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Debt-for-Nature Swaps: Ein Finanzierungsinstrument zur Entschuldung und zum Umweltschutz in der Dritten Welt?

Abstract

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Debt-for-Nature Swaps: Ein Finanzierungsinstrument zur Entschuldung und zum Umweltschutz in der Dritten Welt?

Author: Amelung, Torsten
Publisher: Berlin: Duncker & Humblot
Year: 1992
DOI: 10.3790/ccm.25.2.295
Source: https://www.econstor.eu/bitstream/10419/293228/1/ccm.25.2.295.pdf
Amelung, To s en
A icle
Deb - o -Na u e Swaps: Ein Finanzie ungsins umen zu
En schuldung und zum Umwel schu z in de D i en Wel ?
K edi und Kapi al
P o ided in Coope a ion wi h:
Duncke & Humblo , Be lin
Sugges ed Ci a ion: Amelung, To s en (1992) : Deb - o -Na u e Swaps: Ein Finanzie ungsins umen
zu En schuldung und zum Umwel schu z in de D i en Wel ?, K edi und Kapi al, ISSN 0023-4591,
Duncke & Humblo , Be lin, Vol. 25, Iss. 2, pp. 295-321,
h ps://doi.o g/10.3790/ccm.25.2.295
This Ve sion is a ailable a :
h ps://hdl.handle.ne /10419/293228
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Be ich e
Deb - o -Na u e Swaps:
Ein Finanzie ungsins umen zu
En schuldung und zum Umwel schu z
in de D i en Wel ?
Von To s en Amelung*, Kiel
I. Einlei ung
Die en wicklungspoli ische Diskussion wi d sei Mi e de ach zige Jah e
zunehmend on zwei P oblemk eisen behe sch , welche lange Zei isolie
behandel wo den sind, nämlich die Reduzie ung de Auslands e schuldung
de En wicklungslände und de en Umwel p obleme. In jüngs e Zei
wu de jedoch sowohl in de poli ischen als auch in de wi scha swissen-
scha lichen Diskussion a gumen ie , daß es einen engen Zusammenhang
zwischen de Ve schuldung de En wicklungslände und de Umwel ze s ö-
ung gib ( gl. EK (1990), Kap. 3; Obe ndö e (1989), Page (1989)). Vo
allem in bezug au die opischen Regenwälde , de en Ze s ö ung au g und
globale ökologische Auswi kungen nich im In e esse de Gläubige lände
lieg , wi d o geb ach , daß die T openlände gezwungen seien, e s ä k
T openholz, Ag a p oduk e und die un e dem T openwald be indlichen
mine alischen Rohs o e zu expo ie en, um ih e Schulden bedienen zu kön-
nen. Zu Lösung dieses Dilemmas wu den Deb - o -Na u e-Swaps (DNS) in
die Diskussion eingeb ach , welche einen Schuldene laß gegen Na u schu z
o sehen ( gl. Sch eibe (1988), Hansen (1989)). Dieses En schuldungsmo-
dell, welches in Anlehnung an das Konzep de Deb - o -Equi y Swaps en -
wickel wu de, bezeichne Ve einba ungen und T ansak ionen, bei denen
inanzielle Fo de ungen an ein En wicklungsland gegen Maßnahmen des
passi en und ak i en Umwel schu zes und somi wi scha lichen Nu -
zungs e zich s ge ausch we den. Ziel de DNS is es, die Schuldne lände
in die Lage zu e se zen, ih en Beda an De isen ü Impo en und Schul-
dendiens zahlungen decken zu können, ohne daß dabei zu E zielung on
* De Au o dank He n Dipl.-Volksw. Ma kus Diehl ü we olle Hinweise.
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296 Be ich e
De iseneinnahmen T openwald im bishe igen Um ang e nich e we den
muß.
In diesem Bei ag soll au gezeig we den, inwie e n die DNS als Finanzie-
ungs- und Umwel schu zins umen zu Lösung globale Umwel p obleme
und de Schuldenk ise de D i en Wel und, wie unlängs auch o geschla-
gen ( gl. Sch eibe (1988)), in Os eu opa bei agen können. Im nach olgen-
den zwei en Abschni wi d die Funk ionsweise de DNS anhand de bishe
du chge üh en DNS da ges ell . Dabei wi d auch au die bislang beobach-
e en echnischen Schwächen des Konzep s eingegangen. De d i e
Abschni beschä ig sich mi einem ehe konzep ionellen Aspek de DNS,
nämlich de F age, ob es aus heo e ische Sich einen kausalen Zusammen-
hang zwischen eine übe höh en Auslands e schuldung und Umwel ze s ö-
ung in En wicklungslände n gib . De Einsa z de DNS als wi scha spoli-
isches Ins umen se z nämlich die Exis enz eines posi i en Zusammen-
hangs o aus. Im ie en Abschni wi d dann empi isch gep ü , ob die
besonde s hoch e schulde en Lände in s ä ke em Maß die Ze s ö ung
ih e na ü lichen Ressou cen o ange ieben haben, wie es das DNS-Kon-
zep eigen lich e o de n wü de.
