Adebah , Hube us
A icle
Volkswi scha liche Aspek e de Fluk ua ion
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Adebah , Hube us (1967) : Volkswi scha liche Aspek e de Fluk ua ion,
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke
& Humblo , Be lin, Vol. 87, Iss. 2, pp. 171-202,
h ps://doi.o g/10.3790/schm.87.2.171
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Volkswi scha liche Aspek e de Fluk ua ion
Von Hube us Adebah , Be lin
I.
Bei de Analyse de wi scha lichen Wi kungen de Fluk ua ion is
es angezeig , zwischen einzelwi scha lichem und gesam wi scha -
lichem In e esse zu un e scheiden, schon weil die E ah ung leh ,
daß es hie o zu In e essenkollisionen komm . Aus be iebliche
Sich wi d sich die Fluk ua ion zumindes ü den abgebenden Be-
ieb o als nach eilig e weisen. Das gil o allem in den Fällen, in
denen die A bei nehme aus eigenem An ieb den Be ieb wechseln.
De Be ieb s eh dann o de No wendigkei , ü die abgehenden
A bei sk ä e E sa zeins ellungen o zunehmen. Wenn das geling ,
bleib de u sp üngliche P oduk ionsum ang e hal en, die Gesam -
kos en haben sich jedoch um die du ch die Fluk ua ion e u sach en
Kos en e höh . Geling es ihm nich , weil e mi den Lohnangebo en
de konku ie enden Un e nehmen nich Sch i hal en kann, so
sch ump die P oduk ion nich nu absolu , sonde n auch ela i ,
d. h. im Ve häl nis zum inpu , wenn man on de im allgemeinen
zu e enden Vo ausse zung ausgeh , daß sich das Einsa z e häl nis
de P oduk ions ak o en dadu ch om Op imum en e n . Abe selbs
wenn du ch en sp echende Ve minde ung de ande en Fak o en die
op imale Kombina ion e hal en bleib , is de Sch ump ungsp ozeß
om be o enen Be ieb he nega i zu beu eilen, denn e bed oh
seine Exis enz. Geschieh de A bei spla zwechsel dagegen au Ve -
anlassung des Be iebes selbs , so wi d dami eine Ve besse ung de
be ieblichen Posi ion anges eb (z. B. En e nung ungeeigne e , un-
zu e lässige ode unge eue A bei sk ä e). E e schein also inso-
e n in posi i em Lich . Dabei bleib alle dings die F age o en, in-
wiewei de a ige A bei spla zwechsel und dami die en sp echenden
Kos en du ch so g äl ige e Auswahl hä en e mieden we den können.
Die Beu eilung aus de Sich de Einzelwi scha ges a e jedoch
keinen Rückschluß au die gesam wi scha liche Wi kung de Fluk-
ua ion. Einmal e weisen sich die Beu eilungsk i e ien zum Teil als
ungeeigne : Die bloße Ta sache, daß ein Be ieb ode Wi scha s-
zweig sch ump , is olkswi scha lich gesehen noch kein Nega i um.
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172 Hube us Adebah
Zum ande en wi d die Wi kung de Fluk ua ion au ande e Be iebe
ode Wi scha szweige e nachlässig . Als geeigne es Beu eilungs-
k i e ium bie e sich de Ein luß de Fluk ua ion au die gesam wi -
scha liche P oduk i i ä an. Das heiß , es sind die P oduk i i ä s-
e ände ungen im abgebenden und im au nehmenden Be ieb ode
Wi scha szweig zu e mi eln und zu e gleichen. E gib sich p«
Saldo ein P oduk i i ä szuwachs, so is die Fluk ua ion posi i zu
bewe en, im ande en Fall nega i . Fü die P oduk i i ä sände ungen
in den da on be üh en Un e nehmen ode Wi scha szweigen (A
und B) sind ie p inzipielle Möglichkei en gegeben: 1. P odük i i-
ä szuwachs in A und B, 2. P oduk i i ä sminde ung in A und B,
3. P oduk i i ä szuwachs in A, P oduk i i ä sminde ung in B, 4. P o-
duk i i ä sminde ung in A, P oduk i i ä szuwachs inB. Die gesam wi -
scha liche Beu eilung de Fälle 1 und 2 is eindeu ig; in den Fällen
3 und 4 häng sie da on ab, ob sich ein posi i e ode ein nega i e
Saldo e gib . Zusä zliche P obleme können sich da aus e geben, daß
du ch die Fluk ua ion auße den unmi elba be o enen Wi scha s-
zweigen auch noch d i e Be eiche be üh we den. Zu denken is
da an, daß die s aa liche A bei s e wal ung (Au wand ü A bei s e -
mi lung und Ve wal ung) in Ansp uch genommen wi d, was einem
zusä zlichen Leis ungs e zeh (= P oduk i i ä sminde ung) gleichzu-
se zen is . De a ige Ein lüsse müß en in eine gesam wi scha lichen
Analyse Be ücksich igung inden.
Die wi scha liche Bedeu ung des Fluk ua ionsp oblems lieg au
de Hand. Wenn es gelänge, den An eil de p oduk i i ä ss eige nden
Fluk ua ion an de Gesam luk ua ion es zus ellen, wä e die G und-
lage ü wi scha spoli ische Maßnahmen gegeben, die de Anpas-
sung de a sächlichen an die e wünsch e Fluk ua ion dienen. Hie bei
lassen sich alle dings unschwe olgende Schwie igkei en o aussehen:
Es geh nich nu da um, die Fluk ua ion au einen bes imm en Um-
ang zu eduzie en ode zu s eige n, was ü sich allein schon ein un-
gelös es P oblem is . Es müß e ielmeh e eich we den, daß nu
die p oduk i i ä sminde nden A bei spla zwechsel eingesch änk bzw.
die p oduk i i ä s ö de nden ges eige we den. Ganz abgesehen on
allen De ails de empi ischen E assung de Fluk ua ion und de
echnischen Du ch üh ung e waige wi scha spoli ische Maßnahmen
is eine wi scha spoli ische Ein lußnahme au die Fluk ua ion du ch
olgenden Ums and e schwe : Die une wünsch en, p oduk i i ä s-
minde nden A bei spla zwechsel esul ie en zum g oßen Teil aus En -
scheidungen de Fluk uie enden, denen ande e als ein ma e ielle Mo-
i e zug unde liegen. Ihnen dü e mi iskalischen Maßnahmen nu
schwe beizukommen sein; ande n alls hä en sie sich ohnehin den
p oduk i e en Wi scha szweigen ode Be ieben zugewand , wo sich
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Volkswi scha liche Aspek e de Fluk ua ion 173
besse e Ve diens chancen bo en. Da aus e gib sich die F age, wie sich
e en uelle wei e gehende Maßnahmen mi dem im G undgese z (A -
ikel 12) e b ie en Rech au eie Wahl des A bei spla zes e ein-
ba en lassen.
Die olgenden Aus üh ungen be assen sich mi zwei Teilaspek en
des Fluk ua ionsp oblems, nämlich 1. mi den Möglichkei en eine
ex-pos -E mi lung des Um anges de „e wünsch en" Fluk ua ion und
2. mi de Bezi e ung des gesam wi scha lichen Ve lus es, de du ch
die Abweichung de a sächlichen Fluk ua ion on de e wünsch en
Fluk ua ion e u sach wi d. Sie se zen sich kons uk i mi den on
Lu z und Wel z1 sowie on Asch alk und Ma e ek2 geäuße en Ge-
danken zu diesem P oblemk eis auseinande .
IT.
Dem Phänomen des zwischenbe ieblichen A bei spla zwechsels sind
be ei s zahl eiche li e a ische Bei äge gewidme wo den. Dabei übe -
i die Zahl de englisch-sp achigen Ve ö en lichungen die de
deu schen bei wei em. In e essan is , daß de „li e a ische Boom"
dieses Themas im englisch-sp achigen Be eich zwischen 1949 und
1953 lag, wäh end e in Deu schland mi deu lichem zei lichen Ab-
s and Ende de ün zige Jah e olg e.
