Eh liche , We ne
A icle
S uk u elle Fehlen wicklungen in de Wi scha de
Bundes epublik Deu schland
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Eh liche , We ne (1976) : S uk u elle Fehlen wicklungen in de Wi scha de
Bundes epublik Deu schland, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591, Duncke & Humblo , Be lin, Vol.
9, Iss. 1, pp. 1-23,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.9.1.1
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S uk u elle Fehlen wicklungen
in de Wi scha de Bundes epublik Deu schland*
Von We ne Eh liche , F eibu g i. B .
I. Die konjunk u elle Si ua ion An ang des Jah es 1976
Die konjunk u elle Si ua ion in den e s en Mona en des Jah es 1976
wi d in den einschlägigen Ve lau ba ungen wei gehend übe eins immend
dahingehend beu eil ,
— daß um die Mi e des o igen Jah es ein neue Au schwung — de
7. Nachk iegswadis umszyklus — eingese z ha ,
— daß die K ä e, die den Au schwung bishe agen, nich seh nach-
hal ig sind und deshalb die wei e e En al ung de Au iebsk ä e
unsiche is .
Die zusä zliche Nach age, die die Au s iegsbewegung ausgelös ha ,
se z sich im wesen lichen aus inländische Konsumgü e nach age und
Auslandsnach age zusammen. Beide Bewegungen sind in gewissem Um-
ang konjunk u poli isch ini iie und hal en, sowei da aus keine wei e-
en Wi kungen esul ie en, nu solange an, als die en sp echenden Im-
pulse gegeben we den. Die S eige ung de inländischen Konsumgü e
nach age kann zum Teil als e spä e e Wi kung de zum Jah esbeginn
1975 in K a ge e enen S eue e o m angesehen we den. Diese S eige-
ung de Konsumausgaben kann — solange sie keine höhe e In es i-
ions ä igkei induzie — nich die agende K a eines neuen anhal-
enden Au s iegs sein, weil sie allen alls zu eine gewissen Meh ausla-
s ung de o handenen Kapazi ä en, nich jedoch zu Scha ung neue
Kapazi ä en und A bei splä ze üh .
Auch die S eige ung de Auslandsnach age is zu einem wesen lichen
Teil konjunk u poli isch — du ch en sp echende Maßnahmen im Aus-
land — ausgelös . In de Meh zahl de Lände , mi denen wi in ensi-
* Ube a bei e e Fassung eines Vo ages beim T e en ehemalige Schüle on
P o . D . D . h. c. Rudol S ucken anläßlich seines 85. Gebu s ages im In-
s i u ü das Spa -, Gi o- und K edi wesen an de Uni e si ä F eibu g i. B .
1 K edi und Kapi al 1/1976
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? We ne Eh liche
e e Handelsbeziehungen p legen, haben sich die selbs ändigen, aus de
Wi scha kommenden Au iebsk ä e eben alls noch nich en al e ,
so daß auch ein Anhal en de aus dem Ausland kommenden Impulse
nich gesiche is .
Aus diesen G ünden besch änken sich die Konjunk u p ognosen gegen-
wä ig meis au die Fes s ellung, daß die Au iebsk ä e bis in den
He bs hinein anhal en we den. Ube eins immend we den ü das ganze
Jah noch ela i hohe A bei slosenzahlen o ausgesag . Die P ognose
eines ealen Wachs ums on 4 - 4V2 % gegenübe dem Vo jah is —
angesich s de nega i en Ra e des Vo jah es — eine seh o sich ige
Schä zung; sie wi d be ei s e eich , wenn die bishe ige Bewegung anhäl
und im He bs kein s ä ke e Abb uch einse z .
In de gegenwä igen konjunk u ellen Si ua ion bes ä ig sich e neu
die bekann e Ta sache, daß die eibende K a des Konjunk u e lau s
die gewe bliche In es i ions ä igkei is . Diese Ta bes and is in 250- bis
300jäh ige Geschich e de Konjunk u en so deu lich gewo den, daß e
nich meh in Zwei el gezogen we den kann. Was alle dings imme wie-
de neu zu disku ie en is , sind die U sachen de schwankenden In es i-
ions ä igkei . Hie eich das Spek um de möglichen E klä ungen on
de o d inglichen Gewich ung mone ä e Bedingungen übe die Fiskal-
poli ik, die Einkommens e eilung und die Schwankungen de Konsum-
neigung bis zu Ve ände ungen de echnischen Bedingungen. En sp e-
chend wei ge äche is das Angebo de Konjunk u heo ien, die on
mone ä en Theo ien übe psychologische E klä ungen bis zu echnologi-
schen Theo ien eichen.
Die un e schiedlichen E klä ungen de Konjunk u bewegungen üh en
zu en sp echend un e schiedlichen Rezep en de Konjunk u beein lus-
sung, wobei das Ve häl nis on E klä ung und The apie sich manchmal
umkeh : Sowohl bei den ex em libe alen als auch den kollek i is ischen
Vo s ellungen ha man o den Eind uck, daß die E klä ung on de
be o zug en The apie beein luß , wenn nich soga bes imm wi d.
Auch in dem wenige ideologisch gep äg en Mi el eld gehen die Au -
assungen wei auseinande . Au de einen Sei e wi d die These e e-
en, daß es sich bei de noch nich endgül ig übe wundenen Rezession
um eine ypisch Keynes'sche Si ua ion de mangelnden Nach age bzw.
zu hohen Spa ens handel , die ande e Sei e is de Au assung, daß die
zu ückliegende Rezession übe wiegend in s uk u ellen Fak o en beding
wa und daß sich demen sp echend ein neue Au schwung e s dann
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S uk u elle Fehlen wicklungen in de Wi scha de BRD 3
oll en al en kann, wenn diese s uk u ellen Fehlen wicklungen wei ge-
hend besei ig sind. Fü die Auseinande se zung mi diesen di e gie-
enden Au assungen is es zweckmäßig, sich zunächs gewisse Ve än-
de ungen im Ablau de Wachs umszyklen zu e gegenwä igen, die im
le z en Jah zehn au ge e en sind.
