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Explikative und normative Theorie der meritorischen Güter – eine Problemanalyse

Buttler, Friedrich

Abstract

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Full text

Bu le , F ied ich A icle Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e – eine P oblemanalyse Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik P o ided in Coope a ion wi h: Duncke & Humblo , Be lin Sugges ed Ci a ion: Bu le , F ied ich (1973) : Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e – eine P oblemanalyse, Zei sch i ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en (ZWS) - Vie eljah essch i de Gesellscha ü Wi scha s- und Sozialwissenscha en, Ve ein ü Socialpoli ik, ISSN 0342-1783, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 93, Iss. 2, pp. 129-146, h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 This Ve sion is a ailable a : h ps://hdl.handle.ne /10419/291303 S anda d-Nu zungsbedingungen: Die Dokumen e au EconS o dü en zu eigenen wissenscha lichen Zwecken und zum P i a geb auch gespeiche und kopie we den. Sie dü en die Dokumen e nich ü ö en liche ode komme zielle Zwecke e iel äl igen, ö en lich auss ellen, ö en lich zugänglich machen, e eiben ode ande wei ig nu zen. So e n die Ve asse die Dokumen e un e Open-Con en -Lizenzen (insbesonde e CC-Lizenzen) zu Ve ügung ges ell haben soll en, gel en abweichend on diesen Nu zungsbedingungen die in de do genann en Lizenz gewäh en Nu zungs ech e. Te ms o use: Documen s in EconS o may be sa ed and copied o you pe sonal and schola ly pu poses. You a e no o copy documen s o public o comme cial pu poses, o exhibi he documen s publicly, o make hem publicly a ailable on he in e ne , o o dis ibu e o o he wise use he documen s in public. 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Das Pos ula , das auch als eine ühe e Fo mulie ung des spä e — insbesonde e sei de Enzyklika „Quad agesimo anno" — als Subsidia i- ä sp inzip bezeichne en Handlungsg undsa zes angesehen we den kann, i$ nich ohne jeden Wide sp uch geblieben. De Wide sp uch is nich nu on solchen Finanzwissenscha le n o geb ach wo den, die inanz- wi scha liches Handeln des S aa es aus de Sozialphilosophie des „O ganismus"2 ablei en woll en, sonde n auch on solchen, die eine indi idualis isch undie e Wohl ah se hik e e en, wonach als O ien- ie ungsno m ü das s aa liche Handeln de g undsä zliche P ima de indi iduellen Bedü nisse als eine G undlage eihei liche Wi scha s- o dnungen he o gehoben wi d. Auch nach le z e en gib es Gü e , die du chaus on P i a en be ei ges ell we den können und eilweise auch * E wei e e Fassung eines Vo ags o de Wi scha s- und Sozialwissen- scha lichen Fakul ä de Uni e si ä Gö ingen am 30. Juni 1972. Allen Teil- nehme n an de anschließenden Diskussion möch e de Ve . an diese S elle danken. 1 Vgl. Oswald . Nell-B euning: A . Subsidia i ä sp inzip. In: S aa slexi- kon. Bd. 7. F eibu g 1962. Sp. 828. He o hebung om Ve . 2 Zum Beg i gl. Jü gen . Kempski: A . Sozialphilosophie. In: HdSW. Bd. 9. Gö ingen 1956. Sp. 528 . — Zu en sp echenden inanz heo e ischen Rich ung gl. z. B. Hans Ri sehl: Gemeinwi scha und kapi alis ische Ma k - wi scha . Tübingen 1931. S. 38 . 9 Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en 93,2 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:37 130 F ied ich Bu le be ei ges ell we den, die abe als so bedeu end anzusehen sind, „ ... daß ü ih e Be iedigung du ch das ö en liche Budge übe das hinaus So ge ge agen wi d, was de Ma k zu Ve ügung s ell und was on p i a en Käu e n bezahl wi d"3. De a ige Gü e we den auch als me i o ische bezeichne . Man kann noch wei e gehen und auch manchen Gü e n, die be ei s aus ande en G ünden als ö en liche Gü e gel en, eine me i o ische Komponen e zusch eiben, nämlich dann, wenn da on auszugehen is , daß ih e Nü z- lichkei ü die einzelnen Bü ge on denselben sys ema isch un e - schä z wi d. Aus solche Un e schä zung üh z. B. ü Galb ai h und Downs de Ums and, daß in eine Demok a ie de S aa shaushal enden- ziell „zu klein" is . Wäh end ü Downs die These lau e : „ a ional igno ance among he ci izen y leads go e