T o z de Vielzahl de Ve ö en lichungen is jedoch die F age de
gesam wi scha lichen Wi kungen de Fluk ua ion bishe öllig e -
nachlässig wo den. Fü das englisch-sp achige Sch i um gil das
mi einigem Vo behal , weil die Li e a u übe sich mögliche weise
nich olls ändig is . Fü das deu sch-sp achige Sch i um gil diese
Aussage jedoch mi Siche hei . Mi Ausnahme de zwei e wähn en
A bei en wi d das P oblem lediglich aus be iebliche Sich gesehen.
De G und eno is e wa de : Wenn die Fluk ua ion ein gewisses
„No malmaß" übe sch ei e , is sie schädlich, denn sie e u sach
unnö ige Kos en. Sie soll e dahe möglichs eduzie we den3. Zu
Un e maue ung diese Hypo hesen we den — o wenig undie e —
Ve suche un e nommen, ein s a kes Ans eigen de Fluk ua ion nach-
zuweisen. Obwohl de „no male" ode „e wünsch e" Fluk ua ions-
um ang unbekann is , wi d aus dem Ans eigen geschlossen, e sei
be ei s übe sch i en4. Einen b ei en Raum nimm in de Li e a u
1 Bu ka Lu z uud F ied ich Wel z: De zwischenbe iebliche A bei spla z-
wechsel. Zu Soziologie und Sozialökonomie de Be u smobili ä . F ank u /M. 1966.
2 Be nd Asch alk, Alexande Ma e ek: Die olkswi scha lichen Kos en de
Fluk ua ion. Schmolle s Jah budi. Jg. 86 (1966).
3 Als ein Beispiel ü iele siehe Ku Habe ko n: Die Bekämp ung de Fluk-
ua ion. Essen 1965. S. 6.
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174 Hube us Adebah
die E mi lung de be ieblichen Fluk ua ionskos en ein. Dabei wi d
o enba häu ig e kann , daß die Fluk ua ionskos en ohne Aussage-
we sind, solange man nich die „no male" ode „e wünsch e" Fluk-
ua ion kenn . Denn nu die Kos en de da übe hinausgehenden
Fluk ua ion bedeu en ja eine e meidba e inanzielle Belas ung ü
den Be ieb und einen Leis ungsen gang in gleiche Höhe ü die
Volkswi scha . In manchen Ve ö en lichungen wi d soga absich -
lich ode unabsich lich de Eind uck e weck , als wä e die Gesam -
höhe de Fluk ua ionskos en iden isch mi dem Nach eil, de den
Be ieben und de Volkswi scha da aus en s eh 5.
Ein wei e e um ang eiche Teil de Fluk ua ionsli e a u is olge-
ich ig den U sachen und den Möglichkei en eine Eindämmung de
Fluk ua ion gewidme . Dabei wi d leide mi emo ionsgeladenen
A gumen en ope ie . Im Vo de g und s eh o die meh ode
wenige o ene Behaup ung, das Dilemma sei au das mo alisch e -
we liche Ve hal en de A bei nehme zu ückzu üh en, und besonde s
häu ig s öß man au die These, daß die Fluk ua ion du ch einen e -
häl nismäßig kleinen Teil de A bei nehme e u sach wi d. „Un-
s e e Wande ögel", „mangelnde Be iebs eue" und ande e mo a-
lisch we ende Ausd ücke inden häu ig Ve wendung6. De Beweis
ü de a ige Behaup ungen wi d ni gends e b ach . Lu z und Wel z7
haben da au hingewiesen daß de Mangel de meis en Un e suchun-
gen da in lieg , daß sie nu einen ode wenige Fak o en als bes im-
mende U sache ansehen, wäh end es sich in Wi klichkei um kom-
plexe U sachenkons ella ionen handel 8. Die Einengung des P oblems
au ein be iebliche Belange e spe zudem die Sich au die ge-
sam wi scha lichen In e essen, was einschließ , daß die In e essen
de A bei nehme auße Be ach bleiben. Sieh man das P oblem
nich meh ausschließlich du ch die be iebliche B ille, so is es nich
schwe einzusehen, daß in eine wachsenden Wi scha neben einem
gene ell wachsenden A bei sk ä ebeda s ändig pe sonelle Um-
schich ungen s a inden, ja, daß sie ge adezu eine Vo ausse zung ü
das Wi scha swachs um da s ellen. Da sich nämlich das Wi scha s-
wachs um inne halb und zwischen den einzelnen Wi scha szweigen
in un e schiedlichem Tempo ollzieh , e schieben sich auch die An eile
4 Siehe z. B. Ca l-Hube
Schwennicke:
Zu Fluk ua ion de A bei sk ä e.
De A bei gebe . 1959. S. 588.
5 Vgl. Eugen
Lux:
Ausmaß und U sachen de Fluk ua ion de A bei nehme in
de Indus ie de Bundes epublik Deu schland. Diss. Köln 1965. S. 30.
6 Vgl. Heinz
Pen zlin:
Von Be ieb zu Be ieb. Die Wel (9.9.1961).
7 Lu z, Wel z:
a.a.O., S. 42 .
8 Vo
Lu z
und
Wel z
haben Ge ha d
S egemann
(Die s a is ische E assung
und die be iebswi scha liche Bedeu ung des A bei spla zwechsels), Diss. Be lin
1965, und Eugen
Lux
(a.a.O.) eine sys ema ische Analyse de iel äl igen Fluk ua-
ionsu sachen du chge üh .
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Volkswi scha liche Aspek e de Fluk ua ion 175
de Wi scha szweige an de Gesam zahl de Beschä ig en. Die no -
wendigen pe sonellen Anpassungen können dabei g undsä zlich au
zweie lei Weise geschehen: 1. Die Un e nehmen ode Wi scha s-
zweige mi übe du chschni lich wachsendem A bei sk ä ebeda e -
meh en ih e A bei sk ä ezahl au Kos en ande e Wi scha szweige
ode Un e nehmungen, und zwa geschieh das en wede du ch z i-
schenbe ieblichen A bei spla zwechsel ode dadu ch, daß die neu ins
E we bsleben Ein e enden nich die A bei splä ze de aus dem E -
we bsleben Ausscheidenden bese zen, sonde n in ande en Wi scha s-
zweigen Beschä igung inden. 2. Die Wi scha szweige mi übe -
du chschni lich wachsendem A bei sk ä ebeda decken ih en zu-
sä zlichen Beda an A bei sk ä en aus dem Zuwachs de E we bs-
be ölke ung. Diese Zuwachs kann au das na ü liche Wachs um de
Inlandsbe ölke ung und au die E höhung de E we bsquo e de
Inlandsbe ölke ung eine sei s und au die Zuwande ung ausländische
A bei sk ä e ande sei s zu ückzu üh en sein.
Man sieh also zunächs , daß de zwischenbe iebliche A bei spla z-
wechsel eine on e schiedenen Möglichkei en zu Bewäl igung de
no wendigen Umschich ungen de A bei sk ä e e eilung da s ell .
Die Bedeu ung des A bei spla zwechsels ü die Bewäl igung dieses
P ozesses häng s a k on den jeweiligen Gegebenhei en ab9. So lieg
au de Hand, daß bei eine s a ken Ve meh ung de E we bsbe öl-
ke ung die Fluk ua ion als Mi el zu Bewäl igung des Anpassungs-
p ozesses in den Hin e g und i , wäh end bei kons an e ode nu
langsam wachsende Zahl de E we bsbe ölke ung die Anpassung o -
wiegend du ch A bei spla zwechsel bewäl ig we den muß. Von eine
solchen Kons ella ion wü den alle dings mi Siche hei auch die ge-
ne ellen Wachs umsmöglichkei en de be e enden Volkswi scha
be üh .
III.