Die wi scha liche En wicklung in de Bundes epublik ha sich bis zu
Rezession de Jah e 1966/67, in de de ie e Nachk iegswachs ums-
zyklus auslie , ohne g öße e S ö ungen ollzogen. Das wi scha liche
Wachs um hiel auch in den Abschwungsphasen mi zwa e minde en,
abe noch du chaus nennenswe en Ra en an. In diese Pe iode hohen
Wachs ums haben sich gleichzei ig be äch liche Ums uk u ie ungen in
de Wi scha ollzogen: De An eil des p imä en — landwi scha -
lichen — Be eichs nahm zuguns en des e iä en Diens leis ungsbe eichs
s a k ab; wei e hin wu de zunächs eine hohe Zahl on Flüch lingen,
spä e on Gas a bei e n, in den Wi scha sp ozeß eingegliede .
Die Rezession de Jah e 1966/67 s ell einen gewissen Wendepunk
in de Nachk iegsen wicklung da , und die olgenden Zyklen weichen
in ih em Ablau imme meh om ypischen Bild, wie es ü die o -
he gehende Zei cha ak e is isch wa , ab. So wies schon de Au s ieg in
den Jah en 1968/69 abweichend on ühe en Au s iegsphasen seh hek-
ische Züge au ; insbesonde e s iegen die Gewinne — bei zunächs zu-
ückhal ende Lohnpoli ik de Gewe kscha en — so s a k an, daß man
on eine Gewinnexplosion sp ach. Die A bei nehme eagie en da au
mi e b ei e en wilden S eiks und spä e mi seh iel höhe en Lohn-
o de ungen, wodu ch dann en sp echend s ä ke e P eiss eige ungen aus-
gelös wu den. Dami kamen gleichzei ig neue Wi kungszusammenhän-
ge zum T agen: Wäh end die allgemeinen P eiss eige ungen in den ü-
he en Au schwungsphasen aus de übe höh en Nach age — insbeson-
de e de „übe hi z en" In es i ions ä igkei — e klä we den konn en,
läß sich die En wicklung nunmeh besse als Kos enin la ion e klä en.
In de olgenden Abschwungsphase de Jah e 1970/71 unde sich das
Bild nach diese Rich ung wei e ab: In den bishe igen Abschwungspha-
sen ha e de in la ionä e T end zwa nich oll ausgese z — die P eis-
s eige ungs a e ha e sich jedoch imme e heblich zu ückgebilde ; au -
g und de nun auch in de Rezession anhal enden Lohns eige ungen blieb
die Rückbildung de P eisbewegung je z nich nu aus, sonde n die
P eiss eige ungs a en nahmen soga noch zu.
De olgende sechs e Wachs umszyklus on 1972 bis 1975 schließlich
weis nu noch beding ypische Züge au . E un e scheide sich on de
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4 We ne Eh liche
bishe igen En wicklung am s ä ks en dadu ch, daß die eale In es i ions-
ä igkei e heblich un e de Spi ze de In es i ions ä igkei des o -
he gehenden Zyklus zu ückblieb, so daß die ü ein wei e es Wachs um
e o de lichen s uk u ellen Umschich ungen nich o genommen we den,
und dami ü die ku z is ige En wicklung ein ge äh liche Nachholbe-
da e bleib .
Von den wich igs en Ve ände ungen he kann man den Einschni ,
den die Rezession de Jah e 1966/67 da s ell , dahingehend kennzeich-
nen,
— daß die Pe iode o diesem Einschni du ch hohe eale Wachs ums-
a en, nied ige In la ions a en und leich e Bewäl igung s uk u elle
Ve ände ungen gekennzeichne wa ,
— daß ü die Zei nach diesem Einschni nied ige e eale Wachs-
ums a en, höhe e In la ions a en und zunehmende Schwie igkei en
in de Bewäl igung s uk u elle P obleme cha ak e is isch sind.
Im olgenden Teil möch e ich Fehlen wicklungen, die sich aus de un-
zulänglichen Bewäl igung s uk u elle P obleme e geben haben, in den
Be eichen de Einkommens e eilung, de P oduk ionss uk u und des
S aa shaushal s au zeigen.
II. S uk u elle Fehlen wicklungen
1. Fehlen wicklungen in de Einkommens e eilung
Ube die „ ich ige" Einkommens e eilung lassen sich wissenscha -
lich beg ünde e Aussagen nich machen, da es sich hie um ein We -
ungsp oblem handel . Wi können nu es s ellen, daß sich bes imm e
En wicklungen de Einkommens e eilung in Hinblick au die E ei-
chung allgemeine wi scha spoli ische Ziele in bes imm e Weise aus-
gewi k haben. Wenn ich hinsich lich de Einkommens e eilung on
eine „s uk u ellen Fehlen wicklung" sp eche, dann is dies in dem
Sinne gemein , daß die A de Einkommens e eilung in den le z en
Jah en das Wi scha swachs um, den Geldwe und den Konjunk u -
e lau in eine Weise beein luß haben, die den allgemeinen Ziel o -
s ellungen wide sp ich .
Die En wicklung de Einkommens e eilung kann aus de Ve ände-
ung de unk ionellen Einkommens e eilung, wie sie sich in de a -
sächlichen und de be einig en Lohnquo e niede schläg , abgelesen we -
den.
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S uk u elle Fehlen wicklungen in de Wi scha de BRD 5
Zu En wicklung de unk ionellen Einkommens e eilung ( . H.)
Jah Ta sächliche3-) Be einig e^)
Lohnquo e
A bei -
nehme quo ec)
1960 60,6 60,6 77,2
1961 62,2 61,6 78,0
1962 64,0 62,7 78,8
1963 64,4 62,5 79,5
1964 64,3 61,7 80,3
1965 64,7 61,7 80,9
1966 65,7 62,4 81,2
1967 65,9 62,7 81,1
1968 63,9 60,4 81,6
1969 65,2 60,9 82,5
1970 66,7 61,7 83,4
1971 68,3 62,9 83,9
1972 68,7 63,0 84,2
1973 69,8 63,8 84,5
1974 71,5 65,3 84,5
1975d) 71,7 65,7 84,3
a) B u oeinkommen aus unselbs ändige A bei in . H. des Volkseinkommens.
b) Lohnquo e bei kons an gehal enem An eil de A bei nehme an den E we bs-
ä igen im Jah e 1960.
c) An eil de A bei nehme an den E we bs ä igen.
d) Eigene Schä zung.