II. Bishe ige E ah ungen mi DNS
Die bishe du chge üh en DNS sind un e Mi wi kung sogenann e
Nich egie ungso ganisa ionen (NGOs) zus andegekommen, die in den
Gläubige - und Schuldne lände n au dem Gebie des Umwel schu zes ä ig
sind. De DNS ollzieh sich in de Regel in d ei Sch i en ( gl. Sch eibe
(1988)). Zunächs e wi b eine NGO den Schuld i el eines En wicklungslan-
des. Die NGO kann den Schuld i el en wede - wie schon meh ach gesche-
hen - on Gläubige banken als Spende e hal en1 ode au dem Sekundä -
ma k mi dem üblichen Abschlag kau en2. Im zwei en Sch i e einba en
1 Spenden wu den bislang o allem on eu opäischen Banken gewäh , da ame i-
kanische Geldgebe aus s eue lichen G ünden einem Ve kau de Schuld i el am
Sekundä ma k den Vo zug gaben. Wäh end bei einem Ve kau de Schulden i el de
gewäh e Discoun oll abzugs ähig is , konn en bei eine Spende nu de ak uelle
Sekundä ma k p eis de Schuld i el gel end gemach we den ( gl. Wagne (1990)).
Bei säm lichen Discoun s, die 50% übe sch ei en, is somi ein Ve kau güns ige .
Mi le weile is auch in den USA de Nominalwe eine Spende abzugs ähig ( gl.
Beda ,
Holznagel,
Jacobei (1991), S. 83).
2 G undsä zlich is diese Sekundä ma k ein In e -Banken-Ma k , au dem die
s aa lichen Schulden on En wicklungslände n bei p i a en Banken gehandel we -
den. Die Abschläge (discoun s) au den Nominalwe de Schuld sind somi als in e -
bank-o e - a es zu bewe en. De Sekundä ma k e aß somi nu einen Teil de
gesam en En wicklungslände schulden. De An eil de am Sekundä ma k gehandel-
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Be ich e 297
die NGO und die Zen albank bzw. die Regie ung des Schuldne landes,
diese Schuld i el zum Nominalwe in Landeswäh ung einzulösen ode in
eine neue Schuld e sch eibung in Landeswäh ung umzuwandeln. Die Zin-
sen aus de inländischen Schuld e sch eibung ode de bei Tilgung ausbe-
zahl e Nominalwe in Inlandswäh ung we den in einem d i en Sch i
eine s aa lichen Umwel schu zbehö de ode eine nach Landes ech als
gemeinnü zig einges u en Umwel schu zo ganisa ion im jeweiligen
Schuldne land zuge üh , welche dami Umwel schu zp ojek e, insbeson-
de e die Ein ich ung und E hal ung on Rese a en und Na u pa ks sowie
ande e Umwel schu zp ojek e inanzie . Du ch eine de a ige Umwand-
lung on Auslands- in Inlandsschulden kann das Schuldne land zumindes
seine au F emdwäh ung lau enden Auslandsschulden eduzie en3.
Die Ausges al ung de DNS kann sich im Einzel all un e scheiden. Bis-
lang wu den DNS in ach Lände n implemen ie , wie die Übe sich in
Tabelle 1 zeig . In einigen Lände n (Madagaska , Cos a Rica und Ecuado )
wu den nacheinande meh e e DNS du chge üh . Da bei den Ve handlun-
gen und de Du ch üh ung de DNS häu ig Ve aulichkei e einba
wu de, is es nich möglich, säm liche Ve käu e de ü den DNS au ge-
kau en Sekundä i el auszumachen. De gesam e Nominalwe de be ei s
du chge üh en DNS soll 1990 be ei s 100 Millionen US $ be agen haben
(Reilly (1990)).
De Ma k we de au dem Sekundä ma k gekau en Schuld i el lag mi
Ausnahme de Philippinen und Madagaska , bei denen ein Abschlag on
e wa 50% gewäh wu de, deu lich un e 40% des Nominalwe es. Im Fall
des on de deu schen Sek ion des WWF o ganisie en DNS ü Madagaska
en Schulden an den gesam en s aa lichen Auslandsschulden is in La einame ika
besonde s hoch, da unge äh zwei D i el de do bes ehenden s aa lichen Auslands-
schulden im Jah 1988 bei p i a en Banken au genommen wo den sind. In Schwa z-
a ika dagegen be äg diese An eil nu ein Vie el. Po en iell können 300 M d. US $
an En wicklungslände schulden übe die Sekundä mä k e gehandel we den ( gl.
Tammes (1990)). Dies is nich einmal ein D i el de gesam en s aa lichen En wick-
lungslände schulden im Jah 1987, die 1176 M d. US $ be ugen ( gl. Wo ld Bank,
Wo ld De elopmen Repo (1989)). Diese Summe on 300 M d. US $ s eh jedoch
nich in olle Höhe ü DNS zu Ve ügung, da de Ma k g undsä zlich aus zwei
Segmen en bes eh . Es gib Lände , de en Schuld i el häu ig gehandel we den, und
ande e Lände , bei denen T ansak ionen nu sel en s a inden. Zum e s en Segmen ,
das ü die Du ch üh ung on DNS in e essan is , gehö en nu 20 Lände .
3 Ein pa ielle Schuldene laß is mi einem DNS nu dann e bunden, wenn
e s ens die NGO einen höhe en Discoun als das Schuldne land aushandeln kann und
zwei ens diesen auch bei de Umwandlung an le z e es wei e gib ode du ch die
Ges al ung de Umwel poli ik eine En las ung des S aa sbudge s he bei üh . Bislang
wu den jedoch alle DNS zum Nominalwe ode mi ge ing ügigen Abschlägen umge-
wandel , so daß nich on einem pa iellen Schuldene laß ausgegangen we den kann.
