Menkho , Lukas
A icle
In la ionsge ah du ch Übe sch ei en on
Geldmengenzielen?
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Menkho , Lukas (1988) : In la ionsge ah du ch Übe sch ei en on
Geldmengenzielen?, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 21, Iss. 4,
pp. 513-531,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.21.4.513
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In la ionsge ah du ch Übe sch ei en
on Geldmengenzielen?
Von Lukas Menkho , F ank u
Zum e s en Mal sei 1978 hiel die Bundesbank im Jah 1986 ih selbs ge-
se z es Geldmengenziel nich meh ein. S a inne halb de an isie en
Bandb ei e on 3,5% bis 5,5% nahm die Zen albankgeldmenge (in de
Abg enzung de Bundesbank) um 6,9% zu. 1987 se z e sich diese En wick-
lung o , denn bis Ende Augus wuchs die ges eue e Geldmenge mi eine
Jah es a e on und 7,5% und lag dami kla übe de anges eb en Obe -
g enze on 6%:. Bedeu e dieses ungeplan e Geldmengenwachs um, daß es
da au hin - mi welche Ve zöge ung auch imme - zu eine Beschleunigung
des P eisni eauau iebs kommen muß? Und wie hä e olglich die Geldpoli-
ik - de Si ua ion en sp echend - zu handeln?
Die An wo häng im Ke n on de e wende en geld heo e isch-
mak oökonomischen Konzep ion ab, aus de sich die jeweils als dominie-
end angesehenen T ansmissionswege und In la ionsu sachen he ausschä-
len. Diese G und o s ellungen we den deshalb im olgenden mi Blick au
die hie in e essie ende F ages ellung e ö e , um da aus eine E klä ung
ü die In la ionsen s ehung in de Bundes epublik zu en wickeln. Diese bil-
de le z lich die Basis ü eine Bean wo ung de eingangs ges ell en F agen.
I. Geld heo e ische Konzep e als In e p e a ionsmus e
1. Die Iden i ika ion mone ä e Impulse als S ö g öße
Wenn heu e die So ge um eine mone ä e u sach e In la ion in de Bun-
des epublik zu einem Zei punk mi Gewich e e en wi d, da die P eis-
ni eaus eige ungen minimal sind, dann is das Folge und zugleich E olg
de mone a is ischen „Kon e e olu ion". M. F iedman ha diesen Ausd uck
benu z 2, um zu kennzeichnen, daß die on ihm wesen lich mi en wickel en
1 Vgl. Deu sche Bundesbank: Mona sbe ich e de Deu schen Bundesbank, e -
schiedene Ausgaben.
2 Vgl. M. F iedman (1970).
33 K edi und Kapi al 4/1988
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514 Lukas Menkho
Vo s ellungen e s ens den in de Nachk iegszei o he schenden Keynesia-
nismus adikal ang ei en, ielleich übe winden, und zwei ens Anknüp-
ungspunk e zu „ o e olu ionä en" Zei bes ehen. Ge ade jedoch eine ele-
men a e Aussage de klassischen Quan i ä s heo ie, nämlich die These de
Dicho omie on ealem und mone ä em Be eich in de Wi scha , ha
F iedman neu o mulie : Die Vo s ellung on eine Neu ali ä des Geldes
de klassisch-quan i ä s heo e ischen T adi ion e se z e e du ch das Akze-
le a ions heo em de zei lich beg enz en ealwi scha lichen Wi ksamkei
mone ä e Impulse3. Dieses neu ge aß e Theo em wide sp ich abe imme
noch undamen al de liquidi ä s heo e isch-keynesianischen Au assung,
mi eine expansi en Geldpoli ik übe den Zins (un e Ums änden) das
Ni eau wi scha liche Ak i i ä nachhal ig beein lussen zu können. De
Ke n de Auseinande se zung lieg demnach nich meh in de F age, ob
Geldpoli ik eal wi ken kann, sonde n ha sich dahingehend e schoben,
wie sie dies u .
Alle dings is mi de Ve schiebung des P oblems die Quan i ä s heo ie
nich wi klich du ch den Mone a ismus abgelös , sonde n - wie angedeu e -
ehe e gänz wo den; denn an ih e kompa a i -s a isch gewonnenen Aus-
sage übe Gleichgewich szus ände ha sich nich s geände : Nach wie o
gil eine übe den ealen Wachs ums end de Volkswi scha hinausge-
hende Geld e so gung als U sache (und nich nu als Beglei e scheinung)
de In la ion. Wei e hin s ell die S abili ä sannahme bezüglich des ealen
Wi scha sgeschehens das gemeinsame He zs ück de klassisch-mone a i-
s ischen A gumen a ionslinie da . Mi de allgemeinen Theo ieen wicklung
sind na ü lich Teile da on modi izie wo den, abe eben nich de Ke n.