Quelle: Jah esgu ach en 1975 des Sach e s ändigen a es zu Begu ach ung de ge-
sam wi scha lichen En wicklung, D ucksache des Deu schen Bundes ages N . 7/4326,
S. 66, Tab. 16.
Die Tabelle zeig , daß beide Lohnquo en sei 1960 im T end ange-
s iegen sind. Diese S eige ung ha sich bis zu Rezession 1966/67 in dem
ü den Konjunk u e lau bekann en an izyklischen Rhy hmus oll-
zogen: Die Lohnquo e s ieg jeweils in Zei en ückläu ige Wi scha s-
ä igkei s ä ke an und ha sich in den Au s iegspe ioden, in denen die
Gewinne s ä ke s iegen, wiede zu ücken wickel ; de Rückgang blieb
dabei ge inge als de o he gehende Ans ieg, so daß sich im T end eine
Um e eilung zuguns en de Löhne e gab. Im Au schwung de Jah e
1968/69 is die Rückbildung de Lohnquo e le z mals au ge e en; sei -
dem haben die Gewe kscha en unabhängig on de konjunk u ellen Si-
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6 We ne Eh liche
ua ion jeweils so s a ke Lohne höhungen du chgese z , daß die a säch-
liche Lohnquo e on 63,9 im Jah e 1968 au 71,7 im Jah e 1975 und die
be einig e Quo e im gleichen Zei aum on 60,4 au 65,7 kon inuie lich
anges iegen sind.
Diese En wicklung de Einkommens e eilung ha die Beschä igungs-
lage übe die nega i en Auswi kungen au die Auslas ung de gegebenen
Kapazi ä en eine sei s und au die Scha ung neue Kapazi ä en ande-
e sei s beein luß .
a) Die Beschä igung o handene Kapazi ä en
Die Auslas ung o handene Kapazi ä en is gesam wi scha lich
meh ein P oblem de Nach age- als de Angebo s- bzw. Kos ensei e.
Beide Sei en s ehen alle dings übe den P eis mi einande in Ve bin-
dung: De P eis is in gewissen G enzen du ch die Kos en — insbeson-
de e die Lohnkos en — de e minie , wäh end e seine sei s — wie es in
de P eiselas izi ä zum Ausd uck komm — die Gü e nach age beein-
luß . Mik oökonomisch läß sich diese Zusammenhang übe die G enz-
p oduk i i ä s heo ie e klä en. Sie besag , daß bei G enzkos enkalku-
la ion jene Ausb ingungsmenge op imal is , bei de die G enzkos en
gleich dem P eis sind. Eine E höhung de Löhne bedeu e eine S eige-
ung de G enzkos en, wodu ch die op imale Ausb ingung sink . Bei a-
ionale Disposi ion sch änken die Un e nehme also die Ausb ingung
ein, wenn nich en wede gleichzei ig die P eise s eigen ode die Lohn-
s eige ungen du ch ande e Kos ensenkungen — e wa in Zusammenhang
mi echnischen Fo sch i en — kompensie we den.
Aus de Sich de G enzp oduk i i ä s heo ie is das Lohn/Gewinn-
Ve häl nis keine G öße, die du ch o cie e Lohnpoli ik ode konzi-
lian e Hal ung de A bei gebe manipulie ba wä e. Das Lohn/Gewinn-
Ve häl nis is ielmeh du ch die agg egie e gesam wi scha liche
G enzkos enku e de e minie . Die Anpassung an au onome Lohnsa z-
e ände ungen e olg — sowei diese nich übe die oben genann en
G ößen kompensie we den — übe den Beschä igungss and.
Wenn die Un e nehme nach de Du chschni skos en- ode de Au -
schlagskalkula ion disponie en, is de Zusammenhang zwischen Be-
schä igung und Lohnhöhe nidi so s ingen . In den ge o de en Au -
schlägen is auch ein Selbs inanzie ungsan eil ü Neuin es i ionen en -
hal en. Man kann sich o s ellen, daß diese G öße — ohne daß die In-
es i ionsneigung be üh we den muß — inne halb eine länge en Zei
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S uk u elle Fehlen wicklungen in de Wi scha de BRD 7
in gewissen G enzen a iie ba is . Dies wa in den le z en beiden Jah -
zehn en o enba de Fall. So zeig Hans Albachdaß de s a is ische
Ve schuldungsg ad, d. h. das Ve häl nis on F emdkapi al zu Bilanz-
summe on 43,22 % im Jah e 1953 au 65,7 % im Jah e 1974 as kon-
inuie lich anges iegen is . Da die In es i ionsneigung bis Ende de 60e
Jah e on diese En wicklung o enba nich angie wu de, is anzu-
nehmen, daß die Un e nehmungen bis zu dem damals e eich en G ad
de F emd inanzie ung be ei wa en, eine Reduk ion des ge o de en
Gewinnau schlags hinzunehmen. Sobald jedoch die als ole ie ba an-
gesehene Un e g enze des Au schlags e eich is , gel en die gleichen Zu-
sammenhänge wie bei de G enzkos enkalkula ion: Eine du ch Lohn-
kos ens eige ungen beding e E höhung de Du chschni skos en üh
dann zu eine Einsch änkung de Ausb ingung und dami zu Un e be-
schä igung.
