli ik.
Sie
bilde
dami
einen
Teil
de
F iedens o schung
(im
wei es en
Sinn),
die
da übe
hinaus
auch
noch
den
Be eich
de
pe sönlichen
Gewal anwendung
einschließ .
Die
Sozialpoli ik
im
adi ionellen
Sinn
ha
sich
nu
mi
de
F ied-
losigkei
inne halb
eines
Landes
be aß .
Ih e
Haup au gabe
bes and
da in,
die
ü
die
Wohl ah
schädlichen
Sei en
des
Ma k es
zu
neu a-
lisie en.
Im
Sinne
on
Bouldings
gesellscha lichen
Sys emen
könn e
die
Sozialpoli ik
als
S adium
de
Ein üh ung
des
In eg a i sys ems
in
die
Gesellscha
angesehen
we den.
Die
Sozialpoli ik
muß
nun
-
ebenso
wie
die
üb igen
Disziplinen
schon
lange
zu o
74 -
eine
Hinwendung
au
die
in e na ionale
Ebene
du ch üh en.
Hie
kann
eben alls
ih e
Au gabe
da in
gesehen
we den,
dem
In eg a i sys em
in
den
Beziehungen
zwischen
Na ionen
do
zum
Du chb uch
zu
e hel en,
wo
die
ande en
Sys eme
zu
une wünsch en
E gebnissen
üh en.
72 F iedens o schung; in:
E.
K ippendo (H sg.): F iedens o schung; a.a.O.
73 Soeben
ha
e
jedoch (in Zusammena bei
mi
ande en) ein We k
e -
ö en lich , das
ihn
zum
wah en
Sozialwissenscha le s empel : Gene al
Theo y: Social, Poli ical, Economic
and
Regional; Camb idge (Mass.)
and
London
1969.
74 Zum Beispiel haben schon die Vä e
unse e
Wissenscha (e wa
Rica do)
sich
mi
de
in e na ionalen Wi scha be aß . De deu sche Name "Na io-
nal"-Okonomie is inso e n schlech angemessen.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
De Bei ag
de
Ökonomik
zu
F iedens o schung
35
Au
in e na ionale
Ebene
is
jedoch
diese
Au gabe
schon
on
An ang
an
bedeu end
schwie ige :
Wäh end
im
Inland
bei
"geo dne en"
Na io-
nen
o
allem
das
Tauschsys em
o he sch
(und
das
In eg a i sys em
z.
B.
in
Fo m
de
Familie)
und
das
D ohsys em
keine
g oße
Bedeu ung
besi z ,
is
es
im
in e na ionalen
Sys em
genau
umgekeh :
Dominan
is
das D ohsys em,
wenn
auch
das
Tauschsys em
(d.
h.
die
in e na io-
nalen
Wi scha sbeziehungen)
nich
unwich ig
is .
Das
In eg a i sys em
is
bis
je z
au
in e na ionale
Ebene
ohne
g oße
Bedeu ung,
was
sich
e wa
in
de
ge ingen
G öße
de
Hil e
an
die
En wicklungslände
im
Ve gleich
zu
den
Mili ä au wendungen
mi
alle
Deu lichkei
zeig .
Zu
einem
be äch lichen
Teil
unk ionie
das
in e na ionale
In eg a i -
sys em
nu
spo adisch,
e wa
bei
E dbeben-
ode
Hochwasse ka a-
s ophen.
Das
D ohsys em
is
hingegen
es e wu zel
und
allgegen-
wä ig.
Da
das
D ohsys em
-
wie
gezeig
-
eine
Tendenz
zu
Ve -
hä ung
und
zum
Nega i summenspiel
ha ,
muß
ein
bes imm e
Teil
des
in e na ionalen
In eg a i sys ems
dazu
benü z
we den,
die
Lage
wenigs ens
zu
s abilisie en.
Inne halb
eine
Na ion
is
die
Au gabe
de
Sozialpoli ik
nu
schon
da um
iel
ein ache ,
weil
das
Tauschsys em
ein
Posi i -Summenspiel
is ,
aus
dessen
E ägnissen
das
In eg a i -
sys em
" inanzie "
we den
kann.
Wenn
da an
gedach
wi d,
wie
un-
ollkommen
die
Sozialpoli ik
inne halb
de
meis en
Na ionen
noch
is ,
so
dü en
a
o e io i
an
die
in e na ionale
Sozialpoli ik
(F iedens-
o schung)
keine
allzu
hohen
E wa ungen
ges ell
we den.
Ge ade
weil
das
In eg a i sys em
zwischen
den
Na ionen
noch
schwach
ausgebilde
is
und
F iedlosigkei
dominie ,
kann
e wa e
we den,
daß
Au wendungen
ü
die
F iedens o schung
eine
hohe
(gesellscha liche)
Rendi e
abwe en
(V
gl.
Folge ung
3):
au
de
einen
Sei e
is
noch
so
wenig
Fo schung
au
diesem
Gebie
ge ieben
wo den,
daß
g oße
G enze äge
e wa e
we den
können,
und
au
de
ande en
Sei e
bes eh
de
mögliche
E ag
in
nich
wenige
als
de
E hal ung
de
zukün igen
Exis enz
de
Menschen.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
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Aspek e de En scheidungs heo ie
und
Anwendungsbeispiele
in
de
Sozialpoli ik
Von
Jü gen Ze che,
Be lin
I. Einlei ung
In
den
Jah zehn en
nach
dem
2.
Wel k ieg
ha
sich
du ch
die
in e -
disziplinä e
Zusammena bei
on
Ma hema ike n,
Wi scha swissen-
scha le n,
Poli ologen,
Soziologen,
Philosophen,
Biologen
u.
a.
eine
A
Me awissenscha
en wickel ,
die
du ch
ih
Anliegen
gekennzeichne
is ,
En scheidungs äge n
Hil es ellung
ü
" a ionale"l
En scheidungen
bei
de
Lösung
on
P oblemen
ode
P oblemkomplexen
zu
geben.
Die
neuen
En scheidungshil en
kommen
aus
Be eichen
wie:
Cos -Bene i -Analysis,
Ope a ions
Resea ch,
Kybe ne ik,
In o ma ions heo ie,
Sys ems
Analy-
sis,
Planning-P og amming
...
Budge ing-Sys em
(PPBS),
aus
de
s a is i-
schen
und
spiel heo e ischen
En scheidungs heo ie,
u.
a.m.
Ein
gemein-
same
Obe beg i
wie
"allgemeine
Me hodologie"
ode
"P axeologie"
ha
sich
bishe
noch
nich
du chgese z
2•
Von
Wi scha swissenscha le n
wi d
die
En wicklung
zu
eine
anwendba en
Kuns leh e
(P axeologie)3
gesehen,
bzw.
die
No wendigkei
eine
allgemeinen
wi scha lichen
Handlungsleh e
als
Gegens and
des
wi scha swissenscha lichen
S u-
diums
be on
4•
1 Eine allgemeine
Handlungs heo ie
kann
nu
die
o male
Ra ionali ä
um assen.
Inhal lich
läß
sich
Ra ionali ä
nach
dem
Inhal
de
on
de
En scheidungseinhei
anges eb en
Ziele
ode
nach
de
Eigena
de
on
ih
zu
Ziel e wi klichung
e wand en
Mi el bes immen.
Man
un e scheide
also ökonomische Ra ionali ä , soziale
Ra ionali ä
(Paul
Diesing)
und
poli i-
sche
Ra ionali ä
(Heinz
Ha mann).
Ein
Handeln,
das
ü
einen
Be eich
" a ional"
is ,
kann
ü
einen
ande en
nich - a ional,
bedeu ungslos
ode
i a ional
sein. Vgl.
G.
Ha iel:
Wi scha liche
und
soziale
Ra ionali ä .
Un e suchungen
zum
Menschenbild
in
Ökonomie
und
Soziologie;
S u ga
1968,
S.
60
.
2 Vgl. H.
Ri el:
Zu
wissenscha lichen
und
poli ischen
Bedeu ung
de
En scheidungs heo ie; in: Fo schungsplanung.
Eine
S udie
übe
Ziele u.
S uk u en
ame ikanische
Fo schungsins i u e. H sg. H. K auch,
W.
Kunz,
H. Ri eI, München, Wien
1966;
S.113.
3 Vgl.
G.
Gä gen:
Theo ie
de
wi scha lichen En scheidung.
Un e su-
chungen
zu
Logik u. ökonomischen
Bedeu ung
des
a ionalen
HandeIns,
2.
Au l.,
Tübingen
1968,
Vo wo .
4 Vgl.
R.
Jochimsen:
Wi scha swissenscha liches
Schwe punk s udium.
G undlagen
eine
Re o m
des No mals udiums,
in:
Z.
.
d. ges. S .,
126.
Bd.,
1970,
S.327.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
38
Jü gen
Ze ehe
Die
bishe igen
Um isse
eine
de a igen
P axeologie
lassen
zwei
Schwe punk e
e kennen:
die
Sys em o schung
und
die
En scheidungs-
heo ie.
Dem
Thema
en sp echend
we den
wi
uns
mi
de
En schei-
dungs heo ie
be assen
und
dabei
eine
Konzen a ion
au
bes imm e
Blick ich ungen
und
Be ach ungsweisen
o nehmen
müssen.
Zielse -
zung
dieses
Bei ages
is
es
1.
das
En scheidungsmodell
ü
En scheidungen
un e
Unsiche hei
als
das
allgemeins e
Modell
eines
En scheidungsp ozesses
zu
en wickeln,
2.
eine
einhei liche
Te minologie
ü
die
Diskussion
o zuschlagen
und
3.
einige
Anwendungsmöglichkei en
de
En scheidungs heo ie
ü
die
Sozialpoli ik
mi
Hil e
on
Beispielen
au zuzeigen.
Die
heu e
ele an en
Zweige
de
En scheidungs heo ie
bauen
au
den
g undlegenden
We ken
on
Ab aham
Wald
5
und
John
on
Neumann
und
Oska Mo gens e n6
au .
Dabei
ha
Wald
die
Basis
ü
die
s a is i-
sche
En scheidungs heo ie
geleg ,
wäh end
.
Neumanns
und
Mo gen-
s e ns
Buch
die
G undlage
ü
die
spiel heo e ische
En scheidungs heo ie
abgib .
T o z
de
engen
Ve wand scha
bei
de
Zweige
we den
wi
uns
bei
den
Anwendungsbeispielen
au
die
in e essan e e
und
allge-
meine e
En scheidungs heo ie,
die
Spiel heo ie,
besch änken,
die
es
mi
En scheidungen
bei
Ungewißhei
und
a ional
handelnden
Gegenspiele n
zu
un
ha .
Dies
gebie e
auch
de
s ändig
wachsende
Um ang
dieses
neuen
Wissenszweiges7• Die
Fülle
wissenscha liche
In o ma ionen
e klä
u. a.,
wa um
de
olgende
Ab iß
übe
das
allgemeine
En schei-
dungsmodell
no wendige weise
un olls ändig
bleiben
muß.
Die
Zielse zung
de
p äsk ip i en
En scheidungs heo ie
is
es,
eine
En scheidungseinhei
(Pe son
ode
G uppe)
En scheidungs egeln
ü
eine
in
ih em
Sinne
op imale
En schei:dung
zu
geben
s.
Dabei
kann
die
mode ne
En scheidungs heo ie
als
eine
Renaissance
des
U ili a ismus
angesehen
we den,
so e n
man
nu
die
übe nahme
seines
Fo mal-
ge üs es
be ach e .
Es
geh
ih
um
eine
möglichs
e schöp ende
Expli-
ka ion
des
Beg i s
"Ra ionali ä "9.
5
A.
Wald:
S a is ical
Decisions
Func ions;
New
Yo k
1950.
6 J. .
Neumann
and
O.
Mo gens e n:
Theo y
o
Games
and
Economic
Beha io ;
P ince on
1944.
7
Im
Zei aum
on
1950
bis
1967
e schienen
allein
im
Teilbe eich
de
s a is ischen
En scheidungs heo ie
638
Ti el
mi
36522
Sei en.
Vgl. G.
Menges
(H sg.):
Bibliog aphie
zu
s a is ischen
En scheidungs heo ie
1950-1967;
Köln
u.
Opladen
1968,
Vo w.
S.8.
B Vgl. W.
K elle:
Anwendung
de
En scheidungs heo ie
au
soziale
P o-
bleme;
in:
Die
Rolle
de
Wissenscha
in
de
mode nen
Gesellscha ,
h sg.
on
H.
Scholz,
In e n.
Tagung
de
Sozialakademie
Do mund,
Be lin
1969,
S.159.
9
G.
Gä gen:
Theo ie
de
wi scha lichen
En scheidung;
a.a.O., S. 7 .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
En scheidungs heo ie und Anwendungsbeispiele
in
de
Sozialpoli ik 39
Die
B ücke
zwischen
eine
Wissenscha
om
" a ionalen"
En scheiden
und
den
Wi scha swissenscha en
wi d
u. a.
du ch
das
ökonomische
P inzip
ode
Ra ionalp inzip
gebilde ,
wie
es
bei
de
De ini ion
de
Wi scha swissenscha en
als
" he
s udy
o
he
p inciples
go e ning
he
alloca ion
o
sca ce
means
among
compe ing
ends
when
he
objec i e
o
he
alloca ion
is
o
maximize
he
a ainmen
o
he
ends"10
heu e
in
wei en
K eisen
akzep ie
wi d.
Mi
de
En wicklung
de
subjek i is i-
schen
We leh e
und
de
Au assung
des
ökonomischen
We phänomens
als
eine
ela ionis ischen
Subjek -Objek -Beziehung
wu de
die
hand-
lungs-
und
en scheidungs heo e ische
In e p e a ion
des
E kenn nis-
objek s
e möglich
11
• Die
übe eins immung
de
Wi scha swissenscha
mi
den
Elemen en
des
allgemeinen
En scheidungsmodells
is
da in
beg ünde ,
daß
ökonomisches
Handeln
1.
eine
Mi el-Zweck-Rela ion
beinhal e ,
2.
als
plan olles
Handeln
e s anden
wi d
und
3.
als
Maxi-
mie ungs-
bzw.
Op imie ungss eben
zu
deu en
is 12•
11.
Die Kons i uen en des allgemeinen
ökonomischen En scheidungsmodells
A. En scheidung un e Siche hei
Im
olgenden
soll
ein
allgemeines
o males
En scheidungsmodell
da -
ges ell
we den,
mi
dem
gezeig
wi d,
daß
die
allgemeins e
Fo m
dieses
Modells
de
spiel heo e ischen
F ages ellung
nach
.
Neumann
und
Mo gens e n
en sp ich .
Im
Mi elpunk
des
En scheidungsp ozesses
s eh
die En scheidungs-
einhei
(Spiele ,
Ak eu ).
Du ch
die
En scheidung
wi d
eine
Mi el-Ziel-
Rela ion
du ch
bewuß es
Planen
he ges ell .
Die
En scheidungseinhei
ha
zwischen
Handlungsal e na i en
eine
übe leg e
Wahl
zu
e en.
Am
Ausgangspunk
des
En scheidungsp ozesses
s eh
eine
Si ua ion
als
Ve ke ung
on
Rela ionen,
de en
S uk u
du ch
das
Wi ksam-
we den
eine
Handlungsmaxime
ans o mie
wi d
13
.
Du ch
die
ele-
an en
Me kmale
eine
Si ua ion
wi d
das
Ve hal en
de
En scheidungs-
einhei
inne halb
eines
Rahmens
dadu ch
es geleg ,
daß
sie
A
und
Anzahl
de
Handlungsal e na i en
und
de
En scheidungs esul a e
10
L.
Robbins
and
G.
J.
S igle :
The Theo y o P ices; New Yo k
1946,
S.
12.
11
Vgl.
W.
Webe ,
H.
Albe
und
G.
Kade:
We ; in: HdSW,
11.
Bd.,
1961,
S.
645
.
12
Vgl.
G.
Kade:
Die G undannahmen
de
P eis heo ie. Eine K i ik
an
den
Ausgangssä zen
de
mik oökonomischen Modellbildung; Be lin u.
F ank-
u /Mo
1962,
S.47.
13
Vgl.
J.
V.
Kempski:
Handlung, Maxime
und
Si ua ion.
Zu
logischen
Analyse
de
ma hema ischen Wi scha s heo ie; in: S udium Gene ale, Bd.
7,
1954.
S.62.
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En scheidungen
un e
...,,-
-.....
Gewißhei
e"
e
22
e"
Abbildung
4a
Ungewißhei
e
22
Abbildung4b
>I>-
0')
.....
~:
a'<l
Cl>
~
N
Cl>
...,
~
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En scheidungs heo ie
und
Anwendungsbeispiele
in
de
Sozialpoli ik
47
Die
En scheidungs na ix
(auch
Auszahlungsma ix
genann )
und
En -
scheidungs abelle
wi d
gewonnen,
indem
jedem
E gebnis
eij
ein
Nu zen-
we
Uij
zugeo dne
wi d.
En scheidungs abelle
Zl
Zjl
al
uu u12
(1..2
~l
u..22
Du ch
die
En scheidungsma ix
bzw.
En scheidungs abelle
lieg
das
En scheidungs esul a
eine
jeden
Ak ionen-Kombina ion
eindeu ig
es . Die
Zusammenhänge
bis
zu
Au s ellung
de
En scheidungsma ix
lassen sich
du ch
olgende
Übe sich
e deu lichen:
Si ua ionen Handlungs·
al e na i en
I I
E gebnisma ix Nu zen unk ion
(Auszahlungsma ix)
I I
I
I En scheidungsma ix
Abbildung
5
Da
jede
En scheidungs äge
nu
seine
eigene
Handlungsal e na i e
kon ollie ,
is
dami
die
Rango dnung
de
En scheidungs esul a e
ü
die
En scheidungseinhei
noch nich gelös . Die
Handlungsal e na i en
eine
En scheidungseinhei
können
ohne
Kenn nis
de
Wahlen
des
Gegenspiele s
nich
di ek
geo dne
we den.
Die
O dnung
geling
abe
un e
de
zusä zlichen
Annahme,
daß
ü
die
Bewe ung
ausschließlich
die
du ch
die
Handlungsal e na i e
e eichba en
minimalen
En schei-
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48
Jü gen Ze che
dungs esul a e
ele an
sein
sollen.
Fü
den
In e essenkon lik
ha
nun
das
he kömmliche
Maximie ungsp inzip
eine
sinn olle
Neu o mulie ung
e ah en.
Die
op imale
En scheidungs egel
lau e :
O dne
jede
Hand-
lungsal e na i e
das
Minimum
zu,
das
sie
au
jeden
Fall
e eichen
wi d.
Dann
wähle
die
Handlungsal e na i e
aus, die
den
maximalen
We
diese
Minima
e gib
(Minimax-K i e ium).
Allgemein
lau e
das
K i-
e ium:
F
(hol
= Max Min F
(T)
hEH
ER"
Die
En scheidungs egel
ü
den
G enz all,
daß
es sich
um
zwei
En -
scheidungseinhei en
(Spiele )
handel ,
kann
du ch
olgendes Beispiel
noch
e anschaulich
we den.
A
habe
die
S a egien
x
und
B
die
S a e-
gien
y.
Zu
Ve deu lichung
wi d
die
spezielle
E wa ungs unk ion
E =
1/2
-
(x
-
~y
+
(Y
-
~)2
gewähl
und
g aphisch
da ges ell .
E
.Y
Abbildung 6
Die
un e schiedliche
Höhe
de
Obe läche
des
gezeichne en
Kö pe s
gib
die
wechselnden
E wa ungswe e
ü
A
bei
a iie endem
x
und
y
wiede .