nmen s o omi ce ain speci ic ypes o expendi u es om hei budge s which would be he e i Ci izens we e no igno an 4", üh Galb ai h die Un e schä zung ö en liche Gü e („soziales Ungleichgewich ") au die Manipula ion de Konsumen- en du ch einsei ige We bung zuguns en p i a e Gü e in eine Ube - lußgesellscha („Abhängigkei se ek ") zu ück5. In beiden Fällen kann die Rech e igung eine on den bekunde en P ä e enzen de Bü ge abweichenden ö en lichen Gü e be ei s ellung da in gesehen we den, daß de Bü ge — sei es in bezug au p i a e, sei es in bezug au adi io- nell ö en liche Gü e — eilweise nich wisse, was „gu ü ihn" is . Insowei bekomm das be e ende Gu also eine me i o ische Kompo- nen e. Analog kann man die Einsch änkung des Konsums sog. deme i o ische Gü e zu beg ünden e suchen, Beispiele ü me i o ische Gü e könn en Gesundhei s o so ge, Eigenheime und Sozialwohnungen sein, ü de- me i o ische Gü e D ogen und Luxusgü e . We soll abe be ug sein dü en, den Bü ge n o zusch eiben, was sie konsumie en sollen und was nich ? Mi welche Beg ündung soll e das möglich sein und welche K i e ien sollen den jeweiligen Um ang des Konsums es legen hel en? Diese F agen beleuch en das Dilemma, o das sich die Be ü wo e de Be iedigung me i o ische Bedü nisse ges ell sehen. Deshalb e schein es Au o en wie McLu e gebo en, die Be ücksich igung me i o ische Bedü nisse als un e einba mi den indi idualis ischen G undannahmen de Theo ie de ö en lichen Gü e 3 Richa d Musg a e: Finanz heo ie. Tübingen 1966. S. 15. 4 An hony Downs: Why he Go e nmen Budge Is Too Small in a Demo- c acy. In: Edmund S. Phelps (H sg.): P i a e Wan s and Public Needs. New Yo k 1965. S. 79. 5 Vgl. Kenne h Galb ai h: Gesellscha im Übe luß. Neud uck München, Zü ich 1972. S. 232 . OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:37 Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e 131 zu ückzuweisen6. Sie können sich dabei au Baumol beziehen, de in Pa einahme ü das P inzip de Konsumen ensou e äni ä ge o de ha : „Ich e lange d ingend, o jenen geschü z zu we den, die übe zeug sind, besse als ich zu wissen, was wi klich gu ü mich is , und ich wünsche ande en den gleichen Schu z" (Ube se zung om Ve .)7. De Volkswi , de seine Au gabe in de Wi klichkei se klä ung sieh , wi d alle dings nich umhinkommen zu bes ä igen, daß die P ä e- enzen de Bü ge nich ein ach gegeben, sonde n E gebnis eines o - lau enden gesellscha lichen We bildungsp ozesses sind. Das heiß auch, daß die indi iduellen P ä e enzen wohl on kaum eine de ak isch an ih e He ausbildung be eilig en gesellscha lichen G uppen und Ins i u- ionen als sak osank angesehen we den. Auch die Fes s ellung, daß die Ökonomen aus analy ischen G ünden iel ach on de Gegebenhei de indi iduellen P ä e enzen ausgehen, besag nich , daß sie sie no wen- dige weise als exogene G ößen behandeln müssen. Be iebswi scha - liche Absa zleh e und olkswi scha liche Theo ie des Konsumen en- e hal ens z. B. beschä igen sich ausd ücklich mi Ände ungen de indi i- duellen P ä e enzen8. Die gesellscha lichen G uppen und Ins i u ionen beein lussen auch das s aa liche Handeln hinsich lich de Be ei s ellung ö en liche Gü e in un e schiedlichs e Weise. Wenn da in ü plu alis ische Gesellscha en eine Funk ionsbedingung ep äsen a i e (indi ek e ) Demok a ie ge- sehen we den muß, dann e schein es auch wenig sinn oll, in de ökono- mischen Theo ie de ö en lichen Ausgaben on de Vo s ellung eines neu alen, im Hinblick au die geäuße en indi iduellen P ä e enzen de Bü ge nu passi eagie enden S aa es auszugehen. Vielmeh e schein die S aa sgewal als legi imes He scha smi el zu Du chse zung de In e essen on G uppen, auch gegen den Willen ande e G uppen. Die Ökonomen können nich die Augen o solchen Ta sachen e schließen, Au gabe de posi i en (explika i en) ökonomischen Theo ie wä e des- halb, sie zu e klä en. Wei e könn e eine Au gabe no ma i e Theo ie da in bes ehen, S ellung zu nehmen bzw. S ellungnahmen ideologie- k i isch zu hin e agen: „Sobald ... die P ä e enzen de Ö en lichkei du ch wi scha liche Mi el und die wi scha liche Umwel beein luß 6 Cha les E. McLu e, J .: Me i Wan s: a No ma i ely Emp y Box. Fin A ch., N. F. Bd. 27 (1968), S. 474 . 