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Explikative und normative Theorie der meritorischen Güter – eine Problemanalyse

Abstract

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Explikative und normative Theorie der meritorischen Güter – eine Problemanalyse

Author: Buttler, Friedrich
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1973
DOI: 10.3790/schm.93.2.129
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/291303/1/schm.093.2.129.pdf
Bu le , F ied ich
A icle
Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e
– eine P oblemanalyse
Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de
Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Bu le , F ied ich (1973) : Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen
Gü e – eine P oblemanalyse, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) -
Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü
Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 93, Iss. 2, pp. 129-146,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/291303
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Explika i e und no ma i e Theo ie
de me i o ischen Gü e — eine P oblemanalyse — *
Von F ied ich Bu le , Gö ingen
I.
Ab aham Lincoln ha zu Beg ündung de S aa s ä igkei in eine
demok a ischen Gesellscha es ges ell , was noch heu e ü die au de
neue en Wohl ah s heo ie sich g ündende Theo ie de ö en lichen Gü e
Gül igkei beansp uch : „Die Regie ung ha ü die Be ölke ung das zu
beso gen, wonach die Leu e ein Bedü nis haben, was sie abe selbs
übe haup nich un können, ode doch, au sich selbs ges ell , nich
ebenso gu un können1" Die Bedü nisse de Bü ge sollen also nich
nu den Ma k lenken, sonde n auch da O ien ie ungsno m sein, wo de
Ma k e sag und ö en liche Be ei s ellung on Gü e n e o de lich is .
Das Pos ula , das auch als eine ühe e Fo mulie ung des spä e —
insbesonde e sei de Enzyklika „Quad agesimo anno" — als Subsidia i-
ä sp inzip bezeichne en Handlungsg undsa zes angesehen we den kann,
i$ nich ohne jeden Wide sp uch geblieben. De Wide sp uch is nich
nu on solchen Finanzwissenscha le n o geb ach wo den, die inanz-
wi scha liches Handeln des S aa es aus de Sozialphilosophie des
„O ganismus"2 ablei en woll en, sonde n auch on solchen, die eine
indi idualis isch undie e Wohl ah se hik e e en, wonach als O ien-
ie ungsno m ü das s aa liche Handeln de g undsä zliche P ima de
indi iduellen Bedü nisse als eine G undlage eihei liche Wi scha s-
o dnungen he o gehoben wi d. Auch nach le z e en gib es Gü e , die
du chaus on P i a en be ei ges ell we den können und eilweise auch
* E wei e e Fassung eines Vo ags o de Wi scha s- und Sozialwissen-
scha lichen Fakul ä de Uni e si ä Gö ingen am 30. Juni 1972. Allen Teil-
nehme n an de anschließenden Diskussion möch e de Ve . an diese S elle
danken.
1 Vgl. Oswald . Nell-B euning: A . Subsidia i ä sp inzip. In: S aa slexi-
kon. Bd. 7. F eibu g 1962. Sp. 828. He o hebung om Ve .
2 Zum Beg i gl. Jü gen . Kempski: A . Sozialphilosophie. In: HdSW.
Bd. 9. Gö ingen 1956. Sp. 528 . — Zu en sp echenden inanz heo e ischen
Rich ung gl. z. B. Hans Ri sehl: Gemeinwi scha und kapi alis ische Ma k -
wi scha . Tübingen 1931. S. 38 .
9 Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en 93,2
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130 F ied ich Bu le
be ei ges ell we den, die abe als so bedeu end anzusehen sind, „ ... daß
ü ih e Be iedigung du ch das ö en liche Budge übe das hinaus So ge
ge agen wi d, was de Ma k zu Ve ügung s ell und was on p i a en
Käu e n bezahl wi d"3.
De a ige Gü e we den auch als me i o ische bezeichne . Man kann
noch wei e gehen und auch manchen Gü e n, die be ei s aus ande en
G ünden als ö en liche Gü e gel en, eine me i o ische Komponen e
zusch eiben, nämlich dann, wenn da on auszugehen is , daß ih e Nü z-
lichkei ü die einzelnen Bü ge on denselben sys ema isch un e -
schä z wi d. Aus solche Un e schä zung üh z. B. ü Galb ai h und
Downs de Ums and, daß in eine Demok a ie de S aa shaushal enden-
ziell „zu klein" is . Wäh end ü Downs die These lau e : „ a ional
igno ance among he ci izen y leads go e nmen s o omi ce ain speci ic
ypes o expendi u es om hei budge s which would be he e i Ci izens
we e no igno an 4", üh Galb ai h die Un e schä zung ö en liche
Gü e („soziales Ungleichgewich ") au die Manipula ion de Konsumen-
en du ch einsei ige We bung zuguns en p i a e Gü e in eine Ube -
lußgesellscha („Abhängigkei se ek ") zu ück5. In beiden Fällen kann
die Rech e igung eine on den bekunde en P ä e enzen de Bü ge
abweichenden ö en lichen Gü e be ei s ellung da in gesehen we den,
daß de Bü ge — sei es in bezug au p i a e, sei es in bezug au adi io-
nell ö en liche Gü e — eilweise nich wisse, was „gu ü ihn" is .