A
wi d
ein
solches x
wählen,
das
ihm
bei
allen
Reak ionen
des
B
e laub ,
den
höchs möglichen
Punk
au
de
Obe läche
zu
e eichen.
Im
In e esse
on
B
lieg
es,
sein
y so zu
wählen,
daß
de
esul ie ende
Punk
möglichs
ie
lieg .
Es
gib
ü
dieses
Spiel
eine
Lösung,
wenn
konsis en e
und
s abile
Wahlen
on
x
und
y gleichzei ig
ge o en
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En scheidungs heo ie und Anwendungsbeispiele in de Sozialpoli ik 49
we den.
A
e such
eine
Reihe
minimale
We e
au
de
Obe läche
zu
maximie en,
wäh end
B e such ,
maximale
We e
zu
minimie en.
A
bes imm
also
die
ü
ihn
schlech es en
We e
(Minima),
die
B
bei
jede
Wahl
on
A
du chse zen
kann,
und
such
da on
den
ü
sich
güns igs en
We
(Maximum) aus. Das
Umgekeh e
gil
ü
B.
Das
En scheidungsmodell
ü
En scheidungen
un e
Unsiche hei
s ell
das
allgemeins e
Modell
eines
En scheidungsp ozesses
da ,
das
die
o -
he igen
Bewe ungsmodelle
-
En scheidungen
un e
Siche hei ,
En -
scheidungen
un e
Risiko -
als
Sonde älle
en häl .
Die
e schiedenen
In o ma ionsg ade
de
En scheidungseinhei
-
Siche hei ,
Risiko,
Un-
siche hei
müssen
als
un e schiedliche
G ade,
nich
als
Wesensun e -
schiede,
in e p e ie
we den.
In
bes imm en
En scheidungssi ua ionen
is
das
ein ache
Minimax-
K i e ium
nich
anwendba .
Hinzu
kommen
zwei
wei e e
Nach eile:
Es
is
seh
pessimis isch
und
kann
dem
jeweiligen
In o ma ionsg ad
de
En scheidungseinhei
nich
angepaß
we den.
Um
diese
Mängel
zu
eliminie en,
we den
bei
Unsiche hei
u. a.
zwei
seh
bekann e
En -
scheidungs egeln
angewand .
1.
das
Sa age-K i e ium,
das
das
Minimax-K i e ium
nich
au
die
Risiko unk ion
selbs ,
sonde n
au
die
sog.
En äuschungs unk ion
(als
Di e enz
zwischen Risiko
und
dem
kleins en
Risiko
jede
Zeile)
anwende
und
2.
das
Hu wicz-K i e ium,
bei
dem
nach
Ein üh ung
eines
Op imis-
muspa ame e s
eine
Funk ion
aus
gewogenen
Mi elwe en
de
Zeilenmaxima
und
Zeilenminima
gebilde
und
minimie
wi d.
Bei
de
Auswahl
des
En scheidungsk i e iums
emp iehl
sich
ein
Vo -
gehen
nach
de
Maxime:
Wähle
eine
um
so
pessimis ische e
En schei-
dungs egel,
je
ge inge
de
G ad
de
In o ma ion
is .
D. En scheidung un e Ungewißhei : Spiel heo ie
Nachdem
wi
die
geb äuchlichs en
En scheidungs egeln
ü
En schei-
dungen
un e
Unsiche hei
au ge üh
haben,
wollen
wi
einen
übe -
blick
übe
einige
wich ige
Beg i e
und
Ins umen e
des
spiel heo e-
ischen
Zweiges
de
En scheidungs heo ie
geben,
de
die
F agen
be-
an wo en
soll,
welches
Ve hal en
on
Indi iduen
ode
G uppen
un e
den
Bedingungen
on
Unsiche hei
in
bezug
au
eine
Nu zen-Skala
a ional
genann
we den
kann.
Im
olgenden
nennen
wi
die
En schei-
dungseinhei
Spiele
und
die
T ans o m·a ion
on
Si ua ionen
du ch
die
Spiele ,
de en
E gebnisse
neben
dem
Zu all
om
Ve hal en
de
Spiele
bes imm
we den,
Spiele
de
S a egie
21
•
21
Vgl.
J.
.
Neumann
und
O.
Mo gens e n:
Spiel heo ie
und
wi scha -
liches Ve hal en; Wü zbu g
1961,
S.9.
4
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
64
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
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50
Jü gen
Ze che
1.
Cha ak e is ika de Spiele de S a egie
Ein
Spiel
wi d
cha ak e isie
du ch
die
Spiele ,
die
Spiel egeln, die
e zielba en
Spiele löse,
die
Bewe ungs unk ionen
de
möglichen
Resul-
a e,
die
Va iablen
eines
jeden
Spiele s
und
die
In o ma ionsmöglich-
kei en.
Dabei
is
ein
Spiele
eine
mi
En scheidungsmöglichkei en
ausges a e e
au onome
Einhei .
Es
muß
sich also
nich
no wendig
um
eine
Einzel-
pe son
handeln,
wich ig
is
nu ,
daß
ein
bes imm es
Ziel
du ch
Fällen
eigene
En scheidungen
e olg
wi d.
Die Spiel egeln
geben
alle
einem
Spiele
heo e isch
o ens ehende
Al e na i en
an.
Sie
besi zen
absolu e
Gül igkei .
Die
S a egie
eines
Spiele s
is
eine
olls ändige
Menge
on
Ins uk-
ionen,
die
un e
Be ücksich igung
alle
In o ma ionen
übe
die
Züge
des
Gegne s
angib ,
welche
eigenen
Züge
bis
zum
Ende
des
Spiels
du ch-
ge üh
we den.
Ku z
o mulie
können
mi
S a egien
auch
die
allge-
meinen
P inzipien
bezeichne
we den,
nach
denen
de
Spiele
jeweils
seine
Wahl
i
22•
Die
Spiele
löse
e geben
sich
dann
als
eine
Funk ion
alle
angewand en
S a egien.
Dabei
muß
jede
Spiele
übe
eine
Me hode
e ügen,
die
ihm
die
En scheidung
zwischen
e schiedenen
Spiele gebnissen
e mög-
lich . Diese
Bewe ungs unk ion,
die
es
e laub ,
die
jeweiligen
P ä e en-
zen
ode
Nu zen
zu
besch eiben,
wi d
auch
Nu zen unk ion
genann .
Das
Ziel
des
Spiele s
bes eh
da in,
ein
Resul a
zu
e zielen,
das
seinen
e zielba en
Nu zen
möglichs
maximie .
Vom
Spiel
is
die
Pa ie
zu
un e scheiden.
Wäh end
das
Spiel
ku z
als
"die
Gesam hei
alle
Regeln, die es besch eiben"
cha ak e isie
we den
kann,
is
die
Pa ie
"jedes
spezielle Beispiel,
bei
dem
ein
Spiel
au
eine
ganz
spezielle
A
on
An ang
bis
zu
Ende
gespiel
wi d
...
"23.
En sp echend
is
zwischen
Zug
und
Wahl
zu
un e scheiden.
"Ein
Zug
is
die
Gelegenhei
zu
Wahl
zwischen
e schiedenen
Al e na i en
..
"
und
zwa
un e
Bedingungen,
die
du ch
die
Spiel egeln
genau
es geleg
sind
...
Die speziell
gewähl e
Al e na i e
...
in
eine
konk e en
Pa ie
-
is
die
Wah12
4
."
Das
Spiel
bes eh
somi
aus
eine
Summe
on
Zügen
und
die
Pa ie
aus
eine
Anzahl
on
Wahlen.
2.
Klassi ika ion de Spiele
Die
s a egischen
Spiele
lassen
sich
nach
de
Zahl
de
Pe sonen,
de
Summe
de
Zahlungen
am
Spielende
und
de
Zulässigkei
ode
Unzu-
lässigkei
on
Absp achen
(Koali ionen) klassi izie en.
22 Vgl.
J.
.
Neumann
und
O.
Mo gens e n:
Spiel heo ie
...
; a.a.O.,
S.49,
und
M.
Shubik:
SpieI heo ie
und
Sozialwissenscha en;
Hambu g
1963, S.
21
.
23
J.
.
Neumann
und
O.
Mo gens e n:
SpieI heo ie
...
; a.a.O.,
S.48.
24
J.
.
Neumann
und
O.
Mo gens e n:
Spiel heo ie
...
; a.a.O.,
~.
49.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
En scheidungs heo ie und Anwendungsbeispiele in
de
Sozialpoli ik
51
Nach
de
Zahl
de
Spiele
un e scheide
man
2-, 3-, 4-
...
bis
n-
Pe sonenspiele.
Eine
olls ändige
ma hema ische
Theo ie
is
bishe
nu
ü
Zwei-Pe sonen-Spiele
en wickel
wo den.
Lösungen
ü
spezielle
3-, 4-
und
5-Pe sonenspiele
sind
eben alls
en wickel .
Auch
ü
n-Pe -
sonenspiele
sind
un e
bes imm en
Annahmen
übe
Koali ionsbildungen
spezielle
Lösungen
und
Eigenscha en
abgelei e
wo den.
Eine
allge-
meine
Theo ie
bes eh
hie ü
jedoch
noch
nich
25•
Is
die
Summe
de
an
alle
Spiele
gezahl en
Ne obe äge
am
Ende
des
Spiels
gleich Null, so
sp ich
man
on
einem
Nullsummen-Spiel.
Dies
is
im
allgemeinen
bei
Gesellscha sspielen
de
Fall.
Bei
ökono-
mischen
P oblemen,
e wa
dem
de
"Zu echnung"
des
Sozialp oduk es
ode
dem
des
bila e alen
Monopols,
kann
die
Summe
de
Auszahlungen
ungleich
Null
sein.
De a ige
Spiele
nennen
wi
Nich -Nullsummen-
Spiele26• Die
Nullsummen-Spiele
we den
auch
s eng
konku ie ende
Spiele
("s ic ly
compe i i e
games")
genann ,
da
hie bei
Absp achen
und
Koali ionen
au g und
des
p inzipiellen
In e essengegensa zes
keinen
Vo eil
bie en.
Bei
Nich -Nullsummen-Spielen
("non-s ic ly
compe i i e
games")
un e scheide
man
zwischen
Spielen
mi
Zulässigkei
on
Absp achen
und
solchen
ohne
Zulässigkei
on
Absp achen.
Bei
den
e s e en,
koope a i e Spiele
genann ,
haben
die
Spiele
die
F eihei ,
Ve bindun-
gen
un e einande
au zunehmen,
um
gegensei ig
e p lich ende
übe -
einkommen
zu
e en.
Bei
den
nich -koope a i en
Spielen
bes eh
diese
Möglichkei
nich
27•
3.
n-Pe sonenspiele
Be ei s
bei
n = 3
Spiele n
kann
neben
den
ölligen
In e essengegen-
sa z
die
Möglichkei
de
In e essengleich ich ung
on
2
Spiele n
e en.
Obwohl
das
Minimax-K i e ium
seine
zen ale
S ellung
behäl ,
ha
die
mögliche
Koali ionsbildung
dazu
ge üh ,
daß
sich
die
n-Pe sonen-Spiel-
heo ie
ande s
als
die
2-Pe sonen-Theo ie
en wickel
ha .
Die
n-Pe so-
nen-Spiel heo ie
muß
o
allem
eine
zu iedens ellende
Theo ie
de
Koali ionsbildung
lie e n.
Die
Fes legung
explizi e
Annahmen
übe
Absp achen
und
den
Aus ausch
on
In o ma ionen
schein
deshalb
so
schwie ig
zu
sein,
weil
in
de
Reali ä
eine
ungeheu e
Viel al
o ge-
unden
wi d.
Fü
die
En wicklung
eine
zu iedens ellenden
Theo ie
de
Koali ionsbHdung
gib
es
o
allem
zwei
wesen liche
Hinde nisse.
E s ens
we den
bei
de
heu igen
Fo malisie ung
de
Spiele
keine
expli-
25
Vgl.
M.
Shubik:
Spiel heo ie
.,.
; a.a.O., S.65.
26
Vgl.
J.
.
Neumann
und
O.
Mo gens e n:
Spiel heo ie
...
; a.a.O.,
S.
46
.
27 Zu Abg enzung
de
Beg i e gl.
R.
D.
Luce
and H.
Rai a:
Games
and
Decisions; a.a.O.,
S.
89
.
4'
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
52
Jü gen
Ze che
zi en
Vo sch i en
übe
den
Aus ausch
on
In o ma ionen
und
übe
Zusammenschlüsse
angewende .
Zwei ens
e geben
sich
inhä en e
p ak-
ische
Schwie igkei en
mi
g öße
we dendem
n,
da
die
Zahl
mögliche
Koali ionen
mi
eine
une meßlichen
Ra e
wächs .
Typisch
ü
die
Theo ie
des
n-Pe sonen-Spiels
is
die
cha ak e is ische
Funk ion
(C).
Wi
bezeichnen die
Menge
de
Spiele
1,
2,
...
, n,
die
an
einem
Spiel
eilnehmen,
mi
N.
Un e
eine
Koali ion
e s eh
man
eine
Teilmenge
on
N,
und
zwa
da
eine
Koali ion
on
jede
Teilmenge
on
Spiele n,
also
aus
jede
Teilmenge
Cl
on
{1,
2,
...
,
n}
gebilde
we den.
Ha
sich
ein
Teil
de
Spiele
zu
eine
Koali ion
Cl
e bünde ,
so
sollen
die
üb igen
Spiele
zu
eine
Koali ion
C2
zusammen e en.
Cl
und
C2
sind
also
Mengen
mi
Cl n 02 =
c ;
und
Cl U
C2
= {1,
2,
...
,
n}
So
wi d
aus
dem
n-Pe sonenspiel
ein
Zweipe sonenspiel
mi
endlichen
Ak ionenmengen,
und
die
Summe
de
gezahl en
Ne obe äge
an
alle
Koali ionen
is
O.
Dieses
Spiel
ha
einen
We
,
nämlich
den
E wa -
ungswe
de
Auszahlungen
an
Cl
bei
op imale
S a egie
beide
Koali ionen.
Fü
jede
Koali ion
C
e häl
man
einen
We
= (C),
also
eine
Funk ion
(C),
die
ü
alle
Teilmengen
on
{1,
2,
...
,
n}
de inie
is . Diese
cha ak e is ische
Funk ion
(C)
ha
olgende
Eigen-
scha en:
a)
(0')
= 0
b)
(Cl)
=
-
(Ci)
c) V
(Cl
U C2)
2':
(Cl)
+ (C2)
ü
Cl
n C2 =
0'
28
Die
Bedingung
(c)
bedeu e ,
daß
Spiele ,
die
sich
zu
eine
Koali ion
zusammenschließen,
niemals
wenige
gewinnen
können,
als
wenn
sie
einzeln
ode
in
kleinen
G uppen
gegen
alle
üb igen
spielen.
Sie
wi d
deshalb
auch
Supe -Addi i i ä sbedingung
genann .
4.
De
Shapley-We
Lloyd
S.
Shapley
en wickel e
ein
Lösungskonzep ,
das
jede
supe -
addi i en
cha ak e is ischen
Funk ion
einen
eindeu ig
bes imm en
Aus-
zahlungssek o
zuo dne .
De
Shapley-We
eines
Spiels
is
de
einzige
We ,
de
4 FOl'de ungen
e üll :
1.
De
We
eines
Spiels
ü
jeden
Spiele
i soll
nich
on
eine
Um-
nume ie ung
de
Spiele
beein luß
we den.
2.
Die
Summe
de
We e
eines
Spiels
ü
jeden
Spiele
soll gleich
dem
We
des
ganzen
Spiels
sein, d. h.
wenn
alle
Spiele
eine
Koali ion
bilden.
28 Vgl. E.
Bu ge :
Ein üh ung in die Theo ie
de
Spiele; Be lin
1959,
S.
129
.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
En scheidungs heo ie
und
Anwendungsbeispiele
in
de
Sozialpoli ik
53
3.
Fü
i gend
zwei
Spiele
soll
de
We
des
zusammengese z en
Spiels
gleich
de
Summe
de
We e
de
bei
den
einzelnen
Spiele
sein.
4.
Ein
unwich ige
Spiele
j,
ü
den
gil :
(C +
j)
= (C) +
(j),
e häl
s e s
nu
die
Auszahlung
(j).
Die
We unk ion
nach
Shapley
e echne
man
nach
olgende
Fo mel:
Wi
( )
= N
(s)
~
[
(e
U
i)-
(C)] ,
wobei
C U i =
i gendeine
Koali ion
mi
Spiele
i, s =
Zahl
de
Elemen e
in
de
Koali ion
C U i,
(s-l)
!
(N-s)
N (s) =
---N-!---
N =
Zahl
alle
Spiele ,
C =
Koali ion
de jenigen
Spiele ,
die
in
de
Reihen olge
de
be e en-
den
Zeile
o
dem
Spiele
i
kommen
29
•
Die
obige
Fo mel
gib
eine
A
gewogenes
Mi el
de
Bei äge
des
Spiele s
i
zu
jede
mi
ihm
möglichen
Koali ion
wiede .
An
einem
Beispiel
wollen
wi
die
Be echnung
des
Shapleywe es
e läu e n
3o
•
In
de
Tabelle
1
is
die
cha ak e is ische
Funk ion
mi
3
Spiele n
wiede gegeben.
Jede
Koali ion
C
wi d
ein
Auszahlungs-
be ag
(C)
zugeo dne .
In
de
Tabelle
2
is
die
Reihen olge
wiede -
gegeben,
in
de
jede
de
3
Spiele
zu
Bildung
eine
Koali ion
bei agen
kann.
Bei
3
Spiele n
gib
es
6
Möglichkei en.
In
den
Spal en
1,
2,
3
inden
wi
die
Bei äge
de
einzelnen
Spiele
bei
den
e schiedenen
Koali ionsmöglichkei en.
Nach
de
spal enweisen
Summie ung
we den
die
Bei äge
du ch
die
Zahl
de
möglichen
Reihen olgen
bei
3
Spiele n
di idie .
Als
E gebnis
e hal en
wi
die
Komponen en
Wi
( )
des
Shapley-
We es:
W
( )
= (9, 4,
5)
Wenn
man
die
Bildung
eine
Meh hei
als
Ziel
ansieh
und
die
Spiele
übe
e schiedene
S imm
gewich e
e ügen,
so
gib
de
Shapley-We
des
Spiels
die
ela i e
Mach
de
Pe son
(bzw.
Pa ei
ode
G uppe)
wiede
1•
29
En wicklung
de
Fo mel
zu
Be echnung
des
Shapley-We s
in
Anleh-
nung
an
W.
K eHe:
P ä e enz-
und
En scheidungs heo ie;
a.a.O., S.364.
30
R.
Sel en
b ing
Anwendungsbeispiele
ü
die
poli ische
Wissenscha :
Mach e eilung
im
Schweize
Bundes a ,
P obleme
de
Koali ionsbildung,
in e na ionales
mili ä isches
Gleichgewich . Vgl. R.
Sel en:
Anwendungen
de
Spiel heo ie
au
die
poli ische
Wissenscha ,
Manusk ip ,
S.
30
.
31 Vgl.
L.
S.
Shapley
und
M.
Shubik:
A
Me hod
o
E alua ing
he
Dis i-
bu ion
oi
Powe
in
a
Commi ee
Sys em;
in:
Am.
Pol.
Science
Re ., 48, 1954,
S.
787 .
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
54 Jü gen Ze che
Tabelle
1
Tabelle
2
C (C) Reihen- Bei äge on
olge 1 2
1 4
2 0
1,2,3
4
10
3 2
1,
3,
2 4 4
1,2
14
2,1,3
14
0
1,3
14
2,3,1
10
0
2,3
8
3,1,2
12
4
1,2,3
18
3,2,1
10
6
54
I
24
I
111.