Das gil in gleiche Weise ü die Vo s ellung on eine s abilen ( ühe :
kons an en) Geldnach age.
Aus dem Zusammenspiel de einzelnen, oben e wähn en Komponen en
de Quan i ä sgleichung e klä sich die besonde e S ellung de Geldmenge:
S abiles eales Wi scha sgeschehen, lexible P eisbildung au eien We -
bewe bsmä k en und s abiles Ve hal en de Geldnach age - da bleib als
E klä ungsg öße ü S ö ungen nu noch die Geld e so gung, de ensi
a gumen ie . K. B unne ha dies im Lau e de Zei auch imme o ensi e
o mulie und als Beg ündung explizi die ökonomische Theo ie de Poli ik
he angezogen4. Dami soll gezeig we den, daß das Eigenin e esse de ü
die No enbankpoli ik Ve an wo lichen, diese - du chaus gegen besse e
ökonomische Einsich - zu eine s eue nden und im Regel all zu expansi en
Poli ik e lei e . Dabei wi d on den ins i u ionellen Rahmenbedingungen
3 Vgl. M. F iedman (1968).
4 Vgl. K. B unne (1984), S. 29 .
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In la ionsge ah du ch Übe sch ei en on Geldmengenzielen? 515
he angenommen, daß die Geldmenge nich nu kon ollie we den kann,
sonde n eben auch ak i beein luß wi d; ande n alls könn en da on nich
(au onome) Impulse ausgehen.
Die wi scha spoli ische Konsequenz de mone a is ischen Analyse wa
on Anbeginn die de Zu ückhal ung aus G ünden ehlenden Wissens um
die genauen Wi kungsmechanismen und lags sowie wegen schlech e E ah-
ungen bzw. nega i e E wa ungen gegenübe de Geldpoli ik. Als Kon-
zep o de e F iedman deshalb die es e Regelbindung de Geldmengen-
expansion und dami den Abschied on eine keynesianisch inspi ie en
Konjunk u s eue ung.
2. Die Neu o mulie ung de Sepa a ion des ealen Sek o s
Es is wohl kein Zu all, daß im Lau e de 70e Jah e die bis dahin im
mone a is ischen Gedankengebäude implizi angenommene Fo m de adap-
i en E wa ungsbildung k i isch hin e ag wu de: E s ens en wickel en
sich Ansä ze zu mik oökonomischen Fundie ung mone a is ische T ans-
missions o s ellungen, in denen a ionale Ve hal ensweisen un e Beach-
ung o handene In o ma ionen und P ä e enzen du chgespiel wu den.
Da aus e gab sich das P oblem, ob die Menschen, wie sie du ch das Akzele-
a ions heo em besch ieben we den, wi klich a ional handeln. Zwei ens
ließ sich im Zuge de wel wei en In la ionsbeschleunigung eine zunehmende
Sensibilisie ung gegenübe P eisni eaus eige ungen wah nehmen - die
Ze s ö ung de Geldillusion begann.
Mone a is en wa en bis dahin da on ausgegangen, daß eine übe mäßige
Geldmengenauswei ung ku z is ig zu P eis e ze ungen, o allem zu
ungewoll en Reallohnsenkungen, üh und insowei ou pu wi ksam is . Mi
Wah nehmimg de sich a sächlich eins ellenden Lage komm es zu Re i-
sion de ealen Ve ände ungen - das „na ü liche" Gleichgewich is wiede -
he ges ell . Abweichungen da on lassen sich also allein du ch He bei üh en
une wa e e Ums ände e eichen: Das is nu das e s e Mal eine e was
g oßzügige e mone ä e Auss a ung, in de Folge beda es eine Beschleu-
nigung de Übe e so gung: deshalb Akzele a ions heo em. Wenn nun die
Menschen ih e wa ungsgelei e es Ve hal en abe nich ausschließlich an
de jeweils le z en konk e en E ah ung aus ich en, sonde n (gleich) das
P inzip e kennen und die Folgen an izipie en? Dann eagie en sie au geld-
poli ische Impulse so o ich ig, d. h. im mone a is ischen Kon ex allein
mi den P eisen und nich meh eal5. Die al e klassische Au assung on de
5 Vgl. als Übe blick M. J. M. Neumann (1979).
33'
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Neu ali ä des Geldes e häl du ch diese Kombina ion on „ a ionale "
E wa ungsbildung und mone a is ische Theo ie als Poli ikine ek i i ä s-
heo em neue und - wegen de ku z is igen Gül igkei - poin ie e Ak uali-
ä : Die Kon e e olu ion wi d e s dami wi klich pe ek .