Insowei bekomm das be e ende Gu also eine me i o ische Kompo-
nen e.
Analog kann man die Einsch änkung des Konsums sog. deme i o ische
Gü e zu beg ünden e suchen, Beispiele ü me i o ische Gü e könn en
Gesundhei s o so ge, Eigenheime und Sozialwohnungen sein, ü de-
me i o ische Gü e D ogen und Luxusgü e .
We soll abe be ug sein dü en, den Bü ge n o zusch eiben, was
sie konsumie en sollen und was nich ? Mi welche Beg ündung soll e
das möglich sein und welche K i e ien sollen den jeweiligen Um ang des
Konsums es legen hel en? Diese F agen beleuch en das Dilemma, o
das sich die Be ü wo e de Be iedigung me i o ische Bedü nisse
ges ell sehen. Deshalb e schein es Au o en wie McLu e gebo en,
die Be ücksich igung me i o ische Bedü nisse als un e einba mi den
indi idualis ischen G undannahmen de Theo ie de ö en lichen Gü e
3 Richa d Musg a e: Finanz heo ie. Tübingen 1966. S. 15.
4 An hony Downs: Why he Go e nmen Budge Is Too Small in a Demo-
c acy. In: Edmund S. Phelps (H sg.): P i a e Wan s and Public Needs. New
Yo k 1965. S. 79.
5 Vgl. Kenne h Galb ai h: Gesellscha im Übe luß. Neud uck München,
Zü ich 1972. S. 232 .
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Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e 131
zu ückzuweisen6. Sie können sich dabei au Baumol beziehen, de in
Pa einahme ü das P inzip de Konsumen ensou e äni ä ge o de
ha : „Ich e lange d ingend, o jenen geschü z zu we den, die übe zeug
sind, besse als ich zu wissen, was wi klich gu ü mich is , und ich
wünsche ande en den gleichen Schu z" (Ube se zung om Ve .)7.
De Volkswi , de seine Au gabe in de Wi klichkei se klä ung
sieh , wi d alle dings nich umhinkommen zu bes ä igen, daß die P ä e-
enzen de Bü ge nich ein ach gegeben, sonde n E gebnis eines o -
lau enden gesellscha lichen We bildungsp ozesses sind. Das heiß auch,
daß die indi iduellen P ä e enzen wohl on kaum eine de ak isch an
ih e He ausbildung be eilig en gesellscha lichen G uppen und Ins i u-
ionen als sak osank angesehen we den. Auch die Fes s ellung, daß die
Ökonomen aus analy ischen G ünden iel ach on de Gegebenhei de
indi iduellen P ä e enzen ausgehen, besag nich , daß sie sie no wen-
dige weise als exogene G ößen behandeln müssen. Be iebswi scha -
liche Absa zleh e und olkswi scha liche Theo ie des Konsumen en-
e hal ens z. B. beschä igen sich ausd ücklich mi Ände ungen de indi i-
duellen P ä e enzen8.
Die gesellscha lichen G uppen und Ins i u ionen beein lussen auch das
s aa liche Handeln hinsich lich de Be ei s ellung ö en liche Gü e in
un e schiedlichs e Weise. Wenn da in ü plu alis ische Gesellscha en
eine Funk ionsbedingung ep äsen a i e (indi ek e ) Demok a ie ge-
sehen we den muß, dann e schein es auch wenig sinn oll, in de ökono-
mischen Theo ie de ö en lichen Ausgaben on de Vo s ellung eines
neu alen, im Hinblick au die geäuße en indi iduellen P ä e enzen de
Bü ge nu passi eagie enden S aa es auszugehen. Vielmeh e schein
die S aa sgewal als legi imes He scha smi el zu Du chse zung de
In e essen on G uppen, auch gegen den Willen ande e G uppen. Die
Ökonomen können nich die Augen o solchen Ta sachen e schließen,
Au gabe de posi i en (explika i en) ökonomischen Theo ie wä e des-
halb, sie zu e klä en. Wei e könn e eine Au gabe no ma i e Theo ie
da in bes ehen, S ellung zu nehmen bzw. S ellungnahmen ideologie-
k i isch zu hin e agen: „Sobald ... die P ä e enzen de Ö en lichkei
du ch wi scha liche Mi el und die wi scha liche Umwel beein luß
6 Cha les E. McLu e, J .: Me i Wan s: a No ma i ely Emp y Box. Fin A ch.,
N. F. Bd. 27 (1968), S. 474 .
7 William Baumol: Diskussionsbei ag zu Sci o sky ( gl. Fußn. 9). Am. Ec.
Re ., Pape s and P oceedings, Bd. 52 (1962). S. 289.
8 Assa Lindbeck wi d man imme hin da in zus immen können, daß die
Ökonomen de En s ehung und gesellscha lichen Beding hei de indi iduel-
len P ä e enzen nich die en sp echende Beach ung haben zukommen lassen.