20 K edi und Kapi al 2/1992
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298 Be ich e
Tabelle
1 :
Übe sich übe die bishe
Zei punk e Juni 1987 Ok obe 1987 Feb ua 1988
de du chge- Ap il 1989 Juli 1988
üh en DNS Janua 1989
Ap il 1989
Mä z 1990
Schuldne -
land
Käu e des
Schulden i els
Boli ien
Conse a ion
In e na ional
(CI)
Ve käu e Ci ico p
In es men
Founda ion
Ecuado
Wo ld Wildli e
Fund (WWF-US),
Na u e Conse ancy,
Missou i Bo anical
Ga dens
Ame ican Exp ess
Bank, Banke s T us ,
Mo gan Gua an y
Cos a Rica
WWF-US, CI, WWF-
Canada, Na u e
Conse ancy
Asociación Ecoló-
gica La Paci ica,
Pew Cha i able T us ,
Mac A hu Founda ion,
J.S. Noyes Founda ion,
W. Al on Jonas Found,
O ganiza ion o
T opical S udies,
Swedish Socie y o
he Conse a ion o
Na u e
Ame ican Exp ess Bank,
Flee Na ional u.a.
Nominalwe 0,65 10,00 79,25
(Mio US$)
Ma k we 0,10 1,46 12,16
(Mio US$)
Du chschni - 85 85 85
liche Abschlag
(%)
An eil des Nominal- 0,01 0,10 2,18
we s de DNS an den
gesam en s aa lichen
Auslandschulden (%)
im Jah 1987
Quelle: Amelung (1991); Wo ld Bank (1989); Beda , Holznagel, Jacobei (1991).
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Be ich e
du chge üh en DNS, 1987 - 1990
299
Juni 1988 Ap il 1989 Juni 1989 Janua 1990 Mä z 1990
Augus 1990 Augus 1990
Philippinen
WWF-US
Madagaska
WWF-Ge many,
WWF-US
Zambia
WWF-US,
WWF-Ne he -
lands
Polen
WWF
Dominikanische
Republik
Na u e Conse ancy,
People's T us o
Endange ed Species
Deu sche Bank, NMB
D esdne Bank, (Ne he -
Na ional Wes - lands)
mins e Bank,
Am o Bank,
Socié é-Géne ale,
Banque de l'Union
Eu opéenne, C edi
Comme cial de F ance
1,29 3,03 2,23 0,05 0,58
0,64 1,40 0,45 0,01 0,12
50 54 80 80 79
0,006 0,97 0,05 0,00 0,00
20*
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300 Be ich e
wu de de Schulden i el nich übe den Sekundä ma k gekau , sonde n
on de Deu schen Bank gespende . Bei as allen DNS wa de WWF, on
dem dieses Konzep u sp ünglich en wickel wu de, maßgeblich be eilig . Im
Fall on Ecuado und Cos a Rica wu de de Nominalwe de Schulden i el
in au inländische Wäh ung ausges ell e Schuld e sch eibungen umgewan-
del . Aus de en Zinsen inanzie en die heimischen Umwel schu zo ganisa-
ionen, die auch ech lich die Eigen üme de Fo de ungen gewo den sind,
die im Zuge des DNS e einba en Umwel schu zp ojek e.
Die oben besch iebenen DNS haben jedoch deu liche Schwächen, die sich
sowohl aus de A ih e bishe igen Du ch üh ung e geben als auch mi
konzep ionellen Schwächen des DNS-Konzep s e bunden sind. Un e die
e s e e Ka ego ie äll die Ta sache, daß die bishe bei den Swaps eingese z-
en Summen zu ge ing sind, als daß dadu ch die Belas ung du ch den Schul-
dendiens me klich abgenommen und die ökonomische Lage de be o enen
Schuldne lände sich gebesse hä e. Boli ien ha e beispielsweise zum
Zei punk des DNS eine Auslands e schuldung on 5,4 M d. US $, so daß
de mi dem WWF e einba e Swap nu 0,01 H diese Schulden abdecken
konn e. Nu in Cos a Rica übe s ieg de Nominalwe de au gekau en
Schuldobliga ionen den An eil on 2 H an den Auslandsschulden in 1987.
De G und ü den ge ingen Um ang de DNS lieg da in, daß diese on p i-
a en Umwel schu zo ganisa ionen inanzie wu den, die on Spenden
abhängig sind und dahe nu beg enz die zu Bewah ung g öße e Regen-
waldgebie e e o de lichen inanziellen Mi el au b ingen können. In
diesem Zusammenhang spiel das T i b e ah e e hal en eine besonde e
Rolle. Die Spende an eine Umwel o ganisa ion äg zu Ve besse ung de
Umwel si ua ion bei und s i e dami nich nu dem Spende , sonde n allen
Wi scha ssubjek en, die on den du ch die Umwel ze s ö ung im Schuld-
ne land be o en sind, einen Nu zen. Dadu ch en s eh ü die Wi scha s-
subjek e de An eiz, sich als Spende zu ückzuhal en und on ande en
Wi scha ssubjek en einen Bei ag zum Umwel schu z zu e wa en, da kei-
ne on den posi i en Auswi kungen des Umwel schu zes ausgeschlossen
we den kann. Die Folge is ein Spendenau kommen, mi dem sich wenige
DNS inanzie en lassen, als das bei einem gesam wi scha lichen Op imum
de Fall wä e. Um dieses T i b e ah e e hal en au na ionale Ebene
auszuschließen, wä e es no wendig, daß s aa liche T äge die Finanzie ung
de DNS übe nähmen. Dies hä e auch inso e n seine Be ech igung, da die
posi i en ex e nen E ek e, die on de Bewah ung de opischen Regen-
wälde ausgehen, als ein ö en liches Gu be ach e we den können, das im
P inzip on allen Bü ge n eines Landes nachge ag wi d. Inzwischen is es
auch im zwischens aa lichen Be eich zu einigen pa iellen Schuldene lassen
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Be ich e 301
gekommen, bei denen ein Junk im mi Umwel schu zmaßnahmen e ein-
ba wo den is ( gl. EK (1990), S. 432)4.
