Ho o i z, Li iu; Suh, Elisabe h
Resea ch Repo
T ump II und die nuklea e Rück e siche ung de USA im
Pazi ik: Wa um Aus alien, Japan und Südko ea ande e
So gen haben
SWP-Ak uell, No. 42/2024
P o ided in Coope a ion wi h:
S i ung Wissenscha und Poli ik (SWP), Ge man Ins i u e o In e na ional and Secu i y A ai s,
Be lin
Sugges ed Ci a ion: Ho o i z, Li iu; Suh, Elisabe h (2024) : T ump II und die nuklea e
Rück e siche ung de USA im Pazi ik: Wa um Aus alien, Japan und Südko ea ande e So gen haben,
SWP-Ak uell, No. 42/2024, S i ung Wissenscha und Poli ik (SWP), Be lin,
h ps://doi.o g/10.18449/2024A42
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NR.
42
AUGUST 2024
Einlei ung
T ump II und die nuklea e
Rück e siche ung de USA im Pazi ik
Wa um Aus alien, Japan und Südko ea ande e So gen haben
Li iu Ho o i z
/
Elisabe h Suh
Wäh end in Eu opa hi zig übe die Konsequenzen eine möglichen Wiede wahl
Donald T umps deba ie wi d, o enba en die Diskussionen in Aus alien, Japan
und Südko ea g öße es Ve auen in Washing ons Siche hei s e sp echen. Do is
die Angs , dass die USA ih e e wei e e nuklea e Absch eckung beenden könn en,
deu lich wenige ausgep äg als in Eu opa. Diese Zu e sich schein in e s e Linie
au dem pa eiübe g ei enden Konsens in Washing on zu be uhen, dass die USA
China eindämmen müssen und da ü zu e lässige Ve bünde e im Pazi ik aum
b auchen. Gleichzei ig wollen diese US-Ve bünde en die exis ie ende egionale O d-
nung beibehal en und sind be ei , Washing on a k ä ig zu un e s ü zen. T umps
po en ielle Wiede keh ände da an wenig. S a dessen ü ch en die pazi ischen
Bündnispa ne o dnungspoli ische He aus o de ungen in Os asien, die auch ü
Eu opas Siche hei und Wohls and on g oße Bedeu ung sind.
Eu opäische und pazi ische US-Ve bünde e
eilen einige Bedenken wegen eine mög-
lichen zwei en T ump-Regie ung. Beide
be ü ch en, dass T ump in de US-Außen-
poli ik wiede einen ansak ionalen Ansa z
e olgen wi d. S ei igkei en un e Alliie -
en wü den in alle Ö en lichkei ausge a-
gen, was die Be ölke ung e unsiche n,
Gegne e euen und die Glaubwü digkei
de gemeinsamen Ve eidigungspoli ik
ge äh den wü de. Angesich s on T umps
Hang zu Au ok a en so gen sich alle Bünd-
nispa ne , dass Washing on en wede
wich ige gemeinsame In e essen au gib ,
um Dik a o en agwü dige Zuges ändnisse
abzu ingen, ode , alls Ve handlungen (e -
neu ) schei e n, dass T ump US-Ve bünde e
in une wünsch e Kon lik e hineinzieh .
Doch jensei s diese ge eil en So gen
scheinen die poli ischen En scheidungs-
agenden in Canbe a, Seoul und Tokio
g undsä zlich op imis ische zu sein. Sie
schä zen, dass sie mi T umps Ego umgehen
können und ihm luk a i e Deals anbie en
we den. Auch nehmen sie an, dass eine
zwei e T ump-Adminis a ion im wes lichen
Pazi ik engagie bleiben und e lässliche
Pa ne do b auchen wi d, um Ein luss zu
behal en und China einzudämmen. Diese
Annahmen üh en zwa nich zu wenige ,
abe zu wenige g a ie enden Bedenken im
anspazi ischen Ve häl nis. Die eu opäi-
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schen Bündnispa ne jedoch ü ch en,
dass T ump die Na o und dami die nukle-
a e Rück e siche ung de USA un e g aben
ode ga beenden könn e. Selbs in Süd-
ko ea häng die ö en liche Diskussion übe
eigene Nuklea wa en meh mi de wah -
genommenen Bed ohung aus No dko ea
zusammen als mi So gen inne halb de
Allianz.
