Hü ne , Willi
A icle
Die 32. Jah es e sammlung de Deu schen S a is ischen
Gesellscha om 18. bis 20. Ok obe 1961 in Saa b ücken
Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung, Ve wal ung und Volkswi scha
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Hü ne , Willi (1962) : Die 32. Jah es e sammlung de Deu schen S a is ischen
Gesellscha om 18. bis 20. Ok obe 1961 in Saa b ücken, Schmolle s Jah buch ü Gese zgebung,
Ve wal ung und Volkswi scha , ISSN 1619-6244, Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 82, Iss. 1, pp.
71-80,
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Be ich e
Die 32. Jah es e sammlung
de Deu schen S a is ischen Gesellscha *
om 18. bis 20. Ok obe 1961 in Saa b ücken
Im Jah e 1961 konn e die Deu sche S a is ische Gesellscha , die
1911 als Sek ion de Deu schen Gesellscha ü Soziologie geg ünde
wu de, au ih ün zigjäh iges Bes ehen zu ückblicken. Wenn das
auch im Ve gleich zu einigen Gesellscha en des Auslandes kein be-
me kenswe hohes Al e ü eine wissenscha liche Gesellscha is ,
so haben sich in diesen ün Jah zehn en ih es Bes ehens doch au
allen Gebie en Wandlungen ollzogen, die sich au die S a is ik und
dami auch au die A bei de Deu schen S a is ischen Gesellscha
nachhal ig ausgewi k haben. Das Jubiläumsjah wa dahe ein will-
kommene Anlaß, Rückblick und Ausblick zu hal en.
Au die 32. Jah es e sammlung de Deu schen S a is ischen Gesell-
scha blieb das Jubiläum — wie beabsich ig — ohne sich ba en
Ein luß. Sie wa eine A bei s agung wie die 31 o he gegangenen
auch. Audi in de Wahl de Themen wu de nich besonde s au das
Jubiläum Bezug genommen, wenn die Themen du ch die ande en
Ve häl nisse heu e auch ande e als ühe sind. Au de e s en
Jah es agung 1911 in D esden disku ie e man die Themen „Hei a s-
häu igkei 44 und „De s a is ische Un e ich au den Hochschulen",
au de 32. Tagung in Saa b ücken in de Haup e sammlung übe
„Das Zusammen üh en olkswi scha liche und be iebswi scha -
liche Aspek e in de Wi scha ss a is ik44 und „Die Ausbildung und
Wei e bildung on S a is ike n44. Daneben is es Regel gewo den, daß
au den Jah es agungen auch die Ausschüsse de Gesellscha A bei s-
agungen abhal en, au denen diesmal in Saa b ücken wei e e zehn
Themen disku ie wu den. Im Un e ausschuß I „Ma k o schung und
Ma k analyse44, de on D . W. G. Beh ens gelei e wi d, sp achen
D . J. Schwenzne , Hambu g, übe „F agen de Ma k o schung de
P oduk ionsgü e indus ie44, D . W. Klaude , Ludwigsha en, übe
„P obleme de s a is ischen Einhei im Hinblick au die Ma k o -
schung44 und Dipl.-Phys. G. Luda, München, übe ein „P og amm zu
* Ein aus üh liche Tagungsbe ich mi dem Wo lau de Re e a e und den
Be ich en sowie übe die Ausschußsi zungen und Diskussionen is im „Allgemeinen
S a is ischen A chi ", Band 45, He 4/1961, abged uck .
1 Willi Hü ne , Fün zig Jah e Deu sche S a is ische Gesellscha und Ge ha d
Fü s , Übe die Wi kungsmöglichkei en s a is ische Gesellscha en, Allgemeines
S a is isches A chi , Band 45, 1961, He 2, S. 105 .