Vgl. Assa Lindbeck: The Poli ical Economy o he New Le . New Yo k 1971.
S. 12 . — Zu Illus a ion de diesbezüglichen „ adikalen K i ik" gl. Michael
Zweig: A New Le C i ique o Economics. In: Da id Me mels ein (H sg.):
Economics, Mains eam Readings and Radical C i iques. New Yo k 1970. S. 27.
9*
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we den, lassen sich We u eile da übe , ob ein solche Ein luß gu ode
schlech sei, besch änk we den soll e ode e o mbedü ig sei, nich
e meiden. Wenn sich de Wi scha swissenscha le nich be u en ühl ,
solche U eile selbs abzugeben, so soll e e doch wenigs ens ih e Be-
ech igung ane kennen und die analy ischen Ins umen e en wickeln,
mi de en Hil e ande e diese U eile ällen können9."
Dami is da geleg , wa um es legi im und in e essan is , sich mi
den Eigenscha en und de Bedeu ung me i o ische Gü e auseinande -
zuse zen. Dabei is Sci o sky, de oben zi ie wu de, da in zuzus immen,
daß die Bean wo ung de au gewo enen und wei e zu p äzisie enden
F agen nich nu des Schweißes de Volkswi e we is . Die Au gabe
diese P oblemanalyse muß sich dagegen da au besch änken, die Diskus-
sionsbei äge de Volkswi e zu disku ie en und in einem Ausblick
wei e e F agen anzudeu en.
II.
Einige besonde e Eigenscha en de me i o ischen Gü e we den
sich ba , wenn man sie mi Musg a e, de den Beg i gep äg ha , den
ideal ypischen Kons uk ionen de ein p i a en Gü e eine sei s, de
spezi isch ö en lichen Gü e ande e sei s gegenübe s ell . Spezi isch
ö en liche Gü e sind — wiede um nach Musg a e — solche, die on
den Bü ge n gewünsch we den, abe deshalb nich du ch den Ma k
be ei ges ell we den können, weil das Ausschlußp inzip nich angewen-
de we den kann und/ode weil de Konsum des Gu es du ch einen
Bü ge die i gendeinem ande en zu Ve ügung s ehende Konsummenge
nich e inge . Als klassisches Beispiel ü ein spezi isch ö en liches
Gu , bei dem alle K i e ien gleichzei ig e üll sind, gal de Leuch u m:
Von seine Nu zung könne niemand ausgeschlossen we den, es bes eh
keine Ri ali ä zwischen e schiedenen Benu ze n, und die Benu ze be-
dü en subjek i seine Diens e. Ein solches Gu wi d om Ma k nich
be ei ges ell , denn jede nu zenmaximie ende Konsumen wi d da au
wa en, daß ein ande e den Leuch u m bau , um dann kos enlos in den
Genuß zu kommen, on dem ihn de ande e nich ausschließen kann.
Maximie en alle ih en indi iduellen Nu zen, dann wi d das Gu übe -
haup nich on P i a en be ei ges ell .
Man kann je z e s ens ex nega i o un e Anwendung des Ausschluß-
und Ri ali ä sk i e iums au die Cha ak e is ika de p i a en Gü e
schließen und zwei ens mi Musg a e die me i o ischen Gü e diesen
9 Tibo Sci o sky: Zum P inzip de Konsumen ensou e äni ä . Zi . nach
de d . Fassung in: E ich und Monika S eissle (H sg.): Konsum und Nach-
age. Köln, Be lin 1966. S. 493.
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pola en Ka ego ien zuo dnen. Danach haben die me i o ischen Gü e
mi den p i a en Gü e n gemeinsam, daß das Ausschluß- und Ri ali ä s-
p inzip zumindes eilweise angewende we den kann, mi den spezi isch
ö en lichen, daß ih e Be ei s ellung übe den Ma k allein nich e olgen
kann. Le z genann e Gemeinsamkei is eigen lich kein selbs ändiges
Cha ak e is ikum, sonde n e s eine Konsequenz des olgenden, daß
nämlich sich die me i o ischen Gü e on p i a en wie spezi isch ö en -
lichen Gü e n dadu ch un e scheiden, daß die ausschließliche Maßgeblich-
kei gegebene indi iduelle P ä e enzen ü ih e Be ei s ellung nich
akzep ie wi d. Hie in lieg ih eigen liches Spezi ikum10.