Es sind in e s e Linie die e ände en
egionalen K ä e e häl nisse und Chinas
Ambi ionen, welche die anspazi ischen
Bündnispa ne beun uhigen. Eine sei s
beg ünde de um assende We s ei zwi-
schen den USA und China die E wa ung,
dass Washing on engagie sowie die
Siche hei sbeziehungen und die e wei e e
nuklea e Absch eckung im Pazi ik bes än-
dig bleiben we den. Ande e sei s üh de
We s ei den pazi ischen Bündnispa ne n
o Augen, dass Sch i e de je zigen und
nächs en US-Adminis a ionen die En wick-
lung de K ä e e häl nisse und egionalen
Kons ella ion in den olgenden Jah zehn en
maßgeblich p ägen we den. Deshalb
he sch Beso gnis, dass eine ansak ional
agie ende zwei e T ump-Regie ung die
langwie igen gemeinsamen Bemühungen,
die O dnung au ech zue hal en, un e -
minie en und dami den G unds ein ü
eine spä e e chinesische Vo mach s ellung
in diese s a egisch wich igen Region
legen könn e.
Wandel mili ä ische Ve häl nisse
Regionale und globale wi scha liche,
poli ische und echnologische En wicklun-
gen e ände n die K ä e e häl nisse im
asia isch-pazi ischen Raum ande s als in
Eu opa. Schließlich is die Ausgangslage
eine ganz ande e: Russlands Wi scha is
nu ein Zehn el so g oß wie die de EU, und
es mangel in Eu opa ehe an poli ische
En schlossenhei und einsa zbe ei en mili-
ä ischen Fähigkei en, nich an den Res-
sou cen pe se. En scheidend is hie , ob die
USA Eu opa in eine geog a isch beg enz en
K ise e eidigen wü den, ob die wes -
eu opäischen S aa en ü ih e os eu opäi-
schen Ve bünde en in den K ieg ziehen
wü den und ob die de zei igen S ei k ä e
aus eichen, um Russland on Agg essionen
abzusch ecken ode diese abzuweh en.
Chinas Wi scha hingegen is as zwei-
einhalbmal so g oß wie die on Aus alien,
Japan und Südko ea zusammen – ein
Un e schied, de in e wa das Ge älle bei den
Mili ä ausgaben wide spiegel . Wäh end
eu opäische Na o-S aa en bewuss ih e
Siche hei an Washing on delegie haben,
s ehen den US-Ve bünde en im wes lichen
Pazi ik nu beg enz e Möglichkei en o en,
aus eichende kon en ionelle Fähigkei en
zu en wickeln, um China wi ksam abzu-
sch ecken.
Bedenken hegen diese US-Ve bünde en
dahe in e s e Linie wegen Chinas En -
schlossenhei , egionale Dynamiken selbs
zu ges al en. Sei Xi Jinping e olg Peking
eine kon on a i e e Außenpoli ik, um
chinesischen In e essen in de Region meh
Gel ung zu e scha en und den Ein luss
de USA im Pazi ik zu schwächen, wenn
nich ga zu besei igen. China ha bewie-
sen, dass es seine s ei ba e Diploma ie
sowohl du ch kos spielige wi scha liche
Maßnahmen als auch du ch asche Mode -
nisie ung seine S ei k ä e s ü zen kann
und will. Noch wi d angenommen, dass die
USA o e s wei e die üh ende mili ä i-
sche Rolle spielen we den, da Washing on
bei kon en ionellen wie nuklea en Fähig-
kei en und in ielen wei e en Be eichen
übe legen is . Alle dings hol China asch
au und mach seine egionalen Ansp üche
gel end, sodass es ü die USA imme
schwie ige wi d, ih e Mach so wei on
den eigenen Küs en en e n wi ksam zu
p ojizie en. Da um be ü ch en Ve bünde e,
China könn e in Zukun den asia isch-
pazi ischen Raum dominie en.
Vo diesem Hin e g und sehen iele die
Zukun Taiwans als Vo bo en ü die mög-
liche En wicklung de Region. Soll e Peking
diesen zen alen Teil de e s en Inselke e
kon ollie en, gewänne es mili ä ischen
und poli ischen Ein luss au das Os - und
das Südchinesische Mee , die beide s a e-
gisch wich ig sind. Um En schlossenhei zu
signalisie en, e ans al e Peking zum
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Beispiel mili ä ische Mach demons a io-
nen im Lu aum zwischen seinem Fes land
und Taiwan. Da um a gwöhnen die ans-
pazi ischen Ve bünde en, China könn e mi
kon en ionellen ode nuklea en Fähig-
kei en d ohen, um sie o ollende e Ta -
sachen zu s ellen und die Kon olle übe
Taipeh zu e langen, be o die USA ein-
sch ei en können. Beschädig wä e dann
auch Washing ons Glaubwü digkei als
Hü e de egionalen O dnung. Ungewiss
is , ob Peking a sächlich wegen Taiwan
einen K ieg gegen die USA üh en wü de
ode lediglich e such , die mili ä ischen
K ä e e häl nisse so zu e ände n, dass es
Washing on, Taipeh und egionale Pa ne
einem inakzep ablen Eskala ions isiko
ausse zen kann. Abe schon dass China
seine Absich en nich p eisgib , ö de
pessimis ische Annahmen.