7 William Baumol: Diskussionsbei ag zu Sci o sky ( gl. Fußn. 9). Am. Ec. Re ., Pape s and P oceedings, Bd. 52 (1962). S. 289. 8 Assa Lindbeck wi d man imme hin da in zus immen können, daß die Ökonomen de En s ehung und gesellscha lichen Beding hei de indi iduel- len P ä e enzen nich die en sp echende Beach ung haben zukommen lassen. Vgl. Assa Lindbeck: The Poli ical Economy o he New Le . New Yo k 1971. S. 12 . — Zu Illus a ion de diesbezüglichen „ adikalen K i ik" gl. Michael Zweig: A New Le C i ique o Economics. In: Da id Me mels ein (H sg.): Economics, Mains eam Readings and Radical C i iques. New Yo k 1970. S. 27. 9* OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:37 132 F ied ich Bu le we den, lassen sich We u eile da übe , ob ein solche Ein luß gu ode schlech sei, besch änk we den soll e ode e o mbedü ig sei, nich e meiden. Wenn sich de Wi scha swissenscha le nich be u en ühl , solche U eile selbs abzugeben, so soll e e doch wenigs ens ih e Be- ech igung ane kennen und die analy ischen Ins umen e en wickeln, mi de en Hil e ande e diese U eile ällen können9." Dami is da geleg , wa um es legi im und in e essan is , sich mi den Eigenscha en und de Bedeu ung me i o ische Gü e auseinande - zuse zen. Dabei is Sci o sky, de oben zi ie wu de, da in zuzus immen, daß die Bean wo ung de au gewo enen und wei e zu p äzisie enden F agen nich nu des Schweißes de Volkswi e we is . Die Au gabe diese P oblemanalyse muß sich dagegen da au besch änken, die Diskus- sionsbei äge de Volkswi e zu disku ie en und in einem Ausblick wei e e F agen anzudeu en. II. Einige besonde e Eigenscha en de me i o ischen Gü e we den sich ba , wenn man sie mi Musg a e, de den Beg i gep äg ha , den ideal ypischen Kons uk ionen de ein p i a en Gü e eine sei s, de spezi isch ö en lichen Gü e ande e sei s gegenübe s ell . Spezi isch ö en liche Gü e sind — wiede um nach Musg a e — solche, die on den Bü ge n gewünsch we den, abe deshalb nich du ch den Ma k be ei ges ell we den können, weil das Ausschlußp inzip nich angewen- de we den kann und/ode weil de Konsum des Gu es du ch einen Bü ge die i gendeinem ande en zu Ve ügung s ehende Konsummenge nich e inge . Als klassisches Beispiel ü ein spezi isch ö en liches Gu , bei dem alle K i e ien gleichzei ig e üll sind, gal de Leuch u m: Von seine Nu zung könne niemand ausgeschlossen we den, es bes eh keine Ri ali ä zwischen e schiedenen Benu ze n, und die Benu ze be- dü en subjek i seine Diens e. Ein solches Gu wi d om Ma k nich be ei ges ell , denn jede nu zenmaximie ende Konsumen wi d da au wa en, daß ein ande e den Leuch u m bau , um dann kos enlos in den Genuß zu kommen, on dem ihn de ande e nich ausschließen kann. Maximie en alle ih en indi iduellen Nu zen, dann wi d das Gu übe - haup nich on P i a en be ei ges ell . Man kann je z e s ens ex nega i o un e Anwendung des Ausschluß- und Ri ali ä sk i e iums au die Cha ak e is ika de p i a en Gü e schließen und zwei ens mi Musg a e die me i o ischen Gü e diesen 9 Tibo Sci o sky: Zum P inzip de Konsumen ensou e äni ä . Zi . nach de d . Fassung in: E ich und Monika S eissle (H sg.): Konsum und Nach- age. Köln, Be lin 1966. S. 493. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:37 Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e 133 pola en Ka ego ien zuo dnen. Danach haben die me i o ischen Gü e mi den p i a en Gü e n gemeinsam, daß das Ausschluß- und Ri ali ä s- p inzip zumindes eilweise angewende we den kann, mi den spezi isch ö en lichen, daß ih e Be ei s ellung übe den Ma k allein nich e olgen kann. Le z genann e Gemeinsamkei is eigen lich kein selbs ändiges Cha ak e is ikum, sonde n e s eine Konsequenz des olgenden, daß nämlich sich die me i o ischen Gü e on p i a en wie spezi isch ö en - lichen Gü e n dadu ch un e scheiden, daß die ausschließliche Maßgeblich- kei gegebene indi iduelle P ä e enzen ü ih e Be ei s ellung nich akzep ie wi d. Hie in lieg ih eigen liches Spezi ikum10. Da aus olg , daß es im Hinblick au die Iden i ika ion eines me i- o ischen ode deme i o ischen Gu es zunächs une heblich is , ob das Ausschluß- und/ode Ri ali ä sk i e ium e