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72 Be ich e 72
Du ch üh ung on Reg essionsanalysen au elek onischen Da en e -
a bei ungsanlagen". Übe das Thema „Zu eu opäischen Regional-
s a is ik" e e ie e P o . D . G. Menges, Saa b ücken, im A bei s-
k eis „Regionals a is ik", de on Obe egie ungs a F. Ho mann
gelei e wi d. Die beiden Ausschüsse ü „Anwendung s a is ische
Me hoden in de Indus ie" und ü „Neue s a is ische Me hoden",
die un e dem Vo si z on Bundesminis e P o . D . S. Balke und
on P o . D . H. Kelle e s ehen, hiel en wiede eine gemeinsame
Si zung ab. D . G. Schmid chen, Allensbach, sp ach hie übe „Bei-
äge zu eine Theo ie de ep äsen a i en Quo enauswahl", Dipl.-
Volksw. E. M. Hess, F ank u am Main, übe „Lese analysen g oße
Publikumszei sch i en", D . P. Ko ndö e , Be lin, übe „Abnahme-
p ü ung mi S ichp oben" und D . K.-A. Schä e , Wiesbaden, übe
„Die Planung geschich e e S ichp oben bei Vo gabe eine Fehle -
abs u ung". Auch de on D . H. Wi meye gelei e e Un e ausschuß II
„Inne be iebliche S a is ik" hiel mi dem „Ausschuß s a is ische
Me hoden in de Indus ie" eine gemeinsame Si zung ab. Hie s and
ein Re e a on P o . G. M. Le Noan, Pa is, übe „Inne be iebliche
S a is ik in einem anzösischen G oßun e nehmen" und on P o .
D . H. Mölle , München, übe „P obleme de P ognose wi scha -
liche Wachs ums o gänge" im Mi elpunk . Diese eine Au zählung
de Themen, die au de Jah es agung im G ündungsjah und im
Jubiläumsjah de Gesellscha behandel wu den, zeig schon, wie
seh sich de Wi kungsk eis und die Anliegen de Gesellscha e -
ände und e wei e haben.
Die Haup e sammlung, die om Vo si zenden de Deu schen
S a is ischen Gesellscha , D . D . G. Fü s , gelei e wu de, eil e sich
in eine Vo mi ags- und eine Nachmi ags e ans al ung. In de Vo -
mi agssi zung, zu de en E ö nung de saa ländische Minis e des
Inne n Schnu und de Bü ge meis e de S ad Saa b ücken
Schneide G ußwo e sp achen, e e ie en P o . D . B. Glei ze, Köln,
und D . K.-H. Raabe, Bonn, übe „Das Zusammen üh en olkswi -
scha liche und be iebswi scha liche Aspek e in de Wi scha s-
s a is ik". Dami wu de ein al es und au ühe en Tagungen de
Deu schen S a is ischen Gesellscha be ei s angesp ochenes Thema
de olkswi scha lichen und be iebswi scha lichen S a is ik2
wiede au geg i en und in seine Gegenwa sp oblema ik disku ie .
In seinem seh um assend angeleg en Re e a be aß e sich P o .
B. Glei ze einlei end mi de Rela i i ä s a is ische Aussagen. E
e s eh da un e Ände ungen in den s a is ischen Aussagen du ch
Abweichungen on den u sp ünglichen Beg i sinhal en, ohne daß sich
die s a is ischen Objek e selbs in ih e Fes legung und Abg enzung
geände haben. Solche indi ek en Ände ungen seien dahe aus den
Zahlenübe sich en und ü den Außens ehenden o nich ode nu
2 Vgl. u. a. W. Mo gen o h, Zusammena bei de olkswi scha lichen und be-
iebswi scha lichen S a is ik, Allgemeines S a is isches A chi , Band 20, 1930,
S. 350 .
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73 Be ich e 73
schwe e kennba . Um so wich ige sei es, daß sich de S a is ike
diese F agen annehme und sie nach Möglichkei au decke und kenn -
lich mache, dami sie bei de Ve wendung und Ausdeu ung de Zahlen
en sp echend be ücksich ig we den könn en.
Diese Rela i i ä s a is ische Aussagen wu de om Re e en en an
d ei Abhängigkei en nachgewiesen: De Abhängigkei om jeweiligen
Wi scha s- und Soizialsys em, de Konjunk u abhängigkei und de
Abhängigkei on de be ieblichen Funk ion. Die e s e Fo m de
Abhängigkei wu de an dem Beg i „Landwi scha " e läu e . De
wi scha liche Beg i „Landwi scha " in de Abg enzung im Sinne
on „Indus ie", „Handel" usw. dü e den Landbau aus G ünden
de E holung und F eizei ges al ung nich einschließen. Die le z -
genann e A des Landbaues sei abe e s möglich, wenn ein gewisse
Ve so gungsg ad e eich sei. Sie sei dahe in Lände n mi un e -
schiedlichem En wicklungs- bzw. Ve so gungsg ad und auch in de
zei lichen En wicklung be ach e un e schiedlich g oß. En sp echend
sei dahe auch das, was de Beg i „Landwi scha " wi scha lich
beinhal e, ganz e schieden, wenn le z e e un e ände nach de
Fläche des bea bei e en Bodens abgeg enz we de.