Was in de Fluk ua ionsli e a u als „no male"6 ode „wünschens-
we e" Fluk ua ion bezeichne wi d, is also keineswegs eine kons an e
G öße, sonde n ände sich on Land zu Land und auch im Zei e -
lau . Vo ausse zung ü eine undie e Beu eilung de Fluk ua ions-
wi kungen is dahe eine so g äl ige Si ua ionsanalyse. Dazu gehö
die E assung de das A bei sangebo beein lussenden Fak o en E -
we bsquo e, Be ölke ungswachs um, in e na ionale Wande ungen,
zwischenbe iebliche A bei spla zwechsel ebenso wie die E assung de
nach agewi ksamen Fak o en echnische Fo sch i , In es i ions-
olumen, Konsumnach age. Das Abwägen diese Fak o en gegenein-
9 Vgl. Lu z, Wel z: a.a.O., S. 48.
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176 Hube us Adebah
ande könn e Au schluß geben ode wenigs ens Anhal spunk e da ü
lie e n, in welche G ößeno dnung sich die „no male" Fluk ua ion
beweg . Lu z und Wel z10 haben in ih e be ei s zi ie en A bei un e
ande em den Ve such un e nommen, diese F age am konk e en Bei-
spiel de Bundes epublik Deu schland eine Lösung nähe zu üh en.
Das Haup gewich de A bei lieg alle dings au de Un e suchung
soziologische Zusammenhänge bei Fluk ua ions o gängen. Sie sehen
die Fluk ua ion als „gesellscha lich beding "11 an. Es wi d dahe e -
such , das Fluk ua ions e hal en de Indi iduen in seine Abhängig-
kei om gesellscha lichen Rahmen und on de gesam wi scha -
lichen Si ua ion zu e klä en. De Bei ag zum P oblem de „no -
malen44 Fluk ua ion ode de „no wendigen Anpassungswande ungen44,
wie sie o mulie en, is jedoch o iginell, so daß eine k i ische Aus-
einande se zung am Pla ze is .
Ausgangspunk is de Beg i Umse zungen. Da un e we den alle
Vo gänge am A bei sma k e s anden, bei denen sich de A bei s-
k ä ebes and eines ode meh e e Wi scha sbe eiche au Kos en
eines ode meh e e ande e Wi scha sbe eiche e höh 12. De
A bei sk ä ebes and le z e e sch ump absolu . Diese Beg i um-
aß also nich nu den Fall, daß Beschä ig e ih en A bei spla z
gegen einen neuen e auschen (Fluk ua ion), sonde n auch den, daß
neu ins E we bsleben Ein e ende ande e A bei splä ze einnehmen,
als du ch Ausscheidende ei gewo den sind (Umse zungen du ch Ge-
ne a ionswechsel). De Um ang de ollzogenen Umse zungen wi d
e mi el , indem de Beschä igungs ückgang in den sch ump enden
Wi scha szweigen gemessen wi d13.
Im nächs en Seh i e suchen die Ve asse zu bes immen, wie hoch
de An eil des Gene a ionswechsels an den gesam en Umse zungen
wa . Zu diesem Zweck wi d zunächs die Zahl de jäh lichen Neu-
ein i e ins Be u sleben es ges ell . Es zeig sich, daß die Zahl de
Gene a ionswechsel iel höhe wa als die Zahl de gesam en Um-
se zungen. Das P oblem bes and nun da in, on de Gesam zahl de
Gene a ionswechsel au die Zahl de du ch sie ollzogenen Um-
se zungen zu schließen. Die Ve asse schä zen, daß bei den Männe n
ein D i el und bei den F auen e wa die Häl e de gesam en Um-
se zungen du ch Gene a ionswechsel zus ande kamen14. De Res , also
bei den Männe n zwei D i el und bei den F auen die Häl e de
Umse zungen, is du ch Anpassungswande ungen (Fluk ua ion) zu-
Lu z, Wel z: a.a.O., S. 45 .
11
Lu z, Wel z: a.a.O., S. 45.
12 Vgl. Lu z, Wel z: a.a.O., S. 47 .
13 Vgl. Lu z, Wel z: a.a.O., S. 83.
14 Siehe Lu z, Wel z: a.a.O., S. 92.
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Volkswi scha liche Aspek e de Fluk ua ion 177
s ände gekommen. In diese Höhe is also die Fluk ua ion „no mal",
„no wendig" bzw. „e wünsch ". De anschließende Ve gleich zwischen
de e mi el en Zahl de no wendigen und de Zahl de a sächlichen
Anpassungswande ungen e gib , daß die a sächlichen Anpassungs-
wande ungen um ein Viel aches höhe sind ( ün - bis neunmal) als
die no wendigen15.
So wei das ein ache Konzep , das leide in de Da s ellung de
Ve asse manches on seine Kla hei e lie . Das bewi k u. a. die
mangelnde Eindeu igkei des zen alen Beg i s „Umse zungen", de
spä e noch eine s illschweigende E wei e ung e äh 16. Auch de
Ums and, daß de on den Ve asse n benu z e Beg i „Umse zungs-
beda " ode „e üll e Umse zungsbeda "17 wede kla de inie
noch on „Umse zungen" abgeg enz wi d, äg zu Ve wi ung des
Lese s bei. Schließlich komm man zu de Übe zeugung, daß die Be-
g i e synonym geb auch we den, was einen de beiden Ausd ücke
übe lüssig mach .
Aus diesen o malen Einwendungen e gib sich die e s e Schwie ig-
kei : De on Lu z und Wel z de inie e Beg i Umse zungen18 um-
aß einmal „Umse zungen", die sich beim Aus ausch zwischen E -
we bs ä igen (Ausscheiden aus dem E we bsleben) und Nich e we bs-
ä igen (Ein i e ins E we bsleben) e geben, und zum ande en „Um-
se zungen" du ch Fluk ua ion. Diese Fo mulie ung e üh zu dem
i igen Schluß, die Gesam zahl de Umse zungen se ze sich imme aus
soundso iel Fluk ua ioiisumse zungen und soundso iel Gene a ions-
wechselumse zungen zusammen. In Wi klichkei kann man nich isolie
die Umse zungswi kungen de Fluk ua ion und die de Gene a ions-
wechsel be ach en; denn es is möglich, daß die du ch Fluk ua ion
eine sei s und du ch Gene a ionswechsel und E höhung de E we bs-
quo e bei F auen ande sei s zus ande gekommenen Umschich ungen
sich eilweise kompensie en, weil de be e ende Wi scha szweig
zwa Fluk ua ionsgewinne au weis , abe da ü du ch Gene a ions-
wechsel Beschä ig e e lie . De Saldo de beiden G ößen, de Be-
schä ig en ückgang, is kleine als die a sächlichen Umschich ungs älle.
15 Siehe Lu z, Wel z: a.a.O., S. 93 .
16 Vgl. Lu z, Wel z: a.a.O., S. 84.
17 Siehe Lu z, Wel z: a.a.O., S. 48, 75, 83, 99 .
18 Lu z, Wel z (a.a.O., S. 47): 2. De A bei sk ä ebes and de wachsenden Be-
eiche e höh sich au Kos en ande e Wi scha sbe eiche, die ih en Beschä i-
gungsg ad eduzie en.
De un e 2. bezeichne e Ta bes and sei als Umse zungsbeda bezeichne ; .. .
De Umse zungsbeda kann seine sei s au zwei ache Weise e üll we den:
1. Beim Aus ausch zwischen dem e we bs ä igen und dem nich e we bs ä igen
Teil de Be ölke ung haben die Neuein i e ins E we bsleben ande e A bei s-
plä ze zum Ziel als sie du ch die en sp echenden Aus i e aus dem E we bsleben
ei gemach we den; 2. Beschä ig e geben ih en A bei spla z au und übe -
nehmen einen neuen A bei spla z (Fluk ua ion, H.A.).
12 Schmolle s Jah buch 87.2
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178 Hube us Adehah
Es is also mi Umse zungen nich die Gesam zahl de du ch Fluk-
ua ion und Aus ausch zwischen Nich e we bs ä igen und E we bs-
ä igen e olg en Umschich ungs älle gemein , sonde n nu de Saldo,
de die endgül ige Ve inge ung de Beschä ig enzahl im be e en-
den Wi scha szweig anzeig ; das heiß , in de Höhe, in de die du ch
Gene a ionswechsel e u sach e Ve inge ung de Beschä ig enzahl
du ch Fluk ua ionszugänge ausgeglichen wi d, bzw. in de Höhe, in
de ein Fluk ua ions e lus du ch einen Zugang aus dem Gene a ions-
wechsel ausgeglichen wi d, s ellen sie keine Umse zungen da . So
in e p e ie , zeigen die Umse zungen die zu ollzogenen zahlen-
mäßigen Um e eilung no wendigen Umschich ungen de Beschä ig-
ens uk u an. Die sich kompensie enden Bewegungen sind in diesem
Sinne unnö ig; denn die Ve inge ung de Beschä ig enzahl hä e
auch ohne sie ein e en können. Eine solche du chaus nich selbs -
e s ändliche Fassung des Beg i es Umse zungen hä e wohl abe
eine aus üh liche en E läu e ung bedu .