üll is . Dennoch ha in de Diskussion um die Eigenscha en de me i o ischen Gü e die F age eine bedeu ende Rolle gespiel , ob me i o ische Gü e häu ig solche Gü e sind, die auch aus ande en G ünden de Ka ego ie ö en lich be ei zus ellende Gü e zuzu echnen sind, ode abe ehe solche, die, abgesehen on de me i o ischen Eigenscha , keine de sons igen Cha ak- e is ika ö en liche Gü e haben. Musg a es Posi ion is in diese Be- ziehung nich eindeu ig gewesen11. Head12 und Pulsiphe 13 neigen de e s en Al e na i e zu. Wäh end Head au den o ensich lichen Zusammen- hang zwischen me i o ischen und spezi isch ö en lichen bzw. gemisch spezi isch ö en lichen und p i a en Gü e n bei den on Musg a e ge- nann en Beispiel ällen abs ell , beg ünde Pulsiphe sein U eil aus den de la o ischen Eigenscha en ein p i a e Gü e . Hie bei spiel wiede - um das Ausschlußk i e ium eine Rolle. Dieses kann, wo au neben Mus- g a e auch Andel14 hingewiesen ha , mi dem Fehlen ex e ne E ek e in Ve bindung geb ach we den. Rein p i a e Gü e , ü die also das Ausschlußp inzip uneingesch änk gil , sind danach auch dadu ch ge- kennzeichne , daß mi ih e P oduk ion und ih em Konsum keine ex e - nen E ek e au e en. Das heiß also auch, daß de en sp echende Konsum eines Bü ge s (abgesehen on de du ch das Ri ali ä sk i e ium be- zeichne en ,Ma k ausschließung') keinen ande en Bü ge angie . Somi 10 Diese Au assung John Heads ( gl. Head: Me i Goods Re isi ed. Fin.A ch., N. F. Bd. 28 [1969], S. 214 .) s immen auch Pulsiphe und Shoup zu ( gl. Allan Pulsiphe : The P ope ies and Rele ancy o Me i Goods. Fin.A ch., N.F. Bd. 30 [1971], S. 269 . und Ca l Shoup: Public Finance. Chicago 1969. S. 97). 11 Vgl. Musg a e: Finanz heo ie, S. 16 und 79. — De s.: P o ision o Social Goods. In: J. Ma golis und H. Gui on (H sg.): Public Economics. London 1969. S. 143 . 12 Vgl. John Head: Übe me i o ische Gü e . In: Ho s Claus Reck enwald (H sg.): Finanz heo ie. Köln, Be lin 1966. S. 52 . 13 Vgl. Pulsiphe : S. 273 . 14 Vgl. No be Andel: Zu Diskussion übe Musg a es Beg i de „me i wan s". Fin.A ch., N. F. Bd. 28 (1969), S. 213. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:37 134 F ied ich Rü le bes ehe keine lei ö en liches In e esse an dem be e enden Konsumak bzw. an de Ges al ung de P oduk ion des Gu es. Zwa ließen sich „psychische Ex e nali ä en" o s ellen, de a , daß auch bei ein p i a en Gü e n i gendwelche Bü ge zu dem Schluß gelang en, de Konsum eines ande en Bü ge s sei nich gu ü diesen. Pulsiphe mein abe un e Be u ung au Samuelson, daß man allen Eing i en bei nich wenigs ens gemisch spezi isch ö en lichen und p i a en Gü e n äuße s zu ück- hal end gegenübe s ehen soll e15. Dies schein eine ü libe ale Ökonomen plausible Ansich zu sein. Konk e e Handlungsanweisungen lassen sich da aus jedoch aus e - schiedenen G ünden nich ohne wei e es ablei en. a) Musg a e be inde sich o enba in Ube eins immung mi Duesen- be y16, wenn e es s ell , „ ... ha in ac mos goods which gi e ise o bene i s also in ol e ex e nali ies in a ying deg ees and hence combine bo h social and p i a e good cha ac e is ics"17. Danach schließ das on Pulsiphe genann e K i e ium ielleich nu eine i ele an kleine Anzahl on Gü e n aus de Gesam menge aus, de en g öß e Teil also nach wie o Gegens and me i o ische Eing i e sein kann. Die au Musg a e zu ückgehende De ini ion gemisch spezi isch ö en liche und p i a e Gü e is da ü die U sache. Sie gib keine zu e lässige Aus- kun da übe , wann eine Ex e nali ä an äng , ein ö en liches P oblem zu we den. Dazu dü e on de ein indi idualis isch undie en Theo ie de ö en lichen Gü e auch keine An wo zu e wa en sein. Mil on F iedmans K i ik de Theo ie de ö en lichen Gü e ziel genau au diese Schwachs elle: Beg ündungen ö en liche In e en ion au g und de bloßen Exis enz on „Nebenwi kungen" wü de e als Sophis e ei18 bezeichnen. b) In konsequen e Anwendung de P inzipien de subjek i is ischen We leh e muß man wei e olge n, daß Nich -Unabhängigkei on Nu zen unk ionen nich eine bes imm en Gü e n objek i anha ende Eigenscha is , sonde n on subjek i en Emp indungen abhäng . Dem- nach wi d es schwe allen, übe haup Gü e zu inden, de en Konsum du ch ein Indi iduum kein ande es angie . Es schein z. B. selbs e - s ändlich zu sein, daß eine neue Waschmaschine, die F au Jones ha , nich deshalb ein gemisch spezi isch ö en liches und p i a es Gu wi d, weil F au Mülle nebenan nun wenige F eude an ih e bishe igen Maschine ha . Zwei ellos lieg abe ein Fall on Nich -Unabhängigkei de Nu zen unk ionen o . Rein p i a e Gü e „als solche" gib es 15 Vgl. Pulsiphe : S. 276. 