Viel schwie ige als bei solchen „abgewandel en Sys emen", we de
de s a is ische Ve gleich e s bei „gegenpoligen", wie a. B. bei ma k -
wi scha lich und planwi scha lich .o ganisie en. Wenn z. B. das,
was s a is isch als e e ba e P oduk ion e aß wi d, übe den
Ma k ausgewähl we de, seien die Maßs äbe iel schä e als do ,
wo de Zwang zu Soll-E üllung bes eh . Das habe dann seine Kon-
sequenzen ü das gesam e be iebliche Zahlenwe k und dami auch
ü die da aus abgelei e en olkswi scha lichen G ößeno dnungen.
Zu ähnlichen Schwie igkei en des Ve gleichs üh e die Konjunk u -
abhängigkei s a is ische Da en wie ih e Abhängigkei on eine be-
s imm en be ieblichen Funk ion. Besse e sich die Konjunk u lage,
wi k en z. B. die P eisein lüsse nach oben, e schlech e e sie sich,
wi k en sie nach un en. En sp echende Ände ungen seien dann auch
im Aussagewe des be ieblichen Zahlenwe ks und de s a is ischen
Da en zu e wa en. Ähnliche Ve schiebungen könn en auch du ch
Funk ionsände ungen ausgelös we den, z. B. wenn ein Be ieb om
P inzip de Gewinne zielung au das de Kos endeckung umges ell
we de ode umgekeh .
Solche und ähnliche Abhängigkei en seien jedoch nich übe all und
nich imme gleich s a k gegeben und e kennba . Sie seien z. B. auch
im olkswi scha lichen Be eich g öße als im be iebswi scha -
lichen, o allem, wenn die Be iebss a is ik keine übe be ieblichen
ode lang is igen Ve gleiche ans ebe. Wo imme abe die angedeu-
e en Abhängigkei en bes ünden, we de du ch eine Ve ände ung ode
du ch einen Wandel in de einen ode ande en Beziehung de Aus-
sagewe de be e enden s a is ischen G ößeno dnung beein äch ig .
Diese Rela i i ä wi scha ss a is ische Aussagen habe Konse-
quenzen ü das Zusammen üh en olkswi scha liche und be iebs-
wi scha liche Aspek e und dami auch ü die be iebs- und die
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74 Be ich e 74
olkswi scha liche s a is ische A bei selbs . Um sie ich ig ab-
schä zen und gegebenen alls ko igie en zu können, sei eine Ve ein-
hei lichung und Ve eine ung de s a is ischen Un e lagen e o de -
lich. Das gel e ü den olkswi scha lichen Be eich, gel e abe auch
ü den be iebswi scha lichen, o allem ü lange be iebliche
Reihen. Sowei die s a is ischen Da en aus dem be ieblichen Rech-
nungswesen kämen, seien sie du ch die o gegebenen De ini ionen
de Buchhal ung es geleg und in diesem Rahmen nu schwe au ih e
Aussage hin zu „manipulie en". .Das könne lediglich on S a is ike n
in eine sogenann en s a is ischen Neben echnung geschehen, in de
on den s a en Beg i en und Fo men de Buchhal ung abgewichen
und diese den übe be ieblichen und olkswi scha lichen E o de -
nissen angeglichen we den könne. Das se ze jedoch o aus, daß man
den Be ieben genaue De ini ionen und Abg enzungen gebe, nach
denen sie ih Zahlenwe k ü übe be iebliche und olkswi scha -
liche Zwecke aus ich e en und dami addi ions ähig mach en.