Gegen das angewende e Ve ah en is jedoch zunächs einzuwenden,
daß o enba übe sehen wi d, welche Rolle Zugänge in sch ump ende
Wi scha szweige spielen, die aus eine Ve meh ung de Beschä ig-
enzahl de Gesam wi scha (Zuwande e aus Os deu schland, Gas -
a bei e , E höhung de E we bsquo e) he üh en. Es is seh wah -
scheinlich, daß ein Teil de a ige Zugänge auch in sch ump ende
Wi scha szweige gelang und dami den Sch ump ungssaldo e -
minde . Die Zahlen, die Lu z und Wel z benu zen19, geben die a -
sächlichen Beschä igungs ückgänge de sch ump enden Wi scha s-
zweige wiede . De a ige „Zuwächse" sind also zwangsläu ig in ihnen
en hal en. Lu z und Wel z jedoch schließen sie in ih e De ini ion des
Beg i s Umse zungen ausd ücklich aus20. An einem ein achen Zahlen-
beispiel sei de Zusammenhang e läu e : Fall a): In eine Volkswi -
scha gebe es zwei Wi scha ssek o en: x mi 1000 Beschä ig en,
y mi 2000 Beschä ig en. Inne halb eines bes imm en Zei aumes
e inge e sich die Beschä ig enzahl in y um 200 zuguns en on x.
x ha nunmeh 1200 und y 1800 Beschä ig e. Es haben also Um-
se zungen im Um ange on 200 s a ge unden. Fall b): Wie in Fall a)
e lie e y 200 A bei sk ä e an x, so daß sich eben alls ein Beschä -
ig ens and on 1200 in x und on 1800 in y e gebe. Im gleichen
Zei aum e höhe sich jedoch de Beschä ig ens and de Volkswi -
scha du ch Zuwande ungen aus dem Ausland um 300, wo on 200
in x und 100 in y beschä ig we den. De endgül ige Beschä ig en-
s and be äg also in x 1400 und in y 1900. Da Lu z und Wel z den
19 Siehe Lu z, Wel z: a.a.O., S. 85.
20 Siehe Lu z, Wel z: a.a.O., S. 88 .
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Volkswi scha liche Aspek e de Fluk ua ion 185
konn en, e such en die Ve asse zu bes immen, welche P ozen sa z
de gesam en Umse zungen du ch Gene a ionswechsel zus ande ge-
kommen wa ; de e bleibende Res s ell dann den Um ang de
no wendigen Fluk ua ion da . Sie gingen dabei so o , daß sie zu-
nächs die Zahl de männlichen und weiblichen Be u san änge im
Be ich szei aum es s ell en. Wenn man da on ausgeh , daß sich Be-
u san änge und endgül ig Ausscheidende die Waage hal en, is die
Zahl de Gene a ionswechsel gleich de Zahl de Be u san änge .
Sodann übe leg en sie, daß eine Ums uk u ie ung de A bei sk ä e
— ohne Fluk ua ion — auch bewi k wi d, wenn weibliche A bei s-
k ä e ih e Beschä igung o übe gehend au geben, um spä e in
einem ande en Be ieb ih e Beschä igung wiede au zunehmen31.
Wö lich heiß es dazu: „Wei e hin is bei den F auen, die be ei s e -
we bs ä ig wa en, ein Wechsel zwischen Nich e we bs ä igkei und
E we bs ä igkei , de wohl mindes ens gleich hoch is 49)"32. Da aus
is nich zu en nehmen, ob sich das „gleich hoch" au die Gesam zahl
de Be u san änge ode lediglich au die weiblichen Be u san änge
bezieh . Auch die Fußno e (49) gib da übe keine Auskun , da sie
lediglich au „Wi scha und S a is ik" ohne Angabe des Jah ganges
e weis . Nimm man an, es sei gemein , die Zahl de Wiede ein i e
on F auen ins Be u sleben (nach zei weilige Un e b echung) sei
ebenso g oß wie die Zahl de Neuein i e, so e geben sich olgende
Zahlen:
Die Zahl de jäh lichen Neuein i e ins Be u sleben:
bei den Männe n 0,45 Mill. bzw. 2,8 % alle beschä ig en Männe
bei den F auen 0,31 Mill. bzw. 3,7 °/o alle beschä ig en F auen
(+ Wiede ein i e 0,31 Mill. bzw. 3,7 Vo alle beschä ig en F auen).
Die Zahl de jäh lich „e zwungenen Umse zungen":
bei den Männe n 0,2 bis 0,22 Mill. bzw. 1,3 bis 1,5% alle beschä ig en
Männe
bei den F auen 0,17 bis 0,19 Mill. bzw. 2,0 bis 2,2 % alle beschä ig en
F auen33.
Aus diesem E gebnis ziehen die Ve asse olgenden Schluß: „Diese
We e ( ü die Neu- bzw. Wiede ein i e, H. A.) liegen wesen lich
höhe als de on uns im o he gehenden Absa z e mi el e b-zw.
gesehä z e Umse zungsbeda . Selbs wenn also nu ein kleine e Teil
des Aus ausches zwischen E we bs ä igen und Nich e we bs ä igen zu
Anpassung de A bei sk ä es uk u dien e . . ., e gib sich hie aus
ein e hebliche Elas izi ä s ak o de Beschä ig ens uk u , wa also
die No wendigkei zu Anpassungswande ungen noch e heblich ge-
31 Vgl. Lu z, Wehs: a.a.O.,
S.
90 .
32 Lu z, Wel z: a.a.O., S. 91.
33 Lu z, Wel z: a.a.O., S. 89.
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186 Hube us Adebah
inge , als sich aus de Zahl de en allenen, au gehobenen ode nach
F eiwe dung nich meh bese z en A bei ss ellen e gib 34/6
Hin e diese scheinba gewich igen Aussage mi dem ebenso o na-
men alen wie unkla en Ausd uck „Elas izi ä s ak o de Beschä ig en-
s uk u " e bi g sich nich s als die i iale Fes s ellung, daß de
Um ang de no wendigen Fluk ua ion im selben Maße sink , wie de
An eil de Gene a ionswechsel an den ollzogenen Umse zungen s eig
(und umgekeh ). Die eigen lich zu Diskussion s ehende F age, in
welchem Um ange denn nun die Neu- und Wiede ein i e zu den Ge-
sam umse zungen beige agen haben, bean wo en Lu z und Wel z
mi eine „seh o sich igen Schä zung"35, ü die sie auch nich die
Andeu ung eine plausiblen E klä ung lie e n. Sie schä zen, daß bei
den Männe n ein D i el (— e wa 0,5 % de beschä ig en Männe )
und bei den F auen (wegen ih es häu ige en Wechsels zwischen Be-
u s ä igkei und Nich be u s ä igkei ) e wa die Häl e (= e wa 1,0%
alle beschä ig en F auen) de gesam en Umse zungen du ch Neu-
bzw. Wiede ein i e ins Be u sleben bewi k wu den. De bündige
Schluß lau e : Die no wendige Fluk ua ion e gib sich aus de Di e-
enz zwischen „e zwungenen Umse zungen" und dem An eil de Neu-
bzw. Wiede ein i e an den „e zwungenen Umse zungen". Das sind
bei den Männe n e wa 1% (= 1,5%—0,5%) und bei den F auen
eben alls e wa 1% (= 2,0%—1,0%) alle Beschä ig en ode e wa
0,25 Mill. A bei spla zwechsel p o Jah .
