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Bildungswesen und Statistik

Abstract

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Bildungswesen und Statistik

Author: Bodenhöfer, Hans Joachim
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1965
DOI: 10.3790/schm.85.6.743
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291099/1/schm.085.6.743.pdf
Bodenhö e , Hans Joachim
A icle
Bildungswesen und S a is ik
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Bodenhö e , Hans Joachim (1965) : Bildungswesen und S a is ik, Schmolle s
Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo ,
Be lin, Vol. 85, Iss. 6, pp. 743-746,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.85.6.743
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291099
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Bildungswesen und S a is ik
Be ich on de Haup e sammlung de
Deu schen S a is ischen Gesellscha in F ank u (28. 10.1965)
Mi „Bildungswesen und S a is ik", dem Gene al hema de dies-
jäh igen Haup e sammlung de Deu schen S a is ischen Gesell-
scha , is ein wei e Be eich umsch ieben — en sp echend iel äl ig
wa en auch die P oblemk eise, die in den Re e a en und Diskussions-
bei ägen diese Ve ans al ung zu Sp ache kamen: on den Au -
gaben de S a is ik zu Fundie ung on Bildungsplanung und Bil-
dungspoli ik, bis zu den P oblemen de Messung, denen sich die
empi ische bildungsökonomische Fo schung gegenübe sieh . Du ch-
gehend wu de bei all diesen Bei ägen deu lich, welch eminen poli-
ische Bedeu ung be ei s jede empi isch-s a is ischen Un e suchung
ode de heo e ischen Analyse ökonomische Aspek e des Bildungs-
wesens zukomm , — ein Fak um, das nich zule z als Ans oß ü
die En wicklung des neuen Zweigs de Bildungsökonomie bedeu sam
wu de.
Engen Bezug zu bildungsplane ischen und bildungspoli ischen P o-
blemen ha e be ei s das am Vo ag gehal ene Re e a on Robe
Geipel übe „Regionals a is ische Me hoden zu E mi lung; des Bil-
dung,sge älles zwischen Land und S ad ", das einen Übe blick übe
Me hode und E gebnisse eine demnächs e scheinenden S udie diese
A bo . Besch änk au das Land Hessen und den Schulabschluß des
Abi u s se z diese A bei mi de Be ach ung de un e s en egio-
nals a is ischen Einhei de Gemeinden eine Un e suchung o , mi
de F ied ich Edding und Rode ich on Ca nap ein e hebliches „Bil-
dungsge älle" zwischen den einzelnen Bundeslände n es s ell en („De
ela i e Schulbesuch in den Lände n de Bundes epublik 1952—1960",
F ank u a. M. 1962). E s du ch de a ie gehende, wiede hol e Be-
s andsau nahmen lassen sich solche na u -, kul u -, sozial- und wi -
scha s äumliche S uk u en und S uk u wandlungen im einzelnen
e kennen, die mi E scheinungen des Bildungswesens in eine kausale
Beziehung geb ach we den können (Ko ela ionen de gemeindlichen
„Abi u ien enquo e" zu S uk u me kmalen wie dem S ando on
Gymnasien und de e keh sgeog aphischen E schlossenhei , dem
Ausbau des Landschulwesens, dem sozialen S a us de El e nscha ,
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kon essionellen Un e schieden, Bildungs adi ionen un e dem Ein-
luß bäue lichen E b ech s usw.). Das Ziel de a ige bildungsgeo-
g aphische Un e suchungen lieg so in möglichen Hinweisen au An-
sa zpunk e eine die „Bildungs ese en" ausschöp enden, das P inzip
de Chancengleichhei wah enden Bildungspoli ik, ü die, bei de
Vielzahl und Vielschich igkei bildungshemmende Fak o en, kein
Allheilmi el exis ie , ielmeh au de aillie en Un e suchungen be-
g ünde e geziel e Maßnahmen ge o en we den müssen. Die E mi -
lung egionale Un e schiede des ela i en Schulbesuchs und de Abi-
u ien enquo e kann alle dings nu als e s e Ansa z zu E assung
de Zahl de nich en wickel en Begabungen dienen, inso e n sich ü
die „Begabung" als nich na u gegebenem s a ischem, sonde n dyna-
mischem Phänomen un e dem Gesich spunk eine neuen Didak ik
ü den e wei e en Schüle k eis de höhe en Schule seh iel wei e e
Pe spek i en e geben.