Da aus olg , daß es im Hinblick au die Iden i ika ion eines me i-
o ischen ode deme i o ischen Gu es zunächs une heblich is , ob das
Ausschluß- und/ode Ri ali ä sk i e ium e üll is . Dennoch ha in de
Diskussion um die Eigenscha en de me i o ischen Gü e die F age
eine bedeu ende Rolle gespiel , ob me i o ische Gü e häu ig solche
Gü e sind, die auch aus ande en G ünden de Ka ego ie ö en lich
be ei zus ellende Gü e zuzu echnen sind, ode abe ehe solche, die,
abgesehen on de me i o ischen Eigenscha , keine de sons igen Cha ak-
e is ika ö en liche Gü e haben. Musg a es Posi ion is in diese Be-
ziehung nich eindeu ig gewesen11. Head12 und Pulsiphe 13 neigen de
e s en Al e na i e zu. Wäh end Head au den o ensich lichen Zusammen-
hang zwischen me i o ischen und spezi isch ö en lichen bzw. gemisch
spezi isch ö en lichen und p i a en Gü e n bei den on Musg a e ge-
nann en Beispiel ällen abs ell , beg ünde Pulsiphe sein U eil aus den
de la o ischen Eigenscha en ein p i a e Gü e . Hie bei spiel wiede -
um das Ausschlußk i e ium eine Rolle. Dieses kann, wo au neben Mus-
g a e auch Andel14 hingewiesen ha , mi dem Fehlen ex e ne E ek e
in Ve bindung geb ach we den. Rein p i a e Gü e , ü die also das
Ausschlußp inzip uneingesch änk gil , sind danach auch dadu ch ge-
kennzeichne , daß mi ih e P oduk ion und ih em Konsum keine ex e -
nen E ek e au e en. Das heiß also auch, daß de en sp echende Konsum
eines Bü ge s (abgesehen on de du ch das Ri ali ä sk i e ium be-
zeichne en ,Ma k ausschließung') keinen ande en Bü ge angie . Somi
10 Diese Au assung John Heads ( gl. Head: Me i Goods Re isi ed.
Fin.A ch., N. F. Bd. 28 [1969], S. 214 .) s immen auch Pulsiphe und Shoup zu
( gl. Allan Pulsiphe : The P ope ies and Rele ancy o Me i Goods. Fin.A ch.,
N.F. Bd. 30 [1971], S. 269 . und Ca l Shoup: Public Finance. Chicago 1969.
S. 97).
11 Vgl. Musg a e: Finanz heo ie, S. 16 und 79. — De s.: P o ision o Social
Goods. In: J. Ma golis und H. Gui on (H sg.): Public Economics. London
1969. S.
143
.
12 Vgl. John Head: Übe me i o ische Gü e . In: Ho s Claus Reck enwald
(H sg.): Finanz heo ie. Köln, Be lin 1966. S. 52 .
13 Vgl. Pulsiphe : S. 273 .
14 Vgl. No be Andel: Zu Diskussion übe Musg a es Beg i de „me i
wan s". Fin.A ch., N. F. Bd. 28 (1969), S. 213.
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bes ehe keine lei ö en liches In e esse an dem be e enden Konsumak
bzw. an de Ges al ung de P oduk ion des Gu es. Zwa ließen sich
„psychische Ex e nali ä en" o s ellen, de a , daß auch bei ein p i a en
Gü e n i gendwelche Bü ge zu dem Schluß gelang en, de Konsum eines
ande en Bü ge s sei nich gu ü diesen. Pulsiphe mein abe un e
Be u ung au Samuelson, daß man allen Eing i en bei nich wenigs ens
gemisch spezi isch ö en lichen und p i a en Gü e n äuße s zu ück-
hal end gegenübe s ehen soll e15.
Dies schein eine ü libe ale Ökonomen plausible Ansich zu sein.
Konk e e Handlungsanweisungen lassen sich da aus jedoch aus e -
schiedenen G ünden nich ohne wei e es ablei en.
a) Musg a e be inde sich o enba in Ube eins immung mi Duesen-
be y16, wenn e es s ell , „ ... ha in ac mos goods which gi e ise
o bene i s also in ol e ex e nali ies in a ying deg ees and hence
combine bo h social and p i a e good cha ac e is ics"17. Danach schließ
das on Pulsiphe genann e K i e ium ielleich nu eine i ele an
kleine Anzahl on Gü e n aus de Gesam menge aus, de en g öß e Teil
also nach wie o Gegens and me i o ische Eing i e sein kann. Die au
Musg a e zu ückgehende De ini ion gemisch spezi isch ö en liche und
p i a e Gü e is da ü die U sache. Sie gib keine zu e lässige Aus-
kun da übe , wann eine Ex e nali ä an äng , ein ö en liches P oblem
zu we den. Dazu dü e on de ein indi idualis isch undie en Theo ie
de ö en lichen Gü e auch keine An wo zu e wa en sein. Mil on
F iedmans K i ik de Theo ie de ö en lichen Gü e ziel genau au
diese Schwachs elle: Beg ündungen ö en liche In e en ion au g und
de bloßen Exis enz on „Nebenwi kungen" wü de e als Sophis e ei18
bezeichnen.
b) In konsequen e Anwendung de P inzipien de subjek i is ischen
We leh e muß man wei e olge n, daß Nich -Unabhängigkei on
Nu zen unk ionen nich eine bes imm en Gü e n objek i anha ende
Eigenscha is , sonde n on subjek i en Emp indungen abhäng . Dem-
nach wi d es schwe allen, übe haup Gü e zu inden, de en Konsum
du ch ein Indi iduum kein ande es angie . Es schein z. B. selbs e -
s ändlich zu sein, daß eine neue Waschmaschine, die F au Jones ha ,
nich deshalb ein gemisch spezi isch ö en liches und p i a es Gu wi d,
weil F au Mülle nebenan nun wenige F eude an ih e bishe igen
Maschine ha . Zwei ellos lieg abe ein Fall on Nich -Unabhängigkei
de Nu zen unk ionen o . Rein p i a e Gü e „als solche" gib es
15 Vgl. Pulsiphe : S. 276.
16 Vgl. James Duesenbe y: Income, Sa ing and he Theo y o Consume
Beha io . Camb idge (Mass.) 1949. S. 47 .