Fü das hie in e essie ende P oblem de In la ionse klä ung behaup e
die Neue Klassische Mak oökonomie also eine adikale Ve kü zung des lags
zwischen Geldmengenauswei ung und P eisni eaus eige ung. Als konse-
quen e Handlungsemp ehlung e gäbe sich da aus gegenübe keynesiani-
schem Poli ikop imismus und mone a is ischem -pessimismus eine A Poli-
iknihilismus. Fü die P axis alle dings sp ich nich s gegen eine Be olgung
de mone a is ischen Geldmengen egel. Im Gegen eil eduzie diese die
Kos en ü In o ma ions e a bei ung und Anpassung im Ve gleich zu eine
wie auch imme gehandhab en a iablen Poli ik.
Nich nu wegen diese gleichge ich e en geldpoli ischen Schluß olge ung
ha die Neue Klassische Mak oökonomie gegenübe dem Mone a ismus in
de Bundes epublik keine Rele anz e lang : In de einen Fo m sind die
Aussagen nich au die Wi klichkei übe agba bzw. läß sich übe In o -
ma ions- und T ansak ionskos en ein Bindeglied zwischen beiden Schulen
he s ellen, das le z lich das s enge Poli ikine ek i i ä s heo em als heo e-
ischen G enz all e scheinen läß . De Mone a ismus adap ie somi den
Gedanken eine a ionalen E wa ungsbildung, ohne deshalb gleich on
einem ölligen Abbau de Wi kungslags und ealen Fehlanpassungen aus-
zugehen6. Mi diese In e p e a ion is abe de Ans oß de Neuen Klassi-
schen Mak oökonomie nich e wa ins Lee e gegangen - im Gegen eil: Wenn
a ionale E wa ungen in diesem Rahmen die Sinnlosigkei geldpoli ische
Mak oS eue ung besonde s o ensich lich machen, dann s ü z das eindeu ig
die mone a is ische und nich die keynesianische Beu eilung de Poli ik-
möglichkei en.
3. Die Be onung ealwi scha liche Ungleichgewich e
G und o ausse zung ü jegliche Fo m konjunk u poli ische Ak i i ä
muß neben de Annahme e izien e Umse zungschancen die Fes s ellung
eines S eue ungsbeda s sein, also eine eduzie ba en Abweichung om
( heo e ischen) Gleichgewich . Zu diese Be onung ealwi scha liche
Ungleichgewich e paß eine nich -mone ä e In la ionse klä ung, de zu olge
ela i e P eisbewegungen nich allein die Alloka ion, sonde n ge ade auch
das absolu e P eisni eau beein lussen7. Wenn dies im Regel all mi eine
6 Vgl. ebenda.
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In la ionsge ah du ch Übe sch ei en on Geldmengenzielen? 517
Nach age- und Geldmengenauswei ung einhe geh , dann schein die In e -
p e a ion - ob mone ä ode nich -mone ä e u sach - as ein P oblem
de Seman ik zu sein. Ta sächlich abe zeig sich hie besonde s deu lich de
jeweils un e schiedliche Ansa z.
Empi isch beobach en läß sich bekann lich olgendes zyklische Mus e :
Zue s wachsen Geldmengenagg ega e an, dann s eigen Zinsni eau sowie
wi scha liche Ak i i ä und schließlich nimm die In la ions a e zu. Wel-
che is nun dabei die e u sachende G öße und welche die eagie ende? Is
die Geldmenge - als o lau endes Agg ega - die en scheidende e klä ende
Va iable wie es im Akzele a ions heo em o mulie wi d? Aus keynesiani-
sche Sich - um de Gegenposi ion einen ein achen Namen zu belassen -
sp echen d ei A gumen e dagegen:
(1) Besonde s naheliegend, on F iedman an angs ge ne ins Feld ge üh ,
und dennoch keineswegs ein Beweis ü die om Mone a ismus angenom-
mene Kausali ä on Geldmenge und Nominaleinkommen is de zei liche
Vo lau e s e e G öße. Das „pos hoc" beg ünde , wie es Tobin g i ig
o mulie e, kein „e go p op e hoc"8. Und was als Basis eine gu en P o-
gnose dienen kann, s ell deshalb nich au oma isch die wi kliche E klä-
ung, sonde n un e Ums änden nu einen ande s e u sach en Zusammen-
hang da . Jeden alls is ein schnelle es Ansp echen mone ä e als eale
G ößen in de Konjunk u bewegung auch au g und des En scheidungsab-
lau s (insbesonde e bezüglich In es i ions o haben) und de di e enzie en
Flexibili ä de Mä k e plausibel9.