Fo de ungen de Bildungspoli ike an die S a is ik und die Mög-
lichkei en de S a is ik, diesen Fo de unge/n ge ech zu we den, wa en
die Themen de Re e a e on Wal e
Mülle
und He mann
Schubnell.
Den P oblemen des in e na ionalen Ve gleichs on Bildungss a is i-
ken, on besonde em In e esse ü die ak uelle bildungspoli ische
Diskussion in de Bundes epublik, wa de mi zahl eichen ins uk-
i en Beispielen beleg e Vo ag on Al ed
Jacobs
gewidme . Mi
diesen d ei Re e a en wa die Au gäbe de S a is ik ü eine Bil-
dungsplanung als G undlage a ionale bildungspoli ische En schei-
dungen unmi elba angesp ochen. Dieses p ak ische In e esse an den
on de S a is ik zu gewinnenden Au schlüssen «zeig e sich besonde s
an dem auch in de Diskussion wiede hol au geg i enen P oblem
eine ausgebilde en Ve lau ss a is ik ü das Bildun-gswesen bzw.
seine einzelnen Zweige und S u en. Mi Hil e dieses Ins umen s
ließe sich als Ziel in eine Modellda s ellung ein Bild des gesam en
E ziehungswesens geben, wie es sich au G und de zu e mi elnden
„Übe gangsquo en" ( lows) aus dem „Du chlau " de einzelnen wei
disagg egie en Al e sjah gänge e gib . Wi d dieses zunächs desk ip-
i e Modell un e dynamischem Aspek be ach e , wobei sich als
das en scheidende P oblem die Bes immung de Ve ände ung de
Übe gangsquo en e gib , so is dami ein geeigne es Ins umen de
Bildungsplanung e ügba . Es e gib sich in de A eines inpu -
ou pu -Schemas ein in e dependen es dynamisches Sys em des gesam-
en E ziehungswesens, einbezogen in den P ozeß wi scha lichen
Wachs ums. Zwa sind die Beg i e P ognose und Planung heu e in
de Bundes epublik noch iel ach in Ge ah , miß e s anden zu we -
den, doch zeigen sich ge ade au dem Gebie des Bildungswesens —
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nich zule z auch in olge de Auswi kungen zu ückliegende Ve -
säumnisse — zunehmendes In e esse ü de en Bedingungen und
Möglichkei en und e schiedene Ansä ze zu eine lang is igen Kon-
zep ion de s aa lichen Poli ik in diesem Be eich.
Mi dem als F age o mulie en Thema des Re e a s on Ge ha d
Fü s : „Sind In es i ionen in Menschen s a is isch meßba ?" wu de
schließlich die B ücke on de S a is ik zu Bildungsökonomie in
einem enge en Sinne geschlagen. In diese F age inde sich ein zen-
ale Gedanke de neue en „economics o educa ion", de zugleich,
übe die oman ische Schule bis zu Klassik, eine al e T adi ion in
de na ionalökonomischen Li e a u ha : die Vo s ellung, daß wi -
scha lich nü zliche Kenn nisse und Fähigkei en sowie en wicklungs-
ele an e Ve hal ensweisen als Komponen en des P oduk ions ak-
o s A bei zu beg ei en sind, daß in de nich eindimensional, son-
de n inhomogen und komplex zu sehenden A bei sleis ung P oduk-
i i ä se ek e diese „quali a i en Komponen en" zum Ausd uck
kommen und en sp echend die ü de en En wicklung au gewand en
Ressou cen als Au wand zu Bildung on „Humankapi al" gesehen
we den müssen. Die gegenübe den na ü lichen Vo ausse zungen und
Be ähigungen de A bei sk a zu un e scheidenden e wo benen
Kenn nisse und Fähigkei en sind nun du ch Ein lußg ößen bes imm ,
die sich un e dem Beg i de E ziehung in einem wei e en Sinne
zusammen assen lassen. Die A bei kann somi nich meh als o i-
ginä e P oduk ions ak o gel en, sonde n wi d du ch das Wi ken
diese sozio-ökonomischen Ein lußg ößen (ins i u ionalisie e Le n-
p ozesse und in o melle E ziehungsein lüsse) zum „p oduzie en"
Fak o .