Die DNS soll en jedoch nich nu au ein bila e ale Basis abgewickel
we den, da eine in e na ionale Koo dina ion de DNS e o de lich is , um
T i b e ah e e hal en on sei en einzelne Lände zu beg enzen. In
diesem Zusammenhang wu de die Bildung eines mul ila e alen Umwel -
onds o geschlagen, de sich mi de Finanzie ung on Umwel schu zmaß-
nahmen in En wicklungslände n be assen soll ( gl. Amelung (1989)).
Selbs wenn du ch Be eiligung s aa liche Ins i u ionen die ü DNS zu
Ve ügung s ehenden Finanzmi el ges eige we den könn en, so ha sich
schon im Zusammenhang mi den bishe du chge üh en DNS gezeig , daß
de de zei ige Sekundä ma k nu beding ü eine Abwicklung on DNS
geeigne is . De dami ein e ende Nach ageschub nach Sekundä ma k -
papie en bzw. die bloße E wa ung eines be o s ehenden DNS üh unwei-
ge lich zu eine Ku ss eige ung au diesen Finanzmä k en, da selbs kleine
pa ielle Ve äuße ungen on Schuld o de ungen eine Neue mi lung des
Buchwe es de Res o de ungen du ch die Gläubige banken nach sich zie-
hen. Die DNS we den dahe zunehmend eu e ( gl. Amelung (1989)).
Dadu ch we den in e s e Linie die Gläubige banken begüns ig , die ih e
Schuld i el mi seh iel nied ige en Abschlägen e kau en können. Selbs
bei den bislang ge ingen Nach ageschüben du ch die on p i a en O gani-
sa ionen du chge üh en DNS wa das Risiko on P eisschwankungen ü
die be eilig en Umwel schu zo ganisa ionen be äch lich. Hansen (1989)
konn e zeigen, daß sich die Sekundä ma k p eise jeweils sp ungha e höh-
en, als de Ve such eines DNS bekann wu de. Eine um ang eiche Imple-
men ie ung on DNS se z dahe die Scha ung eines g öße en Sekundä -
ma k es o aus5.
4 So is beispielsweise Laos de En wu eines Schuldene laß Ve ages i.H. . 56,6
Millionen DM übe sand wo den, wonach sich de Schuldne e p lich e , Mi el in
Höhe de jeweiligen Jah es a e des Schuldene lasses ü den Umwel - und T open-
waldschu z einzuse zen ( gl. En wicklungspoli ische In o ma ionen (EPI), N . 3/91).
Da übe hinaus haben sich die Regie ungen de Niede lande und on Schweden an
den DNS mi Cos a Rica be eilig ( gl. Tabelle 1).
5 Zu Zei wi d das Handels olumen des Sekundä ma k es ü s aa liche En wick-
lungslände schulden au 40 - 50 M d. US $ geschä z ( gl. Tammes (1991)). Im Ve -
häl nis zum Handels olumen ande e Finanzmä k e is das Handels olumen also e -
gleichsweise ge ing, wenngleich die bishe abgewickel en DNS einen nich annähe nd
g oßen We ha en. Da jedoch ein g oße Teil de Geschä e au dem Sekundä ma k
du ch den Tausch on Schulden i eln zwischen einzelnen Banken dominie wi d, is
bei einem Kau on Schulden i eln mi eine hohen P eis eagibili ä zu echnen, die
auch dami zu beg ünden is , daß es sich bei dem Sekundä ma k um einen oligopoli-
s isch o ganisie en Ma k handel . Um eine Ka ellbildung de wenigen Banken, die
die handelba en Schuld i el eines Landes hal en, zu e schwe en, könn en die NGOs
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302 Be ich e
Da übe hinaus is zu be ücksich igen, daß on eine e heblichen Auswei-
ung de DNS g undsä zlich in la ionä e Wi kungen ausgehen können. Dies
is gegeben, wenn in de Phase des eigen lichen Swaps de Schuld i el in
Landeswäh ung ge ilg und zum Zwecke des Umwel schu zes ausgegeben
wi d, wobei die Regie ung die dazu e o de lichen Mi el du ch Geldschöp-
ung
bescha ,
ohne daß die Zen albank du ch S eue einnahmen kompen-
sie wi d ode eine es ik i e Poli ik zu Kon olle de Geldmenge ah en
kann6. Dadu ch e höh sich die umlau ende Landeswäh ung. Ein Ausweg
wä e, den au F emdwäh ung lau enden Schuld i el in eine inländische
Schuld e sch eibung umzuwandeln und somi au eine so o ige Tilgung
de Schuld i el in Landeswäh ung zu e zich en. Die zu Disposi ion s e-
henden Umwel p ojek e können auch aus den Zins- und Tilgungszahlungen
inanzie we den, wie das bei einigen DNS in Cos a Rica de Fall wa .