Anwendungsbeispiele
in
de Sozialpoli ik
A.
Die
Mach e eilung in einem G emium
3
4
10
4
8
2
2
30
Wi
wollen
zue s
die
Mach e eilung
in
einem
G emium,
wie
z.
B.
dem
Au sich s a
eines
"G öß un e nehmens"
mi
Hil e
des
Shapley-
We es
un e suchen.
De
Au sich s a
möge
sich
aus
Ve e e n
olgende
G uppen
zusam-
mense zen:
G uppe
1:
Ve e e
de
A bei nehme ,
G uppe
2:
Sogenann e
unab-
hängige
Mi gliede ,
die
on
A bei nehme n
und
An eilseigne n
gemein-
sam
gewähl
we den
müssen
und
die
keine
de
bei
den
Sei en
allein
ep äsen ie en,
G uppe
3:
Ve e e
de
An eilseigne
und
als
G uppe
4:
Ve e e
des
"ö en lichen In e esses".
Is
das
S immen e häl nis
en sp echend
obige Reihen olge 3 :
3:
4:
1,
so
läß
sich
mi
Hil e
des
Shapley-We es
zeigen,
daß
die "Mach "
de
e s en
3
G uppen
o z
ungleiche
S immen e eilung
gleich is .
Jede
Koali ion
C,
die
übe
die
Meh hei
de
S immen
e üg ,
e häl
den
We
(C) =
1.
E eich
diese
Koali ion
nich
die
Meh hei
de
S immen,
so
be äg
de
We
(C') =
O.
Die
cha ak e is ische
Funk ion
wi d
dann
du ch
Tabelle
3
wiede -
gegeben. Die möglichen
Koali ionen
und
die
Bei äge
de
einzelnen
G uppen
sind
in
Tabelle
4
wiede gegeben.
Summie en
wi
die
Bei äge
de
G uppen
1 bis 4
und
eilen
wi
du ch
die
Anzahl
de
möglichen Reihen olgen,
in
unse em
Beispiel
24,
so
e hal en
wi
als
E gebnis
die
Komponen en
des
Shapley-We es:
(1 1 1 )
w
( )
=
3' 3'
3'
0 .
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En scheidungs heo ie und Anwendungsbeispiele
in
de
Sozialpoli ik
55
Tabelle
3
Tabelle
4
c (c) Reihen olge Bei äge on
1 I 2 3 4
1 0
2 0 1
234
0 1 0 0
3 0
124
3 0 1 0 0
4 0 1
324
0 0 1 0
1,2
1 1
342
0 0 1 0
1,3
142
3 0 1 0 0
1,4
0 1
432
0 0 1 0
1,2,3
2 1 3 4 1 0 0 0
1,2,4
2
143
1 0 0 0
1,3,4
1 2 3 1 4 0 0 1 0
1,2,3,4
1
234
1 0 0 1 0
2,3
1 2 4 1 3 1 0 0 0
2,4
0
243
1 0 0 1 0
2,3,4
1 3 1 2 4 1 0 0 0
3,4
0 3
142
1 0 0 0
3 2 1 4 0 1 0 0
3 2 4 1 0 1 0 0
3 4 1 2 1 0 0 0
342
1 0 1 0 0
4 1 2 3 0 1 0 0
4 1 3 2 0 0 1 0
4 2 1 3 1 0 0 0
4 2 3 1 0 0 1 0
4 3 1 2 1 0 0 0
4 3 2 1 0 1 0 0
8 8 8 I 0
Die
Mach
e eil
sich
somi
au
Ve e e
de
A bei nehme ,
soge-
nann e
Unabhängige
und
Ve e e
de
An eilseigne ,
o z
ungleiche
S immen e häl nisse,
gleichmäßig.
Die
Ve e e
des
"ö en lichen
In e esses"
hä en
wegen
ih e
zahlen-
mäßigen
Schwäche,
bezogen
au
Meh hei sbildungen
du ch
Abs immun-
gen,
in
diesem
G emium
keine
Mach .
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62
Elisabe h
Lie mann-Keil
11.
Die spezielle F ages ellung
Unse e
F age
is ,
inwiewei
das
Vo gehen
im
Rahmen
de
Sozial-
poli ik
du ch
die
Pe iodisie ung
de
En scheidungsp ozesse
bzw.
ih e
jeweilige
Un e b echung
und
Beendigung
zu
den
Wahl e minen
beein-
luß
wi d.
Es
in e essie en
dabei
die
Auswi kungen
und
nich
die
Al e na i en.
Die
Wahlen
-
es
wi d
ein
Meh hei swahl ech
angenommen
-
sind
ein
Mi el,
mi
dessen
Hil e
kundge an
wi d,
inwiewei
sich
die
Wähle
mi
de
Poli ik
ih e
Rep äsen an en
iden i izie en.
Ökonomisch
ausge-
d ück :
Ob
die
ü
die
Poli ike
ich ungsweisende
gesam wi scha -
liche
Nu zen unk ion
die
indi iduellen
Nu zen unk ionen
de
einzelnen
Wähle
mi um aß .
Bes eh
eine
Di e genz,
sO'
we den
Ko ek u en
de
gesam wi scha lichen
Nu zen unk ion
e such
we den.
Dabei
kann
es
zu
Abwahl
de
jeweiligen
Rep äsen an en
kommen.
Fü
die
KO' ek-
u en
muß
alle dings
mi
Besch änkungen
ge echne
we den,
weil
die
einmal
es geleg en,
gese zlichen
Maßnahmen
meh
O'de
wenige
ü
die
olgenden
Legisla u pe ioden
gel en
und
den
Ak ions adius
de
neu
gewähl en
Rep äsen an en
einengen.
Nach
alledem
bes eh
eine
Wechselbeziehung
z.wischen
den
sozialpoli ischen
pa lamen a ischen
En scheidungen
und
dem
ins i u ionellen
Rahmen,
in
dem
die
En -
scheidungen
e olgen.
Diese Beziehun,gen
wu den
bishe
ela i
wenig
un e such
und
bei
de
En wicklung
de
Sozialpoli ik
kaum
be ück-
sich ig . Die
Bedeu ung
de
zei lichen
Au
eilung
de
En scheidungen
is
ü
die
Sozialpoli ik
zwa
ane kann .
Sie
is
ahe
hinsich lich
ih e
Folgen
ums i en.
SO'
wi d
z.
B.
behaup e ,
sie ö. de e
den
Ausbau
on
T ans e leis ungen
und
s ehe
de
En wicklung
on
SQzialin es i ionen
en gegen.
Im
einzelnen
wi d
gesag ,
eine
o gegebene
Länge
de
Legisla u -
pe iode
bzw.
Wahlpe iode
üh e
zu
einsei igen
En scheidungen.
Es
sei
zu
e mu en,
länge e
Wahlpe ioden
begüns ig en
En scheidungen
ü
SO'zialin es i ionen.
Dagegen
ö de en
kü ze e
Wahlpe ioden
En schei-
dungen
zuguns en
on
Einkommens ans e s.
Mi
diese
These
we den
im
G und
zwei
Behaup ungen
au ges ell :
1.
Die
Pe iodisie ung
beein luß
die
Auswahl
de
Au gaben.
Die
A
de
Pe iodisie ung
e laub ,
Regeln
ü
die
zu
e wa enden
En schei-
dungse gebnisse
au zus ellen.
2.
Wähle
wie
Rep äsen an en
beach en
lediglich
die
jeweilige
Legis-
la u pe iO'de.
Sie
ich en
sich
nich
au
zukün ige
Pe ioden
aus.
Au
diese
Behaup ungen
Süll
im
Zuge
de
Analyse
im
Rahmen
eines
Modells
eingegangen
we den.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
Sozialpoli ische En scheidungen, Wahl-
und
Legisla u pe ioden 63
Es
geh ,
zusammen assend
und
abs ak
ausged ück ,
um
a ionales
Handeln
bei
Ungewißhei .
Es
gil ,
zwischen
2
G uppen
zu
un e scheiden:
den
Wähle n
und
den
Rep äsen an en.
Es
gel e
-
wie
e wähn
-
ein
Meh hei swahl ech .
Die
Ziel a iable
de
Wähle
sei
jeweils
ein
be-
s imm es
P og amm,
das
möglichs
bis
zu
einem
bes imm en
Zei punk
ealisie
we den
soll e.
Die
Ziel a iable
de
Rep äsen an en
sei
ih e
Wiede wahl
bzw.
die
Wiede wahl
ih e
G uppe.
Beide
Ziele
sind
in e -
dependen ,
da
angenommen
we den
kann,
daß
die
Wiede wahl
on
de
P og amm
ealisie ung
abhängig
is .
De
E wa ungswe
de
Ziel a iablen
häng
ab
on
de
Wah scheinlichkei
de
Realisie ung
des
Pe iodenp og ammes
und
de
Da enkons ella ion
ü
die
zukün -
igen
Wahlen.
De
Ak ionspa ame e
de
Wähle
is
die
Wahl.
Fü
die
Rep äsen an en
is
die
Realisie ung
des
jeweiligen
P og ammes
ein
Ak ionspa ame e .
III. Das Modell2
Bei
dem
Modell
wi d
zunächs
on
2
Übe legungen
ausgegangen:
1.
Die
Ins i u ionalisie ung
beein iuß
die
Ve hal ensweisen
de
Be-
eilig en.
Sie
e ände
die
Vo ausse zungen
ü
die
En scheidungen
und
e u sach
zusä zliche
Risiken
und
Ungewißhei en.
Sie
bewi k
im
Hinblick
au
die
Realisie ung
de
einzelnen
Ziele
zugleich
ein
S eben
nach
Risikominde ung.
2.
Die
Ve hal ensweisen
sind
somi
wei gehend
du clJ.
die
Ungewiß-
hei
bes imm ,
d.
h.:
a)
dadu ch,
daß
imme
wiede
neue
En scheidungen
ge o en
we -
den
müssen
und
diese
Ta sache
be ücksich ig
wi d,
b)
dadu ch,
daß
mi
de
En scheidung
on
heu e
G undlagen
ü
die
En scheidungsmöglichkei en
on
Mo gen
geleg
we den,
daß
die
Ve wi klichung
eines
Ziels
zu
En s ehung
neue
Ziele
üh ,
c)
dadu ch,
daß
die
Ins i u ionalisie ung
eine
pe iodische
Ände ung
de
G uppe
de
En scheidenden
nach
sich
zieh ,
d)
dadu ch,
daß
im
Lau e
de
Zei
nich
mi
eine
Kons anz
de
P ä e enzen
ge echne
we den
kann,
daß
Le np ozesse
be ück-
sich ig
we den
müssen.
Welches
sind
danach
die
Folgen
de
zei lichen
Au
eilung?
2 Die olgenden Da legungen s ellen eine
Wei e üh ung
de
übe legungen
da , die ich
in
meinem Au sa z:
"In e empo ale
Spillo e e ek e
und
ö en -
liche Haushal " zusammenge aß habe. (E schienen in: Theo ie
und
P axis
des inanzpoli ischen In e en ionismus, h sg. on
H.
Halle ,
L.
Kullme ,
C.
S.
Shoup,
H.
Timm, Tübingen
1970,
S.483-510.)
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
64
Elisabe h
Lie mann-Keil
Zu
Bean wo· ung
diese
F age
wi d
on
dem
olgenden
e ein ach-
en
Modell
ausgegangen:
Es
sei
eine
ep äsen a i e
Demok a ie
mi
Meh hei swahl ech
in
eine
geschlossenen
Volkswi scha
gegeben.
In
bes imm en
Pe ioden
e olge
die
Wahl
de
Rep äsen an en
du ch
die
Wähle .
Jede
Wähle
habe
eine
S imme.
Diese sei
unübe agba .
Inne halb
de
Legisla u pe iode
haben
die
Rep äsen an en
nu
die
Au gabe,
sozialpoli ische
En scheidungen
o zunehmen.
Ih e
En scheidungen
be e en
allein
ö en liche
Ausgaben.
Es
gehe
lediglich
um
die
Wahl
zwischen
Einkommens ans e s
und
Sozialin es i ionen
(Übe
die
Finanzie ung
we de
-
wie
heu e
im
allgemeinen
-
gesonde
en schieden.
Diese
Au gabe
s ehe
hie
nich
zu
Diskussion),
-
Koali ionen
seien unmöglich.
Wie
we den
Wähle
und
Rep äsen an en
bei
de
e wähn en
A
de
Wahl egeln
inne halb
des
Modells
o gehen?
Die
Rep äsen an en
we den
dadu ch
zu
einem
besonde en
Ve hal en
e anlaß ,
daß
sie
im
g oßen
und
ganzen
nu
ungenau
wissen,
ob
sie
wiede gewähl
we den.
Die
Wähle
we den
dadu ch
beein luß ,
daß
sie
ebenso
nu
ungenau
ahnen,
ob es
ihnen
geling , die
on
ihnen
gewünsch-
en
Rep äsen an en
ins
Pa lamen
zu
delegie en
(s.
Abb.
1).
Zweck
de
Pe iodisie ung
soll
im
allgemeinen
zweie lei
sein:
-
Den
Wähle n
soll
jeweils
nach
nich
zu
lange
Zei
die
Möglichkei
gegeben
we den,
ih e
P ä e enzen
e neu
zum
Ausd uck
zu
b ingen
und
dami
ü
die
Be ücksich igung
on
P ä e enz
ände ungen
ein e en
zu
können.
-
Die
Rep äsen an en
sollen
eine
nich
zu
ku ze
Zei
zu
Ve ügung
haben,
um
En scheidungen
e en
und
übe
die
A
ih e
Du ch-
üh ung
be inden
zu
können.
Die
Geschwindigkei
de
Ab olge
on
Neuwahlen
und
danach
die
Du ch üh ung
de
En scheidungsp ozesse
s ellen
einen
Komp omiß
in
dem
Bemühen
da ,
bei
dem
Kamp
gegen
die
Ungewißhei
den
di e -
gie enden
In e essen
zu
en sp echen.
IV. Die P ä e enzs uk u
Die
s a ischen
Nu zen unk ionen
sind
im
olgenden
du ch
Zei p ä e-
enzen
zu
e gänzen.
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Sozialpoli ische
En scheidungen,
Wahl-
und
Legisla u pe ioden
65
Wahl e min
Legisla u -
pe iode:
Wahl e min
Legisla u -
pe iode:
Wahl e min
Da enkons el-
la ion
""
Wähle -
./
p ä e enzen
Rep äsen an en
~
E n scheidu ngsp ozesse
I
Da enkons el- Wähle -
la ion p ä e enzen
"
;I'
Rep äsen an en
I +
En scheidungsp ozesse
I
Da enkons el-
la ion
/.
Wähle -
p ä e enzen
Rep äsen an en
~
Abbildung
1
Die
En scheidungen
de
Wähle
zielen
au
die
Du chse zung
be-
s imm e
Zielbündel
(P og amme).
Die
Wähle
ich en
sich
denmach
aus
an
-
P og ammen
(in
unse em
Falle
Kombina ionen
on
T ans e s
und
Sozialin es i ionen)
-
einzelnen
Rep äsen an en,
und
in olge
de
Ungewißhei
o
allem
an
-
Realisie ungschancen,
an
eine
schnellen
ode
spä e en,
eine
siche en
usw.
Ve wi klichung
ih e
Ziele.
Die
En scheidungen
de
Rep äsen an en
gel en
in
unse em
Falle
de
Be ei s ellung
on
ö en lichen
Mi eln
ü
Kombina ionen
on
T ans-
e leis ungen
und
Sozialin es i ionen
bzw.
de
Ve abschiedung
on
Gese zen,
die
eine
en sp echende
Ve ausgabung
o sch eiben.
Ih e
Zei p ä e enzen
spiegeln
das
In e esse
an
güns igen
Da enkons ella-
ionen
ü
die
zukün igen
Wahlen,
das
In e esse
an
de
eigenen
5
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
64
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66
Elisabe h Lie mann-Keil
Wiede wahl,
an
de
S ä kung
de
eigenen
G uppe
bzw.
Pa ei
wide .
Sie
bemühen
sich
danach
-
eben alls
um
P og amme
( ü
die
Ve wendung
und
das
Ausmaß
de
ö en lichen
Ausgaben),
und
in olge
de
Ungewißhei
-
o
allem
um
eine
Ve besse ung
de
Chancen
ü
zukün ige
Wah-
len
(u. a.
auch
du ch
Ve besse ung
des
In o ma ionss andes
ode
Ein lußnahmen).
Nach
allem
sind
die
Zei p ä e enzen
de
Wähle
wie
de
Rep äsen-
an en
au
bes imm e
Ziele
und
Zielkombina ionen
zu
bes imm en
Zei punk en
ge ich e .
Da
ein
In e esse
an
de
Ve wi klichung
imme
neue
Ziele bzw.
an
de
Wiede wahl
usw.
bes eh ,
sind
beide
A en
on
Be eilig en
da an
in e essie ,
die
Da enkons ella ionen
ü
die
nächs en
Wahlpe ioden
z:u
e besse n.
Die
Zei p ä e enzen
beide
G uppen
sind
du ch
die
jeweiligen
Pla-
nungsho izon e
beding .
Diese
Planungsho izon e
we den
kaum
die
gleiche
Länge
wie
die
einzelnen
Wahl-
bzw.
Legisla u pe ioden
haben.
Sie
we den
im
allgemeinen
meh e e
Pe ioden
um assen
und
seh
e -
schieden
sein
können.
De
einzelne
Wähle
wi d
bei
seinen
Planungen
on
seinem
Al e ,
seine
Lebense wa ung,
abe
auch
on
de
seine
Nachkommen
und
Mi menschen ausgehen.
De
Rep äsen an
wi d
nich
nu
du ch
sein
In e esse
an
de
eigenen
Wiede wahl,
sonde n
auch
du ch
die
En wicklung
seine
G uppe
(d. h. le z lich
seine
Pa ei)
beein luß
sein.
Mi
de
Pe iodisie ung
we den
es e
und
siche e
Te mine
gegeben,
die
bei
de
Planung
de
Wähle
und
Rep äsen an en
zu
be ücksich igen
sind.
Die
Du ch üh ung
de
En scheidungsp ozesse
wi d
dadu ch
ohne
Zwei el
beein luß ,
da
zu
den
Zielen,
die
die
ö en lichen
Ausgaben
be e en,
die
besonde en
Ziel unk ionen
de
Wähle
und
Rep äsen-
an en
hinzukommen.
Diese
abe
sind
eng
mi
den
Wahlen
und
den
du ch
sie
e u sach en
Ungewißhei en
e bunden.
Die
jeweilige
Vo be ei ung
au
die
Neuwahl
geschieh
im
Ve lau
de
einzelnen
Legisla u pe iode
au
seh
un e schiedliche
Weise.
.
Die Au gaben
Die
Wähle
haben
die
Au gabe,
übe
ih e
Nu zen unk ionen
bzw.
Zei p ä e enz:en
zu
in o mie en
und
sich -
sowei
es
geh
-zugleich
In o ma ionen
zu
bescha en
und
die
In o ma ionen
meh
ode
minde
k i isch
en gegenzunehmen.
Die
Rep äsen an en
haben
meh e e
Au gaben.
Die
Abhängigkei
on
den
Wähle n
zwing
dazu,
de en
Wünsche
zu
be ücksich igen.
Das
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Sozialpoli ische En scheidungen, Wahl- und Legisla u pe ioden
67
Vo gehen
de
Opposi ion
und
po en ielle
kün ige
En scheidungs-
äge
muß
beach e
we den.