Diese zunächs heo e isch o mulie en Zusammenhänge lassen sich
am Beispiel des Jah es 1974 ech gu e anschaulichen. Die Lohn unde
wu de in jenem Jah du ch seh hohe Fo de ungen de Gewe kscha
Ö en liche Diens e, T anspo und Ve keh eingelei e und üh e zu
Lohns eige ungen on du chschni lich 12 %. De P oduk i i ä s o -
sch i im Jah e 1974 be ug e wa 4 °/o. Dami wa die G enze de Real-
lohne höhung — wenn die Un e nehme , die schon im Jah e 1973 Ge-
winneinbußen hinnehmen muß en, zu eine nied ige en Selbs inanzie-
ungs a e de In es i ionen nich meh be ei wa en — au 4 % abge-
s eck . Diese Spiel aum wu de wei e dadu ch eingeeng , daß sich du ch
die Ve eue ung de Impo gü e — insbesonde e du ch die on den
OPEC-Lände n im He bs 1973 du chgese z e E höhung de Rohöl-
p eise — die e ms o ade e heblich e schlech e ha en. Dies bedeu-
e e eine gesam wi scha liche Kos ene höhung on e wa 2 °/o, so daß
e wa die Häl e des P oduk i i ä s o sch i s du ch die Ve eue ung de
Impo gü e p eise kompensie wu de und ü Reallohne höhungen nu
ein Spiel aum on 2 % e blieb.
Eine Nominallohne höhung on 12 °/o, wie sie im Du chschni du ch-
gese z wu de, wä e im Sinne de oben o ge agenen heo e ischen
Übe legungen bei de Au ech e hal ung des Beschä igungss andes nu
ealisie ba gewesen, wenn das P eisni eau im Lau e des Jah es 1974
um 10% ges iegen wä e. Dies wa in de Ta die zu Jah eswende
1973/74 e wa e wa e e In la ions a e. Die Geldpoli ik ha e jedoch im
1 H. Albach, Zu En wicklung de Kapi als uk u deu sche Un e nehmen,
Zei sch i ü Be iebswi scha , 45. Jg., 1975, Tabelle 1, S. 2.
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8 We ne Eh liche
Lau e des Jah es 1973 be ei s einen zunehmend schä e en es ik i en
Ku s eingeschlagen; sie wu de da in du ch die Finanzpoli ik nachhal ig
un e s ü z . Dies üh e dazu, daß im Jah e 1974 die e wa e e P eis-
s eige ungs a e on 10 % nich ein a , sonde n nu eine Ra e on 7 %
ealisie wu de. Angesich s diese ge inge en P eiss eige ungen e wiesen
sich die e höh en Nominallöhne ü bes imm e Be iebe und Be eiche als
nich meh agba ; die op imale Ausb ingung ging zu ück. Daß sich die
zunehmende A bei slosigkei mi 3 % au genau die Di e enz de zu
E hal ung des al en Beschä igungss andes no wendigen In la ions a e
on 10 % und de a sächlich ealisie en on 7 % eins ell e, wa dabei
na ü lich zu ällig.
Da sich die Un e nehmungen au den op imalen Beschä igungss and
e s mi Ve zöge ungen eins ellen, muß dami ge echne we den, daß
auch gegenwä ig bei zunehmende Nach age noch Anpassungs enden-
zen bes ehen, die au wei e e Einsch änkung de Beschä igung zielen.
Das kann zu Folge haben, daß auch bei zu ückhal ende Lohnpoli ik —
also wenn sich e wa im Anschluß an die Übe legungen des Sach e s än-
digen a es2 die Lohns eige ungen in de G ößeno dnung des In la ions-
ausgleichs hiel en und die Ve besse ung de E löse, die aus de e -
s ä k en Nach age esul ie , den Un e nehme gewinnen zugu e kämen
— zunächs noch keine s ä ke en Wi kungen au den Beschä igungs-
s and übe besse e Auslas ung de bes ehenden Kapazi ä en au e en.
Eine s ä ke e Auswei ung de Beschä igung kann nu on eine S eige-
ung de In es i ions ä igkei und de dami e bundenen Scha ung
neue A bei splä ze e wa e we den.
b) S eige ung de Beschä igung
du ch Scha ung neue A bei splä ze
Ich habe schon da au hingewiesen, daß die eale In es i ions ä igkei
in de Au schwungsphase des sechs en Wachs umszyklus nich meh die
G ößeno dnung e eich ha wie im o he gegangenen ün en Zyklus.
Die Zu ückhal ung in de In es i ions ä igkei , die gegenwä ig einen
schnelle en und gesiche en Au s ieg e hinde , is nich e s ein P o-
blem des nun anlau enden sieben en Wachs umszyklus, sonde n ha sich
be ei s im sedis en Wachs umszyklus gezeig . Diesem Aus all on In-
es i ionen schon im e gangenen Zyklus komm ü die gegenwä ige
Beschä igungssi ua ion g a ie ende Bedeu ung zu.
2 Jah esgu ach en 1975, Zi . 455 .
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S uk u elle Fehlen wicklungen in de Wi scha de BRD 15
Die G ünde ü diese En wicklung de S aa s inanzen lagen nu zum
kleine en Teil in dem konjunk u beding en Rückgang de S eue einnah-
men, de sich au knapp 20 M d. DM belie , im üb igen o allem bei
den Ausgabenbeschlüssen de o he gehenden Jah e, die be ei s im Jah e
1974 zu einem Finanzie ungsde izi on 30 M d. DM ge üh ha en
und dieses — unabhängig on de konjunk u ellen Si ua ion im Jah e
1975 wei e s eigen ließen. Insowei konn en diese Meh ausgaben also
keine zusä zliche Beschä igung induzie en.
Die zum 1. Janua 1975 in K a ge e ene S eue e o m üh e zu
S eue aus ällen on 15 M d. DM, die eben alls du ch K edi au nahme
zu e se zen wa en. Die dadu ch beding e S eige ung de Ve ügungs-
einkommen im un e en und mi le en Einkommensbe eich üh e in de
e s en Jah eshäl e zu keine S eige ung de Konsumausgaben, sonde n
— en sp echend den E ah ungen in ühe en Abschwungsphasen — zu
en sp echend e höh e Spa ä igkei . E s in de zwei en Häl e des
Jah es se z e zöge nd eine gewisse Zunahme de Konsumausgaben ein,
die als e spä e e Reak ion au diese S eige ung de Ve ügungseinkom-
men in e p e ie we den kann.