Das nuklea e Bed ohungsum eld
In den le z en Jah en ha Peking sein A om-
wa ena senal e heblich au ges ock . Lau
US-P ognosen könn e China die Zahl seine
nuklea en Sp engköp e on de zei ge-
schä z 500 bis zum Jah 2030 e doppeln.
Zahlenmäßig wä en Russland und die USA
China bei den Nuklea s ei k ä en dann
imme noch wei übe legen. Alle dings
schein Peking bes eb , sich ähnliche s a-
egische Ke nwa ensys eme zu e scha en,
wie sie Washing on und Moskau besi zen.
Die genauen Mo i e ü Chinas nuklea e
Au üs ung bleiben ums i en. Die Wa en-
ypen und das Tempo ih e En wicklung
lassen abe da au schließen, dass Peking
zumindes Washing ons Eskala ionsdomi-
nanz in eine K ise schwächen möch e.
Solche En wicklungen könn en heo e isch
die wechselsei ige nuklea e Absch eckung
zwischen China und den USA s ä ken. Das
könn e eine sei s das Risiko eines globalen
K iegs e inge n. Ande e sei s bedeu e das
ü Washing ons pazi ische Bündnispa -
ne , dass ih e Schu zmach nich meh
glaubwü dig mi eine nuklea en Eskala-
ion d ohen und Peking nich meh wi k-
sam absch ecken könn e. So wä en sie in
China in einem kon en ionellen K ieg
un e legen.
No dko eas Außenpoli ik in Ve bindung
mi seine nuklea en Au üs ung bilde
einen wei e en G und zu So ge. Schä zun-
gen zu olge könn e No dko ea momen an
höchs ens 90 A omsp engköp e zu Ve -
ügung haben. Alle dings ha Pjöngjang
seine T äge sys eme e heblich di e si izie .
Dami un e maue das no dko eanische
Regime eine nuklea e Dok in, mi de es
einen Keil zwischen die pazi ischen Bünd-
nispa ne eiben könn e, indem es Süd-
ko ea mi ak ischen und den USA mi
s a egischen nuklea en Schlägen d oh .
Zudem hal en Washing on und seine Ve -
bünde en No dko eas Schwelle ü den
Einsa z on A omwa en ü seh nied ig,
da sie annehmen, dass Pjöngjang so auch
o kon en ionellen Ang i en abzusch e-
cken e such .
Schließlich e s ä k Moskau die So gen
in de Region übe Chinas und No dko eas
kün iges Ve hal en. Russland un e häl
zwa wich ige mili ä ische Ein ich ungen
in No dos asien, mili a isie den Ku ilen-
A chipel und üh gemeinsam mi China
s a egische Lu - und Seepa ouillen im
wes lichen Pazi ik du ch. Moskaus Schwe -
punk lieg indes eindeu ig au Eu opa.
Aus alien, Japan und Südko ea ü ch en
abe die konk e en Auswi kungen on
Russlands Zusammena bei mi Peking
und Pjöngjang. Kla is , dass sie Moskaus
K iegs üh ung in de Uk aine ö de .
Im schlimms en Fall könn e die enge e
mili ä ische Koope a ion e ek i e e
Koo dina ion und oppo unis isches Ve -
hal en, die Kon lik e de ande en ü sich
zu nu zen ode die USA und ih e Ve bün-
de en du ch zusä zliche K isen he aus-
zu o de n, zu Folge haben. Wah schein-
liche is jedoch keine ila e ale F on ,
sonde n eine D eiecksdynamik, die an ällig
ü Miss auen, Mach kalküle und P io i-
ä ense zung de jeweiligen Mach habe
bleib – und dennoch bes ehende He aus-
o de ungen ü egionale Siche hei und
Nich e b ei ung e s ä ken kann. Da übe
hinaus is zu e wa en, dass de Ausgang
des lau enden Ang i sk iegs in de Uk aine
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iskan e P äzedenz älle ü e isionis ische
Bes ebungen in Os asien scha en könn e.
Schon je z könn en China und No dko ea
on Russlands Nuklea he o ik le nen, wie
sich Alliie e e unsiche n und on eine
»zu wei « gehenden Un e s ü zung de
Uk aine absch ecken lassen.
Kon e gie ende In e essen und
( adikale) Al e na i en
Die He aus o de ungen im asia isch-
pazi ischen Raum könn en g a ie ende e
Auswi kungen au die egionale und
globale O dnung haben als Kon lik e in
Eu opa. Deshalb beein lussen sie schon
je z das In e essengleichgewich und dami
den Handlungsspiel aum de be eilig en
Ak eu e.