(2) Fü die Ve häl nisse in de Bundes epublik läß sich wei e hin wenig-
s ens bis in die 70e Jah e die These eines s a k endogen bes imm en Geld-
angebo s belegen10. D. h., daß die p i a en Wi scha ssubjek e mi ih en
Disposi ionen die Geldmengenen wicklung en scheidend selbs gep äg
haben und wenige die Bundesbank, die alle dings übe den P eis de Zu -
e ügungs ellung S eue ungsmöglichkei en wah nahm. Zusä zlich kam es
bei es en Wechselku sen imme wiede zu massi en di ek en außenwi -
scha lich beding en Ein lüssen au das Geldangebo . Au g und des Übe -
gangs zu lexiblen Wechselku sen und zu eine Geldmengens eue ung (mi
zunehmend pe ek ionie e Ausges al ung de Geld e so gung sowie einem
Abbau de eien Liquidi ä s ese en) kann heu e jedoch on einem elas i-
schen Geldangebo im u sp ünglichen echnischen Sinne keine Rede meh
7 Vgl. an i he isch o mulie bei W. Eh liche (1977), S. 442 .
s Vgl. J. Tobin (1970).
9 Vgl. auch W. Lachmann (1977), S. 519 .; gl. allgemein zu den Punk en (1) - (3)
T. Maye (1985), insbesonde e S. 362 .
10 Vgl. A. Obe hause (1982).
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sein. Wohl abe bleib eine wi scha spoli isch ole ie e Elas izi ä denk-
und beg ündba . Dies hieße dann zwa , daß die Bundesbank - bei eine
absolu mone a is ischen A gumen a ion - „Beihil e zu In la ion" leis e ,
abe au onome Impulse wü den dadu ch un e keinen Ums änden on de
Geldpoli ik ausgehen.
(3) Le z lich gib es Au - und Abschwünge wi scha liche Ak i i ä
nich nu sei keynesianische In e p e a ionsmus e de Ökonomie die Geld-
poli ik beein lussen. Mögliche weise ha sich de aus den USA s ammende
Mone a ismus in seinem U eil s a k on E ah ungen mi de US-Wi -
scha spoli ik lei en lassen und beg ünde e Einsich en unzulässig e allge-
meine . Denn nich die Möglichkei mone ä (mi -) e u sach e Konjunk-
u - und In la ionsbewegungen soll e nein we den (was im üb igen dem
keynesianischen Ansa z öllig wide sp äche), sonde n die ihnen zugemes-
sene Bedeu ung.
Aus all dem e gib sich das Bild, daß au g und o wiegend ealwi scha -
liche Vo gänge Konjunk u schwankungen en s ehen, die eine gleichge ich-
e e, zei lich ühe au e ende Geldmengenbewegung e zeugen und übe
die Nach age-Angebo s-Ve häl nisse empo ä in la ions eibend wi ken.
Insowei we den die P eisni eaus eige ungen mone ä alimen ie , abe
nich -mone ä e u sach . Als Folge de mone a is isch gep äg en Te mino-
logie sp ich man on eine „umgekeh en Kausali ä ".
4. Die Beach ung nich -zyklische Phänomene
Neben dem bislang behandel en Zyklenmus e sind ge ade sei den 70e
Jah en Schocks und Rigidi ä en häu ige ode me kliche au ge e en. In
einem keynesianischen Theo ie ahmen lassen sich da aus p oblemlos In la-
ionse ek e ablei en11. Typisch sind - als Ausp ägung eine Anbie e in la-
ion - die beiden e s en Ölp eisschocks, die sich nich nu als Kos en ak o
unmi elba in den Endp oduk p eisen niede schlugen, sonde n da übe
hinaus zu komplemen ä en Kompensa ions e suchen - z.B. deu lich im
Lohnbe eich - ge üh haben. Nach s enge klassisch-mone a is ische
Au assung hä e es - bei s ik po en ialo ien ie e Geldpoli ik - s a de
Ve s ä kung de u sp ünglichen singulä en P eisände ung zu subs i u i en
P eissenkungen kommen müssen.
Ähnliches gil ü den ganzen Be eich s uk u elle In la ionsmodelle, die
in ih e Meh hei on eine Disk epanz zwischen P oduk i i ä sen wick-
lung und Lohn e ände ung in einzelnen Wi scha ssek o en ausgehen12.
11 Vgl. in diese Rich ung z.B. B. P. Boswo h (1980).
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Die beiden Haup a gumen a ionss änge lau en, daß es eine sei s eine
Lohn üh e scha de p oduk i i ä ss ä ks en B anchen gib (P oduk i i-
ä s yp de s uk u ellen In la ion) ode daß ande e sei s Löhne nach un en
in lexibel eagie en und deshalb die du ch Nach age e lage ungen e u -
sach en P oduk i i ä sschwankungen nu asymme isch nach ollziehen
(Nach age yp). In jedem Fall bewi k das Ve hal en de Ta i pa eien in den
wi scha sschwäche en Sek o en einen Kos en- und dami wei e gehend
P eisd uck, de nich au oma isch ausgeglichen wi d.