Angesich s des auße o den lich hohen K edi beda s, de zu Deckung
des lau enden Finanzbeda s de ö en lichen Haushal e e o de lich
wa , sah sich die Bundes egie ung in ih em konjunk u poli ischen Hand-
lungsspiel aum so eingesch änk , daß sie Konjunk u p og amme übe
den oben genann en Rahmen hinaus nich ü e e ba hiel .
Im Hinblick au die wei e e konjunk u elle En wicklung is die ge-
genwä ige S uk u de S aa s inanzen inso e n bedenklich, als sie die
En al ung des Wiede au s iegs ge äh de . Diese Ge ah wi d deu lich,
wenn man das Finanzie ungsde izi de ö en lichen Haushal e des Jah-
es 1975 nach dem konjunk u beding en und dem s uk u beding en An-
eil
au gegliede .
Von dem De izi in Höhe on 70-80 M d. DM sind nu
30 M d. DM als konjunk u beding anzusehen — nämlich 20 M d. DM
konjunk u beding e Minde einnahmen und
10
M d. DM konjunk u be-
ding e Meh ausgaben; um diesen Be ag wi d das De izi also bei eine
Wiede belebung de Konjunk u zu ückgehen. De g öße e Res des De-
izi s is s uk u elle Na u und wi d auch bei eine Wiede belebung
de Konjunk u e hal en bleiben. Eine de a ige Belas ung des K edi -
ma k es wü de in einem Wiede ans ieg de Konjunk u bei en sp echend
e s ä k e K edi nahme de Un e nehmungen, de WohnungsWi scha
und de p i a en Haushal e zu eine auße o den lichen Anspannung
üh en. In einem kün igen Wiede au s ieg muß dami ge edine we -
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16 We ne Eh liche
den, daß zum einen die Spa quo e wei e zu ückgeh und daß zum an-
de en die K edi nach age de Un e nehmungen, de Wohnungswi -
scha und auch de p i a en Haushal e be äch lich ans eig 9. De K e-
di spiel aum ü den S aa wi d dami im Gegensa z zum Jah e 1975
seh eingesch änk sein. Wenn die S uk u de S aa s inanzen nich
du ch Ausgabeneinsch änkungen und/ode Einnahmee höhungen en -
scheidend e ände wi d, muß eine s ä ke e Inansp uchnahme des K e-
di ma k es zu eine so s a ken S eige ung de Zinssä ze üh en, daß die
In es i ions ä igkei in de Wi scha und im Wohnungsbau in einem
ela i ühen S adium des Au schwungs geb ems und dami de Au -
schwung, be o e sich oll en al en konn e, abgeb ochen wi d.
III. Konjunk u poli ische Maßnahmen
Angesich s de eingangs ge o enen Fes s ellungen, daß die Au iebs-
k ä e noch ela i schwach sind, daß noch nich abzusehen is , ob diese
K ä e den Au schwung übe den He bs dieses Jah es hinaus agen und
daß wäh end des ganzen Jah es noch mi ela i hohe A bei slosigkei
zu echnen is , wi d heu e gelegen lich die F age au gewo en, ob es nich
sinn oll wä e, zusä zliche konjunk u poli ische Maßnahmen zu e g ei-
en. Ich möch e mich abschließend mi diese F age zumindes andeu-
ungsweise beschä igen.
1. Zusä zliche S aa sau äge
Die be äch liche K edi au nahme des S aa es ha im Jah e 1975 zu
keine mengenmäßigen Anspannung au dem K edi ma k ge üh ; die
Zinss eige ungs endenzen im He bs wa en — wie schon e wähn —
meh ein F is igkei sp oblem. Da übe hinaus is o z de hohen K e-
di au nahme ein Rückgang de In la ions a e es zus ellen. Diese Si-
ua ion läß die au gewo ene F age, ob zu Bekämp ung de A bei s-
losigkei nich zusä zliche konjunk u poli ische Maßnahmen eingelei e
und du ch noch s ä ke e K edi au nahme inanzie we den soll en,
nich on o nhe ein als abwegig e scheinen. En sp echenden Vo schlä-
gen lieg in de Regel eine ela i undi e enzie e E klä ung des Kon-
junk u ückgangs zug unde: Die Rezession wi d au unzulängliche mo-
ne ä e Nach age zu ückge üh und demen sp echend jede Fo m de
S ä kung de Nach age — sei es de p i a en ode ö en lichen Nach-
age — als angemessene The apie be ach e .
ö Vgl. We ne Eh liche , Die Neu e schuldung de Gebie skö pe scha en
im Jah e 1975, S. 178 .
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S uk u elle Fehlen wid lungen in de Wi scha de BRD 17
Wenn die hie on mi o ge agene E klä ung ich ig is , daß die
anhal ende A bei slosigkei o wiegend in Fehlen wicklungen in Be ei-
chen de Einkommens e eilung, de P oduk ionss uk u und de S aa s-
inanzen beg ünde is , dann wä e eine S eige ung de mone ä en Nach-
age du ch konjunk u poli ische Mi el zwa keine u sachenadäqua e
The apie, man könn e abe o zdem a gumen ie en, daß eine S eige-
ung de mone ä en Nach age du ch zusä zliche ö en liche Ausgaben
ode ande e konjunk u poli ische Maßnahmen keineswegs wi kungslos
bleiben müß e und daß u. U. soga die s uk u ellen Fehlen wicklungen
im Sog eine höhe en mone ä en Nach age be einig we den könn en.
Dieses konjunk u poli ische Konzep wa ü die 50e und 60e Jah e
siche zu e end. Die anhal end hohe Gesam nach age ha damals mi
dazu beige agen, daß auch ela i einschneidende s uk u elle Um-
schich ungen ohne wesen liche S ö ungen des Gesam ablau s de Wi -
scha e k a e wu den. Wesen liche Vo bedingungen da ü wa en je-
doch nied ige In la ions a en und kaum ausgep äg e In la ionse wa -
ungen sowie wei gehend ausgeglichene ö en liche Haushal e und ein
demen sp echend nied ige S and de ö en lichen Ve schuldung. Diese
Bedingungen sind heu e nich meh gegeben. Dami bes eh die Ge ah ,
daß eine Poli ik de Nach ages eige ung in de gegenwä igen Si ua ion
die s uk u ellen Fehlen wicklungen ehe e schä als zu ih e Rückbil-
dung bei äg .