Dadu ch en s ünden alle dings den Be ieben zusä zliche A bei en
und Kos en. De Re e en is jedoch de Meinung, daß solche Sonde -
a bei en, die sich du ch gewisse Ausgleichs echnungen sowie das
Zusammen üh en olkswi scha liche und be iebswi scha liche
Aspek e e geben, den Be ieben zugemu e we den können und dü -
en, wenn sie gesam wi scha lich no wendig sind. Denn auch den
Be ieben d oh en du ch unzu eichende ode alsche olkswi scha -
liche Vo s ellungen Ge ah en. Da übe hinaus könn en solche zusä z-
lichen Au lagen das In e esse an übe be ieblichen Ve gleichen in den
Be ieben wecken und ö de n. Jeden alls häl de Re e en das Zu-
sammen üh en on olkswi scha lichen und be iebswi scha lichen
Aspek en ü lösba , wenn es auch schwie ig sei. Dieses Zusammen-
üh en s elle jedoch besonde e An o de ungen an die s a is ische
Appa a u . De S a is ike müsse übe um assende Kenn nisse als
Volkswi , Be iebswi ode Sozialwi e ügen, dami e die di ek-
en und indi ek en Ein lüsse au den Aussagewe s a is ische Da en
e kenne. E solle in seine A bei auch nich du ch Gese ze ode Kon-
en ionen gehemm we den, wie es leide im Nachk iegsdeu schland
iel ach de Fall sei.
Diese um assenden Da legungen on P o . B.
Glei ze
wu den du ch
ein Ku z e e a on D . K.-H.
Raabe
dahingehend e gänz , daß e die
Möglichkei en und G enzen de Zusammen üh ung olks- und be-
iebswi scha liche Aspek e meh om Ins i u ionellen an kon-
k e en F ages ellungen p ü e. Sowei die Konsequenzen au eine
Ve einhei lichung des be ieblichen Rechnungswesens hinauslie en,
seien die G enzen ü die Be ücksich igung übe be iebliche Belange
seh eng gezogen. Das gel e o allem do , wo ech e einzelwi scha -
liche Belange ih en gegens ünden, wie z. B. bei de Gliede ung und
Abg enzung de Kos ens ellen, bei Bewe ungs agen u. a.
Neben diesen ech en Gegensä zen zwischen be iebswi scha lichen
und olkswi scha lichen Belangen gäbe es auch noch sogenann e
Scheingegensä ze, die zwa e ek i bes ünden, die abe nach Meinung
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75 Be ich e 75
des Re e en en besei ig , zumindes eingesch änk we den können,
wie z. B. bei sachlichen und zei lichen Abg enzungen bes imm e Posi-
ionen, wie Umsä ze, Bes ände, Au wendungen u. a. Das se ze jedoch
o aus, daß die Be iebe da an in e essie wü den und ihnen auch
— wie es P o . Glei ze schon he o gehoben habe — en sp echende
Rich linien gegeben we den. Solche Möglichkei en au zuspü en und
en sp echende Rich linien un e Mi wi kung on Volkswi en, Be-
iebswi en und S a is ike n ü die Be iebe auszua bei en, könn e
nach den Da legungen des Re e en en ein ech es Anliegen de Deu -
schen S a is ischen Gesellscha sein.
In de sich anschließenden Diskussion, an de sich P o . D . W. G.
He mann, Köln, P o . D . Ingebo g Esenwein-Ro he, Wilhelmsha en,
P o . D . P. Riebe , Mannheim, P o . D . H. Münzne , Be lin, D . D .
G. Fü s , Wiesbaden, und die beiden Re e en en be eilig en, wa man
sich übe die No wendigkei des Zusammen üh ens olkswi scha -
liche und be iebswi scha liche Aspek e wei gehend einig. Ledig-
lich die Ausgangslage in den Be ieben und die Möglichkei en ü eine
Ve einhei lichung de be ieblichen Un e lagen wu de seh un e -
schiedlich beu eil . Zumindes solle man abe die bes ehenden Mög-
lichkei en — und seien sie noich so ge ing — ü lau ende und in
absehba e Zei du chzu üh ende S a is iken p ü en und nu zen, weil
nu übe eine gewisse Ve einhei lichung de Rechnungsun e lagen
auch den Be ieben die Aus üllung de F agebogen e leich e we den
könne. De Vo si zende de Deu schen S a is ischen Gesellscha s ell e
dahe in Aussich , daß sich de Vo s and de Gesellscha mi de
F age be assen und p ü en we de, au welche Weise diese Au gaben
in Ang i genommen und wei e e olg we den soll en. Gegebenen-
alls we de man dabei au A bei en zu ückg ei en können, die im
Rahmen de Gesellscha be ei s in den zwanzige Jah en zu diese
F age e a bei e wo den sind3.