Ob und inwiewei sich nun ein übe P eisschocks ode Rigidi ä en au ge-
bau e P eisd uck als In la ion niede schläg , häng s a k om Ve hal en
de Zen albank ab. Sie könn e eine es ik i e Poli ik e olgen und en we-
de unmi elba ode un e Ums änden übe e zwungene A bei slosigkei ü
Ve hal ensände ungen und dami le z lich P eisni eaus abili ä so gen. Die
No enbank könn e jedoch auch den en s andenen P eisd uck in einem nähe
es zulegenden Um ang mone ä alimen ie en und dadu ch die Übe wäl-
zung e leich e n. Im e s en Fall bes eh die Ge ah , e meidba e Ou pu -
es ik ionen he beizu üh en, im zwei en Fall mag sich eine A In la ions-
men ali ä au bauen. Eine mone a is ische Sich weise wü de hie bei kla
zu e s en S a egie endie en, denn nach de en Ve s ändnis is es Au gabe
de Mä k e, ü die ich igen ela i en P eise zu so gen - mi allen Konse-
quenzen; ande n alls en s ünden In la ion und un e Ums änden P eis e -
ze ungen mi nega i en Konsequenzen ü die Realwi scha . Eine ehe
keynesianische Be ach ung dagegen hä e an de Un ollkommenhei de
Mä k e - im neoklassischen Sinne - als beobach e e Ausgangsg öße anzu-
se zen und da on ausgehend die Kos en e schiedene Geldpoli iken abzu-
wägen.
Dami is noch einmal de Dissens zwischen beiden hie e ö e en Theo-
ielinien o engeleg . S uk u elle In la ion ode Anbie e in la ion gib es
p inzipiell nu im keynesianischen Kon ex . Die besch iebenen Phänomene
we den im Mone a ismus un e Ma k un ollkommenhei en ub izie .
Dabei handel es sich keines alls um ein P oblem sp achliche O dnung,
wenn man die mone a is ische Posi ion zu Ende denk . Diese besch eib ja
nich ein ach was geschieh , wenn sich Menschen so ode so e hal en, son-
de n is mi de These eine ( endenziellen) S abili ä des (p i a en) ealen
Sek o s eindeu ig es geleg - und zwa au die Modellannahme lexible
P eise. Dami keh sich - zugespi z o mulie - das übliche Ve häl nis
zwischen Wi klichkei und Theo ie um: Das zug undegeleg e Modell e klä
nich ein ach die ökonomische Reali ä , sonde n besch eib sie als eine
12 Vgl. L. Menkho (1986), S. 91 .
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520 Lukas Menkho
UnVollkommenhei des modellmäßig pe ek en Ma k es. Eine Geldpoli ik,
die - als s enge Geldmengen egel - konsequen da au au bau , e kö pe
inso e n den Willen zu Du chse zung diese Modellno m.
II. Folge ungen aus de geld heo e ischen Deba e
1. No ma i e Implika ionen de G undkonzep e
Gleichgül ig nun, ob die Iden i ika ion mone ä e Impulse als S ö g öße
ode die Be onung ealwi scha liche Ungleichgewich e im Vo de g und
de Analyse s eh - als Modell o s ellungen abs ahie en ökonomische
Theo ien on de Wi klichkei und e suchen eine Reduk ion au die ü en -
scheidend gehal enen Zusammenhänge. Fü die Geld- und In la ions heo ie
geh dabei die Auseinande se zung schon lange au die F age de Wi kungs-
ich ung zwischen Geldmenge und Nominaleinkommen/P eisni eau zu-
ück13.
Kon ä e Posi ionen lassen abe im einzelnen du chaus Annähe ungen zu,
die zeigen, daß es sich nich ein ach um Dogmen, sonde n um lebendige, de
Diskussion un e wo ene Gebilde handel . Typisch da ü is das Au und Ab
de Duali ä s hese on mone ä em und ealem Sek o : Al e klassische ode
neu-klassische Ansä ze au de einen Sei e und ein money doesn' ma e -
Keynesianismus au de ande en Sei e haben sich nich du chgese z ; P eis
und Menge de Geld e so gung haben einen - un e schiedlich gesehenen -
Ein luß au Ou pu und In la ion. Kennzeichnend ü Le ne ek e sind da -
übe hinaus die E klä ungen de T ansmissionskanäle, die sich me hodisch
du ch Be ücksich igung de aillie e e Op imie ungskalküle und Bes ands-
anpassungsp ozesse angeglichen haben. Die le z e Inno a ion dü e - als
Folge de E wa ungsbildungsdiskussion - das Akzep ie en des Ve s e i-
gungsgedankens ü die Geldpoli ik sein.