Hinsich lich de S aa s inanzen wu de oben da geleg , daß das s uk-
u elle De izi bis zum Zei punk de s ä ke en En al ung des neuen
Wi scha sau schwungs zu einem e heblichen Teil abgebau sein muß,
da bei Wiede belebung de p i a en K edi nach age und gleichzei ig
hohem s aa lichen K edi beda Spannungen au dem Kapi alma k au -
e en müssen, die u. U. zu einem ühzei igen Abb uch eines neuen Au -
s iegs üh en. Man könn e zwa a gumen ie en, daß geziel e konjunk-
u poli ische Maßnahmen und eine einmalige zusä zliche ö en liche K e-
di au nahme in einem Zei punk , in dem eine s ä ke e Wiede belebung
noch auss eh , die spä e e Konsolidie ung de S aa s inanzen, die nu
du ch eine Senkung de Ausgaben ode eine S eige ung de Einnahmen
— wobei das Gewich s ä ke au die Ausgabensenkung geleg we den
soll e — e eich we den kann, nich behinde n müsse. Dies wä e jedoch
eine seh heo e ische Übe legung; ü die gegebenen Reali ä en muß
man wohl da on ausgehen, daß Ausgabensenkungen poli isch nu in de
angespann en Haushal slage und de allgemeinen A mosphä e de Re-
2 K edi und Kapi al 1/1976
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18 We ne Eh liche
Zession möglich sind. Sobald im Au s ieg die S eue einnahmen wiede
zunehmen und die wei e e En wicklung posi i gesehen wi d, dü e
wede de Hinweis au die Ge ah eines ühe en Abb uchs de Kon-
junk u noch au d ohende In la ionsge ah en aus eichend sein, um Aus-
gabekü zungen zu Ve inge ung des De izi s du chzuse zen. Das wü de
also bedeu en, daß das s uk u elle De izi — sowei dies du ch Aus-
gabensenkungen e olgen soll — nu in de Rezession abgebau we den
kann.
Ein wei e e Gesich spunk gegen zusä zliche konjunk u poli ische Ak-
i i ä e gib sich da aus, daß ein wi kungs olles Konjunk u p og amm
in de gegenwä igen Si ua ion in e s e Linie bei zusä zlichen ö en -
lichen Au ägen anse zen müß e. Wenn abe den gleichen Minis e ien
au de einen Sei e zusä zliche Mi el ü bes imm e Au gaben zu Ve -
ügung ges ell , au de ande en Sei e Ausgabenkü zungen angeo dne
we den, dann is es meis schwie ig zu e hinde n, daß die Mi el nich
doch in gewissem Um ang zu Wei e üh ung de al en Au gaben e -
wende we den und die zu Ve inge ung des s uk u ellen De izi s no -
wendigen Haushal skü zungen un e bleiben.
Schließlich wä e noch zu be ücksich igen, daß bei dem e eich en
Schuldens and eine wei e e K edi au nahme und die sich dadu ch e ge-
benden Belas ungen de lau enden Haushal e den Handlungsspiel aum
des S aa es einsch änk und die anzus ebende Kü zung de S aa saus-
gaben du ch die Übe nahme neue Zins- und Tilgungs e p lich ungen
behinde .
Neben diesen iskalischen Zusammenhängen is zu p ü en, ob eine Po-
li ik de Nach ages eige ung in de gegenwä igen Kons ella ion a -
sächlich eine nachhal ige — und nich nu o übe gehende — Meh be-
schä igung auslösen wü de. Eine anhal ende Meh beschä igung is nu
gesiche , wenn die E höhung de Nach age Neuin es i ionen indu-
zie und dami zu Scha ung neue A bei splä ze üh . Diese Wi -
kung wü de bei ö en lichen A bei sbescha ungsp og ammen zunächs
kaum au e en, da hie bei in e s e Linie im Bausek o zusä zliche Au -
äge an allen und in diesem Be eich hin eichend eie Kapazi ä en o -
handen sind. Man könn e allen alls a gumen ie en, daß aus den e -
höh en Einkommen de zusä zlich in de Bauwi scha Beschä ig en
e s ä k Konsumgü e nachge ag we den. Auch hie wi d man jedoch
annehmen können, daß diese zusä zliche Nach age du ch gewisse Meh -
auslas ung de o handenen Kapazi ä en be iedig we den kann, ohne
daß dadu ch zusä zliche In es i ionen induzie we den.
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S uk u elle Fehlen wicklungen in de Wi scha de BRD 19
Diese Übe legungen üh en zu dem E gebnis, daß die gegenwä igen
Au s iegs endenzen e s dann in einen sich selbs agenden Au s ieg ein-
münden, wenn sich die au onome In es i ions ä igkei de Un e neh-
mungen s ä ke en al e . In de Leh buchli e a u de le z en Jah -
zehn e wu den als Beispiele ü au onome In es i ionen in de Regel
S aa sin es i ionen ange üh und dami die Vo s ellung ge ö de , daß
im gewe blichen Be eich induzie e In es i ionen o he schen. Diese
m. E. un ich ige Übe be onung de induzie en In es i ionen ha zu de
heu e e b ei e en Au assung beige agen, daß die Un e nehme nach
einem Au schwung e s dann in es ie en wü den, wenn die o handenen
Kapazi ä en wiede oll ausgelas e sind. Die induzie en In es i ionen,
bei denen es sich in e s e Linie um E wei e ungsin es i ionen handel ,
spielen e s in den spä e en Phasen des Konjunk u au s iegs eine g öße e
Rolle. Die wich igs en Impulse ü die Wiede belebung aus de Rezes-
sion gehen on au onomen In es i ionen aus, die on Pionie un e neh-
me n im Schumpe e 'schen Sinne du chge üh we den. Die Besonde -
hei diese Inno a ion p äg dann das Bild des Au s iegs. S a is isch
läß sich die Behaup ung, daß den au onomen gewe blichen In es i-
ionen besonde es Gewich ü den Wiede au s ieg zukomm , mi ge-
sam wi scha lichen Zahlen schon wegen de Kü ze des ele an en Zei -
abschni s, abe auch wegen de Schwie igkei de Abg enzung nach
Me kmalen kaum belegen. Indi ek sp ich ü diese These das zuneh-
mende Gewich des echnischen Fo sch i s ü die Wachs ums a e und
de e s aunlich häu ige Be u swechsel: In de Pe iode on 1964 bis 1969
en ielen on de Zunahme des P oduk ionspo en ials on du chschni -
lich 4,2% au die Fo sch i skomponen e 3,3 %10; in de Zei on
1965 - 1967 haben im Bundesgebie bei 25,9 Mio. E we bs ä igen
1,646 Mio. — d.h. jede ün zehn e E we bs ä ige — die Be u sklasse
gewechsel 11. Es ließen sich kaum A gumen e da ü inden, daß diese
hohe Dynamik du ch Nach ages eige ungen ausgelös wi d; dagegen
sp ich seh iel da ü , daß diese P ozeß du ch imme neue Inno a-
ionss öße un e hal en wi d.