E s ens gib es in Washing on einen
pa eiübe g ei enden Konsens, dass de
ame ikanische Ein luss im Pazi ik bewah
we den muss. De indopazi ische Raum
wi d als s a egisches G a i a ionszen um
angesehen. De Ein luss de USA in diese
Region gil als Schlüssel zu Au ech e hal-
ung on Ame ikas he aus agende Posi ion
in de Wel . Da aus wi d geschluss olge ,
dass die Eindämmung Chinas no wendig
sei. So sind de S a us Taiwans und die
Bündnisse mi Aus alien, Japan und Süd-
ko ea nach wie o on zen ale Bedeu-
ung ü die USA, selbs in einem s a k
pa eipoli isch gep äg en Um eld.
Zwei ens b auch Washing on seine
Ve bünde en im wes lichen Pazi ik. Da sich
de ame ikanische Vo sp ung o China bei
den mili ä ischen Fähigkei en e inge ,
benö ig das US-Mili ä die S ü zpunk e, die
logis ische Un e s ü zung und die e gän-
zenden Fähigkei en de egionalen Ve bün-
de en. Folglich behe be gen Aus alien,
Japan und Südko ea subs an ielle US-S ei -
k ä e, die eine schnelle S a ionie ung
und daue ha e Ope a ionen in de Region
e möglichen. Nich nu sind die USA be-
s eb , die bila e ale Siche hei skoope a ion
mi Aus alien und Japan zu s ä ken. Wash-
ing on be ach e diese beiden Lände auch
als un e zich ba e Pa ne ü egionale
Fo ma e, e wa den Quad ila e alen Dialog
mi Indien, mi denen Ressou cen gebün-
del und Pekings Ambi ionen eingedämm
we den sollen. Wegen Chinas be äch -
liche Wi scha sk a e o de jede Ve -
such, Pekings echnologische ode inan-
zielle Möglichkei en einzusch änken, um-
assende Zusammena bei . Es übe asch
dahe nich , dass sich die Regie ung Biden
in de gesam en indopazi ischen Region um
Un e s ü zung bemüh , um beispielsweise
Wi scha spa ne scha en, esilien e e
Lie e ke en, Technologie ans e s und Fo -
schungskoope a ionen zu ö de n.
D i ens sind die Ve bünde en im wes -
lichen Pazi ik be ei , Bei äge ü wi kungs-
olle e mili ä ische Maßnahmen zu leis en.
Viele eu opäische Regie ungen dagegen
sehen die Siche hei s o keh ungen de USA
als selbs e s ändlich an und lei en nu
unge n Mi el on sozialen und ande en
Zwecken au ih e S ei k ä e um. Aus ali-
en, Japan und Südko ea un e hal en um-
ang eiche Handelsbeziehungen mi China
und haben au diese Weise ih en Wohl-
s and da on abhängig gemach . Um ih e
Siche hei angesich s des wachsenden
chinesischen Ein lusses zu gewäh leis en,
se zen sie da au , die USA in de Region
zu behal en und ih e mili ä ischen Bezie-
hungen zu Washing on zu e s ä ken.
Fü diese o eilha e Balance haben Can-
be a, Tokio und Seoul e lässlich in die
eigene und gemeinsame Absch eckung und
Ve eidigung mi den USA in es ie .
Aus alien und Südko ea a en und un
dies auch un e Regie ungen, die den
Beziehungen zu Washing on skep ische
gegenübe s ehen.
Vie ens s ehen den Ve bünde en de
USA heo e isch al e na i e (wenn auch
nich a ak i e) Op ionen zu Ve ügung,
und Washing on is sich dessen seh wohl
bewuss . Zum einen könn en poli ische
En scheidungs agende in Washing on
be ü ch en, dass sich ih e pazi ischen Ve -
bünde en ü einen Schul e schluss mi
China en scheiden könn en, wenn ih
Miss auen gegenübe dem Engagemen de
USA ein une ägliches Ausmaß e eich .
Da Aus alien keinen und Japan und Süd-
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ko ea nu einen jeweils beg enz en Te i-
o ials ei mi China haben, sind ih e
Bedenken ehe wi scha liche und poli-
ische Na u . Eine ande e egionale
A chi ek u wä e zwa deu lich wenige
o eilha , wü de abe ih e g undlegenden
In e essen nich di ek bed ohen und
wä e dahe wah scheinlich ole ie ba .
Zum ande en e ügen Japan und Südko ea
übe gewisse echnische Vo ausse zungen
– und Seoul auch übe e hebliche innen-
poli ische Un e s ü zung –, um eigene
Nuklea wa en zu en wickeln und sich so
o chinesische Nö igung zu schü zen.