Die Nachmi agssi zung de Haup e sammlung in Saa b ücken wa
de „Ausbildung und Wei e bildung on S a is ike n" gewidme . In
6 Ku z e e a en wu den diese F agen behandel . In den d ei e s en
Re e a en wu de übe die Au gaben des S a is ike s gesp ochen. F au
D . H. Ba els sp ach übe die „Au gaben bei de Vo be ei ung und
Auswe ung on s a is ischen E hebungen", D . W. Hü ne übe „Die
Au gaben bei de E hebung und Au be ei ung on S a is iken" und
P o . D . P. Riebel übe „Die Au gaben des Be iebss a is ike s". Die
anschließenden d ei Ku z e e a e ha en die Ausbildung und Wei e -
bildung de S a is ike zum Gegens and. P o . D . H. Kelle e sp ach
übe „Die s a is ische G undausbildung an den Uni e si ä en", P o .
D . A. Blind übe „Die G undausbildung in de sozialwissenscha -
lichen S a is ik" und D . D . G. Fü s übe die „Wei e bildung und
Ans ellungs e häl nisse de S a is ike im ö en lichen Diens ". Dami
wu den meh e e Aspek e de gleichen P oblemg uppe angesp ochen,
3 Vgl.
Mo gen o h
und
Isaac,
Vo schläge zu wei e en Fö de ung des Zusam-
menwi kens de allgemeinen und de be iebswi scha lichen S a is ik, Allgemeines
S a is isches A chi , Band 20, 1930, S. 352 .
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76 Be ich e 76
wodu ch sich No wendigkei en und Möglichkei en o en gegenübe -
s anden.
F au D . Hildega d Ba els ging on dem Beg i des Wi scha s-
und So»zials a is ike s aus und g enz e ihn au den zahlengewinnenden
S a is ike ein. Zu Zahlengewinnung gehö en danach auße To al-
und Teile hebungen auch die Fo sch eibung und Schä zung on
Zahlen au G und on Teilun e lagen. Ebenso gehö e die E s ellung
on olkswi scha lichen Gesam echnungen zu Zahlengewinnung
im Sinne de obigen Abg enzung.
Die Vo be ei ung de so abgeg enz en S a is iken se ze um ang-
eiche Kenn nisse des jeweiligen Sachgebie es o aus, dem das E -
hebungsobjek en nommen sei. Diese seien e o de lich, um eine sei s
bei de Fes legung de Un e suchungsziele möglichs ielen An o de-
ungen ge ech we den zu können und ande e sei s, um zu kla en
De ini ionen und beg i lichen Abg enzungen des E hebungsobjek s
und ih e Me kmale zu kommen. Dabei sei nich nu au die Un e -
suchungsziele, sonde n auch au die ealen Möglichkei en bei den Aus-
kun spe sonen und Ins i u ionen Bedach zu nehmen. Sie müssen
schließlich auch ih en Niede schlag im F agen- und Tabellenp og amm
mi allen G uppie ungen und Klassi izie ungen inden können.
Die echne ische Wei e e a bei ung und Auswe ung de gewon-
nenen Zahlen solle noch zum Au gabenbe eich des zahlengewinnenden
S a is ike s gehö en. Ih e wei e gehende Ve wendung in de Wi -
scha s o schung usw. solle dagegen wegen de iel ach ande en
Aspek e da on geschieden we den, wenn auch eine möglichs enge
Zusammena bei -zwischen beiden A en on S a is ike n im In e esse
ih e A bei s e s anzus eben sei.