Beide
Abhängigkei en
können
abe
auch
Anlaß
geben,
den
Ve such
zu
machen,
das
Ve hal en
de
Wähle
und
u.
U.
de
En scheidungs äge
zu beein lussen.
Es
e gib
sich danach,
daß
in
unse em
Modell
de
Zwang,
zu
es ge-
leg en
Te minen
pe iodisch spezielle
En scheidungen
du chzu üh en,
und
die
dadu ch
en s ehenden
Ungewißhei en
-
wie
eingangs
ange-
deu e
-
die
wesen lichen
G undlagen
ü
die
S a egie
de
Wähle
und
Rep äsen an en
sein
we den.
VI. Die
S a egie
Bei
de
S a egie
we den
Nu zenin e dependenzen
o ausgese z .
Die
S a egie
im
einzelnen
dien
de
Minde ung
on
Ungewißhei en.
Beide
G uppen
haben
ih
In e esse
an
Siche hei .
Da
es
um
die
Lösung
dynamische
En scheidungsp obleme
geh ,
komm
es
sowohl
au
die
Anpassungs ähigkei
des
P og ammes
wie
au
einen
Spiel aum
im
ö en lichen
Haushal
an.
Das
In e esse
an
solche
Flexibili ä
kann
als
Analogie
zum
In e esse
an
Risikos euung
bei
einzelwi scha lichen
Siche ungsbes ebungen
angesehen
we den.
Fü
ein
en sp echendes
Vo gehen
s ehen
alle dings
nu
ela i
wenige
Wege
o en.
De
Wähle
kann
im
G unde
lediglich
übe
ein
Ins umen
e ügen,
die
Abgabe
seine
S imme.
Es
lohn
sich
ü
ihn
nich ,
be äch liche e
Kos en
au zuwenden,
wede
ü
die
eigene
In o ma ion,
noch
ü
die
In o ma ionen
de
Rep äsen an en.
Es
komm
deshalb
ü
ihn
nu
da -
au
an,
wie
e
das
Ins umen
de
S immabgabe
nu zen
kann.
Welche
S a egie
wi d
de
Wähle
e olgen,
einmal
zu olge
de
Beg enzung
seines
Ins umen a iums
und
seine
minimalen
Ein lußmöglich:kei en,
zum
ande en
zu olge
de
Pe1 iodisie ung
und
de
sich
aus
ih
e geben-
den
speziellen
Ungewißhei ?
De
Wähle
s ell
eine
A
Ve b auche
da .
E
is
an
eine
bes imm-
en
Sozialpoli ik,
an
de
Ve wi klichung
eines
bes imm en
P og am-
mes
in e essie
(hie
eine
Kombina ion
on
T ans e s
und
Sozial-
in es i ionen).
Ob
die
Realisie ung
seine
Ziele
in
de
Pe iode
geling ,
on
de
ausgegangen
wi d,
is
meh
ode
wenige
ungewiß.
De
Wäh-
le
kann
die
Chancen
de
Realisie ung
nu
du ch
die
S immabgabe
beein lussen.
Hie
is
e
jedoch
eine
un e
seh
ielen.
Dahe
wi d
e
ehe
-
wenn
nach
seine
Ansich
die
Chancen
in
de
Gegenwa
ge ing
sind
-sich
da ü
in e essie en,
sie
ü
die
Zukun
auszunü zen.
Aus
diesem
G unde
wi d
e
nich
nu
ü
eine
Pe iode
planen.
Die
Wahls a egie
is
demnach
nich
nu
da au
ausge ich e ,
jeweils
die
Rep äsen an en
zu
wählen,
die
das
gewünsch e
P og amm
e e en.
5'
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68 Elisabe h Lie mann-Keil
De
Wähle
sieh
ebenso
au
eine
möglichs
hohe
Ein i swah schein-
lichkei
ü
die
P og amm ealisie ung.
Völlige
Realisie ung
des
ge-
wünsch en
P og ammes
und
hohe
Realisie ungswah scheinlichkei
können
sich
dabei
un e
Ums änden
ausschließen.
Geh
man
da on
aus,
daß
ein
einige maßen
en sp echendes
P o-
g amm
angebo en
wi d,
kann
das
Realisie ungs isiko
nach
allem
o -
übe gehend
geminde
we den
du ch:
-
eine
zei weise
RisikoPQolung, d. h.
eine
Ve g öße ung
de
Zahl
de
Wähle ,
die dasselbe
P og amm
be ü wo en.
P ak isch
heiß
das,
de
einzelne
Wähle
schließ sich
eine
en sp echenden
Wähle -
g uppe
an,
-
eine
A
In es i ion.
Hie ü
kann
ein
Ve hal en
angemessen
sein,
das
an
bes imm en
P og ammen
ausge ich e
is .
Wi d
on
dem
P og amm
eine
bes imm en
Rep äsen an eng uppe
ausgegangen,
und
sei
diese
zunächs
noch so klein,
kann
übe
den
Ein-
sa z
ü
die
be e enden
Rep äsen an en
e such
we den,
allmählich
eine
Risikopoolung
(übe
eine
Ve meh ung
de
Zahl
de
Wähle
diese
G uppe)
zu
e eichen.
Wi d
on
eine
ela i
g oßen
G uppe
de
Rep äsen an en
ausge-
gangen,
so
kann
e such
we den,
übe
eine
Ab olge
on
Wahl
und
Nich wahl,
das
allmähliche
Angebo
des
e wünsch en
P og ammes
und
danach
dessen
Realisie ung
zu
e eichen.
Das
eine
Mal
müssen
Wähle
gewonnen,
das
ande e
Mal
muß
die
Anpassung
on
Rep äsen an en
e anIaß
we den.
Die
Schwie igkei
de
Wahls a egie
is
demnach
nich
nu
dadu ch
e u sach ,
daß
de
einzelne
Wähle
ü
sich ein lußlos is ,
sonde n
auch
dadu ch,
daß
Wähle
ih e
Nu zen unk ionen
und
Zei p ä e enzen
le z lich
nu
du ch
die
Wahlo enlegen
können.
Aus
diesem
G unde
sind
die
Wähle
an
und
ü
sich
an
ku zen
Wahlpe ioden
in e essie .
Die
Wähle
sind
au
eine
Rücksich nahme
du ch
die
Rep äsen an en
angewiesen.
Die
Rep äsen an en
hängen
umgekeh
on
den
Wähle n
ab.
Dahe
s ellen
die
e wähn en
Möglichkei en
eine
Wähle s a egie
die
G und-
lage
ü
die
Da enkons ella ion
da ,
on
de
die
Rep äsen an en
bei
den
En scheidungsp ozessen
auszugehen
haben.
Diese
Annahme
gil
abe
nu
solange,
wie
eine
Kons anz
de
Nu zen unk ionen
de
Wähle
o ausgese z
wi d.
Sind
die
Funk ionen
beein lußba ,
können
Le n-
p ozesse
de
Wähle
o ausgese z
we den,
wi d
die
Abhängigkei
de
Wähle
on
den
Rep äsen an en
on
den
le z e en
ausgenu z
we den
(u. U.
zum
möglichen
Vo eil
de
Wähle ,
abe
auch
u. U.
allein
zum
Vo eil
de
Rep äsen an en
und
möglichen
Nach eil
de
Wähle ).
Das
Ve hal en
de
Rep äsen an en
is
dabei
du ch
eine
bewuß e
Auswe -
ung
e mu e e
Nu zenin e dependenzen
cha ak e isie .
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Sozialpoli ische En scheidungen, Wahl-
und
Legisla u pe ioden 69
Zunächs
mag
es
scheinen,
als
ob
es
ü
die
Rep äsen an ens a egie
eben alls
nu
2
Möglichkei en
gebe:
die
Be iedigung
de
Wähle wünsche
inne halb
de
Legisla u pe iode,
die
Beein lussung
de
Nu zen unk ionen
de
Wähle ,
z.
B.
übe
In o ma ionen
zwecks
Siche s ellung
eine
Wiede wahl.
Das
eine
Mal
is
das
Ziel,
das
eigene
Risiko
zu
e inge n,
indem
das
Risiko
ü
den
Wähle
e inge
wi d.
Die
eigene
Siche ung
wi d
du ch
die
Siche ung
des
ande en
e kau .
Das
ande e
Mal
wi d
e such ,
die
Ein i swah scheinlichkei
de
Wiede wahl
dadu ch
zu
e höhen,
daß
die
Wähle
e
anlaß
we den,
ih e
Zei p ä e enzen
zu
ände n.
Fü
die
Rep äsen an en
ze allen
die
Wähle
(im
g oßen
und
ganzen)
in
2
G uppen:
eine
kleine e
G uppe,
die
sich
du ch
einen
länge en
Planungsho i-
zon
auszeichne .
Es
handel
sich
dabei
häu ig
um
eingesch iebene
G uppenmi gliede ,
eine
g öße e
G uppe,
die
nu
übe
einen
kü ze en
Planungsho izon
e üg
und
nich
sonde lich
g uppengebunden
is .
Die
le z e en
zu
gewinnen,
is
o
allem
eine
Au gabe
de
Rep äsen-
an en.
Dabei
handel
es
sich
keineswegs
nu
um
eine
jeweils
zu
Ende
de
Wahlpe iode
ak uell
we dende
Au gabe.
Die
Rep äsen an en
haben
abe
noch
eine
d i e
s a egische
Möglich-
kei .
Sie
können
ih e
Chancen
wechselsei ig
beein lussen.
Diese
A
de
S a egie
kann
seh
ielsei ig
sein.
Hie
in e essie
nu
die
-
in
unse-
em
Zusammenhang
besonde s
wich ige
-
S a egie
zuguns en
de
P og amm ealisie ung.
Geh
man
-
ande s
als
heu zu age
in
sozialis ischen
Lände n
-
nich
da on
aus,
daß
eine
Demok a ie
mi
eine
einzigen
Pa ei
ealisie
we den
könne,
so
bes eh
eine
Konku enz
on
G uppen
bzw.
Pa eien
um
die
Wähle .
In
unse em
Fall
muß
mi
eine
zwei en
Pa ei,
de
Opposi ion,
ge echne
we den.
Die
Konku enz
kann
nich
nu
die
P og amm ealisie ung
an
sich
beein lussen,
sie
kann
o
allem
auch
du ch
die
A
de
Realisie ung
beein luß
we den.
(Mi
de
Realisie ung
is
hie
nich
nu
die
Fo m,
sonde n
auch
de
Inhal
gemein ).
Selbs -
e s ändlich
wi d
eine
schnelle
Realisie ung
die
Posi ion
jene
Rep ä-
sen an eng uppe
e besse n,
de
die
Du chse zung
gelang.
Mi
de
Realisie ung
we den
zugleich
die
Bedingungen
ü
die
nächs en
Pe io-
den
beein luß .
Fü
die
Rep äsen an en
kann
die
A
de
Realisie ung
dahe
so
e was
wie
eine
In es i ion
gleichkommen.
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70
Elisabe h
Lie mann-Keil
Bei
Realisie ung
kann
diese
In es i ion
bedeu en:
Ve besse ung
de
Flexibili ä ,
d. h.
güns ige e
zukün ige
Ausgangsposi ionen,
bei
Nich -
ealisie ung:
Ve schlech enmg
de
Flexibili ä .
Die
Realisie ung
kann
abe
auch
(z.
B. in olge
on
Fes legungen
ö en liche
Mi el)
eine
Ve inge ung
de
Flexibili ä ,
eine
Ve schlech-
e ung
de
zukün igen
Ausgangsposi ionen nach sich ziehen. Nich -
ealisie ung
kann
danach
un e
Ums änden
die
Flexibili ä
e höhen.
Die
Pa eien
haben
die
Möglichkei ,
die
Mi el,
die
zu
Du ch üh ung
de
zukün igen
Au gaben
de
Rep äsen an en
o handen
sind,
zu
e knappen.
Sie
haben
auße dem
die
Möglichkei ,
zukün ige
spezielle
Au gaben
es zulegen.
Im
allgemeinen
handel
es
sich
bei
sozialpoli isch
ele an en
ö en -
lichen
Ausgaben
(gleichgül ig
ob
Einkommens ans e s
ode
Sozial-
in es i ionen)
um
-
wenn
auch
ü
un e schiedliche Zwecke,
so
doch
au
länge e
Zei
-
es geleg e
Ve wendungen
ö en liche
Mi el.
Gese ze
müssen
im
allgemeinen
übe nommen,
ih e
Du ch üh ung
kann
nich
ein ach
ausgese z
we den.
Die
Chancen,
ein
P og amm
ealisie en
zu
können,
hängen
danach
nich
nu
on
de
Einnahmen-
en wicklung
de
ö en lichen
Haushal e
ab,
sonde n
auch
on
de
A
de
bishe igen
En wicklung
de
ö en lichen
Ausgaben.
Die
Poli ik
de
jeweiligen
Regie ungspa ei
leg
die
G undlagen
und
nich
zule z
auch
die
Besch änkungen
ü
die
Handlungsmöglichkei en
de
olgen-
den
Pa ei
(u. U.
de
Opposi ion) es . Diese
Ta sache
kann
ausgenu z
we den.
Sie
is
ü
den
Ein luß
de
Pe iodisie ung
au
die
Ausgaben
on
en scheidende
Bedeu ung.
Nach
diesen
Hinweisen
au
die
Wähle -
und
Rep äsen an ens a egie
kann
zu
den
eingangs
e wähn en
Thesen
zu
Wechselbeziehung
zwi-
schen
de
Ve wendung
on
ö en lichen
Mi eln
und
de
Länge
de
Wahl-
bzw.
Legisla u pe iode
S ellung
genommen
we den.
VII. Folge ungen
Die
Pe iodisie ung
e weis
sich
nach
allem
als
ein
Komp omiß,
bei
dem
(1)
die
Chancen de
Wähle
gesiche
sein
sollen,
ih e
Nu zen unk ionen
bzw.
Zei p ä e enzen
kundzu un
und
sie
be ücksich ig
zu
e hal en,
(2)
die
Chancen de
Rep äsen an en
nich
zu
seh
beg enz
sein
sollen,
an
die
Mach
zu
kommen
und
o
allem
an
de
Mach
zu
bleiben.
Je
nachdem,
welche
Gesich spunk e
bzw.
welche
Ausgangslage
die
A gumen a ion
bes immen,
wi d
on
eine
Begüns igung
ode
Beein-
äch igung
du ch
den
bes ehenden
Komp omiß
gesp ochen
we den
können.
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Sozialpoli ische
En scheidungen,
Wahl-
und
Legisla u pe ioden
71
Die
Pe iodisie ung
beein luß
dami
sowohl
die
s a egischen
Au -
gaben
als
auch
die
s a egischen
Möglichkei en
de
be eilig en
G uppen.
Sie
kann
die
Planung
on
Anpassungen
bewi ken,
so
daß
die
Risiken,
mi
denen
es
die
Wähle
bzw.
Rep äsen an en
zu
un
haben,
keine
unabhängigen
Risiken
sind.
Die
Pe iodisie ung
e anlaß
Planungsho, izon e,
die
wesen lich
länge
sind
als
die
Legisla u pe ioden.
Zu olge
diese
Planungsho i-
zon e
sind
die
Ve suche,
jene
Risiken
zu
minde n,
welche
die
Pe iodisie-
ung
nach
sich zieh ,
nich
ein ach
an
de
Länge
de
einzelnen
Wahl-
pe iode
ausge ich e .
Sie
sind
ielmeh
an
de
Ta sache
o ien ie ,
daß
mi
eine
Ab olge
on
Neuwahlen
ge echne
we den
muß.
Was
kann
bei
diesen
Zusammenhängen
übe
das
Ve hal en
im
Hin-
blick
au
die
Ve wendung
on
Mi eln
des
ö en lichen
Haushal s
ge-
sag
we den?
Im
olgenden
sei
nu
au
das
Ve hal en
de
Rep äsen-
an en
eingegangen,
weil
sie
die
En scheidungen
o nehmen
und
die
Wahl
zwischen
T ans e s
und
Sozialin es i ionen
le z lich
bes immen.
T ans e s
und
Sozialin es i ionen
s ellen
beide
einsei ige
S öme
da ,
die,
sowei
sie
nich
dem
Kollek i gü e angebo
dienen,
di ek
ode
indi ek
Einkommenssiche ungen
bezwecken.
Wodu ch
un e -
scheiden sich
diese
beiden
A en
ö en liche
Ausgaben
ü
die
Rep ä-
sen an en?
Die
An wo
au
diese
F age
sei
mi
d ei
Thesen
gegeben:
1.
These:
Im
Hinblick
au
den
ö en lichen
Haushal
un e scheiden
sich
T ans e s
on
Sozialin es i ionen
dadu ch,
daß
a)
die
En scheidung
ü
T ans e s
lau ende
Zahlungen
übe
länge e
Zei en
nach
sich zieh ,
die
En scheidung
ü
Sozialin es i ionen
demgegenübe
lediglich
zu
eine
eng
beg enz en
Zahl
on
Zahlungen
und
höchs ens
e gänzen-
den
lau enden
Zahlungen
üh ,
b)
die
En scheidung
ü
T ans e s
im
allgemeinen
keine
spä-
e en
E äge
he bei üh
und
zumeis
nu
spezi ische
E gänzungen
on
Lebenseinkommen
b ing ,
Sozialin es i-
ionen
dagegen
di ek
wie
indi ek
höhe e
E äge,
auch
in
Fo m
höhe e
S eue n,
zu
Folge
haben
können.
2.
These:
Im
Hinblick
au
die
Wähle
un e scheiden
sich
T ans e s
und
Sozialin es i ionen
nach
de
Länge
de
F is ,
inne halb
de e
sie
ealisie
we den
und
inne halb
de e
sie
zu
Bedü nis'-
be iedigung
bei agen
sollen.
Die
Gewäh ung
on
Rech en
au
T ans e s
kann
einen
Beda
an
Einkommenssiche ung
und/ode
Risikominde ung
so o
decken.
Sobald
de
Te min
de
Du ch üh ung
es
gegeben
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
78
Be nha d
Külp
den
genann en
Schlich ungsa en
zu
g oß
sein,
als
daß
beide
A en
gemeinsam
behandel
we den
können.
Im
Rahmen
de
eiwilligen
Schlich ung
können
die
s ei enden
Pa eien
nich
zu
eine
Einigung
gezwungen
we den,
sie
müssen
sich eiwillig
zum
Komp omiß
be ei -
inden.
De
Schlich e
kann
allen alls
indi ek e
und
in o melle
P es-
sionen
au
die
Pa ne
ausüben.
Es
leuch e
ohne
wei e es
ein,
daß
ein
solche
Einigungsp ozeß
ganz
ande en
Gese zmäßigkei en
olg
als
eine
zwangsweise
Einigung.
Eine
wei e e
Einengung
des
Themas
is
nich
beabsich ig .
Wi
wollen
o
allem
nich
de
üblichen
P axis
olgen,
die
zwischen Schlich ung
und
Ve mi lung
un e scheide .
Von
Schlich ung
wi d
bisweilen
nu
dann
gesp ochen,
wenn
sich
die
Einigungsbemühungen
im
Rahmen
eine
ins i u ionell
es geleg en
Rahmeno dnung
abspielen,
wenn
also
die
Schlich ung
au g und
eines
Gese zes
ode
eines
Ve ages
zus ande-
komm .
Spon ane
Ve mi lungsbemühungen
-
o
allem
on
sei en
de
Poli ike
-
we den
in
diesem
Falle
nich
als
Schlich ung,
sonde n
als
Ve mi lung
bezeichne .
In
diesem
Punk e
meinen
wi
jedoch,
daß
die
Un e schiede
zwischen Schlich ung
und
Ve mi lung
nich
so
g oß
sind,
daß
sie
eine
eigene
Theo ie
ü
beide
Fo men
de
D i be eiligung
ech e igen.