16 Vgl. James Duesenbe y: Income, Sa ing and he Theo y o Consume Beha io . Camb idge (Mass.) 1949. S. 47 . 17 Musg a e: P o ision o Social Goods, S. 135. 18 Vgl. Mil on F iedman: Kapi alismus und F eihei . S u ga 1971. S. 56. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:37 Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e 135 danach ielleich ga nich . Daß es sie un e jeweils genau zu de inie- enden Ums änden häu ig geben dü e, läß sich jeden alls nu mi eine nich ein indi idualis ischen, d. h. au die sozialen Bedingungen des Konsumen en e hal ens abhebenden Theo ie e klä en. c) Schließlich is die Unabhängigkei on Nu zen unk ionen un e - einande in bezug au ein bes imm es Gu keine hin eichende Bedingung da ü , daß ein ein p i a es Gu in dem Sinne o lieg , daß seine Be ei - s ellung nu die Indi iduen angie , die es konsumie en. Denn es kann sich z. B. so e hal en, daß ex e ne P oduk ionse ek e au e en, die auch die das Gu nich konsumie enden Indi iduen beein äch igen. Das is gewiß ü die Ökonomen keine neue E kenn nis, man denke nu an die sog. Umwel p oblema ik. Sys ema isch we den solche Fälle in de Theo ie de ex e nen E ek e behandel bzw. zu behandeln e such . Sowei de Ve . die Diskussion übe sieh , is abe bishe nich gezeig wo den, daß ge ade hie ein seh wich ige Ansa zpunk ü die Be- g ündung ganz ode eilweise me i o ische Gü e lieg . Danach wä e ein Gu deshalb als me i o isch zu bezeichnen ode wü de sich du ch eine me i o ische Komponen e auszeichnen, weil die Bü ge zwa wissen, welchen Nu zen sie aus dem Gu ziehen, abe nich , mi welchen Oppo - uni ä skos en in bezug au bishe noch eie Gü e (z. B. Umwel quali ä ) seine P oduk ion e kau is . Sie können die le z genann en Kos en deshalb nich ins Kalkül einbeziehen, weil ihnen de Ma k ü Gü e , die als „ ei" gel en, keinen P eis signalisie . Zusammen assend kann ge olge we den, daß die Diskussion um den ehe ö en lichen ode abe ehe p i a en Cha ak e de ü me i o- ische Eing i e in F age kommenden Gü e meh zu age ge ö de ha als nu eine seman ische K i ik de Au assung Pulsiphe s und Samuel- sons. Deshalb wu de hie die F age de Abg enzung me i o ische Gü e gegenübe ein p i a en und nu aus nich me i o ischen G ünden ö en - lichen Gü e n behandel . Dabei wu den die Cha ak e is ika ö en liche Gü e ausschließlich un e dem Gesich spunk de Alloka ion be ach e . De Volls ändigkei halbe is deshalb zu e wähnen, daß in den meis en Fällen de on Musg a e beispielha als me i o isch bezeichne en Gü e ü de en ö en liche Be ei s ellung auch Um e eilungsa gumen e gel- end gemach we den können. Leh mi el eihei , Schulspeisung, soziale Wohnungsbau, eie ä z liche Ve so gung wu den genann . De mögliche edis ibu i e E ek ih e Be ei s ellung is e iden . III. Die Beg ündung ü absich liche Abweichungen on den gegebenen indi iduellen P ä e enzen bei de ö en lichen Gü e be ei s ellung kann nach Head im wesen lichen nu da au zu ückzu üh en sein, daß die OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:37 136 F ied ich Bu le indi iduellen P ä e enzen in i gendeine Fo m als e ze angesehen we den19. Head will o enba mi dem Wo „ e ze en" einen Gegen- sa z zu „eigen lichen" P ä e enzen i. S. eines „wohl e s andenen eigenen In e esses" implizi kons uie en. E häl an de Idee de le z lichen Selbs bes immung de „ a ionalen" Nu zenschä zung es . Ve ze e P ä e enzen können nach ihm eine Folge on Unkenn nis, also mangeln- de In o ma ion, und I a ionali ä sein. Beide Gesich spunk e können mi einande e knüp sein, wie die Beispiele zeigen. Es gil sowohl das A gumen de Unkenn nis, wonach sich die Skepsis des schlech in o mie - en Bü ge s gegenübe dem Nu zen eine gu en Ausbildung ode dem de o beugenden Maßnahmen des s aa lichen Gesundhei