Die Au gaben des S a is ike s bei de E hebung und Au be ei ung
on S a is iken wu den on D . W. Hu ne nach me hodisch-wissen-
scha lichen, echnisch-o ganisa o ischen, psychologischen und wi -
scha lichen Gesich spunk en geschilde . Dem Re e en en ging es da-
bei da um, nachzuweisen, daß das, was un e Technik de S a is ik
in den Leh büche n zu inden is , den heu igen An o de ungen nich
meh genüg . Neben den bishe igen Au gaben, die mi de En wick-
lung und Ein üh ung neue Me hoden und Techniken — z. B. des
In e iewe -Ve ah ens, de Elek onik — e heblich komplizie e
gewo den seien, ä en neue Au gaben, wie die psychologischen und
wi scha lichen, s ä ke he o . Ihnen könne de S a is ike abe nu
ge ech we den, wenn e gu e Kenn nisse da on besi ze. Das bedeu e
jedoch, daß hie ausbildungsmäßig an den Hochschulen meh ge an
we den müsse als bishe . Denn mi Kenn nissen de Allgemeinen
Me hodenleh e allein sei de Übe gang in die s a is ische P axis iel-
ach zu schwie ig und zu langwie ig. Die spezielle Me hodenleh e
könne hie einiges hel en, müsse abe in dem hie angedeu e en Sinn
ausgebau und meh als bishe an den Uni e si ä en gep leg we den.
Denkba und zu e wägen sei abe auch, daß man — besonde s in
Deu schland mi den g oßen s a is ischen Äm e n — das, was bishe
un e „O ganisa ion und Technik" de S a is ik in den Leh büche n
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77 Be ich e 77
de Allgemeinen Me hodenleh e gesag we de, zu eine selbs ändigen
„Allgemeinen Be iebsleh e de S a is ik46 ausbaue und an den Hoch-
schulen leh e.
P o . D . P. Riebel sah „die Haup au gabe des Be iebss a is ike s
im Au spü en de Einsa zmöglichkei en eine ü die Un e nehmens-
üh ung nu zb ingenden Anwendung de S a is ik im Be ieb". Ein
S a is ike müsse dahe übe gu e be iebswi scha liche und olks-
wi scha liche sowie echnische Kenn nisse e ügen. Wenn de S a-
is ike selbs auch keine En scheidungen zu e en habe, so habe e ,
zumindes du ch die Auswahl seine Da en, du ch die Da s ellungs-
weisen und die In e p e a ion, solche konk e en En scheidungen mi
o zube ei en. Zu den allgemeinen me hodisch-s a is ischen Kenn -
nissen müß en auch g ündliche wi scha swissenscha liche Kenn nisse
e en. Sie we den om Re e en en ge adezu als Fundamen ü die
s a is ische Ausbildung angesehen. Denn in de Regel komme de Be-
iebss a is ike ähnlich wie de Sozial- und Wi scha ss a is ike mi
ela i ein achen s a is ischen Ve ah en aus, alls e nich auch die
echnische S a is ik zu be euen habe. E müsse abe auch einiges
on de Technik, O ganisa ion und Psychologie de s a is ischen E -
hebungen so wie de Technik de abella ischen und g aphischen Da -
s ellungen e s ehen, wenn e seinen Au gaben als S a is ike im Be-
ieb oll ge ech we den wolle.
Nach de Da legung de Au gaben und dami auch de An o de-
ungen an die Ausbildung des S a is ike s ging P o . D . H. Kelle e
on dem de zei igen S and de Ausbildung an den deu schen Hoch-
schulen aus, in dem es im Gegensa z zu ande en Lände n keine
„eigene Ab eilung ü S a is ik und keine Möglichkei , den G ad eines
Diploms a is ike s zu e we ben64 gäbe. Audi seien die o handenen
s a is ischen Leh s ühle nich aus eichend.
Wenn im Hinblick au die Ve so gung mi Leh s ühlen du ch die
Ini ia i e des Wissenscha s a es auch bald eine Besse ung e wa e
we den könne, so müß en doch alle da übe hinaus noch bes ehenden
Möglichkei en eben alls ausgeschöp we den. Als „hochschulin e ne
Maßnahmen und Möglichkei en66 bezeichne e de Re e en u. a. die
Einhal ung eines gewissen Ausbildungsmindes p og amms an jede
Hochschule, den Aus ausch on Klausu au gaben, s ä ke e Be ücksich-
igung de Speziellen Me hodenleh e de S a is ik und de Quellen-
kunde. Audi solle eine Vo lesung übe „Ma hema ik ü Volkswi e
und Be iebswi e66 o gesehen we den. Dagegen sollen die mi de
elek onischen Da en e a bei ung au e enden F agen on den O di-
na ien ü S a is ik nich speziell behandel we den.