Diese Vo gehensweise lös auße dem das P inzipal-Agen -P oblem, das
mi eine Einlösung in Landeswäh ung e bunden is . Dieses P oblem
auch imme dann au , wenn eine e agliche Beziehung zwischen einem
Agen en, de on einem P inzipal Ve ügungsmach zugewiesen bekommen
ha , und einem P inzipal, dessen Nu zen als Eigen üme ode Au aggebe
on den En scheidungen des Agen en abhäng , he ges ell we den soll. Das
P oblem bes eh da in, daß nach Abschluß des Ve ages de Agen die Mög-
lichkei ha , seinen Nu zen zu Las en des P inzipals zu maximie en. Ein
T openland, dessen Schuld i el be ei s in Landeswäh ung eingelös und
zum Zwecke des Umwel schu zes ausgegeben wo den sind, könn e die
da an geknüp en Au lagen b echen, ohne daß die Du ch üh ungso ganisa-
ion des DNS eine Sank ionsmöglichkei hä e7. Bei einem Ve zich au
ode s aa liche Du ch üh ungso ganisa ionen ü DNS ein Mengen- ode Discoun -
Tende e ah en du ch üh en.
6 Die mi g öße en DNS e bundene In la ionsge ah wu de o allem o dem
Hin e g und de E ah ungen mi deb - o -equi y swaps disku ie , bei denen es zu
eine Ausdehnung de Geldmenge mi in la ionä en Wi kungen kam ( gl. Wagne
(1990), S. 162). Auch aus diesem G und wu den diese swaps mi le weile in den mei-
s en Lände n ausgese z . De Um ang de bishe igen DNS wa jedoch zu ge ing, als
daß de en Finanzie ung du ch Geldschöp ung die In la ion hä e anheizen können.
7 Wenn die Kondi ionen des DNS die Ein ich ung eines Rese a s aus Mi eln des
DNS o sehen, so ha das Land bei eine einmaligen Tilgung die Möglichkei , danach
umwel schädigende wi scha liche Ak i i ä en au dem Gebie des Rese a s zuzu-
lassen bzw. die Dekla ie ung dieses Gebie s als Rese a in F age zu s ellen. Bei eine
zei lichen S eckung de Tilgung bleiben de NGO imme noch die auss ehenden Fo -
de ungen, um D uck au die Regie ung auszuüben. In de P axis ha sich be ei s
gezeig , daß die Schuldne lände e suchen, die an den DNS geknüp en Kondi ionen
zu un e lau en. So e buch e die boli anische Regie ung die du ch die DNS gescha -
enen und ü das Managemen eines Na u pa ks bes imm en Mi el gleich zweimal
im Haushal splan und gab sie dann ü ande e Zwecke aus ( gl. Page (1989), S. 279).
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Be ich e 309
Wie Gleichung
(1
d) zeig , is das Vo zeichen on
8
M/3 D unbes imm . Aus
(1
c) e gib sich, daß ein posi i e Zusammenhang zwischen D und H nu
dann bes eh , wenn
(1
d) posi i is . Dies gil jedoch nu , wenn die Schulden
im Ve gleich zu den Sank ionskos en hin eichend nied ig sind und die
Sank ionskos en 5 g öße sind als die Auslandsschulden D. Bei einem
ans eigenden Schuldeng ad, kann sich die Beziehung selbs bei eine posi i-
en Di e enz on (S - D) umkeh en, da bei einem g öße en D endenziell
de Be ag on aH zunimm , wobei de Be ag on aH g öße is als de on
aHD. In de Regel we den die Gläubige da au ach en, daß die Schulden
nich die Sank ionskos en übe sch ei en. Falls dies jedoch z.B. du ch eine
exogene Ände ung de Zinssä ze ein i , üh au g und on (ld) und (lc)
jede wei e e Zunahme de Ve schuldung zu eine Abnahme de Nu zung
na ü liche Ressou cen.
Da übe hinaus sind noch ande e G ünde denkba , au g und de e bei
einem hin eichend hohen Ve schuldungsg ad eine E höhung de selben zu
eine Ve inge ung de Ressou cennu zung üh :
- Bei einem nich pe ek en Kapi alma k s eigen nich nu die Zinsen ü
zusä zliche K edi e, wie dies bei Rausche (1990) angenommen wi d. Bei
eine bes imm en Aus allwah scheinlichkei muß das Land mi eine
mengenmäßigen Ra ionie ung des K edi angebo s echnen, welche das
Schuldne land an de Du ch üh ung wei e e In es i ionen hinde n. In
eine wachsenden Wi scha sind de a ige In es i ionen jedoch ü eine
wei e e Ausbeu ung seine na ü lichen Ressou cen une läßlich.