Schon diese wenigen e wähn en Punk e e deu lichen das Spannungs-
eld, in dem sich die Theo ien be inden: Au de einen Sei e en s ehen Modi-
ika ionsan eize du ch me hodische En wicklungen, Theo iediskussionen
ode ins i u ionelle Ände ungen, au de ande en Sei e lassen sich Beha -
ungs endenzen ü G undposi ionen es s ellen. Solches Beha ungs e mö-
gen mag eilweise allein du ch die logisch o gegebenen Möglichkei en als
eine A Scheinphänomen au e en: Zwischen Geldmenge und Nominalein-
kommen sind schließlich nich beliebig iele Wi kungsbeziehungen denk-
ba . Gleichzei ig abe scheide sich an diese Kausali ä s age nich nu
Vgl. W. Eh liche (1977).
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In la ionsge ah du ch Übe sch ei en on Geldmengenzielen? 527
Zen albank ein Handeln in K isenzei en und ein Respek ie en, sp ich
Un e s ü zen, alle anges eb en wi scha lichen, und eben auch de eal-
wi scha lichen Ziele. Na ü lich se z solch eine Aussage die Akzep anz de
he schenden Vo s ellungen o aus und s ell nich die Fo de ung au , die
Menschen soll en das Zus andekommen ökonomische E gebnisse allein
dem Ma k und einem kon inuie lichen Geldmengenwachs um übe lassen.
Was schließlich die echnische Sei e eine keynesianisch ausges al e en
Geldpoli ik anbelang , so e geben sich un e dem Gesich spunk de Reak-
ions ähigkei zwei Folge ungen: Bandb ei en e hal en den Vo zug o
Punk zielen und das B u osozialp oduk den o einem Geldmengenziel, da
es Spiel aum ü Geldnach ageschocks be ücksich ig .
Diese bewuß belassene Unbes imm hei , die ja - wenn sie in ein Konzep
eingebunden und de inie is - keines alls Willkü bedeu e , läß sich mög-
liche weise schwie ige glaubwü dig „ e kau en" als eine simple Regel.
Ande e sei s - und auch dies gil es zu beach en - „(wi d) eine Geldpoli-
ik.. . nich schon deshalb glaubwü dig, weil sie Geldmengenziele
e eich "26.
III. Konsequenzen ü die ak uelle geldpoli ische Diskussion
Im Ve lau e des Jah es 1987 is die Bundesbankpoli ik wegen ih e Ziel-
übe sch ei ungen zunehmend in die Diskussion ge a en. Dabei mag sich die
No enbank zugu e hal en, daß die K i ik on e schiedenen Sei en komm :
Die einen o de n die Einhal ung des selbs ges eck en Geldmengenziels,
ande e be ü wo en zwa die bewuß e Übe sch ei ung, a en abe zu Au -
gabe des Zen albankgeldmengen-Konzep s. Modi ika ionen beide G und-
hal ungen gib es da übe hinaus hin eichend.
De konk e e Anlaß diese Deba e lieg in de Ve ehlung des Geldmen-
genziels ü 1986 um 1,4 P ozen punk e, sowie des abe maligen deu lichen
Übe schießens im Jah 1987 in ähnliche G ößeno dnung. Dabei komm es
ü die Beu eilung de Si ua ion - bei einem keynesianischen Ansa z -
wenige au die Übe sch ei ung als solche als au die U sachen da ü an.
Hie sind o allem d ei G ünde zu nennen27: E s ens haben Inlände , ins-
besonde e inländische Nich banken, bei dem nied igen Nominalzinsni eau
ih e Ren enkäu e d as isch eingesch änk und ih e Mi el seh liquide ange-
leg ode ga in Fo m on Ba geld gehal en. Wäh end dies eigen lich zu
26 Reinha d Pohl (1985), S. 381.
27 Vgl. Deu sche Bundesbank (1987), S. 21 . und S. 38 . bzw. de en Mona sbe-
ich e ü einzelne Zahlenangaben.
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528 Lukas Menkho
einem Zinsans ieg hä e üh en müssen, übe nahmen - zwei ens - Auslän-
de 1986 und zwei D i el und im e s en Halbjah 1987 imme noch gu 62%
des Ne oabsa zes inländische Ren en i el, so daß dadu ch das Zinsni eau
soga zu ückging und de A en ismus inländische Nich banken wei e
anhiel . Wei e hin bewi k e dies o z Reko dübe schüssen in de Lei-
s ungsbilanz einen lang is igen Kapi alimpo und um so g öße e ku z i-
s ige Kapi alexpo e. Die Folge diese T ansak ionen wa eine Bilanz e -
länge ung bei den K edi ins i u en: Pe Saldo e gab das Inland ku z i-
s ige K edi e ans Ausland, das wiede um es e zinsliche We papie e
kau e, wäh end inländische Nich banken sich liquide hiel en28. Die d i e
wesen liche U sache ü die s a ke Auswei ung de Zen albankgeldmenge
lag im Ve hal en de Bundesbank, die bewuß nied ige Zinsen ans eb e, um
den Au we ungsd uck au die D-Ma k zu milde n, und deshalb die Geld-
mengenexpansion zuließ.