17 Musg a e: P o ision o Social Goods, S. 135.
18 Vgl. Mil on F iedman: Kapi alismus und F eihei . S u ga 1971. S. 56.
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Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e 135
danach ielleich ga nich . Daß es sie un e jeweils genau zu de inie-
enden Ums änden häu ig geben dü e, läß sich jeden alls nu mi
eine nich ein indi idualis ischen, d. h. au die sozialen Bedingungen
des Konsumen en e hal ens abhebenden Theo ie e klä en.
c) Schließlich is die Unabhängigkei on Nu zen unk ionen un e -
einande in bezug au ein bes imm es Gu keine hin eichende Bedingung
da ü , daß ein ein p i a es Gu in dem Sinne o lieg , daß seine Be ei -
s ellung nu die Indi iduen angie , die es konsumie en. Denn es kann
sich z. B. so e hal en, daß ex e ne P oduk ionse ek e au e en, die
auch die das Gu nich konsumie enden Indi iduen beein äch igen. Das
is gewiß ü die Ökonomen keine neue E kenn nis, man denke nu an
die sog. Umwel p oblema ik. Sys ema isch we den solche Fälle in de
Theo ie de ex e nen E ek e behandel bzw. zu behandeln e such .
Sowei de Ve . die Diskussion übe sieh , is abe bishe nich gezeig
wo den, daß ge ade hie ein seh wich ige Ansa zpunk ü die Be-
g ündung ganz ode eilweise me i o ische Gü e lieg . Danach wä e
ein Gu deshalb als me i o isch zu bezeichnen ode wü de sich du ch
eine me i o ische Komponen e auszeichnen, weil die Bü ge zwa wissen,
welchen Nu zen sie aus dem Gu ziehen, abe nich , mi welchen Oppo -
uni ä skos en in bezug au bishe noch eie Gü e (z. B. Umwel quali ä )
seine P oduk ion e kau is . Sie können die le z genann en Kos en
deshalb nich ins Kalkül einbeziehen, weil ihnen de Ma k ü Gü e ,
die als „ ei" gel en, keinen P eis signalisie .
Zusammen assend kann ge olge we den, daß die Diskussion um
den ehe ö en lichen ode abe ehe p i a en Cha ak e de ü me i o-
ische Eing i e in F age kommenden Gü e meh zu age ge ö de ha
als nu eine seman ische K i ik de Au assung Pulsiphe s und Samuel-
sons. Deshalb wu de hie die F age de Abg enzung me i o ische Gü e
gegenübe ein p i a en und nu aus nich me i o ischen G ünden ö en -
lichen Gü e n behandel . Dabei wu den die Cha ak e is ika ö en liche
Gü e ausschließlich un e dem Gesich spunk de Alloka ion be ach e .
De Volls ändigkei halbe is deshalb zu e wähnen, daß in den meis en
Fällen de on Musg a e beispielha als me i o isch bezeichne en Gü e
ü de en ö en liche Be ei s ellung auch Um e eilungsa gumen e gel-
end gemach we den können. Leh mi el eihei , Schulspeisung, soziale
Wohnungsbau, eie ä z liche Ve so gung wu den genann . De mögliche
edis ibu i e E ek ih e Be ei s ellung is e iden .
III.
Die Beg ündung ü absich liche Abweichungen on den gegebenen
indi iduellen P ä e enzen bei de ö en lichen Gü e be ei s ellung kann
nach Head im wesen lichen nu da au zu ückzu üh en sein, daß die
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indi iduellen P ä e enzen in i gendeine Fo m als e ze angesehen
we den19. Head will o enba mi dem Wo „ e ze en" einen Gegen-
sa z zu „eigen lichen" P ä e enzen i. S. eines „wohl e s andenen eigenen
In e esses" implizi kons uie en. E häl an de Idee de le z lichen
Selbs bes immung de „ a ionalen" Nu zenschä zung es . Ve ze e
P ä e enzen können nach ihm eine Folge on Unkenn nis, also mangeln-
de In o ma ion, und I a ionali ä sein. Beide Gesich spunk e können
mi einande e knüp sein, wie die Beispiele zeigen. Es gil sowohl das
A gumen de Unkenn nis, wonach sich die Skepsis des schlech in o mie -
en Bü ge s gegenübe dem Nu zen eine gu en Ausbildung ode dem
de o beugenden Maßnahmen des s aa lichen Gesundhei sdiens es in
eine sozial une wünsch en Un e bewe ung niede schläg , als auch das
A gumen de I a ionali ä , wonach Vo schulkinde auch bei olls än-
digem In o ma ionsangebo den We de Ausbildung ebensowenig
ich ig einschä zen können, wie d ogenabhängige Pe sonen be ei sind,
die Ge äh lichkei des D ogenmißb auchs anzue kennen.