- Hansen (1989) weis da au hin, daß das Land nich nu die Möglichkei
ha , seine Expo e zu s eige n, um somi den Schuldendiens zu inanzie-
en. Ein Handelsbilanzübe schuß kann auch du ch eine Reduzie ung de
Impo e e eich we den. Sowei es sich bei diesen Impo en um Kapi al-
gü e handel , die zu Ausbeu ung na ü liche Ressou cen e wende
we den, is ehe mi eine Abnahme de Umwel schädigung bei s eigen-
dem Schuldeng ad zu echnen. Diese Ve hal ensweise is ü das Schuld-
ne land jedoch nu dann on Vo eil, wenn die Umwel essou cen nu in
ge ingem Maße zum Expo und dami zu Ve besse ung de Schulden-
diens ähigkei bei agen, so daß de aus de Impo eduzie ung esul ie-
ende Ne oe ek posi i is .
- Im Zusammenhang mi de Schuldenübe hang heo ie ( gl. K ugman
(1988), Sachs (1988)) wu de be ei s gezeig , daß eine übe höh e Ve schul-
dung zu eine Ve inge ung de In es i ionsan eize üh en kann, da ein
wachsende Teil de E löse aus de Ausbeu ung na ü liche Ressou cen
dem Schuldendiens ans a de inländischen Ve wendung zuge üh
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310 Be ich e
we den. Da das Land bei einem hohen Schuldenübe hang e wa en muß,
daß säm liche Gewinne zu Bedienung de Auslandsschulden e wende
we den, we den die An eize zu In es i ion in die Ausbeu ung na ü liche
Ressou cen gedämp . Die Wi scha ssubjek e we den in diese Si ua ion
ehe e suchen, ih Finanzkapi al du ch Kapi al luch dem Zug i zu
Bedienung de Auslandsschulden zu en ziehen.
Die oben au gezeig en Zusammenhänge e deu lichen, daß es keine ein-
deu ige Beziehung zwischen Ve schuldungsg ad und Umwel nu zung gib .
Das Zusammenwi ken de e schiedenen E ek e wi d in de Abbildung 1
e deu lich . Au de ho izon alen Achse wi d de Ve schuldungsg ad D
abge agen, wäh end die e ikale Achse die ela i e Ände ung in de Nu -
zung de Umwel H wide spiegel . Die Beziehung zwischen den beiden
Va iablen häng da on ab, in welchem Abschni de Ku e sich das Land
be inde . Im Abschni 0-D1 ha de Ve schuldungsg ad keinen Ein luß au
das Ausmaß de Umwel nu zung. Dies bedeu e jedoch nich , daß in diesem
Abschni keine Nu zung de Umwel essou cen s a inde , sonde n daß in
diesem Be eich keine Umwel schädigung du ch die aus de Ve schuldung
en s ehenden Fehlan eize au komm . Im Abschni zwischen Dl und D2
e such das Land dagegen, de Ve schuldung und de dami wachsenden
Aus allwah scheinlichkei ku z is ig du ch E höhung de De iseneinnah-
men und dadu ch beding e e höh e Umwel nu zung zu begegnen. Mi wei-
e ans eigendem Ve schuldungsg ad e inge n sich die Sank ionskos en
im Ve häl nis zu den Schuldendiens zahlungen und auch die In es i ionsan-
eize, wäh end die An eize zu Kapi al luch ans eigen. Dies üh im le z-
en Abschni de Ku e zu eine Ve inge ung de Umwel nu zung.
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Abbildung 1
Ein solche Ku en e lau zeig au , daß eine Reduk ion on Ausland-
schulden un e schiedliche Auswi kungen au die Umwel nu zung haben
kann, je nachdem, in welchem Um ang de Ve schuldungsg ad eduzie
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Be ich e 311
und on welchem Ni eau de Auslands e schuldung ausgegangen wi d. Ein
Schuldene laß ha nu dann unweige lich eine Reduzie ung de Umwel nu -
zung zu Folge, wenn de Ve schuldungsg ad zwischen Dl und D2 lieg .
Eine Ve minde ung des Ve schuldungsg ades on D3 au D2 e höh die
du ch die Übe schuldung he o ge u enen An eize zu Umwel nu zung.
Eine Ve inge ung de du ch das DNS-Konzep beabsich ig en Umwel nu -
zung wü de somi un e bleiben.
Da einzelne Schuldne lände un e schiedliche Ku en e läu e au weisen
können, is in keinem Fall on o nhe ein es zus ellen, in welche Rich ung
ein Schuldene laß in bezug au das wi scha spoli ische Ziel de Bewah-
ung de Umwel wi k . Aus diesem G und is es sinn oll, einen Tausch on
Schulden gegen Umwel , wie e mi dem Ins umen de DNS o genommen
wi d, mi Umwel schu zau lagen zu e knüp en, den T openwald zu e hal-
en. Nu so kann siche ges ell we den, daß das an isie e Ziel des Umwel -
schu zes auch e eich wi d.