sdiens es in eine sozial une wünsch en Un e bewe ung niede schläg , als auch das A gumen de I a ionali ä , wonach Vo schulkinde auch bei olls än- digem In o ma ionsangebo den We de Ausbildung ebensowenig ich ig einschä zen können, wie d ogenabhängige Pe sonen be ei sind, die Ge äh lichkei des D ogenmißb auchs anzue kennen. Im Zusammenhang mi Heads In e p e a ion is besonde s zweie lei disku ie wo den. E s ens, ob das In o ma ionsa gumen ö en liche Gü e be ei s ellung ode abe nu ö en liche In o ma ions ä igkei ech - e ige. Und zwei ens, ob im Falle de Gü e be ei s ellung no wendig on einem Eing i in die Konsumen ensou e äni ä gesp ochen we den müsse. Bezüglich de e s en F age ha sich McLu e20 eindeu ig gegen ö en liche Gü e be ei s ellung ausgesp ochen. Gegen dieses Vo um ü ausschließliche ö en liche In o ma ions ä igkei im Falle als me i o isch ane kann e Gü e sind meh e e A gumen e o geb ach wo den. a) Auld und Bing21 haben da au hingewiesen, daß McLu e In o ma- ion, wie jene selbs zugib 22, als eies Gu behandel ha . Sie zeigen, daß In o ma ionen übe die cha ak e is ischen Eigenscha en on Gü e n mögliche weise meh Ressou cen binden, als dies de Fall wä e, wenn de S aa übe den S eue /Sub en ionsmechanismus das be e ende Gu zusä zlich be ei s ell e bzw. seine ma k mäßige Be ei s ellung ein- sch änk e. Fü ö en liche In o ma ions ä igkei sp ich alle dings auch hie , daß ih e höhe en Kos en als P eis de Nich einsch änkung de F eihei de Konsumwahl hingenommen we den könn en. b) Head ha he o gehoben, daß de Nu zen bes imm e Gü e on den Bü ge n e s e kann we de, nachdem sie diese a sächlich konsu- 19 Vgl. Head: Me i Goods Re isi ed, S. 215 . 20 Vgl. McLu e: S. 477. 21 Vgl. D. A. L. Auld und P. C. Bing: Me i Wan s: A Fu he Analysis. FinA ch., N. F. Bd. 30 (1971), S. 261 . 22 McLu e: S. 477 (Fußno e 2). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:37 Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e 143 ande em als dem Pos ula Max Webe s, daß de Wissenscha le den Poli ike da au hinzuweisen ha , was sein Handeln bedeu e , und dami , was e eigen lich will, wenn e eine bes imm e poli ische En scheidung i . Es wi d abe auch zu disku ie en sein, ob eine no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e möglich is . Musg a e und Na h42 z. B. bejahen das. De Ve . wü de mi Head eben alls eine solche Ve sion als einen de adi ionellen indi idualis ischen Wohl ah sökonomik po en iell gleichwe igen E kenn nisgegens and ansehen43. Einmal deshalb, weil die Wohl ah sökonomik unbes i ene maßen selbs no ma i e Ökono- mik is , zum ande en deshalb, weil die Auseinande se zung mi ih aus de Sich de Theo ie de me i o ischen Gü e ge ade an dem G und- we u eil anse z , das eingangs un e Be u ung au Lincoln zi ie wu de und das auch de aus de neue en Wohl ah sökonomik abgelei e en Theo ie de ö en lichen Gü e zug unde lieg . Dieses G undwe u eil, welches ü demok a ische Gesellscha en eine ausschließlich indi idua- lis ische Fundie ung soziale Wohl ah s unk ionen pos ulie , is on de Meh hei de Wohl ah s heo e ike bishe un e Hinweis au seine „wei gehende soziale Akzep ie ba kei "44 als ela i bedeu ungslose Ein- engung ih es E kenn nisansa zes hingenommen wo den. Dies he o zuheben und eine k i ischen Wü digung zu un e ziehen, heiß ü den Ve . nich , nun zu denen zu gehö en, die ein de a iges U eil g undsä zlich ablehnen. Vielmeh is zu agen, ob de bishe ige ein indi idualis ische Rahmen de Wohl ah s heo ie aus eich , um die den Ökonomen be e enden Gegens ände de Reali ä zu e assen. Es wu de angedeu e , daß das zu e neinen sei. Wei e muß die F age ges ell we den, ob es wi klich so zu sein ha , daß sich die Ökonomen nu mi Theo iesys emen beschä igen, de en We p ämissen allgemein akzep ie zu sein scheinen. Diese F age is en schieden zu e neinen45. Denn eine solche Hal ung de Ökonomen üh as unausweichlich dazu, daß ih e Theo ien in de gesellscha lichen Wi kung konse a i sind ode , in den Wo en We ne Ho manns, daß die Wi scha swissenscha zu Magd de he schenden In e essen deg adie wi d. Es wu de abe schon da au hingewiesen, daß die Ve e e de au de ein indi idualis ischen Ve sion de Wohl ah s heo ie au bauen- den Theo ie de ö en lichen Gü e mi ollem Rech nach den K i e ien agen, nach denen das Ob, Wie und Inwiewei de Be iedigung me i o i- sche Bedü nisse in eine demok a ischen Gesellscha bes imm we den 42 Vgl. S. K. Na h: A Reapp aisal o Wel a e Economics. London 1969. S. 177. 