Von diese Schä zung, die besag , daß bei den Männe n knapp 16%
de Neuein i e und bei den F auen knapp 26 % de Neuein i e zu
Umse zungen ge üh haben, häng die Rich igkei des Ende gebnisses
— Um ang de no wendigen Fluk ua ion — di ek ab. Selbs wenn
alle bishe igen Be echnungen und Schä zungen — insbesonde e de
Um ang de „e zwungenen Umse zungen" — ko ek wa en, is an
diese S elle die Ge ah gegeben, du ch einen g oben Schä z ehle das
E gebnis zu gu e Le z noch en scheidend zu e älschen. Am bes en
wä e es na ü lich, eine Schä zung übe haup zu e meiden und mi
Hil e s a is ische Da en zu einem gesiche en E gebnis zu gelangen.
Da abe mangels geeigne en s a is ischen Ma e ials eine Schä zung die
einzig e bleibende Möglichkei da s ell , muß sie wegen ih e Bedeu-
ung ü das Ende gebnis mi g öß mögliche So g al o genommen
we den, d. h. es müß e nach Fak en, nach Zusammenhängen, nach Ein-
luß ak o en gesuch we den, die Anhal spunk e und Hinweise au
die G ößeno dnung de du ch Neu- und Wiede ein i e ins E we bs-
leben bewi k en Umse zungen lie e n können. Eine Schä zung „nach
Ge ühl", d. h. ohne jegliche konk e e Anhal spunk e, is besonde s
34 Lu z, Wel z: a.a.O., S. 91 .
35 Lu z, Wel z: a.a.O., S. 92.
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Volkswi scha liche Aspek e de Fluk ua ion 187
hie , wo das Schä zungse gebnis besonde es Gewich ha , ehl ain
Pla z. Lu z und Wel z äuße n sich mi keinem Wo da übe , wie sie
zu ih em Schä ze gebiiis gelang sind. Das leg imme hin die Ve -
mu ung nahe, daß es sich um eine Schä zung „nach Ge ühl" handel ;
denn wenn sie plausible und hand es e A gumen e zu S ü zung ih es
E gebnisses e ügba hä en, wä en sie bei einem so wich igen Punk
siche lich auch ins Feld ge üh wo den. Abe nich nu die Wich ig-
kei de Schä zung ü das Ende gebnis de gesam en Un e suchung
e o de eine möglichs de aillie e und nachp ü ba e Da s ellung
des Schä z e ah ens, es gil ielmeh , dami auch einem wei e en
Einwand zu begegnen: Wenn schon geschä z wi d, könn e man ja s a
des An eils de Neu- und Wiede ein i e an den „e zwungenen Um-
se zungen" gleich den An eil de Fluk ua ion an den „e zwungenen
Umse zungen" schä zen. Man e spa e dami den Umweg übe die
Gene a ionswechsel und wü de analog on de Gesam zahl de A -
bei spla zwechsel und de Zahl de „e zwungenen Umse zungen" aus-
gehen. Das on den Ve asse n e wende e Ve ah en ließe sich also
nu du ch besonde e Vo züge — insbesonde e exak e e Schä zungs-
möglichkei en — ech e igen.
Es e schein also gebo en, einige E wägungen übe die Wi kung
de Gene a ionswechsel au die A bei sk ä es uk u anzus ellen: Zu-
nächs is es zuhal en, daß on den Neu- und Wiede ein i en in
jedem Fall nu ein B uch eil zu Umse zungen üh en kann; denn die
in eine bes imm en Pe iode, z. B. in einem Jah , aus Al e s-, K ank-
hei s- ode ande en na ü lichen G ünden eiwe denden A bei splä ze
sind ja nu zum Teil — und wah scheinlich zum kleine en Teil —
mi den A bei splä zen iden isch, die zum gleichen Zei punk in olge
on S uk u e schiebungen endgül ig au gelös we den. Die na ü -
lichen Abgänge e s ecken sich — on Zu allsschwankungen abgesehen
— gleichmäßig au alle B anchen und dami au alle Be u e und
Tä igkei en, wäh end on den Ums uk u ie ungen imme nu einige
B anchen und inne halb diese o nu bes imm e Be u e bzw. Tä ig-
kei en be o en we den. Da aus olg , daß die na ü lichen Abgänge
nu mi einem kleinen Teil ih e Gesam zahl zu S uk u anpassungen
bei agen können, weil de g öße e Teil de da on be üh en A -
bei splä ze nich on S uk u ände ungen be o en is . Ih e Wiede -
bese zung is dahe olkswi scha lich e wünsch und no wendig. Die
Gesam zahl de Gene a ionswechsel müß e also zunächs um die Zahl
de nich on S uk u ände ungen be üh en und dahe wiede zu-
bese zenden A bei splä ze e minde we den. E s dann e häl man
die Zahl de Gene a ionswechsel, die übe haup zu Umse zungen (im
Sinne eine Anpassung de Beschä ig ens uk u an eine sich e -
ände nde P oduk ionss uk u ) üh en können.
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188 Hube us Adebah
Übe die G öße des no wendigen Abzuges läß sich ohne genaue e
Un e suchungen kaum e was aussagen. O ensich lich wächs abe die
Chance de Gene a ionswechsel, besag e Anpassungs unk ion auszu-
üben, mi dem Um ang de S uk u e ände ungen. In Zei en g oße
echnische Neue ungen is sie also g öße als in Zei en ge inge Fo -
sch i e. Man soll e abe auch hie keine übe iebenen Vo s ellungen
hegen. Zu einem bes imm en Zei punk ode in einem bes imm en
kü ze en Zei aum is auch heu zu age, im Zei al e des echnischen
Fo sch i s, die Meh zahl de B anchen nich in umwälzenden S uk-
u ände ungen beg i en, und e s ech gil das ü die Meh zahl
de A bei splä ze. Zu I üme n e lei e die ückblickende Be ach-
ung eines länge en Zei aums (e wa de le z en 20 Jah e), in dessen
Ve lau sich zu un e schiedlichen Zei punk en eine be äch liche Zahl
on spek akulä en S uk u e schiebungen in einzelnen B anchen
ollzogen ha . Man muß sich o Augen hal en, daß die spezielle
S uk u e schiebung in eine B anche nu ü einen beg enz en Zei -
aum die Möglichkei zu Umse zungen du ch Gene a ionswechsel bie-
e . Nehmen wi z. B. an, de Ums uk u ie ungsp ozeß in eine
B anche hä e sich inne halb on zwei Jah en ollzogen. Es wä e
dann alsch, die Gene a ionswechsel de le z en 10 ode 20 Jah e
den no wendigen Umse zungen on zwei Jah en gegenübe zus ellen,
als könn en alle diese Gene a ionswechsel die e o de lichen Um-
se zungen bewi k haben. In Wi klichkei is das zei liche Zusammen-
allen on „Umse zungsbeda " du ch S uk u ände ungen und Ge-
ne a ionswechseln nö ig. Gene a ionswechsel, die zei lich o de
S uk u wandlung liegen, können ebensowenig Umse zungen bewi ken
wie solche, die zei lich nach de S uk u wandlung liegen; denn zu
diesen Zei punk en lieg ga kein „Umse zungsbeda " o . Dieses
A gumen wi d alle dings abgeschwäch du ch die Ta sache, daß sich
S uk u e schiebungen z. T. übe länge e Zei äume hinziehen, wie
z. B. de Sch ump ungsp ozeß in de Landwi scha und im S ein-
kohlebe gbau. An de Einsich jedoch, daß nu ein B uch eil de
Gene a ionswechsel zu Umse zungen üh en kann, ände sich nich s.
Als wei e es is da au hinzuweisen, daß Lu z und Wel z bei de
Fluk ua ion zwischen unk ionale und nich unk ionale Mobili ä
un e scheiden. Funk ional sind danach alle A bei spla zwechsel, die
eine op imale Anpassung de A bei sk ä es uk u an die sich wan-
delnde Wi scha ss uk u he bei üh en. Nich unk ional sind sol-dxe
Fluk ua ionen, die eine solchen Anpassung en gegenwi ken ode sie
zumindes nich ö de n36. Sie e ö e n aus üh lich die subjek i en
G ünde (z. B. amiliä e Bindungen) und die ins i u ionellen U -
sachen (z. B. mangelnde Ma k anspa enz), die zu nich unk ionalen
36 Siehe Lu z, Wel z: a.a.O., S. 55 ., 93 .
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Volkswi scha liche Aspek e de Fluk ua ion 189
Fluk ua ions o gängen üh en. Nun lieg doch nich s nähe als die
Ve mu ung, daß es auch nich unk ionale Gene a ionswechsel gib .