10 Be nd Gö zig, Die En wicklung des Wachs umspo en ials in den Wi -
scha sbe eichen de Bundes epublik Deu schland, DIW, Bei äge zu S uk-
u o schung, He 18, 1972, Übe sich VI, S. 33.
11 De Be u swechsel e we bs ä ige Männe und F auen, Wi scha und
S a is ik 1971, S. 175.
2*
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20 We ne Eh liche
2. Mi el is ige Wi scha spoli ik
Nach diesen Übe legungen s ell sich die F age, ob im gegenwä igen
Augenblick wi scha spoli ische Maßnahmen, die den wi scha lichen
Au s ieg beschleunigen wü den, übe haup e wünsch sind. In Hinblick
au die ku z is ige Beschä igungssi ua ion mag man diese F agen ohne
Einsch änkung bejahen; aus e was länge is ige Sich wi d man sie je-
doch — auch un e beschä igungspoli ischen Aspek en — ande s be-
an wo en müssen.
Um daue ha wiede einen höhe en Beschä igungss and zu siche n,
müssen die oben he ausgea bei e en s uk u ellen Fehlen wicklungen
ko igie we den. Diese Ko ek u is abe seh iel leich e in eine
langsame en, abe länge anhal enden als in eine s eile en, da ü abe
kü ze en Au s iegspe iode zu e eichen.
Das gil zunächs schon ü die Ko ek u de Einkommens e eilung.
In jüngs e Zei wu de wiede hol wa nend au das Beispiel des Jah es
1968 e wiesen. Damals wu den im Zug eines seh s eilen Au s iegs
s a ke Gewinns eige ungen, die die Selbs inanzie ungsmöglichkei e -
b ei e en, e ziel ; die bald olgenden he igen Reak ionen de Gewe k-
scha en üh en zu de Wende in de En wicklung de Einkommens-
e eilung, die eine de G ünde ü den Rückgang de In es i ions-
ä igkei is . Eine übe einige Jah e anhal ende nachhal ige Ve besse-
ung de Gewinnsi ua ion wä e abe Vo ausse zung da ü , daß de in-
zwischen au ges au e Nachholbeda an Neuin es i ionen gedeck wi d
und die ü daue ha e Vollbeschä igung e o de lichen neuen A bei s-
plä ze gescha en we den.
Die Umschich ung de P oduk ionss uk u , die nach He s ellung ea-
lis ische Wechselku se no wendig gewo den is , wi d als echnisches P o-
blem ohnehin einen e was länge en Zei aum in Ansp uch nehmen.
Auch wi scha lich wä e es e wünsch , daß die In es i ions ä igkei , die
ü die Ko ek u de P oduk ionss uk u no wendig is , sich übe
einen länge en Zei aum e s eck und nich zu bald hek ische Fo men
annimm . Nu bei einem de a igen Ve lau könn e eine neue liche üh-
zei ige Zunahme de P eiss eige ungs a en e hinde we den, die ih e -
sei s wiede eine es ik i e Poli ik he aus o de n und einen Abb uch
de In es i ionskonjunk u einlei en wü de. In besonde em Maße wü de
wohl die Sanie ung de S aa s inanzen du ch ein ge inge es Tempo des
Au s iegs e leich e . Im Zug eines langsame en Au s iegs wü de de
K edi beda de Wi scha wenige schnell ans eigen, und das s uk-
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S uk u elle Fehlen wicklungen in de Wi scha de BRD 21
u elle De izi müß e langsame abgebau we den. Die es ik i e Haus-
hal s üh ung, die im e gangenen Jah be ei s zu e heblichen Einspa-
ungen ge üh ha , könn e in einem langsame en Au s iegsp ozeß län-
ge du chgehal en we den. Wenn die no wendigen Kü zungen au einige
Jah e e eil we den können, sind diese leich e du chse zba . Auch die
wah scheinlich no wendigen Einnahmee höhungen wü den sich in einem
langsame en Au s ieg nich so s a k au die P eisen wicklung auswi -
ken, da in einem schnelle en Au s ieg die Neigung bes eh , neue Be-
las ungen so o oll zu übe wälzen.
Die Emp ehlung eine Poli ik des Abwa ens und sich En al enlas-
sens mag zunächs wenig be iedigend e scheinen. Ich möch e auch kei-
neswegs in Ab ede s ellen, daß sich du ch ande e Maßnahmen ku z i-
s ig du chaus E olge hinsich lich des wi scha lichen Wachs ums und
de Beschä igung e zielen ließen. Ich be ü ch e alle dings, daß dadu ch
— im Gegensa z zu de Zei o de Rezession on 1966/67, die ich ein-
gangs als die Zäsu de Nachk iegswi scha sen wicklung bezeichne
habe — die s uk u ellen Fehlen wicklungen nich ko igie , sonde n
e schä wü den und ih e hinausgeschobene Ko ek u dann bei noch
höhe e A bei slosigkei noch schwie ige wü de.