Fiele die Rück e siche ung du ch die USA
weg, könn en sie beide Al e na i op ionen
kombinie en und sich mi Hil e ih es
eigenen nuklea en Schu zschi ms mi
Peking gu s ellen.
Au diese G undlage he sch in Can-
be a, Tokio und Seoul ela i e Zu e sich ,
dass die USA ih e Siche hei sa chi ek u
au ech e hal en und dami die e wei e e
nuklea e Absch eckung ü den Wes pazi-
ik o se zen we den, unabhängig da on,
ob Donald T ump die P äsiden scha s-
wahlen 2024 gewinn ode nich . Da übe
hinaus haben sowohl T ump als auch seine
Anhänge wiede hol einen kon on a i en
Ton gegenübe China angeschlagen und
ih e Be ei scha be on , die Mach p ojek-
ion de USA mi mili ä ischen Mi eln
noch meh als un e de Biden-Adminis a-
ion zu e s ä ken.
Ausgleichsbemühungen de USA
und ih e Ve bünde en
Vo dem Hin e g und dieses sich e än-
de nden poli isch-mili ä ischen Bed o-
hungsum elds und des gleichge ich e en
In e esse un e Alliie en, die heu ige
O dnung zu bewah en, sind um assende
gemeinscha liche Bemühungen zu e ken-
nen, Chinas mili ä ische Expansion en -
gegenzuwi ken. Diese Ans engungen sind
ex em eue . De wich igs e s a egische
Balanceak ü die kün ige Regie ung
dü e da in bes ehen, China wi ksam ein-
zuhegen, die s a egische Absch eckung
gegenübe Russland au ech zue hal en
und die Eskala ion po en ielle K isen zu
e meiden. Aus den Handlungen de
le z en und je zigen US-Adminis a ionen
läss sich eine Vo gehensweise e kennen,
die ie Komponen en um ass . Das sind die
En wicklung zusä zliche nuklea e Fähig-
kei en, de Ausbau kon en ionelle Op io-
nen, die Ve besse ung de Fähigkei en de
Bündnispa ne und die Auswei ung de
Siche hei skoope a ion mi Ve bünde en.
E s ens wi d in Washing on disku ie ,
wie die USA ih e nuklea en Op ionen
besse nu zen. Zwa is eine um assende
Mode nisie ung de Nuklea wa en im
Gange, doch kommen imme meh Fach-
leu e und En scheidungs agende zu dem
Schluss, dass das US-A senal auch e wei e
we den muss. Da übe hinaus ha de US-
Kong ess das Pen agon ged äng , neue
nuklea e Fähigkei en zu en wickeln, wie
e wa den seeges ü z en nuklea bewa ne-
en Ma sch lugkö pe (SLCM-N). Da die
T ump-Adminis a ion be ei s 2018 solche
zusä zlichen egionalen Eskala ionsop io-
nen ge o de ha e, wü de eine zwei e
Adminis a ion hie Kon inui ä bedeu en.
Einige im epublikanischen Lage o de n
soga , den E s einsa z solche Nuklea -
wa en mi ge inge Reichwei e in Be ach
zu ziehen, um Chinas Op ionen einzu-
sch änken und Peking on eine In asion
Taiwans abzusch ecken. Unkla is , wie
iel Gewich solche S immen in eine
zwei en Am szei T umps hä en.
Zwei ens, und noch wich ige , bau die
US-Regie ung ih e kon en ionellen Fähig-
kei en aus. Hie ha die Biden-Adminis a-
ion Ku s gehal en, obwohl iele Demo-
k a en u sp ünglich T umps En scheidung
on 2019 k i isie ha en, das mi Russland
e einba e e agliche Ve bo on Mi el-
s ecken ake en au zuheben. In olgedessen
we den die US-S ei k ä e demnächs
solche bodenges ü z en Rake ensys eme in
ih en eu opäischen und pazi ischen S ü z-
punk en s a ionie en; eine geplan e Ve -
legung zum US-S ü zpunk in Wiesbaden
wu de jüngs e künde . Fü Asien wu de
schon konk e isie , dass das Hype schall-
sys em Da k Eagle nach Guam e leg we -
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den wi d. Um das kon en ionelle K ä e-
e häl nis mi China auszugleichen, müss-
en alle dings die e schiedenen ande en
US-Mi els eckensys eme au dem Gebie
de Ve bünde en s a ionie we den. Da
Peking wohl mi ha en wi scha lichen
Ve gel ungsmaßnahmen eagie en wü de,
is ungewiss, ob ode un e welchen Bedin-
gungen Canbe a, Tokio ode Seoul eine
solchen S a ionie ung zus immen wü den.