Die wachsende Bedeu ung de e ziehungsmäßigen Quali ika ionen
de A bei sk a ü das Wi scha swachs um de hoch echnisie en
Volkswi scha en sowie das zunehmend e kann e g undlegende P o-
blem des „menschlichen Fak o s" ü den ake-o de En wicklungs-
lände üh en in e s e Linie zu dem Ve such, den Fak o Human-
kapi al heo e isch exak zu assen und als Teil de Theo ie des
wi scha lichen Wachs ums zu in eg ie en. De Beg i de „Bildungs-
in es i ionen" bezeichne dabei nu einen Teil de um assende en
G öße des Humankapi als, den gewich igs en und dynamischs en
zwa , wenn auch ande e Fak o en, wie e wa ü En wicklungslände
de allgemeine Gesundhei szus and, nich unwesen lich sind. Meis
wi d die Be ach ung jedoch aus G ünden de Ope a ionabili ä au
die Komponen e de Bildungsin es i ionen, iel ach noch wei e au
den ins i u ionellen Ausschni de E ziehung in Schulen und Hoch-
schulen, eingesch änk .
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Es schein unmi elba deu lich, welche Schwie igkei en sich au un,
will man on de ein achen G undkonzep ion eine Pa alleli ä on
Sach- und Humankapi al zu Messung on Kapi albes andsg ößen,
In es i ionen, Abgängen und Absch eibungen ü le z e es o -
sch ei en. Die ü die Bildungsin es i ionen eine Pe iode zunächs
in e essie enden G ößen des s aa lichen Au wands ü das E ziehungs-
wesen we den zum Teil als lau ende Ausgaben, zum Teil jedoch
übe haup nich s a is isch e aß (z. B. Leh e gehäl e bzw. Ab-
sch eibungen au Gebäude und Ein ich ungen). Es ag sich wei e ,
ob und in welche Weise gegenübe den „kon en ionellen Kos en"
de Zu e ügungs ellung on E ziehungsein ich ungen auch die
Komponen e des wäh end de Teilnahme am E ziehungsp oizeß en -
gangenen Einkommens als „oppo uni y cos s" e aß we den soll,
um zu G öße de sozialen Kos en de E ziehung zu gelangen. Es
e gib sich e ne das en scheidende P oblem de Abg enzung eine
Konsumkomponen e im gesam en E ziehungsau wand, die als ökono-
mische En sp echung des übe den Aspek de be u lichen Leis ungs-
ähigkei hinausgehenden We es de E ziehung be ach e wi d.
Gegenübe de Behandlung diese G undp obleme eine Messung
de Kos en de Bildungsin es i ionen, und da übe hinaus de be-
sonde en Schwie igkei en ü die E assung eines akkumulie en
Kapi als ocks und seine Ve ände ung du ch die Ein lußg ößen de
E ah ung, des „on- he-job aining", de Abgänge und Absch ei-
bungen, muß e schon aus zei lichen G ünden das zu Rep oduk ions-
kos enJV e hod'e al e na i e Ve ah en des „capi alized income-
app oach" in dem Re e a Fü s s zu ku z kommen. Wenn dieses auch
sei he ü empi ische Un e suchungen sel ene angewand wu de,
kann es doch als das heo e isch undie e e gel en und hä e g öße e
Beach ung inden müssen.
In den einzelnen Re e a en de Tagung und wiede hol in den
Bei ägen zu Diskussion wu de manche noch une üll e Wunsch an
die S a is ik und dami auch an die Kul us e wal ungen de Lände
e neu o ge agen. Nach dem e s en g oßen Fo sch i in de Ve -
ügba kei empi ischen Ma e ials ü Bildungsplanung, Bildungs-
poli ik und ökonomisch- heo e ische Analyse des Bildungswesens mi
de Volkszählung 1961 we den schon au G und de D inglichkei de
ans ehenden P obleme wei e e olgen müssen.
Hans Joachim Bodenhö e , Be lin
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