IV. De empi ische Zusammenhang
zwischen Umwel schu z und Auslands e schuldung
Eine empi ische Un e suchung des Zusammenhanges zwischen Umwel -
schu z und Auslands e schuldung is bislang o allem o dem Hin e -
g und ehlende Meßkonzep e noch nich e olg . Bei de empi ischen Analyse
des Zusammenhangs s ellen sich o allem olgende P obleme:
1. Das Ausmaß de Ze s ö ung na ü liche Ressou cen kann ü die meis en
Lände bislang nich im Sinne on olkswi scha lichen Kos en quan i-
izie we den. Zum einen s ell sich dabei die F age, ob die Kos en de
Wiede he s ellung ode die Höhe de mi de Umwel ze s ö ung einhe -
gehenden Nu zeneinbuße in Anschlag geb ach we den. Zum ande en
können au g und de bislang ehlenden Bewe ung wei e Be eiche de
Umwel nich säm liche Umwel schäden in eine Volkswi scha e aß
we den. Im olgenden wi d dahe deshalb nu au ein Umwel p oblem
eingegangen, nämlich die Ze s ö ung de opischen Regenwälde , wel-
che in ielen Schuldne lände n das g öß e Umwel p oblem da s ell . Wie
aus Tabelle 2 e sich lich is , wi d die Rodung opische Regenwälde als
P ozen sa z des Waldbes andes im Jah 1980 angegeben, um die g öße en
Rodungs lächen in Lände n mi g oßen Waldbes änden zu ela i ie en.
2. Ein wei e es P oblem e gib sich bei de Quan i izie ung des Ve schul-
dungsg ades. Wie aus Tabelle
2
zu e sehen is , können dabei e schiedene
Meßzahlen zug undegeleg we den, z.B. die Schuldenquo e, d.h. das Ve -
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21 K edi und Kapi al 2/1992
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314 Be ich e
häl nis de Auslandsschulden zum B u oinlandsp oduk , die sogenann e
„deb -se ice- a io", d.h. de Schuldendiens als An eil de Expo e -
löse, sowie de Schuldendiens im Ve häl nis zum B u oinlandsp oduk .
Da übe hinaus können auch Meßzahlen, wie z.B. die Coun y-Ra ings
des Ins i u ional In es o Magazins, die die Boni ä des Schuldne landes
besch eiben, zu Quan i izie ung des Ve schuldungsg ades he angezogen
we den. Da diese Kennzahlen un e schiedliche Aspek e, die sich aus de
Ve schuldungssi ua ion eines Landes e geben, he o heben ( gl. Ame-
lung, Mehl e e
(1986 a),
(1986b)), we den an diese S elle säm liche
Kennzahlen zu Un e suchung des Zusammenhangs zwischen Umwel -
nu zung und Ve schuldungsg ad he angezogen. Dies is du chaus sinn-
oll, da die Ko ela ion zwischen diesen Kennzahlen zu Messung des
Ve schuldungsg ades e gleichsweise ge ing aus äll , wie die Tabelle AI
im Anhang beleg .
3. Eine empi ische Un e suchung des De e minan en de Rodung läß sich
nich au den oben besch iebenen Zusammenhang zwischen Ve schul-
dung und Umwel nu zung eduzie en. Das Ausmaß de Rodung wi d
auch on ande en De e minan en, nämlich Wi scha swachs um, Be öl-
ke ungswachs um und die Ausges al ung de wi scha lichen Rahmen-
bedingungen in den jeweiligen Lände n maßgeblich beein luß . Inso e n
is eine de a ige Zusammenhangsanalyse un olls ändig.
Le z e es äg siche lich auch dazu bei, daß sich aus Tabelle
2
wede übe
die Zei hinweg noch im Ve gleich einzelne Lände eine Beziehung zwi-
schen den Rodungs a en einzelne Lände und de en Ve schuldungsg ad
ausmachen läß .
Wie die Ko ela ionskoe izien en in de Tabelle A2 im Anhang zeigen, is
ein s a ke posi i e Zusammenhang zwischen Ve schuldungsg ad und Ro-
dung nich nachweisba . Dies gil auch, wenn die Ände ungen de Rodungs-
a en und des Ve schuldungsg ades mi einande ko elie we den. Ve -
gleichsweise s abil is nu die Beziehung zwischen den Rodungs a en und
de Schuldenquo e, wobei auch hie de Ko ela ionskoe izien den We
on 0,25 nich e eich . Empi isch läß sich somi wede ein posi i e noch
ein nega i e Zusammenhang zwischen einem hohen Ve schuldungsg ad
und Umwel ze s ö ung he lei en.
Die nied igen Ko ela ionskoe izien en können abe auch au eine ambi-
alen e Beziehung zwischen den beiden Va iablen hinweisen, wie es im le z-
en Abschni e mu e wu de. Die S eudiag amme 1 - 4 im Anhang e -
deu lichen den Zusammenhang zwischen absolu en Ve ände ungen des Ve -
schuldungsg ades und den absolu en Ve ände ungen de Rodungs a en ü
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Be ich e 315
die in Tabelle 2 be ach e en Lände . In Schaubild 1, bei dem de Ve schul-
dungsg ad sich au die Schuldenquo e bezieh , zeig sich, daß mi Ausnahme
on Venezuela, das eine Abnahme de Rodung e uh , die Zunahme des Ve -
schuldungsg ades mi eine Ve schlech e ung de Umwel si ua ion einhe -
ging. Dieses E gebnis is jedoch wenige eindeu ig, wenn ande e Indika o-
en zu Messung des Ve schuldungsg ades he angezogen we den. In Schau-
bild 2, bei dem die Zunahme des An eils des Schuldendiens es am Sozial-
p oduk au de ho izon alen Achse abgebilde wi d, wi d de posi i e
Zusammenhang zwischen Ve schuldungsg ad und Umwel ze s ö ung du ch
die Lände beispiele El enbeinküs e, Pe u und Zai e zumindes in F age
ges ell . In diesen d ei Lände n ging die Abnahme des Ve schuldungsg ades
mi eine E höhung de Rodung on opischen Regenwälde n einhe . Wenn
die Schuldendiens ähigkei als Indika o ü den Ve schuldungsg ad
zug undegeleg wi d, bes ä ig sich dieses Bild ü die Lände Zai e und
Pe u. In Schaubild 4, bei dem die ho izon ale Achse die Di e enz de
Bewe ungen du ch den Ins i u ional In es o on 1981 und 1988 wide spie-
gel , sind es die Lände Zai e, Kame un, Indien und Thailand, bei denen
o z eine Ve besse ung de Ve schuldungssi ua ion eine e s ä k e Nu -
zung de na ü lichen Ressou cen zu e zeichnen wa . T o z de eilweise
s a ken Abweichungen in den einzelnen Schaubilde n, die sich aus de
un e schiedlichen Messung des Ve schuldungsg ades e geben, schein ü
die Meh zahl de Lände ein Ans ieg des Ve schuldungsg ades on eine
e s ä k en Nu zung de na ü lichen Ressou cen beglei e wo den zu sein.