Wi
we den
deshalb
im
olgenden
beide
Fo men
un e
dem
Beg i
de
Schlich ung
im
wei e en
Sinne
zusammen assen.
3.
Das
p imä e
Ziel
jede
Schlich ung
bes eh
in
de
Beilegung
on
S ei igkei en
zwischen
den
Ta i e agspa eien.
Na ü lich
is
es
möglich,
daß
die
einzelnen
Pa eien,
zwischen
denen
geschlich e
wi d,
ande e
Ziele
mi
de
Schlich ung e olgen.
So
is
es
du chaus
denkba ,
daß
eine
de
Ta i e agspa eien
de
Meinung
is ,
ein
A bei skamp
sei
unumgänglich
und
ielleich
soga
e wünsch .
Sie
habe
jedoch
gegenübe
de
Ö en lichkei
eine
besse e
Posi ion,
wenn
sie
zunächs
dem
Zus andekommen
eines
Schlich ungsgesp äches zus imm .
Au
diese
Weise
könne
man
o
de
Ö en lichkei
eine
ied e ige
Hal ung
demons ie en
und
zeigen,
daß
man
alle
Möglichkei en
eine
iedlichen
Einigung
ausgeschöp habe.
In
dem
e wähn en
Beispiel
kann
die
Schlich ung
ge adezu
als
Mi el
zu
Vo be ei ung
eines
A bei skamp es
angesehen
we den
2•
Ganz
da on
abgesehen,
daß
es
sich
hie bei
siche lich
um
eine
Aus-
nahmesi ua ion
handel ,
können
wi
selbs
in
diesem
Falle
unse e
Behaup ung
au ech e hal en,
daß
das
p imä e
Ziel
eine
Schlich ung
in
de
Beilegung
on
A bei ss ei igkei en
lieg .
De
scheinba e
Wide -
sp uch
zwischen
p imä em
Ziel
und
un e s ell e
Zielse zung
eine
de
Ta i e agspa eien
läß
sich au lösen,
wenn
wi
Schumpe e
olgend
zwischen
den
le z lichen
Zielen un e scheiden,
die
eine
bes imm en
In-
2 Cl. Ke :
Indus ial
Con lic
and
i s
Media ion;
in:
Ame ican
Jou nal
o
Sociology, 1954, S. 230 .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
Ein luß
de
Schlich ung
au
die
Ta i e agspa eien
79
s i u ion
on
de
Gesellscha
au gegeben
sind,
und
den
indi idueLLen
An iebsk ä en,
on
denen
sich
die
einzelnen
an
de
Schlich ung
be-
eilig en
G uppen
lei en
lassen
3•
Wenn
wi
on
p imä en
Zielen
de
Schlich ung
sp echen,
beziehen
wi
uns
au
die
de
Schlich ung
on
sei en
de
Gesellscha
ges ell en
le z lichen
Au gaben.
Wenn
wi
on
Zielse zungen
einzelne
Ta i e agspa eien
sp echen,
beziehen
wi
uns
hingegen
au
die
indi iduellen
An iebsk ä e,
die
du chaus
on
den
le z lichen
Zielen
de
Gesellscha
abweichen
können.
11.
Das Schlich ungsdilemma
4.
Jede
Theo ie,
die
den
E olg
des
Schlich e s
zu
e klä en
e such ,
s eh
o
einem
gewissen
Dilemma.
Denn
en wede
ha
die
Schlich ung
E olg, so
bedeu e
das,
daß
du ch
das
Tä igwe den
des
Schlich e s
ein
Komp omiß
ge unden
wu de,
dem
beide
Pa eien
eiwillig
zuge-
s imm
haben.
Un e s ellen
wi
a ionales
Ve hal en
ü
beide
G uppen,
so
kann
das
Zus andekommen
eine
Einigung
nu
so
gedeu e
we den,
daß
es
eine
Lösung
des
o liegenden
In e essenkon lik es
gib ,
on
dem
sich
beide
Pa eien
einen
Ne o o eil
e sp echen.
Wenn
es
abe
eine
solche
Lösung
gib , so
s ell
sich die
F age,
wa um
die
Pa eien
nich
ohne
Einschal ung
eines
D i en
zu
diese
Lösung
ge unden
haben.
Lieg
in
de
Annahme,
daß
die
Schlich ung
zum
E olg
üh ,
nich
ein
logische
Wide sp uch
zu
de
Annahme
a ionalen
Ve hal ens?
Ode
abe
-
und
da in
bes eh
die
zwei e
Möglichkei -
wi
un e -
s ellen,
daß
die
o he gehenden
Ta i e handlungen
ge ade
deshalb
geschei e
sind,
weil
es
keine
solche
objek i e
Lösung
gib ,
aus
de
beide
Pa eien
einen
Ne o o eil
e langen
und
de
deshalb
beide
G uppen
eiwillig
zus immen
können.
Wie
soll e
abe
un e
diesen
Bedingungen
eine
Schlich ung
übe haup
zum
E olg
üh en?
Wi
s ehen
also
o
dem
Dilemma,
daß
eine
Schlich ung
en wede
möglich,
dann
abe
nich
no wendig,
ode
abe
no wendig,
dann
abe
nich
möglich
is .
5.
Man
ha
zunächs
e such ,
dieses
Dilemma
dadu ch
zu
übe winden,
daß
man
ein
i a ionales
Ve hal en
de
Ta i pa ne
un e s ell e
4•
De
E olg
des
Schlich e s
könn e
dann
dami
e klä
we den,
daß
de
Schlich e
die
Pa eien
zu
a ionalem
Ve hal en
anhäl .
Eine
Schlich ung
wü de
in
diesem
Falle
imme
dann
zum
E olg
üh en,
wenn
es
au
de
einen
Sei e
eine
objek i e
Lösung
gib ,
de
beide
Pa ne
zus im-
3 J.
A.
Schumpe e :
Kapi alismus,
Sozialismus
und
Demok a ie;
2.
Au l.,
München
1950, S.
448
.
4 S.
Ga jield
and
W.
F.
Why e:
The
Collec i e
Ba gaining
P ocess:
A
Human
Rela ions
Analysis;
in:
Human
O ganiza ion
1950,
Summe
S.5-11,
Fall
S.10-15,
Win e
S.25-29,
Sp ing
S.28-32.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
80
Be nha d
Külp
men
können,
und
wenn
au
de
ande en
Sei e
diese
Lösung
au
g und
i a ionalen
Ve hal ens
de
G uppen
ohne
Hinzu e en
eines
D i en
nich
e eich
we den
konn e.
Fü
diese
Annahme
lassen
sich
zwei
Plausibili ä sa gumen e
an üh en.
Es
kann
e s ens
kein
Zwei el
bes ehen,
daß
Ta i e handlungen
o mals
on
Emo ionen
beglei e
sind. Die
Ta i e handlungen
inden
zwa
hin e
e schlossenen
Tü en
s a ,
und
übe
den
Ve lau
de
Ve hand-
lungen
i
nu
seh
wenig
an
die Ö en lichkei . Die
spä lichen
Be ich e,
übe
die
wi
e ügen,
weisen
jedoch
da au
hin,
daß
in
den
Ta i e handlungen
du chaus
Emo ionen
angesp ochen
we den.
Ein
zwei es
A gumen
geh
on
eine
all äglichen
E ah ung
aus.
Die
häu ig
zu
beobach enden
Kon lik e zwischen
einzelnen
Pe sonen
üh en
seh
leich dazu,
daß
de
einzelne
seinen
eigenen
Vo eil
e giß
und
sich
in
eine
Posi ion
e enn ,
aus
de
e
nu
noch
du ch
Hinzu e en
eines
neu alen
Ve mi le s
wiede
he aus inde .
Es
lieg
nahe,
diese
E ah ungen
auch
au
den
Be eich
de
Ta i s ei igkei en
zu
übe -
agen.
Abe
ge ade
diese
Analogie schein
bedenklich
zu
sein. Die
all äglichen
E ah ungen,
au
die
in
diesem
Zusammenhang
Bezug
genommen
wi d,
zeichnen sich
du ch
einen
wesen lichen
Un e schied
gegenübe
den
Ta i s ei igkei en
aus. Bei
den
all äglichen
S ei igkei en
handel
es
sich
um
einmalige,
spon ane
E scheinungen;
de
einzelne
b ing
keine lei
E ah ung
und
T aining
in
de
Lösung
soziale
Kon lik e
mi .
Fü
die
Ta i pa eien
hingegen
können
wi
un e s ellen,
daß
es
zu
den
be u -
lichen
Au gaben
de
Ve handlungs üh e
gehö ,
Komp omisse
he bei-
zu üh en,
und
daß
die
Ve handlungs unk ionä e
au g und
de
lau en-
den
Kon on a ion
mi
diesen
Au gaben
übe
iel äl ige
E ah ungen
e ügen.
Auch
die
Ta sache,
daß
Ta i e handlungen
in
de
Reali ä
o mals
on
Emo ionen
beglei e
sind,
wide leg
diesen
Einwand
nich .
Wi
können
un e s ellen,
daß
die
Ve handlungs üh e
ih e
Emo ionen
du chaus
behe schen.
De
o zdem
zu
beobach ende
Ausb uch
on
Emo ionen
kann
nich
dami
e klä
we den,
daß
die
Ve handlungs-
üh e
in
i a ionales
Ve hal en
e allen.
Vielmeh
haben
wi
da on
auszugehen,
daß
in
den
Ta i e handlungen
Emo ionen
a ional
ein-
gese z
we den,
um
au
diese Weise
die
eigene
Posi ion
zu
e besse n.
Blum
sp ich
in
diesem
Zusammenhang
da on,
daß
sich
in
den
Ta i -
e handlungen
ein
Ri ual
abspiele5• Die Mi gliede
de
Ta i kommissio-
nen
sehen
sich
e anlaß ,
o
den
Mi gliede n
und
o
de
Ö en lich-
kei
die
Rolle eines
ha en
und
zähen
Kamp es
zu
spielen;
es
kann
5
A.
Blum:
Lohn e handlungen:
Ri ual
ode
Reali ä ;
in:
Konjunk u -
poli ik,
1962, S.
337
.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
Ein luß de Schlich ung au die Ta i e agspa eien
81
abe
nich
da on
gesp ochen
we den,
daß
sich die
Ve handlungs üh e
on
diese
Rolle
übe wäl igen
lassen
und
hie bei
ih en
eigenen
Vo eil
e nachlässigen.
Ich
meine
deshalb,
nu
in
ech
wenigen
Fällen
kann
da on
ausge-
gangen
we den,
daß
sich
die
Ta i pa ne
i a ional
e hal en
und
daß
de
eigen liche
Bei ag
des Schlich e s
im
Abbau
on
i a ionalem
Ve hal en
lieg . Diese
Hypo hese
s eh
du chaus
im
Einklang
mi
den
siche lich
spä lich
o liegenden
Un e suchungen
6•
6.
Nun
läß
sich
aus
dem
oben
besch iebenen
Dilemma
auch
noch
ein
zwei e
Ausweg
inden.
Man
kann
on
de
Vo s ellung
ausgehen,
de
Schlich e
e üge
übe
eine
bes imm e
Be ähigung
(skill) ,
au g und
de e
e
in
de
Lage
is ,
Komp omißlösungen
zu
inden
1•
Auch
hie
muß
un e s ell
we den,
daß
es
eine
objek i e
Lösung
des
a i lichen
Kon lik es gib ,
daß
abe
die
Ta i pa ne
selbs
auße s ande
sind,
diese
Lösung
ohne
Hinzuziehung
eines
Schlich e s
zu
inden.
Dem
Schlich e
wi d
die Rolle
eines
Spezialis en
zugedach ,
de
den
Ta i pa ne n
aus
ih en
Schwie igkei en
he aushil .
Es
soll
nich
geleugne
we den,
daß
auch
solche
Fälle
denkba
sind
-
wi
we den
solche
Fälle
spä e
noch
aus üh lich
besp echen
s.
Abe
auch
hie
behaup e
ich,
daß
diese
Fälle
zu
den
Ausnahmen
zählen
dü en,
da
die
Ve handlungs üh e
im
allgemeinen
übe
eine
g öße e
E ah ung
und
einen
g öße en
"skill"
e ügen
als
die
Schlich e .
Zumindes
in
de
BRD
nehmen
die
Ve handlungs üh e
de
Ta i e agspa eien
insgesam
an
meh
Ve handlungen
eil
als
die
Schlich e ;
die
Ve hand-
lungs üh e
kennen
o
allem
die
spezi ischen
F agen
und
Pa ne
besse
,als
die
Schlich e ,
die
ja
in
ech
un e schiedlichen
Be eichen
und
zwischen
ech
un e schiedlichen
Pe soneng uppen
zu
schlich en
haben
9•
7.
Eine
Lösung
des
besch iebenen
Dilemmas
läß
sich
nu
inden,
wenn
wi
unse en
wei e en
Übe legungen
eine
Theo ie
zug undelegen.
Jede
Aussage
übe
die
E olgsaussich en
eines
Schlich e s
basie
implizi e
ode
explizi e
au
eine
Theo ie, die
nach
den
Bes immungsg ünden
des Einigungsp ozesses
zwischen
den
Ta i e agspa eien
ag .
Schlich-
ung
üh
imme
dann
zum
E olg,
wenn
es
dem
Schlich e
geling ,
einen
ode
meh e e
de
Bes immungs ak o en
dieses
Einigungsp ozesses
wi ksam
zu
beein lussen.
Unse e
F age
is
somi
gleichbedeu end
mi
de
F age
nach
den
Bes immungsg ünden
de
Einigungsmöglichkei
zwischen
den
Ta i e agspa eien
übe haup .
6 H.
G.
La ell: The P essu e Le el in Media ion; in: Indus ial
and
Labo
Rela ions Re iew, 1952,
S.
119 .
1
Cl.
Ke :
Indus ial Con lic
...
; a.a.O.,
S.
230
.
S Siehe Abschni e
20
und
24.
9
Fü
die USA dü en u.
U.
ande e Schluß olge ungen gel en.
6
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
64
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
82
Be nha d Külp
Legen
wi
diese
heo e ische
Be ach ungsweise
zug unde,
so
können
wi
auch
eine
An wo
au
die
imme
wiede
disku ie e
F age
geben,
ob
be ei s
die
bloße
Exis enz
on
Schlich ungsein ich ungen
ode
die
bloße
Anwesenhei
eines Schlich e s
die
Einigungschancen
e g öße
ode
ob
es
au
ganz
spezi ische
Eigenscha en
des
Schlich e s
ankomm ,
inwiewei
die
Schlich ung
zum
E olg
üh
10•
Vo
allem
Landsbe ge
ha
e such ,
die
Eigenscha en
he auszu inden,
die
einen
"gu en"
Schlich e
ausmachen
ll
•
Demgegenübe
haben
Lo ell
und
ande e
zu
zeigen
e such ,
daß
de
E olg
des
Schlich e s
wenige
on
den
Pe -
sönlichkei seigenscha en
des
Schlich e s
als
ielmeh
on
de
Rolle
abhäng ,
die
dem
Schlich e
im
Rahmen
de
Ve handlungen
on
den
Ta i e agspa eien
zugedach
wi d
l2
•
Wenn
wi
eine
Theo ie
de
Schlich ung
in
diesem
Sinne
als
Anwen-
dungs all
eine
Theo ie
de
Komp omiß indung
zwischen
den
Ta i -
e agspa eien
e s ehen,
un e liegen
wi
auch
nich
dem
T ugschluß,
das
Zus andekommen
eines
Schlich ungssp uchs
und
seine
Annahme
müsse
in
jedem
Falle
als
E olg
de
Schlich ung
angesehen
we den.
Diese
Schluß olge ung
wä e
zu
o eilig.
Es
muß
mi
de
Möglichkei
ge echne
we den,
daß
die
Schlich ungs e handlung
zu
keinen
ande en
E gebnissen
üh
als
denjenigen,
die
auch
ohne
Hinzuziehung
eines
D i en
e eich
wo den
wä en.
So
kann
z.
B.
die
Ta sache,
daß
eine
Schlich ungsins anz
bei
Schei e n
de
Ta i e handlungen
on
jedem
Pa ne
ange u en
we den
kann,
den
Einigungswillen
de
Ta i e ags-
pa eien
zunächs
lähmen,
und
es
is
denkba ,
daß
die
Komp omißbe ei -
scha
de
G uppen
e s
inne halb
de
Schlich ungs e handlungen
ein-
se z ,
weil
nun
ein
wei e es
Schei e n
de
Ve handlungen
einen
o enen
A bei skamp
he au beschwö en
wü de.
In
diesem
Falle
wä e
es
jedoch
aglich, ob
man
imme
noch
on
einem
E olg
de
Schlich ung
sp echen
könn e
l3
•
In
gleiche Weise
muß
mi
de
Möglichkei
ge echne
we den,
daß
auch
bei
einem
Schei e n
de
Schlich ungsbemühungen
de
da an
an-
schließende
A bei skamp
u. U.
wenige
scha
ge üh
wi d,
als
e
ohne
Ve mi lungsbemühungen
e lau en
wä e.
Man
müß e
also
in
diesem
Falle
o z
des
o malen
Schei e ns
on
einem
gewissen
E olg
de
Schlich ung
sp echen.
Schließlich
muß
be ücksich ig
we den,
daß
sich
Kon lik e
in
ande e
Be eiche
e lage n
können.
De
ans ehende
Kon lik
könn e
also
z.
B.
10
eh.
M.
Rehmus: The Media ion o Indus ial Con lic : A No e on he
Li e a u e; in: The
Jou nal
o Con lic Resolu ion,
1965,
S.118.
H
H.
A.
Landsbe ge : Final Repo on a Resea ch P ojec in Media ion;
in: Labo Law Jou nal,
1955,
S.
552
.
12
H.
G. Lo ell: The P essu e Le el
...
; a.a.O.,
S.
119
.
13
B.
Külp: Lohnbildung im Wechselspiel zwischen poli ischen und
wi -
scha lichen K ä en; Be lin
1965,
S.
168
.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
Ein luß
de
Schlich ung
au
die
Ta i e agspa eien
83
du ch
eine
Schlich ung
e hinde
we den;
au g und
au ges au e
Un-
zu iedenhei
könn e
jedoch
ein
Kon lik
in
nahe
Zukun
im
selben
Be eich
ode
abe
in
ande en
Be eichen
(z.
B.
im
poli ischen
ode
amiliä en
Be eich)
um
so
he ige
ausb echen.
Mi
ande en
Wo en:
unse e
F age
nach
den
E olgsaussich en
eine
Schlich ung
kann
nu
sinn oll
bean wo e
we den,
wenn
wi
das
Gesam phänomen
de
Be-
ziehungen
zwischen
den
Ta i e agspa eien
be ach en
und
uns
nich
isolie
au
eine
Schlich ungs e handlung
und
ih
o males
E gebnis
besch änken.
IH.
Lösung
des Ta i kon lik es
ohne
Schlich ung
8.
Wi
wollen
unse e
übe legungen
mi
dem
sogenann en
No mal all
beginnen,
bei
dem
die
beiden
Ta i pa eien
ohne
Hinzuziehung
eines
Schlich e s
zu
einem
Abschluß
ih e
Ve handlungen
gelangen
14• Es
schein
mi
be ech ig
zu
sein,
hie
on
einem
No mal all
zu
sp echen,
da
die
übe wiegende
Meh hei
de
in
de
BRD
abgeschlossenen
Ta i -
e äge
ohne
Eing ei en
eines
Schlich e s
zus andekomm .