Im Zusammenhang mi Heads In e p e a ion is besonde s zweie lei
disku ie wo den. E s ens, ob das In o ma ionsa gumen ö en liche
Gü e be ei s ellung ode abe nu ö en liche In o ma ions ä igkei ech -
e ige. Und zwei ens, ob im Falle de Gü e be ei s ellung no wendig
on einem Eing i in die Konsumen ensou e äni ä gesp ochen we den
müsse.
Bezüglich de e s en F age ha sich McLu e20 eindeu ig gegen
ö en liche Gü e be ei s ellung ausgesp ochen. Gegen dieses Vo um ü
ausschließliche ö en liche In o ma ions ä igkei im Falle als me i o isch
ane kann e Gü e sind meh e e A gumen e o geb ach wo den.
a) Auld und Bing21 haben da au hingewiesen, daß McLu e In o ma-
ion, wie jene selbs zugib 22, als eies Gu behandel ha . Sie zeigen,
daß In o ma ionen übe die cha ak e is ischen Eigenscha en on Gü e n
mögliche weise meh Ressou cen binden, als dies de Fall wä e, wenn
de S aa übe den S eue /Sub en ionsmechanismus das be e ende
Gu zusä zlich be ei s ell e bzw. seine ma k mäßige Be ei s ellung ein-
sch änk e. Fü ö en liche In o ma ions ä igkei sp ich alle dings auch
hie , daß ih e höhe en Kos en als P eis de Nich einsch änkung de
F eihei de Konsumwahl hingenommen we den könn en.
b) Head ha he o gehoben, daß de Nu zen bes imm e Gü e on
den Bü ge n e s e kann we de, nachdem sie diese a sächlich konsu-
19 Vgl. Head: Me i Goods Re isi ed, S. 215 .
20 Vgl. McLu e: S. 477.
21 Vgl. D. A. L. Auld und P. C. Bing: Me i Wan s: A Fu he Analysis.
FinA ch., N. F. Bd. 30 (1971), S. 261 .
22 McLu e: S. 477 (Fußno e 2).
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Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e 143
ande em als dem Pos ula Max Webe s, daß de Wissenscha le den
Poli ike da au hinzuweisen ha , was sein Handeln bedeu e , und dami ,
was e eigen lich will, wenn e eine bes imm e poli ische En scheidung
i .
Es wi d abe auch zu disku ie en sein, ob eine no ma i e Theo ie
de me i o ischen Gü e möglich is . Musg a e und Na h42 z. B. bejahen
das. De Ve . wü de mi Head eben alls eine solche Ve sion als einen
de adi ionellen indi idualis ischen Wohl ah sökonomik po en iell
gleichwe igen E kenn nisgegens and ansehen43. Einmal deshalb, weil
die Wohl ah sökonomik unbes i ene maßen selbs no ma i e Ökono-
mik is , zum ande en deshalb, weil die Auseinande se zung mi ih aus
de Sich de Theo ie de me i o ischen Gü e ge ade an dem G und-
we u eil anse z , das eingangs un e Be u ung au Lincoln zi ie wu de
und das auch de aus de neue en Wohl ah sökonomik abgelei e en
Theo ie de ö en lichen Gü e zug unde lieg . Dieses G undwe u eil,
welches ü demok a ische Gesellscha en eine ausschließlich indi idua-
lis ische Fundie ung soziale Wohl ah s unk ionen pos ulie , is on
de Meh hei de Wohl ah s heo e ike bishe un e Hinweis au seine
„wei gehende soziale Akzep ie ba kei "44 als ela i bedeu ungslose Ein-
engung ih es E kenn nisansa zes hingenommen wo den.
Dies he o zuheben und eine k i ischen Wü digung zu un e ziehen,
heiß ü den Ve . nich , nun zu denen zu gehö en, die ein de a iges
U eil g undsä zlich ablehnen. Vielmeh is zu agen, ob de bishe ige
ein indi idualis ische Rahmen de Wohl ah s heo ie aus eich , um die
den Ökonomen be e enden Gegens ände de Reali ä zu e assen. Es
wu de angedeu e , daß das zu e neinen sei. Wei e muß die F age ges ell
we den, ob es wi klich so zu sein ha , daß sich die Ökonomen nu mi
Theo iesys emen beschä igen, de en We p ämissen allgemein akzep ie
zu sein scheinen. Diese F age is en schieden zu e neinen45. Denn eine
solche Hal ung de Ökonomen üh as unausweichlich dazu, daß ih e
Theo ien in de gesellscha lichen Wi kung konse a i sind ode , in den
Wo en We ne Ho manns, daß die Wi scha swissenscha zu Magd
de he schenden In e essen deg adie wi d.