V. Zusammen assung und Schluß
Die bishe du chge üh en DNS haben gezeig , daß au g und de man-
gelnden Finanzauss a ung de Du ch üh ungso ganisa ion sowie des
ge ingen Um angs des Sekundä ma k s ü Schulden i el das eigen liche
Ziel, nämlich eine En schuldung de En wicklungslände , nich e eich
we den konn e. Die Umwel schu ze olge, welche im Rahmen diese DNS
e zeichne we den konn en, sind dahe ehe au die mi den T ans e zah-
lungen e bundenen Kondi ionali ä en zu ückzu üh en.
Die F age, ob du ch eine En schuldung on En wicklungslände n An eize
gescha en we den, die do be indlichen Umwel essou cen zu e hal en, is
jedoch aus heo e ische Sich ums i en. So e anlassen die mi eine
Liquidi ä sk ise e bundenen Kos en die Schuldne lände siche lich zu
eine Ausbeu ung ih e na ü lichen Ressou cen, um diese Kos en zu e mei-
den. Wie in einem ein achen Modell gezeig we den konn e, nimm de
An eiz zu Abweh de Liquidi ä sk ise du ch Ausbeu ung de na ü lichen
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316 Be ich e
Ressou cen mi s eigende Ve schuldung ab und kann bei hin eichend
hohem Schuldens and in eine Si ua ion einmünden, in de eine wei e e
Zunahme de Ve schuldung endenziell zu eine ge inge en Nu zung de
na ü lichen Ressou cen üh .
Eine empi ische Übe p ü ung des Zusammenhangs zwischen Ve schul-
dungsg ad und Umwel nu zung schei e da an, daß de Beg i Ve schul-
dungsg ad nich hin eichend ope a ionalisie we den kann und ü die
En wicklungslände keine Zei eihen ü Umwel ze s ö ung o liegen. Die
ü An ang und Ende de ach zige Jah e zu Ve ügung s ehenden Da en
belegen jedoch, daß bei in höhe em Maße e schulde en Lände n nich a
p io i on eine g öße en Umwel ze s ö ung ausgegangen we den kann.
Ebenso zeig e sich, daß Ände ungen des Ve schuldungsg ades ü einzelne
Lände nich no wendige weise mi eine E höhung de Umwel ze s ö ung
einhe gehen.
Fü die Bewe ung de DNS als Poli ikins umen bedeu e dies, daß au
Kondi ionali ä en bei de Du ch üh ung nich e zich e we den kann. Nu
die Umwel schu zau lagen bie en le z endlich eine Gewäh , daß die mi
de En schuldung on En wicklungslände n beabsich ig e Ve besse ung in
de en Umwel si ua ion a sächlich einhe geh . In diesem Sinne sind die
DNS jedoch nich on einsei igen T ans e zahlungen zu un e scheiden, die
unabhängig on de Ve schuldungssi ua ion des einzelnen Landes gewäh
we den können.
Da das Au kau en on Schuld i eln und de en Um ausch mi echnischen
P oblemen e bunden is , muß dahe übe leg we den, ob eine di ek e Kom-
pensa ion on Lände n, die ih e na ü lichen Ressou cen zu schü zen be ei
sind, nich eine ein ache e Lösung da s ellen. Fü die im DNS-Geschä
be eilig en p i a en Umwel schu zo ganisa ionen bedeu e dies, daß sie ih e
P ojek e in En wicklungslände n auch di ek inanzie en könn en. So ha
beispielsweise de WWF bei de Finanzie ung des Oban Na ionalpa ks au
einen DNS e zich e und die Spendengelde di ek dem P ojek äge
zukommen lassen.
Eine solche T ans e lösung hä e da übe hinaus noch ande e Vo eile.
Bei eine pe iodischen Auszahlung eines solchen T ans e s ha de Emp än-
ge des T ans e s wenige An eize, die mi den DNS einhe gehenden Kondi-
ionali ä en zu b echen, da de T ans e zahle seine Kompensa ionszahlun-
gen gegebenen alls eins ellen kann. Im Hinblick au dieses mi in e na iona-
len T ans e zahlungen e bundenen P inzipal-Agen en-P oblem sind de -
a ige Kompensa ionsleis ungen somi den DNS übe legen.
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