D i ens a bei e die US-Regie ung mi
ih en egionalen Ve bünde en eng zusam-
men, um de en eigene mili ä ische Fähig-
kei en zu e besse n. Zum einen en -
wickeln Aus alien, Japan und Südko ea
ih e na ionalen Fähigkei en wei e , beson-
de s im Hinblick au Langs ecken ähig-
kei en und s a egische Sees ei k ä e. Zum
ande en un e s ü z die US-Regie ung ih e
Ve bünde en dabei, ih e F ühwa n- und
Rake enabweh ähigkei en zu e wei e n.
Hie bei schein besonde s ele an , dass
Washing on die He aus o de ungen de Ab-
sch eckung s ä ke gewich e als P oli e a-
ionsbedenken. Ein Beispiel da ü is de
beispiellose Technologie ans e , de dami
einhe geh , dass Aus alien mi nuklea
ange iebenen U-Boo en ausges a e wi d.
Diese T ans e e o de neue Siche hei s-
und Übe p ü ungsmaßnahmen, dami das
hochange eiche e U an ü den An ieb
nich ü den Bau on A omwa en zweck-
en emde wi d. Ein wei e es Beispiel
bilde die En scheidung de USA, die Ein-
sch änkungen ü Südko eas En wicklung
ballis ische Rake en sei 2021 komple
au zuheben. Ebenso wich ig is de sei
wenigen Jah en wei e b ei e e Ve kau
on Tomahawk-Ma sch lugkö pe n, auch
an Aus alien und Japan.
Vie ens schein Washing on – obschon
die anspazi ischen Bündnisse bila e ale
hie a chische Ve häl nisse bleiben – seine
Ve bünde en nich nu du ch e besse e
na ionale Fähigkei en, sonde n auch du ch
die Auswei ung de gemeinsamen Siche -
hei skoope a ion und de Rollen de Ve -
bünde en da in s ä ken zu wollen. Beispiels-
weise möch e die Biden-Adminis a ion,
dass japanische We en egelmäßig US-
K iegsschi e wa en, um de en s ändige
P äsenz in Os asien zu gewäh leis en.
Auch we e e sie bila e ale Konsul a ionen
mi Südko ea au , um Seouls Rolle bei US-
Nuklea ope a ionen zu besp echen. Fe ne
be eib sie Technologie ans e s bei o -
sch i lichen mili ä ischen Fähigkei en, die
Aus aliens s a egische Reichwei e aus-
dehnen we den. Obwohl diese Bündnis-
ini ia i en die Handsch i de Biden-Admi-
nis a ion agen, olgen sie dem Man a
»Las en eilung bei gleichzei ige Wah ung
des Ein lusses«. Diese Tak ik kennzeichne e
T umps Am szei und wi d de zei on
wei en Teilen de Republikanischen Pa ei
anges eb . Dahe sind Fachleu e und En -
scheidungs agende in Aus alien, Japan
und Südko ea zu e sich lich, dass diese
Maßnahmen 2025 wei e ge üh we den,
auch wenn ein Wechsel des S aa sobe -
haup s Kommunika ions- und Koo dina-
ionsschwie igkei en, e ah ungs echni-
sche Spi z indigkei en, Finanzie ungss ei s
und Umse zungs e zöge ungen mi sich
b ingen könn e.
Dennoch: Bedenken in Hülle
und Fülle
Auch wenn einige Anhänge T umps im
eigenen Land jede Ve inge ung des US-
Engagemen s im Ausland beg üßen wü den,
müss e eine zwei e Regie ung de Reali ä
ins Auge sehen, dass de Ve zich au e wei-
e e nuklea e Absch eckung nach wie o
in g undlegendem Wide sp uch zu ih en
Haup zielen s eh . Von ih em langjäh igen
Beschü ze im S ich gelassen und massi en
Bed ohungen ausgese z , wü den ehemali-
ge Ve bünde e wah scheinlich e suchen,
China zu beschwich igen und sich eigen-
s ändig Nuklea wa ena senale anzuscha -
en. Solche En wicklungen lie en den In e -
essen jede US-Regie ung zuwide , auch
eines Weißen Hauses un e T ump. Ängs e
o nuklea e Bed ohung s ehen also nich
im Zen um und lassen iel Raum ü
ande e Be ü ch ungen un e Alliie en.