Dieselben G ünde, die ü ein Zus andekommen on nich unk iona-
len A bei spla zwechseln sp echen, lassen sich analog au die Gene-
a ionswechsel anwenden; denn im P inzip is die Ausgangssi ua ion
beide Pe soneng uppen die gleiche. Sie s ehen o de Wahl ih es
kün igen A bei spla zes. Di« Be u san änge sind in ih e En schei-
dung nu um einiges eie , da sie nich die Hemmungen zu übe -
winden haben, die de Au gabe eines e le n en Be u es ode eines
anges amm en A bei spla zes en gegens ehen. Ih e Wahl kann abe
eben alls aus manche lei G ünden (T adi ion, soziales Ansehen des
Be u s, pe sönliche Neigung, amiliä e, landscha liche, kul u elle Bin-
dungen u. a.) und aus manche lei ins i u ionellen G ünden (die sich
am bes en un e dem S ichwo mangelnde Ma k anspa enz zusam-
men assen lassen) au einen Be u ode A bei spla z allen, dessen
Neu- ode Wiede bese zung eben nich zu op imalen Anpassung an
eine e ände e Wi scha ss uk u bei äg , also nich unk ional is .
Die Zahl jene Gene a ionswechsel, die an sich zu Umse zungen hä en
üh en können, is also um die Zahl de hie au e enden nich -
unk ionalen Gene a ionswechsel zu e minde n.
Übe die Höhe des Abzuges läß sich zunächs kaum e was sagen.
Imme hin schein siche zu sein, daß bei de Be u s- und A bei s-
pla zwahl die genann en subjek i en G ünde eine gewich ige Rolle
spielen. Die E ah ung zeig auch, daß die Ma k übe sich ge ing is .
Die Be u san änge wählen in Wi klichkei nich un e allen mög-
lichen Be u en und Tä igkei en, sonde n nu aus de meh ode
wenige kleinen Zahl on ihnen bekann en Be u en. Auch undie e
Vo s ellungen übe die En wicklungschancen de einzelnen Be u e,
de B anchen ode de einzelnen Un e nehmen dü en nu in ge-
ingem Um ang o handen sein.
Nun könn e man e such sein, die o ge agenen Einwände mi
dem Hinweis zu en k ä en, daß die Fluk ua ion ohnehin so g oß
sei, daß sie den „Umse zungsbeda " auch ohne Be ücksich igung
de Gene a ionswechsel um ein Meh aches übe s eige37. Die Fluk ua-
ion sei also au jeden Fall zu g oß. Dabei wü de jedoch zweie lei
übe sehen: Zum einen begnügen sich Lu z und Wel z ja nich mi
eine solchen Fes s ellung, sonde n sie e mi eln die konk e e Zahl
de no wendigen A bei spla zwechsel mi jäh lich 0,20 bis 0,25 Mill.38.
Dahe haben Einwände, die sich gegen die Be echnungsme hoden
ich en, seh wohl Gewich : denn sie bes immen ja schließlich das
zahlenmäßige E gebnis. Zum ande en se z auch diese Fes s ellung
37 Vgl. die Zahlenangaben hei Lu z, Wel z: a.a.O., S. 93.
38 Siehe Lu z, Wel z: a.a.O., S. 93.
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190 Hube us Adehah
die Rich igkei de beiden gegenübe ges ell en G ößen („Umse zungs-
beda " und Zahl de A bei spla zwechsel) o aus. Diese Vo aus-
se zung kann ii den „Umse zungsbeda " nach dem E gebnis de
o s ehenden Übe legungen nich als e üll angesehen we den.
Schließlich soll im Zusammenhang mi den Gene a ionswechseln noch
au einen Sach e hal au me ksam gemach we den, de bei de
Analyse des o liegenden P oblemk eises nich übe sehen we den
soll e. Nach Lu z und Wel z e üllen Gene a ionswechsel dann A11-
passungs unk ionen (Umse zungen), wenn „die Neuein i e ins E -
we bsleben ande e A bei splä ze zum Ziel (haben) als sie du ch en -
sp echende Aus i e aus dem E we bsleben eigemach we den"39.
Diese Übe legung lieg die Vo s ellung zug unde, daß, alls es nich
zu Umse zungen komm , die du ch na ü liche Abgänge eiwe denden
A bei splä ze on Be u san änge n wiede bese z we den. In Wi k-
lichkei i das ü einen e heblichen Teil de Fälle nich zu. Bei
allen Le n- und Anle nbe u en können Be u san änge nich die
S ellung eines ausscheidenden Gesellen ode Facha bei e s einnehmen.
Abe auch ungele n e Be u san änge ode Absol en en on Fach-
schulen, Hochschulen und Uni e si ä en können eiwe dende A bei s-
plä ze nich bese zen, wenn sie besonde e Be u se ah ung e o de n
und wenn es sich — om Ni eau des Bewe be s aus be ach e —
um gehobene Posi ionen handel . In de Regel we den dahe die
eigewo denen A bei splä ze nich on Be u san änge n, sonde n
on nach ückenden Be iebsangehö igen ode on A bei spla zwechs-
le n (Fluk ua ion) bese z . Es is dahe nich zu e end, Anpassungs-
wi kungen du ch Gene a ionswechsel nu dann zu un e s ellen, wenn
die Zahl de na ü lichen Abgänge in einem Wi scha szweig ode in
einem Un e nehmen on de Zahl de neu ein e enden Be u san än-
ge abweich . Eben weil man nich da on ausgehen kann, daß die
An änge die S ellen de Ausgeschiedenen einnehmen, kann sich auch
bei zahlenmäßige Übe eins immung on Zu- und Abgängen eine ge-
wich ige Ve ände ung de A bei sk ä es uk u — und zwa in qua-
li a i e Hinsich — e geben. Die eiwe denden A bei splä ze kön-
nen beispielsweise unbese z bleiben; gleichzei ig e lage sich bei
den Be u san änge n das Schwe gewich au einen ande en Be u s yp:
Ans elle on Leh lingen we den beispielsweise o nehmlich unge-
le n e A bei e einges ell . De a ige Ve ände ungen de A bei s-
k ä es uk u können du chaus in Anpassung an eine sich oll-
ziehende Ände ung de P oduk ionss uk u e olgen und dami die
den Umse zungen zugesch iebene Anpassungs unk ion e üllen. Es is
also zu beach en, daß auch die Gene a ionswechsel, die keine Ve -
ände ungen de Beschä ig en*;«/*/ in den be e enden Wi scha s-
39 Lu z, Wel z: a.a.O., S. 48.
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Volkswi scha liche Aspek e de Fluk ua ion 191
zweigen e u sachen, den „Umse zungsbeda " beein lussen können.
Je nach A de du ch sie bewi k en quali a i en Ve ände ung de
A bei sk ä es uk u können sie meh ode minde s a k zu en -
wicklungsge ech en Anpassung de Beschä ig ens uk u bei agen.
Hie e gäbe sich mögliche weise ein wi scha spoli ische Ansa z-
punk , du ch Beein lussung de Be u s- und A bei spla zwünsche de
Be u san änge sowohl den Um ang de no wendigen Umse zungen
zu e inge n wie auch die iich u ik ionalen Gene a ionswechsel ein-
zudämmen.
V.
Im Rückblick zeigen sich olgende Haup ansa zpunk e zu K i ik
und E gänzung:
1. Die Ve asse gehen on de im Un e suchungszei aum oll-
zogenen wi scha lichen Ums uk u ie ung als Da um aus. Dami
lassen sie die Möglichkei auße ach , daß die Ums uk u ie ung selbs
on den A bei sk ä ebewegungen abhängig is . Mögliche weise hä e
sie einen g öße en Um ang angenommen, wenn die nich unk ionalen
A bei sk ä ebewegungen in ande e Rich ungen gegangen wä en. Die
Zahl de nich unk ionalen Mobili ä en hä e sich dann e kleine
und die Zahl de Umse zungen in gleichem Um ang e g öße .