Es wu de abe schon da au hingewiesen, daß die Ve e e de
au de ein indi idualis ischen Ve sion de Wohl ah s heo ie au bauen-
den Theo ie de ö en lichen Gü e mi ollem Rech nach den K i e ien
agen, nach denen das
Ob,
Wie und Inwiewei de Be iedigung me i o i-
sche Bedü nisse in eine demok a ischen Gesellscha bes imm we den
42 Vgl. S. K. Na h: A Reapp aisal o Wel a e Economics. London 1969. S. 177.
43 Vgl. Head: Übe me i o ische Gü e , S. 49.
44 Vgl. Na h: S. 125 .
45 Vgl. We ne Ho mann: Gesellscha sleh e als O dnungsmach . Be lin 1961.
S. 18.
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144 F ied ich Bu le
könn e. Dies anzue kennen, bedeu e abe nich , auch denjenigen zuzu-
s immen, die da aus au die Übe legenhei de adi ionellen Theo ie
zu ückschließen. E wa indem sie auch un e Be ücksich igung e en uell
wei gehend akzep ie ba e Eing i e in die Konsumen ensou e äni ä
diese nich zulassen wollen, weil da ü nich ein de a s eng de inie es
Theo iesys em zu Ve ügung s eh , wie dies bei de adi ionellen Theo-
ie de Fall sei, weshalb dann, wenn einmal de Sünden all de Be iedi-
gung me i o ische Bedü nisse geschehen sei, de Willkü Tü und To
geö ne sein wü de.
Die Diskussion un e den Ökonomen is schon ühe un e Anwendung
solche „Weg-in-die-Knech scha s-Theo eme" ge üh wo den46. Es sei
hie an einem ü die Wohl ah s heo ie nich belanglosen Beispiel ge-
zeig , daß man es sich zu leich mach , wenn man die Konku enz mi dem
gedanklichen Ansa z de Theo ie de me i o ischen Gü e plaka i au
einen Gegensa z zwischen ökonomische Ra io und poli ische Willkü
hin zu s ilisie en e such . Be ach en wi das Pa e o-K i e ium, das on
ielen Ökonomen als ein wich ige Maßs ab zu Beu eilung al e na i e
soziale Ums ände angesehen wi d, und zwa mi de Beg ündung, daß
es ein wei es gehend akzep ie ba es We u eil e lek ie e. Danach is ein
soziale Zus and einem ande en dann o zuziehen, wenn in ihm wenig-
s ens ein Indi iduum „besse " ges ell is , ohne daß i gend ein ande es
„schlech e " ges ell is . Es is an diese S elle nich nö ig, den implizie -
en We maßs ab ü „besse " ode „schlech e ", de aus de Annahme
de Nich -Sä igung abgelei e is , im De ail zu k i isie en. Es genüg ,
da au hinzuweisen, daß in de heu igen Diskussion übe Nu zen und
Kos en des Wi scha swachs ums im Gegensa z zu Annahme de Nich -
Sä igung iel ach ein A gumen des „wenige wä e meh " o geb ach
wi d. Vielmeh soll au den Ums and hingewiesen we den, daß das
Pa e o-K i e ium auch on seinen Ve e e n nu insowei ü unbedenk-
lich gehal en wi d, als es sich au ma ginale, nich sukzessi denselben
Indi iduen (G uppen on Indi iduen) zugu e kommende Anpassungs-
sch i e bezieh , weil ande n alls die einsei igen Ve eilungswi kungen
nich meh zu übe sehen wä en.
Das Fazi lau e : Ebensogu können Be ü wo e de ö en lichen Be-
ei s ellung me i o ische Gü e gel end machen, daß man zwa hin und
wiede me i o ische Gü e zulassen könne, „doch dü e das nich übe -
46 Zu beme ken is , daß de Gegenbeweis de a ige Thesen im o liegen-
den Fall noch nich e b ach is . So sag Hayek — de mi Rech ü demok a-
ische Regie ungen es s ell , daß nich de U sp ung, sonde n die Kon olle
ih e Gewal eine Willkü he scha e hinde —, daß eine Demok a ie dann
zu Willkü he scha ausa en müsse, „wenn sie sich zu eine Au gabe en -
schließ , die no wendige weise eine Anwendung de S aa sgewal o aus-
se z , die sich nich an es en No men o ien ie en kann" (F ied ich . Hayek:
De Weg zu Knech scha . E lenbach, Zü ich o. J. S. 100). Hayeks Wa nung
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Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e 145
hand nehmen". Hie wie do is die F age nach de exak en G enzlinie
unbean wo e . Es is wich ig zu e kennen, daß es sich in beiden Fällen
um ein g undsä zliches Fehlen en sp echende K i e ien handel , nich ,
wie im Zusammenhang mi P oblemen de Nu zen-Kos en-Analyse im
Hinblick au die p ak ische Anwendung de bishe igen Theo ie de
ö en lichen Gü e , um den Mangel bishe nich hin eichende Konk e i-
sie ba kei on im allgemeinen als ich ig angesehenen K i e ien.