Zwa in es ie en die pazi ischen Bünd-
nispa ne ela i iel in na ionale und
gemeinsame Absch eckung und Ve eidi-
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gung. Doch auch sie so gen sich wegen
T umps Neigung, Ve bünde e zu Zuge-
s ändnissen zu d ängen. So e wa en die
meis en in Südko ea mindes ens eine
Wiede holung de zähen Ve handlungen
übe Kos en eilung wie wäh end seine
e s en Am szei . T ump und seine Anhän-
ge e langen on Seoul lau s a k höhe e
inanzielle Bei äge ü die US-T uppen, die
au de ko eanischen Halbinsel s a ionie
sind. Ve bunden is diese Fo de ung häu ig
mi de D ohung, die US-T uppen eilweise
ode ga olls ändig abzuziehen, mi Hin-
weisen au das Handelsungleichgewich
und mi dem He un e spielen de Bed o-
hung du ch No dko ea. Zwa is die P äsenz
de US-Solda en du ch die Un e s ü zung
des Kong esses gesiche , abe das Weiße
Haus ha be äch lichen Spiel aum bei de
Fes legung on Um ang und Manda diese
T uppens a ionie ungen. Viele e wa en,
dass T ump diesen Spiel aum nu zen wi d,
um den Ve bünde en wi scha liche
Zuges ändnisse abzu ingen. In Canbe a
und Tokio be ü ch en einige, dass eine
T ump-Adminis a ion womöglich Ve ein-
ba ungen zu mili ä ischen Bescha ungen
neu e handeln will, um die inanziellen
Gewinne de USA zu e höhen. Abe nu
wenige glauben, dass im Zuge solche Aus-
einande se zungen bes ehende Ve ein-
ba ungen au gekündig we den.
Eine wei e e Be ü ch ung in Aus alien,
Japan und Südko ea is , dass eine zwei e
T ump-Adminis a ion die e schiedenen
Ini ia i en egionale Siche hei skoope a-
ion, die das Weiße Haus un e Biden ein-
ge üh ha , einsch änken ode au geben
und alle Beziehungen wiede zue s übe
Washing on lau en lassen wi d. Eine sei s
könn en T ump und seine Be a e übe die
Vo züge de Las en eilung, die mi diesen
neuen Fo men de Zusammena bei e -
bunden sind, e eu sein und diese wei e -
e olgen. Ande e sei s könn e eine epub-
likanisch ge üh e Regie ung die Rückkeh
zum adi ionellen zen alisie enden »Nabe-
und-Speichen-Sys em« ans eben, um meh
Kon olle übe Bündnispa ne ausüben zu
können. Die Ve bünde en a gwöhnen dahe ,
dass diese zwischens aa lichen Ini ia i en
ohne die Füh ungs olle de USA s agnie en
und de We bewe b zwischen den P o egés
um die Au me ksamkei de gemeinsamen
Schu zmach wiede anges achel wi d. Das
könn e o allem ü die seh p ak ische,
abe poli isch heikle ila e ale Pa ne -
scha zwischen Japan, Südko ea und den
USA gel en.
Wenige ausgep äg als die zu o ge-
nann en Be ü ch ungen sind die So gen
wegen T umps »Dealmaking«-Tendenzen,
also e wa in eine kos spieligen K ise im
S ich gelassen (abandonmen ) ode in einen
egionalen Kon lik e s ick (en apmen )
zu we den. Die Ungewisshei , welche Poli-
ik T ump gegenübe China, No dko ea und
Russland wählen wi d, spiegel allgemeine
Unsiche hei en übe kün ige En wicklun-
gen in Eu opa und Os asien sowie T ump-
spezi ische Unwägba kei en wide . In
Bezug au China e wa en die meis en eine
kon on a i e Siche hei s- und Wi scha s-
poli ik, wäh end einige wenige ü ch en,
dass T ump einen »G and Ba gain« mi Xi
ans eben könn e. Zum S a us Taiwans
e häl sich T ump ehe uneindeu ig; in
einem Ve handlungsp ozess könn e e
en wede jegliche Un e s ü zung ü Tai-
wan ablehnen ode sich im Falle chinesi-
sche Unnachgiebigkei dazu en schließen,
Taipeh ausd ücklich zu e eidigen. Wäh-
end E s e es die US-Ve bünde en eine
möglichen chinesischen Nö igung ausse -
zen wü de, könn e Le z e es zu einem
o enen mili ä ischen Kon lik mi Peking
üh en – und iele Ve bünde e bezwei eln,
dass T ump in eine solchen K ise En -
schlossenhei beweisen wü de. Im Hinblick
au No dko ea ho en die meis en, dass
T ump seine Lek ion aus de geschei e en
Gip eldiploma ie mi Kim Jong Un gele n
ha . Einige a gwöhnen jedoch, T ump
könn e zu beweisen e suchen, dass seine
pe sönlichen Beziehungen Ve einba ungen
möglich machen, die ande n alls nu
schwe zu e eichen wä en. So könn e e
wiede e suchen, Kim Jong Un mi wi -
scha lichen An eizen (und dami ak i-
schem Sank ionsb uch) zu einem Au üs-
ungss opp zu bewegen. Dami Seoul diesen
Deal hinnimm , könn e T ump soga so
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wei gehen, eine nuklea e Selbs bewa -
nung Südko eas s illschweigend zu akzep-
ie en. Was schließlich Russland be i ,
sind iele beso g , dass T ump Pu in einen
Deal zum Ein ie en des Kon lik s in de
Uk aine o schlagen könn e – ein Ansa z,
aus dem Xi seine eigenen Schlüsse ü
Os asien ziehen könn e.