Um
die
o liegenden
P obleme
nich
allzuseh
zu
komplizie en,
wollen
wi
on
den
denkba
ein achs en
Vo ausse zungen
ausgehen
und
nach
Möglichkei
nu
solche
Annahmen
e en,
übe
die
im
Rahmen
de
Theo ie
de
Kollek i e handlungen
wei gehend
Einigkei
bes eh .
Vo
allem
soll
an
diese
S elle
nich
au
die
Kon o e se
eingegangen
we den,
ob
die
Ta i g uppen
s ä ke
einem
wi scha lichen
ode
einem
poli ischen
Kalkül
olgen
15•
Es
soll
un e s ell
we den,
daß
sich
die
G uppe
de
A bei gebe
eine
k i ische
Ve handlungsg enze
gese z
ha ,
die sie -
auch
au
die
Ge ah
eines
o enen
A bei skamp es
hin
-
nich
zu
übe sch ei en
be ei
is .
Diese
k i ische
Ve handlungsg enze
hänge
on
de
E wa ung
de -
A bei gebe
übe
die
S eikbe ei scha
de
A bei nehme scha
ab,
wobei
die
k i ische
Ve handlungsg enze
bei
um
so
höhe en
Löhnen
liege,
je
g öße
die
S eikbe ei scha
is ,
mi
de
die
A bei gebe
echnen
16
•
Unse e
übe legungen
beziehen
sich
au
Lohn e handlungen,
ähnliche
Be ach ungen
gel en
auch
ü
ande e
Ve handlungsgegens ände.
Die
ein achs e
mögliche
Annahme
zu
E klä ung
diese
Abhängigkei
lieg
na ü lich
da in,
daß
wi
mi
Hicks
un e s ellen,
die
A bei gebe
ließen
sich
on
einem
einen
Kos enkalkül
lei en,
sie
en schieden
sich
also
s e s
ü
die
Al e na i e
mi
den
ge ings en
Kos en
17•
Wie
sich
14 B.
Külp:
Lohnbildung
...
; a.a.O., S. 149 .
15
Siehe
hie zu
H. M. Le inson:
De e ming
Fo ces
in
Collec i e
Wage
Ba gaining;
New
Yo k
1966,
Kap.
I.
16
Siehe
B.
Külp,
Lohnbildung
...
; a.a.O.,
S.134.
17 J. R. Hicks:
The
Theo y
o
Wa.e:es;
2.
ed.,
London
1963, S. 136
.
6'
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
84
Be nha d Külp
die
A bei gebe
auch
gegenübe
den
Lohn o de ungen
de
Gewe kscha -
en
e hal en,
ih e
En scheidungen
e u sachen
in
jedem
Fall
Kos en
ü
sie.
S immen
sie
den
Lohn o de ungen
de
Gewe kscha en
zu, so
s eigen
ih e
zukün igen
Lohnkos en.
Leis en
sie jedoch
Wide s and,
so
gehen
sie
die
Ge ah
eines
S eikausb uches
ein,
de
eben alls
den
Un e nehmungen
Kos en
e u ach .
Je
höhe
die
mi
dem
S eikaus-
b uch
e bundenen
Kos en
sind,
um
so
meh
lohn
es sich
ü
die
A bei -
gebe ,
den
Lohn o de ungen
de
Gewe kscha en
en gegenzukommen.
Es
is
jedoch
nich
e o de lich,
daß
wi
unse en
übe legungen
ein
eines
Kos enkalkül
de
A bei gebe
un e s ellen.
Auch
dann,
wenn
wi
mi
Ross
ü
die
Ta i e agspa eien
ein
poli isches
Kalkül
an-
nehmen,
e gib
sich nach
wie
o
eine
Abhängigkei
de
k i ischen
Ve handlungsg enze
on
de
e wa e en
S eikbe ei scha
18•
Es
kann
nämlich
da on
ausgegangen
we den,
daß
bei
zunehmendem
S eik isiko
de
Wide s and
de
Mi gliede
de
A bei gebe e bände
gegenübe
Lohne höhungen
zu ückgeh
und
die
Ve handlungs üh e
in olgedessen
auch
bei
s eigenden
Lohnzuges ändnissen
ih e
Posi ion
inne halb
ih es
Ve bandes
au ech
e hal en
können.
Es
wi d
wei e hin
un e s ell ,
daß
die
S eikbe ei scha
de
A bei -
nehme scha
ku z is ig
kons an
sei.
Wi
wollen
also
bewuß
on
de
Hickschen
Annahme
abweichen,
nach
de
die
S eikbe ei scha
de
A bei nehme
om
be ei s
ealisie en
Lohnni eau
abhäng .
Bekann -
lich
wu de
ge ade
diese
Teil
de
Hickschen
Theo ie
on
Shackle
k i i-
sie
19•
Wäh end
Hicks
angenommen
ha ,
mi
wachsendem
Lohnni eau
e inge e
sich
die
S eikbe ei scha
de
A bei nehme ,
geh
Shackle
da on
aus,
daß
mi
wachsenden
Lohnzuges ändnissen
die
S eikbe ei -
scha
zunehme.
In
de
Folgezei
wu de
in
de
Li e a u
die
Meinung
geäuße ,
daß
beide
Ve hal enshypo hesen
denkba
sind
20•
Es
ag
sich
jedoch,
ob
die
S eikbe ei scha
zumindes
ku z is ig
übe haup
om
Lohnni eau
abhäng .
Die siche lich
im
Ve gleich
zu
ande en
Lände n
spä lichen
E ah ungen
mi
S eiks
in
de
BRD
lassen
keine
de
beiden
genann en
Hypo hesen
bes ä igen.
Wi
wollen
deshalb
un e s ellen,
daß
die
S eikbe ei scha
ku z is ig
kons an
sei
und
o
allem
nich
on
den
Lohne wa ungen
de
A bei nehme
abhänge.
Fassen
wi
die
Annahme
übe
die
Abhängigkei
de
k i ischen
Ve -
handlungsg enze
de
A bei gebe
und
die
Annahme
übe
die
S eik-
be ei scha
de
A bei nehme scha
zusammen,
so
e gib
sich (du ch
18
A.
Ross: T ade Union Wage Policy; Be keley and Los Angeles
1948,
Kap.
H.
19 G. L.
S.
Shackle: The Na u e o
he
Ba gaining P ocess; in: The Theo y
o Wage De e mina ion, h sg. on
J.
T.
Dunlop, London
1957,
S.
292
.
20 R. Wack: Kollek i e handlungen in den USA -Zu Theo ie
de
Ve ags e handlungen im ins i u ionellen A bei sma k ; Zü ich
1959,
S.32.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
Ein luß de Schlich ung au die Ta i e agspa eien
85
den
Schni punk
beide
Ve hal ensku en)
eine
bes imm e
Lohnhöhe
als
ak uelle
k i ische
Ve handlungsg enze
de
A bei gebe
21 •
Sie
be-
age
z. B. 5
U o.
Es
muß
hie bei
alle dings
un e s ell
we den,
daß
die
A bei gebe
die
S eikbe ei scha
de
A bei nehme
ealis isch
ein-
schä zen,
d.
h.
mi
demselben
Ausmaß
an
S eikbe ei scha
echnen,
zu
dem
die
A bei nehme
gegebenen alls
a sächlich
be ei
sind.
Es
sei
wei e hin
da on
ausgegangen,
daß
auch
die
Gewe kscha en
die
k i ische
Ve handlungsg enze
de
A bei gebe
ealis isch
einschä zen.
Auch
sie
un e s ellen
also,
daß
sie
äuße s en alls
eine
5
U oige
Lohn-
e höhung
in
den
Ve handlungen
e zielen
können.
Wi
machen
die
s ill-
schweigende
Annahme,
daß
de
S eik
on
den
Gewe kscha en
als
a ionales
Ins umen
zu
E kämp ung
besse e
A bei sbedingungen
und
höhe e
Löhne
eingese z
wi d.
De
S eik
sei also
kein
Ins umen
zu
übe windung
de
bes ehenden
Gesellscha so dnung.
9.
Nun
sind
sich
die
Gewe kscha en
da übe
im
kla en,
daß
sie
die
k i ische
Ve handlungsg enze
on
5
U o
nu
e eichen
we den,
wenn
sie
zu
Beginn
de
Ve handlungen
meh
als
5
U o
e langen.
Sie
lehnen
also
den
Boulwa ismus
ab,
nachdem
die
Ta i pa ne
gleich
zu
Beginn
de
Gegensei e
eine
endgül ige
Fo de ung
ode
ein
endgül iges
Angebo
un e b ei en
und
nich
be ei
sind,
mi
sich
e handeln
zu
lassen
22 •
De
Boulwa ismus
dü e
zu
den
Ausnahmen
zählen.
Es
wi d
deshalb
un e s ell ,
daß
die
Gewe kscha en
mi
eine
Lohn o de ung
on
7
U o
in
die
Ve handlungen
gehen,
um
einen
Ve handlungsspiel aum
on
2
U o
zu
haben.
Wie
eine
empi ische
Un e suchung
übe
Ta i e handlun-
gen
de
Me allindus ie
in
de
BRD
zeigen
konn e,
können
die
Gewe k-
scha en
in
de
Regel
zwischen
60-70
U o
ih e
An angs o de ungen
ealisie en.
Diese
Be und
deu e
da au
hin,
daß
de
Ve handlungs-
spiel aum
im
Zei ablau
nahezu
kons an
is
23•
Es
wi d
wei e hin
da on
ausgegangen,
daß
sich
auch
die
A bei gebe
einen
solchen
Ve handlungsspiel aum
on
2
U o
siche n
wollen
und
des-
halb
zunächs
nu
3
U o
Lohne höhungen
anbie en.
De
Ve lau
de
Ta ü e handlungen
sei
dadu ch
ausgezeichne ,
daß
be~de
G uppen
Konzessionen
machen
und
on
ih en
An angsposi ionen
ab ücken.
Da
beide
Pa eien
annahmegemäß
übe
einen
gleich
g oßen
Ve handlungsspiel aum
on
2
U o
e ügen,
we den
sich die.
G uppen
am
Ende
de
Ve handlungen
au
5
U o
Lohne höhung
einigen.
Das
E gebnis
lieg
in
diesem
Falle
genau
in
de
Mi e
zwischen
de
An angs-
o de ung
de
Gewe kscha en
und
dem
An angszuges ändnis
de
21 Siehe Diag amm 2 im Anhang.
22
H.
No h up:
The Case o Boulwa ism; in: Labo : Readings on Majo
Issues, h sg. on
R.
A. Les e , New Yo k 1965,
S.
397
H.
23 H.
Wei b ech :
E ek i i ä
und
Legi imi ä
de
Ta i au onomie, Be lin
1969, S. 146.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
86
Bemha d
Külp
A bei gebe .
Auch
wenn
keine
eindeu igen
empi ischen
Un e suchungen
übe
diese
F age
o liegen,
en sp ich
dieses
E gebnis
he schende
Meinung.
Unse e
Annahmen
dü en
also
du chaus
ealis isch
sein.
Unse
Modell
is
auch
geeigne ,
ein
besse es
Ve s ändnis
ü
die
Tä igkei
de
Ta i kommissionen
zu
gewinnen.
In
de
ö en lichen
Dis-
kussion
wi d
ge ade
die
Ta sache,
daß
sich
die
Ta i pa ne
in
de
Mi e
e en,
zum
Anlaß
genommen,
die
Be ech igung
de
au wendigen
und
ne enau eibenden
Ve handlungen
in
F age
zu
s ellen.
Wenn
die
Ta i e handlungen
doch
s e s
dami
enden,
daß
man
die
an ängliche
Di e enz
zwischen
den
Posi ionen
beide
G uppen
halbie ,
wa um
beda
es
dann
übe haup
noch
Ve handlungen,
wa um
kann
das
ohnehin
es s ehende
E gebnis
nich
du ch
eine
Behö de
ode
au oma-
isch
e mi el
we den?
Diese
naheliegende
Schluß olge ung
e schein
in
de
Be ach ungs-
weise,
die
unse
Modell
nahe
leg , o eilig;
es
is
nämlich
keines alls
selbs e s ändlich,
daß
die
Ta i e handlungen
zu
diesem
E gebnis
kommen.
Die
50
° o-Lösung
e gab
sich
nu
au g und
eine
Vielzahl
on
-
keines alls
selbs e s ändlichen
-
Annahmen.
Die
wich igs e
An-
nahme
in
diesem
Zusammenhange
bes and
wohl
da in,
daß
die
k i ische
Ve handlungsg enze
und
die
S eikbe ei scha
on
den
Pa ne n
ich ig
eingeschä z
wi d
und
daß
beide
G uppen
einen
gleich
g oßen
Ve -
handlungsspiel aum
o sehen.
Im
Hinblick
au
diese
Annahmen
läß
sich die
50
° o-Lösung
auch
so
deu en,
daß
die
Ta i pa ne
in
de
Meh -
zahl
de
Fälle
ih e
Chancen
ealis isch
einschä zen
und
die
Spiel egeln
einhal en,
die
no wendig
sind,
um
zu
einem
e izien en
Ve handlungs-
e gebnis
zu
gelangen.
Die
50
o
o-Lösung
is
auch
noch
in
einem
ande en
Zusammenhange,
de
o
allem
on
Schelling
he o gehoben
wu de,
on
Bedeu ung
24•
Wi
müssen
da on
ausgehen,
daß
es
keinen
in
de
Na u
de
Sache
liegenden
ge ech en
Lohn
gib
und
daß
das
Ausmaß
eine
angemessenen
Lohne höhung
je
nach
In e essens andpunk
un e schiedlich
beu eil
wi d.
Es
lieg
deshalb
nahe,
daß
beide
G uppen
-
auch
ohne
eigene
Aussp ache
übe
diesen
Punk
-
ein
E gebnis
s illschweigend
an-
s eue n,
das
on
beiden
Sei en
ane kann
we den
kann.
Sche ling
ha
da au
au me ksam
gemach ,
daß
in
de
Regel
ein ache
Fo meln
mi
g oße
Symbolk a
und
auch
o
magischem
Cha ak e
be o zug
we den.
Es
bes eh
z.
B.
eine
s illschweigende
übe einkun
de
kämp-
enden
Pa eien,
daß
in
einem
K ieg
ein
Land
mi
seine
Haup s ad
alle,
daß
eine
bed oh e
A mee
sich
äuße s en alls
bis
zum
U e
eines
Flusses
zu ückziehe
usw.
Die
50
o
o-Lösung
kann
eben alls
als
eine
solche
allgemein
akzep ie e
G enzma ke
angesehen
we den.
24
T.
C.
ScheHing: The S a egy o Con lic ; Camb idge (Mass.) 1960.
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Ein luß
de
Schlich ung au die Ta i e agspa eien
IV.
Schlich ungse olg
du ch
Beein lussung
des
Kommunika ionsp ozesses
87
10.
Nachdem
wi
kla ges ell
haben,
wie
de
Einigungsp ozeß
de
Ta i pa ne
im
wesen lichen
abläu ,
wenn
es
keines
E,ing ei ens
eines
Schlich e s
beda ,
wollen
wi
uns
nun
den
wich igs en
Fällen
zuwen-
den,
in
denen
eine
Einigung
nu
mi
Hil e
eines
Schlich e s
e eich
we den
kann.
In
de
Li e a u
bes eh
wei gehende
Einigkei
da übe ,
daß
Schlich-
e
in
dem
Maße
Ein luß
au
die
Ta i e agspa eien
gewinnen
kön-
nen,
wie
es
ihnen
geling ,
sich
in
den
wechselsei igen
Kommunika ions-
p ozeß
de
Pa eien
einzuschal en
25•
Ein
Teil
de
Kommunika ion
e -
olg
nun
-
nach
Hinzuziehung
eines
Schlich e s
-
nich
meh
au
di ek em
Wege,
sonde n
nu
noch
übe
den
Schlich e ,
de
au
diese
Weise
in
die
Lage
e se z
wi d,
In o ma ionen
zu ückzuhal en
ode
abzuände n
ode
ihnen
ein
ande es
Gewich
zu
e leihen.
Schließlich
kann
auch
die zei liche
Reihen olge
einzelne
In o ma ionen
om
Schlich e
beein luß
we den.
Diese
Hypo hese
e schein
au
den
e s en
Blick
ech
plausibel.
Gehen
wi
nochmals
om
Modell
eines
a ionalen
Ve hal ens
beide
Pa ne
aus.
Wi
wollen
un e s ellen,
daß
es
objek i
gesehen
eine
Komp omißmöglichkei
gib ,
au
die
sich
beide
Teile
einigen
können,
daß
jedoch
die
Pa eien
dieses
E gebnis
nich
selbs ändig
e zielen
können,
da
sie
mangels
In o ma ionen
übe
ih e
Posi ion
nich
ich ig
un e ich e
sind.
E hal en
die
Pa eien
nun
diese
no wendigen
In o -
ma ionen
om
Schlich e ,
so
komm
es
annahmegemäß
zu
Einigung
de
beiden
G uppen.
Abe
auch
hie
ag
es
sich,
wa um
ge ade
de
Schlich e
übe
solche
In o ma ionen
e ügen
soll,
übe
die
die
Pa eien
o ensich lich
nich
e ügen
können.
Müssen
wi
nich
un e s ellen,
daß
die
Ta i e ags-
pa eien
in
de
Regel
p äzise e
Vo s ellungen
übe
die
Auswi kungen
de
zu
Diskussion
s ehenden
Al e na .i en
haben
als
de
on
außen
eing ei ende
Schlich .e ?
Diese
Einwand
mag
im
allgemeinen
ich ig
sein.
Die
Funk ion
des
Schlich e s
im
Rahmen
des
Kommunika ionsp ozesses
wi d
auch
ga
nich
sO'
seh
da in
e mu e .,
daß
de
Schlich e
neue
In o ma ionen
ein üh ,
also
den
In o ma ionss om
e g öße ,
sonde n
ielmeh
da in,
daß
es
ihm
geling ,
die
Quali ä
bes imm e
In o ma ionen
zu
e ände n.
Bei
de
Da s ellung
des
No mal alles
ha en
wi
be ei s
gesehen,
daß
die
Ve handlungsposi ionen
de
einzelnen
Pa eien
en scheidend
on
25 Siehe
z.
B.
C.
M.
S e ens:
S a egy
and
Collec i e Ba gaining Nego ia-
ions; New Yo k
1963,
S.
122
.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
94
Be nha d Külp
Rep äsen an en,
die
au
das
soziale
Ansehen
inne halb
und
auße halb
de
eigenen
G uppe
ach en
müssen.
Ob
die
Ve handlungs üh e
zu
Zuges ändnissen
be ei
sind
häng
u. a.
auch
da on
ab,
inwiewei
die
beabsich ig en
Konzessionen
als
Schwäche
ausgeleg
we den
können.
Nun
is
es
siche lich ich ig,
daß
man
diese
beiden
Fak o en
(ma e-
ielle
Ne o o eil
und
soziales
P es ige)
nich
imme
ein
säube lich
ennen
kann.
Au
lange
Sich
gesehen
dü en
beide
Fak o en
posi i
mi einande
ko elie en.
Sink
nämlich
das
P es ige
eine
G uppe,
so
wi d
sich
ge ade
deshalb
die
Posi ion
bei
den
zukün igen
Ve hand-
lungen
e schlech e n.
Umgekeh
gil ,
daß
hohe
Ne o o eile
das
P es ige
inne halb
de
eigenen
G uppe
anheben.
T o z
diese
Zusam-
menhänge
können
wi
jedoch
un e s ellen,
daß
ein
Gesich s e lus
nich
nu
deshalb
e mieden
wi d,
weil
man
be ü ch e ,
deshalb
ma e-
ielle
Ve lus e
hinnehmen
zu
müssen.