43 Vgl. Head: Übe me i o ische Gü e , S. 49. 44 Vgl. Na h: S. 125 . 45 Vgl. We ne Ho mann: Gesellscha sleh e als O dnungsmach . Be lin 1961. S. 18. OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:37 144 F ied ich Bu le könn e. Dies anzue kennen, bedeu e abe nich , auch denjenigen zuzu- s immen, die da aus au die Übe legenhei de adi ionellen Theo ie zu ückschließen. E wa indem sie auch un e Be ücksich igung e en uell wei gehend akzep ie ba e Eing i e in die Konsumen ensou e äni ä diese nich zulassen wollen, weil da ü nich ein de a s eng de inie es Theo iesys em zu Ve ügung s eh , wie dies bei de adi ionellen Theo- ie de Fall sei, weshalb dann, wenn einmal de Sünden all de Be iedi- gung me i o ische Bedü nisse geschehen sei, de Willkü Tü und To geö ne sein wü de. Die Diskussion un e den Ökonomen is schon ühe un e Anwendung solche „Weg-in-die-Knech scha s-Theo eme" ge üh wo den46. Es sei hie an einem ü die Wohl ah s heo ie nich belanglosen Beispiel ge- zeig , daß man es sich zu leich mach , wenn man die Konku enz mi dem gedanklichen Ansa z de Theo ie de me i o ischen Gü e plaka i au einen Gegensa z zwischen ökonomische Ra io und poli ische Willkü hin zu s ilisie en e such . Be ach en wi das Pa e o-K i e ium, das on ielen Ökonomen als ein wich ige Maßs ab zu Beu eilung al e na i e soziale Ums ände angesehen wi d, und zwa mi de Beg ündung, daß es ein wei es gehend akzep ie ba es We u eil e lek ie e. Danach is ein soziale Zus and einem ande en dann o zuziehen, wenn in ihm wenig- s ens ein Indi iduum „besse " ges ell is , ohne daß i gend ein ande es „schlech e " ges ell is . Es is an diese S elle nich nö ig, den implizie - en We maßs ab ü „besse " ode „schlech e ", de aus de Annahme de Nich -Sä igung abgelei e is , im De ail zu k i isie en. Es genüg , da au hinzuweisen, daß in de heu igen Diskussion übe Nu zen und Kos en des Wi scha swachs ums im Gegensa z zu Annahme de Nich - Sä igung iel ach ein A gumen des „wenige wä e meh " o geb ach wi d. Vielmeh soll au den Ums and hingewiesen we den, daß das Pa e o-K i e ium auch on seinen Ve e e n nu insowei ü unbedenk- lich gehal en wi d, als es sich au ma ginale, nich sukzessi denselben Indi iduen (G uppen on Indi iduen) zugu e kommende Anpassungs- sch i e bezieh , weil ande n alls die einsei igen Ve eilungswi kungen nich meh zu übe sehen wä en. Das Fazi lau e : Ebensogu können Be ü wo e de ö en lichen Be- ei s ellung me i o ische Gü e gel end machen, daß man zwa hin und wiede me i o ische Gü e zulassen könne, „doch dü e das nich übe - 46 Zu beme ken is , daß de Gegenbeweis de a ige Thesen im o liegen- den Fall noch nich e b ach is . So sag Hayek — de mi Rech ü demok a- ische Regie ungen es s ell , daß nich de U sp ung, sonde n die Kon olle ih e Gewal eine Willkü he scha e hinde —, daß eine Demok a ie dann zu Willkü he scha ausa en müsse, „wenn sie sich zu eine Au gabe en - schließ , die no wendige weise eine Anwendung de S aa sgewal o aus- se z , die sich nich an es en No men o ien ie en kann" (F ied ich . Hayek: De Weg zu Knech scha . E lenbach, Zü ich o. J. S. 100). Hayeks Wa nung OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:37 Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e 145 hand nehmen". Hie wie do is die F age nach de exak en G enzlinie unbean wo e . Es is wich ig zu e kennen, daß es sich in beiden Fällen um ein g undsä zliches Fehlen en sp echende K i e ien handel , nich , wie im Zusammenhang mi P oblemen de Nu zen-Kos en-Analyse im Hinblick au die p ak ische Anwendung de bishe igen Theo ie de ö en lichen Gü e , um den Mangel bishe nich hin eichende Konk e i- sie ba kei on im allgemeinen als ich ig angesehenen K i e ien. Eine als unzu eichend e mu e e Theo ie in F age zu s ellen, kann nich uno ac u die Bes ä igung eine ande en Posi ion bedeu en. Die En - wicklung eine solchen Posi ion lag hie auch