Auswi kungen au Eu opa
Weil T ump zu Fehleinschä zungen und
e a ischem Ve hal en neig , is Vo sich
bei dem Ve such gebo en, seine kün ige
Poli ik nach eine Wiede wahl zu p ogno-
s izie en. T o zdem is es wich ig zu e -
s ehen, wa um sich Aus alien, Japan und
Südko ea wenige So gen um nuklea e
Rück e siche ung de USA machen. Aus
diese Analyse lassen sich d ei Folge ungen
ü Eu opa ziehen.
E s ens sind g undlegende Ände ungen
in Washing ons Beziehungen zu seinen
pazi ischen Ve bünde en unwah schein-
lich, auch wenn T ump wiede gewähl
we den soll e. Das is eine gu e Nach ich
ü Eu opa. Zum einen häng Eu opas wi -
scha liche E olg da on ab, dass es keinen
g oß äumigen Kon lik zwischen China und
den USA gib . Zum ande en sind s abile
Beziehungen im asia isch-pazi ischen Raum
indi ek äuße s güns ig ü die Na o, da
die Siche hei s o so ge de USA in Eu opa
s a k on de E üllung ih e wich ige en
Ve p lich ungen im pazi ischen Raum ab-
häng . Dennoch bleiben e hebliche Unwäg-
ba kei en au g und s uk u elle He aus-
o de ungen sowie T umps poli ische
Agenda und pe sönliche Eigenhei en.
Alle dings dü e de D uck aus Washing-
on au Eu opa, seine China-Poli ik anzu-
passen, un e eine zwei en T ump-Admi-
nis a ion wachsen, zumal diese wohl as
ausschließlich mi Ha dline n gegenübe
China (China hawks) bese z sein wi d.
Zwei ens soll en die Eu opäe sich dami
auseinande se zen, dass Washing on und
die pazi ischen Bündnispa ne im K isen-
all wenige mili ä ische als wi scha s-
poli ische Bei äge on Eu opa e wa en
we den. Da um wä e es o eilha , wenn
eu opäische Regie ungen ih Gewich
inne halb des globalen Wi scha ssys ems
nu zen könn en, um die USA dabei zu
un e s ü zen, die mili ä ische Expansion
Chinas einzudämmen. Bemüh sich Eu opa
schon je z , Pekings echnologische und
inanzielle Möglichkei en zu beein lussen,
könn e es dami ein Zeichen se zen, dass es
auch im Falle eines K ieges be ei is , China
mi Sank ionen zu belegen. Das wä e ein
s a kes Signal gegen Re isionismus in Os -
asien. Angesich s on T umps Unbe echen-
ba kei könn en Sch i e, die heu e kos -
spielig e scheinen, sich im Nachhinein als
lohnend e weisen, alls die Region Asien-
Pazi ik ins abil we den soll e.
D i ens läss sich eine we olle Leh e
da aus ziehen, dass die pazi ischen Ve -
bünde en de USA o z eine möglichen
zwei en T ump-Regie ung zu e sich lich
bleiben. De G und ü ih en Op imismus
lieg in Washing ons Abhängigkei on
seinen Ve bünde en und de en Be ei scha ,
meh Ve an wo ung zu übe nehmen.
Zwa is diese spezielle Gleichung wohl in
e s e Linie ein Resul a exogene Fak o en
– wie de s a egischen Bedeu ung de
Region und Chinas Ambi ionen. Abe auch
den En scheidungs agenden, Fachleu en
und de Ö en lichkei in Eu opa soll e
inzwischen kla sein: Je meh sie in ih e
eigenen Fähigkei en in es ie en und je
wi ksame sie egionale Siche hei spoli ik
beein lussen können, des o wenige
müssen sie sich wegen Schwankungen in
Washing ons Poli ik beun uhigen.
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ISSN (Online) 2747-5018
DOI: 10.18449/2024A42
D . Li iu Ho o i z is Wissenscha le , Elisabe h Suh Wissenscha le in in de Fo schungsg uppe Siche hei spoli ik.
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