Hinsich lich de „Zusammena bei zwischen Hochschulen und an-
de en S ellen66 wies de Re e en au die Möglichkei en de Übe -
lassung on Quellenma e ial, Übe nahme on Leh au ägen du di
S a is ike de P axis usw. hin. Un e „Somde maßnahmen de Deu -
schen S a is ischen Gesellscha 66 gab de Re e en zu p ü en, ob nich
de Ausschuß ü Ausbildungs agen, de ühe schon im Rahmen
de Deu schen S a is ischen Gesellscha bes and, wiede ä ig we den
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DOI h ps://doi.o g/10.3790/schm.82.1.71 | Gene a ed on 2023-04-04 11:32:42
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könne. Wei e hin gab e u.a. zu e wägen, ob nich o ode nach de
nächs en Jah eshaup e sammlung ein einwöchen liche Ausbildungs-
ku sus übe die G und agen de heo e ischen S a is ik und ih e
wich igs en Anwendungsgebie e im Wi scha s- und Sozialleben du ch-
ge üh we den solle.
P o . D . A. Blind konzen ie e sich in seinen Aus üh ungen au
die F age, wie kün ig sozialwissenscha liche S a is ike an den Hoch-
schulen au ih e Au gaben o be ei e we den können. E ging da on
aus, daß die G undausbildung de sozialwissenscha lichen S a is ike
das S udium de Wi scha s- und Sozialwissenscha en sein müsse.
De S a is ike un e scheide sich on dem Wi scha s- und Sozial-
wissenscha le nu dadu ch, daß e ^S a is ik" zu seinen Wahl äche n
mache und sich auch in ensi e als ande e mi diesem Gebie be-
schä ige.
Anknüp end an das Mindes p og amm ü den s a is ischen Un e -
ich , das im Rahmen eine Tagung de Deu schen S a is ischen Ge-
sellscha 1953 in Heidelbe g es geleg wu de4, e läu e e de Re-
e en einige Schwe punk e de Ausbildung. Im Rahmen de Allge-
meinen Me hodenleh e e wies e au die s a is ische Beg i sbildung,
die s a is ischen Fehle , die Beu eilung s a is ische Meßzahlen u. a.
Die Vo ans ellung ige ade diese F agen bedeu e keines alls eine Ve -
nachlässigung de ma hema ischen Ve ah en, o allem nich de
ihnen zug unde liegenden P inzipien. Diese G undp inzipien seien
meh noch als die eigen lichen ma hema ischen Ve ah en, die im
wi scha s- und sozials a is ischen Be eich nu in besch änk em Maße
anwendba seien, wich ige Bes and eil de s a is ischen G undsaus-
bildung.
Neben de Allgemeinen Me hodenleh e solle die Be ölke ungs- und
Wi scha ss a is ik meh als bishe an den Uni e si ä en geleh we -
den. Denn e s dadu ch we de die Ausbildung wi klichkei snah und
konk e . Beide Vo lesungen müß en du ch Übungen e gänz we den,
dami de S udie ende das Gehö e auch au p ak ische Fälle an-
wenden le ne.
Die s a is ische G undausbildung sei mi eine P lich klausu aus
dem gesam en behandel en S o gebie beende . Fü das wei e -
gehende S udium seien dann Spezial o lesungen übe e schiedene
Einzelgebie e, wie z. B. aus de Index heo ie, de Ma k - und Mei-
nungs o schung sowie en sp echende Semina e, zu denen auch P ak-
ike he angezogen we den könn en, o zusehen. Wo „S a is ik"
zu den P ü ungs äche n gehö e, ende die s a is ische Ausbildung an
de Hochschule mi de P ü ung zum Diplom-Volkswi , Diplom-Be-
iebswi usw.
Zum Abschluß mach e D . G. Fü s noch einige Beme kungen übe
die Wei e bildung und Ans ellungs e häl nisse de S a is ike im
ö en lichen Diens . E bemängel e seh , daß man bishe hie nich
wei e gekommen sei, weil das ausgep äg e Lau bahndenken im höhe-
4 Allgemeines S a is isches A chi , Band 37, 1953, S. 369 .
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