2. Auch wenn man die Au gabe da au besch änk , die kleins e
Zahl an A bei sk ä ebewegungen he auszu inden, die zu Bewäl igung
de im Un e suchungszei aum a sächlich ollzogenen Ums uk u ie-
ungen no wendig gewesen wä e, is die F age mi de E mi lung de
Umse zungen (absolu e Beschä ig en e minde ung zuguns en an-
de e Wi scha szweige) nich bean wo e . Die sich zahlenmäßig
kompensie enden A bei spla zwechsel (B anche A emp äng on B
100 Beschä ig e und e lie ih e sei s 100 Beschä ig e an B) können
solche quali a i en Ve ände ungen de A bei sk ä es uk u de
Wi scha szweige bewi k haben, die ü die Bewäl igung de wi -
scha lichen S uk u e ände ungen no wendig wa en. In diesem Fall
e üllen sie Anpassungs unk ionen im Sinne de on Lu z und Wel z
de inie en Umse zungen. Dami is das Konzep , die no wendigen
pe sonellen Umschich ungen an den absolu en Beschä ig en ückgän-
gen in den Wi scha szweigen zu messen, p inzipiell nich meh au -
ech zu e hal en. Es ließe sich dann als Annähe ungs e ah en ech -
e igen, wenn nachweisba wä e, daß die Anpassungswi kungen de
sich kompensie enden Fluk ua ion so ge ing sind, daß ih e Ve nach-
lässigung das E gebnis nich wesen lich beein luß .
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192 Hube us Adebah
3. Man kann die ollzogenen Umse zungen nich an den absolu en
Beschä ig en iickgängen in den Wi scha szweigen messen, wenn
diese Wi scha szweige Zugänge on auße halb de Volkswi scha
zu e zeichnen ha en. Bei dem s a ken Anwachsen de Beschä ig en-
zahl in de Bundes epublik du ch Zuwande e aus Os deu schland und
du ch Gas a bei e wa das zwei ellos de Fall. Diese Zugänge min-
de n den e ek i en Beschä ig en ückgang und e decken dami
einen Teil de a sächlich ollzogenen Umse zungen. De au diese
Weise e mi el e „Umse zungsbeda " is zu nied ig.
4. Das angewende e Ve ah en zu Bes immung des „Umse zungs-
beda es" (E mi lung de absolu en Beschä ig en ückgänge) läß
die inne sek o alen Umse zungen unbe ücksich ig . Du ch nach äg-
liche Schä zungen wi d das E gebnis e gänz . Die Schä zungen e -
scheinen on de Me hode he an ech ba . E hebliche Schä z ehle
sind zu be ü ch en.
5. Du ch Sub ak ion de du ch Gene a ionswechsel bewi k en Um-
se zungen om „Umse zungsbeda " soll die no wendige Fluk ua ion
e mi el we den. Nach Bes immung de Gesam zahl de Gene a ions-
wechsel wi d ih An eil an den Umse zungen geschä z . Die Schä zung
bleib gänzlich unbeg ünde . E gänzende Übe legungen zu diesem
Punk zeigen, daß ein e hebliche Teil de Gene a ionswechsel übe -
haup nich zu Umse zungen üh en kann. Vom e bleibenden Res
sind die nich unk ionalen Gene a ionswechsel abzuziehen. Das sind
solche, de en Wi kung au die A bei sk ä es uk u nich den An-
passungse o de nissen de wi scha lich- echnischen S uk u e schie-
bungen en sp ich .
VI.
An die F age nach dem no wendigen Fluk ua ionsum ang schließ
sich beinahe zwangsläu ig die F age nach dem Schaden an, den ein
Abweichen on diesem Um ang ü die Volkswi scha mi sich b ing .
Die Bean wo ung diese F age se z na ü lich die Kenn nis de no -
wendigen Fluk ua ion o aus. Die E gebnisse de o s ehenden dies-
bezüglichen Übe legungen wa en nich seh e mu igend; sie zeig en
jeden alls, daß bislang eine zu e lässige E mi lung de no wendigen
Fluk ua ion nich gelungen is . Zwa gib es eine Vielzahl on Ve -
ö en lichungen, die sich um die E assung de Fluk ua ionskos en
bemühen40, jedoch wi d die F age des „ ich igen" Fluk ua ionsum an-
40 Z. B. Ewald Lange: Me hoden zu Kos ene mi lung des zwischenbe ieb-
lichen Pe sonalwechsels. In: Wa um A bei sk ä e wechseln. Düsseldo 1960.
Be Klein: Was kos e die Fluk ua ion des zwischenbe ieblichen Pe sonalwech-
sele wi klich? Mensch und A bei . 11. Jg. (1959). E idi Schmid : Die Zei e schei-
nung „Fluk ua ion" aus be iebliche Sich . Junge Wi scha . 8. Jg. (1960).
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Volkswi scha liche Aspek e de Fluk ua ion 193
ges nu am Rande ode ga nich behandel . So besch änken sich die
E gebnisse au We e ü die du chschni lichen Fluk ua ionsau wen-
dungen in de Volkswi scha (in einzelnen B anchen, in bes imm-
en Be u en). Da aus we den du ch Mul iplika ion mi de Zahl de
a sächlichen A bei spla zwechsel die gesam en Fluk ua ionsau wen-
dungen in eine Volkswi scha e echne . Sie haben abe mi dem
Schaden, mi dem Leis ungsen zug, den die Volkswi scha du ch die
den no wendigen Um ang übe sch ei enden Fluk ua ionen e leide ,
nich s zu un. Es is dahe meh als i e üh end, die gesam en Fluk-
ua ionsau wendungen als Belas ung de Volkswi scha du ch die
Fluk ua ion zu bezeichnen41.
Um so beme kenswe e is es, wenn Asch alk und Ma e ek den
Ve such un e nehmen, die olkswi scha lichen Kos en de Fluk-
ua ion zu bes immen42. Die Ve asse bemühen sich zunächs um den
Nachweis, daß es sich bei den Fluk ua ionskos en um soziale Kos en
handel . Übliche weise wi d de Beg i du ch zwei Me kmale cha ak-
e isie : 1. Die Kos en we den nich on den Ve u sachc n bzw.
Nu znieße n ge agen. Wo aus sich e gib : 2. Die Kos en we den au
D i e ode die Allgemeinhei abgewälz . Da diese Me kmale bei den
du ch den Be ieb selbs e u sach en A bei spla zwechseln nich ge-
geben sind, schließen sich die Ve asse Kapp an, de den Beg i
wesen lich e wei e , indem e „soziale Ve lus e" eben alls zu den
sozialen Kos en zähl . „Diese sozialen Ve lus e un e scheiden sich
inso e n on ande en Sozialkos en, als sie nich no wendige weise
eine Abwälzung on Kos en au D i e mi sich b ingen, sonde n sich
ehe in eine e minde en Leis ungs ähigkei des Wi scha ssys ems
als Ganzem äuße n43." Diese Uneinhei lichkei des Beg i s begegne
F i sch du ch einen gelungenen Sys ema isie ungs e such44: E un-
e scheide ie Sek o en (Haushal e, P oduzen en, S aa , Ausland)
und ag , 1. ob die Handlungen ode Un e lassungen ü den ak i en
Sek o selbs nega i e (a) ode posi i e Folgen (b) haben, 2. ob die
Handlungen ü d i e Sek o en nega i e (a) ode posi i e Folgen (ß)
haben. E weis da au hin, daß in den Fällen a = b und ß = a (de
Nach eil des einen is gleich dem Vo eil des ande en) ein eines
T ans e p oblem o lieg . Die Gesam kos en, die Gesam belas ung
41 Vgl. Lux: a.a.O., S. 30. Au S. 29 heiß es ga , die Fluk ua ion wi ke sich
seh ungüns ig au das Sozialp oduk aus, „weil in Höhe de Summe de in den
Be iehen an allenden Fluk ua ionskos en A bei sk ä e und Be iebsmi el un-
genu z bleiben".
42 Asch alk, Ma e ek: a.a.O.
43 Ka l Wilhelm Kapp: Volkswi scha liche Kos en de P i a wi scha . Tü-
bingen, Zü ich 1958. S. 2. Übe se zung. O iginal i el: The Social Cos s o P i a e
En e p ise. Camb idge 1950.