Eine als unzu eichend e mu e e Theo ie in F age zu s ellen, kann
nich uno ac u die Bes ä igung eine ande en Posi ion bedeu en. Die En -
wicklung eine solchen Posi ion lag hie auch nich in de Absich des
Ve asse s, was alle dings ein Mangel is . Von eine neuen Theo ie da
üglich e lang we den, daß sie de al en übe legen sein muß. Ange-
sich s de bishe igen Ve suche zu eine Theo ie de me i o ischen Gü e
is ih en K i ike n, insbesonde e den Ve e e n de ein indi idualis isch
undie en Wohl ah sökonomik, zuzus immen. Doch ge eich jenen die
K i ik eben alls nich zu Bes ä igung ih e eigenen Posi ion, wenngleich
zu in ellek uellen Eh e. E kennba wi d angesich s de genann en Fo -
de ung an eine neue Theo ie jedoch, daß eine K i ik wie z.B. dieMcLu es
nich übe zeugen kann. Denn sie e such , den Aussagewe eine Theo ie
de me i o ischen Gü e da an zu messen, ob sie sich in die adi ionelle
Theo ie de ö en lichen Gü e in eg ie en läß , nich , ob sie le z e e
e l. übe legen sein könn e ode sich mi ih in einem um assende en
heo e ischen Gebäude e binden lasse.
An eine Theo ie de me i o ischen Gü e wä e deshalb die An-
o de ung zu s ellen, daß sie zu eine Re o mulie ung de Theo ie de
ö en lichen Gü e übe haup bei äg *7. Nu so e klä e sie nich nu
Bekann es ande s, sonde n auch Neues gleichzei ig nach einem gemein-
samen P inzip. Le z e es is noch nich in die Diskussion eingeb ach ,
wenngleich Heads und Pulsiphe s Bei äge als ich ungsweisende Ve -
suche e scheinen. Insbesonde e wi d nach dem Eind uck des Ve . die
Sozialbindung de En s ehung und A ikula ion indi iduelle P ä e en-
zen on Bedeu ung ü diese Diskussion sein. Es wä e e ehl anzu-
nehmen, daß die Ökonomen dazu bishe nich s zu sagen gehab hä en.
Abe es wi d e o de lich sein, in diesem Zusammenhang F agen an die
Nachba disziplinen de Ökonomie zu s ellen.
De Ve . eil das Unbehagen an de bishe igen Theo ie de me i o i-
schen Gü e . Angesich s de F ages ellungen, die sie e ö ne und die
hie ech ku so isch behandel wu den, hiel e e es jedoch ü alsch, die
Diskussion übe sie abzub echen.
muß alle dings nich als Ve bo eine no ma i en Theo ie de me i o ischen
Gü e au ge aß we den, sonde n kann als Au o de ung zu Fo mulie ung
„ es e No men" im Rahmen eine solchen in e p e ie we den.
47 Vgl. Schmid : S. 22.
10 Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en 93,2
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146 F ied ich Du le
Zusammen assung / Summa y
Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e
Ohne die Theo ie de me i o ischen Gü e wü de sich ein bedeu ende Be-
eich ö en liche Alloka ionspoli ik wede (posi i ) e klä en noch (no ma i )
beg ünden lassen. Die bishe ige Diskussion is inso e n unbe iedigend, als sie
zu wenig b auchba en K i e ien ü A , Um ang und Beg ündung de Be-
iedigung me i o ische Bedü nisse ge üh ha und weil sie den gesell-
scha spoli ischen Kon ex — Ve häl nis S aa /Gesellscha /Indi iduum —
nu pe iphe e a bei e ha . Im o liegenden Bei ag wi d zue s die all-
gemeine F ages ellung e läu e (I). Eine Diskussion de besonde en Eigen-
scha en me i o ische Gü e (II) olg die Analyse bishe ige Beg ündungs-
e suche (III). Die abschließende Ve ie ung de F ages ellung üh zu de
Fo de ung, daß die Theo ie de me i o ischen Gü e zu Re o mulie ung de
ein indi idualis ischen Theo ie de ö en lichen Gü e übe haup bei agen
soll e (IV).
A Theo y o Me i Goods
An impo an pa o public alloca ion-policy canno be explained and
no ma i ely ounded wi hou any heo y o me i goods. Recen discussion on
he subjec is disappoin ing because o he lack o conc e e c i e ia o he
sa is ac ion o me i wan s and because i has ailed o e eal su icien ly he
b oade socio-poli ical con ex wi h he ela ionship be ween s a e, socie y,
and indi idual. In he p eceeding pape he au ho s a s wi h a gene al
in oduc ion in o he p oblem o p o ision o me i goods (I). A e a discussion
o hei speci ic cha ac e is ics (II) he analyses he mo i a ion o hei p o i-
sion (III). The las pa is dedica ed o he scope o a posi i e heo y o me i
goods and i s no ma i e ounda ion. The conside a ions lead o he conclusion
ha a e ised public goods- heo y is a all desi able (IV).
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