Zusammen assung
S uk u elle Fehlen wicklungen in de Wi scha de BRD
Die ak uelle wi scha liche Si ua ion in Deu schland wi d im o liegenden
Bei ag au dem Hin e g und de länge is igen En wicklung be ach e . Da-
bei wi d die Rezession de Jah e 1966/67 als Zäsu de Nachk iegsen wicklung
bezeichne .
Fehlen wicklungen in de Einkommens e eilung, in de P oduk ionss uk-
u und in den ö en lichen Finanzen e schwe en den Wiede au s ieg aus de
jüngs en Rezession und e hinde n einen schnelle en Rückgang de A bei slo-
sigkei . In de En wicklung de Einkommens e eilung wi d das Ans eigen de
Lohnquo e he o gehoben und da geleg , daß dadu ch sowohl die Wiede be-
schä igung de nich ausgelas e en Kapazi ä en als auch die Scha ung neue
A bei splä ze behinde wi d. Die Fehlen wicklung in de P oduk ionss uk u
wi d da in gesehen, daß in de Bundes epublik noch P oduk ionszweige und
Fe igungs e ah en in olge des alschen DM-Wechselku ses au ech e hal en
wu den, die angesich s de im Inland e eich en Lohnhöhe in e na ional nich
meh konku enz ähig sind. Die hohe K edi au nahme des S aa es wa kon-
junk u - und kapi alma k poli isch im e gangenen Jah und — ielleich
auch noch im lau enden Jah — e e ba und e wünsch , da die p i a e
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22 We ne Eh liche
K edi nach age angesich s de ge ingen In es i ions ä igkei in de Wi scha
und im Wohnungsbau seh nied ig wa . Es we den jedoch zunehmende Schwie-
igkei en au e en, wenn de p i a e K edi beda mi Beschleunigung des
Wi scha sau s iegs wiede s eig und de K edi beda des S aa es — da nu
de ge inge e Teil konjunk u beding is — nich en sp echend zu ückgeh . Da-
mi bes eh die Ge ah , daß ein kün ige Au s ieg ühzei ig du ch Zinss eige-
ungen geb ems ode abgeb ochen wi d.
Summa y
S uc u al Misde elopmen in he Economy
o he Fede al Republic o Ge many
This con ibu ion conside s he p esen economic si ua ion in Ge many
agains he backg ound o long- e m de elopmen . The ecession in 1966/67
is desc ibed as a caesu a in pos wa de elopmen .
Misde elopmen s in income dis ibu ion, in p oduc ion s uc u e and in
public inance impede eco e y om he la es ecession and p e en any apid
educ ion o unemploymen . Wi h ega d o income dis ibu ion he ise in
he wage sha e is emphasized, and i is shown ha as a esul bo h e-employ-
men o non-u ilized capaci ies and c ea ion o new jobs a e hinde ed. The
misde elopmen in p oduc ion s uc u e is conside ed o lie in he ac ha
in he Fede al Republic o Ge many b anches o p oduc ion and p oduc ion
me hods we e p ese ed on accoun o a alse DM exchange a e, al hough hey
a e no longe compe i i e in e na ionally in iew o he domes ic wage le el
ha has been eached. The high le el o go e nmen bo owing in he pas
yea — and pe haps also in he cu en yea — was de ensible and desi able
om he s andpoin o ade cycle and capi al ma ke policy, as p i a e de-
mand o c edi was e y low owing o he small olume o in es men in
indus y and housing cons uc ion. G owing di icul ies will be encoun e ed,
howe e , i p i a e demand o c edi inc eases again wi h he accele a ion o
economic ac i i y and go e nmen c edi needs — only a mino pa o which
is due o he cyclical end — a e no educed acco dingly. Hence he e is a
dange ha a u u e expansion may be slowed o s opped p ema u ely by
ising in e es a es.
Résumé
Dé eloppemen s S uc u els e onnés dans l'Economie
de la République Fédé ale d'Allemagne
L'ac uelle si ua ion économique de l'Allemagne édé ale es ici examinée à
la lumiè e de son é olu ion à long e me. Dans ce con ex e, la écession des
années 1966/67 es considé ée comme la césu e du dé eloppemen de l'ap ès-
gue e.
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S uk u elle Fehlen wicklungen in de Wi scha de BRD 23
Des dé eloppemen s e onés dans la dis ibu ion des e enus, dans la s uc-
u e de p oduc ion e dans les inances publiques compliquen l'ex ac ion ho s
de la écen e écession e s'opposen à une baisse apide du chômage. Dans
l'é olu ion de l'alloca ion des e enus, la hausse du aux sala ial es soulignée
pou démon e qu'elle en a e la emise en ac i i é des capaci és inemployées
e la c éa ion de nou eaux emplois. L'on oi l'é olu ion e onée de la s uc-
u e de p oduc ion dans le ai du main ien en ac i i é, en aison du aux de
change inco ec du DM, de de sec eu s de p oduc ion e de p ocessus de
ini ion qui du ai du ni eau in é ieu a ein pa les salai es ne son plus
concu en iels à l'éga d de l'é ange . Su le plan de la poli ique de conjunc u e
e de ma ché inancie au cou s de l'an de nie — e peu -ê e même au cou s
de la p ésen e année — le ni eau éle é des emp un s de l'E a é ai non seule-
men comp éhensible, mais souhai able puisque, en aison de la é icence des
in es issemen s dans l'économie e dans le logemen , la demande p i ée de
c édi demeu ai à un ni eau ex êmemen bas. Mais l'on encon e a des
di icul és c oissan es lo sque, à la sui e de l'accélé a ion de la elance écono-
mique, les besoins de c édi i on en augmen an alo s que les besoins inancie s
de l'E a — don une ac ion mino i ai e seulemen dépend de la conjonc u e
— ne diminue on pas dans la même mesu e. Pa eille si ua ion po e en elle-
même le dange qu'une expansion u u e soi einée ou b isée an icipa i emen
pa l'augmen a ion des aux d'in é ê .
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