44 B uno F i sch: Zu Theo ie und Sys ema ik de olkswi scha lichen Kos en.
Ksklos. Bd. 15 (1962). S. 256.
13 Schmolle s Jah buch 87,2
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194 Hube us Adebah
de Volkswi scha e ände n sich nich . Es emp iehl sich jedoch, aus
Zweckmäßigkei se wägungen den Beg i olkswi scha liche Kos en
ü die Fälle ß < a (de Nu zen des D i en is kleine als die Kos en
des Ve u sache s) und a > b (de Schaden des D i en is g öße als
de Nu zen des Ve u sache s) o zubehal en, denn hie handel es sich
nich nu um die Übe wälzung on Kos en, sonde n um zusä zliche
Kos en (Belas ungen, Leis ungs e lus e), die als Folge des Übe wäl-
zungs o ganges pe Saldo en s ehen45. Ein solche Vo gang is olks-
wi scha lich gänzlich ande s zu beu eilen als eine bloße Übe wälzung.
Wie man sieh , lassen sich die on den A bei gebe n e schulde en
Fluk ua ionen dem Fall ß < a (de Nu zen D i e is kleine als de
Schaden bzw. die Kos en, die den A bei gebe n aus den Be iebs-
>
wechseln en s ehen) ode dem Fall a = a (alle Be eilig en haben
<
einen Schaden) zuo dnen. In Übe eins immung mi dem E gebnis
ühe e Übe legungen läß sich also sagen, daß olkswi scha liche
Kos en du ch Fluk ua ion e s dann en s ehen, wenn die Fluk ua ions-
kos en die posi i en Wi kungen (P oduk i i ä szuwachs) übe s eigen.
Das meinen auch Asch alk und Ma e ek, wenn sie sagen: „Deshalb
können nach olgend die Fluk ua ionskos en, sowei sie einen gewissen,
noch zu bes immenden No malsa z übe sch ei en, insgesam als olks-
wi scha liche Kos en angesehen we den46."
Die Bes immung des „No malsa zes44 de Fluk ua ion, de den
„ unk ionalen44 Fluk ua ionen bei Lu z und Wel z en sp ich , geschieh
au olgende Weise: 1. Es we den die Fluk ua ionen e mi el , die im
In e esse de be u lichen Fo bildung und dami de indi iduellen
Leis ungss eige ung e olgen. 2. Hinzu kommen Fluk ua ionen, die
„ endenziell zu den O en höchs e olkswi scha liche P oduk i i-
ä "47 üh en. Ode an ande e S elle: „Fluk ua ion zu Be ieben mi
übe du chschni liche P oduk i i ä und dami de Möglichkei , e -
gleichsweise höhe e Löhne und Gehäl e zu zahlen4'48. Die Addi ion
on 1. und 2. soll die wünschenswe e Fluk ua ion e geben.
Hie e gib sich so o olgende Einwand: Die Fälle 1 und 2 schlie-
ßen einande nich aus. Man kann 1. ge adezu als Spezial all on 2.
ansehen. Denn ein A bei spla zwechsel zu Ausbildungszwecken kann
ja ebenso wie jede ande e A bei spla zwechsel zu p oduk i e em
Einsa z des Wechsle s üh en. Es is alle dings möglich, daß sich
Wi scha szweige in eine s a ionä en En wicklungsphase be inden,
in de die P oduk i i ä sun e schiede zwischen den Be ieben ge ing
45 Vgl. F i sdi: a.a.O., S. 259 .
4 Asch alk, Ma e ek: a.a.O., S. 683 (He o hebung du ch H.A.).
47 Asch alk, Ma e ek: a.a.O., S. 681.
48 Asch alk, Ma e ek: a.a.O., S. 687.
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Volkswi scha liche Aspek e de Fluk ua ion 201
um eine zahlenmäßige Kompensa ion; denn die al en A bei splä ze
bleiben unbese z , und die neuen A bei splä ze e o de n A bei s-
k ä e ande e Quali ika ion (ande e Be u e, ande e Ausbildung). Die
A bei sk ä es uk u wandel sich also. Wenn man eine solche Ände-
ung de A bei sk ä es uk u es s ellen und quan i izie en könn e,
wä e de Schluß e e ba , daß die sich kompensie enden A bei s-
pla zwechsel in diese Höhe zu Anpassung de A bei sk ä es uk u
an die wi scha liche En wicklung beige agen haben. Die Bundes-
ans al ü A bei s e mi lung und A bei slosen e siche ung kündig
eine solche Auswe ung ih e jüngs en Fluk ua ionse hebung ü
„demnächs " an68.
Die Eliminie ung de Zugänge on auße halb de Volkswi scha
läß sich e häl nismäßig leich bewe ks elligen. Die Zahl de Zu-
wande e , auch un e eil nach Wi scha szweigen. is aus S a is iken
zu e mi eln. S>chwie ige is es alle dings, de Ta sache Rechnung zu
agen, daß die Zuwande e selbs eben alls luk uie en. Be ach e e
man einen ku zen Zei aum (e wa ein Jah ), so könn e man an-
nähe ungsweise annehmen, daß alle A bei spla zwechsel de im glei-
chen Zei aum Zugewande en nich unk ional (und dahe unnö ig)
wa en; denn en wede haben die Zuwande e ih en e s en A bei s-
pla z im Sinne de sich ollziehenden wi scha lichen S uk u e -
schiebungen alsch gewähl und ko igie en das du ch A bei spla z-
wechsel, ode abe sie ha en ich ig" gewähl und luk uie en o z-
dem (z. B. aus subjek i en G ünden) en gegen den Anpassungse o -
de nissen. In beiden Fällen sind die A bei spla zwechsel nich unk io-
nal. Je länge jedoch de Zei aum is , des o g öße is die Wah -
scheinlichkei , daß auch die Zuwande e au eine sich in diesem Zei -
aum anbahnende wi scha liche S uk u e schiebung in gewissem
Um ang „ ich ig64 du ch A bei spla zwechsel eagie en, so daß diese
zu be ücksich igen wä en. Das heiß , um den „Umse zungsbeda "
zu e hal en, muß man die gesam en Zuwande ungen um die Zahl ih e
unk ionalen Fluk ua ion e minde n, ehe man sie zu de Zahl de
absolu en Rückgänge addie .
Das Dilemma de geschä z en inne sek o alen Fluk ua ion ließe sich
am bes en du ch en sp echend au be ei e es s a is isches Ma e ial e -
meiden. Auch im Hinblick da au da man de angekündig en Ve -
ö en lichung de Bundesans al mi In e esse en gegensehen.
Die Übe legungen zu den Gene a ionswechseln haben gezeig , daß
on ih e Sei e Anpassungswi kungen nu in ge ingem Um ange zu
e wa en sind. Nähe e Au schlüsse übe die G ößeno dnungen könn e
eine Gegenübe s ellung de Be u e und A bei splä ze de Be u s-
an änge und de Nach ages uk u au den Teila bei smä k en e -
08 Am liche Nach ich en de Bundesans al (ANBA). 14. Jg. (1966) N . 12 S. 551,
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202 Hube us Adebah
geben. Wenn sich z. B. zeigen soll e, daß o z anhal end s a ke
ode endenziell s eigende Nach age nach bes imm e Quali ika ion
die Be u san änge nich in en sp echendem Maße diese Be u e ode
A bei splä ze wählen, könn e man au den Um ang diese nich unk-
ionalen Gene a ionswechsel schließen.
Zum Abschluß sei noch einmal da au hingewiesen, daß die besch ie-
bene Me hode nu die ü die a sächlich e olg en Ums uk u ie ungen
e o de liche Zahl an Umse zungen lie e . Da abe die wi scha -
lichen S uk u e ände ungen als E scheinungs o m des wi scha -
lichen Wachs ums selbs Gegens and wi scha spoli ische Bemühun-
gen sind, wä e es d inglich zu wissen, welche pe sonellen Vo aus-
se zungen (Umse zungen) hä en e üll sein müssen, um ein be-
s imm es Wachs umsziel (z. B. maximales Wachs um, s e iges Wachs-
um) ealisie en zu können.
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