Ein
Gesich s e lus
wi d
auch
um
seine
selbs
willen
e mieden.
Nun
is
es
keines alls
selbs e s ändlich,
daß
Konzessionen
on
de
Gegensei e
(abe
auch
on
den
eigenen
Mi gliede n
und
de
in e essie -
en
Ö en lichkei )
als
Schwäche
ausgeleg
we den.
Um
dieses
P oblem
zu
klä ep.,
un e nahmen
PodeH
und
Knapp
1969
ein
Simula ionsexpe i-
men ,
bei
dem
de
Ein luß
diese
P es ige ak o en
un e such
we den
soll e
30
•
Es
wu de
eine
Ta i e handlung
simulie ,
bei
de
es
da um
ging,
Lohne höhungen
ü
zwei
ge enn e
A bei sg uppen
auszuhan-
deln.
Die
Rolle
de
Gewe kscha en
wu de
on S uden en
gespiel ,
wäh end
die
A bei gebe olle
on
Assis en en
übe nommen
wu de,
die
-
ohne
Wissen
de
S uden en
-
genauen
Ins uk ionen
des
Ve -
suchslei e s
olg en.
Diese
Ins uk ionen
e olg en
den
Zweck,
siche -
zus ellen,
daß
die
Ve handlungen
s e s
schei e en
und
daß
deshalb
die
Möglichkei
eine
Schlich ung
e ö ne
wu de.
Als
Schlich e
bo
sich
jeweils
de
Ve suchslei e
an,
e
wu de
s e s
on
den
Ve suchspe sonen
akzep ie .
De
Schlich e
eil e
den
Ve suchspe sonen
mi ,
e
hal e
es
ü
zweck-
mäßig,
daß
e
nu
ü
den
Lohn
de
einen
A bei e g uppe
die
Ve -
mi lung
übe nehme
und
daß
übe
den
Lohn
de
ande en
A bei e -
g uppe
nach
wie
o
di ek
e handel
we den
soll e.
Ohne
Wissen
de
Ve suchspe sonen
sp achen
sich
de
Ve suchslei e
und
die
A bei -
gebe e e e
(Assis en en) so ab,
daß
die
A bei gebe
ü
beide
Lohn-
g uppen
( ü
diejenige,
übe
die
di ek
e handel
wu de,
und
ü
diejenige,
in
de de
Schlich e
eine
Ve mi lung
übe nommen
ha e)
eine
gleichg oße Konzession
gegenübe
dem
le z en
Angebo
o e ie en.
30
J.
E.
Poden
and
W.
M.
Knapp:
The E ec o Media ion on he Pe cei ed
Fi mness o
he
Opponen ; in: The
Jou nal
o Con lic Resolu ion, 1969,
S.
511 .
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
Ein luß
de
Schlich ung au die Ta i e agspa eien 95
Die
Au gabe
de
Un e suchung
bes and
nun
da in,
es zus ellen,
ob
die
beiden
Vo schläge,
die die
gleiche
Konzession
zum
Inhal
ha en,
abe
das
eine
Mal
mi
eine
Ve mi lung
und
das
ande e
Mal
ohne
eine
solche
Ve mi lung
zus andekamen,
on
den
Ve suchspe sonen
un e -
schiedlich
au genommen
wu den.
Um
diesen
Ein luß
zu
messen,
wu den
die
Ve suchspe sonen
wäh end
des
Spieles
meh mals
ge ag ,
wie
s a k
sie
die
Posi ion
de
A bei gebe
einschä zen.
Das
wohl
wich igs e
E gebnis
diese
Un e suchung
bes and
da in,
daß
die
Ve suchspe sonen
das
Angebo
de
A bei gebe ,
das
ahne
Ve mi lung
des
Schlich e s
zus andekam,
als
schwäche
e an:schlag en
als
das
Angebo ,
das
au
G und
de
Ve mi lung
gemach
wu de.
Paden
und
Knapp
zogen
aus
diese
Un e suchung
die
Schluß olge-
ung,
daß
ein
und
dieselbe
Konzession
bei
de
Gegensei e
einen
ge-
inge en
Eind uck
on
Schwäche
auslös ,
wenn
diese
Konzession
au
G und
eine
Ve mi lung
eines
neu alen
Schlich e s
ausgesp ochen
wu de.
Ein
Schlich e
könne
also
den
Ta i pa eien
hel en,
ih
Gesich
zu
wah en,
e
age
au
diesem
Wege
dazu
bei,
die
Konzessionsbe ei -
scha
de
G uppen
zu
e g öße n.
Padell
und
Knapp
üh en
diesen
Ein luß
au
meh e e
Fak o en
zu ück.
Diese
un e schiedliche
Wi kung
eine
gleichg oßen
Konzession
könn e
einmal
dami
zusammenhängen,
daß
die
Ve suchspe sonen
das
du ch
den
Schlich e
e mi el e
Angebo
ga
nich
als
ein
Angebo
de
A bei gebe ,
sonde n
als
einen
sugge ie en
Vo schlag
des
Schlich e s
ansahen.
Ein
zwei e
G und
ü
den
E olg
des
Schlich e s
könn e
auch
da in
liegen,
daß
sich
die
Ve suchspe sonen
au
G und
des
höhe en
Ansehens
des
Ve suchslei e s
(P o esso !)
gezwungen
sahen,
seine
Au o de ung
zu
Konzessionen
zu
olgen,
und
daß
sie
on
de
Vo s el-
lung
ausgingen,
daß
die
Ve e e
de
A bei gebe
einem
ähnlichen
D uck
un e lagen.
Die
Ve suchspe sonen
wuß en
ja
nich ,
daß
die
A bei gebe
nich
on
S uden en
gespiel
wu den.
Eine
d i e
mögliche
E klä ung
sehen
Paden
und
Knapp
da in,
daß
die
Ve suchspe sonen
den
du ch
den
Schlich e
e mi el en
Vo schlag
be ei s
als
einen
Kom-
p omiß
ansahen,
so
daß
sie
annahmen,
die
A bei gebe
hä en
ü
diese
Lohng uppe
ein
ge inge es
Angebo
un e b ei e .
16.
Gesich s e lus e
können
nich
nu
dadu ch
ein e en,
daß
sich
die
Pa ne
eiwillig
be ei inden,
Konzessionen
zu
machen
und
D ohun-
gen
zu ückzunehmen.
Es
kann
u. U.
als
ein
besonde s
schwe wiegende
Gesich s e lus
angesehen
we den,
wenn
sich
jemand
un e
And ohung
on
A bei skamp maßnahmen
de
Gegensei e
zu
Konzessionen
be ei -
inde .
Bei
unse en
bishe igen
Übe legungen
gingen
wi
s illschweigend
da on
aus,
daß
die
Kon lik be ei scha
(z.
B.
die
And ohung
on
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
96
Be nha d Külp
A bei skamp maßnahmen)
on
sei en
de
einen
Sei e
die
ande e
Sei e
konzessionsbe ei
mach .
En sp echend
de
Theo ie
on
Hicks
s eig
die
Konzessionsbe ei scha
de
A bei gebe
in
dem
Maße
an,
in
dem
die
A bei nehme
zum
Kon lik
be ei
sind
31•
De
G und
ü
diese
posi i e
Ko ela ion
zwischen
Kon ik be ei scha
de
einen
G uppe
und
Konzessionsbe ei scha
de
ande en
G uppe
is
in
de
Annahme
zu
sehen,
daß
die
Ta i e agspa eien
ih
Ve hal en
an
ih en
ma e-
iellen
In e essen
aus ich en.
De
Zusammenhang
wi d
e was
komplizie e ,
wenn
wi
nun
die
Möglichkei
in
Be ach
ziiehen,
daß
das
Ve hal en
de
Ta i pa ne
auch
on
P es ige ak o en
beein luß
wi d.
Nun
is
es
keines alls
meh
selbs e s ändlich,
daß
de
Bed oh e
s e s
au
G und
de
D ohung
nachgib .
Es
is
ielmeh
zu
be ü ch en,
daß
die
D ohung
aus
P es ige-
g ünden
eine
Gegend ohung
auslös
und
daß
deshalb
un e
dem
Ein luß
de
D ohung
und
de
Exis enz
on
Bed ohungsmi eln
die
Komp omiß-
eudigkei
zu ückgeh .
Genau
diese
Hypo hese
glaub en
Deu sch
und
K auss
in
einem
Simula ionsexpe imen
1960/62
nachweisen
zu
können
32•
In
dem
Expe imen
on
Deu sch
und
K auss
ha en
je
2
Spiele
die
Au gabe,
Las wagen ah e
zu
simulie en.
Die
Las wagen
wa en
on
einem
Ausgangso
zu
einem
Bes immungso
zu
ah en,
wobei
ü
beide
Spiele
un e schiedliche
und
in
en gegengese z e
Rich ung
lie-
gende
Ausgangs-
und
Bes immungso e
o gesehen
wa en.
Ein
Teil
de
S ecke
üh e
übe
eine
gemeinsame
S aße,
die
lediglich
eine
Fah spu
ha e
und
au
de
deshalb
zu
gleichen
Zei
imme
nu
ein
Spiele
ah en
konn e.
Jede
Spiele
e üg e
noch
übe
eine
ge enn e
Auswegs ou e,
au
de
e
unbehinde
ans
Ziel
kommen
konn e,
diese
Auswegs ou e
wa
jedoch
bedeu end
länge
als
de
no male
Weg.
Da
die
Spiele
danach
en lohn
wu den,
wie
o
sie
inne halb
eine
be-
s imm en
Zei
eine
Fah
aus üh en
konn en,
ha en
sie
ein
In e esse
da an,
möglichs
wenig
die
zei aubende
Auswegs ou e
zu
benu zen.
Die
Belohnung
e olg e
in
Spielgeld.
Den
Spiele n
wu de
eingeschä ,
da au
zu
ach en,
daß
sie
einen
möglichs
g oßen
Gewinn
e zielen,
sie
soll en
nich
bes eb
sein,
ih en
eigenen
Gewinn
am
E olg
des
jewei-
ligen
Pa ne s
zu
messen.
Die
Spiele
ha en
keine
Kommunika ion
mi einande ,
die
no' wendigen
Spielzüge
wu den
übe
Appa a u en
o genommen.
Bei
einem
Teil
de
Spiele
e hiel en
de
eine
ode
beide
Spiele
die
Möglichkei ,
die
ku ze
S ecke
du ch
Schließen
eines
To es
ü
den
ande en
Pa ne
zu
spe en.
Die
Spe e
gal
na ü lich
nich
ü
die
31
J.
R. Hicks: The Theo y o Wages; a.a.O.,
S.
136 .
32
M.
Deu sch and
R.
M.
K auss: S udies o in e pe sonal ba gaining; in:
Jou nal
o Con lic Resolu ion, 1962,
S.
52 .
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
Ein luß de Schlich ung au die Ta i e agspa eien 97
eigenen
Las wagen.
Au
diese
Weise
konn e
un e such
we den,
wel-
chen Ein luß
au
Ve lus
und
E gebnisse
de
Spiele
die
Ta sache
ha e,
daß
de
eine
ode
beide
Spiele
übe
die
Möglichkei
e üg en,
das
To
zu
schließen.
Das
To
wu de
on
den
Ve suchslei e n
als
Be-
d ohungsmi el
angesehen, so
daß
unse e
F age
auch
wie
olg
o mu-
lie
we den
kann:
wie
e hal en
sich
die
Spiele
a)
wenn
sie
übe
keine
Bed ohungsmi el
e ügen,
b)
wenn
lediglich
de
eine
Spiele
solche
Mi el
zu
Ve ügung
ha
und
schließlich
c)
wenn
beide
Spiele
sich
gegensei ig
bed ohen
können.
Deu sch
und
K auss
kamen
bei
ih en
Un e suchungen
zu
olgenden
E gebnissen:
a)
Sowei
die
Ve suchspe sonen
übe
Bed ohungsmi el
e ügen,
machen
sie
auch
da on
Geb auch. b)
Wenn
sich
de
Bed oh e
dem
Bed ohe
gegenübe
nich
gene ell
un e legen
ühl ,
wi d
e
die
D ohung
mi
eine
Gegend ohung
bean wo en
und
Wide s and
leis en.
c)
Die
Exis enz
on
Bed ohungsmi eln
beein äch ig
die
Komp omiß-
be ei scha
de
Spiele
und
dami
indi ek
auch
den
Spiele olg
de
einzelnen
Ve suchspe sonen. d)
De
Bed oh e
s ell
sich
ma e iell
besse ,
wenn
e
übe
keine
Bed ohungsmi el
e üg
und
sich
somi
den
Wünschen
des
Bed ohe s
un e wi .
-
Vo
allem
dieses
le z e
E geb-
nis
ha
übe asch ,
wide sp ich
es doch
de
he schenden
Meinung,
nach
de
sich
de
po en iell
Bed oh e
am
bes en
dadu ch
schü zen
kann,
daß
e
sich
selbs
eine
Bed ohungsmach
au b,au .
17.
Was
bedeu en
diese
Un e suchungen
ü
das
P oblem
de
Schlich-
ung?
Die
Gül igkei
diese
E gebnisse
o ausgese z ,
müß e
man
den
Schluß ziehen,
daß
eine
Einigung
zwischen
den
Ta i e agspa eien
du ch
Exis enz
und
Anwendung
on
A bei skamp maßnahmen
e -
schwe
wi d.
Das
hä e
gleichzei ig
zu
Folge,
daß
übe
die
Ein üh ung
on
Schlich ungsins anzen
die
Chance
ü
eine
Einigung
e g öße
we den
könn e.
Bes eh
ein
Schlich ungsabkommen,
so
wissen
die
Ta i -
pa ne ,
daß
auch
ein
Schei e n
de
Ta i e handlungen
nich
au o-
ma isch
zum
o enen
A bei skamp
üh ,
die
Ta i pa ne
haben
also
in
diesem
Falle
nich
un e
unmi elba e
Bed ohung
zu
e handeln.
Die
Un e suchungen
on
Deu sch
und
K auss
weisen
au
die
Möglich-
kei
hin,
daß
die
bloße
Exis enz
on
Schlich ungsabkommen
die
Ge ah
on
A bei skämp en
e inge .
Nun
wide sp ich
dieses
E gebnis
ekla an
den
Annahmen,
die
im
Rahmen
as
alle
Theo ien
de
Kollek i e handlungen
gemach
we -
den. Die
sons
ech
un e schiedlichen
Theo ien
sind
sich
as
alle
da in
einig,
daß
ge ade
die
Möglichkei
des
A bei skamp es
übe haup
e s
die
Chance
ü
ein
übe einkommen
zwischen
A bei gebe n
und
A bei nehme n
e ö ne l'3.
Man
gib
zwa
zu,
daß
die
Ta i pa ne
33
Eine Ausnahme mach
C.
M.
S e ens: Is Compulso y A bi a ion compa-
ible wi h ba gaining?, in: Indus ial Rela ions,
Vol.
6,
1966,
S.
38 .
7
Sch i en
d.
Ve eins
.
Socialpoli ik
64
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98
Be nha d Külp
p inzipiell
auch
du ch
Tauschgeschä e
(P inzip
des:
do
u
des)
zu
Kon-
zessionen
be ei
sein
können,
daß
diese Möglichkei en jedoch
au
dem
A bei sma k
äuße s
besch änk
sind
und
daß
deshalb
mi
eine
Kon-
zession
g öße en
Ausmaßes
nu
un e
dem
Ein luß
on
Bed ohungen
ge echne
we den
kann
3
'.
Die
E gebnisse
de
Un e suchungen
on
Deu sch
und
K auss
wide -
sp echen
auch
gewissen
E ah ungen,
die
in
de
BRD
mi
de
Schlich-
ung
gewonnen
wu den.
Bei
eine
Meinungsbe agung,
die
de
Ve -
asse
zu
Beginn
de
60e
Jah e
in
einzelnen
A bei gebe e bänden
du ch üh e,
wu de
be on ,
daß
ge ade
die
Schlich ungsau oma ik
den
Willen
de
Pa ei
zu
Einigung
lähme.
Man
wisse,
daß
ein
Schei e n
de
Ta i e handlungen
nich
unmi elba
zum
A bei skamp
üh e,
und
man
sei
deshalb
auch
nich
be ei ,
e ns ha e
Komp omisse
zu
schließen.
18.
These
s eh
somi
gegen
These. Es
beda
eine
eingehenden
übe p ü ung
de
Modellannahmen,
die
dem
Expe imen
on
Deu sch
und
K auss
zug undelagen.
In
de
Ta
gab
dieses
Expe imen
Anlaß
zu
eine
Vielzahl
ähnliche
Un e suchungen
und
zu
eine
he igen
K i ik
an
den
Modellannahmen
dieses
Expe imen es.
Diese
Un e -
suchungen
und
Diskussionen, die
o
allem
on
Bo ah,
Shome ,
GaUo.
Kelley
und
ande en
gemach
bzw.
ge üh
wu den,
kamen
u. a.
zu
olgenden
E gebnissen:
a) es
wu de
o
allem
on
Kelley
bezwei el ,
ob
die
Ein üh ung
on
To en
in
das
Spiel
gleichbedeu end
mi
de
Ein üh ung
on
Bed ohungsmi eln
is
S5
• Es
wu de
da au
hingewiesen,
daß
To e
auch
ü
ande e
Zwecke
(z.
B.
zum
Zwecke
de
In o ma ion)
eingese z
we den
können
und
daß
auch
die
Spiele,
in
denen
keine
To e
o gesehen
wa en,
übe
D uckmi el
e üg en.
So
können
z. B.
be ei s
die
Züge,
die
die
einzelnen
im
Ve lau e
des
Spieles
zu
e g ei en
haben,
als
D uckmi el
eingese z
we den.
Mi
ande en
Wo en:
KeUey
bezwei el , ob sich
du ch
die
Ein üh ung
de
To e
die
We bewe bs-
si ua ion
wesen lich
e ände
ha .
b)
Wei e hin
wu de
angenommen,
daß
Deu sch
und
K auss
nu
deshalb
zu
diesem
E gebnissen
kommen
konn en,
weil
sie
den
Spiele n
die
Möglichkei eines
al e na i en
Weges
ein äum en.
Vo
allem
Shome
konn e
zeigen,
daß
sich
in
den
Spielen,
in
denen
solche
Al e na i en
ehl en,
in
denen
also ein
Zwang
zu
Komp omissen
bes and,
die
E -
gebnisse
des Spieles nich wesen lich
danach
un e schieden,
ob
die
Spiele
übe
To e
e üg en
ode
nich
36
•
34
B.
Külp:
Lohnbildung
...
; a.a.O.,
S.
180
.
35
H.
H.
KeZley: Expe imen al S udies o Th ea s in In e pe sonal Nego-
ia ions; in: Jou nal o Con lic Resolu ion, 1965,
S.
79
.
36 Siehe hie zu
H. H.
KeZley.: Expe imen al S udies
...
; a.a.O.,
S.
88
.
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01
Ein luß
de
Schlich ung
au
die
Ta i e agspa eien
99
c)
Es
wu de
auch
die
F age
übe p ü ,
ob
das
Aushändigen
on
Spiel-
geld
a sächlich
aus eichend
An eiz
au
die
einzelnen
Spiele
ausübe.
Um
diese
F age
zu
bean wo en,
ließ Gallo
in
einem
Kon ollspiel
Ve suchspe sonen
mi
ech em
Geld
spielen
87•
Es
el'gab sich,
daß
die
Spiele
mi
ech em
Geld
höhe e
Spielgewinne
e b ach en,
so
daß
de
e en uell
nega i e
E ek
de
Exis enz
on
Bed ohungsmi eln
übe -
kompensie
we den
konn e.