nich in de Absich des Ve asse s, was alle dings ein Mangel is . Von eine neuen Theo ie da üglich e lang we den, daß sie de al en übe legen sein muß. Ange- sich s de bishe igen Ve suche zu eine Theo ie de me i o ischen Gü e is ih en K i ike n, insbesonde e den Ve e e n de ein indi idualis isch undie en Wohl ah sökonomik, zuzus immen. Doch ge eich jenen die K i ik eben alls nich zu Bes ä igung ih e eigenen Posi ion, wenngleich zu in ellek uellen Eh e. E kennba wi d angesich s de genann en Fo - de ung an eine neue Theo ie jedoch, daß eine K i ik wie z.B. dieMcLu es nich übe zeugen kann. Denn sie e such , den Aussagewe eine Theo ie de me i o ischen Gü e da an zu messen, ob sie sich in die adi ionelle Theo ie de ö en lichen Gü e in eg ie en läß , nich , ob sie le z e e e l. übe legen sein könn e ode sich mi ih in einem um assende en heo e ischen Gebäude e binden lasse. An eine Theo ie de me i o ischen Gü e wä e deshalb die An- o de ung zu s ellen, daß sie zu eine Re o mulie ung de Theo ie de ö en lichen Gü e übe haup bei äg *7. Nu so e klä e sie nich nu Bekann es ande s, sonde n auch Neues gleichzei ig nach einem gemein- samen P inzip. Le z e es is noch nich in die Diskussion eingeb ach , wenngleich Heads und Pulsiphe s Bei äge als ich ungsweisende Ve - suche e scheinen. Insbesonde e wi d nach dem Eind uck des Ve . die Sozialbindung de En s ehung und A ikula ion indi iduelle P ä e en- zen on Bedeu ung ü diese Diskussion sein. Es wä e e ehl anzu- nehmen, daß die Ökonomen dazu bishe nich s zu sagen gehab hä en. Abe es wi d e o de lich sein, in diesem Zusammenhang F agen an die Nachba disziplinen de Ökonomie zu s ellen. De Ve . eil das Unbehagen an de bishe igen Theo ie de me i o i- schen Gü e . Angesich s de F ages ellungen, die sie e ö ne und die hie ech ku so isch behandel wu den, hiel e e es jedoch ü alsch, die Diskussion übe sie abzub echen. muß alle dings nich als Ve bo eine no ma i en Theo ie de me i o ischen Gü e au ge aß we den, sonde n kann als Au o de ung zu Fo mulie ung „ es e No men" im Rahmen eine solchen in e p e ie we den. 47 Vgl. Schmid : S. 22. 10 Zei sch i ü Wi scha s- u. Sozialwissenscha en 93,2 OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:37 146 F ied ich Du le Zusammen assung / Summa y Explika i e und no ma i e Theo ie de me i o ischen Gü e Ohne die Theo ie de me i o ischen Gü e wü de sich ein bedeu ende Be- eich ö en liche Alloka ionspoli ik wede (posi i ) e klä en noch (no ma i ) beg ünden lassen. Die bishe ige Diskussion is inso e n unbe iedigend, als sie zu wenig b auchba en K i e ien ü A , Um ang und Beg ündung de Be- iedigung me i o ische Bedü nisse ge üh ha und weil sie den gesell- scha spoli ischen Kon ex — Ve häl nis S aa /Gesellscha /Indi iduum — nu pe iphe e a bei e ha . Im o liegenden Bei ag wi d zue s die all- gemeine F ages ellung e läu e (I). Eine Diskussion de besonde en Eigen- scha en me i o ische Gü e (II) olg die Analyse bishe ige Beg ündungs- e suche (III). Die abschließende Ve ie ung de F ages ellung üh zu de Fo de ung, daß die Theo ie de me i o ischen Gü e zu Re o mulie ung de ein indi idualis ischen Theo ie de ö en lichen Gü e übe haup bei agen soll e (IV). A Theo y o Me i Goods An impo an pa o public alloca ion-policy canno be explained and no ma i ely ounded wi hou any heo y o me i goods. Recen discussion on he subjec is disappoin ing because o he lack o conc e e c i e ia o he sa is ac ion o me i wan s and because i has ailed o e eal su icien ly he b oade socio-poli ical con ex wi h he ela ionship be ween s a e, socie y, and indi idual. In he p eceeding pape he au ho s a s wi h a gene al in oduc ion in o he p oblem o p o ision o me i goods (I). A e a discussion o hei speci ic cha ac e is ics (II) he analyses he mo i a ion o hei p o i- sion (III). The las pa is dedica ed o he scope o a posi i e heo y o me i goods and i s no ma i e ounda ion. The conside a ions lead o he conclusion ha a e ised public goods- heo y is a all desi able (IV). OPEN ACCESS | Licensed unde CC BY 4.0 | h ps://c ea i ecommons.o g/abou /cclicenses/ DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.93.2.129 | Gene a ed on 2023-04-04 11:49:37