Au g und dieses Bildes äll es seh schwe , on einem expansi en mone-
ä en Impuls zu sp echen, de - en sp echend de mone a is ischen In la-
ions heo ie - so iel Übe liquidi ä in die Wi scha pump , daß zu Wah-
ung des Po o olio-Gleichgewich s die Ausgaben ü Gü e und Diens lei-
s ungen s eigen (und selbs dann dü e eine alleinige P eiswi kung diese
Nach ages eige ung unwah scheinlich sein)29. Viel ehe handel es sich bei
de ak uellen Lage um eine Folge de oben besch iebenen Ve hal ensweisen,
die zwa die Geldmengenauswei ung bedingen, die abe auch un e sich
wandelnden Ums änden wiede zu ih e Rück üh ung bei agen. Solch eine
No malisie ung is in e schiedenen Szena ien denkba , doch ganz en -
scheidend häng sie on de Be ei scha inländische Nich banken ab, sich
wiede in g öße em Um ang in langlau enden Ti eln zu engagie en. Diese
Be ei scha wi d du ch s eigende Oppo uni ä skos en ge ö de 30 und deu-
e e sich be ei s bei e was höhe em Zinsni eau an31. Wah scheinlich edu-
zie sich mi de Zei auch eine A Mindes zinse wa ung, die die Ve gan-
genhei als Maßs ab nimm und de zei bei Anleihe endi en um 6% nu
unzu eichend be iedig wi d32.
28 So nahm das K edi olumen gegenübe Nich banken im Augus 1987 - au das
Vo jah bezogen - nu um gu 3% zu, die In e bankenk edi e dagegen um as 13%,
da un e o allem die an ausländische K edi ins i u e um 30%.
29 Vgl. Reinha d Pohl (1987).
30 Bezeichnende weise expandie en die liquiden Geldmengen besonde s s a k: M 1
z.B. im Augus 1987 gegenübe Vo jah um gu 10,5%, dagegen die zins eagiblen Te -
mingelde nu um 1,5%. Bei de e höh en Ba geldhal ung dü en alle dings auch
anhal ende e zinsunabhängige Ein lüsse eine Rolle spielen.
31 Zu Jah esmi e 1987 se z en spü ba e Ren enkäu e inländische Nich banken,
bei ge ingem Auslandsin e esse, ein.
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In la ionsge ah du ch Übe sch ei en on Geldmengenzielen? 529
Es sp ich also iel da ü , daß die übe schießende Geldmenge mi einem
Auslau en de e u sachenden Fak o en wiede langsame zunehmen wi d
und sich kein s e ig wachsendes mone ä es In la ionspo en ial bilde . Da
auch on den ealwi scha lichen Bedingungen he kein Anlaß zu beg ün-
de en So gen bes eh , lieg die eigen liche In la ionsge ah de zei in au -
kommenden In la ionsängs en.
Un e diesem Aspek be inde sich die Bundesbank in dem Dilemma, daß
sie mi ih em Geldmengenzielkonzep eine In e p e a ionsweise ö de , die
sie da in behinde , das Wünschenswe e zu un. Jede Fo m de Geldmen-
gen egel, selbs wenn sie so a iabel wie on de Bundesbank gehandhab
wi d, gib eben le z lich ein s a es Ko se o . Das mag zu B echung eine
In la ionsmen ali ä ein akzep ables Mi el gewesen sein, doch diese Zei is
(e s einmal) o übe .
Geldmengenwachs um is somi wede heo e isch zwingend die wesen -
liche In la ionsu sache, noch wa es dies konk e un e den bundesdeu schen
Ve häl nissen; und auch un e den de zei igen Ums änden s ell es kein en -
scheidendes P oblem da . Das eigen liche ak uelle geldpoli ische P oblem
lieg ielmeh in de Ziel e ehlung als solche - die Konsequenz kann abe
nich da in bes ehen, deshalb Geldmengenziele in Zukun wiede unbe-
ding einhal en zu wollen, sonde n da in, sie g undsä zlich zu übe denken.