Man
zog
aus
diesen
Un e suchungen
den
Schluß,
daß
bei
genügend
s a kem
Ansp echen
de
ma e iellen
In e -
essen
die
Be ei scha
zu
Koope a ion
,g oß sei.
d)
Um
die
Bedeu ung
des
P es iges
s ä ke
he o zuheben,
e glich
Bo ah
Spiele,
die
zwischen
Ve suchspe sonen
du chge üh
wu den,
die sich als
gleichwe ig
hiel en,
mi
ande en
Spielen,
in
denen
sich
die
Ve suchspe sonen
gegenübe
ih en
Mi spiele n
als
un e legen
ühlen
muß en
38•
Den
Spiele n
(S uden en)
wu de
jeweils
mi ge eil ,
daß
ih
Spielpa ne
sie
ge inge
einschä ze als sich selbs .
Ausgewähl
wu den
nu
Ve suchspe sonen,
die
das
no male
Uni e si ä sp og amm
nich
absol ie en
konn en
und
deshalb
auch
in
de
Reali ä
on
den
üb igen
S uden en
als
un e legen
angesehen
wu den.
Die
Sugges ion
de
Un e -
legenhei
gegenübe
dem
Mi spiele n
konn e
na ü lich
nu
dadu ch
beiden
Pa ne n
e olg eich
gegeben
we den,
daß
sich
die
Spiele
wäh end
des
Spieles
selbs
nich
sahen. Es
zeig e
sich,
daß
das
Ge ühl
de
Un e legenhei
die
Spiele
dazu
e anlaß e,
in
s ä ke em
Maße,
als
das die
Kon ollspiele
(die sich
als
gleichwe ig
emp anden)
a en,
zu
den
Mi eln
des
D ucks
und
des
Gegend ucks
zu
g ei en.
19.
Welche
Folge ungen
lassen
sich
aus
diesen
Un e suchungen
ü
den
E olg
eine
Schlich ung ziehen?
Wi
können
e s ens
un e s ellen,
daß
die
Ta i e handlungen
einem
Spiel
gleichen,
bei
dem
die
Pa ne
übe
keine
al e na i en
Wege
e ügen,
so
daß
die
Si ua ion
sie
zu
einem
Komp omiß
zwing .
Die
Un e suchungen
legen
nahe,
daß
in
eine
solchen
Si ua ion
auch
die
Exis enz
on
D uckmi eln
die
Kom-
p omißbe ei scha
de
Pa ne
im
allgemeinen
nich
ge äh de .
Wi
können
zwei ens
da on
ausgehen,
daß
in
den
Ta i e handlungen
in
alle e s e
Linie
um
ma e ielle
In e essen
gekämp
wi d.
Auch
diese
Ta bes and
un e s ü z
-
wie
die
Un e suchungen
gezeig
haben
-
den
Koope a ionswillen
de
Be eilig en.
Alle dings
müssen
in
diesem
Zusammenhang
einige
Einsch änkungen
gemach
we den.
Die
Ta sache,
daß
die
Ve handlungen
on
Rep äsen an en
ge üh
we den
und
daß
die
Tä igkei
ü
den
Ve band
zu
einem
selbs ändischen
Be u
mi
37
P.
S. Gallo:
The
E ec s
o
Di e en
Mo i a ional
O ien aUons
in
a
Mixed
Mo i e
Game;
Doc o al
hesis, Los
Angeles
1963.
38
L.
A.
Bo ah:
The
E ec s
o
Th ea
in
Ba gaining,
C i ical
and
Expe i-
men al
Analysis:
in:
Jou nal
o
Abno mal
and
Social
Psychology, 1963,
S. 33 .
7·
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100
Be nha d Külp
eigens ändigen
Zielen
gewo den
is ,
dü e
dahingehend
wi ken,
daß
das
Ve hal en
de
Rep äsen an en
bei
den
Ve handlungen
auch
en -
scheidend
du ch
die
jeweilige
Posi ion
inne halb
de
eigenen
G uppe
gep äg
wi d
und
daß
au
diese Weise
die
Ri ali ä
zwischen
den
G up-
pen
e s ä k
wi d.
In
diesem
Zusammenhang
dü e
ein
E gebnis
eine
noch
nich
e -
ö en lich en
Un e suchung
übe
den
Ein luß
de
Schlich ung
au
das
Ve hal en
de
Ta i pa ne
on
In e esse
sein
39•
Die
Be ag en
-
so-
wohl
die
Beisi ze
wie
auch
die
neu alen
Schlich e -
wa en
as
ein-
mü ig
de
Meinung,
daß
de
E olg
de
Schlich ung
in
F age
ges ell
sei,
wenn
wäh end
de
Schlich ungs e handlungen
zu
A bei skamp -
maßnahmen
geg i en
wü de.
Daß
die
Beisi ze
aus
den
A bei gebe -
e bänden
diese
Meinung
e a en,
übe asch
nich ,
da
die
G uppe
de
A bei gebe
im
allgemeinen
on
A bei skamp maßnahmen
nega i
be o en
wi d.
Von
g öße em
In e esse
is
die
Hal ung
de
A bei -
nehme e e e
und
de
neu alen
Schlich e . O ensich lich
sind
beide
G uppen
da on
übe zeug ,
daß
die
Anwendung
on
D uckmi eln
die
Komp omißbe ei scha
e inge
und
nich
e s ä k .
Vielleich lassen sich diese
E gebnisse
-
zusammen
mi
den
oben
genann en
Un e suchungen
-so
deu en,
daß
das
Vo handensein
on
D uckmi eln
zwa
eine
condi io
sine
qua
non
da ü
is ,
daß
die
Ta i -
pa ne
übe haup
zu
einem
Komp omiß
be ei
sind,
daß
abe
das
o ene
Aussp echen
on
D ohungen
-also
die
Anwendung
de
D uck-
mi el
-.-..:.
die
Bed oh en
aus
P es igeg ünden
e anlaß ,
mi
eine
e -
s ei en
Hal ung
zu
eagie en.
Die
Au gabe
des Schlich e s
bes ünde
in
diesem
Falle
da in,
den
P es ige e lus
abzu angen,
den
einmal
de
Bed ohende
e leide ,
wenn
e
seine
D ohung
zu ücknimm ,
den
zum
ande n
de
Bed oh e
e leide ,
wenn
e
o z
an ängliche
Bed ohung
nich
mi
eine
Gegend ohung
ode
mi
Wide s and
eagie .
20.
Ein
Gesich s e lus
kann
sich
nich
nu
dann
e geben,
wenn
on
Ve sp echungen
und
D ohungen
abge ück
und
wenn
au
D ohungen
nich
mi
Wide s and
gean wo e
wi d,
sonde n
auch
dann,
wenn
sich
die
eigene
G uppe
zu
g öße en
Konzessionen
be ei inde
als
die
Gegen-
g uppe.
Nehmen
wi
nochmals
das
Beispiel,
daß
die
k i ische
Ve handlungs-
g enze
de
A bei gebe
bei
5 % liege,
daß
die
Gewe kscha en
jedoch
mi
eine
G enze
on
6 %
echne en
und
deshalb
-
um
einen
Ve hand-
lungsspiel aum
on
2 %
zu
haben
-
mi
eine
Lohn o de ung
on
8
U o
in
die
Ve handlungen
gingen.
Bei
unse em
bishe igen
Beispiel
ha en
wi
un e s ell :
die
A bei gebe
legen
die 8
O oige
Lohn o de ung
39
Noch
nich e ö en lich e Meinungsbe agung, om Ve asse 1970
du chge üh .
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Ein luß
de
Schlich ung
au
die
Ta i e agspa eien
101
de
Gewe kscha en
zu
Beginn
de
Ve handlungen
so
aus,
daß
die
Gewe kscha en
einen
Ve handlungsspiel aum
on
3 %
(8
%
-3
% =
5
0/0)
ans eb en;
die
A bei gebe
ges ehen
deshalb
-
um
sich
einen
gleichg oßen
Ve handlungsspiel aum
zu
siche n
-lediglich
eine
Lohn-
e höhung
on
2 %
(5
%
-3
% =
20/0)
zu
Beginn
de
Ve handlungen
zu.
Wi
ha en
damals
diese
Annahme
bewuß
so
gewähl ,
daß
beide
Pa ne
übe
eine
gleichg oße
Manö ie masse
e ügen,
so
daß
sich
nich
aus
einem
un e schiedlichen
Ve handlungsspiel aum
wei e e
Schwie igkei en
e geben.
Wi
müssen
jedoch
un e s ellen,
daß
die
A bei gebe
au
die
8
O/oige
Lohn o de ung
auch
ande s
eagie en
können,
bisweilen
auch
ande s
eagie en.
So
können
z.
B.
die
A bei gebe
bei
ih em
adi ionellen
Angebo
on
3 %
e bleiben,
um
dami
gegenübe
den
Gewe kscha en
zu
demons ie en,
daß
sich
wede
ih e
k i ische
Ve handlungsg enze
on
5 % noch
die
Spiel egeln
e ände
haben,
nach
denen
sich
bishe
beide
Pa ne
mi
einem
Ve handlungsspiel aum
on
2 %
zu ieden
gaben.
Nun
e geben
sich
olgende
zusä zliche
Schwie igkei en:
Wollen
die
Gewe kscha en
den
Ve handlungsspiel aum
oll
ausschöp en,
so
müs-
sen
sie
im
Ve lau
de
Ve handlungen
Konzessionen
in
Höhe
on
30
/0
machen,
wäh end
die
A bei gebe
lediglich
um
2 %
on
den
an äng-
lichen
Posi ionen
zu ücks ecken
müssen.
Abe
ge ade
diese
Ta sache
kann
zu
Komplika ionen
üh en,
da
das
g öße e
Nachgeben
de
Ge-
we kscha en
als
Schwäche
ausgeleg
we den
kann.
Die
Ve handlungen
kommen
hie
ins S ocken,
weil
au
G und
de
an änglichen
Fehlein-
schä zung
de
Gewe kscha en
ungleich
g oße
Konzessionen
zwischen
den
Pa ne n
no wendig
we den.
Kann
in
eine
solchen
Si ua ion
de
Schlich e
mi
E olg
ä ig
we -
den?
So
wie
die
Dinge
liegen,
kann
auch
de
bes e
Schlich e
die
Si ua-
ion
nich
dadu ch
ände n,
daß
beiden
Pa ne n
gleich
g oße
Konzes-
sionen
ab e lang
we den.
T o zdem
sind
gewisse
E olgsaussich en
gegeben,
da
die
Gewe kscha en
du chaus
ein
ma e ielles
In e esse
an
diesem ungleichen
Sch i
haben
und
sich
nu
aus
P es igeg ünden
nich
zu
diesem
Sch i
be ei inden
können.
Es
komm
nun
da au
an,
ob
de
Schlich e
eine
Fo mel
inde ,
nach
de
de
ac o
ein
ungleiche
Sch i
ge an
wi d,
de
abe
nach
außen
hin
-also op isch -
nich
als
solche
bewe e
wi d.
Wi
haben
hie
einen
de
sel enen
Fälle,
in
denen
de
Schlich e
nu
dann
e olg eich
is ,
wenn
e
p oduk i
ä ig
wi d,
wenn
e
also eine
Lösung
o schläg ,
die
bishe
noch
nich
im
Gesp äch
Wa .
Eine
solche
Lösung
bes ände
z.
B.
da in,
daß
den
Ge-
we kscha en
zwa
eine
6
O/oige
Lohne höhung
zuges anden
wü de,
daß
de
Ta i e ag
abe
nich
wie
bishe
au
1 J
ab ,
sonde n
e wa
au
11/2
Jah
abgescl1lossen
wü de.
Die
Gewe kscha en
hä en
nach
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102
Be nha d Külp
außen
hin
ih
Gesich
gewah
-
beide
G uppen
hä en
Konzessionen
in
Höhe
on
3010 gemacll -
die
Kos enbelas ung
de
A bei gebe
wä e
jedoch auch
nich
höhe ,
als
wenn
eine
5
O oige
Lohne höhung
mi
nu
einjäh ige
F is
besclllossen
wo den
wä e.
Abe
wa um
konn en
die
Ta i pa ne
eine
solche
Lösung
nich
selbs
ohne
Hinzuziehung
eines
neu alen
Schlich e s inden?
Die
Möglichkei
als
solche
bes eh
siche lich.
T o zdem
dü en
die
E olgsaussich en
eines Schlich e s
e was
g öße
sein,
da
-
wie
oben
gezeig -
ein
und
de selbe
Vo schlag -
du ch
Ve mi lung
eines
Neu alen
un e b ei e
-
ge inge e
Schwäche signalisie , als
wenn
e
unmi elba
dem
Pa ne
o ge agen
wi d.
21.
Die
Komplika ionen
au
G und
ungleiche
Konzessionen
können
sich
üb igens
nich
nu
dann
e geben,
wenn
die
Pa ne
die
Posi ion
de
Gegensei e
übe schä z
ha en.
Auch
eine
zu
pessimis ische
E wa -
ung
kann
die
Ta i e handlungen
zum
S ocken
b ingen
und
eine
Schlich ung
no wendig
machen.
Diese
These
mag
zunächs
e wunde n.
Leg
man
die
Theo ie
on
Hicks
zug unde,
so
is
nu
dann
mi
einem
S eik
zu
echnen,
wenn
die
Gewe kscha en
die
k i ische
Ve handlungsg enze
de
A bei gebe
zu
hoch eingeschä z
haben.
Un e schä zen
die
Gewe kscha en
die
k i-
ische
Ve handlungsg enze,
so
müß en
-
en sp echend
de
Theo ie
on
Hicks -
die
Ve handlungen
zu
einem
e olg eichen
Ende
üh en.
Ob-
wohl
die
A bei gebe
z.
B.
eine
Ve handlungsg enze
on
5
O o
haben,
geben
sich
die
Gewe kscha en
mi
eine
4
O oigen
Lohne höhung
be ei s
zu ieden.
Diese
übe legungen
gel en
jedoch
nu
dann,
wenn
wi
alle
P es ige-
p obleme
ausklamme n.
Un e s ellen
wi ,
die
Gewe ksclla en
hä en
zu
Beginn
de
Ve handlungen
(4
O o
konjek u ale
Ve handlungsg enze
+ 2
O o
Ve handlungsspiel aum
=)
6
O o
ge o de ,
wäh end
die
A bei -
gebe
(5 010 a sächliche
Ve handlungsg enze
-2010
Ve handlungsspiel-
aum
=)
3010
zuges anden
hä en.
Im
Ve lau e
de
Ve handlungen
könn en
die
Gewe kscha en
es s ellen,
daß
sie
die
Posi ion
de
Gegen-
sei e
zu
s a k
eingeschä z
ha en.
Sie
we den
also
ih e
u sp üngliche
Meinung
übe
die
k i ische
Ve handlungsg enze
de
A bei gebe
ko -
igie en.
Sie
we den
nun
ealis isch
mi
eine
G enze
on
5010 echnen.
Das
bedeu e
jedoch,
daß
die
Gewe kscha en
wäh end
de
Ve hand-
lungen
nu
nocll Konzessionen
in
Höhe
on
1
O o
machen
können.
Gleichzei ig
e wa en
sie jedoch,
daß
die
A bei gebe
nach
wie
o
wei e e
2
0/0
zuges ehen. Auch
hie
e gib
sich also
die
Lage,
daß
on
dem
einen
Pa ne
g öße e
Zuges ändnisse
e wa e
we den
als
om
ande n
Pa ne .
Auch
in
diese
Si ua ion
kann
ein
Sclllich e
e olg-
ei<;:h
ä ig
we den.
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Ein luß
de
Schlich ung au die Ta i e agspa eien 103
Dieses Beispiel
weis
au
eine
wei e e
Funk ion
de
Ta i e hand-
lungen
hin.
Ge ade
weil
die
einzelnen
Pa ne
zu
Beginn
de
Ve hand-
lungen
übe
die
Posi ion
de
Gegensei e
noch
im
unkla en
sind,
is
auch
ih e
eigene
k i ische
Ve handlungsg enze
zu
diesem
Zei punk
noch nich
ixie .
Eine
Au gabe
de
Ve handlungen
bes eh
also
auch
da in,
daß
sich
die
Pa ne
im
gemeinsamen
Gesp äch
übe
ih e
eigenen
Posi ionen
kla
we den.
Bei
eine
Meinungsbe agung,
die
de
Ve -
asse
An ang
de
6De
Jah e
bei
einigen
A bei gebe e bänden
de
BRD
du ch üh e,
wu de
ihm
bes ä ig ,
daß
die
A bei gebe g uppen
zumeis
nich
mi
e igen
Konzep ionen
in
die
Ve handlungen
gehen.
Auch
die
eigene
Posi ion
wi d
im
Ve lau e
des
Gesp ächs
mögliche ··
weise
ko igie
4o
•
22.
Unse e
beiden
o he gehenden
Fälle
üh en
zu.
einem
P oblem
des Gesich s e lus es,
weil
die
Pa ne
o
de
No wendigkei
s anden,
quan i a i
ungleiche Konzessionen
zu
machen.
Auch
quali a i e
Mo-
men e
können
einen
Gesich s e lus
he bei üh en.
Die
Pa ne
begin-
nen
die
Ve handlungen
mi
ex emen
Posi ionen
und
nähe n
sich
in
de
Regel
im
Ve lau
de
Ve handlungen
eine
gemeinsamen
mi le en
Posi ion.
Diese
Komp omiß
kann
jedoch
nich
meh
mi
denselben
A gumen en
beg ünde
we den,
die
zu
Rech e igung
de
an änglich.
ex emen
Posi ionen
ange üh
wu den.
Es
wi d
ielmeh
ü
beide
Pa ne
no wendig,
einen
Teil
de
A gumen e
de
Gegensei e
zu
übe -
nehmen
und
mi
diesen
A gumen en
die
Komp omisse
o
den
eigenen
Mi gliede n
zu
e eidigen.
Diese
A gumen enaus ausch
b ing
jedoch
die
Ge ah
mi
sich,
daß
die
Ve handlungs üh e
ih en
eigenen
Mi gliede n
gegenübe
einen
Gesich s e lus
e leiden
und
daß
man
ihnen
o wi ,
sie
hä en
die
Posi ion
de
Gegensei e
übe nom nen
und
die
eigene
Sache
e a en.
In
diese
Si ua ion
kann
de
Schlich e
eine
en scheidende
Rolle
spielen.
Wenn
die
Gesp ächspa ne
die
sich
abzeichnenden
Komp o-
misse
nich
e wa
deshalb
ablehnen,
weil
sie
die
E gebnisse
ü
un ag-
ba
hal en,
sonde n
nu
deshalb, weil
sie
keinen
Weg
sehen,
diese
E -
gebnisse
o
ih en
Mi gliede n
mi
A gumen en.
de
Gegensei e
zu
e eidigen,
kann
de
Schlich e
die
Rolle
eines
Bli zablei e s
übe ..,
nehmen.
Auch
hie
muß
dami
ge echne
we den,
daß
ein
und
dasselbe
A gumen
on
den
Mi gliede n
un e schiedlich
au genommen
wi d
je
nachdem,
ob
dieses
A gumen
on
einem
neu alen
Schlich e
ode
on
de
Gegensei e
übe nommen
wu de.
Dieses
Beispiel
weis
au
eine
wei e e
Funk ion
de
Ta i e handlungen:
au
den
gegensei igen
Aus-
ausch des
A gumen enhaushal es.
40 B.
Külp:
Lohnbildung :
..
; a.a.O.,
S.
171
.
OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/
DOI h ps://doi.o g/10.3790/978-3-428-42549-5 | Gene a ed on 2023-01-16 13:00:01