Li e a u e zeichnis
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32 Zwei ellos wi d das Ve hal en de p i a en Nich banken on den beiden e gan-
genen ex emen Zinszyklen - d. h. e eich en hohen Nominalzinsen - gep äg . In den
da in beding en hohen Realzinsen d ück sich auch eine gewachsene In la ionssensi-
bili ä , jedoch kein gene elles Miß auen gegenübe de e olg en Geldpoli ik, aus.
34 K edi und Kapi al 4/1988
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Zusammen assung
In la ionsge ah du ch Übe sch ei en on Geldmengenzielen?
Mi dem Übe sch ei en de on de Bundesbank es geleg en Geldmengenziele ü
1986 und 1987 ha die So ge um eine mone ä en s ehende In la ion zugenommen.
Den Beg ündungszusammenhang da ü lie e die mone a is ische Theo ie, die eine
kla e kausale Wi kungs ich ung on de Geldmenge hin zum P eisni eau pos ulie .
Es soll gezeig we den, daß diese Vo s ellung zwa ein in sich geschlossenes Bild
e gib , abe einem ehe keynesianischen Ansa z keines alls übe legen is . Vielmeh
e sp ich eine O ien ie ung an de No m eines „ Akzep ie ens de gegebenen Ve häl -
nisse" eine ele an e e Analyse als ein Fes hal en an de mone a is ischen No m
„ ollkommene Mä k e". Solch ein o ene , di e enzie e e Ansa z de In la ionse -
klä ung - de mone ä e Ein lüsse ela i ie , abe nich leugne - üh olge ich ig
auch zu einem ielschich ige en En scheidungsmus e ü die Geldpoli ik. Fü die
ak uelle Diskussion is dabei on Bedeu ung, daß die U sachen de Geldmengenex-
pansion im de zei igen wi scha lichen Um eld eben keine In la ionsge ah anzeigen.
Die Geldpoli ik soll e deshalb auch nich e wa Geldmengenziele unbeding wiede
einhal en wollen, sonde n sie g undsä zlich übe denken.
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In la ionsge ah du ch Übe sch ei en on Geldmengenzielen? 531
Summa y
In la iona y Risks as a Resul o O e shoo ing Money Supply Ta ge s?
O e shoo ing he Bundesbank's money supply a ge s o 1986 and 1987 has
inc eased conce n abou esu ging in la ion on accoun o mone a y easons. The
mone a is heo y claiming he exis ence o clea causal e ec s be ween money supply
and he le el o p ices supplies he con ex o jus i ica ion. The aim o his pape is o
show ha his pe cep ion, al hough o e ing a consis en pic u e, is in no way supe io
o a mo e Keynesian app oach. A p ocedu e o ien ed o he no m o "accep ing exis -
ing condi ions" p omises a a he mo e ele an analysis han any holding as o
he mone a is no m o "pe ec ma ke s". Such an open and mo e di e encia ed
app oach o explaining he causes o in la ion - one which assumes a ole o ela i e
impo ance o mone a y causes while no denying hei exis ence - hus leads, o
necessi y, o a mo e complex decision-making pa e n o mone a y policy. In his
con ex i is impo an o he cu en discussion ha he causes o money supply
expansion do no indica e in la iona y dange s in he p esen economic en i onmen .
P ecisely o his eason, mone a y policy-make s should no be subjec ed again o he
equi emen o s ic compliance wi h money supply a ge s, bu hey should e iew
hem in p inciple.
Résumé
Le dépassemen d'objec i s d'o e de monnaie
a- -il un e e in la ionnis e?
Les objec i s d'o e de monnaie ixés pa la Banque édé ale on é é dépassés en
1986 e 1987, ce qui ai c aind e de plus en plus une in la ion moné ai e. La héo ie
moné a is e, en e e , pos ule un e e causal é iden de la quan i é de monnaie en ci -
cula ion su le ni eau des p ix. L'au eu mon e ici que ce e hèse n'es nullemen
supé ieu e à une concep ion plu ô keynésienne. Au con ai e, une o ien a ion e s la
no me de l'„accep a ion des condi ions données" p ome une analyse plus pe inen e
que l'a achemen à la no me moné a is e de „ma chés pe ai s". En expliquan ainsi
l'in la ion de açon clai e e di é enciée - les e e s moné ai es y son ela i és, mais
non igno és -, on ob ien aussi pa conséquen un modèle de décision plus la ge pou
la poli ique moné ai e. Il es impo an pou la discussion ac uelle que les causes de
l'expansion de la quan i é de monnaie en ci cula ion n'indiquen pas de dange in la-
ionnis e dans le con ex e économique ac uel. La poli ique moné ai e ne de ai donc
pas s'e o ce d'a eind e de nou eau à ou p ix des objec i s d'o e de monnaie, mais
elle de ai y é léchi sys éma iquemen .
34'
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